Eckdaten:
Für die 111. Sitzung der 27. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 1049 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht vom Abgeordneten Mario Lindner
Petition betreffend „VOLLER SCHUTZ vor Hass & Diskriminierung“ (Ordnungsnummer 61) (überreicht vom Abgeordneten Mario Lindner)
überreicht von den Abgeordneten Mario Lindner und Mag. Yannick Shetty
Petition betreffend „Selbstbestimmung und Anerkennung von transidenten, nicht-binären und intergeschlechtlichen Menschen“ (Ordnungsnummer 62) (überreicht von den Abgeordneten Mario Lindner und Mag. Yannick Shetty)
überreicht von den Abgeordneten Petra Vorderwinkler, Fiona Fiedler, BEd, Mag. Martina Künsberg Sarre und Mag. Verena Nussbaum
Petition betreffend „INKLUSIVE BILDUNG JETZT“ (Ordnungsnummer 63) (überreicht von den Abgeordneten Petra Vorderwinkler, Fiona Fiedler, BEd, Mag. Martina Künsberg Sarre und Mag. Verena Nussbaum)
Zwischenruf des Abg. Einwallner.
Gestern Abend hat eine Onlinepressekonferenz des IWF stattgefunden. Wisst ihr, was dort gesagt wurde? Das ist gerade für die Oppositionsparteien wichtig: Die österreichischen Coronahilfen sind beispielhaft, und so wie der österreichische Finanzhaushalt aufgestellt ist, wird man auch in Zukunft kein Sparpaket für notwendig erachten. (Zwischenruf des Abg. Einwallner.)
Beifall bei ÖVP und Grünen
Wenn man sich das chronologisch anschaut: Im Jänner letzten Jahres sind die ersten Coronainfektionen aufgetreten, und im Februar hat diese Regierung schon angefangen, daran zu arbeiten, Hilfspakete für die Wirtschaft zu schnüren – Frau Bundesminister Köstinger ist zuständig für die Tourismuswirtschaft (Beifall bei ÖVP und Grünen) –, damit die Branche so gut wie möglich über die Runden kommt.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Damals haben diese Regierung und Sie, Frau Bundesministerin, schon die Kurzarbeit auf den Weg gebracht gehabt, weil man gewusst hat, es gibt keine Einnahmen mehr. Es stellte sich die Frage, wie man die Betriebe finanziell absichern kann, damit es nicht zu Existenzängsten kommt und sie nicht zahlungsunfähig werden. Es wurden damals auch sofort die Stundungen beim Finanzamt, die Stundungen bei der Gebietskrankenkasse beschlossen, und gleichzeitig hat man damals schon den Betrieben einen Überbrückungskredit gewährt – für zwei Jahre zinsenfrei, fünf Jahre die Hälfte des Zinssatzes, bis zu 25 Prozent des Jahresumsatzes. Damit war das Erste einmal abgedeckt und niemand musste Angst davor haben, dass irgendeine Bank den Geldhahn abdreht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.
Wer das nur ein bisschen beobachtet hat, weiß – und auch ihr von den Oppositionsparteien: Leute, wenn ihr da ein bisschen fair seid, müsstet ihr das wirklich sagen! –, dass diese Bundesregierung mit unserem Bundeskanzler Kurz an der Spitze und Vizekanzler Kogler und dem gesamten Regierungsteam seit 15 Monaten Tag und Nacht arbeitet, damit man diesen Staat, diese Wirtschaft und den Arbeitsmarkt entsprechend rüberbringt. Das wird uns auch von den ausländischen Medien ganz klar bestätigt. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Loacker.
Ich kann mich noch gut an die Reaktion erinnern, als wir gesagt machen: Machen wir die Mehrwertsteuersenkung! – Ja, dieser bürokratische Aufwand! – Redet heute einmal mit einem Wirten oder einem Hotelier, der erklärt euch, was ein bürokratischer Aufwand ist. Das war die beste, unkomplizierteste und schnellste Hilfe. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich bin lange genug in diesem Geschäft – als Unternehmer und auch als Politiker seit 16 Jahren –, und ich getraue mich eines ganz öffentlich und klar zu sagen: Ich weiß, welche Wertigkeit der Tourismus in diesem Haus in der Vergangenheit gehabt hat. Gott sei Dank ist der Tourismus mit einem eigenen Ministerium ausgestattet worden, wir haben eine eigene Tourismusministerin, die auch von der Praxis her, von ihrer Kindheit her weiß, was sich dort abspielt, und sie hat Verständnis dafür. Frau Bundesministerin, Sie haben der österreichischen Tourismuswirtschaft und Freizeitwirtschaft geholfen, weshalb andere Länder – und da könnt ihr alle eure Kollegen in Italien, in der Schweiz, in Deutschland fragen – neidvoll zu uns schauen, um zu erfahren, wie das möglich ist; und gewisse Sachen werden heute noch kopiert. Bei uns ist das Geld angekommen und in gewissen Ländern kann man noch nicht einmal darum ansuchen. Das ist die wahre Geschichte. Bitte akzeptiert das auch einmal! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Wurm – Zwischenruf des Abg. Loacker
Was diese Regierung natürlich auch gemacht hat, damit man ordentlich durch die Krise kommt – nicht nur diese Wirtschaftshilfen, auch für den Arbeitsmarkt und auch in den Betrieben –, ist das, was Österreich mit den Testungen gemacht hat; das ist beispielhaft gelungen. Menschen von anderen Ländern jenseits der Grenze sind zu uns gefahren, um sich testen lassen zu können. Ihre Initiative, Frau Bundesministerin, mit dem grünen Pass (Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Wurm – Zwischenruf des Abg. Loacker) ist beispielgebend und gibt uns Hoffnung, dass wir halbwegs gut über den Sommer kommen. (Ruf bei der SPÖ: Was soll denn das, bitte?!)
Ruf bei der SPÖ: Was soll denn das, bitte?!
Was diese Regierung natürlich auch gemacht hat, damit man ordentlich durch die Krise kommt – nicht nur diese Wirtschaftshilfen, auch für den Arbeitsmarkt und auch in den Betrieben –, ist das, was Österreich mit den Testungen gemacht hat; das ist beispielhaft gelungen. Menschen von anderen Ländern jenseits der Grenze sind zu uns gefahren, um sich testen lassen zu können. Ihre Initiative, Frau Bundesministerin, mit dem grünen Pass (Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Wurm – Zwischenruf des Abg. Loacker) ist beispielgebend und gibt uns Hoffnung, dass wir halbwegs gut über den Sommer kommen. (Ruf bei der SPÖ: Was soll denn das, bitte?!)
Abg. Wurm: Fahren wir in Urlaub nach Italien ...! – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.
Eines sage ich euch auch: Schaut nach England – gestern Abend war es in den Nachrichten zu hören –, schaut nach England! (Abg. Wurm: Fahren wir in Urlaub nach Italien ...! – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.) Vier Wochen wurden die Öffnungsschritte wieder nach hinten geschoben, und bei uns besteht wirklich die Hoffnung, dass wir mit 1. Juli wieder zur Normalität zurückkommen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Amesbauer) – unter einer Voraussetzung, nämlich dass wir uns daran halten, dass es sicher bleibt. Und wie bleibt es sicher? – Indem wir uns nicht gegenseitig anstecken (Abg. Amesbauer: Na geh, komm! Schon wieder Panikmache! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), sondern uns alle impfen lassen, so wie drei Viertel der Bevölkerung; und das restliche Viertel wird wohl auch noch so gescheit werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Amesbauer: Na geh, komm! – Ruf bei der FPÖ: So ein Unsinn!)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Amesbauer
Eines sage ich euch auch: Schaut nach England – gestern Abend war es in den Nachrichten zu hören –, schaut nach England! (Abg. Wurm: Fahren wir in Urlaub nach Italien ...! – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.) Vier Wochen wurden die Öffnungsschritte wieder nach hinten geschoben, und bei uns besteht wirklich die Hoffnung, dass wir mit 1. Juli wieder zur Normalität zurückkommen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Amesbauer) – unter einer Voraussetzung, nämlich dass wir uns daran halten, dass es sicher bleibt. Und wie bleibt es sicher? – Indem wir uns nicht gegenseitig anstecken (Abg. Amesbauer: Na geh, komm! Schon wieder Panikmache! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), sondern uns alle impfen lassen, so wie drei Viertel der Bevölkerung; und das restliche Viertel wird wohl auch noch so gescheit werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Amesbauer: Na geh, komm! – Ruf bei der FPÖ: So ein Unsinn!)
Abg. Amesbauer: Na geh, komm! Schon wieder Panikmache! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Eines sage ich euch auch: Schaut nach England – gestern Abend war es in den Nachrichten zu hören –, schaut nach England! (Abg. Wurm: Fahren wir in Urlaub nach Italien ...! – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.) Vier Wochen wurden die Öffnungsschritte wieder nach hinten geschoben, und bei uns besteht wirklich die Hoffnung, dass wir mit 1. Juli wieder zur Normalität zurückkommen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Amesbauer) – unter einer Voraussetzung, nämlich dass wir uns daran halten, dass es sicher bleibt. Und wie bleibt es sicher? – Indem wir uns nicht gegenseitig anstecken (Abg. Amesbauer: Na geh, komm! Schon wieder Panikmache! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), sondern uns alle impfen lassen, so wie drei Viertel der Bevölkerung; und das restliche Viertel wird wohl auch noch so gescheit werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Amesbauer: Na geh, komm! – Ruf bei der FPÖ: So ein Unsinn!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Amesbauer: Na geh, komm! – Ruf bei der FPÖ: So ein Unsinn!
Eines sage ich euch auch: Schaut nach England – gestern Abend war es in den Nachrichten zu hören –, schaut nach England! (Abg. Wurm: Fahren wir in Urlaub nach Italien ...! – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.) Vier Wochen wurden die Öffnungsschritte wieder nach hinten geschoben, und bei uns besteht wirklich die Hoffnung, dass wir mit 1. Juli wieder zur Normalität zurückkommen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Amesbauer) – unter einer Voraussetzung, nämlich dass wir uns daran halten, dass es sicher bleibt. Und wie bleibt es sicher? – Indem wir uns nicht gegenseitig anstecken (Abg. Amesbauer: Na geh, komm! Schon wieder Panikmache! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), sondern uns alle impfen lassen, so wie drei Viertel der Bevölkerung; und das restliche Viertel wird wohl auch noch so gescheit werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Amesbauer: Na geh, komm! – Ruf bei der FPÖ: So ein Unsinn!)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Frau Bundesministerin, jetzt heißt es, in die Zukunft zu schauen. Wir werden diesbezüglich heute auch noch einige Beschlüsse fassen. Die Hilfen bis jetzt sind angekommen. Und wisst ihr, warum sie angekommen sind? Da kann man vonseiten der Opposition sagen, was auch immer man will: Zeigt mir einen Betrieb – es gibt nämlich keinen –, der bis zum 15. März letzten Jahres, als der Lockdown gekommen ist, zahlungsfähig war und es heute nicht mehr ist! Die Betriebe, die bis damals zahlungsfähig waren, sind es auch heute noch. Das kann Österreich behaupten, andere Länder können das nicht behaupten. Darauf können wir stolz sein, und die Betriebe wissen das auch. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Wurm: In welchem Quartal?
Wie gesagt, auf den letzten Metern dürfen wir natürlich unsere Betriebe nicht alleinlassen, wir müssen schauen, dass wir gut in die Zukunft kommen; da gibt es noch gewisse Bereiche, wie bei den Veranstaltern, Kongressen et cetera. Gewisse Förderrichtlinien laufen aus, weil sie nicht mehr notwendig sind, aber gewisse wurden noch verlängert, werden auch heute hier noch beschlossen – betreffend den Ausfallsbonus, den Verlustersatz, den Härtefallfonds, die Garantie von Überbrückungskrediten und die Stundungen –, natürlich mit ein bisschen schärferen Maßnahmen. Diese Verlängerungen gelten nur mehr für jene, die einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent haben. (Abg. Wurm: In welchem Quartal?) Wir hoffen, dass wir bis Ende des Jahres wie gesagt auch da wieder alle durchkriegen.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (fortsetzend): In der größten Krise der Nachkriegszeit ist es dank dieser Bundesregierung, die mit Hausverstand und mit den Informationen der Experten seit 15 Monaten Tag und Nacht gearbeitet hat, möglich, dass wir heute so dastehen. Dafür sage ich ganz ehrlich: Frau Bundesminister, ich danke Ihnen im Namen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus Elisabeth Köstinger: Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren Abgeordnete! Liebe Zuseherinnen und Zuseher vor den Fernsehern oder online! (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ich freue mich sehr, dass das Hohe Haus heute Tourismus zum Thema der Aktuellen Stunde gewählt hat und – vor allem – das Thema „Sichere Gastfreundschaft: Comeback des österreichischen Tourismus“ debattiert. (Abgeordnete der SPÖ halten Tafeln mit der Aufschrift: „Corona-Bonus für alle!“ in die Höhe und entrollen auf der Galerie ein Transparent mit der Aufschrift: „Für Österreich: KrisenheldInnen – Für die Kurz-Partei: Pöbel“, „Corona-Bonus für alle!“ – Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Die letzten Monate der Coronapandemie haben vor allem dem Tourismus in Österreich, der Gastronomie, der Freizeitwirtschaft, den Reiseveranstaltern, aber vor allem eben auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die von den massiven Einschränkungen und vom – nahezu – Erliegenkommen der internationalen Reisefreiheit betroffenen waren, wirklich sehr viel abgerungen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abgeordnete der SPÖ halten Tafeln mit der Aufschrift: „Corona-Bonus für alle!“ in die Höhe und entrollen auf der Galerie ein Transparent mit der Aufschrift: „Für Österreich: KrisenheldInnen – Für die Kurz-Partei: Pöbel“, „Corona-Bonus für alle!“ – Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus Elisabeth Köstinger: Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren Abgeordnete! Liebe Zuseherinnen und Zuseher vor den Fernsehern oder online! (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ich freue mich sehr, dass das Hohe Haus heute Tourismus zum Thema der Aktuellen Stunde gewählt hat und – vor allem – das Thema „Sichere Gastfreundschaft: Comeback des österreichischen Tourismus“ debattiert. (Abgeordnete der SPÖ halten Tafeln mit der Aufschrift: „Corona-Bonus für alle!“ in die Höhe und entrollen auf der Galerie ein Transparent mit der Aufschrift: „Für Österreich: KrisenheldInnen – Für die Kurz-Partei: Pöbel“, „Corona-Bonus für alle!“ – Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Die letzten Monate der Coronapandemie haben vor allem dem Tourismus in Österreich, der Gastronomie, der Freizeitwirtschaft, den Reiseveranstaltern, aber vor allem eben auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die von den massiven Einschränkungen und vom – nahezu – Erliegenkommen der internationalen Reisefreiheit betroffenen waren, wirklich sehr viel abgerungen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus Elisabeth Köstinger: Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren Abgeordnete! Liebe Zuseherinnen und Zuseher vor den Fernsehern oder online! (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ich freue mich sehr, dass das Hohe Haus heute Tourismus zum Thema der Aktuellen Stunde gewählt hat und – vor allem – das Thema „Sichere Gastfreundschaft: Comeback des österreichischen Tourismus“ debattiert. (Abgeordnete der SPÖ halten Tafeln mit der Aufschrift: „Corona-Bonus für alle!“ in die Höhe und entrollen auf der Galerie ein Transparent mit der Aufschrift: „Für Österreich: KrisenheldInnen – Für die Kurz-Partei: Pöbel“, „Corona-Bonus für alle!“ – Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Die letzten Monate der Coronapandemie haben vor allem dem Tourismus in Österreich, der Gastronomie, der Freizeitwirtschaft, den Reiseveranstaltern, aber vor allem eben auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die von den massiven Einschränkungen und vom – nahezu – Erliegenkommen der internationalen Reisefreiheit betroffenen waren, wirklich sehr viel abgerungen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Leichtfried: Was ist mit dem Coronabonus für die, die durchgehalten haben?! – Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Bitte, Frau Minister. (Abg. Leichtfried: Was ist mit dem Coronabonus für die, die durchgehalten haben?! – Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Dass wir in Österreich am 19. Mai bei einer Coronalage, einer Infektionslage, die bei Weitem besser war, als viele der Expertinnen und Experten vorausgesagt haben, alle Branchen gleichzeitig wieder aufsperren konnten, ist vor allem einem geschuldet, und das ist das große Zutun der Bevölkerung in diesem Land, das Verständnis, dass wir uns in einer Pandemie befinden. Die schmerzhaften Kontaktbeschränkungen, das Testen, das Impfen, all das hat dazu beigetragen, dass wir mit 19. Mai wieder haben aufsperren können (Zwischenrufe bei der FPÖ) – dafür wirklich ein großes Dankeschön. Man sieht es aktuell auch schon an den positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt: Die Situation verbessert sich merklich, es geht wieder aufwärts. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Dass wir in Österreich am 19. Mai bei einer Coronalage, einer Infektionslage, die bei Weitem besser war, als viele der Expertinnen und Experten vorausgesagt haben, alle Branchen gleichzeitig wieder aufsperren konnten, ist vor allem einem geschuldet, und das ist das große Zutun der Bevölkerung in diesem Land, das Verständnis, dass wir uns in einer Pandemie befinden. Die schmerzhaften Kontaktbeschränkungen, das Testen, das Impfen, all das hat dazu beigetragen, dass wir mit 19. Mai wieder haben aufsperren können (Zwischenrufe bei der FPÖ) – dafür wirklich ein großes Dankeschön. Man sieht es aktuell auch schon an den positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt: Die Situation verbessert sich merklich, es geht wieder aufwärts. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Geschätzte Damen und Herren! Das Aufsperren war insofern auch sehr bemerkenswert, weil wir nach wie vor, obwohl wir jetzt schon seit drei Wochen alle Bereiche wieder offen haben, ständig sinkende Coronazahlen sehen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und der Hintergrund ist, dass wir nicht leichtfertig geöffnet haben, sondern nach wie vor Sicherheitsmaßnahmen und die 3G-Regelung – getestet, geimpft, genesen – haben. Wir sehen einfach, dass das wirklich die richtige Strategie ist. Auch wenn es aktuell wieder Berichte wie beispielsweise jene aus Großbritannien gibt, wo wieder eine Virusmutation auftritt, die um ein Vielfaches infektiöser als der Mutant, den wir bisher kannten, ist, so zeigt das dennoch, dass das der richtige Weg ist. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Österreich ist ein Tourismusland, der Tourismus hängt davon ab, dass es jetzt im Sommer, aber vor allem dann auch im Herbst und im Winter eine stabile Coronasituation gibt, und wir werden alles dafür tun, dass das in unserem Land auch so bleibt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Geschätzte Damen und Herren! Das Aufsperren war insofern auch sehr bemerkenswert, weil wir nach wie vor, obwohl wir jetzt schon seit drei Wochen alle Bereiche wieder offen haben, ständig sinkende Coronazahlen sehen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und der Hintergrund ist, dass wir nicht leichtfertig geöffnet haben, sondern nach wie vor Sicherheitsmaßnahmen und die 3G-Regelung – getestet, geimpft, genesen – haben. Wir sehen einfach, dass das wirklich die richtige Strategie ist. Auch wenn es aktuell wieder Berichte wie beispielsweise jene aus Großbritannien gibt, wo wieder eine Virusmutation auftritt, die um ein Vielfaches infektiöser als der Mutant, den wir bisher kannten, ist, so zeigt das dennoch, dass das der richtige Weg ist. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Österreich ist ein Tourismusland, der Tourismus hängt davon ab, dass es jetzt im Sommer, aber vor allem dann auch im Herbst und im Winter eine stabile Coronasituation gibt, und wir werden alles dafür tun, dass das in unserem Land auch so bleibt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Geschätzte Damen und Herren! Das Aufsperren war insofern auch sehr bemerkenswert, weil wir nach wie vor, obwohl wir jetzt schon seit drei Wochen alle Bereiche wieder offen haben, ständig sinkende Coronazahlen sehen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und der Hintergrund ist, dass wir nicht leichtfertig geöffnet haben, sondern nach wie vor Sicherheitsmaßnahmen und die 3G-Regelung – getestet, geimpft, genesen – haben. Wir sehen einfach, dass das wirklich die richtige Strategie ist. Auch wenn es aktuell wieder Berichte wie beispielsweise jene aus Großbritannien gibt, wo wieder eine Virusmutation auftritt, die um ein Vielfaches infektiöser als der Mutant, den wir bisher kannten, ist, so zeigt das dennoch, dass das der richtige Weg ist. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Österreich ist ein Tourismusland, der Tourismus hängt davon ab, dass es jetzt im Sommer, aber vor allem dann auch im Herbst und im Winter eine stabile Coronasituation gibt, und wir werden alles dafür tun, dass das in unserem Land auch so bleibt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete, mit 10. Juni konnten wir weitere Erleichterungen umsetzen. Das betrifft vor allem Personengruppen und die Masken im Outdoorbereich. Der eigentlich wirklich wichtige Schritt wird für uns aber mit Anfang Juli erfolgen: Dann werden vor allem auch wieder Veranstaltungen, Feiern, Hochzeiten – etwas ganz Wichtiges für das gesellschaftliche und natürlich auch das private Leben – möglich sein. All das wird wieder möglich sein. Vor allem aber – und das ist mir ein ganz besonders wichtiges Anliegen – wollen wir auch eine Möglichkeit schaffen, dass die Nachtgastronomie wieder aufsperrt. Wir alle haben die Situation am Donaukanal und auch am Karlsplatz gesehen und erlebt. Die Jugend will wieder feiern, und genau das muss auch wieder ermöglicht werden. Das hat sie sich wirklich verdient. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall der Abgeordneten Rössler und Voglauer.
Wir werden auf jeden Fall auch dabei sehr vorsichtig vorgehen, das ist vollkommen klar. Die 3G-Regel wird uns erhalten bleiben. Dass das aber wirklich möglich ist, ist vor allem der breiten Teststrategie, dem Zutun der Bevölkerung und vor allem eben auch dem großem Impffortschritt geschuldet. Statistisch gesehen wird in Österreich in jeder Sekunde ein Mensch geimpft. Das entspricht aktuell über 86 000 geimpften Personen am Tag. Dafür sage ich wirklich ein großes Dankeschön auch an die Bundesländer, an die Gemeinden und vor allem auch an die vielen Freiwilligen und Ehrenamtlichen, die uns dabei helfen, diese große Aufgabe zu bewältigen. (Beifall der Abgeordneten Rössler und Voglauer.) Es gibt jetzt aktuell schon 27 Prozent der Bevölkerung, also 2,1 Millionen Menschen, mit vollständiger Immunisierung, sie haben also auch schon den zweiten Stich. Wir sind da wirklich sehr zuversichtlich, dass das in den nächsten Monaten so weitergehen wird – ein ganz großes Dankeschön dafür! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir werden auf jeden Fall auch dabei sehr vorsichtig vorgehen, das ist vollkommen klar. Die 3G-Regel wird uns erhalten bleiben. Dass das aber wirklich möglich ist, ist vor allem der breiten Teststrategie, dem Zutun der Bevölkerung und vor allem eben auch dem großem Impffortschritt geschuldet. Statistisch gesehen wird in Österreich in jeder Sekunde ein Mensch geimpft. Das entspricht aktuell über 86 000 geimpften Personen am Tag. Dafür sage ich wirklich ein großes Dankeschön auch an die Bundesländer, an die Gemeinden und vor allem auch an die vielen Freiwilligen und Ehrenamtlichen, die uns dabei helfen, diese große Aufgabe zu bewältigen. (Beifall der Abgeordneten Rössler und Voglauer.) Es gibt jetzt aktuell schon 27 Prozent der Bevölkerung, also 2,1 Millionen Menschen, mit vollständiger Immunisierung, sie haben also auch schon den zweiten Stich. Wir sind da wirklich sehr zuversichtlich, dass das in den nächsten Monaten so weitergehen wird – ein ganz großes Dankeschön dafür! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Amesbauer: Hat Ihnen das der Chef vom Sacher gesagt?
Wir haben in den letzten Monaten gesehen, wie sehr sich auch dieses Gästeverhalten verändert. Früher haben Gäste bei Buchungsanfragen meistens gefragt: Wie ist der Wellnessbereich aufgestellt? Gibt es einen Parkplatz? Funktioniert WLAN? – Jetzt wird maßgeblich als Erstes nachgefragt, wie die Coronasituation ist, wie die Regeln sind und ob man in seinem Urlaub wirklich sicher ist (Abg. Amesbauer: Hat Ihnen das der Chef vom Sacher gesagt?), und das konnten wir über unser Testprogramm Sichere Gastfreundschaft umsetzen. Fast 1,5 Millionen PCR-Tests sind mittlerweile durchgeführt worden.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.
Gleichzeitig haben wir jetzt auch die Möglichkeit der Selbsttests vor Ort geschaffen, das heißt, auch einem spontanen Kaffeehaus-, Restaurantbesuch steht nichts im Wege. Es gibt die Möglichkeit, sich vor Ort beim Wirt, in der Gastronomie testen zu lassen. Auch dafür sage ich ein großes Dankeschön an die Bundesländer für die gute Zusammenarbeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Sehr geehrte Damen und Herren! Der Urlaub braucht aber vor allem die Wiederherstellung der Reisefreiheit. Das war der Grund unseres großen Engagements, europaweite Regelungen zu schaffen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), dass man nicht nur – und ich bitte, da auch wirklich gut zuzuhören – als Geimpfter wieder reisen kann – diese
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Pläne hat es von einigen Ländern gegeben –, sondern wir haben in Europa den grünen Pass durchgesetzt und damit die Möglichkeit geschaffen, geimpft, getestet und genesen Grenzen wieder zu überqueren und vor allem eben auch einen Urlaub in Anspruch zu nehmen. Das war uns als Bundesregierung immer ein wichtiges Anliegen. Zum einen gibt es Länder mit einem deutlich niedrigeren Impffortschritt als bei uns in Österreich, und zum anderen wird es immer wieder auch Menschen geben, die sich nicht impfen lassen – und das ist auch okay. Im Endeffekt braucht es trotzdem eine Möglichkeit, wieder zu reisen, und das ist eben als Genesener und Getesteter mit dem grünen Pass in Europa wieder möglich. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zusätzlich zu all dem haben wir unsere Betriebe auch wirtschaftlich massiv unterstützt. Wir haben frühe Maßnahmen gesetzt, Gabriel Obernosterer hat das auch bereits angesprochen. Wir haben vor allem auch versucht, die vielen Unterschiede in den Branchen zu adressieren: die Insolvenzabsicherung für die Reiseveranstalter; der Schutzschirm für die Veranstaltungsbranche konnte auf 10 Millionen Euro erhöht werden – es wurden da mittlerweile schon Förderzusagen in Höhe von rund 86 Millionen Euro abgegeben –; wir haben eine Sonderlösung für Privatvermieter geschaffen; wir haben eine Gastgartenoffensive geschaffen und die Erhöhung der Haftungsübernahmen bei Investitionen neben der Investitionsprämie ermöglicht. All das hat dazu beigetragen, dass unsere Betriebe jetzt wieder gut, richtig und gesichert aufsperren können, voll durchstarten können und das tun können, was sie am besten können, und das ist im Endeffekt für Gastlichkeit zu sorgen und uns allen die bewährte Kulinarik zu bieten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Geschätzte Damen und Herren! Der Erfolg des Tourismus in Österreich ist kein Zufall, sondern das Ergebnis harter Arbeit von vielen Unternehmerinnen und Unternehmern, von sehr vielen engagierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, und ihnen gilt unser ganz großer Dank und vor allem unsere vollste Unterstützung. Auf geht’s! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: ... wie kommen Sie da drauf?
Im Jahr 2019 erwirtschaftete die Tourismusbranche direkt und indirekt 28,3 Milliarden Euro. Das entspricht 7,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Sichere Gastfreundschaft ist nicht nur ein Spruch, sondern wir in Österreich leben das. Österreich ist das gastfreundlichste Land der Welt. Der Tourismus, die Gastronomie, die Hotellerie haben einen hohen Stellenwert in Österreich und weit über unsere Grenzen hinaus. (Abg. Belakowitsch: ... wie kommen Sie da drauf?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die Tourismusbranche, die Hotellerie, die Gastronomie sowie die Messe-, Freizeit- und Veranstaltungsbranche gehören zu den am schlimmsten von der Pandemie betroffenen Wirtschaftszweigen. Wir haben ein unglaubliches Glück, dass unsere Bundesministerin Elisabeth Köstinger von Anfang an alle Hebel in Bewegung gesetzt hat, um diese Branchen zu unterstützen und ihnen bestmöglich zu helfen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Allein durch den Veranstalterschutzschirm konnten 300 Millionen Euro – 10 Millionen Euro pro Veranstalter – ausbezahlt werden. Die Stadthotellerie wird noch eine Zeit brauchen, um diese Pandemie gut zu überstehen. Da ist es richtig und wichtig, dass weiterhin Hilfen gegeben werden. Dafür setzt sich unsere Tourismusministerin Elli Köstinger ein, um weiter mit aller Kraft Hilfen zu beschaffen – ein großes Danke dafür. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen
Ein kurzer Rückblick auf die Hilfen, die bereits ausbezahlt wurden: Fixkostenzuschuss: über 420 Millionen Euro ausbezahlt; Verlustersatz: rund 11 Millionen Euro ausbezahlt; Lockdownumsatzersatz November: über 1 Milliarde Euro ausbezahlt (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen); Lockdownumsatzersatz Dezember: weitere 590 Millionen Euro ausbezahlt; Ausfallsbonus: rund 600 Millionen Euro ausbezahlt. – Diese Hilfen sprechen für sich selbst. Unsere Nachbarländer schauen ganz neidisch auf uns. Die Pandemie hat uns gezeigt, wie wichtig diese Branche ist – für die Gesellschaft, für den Arbeitsmarkt und für die Gäste, die wir bewirten dürfen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Unserem Bundeskanzler Sebastian Kurz gemeinsam mit dem gesamten Regierungsteam ist es wichtig, dass sich alle Menschen in Österreich sicher und wohlfühlen. Sicher für den Gast, sicher für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Sicherheit für die Menschen in Österreich: Das ist das Ziel dieser Regierung. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
viele Systemerhalterinnen und Systemerhalter nie in greifbarer Nähe sein werden. Wir fordern, diesen Bonus allen Beschäftigten der Daseinsvorsorge auszubezahlen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Auch Herr Klubobmann Wöginger – der jetzt nicht anwesend ist –, der ehemals Zentralbetriebsratsvorsitzender des Roten Kreuzes war, vergisst in dieser schwierigen Situation auf seine ehemaligen Kolleginnen und Kollegen – ein wirklich schäbiges Verhalten! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Krisper und Loacker.
Sie haben so viel versprochen und leider fast nichts davon gehalten. Das jüngste Beispiel ist der grüne Pass, über den Sie sich jetzt so freuen, der zuerst datenschutzrechtlich schwerst bedenklich konzipiert war und erst nach vielen Reparaturvorschlägen seitens der SPÖ als Gesetz beschlossen werden konnte. Das ist Ihr nächster Flop! Er ist eine europaweite Lachnummer – handwerklich verpfuscht, so wie vieles in dieser Regierung, die von einer Panne in die nächste tappt. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Krisper und Loacker.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Förderungen, die Sie ausbezahlen, sind oft nicht treffsicher und schon gar nicht transparent hinter dem undurchsichtigen Schleier der Cofag, in der offensichtlich so viel Geheimes passiert, dass nicht einmal wir als gewählte Volksvertreterinnen und Volksvertreter hineinschauen dürfen. Deshalb schlagen wir vonseiten der SPÖ vor, jeder Familie, jedem Haushalt einen Coronatausender in Form von Konsumationsgutscheinen zur Verfügung zu stellen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In vielen Bereichen bewegen sich die Umsätze derzeit – auch wenn Sie alles so hochjubeln – bei unter 50 Prozent im Vergleich zum Vorkrisenniveau. Und wenn Sie nicht eine Pleitewelle enormen Ausmaßes riskieren wollen, dann unterstützen Sie endlich Vorschläge, die tatsächlich helfen, Arbeitsplätze zu schaffen und Betriebe zu retten! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Haubner und Obernosterer.
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Frau Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Jetzt haben wir drei ÖVP-Vorredner gehört, die versucht haben, sich die Welt, die nicht schön ist, schönzureden. Wie schaut die Wahrheit aus? – Der Dauerlockdown ab 2. November hat einen derartigen Kollateralschaden für den Tourismus verursacht, wie es ihn überhaupt noch nie gegeben hat. Das war ein maximaler Schaden für den Tourismus, und zwar nicht von irgendjemandem verursacht, Kollege Obernosterer, sondern von der Regierungspolitik verursacht. Und dafür wollt ihr auch noch bejubelt werden! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Haubner und Obernosterer.)
Beifall bei der FPÖ.
Seit dem 19. Mai wird geöffnet, und ich sage das immer wieder dazu: mit angezogener Handbremse. Und da ihr sagt, es sei alles so gut: Die Österreichische Hoteliervereinigung hat auf ihrem ÖHV-Kongress die Unternehmer befragt, wie sie die Performance der Bundesregierung, die Regierungspolitik beurteilen, und diese Beurteilung hat einen Dreier ergeben. Wenn man zu diesem Dreier das dazunimmt, was ich jetzt noch zu sagen habe, nämlich: keine Vorbereitung für die Zeit danach und zum Teil unsoziale Förderpolitik, dann kommt man bestenfalls auf einen Vierer, wenn nicht auf einen glatten Fünfer. So schaut unterm Strich die desaströse Politik dieser Regierung aus, die einen Kollateralschaden und einen maximalen Schaden für die österreichische Tourismuswirtschaft verursacht hat, und zwar in einem Ausmaß, das nicht erforderlich war, und in einem Ausmaß, das es in dieser Republik überhaupt noch nie gegeben hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.
Ich habe im Winter im Zuge der Debatte mehrmals die Forderung aufgestellt und gesagt: Wieso sperrt ihr denn nicht die Ferienwohnungen auf? Wieso sperrt ihr nicht die Chalets, die Ferienhäuser auf, wo Gäste isoliert von anderen Gästen durchaus wohnen können? – Ihr habt auf diese Vorschläge nicht einmal reagiert! (Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.) Ihr wolltet zusperren. Ihr habt einen Kollateralschaden verursacht, und jetzt geht ihr her und sagt: Um Gottes willen! Wir sind so gut, wir sind so stark, wir sind der Anton aus Tirol! – So schaut das leider Gottes nicht aus. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich habe im Winter im Zuge der Debatte mehrmals die Forderung aufgestellt und gesagt: Wieso sperrt ihr denn nicht die Ferienwohnungen auf? Wieso sperrt ihr nicht die Chalets, die Ferienhäuser auf, wo Gäste isoliert von anderen Gästen durchaus wohnen können? – Ihr habt auf diese Vorschläge nicht einmal reagiert! (Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.) Ihr wolltet zusperren. Ihr habt einen Kollateralschaden verursacht, und jetzt geht ihr her und sagt: Um Gottes willen! Wir sind so gut, wir sind so stark, wir sind der Anton aus Tirol! – So schaut das leider Gottes nicht aus. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
eine Dauervertagung. Was wollten wir? – Wir wollten das Eigenkapital stärken. Natürlich ist bekannt, dass die Betriebe verstärkt Eigenkapital brauchen. Dann muss man agieren, dann muss man das tun, aber ihr habt nur unsere Initiativen vertagt. Wir wollten eine Aufwertungsbilanz haben. Wir wollten eine Gleichstellung zwischen Eigen- und Fremdkapitalzinsen haben. Ihr habt nichts gemacht, außer unsere Anträge zu vertagen! Betreffend Senkung der Lohnnebenkosten ist überhaupt noch nichts weitergegangen. Also Hausaufgaben nicht gemacht, geschlafen, verschlafen – Nicht genügend! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Und wie schaut es bei den Entschädigungen aus? – Die sind durchaus durchwachsen und unterschiedlich. Betreffend das Epidemiegesetz: Ein Großteil der Betriebe wartet seit 13 Monaten auf die Entschädigung gemäß Epidemiegesetz. Das ist ein Armutszeugnis! (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) Hinsichtlich aller Betriebe mit mehr als zehn Betten, hinsichtlich aller touristischen Vermieter mit mehr als zehn Betten mussten wir 13 Monate kämpfen, damit überhaupt ein Entschädigungsanspruch zugesprochen wird. Das war unsere Initiative. Hätten wir uns nicht für die privaten Vermieter eingesetzt, für die Masse der Kleinbetriebe, hätte es gar nichts gegeben. (Beifall bei der FPÖ.) In den ersten Runden war gar nichts dabei. Wir als Freiheitliche Partei waren der Schutzpatron für die Privatbetriebe, für die kleinen Gewerblichen, für die kleinen Vermieter überhaupt.
Beifall bei der FPÖ.
Und wie schaut es bei den Entschädigungen aus? – Die sind durchaus durchwachsen und unterschiedlich. Betreffend das Epidemiegesetz: Ein Großteil der Betriebe wartet seit 13 Monaten auf die Entschädigung gemäß Epidemiegesetz. Das ist ein Armutszeugnis! (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) Hinsichtlich aller Betriebe mit mehr als zehn Betten, hinsichtlich aller touristischen Vermieter mit mehr als zehn Betten mussten wir 13 Monate kämpfen, damit überhaupt ein Entschädigungsanspruch zugesprochen wird. Das war unsere Initiative. Hätten wir uns nicht für die privaten Vermieter eingesetzt, für die Masse der Kleinbetriebe, hätte es gar nichts gegeben. (Beifall bei der FPÖ.) In den ersten Runden war gar nichts dabei. Wir als Freiheitliche Partei waren der Schutzpatron für die Privatbetriebe, für die kleinen Gewerblichen, für die kleinen Vermieter überhaupt.
Abg. Haubner: Das glaubt keiner!
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (fortsetzend): Man braucht keine komplexe, undifferenzierte, nicht nachvollziehbare Struktur (Abg. Haubner: Das glaubt keiner!), die darin geendet hat, dass viele Betriebe im Tourismus, die mehr als zehn Betten vermieten, bis heute noch keinen Cent ausbezahlt bekommen haben. Das ist ein Armutszeugnis. Macht endlich einmal die Hausaufgaben! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (fortsetzend): Man braucht keine komplexe, undifferenzierte, nicht nachvollziehbare Struktur (Abg. Haubner: Das glaubt keiner!), die darin geendet hat, dass viele Betriebe im Tourismus, die mehr als zehn Betten vermieten, bis heute noch keinen Cent ausbezahlt bekommen haben. Das ist ein Armutszeugnis. Macht endlich einmal die Hausaufgaben! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Obernosterer: Das hast du jetzt aber selber nicht geglaubt! – Ruf bei der ÖVP: Voll daneben! – Abg. Hauser – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz in Richtung Abg. Obernosterer –: Jedes Wort!
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (fortsetzend): Hört damit auf, eure Politik im Hohen Haus zu bejubeln! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Obernosterer: Das hast du jetzt aber selber nicht geglaubt! – Ruf bei der ÖVP: Voll daneben! – Abg. Hauser – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz in Richtung Abg. Obernosterer –: Jedes Wort!)
Beifall bei den Grünen.
auch dank der vielen Menschen, die bereits geimpft sind – über sechs Millionen Menschen sind bereits einmal geimpft –, daher rechne ich nicht mit weiteren Einschränkungen. In ganz Europa hat sich die Situation stabilisiert. Die Menschen wollen wieder verreisen, und sie werden kommen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das sind sehr gute Nachrichten für die Tourismusbranche. Gleichzeitig gibt es aber auch schlechte Nachrichten, ich möchte da zwei Themen ansprechen: einerseits natürlich die Krise, von der der Tourismus massiv betroffen war, und zweitens auch strukturelle Defizite. Zur Krise: Wie gesagt, der Tourismus ist besonders betroffen, aber dank der zahlreichen Unterstützungsmaßnahmen sind auch die Tourismusbetriebe sehr gut durch die Krise gekommen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wie geht es weiter? – Manche Bereiche, insbesondere die Stadthotellerie, aber auch die Nachtgastronomie und zum Teil auch die ReiseveranstalterInnen, werden noch länger mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Da macht es volkswirtschaftlich auch absolut Sinn, die Unterstützungsmaßnahmen zu verlängern, und das passiert. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Kollegin Erasim, glaube ich, hat die Unternehmen angesprochen, die 50 Prozent Umsatzausfall haben. Genau an die wurde gedacht: Gestern wurde verkündet, dass Unternehmen, die mehr als 50 Prozent Umsatzausfall haben, mit umfassenden Unterstützungsmaßnahmen rechnen können. Mit dem Ausfallsbonus wird der Umsatz, der ihnen ausfällt, mittels einer Ersatzrate ersetzt. Die Ersatzrate wird an die üblichen Kosten in der Branche angepasst, und im Tourismus ist das in einer Größenordnung von 40 Prozent. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es gibt den Härtefallfonds für die Härtefälle, also ein Sicherheitsnetz für Unternehmerinnen und Unternehmer, einerseits auch bei 50 Prozent Umsatzausfall. Darüber hinaus bekommen alle, die aus welchen Gründen auch immer – aus coronabedingten Gründen – ihre Kosten nicht decken können, 600 bis 2 000 Euro. Auch das ist sehr wertvoll. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte noch zu strukturellen Themen kommen: Es hat sich gezeigt, dass uns die Coronakrise strukturelle Probleme stärker vor Augen führt. Ein Thema, das ich ansprechen möchte, ist das Wettrüsten der Betriebe. In den letzten Jahren sind Bettenburgen entstanden, weil Unternehmen mit mehr Betten auf mehr Umsatz gehofft haben. Mehr Umsatz bedeutet aber nicht mehr Wertschöpfung. Es gibt in Tirol zahlreiche Viersternbetriebe, die auf Fünfsternniveau aufgerüstet haben und Dreisternpreise verlangen. Das kann sich nicht ausgehen, da muss sich wieder etwas umdrehen. Es gibt Saisonbetriebe, die nur 40 Prozent des Jahres ausgelastet sind, diese sind auch als Arbeitgeber völlig unattraktiv. Auch da müssen wir etwas verändern. Wir müssen stärker auf Qualität setzen, auf Wertschöpfung und auch auf Ganzjährigkeit. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zusammenfassend: Ich bin davon überzeugt, dass der österreichische Tourismus eine große Zukunft hat. Es gibt bei uns einerseits einzigartige kulturelle Angebote und andererseits auch eine großartige intakte Natur. Diese Stärken müssen wir stärken und ausbauen. Gleichzeitig müssen wir auch Neues ermöglichen, und dabei wollen wir die Betriebe unterstützen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
He-Rufe bei der ÖVP – Heiterkeit bei den NEOS
Die Frau Landwirtschaftsministerin ist ja nicht nur die Ministerin für die Landwirtschaft, für die Heugabel und für den Mähdrescher (He-Rufe bei der ÖVP – Heiterkeit bei den NEOS), sondern auch für den Tourismus, und manchmal ist sie auch Gesundheitsministerin – jedenfalls meint sie das.
Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Und so haben Sie letztes Jahr die Teststrategie für den Tourismus ausgegeben, nicht abgestimmt mit dem Gesundheitsminister. Das war ein bisschen ein Fiasko, weil Sie nicht nachgedacht haben, dass ein Betrieb nicht alle Mitarbeiter testen lässt, wenn wegen eines Verdachtsfalls die ganze Belegschaft für 14 Tage in Quarantäne ist. Sie wären besser ruhig gewesen und hätten sich besser mit dem Minister abgestimmt. Das haben Sie nicht getan. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.)
Bundesministerin Köstinger: Seit 19. Mai!
Sie waren auch sonst laut: Am 9. Mai haben Sie in der „Pressestunde“ gesagt: Österreich führt den grünen Pass ein, und zwar schneller als die EU! Und wenn die EU so trödelt, haben Sie gesagt, dann wird Österreich bilaterale Abkommen mit den anderen Ländern über den grünen Pass abschließen! Und jetzt? – Jetzt haben zehn EU-Länder den grünen Pass fertig. Wer hat ihn nicht fertig? – Die Republik Österreich. (Bundesministerin Köstinger: Seit 19. Mai!) Ein bisschen laut waren Sie halt. Bei uns hat nicht einmal die größte Gruppe, die der Geimpften, den QR-Code, mit dem man über die Grenze fahren kann.
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Kaniak.
Das ist Ihre Ankündigungspolitik: Bei Pressekonferenzen und Medienterminen – wunderbar, toll inszeniert –, da treten Sie souverän auf. Aber die Arbeit dahinter? – Wissen Sie, die Knochenarbeit ist immer 95 Prozent und das Ankündigen 5 Prozent der Geschichte. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Kaniak.)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger.
Jetzt geht es Ihnen um den sicheren Tourismus im Sommer 2021. Da kann man viel testen, die Gäste dürfen auch im Hotel Selbsttests durchführen. Der Punkt aber ist, ob diese Tests, wenn man selbst in der Nase gebohrt hat, vom Herkunftsland der Touristen auch anerkannt werden – in vielen Fällen eben nicht. Was die brauchen, ist ein Test, der eine Fremdanwendung gehabt hat, das kann man aber im Hotel nicht machen. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Kaniak.
Die Touristen müssen, wenn sie zum Beispiel in eine Apotheke gehen und einen Test durchführen lassen, 25 Euro zahlen. Das ist die Gastfreundlichkeit, die Sie nicht organisiert haben. Sie hätten sich hinsetzen und gemeinsam mit dem Gesundheitsminister, mit den Apotheken, die in allen Ecken der Republik vertreten sind, ein Netz aufbauen müssen, wo die Touristen problemlos hingehen, sich testen lassen und dann einen auch für ihr Heimatland anerkannten Test holen können, ohne dass sie 25 Euro zahlen müssen. Echte Tourismuswerbung sieht anders aus als das, was Sie fabrizieren. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Kaniak.)
Zwischenruf des Abg. Deimek
Wir haben im Tourismus einen massiven Arbeitskräftemangel. Heute hat die Chefin des Tourismus in der WKO gesagt, 50 000 Arbeitskräfte fehlen. Was macht Ihre Regierung? – Sie verlängert die Kurzarbeit sogar für Leute, die in 0 Prozent Kurzarbeit sind. Wir zahlen also mit Steuergeld die Menschen dafür, dass sie zu Hause sitzen bleiben, während sie an anderer Stelle gebraucht würden. Das ist Ihre Wirtschaftspolitik, das ist Ihre Fachkräftepolitik (Zwischenruf des Abg. Deimek): Die Menschen werden fürs Nichtstun bezahlt – und Sie feiern sich dafür hier vorne ab! (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Haubner.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Haubner.
Wir haben im Tourismus einen massiven Arbeitskräftemangel. Heute hat die Chefin des Tourismus in der WKO gesagt, 50 000 Arbeitskräfte fehlen. Was macht Ihre Regierung? – Sie verlängert die Kurzarbeit sogar für Leute, die in 0 Prozent Kurzarbeit sind. Wir zahlen also mit Steuergeld die Menschen dafür, dass sie zu Hause sitzen bleiben, während sie an anderer Stelle gebraucht würden. Das ist Ihre Wirtschaftspolitik, das ist Ihre Fachkräftepolitik (Zwischenruf des Abg. Deimek): Die Menschen werden fürs Nichtstun bezahlt – und Sie feiern sich dafür hier vorne ab! (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Haubner.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf bei den Grünen.
Tourismus bedeutet international auch offene Geschäfte. Dort, wo die Menschen hinkommen, wollen sie vielleicht auch einkaufen gehen. Das gilt vor allem für den Städtetourismus, der besonders leidet. Man könnte als kreative Regierung vielleicht einmal sagen: Versuchen wir es mit offenen Geschäften – nämlich dort, wo die Touristen hinkommen, damit sie auch einkaufen gehen können und damit unser stationärer Handel aufholen kann, was er gegenüber dem Onlinehandel verloren hat. Da kommt nichts. Man kann in Italien, in Kroatien, in Tschechien, in Polen, in Portugal einkaufen – in Österreich bleibt alles zu! Sie könnten ein Wort mitreden, wenn es darum geht, die Wettbewerbsfähigkeit der Einkaufsdestination Österreich zu verbessern, aber da tun Sie nichts. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
dass Menschen, die immer alles besser wissen, in ihrem ganzen Leben noch nichts besser gemacht haben. (Beifall bei der ÖVP.) Das Wichtigste aber ist – und das stört dich ja –, dass wir in dieser Pandemiebekämpfung auf einem guten Weg sind, und das Wichtigste ist, dass wir auch ein Ziel vor Augen haben und dass wir in dieser Pandemiebekämpfung auf den letzten Metern sind. Wir haben in den letzten 15 Monaten viele Maßnahmen mit dem Ziel, die Wirtschaft zu stärken, und mit dem Ziel, die Arbeitsplätze zu sichern, gesetzt.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Schauen wir uns den Tourismus an, den Sportbereich, der für mich auch zum Tourismus dazugehört, Kunst und Kultur im Jahr 2019 oder im Jänner 2020: Die Bilder, die wir sehen: volle Pisten, volle Hütten, die Gastronomie ist voll, die Sportplätze sind voll, die Hallen sind voll, die Sportevents, die Kunst- und Kulturszene – Österreich hat sich im Tourismus von seiner besten Seite gezeigt. Unser Ziel ist – gemeinsam mit Sebastian Kurz, Werner Kogler und unserer Tourismusministerin –, dort auch wieder hinzukommen. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit den Maßnahmen, die wir gesetzt haben, das Comeback für Österreich auch schaffen werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das Gute und das alles Entscheidende ist, dass die Impfstrategie funktioniert, dass die Impfungen vorangehen. Jede Sekunde wird in Österreich ein Mensch geimpft. Bis 1. Juli werden wir es schaffen, dass fünf Millionen Menschen geimpft sind, und ich glaube, das ist der Schlüssel zum Erfolg. Wir sind in dieser Pandemiebekämpfung auf den letzten Metern, und ich bin davon überzeugt, dass wir das auch, gemeinsam mit den Ländern, mit den Gemeinden und vor allem mit der österreichischen Bevölkerung, mit den Leuten, die sich auch an die Maßnahmen halten, schaffen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir haben in den letzten 15 Monaten wichtige Maßnahmen gesetzt, um den Tourismus zu unterstützen, um die Unternehmer zu unterstützen. Herr Kollege Obernosterer hat es angesprochen: Die Hilfsmaßnahmen, die Hilfspakete, die wir geschnürt haben, haben funktioniert. Wir sind auch da viel weiter als andere Länder. Vor allem im Tourismusbereich war es wichtig, dass wir, gemeinsam mit den Sozialpartnern, die Kurzarbeit beschlossen haben. Da wurde bereits ein Betrag von 1,6 Milliarden Euro ausbezahlt, und wir haben Hunderttausende Arbeitsplätze, vor allem auch im Tourismus, gesichert. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir brauchen weitere Öffnungsschritte. Mit 19. Mai wurden die ersten Öffnungsschritte und vor wenigen Tagen die zweiten Öffnungsschritte verkündet – und mit 1. Juli geht es dann bergauf. Ich bin überzeugt davon: Wir sind auf den letzten Metern dieser Pandemiebekämpfung, und ich weiß, dass wir das auch gemeinsam schaffen werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein weiterer Grund ist, dass die Menschen genau das getan haben, was man von ihnen erwartet: Arbeitslose Menschen haben sich Arbeit gesucht, die allermeisten Menschen sind nämlich nicht gern arbeitslos. Wenn man hier im Haus die Forderung hört, dass das AMS arbeitslose Menschen aus dem Tourismus nicht mehr in andere Branchen vermitteln oder Umschulungen nicht mehr zahlen soll, dann ist das nicht zu verstehen. Die Menschen haben sich das so nicht verdient. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ
Mir scheint fast, dass Ungleichbehandlung in den letzten Monaten eine Regierungsmaßnahme geworden ist (Beifall bei der SPÖ) – anders kann man nämlich den aktuellen Entwurf zum Coronabonus nicht verstehen. Während Pflegerinnen und Pfleger, Ärztinnen und Ärzte den Bonus erhalten sollen, sollen Zivildiener bei dieser Geschichte leer ausgehen, genauso wie Reinigungskräfte, die in Krankenhäusern beschäftigt sind, oder Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Patiententransport. Auch die Sanitäterinnen und Sanitäter im Rettungswesen haben keinen Anspruch auf den Coronabonus, egal wo sie beschäftigt sind – beim Samariterbund, beim Roten Kreuz und so weiter.
Beifall bei der SPÖ.
Bemühen wir uns um gute Rahmenbedingungen, bemühen wir uns um gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dann wird der Öffnung und einer guten Saison nichts im Wege stehen! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich muss euch sagen, hinsichtlich dessen, was ihr den Gastronomen im letzten Jahr angetan habt, wären eher Demut und Respekt vor den Gastronomen angebracht. (Beifall bei der FPÖ.) Sie sind nämlich diejenigen, die die Steuern erwirtschaftet haben, damit ihr heute das Geld verteilen und sagen könnt, dass das so toll war, was ihr gemacht habt. Sie sind diejenigen, die auch in Zukunft die Schulden werden bezahlen müssen, und sie sind diejenigen, die jetzt – wie du richtig gesagt hast, lieber Kollege Obernosterer – um ihre Existenz kämpfen und schauen müssen, dass sie ihre Mitarbeiter wieder in Beschäftigung bringen.
Abg. Obernosterer: Blödsinn! – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger.
Schauen wir uns die Verordnungen an, die herausgegeben wurden – nur das Best-of –: Zuerst, was das Maskenthema betrifft, haben wir diese Maske mit der Plexiglasscheibe gehabt, dann ist der Mund-Nasen-Schutz gekommen, jetzt haben wir die FFP2-Maske. Die 50-Meter-Regel: Es ist völliger Wahnsinn, dass man 50 Meter rund um ein Lokal nichts verabreichen darf. In Skigebieten darf die Skihütte im Tal offen sein – danke schön, wenn ich Skifahren gehe, hilft es sehr, wenn im Tal eine Skihütte offen ist! Oder man darf Feiern wie Hochzeiten zwar in einem Gastronomiebetrieb abhalten, aber Speisen und Getränke dürfen nicht verabreicht werden – viel Spaß bei der Hochzeit! (Abg. Obernosterer: Blödsinn! – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger.) Das sind nur wenige Auszüge aus Ihren Verordnungen – völlig aus der Welt, völlig praxisfern. Das war das, war ihr den Betrieben aufgebürdet habt. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Schauen wir uns die Verordnungen an, die herausgegeben wurden – nur das Best-of –: Zuerst, was das Maskenthema betrifft, haben wir diese Maske mit der Plexiglasscheibe gehabt, dann ist der Mund-Nasen-Schutz gekommen, jetzt haben wir die FFP2-Maske. Die 50-Meter-Regel: Es ist völliger Wahnsinn, dass man 50 Meter rund um ein Lokal nichts verabreichen darf. In Skigebieten darf die Skihütte im Tal offen sein – danke schön, wenn ich Skifahren gehe, hilft es sehr, wenn im Tal eine Skihütte offen ist! Oder man darf Feiern wie Hochzeiten zwar in einem Gastronomiebetrieb abhalten, aber Speisen und Getränke dürfen nicht verabreicht werden – viel Spaß bei der Hochzeit! (Abg. Obernosterer: Blödsinn! – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger.) Das sind nur wenige Auszüge aus Ihren Verordnungen – völlig aus der Welt, völlig praxisfern. Das war das, war ihr den Betrieben aufgebürdet habt. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Abg. Hörl: Ihr seid ...!
Das hat natürlich dazu geführt, dass sich viele ihrer Mitarbeiter nach neuen Jobs umsehen mussten und umgesehen haben. Das ist, wenn wir uns jetzt die aktuelle Situation anschauen, in der Gastronomie ein Riesenproblem. Die Mitarbeiter waren arbeitslos oder in Kurzarbeit, hatten massive Einbußen bei ihren Einkommen. Ein Arbeitsloser, der 55 Prozent des Einkommens erhält und dessen Trinkgeld wegfällt, muss sich nach einem neuen Job umschauen. Heute stehen die Betriebe da und haben keine Mitarbeiter – das ist die Situation, damit kämpfen sie, dagegen muss man etwas tun. (Abg. Hörl: Ihr seid ...!)
Bundesministerin Köstinger: Sicherheit!
Frau Ministerin, ich lese heute bei der Aktuellen Stunde: sichtbare Gastfreundlichkeit. (Bundesministerin Köstinger: Sicherheit!) Bitte, liebe Elli Köstinger, sichtbare Gastfreundlichkeit: Das ist keine sichtbare Gastfreundlichkeit! (Beifall bei der FPÖ. – Bundesministerin Köstinger: Sichere! – Heiterkeit des Abg. Kickl.) Bitte nehmt den Mitarbeitern, den hübschen Mitarbeiterinnen bei uns in der Gastronomie, unseren Gastwirten endlich die Masken ab – das ist sichtbare Gastfreundschaft! (Zwischenruf der Abg. Disoski.) Dann wird es wieder ein Comeback im Tourismus geben – so wird es im Tourismus kein Comeback geben. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Hörl und Obernosterer.)
Beifall bei der FPÖ. – Bundesministerin Köstinger: Sichere! – Heiterkeit des Abg. Kickl.
Frau Ministerin, ich lese heute bei der Aktuellen Stunde: sichtbare Gastfreundlichkeit. (Bundesministerin Köstinger: Sicherheit!) Bitte, liebe Elli Köstinger, sichtbare Gastfreundlichkeit: Das ist keine sichtbare Gastfreundlichkeit! (Beifall bei der FPÖ. – Bundesministerin Köstinger: Sichere! – Heiterkeit des Abg. Kickl.) Bitte nehmt den Mitarbeitern, den hübschen Mitarbeiterinnen bei uns in der Gastronomie, unseren Gastwirten endlich die Masken ab – das ist sichtbare Gastfreundschaft! (Zwischenruf der Abg. Disoski.) Dann wird es wieder ein Comeback im Tourismus geben – so wird es im Tourismus kein Comeback geben. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Hörl und Obernosterer.)
Zwischenruf der Abg. Disoski.
Frau Ministerin, ich lese heute bei der Aktuellen Stunde: sichtbare Gastfreundlichkeit. (Bundesministerin Köstinger: Sicherheit!) Bitte, liebe Elli Köstinger, sichtbare Gastfreundlichkeit: Das ist keine sichtbare Gastfreundlichkeit! (Beifall bei der FPÖ. – Bundesministerin Köstinger: Sichere! – Heiterkeit des Abg. Kickl.) Bitte nehmt den Mitarbeitern, den hübschen Mitarbeiterinnen bei uns in der Gastronomie, unseren Gastwirten endlich die Masken ab – das ist sichtbare Gastfreundschaft! (Zwischenruf der Abg. Disoski.) Dann wird es wieder ein Comeback im Tourismus geben – so wird es im Tourismus kein Comeback geben. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Hörl und Obernosterer.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Hörl und Obernosterer.
Frau Ministerin, ich lese heute bei der Aktuellen Stunde: sichtbare Gastfreundlichkeit. (Bundesministerin Köstinger: Sicherheit!) Bitte, liebe Elli Köstinger, sichtbare Gastfreundlichkeit: Das ist keine sichtbare Gastfreundlichkeit! (Beifall bei der FPÖ. – Bundesministerin Köstinger: Sichere! – Heiterkeit des Abg. Kickl.) Bitte nehmt den Mitarbeitern, den hübschen Mitarbeiterinnen bei uns in der Gastronomie, unseren Gastwirten endlich die Masken ab – das ist sichtbare Gastfreundschaft! (Zwischenruf der Abg. Disoski.) Dann wird es wieder ein Comeback im Tourismus geben – so wird es im Tourismus kein Comeback geben. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Hörl und Obernosterer.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das ist die Marke Qualitätstourismus, also: Come back Qualitätstourismus in Österreich! Das ist unser Kapital, das sind hochwertige Arbeitsplätze, das sind Arbeitsbedingungen, die Qualität und Gastlichkeit bieten. Gastlichkeit lebt von der Begegnung. Gastlichkeit ist mehr als Service. Gastlichkeit ist die Begegnung mit Gästen, eine persönliche Beziehung zu ihnen aufzubauen, damit sie auch wiederkommen – das ist unser wichtigstes Kapital. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Die Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern, eine Tourismusregion, eine große Tourismusregion in einem großen Skigebiet, Salzburg, Tirol, eingebettet in die grandiose Naturlandschaft des Nationalparks Hohe Tauern, hat vor einigen Jahren ein Leitbild entwickelt beziehungsweise überarbeitet. Das hat damit begonnen, junge Menschen, junge Unternehmerinnen und Unternehmer einzuladen und zu fragen: Welche Rahmenbedingungen braucht ihr, damit ihr euren elterlichen Betrieb übernehmen wollt? Es ist nicht mehr selbstverständlich, dass die nächste Generation den Betrieb übernehmen möchte. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Das ist unsere Chance, und jede Chance birgt auch Risiken in sich, und das derzeit größte Risiko ist die planlose Errichtung von nicht qualitätstourismusgetriebenen Angeboten. Und es macht einen Unterschied, ob der Gast persönlich empfangen wird oder ob er einen vierstelligen Zahlencode übernimmt und zum Schlüsselkasten geht und irgendeine Tür aufsperrt. Das ist der Unterschied, und wir müssen unbedingt beim Qualitätstourismus bleiben. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Das ist das Plädoyer für das Comeback des österreichischen Qualitätstourismus, für das Comeback der Marke Urlaub in Österreich und es ist vor allem ein Appell an die Bundesländer und die Gemeinden betreffend die Raumordnung, denn dort werden die Rahmenbedingungen dafür geschaffen, ob wir weiterhin wirtschaftlich tragfähige Qualitätsbetriebe haben, ökologisch tragfähig in einer grandiosen Naturlandschaft und auch sozial tragfähig mit guten Arbeitsbedingungen, die Qualitätsarbeitskräfte in der Region erhalten und binden. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich wünsche allen UnternehmerInnen und Unternehmen im Tourismus einen erfolgreichen Sommer und ich freue mich auf den Urlaub in Österreich. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS
Wir NEOS haben bereits im Dezember 2020 die Einführung eines zielgerichteten und raschen Instruments der Verlustkompensation gefordert. Dieses Instrument nach dem sogenannten Kieler Modell ist ebendieses, das der designierte Wifo-Chef Felbermayr seit Monaten empfiehlt. Im Mai 2021 haben wir diese Forderung noch einmal bekräftigt. Und warum? – Die Verlustkompensation wäre unkomplizierter, treffsicherer als alles, was jetzt vage auf dem Tisch liegt, und würde Unternehmerinnen und Unternehmern endlich das geben, was sie dringend brauchen: Planbarkeit (Beifall bei den NEOS), weil die betroffenen Unternehmen endlich wieder eine Perspektive brauchen. Aus den zahlreichen Fehlern der Vergangenheit muss eine Erkenntnis kommen, um Hilfsinstrumente so auszugestalten, dass Unternehmen rasch, unbürokratisch und zielgerichtet geholfen wird. Das muss oberstes Ziel sein!
in Richtung Bundesministerin Köstinger
Tun Sie (in Richtung Bundesministerin Köstinger) mir einen Gefallen: Überraschen Sie uns und sich selbst mit echten und ambitionierten Reformen! Wenn wir endlich einmal über das Erreichte sprechen können, werden unsere Reaktionen auch weit positiver ausfallen. Legen Sie etwas vor, dann können wir es im Herbst gemeinsam beschließen! Sie wissen es selbst: Die Uhr tickt! Beim Umsetzen Ihrer Versprechen schauen wir genau zu. – (Sich auch in Gebärdensprache bedankend:) Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Tun Sie (in Richtung Bundesministerin Köstinger) mir einen Gefallen: Überraschen Sie uns und sich selbst mit echten und ambitionierten Reformen! Wenn wir endlich einmal über das Erreichte sprechen können, werden unsere Reaktionen auch weit positiver ausfallen. Legen Sie etwas vor, dann können wir es im Herbst gemeinsam beschließen! Sie wissen es selbst: Die Uhr tickt! Beim Umsetzen Ihrer Versprechen schauen wir genau zu. – (Sich auch in Gebärdensprache bedankend:) Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Petra Steger (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Sehr geehrte Frau Minister! Hohes Haus! Ja, in den letzten Monaten haben wir dank dieser Bundesregierung einen Lockdown nach dem anderen erlebt. Viele Angestellte wurden monatelang zum Nichtstun gezwungen, und das, obwohl wir genau wissen, wie wenig Lockdowns bringen und wie schädlich sie in Wahrheit sind – schädlich für die Wirtschaft, für die Gesundheit und vor allem für die Arbeitsleister. Wie Sie alle wissen, waren wir deswegen schon immer entschiedene Gegner von Lockdowns. Allerdings muss ich auf der anderen Seite ehrlich gesagt zugeben, dass ich mir in letzter Zeit öfter, wenn ich mir die Initiativen und Vorschläge der EU-Kommission angesehen habe, einen Lockdown schon fast gewünscht hätte, nur um uns diese ständigen Eingriffe in unsere nationalstaatliche Souveränität und diese ständigen absurden Vorschläge der EU zu ersparen. Das, sehr geehrte Damen und Herren, wäre ein sinnvoller Lockdown gewesen, das hätte Österreich so einiges erspart. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Endlich kann die EU all die Dinge umsetzen, die sie schon seit so vielen Jahren möchte. Endlich ist all das möglich, was nie ging. Unter dem Deckmantel von Corona, unter dem Deckmantel der Solidarität und – nicht zu vergessen – natürlich aufgrund der angeblichen Alternativlosigkeit, die immer behauptet wird, missbraucht die Europäische Union diese Krise, um ihre Macht gewaltig zu erweitern und ihre Kompetenzen noch mehr auszubauen. Sehr geehrte Damen und Herren, das ist auf das Schärfste zu verurteilen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, Solidarität ist schön und gut, aber was ist mit der Solidarität gegenüber der eigenen Bevölkerung? (Beifall bei der FPÖ.) Was ist mit der Solidarität gegenüber den nächsten Generationen, die Sie damit ausbluten? Die sind Ihnen anscheinend vollkommen egal.
Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.
2008 – und das ist besonders erstaunlich – war die ÖVP sogar noch dagegen. Sie ist aber wieder einmal umgefallen. Werte Kollegen von der ÖVP, ich muss jetzt diejenigen ansprechen, die damals vielleicht noch dabei waren: Herr Kollege Lopatka – Herr Kollege Haubner ist gerade nicht hier –, was sagen Sie eigentlich zu dieser Entwicklung? 2008 waren Sie dagegen. Hätten Sie es für möglich gehalten, dass Sie unter einem türkisen Anstrich und Bundeskanzler Kurz so die Meinung ändern müssen? Es ist zurzeit nicht leicht, ein Türkiser zu sein, sehr geehrte Kollegen von der ÖVP, ich weiß! (Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie stimmen einer Umverteilung zu und führen damit auch das von Ihnen ständig betonte Leistungsprinzip ad absurdum. Schlechtes Wirtschaften lohnt sich – das ist ein Konzept, das wir normalerweise von den Sozialdemokraten kennen. Schulden, Schulden und noch mehr Schulden und weg von Österreich umverteilen – das kennen wir von denen, aber nicht von Ihnen. Sie sollten diese Vorgehensweise einmal überdenken, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dazu kommt auch noch, dass dieser Beschluss eindeutig EU-rechts- und verfassungswidrig ist. Das spielt für Sie aber offenbar eh keine Rolle, wie wir an den unzähligen Rechts- und Verfassungsbrüchen in den letzten Monaten erkennen können. Verfassungsgemäß: Das ist keine Kategorie mehr, in der Sie denken; das Legalitätsprinzip: egal; die Interessen der österreichischen Steuerzahler: vollkommen egal. Ich frage mich in solchen Situationen ja immer, wo der Bundespräsident eigentlich bleibt, wenn man ihn einmal braucht. Er redet immer von der Schönheit der Verfassung, und wenn sie dann wirklich in Gefahr ist, versteckt er sich in der Hofburg und es ist überhaupt nichts mehr von ihm zu hören. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Professor Geistlinger hat sowohl Ihnen, Herr Bundeskanzler, als auch dem Bundespräsidenten seine Expertise und Beratung diesbezüglich angeboten, doch Sie beide hatten natürlich kein Interesse daran. Warum auch, wenn die EU – und da ist natürlich auch Österreich mit an Bord – gerade an der größten Weichenstellung der EU-Geschichte, nämlich an der Entwicklung der Europäischen Union hin zu einem budgetierten Staat, arbeitet? Das wollen weder wir, sehr geehrte Damen und Herren, noch will das die österreichische Bevölkerung. Das werden Sie spätestens bei der nächsten Wahl zu spüren bekommen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Petra Steger (fortsetzend): Schlusssatz: Schützen wir unser Bargeld in unserer Verfassung, und schützen wir damit endlich die Freiheit unserer Bürger! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: ... der Freude über das Korruptionsvolksbegehren Ausdruck verleihen!
Bundeskanzler Sebastian Kurz: Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Karoline Edtstadler! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Ich darf vielleicht zunächst einmal erleichtert und positiv beginnen. (Abg. Kickl: ... der Freude über das Korruptionsvolksbegehren Ausdruck verleihen!) Wir haben Gott sei Dank eine sehr gute Entwicklung, was die Pandemie betrifft. Die Ansteckungszahlen sinken weiterhin, die Zahl der Geimpften
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
steigt rasant an, die Situation ist eine immer bessere. Wir können getrost sagen, dass wir das Schlimmste hinter uns haben. Ich glaube, ich spreche da für die gesamte Bevölkerung – alle sind froh, dass wir Schritt für Schritt zur Normalität zurückkehren und unser Leben endlich auch wieder genießen können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Wir liegen auch im europäischen Vergleich gut. Wir sind unter den Ländern mit den niedrigsten Infektionszahlen, wir sind unter den Ländern, die einen guten Impffortschritt haben (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), wir liegen bei allen Vergleichswerten immer im besten Drittel und können insofern zufrieden sein, dass wir uns als Republik Österreich gut machen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die Wirtschaftsforscherinnen und Wirtschaftsforscher korrigieren ihre Prognosen stetig nach oben, wir rechnen in Österreich in diesem Jahr mit einem Wachstum von rund 3,5 Prozent. Das sind nicht nur Zahlen, Daten und Fakten, sondern das bedeutet, dass viele Menschen endlich wieder in ihre Jobs zurückkommen können, dass wir die Arbeitslosigkeit zurückdrängen können und dass Menschen endlich wieder das tun können, was in einer Gesellschaft das Wichtigste ist, nämlich ihr Geld selbst verdienen, um für ihre Familie und ihre Lieben zu sorgen. Das ist es, wofür wir kämpfen, und es ist schön, zu erleben, dass das jetzt auch endlich wieder stattfindet, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
in Richtung Abg. Steger
Ihre Wortmeldung, sehr geehrte Frau Abgeordnete (in Richtung Abg. Steger), war natürlich in einer auch zu erwartenden Art und Weise von einem sehr kritischen Blick auf Europa geprägt. (Abg. Kickl: ... vor allem auch auf Sie! – Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Ich möchte daher eingangs schon noch betonen, dass wir in vielen Bereichen einfach eine sehr starke Verwobenheit mit unseren Nachbarländern sowie auch mit allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben. Wir als Republik Österreich verdienen 6 von 10 Euro im Export, unsere wichtigsten Handelspartner sind europäische Länder, wir sind ein Tourismusland, wir haben 15 Prozent unserer Wertschöpfung in Tourismus, Sport und Freizeitwirtschaft.
Abg. Kickl: ... vor allem auch auf Sie! – Zwischenruf des Abg. Kassegger.
Ihre Wortmeldung, sehr geehrte Frau Abgeordnete (in Richtung Abg. Steger), war natürlich in einer auch zu erwartenden Art und Weise von einem sehr kritischen Blick auf Europa geprägt. (Abg. Kickl: ... vor allem auch auf Sie! – Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Ich möchte daher eingangs schon noch betonen, dass wir in vielen Bereichen einfach eine sehr starke Verwobenheit mit unseren Nachbarländern sowie auch mit allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben. Wir als Republik Österreich verdienen 6 von 10 Euro im Export, unsere wichtigsten Handelspartner sind europäische Länder, wir sind ein Tourismusland, wir haben 15 Prozent unserer Wertschöpfung in Tourismus, Sport und Freizeitwirtschaft.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir wissen, wie schmerzhaft es war, die Phase zu erleben, in der der Tourismus stillgestanden ist, und wir sind froh, dass in diesem Sommer wieder viele Gäste aus Deutschland und anderen Ländern zu uns kommen werden. Insofern sollten wir über die positive Entwicklung, die es derzeit Gott sei Dank in der Europäischen Union gibt, froh sein; wir sollten über den Impffortschritt, über das Zurückdrängen der Ansteckungszahlen froh sein; und wir sollten ein gesundes Interesse daran haben, dass sich die Wirtschaft nicht nur in Österreich, sondern auch darüber hinaus gut entwickelt, weil das unmittelbare Auswirkungen auf unseren Standort und die Arbeitsplätze in Österreich hat, sehr geehrte Frau Abgeordnete! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Leichtfried: Wer war Finanzminister in den letzten 30 Jahren hier?
Budget wichtig. Ich bin irrsinnig stolz darauf, dass wir es, auch gemeinsam mit den Freiheitlichen in der Regierung, nach 60 Jahren Schuldenpolitik zustande gebracht haben, einen Budgetüberschuss zu erwirtschaften. Es war daher eine harte Entscheidung, dem Prinzip „Koste es, was es wolle“ zu folgen, Geld in die Hand zu nehmen, um die Krise zu bekämpfen. (Abg. Leichtfried: Wer war Finanzminister in den letzten 30 Jahren hier?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich bin aber fest davon überzeugt, dass es die richtige Entscheidung war. Wir haben mit der Kurzarbeit, mit den Wirtschaftshilfen und vielen anderen Investitionen sichergestellt, dass Arbeitsplätze gerettet werden, dass Menschen ihre Jobs nicht verlieren, dass Betriebe diese Krise überleben und wir wirtschaftlich aus dieser Krise schnell wieder herauskommen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kickl: Der falsche Spickzettel! – Zwischenruf der Abg. Steger.
Ich stehe dazu, dass wir diesen Weg gegangen sind, weil er richtig und notwendig war, genauso wie es notwendig ist, alles zu tun, um das Budget jetzt Schritt für Schritt wieder in eine richtige Richtung zu entwickeln und die Schuldenpolitik auch wieder zu beenden. (Abg. Kickl: Der falsche Spickzettel! – Zwischenruf der Abg. Steger.)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Was die Europäische Union betrifft: Da gab es harte Verhandlungen, Sie haben das mitverfolgt. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Ich habe gemeinsam mit den frugalen vier dafür gekämpft, dass es nicht zu einer Schuldenunion in der Europäischen Union kommt. (Abg. Belakowitsch: Aber leider haben Sie es nicht durchgesetzt!) Wir haben dafür gekämpft, dass unser österreichischer Rabatt auf ein massives Ausmaß erhöht wird; wir haben dafür gekämpft, dass, wenn Geld ausgegeben wird, es richtig investiert wird – in Digitalisierung, in die grüne Transformation, in Bereiche, die uns nachhaltiger und resilienter machen (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm) –, und ich bin sehr froh, dass wir uns so intensiv eingesetzt haben. Es war anstrengend, es war kräfteraubend, es war mit sehr viel Reibung verbunden, es war aber ein richtiger, notwendiger und guter Kampf, und ich bin mit dem Ergebnis sehr, sehr zufrieden. (Abg. Belakowitsch: Das meinen Sie jetzt aber nicht ernst, oder?) Wir haben uns in die Verhandlungen eingebracht, wir haben vieles in die richtige Richtung bewegt – und ja, ich stehe auch dazu, dass es in einer Jahrhundertkrise wie dieser wichtig ist, dass auch auf europäischer Ebene zur Krisenbewältigung (Abg. Steger: ... EZB ...!) und zum Wiederaufbau der europäischen Wirtschaft Geld in die Hand genommen wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Aber leider haben Sie es nicht durchgesetzt!
Was die Europäische Union betrifft: Da gab es harte Verhandlungen, Sie haben das mitverfolgt. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Ich habe gemeinsam mit den frugalen vier dafür gekämpft, dass es nicht zu einer Schuldenunion in der Europäischen Union kommt. (Abg. Belakowitsch: Aber leider haben Sie es nicht durchgesetzt!) Wir haben dafür gekämpft, dass unser österreichischer Rabatt auf ein massives Ausmaß erhöht wird; wir haben dafür gekämpft, dass, wenn Geld ausgegeben wird, es richtig investiert wird – in Digitalisierung, in die grüne Transformation, in Bereiche, die uns nachhaltiger und resilienter machen (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm) –, und ich bin sehr froh, dass wir uns so intensiv eingesetzt haben. Es war anstrengend, es war kräfteraubend, es war mit sehr viel Reibung verbunden, es war aber ein richtiger, notwendiger und guter Kampf, und ich bin mit dem Ergebnis sehr, sehr zufrieden. (Abg. Belakowitsch: Das meinen Sie jetzt aber nicht ernst, oder?) Wir haben uns in die Verhandlungen eingebracht, wir haben vieles in die richtige Richtung bewegt – und ja, ich stehe auch dazu, dass es in einer Jahrhundertkrise wie dieser wichtig ist, dass auch auf europäischer Ebene zur Krisenbewältigung (Abg. Steger: ... EZB ...!) und zum Wiederaufbau der europäischen Wirtschaft Geld in die Hand genommen wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm
Was die Europäische Union betrifft: Da gab es harte Verhandlungen, Sie haben das mitverfolgt. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Ich habe gemeinsam mit den frugalen vier dafür gekämpft, dass es nicht zu einer Schuldenunion in der Europäischen Union kommt. (Abg. Belakowitsch: Aber leider haben Sie es nicht durchgesetzt!) Wir haben dafür gekämpft, dass unser österreichischer Rabatt auf ein massives Ausmaß erhöht wird; wir haben dafür gekämpft, dass, wenn Geld ausgegeben wird, es richtig investiert wird – in Digitalisierung, in die grüne Transformation, in Bereiche, die uns nachhaltiger und resilienter machen (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm) –, und ich bin sehr froh, dass wir uns so intensiv eingesetzt haben. Es war anstrengend, es war kräfteraubend, es war mit sehr viel Reibung verbunden, es war aber ein richtiger, notwendiger und guter Kampf, und ich bin mit dem Ergebnis sehr, sehr zufrieden. (Abg. Belakowitsch: Das meinen Sie jetzt aber nicht ernst, oder?) Wir haben uns in die Verhandlungen eingebracht, wir haben vieles in die richtige Richtung bewegt – und ja, ich stehe auch dazu, dass es in einer Jahrhundertkrise wie dieser wichtig ist, dass auch auf europäischer Ebene zur Krisenbewältigung (Abg. Steger: ... EZB ...!) und zum Wiederaufbau der europäischen Wirtschaft Geld in die Hand genommen wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Das meinen Sie jetzt aber nicht ernst, oder?
Was die Europäische Union betrifft: Da gab es harte Verhandlungen, Sie haben das mitverfolgt. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Ich habe gemeinsam mit den frugalen vier dafür gekämpft, dass es nicht zu einer Schuldenunion in der Europäischen Union kommt. (Abg. Belakowitsch: Aber leider haben Sie es nicht durchgesetzt!) Wir haben dafür gekämpft, dass unser österreichischer Rabatt auf ein massives Ausmaß erhöht wird; wir haben dafür gekämpft, dass, wenn Geld ausgegeben wird, es richtig investiert wird – in Digitalisierung, in die grüne Transformation, in Bereiche, die uns nachhaltiger und resilienter machen (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm) –, und ich bin sehr froh, dass wir uns so intensiv eingesetzt haben. Es war anstrengend, es war kräfteraubend, es war mit sehr viel Reibung verbunden, es war aber ein richtiger, notwendiger und guter Kampf, und ich bin mit dem Ergebnis sehr, sehr zufrieden. (Abg. Belakowitsch: Das meinen Sie jetzt aber nicht ernst, oder?) Wir haben uns in die Verhandlungen eingebracht, wir haben vieles in die richtige Richtung bewegt – und ja, ich stehe auch dazu, dass es in einer Jahrhundertkrise wie dieser wichtig ist, dass auch auf europäischer Ebene zur Krisenbewältigung (Abg. Steger: ... EZB ...!) und zum Wiederaufbau der europäischen Wirtschaft Geld in die Hand genommen wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Steger: ... EZB ...!
Was die Europäische Union betrifft: Da gab es harte Verhandlungen, Sie haben das mitverfolgt. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Ich habe gemeinsam mit den frugalen vier dafür gekämpft, dass es nicht zu einer Schuldenunion in der Europäischen Union kommt. (Abg. Belakowitsch: Aber leider haben Sie es nicht durchgesetzt!) Wir haben dafür gekämpft, dass unser österreichischer Rabatt auf ein massives Ausmaß erhöht wird; wir haben dafür gekämpft, dass, wenn Geld ausgegeben wird, es richtig investiert wird – in Digitalisierung, in die grüne Transformation, in Bereiche, die uns nachhaltiger und resilienter machen (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm) –, und ich bin sehr froh, dass wir uns so intensiv eingesetzt haben. Es war anstrengend, es war kräfteraubend, es war mit sehr viel Reibung verbunden, es war aber ein richtiger, notwendiger und guter Kampf, und ich bin mit dem Ergebnis sehr, sehr zufrieden. (Abg. Belakowitsch: Das meinen Sie jetzt aber nicht ernst, oder?) Wir haben uns in die Verhandlungen eingebracht, wir haben vieles in die richtige Richtung bewegt – und ja, ich stehe auch dazu, dass es in einer Jahrhundertkrise wie dieser wichtig ist, dass auch auf europäischer Ebene zur Krisenbewältigung (Abg. Steger: ... EZB ...!) und zum Wiederaufbau der europäischen Wirtschaft Geld in die Hand genommen wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Was die Europäische Union betrifft: Da gab es harte Verhandlungen, Sie haben das mitverfolgt. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Ich habe gemeinsam mit den frugalen vier dafür gekämpft, dass es nicht zu einer Schuldenunion in der Europäischen Union kommt. (Abg. Belakowitsch: Aber leider haben Sie es nicht durchgesetzt!) Wir haben dafür gekämpft, dass unser österreichischer Rabatt auf ein massives Ausmaß erhöht wird; wir haben dafür gekämpft, dass, wenn Geld ausgegeben wird, es richtig investiert wird – in Digitalisierung, in die grüne Transformation, in Bereiche, die uns nachhaltiger und resilienter machen (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm) –, und ich bin sehr froh, dass wir uns so intensiv eingesetzt haben. Es war anstrengend, es war kräfteraubend, es war mit sehr viel Reibung verbunden, es war aber ein richtiger, notwendiger und guter Kampf, und ich bin mit dem Ergebnis sehr, sehr zufrieden. (Abg. Belakowitsch: Das meinen Sie jetzt aber nicht ernst, oder?) Wir haben uns in die Verhandlungen eingebracht, wir haben vieles in die richtige Richtung bewegt – und ja, ich stehe auch dazu, dass es in einer Jahrhundertkrise wie dieser wichtig ist, dass auch auf europäischer Ebene zur Krisenbewältigung (Abg. Steger: ... EZB ...!) und zum Wiederaufbau der europäischen Wirtschaft Geld in die Hand genommen wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kickl: Ja!
Zu guter Letzt, sehr geehrte Frau Abgeordnete: Was das Bargeld betrifft, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, solange die Volkspartei regiert und solange ich Bundeskanzler sein darf. (Abg. Kickl: Ja!) Wir haben eine klare Position zu technischen und digitalen Zahlungsmitteln: Das ist eine gute Ergänzung (Abg. Kickl: Das sind aber keine guten Perspektiven für das Bargeld!), das wird von mehr und mehr Menschen angenommen, und wir sind froh, dass wir diese Möglichkeiten haben. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Das Bargeld – und da bin ich absolut bei Ihnen – ist ein Stück Freiheit und im Zahlungsverkehr und im alltäglichen Geschäftsverkehr genauso wichtig wie andere Zahlungsmittel. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kickl: Das sind aber keine guten Perspektiven für das Bargeld!
Zu guter Letzt, sehr geehrte Frau Abgeordnete: Was das Bargeld betrifft, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, solange die Volkspartei regiert und solange ich Bundeskanzler sein darf. (Abg. Kickl: Ja!) Wir haben eine klare Position zu technischen und digitalen Zahlungsmitteln: Das ist eine gute Ergänzung (Abg. Kickl: Das sind aber keine guten Perspektiven für das Bargeld!), das wird von mehr und mehr Menschen angenommen, und wir sind froh, dass wir diese Möglichkeiten haben. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Das Bargeld – und da bin ich absolut bei Ihnen – ist ein Stück Freiheit und im Zahlungsverkehr und im alltäglichen Geschäftsverkehr genauso wichtig wie andere Zahlungsmittel. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Steger.
Zu guter Letzt, sehr geehrte Frau Abgeordnete: Was das Bargeld betrifft, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, solange die Volkspartei regiert und solange ich Bundeskanzler sein darf. (Abg. Kickl: Ja!) Wir haben eine klare Position zu technischen und digitalen Zahlungsmitteln: Das ist eine gute Ergänzung (Abg. Kickl: Das sind aber keine guten Perspektiven für das Bargeld!), das wird von mehr und mehr Menschen angenommen, und wir sind froh, dass wir diese Möglichkeiten haben. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Das Bargeld – und da bin ich absolut bei Ihnen – ist ein Stück Freiheit und im Zahlungsverkehr und im alltäglichen Geschäftsverkehr genauso wichtig wie andere Zahlungsmittel. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zu guter Letzt, sehr geehrte Frau Abgeordnete: Was das Bargeld betrifft, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, solange die Volkspartei regiert und solange ich Bundeskanzler sein darf. (Abg. Kickl: Ja!) Wir haben eine klare Position zu technischen und digitalen Zahlungsmitteln: Das ist eine gute Ergänzung (Abg. Kickl: Das sind aber keine guten Perspektiven für das Bargeld!), das wird von mehr und mehr Menschen angenommen, und wir sind froh, dass wir diese Möglichkeiten haben. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Das Bargeld – und da bin ich absolut bei Ihnen – ist ein Stück Freiheit und im Zahlungsverkehr und im alltäglichen Geschäftsverkehr genauso wichtig wie andere Zahlungsmittel. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Steger: Schreiben wir es in die Verfassung!
Wir werden uns daher selbstverständlich auch auf europäischer Ebene weiterhin dafür einsetzen (Abg. Steger: Schreiben wir es in die Verfassung!), werden allem, was dem widerspricht, keine Zustimmung erteilen (Abg. Kickl: Wir schreiben es gemeinsam in die Verfassung!), und ich lade Sie ein: Werfen Sie einen Blick in unser Regierungsprogramm, auch da haben die Grünen und wir als Volkspartei das gemeinsam verankert! (Abg. Kickl: Schreiben wir es in die Verfassung!) – Sehr geehrte Damen und Herren, ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Kickl: Wir schreiben es gemeinsam in die Verfassung!
Wir werden uns daher selbstverständlich auch auf europäischer Ebene weiterhin dafür einsetzen (Abg. Steger: Schreiben wir es in die Verfassung!), werden allem, was dem widerspricht, keine Zustimmung erteilen (Abg. Kickl: Wir schreiben es gemeinsam in die Verfassung!), und ich lade Sie ein: Werfen Sie einen Blick in unser Regierungsprogramm, auch da haben die Grünen und wir als Volkspartei das gemeinsam verankert! (Abg. Kickl: Schreiben wir es in die Verfassung!) – Sehr geehrte Damen und Herren, ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Kickl: Schreiben wir es in die Verfassung!
Wir werden uns daher selbstverständlich auch auf europäischer Ebene weiterhin dafür einsetzen (Abg. Steger: Schreiben wir es in die Verfassung!), werden allem, was dem widerspricht, keine Zustimmung erteilen (Abg. Kickl: Wir schreiben es gemeinsam in die Verfassung!), und ich lade Sie ein: Werfen Sie einen Blick in unser Regierungsprogramm, auch da haben die Grünen und wir als Volkspartei das gemeinsam verankert! (Abg. Kickl: Schreiben wir es in die Verfassung!) – Sehr geehrte Damen und Herren, ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wir werden uns daher selbstverständlich auch auf europäischer Ebene weiterhin dafür einsetzen (Abg. Steger: Schreiben wir es in die Verfassung!), werden allem, was dem widerspricht, keine Zustimmung erteilen (Abg. Kickl: Wir schreiben es gemeinsam in die Verfassung!), und ich lade Sie ein: Werfen Sie einen Blick in unser Regierungsprogramm, auch da haben die Grünen und wir als Volkspartei das gemeinsam verankert! (Abg. Kickl: Schreiben wir es in die Verfassung!) – Sehr geehrte Damen und Herren, ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Steger.
Es ist wieder einmal etwas aus der Kickl-Sudelküche, kann ich nur sagen. Was macht die FPÖ? – Halbwahrheiten, unrichtige Behauptungen aneinanderreihen, um die Bevölkerung, die in den letzten Monaten durch Corona wirklich belastet war, weiterhin zu verunsichern. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Steger.) Schade, dass Ihnen nicht mehr einfällt!
Abg. Steger: Man muss zuerst ...!
In Ihrem Redebeitrag, Kollegin Steger, war wiederum nichts Konstruktives dabei, absolut nichts, kein Sterbenswörtchen. (Abg. Steger: Man muss zuerst ...!) Der Bundeskanzler hat es angesprochen: Was diese Regierung geleistet hat, um den Menschen zu helfen, war mehr, als andere Regierungen gemacht haben. Selbstverständlich sind wir mit unserer Bevölkerung solidarisch, selbstverständlich! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
In Ihrem Redebeitrag, Kollegin Steger, war wiederum nichts Konstruktives dabei, absolut nichts, kein Sterbenswörtchen. (Abg. Steger: Man muss zuerst ...!) Der Bundeskanzler hat es angesprochen: Was diese Regierung geleistet hat, um den Menschen zu helfen, war mehr, als andere Regierungen gemacht haben. Selbstverständlich sind wir mit unserer Bevölkerung solidarisch, selbstverständlich! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Matznetter: Die Regierung kann’s nicht!
Sie sagen: Freie Bürger statt EU-Zwangsbeglückung! (Abg. Matznetter: Die Regierung kann’s nicht!) Ich sage Ihnen: Diese Europäische Union hat den Menschen mehr persönliche Freiheiten gebracht, als sie jemals zuvor hatten. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Heiterkeit bei der FPÖ.) – Ja, Sie lachen, aber Sie sind dann dagegen, wenn es eine freie Wohnsitzwahl, wenn es freien Personenverkehr gibt. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das stört Sie dann, Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ. Diese Freiheiten hat die Europäische Union aber gebracht: Religionsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Meinungsfreiheit (Ruf bei der FPÖ: Ihre Reden waren auch schon besser! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), alles abgesichert in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union. Wenn diese Freiheiten wo gefährdet sind, dann bei Schwesterparteien von Ihnen, wie in Polen. (Abg. Kickl: Echt! Um Gottes willen!) Das schreibe ich Ihnen in Ihr Stammbuch. Ja, so ist es! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kassegger: ... ein Jurist! Staatsgrundgesetz 1867 ...!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Heiterkeit bei der FPÖ.
Sie sagen: Freie Bürger statt EU-Zwangsbeglückung! (Abg. Matznetter: Die Regierung kann’s nicht!) Ich sage Ihnen: Diese Europäische Union hat den Menschen mehr persönliche Freiheiten gebracht, als sie jemals zuvor hatten. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Heiterkeit bei der FPÖ.) – Ja, Sie lachen, aber Sie sind dann dagegen, wenn es eine freie Wohnsitzwahl, wenn es freien Personenverkehr gibt. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das stört Sie dann, Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ. Diese Freiheiten hat die Europäische Union aber gebracht: Religionsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Meinungsfreiheit (Ruf bei der FPÖ: Ihre Reden waren auch schon besser! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), alles abgesichert in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union. Wenn diese Freiheiten wo gefährdet sind, dann bei Schwesterparteien von Ihnen, wie in Polen. (Abg. Kickl: Echt! Um Gottes willen!) Das schreibe ich Ihnen in Ihr Stammbuch. Ja, so ist es! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kassegger: ... ein Jurist! Staatsgrundgesetz 1867 ...!)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Sie sagen: Freie Bürger statt EU-Zwangsbeglückung! (Abg. Matznetter: Die Regierung kann’s nicht!) Ich sage Ihnen: Diese Europäische Union hat den Menschen mehr persönliche Freiheiten gebracht, als sie jemals zuvor hatten. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Heiterkeit bei der FPÖ.) – Ja, Sie lachen, aber Sie sind dann dagegen, wenn es eine freie Wohnsitzwahl, wenn es freien Personenverkehr gibt. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das stört Sie dann, Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ. Diese Freiheiten hat die Europäische Union aber gebracht: Religionsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Meinungsfreiheit (Ruf bei der FPÖ: Ihre Reden waren auch schon besser! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), alles abgesichert in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union. Wenn diese Freiheiten wo gefährdet sind, dann bei Schwesterparteien von Ihnen, wie in Polen. (Abg. Kickl: Echt! Um Gottes willen!) Das schreibe ich Ihnen in Ihr Stammbuch. Ja, so ist es! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kassegger: ... ein Jurist! Staatsgrundgesetz 1867 ...!)
Ruf bei der FPÖ: Ihre Reden waren auch schon besser! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ
Sie sagen: Freie Bürger statt EU-Zwangsbeglückung! (Abg. Matznetter: Die Regierung kann’s nicht!) Ich sage Ihnen: Diese Europäische Union hat den Menschen mehr persönliche Freiheiten gebracht, als sie jemals zuvor hatten. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Heiterkeit bei der FPÖ.) – Ja, Sie lachen, aber Sie sind dann dagegen, wenn es eine freie Wohnsitzwahl, wenn es freien Personenverkehr gibt. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das stört Sie dann, Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ. Diese Freiheiten hat die Europäische Union aber gebracht: Religionsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Meinungsfreiheit (Ruf bei der FPÖ: Ihre Reden waren auch schon besser! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), alles abgesichert in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union. Wenn diese Freiheiten wo gefährdet sind, dann bei Schwesterparteien von Ihnen, wie in Polen. (Abg. Kickl: Echt! Um Gottes willen!) Das schreibe ich Ihnen in Ihr Stammbuch. Ja, so ist es! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kassegger: ... ein Jurist! Staatsgrundgesetz 1867 ...!)
Abg. Kickl: Echt! Um Gottes willen!
Sie sagen: Freie Bürger statt EU-Zwangsbeglückung! (Abg. Matznetter: Die Regierung kann’s nicht!) Ich sage Ihnen: Diese Europäische Union hat den Menschen mehr persönliche Freiheiten gebracht, als sie jemals zuvor hatten. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Heiterkeit bei der FPÖ.) – Ja, Sie lachen, aber Sie sind dann dagegen, wenn es eine freie Wohnsitzwahl, wenn es freien Personenverkehr gibt. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das stört Sie dann, Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ. Diese Freiheiten hat die Europäische Union aber gebracht: Religionsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Meinungsfreiheit (Ruf bei der FPÖ: Ihre Reden waren auch schon besser! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), alles abgesichert in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union. Wenn diese Freiheiten wo gefährdet sind, dann bei Schwesterparteien von Ihnen, wie in Polen. (Abg. Kickl: Echt! Um Gottes willen!) Das schreibe ich Ihnen in Ihr Stammbuch. Ja, so ist es! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kassegger: ... ein Jurist! Staatsgrundgesetz 1867 ...!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kassegger: ... ein Jurist! Staatsgrundgesetz 1867 ...!
Sie sagen: Freie Bürger statt EU-Zwangsbeglückung! (Abg. Matznetter: Die Regierung kann’s nicht!) Ich sage Ihnen: Diese Europäische Union hat den Menschen mehr persönliche Freiheiten gebracht, als sie jemals zuvor hatten. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Heiterkeit bei der FPÖ.) – Ja, Sie lachen, aber Sie sind dann dagegen, wenn es eine freie Wohnsitzwahl, wenn es freien Personenverkehr gibt. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das stört Sie dann, Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ. Diese Freiheiten hat die Europäische Union aber gebracht: Religionsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Meinungsfreiheit (Ruf bei der FPÖ: Ihre Reden waren auch schon besser! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), alles abgesichert in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union. Wenn diese Freiheiten wo gefährdet sind, dann bei Schwesterparteien von Ihnen, wie in Polen. (Abg. Kickl: Echt! Um Gottes willen!) Das schreibe ich Ihnen in Ihr Stammbuch. Ja, so ist es! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kassegger: ... ein Jurist! Staatsgrundgesetz 1867 ...!)
Abg. Kickl: Sie haben es so weit gebracht, dass wir ein Korruptionsvolksbegehren in unserem Land brauchen! Sie brauchen nicht ...!
Nicht die Europäische Union gefährdet die Grundrechte, nicht wir, das sind Sie und Ihre Schwesterparteien, mit denen Sie in einer Fraktion sind. (Abg. Kickl: Sie haben es so weit gebracht, dass wir ein Korruptionsvolksbegehren in unserem Land brauchen! Sie brauchen nicht ...!) – Ja, Kollege Kickl, Sie haben uns 2008 schon gesagt, das Ende des Euro ist gekommen. (Abg. Belakowitsch: Ja eh! – Zwischenruf des Abg. Lausch.) Was Sie da gesagt haben, ist völlig falsch. Bei meiner letzten Rede haben Sie hier dazwischengerufen – ich zitiere Sie jetzt, Sie können es in den Protokollen nachlesen –, es gebe für den Euro nur mehr eine „künstliche Lebensverlängerung“ – absolut falsch! Der Euro hat sich in der Krise bewährt. Wir haben 2008 aus der Schuldenkrise gelernt. Der Euro ist jetzt besser aufgestellt als jemals zuvor. (Abg. Steger: Das glauben Sie doch selber nicht!) Es ist so, auch wenn Sie es nicht hören wollen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Ja eh! – Zwischenruf des Abg. Lausch.
Nicht die Europäische Union gefährdet die Grundrechte, nicht wir, das sind Sie und Ihre Schwesterparteien, mit denen Sie in einer Fraktion sind. (Abg. Kickl: Sie haben es so weit gebracht, dass wir ein Korruptionsvolksbegehren in unserem Land brauchen! Sie brauchen nicht ...!) – Ja, Kollege Kickl, Sie haben uns 2008 schon gesagt, das Ende des Euro ist gekommen. (Abg. Belakowitsch: Ja eh! – Zwischenruf des Abg. Lausch.) Was Sie da gesagt haben, ist völlig falsch. Bei meiner letzten Rede haben Sie hier dazwischengerufen – ich zitiere Sie jetzt, Sie können es in den Protokollen nachlesen –, es gebe für den Euro nur mehr eine „künstliche Lebensverlängerung“ – absolut falsch! Der Euro hat sich in der Krise bewährt. Wir haben 2008 aus der Schuldenkrise gelernt. Der Euro ist jetzt besser aufgestellt als jemals zuvor. (Abg. Steger: Das glauben Sie doch selber nicht!) Es ist so, auch wenn Sie es nicht hören wollen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Steger: Das glauben Sie doch selber nicht!
Nicht die Europäische Union gefährdet die Grundrechte, nicht wir, das sind Sie und Ihre Schwesterparteien, mit denen Sie in einer Fraktion sind. (Abg. Kickl: Sie haben es so weit gebracht, dass wir ein Korruptionsvolksbegehren in unserem Land brauchen! Sie brauchen nicht ...!) – Ja, Kollege Kickl, Sie haben uns 2008 schon gesagt, das Ende des Euro ist gekommen. (Abg. Belakowitsch: Ja eh! – Zwischenruf des Abg. Lausch.) Was Sie da gesagt haben, ist völlig falsch. Bei meiner letzten Rede haben Sie hier dazwischengerufen – ich zitiere Sie jetzt, Sie können es in den Protokollen nachlesen –, es gebe für den Euro nur mehr eine „künstliche Lebensverlängerung“ – absolut falsch! Der Euro hat sich in der Krise bewährt. Wir haben 2008 aus der Schuldenkrise gelernt. Der Euro ist jetzt besser aufgestellt als jemals zuvor. (Abg. Steger: Das glauben Sie doch selber nicht!) Es ist so, auch wenn Sie es nicht hören wollen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Nicht die Europäische Union gefährdet die Grundrechte, nicht wir, das sind Sie und Ihre Schwesterparteien, mit denen Sie in einer Fraktion sind. (Abg. Kickl: Sie haben es so weit gebracht, dass wir ein Korruptionsvolksbegehren in unserem Land brauchen! Sie brauchen nicht ...!) – Ja, Kollege Kickl, Sie haben uns 2008 schon gesagt, das Ende des Euro ist gekommen. (Abg. Belakowitsch: Ja eh! – Zwischenruf des Abg. Lausch.) Was Sie da gesagt haben, ist völlig falsch. Bei meiner letzten Rede haben Sie hier dazwischengerufen – ich zitiere Sie jetzt, Sie können es in den Protokollen nachlesen –, es gebe für den Euro nur mehr eine „künstliche Lebensverlängerung“ – absolut falsch! Der Euro hat sich in der Krise bewährt. Wir haben 2008 aus der Schuldenkrise gelernt. Der Euro ist jetzt besser aufgestellt als jemals zuvor. (Abg. Steger: Das glauben Sie doch selber nicht!) Es ist so, auch wenn Sie es nicht hören wollen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Steger.
Die Menschen brauchen keine Angst zu haben, wenn es um ihr Bargeld geht. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Der Herr Bundeskanzler hat es angesprochen, der Finanzminister hat es an dem Tag gesagt, an dem die zuständige Kommissarin - - (Abg. Kickl: Schreiben wir es in die Verfassung! Herr Kollege Lopatka, schreiben wir es in die Verfassung! Sind Sie so mutig?) – Ja, das sage ich Ihnen, schauen Sie nach: 2016 habe
Abg. Kickl: Schreiben wir es in die Verfassung! Herr Kollege Lopatka, schreiben wir es in die Verfassung! Sind Sie so mutig?
Die Menschen brauchen keine Angst zu haben, wenn es um ihr Bargeld geht. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Der Herr Bundeskanzler hat es angesprochen, der Finanzminister hat es an dem Tag gesagt, an dem die zuständige Kommissarin - - (Abg. Kickl: Schreiben wir es in die Verfassung! Herr Kollege Lopatka, schreiben wir es in die Verfassung! Sind Sie so mutig?) – Ja, das sage ich Ihnen, schauen Sie nach: 2016 habe
Abg. Belakowitsch: Falsch! – Zwischenruf der Abg. Steger.
ich als Klubobmann den Antrag gestellt, dass wir es in die Verfassung schreiben. (Abg. Belakowitsch: Falsch! – Zwischenruf der Abg. Steger.)
Abg. Kickl: Das wird eine längere Beichte am Sonntag!
Die SPÖ war damals unser Koalitionspartner, Kollege Leichtfried steht schon hier, vielleicht kann er mir erklären, warum sie nicht mitgegangen ist. (Abg. Kickl: Das wird eine längere Beichte am Sonntag!) Die SPÖ hat damals klargestellt: Wir sind auch dafür, dass das Bargeld geschützt bleibt, wir glauben aber, wir brauchen keine verfassungsmäßige Absicherung.
Ruf bei der FPÖ: Warum? – Zwischenruf der Abg. Steger.
Ich habe es anders gesehen. (Ruf bei der FPÖ: Warum? – Zwischenruf der Abg. Steger.) Warum? – Hätten wir es in der Verfassung, wären unsere Minister, wer immer in der Regierung ist, daran gebunden, das Bargeld zu schützen. Auf europäischer Ebene – das hat damals Nationalbankpräsident Nowotny klargestellt – kann das Bargeld nur abgeschafft werden, wenn es Einstimmigkeit gibt. Der Herr Bundeskanzler hat es gesagt, Sie wollten es nicht hören. (Abg. Steger: Der hat schon viel gesagt!) Mit Österreich gibt es keine solche Abstimmung mit dem Ergebnis, dass das Bargeld Geschichte ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Es gibt ja auch keine Beitragserhöhungen, das hat er ja auch versprochen! Auch gebrochen!)
Abg. Steger: Der hat schon viel gesagt!
Ich habe es anders gesehen. (Ruf bei der FPÖ: Warum? – Zwischenruf der Abg. Steger.) Warum? – Hätten wir es in der Verfassung, wären unsere Minister, wer immer in der Regierung ist, daran gebunden, das Bargeld zu schützen. Auf europäischer Ebene – das hat damals Nationalbankpräsident Nowotny klargestellt – kann das Bargeld nur abgeschafft werden, wenn es Einstimmigkeit gibt. Der Herr Bundeskanzler hat es gesagt, Sie wollten es nicht hören. (Abg. Steger: Der hat schon viel gesagt!) Mit Österreich gibt es keine solche Abstimmung mit dem Ergebnis, dass das Bargeld Geschichte ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Es gibt ja auch keine Beitragserhöhungen, das hat er ja auch versprochen! Auch gebrochen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Es gibt ja auch keine Beitragserhöhungen, das hat er ja auch versprochen! Auch gebrochen!
Ich habe es anders gesehen. (Ruf bei der FPÖ: Warum? – Zwischenruf der Abg. Steger.) Warum? – Hätten wir es in der Verfassung, wären unsere Minister, wer immer in der Regierung ist, daran gebunden, das Bargeld zu schützen. Auf europäischer Ebene – das hat damals Nationalbankpräsident Nowotny klargestellt – kann das Bargeld nur abgeschafft werden, wenn es Einstimmigkeit gibt. Der Herr Bundeskanzler hat es gesagt, Sie wollten es nicht hören. (Abg. Steger: Der hat schon viel gesagt!) Mit Österreich gibt es keine solche Abstimmung mit dem Ergebnis, dass das Bargeld Geschichte ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Es gibt ja auch keine Beitragserhöhungen, das hat er ja auch versprochen! Auch gebrochen!)
Zwischenruf der Abg. Steger.
Schauen Sie, ich sage Ihnen eines: Sie reden von Schuldenunion. Wir haben – der Bundeskanzler hat es auch angesprochen – für uns, für Österreich selbst – und alle, ob in den USA, ob in Europa – in dieser Coronakrise, glaube ich, das Richtige gemacht, was ich sonst nie für richtig halte, nämlich Schulden zu machen, um den Menschen zu helfen, um die notwendige Solidarität auch tatsächlich zum Leben zu erwecken. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Das, was die Europäische Union da macht, ist aber ein einmaliger Akt, das ist kein Einstieg in die Schuldenunion (Zwischenrufe bei der FPÖ) – das wollen Sie nicht hören. (Abg. Kickl: Lopatka als Einpeitscher des Schuldensozialismus! Großartig!)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Schauen Sie, ich sage Ihnen eines: Sie reden von Schuldenunion. Wir haben – der Bundeskanzler hat es auch angesprochen – für uns, für Österreich selbst – und alle, ob in den USA, ob in Europa – in dieser Coronakrise, glaube ich, das Richtige gemacht, was ich sonst nie für richtig halte, nämlich Schulden zu machen, um den Menschen zu helfen, um die notwendige Solidarität auch tatsächlich zum Leben zu erwecken. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Das, was die Europäische Union da macht, ist aber ein einmaliger Akt, das ist kein Einstieg in die Schuldenunion (Zwischenrufe bei der FPÖ) – das wollen Sie nicht hören. (Abg. Kickl: Lopatka als Einpeitscher des Schuldensozialismus! Großartig!)
Abg. Kickl: Lopatka als Einpeitscher des Schuldensozialismus! Großartig!
Schauen Sie, ich sage Ihnen eines: Sie reden von Schuldenunion. Wir haben – der Bundeskanzler hat es auch angesprochen – für uns, für Österreich selbst – und alle, ob in den USA, ob in Europa – in dieser Coronakrise, glaube ich, das Richtige gemacht, was ich sonst nie für richtig halte, nämlich Schulden zu machen, um den Menschen zu helfen, um die notwendige Solidarität auch tatsächlich zum Leben zu erwecken. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Das, was die Europäische Union da macht, ist aber ein einmaliger Akt, das ist kein Einstieg in die Schuldenunion (Zwischenrufe bei der FPÖ) – das wollen Sie nicht hören. (Abg. Kickl: Lopatka als Einpeitscher des Schuldensozialismus! Großartig!)
Abg. Matznetter: Blümel!
Ihren absolut erfolglosen Wiener Parteiobmann kennen Sie schon noch, oder? – Ja, den kennen Sie, gut. (Abg. Matznetter: Blümel!) Dominik Nepp hat im letzten Jahr in seiner Not, weil er gesehen hat, wie es immer näher an den Abgrund geht, gemeint, wir sollten in Österreich wieder über einen EU-Austritt diskutieren. Sie haben eine Konstante in Ihrer Europapolitik, das ist nämlich Ihr gestörtes Verhältnis zur Europäischen Union. (Abg. Kickl: Unsere Konstante heißt Rot-Weiß-Rot!) Das ist der große Unterschied zu allen Fraktionen hier im Haus, denn diese haben zwar unterschiedliche Zugänge, aber es gibt eine konstruktive Mitarbeit für eine positive Weiterentwicklung der Europäischen Union. (Abg. Kickl: Der war auch schon besser!) Hier bleiben Sie alleine sitzen. – Schade! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kickl: Unsere Konstante heißt Rot-Weiß-Rot!
Ihren absolut erfolglosen Wiener Parteiobmann kennen Sie schon noch, oder? – Ja, den kennen Sie, gut. (Abg. Matznetter: Blümel!) Dominik Nepp hat im letzten Jahr in seiner Not, weil er gesehen hat, wie es immer näher an den Abgrund geht, gemeint, wir sollten in Österreich wieder über einen EU-Austritt diskutieren. Sie haben eine Konstante in Ihrer Europapolitik, das ist nämlich Ihr gestörtes Verhältnis zur Europäischen Union. (Abg. Kickl: Unsere Konstante heißt Rot-Weiß-Rot!) Das ist der große Unterschied zu allen Fraktionen hier im Haus, denn diese haben zwar unterschiedliche Zugänge, aber es gibt eine konstruktive Mitarbeit für eine positive Weiterentwicklung der Europäischen Union. (Abg. Kickl: Der war auch schon besser!) Hier bleiben Sie alleine sitzen. – Schade! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kickl: Der war auch schon besser!
Ihren absolut erfolglosen Wiener Parteiobmann kennen Sie schon noch, oder? – Ja, den kennen Sie, gut. (Abg. Matznetter: Blümel!) Dominik Nepp hat im letzten Jahr in seiner Not, weil er gesehen hat, wie es immer näher an den Abgrund geht, gemeint, wir sollten in Österreich wieder über einen EU-Austritt diskutieren. Sie haben eine Konstante in Ihrer Europapolitik, das ist nämlich Ihr gestörtes Verhältnis zur Europäischen Union. (Abg. Kickl: Unsere Konstante heißt Rot-Weiß-Rot!) Das ist der große Unterschied zu allen Fraktionen hier im Haus, denn diese haben zwar unterschiedliche Zugänge, aber es gibt eine konstruktive Mitarbeit für eine positive Weiterentwicklung der Europäischen Union. (Abg. Kickl: Der war auch schon besser!) Hier bleiben Sie alleine sitzen. – Schade! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ihren absolut erfolglosen Wiener Parteiobmann kennen Sie schon noch, oder? – Ja, den kennen Sie, gut. (Abg. Matznetter: Blümel!) Dominik Nepp hat im letzten Jahr in seiner Not, weil er gesehen hat, wie es immer näher an den Abgrund geht, gemeint, wir sollten in Österreich wieder über einen EU-Austritt diskutieren. Sie haben eine Konstante in Ihrer Europapolitik, das ist nämlich Ihr gestörtes Verhältnis zur Europäischen Union. (Abg. Kickl: Unsere Konstante heißt Rot-Weiß-Rot!) Das ist der große Unterschied zu allen Fraktionen hier im Haus, denn diese haben zwar unterschiedliche Zugänge, aber es gibt eine konstruktive Mitarbeit für eine positive Weiterentwicklung der Europäischen Union. (Abg. Kickl: Der war auch schon besser!) Hier bleiben Sie alleine sitzen. – Schade! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kickl: Ein abgehalfterter Generalsekretär spielt Europapolitik!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Klubobmann Leichtfried. Bei ihm steht das Wort. – Bitte. (Abg. Kickl: Ein abgehalfterter Generalsekretär spielt Europapolitik!)
Abg. Hörl: Richtig!
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Frau Bundesministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Wenn man die Rede des Bundeskanzlers zusammenfassen mag, so, würde ich sagen, geht das so: In Österreich fließen Milch und Honig, allen geht es gut, und das ist das alleinige Verdienst der ÖVP. (Abg. Hörl: Richtig!) – Das ist nur leider nicht so, geschätzte Damen und Herren, es ist nicht so.
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben immer noch Hunderttausende Arbeitslose in Österreich, wir haben Menschen, die um ihre Existenz bangen, wir haben Menschen, die ihre Betriebe verloren haben, wir haben Menschen, die in der Nacht nicht schlafen können, weil sie ihre Schulden nicht mehr zahlen können. Wir haben die größte Wirtschaftskrise seit 1945, und da gibt es nichts schönzureden, Herr Bundeskanzler! Das hat die ÖVP in diesem Land verursacht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Da sieht man den Unterschied zwischen Show und Realität. Blöderweise überwiegt bei Ihnen immer die Show, und das ist für die Menschen im Land sicherlich nicht gut. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was ich aber eigentlich ansprechen wollte: Europäische Politik heißt nicht, sich immer hinzustellen und zu sagen: Wir sind die Besten und alle anderen interessieren uns nicht!, nein, europäische Politik heißt zusammenhalten, zusammenstehen, für den anderen einstehen, sich um den anderen kümmern. Das ist wirklich europäische Politik, geschätzte Damen und Herren! Wenn etwas in der österreichischen Europapolitik abgeht, dann ist es genau das: für andere einzustehen und nicht egoistisch zu sein. Das prägt aber Ihren Politikstil nicht nur in der Europapolitik, Herr Kurz, sondern insgesamt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steger: Die haben doch keine Coronamaßnahmen!
Was das Land wirklich braucht – die Vereinigten Staaten haben es vorgelebt –, ist eine Investitionsoffensive. Joe Biden hat gezeigt, wie man es macht, hat gezeigt, wie viel man investieren muss, damit ein Land vorwärtsgebracht werden kann. (Abg. Steger: Die haben doch keine Coronamaßnahmen!) In Österreich wären das 40 Milliarden Euro, die notwendig wären, 40 Milliarden Euro müssten investiert werden, um die Wirtschaft zu stärken, um Arbeitsplätze zu sichern, um unser Land wieder vorwärtszubringen, aber davon ist nichts zu sehen, Herr Bundeskanzler. Was man sieht, sind Showpressekonferenzen am laufenden Band. Was für unser Land gefragt wäre, wäre ehrliche Arbeit, und die vermisse ich bei Ihnen auf österreichischer und auf europäischer Ebene ganz massiv. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was das Land wirklich braucht – die Vereinigten Staaten haben es vorgelebt –, ist eine Investitionsoffensive. Joe Biden hat gezeigt, wie man es macht, hat gezeigt, wie viel man investieren muss, damit ein Land vorwärtsgebracht werden kann. (Abg. Steger: Die haben doch keine Coronamaßnahmen!) In Österreich wären das 40 Milliarden Euro, die notwendig wären, 40 Milliarden Euro müssten investiert werden, um die Wirtschaft zu stärken, um Arbeitsplätze zu sichern, um unser Land wieder vorwärtszubringen, aber davon ist nichts zu sehen, Herr Bundeskanzler. Was man sieht, sind Showpressekonferenzen am laufenden Band. Was für unser Land gefragt wäre, wäre ehrliche Arbeit, und die vermisse ich bei Ihnen auf österreichischer und auf europäischer Ebene ganz massiv. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn es die Chance gibt, auf europäischer Ebene für Österreich einzutreten – und das ist besonders enttäuschend, Herr Bundeskanzler! –, dann tun Sie es nicht. Dann tun Sie es einfach nicht. Wer außer Ihnen und Herrn Kocher versteht, dass man nicht für einen europäischen Mindestlohn sein kann? Wer versteht denn das, geschätzte Damen und Herren? – Niemand versteht das. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ottenschläger: ... Sozialpartnerschaft ablösen? – Abg. Pfurtscheller: ... Sozialpartnerschaft!
Wir erleben gerade, was es heißt, dass es so große Lohnunterschiede in der Europäischen Union gibt. (Abg. Ottenschläger: ... Sozialpartnerschaft ablösen? – Abg. Pfurtscheller: ... Sozialpartnerschaft!) Was ist mit ATB? Warum sind die aus der Obersteiermark in ein Land abgewandert, wo billiger produziert werden kann? Was ist mit MAN? – Dasselbe Problem!
Abg. Salzmann: Was ist mit der Sozialpartnerschaft?
Wenn es in Europa nicht an ein einheitliches Niveau herangeführte Löhne gibt, wenn es nicht irgendwann einmal ein einheitliches Lohnniveau gibt, wenn man nicht einmal beginnt, über Mindestlöhne zu reden, bedeutet das, dass Arbeitsplätze aus Österreich verschwinden (Abg. Salzmann: Was ist mit der Sozialpartnerschaft?), dass die Armut nach Österreich kommt und dass immer mehr Leute in Österreich um ihre Existenz bangen müssen. (Abg. Pfurtscheller: Wir haben einen Mindestlohn!) Das ist das Resultat Ihrer Politik, Herr Kurz, und dem treten wir sicherlich entgegen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Pfurtscheller: Wir haben einen Mindestlohn!
Wenn es in Europa nicht an ein einheitliches Niveau herangeführte Löhne gibt, wenn es nicht irgendwann einmal ein einheitliches Lohnniveau gibt, wenn man nicht einmal beginnt, über Mindestlöhne zu reden, bedeutet das, dass Arbeitsplätze aus Österreich verschwinden (Abg. Salzmann: Was ist mit der Sozialpartnerschaft?), dass die Armut nach Österreich kommt und dass immer mehr Leute in Österreich um ihre Existenz bangen müssen. (Abg. Pfurtscheller: Wir haben einen Mindestlohn!) Das ist das Resultat Ihrer Politik, Herr Kurz, und dem treten wir sicherlich entgegen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn es in Europa nicht an ein einheitliches Niveau herangeführte Löhne gibt, wenn es nicht irgendwann einmal ein einheitliches Lohnniveau gibt, wenn man nicht einmal beginnt, über Mindestlöhne zu reden, bedeutet das, dass Arbeitsplätze aus Österreich verschwinden (Abg. Salzmann: Was ist mit der Sozialpartnerschaft?), dass die Armut nach Österreich kommt und dass immer mehr Leute in Österreich um ihre Existenz bangen müssen. (Abg. Pfurtscheller: Wir haben einen Mindestlohn!) Das ist das Resultat Ihrer Politik, Herr Kurz, und dem treten wir sicherlich entgegen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kurz, wenn man sich Ihre bisherige Europapolitik ansieht, so sieht man eines: Die Showpolitik, die nicht einmal mehr in Österreich funktioniert, ist an der harten Realität gescheitert – in Europa und in Österreich –, und darunter leiden die Menschen in unserem Land, Herr Bundeskanzler. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Mitglied des Europäischen Parlaments Mag. Dr. Georg Mayer, MBL-HSG (FPÖ): Herr Präsident! Geschätztes Hohes Haus! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Sehr geehrte Frau Ministerin! Es freut mich, dass ich heute wieder einmal bei Ihnen sein und eine angeregte Europadebatte mit euch führen darf – wobei, Herr Bundeskanzler: Das ist wieder so eine typische Finte, die die ÖVP da ganz gern macht, indem sie sagt, wir seien europakritisch. Geschätzte Kollegen, ich glaube, wir sind nicht europakritisch. Ganz im Gegenteil – wir lieben Europa. Wem gegenüber wir kritisch sind, das ist diese Europäische Union und das sind die Entwicklungen, die sie derzeit nimmt. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Der freie Bürger, geschätzte Kollegen, der war einmal. Die Reisefreiheit, geschätzte Kollegen, die ja, wie wir heute von Herrn Lopatka schon gehört haben, eine der wesentlichen Grundsäulen dieser Europäischen Union ist, die war einmal. Ich weiß nicht, wie sehr Sie sich bewegen, bei uns bringt das natürlich das Mandat mit sich. Ich bin gestern in Wien gelandet und musste durch eine Kontrolle. Ich habe gedacht, diese Kontrollen sind mehr oder weniger abgeschafft, es gibt sie nur mehr stichprobenartig. Dann habe ich ein Formular – also so etwas habe ich noch nicht gesehen, dieses Formular ist schildbürgerstreichähnlich – mit zig Unterpunkten vorgelegt bekommen; etwa ob ich geimpft bin oder mit diesen erwähnten 3G. Also da kann sich ja kein Mensch mehr auskennen. Zudem ist das etwas – und das hat mich wirklich besonders bedrückt –, von dem sich vor zwei Jahren niemand hätte vorstellen können, dass so etwas in der Europäischen Union, wo wir die Reisefreiheit so hochhalten, von Menschen abgefragt wird, und mit dem wir nicht werden leben können. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Oh glücklicher Bürger! Damit Herr Kogler im Wirtshaus sitzen und die Europameisterschaft anschauen kann, wird die Sperrstunde auf 23 Uhr ausgeweitet. Also das ist schon eine Chuzpe der besonderen Art, die dem Bürger zugemutet wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dabei wird – das ist etwas, was mich als Juristen wiederum besonders bewegt – hier in Österreich von einer österreichischen Bundesregierung vorsätzlich Verfassungsrecht gebrochen – vorsätzlich, nachhaltig und immer wieder. Das Traurige daran ist dann auch noch: Am Großteil der Medienwelt geht das völlig vorbei, die interessiert das nicht einmal besonders. Da möchte man rufen: Hans Kelsen – Urheber der österreichischen Bundesverfassung –, schau oba! Der würde sich nämlich im Grab umdrehen, wenn er das erleben würde. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Lopatka nickt
Diese wunderbare Verfassung, die Kelsen zum Schutz der Bürger vor einem übermächtigen Staat geschaffen hat, wird von Ihnen de facto außer Kraft gesetzt. Dann ist schon klar, dass dann verlangt werden kann – Kollege Lopatka hat das, glaube ich, gesagt (Abg. Lopatka nickt) –: die Verankerung des Bargeldverkehrs in der Verfassung. Ich weiß, das ist euch wurscht, weil ihr die Verfassung sowieso nicht mehr respektiert. (Rufe bei der ÖVP: Na na!) Die Reise geht ja nun gerade in eine völlig andere Richtung.
Rufe bei der ÖVP: Na na!
Diese wunderbare Verfassung, die Kelsen zum Schutz der Bürger vor einem übermächtigen Staat geschaffen hat, wird von Ihnen de facto außer Kraft gesetzt. Dann ist schon klar, dass dann verlangt werden kann – Kollege Lopatka hat das, glaube ich, gesagt (Abg. Lopatka nickt) –: die Verankerung des Bargeldverkehrs in der Verfassung. Ich weiß, das ist euch wurscht, weil ihr die Verfassung sowieso nicht mehr respektiert. (Rufe bei der ÖVP: Na na!) Die Reise geht ja nun gerade in eine völlig andere Richtung.
Beifall bei der FPÖ.
Die Datenkrake wird immer größer, und wir können das Ausmaß dieser Krake gar nicht mehr abschätzen. Wo sind da die Grünen – weil Kollege Reimon gerade dort sitzt und sich schon vorbereitet –, wo sind da die Grünen, die früher immer den Datenschutz als das Wichtigste gepriesen haben? – Die Grünen sind mittendrin beim Einzäunen der Bürger in Österreich und in Europa. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Geschätzte Kollegen, der gläserne Mensch ist im Jahr 2021 längst Realität, und es geht munter weiter. Als Freiheitlicher kann man dazu nur sagen: Mit uns kann und wird das nicht so weitergehen. Das ist nicht die Freiheit, die wir meinen. 1848 lässt grüßen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wurm: Was ist die Botschaft? Die Botschaft!
machen Sie sich strafbar. Viel Spaß, wenn Sie das als österreichischer Staatsbürger nicht wissen! In Deutschland sind es 10 000 Euro, aber Sie müssen es registrieren, wenn Sie mehr als 10 000 Euro ausgeben. In Frankreich sind es 1 000 Euro, aber der Verkäufer darf bei mehr als 50 Geldscheinen ablehnen. In Estland machen Sie sich strafbar, wenn es mehr als 50 Geldscheine sind. – Viel Spaß, Kollege Mayer, wenn Sie in Estland sind und das nicht wissen und dort 51 Geldscheine auf den Tisch legen! Sie machen sich strafbar und wissen es nicht. (Abg. Wurm: Was ist die Botschaft? Die Botschaft!) Das Ganze ist ein einziges nationales Desaster und ein Fleckerlteppich von nationalen Regelungen, die abgeschafft gehören. (Abg. Wurm: Was ist die Botschaft? Die Botschaft! – Abg. Steger: ... Fleckerlteppich!) So schaut es aus. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Wurm: Was ist die Botschaft? Die Botschaft! – Abg. Steger: ... Fleckerlteppich!
machen Sie sich strafbar. Viel Spaß, wenn Sie das als österreichischer Staatsbürger nicht wissen! In Deutschland sind es 10 000 Euro, aber Sie müssen es registrieren, wenn Sie mehr als 10 000 Euro ausgeben. In Frankreich sind es 1 000 Euro, aber der Verkäufer darf bei mehr als 50 Geldscheinen ablehnen. In Estland machen Sie sich strafbar, wenn es mehr als 50 Geldscheine sind. – Viel Spaß, Kollege Mayer, wenn Sie in Estland sind und das nicht wissen und dort 51 Geldscheine auf den Tisch legen! Sie machen sich strafbar und wissen es nicht. (Abg. Wurm: Was ist die Botschaft? Die Botschaft!) Das Ganze ist ein einziges nationales Desaster und ein Fleckerlteppich von nationalen Regelungen, die abgeschafft gehören. (Abg. Wurm: Was ist die Botschaft? Die Botschaft! – Abg. Steger: ... Fleckerlteppich!) So schaut es aus. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
machen Sie sich strafbar. Viel Spaß, wenn Sie das als österreichischer Staatsbürger nicht wissen! In Deutschland sind es 10 000 Euro, aber Sie müssen es registrieren, wenn Sie mehr als 10 000 Euro ausgeben. In Frankreich sind es 1 000 Euro, aber der Verkäufer darf bei mehr als 50 Geldscheinen ablehnen. In Estland machen Sie sich strafbar, wenn es mehr als 50 Geldscheine sind. – Viel Spaß, Kollege Mayer, wenn Sie in Estland sind und das nicht wissen und dort 51 Geldscheine auf den Tisch legen! Sie machen sich strafbar und wissen es nicht. (Abg. Wurm: Was ist die Botschaft? Die Botschaft!) Das Ganze ist ein einziges nationales Desaster und ein Fleckerlteppich von nationalen Regelungen, die abgeschafft gehören. (Abg. Wurm: Was ist die Botschaft? Die Botschaft! – Abg. Steger: ... Fleckerlteppich!) So schaut es aus. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Steger: Maximal, ist die Regelung!
Das Ganze ist ein bürokratischer Wahnsinn in der Europäischen Union und gehört vereinheitlicht. Eine Regelung auf 10 000 Euro anzusetzen (Abg. Steger: Maximal, ist die Regelung!) ist hochgradig vernünftig – das einmal als Allererstes. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Amesbauer: Das ist Blödsinn!) – Warten Sie, Moment!
Beifall bei den Grünen. – Abg. Amesbauer: Das ist Blödsinn!
Das Ganze ist ein bürokratischer Wahnsinn in der Europäischen Union und gehört vereinheitlicht. Eine Regelung auf 10 000 Euro anzusetzen (Abg. Steger: Maximal, ist die Regelung!) ist hochgradig vernünftig – das einmal als Allererstes. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Amesbauer: Das ist Blödsinn!) – Warten Sie, Moment!
Beifall bei den Grünen.
Jetzt interessiert mich eines: Welcher FPÖ-Abgeordnete macht Verträge oder Geschäfte mit 10 000 Euro in bar, ohne dass er einen Wisch oder einen Vertrag unterschreibt? (Beifall bei den Grünen.) Was für ein Geschäft habt ihr zu verstecken? Zeigt einmal auf: Wer von euch hat im letzten Jahr 10 000 Euro in bar genommen, ohne einen Vertrag zu unterschreiben? (Abg. Wurm: Hahaha! – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.) – Wofür? (Abg. Amesbauer: Das geht ja Sie nichts an!) – Okay. Gibt es eine Steuererklärung? (Abg. Deimek: ... jedenfalls bei Ihnen nicht!) Gibt es - -
Abg. Wurm: Hahaha! – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.
Jetzt interessiert mich eines: Welcher FPÖ-Abgeordnete macht Verträge oder Geschäfte mit 10 000 Euro in bar, ohne dass er einen Wisch oder einen Vertrag unterschreibt? (Beifall bei den Grünen.) Was für ein Geschäft habt ihr zu verstecken? Zeigt einmal auf: Wer von euch hat im letzten Jahr 10 000 Euro in bar genommen, ohne einen Vertrag zu unterschreiben? (Abg. Wurm: Hahaha! – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.) – Wofür? (Abg. Amesbauer: Das geht ja Sie nichts an!) – Okay. Gibt es eine Steuererklärung? (Abg. Deimek: ... jedenfalls bei Ihnen nicht!) Gibt es - -
Abg. Amesbauer: Das geht ja Sie nichts an!
Jetzt interessiert mich eines: Welcher FPÖ-Abgeordnete macht Verträge oder Geschäfte mit 10 000 Euro in bar, ohne dass er einen Wisch oder einen Vertrag unterschreibt? (Beifall bei den Grünen.) Was für ein Geschäft habt ihr zu verstecken? Zeigt einmal auf: Wer von euch hat im letzten Jahr 10 000 Euro in bar genommen, ohne einen Vertrag zu unterschreiben? (Abg. Wurm: Hahaha! – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.) – Wofür? (Abg. Amesbauer: Das geht ja Sie nichts an!) – Okay. Gibt es eine Steuererklärung? (Abg. Deimek: ... jedenfalls bei Ihnen nicht!) Gibt es - -
Abg. Deimek: ... jedenfalls bei Ihnen nicht!
Jetzt interessiert mich eines: Welcher FPÖ-Abgeordnete macht Verträge oder Geschäfte mit 10 000 Euro in bar, ohne dass er einen Wisch oder einen Vertrag unterschreibt? (Beifall bei den Grünen.) Was für ein Geschäft habt ihr zu verstecken? Zeigt einmal auf: Wer von euch hat im letzten Jahr 10 000 Euro in bar genommen, ohne einen Vertrag zu unterschreiben? (Abg. Wurm: Hahaha! – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.) – Wofür? (Abg. Amesbauer: Das geht ja Sie nichts an!) – Okay. Gibt es eine Steuererklärung? (Abg. Deimek: ... jedenfalls bei Ihnen nicht!) Gibt es - -
Beifall bei den Grünen.
Bitte fürs Protokoll: Kollege Amesbauer gibt zu Protokoll, dass er voriges Jahr 10 000 Euro ohne Angabe eingesteckt hat. Ich hätte gern die Transparenzerklärung des vorigen Jahres – danke. – Das war jetzt ein blödes Aufzeigen, das sage ich Ihnen. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Steger.
Wenn nicht, eine Frage: Habt ihr ein Geschäft gemacht, bei dem ihr 10 000 Euro genommen habt? – Es gibt nur einen einzigen Grund, warum ihr gegen diese Bargeldbeschränkung seid, liebe Freiheitliche, und das ist, weil das ein Schwarzgelddeal ist, diese 10 000 Euro ohne Vertrag einstecken zu können. Da geht es um den Schutz von Schwarzgeld. Ihr seid immer noch die OligarchInnenpartei, nach wie vor. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Da sitzt Herbert Kickl, der 20 Jahre für Herrn Strache die rechte Hand gemacht hat, in der OligarchInnenpartie immer fix und vorne dabei, und jetzt immer noch, nach wie vor, als Parteichef die Schwarzgeldmafia schützt.
Abg. Kickl: Von Ihnen ist man ja nichts anderes gewohnt!
Wir hatten vorige Woche in Salzburg den Fall, dass 3,5 Millionen Euro Schwarzgeld, unversteuertes Bargeld, aufgefunden worden sind. (Abg. Kickl: Von Ihnen ist man ja nichts anderes gewohnt!) Das sind die Fälle, die ihr schützt. Ihr schützt nicht die kleinen Mindestverdiener, für die 300, 400 Euro schon sehr viel Bargeld sind, sondern ihr schützt damit die Schwarzgeldmafia. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Ihr schützt damit die Mafiaclans, das ist alles, und ihr nehmt sogar noch in Kauf, dass ihr damit die Terrorfinanzierung schützt. Ihr schützt die Terrorfinanzierung, denn die läuft auch über Bargeld. So
Zwischenruf der Abg. Steger.
Wir hatten vorige Woche in Salzburg den Fall, dass 3,5 Millionen Euro Schwarzgeld, unversteuertes Bargeld, aufgefunden worden sind. (Abg. Kickl: Von Ihnen ist man ja nichts anderes gewohnt!) Das sind die Fälle, die ihr schützt. Ihr schützt nicht die kleinen Mindestverdiener, für die 300, 400 Euro schon sehr viel Bargeld sind, sondern ihr schützt damit die Schwarzgeldmafia. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Ihr schützt damit die Mafiaclans, das ist alles, und ihr nehmt sogar noch in Kauf, dass ihr damit die Terrorfinanzierung schützt. Ihr schützt die Terrorfinanzierung, denn die läuft auch über Bargeld. So
Beifall bei den Grünen.
wichtig ist euch, dass ihr die Schwarzgeldmafia schützt. Das ist das Einzige, das die FPÖ interessiert. (Beifall bei den Grünen.) Ihr seid nach wie vor die Mafia- -, ah, die Unterstützer derer, die das Schwarzgeld einstecken. Das ist das Einzige.
Zwischenruf der Abg. Steger
Im Übrigen, was den Datenschutz angeht (Zwischenruf der Abg. Steger): Die Europäische Union überlegt die Einführung eines digitalen Euros (Zwischenruf des Abg. Kickl), und das ist ein großartiges Datenschutzprojekt. Wissen Sie, warum? – Weil Sie schon jetzt sehr viele Überweisungen in der Europäischen Union digital haben. Ihre Bank weiß jeden Cent, den Sie überweisen. Amazon, wenn Sie dort kaufen, sieht alles. – Wurscht. Wenn Sie ein Hotel buchen, ist nichts datengeschützt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Wurm.) Ein digitaler Euro könnte das machen wie bei Kryptowährungen: Sie können sich 300 Euro aufs Handy laden, jemand anderem überweisen, und es ist nicht nachvollziehbar, wie diese 300 Euro herumgehen. Das Einzige ist: Wenn Sie das Handy verlieren, ist das Geld weg, so wie bei Bargeld. Einen besseren Datenschutz auf digitaler Ebene, als das zu machen, können Sie gar nicht bekommen, denn dann erst sind Sie nicht überwachbar. Dazu müssten Sie aber eine Technologie verstehen, die ein bissl moderner ist als irgendetwas, was 1945 produziert worden ist. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Das ist das Problem. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Kickl
Im Übrigen, was den Datenschutz angeht (Zwischenruf der Abg. Steger): Die Europäische Union überlegt die Einführung eines digitalen Euros (Zwischenruf des Abg. Kickl), und das ist ein großartiges Datenschutzprojekt. Wissen Sie, warum? – Weil Sie schon jetzt sehr viele Überweisungen in der Europäischen Union digital haben. Ihre Bank weiß jeden Cent, den Sie überweisen. Amazon, wenn Sie dort kaufen, sieht alles. – Wurscht. Wenn Sie ein Hotel buchen, ist nichts datengeschützt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Wurm.) Ein digitaler Euro könnte das machen wie bei Kryptowährungen: Sie können sich 300 Euro aufs Handy laden, jemand anderem überweisen, und es ist nicht nachvollziehbar, wie diese 300 Euro herumgehen. Das Einzige ist: Wenn Sie das Handy verlieren, ist das Geld weg, so wie bei Bargeld. Einen besseren Datenschutz auf digitaler Ebene, als das zu machen, können Sie gar nicht bekommen, denn dann erst sind Sie nicht überwachbar. Dazu müssten Sie aber eine Technologie verstehen, die ein bissl moderner ist als irgendetwas, was 1945 produziert worden ist. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Das ist das Problem. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Wurm.
Im Übrigen, was den Datenschutz angeht (Zwischenruf der Abg. Steger): Die Europäische Union überlegt die Einführung eines digitalen Euros (Zwischenruf des Abg. Kickl), und das ist ein großartiges Datenschutzprojekt. Wissen Sie, warum? – Weil Sie schon jetzt sehr viele Überweisungen in der Europäischen Union digital haben. Ihre Bank weiß jeden Cent, den Sie überweisen. Amazon, wenn Sie dort kaufen, sieht alles. – Wurscht. Wenn Sie ein Hotel buchen, ist nichts datengeschützt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Wurm.) Ein digitaler Euro könnte das machen wie bei Kryptowährungen: Sie können sich 300 Euro aufs Handy laden, jemand anderem überweisen, und es ist nicht nachvollziehbar, wie diese 300 Euro herumgehen. Das Einzige ist: Wenn Sie das Handy verlieren, ist das Geld weg, so wie bei Bargeld. Einen besseren Datenschutz auf digitaler Ebene, als das zu machen, können Sie gar nicht bekommen, denn dann erst sind Sie nicht überwachbar. Dazu müssten Sie aber eine Technologie verstehen, die ein bissl moderner ist als irgendetwas, was 1945 produziert worden ist. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Das ist das Problem. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Steger.
Im Übrigen, was den Datenschutz angeht (Zwischenruf der Abg. Steger): Die Europäische Union überlegt die Einführung eines digitalen Euros (Zwischenruf des Abg. Kickl), und das ist ein großartiges Datenschutzprojekt. Wissen Sie, warum? – Weil Sie schon jetzt sehr viele Überweisungen in der Europäischen Union digital haben. Ihre Bank weiß jeden Cent, den Sie überweisen. Amazon, wenn Sie dort kaufen, sieht alles. – Wurscht. Wenn Sie ein Hotel buchen, ist nichts datengeschützt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Wurm.) Ein digitaler Euro könnte das machen wie bei Kryptowährungen: Sie können sich 300 Euro aufs Handy laden, jemand anderem überweisen, und es ist nicht nachvollziehbar, wie diese 300 Euro herumgehen. Das Einzige ist: Wenn Sie das Handy verlieren, ist das Geld weg, so wie bei Bargeld. Einen besseren Datenschutz auf digitaler Ebene, als das zu machen, können Sie gar nicht bekommen, denn dann erst sind Sie nicht überwachbar. Dazu müssten Sie aber eine Technologie verstehen, die ein bissl moderner ist als irgendetwas, was 1945 produziert worden ist. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Das ist das Problem. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Im Übrigen, was den Datenschutz angeht (Zwischenruf der Abg. Steger): Die Europäische Union überlegt die Einführung eines digitalen Euros (Zwischenruf des Abg. Kickl), und das ist ein großartiges Datenschutzprojekt. Wissen Sie, warum? – Weil Sie schon jetzt sehr viele Überweisungen in der Europäischen Union digital haben. Ihre Bank weiß jeden Cent, den Sie überweisen. Amazon, wenn Sie dort kaufen, sieht alles. – Wurscht. Wenn Sie ein Hotel buchen, ist nichts datengeschützt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Wurm.) Ein digitaler Euro könnte das machen wie bei Kryptowährungen: Sie können sich 300 Euro aufs Handy laden, jemand anderem überweisen, und es ist nicht nachvollziehbar, wie diese 300 Euro herumgehen. Das Einzige ist: Wenn Sie das Handy verlieren, ist das Geld weg, so wie bei Bargeld. Einen besseren Datenschutz auf digitaler Ebene, als das zu machen, können Sie gar nicht bekommen, denn dann erst sind Sie nicht überwachbar. Dazu müssten Sie aber eine Technologie verstehen, die ein bissl moderner ist als irgendetwas, was 1945 produziert worden ist. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Das ist das Problem. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Steger.
Da sei jetzt aber schon ein Kommentar in Richtung FPÖ oder in Richtung Petra Steger erlaubt. Von euch kommt ja wirklich immer nur: Nein, nein, nein. (Zwischenruf der Abg. Steger.) – Du hast es geschafft, diese intellektuelle Gymnastik hinzulegen, im selben Satz zu kritisieren, dass es das europäische Wiederaufbaupaket gibt, und gleichzeitig zu kritisieren, dass Unternehmen zu wenig geholfen wird. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steger.) Ich bin mir auch sicher, dass ihr ohne Wiederaufbaupaket nächstes Jahr hier gestanden wärt und gesagt hättet: Wo ist Europa? Warum hat man da nichts getan? – Genau das ist nämlich die Politik der FPÖ, immer nur: Nein, nein, nein. – Es geht nie darum, wie man wirklich etwas verändern, Menschen wirklich helfen oder Europa wirklich zum Besseren verändern kann. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf der Abg. Steger.) Ihr habt nichts anderes im Programm. Das ist alles, mehr ist einfach nicht da!
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steger.
Da sei jetzt aber schon ein Kommentar in Richtung FPÖ oder in Richtung Petra Steger erlaubt. Von euch kommt ja wirklich immer nur: Nein, nein, nein. (Zwischenruf der Abg. Steger.) – Du hast es geschafft, diese intellektuelle Gymnastik hinzulegen, im selben Satz zu kritisieren, dass es das europäische Wiederaufbaupaket gibt, und gleichzeitig zu kritisieren, dass Unternehmen zu wenig geholfen wird. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steger.) Ich bin mir auch sicher, dass ihr ohne Wiederaufbaupaket nächstes Jahr hier gestanden wärt und gesagt hättet: Wo ist Europa? Warum hat man da nichts getan? – Genau das ist nämlich die Politik der FPÖ, immer nur: Nein, nein, nein. – Es geht nie darum, wie man wirklich etwas verändern, Menschen wirklich helfen oder Europa wirklich zum Besseren verändern kann. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf der Abg. Steger.) Ihr habt nichts anderes im Programm. Das ist alles, mehr ist einfach nicht da!
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf der Abg. Steger.
Da sei jetzt aber schon ein Kommentar in Richtung FPÖ oder in Richtung Petra Steger erlaubt. Von euch kommt ja wirklich immer nur: Nein, nein, nein. (Zwischenruf der Abg. Steger.) – Du hast es geschafft, diese intellektuelle Gymnastik hinzulegen, im selben Satz zu kritisieren, dass es das europäische Wiederaufbaupaket gibt, und gleichzeitig zu kritisieren, dass Unternehmen zu wenig geholfen wird. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steger.) Ich bin mir auch sicher, dass ihr ohne Wiederaufbaupaket nächstes Jahr hier gestanden wärt und gesagt hättet: Wo ist Europa? Warum hat man da nichts getan? – Genau das ist nämlich die Politik der FPÖ, immer nur: Nein, nein, nein. – Es geht nie darum, wie man wirklich etwas verändern, Menschen wirklich helfen oder Europa wirklich zum Besseren verändern kann. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf der Abg. Steger.) Ihr habt nichts anderes im Programm. Das ist alles, mehr ist einfach nicht da!
Abg. Steger: Das stimmt ja gar nicht!
Du kritisierst, dass in diesem Moment Geld vom Kapitalmarkt geholt wird, um Europa aus der Krise zu bringen, und gleichzeitig empörst du dich brutalst darüber, dass nichts getan wird. – Genau das ist wieder die FPÖ. Es geht immer nur darum, politisches Kleingeld aus etwas zu schlagen, das gar nicht da ist. (Abg. Steger: Das stimmt ja gar nicht!) Eigentlich eh beachtlich: Aus nichts etwas zu machen, das ist ja fast magisch, wie die FPÖ das hier mit ihrer Politik immer wieder auch beim Thema Europa darlegt. Euch kann in dieser Frage wirklich keiner mehr helfen, aber etwas ist ganz klar: Europa wird mit euch und euren ganzen Freunden auf diesem Kontinent nicht weiterentwickelt werden.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.
(Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.) Mit der FPÖ, mit den Rechten in Europa werden wir in die Vergangenheit katapultiert. (Zwischenruf der Abg. Steger.)
Zwischenruf der Abg. Steger.
(Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.) Mit der FPÖ, mit den Rechten in Europa werden wir in die Vergangenheit katapultiert. (Zwischenruf der Abg. Steger.)
Zwischenruf der Abg. Steger
Allen – wirklich allen! –, die normalerweise grundsätzlich ohne Scheuklappen durch das Leben laufen, ist vollkommen klar gewesen, dass Europa nur geeint und vereint, gemeinsam aus der Krise herauskommen wird, und auch allen, die aus der Bewältigung der letzten Wirtschaftskrise etwas gelernt haben (Zwischenruf der Abg. Steger), war klar, dass es da einen Kraftakt an Investitionen brauchen wird. Ohne diese Initiative von Frankreich und Deutschland hätte, glaube ich, niemand den Mut gehabt, wirklich auch zu sagen, in welche Richtung wir gehen müssen.
MEP Mayer: Was machen Sie ... eigentlich? – Abg. Kickl: Weitsichtig ist fehlsichtig!
Österreich ist das ganz sicher nicht zu verdanken, weil wir – das offizielle Österreich, auch vertreten durch den Bundeskanzler – da ja auf der zurückhaltenden Seite waren und gesagt haben: Na ja, jetzt schauen wir schon einmal, Geiz ist geil!, anstatt: Whatever it takes!, und es war eher kleingeistig anstatt weitsichtig, als wir letztes Jahr, eigentlich eh in etwa zur selben Zeit, darüber debattiert haben. (MEP Mayer: Was machen Sie ... eigentlich? – Abg. Kickl: Weitsichtig ist fehlsichtig!) Weitsichtig ist - - – Okay, heute geht es offensichtlich wirklich darum, wer wie weit sieht (Abg. Kickl: Na ja, es ist ja so: Wenn einer weitsichtig ist, dann braucht er eine Brille!), aber offensichtlich ist immer wieder klar: Bei der FPÖ hört das Ganze etwa (eine Hand knapp vor den Augen haltend) hier auf.
Abg. Kickl: Na ja, es ist ja so: Wenn einer weitsichtig ist, dann braucht er eine Brille!
Österreich ist das ganz sicher nicht zu verdanken, weil wir – das offizielle Österreich, auch vertreten durch den Bundeskanzler – da ja auf der zurückhaltenden Seite waren und gesagt haben: Na ja, jetzt schauen wir schon einmal, Geiz ist geil!, anstatt: Whatever it takes!, und es war eher kleingeistig anstatt weitsichtig, als wir letztes Jahr, eigentlich eh in etwa zur selben Zeit, darüber debattiert haben. (MEP Mayer: Was machen Sie ... eigentlich? – Abg. Kickl: Weitsichtig ist fehlsichtig!) Weitsichtig ist - - – Okay, heute geht es offensichtlich wirklich darum, wer wie weit sieht (Abg. Kickl: Na ja, es ist ja so: Wenn einer weitsichtig ist, dann braucht er eine Brille!), aber offensichtlich ist immer wieder klar: Bei der FPÖ hört das Ganze etwa (eine Hand knapp vor den Augen haltend) hier auf.
Zwischenruf der Abg. Steger
Anders als die meisten internationalen Experten (Zwischenruf der Abg. Steger), die sich ja in allen relevanten Medien klar darüber geäußert hatten, was für eine kraftvolle Recovery ihrer Meinung nach notwendig wäre, waren sich ja auch die Köpfe vor allem bei der ÖVP ganz klar einig, dass man lieber klein denken möchte. Wer glaubt, dass Österreich alleine besser aus der Krise gekommen wäre, lebt wirklich auf einem anderen Planeten, und wer glaubt, dass es uns besser geht, wenn es anderen EuropäerInnen immer noch schlechter geht, hat einfach die Basics überhaupt nicht verstanden. (Abg. Obernosterer: Aber ihr schon, oder?)
Abg. Obernosterer: Aber ihr schon, oder?
Anders als die meisten internationalen Experten (Zwischenruf der Abg. Steger), die sich ja in allen relevanten Medien klar darüber geäußert hatten, was für eine kraftvolle Recovery ihrer Meinung nach notwendig wäre, waren sich ja auch die Köpfe vor allem bei der ÖVP ganz klar einig, dass man lieber klein denken möchte. Wer glaubt, dass Österreich alleine besser aus der Krise gekommen wäre, lebt wirklich auf einem anderen Planeten, und wer glaubt, dass es uns besser geht, wenn es anderen EuropäerInnen immer noch schlechter geht, hat einfach die Basics überhaupt nicht verstanden. (Abg. Obernosterer: Aber ihr schon, oder?)
Ruf: Gott sei Dank, gelt?
Dass das nicht von allen hier gesehen wird, ist wirklich tragisch, aber man kann echt nur froh sein, dass (in Richtung FPÖ) Sie nicht mehr in den Entscheidungsfunktionen sitzen (Ruf: Gott sei Dank, gelt?), um das mitbestimmen zu können. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Dass das nicht von allen hier gesehen wird, ist wirklich tragisch, aber man kann echt nur froh sein, dass (in Richtung FPÖ) Sie nicht mehr in den Entscheidungsfunktionen sitzen (Ruf: Gott sei Dank, gelt?), um das mitbestimmen zu können. (Beifall bei den NEOS.)
Ruf: ... abgeschafft wird!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Bundeskanzler! Frau Bundesministerin! Bundeskanzler Kurz ist der Garant dafür, dass in der Europäischen Union, wo im Bereich der Finanzen das Einstimmigkeitsprinzip herrscht (Ruf: ... abgeschafft wird!), das Bargeld
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
nicht abgeschafft werden kann. Darauf können Sie sich verlassen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Das Bargeld ist bei Kleinstbeträgen das schnellste und am häufigsten verwendete Zahlungsmittel. Das Bargeld ist bei Kleinstbeträgen auch das billigste Zahlungsmittel. Das Bargeld kann von allen Menschen gleichermaßen verwendet werden, egal ob man ein Konto hat oder nicht. Das Bargeld erleichtert einem, einen Überblick zu haben, ob man schon genügend Ausgaben getätigt oder ob man auch genügend Mittel verfügbar hat. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Das Bargeld ist ein Zahlungs- und Wertaufbewahrungsmittel, um da und dort auch vor Banken flüchten zu können, wenn man sich ein Guthaben auf die Seite legen möchte. Und vor allem ist das Bargeld fälschungssicher und auch ziemlich betrugssicher.
Abg. Belakowitsch: Das stimmt ja gar nicht!
Daher hat, meine Damen und Herren – und jetzt die Überraschung! –, Kollege Lopatka nicht nur bereits 2016 die Initiative gesetzt, das Bargeld bei uns entsprechend gesetzlich abzusichern (Abg. Belakowitsch: Das stimmt ja gar nicht!), als er keine Zusage vonseiten der SPÖ bekommen hat. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Abg. Kickl: Ja, aber wogegen?) – Ja, Frau Kollegin Belakowitsch! Herr Kollege Kickl (Abg. Kickl: Gegen wen wollen Sie es denn absichern? Gegen wen wollen Sie es denn absichern? ... offenbar doch bedroht, oder?), offenbar ist Ihnen das entgangen, als Sie, Herr Kollege Kickl, noch nicht in Verantwortung für die FPÖ waren. Damals, unter Ihrem Vorgänger, hat Kollege Hofer sich sehr wohl noch für das Bargeld in der Verfassung eingesetzt (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und ich habe mit Kollegen Harald Stefan (Zwischenruf der Abg. Steger), Ihrem Verfassungssprecher, gemeinsam einen Antrag gemacht, liebe Kolleginnen und Kollegen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl): Am 25. September 2019 haben wir einen gemeinsamen Antrag gemacht – gemeinsam! Sie wollen sich heute davon distanzieren. Ich verstehe Sie nicht mehr. Sie müssen Kollegen Hofer nicht so sehr leugnen, dass Sie sogar Ihren eigenen Antrag vergessen! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Abg. Kickl: Ja, aber wogegen?
Daher hat, meine Damen und Herren – und jetzt die Überraschung! –, Kollege Lopatka nicht nur bereits 2016 die Initiative gesetzt, das Bargeld bei uns entsprechend gesetzlich abzusichern (Abg. Belakowitsch: Das stimmt ja gar nicht!), als er keine Zusage vonseiten der SPÖ bekommen hat. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Abg. Kickl: Ja, aber wogegen?) – Ja, Frau Kollegin Belakowitsch! Herr Kollege Kickl (Abg. Kickl: Gegen wen wollen Sie es denn absichern? Gegen wen wollen Sie es denn absichern? ... offenbar doch bedroht, oder?), offenbar ist Ihnen das entgangen, als Sie, Herr Kollege Kickl, noch nicht in Verantwortung für die FPÖ waren. Damals, unter Ihrem Vorgänger, hat Kollege Hofer sich sehr wohl noch für das Bargeld in der Verfassung eingesetzt (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und ich habe mit Kollegen Harald Stefan (Zwischenruf der Abg. Steger), Ihrem Verfassungssprecher, gemeinsam einen Antrag gemacht, liebe Kolleginnen und Kollegen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl): Am 25. September 2019 haben wir einen gemeinsamen Antrag gemacht – gemeinsam! Sie wollen sich heute davon distanzieren. Ich verstehe Sie nicht mehr. Sie müssen Kollegen Hofer nicht so sehr leugnen, dass Sie sogar Ihren eigenen Antrag vergessen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kickl: Gegen wen wollen Sie es denn absichern? Gegen wen wollen Sie es denn absichern? ... offenbar doch bedroht, oder?
Daher hat, meine Damen und Herren – und jetzt die Überraschung! –, Kollege Lopatka nicht nur bereits 2016 die Initiative gesetzt, das Bargeld bei uns entsprechend gesetzlich abzusichern (Abg. Belakowitsch: Das stimmt ja gar nicht!), als er keine Zusage vonseiten der SPÖ bekommen hat. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Abg. Kickl: Ja, aber wogegen?) – Ja, Frau Kollegin Belakowitsch! Herr Kollege Kickl (Abg. Kickl: Gegen wen wollen Sie es denn absichern? Gegen wen wollen Sie es denn absichern? ... offenbar doch bedroht, oder?), offenbar ist Ihnen das entgangen, als Sie, Herr Kollege Kickl, noch nicht in Verantwortung für die FPÖ waren. Damals, unter Ihrem Vorgänger, hat Kollege Hofer sich sehr wohl noch für das Bargeld in der Verfassung eingesetzt (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und ich habe mit Kollegen Harald Stefan (Zwischenruf der Abg. Steger), Ihrem Verfassungssprecher, gemeinsam einen Antrag gemacht, liebe Kolleginnen und Kollegen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl): Am 25. September 2019 haben wir einen gemeinsamen Antrag gemacht – gemeinsam! Sie wollen sich heute davon distanzieren. Ich verstehe Sie nicht mehr. Sie müssen Kollegen Hofer nicht so sehr leugnen, dass Sie sogar Ihren eigenen Antrag vergessen! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Daher hat, meine Damen und Herren – und jetzt die Überraschung! –, Kollege Lopatka nicht nur bereits 2016 die Initiative gesetzt, das Bargeld bei uns entsprechend gesetzlich abzusichern (Abg. Belakowitsch: Das stimmt ja gar nicht!), als er keine Zusage vonseiten der SPÖ bekommen hat. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Abg. Kickl: Ja, aber wogegen?) – Ja, Frau Kollegin Belakowitsch! Herr Kollege Kickl (Abg. Kickl: Gegen wen wollen Sie es denn absichern? Gegen wen wollen Sie es denn absichern? ... offenbar doch bedroht, oder?), offenbar ist Ihnen das entgangen, als Sie, Herr Kollege Kickl, noch nicht in Verantwortung für die FPÖ waren. Damals, unter Ihrem Vorgänger, hat Kollege Hofer sich sehr wohl noch für das Bargeld in der Verfassung eingesetzt (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und ich habe mit Kollegen Harald Stefan (Zwischenruf der Abg. Steger), Ihrem Verfassungssprecher, gemeinsam einen Antrag gemacht, liebe Kolleginnen und Kollegen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl): Am 25. September 2019 haben wir einen gemeinsamen Antrag gemacht – gemeinsam! Sie wollen sich heute davon distanzieren. Ich verstehe Sie nicht mehr. Sie müssen Kollegen Hofer nicht so sehr leugnen, dass Sie sogar Ihren eigenen Antrag vergessen! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Steger
Daher hat, meine Damen und Herren – und jetzt die Überraschung! –, Kollege Lopatka nicht nur bereits 2016 die Initiative gesetzt, das Bargeld bei uns entsprechend gesetzlich abzusichern (Abg. Belakowitsch: Das stimmt ja gar nicht!), als er keine Zusage vonseiten der SPÖ bekommen hat. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Abg. Kickl: Ja, aber wogegen?) – Ja, Frau Kollegin Belakowitsch! Herr Kollege Kickl (Abg. Kickl: Gegen wen wollen Sie es denn absichern? Gegen wen wollen Sie es denn absichern? ... offenbar doch bedroht, oder?), offenbar ist Ihnen das entgangen, als Sie, Herr Kollege Kickl, noch nicht in Verantwortung für die FPÖ waren. Damals, unter Ihrem Vorgänger, hat Kollege Hofer sich sehr wohl noch für das Bargeld in der Verfassung eingesetzt (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und ich habe mit Kollegen Harald Stefan (Zwischenruf der Abg. Steger), Ihrem Verfassungssprecher, gemeinsam einen Antrag gemacht, liebe Kolleginnen und Kollegen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl): Am 25. September 2019 haben wir einen gemeinsamen Antrag gemacht – gemeinsam! Sie wollen sich heute davon distanzieren. Ich verstehe Sie nicht mehr. Sie müssen Kollegen Hofer nicht so sehr leugnen, dass Sie sogar Ihren eigenen Antrag vergessen! (Beifall bei der ÖVP.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl
Daher hat, meine Damen und Herren – und jetzt die Überraschung! –, Kollege Lopatka nicht nur bereits 2016 die Initiative gesetzt, das Bargeld bei uns entsprechend gesetzlich abzusichern (Abg. Belakowitsch: Das stimmt ja gar nicht!), als er keine Zusage vonseiten der SPÖ bekommen hat. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Abg. Kickl: Ja, aber wogegen?) – Ja, Frau Kollegin Belakowitsch! Herr Kollege Kickl (Abg. Kickl: Gegen wen wollen Sie es denn absichern? Gegen wen wollen Sie es denn absichern? ... offenbar doch bedroht, oder?), offenbar ist Ihnen das entgangen, als Sie, Herr Kollege Kickl, noch nicht in Verantwortung für die FPÖ waren. Damals, unter Ihrem Vorgänger, hat Kollege Hofer sich sehr wohl noch für das Bargeld in der Verfassung eingesetzt (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und ich habe mit Kollegen Harald Stefan (Zwischenruf der Abg. Steger), Ihrem Verfassungssprecher, gemeinsam einen Antrag gemacht, liebe Kolleginnen und Kollegen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl): Am 25. September 2019 haben wir einen gemeinsamen Antrag gemacht – gemeinsam! Sie wollen sich heute davon distanzieren. Ich verstehe Sie nicht mehr. Sie müssen Kollegen Hofer nicht so sehr leugnen, dass Sie sogar Ihren eigenen Antrag vergessen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher hat, meine Damen und Herren – und jetzt die Überraschung! –, Kollege Lopatka nicht nur bereits 2016 die Initiative gesetzt, das Bargeld bei uns entsprechend gesetzlich abzusichern (Abg. Belakowitsch: Das stimmt ja gar nicht!), als er keine Zusage vonseiten der SPÖ bekommen hat. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Abg. Kickl: Ja, aber wogegen?) – Ja, Frau Kollegin Belakowitsch! Herr Kollege Kickl (Abg. Kickl: Gegen wen wollen Sie es denn absichern? Gegen wen wollen Sie es denn absichern? ... offenbar doch bedroht, oder?), offenbar ist Ihnen das entgangen, als Sie, Herr Kollege Kickl, noch nicht in Verantwortung für die FPÖ waren. Damals, unter Ihrem Vorgänger, hat Kollege Hofer sich sehr wohl noch für das Bargeld in der Verfassung eingesetzt (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und ich habe mit Kollegen Harald Stefan (Zwischenruf der Abg. Steger), Ihrem Verfassungssprecher, gemeinsam einen Antrag gemacht, liebe Kolleginnen und Kollegen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl): Am 25. September 2019 haben wir einen gemeinsamen Antrag gemacht – gemeinsam! Sie wollen sich heute davon distanzieren. Ich verstehe Sie nicht mehr. Sie müssen Kollegen Hofer nicht so sehr leugnen, dass Sie sogar Ihren eigenen Antrag vergessen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kickl: Die Auszeit hat Ihnen geschadet, Herr Gerstl!
Eigentlich aber geht die Aufregung gar nicht mehr in Richtung der FPÖ, sondern - - (Abg. Kickl: Die Auszeit hat Ihnen geschadet, Herr Gerstl!) Jetzt beherrschen Sie sich! Ich weiß, das ist schwierig für Sie, da Sie jetzt eine neue Funktion haben – da müssen Sie sich besonders hervortun (Zwischenruf des Abg. Deimek) –, aber es war eben so, dass wir einen gemeinsame Zeit gehabt und einen gemeinsamen Antrag gemacht haben. Doch wer diesen gemeinsamen Antrag verlassen hat, das war die SPÖ – das war die SPÖ! Ich erinnere mich genau: Am 25. September 2019 wurde auch mit dem SPÖ-Verfassungssprecher Wittmann eine Übereinstimmung erzielt, dass wir das Bargeld in der Verfassung verankern. Und was ist dann passiert? – Dann kam Kollege Leichtfried, der jetzt nicht mehr im Saal ist, hat alles in der Partei umgedreht (Zwischenruf des Abg. Deimek), und die SPÖ hat ihre Zusage, dass das Bargeld in die Verfassung kommt, zurückgezogen.
Zwischenruf des Abg. Deimek
Eigentlich aber geht die Aufregung gar nicht mehr in Richtung der FPÖ, sondern - - (Abg. Kickl: Die Auszeit hat Ihnen geschadet, Herr Gerstl!) Jetzt beherrschen Sie sich! Ich weiß, das ist schwierig für Sie, da Sie jetzt eine neue Funktion haben – da müssen Sie sich besonders hervortun (Zwischenruf des Abg. Deimek) –, aber es war eben so, dass wir einen gemeinsame Zeit gehabt und einen gemeinsamen Antrag gemacht haben. Doch wer diesen gemeinsamen Antrag verlassen hat, das war die SPÖ – das war die SPÖ! Ich erinnere mich genau: Am 25. September 2019 wurde auch mit dem SPÖ-Verfassungssprecher Wittmann eine Übereinstimmung erzielt, dass wir das Bargeld in der Verfassung verankern. Und was ist dann passiert? – Dann kam Kollege Leichtfried, der jetzt nicht mehr im Saal ist, hat alles in der Partei umgedreht (Zwischenruf des Abg. Deimek), und die SPÖ hat ihre Zusage, dass das Bargeld in die Verfassung kommt, zurückgezogen.
Zwischenruf des Abg. Deimek
Eigentlich aber geht die Aufregung gar nicht mehr in Richtung der FPÖ, sondern - - (Abg. Kickl: Die Auszeit hat Ihnen geschadet, Herr Gerstl!) Jetzt beherrschen Sie sich! Ich weiß, das ist schwierig für Sie, da Sie jetzt eine neue Funktion haben – da müssen Sie sich besonders hervortun (Zwischenruf des Abg. Deimek) –, aber es war eben so, dass wir einen gemeinsame Zeit gehabt und einen gemeinsamen Antrag gemacht haben. Doch wer diesen gemeinsamen Antrag verlassen hat, das war die SPÖ – das war die SPÖ! Ich erinnere mich genau: Am 25. September 2019 wurde auch mit dem SPÖ-Verfassungssprecher Wittmann eine Übereinstimmung erzielt, dass wir das Bargeld in der Verfassung verankern. Und was ist dann passiert? – Dann kam Kollege Leichtfried, der jetzt nicht mehr im Saal ist, hat alles in der Partei umgedreht (Zwischenruf des Abg. Deimek), und die SPÖ hat ihre Zusage, dass das Bargeld in die Verfassung kommt, zurückgezogen.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Deimek. – Abg. Kickl: Ich glaube, der versteht es wirklich nicht besser! Bemitleidenswert!
Meine Damen und Herren! Dass wir das heute nicht haben, ist Schuld der SPÖ, weil die FPÖ damals noch dafür war – heute ist sie es offenbar auch nicht mehr. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Deimek. – Abg. Kickl: Ich glaube, der versteht es wirklich nicht besser! Bemitleidenswert!)
Beifall bei der SPÖ.
Bargeld bleibt. Deshalb ist Ihr Spin in dem Titel Ihrer Aktuellen Stunde und in Ihren Ausführungen dazu falsch. Sie wissen, dass Sie hier mit einem falschen Spin arbeiten. Das Bargeld bleibt bestehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wer zahlt die Krise, werte Bundesregierung? Wer? – Wir hören von Ihnen, wenn überhaupt, nur fatale Vorschläge. Wir werden aber nicht zulassen, dass jene, die ohnehin schon am allermeisten durch die Gesundheitskrise getroffen sind, jetzt auch noch dafür zahlen müssen – sicher nicht mit uns! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ideen, die aus dem Umfeld der ÖVP kamen, unfassbare Ideen – die Notstandshilfe zu kürzen, das Arbeitslosengeld zu reduzieren –, sind ganz klare No-Gos. Jenen, die eh schon nichts mehr haben, noch etwas wegzunehmen ist sehr überheblich, vor allem in den privilegierten Rollen, in denen wir stecken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir als Sozialdemokratie fordern genau das Gegenteil. Seit mehr als einem Jahr treten wir vehement – und wir werden auch nicht leise werden – dafür ein, das Arbeitslosengeld zu erhöhen. Sie wehren sich dagegen mit Händen und Füßen, was wirklich unglaublich ist, wenn man daran denkt, dass es da um Menschen und deren Familien geht, die ganz klar um ihre Existenzen kämpfen. Wir müssen da endlich aktiv werden – aber nicht mit Einmalzahlungen, die Sie als Bundesregierung getätigt haben, sondern mit Rechtsansprüchen, und deshalb: Rauf mit dem Arbeitslosengeld! Kinder, Frauen und Männer müssen sich darauf verlassen können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ganz ehrlich: Wo ist Ihr echter Einsatz für eine echte Digitalsteuer von Onlinegiganten, die am allerallermeisten von der Krise profitiert haben? (Beifall bei der SPÖ.) Sie machen genau das Gegenteil: Sie vertagen sogar die Debatte auf europäischer Ebene, was die Digitalsteuer anbelangt, und das ist ein Schlag ins Gesicht für jene Menschen in Österreich, rund 400 000 an der Zahl, die entweder arbeitslos oder in Schulungsprogrammen sind.
Beifall bei der SPÖ.
Wir erwarten uns, werte RegierungskollegInnen, echte Schritte raus aus der Krise, national und europäisch, und keinen Wettstreit innerhalb Europas und schon gar kein Raussparen, sondern ein Rausinvestieren – das braucht es dringend! (Beifall bei der SPÖ.) Es ist jetzt an der Zeit, für ein starkes soziales Europa zu sorgen, dafür wäre die Union nämlich da. Also: Rauf mit dem Arbeitslosengeld, her mit neuen Jobs, rauf mit den Mindestlöhnen und her mit dem echten Solidarbeitrag der Superreichen!
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend, weil ich es persönlich und politisch für ganz wichtig halte, weil sich da seit Jahren nichts tut: Her mit einer ehrlichen und echten Menschenrechteunion, die Kinder, Frauen und Männer in menschenunwürdigen Camps mitten in Europa nicht im Stich lässt und ignoriert! Tun Sie endlich etwas dafür, holen Sie diese Menschen raus, retten Sie diese und lassen Sie helfen! Wir haben in Österreich Platz. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie da mit dem Verhandlungsergebnis so zufrieden sind, das so ausschaut, dass wir 3,7 Milliarden Euro bekommen und jetzt schon 12 Milliarden Euro zurückzahlen müssen, dann weiß ich nicht, was an diesem Verhandlungsergebnis so toll sein soll. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Das Ganze muss man aber zu Ende denken: Das bedeutet dann auch das Ende selbstständiger Nationalstaaten in Europa. Das wollen die, wir wollen das nicht. Wir wollen einen selbstbewussten, selbstständigen, mit Kompetenzen und Mitteln ausgestatteten Staat Republik Österreich, neben vielen anderen Nationalstaaten in Europa, dessen Regierung zuallererst die Interessen seiner Staatsbürger vertritt (Beifall bei der FPÖ) – selbstverständlich eingebettet in eine europäische Wirtschaftsunion.
Beifall bei der FPÖ.
Das ist aber bitte etwas anderes als eine politische Union, ein europäischer Superstaat. Wir waren immer für eine europäische Wirtschaftsunion mit Freihandel et cetera innerhalb der europäischen Länder, das ist doch völlig klar. Das ist aber etwas völlig anderes als eine politische Union, die jetzt – in Wahrheit seit 1992, seit dem Vertrag von Maastricht, da sind wir auf europäischer Ebene ein bisschen falsch abgebogen – voll in Richtung eines europäischen Zentralstaats geht. Das wollen wir nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben da überhaupt kein gutes Gefühl, was die ganze europäische Klimapolitik betrifft, die ja von Ihrer Seite offensichtlich auch voll unterstützt wird. Es gibt ja jetzt das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz, wir wissen, das Klimaschutzgesetz ist in Vorberatung, und da stehen ja Grausamkeiten drinnen. Das werden wir in den nächsten Monaten noch genau anschauen, insbesondere Ihr Verhalten als Wirtschaftspartei ÖVP in diesem Zusammenhang. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kassegger: Das ist doch ein totaler Blödsinn, ...!
Es handelt sich dabei um ein Instrument der Solidarität. – Ich weiß, Solidarität ist nicht unbedingt ein Begriff, mit dem Sie wahnsinnig viel anfangen können, aber ich möchte eine Erklärung wagen: Solidarität bedeutet, dass, selbst wenn unter Ihren Vorgängern und auch Vorgängerinnen in einem Bundesland Österreichs, in Kärnten, 8 000 Millionen Euro über die Hypo Alpe-Adria versenkt werden (Abg. Kassegger: Das ist doch ein totaler Blödsinn, ...!), Österreich zusammensteht, auch die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler zusammenstehen, um die Bürger Kärntens nicht im Stich zu lassen – genau nicht im Stich zu lassen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger und Steger.) Das ist das, was man unter Solidarität versteht! Jetzt geht es um den Zusammenhang mit jenen EU-Mitgliedstaaten, die wirtschaftlich nicht ganz so super dastehen wie wir.
Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger und Steger.
Es handelt sich dabei um ein Instrument der Solidarität. – Ich weiß, Solidarität ist nicht unbedingt ein Begriff, mit dem Sie wahnsinnig viel anfangen können, aber ich möchte eine Erklärung wagen: Solidarität bedeutet, dass, selbst wenn unter Ihren Vorgängern und auch Vorgängerinnen in einem Bundesland Österreichs, in Kärnten, 8 000 Millionen Euro über die Hypo Alpe-Adria versenkt werden (Abg. Kassegger: Das ist doch ein totaler Blödsinn, ...!), Österreich zusammensteht, auch die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler zusammenstehen, um die Bürger Kärntens nicht im Stich zu lassen – genau nicht im Stich zu lassen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger und Steger.) Das ist das, was man unter Solidarität versteht! Jetzt geht es um den Zusammenhang mit jenen EU-Mitgliedstaaten, die wirtschaftlich nicht ganz so super dastehen wie wir.
Abg. Kickl: Ach so! Wir kaufen es uns jetzt selber ab! Ach so! Na gut: Wir kaufen es uns jetzt selber ab!
Ist Ihnen bewusst, dass Österreich eine Exportnation ist? (Abg. Kickl: Ach so! Wir kaufen es uns jetzt selber ab! Ach so! Na gut: Wir kaufen es uns jetzt selber ab!) Ist Ihnen bewusst, dass wir 30 Prozent unseres Bruttoinlandsproduktes mit Exporten verdienen? Ich nenne Ihnen ein paar Zahlen zu den Ländern, auf die Sie gerne hinhauen: Italien: 10 Prozent unserer Exporte, Ungarn: 5 Prozent unserer Exporte, Polen: 5 Prozent unserer Exporte. Allein in diese Staaten gehen insgesamt 20 Prozent unserer Exporte. Glauben Sie nicht, dass es daher Sinn macht, dort die Wirtschaft mit zu unterstützen und vor dem Kollaps zu bewahren, damit die BürgerInnen in diesen Ländern auch das Geld haben, österreichische Produkte zu kaufen? Es geht dabei um Tausende Arbeitsplätze in Österreich! Die sind Ihnen offensichtlich egal. (Abg. Kickl: Die Schweiz ist kurz vor dem Untergang! Die Schweiz ist kurz vor dem Staatsbankrott!)
Abg. Kickl: Die Schweiz ist kurz vor dem Untergang! Die Schweiz ist kurz vor dem Staatsbankrott!
Ist Ihnen bewusst, dass Österreich eine Exportnation ist? (Abg. Kickl: Ach so! Wir kaufen es uns jetzt selber ab! Ach so! Na gut: Wir kaufen es uns jetzt selber ab!) Ist Ihnen bewusst, dass wir 30 Prozent unseres Bruttoinlandsproduktes mit Exporten verdienen? Ich nenne Ihnen ein paar Zahlen zu den Ländern, auf die Sie gerne hinhauen: Italien: 10 Prozent unserer Exporte, Ungarn: 5 Prozent unserer Exporte, Polen: 5 Prozent unserer Exporte. Allein in diese Staaten gehen insgesamt 20 Prozent unserer Exporte. Glauben Sie nicht, dass es daher Sinn macht, dort die Wirtschaft mit zu unterstützen und vor dem Kollaps zu bewahren, damit die BürgerInnen in diesen Ländern auch das Geld haben, österreichische Produkte zu kaufen? Es geht dabei um Tausende Arbeitsplätze in Österreich! Die sind Ihnen offensichtlich egal. (Abg. Kickl: Die Schweiz ist kurz vor dem Untergang! Die Schweiz ist kurz vor dem Staatsbankrott!)
Abg. Belakowitsch: Wahnhaft ist ein Schimpfwort!
Lassen Sie mich aber noch zu einem anderen Thema kommen, das ich im Moment ja eigentlich viel spannender finde – denn üblicherweise halte ich im Europäischen Parlament Reden zu Tatsachen, zu Realitäten und nicht zu meiner Meinung nach wahnhaften Vorstellungen einer angeblich geplanten Abschaffung des Bargelds. (Abg. Belakowitsch: Wahnhaft ist ein Schimpfwort!)
Zwischenruf der Abg. Steger.
Lassen Sie mich Ihnen mitteilen: Bisher gibt es dazu weder ein Gesetzesvorhaben noch einen Initiativbericht, noch hat die Europäische Kommission jemals behauptet, dass sie das Bargeld abschaffen möchte. Das ist eine Chimäre, die Sie hier in die Luft zeichnen! (Zwischenruf der Abg. Steger.) Ich weiß ja nicht, wer Ihnen das überhaupt abnimmt.
Ruf bei der ÖVP: Bravo!
Ich darf Sie aber beruhigen: Ich bin ein Freund von Bargeld. Ich möchte auch nicht, dass ein Finanzdienstleister bei jeder kleinen Zahlung, die ich tätige, ein bissel was mitschneidet, und ich möchte auch nicht, dass dann der Finanzdienstleister, oder wer auch immer, meine Daten verkauft und mich mit personalisierter Werbung zuschüttet. (Ruf bei der ÖVP: Bravo!) Ich stehe dazu, dass Bargeld als Zahlungsmittel unbedingt erhalten werden muss, aber wissen Sie, im Allgemeinen haben Bürgerinnen und Bürger dieses Landes nicht 10 000 Euro als Taschengeld im Jackett. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Üblicherweise haben Bürgerinnen und Bürger nicht das Problem, dass sie bei einer Begrenzung von Bargeldzahlungen irgendwie in Erklärungsnöte geraten, denn üblicherweise versteuern wir das Geld, das wir verdienen, ordentlich (Beifall bei den Grünen) – und ich bitte um Entschuldigung, aber: Meine Fraktion ist es auch nicht, die im Verdacht steht, mit Taschen voller Bargeld im Auto herumzufahren (neuerlicher Zwischenruf des
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Ich darf Sie aber beruhigen: Ich bin ein Freund von Bargeld. Ich möchte auch nicht, dass ein Finanzdienstleister bei jeder kleinen Zahlung, die ich tätige, ein bissel was mitschneidet, und ich möchte auch nicht, dass dann der Finanzdienstleister, oder wer auch immer, meine Daten verkauft und mich mit personalisierter Werbung zuschüttet. (Ruf bei der ÖVP: Bravo!) Ich stehe dazu, dass Bargeld als Zahlungsmittel unbedingt erhalten werden muss, aber wissen Sie, im Allgemeinen haben Bürgerinnen und Bürger dieses Landes nicht 10 000 Euro als Taschengeld im Jackett. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Üblicherweise haben Bürgerinnen und Bürger nicht das Problem, dass sie bei einer Begrenzung von Bargeldzahlungen irgendwie in Erklärungsnöte geraten, denn üblicherweise versteuern wir das Geld, das wir verdienen, ordentlich (Beifall bei den Grünen) – und ich bitte um Entschuldigung, aber: Meine Fraktion ist es auch nicht, die im Verdacht steht, mit Taschen voller Bargeld im Auto herumzufahren (neuerlicher Zwischenruf des
Beifall bei den Grünen
Ich darf Sie aber beruhigen: Ich bin ein Freund von Bargeld. Ich möchte auch nicht, dass ein Finanzdienstleister bei jeder kleinen Zahlung, die ich tätige, ein bissel was mitschneidet, und ich möchte auch nicht, dass dann der Finanzdienstleister, oder wer auch immer, meine Daten verkauft und mich mit personalisierter Werbung zuschüttet. (Ruf bei der ÖVP: Bravo!) Ich stehe dazu, dass Bargeld als Zahlungsmittel unbedingt erhalten werden muss, aber wissen Sie, im Allgemeinen haben Bürgerinnen und Bürger dieses Landes nicht 10 000 Euro als Taschengeld im Jackett. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Üblicherweise haben Bürgerinnen und Bürger nicht das Problem, dass sie bei einer Begrenzung von Bargeldzahlungen irgendwie in Erklärungsnöte geraten, denn üblicherweise versteuern wir das Geld, das wir verdienen, ordentlich (Beifall bei den Grünen) – und ich bitte um Entschuldigung, aber: Meine Fraktion ist es auch nicht, die im Verdacht steht, mit Taschen voller Bargeld im Auto herumzufahren (neuerlicher Zwischenruf des
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Abg. Kickl) oder irgendwelche Goldschätze in Alpenpensionen zu verstecken. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ich weiß nicht, vielleicht verstecken Sie dort auch Taschen voller Bargeld, das Sie loswerden wollen.
Abg. Martin Graf: Die ÖVP!
Ich verstehe auch überhaupt nicht, wieso Sie hier genau dafür eintreten, obwohl Sie doch angeblich das genaue Gegenteil wollen. Wer hat denn solche Mengen an Bargeld, mit denen er gerne bezahlen würde? (Abg. Martin Graf: Die ÖVP!) – Mafiabosse, Waffenschmuggler, Menschenschmuggler, Drogenhändler oder, ich weiß ja nicht, vielleicht Ihre Freunde, die russischen Oligarchen, die dann auf der Kärntner Straße mit Bargeld eine 40 000-Euro-Rolex kaufen wollen. Sind das jene, die Sie verteidigen, oder sind es jene, die das Schwarzgeld an der Finanz vorbei in ihre Taschen räumen und dann damit einkaufen gehen wollen? (Abg. Kickl: Sie haben schon Schaum vorm Mund!)
Abg. Kickl: Sie haben schon Schaum vorm Mund!
Ich verstehe auch überhaupt nicht, wieso Sie hier genau dafür eintreten, obwohl Sie doch angeblich das genaue Gegenteil wollen. Wer hat denn solche Mengen an Bargeld, mit denen er gerne bezahlen würde? (Abg. Martin Graf: Die ÖVP!) – Mafiabosse, Waffenschmuggler, Menschenschmuggler, Drogenhändler oder, ich weiß ja nicht, vielleicht Ihre Freunde, die russischen Oligarchen, die dann auf der Kärntner Straße mit Bargeld eine 40 000-Euro-Rolex kaufen wollen. Sind das jene, die Sie verteidigen, oder sind es jene, die das Schwarzgeld an der Finanz vorbei in ihre Taschen räumen und dann damit einkaufen gehen wollen? (Abg. Kickl: Sie haben schon Schaum vorm Mund!)
Abg. Kickl: Das weiß ich besser als Sie!
Es geht um eine Beschränkung von Bargeldzahlungen auf eine Höhe von 10 000 Euro! Ich weiß nicht, wie weit Sie von der Realität von Bürgerinnen und Bürgern entfernt sind, ob Sie noch wissen, wie viel Geld 10 000 Euro für einen normalen Menschen in diesem Land sind. (Abg. Kickl: Das weiß ich besser als Sie!) Ich kann absolut nicht nachvollziehen, was Sie hier machen. Sie leiten die Bevölkerung in die Irre. Sie zeichnen ein Bild in die Luft, das keinen Bezug zur Realität hat. Schämen Sie sich! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kickl: Sie haben Schaum vorm Mund, ...! – Zwischenruf der Abg. Steger. – Abg. Belakowitsch: ... ist eine schwere Erkrankung! Das weisen wir zurück!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kickl: Sie haben Schaum vorm Mund, ...! – Zwischenruf der Abg. Steger. – Abg. Belakowitsch: ... ist eine schwere Erkrankung! Das weisen wir zurück!
Es geht um eine Beschränkung von Bargeldzahlungen auf eine Höhe von 10 000 Euro! Ich weiß nicht, wie weit Sie von der Realität von Bürgerinnen und Bürgern entfernt sind, ob Sie noch wissen, wie viel Geld 10 000 Euro für einen normalen Menschen in diesem Land sind. (Abg. Kickl: Das weiß ich besser als Sie!) Ich kann absolut nicht nachvollziehen, was Sie hier machen. Sie leiten die Bevölkerung in die Irre. Sie zeichnen ein Bild in die Luft, das keinen Bezug zur Realität hat. Schämen Sie sich! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kickl: Sie haben Schaum vorm Mund, ...! – Zwischenruf der Abg. Steger. – Abg. Belakowitsch: ... ist eine schwere Erkrankung! Das weisen wir zurück!)
Beifall bei den NEOS.
Ich möchte aber vorab auch eines ganz, ganz klar sagen: Wir NEOS sind keine Freunde einer Schuldenunion – das unterstützen wir nicht –, aber was jetzt passiert, ist etwas anderes. Es geht nämlich nicht um den Einstieg in eine generelle Schuldenunion, wie von der FPÖ immer wieder kolportiert wird, sondern es geht um zeitlich und in der Höhe begrenzte gemeinsame Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemiefolgen und zur Stärkung der gesamten europäischen Wirtschaft – und das ist gut und richtig. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
eine Stimme, die uns die Europäische Union gibt und die wir ansonsten nicht hätten. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Lassen Sie mich vielleicht dazu auch noch sagen: Es geht nicht nur um Freiheit – die ja auch nicht nur außerhalb der Europäischen Union angegriffen wird, sondern teilweise sogar von unseren Nachbarländern –, sondern es geht vor allem auch um die liberale Demokratie, und es geht auch um die Rechtsstaatlichkeit – und das macht unser Europa so großartig und so einzigartig. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Für Europa und für uns NEOS sind das heute gute Nachrichten. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Wurm: Bitte! ...!
Mitglied des Europäischen Parlaments Dr. Angelika Winzig (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministra! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Da ich die einzige österreichische Abgeordnete bin, die sowohl im Budget- als auch im Haushaltskontrollausschuss Vollmitglied ist, sehe ich es jetzt als meine Aufgabe, Sie von dem Halbwissen und den Halbwahrheiten der FPÖ zu erlösen. (Abg. Wurm: Bitte! ...!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
In der kleinen Welt der FPÖ ist offensichtlich vieles noch nicht angekommen, nämlich dass wir eine weltweite Pandemie haben, von der 190 Länder mit bisher 177 Millionen infizierten Menschen und 3,8 Millionen Toten betroffen sind. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Steger.
Solch eine weltweite Ausnahmesituation erfordert natürlich auch finanzielle Maßnahmen, um diese Krise auf der einen Seite rasch zu überwinden und auf der anderen Seite auch für künftige Krisen gerüstet zu sein und unabhängiger zu werden. Daher haben wir bereits im letzten Jahr ein umfassendes Paket geschnürt, einerseits mit dem siebenjährigen Finanzrahmen für ein Budget von 155 Milliarden Euro jährlich. Das entspricht in etwa dem österreichischen gesamtstaatlichen Budget. Dann gibt es das Programm Next Generation EU, das Resilienzprogramm mit Zuschüssen in der Höhe von 390 Milliarden Euro und Krediten in der Höhe von 360 Milliarden Euro. Die neuen Eigenmittel zur Refinanzierung wurden ja bereits erwähnt. Das Besondere daran war dann auch noch die Konditionalität von Rechtsstaatlichkeit und der Ausschüttung der finanziellen Mittel an die Mitgliedstaaten. (Zwischenruf der Abg. Steger.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Nur wenn es allen Ländern in Europa gut geht, geht es auch Österreich gut, und wir können im Konzert der Weltmächte mitspielen, den Ton angeben und für die Zukunft Abhängigkeiten beenden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Eine bravouröse Leistung des Kanzlers!
Dies ist Ihnen aber auch vor allem bei der schleppenden Impfstoffversorgung gelungen. Astra Zeneca würde uns heute noch auf der Nase herumtanzen, wenn Sie nicht entsprechenden Druck ausgeübt hätten. (Abg. Belakowitsch: Eine bravouröse Leistung des Kanzlers!) Mit dem gestrigen Tag haben wir bereits 6,5 Millionen Impfdosen aus
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Steger.
diesem Paket der EU geliefert bekommen. Die damit gewonnene Freiheit verdanken wir nur Ihnen, Herr Bundeskanzler – danke. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Steger.)
Zwischenruf des Abg. Kassegger
Zum Abschluss darf ich Ihnen noch eines versprechen: dass wir im Budgetkontrollausschuss des Europäischen Parlaments in Zusammenarbeit mit der Kommission, mit Olaf, mit der Europäischen Staatsanwaltschaft und auch mit dem Europäischen Rechnungshof alles daran setzen (Zwischenruf des Abg. Kassegger), dass wir den Einsatz der Mittel genau kontrollieren werden, missbräuchliche Verwendung aufzeigen werden und dass die Verschwendung von Steuergeld keine Chance hat.
Beifall bei der ÖVP.
Weil schon unser eingereichtes Resilienzpaket angesprochen wurde: Das wurde auf EU-Ebene bereits sehr gelobt, und ich finde auch, dass es ein hervorragendes Paket ist. Es werden nicht alte Projekte abgebildet, sondern zukunftsträchtige Projekte, die unser Land weiterhin zukunftsfit machen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Krisper.
Mitglied des Europäischen Parlaments Mag. Dr. Bettina Vollath (SPÖ): Geschätzte Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Frau Bundesministerin! Noch einmal, damit es wirklich allen klar ist: Nein, niemand will das Bargeld abschaffen, weder die Kommission noch der Rat noch das Parlament. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Krisper.)
Abg. Kickl: Es wollte auch niemand eine Mauer bauen!
Was tatsächlich vorgeschlagen wurde, um Geldwäsche zu bekämpfen – und das wurde schon richtiggestellt –: Wer mehr als 10 000 Euro in die EU einführen oder aus der EU ausführen möchte, soll kontrolliert werden. Wenn die Geschwindigkeit auf der Autobahn kontrolliert wird, wird deswegen auch nicht die Geschwindigkeit abgeschafft. (Abg. Kickl: Es wollte auch niemand eine Mauer bauen!)
Beifall bei der SPÖ.
Letztlich bleibt es eine politische Frage, was man wichtiger findet: die Freiheit für wenige, auch aus Sicht von NormalbürgerInnen astronomisch hohe Zahlungen in bar durchführen zu können, oder die Sicherheit aller, dass kriminelle Aktivitäten erschwert werden. Wir stehen für Zweiteres. Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Korruption müssen umfassend bekämpft werden, und dazu gehört die Kontrolle von dubiosen Bargeldgeschäften, aber das hat nichts, rein gar nichts mit dem Geld als Zahlungsmittel im täglichen Leben zu tun. Statt das falsch zu behaupten, wäre es wesentlich sinnvoller, gegen die Risiken von Kryptoveranlagungen vorzugehen. Auch da braucht es dringend eine Identitätskontrolle, um der Nutzung durch Kriminelle einen Riegel vorzuschieben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Gerade die gemeinsame Beschaffung dieser Gelder ermöglicht auch eine Zweckbindung dieses Geldes, um eine Win-win-Situation zu schaffen, denn zusätzlich zur dringenden Belebung der Wirtschaft werden wir durch die Zweckbindung den dringend notwendigen digitalen, klimatischen und sozialen Wandel schaffen und so eine gute Zukunft für Europa bauen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Auch die Rückzahlung dieser Mittel folgt einem guten Plan. Sie soll nämlich über neue Eigenmittel der EU bedient werden. Auch da kommt es, wenn die Mitgliedsländer kluge Entscheidungen treffen, zu einer Win-win-Situation. Diese neuen Einnahmequellen für die EU werden nämlich im besten Sinne des Wortes gute Steuerungsmittel sein. Es geht zum Beispiel um einen CO2-Grenzausgleich für faire globale Wettbewerbsbedingungen für europäische Unternehmen; es geht um eine Digitalabgabe, die diesen Namen auch verdient, um ein erweitertes EU-Emissionshandelssystem und auch endlich um eine zumindest europäische Finanztransaktionssteuer. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Schluss möchte ich noch darauf hinweisen, dass auch die Frage, wie EU-Gelder an sich verwendet werden, wichtig ist. In gewissen Mitgliedstaaten versickern europäische Gelder seit Jahren in dunkeln Kanälen und werden sogar durch die eigenen Regierungen zum Abbau von Rechtsstaatlichkeit verwendet. Als Europäisches Parlament haben wir daher vergangene Woche die sofortige Anwendung des Rechtsstaatsmechanismus gefordert, der seit 1. Jänner endlich in Kraft ist. Es ist schade, dass die FPÖ dagegengestimmt hat und die ÖVP sich in der Abstimmung sehr uneinig war, denn das ist eine große Chance für Europa. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir müssen mehr denn je alle an einem Strang ziehen. Gerade die Coronakrise hat uns die eigene Verletzlichkeit vor Augen geführt. Wir sollten die Menschen aktiv zur Mitarbeit auffordern und sie nicht verunsichern. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Frau Minister! Dies ist eine sehr spannende und, wie ich finde, auch entlarvende Diskussion. Es gibt das Modell freie Bürger in einem freien Österreich – das andere Modell ist totale staatliche Kontrolle nach dem Vorbild der UdSSR oder Chinas, wie es die Grünen gerne hätten. Wo wir Freiheitliche stehen, ist, glaube ich, ganz klar: Wir stehen offensichtlich ganz alleine bei den freien Bürgern in einem freien Österreich. (Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.) Drei Parteien kann man, glaube ich, anderswo verorten. Es ist spannend, auf welcher Seite die ÖVP steht; da gibt es unterschiedliche Strömungen. Auch heute ist mir nicht ganz klar, auf welcher Seite die ÖVP wirklich steht, aber ich lade
Zwischenruf des Abg. Obernosterer
euch gerne ein, unserem Weg zu folgen. Freie Bürger in einem freien Österreich – das ist, glaube ich, der richtige Weg (Zwischenruf des Abg. Obernosterer), den wir alle einschlagen sollten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
euch gerne ein, unserem Weg zu folgen. Freie Bürger in einem freien Österreich – das ist, glaube ich, der richtige Weg (Zwischenruf des Abg. Obernosterer), den wir alle einschlagen sollten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Man hat es in der Coronakrise gesehen: Zahlreiche Betriebe durften ungestraft Bargeld verweigern. Aktuell verweigert meine Lieblingsairline, die Austrian Airlines, nach wie vor an Bord ungestraft die Annahme von Bargeld. Ich bemühe mich nun, das endlich aufzuheben. Es sagen zwar immer alle, vor allem auch der Bundeskanzler: Bargeld muss noch entsprechend verfügbar sein!, aber es gibt zahlreiche Betriebe in Österreich, die das nicht einhalten. Wie gesagt: Wir wollen den freien Zugang zu Bargeld, wir wollen auch keinen gläsernen Bürger wie in China oder in anderen Diktaturen. Anonymität und Privatsphäre müssen nach wie vor gegeben sein, und dafür werden wir kämpfen. Wir werden auch nicht müde werden, Herr Bundeskanzler, Sie noch einmal einzuladen, das in den Verfassungsrang zu heben. Ich hoffe, man kann im Sinne der Bürger vielleicht auch einmal die SPÖ bei diesem Unterfangen mitnehmen, damit wir das einmal für alle Zeiten entsprechend gesichert haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Ich möchte noch eines erwähnen, weil es oft vergessen wird: Diese Anonymität haben wir in den letzten Jahren sukzessive verloren. Ich erinnere daran, dass damals keiner die Auswirkungen der Einführung des Iban für uns alle wirklich realisiert hat. Sie können heute sehr, sehr einfach bereits all ihre Kontobewegungen über den Iban nachvollziehen. Das heißt, da haben wir schon mehr oder weniger einen gläsernen Bürger – und das letzte Nadelöhr besteht halt noch aus 20 Euro, 50 Euro oder 100 Euro im Hosensack (Zwischenruf bei der ÖVP), mit denen man vielleicht noch irgendwo anonym konsumieren darf, ohne dass man wirklich aufgeblattelt ist, was man den ganzen Tag macht und kauft.
Beifall bei der FPÖ.
Wir Freiheitliche stehen dafür, das Bargeld in Österreich für alle Zeiten zu sichern. Ich würde mich freuen, wenn wir da endlich einmal mit der ÖVP zusammenarbeiten könnten und das dann nicht nur mit Lippenbekenntnissen entsprechend absichern. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wurm: Gut erkannt, Frau Kollegin, gut erkannt!
Abgeordnete Mag. Nina Tomaselli (Grüne): Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Ich muss Ihnen, Kollege Wurm, und den anderen Kollegen von der FPÖ schon sagen: Ihre Reden, die Sie hier heute preisgegeben haben, sind schon etwas launig. Mich begeistert irgendwie Ihre Darstellung, dass Sie sozusagen als mutige Krieger in die Schlacht ziehen und unter widrigsten Umständen gegen die Feinde in Brüssel kämpfen. Die FPÖ ist quasi Robin Hood, der für Münzen und Scheine (Abg. Wurm: Gut erkannt, Frau Kollegin, gut erkannt!) sowie für die Entrechteten und Unterworfenen kämpft. Das ist vor allem eines: Es ist ein Schauspiel und hat mit der Realität leider gar nichts zu tun, denn niemand, auch wirklich niemand, hat die Absicht, das Bargeld abzuschaffen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Belakowitsch: Niemand hat ...! Niemand ..., Frau Kollegin!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Belakowitsch: Niemand hat ...! Niemand ..., Frau Kollegin!
Abgeordnete Mag. Nina Tomaselli (Grüne): Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Ich muss Ihnen, Kollege Wurm, und den anderen Kollegen von der FPÖ schon sagen: Ihre Reden, die Sie hier heute preisgegeben haben, sind schon etwas launig. Mich begeistert irgendwie Ihre Darstellung, dass Sie sozusagen als mutige Krieger in die Schlacht ziehen und unter widrigsten Umständen gegen die Feinde in Brüssel kämpfen. Die FPÖ ist quasi Robin Hood, der für Münzen und Scheine (Abg. Wurm: Gut erkannt, Frau Kollegin, gut erkannt!) sowie für die Entrechteten und Unterworfenen kämpft. Das ist vor allem eines: Es ist ein Schauspiel und hat mit der Realität leider gar nichts zu tun, denn niemand, auch wirklich niemand, hat die Absicht, das Bargeld abzuschaffen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Belakowitsch: Niemand hat ...! Niemand ..., Frau Kollegin!)
Abg. Belakowitsch: Sind Sie denn ...?
Wir wissen ja schon, was dahintersteckt, liebe FPÖ: Sie haben wieder in Ihre Trickkiste gegriffen, und Sie setzen, wie so oft, auf das Konzept Angst. Sie wollen den Menschen einreden, dass ihnen irgendjemand verbieten will (Abg. Belakowitsch: Sind Sie denn ...?), mit Bargeld zu zahlen. Das ist selbstverständlich nicht der Fall; das will die EU-Kommission nicht, das hat sie nie gefordert, und sie wird es auch nie fordern. (Abg. Steger: Woher wissen Sie das?)
Abg. Steger: Woher wissen Sie das?
Wir wissen ja schon, was dahintersteckt, liebe FPÖ: Sie haben wieder in Ihre Trickkiste gegriffen, und Sie setzen, wie so oft, auf das Konzept Angst. Sie wollen den Menschen einreden, dass ihnen irgendjemand verbieten will (Abg. Belakowitsch: Sind Sie denn ...?), mit Bargeld zu zahlen. Das ist selbstverständlich nicht der Fall; das will die EU-Kommission nicht, das hat sie nie gefordert, und sie wird es auch nie fordern. (Abg. Steger: Woher wissen Sie das?)
Beifall bei den Grünen.
Die EU-Kommission will lediglich – und ich glaube, es ist schon wichtig, dass man das nochmals betont – eine Transaktionsobergrenze von 10 000 Euro einführen. Das ist auch richtig so, denn während sich Kriminelle und Geldwäscher an unbeschränkten Bargeldzahlungen erfreuen, betrifft es nämlich den durchschnittlichen Bürger und die durchschnittliche Bürgerin überhaupt nicht – oder können Sie mir erklären, wann Sie das letzte Mal mit Taschen voller Bargeld herumgelaufen sind? Gut, das ist nun ein blödes Beispiel für die FPÖ; wie H.-C. Strache und andere zeigen, ist das bei Ihnen ja durchaus im Rahmen des Möglichen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Nichtdestotrotz, am Ende des Tages muss man noch einmal festhalten: Jeder hat die Freiheit, so zu zahlen, wie er möchte, und das soll auch so bleiben. Trotzdem darf man nicht ignorieren, dass Kriminelle und Geldwäscher große Bargeldtransaktionen für ihre Machenschaften ausnutzen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Steger.
Abgeordneter Dr. Helmut Brandstätter (NEOS): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ja, wenn das Leben so einfach wäre, Frau Kollegin Steger: Wir haben das Bargeld und damit die Freiheit in Österreich. – Ich fürchte, so einfach ist es nicht. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Es ist auch nicht so, dass man sagen kann, wir sind freie Bürger in einem freien Österreich. Ja, das ist schon so, aber wenn wir es erhalten wollen, freie Bürger in einem freien Österreich zu sein, dann müssen wir freie Bürger in einem einigen und freien Europa werden.
Beifall bei den NEOS.
ein paar Kapitel in diesem Buch zu lesen oder zumindest diesen einen Satz zu hören, Herr Bundeskanzler: Russland will gegen ein gespaltenes Europa die eigenen Interessen durchsetzen. – Zitatende. Der österreichische Bundeskanzler sollte das wissen, sollte mit den anderen Europäern gemeinsam auftreten, dann mit Russland verhandeln und sich nicht unterkriegen lassen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Es ist auch das schon gesagt worden: Natürlich geht es auch um die Justiz, es geht auch um den Rechtsstaat. Damit haben wir in einigen europäischen Ländern Probleme, leider auch in Österreich. Wunderbar, jetzt gibt es ein Antikorruptionsvolksbegehren! Ich bin sehr dankbar, wenn verschiedene Kolleginnen und Kollegen – auch der Herr Bundeskanzler – sagen, sie unterstützen das. Ich werde das böse Wort nicht verwenden, aber wenn Sie nicht das eine sagen und das andere tun wollen, dann müssen Sie schon sehr konsequent sein und diese unfassbaren Attacken gegen einzelne Staatsanwältinnen und Staatsanwälte endlich beenden. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Dann haben wir auch nichts mehr von dem vereinten Europa, aber das brauchen wir: ein freies Österreich, ein anständiges Österreich in einem vereinten Europa! – Danke schön. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
halten, möglichst dafür zu sorgen, dass hier nichts Substanzielles passiert. Das ist nicht unser Zugang zum Parlamentarismus, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das zeigt sich an einigen Beispielen. Meine Damen und Herren von der ÖVP, ich kann mich gut erinnern, bei der letzten Nationalratssitzung ist Kollege Obernosterer hier gestanden und hat gesagt: Bitte, diskutieren wir endlich über Inhalte! Lassen wir uns über Inhalte streiten, setzen wir uns damit auseinander! Die Menschen sollen sehen, was wir für einen unterschiedlichen Zugang zu den Themen haben. Und was ist vor Kurzem passiert? – Die Regierungsparteien haben 57 Oppositionsanträge vertagt. Wenn das über Inhalte diskutieren ist, geschätzte Damen und Herren, dann brauche ich diese Diskussionen so sicher nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn die ÖVP Diskussionen nicht verhindern kann, schaut man, dass das, was schmerzt, was die Menschen interessiert, was die Menschen sehen wollen, um beurteilen zu können, wie sich eine Partei verhält, was sie tut, möglichst spät drankommt, damit das möglichst nicht gesehen wird, damit das möglichst wenige Menschen sehen. Das ist nicht Parlamentarismus, das ist nicht im Parlament arbeiten, das ist nicht diskutieren, geschätzte Damen und Herren, das ist Parlamentarismus à la ÖVP, den wir nicht brauchen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wöginger: Seid ihr jetzt gegen Europa auch schon?
Wenn man mit einer Debatte nicht mehr zurechtkommt, werden sogar Europaerklärungen aus dem Hut gezaubert, um die Diskussion über die Ministeranklage gegen Herrn Blümel auf möglichst spät zu verschieben (Abg. Wöginger: Seid ihr jetzt gegen Europa auch schon?), um zu verhindern, dass die Menschen wieder daran erinnert werden, wie Herr Blümel die Verfassung gebrochen hat, dass er sich geweigert hat, Akten zu liefern, dass es den Bundespräsidenten gebraucht hat, der beinahe Exekution geführt hat, damit der Untersuchungsausschuss dieses Hauses zu seinem Recht kommt, zu dem Recht, das wir eigentlich alle einfordern müssen und hinter dem wir gemeinsam stehen müssen, damit aufgeklärt wird und damit die Dinge ans Licht kommen, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Spärlicher Applaus!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Spärlicher Applaus!
Wenn man mit einer Debatte nicht mehr zurechtkommt, werden sogar Europaerklärungen aus dem Hut gezaubert, um die Diskussion über die Ministeranklage gegen Herrn Blümel auf möglichst spät zu verschieben (Abg. Wöginger: Seid ihr jetzt gegen Europa auch schon?), um zu verhindern, dass die Menschen wieder daran erinnert werden, wie Herr Blümel die Verfassung gebrochen hat, dass er sich geweigert hat, Akten zu liefern, dass es den Bundespräsidenten gebraucht hat, der beinahe Exekution geführt hat, damit der Untersuchungsausschuss dieses Hauses zu seinem Recht kommt, zu dem Recht, das wir eigentlich alle einfordern müssen und hinter dem wir gemeinsam stehen müssen, damit aufgeklärt wird und damit die Dinge ans Licht kommen, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Spärlicher Applaus!)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Darüber, Kolleginnen und Kollegen von der türkisen ÖVP, wollen Sie nicht reden, dafür schämen Sie sich, zumindest einige von Ihnen, davor haben Sie Angst. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Weil Sie es nicht verhindern können, versuchen Sie, es auf einen möglichst späten Zeitpunkt zu verschieben. Das ist inakzeptabel für ein Parlament, geschätzte Damen und Herren (Beifall bei der SPÖ – Abg. Wöginger: Halb zwei, halb zwei!), deshalb bringen wir gemäß § 50 Abs. 1 der Geschäftsordnung des Nationalrates eine Einwendung gegen die Tagesordnung der 111. Sitzung samt Verlangen auf eine Debatte ein.
Beifall bei der SPÖ – Abg. Wöginger: Halb zwei, halb zwei!
Darüber, Kolleginnen und Kollegen von der türkisen ÖVP, wollen Sie nicht reden, dafür schämen Sie sich, zumindest einige von Ihnen, davor haben Sie Angst. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Weil Sie es nicht verhindern können, versuchen Sie, es auf einen möglichst späten Zeitpunkt zu verschieben. Das ist inakzeptabel für ein Parlament, geschätzte Damen und Herren (Beifall bei der SPÖ – Abg. Wöginger: Halb zwei, halb zwei!), deshalb bringen wir gemäß § 50 Abs. 1 der Geschäftsordnung des Nationalrates eine Einwendung gegen die Tagesordnung der 111. Sitzung samt Verlangen auf eine Debatte ein.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren, mein Appell: Herr Bundesminister Blümel hat die Verfassung gebrochen. Geben wir dem Verfassungsgerichtshof die Möglichkeit, darüber zu befinden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Hörl
Ich kann das aus Sicht der Österreichischen Volkspartei, die nicht will, dass recht viele Leute mitbekommen, was bei der Volkspartei und bei einzelnen ihrer Mitglieder alles so abgeht, sogar nachvollziehen. Sie alle wissen, unser Finanzminister hat die Verfassung gebrochen (Zwischenruf des Abg. Hörl), er hat sich geweigert, Akten zu liefern. Im letzten Moment – da musste dann schon der Herr Bundespräsident ausrücken – hat er sie geliefert, obwohl sie schon lange vorher vorbereitet waren. Er hat es bis zum Letzten ausgereizt. Das ist kein Umgang mit dem Parlament, das ist aber auch kein Umgang mit unserer Republik, so geht man mit dieser Republik nicht um.
Zwischenruf des Abg. Wöginger
Wissen Sie, meine Damen und Herren, das ist das Grundübel in dieser Republik, das ist das Grundübel dieser Österreichischen Volkspartei, es gibt für Sie nur Familie, Pöbel, Tiere, nebenbei gibt es möglicherweise dann auch noch Frauen (Zwischenruf des Abg. Wöginger), aber solche, die dann auch noch steuerbar für delikate Dinge sind. Das ist das Hauptproblem, das sind die Kategorien, in denen Sie denken. Wenn dann einer aufgeblattelt wird und wenn einer so viel im Unrecht ist, dann versuchen Sie das zuzudecken, anstatt dass Sie offensiv damit umgehen und auch die Konsequenzen ziehen. Das würde ich mir erwarten, das braucht es nämlich, es braucht nämlich die politische Hygiene.
Zwischenruf bei der ÖVP
Wir sind der Meinung, dass muss vorher verhandelt werden, weil die Bürgerinnen und Bürger ein Recht darauf haben, zu erfahren, was alles passiert ist, weil die Bürgerinnen und Bürger auch ein Recht haben, zu sehen, wie Sie da mauern. Sie wissen ganz genau, je später der Nachmittag, umso weniger Fernsehzuseher gibt es, da auch ORF 2 dann nicht mehr überträgt, meine Damen und Herren. Es hat auch nichts genützt, dass Präsident Sobotka den Versuch gestartet hat, uns zu erklären: Na ja, also nach 13 Uhr gibt es viel mehr Zuseher, da sind die Quoten viel höher! – Wenn das so wäre und Ihnen die EU-Erklärung so wichtig ist (Zwischenruf bei der ÖVP), warum machen wir dann nicht die EU-Erklärung nach 13 Uhr, meine Damen und Herren? Das wäre es gewesen, also das ist ein Widerspruch in sich. (Abg. Wöginger: Da wird gelogen, dass sich die Balken biegen!) – Wissen Sie, Herr Kollege Wöginger, wenn Sie von der Lüge sprechen, dann wäre ich ganz (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen), ganz vorsichtig. Das ist in der ÖVP beheimatet, da wird gelogen, dass sich die Balken biegen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Wöginger: Da wird gelogen, dass sich die Balken biegen!
Wir sind der Meinung, dass muss vorher verhandelt werden, weil die Bürgerinnen und Bürger ein Recht darauf haben, zu erfahren, was alles passiert ist, weil die Bürgerinnen und Bürger auch ein Recht haben, zu sehen, wie Sie da mauern. Sie wissen ganz genau, je später der Nachmittag, umso weniger Fernsehzuseher gibt es, da auch ORF 2 dann nicht mehr überträgt, meine Damen und Herren. Es hat auch nichts genützt, dass Präsident Sobotka den Versuch gestartet hat, uns zu erklären: Na ja, also nach 13 Uhr gibt es viel mehr Zuseher, da sind die Quoten viel höher! – Wenn das so wäre und Ihnen die EU-Erklärung so wichtig ist (Zwischenruf bei der ÖVP), warum machen wir dann nicht die EU-Erklärung nach 13 Uhr, meine Damen und Herren? Das wäre es gewesen, also das ist ein Widerspruch in sich. (Abg. Wöginger: Da wird gelogen, dass sich die Balken biegen!) – Wissen Sie, Herr Kollege Wöginger, wenn Sie von der Lüge sprechen, dann wäre ich ganz (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen), ganz vorsichtig. Das ist in der ÖVP beheimatet, da wird gelogen, dass sich die Balken biegen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen
Wir sind der Meinung, dass muss vorher verhandelt werden, weil die Bürgerinnen und Bürger ein Recht darauf haben, zu erfahren, was alles passiert ist, weil die Bürgerinnen und Bürger auch ein Recht haben, zu sehen, wie Sie da mauern. Sie wissen ganz genau, je später der Nachmittag, umso weniger Fernsehzuseher gibt es, da auch ORF 2 dann nicht mehr überträgt, meine Damen und Herren. Es hat auch nichts genützt, dass Präsident Sobotka den Versuch gestartet hat, uns zu erklären: Na ja, also nach 13 Uhr gibt es viel mehr Zuseher, da sind die Quoten viel höher! – Wenn das so wäre und Ihnen die EU-Erklärung so wichtig ist (Zwischenruf bei der ÖVP), warum machen wir dann nicht die EU-Erklärung nach 13 Uhr, meine Damen und Herren? Das wäre es gewesen, also das ist ein Widerspruch in sich. (Abg. Wöginger: Da wird gelogen, dass sich die Balken biegen!) – Wissen Sie, Herr Kollege Wöginger, wenn Sie von der Lüge sprechen, dann wäre ich ganz (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen), ganz vorsichtig. Das ist in der ÖVP beheimatet, da wird gelogen, dass sich die Balken biegen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wir sind der Meinung, dass muss vorher verhandelt werden, weil die Bürgerinnen und Bürger ein Recht darauf haben, zu erfahren, was alles passiert ist, weil die Bürgerinnen und Bürger auch ein Recht haben, zu sehen, wie Sie da mauern. Sie wissen ganz genau, je später der Nachmittag, umso weniger Fernsehzuseher gibt es, da auch ORF 2 dann nicht mehr überträgt, meine Damen und Herren. Es hat auch nichts genützt, dass Präsident Sobotka den Versuch gestartet hat, uns zu erklären: Na ja, also nach 13 Uhr gibt es viel mehr Zuseher, da sind die Quoten viel höher! – Wenn das so wäre und Ihnen die EU-Erklärung so wichtig ist (Zwischenruf bei der ÖVP), warum machen wir dann nicht die EU-Erklärung nach 13 Uhr, meine Damen und Herren? Das wäre es gewesen, also das ist ein Widerspruch in sich. (Abg. Wöginger: Da wird gelogen, dass sich die Balken biegen!) – Wissen Sie, Herr Kollege Wöginger, wenn Sie von der Lüge sprechen, dann wäre ich ganz (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen), ganz vorsichtig. Das ist in der ÖVP beheimatet, da wird gelogen, dass sich die Balken biegen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (fortsetzend): Unser Schlusssatz ist: Wir wollen, dass das zu einer Zeit hier herinnen verhandelt wird, in der die Bürgerinnen und Bürger vor den Fernsehgeräten auch die Möglichkeit haben, das mitzuverfolgen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Deimek: Das ist doch wohl ...!
Abgeordnete Gabriela Schwarz (ÖVP): Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Um das jetzt einmal für alle, die uns zusehen und zuhören, ein bisschen einzuordnen, um Orientierung zu schaffen: Worum geht es denn eigentlich? – Es geht darum, dass die Opposition beschlossen hat, mit Anpatzversuchen medial möglichst attraktiv rüberzukommen. (Abg. Deimek: Das ist doch wohl ...!) Die Mär, dass der ORF abdreht, ist doch bitte kompletter Unsinn. Der ORF
Beifall bei der ÖVP.
überträgt selbstverständlich zuerst auf ORF 2 und dann auf ORF III, also dieses Argument geht wirklich ins Leere. Was soll das eigentlich? (Beifall bei der ÖVP.) Auch die Journalistinnen und Journalisten verlassen um 13 Uhr nicht fluchtartig die Galerie, das ist ja lächerlich.
Beifall bei der ÖVP.
Worum geht es denn eigentlich? – Statt konstruktiv für Österreich zu arbeiten, wird von Beginn an immer versucht, Bundeskanzler Kurz loszuwerden. Ich kann Ihnen nur eines sagen: Dieser Versuch, den Willen der Wählerinnen und Wähler zu ignorieren, geht absolut ins Leere. (Beifall bei der ÖVP.) Wir haben eine Bundesregierung, wir haben einen Bundeskanzler, die arbeiten – und gerade in Zeiten wie diesen, in denen es darum geht, die größte Gesundheits- und Wirtschaftskrise erfolgreich zu durchleben und zu verarbeiten, ist das wichtiger denn je. (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Worum geht es denn eigentlich? – Statt konstruktiv für Österreich zu arbeiten, wird von Beginn an immer versucht, Bundeskanzler Kurz loszuwerden. Ich kann Ihnen nur eines sagen: Dieser Versuch, den Willen der Wählerinnen und Wähler zu ignorieren, geht absolut ins Leere. (Beifall bei der ÖVP.) Wir haben eine Bundesregierung, wir haben einen Bundeskanzler, die arbeiten – und gerade in Zeiten wie diesen, in denen es darum geht, die größte Gesundheits- und Wirtschaftskrise erfolgreich zu durchleben und zu verarbeiten, ist das wichtiger denn je. (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Diese Versuche sind das, was mich wirklich irritiert und was auch die Menschen draußen zusehends irritiert, nämlich in diesem Hohen Haus einen politischen Ton anzuschlagen, bei dem es nur mehr darum geht, zu diskreditieren, vorzuverurteilen, mit Argumenten zu kommen, die hanebüchen sind. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Glauben Sie denn allen Ernstes, dass das draußen gut ankommt? Wie sollen wir denn bitte jungen Menschen klarmachen, dass es sich auszahlt, in der Politik zu arbeiten, Politikerin oder Politiker zu werden und die Interessen der Bevölkerung zu vertreten, wenn hier in diesem Haus so miteinander umgegangen wird? (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Sie haben recht, bei der Österreichischen Volkspartei zahlt es sich nicht aus!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Sie haben recht, bei der Österreichischen Volkspartei zahlt es sich nicht aus!
Diese Versuche sind das, was mich wirklich irritiert und was auch die Menschen draußen zusehends irritiert, nämlich in diesem Hohen Haus einen politischen Ton anzuschlagen, bei dem es nur mehr darum geht, zu diskreditieren, vorzuverurteilen, mit Argumenten zu kommen, die hanebüchen sind. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Glauben Sie denn allen Ernstes, dass das draußen gut ankommt? Wie sollen wir denn bitte jungen Menschen klarmachen, dass es sich auszahlt, in der Politik zu arbeiten, Politikerin oder Politiker zu werden und die Interessen der Bevölkerung zu vertreten, wenn hier in diesem Haus so miteinander umgegangen wird? (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Sie haben recht, bei der Österreichischen Volkspartei zahlt es sich nicht aus!)
Abg. Belakowitsch: Wo sind die Werte des Ministers Blümel?!
Ich muss mich schon wundern: In Brüssel geht es um die Zukunft der EU, und somit geht es auch um unsere Zukunft. Dass dieses Thema von der SPÖ so lapidar weggewischt und abgetan wird, das wundert mich wirklich; von der FPÖ wundert mich das schon lange nicht mehr, denn die sind ja auf einem Anti-EU-Kurs, dass es nur so rauscht, aber von der SPÖ hätte ich mir da wirklich etwas anderes erwartet. Welches Bild geben wir denn international ab, wenn wir sagen: Europa ist uns nichts wert, wir diskutieren das irgendwann!? Wo sind denn da unsere Werte und unsere Wertigkeiten? (Abg. Belakowitsch: Wo sind die Werte des Ministers Blümel?!)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Fest steht, dass in diesem Haus in der politischen Debatte und auch im Untersuchungsausschuss ein Ton eingekehrt ist, der alles andere als dazu angetan ist, uns gegenüber Wertschätzung zu empfinden – die Wertschätzung, die wir gegenüber der Bevölkerung empfinden. Wir liefern ein Bild nach außen, in dem es nur darum geht, wer das angerichtet hat und Vorverurteilungen zu treffen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ja, allen Ernstes, bitte: Wir sind für Rechtsstaatlichkeit (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), keine Frage, wir sind für eine Stärkung der Justiz. Das hat auch der Kanzler gestern ganz klar gesagt, deshalb: Ja zu dem Volksbegehren! Wir sind für eine Stärkung der Persönlichkeitsrechte. Wofür wir nicht zu haben sind, ist dieser unterirdische Ton, der nur mehr abgründig ist. Da unterscheiden wir uns ganz klar. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Fest steht, dass in diesem Haus in der politischen Debatte und auch im Untersuchungsausschuss ein Ton eingekehrt ist, der alles andere als dazu angetan ist, uns gegenüber Wertschätzung zu empfinden – die Wertschätzung, die wir gegenüber der Bevölkerung empfinden. Wir liefern ein Bild nach außen, in dem es nur darum geht, wer das angerichtet hat und Vorverurteilungen zu treffen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ja, allen Ernstes, bitte: Wir sind für Rechtsstaatlichkeit (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), keine Frage, wir sind für eine Stärkung der Justiz. Das hat auch der Kanzler gestern ganz klar gesagt, deshalb: Ja zu dem Volksbegehren! Wir sind für eine Stärkung der Persönlichkeitsrechte. Wofür wir nicht zu haben sind, ist dieser unterirdische Ton, der nur mehr abgründig ist. Da unterscheiden wir uns ganz klar. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Fest steht, dass in diesem Haus in der politischen Debatte und auch im Untersuchungsausschuss ein Ton eingekehrt ist, der alles andere als dazu angetan ist, uns gegenüber Wertschätzung zu empfinden – die Wertschätzung, die wir gegenüber der Bevölkerung empfinden. Wir liefern ein Bild nach außen, in dem es nur darum geht, wer das angerichtet hat und Vorverurteilungen zu treffen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ja, allen Ernstes, bitte: Wir sind für Rechtsstaatlichkeit (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), keine Frage, wir sind für eine Stärkung der Justiz. Das hat auch der Kanzler gestern ganz klar gesagt, deshalb: Ja zu dem Volksbegehren! Wir sind für eine Stärkung der Persönlichkeitsrechte. Wofür wir nicht zu haben sind, ist dieser unterirdische Ton, der nur mehr abgründig ist. Da unterscheiden wir uns ganz klar. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Es geht um den Herrn Blümel! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Was wir und die Bevölkerung seit geraumer Zeit erleben, ist ganz klar: SPÖ, NEOS und FPÖ: Kurz muss weg! (Abg. Belakowitsch: Es geht um den Herrn Blümel! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich sage Ihnen eines, dieser Versuch von SPÖ und FPÖ 2019 ist kläglich gescheitert. Es wären alle gut beraten (Zwischenrufe bei der FPÖ), das nicht noch einmal zu versuchen. Dieser Versuch wird wieder scheitern, denn Kurz bleibt da, das sage ich und bin da sehr zuversichtlich. (Rufe bei SPÖ und FPÖ: Nicht mehr lang!) Dieser Bundeskanzler und diese Bundesregierung begleiten uns gut durch die Pandemie und sichern Österreich eine wirklich gute Zukunft. Vergessen Sie das nicht und vergessen Sie, noch einmal, bitte nicht, welches Bild wir draußen in der Öffentlichkeit abgeben! Das ist im Moment letztklassig.
Zwischenrufe bei der FPÖ
Was wir und die Bevölkerung seit geraumer Zeit erleben, ist ganz klar: SPÖ, NEOS und FPÖ: Kurz muss weg! (Abg. Belakowitsch: Es geht um den Herrn Blümel! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich sage Ihnen eines, dieser Versuch von SPÖ und FPÖ 2019 ist kläglich gescheitert. Es wären alle gut beraten (Zwischenrufe bei der FPÖ), das nicht noch einmal zu versuchen. Dieser Versuch wird wieder scheitern, denn Kurz bleibt da, das sage ich und bin da sehr zuversichtlich. (Rufe bei SPÖ und FPÖ: Nicht mehr lang!) Dieser Bundeskanzler und diese Bundesregierung begleiten uns gut durch die Pandemie und sichern Österreich eine wirklich gute Zukunft. Vergessen Sie das nicht und vergessen Sie, noch einmal, bitte nicht, welches Bild wir draußen in der Öffentlichkeit abgeben! Das ist im Moment letztklassig.
Rufe bei SPÖ und FPÖ: Nicht mehr lang!
Was wir und die Bevölkerung seit geraumer Zeit erleben, ist ganz klar: SPÖ, NEOS und FPÖ: Kurz muss weg! (Abg. Belakowitsch: Es geht um den Herrn Blümel! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich sage Ihnen eines, dieser Versuch von SPÖ und FPÖ 2019 ist kläglich gescheitert. Es wären alle gut beraten (Zwischenrufe bei der FPÖ), das nicht noch einmal zu versuchen. Dieser Versuch wird wieder scheitern, denn Kurz bleibt da, das sage ich und bin da sehr zuversichtlich. (Rufe bei SPÖ und FPÖ: Nicht mehr lang!) Dieser Bundeskanzler und diese Bundesregierung begleiten uns gut durch die Pandemie und sichern Österreich eine wirklich gute Zukunft. Vergessen Sie das nicht und vergessen Sie, noch einmal, bitte nicht, welches Bild wir draußen in der Öffentlichkeit abgeben! Das ist im Moment letztklassig.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich bin zutiefst davon überzeugt, wenn in diesem Haus wieder Anstand und Respekt einkehren, werden wir alle miteinander Österreich gut begleiten können. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Anstand und Respekt vermisse ich bei sehr vielen in diesem Haus. Mein Appell: Lassen wir sie wieder die Oberhand gewinnen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin zutiefst davon überzeugt, wenn in diesem Haus wieder Anstand und Respekt einkehren, werden wir alle miteinander Österreich gut begleiten können. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Anstand und Respekt vermisse ich bei sehr vielen in diesem Haus. Mein Appell: Lassen wir sie wieder die Oberhand gewinnen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Haubner.
Diesen Ton haben zwei Personen zu verantworten: Die eine ist der Vorsitzende des Untersuchungsausschusses Sobotka und die andere der Fraktionsführer der ÖVP Hanger. (Beifall bei SPÖ und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Haubner.) Davon kann sich jeder überzeugen, indem er sich einmal selber reinsetzt und sich den Ton dort anhört; es kann auch jeder die Protokolle nachlesen. Wenn die ÖVP nicht die ganze Zeit mauern würde, dann könnte man das auch live im Fernsehen betrachten, wobei Kollege Hanger auch immer wieder im Fernsehen zu sehen ist, wo man das live beobachten kann – halt nicht im Rahmen des Untersuchungsausschusses, sondern im Rahmen von Diskussionen oder Nachrichtensendungen. Kollegin Schwarz hat vollkommen recht, dieser Ton ist wirklich letztklassig. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Taschner.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Taschner.
Diesen Ton haben zwei Personen zu verantworten: Die eine ist der Vorsitzende des Untersuchungsausschusses Sobotka und die andere der Fraktionsführer der ÖVP Hanger. (Beifall bei SPÖ und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Haubner.) Davon kann sich jeder überzeugen, indem er sich einmal selber reinsetzt und sich den Ton dort anhört; es kann auch jeder die Protokolle nachlesen. Wenn die ÖVP nicht die ganze Zeit mauern würde, dann könnte man das auch live im Fernsehen betrachten, wobei Kollege Hanger auch immer wieder im Fernsehen zu sehen ist, wo man das live beobachten kann – halt nicht im Rahmen des Untersuchungsausschusses, sondern im Rahmen von Diskussionen oder Nachrichtensendungen. Kollegin Schwarz hat vollkommen recht, dieser Ton ist wirklich letztklassig. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Taschner.)
Abg. Gabriela Schwarz: ... bei der Sonderpräsidiale ...!
Worum geht es eigentlich bei dieser Debatte? – Es geht darum, dass die ÖVP mithilfe der Grünen die Debatte über eine Ministeranklage gegen Minister Blümel am liebsten wahrscheinlich nach Mitternacht verschoben hätte. Das geht halt nicht so leicht, deswegen haben Sie diese EU-Debatte erfunden – erfunden! –, die im Anschluss stattfinden wird. Sie war gar nicht vorgesehen. (Abg. Gabriela Schwarz: ... bei der Sonderpräsidiale ...!) – Sie kam erst bei der Sonderpräsidiale, aber am Freitag war sie noch gar nicht im Gespräch. Sie haben sie über das Wochenende erfunden, weil Ihnen klar war, dass es unhaltbar ist, erst quasi nach allen Verfassungspunkten die Ministeranklage gegen Herrn Blümel zu diskutieren. Sie haben die EU-Debatte über das Wochenende erfunden. Sie könnten es genauso gut morgen bereits um 10 Uhr machen, das wäre eine noch bessere Zeit als heute. Es geht Ihnen nur darum, die Debatte über Herrn Blümel zu verschieben und zu verstecken, weil Sie sich offenbar für sein Verhalten genieren – und das tun Sie zu Recht. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.
Worum geht es eigentlich bei dieser Debatte? – Es geht darum, dass die ÖVP mithilfe der Grünen die Debatte über eine Ministeranklage gegen Minister Blümel am liebsten wahrscheinlich nach Mitternacht verschoben hätte. Das geht halt nicht so leicht, deswegen haben Sie diese EU-Debatte erfunden – erfunden! –, die im Anschluss stattfinden wird. Sie war gar nicht vorgesehen. (Abg. Gabriela Schwarz: ... bei der Sonderpräsidiale ...!) – Sie kam erst bei der Sonderpräsidiale, aber am Freitag war sie noch gar nicht im Gespräch. Sie haben sie über das Wochenende erfunden, weil Ihnen klar war, dass es unhaltbar ist, erst quasi nach allen Verfassungspunkten die Ministeranklage gegen Herrn Blümel zu diskutieren. Sie haben die EU-Debatte über das Wochenende erfunden. Sie könnten es genauso gut morgen bereits um 10 Uhr machen, das wäre eine noch bessere Zeit als heute. Es geht Ihnen nur darum, die Debatte über Herrn Blümel zu verschieben und zu verstecken, weil Sie sich offenbar für sein Verhalten genieren – und das tun Sie zu Recht. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.
Ich meine, es gab einmal eine Partei, die gesagt hat, sie stehe für Anstand, Transparenz und Kontrolle. Das war die grüne Partei. In der Zwischenzeit muss man feststellen, das, was Sie in diesem Fall hier machen, ist zudecken, verdunkeln und einem inakzeptablen Verhalten eines Bundesministers die Mauer machen – einem Bundesminister, der keinen Respekt vor dem Parlament und der Demokratie hat, der keinen Respekt vor der Verfassung und vor dem Rechtsstaat hat und der auch keinen Respekt vor dem Bundespräsidenten und der Bevölkerung hat. Sie (in Richtung Grüne) machen dem die Mauer, und es ist unanständig, dass Sie das machen. Sie sollten diesem Misstrauensantrag und auch dieser Änderung der Tagesordnung zustimmen, damit wir das jetzt hier debattieren und den Minister dem Verfassungsgerichtshof überantworten können, der entscheidet, ob der Minister Recht gebrochen hat oder nicht, wie es in der Verfassung vorgesehen ist. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Jetzt ist es so, dass wir am heutigen Tag zwei Aktuelle Stunden und eine EU-Erklärung von zwei Ministerinnen haben. Eine EU-Erklärung sollte eigentlich zweimal pro Jahr stattfinden; in dieser GP hat bis jetzt noch keine einzige solche EU-Erklärung stattgefunden – coronabedingt, zeitbedingt et cetera. Es geht um nichts Geringeres als die Zukunft Europas, um die Europakonferenz, und ich muss schon sagen, dass mich die Abneigung der Sozialdemokratie gegenüber diesem wichtigen Thema dann doch etwas überrascht, denn eigentlich sollte Ihnen das ja doch ein zentrales Anliegen sein. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die Geschäftsordnung im Parlament sieht vor: Zuerst kommen immer die Aktuellen Stunden; die haben wir bereits abgehandelt. Für alle Erklärungen ist es die parlamentarische Usance, die wir hier haben, Kollege Leichtfried und auch Kollege Krainer, dass sie am Beginn der Tagesordnung stehen – und so auch diese EU-Erklärungen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Haubner.
Sie pochen völlig zu Recht immer darauf, dass wir die Usancen dieses Hauses einhalten und nicht brechen. (Zwischenruf des Abg. Haubner.) Was Sie aber machen, ist, jetzt wieder Rosinen zu picken. Die Usance soll nicht gelten, wenn Sie einen Tagesordnungspunkt früher diskutieren wollen. Worum geht es dabei eigentlich? – Es geht um 1,5 Stunden. Ich weiß nicht, wo Ihre WählerInnen um halb zwei Uhr oder um 2 Uhr sind; vielleicht machen sie einen Mittagsschlaf. Ich weiß es nicht, wo Ihre große Sorge ist. Es gibt das Internet, es wird auf ORF III übertragen, die Debatte, die Sie haben wollen, ist mitten am Tag. Wir haben aber die Usance, dass zuerst die Erklärung kommt (Ruf bei der SPÖ: Wo bitte?!), die werden wir jetzt diskutieren (Abg. Haubner: Zuhören!), dann werden wir die Tagesordnung abarbeiten, und da werden die MinisterInnenanklagen diskutiert werden – ganz normal. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Wo bitte?!
Sie pochen völlig zu Recht immer darauf, dass wir die Usancen dieses Hauses einhalten und nicht brechen. (Zwischenruf des Abg. Haubner.) Was Sie aber machen, ist, jetzt wieder Rosinen zu picken. Die Usance soll nicht gelten, wenn Sie einen Tagesordnungspunkt früher diskutieren wollen. Worum geht es dabei eigentlich? – Es geht um 1,5 Stunden. Ich weiß nicht, wo Ihre WählerInnen um halb zwei Uhr oder um 2 Uhr sind; vielleicht machen sie einen Mittagsschlaf. Ich weiß es nicht, wo Ihre große Sorge ist. Es gibt das Internet, es wird auf ORF III übertragen, die Debatte, die Sie haben wollen, ist mitten am Tag. Wir haben aber die Usance, dass zuerst die Erklärung kommt (Ruf bei der SPÖ: Wo bitte?!), die werden wir jetzt diskutieren (Abg. Haubner: Zuhören!), dann werden wir die Tagesordnung abarbeiten, und da werden die MinisterInnenanklagen diskutiert werden – ganz normal. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Haubner: Zuhören!
Sie pochen völlig zu Recht immer darauf, dass wir die Usancen dieses Hauses einhalten und nicht brechen. (Zwischenruf des Abg. Haubner.) Was Sie aber machen, ist, jetzt wieder Rosinen zu picken. Die Usance soll nicht gelten, wenn Sie einen Tagesordnungspunkt früher diskutieren wollen. Worum geht es dabei eigentlich? – Es geht um 1,5 Stunden. Ich weiß nicht, wo Ihre WählerInnen um halb zwei Uhr oder um 2 Uhr sind; vielleicht machen sie einen Mittagsschlaf. Ich weiß es nicht, wo Ihre große Sorge ist. Es gibt das Internet, es wird auf ORF III übertragen, die Debatte, die Sie haben wollen, ist mitten am Tag. Wir haben aber die Usance, dass zuerst die Erklärung kommt (Ruf bei der SPÖ: Wo bitte?!), die werden wir jetzt diskutieren (Abg. Haubner: Zuhören!), dann werden wir die Tagesordnung abarbeiten, und da werden die MinisterInnenanklagen diskutiert werden – ganz normal. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Sie pochen völlig zu Recht immer darauf, dass wir die Usancen dieses Hauses einhalten und nicht brechen. (Zwischenruf des Abg. Haubner.) Was Sie aber machen, ist, jetzt wieder Rosinen zu picken. Die Usance soll nicht gelten, wenn Sie einen Tagesordnungspunkt früher diskutieren wollen. Worum geht es dabei eigentlich? – Es geht um 1,5 Stunden. Ich weiß nicht, wo Ihre WählerInnen um halb zwei Uhr oder um 2 Uhr sind; vielleicht machen sie einen Mittagsschlaf. Ich weiß es nicht, wo Ihre große Sorge ist. Es gibt das Internet, es wird auf ORF III übertragen, die Debatte, die Sie haben wollen, ist mitten am Tag. Wir haben aber die Usance, dass zuerst die Erklärung kommt (Ruf bei der SPÖ: Wo bitte?!), die werden wir jetzt diskutieren (Abg. Haubner: Zuhören!), dann werden wir die Tagesordnung abarbeiten, und da werden die MinisterInnenanklagen diskutiert werden – ganz normal. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Was Sie hier jetzt abziehen, ist eine Show wegen 1,5 Stunden, und Sie selber sorgen jetzt für eine weitere Verzögerung. Sie sorgen dafür, dass diese Debatte potenziell um 1,5 Stunden später geführt wird. Dass die Debatte zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden wird, dafür sind Sie selbst verantwortlich, liebe Sozialdemokratie. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.) Ich halte dieses Verhalten für kindisch und ein bisschen beschämend.
Abg. Leichtfried: Darum bemühen sich alle Parteien!
Die Oppositionsparteien pochen absolut zu Recht immer darauf, dass die Usancen des Hauses eingehalten werden und dass wir Entscheidungen gemeinsam treffen. Der Präsident und auch die Präsidentin bemühen sich darum, dass wir eine gemeinsame Tagesordnung, eine gemeinsame Vorgangsweise für das Abhalten unserer Debatten hier im Haus schaffen (Abg. Leichtfried: Darum bemühen sich alle Parteien!), daran sollten sich alle Parteien gleichermaßen beteiligen. (Weiterer Zwischenruf bei der SPÖ.)
Weiterer Zwischenruf bei der SPÖ.
Die Oppositionsparteien pochen absolut zu Recht immer darauf, dass die Usancen des Hauses eingehalten werden und dass wir Entscheidungen gemeinsam treffen. Der Präsident und auch die Präsidentin bemühen sich darum, dass wir eine gemeinsame Tagesordnung, eine gemeinsame Vorgangsweise für das Abhalten unserer Debatten hier im Haus schaffen (Abg. Leichtfried: Darum bemühen sich alle Parteien!), daran sollten sich alle Parteien gleichermaßen beteiligen. (Weiterer Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Sie waren mit dieser Tagesordnung nicht einverstanden, okay, die Einwendungsdebatte ist Ihr gutes Recht, aber den Anlass und die Auslegung der Usancen, wenn sie Ihnen halt gerade nicht passen, halte ich einer an sich eigentlich staatstragenden Sozialdemokratie für nicht würdig. Wir werden diesem Einwendungsantrag natürlich auch nicht zustimmen. – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ
Frau Abgeordnete Schwarz hat hier sehr leidenschaftlich von Anstand, Respekt und vom guten Ton in diesem Haus gesprochen. Dieses Anliegen teile ich eigentlich völlig mit ihr. Sie hat sich auch über die mangelnde Wertschätzung beklagt, die ihr entgegengebracht wird. – In diesem Zusammenhang wollte ich Sie fragen: Haben Sie schon einmal die Chats Ihrer Parteikollegen gelesen? Also da wimmelt es nicht gerade so von Anstand und Respekt (Beifall bei der FPÖ), nämlich auch nicht von Anstand und Respekt gegenüber Frauen. Vielleicht werden Ihnen die ja vorenthalten, aber Sie sollten da einmal ein bisschen nachlesen.
Zwischenruf des Abg. Haubner.
Und mit Verlaub, Herr Kollege Hanger, Abgeordneter Hanger, Fraktionsführer im U-Ausschuss, Ihre Ankündigung, sofort zum Antikorruptionsvolksbegehren zu schusseln und zu unterschreiben, entwertet dieses Volksbegehren ja schon, bevor es überhaupt losgegangen ist; das sind derart durchsichtige Manöver. (Zwischenruf des Abg. Haubner.) Nervosität macht sich breit; ich kann mir das gut vorstellen: Es fließt so viel Geld an die Medien, es gibt die Medienförderung und trotzdem: Der Kochtopf, in dem es brodelt, lässt sich nicht mehr schließen. Sie sind in der Koalition mit den Grünen gefangen, Sie müssen sich öffentlich maßregeln und bemoralisieren lassen; dagegen können Sie sich offensichtlich nicht helfen und lassen Ihren Frust dann an anderen aus, zum Teil auch an uns, aber wir halten das schon aus.
Zwischenruf bei der ÖVP.
Außerdem hat er auch erklärt, dass Obmanndebatten in der ÖVP etwas ganz Normales sind. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Na bitte, das wollen wir hören! Wen interessiert das? Dass Sie da jetzt wirklich eine Debatte zur Zukunft der EU abhalten wollen, die wir ja eigentlich schon am Vormittag gehabt haben, und dazu hier zwei Ministerinnen plaudern lassen wollen, ist schon eher deprimierend, die Zukunft der EU schaut nicht so gut aus. Wir möchten uns lieber die Ministeranklage anhören und dem Finanzminister dafür wirklich die beste Sendezeit zur Verfügung stellen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Außerdem hat er auch erklärt, dass Obmanndebatten in der ÖVP etwas ganz Normales sind. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Na bitte, das wollen wir hören! Wen interessiert das? Dass Sie da jetzt wirklich eine Debatte zur Zukunft der EU abhalten wollen, die wir ja eigentlich schon am Vormittag gehabt haben, und dazu hier zwei Ministerinnen plaudern lassen wollen, ist schon eher deprimierend, die Zukunft der EU schaut nicht so gut aus. Wir möchten uns lieber die Ministeranklage anhören und dem Finanzminister dafür wirklich die beste Sendezeit zur Verfügung stellen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei NEOS, ÖVP und Grünen.
Ja, ich verstehe auch, dass man gegen die Tagesordnung eine Einwendung einbringt, wenn die Regierungsparteien das auf 23.30 Uhr verschoben hätten. Das würde ich verstehen, aber das ist es ja nicht, und mit jeder Minute, die wir hier diskutieren, rückt die Debatte über die Ministeranklagen faktisch auch 1 Minute weiter nach hinten. (Beifall bei NEOS, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei NEOS, ÖVP und Grünen.
Es hat Diskussionen in der Präsidiale gegeben, wie das ist; es gibt diese EU-Erklärung zur Zukunftskonferenz, die ich für extrem wichtig halte. Es ist nicht nur in der Geschäftsordnung vorgesehen, dass es EU-Erklärungen gibt, sondern es geht ganz besonders um diese Erklärung zur Zukunftskonferenz; wir haben schon länger diskutiert, dass eine solche kommen soll, und das geht de facto nur am heutigen Tag. Im Juli geht es nicht, weil die Europaabgeordneten nicht dabei sein können. Heute waren sie schon da, und es macht daher Sinn, dass wir das an die jetzige Debatte anschließen. Als Kompromiss ist die Ministeranklage von Tagesordnungspunkt 5 auf Tagesordnungspunkt 2 vorgereiht worden; das ist ein Kompromiss, mit dem man nicht zufrieden sein muss, das ist okay, aber wie gesagt: Jede Minute, die wir jetzt darüber diskutieren, diskutieren wir das andere dann um dieselbe Zeitspanne später. In dem Sinn erspare ich Ihnen weitere Ausführungen und hoffe, dass wir dann ordentlich zur Ministeranklage diskutieren, und das möglichst bald. (Beifall bei NEOS, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Präsidentin Doris Bures: Bevor ich Frau Abgeordneter Kuntzl das Wort erteile, möchte ich noch mitteilen, dass ich mir von der vorangegangenen Debatte das Stenographische Protokoll der Ausführungen des Herrn Abgeordneten Reimon habe übermitteln lassen. Aus diesem ist ersichtlich, dass Sie an eine im Haus vertretene Fraktion den Vorwurf gerichtet haben: „Ihr seid nach wie vor die Mafia- -, [...]“ – Dafür erteile ich Ihnen nachträglich einen Ordnungsruf. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Natürlich geht es darum, dass die Tagesordnung so gestaltet werden soll, dass über das, was der ÖVP unangenehm ist, nicht vorrangig geredet wird, sondern das ein bisschen nach hinten gereiht wird. Selbstverständlich geht es darum, denn worüber die ÖVP nicht reden will, das soll verräumt werden, wenn es schon nicht verhindert werden kann. Das ist das eigentliche Thema und, sehr geehrter Kollege Scherak, deswegen wird das auch thematisiert, um diese Logik, diese Vorgangsweise der Regierungsparteien darzulegen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Haubner.
Man versteht es ja auch ein bisschen, dass das unangenehm ist. Es dauert jetzt schon Wochen, immer wieder kommt Neues auf und wieder Neues, und es wird nicht angenehmer für die ÖVP, ganz im Gegenteil, es wird immer unangenehmer. Das Unangenehme heute ist, dass wir hier im Haus über zwei – zwei! – Ministeranklagen gegen zwei ÖVP-Minister diskutieren werden, gegen den einen, weil er gegen die Verfassung verstoßen hat, und gegen die andere, die Wirtschaftsministerin, weil der Verdacht auf Untreue im Zusammenhang mit dem misslungenen Kaufhaus Österreich besteht. Man versteht, dass das unangenehm ist, das rechtfertigt aber nicht die Vorgangsweise, das verstecken zu wollen und in der Tagesordnung nach hinten zu räumen. (Zwischenruf des Abg. Haubner.)
Zwischenruf bei der ÖVP
An die Kollegin der ÖVP, die gesagt hat, dass das Haus hier ein letztklassiges Bild liefert: Nicht das Haus liefert ein letztklassiges Bild, Frau Kollegin Schwarz – nicht das Haus! (Zwischenruf bei der ÖVP) –, die ÖVP bietet in den letzten Wochen ein letztklassiges Bild. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
An die Kollegin der ÖVP, die gesagt hat, dass das Haus hier ein letztklassiges Bild liefert: Nicht das Haus liefert ein letztklassiges Bild, Frau Kollegin Schwarz – nicht das Haus! (Zwischenruf bei der ÖVP) –, die ÖVP bietet in den letzten Wochen ein letztklassiges Bild. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich weiß, es ist Ihnen unangenehm, es ist Ihnen mit Recht unangenehm – die Chats, die da zutage gekommen sind und die mit Recht auch schon zu ersten Rücktritten geführt haben. Diese Chats sind nämlich gar nicht privat, überhaupt nicht privat. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Auch wenn sie nicht für die Öffentlichkeit gedacht waren, sind sie nicht privat, denn es geht um den Umgang mit dem Rechtsstaat, es geht um den Umgang mit der Justiz, es geht um zutiefst politische Themen (Zwischenruf des Abg. Ofenauer), und es offenbart die Haltung dieser Amtsträger diesen rechtsstaatlichen Prinzipien gegenüber. Sie haben daher mit voller Berechtigung zu Rücktritten geführt.
Zwischenruf des Abg. Ofenauer
Ich weiß, es ist Ihnen unangenehm, es ist Ihnen mit Recht unangenehm – die Chats, die da zutage gekommen sind und die mit Recht auch schon zu ersten Rücktritten geführt haben. Diese Chats sind nämlich gar nicht privat, überhaupt nicht privat. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Auch wenn sie nicht für die Öffentlichkeit gedacht waren, sind sie nicht privat, denn es geht um den Umgang mit dem Rechtsstaat, es geht um den Umgang mit der Justiz, es geht um zutiefst politische Themen (Zwischenruf des Abg. Ofenauer), und es offenbart die Haltung dieser Amtsträger diesen rechtsstaatlichen Prinzipien gegenüber. Sie haben daher mit voller Berechtigung zu Rücktritten geführt.
Zwischenruf der Abg. Disoski
Jetzt komme ich zu den Grünen: Die Grünen erfüllen in diesem relativ harmlosen Punkt – aber deswegen ist es ja umso verwunderlicher; es wird halt später diskutiert, wird verräumt – den Willen der ÖVP. Das ist nicht ein Punkt (Zwischenruf der Abg. Disoski), der euch wirklich gefährlich werden könnte; die Grünen erfüllen nun aber wieder brav die Rolle, die die ÖVP von ihnen erwartet.
Zwischenrufe der Abgeordneten Ribo und Schallmeiner.
Das habt ihr zwar heute nicht so argumentiert, aber das kommt immer wieder, nämlich der Punkt: Wir wollen einander nicht überstimmen! Wir können einander in einer Koalition nicht überstimmen! (Zwischenrufe der Abgeordneten Ribo und Schallmeiner.) – Das verstehe ich vom Prinzip her schon. Ich hätte nur eine kleine Denkanregung für die Freunde und Freundinnen von den Grünen, nämlich: Man könnte es auch einmal umgekehrt sehen (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner), nämlich dass nicht ihr die ÖVP überstimmt, sondern dass ihr immer wieder, permanent von der ÖVP überstimmt werdet. Ihr könntet das auch einmal umdrehen und sagen: Wir wollen das durchsetzen, was wir gut finden, und nicht von euch überstimmt werden! (Zwischenruf der Abg. Maurer.) – Das wäre einmal eine Haltung, die wir uns von den Grünen erwarten würden. (Beifall und Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schallmeiner
Das habt ihr zwar heute nicht so argumentiert, aber das kommt immer wieder, nämlich der Punkt: Wir wollen einander nicht überstimmen! Wir können einander in einer Koalition nicht überstimmen! (Zwischenrufe der Abgeordneten Ribo und Schallmeiner.) – Das verstehe ich vom Prinzip her schon. Ich hätte nur eine kleine Denkanregung für die Freunde und Freundinnen von den Grünen, nämlich: Man könnte es auch einmal umgekehrt sehen (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner), nämlich dass nicht ihr die ÖVP überstimmt, sondern dass ihr immer wieder, permanent von der ÖVP überstimmt werdet. Ihr könntet das auch einmal umdrehen und sagen: Wir wollen das durchsetzen, was wir gut finden, und nicht von euch überstimmt werden! (Zwischenruf der Abg. Maurer.) – Das wäre einmal eine Haltung, die wir uns von den Grünen erwarten würden. (Beifall und Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Maurer.
Das habt ihr zwar heute nicht so argumentiert, aber das kommt immer wieder, nämlich der Punkt: Wir wollen einander nicht überstimmen! Wir können einander in einer Koalition nicht überstimmen! (Zwischenrufe der Abgeordneten Ribo und Schallmeiner.) – Das verstehe ich vom Prinzip her schon. Ich hätte nur eine kleine Denkanregung für die Freunde und Freundinnen von den Grünen, nämlich: Man könnte es auch einmal umgekehrt sehen (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner), nämlich dass nicht ihr die ÖVP überstimmt, sondern dass ihr immer wieder, permanent von der ÖVP überstimmt werdet. Ihr könntet das auch einmal umdrehen und sagen: Wir wollen das durchsetzen, was wir gut finden, und nicht von euch überstimmt werden! (Zwischenruf der Abg. Maurer.) – Das wäre einmal eine Haltung, die wir uns von den Grünen erwarten würden. (Beifall und Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall und Zwischenruf bei der SPÖ.
Das habt ihr zwar heute nicht so argumentiert, aber das kommt immer wieder, nämlich der Punkt: Wir wollen einander nicht überstimmen! Wir können einander in einer Koalition nicht überstimmen! (Zwischenrufe der Abgeordneten Ribo und Schallmeiner.) – Das verstehe ich vom Prinzip her schon. Ich hätte nur eine kleine Denkanregung für die Freunde und Freundinnen von den Grünen, nämlich: Man könnte es auch einmal umgekehrt sehen (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner), nämlich dass nicht ihr die ÖVP überstimmt, sondern dass ihr immer wieder, permanent von der ÖVP überstimmt werdet. Ihr könntet das auch einmal umdrehen und sagen: Wir wollen das durchsetzen, was wir gut finden, und nicht von euch überstimmt werden! (Zwischenruf der Abg. Maurer.) – Das wäre einmal eine Haltung, die wir uns von den Grünen erwarten würden. (Beifall und Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, es geht darum, dass wieder einmal für die ÖVP unangenehme Dinge auf der Tagesordnung sein werden, die wir weiter vorne diskutieren könnten; dafür würden wir um Zustimmung ersuchen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Ach so?!
Abgeordneter Dr. Christian Stocker (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus! Verehrte Zuseherinnen und Zuseher zu Hause! Das, was wir hier gerade erleben, ist alles andere als eine Sternstunde des Parlamentarismus. (Abg. Belakowitsch: Ach so?!) Es werden jetzt die fragwürdigen Methoden des Untersuchungsausschusses in das Plenum verlegt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Christian Stocker (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus! Verehrte Zuseherinnen und Zuseher zu Hause! Das, was wir hier gerade erleben, ist alles andere als eine Sternstunde des Parlamentarismus. (Abg. Belakowitsch: Ach so?!) Es werden jetzt die fragwürdigen Methoden des Untersuchungsausschusses in das Plenum verlegt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Ihr verhindert das!
Ich bin wirklich überrascht, dass sich die SPÖ gemeinsam mit der FPÖ zu dieser Einwendungsdebatte einfindet und dann sagt, dass wir verhindern wollen, dass zu einer guten Zeit – zu einer Sendezeit mit möglichst vielen Zusehern – eine Debatte über eine Ministeranklage – über die wir schon noch reden werden – stattfindet, und damit gleichzeitig verhindert, dass diese Debatte früher stattfindet. (Abg. Belakowitsch: Ihr verhindert das!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei FPÖ und NEOS.
Vertrauen der Bevölkerung in dieses Parlament. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei FPÖ und NEOS.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Frau Kollegin Belakowitsch, ich weiß schon, mit der Gefährdung hat Ihre Partei große Erfahrung. Ihr designierter Parteiobmann hat als Innenminister die Sicherheit gefährdet, Stichwort BVT. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Im Zusammenhang mit den Coronamaßnahmen gefährden sie gemeinsam die Gesundheit von uns allen und der Bevölkerung (Zwischenrufe der Abgeordneten Brückl und Belakowitsch), und Sie gefährden nun gemeinsam mit der SPÖ das Vertrauen in dieses Parlament. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Brückl und Belakowitsch
Frau Kollegin Belakowitsch, ich weiß schon, mit der Gefährdung hat Ihre Partei große Erfahrung. Ihr designierter Parteiobmann hat als Innenminister die Sicherheit gefährdet, Stichwort BVT. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Im Zusammenhang mit den Coronamaßnahmen gefährden sie gemeinsam die Gesundheit von uns allen und der Bevölkerung (Zwischenrufe der Abgeordneten Brückl und Belakowitsch), und Sie gefährden nun gemeinsam mit der SPÖ das Vertrauen in dieses Parlament. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Frau Kollegin Belakowitsch, ich weiß schon, mit der Gefährdung hat Ihre Partei große Erfahrung. Ihr designierter Parteiobmann hat als Innenminister die Sicherheit gefährdet, Stichwort BVT. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Im Zusammenhang mit den Coronamaßnahmen gefährden sie gemeinsam die Gesundheit von uns allen und der Bevölkerung (Zwischenrufe der Abgeordneten Brückl und Belakowitsch), und Sie gefährden nun gemeinsam mit der SPÖ das Vertrauen in dieses Parlament. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Belakowitsch: Eine Scheinanklage heißt ...!
Worum geht es eigentlich? – Das ist doch eine Scheindebatte der Sonderklasse. Es wird wieder die Geschäftsordnung dazu benutzt, um eine Scheindebatte zu führen. Es geht überhaupt nicht um den Inhalt (Abg. Belakowitsch: Eine Scheinanklage heißt ...!) – diesen werden wir in der Debatte zu dieser Ministeranklage schon diskutieren –, es geht um Show, es geht um Bühne, es geht um Kulisse (Zwischenruf des Abg. Amesbauer), das ist Ihr Anliegen und sonst gar nichts. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenruf des Abg. Amesbauer
Worum geht es eigentlich? – Das ist doch eine Scheindebatte der Sonderklasse. Es wird wieder die Geschäftsordnung dazu benutzt, um eine Scheindebatte zu führen. Es geht überhaupt nicht um den Inhalt (Abg. Belakowitsch: Eine Scheinanklage heißt ...!) – diesen werden wir in der Debatte zu dieser Ministeranklage schon diskutieren –, es geht um Show, es geht um Bühne, es geht um Kulisse (Zwischenruf des Abg. Amesbauer), das ist Ihr Anliegen und sonst gar nichts. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Worum geht es eigentlich? – Das ist doch eine Scheindebatte der Sonderklasse. Es wird wieder die Geschäftsordnung dazu benutzt, um eine Scheindebatte zu führen. Es geht überhaupt nicht um den Inhalt (Abg. Belakowitsch: Eine Scheinanklage heißt ...!) – diesen werden wir in der Debatte zu dieser Ministeranklage schon diskutieren –, es geht um Show, es geht um Bühne, es geht um Kulisse (Zwischenruf des Abg. Amesbauer), das ist Ihr Anliegen und sonst gar nichts. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei der ÖVP – Ah-Rufe bei der SPÖ
Ich sage Ihnen jetzt noch etwas: Bei dieser Debatte geht es ja eigentlich nur darum, ob Tagesordnungspunkt 2 der erste sein soll. Wenn Sie sich aber schon mit dem Herrn Finanzminister beschäftigen, dann darf ich Ihnen eines sagen: Recht wird von ihm nicht gebrochen, sondern respektiert (Beifall bei der ÖVP – Ah-Rufe bei der SPÖ); ja, wird respektiert. Ich sage Ihnen auch – das sage ich Ihnen als Jurist –: Diese Aktenlieferungen haben ein neues Rechtsumfeld betroffen. So etwas hat es in dieser Dimension und in dieser Allgemeinheit noch nicht gegeben. (Abg. Belakowitsch: Das stimmt ja nicht! ...! – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.) Wer sich die Finanzprokuratur als Ratgeber sucht (weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), ist bereit, das, was der Verfassungsgerichtshof erkennt, zu erfüllen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Dass da ein Rechtsbruch vorliegt, weise ich zurück. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Das stimmt ja nicht! ...! – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.
Ich sage Ihnen jetzt noch etwas: Bei dieser Debatte geht es ja eigentlich nur darum, ob Tagesordnungspunkt 2 der erste sein soll. Wenn Sie sich aber schon mit dem Herrn Finanzminister beschäftigen, dann darf ich Ihnen eines sagen: Recht wird von ihm nicht gebrochen, sondern respektiert (Beifall bei der ÖVP – Ah-Rufe bei der SPÖ); ja, wird respektiert. Ich sage Ihnen auch – das sage ich Ihnen als Jurist –: Diese Aktenlieferungen haben ein neues Rechtsumfeld betroffen. So etwas hat es in dieser Dimension und in dieser Allgemeinheit noch nicht gegeben. (Abg. Belakowitsch: Das stimmt ja nicht! ...! – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.) Wer sich die Finanzprokuratur als Ratgeber sucht (weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), ist bereit, das, was der Verfassungsgerichtshof erkennt, zu erfüllen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Dass da ein Rechtsbruch vorliegt, weise ich zurück. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
weitere Zwischenrufe bei der FPÖ
Ich sage Ihnen jetzt noch etwas: Bei dieser Debatte geht es ja eigentlich nur darum, ob Tagesordnungspunkt 2 der erste sein soll. Wenn Sie sich aber schon mit dem Herrn Finanzminister beschäftigen, dann darf ich Ihnen eines sagen: Recht wird von ihm nicht gebrochen, sondern respektiert (Beifall bei der ÖVP – Ah-Rufe bei der SPÖ); ja, wird respektiert. Ich sage Ihnen auch – das sage ich Ihnen als Jurist –: Diese Aktenlieferungen haben ein neues Rechtsumfeld betroffen. So etwas hat es in dieser Dimension und in dieser Allgemeinheit noch nicht gegeben. (Abg. Belakowitsch: Das stimmt ja nicht! ...! – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.) Wer sich die Finanzprokuratur als Ratgeber sucht (weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), ist bereit, das, was der Verfassungsgerichtshof erkennt, zu erfüllen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Dass da ein Rechtsbruch vorliegt, weise ich zurück. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Ich sage Ihnen jetzt noch etwas: Bei dieser Debatte geht es ja eigentlich nur darum, ob Tagesordnungspunkt 2 der erste sein soll. Wenn Sie sich aber schon mit dem Herrn Finanzminister beschäftigen, dann darf ich Ihnen eines sagen: Recht wird von ihm nicht gebrochen, sondern respektiert (Beifall bei der ÖVP – Ah-Rufe bei der SPÖ); ja, wird respektiert. Ich sage Ihnen auch – das sage ich Ihnen als Jurist –: Diese Aktenlieferungen haben ein neues Rechtsumfeld betroffen. So etwas hat es in dieser Dimension und in dieser Allgemeinheit noch nicht gegeben. (Abg. Belakowitsch: Das stimmt ja nicht! ...! – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.) Wer sich die Finanzprokuratur als Ratgeber sucht (weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), ist bereit, das, was der Verfassungsgerichtshof erkennt, zu erfüllen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Dass da ein Rechtsbruch vorliegt, weise ich zurück. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Ich sage Ihnen jetzt noch etwas: Bei dieser Debatte geht es ja eigentlich nur darum, ob Tagesordnungspunkt 2 der erste sein soll. Wenn Sie sich aber schon mit dem Herrn Finanzminister beschäftigen, dann darf ich Ihnen eines sagen: Recht wird von ihm nicht gebrochen, sondern respektiert (Beifall bei der ÖVP – Ah-Rufe bei der SPÖ); ja, wird respektiert. Ich sage Ihnen auch – das sage ich Ihnen als Jurist –: Diese Aktenlieferungen haben ein neues Rechtsumfeld betroffen. So etwas hat es in dieser Dimension und in dieser Allgemeinheit noch nicht gegeben. (Abg. Belakowitsch: Das stimmt ja nicht! ...! – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.) Wer sich die Finanzprokuratur als Ratgeber sucht (weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), ist bereit, das, was der Verfassungsgerichtshof erkennt, zu erfüllen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Dass da ein Rechtsbruch vorliegt, weise ich zurück. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Glauben Sie!
Dass Sie mit dem Herrn Finanzminister über eine Ministeranklage reden wollen, spricht für sich; das entbehrt jeder Grundlage. (Abg. Belakowitsch: Glauben Sie!) Wir können aber gerne darüber reden, wie diese Republik durch die Coronakrise gekommen ist. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Das, was Sie herbeigeredet haben und was Sie sich offensichtlich teilweise wünschen, meine geschätzten Damen und Herren von der Opposition, nämlich dass die Einkommen gesunken wären, ist nicht der Fall. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Durchschnittlich 1 Prozent: Das ist minimal für diese Krise. (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Dass Sie mit dem Herrn Finanzminister über eine Ministeranklage reden wollen, spricht für sich; das entbehrt jeder Grundlage. (Abg. Belakowitsch: Glauben Sie!) Wir können aber gerne darüber reden, wie diese Republik durch die Coronakrise gekommen ist. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Das, was Sie herbeigeredet haben und was Sie sich offensichtlich teilweise wünschen, meine geschätzten Damen und Herren von der Opposition, nämlich dass die Einkommen gesunken wären, ist nicht der Fall. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Durchschnittlich 1 Prozent: Das ist minimal für diese Krise. (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Dass Sie mit dem Herrn Finanzminister über eine Ministeranklage reden wollen, spricht für sich; das entbehrt jeder Grundlage. (Abg. Belakowitsch: Glauben Sie!) Wir können aber gerne darüber reden, wie diese Republik durch die Coronakrise gekommen ist. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Das, was Sie herbeigeredet haben und was Sie sich offensichtlich teilweise wünschen, meine geschätzten Damen und Herren von der Opposition, nämlich dass die Einkommen gesunken wären, ist nicht der Fall. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Durchschnittlich 1 Prozent: Das ist minimal für diese Krise. (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Dass Sie mit dem Herrn Finanzminister über eine Ministeranklage reden wollen, spricht für sich; das entbehrt jeder Grundlage. (Abg. Belakowitsch: Glauben Sie!) Wir können aber gerne darüber reden, wie diese Republik durch die Coronakrise gekommen ist. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Das, was Sie herbeigeredet haben und was Sie sich offensichtlich teilweise wünschen, meine geschätzten Damen und Herren von der Opposition, nämlich dass die Einkommen gesunken wären, ist nicht der Fall. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Durchschnittlich 1 Prozent: Das ist minimal für diese Krise. (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Herr Kollege, das ist eine Einwendungsdebatte! – Zwischenruf des Abg. Deimek.
Die Pleitewelle, von der immer die Rede ist, ist gar nicht in Sicht, im Gegenteil. (Abg. Belakowitsch: Herr Kollege, das ist eine Einwendungsdebatte! – Zwischenruf des Abg. Deimek.) Es ist so, dass dieser Wirtschaftsstandort prosperiert, dass das Vertrauen in die Wirtschaft groß ist, dass die Unternehmer investieren. (Abg. Belakowitsch: Aber Sie kennen die Geschäftsordnung schon?! – Zwischenruf des Abg. Deimek.) Wir sind aufgrund der Hilfen durch das Finanzministerium, die wir hier beschlossen haben, besser durch die Krise gekommen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) als die meisten anderen Länder in Europa und auf der Welt. Das ist ein Verdienst des Finanzministers, und darüber reden wir gerne mit Ihnen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Aber Sie kennen die Geschäftsordnung schon?! – Zwischenruf des Abg. Deimek.
Die Pleitewelle, von der immer die Rede ist, ist gar nicht in Sicht, im Gegenteil. (Abg. Belakowitsch: Herr Kollege, das ist eine Einwendungsdebatte! – Zwischenruf des Abg. Deimek.) Es ist so, dass dieser Wirtschaftsstandort prosperiert, dass das Vertrauen in die Wirtschaft groß ist, dass die Unternehmer investieren. (Abg. Belakowitsch: Aber Sie kennen die Geschäftsordnung schon?! – Zwischenruf des Abg. Deimek.) Wir sind aufgrund der Hilfen durch das Finanzministerium, die wir hier beschlossen haben, besser durch die Krise gekommen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) als die meisten anderen Länder in Europa und auf der Welt. Das ist ein Verdienst des Finanzministers, und darüber reden wir gerne mit Ihnen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Die Pleitewelle, von der immer die Rede ist, ist gar nicht in Sicht, im Gegenteil. (Abg. Belakowitsch: Herr Kollege, das ist eine Einwendungsdebatte! – Zwischenruf des Abg. Deimek.) Es ist so, dass dieser Wirtschaftsstandort prosperiert, dass das Vertrauen in die Wirtschaft groß ist, dass die Unternehmer investieren. (Abg. Belakowitsch: Aber Sie kennen die Geschäftsordnung schon?! – Zwischenruf des Abg. Deimek.) Wir sind aufgrund der Hilfen durch das Finanzministerium, die wir hier beschlossen haben, besser durch die Krise gekommen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) als die meisten anderen Länder in Europa und auf der Welt. Das ist ein Verdienst des Finanzministers, und darüber reden wir gerne mit Ihnen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die Pleitewelle, von der immer die Rede ist, ist gar nicht in Sicht, im Gegenteil. (Abg. Belakowitsch: Herr Kollege, das ist eine Einwendungsdebatte! – Zwischenruf des Abg. Deimek.) Es ist so, dass dieser Wirtschaftsstandort prosperiert, dass das Vertrauen in die Wirtschaft groß ist, dass die Unternehmer investieren. (Abg. Belakowitsch: Aber Sie kennen die Geschäftsordnung schon?! – Zwischenruf des Abg. Deimek.) Wir sind aufgrund der Hilfen durch das Finanzministerium, die wir hier beschlossen haben, besser durch die Krise gekommen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) als die meisten anderen Länder in Europa und auf der Welt. Das ist ein Verdienst des Finanzministers, und darüber reden wir gerne mit Ihnen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Wirklich?! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen noch etwas: Ich als Parlamentarier halte Oppositionspolitik für richtig und wichtig. (Abg. Belakowitsch: Wirklich?! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ein hoher Vertreter der SPÖ hat gesagt: Opposition
Abg. Loacker: Ach geh! – Abg. Belakowitsch: Seit wann? – Zwischenrufe bei der SPÖ
Ich sage Ihnen: Wir achten dieses Parlament, wir respektieren das Parlament (Abg. Loacker: Ach geh! – Abg. Belakowitsch: Seit wann? – Zwischenrufe bei der SPÖ), und wir werden die Ministeranklage, die unberechtigt ist (Zwischenrufe bei FPÖ und NEOS), an dem Tagesordnungspunkt diskutieren, an dem es vorgesehen ist, und nicht, wann Sie es sich wünschen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei FPÖ und NEOS
Ich sage Ihnen: Wir achten dieses Parlament, wir respektieren das Parlament (Abg. Loacker: Ach geh! – Abg. Belakowitsch: Seit wann? – Zwischenrufe bei der SPÖ), und wir werden die Ministeranklage, die unberechtigt ist (Zwischenrufe bei FPÖ und NEOS), an dem Tagesordnungspunkt diskutieren, an dem es vorgesehen ist, und nicht, wann Sie es sich wünschen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich sage Ihnen: Wir achten dieses Parlament, wir respektieren das Parlament (Abg. Loacker: Ach geh! – Abg. Belakowitsch: Seit wann? – Zwischenrufe bei der SPÖ), und wir werden die Ministeranklage, die unberechtigt ist (Zwischenrufe bei FPÖ und NEOS), an dem Tagesordnungspunkt diskutieren, an dem es vorgesehen ist, und nicht, wann Sie es sich wünschen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP: Stimmt ja!
Herr Klubobmann Wöginger, Sie haben gesagt: „Da wird gelogen, dass sich die Balken biegen!“, und dafür erteile ich Ihnen natürlich einen Ordnungsruf. (Zwischenruf bei der ÖVP: Stimmt ja!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Nun gelangt Herr Abgeordneter Christian Hafenecker zu Wort. – Bitte. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ): Herr Kollege Stocker, es ist wirklich bemerkenswert, was Sie immer wieder für Analogien ziehen und in welcher Parallelwelt Sie eigentlich unterwegs sind. Sie haben vorhin gerade gesagt: Gernot Blümel ist der Minister, der das Recht respektiert. – Entschuldigen Sie, haben Sie vergessen, dass wir erst vor Kurzem genau an dieser Stelle darüber gesprochen haben, dass der Herr Bundespräsident einen Exekutionsauftrag gegen ihn hatte?! Er hat das Recht mit Füßen getreten und hat es ignoriert. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Das ist das Thema, mit dem wir uns hier ständig auseinandersetzen müssen. Als Sie jetzt Ihre Sonntagsrede gehalten haben, habe ich mir gedacht, nicht schlecht, also es geht immer noch eine Stufe drüber.
Abg. Haubner: Na ja!
Weil Sie vorhin gesagt haben, Klubobmann Kickl wäre ein Staatsgefährder gewesen, Herr Kollege Stocker: Das lasse ich so überhaupt nicht stehen. (Abg. Haubner: Na ja!) Was wir aber machen können – Sie sind ja selber im Untersuchungsausschuss –, ist, dass wir schon über Akten reden können, die uns angeliefert worden sind, auch wenn es sich um Klassifizierungsstufe 3 handelt, bei denen es tatsächlich darum geht, dass Staatsgeheimnisse verraten werden, und das Ganze im ÖVP-Universum. (Abg. Gabriela Schwarz: Wo sind die Strache-Chats?) – Frau Kollegin Schwarz, ich verstehe schon, dass Sie da jetzt sehr, sehr nervös sind. (Abg. Gabriela Schwarz: Wo sind die Strache-Chats?) – Die Strache-Chats sind einfach deswegen noch nicht da (Zwischenruf bei der ÖVP) – mich würden sie auch interessieren –, weil die ÖVP schlicht und ergreifend mit ihrer Korruptionsanfälligkeit die Justiz derzeit überlastet; das ist der Punkt (Heiterkeit bei der FPÖ), ansonsten hätten wir die Strache-Chats schon längst gelesen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Gabriela Schwarz: Wo sind die Strache-Chats?
Weil Sie vorhin gesagt haben, Klubobmann Kickl wäre ein Staatsgefährder gewesen, Herr Kollege Stocker: Das lasse ich so überhaupt nicht stehen. (Abg. Haubner: Na ja!) Was wir aber machen können – Sie sind ja selber im Untersuchungsausschuss –, ist, dass wir schon über Akten reden können, die uns angeliefert worden sind, auch wenn es sich um Klassifizierungsstufe 3 handelt, bei denen es tatsächlich darum geht, dass Staatsgeheimnisse verraten werden, und das Ganze im ÖVP-Universum. (Abg. Gabriela Schwarz: Wo sind die Strache-Chats?) – Frau Kollegin Schwarz, ich verstehe schon, dass Sie da jetzt sehr, sehr nervös sind. (Abg. Gabriela Schwarz: Wo sind die Strache-Chats?) – Die Strache-Chats sind einfach deswegen noch nicht da (Zwischenruf bei der ÖVP) – mich würden sie auch interessieren –, weil die ÖVP schlicht und ergreifend mit ihrer Korruptionsanfälligkeit die Justiz derzeit überlastet; das ist der Punkt (Heiterkeit bei der FPÖ), ansonsten hätten wir die Strache-Chats schon längst gelesen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Gabriela Schwarz: Wo sind die Strache-Chats?
Weil Sie vorhin gesagt haben, Klubobmann Kickl wäre ein Staatsgefährder gewesen, Herr Kollege Stocker: Das lasse ich so überhaupt nicht stehen. (Abg. Haubner: Na ja!) Was wir aber machen können – Sie sind ja selber im Untersuchungsausschuss –, ist, dass wir schon über Akten reden können, die uns angeliefert worden sind, auch wenn es sich um Klassifizierungsstufe 3 handelt, bei denen es tatsächlich darum geht, dass Staatsgeheimnisse verraten werden, und das Ganze im ÖVP-Universum. (Abg. Gabriela Schwarz: Wo sind die Strache-Chats?) – Frau Kollegin Schwarz, ich verstehe schon, dass Sie da jetzt sehr, sehr nervös sind. (Abg. Gabriela Schwarz: Wo sind die Strache-Chats?) – Die Strache-Chats sind einfach deswegen noch nicht da (Zwischenruf bei der ÖVP) – mich würden sie auch interessieren –, weil die ÖVP schlicht und ergreifend mit ihrer Korruptionsanfälligkeit die Justiz derzeit überlastet; das ist der Punkt (Heiterkeit bei der FPÖ), ansonsten hätten wir die Strache-Chats schon längst gelesen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Weil Sie vorhin gesagt haben, Klubobmann Kickl wäre ein Staatsgefährder gewesen, Herr Kollege Stocker: Das lasse ich so überhaupt nicht stehen. (Abg. Haubner: Na ja!) Was wir aber machen können – Sie sind ja selber im Untersuchungsausschuss –, ist, dass wir schon über Akten reden können, die uns angeliefert worden sind, auch wenn es sich um Klassifizierungsstufe 3 handelt, bei denen es tatsächlich darum geht, dass Staatsgeheimnisse verraten werden, und das Ganze im ÖVP-Universum. (Abg. Gabriela Schwarz: Wo sind die Strache-Chats?) – Frau Kollegin Schwarz, ich verstehe schon, dass Sie da jetzt sehr, sehr nervös sind. (Abg. Gabriela Schwarz: Wo sind die Strache-Chats?) – Die Strache-Chats sind einfach deswegen noch nicht da (Zwischenruf bei der ÖVP) – mich würden sie auch interessieren –, weil die ÖVP schlicht und ergreifend mit ihrer Korruptionsanfälligkeit die Justiz derzeit überlastet; das ist der Punkt (Heiterkeit bei der FPÖ), ansonsten hätten wir die Strache-Chats schon längst gelesen. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei der FPÖ
Weil Sie vorhin gesagt haben, Klubobmann Kickl wäre ein Staatsgefährder gewesen, Herr Kollege Stocker: Das lasse ich so überhaupt nicht stehen. (Abg. Haubner: Na ja!) Was wir aber machen können – Sie sind ja selber im Untersuchungsausschuss –, ist, dass wir schon über Akten reden können, die uns angeliefert worden sind, auch wenn es sich um Klassifizierungsstufe 3 handelt, bei denen es tatsächlich darum geht, dass Staatsgeheimnisse verraten werden, und das Ganze im ÖVP-Universum. (Abg. Gabriela Schwarz: Wo sind die Strache-Chats?) – Frau Kollegin Schwarz, ich verstehe schon, dass Sie da jetzt sehr, sehr nervös sind. (Abg. Gabriela Schwarz: Wo sind die Strache-Chats?) – Die Strache-Chats sind einfach deswegen noch nicht da (Zwischenruf bei der ÖVP) – mich würden sie auch interessieren –, weil die ÖVP schlicht und ergreifend mit ihrer Korruptionsanfälligkeit die Justiz derzeit überlastet; das ist der Punkt (Heiterkeit bei der FPÖ), ansonsten hätten wir die Strache-Chats schon längst gelesen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Weil Sie vorhin gesagt haben, Klubobmann Kickl wäre ein Staatsgefährder gewesen, Herr Kollege Stocker: Das lasse ich so überhaupt nicht stehen. (Abg. Haubner: Na ja!) Was wir aber machen können – Sie sind ja selber im Untersuchungsausschuss –, ist, dass wir schon über Akten reden können, die uns angeliefert worden sind, auch wenn es sich um Klassifizierungsstufe 3 handelt, bei denen es tatsächlich darum geht, dass Staatsgeheimnisse verraten werden, und das Ganze im ÖVP-Universum. (Abg. Gabriela Schwarz: Wo sind die Strache-Chats?) – Frau Kollegin Schwarz, ich verstehe schon, dass Sie da jetzt sehr, sehr nervös sind. (Abg. Gabriela Schwarz: Wo sind die Strache-Chats?) – Die Strache-Chats sind einfach deswegen noch nicht da (Zwischenruf bei der ÖVP) – mich würden sie auch interessieren –, weil die ÖVP schlicht und ergreifend mit ihrer Korruptionsanfälligkeit die Justiz derzeit überlastet; das ist der Punkt (Heiterkeit bei der FPÖ), ansonsten hätten wir die Strache-Chats schon längst gelesen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz
(Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz), dass es zeitversetzt ist und vielleicht in der Nacht ausgestrahlt wird – was auch immer. Das ist Ihr Ziel, Frau Kollegin Schwarz (Zwischenruf des Abg. Haubner), und da müssen Sie halt auch dazu stehen.
Zwischenruf des Abg. Haubner
(Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz), dass es zeitversetzt ist und vielleicht in der Nacht ausgestrahlt wird – was auch immer. Das ist Ihr Ziel, Frau Kollegin Schwarz (Zwischenruf des Abg. Haubner), und da müssen Sie halt auch dazu stehen.
Abg. Haubner: Das versteht jetzt keiner, was du sagst!
Sagen Sie gleich: Wir wollen nicht darüber reden, wir wollen den Ständestaat 2.0! Das haben wir mittlerweile bei Ihnen schon mehrfach gesehen. Sie beugen das Recht, wo es geht. Sie nehmen sich noch Kollegin Maurer dazu; die tut mir eigentlich leid. Jetzt hat sie ihren Parteitag zumindest hinter sich, und da hat man sich ja gegenseitig auf die Schulter geklopft und gesagt: Ja, wir sind in Wahrheit die Opposition in der Regierung und wir geben der ÖVP Gas! (Abg. Haubner: Das versteht jetzt keiner, was du sagst!) Fakt ist aber, dass sich Frau Kollegin Maurer schon wieder hergestellt hat und Ihnen da sozusagen die Rutsche für Ihre Rechtsbeugung gelegt hat, die Sie da halt ständig betreiben.
Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.
Eines noch wegen vorhin, weil die Frau Präsidentin einen Ordnungsruf wegen dieser Geschichte mit der Mafia erteilt hat: Stimmt, der Ordnungsruf gegen Kollegen Reimon ist komplett gerechtfertigt gewesen, und auch die Mafia hat ja schon gesagt, sie lässt sich nicht ständig ÖVP-Methoden vorwerfen; also auch die ist beleidigt. (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.) Das heißt, ich verstehe das und habe auch totales Verständnis für diesen Ordnungsruf.
Abg. Wöginger schüttelt den Kopf
Zum Abschluss: Uns sind ja angesichts Ihrer Klassifizierungsstufen immer ein bisschen die Hände gebunden. Man macht ja immer den Bock zum Gärtner, der Minister, der die Akten liefert, sagt auch immer gleich, welche Stufe das ist. Ich sage aber jetzt trotzdem, auch auf die Gefahr hin, dass mich Herr Wöginger jetzt höchstpersönlich verhaftet und einsperrt (Abg. Wöginger schüttelt den Kopf), was sich Minister Blümel letzte Woche geleistet hat: Er hat uns einen Akt mit der Klassifizierungsstufe 4 geschickt – Stufe 4!, da geht es um die Gefährdung von Menschleben und so weiter und so fort, das ist so vorgesehen –, und dann stellt sich heraus, dass das das I-Phone-Telefonbuch von Herrn Minister Blümel gewesen ist; Sie führen uns da an der Nase herum mit einer Stufe 4: So sind Sie, und genau das ist es, was wir hintertreiben werden! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Deimek: ... Staatsarchiv!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Deimek: ... Staatsarchiv!
Zum Abschluss: Uns sind ja angesichts Ihrer Klassifizierungsstufen immer ein bisschen die Hände gebunden. Man macht ja immer den Bock zum Gärtner, der Minister, der die Akten liefert, sagt auch immer gleich, welche Stufe das ist. Ich sage aber jetzt trotzdem, auch auf die Gefahr hin, dass mich Herr Wöginger jetzt höchstpersönlich verhaftet und einsperrt (Abg. Wöginger schüttelt den Kopf), was sich Minister Blümel letzte Woche geleistet hat: Er hat uns einen Akt mit der Klassifizierungsstufe 4 geschickt – Stufe 4!, da geht es um die Gefährdung von Menschleben und so weiter und so fort, das ist so vorgesehen –, und dann stellt sich heraus, dass das das I-Phone-Telefonbuch von Herrn Minister Blümel gewesen ist; Sie führen uns da an der Nase herum mit einer Stufe 4: So sind Sie, und genau das ist es, was wir hintertreiben werden! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Deimek: ... Staatsarchiv!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Amesbauer: ... und für mich Österreich!
Deshalb möchte ich mich eingangs dafür bedanken, dass das möglich ist, und gleichzeitig schon auch meiner Verwunderung darüber Ausdruck verleihen, dass manche eine Europaerklärung als Provokation oder als Ablenkungsmanöver sehen. Ich sage Ihnen: Für mich steht Europa an erster Stelle! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Amesbauer: ... und für mich Österreich!)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Die letzten Monate, die letzten eineinhalb Jahre haben ganz deutlich die Stärken, aber auch die Schwächen der Europäischen Union zutage befördert. Wir haben erlebt, was es bedeutet, wenn von heute auf morgen Grenzbalken heruntergehen, von denen viele von uns, insbesondere der jungen Generation, gar nicht mehr wussten, dass sie jemals dort waren. Wir haben erlebt, was es bedeutet, wenn Facharbeiterinnen und Facharbeiter aus den umliegenden Mitgliedstaaten nicht mehr ohne Hürden täglich nach Österreich einpendeln konnten. Wir haben auch erleben müssen, was es bedeutet, wenn Familien von einer Sekunde auf die andere ohne ihre 24-Stunden-BetreuerInnen für die Eltern und die Großeltern auskommen müssen. Und wir haben auch gesehen, was es heißt, wenn man zum Beispiel vom Salzburger Pinzgau plötzlich nicht mehr 45 Minuten, sondern 2 Stunden ins Krankenhaus nach Salzburg braucht, weil man nicht über das Deutsche Eck fahren kann. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Hauser: ... kreditfinanziert! ... jedes europäische Gesetz gebrochen!
Vieles, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist nicht perfekt gelaufen. Vieles hat aber auch gut funktioniert: Denken Sie an die zahlreichen Wirtschaftshilfen, an die Hilfsprogramme, an den 750 Milliarden Euro schweren Wiederaufbaufonds, der letztlich in einer Marathonsitzung aller Staats- und Regierungschefs beschlossen worden ist! (Abg. Hauser: ... kreditfinanziert! ... jedes europäische Gesetz gebrochen!) Denken Sie daran, dass es in ganz kurzer Zeit – und niemand hätte das für möglich gehalten – gelungen ist, Impfstoffe von mehreren Firmen auf den Markt zu bringen, zuzulassen, zu produzieren und den Menschen gratis zur Verfügung zu stellen! (Zwischenruf des Abg. Stefan.) All das ist schneller gegangen, als wir es am Anfang geglaubt haben.
Zwischenruf des Abg. Stefan.
Vieles, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist nicht perfekt gelaufen. Vieles hat aber auch gut funktioniert: Denken Sie an die zahlreichen Wirtschaftshilfen, an die Hilfsprogramme, an den 750 Milliarden Euro schweren Wiederaufbaufonds, der letztlich in einer Marathonsitzung aller Staats- und Regierungschefs beschlossen worden ist! (Abg. Hauser: ... kreditfinanziert! ... jedes europäische Gesetz gebrochen!) Denken Sie daran, dass es in ganz kurzer Zeit – und niemand hätte das für möglich gehalten – gelungen ist, Impfstoffe von mehreren Firmen auf den Markt zu bringen, zuzulassen, zu produzieren und den Menschen gratis zur Verfügung zu stellen! (Zwischenruf des Abg. Stefan.) All das ist schneller gegangen, als wir es am Anfang geglaubt haben.
Zwischenruf der Abg. Steger.
Ja, die EU steht heute vor einer existenziellen Bedrohung. Sprechen wir diese Wahrheit aus und sprechen wir diese Wahrheit an! Reden wir darüber, und zwar ohne in alte Denkmuster zu verfallen, in Denkmuster, die etwa heißen: Wer kritisiert, ist antieuropäisch! Wer kritisiert, hilft nur den EU-Gegnern! Wer kritisiert, ist ein Populist! (Zwischenruf der Abg. Steger.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich bin davon überzeugt, wer heute noch so denkt, gefährdet Europa, wer heute noch so denkt, schafft Raum für antieuropäische Tendenzen und hat das Ohr nicht beim Bürger und bei der Bürgerin. Ich sage Ihnen, wir müssen die Europäische Union kritisieren, nicht weil wir antieuropäisch sind, sondern vielmehr weil wir proeuropäisch sind, und zu diesem proeuropäischen Weg sehe ich keine Alternative. Das setzt aber auch voraus, dass wir die Probleme ansprechen, dass wir über Lösungen diskutieren. Leicht wird das auch in Zukunft nicht sein, es wird nicht leicht, einen Konsens zu finden, aber es sollte sich lohnen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Maurer und Rössler.
Einige dieser Forderungen – die ziehe ich aus vielen Gesprächen, die ich schon geführt habe – möchte ich an dieser Stelle auch anführen: Ich fordere, dass die Wirtschaft nicht weiter gehemmt wird. Die EU ist Weltspitze, wenn es darum geht, Regulierungen zu entwerfen. Europa hat die Regeln, China und die USA haben den Gewinn. Daten- und Konsumentenschutz sind wesentlich, wenn es aber keine Arbeitsplätze mehr gibt, dann sind sie wohl weniger wert. Der Fokus muss endlich auf Innovation liegen. Wir brauchen dynamischere Märkte, sonst werden wir abgehängt. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Maurer und Rössler.)
Beifall bei der ÖVP.
Der European Way of Life war immer auf sozialem Zusammenhalt und wirtschaftlicher Stärke aufgebaut. Das war unser Erfolgsrezept der letzten 70 Jahre, und das sollte es auch in Zukunft sein. Ich fordere ein echtes Bekenntnis zum Freihandel. Wir alle kennen die Probleme um Mercosur, und die österreichische Bundesregierung ist gegen das vorliegende Mercosur-Abkommen in der jetzigen Form, aber wir brauchen eine Lösung und wir brauchen auch Freihandel, auch mit Lateinamerika. Wir brauchen auch den Wettbewerb nicht zu scheuen. Am Ende werden wir mit EU-Freihandelsabkommen immer besser dastehen und davon profitieren. Warum? – Weil wir damit die Möglichkeit haben, die Rahmenbedingungen mitzugestalten und sie uns nicht von anderen diktieren zu lassen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Maurer.
Ich fordere, das Versprechen gegenüber den Ländern des Westbalkans endlich einzulösen. Es geht um die Glaubwürdigkeit der Europäischen Union. Es geht aber auch um die Sicherheit für die Europäische Union. Solange die Länder des Westbalkans nicht Teil der Europäischen Union sind, ist die Europäische Union nicht vollständig. Das wird noch ein langer Weg, aber auch dieser lange und steinige Weg wird sich lohnen, wenn wir diese Länder unterstützen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Maurer.)
Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Deimek: Und aus! – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Ich fordere, die illegale Migration entschlossen zu beenden. Die Probleme der Welt lassen sich weder auf den griechischen Inseln noch auf den Booten im Mittelmeer lösen. Ja, meine sehr geehrten Damen und Herren, jeder auf der Welt sollte den Anspruch darauf haben, nach dem European Way of Life zu leben, aber bleiben wir realistisch, nicht jedem Menschen auf der Welt werden wir diesen European Way of Life in Europa ermöglichen können, und es ist wohl unsere Aufgabe, unsere Werte, unsere Haltung zu exportieren, damit auch in anderen Teilen der Welt eine Perspektive geschaffen werden kann. Das ist aus meiner Sicht die einzig gangbare Möglichkeit, diese Probleme zu lösen. (Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Deimek: Und aus! – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Präsident Hofer gibt neuerlich das Glockenzeichen. – Abg. Schnedlitz: ... ganze Zeit auf die rote Lampe!
Ich fordere eine schlankere und eine schnellere Europäische Union, eine Europäische Union, die nicht ein Parlament hat, das zwischen zwei Sitzen hin- und herpendelt und für 27 Kommissare ein Portfolio zur Verfügung stellt. Wir müssen die Institutionen und Prozesse dynamisieren. Wir brauchen mehr Gewicht in der Außenpolitik. Wir müssen geeint mit Industrie und Wirtschaft entschieden gegen den Klimawandel ankämpfen, damit wir unser Ziel, im Jahr 2050 der erste klimaneutrale Kontinent zu sein, auch einhalten können und das auch gewähren können. (Präsident Hofer gibt neuerlich das Glockenzeichen. – Abg. Schnedlitz: ... ganze Zeit auf die rote Lampe!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
geeinten, zukunftsorientierten Europa, in einer starken Europäischen Union, die die Bürgerinnen und Bürger Österreichs entscheidend mitgestalten! – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir sehen aber auch, welches Potenzial wir in unserer Europäischen Union haben. Genau diese Begeisterung, dieses Wissen um das, was die Europäische Union, was Europa für uns bedeutet, ist es, was das Projekt am Laufen hält, und es ist wunderbar und es ist gut so. Andernfalls müsste man es erfinden, damit es weiterläuft. Viele großartige Fortschritte, viele großartige Errungenschaften haben wir in dieser EU bereits gemeinsam gemacht, gemeinsam erreicht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
vergessen: Wenn wir von der EU fordern, dann fordern wir am Ende von uns – denn die Europäische Union, das sind wir, wir machen als Gesamtes die Europäische Union aus. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben im Jahr der Pandemie, in einem Jahr, das sicher ein historisches war, das viel Leid verursacht hat, in Österreich, in Europa, auch gesehen, dass das ein Moment in unserer Geschichte war, in dem wir auch sehr klar Schwächen wahrgenommen haben – aber es kann genauso der Moment in unserer Geschichte gewesen sein, in dem sich Europa zusammengesetzt und einen weiteren Schritt Richtung Zukunft gemacht hat. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
der Biodiversität etwas entgegenzusetzen. Darum geht es genau jetzt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Sieber.
Für eine lebenswerte Zukunft – und das ist mir in diesem Zusammenhang auch besonders wichtig, zu erwähnen –: In jedem dieser Umweltbereiche geht es darum, dass wir in Europa niemanden zurücklassen. Leave no one behind! – Das darf nicht nur eine Überschrift sein, das muss sich auch in konkreten Ergebnissen widerspiegeln. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Sieber.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir sind deshalb auf die Bürgerinnen und Bürger angewiesen, und deshalb mein Appell an Sie, an alle, die uns heute zuschauen: Nützen Sie diese Chance, ergreifen Sie diese Chance, machen Sie diesen Schritt und unterstützen Sie die EU, unterstützen Sie uns alle bei unserem Weg und bei unserem neuen Schritt Richtung Zukunft! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.
Am 19. Juni findet das erste Konferenzplenum der Zukunftskonferenz statt. Ein Event für Bürgerinnen und Bürger wird stattfinden, auch eine Österreicherin ist vertreten: Valentina Gutkas wird am 17. Juni in Lissabon für uns die Stimme erheben. Ich glaube, es ist eine Einladung an Sie alle, dass Sie ihr mit offenen Ohren zuhören, was uns vor allem junge Menschen über die Zukunft der Europäischen Union zu sagen haben. (Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Begeisterung für das Projekt Europäische Union. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich bitte alle Fraktionen, diesem Antrag die Zustimmung zu geben, und bedanke mich beim Präsidenten für den Hinweis, sodass ich diesen Antrag noch ordnungsgemäß einbringen konnte. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist nicht nur das, bei dem wir nicht zuschauen dürfen: Österreich hat sich auch bei einem weiteren Punkt nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Unter Türkis-Blau wurde die Familienbeihilfe indexiert – ein Symbolbild für rückwärtsgewandte Europapolitik in den letzten Jahren. Wir wollen eine solidarische Steuer- und Sozialunion, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wirklich schützt und sie mitnimmt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Ernst-Dziedzic.
Wir wollen aber auch – und das ist, glaube ich, im Pridemonat sehr wichtig – ein buntes Europa, in dem gesellschaftliche Vielfalt nicht nur toleriert wird, sondern auch ein Teil davon ist, in dem man lieben und leben kann, wen und wie man möchte, und in dem LGBTIQ-Verbotszonen in Polen und Ungarn auf das Schärfste verurteilt werden. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Ernst-Dziedzic.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir wollen ein Europa, in dem jedem Angriff auf das Selbstbestimmungsrecht von Frauen hinsichtlich Schwangerschaftsabbruch klar folgen muss: keinen Millimeter – mein Körper, meine Entscheidung! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.) Es sind Dinge, die wir in einem zukunftsgewandten Europa niemals akzeptieren dürfen.
Beifall bei der SPÖ.
Auch Österreich ist gefragt, sich konstruktiv zu beteiligen, und ich glaube, dass wir gerade bei diesem ersten Schritt das konsequente Ausschließen von Reformen oder weiteren Schritten nicht in den Raum stellen dürfen. Wir wollen ein fortschrittliches, ein gemeinschaftliches Europa, ein Europa der Menschen und ein Europa der Zukunftschancen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Minister auf der Tagesordnung, schwupps, da kommt eine EU-Erklärung überraschend daher, und wir haben sogar zwei EU-Debatten an nur einem Tag, nur damit Ihre Korruption und Misswirtschaft möglichst noch ein bisschen später auf der Tagesordnung steht und wieder einmal nicht die mediale Aufmerksamkeit bekommt. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist, sehr geehrte Damen und Herren – auch wenn Sie es nicht hören wollen –, ein katastrophaler Irrweg, den wir mit Sicherheit nicht unterstützen werden und auch auf das Schärfste verurteilen! (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.
Aber, wie gesagt, wir erleben eine negative Entwicklung nach der anderen in der Europäischen Union. Nicht umsonst hat das erste Mitgliedsland die EU bereits verlassen. Das Traurige ist, Großbritannien ist gerade dabei, zu beweisen, dass es tatsächlich recht hatte. Das „Handelsblatt“ titulierte vor Kurzem sogar – ich zitiere –: „Von wegen Brexit-Flaute – Großbritannien erwartet Rekord-Aufschwung“. – Genau dieses Ergebnis ist natürlich eine katastrophale Entwicklung für die EU. (Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der FPÖ.
Trotz all dieser Fehlentwicklungen wird Kritik leider Gottes – auch wenn Sie gesagt haben, es soll so sein – noch immer nicht akzeptiert, und an all diesen Fehlentwicklungen wird auch die Zukunftskonferenz nichts ändern, leider Gottes, weil das nur ein Showbürgerbeteiligungsprozess ist, bei dem das Endergebnis ohnehin schon feststeht, und das heißt wieder einmal: mehr EU. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wir haben gesehen, wie andere Mächte Einfluss auf unsere europäische Innenpolitik nehmen – China, Russland –, auch mit Impfstoffdiplomatie. Es hat uns geschadet, dass einzelne Nationalstaaten da aus der gemeinsamen europäischen Linie ausgeschert sind, und auch da haben wir gesehen, dass in der Außenpolitik immer noch Mängel zu beurteilen sind. Wir könnten global stärker auftreten, wenn wir in unseren außenpolitischen Auftritten mehr das Gemeinsame ins Zentrum stellen, unser gemeinsames Interesse, denn es wird uns nicht gelingen, mit kleinen Nationalstaatereien gegen unseren systemischen Rivalen China oder das aggressive Verhalten unseres Nachbarn Russland zurechtzukommen, dem etwas entgegenzusetzen, unser Modell der aufgeklärten Demokratie, der Menschenrechte, der freien Gesellschaft dem entgegenzusetzen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Das Beispiel Solaranlagen: Vor zehn Tagen war ich in Spanien. Spanien möchte 100 000 Hektar landwirtschaftliches Land mit Solaranlagen bedecken. Sie sehen hier einen Grünen, ich bin ein großer Fan der Solarenergie, nur sage ich: Bitte zuerst die Haushalte, zuerst alle Dächer, die Richtung Süden, Osten oder Westen schauen! Das bringt den BürgerInnen etwas, das verringert ihre Energierechnung oder schafft vielleicht sogar ein kleines Einkommen. Es bringt also nicht so wahnsinnig viel, das Geld einseitig an einzelne große, oft im Staatsbesitz befindliche Unternehmen zu verteilen. Wir müssen schon schauen, dass da auch die lokalen Handwerker, die lokalen Betriebe tatsächlich in den Genuss der Unterstützung kommen, denn das schafft die Menge an Arbeitsplätzen vor Ort und es schafft so etwas wie soziale Gerechtigkeit bei der Veränderung und dem Übergang unserer Wirtschaft zu einer CO2-neutralen Wirtschaft – und darauf müssen wir besser achten. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.
Was wir aber machen können, ist, die Meinungen und die Mehrheiten, die Ideen und Hinweise der nationalen Parlamente, der regionalen Parlamente wie unserer Landtage, aber insbesondere von Bürgerinnen und Bürgern zu sammeln und zu konstruktiven Vorschlägen zusammenzufügen. Es gäbe durchaus einiges Positives, was dabei herauskommen könnte, zum Beispiel eine Stärkung der direkten Wahlmöglichkeit der Kommissionspräsidentin oder des Kommissionspräsidenten, vielleicht auch so etwas wie eine kleine Anzahl an Mandaten, die für nationale Listen vergeben wird. (Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Disoski. – Zwischenruf des Abg. Bernhard.
Mitglied des Europäischen Parlaments Claudia Gamon, MSc (WU) (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Es ist schön, dass wir wieder einmal eine EU-Erklärung haben, auch wenn deren Zweck vielleicht nur war, eine Ministeranklage irgendwie in die ungünstige Fernsehzeit zu verschieben. (Zwischenruf der Abg. Disoski. – Zwischenruf des Abg. Bernhard.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Aktuelles Beispiel: der grüne Pass. Die ÖsterreicherInnen wissen ja, wie es darum steht, nämlich vielleicht, vielleicht auch nicht. Eigentlich wissen wir es nicht wirklich. Was steht jetzt drinnen? Wann sind die Geimpften dabei? Ist er eigentlich praktikabler als ein ausgedrucktes PDF? Im Moment sind wir uns da noch nicht sicher. Was hat aber Bundeskanzler Kurz noch im März dazu gesagt? – „Wir wollen nicht auf die Umsetzung auf europäischer Ebene warten“ müssen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.) Jetzt warten wir natürlich immer noch auf die Umsetzung auf österreichischer Ebene und darauf, dass sie dann abgeschlossen ist. Heute ist nämlich die EU-Infrastruktur schon fertig. Was bei der Deadline am 1. Juli dann in Österreich zur Verfügung steht, steht in den europäischen Sternen.
Beifall bei den NEOS.
Moment in Österreich haben. (Beifall bei den NEOS.) Solange es nämlich der ÖVP hilft, ist der Kollateralschaden vollkommen egal – egal, wo er entsteht.
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Matznetter.
Wir haben in den letzten Wochen gesehen, was für Auswirkungen dieses über die Jahre hinweg betriebene EU-Bashing hat. Wer sich das letzte Eurobarometer angeschaut hat, auch darüber, was das Ansehen der Europäischen Union und das Vertrauen der Österreicherinnen und Österreicher in die Europäische Union betrifft, konnte sehen, dass die ÖVP mit ihrer Arbeit in ihrem Sinne erfolgreich gewesen ist. Die Österreicherinnen und Österreicher verlieren aufgrund der ÖVP das Vertrauen in die Europäische Union. Das ist ein nachhaltiger Schaden, den die ÖVP ganz alleine zu verantworten hat. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Matznetter.) Da hat Ihnen nicht einmal die FPÖ helfen müssen, das haben Sie ganz alleine hingekriegt.
Abg. Kugler: Da sitzen wir! Da sitzen wir! – Abg. Hanger: Hier sind wir! Sie reden immer da rüber!
Nicht einmal die ÖVP kann aber etwas dagegen tun, dass die Bürgerinnen und Bürger größere Erwartungen an die Politik haben und sich von der Politik mehr erwarten. Sie erwarten sich auch mehr von Europa. Europa weiterzuentwickeln ist die Aufgabe, der sich auch die ÖVP in der Konferenz zur Zukunft Europas wird stellen müssen. (Abg. Kugler: Da sitzen wir! Da sitzen wir! – Abg. Hanger: Hier sind wir! Sie reden immer da rüber!)
Abg. Hanger: Tolle Rede! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.
Ich bin wirklich gespannt, ob wir denn bei dieser Zukunftskonferenz noch ins Reden kommen. Ich werde nämlich zuschauen, was ihr dabei machen werdet. (Abg. Hanger: Tolle Rede! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.) Ich bin wirklich daran interessiert, ob irgendwelche sinnvollen Vorschläge zur EU-Reform kommen werden oder ob man sich wieder einmal damit zufriedengibt, den Fehler bei den anderen zu suchen, so wie es die ÖVP immer schon tut. (MEP Mayer: Sie machen seit 5 Minuten nichts anderes!) Es ist immer dasselbe. Wir werden Sie damit nicht durchkommen lassen. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Matznetter.) Die Europäerinnen und Europäer haben andere Erwartungen an die Zukunft der Europäischen Union, nämlich mehr, als ihnen die ÖVP zutrauen würde. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Matznetter. – Abg. Hanger: Sensationelle Rede!)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Matznetter.
Ich bin wirklich gespannt, ob wir denn bei dieser Zukunftskonferenz noch ins Reden kommen. Ich werde nämlich zuschauen, was ihr dabei machen werdet. (Abg. Hanger: Tolle Rede! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.) Ich bin wirklich daran interessiert, ob irgendwelche sinnvollen Vorschläge zur EU-Reform kommen werden oder ob man sich wieder einmal damit zufriedengibt, den Fehler bei den anderen zu suchen, so wie es die ÖVP immer schon tut. (MEP Mayer: Sie machen seit 5 Minuten nichts anderes!) Es ist immer dasselbe. Wir werden Sie damit nicht durchkommen lassen. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Matznetter.) Die Europäerinnen und Europäer haben andere Erwartungen an die Zukunft der Europäischen Union, nämlich mehr, als ihnen die ÖVP zutrauen würde. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Matznetter. – Abg. Hanger: Sensationelle Rede!)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Matznetter. – Abg. Hanger: Sensationelle Rede!
Ich bin wirklich gespannt, ob wir denn bei dieser Zukunftskonferenz noch ins Reden kommen. Ich werde nämlich zuschauen, was ihr dabei machen werdet. (Abg. Hanger: Tolle Rede! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.) Ich bin wirklich daran interessiert, ob irgendwelche sinnvollen Vorschläge zur EU-Reform kommen werden oder ob man sich wieder einmal damit zufriedengibt, den Fehler bei den anderen zu suchen, so wie es die ÖVP immer schon tut. (MEP Mayer: Sie machen seit 5 Minuten nichts anderes!) Es ist immer dasselbe. Wir werden Sie damit nicht durchkommen lassen. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Matznetter.) Die Europäerinnen und Europäer haben andere Erwartungen an die Zukunft der Europäischen Union, nämlich mehr, als ihnen die ÖVP zutrauen würde. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Matznetter. – Abg. Hanger: Sensationelle Rede!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Mag. Carmen Jeitler-Cincelli, BA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frauen Ministerinnen! Hohes Haus! Ich bin jetzt ehrlich gesagt ein bisschen baff, weil ich denke: Selber 5 Minuten zu nutzen und nicht ein einziges Mal zum Thema zu machen: Wohin wollen wir? Wo ist die Zuversicht? Wo gehen wir mit Europa hin?, sondern nur über die ÖVP und den Kanzler abzulästern, ist völlig absurd. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Matznetter: ...von der ÖVP ...!
Die Zukunftskonferenz Europas heißt das Thema! Ehrlich gesagt habe ich das Gefühl, die NEOS sind wirklich schon lange nicht mehr das, was sie waren. Ich glaube, dass das Matthias furchtbar wehtut, aber ich sage dazu jetzt gar nichts mehr weiter. (Abg. Matznetter: ...von der ÖVP ...!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Worauf basiert diese Schöpfungskraft? – Ich habe darüber nachgedacht: Für mich ist es die Freiheit. Wir sind ein Kontinent der Freiheit, ein Kontinent freier Menschen, die frei denken dürfen und Individuen sind. Gio Hahn hat das letzte Woche beim Europaforum Wachau so bezeichnet, er hat gesagt: Im Gegensatz zu den USA und China haben wir eine Demokratie eingebettet in eine ökosoziale Marktwirtschaft als Gegenmodell zu Diktatur und Turbokapitalismus. – Sehr geehrte Damen und Herren, das trifft es. Es ist ein Privileg, so leben zu dürfen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ja, wir werden uns in vielerlei Hinsicht klarer bekennen müssen, und da werden wir uns auch noch zusammenraufen müssen – ein ganz klares Bekenntnis. Wir finanzieren damit Sozialleistungen – da auch ein Appell an die SPÖ –, 50 Prozent der weltweiten Sozialleistungen gibt es in Europa – 50 Prozent! –, und auch die Entwicklungshilfegelder kommen aus Europa. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Und ich bin stolz darauf! (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wir haben ein Sicherheitsnetz, das einen im Alter, während einer Krankheit, in jeder Lebenssituation absichert – darauf können wir stolz sein. (Abg. Matznetter: Was ist mit ...?) Ganz klar ist aber: Wir dürfen es nicht überreizen. Irgendwann ist eine Grenze erreicht, an der auch ein System kollabieren kann. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Nicht mit uns!)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Ja, wir werden uns in vielerlei Hinsicht klarer bekennen müssen, und da werden wir uns auch noch zusammenraufen müssen – ein ganz klares Bekenntnis. Wir finanzieren damit Sozialleistungen – da auch ein Appell an die SPÖ –, 50 Prozent der weltweiten Sozialleistungen gibt es in Europa – 50 Prozent! –, und auch die Entwicklungshilfegelder kommen aus Europa. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Und ich bin stolz darauf! (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wir haben ein Sicherheitsnetz, das einen im Alter, während einer Krankheit, in jeder Lebenssituation absichert – darauf können wir stolz sein. (Abg. Matznetter: Was ist mit ...?) Ganz klar ist aber: Wir dürfen es nicht überreizen. Irgendwann ist eine Grenze erreicht, an der auch ein System kollabieren kann. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Nicht mit uns!)
Abg. Matznetter: Was ist mit ...?
Ja, wir werden uns in vielerlei Hinsicht klarer bekennen müssen, und da werden wir uns auch noch zusammenraufen müssen – ein ganz klares Bekenntnis. Wir finanzieren damit Sozialleistungen – da auch ein Appell an die SPÖ –, 50 Prozent der weltweiten Sozialleistungen gibt es in Europa – 50 Prozent! –, und auch die Entwicklungshilfegelder kommen aus Europa. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Und ich bin stolz darauf! (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wir haben ein Sicherheitsnetz, das einen im Alter, während einer Krankheit, in jeder Lebenssituation absichert – darauf können wir stolz sein. (Abg. Matznetter: Was ist mit ...?) Ganz klar ist aber: Wir dürfen es nicht überreizen. Irgendwann ist eine Grenze erreicht, an der auch ein System kollabieren kann. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Nicht mit uns!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Nicht mit uns!
Ja, wir werden uns in vielerlei Hinsicht klarer bekennen müssen, und da werden wir uns auch noch zusammenraufen müssen – ein ganz klares Bekenntnis. Wir finanzieren damit Sozialleistungen – da auch ein Appell an die SPÖ –, 50 Prozent der weltweiten Sozialleistungen gibt es in Europa – 50 Prozent! –, und auch die Entwicklungshilfegelder kommen aus Europa. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Und ich bin stolz darauf! (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wir haben ein Sicherheitsnetz, das einen im Alter, während einer Krankheit, in jeder Lebenssituation absichert – darauf können wir stolz sein. (Abg. Matznetter: Was ist mit ...?) Ganz klar ist aber: Wir dürfen es nicht überreizen. Irgendwann ist eine Grenze erreicht, an der auch ein System kollabieren kann. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Nicht mit uns!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ein klarer Blick geht da nach Südosteuropa, das ist notwendig – danke auch da für ganz klare Worte. Ja, Südosteuropa, das ist unsere Zukunft. Es muss ganz klar sein, dass wir da nicht mehr nur Signale absenden, sondern dass jetzt Taten folgen. Ich komme gerade aus dem Kosovo; da sind Menschen bemüht, die wirklich Seite an Seite so hart daran arbeiten, dieses Land in die EU zu führen, und es ist unser Job, sie dabei zu unterstützen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.
Zu guter Letzt: Wie werden wir nun die beste Version von uns selbst? – Der Weg kann nur sein: Optimismus und Zuversicht, kein Gekäffe wie vorhin von Kollegin Gamon, sondern Prosperität, Zuversicht. Die Prognosen sind erhellend, mit der Wirtschaft geht es nach oben. (Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Hofer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Investieren wir in Zukunftschancen, hier auch nachhaltige Themen genannt, und glauben wir an die Menschen, an unsere unendliche Schöpferkraft in Europa! (Präsident Hofer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Was Europa braucht, ist ein neuer Geist der Begeisterung.
Präsident Hofer gibt neuerlich das Glockenzeichen
Herr Hofer, ganz kurz noch an Sie: Ich würde Sie bitten, dass Sie uns weiter unterstützen, wenn wir das nächste Mal über ein SDG-Papier oder etwas Ähnliches abstimmen, auch wenn es außenpolitisch ist. Ich glaube nämlich, diese Zukunftskonferenz (Präsident Hofer gibt neuerlich das Glockenzeichen), alles, was diese Nachhaltigkeitsthemen, die unser Europa ausmachen, betrifft, ist unser Sprungbrett für ein noch stärkeres Europa und ein klares Bekenntnis zur Freiheit, zu unserem European Way of Life. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Herr Hofer, ganz kurz noch an Sie: Ich würde Sie bitten, dass Sie uns weiter unterstützen, wenn wir das nächste Mal über ein SDG-Papier oder etwas Ähnliches abstimmen, auch wenn es außenpolitisch ist. Ich glaube nämlich, diese Zukunftskonferenz (Präsident Hofer gibt neuerlich das Glockenzeichen), alles, was diese Nachhaltigkeitsthemen, die unser Europa ausmachen, betrifft, ist unser Sprungbrett für ein noch stärkeres Europa und ein klares Bekenntnis zur Freiheit, zu unserem European Way of Life. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Jeitler-Cincelli – auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz –: Ich weiß gar nicht – Gekeife? – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ. – Ruf: Gekeife!? – Abg. Matznetter: ... nicht verhört!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Sehr geehrte Frau Abgeordnete, ich bin mir nicht sicher, ob Sie vorhin in Richtung Abgeordneter Gamon Gekläffe gesagt haben. Habe ich mich verhört? (Abg. Jeitler-Cincelli – auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz –: Ich weiß gar nicht – Gekeife? – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ. – Ruf: Gekeife!? – Abg. Matznetter: ... nicht verhört!) – In diesem Fall muss ich Ihnen für diese Wortwahl einen Ordnungsruf erteilen.
Beifall bei der SPÖ.
Da komme ich zum ersten Punkt, den auch Kollegin Jeitler-Cincelli angesprochen hat: Wir sollen auf unseren Sozialstaat stolz sein – ich sehe das genauso! Wir sollen auf unsere sozialpolitischen Errungenschaften stolz sein, darauf, dass wir im Vergleich mit anderen EU-Ländern der Arbeit einen größeren Wert geben, dass wir 98 Prozent aller Jobs in diesem Land durch Kollektivverträge abdecken und arbeitsrechtliche Mindeststandards festschreiben, was zum Beispiel den bezahlten Urlaub betrifft, oder aber auch einen Mindestlohn, denn Arbeit muss sich lohnen. Ja, ich sehe es wie Sie, darauf sollten wir stolz sein! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
gleichzeitig diejenigen sind, die faire Löhne in ganz Europa verhindern. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir, die Nationalstaaten, lassen uns gegeneinander ausspielen – wer geht noch weiter runter? –, und was am Ende passiert, ist, dass große Milliardengewinne nicht mehr versteuert werden, während jeder normale, arbeitende Mensch bei jeder Wurstsemmel, die er kauft, Steuern zahlen muss. (Beifall bei der SPÖ.) Das ist dieser Wettlauf nach unten, und den müssen wir beenden!
Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.
An beide Ministerinnen: Ich habe Ihnen bei Ihren Statements sehr gut zugehört. (Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.) Diese sozialpolitischen Punkte haben Sie nicht einmal angesprochen. Das ist einfach nicht zeitgemäß! Die Europäische Union im Jahr 2021 muss klarstellen: Arbeit muss sich lohnen, und sie ist uns auch etwas wert. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
An beide Ministerinnen: Ich habe Ihnen bei Ihren Statements sehr gut zugehört. (Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.) Diese sozialpolitischen Punkte haben Sie nicht einmal angesprochen. Das ist einfach nicht zeitgemäß! Die Europäische Union im Jahr 2021 muss klarstellen: Arbeit muss sich lohnen, und sie ist uns auch etwas wert. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Mit dieser Industriepolitik, geschätzte Kollegen, sind wir in Europa auf dem besten Weg, ein europäisches Disneyland für Amerikaner und Asiaten zu werden, die dann nur mehr zu Tourismuszwecken zu uns nach Europa und nach Österreich kommen. Diesen Weg halte ich – und ich glaube: halten wir – für den völlig falschen Ansatz. Unternehmer gehören unterstützt, Rahmenbedingungen gehören geschaffen, damit die Wirtschaft frei arbeiten kann, und so sollten wir sie auch arbeiten lassen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Sigrid Maurer, BA (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Ministerinnen! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe ZuseherInnen! Meinem Vorredner von der FPÖ kann ich nur ins Stammbuch schreiben: Herr Kollege, ohne intakten Planeten wird es auch keine intakte Wirtschaft mehr geben, nämlich gar keine. Wir müssen diesen Planeten retten, und natürlich müssen wir das tun, indem wir ganz ambitionierte Klimapolitik machen. Da sind Sie leider auf dem Holzweg. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Dass genau dieser Mut und diese Bereitschaft in Europa vorhanden sind, hat sich in den letzten Monaten gezeigt. Der RRF ist der größte Wiederaufbauplan in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Was hier heute als Schuldenunion beschimpft wird, ist ein einmaliger und absolut notwendiger Kraftakt einer Solidargemeinschaft. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Smolle.
Dass die EU an einem gemeinsamen Strang zieht, sieht man eben an diesem gemeinsamen Rahmen, an der Zielsetzung, an den gemeinsamen Zielen der Projekte im RRF. Diese Ziele gehen in eine Richtung, nämlich nach vorne in Richtung Zukunft, ganz zentral durch Klima- und Digitalisierungsprojekte. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Smolle.)
Beifall bei den Grünen.
Was heißt das? – Ich möchte gern das Initiativrecht des Europäischen Parlaments herausgreifen. Stellen Sie sich vor, insbesondere die Abgeordneten der Opposition, Sie könnten hier in diesem Parlament keine Gesetzesanträge stellen, Sie könnten von sich aus keine Initiativanträge stellen, nicht selbst etwas einbringen! Das ist im Europäischen Parlament Realität. Diese Beschränkung gibt es dort, und es wäre eine ganz zentrale Weiterentwicklung, dass das Europäische Parlament Initiativrecht erhält, damit unsere Abgeordneten dort gesetzgebend wirken können. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.
Zentrales Ziel der Zukunftskonferenz Europa - - (Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.) – Oje! Gut, dann muss ich einen größeren Teil meiner Rede leider überspringen. Was ich noch sagen möchte: Direkte BürgerInnenbeteiligung ist enorm wichtig, wir sehen das in Vorarlberg an den BürgerInnenräten. Wir schaffen einen Klimarat, und ich möchte alle Bürgerinnen und Bürger zur aktiven Teilnahme und Mitgestaltung auffordern. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zentrales Ziel der Zukunftskonferenz Europa - - (Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.) – Oje! Gut, dann muss ich einen größeren Teil meiner Rede leider überspringen. Was ich noch sagen möchte: Direkte BürgerInnenbeteiligung ist enorm wichtig, wir sehen das in Vorarlberg an den BürgerInnenräten. Wir schaffen einen Klimarat, und ich möchte alle Bürgerinnen und Bürger zur aktiven Teilnahme und Mitgestaltung auffordern. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Frau Bundesministerin, Sie haben angesprochen, dass das Image der Europäischen Union nirgendwo so schlecht ist wie in Österreich. Das ist erschreckend, da gebe ich Ihnen recht. Man muss sich halt überlegen, wieso das so ist. Das ist das, was Frau Kollegin Gamon vorhin angesprochen hat: Wenn man immer dann, wenn etwas schiefgeht, die Schuld an Brüssel abschiebt und immer dann, wenn etwas großartig ist, sagt: Na, die in Brüssel haben gar nichts gemacht, sondern wir in Österreich waren das!, dann braucht man sich nicht zu wundern, dass sich die Österreicherinnen und Österreicher vielleicht auch nicht so zur Europäischen Union bekennen. Dann ist natürlich die österreichische Bundesregierung mit schuld daran. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ich glaube, wenn wir die Zukunft selbst gestalten wollen, dann müssen wir das selbst machen. Wenn wir das nicht tun, dann werden uns andere definieren, und das halte ich für den falschen Weg. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Bürgerinnen und Bürger haben hohe Erwartungen – und das zu Recht. Und ja, in letzter Zeit wurden diese Erwartungen nicht vollends erfüllt, aber nicht nur Europa hatte dieses Problem, dieses Problem der Schockstarre gab es auf der ganzen Welt. Die Umfragen, diese 34 Prozent, haben mich sehr, sehr nachdenklich gestimmt. Ich war eigentlich ein klein wenig schockiert darüber, aber ich durfte jetzt den ganzen Vormittag mit Ihnen verbringen und, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, nachdem ich mir einige Diskussionsbeiträge von Ihnen angehört habe, wundert es mich nicht, sondern wir können uns gratulieren, dass wir 34 Prozent geschafft haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Stefan lächelt.
Dieser Tag im Europaparlament war einer der emotionalsten in meinem Leben. Wir sind zusammengestanden, Kolleginnen und Kollegen, die sich nicht nahegekommen sind, weil wir so viele sind und in verschiedenen Ausschüssen sitzen, haben uns die Hände gereicht, haben uns umarmt und haben geweint, ein kleiner Teil davon. (Abg. Stefan lächelt.) – Da können Sie gerne lachen, das liegt in Ihren Genen. Das muss man ja fast schon wertschätzen, wie Sie das durchziehen. (Abg. Stefan: Das heißt, eine Volksabstimmung bringt Sie zum Weinen!) Das war einer der traurigsten Momente für uns als Europäerinnen und Europäer.
Abg. Stefan: Das heißt, eine Volksabstimmung bringt Sie zum Weinen!
Dieser Tag im Europaparlament war einer der emotionalsten in meinem Leben. Wir sind zusammengestanden, Kolleginnen und Kollegen, die sich nicht nahegekommen sind, weil wir so viele sind und in verschiedenen Ausschüssen sitzen, haben uns die Hände gereicht, haben uns umarmt und haben geweint, ein kleiner Teil davon. (Abg. Stefan lächelt.) – Da können Sie gerne lachen, das liegt in Ihren Genen. Das muss man ja fast schon wertschätzen, wie Sie das durchziehen. (Abg. Stefan: Das heißt, eine Volksabstimmung bringt Sie zum Weinen!) Das war einer der traurigsten Momente für uns als Europäerinnen und Europäer.
Ruf bei der FPÖ: Abgehobenheit!
Eines sage ich Ihnen auch: Wenn wir über Europa, wenn wir über die Zukunft von Europa reden, dann – das ist heute auch schon zur Sprache gekommen, ich glaube, es war Kollegin Schwarz, die das gesagt hat – kommt es auch auf das Miteinanderreden an. Und wissen Sie, Herr Kollege, was uns Abgeordnete im Europaparlament ausmacht? Es mag sehr, sehr schwierig sein, aber es macht auch - - (Ruf bei der FPÖ: Abgehobenheit!) – Abgehobenheit, das ist immer eine Frage der Sichtweise.
Abg. Stefan: Und für Österreich?
Wir haben keine Koalition, wir müssen uns bei jedem Thema zusammenraufen. Wir müssen uns mit uns, mit den Fraktionen auseinandersetzen, wir bleiben am Tisch sitzen und diskutieren so lange, bis es für Europa passt, und es ist selbstverständlich, dass jeder von uns rote Linien überschreiten muss; einmal tut es dem einen weh, einmal dem anderen. Wir stehen dann aber auf und haben etwas für Europäerinnen und Europäer geschaffen (Abg. Stefan: Und für Österreich?), und das ist der Glaube an eine Zukunft Europas. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Wir haben keine Koalition, wir müssen uns bei jedem Thema zusammenraufen. Wir müssen uns mit uns, mit den Fraktionen auseinandersetzen, wir bleiben am Tisch sitzen und diskutieren so lange, bis es für Europa passt, und es ist selbstverständlich, dass jeder von uns rote Linien überschreiten muss; einmal tut es dem einen weh, einmal dem anderen. Wir stehen dann aber auf und haben etwas für Europäerinnen und Europäer geschaffen (Abg. Stefan: Und für Österreich?), und das ist der Glaube an eine Zukunft Europas. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Jetzt liegt es an den Bürgerinnen und Bürgern, sich einzubringen. Hören wir zu, nehmen wir uns Zeit, schätzen wir das Gegenüber! Die Wünsche, die Sorgen, die Bedenken – packen wir das miteinander an! Als glühende Europäerin weiß ich, dass wir gemeinsam aus dieser Krise gestärkt herauskommen können. Es liegt an uns, an unseren Aussagen, an unserer Einstellung. Wenn wir positiv an die Sache, an die Zukunft Europas herangehen, dann werden wir auch einen regen Beteiligungsprozess erleben können. In diesem Sinne, meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen: „In Vielfalt geeint“. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Bei großen Themen vom Klimawandel bis hin zu Corona sehen wir ein Ächzen und Mühen und erleben letztlich, dass das Band, das uns in Europa zusammenhält, doch sehr dünn geworden ist. Frau Ministerin, da muss man dann, glaube ich, schon auch darüber nachdenken, welche Verantwortung diesbezüglich auch die österreichische Bundesregierung hat, denn wenn wir Sie dabei beobachten, wie Sie auf europäischer Ebene auftreten und wirken, dann stellen wir fest, dass Sie meistens nicht um den Kompromiss bemüht sind, sondern diejenigen, die noch zusätzlich Öl ins Feuer gießen, und das wird der europäischen Integration nicht dienlich sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir heute davon reden, dass wir die Bürgerinnen und Bürger in diesem Dialog beteiligen wollen – und, ja, auch müssen –, dann möchte ich an dieser Stelle schon auch die Frage stellen: Wo war dieser Beteiligungsprozess bei den Geldern für den Recoveryfund? – Sie (in Richtung Bundesministerin Edtstadler) waren dafür zuständig, das in Österreich zu koordinieren. Die Gemeinden, die Städte, die Initiativen, die Bürgerinnen und Bürger hatten nicht die Möglichkeit, sich ausreichend zu beteiligen. Sie hatten nicht die Möglichkeit, bei den 3,5 Milliarden Euro für unser Land mitzuwirken, und dort hätten wir, glaube ich, im Sinne einer weiteren Integration und eines besseren Images für das europäische Projekt Beteiligung als wichtige vertrauensbildende Maßnahme ermöglichen müssen. Das hat nicht stattgefunden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Haubner: Der hat noch nie etwas auf den Punkt gebracht! – Ruf bei der ÖVP: Geh bitte!
Das ist doch die Wahrheit! Sie fragen hier heute: Warum ist das Image so schlecht? – Andreas Schieder hat es, glaube ich, gut auf den Punkt gebracht (Abg. Haubner: Der hat noch nie etwas auf den Punkt gebracht! – Ruf bei der ÖVP: Geh bitte!): weil Sie die Europäische Union zum Mistkübel der Innenpolitik degradiert haben! Diesen Vorwurf müssen Sie sich gefallen lassen – das stellt man nämlich fest, wenn man Ihre Aussendungen und auch Ihre populistischen Ansagen auf Kosten des europäischen Projektes verfolgt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist doch die Wahrheit! Sie fragen hier heute: Warum ist das Image so schlecht? – Andreas Schieder hat es, glaube ich, gut auf den Punkt gebracht (Abg. Haubner: Der hat noch nie etwas auf den Punkt gebracht! – Ruf bei der ÖVP: Geh bitte!): weil Sie die Europäische Union zum Mistkübel der Innenpolitik degradiert haben! Diesen Vorwurf müssen Sie sich gefallen lassen – das stellt man nämlich fest, wenn man Ihre Aussendungen und auch Ihre populistischen Ansagen auf Kosten des europäischen Projektes verfolgt. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Haubner.
Da sage ich Ihnen eines: Frau Schmiedtbauer hatte wahrscheinlich, so habe ich es gehört, einen Freud’schen Versprecher, denn sie hat vom EU-Geschäftsmodell gesprochen, und so kommt es mir bei Ihnen auch ab und zu vor. (Zwischenruf des Abg. Haubner.) Für Sie ist Europa ein Geschäftsmodell; wir verstehen Europa als Sozialunion, die uns im sozialen Fortschritt helfen soll, Ungerechtigkeit zu überwinden, und da ist der Mindestlohn, wie vorhin schon erwähnt, einer der wichtigsten Punkte, auch für unser Land. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Da sage ich Ihnen eines: Frau Schmiedtbauer hatte wahrscheinlich, so habe ich es gehört, einen Freud’schen Versprecher, denn sie hat vom EU-Geschäftsmodell gesprochen, und so kommt es mir bei Ihnen auch ab und zu vor. (Zwischenruf des Abg. Haubner.) Für Sie ist Europa ein Geschäftsmodell; wir verstehen Europa als Sozialunion, die uns im sozialen Fortschritt helfen soll, Ungerechtigkeit zu überwinden, und da ist der Mindestlohn, wie vorhin schon erwähnt, einer der wichtigsten Punkte, auch für unser Land. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Sie dieser Initiative auf europäischer Ebene entgegenwirken, dann arbeiten Sie gegen die Interessen der österreichischen Bevölkerung, dann arbeiten Sie gegen die Interessen der österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, weil Sie durch die Maßnahmen, die Sie auf europäischer Ebene betreiben, den Druck auf die ganz normalen Leute in diesem Land erhöhen. Das Prinzip der Gewinnmaximierung für ein paar wenige, das für Sie das Wichtigste ist, sollten wir dringend durch ein Prinzip ersetzen, das da heißt: Mensch vor Profit, liebe Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
die Bürgerinnen und Bürger in dieses so wichtige Projekt wieder mehr Vertrauen haben. Darum bitte ich Sie. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Lopatka: Ja!
Abgeordnete Dr. Susanne Fürst (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Ministerinnen! Herr Abgeordneter Lopatka hat der Freiheitlichen Partei heute schon ein gestörtes Verhältnis zur EU attestiert. (Abg. Lopatka: Ja!) Das war eigentlich der einzige Satz, dem ich hier wirklich kräftig zustimmen konnte, denn zu dieser Form der EU, zum jetzigen Brüssel und zu der Richtung, in die Brüssel geht, ja, dazu habe ich ein gestörtes Verhältnis.
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Herr: Mindestlohn!
Während die Debatte hier im Parlament läuft, hat die Koalition, hat Arbeitsminister Martin Kocher heute ein Paket gegen Lohn- und Sozialdumping vorgestellt, das Schritte und Maßnahmen enthält, mit denen wir dagegen vorgehen wollen. (Abg. Herr: Mindestlohn!) Im Juni 2021 ist dieses Paket präsentiert worden.
Beifall bei den Grünen.
Das wurde in der Europäischen Union 2018 im Europaparlament beschlossen, und 2014 hat die Diskussion begonnen. Es geht jetzt durch alle nationalen Parlamente. Sieben Jahre vom Diskussionsbeginn in der Europäischen Union bis zum Beschluss auf der nationalen Ebene in Österreich: So lang waren die ArbeitnehmerInnen in diesem Land nicht ausreichend geschützt. Dieser Prozess ist doch inakzeptabel! Dieser Prozess als solcher geht doch nicht! Das gehört verbessert, und genau darum geht es in dieser Diskussion. (Beifall bei den Grünen.) Wenn wir das besser machen wollen, dann müssen wir schneller werden.
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Liebe SPÖ, den leichten, zärtlichen Seitenhieb müsst ihr mir erlauben: Dass ihr am Vormittag lieber eine Stunde Geschäftsordnungsdebatte führt, anstatt dass ihr als Arbeitnehmerpartei hier eure Kollegin zur besten Sendezeit über die Arbeitsbedingungen in der Europäischen Union und darüber, wie wir die Situation für die ArbeitnehmerInnen besser machen können, reden lasst, verstehe ich überhaupt nicht. (Beifall bei Grünen und ÖVP.) Da habt ihr euch leider wirklich ein Haxl gestellt. Darum sollte es uns allen doch eigentlich gehen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Setzen wir uns jetzt gemeinsam dafür ein, arbeiten wir ein Jahr daran, machen wir jetzt ein Jahr lang schnelle Maßnahmen und dann die europäischen im Großen und Ganzen!
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Liebe SPÖ, den leichten, zärtlichen Seitenhieb müsst ihr mir erlauben: Dass ihr am Vormittag lieber eine Stunde Geschäftsordnungsdebatte führt, anstatt dass ihr als Arbeitnehmerpartei hier eure Kollegin zur besten Sendezeit über die Arbeitsbedingungen in der Europäischen Union und darüber, wie wir die Situation für die ArbeitnehmerInnen besser machen können, reden lasst, verstehe ich überhaupt nicht. (Beifall bei Grünen und ÖVP.) Da habt ihr euch leider wirklich ein Haxl gestellt. Darum sollte es uns allen doch eigentlich gehen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Setzen wir uns jetzt gemeinsam dafür ein, arbeiten wir ein Jahr daran, machen wir jetzt ein Jahr lang schnelle Maßnahmen und dann die europäischen im Großen und Ganzen!
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Zum Haxlstellen möchte ich noch auf eines von vorhin kommen: Ich habe einen Ordnungsruf bekommen, völlig zu Recht, deswegen wiederhole ich das jetzt auch nicht, aber darauf muss man schon eingehen. Wenn die FPÖ hier anonyme Bargeldzahlungen fordert, ich frage, welcher FPÖ-Abgeordneter im letzten Jahr anonym 10 000 Euro ohne Rechnung bekommen hat, und dann einer aufzeigt, dann fühle ich mich schon irgendwie gefordert, nachzufragen. Wenn ich dann auf Nachfrage höre: Das geht dich nichts an!, muss ich sagen: Doch, Herr Amesbauer, es geht uns etwas an! Bis 30.6. haben Sie hier eine Transparenzerklärung abzugeben. Sie haben bestätigt, dass Sie 10 000 Euro ohne Rechnung bekommen haben. Erklären Sie bitte dem Parlament bis 30.6., wie das ist, oder kommen Sie heraus und sagen Sie, dass Sie nicht wissen, worüber Sie im Parlament reden! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Da möchte ich jetzt gleich zu einem zweiten Punkt kommen, der da sehr wichtig ist: zu diesen Partikularinteressen, die Sie immer in den Vordergrund stellen, bei denen Sie sich vor einer Abstimmung fragen: Hilft das dem Bauernbund, hilft das der Wirtschaftskammer? – Wenn das nicht der Fall ist, dann stimmen Sie präventiv einmal dagegen. Das ist genau jene Art der politischen Arbeit, die nicht hilft, eine ökosoziale Marktwirtschaft in Europa zu etablieren und den European Way of Life auch zum Exportschlager zu machen. (Beifall bei den NEOS.)
Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.
Es geht darum, dass man ein klimaneutrales Europa tatsächlich ernst nimmt, und es gibt ausreichend Studien, die besagen, dass mit all den Maßnahmen der Transformation bis 2050 in der Europäischen Union und in den Nachbarstaaten 100 Millionen neue Arbeitsplätze entstehen. Das trägt enorm zur Stabilität auf unserem Kontinent bei. Und – das ist ganz wichtig – der Großteil der Investitionen kommt nicht durch das Wegfördern der Klimakrise, sondern durch die Wirtschaft. (Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.) 90 Prozent aller Investitionen in der Europäischen Union und auf der Welt werden durch eine freie Wirtschaft getätigt, und mit all diesen Investitionen wird ein klimaneutrales Österreich unterstützt. All das sollte auch im Fokus stehen, wenn wir über die Zukunft der Europäischen Union reden – nicht immer nur das Klein- und Schlechtreden. (Präsident Hofer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) – Herr Präsident, ich bin schon bei meinem Schlusssatz.
Präsident Hofer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Es geht darum, dass man ein klimaneutrales Europa tatsächlich ernst nimmt, und es gibt ausreichend Studien, die besagen, dass mit all den Maßnahmen der Transformation bis 2050 in der Europäischen Union und in den Nachbarstaaten 100 Millionen neue Arbeitsplätze entstehen. Das trägt enorm zur Stabilität auf unserem Kontinent bei. Und – das ist ganz wichtig – der Großteil der Investitionen kommt nicht durch das Wegfördern der Klimakrise, sondern durch die Wirtschaft. (Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.) 90 Prozent aller Investitionen in der Europäischen Union und auf der Welt werden durch eine freie Wirtschaft getätigt, und mit all diesen Investitionen wird ein klimaneutrales Österreich unterstützt. All das sollte auch im Fokus stehen, wenn wir über die Zukunft der Europäischen Union reden – nicht immer nur das Klein- und Schlechtreden. (Präsident Hofer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) – Herr Präsident, ich bin schon bei meinem Schlusssatz.
Beifall bei den NEOS.
Ich appelliere an Sie: Haben Sie Mut, haben Sie Leidenschaft, kämpfen Sie für ein Europa in der Zukunft, das frei ist und nicht kleingeistig wie die derzeitige Bundesregierung! – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Kassegger: Zur Geschäftsordnung!
Auf eine mündliche Berichterstattung wurde verzichtet. (Abg. Kassegger: Zur Geschäftsordnung!)
Das vom Redner verwendete Saalmikrofon funktioniert nicht. – Rufe: Man hört nichts! – Ruf bei der ÖVP: Ist eh gescheiter, wenn man nichts hört!
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Sehr geehrter Herr Präsident! Wir behandeln jetzt unter Tagesordnungspunkt - - (Das vom Redner verwendete Saalmikrofon funktioniert nicht. – Rufe: Man hört nichts! – Ruf bei der ÖVP: Ist eh gescheiter, wenn man nichts hört!) – Jetzt geht’s!
Beifall bei FPÖ und SPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Wöginger hebt die Hand.
Sehr geehrter Herr Präsident! Wir behandeln jetzt unter Tagesordnungspunkt 2 einen negativen Bericht des Verfassungsausschusses betreffend Ministeranklage gegen Bundesminister für Finanzen Gernot Blümel. Wir sind verwundert, dass der Herr Bundesminister nicht anwesend ist, und stellen gemäß § 18 Abs. 3 der Geschäftsordnung einen Antrag auf Herbeischaffung des Herrn Bundesministers. (Beifall bei FPÖ und SPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Wöginger hebt die Hand.)
Abg. Kickl: Hallo! Hallo! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Ja, das Theater geht weiter. Es ist völlig unüblich - - (Abg. Kickl: Hallo! Hallo! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Na was denn? (Abg. Kickl: Der Einzige, der ein Theater macht, bist du!)
Abg. Kickl: Der Einzige, der ein Theater macht, bist du!
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Ja, das Theater geht weiter. Es ist völlig unüblich - - (Abg. Kickl: Hallo! Hallo! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Na was denn? (Abg. Kickl: Der Einzige, der ein Theater macht, bist du!)
Abg. Kickl: Das entscheidest aber nicht du!
Den ganzen Tag geht es schon rund. Es wird völlig unnötigerweise eine Einwendungsdebatte geführt. (Abg. Kickl: Das entscheidest aber nicht du!) In der Präsidialkonferenz
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Maurer und Jakob Schwarz.
Das sind Vorlagen aus dem Verfassungsausschuss, und Verfassungsministerin Edtstadler ist anwesend; daher ist das ein weiterer Punkt des Polittheaters der Freiheitlichen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Maurer und Jakob Schwarz.)
Rufe bei der ÖVP: Oh? So eine Überraschung!
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Ich muss jetzt sagen, ich sehe das etwas differenzierter als der Klubobmann der ÖVP. (Rufe bei der ÖVP: Oh? So eine Überraschung!) Wir haben heute Vormittag sehr viel zum Thema Respekt vor der parlamentarischen Demokratie und vor dem Parlament gesprochen (Abg. Tanja Graf: Die Verfassungsministerin ist eh da!), und ich sage Ihnen offen: Wenn es um eine Ministeranklage geht und der Minister, um den es bei dieser Ministeranklage geht, es nicht wert findet, dazu ins Parlament zu kommen, so ist das unglaublich respektlos gegenüber diesem Haus, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei SPÖ und FPÖ.)
Abg. Tanja Graf: Die Verfassungsministerin ist eh da!
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Ich muss jetzt sagen, ich sehe das etwas differenzierter als der Klubobmann der ÖVP. (Rufe bei der ÖVP: Oh? So eine Überraschung!) Wir haben heute Vormittag sehr viel zum Thema Respekt vor der parlamentarischen Demokratie und vor dem Parlament gesprochen (Abg. Tanja Graf: Die Verfassungsministerin ist eh da!), und ich sage Ihnen offen: Wenn es um eine Ministeranklage geht und der Minister, um den es bei dieser Ministeranklage geht, es nicht wert findet, dazu ins Parlament zu kommen, so ist das unglaublich respektlos gegenüber diesem Haus, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und FPÖ.
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Ich muss jetzt sagen, ich sehe das etwas differenzierter als der Klubobmann der ÖVP. (Rufe bei der ÖVP: Oh? So eine Überraschung!) Wir haben heute Vormittag sehr viel zum Thema Respekt vor der parlamentarischen Demokratie und vor dem Parlament gesprochen (Abg. Tanja Graf: Die Verfassungsministerin ist eh da!), und ich sage Ihnen offen: Wenn es um eine Ministeranklage geht und der Minister, um den es bei dieser Ministeranklage geht, es nicht wert findet, dazu ins Parlament zu kommen, so ist das unglaublich respektlos gegenüber diesem Haus, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Lieber Kollege Wöginger, es ist kein Theater. Da geht es um die Demokratie, und die muss es einem Minister wert sein, dass er sich Zeit für das Parlament nimmt. (Beifall bei der SPÖ.) Wenn er nicht Zeit hat, dann sollte er sich fragen, ob er überhaupt am richtigen Ort und an der richtigen Stelle ist, geschätzte Damen und Herren!
Beifall bei der SPÖ.
Wir würden diesen Antrag daher unterstützen, Herr Präsident. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Bravo!
Sie pochen zu Recht immer auf die Usancen, aber es kann halt nicht immer nur dann so sein, wenn es für Sie gerade günstig ist, sondern es muss auch sonst gelten. – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Bravo!)
Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Ich bitte jene Damen und Herren, die für diesen Antrag sind, um ein Zeichen der Zustimmung. – Das ist die Minderheit. Der Antrag ist abgelehnt. (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Abg. Eßl: Ich hoffe, er nimmt die Entscheidung des Parlaments zur Kenntnis!
Zu Wort gelangt nun Herr Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Eßl: Ich hoffe, er nimmt die Entscheidung des Parlaments zur Kenntnis!)
Abg. Kickl: Das ist ein Meineid!
Was ist das, wenn man schwört und sich nicht daran hält? (Abg. Kickl: Das ist ein Meineid!) – Es ist schade, es ist traurig, und es ist vor allem traurig, dass wir in diesem Land von solchen Politikern und Politikerinnen regiert werden, geschätzte Damen und Herren, die sich nicht an das halten, was sie irgendwann einmal gelobt haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was ist das, wenn man schwört und sich nicht daran hält? (Abg. Kickl: Das ist ein Meineid!) – Es ist schade, es ist traurig, und es ist vor allem traurig, dass wir in diesem Land von solchen Politikern und Politikerinnen regiert werden, geschätzte Damen und Herren, die sich nicht an das halten, was sie irgendwann einmal gelobt haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Hallo!
Jedem Politiker und jeder Politikerin, die auf die Verfassung angelobt sind, sollte klar sein, dass es mit dem, was Blümel gemacht hat, nämlich die Verfassung zu brechen (Ruf bei der ÖVP: Hallo!), die Gesetze zu brechen, den Untersuchungsausschuss rechtswidrig zu desavouieren (Ruf bei der ÖVP: ... eine Unterstellung!), irgendwann einmal genug ist, geschätzte Damen und Herren. Es ist genug mit dieser Art von Überheblichkeit, mit dieser Art von Präpotenz und mit dieser Art von Missachtung des Rechtsstaats, die Herr Blümel betreibt, und deshalb gibt es auch von allen Oppositionsparteien eine Anklage vor dem Verfassungsgerichtshof, und das ist gut so, geschätzte Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abg. Meinl-Reisinger.)
Ruf bei der ÖVP: ... eine Unterstellung!
Jedem Politiker und jeder Politikerin, die auf die Verfassung angelobt sind, sollte klar sein, dass es mit dem, was Blümel gemacht hat, nämlich die Verfassung zu brechen (Ruf bei der ÖVP: Hallo!), die Gesetze zu brechen, den Untersuchungsausschuss rechtswidrig zu desavouieren (Ruf bei der ÖVP: ... eine Unterstellung!), irgendwann einmal genug ist, geschätzte Damen und Herren. Es ist genug mit dieser Art von Überheblichkeit, mit dieser Art von Präpotenz und mit dieser Art von Missachtung des Rechtsstaats, die Herr Blümel betreibt, und deshalb gibt es auch von allen Oppositionsparteien eine Anklage vor dem Verfassungsgerichtshof, und das ist gut so, geschätzte Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abg. Meinl-Reisinger.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abg. Meinl-Reisinger.
Jedem Politiker und jeder Politikerin, die auf die Verfassung angelobt sind, sollte klar sein, dass es mit dem, was Blümel gemacht hat, nämlich die Verfassung zu brechen (Ruf bei der ÖVP: Hallo!), die Gesetze zu brechen, den Untersuchungsausschuss rechtswidrig zu desavouieren (Ruf bei der ÖVP: ... eine Unterstellung!), irgendwann einmal genug ist, geschätzte Damen und Herren. Es ist genug mit dieser Art von Überheblichkeit, mit dieser Art von Präpotenz und mit dieser Art von Missachtung des Rechtsstaats, die Herr Blümel betreibt, und deshalb gibt es auch von allen Oppositionsparteien eine Anklage vor dem Verfassungsgerichtshof, und das ist gut so, geschätzte Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abg. Meinl-Reisinger.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Brandstätter und Meinl-Reisinger.
Das spricht wohl für sich, geschätzte Damen und Herren, und da möchte ich jetzt aber eine Frage an die Fraktion der Grünen richten: Was ist mit euch? Was, bitte, ist mit euch? (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Brandstätter und Meinl-Reisinger.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Kickl, Meinl-Reisinger und Scherak.
einmal – ich verstehe ja, dass man einem Misstrauensantrag in einer Koalition nicht zustimmen kann – dafür seid, dass der Verfassungsgerichtshof in die Lage versetzt wird, überprüfen zu können, ob Blümel verfassungswidrig gehandelt hat oder nicht? – Das ist wirklich inakzeptabel, das muss man einmal ganz klar sagen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Kickl, Meinl-Reisinger und Scherak.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Lausch.
Wir haben jetzt noch ein bisschen Zeit. Ich würde sagen: Gehen Sie in sich und ermöglichen Sie, dass die Organe dieser Republik ihre Verantwortung wahrnehmen können und entscheiden können: Hat Blümel die Verfassung gebrochen oder nicht? Unseres Erachtens hat er sie gebrochen, und deshalb ist es für ihn auch Zeit zu gehen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Lausch.)
Ruf bei den NEOS: Die Frage ist: Wie geht der Blümel mit dem Verfassungsgerichtshof um?
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Ein Wort ist heute öfters gefallen, das Wort Respekt. Bei Respekt frage ich einmal: Wie gehen wir miteinander um, von Person zu Person? Wie gehen wir zwischen den Parteien miteinander um? (Ruf bei den NEOS: Die Frage ist: Wie geht der Blümel mit dem Verfassungsgerichtshof um?) Was bedeutet Demokratie (Zwischenruf des Abg. Matznetter), wenn es eine Mehrheit gibt, die einen Bundeskanzler wählt, und die Minderheit das nicht akzeptiert? Was bedeutet es, wenn eine Minderheit nicht über die Mehrheit hinweg den Bundeskanzler stellen kann und sich daher anderer Mittel bedient, um den Bundeskanzler zu Fall zu bringen? (Abg. Kickl: Das ... er schon selber!)
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Ein Wort ist heute öfters gefallen, das Wort Respekt. Bei Respekt frage ich einmal: Wie gehen wir miteinander um, von Person zu Person? Wie gehen wir zwischen den Parteien miteinander um? (Ruf bei den NEOS: Die Frage ist: Wie geht der Blümel mit dem Verfassungsgerichtshof um?) Was bedeutet Demokratie (Zwischenruf des Abg. Matznetter), wenn es eine Mehrheit gibt, die einen Bundeskanzler wählt, und die Minderheit das nicht akzeptiert? Was bedeutet es, wenn eine Minderheit nicht über die Mehrheit hinweg den Bundeskanzler stellen kann und sich daher anderer Mittel bedient, um den Bundeskanzler zu Fall zu bringen? (Abg. Kickl: Das ... er schon selber!)
Abg. Kickl: Das ... er schon selber!
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Ein Wort ist heute öfters gefallen, das Wort Respekt. Bei Respekt frage ich einmal: Wie gehen wir miteinander um, von Person zu Person? Wie gehen wir zwischen den Parteien miteinander um? (Ruf bei den NEOS: Die Frage ist: Wie geht der Blümel mit dem Verfassungsgerichtshof um?) Was bedeutet Demokratie (Zwischenruf des Abg. Matznetter), wenn es eine Mehrheit gibt, die einen Bundeskanzler wählt, und die Minderheit das nicht akzeptiert? Was bedeutet es, wenn eine Minderheit nicht über die Mehrheit hinweg den Bundeskanzler stellen kann und sich daher anderer Mittel bedient, um den Bundeskanzler zu Fall zu bringen? (Abg. Kickl: Das ... er schon selber!)
Beifall bei der ÖVP.
Nein, meine Damen und Herren, Demokratie ist auch eine Mehrheitsentscheidung. Das hat auch die Opposition zur Kenntnis zu nehmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Was war mit der Justiz? Was war mit dem Verfassungsgerichtshof?
Wenn wir von Respekt reden, Herr Kollege Leichtfried und Frau Kollegin Meinl-Reisinger, dann reden wir nicht nur von Respekt gegenüber dem Parlament, sondern wir reden auch von Respekt gegenüber der Bundesregierung, und wir reden auch von Respekt gegenüber der Justiz. Diese drei Gewalten stehen gleichwertig nebeneinander und verdienen alle Ihren Respekt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Was war mit der Justiz? Was war mit dem Verfassungsgerichtshof?)
Abg. Matznetter: Ja, aber ihr müsst einmal ...!
Ich habe ganz, ganz viel Empfinden und auch viel Unterstützungsgefühl dafür, dass die Opposition in einem Untersuchungsausschuss versucht, ihre Kontrolle auszuüben. (Abg. Matznetter: Ja, aber ihr müsst einmal ...!), aber wenn dieses Kontrollrecht dazu missbraucht wird (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter), um einfach Dinge zu finden, von denen man vorher gar nichts weiß, und dann Dinge öffentlich zu zelebrieren, die nichts mit dem Untersuchungsgegenstand zu tun haben, dann ist das auch fehlender Respekt gegenüber der Aufgabe im Untersuchungsausschuss. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter
Ich habe ganz, ganz viel Empfinden und auch viel Unterstützungsgefühl dafür, dass die Opposition in einem Untersuchungsausschuss versucht, ihre Kontrolle auszuüben. (Abg. Matznetter: Ja, aber ihr müsst einmal ...!), aber wenn dieses Kontrollrecht dazu missbraucht wird (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter), um einfach Dinge zu finden, von denen man vorher gar nichts weiß, und dann Dinge öffentlich zu zelebrieren, die nichts mit dem Untersuchungsgegenstand zu tun haben, dann ist das auch fehlender Respekt gegenüber der Aufgabe im Untersuchungsausschuss. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich habe ganz, ganz viel Empfinden und auch viel Unterstützungsgefühl dafür, dass die Opposition in einem Untersuchungsausschuss versucht, ihre Kontrolle auszuüben. (Abg. Matznetter: Ja, aber ihr müsst einmal ...!), aber wenn dieses Kontrollrecht dazu missbraucht wird (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter), um einfach Dinge zu finden, von denen man vorher gar nichts weiß, und dann Dinge öffentlich zu zelebrieren, die nichts mit dem Untersuchungsgegenstand zu tun haben, dann ist das auch fehlender Respekt gegenüber der Aufgabe im Untersuchungsausschuss. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Ich glaube, dass wir alle eine neue Form des Respekts voreinander finden müssen. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Herr Kollege Matznetter, was Sie sagen, ist nämlich bei vielen Menschen so: Sie vermissen den Respekt, den wir voreinander haben sollten.
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
der Opposition in ein Gespräch zu kommen, indem er nämlich ein heikles Rechtsproblem lösen wollte, das sich daraus ergibt, dass die privaten Dinge, die in einem Ministerium abgespeichert sind und die über Gesundheitsdaten und weitere persönliche Dinge hinausgehen, nichts mit dem Untersuchungsausschuss zu tun haben. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Das wollte er gemeinsam mit der Opposition klären: Wie können die Aktenlieferungen erfolgen, damit nur das geliefert wird, was dem Untersuchungsgegenstand entspricht, und nicht das, was nicht dem Persönlichkeitsrecht jedes einzelnen Mitarbeiters entspricht?
Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl, Kuntzl und Meinl-Reisinger.
Da ist die Grenze, und da wollten Sie nicht einsteigen. Ihr Zugang war: Wir gehen nochmals zum Verfassungsgerichtshof und holen uns einen Exekutionsantrag. Damit haben Sie zur Eskalation beigetragen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl, Kuntzl und Meinl-Reisinger.) Sie hätten es auch in der Hand gehabt, diese Eskalation zu verhindern, aber Sie wollten sie nicht verhindern (Zwischenruf des Abg. Matznetter), Herr Kollege Matznetter. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Was ist mit dem Respekt, Herr Kollege Gerstl, der Verfassung gegenüber?)
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Da ist die Grenze, und da wollten Sie nicht einsteigen. Ihr Zugang war: Wir gehen nochmals zum Verfassungsgerichtshof und holen uns einen Exekutionsantrag. Damit haben Sie zur Eskalation beigetragen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl, Kuntzl und Meinl-Reisinger.) Sie hätten es auch in der Hand gehabt, diese Eskalation zu verhindern, aber Sie wollten sie nicht verhindern (Zwischenruf des Abg. Matznetter), Herr Kollege Matznetter. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Was ist mit dem Respekt, Herr Kollege Gerstl, der Verfassung gegenüber?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Was ist mit dem Respekt, Herr Kollege Gerstl, der Verfassung gegenüber?
Da ist die Grenze, und da wollten Sie nicht einsteigen. Ihr Zugang war: Wir gehen nochmals zum Verfassungsgerichtshof und holen uns einen Exekutionsantrag. Damit haben Sie zur Eskalation beigetragen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl, Kuntzl und Meinl-Reisinger.) Sie hätten es auch in der Hand gehabt, diese Eskalation zu verhindern, aber Sie wollten sie nicht verhindern (Zwischenruf des Abg. Matznetter), Herr Kollege Matznetter. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Was ist mit dem Respekt, Herr Kollege Gerstl, der Verfassung gegenüber?)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Ich möchte jedenfalls Minister Blümel meinen Respekt für die größten Wirtschaftshilfen ausdrücken, die er für Österreich in dieser Pandemie geleistet hat, und für diesen Aufschwung, mit dem wir wieder gut hinauskommen. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Vielen Dank der österreichischen Bundesregierung dafür. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte jedenfalls Minister Blümel meinen Respekt für die größten Wirtschaftshilfen ausdrücken, die er für Österreich in dieser Pandemie geleistet hat, und für diesen Aufschwung, mit dem wir wieder gut hinauskommen. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Vielen Dank der österreichischen Bundesregierung dafür. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Loacker: Ja, bitte!
Lassen Sie mich damit zu meinem Schlusssatz kommen! (Abg. Loacker: Ja, bitte!) Ihnen ist offensichtlich das Schlechte im Menschen wichtiger. Ich zitiere Ihnen nun Hildegard Burjan, vor 88 Jahren verstorben, die letzte und einzige Parlamentarierin, die seliggesprochen wurde. (Zwischenruf des Abg. Schroll.) Am letzten Wochenende hatte sie ihren Todestag. Sie hat gesagt, für ihre parlamentarische Arbeit war wichtig, dass sie in jedem Menschen das Gute gesehen hat. – In diesem Sinne: Alles Gute! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Schroll.
Lassen Sie mich damit zu meinem Schlusssatz kommen! (Abg. Loacker: Ja, bitte!) Ihnen ist offensichtlich das Schlechte im Menschen wichtiger. Ich zitiere Ihnen nun Hildegard Burjan, vor 88 Jahren verstorben, die letzte und einzige Parlamentarierin, die seliggesprochen wurde. (Zwischenruf des Abg. Schroll.) Am letzten Wochenende hatte sie ihren Todestag. Sie hat gesagt, für ihre parlamentarische Arbeit war wichtig, dass sie in jedem Menschen das Gute gesehen hat. – In diesem Sinne: Alles Gute! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Lassen Sie mich damit zu meinem Schlusssatz kommen! (Abg. Loacker: Ja, bitte!) Ihnen ist offensichtlich das Schlechte im Menschen wichtiger. Ich zitiere Ihnen nun Hildegard Burjan, vor 88 Jahren verstorben, die letzte und einzige Parlamentarierin, die seliggesprochen wurde. (Zwischenruf des Abg. Schroll.) Am letzten Wochenende hatte sie ihren Todestag. Sie hat gesagt, für ihre parlamentarische Arbeit war wichtig, dass sie in jedem Menschen das Gute gesehen hat. – In diesem Sinne: Alles Gute! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
wollte wegen der Rechtsunsicherheit bezüglich der persönlichen Daten, der Gesundheitsdaten der Mitarbeiter nicht liefern, sehr geehrter Herr Kollege Gerstl, dann muss man das Ganze einfach ein bisschen aufdröseln und dann kommt etwas anderes zum Vorschein – dann zeigt sich nämlich, dass der Finanzminister einfach nicht begründet hat, diesen Teil der Daten, die sensiblen Mitarbeiterdaten, nicht zu liefern; dann hätte er nämlich die Ausrede verloren, das Ganze in die Länge zu ziehen, die Daten vielleicht gar nicht zu liefern, dann hätte es auch keine Möglichkeit mehr gegeben, die Klassifizierung nach oben zu schrauben. Somit – bringen wir es auf den Punkt! – haben Sie und hat dieser Finanzminister sensibelste Mitarbeiterdaten, Gesundheitsdaten und Krankendaten auf dem Altar der türkisen Parteipolitik geopfert. Das ist schändlich, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Wie Sie vielleicht merken, fügt sich das türkise Mosaik langsam Stein für Stein zusammen. Das Schlimmste für mich ist aber, dass Sie keinen Respekt vor der österreichischen Bevölkerung, vor den Österreicherinnen und Österreichern haben (Beifall bei der FPÖ), weil Sie in Ihrer Karrieristenmentalität glauben, Sie sind etwas Besseres, weil Sie glauben, da oben steht die türkise ÖVP und da unten steht der Pöbel und der Rest dieses Landes.
Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Meinl-Reisinger.
Wie wir bereits von Kollegen Leichtfried richtig gehört haben: Sie stellen den ersten amtierenden Finanzminister, bei dem eine Hausdurchsuchung stattgefunden hat. Sie stellen den ersten Minister, gegen den das Verfassungsgericht eine Exekution beim Bundespräsidenten beantragt hat. – In aller Deutlichkeit: Solch eine Abgehobenheit und solch eine Respektlosigkeit und solch einen Umgang mit unserem Rechtsstaat, das hat diese Republik und das haben die Menschen in diesem Land nicht verdient. (Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Meinl-Reisinger.)
Beifall bei der FPÖ.
Tun Sie und Ihre türkise Familie diesem Land einen Gefallen und ziehen Sie endlich die Konsequenzen in aller Deutlichkeit. Sie sind nicht mehr tragbar für die Republik Österreich. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Gerstl.
Abgeordnete Mag. Nina Tomaselli (Grüne): Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Kollege Gerstl, ich sehe Sie jetzt nicht. (Zwischenruf des Abg. Gerstl.) – Ah, da sind Sie! Wenn man Ihnen so zuhört, könnte
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Gerstl.
man irgendwie das Gefühl bekommen, dass der Untersuchungsausschuss ungerechtfertigterweise mit der Lupe in den intimsten Schubladen nachschaut. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Gerstl.) Das Gegenteil ist der Fall. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
man irgendwie das Gefühl bekommen, dass der Untersuchungsausschuss ungerechtfertigterweise mit der Lupe in den intimsten Schubladen nachschaut. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Gerstl.) Das Gegenteil ist der Fall. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenruf des Abg. Gerstl.
Wenn man Ihnen zuhört, Kollege Gerstl – und ich habe mich extra angestrengt, auch zwischen den Zeilen mitzuhören –, stellt man fest, dass für Sie offenbar relativ viel normal ist, was sich in einem Rahmen bewegt, der für andere eigentlich eher abzulehnen ist. Ich nenne drei Beispiele: Der Bundespräsident muss ein VfGH-Erkenntnis exekutieren. Es gibt ranghohe Justizbeamte, die mutige Korruptionsermittler unter Druck gesetzt haben – und das ist durch Chats belegt. Es gibt einen Generalsekretär im Finanzministerium, der zwar gerne ein Gehalt aus Steuergeldern bezieht, aber genau die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler als Pöbel bezeichnet. Sie haben jetzt sehr viel über Respekt und Demokratie gesprochen, aber all das findet keinerlei Erwähnung. Meine Interpretation ist, dass bei Ihnen all diese Inhalte, die auch durch den Untersuchungsausschuss zutage getreten sind, nicht kritisierenswert sind, und da wundere ich mich schon sehr. (Zwischenruf des Abg. Gerstl.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und NEOS.
Wir reden heute auch über eine Causa, die es so in Österreich noch nicht gegeben hat. Das höchste Kontrollgremium des Parlaments, der Untersuchungsausschuss, verlangt Akten und bekommt sie nicht. Der VfGH sagt, der Untersuchungsausschuss soll sie bekommen, er bekommt sie trotzdem nicht. Der VfGH sagt nochmals: Akten liefern! – Der Bundespräsident droht mit der Exekution; die Akten werden vor die Tür geworfen und werden on top noch mit Geheimhaltungsstufe 3 klassifiziert. All diese Eskalationsstufen, das sage ich Ihnen schon ganz offen, sind für uns Grüne absolut nicht nachvollziehbar, denn es ist eine Selbstverständlichkeit, dass man das tut, was die oberste Hüterin unserer Grundrechte, nämlich der Verfassungsgerichtshof, sagt. Niemand, und wirklich niemand steht über dem Gesetz. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Für mich ist auch sehr klar, und das zeigt die heutige Debatte, dass es noch einiges gibt, was erklärungsbedürftig ist, nicht zuletzt: Wie ist es überhaupt zu dieser Einstufung in Stufe 3 gekommen? Deshalb finde ich es gut, dass Finanzminister Blümel, auch wenn er heute nicht da ist, zumindest nächste Woche im Untersuchungsausschuss Rede und Antwort stehen muss. Er ist zwar nicht da, aber ich nehme an, er wird am Bildschirm mithören. Herr Finanzminister, wenn ich Ihnen zwei Dinge mitgeben darf: Für die Causa Aktenlieferung wäre meines Erachtens schon längst eine Entschuldigung fällig; und zweitens: Nutzen Sie doch Ihre dritte Chance, um einen konstruktiven Umgang mit dem Ibiza-Untersuchungsausschuss zu beweisen und die Fragen einfach zu beantworten, wie das die allermeisten der über 100 Auskunftspersonen bisher getan haben! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Also erstens: Entschuldigung, und zweitens: einfach besser machen und die Fragen beantworten (Zwischenruf bei der ÖVP) – das wäre aus unserer Sicht richtig und angemessen.
Zwischenruf bei der ÖVP
Für mich ist auch sehr klar, und das zeigt die heutige Debatte, dass es noch einiges gibt, was erklärungsbedürftig ist, nicht zuletzt: Wie ist es überhaupt zu dieser Einstufung in Stufe 3 gekommen? Deshalb finde ich es gut, dass Finanzminister Blümel, auch wenn er heute nicht da ist, zumindest nächste Woche im Untersuchungsausschuss Rede und Antwort stehen muss. Er ist zwar nicht da, aber ich nehme an, er wird am Bildschirm mithören. Herr Finanzminister, wenn ich Ihnen zwei Dinge mitgeben darf: Für die Causa Aktenlieferung wäre meines Erachtens schon längst eine Entschuldigung fällig; und zweitens: Nutzen Sie doch Ihre dritte Chance, um einen konstruktiven Umgang mit dem Ibiza-Untersuchungsausschuss zu beweisen und die Fragen einfach zu beantworten, wie das die allermeisten der über 100 Auskunftspersonen bisher getan haben! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Also erstens: Entschuldigung, und zweitens: einfach besser machen und die Fragen beantworten (Zwischenruf bei der ÖVP) – das wäre aus unserer Sicht richtig und angemessen.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und NEOS. – Abg. Lausch: Gute Rede! – Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Amesbauer.
Und PPS, Herr Kollege Hanger – ich glaube, man kann es nicht oft genug sagen, und Sie werden ja noch sprechen –: Bitte lassen Sie einfach die haltlosen Angriffe gegenüber der Justiz! – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und NEOS. – Abg. Lausch: Gute Rede! – Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Amesbauer.)
Beifall bei den NEOS.
Abgeordneter Dr. Nikolaus Scherak, MA (NEOS): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Nach der Rede von Frau Kollegin Tomaselli gehe ich ja eigentlich fast davon aus, dass die Grünen nun dieser Ministeranklage zustimmen werden. Ich bin gespannt, was dann am Schluss passieren wird. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Hanger
Es ist ja, wie schon richtig angesprochen wurde, eine Debatte über den Respekt vor den Institutionen. Ich bin einerseits sehr froh, dass Kollege Gerstl hier zum ersten Mal als ÖVP-Vertreter zugegeben hat, dass Akten zu spät geliefert wurden. Offensichtlich gab es ein rechtswidriges Verhalten, wenn Akten zu spät geliefert wurden. Es ist aber andererseits nicht so, wie Kollege Gerstl angesprochen hat, dass es da in erster Linie darum ging, Persönlichkeitsrechte zu schützen. Sowohl Frau Kollegin Tomaselli als auch Kollege Schnedlitz haben es schon angesprochen: Ja, selbstverständlich müssen die Persönlichkeitsrechte und die Gesundheitsdaten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschützt werden (Zwischenruf des Abg. Hanger), Herr Kollege Hanger, aber Sie wissen ja ganz genau, wie lange es die Aufforderung an Bundesminister Blümel schon gab, dass er Akten liefert.
Zwischenrufe bei der ÖVP
Herr Kollege Hanger, Sie sitzen ja im Untersuchungsausschuss (Zwischenrufe bei der ÖVP), Sie wissen ja besser als ich, wie oft denn gefordert wurde, dass die entsprechenden Akten geliefert werden. Seit Jänner 2020 ist Bundesminister Blümel dazu verpflichtet, Akten zu liefern. Er ist dann, nachdem er nichts gemacht hat, im März 2020 noch einmal aufgefordert worden, zu liefern. Er hat auch geliefert, allerdings unvollständig. Dann geht das andauernd weiter bis hin zum 13. Jänner dieses Jahres, als Bundesminister Blümel wiederum eine Frist gesetzt wurde, dass er die Akten entsprechend liefert. Er hat es wieder nicht gemacht. Am 11. Februar hat dann der Untersuchungsausschuss den Antrag beim Verfassungsgerichtshof gestellt, der hat eben auch so entschieden, dass natürlich Persönlichkeitsrechte gewahrt werden – und Herr Bundesminister Blümel hat trotzdem nicht geliefert.
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Dann ist es zu der absurden Situation gekommen, die einigermaßen einmalig in Österreich ist, dass man die Exekution beim Bundespräsidenten beantragen muss. Wie gesagt, bisher gab es nur einmal die Idee der Beantragung der Exekution – unter Jörg Haider, weil er die Ortstafeln nicht aufstellen wollte; nicht einmal er hat es so weit kommen lassen. Die ÖVP lässt es so weit kommen, es braucht das Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes, dass exekutiert werden kann, und es braucht die Androhung des Bundespräsidenten, dass das auch gemacht wird. Diese Respektlosigkeit gegenüber den Institutionen ist, seitdem die ÖVP mit Sebastian Kurz an der Macht ist, leider gang und gäbe geworden. Das ist das Problem, das Sie in Österreich mit den Institutionen haben. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Genau dagegen muss man sich mit aller Kraft wehren (Zwischenruf bei der ÖVP), denn es geht ja nicht nur darum, dass Pandoras Box geöffnet wurde – das ist ja schon passiert, das haben Sie ja schon getan –; wenn man sich nicht wehrt, bleibt Pandoras Box sperrangelweit offen. Das heißt, es ist ein Sittenbild; es ist die Art und Weise, wie Sie mit den Institutionen umgehen, welche Verhaltensweisen Sie an den Tag legen; es ist Ihr mangelnder Respekt gegenüber dem Parlament (Zwischenruf des Abg. Hörl), es ist Ihr mangelnder Respekt gegenüber dem Untersuchungsausschuss, es ist Ihr mangelnder Respekt gegenüber dem Verfassungsgerichtshof. Sie tanzen den Institutionen Österreichs auf der Nase herum – und dagegen muss man sich mit aller Kraft wehren. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Abg. Hörl: Scherak!)
Zwischenruf des Abg. Hörl
Genau dagegen muss man sich mit aller Kraft wehren (Zwischenruf bei der ÖVP), denn es geht ja nicht nur darum, dass Pandoras Box geöffnet wurde – das ist ja schon passiert, das haben Sie ja schon getan –; wenn man sich nicht wehrt, bleibt Pandoras Box sperrangelweit offen. Das heißt, es ist ein Sittenbild; es ist die Art und Weise, wie Sie mit den Institutionen umgehen, welche Verhaltensweisen Sie an den Tag legen; es ist Ihr mangelnder Respekt gegenüber dem Parlament (Zwischenruf des Abg. Hörl), es ist Ihr mangelnder Respekt gegenüber dem Untersuchungsausschuss, es ist Ihr mangelnder Respekt gegenüber dem Verfassungsgerichtshof. Sie tanzen den Institutionen Österreichs auf der Nase herum – und dagegen muss man sich mit aller Kraft wehren. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Abg. Hörl: Scherak!)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Abg. Hörl: Scherak!
Genau dagegen muss man sich mit aller Kraft wehren (Zwischenruf bei der ÖVP), denn es geht ja nicht nur darum, dass Pandoras Box geöffnet wurde – das ist ja schon passiert, das haben Sie ja schon getan –; wenn man sich nicht wehrt, bleibt Pandoras Box sperrangelweit offen. Das heißt, es ist ein Sittenbild; es ist die Art und Weise, wie Sie mit den Institutionen umgehen, welche Verhaltensweisen Sie an den Tag legen; es ist Ihr mangelnder Respekt gegenüber dem Parlament (Zwischenruf des Abg. Hörl), es ist Ihr mangelnder Respekt gegenüber dem Untersuchungsausschuss, es ist Ihr mangelnder Respekt gegenüber dem Verfassungsgerichtshof. Sie tanzen den Institutionen Österreichs auf der Nase herum – und dagegen muss man sich mit aller Kraft wehren. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Abg. Hörl: Scherak!)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Abg. Hörl: Die NEOS!
Ich will in einem Österreich leben, in dem für eine Bundesregierung klar ist, dass die Institutionen respektiert werden, in dem eine Bundesregierung sich ganz klar zum Rechtsstaat, zur Rechtsstaatlichkeit und zur Demokratie bekennt, und ich will in einem Österreich leben, in dem alle Bürgerinnen und Bürger sich an Gesetze halten, und insbesondere Mitglieder der Bundesregierung. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Abg. Hörl: Die NEOS!)
Ruf bei der ÖVP: Es dürfen sich auch die NEOS an die Gesetze halten!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Hanger. – Bitte. (Ruf bei der ÖVP: Es dürfen sich auch die NEOS an die Gesetze halten!)
Ruf: Na, danke!
Abgeordneter Mag. Andreas Hanger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Einleitend eine Klarstellung: Natürlich hat der Untersuchungsausschuss ein Recht auf Aktenlieferung, das steht ja überhaupt nicht zur Diskussion. Ich bitte halt nur, zur Kenntnis zu nehmen, dass wir einen Rechtsrahmen haben, der schon auch andere Fragen aufwirft. Der Verfassungsgerichtshof hat quasi auch dem Untersuchungsgegenstand eine Art Testat gegeben; er hat festgestellt, der Untersuchungsgegenstand ist berechtigt, er ist halt nur unglaublich breit. Sie kennen meine Aussage dazu: Es ist ein Kraut- und Rüben-Ausschuss, in dem wir alles und jedes untersuchen. Das ist Tatsache. Wir nehmen natürlich die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes zur Kenntnis. (Ruf: Na, danke!) – Na ja, aber das Recht, dies zu kritisieren, muss schon auch noch da sein. (Beifall bei der ÖVP.) Wir leben ja in einer liberalen Demokratie – es kann nicht sein, dass alles sakrosankt zur Kenntnis genommen werden muss.
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Andreas Hanger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Einleitend eine Klarstellung: Natürlich hat der Untersuchungsausschuss ein Recht auf Aktenlieferung, das steht ja überhaupt nicht zur Diskussion. Ich bitte halt nur, zur Kenntnis zu nehmen, dass wir einen Rechtsrahmen haben, der schon auch andere Fragen aufwirft. Der Verfassungsgerichtshof hat quasi auch dem Untersuchungsgegenstand eine Art Testat gegeben; er hat festgestellt, der Untersuchungsgegenstand ist berechtigt, er ist halt nur unglaublich breit. Sie kennen meine Aussage dazu: Es ist ein Kraut- und Rüben-Ausschuss, in dem wir alles und jedes untersuchen. Das ist Tatsache. Wir nehmen natürlich die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes zur Kenntnis. (Ruf: Na, danke!) – Na ja, aber das Recht, dies zu kritisieren, muss schon auch noch da sein. (Beifall bei der ÖVP.) Wir leben ja in einer liberalen Demokratie – es kann nicht sein, dass alles sakrosankt zur Kenntnis genommen werden muss.
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Wenn ich dann als Nichtjurist Juristen frage, was eigentlich „abstrakt relevant“ ist, ob es dazu Kriterien gibt, wer das entscheidet, dann kommt das große Schauen, und alle sagen: Na ja, nein, das wissen wir nicht. Das ist eine neue Rechtslage. (Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Beifall bei der ÖVP.
Und es kommt ein zweiter Aspekt dazu, den ich schon auch in der gleichen Stärke betonen möchte: Es geht schon auch um Persönlichkeitsrechte. Wenn Akten, Unterlagen geliefert werden und wenn diese privater Natur sind, wenn in die Privatsphäre eingegriffen wird, dann geht es da genauso um ein Recht, das wir schützen müssen. (Beifall bei der ÖVP.) Das ist schon die zentrale Diskussion, die wir führen müssen. Ich darf auch wirklich den Verfassungsgerichtshof bitten, andere Juristen bitten, da klarer vorzugehen, damit es diese Unsicherheiten nicht gibt.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Scherak.
Wenn ich kurz auf die NEOS replizieren darf: Herr Kollege Scherak, ich meine, Sie haben Tausende Mitarbeiterdaten von der Novomatic angefordert. Der Datenschutzrat hat sofort gesagt, das geht nicht, da wird in die Privatsphäre eingegriffen. Nehmen Sie das bitte auch zur Kenntnis! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Scherak.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Krainer und Meinl-Reisinger.
Es ist einfach Tatsache, dass Sie im Untersuchungsausschuss mit den unglaublichsten Methoden agieren, Sie leaken Dokumente der Stufe 2, Sie brechen das Recht. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Krainer und Meinl-Reisinger.) – Nein, nein, das ist eine ganz andere Situation, das war Stufe 2 nach dem Informationsordnungsgesetz. Am Mittwoch haben Sie noch gesagt: Wie wir aus den Medien erfahren haben!; Sie haben sogar die Bevölkerung angelogen, weil Sie gewusst haben, dass dieses Leak von Ihnen kommt – und am nächsten Tag haben Sie es eingestehen müssen. Das ist in Wirklichkeit der eigentliche Skandal, der im Untersuchungsausschuss passiert ist. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Loacker.
Es ist einfach Tatsache, dass Sie im Untersuchungsausschuss mit den unglaublichsten Methoden agieren, Sie leaken Dokumente der Stufe 2, Sie brechen das Recht. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Krainer und Meinl-Reisinger.) – Nein, nein, das ist eine ganz andere Situation, das war Stufe 2 nach dem Informationsordnungsgesetz. Am Mittwoch haben Sie noch gesagt: Wie wir aus den Medien erfahren haben!; Sie haben sogar die Bevölkerung angelogen, weil Sie gewusst haben, dass dieses Leak von Ihnen kommt – und am nächsten Tag haben Sie es eingestehen müssen. Das ist in Wirklichkeit der eigentliche Skandal, der im Untersuchungsausschuss passiert ist. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Abg. Stögmüller: Das ist sehr schwierig!
Noch eine kurze Replik auf Kollegin Tomaselli, das erlaube ich mir jetzt, auch im Sinne unserer Koalitionsräson: Liebe Kollegin Tomaselli, ich würde dich wirklich bitten, mir zuzuhören, wenn ich etwas sage. (Abg. Stögmüller: Das ist sehr schwierig!) Ich habe nicht einmal die Justiz pauschal angegriffen, sondern ich habe mir erlaubt, einzelne Staatsanwälte in der WKStA auch zu kritisieren. (Zwischenruf der Abg. Tomaselli.) Wir haben das übrigens in einer hohen Professionalität gemacht (Abg. Stögmüller: Nein!), wir haben diesbezüglich schon Anfang Mai eine Sachverhaltsdarstellung eingebracht. Ich verwehre mich gegen diesen Vorwurf, pauschale Kritik zu üben, sondern die ist fachlich sehr fundiert, und das werde ich mir auch in Zukunft nicht nehmen lassen. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Dann passen Sie endlich einmal auf! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Stögmüller: Sie machen nur pauschale Kritik! – Weitere Zwischenrufe bei Grünen sowie Zwischenrufe bei den NEOS.) – Längst gemacht, Herr Kollege Stögmüller! Passen Sie endlich einmal auf, was passiert, aber offensichtlich bekommen Sie nicht einmal mit, was wir auch an Akzenten setzen. Das schreibe ich Ihnen ins Stammbuch! (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.)
Zwischenruf der Abg. Tomaselli.
Noch eine kurze Replik auf Kollegin Tomaselli, das erlaube ich mir jetzt, auch im Sinne unserer Koalitionsräson: Liebe Kollegin Tomaselli, ich würde dich wirklich bitten, mir zuzuhören, wenn ich etwas sage. (Abg. Stögmüller: Das ist sehr schwierig!) Ich habe nicht einmal die Justiz pauschal angegriffen, sondern ich habe mir erlaubt, einzelne Staatsanwälte in der WKStA auch zu kritisieren. (Zwischenruf der Abg. Tomaselli.) Wir haben das übrigens in einer hohen Professionalität gemacht (Abg. Stögmüller: Nein!), wir haben diesbezüglich schon Anfang Mai eine Sachverhaltsdarstellung eingebracht. Ich verwehre mich gegen diesen Vorwurf, pauschale Kritik zu üben, sondern die ist fachlich sehr fundiert, und das werde ich mir auch in Zukunft nicht nehmen lassen. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Dann passen Sie endlich einmal auf! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Stögmüller: Sie machen nur pauschale Kritik! – Weitere Zwischenrufe bei Grünen sowie Zwischenrufe bei den NEOS.) – Längst gemacht, Herr Kollege Stögmüller! Passen Sie endlich einmal auf, was passiert, aber offensichtlich bekommen Sie nicht einmal mit, was wir auch an Akzenten setzen. Das schreibe ich Ihnen ins Stammbuch! (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.)
Abg. Stögmüller: Nein!
Noch eine kurze Replik auf Kollegin Tomaselli, das erlaube ich mir jetzt, auch im Sinne unserer Koalitionsräson: Liebe Kollegin Tomaselli, ich würde dich wirklich bitten, mir zuzuhören, wenn ich etwas sage. (Abg. Stögmüller: Das ist sehr schwierig!) Ich habe nicht einmal die Justiz pauschal angegriffen, sondern ich habe mir erlaubt, einzelne Staatsanwälte in der WKStA auch zu kritisieren. (Zwischenruf der Abg. Tomaselli.) Wir haben das übrigens in einer hohen Professionalität gemacht (Abg. Stögmüller: Nein!), wir haben diesbezüglich schon Anfang Mai eine Sachverhaltsdarstellung eingebracht. Ich verwehre mich gegen diesen Vorwurf, pauschale Kritik zu üben, sondern die ist fachlich sehr fundiert, und das werde ich mir auch in Zukunft nicht nehmen lassen. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Dann passen Sie endlich einmal auf! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Stögmüller: Sie machen nur pauschale Kritik! – Weitere Zwischenrufe bei Grünen sowie Zwischenrufe bei den NEOS.) – Längst gemacht, Herr Kollege Stögmüller! Passen Sie endlich einmal auf, was passiert, aber offensichtlich bekommen Sie nicht einmal mit, was wir auch an Akzenten setzen. Das schreibe ich Ihnen ins Stammbuch! (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.)
Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
Noch eine kurze Replik auf Kollegin Tomaselli, das erlaube ich mir jetzt, auch im Sinne unserer Koalitionsräson: Liebe Kollegin Tomaselli, ich würde dich wirklich bitten, mir zuzuhören, wenn ich etwas sage. (Abg. Stögmüller: Das ist sehr schwierig!) Ich habe nicht einmal die Justiz pauschal angegriffen, sondern ich habe mir erlaubt, einzelne Staatsanwälte in der WKStA auch zu kritisieren. (Zwischenruf der Abg. Tomaselli.) Wir haben das übrigens in einer hohen Professionalität gemacht (Abg. Stögmüller: Nein!), wir haben diesbezüglich schon Anfang Mai eine Sachverhaltsdarstellung eingebracht. Ich verwehre mich gegen diesen Vorwurf, pauschale Kritik zu üben, sondern die ist fachlich sehr fundiert, und das werde ich mir auch in Zukunft nicht nehmen lassen. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Dann passen Sie endlich einmal auf! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Stögmüller: Sie machen nur pauschale Kritik! – Weitere Zwischenrufe bei Grünen sowie Zwischenrufe bei den NEOS.) – Längst gemacht, Herr Kollege Stögmüller! Passen Sie endlich einmal auf, was passiert, aber offensichtlich bekommen Sie nicht einmal mit, was wir auch an Akzenten setzen. Das schreibe ich Ihnen ins Stammbuch! (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Stögmüller: Sie machen nur pauschale Kritik! – Weitere Zwischenrufe bei Grünen sowie Zwischenrufe bei den NEOS.
Noch eine kurze Replik auf Kollegin Tomaselli, das erlaube ich mir jetzt, auch im Sinne unserer Koalitionsräson: Liebe Kollegin Tomaselli, ich würde dich wirklich bitten, mir zuzuhören, wenn ich etwas sage. (Abg. Stögmüller: Das ist sehr schwierig!) Ich habe nicht einmal die Justiz pauschal angegriffen, sondern ich habe mir erlaubt, einzelne Staatsanwälte in der WKStA auch zu kritisieren. (Zwischenruf der Abg. Tomaselli.) Wir haben das übrigens in einer hohen Professionalität gemacht (Abg. Stögmüller: Nein!), wir haben diesbezüglich schon Anfang Mai eine Sachverhaltsdarstellung eingebracht. Ich verwehre mich gegen diesen Vorwurf, pauschale Kritik zu üben, sondern die ist fachlich sehr fundiert, und das werde ich mir auch in Zukunft nicht nehmen lassen. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Dann passen Sie endlich einmal auf! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Stögmüller: Sie machen nur pauschale Kritik! – Weitere Zwischenrufe bei Grünen sowie Zwischenrufe bei den NEOS.) – Längst gemacht, Herr Kollege Stögmüller! Passen Sie endlich einmal auf, was passiert, aber offensichtlich bekommen Sie nicht einmal mit, was wir auch an Akzenten setzen. Das schreibe ich Ihnen ins Stammbuch! (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.)
Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
Noch eine kurze Replik auf Kollegin Tomaselli, das erlaube ich mir jetzt, auch im Sinne unserer Koalitionsräson: Liebe Kollegin Tomaselli, ich würde dich wirklich bitten, mir zuzuhören, wenn ich etwas sage. (Abg. Stögmüller: Das ist sehr schwierig!) Ich habe nicht einmal die Justiz pauschal angegriffen, sondern ich habe mir erlaubt, einzelne Staatsanwälte in der WKStA auch zu kritisieren. (Zwischenruf der Abg. Tomaselli.) Wir haben das übrigens in einer hohen Professionalität gemacht (Abg. Stögmüller: Nein!), wir haben diesbezüglich schon Anfang Mai eine Sachverhaltsdarstellung eingebracht. Ich verwehre mich gegen diesen Vorwurf, pauschale Kritik zu üben, sondern die ist fachlich sehr fundiert, und das werde ich mir auch in Zukunft nicht nehmen lassen. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Dann passen Sie endlich einmal auf! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Stögmüller: Sie machen nur pauschale Kritik! – Weitere Zwischenrufe bei Grünen sowie Zwischenrufe bei den NEOS.) – Längst gemacht, Herr Kollege Stögmüller! Passen Sie endlich einmal auf, was passiert, aber offensichtlich bekommen Sie nicht einmal mit, was wir auch an Akzenten setzen. Das schreibe ich Ihnen ins Stammbuch! (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Abschließend möchte ich schon noch einmal darauf hinweisen, dass der Herr Bundesminister natürlich Kompromissvarianten gebracht hat, um einerseits die Aktenlieferung sicherzustellen und andererseits Persönlichkeitsrechte zu schützen. Das wurde natürlich vom Tisch gewischt, das wollte man nicht. Daran sieht man, es geht Ihnen nicht um Aufklärung, es geht Ihnen um Skandalisierungen, Unterstellungen, Anpatzen. Mehr ist es nicht! – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Vorsitzender! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sie haben gerade eine fleischgewordene Nebelgranate gesehen, die sehr viele Sachen behauptet, die mit der Realität wenig bis gar nichts zu tun haben. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Ich will jetzt gar nicht auf alles eingehen, weil mir die Redezeit zu schade ist, aber ein paar Sachen muss man schon klarstellen.
Zwischenruf des Abg. Hanger.
Erstens: Der Verfassungsgerichtshof hat klargestellt, es dürfen dem Untersuchungsausschuss private Sachen nicht geliefert werden. Sie werden nicht geliefert und sie interessieren uns auch nicht. (Zwischenruf des Abg. Hanger.) Was auch immer Herr Hanger hier behauptet, ist falsch. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Erstens: Der Verfassungsgerichtshof hat klargestellt, es dürfen dem Untersuchungsausschuss private Sachen nicht geliefert werden. Sie werden nicht geliefert und sie interessieren uns auch nicht. (Zwischenruf des Abg. Hanger.) Was auch immer Herr Hanger hier behauptet, ist falsch. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Hanger.
Zweitens: Herr Hanger behauptet, abstrakte Relevanz wäre ein ganz neuer Rechtsrahmen. – Er mag für Sie neu sein, für Untersuchungsausschüsse ist er vom Verfassungsgerichtshof 2018 restlos geklärt worden, vor mehr als drei Jahren ist er geklärt worden. (Zwischenruf des Abg. Hanger.) Dieser Begriff ist vor mehr als zehn Jahren im Zusammenhang mit dem Rechnungshof geklärt worden. Sie müssten sich ein bisschen mit Rechtsfragen auseinandersetzen, dann wäre das für Sie nicht ungeklärt und neu, denn für alle anderen im Untersuchungsausschuss ist es klar und eindeutig, nur für Sie und für Finanzminister Blümel nicht; für den ist es auch nicht klar.
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Sie sollten sich wirklich überlegen, ob Sie ein derartiges Verhalten legitimieren wollen oder nicht! Ich fürchte, Sie werden das legitimieren, aber es würde den Grünen besser anstehen, den Rechtsstaat arbeiten zu lassen und den Verfassungsgerichtshof überprüfen zu lassen, ob Herr Blümel nicht wirklich die ganze Zeit gegen Recht und gegen die Verfassung verstößt. – Vielen Dank. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Abgeordneter Krainer hat behauptet, dass Herr Bundesminister Blümel keine Dokumente geliefert hat. (Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hörl.
Ich berichtige tatsächlich: Mit Stand 2. Juni 2021 hat der Finanzminister 26 137 Mails und elektronische Dokumente sowie 12 077 Seiten in der Klassifizierungsstufe 2 und 1 798 Seiten in der Klassifizierungsstufe 3 übermittelt. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall bei der FPÖ.
Finanzminister Blümel meinte zum Abschluss eines „ZIB 2“-Interviews zum Thema Aktenlieferung: Eine Anklage, das wird nicht passieren. – Ich wünsche es ihm, aber ich habe das Bundeskanzler Kurz schon einmal mitgegeben: Bei Gericht und auf hoher See sind Sie in Gottes Hand. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es wäre eigentlich auch Ihre Aufgabe, dafür zu sorgen, dass Herr Minister Blümel Erkenntnisse des Verfassungsgerichtshofes endlich wirklich umsetzt und nicht nur so tut, als ob er es machen würde. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Sabine Schatz (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Lassen Sie mich zu Beginn noch auf Kollegen Gerstl replizieren! Sie haben sehr viel von Respekt, von Respekt gegenüber der Justiz gesprochen. Herr Kollege Gerstl, bitte richten Sie sich vor allem an Ihre eigene Fraktion und unterlassen Sie als ÖVP die andauernden Angriffe auf die Justiz! Das gilt auch für Angriffe auf einzelne Staatsanwälte und Staatsanwältinnen, Herr Kollege Hanger. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Brandstätter und Scherak.
Blümel – im Umgang mit unserem demokratischen Fundament. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Brandstätter und Scherak.)
Beifall bei der SPÖ.
Ganz ehrlich, die daraufhin erfolgte Lieferung von E-Mails in ausgedruckter Form in einer Geheimhaltungsstufe, die nicht gerechtfertigt ist, ist eine weitere Farce und eine weitere Missachtung des Parlaments und seiner Kontrollrechte, die wir uns nicht gefallen lassen dürfen, wenn wir uns als Parlament ernst nehmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Nein, Herr Kollege Hanger, es geht hier nicht ums Anpatzen, es geht hier nicht um die böse, böse Opposition gegen die ÖVP, die Regierung oder Bundesminister Blümel im Besonderen. Es geht hier um nichts weniger als um einen Finanzminister der ÖVP und seinen Umgang mit dem demokratischen Fundament unseres Landes, dem Rechtsstaat und der Verfassung. Dieser Umgang, sehr geehrte Damen und Herren, muss über allem stehen. Das Gelöbnis, das Ministerinnen und Minister bei ihrer Angelobung feierlich ablegen, ist ein Bekenntnis zur Einhaltung der Verfassung und aller geltenden Gesetze. Das gilt für alle in diesem Land. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Der Verfassungsgerichtshof soll nun prüfen, ob Blümel gegen geltendes Recht verstoßen hat. Dass ÖVP und Grüne gegen diese Ministeranklage stimmen, ist auch ein Zeichen dafür, dass sie offenbar nicht sicher sind, ob er diese Prüfung bestehen würde. Das ist ein Zeichen dafür, dass es ganz klar und deutlich so ist, wie wir das verstehen: dass konsequent Verfassungsbruch begangen wurde. Minister Blümel hat den Bogen schon längst überspannt. Er ist rücktrittsreif. Er sollte dem Beispiel von Schmid und Brandstetter dringend und rasch folgen. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Taschner: Das ist ein falsches Bild, das Sie haben, ein falsches Bild!
Was wir in den letzten Wochen erlebt haben, was seitens der türkisen Partei in Richtung Justiz kommuniziert worden ist, war nicht nur Schiedsrichterkritik, sondern der Schiedsrichter wurde regelrecht angerempelt. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Taschner: Das ist ein falsches Bild, das Sie haben, ein falsches Bild!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Taschner: Das ist eine Unterstellung!
Trotzdem: Ich lade Sie, ZuseherInnen zu Hause vor den Bildschirmen, alle ein: Unterstützen Sie dieses Antikorruptionsvolksbegehren! Es ist im Österreich des 21. Jahrhunderts, im Österreich des Jahres 2021, leider notwendig geworden, dass sich die Zivilgesellschaft gegen politische Strömungen auflehnt, die maßgebliche Institutionen in einer Art angreifen, die für unseren Staat, für unser Gemeinwesen bereits gefährlich ist. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Taschner: Das ist eine Unterstellung!)
Ruf bei der ÖVP: Aha!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesministerin, das betrifft eigentlich nicht Sie (in Richtung Bundesministerin Edtstadler), sondern Kollegin Schramböck (Ruf bei der ÖVP: Aha!), die sich das auch anhören könnte. Wir haben in der Causa Blümel die Funktionalität der Ministeranklage sehr deutlich besprochen. Das ist nichts Martialisches. Dabei geht es darum, dass eine unabhängige Instanz, nämlich das höchste Gericht des Landes, einen Vorgang dahin gehend bewertet, ob er rechtswidrig war oder nicht. Die aktuelle Regierungsmehrheit verschließt dem österreichischen Parlament die Möglichkeit, diese Prüfung vorzunehmen.
Ruf bei der ÖVP: Ist doch schön!
Ich darf daran erinnern, worum es ging: Im Herbst hat Frau Bundesministerin Schramböck ein Kaufhaus Österreich vorgestellt. Ein paar haben damals schon vermutet, dass es eine Realsatire ist, die da stattfindet, denn: Welche Absurdie soll eine Regierung leiten, dass sie hergeht und glaubt, sie könnte ein neues Amazon gründen?! Die Peinlichkeit ging nur weiter, als Journalisten versucht haben, dort zum Beispiel Schuhe zu suchen. Wissen Sie, was da herauskam? – Ein Tischtennisshop, einmal ein Bergbauer und das dritte Mal eine Alpakawanderung. Ehrlich gesagt, das kann „Die Tagespresse“ von Herrn Jergitsch nicht besser machen. (Ruf bei der ÖVP: Ist doch schön!) Da überholt die Realsatire die Wirklichkeit. Das wäre ja alles noch lustig. Das Problem ist nur: Der österreichische Steuerzahler durfte dieses ganze Kabarett bezahlen. Es hat geheißen, es seien ja eh nur 627 000 Euro. Realiter waren es aber 1,26 Millionen Euro.
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt wird es aber weniger lustig, sondern ernst: Wenn eine Bundesministerin, die kraft Verfassung monokratisch entscheiden kann, 1,26 Millionen Euro für so ein Projekt ausgibt – wahrscheinlich auf Zuruf von Fleischmann, Bonelli und wie sie vom Bundeskanzleramt alle heißen –, selbst wenn sie die Absicht hat, guten Wind für diese Regierung zu machen: Das muss rechtlich überprüft werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es kann nicht sein, dass das Geld unserer SteuerzahlerInnen für eine Lachnummer in diesem Lande einfach beim Fenster hinausgeworfen wird, Kolleginnen und Kollegen. Sie verhindern die Untersuchung durch ein Gericht, und ich schaue dabei auch die Grünen sehr ernsthaft an. Da sollte man sich überlegen, ob man dieser ÖVP die Räuberleiter – Zitat Werner Kogler als Oppositionsabgeordneter – für dieses Vorhaben macht. Eine Ministerin, die 1,26 Millionen Euro für Alpakawanderung in den Sand setzt, hat das Recht – auch selber! –, dass ein Gericht darüber entscheidet, ob dieses Vorhaben das richtige war. Entscheiden Sie sich bitte richtig, Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist auch nicht so, dass es reicht, dass eine Rechtsverletzung vorliegt, sondern sie muss schuldhaft sein. Das sind also schon schwere Geschütze, die da aufgefahren werden. Es ist auch wert, sich anzusehen, auf welcher Grundlage diese Geschütze aufgefahren werden. Ich darf Ihnen dazu eines sagen, Herr Kollege Matznetter und liebe Kolleginnen und Kollegen von der Sozialdemokratie: Diese Grundlage ist nicht nur dünn, sie ist dünner und am dünnsten, und das heißt in diesem Fall SPÖ. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Hörl: Genau!
Sie werfen der Frau Ministerin vor, dass dieses Projekt über 1 Million Euro gekostet hat. Lesen Sie einmal nach – Sie waren ja einmal in der Regierung –, wie viel Geld Sie versenkt haben, wer zurückgetreten ist und wer angeklagt wurde (Abg. Hörl: Genau!), denn dann werden Sie nämlich die Unverhältnismäßigkeit dieses Antrages erkennen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie werfen der Frau Ministerin vor, dass dieses Projekt über 1 Million Euro gekostet hat. Lesen Sie einmal nach – Sie waren ja einmal in der Regierung –, wie viel Geld Sie versenkt haben, wer zurückgetreten ist und wer angeklagt wurde (Abg. Hörl: Genau!), denn dann werden Sie nämlich die Unverhältnismäßigkeit dieses Antrages erkennen! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Ich darf Ihnen eines sagen, und auch die Bevölkerung soll wissen, worauf Sie ihre Anklage stützen: Erstens machen Sie sich Sorgen, ob das Ministerium das überhaupt hätte betreiben dürfen. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Nur hat es das auch nicht betrieben. Würden Sie nachlesen, wer das betrieben hat, würden Sie sehen, dass das die Wirtschaftskammer war. Aus der Innehabung einer Domäne oder eines Mediums abzuleiten, dass das auch der Betreiber ist, ist einfach falsch, weil es eben nicht so einfach ist. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich darf Ihnen eines sagen, und auch die Bevölkerung soll wissen, worauf Sie ihre Anklage stützen: Erstens machen Sie sich Sorgen, ob das Ministerium das überhaupt hätte betreiben dürfen. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Nur hat es das auch nicht betrieben. Würden Sie nachlesen, wer das betrieben hat, würden Sie sehen, dass das die Wirtschaftskammer war. Aus der Innehabung einer Domäne oder eines Mediums abzuleiten, dass das auch der Betreiber ist, ist einfach falsch, weil es eben nicht so einfach ist. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zweitens sagen Sie, dass die Antwort der Frau Ministerin unrichtig war, weil sie einen Sublieferanten genannt hat, der selber sagt, dass er keiner war. Hintergrund ist, dass es ein Angebot und einen Auftrag gegeben hat. Im guten Glauben war die Annahme natürlich, dass der dann auch Subunternehmer war. Und das nehmen Sie zum Anlass für eine Ministeranklage. – Dünn, dünner, SPÖ. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Der dritte Grund ist der übliche strafrechtliche Vorwurf, denn ohne Staatsanwalt kommen Sie ja in Ihrer Politik überhaupt nicht mehr aus. Ich sage Ihnen aber eines: Mit Ihrem Maßstab gemessen hätten Sie wahrscheinlich nie einen Minister gehabt, zumindest nicht lange – und Opposition heißt nicht Destruktion. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen jetzt, an welche Gesetzesverstöße ich dabei denke. Es gibt die strafrechtliche Verantwortung, dass innerhalb von zwei, maximal drei Monaten 1,2 Millionen Euro versenkt worden sind. Da sagt man dann so salopp in Richtung SPÖ: Ihr habt ja viel mehr verbraucht. Wenn das das Sittenbild dieser Republik sein soll, dann muss man schon fragen, wo wir da denn anfangen sollen. Wenn das noch nichts sein soll, wenn man nur 1 Million Euro versenkt hat, heißt das, dass man dann damit munter weitermachen kann. Das kann es wohl nicht sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Steinacker.
Untreue. Und als weiteren Punkt kann ich auch zivilrechtliche Tatbestände ins Treffen führen. Würde ich einen Händler vertreten, so würde ich die Frau Ministerin für das, was sie da angestellt hat, wettbewerbsrechtlich durch Sonne, Mond und Sterne schießen – auch das sollte man bedenken. All das rechtfertigt es allemal, hier heute über eine Ministeranklage nachzudenken, denn das ist wirklich plump gemacht worden. Das ist echte Korruption in diesem Land. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Steinacker.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Dr. Elisabeth Götze (Grüne): Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrtes Publikum! Das Kaufhaus Österreich ist gescheitert, so ehrlich müssen wir sein. Allerdings war das Ziel dieses Projekts sehr begrüßenswert – das möchte ich hier ausdrücklich festhalten –, und wir müssen dieses Ziel auch weiterhin verfolgen. Was war das Ziel? – Ziel war, die heimischen Unternehmen, die heimischen Klein- und Mittelbetriebe in ihrer digitalen Präsenz und in ihrem Onlinevertrieb zu stärken. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Hörl.
Die Covid-19-Krise hat das Ungleichgewicht zwischen diesen globalen Konzernen, die alle Möglichkeiten nützen, und den heimischen Betrieben verstärkt. Amazon hat seit Beginn der Coronakrise seinen Gewinn verdreifacht. Die heimischen Betriebe zu stützen, um da mithalten zu können, halte ich für wirklich absolut wichtig. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Hörl.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Was brauchen wir also? – Wir brauchen noch mehr Unterstützung der heimischen Betriebe. Die Investitionsprämie zur Förderung der Digitalisierung war da beispielsweise ein ganz wichtiger Ansatz. Da ist also viel geschehen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Das betrifft auch die KMU-E-Commerce-Förderung. 10 Millionen Euro wurden heuer im März aufgelegt und sind bereits zur Hälfte ausgeschöpft. (Beifall bei den Grünen.) KMU digital stellt heuer 5 Millionen Euro zur Verfügung, auch noch in den nächsten zwei Jahren sind es wie bereits letztes Jahr jeweils 5 Millionen Euro. Heuer wurde die Beratungsleistung noch nicht ganz ausgeschöpft, aber die Leistungen in Bezug auf Umsetzung schon. Wir sehen also, Unternehmer nehmen diese Angebote in Anspruch. Da müssen wir noch mehr Geld hineinstecken.
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Da müssen wir rasch in die Umsetzung kommen – ich glaube, die Ministerin ist da dran –, und natürlich auch in Bezug auf Konzerne, um noch einmal darauf zurückzukommen, mit echter oder zumindest mehr Steuergerechtigkeit und dadurch faireren Wettbewerbsbedingungen. Dafür setzen wir uns ein. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Abgeordneter Hoyos-Trauttmansdorff ist zu Wort gemeldet. – Bitte. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Douglas Hoyos-Trauttmansdorff (NEOS): Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Frau Bundesministerin! Das Traurige, das wir beim Thema Digitalisierung haben, ist, das wir in diesem Parlament eigentlich immer nur darüber reden, wenn etwas schiefgegangen ist. Jetzt könnte man sagen, das liegt daran, dass so wenig von der Regierung kommt. Das ist das eine Problem. Das Problem ist halt aber auch, dass alles, was von der Bundesregierung kommt, schiefgeht. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das ist ja nicht nur das Kaufhaus Österreich gewesen. Das ist der grüne Pass, den wir aktuell regelmäßig diskutieren und der schiefgegangen ist. Das war das Datenleck beim Ergänzungsregister im letzten Jahr. Das war die Stopp-Corona-App, die der Herr Präsident dann auch noch eigenhändig zerschossen hat. Das war die Plattform Österreich testet und das war zuletzt der Bauchfleck beim Kaufhaus Österreich. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Liste ließe sich natürlich noch weiter ergänzen.
Zwischenruf des Abg. Höfinger.
Dann haben wir dieses Kaufhaus Österreich. Es wurde viel diskutiert, und ich glaube nach wie vor, dass es einer der größten Fehltritte der Bundesregierung in den letzten Monaten war. Warum? – Wir haben die Frage: Wie stellt sich die Bundesregierung vor, in Konkurrenz zu Amazon zu treten? (Zwischenruf des Abg. Höfinger.) – Das genau war nämlich der Gründungsanspruch. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Das muss man sich schon sehr intensiv überlegen. Die ÖVP – die ehemalige Wirtschaftspartei ÖVP – will sozusagen staatliche Unternehmen gründen (Zwischenruf des Abg. Hörl), die gegen Amazon vorgehen, was ja die Absurdität überhaupt ist. Das ist eigentlich ein rein sozialistischer Anspruch, den die ÖVP da verfolgt hat. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Dann haben wir dieses Kaufhaus Österreich. Es wurde viel diskutiert, und ich glaube nach wie vor, dass es einer der größten Fehltritte der Bundesregierung in den letzten Monaten war. Warum? – Wir haben die Frage: Wie stellt sich die Bundesregierung vor, in Konkurrenz zu Amazon zu treten? (Zwischenruf des Abg. Höfinger.) – Das genau war nämlich der Gründungsanspruch. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Das muss man sich schon sehr intensiv überlegen. Die ÖVP – die ehemalige Wirtschaftspartei ÖVP – will sozusagen staatliche Unternehmen gründen (Zwischenruf des Abg. Hörl), die gegen Amazon vorgehen, was ja die Absurdität überhaupt ist. Das ist eigentlich ein rein sozialistischer Anspruch, den die ÖVP da verfolgt hat. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Hörl
Dann haben wir dieses Kaufhaus Österreich. Es wurde viel diskutiert, und ich glaube nach wie vor, dass es einer der größten Fehltritte der Bundesregierung in den letzten Monaten war. Warum? – Wir haben die Frage: Wie stellt sich die Bundesregierung vor, in Konkurrenz zu Amazon zu treten? (Zwischenruf des Abg. Höfinger.) – Das genau war nämlich der Gründungsanspruch. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Das muss man sich schon sehr intensiv überlegen. Die ÖVP – die ehemalige Wirtschaftspartei ÖVP – will sozusagen staatliche Unternehmen gründen (Zwischenruf des Abg. Hörl), die gegen Amazon vorgehen, was ja die Absurdität überhaupt ist. Das ist eigentlich ein rein sozialistischer Anspruch, den die ÖVP da verfolgt hat. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Dann haben wir dieses Kaufhaus Österreich. Es wurde viel diskutiert, und ich glaube nach wie vor, dass es einer der größten Fehltritte der Bundesregierung in den letzten Monaten war. Warum? – Wir haben die Frage: Wie stellt sich die Bundesregierung vor, in Konkurrenz zu Amazon zu treten? (Zwischenruf des Abg. Höfinger.) – Das genau war nämlich der Gründungsanspruch. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Das muss man sich schon sehr intensiv überlegen. Die ÖVP – die ehemalige Wirtschaftspartei ÖVP – will sozusagen staatliche Unternehmen gründen (Zwischenruf des Abg. Hörl), die gegen Amazon vorgehen, was ja die Absurdität überhaupt ist. Das ist eigentlich ein rein sozialistischer Anspruch, den die ÖVP da verfolgt hat. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Yılmaz.
Ja, natürlich müssen wir den Einzelhändlerinnen und Einzelhändlern helfen. Wie haben Sie das aber gemacht? – Das haben Sie mit einer Plattform gemacht, die Sie groß als die Lösung für alle Probleme präsentiert haben. Wenige Minuten später ist man draufgekommen, dass man dort nur noch Alpakaführungen findet, und das Ganze für die stolze Summe von 1,3 Millionen Euro – 1,3 Millionen Euro, die Sie in der Krise, in der größten Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg, wie Sie immer wieder selber sagen, einfach so beim Fenster rausgeschmissen haben, und das für etwas, was nichts kann. Es gibt eine schlechte, fehlende Suchfunktion – Kollege Matznetter hat das schon ausgeführt. Es ist von Anfang an undurchdacht gewesen. Es war von Anfang an kein Plan dahinter, außer dass sich Präsident Harald Mahrer und Frau Ministerin Schramböck nebeneinander hinstellen und sagen, wie großartig sie Digitalisierung können. Das haben wir gesehen, meine Damen und Herren! (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Yılmaz.)
Ruf bei den NEOS: Ja!
Man hat bei all diesen Dingen auch immer wieder gesehen – ich gehe da zum Beispiel auf die Plattform Österreich testet ein –, wie schlecht das technisch gemacht war. Erinnern Sie sich an den legendären Auftritt in „Willkommen Österreich“ (Ruf bei den NEOS: Ja!), bei dem drei oder vier Studenten innerhalb von einer halben Stunde die Plattform Österreich testet nachprogrammiert haben? Genau dasselbe könnten wir fürs Kaufhaus
Beifall bei den NEOS.
Österreich machen, und ich sage Ihnen eines: Dann würde es besser funktionieren als das, was Sie gemacht haben. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das Einzige, was sie bei diesem Projekt gemacht hat, ist, eine Pressekonferenz zu machen, und das ist etwas, was Sie gut können. Selbst bei der ÖVP fällt mir aber keine Pressekonferenz ein, die 1,3 Millionen Euro gekostet hat und den Bürgerinnen und Bürgern in Österreich genau gar nichts gebracht hat. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Abgeordneter Andreas Minnich (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesminister! Werte Abgeordnete, Kolleginnen im Hohen Haus! Liebe Zuseher zu Hause vor den Fernsehbildschirmen! Heute geht es um etwas, das mich wirklich wütend macht. Wir beschäftigen uns jetzt mit einem Antrag auf Ministeranklage gegen unsere Wirtschaftsministerin. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sie wissen alle, dass wir jetzt an einem sehr entscheidenden Punkt dieser Krise angekommen sind. In den nächsten Jahren wird es nämlich nicht darauf ankommen, welche Maßnahmen Schwachstellen gehabt haben oder ob wir zwei Tage zu spät oder zwei Tage zu früh wieder geöffnet haben – nein! –, sondern in den nächsten Jahren wird entscheidend sein, wie wir uns jetzt aus dieser Krise herausmanövrieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer. – Abg. Lausch: Na ja!
Liebe Opposition, wenn Ihnen etwas an unserem Wirtschaftsstandort Österreich liegt, dann lassen Sie bitte diese peinlichen Spielchen und werden Sie Ihrer politischen Verantwortung endlich gerecht! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer. – Abg. Lausch: Na ja!)
Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Dass sie nicht 1,3 Millionen Euro beim Fenster raushaut!
Was erwarten wir von einer Wirtschaftsministerin in einer solchen Krise? (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Dass sie nicht 1,3 Millionen Euro beim Fenster raushaut!) – Ja, eine Initiative nach der anderen. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Nur wer viel ausprobiert, hat die Chance auf Erfolg. Durchs Gehen entsteht ein Weg und nicht durch Stillstand und das Bauen von Luftschlössern. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz. – Ruf bei der ÖVP: Genau! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Unsere Regierung und unsere Ministerin haben diesen Mut. (Abg. Loacker: ... probieren ja auch viel aus! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Anstatt diesen Mut anzuerkennen, haben Sie nichts Besseres zu tun, als einen Antrag auf Ministeranklage einzubringen. Eine solche Anklage zu schmieden zeigt Ihr wahres Gesicht! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Was erwarten wir von einer Wirtschaftsministerin in einer solchen Krise? (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Dass sie nicht 1,3 Millionen Euro beim Fenster raushaut!) – Ja, eine Initiative nach der anderen. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Nur wer viel ausprobiert, hat die Chance auf Erfolg. Durchs Gehen entsteht ein Weg und nicht durch Stillstand und das Bauen von Luftschlössern. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz. – Ruf bei der ÖVP: Genau! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Unsere Regierung und unsere Ministerin haben diesen Mut. (Abg. Loacker: ... probieren ja auch viel aus! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Anstatt diesen Mut anzuerkennen, haben Sie nichts Besseres zu tun, als einen Antrag auf Ministeranklage einzubringen. Eine solche Anklage zu schmieden zeigt Ihr wahres Gesicht! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz. – Ruf bei der ÖVP: Genau! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Was erwarten wir von einer Wirtschaftsministerin in einer solchen Krise? (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Dass sie nicht 1,3 Millionen Euro beim Fenster raushaut!) – Ja, eine Initiative nach der anderen. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Nur wer viel ausprobiert, hat die Chance auf Erfolg. Durchs Gehen entsteht ein Weg und nicht durch Stillstand und das Bauen von Luftschlössern. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz. – Ruf bei der ÖVP: Genau! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Unsere Regierung und unsere Ministerin haben diesen Mut. (Abg. Loacker: ... probieren ja auch viel aus! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Anstatt diesen Mut anzuerkennen, haben Sie nichts Besseres zu tun, als einen Antrag auf Ministeranklage einzubringen. Eine solche Anklage zu schmieden zeigt Ihr wahres Gesicht! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Loacker: ... probieren ja auch viel aus! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Was erwarten wir von einer Wirtschaftsministerin in einer solchen Krise? (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Dass sie nicht 1,3 Millionen Euro beim Fenster raushaut!) – Ja, eine Initiative nach der anderen. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Nur wer viel ausprobiert, hat die Chance auf Erfolg. Durchs Gehen entsteht ein Weg und nicht durch Stillstand und das Bauen von Luftschlössern. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz. – Ruf bei der ÖVP: Genau! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Unsere Regierung und unsere Ministerin haben diesen Mut. (Abg. Loacker: ... probieren ja auch viel aus! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Anstatt diesen Mut anzuerkennen, haben Sie nichts Besseres zu tun, als einen Antrag auf Ministeranklage einzubringen. Eine solche Anklage zu schmieden zeigt Ihr wahres Gesicht! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Was erwarten wir von einer Wirtschaftsministerin in einer solchen Krise? (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Dass sie nicht 1,3 Millionen Euro beim Fenster raushaut!) – Ja, eine Initiative nach der anderen. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Nur wer viel ausprobiert, hat die Chance auf Erfolg. Durchs Gehen entsteht ein Weg und nicht durch Stillstand und das Bauen von Luftschlössern. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz. – Ruf bei der ÖVP: Genau! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Unsere Regierung und unsere Ministerin haben diesen Mut. (Abg. Loacker: ... probieren ja auch viel aus! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Anstatt diesen Mut anzuerkennen, haben Sie nichts Besseres zu tun, als einen Antrag auf Ministeranklage einzubringen. Eine solche Anklage zu schmieden zeigt Ihr wahres Gesicht! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Es gehört viel Mut dazu, in einer solchen Krise zu regieren. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Ich beneide niemanden auf der Regierungsbank um die letzten Monate, aber am wenigsten beneide ich unsere Wirtschaftsministerin und unseren Finanzminister in einer solchen Krise. (Zwischenruf des Abg. Lausch. – Heiterkeit bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Ich möchte an dieser Stelle beiden explizit danken, danken dafür, dass sie in keinem Moment dieser Krise den Mut und den Fokus verloren haben (Zwischenruf bei der SPÖ), genauso wenig wie unsere Unternehmerinnen und Unternehmer (Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff), egal wie laut und unsachlich die Opposition sich gegeben hat. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schallmeiner.)
Zwischenruf des Abg. Lausch. – Heiterkeit bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Es gehört viel Mut dazu, in einer solchen Krise zu regieren. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Ich beneide niemanden auf der Regierungsbank um die letzten Monate, aber am wenigsten beneide ich unsere Wirtschaftsministerin und unseren Finanzminister in einer solchen Krise. (Zwischenruf des Abg. Lausch. – Heiterkeit bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Ich möchte an dieser Stelle beiden explizit danken, danken dafür, dass sie in keinem Moment dieser Krise den Mut und den Fokus verloren haben (Zwischenruf bei der SPÖ), genauso wenig wie unsere Unternehmerinnen und Unternehmer (Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff), egal wie laut und unsachlich die Opposition sich gegeben hat. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schallmeiner.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Es gehört viel Mut dazu, in einer solchen Krise zu regieren. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Ich beneide niemanden auf der Regierungsbank um die letzten Monate, aber am wenigsten beneide ich unsere Wirtschaftsministerin und unseren Finanzminister in einer solchen Krise. (Zwischenruf des Abg. Lausch. – Heiterkeit bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Ich möchte an dieser Stelle beiden explizit danken, danken dafür, dass sie in keinem Moment dieser Krise den Mut und den Fokus verloren haben (Zwischenruf bei der SPÖ), genauso wenig wie unsere Unternehmerinnen und Unternehmer (Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff), egal wie laut und unsachlich die Opposition sich gegeben hat. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schallmeiner.)
Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff
Es gehört viel Mut dazu, in einer solchen Krise zu regieren. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Ich beneide niemanden auf der Regierungsbank um die letzten Monate, aber am wenigsten beneide ich unsere Wirtschaftsministerin und unseren Finanzminister in einer solchen Krise. (Zwischenruf des Abg. Lausch. – Heiterkeit bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Ich möchte an dieser Stelle beiden explizit danken, danken dafür, dass sie in keinem Moment dieser Krise den Mut und den Fokus verloren haben (Zwischenruf bei der SPÖ), genauso wenig wie unsere Unternehmerinnen und Unternehmer (Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff), egal wie laut und unsachlich die Opposition sich gegeben hat. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schallmeiner.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schallmeiner.
Es gehört viel Mut dazu, in einer solchen Krise zu regieren. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Ich beneide niemanden auf der Regierungsbank um die letzten Monate, aber am wenigsten beneide ich unsere Wirtschaftsministerin und unseren Finanzminister in einer solchen Krise. (Zwischenruf des Abg. Lausch. – Heiterkeit bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Ich möchte an dieser Stelle beiden explizit danken, danken dafür, dass sie in keinem Moment dieser Krise den Mut und den Fokus verloren haben (Zwischenruf bei der SPÖ), genauso wenig wie unsere Unternehmerinnen und Unternehmer (Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff), egal wie laut und unsachlich die Opposition sich gegeben hat. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schallmeiner.)
Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ
Als regionaler Unternehmer in Korneuburg habe ich schon Unzähliges ausprobiert, und nicht immer hat alles funktioniert (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ), aber genau solche Bemühungen erwarte ich mir von unserer Wirtschaftsministerin in einer solchen Krise. (Abg. Meinl-Reisinger: Nein!) Sie hat sich für unsere Unternehmen und deren Mitarbeiter starkgemacht. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Das ist es, was wir jetzt brauchen, das ist es, was jetzt zählt. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Abg. Meinl-Reisinger: Nein!
Als regionaler Unternehmer in Korneuburg habe ich schon Unzähliges ausprobiert, und nicht immer hat alles funktioniert (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ), aber genau solche Bemühungen erwarte ich mir von unserer Wirtschaftsministerin in einer solchen Krise. (Abg. Meinl-Reisinger: Nein!) Sie hat sich für unsere Unternehmen und deren Mitarbeiter starkgemacht. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Das ist es, was wir jetzt brauchen, das ist es, was jetzt zählt. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Als regionaler Unternehmer in Korneuburg habe ich schon Unzähliges ausprobiert, und nicht immer hat alles funktioniert (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ), aber genau solche Bemühungen erwarte ich mir von unserer Wirtschaftsministerin in einer solchen Krise. (Abg. Meinl-Reisinger: Nein!) Sie hat sich für unsere Unternehmen und deren Mitarbeiter starkgemacht. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Das ist es, was wir jetzt brauchen, das ist es, was jetzt zählt. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Als regionaler Unternehmer in Korneuburg habe ich schon Unzähliges ausprobiert, und nicht immer hat alles funktioniert (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ), aber genau solche Bemühungen erwarte ich mir von unserer Wirtschaftsministerin in einer solchen Krise. (Abg. Meinl-Reisinger: Nein!) Sie hat sich für unsere Unternehmen und deren Mitarbeiter starkgemacht. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Das ist es, was wir jetzt brauchen, das ist es, was jetzt zählt. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Jeden Tag 1,3 Millionen Euro beim Fenster rausgeworfen! – Abg. Leichtfried: Das war jetzt eine schlechte Rede! – Zwischenruf bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Beim Ministerrat ...!
Lieber politischer Mitbewerber, ein bisschen weniger Verbissenheit und ein bisschen mehr Mut zum Anerkennen wäre höchst an der Zeit. Ich glaube, wir haben wichtigere Aufgaben, um die wir uns jetzt kümmern müssen. Nichtsdestotrotz wünsche ich Ihnen einen schönen Tag. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Jeden Tag 1,3 Millionen Euro beim Fenster rausgeworfen! – Abg. Leichtfried: Das war jetzt eine schlechte Rede! – Zwischenruf bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Beim Ministerrat ...!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Leichtfried: Ja!
Abgeordneter Mag. Christian Drobits (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Nun, wenn ich von den Regierungsparteien höre, das Projekt ist gescheitert, und gleichsam eine Mitleidsrede wahrnehme, dass die Politiker, die dieses Projekt zum Scheitern gebracht haben, eigentlich diejenigen sind, die zu schützen sind, dann denke ich mir, ich bin im falschen Film. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Leichtfried: Ja!)
Abg. Matznetter: Der Ministerin!
Wie soll ich das all jenen erklären, die bei so einem Verhalten entlassen werden oder als Geschäftsführer in Konkurs schlittern und eventuell wegen fahrlässiger Krida oder Untreue verurteilt werden? Was soll man denen sagen, wenn man das heute als Schauspiel darstellt? (Abg. Matznetter: Der Ministerin!) – Gar nichts.
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Jawohl!
Man muss ehrlich sagen, Frau Bundesminister Schramböck hat am 7.1.2020 ihr Amt angetreten und klar ein Gelöbnis dafür abgegeben, dass sie die Bundesverfassung und die gesetzlichen Regelungen einhält. Sie ist als Mitglied der Bundesregierung ein haushaltsleitendes Organ und verpflichtet, die Haushaltsordnung einzuhalten. Wenn sie das nicht macht und gegen die gesetzlichen Bestimmungen verstößt, ist sie ineffizient und natürlich auch zur Verantwortung zu ziehen. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Jawohl!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter
Es kann nämlich nicht sein, dass ich im Juni, Juli 2020 einen Auftrag bekomme und im November die Plattform Kaufhaus Österreich öffentlich gemacht wird, die wiederum nach 70 Tagen geschlossen wird. 70 Tage, 1,3 Millionen Euro – das ist eine Schande und das dürfen wir so nicht zulassen (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter), weil all diejenigen, die im Endeffekt ihr hart erarbeitetes, ihr hart verdientes Geld – darunter sind
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Fürst.
Diese Ministeranklage ist durchaus gerechtfertigt, und ich bin überzeugt davon, dass der Verfassungsgerichtshof prüfen wird, ob die zuständige Ministerin die Verantwortung dafür zu tragen hat. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Fürst.)
Beifall bei Abgeordneten der NEOS
Abgeordneter Dr. Helmut Brandstätter (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren! Ich wollte eigentlich ein Buch mitbringen – „Prozessmanagement für Dummies“ (Beifall bei Abgeordneten der NEOS) –, habe mir aber gedacht, wenn ich das herzeige, dann versteht es jemand falsch und dann heißt es wieder: Der will jemanden beleidigen! Nein, ich möchte erstens niemanden beleidigen. Zweitens: Frau Bundesministerin Schramböck, die leider nicht da ist, kann natürlich sehr gut Englisch, aber sie kann auch Digitalisierung, weil sie einmal in diesem Bereich tätig war.
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
So spielt es sich ab, das wissen wir ja auch aus den Chats. Es sind ja oft nicht die Ministerinnen und Minister, die entscheiden, über die macht man sich lustig: Der Löger hat keine Ahnung!, haben wir gelesen. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wahrscheinlich haben sie auch gesagt: Geben wir der das, die wird das schon machen! Das heißt, sie musste ein PR-Projekt umsetzen, das aber in der Form nicht umsetzbar war. Wenn man die Geschichte von Amazon kennt, dann weiß man, das war eben kein PR-Projekt, sondern da haben sich Leute zusammengesetzt, sie wollten etwas und haben das auch umgesetzt.
Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Lausch.
Das Schlimme ist, am Ende hat die „FAZ“ geschrieben: „Wer Schuhe suchte, bekam Kinderkleidung“, das heißt, wir haben auch noch einen Schaden für den Wirtschaftsstandort Österreich in unserem wichtigsten Exportland. Wenn das alles keine Gründe sind, dass man sich das genau anschaut, dann weiß ich nicht. Es ist schlimm genug, dass man in Deutschland über Angriffe auf die Justiz redet, über den Mangel unseres Rechtsstaates, aber jetzt haben wir noch ein Problem mit dem Wirtschaftsstandort. Das soll sich der Verfassungsgerichtshof anschauen. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Lausch.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Gesetzgeber – sprich die Regierungsparteien – hat sich sehr lange Zeit gelassen, eine entsprechende Regelung vorzubereiten. Jetzt liegt sie vor. Die Länder, die da auch miteingebunden sind, haben noch ein paar Änderungswünsche eingebracht, die auch eingearbeitet wurden. Aus unserer Sicht ist das letztlich eine Lösung, der wir zustimmen. Das Vorgehen können wir nicht gutheißen: dass man uns zuerst einmal nur eine sogenannte Trägerrakete schickt, also einen leeren Antrag, den man nachher sehr kurzfristig befüllt, und dass wir überhaupt in diese Situation kommen. Da wir aber inhaltlich dafür sind, werden wir trotz dieser mangelhaften Vorgangsweise zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die Pandemie selbst ist leider noch nicht vorbei, auch wenn die Zahlen sinken. Es gibt Mutationen, es gibt Varianten. Diese Bestimmungen sind notwendig, daher werden wir diesen Antrag auch entsprechend abstimmen. Ich ersuche um möglichst breite Zustimmung für diese sinnvollen Verlängerungen zum Ausgleiten in eine coronafreie Zeit. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Unsere Fraktion wird daher diese zwei Anträge ablehnen. Wir hoffen aber sehr, dass wir in weiterer Folge im Justizausschuss die Möglichkeit haben werden, dieses ganze Thema dann einer inhaltlichen Lösung zuzuführen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Tagsatzungen, Verhandlungen und Gläubigerversammlungen in Exekutionsverfahren sind weiterhin per Videoübertragung möglich, diese Möglichkeit läuft im Juni aber aus. Alle anderen Maßnahmen hingegen – zum Beispiel die Gebührenfreiheit auf Gewährung beim Unterhaltsausschuss, ebenso die Erlaubnis für Gemeinderäte, Beschlüsse per Videokonferenz zu fassen – haben eine Geltungsdauer bis Jahresende, diese wurde erstreckt. Auch im Ministerrat und im ORF ist es weiterhin möglich, Beschlüsse per Videokonferenz zu fassen. Wir werden daher auch diesen vorliegenden Anträgen unsere Zustimmung geben. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
(Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir dürfen aber nicht vergessen: Wir haben diese Regelungen aus einer Not heraus beschlossen, um während eines Lockdowns, während einer Phase der exponentiellen Verbreitung des Virus einen Betrieb in der Verwaltung und in der Justiz aufrechterhalten zu können. Das heißt, viele dieser Bestimmungen schränken in gewissem Maße auch die Parteienrechte, die Unmittelbarkeit der Verfahren ein. Damit darf man nicht leichtfertig umgehen. Deshalb gibt es hier auch nicht einfach eine Verlängerung, sondern es ist wirklich wichtig, dass wir uns das in Ruhe anschauen, dass wir dabei alle Betroffenen und alle Beteiligten mitnehmen, in einen Diskussionsprozess eintreten, und dann wird sich sicher herausstellen, dass einiges davon sinnvoll, vieles davon aber nicht zulässig ist, wenn es diese Sondersituation einer Pandemie eben nicht gibt. Das schauen wir uns bitte sehr gerne gemeinsam an. Auf diesen Prozess würde ich mich schon sehr freuen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Gerstl.
In diesem Sinne werden wir dem vorliegenden Gesetzespaket zustimmen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Gerstl.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski, Fischer und Prammer.
Als Bürgermeister darf ich mich auf die Auswirkungen und die Möglichkeiten für die Gemeinden beziehen und einige Erläuterungen dazu geben. Videokonferenzen der Kollegialorgane, sprich der Gemeinderäte und der Gemeindevorstände, waren gesetzlich möglich, und auch das Befassen dieser Organe und die Beschlussfassung über Umlaufbeschlüsse waren möglich, natürlich vor dem Hintergrund, dass sie aufgrund der Coronapandemie unbedingt notwendig waren. Worum ging es? – Es ging darum, die Gemeindearbeit durch die Pandemie nicht lahmzulegen und die Arbeit im Sinne der Bürgerinnen und Bürger weiterführen zu können. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski, Fischer und Prammer.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Insbesondere geschätzte Zuseherinnen und Zuseher, lassen Sie sich impfen! Nur so können wir unser Tun und Handeln uneingeschränkt in die Zukunft richten. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Kollege Singer ist auf die rechtlichen Aspekte der Gemeindearbeit eingegangen, ich darf hier auf die enorme Bedeutung der Gemeinden gerade in der Coronapandemie verweisen. Einmal mehr haben die Gemeinden und Städte bewiesen, welche Schlüsselfunktion sie in unserer Gesellschaft haben. Als es darum ging, alleinstehende Menschen im Lockdown zu versorgen, kranke Menschen zu versorgen, ihnen Medikamente oder Lebensmittel zu bringen, da haben vielfach die Gemeinden, die Gemeinderäte in Österreich Hand angelegt und haben geholfen, gemeinsam mit vielen Ehrenamtlichen. Und dafür gebührt den Gemeinden ein herzliches Dankeschön. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Im Burgenland wurden beispielsweise 31 Millionen Euro in Aussicht gestellt, 26 Millionen Euro wurden bereits beantragt, unter anderem 3 Millionen Euro für Kindergärten. Die Gemeinde Neckenmarkt hat einen Kindergartenzubau gemacht, um eine Kinderkrippe zu errichten. Die Gemeinde Eltendorf hat in den Abbau von baulichen Barrieren investiert, damit Menschen mit besonderen Bedürfnissen Angebote der Gemeinde in Anspruch nehmen können. Die Gemeinde Oberwart hat in Sportstätten und Freizeiteinrichtungen investiert. – Das nutzt der regionalen Wirtschaft, das ist gut für die Arbeitsplätze in der Region und das nutzt letztendlich Gesamtösterreich. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich erspare mir aufgrund des großen Umfangs und weil ich nur 3 Minuten Redezeit habe die Verlesung. Außerdem hat Kollegin Sirkka Prammer den Schnelllesewettbewerb heute schon gnadenlos für sich entschieden. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
In diesem Sinne bitte ich höflich um Ihre Zustimmung. – Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Sieber.
Abgeordnete Petra Wimmer (SPÖ): Herr Präsident! Werte Ministerinnen! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Der Mutter-Kind-Pass ist ein Gesundheitspass für die wichtige Phase der Schwangerschaft, der Geburt und die ersten Lebensjahre des Kindes. Er ist eine riesige Errungenschaft und dient ausschließlich der Überprüfung der Gesundheit von Mutter und Kind. Daher ist es uns als SPÖ-Fraktion besonders wichtig, dass der so wichtige Schutz für Mutter und Kind im Vordergrund steht. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Sieber.) Das darf auf keinen Fall aufgeweicht werden. Das ist für uns die Voraussetzung, unter der wir diesem Antrag zustimmen.
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Regierungsparteien, nur unter diesen Voraussetzungen stimmen wir dem Antrag zur Weiterentwicklung des Mutter-Kind-Passes zu. Ich habe es schon im Ausschuss betont: Wir wissen ganz genau, was wir wollen und was wir nicht wollen. Die Qualität der Ausarbeitung, die Bereitschaft zur Finanzierung und die Details werden zeigen, ob es eine wirkliche Weiterentwicklung ist. Wir werden ganz genau darauf schauen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
in Richtung Abg. Petra Wimmer
Ein wichtiger Ausspruch von Prof. Leodolter, dem Sohn der damaligen Ministerin, lautet: In keinem Bereich der Humanmedizin wurden in den letzten 40 Jahren so große Fortschritte gemacht wie im Bereich der Peri- und Neonatalmedizin. – In keinem Bereich waren wir also so erfolgreich wie da. Deswegen müssen wir alles daransetzen und ist es unser erklärtes Ziel, dass wir genau das – was du (in Richtung Abg. Petra Wimmer) auch angesprochen hast – gemeinsam weiterbringen, in die Verhandlungen mit einbringen und auch den zukünftigen Familien-Kind-Pass beziehungsweise Eltern-Kind-Pass wieder zu dem Erfolgsmodell machen, das es bisher schon war.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich danke noch einmal allen Fraktionen für die Unterstützung des Antrages und freue mich schon auf die entsprechenden Verhandlungen dazu. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Zu den beiden Anträgen der SPÖ betreffend „Familienberatungsstellen am Limit!“ und den einheitlichen Schutz von Kindern in Österreich sowie eine „einheitliche geregelte Finanzierung der Kinderschutzzentren“: Beide Anträge unterstützen wir wie schon im Ausschuss. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie des Präsidenten Sobotka.
Abgeordnete Mag. Meri Disoski (Grüne): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Gestatten Sie mir zu Beginn, Bundesministerin Raab, die mit Montag in Mutterschutz gegangen ist, auf diesem Wege für die bevorstehende Geburt alles Gute zu wünschen! (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie des Präsidenten Sobotka.) Frau Bundesministerin Edtstadler wird sie vertreten. – Ich freue mich auf die Zusammenarbeit in den Frauen- und Familienagenden mit Ihnen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Was haben wir da beschlossen? – Die Weiterentwicklung des Mutter-Kind-Passes zum Eltern-Kind-Pass. Der in diesem Zusammenhang bisher am meisten diskutierte Aspekt ist jener der Umbenennung, nämlich zu Eltern-Kind-Pass. Wir wissen, Sprache schafft Realitäten, und die gesellschaftlichen Realitäten haben sich seit der Einführung des Mutter-Kind-Passes im Jahr 1974 eklatant geändert. Familien und Eltern haben sich geändert, auch Rollenbilder haben sich geändert. Mit der Umbenennung reagieren wir auf diese Änderungen, indem wir sprachlich klarmachen: Die Gesundheit eines Kindes liegt in der Verantwortung der Eltern und nicht ausschließlich der Mutter. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Gabriela Schwarz.
Abschließend noch zu den beiden Anträgen der SPÖ, die wir hier mit debattieren: Sie fordern einerseits die Budgeterhöhung für Familienberatungsstellen, Sie haben in Ihrem Antrag aber vergessen, zu erwähnen, dass es unter Ihrer Regierungsverantwortung war, dass diese Familienberatungsstellen kaputtgespart worden sind. Das war unter eurer Regierungsverantwortung. – Kollege (in Richtung SPÖ), du schüttelst den Kopf; schau es nach, die Zahlen sprechen da eine eindeutige Sprache! Und was Ihr nicht geschafft habt, das schaffen wir jetzt, indem wir das Budget der Familienberatungsstellen um knapp 3 Millionen Euro aufstocken und zudem auch die jährliche Erhöhung festschreiben. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Gabriela Schwarz.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abschließend: Sie fordern außerdem in einem zweiten Antrag die bundeseinheitliche Rahmensetzung zur Finanzierung von Kinderschutzzentren. Wenn Sie eine solche wollen, wieso haben Sie denn dann einer Verländerung zugestimmt? – Das geht sich irgendwie nicht aus: per Antrag einer Verländerung zustimmen, aber einen bundeseinheitlichen Rahmen fordern. Mir scheint, die SPÖ weiß da nicht so ganz genau, was sie eigentlich will. Umso besser, dass die Bundesregierung es weiß; dass wir Verantwortung übernehmen, dieser nachkommen und die Förderungen der Kinderschutzzentren entsprechend auch erhöht haben. – Nicht nur fordern, sondern tun, werte Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Disoski.
Abgeordnete Eva Maria Holzleitner, BSc (SPÖ): Herr Präsident! Werte Frau Ministerin! Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Die Familienberatungsstellen und deren Finanzierung sind mittlerweile wirklich ein Dauerbrenner, seit ich Abgeordnete zum Parlament sein darf. Ein Blick zurück: Es war 2017, wir waren nicht mehr in Regierungsverantwortung, sondern es hat eine türkis-blaue Bundesregierung gegeben, die das Budget der Familienberatungsstellen gekürzt hat. (Zwischenruf der Abg. Disoski.) Das war wirklich ein Problem, und nur der Aufschrei des Dachverbandes
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Disoski.
Wenn ich höre, dass diese Millionen für die Familienberatungsstellen jetzt aus dem Gewaltschutzpaket genommen werden, dann kann ich nur eines sagen: Die Opferschutzeinrichtungen kritisieren das, denn Familienberatungsstellen leisten nicht ausschließlich Gewaltschutz, und das muss man wirklich auch so festhalten! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Disoski.)
Beifall bei der SPÖ
Kollegin Disoski, ich bin völlig bei Ihnen, wenn Sie sagen, die psychosozialen Auswirkungen der Krise müssen angegangen werden. Wir haben das im letzten Jahr ehrlicherweise schon viel, viel öfters eingefordert, es ist nur bis jetzt einfach nicht wirklich etwas passiert. Ich glaube, dass nur die Öffnungen einfach nicht ausreichen werden, sondern wir müssen auch das, was im letzten Jahr passiert ist, aufarbeiten, und deswegen muss das Beratungsstellenangebot tatsächlich auch ausgebaut werden (Beifall bei der SPÖ), es braucht ausreichende Unterstützung, um die psychischen Auswirkungen wirklich abzufangen. Schlafstörungen, Depressionen, Einsamkeit – all das sind Probleme, die Betroffene aktuell haben, und diese können nicht aufgearbeitet werden, weil es einfach nicht ausreichend Angebot gibt.
Beifall bei der SPÖ.
Aktuell: Der Beitrag aus dem Gewaltschutzpaket wird für längst überfällige Valorisierungen aufgebraucht werden müssen. Das heißt, man kann auch da die Beratung nicht ausbauen, sondern es geht einfach vorwiegend um Valorisierungen, die die letzten Jahre aufgrund der Budgetkürzungen nicht stattfinden konnten. Ich glaube, diese 18 Millionen Euro – mindestens – müssten uns die Familien und ihre Unterstützung auch tatsächlich wert sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Was mich in der letzten Ausschusssitzung wirklich massiv aufgeregt hat: Es sind einfach so fadenscheinige Argumente gekommen, als diese Anträge abgelehnt beziehungsweise andere auch vertagt worden sind, beispielsweise der zu LGBTIQ-Jugendlichen. Diese kleine Erhöhung für die Familienberatungsstellen soll eben nicht nur für die Familienberatung genutzt werden, sondern auch den Gewaltschutz abdecken, Kinder und Jugendliche besser unterstützen und für die besonders vulnerable Gruppe der LGBTIQ-Jugendlichen ebenso zur Verfügung stehen. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn man das durchkalkuliert, weiß man: Das geht sich hinten und vorne nicht aus, dass eben auch alle das kriegen, was sie gerade in dieser aktuellen Krise brauchen. Die ordentliche Finanzierung von Familienberatungsstellen wäre das Mindeste. Wir fordern aber auch gleichzeitig einen echten Gewaltschutz und mindestens eine LGBTIQ-Beratungsstelle für Jugendliche pro Bundesland. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir wissen leider: Das wird sich mit dem Angekündigten nicht ausgehen. Wir hätten uns deswegen erhofft, dass mit diesem Antrag, den wir jetzt mittlerweile schon zum x-ten Mal gestellt haben, die Familienberatungsstellen auf diese 18 Millionen Euro sicher bauen können, auch in den Folgejahren, und dass dieser Beitrag einfach für mehr als kleine Valorisierungen ausreicht, weil es das jetzt wirklich brauchen würde, damit die Familien auch nur ansatzweise bestmöglich unterstützt werden können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Disoski.
haben Sie die Unterstützung von uns NEOS. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Disoski.)
Beifall bei der SPÖ.
Schauen wir uns an, was diese Zu-wenig-zu-spät-Politik in der Praxis bedeutet: Ein durchgängiges Thema in der letzten Sitzung des Familienausschusses war die wichtige Arbeit der Familienberatungsstellen – und das zu Recht. In ganz Österreich sind es genau diese mehr als 400 Einrichtungen, die in Krisen helfen, wichtige Unterstützung für Familien anbieten und niederschwellige Anlaufstellen in fast allen Lebenslagen sind. In der aktuellen Krise brauchen wir sie mehr denn je. Eine Regierung, die sich wirklich darum kümmern würde, wie es Familien in Österreich geht, hätte diese Familienberatungsstellen längst mit den finanziellen Mitteln ausgestattet, die sie brauchen, nämlich 18 Millionen Euro – also wieder: zu wenig und zu spät! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Im Zuge Ihres groß angekündigten Gewaltschutzpaketes gibt es für Familienberatungsstellen knapp 3 Millionen Euro mehr: ein Tropfen auf den heißen Stein. Nach diesem Gießkannenprinzip verteilt sind das pro Beratungsstelle und pro Jahr gerade einmal läppische 7 250 Euro – 7 250 Euro für eine Stelle, die zum Beispiel in meinem Heimatbezirk Liezen die zentrale Anlaufstelle für Tausende Familien, Eltern und Jugendliche ist, 7 250 Euro für eine Stelle, die beim Gewaltschutz genauso wie bei Partnerschaftsproblemen hilft, die queeren Jugendlichen genauso hilft, wie sie wichtige Arbeit für Mädchen und junge Frauen macht. Mehr ist Ihnen das Wohlergehen von Familien in unserem Land anscheinend nicht wert – und das ist eine Schande, liebe Kolleginnen und liebe Kollegen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Genau für diese LGBTIQ-Jugendlichen fordern wir flächendeckende professionelle Jugendarbeit und einen eigenen Budgettopf im Familienministerium, damit kein junger Mensch in dieser wichtigen Phase seines Lebens Angst haben muss, zu zeigen, wer er ist. Was macht diese Regierung? – Sie reagiert nicht einmal zu wenig oder zu spät, sie reagiert gar nicht. (Beifall bei der SPÖ.) Sie lassen mutwillig Menschen im Regen stehen, die gerade jetzt unsere Unterstützung brauchen würden, und das ist ein Armutszeugnis. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Obernosterer: Zieh dir lieber einen Rock an! – Eine Jacke!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Obernosterer: Zieh dir lieber einen Rock an! – Eine Jacke!
Genau für diese LGBTIQ-Jugendlichen fordern wir flächendeckende professionelle Jugendarbeit und einen eigenen Budgettopf im Familienministerium, damit kein junger Mensch in dieser wichtigen Phase seines Lebens Angst haben muss, zu zeigen, wer er ist. Was macht diese Regierung? – Sie reagiert nicht einmal zu wenig oder zu spät, sie reagiert gar nicht. (Beifall bei der SPÖ.) Sie lassen mutwillig Menschen im Regen stehen, die gerade jetzt unsere Unterstützung brauchen würden, und das ist ein Armutszeugnis. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Obernosterer: Zieh dir lieber einen Rock an! – Eine Jacke!)
Beifall bei ÖVP und Grünen
Abgeordnete Ing. Mag. (FH) Alexandra Tanda (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Geschätztes Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren vor den Bildschirmen! Liebe Mütter, Väter vor den Bildschirmen! Knapp ein Viertel mehr – ich als Controllerin runde ja nicht so gerne, deswegen möchte ich es etwas genauer sagen –, um 23 Prozent wurde das Budget für Familienberatungsstellen erhöht; um 23 Prozent, das sind 2,9 Millionen Euro (Beifall bei ÖVP und Grünen), 2,9 Millionen Euro mehr für Familienberatungsstellen, die der Bund zur Verfügung stellt.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
noch mitaufgestockt wird, auf über 60 Millionen Euro anwachsen lassen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall und Bravoruf bei der SPÖ sowie Beifall bei den Grünen.
Insofern kann man auf die Umsetzung gespannt sein. Für eine sehr sinnvolle Gesundheitsprävention gibt es seitens der SPÖ natürlich Unterstützung für diesen Entschließungsantrag. – Vielen Dank. (Beifall und Bravoruf bei der SPÖ sowie Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Holzleitner.
Abgeordneter Ralph Schallmeiner (Grüne): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Frau Minister! Sehr geehrte Damen und Herren zu Hause vor den Bildschirmen! Als Erstes noch eine Reaktion darauf, was da von den Kolleginnen und Kollegen der Sozialdemokratie gekommen ist: Ihr wisst aber schon, dass es erst vor Kurzem einen Antrag, nämlich einen grünen Antrag, im Wiener Landtag gegeben hat, die Mittel für die psychische Versorgung von Kindern und Jugendlichen um 10 Millionen Euro aufzustocken, und dieser Antrag wurde von euren Kolleginnen und Kollegen in Wien niedergestimmt. (Zwischenruf der Abg. Holzleitner.) Es wäre also durchaus auch möglich gewesen, hier in Wien entsprechend zu agieren (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP), aber ich weiß: Es soll immer alles der Bund erledigen, das sind wir ja schon gewohnt.
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP
Abgeordneter Ralph Schallmeiner (Grüne): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Frau Minister! Sehr geehrte Damen und Herren zu Hause vor den Bildschirmen! Als Erstes noch eine Reaktion darauf, was da von den Kolleginnen und Kollegen der Sozialdemokratie gekommen ist: Ihr wisst aber schon, dass es erst vor Kurzem einen Antrag, nämlich einen grünen Antrag, im Wiener Landtag gegeben hat, die Mittel für die psychische Versorgung von Kindern und Jugendlichen um 10 Millionen Euro aufzustocken, und dieser Antrag wurde von euren Kolleginnen und Kollegen in Wien niedergestimmt. (Zwischenruf der Abg. Holzleitner.) Es wäre also durchaus auch möglich gewesen, hier in Wien entsprechend zu agieren (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP), aber ich weiß: Es soll immer alles der Bund erledigen, das sind wir ja schon gewohnt.
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Und es geht auch darum, in Zukunft Aufklärung und Prävention entsprechend in den Fokus zu rücken, zum Beispiel wenn es um Aufklärung im Bereich Impfangebote geht. In Österreich gibt es momentan eine sehr schlechte Durchimpfungsrate gegen viele Krankheiten, und ich glaube, da könnte beispielsweise so ein Eltern-Kind-Pass ein entsprechendes Mittel sein – oder auch dann, wenn es zum Beispiel um Ernährung, Ernährungssicherheit et cetera geht, wenn es darum geht, aus Kindern, Jugendlichen mündige Erwachsene zu machen, die auch wissen, welche Eigenverantwortung es gerade in dem Bereich durchaus gibt. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Das sind die Herausforderungen. Wir werden uns ihnen stellen und dann natürlich das Gespräch mit den Kritikerinnen und Kritikern genauso wie mit allen anderen Stakeholdern aufnehmen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Der Mutter-Kind-Pass ist eine wahre Erfolgsgeschichte: Die Sterblichkeit von Müttern und auch von Kindern ist seither enorm zurückgegangen, und nun beziehen wir auch Väter aktiv in die Gesundheitsvorsorge ihrer Kinder mit ein und entwickeln den Mutter-Kind-Pass weiter zum Eltern-Kind-Pass bis zum 18. Lebensjahr. (Beifall bei ÖVP und Grünen.) Damit wird ein weiterer Meilenstein aus dem Regierungsprogramm endlich umgesetzt.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Und wenn wir schon beim Thema Jugendgesundheit sind: Die psychosoziale Belastung bei Kindern und Jugendlichen hat während des letzten Jahres, insbesondere während der Lockdowns, deutlich zugenommen, das zeigen viele Studien. Unser neuer Gesundheitsminister hat bei seiner Antrittsrede versprochen, dem Thema Kinder- und Jugendgesundheit, der psychischen Gesundheit erste Priorität einzuräumen. Wir freuen uns auf die Ergebnisse, und vor allem freuen wir uns auf einen dringend notwendigen Ausbau der kassenfinanzierten Angebote für Kinder und Jugendliche. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich hoffe, die Zurückhaltung unseres Gesundheitsministers punkto Nachtgastroöffnung legt sich, denn eine sichere Öffnung von Bars und Clubs mit 3G-Regel sowie Contacttracing schützt uns Jugendliche weit mehr als das unkontrollierte Zusammenkommen an öffentlichen Plätzen. Mit Juli sollen definitiv Nachtgastro und Vereinsfeste endlich wieder möglich sein. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Falls jemand aus den Reihen der FPÖ noch Zweifel hat, dann schlage ich auch gleich den Weg der FPÖ vor, den man ja in den letzten Wochen gerne genommen hat, wenn es bei gewissen Abstimmungen Uneinigkeit gegeben hat. In der FPÖ ist es Usus, dass man eine Sitzung früher verlässt, wenn einem nicht ganz klar ist, ob man auch der Parteilinie entsprechen will. So hat das euer oberösterreichischer FPÖ-Obmann Manfred Haimbuchner bei der Wahl von Herbert Kickl auch gemacht: Er hat die Sitzung frühzeitig verlassen und ist nach Oberösterreich heimgefahren. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Kaum wird es ernst, duckt sich die FPÖ also von der Verantwortung weg und glänzt mit Abwesenheit, wenn man keine gemeinsame Parteilinie zustande bringt. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Falls jemand aus den Reihen der FPÖ noch Zweifel hat, dann schlage ich auch gleich den Weg der FPÖ vor, den man ja in den letzten Wochen gerne genommen hat, wenn es bei gewissen Abstimmungen Uneinigkeit gegeben hat. In der FPÖ ist es Usus, dass man eine Sitzung früher verlässt, wenn einem nicht ganz klar ist, ob man auch der Parteilinie entsprechen will. So hat das euer oberösterreichischer FPÖ-Obmann Manfred Haimbuchner bei der Wahl von Herbert Kickl auch gemacht: Er hat die Sitzung frühzeitig verlassen und ist nach Oberösterreich heimgefahren. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Kaum wird es ernst, duckt sich die FPÖ also von der Verantwortung weg und glänzt mit Abwesenheit, wenn man keine gemeinsame Parteilinie zustande bringt. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wir hingegen sind hier, um zu arbeiten und in Österreich wieder etwas voranzubringen. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist wieder einmal ein: Na ja, lassen wir halt einmal abfragen, wie viel Geld wir dafür aufwenden! Es wäre aber genauso wichtig für die Vereinbarkeit, es wäre genauso wichtig für die Pflege, so wie Island es jetzt macht, nämlich zu überlegen, wofür wir in Zukunft Geld ausgeben wollen, damit niemand benachteiligt ist und Männer und Frauen gleichermaßen bedient werden. Das fehlt, und das tut uns sehr leid. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Ja, natürlich, wir hätten das schon früher umsetzen können, Frau Kollegin. Sie haben gesagt: 21 Jahre. Ich kann mich erinnern, dass in dieser Zeit auch sehr viele MinisterInnen der SPÖ dabei waren, Sie hätten es auch schon machen können. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Sie haben sich in den letzten Jahren damit beholfen, dass Sie bei allen Ministerien Anfragen dazu gestellt haben, und das ist ein sehr mühsamer Weg. Wir bekommen die Zahlen jetzt von der Imag zur Verfügung gestellt.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Disoski.
Ich gebe zu, der Antrag ist jetzt kein Riesenantrag, aber im Sinne der Information für uns alle und im Sinne der guten Diskussionsbasis für uns alle, wo wir weitermachen wollen, ist er ein richtiger und ein wichtiger Antrag, und ich danke schon im Voraus für die breite Zustimmung. – Danke schön. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Disoski.)
Beifall bei der FPÖ.
Probleme müssen an der Wurzel gepackt werden, mit Männern muss an gewaltfreier, konfliktfreier Lösungskompetenz gearbeitet werden, wo es notwendig ist, nämlich besonders am patriarchalischen Männerbild der Migranten. Ich weiß schon, da gibt es immer einen Aufschrei, aber vor dem Hintergrund der Tat eines 16-jährigen Afghanen, der laut Medienberichten – mittlerweile hat er auch gestanden – ein siebenjähriges Mädchen in Schärding vergewaltigt hat, sieht man, dass das dringendst notwendig ist. Vorher wegschauen und nachher groß entrüstet und erschüttert sein hilft überhaupt niemandem! Das Ziel muss sein, dass es keine nächste Tat gibt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.
Abgeordnete Mag. Meri Disoski (Grüne): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Österreich hat ein Problem mit Männergewalt und, nein, Kollegin Ecker, dieses Problem ist weder importiert, noch ist es religiös oder kulturell bedingt, dieses Problem wurzelt im Patriarchat, in patriarchalen Unterdrückungsstrukturen und -mechanismen. Das ist der Grund für Männergewalt – keine Religion, keine Ethnie, keine geografische oder sonstige Zugehörigkeit. Und solange diese Unterdrückungsstrukturen und -mechanismen existieren, so lange werden Feministinnen gemeinsam dagegen ankämpfen! (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zusätzlich haben wir mit unserem Koalitionspartner das größte Gewaltschutzpaket der letzten Jahrzehnte geschnürt: 24,6 Millionen Euro; wir haben es heute schon gehört. Was passiert damit? – Wir stärken die Opferschutzeinrichtungen, wir investieren in präventive Männer-, Väter- und Bubenarbeit, damit aus Buben und Männern erst gar keine Täter werden, und wir stärken den Schutz von Mädchen und Frauen vor Männergewalt, und zwar nachhaltig, weil jedes Mädchen, weil jede Frau das Recht auf ein gewaltfreies Leben hat. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wissen Sie, was PR-Politik ist? – Wenn man von anderen Dinge fordert, die man selber nicht hergebracht hat. Ich habe mir das in Vorbereitung auf die heutige Rede sehr genau angeschaut: Zwischen 2014 und 2017 gab es einen eklatanten Anstieg der Männergewalt in Österreich, und welche zusätzlichen Budgetmittel haben die damals von der SPÖ geführten Bundesregierungen zur Verfügung gestellt, um den Gewaltschutz angesichts dieser Entwicklungen zu stärken? Welche Mittel? – Ich sage es Ihnen: Keine. Nichts! Keine Erhöhung im Frauenbudget, kein Gewaltschutzpaket, absolut nichts. Und dann stellen Sie sich ernsthaft hier heraus und behaupten, die jetzige Bundesregierung würde nichts tun! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber, und das möchte ich betonen, Gewaltschutz ist nicht nur eine Aufgabe des Bundes, auch die Bezirke, die Gemeinden, die Städte und auch die Bundesländer sind da in der Pflicht. Und manche kommen dieser Pflicht auch vorbildlich nach, so zum Beispiel Gabriele Fischer, die grüne Frauenlandesrätin in Tirol – sie hat im Vorjahr ein Gleichstellungs- und Gewaltschutzpaket in Höhe von 7 Millionen Euro präsentiert –, und die grüne Grazer Frauenstadträtin Judith Schwentner, die viele von Ihnen ja noch aus ihrer Zeit als Abgeordnete hier im Hohen Haus kennen – ihr ist es gelungen, mehrjährige Basisfinanzierungen für Frauen- und Mädchenberatungsstellen durchzusetzen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Warum erwähne ich das? – Ich erwähne es – und ich komme damit auch schon zum Schluss, Frau Präsidentin –, weil aus meiner Sicht klar ist: Genau diesen Weg genau in diese Richtung müssen wir auch auf Bundesebene fortsetzen. Wenn wir von Gewaltschutz sprechen, dann muss es doch unser gemeinsames Ziel sein, Kollegin Ecker, so wie Sie richtig sagen, langfristige Basisfinanzierungen für diese Opferschutzeinrichtungen zu schaffen, damit sie ihre wichtige Arbeit, ihre wirklich wichtige Arbeit unter guten Rahmenbedingungen machen können und auch langfristig planen können. Dafür werden wir Grüne uns weiterhin einsetzen. PR- und Showpolitik überlassen wir anderen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Bundesministerin für EU und Verfassung im Bundeskanzleramt, betraut mit der Vertretung der Bundesministerin für Frauen, Familie, Jugend und Integration Mag. Karoline Edtstadler: Frau Präsidentin! Hohes Haus! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Erlauben Sie mir, zunächst auch von dieser Stelle aus meiner Kollegin Bundesministerin Susanne Raab alles Gute für die noch verbleibenden, hoffentlich ruhigen Tage und Wochen bis zur Geburt ihres ersten Kindes zu wünschen und mich gleichzeitig für das in mich gesetzte Vertrauen zu bedanken. Ich hoffe wirklich, dass sie die Zeit auch in Ruhe ihrer Familie widmen kann. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Ich darf nur eines herausgreifen, was mich persönlich ganz besonders berührt hat: die Maßnahme, dass man nicht nur per Telefon Hilfe in Anspruch nehmen kann, sondern das auch per SMS tun kann, was genau dann wichtig ist, wenn jemand in einem beengten Setting ist, die Wohnung nicht verlassen kann. Meine sehr geehrten Damen und Herren, das galt für die Pandemie ganz besonders, das gilt aber wohl in vielen Bereichen auch nach der Pandemie, und zum Glück gibt es derartige Maßnahmen. Das halte ich für ganz, ganz wichtig. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ja, da kann man jetzt der Meinung sein, liebe SPÖ, dass das nichts oder zu wenig oder zu spät ist, aber ich sage Ihnen, das ist eine kräftige Erhöhung, und ich glaube, jede Opferschutzeinrichtung, die da Millionen mehr bekommt – auch wenn es aufgeteilt natürlich dann kleinere Beträge sind – ist dankbar dafür, weil sie damit Frauen länger und weiter, auch nach derartigen Taten, begleiten kann. Also eine ganz, ganz wichtige Maßnahme! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
bis hin zur Opferschutzarbeit im Bereich der Täterarbeit, mir ein ganz besonderes Anliegen, und ich möchte auch betonen, dass das nicht in der Zuständigkeit der Frauenministerin, sondern des Innenministers liegt. Ich sage es aber deshalb mit aller Deutlichkeit, weil ich es für eine ganz, ganz wesentliche Maßnahme halte, dass man auch bei der Täterarbeit ansetzt, und das auch ein wesentlicher Output der damaligen Taskforce Strafrecht war, die im dritten Gewaltschutzpaket gemündet hat. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, man kann in diesem Zusammenhang nie genug tun, man kann nie früh genug dran sein, aber ich sage es noch einmal: Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die uns alle betrifft, auch im täglichen Miteinander, im täglichen Umgang, und auch dann, wenn man in der Schule, im Umfeld, im Verein oder im Ort etwas feststellt. Ich plädiere wirklich an alle von Ihnen, auch hier dafür einzutreten, dass wir nicht aufhören – auch nicht, wenn hoffentlich kein Frauenmord stattfindet –, über diese Thematik zu sprechen. Es ist mir persönlich – und ich weiß, auch der Frauenministerin – ein ganz besonderes Anliegen. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Abgeordnete Sabine Schatz (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Ja, Sie haben es erwähnt, Frau Bundesministerin: Das Jahr ist noch nicht einmal halb um, und wir müssen schon 14 Frauenmorde in Österreich verzeichnen, 14 Femizide, und Femizide sind nur die Spitze des Eisbergs von Gewalt. Gewalt betrifft Frauen unabhängig von Alter, Herkunft, sozialer Stellung oder Religion. Gewalt gegen Frauen ist kein kulturelles oder Migrationsthema. (Beifall bei SPÖ und Grünen.) Gewalt gegen Frauen ist vielmehr Ausdruck von struktureller Ungleichbehandlung und Ausdruck eines patriarchalen Systems. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Sabine Schatz (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Ja, Sie haben es erwähnt, Frau Bundesministerin: Das Jahr ist noch nicht einmal halb um, und wir müssen schon 14 Frauenmorde in Österreich verzeichnen, 14 Femizide, und Femizide sind nur die Spitze des Eisbergs von Gewalt. Gewalt betrifft Frauen unabhängig von Alter, Herkunft, sozialer Stellung oder Religion. Gewalt gegen Frauen ist kein kulturelles oder Migrationsthema. (Beifall bei SPÖ und Grünen.) Gewalt gegen Frauen ist vielmehr Ausdruck von struktureller Ungleichbehandlung und Ausdruck eines patriarchalen Systems. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Brandstötter.
entsprechend aufzustellen, und deswegen kommt das Geld nicht dort an, wo es dringend notwendig ist, nämlich unten an der Basis. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Brandstötter.) Wir müssen weg von dieser Projektförderung hin zu kontinuierlicher, planbarer und verfestigter Basisförderung für diese Einrichtungen.
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Disoski.
Wenn wir uns die Zahl der notwendigen Frauenhausplätze laut der Istanbulkonvention anschauen: Da erfüllt alleine Wien die Vorgabe bezüglich der Frauenhausplätze. In Oberösterreich bekommen wir jetzt durch Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer drei zusätzliche Frauenhäuser: im Salzkammergut, im Mühlviertel und in Braunau. Das ist Gewaltschutz, der wirkt. Bitte unterstützen Sie uns auch in diesen Anliegen! – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Disoski.)
Abg. Pfurtscheller: Das stimmt nicht! Das stimmt nicht! ...!
Sie haben auch einen weiteren Antrag abgelehnt, nämlich jenen, der Maßnahmen zur Gewaltprävention bei Männern gefordert hat. Patriarchale Denkmuster gelten ja als eine der häufigsten Ursachen geschlechtsspezifischer Gewalt. Ebendiese gesellschaftlich tief verwurzelten Ursachen von Gewalt gegen Frauen gilt es zu überwinden, und dafür braucht es ein nachhaltiges Aufbrechen der stereotypen Geschlechterrollen, und zwar gesamtgesellschaftlich und von Kindesbeinen an. Ja, auch da will man keinen Euro in die Hand nehmen, um das Problem an der Wurzel zu packen. (Abg. Pfurtscheller: Das stimmt nicht! Das stimmt nicht! ...!)
Beifall bei den NEOS.
Abschließend möchte ich natürlich auch an dieser Stelle Bundesministerin Susanne Raab die besten Wünsche ausrichten. Ich hoffe, dass sie die Zeit sehr genießen kann. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Viel Richtiges wurde bereits gesagt. Männer sind die Aggressoren, aber, meine Damen und Herren, es braucht einen differenzierten Blick auf diese Männergewalt. So sind wir Männer nicht. Diesen pauschalen Vorwurf weise ich zurück. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Brandstötter.
Ich kenne in diesem Haus keinen Mann, dem ich zutrauen oder unterstellen würde, dass er in einer derartigen Weise auf Frauen zugeht. Ich kenne in meinem Umfeld, in meinem Bekanntenkreis keinen Mann, der in einer derartigen Weise auf Frauen zugehen würde. Dennoch sage ich: Ja, die Programme sind wichtig und richtig, damit wir da genau und schonungslos hinsehen – bitte auch wirklich mit einem offenen Blick hinschauen: Wo sind diese Strukturen, die Sie beklagen, Frau Brandstötter? Wo sind diese Strukturen? –, damit wir da wirklich genau hinsehen und auch benennen, wo diese Strukturen sind. (Zwischenruf der Abg. Brandstötter.) Ich sage Ihnen: So sind wir Männer nicht! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brandstötter: Ja, leider schon! ...!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brandstötter: Ja, leider schon! ...!
Ich kenne in diesem Haus keinen Mann, dem ich zutrauen oder unterstellen würde, dass er in einer derartigen Weise auf Frauen zugeht. Ich kenne in meinem Umfeld, in meinem Bekanntenkreis keinen Mann, der in einer derartigen Weise auf Frauen zugehen würde. Dennoch sage ich: Ja, die Programme sind wichtig und richtig, damit wir da genau und schonungslos hinsehen – bitte auch wirklich mit einem offenen Blick hinschauen: Wo sind diese Strukturen, die Sie beklagen, Frau Brandstötter? Wo sind diese Strukturen? –, damit wir da wirklich genau hinsehen und auch benennen, wo diese Strukturen sind. (Zwischenruf der Abg. Brandstötter.) Ich sage Ihnen: So sind wir Männer nicht! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brandstötter: Ja, leider schon! ...!)
Zwischenruf der Abg. Brandstötter
Meine Damen und Herren, es ist vollkommen richtig und gut, dass die Regierung gleich einen Maßnahmenplan erlassen hat. Mir ist vollkommen klar, es kann immer ein bisschen mehr sein und könnte, sollte vielleicht auch mehr sein. Es ist aber ein ambitionierter Maßnahmenplan, der in vielen Bereichen wirkt. Für die Stärkung der Gewaltschutzeinrichtungen sind es 5 Millionen Euro, für die Beratungsstellen zur Gewaltprävention 4 Millionen Euro, für Aufstockung von Familienberatungsstellen und Ausbau und Absicherung der Kinderschutzzentren – mir persönlich besonders wichtig – weitere 3 Millionen Euro, für Stärkung von Frauen mit Migrationshintergrund weitere 3 Millionen Euro, für Gewaltprävention und Kampagnen gegen Männergewalt – über die Sie, Frau Brandstötter, gerade gesagt haben, das finde nicht statt (Zwischenruf der Abg. Brandstötter) – weitere 4 Millionen Euro, 0,3 Millionen Euro für Antigewalt- und Affektkontrolltrainings, gerichtlich angeordnete Antigewalttrainings, Stärkung der Familiengerichtshilfe, Stärkung der juristischen und psychosozialen Prozessbegleitung – in Summe ein Betrag von 24,6 Millionen Euro. Ich glaube, das ist ein Maßnahmenpaket, das sich sehen lassen kann und das sicherlich auch entsprechenden Erfolg verzeichnen wird.
Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Leider sind ... so!
Meine Damen und Herren, ich sage zum Abschluss noch einmal: So sind wir Männer nicht. Treten wir aber entschieden gegen diese Gewalt an Frauen gemeinsam auf! (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Leider sind ... so!)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.
Es liegt in unserer Verantwortung, auch weiterhin der Gewalt keinen Platz zu geben und den Betroffenen jegliche Form von Unterstützung zukommen zu lassen. Finanzielle Mittel sind wichtig, selbstverständlich, um Projekte umsetzen zu können, aus meiner Sicht ist es aber nicht weniger wichtig, auch darauf zu achten, dass wir als Teil der Gesellschaft richtig miteinander umgehen, vor allem darauf, wie wir miteinander umgehen, nämlich in unserem privaten, beruflichen, aber auch politischen Leben. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Ich muss dir sagen: Aus der einzelnen Perspektive desjenigen hat man natürlich die Empfindung, wir sind nicht so. Aber wenn du dich hier herausstellst und sagst: „So sind wir Männer nicht!“, leistest du uns Männern einen Bärendienst, und den Frauen ganz besonders. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei den Neos und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich weiß, dass du es anders gemeint hast, und es ist keine Kritik, aber ich sage dir: Wenn wir in Zukunft anders leben wollen als jetzt und Frauen in unserer Gesellschaft eine gewaltfreie Perspektive bieten wollen, dann müssen wir immer offen über Themen reden und sollten nie pauschal andere in Schutz nehmen, für die wir nicht sprechen können. (Beifall bei den Neos und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich berichtige tatsächlich: Laut Ministerratsvortrag, den die Bundesregierung am 12.5. beschlossen hat, betragen die genau dafür zur Verfügung gestellten Mittel 4 Millionen Euro. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Voller Diskriminierungsschutz, Vorgehen gegen die homophoben Regierungen in Polen und Ungarn, ein nationaler Aktionsplan gegen Hass, sexuelle Bildung in den Schulen und so weiter – all das haben ÖVP und Grüne in den letzten Monaten abgelehnt oder vertagt. Diese Politik des Aussitzens, des Wegschauens und der Ausreden hat sich die LGBTIQ-Community in Österreich einfach nicht verdient. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Das gleiche Muster sehen wir bei der Konversionstherapie 2019. 2019 hat dieses Haus genau das getan, was Sie heute wiederholen: einen Entschließungsantrag einstimmig beschlossen. Wir brauchen aber keine weiteren Aufforderungen an die Regierung, sondern endlich ein Gesetz! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Die SPÖ wird deshalb morgen einen Fristsetzungsantrag einbringen. Gehen Sie bis dahin in sich und stimmen Sie morgen zu! Wir haben dann einen Monat Zeit, um dieses Gesetz im Justizausschuss auf Augenhöhe zu diskutieren und Änderungen einzubauen, wenn es nötig ist. Wenn Sie es mit dem Verbot von Konversionstherapien wirklich ernst meinen, dann beschließen wir es noch vor dem Sommer – dann hat diese Regierung endlich einmal wirklich etwas für die LGBTIQ-Community geschafft. – Happy Pride! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Diesen Zugang habe ich nicht. Ich bin der Meinung, wir in diesem Haus haben die Verantwortung, all die unterschiedlichen Lebensrealitäten unter einen Hut zu bringen, um möglichst für alle gute Entscheidungen zu treffen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Im Grundsatzprogramm der ÖVP steht: „Wie Menschen ihr Leben gestalten und welche Lebensentwürfe sie verfolgen, liegt in ihrer freien Entscheidung.“ Daraus abgeleitet sage ich auch, es hat sich nicht nur ein Homosexueller/eine Homosexuelle Respekt verdient, es hat sich genauso ein gläubiger Katholik, jemand, der ein anderes Lebensmodell hat, etwas anderes als richtig empfindet, diese Akzeptanz verdient. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Ich habe diese Debatten immer auch ein bisschen als ein Gegeneinanderausspielen empfunden. Ich bin der Meinung, jede Lebensrealität soll eine Berechtigung haben. Jeder soll leben können, wie er möchte; und das sollte man nicht nur für sich selbst in Anspruch nehmen, sondern man sollte respektieren, wenn andere Lebensentwürfe haben, und diese genauso respektvoll behandeln. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Im Grundsatzprogramm der ÖVP steht: „Wie Menschen ihr Leben gestalten und welche Lebensentwürfe sie verfolgen, liegt in ihrer freien Entscheidung.“ Daraus abgeleitet sage ich auch, es hat sich nicht nur ein Homosexueller/eine Homosexuelle Respekt verdient, es hat sich genauso ein gläubiger Katholik, jemand, der ein anderes Lebensmodell hat, etwas anderes als richtig empfindet, diese Akzeptanz verdient. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Ich habe diese Debatten immer auch ein bisschen als ein Gegeneinanderausspielen empfunden. Ich bin der Meinung, jede Lebensrealität soll eine Berechtigung haben. Jeder soll leben können, wie er möchte; und das sollte man nicht nur für sich selbst in Anspruch nehmen, sondern man sollte respektieren, wenn andere Lebensentwürfe haben, und diese genauso respektvoll behandeln. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Das zweite Problem, das wir heute lösen möchten, sind die Konversionstherapien. Wir haben es schon angesprochen: Therapien und alles, was damit zu tun hat, Seelsorge und persönliche Gespräche, sind ganz, ganz sensible Dinge. Ich glaube, wir haben nun einen guten Arbeitsauftrag für eine Regierungsvorlage formuliert, in dem genau das drinsteht, was wir möchten, und der vor allem noch weiter geht als der Ursprungsantrag von Kollegen Shetty, weil wir nicht nur die Ausübung, sondern auch die Durchführung, Bewerbung und Vermittlung von Maßnahmen und Techniken, die das Ziel einer Umpolung haben, berücksichtigen. Wir beschränken uns auch nicht nur auf Minderjährige, sondern wir haben wie in Deutschland auch Volljährige, deren Einwilligung auf Willensmangel beruht, mitberücksichtigt. Ich glaube, wir haben uns da wirklich auf eine gute Lösung verständigt, und ich glaube, Politik mit der geballten Faust ist nicht so gut wie Politik mit der geöffneten Hand. Es hat sich schließlich wieder herausgestellt, dass man so zu besseren Lösungen kommt. Genau deswegen werden wir auch diesen Antrag heute einstimmig beschließen, und das ist sehr, sehr gut so. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
In diesem Sinne ist es vielleicht ein gutes Vorbild dafür, dass man, wenn man redet, zusammenkommt und sich nicht stets gegenseitig bloßstellen muss, damit man glaubt, irgendwelche Punkte zu machen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich hoffe, das war korrekt – und nun wirklich: Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Da soll noch einer etwas von wegen Totalopposition sagen!
Darum sind auch wir der Meinung, dass Eingriffe und Therapien nur dann erlaubt sein sollen, wenn sie helfen, eine Gefahr für das Leben des Kindes abzuwehren, oder für die Gesundheit des Kindes unbedingt erforderlich sind. Die jungen Erwachsenen sollen mit Erreichen der Volljährigkeit, mit dem 18. Lebensjahr, selbstbestimmt und frei entscheiden, welche Vorgangsweise sie wählen – ohne Druck und ohne Einfluss. Darum sind auch wir dafür, dass mögliche Rechtslücken unbedingt zu schließen sind. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Da soll noch einer etwas von wegen Totalopposition sagen!)
Beifall bei den Grünen.
Wir wissen, jeder Mensch ist einzigartig, aber zum einen haben alle die gleichen Rechte, und zum anderen ist die Vielfalt unsere Stärke. Und heute beweist dieses Parlament genau diese Stärke, wenn es zum einen um gleiche Rechte geht und wenn es zum anderen darum geht, Kinder und Jugendliche in Österreich davor zu schützen, dass sie operiert werden, wenn es nicht sein muss, und dass sie therapiert werden, wenn es nicht sein muss. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Ich wünsche allen Betroffenen sowie nicht Betroffenen einen Happy Pride! Ich hoffe, einige von Ihnen auf der Parade am Samstag zu sehen. Da geht es nämlich nicht darum, wie man selber liebt oder lebt, sondern da geht es darum, dass wir solidarisch mit allen sind, dass wir diese Vielfalt in Österreich nicht nur anerkennen, sondern dass wir eben das Recht auf diese Vielfalt in Österreich auch schützen, auch hier im österreichischen Parlament uns zu diesem Schutz bekennen. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Ernst-Dziedzic.
Ich habe mich dann gefragt, was denn hinter diesem Motto steht, das die Community so lange geprägt hat: United in Pride. – Für mich bedeutet das, im Herzen zu wissen, wer die Verbündeten sind. Und glauben Sie mir, wir tun das. Wir wissen, was wir Menschen, PolitikerInnen wie zum Beispiel Ulrike Lunacek oder in vielen anderen Parteien oder Bewegungen, die jahrzehntelang und zu einem Zeitpunkt, als man sich öffentlich vor Schwulen und Lesben und Transgenderpersonen geekelt hat, dafür eingestanden sind, zu verdanken haben. Wir wissen das. Geeint zu sein bedeutet aber nicht, keine Kritik üben zu dürfen, und deswegen sind wehleidige Trotzreaktionen, wie sie zurzeit bei den Grünen sehr oft zu lesen sind, fehl am Platz. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Ernst-Dziedzic.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es wurde in dieser Legislaturperiode nichts weitergebracht, im Gegenteil, alle konstruktiven Vorschläge der Opposition wurden schubladisiert, vertagt, abgelehnt. Weil das so viele sind, möchte ich Ihnen zeigen (eine Tafel mit der Aufschrift „von der türkis-grünen Regierung abgelehnte und vertagte LGBTIQ-Anträge“ in die Höhe haltend), wie viele Anträge wir schon eingebracht haben. Das ist nur ein Ausschnitt, eine Liste von Anträgen, die wir in dieser Legislaturperiode eingebracht haben. Alle wurden vertagt, abgelehnt, schubladisiert, und das ist nicht in Ordnung! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Natürlich wissen wir, dass das nicht nur an die Grünen zu adressieren ist, sondern allen voran an die Volkspartei, die in Teilen – und ich betone in Teilen, denn das trifft natürlich nicht alle –, was die Gesellschaftspolitik betrifft, im letzten Jahrtausend verhaftet ist. Ich sage Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP – die Betroffenen wissen, wer gemeint ist –: Ich stehe hier als Abgeordneter zum Nationalrat am Rednerpult, ich stehe auf Männer. Hier sind Abgeordnete, Frauen, die auf Frauen stehen, und es werden hier auch einmal Abgeordnete sein, die Transgenderpersonen sind. Und das ist gut so, denn wir repräsentieren hier die Bevölkerung, und das haben auch Sie zu akzeptieren. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Beschließen wir das und zeigen wir Orbán, dass es immer noch rote Linien in Europa gibt! – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Es geht um das Verbot der Konversionstherapie. Mit solchen Pseudotherapien soll die sexuelle Orientierung von LGBTIQ-Menschen verändert werden, sie sollen, so sagt man, umgepolt werden. Sie können sich vorstellen, was das für diese Personen bedeutet. Gerade im jugendlichen Alter wird ihnen erklärt, dass sie falsch sind, dass sie nicht richtig sind, dass sie umgepolt werden müssen. Das führt zu vielen psychischen Schäden, zu emotionalen Schäden, das führt letzten Endes zu Depressionen und zu Suizid. Daher sind diese Pseudotherapien unglaublich gefährlich, verletzen die Menschenrechte und sind absolut inhuman. Daher begrüße ich es als Justizministerin, dass dieses Verbot heute im Nationalrat behandelt wird, und ich hoffe, dass es dazu breite Zustimmung geben wird. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren, mit dem vorliegenden Antrag schützen wir Kinder und Jugendliche, daher freue ich mich, dass Sie darüber abstimmen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Rechte einsetzen müssen, das zeigt auch ein Blick Richtung Ungarn, unserem unmittelbaren Nachbarland. Dort hat das Parlament gestern gegen den großen und auch mutigen Widerstand der LGBTIQ-Community ein Gesetz verabschiedet, das sich gegen alle sexuellen Orientierungen richtet, die von der heterosexuellen Ausprägung abweichen. So soll etwa Werbung verboten werden, in der Homosexuelle oder Transsexuelle als ein Teil der Gesellschaft dargestellt werden. Meine Damen und Herren, das ist rückschrittlich und entspricht nicht unseren europäischen Werten! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das alles geschieht unter dem Deckmantel der Pädophilie. Diese Gleichsetzung von Homosexualität und Pädophilie ist uns leider auch in Österreich nicht ganz unbekannt. Wir erinnern uns an das Jahr 1970, da war im Strafgesetzbuch die sogenannte Unzucht mit Tieren und Personen desselben Geschlechts zu finden. Erst mit der Strafrechtsreform 1971 änderte sich dieser diskriminierende Straftatbestand, es fanden sich aber weitere diskriminierende Straftatbestände im Strafgesetzbuch, und es dauerte letzten Endes bis ins neue Jahrtausend, bis diese mit der Aufhebung des ungleichen Schutzalters durch den Verfassungsgerichtshof endlich entkriminalisiert wurden und endlich jegliche Kriminalisierung von gleichgeschlechtlicher sexueller Handlung aufgehoben wurde. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Die Queercommunity ist und bleibt ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft. Es ist eine Community, die viel Leid erfahren musste, auch durch die Hände des Staates und seiner Vertreterinnen und Vertreter. Wie Sie jetzt gehört haben, war die Justiz da keine Ausnahme. Daher möchte ich als Justizministerin, als Gast im Hohen Haus, den heutigen Anlass nutzen, um mich stellvertretend für die Justiz noch einmal in aller Form bei allen Menschen, die in der Zweiten Republik aufgrund ihrer sexuellen Orientierung strafrechtlich verfolgt wurden, und bei allen ihren Angehörigen aufrichtig und in aller Form zu entschuldigen. (Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Wir haben noch viel zu tun und daher bitte ich Sie, diese Schritte heute zu setzen und diesen Anträgen Ihre breite Zustimmung zu geben. – Herzlichen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Mit dem heutigen Beschluss, der hoffentlich einstimmig stattfinden wird, liegt die finale Lösung mit Sicherheit nicht am Tisch, aber der Arbeitsauftrag an diese Bundesregierung ist damit auf dem Weg. Ich bin zuversichtlich, dass sich da etwas bewegen wird. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich berichtige tatsächlich: Wir beschließen heute eine Entschließung, die besagt, dass die BundesministerInnen für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz sowie für Justiz und für Frauen, Familie, Jugend und Integration ersucht werden, Maßnahmen zu setzen, um intergeschlechtliche Kinder und Jugendliche und ihre körperliche Unversehrtheit wirksam vor medizinisch nicht notwendigen Eingriffen zu schützen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Abgeordnete Dr. Ewa Ernst-Dziedzic (Grüne): Werte Kollegen und Kolleginnen! Es ist wichtig, dass Dinge kritisiert werden. Es ist wichtig, dass die Opposition Anträge einbringt, Initiativen vorstellt, die dann aufgegriffen werden. Es ist aber nicht richtig, sich hier ans Pult zu stellen und entgegen jeglicher Realität zu behaupten, dass die Regierungsparteien nichts unternehmen würden. Das ist schlicht falsch! In den letzten 17 Monaten – und ich neige nicht dazu, die ÖVP in Schutz zu nehmen, tue das aber jetzt hier bewusst – ist in dem Bereich so viel weitergegangen wie niemals zuvor. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Kickl: No ja! No ja! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Kollege Yannick Shetty, ich zähle gerne auf, was wir alles geschafft haben. Es ist nicht nur ein klarer Auftrag an die Ministerin, ein Verbot für IGM – sorry, Mario, das ist ein bisschen Erbsenzählerei – auszuarbeiten. Wenn wir das heute beschließen, na, was wird denn die Ministerin anderes machen? (Abg. Kickl: No ja! No ja! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es ist ein klarer Auftrag, ein Verbot der Konversionstherapien so auszugestalten, dass sie in Österreich nicht mehr möglich sind. Das war bei deinem damaligen Antrag, Mario, auch nicht viel anders.
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wir haben bei der Blutspende eine Rückstellfrist von zwölf auf vier Monate verkürzt. Dies wird jetzt mit einer Studie zu übertragbaren Krankheiten begleitet, mit der wir uns anschauen, wie wir den Zugang für alle verbessern können. Wir haben es endlich geschafft, Hassverbrechen, sogenannte Hatecrimes, in Österreich zu erfassen. In der Kriminalstatistik werden sie erstmals mit dem Ziel ausgewiesen, dass wir Maßnahmen dagegen setzen können, genauso, wie es Schulungen für Beamte und Beamtinnen gibt, und genauso, wie wir jetzt in Österreich sechs Optionen für den Geschlechtseintrag haben. Wenn das nichts ist, dann weiß ich nicht. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Nicht zu vergessen ist auch, dass es endlich, endlich in Österreich eine Entschuldigung – Danke an Alma Zadić! – der Republik, der Justiz für die strafrechtliche Verfolgung von homosexuellen Menschen in Österreich gibt. Hören wir auf zu sagen, es passiert gar nichts! Es ist noch nie so viel passiert. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS
Ich bin die Erste, die weiß, was noch offen ist, und unser Regierungskoalitionspartner weiß ganz genau, dass wir weiterhin am Verhandeln sind. Ich weiß, dass wir es gemeinsam zusammenbringen, diese offenen Punkte zu beseitigen. Dazu brauchen wir weder schlechte Oppositionsanträge noch irgendetwas an Listen (Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS), die du, Yannick, uns hier vorzeigst, denn würde es dir um die Sache gehen, dann würdest du uns vorher kontaktieren. Wenn es dir um die gemeinsame Sache für die Community geht, dann arbeite mit uns gemeinsam anstatt gegen uns! – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich bin die Erste, die weiß, was noch offen ist, und unser Regierungskoalitionspartner weiß ganz genau, dass wir weiterhin am Verhandeln sind. Ich weiß, dass wir es gemeinsam zusammenbringen, diese offenen Punkte zu beseitigen. Dazu brauchen wir weder schlechte Oppositionsanträge noch irgendetwas an Listen (Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS), die du, Yannick, uns hier vorzeigst, denn würde es dir um die Sache gehen, dann würdest du uns vorher kontaktieren. Wenn es dir um die gemeinsame Sache für die Community geht, dann arbeite mit uns gemeinsam anstatt gegen uns! – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Ernst-Dziedzic: Doch ...!
Ich berichtige tatsächlich: Die Rückstellfrist ist weiterhin bei zwölf Monaten belassen, und diese Aussage ist nicht richtig. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Ernst-Dziedzic: Doch ...!)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Daher nehme ich diesen Antrag, den Sie an uns gestellt haben, auch an die Justizministerin und an den Außenminister, sehr ernst und werde das bereits am 22. Juni, an dem das auch beim Rat in Luxemburg auf dem Programm steht, nämlich das Artikel 7-Verfahren gegen Polen und Ungarn, zur Sprache bringen. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Ich verstehe nicht, warum die ÖVP- und Grünen-Abgeordneten nicht über ihren Schatten springen und unsere Anträge annehmen können. Es geht da um die Beauftragung einer Studie, bitte! Ich empfinde es als ein Drüberfahren über die Opposition, und ich halte das für sehr respektlos uns gegenüber. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
So bitte, Frau Ministerinnen – ach so, jetzt sind gerade keine da –, es wäre jetzt dringend an der Zeit, diese Studie tatsächlich in Auftrag zu geben und daran zu arbeiten! Wir brauchen diese Daten. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Abgeordnete Dipl.-Kffr. (FH) Elisabeth Pfurtscheller (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer! Ja, liebe Frau Kollegin Nussbaum, ich kann Ihnen ganz genau erklären, warum wir Ihren Antrag nicht angenommen haben. Das hat bei euch von der Opposition nämlich Methode. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Ich möchte jetzt einfach nur die Historie der Zeitverwendungsstudie erzählen.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
ganze Zeit aus unserem Regierungsprogramm abschreiben? Ich glaube, das müsst ihr nicht, das habt ihr nicht notwendig, und genau aus diesem Grund haben wir diesen Antrag auch nicht angenommen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Ich möchte euch also ganz herzlich bitten: Hört einfach auf, ständig Dinge aus unserem Regierungsprogramm abzuschreiben und dann so zu tun, als wären sie neu erfundene Forderungen von euch! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Mir ist noch ganz wichtig – einen Satz noch, Frau Präsidentin –, zu ergänzen, dass wir das natürlich in Abstimmung mit den EU-Vorschriften beziehungsweise mit den EU-Richtlinien tun müssen, die kurz Hetus heißen. Es geht ja schließlich auch darum, dass wir innerhalb EU-Länder vergleichen können. Das werden wir beziehungsweise die Statistik Austria jetzt so machen, und wir freuen uns wie gesagt alle schon auf die Ergebnisse. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Präsidentin Doris Bures: Als Nächste gelangt Frau Abgeordnete Edith Mühlberghuber zu Wort. – Bitte. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenruf bei der SPÖ – Abg. Pfurtscheller: Ein so ein Blödsinn!
Bei so einer Studie entsteht der Eindruck, da wird ein Keil in die Paare, in die Familien hineingetrieben (Zwischenruf bei der SPÖ – Abg. Pfurtscheller: Ein so ein Blödsinn!), und durch die Coronakrise ist von der Regierung ja schon genug hineingetrieben worden, ist schon genug gespaltet worden. Das lassen wir in den Familien und in den Partnerschaften einfach nicht zu. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Bei so einer Studie entsteht der Eindruck, da wird ein Keil in die Paare, in die Familien hineingetrieben (Zwischenruf bei der SPÖ – Abg. Pfurtscheller: Ein so ein Blödsinn!), und durch die Coronakrise ist von der Regierung ja schon genug hineingetrieben worden, ist schon genug gespaltet worden. Das lassen wir in den Familien und in den Partnerschaften einfach nicht zu. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Auch die bezahlte und unbezahlte Arbeit dürfen wir nicht auseinanderdividieren und sie dürfen auch nicht gegeneinander ausgespielt werden. Viel wichtiger wäre, die unbezahlte Arbeit für alle sichtbar und spürbar zu machen. Wir brauchen keine Erhebungen und Zahlen, wer was macht, wer das Kind umsorgt, wer einkaufen geht, wer die Amtswege verrichtet – wer einfach den Haushalt schupft –, wir brauchen das einfach nicht. Wir erteilen einer Zeitverschwendungsstudie ganz klar und deutlich eine Absage, weil sie sinnlos ist, und außerdem ist sie noch teuer. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Vernünftig wäre die gerechte Einsetzung des Steuergeldes. Ich denke da an den Schulstart und das Schulstartgeld im September. Dieses wird gemeinsam mit der Familienbeihilfe ausbezahlt, 100 Euro pro Kind von sechs bis 15 Jahren. Kinder über 15 Jahre, die eine weiterführende Schule besuchen, die das Gymnasium besuchen, die eine Lehre machen und die Berufsschule besuchen, profitieren nicht von dieser Leistung. Diese Jugendlichen haben kein eigenes Einkommen, und oft kommen sie auch aus einkommensschwachen Familien; deshalb dürfen wir nicht länger zulassen, dass diese Jugendlichen benachteiligt werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich schließe mit zwei oder drei schnellen Sätzen ab. Überlegen Sie sich das einmal: Zeit ist das Kostbarste, das wir im Leben haben. Ein Tag hat für uns alle nur 24 Stunden, und es wird endlich Zeit, dass wir diese gerecht verteilen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte noch zwei Punkte erwähnen: Bis heute gibt es keinen Grund, weder einen moralischen, noch einen legistischen noch sonst irgendeinen, warum Frauen für die gleiche Arbeit weniger verdienen. Das ist altertümlich, das hat mit einer modernen Gesellschaft überhaupt nichts zu tun. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Zweite, das ich noch sagen möchte: Die Frauen, die in Spitzenpositionen sind, haben jetzt einen Nachteil. Es besteht nicht nur die Gefahr, dass sie ein Baby bekommen, es könnte auch eine Krise auftreten, und dann sind sie wieder weg – deshalb können sie beispielsweise nicht in einen Aufsichtsrat aufgenommen werden. Denken wir also bitte nach! Handeln wir innovativ und modern und geben wir Österreich in dieser Frage endlich die Position, die es verdient! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Maurer.
Der Antrag der SPÖ betreffend „Frauen am Arbeitsmarkt – Maßnahmenpaket zur Krisenbewältigung“ liegt uns vor. Das ist wichtig, keine Frage. Zu Beginn aber möchte ich eines ganz klar festhalten, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen der SPÖ: Die Bundesregierung hat seit Beginn der Krise umfangreiche Maßnahmen gesetzt, um Frauen in unterschiedlichsten Lebenssituationen die bestmögliche Unterstützung zu geben. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Maurer.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
gezielte Arbeitsmarktförderung fordern, dann möchte ich Sie daran erinnern, dass in 151 Frauenberatungsstellen in ganz Österreich viele Arbeit suchende Frauen und Mädchen in unterschiedlichsten Belangen ganz gezielt unterstützt wurden. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Voglauer.
Tatsache ist, dass die Forderungen im angeführten Antrag bereits fast zur Gänze umgesetzt sind. Noch nie gab es so viele finanzielle Unterstützungsangebote für Frauen am Arbeitsmarkt. Sehr geehrte Damen und Herren, die einen fordern, aber die Bundesregierung handelt! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Voglauer.)
Beifall bei der FPÖ.
ÖVP und Grüne lehnen diesen Antrag und damit auch eine finanzielle Besserstellung, eine finanziell bessere Ausstattung von Frauenberatungsstellen ab. Wir haben das heute schon gehört, da wäre eine stabile Basisförderung dringend notwendig. „Koste es, was es wolle“ – das gilt für vieles, aber offensichtlich nicht für die Absicherung von Frauen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Mit der Initiative Sprungbrett gehen wir aktiv – und das ist mir wirklich wichtig: aktiv! – gegen Langzeitarbeitslosigkeit, insbesondere von Frauen, vor. Ein Paket in dieser Höhe ist in der Geschichte Österreichs einzigartig, mag ich fast sagen, und das völlig zu Recht, weil außergewöhnliche Situationen, wie sie die Coronapandemie darstellt, auch nach außergewöhnlichen Maßnahmen verlangen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
In Ihrem Antrag sprechen Sie auch von prekären Lebensumständen von Frauen, die es zu bewältigen gilt. Wenn das der Sozialdemokratie solch ein Anliegen ist, dann, bitte, reden Sie mit Ihren Kolleginnen und Kollegen in Wien! Das muss man sich einmal vorstellen, was die machen: Mitten in der größten Krise der Zweiten Republik kürzen NEOS und SPÖ im Schnelldurchlauf die Mindestsicherung. Wie können Sie das verantworten? Wie? (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Kollross. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
In Ihrem Antrag findet sich auch eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes. Ich darf Sie noch einmal sehr gerne daran erinnern, dass es SPÖ-geführte Bundesregierungen waren, die das Arbeitslosengeld Schritt für Schritt für Schritt gekürzt haben. Das haben Sie zu verantworten. (Zwischenruf des Abg. Kollross. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Werte Kollegin von der FPÖ, Kollegin Ecker, wenn Sie sich hierherstellen und behaupten, Sie wollen sich für Arbeitslose starkmachen, dann ringt mir das ja nicht einmal ein müdes Lächeln ab. Wer hat denn 2017 im gemeinsamen Regierungsübereinkommen mit der ÖVP ein Arbeitslosengeld Neu angekündigt, das auf eine Kürzung hinausgelaufen wäre? Wer war denn das? Wir waren es nicht! Das war schon die FPÖ. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Mit uns Grünen wird es solche unsozialen Kürzungen jedenfalls nicht geben. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Disoski
Abgeordnete Henrike Brandstötter (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Kolleginnen und Kollegen! Auf die Polemik von Kollegin Disoski gehe ich jetzt nicht ein (Zwischenruf der Abg. Disoski), sondern ich gehe auf den eigentlichen Antrag der SPÖ hinsichtlich eines Arbeitsmarktpakets für Frauen als Maßnahmenpaket zur Krisenbewältigung ein.
Beifall bei den NEOS.
Das sind zwei konkrete Vorschläge von uns, wie man den EPUs und damit auch vielen Frauen helfen kann, schnell wieder auf die Beine zu kommen, um neu durchzustarten. Liebe ÖVP! Liebe Grüne! Ich habe dazu keinen Antrag geschrieben, weil ihr immer sagt, ihr setzt eh alles um, bevor quasi die Tinte trocken ist. Das sind jetzt zwei Möglichkeiten, konkrete Vorschläge von uns direkt umzusetzen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.
Sehr geehrte Frau Bundesministerin Raab! Ich darf Ihnen auch noch ganz persönlich alles Gute für die Geburt wünschen, und vor allem die Möglichkeit, diesen ersten Augenblick, wenn Sie Ihr Baby in der Hand haben, gleich unmittelbar nach der Geburt so genießen zu können, wie ich es damals konnte. Das ist eine der tiefsten Empfindungen, die bei mir auch noch 21 Jahre danach absolut präsent ist, wenn ich daran denke. Das wünsche ich Ihnen von Herzen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Voglauer.
Andreas Leo Denner ist einer von vielen, die nicht aus Genderbewusstsein, sondern einfach mit einem natürlichen Zugang sehr gerne Mädchen in typischen Männerberufen, wie wir sie alle noch nennen, anstellen – was auch gut ist. Ich freue mich, wenn diese Programme, die es seit vielen, vielen Jahren gibt, endlich greifen. Ich muss mich oft selbst zurücknehmen, dass ich dieser Freude nicht Ausdruck verleihe, wenn ich zum Beispiel eine Kfz-Mechanikerin sehe, denn ich glaube, wir müssen mittlerweile ein bisschen aufpassen, dass wir nicht dem Burschen, der Kfz-Mechanik lernt, weniger Aufmerksamkeit schenken als dem Mädchen. Wir müssen jede einzelne Fachkraft, die Österreich mit einer hervorragenden Ausbildung hervorbringt, gleich wertschätzen. Das ist manchmal schwer, aber ich glaube, diesen Weg können wir jetzt beschreiten. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Voglauer.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schnabel.
Ich bringe Beispiele: Ein VW Sharan, ein typisches Familienfahrzeug hier in Österreich, kostet aktuell 38 100 Euro; 2024 wird er 41 950 Euro kosten. Das ist ein Plus, eine Kostensteigerung in der Höhe von 3 850 Euro für die Anschaffung dieses Pkws. Gleichzeitig gibt es eine NoVA-Erhöhung für Klein- und Mittelbetriebe. Ein Pritschenwagen, ein Fiat Ducato, kostet aktuell 24 900 Euro; 2024 wird er 46 000 Euro kosten – ein Plus von 21 000 Euro. Jetzt frage ich Sie: Wer wird am Ende des Tages diese Mehrbelastung bezahlen? – Der Konsument! Dafür sind Sie (in Richtung Grüne) verantwortlich und dafür sind Sie (in Richtung ÖVP) verantwortlich, dass im Endeffekt auf der einen Seite der Wirtschaftsstandort Österreich gefährdet ist und auf der anderen Seite auch dieser ideologische, gesellschaftspolitische Umbau, den Sie da ins Rennen führen, entsprechend vorangetrieben wird. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schnabel.)
Abg. Jakob Schwarz: Der Wirtschaft hilft das!
Wenn aus dem Sektor der ÖVP dann Zwischenrufe kommen, weiß ich schon, dass Sie nervös sind. Das verstehe ich natürlich aufgrund Ihrer Regierungssituation, aufgrund Ihres Kanzlers und, und, und. Gleichzeitig verstehe ich Sie aber nicht mehr, wenn Sie der Wirtschaft dementsprechend schaden. (Abg. Jakob Schwarz: Der Wirtschaft hilft das!) – „Der Wirtschaft hilft das!“ – Ich bringe Ihnen ein Beispiel: Der Magna-Chef in Graz, er wird Ihnen nicht ganz unbekannt sein, hat gesagt: Ganz einfach, bei Mehrbelastungen wandere ich von Graz in den Süden, nach Slowenien! – Ganz einfach. Das sind 10 000 Arbeitsplätze! (Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.) – Sie kommen ja selbst aus der Steiermark, und an Ihrer Stelle würde ich einmal vor der eigenen Haustüre kehren und mich irgendwann dazu entschließen und dann dazu bekennen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.) Also da sind Sie natürlich ein sehr ideologisch getriebenes Vehikel, das im Endeffekt nichts mit Klima- und Umweltschutzpolitik zu tun hat.
Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.
Wenn aus dem Sektor der ÖVP dann Zwischenrufe kommen, weiß ich schon, dass Sie nervös sind. Das verstehe ich natürlich aufgrund Ihrer Regierungssituation, aufgrund Ihres Kanzlers und, und, und. Gleichzeitig verstehe ich Sie aber nicht mehr, wenn Sie der Wirtschaft dementsprechend schaden. (Abg. Jakob Schwarz: Der Wirtschaft hilft das!) – „Der Wirtschaft hilft das!“ – Ich bringe Ihnen ein Beispiel: Der Magna-Chef in Graz, er wird Ihnen nicht ganz unbekannt sein, hat gesagt: Ganz einfach, bei Mehrbelastungen wandere ich von Graz in den Süden, nach Slowenien! – Ganz einfach. Das sind 10 000 Arbeitsplätze! (Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.) – Sie kommen ja selbst aus der Steiermark, und an Ihrer Stelle würde ich einmal vor der eigenen Haustüre kehren und mich irgendwann dazu entschließen und dann dazu bekennen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.) Also da sind Sie natürlich ein sehr ideologisch getriebenes Vehikel, das im Endeffekt nichts mit Klima- und Umweltschutzpolitik zu tun hat.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.
Wenn aus dem Sektor der ÖVP dann Zwischenrufe kommen, weiß ich schon, dass Sie nervös sind. Das verstehe ich natürlich aufgrund Ihrer Regierungssituation, aufgrund Ihres Kanzlers und, und, und. Gleichzeitig verstehe ich Sie aber nicht mehr, wenn Sie der Wirtschaft dementsprechend schaden. (Abg. Jakob Schwarz: Der Wirtschaft hilft das!) – „Der Wirtschaft hilft das!“ – Ich bringe Ihnen ein Beispiel: Der Magna-Chef in Graz, er wird Ihnen nicht ganz unbekannt sein, hat gesagt: Ganz einfach, bei Mehrbelastungen wandere ich von Graz in den Süden, nach Slowenien! – Ganz einfach. Das sind 10 000 Arbeitsplätze! (Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.) – Sie kommen ja selbst aus der Steiermark, und an Ihrer Stelle würde ich einmal vor der eigenen Haustüre kehren und mich irgendwann dazu entschließen und dann dazu bekennen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.) Also da sind Sie natürlich ein sehr ideologisch getriebenes Vehikel, das im Endeffekt nichts mit Klima- und Umweltschutzpolitik zu tun hat.
Beifall bei der FPÖ.
Das ist eigentlich nicht das, was wir uns vorstellen, und deshalb noch einmal: Weg von dieser ideologischen Klimaschutzpolitik und hin zum Hausverstand! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Es ist dies ein extrem wichtiges Protokoll, und es ist ein wichtiges Signal, dass dieses Umweltschutzprotokoll mit dem heutigen Beschluss von Österreich ratifiziert wird. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Schnabel.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Antarktis ist mit Sicherheit eines der sensibelsten Gebiete auf unserer Erde, welches geschützt werden muss. Die heutige Ratifizierung des Umweltprotokolls ist auch ein wichtiges Zeichen für Österreich. Ich bin mir sicher, dass unsere heimischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit unserem positiven Beschluss heute hier im Hohen Haus ihre Forschungsaktivitäten in diesem Bereich ausbauen können, und das ist auch wichtig, um einen wertvollen Beitrag zum Erhalt dieses einzigartigen Ökosystems leisten zu können. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Schnabel.)
Abg. Kassegger: Das ist doch jetzt alles verboten! – Zwischenruf des Abg. Rauch. – Abg. Kassegger: ... er bleibt am Boden!
Sie haben es angesprochen: Auch Staatssekretär Brunner ist im Inland mit dem Flugzeug unterwegs, natürlich bei weiten Strecken. Da geht es aber um Zeiteffizienz, um Zeit, die er für die Bürgerinnen und Bürger in Österreich zur Verfügung haben sollte. (Abg. Kassegger: Das ist doch jetzt alles verboten! – Zwischenruf des Abg. Rauch. – Abg. Kassegger: ... er bleibt am Boden!) Er ist einer jener in der Bundesregierung, die am stärksten dafür eintreten, dass wir erneuerbare Energien auch im Flugverkehr mittels synthetischen Treibstoffen einsetzen, Forschungsprojekte voranbringen und in Zukunft Mobilität erhalten können, aber mit dem Ziel, CO2 zu reduzieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sie haben es angesprochen: Auch Staatssekretär Brunner ist im Inland mit dem Flugzeug unterwegs, natürlich bei weiten Strecken. Da geht es aber um Zeiteffizienz, um Zeit, die er für die Bürgerinnen und Bürger in Österreich zur Verfügung haben sollte. (Abg. Kassegger: Das ist doch jetzt alles verboten! – Zwischenruf des Abg. Rauch. – Abg. Kassegger: ... er bleibt am Boden!) Er ist einer jener in der Bundesregierung, die am stärksten dafür eintreten, dass wir erneuerbare Energien auch im Flugverkehr mittels synthetischen Treibstoffen einsetzen, Forschungsprojekte voranbringen und in Zukunft Mobilität erhalten können, aber mit dem Ziel, CO2 zu reduzieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Rauch
Das heißt, der Weg zu einer CO2-freien Zukunft muss auch die Technologieoffenheit enthalten. Da haben wir einfachere und kompliziertere Möglichkeiten, und da gibt es natürlich auch ideologische Auseinandersetzungen zwischen allen Fraktionen (Zwischenruf des Abg. Rauch), man muss aber halt schauen, wo man zusammenkommt – sich letztendlich etwas zu erarbeiten, das ist auch in der Regierung immer ein Thema. Bei E10 könnten wir in der Umsetzung zum Beispiel schneller sein, das würden wir uns wünschen. Wir könnten morgen schon 140 000 Tonnen CO2 und mit alternativen Treibstoffen langfristig 1,5 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Da geht es dann aber auch darum, das abzuwägen, und darum ist es wichtig, den Dialog voranzubringen.
Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ein weiteres Beispiel, das an und für sich positiv wäre, ist heute über die Medien – auf orf.at für die Steiermark – hereingeflattert: Die Asfinag will zukünftig dort, wo es verkehrstechnisch möglich ist, die Verkehrsschilder auf Holzschilder umstellen. Das ist ja sehr zu begrüßen, und ich glaube, es ist auch sehr, sehr wesentlich, auf Beschilderung aus Holz zu setzen, nur: Das Holzschild selbst besteht aus Bambus und damit ist sozusagen schon wieder der falsche Weg beschritten. Da müssen wir schauen: Wenn wir das Ziel der Asfinag haben, durch die Schilder allein 400 Tonnen CO2 einzusparen, müssen wir schon überlegen, wieso wir Programme fahren, den heimischen Wald außer Nutzen zu stellen, obwohl wir Holz hätten, und in anderen Ländern, im Ausland den letzten Pandabären vom Bambus schütteln, um bei uns dann Holzschilder einzuführen. (Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Das, glaube ich, ist wichtig: genau zu schauen, die Ziele klar zu definieren – darin sind wir uns einig –; und was den Weg betrifft, haben wir vieles gemeinsam vor und gehen viele erfolgreiche Schritte. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer
Also ich kenne mich nicht ganz aus, wohin die FPÖ da will. Vielleicht nehmen Sie noch einmal einen Feinschliff (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer) in Ihrer Kommunikationsstrategie vor, das ist ein bisschen widersprüchlich! Ich freue mich aber, wenn Sie am Ende dieses Prozesses auch zu dem Schluss kommen, dass wir Klimaschutzmaßnahmen brauchen, da Sie in der Vergangenheit – jetzt nicht mehr, ich weiß – immer wieder den Klimawandel geleugnet haben. Also wenn Sie am Ende des Tages auf der Position sind, dass wir gemeinsam an einem Strang ziehen, ist es, glaube ich, ein gutes Ergebnis, denn wir werden am Ende des Tages jeden brauchen.
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Rauch.
Frau Bundesministerin, ich habe Sie das schon im Ausschuss gefragt: Erklären Sie mir bitte, warum ein Porsche Cayenne mit 400 PS, der pro forma einen Plug-in-Hybrid eingebaut hat, weniger besteuert wird als ein Familienfahrzeug, das vielleicht alle zwei Wochen für einen Familienausflug genutzt wird? Das macht überhaupt keinen Sinn, das ist nicht steuernd und das ist keine wirklich evidenzbasierte Politik. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Rauch.)
Beifall bei den NEOS.
Abschließend: Wir haben immer gehört: „das Beste aus beiden Welten“. Klima schützen, Grenzen schützen, das ist, glaube ich, Ihre Diktion. Die Grenzen werden hart geschützt, das Klima aber noch nicht ausreichend, und da würde ich mir wünschen, dass wir dieses Jahr noch etwas mehr sehen als nichts. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Hörl: He, he, he! – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Hallo, hallo!
Abgeordneter Hermann Weratschnig, MBA MSc (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Werte Abgeordnete! Wenn ich mir die NoVA-Kritik so vor Augen führe, fällt mir der Film „Planet der Affen“ ein. (Abg. Hörl: He, he, he! – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Hallo, hallo!) Erster Teil, Schlussbild: Der Planet ist zerstört, die Freiheitsstatue ist noch übrig, als Landmark eine Coladose. Da sehe ich dann vor mir noch die letzten Freiheitlichen mit Kollegen Rauch mit Protestplakaten, und sie demonstrieren gegen die NoVA. – Wir haben nur einen Planeten, werte Abgeordnete, um den müssen wir kämpfen! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Stark.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Stark.
Abgeordneter Hermann Weratschnig, MBA MSc (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Werte Abgeordnete! Wenn ich mir die NoVA-Kritik so vor Augen führe, fällt mir der Film „Planet der Affen“ ein. (Abg. Hörl: He, he, he! – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Hallo, hallo!) Erster Teil, Schlussbild: Der Planet ist zerstört, die Freiheitsstatue ist noch übrig, als Landmark eine Coladose. Da sehe ich dann vor mir noch die letzten Freiheitlichen mit Kollegen Rauch mit Protestplakaten, und sie demonstrieren gegen die NoVA. – Wir haben nur einen Planeten, werte Abgeordnete, um den müssen wir kämpfen! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Stark.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Klimaschutz ist nicht allein eine politische Theorie, es bleibt aber alles Theorie, wenn wir nicht praktisch umsetzen. Dazu zwei Beispiele: Es wurden die Nahverkehrsmilliarde und die Klimainvestitionen genannt. Werte Abgeordnete, gerade was den Nahverkehr betrifft: Der ÖBB-Rahmenplan mit 17,5 Milliarden Euro wurde hier schon sehr oft betitelt, nicht zu vergessen sind aber auch die besonderen Mittel für den Bahnausbau von 2020 bis 2024, für Regionalbahnen, für die Dekarbonisierung, für eine Menge von Bereichen, in denen die Gemeinden profitieren. 1,4 Milliarden Euro werden da für Klimaschutzmaßnahmen in die Hand genommen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Bösch.
Werte FPÖ, fürchtet euch nicht! Wir nehmen euch mit, auch wenn es ein schwieriger Orientierungslauf wird. Ihr habt in Zukunft bei vielen Dingen, die hier im Plenum noch debattiert werden, Möglichkeiten – ich denke an das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz, ich denke an das Klimaschutzgesetz, ich denke auch an viele andere ökosoziale Fortschritte und Reformen, die wir hier im Plenum zur Abstimmung bringen. Ihr seid alle mit eingeladen! – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Bösch.)
Beifall bei der SPÖ
Ich glaube, das Problem, das wir in Sachen Klimapolitik momentan in der Bundesregierung haben, ist weniger die Ideologie, sondern das viel größere Problem ist, dass in diesem Bereich viel zu wenig weitergeht, dass es in vielen Fragen schlicht und einfach Stillstand gibt (Beifall bei der SPÖ) und dass die Klimapolitik leider auch – und scheinbar hat man seinen Kurz gelernt, wenn ich das so sagen darf – jetzt vielmehr zur Ankündigung und Show verkommt als zur tatsächlichen Umsetzung.
Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.
Herr, und ihr seid jetzt hergegangen, habt einen Entschließungsantrag gemacht und fordert euch jetzt selber auf, etwas zu tun. Wo aber ist das Gesetz? Wo sind die Fristen dazu? (Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.) Wann wird das in diesem Bereich, den Reparaturbonus betreffend, endlich umgesetzt? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr, und ihr seid jetzt hergegangen, habt einen Entschließungsantrag gemacht und fordert euch jetzt selber auf, etwas zu tun. Wo aber ist das Gesetz? Wo sind die Fristen dazu? (Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.) Wann wird das in diesem Bereich, den Reparaturbonus betreffend, endlich umgesetzt? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich könnte das noch unendlich weit fortsetzen, ich glaube aber, man muss schlicht und einfach am Ende des Tages festhalten: Die Klimakrise kann man eben nicht wegreden, die Klimakrise kümmert sich auch nicht darum, ob es Ankündigungen oder Pressekonferenzen gibt. – Das war ja irgendwie das grüne Leuchtturmprojekt. Deswegen seid ihr ja in der Regierung, deswegen nehmt ihr angeblich alles andere zur Kenntnis, was dort drüben (in Richtung ÖVP deutend) passiert, weil ihr in diesem Klimaschutzbereich so viel weiterbringen wollt oder auch weiterbringt! Diesem Leuchtturmprojekt aber geht schön langsam das Licht aus, der Dämmerungsschalter ist schon ziemlich eingeschaltet. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Deimek: ... Redezeit! Aber ist klar, da müsste man einmal nachdenken, keine Frage!
Abgeordnete Mag. Carmen Jeitler-Cincelli, BA (ÖVP): Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrter Herr Präsident! Lieber Walter Rauch! Anhand des Antrages und des Umgangs damit sieht man eigentlich schon den Background, den dieser hat, denn wenn man dann nur einen Redner zu dem Antrag herausschickt, ist, glaube ich, die Ernsthaftigkeit in Frage gestellt. (Abg. Deimek: ... Redezeit! Aber ist klar, da müsste man einmal nachdenken, keine Frage!)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Ich war wirklich irritiert und fand das total schade. In diesem SDG-Konzept sind ganz viele Felder drinnen, wo wir die Möglichkeit hätten, genau daran zu arbeiten und eben ideologiebefreit oder neutral miteinander darüber zu reden. Wir haben das in die Präsidiale gebracht, Jörg Leichtfried hat es sogar ein Paradebeispiel für die interfraktionelle parlamentarische Zusammenarbeit genannt. Und dann stimmt ihr nicht mit oder sagt, ihr wart gar nicht eingebunden! – Das finde ich total schade. Ich meine, ich brauche jetzt nicht die Susi-und-Strolchi-Romantik, ich habe aber das Gefühl gehabt, wir haben eine wirklich gute Brücke zueinander, wir haben wirklich gesprochen, wir sind miteinander in Kommunikation. Ich fand das wirklich schade und irgendwie auch irritierend und traurig. (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Herr und Kollross.
Kollege Kollross, an die SPÖ möchte ich nur adressieren: Es gibt so viele Dinge. Werner Faymann war 2001 Wohnbaustadtrat der Stadt Wien und wollte damals schon Wien zum Vorbild für Wohnbau machen, und zwar im Bereich Umweltschutz. Und was ist heute? – Du hast vorhin in deiner Rede wieder Dinge erwähnt: Entfernung von Ölkesseln. Also, aktuell? – Das Thema ist 20 Jahre alt! (Zwischenrufe der Abgeordneten Herr und Kollross.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.
Wir glauben einfach, dass viele von uns gar nicht asketisch leben wollen, sondern die Innovation ist die Kraft, die alles lösen kann, und wir vertrauen da voll in die Forschung, in die Industrie. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.)
Zwischenrufe bei Grünen und SPÖ.
Wie wollen wir jetzt diese minus 1,5 Grad an Erderwärmung garantieren? (Zwischenrufe bei Grünen und SPÖ.) Wie können wir das schaffen? – Die Antwort ist Innovation – Innovation rauf und Steuern runter, für all das, was da hineingeht. Klimaschutz darf nie dazu führen, dass die Emissionen und mit ihnen die Unternehmen abwandern. Da bin ich bei euch, das darf nicht sein.
Beifall bei der ÖVP.
Daher, lieber Walter, bei allem Respekt: Ich finde diesen Antrag reinen Populismus, weil man gesehen hat, du meinst das eigentlich nicht ernst. Ich schätze dich, aber im Bereich der Umweltpolitik muss ich leider sagen: Ohne Rauch geht’s auch! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: Jetzt kommt ein Hammer!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Lukas Hammer. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Ruf bei der FPÖ: Jetzt kommt ein Hammer!)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Abgeordneter Lukas Hammer (Grüne): Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Frau Ministerin! Sehr geehrter Herr Präsident! Die Wissenschaft sagt uns, dass wir derzeit, wenn wir so weitermachen wie bisher, darauf zusteuern, dass weite Teile unseres Planeten nicht mehr bewohnbar sind. Ich habe zwei kleine Töchter, ich weiß, viele von Ihnen haben auch Kinder. Mein Ansatz, mein Versprechen, auch meine Motivation, in die Politik zu gehen, war, alles dafür zu tun, dass diese Kinder – meine Kinder, aber auch alle anderen Kinder – einen bewohnbaren Planeten haben. Wenn das meine Ideologie sein soll: Gut, dann ist das meine Ideologie, von mir aus, wenn Sie das so nennen wollen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Rauch.
Ganz ehrlich – und das müssen Sie sich anhören –, ich denke, es ist so, wie wir das jetzt bei der Coronakrise gesehen haben – es sind sehr ähnliche Phänomene –: Sie weigern sich, wissenschaftliche Fakten als solche anzuerkennen, und Sie weigern sich, entsprechend zu handeln. Es geht um Populismus – ich erinnere an den Selbstversuch hier mit einem Coronatest und Coca-Cola. Es geht um billigen Populismus, anstatt dass Sie wirklich versuchen, an konkreten Lösungen mitzuarbeiten. (Zwischenruf des Abg. Rauch.)
Abg. Hauser: Ein so ein Blödsinn! – Zwischenruf des Abg. Deimek.
Wir haben es jetzt in der Coronakrise gesehen: Sie sind auf die Straße gegangen, Ihr Parteichef ist mit Neonazis in Wien durch die Gassen marschiert, anstatt wirklich an der Bekämpfung der Coronakrise mitzuwirken. (Abg. Hauser: Ein so ein Blödsinn! – Zwischenruf des Abg. Deimek.) Bei der Klimakrise ist es genau das Gleiche: Sie verspotten junge Menschen, die sich tagtäglich im Kampf gegen die Klimakrise engagieren, anstatt wirklich konstruktiv mitzuarbeiten. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Deimek: ... das wäre mir zu blöd!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Deimek: ... das wäre mir zu blöd!
Wir haben es jetzt in der Coronakrise gesehen: Sie sind auf die Straße gegangen, Ihr Parteichef ist mit Neonazis in Wien durch die Gassen marschiert, anstatt wirklich an der Bekämpfung der Coronakrise mitzuwirken. (Abg. Hauser: Ein so ein Blödsinn! – Zwischenruf des Abg. Deimek.) Bei der Klimakrise ist es genau das Gleiche: Sie verspotten junge Menschen, die sich tagtäglich im Kampf gegen die Klimakrise engagieren, anstatt wirklich konstruktiv mitzuarbeiten. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Deimek: ... das wäre mir zu blöd!)
Abg. Rauch: Was war denn die Begründung? Was war die Begründung! ... lächerlich!
Euro weniger! (Abg. Rauch: Was war denn die Begründung? Was war die Begründung! ... lächerlich!) Die Ministerin legt einen Rekordrahmenplan von 17,5 Milliarden Euro vor. Sie haben von einem österreichweiten Öffiticket nur geredet. Was macht die Ministerin? – Sie setzt es um. (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Euro weniger! (Abg. Rauch: Was war denn die Begründung? Was war die Begründung! ... lächerlich!) Die Ministerin legt einen Rekordrahmenplan von 17,5 Milliarden Euro vor. Sie haben von einem österreichweiten Öffiticket nur geredet. Was macht die Ministerin? – Sie setzt es um. (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Liebe SPÖ, vielleicht reden Sie einmal mit Ihren Kolleginnen und Kollegen im Burgenland und in Wien, damit wir dieses Jahr das österreichweite Klimaticket auch tatsächlich umsetzen können. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Schnedlitz: Deswegen importiert der Bauernbund auch Erdäpfel aus Südafrika!
Abgeordneter Nikolaus Prinz (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Klimaschutz geht uns eigentlich alle an, und er muss uns allen etwas wert sein. Wir können mit praktischen Beispielen beginnen: Ich komme selbst aus der Landwirtschaft. Wenn man sich die Lebensmittel anschaut und gerne Rindfleisch isst, sieht man, dass Rindfleisch aus Südamerika eine CO2-Belastung von 84 Kilogramm CO2 pro Kilogramm Fleisch hat, in Österreich produziert, hat es gut 10 Kilogramm CO2-Belastung. Das ist Klimaschutz im Kleinen – oder, wenn man Fahrgemeinschaften bildet. (Abg. Schnedlitz: Deswegen importiert der Bauernbund auch Erdäpfel aus Südafrika!)
Beifall bei der ÖVP.
Überhaupt ist Oberösterreich im Bereich Klimaschutz eigentlich sehr vorbildlich, nicht nur bei den Maßnahmen, die die Landesregierung setzt, sondern auch bei der Wirtschaft: Es gibt sehr viele Firmen, die in Klimatechnologie investieren, dadurch werden viele Arbeitsplätze gesichert, und die Firmen sind eigentlich auf der ganzen Welt aktiv. So gesehen ist Oberösterreich ein Vorzeigeland. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Das kommt natürlich in Oberösterreich nicht ganz von ungefähr. Es gibt dort auch Leute wie Landeshauptmann Stelzer an der Spitze, denen das Thema einfach wichtig ist und denen es wert ist, dass wir da etwas tun. Wir müssen aber auch bereit sein, wenn wir an Elektroautos denken – gute Geschichte, keine Frage, ein Teil der Lösung, nicht allein die Lösung! –, den Strom selbst zu erzeugen oder mehr Strom aus natürlichen Ressourcen zu erzeugen. Da müssen wir über Speicherkraftwerke nachdenken, bei denen man Wasser, wenn man Strom hat, den man nicht braucht, hinaufpumpen kann, und sobald man Strom braucht, kommt es wieder runter. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Dann macht das – als Beispiel – Sinn.
Beifall bei der ÖVP.
Lieber Kollege Rauch, du kannst dich darauf verlassen: Die ÖVP hat in der Vergangenheit Umwelt- und Klimaschutz mit Vernunft betrieben und wird das auch in Zukunft tun. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Deswegen beschließen wir hier das Protokoll, weil auch österreichische Forscherinnen und Forscher Interesse haben, an diesem Thema mitzuarbeiten. In diesem Sinne gibt es Unterstützung für dieses Thema, auch wenn die Angelegenheit weit weg ist. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich bin froh, dass wir als Koalitionsparteien uns der Herausforderung des Klimawandels stellen und hier proaktiv Maßnahmen setzen, um Österreich zu transformieren, um unseren Kindern und Enkelkindern eine tolle Umwelt zu hinterlassen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte jetzt in meiner Rede das Thema Wasserstoff aufgreifen, weil sich in diesem Bereich sehr viel tut. Europa ist diesbezüglich nach wie vor Weltmarktführer, wir haben da in Europa ganz, ganz viel Kompetenz und Know-how. Diese Weltmarktführerschaft darf Europa nicht verlieren. Es gilt aber auch, Österreich als Industrie- und Hochtechnologiestandort so aufzustellen, dass wir da mit dabei sind. Wir müssen mit dabei sein, um die Energiewende zu schaffen. Ich weiß, es gibt die Diskussion der Farbenlehre des Wasserstoffs, aber wir werden irgendwann genug regenerativen Wasserstoff haben, um die Energiewende zu schaffen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich danke Ihnen, Frau Ministerin, dass im EAG mit 500 Millionen Euro schon einmal ein erster Schritt getan ist. Da müssen wir dranbleiben und weiter investieren, in unsere Wirtschaft, in uns als Forschungsstandort, und ich ersuche Sie, die Wasserstoffstrategie baldigst auf Schiene zu bringen, um Österreich auch für diese Zukunft an der Spitze zu halten. – Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich möchte nur darauf hinweisen, dass wir Österreicher eigentlich schon eine lange Tradition haben, was die Arktis betrifft. Es gab ja Herrn Carl Weyprecht und Julius Payer, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Nordpolarmeer herumgesucht haben, das Franz-Josef-Land entdeckt haben und es auch so benannt haben. Es gibt auch noch eine Insel, nach Graf Wilczek, dem ehemaligen Gründer der Wiener Freiwilligen Rettungsgesellschaft, benannt. Österreich hat also eine lange Tradition, und so war es eigentlich ganz klar, dass wir 100 Jahre später unter der ersten Umweltministerin, nämlich Marlies Flemming, einer Schwarzen – oder Türkisen, würde man heute sagen –, diesen Staatsvertrag unterschrieben haben und 1999 auch das beigefügte Umweltschutzprotokoll unterzeichnet haben. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Bei Ihnen, Frau Bundesminister, möchte ich mich bedanken. Ihre Initiative mit den Schlafwägen beziehungsweise mit den Autoreisezügen, womit Sie sich ja persönlich bis nach Amsterdam bemüht haben, wo Sie das dann auch noch demonstriert haben, in Amsterdam mit dem Fahrrad herumgefahren sind und gezeigt haben, welch hohen Wert der Umweltschutz und gerade die Mobilität für Sie haben, hat auch dem österreichischen Tourismus genützt. Dafür meinen herzlichen Dank. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Guter Rat also: Wenn es warm wird, fahrt zum Gletscher, erholt euch am Gletscher, nützt das und tut es mit gutem Gewissen, denn Gletscher haben auch einen wirtschaftlichen Wert! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich muss Ihnen schon sagen: Wir stehen für eine klare Politik, dass es den Menschen besser geht, dass es natürlich auch der Umwelt besser geht. Für uns schließen sich diese Dinge nicht gegenseitig aus. Wir halten nichts von Ankündigungen, wir halten etwas von Politik mit Hausverstand, die handelt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das alles ist wichtig, und ich sage auch, da lohnt es sich manchmal, dranzubleiben: Das erste Mal, dass wir diesen Antrag gestellt haben, war nämlich vor circa einem Jahr, am 17. Juli. Damals haben die Regierungsparteien meinen Antrag noch vertagt. Wir haben nicht lockergelassen und haben ihn drei Monate später wieder auf die Tagesordnung gesetzt. Da wurde er wieder vertagt, aber beim dritten Mal hat auch die Regierung ihre Meinung geändert und sich dann ebenfalls dazu entschlossen, den Reparaturbonus möglich zu machen. Das ist auf alle Fälle eine positive Entwicklung, da zahlt es sich auch aus, ein Jahr lang dranzubleiben, und ich freue mich, dass wir das heute beschließen können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Stadt Wien zeigt auch erfolgreich vor, wie man so etwas umsetzen kann, da gibt es diesen Reparaturbonus bereits. Den haben innerhalb von drei Monaten auch viele Menschen genutzt: Es waren 8 000 Elektrogeräte, die repariert statt weggeworfen wurden, und das hat 190 Tonnen CO2 alleine in Wien gespart, und auch das ist, denke ich, erfreulich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir brauchen ein Recht auf Reparatur. Es muss klar geregelt sein, wann es Ersatzteile gibt, wo diese erhältlich sind und dass die Reparatur möglich ist. Es braucht für die Konsumenten und Konsumentinnen langlebige Produkte, bei denen auch vollkommen klar ist: Wir müssen neue Produktstandards vorgeben! Das bedeutet: Ja, heute ist der Reparaturbonus ein erster Schritt, aber als nächster Schritt müssen – ich hoffe, in der ganzen EU – ein Recht auf Reparatur und verbindliche Vorgaben folgen, was eben Produkte wirklich können müssen, damit sie für die Konsumenten und Konsumentinnen brauchbar sind – nicht kurzfristig, sondern langfristig, denn das ist nachhaltig. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Erfahrungen sollen auch nicht schmälern, dass dies ein Thema ist, das uns eint. Ich bin auch froh, dass es uns eint, denn manches ist ja nicht ganz so einfach, und ich werde auch nicht lockerlassen und nie müde werden, zu versuchen, dass sich möglichst alle Parteien in Sachen Umweltschutz einigen und sich gegenseitig auch noch sozusagen in ihren Wünschen überbieten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen und bei der ÖVP.
Ein letzter Satz in Richtung des Herrn Kollegen Kollross zum Thema ankündigen und nicht ernsthaft Klimaschutz betreiben: Da möchte ich nur in Richtung SPÖ betreffend neues Raumordnungsgesetz Burgenland kritisch anmerken, dass das, was dort verändert und aufgeweicht wurde, leider allen Intentionen von Klimaschutz und klimagerechter Raumordnung widerspricht. Bitte etwas vorsichtig sein, wenn man nur von Ankündigungen spricht! (Beifall bei Abgeordneten der Grünen und bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Es hat mich auch gefreut, dass eine Vertreterin der Grünen sagt: Das beste Modell soll sich durchsetzen! – Ich nenne das Technologieneutralität, und ich würde mir wünschen, dass diese Technologie- oder Modellneutralität bei den Grünen überall Eingang findet. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Reparieren statt wegwerfen in Form von fördern statt verbieten kann nur unterstützt werden. Kollegin Rössler hat es schon gesagt, es steht auch im Regierungsprogramm, und da sind natürlich die Gewerbe- und Handwerksbetriebe gefragt. Wir haben uns als Vertretung für Gewerbe und Handwerk schon im Jahr 2018 damit auseinandergesetzt. Die Möglichkeit der Reparatur liegt immer auch in der Genesis der produzierenden Betriebe. Wir haben dann 2019 einen Schwerpunkt gesetzt und das Firmen-A-bis-Z der Wirtschaftskammer Wien um den Button Reparatur erweitert. Das heißt, man kann heute schon über das Anklicken des Buttons Reparatur diverseste Branchen abfragen und Firmen finden, die Reparaturen anbieten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Deswegen glaube ich, wenn man es gut umsetzt, können alle gewinnen: die Konsumenten, die Auszubildenden, die Wirtschaft. Die Wertschöpfung bleibt in Österreich, die Arbeitsplätze könnten gesichert oder ausgebaut werden, und in erster Linie gewinnt mit der Verhaltensänderung natürlich die Umwelt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Beitrag zur Abfallvermeidung, zur Ressourcenschonung, aber natürlich auch zur Reduktion von Emissionen ist. Man darf nämlich nicht vergessen, in der Produktion und in der Entsorgung entsteht bei den allermeisten Produkten der größte Anteil der CO2-Emissionen, und deswegen sind die Verlängerung der Lebensdauer und das Im-Kreislauf-Führen so ein zentraler Beitrag zum Klimaschutz. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Die Erfahrungen, die wir in den Bundesländern gesammelt haben, werden wir natürlich in die konkrete Ausgestaltung einbeziehen, weil wir daraus auch viel lernen können. Auch eines kann ich zusagen: Wir haben auch die Frage der Frist geklärt, und zwar im nationalen Aufbau- und Resilienzplan. Wir haben dort nämlich den Start der Förderung mit 1.1.2022 eingemeldet, und das werden wir auch genau so umsetzen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich berichtige tatsächlich: Es sind Qualitätskriterien, die angewendet werden. Zum Beispiel muss garantiert werden, dass ein gewisser Prozentsatz der Arbeitsplätze wirklich auch dem Reparieren dient, also dass es nicht eigentlich um den Verkauf von Neuware geht, oder dass der Betrieb, um den es geht, nicht zum Beispiel nur eine Marke anbietet, also dass es dabei wirklich auch universal um einen Reparaturbetrieb geht, oder dass zum Beispiel die Erstellung von Kostenvoranschlägen nicht eine gewisse Grenze überschreiten darf, weil es darum geht, für die Konsumenten und Konsumentinnen ein gutes Ergebnis zu erzielen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Deimek: Das war eine tatsächliche Bestätigung!
Das bedeutet, es gibt qualitative Kriterien und keine Willkür. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Deimek: Das war eine tatsächliche Bestätigung!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, abschließend möchte ich schon noch darauf hinweisen, dass es Zeit ist – wir warten beinahe schon ein halbes Jahr darauf – für eine hoffentlich sozial gerechte Klimazielsetzung, die der verpflichtenden Klimaneutralität den Weg ebnen muss. Sie passiert aber bis dato nicht. Sollen wir bei der CO2-Reduktion auf den Weltspartag warten? Man hat den Eindruck, grüne Energie- und Umweltpolitik dreht sich unaufhörlich im Kreis und sorgt nicht ausreichend und konsequent für zum Beispiel innovative Kreislaufwirtschaft, für eine Energiewende und auch für eine rasche Eindämmung der Plastikflut. Auch da sind wir als Republik Österreich mittlerweile säumig. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Der zweite Grund, warum es so teuer ist, ist, dass Österreich sich ganz auf die Besteuerung von Arbeit konzentriert. Da gibt es ein Freudenfest sondergleichen, wenn wieder irgendjemand eine Steuerreform anbieten kann und damit eigentlich nur sozusagen die Abgeltung der kalten Progression verkauft. In Wirklichkeit müsste man aber eine CO2-Steuer und einen CO2-Grenzausgleich einführen – oder es kann auch irgendeine andere Form im CO2-Bereich sein, das ist ja egal – und dafür die Arbeit massiv entlasten. Dann schafft man eine faire Balance zwischen denen, die reparieren, und denen, die vielleicht weit weg produzieren und dann nach Österreich importieren. Das ist ein ganz zentrales Element, das hier aber nicht angesprochen wird. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall und Bravoruf bei den NEOS.
Es sollte das Ziel einer Wirtschaftsministerin sein – nicht Ihr Ziel als Klima- und Umweltministerin, das sei Ihnen zugestanden –, sich dafür einzusetzen, dass die Wirtschaft wirklich brummen kann, es sollte das Ziel eines Finanzministers sein, nicht zu chatten, sondern eine Steuerreform zu machen, und es sollte Ihr Ziel sein, eine CO2-Besteuerung einzuführen und dafür die Arbeitskosten zu reduzieren; dann hätten wir auch die Reparatur im Sack. – Vielen Dank. (Beifall und Bravoruf bei den NEOS.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Ing. Martin Litschauer (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Ministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Ja, Reparaturbonus: Kollege Bernhard hat mir, glaube ich, gerade ein bisschen ein Thema aufgelegt. Er hat das Augenmerk auf die Lohnnebenkosten beim Reparieren gelegt, und ich würde das gerne gleich einmal ein bisschen aufgreifen. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich darf vielleicht noch zur Ökodesignrichtlinie ergänzen: Es gibt auch Handys (ein Handy in die Höhe haltend), bei denen man nicht nur den Akku tauschen kann, sondern jedes Ersatzteil, Kamera und so weiter, nachkaufen kann, und deswegen ist auch auf die Produktwahl noch ein bisschen Augenmerk zu legen. Da bin ich auch ein großer Freund der Digitalisierung, denn die Digitalisierung hilft dabei, dass man diese Teile teilweise selber ohne Spezialwerkzeug reparieren kann, und deswegen freue ich mich darauf, dass wir das Reparieren fördern und auch die notwendige Motivation dafür bei allen auslösen. – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Eßl: Was haben wir für ein Thema?
Sie waren ja heute bei der Debatte über die Ministeranklage gegen Sie nicht da. Da hatten wir eine interessante Debatte. Ich habe hier gesagt, dass Sie bis heute das Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes vom 3. März nicht umgesetzt haben, wonach ja in der Zwischenzeit erst- und einmalig in der Zweiten Republik vom Bundespräsidenten sogar ein Exekutionsverfahren gegen einen amtierenden Minister geführt wird. (Abg. Eßl: Was haben wir für ein Thema?)
Abg. Hörl: Er soll zur Sache reden! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Kollege Gerstl vertraut Ihnen offenbar so blind, dass er sogar rausgekommen ist und behauptet hat, das, was ich gesagt habe, wäre falsch. Und siehe da, zwei Stunden später bekomme ich ein E-Mail von Ihnen, und wissen Sie, was da drinnen steht? – Dass Sie durch ein Versehen, irrtümlich noch nicht alle Akten und Unterlagen geliefert haben, die Sie hätten liefern müssen, weil Sie der Verfassungsgerichtshof dazu am 3. März verpflichtet hat. (Abg. Hörl: Er soll zur Sache reden! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Das haben Sie bis jetzt noch nicht geliefert! Sie haben angekündigt, dass es heute noch geliefert wird. Wir haben heute zumindest von der Parlamentsdirektion noch keine Bestätigung. Dabei ist heute der 16. Juni, und Sie haben noch immer das Erkenntnis vom Verfassungsgerichtshof vom 3. März nicht umgesetzt. Mittlerweile geben Sie es zu und sagen: Es war ein Versehen, ein Irrtum, dass wir noch nicht alle Akten und Unterlagen geliefert haben. – Ich sage Ihnen: Herr Minister, so geht es nicht! Unsere Geduld ist erschöpft! (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Tagesordnung!
Wir werden heute noch Gelegenheit haben, das zu debattieren. Sie sind herzlichst eingeladen, weil wir ja heute noch einmal über die Nachspielzeit des Untersuchungsausschusses debattieren. Wir kennen das alles von der Europameisterschaft: Wenn eine Mannschaft Zeit verzögert, dann wird das eingerechnet, dann gibt es die Nachspielzeit, und in der Geschichte von Untersuchungsausschüssen hat noch nie jemand so viel Zeit verzögert wie Sie und Bundeskanzler Kurz. (Ruf bei der ÖVP: Tagesordnung!)
Zwischenruf des Abg. Hanger.
Wir bestehen auf diese Nachspielzeit. Wir werden heute ja noch darüber debattieren können, ob es auch wirklich zu dieser Nachspielzeit kommt oder ob ernsthaft eine Mehrheit hier in diesem Haus diese Vorgangsweise akzeptiert, dass ein Minister am 16. Juni sagt: Durch einen Irrtum und durch ein Versehen habe ich noch immer nicht alle Akten und Unterlagen geliefert, die ich seit 3. März vonseiten des Verfassungsgerichtshofes verpflichtend hätte liefern sollen. (Zwischenruf des Abg. Hanger.) Wir werden sehen, ob wirklich eine Mehrheit sagt: Ja, das legitimieren wir und diese Vorgangsweise decken wir!, oder ob eine Mehrheit hier im Haus sagt: Nein, das geht selbst uns zu weit! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hanger.) – Auch Ihnen, Herr Hanger, könnte irgendwann einmal etwas zu weit gehen, denn glauben Sie mir eines: Herr Blümel ist bereit, so weit zu gehen, dass es sogar für Sie zu weit ist. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hanger.
Wir bestehen auf diese Nachspielzeit. Wir werden heute ja noch darüber debattieren können, ob es auch wirklich zu dieser Nachspielzeit kommt oder ob ernsthaft eine Mehrheit hier in diesem Haus diese Vorgangsweise akzeptiert, dass ein Minister am 16. Juni sagt: Durch einen Irrtum und durch ein Versehen habe ich noch immer nicht alle Akten und Unterlagen geliefert, die ich seit 3. März vonseiten des Verfassungsgerichtshofes verpflichtend hätte liefern sollen. (Zwischenruf des Abg. Hanger.) Wir werden sehen, ob wirklich eine Mehrheit sagt: Ja, das legitimieren wir und diese Vorgangsweise decken wir!, oder ob eine Mehrheit hier im Haus sagt: Nein, das geht selbst uns zu weit! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hanger.) – Auch Ihnen, Herr Hanger, könnte irgendwann einmal etwas zu weit gehen, denn glauben Sie mir eines: Herr Blümel ist bereit, so weit zu gehen, dass es sogar für Sie zu weit ist. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker.
Wir bestehen auf diese Nachspielzeit. Wir werden heute ja noch darüber debattieren können, ob es auch wirklich zu dieser Nachspielzeit kommt oder ob ernsthaft eine Mehrheit hier in diesem Haus diese Vorgangsweise akzeptiert, dass ein Minister am 16. Juni sagt: Durch einen Irrtum und durch ein Versehen habe ich noch immer nicht alle Akten und Unterlagen geliefert, die ich seit 3. März vonseiten des Verfassungsgerichtshofes verpflichtend hätte liefern sollen. (Zwischenruf des Abg. Hanger.) Wir werden sehen, ob wirklich eine Mehrheit sagt: Ja, das legitimieren wir und diese Vorgangsweise decken wir!, oder ob eine Mehrheit hier im Haus sagt: Nein, das geht selbst uns zu weit! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hanger.) – Auch Ihnen, Herr Hanger, könnte irgendwann einmal etwas zu weit gehen, denn glauben Sie mir eines: Herr Blümel ist bereit, so weit zu gehen, dass es sogar für Sie zu weit ist. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Abg. Hanger: ... steht auf der Tagesordnung!
Zur gegenständlichen Debatte: Wir verlängern hier einige Hilfsmaßnahmen, die die Krise betreffen. (Abg. Hanger: ... steht auf der Tagesordnung!) Das ist gut und richtig so, da stimmen wir zu. Die Frage aber – und das ist eine wesentliche Frage; Herr Hanger, ich weiß, sie interessiert Sie nicht – ist: Wer bezahlt am Ende diese Krise? (Abg. Hanger: Ich bin gespannt, wann er wieder ...!) Wir wissen aufgrund unserer heutigen Steuerstruktur, dass über 80 Prozent unserer Steuern sich aus Steuern auf Arbeit (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hanger) und Konsum zusammensetzen, sprich, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Pensionistinnen und die Pensionisten bezahlen unsere Steuern und Abgaben.
Abg. Hanger: Ich bin gespannt, wann er wieder ...!
Zur gegenständlichen Debatte: Wir verlängern hier einige Hilfsmaßnahmen, die die Krise betreffen. (Abg. Hanger: ... steht auf der Tagesordnung!) Das ist gut und richtig so, da stimmen wir zu. Die Frage aber – und das ist eine wesentliche Frage; Herr Hanger, ich weiß, sie interessiert Sie nicht – ist: Wer bezahlt am Ende diese Krise? (Abg. Hanger: Ich bin gespannt, wann er wieder ...!) Wir wissen aufgrund unserer heutigen Steuerstruktur, dass über 80 Prozent unserer Steuern sich aus Steuern auf Arbeit (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hanger) und Konsum zusammensetzen, sprich, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Pensionistinnen und die Pensionisten bezahlen unsere Steuern und Abgaben.
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hanger
Zur gegenständlichen Debatte: Wir verlängern hier einige Hilfsmaßnahmen, die die Krise betreffen. (Abg. Hanger: ... steht auf der Tagesordnung!) Das ist gut und richtig so, da stimmen wir zu. Die Frage aber – und das ist eine wesentliche Frage; Herr Hanger, ich weiß, sie interessiert Sie nicht – ist: Wer bezahlt am Ende diese Krise? (Abg. Hanger: Ich bin gespannt, wann er wieder ...!) Wir wissen aufgrund unserer heutigen Steuerstruktur, dass über 80 Prozent unserer Steuern sich aus Steuern auf Arbeit (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hanger) und Konsum zusammensetzen, sprich, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Pensionistinnen und die Pensionisten bezahlen unsere Steuern und Abgaben.
Zwischenruf des Abg. Hanger
Was macht der Minister? – Er denkt darüber nach, die Steuerstruktur zu ändern, und zwar dahin gehend, dass die Großkonzerne, die heute schon keinen gerechten Beitrag zahlen, noch weniger zahlen. Das heißt, Sie wollen, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Zwischenruf des Abg. Hanger), die Pensionistinnen und Pensionisten nicht nur 80 Prozent, sondern 90 Prozent der Krisenkosten zahlen und die Bereiche Kapital und Vermögen noch weniger! Da werden Sie mit unserem erbitterten Widerstand rechnen müssen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Sehr gute Rede!)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Sehr gute Rede!
Was macht der Minister? – Er denkt darüber nach, die Steuerstruktur zu ändern, und zwar dahin gehend, dass die Großkonzerne, die heute schon keinen gerechten Beitrag zahlen, noch weniger zahlen. Das heißt, Sie wollen, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Zwischenruf des Abg. Hanger), die Pensionistinnen und Pensionisten nicht nur 80 Prozent, sondern 90 Prozent der Krisenkosten zahlen und die Bereiche Kapital und Vermögen noch weniger! Da werden Sie mit unserem erbitterten Widerstand rechnen müssen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Sehr gute Rede!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Gestern Abend hat es eine Onlinepressekonferenz vom IWF gegeben. Dort ist gesagt worden, die Coronahilfen in Österreich sind beispielgebend. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Und wisst ihr, was der IWF noch gesagt hat? – Der österreichische Finanzhaushalt ist so gut aufgestellt, dass es aus heutiger Sicht nicht notwendig sein wird, dass wir danach ein Sparpaket machen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Gestern Abend hat es eine Onlinepressekonferenz vom IWF gegeben. Dort ist gesagt worden, die Coronahilfen in Österreich sind beispielgebend. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Und wisst ihr, was der IWF noch gesagt hat? – Der österreichische Finanzhaushalt ist so gut aufgestellt, dass es aus heutiger Sicht nicht notwendig sein wird, dass wir danach ein Sparpaket machen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Eines weiß ich auch, so lange bin ich schon hier in diesem Haus: Auch als keine Coronazeit war, haben wir in der Vergangenheit mehr Steuern gezahlt als jetzt, seit diese neue Regierung im Amt ist, nämlich unter Bundeskanzler Kurz, zuerst mit den Freiheitlichen und jetzt mit dem grünen Vizekanzler Kogler. Das muss auch einmal festgestellt werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Um das nicht in die Länge zu ziehen: Worum geht es jetzt? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Corona ist Gott sei Dank fast vorbei. Wir wissen aber, dass jetzt zum Schluss diejenigen Betriebe, die noch Nachwehen haben – im Konzertbereich, bei den Messen oder was den Kongresstourismus betrifft –, noch Hilfen brauchen. Wir dürfen diese Betriebe jetzt nicht im Stich lassen, sondern wir müssen das weiterführen.
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Ich wiederhole es jetzt noch einmal: Diese Hilfen sind für jeden da gewesen, für Arbeitnehmer und für Arbeitgeber. Diejenigen Betriebe, die bis zum 15. März letzten Jahres, als nämlich der Lockdown angefangen hat, in Österreich zahlungskräftig gewesen sind, sind auch heute noch zahlungskräftig. (Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das kann man von anderen Staaten, die rund um uns sind, nicht behaupten. Die schauen heute noch her und machen Initiativen. Während bei uns schon ausbezahlt wurde, werden dort erst die Anträge ausgefüllt. – Ich danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Hörl: Spenden sind steuerbegünstigt!
Wenn nun selbst diese Zitate der Millionäre und Millionärinnen und Milliardäre und Milliardärinnen, auch aus unserem Land, nicht reichen, dann versuche ich es vielleicht mit den nackten Zahlen (Abg. Hörl: Spenden sind steuerbegünstigt!): In den letzten Monaten der Pandemie sind Hunderte Millionen Menschen global in die Armut abgerutscht. (Abg. Obernosterer: ... nicht in Österreich!) Gleichzeitig haben die reichsten Menschen dieser Welt ihr Vermögen um 60 Prozent erhöht. Ich mache es kurz: Es ist Zeit für eine Millionärssteuer! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Obernosterer: ... nicht in Österreich!
Wenn nun selbst diese Zitate der Millionäre und Millionärinnen und Milliardäre und Milliardärinnen, auch aus unserem Land, nicht reichen, dann versuche ich es vielleicht mit den nackten Zahlen (Abg. Hörl: Spenden sind steuerbegünstigt!): In den letzten Monaten der Pandemie sind Hunderte Millionen Menschen global in die Armut abgerutscht. (Abg. Obernosterer: ... nicht in Österreich!) Gleichzeitig haben die reichsten Menschen dieser Welt ihr Vermögen um 60 Prozent erhöht. Ich mache es kurz: Es ist Zeit für eine Millionärssteuer! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn nun selbst diese Zitate der Millionäre und Millionärinnen und Milliardäre und Milliardärinnen, auch aus unserem Land, nicht reichen, dann versuche ich es vielleicht mit den nackten Zahlen (Abg. Hörl: Spenden sind steuerbegünstigt!): In den letzten Monaten der Pandemie sind Hunderte Millionen Menschen global in die Armut abgerutscht. (Abg. Obernosterer: ... nicht in Österreich!) Gleichzeitig haben die reichsten Menschen dieser Welt ihr Vermögen um 60 Prozent erhöht. Ich mache es kurz: Es ist Zeit für eine Millionärssteuer! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Wenn ich aber die Überschrift der heutigen „Kronen Zeitung“ lese: Coronahilfen treffsicher machen!, dann ist das ein Jahr zu spät, Herr Minister. Herr Vizekanzler Kogler hat das so formuliert, dass man nun eben dabei ist, diese Coronahilfen treffsicherer zu machen. Das ist der Punkt – es ist leider so, dass wir bis heute immer noch E-Mails von Unternehmen bekommen, die keine Unterstützung bekommen. Es sind großteils indirekt betroffene Unternehmen. Die Cofag wird immer wieder genannt, das Konstrukt, das Sie geschaffen haben, um Milliarden zu verteilen. Da bleiben kleine EPUs und KMUs meist auf der Strecke, sie bekommen seit Monaten gar keine Hilfe. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Es bleibt also nur zu hoffen, dass da auch wirklich Taten folgen und das in Zukunft treffsicherer wird.
Beifall bei der FPÖ.
Ich möchte nur ein Beispiel nennen: Taxi- und Busunternehmen, die indirekt betroffen sind, da sie nicht geschlossen sind, waren ewig lange nicht anspruchsberechtigt. Sie kämpfen heute noch mit riesigen Umsatzverlusten und sind immer noch auf Hilfen angewiesen. Wir haben es heute schon gesagt: Die Gastronomie hat mit der 3G-Regel, die es nur in Österreich und sonst nirgends auf der Welt gibt, einen riesigen Nachteil gegenüber unseren Destinationen im Umkreis, wenn man nun zum Beispiel nach Kroatien oder wohin auch immer schaut. Die Leute, die heute buchen, fahren natürlich dorthin, wo sie nicht täglich testen und mit Masken durch die Gegend laufen müssen. Es ist zudem eine wirklich dramatische Belastung für die Mitarbeiter, wenn sie bei 30 Grad den ganzen Tag sowohl innen als auch außen mit der Maske arbeiten müssen. Da ist Hoffnung angesagt, dass diesen Ankündigungen auch endlich Taten folgen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Sehr geehrte Damen und Herren, Vorsicht ist dann geboten, wenn der Herr Finanzminister Überlegungen anstellt, Hilfsmaßnahmen zurückzufahren, weil ja Öffnungsschritte gesetzt wurden. Vorsicht ist auch bei Ankündigungen des Bundeskanzlers geboten, wenn er – wie heute in der Früh – hier sagt: Die Wirtschaft läuft gut, die Leute sind wieder in Arbeit, die Krise ist vorbei! – Erinnern Sie sich, das hat er schon im Sommer 2020 gesagt, und was dann gekommen ist, haben wir alle leidvoll erfahren. (Zwischenruf der Abg. Steinacker.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Ist ein kleiner Faktencheck gefällig? Die Wirtschaft funktioniert nicht gut, sie läuft stotternd an (Zwischenruf bei der ÖVP), und leider sind wir mit bedenklichen Arbeitslosenzahlen konfrontiert (Zwischenruf des Abg. Hörl), insbesondere in der Gruppe der Langzeitarbeitslosen; da haben wir eine Zuwachsrate von 90 Prozent, das ist bedauerlich. Die Krise ist eben nicht vorbei, und der Impffortschritt ist eben nicht so toll, wie immer angekündigt wird. Warum ist das so? – Weil der Bundeskanzler und der Finanzminister bei der Impfstoffbeschaffung einen Finanzdeckel von 200 Millionen Euro eingezogen und einbetoniert haben. (Widerspruch bei der ÖVP.) Wäre das nicht passiert, wären heute mindestens 600 000 Personen mehr geimpft. Das würde schon anders ausschauen. (Zwischenruf der Abg. Steinacker.)
Zwischenruf des Abg. Hörl
Ist ein kleiner Faktencheck gefällig? Die Wirtschaft funktioniert nicht gut, sie läuft stotternd an (Zwischenruf bei der ÖVP), und leider sind wir mit bedenklichen Arbeitslosenzahlen konfrontiert (Zwischenruf des Abg. Hörl), insbesondere in der Gruppe der Langzeitarbeitslosen; da haben wir eine Zuwachsrate von 90 Prozent, das ist bedauerlich. Die Krise ist eben nicht vorbei, und der Impffortschritt ist eben nicht so toll, wie immer angekündigt wird. Warum ist das so? – Weil der Bundeskanzler und der Finanzminister bei der Impfstoffbeschaffung einen Finanzdeckel von 200 Millionen Euro eingezogen und einbetoniert haben. (Widerspruch bei der ÖVP.) Wäre das nicht passiert, wären heute mindestens 600 000 Personen mehr geimpft. Das würde schon anders ausschauen. (Zwischenruf der Abg. Steinacker.)
Widerspruch bei der ÖVP.
Ist ein kleiner Faktencheck gefällig? Die Wirtschaft funktioniert nicht gut, sie läuft stotternd an (Zwischenruf bei der ÖVP), und leider sind wir mit bedenklichen Arbeitslosenzahlen konfrontiert (Zwischenruf des Abg. Hörl), insbesondere in der Gruppe der Langzeitarbeitslosen; da haben wir eine Zuwachsrate von 90 Prozent, das ist bedauerlich. Die Krise ist eben nicht vorbei, und der Impffortschritt ist eben nicht so toll, wie immer angekündigt wird. Warum ist das so? – Weil der Bundeskanzler und der Finanzminister bei der Impfstoffbeschaffung einen Finanzdeckel von 200 Millionen Euro eingezogen und einbetoniert haben. (Widerspruch bei der ÖVP.) Wäre das nicht passiert, wären heute mindestens 600 000 Personen mehr geimpft. Das würde schon anders ausschauen. (Zwischenruf der Abg. Steinacker.)
Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Ist ein kleiner Faktencheck gefällig? Die Wirtschaft funktioniert nicht gut, sie läuft stotternd an (Zwischenruf bei der ÖVP), und leider sind wir mit bedenklichen Arbeitslosenzahlen konfrontiert (Zwischenruf des Abg. Hörl), insbesondere in der Gruppe der Langzeitarbeitslosen; da haben wir eine Zuwachsrate von 90 Prozent, das ist bedauerlich. Die Krise ist eben nicht vorbei, und der Impffortschritt ist eben nicht so toll, wie immer angekündigt wird. Warum ist das so? – Weil der Bundeskanzler und der Finanzminister bei der Impfstoffbeschaffung einen Finanzdeckel von 200 Millionen Euro eingezogen und einbetoniert haben. (Widerspruch bei der ÖVP.) Wäre das nicht passiert, wären heute mindestens 600 000 Personen mehr geimpft. Das würde schon anders ausschauen. (Zwischenruf der Abg. Steinacker.)
Abg. Strasser: ... glaubt keiner mehr!
Sehr geehrte Damen und Herren, Zweifel und Vorsicht sind geboten (Abg. Strasser: ... glaubt keiner mehr!), bei Ankündigungen des Bundeskanzlers – das sind nämlich Nebelgranaten –, und bei Überlegungen des Finanzministers, der sich 86 Mal nicht erinnert und den Laptop im Kinderwagen spazieren schickt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, Zweifel und Vorsicht sind geboten (Abg. Strasser: ... glaubt keiner mehr!), bei Ankündigungen des Bundeskanzlers – das sind nämlich Nebelgranaten –, und bei Überlegungen des Finanzministers, der sich 86 Mal nicht erinnert und den Laptop im Kinderwagen spazieren schickt. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Eva Blimlinger (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Es freut mich zu hören, dass die SPÖ nun doch anders als im Ausschuss der Änderung des Härtefallfonds zustimmt. Da war noch eine gewisse Beleidigtheit vorhanden, weil sie zu spät informiert worden war. Dieser Gesinnungswandel freut mich. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Um darauf zu replizieren, was die Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ gesagt haben: Ja, die Ungleichheit hat sich vergrößert, und ja, auch die Grünen sind natürlich der Meinung, dass es eine andere Aufteilung der Steuerlast geben soll – Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer. Ich darf aber in diesem Zusammenhang schon daran erinnern, dass es Ihr Finanzminister Lacina war, der 1993 die Privatstiftungen eingeführt hat, was den Superreichen ermöglicht hat, ihre Vermögen steuerschonend zu parken. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Im Übrigen bin ich nach wie vor der Meinung, dass die Windisch-Kaserne in Richard-Wadani-Kaserne umbenannt werden muss. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Matznetter. – Bitte. (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Blimlinger.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! An sich mag ich Eva Blimlinger ja, solche Statements aber kann man nicht stehen lassen. Erstens, liebe Eva Blimlinger – fangen wir einmal mit dem Ersten an –: „Beleidigtheit“ dafür, dass ihr als grüne Fraktion gemeinsam mit der ÖVP die Mindestregeln im Parlament nicht einhalten könnt?! (Zwischenruf der Abg. Blimlinger.) – Am Vormittag vor dem Ausschuss schickt ihr einen Gesetzentwurf und erwartet, dass ihn alle abnicken: Missachtung des Parlaments wie in vielen anderen Dingen auch, kein Anlass für Beleidigtheit. Zu Recht weisen wir das zurück.
Zwischenruf der Abg. Blimlinger
Betreffend Besteuerung mit dem Vorwurf zu kommen, dass im Jahr 1993 – in Wirklichkeit vereinbart mit der Steuerreform 1989 – Stiftungen eingeführt wurden, die es überall anders gibt, als Rechtfertigung dafür, dass Ihr in diesem Bereich gar nichts durchsetzen könnt (Zwischenruf der Abg. Blimlinger) – ehrlich, liebe Eva Blimlinger: ein bisschen mehr dazu einfallen lassen!
Beifall bei der SPÖ.
Ja, es ist mit der ÖVP schwierig, und ja, solange es hier Mehrheitsverhältnisse gibt, die keine Alternative erlauben, fällt es jedem Koalitionspartner schwer. Ihr spürt es jetzt, aber mit Hinhauen ist nichts gewonnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Warum wird alles vertagt, jeder Oppositionsantrag abgelehnt oder vertagt, anstatt sie aufzugreifen und gemeinsam die besten Ideen umzusetzen? Da wäre deutlich mehr möglich, ich glaube, mehr im Interesse der Grünen als im Interesse der ÖVP. Bemüht euch einmal und rekurriert nicht wie Eva Blimlinger auf das vorvorvergangene Jahrzehnt als Entschuldigung! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Dann komme ich noch einmal zur Treffsicherheit dieser Maßnahmen – das ist der dritte Punkt –, die in puncto Wirtschaftshilfen gesetzt worden sind. Wir wissen es alle: Nicht alle Branchen sind gleich betroffen gewesen. Es gibt sehr viele Branchen, die ausgezeichnet durch diese Krise gekommen sind. Es wurde aber trotzdem mit der Gießkanne ausgeteilt, der IWF hat das zum Beispiel auch sehr stark kritisiert. Es macht einfach keinen Sinn, wenn Sie Geld in Bereiche pumpen, wo es nicht gebraucht wird – ganz im Gegenteil: Man sieht es ja im Augenblick auch, dass das zu einer Überhitzung des Systems führt. Die Preissteigerungen, die wir vor allem beim Bauen haben, kommen ja nicht von ungefähr. Die kommen genau deswegen, weil wir teilweise wirklich überschießend starke staatliche Eingriffe haben, die dann genau das Gegenteil von dem produzieren, was wir eigentlich brauchen: einen freien Markt, der sich relativ schnell wieder erholen kann und muss. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Letztendlich – und damit komme ich schon zum Schluss – wissen wir es alle: Wir brauchen einen Neustart in der Wirtschaft. Wenn wir einen Schritt zurück machen und das tun, was wir einfach tun müssten – Pandemie hin oder her –, dann geht es aus meiner Sicht um zwei Punkte: Bürokratieabbau und ganz, ganz rasch die steuerliche Entlastung des Faktors Arbeit. Das wäre wahrscheinlich am sinnvollsten für uns alle. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Dabei haben wir gemeinsam vieles richtig gemacht und sind bei den verschiedenen Branchen eben nicht mit der Gießkanne vorgegangen, sondern haben für unterschiedlichste Branchen – für den Tourismus, für die Gastro, für die Industrie, für die Gewerbebetriebe, für die EPUs – unterschiedlichste Maßnahmen gehabt. Sie haben diese selbst immer wieder kritisiert. Die Vielfalt der Maßnahmen widerspricht dem Gießkannenprinzip. Ich stehe heute auch hier und befürworte, dass wir genau hinschauen. Wir haben niemals die Gießkanne gemacht, sondern wir haben genau hingeschaut und die Unternehmen spezifisch unterstützt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte hier schon einmal sagen, dass ich mich in den letzten Tagen sehr gewundert habe, als von Arbeiterkammer und Gewerkschaft kam, dass wir ein Investitionspaket mit 8 Milliarden Euro brauchen. Da habe ich kurz überlegt und mich gefragt, was wir vor kurzer Zeit eigentlich gemacht haben. – Wir haben ein Paket mit 7,8 Milliarden Euro als Investitionsrahmen für die Unternehmen, die das auch nutzen und umsetzen, verabschiedet. Das haben wir bereits getan, das braucht jetzt nicht gefordert zu werden, wir haben das bereits im September gemacht. Das gibt es nicht in Deutschland, nicht in Italien und nicht in Frankreich, sondern hier in Österreich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
In Summe haben wir sehr, sehr viel getan, darum geht es unserer österreichischen Wirtschaft gut, die Unternehmen wachsen – teilweise haben sie schon wieder ganz andere Probleme, es geht um das Thema Fachkräfte, es geht um das Thema Lehrlinge –, die blicken nach vorne. Blicken wir bitte mit Ihnen gemeinsam nach vorne und schauen wir, was wir in Zukunft für sie tun können! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lukas Hammer.
Ich kann mich erinnern, dass wir hier im Hohen Haus vor circa eineinhalb Monaten eine Budgetnovelle beschlossen haben, nach einer damals aktuellen Schätzung des Wirtschaftsforschungsinstitutes mit einer Wachstumsprognose von 1,5 Prozent für das Jahr 2021. Wir haben mittlerweile Prognosen von Kommission, OECD und IWF, die weit jenseits der 3 Prozent sind, die OeNB sagt zum Beispiel 3,9 Prozent für heuer und über 4 Prozent für das nächste Jahr voraus. Das ist natürlich eine gute Nachricht für alle in Österreich, für die Wirtschaft genauso wie für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, denn das heißt, dass es bergauf geht. Diesen Optimismus sollten wir alle gemeinsam hinaustragen, denn das wird dann eine selbstverstärkende Maßnahme sein. Ich bin froh, dass es in diese Richtung geht, ich bin froh, dass die Pandemie zum Teil wirtschaftlich überwunden werden kann. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lukas Hammer.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lukas Hammer.
Die Bereiche Tourismus und Freizeitwirtschaft leisten zum BIP einen Beitrag von ungefähr 15 Prozent. Das ist gewaltig viel, das ist mehr als in Spanien und Italien, und dessen müssen wir uns auch bewusst sein. Gerade die Unternehmen in diesen Branchen haben eine sehr unterdurchschnittliche Eigenkapitalausstattung, deswegen gibt es diese mehrfache Betroffenheit, darum war es auch gerechtfertigt und notwendig, höhere Direktzahlungen als andere Länder aufzusetzen. Das ist uns gelungen, auch das bestätigen uns die verschiedenen internationalen Institutionen. Danke, dass das auch hier im Hohen Haus zum Teil gemeinsam möglich war. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lukas Hammer.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die Berechnungsmethode, was den Verlustausgleich betrifft, ist ja ohnehin dem Modell der Kommission, das ja auch in Österreich angewendet werden kann, sehr, sehr ähnlich, und wir haben diesen Verlustersatz ja auch bis Ende des Jahres verlängert. Deswegen glaube ich, dass das eine sehr, sehr gute Möglichkeit war, entsprechend Vorsorge für schwierigere Zeiten zu treffen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Dorf lassen. Die Bevölkerung wird das richten. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Die Bevölkerung wird sehr wohl erkennen, dass man hier seriöse Arbeit macht.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Schallmeiner und Jakob Schwarz.
Es ist halt sehr, sehr schwierig, solche Summen so gerecht zur Verfügung zu stellen, dass alle entsprechend das Gefühl haben, dass ihnen geholfen wird. Das ist komplex. Ich bin ständig an der Front, ich bin als Wirtschaftsbundobmann in Tirol ständig bei den Leuten. Zum Unterschied von euch sehe ich, wo es immer wieder kratzt. Wir finden immer wieder ein offenes Ohr beim Herrn Finanzminister, aber natürlich auch beim Bundeskanzler und bei der Wirtschaftsministerin. Sie sollten sich schämen, dass Sie hier solche Auftritte absolvieren. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Schallmeiner und Jakob Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
Zum Schluss noch – Frau Blimlinger ist nicht da –: Im Übrigen bin ich der Meinung, Frau Kollegin Blimlinger, dass das heeresgeschichtliche Museum endlich von Ihnen und anderen Friedensaposteln in Ruhe gelassen werden sollte. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.)
Abg. Hörl: Moment, Moment!
Lieber Kollege, du hast nur zwei Punkte vergessen, die er auch gesagt hat. Er hat festgestellt: Eine Sache, die für Österreich ganz dringend ist, ist die Einführung eines CO2-Preises – am Anfang 25 Euro, später bis zu 100 Euro – und quasi eine Finanzierung der grünen Technologien sowie eine Entlastung bei den Arbeitseinkommen, damit es in Summe keine Mehrbelastung für die Bevölkerung gibt. Das hat er genauso gesagt, wie dass es kein Sparpaket braucht. Und er hat noch etwas angemerkt. (Abg. Hörl: Moment, Moment!) Das Zweite, das er angesprochen hat, war die Digitalisierung. Ich habe mir das angeschaut. Es gibt zwar einzelne Teilbereiche, in denen Österreich in der Digitalisierung gut aufgestellt ist, mehrheitlich hinkt es aber im europäischen Vergleich deutlich nach, und ich befürchte, damit hat er nicht nur das Kaufhaus Österreich gemeint. Das muss man schon einmal festhalten.
Beifall bei den NEOS.
Es ist also relativ einfach: Wir wünschen uns eine Reduktion der Steuerlast für alle. Wir wünschen uns mehr Freiheit für die Wirtschaft. Wir wünschen uns ein transparentes Arbeiten der Politik. Das ist ja wohl nicht zu viel verlangt, in einem Staat im 21. Jahrhundert. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Schallmeiner und Jakob Schwarz.
Abgeordneter Christoph Stark (ÖVP): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Die Sitzung neigt sich dem Ende zu, eine Sitzung, in der wieder klar wurde: Wir tragen Verantwortung für Österreich und seine Menschen. Das ist unser Auftrag, und diesem Auftrag werden wir permanent gerecht. Ich richte hier gleich vorweg ein Dankeschön an die beiden Minister aus. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Schallmeiner und Jakob Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Schallmeiner und Jakob Schwarz.
Heute geht es darum, dass wir vorausschauen, dass die Politik vorausschaut und auch Weichen stellt, damit wir in den nächsten Monaten gut durch diese Krise kommen, damit Betriebe, denen es momentan noch nicht so gut geht, die Krise gut bewältigen können. Das nenne ich vorausschauende Politik, vorausschauendes Handeln. Dafür ein herzliches Dankeschön, denn nur so können wir dieser Krise begegnen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Schallmeiner und Jakob Schwarz.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Alle Maßnahmen, die wir jetzt hier verhandeln, scheinen eine Einstimmigkeitsmaterie zu sein, und umso mehr wundert es mich, dass die SPÖ trotzdem ein bisschen etwas zum Lamentieren hat. Liebe Frau Kollegin Greiner, es war hier die Rede davon, dass es der Wirtschaft noch nicht gut ginge. Ich darf zwei Beispiele nennen, warum das nicht stimmt. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Zum einen: Ich lebe in einer Region – dem Bezirk Weiz –, die in zwei AMS-Bezirke geteilt ist und die derzeit eine Arbeitslosenquote wie vor Corona aufweist. Wir haben eine Arbeitslosenquote von 3 Prozent, und im AMS-Bezirk Gleisdorf kommen auf 500 Arbeitsuchende 700 offene Stellen. Da sage mir noch einer, dass die Wirtschaft nicht angesprungen sei! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Alle Maßnahmen, die wir jetzt hier verhandeln, scheinen eine Einstimmigkeitsmaterie zu sein, und umso mehr wundert es mich, dass die SPÖ trotzdem ein bisschen etwas zum Lamentieren hat. Liebe Frau Kollegin Greiner, es war hier die Rede davon, dass es der Wirtschaft noch nicht gut ginge. Ich darf zwei Beispiele nennen, warum das nicht stimmt. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Zum einen: Ich lebe in einer Region – dem Bezirk Weiz –, die in zwei AMS-Bezirke geteilt ist und die derzeit eine Arbeitslosenquote wie vor Corona aufweist. Wir haben eine Arbeitslosenquote von 3 Prozent, und im AMS-Bezirk Gleisdorf kommen auf 500 Arbeitsuchende 700 offene Stellen. Da sage mir noch einer, dass die Wirtschaft nicht angesprungen sei! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zweite Maßnahme, zweites Faktum: Der Ministerrat hat heute – wir haben es bereits gehört – die Verlängerung des kommunalen Investitionsprogrammes beschlossen. Warum? – Weil die Konjunktur so angesprungen ist, dass die Gemeinden nicht in der Lage sind, diese Programme abzuarbeiten, weil die Wirtschaft dermaßen ausgelastet ist. Das ist doch bitte ein sensationelles Zeichen, das auch gewürdigt werden muss! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Natürlich gibt es aber auch Bereiche – das ist nicht schönzureden –, die noch immer unter dieser Krise leiden. Genau an diese Betriebe sind die Maßnahmen, die wir jetzt beschließen, gerichtet – aus Verantwortung für Österreich. Das ist unser Auftrag. Ich bedanke mich bei der Regierung, die uns bisher mit ruhiger Hand durch diese Krise geführt hat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Matznetter: ... Zynismus, diese Propaganda!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Taschner. – Bitte. (Abg. Matznetter: ... Zynismus, diese Propaganda!)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Meine These wäre die: Wir werden einfach die Produktivität erhöhen. Die Wirtschaft läuft wirklich gut an, Frau Kollegin Greiner. Sie läuft sogar so an, dass ich fast das Gefühl habe, es könnte ein Strohfeuer sein. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Es wird aber hoffentlich kein Strohfeuer sein, insbesondere wenn wir – das hat Frau Kollegin Doppelbauer gesagt – die Arbeitskräfte wirklich darauf vorbereiten, dass sie das machen können, und zwar nicht nur dadurch, dass wir die Arbeitskosten reduzieren, sondern auch dadurch, dass wir sie ausbilden, dass wir sie für die Betriebe richtig ausbilden. Es gibt viele freie Arbeitsplätze, aber die Arbeitskräfte sind nicht da, weil sie noch nicht genügend ausgebildet sind.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Da ist also noch einiges bei uns zu tun. Wir haben wirklich viel vor. Ich glaube, der Herr Finanzminister weiß, was auf uns zukommen wird. Insbesondere auch, was die steuerliche Gestaltung anlangt, haben wir noch viel vor. Wir haben ja noch drei Jahre Zeit, um einiges zu machen. Wir freuen uns darauf, dass es auch gut gelingen wird. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Pöttinger. – Bitte. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Laurenz Pöttinger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Frau Ministerin! Werter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren, es wird Sie nicht wundern, wenn ich Prof. Taschner Recht gebe, dass die Produktivität zu erhöhen ist und keine Steuererhöhungen notwendig sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Ein ganz wichtiges Thema hat uns in den vergangenen Wochen intensiv beschäftigt und auch Sorgen bereitet. Ich spreche von MAN in Steyr. Ich danke Siegfried Wolf für die Übernahme und das Folgekonzept für Steyr. Viel gescholten wurden unsere Bundes- und Landesregierung von der Opposition, insbesondere von der SPÖ. Die Zusammenarbeit zwischen Bund und Land Oberösterreich hat bestens funktioniert. So gilt mein Dank heute unserem Bundeskanzler Sebastian Kurz (Zwischenruf bei der SPÖ), unserer Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen), dem oberösterreichischen Landeshauptmann Thomas Stelzer und unserem Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (Beifall bei der ÖVP – Zwischenruf des Abg. Matznetter) für die besonders erfolgreiche und konstruktive Unterstützung beim Erhalt der rund 2 000 Arbeitsplätze im Werk Steyr. – Danke dafür. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen
Ein ganz wichtiges Thema hat uns in den vergangenen Wochen intensiv beschäftigt und auch Sorgen bereitet. Ich spreche von MAN in Steyr. Ich danke Siegfried Wolf für die Übernahme und das Folgekonzept für Steyr. Viel gescholten wurden unsere Bundes- und Landesregierung von der Opposition, insbesondere von der SPÖ. Die Zusammenarbeit zwischen Bund und Land Oberösterreich hat bestens funktioniert. So gilt mein Dank heute unserem Bundeskanzler Sebastian Kurz (Zwischenruf bei der SPÖ), unserer Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen), dem oberösterreichischen Landeshauptmann Thomas Stelzer und unserem Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (Beifall bei der ÖVP – Zwischenruf des Abg. Matznetter) für die besonders erfolgreiche und konstruktive Unterstützung beim Erhalt der rund 2 000 Arbeitsplätze im Werk Steyr. – Danke dafür. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP – Zwischenruf des Abg. Matznetter
Ein ganz wichtiges Thema hat uns in den vergangenen Wochen intensiv beschäftigt und auch Sorgen bereitet. Ich spreche von MAN in Steyr. Ich danke Siegfried Wolf für die Übernahme und das Folgekonzept für Steyr. Viel gescholten wurden unsere Bundes- und Landesregierung von der Opposition, insbesondere von der SPÖ. Die Zusammenarbeit zwischen Bund und Land Oberösterreich hat bestens funktioniert. So gilt mein Dank heute unserem Bundeskanzler Sebastian Kurz (Zwischenruf bei der SPÖ), unserer Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen), dem oberösterreichischen Landeshauptmann Thomas Stelzer und unserem Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (Beifall bei der ÖVP – Zwischenruf des Abg. Matznetter) für die besonders erfolgreiche und konstruktive Unterstützung beim Erhalt der rund 2 000 Arbeitsplätze im Werk Steyr. – Danke dafür. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Ein ganz wichtiges Thema hat uns in den vergangenen Wochen intensiv beschäftigt und auch Sorgen bereitet. Ich spreche von MAN in Steyr. Ich danke Siegfried Wolf für die Übernahme und das Folgekonzept für Steyr. Viel gescholten wurden unsere Bundes- und Landesregierung von der Opposition, insbesondere von der SPÖ. Die Zusammenarbeit zwischen Bund und Land Oberösterreich hat bestens funktioniert. So gilt mein Dank heute unserem Bundeskanzler Sebastian Kurz (Zwischenruf bei der SPÖ), unserer Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen), dem oberösterreichischen Landeshauptmann Thomas Stelzer und unserem Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (Beifall bei der ÖVP – Zwischenruf des Abg. Matznetter) für die besonders erfolgreiche und konstruktive Unterstützung beim Erhalt der rund 2 000 Arbeitsplätze im Werk Steyr. – Danke dafür. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei den Grünen.
Diese Liberalisierungen führen nur dazu, dass aus Vollzeitarbeitsstellen Teilzeitarbeitsstellen werden. Es führt nur dazu, dass der Druck auf die – meistens – Frauen, oftmals Alleinerzieherinnen, noch größer wird, eben dann am Sonntag hereinzukommen. Dann gibt es keine Work-Life-Balance mehr, dann gibt es kein gemeinsames Wochenende mehr. Dann heißt es halt: Na ja, wir bräuchten dich jetzt schon!, und: Das kannst du doch nicht machen!, und: Die andere Kollegin!, und, und, und. Ich kenne das alles zur Genüge, und ich kann Ihnen sagen, das geht einzig und alleine auf Kosten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Davon hat niemand etwas! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Zweiter Punkt: Dass der österreichische Handel grundsätzlich ein Strukturproblem hat, ist, glaube ich, unbestritten. Es gibt, glaube ich, kaum ein Land in Europa oder auch weltweit, in dem der Handel wie in Österreich über eine derartig hohe Quadratmeteranzahl verfügt. Das heißt, Österreich hat ein riesengroßes Strukturproblem. Das ist ja unbestritten, da bringt es aber überhaupt nichts, zu liberalisieren. Das ist im Endeffekt ein Fehler, der in den letzten zehn, 15 Jahren ja auch vermittels einer total undurchdachten, zum Teil wirklich überdurchschnittlich dummen Raumordnungspolitik in den Ländern und in den Gemeinden gemacht wurde. Man hat im Endeffekt nur auf Quadratmeter, Quadratmeter, Quadratmeter geschaut. Das bringt nichts, und das bringt uns heute nur Probleme. Die werden wir durch eine Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten nicht beheben können. In diesem Sinne kann dieser Entschließungsantrag mit gutem Gewissen abgelehnt werden. Er ist einfach nur arbeitnehmerInnenfeindlich. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Die Behauptung, das gehe auf Kosten der Arbeitnehmer, verkennt den Arbeitsmarkt leider völlig. (Beifall bei den NEOS.)
Allgemeiner Beifall.
Das hat die Volksanwaltschaft wirklich bravourös gemacht, und darum möchte ich den drei Volksanwälten recht herzlich danken und auch dazu gratulieren. Ich bedanke mich auch bei den Mitarbeitern, denn die haben wirklich eine breit aufgestellte Expertise, mit der sie alles abdecken können. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Auf eine weitere gute Zusammenarbeit! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollegin Diesner-Wais, vielleicht können Sie diese Berichte auch Ihrem Parteiobmann ans Herz legen, damit er sie einmal durchliest, denn da stehen die negativen Auswirkungen drin, die aufgrund seiner Ankündigungspolitik passiert sind. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
In Summe sieht man doch, dass die Arbeit der Volksanwaltschaft flächendeckend sehr intensiv war und sehr breit aufgestellt ist. Am Ende des Tages stellt die Volksanwaltschaft eine der wesentlichen Säulen dieser Republik dar. – Danke vielmals. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Herr.
Auch das Thema präventive Menschenrechtskontrolle in Bezug auf Demonstrationen und das Einschreiten der Polizei war ein Punkt. Das ist ein Thema, über das wir dringend reden müssen, denn: Wie kann es sein, dass bei Demonstrationen seit Beginn der Coronapandemie mit zweierlei Maß gemessen wird? Einerseits dürfen Coronaleugner unter dem Schutz der Polizei durch die Wiener Innenstadt marschieren, Mitgliedern der jüdischen Gemeinde wird angeraten, währenddessen zu Hause zu bleiben. Nach dem Terroranschlag durfte Georg Immanuel Nagel mit einem Auto durch den 8. Bezirk fahren und Maschinengewehrsalven – falls man sich noch daran erinnert – abspielen, andererseits werden Menschen, die am 1. Mai gemütlich im Votivpark sitzen und picknicken, von der Polizei eingekesselt und mit Pfefferspray und Schlagstöcken angegriffen. Das kann es nicht sein. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Herr.)
Beifall bei den Grünen.
Mit dieser Reform hat unsere Bundesministerin den ersten Teil einer umfassenden Reform auf den Weg gebracht. Das war nicht nur eine langjährige Forderung von vielen ExpertInnen, sondern auch Kritikpunkt der Volksanwaltschaft in den letzten Jahren. Ich glaube, das ist auch notwendig und wichtig, denn der vorgestellte Gesetzentwurf greift genau diese Kritik auf und ist ein Meilenstein für einen menschenrechtskonformen Maßnahmenvollzug und eine sichere Gesellschaft. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich bin sehr froh, dass die Volksanwaltschaft immer wieder Kritikpunkte aufzeigt und dass diese dann auch in sinnvolle Reformen, die wir umsetzen, münden. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich hoffe also sehr, dass dieser Bericht einen Impuls setzt, dass da die notwendigen weiteren Verbesserungen getätigt werden, und bedanke mich noch einmal sehr herzlich bei den Volksanwälten und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Maurer.
Abgeordneter Peter Weidinger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Volksanwälte! Werte Damen und Herren! Die Volksanwaltschaft ist eine geniale Einrichtung, und dafür möchte ich Danke sagen – danke dafür, dass Sie, auch stellvertretend für viele Einrichtungen wie das österreichische Parlament, wie die Verwaltung und unsere Politik im Allgemeinen, es geschafft haben, Österreich durch diese Krise weit besser durchzubringen, als es viele andere Länder auf dieser Welt geschafft haben. – Ein herzliches Vergelts Gott dafür! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Maurer.)
Zwischenruf des Abg. Silvan.
Sehr geehrter Herr Abgeordneter Silvan von der SPÖ, ich möchte hier einen Unterschied herausarbeiten: Während die Volksanwaltschaft überparteilich und sachlich Kritikpunkte aufnimmt, die Bürgeranliegen ernst nimmt und Verbesserungsvorschläge anbringt, stellen Sie sich hier heraus und versuchen, diesen Tagesordnungspunkt dafür zu nutzen, die politische Meinung zu vertreten, dass sich die Bundesregierung Versäumnisse hätte zuschulden kommen lassen. (Zwischenruf des Abg. Silvan.) Dem kann man eindeutig widersprechen, denn weder die Fakten noch die Zahlen geben Ihnen recht, sondern diese sprechen dafür, dass Österreich ausgezeichnet durch die Krise gekommen und ein Land ist, das sehr, sehr gut verwaltet ist. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Maurer.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Maurer.
Sehr geehrter Herr Abgeordneter Silvan von der SPÖ, ich möchte hier einen Unterschied herausarbeiten: Während die Volksanwaltschaft überparteilich und sachlich Kritikpunkte aufnimmt, die Bürgeranliegen ernst nimmt und Verbesserungsvorschläge anbringt, stellen Sie sich hier heraus und versuchen, diesen Tagesordnungspunkt dafür zu nutzen, die politische Meinung zu vertreten, dass sich die Bundesregierung Versäumnisse hätte zuschulden kommen lassen. (Zwischenruf des Abg. Silvan.) Dem kann man eindeutig widersprechen, denn weder die Fakten noch die Zahlen geben Ihnen recht, sondern diese sprechen dafür, dass Österreich ausgezeichnet durch die Krise gekommen und ein Land ist, das sehr, sehr gut verwaltet ist. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Maurer.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte zum Abschluss stellvertretend für das Kollegium der Volksanwaltschaft Werner Amon und seinem Team dazu gratulieren, dass sie ihren Beitrag geleistet haben, Österreich so gut durch diese Krise zu bringen. Es macht mich auch stolz, geschätzte Damen und Herren, dass Werner Amon und damit die österreichische Volksanwaltschaft an der Spitze aller Volksanwaltschaften und Ombudsmannschaften der Welt steht, dass wir mithelfen, dass Bürgeranliegen nicht nur in Österreich, sondern auch in der Welt so gut vertreten werden, und dass wir damit einen Beitrag für mehr Freiheit und Demokratie leisten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Abgeordnete Sabine Schatz (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Volksanwälte! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Kollege Weidinger, soweit ich mich erinnere, sind wir hier im Hohen Haus, und ich glaube, da ist es angebracht, politisch zu diskutieren, auch wenn es um Berichte der Volksanwaltschaft geht. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Mir ist wichtig – abschließend –, dass wir besonders bei Menschen mit Behinderungen darauf achten, dass wir das Selbstbestimmungsrecht dieser Menschen auf jeden Fall sicherstellen und dass wir die Grund- und Freiheitsrechte so wenig wie möglich einschränken. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Keck.
Einen Vorfall – bei dem ist: eh nichts passiert! – möchte ich auch ansprechen: Eine Frau, die bedrängt und mit Gewalt konfrontiert ist, kann sich wehren und ruft die Polizei. Der Beamte stellt dann fest: Es ist eh nichts passiert, da kommen wir morgen! – Das ist unglaublich und unfassbar, weil wir wissen, dass, gerade wenn wir von Gewalt an Frauen sprechen, die Beweissicherung sehr wichtig ist und viele Verfahren eingestellt werden, weil diese nicht erfolgt ist, und dann sagt der zuständige Beamte: Wir kommen morgen! – Ich hoffe wirklich, dass das nur ein schlampiger Beamter war, vielleicht mit wenig Empathie, denn wenn nicht, dann braucht es in diesem Bereich noch mehr Sensibilisierungskampagnen, zumindest wirkungsvollere, denn wer jetzt immer noch nicht kapiert hat, dass Gewalt an Frauen nicht eh nichts ist, ist wirklich eine Fehlbesetzung, ganz egal an welcher Stelle er sitzt. (Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Keck.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das bedeutet aber auch, dass wir die Schreie im Bereich Pflege hören und bei der Pflegereform weitermachen, und das werden wir auch, denn nur so kann die Pandemie auch zu einer Chance werden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin ein Fan der Volksanwaltschaft, ich habe mich ja schon im Ausschuss geoutet. Ich halte die Arbeit der Volksanwaltschaft für sehr, sehr wichtig. Es ist mir auch wichtig, dass die Politik die Anregungen und die Kritik ernst nimmt. Ich glaube aber insgesamt, dass sie für die Menschen, für die Gesellschaft wichtig ist und dass es gerade auch durch die Sendung im ORF sehr oft zu einer Sensibilisierung hinsichtlich eines Themas kommt und dass man letztlich dadurch dann auch eine andere Perspektive sieht. Es kommt ja auch zu sehr vielen positiven Ergebnissen, daher ein großes Danke an die Volksanwälte Werner Amon, Bernhard Achitz und Walter Rosenkranz. – Danke für Ihre wertvolle Arbeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Noch einmal ein großes Danke der Volksanwaltschaft. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Nur für den Fall, dass da zufällig in der Regierung wieder nichts weitergeht, würde ich Sie sehr bitten, Ihre Expertise, die Sie haben, zur Verfügung zu stellen, damit wir da vielleicht nach zehn Jahren doch endlich weiterkommen. Da wäre, glaube ich, ein erstes Schritterl durchaus angemessen. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Was gibt es sonst noch zu sagen? – Straf- und Maßnahmenvollzug, Reform des Maßnahmenvollzugs, ist ja schon bei meinen Vorrednern vorgekommen: Prinzipiell – einmal gestreift – versperrt sich die FPÖ nicht gegen die Reform des Maßnahmenvollzugs, nur eines muss man einmal klarstellen: Handelt es sich da um frisches Geld, um Geld, das dem Justizministerium für die Umsetzung des Maßnahmenvollzugs zufließt, oder muss sich das Justizressort das aus dem eigenen Fleisch schneiden? – Dann sind wir als Freiheitliche sicher einmal nicht dabei, denn das ginge dann zulasten des sogenannten Normalvollzugs, und das kann es nicht sein. Sie wissen ja ganz genau, der Maßnahmenvollzug ist ein sehr teurer Vollzug, es geht immerhin um die geistig Abnormen, nicht Zurechnungsfähigen. Das zieht den Umbau einer ganzen Justizanstalt, Göllersdorf, mit sich und ist sicherlich nicht billig. Ich sehe im Budget, dass da nichts budgetiert ist. Schauen wir es uns einmal an, reden wir einmal darüber! (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Trotzdem bedanke ich mich bei den Volksanwälten und ihren Mitarbeitern sehr für den großartigen Bericht. Das ist in einer Pandemie gar nicht so einfach, weil natürlich im Zuge der Pandemie auch die Tätigkeit der Volksanwaltschaft in Form von Besuchen und Sprechtagen eingeschränkt war. Herzlichen Dank! Es ist gut, dass wir eine funktionierende, gute Volksanwaltschaft haben, herzlichen Dank an die drei Herren. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
In diesem Sinn möchte ich sagen: Wir können die Arbeit der Volksanwaltschaft noch ernster nehmen! Und das ist die Empfehlung an uns alle: dass wir die Berichte, die von hoher Qualität sind, in die natürlich Steuergeld hineingeflossen ist, damit sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Zeit nehmen können, so detailliert zu recherchieren, dass wir diese Arbeit nicht einfach im Ausschuss der Volksanwaltschaft diskutieren und dann ad acta legen, sondern es ist unsere Aufgabe – die jeder einzelnen Mandatarin, jedes einzelnen Mandatars –, diese Themen und Anliegen, diese Verbesserungsvorschläge in alle Fachausschüsse mit hineinzunehmen. Dann nämlich werden die Berichte so genützt, wie sie auch gedacht sind: zur langfristigen, mittelfristigen und auch kurzfristigen Verbesserung der Situation in Österreich auf allen unterschiedlichen Ebenen. Dafür möchte ich der Volksanwaltschaft auch ganz herzlich danken! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Kugler.
Liebe Kollegin Kugler, es stimmt schon: Es gibt in diesen Volksanwaltschaftsberichten ein breites Themenspektrum. Natürlich können wir das jetzt auch noch in anderen Fachausschüssen behandeln und anschauen. Das Wesentliche ist aber eigentlich – das sehen wir, wenn wir uns die Berichte der letzten Jahre anschauen –, dass es immer und immer wieder dieselben beziehungsweise ähnliche Kritikpunkte gibt. Es braucht eine Regierung, die die Kritik der Volksanwaltschaft aufnimmt, die die Fehlleistungen korrigiert und entsprechende Maßnahmen setzt! (Zwischenruf der Abg. Kugler.) Das ist, glaube ich, auch ein ganz, ganz wichtiges Ziel. Es ist eine Herausforderung für die Bundesregierung, da in Umsetzung zu gehen (Beifall bei der SPÖ), denn manche Themen diskutieren wir schon ganz, ganz lange in den Volksanwaltschaftsausschüssen.
Beifall bei der SPÖ
Liebe Kollegin Kugler, es stimmt schon: Es gibt in diesen Volksanwaltschaftsberichten ein breites Themenspektrum. Natürlich können wir das jetzt auch noch in anderen Fachausschüssen behandeln und anschauen. Das Wesentliche ist aber eigentlich – das sehen wir, wenn wir uns die Berichte der letzten Jahre anschauen –, dass es immer und immer wieder dieselben beziehungsweise ähnliche Kritikpunkte gibt. Es braucht eine Regierung, die die Kritik der Volksanwaltschaft aufnimmt, die die Fehlleistungen korrigiert und entsprechende Maßnahmen setzt! (Zwischenruf der Abg. Kugler.) Das ist, glaube ich, auch ein ganz, ganz wichtiges Ziel. Es ist eine Herausforderung für die Bundesregierung, da in Umsetzung zu gehen (Beifall bei der SPÖ), denn manche Themen diskutieren wir schon ganz, ganz lange in den Volksanwaltschaftsausschüssen.
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, abschließend kann ich sagen: Danke an die Volksanwaltschaft für die Bürgernähe, die Sie beweisen, und für die qualitativ hochwertige Arbeit, die Sie leisten. Ein Dank an Sie, meine Herren Volksanwälte, aber auch ein ganz besonderer Dank an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Volksanwaltschaft. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich würde Sie bitten, auf diesen Teil des Berichts besonderes Augenmerk zu legen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Neuestes Beispiel ist die Impfstrategie, die in den letzten Monaten sehr viele Bürgerinnen und Bürger sehr, sehr aufgeregt hat, weil sie nicht verstanden haben, warum manche Gruppen in einem Bundesland drankommen, im anderen Bundesland noch nicht drankommen. Es hat keine einheitliche Strategie gegeben, das hat sehr aufgeregt. (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
So weit nur ein paar Schlaglichter aus dem Bericht. Wie gesagt, aufgrund der Diskussion bin ich zuversichtlich, dass vieles, das wir aufzeigen, verbessert werden kann und Anregungen aufgegriffen werden. – Herzlichen Dank. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Lausch nickt.
Ich möchte ausdrücklich betonen – ich glaube, Herr Abgeordneter Lausch hat es angesprochen –, dass das Mehr an Beschwerden in der Justiz nicht der Pandemie geschuldet war. (Abg. Lausch nickt.) Es ist in der Tat so – wie Sie es auch ausgeführt haben –, dass die Generaldirektion für den Strafvollzug aus unserer Sicht durch ein rasches Reagieren sehr, sehr gute Arbeit geleistet hat, aber dass wir insgesamt im Strafvollzug, insbesondere aber im Maßnahmenvollzug, zunehmend eine dramatische Situation haben.
Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.
Alles in allem möchte auch ich mich für die positiven Wortspenden bedanken, die man eins zu eins an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – nur ein kleiner Teil ist heute mit uns hier im Haus – in der Volksanwaltschaft weitergeben kann. Es sind großartige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit großem Engagement und unglaublicher Sachkunde ans Werk gehen, sehr objektiv arbeiten. Ich glaube, das Parlament kann sich glücklich schätzen, dass es eine Einrichtung wie die Volksanwaltschaft mit so tollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.)
Abg. Obernosterer: Natürlich!
Volksanwalt Dr. Walter Rosenkranz: Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen – ich darf Sie so ansprechen, da ich hier im Saal schon eine Zeit lang auf der anderen Seite gesessen bin und sehr viele von Ihnen von früher kenne. (Abg. Obernosterer: Natürlich!) Geschätzte Kollegen in der Volksanwaltschaft! Das Lob, das Sie gespendet haben, das trifft zu Recht zu, auch über die Expertise. Man kann eines sagen: Es wird nicht langweilig in der Volksanwaltschaft, weil jeder einzelne Fall immer ein wenig anders gelagert ist. Es kehrt einfach keine Routine ein; vielleicht bei etwas, worauf ich ein wenig später noch zu sprechen kommen werde.
Ruf bei den Grünen: Stögmüller!
Herr Abgeordneter Stegmüller (Ruf bei den Grünen: Stögmüller!) hat das so beschrieben, dass er gesagt hat: Na ja, da gibt es die Coronaleugner und dann gibt es die Spaziergänger am 1. Mai. – Wir können da keinen Unterschied machen! Der Coronaleugner,
Allgemeiner Beifall.
Abschließend: Danke für die gute Diskussion, auch im Ausschuss! Wir freuen uns wahrscheinlich schon auf das, was uns Corona 2021 bringen wird. Ich kann Ihnen eines sagen: Die Zahlen werden nicht weniger. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Für uns als Entscheidungsträger ist auch ganz klar: Wir werden weiterhin die Empfehlungen und die Expertisen der Volksanwaltschaft mit all ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht nur zur Kenntnis nehmen, sondern nach bestem Wissen und zum Wohle der Bevölkerung abarbeiten und so die Verwaltung letztendlich weiterentwickeln. – In diesem Sinne: herzlichen Dank. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich habe den Volksanwälten im Ausschuss folgende Frage gestellt, nämlich: Wäre eine Lösung hinsichtlich der Cofag, also der Finanzierungsagentur des Bundes, die diese Leistungen verwaltet, möglich gewesen, in der die Volksanwaltschaft als gesetzliche Anlaufstelle zur Sicherung der Gleichstellung aller BezieherInnen die Cofag hätte prüfen können? Die Volksanwaltschaft kann formell die Cofag leider nicht prüfen, sie würde sie aber gerne prüfen. Meine sehr geehrten Damen und Herren, als Gesetzgeber sollten wir der Volksanwaltschaft die Prüfungskompetenz für die Cofag geben, und das am besten heute! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Arbeitnehmer gefordert. Geschätzter Kollege Wöginger, ich weiß nicht, ob du es vergessen hast, aber du warst einmal Zentralbetriebsratsvorsitzender des Roten Kreuzes in Oberösterreich. Lieber Gust Wöginger, die Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter, hauptamtlich oder ehrenamtlich, plus die Zivildiener haben sich diesen Bonus verdient. Also, meine sehr geehrten Damen und Herren: Her mit dem Coronabonus für alle! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hanger: Was Sie gesagt haben, wissen Sie schon noch, oder?
Ein Finanzminister erinnert sich am Beginn des U-Ausschusses, als er noch nicht wissen kann, was an Beweisen ausapert, zur Sicherheit einmal an fast gar nichts. (Abg. Hanger: Was Sie gesagt haben, wissen Sie schon noch, oder?) Ein Vorsitzender Wolfgang Sobotka räumt trotz zunehmender Befangenheit nicht seinen Platz, weil er mit seiner destruktiven Vorsitzführung der ÖVP sehr hilft. Im Kabinett eines Kanzlers Kurz wurde alles Relevante gelöscht, selbst die Kalender. Ein Finanzminister liefert dem Untersuchungsausschuss die ihm zustehenden Akten erst, als die Opposition beim VfGH zu ihrem Recht kommt und der Bundespräsident bei der Exekution quasi schon vor der Tür steht, dann aber in rechtswidriger Papierform, mit der wir nicht arbeiten können – plumpe Verhöhnung, das versteht fast jeder.
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Sebastian Kurz versprach doch: Leistung muss sich wieder lohnen! Dieses Versprechen hat er gebrochen, ganz persönlich! Ich sage nur: Thomas Schmid. Dieser hat sich selbst die Ausschreibung für den Öbag-Alleinvorstand geschrieben, sich selbst mit dem Bundeskanzler und dem Rest der türkisen Familie den Aufsichtsrat, der ihn dann zum Besten auserkoren hat, ausgesucht. Das ist Postenschacher der übelsten Sorte und hat gar nichts mit neuem Stil, den Kurz versprochen hat, zu tun. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Können Sie außer lesen auch was?
Ein weiterer Punkt aus unserer erfolgreichen Arbeit im U-Ausschuss (Abg. Michael Hammer: Können Sie außer lesen auch was?): Durch die Befragung von zum Beispiel Christina Jilek wurde bekannt, wie sie sich als im Ibizaverfahren ermittelnde Staatsanwältin fühlte und warum sie ging. (Abg. Michael Hammer: Ja, genau! Verfahrensrichter beschimpfen und vorlesen!) Sie war konfrontiert mit Störfeuern, mit schikanösen Dienstaufsichtsbeschwerden, Weisungen und Berichtspflichten. Das ist das System Pilnacek!
Abg. Michael Hammer: Ja, genau! Verfahrensrichter beschimpfen und vorlesen!
Ein weiterer Punkt aus unserer erfolgreichen Arbeit im U-Ausschuss (Abg. Michael Hammer: Können Sie außer lesen auch was?): Durch die Befragung von zum Beispiel Christina Jilek wurde bekannt, wie sie sich als im Ibizaverfahren ermittelnde Staatsanwältin fühlte und warum sie ging. (Abg. Michael Hammer: Ja, genau! Verfahrensrichter beschimpfen und vorlesen!) Sie war konfrontiert mit Störfeuern, mit schikanösen Dienstaufsichtsbeschwerden, Weisungen und Berichtspflichten. Das ist das System Pilnacek!
Abg. Hörl: Sie sind eine Lügnerin!
Gegen die Vertuschung der ÖVP konnten wir auch etwas tun (Abg. Hörl: Sie sind eine Lügnerin!): Das Schredderverfahren wurde wiederaufgenommen, weil wir nachweisen konnten, dass da wohl teilweise Festplatten von Laptops geschreddert wurden – abseits des vorgesehenen Prozederes, durch irgendjemanden unter falschem Namen, ohne Zahlung der Rechnung, gleich drei Mal.
Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Hafenecker.
Das alles ist mehr als unangenehm für die ÖVP. Deswegen schlägt die ÖVP wild um sich, weil sie die Ermittlungen gegen sich selbst nicht wahrhaben und vor allem nicht zulassen will und in ihrem Abwehrkampf gegen Recht und Gerechtigkeit vor nichts zurückschreckt. (Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Hafenecker.)
Ruf bei der ÖVP: Stimmt aber auch!
davor zurück, die anderen Säulen der Demokratie zu attackieren – als Erstes das Parlament in Form des Untersuchungsausschusses. Die ÖVP macht seit Wochen nichts anderes als zu schreien: Privates ist nicht sicher vor der bösen Opposition im Untersuchungsausschuss! (Ruf bei der ÖVP: Stimmt aber auch!), Stasivergleiche sind Ihnen auch nicht zu verrückt. (Zwischenruf des Abg. Hanger.)
Zwischenruf des Abg. Hanger.
davor zurück, die anderen Säulen der Demokratie zu attackieren – als Erstes das Parlament in Form des Untersuchungsausschusses. Die ÖVP macht seit Wochen nichts anderes als zu schreien: Privates ist nicht sicher vor der bösen Opposition im Untersuchungsausschuss! (Ruf bei der ÖVP: Stimmt aber auch!), Stasivergleiche sind Ihnen auch nicht zu verrückt. (Zwischenruf des Abg. Hanger.)
Zwischenruf des Abg. Hanger
Was lesen wir noch? – Dass sich ein ranghoher Beamter des Justizministeriums und ein Verfassungsrichter herabwürdigend, abschätzig, respektlos über den Verfassungsgerichtshof, seine Mitglieder, die WKStA und den Rechtsstaat an sich äußern. Das ist auch beruflich und eine ernst zu nehmende Gefahr für den Rechtsstaat (Zwischenruf des Abg. Hanger), und die Öffentlichkeit hat deswegen ein Recht darauf, es zu erfahren. Die Relevanz dieser Veröffentlichung haben sogar Sie, Herr Hanger, der sonst sehr fantasievoll bei Argumentationen ist, nicht bestritten. (Abg. Hanger: Sie haben das Recht gebrochen ...!)
Abg. Hanger: Sie haben das Recht gebrochen ...!
Was lesen wir noch? – Dass sich ein ranghoher Beamter des Justizministeriums und ein Verfassungsrichter herabwürdigend, abschätzig, respektlos über den Verfassungsgerichtshof, seine Mitglieder, die WKStA und den Rechtsstaat an sich äußern. Das ist auch beruflich und eine ernst zu nehmende Gefahr für den Rechtsstaat (Zwischenruf des Abg. Hanger), und die Öffentlichkeit hat deswegen ein Recht darauf, es zu erfahren. Die Relevanz dieser Veröffentlichung haben sogar Sie, Herr Hanger, der sonst sehr fantasievoll bei Argumentationen ist, nicht bestritten. (Abg. Hanger: Sie haben das Recht gebrochen ...!)
Abg. Hanger: Hätten Sie das unterstützt?
Und, Herr Hanger: Der U-Ausschuss erhält diese Korrespondenzen aufgrund der gesetzlichen Regelungen und der Judikatur des Verfassungsgerichtshofes, und jeder Chat wird einzeln beurteilt und dann durch die Justiz selbst freigegeben und geliefert. Wenn es die ÖVP so verurteilt, dass wir Chats bekommen, warum wollten Sie, Herr Kollege Hanger, dann im letzten U-Ausschuss alle Chats der WKStA haben? Anscheinend gibt es gute Chats und gemeine Chats. (Abg. Hanger: Hätten Sie das unterstützt?) – Das war das Parlament.
Abg. Hanger: Gar nicht! Das wissen Sie ganz genau! ...!
Wie attackiert die ÖVP die Justiz, ohne Skrupel? (Abg. Hanger: Gar nicht! Das wissen Sie ganz genau! ...!) Wäre die ÖVP eine staatstragende Partei mit einem reinen Gewissen, dann würde sie die Justiz einfach arbeiten lassen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hanger.) Aber nein, seit über einem Jahr wird die WKStA frontal von Sebastian Kurz abwärts attackiert. (Ruf bei der ÖVP: ... die Redezeit ist vorbei!) Wir hören auch nicht einmal irgendwann Kritik am System Pilnacek von der ÖVP – natürlich nicht –, vielmehr werden Akten von der ÖVP geleakt (lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP), um es dann medial der WKStA in die Schuhe zu schieben. (Beifall bei NEOS und SPÖ.) Diese Schamlosigkeit raubt einem wirklich den Atem.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hanger.
Wie attackiert die ÖVP die Justiz, ohne Skrupel? (Abg. Hanger: Gar nicht! Das wissen Sie ganz genau! ...!) Wäre die ÖVP eine staatstragende Partei mit einem reinen Gewissen, dann würde sie die Justiz einfach arbeiten lassen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hanger.) Aber nein, seit über einem Jahr wird die WKStA frontal von Sebastian Kurz abwärts attackiert. (Ruf bei der ÖVP: ... die Redezeit ist vorbei!) Wir hören auch nicht einmal irgendwann Kritik am System Pilnacek von der ÖVP – natürlich nicht –, vielmehr werden Akten von der ÖVP geleakt (lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP), um es dann medial der WKStA in die Schuhe zu schieben. (Beifall bei NEOS und SPÖ.) Diese Schamlosigkeit raubt einem wirklich den Atem.
Ruf bei der ÖVP: ... die Redezeit ist vorbei!
Wie attackiert die ÖVP die Justiz, ohne Skrupel? (Abg. Hanger: Gar nicht! Das wissen Sie ganz genau! ...!) Wäre die ÖVP eine staatstragende Partei mit einem reinen Gewissen, dann würde sie die Justiz einfach arbeiten lassen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hanger.) Aber nein, seit über einem Jahr wird die WKStA frontal von Sebastian Kurz abwärts attackiert. (Ruf bei der ÖVP: ... die Redezeit ist vorbei!) Wir hören auch nicht einmal irgendwann Kritik am System Pilnacek von der ÖVP – natürlich nicht –, vielmehr werden Akten von der ÖVP geleakt (lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP), um es dann medial der WKStA in die Schuhe zu schieben. (Beifall bei NEOS und SPÖ.) Diese Schamlosigkeit raubt einem wirklich den Atem.
lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP
Wie attackiert die ÖVP die Justiz, ohne Skrupel? (Abg. Hanger: Gar nicht! Das wissen Sie ganz genau! ...!) Wäre die ÖVP eine staatstragende Partei mit einem reinen Gewissen, dann würde sie die Justiz einfach arbeiten lassen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hanger.) Aber nein, seit über einem Jahr wird die WKStA frontal von Sebastian Kurz abwärts attackiert. (Ruf bei der ÖVP: ... die Redezeit ist vorbei!) Wir hören auch nicht einmal irgendwann Kritik am System Pilnacek von der ÖVP – natürlich nicht –, vielmehr werden Akten von der ÖVP geleakt (lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP), um es dann medial der WKStA in die Schuhe zu schieben. (Beifall bei NEOS und SPÖ.) Diese Schamlosigkeit raubt einem wirklich den Atem.
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Wie attackiert die ÖVP die Justiz, ohne Skrupel? (Abg. Hanger: Gar nicht! Das wissen Sie ganz genau! ...!) Wäre die ÖVP eine staatstragende Partei mit einem reinen Gewissen, dann würde sie die Justiz einfach arbeiten lassen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hanger.) Aber nein, seit über einem Jahr wird die WKStA frontal von Sebastian Kurz abwärts attackiert. (Ruf bei der ÖVP: ... die Redezeit ist vorbei!) Wir hören auch nicht einmal irgendwann Kritik am System Pilnacek von der ÖVP – natürlich nicht –, vielmehr werden Akten von der ÖVP geleakt (lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP), um es dann medial der WKStA in die Schuhe zu schieben. (Beifall bei NEOS und SPÖ.) Diese Schamlosigkeit raubt einem wirklich den Atem.
Abg. Hanger: Sie machen nur die guten, oder?
Jetzt hat die ÖVP durch ihre Umfragen klar zu sehen bekommen, dass wir Bürgerinnen und Bürger sehr auf den Rechtsstaat stehen und ihn schätzen und dass es nicht so gut ankommt, wenn Sie ihn kritisieren. Also attackiert die ÖVP nun gezielt die Sachbearbeiter der WKStA. Spannend, dass zwar keiner der Beschuldigten vonseiten der ÖVP ein Rechtsmittel genutzt hat, wie es dem normalen Bürger, der normalen Bürgerin zusteht, die ÖVP aber die einem normalen Bürger verschlossenen Wege von Pressekonferenzen et cetera für falsche Vorwürfe nützt und auch jene Ibizasachbearbeiter, die noch nicht aufgegeben haben, anzeigt. Ich dachte, es gibt nur politisch motivierte Anzeigen, aber anscheinend gibt es böse Anzeigen und gute Anzeigen. (Abg. Hanger: Sie machen nur die guten, oder?)
Abg. Zarits: Soll er es jetzt nicht unterschreiben, oder was?
versucht anscheinend alles, auch das Zu-Tode-Umarmen. (Abg. Zarits: Soll er es jetzt nicht unterschreiben, oder was?) Die ÖVP schafft es auf jeden Fall sehr gut, zu tricksen und zu täuschen, und sie arbeitet mit Falschinformationen und Attacken an Ihrer Täuschung, liebe Zuseherinnen und Zuseher! Irgendwann stimmt dann der Fokus der Debatte nicht mehr, und wie Harry Bergmann sehr richtig schrieb: „Wohin man sieht, stimmt die Gewichtung nicht. Das Zustandekommen des Ibiza-Videos wiegt schwerer als sein Inhalt. Die Sauberkeit der Fußnägel einer angeblichen Oligarchen-Nichte wiegt schwerer als der geplante Ausverkauf der Republik. Die Larmoyanz der Befragten im Untersuchungsausschuss wiegt schwerer als ihr Schweigen oder ihre Lügen. Eine Hausdurchsuchung bei einem Politiker wiegt schwerer als der Fund. Eine Suspendierung wiegt schwerer als Geheimnisverrat.
Abg. Michael Hammer: Leseübung ...!
Und dann, die liebe Macht. Die Macht wiegt schwerer als das, was man mit dieser Macht für die Menschen zum Besseren verändern könnte. Die Macht zu gewinnen, wiegt schwerer, als den Willen derer, die einen gewählt haben, umzusetzen. Die Macht zu erhalten, wiegt schwerer als das korrumpierte Verhalten, das vielen dafür nötig erscheint.“ (Abg. Michael Hammer: Leseübung ...!)
Ruf bei der ÖVP: Die Redezeit ist vorbei!
Wir wollen im U-Ausschuss diese Aufklärung ordentlich zu Ende führen. Dazu brauchen wir wegen der von Tag eins an (Ruf bei der ÖVP: Die Redezeit ist vorbei!) hemmenden, tricksenden, faktenbefreiten Kräfte aus der ÖVP noch eine Verlängerung für die Akten von Minister Blümel, Kanzler Kurz und die Chats von Thomas Schmid. Die Verzögerungstaktik der ÖVP soll nicht erfolgreich sein! Liebe Grüne, seid bei der Verlängerung dabei! (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Wir wollen im U-Ausschuss diese Aufklärung ordentlich zu Ende führen. Dazu brauchen wir wegen der von Tag eins an (Ruf bei der ÖVP: Die Redezeit ist vorbei!) hemmenden, tricksenden, faktenbefreiten Kräfte aus der ÖVP noch eine Verlängerung für die Akten von Minister Blümel, Kanzler Kurz und die Chats von Thomas Schmid. Die Verzögerungstaktik der ÖVP soll nicht erfolgreich sein! Liebe Grüne, seid bei der Verlängerung dabei! (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Präsidentin Doris Bures: Nun erteile ich Herrn Abgeordneten Klaus Fürlinger das Wort. – Bitte. (Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Klaus Fürlinger (ÖVP): Ich trete zur Geisterstunde ans Rednerpult, und zur Geisterstunde sind uns immer die grauslichsten und gruseligsten Märchen erzählt worden. (Beifall bei der ÖVP.) Auch wenn dieses von Kollegin Krisper schnell gelesen war, es ist und bleibt ein Märchen, das auch sehr uninspiriert vorgetragen worden ist.
Zwischenrufe bei der SPÖ
Meine Damen und Herren, wir haben im Dezember 2019 hier einen Untersuchungsausschuss eingesetzt, der im März 2020 seine Arbeit aufgenommen hat, im April 2021 verlängert worden ist, und nun sitzen wird seit 15 Monaten da. Die Auskunftspersonen waren alle zweimal da, die meisten kommen jetzt dann noch ein drittes Mal, und die Auskünfte, die sie gegeben haben, waren halt bei Weitem nicht so erhellend. Es mag ja sein, dass es der Fantasie einzelner Abgeordneter dieses Hauses entspricht, sich daraus jene Märchen zusammenzureimen (Zwischenrufe bei der SPÖ), die hier seit Tagen und Wochen immer wieder geboten werden. Für diese gilt: Wie der Schelm denkt, so ist er. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, wir haben im Dezember 2019 hier einen Untersuchungsausschuss eingesetzt, der im März 2020 seine Arbeit aufgenommen hat, im April 2021 verlängert worden ist, und nun sitzen wird seit 15 Monaten da. Die Auskunftspersonen waren alle zweimal da, die meisten kommen jetzt dann noch ein drittes Mal, und die Auskünfte, die sie gegeben haben, waren halt bei Weitem nicht so erhellend. Es mag ja sein, dass es der Fantasie einzelner Abgeordneter dieses Hauses entspricht, sich daraus jene Märchen zusammenzureimen (Zwischenrufe bei der SPÖ), die hier seit Tagen und Wochen immer wieder geboten werden. Für diese gilt: Wie der Schelm denkt, so ist er. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP
Das Einzige, meine Damen und Herren, was einzelne Mitglieder dieses Hauses interessiert, ist dieser gnadenlose Voyeurismus (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP), sich dabei fast erotisch zu fühlen, wenn man irgendwelche privaten Handynachrichten liest (lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ), die mit dem Untersuchungsausschuss in Wahrheit nichts zu tun haben, aber halt die Möglichkeit für ein bisschen mediale Vermarktung
lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ
Das Einzige, meine Damen und Herren, was einzelne Mitglieder dieses Hauses interessiert, ist dieser gnadenlose Voyeurismus (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP), sich dabei fast erotisch zu fühlen, wenn man irgendwelche privaten Handynachrichten liest (lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ), die mit dem Untersuchungsausschuss in Wahrheit nichts zu tun haben, aber halt die Möglichkeit für ein bisschen mediale Vermarktung
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
bieten. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Dafür begehen wir sogar Rechtsbruch, dafür leaken wir Dinge hinaus, die unter Geheimhaltungsstufe waren (Zwischenrufe bei der SPÖ – Zwischenruf des Abg. Loacker) und sind auch noch stolz darauf. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.)
Zwischenrufe bei der SPÖ – Zwischenruf des Abg. Loacker
bieten. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Dafür begehen wir sogar Rechtsbruch, dafür leaken wir Dinge hinaus, die unter Geheimhaltungsstufe waren (Zwischenrufe bei der SPÖ – Zwischenruf des Abg. Loacker) und sind auch noch stolz darauf. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.)
Beifall bei der ÖVP. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
bieten. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Dafür begehen wir sogar Rechtsbruch, dafür leaken wir Dinge hinaus, die unter Geheimhaltungsstufe waren (Zwischenrufe bei der SPÖ – Zwischenruf des Abg. Loacker) und sind auch noch stolz darauf. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.
Die Damen und Herren im Hooligansektor der SPÖ mögen sich beruhigen, ich bin noch - - (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Abg. Michael Hammer: Rufen Sie Ihre Partei zur Ordnung! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter, ich ersuche Sie, sich in Ihrer Ausdrucksweise zu mäßigen. Wir sind nämlich im Parlament. (Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Abg. Michael Hammer: Rufen Sie Ihre Partei zur Ordnung! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Abgeordneter Mag. Klaus Fürlinger (fortsetzend): Frau Präsidentin, selbstverständlich gelobe ich Mäßigung. Ich würde Sie allerdings ersuchen, die Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ anzuleiten, den Ton ein wenig herabzusenken. Dann sind wir, glaube ich, alle eins. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
In Mäßigung meines Tones, meine Damen und Herren, möchte ich eines festhalten: Ich freue mich auf die Tage nach dem 1. Juli. Ich freue mich auf die Tage, wenn wir wegkommen von der Destruktion hin zur Konstruktion, von der Zerstörung zur Zusammenarbeit, von der Verleumdung Einzelner (Zwischenrufe bei der SPÖ) zu einer persönlichen Wertschätzung und vom Schlechtermachen für Einzelne zum Bessermachen für alle. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Dort müssen wir nämlich hin, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
In Mäßigung meines Tones, meine Damen und Herren, möchte ich eines festhalten: Ich freue mich auf die Tage nach dem 1. Juli. Ich freue mich auf die Tage, wenn wir wegkommen von der Destruktion hin zur Konstruktion, von der Zerstörung zur Zusammenarbeit, von der Verleumdung Einzelner (Zwischenrufe bei der SPÖ) zu einer persönlichen Wertschätzung und vom Schlechtermachen für Einzelne zum Bessermachen für alle. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Dort müssen wir nämlich hin, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
In Mäßigung meines Tones, meine Damen und Herren, möchte ich eines festhalten: Ich freue mich auf die Tage nach dem 1. Juli. Ich freue mich auf die Tage, wenn wir wegkommen von der Destruktion hin zur Konstruktion, von der Zerstörung zur Zusammenarbeit, von der Verleumdung Einzelner (Zwischenrufe bei der SPÖ) zu einer persönlichen Wertschätzung und vom Schlechtermachen für Einzelne zum Bessermachen für alle. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Dort müssen wir nämlich hin, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Tomaselli und Matznetter.
Das ist der Auftrag der Politik. Der Auftrag der Politik ist nicht, gegen einzelne Personen, sondern für die Menschen in diesem Land Politik zu machen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Tomaselli und Matznetter.) Diese Verkennung durch einzelne Mitglieder dieses Hauses – und das gilt bei Weitem nicht für alle –, diese Verkennung des Politikbegriffes hat der Politik insgesamt Schaden zugefügt, viel mehr, als Sie glauben, meine Damen und Herren, und das wird Sie auch alle treffen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist der Auftrag der Politik. Der Auftrag der Politik ist nicht, gegen einzelne Personen, sondern für die Menschen in diesem Land Politik zu machen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Tomaselli und Matznetter.) Diese Verkennung durch einzelne Mitglieder dieses Hauses – und das gilt bei Weitem nicht für alle –, diese Verkennung des Politikbegriffes hat der Politik insgesamt Schaden zugefügt, viel mehr, als Sie glauben, meine Damen und Herren, und das wird Sie auch alle treffen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Ich freue mich, meine Damen und Herren, auf einen Sommer der Abkühlung des politischen Klimas. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Er soll wieder dorthin führen, wo wir hingehören, zu einem Miteinander, einer gemeinsamen politischen Arbeit in diesem Herbst, zur Rückkehr zum Auftrag der Politik. In Anbetracht der Lautstärke aus diesem Sektor (in Richtung SPÖ) und in Anbetracht der Märchenstunde zuvor schließe ich mit einem Zitat von Wilhelm Busch: Für die Gegenwart bin ich Pessimist, für die Zukunft bleibe ich Optimist. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich freue mich, meine Damen und Herren, auf einen Sommer der Abkühlung des politischen Klimas. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Er soll wieder dorthin führen, wo wir hingehören, zu einem Miteinander, einer gemeinsamen politischen Arbeit in diesem Herbst, zur Rückkehr zum Auftrag der Politik. In Anbetracht der Lautstärke aus diesem Sektor (in Richtung SPÖ) und in Anbetracht der Märchenstunde zuvor schließe ich mit einem Zitat von Wilhelm Busch: Für die Gegenwart bin ich Pessimist, für die Zukunft bleibe ich Optimist. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ – Ah-Rufe bei der ÖVP
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP! Dieses Haus hat in der Tat mehrere Aufgaben, im Wesentlichen drei: Das eine ist die Gesetzgebung – das wird wohl nur gemeinsam gehen –, das Zweite ist die Budgethoheit – das geht auch nur gemeinsam; ohne unsere Hilfe hätte es ja 2020 kein funktionierendes Budget gegeben (Beifall bei der SPÖ – Ah-Rufe bei der ÖVP) –, und das Dritte ist die Kontrolle, die in Wahrheit auch nur gemeinsam geht. (Zwischenruf des Abg. Hanger.)
Zwischenruf des Abg. Hanger.
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP! Dieses Haus hat in der Tat mehrere Aufgaben, im Wesentlichen drei: Das eine ist die Gesetzgebung – das wird wohl nur gemeinsam gehen –, das Zweite ist die Budgethoheit – das geht auch nur gemeinsam; ohne unsere Hilfe hätte es ja 2020 kein funktionierendes Budget gegeben (Beifall bei der SPÖ – Ah-Rufe bei der ÖVP) –, und das Dritte ist die Kontrolle, die in Wahrheit auch nur gemeinsam geht. (Zwischenruf des Abg. Hanger.)
Rufe bei der ÖVP: Nein!
Ganz ehrlich: Ich war damals Regierungsabgeordneter, der Fraktionsführer der SPÖ in diesem Ausschuss. Ich wäre in 100 Jahren nicht auf die Idee gekommen, zu sagen: Na, ihr könnt ihn ja noch einmal einsetzen und die eineinhalb Millionen Seiten Akten schreddern und dann ein halbes Jahr später wieder anliefern lassen! – Nicht im Traum wäre ich auf diese Idee gekommen. (Rufe bei der ÖVP: Nein!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
Was haben wir stattdessen gemacht? – Wir haben natürlich der Verlängerung zugestimmt, denn wenn der Untersuchungsausschuss mit seiner Arbeit nicht fertig ist, dann ist es einfach pragmatisch das einzig Richtige, zu sagen: Dann soll er noch drei Monate Zeit haben, das zu tun! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.
Die Frage ist: Wie gehen wir als Haus damit um? – Wir sagen: Wir sind noch nicht fertig. (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.) Wir haben noch nicht einmal alle Akten und Unterlagen bekommen, obwohl der Verfassungsgerichtshof vor mehr als drei Monaten entschieden hat: Diese Akten und Unterlagen sind zu liefern! Der Minister gibt heute zu, er hat es bis heute nicht getan. Die Frage ist: Wie gehen wir mit dieser Kontrollaufgabe um, die wir alle gemeinsam haben? Sagen wir: Ja, der Untersuchungsausschuss soll bis Oktober fertig sein und soll dann seinen Bericht legen, oder kommen Sie mit Ihrem Schildbürgerstreich, wir sollen eineinhalb Millionen Akten schreddern und dann neu anfangen und neu um jeden Akt und jedes E-Mail und jede Unterlage kämpfen?
Beifall bei SPÖ und NEOS, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abg. Strache.
Ich richte einen Appell an alle hier im Haus: Die Aufgabe der Kontrolle hat nicht nur die Opposition, sondern die haben wir alle. Ihre Aufgabe ist es nicht, sie zu behindern, sondern sie genauso zu fördern, wie wir das auch gemacht haben, als wir Regierungspartei waren. (Beifall bei SPÖ und NEOS, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abg. Strache.)
Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Das betrifft vor allem die Grünen. Weil gerade die Fußballeuropameisterschaft läuft: Zum Fair Play gehört, dass es eine Nachspielzeit gibt, wenn eine Mannschaft Zeit schindet – und so wie die ÖVP hat noch nie jemand Zeit geschunden; das ist Fair Play. Die Frage ist: Sind die Grünen auch für Fair Play? (Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Widerspruch bei der ÖVP.
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ): Wenn Kollege Fürlinger vorhin von der „Geisterstunde“ und von der „Märchenstunde“ gesprochen hat, dann hätte er seine eigene Rede hören sollen. Kollege Fürlinger, ich halte dich grundsätzlich für einen sehr, sehr intelligenten Kollegen, aber wenn du uns weismachen möchtest, dass es die ÖVP ist, die nicht politisch gegen einzelne Personen vorgeht, dann möchte ich dich bitten, dass du einfach einmal eure Presseaussendungen der letzten Wochen durchschaust. Überlegt euch, wen aller ihr schon zum Rücktritt aufgefordert habt und wie ihr ganz gezielt auf einzelne Personen losgegangen seid! (Widerspruch bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger
Wenn man sich anhört, wen aller Herr Kollege Hanger anzeigt und welche Staatsanwälte von Herrn Hanger dauernd vor den Vorhang gezogen werden (Zwischenruf des Abg. Wöginger), dann muss man sich schon überlegen, ob die ÖVP tatsächlich nicht politisch auf einzelne Personen losgeht. (Ruf bei der ÖVP: ... nicht gesagt!) – Die Nervosität ist ein Wahnsinn, aber gut.
Ruf bei der ÖVP: ... nicht gesagt!
Wenn man sich anhört, wen aller Herr Kollege Hanger anzeigt und welche Staatsanwälte von Herrn Hanger dauernd vor den Vorhang gezogen werden (Zwischenruf des Abg. Wöginger), dann muss man sich schon überlegen, ob die ÖVP tatsächlich nicht politisch auf einzelne Personen losgeht. (Ruf bei der ÖVP: ... nicht gesagt!) – Die Nervosität ist ein Wahnsinn, aber gut.
Zwischenruf des Abg. Wöginger. – Abg. Hanger: Die haben es selber zugegeben, Herr Hafenecker!
Eine Geschichte, Herr Kollege Fürlinger, bist du uns auch noch schuldig geblieben, und zwar zur Frage – das war übrigens relativ am Anfang des Untersuchungsausschusses –, wo jetzt das ÖVP-Leak eigentlich ist. Ich höre ständig, dass den NEOS die Veröffentlichung von Daten vorgeworfen wird. (Zwischenruf des Abg. Wöginger. – Abg. Hanger: Die haben es selber zugegeben, Herr Hafenecker!) Wir wissen aber von der WKStA, dass es gerade Akten aus der ÖVP gewesen sind, die an Medien weitergespielt worden sind. Da hat uns Herr Präsident Sobotka eine Untersuchung und eine Klärung der Umstände versprochen. Das ist bis heute nicht passiert. Das ist die „Obstruktion“, die tagtäglich im Untersuchungsausschuss gemacht wird, von der die Frau Kollegin von den NEOS gesprochen hat.
Zwischenruf bei der ÖVP
Eines noch, weil ich gerade davon gesprochen habe, dass wir von Herrn Minister Blümel diese Lieferung in Klassifizierungsstufe 3 bekommen haben: Das sind, wenn man sie aneinanderlegt, eineinhalb Fußballfelder Akten, die wir händisch durchsuchen müssen (Zwischenruf bei der ÖVP), weil Sie mit Ihrer Klassifizierungsstufe 3 verhindert haben, dass wir sie elektronisch auswerten können. Herr Kollege Wöginger, das sind die Sabotageakte, die Sie uns tagtäglich im Untersuchungsausschuss angedeihen lassen. Das ist der Punkt, an dem wir sagen (Abg. Wöginger: Was willst jetzt von mir?): Das wollen wir so nicht hinnehmen!
Abg. Wöginger: Was willst jetzt von mir?
Eines noch, weil ich gerade davon gesprochen habe, dass wir von Herrn Minister Blümel diese Lieferung in Klassifizierungsstufe 3 bekommen haben: Das sind, wenn man sie aneinanderlegt, eineinhalb Fußballfelder Akten, die wir händisch durchsuchen müssen (Zwischenruf bei der ÖVP), weil Sie mit Ihrer Klassifizierungsstufe 3 verhindert haben, dass wir sie elektronisch auswerten können. Herr Kollege Wöginger, das sind die Sabotageakte, die Sie uns tagtäglich im Untersuchungsausschuss angedeihen lassen. Das ist der Punkt, an dem wir sagen (Abg. Wöginger: Was willst jetzt von mir?): Das wollen wir so nicht hinnehmen!
Zwischenruf bei den Grünen
Was machen jedoch die Grünen? – Die Grünen sind Steigbügelhalter und Erfüllungsgehilfen der ÖVP. Im Prinzip ist das eigentlich ein sehr, sehr peinlicher Auftritt. Ich habe noch die Ehre gehabt, mit Kollegin Moser gemeinsam einen Untersuchungsausschuss zu machen. Sie würde sich im Grab umdrehen (Zwischenruf bei den Grünen), wenn sie sehen könnte, was Sie aus ihrem Erbe gemacht haben.
Heiterkeit und Beifall bei FPÖ und NEOS sowie des Abg. Hanger. – Zwischenruf des Abg. Hanger.
Vielleicht eines noch zum Abschluss: Wir haben heute schon gehört – Kollege Hanger von der ÖVP hat es schon gesagt –, dieses Antikorruptionsvolksbegehren wird auch von der ÖVP recht breit unterstützt. Ich rate Ihnen nur eines, Kollege Hanger: Lesen Sie sich noch einmal durch, was da drinsteht, es ist nämlich gegen Korruption. Schauen Sie also noch einmal, ob Sie das wirklich unterstützen wollen. (Heiterkeit und Beifall bei FPÖ und NEOS sowie des Abg. Hanger. – Zwischenruf des Abg. Hanger.)
Abg. Hafenecker: ... die kennt sich aus!
Präsidentin Doris Bures: Als Nächste ist Frau Klubvorsitzende Sigrid Maurer zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Hafenecker: ... die kennt sich aus!)
Abg. Hafenecker: Mir wäre lieber die Kollegin Tomaselli, die kennt sich aus!
Abgeordnete Sigrid Maurer, BA (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! (Abg. Hafenecker: Mir wäre lieber die Kollegin Tomaselli, die kennt sich aus!) Sie beobachten eine Debatte, die wir in dieser Form schon einmal geführt haben. Gut, führen wir sie halt noch einmal. (Abg. Lausch: ... ans Rednerpult!) Es geht, wie wir alle wissen, um einen Antrag auf Verlängerung des Untersuchungsausschusses. (Abg. Hafenecker: Die Kollegin Tomaselli würde sich auskennen!) Der Untersuchungsausschuss wurde bereits zweimal verlängert, einmal coronabedingt mit einer Gesetzesänderung (Abg. Lausch: ... das letzte Mal auch schon gesagt!), einmal mit einer Minderheitsverlängerung seitens der Opposition. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Nun soll es eine weitere Verlängerung geben, wenn es nach der Opposition geht.
Abg. Lausch: ... ans Rednerpult!
Abgeordnete Sigrid Maurer, BA (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! (Abg. Hafenecker: Mir wäre lieber die Kollegin Tomaselli, die kennt sich aus!) Sie beobachten eine Debatte, die wir in dieser Form schon einmal geführt haben. Gut, führen wir sie halt noch einmal. (Abg. Lausch: ... ans Rednerpult!) Es geht, wie wir alle wissen, um einen Antrag auf Verlängerung des Untersuchungsausschusses. (Abg. Hafenecker: Die Kollegin Tomaselli würde sich auskennen!) Der Untersuchungsausschuss wurde bereits zweimal verlängert, einmal coronabedingt mit einer Gesetzesänderung (Abg. Lausch: ... das letzte Mal auch schon gesagt!), einmal mit einer Minderheitsverlängerung seitens der Opposition. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Nun soll es eine weitere Verlängerung geben, wenn es nach der Opposition geht.
Abg. Hafenecker: Die Kollegin Tomaselli würde sich auskennen!
Abgeordnete Sigrid Maurer, BA (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! (Abg. Hafenecker: Mir wäre lieber die Kollegin Tomaselli, die kennt sich aus!) Sie beobachten eine Debatte, die wir in dieser Form schon einmal geführt haben. Gut, führen wir sie halt noch einmal. (Abg. Lausch: ... ans Rednerpult!) Es geht, wie wir alle wissen, um einen Antrag auf Verlängerung des Untersuchungsausschusses. (Abg. Hafenecker: Die Kollegin Tomaselli würde sich auskennen!) Der Untersuchungsausschuss wurde bereits zweimal verlängert, einmal coronabedingt mit einer Gesetzesänderung (Abg. Lausch: ... das letzte Mal auch schon gesagt!), einmal mit einer Minderheitsverlängerung seitens der Opposition. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Nun soll es eine weitere Verlängerung geben, wenn es nach der Opposition geht.
Abg. Lausch: ... das letzte Mal auch schon gesagt!
Abgeordnete Sigrid Maurer, BA (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! (Abg. Hafenecker: Mir wäre lieber die Kollegin Tomaselli, die kennt sich aus!) Sie beobachten eine Debatte, die wir in dieser Form schon einmal geführt haben. Gut, führen wir sie halt noch einmal. (Abg. Lausch: ... ans Rednerpult!) Es geht, wie wir alle wissen, um einen Antrag auf Verlängerung des Untersuchungsausschusses. (Abg. Hafenecker: Die Kollegin Tomaselli würde sich auskennen!) Der Untersuchungsausschuss wurde bereits zweimal verlängert, einmal coronabedingt mit einer Gesetzesänderung (Abg. Lausch: ... das letzte Mal auch schon gesagt!), einmal mit einer Minderheitsverlängerung seitens der Opposition. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Nun soll es eine weitere Verlängerung geben, wenn es nach der Opposition geht.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Abgeordnete Sigrid Maurer, BA (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! (Abg. Hafenecker: Mir wäre lieber die Kollegin Tomaselli, die kennt sich aus!) Sie beobachten eine Debatte, die wir in dieser Form schon einmal geführt haben. Gut, führen wir sie halt noch einmal. (Abg. Lausch: ... ans Rednerpult!) Es geht, wie wir alle wissen, um einen Antrag auf Verlängerung des Untersuchungsausschusses. (Abg. Hafenecker: Die Kollegin Tomaselli würde sich auskennen!) Der Untersuchungsausschuss wurde bereits zweimal verlängert, einmal coronabedingt mit einer Gesetzesänderung (Abg. Lausch: ... das letzte Mal auch schon gesagt!), einmal mit einer Minderheitsverlängerung seitens der Opposition. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Nun soll es eine weitere Verlängerung geben, wenn es nach der Opposition geht.
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei SPÖ, FPÖ und NEOS.
wir Grüne das Minderheitsrecht für den U-Ausschuss erkämpft haben. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei SPÖ, FPÖ und NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Martin Graf.
Werte Kolleginnen und Kollegen von Sozialdemokratie und NEOS! (Zwischenruf des Abg. Martin Graf.) Sie wissen, auch ein Zeitraum von drei Monaten würde nicht ausreichen, damit das, was Sie auf dem Tisch liegen haben, oder das, was Sie gerne bearbeitet haben möchten, tatsächlich vollständig abgewickelt werden kann. Das ist Ihnen natürlich selbst klar. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Es liegt in Ihrer Verantwortung (Zwischenruf des Abg. Krainer), Sie haben es in der Hand, welcher Untersuchungsausschuss eingesetzt wird. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Von einem erweiterten Untersuchungsgegenstand über einen eingeschränkten Untersuchungsgegenstand oder einen neuen Untersuchungsgegenstand auf Basis der Erkenntnisse des jetzigen Ibiza-U-Ausschusses ist alles möglich. Sie können einfach selbst wieder einen Untersuchungsausschuss einrichten.
Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Werte Kolleginnen und Kollegen von Sozialdemokratie und NEOS! (Zwischenruf des Abg. Martin Graf.) Sie wissen, auch ein Zeitraum von drei Monaten würde nicht ausreichen, damit das, was Sie auf dem Tisch liegen haben, oder das, was Sie gerne bearbeitet haben möchten, tatsächlich vollständig abgewickelt werden kann. Das ist Ihnen natürlich selbst klar. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Es liegt in Ihrer Verantwortung (Zwischenruf des Abg. Krainer), Sie haben es in der Hand, welcher Untersuchungsausschuss eingesetzt wird. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Von einem erweiterten Untersuchungsgegenstand über einen eingeschränkten Untersuchungsgegenstand oder einen neuen Untersuchungsgegenstand auf Basis der Erkenntnisse des jetzigen Ibiza-U-Ausschusses ist alles möglich. Sie können einfach selbst wieder einen Untersuchungsausschuss einrichten.
Zwischenruf des Abg. Krainer
Werte Kolleginnen und Kollegen von Sozialdemokratie und NEOS! (Zwischenruf des Abg. Martin Graf.) Sie wissen, auch ein Zeitraum von drei Monaten würde nicht ausreichen, damit das, was Sie auf dem Tisch liegen haben, oder das, was Sie gerne bearbeitet haben möchten, tatsächlich vollständig abgewickelt werden kann. Das ist Ihnen natürlich selbst klar. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Es liegt in Ihrer Verantwortung (Zwischenruf des Abg. Krainer), Sie haben es in der Hand, welcher Untersuchungsausschuss eingesetzt wird. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Von einem erweiterten Untersuchungsgegenstand über einen eingeschränkten Untersuchungsgegenstand oder einen neuen Untersuchungsgegenstand auf Basis der Erkenntnisse des jetzigen Ibiza-U-Ausschusses ist alles möglich. Sie können einfach selbst wieder einen Untersuchungsausschuss einrichten.
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Werte Kolleginnen und Kollegen von Sozialdemokratie und NEOS! (Zwischenruf des Abg. Martin Graf.) Sie wissen, auch ein Zeitraum von drei Monaten würde nicht ausreichen, damit das, was Sie auf dem Tisch liegen haben, oder das, was Sie gerne bearbeitet haben möchten, tatsächlich vollständig abgewickelt werden kann. Das ist Ihnen natürlich selbst klar. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Es liegt in Ihrer Verantwortung (Zwischenruf des Abg. Krainer), Sie haben es in der Hand, welcher Untersuchungsausschuss eingesetzt wird. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Von einem erweiterten Untersuchungsgegenstand über einen eingeschränkten Untersuchungsgegenstand oder einen neuen Untersuchungsgegenstand auf Basis der Erkenntnisse des jetzigen Ibiza-U-Ausschusses ist alles möglich. Sie können einfach selbst wieder einen Untersuchungsausschuss einrichten.
Abg. Lausch: Das haben Sie alles schon gesagt!
Ich muss an dieser Stelle auch wieder sagen: Es ist schon erstaunlich, dass sich die Freiheitliche Partei hierher stellt und so tut, als wäre sie die Sauberpartei. (Abg. Lausch: Das haben Sie alles schon gesagt!) Warum heißt der Ibiza-U-Ausschuss? – Weil ein freiheitlicher Parteichef in Ibiza war und dort quasi gesagt hat: Man kann die Republik kaufen! (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf bei der FPÖ.
Ich muss an dieser Stelle auch wieder sagen: Es ist schon erstaunlich, dass sich die Freiheitliche Partei hierher stellt und so tut, als wäre sie die Sauberpartei. (Abg. Lausch: Das haben Sie alles schon gesagt!) Warum heißt der Ibiza-U-Ausschuss? – Weil ein freiheitlicher Parteichef in Ibiza war und dort quasi gesagt hat: Man kann die Republik kaufen! (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Ich bin überzeugt davon, dass die Opposition eine weise Entscheidung treffen wird, was den neuen U-Ausschuss betrifft. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Der entsprechende Antrag wird wahrscheinlich am 22. September eingebracht werden, der U-Ausschuss wird im Dezember zu arbeiten beginnen und alle Akten bekommen, die derzeit noch ausständig sind.
Lebhafter Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Krainer: Am Klo war nur der Kollege Wöginger bei der Abstimmung!
Ich möchte zum Schluss noch Kollegen Krainer, der gerade in seine Maske hineinbrummelt, ausrichten: Herr Krainer, Sie sind seit 2002 Abgeordneter hier im Parlament. Zu diesem Zeitpunkt war der Untersuchungsausschuss kein Minderheitsrecht. Seither haben die U-Ausschüsse Eurofighter eins, Banken, Bawag, BMI-Spitzel, Korruptions-U-Ausschuss für Telekom und Buwog stattgefunden. Davon wurden jedenfalls Eurofighter eins, Banken und Telekom/Buwog mit Mehrheitsbeschluss über einen Fristsetzungsantrag abgedreht. Herr Krainer, entweder waren Sie gerade am Klo oder Sie waren am tatsächlichen Abdrehen dieser U-Ausschüsse beteiligt! (Lebhafter Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Krainer: Am Klo war nur der Kollege Wöginger bei der Abstimmung!)
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Im Gegensatz zu heute: Da haben Sie als Opposition die Möglichkeit, jeden x-beliebigen U-Ausschuss einzurichten (Zwischenruf des Abg. Matznetter), weil wir Grüne (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Kassegger), KorruptionsbekämpferInnen wie Gabi Moser, das erkämpft haben. (Beifall bei Grünen und ÖVP.) Ich verbiete es mir, Herr Hafenecker, dass ausgerechnet Sie den Namen Gabi Mosers in den Mund nehmen. Gabi Moser war eine extrem aufrechte, saubere Politikerin, die in ihrer parlamentarischen Arbeit einen sehr, sehr hohen Qualitätsstandard erfüllt hat. (Abg. Deimek: Da bist du noch am Hinterbankl gesessen!) Es steht Ihnen nicht zu Gesicht, sie für Ihre Zwecke zu instrumentalisieren. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Lausch.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Kassegger
Im Gegensatz zu heute: Da haben Sie als Opposition die Möglichkeit, jeden x-beliebigen U-Ausschuss einzurichten (Zwischenruf des Abg. Matznetter), weil wir Grüne (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Kassegger), KorruptionsbekämpferInnen wie Gabi Moser, das erkämpft haben. (Beifall bei Grünen und ÖVP.) Ich verbiete es mir, Herr Hafenecker, dass ausgerechnet Sie den Namen Gabi Mosers in den Mund nehmen. Gabi Moser war eine extrem aufrechte, saubere Politikerin, die in ihrer parlamentarischen Arbeit einen sehr, sehr hohen Qualitätsstandard erfüllt hat. (Abg. Deimek: Da bist du noch am Hinterbankl gesessen!) Es steht Ihnen nicht zu Gesicht, sie für Ihre Zwecke zu instrumentalisieren. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Lausch.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Im Gegensatz zu heute: Da haben Sie als Opposition die Möglichkeit, jeden x-beliebigen U-Ausschuss einzurichten (Zwischenruf des Abg. Matznetter), weil wir Grüne (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Kassegger), KorruptionsbekämpferInnen wie Gabi Moser, das erkämpft haben. (Beifall bei Grünen und ÖVP.) Ich verbiete es mir, Herr Hafenecker, dass ausgerechnet Sie den Namen Gabi Mosers in den Mund nehmen. Gabi Moser war eine extrem aufrechte, saubere Politikerin, die in ihrer parlamentarischen Arbeit einen sehr, sehr hohen Qualitätsstandard erfüllt hat. (Abg. Deimek: Da bist du noch am Hinterbankl gesessen!) Es steht Ihnen nicht zu Gesicht, sie für Ihre Zwecke zu instrumentalisieren. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Lausch.)
Abg. Deimek: Da bist du noch am Hinterbankl gesessen!
Im Gegensatz zu heute: Da haben Sie als Opposition die Möglichkeit, jeden x-beliebigen U-Ausschuss einzurichten (Zwischenruf des Abg. Matznetter), weil wir Grüne (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Kassegger), KorruptionsbekämpferInnen wie Gabi Moser, das erkämpft haben. (Beifall bei Grünen und ÖVP.) Ich verbiete es mir, Herr Hafenecker, dass ausgerechnet Sie den Namen Gabi Mosers in den Mund nehmen. Gabi Moser war eine extrem aufrechte, saubere Politikerin, die in ihrer parlamentarischen Arbeit einen sehr, sehr hohen Qualitätsstandard erfüllt hat. (Abg. Deimek: Da bist du noch am Hinterbankl gesessen!) Es steht Ihnen nicht zu Gesicht, sie für Ihre Zwecke zu instrumentalisieren. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Lausch.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Lausch.
Im Gegensatz zu heute: Da haben Sie als Opposition die Möglichkeit, jeden x-beliebigen U-Ausschuss einzurichten (Zwischenruf des Abg. Matznetter), weil wir Grüne (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Kassegger), KorruptionsbekämpferInnen wie Gabi Moser, das erkämpft haben. (Beifall bei Grünen und ÖVP.) Ich verbiete es mir, Herr Hafenecker, dass ausgerechnet Sie den Namen Gabi Mosers in den Mund nehmen. Gabi Moser war eine extrem aufrechte, saubere Politikerin, die in ihrer parlamentarischen Arbeit einen sehr, sehr hohen Qualitätsstandard erfüllt hat. (Abg. Deimek: Da bist du noch am Hinterbankl gesessen!) Es steht Ihnen nicht zu Gesicht, sie für Ihre Zwecke zu instrumentalisieren. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Lausch.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Es ist, wie es ist. Wir werden dieser Verlängerung nicht zustimmen, weil es mit der ÖVP nicht möglich ist und wir nicht glauben (Zwischenrufe bei der SPÖ), dass es klug ist, eine Koalition aufgrund einer dreimonatigen U-Ausschussverlängerung zu beenden. (Ruf: Frau Tomaselli!) Ich sage es noch einmal: Es liegt in Ihrer Verantwortung, und ich bin schon sehr gespannt, liebe NEOS, liebe Sozialdemokratie, für welchen Untersuchungsgegenstand Sie sich entscheiden werden. Wir werden es im Herbst sehen. – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Ruf: Frau Tomaselli!
Es ist, wie es ist. Wir werden dieser Verlängerung nicht zustimmen, weil es mit der ÖVP nicht möglich ist und wir nicht glauben (Zwischenrufe bei der SPÖ), dass es klug ist, eine Koalition aufgrund einer dreimonatigen U-Ausschussverlängerung zu beenden. (Ruf: Frau Tomaselli!) Ich sage es noch einmal: Es liegt in Ihrer Verantwortung, und ich bin schon sehr gespannt, liebe NEOS, liebe Sozialdemokratie, für welchen Untersuchungsgegenstand Sie sich entscheiden werden. Wir werden es im Herbst sehen. – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Es ist, wie es ist. Wir werden dieser Verlängerung nicht zustimmen, weil es mit der ÖVP nicht möglich ist und wir nicht glauben (Zwischenrufe bei der SPÖ), dass es klug ist, eine Koalition aufgrund einer dreimonatigen U-Ausschussverlängerung zu beenden. (Ruf: Frau Tomaselli!) Ich sage es noch einmal: Es liegt in Ihrer Verantwortung, und ich bin schon sehr gespannt, liebe NEOS, liebe Sozialdemokratie, für welchen Untersuchungsgegenstand Sie sich entscheiden werden. Wir werden es im Herbst sehen. – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Oh-Rufe bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Unvergessen! – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.
Präsidentin Doris Bures: Nun erteile ich Herrn Abgeordneten Helmut Brandstätter das Wort. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Oh-Rufe bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Unvergessen! – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.)
Widerspruch bei ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Dr. Helmut Brandstätter (NEOS): Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und liebe Zuseher! Das war schon interessant, Frau Kollegin Maurer, soeben haben Sie der SPÖ vorgeworfen, dass sie schon etwas abgedreht hat, und deswegen drehen Sie nun etwas ab. (Widerspruch bei ÖVP und Grünen.) Das würden die Leute nicht verstehen. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Abgeordneter Dr. Helmut Brandstätter (NEOS): Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und liebe Zuseher! Das war schon interessant, Frau Kollegin Maurer, soeben haben Sie der SPÖ vorgeworfen, dass sie schon etwas abgedreht hat, und deswegen drehen Sie nun etwas ab. (Widerspruch bei ÖVP und Grünen.) Das würden die Leute nicht verstehen. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Abg. Hörl: ... gesprochen!
Wenn Sie gleichzeitig sagen, dass die ÖVP die Koalition beenden würde, wenn Sie einer Verlängerung zustimmen würden, dann reden wir einmal von diesem Politikbegriff – Herr Fürlinger hat vom Politikbegriff gesprochen (Abg. Hörl: ... gesprochen!) –: Was ist das für ein Politikbegriff, wenn eine Partei in so einer schwierigen Lage, in der wir in Österreich sind, eine Regierungszusammenarbeit beenden würde, weil die Aufklärung über vergangene Untaten beendet werden soll? (Oh-Rufe bei der ÖVP.) – Das ist eigentlich ein sonderbarer Politikbegriff.
Oh-Rufe bei der ÖVP.
Wenn Sie gleichzeitig sagen, dass die ÖVP die Koalition beenden würde, wenn Sie einer Verlängerung zustimmen würden, dann reden wir einmal von diesem Politikbegriff – Herr Fürlinger hat vom Politikbegriff gesprochen (Abg. Hörl: ... gesprochen!) –: Was ist das für ein Politikbegriff, wenn eine Partei in so einer schwierigen Lage, in der wir in Österreich sind, eine Regierungszusammenarbeit beenden würde, weil die Aufklärung über vergangene Untaten beendet werden soll? (Oh-Rufe bei der ÖVP.) – Das ist eigentlich ein sonderbarer Politikbegriff.
Ruf: Danke!
Im Übrigen, das wollte ich auch noch sagen: Es waren nicht die Grünen alleine, die für Minderheitsrechte aufgetreten sind (Ruf: Danke!), es waren auch die NEOS, es war die FPÖ (Abg. Michael Hammer: ... Die hat es noch gar nicht gegeben! Die hat es noch gar nicht gegeben! – Zwischenruf des Abg. Lausch), damit auch da die historische Wahrheit stimmt. (Zwischenruf der Abg. Maurer.)
Abg. Michael Hammer: ... Die hat es noch gar nicht gegeben! Die hat es noch gar nicht gegeben! – Zwischenruf des Abg. Lausch
Im Übrigen, das wollte ich auch noch sagen: Es waren nicht die Grünen alleine, die für Minderheitsrechte aufgetreten sind (Ruf: Danke!), es waren auch die NEOS, es war die FPÖ (Abg. Michael Hammer: ... Die hat es noch gar nicht gegeben! Die hat es noch gar nicht gegeben! – Zwischenruf des Abg. Lausch), damit auch da die historische Wahrheit stimmt. (Zwischenruf der Abg. Maurer.)
Zwischenruf der Abg. Maurer.
Im Übrigen, das wollte ich auch noch sagen: Es waren nicht die Grünen alleine, die für Minderheitsrechte aufgetreten sind (Ruf: Danke!), es waren auch die NEOS, es war die FPÖ (Abg. Michael Hammer: ... Die hat es noch gar nicht gegeben! Die hat es noch gar nicht gegeben! – Zwischenruf des Abg. Lausch), damit auch da die historische Wahrheit stimmt. (Zwischenruf der Abg. Maurer.)
Abg. Michael Hammer: ... immer schon ein schlechter Journalist gewesen! – Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
Dann möchte ich noch etwas sagen. (Unruhe im Saal.) – Wenn nun wieder Ruhe einkehrt, Frau Präsidentin, würde ich gerne weiterreden. (Abg. Michael Hammer: ... immer schon ein schlechter Journalist gewesen! – Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.)
Zwischenruf des Abg. Hörl
Es ist für uns alle belastend, vieles von dem zu lesen, was wir lesen müssen (Zwischenruf des Abg. Hörl), aber ich habe das Gefühl, ein U-Ausschuss ist so etwas wie das Lymphsystem des Parlaments, das ist ein reinigender Vorgang. Und noch einmal: Es ist nicht lustig, das zu lesen, es ist auch nicht gut, dass die Leute das lesen müssen. Sie sollen aber wissen, was in diesem Land möglich war und hoffentlich nicht mehr möglich ist (Abg. Michael Hammer: OMV!): dass sich jemand seinen eigenen Posten ausschreibt, dass man sich zusammentut und Überlegungen anstellt, wie man die Kirchen unter Druck setzen kann, damit sie nicht mehr gegen einen argumentieren. (Oh-Rufe bei der ÖVP.)
Abg. Michael Hammer: OMV!
Es ist für uns alle belastend, vieles von dem zu lesen, was wir lesen müssen (Zwischenruf des Abg. Hörl), aber ich habe das Gefühl, ein U-Ausschuss ist so etwas wie das Lymphsystem des Parlaments, das ist ein reinigender Vorgang. Und noch einmal: Es ist nicht lustig, das zu lesen, es ist auch nicht gut, dass die Leute das lesen müssen. Sie sollen aber wissen, was in diesem Land möglich war und hoffentlich nicht mehr möglich ist (Abg. Michael Hammer: OMV!): dass sich jemand seinen eigenen Posten ausschreibt, dass man sich zusammentut und Überlegungen anstellt, wie man die Kirchen unter Druck setzen kann, damit sie nicht mehr gegen einen argumentieren. (Oh-Rufe bei der ÖVP.)
Oh-Rufe bei der ÖVP.
Es ist für uns alle belastend, vieles von dem zu lesen, was wir lesen müssen (Zwischenruf des Abg. Hörl), aber ich habe das Gefühl, ein U-Ausschuss ist so etwas wie das Lymphsystem des Parlaments, das ist ein reinigender Vorgang. Und noch einmal: Es ist nicht lustig, das zu lesen, es ist auch nicht gut, dass die Leute das lesen müssen. Sie sollen aber wissen, was in diesem Land möglich war und hoffentlich nicht mehr möglich ist (Abg. Michael Hammer: OMV!): dass sich jemand seinen eigenen Posten ausschreibt, dass man sich zusammentut und Überlegungen anstellt, wie man die Kirchen unter Druck setzen kann, damit sie nicht mehr gegen einen argumentieren. (Oh-Rufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Zahlen Sie Kirchensteuer?
Der Untersuchungsausschuss findet statt, damit man nicht wieder Abkommen schließt (Ruf bei der ÖVP: Zahlen Sie Kirchensteuer?), wie es die ÖVP und die FPÖ gemacht haben: zwei zu eins, meine Haberer, deine Haberer. Er findet statt, damit wir hoffentlich nicht mehr lesen, dass nur steuerbare Frauen eine Chance haben, in dem Land einen Job zu bekommen.
Abg. Michael Hammer: Ein paar Sätze zu Ihrer ...!
Das alles sind Dinge, die passiert sind. Ich glaube, wir sind überzeugt davon, dass wir das alles nicht wollen. Wir sind aber leider mitten in der Aufklärung, weil so viel Schreckliches passiert ist, und das muss weiter aufgeklärt werden. (Abg. Michael Hammer: Ein paar Sätze zu Ihrer ...!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Nun weiß ich schon, meine lieben KollegInnen von der ÖVP, Sie haben gedacht, da war ein FPÖ-Chef in Ibiza und hat schreckliche Sachen gesagt – was ja stimmt. Da haben Sie gesagt: Ja, das müssen wir jetzt aufklären. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Nur sind wir im Zuge der Aufklärung dann draufgekommen, dass sehr vieles, was in Ibiza angekündigt wurde, möglicherweise von ÖVPlern umgesetzt wurde. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das müssen wir nun im Detail aufklären, und das ist Ihnen unangenehm. Was machen Sie daher als Nächstes? – Als Nächstes radikalisieren Sie.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Nun weiß ich schon, meine lieben KollegInnen von der ÖVP, Sie haben gedacht, da war ein FPÖ-Chef in Ibiza und hat schreckliche Sachen gesagt – was ja stimmt. Da haben Sie gesagt: Ja, das müssen wir jetzt aufklären. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Nur sind wir im Zuge der Aufklärung dann draufgekommen, dass sehr vieles, was in Ibiza angekündigt wurde, möglicherweise von ÖVPlern umgesetzt wurde. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das müssen wir nun im Detail aufklären, und das ist Ihnen unangenehm. Was machen Sie daher als Nächstes? – Als Nächstes radikalisieren Sie.
Ruf bei der ÖVP: Was haben Sie ... OMV ...? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Da war einmal das Wort von Watergate. (Ruf bei der ÖVP: Was haben Sie ... OMV ...? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Hören Sie zu! Bei Watergate war ich zwar ein bisschen betroffen, ich habe mir aber gedacht: Na ja, das ist halt eine wenig gebildete Mannschaft, die wissen nicht, was in Watergate passiert ist. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Da war einmal das Wort von Watergate. (Ruf bei der ÖVP: Was haben Sie ... OMV ...? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Hören Sie zu! Bei Watergate war ich zwar ein bisschen betroffen, ich habe mir aber gedacht: Na ja, das ist halt eine wenig gebildete Mannschaft, die wissen nicht, was in Watergate passiert ist. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Der Redner verlässt das Rednerpult und holt eine DVD von seinem Platz. – Rufe bei der ÖVP: Oh, das Buch! Oh, oh!
Na, hören Sie zu! (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Der Redner verlässt das Rednerpult und holt eine DVD von seinem Platz. – Rufe bei der ÖVP: Oh, das Buch! Oh, oh!) – So, jetzt haben sie sich beruhigt. Am Ende von Watergate ist der Präsident zurückgetreten, das haben Sie inzwischen verstanden. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Na, hören Sie zu! (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Der Redner verlässt das Rednerpult und holt eine DVD von seinem Platz. – Rufe bei der ÖVP: Oh, das Buch! Oh, oh!) – So, jetzt haben sie sich beruhigt. Am Ende von Watergate ist der Präsident zurückgetreten, das haben Sie inzwischen verstanden. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Dann ist aber noch etwas viel Schlimmeres gekommen, nämlich das Wort, das man uns vorgeworfen hat: Stasimethoden. Gut, jetzt sind ein paar junge Leute hier, die vielleicht nicht wissen, was die Stasi ist, und Herr Hanger weiß es auch nicht. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Stasi war eine - - (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Können Sie zuhören?! Ich weiß nicht, wie nervös die sind! Seien Sie einmal ganz ruhig! Ich erkläre Ihnen etwas, ich möchte Ihnen etwas erklären. (Abg. Michael Hammer: Das brauchst uns gar nicht erklären! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Stasi war eine Mordbrigade. Die haben Menschen gezielt umgebracht. Sie haben Menschen gezielt umgebracht, und ich hoffe, das werfen Sie niemandem vor.
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Dann ist aber noch etwas viel Schlimmeres gekommen, nämlich das Wort, das man uns vorgeworfen hat: Stasimethoden. Gut, jetzt sind ein paar junge Leute hier, die vielleicht nicht wissen, was die Stasi ist, und Herr Hanger weiß es auch nicht. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Stasi war eine - - (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Können Sie zuhören?! Ich weiß nicht, wie nervös die sind! Seien Sie einmal ganz ruhig! Ich erkläre Ihnen etwas, ich möchte Ihnen etwas erklären. (Abg. Michael Hammer: Das brauchst uns gar nicht erklären! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Stasi war eine Mordbrigade. Die haben Menschen gezielt umgebracht. Sie haben Menschen gezielt umgebracht, und ich hoffe, das werfen Sie niemandem vor.
Abg. Michael Hammer: Das brauchst uns gar nicht erklären! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Dann ist aber noch etwas viel Schlimmeres gekommen, nämlich das Wort, das man uns vorgeworfen hat: Stasimethoden. Gut, jetzt sind ein paar junge Leute hier, die vielleicht nicht wissen, was die Stasi ist, und Herr Hanger weiß es auch nicht. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Stasi war eine - - (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Können Sie zuhören?! Ich weiß nicht, wie nervös die sind! Seien Sie einmal ganz ruhig! Ich erkläre Ihnen etwas, ich möchte Ihnen etwas erklären. (Abg. Michael Hammer: Das brauchst uns gar nicht erklären! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Stasi war eine Mordbrigade. Die haben Menschen gezielt umgebracht. Sie haben Menschen gezielt umgebracht, und ich hoffe, das werfen Sie niemandem vor.
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Weil es ein bisschen spät ist und Sie es mit dem Lesen nicht so haben, habe ich ein Video (die DVD „Das Leben der Anderen“ in die Höhe haltend) mitgebracht. Schauen Sie sich dieses Video eines österreichischen Regisseurs, Henckel von Donnersmarck, „Das Leben der Anderen“, an, da merkt man nämlich auch, wie viel Gemeinheit in dieser - - (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Präsidentin Doris Bures: Ich würde jetzt wirklich ersuchen, den Lärmpegel zu senken (Zwischenrufe bei der ÖVP) und Herrn Abgeordneten Brandstätter, dem ich das Wort erteilt habe, die Möglichkeit zu geben, seine Ausführungen zu Ende zu führen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie können dann durch das Abstimmungsverhalten ohnedies wieder deutlich machen, wofür Sie sind, jetzt aber ist Herr Abgeordneter Brandstätter am Wort. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Lausch: Was seid ihr so nervös?)
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Präsidentin Doris Bures: Ich würde jetzt wirklich ersuchen, den Lärmpegel zu senken (Zwischenrufe bei der ÖVP) und Herrn Abgeordneten Brandstätter, dem ich das Wort erteilt habe, die Möglichkeit zu geben, seine Ausführungen zu Ende zu führen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie können dann durch das Abstimmungsverhalten ohnedies wieder deutlich machen, wofür Sie sind, jetzt aber ist Herr Abgeordneter Brandstätter am Wort. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Lausch: Was seid ihr so nervös?)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Lausch: Was seid ihr so nervös?
Präsidentin Doris Bures: Ich würde jetzt wirklich ersuchen, den Lärmpegel zu senken (Zwischenrufe bei der ÖVP) und Herrn Abgeordneten Brandstätter, dem ich das Wort erteilt habe, die Möglichkeit zu geben, seine Ausführungen zu Ende zu führen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie können dann durch das Abstimmungsverhalten ohnedies wieder deutlich machen, wofür Sie sind, jetzt aber ist Herr Abgeordneter Brandstätter am Wort. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Lausch: Was seid ihr so nervös?)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Helmut Brandstätter (fortsetzend): Nehmen Sie also bitte das Wort Stasi zurück. Sie war nicht nur eine Mordbrigade; was sie auch gemacht haben, ist, einzelne Menschen herauszunehmen, zu beschuldigen, bis hin zur Sippenhaftung. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich weiß nicht, ob Ihnen das vertraut ist: bis hin zur Sippenhaftung! Das tut man nicht, hören Sie damit auf! (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Immer diese Schreierei!
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Helmut Brandstätter (fortsetzend): Nehmen Sie also bitte das Wort Stasi zurück. Sie war nicht nur eine Mordbrigade; was sie auch gemacht haben, ist, einzelne Menschen herauszunehmen, zu beschuldigen, bis hin zur Sippenhaftung. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich weiß nicht, ob Ihnen das vertraut ist: bis hin zur Sippenhaftung! Das tut man nicht, hören Sie damit auf! (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Immer diese Schreierei!
Zwischenruf des Abg. Hanger
Noch eines möchte ich sagen, weil es auch wichtig ist: Was mich auch sehr betroffen gemacht hat, ist, dass junge Leute, Kabinettsmitarbeiter, aufgetreten sind, die uns eine derartige Abwertung des Parlaments gezeigt haben (Zwischenruf des Abg. Hanger), die nicht gescheit zugehört haben, denen man angemerkt hat, dass sie gedacht haben: Was sind schon ein paar Parlamentarier? Lasst uns in Ruhe!
Ruf bei der ÖVP: Auftragsjournalist!
Einer davon hat dann leider den Fehler gemacht, falsch auszusagen. Na ja, jetzt ist er halt vor der Staatsanwaltschaft, muss dort erklären, warum er falsch ausgesagt hat. Das trifft auch den Herrn Bundeskanzler. (Ruf bei der ÖVP: Auftragsjournalist!) – Die, die Sie nicht dabei waren, können sich das gar nicht vorstellen. Herr Hanger war dabei. Es war eine ruhige Stimmung, ruhige Fragen, ruhige Antworten, und dann hat er die Unwahrheit gesagt. (Abg. Hanger: Das stimmt ja nicht!) Die Frage ist, ob der Vorsatz vorhanden ist. Dabei vertrauen wir der Justiz.
Abg. Hanger: Das stimmt ja nicht!
Einer davon hat dann leider den Fehler gemacht, falsch auszusagen. Na ja, jetzt ist er halt vor der Staatsanwaltschaft, muss dort erklären, warum er falsch ausgesagt hat. Das trifft auch den Herrn Bundeskanzler. (Ruf bei der ÖVP: Auftragsjournalist!) – Die, die Sie nicht dabei waren, können sich das gar nicht vorstellen. Herr Hanger war dabei. Es war eine ruhige Stimmung, ruhige Fragen, ruhige Antworten, und dann hat er die Unwahrheit gesagt. (Abg. Hanger: Das stimmt ja nicht!) Die Frage ist, ob der Vorsatz vorhanden ist. Dabei vertrauen wir der Justiz.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie vertrauen ja der Justiz nicht, das ist auch ein wesentlicher Unterschied. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie vertrauen der Justiz nicht, wir vertrauen der Justiz. Schauen wir, was die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft macht, schauen wir, was die Gerichte machen, und dann können Sie weiter ganz ruhig sein.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter, Sie müssen nun den Schlusssatz formulieren. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Helmut Brandstätter (fortsetzend): Danke schön. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)