Eckdaten:
Für die 76. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 755 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich halte das für eine ganz gravierende Angelegenheit, denn das Pensionssystem lebt ja davon, dass die Menschen, die heute in Arbeit stehen, ihre Beiträge in der berechtigten Hoffnung bezahlen, irgendwann einmal eine faire Pension zu erhalten. Herr Bundeskanzler, das, was Sie vorgelegt haben, entspricht in vielen Bereichen nicht dieser Erwartungshaltung, weil viele Teile dieser Pensionsreform weder fair noch gerecht sind! Daher besteht enormer Änderungsbedarf. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Mag. Molterer: Falsch!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die Hauptleidtragenden dieser Pensionsharmonisierung werden leider die Frauen sein (Abg. Mag. Molterer: Falsch!), die Frauen auf Grund ihrer unterschiedlichen Erwerbsbiographien, denn die werden mit diesem System der Pensionsharmonisierung ganz massive Pensionskürzungen erleiden. (Abg. Mag. Molterer: Das ist einfach falsch!) Auch die Anrechnung von Kinderersatzzeiten, Herr Klubobmann Molterer, wird nicht ausreichen, diese massiven Pensionskürzungen wettzumachen. Es ist auch so ... (Abg. Scheibner: Was haben denn Sie gemacht in Ihrer Zeit?) – Herr Scheibner! Wenn Sie fragen: Was haben Sie gemacht?, so gibt mir das den Anlass, einiges klarzustellen.
Abg. Mag. Molterer: Das ist einfach falsch!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die Hauptleidtragenden dieser Pensionsharmonisierung werden leider die Frauen sein (Abg. Mag. Molterer: Falsch!), die Frauen auf Grund ihrer unterschiedlichen Erwerbsbiographien, denn die werden mit diesem System der Pensionsharmonisierung ganz massive Pensionskürzungen erleiden. (Abg. Mag. Molterer: Das ist einfach falsch!) Auch die Anrechnung von Kinderersatzzeiten, Herr Klubobmann Molterer, wird nicht ausreichen, diese massiven Pensionskürzungen wettzumachen. Es ist auch so ... (Abg. Scheibner: Was haben denn Sie gemacht in Ihrer Zeit?) – Herr Scheibner! Wenn Sie fragen: Was haben Sie gemacht?, so gibt mir das den Anlass, einiges klarzustellen.
Abg. Scheibner: Was haben denn Sie gemacht in Ihrer Zeit?
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die Hauptleidtragenden dieser Pensionsharmonisierung werden leider die Frauen sein (Abg. Mag. Molterer: Falsch!), die Frauen auf Grund ihrer unterschiedlichen Erwerbsbiographien, denn die werden mit diesem System der Pensionsharmonisierung ganz massive Pensionskürzungen erleiden. (Abg. Mag. Molterer: Das ist einfach falsch!) Auch die Anrechnung von Kinderersatzzeiten, Herr Klubobmann Molterer, wird nicht ausreichen, diese massiven Pensionskürzungen wettzumachen. Es ist auch so ... (Abg. Scheibner: Was haben denn Sie gemacht in Ihrer Zeit?) – Herr Scheibner! Wenn Sie fragen: Was haben Sie gemacht?, so gibt mir das den Anlass, einiges klarzustellen.
Abg. Scheibner: Warum haben denn die Frauen so niedrige Pensionen?
Wenn die 15 besten Jahre zur Pensionsberechnung herangezogen werden (Abg. Scheibner: Warum haben denn die Frauen so niedrige Pensionen?), dann spielt die Frage der Anrechnung von Kindererziehungszeiten eine viel geringere Rolle, als wenn das Erwerbseinkommen des gesamten Lebens angerechnet wird. (Abg. Mag. Molterer: SPÖ-Pensionsmodell!)
Abg. Mag. Molterer: SPÖ-Pensionsmodell!
Wenn die 15 besten Jahre zur Pensionsberechnung herangezogen werden (Abg. Scheibner: Warum haben denn die Frauen so niedrige Pensionen?), dann spielt die Frage der Anrechnung von Kindererziehungszeiten eine viel geringere Rolle, als wenn das Erwerbseinkommen des gesamten Lebens angerechnet wird. (Abg. Mag. Molterer: SPÖ-Pensionsmodell!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Steibl: Das stimmt ja nicht!
sein werden. Und das ist extrem ungerecht! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Steibl: Das stimmt ja nicht!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Zweitens: Die von Ihnen nicht sehr präzise vorgeschlagene Schwerarbeiterregelung schließt Frauen de facto aus. Sind Sie wirklich der Auffassung, dass es in Österreich keine Frauen gibt, die schwer arbeiten? – Ich kann mir das nicht vorstellen. Es muss auch für Frauen die Möglichkeit einer Schwerarbeiterregelung geben. Das ist ein absolutes Gebot der Fairness! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum sehen Sie alles so negativ? Der große Jammerer!
Die zweite Gruppe der Hauptverlierer werden all jene Menschen sein, die Saisonarbeiter sind – sei es im Tourismus, sei es im Baugewerbe, wo auch all die Einbußen, die durch immer wiederkehrende Zeiten der Arbeitslosigkeit auftauchen, in Zukunft voll auf die Pensionshöhe durchschlagen werden. Wenn es sich bei diesen Saisonarbeitern auch noch um Frauen handelt, dann heißt das, dass Frauen, die Saisonarbeit leisten, durch diese Pensionsreform doppelt betroffen sein werden. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum sehen Sie alles so negativ? Der große Jammerer!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. – Abg. Mag. Molterer: Das ist unwahr!
Herr Bundeskanzler! Daher ist es so, dass durch diese Pensionsharmonisierung die Pensionsverluste des Jahres 2003 aufgedoppelt werden und nach Berechnungen der Arbeiterkammer leider damit zu rechnen ist, dass die Pensionsverluste manchmal 20 Prozent und mehr betragen werden. Das ist weder fair noch gerecht, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. – Abg. Mag. Molterer: Das ist unwahr!)
Abg. Mag. Molterer: Vorschlag der Sozialpartner!
Ein harmonisiertes Pensionssystem, das mehr Gerechtigkeit schafft, hätte als Grundlage zumindest einmal gleiche Beiträge und gleiche Leistungen. Aber auch dieses Prinzip ist durch diesen Vorschlag der Pensionsharmonisierung nicht erfüllt. Es gibt weiterhin unterschiedliche Beitragshöhen und unterschiedliche Leistungen. (Abg. Mag. Molterer: Vorschlag der Sozialpartner!) Und diese sind in vielen Bereichen nicht gerechtfertigt.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Herr Molterer, erklären Sie mir Folgendes: Wieso müssen zum Beispiel, um die Beamten heranzuziehen, eine Krankenschwester, ein Gendarm, ein Briefträger, obwohl er oder sie eine Pension bekommen wird, die niedriger ist als die Höchstpension des ASVG, höhere Beiträge bezahlen? Wieso müssen sie, wenn sie in Pension sind, auch noch einen Pensionssicherungsbeitrag zahlen? – Dafür gibt es keine vernünftige Begründung. Das einzig Vernünftige wäre, gleiche Beiträge, die zu gleichen Leistungen führen! Das ist der Anspruch an ein harmonisiertes Pensionssystem. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich kann das schon nicht mehr hören!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Man hat den Eindruck, dass bei allem Zugestehen der Schwierigkeiten, ein harmonisiertes Pensionssystem zu entwickeln – und es bestreitet niemand, dass das eine der schwierigsten und komplexesten Materien ist –, auf einzelne Gruppen in unserer Gesellschaft vergessen wurde. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich kann das schon nicht mehr hören!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren von den Regierungsfraktionen! Nützen Sie die Zeit zur Reparatur, bevor wir im Parlament diese Problematik in der Tiefe behandeln! Das wäre sinnvoll, um Fairness, Gerechtigkeit und Verlässlichkeit zu schaffen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Dr. Andreas Khol: Zu einer einleitenden Stellungnahme hat sich der Herr Bundeskanzler zu Wort gemeldet. Bevor ich ihm das Wort erteile, begrüße ich den Herrn Landeshauptmann von Tirol DDr. Herwig van Staa, der unseren Beratungen auf der Tribüne folgt. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Herr Präsident! Hohes Haus! Lieber Alfred Gusenbauer! Ich bin direkt dankbar für diese Aktuelle Stunde, weil sie mir die Möglichkeit bietet, dass wir hier mit der Gräuelpropaganda aufräumen können, die seit geraumer Zeit von der SPÖ und auch von den Sozialisten in der Arbeiterkammer ungestraft verbreitet werden kann. Die Wahrheit wird siegen, das werden wir heute hier ausdiskutieren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Heinisch-Hosek: So ist es!
Erster Punkt: Sie, Herr Abgeordneter Gusenbauer, behaupten, dass die Reform, die jetzt gerade in Begutachtung ist, eine weitere Kürzung darstelle. (Abg. Heinisch-Hosek: So ist es!) – Das Gegenteil ist wahr! Jetziger Rechtsstand ist, dass die Aufwertung vergangener Beitragszeiten mit der Inflationsrate geschieht, in Hinkunft wird es die durchschnittliche Beitragsgrundlage sein. Allein der Unterschied zwischen diesen beiden Aufwertungsmethoden bedeutet pro Jahr 1 bis 1,5 Prozent höhere Aufwertung der eingezahlten Beiträge auf dem individuellen Pensionskonto als früher.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Also: keine Kürzung, sondern in Wirklichkeit eine Erhöhung der Pensionsberechnung von 30 Prozent! Das kann Ihnen jeder Mathematiker nachweisen, Herr Abgeordneter Gusenbauer. Belügen Sie hier nicht die Öffentlichkeit! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ja-Rufe bei der SPÖ.
Zweiter Punkt: Sie sagen, die großen Verlierer seien die Frauen. (Ja-Rufe bei der SPÖ.) – Haben Sie wirklich vergessen, dass es 50 Jahre lang sozialistische Sozialminister gegeben hat, dass die Lohnpolitik hauptsächlich von sozialistischen Gewerkschaftern gemacht wird, dass die Unterschiede ... (Abg. Mag. Trunk: Das ist ungeheuerlich! ...!) – Na, von wem denn sonst? Oder haben Sie keine Mehrheit mehr im ÖGB? Diese Meldung ist interessant, Frau Abgeordnete.
Abg. Mag. Trunk: Das ist ungeheuerlich! ...!
Zweiter Punkt: Sie sagen, die großen Verlierer seien die Frauen. (Ja-Rufe bei der SPÖ.) – Haben Sie wirklich vergessen, dass es 50 Jahre lang sozialistische Sozialminister gegeben hat, dass die Lohnpolitik hauptsächlich von sozialistischen Gewerkschaftern gemacht wird, dass die Unterschiede ... (Abg. Mag. Trunk: Das ist ungeheuerlich! ...!) – Na, von wem denn sonst? Oder haben Sie keine Mehrheit mehr im ÖGB? Diese Meldung ist interessant, Frau Abgeordnete.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Wahrheit ist, dass jahrzehntelange sozialistische Lohnpolitik dazu geführt hat, dass Frauen heute benachteiligt sind. Und erstmals ändern wir das! Das ist der große Unterschied. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn Sie mit mir darin übereinstimmen, dass Frauen nicht die Verlierer sind, dann müssen Sie mit uns stimmen, wenn wir sagen, Kindererziehungszeiten sind in Hinkunft nicht mehr billige Ersatzzeiten, sondern wohlerworbene Kontozeiten. Wir werten gegenüber früher um mehr als das Doppelte auf. Früher, unter SPÖ-Führung, war ein Monat Kindererziehungszeit 640 € wert, in Zukunft mehr als 1 300 €, 1 340 €, mehr als das Doppelte. Das ist eine Kürzung? – Dann können Sie nicht rechnen, Herr Abgeordneter. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Oder: Früher war es so, dass man 15 Jahre, 15 Arbeitsjahre und Beitragsjahre, brauchte, um überhaupt eine Eigenpension zu bekommen. In Hinkunft werden es sieben Jahre sein, also weniger als die Hälfte. – Das ist keine Kürzung, sondern eine deutliche Verbesserung, Herr Abgeordneter. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Trunk: Wirtschaftsminister Schüssel!
Jetzt erzähle ich Ihnen eine Geschichte, die ich selbst erlebt habe. Im Jahre 1995 bin ich bekanntlich Parteiobmann und Vizekanzler geworden, durch die Volkspartei nominiert. Ich habe bei der Pensionsreform 1997 massiv mit unseren Frauenpolitikerinnen dafür gekämpft, dass wir die Zahl der Jahre, der Arbeitsjahre, von 15 auf 12 Jahre absenken dürfen. Das wäre ein großer Fortschritt gewesen. – Das ist abgelehnt worden, kalt abgelehnt worden vom SPÖ-Kanzler, vom SPÖ-Sozialminister und vor allem vom ÖGB. Das ist die Wahrheit, und die Öffentlichkeit, die an den Fernsehschirmen zuhört und zuschaut, soll dies wissen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Trunk: Wirtschaftsminister Schüssel!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Jetzt sage ich Ihnen noch etwas – die Öffentlichkeit weiß es ja –: Ein Jahr lang haben wir gemeinsam verhandelt, Martin Bartenstein und ich auf der Seite der ÖVP, Herbert Haupt und Ursula Haubner für die FPÖ – mit den vier Sozialpartnerpräsidenten. Ein Jahr lang Verhandlungen! Wir sind fast zusammengekommen. Ich sehe überhaupt nicht ein, warum man die Ergebnisse dieser wertvollen Konsensarbeit plötzlich schlecht reden will, nur weil es Ihnen nicht in Ihr parteipolitisches Konzept passt, dass die Regierung mit den Sozialpartnern eine Jahrhundertreform macht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Dieses allgemeine Pensions... (Zwischenruf bei der SPÖ.) – Bitte!
Zwischenruf bei der SPÖ.
Jetzt sage ich Ihnen noch etwas – die Öffentlichkeit weiß es ja –: Ein Jahr lang haben wir gemeinsam verhandelt, Martin Bartenstein und ich auf der Seite der ÖVP, Herbert Haupt und Ursula Haubner für die FPÖ – mit den vier Sozialpartnerpräsidenten. Ein Jahr lang Verhandlungen! Wir sind fast zusammengekommen. Ich sehe überhaupt nicht ein, warum man die Ergebnisse dieser wertvollen Konsensarbeit plötzlich schlecht reden will, nur weil es Ihnen nicht in Ihr parteipolitisches Konzept passt, dass die Regierung mit den Sozialpartnern eine Jahrhundertreform macht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Dieses allgemeine Pensions... (Zwischenruf bei der SPÖ.) – Bitte!
Oh-Rufe bei der ÖVP.
Wissen Sie, woher das ist? – Nicht aus einem ÖVP-Magazin, sondern aus der wohl unverdächtigen Stadtzeitung „Falter“ vom 17. September. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) Das ist die Wahrheit. Und die meisten Experten sehen das auch so. Manche kritisieren uns auch für manche Abschwächungen, die wir gemeinsam mit den Sozialpartnern und mit den Arbeitnehmervertretern von FPÖ und ÖAAB gemacht haben. Nachdem eure (in
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir hatten uns bei der Schwerstarbeiterregelung mit den Sozialpartnern auf Abschläge von 3 Prozent verständigt. Wir sind ihnen, gemeinsam mit unseren Arbeitnehmervertretern, weiter entgegengekommen und haben die Abschläge von 2 Prozent bis auf 0,85 Prozent reduziert. Das ist ein ganz großer Vorteil für die Arbeitnehmer – natürlich nichts für die Versicherungsmathematik –, aber dazu stehe ich, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Silhavy: Wer hat die Pensionsreform 2003 beschlossen?
Das Gleiche war mit dem so genannten Deckel. In der Pensionsreform 2003 gab es Abschläge von maximal 10 Prozent. Sie wissen das. (Abg. Silhavy: Wer hat die Pensionsreform 2003 beschlossen?) Wir haben uns gemeinsam mit euren Sozialpartnern darauf geeinigt, dass wir diesen Deckel halbieren. Bitte, liebe Öffentlichkeit, ist das jetzt eine Verschlechterung oder eine Verbesserung für die Versicherten? – Natürlich eine Verbesserung! Ich stehe dazu, und die Öffentlichkeit soll das wissen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das Gleiche war mit dem so genannten Deckel. In der Pensionsreform 2003 gab es Abschläge von maximal 10 Prozent. Sie wissen das. (Abg. Silhavy: Wer hat die Pensionsreform 2003 beschlossen?) Wir haben uns gemeinsam mit euren Sozialpartnern darauf geeinigt, dass wir diesen Deckel halbieren. Bitte, liebe Öffentlichkeit, ist das jetzt eine Verschlechterung oder eine Verbesserung für die Versicherten? – Natürlich eine Verbesserung! Ich stehe dazu, und die Öffentlichkeit soll das wissen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Molterer: Genauso ist es! – Zwischenruf bei der SPÖ.
Jetzt sage ich Ihnen noch etwas, Herr Abgeordneter Gusenbauer, und zwar zu den Beiträgen: Die Höhe der Beiträge, nämlich 22,8 Prozent für alle, und eine Partnerleistung für die Bauern und Selbständigen waren kein Vorschlag der Bundesregierung. Das kam nicht von ÖVP oder FPÖ, sondern das war ein gemeinsamer Vorschlag der Sozialpartner. (Abg. Mag. Molterer: Genauso ist es! – Zwischenruf bei der SPÖ.) – Nicht sagen, das stimmt nicht! Sie waren ja gar nicht dabei! (Neuerlicher Zwischenruf bei der SPÖ.) Ich war dabei, ich weiß es daher: Es war das ein gemeinsamer Vorschlag der Sozialpartner! Und wenn Sie ehrlich sind, werden Sie das auch zugeben!
Neuerlicher Zwischenruf bei der SPÖ.
Jetzt sage ich Ihnen noch etwas, Herr Abgeordneter Gusenbauer, und zwar zu den Beiträgen: Die Höhe der Beiträge, nämlich 22,8 Prozent für alle, und eine Partnerleistung für die Bauern und Selbständigen waren kein Vorschlag der Bundesregierung. Das kam nicht von ÖVP oder FPÖ, sondern das war ein gemeinsamer Vorschlag der Sozialpartner. (Abg. Mag. Molterer: Genauso ist es! – Zwischenruf bei der SPÖ.) – Nicht sagen, das stimmt nicht! Sie waren ja gar nicht dabei! (Neuerlicher Zwischenruf bei der SPÖ.) Ich war dabei, ich weiß es daher: Es war das ein gemeinsamer Vorschlag der Sozialpartner! Und wenn Sie ehrlich sind, werden Sie das auch zugeben!
Abg. Sburny: Sie sind schon dort!
Ich bin jedenfalls nicht gewillt, mich auf das tiefe Niveau zu begeben, dass ich einen Vorschlag der Sozialpartner deswegen zurückweise (Abg. Sburny: Sie sind schon dort!), weil er möglicherweise nicht die Zustimmung des „großen Vorsitzenden“ Gusenbauer erhalten könnte. Ich halte mich an diesen gemeinsamen Vorschlag der Sozialpartner, und wir werden das auch dem Parlament in diesem Sinne vorschlagen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich bin jedenfalls nicht gewillt, mich auf das tiefe Niveau zu begeben, dass ich einen Vorschlag der Sozialpartner deswegen zurückweise (Abg. Sburny: Sie sind schon dort!), weil er möglicherweise nicht die Zustimmung des „großen Vorsitzenden“ Gusenbauer erhalten könnte. Ich halte mich an diesen gemeinsamen Vorschlag der Sozialpartner, und wir werden das auch dem Parlament in diesem Sinne vorschlagen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Daher: Nur Mut zu dieser Reform! Es wird Ihnen, meine Damen und Herren von den Oppositionsparteien, nicht schaden, wenn Sie den Sozialpartnern folgen und die letzten Schritte durch das Ziel gemeinsam mit uns gehen! (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dipl.-Ing. Kummerer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Tancsits –: Pass auf, dass du nicht umfällst beim Runtergehen!
Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Mag. Tancsits. Redezeit: 5 Minuten. – Bitte. (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Tancsits –: Pass auf, dass du nicht umfällst beim Runtergehen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Mag. Walter Tancsits (ÖVP): Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Meine Damen und Herren der Bundesregierung! Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Pensionssicherung und gleiches Pensionssystem – das wurde in den achtziger Jahren von Minister Dallinger verlangt, vom damaligen Bundeskanzler Klima für bis spätestens Ende 1998 angekündigt, vom Kollegen Gusenbauer heute wieder in den Raum gestellt. Nunmehr liegt ein solches Reformwerk zur Begutachtung vor. – Andere reden, wir handeln! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Unser Reformwerk: „klar nachvollziehbare und gerechte Schritte“, so nachzulesen bei Universitätsprofessor Tomandl. Pensionsreform 2000, nach der Regierungsübernahme von ÖVP und FPÖ: kurzfristige Sicherung des Pensionssystems – und 2003: Langfristwirkung und wesentliche Harmonisierungsschritte. Jetzt das gleiche und für alle geltende Pensionsgesetz ab 1. Jänner 2005: zunächst für fünf Sechstel der Erwerbstätigen und in weiterer Folge für alle geltend. – Nochmals: Andere reden, wir handeln! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Weiters: gleiche Beiträge für alle – und das mit einem transparenten Ausgleichssystem des Staates, sodass eben nicht derjenige, bei dem es die geringste Bedeckung gibt, die meisten Zuschüsse bekommt, sondern das erfolgt in Hinkunft in gerechter Weise, denn das sind ja Leistungen, die von der Allgemeinheit erbracht werden. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Weiters: gleiche Anrechnung für alle, und zwar für Präsenzdienst-, für Zivildienst-, für Familienhospiz- und Kindererziehungszeiten. Und damit komme ich auch schon zum wesentlichen Punkt dieser Reform, zu den Vorteilen für Frauen und Mütter. Sie werden das mit Ihrem sozialistischen „Neusprech“ nicht wegbekommen, denn ganz klar und eindeutig ist, dass in Zukunft Zehntausende Frauen – in der Vergangenheit haben sie, weil sie nicht auf genügend pensionsbegründende Jahre gekommen sind, nichts bekommen – eine Pension erhalten werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es wird dann hoffentlich in Ihren Inseraten, in Zeitschriften der Arbeiterkammer heißen: „100 Prozent Pensionsgewinn“, denn in diesem neuen System gibt es – im Gegensatz zur Verlustdeckelung – keine Gewinnbegrenzung. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Lentsch: Die SPÖ ist dagegen!
Nochmals: 100 Prozent Pensionsgewinn für Zehntausende Mütter, für Frauen, die, was eine eigene Pension anlangt, in der Vergangenheit leer ausgegangen sind. (Abg. Lentsch: Die SPÖ ist dagegen!)
Abg. Dr. Puswald: Welche Sendung haben Sie gesehen?
Wenn Sie, meine Damen und Herren, heute im „Morgenjournal“ dem Pensionsexperten Rürup zugehört haben, so haben Sie sicherlich – im Gegensatz zur Ankündigung des ORF – vernommen, dass Professor Rürup der österreichischen Bundesregierung für diese Reformen, für diesen Harmonisierungsentwurf ausdrücklich Lob gezollt hat. (Abg. Dr. Puswald: Welche Sendung haben Sie gesehen?)
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Der meiner Ansicht nach wichtigste Gesichtspunkt – das haben ja auch Sie angesprochen, Herr Kollege Gusenbauer –: Das Vertrauen der jungen Menschen in eine Alterssicherung wird hiemit wiederhergestellt. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) Für uns und diese Bundesregierung geschieht das unter dem ganz klaren Grundsatz: Andere reden, wir haben gehandelt! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Der meiner Ansicht nach wichtigste Gesichtspunkt – das haben ja auch Sie angesprochen, Herr Kollege Gusenbauer –: Das Vertrauen der jungen Menschen in eine Alterssicherung wird hiemit wiederhergestellt. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) Für uns und diese Bundesregierung geschieht das unter dem ganz klaren Grundsatz: Andere reden, wir haben gehandelt! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Herr Bundeskanzler! So unseriös, Herr Bundeskanzler, habe ich Sie schon lange nicht erlebt, aber vielleicht bedeutet unseriös in diesem Zusammenhang auch nervös, denn nervös – so finde ich – sind beide Fraktionen, die jetzt an der Regierung sind. Das, was Sie hier behauptet haben, ist einfach ungeheuerlich. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Zu einer Ihrer vielen ungeheuerlichen Behauptungen, Herr Bundeskanzler: Weder Sie noch irgendjemand von der ÖVP hat sich je für Frauen eingesetzt! Es waren die Ministerinnen Hostasch und Prammer, die das versucht haben – gescheitert ist das immer an Ihnen, meinen Damen und Herren! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
demonstrativer Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Zu Beginn ein Rechenbeispiel, Herr Bundeskanzler – vielleicht kann oder will irgendjemand in der Bundesregierung richtig rechnen; der Finanzminister hat ja in den letzten Wochen bewiesen, dass er es nicht kann –: Es geht um eine 41-jährige Handelsangestellte, die 1 000 € netto verdient, zwei Kinder hat und natürlich Kindererziehungszeiten aufzuweisen hat. Wir betonen es als sehr positiv, dass die Kindererziehungszeiten aufgewertet wurden, keine Frage, das ist klar (demonstrativer Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen), aber wenn Sie solche Frauen als Gewinnerinnen darstellen und Sie glauben machen wollen, dass diese Aufwertung der Kindererziehungszeiten den Gesamtverlust durch die Lebensdurchrechung wettmacht, dann haben Sie sich getäuscht, und das wissen Sie! Das Beispiel dieser Handelsangestellten sagt uns das. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Zu Beginn ein Rechenbeispiel, Herr Bundeskanzler – vielleicht kann oder will irgendjemand in der Bundesregierung richtig rechnen; der Finanzminister hat ja in den letzten Wochen bewiesen, dass er es nicht kann –: Es geht um eine 41-jährige Handelsangestellte, die 1 000 € netto verdient, zwei Kinder hat und natürlich Kindererziehungszeiten aufzuweisen hat. Wir betonen es als sehr positiv, dass die Kindererziehungszeiten aufgewertet wurden, keine Frage, das ist klar (demonstrativer Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen), aber wenn Sie solche Frauen als Gewinnerinnen darstellen und Sie glauben machen wollen, dass diese Aufwertung der Kindererziehungszeiten den Gesamtverlust durch die Lebensdurchrechung wettmacht, dann haben Sie sich getäuscht, und das wissen Sie! Das Beispiel dieser Handelsangestellten sagt uns das. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
fordert!) Kollege Scheuch, Sie haben keine Ahnung von der Lebensrealität von Frauen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Lest einmal euer Modell!
Die Lebensdurchrechnung frisst das auf. Feiner ausgedrückt: Es geht sich einfach nicht aus, dass diese bessere Bewertung, die ich für positiv erachte, das ausgleicht. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Lest einmal euer Modell!)
Bundesminister Dr. Bartenstein: Das stimmt nicht!
Außerdem, meine Damen und Herren: Dieser Betrag gilt erst für Kinder, die ab dem Jahr 2005 geboren werden. Alles, was davor ist, wird parallel gerechnet (Bundesminister Dr. Bartenstein: Das stimmt nicht!) und differenziert ausgerechnet, auch das sollten Sie dazusagen! (Bundesminister Dr. Bartenstein: Das stimmt auch nicht!) Das stimmt schon, Herr Arbeitsminister! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Bundesminister Dr. Bartenstein: Das stimmt auch nicht!
Außerdem, meine Damen und Herren: Dieser Betrag gilt erst für Kinder, die ab dem Jahr 2005 geboren werden. Alles, was davor ist, wird parallel gerechnet (Bundesminister Dr. Bartenstein: Das stimmt nicht!) und differenziert ausgerechnet, auch das sollten Sie dazusagen! (Bundesminister Dr. Bartenstein: Das stimmt auch nicht!) Das stimmt schon, Herr Arbeitsminister! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Außerdem, meine Damen und Herren: Dieser Betrag gilt erst für Kinder, die ab dem Jahr 2005 geboren werden. Alles, was davor ist, wird parallel gerechnet (Bundesminister Dr. Bartenstein: Das stimmt nicht!) und differenziert ausgerechnet, auch das sollten Sie dazusagen! (Bundesminister Dr. Bartenstein: Das stimmt auch nicht!) Das stimmt schon, Herr Arbeitsminister! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Scheibner: Was heißt, „auf der Straße landen“?
Daher, meine Damen und Herren, Herr Arbeitsminister: Sie glauben doch nicht wirklich, dass irgendeine arbeitspolitische Maßnahme in diesem Pensionspaket enthalten ist. Ältere Arbeitnehmerinnen werden, wenn es so kommt – Sie haben ja noch ein bisschen Zeit, diesen Entwurf zu korrigieren –, auf der Straße landen, werden in der Abhängigkeit landen, werden in der Altersarmut landen. Diese Frauen haben durch Ihre Pensionsharmonisierung einfach keine Chance! (Abg. Scheibner: Was heißt, „auf der Straße landen“?)
Abg. Scheibner: Wo ist Ihre Schwerarbeiterregelung?
Faktum Nummer 4, letztes Faktum: Auch die Schwerarbeiterregelung gilt für Frauen de facto nicht. Sie können nicht in diesen Genuss kommen. Außerdem erwarte ich mir von Ihnen, dass Sie Schwerarbeit für Frauen endlich einmal definieren. Altenpflegerinnen beispielsweise, Pflegehelferinnen, Intensiv-Krankenschwestern, Arbeit im Gastronomiebereich (Abg. Scheibner: Wo ist Ihre Schwerarbeiterregelung?) – das ist die Schwerarbeiterregelung, die ich bei Ihnen vermisse, Herr Kollege Scheibner! Sie lassen sich überhaupt bis zum Jahr 2006 Zeit damit, diesen Begriff zu definieren, dann haben die Leute aber nichts mehr davon, wissen Sie?! Dann haben die Frauen nichts mehr davon! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Sie haben nichts gemacht! 30 Jahre haben Sie nichts gemacht! Jetzt kritisieren, was Sie nie gemacht haben!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Sie haben nichts gemacht! 30 Jahre haben Sie nichts gemacht! Jetzt kritisieren, was Sie nie gemacht haben!
Faktum Nummer 4, letztes Faktum: Auch die Schwerarbeiterregelung gilt für Frauen de facto nicht. Sie können nicht in diesen Genuss kommen. Außerdem erwarte ich mir von Ihnen, dass Sie Schwerarbeit für Frauen endlich einmal definieren. Altenpflegerinnen beispielsweise, Pflegehelferinnen, Intensiv-Krankenschwestern, Arbeit im Gastronomiebereich (Abg. Scheibner: Wo ist Ihre Schwerarbeiterregelung?) – das ist die Schwerarbeiterregelung, die ich bei Ihnen vermisse, Herr Kollege Scheibner! Sie lassen sich überhaupt bis zum Jahr 2006 Zeit damit, diesen Begriff zu definieren, dann haben die Leute aber nichts mehr davon, wissen Sie?! Dann haben die Frauen nichts mehr davon! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Sie haben nichts gemacht! 30 Jahre haben Sie nichts gemacht! Jetzt kritisieren, was Sie nie gemacht haben!)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Zusammenfassend, meine Damen und Herren: Ganz wenige Frauen werden ganz kurze Zeit profitieren. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Einige Tausend könnten eventuell unter die „Hackler-Regelung“ fallen, wenn sie 40 Erwerbsjahre zusammenbringen, nie arbeitslos waren und so weiter und so fort. (Präsident Dr. Khol gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Präsident Dr. Khol gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Zusammenfassend, meine Damen und Herren: Ganz wenige Frauen werden ganz kurze Zeit profitieren. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Einige Tausend könnten eventuell unter die „Hackler-Regelung“ fallen, wenn sie 40 Erwerbsjahre zusammenbringen, nie arbeitslos waren und so weiter und so fort. (Präsident Dr. Khol gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Anhaltender Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich bin schon beim Schlusssatz: An die 2 Millionen Frauen – und für die spreche ich heute – werden nichts davon haben, werden die Verliererinnen dieser Reform sein! All die Kleinigkeiten haben das nicht wettmachen können, was Frauen durch Sie verlieren werden! (Anhaltender Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Mag. Molterer: Genau! – Abg. Silhavy: Im Gegensatz zu Ihnen kennen wir es!
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (Freiheitliche): Geschätzter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Werte Vertreter der Bundesregierung! Mir kommt es jetzt in dieser Aktuellen Stunde zur Pensionsharmonisierung, Themenwahl SPÖ, oft so vor, als würde die SPÖ ihr eigenes Programm zur Pensionsharmonisierung gar nicht kennen. (Abg. Mag. Molterer: Genau! – Abg. Silhavy: Im Gegensatz zu Ihnen kennen wir es!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Oh! Oh!
Ich habe es hier vor mir liegen, Frau Kollegin Silhavy! Zur Fairness der Pensionen für alle Österreicher und Österreicherinnen: Im Modell der SPÖ – ich habe es kurz aufgeschlagen und nehme jetzt nur das Pensionskonto und die Pensionserhöhungsgarantie heraus – steht: Wer 45 Jahre ein Fünftel seines Bruttogehaltes auf sein Pensionskonto eingezahlt hat, erhält als Pension 80 Prozent seines durchschnittlichen Netto-Monatseinkommens. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Oh! Oh!)
Abg. Silhavy: Das stimmt ja nicht!
Der Vorsitzende der sozialdemokratischen Fraktion stellt sich hier heraus und kritisiert die Durchrechnung. Er sagt uns, dass viele Leute, die zum Teil arbeitslos sind, durch die längere Durchrechnung verlieren. Herr Klubobmann Gusenbauer! Die Regierungsfraktionen haben vorgesorgt: In derartigen Fällen wird mit einer Bemessungsgrundlage gearbeitet, deren Höhe mit 1 350 € vorgesehen ist. Kindererziehungszeiten, Präsenzdienstzeiten, Zeiten der Arbeitslosigkeit und des Zivildienstes werden so bewertet. (Abg. Silhavy: Das stimmt ja nicht!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Außerdem, meine Damen und Herren von der SPÖ – Sie haben es ja dankenswerterweise zugegeben –, werden Kindererziehungszeiten in diesem Modell mit bis zu fünf Jahren angerechnet, und bei den Frauen – und das haben Sie nicht erwähnt; ich gebe Ihnen ein bisschen Nachhilfeunterricht – wird um drei Jahre pro Kind weniger durchgerechnet; bei Zwillingen sind es sogar sechs Jahre. Das ist ein gewaltiger Schritt. Wenn zum Beispiel eine Frau in zehn Jahren in Pension geht, hätte sie eine Durchrechnung von 25 Jahren; hat sie zwei Kinder, hat sie tatsächlich nur eine Durchrechnung von 19 Jahren. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Das ist eine wesentliche Verbesserung für die Frauen, geschätzte Damen und Herren!
Abg. Heinisch-Hosek: Warum machen Sie keinen Vorschlag?
Schwerarbeit, Frau Kollegin Heinisch-Hosek: Sie haben erwähnt, die Schwerarbeiterregelung wird nicht auf die Frauen zutreffen. – Frau Kollegin Heinisch-Hosek! Hier sind die Sozialpartner gefordert. Sie haben schon etliches eingebracht. (Abg. Heinisch-Hosek: Warum machen Sie keinen Vorschlag?) Ich würde mir wünschen, dass auch sehr, sehr viele Frauen in dieser Schwerarbeiterregelung, die uns und dieser Bundesregierung ein besonderes Anliegen ist, und ebenso Langzeitarbeiter besonders berücksichtigt werden.
Abg. Silhavy: Aber Sie haben schon vor dem Sommer angekündigt, dass es präsentiert wird! Wo denn?
Natürlich kann sich eine solche Regelung nur anlehnen an das Nachtschwerarbeitsgesetz. Psychische und physische Belastungen sollen mit einfließen, aber natürlich ist eine Voraussetzung, dass jemand im Laufe seines Berufslebens auch gesundheitsgefährdende Tätigkeiten ausübt, die eventuell zu einer geringeren Lebenserwartung führen. Genaueres dazu werden uns die Experten noch präsentieren, und das wollen wir einfließen lassen. (Abg. Silhavy: Aber Sie haben schon vor dem Sommer angekündigt, dass es präsentiert wird! Wo denn?)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy.
schenruf der Abg. Silhavy.) Dafür ist noch Zeit. Wir wollen Nägel mit Köpfen machen, insbesondere was die Frauen betrifft, insbesondere was die schwerarbeitenden Menschen betrifft, die ja in Zukunft auf jeden Fall für ein Jahr Schwerarbeit um drei Monate früher in Pension gehen können. Dafür haben Sie in Ihrer langjährigen Verantwortung nie etwas getan. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Sie haben in all der Zeit, in der Sie die Hauptverantwortung in diesem Staat getragen haben, nie etwas übrig gehabt für schwerarbeitende Menschen – weder für schwerarbeitende Menschen noch für jene, die einen langen Erwerbsverlauf von 45 Jahren aufzuweisen haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy.
schenruf der Abg. Silhavy.) Dafür ist noch Zeit. Wir wollen Nägel mit Köpfen machen, insbesondere was die Frauen betrifft, insbesondere was die schwerarbeitenden Menschen betrifft, die ja in Zukunft auf jeden Fall für ein Jahr Schwerarbeit um drei Monate früher in Pension gehen können. Dafür haben Sie in Ihrer langjährigen Verantwortung nie etwas getan. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Sie haben in all der Zeit, in der Sie die Hauptverantwortung in diesem Staat getragen haben, nie etwas übrig gehabt für schwerarbeitende Menschen – weder für schwerarbeitende Menschen noch für jene, die einen langen Erwerbsverlauf von 45 Jahren aufzuweisen haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsident Dr. Andreas Khol: Frau Abgeordnete Silhavy! Der vierte Zwischenruf in Folge! Melden Sie sich zu Wort! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (fortsetzend): Wir haben hier einiges umgesetzt. Die „Hackler-Regelung“ Nummer 1 hätte bis 2006 gegolten und wird jetzt verlängert bis ins Jahr 2010. Das hat den Vorteil, dass die Frauen ebenfalls berücksichtigt sind, weil sie eben ein um fünf Jahre niedrigeres Pensionsantrittsalter als Männer haben. Das kann man nicht ins Dauerrecht schreiben, sondern nur ins Übergangsrecht, aber es besteht ja die Möglichkeit, es nach dem Jahr 2010 weiterzuführen und zu evaluieren. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sehr gut!
Ich meine, das ist ein gerechtes Modell – die Ungerechtigkeiten liegen in Ihrem SPÖ-Modell! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sehr gut!)
Abg. Mag. Posch – in Richtung Präsidium –: Sie müssen aber schon zugeben, dass es schwer ist, beim Herrn Dolinschek keinen Zwischenruf zu machen!
Präsident Dr. Andreas Khol: Als Nächste gelangt Frau Abgeordnete Mag. Weinzinger für 5 Minuten ans Rednerpult. – Sie sind am Wort, Frau Kollegin. (Abg. Mag. Posch – in Richtung Präsidium –: Sie müssen aber schon zugeben, dass es schwer ist, beim Herrn Dolinschek keinen Zwischenruf zu machen!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Brigid Weinzinger (Grüne): Herr Präsident! Hohes Haus! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank und besonders Herr Bundeskanzler! Es ist Ihnen ja wirklich unbenommen, mit Spaß ans Rednerpult zu treten und sich hier rhetorisch zu betätigen – das machen wir alle gerne –, aber ich meine, wir sollten schon festhalten, dass nicht all das, was Sie vom Kanzlerstuhl aus verkünden, automatisch die Wahrheit und nicht all das, was dem widerspricht, automatisch Gräuelpropaganda ist. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Mag. Trunk: Das ist ein Skandal!
Aber selbst wenn man Ihnen in der Emotionalität einer Rede, wie Sie sie gehalten haben, das Wort „Gräuelpropaganda“ zugesteht – auch da wollen wir nicht so streng sein –, so ist es meiner Meinung nach schon bedenklich – und ich ersuche Sie, ernsthaft darüber nachzudenken –, wenn Sie hier im Parlament öffentlich sagen und bedauernd festhalten, dass die Opposition die Kritik „ungestraft“ äußern darf. (Abg. Mag. Trunk: Das ist ein Skandal!) Soll ich daraus schließen, dass Sie sich wünschen, dass Kritiker und Kritikerinnen Ihrer Politik in Österreich bestraft werden? (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Es wäre an dieser Stelle vielleicht angebracht, zumindest ein wenig nachzudenken, wenn nicht mehr.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Aber selbst wenn man Ihnen in der Emotionalität einer Rede, wie Sie sie gehalten haben, das Wort „Gräuelpropaganda“ zugesteht – auch da wollen wir nicht so streng sein –, so ist es meiner Meinung nach schon bedenklich – und ich ersuche Sie, ernsthaft darüber nachzudenken –, wenn Sie hier im Parlament öffentlich sagen und bedauernd festhalten, dass die Opposition die Kritik „ungestraft“ äußern darf. (Abg. Mag. Trunk: Das ist ein Skandal!) Soll ich daraus schließen, dass Sie sich wünschen, dass Kritiker und Kritikerinnen Ihrer Politik in Österreich bestraft werden? (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Es wäre an dieser Stelle vielleicht angebracht, zumindest ein wenig nachzudenken, wenn nicht mehr.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Ellmauer.
Zur Sache: Herr Abgeordneter Tancsits von der ÖVP hat die Regierungspolitik verteidigt mit dem schönen Slogan: Andere reden, wir haben gehandelt! – Herr Abgeordneter, vielleicht hätten Sie auch rechnen sollen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Ellmauer.)
Abg. Mag. Tancsits: Ja!
Bleiben wir bei dem Beispiel Frauen. Eine Frau, die früher von ihren besten 15 Jahren, vielleicht den einzigen 15 Vollerwerbsjahren, die sie im Laufe ihres Lebens erwerben konnte, 80 Prozent Pension bekommen hätte, also von diesem Bezug, bekommt jetzt, wenn sie 40 Jahre ein bisschen Vollzeitarbeit, ein bisschen Teilzeitarbeit gemacht hat, oft auch lange Pausen, mit oder ohne Kinderpausen, und das durchgerechnet wird, in aller Regel unter dem Strich ein deutliches Minus – nicht nur ein kleines Minus! – heraus. Und Sie sagen, diese Frau hätte durch Ihre Pensionsreformen gewonnen?! (Abg. Mag. Tancsits: Ja!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Sie nehmen den Frauen nicht nur Pensionen weg, sondern Sie verhöhnen sie dann auch noch, und das halte ich wirklich für untragbar. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Scheibner: „Kleine Verbesserungen“!
Daran ändern auch die kleinen Verbesserungen, die Sie für die Frauen einführen, nichts. Wir wissen ganz genau, dass es kleine Verbesserungen gibt (Abg. Scheibner: „Kleine Verbesserungen“!): 7 Jahre statt der 15 Jahre – aber nicht für die Bemessung der Pension etwa, um dieses Missverständnis aufzuklären, sondern nur dafür, dass man überhaupt eine Pension bekommt.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das grüne Modell würde sagen: Wir brauchen auf jeden Fall eine grundgesicherte Pension für alle Menschen, unabhängig von den Erwerbsphasen, die sie hatten, und dann einen zweiten Teil, der über die erwerbsbezogenen Leistungen dazukommt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das wäre ein sozial abgesichertes, faires System, und dem sollten Sie sich annähern. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das grüne Modell würde sagen: Wir brauchen auf jeden Fall eine grundgesicherte Pension für alle Menschen, unabhängig von den Erwerbsphasen, die sie hatten, und dann einen zweiten Teil, der über die erwerbsbezogenen Leistungen dazukommt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das wäre ein sozial abgesichertes, faires System, und dem sollten Sie sich annähern. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Steibl: Dafür können Frauen mit 60 in Pension gehen!
Wir haben es schon gehört: Einen „Pensionskorridor“ gibt es nur für Männer (Abg. Steibl: Dafür können Frauen mit 60 in Pension gehen!), gibt es de facto für Frauen bis 2033 nicht. Schwerarbeiterinnen gehen leer aus, weil Ihre Schwerarbeiterregelung fast ausschließlich auf Männer zugeschnitten ist. Ich kann Ihnen aber eines sagen: 50 Kilo heben am Krankenbett ist genauso schwer wie 50 Kilo heben am Hochofen. Das eine jedoch ist für Sie Schwerarbeit, das andere nicht – das ist unfair zu Lasten der Frauen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Wir haben es schon gehört: Einen „Pensionskorridor“ gibt es nur für Männer (Abg. Steibl: Dafür können Frauen mit 60 in Pension gehen!), gibt es de facto für Frauen bis 2033 nicht. Schwerarbeiterinnen gehen leer aus, weil Ihre Schwerarbeiterregelung fast ausschließlich auf Männer zugeschnitten ist. Ich kann Ihnen aber eines sagen: 50 Kilo heben am Krankenbett ist genauso schwer wie 50 Kilo heben am Hochofen. Das eine jedoch ist für Sie Schwerarbeit, das andere nicht – das ist unfair zu Lasten der Frauen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Nur der Vollständigkeit halber: Sie sagen, dass die Kindererziehungszeit deutlich besser bewertet wird, allerdings gehen Sie offenbar automatisch davon aus, dass das Frauensache ist, denn berechnet wird das nach dem Medianeinkommen der Frauen und nicht etwa nach jenem von Frauen und Männern gemeinsam. Das ist sozusagen die ausgleichende Ungerechtigkeit für die Männer in der Kinderpause. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
große Scheiben vom Kuchen abgeschnitten werden. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Silvia Fuhrmann (ÖVP): Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Herr Präsident! Kollegin Heinisch-Hosek hat davon gesprochen, dass einige Kollegen hier im Hohen Haus anscheinend sehr nervös sind. Frau Kollegin, ich kann das sehr gut verstehen, denn wenn meine Partei nicht einmal fähig wäre, in der Opposition Lösungskonzepte anzubieten – ich empfehle den Zuschauern einen Blick ins Wirtschaftsprogramm –, wäre ich auch nervös. Das wäre mir auch peinlich. Ich verstehe das daher sehr gut. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Frau Kollegin Heinisch-Hosek hat das Wort „Seriosität“ in den Mund genommen. Ich muss Ihnen daher schon die Frage stellen: Wie seriös ist es denn, dass gerade von der SPÖ seit Dallinger immer wieder eine Pensionsharmonisierung versprochen wurde? Vranitzky hat sie versprochen, Klima hat sie versprochen – wir haben Lösungsversuche angeboten, wir schlagen ein Modell vor. Andere raunzen, wir handeln! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Frau Kollegin, Sie haben auch von Frauenpolitikerinnen gesprochen, die sich für Frauen in der Politik eingesetzt haben. Aber was nützt es, wenn man sich in der SPÖ als Frau für Frauenpolitik einsetzt, dann aber an der eigenen Partei scheitert, weil es die Männer anscheinend nicht zulassen?! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Einsetzen ist das eine, Umsetzen ist das andere. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Frau Kollegin, Sie haben auch von Frauenpolitikerinnen gesprochen, die sich für Frauen in der Politik eingesetzt haben. Aber was nützt es, wenn man sich in der SPÖ als Frau für Frauenpolitik einsetzt, dann aber an der eigenen Partei scheitert, weil es die Männer anscheinend nicht zulassen?! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Einsetzen ist das eine, Umsetzen ist das andere. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wer hat denn die Verantwortung im ÖGB für die Frauenpolitik? – Es ist die rote Gewerkschaft. Wer macht denn dort die Lohnpolitik? – Das sind nicht wir. Und wie schaut diese Lohnpolitik aus? – Frauen verdienen noch immer um ein Drittel weniger. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) 50 Jahre roter Sozialminister und es ist nichts geschehen! 560 € haben gereicht, 15 Jahre waren notwendig – wir ermöglichen es, dass 7 Jahre ausreichend sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wer hat denn die Verantwortung im ÖGB für die Frauenpolitik? – Es ist die rote Gewerkschaft. Wer macht denn dort die Lohnpolitik? – Das sind nicht wir. Und wie schaut diese Lohnpolitik aus? – Frauen verdienen noch immer um ein Drittel weniger. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) 50 Jahre roter Sozialminister und es ist nichts geschehen! 560 € haben gereicht, 15 Jahre waren notwendig – wir ermöglichen es, dass 7 Jahre ausreichend sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei der SPÖ: Sie verwechseln irgendwas!
Die SPÖ und die sozialdemokratische Gewerkschaft wären nie auf die Idee gekommen, Karenzgeld einzuführen, im Gegenteil, sie haben gejammert, sie haben gesagt, das dränge die Frauen zurück an den Herd. (Ruf bei der SPÖ: Sie verwechseln irgendwas!) Jetzt aber ist Ihnen eine Verdoppelung anscheinend nicht genug.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Die Frauenpensionen sind noch immer um 42 Prozent niedriger als jene der Männer. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist – auch wenn Sie es nicht wahrhaben wollen und jetzt mit Zwischenrufen hier dreinreden – das Resultat sozialdemokratischer Frauenpolitik. Wir handeln, Sie raunzen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Frauenpensionen sind noch immer um 42 Prozent niedriger als jene der Männer. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist – auch wenn Sie es nicht wahrhaben wollen und jetzt mit Zwischenrufen hier dreinreden – das Resultat sozialdemokratischer Frauenpolitik. Wir handeln, Sie raunzen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Aber es wurde auch schon in den „Salzburger Nachrichten“ berichtet: „Die Harmonisierung der Pensionssysteme war der vielleicht zentralste Punkt in Kanzler Schüssels Regierungsagenda. SPÖ und Grünen war das Thema zu heiß – sie versuchten es erst gar nicht und blieben lieber in Opposition.“ (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
nicht schlechtreden, sondern darauf müssen wir stolz sein, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Gerade für junge Menschen ist diese Pensionsharmonisierung ein großer Wurf. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Die Bewertung von Zeiten des Präsenz- und des Zivildienstes ist extrem wichtig. Zum ersten Mal gibt es ein Pensionskonto, das transparent ist, das Licht in den Pensionsdschungel bringt und das es jungen Menschen erleichtert, eine Lebensplanung vorzunehmen, denn zum ersten Mal wissen sie, wie hoch ihr Pensionsanspruch sein wird.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich sage Ihnen eines: Diese Pensionsharmonisierung ist fair, gerecht und besteht den Jugendverträglichkeitscheck mit ausgezeichnetem Erfolg. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Wollen Sie ihn strafen?
Abgeordneter Mag. Norbert Darabos (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Kollegin Fuhrmann! Wir sind nicht nervös, wir sind aber aufgebracht, denn wenn ein Bundeskanzler hier ungestraft (Abg. Scheibner: Wollen Sie ihn strafen?), nämlich ungestraft durch den Präsidenten des Nationalrates, sagen kann (Abg. Dr. Stummvoll: Wollen Sie den Bundeskanzler strafen? – weitere anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP), dass er „ungestraft“ Kritik der Opposition nicht haben möchte, dass er uns der Lüge bezichtigt, dass er uns der „Gräuelpropaganda“ bezichtigt (Abg. Dr. Stummvoll: Sie wollen ihn bestrafen!) – das können Sie im Protokoll nachlesen –, dann frage ich mich, ob das eines Bundeskanzlers dieser Republik würdig ist. – Ich sage: Nein! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Abg. Dr. Stummvoll: Wollen Sie den Bundeskanzler strafen? – weitere anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP
Abgeordneter Mag. Norbert Darabos (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Kollegin Fuhrmann! Wir sind nicht nervös, wir sind aber aufgebracht, denn wenn ein Bundeskanzler hier ungestraft (Abg. Scheibner: Wollen Sie ihn strafen?), nämlich ungestraft durch den Präsidenten des Nationalrates, sagen kann (Abg. Dr. Stummvoll: Wollen Sie den Bundeskanzler strafen? – weitere anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP), dass er „ungestraft“ Kritik der Opposition nicht haben möchte, dass er uns der Lüge bezichtigt, dass er uns der „Gräuelpropaganda“ bezichtigt (Abg. Dr. Stummvoll: Sie wollen ihn bestrafen!) – das können Sie im Protokoll nachlesen –, dann frage ich mich, ob das eines Bundeskanzlers dieser Republik würdig ist. – Ich sage: Nein! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Abg. Dr. Stummvoll: Sie wollen ihn bestrafen!
Abgeordneter Mag. Norbert Darabos (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Kollegin Fuhrmann! Wir sind nicht nervös, wir sind aber aufgebracht, denn wenn ein Bundeskanzler hier ungestraft (Abg. Scheibner: Wollen Sie ihn strafen?), nämlich ungestraft durch den Präsidenten des Nationalrates, sagen kann (Abg. Dr. Stummvoll: Wollen Sie den Bundeskanzler strafen? – weitere anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP), dass er „ungestraft“ Kritik der Opposition nicht haben möchte, dass er uns der Lüge bezichtigt, dass er uns der „Gräuelpropaganda“ bezichtigt (Abg. Dr. Stummvoll: Sie wollen ihn bestrafen!) – das können Sie im Protokoll nachlesen –, dann frage ich mich, ob das eines Bundeskanzlers dieser Republik würdig ist. – Ich sage: Nein! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.
Abgeordneter Mag. Norbert Darabos (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Kollegin Fuhrmann! Wir sind nicht nervös, wir sind aber aufgebracht, denn wenn ein Bundeskanzler hier ungestraft (Abg. Scheibner: Wollen Sie ihn strafen?), nämlich ungestraft durch den Präsidenten des Nationalrates, sagen kann (Abg. Dr. Stummvoll: Wollen Sie den Bundeskanzler strafen? – weitere anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP), dass er „ungestraft“ Kritik der Opposition nicht haben möchte, dass er uns der Lüge bezichtigt, dass er uns der „Gräuelpropaganda“ bezichtigt (Abg. Dr. Stummvoll: Sie wollen ihn bestrafen!) – das können Sie im Protokoll nachlesen –, dann frage ich mich, ob das eines Bundeskanzlers dieser Republik würdig ist. – Ich sage: Nein! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.)
anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP
Die Strafe für diese Äußerungen wird spätestens am nächsten Wahltag kommen (anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP), und zwar neben der Politik, die Schüssel hier zu verantworten hat. Man ist ja von der Regierung Schüssel einiges gewohnt: ein Budgetdesaster, nachdem man ein Nulldefizit angesagt hat, kein Wachstum, höchste Arbeitslosigkeit seit Jahrzehnten. Es ist eine Politik, die die meisten Österreicherinnen und Österreicher bereits mit Abscheu erfüllt. (Abg. Großruck: Sprechen Sie von ...? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich glaube, man muss sagen, dass alles, was versprochen wurde, von dieser Regierung nicht gehalten wurde. Man topt diese schlechte Politik noch mit einer ungerechten Pensionsharmonisierung, ja mit einer Pensionskürzungsreform, wie sie diese Republik noch nicht gesehen hat.
Abg. Großruck: Sprechen Sie von ...? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die Strafe für diese Äußerungen wird spätestens am nächsten Wahltag kommen (anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP), und zwar neben der Politik, die Schüssel hier zu verantworten hat. Man ist ja von der Regierung Schüssel einiges gewohnt: ein Budgetdesaster, nachdem man ein Nulldefizit angesagt hat, kein Wachstum, höchste Arbeitslosigkeit seit Jahrzehnten. Es ist eine Politik, die die meisten Österreicherinnen und Österreicher bereits mit Abscheu erfüllt. (Abg. Großruck: Sprechen Sie von ...? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich glaube, man muss sagen, dass alles, was versprochen wurde, von dieser Regierung nicht gehalten wurde. Man topt diese schlechte Politik noch mit einer ungerechten Pensionsharmonisierung, ja mit einer Pensionskürzungsreform, wie sie diese Republik noch nicht gesehen hat.
Abg. Mag. Tancsits: Aufwachen!
Es gibt keine Harmonisierung. (Abg. Mag. Tancsits: Aufwachen!) Harmonisierung heißt Gleichklang. Gleichklang würde bedeuten, dass alle Gruppen, die in Österreich in den Arbeitsprozess integriert sind, auch die gleichen Beiträge zu zahlen haben. Ihre Reform belastet einseitig ASVG-Pensionistinnen und -Pensionisten (Abg. Mag. Molterer: Falsch!), die große Mehrheit der Bevölkerung. (Abg. Mag. Molterer: Falsch!) Sie belastet viel weniger Selbständige, Beamte und Bauern. Es ist das keine gerechte
Abg. Mag. Molterer: Falsch!
Es gibt keine Harmonisierung. (Abg. Mag. Tancsits: Aufwachen!) Harmonisierung heißt Gleichklang. Gleichklang würde bedeuten, dass alle Gruppen, die in Österreich in den Arbeitsprozess integriert sind, auch die gleichen Beiträge zu zahlen haben. Ihre Reform belastet einseitig ASVG-Pensionistinnen und -Pensionisten (Abg. Mag. Molterer: Falsch!), die große Mehrheit der Bevölkerung. (Abg. Mag. Molterer: Falsch!) Sie belastet viel weniger Selbständige, Beamte und Bauern. Es ist das keine gerechte
Abg. Mag. Molterer: Falsch!
Es gibt keine Harmonisierung. (Abg. Mag. Tancsits: Aufwachen!) Harmonisierung heißt Gleichklang. Gleichklang würde bedeuten, dass alle Gruppen, die in Österreich in den Arbeitsprozess integriert sind, auch die gleichen Beiträge zu zahlen haben. Ihre Reform belastet einseitig ASVG-Pensionistinnen und -Pensionisten (Abg. Mag. Molterer: Falsch!), die große Mehrheit der Bevölkerung. (Abg. Mag. Molterer: Falsch!) Sie belastet viel weniger Selbständige, Beamte und Bauern. Es ist das keine gerechte
Beifall bei der SPÖ.
Pensionsreform, weil sie auf dem Rücken von mehreren Millionen ASVG-Pensionisten ausgetragen wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Wo haben Sie das gemacht in Ihrer Zeit?
Ihre Reform sieht schwerste Verluste bei der Frage der Schwerarbeit vor. Sie können jetzt sagen, von 3 Prozent sind wir auf 2,1 Prozent heruntergegangen. Das ist für Menschen, die ihr Leben lang schwer gearbeitet haben, ein Hohn. (Abg. Scheibner: Wo haben Sie das gemacht in Ihrer Zeit?) Sie sind nicht einmal in der Lage, diese Schwerarbeit zu definieren.
Beifall bei der SPÖ.
Das wirklich Perfide an dieser Reform ist, dass sie auf der Pensionskürzungsreform des Jahres 2003 aufsetzt und somit eine doppelte Bestrafung jener ist, die demnächst in Pension gehen werden. Deswegen müssen wir zu dieser Pensionsreform nein sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Kümmern Sie sich um die Probleme Ihres Obmannes!
Herr Bundeskanzler, wissen Sie, wo Ihr wahres Problem liegt? – Sie kümmern sich nicht um die wahren Probleme und Bedürfnisse der Menschen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Kümmern Sie sich um die Probleme Ihres Obmannes!) Sie wissen nicht, was es heißt, lang schwer gearbeitet zu haben (Abg. Großruck: Sie auch nicht!) und dann aber, auch wenn man weiter arbeiten will, vielleicht nicht mehr arbeiten kann, weil es der Körper nicht mehr aushält, auf Grund der Schüssel’schen Pensionsreform mit minus 17 bis minus 22 Prozent abgespeist zu werden.
Abg. Großruck: Sie auch nicht!
Herr Bundeskanzler, wissen Sie, wo Ihr wahres Problem liegt? – Sie kümmern sich nicht um die wahren Probleme und Bedürfnisse der Menschen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Kümmern Sie sich um die Probleme Ihres Obmannes!) Sie wissen nicht, was es heißt, lang schwer gearbeitet zu haben (Abg. Großruck: Sie auch nicht!) und dann aber, auch wenn man weiter arbeiten will, vielleicht nicht mehr arbeiten kann, weil es der Körper nicht mehr aushält, auf Grund der Schüssel’schen Pensionsreform mit minus 17 bis minus 22 Prozent abgespeist zu werden.
Abg. Großruck: Sie auch nicht!
Sie wissen nicht, was es heißt, wenn ein Bauarbeiter (Abg. Großruck: Sie auch nicht!) oder ein Straßenbauarbeiter bei 126 Grad Asphalttemperatur arbeiten muss, und zwar sowohl bei plus 30 Grad im Sommer als auch bei minus 10 Grad im Winter (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum soll der Bundeskanzler das nicht wissen? – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Im Winter wird nicht asphaltiert!), und dann auf Grund Ihrer Reform mit einem Minus von einem Viertel seiner Pension – unter Anführungszeichen – „belohnt“ und zudem nicht einmal als Schwerarbeiter eingestuft wird (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter) – ja, Sie haben richtig gehört: nicht einmal als Schwerarbeiter eingestuft wird. (Abg. Dr. Fekter: Sie haben ja keine Ahnung!) Ihr Sozialminister Haupt – eine Perfidie besonderen Ausmaßes, ihn mit einer Pensionsreform, die die Schwerarbeiter betrifft, zu betrauen nach seiner Performance in den letzten Jahren (Zwischenruf des Abg. Dolinschek) – spricht bei 3,1 Millionen Beschäftigten in Österreich von 6 000 Schwerarbeitern in Österreich. Das sind 0,2 Prozent! Die Österreicherinnen und Österreicher, die wirklich schwer arbeiten, werden sich bei Ihnen bedanken. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Gehen jedes Jahr 3 Millionen in Pension?) Aber bei Ihnen von der FPÖ wundert mich das gar nicht mehr. Sie haben mit dieser Reform den finalen, den endgültigen Verrat an den Arbeitern begangen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum soll der Bundeskanzler das nicht wissen? – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Im Winter wird nicht asphaltiert!
Sie wissen nicht, was es heißt, wenn ein Bauarbeiter (Abg. Großruck: Sie auch nicht!) oder ein Straßenbauarbeiter bei 126 Grad Asphalttemperatur arbeiten muss, und zwar sowohl bei plus 30 Grad im Sommer als auch bei minus 10 Grad im Winter (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum soll der Bundeskanzler das nicht wissen? – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Im Winter wird nicht asphaltiert!), und dann auf Grund Ihrer Reform mit einem Minus von einem Viertel seiner Pension – unter Anführungszeichen – „belohnt“ und zudem nicht einmal als Schwerarbeiter eingestuft wird (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter) – ja, Sie haben richtig gehört: nicht einmal als Schwerarbeiter eingestuft wird. (Abg. Dr. Fekter: Sie haben ja keine Ahnung!) Ihr Sozialminister Haupt – eine Perfidie besonderen Ausmaßes, ihn mit einer Pensionsreform, die die Schwerarbeiter betrifft, zu betrauen nach seiner Performance in den letzten Jahren (Zwischenruf des Abg. Dolinschek) – spricht bei 3,1 Millionen Beschäftigten in Österreich von 6 000 Schwerarbeitern in Österreich. Das sind 0,2 Prozent! Die Österreicherinnen und Österreicher, die wirklich schwer arbeiten, werden sich bei Ihnen bedanken. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Gehen jedes Jahr 3 Millionen in Pension?) Aber bei Ihnen von der FPÖ wundert mich das gar nicht mehr. Sie haben mit dieser Reform den finalen, den endgültigen Verrat an den Arbeitern begangen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter
Sie wissen nicht, was es heißt, wenn ein Bauarbeiter (Abg. Großruck: Sie auch nicht!) oder ein Straßenbauarbeiter bei 126 Grad Asphalttemperatur arbeiten muss, und zwar sowohl bei plus 30 Grad im Sommer als auch bei minus 10 Grad im Winter (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum soll der Bundeskanzler das nicht wissen? – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Im Winter wird nicht asphaltiert!), und dann auf Grund Ihrer Reform mit einem Minus von einem Viertel seiner Pension – unter Anführungszeichen – „belohnt“ und zudem nicht einmal als Schwerarbeiter eingestuft wird (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter) – ja, Sie haben richtig gehört: nicht einmal als Schwerarbeiter eingestuft wird. (Abg. Dr. Fekter: Sie haben ja keine Ahnung!) Ihr Sozialminister Haupt – eine Perfidie besonderen Ausmaßes, ihn mit einer Pensionsreform, die die Schwerarbeiter betrifft, zu betrauen nach seiner Performance in den letzten Jahren (Zwischenruf des Abg. Dolinschek) – spricht bei 3,1 Millionen Beschäftigten in Österreich von 6 000 Schwerarbeitern in Österreich. Das sind 0,2 Prozent! Die Österreicherinnen und Österreicher, die wirklich schwer arbeiten, werden sich bei Ihnen bedanken. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Gehen jedes Jahr 3 Millionen in Pension?) Aber bei Ihnen von der FPÖ wundert mich das gar nicht mehr. Sie haben mit dieser Reform den finalen, den endgültigen Verrat an den Arbeitern begangen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Sie haben ja keine Ahnung!
Sie wissen nicht, was es heißt, wenn ein Bauarbeiter (Abg. Großruck: Sie auch nicht!) oder ein Straßenbauarbeiter bei 126 Grad Asphalttemperatur arbeiten muss, und zwar sowohl bei plus 30 Grad im Sommer als auch bei minus 10 Grad im Winter (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum soll der Bundeskanzler das nicht wissen? – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Im Winter wird nicht asphaltiert!), und dann auf Grund Ihrer Reform mit einem Minus von einem Viertel seiner Pension – unter Anführungszeichen – „belohnt“ und zudem nicht einmal als Schwerarbeiter eingestuft wird (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter) – ja, Sie haben richtig gehört: nicht einmal als Schwerarbeiter eingestuft wird. (Abg. Dr. Fekter: Sie haben ja keine Ahnung!) Ihr Sozialminister Haupt – eine Perfidie besonderen Ausmaßes, ihn mit einer Pensionsreform, die die Schwerarbeiter betrifft, zu betrauen nach seiner Performance in den letzten Jahren (Zwischenruf des Abg. Dolinschek) – spricht bei 3,1 Millionen Beschäftigten in Österreich von 6 000 Schwerarbeitern in Österreich. Das sind 0,2 Prozent! Die Österreicherinnen und Österreicher, die wirklich schwer arbeiten, werden sich bei Ihnen bedanken. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Gehen jedes Jahr 3 Millionen in Pension?) Aber bei Ihnen von der FPÖ wundert mich das gar nicht mehr. Sie haben mit dieser Reform den finalen, den endgültigen Verrat an den Arbeitern begangen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dolinschek
Sie wissen nicht, was es heißt, wenn ein Bauarbeiter (Abg. Großruck: Sie auch nicht!) oder ein Straßenbauarbeiter bei 126 Grad Asphalttemperatur arbeiten muss, und zwar sowohl bei plus 30 Grad im Sommer als auch bei minus 10 Grad im Winter (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum soll der Bundeskanzler das nicht wissen? – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Im Winter wird nicht asphaltiert!), und dann auf Grund Ihrer Reform mit einem Minus von einem Viertel seiner Pension – unter Anführungszeichen – „belohnt“ und zudem nicht einmal als Schwerarbeiter eingestuft wird (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter) – ja, Sie haben richtig gehört: nicht einmal als Schwerarbeiter eingestuft wird. (Abg. Dr. Fekter: Sie haben ja keine Ahnung!) Ihr Sozialminister Haupt – eine Perfidie besonderen Ausmaßes, ihn mit einer Pensionsreform, die die Schwerarbeiter betrifft, zu betrauen nach seiner Performance in den letzten Jahren (Zwischenruf des Abg. Dolinschek) – spricht bei 3,1 Millionen Beschäftigten in Österreich von 6 000 Schwerarbeitern in Österreich. Das sind 0,2 Prozent! Die Österreicherinnen und Österreicher, die wirklich schwer arbeiten, werden sich bei Ihnen bedanken. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Gehen jedes Jahr 3 Millionen in Pension?) Aber bei Ihnen von der FPÖ wundert mich das gar nicht mehr. Sie haben mit dieser Reform den finalen, den endgültigen Verrat an den Arbeitern begangen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Gehen jedes Jahr 3 Millionen in Pension?
Sie wissen nicht, was es heißt, wenn ein Bauarbeiter (Abg. Großruck: Sie auch nicht!) oder ein Straßenbauarbeiter bei 126 Grad Asphalttemperatur arbeiten muss, und zwar sowohl bei plus 30 Grad im Sommer als auch bei minus 10 Grad im Winter (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum soll der Bundeskanzler das nicht wissen? – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Im Winter wird nicht asphaltiert!), und dann auf Grund Ihrer Reform mit einem Minus von einem Viertel seiner Pension – unter Anführungszeichen – „belohnt“ und zudem nicht einmal als Schwerarbeiter eingestuft wird (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter) – ja, Sie haben richtig gehört: nicht einmal als Schwerarbeiter eingestuft wird. (Abg. Dr. Fekter: Sie haben ja keine Ahnung!) Ihr Sozialminister Haupt – eine Perfidie besonderen Ausmaßes, ihn mit einer Pensionsreform, die die Schwerarbeiter betrifft, zu betrauen nach seiner Performance in den letzten Jahren (Zwischenruf des Abg. Dolinschek) – spricht bei 3,1 Millionen Beschäftigten in Österreich von 6 000 Schwerarbeitern in Österreich. Das sind 0,2 Prozent! Die Österreicherinnen und Österreicher, die wirklich schwer arbeiten, werden sich bei Ihnen bedanken. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Gehen jedes Jahr 3 Millionen in Pension?) Aber bei Ihnen von der FPÖ wundert mich das gar nicht mehr. Sie haben mit dieser Reform den finalen, den endgültigen Verrat an den Arbeitern begangen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie wissen nicht, was es heißt, wenn ein Bauarbeiter (Abg. Großruck: Sie auch nicht!) oder ein Straßenbauarbeiter bei 126 Grad Asphalttemperatur arbeiten muss, und zwar sowohl bei plus 30 Grad im Sommer als auch bei minus 10 Grad im Winter (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum soll der Bundeskanzler das nicht wissen? – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Im Winter wird nicht asphaltiert!), und dann auf Grund Ihrer Reform mit einem Minus von einem Viertel seiner Pension – unter Anführungszeichen – „belohnt“ und zudem nicht einmal als Schwerarbeiter eingestuft wird (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter) – ja, Sie haben richtig gehört: nicht einmal als Schwerarbeiter eingestuft wird. (Abg. Dr. Fekter: Sie haben ja keine Ahnung!) Ihr Sozialminister Haupt – eine Perfidie besonderen Ausmaßes, ihn mit einer Pensionsreform, die die Schwerarbeiter betrifft, zu betrauen nach seiner Performance in den letzten Jahren (Zwischenruf des Abg. Dolinschek) – spricht bei 3,1 Millionen Beschäftigten in Österreich von 6 000 Schwerarbeitern in Österreich. Das sind 0,2 Prozent! Die Österreicherinnen und Österreicher, die wirklich schwer arbeiten, werden sich bei Ihnen bedanken. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Gehen jedes Jahr 3 Millionen in Pension?) Aber bei Ihnen von der FPÖ wundert mich das gar nicht mehr. Sie haben mit dieser Reform den finalen, den endgültigen Verrat an den Arbeitern begangen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Das ist sehr sachlich! Das ist unglaublich!
Sie wundern sich, warum Sie in Vorarlberg 14 Prozent verlieren (Abg. Scheibner: Das ist sehr sachlich! Das ist unglaublich!) – das bei einer Politik, die gegen die Interessen von Klein- und Mittelverdienern gerichtet ist? (Abg. Dolinschek: Warum haben Sie in der Vergangenheit für die Schwerarbeiter nichts getan?) Wissen Sie, was das wirklich Traurige an Ihrer Politik ist? – Das wirklich Traurige an der Politik von Schwarz-Blau ist einfach: Sie nehmen jener Generation, die diese Republik aufgebaut hat und die kurz vor der Pension steht, die Würde. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum haben Sie nicht mehr Geld hinterlassen, als Sie in der Regierung waren?) Sie nehmen ihr die Chance auf einen würdigen Lebensabend. Und Sie nehmen der Generation, der Kollegin Fuhrmann und ich angehören, die Hoffnung. Das ist das wirklich Schlimme und Tragische an Ihrer Politik. Es ist Zeit für einen Kurswechsel. Nehmen Sie diese Pensionskürzungsreform zurück! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dolinschek: Warum haben Sie in der Vergangenheit für die Schwerarbeiter nichts getan?
Sie wundern sich, warum Sie in Vorarlberg 14 Prozent verlieren (Abg. Scheibner: Das ist sehr sachlich! Das ist unglaublich!) – das bei einer Politik, die gegen die Interessen von Klein- und Mittelverdienern gerichtet ist? (Abg. Dolinschek: Warum haben Sie in der Vergangenheit für die Schwerarbeiter nichts getan?) Wissen Sie, was das wirklich Traurige an Ihrer Politik ist? – Das wirklich Traurige an der Politik von Schwarz-Blau ist einfach: Sie nehmen jener Generation, die diese Republik aufgebaut hat und die kurz vor der Pension steht, die Würde. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum haben Sie nicht mehr Geld hinterlassen, als Sie in der Regierung waren?) Sie nehmen ihr die Chance auf einen würdigen Lebensabend. Und Sie nehmen der Generation, der Kollegin Fuhrmann und ich angehören, die Hoffnung. Das ist das wirklich Schlimme und Tragische an Ihrer Politik. Es ist Zeit für einen Kurswechsel. Nehmen Sie diese Pensionskürzungsreform zurück! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum haben Sie nicht mehr Geld hinterlassen, als Sie in der Regierung waren?
Sie wundern sich, warum Sie in Vorarlberg 14 Prozent verlieren (Abg. Scheibner: Das ist sehr sachlich! Das ist unglaublich!) – das bei einer Politik, die gegen die Interessen von Klein- und Mittelverdienern gerichtet ist? (Abg. Dolinschek: Warum haben Sie in der Vergangenheit für die Schwerarbeiter nichts getan?) Wissen Sie, was das wirklich Traurige an Ihrer Politik ist? – Das wirklich Traurige an der Politik von Schwarz-Blau ist einfach: Sie nehmen jener Generation, die diese Republik aufgebaut hat und die kurz vor der Pension steht, die Würde. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum haben Sie nicht mehr Geld hinterlassen, als Sie in der Regierung waren?) Sie nehmen ihr die Chance auf einen würdigen Lebensabend. Und Sie nehmen der Generation, der Kollegin Fuhrmann und ich angehören, die Hoffnung. Das ist das wirklich Schlimme und Tragische an Ihrer Politik. Es ist Zeit für einen Kurswechsel. Nehmen Sie diese Pensionskürzungsreform zurück! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie wundern sich, warum Sie in Vorarlberg 14 Prozent verlieren (Abg. Scheibner: Das ist sehr sachlich! Das ist unglaublich!) – das bei einer Politik, die gegen die Interessen von Klein- und Mittelverdienern gerichtet ist? (Abg. Dolinschek: Warum haben Sie in der Vergangenheit für die Schwerarbeiter nichts getan?) Wissen Sie, was das wirklich Traurige an Ihrer Politik ist? – Das wirklich Traurige an der Politik von Schwarz-Blau ist einfach: Sie nehmen jener Generation, die diese Republik aufgebaut hat und die kurz vor der Pension steht, die Würde. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum haben Sie nicht mehr Geld hinterlassen, als Sie in der Regierung waren?) Sie nehmen ihr die Chance auf einen würdigen Lebensabend. Und Sie nehmen der Generation, der Kollegin Fuhrmann und ich angehören, die Hoffnung. Das ist das wirklich Schlimme und Tragische an Ihrer Politik. Es ist Zeit für einen Kurswechsel. Nehmen Sie diese Pensionskürzungsreform zurück! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zu Wort hat sich der Herr Bundeskanzler gemeldet. – Bitte. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Heinzl: Was ist mit der Entschuldigung, Herr Bundeskanzler? Entschuldigen Sie sich! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Da ich noch ein bisschen Zeit habe, meine Damen und Herren, darf ich vielleicht zur Versachlichung der Diskussion darauf hinweisen, dass alle politischen Parteien die gesamte Lebensdurchrechnung zur Grundlage ihrer Konzepte gemacht haben. Das steht im SPÖ-Konzept genauso drinnen ... (Abg. Heinzl: Was ist mit der Entschuldigung, Herr Bundeskanzler? Entschuldigen Sie sich! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ja, schon.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Die verdrehen einem das Wort im Mund!
Zur Abgeordneten Weinzinger und zum Abgeordneten Darabos: Es liegt mir völlig fern, aus dem Ausdruck, dass man „ungestraft“ etwas sagt, was ich für falsch halte, abzuleiten, ich möchte jemanden strafen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Die verdrehen einem das Wort im Mund!) – Das liegt mir völlig fern, damit das einmal klar ist! Genauso möchte ich niemandem eine bewusste Lüge unterstellen, aber natürlich ist es mir auch ein Anliegen, die Wahrheit dazu zu sagen, objektive Informationen darüber zu bringen, was ich von Ihnen genauso annehme.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Diskutieren wir daher sachlich über diese Frage! Sie ist es wert. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei der SPÖ: Ein Skandal, so etwas!
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! (Ruf bei der SPÖ: Ein Skandal, so etwas!) Ja, da kommen jetzt Zwischenrufe wie „Unglaublich!“ und „Skandal!“. (Abg. Mag. Trunk: Bei „Gräuelpropaganda“ und „ungestraft“ ist das ...!) – „Gräuelpropaganda?“ Da haben Sie sich jetzt einen Spiegel vorgehalten, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, denn, Herr Kollege Darabos, Frau Kollegin Heinisch, Sie wissen anscheinend nicht, wann mit der Polemik Schluss sein sollte. – Wenn es um die Verantwortung für das Land und für die Bevölkerung geht. Bei dieser Harmonisierung, bei dieser Frage – jetzt geht es gar nicht so sehr um jemanden, der in zwei, drei Jahren in Pension geht; der ist ohnedies ausgenommen von dieser Harmonisierung – geht es darum, dass künftige Generationen, die heute 25-, 30-, 35-Jährigen, dann, wenn sie in den wohlverdienten Ruhestand
Abg. Mag. Trunk: Bei „Gräuelpropaganda“ und „ungestraft“ ist das ...!
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! (Ruf bei der SPÖ: Ein Skandal, so etwas!) Ja, da kommen jetzt Zwischenrufe wie „Unglaublich!“ und „Skandal!“. (Abg. Mag. Trunk: Bei „Gräuelpropaganda“ und „ungestraft“ ist das ...!) – „Gräuelpropaganda?“ Da haben Sie sich jetzt einen Spiegel vorgehalten, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, denn, Herr Kollege Darabos, Frau Kollegin Heinisch, Sie wissen anscheinend nicht, wann mit der Polemik Schluss sein sollte. – Wenn es um die Verantwortung für das Land und für die Bevölkerung geht. Bei dieser Harmonisierung, bei dieser Frage – jetzt geht es gar nicht so sehr um jemanden, der in zwei, drei Jahren in Pension geht; der ist ohnedies ausgenommen von dieser Harmonisierung – geht es darum, dass künftige Generationen, die heute 25-, 30-, 35-Jährigen, dann, wenn sie in den wohlverdienten Ruhestand
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das müssen Sie von der SPÖ sich vorhalten lassen. Bei Ihnen regiert die Parteipolitik und nicht die Verantwortung für das Land und seine Bevölkerung. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Welches Beispiel?
Aber wenn dann Ihre Redner mit Beispielen hier herauskommen, wo sie wirklich, ich sage, nicht Unwahrheiten, aber Halbwahrheiten behaupten, dann frage ich mich, wo Ihre wirklich sachliche Auseinandersetzung bleibt. (Ruf bei der SPÖ: Welches Beispiel?) Welches Beispiel?, fragen Sie. Wenn Sie kritisieren, dass die Frauen vom Pensionskorridor, beginnend mit 62, nicht profitieren beziehungsweise erst im Jahr 2028, dann vergessen Sie, dazuzusagen, dass die Situation deshalb so ist, weil die Frauen bis zum Jahr 2028 früher in Pension gehen können als die Männer. (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist doch eine Verfassungsbestimmung! Das kann man doch nicht vergleichen!) Deshalb kommen sie nicht in diesen Korridor hinein, weil sie ohnehin schon früher in Pension gehen können. Das kritisieren Sie!
Abg. Heinisch-Hosek: Das ist doch eine Verfassungsbestimmung! Das kann man doch nicht vergleichen!
Aber wenn dann Ihre Redner mit Beispielen hier herauskommen, wo sie wirklich, ich sage, nicht Unwahrheiten, aber Halbwahrheiten behaupten, dann frage ich mich, wo Ihre wirklich sachliche Auseinandersetzung bleibt. (Ruf bei der SPÖ: Welches Beispiel?) Welches Beispiel?, fragen Sie. Wenn Sie kritisieren, dass die Frauen vom Pensionskorridor, beginnend mit 62, nicht profitieren beziehungsweise erst im Jahr 2028, dann vergessen Sie, dazuzusagen, dass die Situation deshalb so ist, weil die Frauen bis zum Jahr 2028 früher in Pension gehen können als die Männer. (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist doch eine Verfassungsbestimmung! Das kann man doch nicht vergleichen!) Deshalb kommen sie nicht in diesen Korridor hinein, weil sie ohnehin schon früher in Pension gehen können. Das kritisieren Sie!
Abg. Marizzi: Die Leute distanzieren sich schon!
Sie kritisieren die Schwerarbeiterregelung und sagen, nur ein Promilleanteil der Beschäftigten falle unter diese Schwerarbeiterregelung. – Meine Damen und Herren! Sie kritisieren etwas, was es bis jetzt nicht gegeben hat, über dessen Fehlen sich in 30 Jahren SPÖ-Regierung kein Mensch aufgeregt hat. Das ist der Erfolg dieser Regierung, dass wir zur Invaliditätspension, zu den Möglichkeiten des Nachtschichtschwerarbeitsgesetzes – da fallen Ihre Asphaltarbeiter, Herr Kollege Darabos, hinein, und nicht in die Schwerarbeiterregelung, das sollten Sie sich einmal genau anschauen – jetzt noch zusätzlich die Möglichkeit schaffen, früher in Pension zu gehen. Wir beschließen vier Jahre Pensionszeiten mehr für eine Gruppe, die Sie bis jetzt nicht beachtet haben. Und das kritisieren Sie?! Okay, aber dann soll sich die Bevölkerung auch ein Bild von Ihrer Seriosität machen, meine Damen und Herren. (Abg. Marizzi: Die Leute distanzieren sich schon!) – Die Leute distanzieren sich von Ihrer Politik, Herr Kollege Marizzi, wo Sie nur polemisieren, wo Sie nur schlecht machen, wo Sie nur Angst machen, wo Sie vor Durchrechnungszeiten warnen, die Sie selbst in Ihrem Programm haben. (Widerspruch bei der SPÖ.) Ich sage Ihnen: Schauen Sie sich dieses Modell genau an!
Widerspruch bei der SPÖ.
Sie kritisieren die Schwerarbeiterregelung und sagen, nur ein Promilleanteil der Beschäftigten falle unter diese Schwerarbeiterregelung. – Meine Damen und Herren! Sie kritisieren etwas, was es bis jetzt nicht gegeben hat, über dessen Fehlen sich in 30 Jahren SPÖ-Regierung kein Mensch aufgeregt hat. Das ist der Erfolg dieser Regierung, dass wir zur Invaliditätspension, zu den Möglichkeiten des Nachtschichtschwerarbeitsgesetzes – da fallen Ihre Asphaltarbeiter, Herr Kollege Darabos, hinein, und nicht in die Schwerarbeiterregelung, das sollten Sie sich einmal genau anschauen – jetzt noch zusätzlich die Möglichkeit schaffen, früher in Pension zu gehen. Wir beschließen vier Jahre Pensionszeiten mehr für eine Gruppe, die Sie bis jetzt nicht beachtet haben. Und das kritisieren Sie?! Okay, aber dann soll sich die Bevölkerung auch ein Bild von Ihrer Seriosität machen, meine Damen und Herren. (Abg. Marizzi: Die Leute distanzieren sich schon!) – Die Leute distanzieren sich von Ihrer Politik, Herr Kollege Marizzi, wo Sie nur polemisieren, wo Sie nur schlecht machen, wo Sie nur Angst machen, wo Sie vor Durchrechnungszeiten warnen, die Sie selbst in Ihrem Programm haben. (Widerspruch bei der SPÖ.) Ich sage Ihnen: Schauen Sie sich dieses Modell genau an!
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
bringt! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Kindererziehungszeiten werden anerkannt, Präsenzdienstzeiten werden anerkannt, etwas, was Sie 1997 abgeschafft haben!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Aber es gibt einen anderen Grund, warum Sie hier nicht mitgehen können, denn wenn Sie dieser Harmonisierung zustimmen würden, dann wäre es mit einer Verfassungsbestimmung auch möglich, diese Reform nicht nur horizontal, sondern auch vertikal durchzusetzen und somit wirklich alle Privilegien abzuschaffen, etwa im öffentlichen Dienst. Dann würde diese Harmonisierung nicht nur für den Bundesdienst, wo vier Berufsgruppen eingebunden sind, gelten, sondern auch für die Landes- und Gemeindebediensteten. Aber die Gemeinde Wien zeigt ja, dass sie am Erhalt dieser Privilegien interessiert ist und nicht an ihrer Abschaffung. Das ist in Wahrheit Ihr Hintergrund! Täuschen Sie hier deshalb nicht Seriosität vor, die Ihnen leider fehlt! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Stummvoll: Sie stehen zur Überschrift!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Lassen Sie mich vorausschickend eines sagen, was ich auch am Nachmittag – und da haben wir ja noch Gelegenheit, Herr Bundeskanzler, über die Pensionsreform weiterzudiskutieren – sagen will und werde: Wir Grüne stehen zu einer Harmonisierung der Pensionssysteme! Das ist nicht der Punkt, wo es eine Differenz zwischen den Parteien gibt. (Abg. Dr. Stummvoll: Sie stehen zur Überschrift!) Der Punkt, wo die Differenz zwischen den Parteien auftaucht, ist beispielsweise die Art und Weise, wie Sie die Harmonisierung angegangen sind, Herr Bundeskanzler.
Abg. Dr. Brinek: 1997 ja! – Bundeskanzler Dr. Schüssel: Sicher!
Ich kann mich noch gut erinnern, 1997 – da saß ich hier schon herinnen – haben Sie gesagt, Herr Bundeskanzler: Im Prinzip haben wir die Weichen so gestellt, dass das Pensionssystem sicher ist! – Hat das gestimmt? (Abg. Dr. Brinek: 1997 ja! – Bundeskanzler Dr. Schüssel: Sicher!) Sicher, sagen Sie, Herr Bundeskanzler? Ja, warum war dann die Reform 2000 notwendig? Warum gab es dann 2003 wieder eine Reform? Die Reform 1997 ist von Ihnen als „Jahrtausendreform“ bezeichnet worden. 2000 haben Sie dann einen neuen Begriff gebraucht, weil das „Jahrtausend“ schon vergeben war. Damals haben Sie gesagt: Es ist eine „Jahrhundertreform“! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie verwechseln hier etwas! Die Frau Hostasch hat das immer gesagt!) 2003 fand dann eine Reform zur Sicherung einer „Jahrtausend“- und einer „Jahrhundertreform“ statt. Doch heute, 2004, Herr Bundeskanzler, sagen Sie hier: Wir brauchen eine neue Jahrhundertreform! – Da wimmelt es ja nur mehr so von „Jahrhundertreformen“ und „Meilensteinen“. Das kann ja nicht stimmen, Herr Bundeskanzler! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie verwechseln hier etwas! Die Frau Hostasch hat das immer gesagt!
Ich kann mich noch gut erinnern, 1997 – da saß ich hier schon herinnen – haben Sie gesagt, Herr Bundeskanzler: Im Prinzip haben wir die Weichen so gestellt, dass das Pensionssystem sicher ist! – Hat das gestimmt? (Abg. Dr. Brinek: 1997 ja! – Bundeskanzler Dr. Schüssel: Sicher!) Sicher, sagen Sie, Herr Bundeskanzler? Ja, warum war dann die Reform 2000 notwendig? Warum gab es dann 2003 wieder eine Reform? Die Reform 1997 ist von Ihnen als „Jahrtausendreform“ bezeichnet worden. 2000 haben Sie dann einen neuen Begriff gebraucht, weil das „Jahrtausend“ schon vergeben war. Damals haben Sie gesagt: Es ist eine „Jahrhundertreform“! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie verwechseln hier etwas! Die Frau Hostasch hat das immer gesagt!) 2003 fand dann eine Reform zur Sicherung einer „Jahrtausend“- und einer „Jahrhundertreform“ statt. Doch heute, 2004, Herr Bundeskanzler, sagen Sie hier: Wir brauchen eine neue Jahrhundertreform! – Da wimmelt es ja nur mehr so von „Jahrhundertreformen“ und „Meilensteinen“. Das kann ja nicht stimmen, Herr Bundeskanzler! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich kann mich noch gut erinnern, 1997 – da saß ich hier schon herinnen – haben Sie gesagt, Herr Bundeskanzler: Im Prinzip haben wir die Weichen so gestellt, dass das Pensionssystem sicher ist! – Hat das gestimmt? (Abg. Dr. Brinek: 1997 ja! – Bundeskanzler Dr. Schüssel: Sicher!) Sicher, sagen Sie, Herr Bundeskanzler? Ja, warum war dann die Reform 2000 notwendig? Warum gab es dann 2003 wieder eine Reform? Die Reform 1997 ist von Ihnen als „Jahrtausendreform“ bezeichnet worden. 2000 haben Sie dann einen neuen Begriff gebraucht, weil das „Jahrtausend“ schon vergeben war. Damals haben Sie gesagt: Es ist eine „Jahrhundertreform“! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie verwechseln hier etwas! Die Frau Hostasch hat das immer gesagt!) 2003 fand dann eine Reform zur Sicherung einer „Jahrtausend“- und einer „Jahrhundertreform“ statt. Doch heute, 2004, Herr Bundeskanzler, sagen Sie hier: Wir brauchen eine neue Jahrhundertreform! – Da wimmelt es ja nur mehr so von „Jahrhundertreformen“ und „Meilensteinen“. Das kann ja nicht stimmen, Herr Bundeskanzler! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Da sagen wir: Wenn wir diese Arbeitswelt der Zukunft anschauen, dann sehen wir, es werden unterbrochene, auch schlecht abgesicherte Erwerbsverhältnisse zunehmen, mit oder ohne Ihr Zutun. Damit ein Pensionssystem für alle ein Ausmaß an Gerechtigkeit schafft, das notwendig ist und auch Nachhaltigkeit bringt, damit die Leute im Alter noch von etwas leben können, braucht es neben der Versicherungspension noch so etwas wie eine Grundsicherung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Dann, Herr Bundeskanzler, und unter dieser Voraussetzung könnten wir davon reden, dass eine Harmonisierung eine gelungene Harmonisierung und eine Perspektive für die Zukunft ist. Aber genau das, Herr Bundeskanzler, haben Sie nicht gemacht! Sie sagen, es werde Verbesserungen für alle geben. Erklären Sie mir, Herr Bundeskanzler, und der Öffentlichkeit, warum dann bis 2010 die Ausgaben für die ASVG-Pensionisten von 9 Prozent des BIP auf 8,3 Prozent des BIP sinken, obwohl es mehr geben wird! Diese Pensionsreform ist kein Meilenstein, sie ist möglicherweise ein Mühlstein. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.
Verehrte Damen und Herren! Als ich 1995 als Staatssekretärin angetreten bin, waren wir gerade einige Monate in der Europäischen Union. Damit hat sich eine ganz neue Phase der österreichischen Außenpolitik angesagt, und wenn ich die letzten zehn Jahre Revue passieren lasse, kann ich, glaube ich, sagen, sie waren fast die wichtigste Phase nach 1955, und ich bin stolz und freue mich, dass ich dabei sein durfte. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Neben der Globalisierung der österreichischen Außenpolitik, nämlich Beziehungen mit allen Kontinenten aufzubauen, und der Entwicklungszusammenarbeit war es vor allem die österreichische EU-Präsidentschaft 1998, die ich organisatorisch und auch inhaltlich gestalten konnte. Ich glaube, wir haben gezeigt, dass wir eine äußerst professionelle Präsidentschaft hingelegt haben, die vor allem auch kulminiert ist in einer wichtigen Sache: in den Beitrittsverhandlungen mit den Nachbarstaaten, die inzwischen so erfolgreich abgeschlossen wurden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dann kam, verehrte Damen und Herren, das Jahr 2000: Ich wurde Außenministerin, und es war eine große Probe, die hier gleich zu bestehen war, aber ich denke, wir haben das mit Standfestigkeit, aber auch im europäischen Geist gemacht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Verehrte Damen und Herren! Im Jahre 2003 war ich Vorsitzende des so genannten Human Security Network, des Netzwerkes für menschliche Sicherheit, das sich besonderer Themen der Menschenrechte annimmt, wie zum Beispiel jenes der Antipersonenminen. Da hat Österreich viel getan, wird heuer im Dezember auch einen beachteten Vorsitz in Nairobi führen. Zwei wesentliche Schwerpunkte habe ich gesetzt: erstens die Menschenrechtserziehung, wo ich ein Menschenrechtshandbuch hinterlasse, das inzwischen in der ganzen Welt geschätzt wird und nach dem ich auch in der Europäischen Union vorzugehen beabsichtige. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Darüber hinaus widme ich mich der Frage der Kinder in
Rufe bei den Grünen: An wen? An wen?
Herr Präsident! Hohes Haus! Ich glaube, ich kann die Stafette guten Gewissens weitergeben (Rufe bei den Grünen: An wen? An wen?), denn Österreich steht gut da, und ausgezeichnete Beziehungen haben wir inzwischen wieder mit allen Staaten der Welt. Ich erinnere an letztes Jahr, in dem wir auch die Beziehungen mit Israel normalisieren konnten, wo inzwischen wieder ein guter Beziehungsaustausch vorhanden ist.
Abg. Mag. Lunacek: Wer wird das sein?
Das Außenministerium ist heute auch Europaministerium und damit sozusagen voll in die Europapolitik eingebunden. Es wird zum ersten Mal ein neues Haus für das Außenministerium geben, ein Gebäude, in dem alle Sektionen zusammengeschlossen sein werden. Leider werde ich das nicht mehr als Außenministerin erleben, aber man muss auch dem Nachfolger oder der Nachfolgerin etwas überlassen. (Abg. Mag. Lunacek: Wer wird das sein?) – Das werden Sie dann wissen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Österreichische Entwicklungspolitik hat zum einen, meine Damen und Herren, eine europäische Komponente bekommen, und zum anderen habe ich sie auf eine solide Basis gestellt, zum ersten Mal auf ein EZA-Gesetz. Vor mir ist das nicht gelungen, zehn Jahre hat das gedauert, jetzt, in meiner Amtszeit, ist es geschehen. Ich glaube, wir haben damit ein Gesetz, das sowohl die NGOs gut bedient als auch insgesamt Schwerpunkte setzt und mit dem es sich gut arbeiten lässt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ein modernes, technisch gut ausgerüstetes Außenministerium muss da sein für Sie alle, muss aber vor allem für die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes da sein, und ich habe mich bemüht, aus dem Außenministerium ein echtes Serviceinstrument zu machen, denn mir sind die Anliegen der Österreicherinnen und Österreicher immer sehr am Herzen gelegen. Ich sage Ihnen: Es sind unsere Botschafter rund um die Uhr für die Menschen da. Wir haben zahlreiche Fälle gelöst. Ich erinnere nur an einen der letzten. So konnten wir schneller als andere Staaten die Sahara-Geiseln herausbringen – Gott sei Dank! –, und zwar auch auf Grund unseres guten Services und unserer guten Beziehungen mit anderen Ländern. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
eine gute Chance gegeben. Gerade jetzt, bei den Botschaftsbesetzungen, hat sich das gezeigt, indem knapp 25 Prozent aller hochrangigen Posten mit Frauen besetzt worden sind. Das ist das erste Mal, dass dies gelungen ist. Aber auch im eigenen Haus werden die mit Frauen besetzten Posten immer hochrangiger. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir waren und wir sind aktiv in die Mitgestaltung der Politik der Europäischen Union eingebunden. Das heißt, die großen Fragen, die jetzt vor uns liegen, müssen angegangen werden. Das sind die Ratifizierung des Europäischen Verfassungsvertrages mit der Grundrechtscharta, die Konsolidierung der EU-Erweiterung – das ist nicht selbstverständlich – und natürlich auch die Fortführung der EU-Erweiterung – ich denke da an Bulgarien, Rumänien und Kroatien –, aber auch die europäische Perspektive für die Länder Südosteuropas, wobei ich weiß, dass Serbien, Montenegro und Kosovo noch schwierige Probleme darstellen werden, die neue Nachbarschaftspolitik, die mich in Zukunft ganz besonders beschäftigen wird, die aber auch für Österreich wesentlich ist, wobei ich an die Beziehungen zu Russland auf der einen Seite, aber auch an die Beziehungen zur Ukraine oder zum Kaukasus auf der anderen Seite denke, weiters die Frage der Türkei, zu der ich den Bericht Verheugens mit großem Interesse erwarte, und vor allem die Auswirkungen auf die Europäische Union durch die Impact-Studie, die Österreich allein angeregt hat. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Die Antwort auf all das, verehrte Damen und Herren, kann nur eines sein: ein gemeinsames Europa – und unsere Arbeit in diesem gemeinsamen Europa! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Verehrte Damen und Herren! All das wollen wir auch kommunizieren, und mit der Kommission Barrosos wollen wir eine Kommission sein, die sich vor allem mit den Bürgern auseinander setzt und mit ihnen kommuniziert. Daher habe ich auch vor, immer wieder nach Österreich zu kommen und europäische Entscheidungen in Österreich verständlich zu machen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Allgemeiner lebhafter Beifall. – Die Abgeordneten von ÖVP und Freiheitlichen erheben sich von ihren Sitzen und spenden lang anhaltenden Beifall. – Demonstrativer Beifall auf der Regierungsbank. – Die Klubobleute von ÖVP, SPÖ, Freiheitlichen und Grünen begeben sich zu Bundesministerin Dr. Ferrero-Waldner und beglückwünschen diese. – Bundeskanzler Dr. Schüssel und Vizekanzler Gorbach schließen sich den Gratulanten an.
(Allgemeiner lebhafter Beifall. – Die Abgeordneten von ÖVP und Freiheitlichen erheben sich von ihren Sitzen und spenden lang anhaltenden Beifall. – Demonstrativer Beifall auf der Regierungsbank. – Die Klubobleute von ÖVP, SPÖ, Freiheitlichen und Grünen begeben sich zu Bundesministerin Dr. Ferrero-Waldner und beglückwünschen diese. – Bundeskanzler Dr. Schüssel und Vizekanzler Gorbach schließen sich den Gratulanten an.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Khol erhebt sich und gratuliert gleichfalls Bundesministerin Dr. Ferrero-Waldner.
(Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Khol erhebt sich und gratuliert gleichfalls Bundesministerin Dr. Ferrero-Waldner.)
Abg. Dr. Cap reicht, bevor er zum Rednerpult tritt, Bundesministerin Dr. Ferrero-Waldner die Hand.
Ich bitte nun Herrn Abgeordneten Cap zum Rednerpult. Redezeit: 10 Minuten. – Bitte. (Abg. Dr. Cap reicht, bevor er zum Rednerpult tritt, Bundesministerin Dr. Ferrero-Waldner die Hand.)
Bundeskanzler Dr. Schüssel – mit einer Geste der Entschuldigung in Richtung des Abg. Dr. Gusenbauer –: Mache ich! Mache ich!
Vorerst jedoch nur einen kleinen Nachsatz zur ersten Debatte: Herr Bundeskanzler, es wäre Ihnen kein Zacken aus der Krone gebrochen, wenn Sie einfach gesagt hätten, den Vorwurf gegenüber dem Abgeordneten Gusenbauer, dass er Lügen verbreitet, nehmen Sie mit Bedauern zurück. (Bundeskanzler Dr. Schüssel – mit einer Geste der Entschuldigung in Richtung des Abg. Dr. Gusenbauer –: Mache ich! Mache ich!) Wir wissen, es gibt oft hitzige Debatten, und da – das wissen wir – rutscht man dann manchmal aus, aber ich glaube, das wäre deutlicher (Abg. Dr. Partik-Pablé: Er hat es schon getan!) und präziser gewesen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Er hat es schon getan!
Vorerst jedoch nur einen kleinen Nachsatz zur ersten Debatte: Herr Bundeskanzler, es wäre Ihnen kein Zacken aus der Krone gebrochen, wenn Sie einfach gesagt hätten, den Vorwurf gegenüber dem Abgeordneten Gusenbauer, dass er Lügen verbreitet, nehmen Sie mit Bedauern zurück. (Bundeskanzler Dr. Schüssel – mit einer Geste der Entschuldigung in Richtung des Abg. Dr. Gusenbauer –: Mache ich! Mache ich!) Wir wissen, es gibt oft hitzige Debatten, und da – das wissen wir – rutscht man dann manchmal aus, aber ich glaube, das wäre deutlicher (Abg. Dr. Partik-Pablé: Er hat es schon getan!) und präziser gewesen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Vorerst jedoch nur einen kleinen Nachsatz zur ersten Debatte: Herr Bundeskanzler, es wäre Ihnen kein Zacken aus der Krone gebrochen, wenn Sie einfach gesagt hätten, den Vorwurf gegenüber dem Abgeordneten Gusenbauer, dass er Lügen verbreitet, nehmen Sie mit Bedauern zurück. (Bundeskanzler Dr. Schüssel – mit einer Geste der Entschuldigung in Richtung des Abg. Dr. Gusenbauer –: Mache ich! Mache ich!) Wir wissen, es gibt oft hitzige Debatten, und da – das wissen wir – rutscht man dann manchmal aus, aber ich glaube, das wäre deutlicher (Abg. Dr. Partik-Pablé: Er hat es schon getan!) und präziser gewesen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter Cap, ich habe den Herrn Bundeskanzler so verstanden, dass er diesen Vorwurf zurückgenommen hat, und er hat das jetzt noch einmal bestätigt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich stehe aber nicht an, zu sagen, dass Sie sich immer mit großem persönlichen Einsatz und Engagement für Ihre Aufgabe, für Österreich eingesetzt haben. Wir wünschen Ihnen alles Gute für Ihre Arbeit in der Europäischen Kommission und werden Sie dort auch als Opposition unterstützen. Das sollten Sie wissen! (Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Kein gutes Beispiel!
Wir hätten uns gewünscht – vielleicht waren auch wir manchmal etwas spröde –, dass es mehr Konsens in der Außenpolitik gibt. Ich denke da beispielsweise an die Sicherheitsdoktrin, bei der es nicht möglich war, sie gemeinsam zu beschließen. Das wäre vielleicht eine solche Möglichkeit gewesen. (Abg. Scheibner: Kein gutes Beispiel!)
Abg. Mag. Molterer: Keine Sorge!
Sie werden da also einer Männer-Phalanx gegenüberstehen, und wir hoffen, dass Sie sich da trotzdem mit Ihrer Energie werden durchsetzen können (Abg. Mag. Molterer: Keine Sorge!), und zwar jetzt schon und auch später. Es muss nicht alles so sein, wie es sich Barroso vorstellt. Es wäre für uns erfreulich, wenn Sie da wirklich einiges tun könnten.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.
Ich wünsche Ihnen nach wie vor viel Erfolg, viel Glück – und: Vergessen Sie Österreich nicht! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.)
Heiterkeit sowie Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Mag. Wilhelm Molterer (ÖVP): Sehr geehrte Frau Außenministerin! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Mitglieder der Bundesregierung! Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wer Josef Cap kennt, weiß, dass er heute in einem besonderen Ausmaß seinen Respekt vor der Arbeit von Frau Dr. Benita Ferrero-Waldner zum Ausdruck gebracht hat – nicht in seiner Rede in erster Linie, das auch, sondern in der Kleidung. Wenn Josef Cap mit einer Krawatte kommt, dann muss etwas Besonderes sein! (Heiterkeit sowie Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Niederwieser: Übertreiben soll man’s auch nicht!
Lieber Josef Cap, ich nehme das als Kompliment für die Frau Außenministerin und hätte mir – das sage ich auch ganz offen – das manchmal auch in der alltäglichen Auseinandersetzung zwischen Regierung und Opposition gewünscht. (Abg. Dr. Niederwieser: Übertreiben soll man’s auch nicht!) Aber sei’s drum, das gehört auch dazu.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Da ist erstens einmal unsere zehnjährige Mitgliedschaft bei der Europäischen Union, die wir in wenigen Wochen feiern werden. In wenigen Wochen – in zwölf oder 14 Wochen – ist der 1. Jänner 2005, an dem wir unsere zehnjährige Mitgliedschaft bei der Europäischen Union feiern werden. Meine Damen und Herren! Diese zehn Jahre haben Österreich zum Positiven verändert. Und mit dem Namen Benita Ferrero-Waldner ist meiner Meinung nach vor allem verbunden, dass sich Österreich in dem Konzert der Europäischen Union als starker, als gleichberechtigter, aber auch als verlässlicher Partner etabliert hat, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Wir haben in Europa vieles weitergebracht in diesen letzten zehn Jahren, etwa diese dritte Säule, ein Raum der Sicherheit, der Freiheit, des Rechts zu sein, etwa den Lissabon-Prozess mit dem Ziel, der wettbewerbsfähigste Wirtschaftsraum der Welt zu sein. Wir haben den Stabilitäts- und Wachstumspakt geschafft, eine der wichtigsten Voraussetzungen für Wirtschaft und Arbeit auf diesem Kontinent. Wir haben aber auch wichtige Dinge in Europa weitergebracht, etwa die Grundrechtscharta oder – und ich meine, das ist auch ein Schlussstein der Arbeit von Frau Dr. Benita Ferrero-Waldner in ihrer Funktion als Außenministerin – den Verfassungsvertrag, der uns allen in Zukunft eine neue Grundlage für ein geeintes Europa bieten wird. – Danke für dieses europäische Engagement! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Aber noch viel wichtiger: Wir haben – und Kollege Cap hat mit einem leicht kritischen Unterton bereits darauf hingewiesen – durch Benita Ferrero-Waldner die Regionale Partnerschaft als Instrument etabliert, und man kann heute feststellen, dass deshalb sowohl die Erweiterung der Europäischen Union zu diesem Erfolgsprojekt geworden ist, als auch die Tatsache, dass kleine und mittlere Staaten in der EU-Verfassung ihre Rechte verankern konnten, Resultate der Regionalen Partnerschaft sind. – Ein echtes Erfolgsmodell, auf das wir aufbauen können. Danke für diese Initiative! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Drittens ist natürlich auch das internationale Engagement zu erwähnen. Österreich ist in den letzten zehn Jahren – das kann man mit Fug und Recht sagen – in der Welt stärker geworden. Wir haben einen stärkeren Platz in der Welt, und Österreich hat von diesem stärkeren Platz in der Welt viel profitiert. Eine der Grundlagen dafür ist etwa darin zu sehen, dass die österreichische Außenpolitik in der Welt eine anerkannte und wichtige Rolle spielt. Denken Sie etwa nur an das Human Security Network, an dieses besondere Engagement für Menschenrechte, das in der Zwischenzeit weltweit hoch anerkannt ist! Und das Menschenrechtshandbuch ist die Basis für konkrete Verbesserungen der Rechte der Menschen auf dieser Welt. – Ein an sich sensationeller Erfolg, der untrennbar mit dem Namen Benita Ferrero-Waldner verbunden ist, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Was mich besonders beeindruckt, ist, dass dabei vor allem die Frage der Ärmsten der Armen beziehungsweise jener, die es am schwersten haben, im Mittelpunkt steht, nämlich die Frage der Rechte der Kinder. Fernsehbilder zeigen deutlich, wer von Konflikten als Erster betroffen ist: Es sind die Kinder. Ich denke, dass dieses Engagement für die Kinderrechte als Teil der umfassenden Menschenrechtsstrategie ein überaus wertvoller und auch nachahmenswerter Beitrag ist, den Österreich und seine Außenministerin hier eingebracht haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Besonders herausragend ist in meinen Augen die Rolle, die von Frau Dr. Benita Ferrero-Waldner im Jahr 2000 gespielt wurde, als sie mit Mut, mit Festigkeit, aber auch mit Charme Österreich verteidigte. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das wird in Österreich niemand vergessen, das hinterließ einen bleibenden Eindruck und schuf bleibende Werte.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Frau Dr. Benita Ferrero-Waldner hat für unsere Republik Österreich, für unsere Heimat, sehr, sehr viel geleistet, und ich möchte ihr heute ausdrücklich dafür danken. Ich möchte ihr vor allem dafür danken, dass sie ihre Arbeit oft auch im Verborgenen getan hat und nicht immer bedankt war für ihre Leistungen. Danke für die Arbeit für Österreich, Frau Dr. Benita Ferrero-Waldner! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Unter dem Beifall der ÖVP-Abgeordneten und der Abgeordneten der Freiheitlichen überreicht Abg. Mag. Molterer Bundesministerin Dr. Ferrero-Waldner einen Blumenstrauß.
Die Berufung unserer Außenministerin in die Kommission der Europäischen Union, in eines der wichtigsten Aufgabengebiete und Tätigkeitsfelder, die es in der Kommission überhaupt gibt, ist für Österreich eine große Auszeichnung und für Europa die beste Wahl. – Danke, liebe Benita! (Unter dem Beifall der ÖVP-Abgeordneten und der Abgeordneten der Freiheitlichen überreicht Abg. Mag. Molterer Bundesministerin Dr. Ferrero-Waldner einen Blumenstrauß.)
Abg. Mag. Molterer: Bei wem?
Trotzdem möchte ich vorweg eine kleine Beschwerde anbringen. (Abg. Mag. Molterer: Bei wem?) – Bei Ihnen, Herr Kollege Molterer (Abg. Mag. Molterer: Das habe ich mir fast gedacht! – Heiterkeit), beziehungsweise bei den beiden Regierungsparteien, insbesondere aber bei Bundeskanzler Schüssel. Es liegt ja auf der Hand: Frau Außenministerin Ferrero-Waldner ist auf dem Weg nach Brüssel – ja sie ist eigentlich schon in Brüssel; sie wird EU-Kommissarin werden. (Abg. Dr. Stummvoll: Nein, sie ist da!) – Sie ist physisch noch hier, im Amt einer Außenministerin, aber wenn Sie heute genau zugehört haben, wissen Sie, der Rückblick bezog sich auf ihre Tätigkeit als österreichische Außenministerin. Und der Ausblick, der Vorausblick bezog sich auf ihre künftige Tätigkeit als EU-Kommissarin.
Abg. Mag. Molterer: Das habe ich mir fast gedacht! – Heiterkeit
Trotzdem möchte ich vorweg eine kleine Beschwerde anbringen. (Abg. Mag. Molterer: Bei wem?) – Bei Ihnen, Herr Kollege Molterer (Abg. Mag. Molterer: Das habe ich mir fast gedacht! – Heiterkeit), beziehungsweise bei den beiden Regierungsparteien, insbesondere aber bei Bundeskanzler Schüssel. Es liegt ja auf der Hand: Frau Außenministerin Ferrero-Waldner ist auf dem Weg nach Brüssel – ja sie ist eigentlich schon in Brüssel; sie wird EU-Kommissarin werden. (Abg. Dr. Stummvoll: Nein, sie ist da!) – Sie ist physisch noch hier, im Amt einer Außenministerin, aber wenn Sie heute genau zugehört haben, wissen Sie, der Rückblick bezog sich auf ihre Tätigkeit als österreichische Außenministerin. Und der Ausblick, der Vorausblick bezog sich auf ihre künftige Tätigkeit als EU-Kommissarin.
Abg. Dr. Stummvoll: Nein, sie ist da!
Trotzdem möchte ich vorweg eine kleine Beschwerde anbringen. (Abg. Mag. Molterer: Bei wem?) – Bei Ihnen, Herr Kollege Molterer (Abg. Mag. Molterer: Das habe ich mir fast gedacht! – Heiterkeit), beziehungsweise bei den beiden Regierungsparteien, insbesondere aber bei Bundeskanzler Schüssel. Es liegt ja auf der Hand: Frau Außenministerin Ferrero-Waldner ist auf dem Weg nach Brüssel – ja sie ist eigentlich schon in Brüssel; sie wird EU-Kommissarin werden. (Abg. Dr. Stummvoll: Nein, sie ist da!) – Sie ist physisch noch hier, im Amt einer Außenministerin, aber wenn Sie heute genau zugehört haben, wissen Sie, der Rückblick bezog sich auf ihre Tätigkeit als österreichische Außenministerin. Und der Ausblick, der Vorausblick bezog sich auf ihre künftige Tätigkeit als EU-Kommissarin.
Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP
Wir führen hier also eine Debatte über etwas, bezüglich dessen wir noch keinen Ansprechpartner/keine Ansprechpartnerin haben. Was nämlich die künftige österreichische Außenpolitik angeht, haben wir heute kein Pendant auf der Regierungsbank. Ich möchte nur darauf hinweisen, Herr Kollege Molterer, weil Sie mich so zweifelnd anschauen: Andere Länder der EU haben diese Frage anders gelöst. Der belgische Außenminister Michel, der ebenfalls Kommissar werden wird – im Übrigen ein alter Freund unserer Außenministerin aus der Sanktionen-Zeit (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP) –, ist in dem Moment zurückgetreten, in dem er als Kommissar nominiert wurde, und Belgien hat einen anderen Außenminister bekommen.
Beifall bei den Grünen.
Zwei weitere Minister aus anderen Ländern – wenn ich mich richtig erinnere: Litauen und Slowenien – sind zurückgetreten in dem Moment, als klar war, dass sie ab 1. November, jedenfalls demnächst, zu Kommissaren ernannt werden. Als Minister, als nationale Minister, sind sie zurückgetreten. Wir haben in der österreichischen Außenpolitik in Wahrheit ein Vakuum, und zwar seit Wochen. (Beifall bei den Grünen.) Und dafür trägt die Bundesregierung und insbesondere natürlich Bundeskanzler Schüssel die Verantwortung. Wir erwarten jetzt umgehend die Berufung einer neuen Außenministerin/eines neuen Außenministers. (Abg. Dr. Stummvoll: Das werden wir schon noch machen! Das kommt schon noch!) Diese Sache, finde ich, verdient keinen Aufschub, ja kann nicht mehr aufgeschoben werden. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Stummvoll: Das werden wir schon noch machen! Das kommt schon noch!
Zwei weitere Minister aus anderen Ländern – wenn ich mich richtig erinnere: Litauen und Slowenien – sind zurückgetreten in dem Moment, als klar war, dass sie ab 1. November, jedenfalls demnächst, zu Kommissaren ernannt werden. Als Minister, als nationale Minister, sind sie zurückgetreten. Wir haben in der österreichischen Außenpolitik in Wahrheit ein Vakuum, und zwar seit Wochen. (Beifall bei den Grünen.) Und dafür trägt die Bundesregierung und insbesondere natürlich Bundeskanzler Schüssel die Verantwortung. Wir erwarten jetzt umgehend die Berufung einer neuen Außenministerin/eines neuen Außenministers. (Abg. Dr. Stummvoll: Das werden wir schon noch machen! Das kommt schon noch!) Diese Sache, finde ich, verdient keinen Aufschub, ja kann nicht mehr aufgeschoben werden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Zwei weitere Minister aus anderen Ländern – wenn ich mich richtig erinnere: Litauen und Slowenien – sind zurückgetreten in dem Moment, als klar war, dass sie ab 1. November, jedenfalls demnächst, zu Kommissaren ernannt werden. Als Minister, als nationale Minister, sind sie zurückgetreten. Wir haben in der österreichischen Außenpolitik in Wahrheit ein Vakuum, und zwar seit Wochen. (Beifall bei den Grünen.) Und dafür trägt die Bundesregierung und insbesondere natürlich Bundeskanzler Schüssel die Verantwortung. Wir erwarten jetzt umgehend die Berufung einer neuen Außenministerin/eines neuen Außenministers. (Abg. Dr. Stummvoll: Das werden wir schon noch machen! Das kommt schon noch!) Diese Sache, finde ich, verdient keinen Aufschub, ja kann nicht mehr aufgeschoben werden. (Beifall bei den Grünen.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Inzwischen sind 40 Jahre vergangen. Wenn heute die Frage anstünde: Soll/kann die Türkei als Mitglied aufgenommen werden?, müsste man natürlich sagen: Nein! Die Türkei hat die üblichen Bedingungen nicht erfüllt, und die Union hat im Moment andere Sorgen: die Erweiterung von 15 auf 25, Bulgarien, Rumänien, Kroatien, der Rest der Balkanländer; die nächste Budgetperiode, die ja 2007 beginnt und 2012 zu Ende sein wird. – All das würde es unmöglich machen, diese Brücke heute zu überschreiten. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Jetzt weiß ich schon, es gibt Pro und Kontra in dieser Frage. Es ist gar nicht so einfach, unter dem Strich dann eine Antwort zu geben, eine Bilanz zu ziehen. Der Rat hat diese Bilanz aber de facto schon gezogen mit seinen Stellungnahmen im Dezember 1999 und vor zwei Jahren in Kopenhagen. Ich würde also sehr davor warnen, hier leichtfertig andere Positionen als damals zu beziehen. Und vor allem lege ich größten Wert darauf, dass die Türkei gleich behandelt wird wie andere, frühere Beitrittskandidaten auch. (Beifall bei den Grünen.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
keine Verhandlungen mehr gebraucht. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Österreich hat diese Kriterien nicht erfüllt, Irland sicher nicht, Polen nicht. Aber im Laufe der Zeit haben diese Länder sie erfüllt!
Abg. Dr. Cap: Wer finanziert das?
Also wenn jemand ein bisschen Nachhilfeunterricht ... – nein, so würde ich es nicht sagen. – Die Kontra-Argumente stehen ja heute und standen auch in den letzten Wochen im Raum; sie wurden vom Kollegen Cap und auch von anderen zum Ausdruck gebracht. Und was die Pro-Argumente betrifft, so möchte ich dazu nur noch einen Satz sagen, Frau Präsidentin: Albert Rohan, Ex-Generalsekretär des Außenministeriums, hat einen Bericht über die Türkei als Beitrittskandidaten verfasst. (Der Redner hält ein Buch mit dem Titel „Die Türkei in Europa“ in die Höhe.) Dieser ist lesenswert, enthält im Wesentlichen die Pro-Argumente. „The Economist“ (Abg. Dr. Cap: Wer finanziert das?) ist in seiner Aussage ebenfalls eindeutig: „Why Europe must say yes to Turkey“. (Abg. Dr. Cap: Das sind die Briten, die das finanzieren!)
Abg. Dr. Cap: Das sind die Briten, die das finanzieren!
Also wenn jemand ein bisschen Nachhilfeunterricht ... – nein, so würde ich es nicht sagen. – Die Kontra-Argumente stehen ja heute und standen auch in den letzten Wochen im Raum; sie wurden vom Kollegen Cap und auch von anderen zum Ausdruck gebracht. Und was die Pro-Argumente betrifft, so möchte ich dazu nur noch einen Satz sagen, Frau Präsidentin: Albert Rohan, Ex-Generalsekretär des Außenministeriums, hat einen Bericht über die Türkei als Beitrittskandidaten verfasst. (Der Redner hält ein Buch mit dem Titel „Die Türkei in Europa“ in die Höhe.) Dieser ist lesenswert, enthält im Wesentlichen die Pro-Argumente. „The Economist“ (Abg. Dr. Cap: Wer finanziert das?) ist in seiner Aussage ebenfalls eindeutig: „Why Europe must say yes to Turkey“. (Abg. Dr. Cap: Das sind die Briten, die das finanzieren!)
Beifall bei den Grünen.
Man muss sich dem nicht anschließen, aber studieren und ernst nehmen muss man diese Argumente schon. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Kollege Van der Bellen! Meine Damen und Herren! Ich würde sagen: Seien wir doch endlich einmal auch ehrlich! Die Türkei ist ein wichtiges Land, sie ist strategisch ein wichtiges Land, sie ist ein wichtiges Partnerland für Europa, wirtschaftlich, gesellschaftlich, keine Frage. Aber wir müssen auch signalisieren, dass es selbst dann, wenn wir ein Land als wichtigen Partner anerkennen, andere Wege geben kann und manchmal geben muss, diese Partnerschaft weiterzuentwickeln und zu pflegen, als die Vollmitgliedschaft in der Europäischen Union – die wir als Wertegemeinschaft sehen, sodass wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass nicht alle Länder der Welt, auch wenn sie geographisch an diesem Europa teilhaben, dieser Wertegemeinschaft auch angehören können. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das sollte auch die Prämisse unserer Außenpolitik der Zukunft sein – und das muss auch die Prämisse der Außenpolitik der Europäischen Union sein. Und das – davon sind wir überzeugt – werden Sie, Frau Dr. Benita Ferrero-Waldner, sicherlich in Europa vertreten. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ, den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.
Freilich hätte ich mir gewünscht, dass Sie in Ihrer Rede vielleicht eines noch mit hätten anklingen lassen können. Ich gehe nicht davon aus, dass Sie die Tatsache hätten mit erwähnen müssen, dass eine der Regierungen, denen Sie angehört haben, auch mit Sozialdemokraten besetzt war. Das ist nicht der Punkt. Aber ich hätte mir gedacht, dass ein Teil der Erfolge, die Sie erzielt haben, schon auch darauf zurückzuführen ist, dass Sie einem Haus vorstehen, in dem die Beamtinnen und Beamten des Außenministeriums Sie auch außerordentlich engagiert unterstützt haben. Und auch denen ist bei dieser Gelegenheit Dank und Anerkennung auszusprechen. (Beifall bei der SPÖ, den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Lunacek.
Ich wünsche Ihnen, Frau Bundesministerin, für die Arbeit, die hier auf Sie zukommt, alles Gute. Wir werden diesbezüglich sehr konkrete Vorschläge brauchen, und ich denke, daran wird unter anderem auch das Wohl der EU insgesamt hängen, weil wir die Union so entwickeln müssen, dass die Menschen zu ihr ja sagen können. Ich habe ein paar Punkte dazu angedeutet. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Lunacek.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordnete Mag. Karin Hakl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Liebe Benita! Hohes Haus! Es ist ein lachendes und ein weinendes Auge, das wir heute haben, denn unsere erste weibliche Außenministerin in Österreich wird uns in Richtung Europäische Kommission verlassen. Wir lachen, denn sie wird unsere erste weibliche österreichische Kommissarin in einem der wichtigsten Ressorts, sie wird unsere erste Europäische Außenministerin! Diese hohe Auszeichnung, liebe Benita – nicht nur für deine Arbeit, sondern im Besonderen auch für ganz Österreich –, wird auch im Ausland erkannt. So schreibt zum Beispiel die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, dass die große „Auszeichnung“ wohl nur von „Kleingeistern“ nicht verstanden wurde, wenn sie im Hauptausschuss die Zustimmung zu deiner Nominierung nicht gegeben haben. Aber ganz Europa hat verstanden, wie wichtig das auch für Österreich ist. Und dafür danken wir dir und auch dem Kommissionspräsidenten ganz herzlich! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Genua!
Was ist uns da ganz besonders in Erinnerung? (Abg. Dr. Matznetter: Genua!) Und woran erinnern wir uns besonders gerne, weil es auch eine Ahnung davon gibt, wie du in Zukunft deine Arbeit gestalten wirst? (Abg. Dr. Pilz: Genua!)
Abg. Dr. Pilz: Genua!
Was ist uns da ganz besonders in Erinnerung? (Abg. Dr. Matznetter: Genua!) Und woran erinnern wir uns besonders gerne, weil es auch eine Ahnung davon gibt, wie du in Zukunft deine Arbeit gestalten wirst? (Abg. Dr. Pilz: Genua!)
Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.
Als Allererstes ist für uns alle natürlich unvergessen, wie du im Jahr 2000 mit schier unermüdlichem Einsatz gegen die ungerechten Sanktionen gegen Österreich gekämpft und letztlich deren Aufhebung erwirkt hast – ein Erfolg nicht nur für Österreich, sondern, wie ich glaube, ein noch viel größerer für ganz Europa, weil damit eine Spaltung Europas verhindert wurde. (Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.)
Abg. Parnigoni: Diese Rede gehört am Parteitag der ÖVP gehalten! Da ist sie fehl am Platz!
Du, Frau Minister, warst die Erste, die einen besonderen Schwerpunkt in der Entwicklungspolitik gesetzt hat (Abg. Parnigoni: Diese Rede gehört am Parteitag der ÖVP gehalten! Da ist sie fehl am Platz!), in der Entwicklungspolitik, für die erstmals seit Jahrzehnten stark steigende Mittel zur Verfügung stehen, um den ärmsten Menschen der Welt zu helfen. Du hast dort vor allem auch die Strukturen professionalisiert, damit den NGOs und unseren Partnerländern, vor allem im Süden Afrikas, dort, wo die Menschen nach wie vor hungern, wo sie ohne Wasser und in Armut und Krieg leben, eine größere Verlässlichkeit und auch schnelleres Handeln geboten werden kann. Sechs
Abg. Scheibner: Redezeit!
Besonders sensibel ist die Frage des EU-Beitritts der Türkei. Wie sensibel sie ist, dafür braucht keiner von uns irgendwelche Umfragen zu lesen, wir brauchen nur auf die Straße zu gehen und mit den Menschen zu sprechen. Herr Dr. Van der Bellen! Ich möchte daran erinnern, dass es zu jenem Zeitpunkt, als der Türkei die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen erstmals in Aussicht gestellt wurde, die EU in der heutigen Form noch gar nicht gab. Damals gab es noch die EWG, eine reine Zoll- und Wirtschaftsunion – und die Türkei, die sich sicherlich sehr schnell und sehr positiv verändert hat, steht einer ebenso geänderten, vielleicht noch schneller veränderten Europäischen Union gegenüber. (Abg. Scheibner: Redezeit!)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Mit der Unterstützung von unserer Dr. Benita Ferrero-Waldner wird Europa sicherlich Wege zur Vertiefung der besonderen Partnerschaft mit der Türkei finden, ohne dass eine der beiden Seiten unzufrieden ist und ohne dass die Menschen da oder dort überfordert werden. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abschließend, liebe Benita: Herzlichen Dank und viel Glück und Erfolg für deine Zukunft! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Bundeskanzler! Spätestens mit dieser heutigen – wie sie das ja auch selbst bezeichnet hat – Abschiedsrede der Frau Ministerin haben wir ein außenpolitisches Vakuum, und dafür sind Sie verantwortlich! Eine Ministerin, die eigentlich schon Kommissarin ist, kann die wichtigen Fragen, die jetzt anstehen, nicht erledigen. Das ist ganz klar. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Molterer: Die sind schon abgeschlossen!
Zum Beispiel wird die jetzt anstehenden Budgetverhandlungen, Herr Bundeskanzler, wohl nicht mehr die Frau Außenministerin führen. Führen Sie sie selbst oder überlassen Sie das alles dem jetzt leider nicht mehr anwesenden Finanzminister? (Abg. Mag. Molterer: Die sind schon abgeschlossen!)
Abg. Dr. Khol: Sie darf ja nichts sagen zum Budget!
Ein Zweites: Monterrey – die Erhöhung der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit. Frau Ministerin! Sie haben in Ihrer Rede dazu, nämlich zum Budget, kein Wort verloren. Es war doch Konsens in Monterrey, diese Mittel bis 2006 auf 0,33 Prozent des BNE zu erhöhen. Ich bin neugierig, ob das jetzt im Budget so steht. Davon haben Sie kein Wort erwähnt. (Abg. Dr. Khol: Sie darf ja nichts sagen zum Budget!) Steht es also nicht drinnen? Das ist jedenfalls zu befürchten.
Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Dr. Schüssel.
Das Gewicht Österreichs in der EU hat schon in den letzten Jahren gelitten, vorrangig durch die Beteiligung der Freiheitlichen. (Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Dr. Schüssel.) Ein rasches Handeln wäre notwendig gewesen! Aber das haben Sie, Herr Bundeskanzler, leider nicht gemacht.
Beifall bei den Grünen.
Zeigen Sie jetzt, dass Sie hier einen anderen Weg gehen! Ich fordere Sie auf, das Außenamt sofort neu zu besetzen, um dieser außenpolitischen Geisterfahrt ein Ende zu setzen, damit sowohl was das Budget betrifft als auch was die Rolle Österreichs in der EU und im gesamten außenpolitischen Rahmen betrifft endlich wieder Außenpolitik gemacht werden kann und nicht halbe/halbe zwischen Kommission und Österreich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Reinhard Eugen Bösch (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Frau Außenministerin, Sie können auf zehn Jahre politische Tätigkeit in der Bundesregierung zurückblicken. In diese zehn Jahre fallen in der Tat wesentliche Ereignisse und wesentliche Schritte für unsere Republik. Einige Jahre davon konnten wir Freiheitliche als Ihre Partner sehr eng mit Ihnen zusammenarbeiten und diese Schritte auch wesentlich mitgestalten. Ich glaube, dass diese Zusammenarbeit gut funktioniert hat. Ich danke Ihnen dafür, dass wir das tun konnten. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie der Abgeordneten Dr. Stummvoll und Dr. Spindelegger.
Deshalb wird die Europäische Union in der Zeit, in der Sie Mitglied der Kommission sein werden, eine sehr entscheidende Frage beantworten müssen, nämlich: Wo sind die Grenzen der Europäischen Union? Es ist dies eine Frage, um deren Beantwortung sich die europäischen Ebenen in den letzten Jahren immer herumgeschwindelt haben. Aber jetzt wird diese Frage zu beantworten sein. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie der Abgeordneten Dr. Stummvoll und Dr. Spindelegger.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Eder: ... Haider-Position oder die andere?
jetzt zu führen, denn die Beschlüsse über diesen Beitritt beziehungsweise über die Verhandlungen darüber stehen vor der Tür! Und wir haben hier Position zu beziehen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Eder: ... Haider-Position oder die andere?)
Rufe bei der SPÖ: Welche Position haben Sie?
Herr Kollege Van der Bellen und auch Frau Kollegin Hakl haben es richtigerweise erwähnt (Rufe bei der SPÖ: Welche Position haben Sie?): Als vor 40 Jahren damit begonnen wurde, der Türkei Avancen in Bezug auf eine Beitrittsoption zu machen, war die Lage eine ganz andere. Wir hatten es mit der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft zu tun, die ausschließlich ökonomische Ziele verfolgt hat.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Deshalb hat es auch 40 Jahre gedauert. Deshalb hat man auch in diesen 40 Jahren nie den Mut gehabt, zu sagen, dass sich die Lage erheblich geändert hat, dass wir heute nicht mehr nur eine Wirtschaftsgemeinschaft sind, sondern eine politische Schicksalsgemeinschaft, die eine ganz klare Zukunftsvorstellung hat – auch in der Außen- und Sicherheitspolitik. Und deshalb sind hier neue Maßstäbe anzulegen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Was wollen Sie?
Meine Damen und Herren! Wir müssen auch den Mut haben, die Türkei selbst zu betrachten, und endlich erkennen, dass es in der Türkei selbst nur eine ganz kleine intellektuelle Schicht ist, die den Beitritt zur Europäischen Union betreibt, und dass die Masse der Bevölkerung, aber auch die Masse der politisch Aktiven diese Geisteshaltung nicht mitträgt. (Abg. Eder: Was wollen Sie?) Wir haben das ja in den letzten Tagen mit dieser Strafrechtsreform der türkischen Republik erlebt. Es hat das türkische Parlament eine Verhaltensweise an den Tag gelegt, die dazu geführt hat, dass Erweiterungskommissar Verheugen, der immer für den Beitritt der Türkei eingetreten ist, halt gerufen und gesagt hat: Wir müssen jetzt neu überprüfen, ob die Verhältnisse von heute noch so zutreffend sind wie vor 40, vor 20, vor zehn Jahren!
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Der Beitritt der Türkei ist ein essentieller Punkt in der Entwicklung der Europäischen Union. Die Europäische Union muss sich auf die Vertiefung, die Arrondierung des europäischen Gebietes vor allem im Balkanraum – die Staaten sind genannt worden – konzentrieren und endlich klarmachen, dass es weitere Erweiterungsschritte nicht geben kann. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Lunacek: Prozentuell!
Erstens: Das Budget des Außenministeriums ist in der Zeit Benita Ferrero-Waldners nicht gesunken, sondern gestiegen. (Abg. Mag. Lunacek: Prozentuell!) Sie ist im Jahr 1994 mit einem Budget von 270 Millionen € angetreten, 2004 gab es dann 340 Millionen €. Die EZA-Mittel sind von 50 Millionen auf 90 Millionen € gestiegen. (Abg. Mag. Lunacek: Es geht um Prozentsätze!)
Abg. Mag. Lunacek: Es geht um Prozentsätze!
Erstens: Das Budget des Außenministeriums ist in der Zeit Benita Ferrero-Waldners nicht gesunken, sondern gestiegen. (Abg. Mag. Lunacek: Prozentuell!) Sie ist im Jahr 1994 mit einem Budget von 270 Millionen € angetreten, 2004 gab es dann 340 Millionen €. Die EZA-Mittel sind von 50 Millionen auf 90 Millionen € gestiegen. (Abg. Mag. Lunacek: Es geht um Prozentsätze!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Sie werden verstehen, dass wir nicht jetzt schon die entsprechenden Zahlen für 2005 und 2006 nennen können, aber ich darf vor allem Frau Abgeordnete Lunacek beruhigen: Die amtierende Außenministerin, die höchst aktiv ist und überhaupt nicht die Scheinwerfer ausgeschaltet hat, hat beide Budgets für 2005 und 2006 bereits durchverhandelt; sie werden gerade technisch eingegeben. Sie werden diese Zahlen dann sehen – das Monterrey-Ziel von 0,33 Prozent ist darin enthalten. Es ist wiederum ein großer Erfolg unserer mutigen, umsichtigen und sehr professionell agierenden Außenministerin! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wenn Sie, Frau Abgeordnete, meinen, das Gewicht Österreichs in der Union habe gelitten, dann – entschuldigen Sie vielmals! – schauen Sie auf die Außenministerin! Sehen Sie, welche Funktion sie bekommen hat, dann haben Sie gleich die richtige Antwort auf Ihre Befürchtungen dabei. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Lunacek: Ja, aber das war nicht unsere Verantwortung, sondern Ihre!
Ich sage auch sehr offen, es freut mich das persönlich sehr, denn es kann sich niemand von Ihnen wirklich vorstellen, wie es in den ersten Monaten des Jahres 2000, als diese Bundesregierung neu angetreten ist, wirklich gewesen ist, welcher Druck, welche Ablehnung den Repräsentanten entgegengeschlagen ist. (Abg. Mag. Lunacek: Ja, aber das war nicht unsere Verantwortung, sondern Ihre!) Das kann sich eigentlich niemand vorstellen, und ich wünsche es auch wirklich niemandem. Das haben zum großen Teil die Außenministerin und ich durchstehen müssen, und sie hat in einer unglaublichen Art und Weise für Österreich gekämpft.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Es ist mehr als nur eine Pointe der Geschichte, es ist eine wirkliche Befriedigung – auch für mich – und bedeutet Gerechtigkeit, dass diesem Land die Würde zurückgegeben wurde in der Person Benita Ferrero-Waldners, die vor vier Jahren quasi im Schmuddeleck gestanden ist und heute für die ganze Union die Außenbeziehungen ordnet. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Posch: Das ist aber peinlich!
Sie sagt es nicht, weil sie dafür zu vornehm ist, und das ist auch gut so, aber lassen Sie es wenigstens mich, auch angesichts von einigen hunderttausend Fernsehzuschauern, sagen. (Abg. Mag. Posch: Das ist aber peinlich!) – Das ist nicht peinlich. Ihr Zwischenruf ist peinlich, Herr Abgeordneter! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Sie sagt es nicht, weil sie dafür zu vornehm ist, und das ist auch gut so, aber lassen Sie es wenigstens mich, auch angesichts von einigen hunderttausend Fernsehzuschauern, sagen. (Abg. Mag. Posch: Das ist aber peinlich!) – Das ist nicht peinlich. Ihr Zwischenruf ist peinlich, Herr Abgeordneter! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Posch: Das war jetzt ein ... Versprecher!
Benita Ferrero-Waldner war und ist die erste Außenministerin Österreichs und hat damit den Weg dafür gebahnt, dass Frauen jede Funktion in der Politik, in der Wirtschaft, in der Gesellschaft einnehmen können. Sie hat es mit einer ganz eigenartigen, ganz großartigen Mischung von Professionalität, Mut, Umsicht und Charme getan, auf die wir alle gemeinsam stolz sein können. Ich lasse dich gerne, ich lasse dich ungern gehen als Außenministerin. (Abg. Mag. Posch: Das war jetzt ein ... Versprecher!) Ich
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich wünsche dir viel Glück in dieser spannenden Zeit! Diese Zeit ist nicht einfach, denn die Union gruppiert sich um. Der Nizza-Vertrag wird – hoffentlich! – durch den neuen Vertrag von Rom, der ja erst unterschrieben werden wird, abgelöst. Es wird die Union eine ganz neue Rolle in den Außenbeziehungen, auch in den verteidigungs- und sicherheitspolitischen Beziehungen spielen. Ich wünsche dir das Gleiche, was du eigentlich hier bewiesen hast: dass Außenpolitik in Österreich und in Europa nichts mit der Arbeit im Elfenbeinturm zu tun hat, sondern mitten unter den Menschen stattfindet, draußen, dort, wo die großen Probleme sind. Volle Kraft für dich, volle Unterstützung und komm auch möglichst oft hierher ins Parlament und in die österreichische Öffentlichkeit, informier uns offen und ehrlich, alle Fraktionen, parteiübergreifend! Wir werden das brauchen. Wir werden dich auch genauso unterstützen, wie du das immer für Österreich getan hast. Alles Gute! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
und einen enormen Beitrag dazu geleistet hat, dass die Exportrate Österreichs etwa im ersten Halbjahr dieses Jahres um 11,1 Prozent höher war, was 50 000 bis 70 000 Arbeitsplätze bedeutet. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Der Fokus ist natürlich hier auf die südosteuropäischen Länder in Europa gerichtet, mit denen Österreich schon seit vielen Jahren traditionell gute Wirtschaftsbeziehungen pflegt und die ein doppelt so hohes Wachstumspotential und eine Dynamik haben, als dies bei den bisherigen EU-Mitgliedsländern der Fall ist. Das heißt, gerade dort wird man als kleines Land dann gut reüssieren können, wenn die bilateralen Beziehungen gut sind, wenn man also gute Außenpolitik gemacht hat. Diese Basis hat die zukünftige Kommissarin und jetzige Außenministerin zweifelsohne gelegt. Ich danke ihr ganz herzlich dafür. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Diese Beziehungen werden auch in Zukunft wichtig sein, und ich bin überzeugt, die Basis, die Benita Ferrero-Waldner gelegt hat, wird gut fortgeführt, von wem auch immer – gedulden Sie sich noch etwas! Ich bin als Ressortminister froh und dankbar, dass Österreich ein derart gutes Standing in Europa hat und weiterhin haben wird, weil wir eine gute Entsendung vornehmen und weil wir eine gute Werbung, eine gute Visitenkarte in der Europäischen Kommission abgeben werden, eben mit dir, liebe Benita. Ich wünsche dir nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“, dass alle hier im Hause versammelten Fraktionen und Abgeordneten gemeinsam die österreichische Außenpolitik mittragen, denn gemeinsam sind wir dann stark. Österreich ist in diesem Europa stark, und das stärkt auch dich als österreichische Kommissarin in europäischen Angelegenheiten. – Alles Gute! Ein herzliches Glückauf! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Dr. Khol.
scheidungen berichten können und diese im Vorfeld auch diskutieren können. (Demonstrativer Beifall des Abg. Dr. Khol.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Frau Ministerin, wenn Sie nach Brüssel gehen, vergessen Sie die Neutralität der Österreicher und Österreicherinnen nicht! Sie ist den Österreichern ein wichtiges Anliegen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Zu Ihren Aufgaben wird auch gezählt, dass Sie einen Rahmen für politische Maßnahmen gegen den internationalen Terror aufbauen. Nun haben sich auf europäischer Ebene schon verschiedene Truppen gebildet. Ich rede von der europäischen Polizei, von EUROJUST, auch von den Diskussionen über den europäischen Staatsanwalt. Dafür zu sorgen, dass bei all den wichtigen Maßnahmen, die gegen den internationalen Terror zu setzen sind, die Bürgerrechte, die Grund- und Freiheitsrechte der Bürger und Bürgerinnen nicht auf der Strecke bleiben, auch dazu sind Sie aufgerufen und auch das liegt in Zukunft in Ihren Händen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Der dritte und letzte Punkt, und der ist mir sehr wichtig, und Sie haben sich dazu bekannt: Die Frauen, die Frauenrechte, die Frauenbeteiligung und die Gleichstellung der Frauen sollen in Europa nicht auf der Strecke bleiben, sie sollen sich vielmehr in den Konzepten und in den Programmen wieder finden. Frau Ministerin, da haben Sie Handlungsbedarf! Europa muss auch ein Europa der Frauen bleiben! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Zum Abschluss wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei der Anhörung vor dem Europäischen Parlament und viel Erfolg bei Ihrer Arbeit für die Weiterentwicklung von Europa, damit dieses Europa sozialer und demokratischer wird und auch einen wesentlichen Beitrag zum Frieden in der Welt leistet. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Cap: Auch die Rednerinnen!
Abgeordneter Dr. Michael Spindelegger (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Vor allem liebe Benita Ferrero-Waldner! Heute haben alle Redner (Abg. Dr. Cap: Auch die Rednerinnen!), alle Fraktionen der Außenministerin ihre besondere Wertschätzung ausgedrückt. Das ist, wie ich meine, ein Kompliment, meine Damen und Herren, das Benita Ferrero-Waldner auch in Zukunft begleiten wird, und zwar ein besonderes Kompliment, denn damit sind auch alle Scharmützel, die es während ihrer Amtszeit da und dort gegeben hat, glaube ich, vergessen. Das ist ein sehr guter Start für sie als neue Außenkommissarin der Europäischen Union.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn wir die klassischen Felder der Außenpolitik betrachten, dann wird auch klar, dass zehn Jahre Außenpolitik durch Benita Ferrero-Waldner ihre Spuren bei uns hinterlassen werden. In der Europapolitik, unserem wichtigsten Ziel der Außenpolitik, bleibt das Markenzeichen für sie: gekämpft wie eine Löwin in den Fragen der Sanktionen und Österreich wiederhergestellt als ein beliebtes, als ein anerkanntes Land in dieser Europäischen Union. Das wird ein Markenzeichen sein, das noch lange für Benita Ferrero-Waldner gelten wird, auch wenn sie nicht mehr Außenministerin ist. Dafür möchte ich mich auch bei dir herzlich bedanken, das war eine wirklich großartige Leistung, die dir die Österreicherinnen und Österreicher nie vergessen werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zum Dritten: Was internationale Organisationen anlangt, dürfen wir nicht vergessen, dass es dieser Außenministerin durch ihren persönlichen Einsatz, durch ihre persönlichen Kontakte auch zum Generalsekretär der Vereinten Nationen gelungen ist, den UNO-Standort in Wien zu halten. Das alles miteinander wird zeigen, dass zehn Jahre Außenpolitik durch Benita Ferrero-Waldner ein hervorragendes Markenzeichen für diese österreichische Außenpolitik auch in Zukunft bleiben werden. Sie wird mit ihrer gewinnenden, sympathischen Art Europa erobern, und wir werden sie auf diesem Weg begleiten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Bundeskanzler Dr. Schüssel: Immer!
Zwei Beispiele. Ein Beispiel ist heute schon angeklungen, es war der Irak-Krieg. Für uns ist es wichtig, dass Österreich gerade in der Frage des Völkerrechts eine sehr klare Position einnimmt. Das war in der Vergangenheit leider nicht der Fall. (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Immer!) Da war der berühmte Satz mit der Mitte. Jetzt ist es
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
bestätigt worden. Kofi Annan hat klar gesagt, dieser Krieg war völkerrechtswidrig, war illegal. Ich wünsche mir von einer zukünftigen Außenministerin, dass sie da klare Positionen bezieht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ein zweites Beispiel: Entwicklungszusammenarbeit. Wir Grünen setzen uns vehement auf allen Ebenen für eine „fairere Weltordnung“ – unter große Anführungszeichen gesetzt – ein. Ein wichtiges Instrument dafür ist eine Umverteilung. Das bedeutet, Entwicklungsgelder, Gelder für Entwicklungszusammenarbeit sollen auch eine bestimmte Höhe erreichen. Da gibt es ein großes Versprechen, das auch Österreich unterschrieben hat, mittlerweile schon vor zwölf Jahren, wo wir bei weitem nicht auf dem Weg sind, das auch zu erfüllen. Das bedeutet, einen bestimmten Anteil des Bruttoinlandsproduktes für die Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung zu stellen. Das ist eine globale Verantwortung, das war in der Vergangenheit nicht der Fall. Österreich ist da eines der schwächsten Länder, ist gemeinsam mit Japan und den USA Schlusslicht im Rahmen der OECD-Staaten. Ich wünsche mir von einer zukünftigen Außenministerin, dass diese Aufgabe Umverteilung, europäische Entwicklungszusammenarbeit, auch Gelder in diese Länder zu investieren, ernst genommen wird und im österreichischen Budget auch eine Verankerung findet. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Nichts gegen eine Abschiedsfestrede, das können wir gerne machen, aber es darf dabei die inhaltliche Diskussion über die Zukunft, über die österreichische zukünftige Außenpolitik nicht einfach so unter den Teppich gekehrt werden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.
Es sind 87 Millionen Einwohner, die hier neu dazukommen sollen, es sind 45,5 Milliarden €, die dieser Beitritt kostet. – Also alles in allem sicher eine Thematik, die sehr kritisch zu behandeln ist. Die kritische Haltung der Freiheitlichen in dieser Frage war von Anfang an klar. Wir Freiheitlichen – und das sage ich jetzt ganz klar und deutlich – lehnen den Beitritt der Türkei und auch Beitrittsverhandlungen mit einem zwingenden Beitritt ganz klar ab! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.)
Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
es eine klare Aufforderung geben muss, aber nicht nur an die Bundesregierung, sondern an alle in Brüssel Verantwortlichen. (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Denn wenn Sie sich, anstatt zwischenzurufen, einmal mit der Materie beschäftigt hätten, dann wüssten Sie, dass diese Entscheidung in Brüssel fallen wird. Wer schreit, hat nicht Recht! Das hat sich in den letzten Jahren des Parlamentarismus nicht geändert. Wer schreit, auch Herr Öllinger, hat nicht Recht! Das ist leider so. Es nützt nichts. Im Endeffekt wird das in Brüssel entschieden. Deswegen geht dieser Appell nicht nur an die Bundesregierung, er geht genauso an alle anderen Regierungen, an alle anderen Landes- und Bundeshauptstädte quer durch Europa: in dieser Frage klar zu entscheiden, nämlich zuerst ein Ja zu Österreich, dann ein Ja zu Europa und dann erst darüber hinaus blicken, wie wir uns weiterentwickeln.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Es sind hier sehr viele lobende, sehr viele ehrende, sehr viele unterstützende Worte gefallen, aber auch sehr viele erwartungsvolle Worte. Genau diese erwartungsvollen Worte sind es, an die wir Freiheitlichen uns anschließen wollen, weil es uns besonders wichtig ist, nicht nur die Interessen Europas zu vertreten, nicht nur künftig Europas Außenpolitik mitzugestalten, sondern vor allen Dingen auch die Interessen Österreichs zu vertreten. Wir haben es in den letzten Jahren sehr oft gemerkt, dass es besonders wichtig ist, in einer erweiterten Union, wo die Kommission vergrößert wird, österreichische Interessen zu vertreten, die österreichischen Standpunkte zu vertreten und damit auch für die Sicherheit und das Wohlbefinden der österreichischen Bürger zu sorgen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
In diesem Sinne, sehr geehrte Frau Außenminister, wünschen wir Freiheitlichen Ihnen – bevor wir erstmals in die neu verordnete Mittagspause gehen müssen, die wir nicht unbedingt befürwortet haben, die sozusagen jetzt einmal einen Probegalopp macht – viel Erfolg! Wir wünschen Ihnen von Seiten der FPÖ viel Kraft für Österreich! Ich schließe mit einem kräftigen Glückauf! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP, den Freiheitlichen und der SPÖ.
Ich habe es hier im Plenum schon einmal gesagt und möchte es heute wiederholen: Der Ausschuss für Petitionen und Bürgerinitiativen ermöglicht die direkte Kommunikation mit der Politik und ist somit ein wichtiges Bindeglied zwischen den österreichischen Bürgerinnen und Bürgern und dem Parlament. (Beifall bei der ÖVP, den Freiheitlichen und der SPÖ.) Es gibt ihnen die Möglichkeit, sich mit ihren Anliegen und Problemen direkt an die Volksvertreter im Parlament zu wenden. Dazu wurden wir von den Menschen in unseren Wahlkreisen in den Nationalrat gewählt, um sie bestmöglich zu vertreten.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der SPÖ.
Ich möchte zum Abschluss eines ganz besonders betonen und diese Gelegenheit hier nutzen, um mich bei der Vorsitzenden, Frau Abgeordneter Wurm, und auch bei allen anderen im Ausschuss vertretenen Parteien nochmals sehr herzlich für die gute Zusammenarbeit zu bedanken. Noch einmal möchte ich betonen, dass die Tätigkeit in diesem Ausschuss sehr interessant ist. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Walch.
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Lassen Sie auch mich einen Überblick geben über das, was unser Ausschuss in den letzten zwei Jahren geleistet hat. Beim Kollegen Freund bedanke ich mich herzlich für die angenehmen Worte und für die Zustimmung. So, wie wir im Ausschuss miteinander umgehen, ist dies, glaube ich, ein sehr wichtiges Signal für die Bürger und Bürgerinnen, dass ihre Anliegen hier ernst genommen werden und dass es nicht um ein politisches Hickhack geht, sondern dass es uns darum geht, die Anliegen der Bürger und Bürgerinnen entsprechend zu platzieren und ernst zu nehmen. Herzlichen Dank auch, Herr Kollege Freund! (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Walch.)
Beifall bei der SPÖ.
Was ich aber von unserem Ausschuss auch noch sagen und behaupten kann: Ich glaube, dass dies der Ausschuss ist, der mit den Anliegen der Bürger und mit deren Problemen direkt in Kontakt tritt. Es ist dies sicherlich der bürgerfreundlichste Ausschuss, und ich glaube, dass dieses Instrument, das vor zirka 15 Jahren geschaffen wurde, ein wichtiges und notwendiges für die österreichische Bevölkerung ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es wurde hier und heute schon erwähnt, dass unser Wunsch und auch der Wunsch der Volksanwaltschaft nun Wirklichkeit geworden ist, nämlich die halbjährliche Berichterstattung des jeweils vorsitzenden Volksanwaltes oder der jeweils vorsitzenden Volksanwältin, um über die Auswirkungen der verschiedenen Gesetze, die wir hier als Gesetzgeber beschließen, zu berichten. Dazu kann ich sagen, dass dieser Beginn ein wichtiger, ein notwendiger und ein fruchtbringender ist, für den Petitionsausschuss, für die Volksanwaltschaft und vor allen Dingen für die Bürger und Bürgerinnen in diesem Staat! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Als Nächstes möchte ich mich auch mit einem Teil meines Antrags, den ich im Jahre 2003 eingebracht habe, befassen. Ich möchte darauf hinweisen, dass in der Geschäftsordnung des Nationalrates immer noch eine wahrhaft anachronistische Bestimmung drinsteht, nämlich dass Bürgerinitiativen erst ab dem 19. Lebensjahr eingebracht werden können. Wir wählen die Mitglieder des Nationalrates mit 18 Jahren, da hat man schon das aktive Wahlrecht; dass dann eine Bürgerinitiative erst mit 19 Jahren eingebracht werden kann, ist, glaube ich, anachronistisch. Hier sollte man den Bürgern – den Jugendlichen, sage ich – die Möglichkeit bieten, nicht erst ab dem 18. Lebensjahr, sondern, so wie es meine Forderung ist, schon ab dem 16. Lebensjahr eine Bürgerinitiative einzubringen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Lassen Sie mich zum Abschluss noch eines sagen – auf verschiedene einzelne Bürgerinitiativen werden meine Kolleginnen und Kollegen eingehen –: Ich wünsche mir für unseren Ausschuss weiterhin eine gute Zusammenarbeit mit den verschiedenen Fraktionen. Bisher hat das im Interesse der Bürger und Bürgerinnen der Republik Österreich wunderbar funktioniert! – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Cap: Das wollen wir jetzt hören!
Abgeordnete Mares Rossmann (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Hohes Haus! (Abg. Dr. Cap: Das wollen wir jetzt hören!) Das freut mich, dass Sie das hören wollen und hoffentlich aufmerksam zuhören! (Abg. Eder: Natürlich! – Abg. Dr. Cap: Klar!)
Abg. Eder: Natürlich! – Abg. Dr. Cap: Klar!
Abgeordnete Mares Rossmann (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Hohes Haus! (Abg. Dr. Cap: Das wollen wir jetzt hören!) Das freut mich, dass Sie das hören wollen und hoffentlich aufmerksam zuhören! (Abg. Eder: Natürlich! – Abg. Dr. Cap: Klar!)
Abg. Öllinger: Und das von der FPÖ! – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir diskutieren heute hier zwölf Petitionen und fünf Bürgerinitiativen. Viele sind berechtigte Anliegen, die unsere Bürger bewegen. Aber ich sage auch – und da hören Sie mir (in Richtung SPÖ) gut zu! –, es kommt vieles gerade aus Ihrer Fraktion, von dem man schon sagen kann, dass es auf rein politisches Kalkül zurückzuführen ist. Wir haben es heute am Vormittag schon gesehen: Sie schlagen einfach wirklich aus den Gefühlen der Menschen politisches Kleingeld! (Abg. Öllinger: Und das von der FPÖ! – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Widerspruch bei der SPÖ
Sie bringen die Menschen zu Unterschriftsaktionen – ich werde Ihnen gleich beweisen, warum – und zwingen die Menschen, zu unterschreiben (Widerspruch bei der SPÖ), oder Sie ersuchen die Menschen, zu unterschreiben – ich korrigiere mich –, und das Parlament wird missbraucht, indem Sie das dann als Petition einbringen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sie bringen die Menschen zu Unterschriftsaktionen – ich werde Ihnen gleich beweisen, warum – und zwingen die Menschen, zu unterschreiben (Widerspruch bei der SPÖ), oder Sie ersuchen die Menschen, zu unterschreiben – ich korrigiere mich –, und das Parlament wird missbraucht, indem Sie das dann als Petition einbringen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Heinzl: So ist es!
Ich nenne gleich ein Beispiel des Kollegen Heinzl, er hat nämlich eine Petition zur Rettung, Erhaltung der Mariazellerbahn eingebracht. (Abg. Heinzl: So ist es!) Es geht aus den Stellungnahmen ganz klar hervor, dass das eine Petition war, nur weil Herr Kollege Heinzl, der gerne in seinem Wahlkreis herumgeht (Abg. Eder: Das ist ja sein Recht!) – das ist alles legitim (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist seine Pflicht!) –, die Leute bittet, zu unterschreiben, und den Leuten erzählt, die Mariazellerbahn werde eingestellt, und Sonstiges. (Abg. Dr. Cap: Warum sperren Sie es zu?)
Abg. Eder: Das ist ja sein Recht!
Ich nenne gleich ein Beispiel des Kollegen Heinzl, er hat nämlich eine Petition zur Rettung, Erhaltung der Mariazellerbahn eingebracht. (Abg. Heinzl: So ist es!) Es geht aus den Stellungnahmen ganz klar hervor, dass das eine Petition war, nur weil Herr Kollege Heinzl, der gerne in seinem Wahlkreis herumgeht (Abg. Eder: Das ist ja sein Recht!) – das ist alles legitim (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist seine Pflicht!) –, die Leute bittet, zu unterschreiben, und den Leuten erzählt, die Mariazellerbahn werde eingestellt, und Sonstiges. (Abg. Dr. Cap: Warum sperren Sie es zu?)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist seine Pflicht!
Ich nenne gleich ein Beispiel des Kollegen Heinzl, er hat nämlich eine Petition zur Rettung, Erhaltung der Mariazellerbahn eingebracht. (Abg. Heinzl: So ist es!) Es geht aus den Stellungnahmen ganz klar hervor, dass das eine Petition war, nur weil Herr Kollege Heinzl, der gerne in seinem Wahlkreis herumgeht (Abg. Eder: Das ist ja sein Recht!) – das ist alles legitim (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist seine Pflicht!) –, die Leute bittet, zu unterschreiben, und den Leuten erzählt, die Mariazellerbahn werde eingestellt, und Sonstiges. (Abg. Dr. Cap: Warum sperren Sie es zu?)
Abg. Dr. Cap: Warum sperren Sie es zu?
Ich nenne gleich ein Beispiel des Kollegen Heinzl, er hat nämlich eine Petition zur Rettung, Erhaltung der Mariazellerbahn eingebracht. (Abg. Heinzl: So ist es!) Es geht aus den Stellungnahmen ganz klar hervor, dass das eine Petition war, nur weil Herr Kollege Heinzl, der gerne in seinem Wahlkreis herumgeht (Abg. Eder: Das ist ja sein Recht!) – das ist alles legitim (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist seine Pflicht!) –, die Leute bittet, zu unterschreiben, und den Leuten erzählt, die Mariazellerbahn werde eingestellt, und Sonstiges. (Abg. Dr. Cap: Warum sperren Sie es zu?)
Abg. Heinzl: Sagen Sie mir: Wo ist das Geld?
Wenn Sie die Stellungnahmen genau lesen – und ich hoffe, Sie als Klubobmann haben sie gelesen –, dann werden Sie sehen, dass hier absolut eine Unwahrheit verbreitet wird, nämlich eine Unwahrheit insofern, als man den Leuten erzählt, der Bund habe kein Geld bereitgestellt und auch das Land Niederösterreich habe sich nicht beteiligt. (Abg. Heinzl: Sagen Sie mir: Wo ist das Geld?) All das trifft nicht zu! Ganz im Gegenteil: Am 9. Dezember wurde ein Vertrag zwischen dem Bund und dem Land Niederösterreich unterzeichnet. Es ist vom Land Niederösterreich und auch vom Bund ganz klar Geld geflossen zur Erhaltung der Mariazellerbahn! (Abg. Heinzl: ... Geld geflossen?
Abg. Heinzl: Nicht einmal 1 Cent!
Das ist die Unwahrheit! Nicht 1 € ist geflossen!) Das müssen sie zur Kenntnis nehmen! (Abg. Heinzl: Nicht einmal 1 Cent!) Das erzählen Sie den Menschen draußen – aber wir werden dafür sorgen, dass die Menschen in Ihrem Wahlkreis die richtige Information bekommen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das ist die Unwahrheit! Nicht 1 € ist geflossen!) Das müssen sie zur Kenntnis nehmen! (Abg. Heinzl: Nicht einmal 1 Cent!) Das erzählen Sie den Menschen draußen – aber wir werden dafür sorgen, dass die Menschen in Ihrem Wahlkreis die richtige Information bekommen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Reheis: Der hausgemachte Benzinpreis! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich möchte zu einer weiteren Petition kommen – die kommt auch von Ihnen, Herr Kollege Heinzl –, nämlich der Petition zur Erhöhung des Kilometergeldes. Ich sage dazu: Der Intention könnten wir durchaus beipflichten: Wir teilen die Meinung, dass das Kilometergeld über kurz oder lang erhöht werden muss. Aber ich erinnere Sie schon an eines: Warum werden Sie, bevor Sie so eine Petition einbringen, nicht bei ehemaligen hochrangigen SPÖ-Politikern vorstellig? – Ich nenne nur einen Namen: Ruttenstorfer, ÖMV. Dort ist nämlich der hausgemachte Benzinpreis, den Sie rascher bewältigen könnten als mit dieser Petition. (Abg. Reheis: Der hausgemachte Benzinpreis! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Der hausgemachte Benzinpreis, selbstverständlich! (Abg. Riepl: Wollen Sie nun das Kilometergeld erhöhen oder nicht?)
Abg. Riepl: Wollen Sie nun das Kilometergeld erhöhen oder nicht?
Ich möchte zu einer weiteren Petition kommen – die kommt auch von Ihnen, Herr Kollege Heinzl –, nämlich der Petition zur Erhöhung des Kilometergeldes. Ich sage dazu: Der Intention könnten wir durchaus beipflichten: Wir teilen die Meinung, dass das Kilometergeld über kurz oder lang erhöht werden muss. Aber ich erinnere Sie schon an eines: Warum werden Sie, bevor Sie so eine Petition einbringen, nicht bei ehemaligen hochrangigen SPÖ-Politikern vorstellig? – Ich nenne nur einen Namen: Ruttenstorfer, ÖMV. Dort ist nämlich der hausgemachte Benzinpreis, den Sie rascher bewältigen könnten als mit dieser Petition. (Abg. Reheis: Der hausgemachte Benzinpreis! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Der hausgemachte Benzinpreis, selbstverständlich! (Abg. Riepl: Wollen Sie nun das Kilometergeld erhöhen oder nicht?)
Abg. Mag. Wurm: Wirtschaftsminister Schüssel!
Ich erinnere auch daran: Welche Regierung hat den Autofahrern die größten Belastungen beschert, die es in dieser Republik je gegeben hat? – Das war eine Regierung mit einem sozialdemokratischen Finanzminister, unter Bundeskanzler Klima, Verkehrsminister Klima, Bundeskanzler Vranitzky. (Abg. Mag. Wurm: Wirtschaftsminister Schüssel!) Sie haben die Luxussteuer erfunden, Sie haben die NoVA, die Normverbrauchsabgabe, erfunden. (Abg. Dr. Cap: Schüssel war Wirtschaftsminister!) Sie haben die Stempelmarkengebühren erhöht, und Sie haben den Allgemeinen Absetzbetrag völlig gestrichen. Das haben Sie anscheinend alles vergessen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Schüssel war Wirtschaftsminister!
Ich erinnere auch daran: Welche Regierung hat den Autofahrern die größten Belastungen beschert, die es in dieser Republik je gegeben hat? – Das war eine Regierung mit einem sozialdemokratischen Finanzminister, unter Bundeskanzler Klima, Verkehrsminister Klima, Bundeskanzler Vranitzky. (Abg. Mag. Wurm: Wirtschaftsminister Schüssel!) Sie haben die Luxussteuer erfunden, Sie haben die NoVA, die Normverbrauchsabgabe, erfunden. (Abg. Dr. Cap: Schüssel war Wirtschaftsminister!) Sie haben die Stempelmarkengebühren erhöht, und Sie haben den Allgemeinen Absetzbetrag völlig gestrichen. Das haben Sie anscheinend alles vergessen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich erinnere auch daran: Welche Regierung hat den Autofahrern die größten Belastungen beschert, die es in dieser Republik je gegeben hat? – Das war eine Regierung mit einem sozialdemokratischen Finanzminister, unter Bundeskanzler Klima, Verkehrsminister Klima, Bundeskanzler Vranitzky. (Abg. Mag. Wurm: Wirtschaftsminister Schüssel!) Sie haben die Luxussteuer erfunden, Sie haben die NoVA, die Normverbrauchsabgabe, erfunden. (Abg. Dr. Cap: Schüssel war Wirtschaftsminister!) Sie haben die Stempelmarkengebühren erhöht, und Sie haben den Allgemeinen Absetzbetrag völlig gestrichen. Das haben Sie anscheinend alles vergessen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Was haben wir gemacht? – Wir haben die Pendlerpauschale rückwirkend mit 1. Jänner dieses Jahres – das wollen Sie nicht hören! – um 15 Prozent erhöht! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wer hat denn die Vignette erfunden? – Wir haben die Pendlerpauschale um 15 Prozent erhöht, in Kärnten gibt es darüber hinaus noch eine Erhöhung durch das Land, und wir haben die Lehrlingsfreifahrt eingeführt. Das sind Schritte, die diese Bundesregierung setzt. Ich bin sicher, dass es uns über kurz oder lang gelingen wird, auch das Kilometergeld zu erhöhen. (Abg. Heinzl: Wann?)
Abg. Heinzl: Wann?
Was haben wir gemacht? – Wir haben die Pendlerpauschale rückwirkend mit 1. Jänner dieses Jahres – das wollen Sie nicht hören! – um 15 Prozent erhöht! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wer hat denn die Vignette erfunden? – Wir haben die Pendlerpauschale um 15 Prozent erhöht, in Kärnten gibt es darüber hinaus noch eine Erhöhung durch das Land, und wir haben die Lehrlingsfreifahrt eingeführt. Das sind Schritte, die diese Bundesregierung setzt. Ich bin sicher, dass es uns über kurz oder lang gelingen wird, auch das Kilometergeld zu erhöhen. (Abg. Heinzl: Wann?)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Jetzt komme ich aber auf eine Petition zu sprechen, über die wir uns alle einig sind; es wurden ja heute auch schon der Konsens und die gute Zusammenarbeit im Petitionsausschuss gelobt. Es handelt sich dabei um die Petition bezüglich Chancengleichheit gehörloser Menschen im österreichischen Bildungssystem. Es geht um den gleichberechtigten Zugang zu Bildung und Wissen für Gehörlose. Die österreichische Gebärdensprache ermöglicht es gehörlosen Menschen, jene Sprachkompetenz zu entwickeln, die sonst nur hörende Menschen erreichen. Das Drängen gehörloser Menschen in die Lautsprache – und darüber sind wir uns auch alle einig – sehen wir als Diskriminierung. In diesem Bereich ist wirklich viel zu tun, und deshalb haben wir diese Petition auch gemeinsam eingebracht. Die österreichische Gebärdensprache sollte wirklich als nichtethnische Minderheitensprache in unserer Verfassung verankert werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie der Abg. Lentsch.
Auch im beruflichen Bereich sollte die Gebärdensprache Eingang finden, denn heute können wir nicht von freier Berufswahl sprechen, wenn wir von Gehörlosen sprechen. Die Sprachbarrieren müssen wirklich beseitigt werden. Es gilt, vom Lehrplatz weg eine Begleitung zu ermöglichen, indem man kostenlos einen Gebärdendolmetsch zur Verfügung stellt, die Kollegen schult und den Ausbildner. All das ist noch zu tun. Ich sage aber auch, dass unser Bundesminister, Herbert Haupt, ein sehr, sehr offenes Ohr dafür hat und über das Bundessozialamt bereits Budgets für Dolmetsche zur Verfügung stellt. Das geschieht auch erstmalig. Ihnen ist das während vieler Jahre sozialdemokratischer Sozialminister nicht eingefallen. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie der Abg. Lentsch.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist aber noch immer zu wenig. Es gilt, noch viel zu tun, und wir sind wirklich dahinter, dass dieses Gesetz auch dementsprechend umgesetzt wird. Mich freut es, dass das alle vier Parteien in diesem Haus so sehen. In diesem Sinne sage ich auch danke für die Zusammenarbeit. Ich will das nicht besonders herausstreichen, denn für mich ist gute und vor allem parteienübergreifende Zusammenarbeit eigentlich die Grundvoraussetzung dafür, dass man etwas Positives bewirken kann. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich berichtige tatsächlich: Es ist seit diesem Datum kein Cent für die Erhaltung der Mariazellerbahn, weder für die Infrastruktur noch für neues Wagenmaterial, seitens des Bundes geflossen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wie sprechen Sie eigentlich über Kollegin Wurm? Das war die zweite Rednerin!
Abgeordnete Theresia Haidlmayr (Grüne): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Also manchmal könnte man glauben, man ist im falschen Ausschuss gesessen: Nach den Worten der ersten beiden Redner zu schließen, die einander eigentlich nur Honig um den Mund geschmiert haben, ist alles gut gelaufen. So ist es aber absolut nicht. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wie sprechen Sie eigentlich über Kollegin Wurm? Das war die zweite Rednerin!) Sie wissen, dass es in diesem Ausschuss
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
ordentlich kracht und scheppert, weil die Bürgerinitiativen und Petitionen der Menschen von den Regierungsparteien ganz einfach nicht ernst genommen werden. Nach Möglichkeit versucht man, sie zu vertagen oder bloß zur Kenntnis zu nehmen. Nur ganz, ganz wenige finden den Weg in die entsprechenden Ausschüsse, aber dort bleiben sie auch wieder liegen, weil die Regierungsparteien verhindern, dass sie dort auf die Tagesordnung gelangen und behandelt werden. Das ist der Weg einer Petition oder einer Bürgerinitiative, das passiert damit bei uns im Parlament, und nichts anderes, und nur das! Das möchte ich hier jetzt einmal festhalten, weil sich die BürgerInnen, die die Bürgerinitiativen einbringen, oft wundern, warum das alles so lange dauert beziehungsweise warum sich in diesem Bereich nichts tut. Es dauert so lange und es tut sich deshalb nichts, weil es immer vertagt wird, und so lange es auch dauert, es wird immer wieder vertagt. Wenn sich dann im Endeffekt gar nichts mehr tut, dann wird zur Kenntnis genommen, und für die Leute war die ganze Arbeit umsonst und ist pfutsch. Das ist das Bild, das der Wahrheit entspricht, und das möchte ich hier schon einmal festhalten, denn die Leute wollen auch wissen, was los ist! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Halten Sie doch die Leute nicht für blöd! Die wissen schon, was Sie in dieser Sache tun, nämlich nichts, weil Sie gar kein Interesse daran haben. Sie haben absolut kein Interesse an der Anerkennung der Gebärdensprache, sondern Sie wollen, dass alle irgendwie, egal wie schlecht, aber irgendwie hören, und wenn sie nichts hören, dann sollen sie zu mindestens laut reden, damit es die anderen hören. Doch das ist es nicht! Es geht ganz klar um eine Sprache, und gehörlose Menschen haben Anspruch auf Anerkennung ihrer Sprache. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich weiß nicht, warum plötzlich alle in Lieblichkeiten verfallen und so tun, als wenn das irgendwie der schönste Ausschuss wäre mit der größten Harmonie – nur weil es heute einen Bericht gibt. Das ist es ganz einfach nicht, und Gott sei Dank ist es das nicht, sage ich jetzt einmal, denn sonst würden wir ohnehin schlecht ausschauen, wenn das so wäre. Dann würden wir von der Opposition nämlich auch noch bereit sein, alles zur Kenntnis zu nehmen oder zu vertagen. Das tun wir eben nicht, und deshalb gibt es eben einfach keine Harmonie. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Ich wollte auch noch zu den vielen Petitionen Stellung nehmen, die gerade im Bereich Verkehr da drinnen sind. Was ist denn daraus geworden, bitte? – Gar nichts! Kein Mensch macht irgendetwas, es ist teilweise nicht einmal einem Ausschuss zugewiesen, sondern es liegt und liegt und liegt und vergilbt. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Dann ist die Legislaturperiode zu Ende, die Arbeit war vergeblich, und die Leute können wieder von vorne anfangen mit ihren Petitionen und Bürgerinitiativen. Deshalb würde ich mir auch wünschen, dass die Arbeit von Bürgerinitiativen und Petitionen nicht verfallen, nur weil eine Legislaturperiode zu Ende ist, sondern dass sie dann in der nächsten Legislaturperiode sehr wohl weiter behandelt werden. Das wäre für mich zumindest einmal ein Signal, dass man die Bürgerinnen und Bürger ernst nimmt, die sich die Arbeit machen, Bürgerinitiativen zu gründen und Unterschriften einzuholen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Kurzbauer –: Das wird aber jetzt schwer! – Abg. Freund: Das glaube ich nicht!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Kurzbauer. (Abg. Öllinger – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Kurzbauer –: Das wird aber jetzt schwer! – Abg. Freund: Das glaube ich nicht!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Geschätzte Damen und Herren! Die Voraussetzung ist letztlich dann noch, dass der Fahrbetrieb von einem Betreiber aufrechterhalten wird. Wir wissen, dass das seitens des Bundes nicht möglich ist und als wettbewerbsverzerrend eingestuft würde. Daher denke ich, dass innerhalb der nächsten Jahre, also im Rahmen dieses Kontingents von fünf Jahren, solange eben die Bestandsgarantie läuft, die Entscheidungen getroffen werden. Wir alle gehen davon aus und alle Verantwortungsträger sind auch davon überzeugt, dass die Mariazellerbahn weiter fährt und nachhaltig gesichert ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Die letzte Petition, die ich noch kurz behandeln möchte, ist natürlich die Petition Nummer 34 „Für die Erhöhung des amtlichen Kilometergeldes“. Es wurde schon gesagt: Seit dem Jahr 1997 ist das amtliche Kilometergeld von 36 Cent pro Kilometer nicht mehr angehoben worden. Eine Erhöhung ist dringend erforderlich. Ich freue mich darüber, dass der Petitionsausschuss diese Petition dem Finanzausschuss zugewiesen hat. Ich freue mich auf die Diskussion im Finanzausschuss und hoffe, dass der Finanzausschuss diese Petition bald behandeln wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Heinzl: Mariazellerbahn! E! R! Mariazeller!
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche): Herr Präsident! Hohes Haus! Abgeordneter Heinzl! Ich muss Ihnen eines sagen: Ich kenne die Diskussion, denn ich war drinnen, und ich weiß, die Mariazellbahn (Abg. Heinzl: Mariazellerbahn! E! R! Mariazeller!) – klar – ist nur ein Politikum von Ihnen, denn natürlich hat sich das Ministerium darum gekümmert und auch das Land Niederösterreich. Und wenn ich eine Gewährleistung für fünf Jahre Bestandsrecht für diese Bahn habe, dann kann man nicht sagen, dass nichts passiert ist.
Abg. Heinzl: Mariazellerbahn!
Wir haben Sie gefragt und wir waren im Petitionsausschuss eigentlich irgendwie der Meinung, diese Petition wird zur Kenntnis genommen, weil sie für uns ja erledigt war, aber Sie haben in Niederösterreich wahrscheinlich keine Themen außer zwei, drei – darauf werde ich jetzt eingehen –, und deshalb muss die Mariazellbahn (Abg. Heinzl: Mariazellerbahn!) – gut – weiterhin herhalten für Ihre Politik. Bitte, wenn das Ministerium das schon unterstützt, dann sollte man es auch zur Kenntnis nehmen. Fünf Jahre Bestandsgarantie! Das ist immerhin etwas, wo vorher nichts war.
Abg. Mag. Wurm: Nicht im Nachhinein! Von Anfang an! Sie springen jetzt auf den Zug auf!
Wenn ich den Personalstand von St. Pölten hernehme, dann muss ich sagen, da müssten wir uns nur mit solchen Dingen beschäftigen, weil diese Diskussion natürlich in ganz Österreich von den Sozialdemokraten herbeigeredet worden ist. Das heißt, wir haben überall die Diskussion über Wachzimmerschließungen gehabt. Abgeordnete Wurm hat sich besonders darum gekümmert, wenn auch erst im Nachhinein, als schon alles abgeschlossen war. (Abg. Mag. Wurm: Nicht im Nachhinein! Von Anfang an! Sie springen jetzt auf den Zug auf!)
Abg. Heinzl: Wieso haben Sie dagegen gestimmt?
Es ist so, dass dort in dem Ausschuss weiterhin probiert wird, diese billige Politik zu machen, um diese Dinge hineinzutragen. Ich finde, das ist nicht in Ordnung. Es hat in dem Ausschuss für Inneres behandelt zu werden und nicht in anderen Bereichen. (Abg. Heinzl: Wieso haben Sie dagegen gestimmt?) Ich meine, ich kenne Sie schon, denn wir haben ja dort diskutiert. Wenn Sie Bürgerinitiativen unterstützen würden, dort, wo es notwendig ist, weil es eben nicht in Ausschüssen behandelt wird, dann wäre ich ja dankbar, aber billige Politik zu machen, das ist ein bisschen zu wenig. (Abg. Heinzl: Aber Sie haben dagegen gestimmt!) – Gut.
Abg. Heinzl: Aber Sie haben dagegen gestimmt!
Es ist so, dass dort in dem Ausschuss weiterhin probiert wird, diese billige Politik zu machen, um diese Dinge hineinzutragen. Ich finde, das ist nicht in Ordnung. Es hat in dem Ausschuss für Inneres behandelt zu werden und nicht in anderen Bereichen. (Abg. Heinzl: Wieso haben Sie dagegen gestimmt?) Ich meine, ich kenne Sie schon, denn wir haben ja dort diskutiert. Wenn Sie Bürgerinitiativen unterstützen würden, dort, wo es notwendig ist, weil es eben nicht in Ausschüssen behandelt wird, dann wäre ich ja dankbar, aber billige Politik zu machen, das ist ein bisschen zu wenig. (Abg. Heinzl: Aber Sie haben dagegen gestimmt!) – Gut.
Abg. Haidlmayr: Aber Sie tun nichts!
Frau Abgeordnete Haidlmayr! Ich nehme das mit der Gehörlosensprache sehr ernst. Wir haben es doch hier im Parlament einige Male erlebt, wie großartig das ist. (Abg. Haidlmayr: Aber Sie tun nichts!) Wir unterstützen das, und ich glaube, es geht auch
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Haidlmayr: Sie von der „F“ sind zufrieden!
den richtigen Weg. Abgeordnete Rosmann hat das, wie ich meine, auch gesagt: Das ist für uns und für diese Regierung etwas sehr Wichtiges. Wir haben das einige Male bewiesen. Ich glaube auch, dass wir eine Regelung bekommen werden, mit der wir alle zufrieden sein werden. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Haidlmayr: Sie von der „F“ sind zufrieden!)
Abg. Mag. Wurm: Seit vier Jahren liegt die Petition im Haus!
Wir haben auch die Mobilfunk-Petition von Schwertberg, und ich nehme das ernst, nämlich die Angst der Bevölkerung vor Strahlen, vor vielen verschiedenen Facetten, die momentan gegeben sind, wofür es aber keine Regelung gibt. (Abg. Mag. Wurm: Seit vier Jahren liegt die Petition im Haus!) Aber ich kann Sie beruhigen. Das hat sich ein bisschen überholt. Es gibt gemeinsam mit den Ministerien, dem BMVIT und dem Umweltministerium, eine Arbeitsgruppe mit Experten, die demnächst etwas vorstellen wird. (Abg. Mag. Wurm: Minister Schmid hat das zurückgezogen!) Wir haben immer auf eine europäische Richtlinie gewartet, aber die Europäer haben uns enttäuscht, Brüssel hat uns enttäuscht, weil man sie uns nie gegeben hat. Wir wollten keinen eigenständigen Weg gehen, aber jetzt gehen wir diesen eigenständigen Weg. (Abg. Mag. Wurm: Vier Jahre ist das schon her! Der Minister Schmid hat das damals versprochen und es wieder zurückgezogen!) Wir werden die Ergebnisse in Kürze präsentiert bekommen. Auch da sind wir die Ersten, die wirklich auch etwas umsetzen.
Abg. Mag. Wurm: Minister Schmid hat das zurückgezogen!
Wir haben auch die Mobilfunk-Petition von Schwertberg, und ich nehme das ernst, nämlich die Angst der Bevölkerung vor Strahlen, vor vielen verschiedenen Facetten, die momentan gegeben sind, wofür es aber keine Regelung gibt. (Abg. Mag. Wurm: Seit vier Jahren liegt die Petition im Haus!) Aber ich kann Sie beruhigen. Das hat sich ein bisschen überholt. Es gibt gemeinsam mit den Ministerien, dem BMVIT und dem Umweltministerium, eine Arbeitsgruppe mit Experten, die demnächst etwas vorstellen wird. (Abg. Mag. Wurm: Minister Schmid hat das zurückgezogen!) Wir haben immer auf eine europäische Richtlinie gewartet, aber die Europäer haben uns enttäuscht, Brüssel hat uns enttäuscht, weil man sie uns nie gegeben hat. Wir wollten keinen eigenständigen Weg gehen, aber jetzt gehen wir diesen eigenständigen Weg. (Abg. Mag. Wurm: Vier Jahre ist das schon her! Der Minister Schmid hat das damals versprochen und es wieder zurückgezogen!) Wir werden die Ergebnisse in Kürze präsentiert bekommen. Auch da sind wir die Ersten, die wirklich auch etwas umsetzen.
Abg. Mag. Wurm: Vier Jahre ist das schon her! Der Minister Schmid hat das damals versprochen und es wieder zurückgezogen!
Wir haben auch die Mobilfunk-Petition von Schwertberg, und ich nehme das ernst, nämlich die Angst der Bevölkerung vor Strahlen, vor vielen verschiedenen Facetten, die momentan gegeben sind, wofür es aber keine Regelung gibt. (Abg. Mag. Wurm: Seit vier Jahren liegt die Petition im Haus!) Aber ich kann Sie beruhigen. Das hat sich ein bisschen überholt. Es gibt gemeinsam mit den Ministerien, dem BMVIT und dem Umweltministerium, eine Arbeitsgruppe mit Experten, die demnächst etwas vorstellen wird. (Abg. Mag. Wurm: Minister Schmid hat das zurückgezogen!) Wir haben immer auf eine europäische Richtlinie gewartet, aber die Europäer haben uns enttäuscht, Brüssel hat uns enttäuscht, weil man sie uns nie gegeben hat. Wir wollten keinen eigenständigen Weg gehen, aber jetzt gehen wir diesen eigenständigen Weg. (Abg. Mag. Wurm: Vier Jahre ist das schon her! Der Minister Schmid hat das damals versprochen und es wieder zurückgezogen!) Wir werden die Ergebnisse in Kürze präsentiert bekommen. Auch da sind wir die Ersten, die wirklich auch etwas umsetzen.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das zu verwenden, um Ängste zu schüren, das ist – das habe ich jetzt wieder gehört –so typisch. Mitarbeiten wäre besser. Wir probieren, da einen richtigen Weg zu gehen. Das ist genauso bei der Sicherheit, das ist genauso bei Strahlen. Vor allem: Wenn Menschen Angst vor etwas haben, dann soll man sie ernst nehmen und soll ihnen ein Angebot machen. Das ist unsere Politik in dieser Regierung. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Wittauer: Trittbrettfahrer! Wir Freiheitlichen haben uns dafür stark gemacht!
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Abgeordneter Wittauer hat in seiner Rede behauptet, ich hätte mich erst im Nachhinein um die Verhinderung der Wachzimmerschließung gekümmert. Er hat dabei das Wachzimmer in Innsbruck am Hauptbahnhof gemeint. (Abg. Wittauer: Trittbrettfahrer! Wir Freiheitlichen haben uns dafür stark gemacht!)
Abg. Wittauer: Das ist eine Rede, Herr Präsident!
Ich berichtige tatsächlich: In dem Moment, als ich davon erfahren habe und der Innenminister es noch abgestritten hat, dass überhaupt etwas geschlossen wird, habe ich dann 7 000 Unterschriften gesammelt. Jetzt haben wir zumindest einen Filialbetrieb eines Wachzimmers am Bahnhof. (Abg. Wittauer: Das ist eine Rede, Herr Präsident!) Und das ist gut für die Sicherheit der Bevölkerung in Innsbruck und für die Innsbrucker und Innsbruckerinnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich berichtige tatsächlich: In dem Moment, als ich davon erfahren habe und der Innenminister es noch abgestritten hat, dass überhaupt etwas geschlossen wird, habe ich dann 7 000 Unterschriften gesammelt. Jetzt haben wir zumindest einen Filialbetrieb eines Wachzimmers am Bahnhof. (Abg. Wittauer: Das ist eine Rede, Herr Präsident!) Und das ist gut für die Sicherheit der Bevölkerung in Innsbruck und für die Innsbrucker und Innsbruckerinnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: So obergescheit!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Meine Damen und Herren! Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Galerie! Sie haben ja jetzt ein bisschen ein Schauspiel erlebt, wie ernst es die Regierungsfraktionen mit den Anliegen der Bürgerinnen und Bürger nehmen. (Abg. Scheibner: So obergescheit!) Was ihnen genehm ist, das ist eine berechtigte Bürgerinitiative und Petition, was ihnen nicht genehm ist, ist offensichtlich keine, wenn ich den Ausführungen des Kollegen Wittauer richtig folgen konnte. (Abg. Scheibner: Das oberlehrerhafte Gequake können Sie sich sparen! Zu Beginn der Debatte waren Sie gar nicht herinnen!) Was haben Sie gesagt, Herr Kollege Scheibner? (Abg. Scheibner: Sie sind oberlehrerhaft!) Entschuldigung! (Abg. Scheibner: Am Beginn der Debatte nicht da sein und jetzt die anderen kritisieren!) Das ist doch ein völliger Blödsinn, was Sie sagen. Ich war am Anfang der Debatte heute selbstverständlich hier. (Weitere Zwischenrufe. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.) Außerdem, Kollege Scheibner, würde ein wirkliches Ernstnehmen der Bürgerinnen und Bürger bedeuten (Abg. Dr. Partik-Pablé: Nehmen Sie das Wort „Blödsinn“ zurück! – Abg. Scheibner: Wir brauchen Ihr oberlehrerhaftes Getue nicht!), dass man diesen Ausschuss endlich einmal, wie Kollegin Wurm zu Recht angemerkt hat, betreffend Geschäftsordnung verändert, damit man die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger auch wirklich zeitgerecht an die entsprechenden Ausschüsse weiterleitet, damit sie dort auch in einer Zeit behandelt werden können, dass es noch möglich ist, diese in Gesetzesvorlagen einzubringen. (Abg. Scheibner: Das Abqualifizieren unserer Redner können Sie sich sparen! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Das oberlehrerhafte Gequake können Sie sich sparen! Zu Beginn der Debatte waren Sie gar nicht herinnen!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Meine Damen und Herren! Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Galerie! Sie haben ja jetzt ein bisschen ein Schauspiel erlebt, wie ernst es die Regierungsfraktionen mit den Anliegen der Bürgerinnen und Bürger nehmen. (Abg. Scheibner: So obergescheit!) Was ihnen genehm ist, das ist eine berechtigte Bürgerinitiative und Petition, was ihnen nicht genehm ist, ist offensichtlich keine, wenn ich den Ausführungen des Kollegen Wittauer richtig folgen konnte. (Abg. Scheibner: Das oberlehrerhafte Gequake können Sie sich sparen! Zu Beginn der Debatte waren Sie gar nicht herinnen!) Was haben Sie gesagt, Herr Kollege Scheibner? (Abg. Scheibner: Sie sind oberlehrerhaft!) Entschuldigung! (Abg. Scheibner: Am Beginn der Debatte nicht da sein und jetzt die anderen kritisieren!) Das ist doch ein völliger Blödsinn, was Sie sagen. Ich war am Anfang der Debatte heute selbstverständlich hier. (Weitere Zwischenrufe. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.) Außerdem, Kollege Scheibner, würde ein wirkliches Ernstnehmen der Bürgerinnen und Bürger bedeuten (Abg. Dr. Partik-Pablé: Nehmen Sie das Wort „Blödsinn“ zurück! – Abg. Scheibner: Wir brauchen Ihr oberlehrerhaftes Getue nicht!), dass man diesen Ausschuss endlich einmal, wie Kollegin Wurm zu Recht angemerkt hat, betreffend Geschäftsordnung verändert, damit man die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger auch wirklich zeitgerecht an die entsprechenden Ausschüsse weiterleitet, damit sie dort auch in einer Zeit behandelt werden können, dass es noch möglich ist, diese in Gesetzesvorlagen einzubringen. (Abg. Scheibner: Das Abqualifizieren unserer Redner können Sie sich sparen! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Sie sind oberlehrerhaft!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Meine Damen und Herren! Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Galerie! Sie haben ja jetzt ein bisschen ein Schauspiel erlebt, wie ernst es die Regierungsfraktionen mit den Anliegen der Bürgerinnen und Bürger nehmen. (Abg. Scheibner: So obergescheit!) Was ihnen genehm ist, das ist eine berechtigte Bürgerinitiative und Petition, was ihnen nicht genehm ist, ist offensichtlich keine, wenn ich den Ausführungen des Kollegen Wittauer richtig folgen konnte. (Abg. Scheibner: Das oberlehrerhafte Gequake können Sie sich sparen! Zu Beginn der Debatte waren Sie gar nicht herinnen!) Was haben Sie gesagt, Herr Kollege Scheibner? (Abg. Scheibner: Sie sind oberlehrerhaft!) Entschuldigung! (Abg. Scheibner: Am Beginn der Debatte nicht da sein und jetzt die anderen kritisieren!) Das ist doch ein völliger Blödsinn, was Sie sagen. Ich war am Anfang der Debatte heute selbstverständlich hier. (Weitere Zwischenrufe. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.) Außerdem, Kollege Scheibner, würde ein wirkliches Ernstnehmen der Bürgerinnen und Bürger bedeuten (Abg. Dr. Partik-Pablé: Nehmen Sie das Wort „Blödsinn“ zurück! – Abg. Scheibner: Wir brauchen Ihr oberlehrerhaftes Getue nicht!), dass man diesen Ausschuss endlich einmal, wie Kollegin Wurm zu Recht angemerkt hat, betreffend Geschäftsordnung verändert, damit man die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger auch wirklich zeitgerecht an die entsprechenden Ausschüsse weiterleitet, damit sie dort auch in einer Zeit behandelt werden können, dass es noch möglich ist, diese in Gesetzesvorlagen einzubringen. (Abg. Scheibner: Das Abqualifizieren unserer Redner können Sie sich sparen! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Am Beginn der Debatte nicht da sein und jetzt die anderen kritisieren!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Meine Damen und Herren! Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Galerie! Sie haben ja jetzt ein bisschen ein Schauspiel erlebt, wie ernst es die Regierungsfraktionen mit den Anliegen der Bürgerinnen und Bürger nehmen. (Abg. Scheibner: So obergescheit!) Was ihnen genehm ist, das ist eine berechtigte Bürgerinitiative und Petition, was ihnen nicht genehm ist, ist offensichtlich keine, wenn ich den Ausführungen des Kollegen Wittauer richtig folgen konnte. (Abg. Scheibner: Das oberlehrerhafte Gequake können Sie sich sparen! Zu Beginn der Debatte waren Sie gar nicht herinnen!) Was haben Sie gesagt, Herr Kollege Scheibner? (Abg. Scheibner: Sie sind oberlehrerhaft!) Entschuldigung! (Abg. Scheibner: Am Beginn der Debatte nicht da sein und jetzt die anderen kritisieren!) Das ist doch ein völliger Blödsinn, was Sie sagen. Ich war am Anfang der Debatte heute selbstverständlich hier. (Weitere Zwischenrufe. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.) Außerdem, Kollege Scheibner, würde ein wirkliches Ernstnehmen der Bürgerinnen und Bürger bedeuten (Abg. Dr. Partik-Pablé: Nehmen Sie das Wort „Blödsinn“ zurück! – Abg. Scheibner: Wir brauchen Ihr oberlehrerhaftes Getue nicht!), dass man diesen Ausschuss endlich einmal, wie Kollegin Wurm zu Recht angemerkt hat, betreffend Geschäftsordnung verändert, damit man die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger auch wirklich zeitgerecht an die entsprechenden Ausschüsse weiterleitet, damit sie dort auch in einer Zeit behandelt werden können, dass es noch möglich ist, diese in Gesetzesvorlagen einzubringen. (Abg. Scheibner: Das Abqualifizieren unserer Redner können Sie sich sparen! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Weitere Zwischenrufe. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Meine Damen und Herren! Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Galerie! Sie haben ja jetzt ein bisschen ein Schauspiel erlebt, wie ernst es die Regierungsfraktionen mit den Anliegen der Bürgerinnen und Bürger nehmen. (Abg. Scheibner: So obergescheit!) Was ihnen genehm ist, das ist eine berechtigte Bürgerinitiative und Petition, was ihnen nicht genehm ist, ist offensichtlich keine, wenn ich den Ausführungen des Kollegen Wittauer richtig folgen konnte. (Abg. Scheibner: Das oberlehrerhafte Gequake können Sie sich sparen! Zu Beginn der Debatte waren Sie gar nicht herinnen!) Was haben Sie gesagt, Herr Kollege Scheibner? (Abg. Scheibner: Sie sind oberlehrerhaft!) Entschuldigung! (Abg. Scheibner: Am Beginn der Debatte nicht da sein und jetzt die anderen kritisieren!) Das ist doch ein völliger Blödsinn, was Sie sagen. Ich war am Anfang der Debatte heute selbstverständlich hier. (Weitere Zwischenrufe. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.) Außerdem, Kollege Scheibner, würde ein wirkliches Ernstnehmen der Bürgerinnen und Bürger bedeuten (Abg. Dr. Partik-Pablé: Nehmen Sie das Wort „Blödsinn“ zurück! – Abg. Scheibner: Wir brauchen Ihr oberlehrerhaftes Getue nicht!), dass man diesen Ausschuss endlich einmal, wie Kollegin Wurm zu Recht angemerkt hat, betreffend Geschäftsordnung verändert, damit man die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger auch wirklich zeitgerecht an die entsprechenden Ausschüsse weiterleitet, damit sie dort auch in einer Zeit behandelt werden können, dass es noch möglich ist, diese in Gesetzesvorlagen einzubringen. (Abg. Scheibner: Das Abqualifizieren unserer Redner können Sie sich sparen! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Nehmen Sie das Wort „Blödsinn“ zurück! – Abg. Scheibner: Wir brauchen Ihr oberlehrerhaftes Getue nicht!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Meine Damen und Herren! Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Galerie! Sie haben ja jetzt ein bisschen ein Schauspiel erlebt, wie ernst es die Regierungsfraktionen mit den Anliegen der Bürgerinnen und Bürger nehmen. (Abg. Scheibner: So obergescheit!) Was ihnen genehm ist, das ist eine berechtigte Bürgerinitiative und Petition, was ihnen nicht genehm ist, ist offensichtlich keine, wenn ich den Ausführungen des Kollegen Wittauer richtig folgen konnte. (Abg. Scheibner: Das oberlehrerhafte Gequake können Sie sich sparen! Zu Beginn der Debatte waren Sie gar nicht herinnen!) Was haben Sie gesagt, Herr Kollege Scheibner? (Abg. Scheibner: Sie sind oberlehrerhaft!) Entschuldigung! (Abg. Scheibner: Am Beginn der Debatte nicht da sein und jetzt die anderen kritisieren!) Das ist doch ein völliger Blödsinn, was Sie sagen. Ich war am Anfang der Debatte heute selbstverständlich hier. (Weitere Zwischenrufe. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.) Außerdem, Kollege Scheibner, würde ein wirkliches Ernstnehmen der Bürgerinnen und Bürger bedeuten (Abg. Dr. Partik-Pablé: Nehmen Sie das Wort „Blödsinn“ zurück! – Abg. Scheibner: Wir brauchen Ihr oberlehrerhaftes Getue nicht!), dass man diesen Ausschuss endlich einmal, wie Kollegin Wurm zu Recht angemerkt hat, betreffend Geschäftsordnung verändert, damit man die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger auch wirklich zeitgerecht an die entsprechenden Ausschüsse weiterleitet, damit sie dort auch in einer Zeit behandelt werden können, dass es noch möglich ist, diese in Gesetzesvorlagen einzubringen. (Abg. Scheibner: Das Abqualifizieren unserer Redner können Sie sich sparen! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Das Abqualifizieren unserer Redner können Sie sich sparen! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Meine Damen und Herren! Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Galerie! Sie haben ja jetzt ein bisschen ein Schauspiel erlebt, wie ernst es die Regierungsfraktionen mit den Anliegen der Bürgerinnen und Bürger nehmen. (Abg. Scheibner: So obergescheit!) Was ihnen genehm ist, das ist eine berechtigte Bürgerinitiative und Petition, was ihnen nicht genehm ist, ist offensichtlich keine, wenn ich den Ausführungen des Kollegen Wittauer richtig folgen konnte. (Abg. Scheibner: Das oberlehrerhafte Gequake können Sie sich sparen! Zu Beginn der Debatte waren Sie gar nicht herinnen!) Was haben Sie gesagt, Herr Kollege Scheibner? (Abg. Scheibner: Sie sind oberlehrerhaft!) Entschuldigung! (Abg. Scheibner: Am Beginn der Debatte nicht da sein und jetzt die anderen kritisieren!) Das ist doch ein völliger Blödsinn, was Sie sagen. Ich war am Anfang der Debatte heute selbstverständlich hier. (Weitere Zwischenrufe. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.) Außerdem, Kollege Scheibner, würde ein wirkliches Ernstnehmen der Bürgerinnen und Bürger bedeuten (Abg. Dr. Partik-Pablé: Nehmen Sie das Wort „Blödsinn“ zurück! – Abg. Scheibner: Wir brauchen Ihr oberlehrerhaftes Getue nicht!), dass man diesen Ausschuss endlich einmal, wie Kollegin Wurm zu Recht angemerkt hat, betreffend Geschäftsordnung verändert, damit man die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger auch wirklich zeitgerecht an die entsprechenden Ausschüsse weiterleitet, damit sie dort auch in einer Zeit behandelt werden können, dass es noch möglich ist, diese in Gesetzesvorlagen einzubringen. (Abg. Scheibner: Das Abqualifizieren unserer Redner können Sie sich sparen! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Demonstrativer Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Danke, Herr Präsident!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Vielleicht könnten Sie sich auch ein bisserl in Ihrem Ton mäßigen! Das wäre auch zweckdienlich. (Demonstrativer Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Danke, Herr Präsident!)
Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (fortsetzend): Jetzt müssen Sie mir nur erklären, Herr Präsident, in welcher Form ich irgendwie Kollegen Scheibner angegriffen habe. Ich habe rein klar gemacht, dass es aus unserer Sicht wichtig ist, die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger auch so ernst zu nehmen, dass sie das Gefühl haben, dass ihre Anliegen zeitgerecht behandelt werden. (Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Wittauer: Das ist jetzt bei der UVP vorgesehen! Wir werden doch nicht einem Gesetz vorgreifen!
Ich werde Ihnen ganz konkret einige Beispiele von Petitionen nennen, die Sie mit Mehrheit vertagt haben, zum Beispiel die Petition Nummer 28 für die Erweiterung der Bürgerbeteiligung bei Genehmigungsverfahren von Windkraftprojekten. Das wurde zum Beispiel mit Ihrer Mehrheit vertagt. (Abg. Wittauer: Das ist jetzt bei der UVP vorgesehen! Wir werden doch nicht einem Gesetz vorgreifen!) Wir waren der Auffassung, dass das in den Ausschuss gehört und dort auch behandelt werden sollte.
Abg. Wittauer: Es ist an einen Ausschuss verwiesen worden! – Zwischenruf des Abg. Freund.
Ich gehe auf zwei Bereiche ein, die aktuell jetzt im Sommer umgesetzt wurden. Es geht um die Umsetzung der Agrarreform. Auch hier lagen zwei Petitionen vor; eine der steirischen Kürbisbauern und eine betreffend die Verteilung der Milchquote in Österreich. Auch diese beiden Petitionen haben Sie hier wieder vertagt. (Abg. Wittauer: Es ist an einen Ausschuss verwiesen worden! – Zwischenruf des Abg. Freund.)
Abg. Freund: Das machen wir bereits!
Das ist einfach eine Vorgangsweise, die ich nicht für zielführend halte, wenn es um die Interessen der Bürgerinnen und Bürger in Österreich geht. Es ist eher alles andere als Harmonie, was im Ausschuss herrscht, Kollege Freund. Es wäre angemessen und zeitgemäß, dass es effizient zu Stellungnahmen kommt (Abg. Freund: Das machen wir bereits!), dass wir das auch entsprechend breit anlegen und nicht einschränken, wie wir in vielen Diskussionen gesehen haben, und uns auch ein bisschen um Minderheitenrechte kümmern. Das wäre angemessen, und das würde ich mir auch erwarten. (Abg. Wittauer: Wir werden doch nicht doppelt arbeiten!)
Abg. Wittauer: Wir werden doch nicht doppelt arbeiten!
Das ist einfach eine Vorgangsweise, die ich nicht für zielführend halte, wenn es um die Interessen der Bürgerinnen und Bürger in Österreich geht. Es ist eher alles andere als Harmonie, was im Ausschuss herrscht, Kollege Freund. Es wäre angemessen und zeitgemäß, dass es effizient zu Stellungnahmen kommt (Abg. Freund: Das machen wir bereits!), dass wir das auch entsprechend breit anlegen und nicht einschränken, wie wir in vielen Diskussionen gesehen haben, und uns auch ein bisschen um Minderheitenrechte kümmern. Das wäre angemessen, und das würde ich mir auch erwarten. (Abg. Wittauer: Wir werden doch nicht doppelt arbeiten!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Scheibner: Sogar die eigene Fraktion ist nicht sehr begeistert von dieser Rede!
Insbesondere ist mir sehr wichtig – wie das auch Kollegin Wurm gemeint hat –, dass die Berichte der Volksanwaltschaft behandelt werden. Das wäre ein wichtiger und, wie ich glaube, auch effizienter Schritt, denn die Volksanwaltschaft ist jene Einrichtung, die wirklich laufend mit BürgerInnenproblemen zu tun hat. Auch in den Gesprächen, die wir bisher führen konnten, zeigt es sich ganz klar: Es gibt bestimmte Anliegen, die gehäuft auftauchen. Daher wäre es sehr zweckmäßig, diese Berichte hier im Haus zu diskutieren und auch entsprechend rechtzeitig in die legistischen Maßnahmen mit einzubeziehen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Scheibner: Sogar die eigene Fraktion ist nicht sehr begeistert von dieser Rede!)
Abg. Wittauer: Das machen Sie gerade wieder!
Ich glaube, wenn wir über direkte Demokratie reden, Kollege Wittauer und Frau Kollegin Rossmann, dann müssen wir die Emotionen der Bevölkerung ernst nehmen. Wir dürfen nicht, so wie Sie gemeint haben, hier von billiger Parteipolitik sprechen (Abg. Wittauer: Das machen Sie gerade wieder!), wenn es um Anliegen geht, die draußen in den Regionen viele, viele Menschen bewegen, ob es Verkehrsprojekte sind, ob es Projekte sind, durch die Umwelt bedroht ist, oder ob es um soziale Fragen geht.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das ist uns ein großes Anliegen, und die Frage der direkten Demokratie wird auch im Rahmen des Konvents derzeit sehr intensiv diskutiert. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
möglich sein wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Jetzt orte ich wieder ein bisschen einen Stillstand, aber wir werden sehen, wie diese Sache weitergeht. Ich hoffe im Sinne der gehörlosen und schwerhörigen Menschen in diesem Land, dass die Gebärdensprache wirklich ein Beitrag zur Chancengleichheit sein kann und dass es nicht nur Absichtserklärungen aller Fraktionen, sondern – in dem Fall wirklich mit der Hilfe aller – eine Umsetzung in die Wirklichkeit gibt. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Fekter: Das stimmt ja nicht! Es ist eine Arbeitsgruppe eingerichtet worden, und in St. Georgen gibt es einen eigenen Integrationsausschuss!
Ich habe mir erlaubt, am 16. März eine Petition einzubringen, die sich mit dem Thema Erstaufnahmezentrum Thalham befasst, wo es – ich will mal sagen – arge Sorgen und Nöte der Bevölkerung von St. Georgen gibt. Bis jetzt ist aus dieser Petition, mit der auch 3 500 Unterschriften abgegeben wurden, keine Konsequenz für die Bevölkerung ersichtlich. (Abg. Dr. Fekter: Das stimmt ja nicht! Es ist eine Arbeitsgruppe eingerichtet worden, und in St. Georgen gibt es einen eigenen Integrationsausschuss!)
Abg. Dr. Fekter: Das ist ja nicht wahr!
Liebe Frau Kollegin Fekter, das Problem ist nur, dass sich die Situation für die Bevölkerung nicht verändert hat. (Abg. Dr. Fekter: Das ist ja nicht wahr!) Die Arbeitsgruppe wurde wohl auf Grund der Tatsache eingesetzt, dass es drunter und drüber ging, dass es täglich eine Vielzahl von Anzeigen gibt, dass es täglich eine Menge von Übergriffen gibt, dass es täglich Untertauchende in einer Größenordnung zwischen 5 und 30 Personen gibt (Abg. Dr. Fekter: Die Exekutive ist auch verstärkt worden! – Zwischenrufe bei der SPÖ), dass der Hubschrauber des Innenministeriums unterwegs ist, um jene wieder einzufangen, die abhanden gekommen sind oder deren Identität noch nicht einmal festgestellt wurde. (Abg. Dr. Cap: Das geht so nicht!)
Abg. Dr. Fekter: Die Exekutive ist auch verstärkt worden! – Zwischenrufe bei der SPÖ
Liebe Frau Kollegin Fekter, das Problem ist nur, dass sich die Situation für die Bevölkerung nicht verändert hat. (Abg. Dr. Fekter: Das ist ja nicht wahr!) Die Arbeitsgruppe wurde wohl auf Grund der Tatsache eingesetzt, dass es drunter und drüber ging, dass es täglich eine Vielzahl von Anzeigen gibt, dass es täglich eine Menge von Übergriffen gibt, dass es täglich Untertauchende in einer Größenordnung zwischen 5 und 30 Personen gibt (Abg. Dr. Fekter: Die Exekutive ist auch verstärkt worden! – Zwischenrufe bei der SPÖ), dass der Hubschrauber des Innenministeriums unterwegs ist, um jene wieder einzufangen, die abhanden gekommen sind oder deren Identität noch nicht einmal festgestellt wurde. (Abg. Dr. Cap: Das geht so nicht!)
Abg. Dr. Cap: Das geht so nicht!
Liebe Frau Kollegin Fekter, das Problem ist nur, dass sich die Situation für die Bevölkerung nicht verändert hat. (Abg. Dr. Fekter: Das ist ja nicht wahr!) Die Arbeitsgruppe wurde wohl auf Grund der Tatsache eingesetzt, dass es drunter und drüber ging, dass es täglich eine Vielzahl von Anzeigen gibt, dass es täglich eine Menge von Übergriffen gibt, dass es täglich Untertauchende in einer Größenordnung zwischen 5 und 30 Personen gibt (Abg. Dr. Fekter: Die Exekutive ist auch verstärkt worden! – Zwischenrufe bei der SPÖ), dass der Hubschrauber des Innenministeriums unterwegs ist, um jene wieder einzufangen, die abhanden gekommen sind oder deren Identität noch nicht einmal festgestellt wurde. (Abg. Dr. Cap: Das geht so nicht!)
Abg. Dr. Fekter: Die ist auch erstellt worden!
Ich denke, dass hier tatsächlich kurzfristige Maßnahmen erforderlich sind. Frau Kollegin Fekter! Es wurde im Zusammenhang mit dem Erstaufnahmezentrum beispielsweise auch andiskutiert, eine Hausordnung zu verhängen beziehungsweise herauszugeben. (Abg. Dr. Fekter: Die ist auch erstellt worden!) Aber es sei unzumutbar, dass bis zur Feststellung der Identität und zur Ersteinvernahme eine Ausgangssperre verhängt wird! Es ist zwar jemandem, der eine Kur macht, zumutbar, dass er am Abend anwesend ist, es ist selbstverständlich dem Präsenzdiener zumutbar, dass er in der
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Fekter: Sie wissen aber schon, dass diese Ausgänge jetzt kontrolliert werden!
Ich sage, es ist der Bevölkerung, die infolge der dortigen Übergriffe darunter zu leiden hat, nicht zumutbar! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Fekter: Sie wissen aber schon, dass diese Ausgänge jetzt kontrolliert werden!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Cap – in Richtung ÖVP –: Sie lassen sich schon viel gefallen vom Koalitionspartner!
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich wollte damit aufzeigen, dass durch Petitionen und Bürgerinitiativen und auch durch den Ausschuss sicherlich gute Arbeit geleistet wird, dass es aber auch ein gewisses Maß an Ineffizienz gibt, insbesondere dort, wo Sofortmaßnahmen zu setzen sind. Ich denke, der Bevölkerung von St. Georgen ist schnell zu helfen, bevor es irgendwelche Eskalationen gibt. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Cap – in Richtung ÖVP –: Sie lassen sich schon viel gefallen vom Koalitionspartner!)
Beifall bei den Grünen.
Was ist aber real der Fall? – Es wird „gestückelt“ und sofort ein Baulos ausgeschrieben, das an sich erst geprüft werden muss. Anhand dieses ganz konkreten, heute aktuellen Falles einer Petition von betroffenen Bürgerinnen und Bürgern aus Bad Gastein kann man die Problematik der realen Verkehrspolitik vor Ort ermessen. Da sind wir in diesem Haus gefordert, wirklich auf Seiten der Betroffenen zu stehen und sowohl die Arbeit im Petitionsausschuss voranzubringen und voranzutreiben, als auch – und das ist ja auch mein Grundanliegen: „autofreier Tag“ – generell in der Verkehrspolitik mehr Rücksicht auf die Betroffenen zu nehmen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Bei allen Petitionen ist nämlich Folgendes im Hintergrund: Alle Petitionen dringen darauf, die Verkehrssicherheit sowohl beim öffentlichen Verkehr als auch beim motorisierten Individualverkehr im Auge zu behalten, und ich glaube, das sind vor allem auch AnrainerInneninteressen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Haidlmayr: Die wichtigste Petition der ÖVP!
Abgeordnete Maria Grander (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich gehe auf die Petition Nr. 31 ein. Darin geht es um das Anliegen des Bundes der Tiroler Schützenkompanien betreffend die Unterstützung für die gemeinsamen Probleme in der Europa-Region Tirol. (Abg. Haidlmayr: Die wichtigste Petition der ÖVP!)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn ich heute wieder die „TT“, die „Tiroler Tageszeitung“, lese, bin ich der Meinung, ein gemeinsamer Lobbyismus und eine gemeinsame Sprache führen schneller zum Ziel. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Der zweite Punkt der Petition befasst sich mit dem traditionellen Tragen der Waffen, was mein Kollege Schweisgut bereits angerissen hat. Allein in Tirol gibt es 233 Kompanien mit 15 000 aktiven Schützen, die durch ihre Waffen die Tradition der Wehrbereitschaft symbolisieren. Für uns Tiroler haben die Schützen einfach einen großen Wert in der Tradition. Ich denke, das darf auch so sein und das darf man auch hier vertreten! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
So ist auch diese Petition zu verstehen, und ich bitte um Unterstützung der Anliegen der Tiroler Kultur- und Gesellschaftsträger beziehungsweise des Traditionsvereins. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Wir haben es hier mit Bürgerbeteiligung in reinster Form zu tun, mit Menschen, die sich interessieren, die sich für andere einsetzen und die für eine Sache eintreten, von der sie überzeugt sind. Es ist nun an der Zeit, diesen Menschen zu danken und ihnen zu sagen: Nur weiter so, und weiterhin Petitionen und Bürgerinitiativen einbringen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich hoffe, dass gerade die Damen und Herren von den Regierungsparteien in Zukunft dafür bereit sein werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Freiheitlichen sowie der Abg. Rest-Hinterseer.
Nationalrates. Das Ganze ist also anständig aufbereitet, einfach toll. Das ist ein Produkt der Gasteiner. Kompliment, Gratulation! – Danke. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Freiheitlichen sowie der Abg. Rest-Hinterseer.)
Abg. Grillitsch: Wer war Verkehrsreferent? War das nicht Herr Ressel? Wie viele Jahre war Ressel Verkehrsreferent?
Ganz besonders akut ist das Problem in der Steiermark, wo ich herkomme, weil es dort durch eine völlig verfehlte Verkehrspolitik des Landes noch verschärft wird. Die Steiermark hat im Bereich Verkehrspolitik durch Frau Landeshauptmann Klasnic und den zuständigen Verkehrsreferenten eine sehr, sehr schwache Lobby (Abg. Grillitsch: Wer war Verkehrsreferent? War das nicht Herr Ressel? Wie viele Jahre war Ressel Verkehrsreferent?), was sich auch darin gezeigt hat, dass die Steiermark im Generalverkehrsplan – auch unter der Ministerschaft eines Steirers, der aus Ihren Reihen (in Richtung Freiheitliche) gekommen ist – weitgehend unberücksichtigt geblieben ist. Und vom Theater um den Semmering-Basistunnel möchte ich hier gar nicht sprechen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ganz besonders akut ist das Problem in der Steiermark, wo ich herkomme, weil es dort durch eine völlig verfehlte Verkehrspolitik des Landes noch verschärft wird. Die Steiermark hat im Bereich Verkehrspolitik durch Frau Landeshauptmann Klasnic und den zuständigen Verkehrsreferenten eine sehr, sehr schwache Lobby (Abg. Grillitsch: Wer war Verkehrsreferent? War das nicht Herr Ressel? Wie viele Jahre war Ressel Verkehrsreferent?), was sich auch darin gezeigt hat, dass die Steiermark im Generalverkehrsplan – auch unter der Ministerschaft eines Steirers, der aus Ihren Reihen (in Richtung Freiheitliche) gekommen ist – weitgehend unberücksichtigt geblieben ist. Und vom Theater um den Semmering-Basistunnel möchte ich hier gar nicht sprechen. (Beifall bei der SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.
Das alles geht auf Kosten der Zukunftschancen der Regionen und der dort lebenden Menschen, vor allem der jungen Menschen. Und das darf eine verantwortungsvolle Politik nicht zulassen, hier muss aktiv gegengesteuert werden! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Politik ist eben planvolles Gestalten der Zukunft. Das erkennen die Menschen, die solche Bürgerinitiativen und Petitionen unterstützen, genau. Ich hoffe, dass Sie von der rechten Seite dieses Hauses das auch irgendwann einmal erkennen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es gibt genügend Gruppen, meine sehr geehrten Damen und Herren – ich komme noch darauf zu sprechen –, für die Ihre Zauberformel „45 – 65 – 80“ kein Maßstab sein kann. Ich weise Sie darauf hin, dass diese Zauberformel „45 – 65 – 80“ einem Modell von Lebensarbeit entspricht, das für die meisten Menschen, vor allem aber für Frauen, nicht mehr Realität ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Was machen Sie? – Sie kürzen bei der Bildung. Sie kürzen in anderen Bereichen, und Sie kürzen auch bei den Pensionen. Das ist nicht unser Modell, Herr Abgeordneter Molterer! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Reheis.
Ich sage Ihnen – das stammt ja nicht von mir, es stammt aus Ihren Unterlagen (der Redner hält diese in die Höhe) – Folgendes: Wenn Sie mir, Herr Abgeordneter Molterer, erklären können, warum die Ausgaben – das stammt aus den Beilagen zu Ihrem Entwurf – im ASVG zwischen 2005 und 2010, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, also der gesamten Wertschöpfung des Landes, von 9 Prozent auf 8,3 Prozent absinken, was eindeutig eine Senkung um ein ¾ Prozent des BIP innerhalb weniger Jahre ist, obwohl wir im Jahr 2010 mit Sicherheit mehr Pensionisten haben und nicht weniger, wenn Sie diese Senkung – nicht diese Stabilisierung – in Übereinstimmung bringen können damit, was der Herr Bundeskanzler heute am Vormittag gesagt hat, nämlich, es werde allen durch diese Reform besser gehen, dann wünsche ich Ihnen viel Glück bei der Erklärung. Dann wünsche ich Ihnen wirklich viel Glück! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Reheis.)
Abg. Mag. Molterer: Für das System!
Zurück zu dieser Formel „45 – 65 – 80“. Ich meine: Es stimmt überhaupt nichts an dieser Formel. Es kann keine Norm mehr für ein Erwerbsleben geben. (Abg. Mag. Molterer: Für das System!) Das wissen Sie, Herr Abgeordneter Molterer!
Abg. Steibl: Bei uns sind nur sieben Jahre notwendig!
Viele Menschen arbeiten ihr ganzes Leben lang, bringen aber trotzdem in der Erwerbsarbeit nur 30 Jahre zu, Frauen beispielsweise, 15 Jahre, 20 Jahre. (Abg. Steibl: Bei uns sind nur sieben Jahre notwendig!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist der Vorzug einer Grundsicherung, einer Mindestpension, einer Sockelpension, oder wie Sie es auch immer nennen wollen. Diese kann diese Ungerechtigkeiten zwischen den verschiedenen Gruppen tatsächlich beseitigen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Wir sagen ganz klar als Alternative: Unabhängig von den Erwerbsverläufen, unabhängig vom Geschlecht, unabhängig davon, ob jemand unterbrochen hat – und das ist in der Regel nicht freiwillig –, unabhängig davon, ob jemand lange Ausbildungsgänge hatte oder nicht, soll es eine Grundsicherung für alle geben und zusätzlich die Versicherungspension. Das wäre unserer Meinung nach wesentlich gerechter als das Modell, das auf eine Norm abstellt, nämlich „45 – 65 – 80“. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Wie hoch soll die Grundsicherung sein?
Ich habe am Vormittag ein Beispiel dazu gebracht: Nehmen Sie die Universitätslektorinnen und -lektoren! Diese stehen jetzt gerade – und das war ja nicht zufällig an Frau Bundesministerin Gehrer adressiert – vor einer Kürzung ihrer ohnehin schon sehr knappen Gehälter um 30 Prozent, quer durch Österreich an allen Universitäten. Sie leben von zirka 1 000, 1 200 €, wenn es gut geht, aber sie dürfen davon nicht das ganze Jahr leben, sondern eben nur jene neun Monate lang, in denen sie unterrichten. (Abg. Scheibner: Wie hoch soll die Grundsicherung sein?) Drei bis vier Monate im Jahr kein Einkommen, drei bis vier Monate im Jahr auch keine Sozialversicherung! Auf zehn Jahre gerechnet bedeutet das schon eine erhebliche Minderung für die Voraussetzungen für eine Pension.
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Herr Abgeordneter Scheuch, Sie verstehen es nicht! (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.) Ich versuche aber, es Ihnen zu erklären, und ich komme auch noch auf die speziellen Beispiele zu sprechen, die Sie eigentlich verstehen sollten und an denen man merkt, dass die FPÖ eigentlich nur eines kann, nämlich pausenlos umfallen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Da sagen Sie ja ganz etwas Neues! Da klatscht nicht einmal einer!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Da sagen Sie ja ganz etwas Neues! Da klatscht nicht einmal einer!
Herr Abgeordneter Scheuch, Sie verstehen es nicht! (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.) Ich versuche aber, es Ihnen zu erklären, und ich komme auch noch auf die speziellen Beispiele zu sprechen, die Sie eigentlich verstehen sollten und an denen man merkt, dass die FPÖ eigentlich nur eines kann, nämlich pausenlos umfallen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Da sagen Sie ja ganz etwas Neues! Da klatscht nicht einmal einer!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ja!
Herr Abgeordneter Scheuch! Universitätsassistenten und -assistentinnen erhalten jetzt neue Verträge über ein Monatsgehalt in der Höhe von 900 €. Von diesen 900 € sollen sie mehrere Jahre leben. Dieser Vorschlag ist gerade aktuell in Debatte. – Glauben Sie, dass diese Universitätsassistenten und -assistentinnen, genauso wie die Personen im Reinigungsbereich – früher hat man „Putzfrauen“ dazu gesagt –, jemals die Chance auf eine ausreichende Alterssicherung haben? Glauben Sie das wirklich? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ja!) Ich werde noch dazu kommen, Herr Abgeordneter Scheuch, und Ihnen das anhand der Beispiele Ihres Ministeriums erläutern! (Abg. Scheibner: Wie hoch soll die Grundsicherung sein?)
Abg. Scheibner: Wie hoch soll die Grundsicherung sein?
Herr Abgeordneter Scheuch! Universitätsassistenten und -assistentinnen erhalten jetzt neue Verträge über ein Monatsgehalt in der Höhe von 900 €. Von diesen 900 € sollen sie mehrere Jahre leben. Dieser Vorschlag ist gerade aktuell in Debatte. – Glauben Sie, dass diese Universitätsassistenten und -assistentinnen, genauso wie die Personen im Reinigungsbereich – früher hat man „Putzfrauen“ dazu gesagt –, jemals die Chance auf eine ausreichende Alterssicherung haben? Glauben Sie das wirklich? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ja!) Ich werde noch dazu kommen, Herr Abgeordneter Scheuch, und Ihnen das anhand der Beispiele Ihres Ministeriums erläutern! (Abg. Scheibner: Wie hoch soll die Grundsicherung sein?)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Es gibt da aber nicht nur Probleme für jene, die unterbrochene Erwerbsverläufe haben. So ist zum Beispiel der Formelteil 45 für Personen nicht bewältigbar, die Schwerarbeit leisten. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.) Ich möchte schon darauf hinweisen, dass Ihnen, Herr Abgeordneter Scheuch, dieses Problem eigentlich nicht egal sein sollte, denn Sie und Ihre Partei haben in der Vergangenheit immer ganz groß den Mund aufgemacht, wenn es darum hätte gehen sollen, die Schwerarbeiter abzusichern!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wie aber steht es bis jetzt um die Schwerarbeiterregelung? Was haben wir von der Schwerarbeiterregelung, außer dem Wissen, dass nicht viel mehr davon erfasst werden sollen als jene, für die derzeit die Nachtschichtarbeitsregelung gilt? Sie wissen bis dato immer noch nicht, welche Personengruppen genau hineinfallen sollen. – Ich weiß aber jetzt schon, Herr Kollege Walch, dass es kaum einen Schwerarbeiter oder eine Schwerarbeiterin in Österreich geben wird, die 45 Jahre arbeiten kann! Das sollten eigentlich auch Sie wissen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Wenn es nach euren Wünschen geht und wir bis 65 Jahre arbeiten sollen, kann ich Ihnen garantieren, dass 85 Prozent der Tunnelarbeiter die Baustelle in einem Sarg verlassen werden.“ (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist leider so!
Herr Kollege Scheuch, Sie können die „65 Jahre“ auch durch „60 Jahre“ ersetzen. Bei diesen Personengruppen – und das wissen Sie – ist nicht zu erwarten, dass diese von einer Schwerarbeiterregelung profitieren werden, bei der Sie 45 Jahre Beschäftigung verlangen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist leider so!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Herr Kollege Scheuch, ich halte einmal mehr fest: Die Schaffung einer Schwerarbeiterregelung ist Schwerstarbeit! Aber das haben Sie sich aufgebürdet. Was wir wissen, ist: Wäre Umfallen auch eine Kategorie der Schwerarbeit, dann hätte die FPÖ schon längst ein Anrecht auf die Schwerarbeiterkategorie! So oft, wie Sie in dieser und in allen anderen Fragen der Pensionsreform umgefallen sind, das ist wirklich Schwerstarbeit! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Abg. Eder: Sie braucht Nachhilfe in der Pensionsreform!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Interessant ist – und das führt durchaus zu Ihnen, Frau Staatssekretärin –, dass wir in den letzten Tage von verschiedener Seite natürlich auch verschiedene Darstellungen über die Pensionsreform erhalten haben. (Abg. Eder: Sie braucht Nachhilfe in der Pensionsreform!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Was hat das mit Gerechtigkeit zu tun?! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dolinschek.
Wir hätten uns gewünscht, dass wir uns zu Gesprächen über eine Pensionsreform zusammensetzen. Wir Grüne haben schon seit Jahren ein sehr konkretes Modell: die Grundsicherung und als zweite Säule eine Sozialversicherungspension. Frau Staatssekretärin! Frau Bundesministerin! Warum ist in der Pensionsreformkommission nie darüber gesprochen worden, dass das vielleicht eine Alternative wäre? Warum waren Sie nicht bereit, sich mit den Vertretern der Oppositionsparteien, mit der SPÖ und den Grünen zusammenzusetzen? (Zwischenruf des Abg. Dolinschek.) Warum haben Sie ein Jahr in einer Pensionsreformkommission verhandelt, von der nicht viel nach außen gedrungen ist und deren Ergebnis, das jetzt vorliegt, verunsichert?
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.
Und seien Sie versichert, wenn Sie die Menschen jetzt auf die zweite und dritte Säule verweisen: Das wird ihnen nicht helfen und keine Alternative sein! (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
„Die unter 50jährigen werden mit Verzögerungen die Zeche zahlen.“ Das hat der Herr Sozialminister allerdings schon 1997 gesagt, aber in diesem Punkt war er weise! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Staatssekretärin im Bundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz Ursula Haubner: Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Kollegin Rauch-Kallat! Meine Damen und Herren des Hohen Hauses! Ich darf hier gleich an das anschließen, was unser Sozialminister Herbert Haupt 1997 gesagt hat, nämlich dass die unter 50-Jährigen die Zeche zahlen: Er hat damals nämlich genau gewusst, dass wir seit 20 Jahren Handlungsbedarf haben, und zwar für die Jungen, damit sie einmal eine sichere Pension bekommen, und für die Frauen, bei welchen es in den vergangenen Jahrzehnten große Ungerechtigkeiten gegeben hat, sowie für jene, die schwer und lange arbeiten. – Das muss man hier einmal mit allem Nachdruck sagen und diesbezüglich hat Bundesminister Haupt nicht nur vollkommen richtig geredet, sondern jetzt gemeinsam mit dieser Regierung auch richtig gehandelt. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Nein! Nein! Nein!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Vor allem: Werte Abgeordnete der Grünen Fraktion! „65-45-80“ ist eine Formel, die eigentlich unbestritten ist. (Abg. Öllinger: Nein! Nein! Nein!) Sie ist unbestritten im SPÖ-Programm, sie ist unbestritten bei den Sozialpartnern, sie ist unbestritten bei der Arbeiterkammer, und sie ist unbestritten bei der Gewerkschaft. Es ist dies ein Modell, das dem System der Lebensstandarderhaltung dient.
Zwischenrufe bei den Grünen.
Wenn ich mir Ihr Grundsicherungsmodell anschaue, in dem es nur heißt, dass auf Grundsicherung jeder Anspruch hat, der das gesetzliche Pensionsalter von 60 beziehungsweise 65 Jahren erreicht, dann denke ich, dass in unserem Modell wesentlich mehr Spielraum enthalten ist. Wir sollten uns daher nicht nur an dieser Formel aufhängen, sondern einmal schauen, wie das gesamte System aussieht. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist dies ein System, das wirklich den Wendepunkt in der österreichischen Pensionsgeschichte einleitet. Es gab 16 Jahre Stillstand und leere Versprechungen, und wenn jetzt etwas geschieht, dann kann man wirklich nicht sagen, dass hier etwas durchgepeitscht wird. Meine Damen und Herren! Lassen wir die Kirche im Dorf! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Ja!
Ich möchte auf zwei ganz bestimmte Punkte dieses Dringlichkeitsantrages eingehen: Erstens wird kritisiert, dass dieser vorliegende Entwurf zu kompliziert und unübersichtlich ist (Abg. Öllinger: Ja!), zweitens wird diskutiert, dass die Vorschläge, wie sie hier vorliegen, sozial nicht ausgewogen und vor allem belastend für die Frauen sind. (Abg. Dr. Glawischnig: Allerdings!)
Abg. Dr. Glawischnig: Allerdings!
Ich möchte auf zwei ganz bestimmte Punkte dieses Dringlichkeitsantrages eingehen: Erstens wird kritisiert, dass dieser vorliegende Entwurf zu kompliziert und unübersichtlich ist (Abg. Öllinger: Ja!), zweitens wird diskutiert, dass die Vorschläge, wie sie hier vorliegen, sozial nicht ausgewogen und vor allem belastend für die Frauen sind. (Abg. Dr. Glawischnig: Allerdings!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Was mich besonders stört, ist, dass Sie in Ihrem grünen Modell überhaupt nicht auf derartige Übergangsbestimmungen eingehen. Sie lassen damit drei Millionen Menschen über ihr pensionsrechtliches Schicksal im Unklaren. Und Sie haben auch in diesem Bereich den viel gerühmten Vertrauensschutz, zu dem wir stehen, einfach ignoriert! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Eder: Das steht aber fest!
Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass der Entwurf sozial unausgewogen wäre. (Abg. Eder: Das steht aber fest!) Meine Damen und Herren! Wir haben nämlich dort, wo auf Grund besonderer Erwerbsverläufe und Lebenssituationen Sonderbestimmungen notwendig sind, sehr wohl darauf Bedacht genommen. Das gilt einerseits für Menschen, die besonders lange Beitragszeiten haben. Das heißt: Frauen werden in den nächsten Jahren weiterhin mit 55 Jahren, Männer mit 60 Jahren in den Ruhestand gehen, wenn sie lange Versicherungszeiten haben, inklusive Beitragszeiten der Kindererziehung, inklusive Beitragszeiten für Präsenz- und Zivildienst.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Jetzt frage ich: Wo ist im grünen Modell eine Schwerarbeiterregelung? Wo wird in diesem Modell Rücksicht genommen auf jene Gruppe von Menschen, die – wie Sie ganz richtig zitiert haben – krank sind, die schwerst gearbeitet haben und die ein Recht darauf haben müssen, dass man sie besonders behandelt und dass sie einen besonderen Zugang haben? – Ich verstehe es nicht, dass Sie von den anderen Dinge fordern, die hier ohnedies gut gelöst werden, und selbst eigentlich keine Vorschläge haben! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Frauen sind auch deshalb die Gewinner, weil alle Monate der Kindererziehung für jene ab 1. Jänner 2005 geborenen Kinder mit 1 350 € in die Pensionsberechnung als Beitragsgrundlage einfließen. Das ist oft wesentlich mehr, als Mütter heute in einem durchschnittlichen Erwerb tatsächlich verdienen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Außerdem haben wir auch ein freiwilliges Pensionssplitting eingeführt, was ein ganz wichtiger Beitrag auch zur eigenständigen Altersvorsorge für Frauen ist. – Ich bin eine Befürworterin der Freiwilligkeit. Entscheidungsfreiheit zwischen den Ehepartnern soll möglich sein, und eine Verpflichtung würde dem absolut widersprechen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Eder: Ein Agrarexperte!
Meine Damen und Herren! Frauen profitieren von dieser Harmonisierung – und das sage nicht nur ich, sondern das ist auch nachzulesen in einer der letzten Ausgaben der „Kleinen Zeitung“. Der AK-Experte Wenig hat in einer „Telefonstunde“ Auskunft gegeben über die verschiedenen Systeme, über die Pensionsharmonisierung, und hat gesagt, es gebe gute Nachrichten für viele Mütter. Ich glaube, diesem Experten kann man auch nicht unterstellen, dass er von der Regierung oder vielleicht sogar von uns Freiheitlichen beauftragt worden wäre, etwas Derartiges zu sagen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Eder: Ein Agrarexperte!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP
Frauen, die Kinder haben, sind die Gewinnerinnen dieser Harmonisierung! Es gibt immer wieder Diskussionen darüber, dass die Frauenpensionen viel zu niedrig sind. Da gebe ich Ihnen Recht, Frauenpensionen sind heute noch viel zu gering, nur ist es nicht Aufgabe eines Harmonisierungssystems, für einen Ausgleich zu sorgen. Das Versäumnis geht auf die letzten Jahrzehnte zurück (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP), in denen man es einfach hingenommen hat, dass nach wie vor den Frauen für gleiche Leistung, für gleiche Arbeit nicht der gleiche Lohn bezahlt wurde, und die Gewerkschaften haben es auch verabsäumt, im Bereich Mindestlohn vor allem für die Frauen
Abg. Öllinger: Das ist etwas zu einfach!
etwas zu tun. (Abg. Öllinger: Das ist etwas zu einfach!) Daher ist es für mich unseriös, jetzt all das auf die Pensionssysteme und die Harmonisierung aufrechnen zu wollen, denn das ist einfach ein falscher Weg. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
etwas zu tun. (Abg. Öllinger: Das ist etwas zu einfach!) Daher ist es für mich unseriös, jetzt all das auf die Pensionssysteme und die Harmonisierung aufrechnen zu wollen, denn das ist einfach ein falscher Weg. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Nun noch kurz zur Grundsicherung, meine Damen und Herren! Unser Zugang zu einer Sicherheit und somit zu einer Grundsicherung ist ein anderer, und der heißt: sieben Jahre Erwerbstätigkeit – reduziert von 15 Jahren; ein großartiger Erfolg! –, und für Zeiten der Arbeitslosigkeit, der Krankheit, der Familienleistungen, die so wichtig sind, und des Notstandes übernimmt der Staat die Verantwortung. Er macht aus den bisherigen Ersatzzeiten echte Beitragszeiten, die wesentlich besser aufgewertet werden, in die niemand mehr eingreifen kann und die zu dieser Basispension aus sieben Jahren Erwerbstätigkeit, die unbedingt notwendig sind, dazugerechnet werden. Ich meine, das ist leistungsorientiert, das ist gerecht, aber das ist vor allem sozial sehr ausgewogen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Zusätzlich haben wir noch weitere Verbesserungen geschaffen, nämlich im Bereich der Ausgleichszulage. Die Ausgleichszulage für Einzelpersonen haben wir in den letzten Jahren erhöht, sie liegt bei derzeit 653 €, und wir haben auch den so genannten Familienrichtsatz – das heißt, wenn von einer kleinen Pension zwei Personen leben müssen – um über 20 Prozent, und zwar auf 1 050 € angehoben. – Weitere begleitende Maßnahmen zu jenen Dingen, die wir gesetzt haben, um in Zukunft auch Frauen einen verbesserten Zugang zu einer eigenständigen Pension zu ermöglichen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Nicht dazuzählen!
Vielleicht noch kurz zu den Zahlen bezüglich Grundpension. Wenn Sie eine Grundpension von 650 € pro Monat verlangen, so wären das Mehraufwendungen von insgesamt 4,5 Milliarden €. 4,5 Milliarden €, die wir zu jener Summe dazuzählen müssen, die bereits jetzt an Pensionsleistungen erbracht wird, und das sind zurzeit 22,5 Milliarden €. 4,5 Milliarden €, das wäre eine Erhöhung um 20 Prozent. (Abg. Öllinger: Nicht dazuzählen!)
Abg. Öllinger: Gleich viel!
Sie, sehr geehrter Herr Abgeordneter Öllinger, haben gesagt, Sie wollen nicht, dass mehr Geld investiert wird, sondern Sie wollen, dass eine Grundsicherung eingeführt wird, weil es dafür nicht mehr Geld braucht. (Abg. Öllinger: Gleich viel!) Diese Berechnungen – und ich verlasse mich da wirklich auf unsere Fachleute in der Sektion – sind keine persönlichen Berechnungen. (Abg. Öllinger: Welche Berechnungen?) Die Zahlen stimmen, und daher muss man sich doch einmal vor Augen halten, dass noch wesentlich mehr Mittel notwendig wären. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Abg. Öllinger: Welche Berechnungen?
Sie, sehr geehrter Herr Abgeordneter Öllinger, haben gesagt, Sie wollen nicht, dass mehr Geld investiert wird, sondern Sie wollen, dass eine Grundsicherung eingeführt wird, weil es dafür nicht mehr Geld braucht. (Abg. Öllinger: Gleich viel!) Diese Berechnungen – und ich verlasse mich da wirklich auf unsere Fachleute in der Sektion – sind keine persönlichen Berechnungen. (Abg. Öllinger: Welche Berechnungen?) Die Zahlen stimmen, und daher muss man sich doch einmal vor Augen halten, dass noch wesentlich mehr Mittel notwendig wären. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Sie, sehr geehrter Herr Abgeordneter Öllinger, haben gesagt, Sie wollen nicht, dass mehr Geld investiert wird, sondern Sie wollen, dass eine Grundsicherung eingeführt wird, weil es dafür nicht mehr Geld braucht. (Abg. Öllinger: Gleich viel!) Diese Berechnungen – und ich verlasse mich da wirklich auf unsere Fachleute in der Sektion – sind keine persönlichen Berechnungen. (Abg. Öllinger: Welche Berechnungen?) Die Zahlen stimmen, und daher muss man sich doch einmal vor Augen halten, dass noch wesentlich mehr Mittel notwendig wären. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sie haben in Ihrem Antrag, den ich sehr genau gelesen habe, auch angeführt, dass die durchschnittliche Frauenpension bei 618 € pro Monat liege. Ich darf Sie korrigieren – natürlich auch nicht besonders erfreulich –: Die durchschnittliche Frauenpension liegt bei 745 €. Für mich nicht erfreulich ist, dass derzeit von jenen Frauen, die über 60 Jahre alt sind, 33 Prozent überhaupt keine Pension haben. Und das ist nicht die Folge dessen, was diese Regierung macht, sondern das ist eine Folge dessen, was an Versäumnissen in den letzten Jahrzehnten erfolgt ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Das stimmt ja leider nicht!
Meine Damen und Herren! Unser Prinzip für das vorliegende Pensionsmodell lautet: Gleiche Beiträge bringen gleiche Leistungen, Ungleichbehandlungen und Sonderrechte bestimmter Berufsgruppen werden aufgehoben und abgebaut, und jeder Euro muss in Zukunft gleich viel wert sein. (Abg. Öllinger: Das stimmt ja leider nicht!) Es wird ein individuelles Konto für jede Versicherte/für jeden Versicherten geben, erstmals besteht ein gesetzlich garantierter Anspruch auf diese erworbenen Gutschriften, auf diese erworbenen Zeiten. Das Geld liegt sicher wie auf einer Bank, es kann nicht eingegriffen werden. (Abg. Eder: Die Praxis schaut anders aus! Das ist die falsche Rede!)
Abg. Eder: Die Praxis schaut anders aus! Das ist die falsche Rede!
Meine Damen und Herren! Unser Prinzip für das vorliegende Pensionsmodell lautet: Gleiche Beiträge bringen gleiche Leistungen, Ungleichbehandlungen und Sonderrechte bestimmter Berufsgruppen werden aufgehoben und abgebaut, und jeder Euro muss in Zukunft gleich viel wert sein. (Abg. Öllinger: Das stimmt ja leider nicht!) Es wird ein individuelles Konto für jede Versicherte/für jeden Versicherten geben, erstmals besteht ein gesetzlich garantierter Anspruch auf diese erworbenen Gutschriften, auf diese erworbenen Zeiten. Das Geld liegt sicher wie auf einer Bank, es kann nicht eingegriffen werden. (Abg. Eder: Die Praxis schaut anders aus! Das ist die falsche Rede!)
Abg. Öllinger: Das stimmt auch nicht!
Wichtig ist auch, dass in diesem Zusammenhang festgestellt wird, dass der allgemeine Pensionskuchen, der zur Verfügung steht, nicht schrumpft, sondern dass nur die einzelnen Stücke anders verteilt werden. Jene, die ein etwas größeres Stück brauchen, jene, die auf Grund Ihrer langen Erwerbstätigkeit, auf Grund Ihres Lebensverlaufes einen besseren Zugang zur Pension haben, werden ein etwas größeres Stück bekommen, und jene, die es nicht brauchen – und wir werden auch die Politiker wie schon im Vorjahr ein bisschen auf „Diät“ setzen (Abg. Öllinger: Das stimmt auch nicht!), ebenso jene, die Sonderregelungen im Bereich der Sozialversicherungspensionen haben –, werden ein etwas kleineres Stück bekommen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: Diese „Diät“ hätten alle Österreicher gerne!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: Diese „Diät“ hätten alle Österreicher gerne!
Wichtig ist auch, dass in diesem Zusammenhang festgestellt wird, dass der allgemeine Pensionskuchen, der zur Verfügung steht, nicht schrumpft, sondern dass nur die einzelnen Stücke anders verteilt werden. Jene, die ein etwas größeres Stück brauchen, jene, die auf Grund Ihrer langen Erwerbstätigkeit, auf Grund Ihres Lebensverlaufes einen besseren Zugang zur Pension haben, werden ein etwas größeres Stück bekommen, und jene, die es nicht brauchen – und wir werden auch die Politiker wie schon im Vorjahr ein bisschen auf „Diät“ setzen (Abg. Öllinger: Das stimmt auch nicht!), ebenso jene, die Sonderregelungen im Bereich der Sozialversicherungspensionen haben –, werden ein etwas kleineres Stück bekommen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: Diese „Diät“ hätten alle Österreicher gerne!)
Abg. Eder: Die sind schon dort!
Die Harmonisierung, meine Damen und Herren, führt die Frauen keineswegs zurück an den Herd (Abg. Eder: Die sind schon dort!), sondern vor allem in eine eigenständige Alterssicherung. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Der Jugend eröffnen wir damit eine langfristige und nachhaltige Perspektive auf eine eigenständige, adäquate Pension, vor allem gesetzliche Pension, und Menschen mit besonderen Erwerbsverläufen erleichtern wir den Zugang zur Pension. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Die Harmonisierung, meine Damen und Herren, führt die Frauen keineswegs zurück an den Herd (Abg. Eder: Die sind schon dort!), sondern vor allem in eine eigenständige Alterssicherung. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Der Jugend eröffnen wir damit eine langfristige und nachhaltige Perspektive auf eine eigenständige, adäquate Pension, vor allem gesetzliche Pension, und Menschen mit besonderen Erwerbsverläufen erleichtern wir den Zugang zur Pension. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Die Harmonisierung, meine Damen und Herren, führt die Frauen keineswegs zurück an den Herd (Abg. Eder: Die sind schon dort!), sondern vor allem in eine eigenständige Alterssicherung. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Der Jugend eröffnen wir damit eine langfristige und nachhaltige Perspektive auf eine eigenständige, adäquate Pension, vor allem gesetzliche Pension, und Menschen mit besonderen Erwerbsverläufen erleichtern wir den Zugang zur Pension. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dolinschek: Sie wollen eine Volkspension für alle!
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig (Grüne): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Frau Staatssekretärin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich habe jetzt sehr interessiert zugehört, und ich finde, Frau Staatssekretärin Haubner, Sie machen es sich schon sehr, sehr einfach! Sich stellen sich einfach hin und sagen: Ja, die Welt ist ungerecht, den Frauen geht es einfach schlechter, das kann man durch’s Pensionssystem eben nicht ausgleichen – und Ende. Wir schaffen ein Pensionssystem – egal, ob es den Frauen danach besser oder schlechter geht, die großen Ungerechtigkeiten kann das Pensionssystem ohnehin nicht ausgleichen. – Bei diesem Argument sollte man eine Minute verweilen. (Abg. Dolinschek: Sie wollen eine Volkspension für alle!)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Selbstverständlich kann das Pensionssystem nicht alle Ungerechtigkeiten dieser Welt ausgleichen, aber es sollte zumindest eines nicht tun: nämlich diejenigen, die tatsächlich immer noch diskriminiert sind – beim Einkommen, bei der Pension –, auch noch bestrafen! Das ist schon einzigartig. Diesen Vorwurf müssen Sie sich angesichts dieses Pensionsmodells aber gefallen lassen. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) – Selbstverständlich, selbstverständlich!
Beifall bei den Grünen.
Frauen, die in Bildung investiert haben, Frauen, die auf die Universität gegangen sind, viele Menschen, die nach einem Studium, nach einer Berufsausbildung sozusagen in einem Graubereich arbeiten, die noch nicht pensionsversichert sind, die auf Werkvertragsbasis arbeiten, die in Projekten arbeiten: Das ist das moderne Arbeitsleben, das ist das Leben von 25- bis 35-Jährigen! – Das haben Sie jedoch völlig ausgeblendet aus Ihrem Modell! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Im Moment erhalten 7 Prozent der PensionsbezieherInnen über 25 Prozent des gesamten Pensionskuchens, vorzugsweise Männer. 21 Prozent, also ein sehr großer Teil der Pensionistinnen und Pensionisten, beziehen nur 7 Prozent des Pensionsvolumens. Ist das nicht ein Missverhältnis, das auszugleichen es sich lohnt, nämlich das Gesamtvolumen gerechter zu verteilen?! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist ein sehr konstruktiver Zugang. Und: Wir wollen nichts anderes, als dass Sie sich dieses Modell, das in der Schweiz sehr gut funktioniert – das zeigen die Zahlen, die wir vorgelegt haben –, im Detail anschauen. Dann würden Sie sich wahrscheinlich nicht mehr hier herstellen und Ihr Modell so vehement verteidigen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Walther.
Für einen Politiker ein sehr wichtiger Kritikpunkt, nämlich der, dass es große Verunsicherung, dass es Misstrauen und Sorge der Menschen gibt. Niemand kann sich mehr auf irgendetwas verlassen, und die Leute sagen: Das Einzige, was sicher ist, ist, dass wir weniger an Pension bekommen werden! – Das ist doch ein Argument dafür, dass man Politik in Österreich nicht so machen sollte. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Walther.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Aber: Die nächste Reform steht ja sozusagen schon wieder vor der Tür, weil Ihr Modell nicht nur an die Grenzen der Lebensrealität von jüngeren Menschen beziehungsweise Frauen stößt, sondern auch an ökonomische Grenzen. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Walther.
Dieses Modell von uns Grünen ist so bestechend, sodass ich nur ideologische Gründe dahinter vermuten kann, dass es während dieser ganzen Pensionsreformdiskussion von Ihnen kein einziges Mal ernsthaft durchgerechnet und überprüft worden ist. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Walther.)
Beifall bei den Grünen.
Diese Frage ist gerade für junge Menschen und für Frauen viel zu wichtig, als dass sie jetzt in diesem Chaos an Zersplitterungen, an Parallelrechnungen, an Schönreden et cetera untergehen sollte. Ich bitte Sie daher ernsthaft: Schauen Sie sich dieses Modell einmal an, rechnen Sie es durch, und dann diskutieren wir ein Alternativmodell, mit dem unserer Überzeugung nach – und viele Österreicherinnen sehen das auch so – dem großen Problem Frauenarmut im Alter endgültig ein Riegel vorgeschoben werden würde. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Daher bedauere ich, wie diese Diskussion jetzt geführt wird, denn das, was Sie von SPÖ und Grünen jetzt tun, erzeugt Verunsicherung, verunsichert, da Sie mit der Angst der Menschen operieren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei den Grünen.) – Doch! Das, was Sie tun, bringt Verunsicherung, denn Sie operieren mit der Angst der Menschen, wenn Sie behaupten, die Pensionen würden um die Hälfte gekürzt.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich bedauere diese Art der Diskussion auch dann, wenn man damit versucht, Frauen zu verunsichern. Ich lehne das ab! Sie von der SPÖ verlässt immer dann der Mut, wenn es darum geht, Reformen umzusetzen! Dann verlässt Sie der Mut, meine Damen und Herren von der SPÖ! Und das ist genau der falsche Weg. Wir handeln – Sie hingegen theoretisieren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
Wir wollen weg vom Versorgerprinzip – hin zu fairen und gerechten Pensionen (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), hin zu einer fairen und gerechten Pensionsvorsorge. (Abg. Öllinger: Zur Entsorgung!) Dieser unser Weg ist ein anderer; da gebe ich Ihnen Recht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Zur Entsorgung!
Wir wollen weg vom Versorgerprinzip – hin zu fairen und gerechten Pensionen (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), hin zu einer fairen und gerechten Pensionsvorsorge. (Abg. Öllinger: Zur Entsorgung!) Dieser unser Weg ist ein anderer; da gebe ich Ihnen Recht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir wollen weg vom Versorgerprinzip – hin zu fairen und gerechten Pensionen (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), hin zu einer fairen und gerechten Pensionsvorsorge. (Abg. Öllinger: Zur Entsorgung!) Dieser unser Weg ist ein anderer; da gebe ich Ihnen Recht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Weinzinger: Lesen, Frau Kollegin, lesen!
Der Unterschied ist, dass wir wollen, dass die älteren Menschen, wenn sie in Pension gehen, jenen Lebensstandard, den sie sich erworben, erarbeitet haben – ich betone: erarbeitet haben!, denn für uns zählt auch Leistung –, halten können, dass sie sich eben ihre Wohnung, ihr Auto auch im Alter leisten können. Das ist unser Zugang, und das ist sozial. Wir wollen, dass die Menschen dafür, dass sie etwas eingezahlt, etwas geleistet haben, auch eine entsprechende Altersversorgung bekommen. Das, was Sie machen wollen, käme einer Enteignung gleich und widerspräche auch dem Versicherungsprinzip. Ich sage das in aller Deutlichkeit, so klar und dezidiert. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Weinzinger: Lesen, Frau Kollegin, lesen!) – Sagen Sie nicht „lesen!“, denn ich habe gelesen.
Abg. Öllinger: Was? – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.
Das, was Sie haben wollen – das ist vor allem an die Adresse der Grünen gerichtet –, ist, dass Sie alle Menschen letztlich zu Sozialhilfeempfängern machen. (Abg. Öllinger: Was? – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.) Das ist Ihre Umverteilungsphilosophie! Sie geht nicht in Richtung Gerechtigkeit, sondern in Richtung Gleichmacherei! Das, was Sie machen wollen, ist Gleichmacherei. Für uns aber zählt auch Leistung.
Abg. Dr. Glawischnig: Was ist dort schlecht?
Frau Kollegin Glawischnig, Sie haben vorhin beispielsweise erwähnt, welch gute Modelle es in Bezug auf die Grundversorgung gibt. Aber schauen Sie einmal nach Holland, nach England, in die Schweiz – Sie haben es vorhin erwähnt. (Abg. Dr. Glawischnig: Was ist dort schlecht?) Welche Modelle gibt es dort? – Dort werden Minimalpensionen ausbezahlt, Minimalpensionen! (Abg. Öllinger: Die Schweiz nicht!)
Abg. Öllinger: Die Schweiz nicht!
Frau Kollegin Glawischnig, Sie haben vorhin beispielsweise erwähnt, welch gute Modelle es in Bezug auf die Grundversorgung gibt. Aber schauen Sie einmal nach Holland, nach England, in die Schweiz – Sie haben es vorhin erwähnt. (Abg. Dr. Glawischnig: Was ist dort schlecht?) Welche Modelle gibt es dort? – Dort werden Minimalpensionen ausbezahlt, Minimalpensionen! (Abg. Öllinger: Die Schweiz nicht!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben ein soziales Auffangnetz. Sie, meine Damen und Herren, fordern ein soziales Auffangnetz, aber das haben wir bereits, nämlich in Form der Ausgleichszulagen. Frau Staatssekretärin Haubner hat es schon erwähnt, das ist unsere Grundsicherung, und sie hat auch schon gesagt, dass wir hier in der Regierungszeit seit dem Jahr 2000 ganz entscheidende Verbesserungen erreicht haben, eben 10,8 Prozent Erhöhung für Alleinstehende, 20,6 Prozent an Erhöhung für Ehepaare. Das ist Grundsicherung, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Bures
Da Sie immer wieder davon sprechen, dass die Einkommensschere auseinander klafft und Frauen niedrigere Pensionen bekommen: Ja, wir sollten diesbezüglich konstruktiv zusammenarbeiten und gemeinsam versuchen, Verbesserungen zu erreichen. Ich stehe dazu, aber das ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen Arbeitnehmerpolitik der SPÖ (Zwischenruf der Abg. Bures), unter der Verantwortung von SPÖ-Sozialministern, von SPÖ-Staatssekretärinnen und SPÖ-Frauenministerinnen. Das ist die Wahrheit! Sie hätten ja all das, was wir jetzt vorschlagen, umsetzen können, haben aber nichts weitergebracht! Sie theoretisieren – wir handeln! So war das auch in den letzten Jahrzehnten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Das war in den letzten Jahrzehnten so?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Das war in den letzten Jahrzehnten so?
Da Sie immer wieder davon sprechen, dass die Einkommensschere auseinander klafft und Frauen niedrigere Pensionen bekommen: Ja, wir sollten diesbezüglich konstruktiv zusammenarbeiten und gemeinsam versuchen, Verbesserungen zu erreichen. Ich stehe dazu, aber das ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen Arbeitnehmerpolitik der SPÖ (Zwischenruf der Abg. Bures), unter der Verantwortung von SPÖ-Sozialministern, von SPÖ-Staatssekretärinnen und SPÖ-Frauenministerinnen. Das ist die Wahrheit! Sie hätten ja all das, was wir jetzt vorschlagen, umsetzen können, haben aber nichts weitergebracht! Sie theoretisieren – wir handeln! So war das auch in den letzten Jahrzehnten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Das war in den letzten Jahrzehnten so?)
Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.
Wir haben keine Pensionen gekürzt, ganz im Gegenteil: Gerade unter dieser Regierung sind viele, viele Verbesserungen gekommen, insbesondere auch für Frauen. Da Frau Glawischnig vorhin gemeint hat, es gebe Nachteile für junge Frauen, für Studentinnen: Allein die Einführung des Kinderbetreuungsgeldes – ein Aspekt! – ist ein Vorteil, oder ist das etwa ein Nachteil? – Wir stehen dazu! (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
1 Milliarde € investiert diese Regierung in die bessere Bewertung von Ersatzzeiten, vor allem in die bessere Bewertung von Kinderbetreuungszeiten. 1 Milliarde €! Und da sagen Sie, das sei eine Kleinigkeit?! Das haben Sie heute Vormittag gesagt. 1 Milliarde €, das ist eine Leistung, die vor allem für die Mütter, für Frauen und die Familien ganz wichtig ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Glawischnig: Ich habe ja gesagt, es kommt zu Verbesserungen!
Auch beim Arbeitslosengeldbezug kommt es bei den Ersatzzeiten zu Verbesserungen – Frau Glawischnig, Sie sagen hier einfach etwas wider besseres Wissen. (Abg. Dr. Glawischnig: Ich habe ja gesagt, es kommt zu Verbesserungen!) Auch da gibt es Verbesserungen. Oder: die Anrechnung des Pensionsbeitrages beim Partnereinkommen in Bezug auf die Notstandshilfe – das ist auch ein ganz wichtiger Aspekt, weil hier sehr oft Frauen benachteiligt sind.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dolinschek: Ja, richtig!
Noch einmal: Wenn Sie uns nicht glauben, dann glauben Sie doch den Experten. Tomandl und Mazal haben sich dazu ganz klar geäußert – das ist nachzulesen – und gesagt, dass gerade die Frauen die Gewinnerinnen dieser Pensionsharmonisierung sind. Die Frauen sind die Gewinnerinnen dieser Pensionsharmonisierung! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dolinschek: Ja, richtig!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
Ich sage es noch einmal zum Abschluss – Sie wollen es nicht hören (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter) –: Kommen Sie doch zurück ins Boot! Gehen Sie mit uns einen konstruktiven, einen zukunftsorientierten Weg! – Sie theoretisieren, wir hingegen handeln. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich sage es noch einmal zum Abschluss – Sie wollen es nicht hören (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter) –: Kommen Sie doch zurück ins Boot! Gehen Sie mit uns einen konstruktiven, einen zukunftsorientierten Weg! – Sie theoretisieren, wir hingegen handeln. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Frau Kollegin Scheucher-Pichler, Sie haben von „Mut“ gesprochen, und genau das ist das Erschreckende. Wir erwarten uns nicht, dass die Menschen Mut für eine Reform brauchen, sondern dass eine Reform mit Sachverstand angegangen wird und dass sie Gerechtigkeit und Sicherheit mit sich bringt, jedoch nicht Mut zum Risiko. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dolinschek: Das war ja vor ein paar Jahren! Heute ist das natürlich mehr als 8 000 S!
Ein bisschen erinnert mich die Diskussion, die jetzt hier geführt wird, an die Pensionsdiskussionen, die wir schon in Ausschüssen geführt haben. Damals sind die Freiheitlichen dort mit ihrem so genannten Drei-Säulen-Modell aufgetreten und haben gesagt, dass 8 000 S Pension für alle müssen reichen, dann kämen die zweite und dritte Säule. (Abg. Dolinschek: Das war ja vor ein paar Jahren! Heute ist das natürlich mehr als 8 000 S!) Ein bisschen anders, das gebe ich schon zu, aber auch auf diesem Volkspensions-Modell aufbauend.
Abg. Dr. Glawischnig: Was wollen denn Sie?
Ich möchte Ihnen erklären, warum wir dem Antrag zustimmen. Wir werden dem Antrag zustimmen, obwohl wir nicht mit dem Modell einverstanden sind (Abg. Dr. Glawischnig: Was wollen denn Sie?), aber weil es darum geht, dass die Berechnung erfolgt, dass es zu einer tatsächlichen öffentlichen Darstellung kommt, welche Auswirkungen welche Maßnahmen haben. Das unterstützen wir, weil wir glauben, dass das die ganze Diskussion versachlichen kann. (Abg. Dolinschek: Das ist ja unfinanzierbar von den Grünen!) – Dann kann man es aber trotzdem rechnen und das Ergebnis vorstellen, Herr Kollege Dolinschek. Und dann stellen Sie sich auch einer öffentlichen sachlichen Diskussion und argumentieren nicht immer mit Vorurteilen und Polemik! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dolinschek: Das ist ja unfinanzierbar von den Grünen!
Ich möchte Ihnen erklären, warum wir dem Antrag zustimmen. Wir werden dem Antrag zustimmen, obwohl wir nicht mit dem Modell einverstanden sind (Abg. Dr. Glawischnig: Was wollen denn Sie?), aber weil es darum geht, dass die Berechnung erfolgt, dass es zu einer tatsächlichen öffentlichen Darstellung kommt, welche Auswirkungen welche Maßnahmen haben. Das unterstützen wir, weil wir glauben, dass das die ganze Diskussion versachlichen kann. (Abg. Dolinschek: Das ist ja unfinanzierbar von den Grünen!) – Dann kann man es aber trotzdem rechnen und das Ergebnis vorstellen, Herr Kollege Dolinschek. Und dann stellen Sie sich auch einer öffentlichen sachlichen Diskussion und argumentieren nicht immer mit Vorurteilen und Polemik! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich möchte Ihnen erklären, warum wir dem Antrag zustimmen. Wir werden dem Antrag zustimmen, obwohl wir nicht mit dem Modell einverstanden sind (Abg. Dr. Glawischnig: Was wollen denn Sie?), aber weil es darum geht, dass die Berechnung erfolgt, dass es zu einer tatsächlichen öffentlichen Darstellung kommt, welche Auswirkungen welche Maßnahmen haben. Das unterstützen wir, weil wir glauben, dass das die ganze Diskussion versachlichen kann. (Abg. Dolinschek: Das ist ja unfinanzierbar von den Grünen!) – Dann kann man es aber trotzdem rechnen und das Ergebnis vorstellen, Herr Kollege Dolinschek. Und dann stellen Sie sich auch einer öffentlichen sachlichen Diskussion und argumentieren nicht immer mit Vorurteilen und Polemik! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich meine, dass angesichts der heutigen Aktuellen Stunde eine Versachlichung dieser Diskussion besonders dringlich ist, insbesondere wenn ich an die verbalen Entgleisungen des Bundeskanzlers in dieser Aktuellen Stunde denke. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Immerhin hat es der Herr Bundeskanzler für notwendig gehalten – zwar erst auf Anregung, aber doch –, von der Regierungsbank aus zu sagen, dass er sich dafür entschuldigt. Sie werden dann ja wohl zugestehen, dass das eindeutig eine verbale Entgleisung war. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich meine, dass angesichts der heutigen Aktuellen Stunde eine Versachlichung dieser Diskussion besonders dringlich ist, insbesondere wenn ich an die verbalen Entgleisungen des Bundeskanzlers in dieser Aktuellen Stunde denke. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Immerhin hat es der Herr Bundeskanzler für notwendig gehalten – zwar erst auf Anregung, aber doch –, von der Regierungsbank aus zu sagen, dass er sich dafür entschuldigt. Sie werden dann ja wohl zugestehen, dass das eindeutig eine verbale Entgleisung war. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Präsident Dr. Khol übernimmt den Vorsitz.
nen, mit Ihrer Mehrheit fortschreiben. Und das ist genau der Punkt, den wir als ersten an Ihrem Modell kritisieren. Sie verschärfen Dinge, die Sie im Jahr 2003 beschlossen haben. Sie führen kurzfristige Entschärfungen herbei – Kollege Öllinger hat das ja sehr deutlich ausgeführt –, um in späterer Folge eine Verschärfung durchzuführen, nämlich für alle Leute, die das Pech haben, zwischen dem Jahr 2013 und 2016, sage ich einmal, in Pension zu gehen. Das ist der erste springende Punkt unserer Kritik. (Präsident Dr. Khol übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Murauer: Wer hat die Kollektivverträge gemacht?
Last not least: Natürlich kann man nicht alles über das Pensionssystem machen. Es wäre daher gut – Kollege Dr. Mitterlehner ist leider nicht im Saal –, wenn Sie einmal einen Appell an die Wirtschaft richten würden, dass die Frauen bei der Entlohnung nicht diskriminiert werden sollen, denn die Wirtschaft ist letztlich dafür maßgebend, ob Frauen einen Job finden, ob Frauen gleich bezahlt werden oder nicht. (Abg. Murauer: Wer hat die Kollektivverträge gemacht?) Und daher sollte Ihr Appell einmal in die Richtung gehen, dort die Frauen gleich zu behandeln. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Last not least: Natürlich kann man nicht alles über das Pensionssystem machen. Es wäre daher gut – Kollege Dr. Mitterlehner ist leider nicht im Saal –, wenn Sie einmal einen Appell an die Wirtschaft richten würden, dass die Frauen bei der Entlohnung nicht diskriminiert werden sollen, denn die Wirtschaft ist letztlich dafür maßgebend, ob Frauen einen Job finden, ob Frauen gleich bezahlt werden oder nicht. (Abg. Murauer: Wer hat die Kollektivverträge gemacht?) Und daher sollte Ihr Appell einmal in die Richtung gehen, dort die Frauen gleich zu behandeln. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Rufe bei der ÖVP: Gibt es eh!
Ihren „partnerschaftlichen“ Gedanken finde ich überhaupt bemerkenswert. Für die Bauern, hat heute der Herr Bundeskanzler gesagt, wird es einen „partnerschaftlichen Beitrag“ geben. Jetzt frage ich Sie, meine Damen und Herren: Warum gibt es diesen „partnerschaftlichen Beitrag“ nicht für uns alle, die wir versichert sind? (Rufe bei der ÖVP: Gibt es eh!) Wo ist da Gerechtigkeit? Zwischen 15 Prozent und 22,8 Prozent? – Das ist sehr schön, denn es freuen sich alle ASVG-PensionistInnen, wenn sie in Zukunft auch
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Es zahlt ja der Arbeitgeber auch!
einen niedrigeren Beitrag zu zahlen haben. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Es zahlt ja der Arbeitgeber auch!)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Sie zumindest diese Erkenntnis an den Tag legen, dann haben der heutige Tag und die heutige Diskussion schon einen Fortschritt gebracht. Ich befürchte allerdings, dass Sie nicht lernfähig sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig: Ja, okay, passt!
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (Freiheitliche): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesministerin! Frau Staatssekretärin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Ist ein Pensionssystem gerecht oder nicht? – Tatsache ist, dass die Bevölkerung in Österreich mit dem System der Vergangenheit, das nicht zeitgemäß war und ist und das Ungerechtigkeiten im Pensionssystem fortgeschrieben hat, nicht einverstanden war und ist. Deshalb muss dieses Pensionssystem harmonisiert werden. (Abg. Dr. Glawischnig: Ja, okay, passt!)
Zwischenruf bei den Grünen.
Wenn die Grünen jetzt eine Grundsicherung statt einer Pensionskürzung für Frauen und jüngere Menschen verlangen, dann muss ich sagen: Wenn diese Grundsicherung so ausschaut, dass praktisch jeder 650 € bekommt – das steht zwar nicht im Antrag, aber ich habe mittlerweile herausgefunden, Sie meinen, 650 € für jeden, ob er nun gearbeitet hat oder nicht –, „Habe die Ehre!“, dann explodieren die Kosten! (Zwischenruf bei den Grünen.) Vielleicht wollen Sie ja alle zurück an den Herd oder an den Ofen bringen, Männer und Frauen, ganz egal, oder die Männer vielleicht in den Keller – hoffentlich gibt es dort einen Wein, dann bleiben sie gerne unten –, aber zu arbeiten brauchen sie nicht.
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Wir sind dafür, dass auch eingezahlt wird, nähern uns aber Ihren Vorstellungen schon an, wenn wir sagen, dass Frauen nicht mehr 15 Erwerbsjahre brauchen, sondern nur noch 7 Jahre. Wenn sie zwei Kinder haben, dann kommen sie auch auf 15 Jahre, und erwerben so einen Pensionsanspruch. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Zwischenruf der Abg. Bures.
Man kann das Ganze jetzt weiterspinnen und fragen: Wie hoch ist die Lebenserwartung? Wie schaut die Pensionshöhe aus? – Frauen haben tatsächlich eine viel geringere Pension als wir Männer – das ist so –, aber Frauen sind auch durchschnittlich zwölf Jahre länger in Pension als Männer. (Zwischenruf der Abg. Bures.) Und wenn Sie die Summe ausrechnen, dann kommen Sie auf 373 000 € Pensionsanspruch für Frauen und 376 000 € für Männer; da sind wir nicht so weit auseinander. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.) Und durch die Harmonisierung werden die Frauen die Männer überholen, davon bin ich überzeugt.
Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.
Man kann das Ganze jetzt weiterspinnen und fragen: Wie hoch ist die Lebenserwartung? Wie schaut die Pensionshöhe aus? – Frauen haben tatsächlich eine viel geringere Pension als wir Männer – das ist so –, aber Frauen sind auch durchschnittlich zwölf Jahre länger in Pension als Männer. (Zwischenruf der Abg. Bures.) Und wenn Sie die Summe ausrechnen, dann kommen Sie auf 373 000 € Pensionsanspruch für Frauen und 376 000 € für Männer; da sind wir nicht so weit auseinander. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.) Und durch die Harmonisierung werden die Frauen die Männer überholen, davon bin ich überzeugt.
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Für jene Versäumnisse, die im Erwerbsleben eine Pensionsminderung vor allem für Frauen bedeuten, sind andere Parameter verantwortlich. Wenn jemand im Erwerbsleben wenig verdient und daher weniger einzahlt, hat er eine geringere Pension, das ist natürlich so. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Abg. Silhavy: Auch das stimmt nicht! – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.
Wir wollen hier sämtliche Dinge auffangen. Für uns muss die Kinderbetreuungszeit gleich viel wert sein wie die Erwerbsarbeit. (Abg. Silhavy: Auch das stimmt nicht! – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.) Deswegen haben wir auch die 1 350 € als Bemessungsgrundlage für Kindererziehungszeiten, für Zeiten der Arbeitslosigkeit, für Zeiten des Zivildienstes, für Zeiten des Präsenzdienstes vorgesehen, sodass das, wenn eine Frau Teilzeit beschäftigt ist während dieser Zeit, in der sie auch für ihre Kin-
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
der sorgt und ihre Kinder erzieht, aufgerechnet wird auf 1 350 €. Das ist in unseren Augen eine familienpolitische Großtat, die hier gesetzt wird, die notwendig ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Aber für die Versäumnisse im Erwerbsleben müssen Sie einen anderen Schuldigen suchen. Diesbezüglich hat die Gewerkschaft bisher geschlafen. Ich vermisse überhaupt sämtliche Vertreter hier: Herr Präsident Verzetnitsch ist nicht hier, Nürnberger ist nicht hier, sämtliche Vertreter aus der Gewerkschaft sind nicht anwesend. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Frau Csörgits, jetzt melden Sie sich endlich zu Wort, Gott sei Dank. Aber die Reihen der Sozialdemokratischen Partei sind halt relativ trist besetzt, muss ich sagen. Wahrscheinlich interessiert Sie das gesamte Pensionssystem eigentlich gar nicht. (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.)
Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Aber für die Versäumnisse im Erwerbsleben müssen Sie einen anderen Schuldigen suchen. Diesbezüglich hat die Gewerkschaft bisher geschlafen. Ich vermisse überhaupt sämtliche Vertreter hier: Herr Präsident Verzetnitsch ist nicht hier, Nürnberger ist nicht hier, sämtliche Vertreter aus der Gewerkschaft sind nicht anwesend. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Frau Csörgits, jetzt melden Sie sich endlich zu Wort, Gott sei Dank. Aber die Reihen der Sozialdemokratischen Partei sind halt relativ trist besetzt, muss ich sagen. Wahrscheinlich interessiert Sie das gesamte Pensionssystem eigentlich gar nicht. (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Schauen Sie es sich an: Wir haben sämtliche Verbesserungen für Leute, die schwer arbeiten, hier durchgesetzt. Für diesen Bereich haben Sie in all den Jahren, die Sie Verantwortung in diesem Land getragen haben, nichts getan. Wenn jemand 16 Jahre Schwerarbeit leistet, werden ihm 4 Jahre dazu geschenkt. Dadurch ist es möglich, dass bei diesen Leuten Zeiten, in denen sie zwischendurch arbeitslos sind, als volle Beitragszeiten bewertet werden, und sie können auch früher in Pension gehen. Das ist nämlich das Wichtige dabei, sehr geschätzte Damen und Herren. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Und jene, die lange gearbeitet haben, einen langen Erwerbsverlauf haben ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Herr Wirtschaftsexperte der SPÖ, kommen Sie ein bisschen weiter herunter, ich verstehe Sie von dort oben nicht! Mit Ihrem Wirtschaftsprogramm sind Sie sowieso schon baden gegangen, mit dem Pensionsprogramm ebenfalls. Was wollen Sie hier überhaupt? Hören Sie zu, vielleicht kennen Sie sich dann aus!
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter: Weniger Pension vor allem!
Geschätzte Damen und Herren! Hohes Haus! Wesentliche Dinge sind in die Pensionsharmonisierung eingeflossen. Ich glaube, es ist ein gutes Programm, wir werden daran weiterarbeiten, und es bringt viele Verbesserungen für Frauen, für schwer arbeitende Menschen und für jene, die einen langen Erwerbsverlauf haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter: Weniger Pension vor allem!)
Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit bei den Grünen.
Abschließend: Kollege Nürnberger fehlt nicht, sondern Kollege Nürnberger gehört nicht mehr diesem Hause an. (Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit bei den Grünen.)
Abg. Bures: Dank der SPÖ!
Bleiben wir bei den Anregungen, die Frau Abgeordnete Glawischnig genannt hat – schauen wir uns die Lebensrealitäten und schauen wir uns die unterschiedlichen Lebensverläufe von Frauen an! Da brauchen wir nicht sehr weit zu gehen, es reicht, meine Generation zu vergleichen mit der Generation meiner oder unserer Töchter. Während die Frauen meiner Generation selten durchgehende Lebensarbeitsverläufe gehabt haben, schon sehr oft nach dem ersten Kind zu Hause geblieben sind, oft gar nicht wieder eingestiegen sind, sehr spät wieder eingestiegen sind, ist die Generation unserer Töchter weitaus besser ausgebildet, Gott sei Dank. (Abg. Bures: Dank der SPÖ!) Wir haben auch schon mehr Hochschulabsolventinnen als -absolventen und haben vor allem auch durchgehendere Lebensarbeitsverläufe. Wir haben leider viele, die sich nicht mehr für ein Kind entscheiden – ich denke, auch das ist ein Thema. Aber die Ausbildung, die Lebenskarrieren und Lebensläufe von Frauen, vor allem wenn sie kinderlos bleiben, egal ob freiwillig oder unfreiwillig, sind heute durchaus mit jenen von Männern vergleichbar.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Tun wir doch nicht so: Die Frauen sind keine armen Hascherln, sie waren es auch früher nicht, und sie wollen auch nicht als solche behandelt werden! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Sie wollen gleichberechtigt behandelt werden und wollen auch die gleiche Anerkennung haben.
Beifall bei der ÖVP.
Wo tatsächlich Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten bestehen, ist dort der Fall, wenn ein Kind unterwegs ist und die Frau oder der andere Elternteil – es sind leider erst 2,5 Prozent Männer, aber ich hoffe, dass es mehr werden – die Arbeitskarriere unterbrechen und tatsächlich Einkommenseinbußen und damit auch Pensionseinbußen in Kauf nehmen muss. Und genau da setzt dieses Modell an, denn die Pensionsharmonisierung sieht eine massive Kompensation für die Unterbrechung der Erwerbstätigkeiten zugunsten der Kinderbetreuung vor, die immer noch hauptsächlich von Frauen geleistet wird. Für die eigenständige Alterssicherung jener Frauen, die ihre Erwerbstätigkeiten zugunsten der Kinderbetreuung unterbrochen oder aufgegeben haben, investiert diese Regierung insgesamt 1 Milliarde € zusätzlich. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy
Bemessungsgrundlage, der sozialdemokratisch beschlossenen Bemessungsgrundlage (Zwischenruf der Abg. Silhavy) – ja, von sozialdemokratischen Sozialministern! –, in Höhe des Ausgleichszulagenrichtsatzes eine Erhöhung von mehr als 100 Prozent. Im Jahr 1999 lag sie bei 589,52 €.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Das ist fair und gerecht für alle; vor allem aber für Frauen aus niedrigen Einkommensgruppen ist das eine wesentliche Verbesserung und bringt das eine Pensionserhöhung im Alter. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Noch etwas, Frau Kollegin Silhavy: Sie dürften hier irgendwie einem Irrtum unterliegen. Dies gilt additiv zu jedem Einkommen, das eine Frau in dieser Zeit hat. Das heißt, wenn eine Frau Teilzeit oder Vollzeit arbeitet in der Zeit und 750 € verdient, dann werden diese 1 350 € dazugezählt, und die Bemessungsgrundlage beträgt 2 100 €. Das ist mehr, weit mehr, als der Durchschnitt der Frauen in Österreich verdient. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Das, Frau Kollegin, ist tatsächlich fair und gerecht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Noch etwas, Frau Kollegin Silhavy: Sie dürften hier irgendwie einem Irrtum unterliegen. Dies gilt additiv zu jedem Einkommen, das eine Frau in dieser Zeit hat. Das heißt, wenn eine Frau Teilzeit oder Vollzeit arbeitet in der Zeit und 750 € verdient, dann werden diese 1 350 € dazugezählt, und die Bemessungsgrundlage beträgt 2 100 €. Das ist mehr, weit mehr, als der Durchschnitt der Frauen in Österreich verdient. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Das, Frau Kollegin, ist tatsächlich fair und gerecht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Es gibt Verbesserungen beim Arbeitslosengeld und bei der Notstandshilfe: 70 Prozent statt bisher 55, 92 Prozent des Arbeitslosengeldes bei der Notstandshilfe und vor allem die Bemessung der Notstandshilfe für die Pension, auch wenn die Notstandshilfe nicht ausbezahlt wird. Auch eine Leistung, die diese Regierung zustande gebracht hat zum Unterschied von früheren Regierungen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! 60 Jahre sozialdemokratische Dominanz in den Gewerkschaften – ja, was haben denn die GPA-Frauen in dieser Zeit gemacht?! Das ist ja das Ergebnis 60 Jahre sozialdemokratischer Dominanz! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie haben auch eine Absenkung der Zahl der notwendigen Beitragsjahre für Frauen abgelehnt; ich habe es vorhin schon gesagt. Sie haben es auch immer verabsäumt, Kindererziehungszeiten als pensionsbegründende Zeiten zu werten. (Beifall bei der ÖVP.) Jahrelang haben wir in der Koalition darum gekämpft – diese Regierung hat es jetzt gemacht.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Sie haben auch bei den Notstandshilfezahlungen nichts gemacht: keine Notstandshilfe, keine Pensionsbegründung – ein Ergebnis sozialdemokratischer Sozialminister. Wir haben das jetzt geändert, und wir werden das jetzt ändern. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Ich brauche ja gar nicht darauf zurückzukommen, dass das Karenzgeld für alle bei Ihnen, in unserer großen Koalition leider nicht durchzusetzen war. Diese Regierung hat es gemacht, fair und gerecht für alle Frauen mit Kindern. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Als Ministerin einer Regierung, auch als Frauenministerin bekenne ich mich zur Gleichstellung von Frauen und Männern und werde auch in Hinkunft alles dafür tun. Aber als ehemalige Familienministerin und als Vertreterin einer Familienpartei nehme ich diesen Vorwurf gerne auf und werte ihn als größtes Kompliment. Wir danken Ihnen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Frau Weinzinger! Die Jacke ist wirklich grün! Die Harmonisierung ist wirklich fair und gerecht! – Abg. Steibl: Haben Sie keine Rede vorbereitet? – Ruf bei der ÖVP: Emanze!
gerecht! Ja, sie ist fair und gerecht! So, wie Ihre Jacke grün ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Frau Weinzinger! Die Jacke ist wirklich grün! Die Harmonisierung ist wirklich fair und gerecht! – Abg. Steibl: Haben Sie keine Rede vorbereitet? – Ruf bei der ÖVP: Emanze!) Das Problem Ihrer Wahrnehmungsausprägung haben wir ja schon erlebt!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Kollege Dolinschek ist da gestanden und hat gesagt, die Frauen haben ein wenig mehr als die Hälfte der Pension von Männern, dafür bekommen sie sie aber viel länger, und das soll auch so bleiben. So quasi: Mehr könnten wir uns nicht leisten. Pro Monat ist es schon okay, wenn die Frauen am Existenzminimum leben müssen im Alter. Das ist fair und gerecht. – In Ihrer Diktion vielleicht, bei uns nicht! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Das nennen Sie fair und gerecht? Das ist alles andere als fair und gerecht, und darum glaube ich, dass es dringend notwendig ist, sich mit dem grünen Grundsicherungsmodell im Alter auseinander zu setzen, das einmal anzuschauen und zu rechnen. Rechnen wäre einmal angesagt! (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Und wer zahlt das?
Der Unterschied zu Ihrem ist nämlich folgender: Sie haben vorher gesagt, der Riesenvorteil Ihrer Pensionsharmonisierung ist, dass Frauen hinkünftig nicht mehr mindestens 15 Versicherungsjahre brauchen, sondern nur noch sieben. Viel besser also. Okay. Nach unserem Modell brauchen genau dieselben Frauen oder auch Männer mindestens null Versicherungsjahre, um ebenfalls eine existenzsichernde Grundpension zu bekommen. Doppelt so gut, oder? (Ruf bei der ÖVP: Und wer zahlt das?)
Beifall bei den Grünen.
Noch dazu ist unser Modell aufkommensneutral – wenn Sie es nachrechnen würden, würden Sie es sehen. Nichts anderes wollen wir mit unserem Antrag erreichen, als dass Sie es sich anschauen und es durchrechnen. Wenn man eine Grundsockelung einführt, wenn man die Erwerbszeitenansprüche ausbezahlt und umrechnet, wenn man eine Deckelung einzieht wie vorgeschlagen, wenn man das noch abgleicht mit dem, was jetzt an Sozialhilfe und Ausgleichszulagen ausgezahlt werden muss, dann ist das ein aufkommensneutrales Modell. Es wird nicht teurer, es wird nur tatsächlich fairer und tatsächlich gerechter im Unterschied zu Ihrer Reform. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Schließlich kann man, glaube ich, die Qualität des Modells durchaus daran bemessen: Wenn der Frau Staatssekretärin nichts anderes einfällt, daran zu kritisieren, als dass wir die Übergangsregelungen noch nicht ausgearbeitet haben, dann ist die Grundannahme offensichtlich nicht so schlecht. Ich kann Ihnen daher nur dringend ans Herz legen, wenn Sie auch nur einen Funken Interesse an Fairness und Gerechtigkeit haben: Seien Sie so fair und gerecht, und rechnen Sie diese Annahmen einmal durch! Schauen Sie sich die Zahlen an, und dann tun Sie das, was für die Bevölkerung mehr bringt und nicht für den Finanzminister mehr bringt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Silhavy und Walther.
Ich möchte auch noch etwas zu einer Aussage von Kollegin Silhavy sagen, die ich nicht ganz verstehe, aber es wird wahrscheinlich bei der sozialdemokratischen Opposition wirklich so sein: Sie ist einfach gegen alles, was im Antrag der Grünen steht, aber – und das ist, glaube ich, ihre wahre Politik – sie wird ihre Zustimmung dazu geben. Das werde ich den Frauen in der Steiermark erklären: dieses „realistische“ Denken seitens der SPÖ-Frauen! (Zwischenrufe der Abgeordneten Silhavy und Walther.)
in Richtung der Abg. Mag. Weinzinger, die im Begriffe ist, den Saal zu verlassen
Ich beginne mit der Anspruchsvoraussetzung für eine Pension, mit der Einführung eines Pensionskontos. – Frau Kollegin (in Richtung der Abg. Mag. Weinzinger, die im Begriffe ist, den Saal zu verlassen), Sie sollten zuhören, anstatt diesen Saal zu verlassen, denn Sie haben ja, glaube ich, mit Ihrer Partei diesen Antrag eingebracht. Oder täusche ich mich? (Abg. Mag. Weinzinger bleibt kurz stehen, hört sich den Satz zu Ende an und verlässt dann den Saal.)
Abg. Mag. Weinzinger bleibt kurz stehen, hört sich den Satz zu Ende an und verlässt dann den Saal.
Ich beginne mit der Anspruchsvoraussetzung für eine Pension, mit der Einführung eines Pensionskontos. – Frau Kollegin (in Richtung der Abg. Mag. Weinzinger, die im Begriffe ist, den Saal zu verlassen), Sie sollten zuhören, anstatt diesen Saal zu verlassen, denn Sie haben ja, glaube ich, mit Ihrer Partei diesen Antrag eingebracht. Oder täusche ich mich? (Abg. Mag. Weinzinger bleibt kurz stehen, hört sich den Satz zu Ende an und verlässt dann den Saal.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir haben nun Maßnahmen eingebracht, auf die wir Frauen – das wurde zwar schon gesagt, aber man muss es immer wieder sagen – unter SPÖ-Bundeskanzlern nahezu 30 Jahre und unter SPÖ-Frauenstaatssekretärinnen beziehungsweise Frauenministerinnen 22 Jahre lang vergeblich gewartet haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit der Abg. Bures.
Aber bei uns heißt es: Handeln statt versprechen, durchsetzen statt blockieren! – Auch ein Satz, den Sie sich merken können! (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit der Abg. Bures.)
Abg. Bures: Das war eine echte Ansage!
Für die Mütter heißt es weiters ... (Abg. Bures: Das war eine echte Ansage!) – Das war nicht nur echt, das war auch wahr, Frau Kollegin! (Beifall bei der ÖVP. – Neuerliche ironische Heiterkeit der Abg. Bures.)
Beifall bei der ÖVP. – Neuerliche ironische Heiterkeit der Abg. Bures.
Für die Mütter heißt es weiters ... (Abg. Bures: Das war eine echte Ansage!) – Das war nicht nur echt, das war auch wahr, Frau Kollegin! (Beifall bei der ÖVP. – Neuerliche ironische Heiterkeit der Abg. Bures.)
Zwischenruf der Abg. Walther.
Die Bemessungsgrundlage mit einem durchschnittlichen Einkommen von 1 350 € ist schon erwähnt worden. In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal sagen: Die Gewerkschaft hat es in der Hand, da noch einige Verbesserungen herbeizuführen. (Zwischenruf der Abg. Walther.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Silhavy und Walther.
Abschließend lassen Sie mich noch sagen: Alfred Dallinger, Sozialminister und Sozialist, hat 1988 davon geträumt, die Pensionssysteme zu harmonisieren. Uns ist es nun gelungen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Silhavy und Walther.)
Abg. Steibl: Gibt es schon, nämlich eine Sekretärin!
Abgeordneter Franz Riepl (SPÖ): Sehr verehrte Damen und Herren! Meine Vorrednerin hat behauptet, dass es bei den Kollektivvertragsverhandlungen keine Frauen in den Verhandlungskomitees gibt. (Abg. Steibl: Gibt es schon, nämlich eine Sekretärin!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Ach geh! Seit wann?
Ich stelle richtig: Selbstverständlich gibt es bei den Kollektivvertragsverhandlungen Frauen in den Verhandlungskomitees – nicht nur eine, sondern mehrere. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Ach geh! Seit wann?)
Abg. Steibl: Das habe ich auch getan!
Abgeordnete Doris Bures (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte eingangs ganz kurz zum Dringlichen Entschließungsantrag der grünen Fraktion Stellung nehmen und vor allem noch einmal, was zwar schon sehr ausführlich meine Kollegin Silhavy gemacht hat, erklären, warum wir diesem Antrag sehr wohl zustimmen. Frau Kollegin Steibl, es wäre vielleicht gut gewesen, der Frau Kollegin Silhavy zuzuhören. (Abg. Steibl: Das habe ich auch getan!) Sie hat ganz klar und deutlich gesagt, dass das Modell, das in diesem Antrag vorgeschlagen wird, nicht jenes Modell ist, welches die Sozialdemokratie unterstützt, sondern dass wir ein ganz anderes Modell vorschlagen, dass wir uns aber nicht dagegen aussprechen, um eine seriöse Debatte führen zu können, dass dieses Modell durchgerechnet wird, dass die Zahlen auf den Tisch kommen. (Abg. Steibl: Das ist ja nicht logisch!) Aber Sie sind
Abg. Steibl: Das ist ja nicht logisch!
Abgeordnete Doris Bures (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte eingangs ganz kurz zum Dringlichen Entschließungsantrag der grünen Fraktion Stellung nehmen und vor allem noch einmal, was zwar schon sehr ausführlich meine Kollegin Silhavy gemacht hat, erklären, warum wir diesem Antrag sehr wohl zustimmen. Frau Kollegin Steibl, es wäre vielleicht gut gewesen, der Frau Kollegin Silhavy zuzuhören. (Abg. Steibl: Das habe ich auch getan!) Sie hat ganz klar und deutlich gesagt, dass das Modell, das in diesem Antrag vorgeschlagen wird, nicht jenes Modell ist, welches die Sozialdemokratie unterstützt, sondern dass wir ein ganz anderes Modell vorschlagen, dass wir uns aber nicht dagegen aussprechen, um eine seriöse Debatte führen zu können, dass dieses Modell durchgerechnet wird, dass die Zahlen auf den Tisch kommen. (Abg. Steibl: Das ist ja nicht logisch!) Aber Sie sind
Abg. Steibl: Aber geh! Das ist mir etwas Neues!
sogar gegen die Durchrechnung eines Modells! Es geht nicht um die Zustimmung zum Inhaltlichen, sondern es geht darum, eine seriöse und sachliche Diskussion führen zu können. (Abg. Steibl: Aber geh! Das ist mir etwas Neues!) Aber Sie sind nicht einmal dazu in der Lage, das haben wir soeben erlebt. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
sogar gegen die Durchrechnung eines Modells! Es geht nicht um die Zustimmung zum Inhaltlichen, sondern es geht darum, eine seriöse und sachliche Diskussion führen zu können. (Abg. Steibl: Aber geh! Das ist mir etwas Neues!) Aber Sie sind nicht einmal dazu in der Lage, das haben wir soeben erlebt. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Rauch-Kallat.
Frauen mit einer durchschnittlichen Pension von 700 € werden durch Ihre Reform – nicht auf Grund von 30 Jahren Sozialdemokratie, da hat es lebensstandardsichernde Pensionen gegeben – heute 20 Prozent weggenommen. Das heißt, dass diese Frauen im Monat von 560 € leben müssen. Damit machen Sie, Frau Bundesministerin, die Frauen zu – wie Sie sie bezeichnet haben – „armen Hascherln“, die das selbst nicht sein wollen. Das machen Sie mit Ihrer Pensionsreform und mit Ihren Pensionskürzungen, die Sie zu verantworten haben. Das ist ungerecht! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Rauch-Kallat.)
Abg. Steibl: Die können mit 60 Jahren in Pension gehen!
Als Frauenministerin hätten Sie eigentlich das Augenmerk darauf zu richten, dass Frauen nicht ungleich behandelt werden. Doch es ist eine ungleiche Behandlung, wenn Männer drei Jahre vor dem Regelpensionsalter zumindest theoretisch die Chance haben, in einem Korridor in Pension zu gehen. Frauen haben bei Ihnen nicht diese Möglichkeit! (Abg. Steibl: Die können mit 60 Jahren in Pension gehen!) Frauen verwehren Sie die Chance, drei Jahre vor dem Regelpensionsalter in Pension zu gehen, und das ist eine Ungleichbehandlung, die ÖVP und FPÖ zu verantworten haben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Das heißt, Sie wollen die Frauen schon jetzt mit 65 Jahren in Pension schicken!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Das heißt, Sie wollen die Frauen schon jetzt mit 65 Jahren in Pension schicken!
Als Frauenministerin hätten Sie eigentlich das Augenmerk darauf zu richten, dass Frauen nicht ungleich behandelt werden. Doch es ist eine ungleiche Behandlung, wenn Männer drei Jahre vor dem Regelpensionsalter zumindest theoretisch die Chance haben, in einem Korridor in Pension zu gehen. Frauen haben bei Ihnen nicht diese Möglichkeit! (Abg. Steibl: Die können mit 60 Jahren in Pension gehen!) Frauen verwehren Sie die Chance, drei Jahre vor dem Regelpensionsalter in Pension zu gehen, und das ist eine Ungleichbehandlung, die ÖVP und FPÖ zu verantworten haben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Das heißt, Sie wollen die Frauen schon jetzt mit 65 Jahren in Pension schicken!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung der Abgeordneten Silhavy und Walther –: Hat er gesagt, sie leben zu lange? – Gegenruf der Abg. Silhavy. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Also bitte: Lüge!
Gegenrufe der Abgeordneten Silhavy und Walther.) Es gibt keine Harmonisierung! Es gibt keine gleichen Beiträge bei gleichen Leistungen! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung der Abgeordneten Silhavy und Walther –: Hat er gesagt, sie leben zu lange? – Gegenruf der Abg. Silhavy. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Also bitte: Lüge!) – Ich verstehe die Aufregung, Herr Kollege! Die Frauen sind auch aufgeregt darüber, dass Sie ihnen die Pensionen massiv kürzen werden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist peinlich, dieser Auftritt!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist peinlich, dieser Auftritt!
Gegenrufe der Abgeordneten Silhavy und Walther.) Es gibt keine Harmonisierung! Es gibt keine gleichen Beiträge bei gleichen Leistungen! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung der Abgeordneten Silhavy und Walther –: Hat er gesagt, sie leben zu lange? – Gegenruf der Abg. Silhavy. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Also bitte: Lüge!) – Ich verstehe die Aufregung, Herr Kollege! Die Frauen sind auch aufgeregt darüber, dass Sie ihnen die Pensionen massiv kürzen werden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist peinlich, dieser Auftritt!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sie hatten die Chance 30 Jahre lang!
Das Bedauerliche dabei ist: Sie hätten die Chance gehabt, tatsächlich ein faires Pensionssystem einzuführen, haben diese jedoch nicht genützt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sie hatten die Chance 30 Jahre lang!) Sie hätten die Chance gehabt, wirklich eine Harmonisierung, die gleiche Beiträge und gleiche Leistungen gebracht hätte, einzuführen, haben jedoch diese Chance vertan und nichts anderes als eine Pensionskürzungsreform gemacht, die Sie jetzt durchsetzen, eine „Reform“, die für viele Tausende Menschen, vor allem für Frauen und junge Menschen, in Wirklichkeit Altersarmut zur Folge haben wird. (Abg. Dolinschek: Das ist keine Pensionskürzungsreform, sondern eine Pensionssicherungsreform! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dolinschek: Das ist keine Pensionskürzungsreform, sondern eine Pensionssicherungsreform! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Das Bedauerliche dabei ist: Sie hätten die Chance gehabt, tatsächlich ein faires Pensionssystem einzuführen, haben diese jedoch nicht genützt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sie hatten die Chance 30 Jahre lang!) Sie hätten die Chance gehabt, wirklich eine Harmonisierung, die gleiche Beiträge und gleiche Leistungen gebracht hätte, einzuführen, haben jedoch diese Chance vertan und nichts anderes als eine Pensionskürzungsreform gemacht, die Sie jetzt durchsetzen, eine „Reform“, die für viele Tausende Menschen, vor allem für Frauen und junge Menschen, in Wirklichkeit Altersarmut zur Folge haben wird. (Abg. Dolinschek: Das ist keine Pensionskürzungsreform, sondern eine Pensionssicherungsreform! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir von der Sozialdemokratie haben ein Pensionsfairness-Modell ausgearbeitet, ein Modell, das von Versicherungsmathematikern bereits durchgerechnet wurde. Sie hätten die Chance gehabt, ein wirklich faires Modell umzusetzen, haben diese jedoch vertan! Die Leidtragenden werden Frauen und junge Menschen sein. Leider! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Frau Kollegin Bures, es ist ganz einfach unfair und unseriös, dass Sie ständig die Frauen zu verunsichern versuchen, indem Sie von „Schwindel- und Mogelpackungen“ reden. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Bures: Warum kürzen Sie sie?
Die Debatte am heutigen Vormittag und auch diese jetzt haben ganz eindeutig gezeigt, dass Sie von der SPÖ einfach nur versuchen, Ihre versäumte Frauenpolitik zu kaschieren. Sie von der SPÖ hatten, als Ihre Partei Jahre hindurch die Frauenministerin gestellt hat, die Chance, positive Taten zu setzen. Eine Frage in diesem Zusammenhang: Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum die Frauenpensionen heute so niedrig sind, warum viele Frauen nicht einmal eine Pension haben?! (Abg. Bures: Warum kürzen Sie sie?)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Bures: Sie haben keine Ahnung! – Abg. Silhavy: Es ist unglaublich!
Auf diese meine Frage kann ich Ihnen die Antwort geben: Schuld daran ist die eindeutig verfehlte Lohn- und Frauenpolitik, während Sie von der SPÖ an der Regierung waren! Es hat nicht in Ihr System gepasst, Kindererziehungszeiten mit einzuberechnen – und deswegen sind es gerade die Frauen, die jetzt darunter leiden! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Bures: Sie haben keine Ahnung! – Abg. Silhavy: Es ist unglaublich!)
Abg. Mag. Kogler: Das ist unglaublich!
Haben Sie sich schon einmal überlegt, wie das finanziert werden soll? – Klar: Sie sind in der Opposition, und da haben Sie sozusagen auch das „Privileg“, sich um Finanzierungen nicht kümmern zu müssen. (Abg. Mag. Kogler: Das ist unglaublich!) Ihr wahres Gesicht, sehr geehrte Damen und Herren von den Grünen, müssen Sie dann zeigen, wenn Sie verantwortungsvolle Frauenpolitik machen müssen, auch dann, wenn Sie vielleicht irgendwann einmal Regierungsverantwortung haben sollten.
Oh-Ruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch. – Zwischenrufe bei den Grünen.
In Oberösterreich, wo Ihre Kollegen von den Grünen Regierungsverantwortung tragen, haben Sie jedenfalls einer Verminderung des Budgets für das Frauenressort zugestimmt. (Oh-Ruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch. – Zwischenrufe bei den Grünen.) Es ist Ihnen dort offensichtlich völlig egal, dass wichtige und notwendige Frauenprojekte – Projekte, die von der heutigen Staatssekretärin und damaligen oberösterreichischen Landesrätin Ursula Haubner unterstützt wurden – nicht mehr realisierbar sind. (Zwischenruf bei den Grünen.) – Das ist die wahre Frauenpolitik der Grünen, wenn diese Verantwortung tragen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf bei den Grünen.
In Oberösterreich, wo Ihre Kollegen von den Grünen Regierungsverantwortung tragen, haben Sie jedenfalls einer Verminderung des Budgets für das Frauenressort zugestimmt. (Oh-Ruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch. – Zwischenrufe bei den Grünen.) Es ist Ihnen dort offensichtlich völlig egal, dass wichtige und notwendige Frauenprojekte – Projekte, die von der heutigen Staatssekretärin und damaligen oberösterreichischen Landesrätin Ursula Haubner unterstützt wurden – nicht mehr realisierbar sind. (Zwischenruf bei den Grünen.) – Das ist die wahre Frauenpolitik der Grünen, wenn diese Verantwortung tragen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
In Oberösterreich, wo Ihre Kollegen von den Grünen Regierungsverantwortung tragen, haben Sie jedenfalls einer Verminderung des Budgets für das Frauenressort zugestimmt. (Oh-Ruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch. – Zwischenrufe bei den Grünen.) Es ist Ihnen dort offensichtlich völlig egal, dass wichtige und notwendige Frauenprojekte – Projekte, die von der heutigen Staatssekretärin und damaligen oberösterreichischen Landesrätin Ursula Haubner unterstützt wurden – nicht mehr realisierbar sind. (Zwischenruf bei den Grünen.) – Das ist die wahre Frauenpolitik der Grünen, wenn diese Verantwortung tragen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren von der SPÖ und den Grünen: Machen Sie endlich Schluss mit Ihrer Polemik und mit diesen Falschinformationen! Denken Sie daran, dass auch Sie Verantwortung für die Frauen in Österreich haben sollten! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Steibl: Wer hat das behauptet?
Abgeordnete Heidrun Walther (SPÖ): Es wurde hier behauptet, dass die Gewerkschaften (Abg. Steibl: Wer hat das behauptet?) – ich glaube, auch Sie, Frau Steibl – eine Lohnpolitik betrieben hätten, die die Frauen extrem benachteiligt hätte, und dass die Gewerkschaften daher dafür verantwortlich seien, dass die Frauengehälter so niedrig sind. (Abg. Steibl: ..., dass das richtig ist! Seit 30 Jahren!)
Abg. Steibl: ..., dass das richtig ist! Seit 30 Jahren!
Abgeordnete Heidrun Walther (SPÖ): Es wurde hier behauptet, dass die Gewerkschaften (Abg. Steibl: Wer hat das behauptet?) – ich glaube, auch Sie, Frau Steibl – eine Lohnpolitik betrieben hätten, die die Frauen extrem benachteiligt hätte, und dass die Gewerkschaften daher dafür verantwortlich seien, dass die Frauengehälter so niedrig sind. (Abg. Steibl: ..., dass das richtig ist! Seit 30 Jahren!)
Abg. Steibl: Diese tatsächliche Berichtigung braucht eine tatsächliche Berichtigung! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
lch berichtige jetzt dahin gehend: Bei Gewerkschaftsverhandlungen sitzen immer mehrere Partner am Tisch: neben Vertretern der Gewerkschaft auch die der Industriellenvereinigung und des Wirtschaftsbundes, also auch Ihrer Organisationen. (Abg. Steibl: Diese tatsächliche Berichtigung braucht eine tatsächliche Berichtigung! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsident Dr. Andreas Khol: Frau Abgeordnete, das war an der Grenze einer tatsächlichen Berichtigung, aber bitte: Übung macht den Meister! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Die Bäuerinnen sind sowieso die Gewinnerinnen der Pensionsreform!
Ich möchte Ihnen jetzt von ein paar Frauen erzählen, die mich in letzter Zeit angerufen haben, Bergbäuerinnen, mit denen ich vor rund 14 Jahren vor das Parlament in Wien gezogen bin, um für eine Bäuerinnenpension zu kämpfen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Die Bäuerinnen sind sowieso die Gewinnerinnen der Pensionsreform!) Damals war es so, dass uns die damalige und jetzt noch immer, glaube ich, im Amt befindliche Aloisia Fischer, die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Österreichischen Bäuerinnen, aufgezeigt hat, warum Bergbauern oder Bergbäuerinnen überhaupt eine Pension brauchen, indem sie sagte, man solle dabei jedoch den Männern nicht zumuten, Geld hergeben zu müssen, denn dabei würden Männer immer so ein schlechtes Gefühl bekommen. Die Frauen sollten daher, so Aloisia Fischer, mit 30 von 100 Prozent der Betriebspension zufrieden sein. Es sei für Männer ganz schlecht, wenn sie so viel Geld hergeben müssen. – Das hat Frau Fischer damals auch vor einem Gremium gesagt; das kann man nachlesen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Was für ein Gremium war das?)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Was für ein Gremium war das?
Ich möchte Ihnen jetzt von ein paar Frauen erzählen, die mich in letzter Zeit angerufen haben, Bergbäuerinnen, mit denen ich vor rund 14 Jahren vor das Parlament in Wien gezogen bin, um für eine Bäuerinnenpension zu kämpfen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Die Bäuerinnen sind sowieso die Gewinnerinnen der Pensionsreform!) Damals war es so, dass uns die damalige und jetzt noch immer, glaube ich, im Amt befindliche Aloisia Fischer, die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Österreichischen Bäuerinnen, aufgezeigt hat, warum Bergbauern oder Bergbäuerinnen überhaupt eine Pension brauchen, indem sie sagte, man solle dabei jedoch den Männern nicht zumuten, Geld hergeben zu müssen, denn dabei würden Männer immer so ein schlechtes Gefühl bekommen. Die Frauen sollten daher, so Aloisia Fischer, mit 30 von 100 Prozent der Betriebspension zufrieden sein. Es sei für Männer ganz schlecht, wenn sie so viel Geld hergeben müssen. – Das hat Frau Fischer damals auch vor einem Gremium gesagt; das kann man nachlesen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Was für ein Gremium war das?)
Beifall bei den Grünen.
Von einer Harmonisierung im Bereich der Landwirtschaft sind wir jedoch geradezu Lichtjahre entfernt! (Beifall bei den Grünen.) Es gibt weder eine Harmonisierung zwischen den Beitragsleistungen von großen und kleinen landwirtschaftlichen Betrieben, keine Harmonisierung zwischen Männern und Frauen, die in der Landwirtschaft genauso lang, ihr Leben lang nämlich, gearbeitet haben, und keine Harmonisierung zwischen Voll- und Nebenerwerbsbetrieben. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Lösungsvorschläge!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Lösungsvorschläge!
Von einer Harmonisierung im Bereich der Landwirtschaft sind wir jedoch geradezu Lichtjahre entfernt! (Beifall bei den Grünen.) Es gibt weder eine Harmonisierung zwischen den Beitragsleistungen von großen und kleinen landwirtschaftlichen Betrieben, keine Harmonisierung zwischen Männern und Frauen, die in der Landwirtschaft genauso lang, ihr Leben lang nämlich, gearbeitet haben, und keine Harmonisierung zwischen Voll- und Nebenerwerbsbetrieben. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Lösungsvorschläge!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Verfassungsrechtlich begründet!
Ich möchte Sie jetzt fragen: Warum gibt es nun wieder so komplizierte Regelungen für Frauen unter und für Frauen über 50 Jahren? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Verfassungsrechtlich begründet!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Was hat das mit dem Alter zu tun?
sie wieder zu Beitragszeiten kommen könnte, denn damals war es nicht möglich, dass sie einzahlt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Was hat das mit dem Alter zu tun?)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wer war denn da in der Regierung?
Sie hat sich gedacht, sie kann nun zumindest die fehlenden Beitragszeiten annähernd kompensieren. Das hat sie gedacht! Sie hat sich jetzt ganz konkret ihre Versicherungszeiten berechnen lassen, und siehe da: Ihre Kindererziehungszeiten nützen ihr wenig. Man hat nämlich bei der politischen Entscheidung auf die Pflegekinder vergessen. Nur Kinder, die nach dem 31. Dezember 1987 mit einem Pflegschaftsvertrag in Pflege genommen wurden, zählen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wer war denn da in der Regierung?) Das ist zu spät für diese Bäuerinnen und für viele Frauen, die Pflegekinder aufgenommen, diese mit einem ganz kleinen Pflegegeldbeitrag aufgezogen haben und in dieser Zeit keine Versicherungszeiten erwerben konnten. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Mit 51 ist sie noch nicht pensionsberechtigt!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Mit 51 ist sie noch nicht pensionsberechtigt!
Sie hat sich gedacht, sie kann nun zumindest die fehlenden Beitragszeiten annähernd kompensieren. Das hat sie gedacht! Sie hat sich jetzt ganz konkret ihre Versicherungszeiten berechnen lassen, und siehe da: Ihre Kindererziehungszeiten nützen ihr wenig. Man hat nämlich bei der politischen Entscheidung auf die Pflegekinder vergessen. Nur Kinder, die nach dem 31. Dezember 1987 mit einem Pflegschaftsvertrag in Pflege genommen wurden, zählen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wer war denn da in der Regierung?) Das ist zu spät für diese Bäuerinnen und für viele Frauen, die Pflegekinder aufgenommen, diese mit einem ganz kleinen Pflegegeldbeitrag aufgezogen haben und in dieser Zeit keine Versicherungszeiten erwerben konnten. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Mit 51 ist sie noch nicht pensionsberechtigt!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wer sagt denn das?
Warum können wir nicht gerade jenen Frauen entsprechend dem Grundsicherungsmodell, wo alle gleich behandelt werden – es gibt einen Sockel und dann zusätzliche Beiträge, je nach Erwerbsart und je nach Erwerbsdauer –, helfen? Diese wären jetzt im Pensionsalter, bekommen aber keine Pension. Es gibt immerhin 400 000 Frauen in Österreich, die überhaupt keinen Pensionsanspruch haben. Herr Kollege Scheuch, das scheint Sie nicht zu berühren. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wer sagt denn das?)
Beifall bei den Grünen.
Also warum nicht eine Grundsicherung für die Frauen in diesem Alter, die jetzt schlecht behandelt werden, ab sofort einführen? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das entspricht nicht der Realität! Im Gegenteil: Gegenüber dem Vorjahr 2003 ist das Frauenbudget sogar angehoben worden. Zusätzlich ist mittelfristig die Sicherung aller frauenspezifischen Projekte vereinbart. Drittens ist insgesamt paktiert worden, dass die Sozialausgaben im Land Oberösterreich um 7 Prozent gesteigert werden. Bitte, das ist die Tatsache. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie, Kollegin Heinisch-Hosek, und die SPÖ sprechen sicher nicht für alle österreichischen Frauen, auch wenn Sie das nicht wahrhaben wollen, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.) Die Frauen in diesem Land wollen nämlich nicht unter eine Glocke gestellt und dann per Gesetz rundum geschützt werden.
Abg. Marizzi: Ha, ha, ha!
Aber das ist anscheinend das Einzige, was Ihnen dazu einfällt, denn ganz offensichtlich werden Sie nicht einmal in Ihrer eigenen Partei wirklich ernst genommen. (Abg. Marizzi: Ha, ha, ha!) Denn sonst wäre nicht – ich weiß, Ihnen kommt es schon bei den Ohren heraus, aber ich muss es wiederholen, weil es stimmt – unter jahrzehntelanger sozialdemokratischer Regierungsbeteiligung und SPÖ-dominiertem ÖGB die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen so weit auseinander gedriftet und die Situation heute so, wie sie ist. Es ist einfach unredlich, Herr Kollege Cap, wenn Sie ständig so tun, als wäre dies erst seit 2000 passiert. (Abg. Dr. Cap: Ist das Ihr Text?)
Abg. Dr. Cap: Ist das Ihr Text?
Aber das ist anscheinend das Einzige, was Ihnen dazu einfällt, denn ganz offensichtlich werden Sie nicht einmal in Ihrer eigenen Partei wirklich ernst genommen. (Abg. Marizzi: Ha, ha, ha!) Denn sonst wäre nicht – ich weiß, Ihnen kommt es schon bei den Ohren heraus, aber ich muss es wiederholen, weil es stimmt – unter jahrzehntelanger sozialdemokratischer Regierungsbeteiligung und SPÖ-dominiertem ÖGB die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen so weit auseinander gedriftet und die Situation heute so, wie sie ist. Es ist einfach unredlich, Herr Kollege Cap, wenn Sie ständig so tun, als wäre dies erst seit 2000 passiert. (Abg. Dr. Cap: Ist das Ihr Text?)
Beifall bei der ÖVP
Noch ein Wort zu der Behauptung der Frau Kollegin Heinisch-Hosek, in der ÖVP habe sich niemand je für die Anliegen der Frauen eingesetzt. Ich halte das, Frau Kollegin, für eine unglaubliche Entgleisung Ihrerseits und weise das auf das Schärfste zurück (Beifall bei der ÖVP), und zwar gerade im Namen der ÖVP-Frauen, die sich immer sehr für die Anliegen der Frauen eingesetzt haben und das auch heute tun. Aber ich muss sagen, das zeugt von der SPÖ-typischen Intoleranz und Ignoranz.
Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.
Tatsache, dass gerade die jüngeren Frauen mittlerweile ganz andere Lebensverläufe haben als unsere Mütter und auch die Generation dazwischen. Zum einen sind Frauen heute immer besser ausgebildet. Laut dem Österreichischen Hochschulbericht 2002 sind die Frauen nicht nur bei den Studienanfängern in der Mehrheit, sondern auch die Absolventen an Österreichs Universitäten sind mittlerweile zu mehr als 50 Prozent weiblich. (Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist der wesentliche Unterschied zwischen uns und Ihnen, meine Damen und Herren. Wir denken an morgen, Sie sind und bleiben im Gestern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Der Antrag umfasst in seinen Kernpunkten die vorgeschlagenen Maßnahmen im Zuge der Pensionsharmonisierung, wie Pensionskonto, „Pensionskorridor“, einheitliche Beiträge und gleiche Leistungen sowie etwa die ausreichende Berücksichtigung von Ersatzzeiten gerade für Frauen, außerdem einen Nachhaltigkeitsfaktor und faire Übergangsregelungen. – Die Details finden Sie in dem Ihnen vorliegenden Antrag. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Steibl: Aber Sie unterstützen ihn!
Für mich aber bedeutet Pensionsharmonisierung etwas ganz anderes, nämlich dass künftig alle die gleiche Pension bekommen sollen, ob junge oder auch ältere Menschen. Das wäre fair, das wäre gerecht! Ich bin überzeugt davon, dass dieser vorliegende Antrag der Grünen, obwohl ich gegen eine Volkspension, gegen ein Pensionssplitting bin (Abg. Steibl: Aber Sie unterstützen ihn!), dazu dienen kann, dass es zu faireren Regelungen im Zusammenhang mit den neuen Berechnungsmodellen kommt.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich möchte nun noch einmal auf den heutigen Vormittag eingehen. Der Herr Bundeskanzler hat ganz eindeutig gesagt, dass es mit dieser Pensionsreform erstmals keine Privilegien mehr gibt. – Genau das Gegenteil ist der Fall, denn wieder bevorzugen Sie einige Berufsgruppen. Tatsache ist, dass die Gewerbetreibenden und auch die Bauern viel weniger für die Pensionen einzahlen als die Arbeiter und Angestellten. Faktum ist auch, dass es bei den Beamten eine Deckelung für 1 bis 7 Prozent gibt, aber nicht für die Arbeiter und Angestellten. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Rufe bei der ÖVP: Falsch!
Abgesehen davon, dass viele Menschen auf Grund Ihrer verfehlten Arbeitsmarktpolitik gar nicht die Möglichkeit haben, 40 bis 45 Jahre im Berufsleben zu verbringen, wird den Frauen von vornherein die Möglichkeit genommen, bis 2028 den so genannten Pensionskorridor zu nützen, was die Männer machen können. Das bedeutet aber auch, dass im Gegensatz zu Ihren Äußerungen gerade die Frauen die großen Verliererinnen Ihrer Harmonisierungsreform sind. (Rufe bei der ÖVP: Falsch!) Gerade bedingt dadurch, dass viele Frauen, die vorerst vielleicht einen Fulltimejob haben und dann Kinder bekommen, anschließend auf eine Teilzeitregelung angewiesen sind, bedeutet das, dass diese Frauen bei ihren Pensionen zusätzlich zu Ihrem Pensions-Pfusch aus den Jahren 2000 und 2003 Verluste bis zu 20 Prozent erleiden müssen, noch dazu, wo sie sieben Jahre länger arbeiten müssen.
Beifall bei der SPÖ.
Das soll fair sein, Frau Ministerin? Das verstehe ich nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Murauer: ... so gut wie der Edlinger!
Aber ich sage Ihnen ganz offen: Bei den Rechenkünsten Ihres Finanzministers, für den es plötzlich ein Rätsel ist, dass ihm Hunderte Millionen an Einkommensteuer fehlen, und wo sich jetzt das Budgetdefizit verdoppelt, wundert es mich nicht, wenn Sie sich hierher stellen und sagen, dass die Frauen künftig eine gute Pension bekommen werden. (Abg. Murauer: ... so gut wie der Edlinger!)
Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Meine Damen und Herren! Machen Sie Schluss mit Ihrer Abgehobenheit! Schauen Sie der Realität ins Auge! Ich weiß, dass es schwierig ist für jemanden, der überhaupt noch nie gehackelt hat (Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen), darüber nachzudenken, was es bedeutet, künftig 45 Jahre oder mehr in einem Betrieb arbeiten zu müssen, und das vielleicht noch unter schwierigen Bedingungen und mit gewaltigen Einbußen. (Abg. Grillitsch: Unvorstellbar!)
Abg. Grillitsch: Unvorstellbar!
Meine Damen und Herren! Machen Sie Schluss mit Ihrer Abgehobenheit! Schauen Sie der Realität ins Auge! Ich weiß, dass es schwierig ist für jemanden, der überhaupt noch nie gehackelt hat (Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen), darüber nachzudenken, was es bedeutet, künftig 45 Jahre oder mehr in einem Betrieb arbeiten zu müssen, und das vielleicht noch unter schwierigen Bedingungen und mit gewaltigen Einbußen. (Abg. Grillitsch: Unvorstellbar!)
Abg. Scheibner: Unglaublich! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Präsident! Ordnungsruf? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wo bleibt denn die Hackler-Regelung, diese Schwerarbeiter-Regelung, von der wir so viel hören? Bis heute habe ich sie nicht gesehen. Hören Sie endlich einmal auf, die Menschen für blöd zu verkaufen! Ich denke, Sie glauben den Schmarren selbst nicht, den Sie hier im Parlament verzapfen. (Abg. Scheibner: Unglaublich! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Präsident! Ordnungsruf? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Rufe bei den Freiheitlichen: Ordnungsruf!?
An die Adresse der Frau Kollegin Steibl, die gesagt hat: Wir handeln statt zu versprechen!: Wenn solche Ergebnisse herauskommen, lassen Sie das Handeln! (Beifall bei der SPÖ. – Rufe bei den Freiheitlichen: Ordnungsruf!?)
Widerspruch bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Dr. Magda Bleckmann (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Ministerin! Werte Damen und Herren! Lieber Herr Abgeordneter aus der Steiermark, der vielleicht einmal etwas „gehackelt“ hat und es zustande gebracht hat, in der Sozialversicherung ein EDV-Projekt zu machen, wo Millionen Schilling verschleudert wurden, weil er nicht in der Lage war, das richtig zu machen. (Widerspruch bei der SPÖ.) Sie haben kein Recht, hier von „Schmarren“ zu reden, wenn Sie sich nicht einmal die Dinge richtig durchlesen, um die es eigentlich geht. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Dr. Magda Bleckmann (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Ministerin! Werte Damen und Herren! Lieber Herr Abgeordneter aus der Steiermark, der vielleicht einmal etwas „gehackelt“ hat und es zustande gebracht hat, in der Sozialversicherung ein EDV-Projekt zu machen, wo Millionen Schilling verschleudert wurden, weil er nicht in der Lage war, das richtig zu machen. (Widerspruch bei der SPÖ.) Sie haben kein Recht, hier von „Schmarren“ zu reden, wenn Sie sich nicht einmal die Dinge richtig durchlesen, um die es eigentlich geht. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Bures: Andere Ausgleichs...!
Denn: Wie sieht denn Ihre Wahrheit aus, Herr Kollege? – Sie sagen, alle sollen die gleiche Pension bekommen. Haben Sie überhaupt Ihr SPÖ-Programm gelesen? Haben Sie das durchgelesen? Wir haben es doch heute gehört: Sie wollen auch einen Durchrechnungszeitraum und nicht, dass alle die gleiche Pension bekommen. Wechseln Sie zu den Grünen hinüber, denn dort passen Sie mit dieser Ansicht besser hin! (Abg. Bures: Andere Ausgleichs...!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sagen Sie es doch auch einmal laut und stehen Sie dazu, dass Sie all das nicht geschafft haben! Sie jammern und lamentieren hier, obwohl Sie doch jahrzehntelang die Möglichkeit hatten, etwas zu verbessern und zu verändern. Nur: Sie haben es eben nicht geschafft. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig: Sie haben es eben nicht verstanden!
Bei den Grünen würde mich schon interessieren: Was wollen Sie eigentlich? Sie sagen, Sie wollen eine Grundpension für alle. Wir haben gehört, das kostet mindestens 4 Milliarden, aber das ist kein Problem, das können wir uns leisten. Wenn wir sagen, wir wollen hier Verbesserungen für Frauen, auch für Einzelne, wo wir auch sagen, wie sie finanzierbar sind, wie man sich das in den nächsten Jahren wird leisten können, dann sagen Sie: Das ist nicht finanzierbar, das ist nicht leistbar! (Abg. Dr. Glawischnig: Sie haben es eben nicht verstanden!)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Ihre Wahrheit ist: Das, was Sie wollen, ist alles machbar, ist alles möglich. Das, was andere wollen, kann man nicht finanzieren und ist nicht machbar. – So einfach kann man es sich leider auch nicht machen, liebe Kolleginnen und Kollegen! (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ihnen kann man es sowieso nicht recht machen. Das ist für uns aber kein Problem, denn wir wollen eine Pensionssicherung für die Bürgerinnen und Bürger in Österreich, und das haben wir mit diesem neuen System erreicht. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Noch etwas zum Schluss: Sie unterschätzen auch die Jungen, wenn Sie sagen, dass das für die Jungen nicht durchschaubar, nicht machbar und nicht möglich ist, denn den Jungen sind die Pensionen nicht so wichtig, den Jungen ist vielmehr wichtig, dass das, was sie einmal bekommen werden, in transparenter und nachvollziehbarer Weise erkennbar ist. Und das wird mit diesem einheitlichen Pensionskonto der Fall sein, nämlich dass man weiß: Was habe ich eingezahlt?, dass man weiß: Was hat der Staat dazugezahlt?, und dass man auch weiß, wie die Pension einmal aussehen wird – das heißt, dass es hier Transparenz und Gleichbehandlung gibt. Und das ist genau das, was auch die Jungen wollen. Fragen Sie sie einmal, und dann werden Sie sehen, dass wir hier Recht behalten! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Welche?
Erstens: Bei Verhandlungen sitzen mindestens zwei am Tisch. Das heißt also, auch wenn wir uns etwas vorstellen, wünschen und entsprechende Forderungen einbringen (Ruf bei der ÖVP: Welche?), kommt es immer darauf an, was die Unternehmer dazu sagen. Und da würde ich Sie wirklich bitten: Drehen Sie sich um und reden Sie mit dem Kollegen Mitterlehner, der zwei Reihen weiter hinten sitzt, vielleicht kann dieser bei der einen oder anderen Forderung von Seiten der Arbeitgeber zu Gunsten der Frauen ja sagen! – So viel einmal dazu. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: Um welche Forderung geht es da? Von welcher Forderung reden Sie da? Ein bisschen konkret auch werden! – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.) – Ich rege mich nicht auf, es ist nur eine Feststellung. Und ich bedauere, dass in Ihrer Fraktion anscheinend so wenige Kollegen und Kolleginnen über Kollektivvertragsverhandlungen Bescheid wissen, denn das ist schon etwas Wichtiges, es betrifft ja alle Leute in diesem Land.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: Um welche Forderung geht es da? Von welcher Forderung reden Sie da? Ein bisschen konkret auch werden! – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.
Erstens: Bei Verhandlungen sitzen mindestens zwei am Tisch. Das heißt also, auch wenn wir uns etwas vorstellen, wünschen und entsprechende Forderungen einbringen (Ruf bei der ÖVP: Welche?), kommt es immer darauf an, was die Unternehmer dazu sagen. Und da würde ich Sie wirklich bitten: Drehen Sie sich um und reden Sie mit dem Kollegen Mitterlehner, der zwei Reihen weiter hinten sitzt, vielleicht kann dieser bei der einen oder anderen Forderung von Seiten der Arbeitgeber zu Gunsten der Frauen ja sagen! – So viel einmal dazu. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: Um welche Forderung geht es da? Von welcher Forderung reden Sie da? Ein bisschen konkret auch werden! – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.) – Ich rege mich nicht auf, es ist nur eine Feststellung. Und ich bedauere, dass in Ihrer Fraktion anscheinend so wenige Kollegen und Kolleginnen über Kollektivvertragsverhandlungen Bescheid wissen, denn das ist schon etwas Wichtiges, es betrifft ja alle Leute in diesem Land.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Liebe Frau Bundesministerin! Wir sind uns einig darüber, dass wir mehr Männer in Karenz haben wollen, aber ich darf Sie schon daran erinnern, dass genau Ihre Regierungskollegen diejenigen waren, die bei der Einführung des Kinderbetreuungsgeldes den Kündigungsschutz für Väter, die in Karenz gehen wollen, wesentlich verschlechtert haben. – Herzlichen Dank! Der Kündigungsschutz ist verkürzt worden! Welcher Vater soll da noch den Mut aufbringen, wirklich anzumelden, dass er einen Teil der Karenzzeit für sich reklamieren möchte, wenn er dann vor der Situation steht, dass ihn der Unternehmer vielleicht hinauswirft?! – Das zu Ihrer „familienfreundlichen“ Politik. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Scheibner: Was war bei der gemeinsamen Präsidiumssitzung mit der SPÖ? Was war bei der Sitzung?
Das heißt also, es gab da gute Gründe, den Verhandlungstisch zu verlassen, und ich darf hier mitteilen, dass auch Kollege Vizepräsident Klein, der nicht meiner Fraktion angehört, den von Ihnen eingebrachten Vorschlag sehr vehement kritisiert hat. (Abg. Scheibner: Was war bei der gemeinsamen Präsidiumssitzung mit der SPÖ? Was war bei der Sitzung?) Es gab also viele Gründe, den Verhandlungstisch zu verlassen.
Abg. Amon: ... immer dagegen gestimmt!
losen werden Ihnen dankbar dafür sein! Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen: Kein Thema für Sie! (Abg. Amon: ... immer dagegen gestimmt!)
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt also viele, viele Gründe, nicht für dieses Pensionskonzept zu stimmen. Und die Regierung wird dafür auch die Rechnung bekommen, Herr Kollege! – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.
Abgeordneter Maximilian Walch (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich verstehe schon, dass ihr aufgeregt seid, speziell die Kolleginnen und Kollegen von den Sozialdemokraten, aber auch von den Grünen, denn heute findet die Diskussion über die Pensionsharmonisierung statt, die ihr jahrzehntelang verschlafen habt. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.) Und ihr wart hauptverantwortlich dafür, dass so viele unterschiedliche und ungerechte Systeme in Österreich geschaffen wurden: ob das die Politikerpension war, die auf Druck der Freiheitlichen 1997 abgeschafft wurde, ob das bei den hohen Beamten oder den ÖBB war, und noch vieles andere mehr. Auf eine Gruppe habt ihr jedoch vergessen: auf die große Menge der Arbeiter und Angestellten! Die waren euch noch nie viel wert (Ruf bei der SPÖ: Mein Gott!), denn sonst hätten wir für sie ein gerechteres System.
Ruf bei der SPÖ: Mein Gott!
Abgeordneter Maximilian Walch (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich verstehe schon, dass ihr aufgeregt seid, speziell die Kolleginnen und Kollegen von den Sozialdemokraten, aber auch von den Grünen, denn heute findet die Diskussion über die Pensionsharmonisierung statt, die ihr jahrzehntelang verschlafen habt. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.) Und ihr wart hauptverantwortlich dafür, dass so viele unterschiedliche und ungerechte Systeme in Österreich geschaffen wurden: ob das die Politikerpension war, die auf Druck der Freiheitlichen 1997 abgeschafft wurde, ob das bei den hohen Beamten oder den ÖBB war, und noch vieles andere mehr. Auf eine Gruppe habt ihr jedoch vergessen: auf die große Menge der Arbeiter und Angestellten! Die waren euch noch nie viel wert (Ruf bei der SPÖ: Mein Gott!), denn sonst hätten wir für sie ein gerechteres System.
Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.
Jetzt ist beabsichtigt, dass die Unternehmer 17,5 Prozent zahlen, die Bauern 15 Prozent. Und wie viel zahlen der Arbeiter und der Angestellte? – 10,25 Prozent zahlen sie! Und den Rest, von dem er immer redet, zahlen nicht der Arbeiter und nicht der Angestellte, sondern der Arbeitgeber. Bitte aufpassen! (Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.) Lesen – denken – sprechen!, heißt die Devise. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Jetzt ist beabsichtigt, dass die Unternehmer 17,5 Prozent zahlen, die Bauern 15 Prozent. Und wie viel zahlen der Arbeiter und der Angestellte? – 10,25 Prozent zahlen sie! Und den Rest, von dem er immer redet, zahlen nicht der Arbeiter und nicht der Angestellte, sondern der Arbeitgeber. Bitte aufpassen! (Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.) Lesen – denken – sprechen!, heißt die Devise. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Aber beides geht in die Hose!
Es ist eine ganz interessante Situation: Da gibt es einen Dringlichen Antrag von den Grünen – also die Oppositionspolitik von Grün und Rot funktioniert ganz gut, muss ich sagen: Am Vormittag ist eine Aktuelle Stunde, am Nachmittag stellen sie einen Antrag (Abg. Mag. Molterer: Aber beides geht in die Hose!) –, und es ist schon interessant, wenn man den Antrag einmal genau liest. Da steht nämlich in der Kritik Folgendes:
Abg. Scheibner: Ah! Da schau! Sehr gescheit!
„Finanzierung der Beiträge für Zeiten der Kinderbetreuung, der Arbeitslosigkeit, der Krankheit und so weiter aus den jeweils relevanten Töpfen (FLAF, AMS ...).“ (Abg. Scheibner: Ah! Da schau! Sehr gescheit!)
Abg. Scheibner: Die hören nicht zu!
Liebe Kollegen von den Grünen, passt jetzt gut auf! (Abg. Scheibner: Die hören nicht zu!) Ich weiß nicht, ob ihr überhaupt euren eigenen Antrag gelesen habt, denn es ist schon ein bisschen bemerkenswert, dass auf der zweiten Seite im drittletzten Absatz Folgendes steht:
Abg. Dr. Glawischnig: Die Männer sind mit gemeint!
Wo sind die Männer? Oder gibt es bei euch nur mehr Frauen? (Abg. Dr. Glawischnig: Die Männer sind mit gemeint!) Also, meine Herren, stellt euch auf die Füße, denn sonst gibt es bei den Grünen wahrscheinlich keine Männer mehr! – Dies dazu.
Rufe bei der SPÖ: Hundert! Hundert!
Werte Kolleginnen und Kollegen! Wenn ich dann die Rede des Kollegen Darabos oder der Kollegin Bures höre, dann muss ich sagen: Eigentlich hätte dieser Antrag der Grünen an die Roten gehen müssen, denn die waren ja in den letzten 30 bis 50 Jahren die Verursacher (Rufe bei der SPÖ: Hundert! Hundert!), wie ich schon gesagt habe, sie waren diejenigen, die diese ungerechtfertigten Systeme geschaffen haben!
Abg. Öllinger: Umfallen!
Wir von den Freiheitlichen beziehungsweise unsere Führungsmannschaft ist hergegangen und hat dementsprechend gut ein Pensionssicherungsmodell ausgehandelt ... (Abg. Öllinger: Umfallen!) – Seid nicht so nervös! Soll ich einen Arzt anrufen, oder was?
Ruf bei der SPÖ: Wo?
Wir haben gemeinsam ein Programm erarbeitet (Ruf bei der SPÖ: Wo?), eine Pensionssicherung auch für die Jugendlichen, damit die eine Chance haben. Ihr verunsichert, wir sichern! Was mich besonders freut: Heute hat ein Kollege schon gesagt, der Walch hat immer gesagt, 45 Jahre sind genug. Liebe Kolleginnen und Kollegen, es ist durchgesetzt: 45 Jahre sind genug (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP) – jetzt vorläufig bis 2010, und wenn wir noch in der Regierung sind, wird es wieder verlängert werden. 45 Jahre sind genug!
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP
Wir haben gemeinsam ein Programm erarbeitet (Ruf bei der SPÖ: Wo?), eine Pensionssicherung auch für die Jugendlichen, damit die eine Chance haben. Ihr verunsichert, wir sichern! Was mich besonders freut: Heute hat ein Kollege schon gesagt, der Walch hat immer gesagt, 45 Jahre sind genug. Liebe Kolleginnen und Kollegen, es ist durchgesetzt: 45 Jahre sind genug (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP) – jetzt vorläufig bis 2010, und wenn wir noch in der Regierung sind, wird es wieder verlängert werden. 45 Jahre sind genug!
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Nur wird es das bei der SPÖ nicht spielen, und wenn ich mir euer Programm, euer Wirtschaftsprogramm anschaue, dann muss ich sagen: Na Mahlzeit! Gute Nacht, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer! Nur Belastungen! – Und so hätte auch eure Pensionsharmonisierung ausgeschaut: Die Reichen würden reicher und die Armen ärmer. Ihr würdet sagen: Armer, hilf mir, damit es mir nicht auch so geht wie dir! – Danke. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Walch: Da habe ich euch eh schon wieder vieles geschenkt! 70 Jahre!
Abgeordneter Franz Riepl (SPÖ): Herr Präsident! Liebe Damen und Herren des Hohen Hauses! Dass ich zu diesem Punkt als Letzter zu Wort gemeldet bin, veranlasst mich, zu sagen: Seit 105 Jahren gibt es die Sozialdemokratie und die Gewerkschaft in unserem Land. Vielleicht änderst du, lieber Kollege Walch, daher deine Rededisposition: Nicht 30 Jahre lang, nicht 50 Jahre lang, sondern 100 Jahre lang sind wir an allem schuld, was es in diesem Lande gibt; das ist vielleicht passender. (Abg. Walch: Da habe ich euch eh schon wieder vieles geschenkt! 70 Jahre!) In Wirklichkeit stimmt es schon: Wir sind natürlich schon „schuld“ daran, dass es vielen Menschen bis vor wenigen Jahren in diesem Land sehr gut gegangen ist. Darauf sollte man schon hinweisen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Franz Riepl (SPÖ): Herr Präsident! Liebe Damen und Herren des Hohen Hauses! Dass ich zu diesem Punkt als Letzter zu Wort gemeldet bin, veranlasst mich, zu sagen: Seit 105 Jahren gibt es die Sozialdemokratie und die Gewerkschaft in unserem Land. Vielleicht änderst du, lieber Kollege Walch, daher deine Rededisposition: Nicht 30 Jahre lang, nicht 50 Jahre lang, sondern 100 Jahre lang sind wir an allem schuld, was es in diesem Lande gibt; das ist vielleicht passender. (Abg. Walch: Da habe ich euch eh schon wieder vieles geschenkt! 70 Jahre!) In Wirklichkeit stimmt es schon: Wir sind natürlich schon „schuld“ daran, dass es vielen Menschen bis vor wenigen Jahren in diesem Land sehr gut gegangen ist. Darauf sollte man schon hinweisen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Anpatzen nicht, wir sagen nur die Wahrheit!
Bezug auf die sozialdemokratische Gewerkschaft anscheinend eine bestimmte Linie gibt: Da muss man ein bisschen anpatzen. – Das ist aber schief gelaufen. (Abg. Steibl: Anpatzen nicht, wir sagen nur die Wahrheit!) Nun, wenn gesagt wird, wir seien schuld, weil es den Frauen durch die Lohnpolitik so schlecht geht, dann ist das halt so. Ich glaube, für Lohnverhandlungen, für Kollektivvertragsverhandlungen ist das Hohe Haus kein geeigneter Ort. Ich gehe davon aus, dass das auch Herr Mitterlehner so sieht. Das sollte man auf einem anderen Feld machen. Aber wenn schon darüber diskutiert wird, dann möchte ich drei Bemerkungen dazu machen:
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Das Nächste ist, dass natürlich bei den Arbeitgebern, auf Seite der Wirtschaftskammer – diesen Eindruck habe ich (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen) – genauso wie bei uns auch die Position vorbereitet wird betreffend die Frage: Wie weit kann man gehen? Aber ich lade Sie, Frau Kollegin Marek, gerne ein: Reden wir uns zusammen und versuchen wir, Kollegen Mitterlehner davon zu überzeugen, dass man bei den in wenigen Tagen beginnenden großen Kollektivvertragsrunden besondere Dinge für die Frauen machen soll (Präsident Dr. Khol gibt neuerlich das Glockenzeichen), um für sie Besserstellungen zustande zu bringen. Ich bin dafür, ich bin gerne bereit, mit Ihnen an einem Strang zu ziehen, wenn es darum geht.
Präsident Dr. Khol gibt neuerlich das Glockenzeichen
Das Nächste ist, dass natürlich bei den Arbeitgebern, auf Seite der Wirtschaftskammer – diesen Eindruck habe ich (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen) – genauso wie bei uns auch die Position vorbereitet wird betreffend die Frage: Wie weit kann man gehen? Aber ich lade Sie, Frau Kollegin Marek, gerne ein: Reden wir uns zusammen und versuchen wir, Kollegen Mitterlehner davon zu überzeugen, dass man bei den in wenigen Tagen beginnenden großen Kollektivvertragsrunden besondere Dinge für die Frauen machen soll (Präsident Dr. Khol gibt neuerlich das Glockenzeichen), um für sie Besserstellungen zustande zu bringen. Ich bin dafür, ich bin gerne bereit, mit Ihnen an einem Strang zu ziehen, wenn es darum geht.
Beifall bei der SPÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Riepl.
(Beifall bei der SPÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Riepl.)
Abg. Scheibner: Also bitte! Was ist denn das? – Abg. Großruck: Er hat halt ein Temperament! Er ist temperamentvoll!
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Kollege Walch, uns sagst du, wir sollen nicht aufgeregt sein, und dann stehst du hier und wirst ganz narrisch und „fuddelig“. (Abg. Scheibner: Also bitte! Was ist denn das? – Abg. Großruck: Er hat halt ein Temperament! Er ist temperamentvoll!)
Abg. Scheibner: Aber das kritisiert ihr vorher!
Hör einmal zu – jetzt wirklich in aller Ruhe: In dem Entschließungsantrag, den du nicht ganz verstanden hast, geht es darum, dass die Finanzierung von Beiträgen für Pensionsersatzzeiten jeweils aus dem dafür zuständigen Topf zu erfolgen hat. Eine ganz klare Regelung! Wenn man es sich genau anschaut, erkennt man es, aber wenn man ... (Abg. Scheibner: Aber das kritisiert ihr vorher!) – Nein, wir kritisieren, dass zum Beispiel das Kinderbetreuungsgeld aus dem FLAF genommen wird. Dafür ist er nicht da! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Aber die Kinderbetreuungszeiten ...!) Die Ersatzzeiten während der Kinderzeit – okay, gut. (Abg. Scheibner: Das kritisiert ihr zuerst, und dann fordert ihr es! Sie haben es ja selber nicht gelesen!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Aber die Kinderbetreuungszeiten ...!
Hör einmal zu – jetzt wirklich in aller Ruhe: In dem Entschließungsantrag, den du nicht ganz verstanden hast, geht es darum, dass die Finanzierung von Beiträgen für Pensionsersatzzeiten jeweils aus dem dafür zuständigen Topf zu erfolgen hat. Eine ganz klare Regelung! Wenn man es sich genau anschaut, erkennt man es, aber wenn man ... (Abg. Scheibner: Aber das kritisiert ihr vorher!) – Nein, wir kritisieren, dass zum Beispiel das Kinderbetreuungsgeld aus dem FLAF genommen wird. Dafür ist er nicht da! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Aber die Kinderbetreuungszeiten ...!) Die Ersatzzeiten während der Kinderzeit – okay, gut. (Abg. Scheibner: Das kritisiert ihr zuerst, und dann fordert ihr es! Sie haben es ja selber nicht gelesen!)
Abg. Scheibner: Das kritisiert ihr zuerst, und dann fordert ihr es! Sie haben es ja selber nicht gelesen!
Hör einmal zu – jetzt wirklich in aller Ruhe: In dem Entschließungsantrag, den du nicht ganz verstanden hast, geht es darum, dass die Finanzierung von Beiträgen für Pensionsersatzzeiten jeweils aus dem dafür zuständigen Topf zu erfolgen hat. Eine ganz klare Regelung! Wenn man es sich genau anschaut, erkennt man es, aber wenn man ... (Abg. Scheibner: Aber das kritisiert ihr vorher!) – Nein, wir kritisieren, dass zum Beispiel das Kinderbetreuungsgeld aus dem FLAF genommen wird. Dafür ist er nicht da! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Aber die Kinderbetreuungszeiten ...!) Die Ersatzzeiten während der Kinderzeit – okay, gut. (Abg. Scheibner: Das kritisiert ihr zuerst, und dann fordert ihr es! Sie haben es ja selber nicht gelesen!)
Abg. Steibl: Das tut ihr ja die ganze Zeit: „Frauen sind Opfer ...“!
Ich möchte gerne auf eine Debatte zurückkommen, die jetzt ganz zum Schluss geführt worden ist, weil ich manche Aussagen so nicht im Raum stehen lassen möchte. Es wurde hier das Bild gezeichnet – das wurde uns wieder vorgeworfen –, wir würden Frauen als die „armen Hascherln“ darstellen, die man jetzt schützen und behüten muss. (Abg. Steibl: Das tut ihr ja die ganze Zeit: „Frauen sind Opfer ...“!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Die durchschnittliche Frauenpension beträgt 614 € im Monat, die Ausgleichszulage beträgt 650 € im Monat. Die durchschnittliche Frauenpension – bitte, hören Sie einmal zu und nehmen Sie das zur Kenntnis! – liegt unter der Ausgleichszulage! Wir haben es auch – nicht ausschließlich, aber auch – mit Armut von Frauen im Alter zu tun. Verschließen Sie Ihre Augen nicht, das ist eine Tatsache! Und diese Frauen sind keine „armen Hascherln“, aber sie sind arme Frauen! Und uns geht es politisch darum, dass diese Armut verhindert wird, wo immer es geht. Wenn Sie da nicht mithalten können und wollen, dann lassen Sie es sein! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Bezüglich der Gerechtigkeit für Frauen warten wir ja schon sehr lange auf etwas, was Sie, Frau Ministerin Rauch-Kallat, einmal im Familienausschuss versprochen haben, nämlich eine Beurteilung der Pensionsreform 2003 nach Gender Mainstreaming-Kriterien. Sie sind sie bis heute schuldig geblieben. Da würde sichtbar werden, dass die Frauen trotzdem benachteiligt werden, obwohl es punktuelle Verbesserungen gibt. Ich gestehe Ihnen diese Verbesserungen gerne zu, nur: Sie verbessern auf der einen Seite, und auf der anderen Seite machen Sie durch den lebenslangen Durchrechnungszeitraum so viel kaputt, dass all das vorher Verbesserte aufgehoben beziehungsweise ins Minus getragen wird. Das ist die Kritik, die wir haben. Bitte, rechnen Sie es sich durch – aber nicht anhand dieser verschwommenen Rechnungen, die das Ministerium macht. Schauen Sie sich einmal an, auf welcher Basis die Rechnungen erfolgen, dann wird Ihr Urteil vielleicht auch anders ausschauen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Uns geht es darum, ein Pensionssystem aufzubauen, das wirklich gerecht ist – für Männer und für Frauen, für jene, die lange Durchrechnungszeiträume haben, aber auch für all jene, die zum Beispiel lange Ausbildungszeiten haben und sehr viel in Aus- und Weiterbildung investieren. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Ja! Genau!
Abgeordneter Mag. Wilhelm Molterer (ÖVP): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Präsident! Es war ein ganz interessanter Nachmittag. Er hat vor allem eines gezeigt, nämlich dass es in der Politik nicht genügt, in Überschriften zu reden, sondern es geht um die Substanz. (Abg. Öllinger: Ja! Genau!) Wir haben heute gesehen, wo Substanz ist, und wir haben genau gesehen, wo die Überschriften sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Mag. Wilhelm Molterer (ÖVP): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Präsident! Es war ein ganz interessanter Nachmittag. Er hat vor allem eines gezeigt, nämlich dass es in der Politik nicht genügt, in Überschriften zu reden, sondern es geht um die Substanz. (Abg. Öllinger: Ja! Genau!) Wir haben heute gesehen, wo Substanz ist, und wir haben genau gesehen, wo die Überschriften sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei Abgeordneten der Grünen.
Alle treten hierher an dieses Rednerpult und behaupten, alle vier Fraktionen stünden für die Harmonisierung. – Okay! (Zwischenrufe bei Abgeordneten der Grünen.) Testen Sie, was vorliegt! Hier liegt ein Entwurf vor, der die Harmonisierung tatsächlich schafft: ein einheitliches, faires und gerechtes Pensionssystem für alle! (Abg. Dr. Wittmann: Ein schlechtes ...!) Das hat Substanz und ist keine Überschrift.
Abg. Dr. Wittmann: Ein schlechtes ...!
Alle treten hierher an dieses Rednerpult und behaupten, alle vier Fraktionen stünden für die Harmonisierung. – Okay! (Zwischenrufe bei Abgeordneten der Grünen.) Testen Sie, was vorliegt! Hier liegt ein Entwurf vor, der die Harmonisierung tatsächlich schafft: ein einheitliches, faires und gerechtes Pensionssystem für alle! (Abg. Dr. Wittmann: Ein schlechtes ...!) Das hat Substanz und ist keine Überschrift.
Abg. Dr. Stummvoll: Jawohl!
Meine Damen und Herren! Dieser Nachmittag hat auch Folgendes gezeigt: Wenn es ernst wird, verlässt manche der Mut! (Abg. Dr. Stummvoll: Jawohl!)
Abg. Dr. Stummvoll: Angst vor der eigenen Courage!
Die SPÖ schreibt zum Beispiel in ihrem Konzept: Selbstverständlich soll es eine lebenslange Durchrechnung geben. – Wir machen es, die SPÖ aber kritisiert es! (Abg. Dr. Stummvoll: Angst vor der eigenen Courage!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
In Ihrem Konzept steht: 45 – 65 – 80. – Wir machen es, Sie kritisieren es! Jeder kann sich ein Bild davon machen, wer in Österreich tatsächlich den Mut zur Verantwortung hat, den Mut für die Zukunft hat, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Selten schwache Rede!
Sie werden mit dieser Art der Politik eines riskieren – und das bereitet mir große Sorge –: Wenn wir in Sachen Altersvorsorge offen und ehrlich an die Probleme herangehen (Abg. Dr. Gusenbauer: Selten schwache Rede!) – Herr Kollege Gusenbauer, bei manchen Ankündigungen von Ihnen hatte ich ursprünglich diesen Eindruck, nach Ihren heutigen Ausführungen nicht mehr –, dann müssen wir so ehrlich sein (Abg. Öllinger: Ja!), zu sagen, dass eine Pensionssicherungsreform und eine Pensionsharmonisierung natürlich Veränderungen mit sich bringen.
Abg. Öllinger: Ja!
Sie werden mit dieser Art der Politik eines riskieren – und das bereitet mir große Sorge –: Wenn wir in Sachen Altersvorsorge offen und ehrlich an die Probleme herangehen (Abg. Dr. Gusenbauer: Selten schwache Rede!) – Herr Kollege Gusenbauer, bei manchen Ankündigungen von Ihnen hatte ich ursprünglich diesen Eindruck, nach Ihren heutigen Ausführungen nicht mehr –, dann müssen wir so ehrlich sein (Abg. Öllinger: Ja!), zu sagen, dass eine Pensionssicherungsreform und eine Pensionsharmonisierung natürlich Veränderungen mit sich bringen.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wenn wir nicht diese Ehrlichkeit haben, den Menschen in unserem Land zu sagen: Jawohl, die Harmonisierung ist richtig, sie bringt aber auch Veränderungen!, dann werden sie das Vertrauen in die Politik verlieren. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Hier geht es wirklich um etwas sehr Wichtiges, es geht um die Frage der Balance und der Gerechtigkeit zwischen Jung und Alt in diesem Land, zwischen Beitragszahlern und Pensionsempfängern. (Abg. Öllinger – eine Graphik in die Höhe haltend –: Da, schauen Sie sich das an! Wo ist da die Balance?) Und hier geht es um Gerechtigkeit zwischen den Berufsgruppen in diesem Land. (Abg. Dr. Glawischnig: Und zwischen Männern und Frauen!)
Abg. Öllinger – eine Graphik in die Höhe haltend –: Da, schauen Sie sich das an! Wo ist da die Balance?
Wenn wir nicht diese Ehrlichkeit haben, den Menschen in unserem Land zu sagen: Jawohl, die Harmonisierung ist richtig, sie bringt aber auch Veränderungen!, dann werden sie das Vertrauen in die Politik verlieren. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Hier geht es wirklich um etwas sehr Wichtiges, es geht um die Frage der Balance und der Gerechtigkeit zwischen Jung und Alt in diesem Land, zwischen Beitragszahlern und Pensionsempfängern. (Abg. Öllinger – eine Graphik in die Höhe haltend –: Da, schauen Sie sich das an! Wo ist da die Balance?) Und hier geht es um Gerechtigkeit zwischen den Berufsgruppen in diesem Land. (Abg. Dr. Glawischnig: Und zwischen Männern und Frauen!)
Abg. Dr. Glawischnig: Und zwischen Männern und Frauen!
Wenn wir nicht diese Ehrlichkeit haben, den Menschen in unserem Land zu sagen: Jawohl, die Harmonisierung ist richtig, sie bringt aber auch Veränderungen!, dann werden sie das Vertrauen in die Politik verlieren. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Hier geht es wirklich um etwas sehr Wichtiges, es geht um die Frage der Balance und der Gerechtigkeit zwischen Jung und Alt in diesem Land, zwischen Beitragszahlern und Pensionsempfängern. (Abg. Öllinger – eine Graphik in die Höhe haltend –: Da, schauen Sie sich das an! Wo ist da die Balance?) Und hier geht es um Gerechtigkeit zwischen den Berufsgruppen in diesem Land. (Abg. Dr. Glawischnig: Und zwischen Männern und Frauen!)
Abg. Bures: Weiter kürzen!
Ich werde es, wir werden es sicher nicht zulassen, dass aus parteipolitischer Überlegung eines der wichtigsten Zukunftsprojekte, die wir uns vorgenommen haben, in den Überschriften stecken bleibt. Wir werden (Abg. Bures: Weiter kürzen!) uns daher ganz klar und konsequent zu dieser Linie bekennen, den Menschen offen ins Auge blicken und sagen: Wir machen faire und gerechte Lösungen! (Abg. Parnigoni: Gleich in den Beichtstuhl! Von hier gleich in den Beichtstuhl!) Diese schaffen Gerechtigkeit zwischen Jung und Alt und zwischen Berufsgruppen.
Abg. Parnigoni: Gleich in den Beichtstuhl! Von hier gleich in den Beichtstuhl!
Ich werde es, wir werden es sicher nicht zulassen, dass aus parteipolitischer Überlegung eines der wichtigsten Zukunftsprojekte, die wir uns vorgenommen haben, in den Überschriften stecken bleibt. Wir werden (Abg. Bures: Weiter kürzen!) uns daher ganz klar und konsequent zu dieser Linie bekennen, den Menschen offen ins Auge blicken und sagen: Wir machen faire und gerechte Lösungen! (Abg. Parnigoni: Gleich in den Beichtstuhl! Von hier gleich in den Beichtstuhl!) Diese schaffen Gerechtigkeit zwischen Jung und Alt und zwischen Berufsgruppen.
Abg. Mag. Kogler: Das ist ja Orwellsches ...!
Pensionsharmonisierung in Zukunft gut aufgehoben sind. (Abg. Mag. Kogler: Das ist ja Orwellsches ...!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das ist das wichtige Signal, das wir geben. Uns verlässt nicht der Mut. Wir halten Kurs, wir halten Linie! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll spricht mit dem an der Regierungsbank stehenden Abg. Wittauer.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll spricht mit dem an der Regierungsbank stehenden Abg. Wittauer.) Vielleicht kann sich Herr Kollege Wittauer auch wieder auf seinen Platz begeben, damit er der Diskussion lauschen kann. (Abg. Scheibner: Schon wieder so oberlehrerhaft!)
Abg. Scheibner: Schon wieder so oberlehrerhaft!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll spricht mit dem an der Regierungsbank stehenden Abg. Wittauer.) Vielleicht kann sich Herr Kollege Wittauer auch wieder auf seinen Platz begeben, damit er der Diskussion lauschen kann. (Abg. Scheibner: Schon wieder so oberlehrerhaft!)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.
Das Erste können Sie im Internet auf http://science.orf.at nachlesen. Eine amerikanische Untersuchung zeigt, dass Pollen von Gentech-Gras bis zu 20 Kilometer fliegen – das ist eine reale Felduntersuchung – und dass Bestäubungen von Wildformen, also von anderen Grassorten, bis zu einer Entfernung von 14 Kilometern nachgewiesen werden konnten. Herr Bundesminister, das wäre eine wahnsinnige Gefahr für den ganzen Alpenraum, wenn es in Zukunft so zu einer Verbreitung gentechnisch veränderter Futtergräser in der Landwirtschaft kommt. Das ist ein ganz konkreter Aspekt. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Drittens gibt es auf europäischer Ebene immer noch keine verbindlichen Schwellenwerte für Saatgut. Der letzte Vorschlag der EU-Kommission – 0,3 Prozent für Raps und Mais – wurde im entsprechenden Regelungsausschuss wieder abgelehnt. Ich hoffe, auch die Agrarminister werden dagegen sein. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.)
Abg. Grillitsch: Die ist ja gar nicht mehr aktiv!
Besonders an die Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ möchte ich hier mit einem Zitat der Kollegin Achatz aus dem Jahr 2002 im wahrsten Sinne des Wortes appellieren. (Abg. Grillitsch: Die ist ja gar nicht mehr aktiv!) Sie hat damals wörtlich gesagt – ich zitiere –:
Beifall bei den Grünen.
Abschließend: Wir brauchen die Absicherung gentechnikfreier Saatgutproduktion in Österreich, um diese Initiativen in Richtung gentechnikfreier Regionen erfolgreich fortsetzen zu können. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Oje! Das ist ein schlechtes Vorbild!
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Dipl.-Ing. Josef Pröll: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Abgeordnete! Hohes Haus! Wir haben in der Frage der Gentechnik in Österreich immer eine ziemlich einheitliche und klare Position eingenommen. All das, was Herr Abgeordneter Pirklhuber hier angesprochen hat, kann so nicht bestätigt werden. Klubobmann Molterer hat in seinen Ausführungen zum vorigen Thema von Substanz und Inhalt gesprochen. (Abg. Öllinger: Oje! Das ist ein schlechtes Vorbild!) Es ist wichtig, dass wir uns klar darüber sind, worüber wir in dieser Frage diskutieren.
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber. – Abg. Mag. Johann Maier: Das stimmt ja nicht!
seine Vertreter in der Europäischen Union. Wir haben gemeinsam das Moratorium auf europäischer Ebene initiiert, das bis heute hält. – Eine ganz klare Positionierung! (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber. – Abg. Mag. Johann Maier: Das stimmt ja nicht!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Eine Maßnahme unter vielen, die wichtig ist!
In den letzten Tagen wurde auch gesagt, man sollte das Umweltprogramm heranziehen und Gentechnikfreiheit dort verankern. Damit könne man die Gentechnik aus Österreich fernhalten. (Abg. Dr. Pirklhuber: Eine Maßnahme unter vielen, die wichtig ist!) Da müssen Sie wissen, und Sie sollten es eigentlich wissen, dass dieses Programm ein freiwilliges ist und dass schon jetzt nicht alle daran teilnehmen. Was ist mit jenen, die zukünftig auf die Ansprüche aus dem Umweltprogramm verzichten? Haben die dann die Freiheit, Gentechnik zu verwenden, oder nicht? Diese Vorstellungen sind nicht dazu geeignet, unseren gemeinsamen, aber vor allem auch meinen Wunsch zu erfüllen, Gentechnik von Österreich möglichst fernzuhalten. Was dazu am besten geeignet ist, ist das, was mit dem Gentechnikgesetz in Umsetzung der Freisetzungsrichtlinie als Regierungsvorlage vorliegt.
Abg. Dr. Pirklhuber: Umsetzen in legistische Maßnahmen – das erwarten wir auch von Ihnen, Herr Bundesminister!
Was tun wir? – Wir orientieren uns an der Charta für Gentechnikfreiheit. Sie haben die Charta heute erwähnt, und ich habe sie mitgenommen (der Redner zeigt ein vielfach vergrößertes Exemplar vor), weil vielleicht auch Herr Abgeordneter Pirklhuber dieser Charta beitreten kann. Ich habe sie deswegen mitgenommen, weil sie die politische Handlungsanleitung ist, die wir Punkt für Punkt umsetzen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Umsetzen in legistische Maßnahmen – das erwarten wir auch von Ihnen, Herr Bundesminister!) Das Spannende dabei ist: Wissen Sie, wer diese Charta als Erste unterschrieben hat? – Die deutsche Landwirtschaftsministerin Renate Künast. Ich fordere Sie auf, ihrem Weg zu folgen und diese Charta gemeinsam zu einem absoluten politischen Erfolg zu machen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Was tun wir? – Wir orientieren uns an der Charta für Gentechnikfreiheit. Sie haben die Charta heute erwähnt, und ich habe sie mitgenommen (der Redner zeigt ein vielfach vergrößertes Exemplar vor), weil vielleicht auch Herr Abgeordneter Pirklhuber dieser Charta beitreten kann. Ich habe sie deswegen mitgenommen, weil sie die politische Handlungsanleitung ist, die wir Punkt für Punkt umsetzen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Umsetzen in legistische Maßnahmen – das erwarten wir auch von Ihnen, Herr Bundesminister!) Das Spannende dabei ist: Wissen Sie, wer diese Charta als Erste unterschrieben hat? – Die deutsche Landwirtschaftsministerin Renate Künast. Ich fordere Sie auf, ihrem Weg zu folgen und diese Charta gemeinsam zu einem absoluten politischen Erfolg zu machen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir können aber vor der realpolitischen Entwicklung nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern wir sind gefordert, entsprechende Antworten auf diese Herausforderungen zu finden. Ich glaube, mit dem vorliegenden Entwurf zur Haftungsfrage wurden die richtigen Ansätze gefunden. Einerseits wird dem, der glaubt, gentechnisch verändertes Saatgut verwenden zu müssen, klar die Haftung auferlegt. Darüber hinaus muss sich jeder Landwirt, der gentechnisch veränderte Produkte anbaut, in ein Gentechnikregister eintragen lassen. Damit ist sichergestellt, dass im Falle einer Verunreinigung von benachbarten Feldern der Verursacher rasch ausfindig gemacht werden kann, um zur Haftung herangezogen zu werden. Jeder in diesem Land soll wissen: Wenn ich gentechnisch verändertes Saatgut verwende, habe ich für die Schäden, die entstehen, zu haften! – Dies soll auch all jenen, die sich zu einem gentechnikfreien Anbau entschließen, den nötigen rechtlichen Rückhalt geben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte hier noch einmal betonen, dass unsere Bauern nicht die Bösen in der Frage Gentechnik sind, sondern uns zur Unterstützung brauchen. Gemeinsam in Zusammenarbeit mit Konsumenten und Produzenten müssen wir Lösungen finden und dürfen nicht die Bäuerinnen und Bauern als Buhfrauen und Buhmänner der Nation hinstellen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP
Wir in Vorarlberg, einem Land, das absolut gut regiert wird (Beifall bei der ÖVP), waren schon immer für eine strenge und restriktive Haltung bei gesetzlichen Regelungen in Bezug auf die Gentechnik. So werden wir auch bei diesem Gesetz wiederum versuchen, im Rahmen unserer Möglichkeiten flankierende Maßnahmen zu setzen, die Produzenten wie Konsumenten animieren und auffordern, weiterhin Gentechnik abzulehnen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abschließend möchte ich mich bei unserem Minister Sepp Pröll für sein Engagement und seine klare Position in der Gentechnikfrage bedanken. Denn ihm ist es gelungen, einen großen Teil der Forderungen des Vier-Parteien-Antrages durchzusetzen. Sein Einsatz und diese Gesetzesvorlage werden all jenen bäuerlichen Betrieben, die sich zu einer Produktion ohne Gentechnik entschließen, den Rücken stärken. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Nicht gekennzeichnete Lebensmittel haben mit Gentechnik nichts zu tun. Auch das wird durch die Medien, aber auch durch die offizielle Politik suggeriert. Schauen wir uns doch bitte die Realität an! Wir haben Saatgut, bei dem es im Produktionsprozess zu einer kumulativen Verunreinigung kommt. Herr Bundesminister, das haben Sie in der Anfragebeantwortung eben zugegeben. Aus Saatgut werden Lebensmittel und Futtermittel produziert. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Damit müssen wir uns auseinander setzen, damit die Konsumenten in Österreich gezielt Produkte solcher Hersteller auswählen können, die sich wahrheitsgemäß zur Gentechnik bekennen. Und das ist die Realität. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch (Freiheitliche): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine geschätzten Damen und Herren! Es findet sich beinahe in jeder Sitzung entweder eine Besprechung einer Anfragebeantwortung, eine Kurzdebatte oder Ähnliches zur Frage der Gentechnik. Das zeigt auch die Bedeutung dieser Frage. Ich habe es, glaube ich, mindestens schon vier- oder fünfmal gesagt, ich wiederhole es auch ein sechstes Mal: Dieses Thema ist allen Parteien ein Anliegen. Ich glaube, das steht hier außer Zweifel. Alle wissen aber auch, dass dieses Thema eigentlich über Brüssel zu uns gekommen ist, dass es nicht Österreich war, das sich die Gentechnik selbst auferlegt hat, sondern dass es eben eine Entscheidung aus Brüssel war, die wieder einmal zeigt, dass wir viele Entscheidungen, die in Brüssel gefallen sind und auch in Zukunft fallen werden, nicht haben wollen. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Abg. Dr. Glawischnig: Warum ist das eigentlich noch nicht beschlossen?
Die Gentechnikkommission – davon gehen wir alle aus – wird es nach Möglichkeit verhindern, dass zugelassen wird, dass Produkte in den Verkehr gebracht werden. Die Ländergesetze sind zum Teil sehr gut. Ich denke nur das eigene Gesetz des Landes Kärnten, das schon in vielen Bereichen als Vorreiter gilt, das in vielen Bereichen bereits nachgeahmt wird. (Abg. Dr. Glawischnig: Warum ist das eigentlich noch nicht beschlossen?) Da vorhin von Oberösterreich gesprochen wurde: Genau Oberösterreich ist ja den falschen Weg gegangen, wollte sich zur gentechnikfreien Zone erklären. Das ist nicht durchgegangen, und man ist jetzt mit einer Klage in Brüssel beim EuGH. Wir werden sehen, ob das im Endeffekt weiterführt. Ich glaube, das wird nicht gelingen.
Abg. Dr. Glawischnig: Beweislastumkehr heißt das!
Der dritte Bereich ist die Haftungsregelung. Dort wurde wochen-, ja monatelang diskutiert. Da bin ich bei dir, Herr Kollege Pirklhuber, das war mit der ÖVP nicht immer leicht. Sie hat sich auch bis zum Schluss ein wenig geziert, da wirklich auf die freiheitlichen Forderungen in verschiedenen Bereichen einzugehen. Im Endeffekt ist es uns aber gemeinsam gelungen, diese Haftungsumkehr umzusetzen. (Abg. Dr. Glawischnig: Beweislastumkehr heißt das!) – Frau Dr. Glawischnig, ob das Ding jetzt so oder so heißt, darüber können wir auch draußen in den Couloirs diskutieren. Faktum ist, dass wir diese Sache umgesetzt haben, und Faktum ist, dass wir hier erstmalig eine Regelung auf die Reihe gebracht haben, die in vielen Bereichen ihresgleichen suchen wird.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Da ich zum Schluss diese Antigentechnikcharta des Herrn Bundesministers gesehen habe, die in Wirklichkeit so breit ist, dass sich sogar Minister Pröll dahinter verstecken könnte – was wir aber nicht hoffen –, möchte ich sagen: Ich erwarte mir wirklich, dass alle, die diese Charta unterschrieben haben, sich dafür einsetzen, dass im Endeffekt das, was, wie ich glaube, hier wirklich einmal ausnahmsweise 183 Abgeordnete und auch die Regierungsmitglieder wollen, umgesetzt wird, nämlich dass Österreich gentechnikfrei bleibt. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Minister! Hohes Haus! Herr Kollege Scheuch, nur kurz zur Erklärung: Jetzt haben wir das große Taferl, jetzt kommt offensichtlich die Ära der Großtaferln. Mir reicht es nicht, wenn irgendetwas auf einem Taferl steht, und schon gar nicht, wenn der Minister es in die Kamera hält. Ich hätte gerne, dass das schwarz auf weiß in einem Gesetz oder in einem Förderprogramm drinsteht. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.) Nein, leider nicht!
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: ... reicht nicht, dass es in Europa erlaubt ist!
Was man jetzt nicht tun kann, ist, herzugehen und zu sagen: Wir wollen gentechnikfreie Zone bleiben, deswegen verbieten wir das. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: ... reicht nicht, dass es in Europa erlaubt ist!) Das geht nicht, das geht EU-rechtlich nicht. Deswegen braucht man ein sehr trickreiches Bündel an Maßnahmen, um Österreich irgendwie gentechnikfrei zu halten. Wir haben jetzt einfach ein paar Vorschläge gemacht, weil wir mit dem, was im Moment auf dem Tisch liegt, einfach nicht zufrieden sind. Das wird auch nicht ausreichen.
Abg. Scheibner: Macht euch das vorher aus! – Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber.
Zur Haftungsfrage: Wenn man eine Risikotechnologie nicht will, dann kann man an der Haftungsschraube so stark drehen, dass es tatsächlich für jeden Anwender einfach ein unkalkulierbares Risiko darstellt. Da ist die so genannte Beweislastumkehr ein wesentliches Instrument. Das heißt zum Beispiel, wenn ein Bauer in Ungarn gentechnisch veränderten Mais anpflanzt, und da fliegen die ... – Wolfgang, korrigiere mich! Wie heißt das richtig beim Mais, was sich dann fortpflanzt? (Abg. Scheibner: Macht euch das vorher aus! – Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber.)
Abg. Scheibner: ... keine Rechtsvorlesung!
Die fliegen eben hinüber auf die andere Seite der Grenze und schädigen einen burgenländischen Bauern. (Abg. Scheibner: ... keine Rechtsvorlesung!) Jetzt hat der burgenländische Bauer nach dem, was Sie vorgeschlagen haben, zwar die Möglichkeit, zu sagen: Der war es wahrscheinlich. Aber der hat nicht zu beweisen, dass er es nicht war, denn er sagt: Ich war es wahrscheinlich nicht, es war mein Nachbar. (Abg. Scheibner: Was die Beweislastumkehr ist, wissen wir, Frau Kollegin!) Jetzt steht der burgenländische Bauer vor der Situation, dass er diesen schwierigen Kausalzusammenhang nachweisen muss. – Das ist Ihre Lösung, und das ist zu wenig, das ist viel zu wenig!
Abg. Scheibner: Was die Beweislastumkehr ist, wissen wir, Frau Kollegin!
Die fliegen eben hinüber auf die andere Seite der Grenze und schädigen einen burgenländischen Bauern. (Abg. Scheibner: ... keine Rechtsvorlesung!) Jetzt hat der burgenländische Bauer nach dem, was Sie vorgeschlagen haben, zwar die Möglichkeit, zu sagen: Der war es wahrscheinlich. Aber der hat nicht zu beweisen, dass er es nicht war, denn er sagt: Ich war es wahrscheinlich nicht, es war mein Nachbar. (Abg. Scheibner: Was die Beweislastumkehr ist, wissen wir, Frau Kollegin!) Jetzt steht der burgenländische Bauer vor der Situation, dass er diesen schwierigen Kausalzusammenhang nachweisen muss. – Das ist Ihre Lösung, und das ist zu wenig, das ist viel zu wenig!
Abg. Grillitsch: Für 25 Prozent ist Gentechnik erlaubt?
Das Zweite: Was mir niemand erklären kann, ist, warum die Idee, das österreichische Umweltförderprogramm in der Landwirtschaft mit gentechnikfreiem Saatgut zu verknüpfen, ein untaugliches Instrument sein soll. Das leuchtet mir einfach nicht ein, ich verstehe das nicht. Natürlich ist es freiwillig, aber ein großer Teil der Betriebe nimmt das in Anspruch: Das sind 75 Prozent der Betriebe, insgesamt fast 80 Prozent der österreichischen landwirtschaftlich genutzten Fläche. Damit hat man garantiert schon 80 Prozent der Fläche gentechnikfrei. (Abg. Grillitsch: Für 25 Prozent ist Gentechnik erlaubt?) Was ist daran ein untauglicher Vorschlag? – Das kann mir bis jetzt niemand erklären. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Grillitsch: Für den Rest ist Gentechnik erlaubt?)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Grillitsch: Für den Rest ist Gentechnik erlaubt?
Das Zweite: Was mir niemand erklären kann, ist, warum die Idee, das österreichische Umweltförderprogramm in der Landwirtschaft mit gentechnikfreiem Saatgut zu verknüpfen, ein untaugliches Instrument sein soll. Das leuchtet mir einfach nicht ein, ich verstehe das nicht. Natürlich ist es freiwillig, aber ein großer Teil der Betriebe nimmt das in Anspruch: Das sind 75 Prozent der Betriebe, insgesamt fast 80 Prozent der österreichischen landwirtschaftlich genutzten Fläche. Damit hat man garantiert schon 80 Prozent der Fläche gentechnikfrei. (Abg. Grillitsch: Für 25 Prozent ist Gentechnik erlaubt?) Was ist daran ein untauglicher Vorschlag? – Das kann mir bis jetzt niemand erklären. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Grillitsch: Für den Rest ist Gentechnik erlaubt?)
Abg. Grillitsch – eine Zeitungsseite in die Höhe haltend –: Haben Sie heute den „Kurier“ gelesen?
Herr Umweltminister, Sie haben dazu jetzt eigentlich nichts gesagt. Sie sagen einfach nur: Das reicht!, und präsentieren jetzt irgendwelche Taferln und Forderungsprogramme. Aber ich sage Ihnen, ein Gentechnikgesetz, wie Sie es vorgelegt haben und wie es jetzt auf dem Tisch liegt, reicht keinesfalls! Es reicht keinesfalls, und das wird besonders heikel werden in den Jahren 2007 bis 2013, wenn Österreich unter Druck kommen wird. Da wird dann von Seiten der Landwirtschaftskammer – ich sehe Sie schon hier stehen – argumentiert werden: Unsere Nachbarn setzen auch frei, unsere Nachbarn verwenden auch diese neue Technologie, deswegen soll das den österreichischen Bauern nicht verwehrt bleiben. (Abg. Grillitsch – eine Zeitungsseite in die Höhe haltend –: Haben Sie heute den „Kurier“ gelesen?) Da sehe ich Sie schon hier, wie Sie das formulieren werden.
Beifall bei den Grünen.
Das möchte ich aber hintanhalten. Ich möchte – und da vertrete ich 1,2 Millionen Österreicherinnen und Österreicher – die österreichische Landwirtschaft garantiert gentechnikfrei halten; ich möchte, dass die österreichischen Biobauern keine Schwierigkeiten mit Koexistenzproblemen haben; und ich möchte, dass wir alles nur erdenklich Mögliche dafür tun. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich schlage deshalb vor, vorerst die vorhandenen Fakten zu prüfen. Bevor „Round Tables“ unnötigerweise neue Gesetze erarbeiten, die schon längst vorhanden sind, werden wir den Weg der Innovationen weiter vorantreiben. – Ich danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Für mich ist das alles mit ein Beweis für die Spar- und Zerstörungswut um jeden Preis. Ich fordere den Herrn Verkehrsminister zumindest über das Protokoll auf, sich der Sache des öffentlichen Verkehrs besser und intensiver anzunehmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Abgeordneter Johann Ledolter (ÖVP): Geschätzte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich möchte eingangs gleich klarstellen, dass die Regierung, dass das Parlament diesen Ausschuss und die Arbeit dieses Ausschusses für Petitionen sehr, sehr ernst nimmt, denn in diesem Ausschuss wird so gearbeitet, wie auch die Regierung Schüssel arbeitet (Zwischenrufe bei der SPÖ): Es werden Entwürfe und Lösungsansätze präsentiert, Lösungen im Interesse der Menschen angeboten, die das Parlament mit Mehrheit beschließt – leider Gottes oft genug ohne dass die Opposition die Chance wahrnimmt, mit dabei zu sein –, und auf diese Art und Weise auch die Anliegen der Menschen sehr ernst genommen. Wir reden nicht nur, meine Damen und Herren, wir arbeiten! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Johann Ledolter (ÖVP): Geschätzte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich möchte eingangs gleich klarstellen, dass die Regierung, dass das Parlament diesen Ausschuss und die Arbeit dieses Ausschusses für Petitionen sehr, sehr ernst nimmt, denn in diesem Ausschuss wird so gearbeitet, wie auch die Regierung Schüssel arbeitet (Zwischenrufe bei der SPÖ): Es werden Entwürfe und Lösungsansätze präsentiert, Lösungen im Interesse der Menschen angeboten, die das Parlament mit Mehrheit beschließt – leider Gottes oft genug ohne dass die Opposition die Chance wahrnimmt, mit dabei zu sein –, und auf diese Art und Weise auch die Anliegen der Menschen sehr ernst genommen. Wir reden nicht nur, meine Damen und Herren, wir arbeiten! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Heinzl.
Genauso wie auch das Land Niederösterreich unter Landeshauptmann Erwin Pröll nicht nur redet, sondern arbeitet, wenn es beispielsweise darum geht, den Fortbestand der Mariazellerbahn zu sichern! (Zwischenruf des Abg. Heinzl.) Es ist nicht so, wie der Eindruck erweckt wurde: dass das Land kein Interesse daran hätte. Ganz im Gegenteil, meine Damen und Herren! Tatsache ist, dass im Dezember des Jahres 2003 der Vertrag verlängert und wieder neu abgeschlossen wurde, der den Fortbestand nicht nur der Mariazellerbahn, sondern auch der Ybbstalbahn gewährleistet, und dass für dieses Anliegen der Menschen in dieser Region das Land Niederösterreich bereit ist, jährlich 4,3 Millionen € auszugeben und einzusetzen, meine Damen und Herren! Auch dies ist ein Beispiel dafür, dass nicht nur geredet, sondern auch gehandelt wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Genauso wie auch das Land Niederösterreich unter Landeshauptmann Erwin Pröll nicht nur redet, sondern arbeitet, wenn es beispielsweise darum geht, den Fortbestand der Mariazellerbahn zu sichern! (Zwischenruf des Abg. Heinzl.) Es ist nicht so, wie der Eindruck erweckt wurde: dass das Land kein Interesse daran hätte. Ganz im Gegenteil, meine Damen und Herren! Tatsache ist, dass im Dezember des Jahres 2003 der Vertrag verlängert und wieder neu abgeschlossen wurde, der den Fortbestand nicht nur der Mariazellerbahn, sondern auch der Ybbstalbahn gewährleistet, und dass für dieses Anliegen der Menschen in dieser Region das Land Niederösterreich bereit ist, jährlich 4,3 Millionen € auszugeben und einzusetzen, meine Damen und Herren! Auch dies ist ein Beispiel dafür, dass nicht nur geredet, sondern auch gehandelt wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Heinzl: Wissen Sie, dass das nicht stimmt, was Sie sagen?
In diesen Petitionen ... (Abg. Heinzl: Wissen Sie, dass das nicht stimmt, was Sie sagen?) Es stimmt sehr wohl, Kollege Heinzl! Für den Betrieb dieser beiden Strecken werden 4,3 Millionen € jährlich eingesetzt. (Abg. Heinzl: Sie haben keine Ahnung ...!)
Abg. Heinzl: Sie haben keine Ahnung ...!
In diesen Petitionen ... (Abg. Heinzl: Wissen Sie, dass das nicht stimmt, was Sie sagen?) Es stimmt sehr wohl, Kollege Heinzl! Für den Betrieb dieser beiden Strecken werden 4,3 Millionen € jährlich eingesetzt. (Abg. Heinzl: Sie haben keine Ahnung ...!)
Abg. Dr. Cap: Halleluja! Halleluja!
Meine Damen und Herren! Wasser ist Leben, und daher ist es natürlich sehr zu begrüßen, dass Bundeskanzler Schüssel im Jahr 2003 die Wasser-Charta unterzeichnet hat. Unser Wasser bleibt rot-weiß-rot, und die Verfügungsgewalt über unser Wasser bleibt in Österreich, meine Damen und Herren! Ein Erfolg dieser österreichischen Initiative ist es auch, dass in die EU-Verfassung eine Richtlinie aufgenommen wird, die klar sicherstellt, dass die Hoheit über die Wasserreserven auch in Zukunft im nationalen Bereich bleibt, so wie unser Lebensminister Sepp Pröll in der nationalen Dimension sicherstellt ... (Abg. Dr. Cap: Halleluja! Halleluja!)
Abg. Dr. Cap: Weihrauch! Mehr Weihrauch!
Herr Klubobmann, selbstverständlich ist es eine wesentliche Position der Volkspartei und unseres Lebensministers, die Wasserreserven durch ein strenges Wasserrechtsgesetz und ein Kompetenzzentrum für Wasser zu schützen und dies auch in Zukunft zu tun, und zwar in der Kompetenz der Gemeinden und der Gebietskörperschaften, die diese Aufgabe am besten erfüllen! (Abg. Dr. Cap: Weihrauch! Mehr Weihrauch!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! In diesem Sinne möchte ich an Sie appellieren, die Leistungen der Transportwirtschaft nicht gering zu schätzen und zur Kenntnis zu nehmen, was diese Branche im Interesse der Menschen und vor allem der Wirtschaft für unser Land leistet. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Donabauer: Hört doch endlich auf mit diesem Schmarren! – Gegenrufe bei der SPÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Zu Ihren Ausführungen betreffend „Handelsware Wasser“, eine Petition, die über 3 000 OberpinzgauerInnen unterschrieben und eingebracht haben, muss ich Ihnen sagen, dass es verantwortungsvolle StaatsbürgerInnen sind, die sich vor Staatseigentum stellen, weil diese Regierung alles verscherbelt. (Abg. Donabauer: Hört doch endlich auf mit diesem Schmarren! – Gegenrufe bei der SPÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Und es bestehen zu Recht Bedenken, dass Sie auch bereit sind, die ÖBB-eigenen Kraftwerke zu veräußern. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zu Ihren Ausführungen betreffend „Handelsware Wasser“, eine Petition, die über 3 000 OberpinzgauerInnen unterschrieben und eingebracht haben, muss ich Ihnen sagen, dass es verantwortungsvolle StaatsbürgerInnen sind, die sich vor Staatseigentum stellen, weil diese Regierung alles verscherbelt. (Abg. Donabauer: Hört doch endlich auf mit diesem Schmarren! – Gegenrufe bei der SPÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Und es bestehen zu Recht Bedenken, dass Sie auch bereit sind, die ÖBB-eigenen Kraftwerke zu veräußern. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neugebauer: Das ist jetzt eine Mittwochrede und keine Sonntagsrede!
Die BürgerInnen haben ein Recht auf mehr Diskussion ihrer Anliegen im Parlament. Meine Damen und Herren! Heute Nachmittag wurde hier in diesem Haus eine Petition von 20 Bad Gasteinern überreicht. Es geht um die Umweltverträglichkeitsprüfung, die schon lange ansteht. Der Herr Minister müsste nur entscheiden. Wie geht man mit diesen Leuten um, die zehn Stunden Fahrt auf sich nehmen? – Das wird in zwei, drei Minuten abgewickelt. Es ist sehr wohltuend, dass auf dem Weg dorthin dem ehemaligen Verkehrsminister Caspar Einem, der diese Mediationsgruppe erfolgreich eingerichtet hat, gedankt wurde. (Abg. Neugebauer: Das ist jetzt eine Mittwochrede und keine Sonntagsrede!) Das verstehen wir unter Nachhaltigkeit. Das verstehen wir unter Bürgernähe. (Abg. Dr. Lopatka: Redezeit!) Das verstehen wir unter Ernstnehmen der Anliegen der Bevölkerung. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Lopatka: Redezeit!
Die BürgerInnen haben ein Recht auf mehr Diskussion ihrer Anliegen im Parlament. Meine Damen und Herren! Heute Nachmittag wurde hier in diesem Haus eine Petition von 20 Bad Gasteinern überreicht. Es geht um die Umweltverträglichkeitsprüfung, die schon lange ansteht. Der Herr Minister müsste nur entscheiden. Wie geht man mit diesen Leuten um, die zehn Stunden Fahrt auf sich nehmen? – Das wird in zwei, drei Minuten abgewickelt. Es ist sehr wohltuend, dass auf dem Weg dorthin dem ehemaligen Verkehrsminister Caspar Einem, der diese Mediationsgruppe erfolgreich eingerichtet hat, gedankt wurde. (Abg. Neugebauer: Das ist jetzt eine Mittwochrede und keine Sonntagsrede!) Das verstehen wir unter Nachhaltigkeit. Das verstehen wir unter Bürgernähe. (Abg. Dr. Lopatka: Redezeit!) Das verstehen wir unter Ernstnehmen der Anliegen der Bevölkerung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die BürgerInnen haben ein Recht auf mehr Diskussion ihrer Anliegen im Parlament. Meine Damen und Herren! Heute Nachmittag wurde hier in diesem Haus eine Petition von 20 Bad Gasteinern überreicht. Es geht um die Umweltverträglichkeitsprüfung, die schon lange ansteht. Der Herr Minister müsste nur entscheiden. Wie geht man mit diesen Leuten um, die zehn Stunden Fahrt auf sich nehmen? – Das wird in zwei, drei Minuten abgewickelt. Es ist sehr wohltuend, dass auf dem Weg dorthin dem ehemaligen Verkehrsminister Caspar Einem, der diese Mediationsgruppe erfolgreich eingerichtet hat, gedankt wurde. (Abg. Neugebauer: Das ist jetzt eine Mittwochrede und keine Sonntagsrede!) Das verstehen wir unter Nachhaltigkeit. Das verstehen wir unter Bürgernähe. (Abg. Dr. Lopatka: Redezeit!) Das verstehen wir unter Ernstnehmen der Anliegen der Bevölkerung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte den Vorschlag machen, dass man die Menschen, die diesen Weg auf sich nehmen, mehr wertschätzt und dass man ihren Anliegen mehr Aufmerksamkeit entgegenbringt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Murauer.
wird im Wesentlichen taktiert und das ist in Wirklichkeit schade. (Zwischenruf des Abg. Murauer.)
Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Haben Sie nicht gehört, was Kollegin Wurm gesagt hat?
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Ich meine, dass die Arbeit im Petitionsausschuss nie einfach war. Ab und zu braucht man wirklich gute Nerven, um in diesem Ausschuss bestehen zu können. Ich habe auch den Redebeitrag des Kollegen Karl Freund nicht ganz verstanden, der eher von Liebe und Griesschmarren geredet hat. (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Haben Sie nicht gehört, was Kollegin Wurm gesagt hat?) Ich habe solche Sitzungen noch nie miterlebt. Ich würde eher sagen, dass die Geduld der Kollegen von der Opposition immer wieder aufs Neue auf die Probe gestellt wird, wenn man ganz offen und ehrlich ist. (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Kollegin Wurm hat da anders gesprochen!)
Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Kollegin Wurm hat da anders gesprochen!
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Ich meine, dass die Arbeit im Petitionsausschuss nie einfach war. Ab und zu braucht man wirklich gute Nerven, um in diesem Ausschuss bestehen zu können. Ich habe auch den Redebeitrag des Kollegen Karl Freund nicht ganz verstanden, der eher von Liebe und Griesschmarren geredet hat. (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Haben Sie nicht gehört, was Kollegin Wurm gesagt hat?) Ich habe solche Sitzungen noch nie miterlebt. Ich würde eher sagen, dass die Geduld der Kollegen von der Opposition immer wieder aufs Neue auf die Probe gestellt wird, wenn man ganz offen und ehrlich ist. (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Kollegin Wurm hat da anders gesprochen!)
Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Da hat Wurm wirklich anders geredet! – Abg. Grillitsch: Kollege Wimmer hat das wieder einmal alles verschlafen!
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wie sehen die Vorgangsweisen aus, die ständig an den Tag gelegt werden? Betroffene artikulieren ihre berechtigten Anliegen, wie zum Beispiel den Erhalt der Mariazellerbahn – das ist heute schon etliche Male hier angesprochen worden. Es gibt auch genug Versprechungen von Politikern und vor allem von Ex-Politikern, weil gerade im Infrastrukturbereich ein reger Wechsel stattgefunden hat. Aber, sehr geschätzte Damen und Herren, passiert ist überhaupt noch nichts! Das ist das Problem, außer dass heute dieses berechtigte Anliegen der niederösterreichischen Kolleginnen und Kollegen wieder ad acta gelegt wird. (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Da hat Wurm wirklich anders geredet! – Abg. Grillitsch: Kollege Wimmer hat das wieder einmal alles verschlafen!)
Abg. Scheibner: Achtet ein bisschen auf die Redezeit! Wozu machen wir etwas aus, wenn sich dann keiner daran hält?
Hier besteht eine Chance, weil diese Petition dem Finanzausschuss zugewiesen wurde. Wir erwarten nun sehnsüchtig, dass die Tagesordnung einmal dieses Thema aufnimmt, und wir sind gespannt, ob das bei der nächsten Finanzausschusssitzung auf der Tagesordnung steht. (Abg. Scheibner: Achtet ein bisschen auf die Redezeit! Wozu machen wir etwas aus, wenn sich dann keiner daran hält?)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Abschließend möchte ich feststellen: Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass irgendwann einmal eine Petition oder eine Bürgerinitiative ein Gesetz auch tatsächlich beeinflussen kann. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Vor einer Stunde hat Klubobmann Molterer gesagt: Reden wir offen, reden wir ehrlich! – Da bin ich sofort dabei. Dann sollte man aber auch ehrlich sagen: Entweder ändern wir die Arbeitsweise im Ausschuss so, dass wir offen diskutieren, oder wir sagen der Bevölkerung, dass wir keinen Wert darauf legen, weiterhin diesen Petitionsausschuss zu führen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Neugebauer und Walch.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! In diesen Bereichen erwarten wir konkrete Aktivitäten der Regierung, die zu einem Mehrwert bei der Verkehrssicherheit für Moped- und MotorradfahrerInnen führen sollen. – Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Neugebauer und Walch.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte nur sagen: Wir haben schon lange Taten gesetzt und brauchen nicht viele Worte. Und der familienfreundlichste Wettbewerb in Österreich, der von sechs Bundesländern durchgeführt wird – andere machen das nach –, heißt: Taten statt Worte. Ich lade Sie ein, das auch zu tun und nicht nur Anträge zu stellen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Speziell in diesem Zusammenhang muss uns auch immer bewusst sein, was für ein sensibles, aber gesellschaftlich wichtiges Konstrukt das ist; und in diesem Zusammenhang muss man auch betonen, dass mit der jetzigen Reform sehr viel an Vertrauen in dieses System zerstört wird, wodurch dieser Vertrag auch immer mehr ins Wanken gerät. Wenn Maßnahmen gesetzt werden, die noch mehr dazu führen, und zwar zu Recht dazu führen, dass die Jungen sagen, wer weiß, ob wir eine Pension bekommen, die auch entsprechend existenzsichernd sein wird, und wenn sie diejenigen sind, die das System für die nächsten Generationen sichern müssen, so ist das natürlich ein extrem gefährlicher Schritt, den Sie auch unter diesem Aspekt hier vornehmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
hohes Lebensalter erreichen, und dass wir mit derartigen Begrifflichkeiten auch sehr sensibel umgehen sollten und uns überlegen müssen, welches Signal wir aussenden, wenn wir in politischen Debatten immer wieder von „Überalterung der Gesellschaft“ reden. Ich rufe dazu auf, diesen Begriff zu vermeiden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Selbstverständlich gehen wir davon aus, dass alle unterschiedlichen Lebensformen, ob AlleinerzieherInnen, Patchwork-Familien, die traditionelle Kleinfamilie, gleichgeschlechtliche Partnerschaften oder andere, den Anspruch an die Politik stellen können, den gleichen Schutz und die gleiche Unterstützung zu bekommen. Es ist mir sehr wichtig, das in einer derartigen Grundsatzdebatte festzuhalten. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Einen zweiten Punkt möchte ich auch noch kurz ansprechen, nämlich die Frage der bedarfsorientierten Grundsicherung. Ich glaube, dass es dringend notwendig ist, die politische Debatte in den nächsten Jahren in die Richtung zu führen, dass wir das System der Sozialhilfe dringend überdenken müssen, reformieren müssen, dass wir hier vereinheitlichen müssen, zu einem besseren System führen müssen, und zwar mit einem Rechtsanspruch für die Betroffenen. Das ist ein ganz wichtiger Punkt auf dem Weg hin zu einer bedarfsorientierten Grundsicherung, der ein wichtiger und entscheidender Beitrag zur Bekämpfung von Armut, in dem Fall Familienarmut, in der Gesellschaft wäre. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Im Ausschuss selber ist dann auch gefragt worden: Ja warum haben wir nicht länger Zeit zum Debattieren? – Also da wäre schon das Bedürfnis gewesen, länger zu sprechen. Und ein Tenor, der von den Regierungsparteien gekommen ist, war: Es ist eh alles gut, und wir tun eh so viel. Dann frage ich mich erstens: Warum machen Sie die Enquete überhaupt, wenn eh alles in Ordnung ist, wenn wir überhaupt keinen Handlungsbedarf haben? Und der zweite Punkt ist: Ist es Ihnen eigentlich von Ihrer politischen Grundhaltung her genug, zu sagen, es ist eh alles in Ordnung, wir machen eh alles gut, und damit hat es sich? Also ich bin hier herinnen und wir Grünen sind da herinnen, weil wir Dinge besser machen wollen in Österreich, und nicht, weil wir sagen, es läuft eh alles ganz gut, belassen wir es so! (Beifall bei den Grünen.) – Sie nicken zustimmend, das freut mich. Gut. Es ist ja nur schade, dass so wenige da sind, die das vielleicht auch noch unterstützen hätten können.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Wir bitten Sie, diesen Anträgen zuzustimmen. Es sind Anträge, die wesentliche Weichen stellen könnten. Wenn Sie wirklich in diese Richtung gehen und wirklich etwas tun wollen und nicht nur eine Enquete veranstalten, die dann wieder verpufft, dann fordere ich Sie auf, diesen Anträgen zuzustimmen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Gerne!
Ich frage mich dabei aber, warum gerade der erste Monat herausgegriffen wird. Sollte es nicht den Eltern gemeinsam überlassen bleiben, den Zeitpunkt einer solchen Phase für Väter selbst zu wählen? (Abg. Öllinger: Gerne!) Das Kinderbetreuungsgeld – Sabine, du hast es gesagt – enthält auch schon diese Möglichkeit und ist sicher auch ein erster Schritt in die richtige Richtung.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Großteils freue ich mich über die Diskussion, die derzeit stattfindet. Ich möchte aber sagen, dass meiner Meinung nach doch noch unterschiedliche Anschauungen bestehen. Ich glaube aber nicht, dass wir mit Rechtsansprüchen und gesetzlichen Zwangsmaßnahmen sehr viel erreichen, sondern wir werden viel eher mit Bewusstseinsbildung arbeiten müssen. So werden wir, glaube ich, auch mehr erreichen können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Wir beschäftigen uns heute mit einer Enquete zum Thema „Familie – Generationen – Solidarität“. Ich möchte als Erstes gleich anmerken: Es ist schön, dass wir heute über diese Enquete reden, aber ich würde mir wünschen, wir würden zum Beispiel über den Sozialbericht auch hier im Plenum diskutieren – einen sehr wesentlichen Bericht, der viel über die Lage der Familien, die Armutsgefährdung und so weiter aussagt – und solche Berichte nicht immer dank Ihrer Mehrheiten in den Ausschusssitzungen endbehandeln. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Entschuldige, Heidrun, das glaubst du ja selber nicht! Kriegst du dein Gehalt für Negativpolitik?
Damit bin ich beim nächsten Punkt: Sie werden die besten Geldleistungen an Familien ausschütten können, es wird nichts helfen, wenn Sie eine Politik machen, die jungen Menschen kein Vertrauen in ihre Zukunft gibt. Wir haben heute schon über die Pensionskürzungen gesprochen, die den jungen Menschen bevorstehen. (Abg. Steibl: Entschuldige, Heidrun, das glaubst du ja selber nicht! Kriegst du dein Gehalt für Negativpolitik?) Wir haben über die Arbeitslosenstatistik und über die Arbeitsmarktsituation schon zahlreiche Male gesprochen. Der Herr Bundesminister Bartenstein ignoriert das jedes Mal.
Abg. Steibl: Und unter 20 die Betriebsvereinbarung!
Meine Damen und Herren! Sie haben die Elternteilzeit erwähnt: Gerade da sind Sie vor der Wirtschaft in die Knie gegangen. Elternteilzeit steht in Betrieben mit über 20 Beschäftigten zur Verfügung. Das ist eine ungerechtfertigte Benachteiligung von Eltern, die in kleineren Betrieben tätig sind! (Abg. Steibl: Und unter 20 die Betriebsvereinbarung!) Da können Sie mit noch so vielen Ausreden kommen, es zeigt Ihre wahre Position. Ihnen ist Wirtschaftsliberalität allemal noch lieber als Familienpolitik. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Sie haben die Elternteilzeit erwähnt: Gerade da sind Sie vor der Wirtschaft in die Knie gegangen. Elternteilzeit steht in Betrieben mit über 20 Beschäftigten zur Verfügung. Das ist eine ungerechtfertigte Benachteiligung von Eltern, die in kleineren Betrieben tätig sind! (Abg. Steibl: Und unter 20 die Betriebsvereinbarung!) Da können Sie mit noch so vielen Ausreden kommen, es zeigt Ihre wahre Position. Ihnen ist Wirtschaftsliberalität allemal noch lieber als Familienpolitik. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das Geld rausgehaut haben sie!
Abgeordnete Mares Rossmann (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Kollegin Silhavy, wenn Sie davon sprechen, dass wir die Pensionen für die Jugend nicht sichern, dann frage ich Sie: Was haben Sie all die Jahre gemacht? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das Geld rausgehaut haben sie!) Gerade die Pensionssicherungsreform ist dafür da, dass die nächste Generation eben eine sichere Pension hat.
Abg. Silhavy: Oh, oh!
Das Thema Familienpolitik wurde – meine Kollegin Rosenkranz hat es schon angesprochen – unter sozialdemokratischen Bundeskanzlern, sozialdemokratischen Familienministerinnen, ah, Frauenministerinnen (Abg. Silhavy: Oh, oh!), sozialdemokratischen Finanzministern wirklich über viele Jahre vernachlässigt, und Familienpolitik fand sich maximal als Frauenpolitik wieder, Frauenpolitik mit eigener Ministerin, aber ohne Portefeuille. Das wissen Sie, und das war eigentlich sehr traurig! (Abg. Silhavy: Trotzdem war die Frauenpolitik besser als heute!)
Abg. Silhavy: Trotzdem war die Frauenpolitik besser als heute!
Das Thema Familienpolitik wurde – meine Kollegin Rosenkranz hat es schon angesprochen – unter sozialdemokratischen Bundeskanzlern, sozialdemokratischen Familienministerinnen, ah, Frauenministerinnen (Abg. Silhavy: Oh, oh!), sozialdemokratischen Finanzministern wirklich über viele Jahre vernachlässigt, und Familienpolitik fand sich maximal als Frauenpolitik wieder, Frauenpolitik mit eigener Ministerin, aber ohne Portefeuille. Das wissen Sie, und das war eigentlich sehr traurig! (Abg. Silhavy: Trotzdem war die Frauenpolitik besser als heute!)
Abg. Dr. Puswald: Redezeit!
Das wundert vielleicht so manchen, weil man glaubt, die Jungen sind eher oberflächlich, genießen mehr die Freizeit, und ihnen ist die Familie egal. Ganz das Gegenteil ist der Fall! Deshalb ist es für uns als Politiker so wichtig, diesen Weg fortzusetzen. Das hat auch die Enquete gezeigt. Auch die Enquete sagt, dass wir mit der Weichenstellung einer aktiven Familienpolitik am richtigen Weg sind. (Abg. Dr. Puswald: Redezeit!) – Es ist eine freiwillige Redezeitbeschränkung!
Abg. Krainer: 200 Jahre nichts passiert!
All das hätten Sie jahrelang machen können: über 55 Jahre sozialdemokratische Sozialminister, und nichts ist passiert! (Abg. Krainer: 200 Jahre nichts passiert!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir bekennen uns zu einer aktiven Familienpolitik. Sie jammern, Sie nörgeln, Sie schüren Ängste, aber wir handeln! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Miedl: Die haben mehr, nicht bessere!
Was uns die Franzosen voraushaben, sind die besseren Kinderbetreuungseinrichtungen. (Abg. Miedl: Die haben mehr, nicht bessere!) Im Bereich Dienstleistungen einfach das bessere Angebot zu haben und mehr darin zu investieren, das alleine kann auch noch nicht die Zukunftsfähigkeit herstellen, und das ist das Problem. Familienpolitik ist eine Querschnittmaterie, und wenn man sich das genauer ansieht, wird man draufkommen, dass junge Familien – und das ist ja auch mit einer der Gründe, warum die Entscheidung für Kinder immer später getroffen wird – in erster Linie darunter leiden, dass es überhaupt keine Zukunftssicherheit mehr gibt.
Abg. Dolinschek: Reden Sie weniger schlecht, dann ist schon viel getan!
Wie haben Sie sich doch im vorigen Jahr gefreut, als in einem Monat die Geburtenrate um 0,01 Prozent gestiegen ist! Das war schnell vorbei, und wir haben damals schon gesagt: Das wird es wahrscheinlich nicht gewesen sein und auch für die Zukunft nicht sein. (Abg. Dolinschek: Reden Sie weniger schlecht, dann ist schon viel getan!)
Abg. Zweytick: Nein!
Das heißt, es liegt an sehr vielen Faktoren. Egal, ob Sie es mir jetzt glauben oder nicht: Die Zukunftsfähigkeit von Familien und damit auch die Möglichkeit, Kinder in die Welt zu setzen beziehungsweise nicht nur in die Welt zu setzen, sondern auch adäquate Beziehungen mit den Kindern zu pflegen und ihnen auch Sicherheit zu geben, hängt von sehr viel mehr Umständen und Faktoren ab. (Abg. Zweytick: Nein!) Einige habe ich Ihnen schon genannt: Wirtschaft, Arbeitszeit, freie Zeit, die man für Kinder aufbringen und ihnen zur Verfügung stellen kann. Lieber Kollege! Davon hängt all das zehn Mal mehr ab als von einer zusätzlichen Geldleistung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das heißt, es liegt an sehr vielen Faktoren. Egal, ob Sie es mir jetzt glauben oder nicht: Die Zukunftsfähigkeit von Familien und damit auch die Möglichkeit, Kinder in die Welt zu setzen beziehungsweise nicht nur in die Welt zu setzen, sondern auch adäquate Beziehungen mit den Kindern zu pflegen und ihnen auch Sicherheit zu geben, hängt von sehr viel mehr Umständen und Faktoren ab. (Abg. Zweytick: Nein!) Einige habe ich Ihnen schon genannt: Wirtschaft, Arbeitszeit, freie Zeit, die man für Kinder aufbringen und ihnen zur Verfügung stellen kann. Lieber Kollege! Davon hängt all das zehn Mal mehr ab als von einer zusätzlichen Geldleistung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Krainer: Bartenstein wird sich darüber nicht freuen!
Was es aber nicht gibt, ist ein Rezept, wie eine Familie funktioniert, und daher sind wir beziehungsweise ist die Politik dazu da, Rahmenbedingungen zu schaffen. Und das hat diese Bundesregierung getan: Die letzten vier Jahre waren die ersten in der Zweiten Republik, in denen wirklich etwas für die Familien und für die Frauen geschehen ist. (Abg. Krainer: Bartenstein wird sich darüber nicht freuen!) Ich denke jetzt beispielsweise an das Kinderbetreuungsgeld, das wir beschlossen und gegen das Sie gestimmt haben. Sie, geschätzte Damen und Herren von den Oppositionsparteien, und Ihre
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wählerinnen und Wähler draußen können das noch immer nicht glauben, aber wir werden es ihnen so lange erzählen, bis sie es glauben. Wir brauchen einfach nur Ihre Methoden zu übernehmen, dann wird das schon gelingen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir müssen auch der Jugend die Aussicht auf einen gesicherten Lebensabend geben, denn schließlich zahlen die Jungen unsere Pensionen. Wir Politiker sollten uns viel weniger um die äußere Form der Familie kümmern, sondern wir sollten viel mehr darauf achten, dass die verschiedensten Generationen friedlich zusammenleben können, und diesen Weg des Ausgleichs wird diese Volkspartei in Permanenz fortsetzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Das habe ich auch nicht gesagt!
Ich sage: Österreich hat im Unterschied zu den anderen europäischen Ländern nicht zu viele ältere Menschen, sondern Österreich hat zu wenige Kinder. Ich habe Ihre Argumentation nicht ganz verstanden, Herr Kollege Öllinger, dass es nicht erstrebenswert sein soll, dass wir mehr Kinder in Österreich haben. (Abg. Öllinger: Das habe ich auch nicht gesagt!) Kinder bedeuten nämlich nicht nur privates Glück und Freude, sondern Kinder bringen auch für die Wirtschaft eine sehr, sehr große Dynamik. (Abg. Öllinger: Aber nicht die Geburtenrate von vier!) Sie sind das zukünftige Arbeitskraftpotential für die Wirtschaft. (Abg. Zweytick: So ist es!) Daher ist es unbedingt notwendig, dass es viele junge Menschen gibt. Die neuesten Studien und Umfragen sprechen für sich. Frau Dr. Schlaffer hat eine Studie über jugendliche Familienfähigkeit gemacht, und da kommt ganz klar zum Ausdruck, dass die Institution Ehe von den 18‑ bis 25-
Abg. Öllinger: Aber nicht die Geburtenrate von vier!
Ich sage: Österreich hat im Unterschied zu den anderen europäischen Ländern nicht zu viele ältere Menschen, sondern Österreich hat zu wenige Kinder. Ich habe Ihre Argumentation nicht ganz verstanden, Herr Kollege Öllinger, dass es nicht erstrebenswert sein soll, dass wir mehr Kinder in Österreich haben. (Abg. Öllinger: Das habe ich auch nicht gesagt!) Kinder bedeuten nämlich nicht nur privates Glück und Freude, sondern Kinder bringen auch für die Wirtschaft eine sehr, sehr große Dynamik. (Abg. Öllinger: Aber nicht die Geburtenrate von vier!) Sie sind das zukünftige Arbeitskraftpotential für die Wirtschaft. (Abg. Zweytick: So ist es!) Daher ist es unbedingt notwendig, dass es viele junge Menschen gibt. Die neuesten Studien und Umfragen sprechen für sich. Frau Dr. Schlaffer hat eine Studie über jugendliche Familienfähigkeit gemacht, und da kommt ganz klar zum Ausdruck, dass die Institution Ehe von den 18‑ bis 25-
Abg. Zweytick: So ist es!
Ich sage: Österreich hat im Unterschied zu den anderen europäischen Ländern nicht zu viele ältere Menschen, sondern Österreich hat zu wenige Kinder. Ich habe Ihre Argumentation nicht ganz verstanden, Herr Kollege Öllinger, dass es nicht erstrebenswert sein soll, dass wir mehr Kinder in Österreich haben. (Abg. Öllinger: Das habe ich auch nicht gesagt!) Kinder bedeuten nämlich nicht nur privates Glück und Freude, sondern Kinder bringen auch für die Wirtschaft eine sehr, sehr große Dynamik. (Abg. Öllinger: Aber nicht die Geburtenrate von vier!) Sie sind das zukünftige Arbeitskraftpotential für die Wirtschaft. (Abg. Zweytick: So ist es!) Daher ist es unbedingt notwendig, dass es viele junge Menschen gibt. Die neuesten Studien und Umfragen sprechen für sich. Frau Dr. Schlaffer hat eine Studie über jugendliche Familienfähigkeit gemacht, und da kommt ganz klar zum Ausdruck, dass die Institution Ehe von den 18‑ bis 25-
Abg. Öllinger: Und dann kracht es halt, das ist das Problem!
Jährigen absolut positiv definiert wird und dass Eheschließung absolut auch mit einem Kinderwunsch verknüpft ist. (Abg. Öllinger: Und dann kracht es halt, das ist das Problem!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Dort, meine Damen und Herren, müssen wir ansetzen. Wir müssen dafür sorgen, dass die Vorstellungen, die die jungen Menschen, die 18‑ bis 25-Jährigen, haben, auch realisiert werden können. Unsere Aufgabe in der Politik besteht darin, hiefür die notwendigen Rahmen zu setzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Sie zählen jetzt aber Kraut und Rüben zusammen!
Ich darf Ihnen das nur beispielhaft sagen: Eine Alleinverdienerfamilie mit zwei Kindern, die Kinder sind im Vorschulalter, bekommt im Monat bis zu 1 000 € einerseits als Barleistung und andererseits auf Grund steuerlicher Begünstigung durch die Anhebung des Alleinverdienerabsetzbetrages mit dem Mehrkinderzuschlag. Eine Alleinverdienerfamilie mit drei Kindern bekommt bis zu 1 900 € im Monat an zusätzlichen Leistungen. – Ich denke, an dieser Stelle ist es doch wichtig, zu sagen: Wir brauchen finanzielle Unterstützung, dass Familie leistbar und lebbar ist und dass wir auch die Armut wirklich vor Ort intensiv bekämpfen können. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Sie zählen jetzt aber Kraut und Rüben zusammen!)
Rufe von der Galerie.
auf sehr großes Interesse, dass gerade wir in Österreich den Vätern in der Familienarbeit zunehmend größere Bedeutung beimessen. (Rufe von der Galerie.)
Weitere Rufe von der Galerie.
Wir müssen die Männer dort abholen, wo sie abzuholen sind, und sie sind bei den Jungen absolut dort abzuholen, weil sie vor allem auch Kinder und Karriere vereinen wollen. Laut der Studie, die ich zuerst erwähnt habe, sind sie auch bereit, im Bereich der Berufstätigkeit etwas kürzer zu treten. Ganz interessant ist allerdings – um noch einmal auf diese Studie zurückzukommen –, dass die jungen Männer auf keinen Fall die Rolle des Hausmannes übernehmen wollen. (Weitere Rufe von der Galerie.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Dass wir gut unterwegs sind, zeigt sich auch auf europäischer Ebene, wo unser Modell der Familienpolitik, der Politik für Familien unter gleichberechtigter Einbindung der Mütter und Väter, als richtiger Weg gesehen wird. Das Interesse auch aus anderen Ländern ist sehr groß, und wir werden im Jahr 2006 im Rahmen unserer Präsidentschaft auch eine dementsprechende Familienkonferenz ins Leben rufen, um zu zeigen, was es heißt, richtige Politik für die Familien im Lande zu machen. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Besonders akut ist der Handlungsbedarf bei homosexuellen Lebensgemeinschaften, die ja nicht die Alternative der Eheschließung haben. Ich hoffe, dass der Vorstoß aus Ihren Reihen in diese Richtung nicht nur ein billiger Anbiederungsversuch an bestimmte Zielgruppen war, sondern dass Sie wirklich an einem modernen Familienrecht interessiert sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Diese Vereinbarkeit kann aber nur dann realisiert werden, wenn auch die Väter wirklich stärker an der Familienarbeit beteiligt werden. Es ist unser Ansinnen und unser Anliegen, Männer dazu nicht zu zwingen, sondern sie sollen motiviert werden, sich mehr in der Kinderbetreuung zu engagieren. Das soll als Chance gesehen werden, um neue Qualifikationen wie höhere Sozialkompetenz und mehr Teamfähigkeit zu erreichen, wofür oft teure Seminare notwendig sind, die dann erst im Job absolviert werden müssen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist daher sehr begrüßenswert, dass Staatssekretärin Haubner eine Kampagne zum Thema „Mehr Väter in Kinderbetreuung“ gestartet hat. Ich appelliere an Sie alle, über alle Parteigrenzen hinweg, diese Bewusstseinsbildung für mehr Engagement der Väter in den Familien und in der Kindererziehung sowie die Kampagne unserer Staatssekretärin zu unterstützen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dolinschek
Der erste Punkt ist die Frage der Mitbestimmung. Die demographische Entwicklung ist nun einmal Ausgangspunkt dafür, dass immer mehr ältere Wähler immer weniger jüngeren gegenüberstehen. Wenn man sich diverse Gremien anschaut, dann sieht man, dass die Jugend oft nicht ausreichend vertreten ist, außer – und darauf bin ich stolz – in der ÖVP. Wenn man hier in die Runde schaut, sieht man: Das Parlament ist sozusagen gespickt mit jungen Abgeordneten. Wir haben auch erst bei der letzten Landtagswahl in Vorarlberg einen jungen Mandatar dazubekommen. Ich glaube, auf diese Art und Weise wird echte Jugendpolitik gemacht (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dolinschek), indem man nämlich jungen Menschen auch Verantwortung übergibt. Das ist die richtige Methode.
Beifall bei der ÖVP.
Der dritte Punkt betrifft den Bereich des Arbeitsmarktes. Ich bin sehr froh darüber, dass wir viel getan haben, um ältere Erwerbstätige länger im Erwerbsleben zu halten. Das ist wichtig für unser Pensionssystem, aber wir dürfen nicht vergessen, dass es auch wichtig ist, für junge Menschen neue Arbeitsplätze zu schaffen und ihnen auch Arbeit zu ermöglichen. Ich bin deshalb sehr stolz darauf, dass gerade der Bund weitere Lehrlingsplätze schafft, nämlich 800 Plätze. Das ist ein sensationeller Erfolg, womit man jungen Menschen große Chancen bietet. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Unter dem Strich kann man sagen, Generationensolidarität darf keine Einbahnstraße sein. Mein Appell als Junge lautet: Fairplay für alle Generationen! (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit des Abg. Dr. Puswald sowie Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Ich glaube, in Wien zahlt ein Jugendlicher nicht mehr als ein Pensionist. Ich denke, eine Monatskarte kostet zirka 5 €, das sind ungefähr eineinhalb Wurstsemmeln. (Heiterkeit des Abg. Dr. Puswald sowie Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Der dritte Ansatz betrifft etwas, was Sie erst vor kurzem hier abgelehnt haben. Das war der Vorschlag des Papa-Monats, also die Möglichkeit für Väter, die ersten vier Wochen nach der Geburt des Kindes zu Hause zu sein, um vom ersten Tag an eine Beziehung, auch eine pflegerische Beziehung zum Kind aufbauen zu können – und nicht nur eine Spielbeziehung oder eine „Guten-Abend- und Gute-Nacht-Beziehung“. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Ganz zum Schluss wollte ich noch eine tatsächliche Berichtigung anbringen. Ich habe bei der Enquete gemeint, dass von den sieben oder acht Rednerinnen der ÖVP nur Kollegin Fuhrmann ohne Polemik ausgekommen ist. Ich habe das Protokoll jetzt nochmals durchgelesen und muss Frau Kollegin Riener auch noch als nicht polemisch einschließen. Bei den anderen bleibt es so. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Riepl: Du hast es auch nicht leicht!
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (Freiheitliche): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzte Frau Staatssekretärin! Die Familienformen haben sich im Laufe der Zeit ... (Abg. Riepl: Du hast es auch nicht leicht!) – Kollege Riepl, in aller Kürze: Die Familienformen haben sich, das wissen wir alle, im Laufe der Zeit gewandelt. Es gibt nun mehr Lebensgemeinschaften. Es gibt dadurch oft einmal Probleme wie die gemeinsame Obsorge für Kinder nach der Trennung der Eltern und so weiter und so fort. Aber auf jeden Fall ist eines ganz positiv, dass nämlich die Bereitschaft der jungen Männer, mehr bei der Kinderbetreuung und Kindererziehung mitzuwirken, als es vorher der Fall war, in der Vergangenheit enorm gestiegen ist.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich glaube, am Thema Familie muss weitergearbeitet werden. Wir sind hier auf dem besten Weg dazu und dieses Thema bei unserer Staatssekretärin in guten Händen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich bedanke mich bei der Bundesregierung dafür, dass sie jeder Frau das Kinderbetreuungsgeld gönnt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Aber zurück zur Flexibilisierung. Meine Damen und Herren, fragen Sie einmal eine Mutter, die einen Klein- und Mittelbetrieb führt, wie es bei ihr mit fixen Arbeitszeiten ausschaut! Sie muss jede Minute nutzen, um Betrieb und Kinder unter einen Hut zu bringen. Hat eine Unternehmerin kein Recht, eine bessere Vereinbarkeit zu fordern? Ich sage: Doch, sie hat es! Genau deshalb bin ich für partnerschaftliche Lösungen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie sind am Zug, meine Damen und Herren, Frau Staatssekretärin, aber wir unterstützen Sie dabei sehr gerne. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
wurde das Karenzgeld von zwei Jahren auf eineinhalb reduziert, die Zuverdienstgrenze um vieles mehr. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Zwischenruf der Abg. Csörgits
Ganz besonders freut es mich, dass auf Vorschlag unserer Staatssekretärin noch einiges mehr umgesetzt wurde: Der Alleinverdienerabsetzbetrag ist erhöht worden, ebenso der Alleinerzieherabsetzbetrag, pro Kind gibt es mehr Geld et cetera. Die Familienbeihilfe ist im Vergleich zur alten Regierung entsprechend erhöht worden, und bei der Harmonisierung der Pensionen werden speziell die Frauen gewinnen. In Zeiten einer SPÖ-Führung waren 15 Beitragsjahre notwendig (Zwischenruf der Abg. Csörgits) – ich bin am Wort, Frau Kollegin, nicht nervös werden! –, jetzt unter FPÖ/ÖVP-Regierung sind es nur mehr sieben Jahre. – Das sind natürlich Versäumnisse Ihrerseits, daher verstehe ich auch die Aufregung.
Abg. Reheis: Weltfremd!
Kindererziehungszeiten: Anrechnung von vier Jahren, bei der Bemessungsgrundlage die Verdoppelung auf 1 350 €. Die Verbesserung bei Niedrigpensionen ist an dieser Stelle ebenfalls anzuführen, und besonders erfreulich ist, dass Frauen mit 40 Beitragsjahren nach wie vor mit Vollendung des 55. Lebensjahres in Pension gehen können. (Abg. Reheis: Weltfremd!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Die Familienpolitik dieser Regierung kann sich sehen lassen! – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren! All diese Maßnahmen sind zweifellos Bausteine für eine moderne, zukunftsorientierte Familienpolitik. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Ellmauer
Was will ich damit sagen? – Diejenigen, die es nicht brauchen, bekommen noch etwas dazu (Zwischenruf des Abg. Ellmauer), während jene, die es brauchen würden, bei Ihrer Politik eben durch den Lattenrost fallen, also nicht berücksichtigt werden. (Abg. Ellmauer: Völliger Unsinn!)
Abg. Ellmauer: Völliger Unsinn!
Was will ich damit sagen? – Diejenigen, die es nicht brauchen, bekommen noch etwas dazu (Zwischenruf des Abg. Ellmauer), während jene, die es brauchen würden, bei Ihrer Politik eben durch den Lattenrost fallen, also nicht berücksichtigt werden. (Abg. Ellmauer: Völliger Unsinn!)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren von der Bundesregierung! Sie behandeln Familien mit Kindern ungleich. Das kritisieren wir Sozialdemokraten und bitten Sie, darüber nachzudenken, ob es wirklich sozial und gerecht ist, wenn jene, die das Doppelte verdienen, Zuschläge bekommen, während andere Familien leer ausgehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Puswald: Ja!
Abgeordnete Barbara Riener (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Frau Staatssekretärin! Damen und Herren im Hohen Haus! Wenn wir heute den Bericht über die Familien-Enquete debattieren, dann kann man sagen: Es ist viel geschehen, wie zum Beispiel Kinderbetreuungsgeld für alle, Familienhospizkarenz, das Recht auf Teilzeit oder steuerliche Begünstigungen für Familien, aber es ist noch einiges zu tun. (Abg. Dr. Puswald: Ja!)
Beifall bei der ÖVP.
Sie fordern – wir von der ÖVP handeln! Oder auf Steirisch: Sie fordern, und wir haben umgesetzt! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese drei Maßnahmen gehören erfüllt, um mit dieser Gruppe von Menschen auch Solidarität zu zeigen, um ihre Lebenssituation zu verbessern, Solidarität zu zeigen in dem Sinne, wie das schon im Titel dieser Enquete „Familie – Generationen – Solidarität“ vorgegeben worden ist. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Familienmodell an. – Wie schaffen wir es, dieses zum Trend zu machen? – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das wollen Sie doch auch alles, oder? Das ist doch kein Schlagwort!
Abgeordnete Rosemarie Schönpass (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Wenn wir heute den Bericht über die Enquete mit dem Titel „Familie – Generationen – Solidarität“ diskutieren und die salbungsvollen Einleitungsworte der Regierungsverantwortlichen nachlesen, so stoßen wir immer wieder auf dieselben Schlagwörter. Da ist die Rede von Vereinbarkeit von Beruf und Familie, von Wahlfreiheit bei der Lebensgestaltung (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das wollen Sie doch auch alles, oder? Das ist doch kein Schlagwort!), von Rahmenbedingungen für Familien, die die Politik machen muss.
Abg. Scheibner: Da waren Sie dagegen!
Die Damen und Herren von den Regierungsparteien sind aber offenbar der Meinung, dass das Kinderbetreuungsgeld schon Rahmenbedingung genug ist. (Abg. Scheibner: Da waren Sie dagegen!) Doch das Kinderbetreuungsgeld in seiner derzeitigen Form ist keine geeignete Antwort auf die familienpolitischen Fragen, die wir uns stellen müssen. Es verstärkt nicht nur die Frauenarbeitslosigkeit, es ist überhaupt kein geeignetes Mittel, um die Frage der Kinderbetreuung zu lösen. Uns fehlen in Österreich noch immer rund 48 000 Kinderbetreuungsplätze. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber Sie waren doch lange genug in der Regierung!) Das ist ein Kernproblem, an dem wir dringend ansetzen müssen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das wisst ihr jetzt erst alles? Seit ihr in der Opposition seid, wisst ihr das alles!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber Sie waren doch lange genug in der Regierung!
Die Damen und Herren von den Regierungsparteien sind aber offenbar der Meinung, dass das Kinderbetreuungsgeld schon Rahmenbedingung genug ist. (Abg. Scheibner: Da waren Sie dagegen!) Doch das Kinderbetreuungsgeld in seiner derzeitigen Form ist keine geeignete Antwort auf die familienpolitischen Fragen, die wir uns stellen müssen. Es verstärkt nicht nur die Frauenarbeitslosigkeit, es ist überhaupt kein geeignetes Mittel, um die Frage der Kinderbetreuung zu lösen. Uns fehlen in Österreich noch immer rund 48 000 Kinderbetreuungsplätze. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber Sie waren doch lange genug in der Regierung!) Das ist ein Kernproblem, an dem wir dringend ansetzen müssen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das wisst ihr jetzt erst alles? Seit ihr in der Opposition seid, wisst ihr das alles!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das wisst ihr jetzt erst alles? Seit ihr in der Opposition seid, wisst ihr das alles!
Die Damen und Herren von den Regierungsparteien sind aber offenbar der Meinung, dass das Kinderbetreuungsgeld schon Rahmenbedingung genug ist. (Abg. Scheibner: Da waren Sie dagegen!) Doch das Kinderbetreuungsgeld in seiner derzeitigen Form ist keine geeignete Antwort auf die familienpolitischen Fragen, die wir uns stellen müssen. Es verstärkt nicht nur die Frauenarbeitslosigkeit, es ist überhaupt kein geeignetes Mittel, um die Frage der Kinderbetreuung zu lösen. Uns fehlen in Österreich noch immer rund 48 000 Kinderbetreuungsplätze. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber Sie waren doch lange genug in der Regierung!) Das ist ein Kernproblem, an dem wir dringend ansetzen müssen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das wisst ihr jetzt erst alles? Seit ihr in der Opposition seid, wisst ihr das alles!)
Zwischenruf der Abg. Steibl
Ich möchte daran erinnern, dass wir unser Augenmerk nicht nur auf die offensichtlichen familienpolitischen Maßnahmen legen dürfen (Zwischenruf der Abg. Steibl), denn Rahmenbedingungen für Familien werden auch im Finanzausgleich, im Finanzministerium geschaffen. Wenn wir ... (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wer hat das alles geschrieben?)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Wer hat das alles geschrieben?
Ich möchte daran erinnern, dass wir unser Augenmerk nicht nur auf die offensichtlichen familienpolitischen Maßnahmen legen dürfen (Zwischenruf der Abg. Steibl), denn Rahmenbedingungen für Familien werden auch im Finanzausgleich, im Finanzministerium geschaffen. Wenn wir ... (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wer hat das alles geschrieben?)
Zwischenruf der Abg. Steibl
Ich möchte auf den Finanzausgleich zu sprechen kommen, denn dort bestehen Möglichkeiten, Kinderbetreuungseinrichtungen zu schaffen (Zwischenruf der Abg. Steibl), dort wird beschlossen, wie viel Geld aus dem Steuertopf die Gemeinden als Ausgleich für ihre vielfältigen und kostenintensiven Leistungen bekommen. Diese Ausgaben steigen ständig, gleichzeitig möchte der Bund aber den Gemeinden immer weniger Geld geben.
Zwischenruf der Abg. Steibl
Recht auf einen Kinderbetreuungsplatz (Zwischenruf der Abg. Steibl), damit die Vereinbarkeit von Beruf und Familie möglich werden kann! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Recht auf einen Kinderbetreuungsplatz (Zwischenruf der Abg. Steibl), damit die Vereinbarkeit von Beruf und Familie möglich werden kann! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Puswald: Wer war 15 Jahre in der großen Koalition?
Zweifellos, die Schere zwischen den Pensionen der Männer und jener der Frauen klafft auseinander. Die SPÖ macht die Regierungen unter Bundeskanzler Schüssel dafür verantwortlich. Tatsache ist, dass das die Folge der 55-jährigen sozialdemokratischen Sozialpolitik ist (Abg. Dr. Puswald: Wer war 15 Jahre in der großen Koalition?) – denn so lange waren Sie im Sozialministerium. Die SPÖ hat über diesen langen Zeitraum die Kompetenzen gehabt. (Zwischenruf des Abg. Broukal.)
Zwischenruf des Abg. Broukal.
Zweifellos, die Schere zwischen den Pensionen der Männer und jener der Frauen klafft auseinander. Die SPÖ macht die Regierungen unter Bundeskanzler Schüssel dafür verantwortlich. Tatsache ist, dass das die Folge der 55-jährigen sozialdemokratischen Sozialpolitik ist (Abg. Dr. Puswald: Wer war 15 Jahre in der großen Koalition?) – denn so lange waren Sie im Sozialministerium. Die SPÖ hat über diesen langen Zeitraum die Kompetenzen gehabt. (Zwischenruf des Abg. Broukal.)
Abg. Dr. Puswald: Sie rechnen!
Ihnen ist es nicht gelungen, Maßnahmen zu setzen, um die Kinderbetreuung zu verbessern, zumindest nicht in ausreichendem Maße, sonst würden Sie heute nicht hier ans Rednerpult treten und kritisieren, dass die Kinderbetreuung nicht in ausreichendem Maße vorhanden ist. (Abg. Dr. Puswald: Sie rechnen!) Ihnen ist es nicht gelungen, Maßnahmen zu setzen, die die Vereinbarkeit von familiärer und beruflicher Lebenswelt erfordern würde. Dieser Regierung jedoch ist es ein Anliegen, die Familie mit dem Beruf wirklich vereinbar zu machen, und dazu wurde eine Vielzahl politischer Maßnahmen gesetzt.
Abg. Dr. Puswald: Weil Sie die Kassen aushöhlen!
Sie verlangen in Ihrem Entschließungsantrag einen „Vatermonat“, ohne auch nur im geringsten auf die Finanzierungsmöglichkeiten einzugehen (Abg. Dr. Puswald: Weil Sie die Kassen aushöhlen!), wissen aber ganz genau, dass es eine Tatsache ist, dass seit 2002 beide Elternteile Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld haben und abwechselnd die Kinderbetreuung durchführen können. Tatsache ist auch, dass in vielen Betriebsvereinbarungen bereits Väterkarenz vereinbart ist. (Abg. Silhavy: Wo ist es vereinbart? Das möchte ich gerne wissen!)
Abg. Silhavy: Wo ist es vereinbart? Das möchte ich gerne wissen!
Sie verlangen in Ihrem Entschließungsantrag einen „Vatermonat“, ohne auch nur im geringsten auf die Finanzierungsmöglichkeiten einzugehen (Abg. Dr. Puswald: Weil Sie die Kassen aushöhlen!), wissen aber ganz genau, dass es eine Tatsache ist, dass seit 2002 beide Elternteile Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld haben und abwechselnd die Kinderbetreuung durchführen können. Tatsache ist auch, dass in vielen Betriebsvereinbarungen bereits Väterkarenz vereinbart ist. (Abg. Silhavy: Wo ist es vereinbart? Das möchte ich gerne wissen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es ist richtig: Geld allein reicht nicht aus! Da haben Sie sicher Recht. Es ist auch die Werthaltung der Gesellschaft gegenüber Familien und Kindern, die dazu beiträgt, dass sich junge Menschen auch künftig für Kinder entscheiden können, und zwar dann, wenn sie auch von der Gesellschaft entsprechend unterstützt werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch
Abgeordnete Mag. Melitta Trunk (SPÖ): Herr Präsident! Kollegen und Kolleginnen! Nur in aller Kürze zu dem Sarkasmus, dem Zynismus und auch den historischen Unrichtigkeiten, die hier den ganzen Tag über vom Stapel gelassen wurden: Punkt eins: Die Frauen in Österreich müssen alle Zeuginnen gewesen sein, als die Unternehmer, die Konzernbosse, der damalige Wirtschaftsminister Schüssel, Bartenstein auf den Knien darum gerungen haben, den Frauen und den Männern, den arbeitstätigen Menschen in Österreich mehr Lohn bezahlen zu dürfen (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch) – und die Gewerkschaft hat abgelehnt. – Das ist Ihre Darstellung der Dinge, und das ist ein Skandal! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Melitta Trunk (SPÖ): Herr Präsident! Kollegen und Kolleginnen! Nur in aller Kürze zu dem Sarkasmus, dem Zynismus und auch den historischen Unrichtigkeiten, die hier den ganzen Tag über vom Stapel gelassen wurden: Punkt eins: Die Frauen in Österreich müssen alle Zeuginnen gewesen sein, als die Unternehmer, die Konzernbosse, der damalige Wirtschaftsminister Schüssel, Bartenstein auf den Knien darum gerungen haben, den Frauen und den Männern, den arbeitstätigen Menschen in Österreich mehr Lohn bezahlen zu dürfen (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch) – und die Gewerkschaft hat abgelehnt. – Das ist Ihre Darstellung der Dinge, und das ist ein Skandal! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Den Eindruck haben wir bei Ihnen nicht, Frau Kollegin!
Zweiter Punkt: Manche von Ihnen haben hier tatsächlich den Eindruck erweckt, als würden sie glauben, was sie sagen (Abg. Scheibner: Den Eindruck haben wir bei Ihnen nicht, Frau Kollegin!), indem sie es so darstellen, als hätte die Familienpolitik und am Ende auch noch die Frauenpolitik erst im Jahr 2000 begonnen.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Wahrheit ist – ich beziehe mich jetzt auf eine historische Tatsache –, dass eine im Europavergleich revolutionäre Familienpolitik unter der SPÖ-Alleinregierung begonnen hat und dann kontinuierlich fortgesetzt wurde, allerdings mit massiven Bremsern und Blockierern in einer gemeinsamen Regierung mit der ÖVP. Das ist die historische Wahrheit – und nicht das, was Sie hier heute darzustellen versucht haben! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Nur ein kleines Beispiel, wie die Wirklichkeit ausschaut: Welche Familienform auch immer die Menschen in Familien wählen, die Mehrheit der Frauen, Männer und auch Kinder fühlt sich wohl mit dem Familienbegriff der Sozialdemokratie, denn dieser ist offen, ist tolerant, diskriminiert niemanden, sondern schließt alle ein! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie haben „Blockierer“ gesagt! Das finde ich gar nicht ...!
Kollegin Rosenkranz hat heute hier gemeint, unter der SPÖ sei Familienpolitik nie so richtig wirkliche Politik wie bei Wirtschaft und Budget gewesen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie haben „Blockierer“ gesagt! Das finde ich gar nicht ...!) – Dazu: Familienpolitik ist Wirtschaftspolitik, ist Budgetpolitik und ist Finanzpolitik. Das ist das Selbstverständnis der SPÖ im Zusammenhang mit Familienpolitik! (Zwischenruf des Abg. Dr. Fasslabend. – Gegenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Fasslabend. – Gegenrufe bei der SPÖ.
Kollegin Rosenkranz hat heute hier gemeint, unter der SPÖ sei Familienpolitik nie so richtig wirkliche Politik wie bei Wirtschaft und Budget gewesen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie haben „Blockierer“ gesagt! Das finde ich gar nicht ...!) – Dazu: Familienpolitik ist Wirtschaftspolitik, ist Budgetpolitik und ist Finanzpolitik. Das ist das Selbstverständnis der SPÖ im Zusammenhang mit Familienpolitik! (Zwischenruf des Abg. Dr. Fasslabend. – Gegenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Das ist aber ein bisschen tief!
Ihnen von ÖVP und FPÖ sei ins Stammbuch geschrieben: Sie reden von Familienpolitik, aber wie schaut Ihre Familienpolitik mit Bartenstein und Co aus, wenn es um die Arbeitszeitregelung geht? (Abg. Steibl: Das ist aber ein bisschen tief!) Ihr Modell, Kollegin Steibl, ist eine Gesellschaft, die rund um die Uhr arbeitet! Da wird auf alle möglichen Interessen Rücksicht genommen – nicht jedoch auf die Interessen berufstätiger Frauen und Männer, Väter und Mütter und schon gar nicht auf die Interessen unserer Kinder! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ihnen von ÖVP und FPÖ sei ins Stammbuch geschrieben: Sie reden von Familienpolitik, aber wie schaut Ihre Familienpolitik mit Bartenstein und Co aus, wenn es um die Arbeitszeitregelung geht? (Abg. Steibl: Das ist aber ein bisschen tief!) Ihr Modell, Kollegin Steibl, ist eine Gesellschaft, die rund um die Uhr arbeitet! Da wird auf alle möglichen Interessen Rücksicht genommen – nicht jedoch auf die Interessen berufstätiger Frauen und Männer, Väter und Mütter und schon gar nicht auf die Interessen unserer Kinder! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Familie heißt Beziehung – und Beziehung braucht Qualität, braucht Zeit. Diese Zeit aber stehlen Sie unseren Kindern und den Familien; auch mit Ihrem Pensionsmodell! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Scheibner.
In Wirklichkeit werden Frauen und Männer, wenn Sie ohne Abschläge in Pension gehen wollen, wenn sie eine ordentliche Ausbildung hinter sich gebracht haben, bis 65 und 70 arbeiten müssen. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.) Damit stehlen Sie noch den Enkelkindern die Großeltern, denn die Großmutter und der Großvater werden am Arbeitsplatz sein und keine Zeit für die Enkelkinder haben! Das ist Ihre Familienpolitik! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In Wirklichkeit werden Frauen und Männer, wenn Sie ohne Abschläge in Pension gehen wollen, wenn sie eine ordentliche Ausbildung hinter sich gebracht haben, bis 65 und 70 arbeiten müssen. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.) Damit stehlen Sie noch den Enkelkindern die Großeltern, denn die Großmutter und der Großvater werden am Arbeitsplatz sein und keine Zeit für die Enkelkinder haben! Das ist Ihre Familienpolitik! (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Ich begrüße den Herrn Gebärdendolmetscher sowie seine Kolleginnen herzlich hier im Hause. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es gibt immer wieder auch den Wunsch von vielen, dass man sich Implantate in den Kopf einsetzen lassen soll, damit man vielleicht ein bisschen etwas hört. Meine sehr geehrten Damen und Herren, es ist jedermanns und jederfraus eigene Sache, ob sie diese Operation machen kann und machen will – unabhängig davon, dass damit noch lange nicht sichergestellt ist, dass das auch tatsächlich etwas bringt. Viele Menschen fühlen sich einfach in ihrer Sprache, eben in der Gebärdensprache, sehr wohl, und deswegen darf man ihnen ihre Sprache auch nicht nehmen, sondern muss diese Sprache auch gesetzlich anerkennen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das müssen Sie endlich einmal kapieren, meine sehr geehrten Damen und Herren! Lassen Sie es zu, dass in Österreich Gebärdensprache als Sprache anerkannt wird – und nicht irgendwie so als Nebending behandelt wird, indem man sagt: So viele sind es ja nicht, die diese Sprache sprechen! – Es geht nicht darum, wie viele es sind, sondern es geht um das Recht auf die eigene Sprache! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich erwarte mir, sehr geehrte Damen und Herren, dass zumindest ab 1. Jänner 2005 sichergestellt ist, dass Gebärdensprache als Sprache anerkannt wird. Das ist nicht zu viel verlangt. Sie wissen es seit Jahrzehnten. Handeln Sie endlich! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Hören wir doch auf, Behinderungen zu schaffen, indem wir Sprachen verbieten, sondern schaffen wir Behinderung ab, indem wir die Gebärdensprache als Sprache zulassen, denn das ist ein Fortschritt für gehörlose Menschen, und der muss endlich auch in Österreich passieren! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich möchte mich auch ganz herzlich bedanken für die Übersetzung dieses meines Beitrages in die Gebärdensprache und hoffe, dass wir bald die entsprechenden Reformen einleiten können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren von den Regierungsfraktionen: Geben Sie sich einen Ruck und verwirklichen Sie die Verankerung der Gebärdensprache in der Verfassung! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Vom politischen Stellenwert her ist es sicherlich wertvoller, die Gebärdensprache in der Bundesverfassung zu verankern als im Behindertengleichstellungsgesetz, und deshalb glaube ich, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Ich persönlich werde mich dafür einsetzen, dass möglichst bald – in einer der nächsten oder schon in der nächsten Sitzung des Verfassungsausschusses – dieser Entschließungsantrag, den wir heute eingebracht haben, debattiert wird und zur Abstimmung kommt. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir haben einen Selbständigen Antrag eingebracht heute!
Präsident Dr. Andreas Khol: Frau Kollegin! Es ist kein Entschließungsantrag eingebracht worden – und in der ersten Lesung gibt es auch keine Anträge! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir haben einen Selbständigen Antrag eingebracht heute!) – Ich verstehe. Das nur zur Klarstellung, damit wir wissen, wie wir vorgehen. – Danke. (Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen.
Präsident Dr. Andreas Khol: Frau Kollegin! Es ist kein Entschließungsantrag eingebracht worden – und in der ersten Lesung gibt es auch keine Anträge! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir haben einen Selbständigen Antrag eingebracht heute!) – Ich verstehe. Das nur zur Klarstellung, damit wir wissen, wie wir vorgehen. – Danke. (Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Glawischnig: Grasser?
Grasser steht. (Abg. Dr. Glawischnig: Grasser?) – Grasser wird von „Grashalm“ abgeleitet, habe ich mir erklären lassen.
Allgemeine Heiterkeit sowie allgemeiner Beifall.
Und jetzt ist es Zeit, dass sich der Huainigg verrollt. (Allgemeine Heiterkeit sowie allgemeiner Beifall.)
Abg. Haidlmayr: An einer Hand!
Auch diesbezüglich kann man ein wenig über die Grenzen schauen. Wie ich gehört habe, kann man die Zahl der gehörlosen AkademikerInnen in Österreich an den Fingern beider Hände abzählen. (Abg. Haidlmayr: An einer Hand!) An einer Hand, sagt die Kollegin Haidlmayr. In Schweden gibt es mehrere Hundert gehörlose AkademikerInnen. Da ist es wahrscheinlich nicht damit getan, ein Verfassungsgesetz zu machen, sondern da sind einfach Rahmenbedingungen notwendig, um das Ganze mit Leben zu erfüllen, etwa die Zurverfügungstellung von Dolmetschern an den Universitäten.
Beifall bei den Grünen.
Aber von all dem steht in diesem Entschließungsantrag nichts drinnen. Jetzt sage ich einmal: Okay, es ist positiv, dass es ihn gibt, aber was dann wirklich von der Substanz übrig bleibt, das werden wir in den nächsten Monaten noch sehen! (Beifall bei den Grünen.)
Die Gebärdendolmetscherin übersetzt dieses Wort in die Gebärdensprache. – Abg. Neugebauer: Schaut gut aus!
Bevor ich zum Ende meiner Ausführungen komme, würde mich wirklich noch interessieren, wie das Wort „Pensionssicherungsreform“ in der Gebärdensprache ausschaut. (Die Gebärdendolmetscherin übersetzt dieses Wort in die Gebärdensprache. – Abg. Neugebauer: Schaut gut aus!) Schaut gut aus! (Beifall bei der ÖVP.) Vielleicht für die Opposition das Wort „Scheinharmonisierung“. (Auch dieses Wort wird in die Gebärdensprache übersetzt.) Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Das erste war eindeutig besser!)
Beifall bei der ÖVP.
Bevor ich zum Ende meiner Ausführungen komme, würde mich wirklich noch interessieren, wie das Wort „Pensionssicherungsreform“ in der Gebärdensprache ausschaut. (Die Gebärdendolmetscherin übersetzt dieses Wort in die Gebärdensprache. – Abg. Neugebauer: Schaut gut aus!) Schaut gut aus! (Beifall bei der ÖVP.) Vielleicht für die Opposition das Wort „Scheinharmonisierung“. (Auch dieses Wort wird in die Gebärdensprache übersetzt.) Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Das erste war eindeutig besser!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Das erste war eindeutig besser!
Bevor ich zum Ende meiner Ausführungen komme, würde mich wirklich noch interessieren, wie das Wort „Pensionssicherungsreform“ in der Gebärdensprache ausschaut. (Die Gebärdendolmetscherin übersetzt dieses Wort in die Gebärdensprache. – Abg. Neugebauer: Schaut gut aus!) Schaut gut aus! (Beifall bei der ÖVP.) Vielleicht für die Opposition das Wort „Scheinharmonisierung“. (Auch dieses Wort wird in die Gebärdensprache übersetzt.) Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Das erste war eindeutig besser!)
Allgemeiner Beifall.
Herzlichen Dank für die Dolmetscharbeit. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Scheibner: Was werden Sie uns in der zweiten Lesung erzählen? Da bleibt nichts übrig!
Das ist meine letzte Information an Sie, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, denn es weiß eigentlich kaum jemand, wie fahrlässig, würde ich fast sagen, der Gesetzgeber im Zusammenhang mit Straftätern umgeht. (Abg. Scheibner: Was werden Sie uns in der zweiten Lesung erzählen? Da bleibt nichts übrig!) Das erzähle ich in der ersten Lesung, weil ich hoffe, dass der eine oder andere auch sozusagen seinen Horizont bezüglich dieser Fakten erweitert. Das gilt sogar für die Klubobleute, die auch nicht allwissend sind, denn sonst würden sie manchmal gescheiter reden, wenn sie mehr wüssten. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Ich mache mir nur Sorgen um die zweite Lesung!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Ich mache mir nur Sorgen um die zweite Lesung!
Das ist meine letzte Information an Sie, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, denn es weiß eigentlich kaum jemand, wie fahrlässig, würde ich fast sagen, der Gesetzgeber im Zusammenhang mit Straftätern umgeht. (Abg. Scheibner: Was werden Sie uns in der zweiten Lesung erzählen? Da bleibt nichts übrig!) Das erzähle ich in der ersten Lesung, weil ich hoffe, dass der eine oder andere auch sozusagen seinen Horizont bezüglich dieser Fakten erweitert. Das gilt sogar für die Klubobleute, die auch nicht allwissend sind, denn sonst würden sie manchmal gescheiter reden, wenn sie mehr wüssten. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Ich mache mir nur Sorgen um die zweite Lesung!)
Abg. Scheibner: Ja, wir machen alles!
ken machen, Herr Klubobmann Scheibner. Vielleicht können Sie auch der Frau Bundesministerin diesbezüglich ein bisschen auf die Sprünge helfen. (Abg. Scheibner: Ja, wir machen alles!) Sie ist ja noch neu im Amt, daher fordere ich sie persönlich gar nicht dazu auf. Wenn jemand aus der ersten Reihe so groß redet, dann sollte er auch große Leistungen in Form von Gesetzesanträgen hier vorweisen. Bitte nachmachen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
ken machen, Herr Klubobmann Scheibner. Vielleicht können Sie auch der Frau Bundesministerin diesbezüglich ein bisschen auf die Sprünge helfen. (Abg. Scheibner: Ja, wir machen alles!) Sie ist ja noch neu im Amt, daher fordere ich sie persönlich gar nicht dazu auf. Wenn jemand aus der ersten Reihe so groß redet, dann sollte er auch große Leistungen in Form von Gesetzesanträgen hier vorweisen. Bitte nachmachen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist also darauf zu achten, dass eine bedingte Entlassung nur mit Bewährungshilfe erfolgt. Die Schwierigkeiten mit den ausländischen Tätern sind im Strafvollzug zu regeln, und die bedingten Entlassungen sind im Einzelfall zu prüfen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Verbrecherfreundlich!
Erster Aspekt: Ich möchte schon betonen, dass die SPÖ die erste der hier im Hohen Haus vertretenen Parteien war, die zum einen die Vorziehung der bedingten Entlassung und zum anderen eine grundlegende Änderung gefordert hat. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Verbrecherfreundlich!) Wir haben bereits im Vorjahr ein Konzept zur grundlegenden Änderung vorgelegt, und wir haben heuer im Frühjahr eine Enquete zum Thema „Strafvollzug“ abgehalten, und zwar unter Einbeziehung von zahlreichen Experten und Expertinnen sowohl aus dem Justizministerium als auch von internationaler Seite und auch von der Kriminalpolitischen Initiative, die ich für eine sehr interessante Initiative halte und die wirklich sehr wertvolle Beiträge geliefert hat.
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, dieser Antrag ist sehr wichtig und muss unterstützt werden, und ich bin schon sehr gespannt, wie sich die Frau Justizministerin dazu äußert. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Er wird sich, wenn er ein gewöhnliches Verbrechen begeht, dann vor den Richter hinstellen und sagen: Bitte schön, der Herr Rat hat es eh gewusst, als er mich entlassen hat. Aber ich habe eh nur ein normales, kleines Verbrechen begangen. – So einfach kann man es sich nicht machen! Wir müssen das wissenschaftlich diskutieren und nicht so wie Sie, die Sie das im Husch-Pfusch-Verfahren machen wollen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich finde es in Ordnung, wenn man Anträge, die man nicht will, ablehnt und dann im Plenum noch einmal diskutiert und ablehnt. Das finde ich in Ordnung, aber die Vorgangsweise, wie ich sie erlebt habe, dass Anträge, die man nicht diskutieren will, einfach vertagt werden, halte ich nicht für in Ordnung. Deshalb habe ich mir gedacht: Bringen wir ihn eben so oft ein und haben ihn damit im Plenum – was anscheinend verhindert werden soll durch die ewigen Vertagungen –, bis er dann auch wirklich einmal behandelt wird. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Krainer: Sie haben es nicht verstanden!
Das von Kollegin Sima geforderte Einwegpfand mit dem „P“ ist, glaube ich, für alle Beteiligten sehr teuer, kompliziert und bringt auch der Umwelt nichts. Ich glaube, das ist ein Öko-Schmäh; ich denke da gerade auch an Deutschland. (Abg. Krainer: Sie haben es nicht verstanden!)
Abg. Öllinger: Das gibt’s ja nicht! Wo haben Sie das her?
Beispielsweise hat in Schweden das Pfandsystem nicht zu einer Steigerung von Mehrwegverpackungen geführt. Allerdings – und das, glaube ich, ist schon wichtig – wird in Schweden Bier zu 60 Prozent in Einweg verkauft, in Österreich hingegen nur zu 16 Prozent. Die Einführung des Zwangspfandes wäre mit enormen Kosten verbunden. (Abg. Öllinger: Das gibt’s ja nicht! Wo haben Sie das her?) Der Fachverband für Nahrungs- und Genussmittelindustrie hat berechnet, dass für den Aufbau 120 Millionen € notwendig wären und dann jährlich 40 Millionen € für den Betrieb.
Abg. Öllinger: Wo haben Sie die Statistiken her?
Die deutschen Verbraucher haben in den ersten neun Monaten des Vorjahres 400 Millionen € Pfandgeld bezahlt und nicht wieder abgeholt. (Abg. Öllinger: Wo haben Sie die Statistiken her?) Einkaufen mit Einwegpfand wird für den Konsumenten auch sehr umständlich. Er kann die Verpackungen nur zu den Öffnungszeiten zurückbringen. Er muss sie daheim lagern, sie dürfen nicht beschädigt werden und brauchen auch viel mehr Platz.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Im Bereich der Sammlung und Verwertung von Verpackungen ist Österreich international gesehen vorbildlich. Wir brauchen unser Licht nicht unter den Scheffel zu stellen. Seien wir stolz auf die österreichische Umweltpolitik! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Es wird interessant, im Umweltausschuss darüber zu diskutieren, denn es ist sicher ein Anliegen von uns allen, dass jeder, der einkaufen geht, in Zukunft mit weniger Verpackungsmaterial aus dem Geschäft kommt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Krainer – das Rednerpult verlassend –: Das ist eine tatsächliche Berichtigung!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Kollege, das ist ein Redebeitrag, keine tatsächliche Berichtigung. (Abg. Krainer – das Rednerpult verlassend –: Das ist eine tatsächliche Berichtigung!) Nein! (Abg. Krainer: Lernen Sie die Geschäftsordnung!)
Abg. Krainer: Lernen Sie die Geschäftsordnung!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Kollege, das ist ein Redebeitrag, keine tatsächliche Berichtigung. (Abg. Krainer – das Rednerpult verlassend –: Das ist eine tatsächliche Berichtigung!) Nein! (Abg. Krainer: Lernen Sie die Geschäftsordnung!)
Beifall bei der SPÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Krainer.
(Beifall bei der SPÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Krainer.)
Heiterkeit.
Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Dr. Glawischnig. Restredezeit der grünen Fraktion: 20 Minuten. (Heiterkeit.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig (Grüne): Der war gut, Herr Präsident! – Herr Präsident! Niemand mehr auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Die grüne Fraktion findet den Antrag des Kollegen Krainer von der SPÖ ausgesprochen sinnvoll. Es geht ja nicht darum, irgendein kompliziertes System einzuführen, sondern darum, ein einfaches „P“ auf die Flaschen zu drucken, damit sich die Leute auskennen. Das unterstützen wir immer, es den Leuten leichter zu machen, sich auszukennen. Deswegen werden wir das im Umweltausschuss ganz konstruktiv diskutieren, und wir hoffen auf Einsicht bei den Regierungsparteien. – Schönen Abend! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)