Eckdaten:
Für die 117. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 500 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht von den Abgeordneten Anton Heinzl und Beate Schasching
Petition betreffend „Die Auswirkungen der Reformpläne für die Polizei in der Landeshauptstadt St. Pölten“ (Ordnungsnummer 68) (überreicht von den Abgeordneten Anton Heinzl und Beate Schasching)
überreicht vom Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber
Petition betreffend „Umsetzung der EU-Agrarreform“ (Ordnungsnummer 69) (überreicht vom Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Dieter Brosz (fortsetzend): Der zweite zentrale Punkt: Kaum ein Land hat einen so großen sozialen Hintergrund im Schulbereich wie Österreich. Die österreichischen SchülerInnen sind extrem davon abhängig, wie die Situation in ihrem Elternhaus ist, was den Bereich Bildung und Einkommen betrifft. Wenn österreichische SchülerInnen Eltern haben, die über keine höhere Bildung verfügen, dann ist es nach wie vor so, dass ihre Chancen sehr beschränkt sind. Ich finde, dass das für ein so reiches Land wie Österreich ein Armutszeugnis ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Der dritte große Punkt: Wir haben kein ausgebautes Fördersystem in Österreich. Private Nachhilfe ist eine der Wachstumsbranchen Österreichs. Es gibt kaum ein Gebiet, das so bunt ist. – Wirtschaftlich ja durchaus erfreulich. Die Frage ist nur: Wer zahlt es?, und: Kann ein Land damit zufrieden sein, dass es private Förderung, private Nachhilfe anstatt von schulischer Förderung gibt? – Ich glaube, Österreich hat sich ein besseres Schulsystem verdient. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir haben in Österreich Raten von 30 Prozent und diskutieren jetzt, ob wir vielleicht in Richtung 50 Prozent kommen können. Sie sehen, dass da ein massiver Nachholbedarf gegeben ist. Angesichts dieser Tatsache halte ich es wirklich für unzulänglich, über Zugangsbeschränkungen zu diskutieren, ohne die Zahl der Studienplätze auszuweiten. Diese Zugangsbeschränkungen werden dazu führen, dass es für weniger österreichische Studierende Plätze an den Universitäten geben wird, und das ist schlicht und einfach die falsche Antwort auf ein Problem, das wir seit Jahren kennen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Widerspruch bei der ÖVP.
Es gibt zwei Dinge, die es verdienen, näher angeschaut zu werden. Das ist zum einen die Fünf-Tage-Woche in den Pflichtschulen. Auch da muss man sagen, über 90 Prozent der Pflichtschulen waren bereits fünftägig geführt; bei den restlichen wird das jetzt der Fall sein. Ich glaube, daran sieht man, dass die Qualität des Schulsystems dadurch nicht drastisch steigen wird. Aber der zentrale Punkt, der drinnen ist, ist die Nachmittagsbetreuung. Ich sage es gleich vorweg: Die Grünen werden diesem Gesetzesantrag deshalb nicht zustimmen, weil die Nachmittagsbetreuung völlig unzulänglich geregelt ist. (Beifall bei den Grünen. – Widerspruch bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Unser Vorschlag wäre gewesen: Jeder Elternteil, jede SchülerIn soll das Recht haben, zu wählen, ob sie eine herkömmliche Schule besucht, ob sie eine Schule mit Nachmittagsbetreuung, also Unterricht am Vormittag und Nachmittagsbetreuung danach, wünscht oder ob es eine wirkliche Ganztagsschule sein soll – und das in einer angemessenen Entfernung zum Wohnort. Dieses Recht verwehren Sie den österreichischen Eltern, den SchülerInnen nach wie vor, und daher ist dieses Gesetz völlig unzulänglich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn in ländlichen Regionen keine 15 Schüler angemeldet sind, gerade diese Gemeinden aber mittlerweile große finanzielle Probleme bekommen haben, dann wird es dort das Angebot schlicht und einfach nicht geben. Sie von der ÖVP brauchen uns nicht mehr damit zu kommen, dass Sie sich für die ländlichen Regionen einsetzen. (Beifall bei den Grünen.) Das ist einfach der nächste Schritt der Benachteiligung und der Ausdünnung genau dieses Raums, das ist für uns auch nicht nachvollziehbar.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich würde Ihnen einmal selbst das Vergnügen wünschen, dass Sie von Jahr zu Jahr nicht wissen, wie Sie Ihre berufliche Tätigkeit planen können, und dass Sie von Jahr zu Jahr nicht wissen, ob für Ihre Kinder ein Betreuungsplatz da ist. Dann versuchen Sie einmal, Beruf und Familie zu vereinbaren. Viel Glück, Frau Bundesministerin! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Die arbeitslosen Lehrer in Deutschland!
Wissen Sie, was Sie budgetiert haben? – 8 Millionen € pro Jahr! Das ist ein Zehntel dessen, was Deutschland in den Jahren 2003 bis 2007 finanziert hat und finanzieren wird. Ich sage Ihnen noch etwas: In Deutschland ist das ausschließlich, und zwar zusätzlich, für die Adaption der Schulen zur Verfügung gestellt worden. Dafür gibt es im Bundesbudget überhaupt kein Geld, weil Sie sagen: Erstens sind österreichische Schulen so ausgestattet, dass man Kinder guten Gewissens dort den ganzen Tag reingeben kann! – Schulen, die für Nachmittagsbetreuung errichtet wurden, wo es weder eine Küche noch eine Essensmöglichkeit gibt?! Die Kinder können dann in ihren Bänken wahrscheinlich das Mittagessen von McDonald’s einführen und dort speisen. – Das ist nicht die Form von Nachmittagsbetreuung und von Ganztagsschulen, wie wir sie uns vorstellen! (Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Die arbeitslosen Lehrer in Deutschland!)
Abg. Parnigoni: Das ist ja unglaublich!
Wenn eine Familie pro Jahr mehr als 10 200 € verdient – Familieneinkommen, zwei Verdienende –, wird gezahlt. Und wissen Sie, wo die soziale Grenze endet? – Bei 17 000 € Familieneinkommen pro Jahr – mit Kindern! (Abg. Parnigoni: Das ist ja unglaublich!) Ab diesem Betrag gibt es keinen Euro mehr für eine soziale Staffelung bei der Kinderbetreuung.
Abg. Öllinger: Das ist nicht Armutsgefährdung, das ist komplette Armut!
Wissen Sie, was 17 000 € bei Familien mit einem Kind oder zwei Kindern sind? – Das kann ich Ihnen sagen: Armutsgefährdung. Schlicht und einfach Armutsgefährdung. (Abg. Öllinger: Das ist nicht Armutsgefährdung, das ist komplette Armut!) Menschen, die zu zweit plus mindestens ein Kind nicht mehr als 17 000 € im Jahr haben, sind an der Grenze der Armut.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Parnigoni: Die Frau Minister hat 17 000 im Monat!
Sie aber sagen: Wir haben ein faires System. Jeder, der kein Geld hat, wird bei uns gefördert. – Das ist in Österreich schlicht und einfach nicht der Fall! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Parnigoni: Die Frau Minister hat 17 000 im Monat!)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichzen.
Eine abschließende Bemerkung zur Integration. Wir haben jetzt zu wenig Plätze in der Nachmittagsbetreuung. Das führt dazu, dass jene Eltern, die die Möglichkeit haben, ihre Kinder zu Hause zu betreuen, die Ersten sind, die keine Nachmittagsbetreuungsplätze bekommen. Wir wissen, dass die Berufstätigkeit bei Migrantinnen geringer ist als bei Österreicherinnen. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichzen.) Das führt dazu, dass Kinder von Migrantinnen die Ersten sind, die keine Nachmittagsbetreuungsplätze bekommen – trotz der notwendigen sprachlichen Förderung!
Beifall bei den Grünen.
Frau Bundesministerin, dieses Paket zur Nachmittagsbetreuung verdient unsere Zustimmung nicht! (Beifall bei den Grünen.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zunächst einen wunderschönen „Guten Morgen!“ Ich begrüße ganz besonders auch jene Kollegen auf der Seite der Sozialdemokratie, die gestern krank waren. Es freut mich, dass Sie heute wieder gesund sind. Das spricht für das österreichische Gesundheitssystem, würde ich sagen. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Van der Bellen: Ahnungslos!
gesamte System gibt. Das sollten Sie einmal zur Kenntnis nehmen, Herr Kollege Brosz! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Van der Bellen: Ahnungslos!)
Abg. Sburny: Sie werden sie bald eingeholt haben! Sie werden sie sehr schnell einholen, wenn Sie so weitermachen!
Sie sollten sich einmal die Arbeitslosendaten, auch die Jugendarbeitslosendaten, in der Bundesrepublik Deutschland und auch in Finnland anschauen, die in den letzten zehn Jahren immer zumindest doppelt so hoch, manchmal auch viermal so hoch wie jene in Österreich waren. (Abg. Sburny: Sie werden sie bald eingeholt haben! Sie werden sie sehr schnell einholen, wenn Sie so weitermachen!) Auch das ist ein Ausweis für das Funktionieren eines Bildungssystems. Wir sind froh, dass wir immer eine der niedrigsten Jugendarbeitslosenraten in Europa haben! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie sollten sich einmal die Arbeitslosendaten, auch die Jugendarbeitslosendaten, in der Bundesrepublik Deutschland und auch in Finnland anschauen, die in den letzten zehn Jahren immer zumindest doppelt so hoch, manchmal auch viermal so hoch wie jene in Österreich waren. (Abg. Sburny: Sie werden sie bald eingeholt haben! Sie werden sie sehr schnell einholen, wenn Sie so weitermachen!) Auch das ist ein Ausweis für das Funktionieren eines Bildungssystems. Wir sind froh, dass wir immer eine der niedrigsten Jugendarbeitslosenraten in Europa haben! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Parnigoni: Ja, ja!
Wenn wir heute ein umfassendes Schulpaket beschließen, so ist das die Fortsetzung einer von Elisabeth Gehrer gewählten Strategie, die eine ständige Verbesserung der Qualität des österreichischen Bildungssystems zum Ausdruck bringt. (Abg. Parnigoni: Ja, ja!) Es geht um eine Verbesserung der Vergleichbarkeit der Abschlüsse, der Validität der Abschlüsse. Es geht aber auch darum, Schule permanent an die neue Lebens- und Arbeitswelt anzupassen. Und so ist es richtig, dass auch jene Schulen, die heute noch keine Fünf-Tage-Woche haben, künftig eine Fünf-Tage-Woche haben werden, weil ja nicht einzusehen ist, dass die Eltern eine Fünf-Tage-Woche haben, die Kinder jedoch nicht. Das ist eine gute Maßnahme, Frau Bundesministerin, und dafür sind wir dankbar! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn wir heute ein umfassendes Schulpaket beschließen, so ist das die Fortsetzung einer von Elisabeth Gehrer gewählten Strategie, die eine ständige Verbesserung der Qualität des österreichischen Bildungssystems zum Ausdruck bringt. (Abg. Parnigoni: Ja, ja!) Es geht um eine Verbesserung der Vergleichbarkeit der Abschlüsse, der Validität der Abschlüsse. Es geht aber auch darum, Schule permanent an die neue Lebens- und Arbeitswelt anzupassen. Und so ist es richtig, dass auch jene Schulen, die heute noch keine Fünf-Tage-Woche haben, künftig eine Fünf-Tage-Woche haben werden, weil ja nicht einzusehen ist, dass die Eltern eine Fünf-Tage-Woche haben, die Kinder jedoch nicht. Das ist eine gute Maßnahme, Frau Bundesministerin, und dafür sind wir dankbar! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Brosz: Anspruch!
Und es stimmt nicht, Herr Kollege Brosz, dass es mindestens 15 Kinder sein müssen, da es ansonsten dieses Nachmittagsbetreuungs-Angebot nicht gibt. (Abg. Brosz: Anspruch!) Richtig ist vielmehr, dass sich, wenn es an einer Schule, an einem Standort 15 Kinder für die Nachmittagsbetreuung gibt, daraus eigentlich fast, was Sie einfordern, ein Rechtsanspruch ableitet: Dort hat eine solche Nachmittagsbetreuung stattzu-
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
finden. Und das ist auch gut so, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Darüber hinaus haben wir, weil wir uns sehr intensiv für die Erhaltung von Klein- und Kleinstschulen einsetzen, gesagt, dass es in Gemeinden, in denen eben an einem Schulstandort nicht 15 Kinder sind, die sich für die Nachmittagsbetreuung anmelden, auch künftig möglich ist, schulübergreifend Nachmittagsbetreuung anzubieten, dass es selbstverständlich möglich ist, die Richtzahl von 15 zu unterschreiten, und dass jene Schulstandorte beziehungsweise Gemeinden, die ein solches schulisches Nachmittagsbetreuungs-Angebot machen, auch Zugriff auf die zur Verfügung gestellten Mittel haben, also einen aliquoten Anteil dessen erhalten, was die Richtzahl 15 ausmacht. Und das ist eine gute, flexible Maßnahme, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Und wenn wir im kommenden Schuljahr zusätzlich 10 000 Betreuungsplätze anbieten, werden wir Ende des nächsten Schuljahres einen Stand von über 60 000 Nachmittagsbetreuungsplätzen haben. Die SPÖ verlangt immer 100 000. – Sie reden von 100 000, wir haben bereits 60 000 verwirklicht, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte in diesem Zusammenhang auch dem Präsidenten des Gemeindebundes, Herrn Präsidenten Mödlhammer, sehr danken dafür, dass er hier sehr intensiv mit dem Gemeindebund mitgearbeitet hat, um ein wirklich flexibles und gutes Modell für die Nachmittagsbetreuung zu entwickeln. Ich bin sicher, dass auch der Städtebund letztlich diesem Modell zustimmen wird, weil es ein gutes Modell ist, weil es ein Modell ist, das eine hohe Flexibilität bringt und letztlich AlleinerzieherInnen, aber auch Familien, wo beide Elternteile berufstätig sind, sehr entgegenkommt. Ich halte das für einen wirklich exzellenten Fortschritt! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Gaßner: Gibt es auch genügend Stunden dafür? – Abg. Öllinger: Und was ist mit den Stundenkürzungen in Bewegung und Sport?
Begutachtung gehen wird und der dieses Fach auf völlig neue, moderne Beine stellen wird. Das sollten Sie der Ehrlichkeit halber auch dazusagen, Herr Kollege Brosz. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Gaßner: Gibt es auch genügend Stunden dafür? – Abg. Öllinger: Und was ist mit den Stundenkürzungen in Bewegung und Sport?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Abschließend möchte ich mich als Vorsitzender des Unterrichtsausschusses bei allen Fraktionen für die konstruktive Zusammenarbeit im ersten Halbjahr sehr herzlich bedanken. Ich möchte mich aber vor allem auch bei allen Lehrerinnen und Lehrern bedanken für die gute Arbeit, die sie in der österreichischen Bildungslandschaft leisten, eine Aufgabe, die oft unbedankt ist, eine Aufgabe, die weit über das hinausgeht, was sozusagen Vorschrift ist, eine Aufgabe, die sie meiner Meinung nach zu einem großen Teil in hervorragender Weise erfüllen. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Allgemeiner Beifall.
eine großartige, eine sehr gute Arbeit, und ich denke, sie haben sich diesen Dank auch verdient – auch die Schüler, die in vielen Fällen eine 40-Stunden-Woche oder sogar mehr haben. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.
Das alles sind Punkte, bezüglich derer wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten zum Unterschied von den Grünen nicht Nein sagen. Das kann man schwer ablehnen, was da drinnen steht, weil es Verbesserungen sind, und wir werden daher diesem Schulpaket auch zustimmen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein weiterer Punkt sind die kostendeckenden Beiträge für die Eltern beziehungsweise die Frage, ob man sich die Ganztagsbetreuung oder die Nachmittagsschule auch leisten kann. Der Vorschlag, diese soziale Staffelung für alle Schulen in Verhandlungen mit den anderen Gebietskörperschaften einzuführen, würde garantieren, dass es in allen Gemeinden, wo es diese ganztägigen Angebote gibt, gleiche und faire Chancen für die Eltern gibt. Auch das ist ein Wunsch, den wir sicher erfüllen werden, wenn wir die Möglichkeit dazu haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Also wenn man die Weiterbildung will, dann reicht es nicht, sie nur ins Gesetz hineinzuschreiben, sondern dann muss auch den Lehrern die Möglichkeit gegeben werden, sich tatsächlich weiterzubilden, und dann dürfen solche Anträge nicht abgelehnt werden! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Bitte nicht! – Abg. Scheibner: Nicht nur, aber auch!
Ich sage dazu nur: Es wäre falsch, die Feinde des freien Hochschulzuganges nur beim Europäischen Gerichtshof zu suchen (Ruf bei der ÖVP: Bitte nicht! – Abg. Scheibner: Nicht nur, aber auch!), denn Sie als Regierungsparteien haben fünf Jahre lang unsere Universitäten zunächst einmal ausgehungert (Abg. Dr. Brinek: Geh bitte!), sodass sich zehn Studenten um einen Laborplatz und 100 um einen Platz in einem Hörsaal für 50 Leute raufen müssen. Sie haben rund 30 Millionen hinausgeschmissen, um die medizinischen Fakultäten zu eigenen Universitäten zu machen – ein reines Prestige-Projekt! –, Geld, das wir gerne für die Lehre eingesetzt hätten. Und der Bundeskanzler hat es verabsäumt, rechtzeitig, nämlich wirklich schon Jahre vorher, für Möglichkeiten vorzusorgen, hier eine politische Lösung zu finden.
Abg. Dr. Brinek: Geh bitte!
Ich sage dazu nur: Es wäre falsch, die Feinde des freien Hochschulzuganges nur beim Europäischen Gerichtshof zu suchen (Ruf bei der ÖVP: Bitte nicht! – Abg. Scheibner: Nicht nur, aber auch!), denn Sie als Regierungsparteien haben fünf Jahre lang unsere Universitäten zunächst einmal ausgehungert (Abg. Dr. Brinek: Geh bitte!), sodass sich zehn Studenten um einen Laborplatz und 100 um einen Platz in einem Hörsaal für 50 Leute raufen müssen. Sie haben rund 30 Millionen hinausgeschmissen, um die medizinischen Fakultäten zu eigenen Universitäten zu machen – ein reines Prestige-Projekt! –, Geld, das wir gerne für die Lehre eingesetzt hätten. Und der Bundeskanzler hat es verabsäumt, rechtzeitig, nämlich wirklich schon Jahre vorher, für Möglichkeiten vorzusorgen, hier eine politische Lösung zu finden.
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage dazu nur eines: Ich habe den Verdacht, Ihnen kommt das nicht ganz ungelegen, dass hier der freie Hochschulzugang eingeschränkt werden muss. Wir werden keiner Lösung zustimmen, die diesen freien Hochschulzugang ernsthaft gefährdet! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gaál: Er kann doch sagen, was er will! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Kollege Niederwieser, an sich diskutieren wir diese Frage, die Sie zum Schluss angeschnitten haben, in einem eigenen Tagesordnungspunkt, der dann in der Folge behandelt werden wird. (Abg. Gaál: Er kann doch sagen, was er will! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP – Abg. Lentsch: Ja!
Und ich hoffe – im Gegensatz zum Kollegen Niederwieser –, dass die Schüler heute und jetzt nicht vor dem Fernseher sitzen (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP – Abg. Lentsch: Ja!), auch wenn diese Debatte vielleicht für sie interessant sein könnte. Ich hoffe, dass die Schüler irgendwo Spaß haben, sei es in der Schule oder in der Freizeit oder sogar irgendwo, wo sie wirklich Spaß haben. Ich hoffe auch, dass die Lehrer auf Fort- oder Ausbildung oder in der Schule bei der Nachbereitung oder Vorbereitung sind – und nicht, dass sie vor dem Fernseher sitzen. (Abg. Mandak: Die haben halt Schulschluss! – Abg. Öllinger: Zeugnisverteilung!) – Ja dann sind sie eben in der Schule, wo sie ja auch an anderen Tagen, wo wir hier diskutieren, außerhalb der Ferienzeit, sein sollten. – Ich sage das nur, weil Kollege Niederwieser gesagt hat, er freut sich und hofft, dass alle vor dem Fernseher sitzen und uns zuhören. Ich hoffe, dass sie ihren Arbeiten nachkommen.
Abg. Mandak: Die haben halt Schulschluss! – Abg. Öllinger: Zeugnisverteilung!
Und ich hoffe – im Gegensatz zum Kollegen Niederwieser –, dass die Schüler heute und jetzt nicht vor dem Fernseher sitzen (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP – Abg. Lentsch: Ja!), auch wenn diese Debatte vielleicht für sie interessant sein könnte. Ich hoffe, dass die Schüler irgendwo Spaß haben, sei es in der Schule oder in der Freizeit oder sogar irgendwo, wo sie wirklich Spaß haben. Ich hoffe auch, dass die Lehrer auf Fort- oder Ausbildung oder in der Schule bei der Nachbereitung oder Vorbereitung sind – und nicht, dass sie vor dem Fernseher sitzen. (Abg. Mandak: Die haben halt Schulschluss! – Abg. Öllinger: Zeugnisverteilung!) – Ja dann sind sie eben in der Schule, wo sie ja auch an anderen Tagen, wo wir hier diskutieren, außerhalb der Ferienzeit, sein sollten. – Ich sage das nur, weil Kollege Niederwieser gesagt hat, er freut sich und hofft, dass alle vor dem Fernseher sitzen und uns zuhören. Ich hoffe, dass sie ihren Arbeiten nachkommen.
Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen und Abgeordneten der ÖVP.
Ich denke, die Eltern, von denen er meinte, dass sie auch vielleicht sitzen und uns zuhören, sind dort, wo sie tagsüber immer sind, nämlich am Arbeitsplatz, der entweder zu Hause ist oder im Job, wo sie hinfahren müssen. Dort sind die Eltern – oder vielleicht doch schon im wohlverdienten Urlaub! (Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen und Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Da haben Sie aber nicht mehr viel Zeit!
Wenn es dann von Seiten der Grünen heißt, das, was gemacht wird, sei alles unzulänglich, dann kann ich Ihnen nur sagen: Warten Sie! Es wird ein Paket nach dem anderen geben (Abg. Öllinger: Da haben Sie aber nicht mehr viel Zeit!), und es wird immer besser werden im Vergleich zu dem, was bisher war. Sie müssen halt nur ein bisschen warten! Wir können nicht von heute auf morgen alles verbessern, was in jahrzehntelanger Blockadepolitik verabsäumt worden ist. Warten Sie! Es werden noch mehrere gute Pakete folgen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Da haben Sie aber nicht mehr viel Zeit! – Abg. Mag. Molterer: Zumindest fünf Jahre!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Da haben Sie aber nicht mehr viel Zeit! – Abg. Mag. Molterer: Zumindest fünf Jahre!
Wenn es dann von Seiten der Grünen heißt, das, was gemacht wird, sei alles unzulänglich, dann kann ich Ihnen nur sagen: Warten Sie! Es wird ein Paket nach dem anderen geben (Abg. Öllinger: Da haben Sie aber nicht mehr viel Zeit!), und es wird immer besser werden im Vergleich zu dem, was bisher war. Sie müssen halt nur ein bisschen warten! Wir können nicht von heute auf morgen alles verbessern, was in jahrzehntelanger Blockadepolitik verabsäumt worden ist. Warten Sie! Es werden noch mehrere gute Pakete folgen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Da haben Sie aber nicht mehr viel Zeit! – Abg. Mag. Molterer: Zumindest fünf Jahre!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Durch den Fall der Zweidrittelmehrheit ist es jetzt endlich möglich und ist der Weg frei, um Veränderungen herbeizuführen: in Richtung eines bedarfsgerechten Tagesbetreuungsangebots, dass die generelle Einführung der Fünf-Tage-Woche für alle 6- bis 14-Jährigen erreicht werden kann. Die Schule wird damit an die moderne Arbeitswelt und an die Bedürfnisse der Eltern angepasst. Die Kinder sollen ja nicht mehr Tage in der Schule verbringen, als ihre Eltern am Arbeitsplatz. Und noch ein – auch aus unserer Sicht – wichtiger Punkt: Es gibt sprachliche Frühförderung – nicht im gesetzlichen Bereich, aber das ist ein Schwerpunkt, der seitens der Regierung gesetzt wird mit dem Ziel, dass alle Kinder in der ersten Volksschulklasse Deutsch als Unterrichtssprache ausreichend beherrschen. Und deshalb, glaube ich, ist das ein wirklich gutes Paket! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Dr. Niederwieser.
Darüber hinaus – und das ist das, was wir uns auch in einem Entschließungsantrag noch erhoffen und wünschen – soll es hier zu einer Gleichberechtigung kommen, denn die AHS-Schüler bekommen ja ihre Ausbildung sozusagen gratis zur Verfügung gestellt, für die Berufsreifeprüfung aber muss gezahlt werden und muss selbst Geld in die Hand genommen werden. Hiezu haben wir einen Entschließungsantrag erarbeitet, dem alle zustimmen werden, in dem es darum geht, dass es hier zu einer Gleichbehandlung und Gleichberechtigung kommen soll, dass Modelle erarbeitet werden sollen, damit in Zukunft auch Berufsreifeprüfungen nicht selbst gezahlt werden müssen. Damit werden finanzielle Hürden beseitigt, und es können noch mehr dieses Angebot, diese Möglichkeit des zweiten Bildungsweges in Anspruch nehmen. (Beifall bei den Freiheitlichen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Dr. Niederwieser.)
Abg. Scheibner: Ungeheuerlich!
Wenn die Schüler ihre Schulzeit beendet haben, ist der Weg nach der Matura dann frei für die Universität, und ich gehe hier schon auch auf die aktuelle Diskussion ein, wenn wir über die Universitäten sprechen. Der Grund, warum wir heute und hier auch darüber reden müssen, ist ja, dass die EU ein Urteil abgegeben hat, das eben besagt (Abg. Scheibner: Ungeheuerlich!), dass das Gesetz, so wie es derzeit ist, wo für ausländische, vor allem deutsche Studierende andere Anforderungen gelten, aufgehoben ist. Niemand von uns wünscht sich einen Numerus clausus in Österreich, niemand von uns wünscht sich Zugangsbeschränkungen wie in Deutschland! Deshalb liegt es jetzt an uns, hier ein Gesetz zu beschließen, das es ermöglicht, den freien Hochschulzugang weiterhin aufrechtzuerhalten (Abg. Dr. Van der Bellen: Das tun Sie aber nicht!), das es ermöglicht, den Ansturm der ausländischen Studierenden bei uns in Österreich zu beschränken. Darum geht es ja: dass wir in diesem Spannungsfeld eine gute Lösung finden. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Prinz.)
Abg. Dr. Van der Bellen: Das tun Sie aber nicht!
Wenn die Schüler ihre Schulzeit beendet haben, ist der Weg nach der Matura dann frei für die Universität, und ich gehe hier schon auch auf die aktuelle Diskussion ein, wenn wir über die Universitäten sprechen. Der Grund, warum wir heute und hier auch darüber reden müssen, ist ja, dass die EU ein Urteil abgegeben hat, das eben besagt (Abg. Scheibner: Ungeheuerlich!), dass das Gesetz, so wie es derzeit ist, wo für ausländische, vor allem deutsche Studierende andere Anforderungen gelten, aufgehoben ist. Niemand von uns wünscht sich einen Numerus clausus in Österreich, niemand von uns wünscht sich Zugangsbeschränkungen wie in Deutschland! Deshalb liegt es jetzt an uns, hier ein Gesetz zu beschließen, das es ermöglicht, den freien Hochschulzugang weiterhin aufrechtzuerhalten (Abg. Dr. Van der Bellen: Das tun Sie aber nicht!), das es ermöglicht, den Ansturm der ausländischen Studierenden bei uns in Österreich zu beschränken. Darum geht es ja: dass wir in diesem Spannungsfeld eine gute Lösung finden. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Prinz.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Prinz.
Wenn die Schüler ihre Schulzeit beendet haben, ist der Weg nach der Matura dann frei für die Universität, und ich gehe hier schon auch auf die aktuelle Diskussion ein, wenn wir über die Universitäten sprechen. Der Grund, warum wir heute und hier auch darüber reden müssen, ist ja, dass die EU ein Urteil abgegeben hat, das eben besagt (Abg. Scheibner: Ungeheuerlich!), dass das Gesetz, so wie es derzeit ist, wo für ausländische, vor allem deutsche Studierende andere Anforderungen gelten, aufgehoben ist. Niemand von uns wünscht sich einen Numerus clausus in Österreich, niemand von uns wünscht sich Zugangsbeschränkungen wie in Deutschland! Deshalb liegt es jetzt an uns, hier ein Gesetz zu beschließen, das es ermöglicht, den freien Hochschulzugang weiterhin aufrechtzuerhalten (Abg. Dr. Van der Bellen: Das tun Sie aber nicht!), das es ermöglicht, den Ansturm der ausländischen Studierenden bei uns in Österreich zu beschränken. Darum geht es ja: dass wir in diesem Spannungsfeld eine gute Lösung finden. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Prinz.)
Abg. Scheibner – in Richtung SPÖ –: Ja was ist denn da los? Wovor fürchten Sie sich denn?
Grotesk ist – und das lassen Sie mich hier bitte auch sagen –, dass die SPÖ ihr Abstimmungsverhalten nach dem Abstimmungsverhalten der Grünen ausrichtet! Das ist für mich ja ganz unfassbar, dass eine Fraktion nicht selbst entscheiden kann: Stimme ich zu oder nicht?, sondern sagt: Ich stimme nur zu, wenn die Grünen zustimmen! (Abg. Scheibner – in Richtung SPÖ –: Ja was ist denn da los? Wovor fürchten Sie sich denn?) – Sie sind hier in einer Oppositionskoalition und übersehen, dass es hier keine Einstimmigkeit braucht. Die Einstimmigkeit braucht es auf der Regierungsbank in einer Koalition – aber nicht in einer Oppositionskoalition, in der Sie sich anscheinend befinden. Ihr Verhandlungsführer, Kollege Broukal, sagt, es wird nur zugestimmt, wenn es zu einem gemeinsamen Beschluss mit den Grünen kommt (Abg. Scheibner – in Richtung SPÖ –: Sind Sie keine eigenständige Partei, oder was? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Am Gängelband der Grünen!), und das ist in meinen Augen ein Abgeben Ihrer Verantwortung in diesem Bereich. Gute Nacht, Universität! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Scheibner – in Richtung SPÖ –: Sind Sie keine eigenständige Partei, oder was? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Am Gängelband der Grünen!
Grotesk ist – und das lassen Sie mich hier bitte auch sagen –, dass die SPÖ ihr Abstimmungsverhalten nach dem Abstimmungsverhalten der Grünen ausrichtet! Das ist für mich ja ganz unfassbar, dass eine Fraktion nicht selbst entscheiden kann: Stimme ich zu oder nicht?, sondern sagt: Ich stimme nur zu, wenn die Grünen zustimmen! (Abg. Scheibner – in Richtung SPÖ –: Ja was ist denn da los? Wovor fürchten Sie sich denn?) – Sie sind hier in einer Oppositionskoalition und übersehen, dass es hier keine Einstimmigkeit braucht. Die Einstimmigkeit braucht es auf der Regierungsbank in einer Koalition – aber nicht in einer Oppositionskoalition, in der Sie sich anscheinend befinden. Ihr Verhandlungsführer, Kollege Broukal, sagt, es wird nur zugestimmt, wenn es zu einem gemeinsamen Beschluss mit den Grünen kommt (Abg. Scheibner – in Richtung SPÖ –: Sind Sie keine eigenständige Partei, oder was? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Am Gängelband der Grünen!), und das ist in meinen Augen ein Abgeben Ihrer Verantwortung in diesem Bereich. Gute Nacht, Universität! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Grotesk ist – und das lassen Sie mich hier bitte auch sagen –, dass die SPÖ ihr Abstimmungsverhalten nach dem Abstimmungsverhalten der Grünen ausrichtet! Das ist für mich ja ganz unfassbar, dass eine Fraktion nicht selbst entscheiden kann: Stimme ich zu oder nicht?, sondern sagt: Ich stimme nur zu, wenn die Grünen zustimmen! (Abg. Scheibner – in Richtung SPÖ –: Ja was ist denn da los? Wovor fürchten Sie sich denn?) – Sie sind hier in einer Oppositionskoalition und übersehen, dass es hier keine Einstimmigkeit braucht. Die Einstimmigkeit braucht es auf der Regierungsbank in einer Koalition – aber nicht in einer Oppositionskoalition, in der Sie sich anscheinend befinden. Ihr Verhandlungsführer, Kollege Broukal, sagt, es wird nur zugestimmt, wenn es zu einem gemeinsamen Beschluss mit den Grünen kommt (Abg. Scheibner – in Richtung SPÖ –: Sind Sie keine eigenständige Partei, oder was? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Am Gängelband der Grünen!), und das ist in meinen Augen ein Abgeben Ihrer Verantwortung in diesem Bereich. Gute Nacht, Universität! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Aber, Herr Präsident, wenn einer anfängt, können die anderen replizieren!
Präsident Dr. Andreas Khol: Meine Damen und Herren! Es ist genau das eingetreten, was eigentlich nicht vorgesehen ist: Wir diskutieren jetzt nicht das Schulpaket, sondern wir diskutieren den nächsten Tagesordnungspunkt. (Abg. Scheibner: Aber, Herr Präsident, wenn einer anfängt, können die anderen replizieren!) – Ich habe es beim Abge-
Abg. Scheibner: Eben! – Abg. Dr. Jarolim: Herr Präsident, aber es war ja nicht sehr wesentlich!
ordneten Niederwieser zugelassen – okay, so ist es. (Abg. Scheibner: Eben! – Abg. Dr. Jarolim: Herr Präsident, aber es war ja nicht sehr wesentlich!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Elisabeth Gehrer: Herr Präsident! Hohes Haus! Ich freue mich, dass wir heute einen weiteren Schritt in der Steigerung der Schulqualität machen können – einen weiteren Schritt nach vielen, die wir schon gesetzt haben! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei der SPÖ: Ja, leider!
Wer mit offenen Augen durch unsere Schullandschaft geht, der sieht, was in den letzten Jahren geleistet wurde (Ruf bei der SPÖ: Ja, leider!), was an neuen Schulen gebaut wurde. Ich danke herzlich allen Schulerhaltern, allen Bürgermeistern und Bürgermeisterinnen, allen in den Landesregierungen Verantwortlichen. Unsere Schulbauten können sich sehen lassen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wer mit offenen Augen durch unsere Schullandschaft geht, der sieht, was in den letzten Jahren geleistet wurde (Ruf bei der SPÖ: Ja, leider!), was an neuen Schulen gebaut wurde. Ich danke herzlich allen Schulerhaltern, allen Bürgermeistern und Bürgermeisterinnen, allen in den Landesregierungen Verantwortlichen. Unsere Schulbauten können sich sehen lassen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Die Schulqualität hängt aber in besonderem Maße von den qualifizierten Lehrern und Lehrerinnen ab, und ich betone es: Wir haben in Österreich 116 000 qualifizierte Lehrer und Lehrerinnen, denen ich für ihre Leistungen im abgelaufenen Schuljahr sehr, sehr herzlich danken möchte! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Den Lehrern oder den Schülern?
Heute ist auch in den westlichen Bundesländern der letzte Schultag. 750 000 Schüler und Schülerinnen treten ihre wohlverdienten Ferien an. Insgesamt haben jetzt 1,2 Millionen Schüler und Schülerinnen Ferien. Ich wünsche ihnen eine gute Erholung (Abg. Scheibner: Den Lehrern oder den Schülern?) und freue mich, dass es heuer weniger Repetenten gibt als im letzten Jahr. – Ich wünsche auch den Schülern eine gute Erholung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Heute ist auch in den westlichen Bundesländern der letzte Schultag. 750 000 Schüler und Schülerinnen treten ihre wohlverdienten Ferien an. Insgesamt haben jetzt 1,2 Millionen Schüler und Schülerinnen Ferien. Ich wünsche ihnen eine gute Erholung (Abg. Scheibner: Den Lehrern oder den Schülern?) und freue mich, dass es heuer weniger Repetenten gibt als im letzten Jahr. – Ich wünsche auch den Schülern eine gute Erholung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim: Das hat man gesehen, leider Gottes! Dramatisch hat man das gesehen! – Rufe bei der ÖVP: Geh bitte!
Wer mit denselben offenen Augen, mit denen er die Schulgebäude anschaut, auch die Qualität unseres Schulwesens anschaut, der sieht, was in den letzten Jahren – in vielen Fällen gemeinsam, und das ist gut so! – an Veränderungen bewirkt wurde. (Abg. Dr. Jarolim: Das hat man gesehen, leider Gottes! Dramatisch hat man das gesehen! – Rufe bei der ÖVP: Geh bitte!) Wir haben die Autonomie ausgebaut; die Schulen sind selbständiger. Wir haben neue Lehrpläne geschaffen, wir haben die Projektarbeit, die modernen Unterrichtsformen vorangetrieben. Wir haben die Auslandsaufenthalte im Rahmen der Mobilitätsprogramme in Europa enorm gesteigert. Wir haben die Schulen mit Computern ausgestattet (Abg. Mag. Gaßner: Welche Schule?): Österreich liegt in Bezug auf die Computerausstattung an der Spitze. Wir haben eine neue Qualitätskultur mit Feedbackbögen und dem Projekt QIS eingeführt.
Abg. Mag. Gaßner: Welche Schule?
Wer mit denselben offenen Augen, mit denen er die Schulgebäude anschaut, auch die Qualität unseres Schulwesens anschaut, der sieht, was in den letzten Jahren – in vielen Fällen gemeinsam, und das ist gut so! – an Veränderungen bewirkt wurde. (Abg. Dr. Jarolim: Das hat man gesehen, leider Gottes! Dramatisch hat man das gesehen! – Rufe bei der ÖVP: Geh bitte!) Wir haben die Autonomie ausgebaut; die Schulen sind selbständiger. Wir haben neue Lehrpläne geschaffen, wir haben die Projektarbeit, die modernen Unterrichtsformen vorangetrieben. Wir haben die Auslandsaufenthalte im Rahmen der Mobilitätsprogramme in Europa enorm gesteigert. Wir haben die Schulen mit Computern ausgestattet (Abg. Mag. Gaßner: Welche Schule?): Österreich liegt in Bezug auf die Computerausstattung an der Spitze. Wir haben eine neue Qualitätskultur mit Feedbackbögen und dem Projekt QIS eingeführt.
Abg. Brosz: Aber nicht mehr Plätze!
Was mich besonders freut: Der Trend zur höheren Bildung hält an! Wir haben 40 425 Schüler und Schülerinnen mehr in weiterführenden Schulen, und wir werden daher auch mehr Studierende an den Universitäten haben. (Abg. Brosz: Aber nicht mehr Plätze!) Das ist ein schöner Bildungserfolg! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Was mich besonders freut: Der Trend zur höheren Bildung hält an! Wir haben 40 425 Schüler und Schülerinnen mehr in weiterführenden Schulen, und wir werden daher auch mehr Studierende an den Universitäten haben. (Abg. Brosz: Aber nicht mehr Plätze!) Das ist ein schöner Bildungserfolg! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Besser auf einem Auge blind als auf zwei!
Wer aber meint, dass die Schulqualität nur mit gesetzlichen Veränderungen bewirkt werden kann, der ist auf einem Auge blind! (Abg. Öllinger: Besser auf einem Auge blind als auf zwei!) Sie wissen, dass in vielen Bereichen viele Projekte, viele Maßnahmen durchgeführt werden, die nicht gesetzlich verankert, aber unglaublich wichtig sind. Ich erwähne etwa die Einführung von Standards, Standards, die bereits erprobt werden; ich erwähne die Leadership Academy, ich erwähne jene Diskussion, die im Rahmen der von mir übrigens bereits im Jahr 2003 eingesetzten Zukunftskommission eine starke Bewegung erzeugt hat. Ich erwähne die Förderstunden, die neu angeboten werden: 36 Stunden in jeder Volksschulklasse, 72 Stunden in jeder Hauptschulklasse, 72 Stunden pro Jahr in jeder Unterstufe des Gymnasiums.
Abg. Öllinger: Das kommt so auf die Frage an, das wissen Sie genau!
Wir haben das sehr genau abgefragt: 77 Prozent der Befragten sind für eine freiwillige Tagesbetreuung, die auf die Bedürfnisse der berufstätigen Eltern abstellt. (Abg. Öllinger: Das kommt so auf die Frage an, das wissen Sie genau!) 62 Prozent sind gegen eine verpflichtende flächendeckende Ganztagsschule, mit der wir allen Kindern verordnen, dass sie von 8 Uhr in der Früh bis 17 Uhr am Nachmittag in der Schule sein müssen. (Abg. Öllinger: Jetzt sind Sie wieder bei Ihren alten Programmen! – Ruf: Das ist die „Zwangstagsschule“!) Ich sage Ihnen: Die Tagesbetreuung wird von denen, die es brauchen, sehr gut angenommen!
Abg. Öllinger: Jetzt sind Sie wieder bei Ihren alten Programmen! – Ruf: Das ist die „Zwangstagsschule“!
Wir haben das sehr genau abgefragt: 77 Prozent der Befragten sind für eine freiwillige Tagesbetreuung, die auf die Bedürfnisse der berufstätigen Eltern abstellt. (Abg. Öllinger: Das kommt so auf die Frage an, das wissen Sie genau!) 62 Prozent sind gegen eine verpflichtende flächendeckende Ganztagsschule, mit der wir allen Kindern verordnen, dass sie von 8 Uhr in der Früh bis 17 Uhr am Nachmittag in der Schule sein müssen. (Abg. Öllinger: Jetzt sind Sie wieder bei Ihren alten Programmen! – Ruf: Das ist die „Zwangstagsschule“!) Ich sage Ihnen: Die Tagesbetreuung wird von denen, die es brauchen, sehr gut angenommen!
Rufe bei den Grünen: Ja, ganz genau!
Ich fordere diejenigen, die davon reden, wir bräuchten lauter neue Gebäude, wir bräuchten lauter Umbauten, wir bräuchten lauter neue Küchen, wir bräuchten lauter Speisesäle, wir würden den ländlichen Raum aushöhlen, es werde im ländlichen Raum nicht möglich sein (Rufe bei den Grünen: Ja, ganz genau!), auf: Meine Damen und Herren! Bitte, gehen Sie in den ländlichen Raum und schauen Sie sich das doch an! (Abg. Sburny: Wir wohnen dort! Wir wohnen dort!) Sie reden ja weit weg von jeder Realität! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Sburny: Ich weiß ja nicht, wo Sie wohnen ...! – Abg. Brosz: Der Minoritenplatz ist nicht ländlicher Raum!)
Abg. Sburny: Wir wohnen dort! Wir wohnen dort!
Ich fordere diejenigen, die davon reden, wir bräuchten lauter neue Gebäude, wir bräuchten lauter Umbauten, wir bräuchten lauter neue Küchen, wir bräuchten lauter Speisesäle, wir würden den ländlichen Raum aushöhlen, es werde im ländlichen Raum nicht möglich sein (Rufe bei den Grünen: Ja, ganz genau!), auf: Meine Damen und Herren! Bitte, gehen Sie in den ländlichen Raum und schauen Sie sich das doch an! (Abg. Sburny: Wir wohnen dort! Wir wohnen dort!) Sie reden ja weit weg von jeder Realität! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Sburny: Ich weiß ja nicht, wo Sie wohnen ...! – Abg. Brosz: Der Minoritenplatz ist nicht ländlicher Raum!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Sburny: Ich weiß ja nicht, wo Sie wohnen ...! – Abg. Brosz: Der Minoritenplatz ist nicht ländlicher Raum!
Ich fordere diejenigen, die davon reden, wir bräuchten lauter neue Gebäude, wir bräuchten lauter Umbauten, wir bräuchten lauter neue Küchen, wir bräuchten lauter Speisesäle, wir würden den ländlichen Raum aushöhlen, es werde im ländlichen Raum nicht möglich sein (Rufe bei den Grünen: Ja, ganz genau!), auf: Meine Damen und Herren! Bitte, gehen Sie in den ländlichen Raum und schauen Sie sich das doch an! (Abg. Sburny: Wir wohnen dort! Wir wohnen dort!) Sie reden ja weit weg von jeder Realität! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Sburny: Ich weiß ja nicht, wo Sie wohnen ...! – Abg. Brosz: Der Minoritenplatz ist nicht ländlicher Raum!)
Zwischenrufe bei den Grünen und der SPÖ
Wissen Sie, als Bundesministerin kenne ich nicht nur meinen Wohnort Bregenz (Zwischenrufe bei den Grünen und der SPÖ), sondern ich kenne viele Schulen von innen, weil ich dorthin gehe, weil ich in die Bundesländer gehe, weil ich mit den Direktoren und Direktorinnen rede und weil ich mit den Eltern rede!
Abg. Sburny: Ja! – Abg. Öllinger: Bitte!
Ich werde Ihnen ein Beispiel bringen (Abg. Sburny: Ja! – Abg. Öllinger: Bitte!): Ich war vor 14 Tagen in einer kleinen Gemeinde in Kärnten, in Gmünd, diese bietet die verschränkte Betreuung an. Wissen Sie, wie es die machen? – Die Kinder gehen zu Mittag in ein nahe gelegenes Gasthaus! Das wollen die Eltern so, und die Schüler und Schülerinnen bekommen dort ein gutes Essen zu einem äußerst günstigen Preis. Der Schulerhalter und die Schule haben das mit diesem Gasthaus vereinbart. – Sie wollen
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
natürlich, dass man eine Riesenküche, dass man riesige Speisesäle baut. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Staatssekretär Mag. Schweitzer: Haben sie ja nicht! Sehr gute Rede! – Abg. Sburny: Stellen Sie jetzt zu jeder Schule ein Gasthaus?
Ich bitte wirklich darum, bei all diesen Fragen ein bisschen Hausverstand walten zu lassen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Staatssekretär Mag. Schweitzer: Haben sie ja nicht! Sehr gute Rede! – Abg. Sburny: Stellen Sie jetzt zu jeder Schule ein Gasthaus?)
Abg. Dr. Jarolim: Unseriöse Rede!
Und, meine Damen und Herren, ich weiß auch genau (Abg. Dr. Jarolim: Unseriöse Rede!), wie es in kleinen Gemeinden gehandhabt wird, wenn nur ein oder zwei Kinder eine Betreuung brauchen. (Abg. Öllinger: Ist das jetzt Nachmittagsbetreuung beim Wirten?) Die Gemeinde bemüht sich, sucht eine Tagesmutter und schaut, dass die Kinder in einer Familie mitbetreut werden. Was haben Sie eigentlich gegen rationale, vernünftige Lösungen, die von den Verantwortlichen vor Ort getroffen werden? (Abg. Sburny: Weil sie nicht funktionieren! Sie funktionieren nicht!) Ich bedanke mich bei allen, die das machen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Ist das jetzt Nachmittagsbetreuung beim Wirten?
Und, meine Damen und Herren, ich weiß auch genau (Abg. Dr. Jarolim: Unseriöse Rede!), wie es in kleinen Gemeinden gehandhabt wird, wenn nur ein oder zwei Kinder eine Betreuung brauchen. (Abg. Öllinger: Ist das jetzt Nachmittagsbetreuung beim Wirten?) Die Gemeinde bemüht sich, sucht eine Tagesmutter und schaut, dass die Kinder in einer Familie mitbetreut werden. Was haben Sie eigentlich gegen rationale, vernünftige Lösungen, die von den Verantwortlichen vor Ort getroffen werden? (Abg. Sburny: Weil sie nicht funktionieren! Sie funktionieren nicht!) Ich bedanke mich bei allen, die das machen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Sburny: Weil sie nicht funktionieren! Sie funktionieren nicht!
Und, meine Damen und Herren, ich weiß auch genau (Abg. Dr. Jarolim: Unseriöse Rede!), wie es in kleinen Gemeinden gehandhabt wird, wenn nur ein oder zwei Kinder eine Betreuung brauchen. (Abg. Öllinger: Ist das jetzt Nachmittagsbetreuung beim Wirten?) Die Gemeinde bemüht sich, sucht eine Tagesmutter und schaut, dass die Kinder in einer Familie mitbetreut werden. Was haben Sie eigentlich gegen rationale, vernünftige Lösungen, die von den Verantwortlichen vor Ort getroffen werden? (Abg. Sburny: Weil sie nicht funktionieren! Sie funktionieren nicht!) Ich bedanke mich bei allen, die das machen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Und, meine Damen und Herren, ich weiß auch genau (Abg. Dr. Jarolim: Unseriöse Rede!), wie es in kleinen Gemeinden gehandhabt wird, wenn nur ein oder zwei Kinder eine Betreuung brauchen. (Abg. Öllinger: Ist das jetzt Nachmittagsbetreuung beim Wirten?) Die Gemeinde bemüht sich, sucht eine Tagesmutter und schaut, dass die Kinder in einer Familie mitbetreut werden. Was haben Sie eigentlich gegen rationale, vernünftige Lösungen, die von den Verantwortlichen vor Ort getroffen werden? (Abg. Sburny: Weil sie nicht funktionieren! Sie funktionieren nicht!) Ich bedanke mich bei allen, die das machen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Brosz
Meine Damen und Herren! Ich möchte noch festhalten, dass wir nicht, wie da erwähnt wurde, 8 Millionen € im Jahr ausgeben. Wir werden, wenn wir 65 000 Betreuungsplätze haben, 62 Millionen € (Zwischenruf des Abg. Brosz) – 52 Millionen € ausgeben (Abg. Mandak: Naja, 10 Millionen mehr oder weniger!), und zwar zur Unterstützung der Gemeinden bei der Betreuung der Kinder, zur Lernförderung der Kinder – und nicht für überflüssige Zubauten. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mandak: Naja, 10 Millionen mehr oder weniger!
Meine Damen und Herren! Ich möchte noch festhalten, dass wir nicht, wie da erwähnt wurde, 8 Millionen € im Jahr ausgeben. Wir werden, wenn wir 65 000 Betreuungsplätze haben, 62 Millionen € (Zwischenruf des Abg. Brosz) – 52 Millionen € ausgeben (Abg. Mandak: Naja, 10 Millionen mehr oder weniger!), und zwar zur Unterstützung der Gemeinden bei der Betreuung der Kinder, zur Lernförderung der Kinder – und nicht für überflüssige Zubauten. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Ich möchte noch festhalten, dass wir nicht, wie da erwähnt wurde, 8 Millionen € im Jahr ausgeben. Wir werden, wenn wir 65 000 Betreuungsplätze haben, 62 Millionen € (Zwischenruf des Abg. Brosz) – 52 Millionen € ausgeben (Abg. Mandak: Naja, 10 Millionen mehr oder weniger!), und zwar zur Unterstützung der Gemeinden bei der Betreuung der Kinder, zur Lernförderung der Kinder – und nicht für überflüssige Zubauten. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich danke denen, die zustimmen. Wir werden in Zukunft unsere Schulen in positiver Weise weiterentwickeln! (Lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim: Das ist ein tolles Konzept: Gasthaus statt Schulen! – Gegenrufe bei der ÖVP. – Abg. Mag. Molterer: Wir werden einen Preis für den dümmsten Zwischenruf vergeben!
Präsident Dr. Andreas Khol: Zu Wort gelangt nunmehr Frau Abgeordnete Mandak. 10 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim: Das ist ein tolles Konzept: Gasthaus statt Schulen! – Gegenrufe bei der ÖVP. – Abg. Mag. Molterer: Wir werden einen Preis für den dümmsten Zwischenruf vergeben!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Herr Präsident! Hohes Haus! Sehr Damen und Herren! Liebe an Politik interessierte Jugendliche! Frau Ministerin Gehrer! Es ist interessant, dass Sie in der Schuldebatte als ersten Satz sagen, unsere Schulbauten könnten sich sehen lassen, und sich über die Architekturpreise, die Österreichs Schulen bekommen haben, freuen. – Wir freuen uns auch darüber, nur glaube ich, dass Sie da den Begriff „Bildungslandschaft“ ein bisschen falsch verstehen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Rufe bei der ÖVP: Und dort bleiben sie auch!
Weiters möchte ich noch klarstellen: Sie haben gesagt „bei den Grünen und in der Opposition“. – Frau Ministerin, die Grünen sind die Opposition in Österreich schlechthin. (Rufe bei der ÖVP: Und dort bleiben sie auch!) Ich möchte Sie bitten, das schon auseinander zu halten. (Beifall bei den Grünen. – Rufe bei der ÖVP: Dort gehören sie auch hin! – Abg. Schiefermair: „Schlechthin“ ist ein gutes Wort!)
Beifall bei den Grünen. – Rufe bei der ÖVP: Dort gehören sie auch hin! – Abg. Schiefermair: „Schlechthin“ ist ein gutes Wort!
Weiters möchte ich noch klarstellen: Sie haben gesagt „bei den Grünen und in der Opposition“. – Frau Ministerin, die Grünen sind die Opposition in Österreich schlechthin. (Rufe bei der ÖVP: Und dort bleiben sie auch!) Ich möchte Sie bitten, das schon auseinander zu halten. (Beifall bei den Grünen. – Rufe bei der ÖVP: Dort gehören sie auch hin! – Abg. Schiefermair: „Schlechthin“ ist ein gutes Wort!)
Bundesministerin Gehrer: Es brauchen ja nicht alle Förderstunden!
Sie sagen jetzt vielleicht: Super! Also, mein Gott, mit 17 Minuten in der Woche kann man schon einiges machen, wenn man das zusammenzählt. – Es geht aber nicht um 17 Minuten in der Woche, es geht um 17 Minuten pro Schuljahr! Nur damit klar ist, von welchen Relationen wir hier sprechen, wenn die Frau Ministerin stolz auf ihre zusätzlichen Förderstunden Bezug nimmt. (Bundesministerin Gehrer: Es brauchen ja nicht alle Förderstunden!) – Es brauchen nicht alle Förderstunden, aber 17 Minuten pro Jahr, Frau Ministerin, das ist schon eine ein bisschen sehr knausrige Sache! (Abg. Öllinger: Lächerlich! – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Also ich würde das nicht immer so großartig in die Waagschale werfen, wenn Sie mit „verbesserten Rahmenbedingungen“ argumentieren. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Lächerlich! – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie sagen jetzt vielleicht: Super! Also, mein Gott, mit 17 Minuten in der Woche kann man schon einiges machen, wenn man das zusammenzählt. – Es geht aber nicht um 17 Minuten in der Woche, es geht um 17 Minuten pro Schuljahr! Nur damit klar ist, von welchen Relationen wir hier sprechen, wenn die Frau Ministerin stolz auf ihre zusätzlichen Förderstunden Bezug nimmt. (Bundesministerin Gehrer: Es brauchen ja nicht alle Förderstunden!) – Es brauchen nicht alle Förderstunden, aber 17 Minuten pro Jahr, Frau Ministerin, das ist schon eine ein bisschen sehr knausrige Sache! (Abg. Öllinger: Lächerlich! – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Also ich würde das nicht immer so großartig in die Waagschale werfen, wenn Sie mit „verbesserten Rahmenbedingungen“ argumentieren. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie sagen jetzt vielleicht: Super! Also, mein Gott, mit 17 Minuten in der Woche kann man schon einiges machen, wenn man das zusammenzählt. – Es geht aber nicht um 17 Minuten in der Woche, es geht um 17 Minuten pro Schuljahr! Nur damit klar ist, von welchen Relationen wir hier sprechen, wenn die Frau Ministerin stolz auf ihre zusätzlichen Förderstunden Bezug nimmt. (Bundesministerin Gehrer: Es brauchen ja nicht alle Förderstunden!) – Es brauchen nicht alle Förderstunden, aber 17 Minuten pro Jahr, Frau Ministerin, das ist schon eine ein bisschen sehr knausrige Sache! (Abg. Öllinger: Lächerlich! – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Also ich würde das nicht immer so großartig in die Waagschale werfen, wenn Sie mit „verbesserten Rahmenbedingungen“ argumentieren. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Weil Sie es immer schlecht machen!
Man kann die Dinge immer besser machen! Der letzte Satz in Ihrer heutigen Rede war meiner Einschätzung nach sehr beachtlich: Sie haben gesagt, Sie bemühen sich, es besser zu machen, und man solle nie damit aufhören. – Das freut mich! Das habe ich bisher noch sehr, sehr selten gehört. Ich habe auch nicht den Eindruck, dass das der Grundtenor Ihrer Bildungspolitik ist. Kollege Amon hat während seiner gesamten Redezeit darauf verwiesen, wo Österreich in den Statistiken wieder ganz super ist. Werte Kolleginnen und Kollegen, so kommen wir nicht weiter! (Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Weil Sie es immer schlecht machen!)
Beifall bei den Grünen. – Lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn es Ihr Anspruch ist, alles so sein zu lassen, dann, bitte, machen Sie die Regierungsbank frei! Lassen Sie uns hinauf! Wir wissen, was wir im Bildungssystem besser machen wollen! (Beifall bei den Grünen. – Lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Es ist so!
Abg. Amon: Sinnerfassend!
Kollege Amon, ist bei uns alles bestens, wenn jede vierte und jeder vierte 16-Jährige nicht sinnerfassend lesen kann? – Das heißt, die Jugendlichen können zwar den Text lesen, aber sie wissen nachher nicht mehr, was sie gelesen haben. (Abg. Amon: Sinnerfassend!)
Abg. Murauer: Können da die Kinder nicht auch Schuld haben?
Eine weitere große Frage ist: In welche Schule geht das Kind? Und welchen Einfluss hat das auf den weiteren Lebensweg? Ist es für Sie in Ordnung und gut, dass 40 000 Schülerinnen und Schüler in Österreich heuer das Klassenziel nicht erreichen werden? 40 000 Schülerinnen und Schüler haben entweder einen Nachzipf oder fallen überhaupt durch! (Abg. Murauer: Können da die Kinder nicht auch Schuld haben?)
Beifall bei den Grünen.
Ist es Ihrer Meinung nach in Ordnung, dass die Eltern in Österreich jährlich 100 Millionen € für Nachhilfe zahlen müssen? – So viel zum Thema „gleiche Bildungschancen“: Wir haben keine gleichen Bildungschancen in Österreich, solange wir solche Voraussetzungen haben! Bitte nehmen Sie das einmal zur Kenntnis! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Regler: Weil es gute Gesetze sind! – Abg. Neugebauer: Sie sind immer dafür, dass Sie dagegen sind!
Ich sage Ihnen aber, Sie haben bei diesem Gesetz ganz, ganz wesentliche Dinge vergessen, und zwar nicht nur ein bisschen, sondern sehr viele. Es wundert mich, ehrlich gesagt, dass die SPÖ nach Asylgesetz und Zivildienstgesetz auch diesem Gesetz zustimmt – was auch immer die Signalwirkung dahinter sein soll. (Abg. Mag. Regler: Weil es gute Gesetze sind! – Abg. Neugebauer: Sie sind immer dafür, dass Sie dagegen sind!)
Abg. Schiefermair: Es sind immer die Eltern zuständig!
Eltern brauchen Verlässlichkeit. – Ich als Mutter muss wissen: Mein Kind hat sicher einen Betreuungsplatz! Das sichern Sie jedoch mit diesem Gesetz nicht zu, das hat man auch dann nicht! Diese Sicherheit ist deswegen wichtig, weil ich ja meinen Arbeitsplatz darauf abstimmen muss! Mein Arbeitgeber oder meine Arbeitgeberin verlangt sehr wohl, dass ich eine verlässliche Arbeitnehmerin bin, ich jedoch habe keine Sicherheit, dass mein Kind gut betreut wird. Das heißt, alles, was da schief geht, geht auf Kosten der Eltern schief. Diese müssen das ausbaden, diese müssen dann schauen, wie sie zu Lösungen kommen. Natürlich geschieht das in diesem Fall auf dem Rücken der Eltern! (Abg. Schiefermair: Es sind immer die Eltern zuständig!) – Nein, das ist nicht klar, dass es immer die Eltern sein müssen! (Abg. Schiefermair: Nein! Die Eltern sind zuständig!) Absolut nicht!
Abg. Schiefermair: Nein! Die Eltern sind zuständig!
Eltern brauchen Verlässlichkeit. – Ich als Mutter muss wissen: Mein Kind hat sicher einen Betreuungsplatz! Das sichern Sie jedoch mit diesem Gesetz nicht zu, das hat man auch dann nicht! Diese Sicherheit ist deswegen wichtig, weil ich ja meinen Arbeitsplatz darauf abstimmen muss! Mein Arbeitgeber oder meine Arbeitgeberin verlangt sehr wohl, dass ich eine verlässliche Arbeitnehmerin bin, ich jedoch habe keine Sicherheit, dass mein Kind gut betreut wird. Das heißt, alles, was da schief geht, geht auf Kosten der Eltern schief. Diese müssen das ausbaden, diese müssen dann schauen, wie sie zu Lösungen kommen. Natürlich geschieht das in diesem Fall auf dem Rücken der Eltern! (Abg. Schiefermair: Es sind immer die Eltern zuständig!) – Nein, das ist nicht klar, dass es immer die Eltern sein müssen! (Abg. Schiefermair: Nein! Die Eltern sind zuständig!) Absolut nicht!
Beifall bei den Grünen. – Abg. Rädler: Ist der Staat für alles zuständig?
Geben Sie den Eltern einen Rechtsanspruch auf Tagesbetreuung! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Rädler: Ist der Staat für alles zuständig?)
Abg. Murauer: Dann fahren Sie hin, nach Schweden!
Geben Sie Eltern einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung! Das ist möglich! Schweden hat das! Sie werden sehen, welche Auswirkungen das hat! (Abg. Murauer: Dann fahren Sie hin, nach Schweden!)
Abg. Lentsch: Da gibt es dann Tagesmütter bei uns auf dem Land!
Zweiter Punkt: Wer auf dem Land wohnt, hat vielleicht Pech. Wenn es nicht möglich ist, 15 Kinder zusammenzubekommen – Pech gehabt! (Abg. Lentsch: Da gibt es dann Tagesmütter bei uns auf dem Land!) – Da gibt es Tagesmütter! Wenn es keine Tagesmutter gibt, warum ermöglichen Sie nicht andere Formen der Tagesbetreuung? Warum bieten Sie nicht auch hier die Möglichkeit, zum Beispiel mit Tages-Kinderhäusern altersübergreifende Angebote zu machen?
Beifall bei den Grünen. – Abg. Amon: Sollen wir das 24 Stunden am Tag anbieten? – Abg. Murauer: Frau Kollegin, was tun wir am Sonntag? Es gibt auch welche, die am Sonntag arbeiten müssen!
Am Samstag sperren Sie überhaupt zu – da ist fertig! –, denn Sie beschließen jetzt nicht nur dieses Betreuungsgesetz, sondern auch die Fünf-Tage-Woche an den Schulen. Wissen Sie, was dann die 350 000 Beschäftigten alleine im Handel tun sollen – zwei Drittel davon sind Frauen?! Während noch vor 15 Jahren um 12 Uhr Schluss war, gehen heute die Öffnungszeiten am Samstag bis 16, 17 Uhr! Wo bleibt da die Kinderbetreuung? Die ist nicht gegeben, ist Ihnen egal! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Amon: Sollen wir das 24 Stunden am Tag anbieten? – Abg. Murauer: Frau Kollegin, was tun wir am Sonntag? Es gibt auch welche, die am Sonntag arbeiten müssen!)
Beifall bei den Grünen.
Die Gebühren: Kollege Brosz hat schon angesprochen, dass das armutsgefährdete Familien trifft. – Das ist der einzige Punkt, Dieter, wo ich dir widersprechen muss: Das sind arme Familien! Wir sprechen hier davon, dass bereits jene Familien, die 1 000 € netto zum Leben haben, voll für die Kinderbetreuung zahlen müssen! Ich glaube, Sie wissen nicht mehr, was es heißt, wenn eine Familie von 1 000 € leben muss! Die Frau Ministerin weiß ja oft nicht einmal, ob 10 Millionen auf oder ab. Da wundert es mich nicht, muss ich Ihnen ganz ehrlich sagen! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Molterer: Ich habe Ihnen etwas anderes gesagt, Frau Kollegin! Falls Sie es wissen wollen!
Als ich das kritisiert habe, hat mir Klubobmann Molterer zugerufen: Sie kümmern sich um Kleinigkeiten! – Also das sind für mich keine Kleinigkeiten. Und für mich ist es nach wie vor keine Kleinigkeit, ob dieses Geld zur Verfügung steht oder nicht. (Abg. Mag. Molterer: Ich habe Ihnen etwas anderes gesagt, Frau Kollegin! Falls Sie es wissen wollen!)
Abg. Scheibner: Also bitte, fangen Sie nicht mit dem schon wieder an!
Sie hätten die Möglichkeit, eine gute Tagesbetreuung auf die Füße zu stellen. Sagen Sie nicht, Sie hätten nicht das Geld dafür! Sie haben das Geld für – ich will Sie nicht schon wieder zitieren, aber – diese wirklich nutzlosen Abfangjäger! (Abg. Scheibner: Also bitte, fangen Sie nicht mit dem schon wieder an!) Sie haben das Geld für eine Steuerreform gehabt, die massiv den großen Unternehmen zugute gekommen ist. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Sie hätten die Möglichkeit, eine gute Tagesbetreuung auf die Füße zu stellen. Sagen Sie nicht, Sie hätten nicht das Geld dafür! Sie haben das Geld für – ich will Sie nicht schon wieder zitieren, aber – diese wirklich nutzlosen Abfangjäger! (Abg. Scheibner: Also bitte, fangen Sie nicht mit dem schon wieder an!) Sie haben das Geld für eine Steuerreform gehabt, die massiv den großen Unternehmen zugute gekommen ist. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Geben Sie das Geld den Eltern, geben Sie das Geld den Kindern, in die Tagesbetreuung und in die Bildung Österreichs! – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer – in Richtung der das Rednerpult verlassenden Abg. Mandak –: Ich habe gesagt, Sie sind immer ... überheblich ...!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Dr. Brinek. 10 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Mag. Molterer – in Richtung der das Rednerpult verlassenden Abg. Mandak –: Ich habe gesagt, Sie sind immer ... überheblich ...!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sie sind super!
Unter Bildungslandschaft verstehen sowohl die Ministerin als auch meine Fraktion etwas mehr als nur die Schulbauten – das muss ich hier nicht näher ausführen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sie sind super!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich rate Kollegin Mandak, über den Sommer nachzurechnen, wie viele Minuten, Förderminuten, herauskommen, wenn Sie davon ausgeht, dass nicht jeder Schüler/jede Schülerin Förderunterricht braucht – dann sind es nämlich mehr. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Genauso rate ich ihr, einen internationalen Vergleich anzustellen, zum Beispiel mit dem PISA-Sieger Finnland, der weniger für Bildung und mehr für Abfangjäger ausgibt. – Also: Der internationale Vergleich macht uns auch da sicher, ebenso wie der Vergleich mit der Steuerreform! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Lange Zeit hat die Sozialdemokratie Arbeit als Leid und als Knechtschaft erlebt und daher gesagt, es sei nicht gut, wenn die Frauen arbeiten. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Jetzt kommt man darauf, Frauen sehen auch in der Arbeit Entfaltung, Autonomie, Selbstgewinnung, Selbstdefinition. Das soll auch im Verbund von Familie, von Vater, Mutter, Kind, möglich sein.
Beifall bei der ÖVP.
Künftig wird es auch darum gehen, die Frühförderungseinrichtungen wie den Kindergarten stärker in den Blick zu nehmen. Im 19. Jahrhundert ursprünglich als Wohlfahrtseinrichtung errichtet, ist er jetzt ganz sicher zur Bildungseinrichtung geworden. Und wenn wir beim Ballungsraum sind und die Kinder mit Migrationshintergrund ansehen, dann kann man nur die Unterstützung der Forderung der ÖVP-Wien verlangen, nämlich das letzte Kindergartenjahr vor der Schule gratis zu machen, vor allem im Ballungsraum, um den Kindern mit sprachunterentwickelten Niveaus, mit geringen Deutschkenntnissen die Chance zu geben, im Kindergartenverbund hier die Unterrichtssprache zu erlernen, und es nicht scheitern zu lassen möglicherweise an der Kindergartengebühr, an den Kindergartenbeiträgen. Also absolute Unterstützung für diese Maßnahme, die modern und zukunftsorientiert ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
das sowohl die Erfahrung im internationalen Bereich sagt als auch die Wissenschaft und die Forschung. Die OECD hat erst kürzlich wieder darauf hingewiesen, dass in multikulturellen, in pluralen, vor allem städtischen Gesellschaften ein Einheitsschulmodell nicht die richtige Antwort ist. Wir liegen auch in Österreich mit unserem differenzierten Modell auch in dieser Hinsicht richtig. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Also ich frage mich, was Wien mit den Sondermitteln macht, die über den Finanzausgleich hinaus Wien gegeben werden: 2 Millionen €, eine gar nicht so kleine Summe. In diesem Bereich könnten diese Mittel eingesetzt werden. Ich frage mich, warum Wien nicht längst evaluiert hat, was die Integrationsmaßnahmen, was die bisherigen Sprachfördermaßnahmen erbracht haben. In allen Punkten wird von der Opposition verlangt, jeden kleinen Schritt zu evaluieren und zu protokollieren – aber hier gibt es offenbar ein Blindsein auf dem linken Auge. (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe bei der SPÖ.
Das ist eine besorgniserregende Entwicklung. – Und wenn wir schon bei Wien sind: Die überproportional höchste Zahl an Repetenten gibt es in Wien, in allen Schulstufen! Da kann ich doch nicht sagen, dass die Kinder – unter Anführungszeichen – „dümmer“ sind, die Lehrer unfähiger sind oder sonst etwas! Wo liegt es hier in den Wiener Schulen im Argen? (Rufe bei der SPÖ.) Sie kriegen dasselbe Geld wie alle anderen plus einer Sonderdotation, und trotzdem gibt es dieses unbefriedigende Ergebnis. Vielleicht sollte sich die Wiener Schulbehörde auch dazu Gedanken machen.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Brosz.
Übrigens: Nachmittagsbetreuung. Der Bund ist auch in diesem Bereich in Wien Vorreiter: Nachmittagsbetreuung gibt es in 59 Schulen von 87, inklusive der 15 privaten, die alle Nachmittagsbetreuung anbieten, während es bei den Pflichtschulen überhaupt nur ein Drittel ist, das Nachmittagsbetreuung anbietet, und davon wieder nur ein Drittel die Ganztagsschulform, weil es dort die Eltern auch so wollen, die verschränkte Form mit Unterricht und Freizeit am Nachmittag. Das heißt, offenbar ist auch Wien hier anders: Einerseits wird mehr vom Bund verlangt als selber geleistet, und andererseits muss in den Leistungen und in den Niveaus noch einiges nachgeholt werden. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren, ein letzter Satz zum Abschluss des Bildungskapitels: Wir leben in Europa und wir betrachten unseren Kontinent und das Projekt Europa als Friedensprojekt. Wir sind noch nicht bei 100 Prozent der Lösung angekommen. Aber angesichts des Terrors von gestern in London liegt schon auf der Hand, dass wir noch mehr über Bildung nachdenken müssen, damit unsere Ebene der Auseinandersetzung nicht die Kanonen, nicht die Granaten sind, sondern das Argument, der Dialog, dann sind wir europäisch und bildungsmäßig gut unterwegs. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Also bitte nicht mit gespaltener Zunge sprechen! Bildung, Herzensbildung, klassische Bildung ist nichts, was AHS-Zöglingen vorbehalten sein sollte. Auch an den Berufsschulen brauchen wir das! Darüber wären viele froh, die Berufsschüler selbst, ihre Eltern und auch viele Lehrherren, die sich heute beklagen, dass das nicht der Fall ist. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Bundesministerin Gehrer: Da ist ja nicht die ganze Zeit Unterricht!
Die Frau Bundesministerin liebt es, an den Hausverstand zu appellieren. Ich kann ihr da gerne folgen, das ist oft ein probates Mittel – zum Beispiel, wenn die Frau Bundesministerin sagt, 62 Prozent der Eltern seien gegen eine verpflichtende Form der Ganztagsschule. Ich meine damit eine Form von Ganztagsschule, in der es notwendig ist, vom Morgen bis 15.30 Uhr – länger dauert ja die Kernzeit nicht – anwesend zu sein, um dem gesamten Unterricht folgen zu können. (Bundesministerin Gehrer: Da ist ja nicht die ganze Zeit Unterricht!) – Die Frau Bundesministerin unterstellt mir gerade, ich würde glauben, dass da den ganzen Tag Unterricht ist von ... (Bundesministerin Gehrer: Sie haben gesagt: dem gesamten Unterricht folgen!) – Ja, gut, dann korrigiere ich mich: dem gesamten Schulprogramm folgen zu können, das im Gegensatz zur Halbtagsschule, wie Sie sie lieben, großzügige Pausen vorsieht, humanistische Bildung, Freizeitgegenstände, in denen etwa Theater betrieben wird oder eine zusätzliche Fremdsprache gelernt wird – also all das, was uns die Kollegin Brinek gerade so ans Herz gelegt hat. Das ist eine Ganztagsschule. Ich korrigiere mich: Sie bietet nicht acht Stunden Unterricht am Tag, sondern sehr viele vergnügliche Dinge dazwischen, die Eltern und SchülerInnen lieben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Bundesministerin Gehrer: Sie haben gesagt: dem gesamten Unterricht folgen!
Die Frau Bundesministerin liebt es, an den Hausverstand zu appellieren. Ich kann ihr da gerne folgen, das ist oft ein probates Mittel – zum Beispiel, wenn die Frau Bundesministerin sagt, 62 Prozent der Eltern seien gegen eine verpflichtende Form der Ganztagsschule. Ich meine damit eine Form von Ganztagsschule, in der es notwendig ist, vom Morgen bis 15.30 Uhr – länger dauert ja die Kernzeit nicht – anwesend zu sein, um dem gesamten Unterricht folgen zu können. (Bundesministerin Gehrer: Da ist ja nicht die ganze Zeit Unterricht!) – Die Frau Bundesministerin unterstellt mir gerade, ich würde glauben, dass da den ganzen Tag Unterricht ist von ... (Bundesministerin Gehrer: Sie haben gesagt: dem gesamten Unterricht folgen!) – Ja, gut, dann korrigiere ich mich: dem gesamten Schulprogramm folgen zu können, das im Gegensatz zur Halbtagsschule, wie Sie sie lieben, großzügige Pausen vorsieht, humanistische Bildung, Freizeitgegenstände, in denen etwa Theater betrieben wird oder eine zusätzliche Fremdsprache gelernt wird – also all das, was uns die Kollegin Brinek gerade so ans Herz gelegt hat. Das ist eine Ganztagsschule. Ich korrigiere mich: Sie bietet nicht acht Stunden Unterricht am Tag, sondern sehr viele vergnügliche Dinge dazwischen, die Eltern und SchülerInnen lieben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Die Frau Bundesministerin liebt es, an den Hausverstand zu appellieren. Ich kann ihr da gerne folgen, das ist oft ein probates Mittel – zum Beispiel, wenn die Frau Bundesministerin sagt, 62 Prozent der Eltern seien gegen eine verpflichtende Form der Ganztagsschule. Ich meine damit eine Form von Ganztagsschule, in der es notwendig ist, vom Morgen bis 15.30 Uhr – länger dauert ja die Kernzeit nicht – anwesend zu sein, um dem gesamten Unterricht folgen zu können. (Bundesministerin Gehrer: Da ist ja nicht die ganze Zeit Unterricht!) – Die Frau Bundesministerin unterstellt mir gerade, ich würde glauben, dass da den ganzen Tag Unterricht ist von ... (Bundesministerin Gehrer: Sie haben gesagt: dem gesamten Unterricht folgen!) – Ja, gut, dann korrigiere ich mich: dem gesamten Schulprogramm folgen zu können, das im Gegensatz zur Halbtagsschule, wie Sie sie lieben, großzügige Pausen vorsieht, humanistische Bildung, Freizeitgegenstände, in denen etwa Theater betrieben wird oder eine zusätzliche Fremdsprache gelernt wird – also all das, was uns die Kollegin Brinek gerade so ans Herz gelegt hat. Das ist eine Ganztagsschule. Ich korrigiere mich: Sie bietet nicht acht Stunden Unterricht am Tag, sondern sehr viele vergnügliche Dinge dazwischen, die Eltern und SchülerInnen lieben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Amon: Das stimmt ja nicht!
Jetzt kommt’s: Sie könnten als Ministerin sagen: Mir ist beides lieb und wert – und Sie kennen ja viele vollwertige Ganztagsschulen, weil Sie Schulen besuchen und sehen, wie da der Zuspruch der Eltern ist, wie engagiert die Lehrer an diesen Schulen arbeiten –, ich will das nicht entscheiden, es sollen die Eltern entscheiden, in welche Schule sie ihre Kinder geben wollen! – Aber das tun Sie eben nicht! (Abg. Amon: Das stimmt ja nicht!) Sie bevorzugen einseitig das Ihnen genehme Modell der Nachmittagsbetreuung (Widerspruch bei der ÖVP): Unterricht nur am Vormittag, am Nachmittag Essen, Beaufsichtigung, Lernen, Üben. Das machen Sie möglich, da sagen Sie: Wenn 15 Eltern das wollen, ist das einzurichten!
Widerspruch bei der ÖVP
Jetzt kommt’s: Sie könnten als Ministerin sagen: Mir ist beides lieb und wert – und Sie kennen ja viele vollwertige Ganztagsschulen, weil Sie Schulen besuchen und sehen, wie da der Zuspruch der Eltern ist, wie engagiert die Lehrer an diesen Schulen arbeiten –, ich will das nicht entscheiden, es sollen die Eltern entscheiden, in welche Schule sie ihre Kinder geben wollen! – Aber das tun Sie eben nicht! (Abg. Amon: Das stimmt ja nicht!) Sie bevorzugen einseitig das Ihnen genehme Modell der Nachmittagsbetreuung (Widerspruch bei der ÖVP): Unterricht nur am Vormittag, am Nachmittag Essen, Beaufsichtigung, Lernen, Üben. Das machen Sie möglich, da sagen Sie: Wenn 15 Eltern das wollen, ist das einzurichten!
Abg. Dr. Jarolim: Aber ist das nicht engstirnig? Das ist doch engstirnig!
Sie geben ja nicht einmal den Ländern, etwa Wien, wo nachgewiesenermaßen eine große Nachfrage nach vollwertigen Ganztagsschulen besteht, die Möglichkeit, diese Ganztagsschulen ohne diese Hürden einzurichten. (Abg. Dr. Jarolim: Aber ist das nicht engstirnig? Das ist doch engstirnig!) Ich zitiere Schiller und sage: Madam, geben Sie Ganztagsschul-Freiheit! Das wäre doch einmal notwendig! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Jarolim: Josef, ist das nicht engstirnig?) – Dazu bekommst du dann persönlich eine Antwort. Ich fürchte deine Zwischenrufe, auch wenn sie gegen mich gerichtet sind. (Heiterkeit. – Abg. Mag. Molterer: Vor allem, weil sie besonders unqualifiziert sind!) Ich habe es gar nicht gehört. Ich müsste mich jetzt wirklich einhören, aber ich mache es jetzt nicht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Jarolim: Josef, ist das nicht engstirnig?
Sie geben ja nicht einmal den Ländern, etwa Wien, wo nachgewiesenermaßen eine große Nachfrage nach vollwertigen Ganztagsschulen besteht, die Möglichkeit, diese Ganztagsschulen ohne diese Hürden einzurichten. (Abg. Dr. Jarolim: Aber ist das nicht engstirnig? Das ist doch engstirnig!) Ich zitiere Schiller und sage: Madam, geben Sie Ganztagsschul-Freiheit! Das wäre doch einmal notwendig! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Jarolim: Josef, ist das nicht engstirnig?) – Dazu bekommst du dann persönlich eine Antwort. Ich fürchte deine Zwischenrufe, auch wenn sie gegen mich gerichtet sind. (Heiterkeit. – Abg. Mag. Molterer: Vor allem, weil sie besonders unqualifiziert sind!) Ich habe es gar nicht gehört. Ich müsste mich jetzt wirklich einhören, aber ich mache es jetzt nicht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.)
Heiterkeit. – Abg. Mag. Molterer: Vor allem, weil sie besonders unqualifiziert sind!
Sie geben ja nicht einmal den Ländern, etwa Wien, wo nachgewiesenermaßen eine große Nachfrage nach vollwertigen Ganztagsschulen besteht, die Möglichkeit, diese Ganztagsschulen ohne diese Hürden einzurichten. (Abg. Dr. Jarolim: Aber ist das nicht engstirnig? Das ist doch engstirnig!) Ich zitiere Schiller und sage: Madam, geben Sie Ganztagsschul-Freiheit! Das wäre doch einmal notwendig! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Jarolim: Josef, ist das nicht engstirnig?) – Dazu bekommst du dann persönlich eine Antwort. Ich fürchte deine Zwischenrufe, auch wenn sie gegen mich gerichtet sind. (Heiterkeit. – Abg. Mag. Molterer: Vor allem, weil sie besonders unqualifiziert sind!) Ich habe es gar nicht gehört. Ich müsste mich jetzt wirklich einhören, aber ich mache es jetzt nicht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.
Sie geben ja nicht einmal den Ländern, etwa Wien, wo nachgewiesenermaßen eine große Nachfrage nach vollwertigen Ganztagsschulen besteht, die Möglichkeit, diese Ganztagsschulen ohne diese Hürden einzurichten. (Abg. Dr. Jarolim: Aber ist das nicht engstirnig? Das ist doch engstirnig!) Ich zitiere Schiller und sage: Madam, geben Sie Ganztagsschul-Freiheit! Das wäre doch einmal notwendig! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Jarolim: Josef, ist das nicht engstirnig?) – Dazu bekommst du dann persönlich eine Antwort. Ich fürchte deine Zwischenrufe, auch wenn sie gegen mich gerichtet sind. (Heiterkeit. – Abg. Mag. Molterer: Vor allem, weil sie besonders unqualifiziert sind!) Ich habe es gar nicht gehört. Ich müsste mich jetzt wirklich einhören, aber ich mache es jetzt nicht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.)
Beifall und Heiterkeit bei der SPÖ.
Herr Klubobmann Molterer, danke für Ihre Zwischenrufe! Im Fernsehen kann man sie nicht hören, dort wirken Sie wie ein stummer Fisch im Aquarium. (Beifall und Heiterkeit bei der SPÖ.) Sie waren schon einmal besser (Abg. Mag. Molterer: Wer? Sie!), da hatten Sie Tafeln dabei, um das zu unterstreichen, was Sie sagen wollten, aber heute haben Sie nichts gefunden, was aufzuschreiben wert gewesen wäre – was ich verstehe, denn die Schulpolitik dieser Bundesregierung wird ja von der Öffentlichkeit mit Vier bis Fünf beurteilt.
Abg. Mag. Molterer: Wer? Sie!
Herr Klubobmann Molterer, danke für Ihre Zwischenrufe! Im Fernsehen kann man sie nicht hören, dort wirken Sie wie ein stummer Fisch im Aquarium. (Beifall und Heiterkeit bei der SPÖ.) Sie waren schon einmal besser (Abg. Mag. Molterer: Wer? Sie!), da hatten Sie Tafeln dabei, um das zu unterstreichen, was Sie sagen wollten, aber heute haben Sie nichts gefunden, was aufzuschreiben wert gewesen wäre – was ich verstehe, denn die Schulpolitik dieser Bundesregierung wird ja von der Öffentlichkeit mit Vier bis Fünf beurteilt.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn ich „NEWS“ von dieser Woche lese und sehe, dass die Frau Bildungsministerin im Ministerialranking an letzter Stelle ist, dann sage ich, das kann nicht an ihren persönlichen Qualitäten liegen, denn die Frau Bundesministerin ist eine angenehme, korrekte, entgegenkommende Gesprächspartnerin in allem. Sie ist auch in ihren Auftritten in der Öffentlichkeit untadelig. Es kann also nicht an ihr liegen, es muss an dem liegen, was Sie und Sie mit ihr vertreten, nämlich eine Schulpolitik, die viele Eltern in Österreich einfach nicht mehr haben wollen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ich will auf diese Zwischenrufe nicht eingehen, denn man hört ja nicht, was Sie sagen. Das ist immer so einseitig. Sie kommen dann nach mir raus und reden auch – passt. (Zwischenruf der Abg. Lentsch.)
Zwischenruf der Abg. Lentsch.
Wenn ich „NEWS“ von dieser Woche lese und sehe, dass die Frau Bildungsministerin im Ministerialranking an letzter Stelle ist, dann sage ich, das kann nicht an ihren persönlichen Qualitäten liegen, denn die Frau Bundesministerin ist eine angenehme, korrekte, entgegenkommende Gesprächspartnerin in allem. Sie ist auch in ihren Auftritten in der Öffentlichkeit untadelig. Es kann also nicht an ihr liegen, es muss an dem liegen, was Sie und Sie mit ihr vertreten, nämlich eine Schulpolitik, die viele Eltern in Österreich einfach nicht mehr haben wollen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ich will auf diese Zwischenrufe nicht eingehen, denn man hört ja nicht, was Sie sagen. Das ist immer so einseitig. Sie kommen dann nach mir raus und reden auch – passt. (Zwischenruf der Abg. Lentsch.)
Abg. Lentsch: Seit Sinowatz!
Ich gebe Ihnen ein einfaches Beispiel: Nachhilfeunterricht findet sehr oft als nicht angemeldete Nebenbeschäftigung statt. Nachhilfeunterricht ist etwas, was sich typischerweise schwarz abspielt. Deswegen sind wir auf Befragungen von Eltern und auf Hochrechnungen angewiesen. Nach diesen Hochrechnungen zeigt sich, dass Österreichs Eltern etwa 100 Millionen € im Jahr ausgeben, damit sich ihre Kinder mit privatem Geld das, was ihnen an der Schule nicht beigebracht werden konnte – aus welchem Grund immer –, nachkaufen können. (Abg. Lentsch: Seit Sinowatz!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
für allemal überflüssig machen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Und zu Frau Dr. Bleckmann sage ich nur: Mit Ihnen habe ich das letzte Mal in einem kleinen Kammerl privat geredet. Wenn Sie das hier herinnen erzählen, dann werden wir in Zukunft wie Nordkorea und Südkorea in Pjöngjang miteinander umgehen müssen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das ist auch wichtig, denn kurz nach PISA hatte man ja den Eindruck, jedes andere Land habe ein besseres System, Österreich sei irgendwie ganz hinten und habe verquere und verschrobene Vorstellungen, die unsozial sind und den modernen Anforderungen nicht gerecht werden. Es ist auch der Hinweis auf Humboldt gekommen. Gerade wir Österreicher sollten uns das gute Bild, das man eigentlich von uns haben muss, was Bildung und Ausbildung betrifft, nicht selbst ruinieren. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Wurm: Das Einkommen der Eltern darf nicht ausschlaggebend sein!
Es wäre vielmehr ein richtiger Weg, festzustellen – um es salopp zu sagen: die Welt braucht nicht nur Eierköpfe –, dass Menschen unterschiedlich begabt sind, dass einige Menschen in erster Linie theoretisch begabt sind und dass es andere Menschen gibt, die vor allem praktisch begabt sind, was natürlich nicht heißt, dass sie nach dem Humboldt’schen Bildungsideal nicht eine Grundlage dafür bekommen sollen (Abg. Mag. Wurm: Das Einkommen der Eltern darf nicht ausschlaggebend sein!), voll am kulturellen Leben teilzunehmen, aber es ist a priori ein Wert, als Arbeiter, als Facharbeiter seine Arbeit gut zu machen.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
ohne zu jammern und zu murren die Arbeit fertig macht, die an diesem Tag gemacht werden muss, dann ist das so viel wert, wie wenn ein anderer am Schreibtisch eine erstklassige Leistung vollbringt; und das muss honoriert werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abschließend: Herr Abgeordneter Broukal, wenn Sie die Ministerin jetzt am „NEWS“-Ranking messen, dann ist mir doch lieber, wir bleiben bei PISA. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Kräuter: Keine Polemik von der Regierungsbank!
Staatssekretär im Bundeskanzleramt Mag. Karl Schweitzer: Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Bildungsdebatte, so wie sie von den Oppositionsparteien geführt wird, ist gekennzeichnet durch sehr viel Krankjammern, durch Schlechtmachen und vor allem durch selektive Wahrnehmungen. (Abg. Dr. Kräuter: Keine Polemik von der Regierungsbank!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Jugendarbeitslosigkeit von 21 Prozent an viertletzter Stelle liegt und dass Österreich mit einer durchschnittlichen Jugendarbeitslosigkeit von 6 Prozent an erster Stelle innerhalb der Europäischen Union liegt. Wenn das dann ein Gradmesser ist, dann brauchen wir uns Finnland nicht zum Vorbild zu nehmen, dann ist das System in Österreich wahrlich ein viel besseres als jenes in Finnland. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Aber sehen wir uns auch den Hintergrund dahin gehend an, wie er in Finnland und wie er in Österreich aussieht und unter welchen Voraussetzungen bestimmte Zahlen erreicht werden. In Finnland gibt es 1,3 Prozent Kinder mit Migrationshintergrund, in Österreich sind es 14 Prozent. In Finnland gibt es bereits seit längerem eigene Sprachförderklassen, während der Versuch der Einführung solcher Sprachförderklassen in Österreich gerade von Ihnen, gerade von den Grünen und auch von den Sozialdemokraten vehement verhindert und immer wieder kritisiert wurde. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie müssen schon wissen, ob Sie dann die Erfolgsgrundlage, die Sie in Finnland als positiv sehen, auch für Österreich haben wollen oder ob Sie das, was in Finnland gang und gäbe ist, nämlich die Sprachförderklassen, in Österreich nicht haben wollen. Wir wollen sie haben und wir wollten sie schon lange haben, weil, wie Frau Kollegin Mandak auch richtig gesagt hat, gleiche Bildungschancen notwendig sind. Und gleiche Bildungschancen sind dann gegeben, wenn man die Unterrichtssprache beherrscht. Frau Kollegin Mandak, da werden Sie mir sicher zustimmen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Brosz: Braucht man die Muttersprache auch?
Die Unterrichtssprache beherrscht man dann, wenn man die Voraussetzungen dafür schafft. Die Voraussetzungen für das Beherrschen der Unterrichtssprache sind dann gegeben, wenn man rechtzeitig darauf schaut, dass das Angebot vorhanden ist. (Abg. Brosz: Braucht man die Muttersprache auch?)
Abg. Mandak: Das sind zwei Paar Schuhe!
Jetzt vergegenwärtigen wir uns einmal, Herr Kollege Brosz, die Stimmen der führenden Oppositionspolitiker, als es darum gegangen ist, Sprachkurse einzuführen. Schauen wir uns an, was sie alle gesagt haben, als es darum gegangen ist, diese Sprachförderklassen und auch die Sprachkurse im Rahmen dieses Integrationspakets einzuführen! (Abg. Mandak: Das sind zwei Paar Schuhe!)
Zwischenruf der Abg. Sburny.
Da habe ich zum Beispiel, als es um die Einführung genau dieser Sprachkurse gegangen ist, Aussagen der Kollegin Stoisits, die sagte, das sei einmal mehr die ausländerfeindliche Handschrift der FPÖ. Das Ganze ist die ausländerfeindliche Handschrift der FPÖ. – So weit Kollegin Stoisits am 4. Juni 2002. (Zwischenruf der Abg. Sburny.)
Abg. Sburny: Weil Sie die Muttersprache völlig ... wollen!
Oder – als es um die Einführung dieser Sprachkurse gegangen ist –: Das ist ein Kniefall von Strasser vor der FPÖ, sagte Frau Kollegin Kuntzl. (Abg. Sburny: Weil Sie die Muttersprache völlig ... wollen!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Keine Ahnung!
Oder: Kollegin Bures sagte, Deutschkurse grenzen an Zynismus. – Das war doch Ihre Position, als es darum gegangen ist, das einzuführen, was in Finnland gang und gäbe ist und was Sie hier als Wundermittel anpreisen, was Finnland dazu geführt hat, dass die PISA-Ergebnisse so positiv sind, was die Sprachkenntnisse und die Lesefertigkeit betrifft?! Wenn Sie in dieser Frage die Ergebnisse Finnlands erreichen wollen, dann müssen Sie auch klar und deutlich sagen, dass das richtig war, was von uns seit langem gefordert und jetzt auch schön langsam eingeführt wurde. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Keine Ahnung!)
Abg. Öllinger: Aber auch Ihre Muttersprache!
Die sprachliche Frühförderung, die jetzt kommt, ist natürlich die beste Voraussetzung dafür, dass wir uns in diesem Bereich noch weiter verbessern. Ziel muss es sein, dass alle Kinder, die in die erste Klasse Volksschule kommen, die Unterrichtssprache Deutsch ausreichend beherrschen, wenn sie ... (Abg. Öllinger: Aber auch Ihre Muttersprache!) – Natürlich! Aber wenn der Schulerfolg gegeben sein soll, Herr Kollege Öllinger, dann, das werden Sie mir schon zugestehen, wird es notwendig sein, dass man die Unterrichtssprache beherrscht. (Abg. Öllinger: Auch die Muttersprache!) – Und die Muttersprache, selbstverständlich. Aber wenn es um den Unterricht geht, dann geht es in erster Linie um die Unterrichtssprache.
Abg. Öllinger: Auch die Muttersprache!
Die sprachliche Frühförderung, die jetzt kommt, ist natürlich die beste Voraussetzung dafür, dass wir uns in diesem Bereich noch weiter verbessern. Ziel muss es sein, dass alle Kinder, die in die erste Klasse Volksschule kommen, die Unterrichtssprache Deutsch ausreichend beherrschen, wenn sie ... (Abg. Öllinger: Aber auch Ihre Muttersprache!) – Natürlich! Aber wenn der Schulerfolg gegeben sein soll, Herr Kollege Öllinger, dann, das werden Sie mir schon zugestehen, wird es notwendig sein, dass man die Unterrichtssprache beherrscht. (Abg. Öllinger: Auch die Muttersprache!) – Und die Muttersprache, selbstverständlich. Aber wenn es um den Unterricht geht, dann geht es in erster Linie um die Unterrichtssprache.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sie wissen, dass wir seit der letzten Woche einige Projekte mit für uns gewaltigen finanziellen Mitteln unterstützen, um mehr Sport in die Schulen zu bringen. Wir haben Schulprojekte über den so genannten § 9 Abs. 4 zusammengestellt, die mit einer Summe von fast 500 000 € gefördert werden. Die Dachverbände ASKÖ, ASVÖ und Union haben jetzt die Möglichkeit, mit ihren Vereinen diese freiwillige Nachmittagsbetreuung auch mit sportlichen Schwerpunkten auszugestalten. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Brosz: Zu welchem Tagesordnungspunkt gehört das?
Wir fördern das im nächsten Jahr, wie gesagt, mit 500 000 €. Noch dazu kommt in all jenen Bereichen, wo die Vereine dazu nicht in der Lage sind, ein eigenes Projekt, das wir gemeinsam mit einem Kreditinstitut und mit anderen Partnern zusammen gemacht haben: Wir werden in 110 politische Bezirke gehen, in 110 Schulen, womit wir 120 000 Schüler erreichen. Das ist ein Projekt mit Gesamtkosten von 300 000 €, mit dem noch mehr Bewegungseinheiten in die Schulen gebracht werden. (Abg. Brosz: Zu welchem Tagesordnungspunkt gehört das?)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich bedanke mich für die konstruktive Zusammenarbeit, die in diesem Bereich möglich war, und freue mich für mehr als 400 000 Schüler, die im nächsten Jahr diese zusätzlichen Sportangebote zur Verfügung haben werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Bitte!
Abgeordnete Michaela Sburny (Grüne): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär Schweitzer! Ich bin ja nicht ganz sicher, ob es bei Ihrem Verständnis von Schule und Bildung überhaupt Sinn macht, darüber zu diskutieren. (Abg. Scheibner: Bitte!) Aber ich versuche es noch einmal. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Skandalös! – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Skandalös! – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Abgeordnete Michaela Sburny (Grüne): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär Schweitzer! Ich bin ja nicht ganz sicher, ob es bei Ihrem Verständnis von Schule und Bildung überhaupt Sinn macht, darüber zu diskutieren. (Abg. Scheibner: Bitte!) Aber ich versuche es noch einmal. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Skandalös! – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Erstens: Was die Grünen immer gesagt haben und was wissenschaftlich erwiesen ist, ist, dass Kinder ihre Muttersprache brauchen, um eine andere Sprache zu lernen. Das heißt, Kinder, die ihre Muttersprache nicht beherrschen, können nicht oder sehr viel schwerer eine Fremdsprache, nämlich in diesem Fall Deutsch, erlernen. Deswegen haben wir immer gefordert, dass es für diesen muttersprachlichen Unterricht genügend Geld geben muss, damit man dann sinnvoll mit dem deutschsprachigen Unterricht aufsetzen kann. Das, was Sie machen, ist beide Sachen gegeneinander auszuspielen, anstatt sie zusammenzubringen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Amon: Und wie viele Schüler weniger?
Zweitens: Die Grünen haben immer jede Form von Deutschlernen unterstützt. Das, was Sie in der Regierung in den letzten fünf Jahren gemacht haben, ist, dass Sie genau in diesem Bereich extrem eingespart haben. Es hat im Jahr 2000 noch 2 000 Lehrer und Lehrerinnen gegeben, die dafür beschäftigt waren. Jetzt, nach fünf Jahren Blau-Schwarz, Schwarz-Blau/Orange, wie auch immer, Schüssel/Haider jedenfalls, sind es 700! (Abg. Amon: Und wie viele Schüler weniger?) Das ist eine dramatische Reduktion in jenem Bereich, von dem Sie jetzt behaupten, dass er Ihnen so wichtig sei. Das ist einfach unehrlich. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Amon: Haben Sie die Schülerzahlen auch angesehen?)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Amon: Haben Sie die Schülerzahlen auch angesehen?
Zweitens: Die Grünen haben immer jede Form von Deutschlernen unterstützt. Das, was Sie in der Regierung in den letzten fünf Jahren gemacht haben, ist, dass Sie genau in diesem Bereich extrem eingespart haben. Es hat im Jahr 2000 noch 2 000 Lehrer und Lehrerinnen gegeben, die dafür beschäftigt waren. Jetzt, nach fünf Jahren Blau-Schwarz, Schwarz-Blau/Orange, wie auch immer, Schüssel/Haider jedenfalls, sind es 700! (Abg. Amon: Und wie viele Schüler weniger?) Das ist eine dramatische Reduktion in jenem Bereich, von dem Sie jetzt behaupten, dass er Ihnen so wichtig sei. Das ist einfach unehrlich. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Amon: Haben Sie die Schülerzahlen auch angesehen?)
Staatssekretär Mag. Schweitzer: Kommen Sie hin, am Montag!
In diesem Zusammenhang wäre es auch interessant, zu sehen, wofür Sie Geld ausgeben. Ihnen ist das wahrscheinlich bekannt, Herr Staatssekretär, den anderen vielleicht nicht so. (Die Rednerin hält ein Schriftstück in die Höhe.) Das ist nämlich keine BZÖ-Werbung, wie man annehmen könnte, sondern eine Werbung des Herrn Staatssekretärs Schweitzer (Staatssekretär Mag. Schweitzer: Kommen Sie hin, am Montag!): „Zukunft Bewegtes Österreich“ mit BZÖ-Aufmachung. (Abg. Scheibner: Also bitte! – Staatssekretär Mag. Schweitzer: Wo denn?)
Abg. Scheibner: Also bitte! – Staatssekretär Mag. Schweitzer: Wo denn?
In diesem Zusammenhang wäre es auch interessant, zu sehen, wofür Sie Geld ausgeben. Ihnen ist das wahrscheinlich bekannt, Herr Staatssekretär, den anderen vielleicht nicht so. (Die Rednerin hält ein Schriftstück in die Höhe.) Das ist nämlich keine BZÖ-Werbung, wie man annehmen könnte, sondern eine Werbung des Herrn Staatssekretärs Schweitzer (Staatssekretär Mag. Schweitzer: Kommen Sie hin, am Montag!): „Zukunft Bewegtes Österreich“ mit BZÖ-Aufmachung. (Abg. Scheibner: Also bitte! – Staatssekretär Mag. Schweitzer: Wo denn?)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das ist Missbrauch!
Das ist ein ganz kleines Mosaiksteinchen einer ganzen Kampagne, mit der Frau Ministerin Haubner, Herr Staatssekretär Dolinschek und Herr Staatssekretär Schweitzer Parteiwerbung mit öffentlichen Geldern machen (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das ist Missbrauch!), öffentliche Gelder, die Sie dann für den Schulbereich nicht haben. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wir werden schauen, ob der Kol-
Zwischenruf der Abg. Schiefermair
Es kommt mir so vor, als machen Sie Ihre Erhebungen auf diese Art. Denn die Erhebungen ergeben, dass sich die Eltern in vielen Fällen bereits Großeltern oder andere Betreuungsmöglichkeiten organisiert haben (Zwischenruf der Abg. Schiefermair) und daher sagen: Na ja, im Augenblick brauche ich es nicht, noch dazu, wenn ich nicht weiß, ob ich es nächstes Jahr wieder habe! – Die Eltern wissen das nicht. Wenn nämlich die Zahl der Schüler, für die ein Betreuungsbedarf angemeldet wird, unter 15 sinkt, gibt es im nächsten Jahr keine Betreuung mehr. Dann bleiben sie lieber gleich bei ihrer anderen Lösung und sagen: Eigentlich brauche ich die schulische Betreuung nicht.
Beifall bei den Grünen.
So kommen Ihre Zahlen des Bedarfs zustande. In Wirklichkeit leiden dann alle darunter, dass es diese Nachmittagsbetreuung nicht gibt. (Beifall bei den Grünen.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Dazu kommt noch ein Spezifikum, das man nicht unerwähnt lassen soll und das die Frau Ministerin zugegeben hat: Dass nämlich dort, wo sich Gemeinden und Schulen darum bemüht haben, diese Nachmittagsbetreuung bisher schon zur Verfügung zu stellen – wie das zum Beispiel in meiner Gemeinde Langenlois nach langjährigem Kampf (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) geschehen ist –, von Bundesseite nichts bezahlt wird. (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Es wird nur dann bezahlt, wenn die Nachmittagsbetreuung neu eingeführt wird. Ich frage Sie (Abg. Scheibner: Fragen Sie das in der Bank, weil die Redezeit ist aus!): Soll man das dort wieder auflösen, damit man dann neu beginnen kann und das finanziert wird? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Dazu kommt noch ein Spezifikum, das man nicht unerwähnt lassen soll und das die Frau Ministerin zugegeben hat: Dass nämlich dort, wo sich Gemeinden und Schulen darum bemüht haben, diese Nachmittagsbetreuung bisher schon zur Verfügung zu stellen – wie das zum Beispiel in meiner Gemeinde Langenlois nach langjährigem Kampf (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) geschehen ist –, von Bundesseite nichts bezahlt wird. (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Es wird nur dann bezahlt, wenn die Nachmittagsbetreuung neu eingeführt wird. Ich frage Sie (Abg. Scheibner: Fragen Sie das in der Bank, weil die Redezeit ist aus!): Soll man das dort wieder auflösen, damit man dann neu beginnen kann und das finanziert wird? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Fragen Sie das in der Bank, weil die Redezeit ist aus!
Dazu kommt noch ein Spezifikum, das man nicht unerwähnt lassen soll und das die Frau Ministerin zugegeben hat: Dass nämlich dort, wo sich Gemeinden und Schulen darum bemüht haben, diese Nachmittagsbetreuung bisher schon zur Verfügung zu stellen – wie das zum Beispiel in meiner Gemeinde Langenlois nach langjährigem Kampf (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) geschehen ist –, von Bundesseite nichts bezahlt wird. (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Es wird nur dann bezahlt, wenn die Nachmittagsbetreuung neu eingeführt wird. Ich frage Sie (Abg. Scheibner: Fragen Sie das in der Bank, weil die Redezeit ist aus!): Soll man das dort wieder auflösen, damit man dann neu beginnen kann und das finanziert wird? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Dazu kommt noch ein Spezifikum, das man nicht unerwähnt lassen soll und das die Frau Ministerin zugegeben hat: Dass nämlich dort, wo sich Gemeinden und Schulen darum bemüht haben, diese Nachmittagsbetreuung bisher schon zur Verfügung zu stellen – wie das zum Beispiel in meiner Gemeinde Langenlois nach langjährigem Kampf (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) geschehen ist –, von Bundesseite nichts bezahlt wird. (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Es wird nur dann bezahlt, wenn die Nachmittagsbetreuung neu eingeführt wird. Ich frage Sie (Abg. Scheibner: Fragen Sie das in der Bank, weil die Redezeit ist aus!): Soll man das dort wieder auflösen, damit man dann neu beginnen kann und das finanziert wird? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Sburny: Ich habe es eh gemacht!
Sie müssen nicht mit jeder Äußerung des Herrn Staatssekretärs einverstanden sein, aber es macht immer Sinn, seine Argumente auf den Tisch zu legen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Sburny: Ich habe es eh gemacht!)
Ruf bei der ÖVP: Naja! Hält sich in Grenzen!
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Dass Herr Kollege Broukal auf Grund seiner früheren Profession sehr sprachgewandt – vor allem auch in der Subtilität – ist, ist bekannt. (Ruf bei der ÖVP: Naja! Hält sich in Grenzen!) Aber wenn er immer davon spricht, dass nur die verschränkte Ganztagsschule eine vollwertige Schule ist – wobei ich weiß, dass die Kollegen dort hervorragende Arbeit leisten –, dann halte ich entgegen, dass alle Schulen, unabhängig davon, ob sie in vier Stunden, in sechs Stunden, ganztägig oder wöchentlich organisiert sind, Vollwertschulen in Österreich sind, liebe Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Dass Herr Kollege Broukal auf Grund seiner früheren Profession sehr sprachgewandt – vor allem auch in der Subtilität – ist, ist bekannt. (Ruf bei der ÖVP: Naja! Hält sich in Grenzen!) Aber wenn er immer davon spricht, dass nur die verschränkte Ganztagsschule eine vollwertige Schule ist – wobei ich weiß, dass die Kollegen dort hervorragende Arbeit leisten –, dann halte ich entgegen, dass alle Schulen, unabhängig davon, ob sie in vier Stunden, in sechs Stunden, ganztägig oder wöchentlich organisiert sind, Vollwertschulen in Österreich sind, liebe Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Für uns ist die ganztägige Betreuung ein Angebot, weil wir der Entscheidungsfreiheit der Familien, auch was die Freizeitgestaltung betrifft, Rechnung tragen wollen und weil auch das Kennen-Lernen und Sich-Bewegen in anderen Gemeinschaften als der Schule – fragt einmal die Kinder! – ein notwendiges Aufrüsten im Lernprozess und im Erwachsenwerden ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich halte aber fest, dass das nicht ad libitum fortzuschreiben ist. Wir sollten den Rückgang der Schülerzahlen, der jetzt in der Grundstufe und daher in der Verantwortung der Länder liegt, der sich dann in die Sekundarstufe I und II fortschreiben wird, dazu nützen, dass wir auch kleinere Klassen bilden können und dass wir die kleinen Schulen in den ländlichen Räumen entsprechend erhalten. Das ist ein wichtiges Anliegen meiner Partei. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Und da bin ich schon bei Josef Broukal, der auch von der Werterziehung, von der Herzensbildung neben der fachlichen Ausbildung gesprochen hat. Wir müssen unseren Kindern wieder mehr Rücksichtnahme, Verantwortung, Freundschaft statt Egoismus, Verantwortung auch für die Zukunft und eine Absage an die Zeitgeist-Gesellschaft anerziehen, liebe Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Wenn wir unsere Kinder zu Hoffnungsträgern im wahrsten Sinne des Wortes machen müssen – und manche der Äußerungen hier müssten Angst und Panik und eigentlich mutlos machen –, geht es nicht darum, eine fatale Ich-Gesellschaft als eine Gesellschaftsform der Zukunft, sondern eine GmbH (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), eine Gesellschaft mit begründeter Hoffnung, für unsere Jugend in einer friedlichen Zukunft zu bilden. (Bravorufe bei der ÖVP. – Anhaltender lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Bravorufe bei der ÖVP. – Anhaltender lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn wir unsere Kinder zu Hoffnungsträgern im wahrsten Sinne des Wortes machen müssen – und manche der Äußerungen hier müssten Angst und Panik und eigentlich mutlos machen –, geht es nicht darum, eine fatale Ich-Gesellschaft als eine Gesellschaftsform der Zukunft, sondern eine GmbH (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), eine Gesellschaft mit begründeter Hoffnung, für unsere Jugend in einer friedlichen Zukunft zu bilden. (Bravorufe bei der ÖVP. – Anhaltender lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner – auf die Tafel am Boden weisend –: Jetzt ist es umgefallen!
Abgeordnete Beate Schasching (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! (Abg. Scheibner – auf die Tafel am Boden weisend –: Jetzt ist es umgefallen!) – Mein Taferl ist umgefallen? – Danke schön. (Abg. Scheibner: Man hätte vielleicht dem Kollegen Neugebauer mehr Redezeit geben sollen!)
Abg. Scheibner: Man hätte vielleicht dem Kollegen Neugebauer mehr Redezeit geben sollen!
Abgeordnete Beate Schasching (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! (Abg. Scheibner – auf die Tafel am Boden weisend –: Jetzt ist es umgefallen!) – Mein Taferl ist umgefallen? – Danke schön. (Abg. Scheibner: Man hätte vielleicht dem Kollegen Neugebauer mehr Redezeit geben sollen!)
Die Rednerin stellt eine Tafel mit der Aufschrift „www.ganztagsschule.at“ vor sich auf das Rednerpult. – Abg. Dr. Sonnberger: Zwangstagsschule! Sie haben das „z“ vergessen!
Damit die Zuseherinnen und Zuseher dort nachlesen können, was wir unter Ganztagsschule verstehen, und damit sie auch unsere Bildungsziele nachlesen können! (Die Rednerin stellt eine Tafel mit der Aufschrift „www.ganztagsschule.at“ vor sich auf das Rednerpult. – Abg. Dr. Sonnberger: Zwangstagsschule! Sie haben das „z“ vergessen!)
demonstrativer Beifall bei der ÖVP
Ich möchte an die durchaus bemerkenswerte Rede meines Kollegen Neugebauer anschließen (demonstrativer Beifall bei der ÖVP) und sagen, dass viele Kinder aus kriegsführenden Ländern in der Vergangenheit mit ihren Eltern nach Österreich geflüchtet sind und dass wir in Österreich und vor allem in Wien diese Kinder in unsere Schulen aufgenommen und integriert haben. Das haben viele Lehrerinnen und Lehrer mit enormer Anstrengung und Engagement und gegen die Widrigkeiten des Schulsystems, das ihnen dies erschwert hat, durchgeführt. Dafür müssen wir uns sehr herzlich bedanken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte an die durchaus bemerkenswerte Rede meines Kollegen Neugebauer anschließen (demonstrativer Beifall bei der ÖVP) und sagen, dass viele Kinder aus kriegsführenden Ländern in der Vergangenheit mit ihren Eltern nach Österreich geflüchtet sind und dass wir in Österreich und vor allem in Wien diese Kinder in unsere Schulen aufgenommen und integriert haben. Das haben viele Lehrerinnen und Lehrer mit enormer Anstrengung und Engagement und gegen die Widrigkeiten des Schulsystems, das ihnen dies erschwert hat, durchgeführt. Dafür müssen wir uns sehr herzlich bedanken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher können wir dem Gesetzentwurf nur ganz schweren Herzens zustimmen, weil ein paar kleine Punkte im Babyplantschbecken verwirklicht wurden, aber das ist uns zu wenig. Wir wünschen uns zumindest die eine ganze Woche am Meer. Das wäre auch im Sinne der Forderung des Dachverbands der Elternvereine, wo 90 000 Bürgerinnen und Bürger für eine Sicherung der Schulqualität unterschrieben haben: Geld allein garantiert noch nicht qualitätsvolle Bildung. Aber qualitätsvolle Bildung hat eben auch ihren Preis. – Das sagen die Elternvereine. Und daher fordern wir das in allen unseren Bildungsmaßnahmen ein. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Amon: Sie haben nicht mitgestimmt beim Paket!
Einen Satz zur Umbenennung von „Leibeserziehung“ in „Bewegung und Sport“ möchte ich anfügen. Fünf Jahre alt ist mein Antrag, warum ist er nie umgesetzt worden? – Weil die Regierungsparteien nicht zugestimmt haben. Jetzt ist er in der Reform enthalten. (Abg. Amon: Sie haben nicht mitgestimmt beim Paket!) Da sage ich: gut, wunderbar. – Was ist aber die Substanz dahinter? Es heißt jetzt „Bewegung und Sport“, aber es gibt weniger Bewegung und Sport in der Schule, weil viele unverbindliche Übungen beim ersten und viele Turnstunden beim zweiten Sparpaket im Bildungsbereich gekürzt wurden.
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Was wir brauchen, ist mehr verpflichtender Turnunterricht in der Schule! (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Es hilft leider nicht, Herr Staatssekretär, dass wir uns gemeinsam anstrengen, ein bisserl etwas in Kooperation zu tun. (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Es muss pflichtmäßig eine tägliche Bewegungsstunde in den Schulen geben. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Was wir brauchen, ist mehr verpflichtender Turnunterricht in der Schule! (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Es hilft leider nicht, Herr Staatssekretär, dass wir uns gemeinsam anstrengen, ein bisserl etwas in Kooperation zu tun. (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Es muss pflichtmäßig eine tägliche Bewegungsstunde in den Schulen geben. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Was wir brauchen, ist mehr verpflichtender Turnunterricht in der Schule! (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Es hilft leider nicht, Herr Staatssekretär, dass wir uns gemeinsam anstrengen, ein bisserl etwas in Kooperation zu tun. (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Es muss pflichtmäßig eine tägliche Bewegungsstunde in den Schulen geben. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Oja! Wahlen!
Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Herr Kollege Broukal – er ist zwar jetzt nicht da, aber Sie können es ihm vielleicht ausrichten –, ich sehe keine Notwendigkeit der Regierung, sich an etwas vorbeizuschwindeln. Diese Regierung hat keinen Grund dazu (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Oja! Wahlen!), denn das vorliegende Schulpaket stellt wirklich ganz konkrete Maßnahmen, um das Bildungssystem in Zukunft zu verbessern. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Herr Kollege Broukal – er ist zwar jetzt nicht da, aber Sie können es ihm vielleicht ausrichten –, ich sehe keine Notwendigkeit der Regierung, sich an etwas vorbeizuschwindeln. Diese Regierung hat keinen Grund dazu (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Oja! Wahlen!), denn das vorliegende Schulpaket stellt wirklich ganz konkrete Maßnahmen, um das Bildungssystem in Zukunft zu verbessern. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Frau Kollegin Schasching! Ihr ständiger Beitrag zum Bildungssystem, der sich rein auf die Ganztagsschule konzentriert, ist zu wenig, um in Österreich ein modernes Bildungssystem in Zukunft garantieren zu können. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mandak.
Ich sehe es sehr positiv, dass die Kollegen der SPÖ gerade in diesem Bereich der Berufsreifeprüfung mit uns übereinstimmen und das auch goutieren. Ich halte es für sehr eigenartig von den Grünen, dass in keinem ihrer Beiträge diese Thematik erwähnt worden ist. Es ist etwas Positives und es darf von Ihrer Seite anscheinend nicht positiv unterstützt und erwähnt werden. Aber gerade jene, die die Berufsreifeprüfung machen, haben bessere berufliche Aufstiegsmöglichkeiten und neue Berufschancen. (Zwischenruf der Abg. Mandak.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ein sehr positives Projekt in Kärnten möchte ich in diesem Zusammenhang erwähnen, wo das Pilotprojekt „Lehre mit Matura“ gemeinsam mit einem großen Lebensmittelkonzern und der Kärntner Landesregierung sehr erfolgreich läuft. Auch für den Betrieb läuft es sehr erfolgreich, denn genau in diesem Bereich ist eine gute, intensive Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Schule im Sinne eines dualen Bildungssystems möglich. Da kommt es wirklich zu einer Win-Win-Situation zwischen Betrieben und Auszubildenden. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch beim Förderunterricht wurde heute angesprochen, dass es zu wenige Stunden seien. Ich denke, 1,5 Millionen Förderstunden sind eine gute Basis, die auch in Zukunft weiterhin evaluiert wird, um den Bedarf entsprechend flexibel an die Anforderungen der Kinder anzupassen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Dieses Schulpaket 1 ist ein weiterer Schritt in Richtung Steigerung der Schulqualität, einer Qualität für unsere Kinder, und eine sehr gute Investition in unsere Zukunft. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Brigid Weinzinger (Grüne): Sehr geschätzte Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Hohes Haus! Stellenweise, so habe ich den Eindruck, verläuft die Debatte etwas gespenstisch. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Diese Ansicht wird gerade durch die Wortmeldungen der ÖVP bestärkt. Ich habe oft das Gefühl, es überläuft mich ein kühler Schauer, wenn ich daran denke, dass das alles ist, was Sie bei der Bildungspolitik anzubieten haben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Mag. Brigid Weinzinger (Grüne): Sehr geschätzte Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Hohes Haus! Stellenweise, so habe ich den Eindruck, verläuft die Debatte etwas gespenstisch. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Diese Ansicht wird gerade durch die Wortmeldungen der ÖVP bestärkt. Ich habe oft das Gefühl, es überläuft mich ein kühler Schauer, wenn ich daran denke, dass das alles ist, was Sie bei der Bildungspolitik anzubieten haben. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Amon: Habe ich nicht einmal erwähnt!
Die Errungenschaften, die bislang in dieser Debatte gerade von Ihrer Seite genannt wurden und auf denen sich der Bildungssprecher der ÖVP, Herr Kollege Amon, offensichtlich bereitwillig ausruht, bestehen offenbar in der Einführung der allgemeinen Schulpflicht vor Jahrhunderten und den Architekturpreisen für Schulgebäude. Ist das wirklich alles, worauf wir ausreichend stolz sein können, sodass wir sagen können, das war es schon, mehr brauchen wir im österreichischen Bildungssystem nicht mehr zu leisten? – Dem ist aber nicht so. (Abg. Amon: Habe ich nicht einmal erwähnt!)
Abg. Scheibner: Wer war das jetzt? Das wollen wir schon wissen!
Herr Kollege Werner Amon von der ÖVP! Sie haben gemeint, Sie hätten das Wort nicht erwähnt – das stimmt. Das waren nicht Sie, aber Rednerinnen und Redner von der Regierungskoalition waren es. Sie haben gemeint, es sei alles okay. (Abg. Scheibner: Wer war das jetzt? Das wollen wir schon wissen!) Es gibt zwar diese komische PISA-Studie, aber das sei nur eine aktuelle Momentaufnahme, die sich nur auf einen einzigen Tag beziehe, das müsse man nicht – sinngemäß gemeint – weiter ernst nehmen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Kollege, Sie haben nicht von „einer“ international renommierten Vergleichsstudie über Bildungssysteme gesprochen, sondern von der internationalen Studie über Bildungssysteme, die Österreich eindeutig attestiert, dass wir uns in manchen Bereichen bemühen sollten, noch besser zu werden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Staatssekretär Mag. Schweitzer: Was ist die Lösung dafür?
Weiters haben wir noch von der Frau Ministerin gehört, wie sehr wir uns alle freuen – und ich freue mich ehrlich mit –, dass die Schulkinder und die Jugendlichen in Österreich jetzt Ferien haben. Frau Ministerin! Diese Ferien werfen für die Eltern zum Teil recht große Probleme auf. Es ist Ihnen schon bekannt, dass es für berufstätige Eltern, insbesondere für berufstätige Mütter nicht so einfach ist, wenn es zum Beispiel mit dem heutigen oder dem morgigen Tag auf zwei Monate hinaus keinerlei Kinderbetreuung mehr gibt, aber die Frau weiterhin ihrem Beruf nachgehen möchte. Wie sollen die Frauen das von heute auf morgen organisieren? Wie sollen die Eltern das organisieren? Wie lautet Ihre Antwort darauf? (Beifall bei den Grünen. – Staatssekretär Mag. Schweitzer: Was ist die Lösung dafür?)
Beifall bei den Grünen.
Nachprüfung zu lernen, durchkommen werden. Dann schaffen wir das doch einfach ab, lassen wir sie aufsteigen! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Im Zweifelsfall Sie!
Das Problem mit der Betreuung von Schulkindern gibt es nicht nur jetzt in den Ferien, das gibt es im ganzen Land immer wieder am Nachmittag. Daher ist diese von Ihnen so genannte Tagesbetreuung – ich nenne es die Nachmittagsbetreuung – heute auch ein Thema. Sie haben in diesem Zusammenhang einen ganz merkwürdigen Begriff verwendet und einen Unterschied zwischen freiwilliger und verpflichtender Betreuung gemacht. Sie sind für eine freiwillige Nachmittagsbetreuung im Unterschied zur verpflichtenden. Ich weiß nicht, ob Sie etwas falsch verstanden haben oder ich. (Abg. Scheibner: Im Zweifelsfall Sie!) Ich meine jedenfalls nicht, dass die Gemeinden freiwillig eine Nachmittagsbetreuung anbieten sollen, sondern ich bin der Meinung, dass die Gemeinden und die Schulen verpflichtend, und zwar mit einem Rechtsanspruch für die Eltern, eine Nachmittagsbetreuung offerieren sollen und dass Sie sie seitens des Bundes entsprechend zu unterstützen haben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das Problem mit der Betreuung von Schulkindern gibt es nicht nur jetzt in den Ferien, das gibt es im ganzen Land immer wieder am Nachmittag. Daher ist diese von Ihnen so genannte Tagesbetreuung – ich nenne es die Nachmittagsbetreuung – heute auch ein Thema. Sie haben in diesem Zusammenhang einen ganz merkwürdigen Begriff verwendet und einen Unterschied zwischen freiwilliger und verpflichtender Betreuung gemacht. Sie sind für eine freiwillige Nachmittagsbetreuung im Unterschied zur verpflichtenden. Ich weiß nicht, ob Sie etwas falsch verstanden haben oder ich. (Abg. Scheibner: Im Zweifelsfall Sie!) Ich meine jedenfalls nicht, dass die Gemeinden freiwillig eine Nachmittagsbetreuung anbieten sollen, sondern ich bin der Meinung, dass die Gemeinden und die Schulen verpflichtend, und zwar mit einem Rechtsanspruch für die Eltern, eine Nachmittagsbetreuung offerieren sollen und dass Sie sie seitens des Bundes entsprechend zu unterstützen haben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Drücken Sie sich nicht vor der Verantwortung, schieben Sie nicht Kinder in irgendwelche Familien ab, in denen sie angeblich mitbetreut werden, aber keine ordentliche, pädagogisch wertvolle Betreuung haben, und zum Mittagessen ins Gasthaus ab! Stellen Sie eine qualitativ hochwertige Betreuung flächendeckend in Österreich zur Verfügung! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie meinen, es reicht für die österreichischen Kinder und Jugendlichen, wenn man irgendeine provisorische Lösung vorschlägt, die die Gemeinden vielleicht nicht umsetzen. Sollen sie in das Wirtshaus Mittag essen gehen, sollen sie, wenn es in der Schule keine Nachmittagsbetreuung gibt, irgendwohin gehen, wo nicht einmal gewährleistet ist, dass sie in Ruhe ihre Hausaufgaben machen können! – Das stelle ich mir nicht unter österreichischer Bildungspolitik vor. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Mittel, damit Förderung für alle Kinder in der Schule möglich wird! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Im Übrigen fordere ich als Frauensprecherin: Geben Sie mit einer vernünftigen Bildungspolitik gleichzeitig beiden Elternteilen, Vätern wie Müttern, die Möglichkeit, ihrer Berufstätigkeit so nachzugehen, wie die Eltern das möchten, wie die Mütter das möchten – und nicht wie Sie ideologisch glauben, es ihnen vorschreiben zu müssen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mandak: Weil das nicht alle Eltern können! – Abg. Öllinger: Das ist ärger als Ihre Wurstsemmeln!
Abgeordnete Silvia Fuhrmann (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Hohes Haus! Wissen Sie, was wirklich gespenstisch ist? – Gespenstisch ist für mich, dass Sie in Frage stellen, dass eine Mutter oder ein Vater Interesse daran hat, sich in der Ferienzeit mit den Kindern hinzusetzen und sich gemeinsam zu bemühen, dass ein Kind die Nachtragsprüfung, den Nachzipf am Ende eines Schuljahres schafft. Was ist schlecht daran, wenn sich Eltern bemühen wollen, für ihre Kinder da zu sein, und vor allem in den Sommermonaten, während denen es auch im Berufsleben leichter möglich ist, sich um die Kinder zu kümmern? Das ist für mich wirklich gespenstisch. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mandak: Weil das nicht alle Eltern können! – Abg. Öllinger: Das ist ärger als Ihre Wurstsemmeln!)
Rufe bei den Grünen: Was?
Ich möchte gerade an Sie, Frau Kollegin Weinzinger, appellieren: Vergessen Sie nicht, dass Österreich aus Städten, aber auch aus kleinen Regionen besteht! Alles, was für die Stadt gilt, gilt nicht für eine kleine Gemeinde, wo der Kindergarten zusperrt, weil gar keine Kinder hinkommen wollen. (Rufe bei den Grünen: Was?) Sie müssen endlich lernen, zwischen Theorie und Praxis zu unterscheiden, und das würde ich Ihnen wirklich nahe legen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich möchte gerade an Sie, Frau Kollegin Weinzinger, appellieren: Vergessen Sie nicht, dass Österreich aus Städten, aber auch aus kleinen Regionen besteht! Alles, was für die Stadt gilt, gilt nicht für eine kleine Gemeinde, wo der Kindergarten zusperrt, weil gar keine Kinder hinkommen wollen. (Rufe bei den Grünen: Was?) Sie müssen endlich lernen, zwischen Theorie und Praxis zu unterscheiden, und das würde ich Ihnen wirklich nahe legen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Ist das eine Wurstsemmelgeschichte?
Herr Kollege Neugebauer hat heute schon sehr ausführlich darauf hingewiesen, was denn eigentlich die Schule für einen Auftrag in unserer Gesellschaft haben soll. (Abg. Dr. Pirklhuber: Ist das eine Wurstsemmelgeschichte?) Ich bin sehr froh, dass wir heute ein Schulpaket präsentieren, das nicht eine Aneinanderreihung von Stückwerk ist, sondern dieses Schulpaket ist das Ergebnis einer langen und ausführlichen Bildungsdebatte. Es ist gut, dass es einen Gesamtzusammenhang hat und zwei Prinzipien in den Vordergrund stellt: Es muss elementares Prinzip des Unterrichts sein, die Förderung in den Vordergrund zu stellen, und zwar sowohl die Förderung von Leistungspotentialen als auch die Förderung von Lernschwächen. Und ich glaube, dass uns das gelungen ist. Dazu gehören sehr viele Elemente. Dazu gehören auch ein paar organisatorische Dinge, aber vor allem geht es um den Inhalt.
Beifall bei der ÖVP.
Wenn vorher Frau Kollegin Schasching – ich glaube, sie war es – gejammert hat, sie selbst habe schon seit fünf Jahren einen Antrag eingebracht, mit dem „Leibesübungen“ in „Bewegung und Sport“ umbenannt werden sollten, dann kann ich nur sagen: Hätten Sie damals vor fünf Jahren unserem Konzept der AHS-Oberstufenreform zugestimmt, dann hätten wir das schon seit fünf Jahren erledigt. Aber Sie haben damals Ihre Zustimmung verweigert, also raunzen Sie jetzt nicht fünf Jahre später! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Sburny: 6 Prozent der AHS-Schüler?
In Bezug auf die Förderung junger Menschen ist allein schon durch das Frühwarnsystem sehr viel passiert. Wenn man weiß, dass im Jahr 1995 noch 2,3 Prozent aller Hauptschülerinnen und -schüler eine Nachprüfung machten mussten und es jetzt nur mehr 1,4 Prozent sind, dann muss man sagen, dass das positiv ist. Und wenn es bei den AHS-Schülern 1995 8,2 Prozent waren und jetzt nur mehr 6,2 Prozent sind, dann ist das auch ein richtiger Schritt in die richtige Richtung. Das heißt, wir sind auf dem richtigen Weg, und diesen Erfolgskurs möchten wir fortsetzen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Sburny: 6 Prozent der AHS-Schüler?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich glaube, dass dieses Bildungspaket ein weiterer Meilenstein für die Jugendpolitik in unserer Gesellschaft ist. Wir haben in den letzten Tagen sehr viel weitergebracht – ich verweise noch einmal auf die Verkürzung des Präsenzdienstes und des Zivildienstes –, heute ist der Bildungsteil dran, und damit können wir sehr zufrieden sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Neugebauer: Bewältigen wir alles, das weißt du!
rungen zurück, und diese sind ernüchternder denn je, obwohl ich deine Aussagen teile. (Abg. Neugebauer: Bewältigen wir alles, das weißt du!)
Abg. Zweytick: Das glaube ich nicht, Christian!
Frau Bundesministerin! Wir freuen uns, einem Gesetz zustimmen zu können, das unsere Handschrift trägt (Abg. Zweytick: Das glaube ich nicht, Christian!) und das den Gegebenheiten der heutigen Arbeitswelt und der Menschen entspricht, die sehr flexibel am Arbeitsplatz, in ihrer Arbeit eingesetzt werden und die besonders als allein erziehende Mütter, aber auch als allein erziehende Väter davon betroffen sind. Ihnen und ihren Kindern wird diese Tagesbetreuung ganz besonders entgegenkommen und ihnen die Sorge nehmen, was mit dem Kind nach der Schule passieren wird.
Abg. Rädler: Wo ist das Problem?
Was uns aber stört, Frau Bundesministerin, ist die Tatsache, dass Sie mit dieser engen Fassung, mit dieser Mindestzahl von 15 Schülern die Möglichkeit der Tagesbetreuung an kleinen Schulstandorten mit möglicherweise geringerer Nachfrage sehr einschränken. Und was uns ganz besonders stört, Frau Bundesministerin – wenn ich uns sage, dann meine ich auch die Bürgermeister und Gemeindeverantwortlichen in den ÖVP-Reihen –, ist, dass Sie zwei Klassen von SchülerInnen, zwei Klassen von Kindern machen: eine in Ihren Bundesschulen, die Ihrer Obhut unterliegen, und eine im Pflichtschulbereich, die Sie über die Länder – aber das wissen Sie ganz genau – in die Verantwortung der Gemeinden übergeben. (Abg. Rädler: Wo ist das Problem?) – Sie hören es gleich!
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Ganz anders ist es bei uns in den Pflichtschulen. Sie geben uns zwar das gleiche Paket von fünf Stunden, erwarten sich aber von uns, von den Gemeinden, eine Vervierfachung der Stunden als Grundlage dafür, dass Sie uns das Stundenpaket überhaupt geben. Dazu kommt schon vor der Beschlussfassung hier im Parlament die Reglementierung über die Landesschulräte. Vielleicht kennen Sie es noch nicht, daher sage ich es Ihnen: An zwei Schulen gleicher Erreichbarkeit darf es nur einen Standort geben, der Nachmittagsbetreuung ausübt. Ich frage Sie, Frau Bundesministerin: Warum? Wo bleibt da die Autonomie für die Schulen, und wo bleibt vor allem die Chancengerechtigkeit für die Schwerpunktschulen? (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Wiederum stellen Sie, Frau Bundesministerin, einen Hemmschuh entgegen. Organisationen in Gemeinden, die schon bisher sehr erfolgreich Kinderbetreuung, Nachmittagsbetreuung gemacht haben, können nicht in den Genuss Ihrer Zuwendungen kommen, und das finden wir grundsätzlich falsch. Das müssen Sie uns noch erklären, Frau Bundesministerin! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Neugebauer: Du weißt, dass es unterschiedliche Systeme sind!
auch ein Wunsch an dich, Kollege Neugebauer! (Abg. Neugebauer: Du weißt, dass es unterschiedliche Systeme sind!)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Amon: Den Zeitplan haben Sie beschlossen! Ungeheuerlicher Populismus!
Finden Sie es richtig, Frau Bundesministerin, dass auf Grund Ihrer Sparlage Schulversuche im österreichischen Schulsystem überhaupt nicht mehr möglich sind? (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Amon: Den Zeitplan haben Sie beschlossen! Ungeheuerlicher Populismus!) Schulversuche würden die Lehrer sehr stark motivieren und dem Schulwesen neuen Schwung geben, den es auch wirklich braucht. (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Finden Sie es richtig, Frau Bundesministerin, dass auf Grund Ihrer Sparlage Schulversuche im österreichischen Schulsystem überhaupt nicht mehr möglich sind? (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Amon: Den Zeitplan haben Sie beschlossen! Ungeheuerlicher Populismus!) Schulversuche würden die Lehrer sehr stark motivieren und dem Schulwesen neuen Schwung geben, den es auch wirklich braucht. (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Abg. Scheibner: Das geht nicht! Das muss ganz exakt sein!
Fest steht für uns Frau Bundesministerin – ich komme zum Schluss –: Die Schule ist dem Diktat des Geldes und dem Diktat unseres Finanzministers unterworfen. (Abg. Scheibner: Das geht nicht! Das muss ganz exakt sein!)
Beifall bei der SPÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Faul.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter, das war Ihr Schlusssatz! (Beifall bei der SPÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Faul.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Die bildungs- und familienpolitischen Inhalte des Schulrechtspaketes 2005 gehen in wesentlichen Punkten auf die zeitgemäßen Lebensumstände der Menschen in unserem Land ein. Sie sind aber vor allem ein wichtiger Schritt zur Qualitätsverbesserung im Bildungsbereich. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.
In diesem Punkt sehe ich, geschätzte Frau Bundesminister, für Landgemeinden ein kleines Problem. Was tun wir, wenn es nicht zu den erforderlichen Mindestanmeldungen kommt? Ich habe in meinem Bezirk in der Gemeinde Himmelberg den Fall, dass zwölf Kinder zur Ganztagsbetreuung angemeldet sind. Ich weiß, es gibt auch schulübergreifende Möglichkeiten, aber ich darf darauf hinweisen, dass gerade im ländlichen Bereich die weiten Wegstrecken ganz sicherlich zu einem Problem werden. Ich denke, darüber werden wir in Zukunft noch diskutieren müssen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ein wichtiges Anliegen von uns Freiheitlichen haben wir zur Umsetzung der Tagesbetreuung eingebracht. Es muss die Wahlfreiheit der Eltern gewahrt bleiben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte aber nicht verabsäumen, auch die mahnenden Worte des Schulpsychologen Dr. Lach aus meinem Heimatbezirk Feldkirchen in diese Debatte miteinzubringen und mich seiner Meinung anzuschließen: Wir sollten bei allen zeitgemäßen notwendigen Erneuerungen nicht vergessen, dass die familiären Bindungen für die Kinder eine andere Qualität haben. Die beste außerfamiliäre Betreuung kann die Familie nicht ersetzen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Im Wissen, dass wir gemeinsam – Politik, Eltern und Schule – für die gute Entwicklung unserer Kinder verantwortlich sind, werde ich dem Schulpaket gerne zustimmen. Danke, Frau Bundesminister! Danke, Herr Staatssekretär! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Diese Gesetzesformulierung würde einen Rechtsanspruch auf Nachmittagsbetreuung bewirken. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Zur Frau Kollegin Fuhrmann – sie ist jetzt nicht da –, die es anscheinend als besonderen Spaß der Eltern ansieht, wenn sie ihre Kinder auf einen Nachzipf vorbereiten, kann ich nur sagen: Sie verkennt die Lebensrealität ziemlich drastisch, denn in der Regel sind es nicht die Eltern, die das machen, sondern ist es Geld, das die Eltern in die Hand nehmen müssen. Wer glaubt, dass man Kinder – vor allem solche an höheren Schulen – so locker, einfach nebenbei auf einen Nachzipf vorbereiten kann, der sollte einmal näher in das österreichische Schulsystem blicken. Da hat sich nämlich in letzter Zeit einiges verändert. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: „Verleumderisch“, bitte, das ist ungeheuerlich! – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Abgeordneter Mag. Walter Posch (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Amon hat in seinen einleitenden Bemerkungen zur Unterrichtsdebatte gegenüber einigen Abgeordneten der SPÖ von den „kranken Abgeordneten der SPÖ“ in verleumderischer (Abg. Scheibner: „Verleumderisch“, bitte, das ist ungeheuerlich! – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), in verleumderischer und unrichtiger (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen) und tatsachenwidriger Weise ...
Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen
Abgeordneter Mag. Walter Posch (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Amon hat in seinen einleitenden Bemerkungen zur Unterrichtsdebatte gegenüber einigen Abgeordneten der SPÖ von den „kranken Abgeordneten der SPÖ“ in verleumderischer (Abg. Scheibner: „Verleumderisch“, bitte, das ist ungeheuerlich! – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), in verleumderischer und unrichtiger (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen) und tatsachenwidriger Weise ...
Abg. Scheibner: Für „verleumderisch“ einen Ordnungsruf!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter, Sie haben mit einem zu berichtigenden Sachverhalt zu beginnen! Keine Interpretation! (Abg. Scheibner: Für „verleumderisch“ einen Ordnungsruf!) Und dann haben Sie den berichtigten Sachverhalt zu bringen. – Bitte.
Abg. Scheibner: Da muss doch ein Ordnungsruf her! – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich berichtige daher tatsächlich: Diese Behauptung ist unwahr! Die von Herrn Abgeordnetem Amon in denunzierender Weise apostrophierten Abgeordneten ... (Abg. Scheibner: Da muss doch ein Ordnungsruf her! – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Ah so? Weil Sie im MuseumsQuartier waren? – Abg. Mag. Molterer: Das war jetzt „professionell“! Schlechtes Gewissen, im Protokoll niedergeschrieben!
Abgeordneter Mag. Walter Posch (fortsetzend): Die solcherart bezeichneten Abgeordneten der SPÖ waren nicht krank, sondern waren völlig korrekt gemäß den Bestimmungen der Geschäftsordnung als verhindert gemeldet. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Ah so? Weil Sie im MuseumsQuartier waren? – Abg. Mag. Molterer: Das war jetzt „professionell“! Schlechtes Gewissen, im Protokoll niedergeschrieben!)
Abg. Sburny: Was ist die „Halbwahrheit“?
Staatssekretär im Bundeskanzleramt Mag. Karl Schweitzer: Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte ganz kurz auf die Ausführungen der Kollegin Sburny eingehen und bemerken, dass ich es schade finde, dass sie jetzt die altbekannte Methode des Peter Pilz übernimmt, hier eine Halbwahrheit in den Raum zu stellen. (Abg. Sburny: Was ist die „Halbwahrheit“?)
Abg. Sburny – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: BZÖ-Stil!
Ich werde das jetzt richtig stellen und Sie einladen, sich davon zu überzeugen, dass es darum geht, unsere Arbeit den Menschen draußen vorzustellen. (Abg. Sburny – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: BZÖ-Stil!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wenn es Sie interessiert, was wir dort zu sagen haben: Sie sind eingeladen, herzlich willkommen, ich werde Sie persönlich begrüßen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Mag. Dr. Alfred Brader (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Minister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Frau Kollegin Weinzinger ist leider nicht da, aber ich möchte an ihre Adresse trotzdem sagen, dass ihre unsachlichen Aussagen zu nichtschulischen und nichtstaatlichen Kinderbetreuungseinrichtungen nicht nur diskriminierend, sondern ideologisch entlarvend sind. Ich glaube, es ist hier nicht der Platz für irgendwelche kryptokommunistischen Theorien zur Kinderbetreuung. (Beifall bei der ÖVP sowie Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich freue mich aber, dass über die wesentlichen Punkte dieses Schulrechtspaketes Übereinstimmung besteht, und ich freue mich auch auf die weiteren Schulpakete. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir wollen das mit Ihnen auch in Zukunft sehr vehement diskutieren. 12 700 junge Leute sind es, die eine Lehrstelle suchen. Wir werden erst am Ende dieses Jahres sehen, wie viele wirklich eine Lehrstelle bekommen haben, wir werden sehen, ob sich das Programm des Lehrlingsbeauftragten Blum überhaupt durchsetzen kann, wir werden sehen, ob weitere Zuckerl für die Wirtschaft überhaupt noch etwas nützen oder ob wir nicht die Berufsschulen mit ihren bestehenden Strukturen besser nützen könnten, damit junge Leute zu einer abgeschlossenen Lehre und damit auch Berufsausbildung kommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Schluss kommend sei gesagt: Unsere Forderung nach gebührenfreien Abschlüssen von Berufsreifeprüfung und anderen diversen Abschlüssen bleibt aufrecht. Bei der Hauptschule ist das vom Gesetz her möglich, nur müssen die Länder das vollziehen und möglich machen. Es wäre gut, wenn es der Frau Bundesministerin und auch Ihnen ein bisserl mehr wert wäre, dass Höherqualifizierung für alle Österreicherinnen und Österreicher leichter möglich wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Staatssekretär!
Abgeordneter DDr. Erwin Niederwieser (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Abgeordneter Schweitzer (Abg. Mag. Gaßner: Staatssekretär!) hat gesagt – der Staatssekretär, ich kann das dann ja berichtigen –, Herr Staatssekretär Schweitzer hat gesagt, der Abgeordnete Niederwieser hat die Deutschkurse als reine Schikane bezeichnet. – Diese Aussage ist unvollständig und unrichtig!
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich zitiere wörtlich: „Als ,reine Schikane‘ bezeichnet SPÖ-Wissenschaftssprecher Erwin Niederwieser die verpflichtenden Deutschkurse für internationale ForscherInnen, wie es das neue Fremdengesetz vorsieht.“ – Da ist doch wohl ein Unterschied! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Sburny: Das hat vielmehr mit den Männern zu tun, die Probleme mit der Nachmittagsbetreuung haben!
Abgeordnete Carina Felzmann (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ganz kurz zu den Ausführungen der Kollegin Weinzinger: Ich weiß nicht, woher Kollegin Weinzinger ihre wirklich krausen Ideen zum Bild der Frauen und zu dem, was Frauen wirklich beschäftigt, bezieht. Ich möchte mich ganz eindeutig davon abgrenzen. Das hat nämlich weder etwas mit Frauen zu tun, die gerne zu Hause und stolz darauf sind, dass sie ihre Kinder erziehen können (Abg. Sburny: Das hat vielmehr mit den Männern zu tun, die Probleme mit der Nachmittagsbetreuung haben!), noch etwas mit jenen Frauen zu tun, die Beruf und Familie unter einen Hut bekommen wollen und daher Lösungen finden, wie sie das schaffen. – Einfach ist das nicht, aber wir sind anders! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Carina Felzmann (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ganz kurz zu den Ausführungen der Kollegin Weinzinger: Ich weiß nicht, woher Kollegin Weinzinger ihre wirklich krausen Ideen zum Bild der Frauen und zu dem, was Frauen wirklich beschäftigt, bezieht. Ich möchte mich ganz eindeutig davon abgrenzen. Das hat nämlich weder etwas mit Frauen zu tun, die gerne zu Hause und stolz darauf sind, dass sie ihre Kinder erziehen können (Abg. Sburny: Das hat vielmehr mit den Männern zu tun, die Probleme mit der Nachmittagsbetreuung haben!), noch etwas mit jenen Frauen zu tun, die Beruf und Familie unter einen Hut bekommen wollen und daher Lösungen finden, wie sie das schaffen. – Einfach ist das nicht, aber wir sind anders! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Sburny: Sie wissen überhaupt nicht, wovon Sie reden ...!
Faktum ist, und auch das bitte ich Sie, Ihrer Kollegin mitzuteilen, dass wir sehr wohl in Bewegung sind. Schule ist in Bewegung. Nicht wir ruhen uns aus, sondern es ist so, dass Sie sich in der Diskussion um das Schulpaket in keinster Art und Weise bewegt haben. (Abg. Sburny: Sie wissen überhaupt nicht, wovon Sie reden ...!)
Abg. Verzetnitsch: Mehr Lehrlinge aufnehmen!
gehen, das Handwerk, das Gewerbe in Österreich zu stärken. (Abg. Verzetnitsch: Mehr Lehrlinge aufnehmen!) Vor allem in einem erweiterten Europa sind wir gefordert, neue Wege zu gehen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich denke, dieser jetzt in Diskussion stehende Teil, eingebunden in ein Schulpaket, ist eine Facette. Faktum ist: Wir gehen diesen Weg der Weiterentwicklung im Schulsystem sehr, sehr beschwingt. Meine Anregung an Sie: Begleiten Sie uns! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Abgeordneter Dr. Robert Rada (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Auch ich sehe in dem in wenigen Minuten zur Beschlussfassung anstehenden Unterrichtspaket positive Ansätze (demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), aber eben nur positive Ansätze, weil die logische, pädagogische, sinnvolle Konsequenz nicht endgeschrieben wurde, nicht endgedacht wurde, wie eine sozialdemokratische Bildungspolitik das mit Sicherheit getan hätte. Ich werde Ihnen das auch anhand einiger Beispiele vorführen.
Beifall des Abg. Dr. Gusenbauer.
Ich begrüße sehr, dass die Schule im Pflichtschulbereich eine Fünf-Tages-Schule wird. (Beifall des Abg. Dr. Gusenbauer.) Daraus ergibt sich aber die logische Konsequenz, dass sehr viel Unterricht in den Nachmittagsbereich verlegt wird. Kinder brauchen aber Abwechslung, und daher wäre die verschränkte Form die bessere Form gewesen. (Zwischenruf des Abg. Amon.)
Zwischenruf des Abg. Amon.
Ich begrüße sehr, dass die Schule im Pflichtschulbereich eine Fünf-Tages-Schule wird. (Beifall des Abg. Dr. Gusenbauer.) Daraus ergibt sich aber die logische Konsequenz, dass sehr viel Unterricht in den Nachmittagsbereich verlegt wird. Kinder brauchen aber Abwechslung, und daher wäre die verschränkte Form die bessere Form gewesen. (Zwischenruf des Abg. Amon.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Amon.
wir die Qualität der Schule, wie sie immer wieder angestrebt und in Festreden hoch gelobt wird, nicht erreichen können. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Amon.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Abgeordnete Brinek sagte, viele empfinden Schule eher als eine Wärmestube als einen Ort des Lernens. Ich meine, da muss sie auch dazusagen, warum das so ist. – Weil viel zu wenig Qualität da ist, weil Schulorganisation, Lehr- und Lerninhalte und die Lehrerarbeit nicht überall entsprechend gesichert sind – und ich behaupte, daran sind diese Verhältniszahlen mit schuld. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Mit diesem Abänderungsantrag ist weiterhin die Anerkennung der Meisterprüfungen bei den Fachbereichsarbeiten zur Berufsreifeprüfung gesetzlich geregelt. Somit werden wir auf Bundes- und Gesetzesebene dem Slogan „Karriere mit Lehre“ weiterhin gerecht werden. – Besten Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich hoffe aber trotzdem – und daher gehe ich mit Zähneknirschen bei diesem Gesetzesantrag mit –, dass durch diesen Beschluss Bewegung in diese Überlegung kommt und dass in den zukünftigen Überlegungen auch die Gemeindefinanzen eine Rolle spielen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Faul.
Abgeordnete Dr. Andrea Wolfmayr (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! 2 Minuten sind ganz sicher zu wenig, um einige der hervorragenden steirischen Erfolgsmodelle zu den Themen Tagesbetreuung und Berufsreifeprüfung vorzustellen, aber ich versuche es trotzdem. (Zwischenruf des Abg. Faul.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich nenne als zweiten Punkt die schon seit vielen Jahren arbeitenden Tagesmütter der österreichweiten Organisation Hilfswerk, die hervorragend sind in der Tagesbetreuung und bei Lernhilfe, Frühförderung und Leseerziehung. Von dieser Stelle aus ein großes Lob an diese Organisation! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein neuestes steirisches Projekt zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist „family at work“, ein weiteres Modul der von Landeshauptmann Waltraud Klasnic seit Jahren systematisch aufgebauten Aktion „KINDerLEBEN“. Unsere engagierte junge Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder, sie hat ja selbst zwei Kinder, beweist hier, dass verschränkte und kreative neue Formen der Bildungspolitik machbar sind – ein Weg in die Zukunft für viele Familien. Dennoch muss es aber immer und unbedingt bei der freien Wahl, der freien Entscheidung für eine Ganztagsbetreuung bleiben. Das ist uns von der ÖVP sehr, sehr wichtig. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das sind erfolgreiche Modelle aus der Steiermark. Landeshauptmann Waltraud Klasnic hat uns seit langem den Weg gewiesen, wie man im Bereich Familie, Erziehung, Kinder und Bildung Politik macht! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich möchte daher gleich daran erinnern, dass wir mit dem im Dezember beschlossenen Finanzausgleichsgesetz für die Jahre 2005 bis 2008 jeweils 12 Millionen € zusätzlich für das Lehrpersonal insbesondere in den Kleinschulen vorgesehen haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Für Kärnten sind das etwas über 800 000 €; diese müssen zweckgebunden verwendet werden. Schade, dass gerade heute, am letzten Schultag, rund 15 Kleinschulen in Kärnten wahrscheinlich für immer ihre Türen schließen.
Abg. Dr. Puswald: Deswegen sperren Sie es zu!
Wir von der ÖVP sind entschieden gegen diese Vorgangsweise, denn ohne Schule haben viele Dörfer, viele Märkte keine gute Zukunft. (Abg. Dr. Puswald: Deswegen sperren Sie es zu!) – Das machen in Kärnten genau Ihre Freunde von der SPÖ, Herr Kollege Puswald, mit den Partnern vom BZÖ.
Abg. Faul: Wer sagt das? – Abg. Dr. Puswald: Ihr verbreitet die Angst!
Ein besonders wichtiger Aspekt ist auch die Tagesbetreuung – das darf ich hier auch noch ganz kurz ausführen –, die eben auch schulübergreifend möglich ist. Es ist auch – das ist vorhin auch schon angeklungen – die Unterschreitung der Richtzahl von 15 Schülern möglich. Daher: keine Angst, meine Damen und Herren von der SPÖ! (Abg. Faul: Wer sagt das? – Abg. Dr. Puswald: Ihr verbreitet die Angst!) Wir können also dafür auch den aliquoten Beitrag auszahlen – jawohl, das ist möglich, lesen Sie das Gesetz ganz genau!
Beifall bei der ÖVP.
Gönnen wir unseren Kindern, unseren Lehrerinnen und Lehrern schöne Ferien, allen anderen einen erholsamen Urlaub, nicht zuletzt auch fernab von der Politik – und im Herbst geht es weiter. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das Land Niederösterreich hat gerade in den letzten Wochen mit seinem 10 Punkte umfassenden Bildungsreformpaket bewiesen, dass durch dieses Paket die Schulstandorte in unserem Bundesland gesichert werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Faul
Aber zurück zu den Gemeinden. Es zeigt sich in dieser heutigen Debatte die Doppelbödigkeit: Auch im burgenländischen Landtag wird zu dieser Stunde darüber debattiert, und die Sozialisten treten dort sehr stark dafür ein (Zwischenruf des Abg. Faul) – die Sozialdemokraten; sehr gerne (Abg. Dr. Puswald: So viel Zeit muss sein!) –, die Kosten der Nachmittagsbetreuung wieder einmal auf den Bund abzuschieben.
Abg. Dr. Puswald: So viel Zeit muss sein!
Aber zurück zu den Gemeinden. Es zeigt sich in dieser heutigen Debatte die Doppelbödigkeit: Auch im burgenländischen Landtag wird zu dieser Stunde darüber debattiert, und die Sozialisten treten dort sehr stark dafür ein (Zwischenruf des Abg. Faul) – die Sozialdemokraten; sehr gerne (Abg. Dr. Puswald: So viel Zeit muss sein!) –, die Kosten der Nachmittagsbetreuung wieder einmal auf den Bund abzuschieben.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das, glaube ich, ist die sozialpolitische Aufgabe, das ist jene Antwort, die wir als Gemeinden auf die gesellschaftspolitischen Veränderungen zu geben haben, nämlich in die Nachmittagsbetreuung zu investieren. Jeder Bürgermeister ist gut beraten, eine Straße nicht zu bauen und das Geld – das wurde, glaube ich, von den Herren Abgeordneten aus der Steiermark angesprochen – für die Nachmittagsbetreuung zur Verfügung zu stellen. Die Gemeinden haben eine große Verantwortung und werden diese auch wahrnehmen. Das ist gelebte Sozialpolitik, die keine Farbe hat. – Herzliche Gratulation zu diesem Schulpaket! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
gangsbeschränkungen weit über das Fach Medizin hinaus beschließen. Sie wollen Studienzugangsbeschränkungen für die Tiermedizin, für die Biologie, für die Pharmakologie, für die Kommunikationswissenschaft, für die Erziehungswissenschaft und für die Betriebswirtschaftslehre. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Habe ich eines zuviel aufgezählt? (Abg. Dr. Brinek: Ja, zu viel! Erziehungswissenschaften!) – Erziehungswissenschaften ist wieder weg. Ich korrigiere mich: Kommunikationswissenschaften und Publizistik.
Abg. Dr. Brinek: Ja, zu viel! Erziehungswissenschaften!
gangsbeschränkungen weit über das Fach Medizin hinaus beschließen. Sie wollen Studienzugangsbeschränkungen für die Tiermedizin, für die Biologie, für die Pharmakologie, für die Kommunikationswissenschaft, für die Erziehungswissenschaft und für die Betriebswirtschaftslehre. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Habe ich eines zuviel aufgezählt? (Abg. Dr. Brinek: Ja, zu viel! Erziehungswissenschaften!) – Erziehungswissenschaften ist wieder weg. Ich korrigiere mich: Kommunikationswissenschaften und Publizistik.
Abg. Mag. Regler: So ist es!
Ich gehöre nicht zu jenen, die berufsmäßig Paranoia haben, aber ich denke mir, einige – damit meine ich nicht Sie hier im Hohen Haus – mit den Universitäten hauptberuflich Befasste sehen es recht gerne, dass etwas, was sie im demokratischen Dialog in Österreich nie zustande gebracht haben – auch weil Sie das nie wollten und sich immer dagegen verwahrt haben (Abg. Mag. Regler: So ist es!), nämlich eine Zugangsbeschränkung an den Universitäten –, jetzt sozusagen nach dem Motto: Horch, was kommt von draußen rein?, so wie vom Mond und unbeeinflussbar auf uns zukommt. Das lehne ich ab – und ich glaube, das lehnen nicht nur wir ab, sondern auch Sie. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich gehöre nicht zu jenen, die berufsmäßig Paranoia haben, aber ich denke mir, einige – damit meine ich nicht Sie hier im Hohen Haus – mit den Universitäten hauptberuflich Befasste sehen es recht gerne, dass etwas, was sie im demokratischen Dialog in Österreich nie zustande gebracht haben – auch weil Sie das nie wollten und sich immer dagegen verwahrt haben (Abg. Mag. Regler: So ist es!), nämlich eine Zugangsbeschränkung an den Universitäten –, jetzt sozusagen nach dem Motto: Horch, was kommt von draußen rein?, so wie vom Mond und unbeeinflussbar auf uns zukommt. Das lehne ich ab – und ich glaube, das lehnen nicht nur wir ab, sondern auch Sie. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Wolfmayr
Wir sagen Ihnen seit Jahren – wir haben das auch in Anträgen, die Sie hier regelmäßig niederstimmen, festgelegt –, dass die Universitäten mehr Geld brauchen, dass es eine Ausweitung der Studienplätze geben muss, dass die Unis besser finanziert werden müssen, besser aufgestellt werden müssen. Hätten Sie dem seit Jahren zugestimmt, gäbe es da eine Entwicklung, dann hätten wir heute die befürchtete Katastrophe nicht, von der Sie sprechen. Da Sie uns aber jahrelang im Stich gelassen haben bei unserer Forderung, den Universitäten zu geben, was sie brauchen (Zwischenruf der Abg. Dr. Wolfmayr) – auch die Universitäten im Stich gelassen haben!; die Resolutionen der Rektorenkonferenz brauche ich Ihnen hier ja nicht aufzuzählen, die kennen Sie selbst –, sehen wir uns heute nicht in der Lage, Ihnen sozusagen ein Feigenblatt der Unvermeidbarkeit umzuhängen, indem wir mitstimmen, sodass Sie dann sagen können: Es blieb uns ja nichts anderes übrig, seht, sogar die SPÖ hat zugestimmt! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir sagen Ihnen seit Jahren – wir haben das auch in Anträgen, die Sie hier regelmäßig niederstimmen, festgelegt –, dass die Universitäten mehr Geld brauchen, dass es eine Ausweitung der Studienplätze geben muss, dass die Unis besser finanziert werden müssen, besser aufgestellt werden müssen. Hätten Sie dem seit Jahren zugestimmt, gäbe es da eine Entwicklung, dann hätten wir heute die befürchtete Katastrophe nicht, von der Sie sprechen. Da Sie uns aber jahrelang im Stich gelassen haben bei unserer Forderung, den Universitäten zu geben, was sie brauchen (Zwischenruf der Abg. Dr. Wolfmayr) – auch die Universitäten im Stich gelassen haben!; die Resolutionen der Rektorenkonferenz brauche ich Ihnen hier ja nicht aufzuzählen, die kennen Sie selbst –, sehen wir uns heute nicht in der Lage, Ihnen sozusagen ein Feigenblatt der Unvermeidbarkeit umzuhängen, indem wir mitstimmen, sodass Sie dann sagen können: Es blieb uns ja nichts anderes übrig, seht, sogar die SPÖ hat zugestimmt! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Sburny: Warum haben Sie nichts gemacht? – Abg. Broukal: Das ist der Punkt!
Erstens: Wir haben es uns als Mitglied der Europäischen Union mehr als zehn Jahre lang recht gemütlich in einer österreichischen Nische eingerichtet. (Abg. Sburny: Warum haben Sie nichts gemacht? – Abg. Broukal: Das ist der Punkt!) Wir haben dabei auch mit dem UniStG 1997 unter Bundesminister Einem diese Nische und dieses Österreicher-Bevorzugungspaket noch einmal festgeschrieben, und zwar in dem Wissen, dass es eines Tages ein Ablaufdatum hat. Dieses Ablaufdatum ist eingetreten. Wir haben uns vorbereitet ... (Von der Galerie über den Abgeordnetensitzen der ÖVP wird ein Transparent mit der Aufschrift „Lebenstraum geplatzt“ entrollt. Gleichzeitig werden von dort aus Seifenblasen in den Saal geblasen.)
Beifall bei der ÖVP. – Die Galerie wird geräumt. – Abg. Neudeck: Das sind die Luftblasen der SPÖ!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Frau Abgeordnete, einen Moment. – Ich lasse die Galerie räumen. Nehmen Sie das Transparent weg! (Beifall bei der ÖVP. – Die Galerie wird geräumt. – Abg. Neudeck: Das sind die Luftblasen der SPÖ!)
Abg. Dr. Puswald: ... uneuropäisch? – Abg. Mag. Molterer – auf die Seifenblasen hinweisend –: Sind die im SPÖ-Klub zubereitet worden? – Weitere Zwischenrufe.
Abgeordnete Dr. Gertrude Brinek (fortsetzend): Danke, Frau Präsidentin. – Ich würde mir wünschen, dass die Studierenden Österreichs auch europäisch denken lernen, europäische Urteile auch zur Kenntnis nehmen und sich nicht auf diese Weise – na ja, ich lasse das Wort weg – verhalten. (Abg. Dr. Puswald: ... uneuropäisch? – Abg. Mag. Molterer – auf die Seifenblasen hinweisend –: Sind die im SPÖ-Klub zubereitet worden? – Weitere Zwischenrufe.)
Widerspruch bei der SPÖ und den Grünen.
Ich bedauere noch einmal, dass es nicht gelungen ist, einen Vier-Parteien-Antrag zu verabschieden. Ich meine, dass wir ein Signal in Richtung Universitäten gesetzt haben, nicht nur in Richtung der Studierenden, sondern auch in Richtung der Universitätslehrerinnen und Universitätslehrer, die die Abwicklung und Vollziehung eines funktionierenden Studienbetriebs damit gewährleistet haben sollen. Wenn sich die Opposition davon verabschiedet, verabschiedet sie sich auch von der Unterstützung der Universitäten und der an der Universität lehrenden Personen. (Widerspruch bei der SPÖ und den Grünen.) Das ist eine Tatsache, die wir zur Kenntnis nehmen. Trotzdem ist der Dialog nicht abgebrochen, er geht weiter. Die laufende Evaluierung wird allenfalls Maßnahmen noch vor Ende der Zweijahresfrist ermöglichen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Frau Präsidentin! Ich bitte, den Abänderungsantrag in der vollen Länge kopieren und austeilen zu lassen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Molterer: Das machen Sie sich aber leicht!
Worum geht es denn heute? – Es geht eigentlich um ... (Abg. Mag. Molterer: Das machen Sie sich aber leicht!) Nein, ich mache es mir nicht leicht! – Es geht um nicht mehr und nicht weniger als den freien und offenen Hochschulzugang. Den führen jetzt zwar sehr viele Leute im Mund, aber ich frage mich: Wie schauen die Realitäten wirklich aus?
Abg. Dr. Brinek: Das stimmt doch nicht!
Sie wissen sehr genau, Herr Klubobmann Molterer, dass der freie und offene Hochschulzugang schon jetzt durch knappe Ressourcen, nicht nur an Budgets, sondern auch an Räumen und Personal, vielfach und de facto in Frage gestellt wurde oder unterlaufen wird. Das Urteil ... (Abg. Dr. Brinek: Das stimmt doch nicht!) Das stimmt schon! (Abg. Dr. Brinek: Generell nicht!) – Das Urteil des EU-Gerichtshofes hat die Situation eigentlich lediglich verschärft und auf diese Mängel hingewiesen.
Abg. Dr. Brinek: Generell nicht!
Sie wissen sehr genau, Herr Klubobmann Molterer, dass der freie und offene Hochschulzugang schon jetzt durch knappe Ressourcen, nicht nur an Budgets, sondern auch an Räumen und Personal, vielfach und de facto in Frage gestellt wurde oder unterlaufen wird. Das Urteil ... (Abg. Dr. Brinek: Das stimmt doch nicht!) Das stimmt schon! (Abg. Dr. Brinek: Generell nicht!) – Das Urteil des EU-Gerichtshofes hat die Situation eigentlich lediglich verschärft und auf diese Mängel hingewiesen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn jetzt Universitätsrektoren von der Regierung gewisse Notwehraktionen wünschen und verlangen, bringe ich dafür schon ein gewisses Verständnis auf, weil es eben Notwehraktionen sind. Diese hätten aber keine sein müssen, hätte man rechtzeitig Gespräche geführt und hätte man sich rechtzeitig Alternativen überlegt. Ich glaube, wenn jetzt das Resultat von Studienplatzbeschränkungen in Kauf genommen wird, kann ich ohne weiteres behaupten: Wir brauchen nicht weniger Studierende, sondern Österreich braucht mehr Studierende! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Was sind die harten Fakten? – Nur 31 Prozent der MaturantInnen kommen oder können auf die Universität gehen; EU-weit sind es 50 Prozent aller AbiturientInnen oder MaturantInnen. Die Betreuungsverhältnisse an den Universitäten haben sich in den letzten 40 Jahren ganz klar verschlechtert. Die Zahl der Studierenden hat sich vervierfacht, die des betreuenden Lehrpersonals nicht ganz verdoppelt – da tut sich eine Schere auf. Die öffentlichen Ausgaben pro Kopf von Studierenden sind, gemessen am BIP, um sage und schreibe 60 Prozent gesunken. Das sind die harten Fakten, die den offenen Hochschulzugang mit vielen Fragezeichen versehen! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Brinek: Ja, eh!
Die Regierung, sage ich jetzt, kann aber nun nicht damit anfangen – wie manche es gerne tun –, mit einem Überraschungseffekt zu argumentieren. Es gibt keine Überraschung! Das Problem der Ungleichbehandlung wurde vor zwölf Jahren gesetzt, seit sechs Jahren läuft ein Verfahren und eine Klage (Abg. Dr. Brinek: Ja, eh!), und vor fünf Monaten hat der Generalanwalt die EU-Position klargelegt. Das sind doch keine Überraschungen! Und wann haben unsere Verhandlungen begonnen? – Am Dienstag dieser Woche, drei Tage vor Verkündigung des EuGH-Urteils!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn Österreich ein konkurrenzfähiges Bildungsland bleiben will, dann müssen wir mehr und bessere Studienplätze auch finanzieren. Ich glaube, dass das keine Frage des Könnens, sondern primär eine Frage des Wollens ist. Und, bitte, wollen Sie! – denn Sie versprechen es ja auch den Leuten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Oder aber die andere Alternative wäre, den offenen Hochschulzugang nicht mehr wie eine Plakette vor sich herzutragen, sondern zu sagen: Nein, wir wollen das nicht, das ist uns das Geld nicht wert, und das Budget wollen wir mit diesen Dingen nicht belasten! – Aber da fehlt Ihnen der Mut, dieses Wort auszusprechen, und das finde ich dann auch nicht in Ordnung. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Der ehemalige Rektorenchef Winckler hat in seiner Amtszeit gesagt: Wir bräuchten 300 000 Studienplätze, um konkurrenzfähig mit Europa zu sein. Das sind 90 000 mehr als jetzt. Daher verstehe ich dieses Gefeilsche um die Finanzierung additiver Studienplätze nicht zu hundert Prozent, sage ich jetzt einmal. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Brinek: Von dem haben Sie in den Verhandlungen nie was gesagt!
Wir wollen diese Finanzierung, um einfach mehr qualitativ gute Studienplätze garantieren zu können, und stellen daher folgenden Entschließungsantrag der Abgeordneten Grünewald und Broukal, Freundinnen und Freunden oder Genossinnen und Genossen (Abg. Dr. Brinek: Von dem haben Sie in den Verhandlungen nie was gesagt!):
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir möchten aber auch sozial verträgliche Lösungen erreichen. Ich tue hier nicht sozial „herumduseln“, aber ist Ihnen vielleicht Folgendes bekannt: Wenn Studierende ihre Studiengebühren zahlen müssen und dann bei einem selektiven Ausleseverfahren, aus unterschiedlichsten Gründen, im wahrsten Sinn des Wortes selektiert oder zurückgestellt werden, dann verlieren sie Studienbeihilfen, verlieren die Familienbeihilfe und gehen ein Jahr, bis zu einem neuen Antreten und einer neuen Möglichkeit, mehr oder weniger spazieren! Kann das in der Verantwortung einer guten Bildungspolitik sein? – Ich sage auf jeden Fall: Nein! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich glaube, wir sollten den Wissenschaftsstandort und Bildungsstandort Österreich hochhalten und ihn attraktiver machen. Das geht nicht mit „Ho ruck“, sondern es bedarf der Anstrengung aller. Wenn ich diesen Willen erkennen würde, dann sage ich Ihnen jetzt schon: Wir werden hier mit Ihnen darüber nachdenken und konstruktiv an besseren Lösungen arbeiten. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Broukal: Sie haben mit der SPÖ Koalitionsverhandlungen geführt? Wann denn?
Kollege Broukal: So groß war die Gemeinsamkeit nicht, haben Sie gesagt. Sie wissen selbst, wie weit wir mit der SPÖ in den Koalitionsverhandlungen gekommen sind und wie weitgehend die Übereinstimmungen waren: Die waren mit Ihnen sehr, sehr groß. (Abg. Broukal: Sie haben mit der SPÖ Koalitionsverhandlungen geführt? Wann denn?) Gescheitert ist es dann im Endeffekt an den Grünen. Das wissen wir, das wissen Sie.
Abg. Dr. Grünewald: Die wünscht sich auch mehr Studienplätze!
Sie seitens der grünen Fraktion sagen, Ihnen seien die Wünsche der Studenten, der Studierenden so wichtig, dass Sie diese Wünsche denen der gesamten Universität vorzögen. (Abg. Dr. Grünewald: Die wünscht sich auch mehr Studienplätze!) So ist es, das muss man eben auch zur Kenntnis nehmen. Und wenn es nach Ihnen ginge, dann würde es nach dem Grundsatz gehen – ÖH-Vorsitzende der Uni Wien Doris Gusenbauer, nomen est omen, gehört aber, glaube ich, verwandtschaftlich nicht dazu –: Ausländische Studenten willkommen, koste es, was es wolle! Nach diesem System gehen Sie ja vor. Sie sagen: Alle ausländischen Studenten sind willkommen! Das würde heißen ... (Abg. Dr. Grünewald: Das sagt die EU!)
Abg. Dr. Grünewald: Das sagt die EU!
Sie seitens der grünen Fraktion sagen, Ihnen seien die Wünsche der Studenten, der Studierenden so wichtig, dass Sie diese Wünsche denen der gesamten Universität vorzögen. (Abg. Dr. Grünewald: Die wünscht sich auch mehr Studienplätze!) So ist es, das muss man eben auch zur Kenntnis nehmen. Und wenn es nach Ihnen ginge, dann würde es nach dem Grundsatz gehen – ÖH-Vorsitzende der Uni Wien Doris Gusenbauer, nomen est omen, gehört aber, glaube ich, verwandtschaftlich nicht dazu –: Ausländische Studenten willkommen, koste es, was es wolle! Nach diesem System gehen Sie ja vor. Sie sagen: Alle ausländischen Studenten sind willkommen! Das würde heißen ... (Abg. Dr. Grünewald: Das sagt die EU!)
Abg. Öllinger: Aber geh!
Das sagt die EU? – Ihre Vertreter dort sagen das. Nicht die EU, sondern Ihre Vertreter in der ÖH, an der Uni fordern das und sagen das. Das würde dann auch bedeuten, dass wir für Herbst mindestens drei, vier Medizin-Unis bauen müssten, wenn es nach dem geht, was Sie wollen. (Abg. Öllinger: Aber geh!) Und das, bitte, ist leider nicht machbar und nicht möglich. (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Darum geht es eben auch, dass man nur das macht, was finanziell leistbar und möglich ist. Ich habe BWL studiert! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Das sagt die EU? – Ihre Vertreter dort sagen das. Nicht die EU, sondern Ihre Vertreter in der ÖH, an der Uni fordern das und sagen das. Das würde dann auch bedeuten, dass wir für Herbst mindestens drei, vier Medizin-Unis bauen müssten, wenn es nach dem geht, was Sie wollen. (Abg. Öllinger: Aber geh!) Und das, bitte, ist leider nicht machbar und nicht möglich. (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Darum geht es eben auch, dass man nur das macht, was finanziell leistbar und möglich ist. Ich habe BWL studiert! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das sagt die EU? – Ihre Vertreter dort sagen das. Nicht die EU, sondern Ihre Vertreter in der ÖH, an der Uni fordern das und sagen das. Das würde dann auch bedeuten, dass wir für Herbst mindestens drei, vier Medizin-Unis bauen müssten, wenn es nach dem geht, was Sie wollen. (Abg. Öllinger: Aber geh!) Und das, bitte, ist leider nicht machbar und nicht möglich. (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Darum geht es eben auch, dass man nur das macht, was finanziell leistbar und möglich ist. Ich habe BWL studiert! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Wir? Wir haben Sie hingehalten?
Aber es ist schon klar, diese Aktion hat sein müssen, Seifenblasen müssen natürlich ein bisschen zerplatzen. Kollege Niederwieser hat es auch schon von Anfang an gesagt: Wir stimmen diesem Gesetz sowieso nicht zu! Ich habe das Gefühl, dass Sie alle hier nur Hinhaltepolitik gemacht haben, um zu schauen, was überhaupt möglich und machbar ist. (Abg. Öllinger: Wir? Wir haben Sie hingehalten?)
Abg. Sburny: Was ist denn der Nachteil? Sie wollten ...! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Stimmt – Entschuldigung! Seitens der SPÖ! Seitens der Grünen ist es anders gewesen: Sie haben in den Verhandlungen von vornherein gesagt, es werde von Ihrer Seite her Schwierigkeiten geben. Aber ich verstehe auch Sie nicht. Sie wollten alles, gerade Sie von den Grünen als glühende Befürworter der EU! Sie wollten in die EU, und das ist nun einmal einer der Nachteile der EU, dass das EU-Recht vor nationalem Recht gilt. (Abg. Sburny: Was ist denn der Nachteil? Sie wollten ...! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) Auch wenn das ein Wunsch ist, den Sie auch hätten, es ist eben nicht mehr möglich, das alte Gesetz aufrechtzuerhalten.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich denke mir, das ist etwas, dem Sie sehr wohl zustimmen müssten, denn es ist ja auch einer Ihrer Wünsche. Und ich denke mir, das wäre ein wichtiger Schritt – den wir auch gehen, um eine ausgleichende Gerechtigkeit für Österreich zu erreichen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Josef Broukal (SPÖ): Frau Dr. Bleckmann hat in ihrer Rede gemeint, es habe Koalitionsverhandlungen mit der SPÖ gegeben. – Das ist unwahr! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Sburny: Ja! Was haben Sie gemacht?
Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Elisabeth Gehrer: Herr Präsident! Hohes Haus! Ich möchte zuerst zu einigen Vorwürfen Stellung nehmen, die immer wieder gemacht werden. Von Frau Abgeordneter Sburny wird ständig gesagt: Rechtzeitig hätte man reagieren sollen – viel zu spät, viel zu spät! (Abg. Sburny: Ja! Was haben Sie gemacht?)
Abg. Öllinger: Sie waren in der Regierung!
Meine Damen und Herren! Wir haben zehn Jahre die österreichischen Studierenden geschützt. Hätten Sie vor zehn Jahren schon wollen, dass wir diese Auswahlverfahren einführen? (Abg. Öllinger: Sie waren in der Regierung!) Hätten Sie das vor zehn Jahren schon wollen? (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Sburny.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Sburny.
Meine Damen und Herren! Wir haben zehn Jahre die österreichischen Studierenden geschützt. Hätten Sie vor zehn Jahren schon wollen, dass wir diese Auswahlverfahren einführen? (Abg. Öllinger: Sie waren in der Regierung!) Hätten Sie das vor zehn Jahren schon wollen? (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Sburny.)
Abg. Sburny: Seit fünf Monaten hat sich das abgezeichnet! Seit fünf Monaten!
Wir haben zehn Jahre einen breiten Rücken gemacht und haben versucht, den österreichischen Studierenden diesen Vorteil zu geben. Was finden Sie daran negativ? (Abg. Sburny: Seit fünf Monaten hat sich das abgezeichnet! Seit fünf Monaten!)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Sburny.
Wir haben auf europäischer Ebene ... (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Sburny.) Ich komme zum Vorwurf Nummer zwei. (Weiterer Zwischenruf der Abg. Sburny.) Ich darf eines zu Ihrer Feststellung, man hätte das auf europäischer Ebene in fünf Monaten lösen können, sagen (Abg. Sburny: Haben Sie es wenigstens probiert?): Sie haben keine Ahnung, wie Lösungen auf europäischer Ebene zustande kommen, wie schwierig es ist, Lösungen mit zwischenstaatlichen Zahlungen zu erreichen, wie schwierig es ist, eine Vereinbarung mit Deutschland zu treffen, wo es die einzelnen Bundesländer gibt, deren Kultusminister zuständig sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Weiterer Zwischenruf der Abg. Sburny.
Wir haben auf europäischer Ebene ... (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Sburny.) Ich komme zum Vorwurf Nummer zwei. (Weiterer Zwischenruf der Abg. Sburny.) Ich darf eines zu Ihrer Feststellung, man hätte das auf europäischer Ebene in fünf Monaten lösen können, sagen (Abg. Sburny: Haben Sie es wenigstens probiert?): Sie haben keine Ahnung, wie Lösungen auf europäischer Ebene zustande kommen, wie schwierig es ist, Lösungen mit zwischenstaatlichen Zahlungen zu erreichen, wie schwierig es ist, eine Vereinbarung mit Deutschland zu treffen, wo es die einzelnen Bundesländer gibt, deren Kultusminister zuständig sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Sburny: Haben Sie es wenigstens probiert?
Wir haben auf europäischer Ebene ... (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Sburny.) Ich komme zum Vorwurf Nummer zwei. (Weiterer Zwischenruf der Abg. Sburny.) Ich darf eines zu Ihrer Feststellung, man hätte das auf europäischer Ebene in fünf Monaten lösen können, sagen (Abg. Sburny: Haben Sie es wenigstens probiert?): Sie haben keine Ahnung, wie Lösungen auf europäischer Ebene zustande kommen, wie schwierig es ist, Lösungen mit zwischenstaatlichen Zahlungen zu erreichen, wie schwierig es ist, eine Vereinbarung mit Deutschland zu treffen, wo es die einzelnen Bundesländer gibt, deren Kultusminister zuständig sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben auf europäischer Ebene ... (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Sburny.) Ich komme zum Vorwurf Nummer zwei. (Weiterer Zwischenruf der Abg. Sburny.) Ich darf eines zu Ihrer Feststellung, man hätte das auf europäischer Ebene in fünf Monaten lösen können, sagen (Abg. Sburny: Haben Sie es wenigstens probiert?): Sie haben keine Ahnung, wie Lösungen auf europäischer Ebene zustande kommen, wie schwierig es ist, Lösungen mit zwischenstaatlichen Zahlungen zu erreichen, wie schwierig es ist, eine Vereinbarung mit Deutschland zu treffen, wo es die einzelnen Bundesländer gibt, deren Kultusminister zuständig sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Brinek: So ist es!
Meine Damen und Herren! Der zweite Vorwurf, der immer erhoben wird, ist, man hätte beim Europäischen Gerichtshof nicht richtig argumentiert. Ich würde Sie bitten, all die Kilos an Unterlagen durchzulesen, die wir hinausgeschickt haben. Ich bitte Sie auch, zur Kenntnis zu nehmen, dass beim Europäischen Gerichtshof und beim Generalanwalt wirtschaftliche Argumentationen keinerlei Stellenwert haben. (Abg. Dr. Brinek: So ist es!) Wirtschaftliche Argumente werden in der Frage der Gleichheitswidrigkeit nicht zur Kenntnis genommen. (Abg. Neugebauer: Das muss man wissen!) Es wäre etwas anderes, wenn wir die neue europäische Verfassung hätten, denn in der steht ein Passus, dass man auch die wirtschaftlichen Auswirkungen berücksichtigen muss.
Abg. Neugebauer: Das muss man wissen!
Meine Damen und Herren! Der zweite Vorwurf, der immer erhoben wird, ist, man hätte beim Europäischen Gerichtshof nicht richtig argumentiert. Ich würde Sie bitten, all die Kilos an Unterlagen durchzulesen, die wir hinausgeschickt haben. Ich bitte Sie auch, zur Kenntnis zu nehmen, dass beim Europäischen Gerichtshof und beim Generalanwalt wirtschaftliche Argumentationen keinerlei Stellenwert haben. (Abg. Dr. Brinek: So ist es!) Wirtschaftliche Argumente werden in der Frage der Gleichheitswidrigkeit nicht zur Kenntnis genommen. (Abg. Neugebauer: Das muss man wissen!) Es wäre etwas anderes, wenn wir die neue europäische Verfassung hätten, denn in der steht ein Passus, dass man auch die wirtschaftlichen Auswirkungen berücksichtigen muss.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Die Universitäten in Österreich haben sich gut entwickelt. Wir haben mehr Studierende, mehr Absolventen. Durch dieses Gerichtshofurteil, durch dieses Erkenntnis kann es natürlich sein, dass es einen Zustrom von deutschen Numerus-clausus-Flüchtlingen geben wird. Diejenigen, die jetzt sagen: Es kommt ohnehin nicht, lasst doch alles so, wie es ist, die möchte ich hören, wenn dann dieser Zustrom, den die anderen beschwören, tatsächlich eintritt! Dann wird man dastehen und wird sagen: Die Regierung hat nichts gemacht! Das Chaos ist ausgebrochen! Es ist ganz schrecklich! Wieso hat die Regierung nichts gemacht? – Deswegen ist es richtig und wichtig, jetzt zu handeln. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Sburny: Wer hat denn so etwas behauptet? Sie drehen einem die Worte um!
In intensiven Diskussionen, öffentlichen Diskussionen, Diskussionen in der Rektorenkonferenz, bei verschiedenen Besprechungen wurde diese Frage intensiv erörtert. Von mir zu verlangen, ein Gesetz auf Halde zu beschließen, im Vorhinein, damit irgendein Erkenntnis des Gerichtshofs schon im Vorhinein mit einem Gesetz beantwortet wird, das ist doch wohl das Verlangen nach Kaffeesudleserei. (Abg. Sburny: Wer hat denn so etwas behauptet? Sie drehen einem die Worte um!)
Abg. Dr. Puswald: Jeder, der nicht Ihrer Meinung ist, ist immer gleich verantwortungslos!
übernehmen – Verantwortung zu übernehmen für den geordneten Studienbetrieb, Verantwortung zu übernehmen, damit nicht jeder einzelne Rektor privatrechtlich geklagt werden kann. Ich habe gelernt, dass Sie nur dann bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, wenn Ihre gesamte Klientel, das heißt, wenn alle Ihre Studierendenverbände zustimmen. (Abg. Dr. Puswald: Jeder, der nicht Ihrer Meinung ist, ist immer gleich verantwortungslos!) So stelle ich mir verantwortliche Politik nicht vor!
Abg. Dr. Puswald: Sie werden auch für Ihre Politik die Verantwortung übernehmen müssen! – Abg. Neugebauer – in Richtung der SPÖ –: Das werden Sie auch müssen!
Wir übernehmen die Verantwortung für einen geordneten Studienbetrieb, wir übernehmen die Verantwortung für geordnete Aufnahmemaßnahmen. (Abg. Dr. Puswald: Sie werden auch für Ihre Politik die Verantwortung übernehmen müssen! – Abg. Neugebauer – in Richtung der SPÖ –: Das werden Sie auch müssen!) Wir übernehmen die Verantwortung für die auf zwei Jahre befristete Möglichkeit, in den Numerus-clausus-Fächern Aufnahmeverfahren oder Einstiegssemester durchzuführen. Wir tragen weiters die Verantwortung dafür, dass in allen anderen Bereichen ein offener Hochschulzugang erhalten bleibt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir übernehmen die Verantwortung für einen geordneten Studienbetrieb, wir übernehmen die Verantwortung für geordnete Aufnahmemaßnahmen. (Abg. Dr. Puswald: Sie werden auch für Ihre Politik die Verantwortung übernehmen müssen! – Abg. Neugebauer – in Richtung der SPÖ –: Das werden Sie auch müssen!) Wir übernehmen die Verantwortung für die auf zwei Jahre befristete Möglichkeit, in den Numerus-clausus-Fächern Aufnahmeverfahren oder Einstiegssemester durchzuführen. Wir tragen weiters die Verantwortung dafür, dass in allen anderen Bereichen ein offener Hochschulzugang erhalten bleibt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Puswald: Zu spät!
Dafür, meine Damen und Herren, braucht es natürlich viele Gespräche innerhalb Europas, aber auch bilateral, insbesondere mit Deutschland. Wenn Sie, meine Damen und Herren, jetzt einen Entschließungsantrag einbringen, mit dem Sie genau das fordern, nämlich auf europäischer Ebene Gespräche zu führen, dann kann ich nur sagen: Das ist sehr spät. (Abg. Dr. Puswald: Zu spät!)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Broukal.
Ursprünglich war es so, dass Sie den Patienten krank werden haben lassen – und jetzt mit der Notoperation, die möglicherweise gar nicht gut geht, soll in Wirklichkeit dann dieser freie Hochschulzugang auf die Schnelle entsorgt werden. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Broukal.)
Abg. Dr. Brinek: Das ist eine Mickey-Mouse-Vorstellung!
Sie hätten doch wirklich rechtzeitig gegensteuern können. Vor zehn Jahren, haben Sie selbst gesagt, sind Sie schon draufgekommen, aber nach der ersten Klage oder spätestens nach dem Kommentar des Generalanwalts vor wenigen Wochen hätten Sie doch wirklich intensiv diese Gespräche und Ideen aufnehmen können, Gespräche sowohl mit den Deutschen als auch mit den Parteien. Das haben Sie aber nicht gemacht. (Abg. Dr. Brinek: Das ist eine Mickey-Mouse-Vorstellung!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Unsere vernünftigen Verbesserungsvorschläge hätten genau das garantiert, dass nämlich weiterhin die Anzahl der Österreicherinnen und Österreicher bei den Studienzugängen konstant bleibt. Das hätte freilich einen Ausbau der Studienplätze bedingt, was zusätzliche finanzielle Mittel erfordert. Aber genau das ist doch die beste Investition in die Zukunft. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordnete Dr. Andrea Wolfmayr (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Das gestrige EuGH-Urteil kam nicht unerwartet, und wir waren nicht unvorbereitet. Wir waren auch nicht zu spät dran, sondern wir waren zeitgerecht und punktgenau. Ich werde in meinen drei Minuten Redezeit nicht auf die Vorwürfe der Opposition eingehen, die man Punkt für Punkt sehr gut entkräften kann. Die Ministerin hat das bereits sehr gut gemacht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die österreichischen Universitäten, die in das europäische Hochschulwesen eingebunden sind, werden ganz sicher auch mit den geänderten Bedingungen sehr gut fertig werden. Sie werden sie sogar nützen, um sich zu profilieren und zu verbessern, ganz im Sinn des Mottos, das Klubobmann Molterer gestern genannt hat, des Mottos der ÖVP nämlich, das lautet: Konsequent handeln, wegschauen gilt nicht! Und in diesem Sinn hat Ministerin Gehrer auch sofort, zeitgerecht und effizient gehandelt. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Zinggl: Es ist um österreichische Studierende gegangen! – Abg. Broukal: Da sind dann aber die Ausländer mit dabei, und das bedeutet weniger Studienplätze für ÖsterreicherInnen!
Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Herr Kollege Zinggl von den Grünen! Dieses Gesetz ist mit Sicherheit keine Schnellschuss- oder Husch-Pfusch-Aktion, aber ich denke, Sie haben das Gesetz wahrscheinlich nicht einmal gelesen, sonst hätten Sie nicht die Aussage treffen können, dass ein Abbau der Zahl der Studienplätze in Aussicht gestellt ist. Sie brauchen sich nur den Absatz 2 anzuschauen, wo ganz explizit angeführt ist, dass in den jeweiligen Studien mindestens gleich vielen Studierenden wie bisher das Studium ermöglicht werden soll. Also: Zuerst lesen und dann Gesetze kritisieren. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Zinggl: Es ist um österreichische Studierende gegangen! – Abg. Broukal: Da sind dann aber die Ausländer mit dabei, und das bedeutet weniger Studienplätze für ÖsterreicherInnen!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich denke, bei den Verhandlungen hat die Opposition wirklich der Mut verlassen, und es ist eine Art von Vogel-Strauß-Politik, dass man keine Verantwortung mehr für die Universitäten übernehmen will. Wahrscheinlich hat insbesondere die SPÖ nach dem gestrigen Asylgesetz der Mut verlassen, bei konstruktiven Vorschlägen der Regierungsparteien mitzugehen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Meine Damen und Herren! Deutsche Studentinnen und Studenten waren in Österreich immer willkommen, und sie sind weiterhin willkommen, aber sicher nicht einseitig zu Lasten und ausschließlich zu Lasten der österreichischen Studierenden. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Mindestens!
„Bei der Festsetzung der Zahl der Studierenden ist sicher zu stellen, dass in den jeweiligen Studien mindestens gleich vielen Studierenden wie bisher das Studium möglich ist.“ (Abg. Dr. Brinek: Mindestens!) „Mindestens gleich vielen Studierenden wie bisher“. Das ist der Auftrag an das jeweilige Rektorat.
Abg. Mag. Donnerbauer: Mindestens!
Ein Rektorat, das sich an diese Bestimmungen hält und sagt: Okay, bisher haben wir 1 000 gehabt, wir haben auch nach dem Kommen der bundesdeutschen Studierenden 1 000, erfüllt diesen Auftrag. (Abg. Mag. Donnerbauer: Mindestens!) Sie haben jetzt mindestens 1 000, und sie haben dann auch 1 000. Und wo sind jetzt die Kollegen aus Deutschland? Die sind null, oder wie? (Abg. Scheibner: Das können Sie jetzt nicht sagen, wie viele das sein werden!) Sie rechnen ja damit! Wir alle müssen damit rechnen, dass es mehr sein werden als null. Von den 1 000 sind es dann eben 900 Österreicher – Hausnummer – und 100 Bundesdeutsche. Hätten Sie das verhindern können? Sicher hätten Sie das verhindern können, wenn Sie gewollt hätten! Dass das mehr Geld kostet, das muss einem klar sein. Das haben Sie sich jedoch geweigert zu tun. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Das können Sie jetzt nicht sagen, wie viele das sein werden!
Ein Rektorat, das sich an diese Bestimmungen hält und sagt: Okay, bisher haben wir 1 000 gehabt, wir haben auch nach dem Kommen der bundesdeutschen Studierenden 1 000, erfüllt diesen Auftrag. (Abg. Mag. Donnerbauer: Mindestens!) Sie haben jetzt mindestens 1 000, und sie haben dann auch 1 000. Und wo sind jetzt die Kollegen aus Deutschland? Die sind null, oder wie? (Abg. Scheibner: Das können Sie jetzt nicht sagen, wie viele das sein werden!) Sie rechnen ja damit! Wir alle müssen damit rechnen, dass es mehr sein werden als null. Von den 1 000 sind es dann eben 900 Österreicher – Hausnummer – und 100 Bundesdeutsche. Hätten Sie das verhindern können? Sicher hätten Sie das verhindern können, wenn Sie gewollt hätten! Dass das mehr Geld kostet, das muss einem klar sein. Das haben Sie sich jedoch geweigert zu tun. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ein Rektorat, das sich an diese Bestimmungen hält und sagt: Okay, bisher haben wir 1 000 gehabt, wir haben auch nach dem Kommen der bundesdeutschen Studierenden 1 000, erfüllt diesen Auftrag. (Abg. Mag. Donnerbauer: Mindestens!) Sie haben jetzt mindestens 1 000, und sie haben dann auch 1 000. Und wo sind jetzt die Kollegen aus Deutschland? Die sind null, oder wie? (Abg. Scheibner: Das können Sie jetzt nicht sagen, wie viele das sein werden!) Sie rechnen ja damit! Wir alle müssen damit rechnen, dass es mehr sein werden als null. Von den 1 000 sind es dann eben 900 Österreicher – Hausnummer – und 100 Bundesdeutsche. Hätten Sie das verhindern können? Sicher hätten Sie das verhindern können, wenn Sie gewollt hätten! Dass das mehr Geld kostet, das muss einem klar sein. Das haben Sie sich jedoch geweigert zu tun. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Im ganzen Gesetz, in dieser ganzen Novelle, in den Erläuterungen, im heutigen Entschließungsantrag von ÖVP und FPÖ – oder wie Sie sich gerade nennen – steht nicht ein einziges Wort von einem zusätzlichen österreichischen Euro für die Universitäten. Schämen Sie sich dafür! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Das ist nichts?
Das sind jetzt drei Monate, die das Ministerium Zeit hätte. Ich bin übrigens auf diese Frage gekommen, weil ich vorige Woche bei einer Podiumsdiskussion in Vorarlberg war und dort der zuständige ÖVP-Landesrat Stemer in dieser Diskussion unaufgefordert von sich aus gesagt hat, in Vorarlberg würde es 6 bis 7 Millionen € kosten, die Klassenschülerhöchstzahlen im Pflichtschulbereich auf 25 zu senken. Ich habe mir dann gedacht, das ist eigentlich kein besonders dramatischer Kostenfaktor, denn etwa 5 Prozent der Pflichtschüler gehen in Vorarlberg in die Schule. Wenn ich diese 6 bis 7 Millionen hochrechne und das mal 20 rechne, dann sind wir bei 120 Millionen €. (Abg. Mag. Molterer: Das ist nichts?)
Beifall bei den Grünen.
Mich hat das nicht besonders erschreckt, und ich würde jetzt gerne wissen – wenn das mit Vorarlberg hochrechenbar ist, kann ja sein, dass das sehr unterschiedlich ist –, was es denn kosten würde, die Klassenschülerhöchstzahl im Pflichtschulbereich, weil dort, glauben wir, ist es am dringendsten, auf 25 zu senken. Und das könnten wir, glaube ich, von einer Bundesministerin verlangen, dass sie uns diese Daten vorlegt, und dann können wir ernsthaft darüber diskutieren, ob das leistbar ist oder nicht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Deshalb muss man sich natürlich auch die Teilungszahlen anschauen, denn diese sind sehr wesentlich in diesem Zusammenhang. Man muss sich sehr genau die Eröffnungszahlen anschauen, auch das ist in diesem Zusammenhang relevant, und man muss natürlich auch die rückläufige Schülerzahlentwicklung in diese ganze Vorgangsweise einbeziehen. Deshalb, glaube ich, liegen wir mit unserem Entschließungsantrag hier ganz richtig. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Brosz: Bei welcher Veranstaltung waren Sie?
Die Eltern haben sich auch durchaus einverstanden erklärt damit, dass weite Bereiche dessen, was in dieser wichtigen Bürgerinitiative steht, eigentlich in den vorgelegten, in Diskussion stehenden und geplanten Schulpaketen enthalten sind, denn natürlich geht es uns auch darum, die Qualität zu verbessern und weiterzuentwickeln. (Abg. Brosz: Bei welcher Veranstaltung waren Sie?) Es geht uns darum, die frühe Sprachförderung umzusetzen. Ein erster Schritt ist heute mit dem vorliegenden Schulpaket gesetzt worden.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die Schülerzahlen habe ich angesprochen. Uns ist es ein großes Anliegen, die Klein- und Kleinstschulen im ländlichen Raum zu erhalten, und das ist auch glaubwürdig, denn wir haben uns nämlich nicht ausschließlich an den Vorgaben des Finanzausgleiches orientiert, sondern es ist der Frau Bildungsministerin gelungen, zusätzlich 12 Millionen € für die Klein- und Kleinstschulen durchzusetzen, und das ist erfreulich und trägt eigentlich den Forderungen der Bürgerinitiative Rechnung, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Letzter Satz: Mit der Vorbereitung der Umwandlung der Pädagogischen Akademien hin zu Hochschulen für pädagogische Berufe wird durchaus auch jener Forderung Rechnung getragen, die sagt, wir wollen eine verbesserte Lehrerausbildung in Zukunft haben. Ich danke allen Initiatoren dieser Bürgerinitiative. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wir haben da alle nur ganz groß geschaut und uns gefragt, wie man so denken kann! Man muss sich das schon vorstellen: Wie viele Eltern können denn ihren Kindern bei Nachprüfungen helfen? Wie viele können das, und wie viele können das nicht? Die Inhalte sind oft zu kompliziert, oft haben die Eltern nicht die entsprechende Schulbildung, oder aber sie sind erwerbstätig und haben daher schlichtweg nicht die Zeit hiefür, jeden Tag zwei oder drei Stunden mit ihren Kindern in den Ferien zu lernen und sie sozusagen darauf zu trimmen, die Nachprüfung zu schaffen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist der große Unterschied zwischen unseren und Ihren Vorstellungen, wie ein gut funktionierendes Bildungssystem ausschauen soll: Wir Grünen möchten gerne, dass diese Förderung in der Schule geschieht, wollen aber nicht den Eltern zu Hause die Verantwortung dafür auflasten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Bundesministerin, nehmen Sie bitte Stellung zu den Punkten, die in diesem Papier der Pflichtschullehrer angesprochen wurden! Sagen Sie, wie Sie dazu stehen und was Sie tun werden, damit in Zukunft solche Verschlechterungen hintangehalten werden können! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Wenn wir sagen, dass Schule in der Schule zu passieren hat, wissen wir natürlich auch, dass man damit nicht alle Probleme des Schulsystems lösen kann, aber dies wäre ein bedeutender – ich möchte fast sagen: der bedeutendste – Schritt dazu, dass es in Österreich Chancengleichheit für alle Kinder gibt, sodass es endlich nicht mehr so ist, dass die soziale Herkunft eines Kindes Einfluss auf die Leistungen eines Kindes hat. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Daher nochmals: Man muss diese BürgerInneninitiative ernst nehmen, und zwar zum Wohle unserer Kinder, die in unseren Schulen ausgebildet werden. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Zum Schluss möchte ich noch speziell Kollegin Bleckmann folgende Anregung geben – sie hat ja heute Vormittag gesagt, dass dieses Paket, das wir heute beschlossen haben, das erste Schulpaket ist –: Wenn Sie, geschätzte Damen und Herren von ÖVP und FPÖ, diese Bürgerinitiative wirklich ernst nehmen und sich auch noch das Bildungsprogramm der Sozialdemokratischen Partei nicht nur anschauen, sondern es auch ernst nehmen, dann können wir vielleicht wirklich Schulpakete beschließen – von mir aus: zwei, drei, vier oder fünf –, die das Wort „Reform“ tatsächlich verdienen, damit eben wirklich etwas zum Wohle unserer Kinder in den Schulen geschieht. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wer ständig behauptet, dass ständig alles krank gespart werde, sagt einfach nicht die Wahrheit! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir werden – daher auch dieser Entschließungsantrag – ganz intensiv an einer Senkung der Klassenschülerhöchstzahl arbeiten. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Die Regierung weiß, dass hier Handlungsbedarf besteht, und es wird auch viel getan. Mehr würden wir uns natürlich alle wünschen, und es ist klar, dass die Opposition hier immer mehr fordert, als machbar ist, aber wir tun halt das, was machbar ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ein wesentlicher Faktor ist auch in der Lehreraus- und -weiterbildung zu sehen. Hier sind 66,23 Millionen € vorgesehen. Um der veränderten Situation der heutigen Zeit gerecht zu werden, müssen Pädagogen nicht nur über den letzten Wissensstand Bescheid wissen, sie sollen auch sensibel auf die jungen Menschen eingehen, sie individuell fördern und die Starken fordern. Das geschieht derzeit, und ich meine, Qualität hat auch mit den handelnden Personen zu tun, in erster Linie mit den Lehrerinnen und Lehrern, welche die Garantie der Schulqualität in Österreich sichern. Ihnen sei dafür gedankt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ, der Grünen und der ÖVP.
Abgeordnete Anita Fleckl (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Hohes Haus! Es ist natürlich sehr positiv, dass diese Bürgerinitiative zur Sicherstellung der Schulqualität an Österreichs Pflichtschulen heute hier im Plenum behandelt wird. Ich danke natürlich so wie meine VorgängerInnen jenen Menschen, die es durch ihr Engagement möglich gemacht haben, dass diese Bürgerinitiative heute hier im Hohen Haus ist, nämlich dem Dachverband für Pflichtschulelternvereine, allen voran natürlich dem Vorsitzenden, Herrn Kurt Nekula. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ, der Grünen und der ÖVP.)
Bundesministerin Gehrer: Überhaupt nicht wahr!
Viele negative Punkte in Österreichs Schulsystem wurden bereits angeführt. Auch ich möchte noch einige nennen: 10 Prozent der Pflichtschulstandorte sind von der Schließung gefährdet (Bundesministerin Gehrer: Überhaupt nicht wahr!), Einschränkungen der verpflichtenden Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer, keine Mittel für zusätzliche Angebote der Interessen- und Begabungsförderung.
Abg. Auer: Wir auch!
Frau Bundesministerin, ein Wort vielleicht in persönlicher Sache. Mein Kind hat heute sein Zeugnis bekommen, und ich gratuliere ihm natürlich hier von dieser Stelle aus (Abg. Auer: Wir auch!): Er hat seinen Hauptschulabschluss. (Beifall bei Abgeordneten aller Fraktionen.) Danke, ich werde es ihm ausrichten, Herr Kollege Auer!
Beifall bei Abgeordneten aller Fraktionen.
Frau Bundesministerin, ein Wort vielleicht in persönlicher Sache. Mein Kind hat heute sein Zeugnis bekommen, und ich gratuliere ihm natürlich hier von dieser Stelle aus (Abg. Auer: Wir auch!): Er hat seinen Hauptschulabschluss. (Beifall bei Abgeordneten aller Fraktionen.) Danke, ich werde es ihm ausrichten, Herr Kollege Auer!
Beifall bei der SPÖ.
Frau Minister! Ich habe im Pflichtschulbereich mit meinem Kind in vollen Zügen die rund zehn Jahre Ihrer Amtszeit miterlebt. Es tut mir Leid, dass ich es sagen muss, aber ich wünsche mir für die Taferlklassler im Herbst ein besseres Schulsystem, und mit dieser Meinung bin ich nicht allein. Immerhin sind rund 50 Prozent der österreichischen Eltern von Kindern im Pflichtschulbereich dieser Meinung. Ich empfehle Ihnen, Frau Minister, in diesem Zusammenhang das SPÖ-Bildungsprogramm. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Nikolaus Prinz (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Meine Damen und Herren! Liebe Kollegin Fleckl, Gott sei Dank ist nicht allzu viel von der SPÖ im Bildungssystem, und das ist gut für die österreichischen Kinder. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Beim Qualitätsmanagement möchte ich vor allem die Initiative zur Erhaltung der Kleinschulen hervorheben. Gerade die Kinder im Pflichtschulalter dürfen nicht zu Pendlern werden, die mehr Zeit in Verkehrsmitteln als auf dem Spielplatz verbringen. Auch hier kann ich versichern, unsere Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer und beispielsweise unser Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer werden ein derartiges Aushungern des ländlichen Raumes verhindern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Qualität hängt nicht von der Größe der Schule ab, sondern vor allem von der Bereitschaft der Lehrer und Eltern, den Kindern eine wertvolle Stütze in allen Altersstufen zu sein. Eines ist aber auch klar: Unsere Schulen leisten hervorragende Arbeit! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Schiefermair: Das ist ja kein „letztes Mittel“!
Abgeordneter Dr. Robert Rada (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Bundesministerin! Ich würde mir an Ihrer Stelle etwas denken, wenn so viele Eltern und Elternvereine zu einem der letzten Mittel greifen, nämlich eine Bürgerinitiative einzurichten (Abg. Schiefermair: Das ist ja kein „letztes Mittel“!), um darzustellen, dass in unserem Schulsystem nicht alles so ist, wie manche Koalitionsredner das heute schon den ganzen Vormittag darstellen wollten. Ich verstehe die Angst der Elternvereine.
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend: Wenn wir von der Qualität der Schule sprechen, dann müssen wir uns auch ernsthaft den Kopf darüber zerbrechen, ob es volkswirtschaftlich sinnvoll ist, dieses einigermaßen bedenkliche Repetitionsmodell weiterhin aufrechtzuerhalten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich danke allen, die sich konstruktiv in diesen Entwicklungsprozess eingebracht und daran beteiligt haben. Den Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern wünsche ich nun erholsame und verdiente Ferien. Und eines wünsche ich mir, nämlich einen verantwortungsvollen Umgang seitens der Opposition mit diesen teils bereits umgesetzten und teils eingeleiteten Maßnahmen, denn diese positive Entwicklung darf, weil durch die Parteibrille betrachtet, kein Verlierer sein. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie haben vor, als einen der nächsten Schritte den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderungen über die 8. Schulstufe hinaus weiterzuführen. Wir haben seinerzeit diskutiert: Soll es jetzt nur an den Polytechnischen Schulen sein oder können es nicht auch die berufsbildenden mittleren Schulen sein? Sie können das ja künftig allein mit Ihren Mehrheiten entscheiden. Trotzdem appelliere ich daran, dass wir hier sehr rasch eine breitere Lösung finden und dass Sie in diese Öffnung für Kinder mit Behinderungen über die 8. Schulstufe hinaus nicht nur die Polytechnischen Schulen, sondern zumindest auch die berufsbildenden mittleren Schulen einbeziehen, damit das auch eine sachgerechte Lösung wird. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Aber Sie regen sich immer auf, dass die Staatssekretäre nichts zu tun haben!
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär – danke für Ihre Anwesenheit! Dass Sie wieder einmal den Minister vertreten, ist ja schon die Norm und nicht die Ausnahme. (Abg. Scheibner: Aber Sie regen sich immer auf, dass die Staatssekretäre nichts zu tun haben!) – Ja, das steht in der Verfassung (Abg. Scheibner: Sie sagen immer, die Staatssekretäre tun nichts!), aber es hat ja auch einen gewissen politischen Signalcharakter, wenn Herr Minister Gorbach maximal zu den Fragestunden im Parlament erscheint, als Vizekanzler ab und zu auf der Regierungsbank sitzt, sonst aber im Ausschuss durch Abwesenheit glänzt, bei den Spezialdebatten durch Abwesenheit glänzt (Beifall bei den Grünen – Abg. Lentsch: Wo ist der Van der Bellen?) und seine Zeit wahrscheinlich im Ausland verbringt oder das Management des BZÖ in Gang zu setzen versucht – ich weiß es nicht. (Abg. Neudeck: Frau Kollegin, haben Sie zum Thema auch was zu sagen? – Abg. Scheibner: Der Staatssekretär ist zuständig für diesen Bereich!)
Abg. Scheibner: Sie sagen immer, die Staatssekretäre tun nichts!
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär – danke für Ihre Anwesenheit! Dass Sie wieder einmal den Minister vertreten, ist ja schon die Norm und nicht die Ausnahme. (Abg. Scheibner: Aber Sie regen sich immer auf, dass die Staatssekretäre nichts zu tun haben!) – Ja, das steht in der Verfassung (Abg. Scheibner: Sie sagen immer, die Staatssekretäre tun nichts!), aber es hat ja auch einen gewissen politischen Signalcharakter, wenn Herr Minister Gorbach maximal zu den Fragestunden im Parlament erscheint, als Vizekanzler ab und zu auf der Regierungsbank sitzt, sonst aber im Ausschuss durch Abwesenheit glänzt, bei den Spezialdebatten durch Abwesenheit glänzt (Beifall bei den Grünen – Abg. Lentsch: Wo ist der Van der Bellen?) und seine Zeit wahrscheinlich im Ausland verbringt oder das Management des BZÖ in Gang zu setzen versucht – ich weiß es nicht. (Abg. Neudeck: Frau Kollegin, haben Sie zum Thema auch was zu sagen? – Abg. Scheibner: Der Staatssekretär ist zuständig für diesen Bereich!)
Beifall bei den Grünen – Abg. Lentsch: Wo ist der Van der Bellen?
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär – danke für Ihre Anwesenheit! Dass Sie wieder einmal den Minister vertreten, ist ja schon die Norm und nicht die Ausnahme. (Abg. Scheibner: Aber Sie regen sich immer auf, dass die Staatssekretäre nichts zu tun haben!) – Ja, das steht in der Verfassung (Abg. Scheibner: Sie sagen immer, die Staatssekretäre tun nichts!), aber es hat ja auch einen gewissen politischen Signalcharakter, wenn Herr Minister Gorbach maximal zu den Fragestunden im Parlament erscheint, als Vizekanzler ab und zu auf der Regierungsbank sitzt, sonst aber im Ausschuss durch Abwesenheit glänzt, bei den Spezialdebatten durch Abwesenheit glänzt (Beifall bei den Grünen – Abg. Lentsch: Wo ist der Van der Bellen?) und seine Zeit wahrscheinlich im Ausland verbringt oder das Management des BZÖ in Gang zu setzen versucht – ich weiß es nicht. (Abg. Neudeck: Frau Kollegin, haben Sie zum Thema auch was zu sagen? – Abg. Scheibner: Der Staatssekretär ist zuständig für diesen Bereich!)
Abg. Neudeck: Frau Kollegin, haben Sie zum Thema auch was zu sagen? – Abg. Scheibner: Der Staatssekretär ist zuständig für diesen Bereich!
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär – danke für Ihre Anwesenheit! Dass Sie wieder einmal den Minister vertreten, ist ja schon die Norm und nicht die Ausnahme. (Abg. Scheibner: Aber Sie regen sich immer auf, dass die Staatssekretäre nichts zu tun haben!) – Ja, das steht in der Verfassung (Abg. Scheibner: Sie sagen immer, die Staatssekretäre tun nichts!), aber es hat ja auch einen gewissen politischen Signalcharakter, wenn Herr Minister Gorbach maximal zu den Fragestunden im Parlament erscheint, als Vizekanzler ab und zu auf der Regierungsbank sitzt, sonst aber im Ausschuss durch Abwesenheit glänzt, bei den Spezialdebatten durch Abwesenheit glänzt (Beifall bei den Grünen – Abg. Lentsch: Wo ist der Van der Bellen?) und seine Zeit wahrscheinlich im Ausland verbringt oder das Management des BZÖ in Gang zu setzen versucht – ich weiß es nicht. (Abg. Neudeck: Frau Kollegin, haben Sie zum Thema auch was zu sagen? – Abg. Scheibner: Der Staatssekretär ist zuständig für diesen Bereich!)
Abg. Mag. Regler: Ja, machen wir!
Meine Damen und Herren! Jetzt, am Ende von drei Tagen parlamentarischer Debatte, reden wir über den Verkehrsbereich. Sie alle wissen – Herr Kollege Miedl, Sie sind sicherlich auch derselben Meinung –, der Verkehrsbereich ist unser größtes Sicherheitsproblem, und gemeinsam versuchen wir immer wieder, für mehr Verkehrssicherheit einzutreten. (Abg. Mag. Regler: Ja, machen wir!)
Abg. Neudeck: HIV!
Der Verkehrsbereich ist das größte Gesundheitsproblem. Ich brauche es Ihnen nicht aufzuzählen: die Unfallschäden, die Ozonbelastung, die Feinstaubbelastung, die Lärmbelastung et cetera (Abg. Neudeck: HIV!) – gravierende Schäden treten dort auf!
Abg. Mag. Regler: Um 14 Uhr?!
Diesen wesentlichen politischen Bereich, diesen wesentlichen politischen Aktions- und Gestaltungsbereich debattieren wir schon systematisch immer am Schluss von Tagesordnungen von Plenartagen! Ich halte das für eine falsche Gewichtung dieses sehr, sehr eminent wichtigen Bereiches, für eine völlig falsche! (Abg. Mag. Regler: Um 14 Uhr?!) – Heute sind wir Gott sei Dank zeitlich gesehen noch nicht so spät dran
Abg. Eder: Es ist immer zu spät! – Abg. Mag. Regler: Ach so!
(Abg. Eder: Es ist immer zu spät! – Abg. Mag. Regler: Ach so!), aber es ist der letzte Block von Tagesordnungspunkten, Herr Kollege!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Unsere Ablehnung ist deshalb klar argumentiert. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Puswald: Wir kennen die Uhr – trotz PISA!
Abgeordneter Werner Miedl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist heute Freitag, 14.15 Uhr (Abg. Dr. Puswald: Wir kennen die Uhr – trotz PISA!), ein wichtiger Tagesordnungspunkt steht zur Debatte, und es ist nicht am Ende des Plenartages, sondern mittendrin. Frau Kollegin Moser, mir kommt es so vor, als ob die Grünen aus der Präsidialkonferenz ausgeschlossen gewesen wären! Die Tagesordnung ist gemeinsam gemacht worden. Sie wissen ja, man kann natürlich immer das eine gegen das andere ausspielen. Als Verkehrssprecher der ÖVP bin ich mit der Anordnung der Tagesordnungspunkte sehr zufrieden. Ich denke, wir haben ein sehr aufmerksames Publikum, wenngleich es auch (Abg. Eder: Schütter!) im Umfang ein bisschen schütter geworden ist. Aber das ist so in einem Fachbereich, Herr Kollege Eder. Damit müssen wir leben.
Abg. Eder: Schütter!
Abgeordneter Werner Miedl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist heute Freitag, 14.15 Uhr (Abg. Dr. Puswald: Wir kennen die Uhr – trotz PISA!), ein wichtiger Tagesordnungspunkt steht zur Debatte, und es ist nicht am Ende des Plenartages, sondern mittendrin. Frau Kollegin Moser, mir kommt es so vor, als ob die Grünen aus der Präsidialkonferenz ausgeschlossen gewesen wären! Die Tagesordnung ist gemeinsam gemacht worden. Sie wissen ja, man kann natürlich immer das eine gegen das andere ausspielen. Als Verkehrssprecher der ÖVP bin ich mit der Anordnung der Tagesordnungspunkte sehr zufrieden. Ich denke, wir haben ein sehr aufmerksames Publikum, wenngleich es auch (Abg. Eder: Schütter!) im Umfang ein bisschen schütter geworden ist. Aber das ist so in einem Fachbereich, Herr Kollege Eder. Damit müssen wir leben.
Abg. Eder: Er ist immer da, ja!
Ich persönlich bin froh über das Gesetz, weil es in Wirklichkeit alle umweltrelevanten, alle sozialen und alle Verkehrsgepflogenheiten mit einzubeziehen hat. Und ich denke, es ist ein modernes Gesetz. Ich danke Herrn Staatssekretär Kukacka, der uns in der Ausschusssitzung auch die entsprechende Aufklärung darüber gegeben hat. Und ich bin sehr froh, Herr Staatssekretär, dass Sie uns immer wieder in sehr kompetenter Weise im Ausschuss, aber auch hier im Plenum zur Verfügung stehen (Abg. Eder: Er ist immer da, ja!), als Fachminister sozusagen (Abg. Eder: Richtig!), als Fachstaatssekretär. Dafür recht herzlichen Dank!
Abg. Eder: Richtig!
Ich persönlich bin froh über das Gesetz, weil es in Wirklichkeit alle umweltrelevanten, alle sozialen und alle Verkehrsgepflogenheiten mit einzubeziehen hat. Und ich denke, es ist ein modernes Gesetz. Ich danke Herrn Staatssekretär Kukacka, der uns in der Ausschusssitzung auch die entsprechende Aufklärung darüber gegeben hat. Und ich bin sehr froh, Herr Staatssekretär, dass Sie uns immer wieder in sehr kompetenter Weise im Ausschuss, aber auch hier im Plenum zur Verfügung stehen (Abg. Eder: Er ist immer da, ja!), als Fachminister sozusagen (Abg. Eder: Richtig!), als Fachstaatssekretär. Dafür recht herzlichen Dank!
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dipl.-Ing. Achleitner.
Meine Damen und Herren! Mit diesem Gesetz, das wir heute zu verabschieden haben, bin ich mehr als einverstanden. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dipl.-Ing. Achleitner.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Kurt Eder (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr „Fachminister“! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich sage das gar nicht zynisch, sondern ich sage das sehr bewusst, denn schön langsam muss ich festhalten: Wenn jemand nicht Politiker sein will, sondern er eine private Karriere machen will, dann soll er das tun! Auch in der Fragestunde wurde der Herr Vizekanzler und Verkehrsminister schon gefragt, ob es stimmt, dass er mit einem Seilbahnunternehmen, dem Seilbahnunternehmen Klaus, mittlerweile schon Vorverträge hat. Das hat er nicht einmal wirklich bestritten. Er hat nur irgendwie herumgeredet. – Ich halte das für unerträglich, dass der Herr Verkehrsminister nicht hier im Haus ist! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Gaál: Das ist eine Beleidigung des Parlaments!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die letzte Verkehrsausschusssitzung, die der Herr Verkehrsminister persönlich besucht hat, war am 12. März – aber nicht 2005, sondern 2004! Das heißt, er war fast eineinhalb Jahre nicht mehr in diesem Haus im Verkehrsausschuss! (Abg. Gaál: Das ist eine Beleidigung des Parlaments!) Hat er denn überhaupt noch Interesse an Verkehrspolitik? Das schließt nahtlos bei dem an,
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Öllinger: Er braucht noch ein paar Staatssekretäre!
was meine Vorrednerin, Kollegin Moser, gesagt hat: Da werden Milliarden bewegt – und die Abgeordneten haben nicht einmal die Möglichkeit, mit ihrem Verkehrsminister im Parlament in einem Ausschuss ordentlich Gespräche zu führen! Das ist einfach unerträglich, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Öllinger: Er braucht noch ein paar Staatssekretäre!)
Abg. Rädler: Eine sehr gute Sache!
Das letzte Mal, am 22. Juni, war alles vereinbart: Wer nicht kam, war der Herr Verkehrsminister! Warum ist er nicht gekommen? – Weil man in Niederösterreich die Handymastensteuer eingeführt hat. (Abg. Rädler: Eine sehr gute Sache!) Da hat er sich wichtig machen müssen. Da hat er gleich alle fünf Handymastenbetreiber eingeladen und wichtig geredet. Er hat nur vergessen, mit Schüssel zu reden. Wenn er nämlich mit Schüssel geredet hätte, hätte er sich die Sitzung erspart, denn der hätte sich nie mit dem Herrn Pröll in Niederösterreich angelegt. Also brauchen wir nicht darüber zu reden: Die Sitzung war unnötig. Der Verkehrsausschuss ist alleine „dagesessen“.
Abg. Öllinger – in Richtung Freiheitliche –: Beantragen Sie ein paar Staatssekretäre!
Nein, das ist eigentlich falsch: Er ist nicht alleine dagesessen, denn der Herr Minister hat natürlich seine Vertreter. (Abg. Öllinger – in Richtung Freiheitliche –: Beantragen Sie ein paar Staatssekretäre!) Einer sitzt heute hier, und ich muss sagen, dass Herr Staatssekretär Kukacka aus ÖVP-Sicht wirklich ordentlich seine politische Meinung im Ausschuss dargelegt hat! (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.) Aber der Minister war nicht da, und seine Meinung haben wir daher nicht gehört! (Beifall bei der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.
Nein, das ist eigentlich falsch: Er ist nicht alleine dagesessen, denn der Herr Minister hat natürlich seine Vertreter. (Abg. Öllinger – in Richtung Freiheitliche –: Beantragen Sie ein paar Staatssekretäre!) Einer sitzt heute hier, und ich muss sagen, dass Herr Staatssekretär Kukacka aus ÖVP-Sicht wirklich ordentlich seine politische Meinung im Ausschuss dargelegt hat! (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.) Aber der Minister war nicht da, und seine Meinung haben wir daher nicht gehört! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Nein, das ist eigentlich falsch: Er ist nicht alleine dagesessen, denn der Herr Minister hat natürlich seine Vertreter. (Abg. Öllinger – in Richtung Freiheitliche –: Beantragen Sie ein paar Staatssekretäre!) Einer sitzt heute hier, und ich muss sagen, dass Herr Staatssekretär Kukacka aus ÖVP-Sicht wirklich ordentlich seine politische Meinung im Ausschuss dargelegt hat! (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.) Aber der Minister war nicht da, und seine Meinung haben wir daher nicht gehört! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger – auf die Reihen des Freiheitlichen Parlamentsklubs weisend –: Dort sitzt ja überhaupt niemand mehr von den Freiheitlichen!
Das heißt, ich bin eigentlich sehr froh, dass wir zumindest einen kompetenten Mann hier auf der Regierungsbank haben, der uns überhaupt noch zur Verfügung steht. (Abg. Öllinger – auf die Reihen des Freiheitlichen Parlamentsklubs weisend –: Dort sitzt ja überhaupt niemand mehr von den Freiheitlichen!)
Beifall des Abgeordneten Dr. Puswald.
Herr Bundesminister ... – wollte ich sagen, wenn er hier gesessen wäre. Er vernachlässigt ganz einfach seine verfassungsmäßigen Pflichten dem Parlament gegenüber. Es ist ja auch das BZÖ überhaupt nicht mehr da – das ist ja anscheinend auch schon in Auflösung. (Beifall des Abgeordneten Dr. Puswald.)
Abg. Rädler: Das ist aber jetzt tief! Das ist ganz tief!
Aber wichtig ist anscheinend in seinem Büro, dass man Schönheitsköniginnen, Misses beschäftigt. Jetzt hat er sich gebrüstet, wie ich vor kurzem einer Zeitung entnommen habe, dass er als Pressesprecher ein männliches Model eingestellt hat. (Abg. Rädler: Das ist aber jetzt tief! Das ist ganz tief!)
Abg. Rädler: Ja, das wäre wichtig!
Nein, das ist nicht ganz tief, aber ich hoffe, dass die alle kompetent sind – ich unterstelle hier auch gar nichts. Aber worauf kommt es eigentlich an in einem Ministerium? (Abg. Rädler: Ja, das wäre wichtig!) Kommt es nur mehr auf schöne Leute an – oder kommt es auch auf kompetente Leute an? – Es ist eine eigenartige Situation, die ich hier sehe. (Abg. Mag. Regler: Auch schöne Leute können gut sein!)
Abg. Mag. Regler: Auch schöne Leute können gut sein!
Nein, das ist nicht ganz tief, aber ich hoffe, dass die alle kompetent sind – ich unterstelle hier auch gar nichts. Aber worauf kommt es eigentlich an in einem Ministerium? (Abg. Rädler: Ja, das wäre wichtig!) Kommt es nur mehr auf schöne Leute an – oder kommt es auch auf kompetente Leute an? – Es ist eine eigenartige Situation, die ich hier sehe. (Abg. Mag. Regler: Auch schöne Leute können gut sein!)
Abg. Gaál: Der Herr Minister gehört aus dem Verkehr gezogen!
bereitet sind die Dinge hier! Es ist bezeichnend, wie in diesem Bereich Politik gemacht wird und gearbeitet wird. (Abg. Gaál: Der Herr Minister gehört aus dem Verkehr gezogen!)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Gabriela Moser.
Wir lehnen eine so sorglose Politik auf jeden Fall ab! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Gabriela Moser.)
Abg. Riepl – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dipl.-Ing. Achleitner –: Sagen Sie was zu dem, was Sie jetzt gehört haben! – Abg. Mag. Regler: Das ist eine kompetente Frau! ... sagt die reine Wahrheit!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächste Rednerin zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Dipl.-Ing. Achleitner. (Abg. Riepl – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dipl.-Ing. Achleitner –: Sagen Sie was zu dem, was Sie jetzt gehört haben! – Abg. Mag. Regler: Das ist eine kompetente Frau! ... sagt die reine Wahrheit!)
Abg. Dr. Puswald: Das ist nicht Schlechtmachen, der ist schlecht!
Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Herr Kollege Eder, wenn Ihr einziger Beitrag zur Verkehrspolitik für Österreich das Schlechtmachen des Vizekanzlers und Bundesminister ist (Abg. Dr. Puswald: Das ist nicht Schlechtmachen, der ist schlecht!), dann muss ich schon sagen: Ihr Beitrag zur österreichischen Verkehrspolitik ist sehr mager und sehr dünn! (Abg. Dr. Puswald: Immer noch mehr als der Beitrag des Verkehrsministers!)
Abg. Dr. Puswald: Immer noch mehr als der Beitrag des Verkehrsministers!
Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Herr Kollege Eder, wenn Ihr einziger Beitrag zur Verkehrspolitik für Österreich das Schlechtmachen des Vizekanzlers und Bundesminister ist (Abg. Dr. Puswald: Das ist nicht Schlechtmachen, der ist schlecht!), dann muss ich schon sagen: Ihr Beitrag zur österreichischen Verkehrspolitik ist sehr mager und sehr dünn! (Abg. Dr. Puswald: Immer noch mehr als der Beitrag des Verkehrsministers!)
Abg. Dr. Gabriela Moser: ... Generalverkehrsplan!
Und durch diese strategische Prüfungen ... (Abg. Dr. Gabriela Moser: ... Generalverkehrsplan!) – Ja, der Generalverkehrsplan ist einmal eine beschlossene Sache. Aber genau jetzt, bevor neue Planungen gemacht werden, soll diese strategische Prüfung durchgeführt werden, um Fehlplanungen – und teure Fehlplanungen! –, wenn man schon in Detailplanungen geht, zu vermeiden und um Risiken früher erkennen zu können, um diskutieren zu können, um Probleme von vornherein absprechen zu können und um auch eventuelle Erweiterungen eines Straßenverkehrsnetzes hintanzustellen und zu sagen: Nein, das hat keinen Sinn!, oder man macht lieber Schiene anstatt Straße.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
ich abschließend sagen, dass gerade durch diese strategische Prüfung vorausschauende Problemlösung möglich ist und man auch die Möglichkeit hat, den Umweltbereich wieder verstärkt in Betracht zu ziehen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Regler: Er ist auch nicht beschlossen!
Der neue Generalverkehrsplan, den Sie so gerne zitieren, ist offenbar ein Geheimdokument, denn wir haben ihn noch nie gesehen. Wir wissen gar nicht, wie dieser ausschaut, denn man kann ihn sich nur über irgendwelche Geheimpfade besorgen. Das ist kein Gesetzestext. Herr Kollege Miedl hat gesagt, dass das ein Gesetzestext ist, aber das stimmt nicht. Der Generalverkehrsplan ist uns nicht bekannt, lieber Herr Kollege Regler! (Abg. Mag. Regler: Er ist auch nicht beschlossen!)
Beifall bei den Grünen.
Insgesamt ist unsere Beurteilung sehr schlecht, daher können wir diesem Gesetzesvorschlag nicht zustimmen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen, der sich offenbar auf den Versprecher des Redners bezieht
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich bin sehr froh, dass wir heute über zwei Anträge hier abstimmen, nämlich über den Abgeordneten der Frau Dr. Bleckmann und von mir – auch eine Besonderheit für dieses Hohe Haus! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen, der sich offenbar auf den Versprecher des Redners bezieht) –, aber auch über den Antrag des Herrn Abgeordneten Gradwohl (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.)
Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich bin sehr froh, dass wir heute über zwei Anträge hier abstimmen, nämlich über den Abgeordneten der Frau Dr. Bleckmann und von mir – auch eine Besonderheit für dieses Hohe Haus! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen, der sich offenbar auf den Versprecher des Redners bezieht) –, aber auch über den Antrag des Herrn Abgeordneten Gradwohl (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.)
Abg. Dr. Puswald: Das stimmt, aber das spricht nicht für Sie!
Die beiden Anträge unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich der Antragsteller, sondern auch in der Art und Weise, wie man Politik macht. (Abg. Dr. Puswald: Das stimmt, aber das spricht nicht für Sie!)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Unser Antrag, sozusagen der Regierungsantrag, ist der ganzheitliche Antrag, der Antrag des Kollegen Gradwohl ist hingegen aus der Kirchturmperspektive verfasst, denn er will nur die Aufnahme der Scheitelstrecke über den Perchauer Sattel, was zu unvorteilhaften Lücken von Scheifling bis Klagenfurt führen und zusätzliche Lärmbelästigungen ergeben würde, Neumarkt könnte nicht umfahren werden und, und, und. Das ist eine Perspektive, die ich wirklich nicht nachvollziehen kann. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Abg. Marizzi: Und bis Rom!
Unser Antrag ist quasi ganzheitlich, nämlich durchbauen beziehungsweise durchfahren bis Klagenfurt mit enormer Investitionssumme. (Abg. Marizzi: Und bis Rom!) Natürlich! Auch die Verbindung in den Süden ist eine ganz wichtige, Herr Marizzi, nicht nur in den Osten, auch in den Süden!
Abg. Dr. Puswald: Klasnic gehört aber zur ÖVP und nicht zur SPÖ! Klasnic ist die Vernichterin der Arbeitsplätze!
Daher bin ich sehr froh, dass wir über diesen Antrag abstimmen, und ich glaube, es ist für dieses Hohe Haus und für jene, die ganzheitlich denken, eine Selbstverständlichkeit, dass sie dem ersten Antrag zustimmen werden, denn diese Region braucht das! Die Steiermark – und gerade diese Region – hat in letzter Zeit nach sozialistischer Vernichtungsarbeit, was Arbeitsplätze angeht, entsprechende Probleme gehabt, jetzt ist in dieser Region aber wieder Leben! (Abg. Dr. Puswald: Klasnic gehört aber zur ÖVP und nicht zur SPÖ! Klasnic ist die Vernichterin der Arbeitsplätze!)
Abg. Dr. Puswald: Nicht mehr lang, Gott sei Dank!
„Spielberg-Neu“, Semmeringstraßentunnel, Semmeringtunnel-Bahn, die Therme in Fohnsdorf: Waltraud Klasnic und Hermann Schützenhöfer haben gestern den Antrag in der Steirischen Landesregierung gestellt. Ich füge jetzt hinzu: in mühsamer Absprache mit Herrn Voves, dass man auch in Fohnsdorf die Therme fördert. In Pöls gab es eine 250 Millionen €-Investition, und jetzt erfolgt diese wichtige Infrastrukturmaßnahme dank einer ÖVP-geführten Landesregierung in der Steiermark. (Abg. Dr. Puswald: Nicht mehr lang, Gott sei Dank!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Pfeffer: Ich habe geglaubt, die Steiermark ist grün!
Herr Puswald, ich sage Ihnen: So lange werden Sie nicht nach Wien fahren, wie die Steiermark schwarz sein wird, das garantiere ich Ihnen! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Pfeffer: Ich habe geglaubt, die Steiermark ist grün!) Sie wechseln zu oft, nicht nur über den Perchauer Sattel! Daher werden wir schauen, wer das nächste Mal hier sitzt und wer in der Steiermark als Landeshauptmann weiter tätig sein wird!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
In diesem Sinne bitte ich Sie, unserem ersten Antrag zuzustimmen, weil er der ganzheitliche und der nachhaltigere ist, um den Wirtschaftsstandort Oberes Murtal auch entsprechend abzusichern. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Puswald – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Gradwohl –: Sag ihnen, wie es wirklich ist, Heinz!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Gradwohl. – Bitte. (Abg. Dr. Puswald – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Gradwohl –: Sag ihnen, wie es wirklich ist, Heinz!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Heinz Gradwohl (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Fachminister mit der Berufsbezeichnung Staatssekretär! Hohes Haus! Kollege Grillitsch, es ist zwar lustig, aber deine Aussage, wie lange die Steiermark schwarz sein wird, ist deswegen bestimmt nicht haltbar, weil du bei dieser Aussage rot geworden bist! Daher glaube ich, dass sie nicht ganz ernst gemeint war! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kollegin Bleckmann ist tatsächlich meine Zeugin: Wir haben im vergangenen Jahr bereits darüber verhandelt, einen gemeinsamen Antrag einzubringen. Allerdings war es vom Februar des vergangenen Jahres bis zum November des vergangenen Jahres nicht möglich, das mit der ÖVP zustande zu bringen. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Daher war es notwendig, am 18. November des Vorjahres einen Antrag einzubringen, der genau das umfasst, was notwendig ist.
Abg. Mag. Regler: Gott sei Dank! – Abg. Grillitsch: Dank uns!
Ich darf das etwas näher erläutern: Die ASFINAG hat auf Grund der Beschlussfassung des Generalverkehrsplans – nicht des neuen, sondern des Vorgängers – die Strecke von Judenburg bis Scheifling als hochwertige Bundesstraße übernommen und plant den Ausbau von Judenburg bis Scheifling mit Baubeginn 2007, und 2009 soll dieses Straßenstück fertig sein. (Abg. Mag. Regler: Gott sei Dank! – Abg. Grillitsch: Dank uns!)
Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Herr Kollege! Nach Scheifling in Richtung Süden gibt es aber nur eine Landesstraße B, und das noch dazu bei einem Nadelöhr über den Perchauer Sattel. Danach geht es in Kärnten wieder etwas besser ausgebaut ab Dürnstein beziehungsweise Friesach weiter bis Klagenfurt. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Kollege Grillitsch, du weißt es ganz genau: Zwei deiner Landtagskollegen aus Murau beziehungsweise Judenburg haben in den letzten Jahren eine Kanonade von Aussendungen losgelassen, mit denen sie auf der einen Seite den Verkehrslandesrat Leopold Schöggl bombardiert haben, er möge doch endlich einmal aktiv werden, und auf der anderen Seite auch Bittbriefe an sämtliche Abgeordnete geschickt haben, auch an dich. – Allein: Es war bis vergangenes Jahr beziehungsweise bis heuer im Mai nicht möglich ... (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Ja, aber ihr habt einen Antrag eingebracht und nicht berücksichtigt, dass das Straßenstück von Friesach bis nach Klagenfurt zurzeit noch nicht Beschlusssache des Kärntner Landtages ist. Daher werden wir noch länger warten müssen, bis sich der Kärntner Landtag dazu durchgerungen hat zuzustimmen, auch dieses Straßenstück in das hochrangige Bundesstraßennetz zu überführen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Du hast ja Einfluss, Heinz!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Du hast ja Einfluss, Heinz!
Kollege Grillitsch, du weißt es ganz genau: Zwei deiner Landtagskollegen aus Murau beziehungsweise Judenburg haben in den letzten Jahren eine Kanonade von Aussendungen losgelassen, mit denen sie auf der einen Seite den Verkehrslandesrat Leopold Schöggl bombardiert haben, er möge doch endlich einmal aktiv werden, und auf der anderen Seite auch Bittbriefe an sämtliche Abgeordnete geschickt haben, auch an dich. – Allein: Es war bis vergangenes Jahr beziehungsweise bis heuer im Mai nicht möglich ... (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Ja, aber ihr habt einen Antrag eingebracht und nicht berücksichtigt, dass das Straßenstück von Friesach bis nach Klagenfurt zurzeit noch nicht Beschlusssache des Kärntner Landtages ist. Daher werden wir noch länger warten müssen, bis sich der Kärntner Landtag dazu durchgerungen hat zuzustimmen, auch dieses Straßenstück in das hochrangige Bundesstraßennetz zu überführen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Du hast ja Einfluss, Heinz!)
Abg. Scheibner: Die Familienzusammenführung!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir werden diesem Antrag der Kollegin Bleckmann und des Kollegen Grillitsch zustimmen, weil es uns wirklich darum geht, für die Bevölkerung etwas zu erreichen. Nur: Mit einem bisschen ... (Abg. Scheibner: Die Familienzusammenführung!) Auch das, Kollege Scheibner! Wir sind da wirklich offen, weil wir es genau in diesem Bereich, lieber Kollege Grillitsch, nicht mehr ertragen, dass wir ein Nadelöhr in Scheifling haben und dass diese Strecke als Ausweichstrecke für
Abg. Dr. Puswald: Heinz, du bist großartig!
Mautflüchtlinge im Schwerverkehr benützt wird. (Abg. Dr. Puswald: Heinz, du bist großartig!)
Abg. Dr. Puswald: Dann ist die ÖVP wirklich so zerstritten! Wie kann eine solche Partei noch regieren?
Lieber Fritz Grillitsch, jetzt verstehe ich die Welt überhaupt nicht mehr! Im Verkehrsausschuss hat mir nämlich euer Verkehrsprecher Miedl vorgeworfen, dass Lärmschutzmaßnahmen nichts sind, was wir hier diskutieren sollten. Du bringst das aber wieder ins Gespräch! Einigt euch doch darüber! (Abg. Dr. Puswald: Dann ist die ÖVP wirklich so zerstritten! Wie kann eine solche Partei noch regieren?) Bis ihr euch geeinigt habt, ist die ASFINAG hoffentlich so weit, dass sie eine Planung beginnen kann! Wenn es nämlich nach euch, nach der ÖVP-Verkehrspolitik und nach der Unterstützung für die Obersteiermark durch Frau Klasnic geht, dann können wir bald mit dem Radl fahren, aber auf keiner Straße. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Lieber Fritz Grillitsch, jetzt verstehe ich die Welt überhaupt nicht mehr! Im Verkehrsausschuss hat mir nämlich euer Verkehrsprecher Miedl vorgeworfen, dass Lärmschutzmaßnahmen nichts sind, was wir hier diskutieren sollten. Du bringst das aber wieder ins Gespräch! Einigt euch doch darüber! (Abg. Dr. Puswald: Dann ist die ÖVP wirklich so zerstritten! Wie kann eine solche Partei noch regieren?) Bis ihr euch geeinigt habt, ist die ASFINAG hoffentlich so weit, dass sie eine Planung beginnen kann! Wenn es nämlich nach euch, nach der ÖVP-Verkehrspolitik und nach der Unterstützung für die Obersteiermark durch Frau Klasnic geht, dann können wir bald mit dem Radl fahren, aber auf keiner Straße. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit.
Abgeordnete Mag. Dr. Magda Bleckmann (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Lieber Kollege Gradwohl, willkommen in der Familie beziehungsweise im Familien-Antrag! (Heiterkeit.) Ich freue mich, dass du da mitgehst, denn ich denke, dass das eine gute gemeinsame Sache ist, die wir hier für die Obersteiermark wollen. Wir hätten dich gerne von Anfang an dabei gehabt, aber da hat es gewisse „Unwegsamkeiten“ gegeben. (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.)
Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Abgeordnete Mag. Dr. Magda Bleckmann (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Lieber Kollege Gradwohl, willkommen in der Familie beziehungsweise im Familien-Antrag! (Heiterkeit.) Ich freue mich, dass du da mitgehst, denn ich denke, dass das eine gute gemeinsame Sache ist, die wir hier für die Obersteiermark wollen. Wir hätten dich gerne von Anfang an dabei gehabt, aber da hat es gewisse „Unwegsamkeiten“ gegeben. (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.)
Abg. Gradwohl: Darum soll Herr Vizekanzler Gorbach einen Antrag im Ministerrat einbringen!
Ich denke mir, wenn das von der ASFINAG übernommen und dann auch in Bundeskompetenz sein wird, dann brauchen wir Kollegen Schöggl in der Familie nicht mehr. Dann sind wir auf den Landesbereich nicht angewiesen, sondern dann kann man das seitens des Bundes aktiv angehen und dann müssen wir diesbezüglich auch gemeinsam vorgehen. (Abg. Gradwohl: Darum soll Herr Vizekanzler Gorbach einen Antrag im Ministerrat einbringen!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich meine, wir brauchen da nicht einmal einen Antrag einbringen. Wir werden gemeinsam schauen, dass wir für die Obersteiermark zu dieser Verbesserung kommen und dass auch Ihrem Ansinnen Rechnung getragen wird. Ich glaube, dass wir das gemeinsam schaffen, nachdem wir auch das hier jetzt gemeinsam zu Stande gebracht haben. – Ich wünsche der Steiermark ein „Glückauf“! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt hier also zu viele Mängel, und deshalb können wir diesem Gesetz, weil es eben keine wirkliche Umsetzung der Richtlinie ist, nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich persönlich glaube, dass diese strategische Prüfung im Verkehrsbereich eine wesentliche Verbesserung in der Verkehrsplanung bewirkt, weil sie zum einen gerade über den Umweltbericht die Öffentlich mit einbezieht und dem Umweltanwalt der Länder eine Stellungnahme ermöglicht, und weil zum anderen auch eine verkehrsträgerübergreifende Prüfung dieser Vorhaben vorgesehen ist, was bis jetzt an und für sich noch nicht gegeben war. Ich glaube, dass gerade diese Zusammenschau der verschiedenen Verkehrsträger eine wesentliche Verbesserung darstellt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine geschätzten Damen und Herren! Alles in allem erscheint es uns mehr als fraglich, ob die strategische Prüfung die in sie gesetzte Erwartungshaltung auch erfüllen wird können. Wir stellen daher fest: Der von der Regierung gewählte Weg der Umsetzung von EU-Vorgaben ist halbherzig und mutlos. Daher werden wir dieser Gesetzesvorlage nicht zustimmen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich möchte zusammenfassend feststellen: Durch die strategische Prüfung gibt es positive Impulse für eine effiziente Abwicklung und eine Optimierung der Genehmigungsverfahren auch im Hinblick auf die Planbarkeit. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Dem Heinz sein Antrag kann nicht peinlich sein!
Abgeordnete Anita Fleckl (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! – Wie üblich ist der Herr Vizekanzler nicht anwesend, Verkehrsthemen dürften ihn nicht so sehr interessieren. – Hohes Haus! Die beiden Anträge von Kollegin Bleckmann und Kollegen Gradwohl spiegeln die momentane Verkehrspolitik nicht nur in der Steiermark und in der Bundesregierung wider. Es ist bedauerlich und peinlich (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Dem Heinz sein Antrag kann nicht peinlich sein!), denn momentan heißt die Verkehrspolitik der Bundesregierung wie der Verantwortlichen in der steirischen Landesregierung: keine eigenen Ideen, abschreiben, kopieren, verhindern und sich letztlich mit fremden Federn schmücken.
Beifall bei der SPÖ.
Der Antrag des Kollegen Gradwohl schildert die Situation der Grenzlandregion, und das beweist, dass Kollege Gradwohl diese Region genau kennt. Einen ausführlichen Antrag wie diesen als „Kirchturmdenken“ zu bezeichnen, wie das Herr Kollege Grillitsch getan hat, ist sicher sehr bedauerlich, da sich diese Region für ihre wirtschaftliche Situation nichts mehr wünscht, als endlich eine vernünftige Verkehrsverbindung und eine entsprechende Verkehrslösung zu bekommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Rufe bei der ÖVP.
Ich wünsche mir für die Steiermark eine bessere Verkehrspolitik, aber eine solche wird es wahrscheinlich nur dann geben, wenn ein Landeshauptmann Voves an der Spitze steht und den Powerplan in der Steiermark umsetzen wird. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Rufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich selbst befahre diese Strecke fast wöchentlich und weiß, dass es derzeit eine Todesstrecke ist. Im Jänner dieses Jahres habe ich einen sehr geschätzten Wirte-Kollegen verloren habe, der auf dieser Strecke leider verunglückt ist. Daher ist es mir persönlich ein großes Anliegen, dass diese Lücke so bald als möglich geschlossen wird. Wir in Kärnten haben die Voraussetzungen dafür erfüllt: Es wird von Friesach bis nach Klagenfurt eine Schnellstraße gebaut beziehungsweise eine Autobahn von St. Veit nach Klagenfurt. Damit ist dann diese Strecke von Wien nach Italien durchgängig als Schnellstraße befahrbar und eine echte Alternative zur jetzigen Nord-Süd-Verbindung über Graz. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Gradwohl.
Ich freue mich, dass du, Kollege Heinz Gradwohl, unserem Entschließungsantrag zustimmen wirst, denn auch ich bin – ohne das kritisieren zu wollen – davon überzeugt, dass dein Entschließungsantrag ein bisschen zu wenig weit geht. Die Strecke zwischen Klagenfurt und Scheifling muss nämlich als Ganzes gesehen werden. Und wenn der Kärntner Landtag die Voraussetzungen noch nicht geschaffen haben sollte, so darf ich von hier aus den Appell an die Kärntner Abgeordneten und an die Kärntner Landesregierung richten, dies so rasch wie möglich nachzuholen. (Demonstrativer Beifall des Abg. Gradwohl.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Ich darf aber nicht unerwähnt lassen, dass diese Strecke ein Referenzmodell ist. Das heißt, dass die Erfahrungen, die man nun erstmals mit dieser umweltstrategischen Verkehrsprüfung macht, Auswirkungen auf die weitere Anwendungsweise der strategischen Verkehrsprüfung haben werden. So gesehen hoffe ich, dass in Zukunft besonderes Augenmerk auf diese Strecke gelegt wird, damit wir als die unter anderem Betroffenen auf einer sichereren Strecke fahren können. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das ist eine Optimierung im Sinne der Umwelt, im Sinne der Wirtschaftlichkeit. Aus diesem Grunde ist diese Gesetzesvorlage zu befürworten. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Gradwohl: Aber zu spät! Zu spät, Herr Staatssekretär!
Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Mag. Helmut Kukacka: Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Ich möchte ganz kurz auf die Kritik der Opposition an der Verhinderung des Herrn Vizekanzlers eingehen (Abg. Gradwohl: Aber zu spät! Zu spät, Herr Staatssekretär!) und darauf hinweisen, dass diese Kritik ungerechtfertigt ist, denn, meine Damen und Herren, Sie wissen so gut wie ich, dass der Staatssekretär zur parlamentarischen Vertretung des Bundesministers berufen ist. Und wenn der Herr Vizekanzler von dieser verfassungsmäßigen Möglichkeit Gebrauch nimmt, dann komme ich diesem Auftrag natürlich gerne nach. (Abg. Öllinger: Oh!) Was es an dieser Vorgangsweise zu kritisieren gibt, ist mir wirklich nicht einsichtig, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Abg. Öllinger: Oh!
Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Mag. Helmut Kukacka: Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Ich möchte ganz kurz auf die Kritik der Opposition an der Verhinderung des Herrn Vizekanzlers eingehen (Abg. Gradwohl: Aber zu spät! Zu spät, Herr Staatssekretär!) und darauf hinweisen, dass diese Kritik ungerechtfertigt ist, denn, meine Damen und Herren, Sie wissen so gut wie ich, dass der Staatssekretär zur parlamentarischen Vertretung des Bundesministers berufen ist. Und wenn der Herr Vizekanzler von dieser verfassungsmäßigen Möglichkeit Gebrauch nimmt, dann komme ich diesem Auftrag natürlich gerne nach. (Abg. Öllinger: Oh!) Was es an dieser Vorgangsweise zu kritisieren gibt, ist mir wirklich nicht einsichtig, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Mag. Helmut Kukacka: Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Ich möchte ganz kurz auf die Kritik der Opposition an der Verhinderung des Herrn Vizekanzlers eingehen (Abg. Gradwohl: Aber zu spät! Zu spät, Herr Staatssekretär!) und darauf hinweisen, dass diese Kritik ungerechtfertigt ist, denn, meine Damen und Herren, Sie wissen so gut wie ich, dass der Staatssekretär zur parlamentarischen Vertretung des Bundesministers berufen ist. Und wenn der Herr Vizekanzler von dieser verfassungsmäßigen Möglichkeit Gebrauch nimmt, dann komme ich diesem Auftrag natürlich gerne nach. (Abg. Öllinger: Oh!) Was es an dieser Vorgangsweise zu kritisieren gibt, ist mir wirklich nicht einsichtig, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Abg. Grillitsch – in Richtung des Abg. Gradwohl –: Na, hast du das gehört? Das war der ganzheitliche Antrag! Deiner ... nicht ...!
strategische Prüfung erforderlich ist. Wir gehen aber davon aus, dass die Überprüfung so rechtzeitig abgeschlossen werden kann, dass die Aufnahme der B 317 in das Bundesstraßennetz voraussichtlich noch 2005 erfolgen kann. (Abg. Grillitsch – in Richtung des Abg. Gradwohl –: Na, hast du das gehört? Das war der ganzheitliche Antrag! Deiner ... nicht ...!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Es liegt dazu auch ein entsprechendes Ausbaukonzept vor, nämlich eine bemautbare Schnellstraße zu schaffen, die in Teilabschnitten ausbaubar ist und für die auch eine entsprechende Finanzierung sichergestellt ist. Der Antrag wird also von Bundesseite durchaus befürwortet. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Rufe bei der SPÖ – in Richtung ÖVP –: Applaus!
In Österreich geht auf Straße und Schiene enorm viel weiter, sowohl bezüglich der Verkehrssicherheit der Teilnehmer als auch im Umweltbereich, wie zum Beispiel die vielen Lärmschutzwände, die errichtet werden. Die Bemühungen sind größer denn je. Mein Dank gilt daher unserer Bundesregierung, dem Verkehrsminister und Staatssekretär Helmut Kukacka. (Rufe bei der SPÖ – in Richtung ÖVP –: Applaus!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Demonstrativer Beifall und Rufe bei der SPÖ – in Richtung der Beifall spendenden Abgeordneten –: Bravo!
Allein am Beispiel Steiermark aufgezeigt: Dort konnte Frau Landeshauptmann Klasnic Großartiges vorbereiten und bewegen. Der Semmering-Basistunnel-neu, die Koralmbahn einschließlich Tunnel oder der zweigleisige Ausbau Graz–Spielfeld mit dem Zusammenschluss Koper/Adria sind nur drei von mehreren Highlights. Das ist Styrian Power made by Klasnic. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Demonstrativer Beifall und Rufe bei der SPÖ – in Richtung der Beifall spendenden Abgeordneten –: Bravo!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neudeck: ... mehr Styrian Bauer als Styrian Power!
Frau Kollegin Fleckl! Lassen Sie die Kirche im Dorf und stimmen Sie dem Antrag über den Perchauer Sattel zu. Es wäre dies ein großer Dienst an der Bevölkerung im Süden Österreichs. Eine Freikarte zum Scheiflinger Kirtag wäre Ihnen sicher. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neudeck: ... mehr Styrian Bauer als Styrian Power!)
Die Abgeordneten Mag. Prammer, Mag. Molterer, Öllinger und weitere Abgeordnete stehen im Bereich vor der ersten Sitzreihe und sprechen miteinander.
Auf eine mündliche Berichterstattung wurde verzichtet. (Die Abgeordneten Mag. Prammer, Mag. Molterer, Öllinger und weitere Abgeordnete stehen im Bereich vor der ersten Sitzreihe und sprechen miteinander.)
Abg. Mag. Prammer begibt sich zu ihrem Sitzplatz.
Bevor ich dem ersten Redner das Wort erteile, bitte ich die Abgeordneten, die Sicht auf das Plenum freizumachen. Das betrifft auch Zweite Präsidentinnen, Klubobleute, stellvertretende Klubobleute. (Abg. Mag. Prammer begibt sich zu ihrem Sitzplatz.) Herr Kollege Öllinger! (Abg. Öllinger begibt sich ebenfalls zu seinem Platz.) – Können wir ein Raumklima herstellen? (Abg. Öllinger: Ja, aber ein angenehmes!) Bitte die Herrschaften, Platz zu nehmen – und Herrn Stummvoll, uns nicht den Rücken zuzuwenden! (Abg. Scheibner – hinter seinem Platz stehend –: Darf man nicht mehr stehen?) – Nein, ich warte so lange, bis es ruhig ist im Plenum. (Ruf bei den Freiheitlichen: Sitz!)
Abg. Öllinger begibt sich ebenfalls zu seinem Platz.
Bevor ich dem ersten Redner das Wort erteile, bitte ich die Abgeordneten, die Sicht auf das Plenum freizumachen. Das betrifft auch Zweite Präsidentinnen, Klubobleute, stellvertretende Klubobleute. (Abg. Mag. Prammer begibt sich zu ihrem Sitzplatz.) Herr Kollege Öllinger! (Abg. Öllinger begibt sich ebenfalls zu seinem Platz.) – Können wir ein Raumklima herstellen? (Abg. Öllinger: Ja, aber ein angenehmes!) Bitte die Herrschaften, Platz zu nehmen – und Herrn Stummvoll, uns nicht den Rücken zuzuwenden! (Abg. Scheibner – hinter seinem Platz stehend –: Darf man nicht mehr stehen?) – Nein, ich warte so lange, bis es ruhig ist im Plenum. (Ruf bei den Freiheitlichen: Sitz!)
Abg. Öllinger: Ja, aber ein angenehmes!
Bevor ich dem ersten Redner das Wort erteile, bitte ich die Abgeordneten, die Sicht auf das Plenum freizumachen. Das betrifft auch Zweite Präsidentinnen, Klubobleute, stellvertretende Klubobleute. (Abg. Mag. Prammer begibt sich zu ihrem Sitzplatz.) Herr Kollege Öllinger! (Abg. Öllinger begibt sich ebenfalls zu seinem Platz.) – Können wir ein Raumklima herstellen? (Abg. Öllinger: Ja, aber ein angenehmes!) Bitte die Herrschaften, Platz zu nehmen – und Herrn Stummvoll, uns nicht den Rücken zuzuwenden! (Abg. Scheibner – hinter seinem Platz stehend –: Darf man nicht mehr stehen?) – Nein, ich warte so lange, bis es ruhig ist im Plenum. (Ruf bei den Freiheitlichen: Sitz!)
Abg. Scheibner – hinter seinem Platz stehend –: Darf man nicht mehr stehen?
Bevor ich dem ersten Redner das Wort erteile, bitte ich die Abgeordneten, die Sicht auf das Plenum freizumachen. Das betrifft auch Zweite Präsidentinnen, Klubobleute, stellvertretende Klubobleute. (Abg. Mag. Prammer begibt sich zu ihrem Sitzplatz.) Herr Kollege Öllinger! (Abg. Öllinger begibt sich ebenfalls zu seinem Platz.) – Können wir ein Raumklima herstellen? (Abg. Öllinger: Ja, aber ein angenehmes!) Bitte die Herrschaften, Platz zu nehmen – und Herrn Stummvoll, uns nicht den Rücken zuzuwenden! (Abg. Scheibner – hinter seinem Platz stehend –: Darf man nicht mehr stehen?) – Nein, ich warte so lange, bis es ruhig ist im Plenum. (Ruf bei den Freiheitlichen: Sitz!)
Ruf bei den Freiheitlichen: Sitz!
Bevor ich dem ersten Redner das Wort erteile, bitte ich die Abgeordneten, die Sicht auf das Plenum freizumachen. Das betrifft auch Zweite Präsidentinnen, Klubobleute, stellvertretende Klubobleute. (Abg. Mag. Prammer begibt sich zu ihrem Sitzplatz.) Herr Kollege Öllinger! (Abg. Öllinger begibt sich ebenfalls zu seinem Platz.) – Können wir ein Raumklima herstellen? (Abg. Öllinger: Ja, aber ein angenehmes!) Bitte die Herrschaften, Platz zu nehmen – und Herrn Stummvoll, uns nicht den Rücken zuzuwenden! (Abg. Scheibner – hinter seinem Platz stehend –: Darf man nicht mehr stehen?) – Nein, ich warte so lange, bis es ruhig ist im Plenum. (Ruf bei den Freiheitlichen: Sitz!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Der Abänderungsantrag wiederum lässt nur solche Maßnahmen zu, die für die Flüssigkeit des Verkehrs und damit für die Verkehrssicherheit tatsächlich zweckmäßig sind, während im ursprünglichen Vorschlag vorgesehen war, dass Maßnahmen möglich sind, die geeignet erscheinen, die Ziele zu erreichen. Uns erschien das als zu vage. Wir wollen, dass wirklich nur dann, wenn es notwendig ist, eine solche Verkehrsbeeinflussung vorgenommen wird, und ich bin sehr froh, dass damit die gesetzlichen Grundlagen geschaffen sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Schluss kommend: Meine Fraktion wird dem vorliegenden Antrag zustimmen – im Sinne von mehr Leistungsfähigkeit auf der Straße, aber vor allem auch im Sinne von mehr Verkehrssicherheit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Verkehrsbeeinflussungsanlagen bringen uns sicher dem Ziel näher, die Gesamtzahl der Verkehrstoten auf dem österreichischen Straßennetz bis ins Jahr 2010 zu halbieren. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Und jetzt kommt eine Änderung in der StVO. Ich frage mich überhaupt, warum wir das nicht in der letzten Sitzung beschlossen haben, in der wir eine Generalreform der StVO diskutiert haben. Warum müssen wir jetzt schon wieder nachbessern? Da sind keine zwei, drei Monate vergangen. Und bei dieser Änderung kommt es jetzt wieder zu einem Abgehen von der Erhöhung der Verkehrssicherheit zur Bedachtnahme auf dieselbe. Natürlich können Juristen verschiedene Bedeutungshorizonte entwickeln, nur: Ich glaube, „Erhöhung“ ist ein fixer Zieldefinitionsausdruck, und „Bedachtnahme“ ist eine relativ weiche Formulierung. Deswegen kann ich entgegen meiner Zustimmung im Ausschuss, wo es noch um die Erhöhung ging, dieser Änderung im Plenum nicht meine Zustimmung geben. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die Errichtung von Verkehrsbeeinflussungsanlagen reiht sich sehr gut in alle anderen Verkehrssicherheitsmaßnahmen ein, die von der Bundesregierung gesetzt worden sind, um Verkehrstote zu verhindern beziehungsweise die Verkehrssicherheit auf den Straßen zu heben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich kann mir nicht vorstellen – es geht da um den größten Knoten Österreichs –, dass man da wieder zur Tagesordnung übergeht! Man redet von einer „intelligenten Straße“ und weiß, dass rund um Wien der größte unintelligente Stau entsteht! Und jetzt muss das Ganze wieder repariert werden. Herr Staatssekretär, ich würde Sie bitten, da schon nach Konsequenzen zu trachten. Denn wenn die „Kronen Zeitung“ schreibt: Eine Woche vor Eröffnung Pfusch entdeckt – die neue Süd Autobahn wieder kaputt!, dann kann das kein Renommee für eine „intelligente Straße“ sein. – Aber trotzdem stimmen wir dem heutigen Gesetz zu. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Und – das sei in die Richtung der Grünen gesagt – es besteht auch die Möglichkeit, die Umweltbelastung zu reduzieren. Wir haben in Salzburg eine Emissionsverordnung, die auf der Tauern Autobahn eine durchgehende 100 km/h-Beschränkung vorsieht, die aber an sich auf Grund einzelner Grenzwertüberschreitungen nur an einzelnen Tagen notwendig wäre. Mit einer Verkehrsbeeinflussungsanlage kann man je nach Luftbelastung individuell die Geschwindigkeit regeln und so einen Beitrag einerseits zur Erhaltung der Mobilität, andererseits aber auch zur Entlastung unserer Umwelt leisten. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Bis 2010 werden jedenfalls rund 300 Millionen € für den Ausbau eines flächendeckenden Verkehrsmanagement- und -informationssystems im hochrangigen Straßennetz investiert werden, um Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen zu den modernsten und sichersten in Europa zu machen. Dafür einen herzlichen Dank an den Verkehrsminister und auch an Staatssekretär Kukacka. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP
Ich darf vielleicht noch dazu einladen, über weitere Maßnahmen nachzudenken. Eine davon wäre, mehr Parkplätze bei Autobahnauffahrten zu schaffen, damit man dort Fahrgemeinschaften bilden kann. Kollege Kainz, Kollege Rädler und ich sind heute wieder gemeinsam hierher gefahren (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP), um nicht nur, Herr Präsident, die Parkplatzsituation rund um das Parlament zu entlasten, sondern auch, um Staus zu vermeiden, um Stress zu vermeiden und die Umwelt zu entlasten.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich glaube, es gibt ständig Verbesserungen. Ich lade Sie dazu ein, sie mitzutragen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Insgesamt, muss ich sagen, ist das eine sehr, sehr positive Maßnahme. Ich freue mich, dass der Probebetrieb durch dieses Gesetz jetzt in einen echten Betrieb übergehen kann, der bisher nicht möglich war. Die verbesserte Sicherheit und der Verkehrsfluss, das ist sicher eine Investition wert; nicht nur in die Qualität der Autobahnen, sondern auch in die Qualität im technischen Bereich soll investiert werden. Dafür steht auch diese Regierung, und ich bedanke mich für diese Möglichkeiten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gabriela Moser – auf dem Weg zum Rednerpult –: Es reichen 2 Minuten!
Die Debatte eröffnet Frau Abgeordnete Dr. Moser. Ihre Wunschredezeit ist 5 Minuten. (Abg. Dr. Gabriela Moser – auf dem Weg zum Rednerpult –: Es reichen 2 Minuten!) Sie wollen nur 2 Minuten. Wir hören das mit Freude.
Beifall bei den Grünen.
In diesem Vorschlag, den Sie jetzt unterbreiten, gehen wir jetzt wieder nicht den Weg der konkreten Verbesserung, sondern nur den Weg der allgemeinen Anhäufung der einzelnen Missstände, der allgemeinen Erhebungen, der allgemeinen Konzepterstellungen. Wir wollen keine Zeitverzögerung, wir wollen gleich in konkrete Maßnahmen gehen. Deshalb ist uns das zu wenig. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Allgemeiner Beifall sowie Beifall des auf der Regierungsbank sitzenden Staatssekretärs Mag. Kukacka.
Ich möchte noch am Ende des Parlamentsjahres einen besonderen Dank aussprechen, nämlich an meine parlamentarische Mitarbeiterin. Ich denke, ich kann das stellvertretend für alle Abgeordneten des Hauses tun und sagen, dass wir sehr dankbar für die Hilfe im Hintergrund sind und dass diese Hilfe auch die Qualität des Hauses sichert. – Danke. (Allgemeiner Beifall sowie Beifall des auf der Regierungsbank sitzenden Staatssekretärs Mag. Kukacka.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Aber Sie haben jetzt selber den Beweis geliefert. Das ist also ein Schuss ins Knie. Sie sind nicht glaubwürdig: Noch besser als mit diesem Papier können Sie es nicht belegen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Miedl: Das ist unerhört, Frau Kollegin! – Abg. Öllinger: Das stimmt aber! Ist nicht unerhört!
Mit diesem Antrag machen Sie sich wirklich lächerlich. (Abg. Miedl: Das ist unerhört, Frau Kollegin! – Abg. Öllinger: Das stimmt aber! Ist nicht unerhört!) Das ist aber Ihre Sache und nicht meine. Dass das Behindertengleichstellungsgesetz nicht das hält, was Sie versprochen haben, das haben Sie hiemit bewiesen. Wir haben es Ihnen gesagt.
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Mag. Lapp und Mag. Grossmann.
Wir wollen, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass diese Expertisen gemeinsam mit den Vertretern der behinderten Menschen gemacht werden und nicht ohne sie. Die Fremdbestimmung ist out! (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Mag. Lapp und Mag. Grossmann.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Rada.
Deshalb bitte ich Sie: Denken Sie darüber nach! Nehmen Sie Ihren Entschließungsantrag zurück und stimmen Sie dem unsrigen zu! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Rada.)
Abg. Haidlmayr nickt zustimmend.
Präsident Dr. Andreas Khol: Meine Damen und Herren! Frau Abgeordnete Haidlmayr hat den Antrag im Wesentlichen erläutert. Sie hat ihn nicht wörtlich verlesen, aber ich gehe davon aus, Frau Kollegin, dass das, was Sie uns schriftlich gegeben und was wir an alle Fraktionen verteilt haben, der von Ihnen eingebrachte Entschließungsantrag ist. (Abg. Haidlmayr nickt zustimmend.) – Er ist damit eingebracht, hinreichend unterstützt und steht mit in Verhandlung.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Wir wollen aber trotzdem Ihr Bemühen unterstützen und unterstützen Ihren Antrag, finden aber, dass es wesentlich ist, dass Sie sich selbst für eine effiziente und erfolgreiche Arbeit für behinderte Menschen eine Frist setzen und sich für diese Menschen einsetzen. Deswegen unterstützen wir auch die Initiative der Grünen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Frau Abgeordnete Haidlmayr, ich denke, Sie missverstehen diesen Antrag. Er ist auch kein Schuss ins Knie, sondern es geht um die berühmte Sensibilisierung. (Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.) Ich weiß, Sie haben mir einmal bei einer Podiumsdiskussion gesagt, Sie können das Wort „Sensibilisierung“ schon nicht mehr hören. Aber die Bevölkerung und unsere Politiker brauchen ein großes Maß an Sensibilisierung! Es muss bei allen Planungen bewusst sein, dass es ältere Menschen, Behinderte und Eltern mit Kinderwägen gibt, die ebenfalls am Verkehr teilnehmen wollen. Es müssen nicht nur die Normen erfüllt werden, sondern sie müssen auch sinnvoll angewendet werden! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Frau Abgeordnete Haidlmayr, ich denke, Sie missverstehen diesen Antrag. Er ist auch kein Schuss ins Knie, sondern es geht um die berühmte Sensibilisierung. (Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.) Ich weiß, Sie haben mir einmal bei einer Podiumsdiskussion gesagt, Sie können das Wort „Sensibilisierung“ schon nicht mehr hören. Aber die Bevölkerung und unsere Politiker brauchen ein großes Maß an Sensibilisierung! Es muss bei allen Planungen bewusst sein, dass es ältere Menschen, Behinderte und Eltern mit Kinderwägen gibt, die ebenfalls am Verkehr teilnehmen wollen. Es müssen nicht nur die Normen erfüllt werden, sondern sie müssen auch sinnvoll angewendet werden! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.)
Abg. Parnigoni: Meistens berechtigt!
Frau Haidlmayr, bitte, passen Sie doch einmal auf, wenn ich Ihnen etwas sage! Kaum sage ich ein Wort, schreien Sie schon! Passen Sie doch einmal auf! (Abg. Parnigoni: Meistens berechtigt!)
Abg. Haidlmayr: Sie ist nicht barrierefrei!
Ein weiteres Beispiel stellt die U-Bahn in Wien dar. Frau Abgeordnete Lapp! Sie haben gerade die U-Bahn in Wien gerühmt und gesagt, sie wäre barrierefrei. (Abg. Haidlmayr: Sie ist nicht barrierefrei!) Sie haben gesagt, die Behinderten lassen sich nicht frotzeln.
Abg. Haidlmayr: Das stimmt! – Abg. Mag. Lapp: Da gibt es eine Rampe!
die U-Bahn ist barrierefrei, aber es gibt diese Spalten! (Abg. Haidlmayr: Das stimmt! – Abg. Mag. Lapp: Da gibt es eine Rampe!) – Nein, es gibt keine Rampe!
Abg. Haidlmayr: Da sind wir einer Meinung! – Ruf bei der SPÖ: Sie tun dramatisieren!
Frau Abgeordnete Lapp, ich lade Sie ein, so wie Frau Abgeordnete Mandak das gestern getan hat: Fahren Sie einmal mit mir mit der U-Bahn, dann werden Sie das sehen! (Abg. Haidlmayr: Da sind wir einer Meinung! – Ruf bei der SPÖ: Sie tun dramatisieren!) – Frau Haidlmayr nickt. Sie fährt fast täglich mit der U-Bahn und steht auch vor diesen Spalten.
Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.
Deshalb meine ich, dieser Antrag soll auch auf diese Sensibilisierung hinarbeiten. Selbstverständlich, Frau Abgeordnete, sollen Behindertenvereine mit einbezogen werden. Ich finde, dass das dieser Antrag vollkommen offen lässt, denn da steht, mit Ländern soll verhandelt werden. Aber da stehen doch Personen dahinter, und es ist selbstverständlich, dass die Behindertenvereine und betroffenen Personen mit einbezogen werden. (Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Dieser Antrag ist also überhaupt nicht lächerlich, sondern er ist sinnvoll. Ich wäre überhaupt dafür, dass man solche Anträge auch in anderen Ressorts stellt, weil es noch sehr viele andere Bereiche gibt, nicht nur im öffentlichen Verkehr, wo behinderte, alte, kleine und noch kleinere Menschen, nämlich die Kinder, benachteiligt sind. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Haidlmayr – Abg. Sburny: Das ist wirklich das Letzte!
Abgeordnete Christine Marek (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Frau Kollegin Haidlmayr, ein paar Worte möchte ich an Sie richten. Aufgrund der Art, wie Sie mit unserem Herrn Kollegen Huainigg umgehen, habe ich mittlerweile das Gefühl, dass Sie schon fast ein Problem damit haben, dass hier ein zweiter Behinderter ist (Zwischenruf der Abg. Haidlmayr – Abg. Sburny: Das ist wirklich das Letzte!), der selbst betroffen und höchst kompetent in Angelegenheiten der Behindertenpolitik ist, der konstruktiv daran mitarbeitet und nicht alles schlecht macht, so wie Sie das tun. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordnete Christine Marek (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Frau Kollegin Haidlmayr, ein paar Worte möchte ich an Sie richten. Aufgrund der Art, wie Sie mit unserem Herrn Kollegen Huainigg umgehen, habe ich mittlerweile das Gefühl, dass Sie schon fast ein Problem damit haben, dass hier ein zweiter Behinderter ist (Zwischenruf der Abg. Haidlmayr – Abg. Sburny: Das ist wirklich das Letzte!), der selbst betroffen und höchst kompetent in Angelegenheiten der Behindertenpolitik ist, der konstruktiv daran mitarbeitet und nicht alles schlecht macht, so wie Sie das tun. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Mein herzliches Dankeschön an Franz-Joseph Huainigg, der trotz seiner starken persönlichen Betroffenheit ein politisches Engagement und einen Einsatz zeigt, die einfach bewundernswert sind. – Danke, Franz-Joseph! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Haidlmayr
Weiters möchte ich Ihnen sagen, Frau Haidlmayr, dass dieser Antrag überhaupt kein Widerspruch zum Behindertengleichstellungsgesetz ist, weil das eine Bundesmaterie ist. In dem Antrag, den Sie offensichtlich gelesen haben, haben Sie anscheinend übersehen, dass die Länder und Gemeinden mit einbezogen (Zwischenruf der Abg. Haidlmayr) und gemeinsam Maßnahmen zur höheren Verkehrssicherheit und für den öffentlichen Bereich für kleine Menschen, behinderte Menschen und Menschen mit Beeinträchtigung erarbeitet werden sollen. Daher hat dieser Antrag eine absolute Berechtigung. Ich begrüße ihn sehr und stimme ihm sehr gerne zu. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Weiters möchte ich Ihnen sagen, Frau Haidlmayr, dass dieser Antrag überhaupt kein Widerspruch zum Behindertengleichstellungsgesetz ist, weil das eine Bundesmaterie ist. In dem Antrag, den Sie offensichtlich gelesen haben, haben Sie anscheinend übersehen, dass die Länder und Gemeinden mit einbezogen (Zwischenruf der Abg. Haidlmayr) und gemeinsam Maßnahmen zur höheren Verkehrssicherheit und für den öffentlichen Bereich für kleine Menschen, behinderte Menschen und Menschen mit Beeinträchtigung erarbeitet werden sollen. Daher hat dieser Antrag eine absolute Berechtigung. Ich begrüße ihn sehr und stimme ihm sehr gerne zu. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Broukal: Ist zu viel!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter Broukal: Laptop und Telefon ... (Abg. Broukal: Ist zu viel!) – Das ist zu viel! Das sagen Sie auch. Danke. (Allgemeine Heiterkeit.)
Allgemeine Heiterkeit.
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter Broukal: Laptop und Telefon ... (Abg. Broukal: Ist zu viel!) – Das ist zu viel! Das sagen Sie auch. Danke. (Allgemeine Heiterkeit.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich bin deshalb froh, dass es heute diese Vorlage gibt, um einen weiteren Schritt in Richtung barrierefreies Bewegen im öffentlichen Verkehr zu setzen, um die Mobilität aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Martin Preineder (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Staatssekretär! Es ist nach dem Behindertengleichstellungsgesetz der zweite Antrag von unserem Franz-Joseph Huainigg, dem ich zu seiner Lebenseinstellung und zu seiner politischen Umsetzung recht herzlich gratulieren darf. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
und nicht weiß, wie man sie bewältigen kann, oder wenn man sich auf einem Gehsteig befindet, der schmäler wird, und man auf die Straße ausweichen muss. Auch Hindernisse wie Büsche oder Blumentröge stehen oft im Weg und stellen ein Problem dar. (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Wenn das für mich als Vater ein Problem war, dann gilt das sicher umso mehr für ältere oder behinderte Menschen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Räumen wir diese Steine aus dem Weg! Bauen wir damit Brücken! Jeder lange Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Ich lade vor allem auch die Grünen ein, diesem Entschließungsantrag zuzustimmen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Kollegin Partik-Pablé! Sie haben Recht, es braucht ein großes Maß an Sensibilisierung, damit Schritte gesetzt und umgesetzt werden. Ich denke, im Idealfall sollte jede und jeder von uns ständig mitdenken: Was bedeuten die Entscheidungen, die wir hier, in Landtagen und in Gemeindevertretungen fällen, für Menschen mit Behinderung, für ältere Menschen und für kleine Menschen. (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, von denen wir wissen, sie sind dringend zu setzen. Ich weiß, es liegt nicht alles in Bundeskompetenz, aber wenigstens die ÖBB könnten hier beispielhaft vorangehen. Ich wünschte mir, es wäre so. Leider ist es bis heute und auch bei erst kürzlich gesetzten Maßnahmen nicht so. Schade. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Unruhe im Saal – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Abgeordneter Kurt Eder (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Ich werde die fünf Minuten sicherlich nicht ausnutzen und möchte zunächst betonen (Unruhe im Saal – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), dass die SPÖ stets für die Einrichtung einer Unfalluntersuchungsstelle des Bundes eingetreten ist. Derzeit existiert eine derartige Einrichtung allerdings nur für die Luftfahrt, und sie soll entsprechend einer Regierungsvorlage jetzt auf Schiff und Bahn ausgedehnt werden. Da dazu aber auch Verfassungsbestimmungen notwendig sind, war die SPÖ in die parlamentarischen Verhandlungen eingebunden.
Beifall bei der SPÖ.
Was die heutige Luftfahrtgesetznovelle betrifft, so handelt es sich um eine Art Notlösung, einen Notantrag der Regierungsparteien, weil sie gegenüber einem EU-Termin mit den Umsetzungsfristen bereits in Verzug sind. Das Ganze hängt aber mit dem, was ich vorhin gesagt habe, eng zusammen. So betrachten wir das als Gesamtpaket und stimmen heute diesem einen Teil des Paketes nicht zu, sondern werden im September dann dem gesamten Paket, soweit alles fertig verhandelt ist, gerne unsere Zustimmung geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Weiters müssen wir eine Anpassung an die EU-Verordnung über die Zuweisung von Zeitnischen auf Flughäfen umsetzen. Wir haben im Luftfahrtgesetz wie in der EU bisher den Flugplankoordinator gehabt, und jetzt gibt es noch eine weitere Funktion, den Flugplanvermittler, den wir auch aufnehmen müssen und der einer besseren Zuteilung der Slots dienen wird. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben also insgesamt zwei ganz wesentliche Verbesserungen vorgenommen: Die Sicherheit wird erhöht, und die Slot-Zuteilung erfolgt gerechter. Doch trotzdem gibt es überraschenderweise noch jemanden, der dem nicht zustimmt. Ich fordere alle auf, beide Gesetze einstimmig anzunehmen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es mag dafür mannigfaltige Gründe geben. Es kann sein, dass in der FPÖ die permanente Krise war oder dass jetzt im sich marginalisierenden BZÖ der Hut brennt und er andauernd löschen muss; das ist möglich. Es kann sein, dass er an Verkehrspolitik kein Interesse hat. Es mag aber auch sein, dass er vor dem Hohen Haus und dem Parlamentarismus keinen Respekt hat. Wir wissen es nicht. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Haben Sie zum Thema auch etwas?
Was wir aber auf jeden Fall wissen und was sonnenklar ist, ist, dass dieser unglückliche Lebensabschnitt, den er jetzt führt, für ihn relativ bald zu Ende gehen wird, dass er diesen bald hinter sich gebracht haben wird und dass für ihn etwas Neues, für ihn sicher viel Passenderes und Besseres in der Privatwirtschaft zum Greifen nahe ist. (Abg. Neudeck: Haben Sie zum Thema auch etwas?) Ich hätte ja sehr gerne den letzten Tag dieser Session, den letzten Tagesordnungspunkt dazu genützt, dem Herrn Verkehrsminister adieu zu sagen. Leider hat er selbst schon vor ein paar Wochen adieu gesagt, und er ist wieder nicht hier.
Abg. Neudeck: Das hätten Sie ihm auch schreiben können!
Ich hoffe sehr und wünsche ihm, dass er in seiner neuen Funktion in der Privatwirtschaft mehr Erfolg und auch mehr Geschick an den Tag legen wird, als er es als Vizekanzler und als Verkehrsminister gehabt hat. (Abg. Neudeck: Das hätten Sie ihm auch schreiben können!) Allerdings, seinem neuen Dienstgeber die Bodensee-Schifffahrt durch eine weitere Privatisierung quasi als Morgengabe mitzubringen, das halte ich in der Tat für sehr geschmacklos und hoffe, dass es nicht dazu kommt. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich hoffe sehr und wünsche ihm, dass er in seiner neuen Funktion in der Privatwirtschaft mehr Erfolg und auch mehr Geschick an den Tag legen wird, als er es als Vizekanzler und als Verkehrsminister gehabt hat. (Abg. Neudeck: Das hätten Sie ihm auch schreiben können!) Allerdings, seinem neuen Dienstgeber die Bodensee-Schifffahrt durch eine weitere Privatisierung quasi als Morgengabe mitzubringen, das halte ich in der Tat für sehr geschmacklos und hoffe, dass es nicht dazu kommt. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Wir von der SPÖ lehnen jedenfalls die Wasserstraßengesetznovelle 2005 ab. Wir geben aber die Hoffnung nicht auf, dass ein zukünftiger Verkehrsminister ein bisschen motivierter sein wird. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Neudeck: Von der Vorrednerin aber nicht!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Maximilian Hofmann (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Geschätzte Damen und Herren des Hohen Hauses! Zur Wasserstraßengesetznovelle wurden schon Erklärungen abgegeben (Abg. Neudeck: Von der Vorrednerin aber nicht!) – seitens der Regierungsparteien –, und zwar darüber, wodurch diese Novelle begründet ist und warum sie erforderlich ist. Tatsache ist, dass durch den Einspruch der Gewerkschaft auf Grund der besoldungsrechtlichen Stellung und des Dienstortes, die nicht im Vertrag fixiert sind, Gefahr gegeben ist, dass die Zuweisungsfrist verstreicht und demnach die Beamten im BMVIT bleiben müssten. Das soll so nicht sein, und es wird durch diese Novelle die Möglichkeit geschaffen, diese Dinge noch entsprechend zu regeln.
Abg. Eder: Genau!
Flughäfen geht. (Abg. Eder: Genau!) Die Erfahrung zeigt nämlich, dass zum Beispiel die Flugplankoordinierung, die durch die Europäische Union, durch die EUROCONTROL stattfindet, nicht überall Zufriedenheit auslöst. Es gibt also Erfahrungswerte, die Kritik durchaus angebracht erscheinen lassen, nämlich dann, wenn es für österreichische Controller in Zusammenarbeit mit den Piloten als Hilfestellung nicht mehr möglich ist, von einem Flughafen Deutschlands nach Frankreich zu fliegen, weil irgendwelche Luftstraßen gesperrt sind und der Controller selbst das nicht mehr schafft. Da muss man also sehr aufpassen, dass diese Koordinierung nicht zu einer Überkoordinierung und zu einer Bremse führt. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Flughäfen geht. (Abg. Eder: Genau!) Die Erfahrung zeigt nämlich, dass zum Beispiel die Flugplankoordinierung, die durch die Europäische Union, durch die EUROCONTROL stattfindet, nicht überall Zufriedenheit auslöst. Es gibt also Erfahrungswerte, die Kritik durchaus angebracht erscheinen lassen, nämlich dann, wenn es für österreichische Controller in Zusammenarbeit mit den Piloten als Hilfestellung nicht mehr möglich ist, von einem Flughafen Deutschlands nach Frankreich zu fliegen, weil irgendwelche Luftstraßen gesperrt sind und der Controller selbst das nicht mehr schafft. Da muss man also sehr aufpassen, dass diese Koordinierung nicht zu einer Überkoordinierung und zu einer Bremse führt. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Diese Bedenken habe ich auch im Zusammenhang mit den Slots, also mit den Zeitnischen, die für Flughäfen zugewiesen werden. Nichtsdestoweniger werden wir zustimmen, aber ein kritisches Auge darauf werfen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Hofmann begibt sich zur Regierungsbank und spricht mit Staatssekretär Mag. Kukacka. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Rest-Hinterseer. 4 Minuten Wunschredezeit. – Sie sind am Wort. (Abg. Dipl.-Ing. Hofmann begibt sich zur Regierungsbank und spricht mit Staatssekretär Mag. Kukacka. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Genau das vermissen wir: Wir vermissen bei den Gesetzesvorlagen die langfristige Planung, die nachhaltige Umsetzung und auch die Vorbereitung und Zusammenarbeit hier im Hohen Haus. Wenn immer in letzter Sekunde Abänderungsanträge eingebracht werden, denen wir dann doch wieder nicht zustimmen können, so spricht das nicht gerade für die Qualität Ihrer Arbeit. (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Kollege Kogler sagt in solchen Fällen immer: Gehen Sie in sich! – Das können Sie jetzt während der Sommerpause machen. Kommen Sie doch bitte ausgeruht wieder, und verpflichten Sie sich endlich der Nachhaltigkeit, die Sie immer im Mund führen! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neudeck: Das ist lebensverlängernd, Kollege!
Abgeordneter Franz Xaver Böhm (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich kann Ihnen versichern, ich habe auf der Liste gerade nachgesehen, ich habe noch 19 Minuten Restredezeit, verspreche Ihnen aber, das nicht auszunützen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neudeck: Das ist lebensverlängernd, Kollege!)
Heiterkeit.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Als letzter Redner vor der Sommerpause trage ich noch einen Wunsch an unseren Herrn Präsidenten vor. Da es mir in den vergangenen zwei Jahren geglückt ist, den Urlaub jeweils so zu wählen, dass ich ihn wegen einer Sondersitzung unterbrechen musste, darf ich dem Herrn Präsidenten Folgendes mitteilen: Ich bin jetzt zehn Tage auf Urlaub – und daher: Vielleicht könnte man die Sondersitzung nach dem 20. Juli machen. (Heiterkeit.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Einen wunderschönen Urlaub für alle, wo immer Sie hinfahren oder sein werden! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Präsident Dr. Andreas Khol: Sehr geehrter Herr Abgeordneter, ich darf Ihnen mitteilen, dass diese Terminwahl nicht von mir abhängt (Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen), sondern von jenen Fraktionen, die ein Recht darauf haben, Sondersitzungen zu beantragen. Sie können sich aber ungefähr ausrechnen, wann ein Termin für eine Sondersitzung politisch „lukrativ“ ist. Das ist eine Frage der Intelligenz, die Sie sicherlich haben. (Heiterkeit.) – Ich bin überzeugt davon, dass Sie Ihren Urlaub ungestört verbringen können, denn die Opposition weiß selbst, wann ein guter Termin für
Heiterkeit.
Präsident Dr. Andreas Khol: Sehr geehrter Herr Abgeordneter, ich darf Ihnen mitteilen, dass diese Terminwahl nicht von mir abhängt (Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen), sondern von jenen Fraktionen, die ein Recht darauf haben, Sondersitzungen zu beantragen. Sie können sich aber ungefähr ausrechnen, wann ein Termin für eine Sondersitzung politisch „lukrativ“ ist. Das ist eine Frage der Intelligenz, die Sie sicherlich haben. (Heiterkeit.) – Ich bin überzeugt davon, dass Sie Ihren Urlaub ungestört verbringen können, denn die Opposition weiß selbst, wann ein guter Termin für
Beifall bei der ÖVP.
eine Sondersitzung ist. Ich würde sagen, bis zum 15. August ist das Wetter ziemlich sicher. (Beifall bei der ÖVP.)