Eckdaten:
Für die 89. Sitzung der 27. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 872 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht von den Abgeordneten Mag. Christian Drobits und Rudolf Silvan
Petition betreffend „Stopp dem Krebs am Arbeitsplatz – menschliches Leid durch nicht anerkannte Berufskrankheiten verhindern!“ (Ordnungsnummer 53) (überreicht von den Abgeordneten Mag. Christian Drobits und Rudolf Silvan)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP und Beifall bei den Grünen.
Ich werde daher die nächsten drei Tage nicht von meinem Platz aus an den Plenarsitzungen teilnehmen, sondern von der Galerie oder von meinem Büro aus und nur zu den Abstimmungen kommen, weil die Gesundheit und das eigene Leben vorgehen – bei aller Leidenschaft. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bin einigermaßen entsetzt darüber, wie ein trauriger Krankheitsfall für eine Wortmeldung zur Geschäftsordnung missbraucht wird – das sollte man auch einmal sagen. Ich halte nichts davon, möchte das auch für die nächsten drei Tage gleich zurückweisen und im Namen der Familie des Landeshauptmannstellvertreters von Oberösterreich darum bitten, dass hier nicht politisches Kleingeld mit der Erkrankung des Landeshauptmannstellvertreters gemacht wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Melchior
Zum Schluss möchte ich auch noch auf das Präsidialprotokoll hinweisen. Wir haben schon mehrmals in der Präsidiale darüber gesprochen, dass wir das jetzt eben nicht mehr thematisieren werden. Ich möchte daraus zitieren: „Weiters wird nochmals ausdrücklich festgehalten“, und zwar von allen Fraktionen, „das Maskentragen nicht zum Gegenstand politischer Debatten zu machen.“ – Ich würde auch die ÖVP bitten, sich endlich einmal an das zu halten (Zwischenruf des Abg. Melchior), was man in der Präsidiale gemeinsam vereinbart hat. (Beifall bei der FPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Zum Schluss möchte ich auch noch auf das Präsidialprotokoll hinweisen. Wir haben schon mehrmals in der Präsidiale darüber gesprochen, dass wir das jetzt eben nicht mehr thematisieren werden. Ich möchte daraus zitieren: „Weiters wird nochmals ausdrücklich festgehalten“, und zwar von allen Fraktionen, „das Maskentragen nicht zum Gegenstand politischer Debatten zu machen.“ – Ich würde auch die ÖVP bitten, sich endlich einmal an das zu halten (Zwischenruf des Abg. Melchior), was man in der Präsidiale gemeinsam vereinbart hat. (Beifall bei der FPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Neuerliche Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ. – Der Präsident gibt das Glockenzeichen.
Ich darf den Herrn Bundeskanzler und den Herrn Bundesminister bei uns begrüßen. (Neuerliche Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ. – Der Präsident gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Herr Präsident! Meine Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Zu diesem Vorspiel nur drei Worte: billig, billiger, Österreichische Volkspartei!, mehr ist dazu nicht zu sagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Sieber: Verantwortung ist für Sie ein Fremdwort!
Ich möchte aber gleich, weil die Zeit knapp ist, in medias res gehen. Herr Bundeskanzler, ich möchte mit Ihnen heute über den Begriff der Verantwortung, nämlich Ihrer Verantwortung, diskutieren, zum Beispiel im Zusammenhang mit der Einführung eines Impfzwanges in diesem Land (Abg. Sieber: Verantwortung ist für Sie ein Fremdwort!), denn nichts anderes ist es ja, was Sie mit der Etablierung des sogenannten grünen Passes vorhaben. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Ich möchte aber gleich, weil die Zeit knapp ist, in medias res gehen. Herr Bundeskanzler, ich möchte mit Ihnen heute über den Begriff der Verantwortung, nämlich Ihrer Verantwortung, diskutieren, zum Beispiel im Zusammenhang mit der Einführung eines Impfzwanges in diesem Land (Abg. Sieber: Verantwortung ist für Sie ein Fremdwort!), denn nichts anderes ist es ja, was Sie mit der Etablierung des sogenannten grünen Passes vorhaben. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Ich glaube, ich gehe recht in der Annahme, dass Sie jemand sind, der beste Verbindungen nach Israel und zum dortigen Regierungschef Netanjahu hat – ich hoffe, Sie werfen mir nicht Antisemitismus vor, wenn ich das feststelle. Ich gehe recht in der Annahme, dass Israel für Sie so etwas wie das leuchtende Beispiel dafür ist (Zwischenruf bei der SPÖ), wie man eine Impfstrategie zum angeblichen Schutz der eigenen Bevölkerung macht. Ich glaube, ich liege auch mit der dritten Annahme richtig, dass nämlich Sie derjenige sind, der sagt, dass die Impfung eine Art Gamechanger im Kampf gegen Corona – auch eine Art Befreiungsschlag – sein soll, und das der Hintergrund dafür ist, dass Sie in Österreich und sonst wo in Europa den grünen Pass auf den Weg bringen wollen, der ja nichts anderes bedeutet, als dass Menschen, die geimpft sind, Vorzüge gegenüber anderen genießen – offenbar unter der Annahme, dass diese Leute dann weniger gefährlich als die Ungeimpften sind, denn anders macht es doch keinen Sinn.
Zwischenrufe bei der SPÖ
Das ist eine ganz logische Frage, und die Antwort des CEOs von Pfizer ist einigermaßen überraschend, Herr Bundeskanzler. Ich darf zitieren: Wir sind dabei. Wir stehen unmittelbar am Anfang einer Serie von Studien, die bei all diesen neuen Stämmen prüfen soll, ob der aktuelle Impfstoff wirksam ist, ob eine dritte Impfung die Wirksamkeit sicherstellen kann (Zwischenrufe bei der SPÖ), und wir werden das wissen, wenn wir die Daten haben. – Zitatende.
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Jetzt frage ich Sie, Herr Bundeskanzler – das ist meine erste Frage –: Wie können Sie denn vor dem Hintergrund dieses offenkundigen Nichtwissens, das da zugegeben wird, den Menschen im eigenen Land sagen, dass nur durch die Impfung im Sommer so etwas wie eine Rückkehr zur Normalität möglich ist? Wie geht sich das vor dem Hintergrund dieser Aussagen aus? Wie können Sie eine millionenschwere Impfkampagne starten, bei der man die Großeltern instrumentalisiert: Lasst euch impfen, dann habt ihr wieder einen sicheren Umgang mit den Enkerln!? – Das geht nicht zusammen. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Abg. Ottenschläger: Das ist ja unglaublich!
Es gibt aber noch weitere spannende Fragen. (Abg. Ottenschläger: Das ist ja unglaublich!) Die nächste Frage, die der Reporter stellt, ist: Was haben Ihnen die Daten gesagt? Ist es wahrscheinlich, dass man nach der zweiten Dosis immer noch andere anstecken kann? – Zitatende. (Zwischenruf des Abg. Haubner.)
Zwischenruf des Abg. Haubner.
Es gibt aber noch weitere spannende Fragen. (Abg. Ottenschläger: Das ist ja unglaublich!) Die nächste Frage, die der Reporter stellt, ist: Was haben Ihnen die Daten gesagt? Ist es wahrscheinlich, dass man nach der zweiten Dosis immer noch andere anstecken kann? – Zitatende. (Zwischenruf des Abg. Haubner.)
Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Die Antwort dieses CEOs von Pfizer hat es auch in sich, meine sehr geehrten Damen und Herren! Er sagt: Das ist etwas, was wir untersuchen müssen. (Zwischenruf der Abg. Steinacker.) Die realen Daten, die aus Israel und allen anderen Studien kommen, werden uns helfen, das genauer zu verstehen. Ich glaube, dass es ein hohes Maß an Sicherheit gibt, aber die Daten müssen das erst belegen. – Zitatende. Das sagt der Geschäftsführer von Pfizer. Das heißt, er sagt klipp und klar, dass es kein gesichertes Wissen im Zusammenhang mit dem Schutz vor einer Übertragung auch nach zwei verabreichten Teilimpfungen gibt.
Zwischenruf der Abg. Salzmann.
Jetzt frage ich Sie: Was hat Ihnen denn Ihr Kollege Bibi Netanjahu in Israel erzählt? Auf welcher Grundlage führt der denn den grünen Pass als Eintrittskarte ein, wenn der Chef von Pfizer sagt, dass das alles gar nicht gesichert ist? (Zwischenruf der Abg. Salzmann.) Und wie um Himmels willen, Herr Bundeskanzler, können Sie auf die Idee kommen, ein solches Modell dann auch in Österreich einführen zu wollen, nämlich gegen die expliziten Ausführungen des Impfherstellers selber? – Ich kann das nicht verstehen, dass Sie diesen Schritt zur Spaltung der Gesellschaft setzen, Herr Bundeskanzler. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Melchior: Ihr seid die Einzigen, die spalten!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Melchior: Ihr seid die Einzigen, die spalten!
Jetzt frage ich Sie: Was hat Ihnen denn Ihr Kollege Bibi Netanjahu in Israel erzählt? Auf welcher Grundlage führt der denn den grünen Pass als Eintrittskarte ein, wenn der Chef von Pfizer sagt, dass das alles gar nicht gesichert ist? (Zwischenruf der Abg. Salzmann.) Und wie um Himmels willen, Herr Bundeskanzler, können Sie auf die Idee kommen, ein solches Modell dann auch in Österreich einführen zu wollen, nämlich gegen die expliziten Ausführungen des Impfherstellers selber? – Ich kann das nicht verstehen, dass Sie diesen Schritt zur Spaltung der Gesellschaft setzen, Herr Bundeskanzler. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Melchior: Ihr seid die Einzigen, die spalten!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
haben Sie dieses Wissen? Wie kommen Sie auf die Idee, in Österreich Geimpfte gegenüber Ungeimpften sozusagen zu privilegieren und den grünen Pass einzuführen, wo das doch alles noch überhaupt nicht geklärt ist? (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Sehen Sie, Herr Bundeskanzler, da sehe ich Ihre Verantwortung! Sie hätten die Aufgabe, ehrlich mit der österreichischen Bevölkerung umzugehen, und ehrlich ist das, was Pfizer selber sagt. Das, was Sie machen, ist: Sie agieren nicht wie ein Staatsmann, der die eigene Bevölkerung schützt, sondern Sie agieren wie ein Vertreter der Pharmaindustrie, dem es offenbar darum geht, irgendwelche Geschäftsinteressen zu verfolgen. Das, was für Pfizer gilt, gilt für alle anderen Impfstoffe ebenso. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Steinacker
Noch etwas, weil ich bei Verantwortung bin: Verantwortung sollten Sie auch im Zusammenhang mit dem Maskenskandal bei der Hygiene Austria übernehmen, und nicht den Kopf in den Sand stecken, nicht die Verantwortung wegwischen (Zwischenruf der Abg. Steinacker), wie Sie es immer tun, nicht vor einer Aussage im Unterausschuss flüchten! Das ist nicht männlich, Herr Bundeskanzler, das darf ich Ihnen von dieser Stelle aus sagen. Stellen Sie sich dort und helfen Sie doch mit, einige interessante Zufälle aufzuklären!
Abg. Steinacker: Unterstellungen ohne Ende!
Der erste Zufall ist, wie es dazu kommt, dass diese Hygiene Austria, diese Maskenfirma, diese Skandalfirma, ausgerechnet einen Tag vor der Bekanntgabe des ersten Lockdowns gegründet wird. Das schaut doch nach Insiderwissen aus. Ich glaube nicht, dass es ein Zufall ist, dass diese Firma beste Verbindungslinien in Ihr Vorzimmer hinein hat. (Abg. Steinacker: Unterstellungen ohne Ende!)
Heiterkeit bei der FPÖ – Abg. Wöginger – in Richtung FPÖ –: Lustig, ja! Lustig!
Der zweite seltsame Zufall, Herr Bundeskanzler, ist, dass Sie, die zurückgetretene Frau Arbeitsministerin, die Frau Wirtschaftsministerin, die für den Saftladen Österreich zuständig ist, und Frau Mikl-Leitner als Paradetestimonials für diese Hygiene Austria aufgetreten sind. Sie waren ja für die Hygiene Austria so etwas Ähnliches wie die Familie Putz beim XXXLutz (Heiterkeit bei der FPÖ – Abg. Wöginger – in Richtung FPÖ –: Lustig, ja! Lustig!), und Sie haben damit natürlich die Umsätze dieser Firma gepusht, auch ein seltsamer Zufall.
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Der dritte seltsame Zufall ist, dass diese Firma, die Hygiene Austria, die man jetzt beim Umetikettieren erwischt hat und bei der die Schwarzarbeit nur so geblüht hat, einer der großen Profiteure der FFP2-Maskenpflicht ist, einer Maskenpflicht, die es neben Österreich nur noch in Bayern gibt; und dort ist man jetzt draufgekommen, dass der Ehemann Ihres Spezls, des Herrn Spahn, des deutschen Gesundheitsministers, der große Profiteur gewesen ist – also ein Schelm, wer Böses dabei denkt! (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Da gäbe es Aufklärungsbedarf, Herr Bundeskanzler, und deshalb sollten Sie sich dem Unterausschuss stellen und Ihre Verantwortung wahrnehmen, am besten wäre es - -
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Herbert Kickl (fortsetzend): Die konsequenteste Form der Übernahme von Verantwortung wäre es, wenn Sie zurücktreten und Ihre Regierungsmannschaft gleich mitnehmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Bundeskanzler Sebastian Kurz: Geschätzter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Herr Klubobmann Kickl, Sie haben mich aufgefordert, die Zettel stecken zu lassen und Ihnen einfach zu antworten. Das mache ich sehr gern, denn es ist mir ohnehin schon länger ein Anliegen, Ihnen einmal klar zu sagen, was ich im Moment von Ihrer Art und Weise, Politik zu betreiben, halte. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Heiterkeit bei der FPÖ – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Sie wollen mit mir über Verantwortung reden. Das können wir gern machen. Ich sage Ihnen etwas: Ich bin ein absoluter Verfechter der Meinungsfreiheit (Heiterkeit bei der FPÖ – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), ich bin ein absoluter Verfechter, dass es im Parlament unterschiedliche und auch kritische Debatten gibt. Was Sie aber machen, Herr Klubobmann, ist: Sie halten sich nicht an die Regeln. (Abg. Belakowitsch: An welche?) Sie verführen andere Menschen, sich auch nicht an die Regeln zu halten (Abg. Belakowitsch: An welche?), und Sie gefährden dadurch Menschen in unserem Land. (Abg. Kickl: Unglaublich!) Das ist es, was Sie gerade machen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl: Unglaublich! Beantworten Sie einfach meine Fragen!)
Abg. Belakowitsch: An welche?
Sie wollen mit mir über Verantwortung reden. Das können wir gern machen. Ich sage Ihnen etwas: Ich bin ein absoluter Verfechter der Meinungsfreiheit (Heiterkeit bei der FPÖ – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), ich bin ein absoluter Verfechter, dass es im Parlament unterschiedliche und auch kritische Debatten gibt. Was Sie aber machen, Herr Klubobmann, ist: Sie halten sich nicht an die Regeln. (Abg. Belakowitsch: An welche?) Sie verführen andere Menschen, sich auch nicht an die Regeln zu halten (Abg. Belakowitsch: An welche?), und Sie gefährden dadurch Menschen in unserem Land. (Abg. Kickl: Unglaublich!) Das ist es, was Sie gerade machen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl: Unglaublich! Beantworten Sie einfach meine Fragen!)
Abg. Belakowitsch: An welche?
Sie wollen mit mir über Verantwortung reden. Das können wir gern machen. Ich sage Ihnen etwas: Ich bin ein absoluter Verfechter der Meinungsfreiheit (Heiterkeit bei der FPÖ – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), ich bin ein absoluter Verfechter, dass es im Parlament unterschiedliche und auch kritische Debatten gibt. Was Sie aber machen, Herr Klubobmann, ist: Sie halten sich nicht an die Regeln. (Abg. Belakowitsch: An welche?) Sie verführen andere Menschen, sich auch nicht an die Regeln zu halten (Abg. Belakowitsch: An welche?), und Sie gefährden dadurch Menschen in unserem Land. (Abg. Kickl: Unglaublich!) Das ist es, was Sie gerade machen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl: Unglaublich! Beantworten Sie einfach meine Fragen!)
Abg. Kickl: Unglaublich!
Sie wollen mit mir über Verantwortung reden. Das können wir gern machen. Ich sage Ihnen etwas: Ich bin ein absoluter Verfechter der Meinungsfreiheit (Heiterkeit bei der FPÖ – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), ich bin ein absoluter Verfechter, dass es im Parlament unterschiedliche und auch kritische Debatten gibt. Was Sie aber machen, Herr Klubobmann, ist: Sie halten sich nicht an die Regeln. (Abg. Belakowitsch: An welche?) Sie verführen andere Menschen, sich auch nicht an die Regeln zu halten (Abg. Belakowitsch: An welche?), und Sie gefährden dadurch Menschen in unserem Land. (Abg. Kickl: Unglaublich!) Das ist es, was Sie gerade machen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl: Unglaublich! Beantworten Sie einfach meine Fragen!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl: Unglaublich! Beantworten Sie einfach meine Fragen!
Sie wollen mit mir über Verantwortung reden. Das können wir gern machen. Ich sage Ihnen etwas: Ich bin ein absoluter Verfechter der Meinungsfreiheit (Heiterkeit bei der FPÖ – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), ich bin ein absoluter Verfechter, dass es im Parlament unterschiedliche und auch kritische Debatten gibt. Was Sie aber machen, Herr Klubobmann, ist: Sie halten sich nicht an die Regeln. (Abg. Belakowitsch: An welche?) Sie verführen andere Menschen, sich auch nicht an die Regeln zu halten (Abg. Belakowitsch: An welche?), und Sie gefährden dadurch Menschen in unserem Land. (Abg. Kickl: Unglaublich!) Das ist es, was Sie gerade machen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl: Unglaublich! Beantworten Sie einfach meine Fragen!)
Abg. Belakowitsch: Einsperren! Ja, das ist eine tolle Lösung!
Jetzt gerade im Moment versuchen die Landeshauptleute aus Wien, Niederösterreich und dem Burgenland gemeinsam mit dem Gesundheitsminister, mit Medizinern und Experten, alles zu unternehmen, dass die Intensivkapazitäten in Wien nicht überbelastet werden. Jetzt im Moment versucht der Gesundheitsminister mit den Zuständigen in der Ostregion, Lösungen zu finden (Abg. Belakowitsch: Einsperren! Ja, das ist eine tolle Lösung!), sodass jeder, der erkrankt, in Österreich auch eine ordentliche Behandlung erhält. Was Sie machen, ist, die ganze Zeit Leute anzustiften, sich möglichst wenig regelkonform zu verhalten, damit sich möglichst viele anstecken (Abg. Kickl: Legen Sie einen Beleg vor!) und dann möglichst viele auch in den Genuss kommen, auf der Intensivstation behandelt werden zu müssen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl: Legen Sie einen Beleg vor!)
Abg. Kickl: Legen Sie einen Beleg vor!
Jetzt gerade im Moment versuchen die Landeshauptleute aus Wien, Niederösterreich und dem Burgenland gemeinsam mit dem Gesundheitsminister, mit Medizinern und Experten, alles zu unternehmen, dass die Intensivkapazitäten in Wien nicht überbelastet werden. Jetzt im Moment versucht der Gesundheitsminister mit den Zuständigen in der Ostregion, Lösungen zu finden (Abg. Belakowitsch: Einsperren! Ja, das ist eine tolle Lösung!), sodass jeder, der erkrankt, in Österreich auch eine ordentliche Behandlung erhält. Was Sie machen, ist, die ganze Zeit Leute anzustiften, sich möglichst wenig regelkonform zu verhalten, damit sich möglichst viele anstecken (Abg. Kickl: Legen Sie einen Beleg vor!) und dann möglichst viele auch in den Genuss kommen, auf der Intensivstation behandelt werden zu müssen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl: Legen Sie einen Beleg vor!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl: Legen Sie einen Beleg vor!
Jetzt gerade im Moment versuchen die Landeshauptleute aus Wien, Niederösterreich und dem Burgenland gemeinsam mit dem Gesundheitsminister, mit Medizinern und Experten, alles zu unternehmen, dass die Intensivkapazitäten in Wien nicht überbelastet werden. Jetzt im Moment versucht der Gesundheitsminister mit den Zuständigen in der Ostregion, Lösungen zu finden (Abg. Belakowitsch: Einsperren! Ja, das ist eine tolle Lösung!), sodass jeder, der erkrankt, in Österreich auch eine ordentliche Behandlung erhält. Was Sie machen, ist, die ganze Zeit Leute anzustiften, sich möglichst wenig regelkonform zu verhalten, damit sich möglichst viele anstecken (Abg. Kickl: Legen Sie einen Beleg vor!) und dann möglichst viele auch in den Genuss kommen, auf der Intensivstation behandelt werden zu müssen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl: Legen Sie einen Beleg vor!)
Abg. Belakowitsch: Sie verunsichern!
Wenn nur Sie selber sich so verhalten würden, dann würde es das Land ja tragen können, dass Sie aber die ganze Zeit versuchen, Leute nicht nur zu verunsichern (Abg. Belakowitsch: Sie verunsichern!), sondern sie zu ermutigen (Abg. Hauser: Das stimmt ja nicht!), alles zu tun, was sie gefährdet, ist aus meiner Sicht verantwortungslos, und insofern können wir gern über die Frage der Verantwortung diskutieren. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Hauser: Das stimmt ja nicht!
Wenn nur Sie selber sich so verhalten würden, dann würde es das Land ja tragen können, dass Sie aber die ganze Zeit versuchen, Leute nicht nur zu verunsichern (Abg. Belakowitsch: Sie verunsichern!), sondern sie zu ermutigen (Abg. Hauser: Das stimmt ja nicht!), alles zu tun, was sie gefährdet, ist aus meiner Sicht verantwortungslos, und insofern können wir gern über die Frage der Verantwortung diskutieren. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wenn nur Sie selber sich so verhalten würden, dann würde es das Land ja tragen können, dass Sie aber die ganze Zeit versuchen, Leute nicht nur zu verunsichern (Abg. Belakowitsch: Sie verunsichern!), sondern sie zu ermutigen (Abg. Hauser: Das stimmt ja nicht!), alles zu tun, was sie gefährdet, ist aus meiner Sicht verantwortungslos, und insofern können wir gern über die Frage der Verantwortung diskutieren. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Kickl: Beantworten Sie die drei ganz einfachen Fragen! So schwer war es ja nicht zu verstehen! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen
Jetzt sage ich Ihnen ein paar Punkte zur FFP2-Maske (Abg. Kickl: Beantworten Sie die drei ganz einfachen Fragen! So schwer war es ja nicht zu verstehen! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), die Sie ganz bewusst nicht tragen: Alle Medizinerinnen und Mediziner, die uns in Österreich beraten, sind der klaren Auffassung (Abg. Belakowitsch: ... sollten Sie sich einmal ... eigene Beratung...!), dass Menschen, die miteinander in Kontakt kommen, einen sehr, sehr hohen Schutzstandard genießen, wenn sie eine FFP2-Maske tragen. Und ja, ich glaube, es ist sinnvoll, das zu tun (Abg. Belakowitsch: Das ist keine Glaubensfrage!), und wenn wir merken, dass die Mutationen immer ansteckender und aggressiver werden und auch jüngere Menschen immer gefährdeter sind, sind hoffentlich möglichst viele Menschen bereit (Abg. Belakowitsch: Was sagen Sie zum ...?), sich mit einer FFP2-Maske zu schützen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Belakowitsch: ... sollten Sie sich einmal ... eigene Beratung...!
Jetzt sage ich Ihnen ein paar Punkte zur FFP2-Maske (Abg. Kickl: Beantworten Sie die drei ganz einfachen Fragen! So schwer war es ja nicht zu verstehen! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), die Sie ganz bewusst nicht tragen: Alle Medizinerinnen und Mediziner, die uns in Österreich beraten, sind der klaren Auffassung (Abg. Belakowitsch: ... sollten Sie sich einmal ... eigene Beratung...!), dass Menschen, die miteinander in Kontakt kommen, einen sehr, sehr hohen Schutzstandard genießen, wenn sie eine FFP2-Maske tragen. Und ja, ich glaube, es ist sinnvoll, das zu tun (Abg. Belakowitsch: Das ist keine Glaubensfrage!), und wenn wir merken, dass die Mutationen immer ansteckender und aggressiver werden und auch jüngere Menschen immer gefährdeter sind, sind hoffentlich möglichst viele Menschen bereit (Abg. Belakowitsch: Was sagen Sie zum ...?), sich mit einer FFP2-Maske zu schützen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Das ist keine Glaubensfrage!
Jetzt sage ich Ihnen ein paar Punkte zur FFP2-Maske (Abg. Kickl: Beantworten Sie die drei ganz einfachen Fragen! So schwer war es ja nicht zu verstehen! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), die Sie ganz bewusst nicht tragen: Alle Medizinerinnen und Mediziner, die uns in Österreich beraten, sind der klaren Auffassung (Abg. Belakowitsch: ... sollten Sie sich einmal ... eigene Beratung...!), dass Menschen, die miteinander in Kontakt kommen, einen sehr, sehr hohen Schutzstandard genießen, wenn sie eine FFP2-Maske tragen. Und ja, ich glaube, es ist sinnvoll, das zu tun (Abg. Belakowitsch: Das ist keine Glaubensfrage!), und wenn wir merken, dass die Mutationen immer ansteckender und aggressiver werden und auch jüngere Menschen immer gefährdeter sind, sind hoffentlich möglichst viele Menschen bereit (Abg. Belakowitsch: Was sagen Sie zum ...?), sich mit einer FFP2-Maske zu schützen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Was sagen Sie zum ...?
Jetzt sage ich Ihnen ein paar Punkte zur FFP2-Maske (Abg. Kickl: Beantworten Sie die drei ganz einfachen Fragen! So schwer war es ja nicht zu verstehen! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), die Sie ganz bewusst nicht tragen: Alle Medizinerinnen und Mediziner, die uns in Österreich beraten, sind der klaren Auffassung (Abg. Belakowitsch: ... sollten Sie sich einmal ... eigene Beratung...!), dass Menschen, die miteinander in Kontakt kommen, einen sehr, sehr hohen Schutzstandard genießen, wenn sie eine FFP2-Maske tragen. Und ja, ich glaube, es ist sinnvoll, das zu tun (Abg. Belakowitsch: Das ist keine Glaubensfrage!), und wenn wir merken, dass die Mutationen immer ansteckender und aggressiver werden und auch jüngere Menschen immer gefährdeter sind, sind hoffentlich möglichst viele Menschen bereit (Abg. Belakowitsch: Was sagen Sie zum ...?), sich mit einer FFP2-Maske zu schützen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Jetzt sage ich Ihnen ein paar Punkte zur FFP2-Maske (Abg. Kickl: Beantworten Sie die drei ganz einfachen Fragen! So schwer war es ja nicht zu verstehen! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), die Sie ganz bewusst nicht tragen: Alle Medizinerinnen und Mediziner, die uns in Österreich beraten, sind der klaren Auffassung (Abg. Belakowitsch: ... sollten Sie sich einmal ... eigene Beratung...!), dass Menschen, die miteinander in Kontakt kommen, einen sehr, sehr hohen Schutzstandard genießen, wenn sie eine FFP2-Maske tragen. Und ja, ich glaube, es ist sinnvoll, das zu tun (Abg. Belakowitsch: Das ist keine Glaubensfrage!), und wenn wir merken, dass die Mutationen immer ansteckender und aggressiver werden und auch jüngere Menschen immer gefährdeter sind, sind hoffentlich möglichst viele Menschen bereit (Abg. Belakowitsch: Was sagen Sie zum ...?), sich mit einer FFP2-Maske zu schützen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Ist es ja! – Abg. Kickl: ... was Sie immer bestritten haben! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ
Zum Testen: Das, was Sie als Testzwang bezeichnen (Abg. Belakowitsch: Ist es ja! – Abg. Kickl: ... was Sie immer bestritten haben! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), ist in Wahrheit der Grund dafür, dass wir in Österreich etwas mehr Freiheit erleben als viele unserer Nachbarländer. Wir haben vor sechs Wochen Öffnungsschritte gesetzt, und es ist gelungen, dass das Wachstum der Ansteckungszahlen nicht sofort ein explosionsartiges war. Die Experten sind sich einig (Abg. Kickl: Dass Ihnen das nicht zu blöd wird!), dass der Hauptgrund dafür ist, dass wir in Österreich mehr testen als die meisten anderen Länder dieser Welt. Es ist ein Erfolgsmodell (Abg. Belakowitsch: Ja, genau!), dass sich in Österreich jeder gratis testen lassen kann (Beifall bei ÖVP und Grünen – neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und ich bedanke mich bei allen. Ich bedanke mich bei den Ärzten, bei den Apothekern, bei den Bundesländern, bei allen Freiwilligen, die in den Teststraßen mitarbeiten. (Abg. Belakowitsch: Können Sie jetzt einmal eine Antwort geben?!)
Abg. Kickl: Dass Ihnen das nicht zu blöd wird!
Zum Testen: Das, was Sie als Testzwang bezeichnen (Abg. Belakowitsch: Ist es ja! – Abg. Kickl: ... was Sie immer bestritten haben! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), ist in Wahrheit der Grund dafür, dass wir in Österreich etwas mehr Freiheit erleben als viele unserer Nachbarländer. Wir haben vor sechs Wochen Öffnungsschritte gesetzt, und es ist gelungen, dass das Wachstum der Ansteckungszahlen nicht sofort ein explosionsartiges war. Die Experten sind sich einig (Abg. Kickl: Dass Ihnen das nicht zu blöd wird!), dass der Hauptgrund dafür ist, dass wir in Österreich mehr testen als die meisten anderen Länder dieser Welt. Es ist ein Erfolgsmodell (Abg. Belakowitsch: Ja, genau!), dass sich in Österreich jeder gratis testen lassen kann (Beifall bei ÖVP und Grünen – neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und ich bedanke mich bei allen. Ich bedanke mich bei den Ärzten, bei den Apothekern, bei den Bundesländern, bei allen Freiwilligen, die in den Teststraßen mitarbeiten. (Abg. Belakowitsch: Können Sie jetzt einmal eine Antwort geben?!)
Abg. Belakowitsch: Ja, genau!
Zum Testen: Das, was Sie als Testzwang bezeichnen (Abg. Belakowitsch: Ist es ja! – Abg. Kickl: ... was Sie immer bestritten haben! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), ist in Wahrheit der Grund dafür, dass wir in Österreich etwas mehr Freiheit erleben als viele unserer Nachbarländer. Wir haben vor sechs Wochen Öffnungsschritte gesetzt, und es ist gelungen, dass das Wachstum der Ansteckungszahlen nicht sofort ein explosionsartiges war. Die Experten sind sich einig (Abg. Kickl: Dass Ihnen das nicht zu blöd wird!), dass der Hauptgrund dafür ist, dass wir in Österreich mehr testen als die meisten anderen Länder dieser Welt. Es ist ein Erfolgsmodell (Abg. Belakowitsch: Ja, genau!), dass sich in Österreich jeder gratis testen lassen kann (Beifall bei ÖVP und Grünen – neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und ich bedanke mich bei allen. Ich bedanke mich bei den Ärzten, bei den Apothekern, bei den Bundesländern, bei allen Freiwilligen, die in den Teststraßen mitarbeiten. (Abg. Belakowitsch: Können Sie jetzt einmal eine Antwort geben?!)
Beifall bei ÖVP und Grünen – neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Zum Testen: Das, was Sie als Testzwang bezeichnen (Abg. Belakowitsch: Ist es ja! – Abg. Kickl: ... was Sie immer bestritten haben! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), ist in Wahrheit der Grund dafür, dass wir in Österreich etwas mehr Freiheit erleben als viele unserer Nachbarländer. Wir haben vor sechs Wochen Öffnungsschritte gesetzt, und es ist gelungen, dass das Wachstum der Ansteckungszahlen nicht sofort ein explosionsartiges war. Die Experten sind sich einig (Abg. Kickl: Dass Ihnen das nicht zu blöd wird!), dass der Hauptgrund dafür ist, dass wir in Österreich mehr testen als die meisten anderen Länder dieser Welt. Es ist ein Erfolgsmodell (Abg. Belakowitsch: Ja, genau!), dass sich in Österreich jeder gratis testen lassen kann (Beifall bei ÖVP und Grünen – neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und ich bedanke mich bei allen. Ich bedanke mich bei den Ärzten, bei den Apothekern, bei den Bundesländern, bei allen Freiwilligen, die in den Teststraßen mitarbeiten. (Abg. Belakowitsch: Können Sie jetzt einmal eine Antwort geben?!)
Abg. Belakowitsch: Können Sie jetzt einmal eine Antwort geben?!
Zum Testen: Das, was Sie als Testzwang bezeichnen (Abg. Belakowitsch: Ist es ja! – Abg. Kickl: ... was Sie immer bestritten haben! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), ist in Wahrheit der Grund dafür, dass wir in Österreich etwas mehr Freiheit erleben als viele unserer Nachbarländer. Wir haben vor sechs Wochen Öffnungsschritte gesetzt, und es ist gelungen, dass das Wachstum der Ansteckungszahlen nicht sofort ein explosionsartiges war. Die Experten sind sich einig (Abg. Kickl: Dass Ihnen das nicht zu blöd wird!), dass der Hauptgrund dafür ist, dass wir in Österreich mehr testen als die meisten anderen Länder dieser Welt. Es ist ein Erfolgsmodell (Abg. Belakowitsch: Ja, genau!), dass sich in Österreich jeder gratis testen lassen kann (Beifall bei ÖVP und Grünen – neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und ich bedanke mich bei allen. Ich bedanke mich bei den Ärzten, bei den Apothekern, bei den Bundesländern, bei allen Freiwilligen, die in den Teststraßen mitarbeiten. (Abg. Belakowitsch: Können Sie jetzt einmal eine Antwort geben?!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch, Stefan und Wurm.
Es kommen Deutsche aus Bayern über die Grenze, um sich im Grenzgebiet in Österreich testen zu lassen, weil sie das Angebot so nicht haben. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch, Stefan und Wurm.) Ich kann Ihnen nur sagen, dieses Angebot ist einzigartig (Abg. Belakowitsch: Was erzählen Sie denn für Märchen?!), und wir sollten froh sein, dass es in Österreich jetzt vorhanden ist. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: Jetzt wird es aber peinlich!)
Abg. Belakowitsch: Was erzählen Sie denn für Märchen?!
Es kommen Deutsche aus Bayern über die Grenze, um sich im Grenzgebiet in Österreich testen zu lassen, weil sie das Angebot so nicht haben. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch, Stefan und Wurm.) Ich kann Ihnen nur sagen, dieses Angebot ist einzigartig (Abg. Belakowitsch: Was erzählen Sie denn für Märchen?!), und wir sollten froh sein, dass es in Österreich jetzt vorhanden ist. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: Jetzt wird es aber peinlich!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: Jetzt wird es aber peinlich!
Es kommen Deutsche aus Bayern über die Grenze, um sich im Grenzgebiet in Österreich testen zu lassen, weil sie das Angebot so nicht haben. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch, Stefan und Wurm.) Ich kann Ihnen nur sagen, dieses Angebot ist einzigartig (Abg. Belakowitsch: Was erzählen Sie denn für Märchen?!), und wir sollten froh sein, dass es in Österreich jetzt vorhanden ist. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: Jetzt wird es aber peinlich!)
Abg. Belakowitsch: Das tun Sie ja dauernd!
Jetzt zum dritten Punkt: Wie kann man hinsichtlich des Impfens nur sagen, wir missbrauchen die Großeltern? (Abg. Belakowitsch: Das tun Sie ja dauernd!) Ich kann Ihnen nur sagen - - (Abg. Kickl: Ja, natürlich machen Sie das! – Abg. Belakowitsch: Warum sind die Kinder alle schon so fertig?)
Abg. Kickl: Ja, natürlich machen Sie das! – Abg. Belakowitsch: Warum sind die Kinder alle schon so fertig?
Jetzt zum dritten Punkt: Wie kann man hinsichtlich des Impfens nur sagen, wir missbrauchen die Großeltern? (Abg. Belakowitsch: Das tun Sie ja dauernd!) Ich kann Ihnen nur sagen - - (Abg. Kickl: Ja, natürlich machen Sie das! – Abg. Belakowitsch: Warum sind die Kinder alle schon so fertig?)
Abg. Belakowitsch: ... Lärmpegel! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich würde Sie bitten: Könnten Sie so höflich sein und ausreden lassen?! Wir haben den Klubobmann vorhin auch ungestört reden lassen. (Abg. Belakowitsch: ... Lärmpegel! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich würde Sie darum bitten, denn es macht doch kein gutes Bild im Fernsehen, wenn Sie permanent unterbrechen. (Abg. Belakowitsch: Dann soll er einmal eine Antwort geben!) Sie haben ja genügend Möglichkeit. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Dann soll er einmal eine Antwort geben!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich würde Sie bitten: Könnten Sie so höflich sein und ausreden lassen?! Wir haben den Klubobmann vorhin auch ungestört reden lassen. (Abg. Belakowitsch: ... Lärmpegel! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich würde Sie darum bitten, denn es macht doch kein gutes Bild im Fernsehen, wenn Sie permanent unterbrechen. (Abg. Belakowitsch: Dann soll er einmal eine Antwort geben!) Sie haben ja genügend Möglichkeit. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich würde Sie bitten: Könnten Sie so höflich sein und ausreden lassen?! Wir haben den Klubobmann vorhin auch ungestört reden lassen. (Abg. Belakowitsch: ... Lärmpegel! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich würde Sie darum bitten, denn es macht doch kein gutes Bild im Fernsehen, wenn Sie permanent unterbrechen. (Abg. Belakowitsch: Dann soll er einmal eine Antwort geben!) Sie haben ja genügend Möglichkeit. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Voll!
Bundeskanzler Sebastian Kurz (fortsetzend): Ich kann Sie nur ersuchen: Hören Sie doch einmal in die Bevölkerung hinein! Die Masse der Menschen ist doch froh, dass es einen Impfstoff gibt (Abg. Belakowitsch: Voll!), die Masse der Menschen ist doch der Wissenschaft dankbar, dass in kürzester Zeit ein Impfstoff entwickelt wurde, und die Masse der Menschen freut sich darauf, wenn wir durch die Impfung wieder zur Normalität zurückkehren können. (Abg. Kickl: Beantworten Sie die drei ganz einfachen Fragen!)
Abg. Kickl: Beantworten Sie die drei ganz einfachen Fragen!
Bundeskanzler Sebastian Kurz (fortsetzend): Ich kann Sie nur ersuchen: Hören Sie doch einmal in die Bevölkerung hinein! Die Masse der Menschen ist doch froh, dass es einen Impfstoff gibt (Abg. Belakowitsch: Voll!), die Masse der Menschen ist doch der Wissenschaft dankbar, dass in kürzester Zeit ein Impfstoff entwickelt wurde, und die Masse der Menschen freut sich darauf, wenn wir durch die Impfung wieder zur Normalität zurückkehren können. (Abg. Kickl: Beantworten Sie die drei ganz einfachen Fragen!)
Abg. Kickl: Ist das jetzt gesichert, dass es keine Ansteckung gibt? Ist das jetzt gesichert? Das ist ja nicht so schwer!
Wer hat denn Interesse daran, mit der Eltern- oder Großelterngeneration zusammenzutreffen und sich die ganze Zeit zu fragen: Hoffentlich stecke ich sie dabei nicht an!? – Insofern kann ich Ihnen Ihre Fragen gerne - - (Abg. Kickl: Ist das jetzt gesichert, dass es keine Ansteckung gibt? Ist das jetzt gesichert? Das ist ja nicht so schwer!) – Herr Klubobmann, beruhigen Sie sich! (Abg. Kickl: Das ist eine ganz einfache Frage: Ist das jetzt gesichert!) Ich kann Ihnen Ihre Frage gerne beantworten. (Abg. Belakowitsch: Ja, bitte!)
Abg. Kickl: Das ist eine ganz einfache Frage: Ist das jetzt gesichert!
Wer hat denn Interesse daran, mit der Eltern- oder Großelterngeneration zusammenzutreffen und sich die ganze Zeit zu fragen: Hoffentlich stecke ich sie dabei nicht an!? – Insofern kann ich Ihnen Ihre Fragen gerne - - (Abg. Kickl: Ist das jetzt gesichert, dass es keine Ansteckung gibt? Ist das jetzt gesichert? Das ist ja nicht so schwer!) – Herr Klubobmann, beruhigen Sie sich! (Abg. Kickl: Das ist eine ganz einfache Frage: Ist das jetzt gesichert!) Ich kann Ihnen Ihre Frage gerne beantworten. (Abg. Belakowitsch: Ja, bitte!)
Abg. Belakowitsch: Ja, bitte!
Wer hat denn Interesse daran, mit der Eltern- oder Großelterngeneration zusammenzutreffen und sich die ganze Zeit zu fragen: Hoffentlich stecke ich sie dabei nicht an!? – Insofern kann ich Ihnen Ihre Fragen gerne - - (Abg. Kickl: Ist das jetzt gesichert, dass es keine Ansteckung gibt? Ist das jetzt gesichert? Das ist ja nicht so schwer!) – Herr Klubobmann, beruhigen Sie sich! (Abg. Kickl: Das ist eine ganz einfache Frage: Ist das jetzt gesichert!) Ich kann Ihnen Ihre Frage gerne beantworten. (Abg. Belakowitsch: Ja, bitte!)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Natürlich sind die Mutationen eine Herausforderung für die Wissenschaft und insbesondere auch für die Impfstoffe. Natürlich ist es notwendig – und es wird auch in den nächsten Jahren immer wieder notwendig sein –, die Impfstoffe anzupassen, aber schauen wir doch in Länder mit einer hohen Durchimpfungsrate wie Israel und andere! Was endet dort? – Das Sterben endet. Was geht dort zurück? – Die Zahl der Menschen auf den Intensivstationen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Was wird dort weniger? – Die Zahl der Menschen im Spital. (Abg. Kickl: ... gehen in Schweden auch zurück!) Und das
Abg. Kickl: ... gehen in Schweden auch zurück!
Natürlich sind die Mutationen eine Herausforderung für die Wissenschaft und insbesondere auch für die Impfstoffe. Natürlich ist es notwendig – und es wird auch in den nächsten Jahren immer wieder notwendig sein –, die Impfstoffe anzupassen, aber schauen wir doch in Länder mit einer hohen Durchimpfungsrate wie Israel und andere! Was endet dort? – Das Sterben endet. Was geht dort zurück? – Die Zahl der Menschen auf den Intensivstationen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Was wird dort weniger? – Die Zahl der Menschen im Spital. (Abg. Kickl: ... gehen in Schweden auch zurück!) Und das
Abg. Kickl: Es ist unglaublich, keine einzige Antwort!
ist es doch, was wir alle wollen sollten, und zwar über die Parteigrenzen hinweg. (Abg. Kickl: Es ist unglaublich, keine einzige Antwort!) – Vielen Dank. (Anhaltender Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: Es wurde keine einzige Frage beantwortet! – Abg. Kickl: Frei von Evidenz! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Wie immer!)
Anhaltender Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: Es wurde keine einzige Frage beantwortet! – Abg. Kickl: Frei von Evidenz! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Wie immer!
ist es doch, was wir alle wollen sollten, und zwar über die Parteigrenzen hinweg. (Abg. Kickl: Es ist unglaublich, keine einzige Antwort!) – Vielen Dank. (Anhaltender Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: Es wurde keine einzige Frage beantwortet! – Abg. Kickl: Frei von Evidenz! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Wie immer!)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Während man am Beginn von Tröpfcheninfektion ausgegangen ist, war der Mund-Nasen-Schutz das Adäquate, praktisch der Spuckschutz, der andere schützt. Mittlerweile weiß man, dass Aerosole mindestens ebenso bedeutend sind, deshalb die FFP2-Masken, die nicht nur das Gegenüber, sondern auch einen selber schützen. Das ist eine Maßnahme, die bestens mit den meisten wirtschaftlichen und sozialen Interaktionen kompatibel ist, eine vernünftige Maßnahme, und ich bin jedem Menschen dankbar, der sich auch daran hält. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Impfung zunehmend allen angeboten werden kann, die sich impfen lassen wollen. Für diese Perspektive kann die Regierung die Weichen stellen, und das tut sie auch. Um diese Perspektive aber Wirklichkeit werden zu lassen, sind wir alle aufgerufen; das hängt davon ab, wie wir alle uns verhalten. Ich bin jedem dankbar, der sich verantwortungsbewusst verhält, der sich und andere schützt und uns hilft, diese positive Perspektive bis zum Sommer zu realisieren. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Diese Perspektive mit unserem Verhalten vorzuzeigen, dazu sind wir alle aufgerufen – nicht nur die Regierungsfraktionen, sondern genauso die Sozialdemokratie, die NEOS, und ich weiß, dass es auch unter den Freiheitlichen viele Menschen gibt, die gemeinsam diesen verantwortungsvollen Weg mit uns gehen. Machen wir es gemeinsam, dann kriegen wir das auch hin! – Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Allgemeiner Beifall.
Ich möchte diese Gelegenheit auch dazu nützen, nicht nur unserer Zweiten Nationalratspräsidentin Doris Bures an dieser Stelle gute Besserung zu wünschen, sondern auch, gerade weil es eine Aktuelle Stunde der FPÖ ist, dem oberösterreichischen Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner, der ja sehr schwer erkrankt ist und auf der Intensivstation liegt. (Allgemeiner Beifall.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Kickl.
In Österreich sind in den letzten zwölf Monaten auch über 9 000 Menschen an Covid verstorben; alleine in den letzten sieben Tagen waren es 133 Menschen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Kickl.) Ich denke, die Politik darf diese Zahlen nicht beiseitewischen. Wir dürfen uns an diese Zahlen nicht gewöhnen, nein, wir dürfen uns damit nicht abfinden!
Beifall bei der SPÖ.
Es ist zentrale Aufgabe einer Bundesregierung, alles dafür zu tun, Todesfälle und schwere Erkrankungen, die vermeidbar sind, zu verhindern und zu vermeiden, alles dafür zu tun, den Anstieg der Zahl der Patienten auf den Intensivstationen zu stoppen – weil es laut den Experten und den Ärzten, die Sie schon erwähnt haben, Herr Bundeskanzler, jetzt eine rasche Trendumkehr in Österreich braucht. Wenn ich mir allerdings das Ergebnis Ihres Coronagipfels am Montag anschaue, dann sehe ich, dass dort keine Entscheidung getroffen wurde. Es ist eigentlich ein Nichtergebnis, das am Montag bei Ihrem Gipfel herausgekommen ist. Es ist keine Entscheidung getroffen worden, um diese notwendige Trendumkehr herbeizuführen. Genau dieses Nichtentscheiden, dieses Nichthandeln ist Ausdruck von Planlosigkeit, ist Ausdruck einer Hilflosigkeit und Zeichen eines Autoritätsverlustes – und das mitten in einer Jahrhundertkrise. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist auch kein Wunder, dass die Bevölkerung jetzt nicht mehr so mitgeht. Die Bevölkerung geht nicht mit, weil sie nicht weiß, wohin sie mitgehen soll – keine Orientierung, kein Plan, kein Ziel. Dabei bräuchte es jetzt in dieser wichtigen Phase keine Regierung, die coronamüde ist, keine Regierung, die Verantwortung abschiebt, wenn es eng wird. Es bräuchte eine Bundesregierung, die das Ruder fest in der Hand hat, die den Mut hat, das zu tun, was für unser Land jetzt notwendig ist. Ich bin überzeugt: Würde die Regierung den Mut zur Ehrlichkeit haben, würde sie diese Entschlossenheit an den Tag legen, würde sie ein klares Ziel haben, dann wäre auf diesen entscheidenden letzten Metern eine gemeinsame Kraftanstrengung im Kampf gegen Corona möglich. Es geht um nichts anderes als den Schutz Österreichs. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Pfurtscheller: Das stimmt ja nicht! – Abg. Steinacker: ... Medienfreiheit! Die schreiben, was sie wollen! Unglaublich!
Abgeordnete Dr. Susanne Fürst (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Wenn Sie erlauben, Herr Bundeskanzler, möchte ich Ihnen jetzt auch mitteilen, was ich von Ihrer Art, Politik zu machen, halte. Ich darf auf Ihr Statement eingehen: Sie reden von Grundrechten, vom Hochhalten der Meinungsfreit, lassen sie aber gleichzeitig seit einem Jahr unterdrücken. Vom ersten Tag an, vor einem Jahr, wurden Menschen, die einfach nur leise Kritik an den Regierungsmaßmaßnahmen äußerten, von den Medien ins Covidioteneck, ins Coronaleugnereck gestellt. Sie haben sich nie dagegen ausgesprochen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Pfurtscheller: Das stimmt ja nicht! – Abg. Steinacker: ... Medienfreiheit! Die schreiben, was sie wollen! Unglaublich!) Vom ersten Tag an diese Polarisierung, da darf man sich nicht wundern, wenn man dann nicht alle Menschen mitnimmt.
Abg. Steinacker: Und Neonazis! Und ...! – Zwischenrufe der Abgeordneten Pfurtscheller und Stefan.
Sie sprechen vom Hochhalten der Versammlungsfreiheit – wir wissen, was in Wahrheit los ist. Dort sind keine Coronaleugner, Covidioten, dort sind Eltern, die sich wahnsinnige Sorgen um ihre Kinder und Jugendlichen machen. (Abg. Steinacker: Und Neonazis! Und ...! – Zwischenrufe der Abgeordneten Pfurtscheller und Stefan.) Dort sind viele, unglaublich viele Leute, die ihren Job verloren haben und die sich Sorgen um die Zukunft machen (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), ich meine, man braucht sich nur die Wirtschaftsdaten anzusehen!
Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen
Sie sprechen vom Hochhalten der Versammlungsfreiheit – wir wissen, was in Wahrheit los ist. Dort sind keine Coronaleugner, Covidioten, dort sind Eltern, die sich wahnsinnige Sorgen um ihre Kinder und Jugendlichen machen. (Abg. Steinacker: Und Neonazis! Und ...! – Zwischenrufe der Abgeordneten Pfurtscheller und Stefan.) Dort sind viele, unglaublich viele Leute, die ihren Job verloren haben und die sich Sorgen um die Zukunft machen (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), ich meine, man braucht sich nur die Wirtschaftsdaten anzusehen!
Abg. Martin Graf: Unglaublich!
Sie sprechen davon, dass die Landeshauptleute von Wien, Niederösterreich und dem Burgenland gerade Tag und Nacht tagen, um die Intensivkapazitäten irgendwie aufrechtzuerhalten. – Ja, da frage ich mich, ein Jahr Corona, mit heutigem Stand sind 437 Coronapatienten auf der Intensivstation – ja, das ist traurig –, das sind unter 50 Prozent der Plätze, die für Coronapatienten reserviert sind. Das heißt, nach einem Jahr Coronakrise haben wir in ganz Österreich nicht einmal 1 000 Plätze für Coronapatienten reserviert (Abg. Martin Graf: Unglaublich!) – nach einem Jahr Coronakrise, die, wie Sie jeden Tag sagen, die größte Krise seit Jahrzehnten ist! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie sprechen davon, dass die Landeshauptleute von Wien, Niederösterreich und dem Burgenland gerade Tag und Nacht tagen, um die Intensivkapazitäten irgendwie aufrechtzuerhalten. – Ja, da frage ich mich, ein Jahr Corona, mit heutigem Stand sind 437 Coronapatienten auf der Intensivstation – ja, das ist traurig –, das sind unter 50 Prozent der Plätze, die für Coronapatienten reserviert sind. Das heißt, nach einem Jahr Coronakrise haben wir in ganz Österreich nicht einmal 1 000 Plätze für Coronapatienten reserviert (Abg. Martin Graf: Unglaublich!) – nach einem Jahr Coronakrise, die, wie Sie jeden Tag sagen, die größte Krise seit Jahrzehnten ist! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Steinacker: ... Politik nicht in Ihre Hände legen, wirklich nicht!
Wie kann man das verstehen? Da müsste man doch naheliegenderweise davon ausgehen, da Sie den Fokus nur auf Corona legen und alles andere beiseitelassen (Abg. Steinacker: ... Politik nicht in Ihre Hände legen, wirklich nicht!) – alles andere, was sich an Schäden türmt, an Gesundheitsschäden, an psychischen Schäden, an wirtschaftlichen und sozialen Schäden, lassen Sie beiseite, es gilt der alleinige Fokus Corona, und trotzdem haben Sie auf den Intensivstationen in Österreich nicht einmal 1 000 Plätze geschaffen –, dass Sie den Gesundheitsminister anweisen, alle Kapazitäten, alles Geld dafür aufzuwenden, dass die Spitzenzeiten bei Infektionskrankheiten – das weiß man ja: Spätherbst und dann bei Frühlingsbeginn – abgefangen werden können.
Rufe bei der ÖVP: Der Wähler!
Wir haben das Coronavirus noch nie geleugnet. Wer sagt, dass wir uns unvernünftig verhalten? (Rufe bei der ÖVP: Der Wähler!) Man spricht sich gegen einen konsequenten Bruch unserer Verfassung aus, gegen unsere Grundrechte, gegen alles, was wir bisher vertreten haben. All das wird jetzt mit Füßen getreten, und dagegen sprechen wir uns aus. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben das Coronavirus noch nie geleugnet. Wer sagt, dass wir uns unvernünftig verhalten? (Rufe bei der ÖVP: Der Wähler!) Man spricht sich gegen einen konsequenten Bruch unserer Verfassung aus, gegen unsere Grundrechte, gegen alles, was wir bisher vertreten haben. All das wird jetzt mit Füßen getreten, und dagegen sprechen wir uns aus. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zur Impfung kann ich nur sagen: Sie kündigen an, bis Juni werden fünf Millionen Österreicher geimpft, danach dürfen/können wir in die Normalität zurückkehren. – Ja, freiwillig bitte, alles freiwillig! Die Menschen nehmen das an, wenn sie informiert werden, wenn sie sachlich informiert werden, am besten wären Gespräche mit dem Arzt, wie wir es immer gemacht haben. Ja, die Menschen, sehr, sehr viele Menschen, wollen geimpft werden, und sie sollen auch geimpft werden, natürlich. Wer will, soll auch die FFP2-Maske tragen, und so weiter. Dieser Zwang aber, den Sie ausüben, bei den Kindern in den Schulen, bei den Angestellten, die die Maske 8 bis 10 Stunden tragen müssen, weshalb man Gesundheitsrisken wirklich nicht ausschließen kann – das hat übrigens auch (in Richtung SPÖ) die Frau Vorsitzende noch vor wenigen Monaten gesagt, jetzt sagt sie es nicht mehr –, ist das, was falsch ist. Sie reden nur schwarz und weiß, so ist es nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Pfurtscheller und Steinacker.
Freiwillig bitte, alles! (Zwischenrufe der Abgeordneten Pfurtscheller und Steinacker.) Sie sagen: Impfung, freiwillig! Und was spielt sich ab, schon bei der Priorisierungsliste? Es heißt, zuerst bei den Älteren in den Pflege-, Altersheimen, Behindertenheimen Impfungen anbieten, völlig richtig, wie aber schaut die Freiwilligkeit aus? – Es ist enormer Druck. Den Bewohnern wird gesagt: Du darfst sonst nicht mehr aus dem Zimmer raus, du darfst nicht in die Gruppe rein! Das Personal – ich meine, die Menschen sind ja abhängig, die verlieren sonst ihren Job – wird enorm unter Druck gesetzt. Das ist freiwillig? – Nein, das ist nicht freiwillig! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Freiwillig bitte, alles! (Zwischenrufe der Abgeordneten Pfurtscheller und Steinacker.) Sie sagen: Impfung, freiwillig! Und was spielt sich ab, schon bei der Priorisierungsliste? Es heißt, zuerst bei den Älteren in den Pflege-, Altersheimen, Behindertenheimen Impfungen anbieten, völlig richtig, wie aber schaut die Freiwilligkeit aus? – Es ist enormer Druck. Den Bewohnern wird gesagt: Du darfst sonst nicht mehr aus dem Zimmer raus, du darfst nicht in die Gruppe rein! Das Personal – ich meine, die Menschen sind ja abhängig, die verlieren sonst ihren Job – wird enorm unter Druck gesetzt. Das ist freiwillig? – Nein, das ist nicht freiwillig! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Tabubruch unserer Verfassung ohnegleichen! Das alles im Namen des Gesundheitsschutzes – schon sehr praktisch, wenn man das als Vorwand für viele andere Dinge, die mit Corona vielleicht nicht so viel zu tun haben, nehmen kann. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Auf Twitter, glaube ich, haben Sie ein paar ...!
Kollege Kickl, ich gebe Ihnen recht, es gibt keinen Grund zu Häme oder Schadenfreude, und Sie werden bei uns auch keine Häme oder Schadenfreude erleben. (Abg. Kickl: Auf Twitter, glaube ich, haben Sie ein paar ...!) Ganz im Gegenteil! Wir bangen nämlich, genauso wie auch Sie in der Zwischenzeit bangen, um das Leben des Herrn Haimbuchner, den ich beispielsweise selber seit über 20 Jahren kenne. Das geht mir selber nahe, wenn jemand aus meiner Nachbargemeinde mit 42 Jahren, gerade einmal zwei Jahre jünger als ich, schwer an Corona erkrankt und eben jetzt gerade um sein Leben kämpft. Da gibt es keine Häme und keine Schadenfreude. (Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ.
Kollege Kickl, ich gebe Ihnen recht, es gibt keinen Grund zu Häme oder Schadenfreude, und Sie werden bei uns auch keine Häme oder Schadenfreude erleben. (Abg. Kickl: Auf Twitter, glaube ich, haben Sie ein paar ...!) Ganz im Gegenteil! Wir bangen nämlich, genauso wie auch Sie in der Zwischenzeit bangen, um das Leben des Herrn Haimbuchner, den ich beispielsweise selber seit über 20 Jahren kenne. Das geht mir selber nahe, wenn jemand aus meiner Nachbargemeinde mit 42 Jahren, gerade einmal zwei Jahre jünger als ich, schwer an Corona erkrankt und eben jetzt gerade um sein Leben kämpft. Da gibt es keine Häme und keine Schadenfreude. (Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ.)
Abg. Kickl: Sie nicken ja nur mehr ab!
Was steht dem gegenüber? – Ihre Politik. Sie reden die Masken schlecht, Sie kampagnisieren dagegen, Sie tun so, als ob im Endeffekt das Tragen einer Maske mehr oder minder der erste Weg in die Diktatur wäre. Sie reden übrigens die ganze Zeit von einer Diktatur. Ihr eigener Kollege, Kollege Wurm, hat das auch in der letzten Gesundheitsausschusssitzung gemacht und sozusagen die Diktatur, die Gesundheitsdiktatur in unserem Land herbeigeredet. (Abg. Kickl: Sie nicken ja nur mehr ab!)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich meine, damit desavouieren Sie nicht nur alle demokratischen Institutionen in diesem Land, sondern uns alle hier herinnen, die wir hier als demokratische Vertreterinnen und Vertreter des Landes sitzen, all die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, die Landtagsabgeordneten in diesem Land, die tagtäglich auch in der Krise dafür arbeiten, dass wir eben gut durchkommen. Sie alle desavouieren Sie genau mit solchen Aussagen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Kickl: Sehr frei!
Sie desavouieren damit genauso auch die freien Gerichte, die freie Presse, denn das gehört auch alles zu einem demokratischen Land dazu. (Abg. Kickl: Sehr frei!)
Heiterkeit und Beifall bei Grünen und ÖVP.
Sie kampagnisieren gegen die Tests. Ihr eigener Generalsekretär stellt sich hier heraus und tut so, als ob der Test keine Wirksamkeit habe, indem er hier mit Cola herummischt. Ich meine, ich weiß schon – vielleicht weiß Kollege Schnedlitz es noch nicht –, dass man das Ganze auch mit einem Schwangerschaftstest machen kann. Vielleicht kommt ja Kollege Schnedlitz als Nächstes dann darauf, dass man von Cola schwanger wird, aber okay. (Heiterkeit und Beifall bei Grünen und ÖVP.) Sogar Ihr eigener Experte, Kollege Allerberger, hat im Gesundheitsausschuss gesagt, dass asymptomatische Personen ein Ansteckungsrisiko für andere darstellen. Auch das ist ein Grund dafür, warum wir testen, testen, testen.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Sie kampagnisieren gegen die Impfung. Ihre eigene stellvertretende Klubobfrau hat erst letzte Woche wieder Fakenews verbreitet, indem sie von 4 000 Impftoten schwadroniert hat, davon angeblich 200 alleine in Deutschland. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Sie verunsichern die Menschen in einer Tour, Sie kampagnisieren in einer Tour, ohne jegliche Vernunft, ohne jegliche Demut – Demut, die Sie von anderen einfordern! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Sie kampagnisieren gegen die Impfung. Ihre eigene stellvertretende Klubobfrau hat erst letzte Woche wieder Fakenews verbreitet, indem sie von 4 000 Impftoten schwadroniert hat, davon angeblich 200 alleine in Deutschland. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Sie verunsichern die Menschen in einer Tour, Sie kampagnisieren in einer Tour, ohne jegliche Vernunft, ohne jegliche Demut – Demut, die Sie von anderen einfordern! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Kickl: Schauen Sie einmal nach Schweden! Es geht auch anders! Schauen Sie nach Schweden!
Also, liebe Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ, wenn Ihr von anderen etwas einfordert, dann geht lieber einmal in euch und schaut einmal bei euch selber, denn so ist das die allerallerletzte Art und Weise, wie man Politik betreibt. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Kickl: Schauen Sie einmal nach Schweden! Es geht auch anders! Schauen Sie nach Schweden!)
Abg. Belakowitsch: Na ja, deswegen!
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Herr Bundeskanzler, Sie haben das Impfen zur Chefsache erklärt – und was für ein Pallawatsch ist daraus geworden! (Abg. Belakowitsch: Na ja, deswegen!) Die Beschaffung von Impfstoffen ist von vorne bis hinten ein Chaos, obwohl es sich um eines der wichtigsten Projekte in der Zweiten Republik handelt. (Ruf: Das Schließen der Impfstoffroute!)
Ruf: Das Schließen der Impfstoffroute!
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Herr Bundeskanzler, Sie haben das Impfen zur Chefsache erklärt – und was für ein Pallawatsch ist daraus geworden! (Abg. Belakowitsch: Na ja, deswegen!) Die Beschaffung von Impfstoffen ist von vorne bis hinten ein Chaos, obwohl es sich um eines der wichtigsten Projekte in der Zweiten Republik handelt. (Ruf: Das Schließen der Impfstoffroute!)
Abg. Haubner: Widerspruch in sich, Kollege Loacker!
Sie haben letzten August erklärt, es handle sich um einen Wettlauf der Staaten, und dann wundert man sich, warum Sie im Mai 2020, als der Biontech-Gründer Christoph Huber Ihnen schon zum damaligen Zeitpunkt angeboten hat, Impfstoffe bei Biontech/Pfizer zu reservieren, gar nicht darauf reagiert haben. Im Mai letzten Jahres haben Sie also noch nicht erkannt, dass das Impfen ein Wettlauf der Staaten ist und dass man den Allerwertesten in Bewegung setzen sollte. (Abg. Haubner: Widerspruch in sich, Kollege Loacker!)
Beifall bei den NEOS
Zu Jahresbeginn hat dann das österreichische Gesundheitswesen mit der österreichischen Gemütlichkeit den Impfstart ein bisschen verschleppt und dann sind wieder Sie auf den Plan getreten und haben gesagt: Das muss schneller gehen! – Da frage ich mich: Wo waren Sie in der Zwischenzeit (Beifall bei den NEOS), dass Sie als Regierungschef gar nicht mitbekommen haben, wie eigentlich der Zeitplan fürs Impfen ausschaut, dass Ihnen das irgendwann im Jänner aufgefallen ist: Hm, warum wird da nicht geimpft?
Zwischenrufe der Abgeordneten Melchior und Strasser.
Und jetzt treten Sie wieder auf den Plan und erklären breitbeinig, dass Sie die Verträge mit den Impfstoffherstellern nicht gekannt hätten. Sie haben doch nicht geglaubt, dass man solche Mengen an Impfstoff irgendwie telefonisch bestellt?! Das können Sie doch nicht allen Ernstes angenommen haben! Dann hätten Sie ja den eigenen Schmäh vom Dezember geglaubt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Melchior und Strasser.)
Beifall bei den NEOS.
Jetzt erklären Sie den verschiedenen Chefredakteuren im Hintergrundgespräch, dass Ihr Kabinett die Verträge erst am 14. März bekommen hätte – also das können Sie Ihrer Oma erzählen! Die Bestellmengen waren Thema im Ministerrat, und zwar mehrfach – nachweislich! Sie werden ja nicht geglaubt haben, dass diese Bestellmengen einfach irgendwo besprochen und telefonisch vereinbart worden sind. Dass es Verträge gibt und dass so etwas wie eine Impfstoffbeschaffung für ganze Länder natürlich vertraglich, schriftlich vereinbart wird, muss Ihnen hoffentlich klar gewesen sein. Solche Verträge würde ich als Kanzler, wenn ich das zur Chefsache mache, auch persönlich sehen wollen, und zwar bevor sie unterschrieben sind und nicht irgendwann nachher. (Beifall bei den NEOS.)
Heiterkeit der Abg. Belakowitsch.
Sollte wahr sein, was Sie behaupten, nämlich dass Sektionschef Auer Ihnen das nicht zeigen wollte, na, dann würde ich als Kanzler dermaßen ausflippen, dass der die Verträge aber schnell herüberschiebt. Ein Beamter, der dem Regierungschef mit Verweis auf die Geheimhaltung sagt: Ich zeige dir das nicht!? (Heiterkeit der Abg. Belakowitsch.) – Das glaubt einfach kein Mensch, was Sie da für eine Geschichte auftischen. (Zwischenruf der Abg. Steinacker.)
Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Sollte wahr sein, was Sie behaupten, nämlich dass Sektionschef Auer Ihnen das nicht zeigen wollte, na, dann würde ich als Kanzler dermaßen ausflippen, dass der die Verträge aber schnell herüberschiebt. Ein Beamter, der dem Regierungschef mit Verweis auf die Geheimhaltung sagt: Ich zeige dir das nicht!? (Heiterkeit der Abg. Belakowitsch.) – Das glaubt einfach kein Mensch, was Sie da für eine Geschichte auftischen. (Zwischenruf der Abg. Steinacker.)
Abg. Steinacker: ... interessiert niemanden!
Wahrscheinlich haben Sie die Verträge die ganze Zeit gehabt, und sonst hätten Sie Zeit gehabt, sie sich zu beschaffen. Das haben Sie nicht getan, obwohl Impfen Ihrer Aussage nach Chefsache war. (Abg. Steinacker: ... interessiert niemanden!) Diese Geschichte glaubt Ihnen kein Mensch, der für 50 Cent Hirn im Schädel hat, und indem Sie uns für dumm verkaufen wollen, machen Sie Österreich in ganz Europa zur Lachnummer.
Beifall bei den NEOS. – Ruf bei den NEOS: Sehr gute Rede!
Sie kommen mit Malta daher! Malta hat weniger Einwohner als Salzburg und ein bisschen mehr als Vorarlberg. Das ist doch keine relevante Größe! Sie blamieren Österreich auf der internationalen Bühne vor den Augen von ganz Europa. (Beifall bei den NEOS. – Ruf bei den NEOS: Sehr gute Rede!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Also wenn in Österreich etwas chaotisch ist, dann ist es diese Opposition. Man kennt sich hinten und vorne nicht mehr aus, und es gipfelt in diesen Verschwörungstheorien von Klubobmann Kickl, die er täglich von sich gibt, mit denen er das Volk gegen jedwede Coronamaßnahme aufwiegelt. Es ist einfach verrückt, meine Damen und Herren von der FPÖ, was Sie hier jeden Tag aufführen und zum Besten geben! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Pandemie gibt es in Schweden auch!
Wir befinden uns in einer Pandemie. Ich weiß nicht, ob man das einmal erklären kann, aber es ist eine Pandemie. Das heißt, es ist nicht regional eingegrenzt, sondern wir haben eine weltweite Pandemie, wie wir sie seit 100 Jahren nicht mehr hatten, und wir von der Bundesregierung setzen hier gemeinsam Maßnahmen (Abg. Kickl: Pandemie gibt es in Schweden auch!), Gott sei Dank auch mit breiter Unterstützung von zwei Oppositionsfraktionen. Wir setzen Maßnahmen, dass wir diese Pandemie so gut wie möglich eindämmen und dass wir sie in den nächsten Monaten auch gemeinsam überstehen können. (Abg. Kickl: Das tun sie in Schweden auch!)
Abg. Kickl: Das tun sie in Schweden auch!
Wir befinden uns in einer Pandemie. Ich weiß nicht, ob man das einmal erklären kann, aber es ist eine Pandemie. Das heißt, es ist nicht regional eingegrenzt, sondern wir haben eine weltweite Pandemie, wie wir sie seit 100 Jahren nicht mehr hatten, und wir von der Bundesregierung setzen hier gemeinsam Maßnahmen (Abg. Kickl: Pandemie gibt es in Schweden auch!), Gott sei Dank auch mit breiter Unterstützung von zwei Oppositionsfraktionen. Wir setzen Maßnahmen, dass wir diese Pandemie so gut wie möglich eindämmen und dass wir sie in den nächsten Monaten auch gemeinsam überstehen können. (Abg. Kickl: Das tun sie in Schweden auch!)
in Richtung Abg. Kickl
Und was tun Sie? – Sie zweifeln alles an, auch betreffend den Impfstoff, ob er wirkt. Vor ein paar Wochen hast du (in Richtung Abg. Kickl) in Fernsehdiskussionen gesagt, es sei überhaupt nicht gewährleistet, wie sicher der Impfstoff ist. (Abg. Belakowitsch: Das stimmt ja auch!) – Ja, kapiert ihr nicht, dass es die einzige Möglichkeit ist, dass wir impfen, impfen, impfen und parallel dazu testen, testen, testen, damit wir diese Krise bewältigen können? Es gibt keinen anderen Weg, meine Damen und Herren, als zu impfen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Das stimmt ja auch!
Und was tun Sie? – Sie zweifeln alles an, auch betreffend den Impfstoff, ob er wirkt. Vor ein paar Wochen hast du (in Richtung Abg. Kickl) in Fernsehdiskussionen gesagt, es sei überhaupt nicht gewährleistet, wie sicher der Impfstoff ist. (Abg. Belakowitsch: Das stimmt ja auch!) – Ja, kapiert ihr nicht, dass es die einzige Möglichkeit ist, dass wir impfen, impfen, impfen und parallel dazu testen, testen, testen, damit wir diese Krise bewältigen können? Es gibt keinen anderen Weg, meine Damen und Herren, als zu impfen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Und was tun Sie? – Sie zweifeln alles an, auch betreffend den Impfstoff, ob er wirkt. Vor ein paar Wochen hast du (in Richtung Abg. Kickl) in Fernsehdiskussionen gesagt, es sei überhaupt nicht gewährleistet, wie sicher der Impfstoff ist. (Abg. Belakowitsch: Das stimmt ja auch!) – Ja, kapiert ihr nicht, dass es die einzige Möglichkeit ist, dass wir impfen, impfen, impfen und parallel dazu testen, testen, testen, damit wir diese Krise bewältigen können? Es gibt keinen anderen Weg, meine Damen und Herren, als zu impfen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Na ja?
Jetzt kommen die Supervorschläge betreffend die Frage, ob der Impfstoff wirkt. (Abg. Belakowitsch: Na ja?) Ich nenne nicht den oberösterreichischen Landeshauptmannstellvertreter (Zwischenruf des Abg. Kickl), weil ich mit ihm seit Langem eine politische Freundschaft pflege (Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger und Stefan) und weil ich ihn zu den Vernünftigen in der FPÖ zähle – die gibt es nämlich noch! Das ist nicht die Kickl-Truppe, sondern es gibt auch Vernünftige in der FPÖ, und da zähle ich jenen, der so schwer erkrankt ist, jedenfalls dazu. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Kickl
Jetzt kommen die Supervorschläge betreffend die Frage, ob der Impfstoff wirkt. (Abg. Belakowitsch: Na ja?) Ich nenne nicht den oberösterreichischen Landeshauptmannstellvertreter (Zwischenruf des Abg. Kickl), weil ich mit ihm seit Langem eine politische Freundschaft pflege (Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger und Stefan) und weil ich ihn zu den Vernünftigen in der FPÖ zähle – die gibt es nämlich noch! Das ist nicht die Kickl-Truppe, sondern es gibt auch Vernünftige in der FPÖ, und da zähle ich jenen, der so schwer erkrankt ist, jedenfalls dazu. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger und Stefan
Jetzt kommen die Supervorschläge betreffend die Frage, ob der Impfstoff wirkt. (Abg. Belakowitsch: Na ja?) Ich nenne nicht den oberösterreichischen Landeshauptmannstellvertreter (Zwischenruf des Abg. Kickl), weil ich mit ihm seit Langem eine politische Freundschaft pflege (Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger und Stefan) und weil ich ihn zu den Vernünftigen in der FPÖ zähle – die gibt es nämlich noch! Das ist nicht die Kickl-Truppe, sondern es gibt auch Vernünftige in der FPÖ, und da zähle ich jenen, der so schwer erkrankt ist, jedenfalls dazu. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Jetzt kommen die Supervorschläge betreffend die Frage, ob der Impfstoff wirkt. (Abg. Belakowitsch: Na ja?) Ich nenne nicht den oberösterreichischen Landeshauptmannstellvertreter (Zwischenruf des Abg. Kickl), weil ich mit ihm seit Langem eine politische Freundschaft pflege (Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger und Stefan) und weil ich ihn zu den Vernünftigen in der FPÖ zähle – die gibt es nämlich noch! Das ist nicht die Kickl-Truppe, sondern es gibt auch Vernünftige in der FPÖ, und da zähle ich jenen, der so schwer erkrankt ist, jedenfalls dazu. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Kassegger
Aber dann red wenigstens mit Landesrat Steinkellner! Der ist geimpft – er ist Hochrisikopatient und hat sich impfen lassen –, ist an Corona erkrankt und hat dadurch einen leichteren Verlauf. Vielleicht bringt ihr das in eure Köpfe hinein, liebe FPÖlerinnen und FPÖler (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Kassegger), dass es hilft, dass es nützt – vor allem auch jenen, die Hochrisikopatienten sind. Das ist doch ein Wahnsinn, was hier von eurer Fraktion betrieben wird! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kassegger: Er ist geimpft und hat es trotzdem? Das verstehe ich jetzt nicht!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kassegger: Er ist geimpft und hat es trotzdem? Das verstehe ich jetzt nicht!
Aber dann red wenigstens mit Landesrat Steinkellner! Der ist geimpft – er ist Hochrisikopatient und hat sich impfen lassen –, ist an Corona erkrankt und hat dadurch einen leichteren Verlauf. Vielleicht bringt ihr das in eure Köpfe hinein, liebe FPÖlerinnen und FPÖler (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Kassegger), dass es hilft, dass es nützt – vor allem auch jenen, die Hochrisikopatienten sind. Das ist doch ein Wahnsinn, was hier von eurer Fraktion betrieben wird! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kassegger: Er ist geimpft und hat es trotzdem? Das verstehe ich jetzt nicht!)
Abg. Kickl: ... gar nichts getan! ... gar nichts getan! Ein Jahr lang habt ihr geschlafen!
bei den Intensivbetten gelangen? Die arbeiten Tag und Nacht durch! Wir können nicht schnips machen und sagen: So, jetzt haben wir 1 000 zusätzliche Fachkräfte für das Spitalspersonal. (Abg. Kickl: ... gar nichts getan! ... gar nichts getan! Ein Jahr lang habt ihr geschlafen!) – Es ist einfach absurd, was ihr da an Vorschlägen bringt! Das Kartenhaus der Freiheitlichen bricht jetzt auch in euren eigenen Reihen zusammen, und das müsst ihr einfach auch einmal zur Kenntnis nehmen. Genau so ist es ja! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
bei den Intensivbetten gelangen? Die arbeiten Tag und Nacht durch! Wir können nicht schnips machen und sagen: So, jetzt haben wir 1 000 zusätzliche Fachkräfte für das Spitalspersonal. (Abg. Kickl: ... gar nichts getan! ... gar nichts getan! Ein Jahr lang habt ihr geschlafen!) – Es ist einfach absurd, was ihr da an Vorschlägen bringt! Das Kartenhaus der Freiheitlichen bricht jetzt auch in euren eigenen Reihen zusammen, und das müsst ihr einfach auch einmal zur Kenntnis nehmen. Genau so ist es ja! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen
Man weiß ja auch nicht, wer die Partei überhaupt führt (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen): Ist es die Kickl-Truppe oder es ist es der eigentliche Parteiobmann Norbert Hofer? Dieser erzählt uns am Montag nach unserer Runde mit allen Parlamentsfraktionen, ein Impfturbo müsse her: Es muss ein Impfturbo her! (Abg. Kickl: Freiwillig! Freiwillig!) – Ja, meine Damen und Herren, volle Unterstützung! Wir haben diesen Impfturbo auch, er kommt jetzt, weil wir täglich 30 000 Menschen impfen. Es wurden jetzt eine Million Menschen in Österreich mindestens einmal geimpft, ab April werden es 40 000 Menschen täglich sein. Wir bekommen bis zum Sommer acht Millionen Impfdosen, was bedeutet, dass alle Menschen, die sich impfen lassen wollen, bis zum Sommer zumindest eine Impfung bekommen.
Abg. Kickl: Freiwillig! Freiwillig!
Man weiß ja auch nicht, wer die Partei überhaupt führt (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen): Ist es die Kickl-Truppe oder es ist es der eigentliche Parteiobmann Norbert Hofer? Dieser erzählt uns am Montag nach unserer Runde mit allen Parlamentsfraktionen, ein Impfturbo müsse her: Es muss ein Impfturbo her! (Abg. Kickl: Freiwillig! Freiwillig!) – Ja, meine Damen und Herren, volle Unterstützung! Wir haben diesen Impfturbo auch, er kommt jetzt, weil wir täglich 30 000 Menschen impfen. Es wurden jetzt eine Million Menschen in Österreich mindestens einmal geimpft, ab April werden es 40 000 Menschen täglich sein. Wir bekommen bis zum Sommer acht Millionen Impfdosen, was bedeutet, dass alle Menschen, die sich impfen lassen wollen, bis zum Sommer zumindest eine Impfung bekommen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Das ist die Voraussetzung dafür, dass wir unser Leben – zumindest so, wie wir es letzten Sommer hatten – wieder zurückbekommen, meine Damen und Herren. Anders geht es nicht. Es ist die einzige Möglichkeit, es ist der einzige Weg, den wir haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Abg. Kickl: Fragen darf man auch nicht mehr, aha!
Hören Sie bitte mit diesen Verunsicherungen, mit diesen Verunglimpfungen, mit diesem Infragestellen auf! (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Abg. Kickl: Fragen darf man auch nicht mehr, aha!) Jeder Mensch kann selber entscheiden, ob er sich impfen lassen will oder nicht. Jeder Mensch kann selber entscheiden, ob er sich testen lassen will oder nicht. (Abg. Kickl: Das stimmt ja gar nicht! – Abg. Kassegger: Das stimmt ja nicht! – Abg. Kickl: Erstunken und erlogen! – Abg. Belakowitsch: ... Kinder müssen sich testen lassen!) Aber eines sage ich dazu: Es macht Sinn! Es macht das Testen Sinn und es macht natürlich auch das Impfen Sinn, weil es die einzige Möglichkeit ist, wie wir diese Krise gemeinsam bewältigen können. (Abg. Belakowitsch: ... Tests in den Schulen schon! Was erzählst du da?!)
Abg. Kickl: Das stimmt ja gar nicht! – Abg. Kassegger: Das stimmt ja nicht! – Abg. Kickl: Erstunken und erlogen! – Abg. Belakowitsch: ... Kinder müssen sich testen lassen!
Hören Sie bitte mit diesen Verunsicherungen, mit diesen Verunglimpfungen, mit diesem Infragestellen auf! (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Abg. Kickl: Fragen darf man auch nicht mehr, aha!) Jeder Mensch kann selber entscheiden, ob er sich impfen lassen will oder nicht. Jeder Mensch kann selber entscheiden, ob er sich testen lassen will oder nicht. (Abg. Kickl: Das stimmt ja gar nicht! – Abg. Kassegger: Das stimmt ja nicht! – Abg. Kickl: Erstunken und erlogen! – Abg. Belakowitsch: ... Kinder müssen sich testen lassen!) Aber eines sage ich dazu: Es macht Sinn! Es macht das Testen Sinn und es macht natürlich auch das Impfen Sinn, weil es die einzige Möglichkeit ist, wie wir diese Krise gemeinsam bewältigen können. (Abg. Belakowitsch: ... Tests in den Schulen schon! Was erzählst du da?!)
Abg. Belakowitsch: ... Tests in den Schulen schon! Was erzählst du da?!
Hören Sie bitte mit diesen Verunsicherungen, mit diesen Verunglimpfungen, mit diesem Infragestellen auf! (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Abg. Kickl: Fragen darf man auch nicht mehr, aha!) Jeder Mensch kann selber entscheiden, ob er sich impfen lassen will oder nicht. Jeder Mensch kann selber entscheiden, ob er sich testen lassen will oder nicht. (Abg. Kickl: Das stimmt ja gar nicht! – Abg. Kassegger: Das stimmt ja nicht! – Abg. Kickl: Erstunken und erlogen! – Abg. Belakowitsch: ... Kinder müssen sich testen lassen!) Aber eines sage ich dazu: Es macht Sinn! Es macht das Testen Sinn und es macht natürlich auch das Impfen Sinn, weil es die einzige Möglichkeit ist, wie wir diese Krise gemeinsam bewältigen können. (Abg. Belakowitsch: ... Tests in den Schulen schon! Was erzählst du da?!)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abgeordneter August Wöginger (fortsetzend): Befreien Sie Ihre Partei von dieser Geiselhaft und befreien Sie die österreichische Bevölkerung von Ihren Hassparolen, von Ihren Attitüden, die niemand braucht, und beteiligen Sie sich an einem konstruktiven Prozess, sodass wir diese Krise gemeinsam bewältigen können! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Kickl: Auch nicht die hellste Kerze auf der Torte!
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Kickl: Auch nicht die hellste Kerze auf der Torte!) Es ist an diesem Morgen eine meiner Meinung nach schier merkwürdige Diskussion. Ich muss jetzt – schon seit Langem war das, glaube ich, nicht der Fall – einmal teilweise Herrn Klubobmann Wöginger recht geben: Ja, impfen, impfen, impfen, das ist es, das ist wichtig, das muss geschehen! Das Problem ist aber – und da gebe ich ihm nicht mehr recht und das kreide ich an, Herr Bundeskanzler; gehen Sie einmal hinaus,
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
reden Sie mit den Menschen! –: Es gibt keine Impfungen, es gibt keine Impftermine, es gibt nur unglaublich viele Menschen, die sich impfen lassen wollen – und daran ist nicht irgendjemand anderer schuld, das ist die Schuld unserer Bundesregierung und des Chefimpfers, des Bundeskanzlers, geschätzte Damen und Herren! Das ist die Situation, wie sie ist. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Rufe bei der ÖVP: Das stimmt ja nicht!
Es hat, um diesen Umstand herbeizuführen, zwei Kardinalfehler gegeben, die passiert sind; die sind inzwischen offensichtlich: Es war diese 200-Millionen-Euro-Obergrenze (Rufe bei der ÖVP: Das stimmt ja nicht!), die festgelegt wurde, die Sie leugnen und die zweimal in den Protokollen des Ministerrats nachgelesen werden kann (Zwischenrufe des Abg. Melchior), und zwar am 29. Juli, Protokoll Ministerrat: Blümel legt 200-Millionen-Euro-Obergrenze fest; am 15. September: Blümel insistiert auf Obergrenze. Wir haben außerdem E-Mails, in denen das Gesundheitsministerium darauf drängt, dass diese Grenze höher ist, und die ÖVP es verweigert hat, geschätzte Damen und Herren. (Abg. Melchior: Das stimmt nicht! – Ruf bei der SPÖ: Wahnsinn!)
Zwischenrufe des Abg. Melchior
Es hat, um diesen Umstand herbeizuführen, zwei Kardinalfehler gegeben, die passiert sind; die sind inzwischen offensichtlich: Es war diese 200-Millionen-Euro-Obergrenze (Rufe bei der ÖVP: Das stimmt ja nicht!), die festgelegt wurde, die Sie leugnen und die zweimal in den Protokollen des Ministerrats nachgelesen werden kann (Zwischenrufe des Abg. Melchior), und zwar am 29. Juli, Protokoll Ministerrat: Blümel legt 200-Millionen-Euro-Obergrenze fest; am 15. September: Blümel insistiert auf Obergrenze. Wir haben außerdem E-Mails, in denen das Gesundheitsministerium darauf drängt, dass diese Grenze höher ist, und die ÖVP es verweigert hat, geschätzte Damen und Herren. (Abg. Melchior: Das stimmt nicht! – Ruf bei der SPÖ: Wahnsinn!)
Abg. Melchior: Das stimmt nicht! – Ruf bei der SPÖ: Wahnsinn!
Es hat, um diesen Umstand herbeizuführen, zwei Kardinalfehler gegeben, die passiert sind; die sind inzwischen offensichtlich: Es war diese 200-Millionen-Euro-Obergrenze (Rufe bei der ÖVP: Das stimmt ja nicht!), die festgelegt wurde, die Sie leugnen und die zweimal in den Protokollen des Ministerrats nachgelesen werden kann (Zwischenrufe des Abg. Melchior), und zwar am 29. Juli, Protokoll Ministerrat: Blümel legt 200-Millionen-Euro-Obergrenze fest; am 15. September: Blümel insistiert auf Obergrenze. Wir haben außerdem E-Mails, in denen das Gesundheitsministerium darauf drängt, dass diese Grenze höher ist, und die ÖVP es verweigert hat, geschätzte Damen und Herren. (Abg. Melchior: Das stimmt nicht! – Ruf bei der SPÖ: Wahnsinn!)
Ruf bei der ÖVP: Das stimmt nicht!
Aus dieser Situation heraus ist ja vollkommen klar: Es waren nicht Beamte schuld, die zu wenig bestellt haben – nein, die haben genau das bestellt, was sie bestellen durften, und keinen Cent mehr. (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt nicht!) Es war die Bundesregierung, und es war der türkise Teil der Bundesregierung schuld, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Aus dieser Situation heraus ist ja vollkommen klar: Es waren nicht Beamte schuld, die zu wenig bestellt haben – nein, die haben genau das bestellt, was sie bestellen durften, und keinen Cent mehr. (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt nicht!) Es war die Bundesregierung, und es war der türkise Teil der Bundesregierung schuld, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
ein Schild mit mehreren Säulendiagrammen und der Überschrift „Kurz: 7 Mio. Impfdosen zuwenig bestellt“ auf das Rednerpult stellend
Und das ist das Ergebnis (ein Schild mit mehreren Säulendiagrammen und der Überschrift „Kurz: 7 Mio. Impfdosen zuwenig bestellt“ auf das Rednerpult stellend): sieben Millionen Impfdosen zu wenig bestellt; die sind zufällig in Türkis eingefärbt, diese sieben Millionen zu wenig, geschätzte Damen und Herren. Das haben Sie, Herr Bundeskanzler, zu verantworten. Mit diesen sieben Millionen hätten wir genug Impfstoff gehabt. Geiz ist nicht geil, Geiz macht krank! – So schaut es aus. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Und das ist das Ergebnis (ein Schild mit mehreren Säulendiagrammen und der Überschrift „Kurz: 7 Mio. Impfdosen zuwenig bestellt“ auf das Rednerpult stellend): sieben Millionen Impfdosen zu wenig bestellt; die sind zufällig in Türkis eingefärbt, diese sieben Millionen zu wenig, geschätzte Damen und Herren. Das haben Sie, Herr Bundeskanzler, zu verantworten. Mit diesen sieben Millionen hätten wir genug Impfstoff gehabt. Geiz ist nicht geil, Geiz macht krank! – So schaut es aus. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Es ist ja offensichtlich, dass das passiert ist. Die neue Taktik ist jetzt: Wir wissen von nichts! (Zwischenruf der Abg. Steinacker.) Dabei war das Impfen neun Mal Thema im Ministerrat. (Abg. Wöginger: ... muss ja dabei gewesen sein, na!) Die geheime Steuerungsgruppe Impfen, bei der der Kabinettschef des Bundeskanzlers dabei war (Zwischenruf bei der ÖVP), hat in dieser Zeit 30 Mal getagt.
Abg. Wöginger: ... muss ja dabei gewesen sein, na!
Es ist ja offensichtlich, dass das passiert ist. Die neue Taktik ist jetzt: Wir wissen von nichts! (Zwischenruf der Abg. Steinacker.) Dabei war das Impfen neun Mal Thema im Ministerrat. (Abg. Wöginger: ... muss ja dabei gewesen sein, na!) Die geheime Steuerungsgruppe Impfen, bei der der Kabinettschef des Bundeskanzlers dabei war (Zwischenruf bei der ÖVP), hat in dieser Zeit 30 Mal getagt.
Zwischenruf bei der ÖVP
Es ist ja offensichtlich, dass das passiert ist. Die neue Taktik ist jetzt: Wir wissen von nichts! (Zwischenruf der Abg. Steinacker.) Dabei war das Impfen neun Mal Thema im Ministerrat. (Abg. Wöginger: ... muss ja dabei gewesen sein, na!) Die geheime Steuerungsgruppe Impfen, bei der der Kabinettschef des Bundeskanzlers dabei war (Zwischenruf bei der ÖVP), hat in dieser Zeit 30 Mal getagt.
Beifall bei der SPÖ.
Was ist geschehen, Herr Bundeskanzler? – Nichts ist geschehen, nichts wurde nachbestellt, es wurde zu wenig bestellt, deshalb: Erzählen Sie uns nicht etwas von impfen, impfen, impfen, sondern geben Sie zu, dass da Fehler passiert sind und dass Sie versuchen, diese Fehler irgendwie wiedergutzumachen! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Das wäre eine Herangehensweise, und nicht das, was Sie eigentlich machen, Herr Bundeskanzler, nämlich abzulenken und Schuldige zu suchen. Es sind immer alle anderen schuld, das ist das Muster, nur Sie selbst nicht. Vorletzte Woche war es die EU, letzte Woche waren es österreichische BeamtInnen, diese Woche war es die Geheimgroßmacht Malta – muss wirklich sehr geheim sein, dass Malta eine Großmacht ist –, nächste Woche ist es jemand anderer. Das Tragische ist, dass das nicht nur nichts hilft, sondern dass Sie uns auch bei den europäischen Staats- und Regierungschefs zur Lachnummer gemacht haben. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kurz, Sie haben ein veritables gesundheitspolitisches, wirtschaftspolitisches und sozialpolitisches Fiasko in Österreich angerichtet. Die Frage ist: Wie geht es weiter? – Das weiß keiner. Das weiß leider deswegen keiner, weil Ihnen etwas fehlt, was die Vorsitzende der österreichischen Sozialdemokratie in dieser Krise prägt: eine Vorstellung, eine Idee, wie man aus dieser Krise kommt. Auf Lobbys zu hören ist dafür zu wenig, Herr Kurz. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Bundesminister! Was hier im Hohen Haus abgeht, ist wirklich unglaublich. Da stellt sich Kollege Hammer her und begründet seinen Vormittagsschlaf damit, dass er Covid-Angst hat, und geht ins Büro schlafen – genau das passiert hier; unglaublich, dass Sie sich dazu herablassen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Anschließend kommt Klubobmann Wöginger heraus und zitiert hier allen Ernstes in der Öffentlichkeit den Krankenakt eines FPÖ-Politikers – Kollege Wöginger, wie geht es dir eigentlich?! (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Sind mittlerweile alle Dämme gebrochen? Ist das normal? Geht man so miteinander um? Ich würde mich an deiner Stelle schämen! (Beifall und Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall und Zwischenrufe bei der FPÖ.
Anschließend kommt Klubobmann Wöginger heraus und zitiert hier allen Ernstes in der Öffentlichkeit den Krankenakt eines FPÖ-Politikers – Kollege Wöginger, wie geht es dir eigentlich?! (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Sind mittlerweile alle Dämme gebrochen? Ist das normal? Geht man so miteinander um? Ich würde mich an deiner Stelle schämen! (Beifall und Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Bundeskanzler, wie geht es Ihnen? – Sie kaufen Medien mit Covid-Geld, Sie geben die Meinung vor, Sie lassen keine Meinung mehr zu. Sie nehmen Budgetgelder dazu her, dass Ihre Wahrheit in den Medien getrommelt wird und sonst nichts. Das ist nicht Meinungsfreiheit! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie machen Kritiker mundtot. Sie weisen die Polizei an, dass FPÖ-Politiker bestraft werden sollen oder einer Bestrafung zugeführt werden sollen, weil sie Meinungen vertreten, die Sie eben nicht akzeptieren. Das ist nicht Meinungsfreiheit, Herr Bundeskanzler! Sie lassen zu, dass soziale Medien zensuriert werden. Auch die AFP-Kontrollen, die es zum Beispiel auf Facebook gibt, die sehr einseitig sind, lässt die österreichische Bundesregierung zu. Herr Bundeskanzler, auch das ist nicht Meinungsfreiheit! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundeskanzler, wie geht es Ihnen? – Sie kaufen Medien mit Covid-Geld, Sie geben die Meinung vor, Sie lassen keine Meinung mehr zu. Sie nehmen Budgetgelder dazu her, dass Ihre Wahrheit in den Medien getrommelt wird und sonst nichts. Das ist nicht Meinungsfreiheit! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie machen Kritiker mundtot. Sie weisen die Polizei an, dass FPÖ-Politiker bestraft werden sollen oder einer Bestrafung zugeführt werden sollen, weil sie Meinungen vertreten, die Sie eben nicht akzeptieren. Das ist nicht Meinungsfreiheit, Herr Bundeskanzler! Sie lassen zu, dass soziale Medien zensuriert werden. Auch die AFP-Kontrollen, die es zum Beispiel auf Facebook gibt, die sehr einseitig sind, lässt die österreichische Bundesregierung zu. Herr Bundeskanzler, auch das ist nicht Meinungsfreiheit! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Nebenbei gesagt sperren Sie die Bevölkerung ein und ruinieren die Wirtschaft, das ist ja mittlerweile auch bekannt. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Pfurtscheller: Das ist eine Unterstellung, das stimmt überhaupt nicht!
geht, die Krise für Parteifreunde auszunützen, wenn es darum geht, die große Kohle zu machen; auch da sind Sie sehr, sehr eng an der CDU. (Abg. Pfurtscheller: Das ist eine Unterstellung, das stimmt überhaupt nicht!) – Frau Kollegin, die Unterstellung werden wir gleich einmal mit Beweisen untermauern, zum Beispiel betreffend die Hygiene Austria – Herr Klubobmann Kickl hat sie bereits erwähnt. Interessant, dass Sie da so eine Kindesweglegung betrieben haben, man muss der Sache aber schon auf den Grund gehen, Frau Kollegin Pfurtscheller – 420 Millionen Euro durch die Bundesbeschaffung GmbH, nicht schlecht. (Abg. Pfurtscheller: ... Bundesbeschaffung ...!)
Abg. Pfurtscheller: ... Bundesbeschaffung ...!
geht, die Krise für Parteifreunde auszunützen, wenn es darum geht, die große Kohle zu machen; auch da sind Sie sehr, sehr eng an der CDU. (Abg. Pfurtscheller: Das ist eine Unterstellung, das stimmt überhaupt nicht!) – Frau Kollegin, die Unterstellung werden wir gleich einmal mit Beweisen untermauern, zum Beispiel betreffend die Hygiene Austria – Herr Klubobmann Kickl hat sie bereits erwähnt. Interessant, dass Sie da so eine Kindesweglegung betrieben haben, man muss der Sache aber schon auf den Grund gehen, Frau Kollegin Pfurtscheller – 420 Millionen Euro durch die Bundesbeschaffung GmbH, nicht schlecht. (Abg. Pfurtscheller: ... Bundesbeschaffung ...!)
Ruf bei der FPÖ: Unabhängig!
Es geht aber weiter, es ist ja kein Einzelfall: Da gibt es den Abgeordneten Erber, den kenne ich noch aus Niederösterreich, grundsätzlich ein netter Kerl, kommt natürlich zufälligerweise aus dem Umfeld des hinter mir sitzenden Präsidenten Sobotka. Auch er hat plötzlich seine Neigung zur Gesundheitswirtschaft entdeckt. Er hat vorher eine Computerfirma gehabt, war mit dieser ich weiß nicht wie erfolgreich – ist ja auch egal –, hat dann jedenfalls seine Firma Artichoke Computing in Covid-Fighters umbenannt und plötzlich Impflogistik samt Tests angeboten. Einer der ersten Kunden war der hinter mir sitzende Präsident Sobotka, der natürlich auf seinen Parteifreund nicht vergessen und geschaut hat, dass dieser im Parlament entsprechend mit einem Auftrag eingedeckt wird. (Ruf bei der FPÖ: Unabhängig!)
Beifall bei der FPÖ.
Die Agentur Schütze möchte ich jetzt gar nicht mehr erwähnen, und auch Sonstiges nicht. Worum es mir geht, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP: Sie bekommen einfach den Hals nicht voll und nutzen diese Krise auch noch zur eigenen Gewinnmaximierung aus. Das ist schamlos und schändlich! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (fortsetzend): Das ist auch der Grund, warum sich die alte ÖVP bereits wieder auf ihre Werte zurückbesonnen hat, warum sich Herr Fischler und Herr Neisser Ihnen gegenüber schon negativ geäußert haben. Vielleicht hätten Sie den alten Schwarzen auch ein bisschen ein Geschäft zukommen lassen sollen, dann hätten Sie jetzt Ruhe vor ihnen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Melchior: Nimm die Tafel mit! – Abg. Tomaselli entfernt die von Abg. Leichtfried zuvor aufgestellte Tafel vom Rednerpult. – Ruf bei der ÖVP: Sehr gut!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Tomaselli. – Bitte. (Abg. Melchior: Nimm die Tafel mit! – Abg. Tomaselli entfernt die von Abg. Leichtfried zuvor aufgestellte Tafel vom Rednerpult. – Ruf bei der ÖVP: Sehr gut!)
Abg. Loacker: ... Unfähigkeit ...!
Wenn man sich auf derartigem Neuland bewegt, dann darf man auch Fehler machen, und diese sind durchaus passiert. Sie sind meiner Meinung nach so lange vertretbar, solange die AkteurInnen nach bestem Wissen und Gewissen handeln und solange sie auch gewillt sind, aus Fehlern zu lernen. (Abg. Loacker: ... Unfähigkeit ...!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Grenze des Vertretbaren wird aber überschritten, sobald es um Selbstbereicherung geht und darum, PolitikerInnen und ihren FreundInnen Vorteile zuzuschanzen. In einer Krise – da sollte es eigentlich um eines gehen, nämlich um Zusammenarbeit – geht es überhaupt nicht an, auf den eigenen Vorteil zu schielen. Das zeugt von absoluter Charakterlosigkeit. Korruption hat nie – nie! – ihre Berechtigung, in einer solchen Extremsituation ist sie aber besonders abstoßend, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Ich finde, das sollte heute in dieser Aktuellen Stunde nicht unerwähnt bleiben: Die Einsetzung des kleinen Untersuchungsausschusses zu den Coronabeschaffungen ist sehr, sehr gut, denn noch nie in der Zweiten Republik wurde so viel Geld auf einmal ausgegeben. Es ist unserer Meinung nach daher sogar ein parlamentarisches Muss, dass man den AkteurInnen, der Regierung, den Stakeholdern, den Lieferpartnern ganz besonders auf die Finger schaut, denn Kontrolle gehört zum lebendigen Parlamentarismus wie Ketchup zu Pommes. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Der Unterausschuss zu den Coronabeschaffungen wird uns helfen – und das ist ganz wichtig –, dass wir die Fehler der Vergangenheit nicht nochmals wiederholen, dass wir daraus lernen, und – noch viel wichtiger – er wird helfen, Malversationen aller Art ans Tageslicht zu befördern. Das sei von hier aus auch mit warnendem Finger all jenen gesagt, die meinen, sie könnten die größte Krise des 21. Jahrhunderts für sich ausnutzen und sich selbst bereichern: Seid euch ja nicht zu sicher, wir werden euch alle erwischen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Uh! ... der Kanzler schaut schon wieder ins Handy!
Hygiene Austria, das soll nicht unerwähnt bleiben, ist das beste Beispiel. (Abg. Belakowitsch: Uh! ... der Kanzler schaut schon wieder ins Handy!) Ob das Vorzeigeprojekt der österreichischen Massenproduktion ein Kriminalfall ist – sehr wahrscheinlich –, müssen die Gerichte noch klären. Fix ist aber schon, dass die dortigen Verantwortlichen gleich
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
zig Grenzen des Vertretbaren gegenüber ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, hinsichtlich hygienischer Mindestanforderungen, gegenüber den österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten überschritten haben. Insgesamt kann man sagen, das ist ein groß angelegter Fake, um nicht zu sagen Betrug, den man mit viel Marketing und schöner Verpackung zu kaschieren versucht hat. – Pfui! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und NEOS. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Selbstbereicherung in der Krise, unter der so viele leiden, zeugt von einer besonderen Schamlosigkeit. Wir alle als Parlamentarierinnen und Parlamentarier sind gefordert, einen Beitrag zur Aufklärung zu leisten, denn da gilt wirklich eine Nulltoleranzpolitik: null Toleranz gegenüber einem solch schamlosen Verhalten. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und NEOS. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir haben wesentliche Probleme rund um die Impfungen. Der Bundeskanzler stellt sich hierher und sagt, es sei alles großartig, weil wir so viel testen. Man muss aber schon einmal auf den Boden der Realität kommen: Wir müssen auch so viel testen, weil wir mit dem Impfen so in Verzug sind. Dafür sind Sie, Herr Bundeskanzler, und Ihre Bundesregierung verantwortlich. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Kickl: ... noch genau anschauen! Das wird ein Untersuchungsausschuss!
Das Erste ist das Beschaffungschaos: Sie haben das Thema Beschaffung am Anfang der Pandemie gleich einmal dem Roten Kreuz gegeben und haben mit diesem Step, den Sie da gegangen sind, jegliche Beschaffungskontrolle außer Kraft gesetzt – genau dasselbe, was Sie bei der Cofag gemacht haben, was Sie gemacht haben, wo Sie können. Beschaffungsdeals in Österreich sind für dieses Parlament nicht mehr kontrollierbar. (Abg. Kickl: ... noch genau anschauen! Das wird ein Untersuchungsausschuss!)
Abg. Steinacker: Hätten wir drei Monate warten sollen? – Rufe bei der ÖVP: Hätten wir das aufschieben sollen, die Entscheidung? Diese Argumentation ...! Weltfremd!
Wir werden das jetzt so gut wie möglich im Zuge des kleinen Untersuchungsausschusses machen, aber Ausschreibungskriterien und alles andere sind nicht mehr da. (Abg. Steinacker: Hätten wir drei Monate warten sollen? – Rufe bei der ÖVP: Hätten wir das aufschieben sollen, die Entscheidung? Diese Argumentation ...! Weltfremd!) Diese intransparenten Beschaffungen in Kombination mit der Hygiene Austria sind durchaus etwas, was man sich wirklich intensiv anschauen muss. (Abg. Steinacker: Ich weiß nicht, in welcher Welt ihr lebt! Ihr denkt ... den Menschen alles zumuten!) Die Nervosität der ÖVP in diesem Zusammenhang zeigt uns das ja auch sehr deutlich. (Zwischenrufe der Abgeordneten Ottenschläger und Steinacker.)
Abg. Steinacker: Ich weiß nicht, in welcher Welt ihr lebt! Ihr denkt ... den Menschen alles zumuten!
Wir werden das jetzt so gut wie möglich im Zuge des kleinen Untersuchungsausschusses machen, aber Ausschreibungskriterien und alles andere sind nicht mehr da. (Abg. Steinacker: Hätten wir drei Monate warten sollen? – Rufe bei der ÖVP: Hätten wir das aufschieben sollen, die Entscheidung? Diese Argumentation ...! Weltfremd!) Diese intransparenten Beschaffungen in Kombination mit der Hygiene Austria sind durchaus etwas, was man sich wirklich intensiv anschauen muss. (Abg. Steinacker: Ich weiß nicht, in welcher Welt ihr lebt! Ihr denkt ... den Menschen alles zumuten!) Die Nervosität der ÖVP in diesem Zusammenhang zeigt uns das ja auch sehr deutlich. (Zwischenrufe der Abgeordneten Ottenschläger und Steinacker.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Ottenschläger und Steinacker.
Wir werden das jetzt so gut wie möglich im Zuge des kleinen Untersuchungsausschusses machen, aber Ausschreibungskriterien und alles andere sind nicht mehr da. (Abg. Steinacker: Hätten wir drei Monate warten sollen? – Rufe bei der ÖVP: Hätten wir das aufschieben sollen, die Entscheidung? Diese Argumentation ...! Weltfremd!) Diese intransparenten Beschaffungen in Kombination mit der Hygiene Austria sind durchaus etwas, was man sich wirklich intensiv anschauen muss. (Abg. Steinacker: Ich weiß nicht, in welcher Welt ihr lebt! Ihr denkt ... den Menschen alles zumuten!) Die Nervosität der ÖVP in diesem Zusammenhang zeigt uns das ja auch sehr deutlich. (Zwischenrufe der Abgeordneten Ottenschläger und Steinacker.)
Abg. Steinacker: Die sind so - -! Einmal in eine Firma gehen! Einmal Verantwortung tragen! Da würdet ihr das anders sehen!
Das Zweite ist, dass wir in dieser Krise sehr viel Geld ausgegeben haben. (Abg. Steinacker: Die sind so - -! Einmal in eine Firma gehen! Einmal Verantwortung tragen! Da würdet ihr das anders sehen!) Das ist durchaus etwas Positives – liebe Kollegin von der ÖVP, bitte kommen Sie zur Ruhe! (Beifall bei den NEOS) –, wir haben in dieser Krise extrem viel Geld ausgegeben (Abg. Steinacker: Ja!) und das ist durchaus in Ordnung,
Beifall bei den NEOS
Das Zweite ist, dass wir in dieser Krise sehr viel Geld ausgegeben haben. (Abg. Steinacker: Die sind so - -! Einmal in eine Firma gehen! Einmal Verantwortung tragen! Da würdet ihr das anders sehen!) Das ist durchaus etwas Positives – liebe Kollegin von der ÖVP, bitte kommen Sie zur Ruhe! (Beifall bei den NEOS) –, wir haben in dieser Krise extrem viel Geld ausgegeben (Abg. Steinacker: Ja!) und das ist durchaus in Ordnung,
Abg. Steinacker: Ja!
Das Zweite ist, dass wir in dieser Krise sehr viel Geld ausgegeben haben. (Abg. Steinacker: Die sind so - -! Einmal in eine Firma gehen! Einmal Verantwortung tragen! Da würdet ihr das anders sehen!) Das ist durchaus etwas Positives – liebe Kollegin von der ÖVP, bitte kommen Sie zur Ruhe! (Beifall bei den NEOS) –, wir haben in dieser Krise extrem viel Geld ausgegeben (Abg. Steinacker: Ja!) und das ist durchaus in Ordnung,
Abg. Steinacker: Na Gott sei Dank!
wenn es effizient eingesetzt wird. Wenn wir uns aber anschauen, dass wir allein im ersten Halbjahr der Krise, also bis September 2020, 700 Millionen Euro für Beschaffungen rund um Schutzausrüstung und so weiter ausgegeben haben – was alles legitim ist (Abg. Steinacker: Na Gott sei Dank!) –, aber wesentlich mehr ausgegeben haben als beispielsweise Deutschland – pro Kopf 80 Euro in Österreich, in Deutschland sind es runtergerechnet 32 Euro –, dann ist das eine Divergenz, die durchaus zu hinterfragen ist (Abg. Kickl: Das ist aber sehr verdächtig! Alles sehr verdächtig!), und all das in einer Situation, in der, glaube ich, alle ExpertInnen sagen, dass Deutschland wesentlich besser durch diese Krise gekommen ist als wir. (Rufe bei der ÖVP: Welche Experten? Gesundheit und Wirtschaft ...! Unglaublich! Als liberal denkender Mensch ...!)
Abg. Kickl: Das ist aber sehr verdächtig! Alles sehr verdächtig!
wenn es effizient eingesetzt wird. Wenn wir uns aber anschauen, dass wir allein im ersten Halbjahr der Krise, also bis September 2020, 700 Millionen Euro für Beschaffungen rund um Schutzausrüstung und so weiter ausgegeben haben – was alles legitim ist (Abg. Steinacker: Na Gott sei Dank!) –, aber wesentlich mehr ausgegeben haben als beispielsweise Deutschland – pro Kopf 80 Euro in Österreich, in Deutschland sind es runtergerechnet 32 Euro –, dann ist das eine Divergenz, die durchaus zu hinterfragen ist (Abg. Kickl: Das ist aber sehr verdächtig! Alles sehr verdächtig!), und all das in einer Situation, in der, glaube ich, alle ExpertInnen sagen, dass Deutschland wesentlich besser durch diese Krise gekommen ist als wir. (Rufe bei der ÖVP: Welche Experten? Gesundheit und Wirtschaft ...! Unglaublich! Als liberal denkender Mensch ...!)
Rufe bei der ÖVP: Welche Experten? Gesundheit und Wirtschaft ...! Unglaublich! Als liberal denkender Mensch ...!
wenn es effizient eingesetzt wird. Wenn wir uns aber anschauen, dass wir allein im ersten Halbjahr der Krise, also bis September 2020, 700 Millionen Euro für Beschaffungen rund um Schutzausrüstung und so weiter ausgegeben haben – was alles legitim ist (Abg. Steinacker: Na Gott sei Dank!) –, aber wesentlich mehr ausgegeben haben als beispielsweise Deutschland – pro Kopf 80 Euro in Österreich, in Deutschland sind es runtergerechnet 32 Euro –, dann ist das eine Divergenz, die durchaus zu hinterfragen ist (Abg. Kickl: Das ist aber sehr verdächtig! Alles sehr verdächtig!), und all das in einer Situation, in der, glaube ich, alle ExpertInnen sagen, dass Deutschland wesentlich besser durch diese Krise gekommen ist als wir. (Rufe bei der ÖVP: Welche Experten? Gesundheit und Wirtschaft ...! Unglaublich! Als liberal denkender Mensch ...!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Steinacker und Wöginger.
Schauen wir uns an, wie Sie das Ganze gemacht haben: mit wahnsinnig wunderbarer PR. Sie haben sich wöchentlich, nein, täglich hingestellt und irgendetwas verkündet, haben gesagt, wie großartig alles ist und wie toll Sie doch alle sind. Und das ist ja in der Krise das Allerschönste gewesen: Sie zahlen sich jede Woche für Inserate 1 Millionen Euro aus! 1 Million Euro geben Sie jede Woche für Inserate aus. (Zwischenrufe der Abgeordneten Steinacker und Wöginger.) Würden Sie das in Impfungen investieren – was jetzt so notwendig wäre –, wären das jede Woche 150 000 Stiche, die Sie setzen könnten, um den Österreicherinnen und Österreichern endlich wieder ein normales Leben zu ermöglichen – das wollen Sie aber nicht. (Beifall bei den NEOS. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steinacker.)
Beifall bei den NEOS. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Schauen wir uns an, wie Sie das Ganze gemacht haben: mit wahnsinnig wunderbarer PR. Sie haben sich wöchentlich, nein, täglich hingestellt und irgendetwas verkündet, haben gesagt, wie großartig alles ist und wie toll Sie doch alle sind. Und das ist ja in der Krise das Allerschönste gewesen: Sie zahlen sich jede Woche für Inserate 1 Millionen Euro aus! 1 Million Euro geben Sie jede Woche für Inserate aus. (Zwischenrufe der Abgeordneten Steinacker und Wöginger.) Würden Sie das in Impfungen investieren – was jetzt so notwendig wäre –, wären das jede Woche 150 000 Stiche, die Sie setzen könnten, um den Österreicherinnen und Österreichern endlich wieder ein normales Leben zu ermöglichen – das wollen Sie aber nicht. (Beifall bei den NEOS. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steinacker.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Das Problem war: Es hat dann halt nicht funktioniert. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Es war dann halt einfach eine wirklich Panne, die Ihnen passiert ist, und dann waren plötzlich – das ist das, was Sie am besten können: Schuldzuweisungen machen – oben die Europäische Union und unten ein einzelner Beamter schuld. Was ist das für eine Verantwortung eines Bundeskanzlers – das muss man sich schon fragen –, wenn man sich einfach hinstellt, immer nur die anderen schuld sind und man als Chef in der Chefsache vollkommen versagt hat?
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es gibt in dieser Causa zwei Möglichkeiten: Entweder Sie wussten es wirklich nicht – dann muss man sich die Frage stellen, ob Sie nicht eigentlich als Bundeskanzler versagt haben, wenn Sie nicht wissen, was Ihr Gesundheitsminister und Ihre Beamten machen – oder Sie wussten alles und Sie lügen – entschuldigen Sie, Herr Präsident –, Sie sagen vor laufender Kamera die Unwahrheit. Das wäre eine andere Möglichkeit, aber auch dann wären Sie für den Posten des Bundeskanzlers nicht geeignet. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Steinacker
Das Problem, das Sie als Bundeskanzler und insbesondere die ÖVP haben: In der Krise reicht es nun einmal nicht, wenn man sich hinstellt und gute PR kann – das können Sie, gar keine Frage –, Showpolitik kann – das können Sie auch, ohne Frage –, politische Strategie kann – das können Sie alles, ohne Frage, das rechne ich Ihnen auch an (Zwischenruf der Abg. Steinacker) –, aber in der Krise - -
Beifall bei den NEOS.
Abgeordneter Douglas Hoyos-Trauttmansdorff (fortsetzend): - - – Herr Präsident, ich bin beim Schlusssatz – reicht das nicht, denn in der Krise geht es darum, zu arbeiten und um das Leben der Österreicherinnen und Österreicher zu kämpfen, und das können Sie einfach nicht. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf mich beim Herrn Bundeskanzler für seine Anwesenheit bedanken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Studierenden sind nicht alle mit ausreichend guten Ressourcen ausgestattet. Es ist für neue Studierende unter den jetzigen Bedingungen extrem schwierig, ins Studium hineinzufinden. Im Moment ist beim Studium eine Situation gegeben, die das Vernetzen, das Austauschen, Lerngemeinschaften, vieles, was ein Studium ausmacht, nicht möglich macht. Jetzt wäre eigentlich Unterstützung gefragt und geboten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist eine Logik, die viel ändert. Das Bild dahinter ist: Es geht um Quantität statt um Qualität. Es geht um Effizienz statt um Exzellenz. Die Leitlinie hinter diesem Gedanken ist, effektive Abläufe für die Universitätsleitungen zu schaffen, und nicht, die Qualität des Studiums zu verbessern. Es ist eine bloß technokratische und administrative Logik, die ein Vollzeitstudium in maximaler Effizienz erfordert. Nur die Abschlüsse und das Tempo zählen! Es geht darum, möglichst schmal zu studieren und möglichst schnell fertig zu werden, aber, sehr geehrte Damen und Herren, Zeit und kritische Auseinandersetzung und die Auseinandersetzung mit vielem an der Universität, das macht ein gutes Studium aus und das ist aus unserer Sicht wichtig, wird jetzt aber verloren gehen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.
Herr Bundesminister, Sie haben, was die Schulen betrifft, gesagt, es ist jetzt die Zeit der Milde und nicht die Zeit der Härte – und das trifft auch für die Universitäten zu. Es wäre die Zeit der Unterstützung gewesen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.)
Abg. Kassegger: Da müssen wir ein bisschen mehr machen! Da müssen wir ein bisschen dynamischer werden!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, nun werden Sie vielleicht auch fragen: Werden wir es jetzt mit diesem Universitätsgesetz erreichen, dass unsere Universitäten an die Spitze gelangen, zu den hundert Besten kommen?, und so weiter. Da muss ich, Schiller paraphrasierend, sagen (Abg. Kassegger: Da müssen wir ein bisschen mehr machen! Da müssen wir ein bisschen dynamischer werden!): Ich weiß es nicht, ob das gelingen wird. Das liegt nämlich nicht am Gesetzgeber, das liegt tatsächlich an den Universitäten! Wir geben den Rahmen, der Rahmen ist stabil genug, jetzt ist der Ball bei den Universitäten selbst. Sie haben innerhalb dieses Rahmens die Möglichkeiten, das auszuspielen und wirklich zu zeigen, was sie können. Dass sie tatsächlich in der obersten Liga mitspielen können, darauf können wir setzen, wir können aber auch darauf setzen, dass dieser Rahmen wirklich gut ist, stabil ist.
Beifall bei der ÖVP.
Ich muss gestehen: Ich bin sehr froh und sehr glücklich, dass ich hier an dieser Stelle darüber sprechen durfte. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir sind auch nicht gegen eine Impfung, sondern wir meinen, jeder für sich soll das frei entscheiden. Das Problem, das wir jetzt haben, ist ja vielmehr, dass die Regierung nicht in der Lage ist, Impfstoffe zu besorgen. (Beifall bei der FPÖ.)
Bundesminister Faßmann schüttelt den Kopf
Jetzt sind wir bei den Kollateralschäden: Ich spreche jetzt nicht nur von den Studierenden, sondern auch von den Schülern, da ist das Problem ja noch ärger, das ist ja der Nachwuchs unserer Universitäten. Kollegin Kuntzl hat es schon gesagt: Wir haben ein Qualitätsproblem! – Selbstverständlich! Wenn man heute auf den Universitäten die ersten zwei Semester teilweise damit verbringen muss, unseren Maturanten die Grundrechnungsarten beizubringen – Sie kennen das von den technischen Universitäten (Bundesminister Faßmann schüttelt den Kopf); gut, ich überziehe es jetzt ein bisschen, aber Sie wissen genau, wovon ich rede –, dann ist es wahrscheinlich nicht dienlich, wenn man jetzt den Schülern und auch den Studierenden ein Jahr ihrer Ausbildung mehr oder weniger stiehlt.
Beifall bei der FPÖ.
Das ist der Punkt, den wir sehen: Die Kollateralschäden stehen in keinem Verhältnis zu dem, was man mit den Maßnahmen verhindern will. Insbesondere die Schulen und die Universitäten sind da sehr, sehr leidtragend. Unser Ersuchen an Sie: Haben Sie ein bisschen mehr Mut, und geben Sie den Studierenden und den Schülern die Möglichkeit einer Ausbildung und nehmen Sie unseren Kindern und Jugendlichen nicht noch weitere Monate weg, wie Sie es schon das letzte Jahr getan haben! – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Lassen Sie mich, weil das auch in den Medien – heute im „Standard“ – wieder war, zu Ghostwriting und Plagiat zwei Sätze sagen. Wir haben die Bestimmungen zu Ghostwriting und Plagiat verschärft, es wird bestraft und es ist die Aberkennung der Titel möglich. Und das ist so formuliert, dass das auch in den Fachhochschulen möglich ist, also keine Sorge, es gelten diese Regelungen in Zukunft für alle Hochschulen des tertiären Sektors. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Martin Graf: Es gibt ja viel mehr!
Ein Punkt, der mir auch noch wichtig ist, ist der Zusatz bei akademischen Titeln. Es werden nun alle drei Geschlechter berücksichtigt (Abg. Martin Graf: Es gibt ja viel mehr!), und jeder, jede, divers kann sich diesen Titel in allen amtlichen Dokumenten eintragen lassen. So etwas ist das erste Mal in Österreich der Fall, und ich glaube, das ist wirklich ein sehr wichtiger Schritt, insbesondere für jene, die im dritten Geschlecht sind und genau dieses öffentliche Zeichen brauchen.
Beifall bei Grünen und SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und NEOS.
Sonja, ich wünsche dir alles Gute für deinen weiteren Weg. Es tut mir sehr leid, dass du gehst. (Beifall bei Grünen und SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und NEOS.)
Beifall bei den Grünen.
Im Übrigen bin ich dafür, dass die Windisch-Kaserne in Richard-Wadani-Kaserne umbenannt wird. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Eines möchte ich klar ausdrücken, weil danach vermutlich gleich die ÖVP ausrücken und sagen wird, wir sind nicht für Verbindlichkeit: Wir sind ganz sicher für Verbindlichkeit im Studium, weil es einerseits um viel Steuergeld und andererseits auch um Lebenszeit von jungen Menschen geht. Was Sie aber vorschlagen – dieses Gezerre; Sie haben sich jetzt auf 16 ECTS-Punkte geeinigt –, ist eine Fantasiehürde. Aus einer Anfragebeantwortung geht hervor, dass Sie überhaupt keine Ahnung davon haben, wie viele Studierende von diesen 16 ECTS-Punkten überhaupt betroffen sein werden. Sie vermischen mit Ihren No-Show-Vergleichen nämlich Studierende und prüfungsaktive Studien. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Beispiel an den Fonds Zukunft Österreich – und natürlich auch nachgelagerte Studiengebühren, weil genau die zum Beispiel die Verbindlichkeit im Studium erhöhen würden. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Taschner: Nein, nein!
Mit Ihrer Novelle – Herr Kollege Taschner hat es ja ganz offen gesagt – werden die Universitäten im Mittelfeld bleiben und sich nicht weiter nach oben verbessern – das ist auch eine Ansage. (Abg. Taschner: Nein, nein!) Wir stimmen dieser Novelle nicht zu.
Beifall bei den NEOS.
(Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung Dr. Heinz Faßmann: Hohes Haus! Sehr geehrter Herr Präsident! Der erste Tagesordnungspunkt befasst sich mit der Wissenschaft, das ist ja ein wunderbares Signal: Wissenschaft wird hier zur Causa prima einer parlamentarischen Diskussion – ich hoffe, ich überzeichne nicht. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Kassegger.
Sie haben gesagt, die Studierbarkeit und die Verschulung sind so ein Riesenproblem. Ich muss klar sagen – ich habe das im Ausschuss schon betont –, Curricula sind Senatsangelegenheit. Sie wären der Erste, der monieren würde: Der Minister macht die Curricula, wie schrecklich ist das! – Wir müssen da mit den Senaten zusammenarbeiten, damit die Studierbarkeit gewährleistet ist. 22 Universitäten, und alle sind ein Bauchladen – bitte nicht so oberflächlich argumentieren! (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Wir haben hervorragende Kunstuniversitäten, technische Universitäten, eine Wirtschaftsuniversität und daneben haben wir vielleicht auch einige Universitäten, die ein breites Spektrum haben, was sehr erfreulich ist.
Abg. Martin Graf: Es gibt keine Idealisten mehr!
Wir haben eine Nachbesserung des Hochschülerschaftsgesetzes, sodass für kleine Vertretungskörper eine wirtschaftliche Erleichterung gegeben ist. Wir haben in diesem Gesetz auch die Erhöhung der Funktionsgebühren für die ehrenamtlich tätigen Funktionäre festgelegt. (Abg. Martin Graf: Es gibt keine Idealisten mehr!) – Ja, es gibt eine Inflation, Herr Graf, und man muss ab und zu nachziehen. Wir haben auch festgelegt, wann die Wahlen sind, sie werden von 18. bis 20. Mai stattfinden. Ich hoffe, viele Studierende gehen hin, um zu wählen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich darf die Gelegenheit nützen, mich an dieser Stelle bei den Verantwortlichen der Krisenstäbe, den Studierenden, den Rektoraten für ihre ausgesprochen professionelle Arbeit zu bedanken. Sie haben dafür gesorgt, dass wir in diesem Jahr eine Steigerung der Prüfungsaktivität von plus 1,6 Prozent und der Abschlüsse von plus 3,5 Prozent haben. Die Universitäten waren in der Lage, trotz Coronakrise das, was sie eigentlich zu leisten haben, zu leisten – nicht nur das, sie haben das sogar übererfüllt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Mein Schlusssatz ist ganz einfach: Ich bitte Sie um breite Zustimmung sowohl zur Novelle als auch zu den zwei anderen Gesetzesvorschlägen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Kucharowits.
Abgeordneter Nico Marchetti (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte auf die aktuelle Situation an den Universitäten eingehen, weil Kollegin Kuntzl gemeint hat, es sei so katastrophal an den Unis. Das stimmt ganz einfach nicht: Es ist eine schwierige Situation, die, glaube ich, die Studierenden und auch die in der Verwaltung Tätigen wirklich gut gemeistert haben. (Zwischenruf der Abg. Kucharowits.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die Prüfungsaktivität, der Minister hat es gesagt, ist gestiegen, die Anzahl der Studienanfänger ist gestiegen, die Anzahl der Abschlüsse an den Universitäten ist im Wintersemester gestiegen – an der Uni Wien sogar um 10 Prozent. Ich glaube, es ist wirklich an der Zeit, den Studierenden, die trotz der schwierigen Bedingungen die Zeit, die sie an den Universitäten haben, genutzt haben und weitergekommen sind, und den Unis, die auch entsprechende Angebote bereitgestellt haben, Danke zu sagen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Kucharowits
Sie sagen, die UG-Novelle ist in der aktuellen Situation eine Erschwernis (Zwischenruf der Abg. Kucharowits): Sie tritt erst 2022/23 in Kraft – auch das stimmt also nicht. Ich habe das Gefühl, wenn man mit dem Phrasenmäher über Ihre Kritik drübergeht, bleibt nicht mehr viel Substanz übrig. Ich finde es sehr, sehr schade, dass wir bei einer solch wichtigen Sache wie den Universitäten nicht sachlich zusammenarbeiten können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie sagen, die UG-Novelle ist in der aktuellen Situation eine Erschwernis (Zwischenruf der Abg. Kucharowits): Sie tritt erst 2022/23 in Kraft – auch das stimmt also nicht. Ich habe das Gefühl, wenn man mit dem Phrasenmäher über Ihre Kritik drübergeht, bleibt nicht mehr viel Substanz übrig. Ich finde es sehr, sehr schade, dass wir bei einer solch wichtigen Sache wie den Universitäten nicht sachlich zusammenarbeiten können. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Da spricht der Richtige! Phrasen dreschen ...!
Die Kollegin von den NEOS hat gesagt, das sei kein großer Wurf. (Abg. Heinisch-Hosek: Da spricht der Richtige! Phrasen dreschen ...!) Ich schlage vor, wir zoomen einmal raus auf die Aktivitäten der letzten Jahre und setzen die Bausteine zusammen (Abg. Heinisch-Hosek: Das sind Phrasen, die Sie da dreschen!): Wir haben 2018 die Universitätsfinanzierung Neu beschlossen – eine komplett neue Finanzierung mit neuen Indikatoren, die viel besser steuerbar ist. Das war ein großer Schritt. Wir haben die Studienbeihilfe erhöht, wir haben die Zuverdienstgrenzen bei den Beihilfen erhöht, wir haben für berufstätige Studierende Erleichterungen geschaffen. Mit der UG-Novelle schauen wir, dass das Geld gut gesteuert nicht nur in den Universitäten, sondern wirklich bei den Studierenden, bei denen, die es brauchen, die an den Standorten studieren, ankommt.
Abg. Heinisch-Hosek: Das sind Phrasen, die Sie da dreschen!
Die Kollegin von den NEOS hat gesagt, das sei kein großer Wurf. (Abg. Heinisch-Hosek: Da spricht der Richtige! Phrasen dreschen ...!) Ich schlage vor, wir zoomen einmal raus auf die Aktivitäten der letzten Jahre und setzen die Bausteine zusammen (Abg. Heinisch-Hosek: Das sind Phrasen, die Sie da dreschen!): Wir haben 2018 die Universitätsfinanzierung Neu beschlossen – eine komplett neue Finanzierung mit neuen Indikatoren, die viel besser steuerbar ist. Das war ein großer Schritt. Wir haben die Studienbeihilfe erhöht, wir haben die Zuverdienstgrenzen bei den Beihilfen erhöht, wir haben für berufstätige Studierende Erleichterungen geschaffen. Mit der UG-Novelle schauen wir, dass das Geld gut gesteuert nicht nur in den Universitäten, sondern wirklich bei den Studierenden, bei denen, die es brauchen, die an den Standorten studieren, ankommt.
Ruf bei der SPÖ: Stimmt ja gar nicht!
Ich glaube, wenn man diese drei Bausteine zusammensetzt, ist das sehr wohl ein großer Wurf, und ich glaube, so gut wie jetzt sind die Universitäten – auch mit dem größten Budget aller Zeiten – noch nie dagestanden. (Ruf bei der SPÖ: Stimmt ja gar nicht!) Ich bin wirklich sehr, sehr froh, dass uns das gelungen ist. Ich glaube, davon profitieren wir alle. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich glaube, wenn man diese drei Bausteine zusammensetzt, ist das sehr wohl ein großer Wurf, und ich glaube, so gut wie jetzt sind die Universitäten – auch mit dem größten Budget aller Zeiten – noch nie dagestanden. (Ruf bei der SPÖ: Stimmt ja gar nicht!) Ich bin wirklich sehr, sehr froh, dass uns das gelungen ist. Ich glaube, davon profitieren wir alle. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Künsberg Sarre: ... normal!
Auch zum Prozess gab es viel ungerechtfertigte Kritik. Ich glaube, der Prozess der UG-Novelle war beispielhaft für viele andere, die noch kommen. Wir hatten wirklich eine lange Begutachtungsfrist, wir haben mit den Stakeholdern gesprochen. (Abg. Künsberg Sarre: ... normal!) Dass der Minister als ein Begutachtungen fressendes Monster hingestellt wird oder mir zum Beispiel jede Legitimität abgesprochen wird, bei der UG-Novelle die Interessen der Studierenden einzubringen, weil ich noch immer studiere, zeigt ja schon, dass da versucht wird, persönlich zu kritisieren, weil es an der Sache anscheinend nicht sehr viel zu kritisieren gibt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Auch zum Prozess gab es viel ungerechtfertigte Kritik. Ich glaube, der Prozess der UG-Novelle war beispielhaft für viele andere, die noch kommen. Wir hatten wirklich eine lange Begutachtungsfrist, wir haben mit den Stakeholdern gesprochen. (Abg. Künsberg Sarre: ... normal!) Dass der Minister als ein Begutachtungen fressendes Monster hingestellt wird oder mir zum Beispiel jede Legitimität abgesprochen wird, bei der UG-Novelle die Interessen der Studierenden einzubringen, weil ich noch immer studiere, zeigt ja schon, dass da versucht wird, persönlich zu kritisieren, weil es an der Sache anscheinend nicht sehr viel zu kritisieren gibt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Heinisch-Hosek: Die nächste Phrase!
Ich glaube, wir in der Politik sollten uns generell nicht so wichtig nehmen. Es ist doch vollkommen egal, wie der Minister persönlich ist oder wie ich persönlich mein Leben gestalte oder sonst irgendwer, der an einem Ding mitarbeitet. (Abg. Heinisch-Hosek: Die nächste Phrase!) Ich glaube, es ist nicht wichtig, dass wir Politiker gut dastehen, sondern es ist wichtig, dass wir gute Gesetze beschließen.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass die ÖH-Wahl vom 18. bis 20. Mai stattfindet. Das ist eine Wahl, bei der es leider mit der Wahlbeteiligung nicht so prickelnd ausschaut, deswegen möchte ich auch hier an dieser Stelle Werbung machen: Bitte geht zur Wahl, ihr könnt auch per Brief wählen, 18. bis 20. Mai! Ob man Kritiker oder Unterstützer dieser UG-Novelle ist, ich glaube, beides ist ein Grund, zur Wahl zu gehen. Nehmt das bitte in Anspruch! – Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Blimlinger.
Abgeordnete Katharina Kucharowits (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Kollegen und Kolleginnen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Sehr geehrte Kollegen und Kolleginnen der ÖVP und der Grünen! Sie begehen heute ganz klar einen Systembruch in der Hochschulpolitik, und ergänzend zum Systembruch begehen Sie auch einen Vertrauensbruch. Mit der Novelle, die uns heute vorliegt, beschränken Sie den freien Hochschulzugang ganz massiv. (Zwischenruf der Abg. Blimlinger.) Studierende werden zum ersten Mal gezwungen sein, Leistungsnachweise zu erbringen, sonst fliegen sie von der Uni. Der Druck auf Studierende, das haben wir schon gehört, steigt enorm, und für diese Steigerung sind Sie verantwortlich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Katharina Kucharowits (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Kollegen und Kolleginnen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Sehr geehrte Kollegen und Kolleginnen der ÖVP und der Grünen! Sie begehen heute ganz klar einen Systembruch in der Hochschulpolitik, und ergänzend zum Systembruch begehen Sie auch einen Vertrauensbruch. Mit der Novelle, die uns heute vorliegt, beschränken Sie den freien Hochschulzugang ganz massiv. (Zwischenruf der Abg. Blimlinger.) Studierende werden zum ersten Mal gezwungen sein, Leistungsnachweise zu erbringen, sonst fliegen sie von der Uni. Der Druck auf Studierende, das haben wir schon gehört, steigt enorm, und für diese Steigerung sind Sie verantwortlich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Uni tobt, die Studierenden toben, der gesamte Mittelbau tobt und die Gewerkschaft steht auf den Barrikaden. Dennoch scheint es, dass Sie das heute durchziehen. Wir haben es ganz klar mit einer Novelle zu tun, die – mit Verlaub – von ehemaligen RektorInnen und VizerektorInnen ausschließlich für Rektorinnen und Rektoren gemacht wurde. Die größte Gruppe, nämlich die der Studierenden, hat darin überhaupt keinen Niederschlag gefunden und ist völlig ignoriert worden. Ich frage mich ganz ehrlich: Wo sind die Studierendenvertreterinnen und -vertreter der Grünen? Wo seid ihr? Ich sehe euch in dem Entwurf definitiv nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Blimlinger.
Mitgliedschaft, wenn ich auch im Senat aktiv bin, geben? Es gibt kein Argument dafür, ich habe von Ihnen keines gehört, von keiner Kollegin und keinem Kollegen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Blimlinger.) Es gibt ausschließlich Argumente dagegen: Zum einen geht enorm Expertise verloren, und zum anderen wird es an manchen Standorten, Frau Kollegin Blimlinger, einfach nicht mehr möglich sein, Mitglieder für den AKG zu gewinnen, weil es keine Personen mehr dafür gibt, und das ist höchst problematisch. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Mitgliedschaft, wenn ich auch im Senat aktiv bin, geben? Es gibt kein Argument dafür, ich habe von Ihnen keines gehört, von keiner Kollegin und keinem Kollegen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Blimlinger.) Es gibt ausschließlich Argumente dagegen: Zum einen geht enorm Expertise verloren, und zum anderen wird es an manchen Standorten, Frau Kollegin Blimlinger, einfach nicht mehr möglich sein, Mitglieder für den AKG zu gewinnen, weil es keine Personen mehr dafür gibt, und das ist höchst problematisch. (Beifall bei der SPÖ.)
Anhaltender Beifall und Bravoruf bei der SPÖ.
Aber, geschätzte Studierende, lasst euch bitte nicht kleinkriegen, wählt bei den nächsten ÖH-Wahlen zwischen 18. und 20. Mai eine starke Vertretung! Der VSSTÖ ist ein heißer Tipp! – Vielen Dank. (Anhaltender Beifall und Bravoruf bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP
Für dieses doch ziemlich beschissene Jahr, glaube ich, ist es einmal fällig, dass wir uns bei euch entschuldigen (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP) und gleichzeitig natürlich auch unsere Hochachtung aussprechen, dass ihr es trotzdem geschafft habt!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zweiter Punkt, Kollege Nico Marchetti hat es erwähnt: Von 18. bis 20. Mai finden die ÖH-Wahlen statt. Da wurden die Fraktionen jetzt von dem Zwang befreit, dass sie auf der Straße oder sonst wo Unterstützungserklärungen sammeln müssen; wenn eine Fraktion mit einem Mandat bereits irgendwo vertreten ist, kann sie automatisch antreten. Auch hier der Appell: Geht hin, geht wählen und holt euch eure demokratische Mitbestimmung auch an der Uni wieder zurück! Es wäre echt extrem wichtig, genau jetzt. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Blimlinger macht die sogenannte Scheibenwischerbewegung.
Was gemacht worden ist, ist, dass der Zugang für das Rektorat erleichtert worden ist. Bei Wiederbestellungen braucht man jetzt in den beiden Gremien Senat und Rektorat keine Zweidrittelmehrheiten mehr. Anstelle dass man sich überlegt, wie Kollege Kassegger gesagt hat: Wie finden wir die besten Leute?, müssen wir jetzt mehr oder weniger danach trachten, die Hürden zu senken. Es gibt ja übrigens auch ein Beispiel dafür, es kommt ja nicht von ungefähr, dass Frau Kollegin Blimlinger diese Mehrheiten bei ihrer Wiederbestellung nicht bekommen hat, und jetzt rächt sie sich mit dieser Novelle an den Universitäten und man senkt dort das Niveau – man könnte das auch Lex Blimlinger im schlechtesten aller Sinne nennen. (Abg. Blimlinger macht die sogenannte Scheibenwischerbewegung.)
Beifall bei der FPÖ.
Vieles wurde schon gesagt, vieles wäre noch zu sagen, mir geht aber die Redezeit aus. Der parlamentarische Prozess ist leider Gottes in dieser Phase zu kurz gekommen. Wir warten auf die nächste Novelle, aber dann soll das mit einem Unterausschuss und auch einer ordentlichen Debatte im Ausschuss gemacht werden, dass die Stakeholder hier mit uns und nicht ausschließlich mit dem Ministerium in Diskurs treten, sodass wir dann nach der Methode: Friss, Vogel, oder stirb!, alles mitzutragen haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich halte es weiters auch für entscheidend, dass im Zuge dieser UG-Novelle die Verbindlichkeiten aller Stakeholder an der Universität verstärkt worden sind. Ich finde, es ist für die Studierenden ein gutes Signal, dass man sagt, in den ersten zwei Jahren ist wenigstens weniger als ein Fünftel der vorgesehenen Studienleistung zu absolvieren. Das ist einfach eine Motivation, bereits in den ersten zwei Jahren ein gewisses Mindestmaß an Studierendenerfahrung und auch an Studienerfolgen zu erleben. Es ist Lebenszeit der Studierenden, und die ist wertvoll. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Insgesamt halte ich das für einen guten Wurf, und daher würde ich mich über eine breite Unterstützung freuen. – Danke schön. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Als ehemaliger ÖH-Vorsitzender der Uni Wien sage ich auch: Gehen Sie von 18. bis 20. Mai wählen, denn Sie müssen selber dafür sorgen, dass diese Welt von morgen, eure Welt, eine gute wird! Da dürft ihr euch nicht auf uns alle hier verlassen, dafür müsst ihr selber kämpfen, und dafür wünsche ich euch alles Gute! – Danke schön. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Jetzt stellt sich Kollegin Kucharowits von der SPÖ hierher und sagt, dass die Studierenden toben, die Lehrenden toben und die Wissenschafterinnen und Wissenschafter toben. – Frau Kollegin Kucharowits von der SPÖ! Ich kann Ihnen sagen: Sie sind eigentlich die Einzige, die tobt, denn wir von der schwarz-grünen beziehungsweise türkis-grünen Koalition schaffen hier qualitativ bessere Voraussetzungen für Lehrende und Studierende. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Die Einzige, die tobt, sind Sie, weil Sie gegen diese bessere Qualität an unseren Universitäten sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Jetzt stellt sich Kollegin Kucharowits von der SPÖ hierher und sagt, dass die Studierenden toben, die Lehrenden toben und die Wissenschafterinnen und Wissenschafter toben. – Frau Kollegin Kucharowits von der SPÖ! Ich kann Ihnen sagen: Sie sind eigentlich die Einzige, die tobt, denn wir von der schwarz-grünen beziehungsweise türkis-grünen Koalition schaffen hier qualitativ bessere Voraussetzungen für Lehrende und Studierende. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Die Einzige, die tobt, sind Sie, weil Sie gegen diese bessere Qualität an unseren Universitäten sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Zwischenruf des Abg. Seemayer.
Drittens geht es um die Anrechenbarkeit von Vorqualifikationen. Werte Kolleginnen und Kollegen, wir alle kennen das aus der eigenen Schullaufbahn. Wir lernen einmal ganz intensiv das Einmaleins. (Zwischenruf des Abg. Seemayer.) Wir werden dann aber in der Hauptschule, wie es zu meiner Zeit geheißen hat, beziehungsweise heute in der NMS oder in der AHS-Unterstufe nicht noch einmal das Einmaleins lernen. Nein, das machen wir nicht! Wir wollen nämlich anerkennen, dass wir diese Fähigkeiten schon erlernt haben, und diese Fertigkeiten auch anrechnen. Mit diesem Gesetz schaffen wir heute genau die Basis dafür, dass diese Anrechenbarkeit der Vorqualifikationen auch ermöglicht wird, und das bringt uns als Standort Österreich in Summe auch weiter. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Drittens geht es um die Anrechenbarkeit von Vorqualifikationen. Werte Kolleginnen und Kollegen, wir alle kennen das aus der eigenen Schullaufbahn. Wir lernen einmal ganz intensiv das Einmaleins. (Zwischenruf des Abg. Seemayer.) Wir werden dann aber in der Hauptschule, wie es zu meiner Zeit geheißen hat, beziehungsweise heute in der NMS oder in der AHS-Unterstufe nicht noch einmal das Einmaleins lernen. Nein, das machen wir nicht! Wir wollen nämlich anerkennen, dass wir diese Fähigkeiten schon erlernt haben, und diese Fertigkeiten auch anrechnen. Mit diesem Gesetz schaffen wir heute genau die Basis dafür, dass diese Anrechenbarkeit der Vorqualifikationen auch ermöglicht wird, und das bringt uns als Standort Österreich in Summe auch weiter. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Weg! Für uns als ÖVP und auch für die Grünen ist nämlich genau dieser Weg wichtig. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe bei den NEOS. – Abg. Loacker: Das ist eine klassische tatsächliche Berichtigung: Sie hat gesagt, hat nicht gesagt! Das ist keine Bewertung, Himmel noch einmal!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Frau Abgeordnete! Das ist eine politische Bewertung, keine tatsächliche Berichtigung. (Zwischenrufe bei den NEOS. – Abg. Loacker: Das ist eine klassische tatsächliche Berichtigung: Sie hat gesagt, hat nicht gesagt! Das ist keine Bewertung, Himmel noch einmal!)
Beifall bei der SPÖ.
Das Gegenteil ist der Fall: Studierende sind ständig gefordert, Studium, Beruf und Privatleben unter einen Hut zu bringen, und die aktuelle Situation rund um Covid-19 verschärft das noch zusätzlich, weil die Arbeitslosigkeit natürlich auch unter Studierenden gestiegen ist. Viele plagen daher finanzielle Sorgen wegen der banalsten Dinge wie einem Dach über dem Kopf oder dem Einkauf von Lebensmitteln. – Das ist die Realität für unzählige Studierende in Österreich. Nur die wenigsten haben einen solchen familiären Background, um sich das Studium finanzieren zu können. Wenn man allerdings weniger Zeit fürs Lernen zur Verfügung hat, weil man parallel zum Studium arbeiten gehen muss, dann steigt automatisch auch der persönliche Druck, und darunter leidet oft auch das Weiterkommen im Studium, Frau Kollegin Kaufmann von der ÖVP! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Herr Minister, seien Sie mir bitte nicht böse! Man merkt eben doch, dass es schon etwas länger her ist, dass Sie studiert haben. Entweder haben Sie beim Begutachtungsentwurf bewusst provoziert und hoch gepokert oder Sie haben überhaupt kein Gespür mehr für die Lebensrealitäten der vorwiegend jungen Menschen. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sorry, liebe Kolleginnen und Kollegen von den Regierungsparteien: An der Uni würden Sie dafür sicherlich noch einmal zur Prüfung antreten müssen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Niss, MBA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr verehrte Zuseherinnen und Zuseher! Ich muss sagen: Diese Plenarwoche startet mit einem Highlight für mich. Ob das ein großer Wurf ist oder nicht, wie auch immer man es bezeichnen möchte: Es dient auf jeden Fall dazu, das Studium, die Universitäten und auch das Universitätsrecht leistungsbezogener, effizienter und durchlässiger zu machen. Damit ist das ein wirklich wichtiger Schritt vorwärts für die Studenten, für die Universitäten, aber auch für den Standort. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wesentlich ist, dass wir die Mindeststudienleistung überhaupt einmal festgeschrieben haben. Wir verlangen nun von den Studenten einiges. Wir verlangen aber mit den sogenannten Learning Agreements auch von den Universitäten etwas: Wir fordern von den Universitäten, dass sie die Studenten in der Studienabschlussphase unterstützen, indem sie ihnen Lehrveranstaltungen sichern, indem sie ihnen Prüfungstermine sichern und indem sie ihnen auch Coachingaktivitäten zur Verfügung stellen. Ich glaube, das Ziel für alle muss es sein, geringere Drop-out-Quoten, raschere Studienverläufe und vor allem auch eine höhere Zahl an Absolventen zu erreichen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Jetzt noch eine Bitte an die Universitäten: Wir haben den Rahmen geschaffen, nun bitte ich die Universitäten, diesen auch ernst zu nehmen und auch ihren Beitrag zu leisten, damit die Universitäten, die Studien leistungsbezogener, effizienter und durchlässiger werden. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Und wenn ich dann von Kollegin Blimlinger höre: Ja, probieren wir es einmal aus!, dann sage ich Ihnen: Die Betroffenen an den Universitäten und auch die Kunden der Universitäten wollen einmal gefragt werden, ob sie an diesem Experiment, an diesem „Probieren wir es einmal aus!“ überhaupt teilnehmen wollen. Die wollen das nämlich zum Großteil nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Schauen wir uns doch bitte einmal die sogenannten Kunden der Universitäten an! Wer sind diese Kunden? – Das sind auf der einen Seite die Studenten und das ist auf der anderen Seite die Wirtschaft. Zu den Studenten: Wir haben jetzt ein Paket, mit dem wir die Studenten in Richtung Mindeststudiendauer bringen wollen und den jungen Menschen am Anfang ihres Studiums sagen, wenn sie nicht so und so viele ECTS-Punkte haben, dann werden wir sie rauswerfen. Und das wird dann noch als effizient bezeichnet – effizient, bitte! Ich vergleiche das gerne mit einem Fitnessstudio, das die Abonnenten, die nicht kommen, aber zahlen, hinauswirft. Das ist die Effizienz?! Das soll mir bitte die ÖVP erklären, wie das geht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich erwarte von einer ordentlichen Regierung, dass sie sich nicht nur um schöne Worte und schöne Pressekonferenzen kümmert, sondern dass sie dafür sorgt, dass Schulabsolventen geeignet sind, an Universitäten zu studieren, und dass die Studenten, die dann ihr Studium fertig absolviert haben, das nötige Wissen haben, um ihr Leben und ihr Berufsleben ordentlich meistern zu können, und davon sind wir meilenweit entfernt. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Haubner.
Abgeordnete Eva Maria Holzleitner, BSc (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Vor ein paar Jahren hätten wir gesagt: Uni brennt! – Warum? – Weil heute hier ein Dammbruch beschlossen wird, ein Dammbruch, der Österreichs Hochschulen ein Stück weit elitärer macht. Wir wissen, in Österreich wird Bildung nach wie vor vererbt. Was passiert heute? – Die UG-Novelle verbannt den offenen Hochschulzugang in die Geschichtsbücher. (Zwischenruf des Abg. Haubner.)
Beifall bei der SPÖ.
Studierenden in Österreich werden die Daumenschrauben angelegt. In der ursprünglichen Form der UG-Novelle waren die Hürden zwar noch höher – ja, es hat Erleichterungen gegeben –, aber es ist trotzdem ein elitärer Zugang, der da vertreten wird. Ein elitärer Zugang von der ÖVP ist ja nichts Neues, aber von den Grünen wird er hier genauso vertreten. Junge Menschen sind verunsichert, junge Menschen wollen sich jetzt in ihrem weiteren Bildungsweg orientieren. Ja, das sind die Studierenden von morgen, und diesen Studierenden legt man die Daumenschrauben an, und niemand garantiert uns, dass diese Daumenschrauben mit nächsten Novellierungen nicht stärker und stärker und stärker angezogen werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Eines noch ganz kurz zum Hearing: Vier Professoren sind von den Parlamentsparteien nominiert worden, und eine Studentin, Dora Jandl vom VSSTÖ. Viele Beschäftigte an den Unis sind Frauen. Diese Lebensrealitäten wurden da auch nicht abgebildet. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Kollege Taschner ist ja das eine oder andere Mal ein sehr innovativer Politiker, manchmal aber vielleicht doch etwas zu innovativ. In diesem Fall, meine ich, kann man diese Behauptung durchaus tätigen. Er hat eine Druckfehlerberichtigung ins Abstimmungsprozedere eingebracht, zu TOP 1, Bericht des Wissenschaftsausschusses über die Regierungsvorlage 662 der Beilagen. Der angebliche Druckfehler ist in Art. 5 Z 2 § 14 Abs. 7, in dem das Inkrafttreten mit 1. Oktober angegeben war und kein Jahr dazu genannt wurde. Diese Unterlage ist aber nicht im parlamentarischen Prozedere so verändert worden, sondern vom Bundesministerium so eingebracht worden. Das ist meines Erachtens dann keinesfalls ein Druckfehler, sondern müsste wahrscheinlich mit einem Antrag geregelt werden. Eine Druckfehlerberichtigung ist es aber keineswegs. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Abg. Leichtfried: Aber das geht jetzt so nicht! Da kann jetzt ja jeder kommen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Da nun die Debatte geschlossen ist, erteile ich dem Berichterstatter zum Vorbringen einer Druckfehlerberichtigung das Wort. – Bitte sehr. (Abg. Leichtfried: Aber das geht jetzt so nicht! Da kann jetzt ja jeder kommen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Ich möchte mit dir, Herr Bundesminister Heinz Faßmann, beginnen: Uns eint ja eigentlich unsere Historie in unterschiedlichen Universitätsfunktionen und auch unser wissenschaftlicher Zugang zur Sache. Ich möchte deshalb heute noch einmal einen Appell an dich richten, nämlich einen Appell für das wissenschaftsbasierte Vorgehen in der Schulpolitik: Du hast mehrfach betont, dass sich Wissenschaft „nicht überall einmischen“ soll – ich finde, das Gegenteil ist der Fall! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Moderne, inklusive Bildungspolitik muss auf wissenschaftlichen Grundlagen, Fakten und den Erfahrungen der Expertinnen und Experten in den Schulen basieren, denn es geht ja um unsere Kinder! Bundesminister außer Dienst Hans Tuppy hat es einmal so schön formuliert: Die nobelste aller Aufgaben ist es, jungen Menschen die Welt zu eröffnen. – Das ist unser Auftrag hier im Hohen Haus! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS.
Wir müssen allen Kindern die Chance geben, auf Basis ihrer individuellen Bildungskarrieren ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Wir müssen die Kinder in den Mittelpunkt unseres Handelns stellen und ihre Talente und Potenziale ganz individuell adressieren. Sie zu heben ist unser Auftrag, und zwar beginnend in der Elementarpädagogik über die gesamte Bildungslaufbahn hinweg – und zwar egal, woher die Kinder kommen, welchen Namen sie tragen und wer ihre Eltern sind. (Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der NEOS sowie der Abg. Disoski.
Es ist hoch an der Zeit, dass wir – lernend aus der Covid-19-Pandemie – die Schule krisensicher und zukunftsfit weiterentwickeln. Es ist an der Zeit, den von mir schon so oft geforderten Bildungskonvent mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, mit Expertinnen und Experten einzuberufen, um Bildungsziele zu formulieren, festzuschreiben und den Weg dorthin zu definieren. Den Prozess wollen und müssen wir in den Mittelpunkt stellen, und es gilt in diesem Prozess, parteiideologische Grenzen im Sinne unserer Kinder zu überwinden. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der NEOS sowie der Abg. Disoski.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Es gilt, eine Strategie auszuarbeiten und diese Strategie dann Schritt für Schritt umzusetzen. Die Pädagoginnen und Pädagogen müssen die Zeit bekommen, das zu tun, natürlich flankiert von Ressourcen und Schulentwicklungsprozessen, in denen sie auch entsprechend begleitet werden. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Natürlich müssen wir den Kindern – und das ist so dringend notwendig – Lernen lernen und die Lust am Lernen mitgeben, denn wir alle und sie im Speziellen werden es ein ganzes Leben lang tun. Das ist eine große Aufgabe. Da braucht es modernste Pädagogik, da braucht es die wirklich motiviertesten Pädagoginnen und Pädagogen – ihnen sei an dieser Stelle von Herzen für ihren Einsatz gedankt –, und es braucht moderne Formen der Wissensvermittlung. Noch etwas braucht es, Herr Bildungsminister: Respekt, Wertschätzung und konstruktive Feedbackkultur in der Schule. Sonst wird das nicht passieren. (Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Den Grundstein zu moderner und zukunftsgerichteter Schule habe ich ja mit dem Bildungsreformpaket 2017 setzen dürfen, nämlich die wirkliche Verbreiterung der schulischen und pädagogischen Autonomie, gepaart mit Möglichkeiten in der Organisation. Bitte weitermachen, diesen Rahmen nutzen und ausbauen! Dazu braucht es Mut, Gestaltungswillen, die nötigen Ressourcen und konsequentes Handeln, und darum bitte ich dich, lieber Heinz Faßmann. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Anhaltender, stehend dargebrachter Beifall bei der SPÖ, Beifall bei ÖVP, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
jedem Einzelnen bewusst ist und wenn wir sehr sorgsam damit umgehen. Das heißt, es muss das aufrichtige Bestreben aller in diesem Hohen Haus sein, nach den besten Lösungen für unser schönes Land und die Menschen, die in unserem Land leben, zu suchen, mit Wertschätzung, Respekt und auf Augenhöhe, im Diskurs, im einander Zuhören und Diskutieren. Ich sage es noch einmal: Wir brauchen die besten Lösungen für die Menschen in unserem Land. Darum bitte ich euch als Staatsbürgerin. – Ich danke euch. (Anhaltender, stehend dargebrachter Beifall bei der SPÖ, Beifall bei ÖVP, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Merkel hat sich schon entschuldigt!
Ich bin Salzburgerin, ich höre immer wieder die Fragen aus dem bayerischen Raum: Wie macht ihr das? Wie schafft ihr das? In Deutschland sind die Schulen ja zu einem Großteil zu, da denkt man jetzt erst daran. (Abg. Belakowitsch: Merkel hat sich schon entschuldigt!) Meine Damen und Herren, wir haben das seit 8. Februar. Ein taugliches und strenges Hygienekonzept, das auch eingehalten wird, macht unsere Schulen bis jetzt möglichst sicher. Wir sehen natürlich aufgrund der Infektionszahlen, dass es dieses Hygienekonzept auch braucht und dass es auch erfolgreich ist.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren! Zum Abschluss ein Appell von meiner Seite, ganz bewusst: Der Weg aus der Krise kann nur ein gemeinsamer sein. Jeder von uns wird gefordert sein. Es braucht die Solidarität von uns allen, und es braucht auch die Verantwortung von uns allen. Wir haben keine Zeit mit Realitätsverweigerung zu verlieren. Bitte gehen Sie testen, bitte lassen Sie sich impfen, und bitte bleiben Sie gesund! Alles Gute! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Hohes Haus! Wir Freiheitliche haben stets den offenen Schulen das Wort geredet. Wir haben stets gefordert, dass die Schulen offen bleiben müssen. Es gibt Schutzkonzepte, die fünf Mal die Woche einen Unterricht ohne Maske und ohne Test ermöglichen. Schutzkonzepte, ich betone das wieder, sind Konzepte, die darauf beruhen, dass man auch Maßnahmen ergreift, aber die eben nicht auf die Maske und den Test abzielen, und sie müssen ganz einfach nur auch bei uns in Österreich zum Einsatz gebracht werden. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Bevor ich drei Entschließungsanträge einbringe, darf ich noch anmerken – Herr Bundesminister, bitte teilen Sie das auch Ihren Regierungskollegen mit –: Frau Bundeskanzler Merkel hat die Osterruhe, die sie verordnet hatte, zurückgenommen, wie gerade in den Medien verkündet wurde. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Es stünde auch der Bundesregierung gut an, einmal einen Schritt nach hinten zu gehen und zu sehen, wie die Lage im Land ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Bevor ich drei Entschließungsanträge einbringe, darf ich noch anmerken – Herr Bundesminister, bitte teilen Sie das auch Ihren Regierungskollegen mit –: Frau Bundeskanzler Merkel hat die Osterruhe, die sie verordnet hatte, zurückgenommen, wie gerade in den Medien verkündet wurde. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Es stünde auch der Bundesregierung gut an, einmal einen Schritt nach hinten zu gehen und zu sehen, wie die Lage im Land ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
(Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Ich möchte abschließend aber noch Ihnen, Frau Kollegin Hammerschmid, herzlich Danke sagen für die Zusammenarbeit. Wir hatten in vielen Fragen unterschiedliche Zugänge, aber ich danke Ihnen für diese Zusammenarbeit. Ich danke Ihnen für den Respekt, den Sie uns auch immer entgegengebracht haben, und ich wünsche Ihnen für Ihre berufliche und auch private Zukunft alles, alles Gute. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Danke auch an die ExpertInnen und die Medien, die diese Geschichten immer wieder erzählen und dieses Thema immer wieder in die Wahrnehmung rücken, und auch an die Eltern und an die Kinder selbst, die sich diesbezüglich öffentlich zu Wort melden. Ich kann jetzt nur sagen: Diese Botschaft ist angekommen. Gerade von grüner Seite haben wir uns in den letzten Wochen massiv bemüht, die außerschulische Kinder- und Jugendarbeit zu öffnen. Trotz steigender Infektionszahlen im Land haben wir gesehen, dass es unglaublich wichtig ist, dass Kinder Fußball spielen und draußen tanzen können und dass der Mädchentreff im Jugendzentrum und der Pfadfinderausflug im Wald wieder stattfinden können. Das ist unglaublich wichtig. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
korrigieren: Da steht nicht drin, wir werden etwas prüfen, sondern da steht drin, wir werden das auf den Weg bringen, das heißt, wir werden das auch machen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Hammerschmid: Ja!
Abschließend – Sonja, wo bist du? (Abg. Hammerschmid: Ja!) – noch ein paar Worte zu deinen schönen Worten heute, die man eigentlich aus ganzem Herzen parteiübergreifend unterschreiben kann: Danke herzlich auch für viele Reformen, die du in der Zeit deines politischen Wirkens auf den Weg gebracht hast. Du wirst mir fehlen. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Beifall bei Grünen und SPÖ.
Abschließend – Sonja, wo bist du? (Abg. Hammerschmid: Ja!) – noch ein paar Worte zu deinen schönen Worten heute, die man eigentlich aus ganzem Herzen parteiübergreifend unterschreiben kann: Danke herzlich auch für viele Reformen, die du in der Zeit deines politischen Wirkens auf den Weg gebracht hast. Du wirst mir fehlen. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Ja, dann sperrt die Schulen wieder auf ..., Koalition ...!
Diese Einschränkungen und Unsicherheiten des letzten Jahres haben eben deutliche Spuren hinterlassen – und ich rede jetzt auch nicht nur von irgendwelchen Ausgeherlebnissen. Die Kinderpsychiatrien sind überfüllt (Abg. Belakowitsch: Ja, dann sperrt die Schulen wieder auf ..., Koalition ...!), die Suizidgedanken haben sich verstärkt, und auch die depressiven Symptomatiken haben zugenommen. Viele Kinder und Jugendliche haben das Gefühl, dass sie in dieser ganzen Diskussion irgendwie vergessen worden sind. Ich finde, wenn Kinder und Jugendliche das Gefühl haben, dass sie nicht gesehen werden, dass sie nicht gehört werden und dass auf ihre Bedürfnisse zu wenig eingegangen wird, müssen wir das ernst nehmen.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir haben jetzt ein Jahr der Pandemie, mehrere Schullockdowns, Distancelearning, Schichtbetrieb hinter uns, und auch die Zeit nach Ostern ist für alle unklar und ungewiss. Uns NEOS war es immer klar – deswegen haben wir uns auch so stark dafür eingesetzt –, dass die Schule als zentraler Ort für Kinder und Jugendliche ganz, ganz wichtig ist, nicht nur als ein Ort der Wissensvermittlung. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Yılmaz.
Sehr geehrte Damen und Herren, das ist so, als würde man einem verzweifelten Kind, das vor einem steht, sagen: Ich werde jetzt dein Begehr prüfen und etwas in die Wege leiten. Davon hat das Kind in dieser Situation, in dieser Krise original nichts! (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Yılmaz.)
Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Yılmaz.
Liebe ÖVP und liebe Grüne, ich weiß, Sie sind nicht dafür bekannt, visionär zu sein, aber Sie könnten jetzt einmal in sich gehen, innehalten, um zu schauen, wie die Situation ausschaut. Jetzt wäre der Zeitpunkt, neue Wege einzuschlagen. – Danke. (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Yılmaz.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Liebe Sonja, ganz kurz – ich habe meine Redezeit schon ausgeschöpft, ich mache mich in meiner Fraktion jetzt ganz unbeliebt, aber ich möchte das schon auch noch sagen –: Vielen lieben Dank! Es war zwar eine sehr kurze Zeit, aber eine super Zeit, weil wir uns sehr, sehr viel ausgetauscht und immer konstruktiv zusammengearbeitet haben. Ich wünsche dir alles Gute. Du siehst sehr glücklich aus, also ich glaube, es ist die richtige Entscheidung. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Abg. Kickl: Ah! Ah!
Sie sind eine große Verfechterin der Wissenschaft und ich bin ja als ehemaliger Wissenschafter doch von der pyrrhonischen Skepsis etwas geschlagen und weiß von der Wissenschaft, dass da unter Umständen nicht immer alles so zu nehmen ist, wie sie behauptet, zu sein. (Abg. Kickl: Ah! Ah!) Insbesondere – ja, Herr Kollege Kickl – zum Beispiel bei dieser Pandemie (Abg. Kickl: Ja, ja, das ist sehr interessant!), in der wir leben, würde ich sehr empfehlen – wir haben es nämlich am Anfang gelesen (Abg. Kickl: Die Skepsis ist ein Treiber der Wissenschaft! Jetzt sind Sie selber in die Falle gelaufen!) –, sich einmal nicht das Wissenschaftliche, sondern das Poetische herzunehmen.
Abg. Kickl: Ja, ja, das ist sehr interessant!
Sie sind eine große Verfechterin der Wissenschaft und ich bin ja als ehemaliger Wissenschafter doch von der pyrrhonischen Skepsis etwas geschlagen und weiß von der Wissenschaft, dass da unter Umständen nicht immer alles so zu nehmen ist, wie sie behauptet, zu sein. (Abg. Kickl: Ah! Ah!) Insbesondere – ja, Herr Kollege Kickl – zum Beispiel bei dieser Pandemie (Abg. Kickl: Ja, ja, das ist sehr interessant!), in der wir leben, würde ich sehr empfehlen – wir haben es nämlich am Anfang gelesen (Abg. Kickl: Die Skepsis ist ein Treiber der Wissenschaft! Jetzt sind Sie selber in die Falle gelaufen!) –, sich einmal nicht das Wissenschaftliche, sondern das Poetische herzunehmen.
Abg. Kickl: Die Skepsis ist ein Treiber der Wissenschaft! Jetzt sind Sie selber in die Falle gelaufen!
Sie sind eine große Verfechterin der Wissenschaft und ich bin ja als ehemaliger Wissenschafter doch von der pyrrhonischen Skepsis etwas geschlagen und weiß von der Wissenschaft, dass da unter Umständen nicht immer alles so zu nehmen ist, wie sie behauptet, zu sein. (Abg. Kickl: Ah! Ah!) Insbesondere – ja, Herr Kollege Kickl – zum Beispiel bei dieser Pandemie (Abg. Kickl: Ja, ja, das ist sehr interessant!), in der wir leben, würde ich sehr empfehlen – wir haben es nämlich am Anfang gelesen (Abg. Kickl: Die Skepsis ist ein Treiber der Wissenschaft! Jetzt sind Sie selber in die Falle gelaufen!) –, sich einmal nicht das Wissenschaftliche, sondern das Poetische herzunehmen.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Wir werden ja, wenn es die Pandemie in einigen Monaten nicht mehr geben wird, das, was diese Kinder nicht nur fachlich, sondern auch in ihren Erfahrungen gelernt haben, brauchen können, das werden sie verwerten können. Wir brauchen das (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), damit wir vorwärts kommen können. (Abg. Belakowitsch: Das wissen Sie schon ...?) – Andere Staaten sind uns schon davongelaufen. China kennt Corona gar nicht mehr, Amerika ist stark geworden, Israel und die arabischen Staaten, mit denen es zusammenarbeitet, bilden einen neuen Wirtschaftsraum, Europa humpelt hinterher. Wir müssen aber schauen, dass wir bei diesem Hinterherlaufen möglichst an die Spitze kommen.
Abg. Belakowitsch: Das wissen Sie schon ...?
Wir werden ja, wenn es die Pandemie in einigen Monaten nicht mehr geben wird, das, was diese Kinder nicht nur fachlich, sondern auch in ihren Erfahrungen gelernt haben, brauchen können, das werden sie verwerten können. Wir brauchen das (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), damit wir vorwärts kommen können. (Abg. Belakowitsch: Das wissen Sie schon ...?) – Andere Staaten sind uns schon davongelaufen. China kennt Corona gar nicht mehr, Amerika ist stark geworden, Israel und die arabischen Staaten, mit denen es zusammenarbeitet, bilden einen neuen Wirtschaftsraum, Europa humpelt hinterher. Wir müssen aber schauen, dass wir bei diesem Hinterherlaufen möglichst an die Spitze kommen.
Zwischenruf des Abg. Brandstätter
Um noch ein zweites Buch zu erwähnen – Kollege Brandstätter ist wieder weg, jetzt bin ich sozusagen der Büchermann (Zwischenruf des Abg. Brandstätter) –: Die Neuzeit beginnt bei Friedell nach der Seuche. Nach der Seuche beginnt die „Kulturgeschichte der Neuzeit“. – Wir können mit einer neuen Zeit beginnen, wenn wir das bewältigt haben und es vorüber ist.
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass uns das gelingen wird, und zwar hier gelingen wird, und zwar deshalb, weil wir hier, auch von der Regierung her, Marksteine dafür setzen werden. – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Da werden noch ein paar kommen: Schauen wir einmal! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, heute lese ich in der „Presse“: „Deutschklassen werden auf Wirksamkeit geprüft“. – Das finde ich gut, aber viel zu spät. Das machen WissenschafterInnen – ich kann mir vorstellen, was dabei herauskommt, aber es wäre gegenüber den WissenschafterInnen anmaßend, jetzt ein Urteil abzugeben –, jetzt beginnt man, diese Sachen wissenschaftlich zu untersuchen, und, Herr Minister, gerade deswegen: Wenn Sie schon evaluieren, dann setzen Sie bitte diese Prüfungen aus! Ich denke, das ist wirklich kein Drama. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein herzliches Danke daher an unseren Minister Heinz Faßmann dafür: Danke, dass du in enger Abstimmung mit den Ländern und Gemeinden einen bedarfsgerechten und nachhaltigen Ausbau der Leistungen der psychosozialen Unterstützungssysteme in den Schulen in die Wege leitest. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stögmüller.
Aus der Praxis kann ich jedenfalls eines rückmelden: Bereits bestehende Supportsysteme wie Beratungslehrer, Verhaltenspädagoginnen und -pädagogen, Diversitätsmanagerinnen und -manager, Schulpsychologinnen und Schulpsychologen leisten jetzt schon enorm viel und unterstützen unsere Schulen tatkräftig. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stögmüller.) Ich bedanke mich für diese großartige Arbeit und freue mich, dass diese Teams nun weiter verstärkt werden.
Abg. Yılmaz: Wer sagt das?
leisten und sollten daher während der Ferien durcharbeiten, überhaupt nicht hilfreich, um nicht zu sagen, wenig wertschätzend. (Abg. Yılmaz: Wer sagt das?) – Die NEOS beispielsweise.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Hamann und Stögmüller.
In der Schule gehen alle Beteiligten, das sind meine persönlichen Erfahrungen, mit den notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie, egal ob es Mund-Nasen-Schutz oder Anterior-nasal-Tests sind, vorbildlich um, sodass sich manch einer aus der FPÖ von der Schule etwas abschauen und noch viel dazulernen kann. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Hamann und Stögmüller.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Shetty überreicht Bundesminister Faßmann die genannten Schriftstücke.
Ich möchte Ihnen, Herr Bundesminister, wie schon gesagt, einige der Nachrichten übergeben, die ich gestern erhalten habe. Vielleicht ändert diese Lektüre etwas an Ihrer Einstellung, vielleicht schaffen Sie es, sich zu echten Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche durchzuringen, denn es wäre dringend notwendig. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Shetty überreicht Bundesminister Faßmann die genannten Schriftstücke.)
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, Grünen und NEOS.
Man muss, wie gesagt, ja nicht warten, bis ein Kind von sich aus sagt, dass es nicht mehr am Leben sein will. Jetzt kann man darüber diskutieren, ob ein Kind überhaupt versteht, was es da sagt, ob es die Endgültigkeit des Totseins schon versteht; aber alleine aufgrund dessen, dass ein Kind den Wunsch hat, zu sterben, sollte es uns allen – egal ob man Kinder hat oder nicht – ein Anliegen sein, da wirklich gegenzusteuern. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.
engmaschig hält. Meine Bitte wäre, dass Sie ein Thema aus der Tabuzone herausholen und den Betroffenen vielleicht sagen, dass sie mit ihrer Krankheit nicht allein sind. – Danke schön. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Faßmann.
In den Medien kursiert heute überall die Nachricht, dass die Ferien verlängert werden sollen beziehungsweise danach auf Distancelearning umgestellt werden soll. Ich habe dazu vor ein paar Minuten mit einer Direktorin telefoniert: Also in den Schulen ist bis jetzt noch keine Information diesbezüglich angekommen. Deswegen ersuche ich Sie, Herr Minister, heute, hier und jetzt: Können Sie dazu bitte Stellung nehmen und den Zuseherinnen und Zusehern und auch uns im Hohen Haus sagen, wie es jetzt weitergeht? (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Faßmann.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre.
Wenn es das Infektionsgeschehen also zulässt und begleitend Schutzmaßnahmen gesetzt werden, muss eine Rückkehr zum täglichen Unterricht das Ziel sein, denn die Eltern sind am Limit. Seit einem Jahr sind die Kinder mehr zu Hause als im Unterricht, aber – bei allem Respekt – einen Lehrer kann man nicht ersetzen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bitte um breite Zustimmung, damit sich die Eltern in diesem Land ernst genommen fühlen, um ihnen zu helfen, durch die Krise zu kommen. Wenn ÖVP und Grüne da nicht mitstimmen, dann ist das eine klare Botschaft an die Eltern. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Es gibt unglaublich viele Organisationen, die sich darum kümmern – Organisationen, denen ich heute auch Danke sagen will. Es gibt zum Beispiel allen voran das SDG Watch, das Ban Ki-moon Centre, das sich da engagiert, Respact, Iufe, Think Austria, aber auch viele Gemeinden, die sich engagieren. Die Steiermark zum Beispiel hat bereits eine eigene SDGs-orientierte Haushaltsführung. Also wir sind da schon ganz, ganz weit. Auch viele Lehrerinnen und Lehrer, Schulen machen Projekte. Allen, die sich da bereits bemüht haben, und allen, die jetzt damit beginnen – und ich finde es total toll, dass wir jetzt im Parlament, quasi in der Politik, unter Anführungszeichen, „nachziehen“ und das auch in den parlamentarischen Prozess hineinbringen –, ein riesengroßes Dankeschön. (Beifall bei ÖVP und Grünen.) Danke dem Redaktionsteam der interministeriellen Arbeitsgruppe für diesen FNU-Bericht. Er ist sehr, sehr lesenswert. Ich kann allen Kolleginnen und Kollegen empfehlen, da einmal ein bisschen hineinzuschnuppern.
Abg. Kassegger: Es gibt keine seltenen Erden!
Es ist alles vorhanden, und es ist unsere Verantwortung, nun auch die Konsequenzen zu ziehen. Nur, was bedeutet das? – Die Preise werden in Nordafrika bestimmt, und die fahren vom Preis her genauso hinein, dass es sich eben nicht rechnet. (Abg. Kassegger: Es gibt keine seltenen Erden!) – Ich verstehe Sie leider nicht, Herr Kollege. (Abg. Kassegger: Es gibt keine seltenen Erden in Europa!) – Es gibt seltene Erden, und zwar aus der Müllverbrennung. In den Schlacken haben wir seltene Erden, die wir herausholen könnten. Sie lagern zum Beispiel im Weinviertel in Deponien. Das sind die Minen der Zukunft, die wir hier haben. Nur müssen wir natürlich schauen, dass wir das preislich so anpassen, dass es interessant ist, das auch zu machen, um nicht weiterhin zulassen zu müssen, dass dort unter ganz miesen Voraussetzungen die Umwelt zerstört wird, dass Naturräume zerstört werden, miserable Arbeitsbedingungen herrschen und zum Beispiel
Abg. Kassegger: Es gibt keine seltenen Erden in Europa!
Es ist alles vorhanden, und es ist unsere Verantwortung, nun auch die Konsequenzen zu ziehen. Nur, was bedeutet das? – Die Preise werden in Nordafrika bestimmt, und die fahren vom Preis her genauso hinein, dass es sich eben nicht rechnet. (Abg. Kassegger: Es gibt keine seltenen Erden!) – Ich verstehe Sie leider nicht, Herr Kollege. (Abg. Kassegger: Es gibt keine seltenen Erden in Europa!) – Es gibt seltene Erden, und zwar aus der Müllverbrennung. In den Schlacken haben wir seltene Erden, die wir herausholen könnten. Sie lagern zum Beispiel im Weinviertel in Deponien. Das sind die Minen der Zukunft, die wir hier haben. Nur müssen wir natürlich schauen, dass wir das preislich so anpassen, dass es interessant ist, das auch zu machen, um nicht weiterhin zulassen zu müssen, dass dort unter ganz miesen Voraussetzungen die Umwelt zerstört wird, dass Naturräume zerstört werden, miserable Arbeitsbedingungen herrschen und zum Beispiel
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Jeitler-Cincelli überreicht Bundesministerin Edtstadler ein kleines Päckchen.
Ich danke dir, Karoline Edtstadler, dass du da als unsere Global-Goals-Ministerin so vorangehst, und ich habe dir eine Kleinigkeit mitgebracht. Du hast öfter gesagt, die Damenblazer werden durch das Anbringen von Buttons zerstört. Wir haben dir einen von den original UNO-Buttons mit einem Magneten umarbeiten lassen, dass du ihn jetzt auch tragen kannst. – Vielen, vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Jeitler-Cincelli überreicht Bundesministerin Edtstadler ein kleines Päckchen.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Rössler und Krisper.
Ich denke, das ist auch wirklich wichtig, um Vertrauen in Institutionen herzustellen. Die Austrian Development Agency ist eine Agentur, die im Eigentum der Republik steht, die gerade im Sinne der SDGs wichtige Arbeit zu tun hat, weil – meine Vorrednerin hat das vollkommen richtig gesagt – zwar ganz, ganz viel bei uns zu machen ist, aber es gibt auch einen internationalen Auftrag dabei. Die ADA, die Austrian Development Agency, ist ein ganz wichtiger Hebel dazu, und ich glaube, dass es sich die österreichische Entwicklungspolitik verdient hat, dass wirklich unter diesen 30 Bewerberinnen und Bewerbern, wovon, wie ich höre, manche hochqualifiziert sein sollen, ausgewählt wird, und die ADA hat es verdient, die bestmögliche Geschäftsführung zu haben. Das kann auch die alte sein, aber es könnte auch eine neue sein. – Ich bitte um Zustimmung. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Rössler und Krisper.)
Zwischenruf bei den Grünen.
James Bond in der klassischen Form können wir vergessen, der kommt nicht mehr. Wer glaubt, da gibt es noch Folgen mit viel britischem Humor oder mit gerade diesem typischen Spiel der Geschlechterstereotypen starker Mann, vermeintlich schwache Frau – aber auch da muss man natürlich wieder Humor haben, um das zu begreifen –, die gibt es nicht mehr. (Zwischenruf bei den Grünen.) Nein, das steht da wirklich drinnen! Es hört sich an wie Satire, aber das heißt, James Bond gibt es nicht mehr, das wird jetzt eine Frau oder eine non-binäre Person. Das ist okay, aber das muss jetzt eine Person über 40 Jahre sein, die auf keinen Fall hetero sein darf, auch kein Europäer, weil die schon viel zu viele Filmrollen besetzt haben.
Beifall bei der FPÖ.
Ja, mir fehlen viele SDGs, und ich darf damit zum Schluss kommen, mir gehen Leistungsbereitschaft, freie Marktwirtschaft mit sozialer Absicherung und vor allen Dingen Selbstverantwortung, Eigenverantwortung der Bürger und Stärkung der Familien ab, aber vielleicht findet das noch Eingang. Das ist ja ein fließender Prozess. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Daher zum Antrag der SPÖ: Es wäre sehr lohnend, bei der Bestellung der ADA-Geschäftsführung tatsächlich einen transparenten Prozess vorzuzeigen. Ich darf daher dieses Ersuchen an die Frau Bundesministerin weiterleiten und bitte, dass man da tatsächlich ein Stück auf das Parlament zugehen und transparent vorgehen kann. (Bundesministerin Edtstadler nickt.) – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Für uns NEOS ist und war es immer das Ziel Nummer 1. Warum ist es für uns Ziel Nummer 1? – Weil es wie nichts anderes Chancen für die Entfaltung von Kindern, aber auch von jungen Familien sichert. Wir wollen kein Kind zurücklassen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Frau Ministerin, der Stellvertreter von Sebastian Kurz als Bundesparteichef der ÖVP ist mein Landeshauptmann, der Landeshauptmann von Oberösterreich, Thomas Stelzer. Seine Landesregierung hat gerade erst – und völlig ohne Not – für Einsparungen von 2 Promille des Landesbudgets, das sind 15 Millionen Euro bei 7 Milliarden Euro Jahresbudget, die Gratisnachmittagsbetreuung für Zehntausende Familien gestrichen. Das ist völlig am Leben vorbei. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
jetzt, und diesen Neustart schaffen wir nicht mit Politikern, die wieder das Alte, das Bequeme, das Vertraute wollen. Wir brauchen einen Neustart mit Zuversicht auch in der Bildungspolitik, gerade für Kleinkinder, für junge Familien und für alle, die das noch werden wollen. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wir haben damals aber auch einen Ressourceneffizienzaktionsplan mit der Wirtschaft gemacht: Wie kann ich das eingesetzte Material – Eisen, seltene Erden – so effizient verwenden, dass möglichst wenig Abfall entsteht?, bis hin zum letzten Punkt: dem Aktionsprogramm „Lebensmittel sind kostbar!“, ausgehend von den BäuerInnen, die gesagt haben, es werden so viele Lebensmittel in Österreich weggeworfen. Und ich bin stolz darauf, dass es uns mit dem Aktionsprogramm „Lebensmittel sind kostbar!“ gelungen ist, alle Sozialpartner hereinzuholen, nicht nur Landwirtschaftskammer und Wirtschaftskammer, sondern auch ÖGB und AK waren dabei, weil es ein gemeinsames Anliegen sein muss, Lebensmittelverschwendung hintanzuhalten und damit nachhaltige Ziele zu sichern. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Österreich hat sich in diesem Bericht auf drei Ziele fokussiert: Klimaschutz, Frauen und Jugend sowie Digitalisierung. Vieles, was falsch läuft, wissen wir ja im Grunde genommen, das heißt, wir könnten es auch ändern. Leider passiert da zu wenig. Gerade im Klimaschutz und im Nachhaltigkeitsbereich kommen viele Initiativen von Bürgerinnen und Bürgern – sie sind da wirklich vielfach weiter als die Politik, als ihre gewählten Vertreterinnen und Vertreter, das muss man so sagen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne würde ich mir wünschen, dass nicht nur schöne Worte von sich gegeben werden, sondern tatsächlich den Initiativen mehr Gehör geschenkt wird und die Mittel dort generell verteilt werden und nicht nur an einige wenige. – Ich danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
koordiniert, die die anderen Ministerien koordiniert, die die interministerielle Arbeitsgruppe leitet und die auch die Steuerungsgruppe leitet. Diese hat heuer im Übrigen schon vier Mal getagt, morgen tagt sie zum fünften Mal und wird damit auch schon beginnen, den Beschluss der Imag, nämlich das Arbeitsprogramm für 2021, umzusetzen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Ich kann Ihnen den Bericht ebenfalls, wie es schon getan wurde, nur ans Herz legen: Lesen Sie darin, schauen Sie rein! Und, Frau Abgeordnete Fürst, zu einem haben Sie mich jetzt schon provoziert. Ich möchte festhalten: Der nächste James Bond wird tatsächlich von einer weiblichen Darstellerin gestellt, und ich muss Ihnen sagen: Ich finde das toll, ich halte das für einen tollen Akzent, und ich weiß nicht, was man daran auszusetzen haben sollte. Lashana Lynch ist eine tolle Schauspielerin, und ich persönlich freue mich schon darauf, dass diese starke Figur von einer Frau verkörpert wird. Das ist ein richtiger und wichtiger Schritt! (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wir haben den Bericht mittlerweile im Rechnungshofausschuss diskutiert, wir haben ihn im Verfassungsausschuss diskutiert, wir diskutieren ihn hier – dafür bin ich dankbar. Ich möchte allen danken, die bis hierher Arbeit geleistet haben. Ich möchte vor allem Sie alle bitten, jetzt zu BotschafterInnen der SDGs zu werden, einen mitzunehmen, mehrere mitzunehmen, den Bericht vielleicht zu verteilen, irgendwann einmal auf die Homepage www.sdg.gv.at zu schauen, wo Sie noch mehr Beispiele dazu finden. Es ist, so wie es angesprochen wurde, eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das in die Hand zu nehmen, obliegt uns allen; es geht um unsere nachhaltige Zukunft. Ich bitte Sie hier um Unterstützung, denn alleine können wir gar nichts schaffen, nur wenn wir zusammenhalten. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die heimischen Bäuerinnen und Bauern sorgen mit ihrer Bewirtschaftungsweise für Vielfalt in der Landschaft und im Wald. Wir bemühen uns um eine Balance zwischen Produktion und Biodiversität. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) – Wer könnte das auch besser machen, wer könnte bessere Lösungskompetenz haben als die, die tagtäglich in und mit der Natur arbeiten?!
Beifall bei ÖVP und Grünen.
So deutlich wie schon lange nicht zeigt sich auch, wie wichtig solidarisches Handeln ist, gerade beim Einkauf, und das nicht nur bei Lebensmitteln, das ist eine wichtige Unterstützung. Die Solidarität wird nicht nur in der Krise der Schlüssel sein, sondern auch, um globale Ziele für künftige Generationen umzusetzen – das zeigt uns dieser breit gefächerte Bericht ganz eindeutig. – Vielen Dank dafür, Frau Ministerin! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Alle diese Punkte zeigen, dass die Erreichung der Agenda-2030-Ziele auch für die Gemeinden eine große Herausforderung darstellt. Daher darf ich jeden/jede herzlich einladen, seinen/ihren Beitrag auch im Kleinen auf der Ebene der Gemeinden zu leisten. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie haben in der letzten Rede auch zitiert: „Schauen Sie, wie es der jüdischen Gemeinde geht, dann wissen Sie, wie es dem Land geht!“ – Das ist, finde ich, ein schönes Zitat. Ich glaube, wir stehen in diesem Zusammenhang nicht so schlecht da, es kann auch noch besser werden – das unterstützen wir auch –, ich glaube aber, man muss auch schauen, wie es den Kindern, den Jugendlichen und den Schwachen in einem Land geht, konkret jetzt in Österreich. Man muss darauf schauen, was gerade sie im letzten Jahr alles an Maßnahmen mitgetragen haben, wie viel Druck aufgebaut wurde, Strafen, Polizei, Angst – vielleicht nur als Anregung, zu überdenken, ob all das notwendig war und ob man da nicht auch mit positiven Anreizen arbeiten könnte. Ein Land ist ja auch nur so gut, wie es mit Kindern und Schwachen umgeht. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich würde meinen: Lassen wir es dabei bewenden! Es ist, glaube ich, wirklich unglücklich gewesen und es passt nicht. Wir können uns mit der Politik Israels gerne auseinandersetzen, es gibt aber eben eine feine rote Linie, die wir einfach beachten sollten! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
An dieser Stelle möchte ich einen persönlichen Dank aussprechen, für die ganz klaren Positionen und Initiativen gegen Antisemitismus, Dank und Anerkennung für diese Zero Tolerance Policy, die da gemacht wird, an den Nationalratspräsidenten, an den Bundeskanzler, an dich, Frau Ministerin, aber auch an alle Parteien und alle gesellschaftspolitischen Verantwortungsträger in Österreich dafür, dass sie sich diesem Kampf verschrieben haben. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ, Grünen und NEOS.
Das Miteinander wird zu einem Gegeneinander. Welcher Hintergrund dafür verantwortlich ist, geschätzte Damen und Herren, das ist nicht so wichtig. Wichtig ist, dass Antisemitismus niemals toleriert wird, und wichtig ist, dass für alle von uns klar ist, dass es absolut inakzeptabel ist, dass es Situationen gibt, in denen jüdische Gemeinden das Gefühl haben, ihren Mitgliedern sagen zu müssen: Bitte geht nicht auf die Straße! – Das ist nicht akzeptabel in Österreich, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Deshalb werden wir als österreichische Sozialdemokratie diese Nationale Strategie auch unterstützen. Es werden die richtigen Maßnahmen getroffen, es ist längst überfällig, dass das geschieht, und wir hoffen und werden alles dafür tun, dass sich die Situation für unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger dadurch verbessert. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
den Juden und Jüdinnen von den Nazis vorgeschrieben waren, ans Revers heften, und da kann ich nur sagen, das ist purer Antisemitismus. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Abg. Brandstätter hält ein Buch mit dem Titel „Jude ist kein Schimpfwort“ in die Höhe.
Weil Kollege Leichtfried am Ende von jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern gesprochen hat, darf ich an dieser Stelle all jenen ein Buch empfehlen, die sich damit schwertun, das Wort Jude oder Jüdin auszusprechen. (Abg. Brandstätter hält ein Buch mit dem Titel „Jude ist kein Schimpfwort“ in die Höhe.) – Kollege Brandstätter wird es gleich zeigen. Es gibt ein neues Buch von Alexia Weiss, einer hervorragenden Journalistin, mit dem Titel „Jude ist kein Schimpfwort“. Darin finden Sie viele Geschichten, wie etwa jene, wie das Buchstabieralphabet arisiert wurde, dass wir heute statt Nathan Nordpol sagen, und viele andere solcher Dinge.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und NEOS.
Also: Jude und Jüdin sind keine Schimpfworte und lassen sich in dieser Weise bitte auch so aussprechen. Es sind keine jüdischen Mitbürger und Mitbürgerinnen, es sind Juden und Jüdinnen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Im Übrigen bin ich dafür, dass die Windisch-Kaserne in Richard-Wadani-Kaserne umbenannt wird. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Smolle und Steinacker.
Zusammenfassend: Vielen Dank für die Initiative! Reden wir darüber! Stehen wir gemeinsam auf! Antisemitismus hat in diesem Land nichts verloren; er verstößt gegen unsere Werte, er verstößt gegen unser Land, und deswegen müssen wir gemeinsam dagegen auftreten. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Smolle und Steinacker.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und Grünen
Wiens gezogen sind und dann mit antisemitischen Sprüchen auch noch beleidigend waren. Ich sage Ihnen: Wegschauen geht da gar nicht (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und Grünen), und es geht schon gar nicht, dass man eine Sprache verwendet, die an Aggression ja kaum noch zu überbieten ist.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Belakowitsch: Was glauben Sie eigentlich, wer Sie sind, dass Sie das ..., unfassbar!
Darum sage ich Ihnen: Seien wir empfindsam!, und vor allem: Seien wir wachsam – wachsam und vorsichtig im Umgang mit unserer Sprache, unserer Wortwahl und vor allem damit, wie wir etwas sagen! Es macht noch immer der Ton die Musik. Ich muss das an dieser Stelle sagen: Frau Kollegin Belakowitsch, wenn Sie sich ein bisserl bemühen, dann schaffen auch Sie das. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Belakowitsch: Was glauben Sie eigentlich, wer Sie sind, dass Sie das ..., unfassbar!)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen sowie der Abg. Yılmaz
Ich möchte hier den großen Stellenwert der Bildung und die wichtige Rolle aller Bildungseinrichtungen klarstellen. Als ehemalige Geschichtelehrerin weiß ich, wie wichtig es ist, Kindern und Jugendlichen historische Zusammenhänge zu vermitteln (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen sowie der Abg. Yılmaz) –, Geschichte begreifbar und erlebbar zu machen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ich war mit allen meinen Klassen im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen und ich kenne auch die berührenden Begegnungen mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Bildung ist mehr als Wissensvermittlung. Bildung ist Herzensbildung, Persönlichkeitsbildung und Bewusstseinsbildung, und darum ist es ungemein wichtig, dass jede Generation eine wissende, eine wachsame ist, eine, die Erinnerungskultur aufrechterhält, die hinschaut. Wegschauen, meine Damen und Herren, geht gar nicht! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Ich möchte hier den großen Stellenwert der Bildung und die wichtige Rolle aller Bildungseinrichtungen klarstellen. Als ehemalige Geschichtelehrerin weiß ich, wie wichtig es ist, Kindern und Jugendlichen historische Zusammenhänge zu vermitteln (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen sowie der Abg. Yılmaz) –, Geschichte begreifbar und erlebbar zu machen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ich war mit allen meinen Klassen im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen und ich kenne auch die berührenden Begegnungen mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Bildung ist mehr als Wissensvermittlung. Bildung ist Herzensbildung, Persönlichkeitsbildung und Bewusstseinsbildung, und darum ist es ungemein wichtig, dass jede Generation eine wissende, eine wachsame ist, eine, die Erinnerungskultur aufrechterhält, die hinschaut. Wegschauen, meine Damen und Herren, geht gar nicht! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Ich möchte hier den großen Stellenwert der Bildung und die wichtige Rolle aller Bildungseinrichtungen klarstellen. Als ehemalige Geschichtelehrerin weiß ich, wie wichtig es ist, Kindern und Jugendlichen historische Zusammenhänge zu vermitteln (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen sowie der Abg. Yılmaz) –, Geschichte begreifbar und erlebbar zu machen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ich war mit allen meinen Klassen im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen und ich kenne auch die berührenden Begegnungen mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Bildung ist mehr als Wissensvermittlung. Bildung ist Herzensbildung, Persönlichkeitsbildung und Bewusstseinsbildung, und darum ist es ungemein wichtig, dass jede Generation eine wissende, eine wachsame ist, eine, die Erinnerungskultur aufrechterhält, die hinschaut. Wegschauen, meine Damen und Herren, geht gar nicht! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Ruf bei den Grünen: Fatal!
Ich glaube aber trotz allem, dass man hinschauen muss, wenn Menschen jüdischen Glaubens von der Kultusgemeinde davor gewarnt werden müssen, ihre Wohnungen zu verlassen. Es ist kein Text aus den dunkelsten Kapiteln unserer Geschichte, sondern das ist ein sehr aktueller Text vom vergangenen Samstag, als Covid-Leugner, Rechtsradikale, Reichsbürger – und ja, zugegeben auch andere, Verzweifelte – durch Wien zogen. Vor 14 Tagen wurde eine pervertierte Form des Davidsterns mit dem Wort „ungeimpft“ auf einer vergleichbaren Demonstration getragen. (Ruf bei den Grünen: Fatal!) Da muss man sagen – vollkommen richtig –: Das ist fatal, und ehrlich gesagt geht es dabei nicht um Sonntagsreden, sondern darum, ganz klare Probleme zu benennen, die wir hier und heute haben. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und NEOS.
Ich glaube aber trotz allem, dass man hinschauen muss, wenn Menschen jüdischen Glaubens von der Kultusgemeinde davor gewarnt werden müssen, ihre Wohnungen zu verlassen. Es ist kein Text aus den dunkelsten Kapiteln unserer Geschichte, sondern das ist ein sehr aktueller Text vom vergangenen Samstag, als Covid-Leugner, Rechtsradikale, Reichsbürger – und ja, zugegeben auch andere, Verzweifelte – durch Wien zogen. Vor 14 Tagen wurde eine pervertierte Form des Davidsterns mit dem Wort „ungeimpft“ auf einer vergleichbaren Demonstration getragen. (Ruf bei den Grünen: Fatal!) Da muss man sagen – vollkommen richtig –: Das ist fatal, und ehrlich gesagt geht es dabei nicht um Sonntagsreden, sondern darum, ganz klare Probleme zu benennen, die wir hier und heute haben. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und NEOS.
Klar ist: Antisemitismus ist nicht zu akzeptieren, durch keine Begründung, und es kann auch keine Begründung für den Antisemitismus geben, weil es keine Gründe für Antisemitismus gibt. So einfach ist es eigentlich. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist – Jörg Leichtfried und viele andere haben es heute schon betont – an uns allen, eine unmissverständliche Haltung einzunehmen. Ich glaube übrigens, liebe und hochgeschätzte Eva Blimlinger, dass uns sprachpolizeiliche Ermittlungsmethoden – ob man jetzt Jüdinnen oder Juden oder jüdische Mitbürgerinnen oder jüdische Mitbürger sagt – auch nicht entscheidend weiterbringen. (Beifall bei der SPÖ.) Ich verstehe die Intention deines Redebeitrags, aber es zeigt sozusagen, dass es ein sensibles Thema ist, und ich würde niemandem absprechen, mit diesem Thema sensibel umgehen zu wollen, insbesondere Kollegen Leichtfried nicht.
Beifall bei der SPÖ.
Gestatten Sie mir aber bitte, in meiner vorletzten Rede noch auf ein Thema zu sprechen zu kommen, das nicht unmittelbar damit zu tun hat, aber irgendwie doch. Ich zitiere einen Artikel aus der „Wiener Zeitung“ aus dem Jahr 1773: „Mit Vergnügen sehen wir [...], daß Hr. von B. weder Juden noch Leute, die andere Meynungen in einer oder der andern Glaubenslehre hegen, aus seiner Sammlung ausgeschlossen, und mit eben so vielem Vergnügen unterschreiben wir das Urtheil [...], daß die Toleranz in der Republik der Gelehrten noch weit mehr statt finden müsse, als in jedem andern [...] Wesen“. – Ich wiederhole: Die „Toleranz“ jedem Glauben gegenüber muss „in der Republik der Gelehrten“ stark stattfinden – eine Botschaft, die 250 Jahre später immer noch richtig ist und die sich alle zu Herzen nehmen sollten, insbesondere jene, die im Moment die „Wiener Zeitung“ zu Grabe tragen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Den Intoleranten und den Geschichtslosen möchte ich in diesem Zusammenhang ein Zitat von Odo Marquard mit auf den Weg geben: „Zukunft braucht Herkunft“. – Das gilt für das jüdische Leben genauso wie für eine der ältesten Tageszeitungen der Welt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Jeder von uns soll hier und heute für diese Strategie gegen Antisemitismus stimmen. Never again, niemals wieder!, und das Gedenken – Hashtag We Remember – sollen unsere Leitlinien sein. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Zwischenruf der Abg. Kucharowits.
Wir finden es aber schade, dass man da Dinge hineinverpackt, von denen man weiß, dass wir als FPÖ sie nicht mittragen: die Diskussion über Hatespeech und über die potenzielle Einschränkung der Meinungsfreiheit im Internet aufgrund der Probleme, die dort auftreten, die in Wirklichkeit nicht punktgenau darauf hinzielt, Antisemitismus zu verhindern, sondern dazu führt, dass Meinungsfreiheit, gerade im Internet, insgesamt sehr stark beschränkt wird. Darüber haben wir lange diskutiert und das ist leider auch in diesem Bericht versteckt worden. (Zwischenruf der Abg. Kucharowits.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt noch eine Bemerkung zu Ihnen, Frau Mag. Deckenbacher: Sie sind, habe ich gehört, Pädagogin. So von oben herab, wie Sie mit unserer Kollegin Belakowitsch gesprochen haben, hoffe ich, sprechen Sie in Ihrem Beruf mit niemandem. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, Grünen und NEOS.
Bundesministerin für EU und Verfassung im Bundeskanzleramt Mag. Karoline Edtstadler: Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren Abgeordnete! Hohes Haus! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Wenn wir Antisemitismus, egal, aus welcher Ecke er kommt, effektiv bekämpfen wollen, dann braucht es eine gesamtgesellschaftliche Diskussion, eine gesamtgesellschaftliche Sensibilisierung, es braucht eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung. Und diese Anstrengung müssen wir auf uns nehmen, denn es ist die Aufgabe und die Verantwortung der Politik, die Menschen dahin zu führen, gemeinsam gegen Antisemitismus anzukämpfen, egal, ob er von links oder rechts kommt, ob er importiert oder autochthon ist. Dafür setze ich mich ein. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, Grünen und NEOS.)
Abg. Stefan: Nein!
Und ja, liebe Abgeordneten Fürst und Stefan, es gibt auch in Österreich ganz aktuelle Vorfälle, wir sehen, dass bei Demonstrationen die Reichsfahne geschwenkt wird, dass da Heil-Hitler-Rufe erklingen. Ich möchte Ihnen schon eines sagen, Herr Abgeordneter Stefan: Wenn Sie davon sprechen, dass man tut, als wäre das das Hauptproblem, dann verniedlichen Sie das schon an sich. (Abg. Stefan: Nein!) Es ist ein Problem, wenn nur ein Einziger mit einem Davidstern, sozusagen als Judenstern, als früheres Symbol verwendet, auf die Straße geht, es ist ein Problem, wenn einer: Heil Hitler!, schreit.
Abg. Belakowitsch: Natürlich!
Niemand verunglimpft diejenigen, die mittlerweile der Coronamaßnahmen müde sind, die da ihre Kritik zum Ausdruck bringen wollen. (Abg. Belakowitsch: Natürlich!) Demonstrationsfreiheit zu haben ist eines der höchsten Güter in einer Demokratie – unter den entsprechenden Maßnahmen, dass man niemanden anderen gefährdet. Sich als FPÖ aber im Windschatten sozusagen angegriffen zu fühlen, wenn man das hier aufbringt und sagt, dass es diese Probleme gibt, das, mit Verlaub, verstehe ich nicht. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Abg. Stefan: Nicht außer Haus gehen können, das ist das Problem!)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Abg. Stefan: Nicht außer Haus gehen können, das ist das Problem!
Niemand verunglimpft diejenigen, die mittlerweile der Coronamaßnahmen müde sind, die da ihre Kritik zum Ausdruck bringen wollen. (Abg. Belakowitsch: Natürlich!) Demonstrationsfreiheit zu haben ist eines der höchsten Güter in einer Demokratie – unter den entsprechenden Maßnahmen, dass man niemanden anderen gefährdet. Sich als FPÖ aber im Windschatten sozusagen angegriffen zu fühlen, wenn man das hier aufbringt und sagt, dass es diese Probleme gibt, das, mit Verlaub, verstehe ich nicht. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Abg. Stefan: Nicht außer Haus gehen können, das ist das Problem!)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Eines möchte ich auch hinzufügen: Nach der gestrigen Präsentation von Bundesminister Faßmann, dass man mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften tatsächlich auch ein Zentrum für Antisemitismusforschung plant – ein Meilenstein, den man da umgesetzt hat –, kann ich Ihnen berichten, dass heute das Österreichisch-Jüdische Kulturerbegesetz im Bundesgesetzblatt I unter der Nummer 39/2021 kundgemacht worden ist. Das ist tatsächlich ein Meilenstein, der zukünftig jüdisches Leben sicherer und sichtbarer machen kann, und ich hoffe, dass Sie uns auf diesem Weg weiter begleiten, denn nur gemeinsam können wir gegen Antisemitismus in allen seinen Formen ankämpfen. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Fürst und Stefan.
Wenn ich den vorherigen Tagesordnungspunkt ansprechen darf: Natürlich darf und muss es Grenzen geben; es darf keine rassistischen Äußerungen geben, es darf keine frauenfeindlichen Äußerungen geben und es dürfen keine Straftatbestände vorliegen. Das muss natürlich kontrolliert werden, da bin ich beim Antrag des Tagesordnungspunktes 10: Es muss so sein, dass ordentliche Gerichte im Wege des Rechtsstaates die Beurteilung darüber treffen, ob etwas verfassungsmäßig und rechtmäßig ist. Es kann nicht sein, dass Onlineplattformen wie Facebook oder Google selbst darüber entscheiden, was sie löschen und was sie eventuell bei den Benutzerkonten überhaupt entfernen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Fürst und Stefan.)
Beifall bei der SPÖ.
Das will auch die EU. Im Kommunikationsplattformen-Gesetz ist das nicht gehörig geregelt worden. Wir waren damals dagegen, wir waren kritisch und sind weiterhin kritisch. Wir sind für die Verteidigung des Rechtsstaates, wir sind für die Verteidigung der Meinungsfreiheit, und ich bin auch dafür, dass man das Staatsgrundgesetz grundsätzlich dazu verwendet, um solche Angelegenheiten zu regeln, weil ich glaube, es ist wichtig, dass man im Vorhinein schon das Bewusstsein hat, dass Meinungsfreiheit ein Grundrecht ist. Das muss man weiterhin in der Form beibehalten. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Der Schriftsteller Ernst Ferstl sagte: „Der Freiheit folgt zwangsläufig die Verantwortung.“ – Die Meinungs- und Pressefreiheit ist eines der wichtigsten Grundrechte der Demokratie, und wenn diese Freiheit missbraucht wird, dann gehen wir nicht verantwortungsvoll mit ihr um und gefährden die Demokratie. Daher sind Aufrufe wie solche von Klubobmann Kickl, keine Masken zu tragen oder sich zu versammeln, verantwortungslos, und er gefährdet damit diese Freiheitsrechte. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Rössler.
Das, was die FPÖ Zensur nennt, sind in Wahrheit klare, nachvollziehbare Regeln, die für alle gelten. Fakenews, Rassismus, Willkür und Hass dürfen im Netz keinen Platz haben. – Vielen Dank. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Rössler.)
Beifall bei der FPÖ.
bekämpft wurden, sehr oft ganz einfach Regierungskritik gelöscht wurde. (Beifall bei der FPÖ.) Das soll es nicht sein, das ist Teil der Meinungsfreiheit!
Beifall bei der FPÖ.
Ein positives Beispiel wäre Polen, das da ein eigenes Gesetz entworfen hat. Ich habe jetzt nicht mehr die Zeit, das zu erläutern. Das verfolgt jedenfalls einen anderen Ansatz, muss man sagen, obwohl Polen eigentlich wegen seiner Rechtsstaatlichkeit, die angeblich in Zweifel zu ziehen ist, immer in Diskussion steht. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist so: Wir haben ja gerade das Informationsfreiheitsgesetz in die Begutachtung gebracht, und dieses Informationsfreiheitsgesetz ist ein wesentlicher Teil des Gesetzespaketes gegen Hass im Netz. Wir haben die Entscheidung getroffen, die in diesem Bereich immer zu treffen ist, nämlich dahin gehend, was passiert, wenn jemand etwas Rechtswidriges sagt, mit dem er die Rechte anderer verletzt. Dafür hat der Staat zwei Möglichkeiten: Die eine ist, er kann passiv bleiben, kann zuschauen, bis das Opfer sein Recht vor Gericht erstritten hat und die rechtswidrigen Inhalte gelöscht werden. Die Alternative ist, er verlangt eine Handlung, er verlangt, den rechtswidrigen Inhalt zu löschen. Auf den ersten Blick klingt es tatsächlich so, als würde das nicht viel Unterschied machen, aber es macht einen riesengroßen Unterschied für die Opfer. Es ist nämlich genau der Unterschied zwischen Sich-wehren-Können und Zusehen-Müssen, wie Hasspostings weiterverbreitet werden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben uns für den Weg des größtmöglichen Opferschutzes entschieden. Deshalb nehmen wir die Plattformen in die Pflicht. Wir verlangen von den Plattformen, diese Postings so rasch wie möglich zu entfernen. Schränken wir damit die Meinungsfreiheit ein? – Nein, die Meinungsfreiheit ist genau so konzipiert; unser Staatsgrundgesetz hat sie genau so konzipiert. Die Meinungsfreiheit umfasst keine rechtswidrigen, keine beleidigenden, keine hetzerischen Botschaften. Das ist nicht Teil der Meinungsfreiheit. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Das hat auch nichts mit Zensur zu tun. Es entscheidet nicht darüber, welche Meinungen man gut oder schlecht findet. Es geht einzig und alleine darum, den Opfern größtmöglichen Schutz zu gewähren, die Täter in die Pflicht zu nehmen und die Plattformbetreiber diese Pflicht erfüllen zu lassen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben uns für den Weg des Opferschutzes entschieden, trotzdem haben wir Mechanismen vorgesehen, die sicherstellen, dass es da zu keiner überschießenden Regulierung kommt. Dazu wird es Rechtsprechung geben. Diese Rechtsprechung werden wir genau beobachten und uns genau ansehen. Wir schauen mit einem Blick nach Brüssel auch schon neugierig darauf, was mit dem Digital-Services-Act gelingen wird. Was wir aber nicht fortwährend anschauen wollen, sind Timelines voller Hasspostings – und dafür haben wir uns mit dem Informationsfreiheitsgesetz entschieden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Nun auch kurz zur Frage, was hier im Parlament diskutiert wird und werden darf: Es ist gesagt worden, die Nationale Strategie gegen Antisemitismus kommt und soll ins Plenum kommen – das sagt auch Kollegin Blimlinger – und man wolle das breit diskutieren. Im Widerspruch dazu steht aber die Vertagungspolitik von Türkis und Grün. In den Ausschüssen wird alles Mögliche auf den Sankt-Nimmerleins-Tag vertagt, damit es eben nicht ins Plenum kommt – und das ist eine Art Verhinderung, wenn nicht sogar Zensur der öffentlichen Diskussion hier im Parlament. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend noch zur SPÖ-Position in diesen Fragen: Die SPÖ bekennt sich ganz klar zu einer breiten Meinungsfreiheit, allerdings sind da natürlich auch Grenzen zu setzen. Die Grenzen sind dort, wo es um Sexismus, um Frauenfeindlichkeit, um Homophobie, um Fremdenfeindlichkeit, um Rassismus geht. Beim Opferschutz sind ja seitens des Justizministeriums in der Regierungsvorlage Nägel mit Köpfen gemacht worden. Das ist gelungen, dazu steht die SPÖ. Zur Zensur durch Onlinekonzerne sagen wir allerdings klar Nein. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Wir hätten auf die europäische Ebene warten sollen, das haben wir von Anfang an gesagt. Leider ist das nicht passiert. Die Bundesregierung hat wieder einmal eine PR-Show abziehen müssen und hat etwas präsentiert, das unausgereift war. Dementsprechend sind diese Anträge, die jetzt von der Opposition kommen, leider notwendig, um zu versuchen, zu reparieren, was noch zu reparieren ist. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte die Debatte gar nicht verlängern. Wir haben uns einige Male dazu geäußert. Wir bleiben bei unserem Standpunkt: Die Privatisierung des Rechts lehnen wir strikt ab; und wir wollen ein Mehr an Ressourcen, damit das, was richtig und gut ist und bei dem Sie auch unsere Unterstützung bekommen, entsprechend umgesetzt werden kann. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Die Meinungsäußerungsfreiheit ist ein Grundrecht in Österreich, und ich stehe zu diesem Grundrecht so was von felsenfest, wie man nur stehen kann! (Beifall bei ÖVP und Grünen.) Die Meinungsäußerungsfreiheit steht aber auch unter einem Gesetzesvorbehalt, und Frau Abgeordnete Prammer hat es gesagt: Von der Meinungsäußerungsfreiheit sind Hass und Gewalt nicht umfasst.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Für mich steht auf der einen Seite die Meinungsäußerungsfreiheit außer Zweifel, auf der anderen Seite aber auch die Notwendigkeit, gegen Hass im Netz effektiv vorzugehen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich glaube, wir müssen uns dieser Aufgabe stellen. Ich glaube, dass das Kommunikationsplattformen-Gesetz der richtige Weg ist. Es ist noch nicht das letzte Wort, es ist ein Prozess, der alle Länder, alle Gesellschaften momentan sehr beschäftigt. Ich denke aber, diese Anträge, die jetzt von der FPÖ kamen, sind nicht etwas, das uns nicht inhaltlich beschäftigt, aber wir haben das Gefühl, es ist letztlich durch das Kommunikationsplattformen-Gesetz und den Weg, den wir dabei gehen, überholt. Dieser Weg ist der richtige, und deswegen werden wir nicht zustimmen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Jetzt frage ich mich: Was steckt denn dahinter? Wie könnte sich das auswirken? – Die Auswirkung ist, dass beleidigende, anstößige und verletzende Inhalte länger im Internet sichtbar sind und länger Schaden anrichten, als es unbedingt notwendig ist, denn auch wenn ein Mandatsverfahren durchgeführt wird, dauert es eine gewisse Zeit, bis ein Richter entscheiden würde. Da frage ich vor allem Sie von der FPÖ: Wollen Sie das wirklich? Ich will das auf jeden Fall nicht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Taten. Denken Sie an die Bilder aus den Vereinigten Staaten, den Sturm auf das Kapitol! Ein Präsident twittert irgendetwas und die Menschenmenge stürmt dann das Kapitol. Ich frage Sie, vor allem die Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ: Wollen Sie so etwas haben? Also ich will das jedenfalls nicht. Deswegen kann man diesem Antrag und allem, was dahintersteht, auch nicht zustimmen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
fährt da nach Brüssel, und andere verhandeln Verträge – und Kurz telefoniert einmal eine Runde und dann ist das Zeug da. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Dieser Clemens Martin Auer hat also auf eigene Faust gehandelt, an Ihnen allen vorbei, Sie aber lassen den Bundeskanzler weitermachen, und der macht jetzt eine Allianz mit Bulgarien, Lettland, Kroatien, Slowenien und Tschechien und macht die EU für den Impfstoffmangel verantwortlich. Das ist so, wie wenn ich am Samstag nicht einkaufen gehe und mich am Sonntag wundere, dass ich keine Milch zu Hause habe und mir einfällt: Daran ist der Spar schuld. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Da wäre für mich interessant: Geben Sie als Minister auch der EU die Schuld, oder macht das Sebastian Kurz? Macht das die Bundesregierung, oder macht das Sebastian Kurz? Ist auch die EU schuld, dass bei uns in der Republik Österreich die Hälfte des Moderna-Impfstoffes herumliegt und nicht verimpft wird, oder sind wir da selber schuld, weil wir ein schlechtes Impfstoffmanagement haben? (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Haubner.
Klar, wenn Kurz die Geschichte zur Chefsache erklärt, dann ist es schwierig für Sie, weil er es eigentlich an sich zieht, und dann muss es auch er machen. (Zwischenruf des Abg. Haubner.) – Kollege Haubner ist nicht zufrieden mit dem, was ich sage, das habe ich aber auch nicht erwartet. Ich habe auch nicht erwartet, dass ich von der ÖVP Applaus kriege. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Haubner.) Wo kommen wir denn da hin, wenn auch noch jemand Kurz kritisiert? Also wirklich! (Abg. Belakowitsch: Das geht gar nicht! – Abg. Wöginger: Ein schlechtes Kabarett!) – Ja, ja, ein schlechtes Kabarett, aber für dein Schärdinger Niveau reicht mein Kabarett gerade noch. (Heiterkeit und Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Abg. Wöginger: Hauptsache, du kannst alles!)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Haubner.
Klar, wenn Kurz die Geschichte zur Chefsache erklärt, dann ist es schwierig für Sie, weil er es eigentlich an sich zieht, und dann muss es auch er machen. (Zwischenruf des Abg. Haubner.) – Kollege Haubner ist nicht zufrieden mit dem, was ich sage, das habe ich aber auch nicht erwartet. Ich habe auch nicht erwartet, dass ich von der ÖVP Applaus kriege. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Haubner.) Wo kommen wir denn da hin, wenn auch noch jemand Kurz kritisiert? Also wirklich! (Abg. Belakowitsch: Das geht gar nicht! – Abg. Wöginger: Ein schlechtes Kabarett!) – Ja, ja, ein schlechtes Kabarett, aber für dein Schärdinger Niveau reicht mein Kabarett gerade noch. (Heiterkeit und Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Abg. Wöginger: Hauptsache, du kannst alles!)
Abg. Belakowitsch: Das geht gar nicht! – Abg. Wöginger: Ein schlechtes Kabarett!
Klar, wenn Kurz die Geschichte zur Chefsache erklärt, dann ist es schwierig für Sie, weil er es eigentlich an sich zieht, und dann muss es auch er machen. (Zwischenruf des Abg. Haubner.) – Kollege Haubner ist nicht zufrieden mit dem, was ich sage, das habe ich aber auch nicht erwartet. Ich habe auch nicht erwartet, dass ich von der ÖVP Applaus kriege. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Haubner.) Wo kommen wir denn da hin, wenn auch noch jemand Kurz kritisiert? Also wirklich! (Abg. Belakowitsch: Das geht gar nicht! – Abg. Wöginger: Ein schlechtes Kabarett!) – Ja, ja, ein schlechtes Kabarett, aber für dein Schärdinger Niveau reicht mein Kabarett gerade noch. (Heiterkeit und Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Abg. Wöginger: Hauptsache, du kannst alles!)
Heiterkeit und Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Abg. Wöginger: Hauptsache, du kannst alles!
Klar, wenn Kurz die Geschichte zur Chefsache erklärt, dann ist es schwierig für Sie, weil er es eigentlich an sich zieht, und dann muss es auch er machen. (Zwischenruf des Abg. Haubner.) – Kollege Haubner ist nicht zufrieden mit dem, was ich sage, das habe ich aber auch nicht erwartet. Ich habe auch nicht erwartet, dass ich von der ÖVP Applaus kriege. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Haubner.) Wo kommen wir denn da hin, wenn auch noch jemand Kurz kritisiert? Also wirklich! (Abg. Belakowitsch: Das geht gar nicht! – Abg. Wöginger: Ein schlechtes Kabarett!) – Ja, ja, ein schlechtes Kabarett, aber für dein Schärdinger Niveau reicht mein Kabarett gerade noch. (Heiterkeit und Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Abg. Wöginger: Hauptsache, du kannst alles!)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Hanger. – Abg. Wöginger: Das entwertet deine Dringliche Anfrage! – Abg. Scherak: ... Fragen stellen! – Abg. Wöginger: Ein Wahnsinn!
Dann wäre die Frage, ob eventuell für die Beschaffung der Impfstoffe eine pharmafeindliche Haltung die Ursache war, ob man sich gedacht hat: Wir wollen lieber bei der halbstaatlichen Astra Zeneca bestellen, weil das nicht die bösen Pharmariesen sind. Mit wem haben wir jetzt Lieferprobleme? – Mit der halbstaatlichen Astra Zeneca, nicht mit den privaten Pfizer und Johnson & Johnson. Was da der Hintergrund war, würde ich gerne von Ihnen wissen. Sie können sicher ganz viel aufklären. Wir warten mit Spannung. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Hanger. – Abg. Wöginger: Das entwertet deine Dringliche Anfrage! – Abg. Scherak: ... Fragen stellen! – Abg. Wöginger: Ein Wahnsinn!)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Ich weiß, dass die NEOS, so wie ich, pro Impfen eingestellt sind. Das begrüße ich, da verstehen wir uns grundsätzlich sehr und stehen auf derselben Seite, da hat es nie eine Panikmache oder Ähnliches von euch gegeben. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Das muss
Zwischenruf der Abg. Krisper
ich wirklich anerkennen, ich habe mir aber gedacht, heute werden jene Dinge gefragt, die für Hunderttausende Menschen lebensentscheidend sind (Zwischenruf der Abg. Krisper), zum Beispiel, ob der Impfstoff wirkt. – Ich kann Ihnen sagen: Ja, er wirkt absolut, wir sehen das in den Alten- und Pflegeheimen (Zwischenrufe der Abgeordneten Eypeltauer und Krisper), und zwar in einer Intensität und Effizienz, wie das eigentlich vorher niemand geglaubt hat.
Zwischenrufe der Abgeordneten Eypeltauer und Krisper
ich wirklich anerkennen, ich habe mir aber gedacht, heute werden jene Dinge gefragt, die für Hunderttausende Menschen lebensentscheidend sind (Zwischenruf der Abg. Krisper), zum Beispiel, ob der Impfstoff wirkt. – Ich kann Ihnen sagen: Ja, er wirkt absolut, wir sehen das in den Alten- und Pflegeheimen (Zwischenrufe der Abgeordneten Eypeltauer und Krisper), und zwar in einer Intensität und Effizienz, wie das eigentlich vorher niemand geglaubt hat.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Es gab in den Alten- und Pflegeheimen noch vor wenigen Monaten, im November, an einem einzigen Tag 4 300 Infektionsfälle. Inzwischen, Kollege Loacker, sind diese auf 130 gesunken. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Das heißt, es gibt kaum mehr Todesfälle in den Alten- und Pflegeheimen, und das ist der erste Bereich, der durchgeimpft ist. Das wäre heute eigentlich die wichtigste zentrale Antwort: Ja, lassen Sie sich impfen, der Impfstoff wirkt! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Es gab in den Alten- und Pflegeheimen noch vor wenigen Monaten, im November, an einem einzigen Tag 4 300 Infektionsfälle. Inzwischen, Kollege Loacker, sind diese auf 130 gesunken. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Das heißt, es gibt kaum mehr Todesfälle in den Alten- und Pflegeheimen, und das ist der erste Bereich, der durchgeimpft ist. Das wäre heute eigentlich die wichtigste zentrale Antwort: Ja, lassen Sie sich impfen, der Impfstoff wirkt! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Ein Mal oder zwei Mal? Ein Mal oder zwei Mal?
Eine spannende Fragestellung wäre auch gewesen: Wann sind denn die Bevölkerungsgruppen, die in Sachen Covid das größte Risiko haben, durchgeimpft? – Da kann ich Ihnen eine gute Nachricht überbringen: Das wird bei Menschen über 65 Jahre Ende April der Fall sein – das ist auch (Abg. Belakowitsch: Ein Mal oder zwei Mal? Ein Mal oder zwei Mal?) eine hervorragende Nachricht für die Intensivstationen in Österreich, die wir damit akut entlasten können. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hörl.
Eine spannende Fragestellung wäre auch gewesen: Wann sind denn die Bevölkerungsgruppen, die in Sachen Covid das größte Risiko haben, durchgeimpft? – Da kann ich Ihnen eine gute Nachricht überbringen: Das wird bei Menschen über 65 Jahre Ende April der Fall sein – das ist auch (Abg. Belakowitsch: Ein Mal oder zwei Mal? Ein Mal oder zwei Mal?) eine hervorragende Nachricht für die Intensivstationen in Österreich, die wir damit akut entlasten können. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wir hätten auch über die Fragestellung reden können – und das können wir selbstverständlich auch weiterhin –: Wie ist denn das, können wir in Österreich noch mehr Tempo machen, können wir einen Zeitgewinn realisieren? – Da kann ich Ihnen etwas ganz Neues, Aktuelles mitteilen: Gestern am Abend hat das Nationale Impfgremium in Österreich die Empfehlung ausgesprochen, dass wir die MRNA-Impfstoffe, also Moderna und Pfizer/Biontech, in einem größeren zeitlichen Abstand verabreichen können, nämlich bis zu sechs Wochen. Das ist insofern gut, als wir damit mehr Menschen früher mit dem ersten Stich schützen können. Das werden wir selbstverständlich raschest umsetzen – ein guter Zeitgewinn für Österreich! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Ruf: Das war keine Anfrage!
Es hätte noch andere Punkte gegeben, die ich mir eigentlich erwartet hätte, weil es die entscheidenden Fragen beim Impfen wären; Sie aber haben sich dazu entschieden, andere Fragen zu stellen. Ein bisschen hatte ich von dieser Anfrage einen dreifachen Eindruck. (Ruf: Das war keine Anfrage!) – Nein, es war schon eine „Anfrage“, das muss ich jetzt zurückweisen – es waren und sind Fragen dabei. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Es hätte noch andere Punkte gegeben, die ich mir eigentlich erwartet hätte, weil es die entscheidenden Fragen beim Impfen wären; Sie aber haben sich dazu entschieden, andere Fragen zu stellen. Ein bisschen hatte ich von dieser Anfrage einen dreifachen Eindruck. (Ruf: Das war keine Anfrage!) – Nein, es war schon eine „Anfrage“, das muss ich jetzt zurückweisen – es waren und sind Fragen dabei. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Abg. Loacker: Weil ...!
Ungewöhnlich habe ich empfunden, dass Sie den größten Teil der Fragen eigentlich in Richtung Bundeskanzler gestellt haben und nicht an mich. Warum haben Sie nicht die Anfrage insgesamt an den Bundeskanzler gerichtet? (Abg. Loacker: Weil ...!) – Bitte? (Abg. Loacker: Weil die Infos über Sie laufen!) – Ah, weil die Infos über mich laufen, okay.
Abg. Loacker: Weil die Infos über Sie laufen!
Ungewöhnlich habe ich empfunden, dass Sie den größten Teil der Fragen eigentlich in Richtung Bundeskanzler gestellt haben und nicht an mich. Warum haben Sie nicht die Anfrage insgesamt an den Bundeskanzler gerichtet? (Abg. Loacker: Weil ...!) – Bitte? (Abg. Loacker: Weil die Infos über Sie laufen!) – Ah, weil die Infos über mich laufen, okay.
Ruf bei den NEOS: Richtig!
Das Dritte ist auch sehr ungewöhnlich: Sie greifen da zu Formulierungen, die ich recht spannend finde, weil es in der größten Pandemie seit 100 Jahren eigentlich persönliche Nebensächlichkeiten sind – in einer Pandemie, in der bisher 2,6 Millionen Menschen weltweit gestorben sind. Sie reden darüber, der Bundeskanzler habe mir „regelmäßig die Show gestohlen“ (Ruf bei den NEOS: Richtig!), ich wurde von ihm vorgeführt (Abg. Doppelbauer: Stimmt!) oder er habe mich „entmachtet“. (Abg. Doppelbauer: Stimmt auch!) – Wissen Sie, diese Denkkategorien sind mir ziemlich gleichgültig. Warum? – Weil es um etwas anderes geht! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Doppelbauer: Stimmt!
Das Dritte ist auch sehr ungewöhnlich: Sie greifen da zu Formulierungen, die ich recht spannend finde, weil es in der größten Pandemie seit 100 Jahren eigentlich persönliche Nebensächlichkeiten sind – in einer Pandemie, in der bisher 2,6 Millionen Menschen weltweit gestorben sind. Sie reden darüber, der Bundeskanzler habe mir „regelmäßig die Show gestohlen“ (Ruf bei den NEOS: Richtig!), ich wurde von ihm vorgeführt (Abg. Doppelbauer: Stimmt!) oder er habe mich „entmachtet“. (Abg. Doppelbauer: Stimmt auch!) – Wissen Sie, diese Denkkategorien sind mir ziemlich gleichgültig. Warum? – Weil es um etwas anderes geht! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Doppelbauer: Stimmt auch!
Das Dritte ist auch sehr ungewöhnlich: Sie greifen da zu Formulierungen, die ich recht spannend finde, weil es in der größten Pandemie seit 100 Jahren eigentlich persönliche Nebensächlichkeiten sind – in einer Pandemie, in der bisher 2,6 Millionen Menschen weltweit gestorben sind. Sie reden darüber, der Bundeskanzler habe mir „regelmäßig die Show gestohlen“ (Ruf bei den NEOS: Richtig!), ich wurde von ihm vorgeführt (Abg. Doppelbauer: Stimmt!) oder er habe mich „entmachtet“. (Abg. Doppelbauer: Stimmt auch!) – Wissen Sie, diese Denkkategorien sind mir ziemlich gleichgültig. Warum? – Weil es um etwas anderes geht! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Das Dritte ist auch sehr ungewöhnlich: Sie greifen da zu Formulierungen, die ich recht spannend finde, weil es in der größten Pandemie seit 100 Jahren eigentlich persönliche Nebensächlichkeiten sind – in einer Pandemie, in der bisher 2,6 Millionen Menschen weltweit gestorben sind. Sie reden darüber, der Bundeskanzler habe mir „regelmäßig die Show gestohlen“ (Ruf bei den NEOS: Richtig!), ich wurde von ihm vorgeführt (Abg. Doppelbauer: Stimmt!) oder er habe mich „entmachtet“. (Abg. Doppelbauer: Stimmt auch!) – Wissen Sie, diese Denkkategorien sind mir ziemlich gleichgültig. Warum? – Weil es um etwas anderes geht! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Wurm
Wir sind ja in diesem Land nicht am Jahrmarkt der Eitelkeiten (Zwischenruf des Abg. Wurm), sondern wir sind mitten in der schwersten Pandemie, die wir jemals gehabt haben. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Da heißt es, zusammenzuarbeiten (Abg. Wöginger: Das ist ja Haselsteiner-würdig!), da heißt es, Teamgeist zu verwirklichen – und da sollten wir das, was wir von der Bevölkerung erwarten, nämlich Zusammenhalt zu realisieren, das eine oder andere Mal auch ein bisschen intensiver in der Politik verwirklichen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Wir sind ja in diesem Land nicht am Jahrmarkt der Eitelkeiten (Zwischenruf des Abg. Wurm), sondern wir sind mitten in der schwersten Pandemie, die wir jemals gehabt haben. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Da heißt es, zusammenzuarbeiten (Abg. Wöginger: Das ist ja Haselsteiner-würdig!), da heißt es, Teamgeist zu verwirklichen – und da sollten wir das, was wir von der Bevölkerung erwarten, nämlich Zusammenhalt zu realisieren, das eine oder andere Mal auch ein bisschen intensiver in der Politik verwirklichen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Wöginger: Das ist ja Haselsteiner-würdig!
Wir sind ja in diesem Land nicht am Jahrmarkt der Eitelkeiten (Zwischenruf des Abg. Wurm), sondern wir sind mitten in der schwersten Pandemie, die wir jemals gehabt haben. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Da heißt es, zusammenzuarbeiten (Abg. Wöginger: Das ist ja Haselsteiner-würdig!), da heißt es, Teamgeist zu verwirklichen – und da sollten wir das, was wir von der Bevölkerung erwarten, nämlich Zusammenhalt zu realisieren, das eine oder andere Mal auch ein bisschen intensiver in der Politik verwirklichen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wir sind ja in diesem Land nicht am Jahrmarkt der Eitelkeiten (Zwischenruf des Abg. Wurm), sondern wir sind mitten in der schwersten Pandemie, die wir jemals gehabt haben. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Da heißt es, zusammenzuarbeiten (Abg. Wöginger: Das ist ja Haselsteiner-würdig!), da heißt es, Teamgeist zu verwirklichen – und da sollten wir das, was wir von der Bevölkerung erwarten, nämlich Zusammenhalt zu realisieren, das eine oder andere Mal auch ein bisschen intensiver in der Politik verwirklichen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Zurück zum konkreten Inhalt: Schauen wir einmal kurz zurück! Hätten wir den Diskurs zum Thema Impfung hier vor einem Jahr geführt, hätte wahrscheinlich jeder gesagt – da werden Sie mir recht geben, Herr Kollege Loacker –: Völlige Illusion! Was redet ihr von einer Impfung? Früher als in vier, fünf Jahren: überhaupt keine Chance! – Ich muss dazusagen: Das ist keine politische Leistung, sondern das war die Leistung von Wissenschaft und Forschung sowie von großen Konzernen, Pharmafirmen, die das, was wir für eine Illusion, für einen Traum gehalten haben, innerhalb nicht einmal eines Jahres wahr gemacht haben. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Bei ihnen sollten wir uns bedanken! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Zurück zum konkreten Inhalt: Schauen wir einmal kurz zurück! Hätten wir den Diskurs zum Thema Impfung hier vor einem Jahr geführt, hätte wahrscheinlich jeder gesagt – da werden Sie mir recht geben, Herr Kollege Loacker –: Völlige Illusion! Was redet ihr von einer Impfung? Früher als in vier, fünf Jahren: überhaupt keine Chance! – Ich muss dazusagen: Das ist keine politische Leistung, sondern das war die Leistung von Wissenschaft und Forschung sowie von großen Konzernen, Pharmafirmen, die das, was wir für eine Illusion, für einen Traum gehalten haben, innerhalb nicht einmal eines Jahres wahr gemacht haben. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Bei ihnen sollten wir uns bedanken! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Heiterkeit des Redners
Wie hätten wir vor einem halben Jahr hier im Saal über diese Frage der Covid-Schutzimpfung diskutiert? – Ich kann mich erinnern, ich habe vor einem halben Jahr bei mir im Gesundheitsministerium eine Rede gehalten und habe gesagt: Ich glaube daran, dass wir im Jänner eine Impfung haben werden. – Alle haben mich angeschaut, haben den Kopf geschüttelt und haben sich gedacht: Na, jetzt hat er was (Heiterkeit des Redners), dieser ältere Herr, der da vorne steht, das kann ja nicht die Wahrheit sein. (Heiterkeit der Abg. Maurer.) Wir haben im Jänner tatsächlich die erste Lieferung – ich gebe zu: in kleinen Mengen, aber es war doch ein Start – bekommen (Zwischenruf der Abg. Wurm), und es hat das erste Genehmigungsverfahren gegeben (Abg. Belakowitsch: 27. Dezember ...! Wir konnten Sie alle beobachten beim Impfen!), das positiv ausgegangen ist. Das ist eine gute Entwicklung.
Heiterkeit der Abg. Maurer.
Wie hätten wir vor einem halben Jahr hier im Saal über diese Frage der Covid-Schutzimpfung diskutiert? – Ich kann mich erinnern, ich habe vor einem halben Jahr bei mir im Gesundheitsministerium eine Rede gehalten und habe gesagt: Ich glaube daran, dass wir im Jänner eine Impfung haben werden. – Alle haben mich angeschaut, haben den Kopf geschüttelt und haben sich gedacht: Na, jetzt hat er was (Heiterkeit des Redners), dieser ältere Herr, der da vorne steht, das kann ja nicht die Wahrheit sein. (Heiterkeit der Abg. Maurer.) Wir haben im Jänner tatsächlich die erste Lieferung – ich gebe zu: in kleinen Mengen, aber es war doch ein Start – bekommen (Zwischenruf der Abg. Wurm), und es hat das erste Genehmigungsverfahren gegeben (Abg. Belakowitsch: 27. Dezember ...! Wir konnten Sie alle beobachten beim Impfen!), das positiv ausgegangen ist. Das ist eine gute Entwicklung.
Zwischenruf der Abg. Wurm
Wie hätten wir vor einem halben Jahr hier im Saal über diese Frage der Covid-Schutzimpfung diskutiert? – Ich kann mich erinnern, ich habe vor einem halben Jahr bei mir im Gesundheitsministerium eine Rede gehalten und habe gesagt: Ich glaube daran, dass wir im Jänner eine Impfung haben werden. – Alle haben mich angeschaut, haben den Kopf geschüttelt und haben sich gedacht: Na, jetzt hat er was (Heiterkeit des Redners), dieser ältere Herr, der da vorne steht, das kann ja nicht die Wahrheit sein. (Heiterkeit der Abg. Maurer.) Wir haben im Jänner tatsächlich die erste Lieferung – ich gebe zu: in kleinen Mengen, aber es war doch ein Start – bekommen (Zwischenruf der Abg. Wurm), und es hat das erste Genehmigungsverfahren gegeben (Abg. Belakowitsch: 27. Dezember ...! Wir konnten Sie alle beobachten beim Impfen!), das positiv ausgegangen ist. Das ist eine gute Entwicklung.
Abg. Belakowitsch: 27. Dezember ...! Wir konnten Sie alle beobachten beim Impfen!
Wie hätten wir vor einem halben Jahr hier im Saal über diese Frage der Covid-Schutzimpfung diskutiert? – Ich kann mich erinnern, ich habe vor einem halben Jahr bei mir im Gesundheitsministerium eine Rede gehalten und habe gesagt: Ich glaube daran, dass wir im Jänner eine Impfung haben werden. – Alle haben mich angeschaut, haben den Kopf geschüttelt und haben sich gedacht: Na, jetzt hat er was (Heiterkeit des Redners), dieser ältere Herr, der da vorne steht, das kann ja nicht die Wahrheit sein. (Heiterkeit der Abg. Maurer.) Wir haben im Jänner tatsächlich die erste Lieferung – ich gebe zu: in kleinen Mengen, aber es war doch ein Start – bekommen (Zwischenruf der Abg. Wurm), und es hat das erste Genehmigungsverfahren gegeben (Abg. Belakowitsch: 27. Dezember ...! Wir konnten Sie alle beobachten beim Impfen!), das positiv ausgegangen ist. Das ist eine gute Entwicklung.
Zwischenruf des Abg. Kassegger.
Vor fünf Monaten hat es dann diese erste Großbestellung gegeben, von der heute teilweise gesprochen wird. Ich muss dazusagen, da hat Kollege Loacker einen sehr, sehr fairen Satz drinnengehabt: Damals konnten wir es nicht wissen. – Das teile ich auch absolut! Damals konnten wir nur in den Nebel hineinbestellen, weil wir nicht gewusst haben, welcher Impfstoff zugelassen wird, welcher Impfstoff wann kommt, welche Liefermengen es gibt, welche Liefertermine es geben wird, und ob jemand Produktionsschwierigkeiten hat. Die einen waren professioneller – Sie haben es angedeutet –, die anderen etwas semiprofessioneller, sage ich nun im Nachhinein betrachtet. (Zwischenruf des Abg. Kassegger.)
Heiterkeit des Abg. Loacker.
Wie schaut das Tempo aus? – Es wird immer gesagt, na, Österreich ist da im Vergleich langsam unterwegs. Siehe da (eine Grafik mit grünen und einem roten Balken in die Höhe haltend), ich habe da eine Grafik mit. (Heiterkeit des Abg. Loacker.) Was zeigt uns diese Grafik? – (Abg. Wurm: Ich kann’s nicht lesen!) Sie zeigt uns schöne grüne und einen schönen roten Balken. Das ist der aktuelle Impfstand, der Durchschnitt der letzten sieben Tage. So wird das immer dargestellt, ihr schaut ja auf dieselben Seiten, auf denen diese statistischen Vergleiche sind, ihr kennt das ja ganz genau: EU-Mitgliedstaaten, Fortschritt bei den entsprechenden Impfmengen pro Kopf – wie viele Personen werden geimpft?
Abg. Wurm: Ich kann’s nicht lesen!
Wie schaut das Tempo aus? – Es wird immer gesagt, na, Österreich ist da im Vergleich langsam unterwegs. Siehe da (eine Grafik mit grünen und einem roten Balken in die Höhe haltend), ich habe da eine Grafik mit. (Heiterkeit des Abg. Loacker.) Was zeigt uns diese Grafik? – (Abg. Wurm: Ich kann’s nicht lesen!) Sie zeigt uns schöne grüne und einen schönen roten Balken. Das ist der aktuelle Impfstand, der Durchschnitt der letzten sieben Tage. So wird das immer dargestellt, ihr schaut ja auf dieselben Seiten, auf denen diese statistischen Vergleiche sind, ihr kennt das ja ganz genau: EU-Mitgliedstaaten, Fortschritt bei den entsprechenden Impfmengen pro Kopf – wie viele Personen werden geimpft?
Zwischenruf des Abg. Wurm
innerhalb von drei Wochen wieder völlig ändern. Jeder tut sein Bestes (Zwischenruf des Abg. Wurm), jeder versucht das Beste und es gibt vergleichbare Impfmengen, die geliefert werden. Ich wollte nur sagen, die Länder, die das umsetzen, machen eine gute Arbeit und sind flott unterwegs, das kann man an dieser Grafik wirklich erkennen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
innerhalb von drei Wochen wieder völlig ändern. Jeder tut sein Bestes (Zwischenruf des Abg. Wurm), jeder versucht das Beste und es gibt vergleichbare Impfmengen, die geliefert werden. Ich wollte nur sagen, die Länder, die das umsetzen, machen eine gute Arbeit und sind flott unterwegs, das kann man an dieser Grafik wirklich erkennen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir sind bei 1,4 Millionen Impfungen, die aktuell durchgeführt wurden. Was vielleicht wichtiger ist, liebe Kolleginnen und Kollegen: Wir sind mittlerweile, heute Abend, bei 1,1 Millionen Geimpften. 1,1 Millionen Menschen in Österreich haben bereits den ersten Stich und damit eine Grundimmunisierung erhalten. Wir impfen derzeit alle 2,7 Sekunden einen Menschen in Österreich, auch das zeigt, da geht etwas weiter. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Martin Graf: Welches Jahr?
Wann werden wir zumindest mit dem ersten Stich in der gesamten Bevölkerung durch sein? Wir rechnen zwischen 60 und 70 Prozent Impfquote, da bin ich sehr optimistisch. (Abg. Martin Graf: Welches Jahr?) – Er ist immer ein Lustiger (Heiterkeit des Redners), und mir gefällt es ja sehr, es sind auch immer dieselben Zwischenrufe. – Ende Juni des heurigen Jahres wollen wir mit dem ersten Stich bei zwei Drittel der Bevölkerung durch sein, damit hätten wir nach unserer Planung alle erreicht, die ein Interesse an einer Impfung haben werden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Es hängt natürlich tatsächlich vom Einhalten der Lieferzeitpunkte und der Liefermengen ab, das gebe ich schon zu.
Heiterkeit des Redners
Wann werden wir zumindest mit dem ersten Stich in der gesamten Bevölkerung durch sein? Wir rechnen zwischen 60 und 70 Prozent Impfquote, da bin ich sehr optimistisch. (Abg. Martin Graf: Welches Jahr?) – Er ist immer ein Lustiger (Heiterkeit des Redners), und mir gefällt es ja sehr, es sind auch immer dieselben Zwischenrufe. – Ende Juni des heurigen Jahres wollen wir mit dem ersten Stich bei zwei Drittel der Bevölkerung durch sein, damit hätten wir nach unserer Planung alle erreicht, die ein Interesse an einer Impfung haben werden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Es hängt natürlich tatsächlich vom Einhalten der Lieferzeitpunkte und der Liefermengen ab, das gebe ich schon zu.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wann werden wir zumindest mit dem ersten Stich in der gesamten Bevölkerung durch sein? Wir rechnen zwischen 60 und 70 Prozent Impfquote, da bin ich sehr optimistisch. (Abg. Martin Graf: Welches Jahr?) – Er ist immer ein Lustiger (Heiterkeit des Redners), und mir gefällt es ja sehr, es sind auch immer dieselben Zwischenrufe. – Ende Juni des heurigen Jahres wollen wir mit dem ersten Stich bei zwei Drittel der Bevölkerung durch sein, damit hätten wir nach unserer Planung alle erreicht, die ein Interesse an einer Impfung haben werden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Es hängt natürlich tatsächlich vom Einhalten der Lieferzeitpunkte und der Liefermengen ab, das gebe ich schon zu.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Da komme ich gleich zum nächsten Punkt, auch dazu hat Kollege Loacker – er ist da ja wirklich ein Profi – einen spannenden Satz eingeflochten. Es gibt eine Firma – ich nenne keinen Namen, Sie kennen sie eh alle –, bei der wir derzeit wirklich häufige Schwankungen haben, was die Liefermengen und die Lieferzeitpunkte betrifft, möglicherweise auch deswegen, weil diese Firma einen einzigen Produktionsstandort in ganz Europa hat. Da ist man natürlich fehleranfällig und hat damit ein Riesenrisiko in der Produktion und in den Zulieferungen, deswegen hatten wir von dieser Firma bisher massiv weniger Lieferungen, als uns eigentlich zugesagt worden waren. Das ist ein Riesenproblem, wenn man zum Beispiel am Freitag erfährt, am Dienstag kommen statt 50 000 Dosen 40 000 Dosen. Dann heißt das für vier Bundesländer, sie können die geplanten Impftermine wieder schmeißen, daher ist das ein ganz großes Problem. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ich muss dazusagen, es gibt zwei andere Firmen, die perfekt kontinuierlich die richtigen Mengen liefern. Da merkt man möglicherweise, dass da ein gewisser Erfahrungswert gegeben ist, wenn jemand direkt aus der Branche kommt.
Abg. Belakowitsch: Die werden das halt auch nicht schaffen!
Schließlich war ein dritter Grundsatz die Abschätzung und Annahme, welche Impfstoffe die ersten Zulassungen erhalten würden und bei welchen eine Lieferung im ersten Halbjahr möglich sein würde, denn es war stets unser ambitioniertes Ziel, bis zum Herbst 2021 jedem Bewohner und jeder Bewohnerin ein Impfangebot machen zu können. Deutschland sagt zum Beispiel, dieses Impfangebot solle dort bis zum 21. September erstellt werden, wir sind in unserer Zielorientierung also eh sehr ambitioniert unterwegs. (Abg. Belakowitsch: Die werden das halt auch nicht schaffen!)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Es haben unter dem Kovorsitz von Clemens Martin Auer seit 18. Juni 2020 – das war die Startsitzung – 59 Sitzungen des Steeringboards sowie zahlreiche Besprechungen mit dem wissenschaftlichen Beraterstab der EU stattgefunden. Auer war als Kovorsitzender nicht Teil – da habt ihr einen Fehler in der Anfragebegründung – des Joint-Negotiation-Teams. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Warum? – Weil das bewusst geteilt wurde: die einen, die in die Verhandlungen gegangen sind, und die anderen, die quasi die Begleitung und das Spiegeln der Verhandlungen durchgeführt haben, weil dieses Team an das Board berichtet hat.
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Die Bekämpfung der Pandemie ist eine Herkulesaufgabe. Das schafft nicht einer, Herr Kollege Loacker, das geht nur im Team. Da arbeiten Tausende, Zehntausende mit – an den Impfstraßen, in den Arztpraxen, in den Apotheken, an den Teststraßen, in den Gesundheitsbehörden, in der Exekutive; es sind Soldatinnen und Soldaten dabei, die MitarbeiterInnen der Blaulichtorganisationen, Tausende Ehrenamtliche. Bei all jenen möchte ich mich hier, an dieser Stelle, aufrichtig bedanken. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Wurm: Warum? – Abg. Belakowitsch: Das war doch sehr ausführlich!
Abgeordneter Dr. Nikolaus Scherak, MA (NEOS): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Das lässt mich einigermaßen ratlos zurück. (Abg. Wurm: Warum? – Abg. Belakowitsch: Das war doch sehr ausführlich!) Wir diskutieren hier den
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Herr Bundesminister, am Anfang Ihres Einleitungsstatements haben Sie gesagt, Sie wünschen sich andere Fragen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), Sie würden lieber darüber diskutieren, ob der Impfstoff wirkt. Also da stelle ich mir einmal die Frage, welche Fragen Sie sich stellen. Ich hoffe doch stark, dass der Impfstoff wirkt, und bin auch überzeugt davon, dass er das tut (Beifall bei den NEOS – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und zweitens ist das hier ja keine Belangsendung der Bundesregierung. Das ist das österreichische Parlament und hier haben Oppositionsparteien das Recht, Fragen im Zusammenhang mit schwerwiegenden Diskussionen zu stellen, die wir seit Wochen führen, nämlich: Wieso haben wir weniger Impfstoff, als wir hätten haben können? (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.)
Beifall bei den NEOS – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Herr Bundesminister, am Anfang Ihres Einleitungsstatements haben Sie gesagt, Sie wünschen sich andere Fragen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), Sie würden lieber darüber diskutieren, ob der Impfstoff wirkt. Also da stelle ich mir einmal die Frage, welche Fragen Sie sich stellen. Ich hoffe doch stark, dass der Impfstoff wirkt, und bin auch überzeugt davon, dass er das tut (Beifall bei den NEOS – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und zweitens ist das hier ja keine Belangsendung der Bundesregierung. Das ist das österreichische Parlament und hier haben Oppositionsparteien das Recht, Fragen im Zusammenhang mit schwerwiegenden Diskussionen zu stellen, die wir seit Wochen führen, nämlich: Wieso haben wir weniger Impfstoff, als wir hätten haben können? (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.
Herr Bundesminister, am Anfang Ihres Einleitungsstatements haben Sie gesagt, Sie wünschen sich andere Fragen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), Sie würden lieber darüber diskutieren, ob der Impfstoff wirkt. Also da stelle ich mir einmal die Frage, welche Fragen Sie sich stellen. Ich hoffe doch stark, dass der Impfstoff wirkt, und bin auch überzeugt davon, dass er das tut (Beifall bei den NEOS – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und zweitens ist das hier ja keine Belangsendung der Bundesregierung. Das ist das österreichische Parlament und hier haben Oppositionsparteien das Recht, Fragen im Zusammenhang mit schwerwiegenden Diskussionen zu stellen, die wir seit Wochen führen, nämlich: Wieso haben wir weniger Impfstoff, als wir hätten haben können? (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Wenn Sie diese Belangsendung haben wollen, dann gebe ich Ihnen einen Tipp: Reden Sie mit Frau Klubobfrau Maurer! Auch Regierungsparteien haben die Möglichkeit, Dringliche Anfragen an Minister zu stellen, dann kriegen Sie vielleicht Fragen wie: Funktioniert der Impfstoff? (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) In welchen Dosen wird er abgefüllt? – Wir kennen das ja aus Fragestunden: Da fragen Angehörige von Regierungsparteien oft die Minister, wieso sie so großartige Arbeit leisten. Das kann man sich wünschen; das, was wir hier machen, ist die Arbeit der Opposition. Wir versuchen hier, Licht ins Dunkel zu bringen. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Hauser.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Hauser.
Wenn Sie diese Belangsendung haben wollen, dann gebe ich Ihnen einen Tipp: Reden Sie mit Frau Klubobfrau Maurer! Auch Regierungsparteien haben die Möglichkeit, Dringliche Anfragen an Minister zu stellen, dann kriegen Sie vielleicht Fragen wie: Funktioniert der Impfstoff? (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) In welchen Dosen wird er abgefüllt? – Wir kennen das ja aus Fragestunden: Da fragen Angehörige von Regierungsparteien oft die Minister, wieso sie so großartige Arbeit leisten. Das kann man sich wünschen; das, was wir hier machen, ist die Arbeit der Opposition. Wir versuchen hier, Licht ins Dunkel zu bringen. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Hauser.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Wöginger: Du hast wenigstens eine Leidenschaft!
Sehr spannend war auch Klubobmann Wöginger, der dann dazwischenruft, wir entwerten die Dringliche Anfrage. – Also wenn man 62 Fragen stellt, lieber Gust Wöginger, wieso wir weniger Impfstoffe haben, als wir hätten haben können, und die ÖVP hat kein Interesse daran, hier Aufklärung zu leisten, dann verstehe ich das insofern, als es in diesem Sebastian-Kurz-Anbetungsverein ja Majestätsbeleidigung ist, wenn man auch nur Fragen stellt. Aber glaub mir, es ist die Aufgabe dieses Parlaments, Dinge aufzuklären! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Wöginger: Du hast wenigstens eine Leidenschaft!)
Beifall bei den NEOS.
In der Frage 26 haben wir gefragt, ob Clemens Martin Auer den ausdrücklichen Auftrag hatte, immer ein Maximum – immer ein Maximum! – an Impfstoff zu bestellen und zu beschaffen, und Sie haben gesagt, das Ziel war immer, dass die Gesamtbevölkerung durchgeimpft wird. Sie haben gesagt, es ist kein Mengenproblem – das stimmt, wenn man die Mengen insgesamt anschaut –, es ist eine Zeitfrage, nämlich wann die größte Zahl der Bevölkerung durchgeimpft werden kann. Das ist ja die Frage, die wir hier diskutieren, weil wir wissen, wir hätten die Chance gehabt, mehr Impfstoff schneller zu bekommen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
jetzt frage ich Sie: Ganz ehrlich, was ist denn an der Frage: Habe ich die Möglichkeit, rascher an Impfstoff zu kommen?, nicht weichenstellend? – Also wenn das nicht weichenstellend ist, dann weiß ich nicht, was weichenstellend ist, und damit gehe ich davon aus, dass Sie das im Ministerrat besprochen haben. Also insofern stimmt es nicht, wenn der Bundeskanzler sich herstellt und sagt, er wusste davon nichts, er habe das zum ersten Mal irgendwo aus den Medien erfahren. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Der letzte Punkt: Sie haben über den Ministerratsvortrag am 20. Jänner gesprochen und haben gesagt, Sie haben den Ministerrat informiert, dass die Weitergabe von nicht verwendetem Impfstoff möglich ist. – Daraus schließe ich, dass sowohl Sie als auch Sebastian Kurz wussten, dass, wenn gewisse Impfstoffmengen nicht abgeholt werden, man sie weitergeben kann, dass andere Länder sie bekommen können. Insofern stimmt offensichtlich das, was wir diesbezüglich die letzten Wochen von Ihnen gehört haben, schlichtweg nicht. (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich sage Ihnen etwas – jetzt brauchen wir gar nicht darüber zu diskutieren, ob es wirklich stimmt oder nicht; aber ich nehme an, Sie haben es gewusst –: Wenn ein Gesundheitsminister über den wichtigsten Beschaffungsvorgang immer wieder erzählt, er wusste nicht Bescheid, dann macht er doch etwas grundlegend falsch, genauso wie ein Bundeskanzler, der sich hinstellt und sagt: Impfen wird jetzt Chefsache!, und der nicht weiß, wie man die Impfstoffe abrufen kann, da etwas grundlegend falsch macht. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Der Virus!
Anstatt dass man dann sagt: Okay, da ist ein Fehler passiert!, kommt der Bundeskanzler – das waren zugegebenermaßen nicht Sie – und erklärt uns: Na ja, schuld ist jemand anderer! Irgendjemand ist immer schuld bei Bundeskanzler Kurz, das sind Beamte, das ist die Europäische Union, das sind die Bundesländer, manchmal ist auch die Opposition schuld, es ist immer irgendjemand anderer schuld, nur halt nicht die, die dabei waren. (Ruf bei der ÖVP: Der Virus!)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die Ministerratsfragen haben wir schon durchbesprochen. Sie haben ja ungefähr das gesagt, was wir vermutet haben, nämlich dass Sie wussten, dass es die Möglichkeit der Überbuchung gibt, dass Sie wussten, dass es Optionen gibt, dass man mehr abrufen kann – oder eben nicht; das ist der Weg, den Österreich gewählt hat, andere Länder haben das anders gemacht. Sebastian Kurz hat uns übrigens im EU-Hauptausschuss erklärt: Na ja, wenn Sie das wirklich gewusst hätten, dann hätten Sie ja noch mehr abgerufen. – Deutschland, Frankreich, Dänemark, andere Länder haben mehr abgerufen, das heißt, sie haben das offensichtlich gewusst, genauso wie Österreich das wusste. Der Unterschied ist nur, wir haben es nicht gemacht, weil sich offensichtlich niemand darum gekümmert hat, zu einem möglichst frühen Zeitpunkt mehr Impfstoff zu bekommen, als wir hätten haben können. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Was aber nichts bringt, ist, wenn man zuerst merkt, man ist selbst schuld, und sich denkt, na ja, das will ich aber nicht zugeben, es ist irgendjemand anderer schuld, und man dann hingeht und dem, der angeblich schuld sein soll, der aber nichts gemacht hat, auch noch den schwarzen Peter in die Hand drückt und sagt: Du bist schuld!, und dann erwartet man sich von demjenigen, der nichts gemacht hat, dass er zu demjenigen, der schuld ist, hingeht und sagt: Ja, vielen lieben Dank, dass du mir den schwarzen Peter zuschiebst, ich habe zwar nichts gemacht, aber ich habe auch überhaupt kein Problem, ich halte die andere Wange vielleicht auch noch hin!, und dann erwartet man von dem, dass er einem hilft und einem mehr Impfstoff geben kann. – Das ist so absurd, das ist so dreist, das ist so lächerlich, hat vor allem nichts mit Leadership zu tun und bringt uns keinen Millimeter weiter. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Deimek. – Abg. Matznetter: Beides ist ja auch möglich! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich glaube, wenn man in der schwersten Pandemie seit 100 Jahren – das sind ja die Worte, die Sie auch immer wählen und die wohl richtig sind – über den wichtigsten Beschaffungsvorgang, den wichtigsten Vorgang, der uns mehr Freiheiten geben kann, nicht Bescheid weiß, dann hat man entweder seine Prioritäten falsch gesetzt oder den falschen Job. (Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Deimek. – Abg. Matznetter: Beides ist ja auch möglich! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Es war damals notwendig, zu bestellen, als man noch nicht gewusst hat, welcher Impfstoff sich bewähren wird, welcher überhaupt zeitgerecht vorhanden sein wird, welcher zugelassen werden wird (Zwischenruf des Abg. Matznetter), und deshalb war es auch notwendig, sich breit aufzustellen und zu überbuchen – ich sage das einmal ganz, ganz deutlich –, weil für ein einmaliges Durchimpfen der impfbaren Bevölkerung in Österreich
Beifall bei ÖVP und Grünen.
ja gut 10,5 Millionen Dosen ausreichend gewesen wären. Man hat sich aber aus Verantwortungsbewusstsein warm angezogen und das war gut und vernünftig. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Es war meines Erachtens auch absolut vernünftig, dass man in der EU auf einen gemeinsamen Beschaffungsvorgang gesetzt hat, weil das natürlich ein ganz anderes Auftreten gegenüber den Lieferanten ermöglicht und vor allem auch die Solidarität innerhalb Europas entsprechend zum Ausdruck gebracht hat. Es war auch so, dass die österreichische Bundesregierung von Anfang an auch die entsprechenden Mittel zur Verfügung gestellt hat, sodass Österreich dabei gut mitwirken kann. Bei den Impfstoffpreisen, die kursieren, kann sich jeder ausrechnen, dass man mit 200 Millionen Euro, wie sie primär einmal eingebucht worden sind, schon fast das Auslangen für eine vollständige Impfung der impfbaren Bevölkerung gefunden hätte. Da man aber nicht weiß, was wann kommt – breit aufstellen, warm anziehen –, wurde das dann auch problemlos auf 388 Millionen Euro erhöht. In der Hinterhand ist ja auch immer noch der Covid-19-Krisenbewältigungsfonds, für den wenn notwendig auch weitere Aufstockungen möglich sind. Ich sage: Jeder Euro, der für Impfungen verwendet wird, rentiert sich um ein Vielfaches, das ist uns, glaube ich, allen bewusst. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Martin Graf: Geh bitte! Klatschen zum Versagen!
Nun ist eine Änderung ins Spiel gekommen – und das war eigentlich die unangenehme Überraschung –, dass auf einmal nicht mehr nach dem Bevölkerungsschlüssel, sondern nach dem Gesamtvolumen, das die einzelnen Staaten vorbestellt haben, aufgeteilt worden ist. Damit hat sich der Unterschied nicht erst irgendwann am Ende des ganzen Lieferprozesses Ende des Jahres manifestiert, sondern schon früher. Das war der Grund, weshalb unsere Bundesregierung dann gesagt hat: Da muss man gegensteuern. Es ist gut, dass in der EU nun gerade dieses entsprechend ausbalanciert wird. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Martin Graf: Geh bitte! Klatschen zum Versagen!)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Wir liegen jetzt in der EU hinsichtlich Impfen innerhalb der Top Ten, aber ich sage, was viel wichtiger ist: Wir liegen gut innerhalb eines breiten Mittelfelds an Staaten, die das so, wie es vereinbart ist, einfach auch machen. Das ist gut. Wir sind bei 11,6 Prozent, die bisher geimpft worden sind – das ist weltweit ungefähr unter den Top 15 –, da brauchen wir uns wirklich nicht zu verstecken, wir sind gut unterwegs. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Zum Abschluss möchte ich noch eines sagen: Ich freue mich über jede sachliche Diskussion. Manchmal habe ich das Gefühl, dass uns alle diese tagesaktuelle, fast stundenaktuelle mediale und politische Aufgeregtheit, um nicht zu sagen, dieser Alarmismus, nicht weiterbringt. Ich freue mich jetzt auf eine sachliche Diskussion. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Wieso wird nicht schneller geimpft, wieso geht das nicht zügiger voran? – Sie sprechen von einem Zeitgewinn, weil gestern das Impfgremium gemeint hat, längere Abstände würden genügen. Ja wie viele Leute sind heute mehr geimpft, wie viele Leute werden morgen geimpft? Wo ist die Auswirkung? – Wir brauchen konkrete Fakten und Schritte und nicht nur Ankündigungen, dass etwas kommt! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Gesundheitsminister, wie konnte Ihnen das passieren? Wie konnten Sie das zulassen? (Zwischenbemerkung von Bundesminister Anschober.) Wie konnten Sie zulassen, dass nicht Zusatz- - (Bundesminister Anschober hält eine Tafel, auf der ein Balkendiagramm zu sehen ist, in die Höhe.) – Diese Tafel nützt nichts. Die Leute sind nicht geimpft, sie warten händeringend darauf, dass sie den Stich erhalten! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kickl: Der Wöginger war dabei!
Sie haben das zugelassen! Wie konnte das überhaupt passieren? – Weil die Bundesregierung sich dazu entschlossen hat, einen Finanzdeckel von 200 Millionen Euro einzuziehen, und diesen schön fest zugehalten hat. Dieses Thema war neun Mal im Ministerrat. Neun Mal wurde in Ministerräten über Impfstoffbeschaffung diskutiert! Sie waren dabei, der Finanzminister war dabei, der Bundeskanzler war dabei. (Abg. Kickl: Der Wöginger war dabei!) Die Infektionszahlen sind gestiegen. Warum hat niemand von Ihnen lautstark und vehement das Wort ergriffen und darauf hingewiesen: Das wird sich mit diesen 200 Millionen Euro nicht ausgehen können!? Wo war Ihre vehemente Forderung? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie haben das zugelassen! Wie konnte das überhaupt passieren? – Weil die Bundesregierung sich dazu entschlossen hat, einen Finanzdeckel von 200 Millionen Euro einzuziehen, und diesen schön fest zugehalten hat. Dieses Thema war neun Mal im Ministerrat. Neun Mal wurde in Ministerräten über Impfstoffbeschaffung diskutiert! Sie waren dabei, der Finanzminister war dabei, der Bundeskanzler war dabei. (Abg. Kickl: Der Wöginger war dabei!) Die Infektionszahlen sind gestiegen. Warum hat niemand von Ihnen lautstark und vehement das Wort ergriffen und darauf hingewiesen: Das wird sich mit diesen 200 Millionen Euro nicht ausgehen können!? Wo war Ihre vehemente Forderung? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Hanger: ..., was Sie von sich geben! – Ruf bei der ÖVP: Das ist ja ein … Referat!
Ich frage Sie: Warum machen Sie dem Finanzminister die Mauer? Warum machen Sie dem Herrn Bundeskanzler die Mauer? Sie haben in der „ZiB 2“ am Montag gesagt, als Gesundheitsminister ist man oft „allein auf weiter Flur“ – so wie heute: Wo ist der Herr Bundeskanzler jetzt in diesem Moment, um Sie zu unterstützen, um Ihnen den Rücken zu stärken? Warum lässt er Sie da im Regen stehen? (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Hanger: ..., was Sie von sich geben! – Ruf bei der ÖVP: Das ist ja ein … Referat!) – Kollege, hören Sie einmal zu! Vielleicht haben Sie irgendwann eine Einsicht. (Abg. Hanger: Inhaltlich haben Sie noch gar nichts verstanden!)
Abg. Hanger: Inhaltlich haben Sie noch gar nichts verstanden!
Ich frage Sie: Warum machen Sie dem Finanzminister die Mauer? Warum machen Sie dem Herrn Bundeskanzler die Mauer? Sie haben in der „ZiB 2“ am Montag gesagt, als Gesundheitsminister ist man oft „allein auf weiter Flur“ – so wie heute: Wo ist der Herr Bundeskanzler jetzt in diesem Moment, um Sie zu unterstützen, um Ihnen den Rücken zu stärken? Warum lässt er Sie da im Regen stehen? (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Hanger: ..., was Sie von sich geben! – Ruf bei der ÖVP: Das ist ja ein … Referat!) – Kollege, hören Sie einmal zu! Vielleicht haben Sie irgendwann eine Einsicht. (Abg. Hanger: Inhaltlich haben Sie noch gar nichts verstanden!)
Ruf bei der ÖVP: Das ist ein erbärmliches Referat!
Der Herr Bundeskanzler hat das Impfen zur Chefsache erklärt, aber das Problem dabei ist: Er nimmt seine Verantwortung nicht wahr! Er schiebt die Schuld auf Beamte ab, und ich muss ganz ehrlich sagen, das ist ein erbärmliches Verständnis von Verantwortung. (Ruf bei der ÖVP: Das ist ein erbärmliches Referat!) Und Sie entheben einen Beamten folgsam, weil der Herr Bundeskanzler sagt, der ist schuld. Ist es wirklich an diesem Beamten gelegen? War er für den 200-Millionen-Euro-Deckel verantwortlich? – Nein, wohl eher nicht. (Abg. Hanger: Lesen Sie einmal die Akten, Frau Kollegin! ... Propaganda!)
Abg. Hanger: Lesen Sie einmal die Akten, Frau Kollegin! ... Propaganda!
Der Herr Bundeskanzler hat das Impfen zur Chefsache erklärt, aber das Problem dabei ist: Er nimmt seine Verantwortung nicht wahr! Er schiebt die Schuld auf Beamte ab, und ich muss ganz ehrlich sagen, das ist ein erbärmliches Verständnis von Verantwortung. (Ruf bei der ÖVP: Das ist ein erbärmliches Referat!) Und Sie entheben einen Beamten folgsam, weil der Herr Bundeskanzler sagt, der ist schuld. Ist es wirklich an diesem Beamten gelegen? War er für den 200-Millionen-Euro-Deckel verantwortlich? – Nein, wohl eher nicht. (Abg. Hanger: Lesen Sie einmal die Akten, Frau Kollegin! ... Propaganda!)
Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.
Fakt ist, es kann jetzt keine Lockerungen geben, Herr Kollege. Es kann bedauerlicherweise keine Lockerungen geben, weil beim Impfen am falschen Platz gespart wurde. (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Ja ist es Ihnen nicht vordringlich wichtig, jetzt eine brauchbare, eine klar formulierte Impfstrategie auf den Tisch zu legen, wann wer geimpft wird, ein Rollout für die Impfungen, sodass die Leute Bescheid wissen, wann sie endlich diesen Stich erhalten können? Es gibt keinen Fahrplan – und das, obwohl ein Großteil der Leute impfbereit ist; sie stehen aber leider in der Warteschlange, und wir wissen: Nicht einmal die so vulnerable Gruppe der über 85-Jährigen ist durchgeimpft. Warum nicht? Und wir sprechen von einer sehr bescheidenen Durchimpfungsrate von knapp über 4 Prozent.
Beifall bei der SPÖ.
Bis dato haben Sie, Herr Bundesminister, und die gesamte Bundesregierung respektive auch der Bundeskanzler kläglich versagt! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Erbärmlich!
Wir sehen leider kein Licht am Ende des Tunnels. Handeln Sie bitte! Sie haben es in der Hand, noch mehr Tote zu verhindern. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Erbärmlich!)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Schroll.
Man fragt sich ja: Wieso haben Sie nicht die Monate davor schon für das Erstellen eines nationalen Impfplans genutzt, um die Strukturen aufzubauen? (Zwischenbemerkung von Bundesminister Anschober.) Wenn das Impfen der größte und einzige Lichtblick bei der Bewältigung dieser Krise war, warum hat man es dann nicht geschafft, einen halbwegs haltenden Plan für die Verteilung und Verabreichung dieser Impfungen zu machen? (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Schroll.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Petra Wimmer.
Worin das Ganze gemündet hat, hat man dann auch daran gesehen, dass Ende Februar in Niederösterreich gerade einmal 20 Prozent der Impfdosen an die Hochrisikogruppe der über 75-Jährigen gegangen sind. In anderen Bundesländern waren es immerhin um die 50 Prozent. Von einem einheitlichen Vorgehen und einem gezielten Schutz der Hochrisikogruppe hat in den ersten Wochen des Impfgeschehens in Österreich definitiv nicht die Rede sein können, Herr Bundesminister! Ich glaube nicht, dass Sie das behaupten können! (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Petra Wimmer.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Schroll. – Bundesminister Anschober nickt.
Das, Herr Bundesminister, fällt in Ihren Verantwortungsbereich, in Ihren Kompetenzbereich, und dafür werden Sie auch die politische Verantwortung übernehmen müssen! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Schroll. – Bundesminister Anschober nickt.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Schroll.
Das alles, Herr Bundesminister, ist Ihr Verantwortungsbereich, Ihr Aufgabenbereich (Bundesminister Anschober nickt); und das wäre der Bereich, bei dem ich mir wünschen würde, dass Sie schleunigst im Sinne der Österreicher und Österreicherinnen aktiv werden, damit wir diese Krise auch tatsächlich konstruktiv überwinden. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Schroll.)
Zwischenruf des Abg. Scherak
Abgeordnete Sigrid Maurer, BA (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe ZuseherInnen! Ich muss auf Kollegen Loacker replizieren: Ja, es gab 62 Fragen, die ausführlichst beantwortet wurden, und wenn da zuerst kritisiert wird, Kollege Scherak, es sei nicht geantwortet worden (Zwischenruf des Abg. Scherak), und du dann aber in derselben Rede sagst, es ist eigentlich doch geantwortet worden, dann frage ich mich schon, wie man es denn eigentlich richtig machen soll. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Abgeordnete Sigrid Maurer, BA (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe ZuseherInnen! Ich muss auf Kollegen Loacker replizieren: Ja, es gab 62 Fragen, die ausführlichst beantwortet wurden, und wenn da zuerst kritisiert wird, Kollege Scherak, es sei nicht geantwortet worden (Zwischenruf des Abg. Scherak), und du dann aber in derselben Rede sagst, es ist eigentlich doch geantwortet worden, dann frage ich mich schon, wie man es denn eigentlich richtig machen soll. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Ich möchte an dieser Stelle schon darauf verweisen, dass Rudi Anschober ein Minister ist, der sich permanent mit dem Parlament beschäftigt, der hier sehr oft bei Sitzungen anwesend ist, obwohl er nicht müsste, der permanent für Nachfragen zur Verfügung steht, für die Opposition, und der sehr bemüht ist, alles so gut wie möglich zu gestalten. Und das ist keine Selbstverständlichkeit. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kickl.
Wir wissen aus den Anfragebeantwortungen anderer Dringlicher: Da wird gern mal Frage 1 bis 37 zusammengefasst beantwortet. Das passiert hier nicht, und ich finde, das hat auch Respekt und Anerkennung verdient. So gehört es sich nämlich. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Abg. Greiner: Nein! Stimmt nicht!
Ich muss auch Kollegin Greiner von der SPÖ fragen: Was ist eigentlich der Punkt? Sie stellen sich her und sagen, Sie brauchen keine Ankündigungen, sondern Daten und Fakten. Der Herr Minister präsentiert Ihnen Daten und Fakten (Abg. Greiner: Nein! Stimmt nicht!) – ja, auf einem Taferl –, und Sie regen sich darüber auch schon wieder auf. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Also Ihre Diskussion und Ihr Zugang sind ein bisschen faktenbefreit, denn natürlich gibt es einen Impfplan (Abg. Greiner: Wo ist der? Wieso geht nichts weiter?), wir sind die ganze Zeit am Impfen - - (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Greiner.) – Entschuldigung, Frau Kollegin, das ist doch absolut lächerlich! Ich weiß nicht, vielleicht sind Sie nicht im Gesundheitsausschuss gewesen (Zwischenruf der Abg. Greiner); wir diskutieren das alles seit Monaten, und die Dokumente sind auf der Homepage des Gesundheitsministeriums abrufbar. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es ist eigentlich nicht schwierig, sie zu finden. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Ich muss auch Kollegin Greiner von der SPÖ fragen: Was ist eigentlich der Punkt? Sie stellen sich her und sagen, Sie brauchen keine Ankündigungen, sondern Daten und Fakten. Der Herr Minister präsentiert Ihnen Daten und Fakten (Abg. Greiner: Nein! Stimmt nicht!) – ja, auf einem Taferl –, und Sie regen sich darüber auch schon wieder auf. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Also Ihre Diskussion und Ihr Zugang sind ein bisschen faktenbefreit, denn natürlich gibt es einen Impfplan (Abg. Greiner: Wo ist der? Wieso geht nichts weiter?), wir sind die ganze Zeit am Impfen - - (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Greiner.) – Entschuldigung, Frau Kollegin, das ist doch absolut lächerlich! Ich weiß nicht, vielleicht sind Sie nicht im Gesundheitsausschuss gewesen (Zwischenruf der Abg. Greiner); wir diskutieren das alles seit Monaten, und die Dokumente sind auf der Homepage des Gesundheitsministeriums abrufbar. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es ist eigentlich nicht schwierig, sie zu finden. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Greiner: Wo ist der? Wieso geht nichts weiter?
Ich muss auch Kollegin Greiner von der SPÖ fragen: Was ist eigentlich der Punkt? Sie stellen sich her und sagen, Sie brauchen keine Ankündigungen, sondern Daten und Fakten. Der Herr Minister präsentiert Ihnen Daten und Fakten (Abg. Greiner: Nein! Stimmt nicht!) – ja, auf einem Taferl –, und Sie regen sich darüber auch schon wieder auf. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Also Ihre Diskussion und Ihr Zugang sind ein bisschen faktenbefreit, denn natürlich gibt es einen Impfplan (Abg. Greiner: Wo ist der? Wieso geht nichts weiter?), wir sind die ganze Zeit am Impfen - - (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Greiner.) – Entschuldigung, Frau Kollegin, das ist doch absolut lächerlich! Ich weiß nicht, vielleicht sind Sie nicht im Gesundheitsausschuss gewesen (Zwischenruf der Abg. Greiner); wir diskutieren das alles seit Monaten, und die Dokumente sind auf der Homepage des Gesundheitsministeriums abrufbar. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es ist eigentlich nicht schwierig, sie zu finden. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Greiner.
Ich muss auch Kollegin Greiner von der SPÖ fragen: Was ist eigentlich der Punkt? Sie stellen sich her und sagen, Sie brauchen keine Ankündigungen, sondern Daten und Fakten. Der Herr Minister präsentiert Ihnen Daten und Fakten (Abg. Greiner: Nein! Stimmt nicht!) – ja, auf einem Taferl –, und Sie regen sich darüber auch schon wieder auf. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Also Ihre Diskussion und Ihr Zugang sind ein bisschen faktenbefreit, denn natürlich gibt es einen Impfplan (Abg. Greiner: Wo ist der? Wieso geht nichts weiter?), wir sind die ganze Zeit am Impfen - - (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Greiner.) – Entschuldigung, Frau Kollegin, das ist doch absolut lächerlich! Ich weiß nicht, vielleicht sind Sie nicht im Gesundheitsausschuss gewesen (Zwischenruf der Abg. Greiner); wir diskutieren das alles seit Monaten, und die Dokumente sind auf der Homepage des Gesundheitsministeriums abrufbar. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es ist eigentlich nicht schwierig, sie zu finden. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Greiner
Ich muss auch Kollegin Greiner von der SPÖ fragen: Was ist eigentlich der Punkt? Sie stellen sich her und sagen, Sie brauchen keine Ankündigungen, sondern Daten und Fakten. Der Herr Minister präsentiert Ihnen Daten und Fakten (Abg. Greiner: Nein! Stimmt nicht!) – ja, auf einem Taferl –, und Sie regen sich darüber auch schon wieder auf. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Also Ihre Diskussion und Ihr Zugang sind ein bisschen faktenbefreit, denn natürlich gibt es einen Impfplan (Abg. Greiner: Wo ist der? Wieso geht nichts weiter?), wir sind die ganze Zeit am Impfen - - (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Greiner.) – Entschuldigung, Frau Kollegin, das ist doch absolut lächerlich! Ich weiß nicht, vielleicht sind Sie nicht im Gesundheitsausschuss gewesen (Zwischenruf der Abg. Greiner); wir diskutieren das alles seit Monaten, und die Dokumente sind auf der Homepage des Gesundheitsministeriums abrufbar. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es ist eigentlich nicht schwierig, sie zu finden. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich muss auch Kollegin Greiner von der SPÖ fragen: Was ist eigentlich der Punkt? Sie stellen sich her und sagen, Sie brauchen keine Ankündigungen, sondern Daten und Fakten. Der Herr Minister präsentiert Ihnen Daten und Fakten (Abg. Greiner: Nein! Stimmt nicht!) – ja, auf einem Taferl –, und Sie regen sich darüber auch schon wieder auf. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Also Ihre Diskussion und Ihr Zugang sind ein bisschen faktenbefreit, denn natürlich gibt es einen Impfplan (Abg. Greiner: Wo ist der? Wieso geht nichts weiter?), wir sind die ganze Zeit am Impfen - - (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Greiner.) – Entschuldigung, Frau Kollegin, das ist doch absolut lächerlich! Ich weiß nicht, vielleicht sind Sie nicht im Gesundheitsausschuss gewesen (Zwischenruf der Abg. Greiner); wir diskutieren das alles seit Monaten, und die Dokumente sind auf der Homepage des Gesundheitsministeriums abrufbar. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es ist eigentlich nicht schwierig, sie zu finden. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich muss auch Kollegin Greiner von der SPÖ fragen: Was ist eigentlich der Punkt? Sie stellen sich her und sagen, Sie brauchen keine Ankündigungen, sondern Daten und Fakten. Der Herr Minister präsentiert Ihnen Daten und Fakten (Abg. Greiner: Nein! Stimmt nicht!) – ja, auf einem Taferl –, und Sie regen sich darüber auch schon wieder auf. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Also Ihre Diskussion und Ihr Zugang sind ein bisschen faktenbefreit, denn natürlich gibt es einen Impfplan (Abg. Greiner: Wo ist der? Wieso geht nichts weiter?), wir sind die ganze Zeit am Impfen - - (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Greiner.) – Entschuldigung, Frau Kollegin, das ist doch absolut lächerlich! Ich weiß nicht, vielleicht sind Sie nicht im Gesundheitsausschuss gewesen (Zwischenruf der Abg. Greiner); wir diskutieren das alles seit Monaten, und die Dokumente sind auf der Homepage des Gesundheitsministeriums abrufbar. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es ist eigentlich nicht schwierig, sie zu finden. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Greiner: Genau! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Sie haben zu Recht in Ihrer Rede gesagt: Reden wir doch darüber, was die Menschen interessiert! (Abg. Greiner: Genau! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Die Menschen interessiert, wann sie ihre Impfung kriegen und wie es weitergeht; und ja, die
Abg. Greiner: Dann tun Sie was!
Menschen interessiert, wann sie drankommen; und wir alle sehnen uns nach Normalität. (Abg. Greiner: Dann tun Sie was!) Die breitflächige Impfung ist die einzige Chance zur Erlangung dieser Normalität, und es wäre natürlich uns allen, an vorderster Front dem Gesundheitsminister (Zwischenruf des Abg. Deimek), am liebsten, wir hätten morgen alle durchgeimpft; aber natürlich gibt es Produktionszeiten, und natürlich ist von Anfang an klar gewesen, dass das dauern wird. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Zwischenruf des Abg. Deimek
Menschen interessiert, wann sie drankommen; und wir alle sehnen uns nach Normalität. (Abg. Greiner: Dann tun Sie was!) Die breitflächige Impfung ist die einzige Chance zur Erlangung dieser Normalität, und es wäre natürlich uns allen, an vorderster Front dem Gesundheitsminister (Zwischenruf des Abg. Deimek), am liebsten, wir hätten morgen alle durchgeimpft; aber natürlich gibt es Produktionszeiten, und natürlich ist von Anfang an klar gewesen, dass das dauern wird. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.
Menschen interessiert, wann sie drankommen; und wir alle sehnen uns nach Normalität. (Abg. Greiner: Dann tun Sie was!) Die breitflächige Impfung ist die einzige Chance zur Erlangung dieser Normalität, und es wäre natürlich uns allen, an vorderster Front dem Gesundheitsminister (Zwischenruf des Abg. Deimek), am liebsten, wir hätten morgen alle durchgeimpft; aber natürlich gibt es Produktionszeiten, und natürlich ist von Anfang an klar gewesen, dass das dauern wird. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Zwischenruf der Abg. Greiner.
Am Anfang war es sehr langsam, weil sehr wenig Impfstoff zur Verfügung gestanden ist. (Zwischenruf der Abg. Greiner.) Der wird jetzt kontinuierlich mehr, das Impfen gewinnt an Geschwindigkeit, wir haben ordentlich an Tempo zugelegt, und ich möchte an dieser Stelle schon einmal darauf verweisen: Überhaupt erst vor drei Monaten ist der erste Impfstoff zugelassen worden, vor drei Monaten! Am 20. Jänner 2021 waren die ersten 100 000 Menschen geimpft, am 5. März ist es schon eine halbe Million gewesen, gestern eine Million. (Abg. Deimek: Sie dürfen nicht immer von der eigenen Unbedarftheit ausgehen! Sie müssen sich mit der Realität beschäftigen!)
Abg. Deimek: Sie dürfen nicht immer von der eigenen Unbedarftheit ausgehen! Sie müssen sich mit der Realität beschäftigen!
Am Anfang war es sehr langsam, weil sehr wenig Impfstoff zur Verfügung gestanden ist. (Zwischenruf der Abg. Greiner.) Der wird jetzt kontinuierlich mehr, das Impfen gewinnt an Geschwindigkeit, wir haben ordentlich an Tempo zugelegt, und ich möchte an dieser Stelle schon einmal darauf verweisen: Überhaupt erst vor drei Monaten ist der erste Impfstoff zugelassen worden, vor drei Monaten! Am 20. Jänner 2021 waren die ersten 100 000 Menschen geimpft, am 5. März ist es schon eine halbe Million gewesen, gestern eine Million. (Abg. Deimek: Sie dürfen nicht immer von der eigenen Unbedarftheit ausgehen! Sie müssen sich mit der Realität beschäftigen!)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Das heißt, wir haben in den letzten drei Wochen in Österreich eine halbe Million Menschen geimpft: mit Impfstoffen, die die EMA geprüft und zugelassen hat, die sicher sind. Es wird natürlich noch schneller werden. Im zweiten Quartal werden wir in Österreich weit mehr als sechs Millionen Impfstoffdosen haben, und diese Zahl wird rapide steigen. Wir werden bis Ende April ein Drittel der impfbaren Bevölkerung geimpft haben, bis Ende Mai die Hälfte und bis Ende Juni 65 Prozent der impfbaren Bevölkerung. Das ist das, was die Menschen interessiert! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Wir werden, wie auch andere Länder, mit der Situation konfrontiert sein, die der Kanzler als Ketchupeffekt bezeichnet hat. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Ich glaube, erfunden hat diesen Begriff eine skandinavische Ministerin. (Abg. Belakowitsch: McDonald’s hat es aufgenommen!) Es wird zu einem bestimmten Zeitpunkt sehr viel Impfstoff verfügbar sein, und wir müssen darauf vorbereitet sein, diesen schnell verimpfen zu können; und das sind wir.
Abg. Belakowitsch: McDonald’s hat es aufgenommen!
Wir werden, wie auch andere Länder, mit der Situation konfrontiert sein, die der Kanzler als Ketchupeffekt bezeichnet hat. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Ich glaube, erfunden hat diesen Begriff eine skandinavische Ministerin. (Abg. Belakowitsch: McDonald’s hat es aufgenommen!) Es wird zu einem bestimmten Zeitpunkt sehr viel Impfstoff verfügbar sein, und wir müssen darauf vorbereitet sein, diesen schnell verimpfen zu können; und das sind wir.
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Deimek.
Wir haben gerade festgelegt, dass die Berechtigung zum Impfen auch auf RettungssanitäterInnen und NotfallsanitäterInnen ausgeweitet wird, wir haben sichergestellt, dass ÄrztInnen, egal, aus welchem Fachbereich sie kommen, Covid-Impfungen verabreichen können, und wir schaffen an die jeweilige Situation angepasste Impfinfrastrukturen – von großen Impfstraßen wie in der Messe Wien bis hin zu einer breiten Einbindung des niedergelassenen Bereichs –, um bestmöglich abzudecken. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wenn wir hier darüber diskutieren, was denn die richtige Strategie bei den Beschaffungen ist, kann ich sagen: Natürlich war es die richtige Strategie, sich breit abzusichern, verschiedene Impfstoffe zu kaufen, weil man eben nicht wusste, wie es ausgehen wird, welcher Impfstoff als erster zugelassen werden wird, in welcher Geschwindigkeit. Bis jetzt hat sich diese Strategie total bewährt: Wir haben Astra Zeneca, wir impfen mit Biontech/Pfizer und mit Moderna, bald kommt Johnson & Johnson dazu, wir sind da auf einem sehr, sehr guten Weg. Es war eine kluge Strategie, logischerweise nicht alles auf ein Pferd zu setzen. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie die Debatte aussehen würde, hätten wir das getan – dann hätten Sie nämlich zu Recht einen großen Kritikpunkt. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Was den europäischen Beschaffungsvorgang betrifft, gibt es ein paar Unwägbarkeiten, die jetzt aufgetaucht sind, ja. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Es wird darüber verhandelt, wie man diese bereinigen kann (Zwischenruf des Abg. Deimek), aber natürlich war es absolut richtig, das in einer solidarischen Aktion auf europäischer Ebene und über die EMA abzuwickeln. (Abg. Deimek: ... Beamten kündigen und der Minister ist unschuldig und
Zwischenruf des Abg. Deimek
Was den europäischen Beschaffungsvorgang betrifft, gibt es ein paar Unwägbarkeiten, die jetzt aufgetaucht sind, ja. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Es wird darüber verhandelt, wie man diese bereinigen kann (Zwischenruf des Abg. Deimek), aber natürlich war es absolut richtig, das in einer solidarischen Aktion auf europäischer Ebene und über die EMA abzuwickeln. (Abg. Deimek: ... Beamten kündigen und der Minister ist unschuldig und
Abg. Deimek: Merken Sie nicht, wie lächerlich ...!
der Bundeskanzler!) Das ist ein ganz wichtiger Punkt in der europäischen Zusammenarbeit und damit stehen wir auch deutlich besser da als andere Teile in der Welt. (Abg. Deimek: Merken Sie nicht, wie lächerlich ...!)
Zwischenruf des Abg. Loacker
Wir haben den Job zu erledigen, vor allem die vulnerabelsten Gruppen zuerst zu impfen, und wir sehen jetzt auch, dass die Impfstrategie wirkt: Die Gruppe der älteren Menschen, unsere Großelterngeneration, ist bereits gut durchgeimpft. Die Gruppe der Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner und die der über 85-Jährigen zeigen erheblich reduzierte Infektionszahlen (Zwischenruf des Abg. Loacker), deutlich weniger schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle. Und das zeigt: Ja, die Impfung wirkt. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wir haben den Job zu erledigen, vor allem die vulnerabelsten Gruppen zuerst zu impfen, und wir sehen jetzt auch, dass die Impfstrategie wirkt: Die Gruppe der älteren Menschen, unsere Großelterngeneration, ist bereits gut durchgeimpft. Die Gruppe der Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner und die der über 85-Jährigen zeigen erheblich reduzierte Infektionszahlen (Zwischenruf des Abg. Loacker), deutlich weniger schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle. Und das zeigt: Ja, die Impfung wirkt. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Deimek
Ich möchte mich an dieser Stelle auch noch bei all jenen bedanken, die sich impfen lassen, die sich evidenzbasiert informieren und die diesen Schutz in Anspruch nehmen und vernunftbegabt agieren – anders als eine Fraktion hier im Parlament, nämlich die FPÖ (Zwischenruf des Abg. Deimek) –, denn sie tragen damit wesentlich zur Bekämpfung der Pandemie bei und dazu, dass wir heuer so bald wie möglich wieder zu einer Normalität gelangen können. – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich möchte mich an dieser Stelle auch noch bei all jenen bedanken, die sich impfen lassen, die sich evidenzbasiert informieren und die diesen Schutz in Anspruch nehmen und vernunftbegabt agieren – anders als eine Fraktion hier im Parlament, nämlich die FPÖ (Zwischenruf des Abg. Deimek) –, denn sie tragen damit wesentlich zur Bekämpfung der Pandemie bei und dazu, dass wir heuer so bald wie möglich wieder zu einer Normalität gelangen können. – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Abgeordneter Josef Schellhorn (NEOS): Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Herr Staatssekretär, zum Schutz des Ministers! Herr Minister, wenn Sie vom wichtigsten Beschaffungsvorgang gesprochen haben und wenn Sie das selber auch als wichtigsten Beschaffungsvorgang tituliert haben, dann frage ich mich schon, wie Sie darauf kommen, dass Sie Mitte des Jahres 2020 den Impfstoff bestellen, am 27. Dezember die ersten Impfungen vorgenommen werden – im Beisein von Ihnen und dem Herrn Bundeskanzler – und Sie sich erst danach Gedanken machen: Halt, wie kriegen wir jetzt das Zeug unter die Leute?! – Das ist das Problem! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das wäre ungefähr so, als würde ich 30 Millionen Schnitzel bestellen, ein halbes Jahr warten, bis sie kommen, und dann sagen: Halt, jetzt brauche ich ein paar Mitarbeiter, damit ich die 30 Millionen machen kann! – Das wird nicht funktionieren, und das ist, glaube ich, das Problem. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der NEOS.
Das Problem ist, dass Sie, obwohl Ihnen das so wichtig war, nicht reagiert und die Logistik nicht bereitgestellt haben. Und da kann ich dann nur sagen – weil Sie von dem Buch gesprochen haben, wenn man das von hinten aufrollt –: Den Buchtitel habe ich schon, aber der trifft wahnsinnig viele Unternehmerinnen und Unternehmer, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Buchtitel ist schon vergeben: „Der Untergeher“ von Thomas Bernhard. – Die gehen alle unter! (Beifall bei Abgeordneten der NEOS.) Die gehen unter wegen eines Desasters, das wir jetzt erleben, weil wir den Impfstoff nicht zu den Menschen bringen, weil kein Impfstoff verimpft werden kann, weil wir zu wenig dahaben – und das ist das Kernproblem.
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Dann komme ich zu einem weiteren Kernproblem, nämlich dass immer nur angekündigt wird. So hat zuletzt etwa der Landsmann des Herrn Staatssekretärs, Landeshauptmann Wallner, gesagt: Okay, Vorarlberg wird eine Testregion! Er hat eine Pressekonferenz gemacht und gesagt: Alles super, wir machen eine Testregion, wir öffnen!, und am nächsten Tag ist er draufgekommen: Halt, jetzt müssen wir uns etwas überlegen, wie machen wir denn das? – Das ist das Missmanagement, das in dieser Regierung vorherrscht: Sie machen eine Ankündigungspolitik und keine strategische Krisenbewältigung! Die Krisenbewältigung fehlt! (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Hallo! – weiterer Zwischenruf bei der ÖVP
Es sind erstaunlich wenige Wirtschaftsbündler hier herinnen (Ruf bei der ÖVP: Hallo! – weiterer Zwischenruf bei der ÖVP), und ich muss das schon noch einmal betonen: Da geht es auch um die Wirtschaft und um wahnsinnig viele Arbeitsplätze, und wenn wir es nicht schaffen, dass wir schnell impfen, haben wir ein Problem. Dieses Problem ist systemisch, das sagt auch die Rechnungshofpräsidentin. Sie sagt, wir haben ein systemisches Staatsversagen. Das sagt der Rechnungshof, der watscht Sie her – aber da kann ja der Herr Gesundheitsminister nichts dafür, weil ihm jeder Koch und Kellner, jeder Landeshauptmann den Finger zeigt und sagt, dass er sich das selber macht. Und das geht nicht, das funktioniert in dieser Situation nicht! Das ist das Kernproblem. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Es sind erstaunlich wenige Wirtschaftsbündler hier herinnen (Ruf bei der ÖVP: Hallo! – weiterer Zwischenruf bei der ÖVP), und ich muss das schon noch einmal betonen: Da geht es auch um die Wirtschaft und um wahnsinnig viele Arbeitsplätze, und wenn wir es nicht schaffen, dass wir schnell impfen, haben wir ein Problem. Dieses Problem ist systemisch, das sagt auch die Rechnungshofpräsidentin. Sie sagt, wir haben ein systemisches Staatsversagen. Das sagt der Rechnungshof, der watscht Sie her – aber da kann ja der Herr Gesundheitsminister nichts dafür, weil ihm jeder Koch und Kellner, jeder Landeshauptmann den Finger zeigt und sagt, dass er sich das selber macht. Und das geht nicht, das funktioniert in dieser Situation nicht! Das ist das Kernproblem. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
als der Sommer 2020. Es ist nur eine Ankündigungspolitik, konzeptlose Ankündigungspolitik, zulasten der Unternehmer und zulasten der Arbeitnehmer, und das ist ein Wahnsinn! (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS. – Abg. Obernosterer: Schade, dass ich jetzt nicht am Rednerpult bin!
Abgeordneter Mag. Andreas Hanger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! (Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS. – Abg. Obernosterer: Schade, dass ich jetzt nicht am Rednerpult bin!) – Ich darf um ein bisschen Aufmerksamkeit bitten. – Sehr geehrter Herr Gesundheitsminister! Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Wir haben schon einige Dringliche Anfragen gehabt, und, Herr Kollege Loacker, jetzt ganz ehrlich: Dazu, wie Sie diese Dringliche Anfrage vorgetragen haben, welche Fragen Sie gestellt haben, muss ich sagen: Wir haben hier im Hohen Haus schon wirklich bessere Dringliche Anfragen gehabt, und ich glaube, das ist eine sehr freundliche Bewertung, die ich jetzt gemacht habe. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Loacker.
Abgeordneter Mag. Andreas Hanger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! (Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS. – Abg. Obernosterer: Schade, dass ich jetzt nicht am Rednerpult bin!) – Ich darf um ein bisschen Aufmerksamkeit bitten. – Sehr geehrter Herr Gesundheitsminister! Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Wir haben schon einige Dringliche Anfragen gehabt, und, Herr Kollege Loacker, jetzt ganz ehrlich: Dazu, wie Sie diese Dringliche Anfrage vorgetragen haben, welche Fragen Sie gestellt haben, muss ich sagen: Wir haben hier im Hohen Haus schon wirklich bessere Dringliche Anfragen gehabt, und ich glaube, das ist eine sehr freundliche Bewertung, die ich jetzt gemacht habe. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Abg. Martin Graf: Davon hast du gar keine Ahnung! – Zwischenruf des Abg. Loacker.
Bevor ich zum eigentlichen Thema, Impfstoffbeschaffung, komme, würde ich ganz gerne ein bissel auf die Rolle der Opposition und wie man mit Kontrollrechten umgeht, eingehen. (Abg. Martin Graf: Davon hast du gar keine Ahnung! – Zwischenruf des Abg. Loacker.) Wir behandeln ja das Thema Impfstoffbeschaffung derzeit auch im Unterausschuss des Rechnungshofausschusses, in dem wir am 12. den Herrn Gesundheitsminister begrüßen dürfen. Ich halte ausdrücklich fest, dass uns auch als Regierungsfraktion das Kontrollrecht des Parlaments sehr wichtig ist, halte aber auf der anderen Seite schon auch fest: Wenn ich mir ansehe, wie die Opposition mit dem Unterausschuss des Rechnungshofausschusses umgeht, habe ich den Eindruck, dass es da um Unterstellungen und um ein Polittheater geht.
Zwischenrufe bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.
Schräg wird es bei der FPÖ, das muss ich wirklich sagen. Es sind 10 000 Seiten, die von den Ministerien ins Parlament geliefert worden sind, und ich bin mir nicht sicher, ob jemand von den Mitgliedern des Unterausschusses diese Erhebungsberichte auch gelesen hat. Kollege Zanger sicher nicht, denn wenn er da einen Frontalangriff auf das Rote Kreuz fährt, wenn er Funktionären unterstellt, sich persönlich bereichert zu haben, dann muss ich sagen, da geht es auch nicht um Kontrollarbeit, sondern um Unterstellungen, die ich übrigens auf das Schärfste zurückweise. (Zwischenrufe bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.) – Ja, der Foitik kommt eh in den Ausschuss, darauf freue ich mich schon. – Diese Unterstellungen, sich persönlich bereichert zu haben, sind auf das Schärfste zurückzuweisen, das Gegenteil ist der Fall.
Abg. Kassegger: Das werden wir noch sehen!
Ich bin der Meinung, auch die Freiheitlichen werden sich beim Roten Kreuz noch bedanken (Abg. Kassegger: Das werden wir noch sehen!), das gerade zu Beginn der Pandemie, als es um die notwendige Beschaffung der Schutzausrüstung gegangen ist, wirklich hervorragende und wertvolle Arbeit geleistet hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin der Meinung, auch die Freiheitlichen werden sich beim Roten Kreuz noch bedanken (Abg. Kassegger: Das werden wir noch sehen!), das gerade zu Beginn der Pandemie, als es um die notwendige Beschaffung der Schutzausrüstung gegangen ist, wirklich hervorragende und wertvolle Arbeit geleistet hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS. – Abg. Deimek macht die sogenannte Scheibenwischerbewegung.
Frau Abgeordnete Greiner, noch einmal: Entweder Sie verstehen es intellektuell nicht oder Sie verstehen das Haushaltsrecht nicht. (Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS. – Abg. Deimek macht die sogenannte Scheibenwischerbewegung.)
Zwischenrufe der Abg. Greiner.
Danke, Herr Gesundheitsminister, dass Sie das aufgeklärt haben: Es hat zu keinem einzigen Zeitpunkt der Impfstoffbeschaffung einen Deckel gegeben, die finanziellen Ressourcen waren natürlich vorhanden, und das lässt sich auch mit Zahlen sehr einfach beweisen. (Zwischenrufe der Abg. Greiner.) 338 Millionen Euro sind mittlerweile budgetiert – 40 Millionen Euro wurden bis jetzt davon abgerufen. Und wenn die 338 Millionen Euro nicht reichen, steht natürlich auch das Geld aus dem Covid-19-Krisenbewältigungsfonds zur Verfügung. Bitte nehmen Sie das einmal zur Kenntnis! Darüber wäre ich sehr, sehr froh! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Danke, Herr Gesundheitsminister, dass Sie das aufgeklärt haben: Es hat zu keinem einzigen Zeitpunkt der Impfstoffbeschaffung einen Deckel gegeben, die finanziellen Ressourcen waren natürlich vorhanden, und das lässt sich auch mit Zahlen sehr einfach beweisen. (Zwischenrufe der Abg. Greiner.) 338 Millionen Euro sind mittlerweile budgetiert – 40 Millionen Euro wurden bis jetzt davon abgerufen. Und wenn die 338 Millionen Euro nicht reichen, steht natürlich auch das Geld aus dem Covid-19-Krisenbewältigungsfonds zur Verfügung. Bitte nehmen Sie das einmal zur Kenntnis! Darüber wäre ich sehr, sehr froh! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Greiner.
Ein Wort auch noch – was mir ganz wichtig ist – zur Rolle des Bundeskanzlers, der in dieser Dringlichen Anfrage auch sehr oft adressiert wird. Das kann man jetzt drehen und wenden, wie man will: Es war der Bundeskanzler, der aufgezeigt hat, dass es zu Ungleichgewichten auf europäischer Ebene gekommen ist, und es war der Bundeskanzler, der den Kontrollmechanismus auf den politischen Weg gebracht hat. (Zwischenruf der Abg. Greiner.)
Abg. Martin Graf: Das schreit nach einer tatsächlichen Berichtigung!
Eines möchte ich schon auch dazusagen: Österreich profitiert da nur in einem ganz kleinen Ausmaß. Da geht es um europäische Solidarität, die die SPÖ und die NEOS immer wieder einfordern, und das war ein wirklicher Beitrag zur europäischen Solidarität, dass es hier einigermaßen zu einem Gleichklang bei den Impfstoffen kommt. (Abg. Martin Graf: Das schreit nach einer tatsächlichen Berichtigung!)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend möchte ich Sie bitten – das ist mir das Allerwichtigste –: Schauen wir uns wieder einmal die Zahlen, Daten und Fakten an! Der Herr Gesundheitsminister hat sie schon genannt. An dieser Stelle möchte ich auch einmal ein großes Danke an den Gesundheitsminister sagen, der in einer wahrlich schwierigen Situation aus meiner Sicht hervorragende Arbeit leistet. Das möchte ich wirklich auch einmal sagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend noch drei Zahlen: Mittlerweile wurden über eine Million Österreicherinnen und Österreicher geimpft. Derzeit impfen wir 30 000 Österreicherinnen und Österreicher pro Tag, das wird in den April hinein noch deutlich mehr; bis in den Sommer hinein stehen acht Millionen Impfdosen zur Verfügung. Das heißt, alle impfwilligen Österreicherinnen und Österreicher können geimpft werden. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hanger.
Und es ist nicht so, wie der Herr Bundeskanzler gesagt hat: Wir impfen 30 000 Personen pro Tag! – nein, das sind unsere niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, das sind die NGOs, das sind die Blaulichtorganisationen, das ist das medizinische Personal in den Impfstraßen und das sind vor allem die Gemeinden, die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, die das tagtäglich organisieren und durchführen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hanger.) – Das hat damit überhaupt nichts zu tun, Kollege!
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Ich möchte vielleicht noch ganz kurz darauf eingehen, was auch viele der Kurgäste gesagt haben. Sie haben mich eigentlich darin bekräftigt, was unsere Klubvorsitzende seit Monaten und Wochen gesagt hat: Es ist zu früh für die Lockerungen. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Wir hätten im Dezember, im Jänner einen kurzen harten Lockdown machen sollen. Das wäre der richtige Weg gewesen. (Abg. Hörl: Herr Kollege, das ist ein Burgenländerwitz! – Zwischenruf der Abg. Smodics-Neumann.) Jetzt wissen wir es: Heute sehen wir, was jetzt im Osten passiert, was jetzt zu Ostern passieren wird.
Abg. Hörl: Herr Kollege, das ist ein Burgenländerwitz! – Zwischenruf der Abg. Smodics-Neumann.
Ich möchte vielleicht noch ganz kurz darauf eingehen, was auch viele der Kurgäste gesagt haben. Sie haben mich eigentlich darin bekräftigt, was unsere Klubvorsitzende seit Monaten und Wochen gesagt hat: Es ist zu früh für die Lockerungen. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Wir hätten im Dezember, im Jänner einen kurzen harten Lockdown machen sollen. Das wäre der richtige Weg gewesen. (Abg. Hörl: Herr Kollege, das ist ein Burgenländerwitz! – Zwischenruf der Abg. Smodics-Neumann.) Jetzt wissen wir es: Heute sehen wir, was jetzt im Osten passiert, was jetzt zu Ostern passieren wird.
Beifall des Abg. Wurm.
Ich möchte an dieser Stelle sagen, dass ich unserer Zweiten Nationalratspräsidentin, aber auch Herrn Landeshauptmann-Stellvertreter Haimbuchner alles erdenklich Gute wünsche. (Beifall des Abg. Wurm.) Ich habe auch sehr viele Freunde, die jetzt im Krankenhaus liegen, sie sollen einen milden Verlauf haben und bald wieder genesen sein. Bitte schauen wir, dass wir die notwendigen Impfdosen kriegen und dass wir die Menschen in Österreich durchimpfen können! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich möchte an dieser Stelle sagen, dass ich unserer Zweiten Nationalratspräsidentin, aber auch Herrn Landeshauptmann-Stellvertreter Haimbuchner alles erdenklich Gute wünsche. (Beifall des Abg. Wurm.) Ich habe auch sehr viele Freunde, die jetzt im Krankenhaus liegen, sie sollen einen milden Verlauf haben und bald wieder genesen sein. Bitte schauen wir, dass wir die notwendigen Impfdosen kriegen und dass wir die Menschen in Österreich durchimpfen können! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Hanger: Mitgeschrieben haben Sie überhaupt noch nie!
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren vor den Bildschirmgeräten! Ich werde es jetzt unterlassen, mit irgendwelchen statistischen Zahlen zu kommen. Ich glaube, es war heute ausreichend. Der Herr Bundesminister hat sehr viele Zahlen genannt, so viele, dass man selbst beim Mitschreiben nicht mehr mitgekommen ist, aber das ist ja sehr nett gewesen. (Abg. Hanger: Mitgeschrieben haben Sie überhaupt noch nie!) Wie bitte? (Abg. Hanger: Sie haben noch nie mitgeschrieben!) Sie haben noch nie mitgeschrieben – ja, Sie müssen nicht mitschreiben, Sie sind so klug, Sie wissen ja alles, Herr Kollege Hanger, das wissen wir schon. Und: Geben Sie beim Reden die Maske rauf, sonst fühlen sich ja Ihre Kollegen bedroht, denn beim Reden gibt es Aerosole, nicht wenn Sie schweigen! (Heiterkeit bei der FPÖ.) Da könnten Sie sie sogar runternehmen. (Zwischenruf des Abg. Hanger.) Ich glaube, den Mechanismus der Maske haben Sie von der ÖVP noch gar nicht verstanden. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Abg. Hanger: Sie haben noch nie mitgeschrieben!
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren vor den Bildschirmgeräten! Ich werde es jetzt unterlassen, mit irgendwelchen statistischen Zahlen zu kommen. Ich glaube, es war heute ausreichend. Der Herr Bundesminister hat sehr viele Zahlen genannt, so viele, dass man selbst beim Mitschreiben nicht mehr mitgekommen ist, aber das ist ja sehr nett gewesen. (Abg. Hanger: Mitgeschrieben haben Sie überhaupt noch nie!) Wie bitte? (Abg. Hanger: Sie haben noch nie mitgeschrieben!) Sie haben noch nie mitgeschrieben – ja, Sie müssen nicht mitschreiben, Sie sind so klug, Sie wissen ja alles, Herr Kollege Hanger, das wissen wir schon. Und: Geben Sie beim Reden die Maske rauf, sonst fühlen sich ja Ihre Kollegen bedroht, denn beim Reden gibt es Aerosole, nicht wenn Sie schweigen! (Heiterkeit bei der FPÖ.) Da könnten Sie sie sogar runternehmen. (Zwischenruf des Abg. Hanger.) Ich glaube, den Mechanismus der Maske haben Sie von der ÖVP noch gar nicht verstanden. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Heiterkeit bei der FPÖ.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren vor den Bildschirmgeräten! Ich werde es jetzt unterlassen, mit irgendwelchen statistischen Zahlen zu kommen. Ich glaube, es war heute ausreichend. Der Herr Bundesminister hat sehr viele Zahlen genannt, so viele, dass man selbst beim Mitschreiben nicht mehr mitgekommen ist, aber das ist ja sehr nett gewesen. (Abg. Hanger: Mitgeschrieben haben Sie überhaupt noch nie!) Wie bitte? (Abg. Hanger: Sie haben noch nie mitgeschrieben!) Sie haben noch nie mitgeschrieben – ja, Sie müssen nicht mitschreiben, Sie sind so klug, Sie wissen ja alles, Herr Kollege Hanger, das wissen wir schon. Und: Geben Sie beim Reden die Maske rauf, sonst fühlen sich ja Ihre Kollegen bedroht, denn beim Reden gibt es Aerosole, nicht wenn Sie schweigen! (Heiterkeit bei der FPÖ.) Da könnten Sie sie sogar runternehmen. (Zwischenruf des Abg. Hanger.) Ich glaube, den Mechanismus der Maske haben Sie von der ÖVP noch gar nicht verstanden. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Zwischenruf des Abg. Hanger.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren vor den Bildschirmgeräten! Ich werde es jetzt unterlassen, mit irgendwelchen statistischen Zahlen zu kommen. Ich glaube, es war heute ausreichend. Der Herr Bundesminister hat sehr viele Zahlen genannt, so viele, dass man selbst beim Mitschreiben nicht mehr mitgekommen ist, aber das ist ja sehr nett gewesen. (Abg. Hanger: Mitgeschrieben haben Sie überhaupt noch nie!) Wie bitte? (Abg. Hanger: Sie haben noch nie mitgeschrieben!) Sie haben noch nie mitgeschrieben – ja, Sie müssen nicht mitschreiben, Sie sind so klug, Sie wissen ja alles, Herr Kollege Hanger, das wissen wir schon. Und: Geben Sie beim Reden die Maske rauf, sonst fühlen sich ja Ihre Kollegen bedroht, denn beim Reden gibt es Aerosole, nicht wenn Sie schweigen! (Heiterkeit bei der FPÖ.) Da könnten Sie sie sogar runternehmen. (Zwischenruf des Abg. Hanger.) Ich glaube, den Mechanismus der Maske haben Sie von der ÖVP noch gar nicht verstanden. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren vor den Bildschirmgeräten! Ich werde es jetzt unterlassen, mit irgendwelchen statistischen Zahlen zu kommen. Ich glaube, es war heute ausreichend. Der Herr Bundesminister hat sehr viele Zahlen genannt, so viele, dass man selbst beim Mitschreiben nicht mehr mitgekommen ist, aber das ist ja sehr nett gewesen. (Abg. Hanger: Mitgeschrieben haben Sie überhaupt noch nie!) Wie bitte? (Abg. Hanger: Sie haben noch nie mitgeschrieben!) Sie haben noch nie mitgeschrieben – ja, Sie müssen nicht mitschreiben, Sie sind so klug, Sie wissen ja alles, Herr Kollege Hanger, das wissen wir schon. Und: Geben Sie beim Reden die Maske rauf, sonst fühlen sich ja Ihre Kollegen bedroht, denn beim Reden gibt es Aerosole, nicht wenn Sie schweigen! (Heiterkeit bei der FPÖ.) Da könnten Sie sie sogar runternehmen. (Zwischenruf des Abg. Hanger.) Ich glaube, den Mechanismus der Maske haben Sie von der ÖVP noch gar nicht verstanden. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Abg. Hanger: Mitgeschrieben!
Ich weiß, Sie würden mir jetzt gerne meine Rede zusammenhauen, das können Sie weiter probieren. Ich habe Ihnen aber auch weiter zugehört, ich habe Ihnen gut zugehört (Abg. Hanger: Mitgeschrieben!), und dann haben Sie einen Satz gesagt, nämlich: Die Pharmafirma, die Sie ganz besonders schätzen, ist die Pharmafirma Valneva, weil die nämlich die Kinderimpfungen herstellt.
Abg. Kirchbaumer: Er ist immer noch grün!
Ich kann Ihnen heute schon versprechen, meine Damen und Herren: Es ist heute auch ein besonderes Schmankerl für mich gewesen, dass Sie als ehemaliger Grüner sich hierherstellen und sich bei einem multinationalen Pharmakonzern bedanken. (Abg. Kirchbaumer: Er ist immer noch grün!) Es war schon auch sehr spannend, zu sehen, wie man sich plötzlich verändert, wenn man glaubt, dass man, weil man jetzt in der Regierung ist, alles mittragen muss. Das ist Ihr Problem: Sie tragen alles mit, Herr Bundesminister! (Bundesminister Anschober: Da wissen Sie etwas über meine Parteimitgliedschaft, das ich nicht weiß!) – Ich weiß nicht, was Sie wissen, das müssen Sie selber beantworten! Fragen Sie mich nicht, was Sie nicht wissen! Es tut mir wahnsinnig leid, Herr Bundesminister, Sie werden schon selber klären müssen, was Sie alles nicht wissen! Das sollten Sie sich mit sich selbst ausmachen. (Zwischenbemerkung von
Heiterkeit des Bundesministers Anschober.
Bundesminister Anschober.) – Das ist hier keine Therapiestunde, und ich bin nicht Ihre Therapeutin. (Heiterkeit des Bundesministers Anschober.) Ich bitte Sie also, lassen Sie das sein! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.
Bundesminister Anschober.) – Das ist hier keine Therapiestunde, und ich bin nicht Ihre Therapeutin. (Heiterkeit des Bundesministers Anschober.) Ich bitte Sie also, lassen Sie das sein! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Herr Minister, hören Sie auf, Leid über die Bevölkerung zu bringen! Wissen Sie, wohin das geführt hat? Jetzt komme ich zu dieser Maskengeschichte zurück, ich lese ein E-Mail eines besorgten Vaters vor: Mein siebenjähriger Sohn hat einen Hirntumor, er muss regelmäßig zur Kontrolle ein MRT machen. Er hat es die letzten zweimal immer geschafft, 30 Minuten ruhig zu liegen. Man kann sich vorstellen, dass das bei einem Sechsjährigen nicht leicht ist. Heute musste mein Sohn das Ganze erledigen, und zwar mit Maske – mit Maske in der Röhre! –, weil es Vorschrift ist. – Zitatende. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Das ist unendliches Leid, das Sie Familien zufügen!
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (fortsetzend): Darüber, Herr Bundesminister, sollten Sie einmal nachdenken! Das sind Ihre Verfehlungen und das bleibt an Ihnen kleben und haften! Ich bitte Sie, machen Sie endlich einmal Schluss damit! Ändern Sie Ihren Kurs! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Belakowitsch: Danke für die Info!
Abgeordneter Ralph Schallmeiner (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren zu Hause vor den Bildschirmen! Vorneweg: Als Landesvorstandsmitglied der Grünen in Oberösterreich kann ich bestätigen: Rudi Anschober ist immer noch Mitglied der Grünen Oberösterreichs. Also, Kollegin Belakowitsch, ich weiß nicht, wie Sie darauf kommen, dass Rudi Anschober ein ehemaliger Grüner wäre. Er ist immer noch Mitglied der Grünen und wird es hoffentlich auch bis an sein Lebensende bleiben – damit das gleich einmal richtiggestellt ist. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Belakowitsch: Danke für die Info!)
Abg. Belakowitsch: Stimmt ja!
Es ist in Summe eine total spannende Sache, nach Ihnen zu reden, das macht die Sache ganz eigen. Sie kommen heraus, stellen sich hin und schwadronieren von einer Zwangstestung. (Abg. Belakowitsch: Stimmt ja!) – Also Entschuldigung, der Test, den meine Kinder – und jetzt komme ich wieder mit meinen Kindern – zwei- beziehungsweise dreimal in der Woche vornehmen, ist eine sehr harmlose Sache, die von der ganzen Klasse gut angenommen wird. (Abg. Belakowitsch: Wenn sie ihn nicht machen? Was passiert, wenn die Kinder ihn nicht machen? Wenn sie ihn nicht machen? – Ruf bei der FPÖ: Zwang ist der größte Feind der Freiheit!) Es gibt auch andere Beispiele und Sie negieren diese Beispiele einfach tagtäglich. Es ist immer dasselbe. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Wenn sie ihn nicht machen? Was passiert, wenn die Kinder ihn nicht machen? Wenn sie ihn nicht machen? – Ruf bei der FPÖ: Zwang ist der größte Feind der Freiheit!
Es ist in Summe eine total spannende Sache, nach Ihnen zu reden, das macht die Sache ganz eigen. Sie kommen heraus, stellen sich hin und schwadronieren von einer Zwangstestung. (Abg. Belakowitsch: Stimmt ja!) – Also Entschuldigung, der Test, den meine Kinder – und jetzt komme ich wieder mit meinen Kindern – zwei- beziehungsweise dreimal in der Woche vornehmen, ist eine sehr harmlose Sache, die von der ganzen Klasse gut angenommen wird. (Abg. Belakowitsch: Wenn sie ihn nicht machen? Was passiert, wenn die Kinder ihn nicht machen? Wenn sie ihn nicht machen? – Ruf bei der FPÖ: Zwang ist der größte Feind der Freiheit!) Es gibt auch andere Beispiele und Sie negieren diese Beispiele einfach tagtäglich. Es ist immer dasselbe. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist in Summe eine total spannende Sache, nach Ihnen zu reden, das macht die Sache ganz eigen. Sie kommen heraus, stellen sich hin und schwadronieren von einer Zwangstestung. (Abg. Belakowitsch: Stimmt ja!) – Also Entschuldigung, der Test, den meine Kinder – und jetzt komme ich wieder mit meinen Kindern – zwei- beziehungsweise dreimal in der Woche vornehmen, ist eine sehr harmlose Sache, die von der ganzen Klasse gut angenommen wird. (Abg. Belakowitsch: Wenn sie ihn nicht machen? Was passiert, wenn die Kinder ihn nicht machen? Wenn sie ihn nicht machen? – Ruf bei der FPÖ: Zwang ist der größte Feind der Freiheit!) Es gibt auch andere Beispiele und Sie negieren diese Beispiele einfach tagtäglich. Es ist immer dasselbe. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Es gibt keine Lösungen!
Sie tun so, als ob das der Untergang der Welt wäre. Wenn man vernünftig mit den Kindern umgeht und wenn man vernünftig mit den Kindern redet, dann nehmen die das auch ganz gut an. Es gibt natürlich auch Ausnahmen – keine Frage –, und für die gibt es auch Lösungen. (Abg. Belakowitsch: Es gibt keine Lösungen!) – Na ja, Entschuldigung, aber diese Möglichkeit haben diejenigen, die Verordnungen et cetera umsetzen, eben auch in den Händen. Dafür kann man nicht den Minister alleine verantwortlich machen. (Abg. Belakowitsch: Ich habe ihn nicht verantwortlich gemacht! – Zwischenruf des Abg. Brückl.)
Abg. Belakowitsch: Ich habe ihn nicht verantwortlich gemacht! – Zwischenruf des Abg. Brückl.
Sie tun so, als ob das der Untergang der Welt wäre. Wenn man vernünftig mit den Kindern umgeht und wenn man vernünftig mit den Kindern redet, dann nehmen die das auch ganz gut an. Es gibt natürlich auch Ausnahmen – keine Frage –, und für die gibt es auch Lösungen. (Abg. Belakowitsch: Es gibt keine Lösungen!) – Na ja, Entschuldigung, aber diese Möglichkeit haben diejenigen, die Verordnungen et cetera umsetzen, eben auch in den Händen. Dafür kann man nicht den Minister alleine verantwortlich machen. (Abg. Belakowitsch: Ich habe ihn nicht verantwortlich gemacht! – Zwischenruf des Abg. Brückl.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Genauso wenig kann man den Minister alleine dafür verantwortlich machen, wenn Firmen ihre zugesagten Liefermengen nicht einhalten. Es wurde entsprechend vorbestellt, es wurde entsprechend geliefert, und wir haben jetzt eine Situation, die aus meiner Sicht recht anständig ist. Wir haben im März eine Million Impfdosen geliefert bekommen, wir bekommen zwei Millionen Impfdosen im April geliefert, und diese Impfdosen gehören in die Oberarme der Menschen! – So schaut es aus meiner Sicht aus. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Greiner.
Sie, insbesondere die Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, stellen sich her und tun die ganze Zeit so, als ob es keine Impfstrategie gäbe. (Zwischenruf der Abg. Greiner.) Am 25.11. hat es einen Ministerratsvortrag zur Impfstrategie für Österreich gegeben, die wurde bis heute zweimal angepasst – so schaut es aus. (Abg. Kassegger: Nur weil Impfstrategie draufsteht ...!) Sich hinzustellen und immer so zu tun, als ob alles ein Chaos wäre und alles nicht durchdacht wäre, das stimmt schlussendlich einfach nicht! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kassegger: Nur weil Impfstrategie draufsteht ...!
Sie, insbesondere die Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, stellen sich her und tun die ganze Zeit so, als ob es keine Impfstrategie gäbe. (Zwischenruf der Abg. Greiner.) Am 25.11. hat es einen Ministerratsvortrag zur Impfstrategie für Österreich gegeben, die wurde bis heute zweimal angepasst – so schaut es aus. (Abg. Kassegger: Nur weil Impfstrategie draufsteht ...!) Sich hinzustellen und immer so zu tun, als ob alles ein Chaos wäre und alles nicht durchdacht wäre, das stimmt schlussendlich einfach nicht! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie, insbesondere die Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, stellen sich her und tun die ganze Zeit so, als ob es keine Impfstrategie gäbe. (Zwischenruf der Abg. Greiner.) Am 25.11. hat es einen Ministerratsvortrag zur Impfstrategie für Österreich gegeben, die wurde bis heute zweimal angepasst – so schaut es aus. (Abg. Kassegger: Nur weil Impfstrategie draufsteht ...!) Sich hinzustellen und immer so zu tun, als ob alles ein Chaos wäre und alles nicht durchdacht wäre, das stimmt schlussendlich einfach nicht! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Genau!
In Summe: Der Minister hat sich hierhergestellt, hat alle Fragen ausdrücklich, wirklich sehr detailliert und gut beantwortet. (Ruf bei der SPÖ: Genau!) Er hat aus meiner Sicht alle 62 Fragen eindeutig beantwortet, es war sehr detailreich. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Unsere Klubobfrau, Kollegin Maurer, hat es erwähnt: Das ist um einiges weitgehender gewesen als das, was normalerweise bei solchen Anfragebeantwortungen der Fall ist. Ich denke, auch das hat Respekt verdient, und daher können wir die Diskussion an dieser Stelle beenden. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
In Summe: Der Minister hat sich hierhergestellt, hat alle Fragen ausdrücklich, wirklich sehr detailliert und gut beantwortet. (Ruf bei der SPÖ: Genau!) Er hat aus meiner Sicht alle 62 Fragen eindeutig beantwortet, es war sehr detailreich. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Unsere Klubobfrau, Kollegin Maurer, hat es erwähnt: Das ist um einiges weitgehender gewesen als das, was normalerweise bei solchen Anfragebeantwortungen der Fall ist. Ich denke, auch das hat Respekt verdient, und daher können wir die Diskussion an dieser Stelle beenden. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
In Summe: Der Minister hat sich hierhergestellt, hat alle Fragen ausdrücklich, wirklich sehr detailliert und gut beantwortet. (Ruf bei der SPÖ: Genau!) Er hat aus meiner Sicht alle 62 Fragen eindeutig beantwortet, es war sehr detailreich. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Unsere Klubobfrau, Kollegin Maurer, hat es erwähnt: Das ist um einiges weitgehender gewesen als das, was normalerweise bei solchen Anfragebeantwortungen der Fall ist. Ich denke, auch das hat Respekt verdient, und daher können wir die Diskussion an dieser Stelle beenden. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Grünen. – Der Präsident gibt das Glockenzeichen.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Abgeordnete Belakowitsch zu Wort gemeldet. – Ich darf Sie darauf aufmerksam machen, dass es wirklich eine tatsächliche Berichtigung sein muss. Bitte. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Grünen. – Der Präsident gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Schallmeiner: Dann haben sie Distancelearning!
Ich berichtige tatsächlich: Wenn Kinder keinen Test machen, dürfen sie die Schulen nicht besuchen. (Abg. Schallmeiner: Dann haben sie Distancelearning!)
Abg. Belakowitsch: Nein, Herr Präsident, das ist eine tatsächliche Berichtigung! – Ruf bei der FPÖ: Das ist eine tatsächliche Berichtigung!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Das ist keine tatsächliche Berichtigung, das ist eine politische Bewertung, die letzte Meinung. (Abg. Belakowitsch: Nein, Herr Präsident, das ist eine tatsächliche Berichtigung! – Ruf bei der FPÖ: Das ist eine tatsächliche Berichtigung!) Es ist so. (Abg. Belakowitsch: Haben Sie nicht zugehört? – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Die erste habe ich gelten lassen, die zweite nicht, Frau Abgeordnete. (Abg. Belakowitsch: ... in der Präsidiale!) – Ja, ist schon in Ordnung, das können wir dann noch einmal diskutieren.
Abg. Belakowitsch: Haben Sie nicht zugehört? – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Das ist keine tatsächliche Berichtigung, das ist eine politische Bewertung, die letzte Meinung. (Abg. Belakowitsch: Nein, Herr Präsident, das ist eine tatsächliche Berichtigung! – Ruf bei der FPÖ: Das ist eine tatsächliche Berichtigung!) Es ist so. (Abg. Belakowitsch: Haben Sie nicht zugehört? – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Die erste habe ich gelten lassen, die zweite nicht, Frau Abgeordnete. (Abg. Belakowitsch: ... in der Präsidiale!) – Ja, ist schon in Ordnung, das können wir dann noch einmal diskutieren.
Abg. Belakowitsch: ... in der Präsidiale!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Das ist keine tatsächliche Berichtigung, das ist eine politische Bewertung, die letzte Meinung. (Abg. Belakowitsch: Nein, Herr Präsident, das ist eine tatsächliche Berichtigung! – Ruf bei der FPÖ: Das ist eine tatsächliche Berichtigung!) Es ist so. (Abg. Belakowitsch: Haben Sie nicht zugehört? – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Die erste habe ich gelten lassen, die zweite nicht, Frau Abgeordnete. (Abg. Belakowitsch: ... in der Präsidiale!) – Ja, ist schon in Ordnung, das können wir dann noch einmal diskutieren.
Abg. Belakowitsch: Das ist ja peinlich für einen Präsidenten!
Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Fiedler. – Bitte. (Abg. Belakowitsch: Das ist ja peinlich für einen Präsidenten!)
Abg. Schmidhofer: Da müssen Sie in den steirischen Landtag wechseln!
Wenn ich mir die Impfzahlen der Steiermark anschaue: Bei der Generation über 65 Jahre liegen wir auf dem letzten Platz, und das unter anderem deshalb, weil die rot-schwarze Landesregierung nur 40 Prozent der Covid-Impfstoffe an die Älteren verimpft. (Abg. Schmidhofer: Da müssen Sie in den steirischen Landtag wechseln!) Das bedeutet zeitgleich, dass 60 Prozent an unter 65-Jährige verimpft wurden, weil die Impfdosen ja sonst verfallen. Bei aller Liebe: Das ist skandalös!
Abg. Kassegger: Eine verbindliche Empfehlung!
Zum anderen versagen Bundesländer wie die Steiermark beim Impfen komplett, sie halten sich nicht an den Impfplan. Da wird eine Aufsichtsfunktion nicht wahrgenommen. Jetzt hatten Sie, lieber Herr Bundesminister, den Einfall, einen Erlass herauszugeben, der den Impfplan zur „verbindlichen Leitlinie“ macht. Was bitte ist eine „verbindliche Leitlinie“?! – Meiner Meinung nach ist eine Leitlinie das Gegenteil von verbindlich. (Abg. Kassegger: Eine verbindliche Empfehlung!) Eine „verbindliche Leitlinie“ ist also die österreichische Lösung, nämlich ein fauler Kompromiss. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Zum anderen versagen Bundesländer wie die Steiermark beim Impfen komplett, sie halten sich nicht an den Impfplan. Da wird eine Aufsichtsfunktion nicht wahrgenommen. Jetzt hatten Sie, lieber Herr Bundesminister, den Einfall, einen Erlass herauszugeben, der den Impfplan zur „verbindlichen Leitlinie“ macht. Was bitte ist eine „verbindliche Leitlinie“?! – Meiner Meinung nach ist eine Leitlinie das Gegenteil von verbindlich. (Abg. Kassegger: Eine verbindliche Empfehlung!) Eine „verbindliche Leitlinie“ ist also die österreichische Lösung, nämlich ein fauler Kompromiss. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Herr Minister, ich fordere Sie auf: Bringen Sie Ihr Impfchaos in Ordnung! Lassen Sie sich endlich von denen helfen, die sich auskennen, und bitte, beantworten Sie meine schriftliche Anfrage dieses Mal detaillierter, mit genauen Zahlen! – (Sich auch in Gebärdensprache bedankend:) Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abgeordnete Rebecca Kirchbaumer (ÖVP): Herr Präsident! Werter Herr Bundesminister! Lieber Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher zu Hause und hier auf der Besuchergalerie! Top Ten bedeutet im Spitzensport: Man gehört zu den Besten. Wenn man als Unternehmen unter die Top Ten fällt, spricht man von einem erfolgreichen Unternehmen. Österreich liegt bei den Impfungen unter den Top Ten, und ich glaube, das spricht für sich. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
30 000 Menschen werden in Österreich täglich geimpft, 1,3 Millionen Menschen sind in Österreich erstgeimpft. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Die Vorwürfe der Opposition muss ich hier tatsächlich auf das Schärfste zurückweisen. (Abg. Wurm: Alle begründet!) Diese Regierung arbeitet seit Beginn dieser Pandemie auf Hochtouren, um die Pandemie zu bekämpfen. Die ständigen Zurufe der Opposition (Abg. Wurm: Sind hilfreich!) sind nicht hilfreich – nein, sie sind nur verunsichernd, und Verunsicherung ist das Stichwort.
Abg. Wurm: Alle begründet!
30 000 Menschen werden in Österreich täglich geimpft, 1,3 Millionen Menschen sind in Österreich erstgeimpft. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Die Vorwürfe der Opposition muss ich hier tatsächlich auf das Schärfste zurückweisen. (Abg. Wurm: Alle begründet!) Diese Regierung arbeitet seit Beginn dieser Pandemie auf Hochtouren, um die Pandemie zu bekämpfen. Die ständigen Zurufe der Opposition (Abg. Wurm: Sind hilfreich!) sind nicht hilfreich – nein, sie sind nur verunsichernd, und Verunsicherung ist das Stichwort.
Abg. Wurm: Sind hilfreich!
30 000 Menschen werden in Österreich täglich geimpft, 1,3 Millionen Menschen sind in Österreich erstgeimpft. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Die Vorwürfe der Opposition muss ich hier tatsächlich auf das Schärfste zurückweisen. (Abg. Wurm: Alle begründet!) Diese Regierung arbeitet seit Beginn dieser Pandemie auf Hochtouren, um die Pandemie zu bekämpfen. Die ständigen Zurufe der Opposition (Abg. Wurm: Sind hilfreich!) sind nicht hilfreich – nein, sie sind nur verunsichernd, und Verunsicherung ist das Stichwort.
Abg. Wurm: Oh! Welche?
Die FPÖ mit Klubobmann Kickl verunsichert mit Unwahrheiten die österreichische Bevölkerung. (Abg. Wurm: Oh! Welche?) Ich möchte ganz kurz zurück auf den 13.3.2020 kommen, Pressestatement von Klubobmann Kickl: Grenzen sofort zu! Maßnahmen – harte Maßnahmen – sofort! Lockdown sofort!
Ruf bei der FPÖ: Sie sagen es: Ein Jahr später! – Zwischenruf des Abg. Wurm.
Ein Jahr später: kein Lockdown, keine Maßnahmen mehr. Testen: nein, Masken: nein. (Ruf bei der FPÖ: Sie sagen es: Ein Jahr später! – Zwischenruf des Abg. Wurm.) Die FPÖ sitzt hier ohne Masken und gefährdet uns in diesem Saal hier wissentlich. Und: Impfen: nein, obwohl sie sich jetzt gerade auf eine andere Linie begeben. (Abg. Stefan: Masken machen keinen Sinn ...!)
Abg. Stefan: Masken machen keinen Sinn ...!
Ein Jahr später: kein Lockdown, keine Maßnahmen mehr. Testen: nein, Masken: nein. (Ruf bei der FPÖ: Sie sagen es: Ein Jahr später! – Zwischenruf des Abg. Wurm.) Die FPÖ sitzt hier ohne Masken und gefährdet uns in diesem Saal hier wissentlich. Und: Impfen: nein, obwohl sie sich jetzt gerade auf eine andere Linie begeben. (Abg. Stefan: Masken machen keinen Sinn ...!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Also dieser Zickzackkurs der FPÖ – ich glaube, das Fundament der Freiheitlichen Partei bröckelt, beziehungsweise glaube ich, es ist schon ganz zerstört. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Mit Klubobmann Kickl wird diese Partei mit Sicherheit untergehen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Also dieser Zickzackkurs der FPÖ – ich glaube, das Fundament der Freiheitlichen Partei bröckelt, beziehungsweise glaube ich, es ist schon ganz zerstört. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Mit Klubobmann Kickl wird diese Partei mit Sicherheit untergehen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kassegger: Sie haben ein Problem mit ...!
Einen Beisatz erlauben Sie mir noch: Herr Klubobmann Kickl verwendet immer gerne Märchen oder Songs für die Vorlagen zu seinen Reden in diesem Haus (Abg. Kassegger: Sie haben ein Problem mit ...!), und vielleicht sieht er sich – das können Sie ihm ausrichten – einmal die Schlümpfe und insbesondere Gargamel an. Ich sehe da große Parallelen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Einen Beisatz erlauben Sie mir noch: Herr Klubobmann Kickl verwendet immer gerne Märchen oder Songs für die Vorlagen zu seinen Reden in diesem Haus (Abg. Kassegger: Sie haben ein Problem mit ...!), und vielleicht sieht er sich – das können Sie ihm ausrichten – einmal die Schlümpfe und insbesondere Gargamel an. Ich sehe da große Parallelen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Die FPÖ ist mit ihren Aussagen verantwortungslos und verunsichert die Bevölkerung. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Das ist Ihnen aber nicht wirklich gelungen, das zeigt das Beispiel Bezirk Schwaz in Tirol: Wir haben dort 50 000 Menschen, die hätten geimpft werden können, 48 000 Menschen wurden geimpft. 12 000 Menschen haben sich für die Studie zur Verfügung gestellt – so viele konnten wir gar nicht einmal nehmen.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Die Impfung ist der Weg aus der Krise und Verunsicherung ist der falsche Weg. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Die Zurufe von der Opposition, auch von der SPÖ, sind für mich schon sehr bedenklich. Der Deckel in Höhe von 200 Millionen Euro stimmt einfach nicht. (Abg. Lercher: ... der stimmt! – Zwischenruf der Abg. Kucharowits.) Es gibt keinen Deckel! (Zwischenruf des Abg. Schroll.) – Und, Herr Kollege Schroll, das können Sie sich hinter die Ohren schreiben: Das wird sicher nicht so kommen! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Widerspruch bei der SPÖ.)
Abg. Lercher: ... der stimmt! – Zwischenruf der Abg. Kucharowits.
Die Impfung ist der Weg aus der Krise und Verunsicherung ist der falsche Weg. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Die Zurufe von der Opposition, auch von der SPÖ, sind für mich schon sehr bedenklich. Der Deckel in Höhe von 200 Millionen Euro stimmt einfach nicht. (Abg. Lercher: ... der stimmt! – Zwischenruf der Abg. Kucharowits.) Es gibt keinen Deckel! (Zwischenruf des Abg. Schroll.) – Und, Herr Kollege Schroll, das können Sie sich hinter die Ohren schreiben: Das wird sicher nicht so kommen! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Widerspruch bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schroll.
Die Impfung ist der Weg aus der Krise und Verunsicherung ist der falsche Weg. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Die Zurufe von der Opposition, auch von der SPÖ, sind für mich schon sehr bedenklich. Der Deckel in Höhe von 200 Millionen Euro stimmt einfach nicht. (Abg. Lercher: ... der stimmt! – Zwischenruf der Abg. Kucharowits.) Es gibt keinen Deckel! (Zwischenruf des Abg. Schroll.) – Und, Herr Kollege Schroll, das können Sie sich hinter die Ohren schreiben: Das wird sicher nicht so kommen! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Widerspruch bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Widerspruch bei der SPÖ.
Die Impfung ist der Weg aus der Krise und Verunsicherung ist der falsche Weg. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Die Zurufe von der Opposition, auch von der SPÖ, sind für mich schon sehr bedenklich. Der Deckel in Höhe von 200 Millionen Euro stimmt einfach nicht. (Abg. Lercher: ... der stimmt! – Zwischenruf der Abg. Kucharowits.) Es gibt keinen Deckel! (Zwischenruf des Abg. Schroll.) – Und, Herr Kollege Schroll, das können Sie sich hinter die Ohren schreiben: Das wird sicher nicht so kommen! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Widerspruch bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Verunsichert die Leute ...!
Meine Damen und Herren! Bundeskanzler Kurz (Abg. Belakowitsch: Verunsichert die Leute ...!) verunsichert die Menschen nicht. Er nimmt in der Europäischen Union eine Vorreiterrolle ein, schaut darauf, dass wir in Österreich so schnell wie möglich Impfdosen erhalten (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) und stellt sich solidarisch mit allen anderen Ländern dar – und das ist wichtig. Solidarität anderen Menschen und anderen Ländern gegenüber ist da wichtig und richtig. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Wurm: ... Worte! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Meine Damen und Herren! Bundeskanzler Kurz (Abg. Belakowitsch: Verunsichert die Leute ...!) verunsichert die Menschen nicht. Er nimmt in der Europäischen Union eine Vorreiterrolle ein, schaut darauf, dass wir in Österreich so schnell wie möglich Impfdosen erhalten (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) und stellt sich solidarisch mit allen anderen Ländern dar – und das ist wichtig. Solidarität anderen Menschen und anderen Ländern gegenüber ist da wichtig und richtig. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Wurm: ... Worte! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Wurm: ... Worte! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Bundeskanzler Kurz (Abg. Belakowitsch: Verunsichert die Leute ...!) verunsichert die Menschen nicht. Er nimmt in der Europäischen Union eine Vorreiterrolle ein, schaut darauf, dass wir in Österreich so schnell wie möglich Impfdosen erhalten (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) und stellt sich solidarisch mit allen anderen Ländern dar – und das ist wichtig. Solidarität anderen Menschen und anderen Ländern gegenüber ist da wichtig und richtig. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Wurm: ... Worte! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Trotzdem braucht es auch weiterhin Druck, und diesen Druck üben Bundeskanzler Kurz und Bundesminister Anschober aus. Bis zum Sommer werden wir acht Millionen Impfdosen erhalten und diese auch verimpft haben. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Zwei Drittel der Bevölkerung will sich impfen lassen und wird geimpft. Wir sind mitten in einem Marathon, wie Herr Bundesminister Anschober immer sagt: Wir sehen das Ziel bereits (weitere Zwischenrufe bei der SPÖ), wir müssen aber weiterlaufen, um das Ziel auch zu erreichen.
weitere Zwischenrufe bei der SPÖ
Trotzdem braucht es auch weiterhin Druck, und diesen Druck üben Bundeskanzler Kurz und Bundesminister Anschober aus. Bis zum Sommer werden wir acht Millionen Impfdosen erhalten und diese auch verimpft haben. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Zwei Drittel der Bevölkerung will sich impfen lassen und wird geimpft. Wir sind mitten in einem Marathon, wie Herr Bundesminister Anschober immer sagt: Wir sehen das Ziel bereits (weitere Zwischenrufe bei der SPÖ), wir müssen aber weiterlaufen, um das Ziel auch zu erreichen.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Der Weg aus der Krise heißt impfen, und diese Regierung macht alles, damit wir dieses Ziel erreichen. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wurm. – Ruf bei der ÖVP: Das sagen Sie, ...!
Abgeordnete Mag. Dr. Petra Oberrauner (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Geschätzte Zuseher und Zuseherinnen von zu Hause aus! Ich möchte Ihnen als Erstes ausrichten, geschätzte Kolleginnen und Kollegen aus den türkisen Reihen: Eine Pandemie hat zwar mit Stil nichts zu tun, ich würde mir aber schon wünschen, dass der Stil in diesem Haus jener bleibt, den wir am Anfang gehabt haben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wurm. – Ruf bei der ÖVP: Das sagen Sie, ...!) – Das sage ich, ja, ganz genau (Zwischenruf des Abg. Zarits), und ich werde meine Redezeit jetzt den Menschen widmen und nicht Ihren Zurufen. (Abg. Zarits: Danke, ...!)
Zwischenruf des Abg. Zarits
Abgeordnete Mag. Dr. Petra Oberrauner (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Geschätzte Zuseher und Zuseherinnen von zu Hause aus! Ich möchte Ihnen als Erstes ausrichten, geschätzte Kolleginnen und Kollegen aus den türkisen Reihen: Eine Pandemie hat zwar mit Stil nichts zu tun, ich würde mir aber schon wünschen, dass der Stil in diesem Haus jener bleibt, den wir am Anfang gehabt haben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wurm. – Ruf bei der ÖVP: Das sagen Sie, ...!) – Das sage ich, ja, ganz genau (Zwischenruf des Abg. Zarits), und ich werde meine Redezeit jetzt den Menschen widmen und nicht Ihren Zurufen. (Abg. Zarits: Danke, ...!)
Abg. Zarits: Danke, ...!
Abgeordnete Mag. Dr. Petra Oberrauner (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Geschätzte Zuseher und Zuseherinnen von zu Hause aus! Ich möchte Ihnen als Erstes ausrichten, geschätzte Kolleginnen und Kollegen aus den türkisen Reihen: Eine Pandemie hat zwar mit Stil nichts zu tun, ich würde mir aber schon wünschen, dass der Stil in diesem Haus jener bleibt, den wir am Anfang gehabt haben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wurm. – Ruf bei der ÖVP: Das sagen Sie, ...!) – Das sage ich, ja, ganz genau (Zwischenruf des Abg. Zarits), und ich werde meine Redezeit jetzt den Menschen widmen und nicht Ihren Zurufen. (Abg. Zarits: Danke, ...!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hanger: Das passt ja eh!
Normalität im Leben der Menschen ist ein Luxus geworden, und wir reden hier im Haus darüber, wer recht hat und wer nicht recht hat und was die Opposition sich erlaubt, mitzudenken! Meine sehr geehrten und geschätzten Kolleginnen und Kollegen, es geht darum, dass wir alle – und zwar ausnahmslos alle, egal ob man an der Macht ist oder nicht – das Wohlbefinden der Menschen und die Lösungen dieser Pandemie im Auge behalten. Wenn jemand mehr sieht als zwei Augen, die immer das Gleiche sehen, dann ist das nicht notgedrungen Kritik. Es ist vielleicht ein konstruktiver Beitrag, um zu einer Lösung zu kommen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hanger: Das passt ja eh!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben gelernt, dass die einzige Lösung, die wir im Moment haben – und da sind wir dankbar; auch weil wir immer in Forschung und Entwicklung investiert haben –, Impfungen sind. Es geht auch nicht darum, ob ich einen Impfplan habe, es geht darum, ob ich einen Umsetzungsplan habe. Ich möchte es vielleicht vereinfachen, damit Ihnen das klar ist: Wenn in einer Stadt ein großes Haus brennt und der Bürgermeister weiß, dass da so und so viele Menschen drinnen sind, dann kann er nicht so eine Performance hinlegen, er kann nicht sagen: Wir müssen uns beraten und dann müssen wir schauen, ob wir Wasser kriegen, und vielleicht haben wir auch jemanden, der das umsetzt, die Leute sollen ruhig warten, denn wir werden sie schon retten – wenn sie nicht gestorben sind! – Das geht nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Das stimmt ja nicht!
Wir sind in der gleichen Situation wie im November. Was hat es gebracht? – Gar nichts. (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt ja nicht!) Von den Menschen wird Eigenverantwortung gefordert. Es wird gefordert, dass sie ihre Sozialkontakte einschränken, dass sie brav zu Hause bleiben, dass sie sich nicht über Arbeitslosigkeit beschweren. Kurzarbeit ist die Lösung aller Dinge; wir haben einen Wettbewerb zwischen Arbeitslosen und Leuten, die mit null Arbeitszeit in Kurzarbeit sind. – Das ist keine korrekte Umsetzung einer Strategie in einer Notlage.
Abg. Hanger: Ich bin ganz überrascht: Die SPÖ kann konstruktive Redebeiträge!
Die Menschen sind alle bei der Gesundheitskasse registriert, und sie müssen wissen, wann sie drankommen und ob es eine Möglichkeit gibt, früher dranzukommen, weil etwas übrig bleibt. Die Leute schmeißen die Sachen, die übrig bleiben, weg, weil sie Angst haben, bestraft zu werden, weil das für eine bestimmte Altersgruppe gedacht ist. Wenn eine Dose offen, noch Kontingent zum Verimpfen da ist und sich Menschen zur Verfügung stellen, die erreicht werden können, ja, warum nicht? – Das sind die Details, die wichtig sind. (Abg. Hanger: Ich bin ganz überrascht: Die SPÖ kann konstruktive Redebeiträge!) – Aber, Herr Hanger, ich bin über Sie auch überrascht, dass Sie die letzten Grundlagen Ihrer Erziehung vergessen, wenn Sie mit einer Kollegin von mir reden. (Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.) Ich rede mit Ihnen als Mann nicht so und ich hätte viel zu sagen. (Zwischenruf des Abg. Hanger.)
Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Die Menschen sind alle bei der Gesundheitskasse registriert, und sie müssen wissen, wann sie drankommen und ob es eine Möglichkeit gibt, früher dranzukommen, weil etwas übrig bleibt. Die Leute schmeißen die Sachen, die übrig bleiben, weg, weil sie Angst haben, bestraft zu werden, weil das für eine bestimmte Altersgruppe gedacht ist. Wenn eine Dose offen, noch Kontingent zum Verimpfen da ist und sich Menschen zur Verfügung stellen, die erreicht werden können, ja, warum nicht? – Das sind die Details, die wichtig sind. (Abg. Hanger: Ich bin ganz überrascht: Die SPÖ kann konstruktive Redebeiträge!) – Aber, Herr Hanger, ich bin über Sie auch überrascht, dass Sie die letzten Grundlagen Ihrer Erziehung vergessen, wenn Sie mit einer Kollegin von mir reden. (Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.) Ich rede mit Ihnen als Mann nicht so und ich hätte viel zu sagen. (Zwischenruf des Abg. Hanger.)
Zwischenruf des Abg. Hanger.
Die Menschen sind alle bei der Gesundheitskasse registriert, und sie müssen wissen, wann sie drankommen und ob es eine Möglichkeit gibt, früher dranzukommen, weil etwas übrig bleibt. Die Leute schmeißen die Sachen, die übrig bleiben, weg, weil sie Angst haben, bestraft zu werden, weil das für eine bestimmte Altersgruppe gedacht ist. Wenn eine Dose offen, noch Kontingent zum Verimpfen da ist und sich Menschen zur Verfügung stellen, die erreicht werden können, ja, warum nicht? – Das sind die Details, die wichtig sind. (Abg. Hanger: Ich bin ganz überrascht: Die SPÖ kann konstruktive Redebeiträge!) – Aber, Herr Hanger, ich bin über Sie auch überrascht, dass Sie die letzten Grundlagen Ihrer Erziehung vergessen, wenn Sie mit einer Kollegin von mir reden. (Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.) Ich rede mit Ihnen als Mann nicht so und ich hätte viel zu sagen. (Zwischenruf des Abg. Hanger.)
Abg. Hanger: Sie können das blitzschnell ändern in ...!
Ich möchte wirklich sagen, wenn sich der Herr Bundeskanzler da einmischt und etwas zur Chefsache macht, war das früher manchmal sehr konstruktiv, aber in letzter Zeit, das müssen Sie selber zugeben, geht die Performance mit der EU (Abg. Hanger: Sie können das blitzschnell ändern in ...!) – ich habe sehr lange für die EU gearbeitet und ich kann Ihnen das sagen – gar nicht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hanger.) Es gibt die Diplomatie. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Heinisch-Hosek.) Wenn der Herr Bundeskanzler es nicht kann, dann soll er sich beraten lassen. (Zwischenruf des Abg. Angerer.) Empathie, Umsetzung, Krisenmanagement und gute Politik kann er nicht, es tut mir leid. (Anhaltender Beifall bei der SPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hanger.
Ich möchte wirklich sagen, wenn sich der Herr Bundeskanzler da einmischt und etwas zur Chefsache macht, war das früher manchmal sehr konstruktiv, aber in letzter Zeit, das müssen Sie selber zugeben, geht die Performance mit der EU (Abg. Hanger: Sie können das blitzschnell ändern in ...!) – ich habe sehr lange für die EU gearbeitet und ich kann Ihnen das sagen – gar nicht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hanger.) Es gibt die Diplomatie. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Heinisch-Hosek.) Wenn der Herr Bundeskanzler es nicht kann, dann soll er sich beraten lassen. (Zwischenruf des Abg. Angerer.) Empathie, Umsetzung, Krisenmanagement und gute Politik kann er nicht, es tut mir leid. (Anhaltender Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Heinisch-Hosek.
Ich möchte wirklich sagen, wenn sich der Herr Bundeskanzler da einmischt und etwas zur Chefsache macht, war das früher manchmal sehr konstruktiv, aber in letzter Zeit, das müssen Sie selber zugeben, geht die Performance mit der EU (Abg. Hanger: Sie können das blitzschnell ändern in ...!) – ich habe sehr lange für die EU gearbeitet und ich kann Ihnen das sagen – gar nicht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hanger.) Es gibt die Diplomatie. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Heinisch-Hosek.) Wenn der Herr Bundeskanzler es nicht kann, dann soll er sich beraten lassen. (Zwischenruf des Abg. Angerer.) Empathie, Umsetzung, Krisenmanagement und gute Politik kann er nicht, es tut mir leid. (Anhaltender Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Angerer.
Ich möchte wirklich sagen, wenn sich der Herr Bundeskanzler da einmischt und etwas zur Chefsache macht, war das früher manchmal sehr konstruktiv, aber in letzter Zeit, das müssen Sie selber zugeben, geht die Performance mit der EU (Abg. Hanger: Sie können das blitzschnell ändern in ...!) – ich habe sehr lange für die EU gearbeitet und ich kann Ihnen das sagen – gar nicht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hanger.) Es gibt die Diplomatie. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Heinisch-Hosek.) Wenn der Herr Bundeskanzler es nicht kann, dann soll er sich beraten lassen. (Zwischenruf des Abg. Angerer.) Empathie, Umsetzung, Krisenmanagement und gute Politik kann er nicht, es tut mir leid. (Anhaltender Beifall bei der SPÖ.)
Anhaltender Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte wirklich sagen, wenn sich der Herr Bundeskanzler da einmischt und etwas zur Chefsache macht, war das früher manchmal sehr konstruktiv, aber in letzter Zeit, das müssen Sie selber zugeben, geht die Performance mit der EU (Abg. Hanger: Sie können das blitzschnell ändern in ...!) – ich habe sehr lange für die EU gearbeitet und ich kann Ihnen das sagen – gar nicht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hanger.) Es gibt die Diplomatie. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Heinisch-Hosek.) Wenn der Herr Bundeskanzler es nicht kann, dann soll er sich beraten lassen. (Zwischenruf des Abg. Angerer.) Empathie, Umsetzung, Krisenmanagement und gute Politik kann er nicht, es tut mir leid. (Anhaltender Beifall bei der SPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe bei den Grünen.
Was ist vor drei Monaten passiert? – Die Leute haben das ja vergessen, man spricht ja nicht mehr gern darüber und der Minister wollte es im Ausschuss auch gleich vom Tisch wischen: Diese Südafrikavariante hat sich im Bezirk Schwaz im Zillertal primär von selber aufgelöst. (Anhaltende Zwischenrufe bei den Grünen.) Das können Sie überall nachlesen, das sagt sogar Landeshauptmann Platter. Was waren die Maßnahmen der Regierung? – Nichts anderes, als die Tiroler in Tirol einzusperren. Das war die Maßnahme der Regierung, sonst ist nichts passiert, gar nichts passiert. (Abg. Kassegger: Schweinerei! – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Kassegger: Schweinerei! – Zwischenrufe bei den Grünen.
Was ist vor drei Monaten passiert? – Die Leute haben das ja vergessen, man spricht ja nicht mehr gern darüber und der Minister wollte es im Ausschuss auch gleich vom Tisch wischen: Diese Südafrikavariante hat sich im Bezirk Schwaz im Zillertal primär von selber aufgelöst. (Anhaltende Zwischenrufe bei den Grünen.) Das können Sie überall nachlesen, das sagt sogar Landeshauptmann Platter. Was waren die Maßnahmen der Regierung? – Nichts anderes, als die Tiroler in Tirol einzusperren. Das war die Maßnahme der Regierung, sonst ist nichts passiert, gar nichts passiert. (Abg. Kassegger: Schweinerei! – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Zarits.
Dann gibt es eine zweite Station – und von der habe ich ein Bild mitgebracht (auf die Tafel vor sich weisend) –, die ist am Brenner, in Nößlach nach dem Brenner, falls das jemand kennt. Dort gibt es auch diese Station. Ich habe noch etwas mit (ein Bild, das zahlreiche Lkws auf einem Parkplatz zeigt, in die Höhe haltend): Da stehen dann pro Tag in etwa bis zu 1 000 Lkw-Fahrer aus der ganzen Welt, die vom Süden raufkommen und sich dort gratis testen lassen. Das verursacht ungefähr 200 000 Euro an Kosten. (Zwischenruf des Abg. Zarits.)
Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.
und der Fahrer kommt in ein Quarantänehotel in Innsbruck, das natürlich wir alle zahlen. (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.) Das ist bei uns alles kostenlos, und die Zahlen fließen offensichtlich in die Tiroler Zahlen ein. Da bitte ich, Kollege Hörl oder Rebecca, um Erklärung, Aufklärung für die Bürger. Der Minister wird es wahrscheinlich gar nicht wissen und es wird ihn auch nicht allzu sehr interessieren. (Zwischenruf des Abg. Zarits.)
Zwischenruf des Abg. Zarits.
und der Fahrer kommt in ein Quarantänehotel in Innsbruck, das natürlich wir alle zahlen. (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.) Das ist bei uns alles kostenlos, und die Zahlen fließen offensichtlich in die Tiroler Zahlen ein. Da bitte ich, Kollege Hörl oder Rebecca, um Erklärung, Aufklärung für die Bürger. Der Minister wird es wahrscheinlich gar nicht wissen und es wird ihn auch nicht allzu sehr interessieren. (Zwischenruf des Abg. Zarits.)
Abg. Hanger: Bist jetzt ... fürs Impfen?! – Zwischenruf des Abg. Hörl.
Jetzt komme ich auch noch zur Situation der Impferei im Bezirk Schwaz. Es ist sehr erfreulich: Nach großem Druck haben sich 70 Prozent in diesem Bezirk dafür entschieden, diese Impfung zu bekommen. Man kann sagen, das ist ein Erfolgsmodell. (Abg. Hanger: Bist jetzt ... fürs Impfen?! – Zwischenruf des Abg. Hörl.) – Selbstverständlich, das haben wir immer gesagt, ganz klar! (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Jetzt komme ich auch noch zur Situation der Impferei im Bezirk Schwaz. Es ist sehr erfreulich: Nach großem Druck haben sich 70 Prozent in diesem Bezirk dafür entschieden, diese Impfung zu bekommen. Man kann sagen, das ist ein Erfolgsmodell. (Abg. Hanger: Bist jetzt ... fürs Impfen?! – Zwischenruf des Abg. Hörl.) – Selbstverständlich, das haben wir immer gesagt, ganz klar! (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Peter Wurm (fortsetzend): Die Quarantäne des Bezirks ist um eine Woche verlängert worden. Das ist die Handschlagqualität dieser Regierung. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Hanger: Sehr richtig! – Abg. Wurm: Wieso nicht? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordnete Bedrana Ribo, MA (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Wir haben heute viel Kritik gehört, und ich möchte diese Kritik nicht bewerten. Ich persönlich finde Kritik wichtig, vor allem wenn es konstruktive Kritik ist, die auch dazu führt, dass Abläufe verbessert werden. Die Kritik des Kollegen Wurm gehört also nicht zu dieser konstruktiven Kritik dazu. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Hanger: Sehr richtig! – Abg. Wurm: Wieso nicht? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Was wir aber auch nicht vergessen dürfen, ist, dass da überall Menschen am Werk sind, Menschen, die ihr Bestes geben, Menschen, die das Beste für uns, für dieses Land wollen, Menschen, die auch Fehler machen, die diese zugeben und auch aus diesen Fehlern lernen. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Loacker.
Niemand hat je behauptet, dass alles fehlerfrei laufen würde, was mich bei der ganzen Debatte allerdings stört, ist, dass vor lauter Kritik wirklich überhaupt keine Zeit gefunden wird, um auch auf Dinge hinzuweisen, die gut laufen und die es auch gibt. Schauen wir uns zum Beispiel die jetzige Situation in den Alters- und Pflegeheimen an: Das Impfen von BewohnerInnen und MitarbeiterInnen in den Alten- und Pflegeheimen stand auf der Prioritätenliste ganz hoch oben, und das war gut so. Alle, die wollten, haben bis Ende Februar eine Impfung bekommen, und das waren viele. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Loacker.) Bei den BewohnerInnen liegt die Durchimpfungsrate bei über 80 Prozent, in einigen Heimen sogar bei über 95 Prozent. Bei den MitarbeiterInnen sind es 50 Prozent bis 60 Prozent. Die Auswirkungen der Impfkampagne bei älteren Menschen sind bereits deutlich spürbar. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Das ist doch etwas Gutes!
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Niemand hat je behauptet, dass alles fehlerfrei laufen würde, was mich bei der ganzen Debatte allerdings stört, ist, dass vor lauter Kritik wirklich überhaupt keine Zeit gefunden wird, um auch auf Dinge hinzuweisen, die gut laufen und die es auch gibt. Schauen wir uns zum Beispiel die jetzige Situation in den Alters- und Pflegeheimen an: Das Impfen von BewohnerInnen und MitarbeiterInnen in den Alten- und Pflegeheimen stand auf der Prioritätenliste ganz hoch oben, und das war gut so. Alle, die wollten, haben bis Ende Februar eine Impfung bekommen, und das waren viele. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Loacker.) Bei den BewohnerInnen liegt die Durchimpfungsrate bei über 80 Prozent, in einigen Heimen sogar bei über 95 Prozent. Bei den MitarbeiterInnen sind es 50 Prozent bis 60 Prozent. Die Auswirkungen der Impfkampagne bei älteren Menschen sind bereits deutlich spürbar. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Das ist doch etwas Gutes!
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Nur zum Vergleich: Im Dezember hatten wir 10 000 aktive Coronafälle in den Alters- und Pflegeheimen, im Februar waren es knapp 1 000. Das ist ein Rückgang von 90 Prozent innerhalb von zwei Monaten, auch bei den Todesfällen, das ist nicht nichts! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Lausch: Na sicher glauben wir an Corona! So ein Unsinn!
Liebe Opposition – die FPÖ nehme ich jetzt aus, denn mit euch kann man über Corona fast gar nicht mehr diskutieren, ihr glaubt ja nicht an Corona. (Abg. Lausch: Na sicher glauben wir an Corona! So ein Unsinn!) Kollege Wurm stellt sich her und sagt, dass sich im Bezirk Schwaz Corona aufgelöst hat. – Also das ist einfach absurd! (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Lausch: ... Regierungsmaßnahmen, verstehen Sie das nicht?! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Lausch: ... Regierungsmaßnahmen, verstehen Sie das nicht?! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Liebe Opposition – die FPÖ nehme ich jetzt aus, denn mit euch kann man über Corona fast gar nicht mehr diskutieren, ihr glaubt ja nicht an Corona. (Abg. Lausch: Na sicher glauben wir an Corona! So ein Unsinn!) Kollege Wurm stellt sich her und sagt, dass sich im Bezirk Schwaz Corona aufgelöst hat. – Also das ist einfach absurd! (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Lausch: ... Regierungsmaßnahmen, verstehen Sie das nicht?! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Belakowitsch: Aber die wählen euch nie mehr!
Das Jahr war für alle schwierig genug. Es war ein extrem schwieriges Jahr. Viele haben ihre Jobs verloren, viele haben ihre Freunde oder Familienmitglieder verloren. Das Letzte, das die Leute draußen brauchen, ist, dass wir hier politisches Kleingeld wechseln. Die Leute draußen, die Menschen, die uns gewählt haben (Abg. Belakowitsch: Aber die wählen euch nie mehr!), brauchen Politik der Zuversicht und der Zusammenarbeit! Und
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Lausch: Ihre Rede ist eine Frechheit! Was heißt, wir glauben nicht an Corona? So ein Unsinn! Wir glauben nicht an die Regierungsmaßnahmen!
das muss uns doch gelingen, wirklich! (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Lausch: Ihre Rede ist eine Frechheit! Was heißt, wir glauben nicht an Corona? So ein Unsinn! Wir glauben nicht an die Regierungsmaßnahmen!)
Beifall bei den NEOS.
Also irgendwie passt das alles nicht ganz zusammen: Zuerst stellt man sich hierher und sagt, dass es super funktioniert, und dann erklärt der Koalitionspartner, wie schlecht alles ist. Das ist ein Spagat, der irgendwie nicht ganz passt. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Auch wenn Sie, aber auch Frau Kollegin Ribo und Frau Klubobfrau Maurer uns erzählen, wie großartig das ist, dass wir die Älteren geimpft haben: Das ist laut den aktuellen Zahlen bei Weitem nicht der Fall. Ich rede von denen, die nur eine Impfdosis erhalten haben, also nicht von jenen, die durchgeimpft sind. Da sind wir österreichweit bei 55 Prozent, nicht einmal; in Wien sind es 43 Prozent der über 85-Jährigen, in Niederösterreich 42 Prozent, und den höchsten Wert hat da die Steiermark mit 66 Prozent. Auch da fehlt also noch ein Drittel. Es ist einfach nicht wahr, wenn Sie sich hinstellen und sagen, dass Sie alles tun, dass Sie die ältere Bevölkerung geschützt haben, denn es stimmt einfach faktisch nicht. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.) Das sind die Zahlen, die aus Ihrem Ressort kommen, und Sie erzählen uns hier wiederum etwas ganz anderes.
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Es stellt sich natürlich auch die Frage, die auch die letzten Wochen dominiert hat, um diese zusätzlichen Dosen. Dazu haben Sie heute bei den Anfragebeantwortungen sehr klar gesagt, dass Sie alles immer wieder an den Ministerrat berichtet haben – ich sage ja fast: Gott sei Dank berichtet haben. Was heißt das aber in der Conclusio? – Das heißt, dass sowohl Sie als auch der Bundeskanzler gewusst haben, dass man diese Dosen abrufen hat können. Sie haben dem auch nicht widersprochen, Kollege Scherak hat das vorhin auch gesagt. (Bundesminister Anschober: ... widersprechen würde!) Das heißt, der gesamte Ministerrat, die gesamte Bundesregierung hat alles gewusst. Alle haben gewusst, dass diese Dosen nicht abgerufen werden, und das, obwohl wir lange Zeit ein Delta gehabt haben, wie ich Ihnen vorhin aufgezeigt habe. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Ich sage Ihnen, es ist nicht Herr Auer, es ist auch nicht die Europäische Union, es sind Sie, der Bundeskanzler und die Bundesregierung, die die Verantwortung dafür tragen, wo wir heute stehen. Das ist die Conclusio der heutigen Dringlichen Anfrage. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Abg. Rauch: Nicht zu vergessen! Der Herr Präsident trägt auch Verantwortung!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächster Redner ist Dr. Werner Saxinger. – Bitte schön, Herr Abgeordneter. (Abg. Rauch: Nicht zu vergessen! Der Herr Präsident trägt auch Verantwortung!)
Abg. Schnedlitz: Na! Die Maßnahmen der Regierung sind der Wahnsinn!
Abgeordneter Dr. Werner Saxinger, MSc (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Lieber Herr Minister! Lieber Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Damen und Herren! Die Debatte über die Dringliche Anfrage gibt mir Gelegenheit, zusätzlich zum Thema des Beschaffungsvorganges anderes anzusprechen, das mich in den letzten Tagen beschäftigt hat. Manche hier im Hohen Haus bezeichnen die Pandemie, das Virus oder auch die nötigen Maßnahmen als Coronawahnsinn. Ich sage Ihnen, was ich teilweise als Wahnsinn bezeichne. (Abg. Schnedlitz: Na! Die Maßnahmen der Regierung sind der Wahnsinn!)
Abg. Belakowitsch: Ist sie ja auch!
Wenn im Gesundheitsausschuss von einer bestimmten Partei – es ist leider immer die gleiche – die Impfung als riesiger Feldversuch geschildert wird (Abg. Belakowitsch: Ist sie ja auch!), bezeichne ich das als Wahnsinn, oder wenn Klubobmann Kickl – er ist jetzt leider nicht im Saal – am 6. März sagt – ich zitiere –: „Wir alle haben ein intaktes Immunsystem, und ein intaktes Immunsystem macht den Menschen stark gegen jede Art von Virus und all die Mutationen, die jetzt von“ irgendwelchen Leuten plötzlich entdeckt werden. – Zitatende.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Schnedlitz.
Herr Klubobmann Kickl ist ein intelligenter Mensch, warum sagt er so etwas? Solche Aussagen sind meiner Meinung nach unverantwortlich, wissenschaftsfeindlich, gesundheitsschädigend und tun mir sehr weh. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Schnedlitz.)
Abg. Belakowitsch: O ja, da ist er!
Der liebe Kollege Loacker ist jetzt leider nicht im Saal (Abg. Belakowitsch: O ja, da ist er!) – Entschuldigung, lieber Gerald. Die NEOS werfen im Gesundheitsausschuss der Regierung und dem Minister auch ein Abdriften ins Autoritäre vor und kritisieren zu wenige Freiheiten für Geimpfte. Nicht vergessen: Die Pandemie ist eine Sondersituation und bedarf gewisser Regeln und Einschränkungen, aber wir können uns sicher sein, dass die Einschränkungen rasch gelockert werden, sobald es epidemiologisch möglich ist. Die Freiheiten für Geimpfte werden kommen, sobald ausreichend Personen geimpft sind, und der grüne Pass – ob es einem gefällt oder nicht – wird das regeln. Geimpfte, Getestete und Genesene erhalten in den nächsten Wochen die gegebenen Freiheiten, und das werden wir morgen auch beschließen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Der liebe Kollege Loacker ist jetzt leider nicht im Saal (Abg. Belakowitsch: O ja, da ist er!) – Entschuldigung, lieber Gerald. Die NEOS werfen im Gesundheitsausschuss der Regierung und dem Minister auch ein Abdriften ins Autoritäre vor und kritisieren zu wenige Freiheiten für Geimpfte. Nicht vergessen: Die Pandemie ist eine Sondersituation und bedarf gewisser Regeln und Einschränkungen, aber wir können uns sicher sein, dass die Einschränkungen rasch gelockert werden, sobald es epidemiologisch möglich ist. Die Freiheiten für Geimpfte werden kommen, sobald ausreichend Personen geimpft sind, und der grüne Pass – ob es einem gefällt oder nicht – wird das regeln. Geimpfte, Getestete und Genesene erhalten in den nächsten Wochen die gegebenen Freiheiten, und das werden wir morgen auch beschließen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Zur SPÖ: Die Obergrenze von 200 Millionen Euro für Impfdosen ist nicht richtig. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Wir haben Impfstoffe für vorerst 200 Millionen Euro budgetiert, 80 Millionen für 2020, 120 Millionen für 2021. Im Jänner wurde es noch einmal aufgestockt, im Februar nochmals. Das heißt, es ist genug Geld da, und die Argumentation des Deckels ist auch absurd. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zur SPÖ: Die Obergrenze von 200 Millionen Euro für Impfdosen ist nicht richtig. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Wir haben Impfstoffe für vorerst 200 Millionen Euro budgetiert, 80 Millionen für 2020, 120 Millionen für 2021. Im Jänner wurde es noch einmal aufgestockt, im Februar nochmals. Das heißt, es ist genug Geld da, und die Argumentation des Deckels ist auch absurd. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
gewürdigt, finde ich. Ein Dank an die Wissenschaft! Das hilft uns und bringt uns weiter. Wir stellen ausreichend Mittel zur Verfügung, damit Ende Juni wirklich jeder geimpft ist, der will, aber wir schaffen es nur gemeinsam, und darum bitte ich jedes Mal alle. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Leichtfried: Die Rede wird jetzt sicher besser! – Abg. Hanger: Immer bei der Wahrheit bleiben, gell! – Abg. Kucher – auf dem Weg zum Rednerpult –: Immer!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Philip Kucher. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Leichtfried: Die Rede wird jetzt sicher besser! – Abg. Hanger: Immer bei der Wahrheit bleiben, gell! – Abg. Kucher – auf dem Weg zum Rednerpult –: Immer!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Geschätzter Herr Präsident! Bei der Rede von Herrn Dr. Saxinger, lieber Herr Kollege, braucht es keine Oppositionskritik mehr, denn das, was du jetzt gerade über Sebastian Kurz erzählt hast, ist mehr als grenzwertig. Wenn wirklich stimmt, was du erzählt hast, dann frage ich mich wirklich, ob Sebastian Kurz in dieser Funktion überhaupt noch richtig aufgehoben ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
Was du gerade gesagt hast, ist, dass er einerseits „das Impfen zur Chefsache gemacht“ hat, dann aber durch Zufall bei einer Flugreise draufgekommen ist, dass hinten und vorne alles nicht funktioniert. Er hat zwar seinen eigenen Kabinettschef zu einem Impfstoffkoordinator gemacht, der bei jeder Sitzung dabei war, war aber dann immer persönlich uninformiert. Es hat neun Ministerratssitzungen gegeben, wobei ja, glaube ich, der Bundeskanzler auch irgendwie im Ministerrat dabei ist. Er hat aber nichts davon mitbekommen, dass es bei der Beschaffung anscheinend hinten und vorne nicht funktioniert. Er hat noch am Krankenbett Geschichten erzählt, dass er sich kämpfend für Österreich einsetzt und Impfstoff beschafft, ohne Informationen zu haben, weil er ja unwissend ist. Das passt doch hinten und vorne alles nicht zusammen! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Abg. Hanger: Nimm doch bitte einmal Zahlen zur Kenntnis!
Das Chaos in Österreich hat nur einen Namen, und der ist Sebastian Kurz. Wenn das Chefsache ist, dann wird Sebastian Kurz den Menschen doch auch eine Antwort geben müssen. Das sind doch Menschen wie der 83-jährige Mann, der sich Sorgen um seine Frau macht, die mit 78 vielleicht auch nicht mehr ganz gesund ist. Und er fragt: Wann wird meine Frau geimpft? (Abg. Hanger: Nimm doch bitte einmal Zahlen zur Kenntnis!)
Abg. Hanger: Hör auf! Nimm die Zahlen zur Kenntnis!
Es ist so unwürdig! Wir diskutieren den ganzen Tag in Österreich und sagen: Österreich ist Vorreiter, wir sind unter den Top Ten, wie super und Weltklasse alles funktioniert! Das ist so beschämend! Ihr habt im Krisenmanagement deswegen so versagt, weil ihr glaubt, es ist Marketing, es ist ein Wettbewerb. Wir sind in ganz, ganz vielen Bereichen Schlusslicht. (Abg. Hanger: Hör auf! Nimm die Zahlen zur Kenntnis!) Dabei geht es um Menschenleben! Da geht es um Menschenleben und nicht um eine PR-Partie. Sebastian Kurz hat 68 Pressesprecher! 68 Pressesprecher! Vielleicht wäre es sinnvoller gewesen, ein bisschen weniger mit Pressesprechern zu machen und einfach einmal Fakten reden zu lassen. Hört doch den Menschen zu, die echt verzweifelt sind! Nicht den ganzen Tag Gschichtln drucken und sagen: Wir sind die Allerbesten beim Impfen! (Abg. Hanger: Du nimmst die Zahlen nicht zur Kenntnis! Realitätsverweigerung!)
Abg. Hanger: Du nimmst die Zahlen nicht zur Kenntnis! Realitätsverweigerung!
Es ist so unwürdig! Wir diskutieren den ganzen Tag in Österreich und sagen: Österreich ist Vorreiter, wir sind unter den Top Ten, wie super und Weltklasse alles funktioniert! Das ist so beschämend! Ihr habt im Krisenmanagement deswegen so versagt, weil ihr glaubt, es ist Marketing, es ist ein Wettbewerb. Wir sind in ganz, ganz vielen Bereichen Schlusslicht. (Abg. Hanger: Hör auf! Nimm die Zahlen zur Kenntnis!) Dabei geht es um Menschenleben! Da geht es um Menschenleben und nicht um eine PR-Partie. Sebastian Kurz hat 68 Pressesprecher! 68 Pressesprecher! Vielleicht wäre es sinnvoller gewesen, ein bisschen weniger mit Pressesprechern zu machen und einfach einmal Fakten reden zu lassen. Hört doch den Menschen zu, die echt verzweifelt sind! Nicht den ganzen Tag Gschichtln drucken und sagen: Wir sind die Allerbesten beim Impfen! (Abg. Hanger: Du nimmst die Zahlen nicht zur Kenntnis! Realitätsverweigerung!)
Abg. Hanger: Das stimmt ja nicht!
Kurz das ja zur Chefsache gemacht hat: Österreich, Lettland, die Slowakei und Tschechien: 50 Prozent! (Abg. Hanger: Das stimmt ja nicht!) 50 Prozent! Das ist der Unterschied.
Zwischenrufe der Abgeordneten Hanger und Zarits.
Heute sagt uns Minister Anschober, bis Herbst werden wir das erledigt haben, gestern hat uns Sebastian Kurz gesagt, bis Sommer haben wir das erledigt. Ja glaubt ihr wirklich, dass das Vertrauen schafft? Das ist doch kein Spiel! Da geht es um die Hoffnung von Menschen, die sich erwarten, dass sie endlich eine Impfung bekommen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hanger und Zarits.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
Vielleicht noch ein Punkt – ich freue mich, dass der Generalsekretär der ÖVP hier ist –, Sebastian Kurz hat in dieser Krise nämlich eine Sache gesagt – es hat ja im Dezember bereits den Hinweis gegeben, dass andere Staaten das offensichtlich besser machen; alle Oppositionsparteien haben gefragt: Warum schaffen denn andere Staaten etwas bei der Impfstoffbeschaffung, und Österreich schafft es nicht? –, am 1. Jänner hat Sebastian Kurz in der „Kronen Zeitung“ gesagt: „Mehr geht nicht“. Ich glaube, das wäre ein Superslogan, lieber Axel Melchior. Stell dir Sebastian Kurz vor, neben ihm ein Impfstoff und neben ihm „Die neue Volkspartei - mehr geht nicht!“ „Mehr geht nicht“! Dieses Zitat ist wirklich das, was Sebastian Kurz hier in Österreich beschreibt: „Mehr geht nicht“! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Ruf bei der ÖVP: He!
Irgendwann muss sich Sebastian Kurz schon die Frage stellen: Bin ich Bundeskanzler, habe ich die Kompetenz und bin der große Manager, der alles im Griff hat, oder bin ich im Bundeskanzleramt nur der Hausmeister, der hinten und vorne uninformiert ist und nie im Leben etwas mitbekommt? (Ruf bei der ÖVP: He!) Diese Frage wird die ÖVP irgendwann einmal beantworten müssen. (Zwischenruf des Abg. Hanger.)
Zwischenruf des Abg. Hanger.
Irgendwann muss sich Sebastian Kurz schon die Frage stellen: Bin ich Bundeskanzler, habe ich die Kompetenz und bin der große Manager, der alles im Griff hat, oder bin ich im Bundeskanzleramt nur der Hausmeister, der hinten und vorne uninformiert ist und nie im Leben etwas mitbekommt? (Ruf bei der ÖVP: He!) Diese Frage wird die ÖVP irgendwann einmal beantworten müssen. (Zwischenruf des Abg. Hanger.)
Abg. Haubner: Langsam sprechen!
Gehen wir an die Arbeit! – Und, liebe ÖVP: Macht das, wofür wir alle bezahlt werden: Sorgt dafür, dass die Menschen endlich geimpft werden, endlich einen Impfstoff bekommen (Abg. Haubner: Langsam sprechen!), das wäre eine Aufgabe! Lieber Kollege Haubner, da könntest auch du deinen Beitrag leisten. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker. – Abg. Hanger: Aber zumindest den Kopf ...!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker. – Abg. Hanger: Aber zumindest den Kopf ...!
Gehen wir an die Arbeit! – Und, liebe ÖVP: Macht das, wofür wir alle bezahlt werden: Sorgt dafür, dass die Menschen endlich geimpft werden, endlich einen Impfstoff bekommen (Abg. Haubner: Langsam sprechen!), das wäre eine Aufgabe! Lieber Kollege Haubner, da könntest auch du deinen Beitrag leisten. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker. – Abg. Hanger: Aber zumindest den Kopf ...!)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Österreich gehört finanzmäßig und einflussmäßig in der Europäischen Union nicht zu dieser Gruppe – und nur weil es einen Verwaltungsfehler gegeben hat, gibt es auch bei uns dieses Zuteilungsproblem. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Jetzt sind die Medien voll mit deutschen Diplomaten, die alle im Off erzählen, da habe sich die österreichische Regierung keine Freunde gemacht. Stimmt, ja, aber lasst euch doch bitte von genau dieser Geschichte nicht alle benutzen! Die spinnen das ja auch bewusst hinein, wir gehen da in einen Konflikt mit großen, wohlhabenden europäischen Ländern, die jetzt nicht umverteilen wollen. Das gehört diskutiert, finde ich. (Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Heiterkeit bei der ÖVP.
Gestern war es im Ausschuss dann so, dass sich die ÖVP für die internationale Solidarität eingesetzt und die SPÖ eine stärker nationalistische Politik gefordert hat – na ich weiß nicht, am nächsten 1. Mai denkt einmal darüber nach, wie groß die internationale Solidarität ist! (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Heiterkeit bei der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Deimek.
Wenn aber diese Kinder von Menschen in Angst versetzt werden – von Ihnen und von den Eltern sowie von Impfgegnern –, wenn sie verängstigt werden und nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen, wenn sie sich zu Tode fürchten, dann werden diese Kinder missbraucht und benutzt, und genau dagegen muss man vorgehen. Das ist ja unerträglich, was da gemacht wird! (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Abg. Deimek: Das sagt der Kommunist! – Abg. Schnedlitz: Das sagt der Mensch, der schreibt: widerliches Pack!
Das wird dann hier auch noch als Beispiel gebracht. – Ich sage Ihnen etwas: Das größte Problem für diese Kinder ist der Zwiespalt, in den sie da getrieben werden. Ich habe mir die Demonstration angeschaut, die am Sabbat durch das jüdische Viertel gezogen ist, und die Kinder, die da mitgenommen wurden: Das ist wirklich grausig, was da gemacht wird. (Abg. Deimek: Das sagt der Kommunist! – Abg. Schnedlitz: Das sagt der Mensch, der schreibt: widerliches Pack!)
Beifall bei den Grünen.
Hört auf mit diesen Geschichten, die sind das größte Problem! Glaubt mir das, ich habe das im Internet gelesen, da gibt es eine Studie; ich kenne da jemanden, ich habe eine Bekannte, die hat jemanden im Gesundheitsministerium, die hat mir das bestätigt. Lasst diese Politik bleiben, macht etwas Seriöses! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Deimek.
kann, sollte vielleicht keine Coronapolitik machen! (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir kritisieren dennoch erneut, dass mit Einmalhilfen nicht nachhaltig geholfen wird. Auch wenn die Regierungsparteien den Begriff Almosenpolitik nicht hören wollen: Genau das ist es, was mit Einmalhilfen gemacht wird! Strukturelle, nachhaltige Hilfe, die langfristig Armut verhindert, braucht kontinuierliche Maßnahmen. Bereits vor der Krise fehlte eine langfristige Strategie, mit der Kinderarmut effektiv bekämpft wird: Bereits jedes fünfte Kind ist von Armut bedroht oder betroffen, und da reichen Einmalzahlungen einfach nicht aus. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Werte Kolleginnen und Kollegen, stimmen Sie diesem Antrag zu, denn auch diese Familien haben sich unsere Unterstützung verdient! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rauch.
Doch natürlich haben wir gleich geschaltet. Wir haben das Ganze ernst genommen. Vor allem haben wir gesagt: Die Österreicherinnen und Österreicher können sich auf uns verlassen. Wir haben einen Rettungsschirm mit einem Volumen von 50 Milliarden Euro aufgespannt. 33,5 Milliarden Euro davon sind bis jetzt bereits ausbezahlt. Das zeigt: Die Österreicherinnen und Österreicher können sich auf uns verlassen. (Zwischenruf des Abg. Rauch.)
Abg. Rauch: Ja, genau!
Auch im Familienbereich waren die Herausforderungen durchaus groß, und auch da können wir jetzt bereits sagen: Die österreichischen Familien können sich auf uns verlassen. (Abg. Rauch: Ja, genau!) Wir haben mit dem Familienbonus doppelte Familienbeihilfe mit einem Volumen von über 600 Millionen Euro ausbezahlt. Auch der Familienhärtefonds, der von uns ins Leben gerufen wurde, hat wirklich dort geholfen, wo die Not am größten war. Im Durchschnitt konnten sich Familien, die es dringend notwendig hatten, 1 300 Euro, in Summe bis zu 3 600 Euro über drei Monate verteilt, abholen. Auch da: Die Familien können sich auf uns verlassen.
Abg. Rauch: Dann sind sie verlassen, wenn man sich auf Sie verlässt!
Meine Damen und Herren! Diese Pandemie stellt uns alle, stellt aber vor allem auch die österreichischen Familien vor große Herausforderungen. Wir können heute sagen: Die österreichischen Familien können sich auf uns verlassen. (Abg. Rauch: Dann sind sie verlassen, wenn man sich auf Sie verlässt!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir stehen zu unserem Wort, und mit dem heutigen Beschluss zeigen wir das einmal mehr. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Viele Familien haben ihre Rücklagen inzwischen aufgebraucht – Frau Wimmer hat das zuerst schon erwähnt –, das Ersparte ist verbraucht, ist ausgegeben, und viele sind noch immer oder schon wieder arbeitslos oder in Kurzarbeit. Frau Bundesminister! Es kann nicht sein, dass bei der Familienbeihilfe das Gießkannenprinzip angewendet wird und gerade bei jenen Familien, die dringend finanzielle Unterstützung benötigen, gespart wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Kurzfristig müssen wir jetzt aber in erster Linie die größten Härten der Krisen abfedern, damit ein pandemiebedingter Anstieg von Armut nicht noch erhöht wird. Dies gilt es zu verhindern. Dieses Familienpaket wird helfen, dass nicht noch mehr Menschen in die Armutsfalle geraten, dass Kinderarmut nicht noch zusätzlich steigt und dass nicht noch zusätzlich der Weg aus der Armut erschwert wird. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Warum ist das so wichtig? – Soziale Mobilität ist in Österreich sehr gering. Das heißt, aus der Armut herauszukommen ist wirklich schwierig. Es braucht in Österreich durchschnittlich vier Generationen, um es aus der Armutsfalle herauszuschaffen. Das ist relativ lange im Vergleich zu den anderen Ländern, und das liegt nicht am mangelnden Leistungswillen, sondern das liegt an den erschwerten Startbedingungen, die einen sozialen Aufstieg in Österreich traditionell sehr, sehr mühsam machen. Daher ist es auch unser Job, liebe Kolleginnen und Kollegen, dafür zu sorgen, dass unsere jungen Menschen ein erfolgreiches Leben haben, ein gutes Leben, unabhängig von ihrem wirtschaftlichen, von ihrem sozialen Hintergrund. Dafür haben wir zu sorgen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wer zahlt denn nun in dieser Krise am meisten drauf? – Das sind genau jene Personen, die es vor der Krise schon alles andere als einfach hatten. Das sind Alleinerzieherinnen. Denken wir daran, dass 32 Prozent aller Einelternhaushalte von Armut betroffen sind! Das sind Kinder – jene 10 000 Kinder, die nicht auf Schulausflüge mitfahren können, jene 43 000 Kinder, die aufgrund der finanziellen Situation keine Freunde zu sich nach Hause einladen können, und jene 20 000 Kinder, die wichtige Anlässe wie einen Geburtstag aufgrund der finanziellen Situation nicht feiern können. Das sind die Personen, die in dieser Krise am meisten draufzahlen – und genau deshalb beschließen wir heute dieses Paket. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es gibt zu diesem Thema noch viel zu sagen, aber zum Schluss sei noch zusammengefasst: Wir dürfen, glaube ich, nicht nur die wirtschaftlichen Folgen dieser Krise angehen, sondern wir müssen vor allem die sozialen Folgen dieser Krise angehen – denn diese Gesundheitskrise darf auf keinen Fall in eine soziale Krise übergehen, und das Familien- und Sozialpaket ist ein wichtiger Schritt, um das zu verhindern. Natürlich sind wir noch lange nicht am Ende, wenn es um die bessere finanzielle Absicherung von Alleinerziehenden geht, wenn es um den Kampf gegen Kinderarmut geht. – Im Gegenteil, wir haben erst angefangen. Schließlich ist ganz klar: Einen Anstieg von Armut können und dürfen wir uns nicht leisten. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Auf einen Antrag, den wir heute hier leider nicht diskutieren, möchte ich auch noch kurz eingehen: Als SPÖ fordern wir endlich einen Jugendgipfel in dieser Pandemie. Bundesjugendvertretung, Expertinnen, Experten, Stakeholderinnen, Stakeholder und Kinder und Jugendliche: Holen wir sie an einen Tisch, diskutieren wir unter breiter Beteiligung ein maßgeschneidertes Unterstützungspaket für Kinder und Jugendliche! Ich glaube, das wäre etwas, was es jetzt brauchen würde: einen Jugendgipfel unter breiter Beteiligung aller Betroffenen, an allererster Stelle der Kinder und Jugendlichen. Das wäre unabdingbar und wichtig. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ein weiteres Thema – ich darf einen kurzen Ausflug in die Selbstständigkeit machen –: Die Selbstständigen sind jene, die besonders schlimm betroffen sind. Eine Alleinerzieherin zum Beispiel hat im letzten Jahr zweimal 500 Euro bekommen, einmal den normalen Härteausgleich der Wirtschaftskammer und den Comebackbonus, jeweils 500 Euro. Sie ist wegen eines Mietrückstands aus ihrer Wohnung geworfen worden, musste ihr Auto verpfänden und hat sich nun Geld ausleihen müssen, damit sie das Heizöl kaufen kann. Das ist übrigens auch ein Beispiel dafür, dass die Regierung, wie sie sagt, allen ausreichend geholfen hat. Man kann gratulieren, wenn das die Hilfe ist, von der Sie sagen, sie sei ausreichend. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wir NEOS sind der Meinung, all denjenigen, die jetzt Härten ausgesetzt sind, müssen wir jetzt helfen. Bei denjenigen, die das Privileg haben, keiner Härte ausgesetzt zu sein, vertrauen wir darauf, dass sie es selbst schaffen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der FPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Toller Schluss! Wann habt ihr den geübt? – Zwischenruf der das Rednerpult verlassenden Abg. Rosa Ecker.
38 Prozent der Haushalte in Österreich haben finanzielle Einbußen, 17 Prozent können ihre Fixkosten nicht stemmen. Jeder Dritte, in manchen Bundesländern jeder Zweite, muss mit weniger Nettoeinkommen durch diese Krise kommen. Viele Familien haben durch Homeschooling Mehrkosten mit weniger Budget zu leisten und dafür gibt es keine Abgeltung mehr, keinen Cent Familienbeihilfe zusätzlich. Diese Ungleichbehandlung verstehen die Familien nicht. Wer sich auf die ÖVP verlässt, ist schon lange verlassen. (Beifall bei der FPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Toller Schluss! Wann habt ihr den geübt? – Zwischenruf der das Rednerpult verlassenden Abg. Rosa Ecker.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Elisabeth Scheucher-Pichler (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Wer sich auf die ÖVP verlässt, der weiß, dass für die ÖVP die Familien im Mittelpunkt stehen, und das nicht erst jetzt während der Pandemie, sondern seit jeher. Österreich ist das Land, das bei allen familienpolitischen Leistungen im Spitzenfeld liegt, wir sind top in Bezug auf die Familie. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Rössler.
Die Familien sind der wertvollste Grundstein unserer Gesellschaft, und deswegen danke ich allen, die dazu beitragen, dass wir gut durch diese Krise kommen. Stützen wir weiter unsere Familien! Machen wir alles gemeinsam anstatt alleine! Lösen wir gemeinsam die großen Herausforderungen! – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Rössler.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Bundesministerin für Frauen, Familie, Jugend und Integration im Bundeskanzleramt MMag. Dr. Susanne Raab: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Ich bin sehr froh, dass dieses umfassende Familienpaket heute beschlossen wird, denn eines ist ganz klar: Nach dieser so schwierigen Zeit für die Familien ist es für die Familien ganz wichtig, dass sie zusätzliche Unterstützung bekommen. Wir vonseiten der Bundesregierung tun alles, um die Familien bestmöglich durch die Krise zu bekommen, um sie auf diesem schwierigen Weg zu unterstützen. Familien leisten Großartiges, sowohl die Eltern als auch die Kinder und die Jugendlichen. Dafür und auch fürs Durchhaltevermögen möchte ich einfach einmal ein ganz großes Dankeschön sagen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zum Zweiten ist es uns wichtig, dass wir für alle Familien eine Familienbeihilfe in dem so schwierigen Coronajahr – und dieses letzte Jahr war besonders schwierig –sicherstellen. Die Familienbeihilfe ist für alle Familien ein wichtiger Bestandteil der – sozusagen – gesamten Familienkassa. Ich will nicht, dass Familien Familienbeihilfe zurückzahlen müssen und dass ihnen in dieser ganz schwierigen Zeit auch noch die Familienbeihilfe wegbricht. Daher werden wir mit der zweiten Säule dieses Familienpakets sicherstellen, dass keiner die Familienbeihilfe zurückzahlen muss und jene Familien, die die Familienbeihilfe im letzten Jahr nicht bekommen haben, werden in den nächsten Monaten zusätzlich Familienbeihilfe ausbezahlt bekommen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Insgesamt haben wir also ein neuerliches millionenschweres Familienpaket, und da möchte ich sagen: Ja, das ist ein Baustein von so vielen Maßnahmen, die wir als Regierung treffen, und von denen ich weiß und mir sicher bin, dass sie die Familien erreichen. Wenn ich nur beispielsweise den Unterhaltsvorschuss hernehme: Wir erleichtern besonders für Alleinerzieherinnen den staatlichen Unterhaltsvorschuss; wenn der Ex-Partner den Unterhalt nicht zahlen kann, springt der Staat ein. Wir schaffen einen Rechtsanspruch auf Sonderbetreuungszeit, auch dieser kommt vor allem den Alleinerzieherinnen, die von der Krise besonders schwer getroffen sind, zugute, sodass keine Frau in eine Zwickmühle kommt, wenn das Kind in Quarantäne ist, die Schule geschlossen ist. Damit wird sie dann eben auch unterstützt und kann zu Hause das Kind betreuen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wir werden weiterhin, auch in den nächsten Monaten, alles tun, um die Familien auf den letzten Metern durch diese schwierige Zeit zu begleiten. Ich danke, dass wir dieses umfassende Maßnahmenpaket mit breiter Zustimmung beschließen können. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
eine Tafel, auf der Sebastian Kurz und ein schwarz umrandeter Kreis mit der Aufschrift „JA“ zu sehen sind, in die Höhe haltend
Ich habe da etwas mitgebracht, das war Sebastian Kurz in einer TV-Elefantenrunde vor der Nationalratswahl 2017 (eine Tafel, auf der Sebastian Kurz und ein schwarz umrandeter Kreis mit der Aufschrift „JA“ zu sehen sind, in die Höhe haltend): Er hat Ja gesagt, und zwar auf die Frage, wer für die Einführung einer Unterhaltsgarantie für Kinder ist, die keinen oder nur einen sehr geringen Unterhalt oder Unterhaltsvorschuss beziehen, damit Alleinerziehende auch dann zu ihrem Geld kommen, wenn beispielsweise der Vater des Kindes nicht zahlt. Das ist somit eine ganz wichtige und wirksame Maßnahme, um Kinderarmut und Armutsgefährdung hintanzuhalten. Alle Parteien haben sich dafür ausgesprochen. Seitdem, fast vier Jahre später, hat die ÖVP weder mit der FPÖ noch mit den Grünen in dieser Frage wirklich etwas weitergebracht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich habe da etwas mitgebracht, das war Sebastian Kurz in einer TV-Elefantenrunde vor der Nationalratswahl 2017 (eine Tafel, auf der Sebastian Kurz und ein schwarz umrandeter Kreis mit der Aufschrift „JA“ zu sehen sind, in die Höhe haltend): Er hat Ja gesagt, und zwar auf die Frage, wer für die Einführung einer Unterhaltsgarantie für Kinder ist, die keinen oder nur einen sehr geringen Unterhalt oder Unterhaltsvorschuss beziehen, damit Alleinerziehende auch dann zu ihrem Geld kommen, wenn beispielsweise der Vater des Kindes nicht zahlt. Das ist somit eine ganz wichtige und wirksame Maßnahme, um Kinderarmut und Armutsgefährdung hintanzuhalten. Alle Parteien haben sich dafür ausgesprochen. Seitdem, fast vier Jahre später, hat die ÖVP weder mit der FPÖ noch mit den Grünen in dieser Frage wirklich etwas weitergebracht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Abschluss, meine sehr geehrten Damen und Herren: Es ist zu wenig, vor Wahlen etwas zu versprechen oder zu sagen: „Koste es, was es wolle“. Wir müssen gemeinsam alles unternehmen, damit Kinderarmut in Österreich strukturell bekämpft wird. Armut darf in einem so wohlhabenden Land wie Österreich einfach keine Rolle spielen. Die Unterhaltsgarantie wäre dazu ein sehr, sehr wichtiger Schritt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall des Abg. Weratschnig.
Ein dritter Grund: Es haben bereits 90 000 Familien beantragt, die insgesamt 120 Millionen Euro bekommen haben. Nun soll es anderen möglich gemacht werden, auch einen Antrag zu stellen. Die Volkshilfe hat kürzlich eine Umfrage gemacht und veröffentlicht, in der sie herausgefunden hat, dass von den von Armut betroffenen Menschen erst die Hälfte einen Antrag für diesen Härtefallfonds gestellt hat. Die andere Hälfte, die das noch nicht gemacht hat, soll jetzt in den Genuss dieser zusätzlichen 50 Millionen Euro kommen. Das sollen wir, das müssen wir möglich machen. (Beifall des Abg. Weratschnig.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Herr Kollege Bernhard, Sie haben sicher, so wie wir alle, viele Kollegen im Ausland. Zeigen Sie mir jemanden, der sagt: Bei uns ist das besser! – Ich glaube, die Leistungen, die Österreich für die betroffenen und für die armutsgefährdeten Menschen hat, sind großartig und sind ganz vorne mit dabei. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Schnedlitz: Die Länder sollen den Schaden, den Sie anrichten, wiedergutmachen!
Wenn Sie sagen, es ist immer noch zu wenig – und ich kann Ihnen da allen etwas abgewinnen, denn es ist immer zu wenig, das ist die soziale Realität –, dann schlage ich Ihnen vor, sich auch einmal die Komponente der Länder anzusehen. Es gibt nämlich Bundesländer, in denen es eigene Härtefallfonds gibt, in denen die Menschen zusätzlich unterstützt werden. Ich nenne nur als Beispiel: In Tirol gibt es drei Landesfonds, durch die armutsgefährdete Menschen zusätzlich unterstützt werden. Ich habe in den letzten Tagen eingehend versucht, etwas Ähnliches auf Wienebene zu finden. Ich habe es nicht gefunden. Vielleicht ist es meine Schuld, nur: Wenn ich es nicht finde, finden es andere vielleicht auch nicht. Dann machen Sie, liebe NEOS, liebe SPÖ, das, was Sie hier lauthals fordern, dort selber, wo Sie es machen könnten! Dort sehe ich es aber nicht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Schnedlitz: Die Länder sollen den Schaden, den Sie anrichten, wiedergutmachen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Dieses Familienpaket ist ein Sozialpaket gegen Armut, und der Herr Bundeskanzler, lieber Kollege Köllner, hat sich dazu verpflichtet, Kinder und Familien nicht zurückzulassen, und das tun wir auch nicht. Unsere Maßnahmen sind breit. Kinder und Familien können sich auf uns verlassen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Na geh!
Die Ergebnisse dieser Studie sind im wahrsten Sinne des Wortes herzzerreißend. Die Kinder sind trauriger, die Kinder sind einsam, die Kinder schlafen schlechter (Ruf bei der ÖVP: Na geh!) und sie haben unglaublich große Sorgen: erstens Sorgen, dass sie in der Schule einiges nicht schaffen werden, zweitens Sorgen, dass das Geld ganz einfach nicht reicht.
Beifall bei der SPÖ.
Egal, wie klein ein Kind noch ist, es kann gar nicht sein, dass es nicht spürt, wenn die Familienkasse am Ende des Monats ganz einfach leer ist. Ein Kind in der Studie hat es mit „Toastbrotzeit“ benannt. Das ist die Zeit am Ende des Monats, in der das Geld nicht mehr für genügend Lebensmittel reicht und in der es dann zu Hause immer nur Toastbrot gibt – im Übrigen in einem der reichsten Länder dieser Welt, mitten in Österreich. Mit dieser Rede will ich gar nicht Betroffenheit erzeugen, will ich gar keine Bestürztheit in diesem Saal spüren, sondern eigentlich zum Handeln auffordern. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Bernhard.
Da muss ich schon sagen: Dieses Mantra „Koste es, was es wolle“, das Sie immer wieder vor sich hertragen – auch heute muss ich es wieder auf den Punkt bringen –, gilt anscheinend immer nur für die Spender und Spenderinnen an die ÖVP, aber nicht für diese Kinder, bei denen es am Ende des Monats ganz einfach nicht mehr für Lebensmittel reicht. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Bernhard.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein allerletzter Satz, weil Kollegin Kugler gerade davon gesprochen hat, dass die Familien ja jetzt „in den Genuss“ kommen, den Familienhärtefonds anzufragen, „in den Genuss“ kommen, diesen Härtefallfonds anzufragen: Das steht ihnen ja doch wohl zu! Da sieht man schon, von welchem Gesichtspunkt Sie hier tatsächlich auf diese Familien blicken. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Dann kommt noch dazu: Die, die jetzt profitieren, zahlen ohnehin schon weniger Miete als im Neubau, sie sind schon vergleichsweise privilegiert. Viele davon haben ihre Mietverträge von Generation zu Generation übernommen, und denen soll jetzt auch noch zusätzlich geholfen werden. Es ist – verzeihen Sie – eine Gießkanne ohne Treffsicherheit, es ist eine Show. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das ist jetzt einmal per se nicht tragisch, aber was machen die dann? – Sie machen entweder Eigentumswohnungen daraus und verkaufen sie, oder sie verkaufen das Zinshaus an einen großen Immobilienkonzern. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Hören Sie zu
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
dort in der SPÖ, Sie verstehen das mit der Betriebswirtschaft selten, aber vielleicht ja jetzt ein Stück. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei den NEOS.
Wenn wir das wollen, dann braucht es, ja, gezielte Subjektförderungen, die bei den Mietern auch ankommen, die sie wirklich brauchen, und nicht eine Gießkanne, mit der Sie jetzt reflexartig und zitternd ausrücken. Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren aller Fraktionen hier im Hohen Haus außer der meinen, machen hier eine unprofessionelle und eine billige Show. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Nina Tomaselli (Grüne): Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseher und Zuseherinnen! Sehr geehrte Frau Ministerin! Heute ist ein guter Tag – ein guter Tag deshalb, weil wir bereits eine Reihe von guten Beschlüssen gefasst haben, und zu diesem Tagesordnungspunkt jetzt kommt der nächste gute Beschluss, denn hinter dem sperrigen Begriff Mietzinsrechtliches Pandemiefolgenlinderungsgesetz steckt ganz konkrete Hilfe für eine Million Österreicherinnen und Österreicher, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Shetty: Dann hast du nicht zugehört!
Man hat aus Ihrer Rede auch gut herausgehört, wo die Prioritäten der NEOS liegen. Weite Teile Ihrer Redezeit verwendeten Sie für den Verweis auf die Sorgen der Wohlhabenden und der Eigentümer. Das ist halt Ihre Prioritätensetzung, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Shetty: Dann hast du nicht zugehört!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
des 21. Jahrhunderts aus. Sie wird auf das nächste Jahr verschoben. Das ist eine ganz konkrete Hilfe. Ich bin sehr, sehr froh, dass drei Fraktionen – ÖVP, Grüne und SPÖ – diese Maßnahme für leistbares Wohnen gemeinsam auf den Weg bringen. Ich möchte mich an dieser Stelle bei Kollegen Singer und auch bei Kollegin Ruth Becher recht herzlich für die Zusammenarbeit bedanken – danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir sind aber trotzdem optimistisch, dass wir das heuer noch auf den Weg bringen. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Loacker: ... die Richtwertwohnungen in Vorarlberg!
Das basiert auf einer Initiative der SPÖ, die aufgegriffen wurde. Zum Beispiel zahlt jetzt ein Mieter in Wien in einer Altbauwohnung mit 80 Quadratmetern 185 Euro pro Jahr weniger, in Vorarlberg werden das für die gleiche Wohnung 280 Euro pro Jahr sein. (Abg. Loacker: ... die Richtwertwohnungen in Vorarlberg!) Das ist sehr erfreulich, aber abgrundtief traurig ist, dass die Bundesregierung da sonst nichts auf die Beine stellen will und kann. Die Probleme im Wohnbereich sind sehr groß und oft existenziell.
Abg. Steinacker: Die wolltest du doch!
Und was ist mit den leidigen Mietstundungen, die im Vorjahr beschlossen wurden? (Abg. Steinacker: Die wolltest du doch!) – Auch da ist keine Lösung auf dem Tisch, denn da sind dann vier Monatsmieten fällig und 4 Prozent Verzinsung dazu. Wir sind für eine Verlängerung dieser Stundungen, aber nicht, weil wir das als Lösung ansehen, sondern weil wir damit für die Regierung Zeit gewinnen, um an einem Fonds für die Mieterinnen und Mieter zu arbeiten.
Beifall bei der SPÖ.
Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher finde ich es wahnsinnig schade, dass vor allem die ÖVP diesen Antrag vertagt hat, denn so wird er heute hier nicht besprochen und den Bürgern und Bürgerinnen zu Hause nicht gezeigt, wo euer Kampf gegen Terrorismus aufhört. (Beifall bei der FPÖ.)
Rufe bei der SPÖ: Ist ja auch so! Stimmt ja auch! Was sonst?
Noch ein Wort zu Frau Kollegin Becher, die diese Gesetzwerdung als SPÖ-Initiative darstellt (Rufe bei der SPÖ: Ist ja auch so! Stimmt ja auch! Was sonst?): Was ich nicht verstehe, ist, dass die SPÖ dort, wo sie die Möglichkeit hat, Einfluss zu nehmen, nämlich bei der Stadt Wien, diese Aussetzung nicht zustande gebracht hat. Dort hätte es die Möglichkeit gegeben, nicht nur zu fordern, sondern die Forderung auch in die Realität umsetzen zu lassen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Noch ein Wort zu Frau Kollegin Becher, die diese Gesetzwerdung als SPÖ-Initiative darstellt (Rufe bei der SPÖ: Ist ja auch so! Stimmt ja auch! Was sonst?): Was ich nicht verstehe, ist, dass die SPÖ dort, wo sie die Möglichkeit hat, Einfluss zu nehmen, nämlich bei der Stadt Wien, diese Aussetzung nicht zustande gebracht hat. Dort hätte es die Möglichkeit gegeben, nicht nur zu fordern, sondern die Forderung auch in die Realität umsetzen zu lassen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ! Der Unterschied zwischen Schreiben und Reden einerseits und Tun und Handeln andererseits macht die Glaubwürdigkeit der Politik aus. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und NEOS.
Bundesministerin für Justiz Dr. Alma Zadić, LL.M.: Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Ich freue mich, nach meinem Mutterschutz wieder im Parlament zu sein. Ich freue mich auch, wieder vor dem Hohen Haus zu stehen und gemeinsam mit Ihnen viele spannende Projekte zu diskutieren und hoffentlich auch zu beschließen. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und NEOS.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Bedanken möchte ich mich natürlich auch bei den Beamten des Hauses, die diesen Antrag ausgearbeitet haben – und ich danke Ihnen für die Mitarbeit und, wie ich hoffe, auch für die Zustimmung. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
in Richtung der den Saal verlassenden Abg. Maurer
Abgeordneter Maximilian Lercher (SPÖ): Herr Präsident! Sehr verehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Klubobfrau (in Richtung der den Saal verlassenden Abg. Maurer), es ist Ihnen unbenommen, zu gehen. Geschätzte Frau Ministerin, es freut uns sehr, dass Sie bei Ihrem Comeback im Parlament gleich zu einer SPÖ-Initiative sprechen durften. Das ist ja, glaube ich, ein gutes Omen und ein guter Dialogbeginn für diese Debatte.
Zwischenruf des Abg. Eypeltauer.
Bevor wir einsteigen, erlauben Sie mir, dass ich kurz auf ein paar Punkte, die hier, glaube ich, fälschlicherweise gebracht wurden, repliziere! Der Kollege von den NEOS hat so getan, als ob die Indexanpassung ausschließlich Hofratswitwen zugutekommen würde. (Zwischenruf des Abg. Eypeltauer.) Ich glaube, das ist kein seriöser Zugang zu dieser Debatte. Eine Million Österreicherinnen und Österreicher sind sicher nicht nur Hofratswitwen, mein lieber Kollege. (Beifall bei SPÖ und Grünen. – Abg. Eypeltauer: Das habe ich ja nicht gesagt!)
Beifall bei SPÖ und Grünen. – Abg. Eypeltauer: Das habe ich ja nicht gesagt!
Bevor wir einsteigen, erlauben Sie mir, dass ich kurz auf ein paar Punkte, die hier, glaube ich, fälschlicherweise gebracht wurden, repliziere! Der Kollege von den NEOS hat so getan, als ob die Indexanpassung ausschließlich Hofratswitwen zugutekommen würde. (Zwischenruf des Abg. Eypeltauer.) Ich glaube, das ist kein seriöser Zugang zu dieser Debatte. Eine Million Österreicherinnen und Österreicher sind sicher nicht nur Hofratswitwen, mein lieber Kollege. (Beifall bei SPÖ und Grünen. – Abg. Eypeltauer: Das habe ich ja nicht gesagt!)
Heiterkeit bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Ries.
Das Zweite, das ich gerne zurechtrücken möchte: Kollege Schrangl, du hast so viel Gutes und Wichtiges zu diesem Thema zu sagen, aber dass du eine Terrorismusdebatte daraus machst, ist, glaube ich, nicht einmal deiner würdig. (Heiterkeit bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Ries.) Eines möchte ich so nicht stehen lassen, nämlich dass du indirekt unterstellt hast, dass die Sozialdemokratie hier in Wien irgendwelchen Terroristinnen und Terroristen Wohnungen schenkt oder an sie vergibt. Das möchte ich auf das Schärfste zurückweisen, denn es entspricht nicht der Wahrheit. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Schrangl.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Schrangl.
Das Zweite, das ich gerne zurechtrücken möchte: Kollege Schrangl, du hast so viel Gutes und Wichtiges zu diesem Thema zu sagen, aber dass du eine Terrorismusdebatte daraus machst, ist, glaube ich, nicht einmal deiner würdig. (Heiterkeit bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Ries.) Eines möchte ich so nicht stehen lassen, nämlich dass du indirekt unterstellt hast, dass die Sozialdemokratie hier in Wien irgendwelchen Terroristinnen und Terroristen Wohnungen schenkt oder an sie vergibt. Das möchte ich auf das Schärfste zurückweisen, denn es entspricht nicht der Wahrheit. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Schrangl.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir sind alle gefordert, über die Justiz, über das Innenministerium, über die Polizei Terroristinnen und Terroristen auszuforschen, sie zu verurteilen und einzusperren, denn dann ist ihre Wohnung der Häfen, und dort gehören sie auch hin, mein lieber Kollege. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen ganz ehrlich, Kollege Singer, das haben Sie doch nicht nötig, dass Sie bei einer Initiative, die die Sozialdemokratie aufs Tapet gebracht hat, die zweifelsohne volkswirtschaftlich sinnvoll ist, die von uns gemeinsam getragen wird, nicht einmal zugeben können, dass die SPÖ sich mit einer guten Idee im Rahmen der Pandemiebekämpfung eingebracht hat. Sie fordern ja hier immer die Zusammenarbeit. Wenn die stattfindet, dann stehen Sie dazu und geben Sie, auch wenn es Ihnen schwerfällt, ein Lob zurück, denn es ist ein gemeinsamer Erfolg, den wir heute hier verzeichnen, um eine gewisse Erleichterung für Mieterinnen und Mieter in Österreich zu schaffen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Mietkosten exponentiell betroffen sind, denen der Job, denen das Gehalt weggebrochen ist, und da kann diese Maßnahme nur ein Pflaster sein. Wir brauchen viel, viel mehr. Wir brauchen harte, wirkende Medizin und in Wahrheit einen Systemwandel, im Zuge dessen die Politik über den Staat für die Leistungsträgerinnen und Leistungsträger im Alltag in diesem Land lenkend eingreifen muss. (Beifall bei der SPÖ.) Die verlassen sich nämlich darauf, dass wir als Gesetzgeber jetzt eingreifen, um ihnen zu helfen, damit am Ende des Monats noch Geld für die Familie, für die Lieben da ist, um gemeinsam zu wirtschaften.
Beifall bei der SPÖ.
Dazu bitte ich Sie sehr, sehr höflich, dass wir hier einen gemeinsamen Weg finden, denn eines sei zum Schluss angemerkt: Eineinhalb Jahre haben Sie den Bautenausschuss nicht zusammenkommen lassen. Das ist kein demokratiepolitisches Signal. Eineinhalb Jahre haben Sie verhindert, dass dieser Ausschuss, der für die Österreicherinnen und Österreicher so wichtig wäre, tagt. Bitte lassen Sie das nicht mehr zu! (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Nein, das hat er nicht gesagt! Das ist keine tatsächliche Berichtigung!
Abgeordneter Mag. Philipp Schrangl (FPÖ): Herr Abgeordneter Lercher von der SPÖ hat gerade gesagt, dass es nicht stimme, dass die Wiener Sozialdemokratie dem Attentäter vom 2. November eine Wohnung zur Verfügung gestellt hat. (Ruf bei der SPÖ: Nein, das hat er nicht gesagt! Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) Ich glaube, es war nicht in Ihrer Intention, aber ich berichtige tatsächlich:
Abg. Kollross: Herr Präsident! Was ist das jetzt?
Laut Auskunft der „Kronen Zeitung“ vom 6.11.2020 (Abg. Kollross: Herr Präsident! Was ist das jetzt?) hat er aufgrund des Jungwienertickets eine Wohnung bekommen – hoffentlich kein fehlerhafter Fakt! (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Laut Auskunft der „Kronen Zeitung“ vom 6.11.2020 (Abg. Kollross: Herr Präsident! Was ist das jetzt?) hat er aufgrund des Jungwienertickets eine Wohnung bekommen – hoffentlich kein fehlerhafter Fakt! (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Ruf: Genau!
ob das, was wir heute machen, jetzt viel ist oder ob es gerade noch reicht – das ist eine andere Diskussion –, aber wichtig ist, dass einmal geholfen wird. (Ruf: Genau!) Wenn ich dazu von manchen den Vorwurf höre, das sei jetzt populistisch, dann, bitte, möchte ich schon festhalten: Sich für das Volk, für die Ärmeren und die sozial Schwächeren einzusetzen ist nicht populistisch, sondern das ist gute Politik, das ist Arbeit für die Menschen – und diese Arbeit wird von den Menschen auch entsprechend honoriert. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
ob das, was wir heute machen, jetzt viel ist oder ob es gerade noch reicht – das ist eine andere Diskussion –, aber wichtig ist, dass einmal geholfen wird. (Ruf: Genau!) Wenn ich dazu von manchen den Vorwurf höre, das sei jetzt populistisch, dann, bitte, möchte ich schon festhalten: Sich für das Volk, für die Ärmeren und die sozial Schwächeren einzusetzen ist nicht populistisch, sondern das ist gute Politik, das ist Arbeit für die Menschen – und diese Arbeit wird von den Menschen auch entsprechend honoriert. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ein Punkt ist mir zum Abschluss noch ein Anliegen. Ich habe mich erkundigt: Momentan darf den sogenannten Terroristen wie gesagt die Wohnung während ihrer – unter Anführungszeiten – „Abwesenheit“ bei der Justiz nicht genommen werden. Es wäre schon ein Zeichen, auch für die Sicherheit in Österreich, wenn man das berücksichtigen würde und wenn man da das Mietrechtsgesetz ändern würde. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Eypeltauer: Das war ein Beispiel!
Kollege Eypeltauer, ich verstehe dich nicht, du fällst mir jetzt wirklich schon mehrfach mit eigenartigen und einseitigen Vergleichen auf. Das mit der Hofratswitwe finde ich wirklich sehr weit hergeholt. (Abg. Eypeltauer: Das war ein Beispiel!) Es ist ein Beispiel, aber es sind eine Million Österreicherinnen und Österreicher (Abg. Eypeltauer: ... ist nicht sozial treffsicher!), die jetzt von dieser Gesetzesänderung profitieren.
Abg. Eypeltauer: ... ist nicht sozial treffsicher!
Kollege Eypeltauer, ich verstehe dich nicht, du fällst mir jetzt wirklich schon mehrfach mit eigenartigen und einseitigen Vergleichen auf. Das mit der Hofratswitwe finde ich wirklich sehr weit hergeholt. (Abg. Eypeltauer: Das war ein Beispiel!) Es ist ein Beispiel, aber es sind eine Million Österreicherinnen und Österreicher (Abg. Eypeltauer: ... ist nicht sozial treffsicher!), die jetzt von dieser Gesetzesänderung profitieren.
Beifall bei der ÖVP
Wir wollen aber dabei nicht stehen bleiben. So wie im Regierungsprogramm verankert werden wir auch eine Reform des Wohnrechts vorantreiben – mit dem Ziel, leistbaren Wohnraum zu schaffen. Diese Reform des Wohnrechts soll auf einer breiten Basis und in einem guten Prozess unter Einbindung vieler Experten und von Interessenvertretungen aufgestellt werden (Beifall bei der ÖVP) – mit dem klaren Ziel, ein transparentes, nachvollziehbares Mietrecht, eine transparente Preisbildung mit leistbarem Mietpreis und auch ein attraktives Mietrecht, das auch die Ökologisierung fordert und fördert, zu entwickeln.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die Aussetzung dieser Inflationsanpassung für ein Jahr, meine Damen und Herren, ist daher eine wichtige Entscheidung und reiht sich in zahlreiche Unterstützungsmaßnahmen ein, die wir jetzt im Zuge der Pandemie für unsere Menschen in Österreich umsetzen. Wir wollen sie in der wirtschaftlich belasteten Zeit auch unterstützen und entlasten. Ich bitte um eine sehr breite Zustimmung, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Hörl: Sei nicht so frech!
Stellen Sie sich vor, Sie werden aus der Wohnung geworfen und landen auf der Straße: Ich glaube, das will niemand von uns. Eine Verlängerung befristeter Mietverträge während der Pandemie und die Einrichtung eines Hilfsfonds für Mietausfälle könnten da beispielsweise Abhilfe schaffen. Wir haben Vorschläge geliefert. Anstatt diese Maßnahmen zu ergreifen, handeln Sie aber im Sinne der klassischen ÖVP-DNA: Für die Großen haben wir Geld, die Kleinen müssen um Almosen betteln. (Abg. Hörl: Sei nicht so frech!) Daher sieht man gut, wie wichtig eine sozialdemokratische Handschrift in dieser Krise ist – als Korrektiv zu dieser ÖVP-geführten Bundesregierung, für die leistbares Wohnen nur eine Floskel ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Stellen Sie sich vor, Sie werden aus der Wohnung geworfen und landen auf der Straße: Ich glaube, das will niemand von uns. Eine Verlängerung befristeter Mietverträge während der Pandemie und die Einrichtung eines Hilfsfonds für Mietausfälle könnten da beispielsweise Abhilfe schaffen. Wir haben Vorschläge geliefert. Anstatt diese Maßnahmen zu ergreifen, handeln Sie aber im Sinne der klassischen ÖVP-DNA: Für die Großen haben wir Geld, die Kleinen müssen um Almosen betteln. (Abg. Hörl: Sei nicht so frech!) Daher sieht man gut, wie wichtig eine sozialdemokratische Handschrift in dieser Krise ist – als Korrektiv zu dieser ÖVP-geführten Bundesregierung, für die leistbares Wohnen nur eine Floskel ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dieses Prinzip ist in Deutschland und anderen Ländern bereits gang und gäbe. Sie sagen, es kommt auch bei uns bald, aber das hören wir schon länger. Also wann ist das jetzt konkret? Vielleicht kann uns ja hier noch jemand updaten, wir warten jedenfalls gespannt auf Ihre Gesetzentwürfe. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn dem nicht so wäre, dann gäbe es andere Mehrheiten, und Maßnahmen, die die Menschen in Österreich nicht zu Bittstellern oder zu Almosenempfängern machen, wären auch möglich. (Beifall bei der SPÖ.) Dann wäre es nämlich möglich, die Erhöhung des Arbeitslosengeldes umzusetzen. Da keine Änderung dieses Stils zu erwarten ist, ist eine Maßnahme, die mehr Menschen als notwendig trifft, vielleicht immer noch gescheiter als keine Maßnahme. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn dem nicht so wäre, dann gäbe es andere Mehrheiten, und Maßnahmen, die die Menschen in Österreich nicht zu Bittstellern oder zu Almosenempfängern machen, wären auch möglich. (Beifall bei der SPÖ.) Dann wäre es nämlich möglich, die Erhöhung des Arbeitslosengeldes umzusetzen. Da keine Änderung dieses Stils zu erwarten ist, ist eine Maßnahme, die mehr Menschen als notwendig trifft, vielleicht immer noch gescheiter als keine Maßnahme. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Abgeordneter Mag. Felix Eypeltauer (NEOS): Herr Präsident! Ich habe mich in dieser Debatte noch einmal zu Wort gemeldet, um ganz klar zu sagen, was auch der Kollege von der Sozialdemokratie ganz richtig formuliert hat: Was hier und heute beschlossen werden soll, ist schlicht und ergreifend nicht sozial treffsicher. Das ist genau der Grund, warum wir nicht zustimmen. Man kann bei einem unprofessionellen und rein populistischen Reflex, der seitens der SPÖ ausgelöst wurde, nicht seitens aller anderen Fraktionen mitgehen, sei es aus Angst oder warum auch immer. Das ist der Punkt. Es ist sozial nicht treffsicher, was Sie hier machen – nicht mehr und nicht weniger. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Loacker zeigt mit beiden Händen das Daumen-hoch-Zeichen.
Wohnen ist ein Menschenrecht, sagt die SPÖ. Schauen wir uns einmal die Fakten an: Es geht da um menschliche Schicksale. Eine Million Österreicherinnen und Österreicher sind entweder arbeitslos oder in Kurzarbeit. Das heißt, es geht sehr wohl um soziale Treffsicherheit. Herr Kollege von den NEOS, ich lerne jetzt neu dazu, dass die NEOS die Partei der sozialen Treffsicherheit sind. (Abg. Loacker zeigt mit beiden Händen das Daumen-hoch-Zeichen.) Aber okay, man lernt immer gern dazu. (Zwischenrufe bei den NEOS.) Faktum ist: Eine Million Österreicherinnen und Österreicher sind arbeitslos oder in Kurzarbeit. Einer Million Österreichern und Österreicherinnen wird mit dieser Maßnahme geholfen. (Zwischenruf des Abg. Eypeltauer.) Das ist natürlich nicht ganz deckungsgleich, aber wir freuen uns über diese Maßnahme.
Zwischenrufe bei den NEOS.
Wohnen ist ein Menschenrecht, sagt die SPÖ. Schauen wir uns einmal die Fakten an: Es geht da um menschliche Schicksale. Eine Million Österreicherinnen und Österreicher sind entweder arbeitslos oder in Kurzarbeit. Das heißt, es geht sehr wohl um soziale Treffsicherheit. Herr Kollege von den NEOS, ich lerne jetzt neu dazu, dass die NEOS die Partei der sozialen Treffsicherheit sind. (Abg. Loacker zeigt mit beiden Händen das Daumen-hoch-Zeichen.) Aber okay, man lernt immer gern dazu. (Zwischenrufe bei den NEOS.) Faktum ist: Eine Million Österreicherinnen und Österreicher sind arbeitslos oder in Kurzarbeit. Einer Million Österreichern und Österreicherinnen wird mit dieser Maßnahme geholfen. (Zwischenruf des Abg. Eypeltauer.) Das ist natürlich nicht ganz deckungsgleich, aber wir freuen uns über diese Maßnahme.
Zwischenruf des Abg. Eypeltauer.
Wohnen ist ein Menschenrecht, sagt die SPÖ. Schauen wir uns einmal die Fakten an: Es geht da um menschliche Schicksale. Eine Million Österreicherinnen und Österreicher sind entweder arbeitslos oder in Kurzarbeit. Das heißt, es geht sehr wohl um soziale Treffsicherheit. Herr Kollege von den NEOS, ich lerne jetzt neu dazu, dass die NEOS die Partei der sozialen Treffsicherheit sind. (Abg. Loacker zeigt mit beiden Händen das Daumen-hoch-Zeichen.) Aber okay, man lernt immer gern dazu. (Zwischenrufe bei den NEOS.) Faktum ist: Eine Million Österreicherinnen und Österreicher sind arbeitslos oder in Kurzarbeit. Einer Million Österreichern und Österreicherinnen wird mit dieser Maßnahme geholfen. (Zwischenruf des Abg. Eypeltauer.) Das ist natürlich nicht ganz deckungsgleich, aber wir freuen uns über diese Maßnahme.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Eypeltauer.
Übrigens tragen die Kollegen von den NEOS in Wien die Maßnahme, von der auch 90 000 Wiener Altbaugemeindewohnungen betroffen sind, sehr wohl mit. Dort wohnen durchaus Wiener und Wienerinnen mit weniger Einkommen, und ich glaube, für diese ist es eine sehr, sehr gute Maßnahme. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Eypeltauer.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Eypeltauer.
Was ich der ÖVP aber nicht durchgehen lassen will, ist, dass es 17 Monate, bis Anfang März, keine Sitzung des Bautenausschusses gegeben hat. Das wiegt insofern schwer, als Wohnen in Österreich teuer geworden ist. Wohnen ist für viele Menschen zu teuer geworden. Es bedarf eigentlich eines aktiven Bautenausschusses, und da sollte es nicht sein, dass es 17 Monate lang keine einzige Bautenausschusssitzung gibt. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Eypeltauer.)
Zwischenruf des Abg. Sieber.
Wir haben mit Kollegen Singer einen sehr kompetenten Ansprechpartner, den wir sehr schätzen. Es ist auch nicht seine Schuld, sondern die ÖVP ist da insgesamt schlecht aufgestellt und bringt nichts weiter. (Zwischenruf des Abg. Sieber.) Es gibt derzeit einen Stillstand in der Wohnungspolitik. Das äußert sich so, dass mit dem Wohnungseigentumsgesetz nichts weitergeht, das liegt auf Eis – dank ÖVP.
Beifall bei der SPÖ.
Faktum ist auch, dass Kollegin Becher seit fünf Jahren dahinter ist, dass wir zu einem universellen, neuen, transparenten, modernen, nachvollziehbaren und verständlichen Mietrecht kommen. Durch die vielen Reparaturen ist es nötig, das Mietrecht jetzt einfach universell anzulegen. – In diesem Sinn: danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir sollten gemeinsam darüber nachdenken, wie das gehen kann, und nicht darüber, warum es vielleicht nicht möglich ist. Ich denke, mit dem Einholen von Stellungnahmen von Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer und Landwirtschaftskammer haben wir das Richtige beschlossen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Deshalb abschließend: Es braucht endlich ein Gesetz. Der Bundeskanzler sagt, ja, es ginge eh – wissen wir auch, dass es geht! –, aber es wäre an der Zeit, das zu tun, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich denke, betreffend die Umgangsweise mit Bürgerinitiativen bedarf es einer grundsätzlichen Debatte, denn es kann nicht der Intention des damaligen Gesetzgebers entsprechen, wie hier mit diesen Initiativen umgegangen wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es genügt auch nicht, zu diesem Erkenntnis Stehsätze aus dem Ärmel zu schütteln, wie es die grüne Klubobfrau Maurer gemacht hat, die gesagt hat, es braucht Expertenrunden und eine Einbindung der Zivilgesellschaft. – Mehr Einbindung der Zivilgesellschaft als bei dieser Bürgerinitiative geht nicht, meine Damen und Herren! Daher wäre es jetzt Zeit, dass sich der Justizausschuss damit befasst. Die Grünen haben wieder einmal anders gehandelt, als sie immer reden, das muss man auch dazusagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich prophezeie jetzt schon, dass das Ganze auf die lange Bank geschoben wird, und dann wird eine Lösung zusammengeschustert werden, die dann wieder nicht halten wird – wie bei vielen anderen Sachen im Vorjahr, wie wir wissen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es wird immer mehr im Internet gekauft, wir haben europäische Plattformen, bei denen gekauft wird, Plattformen, die nicht in Österreich sind, sondern in Luxemburg, in Irland, wir haben Großkonzerne – und die Kaufkraft in den Ortschaften geht verloren. Wir haben riesengroße Einkaufszentren, die uns Kaufkraft von den Ortschaften wegnehmen, die Kaufkraft aus den Ortschaften abziehen. Als Gegenmodell gibt es die Dorf- und Hofläden, die eine sehr wichtige Einrichtung sind – und da müssen wir ansetzen, die müssen wir schützen und unterstützen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
gibt es diese Initiative im Ort Ardagger, die ich sehr gut finde, wo man in einem Selbstbedienungsladen mit einer Bankomatkarte 24 Stunden einkaufen kann. Was ist das Problem? – Das Problem sind auf der einen Seite die Öffnungszeiten und auf der anderen Seite ist es die Gewerbeordnung, und von der Politik braucht es Antworten darauf. Wir müssen rechtliche Rahmenbedingungen schaffen, damit Nahversorgung in den Ortschaften möglich ist, damit wir die Lebendigkeit in die Orte zurückholen. Dafür müssen wir uns einsetzen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Schnedlitz: Ägyptische Erdäpfel!
Wir, die wir in Ortschaften wohnen, wollen nicht nur dort schlafen, sondern auch dort einkaufen gehen können, aber da müssen wir uns die regionale Kreislaufwirtschaft zu- - (Abg. Schnedlitz: Ägyptische Erdäpfel!) – Bitte? (Abg. Schnedlitz: Ägyptische Kartoffeln! Während unsere Lebensmittel weggeschmissen werden ...! – Die Rednerin eilt zu ihrem Platz, holt von dort ein gefülltes Einkaufssackerl, auf dem Werbung für heimische Kartoffeln zu sehen ist, und begibt sich mit diesem wieder ans Rednerpult.)
Abg. Schnedlitz: Ägyptische Kartoffeln! Während unsere Lebensmittel weggeschmissen werden ...! – Die Rednerin eilt zu ihrem Platz, holt von dort ein gefülltes Einkaufssackerl, auf dem Werbung für heimische Kartoffeln zu sehen ist, und begibt sich mit diesem wieder ans Rednerpult.
Wir, die wir in Ortschaften wohnen, wollen nicht nur dort schlafen, sondern auch dort einkaufen gehen können, aber da müssen wir uns die regionale Kreislaufwirtschaft zu- - (Abg. Schnedlitz: Ägyptische Erdäpfel!) – Bitte? (Abg. Schnedlitz: Ägyptische Kartoffeln! Während unsere Lebensmittel weggeschmissen werden ...! – Die Rednerin eilt zu ihrem Platz, holt von dort ein gefülltes Einkaufssackerl, auf dem Werbung für heimische Kartoffeln zu sehen ist, und begibt sich mit diesem wieder ans Rednerpult.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Frau Abgeordnete, kommen Sie noch einmal zurück? – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Schnedlitz: Tausende Tonnen werden weggeworfen!
Abgeordnete Mag. Ulrike Fischer (fortsetzend): Kartoffeln (das Einkaufssackerl auf das Rednerpult stellend) aus unserer Ortschaft, vom Bauern. In Wirklichkeit sind auch die Handelsketten darauf aufgesprungen: Wir verkaufen derzeit mehr Kartoffeln aus Österreich, und das ist gut so. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Schnedlitz: Tausende Tonnen werden weggeworfen!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Damit die Kartoffeln aus der Ortschaft kommen können, brauchen wir erstens rechtliche Rahmenbedingungen und zweitens Mut. Was erreichen wir damit? – Wir schaffen kurze Transportwege, wir sparen CO2, wir sparen Verpackung und wir halten die Kaufkraft im Ort. Ich glaube nicht, dass das zum Lachen ist, vielmehr ist es einfach wichtig, uns das, was wir verloren haben, schrittweise zurückzuholen – wenn wir als Politiker und Politikerinnen den Mut dazu haben. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Brückl: Die Kartoffel!
Abgeordnete Dipl.-Ing. Karin Doppelbauer (NEOS): Herr Vorsitzender! Hohes Haus! „Wen würde der Anstand wählen?“ (Abg. Brückl: Die Kartoffel!) – Nicht die Kartoffel, nein, das war der Slogan der Grünen im Wahlkampf 2019. Ganz ehrlich, wenn der Anstand euch Grüne letzte Woche im Petitionsausschuss gesehen hätte, dann wäre er laut schreiend davongelaufen.
Beifall bei den NEOS.
Was nicht gescheit war, war das, was Sie – die Grünen und die Schwarzen – gemacht haben. Das war nicht gescheit, aber wir NEOS werden hier nicht lockerlassen, wir werden versuchen, das wiedergutzumachen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Gerade diese Schwangerschaftsabbruchstatistik, die, wie gesagt, anonym sein soll, ist uns ein besonders großes Anliegen. Wenn wir diese bekommen würden, wären wir damit nicht allein in Europa, ganz im Gegenteil: Nur Luxemburg, Zypern und Österreich haben sie bis jetzt nicht. Es gibt diesbezüglich aber einen Dissens mit unserem Koalitionspartner, weswegen wir diese Initiativen annehmen und damit enderledigen. Ich möchte aber den Unterstützern und Unterstützerinnen versichern, dass wir alles, was in unseren Möglichkeiten liegt, tun werden, um Frauen und Familien bei Konfliktschwangerschaften zu unterstützen – natürlich ohne das Regierungsübereinkommen zu brechen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Es freut mich auch, dass die türkise Führung mit der Pensionsversicherung, mit dem Land Niederösterreich Gespräche aufgenommen hat, um eine Nachnutzung des Weißen Hofes sicherzustellen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Nein, meine sehr geehrten Damen und Herren, das kann es nicht sein. In naher Zukunft wird man sich in einem zuständigen Fachausschuss über eine Statistik und eine anonyme Erhebung von Zahlen und Motiven zu Schwangerschaftsabbrüchen unterhalten müssen. Dann muss auch die ÖVP Farbe bekennen und endlich vom Reden zum Tun kommen und kann sich nicht immer auf die Grünen, ihren Koalitionspartner, ausreden und einfach alles wegwischen. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Wir erinnern uns: Was war das für ein Gesetz, das uns diesen Zwang zur Notenvergabe gebracht hat? – Das war ein Gesetz, das unter Schwarz-Blau beschlossen wurde. Seither muss es ab der 2. Klasse Volksschule Noten geben, und zwar auch dann, wenn das dem pädagogischen Konzept eines Standorts im Weg steht und wenn es als störend empfunden wird. Ich verstehe die Sinnhaftigkeit dieser Mussbestimmung absolut nicht und finde ebenso wie die 23 000 Eltern, Lehrer und Kinder, die das hier drinnen (auf die Schultasche weisend) ausdrücken, dass wir diese Entscheidung an die Schule zurückgeben sollten, in die Autonomie des Standorts, an die Eltern – die PädagogInnen dort wissen schon, was sie tun. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich habe den Initiatoren und Initiatorinnen dieser Initiative versprochen, diese Schultasche weiterzutragen. Sie hat schon eine ziemlich weite Reise hinter sich: Wir waren gemeinsam im Petitionsausschuss, heute sind wir hier im Plenum und ich trage diese Schultasche weiter in den Unterrichtsausschuss. Ich verspreche den Initiatoren: Ich werde auch dort dem Minister diesen Brief vorlesen. Wir werden wieder darüber reden, und irgendwann einmal werdet ihr wahrscheinlich auch verstanden und gehört, weil das zu tun einfach das Richtige ist. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum anderen hat man auch für die Anliegen der Studierenden ein offenes Ohr gehabt. Ein guter Dialog kann viel bewegen, das sieht man an der heute beschlossenen UG-Novelle. Vieles, was man in der Krise gelernt hat, ist bereits da schon aufgegriffen worden und eingeflossen, etwa im Bereich digitaler Prüfungen. Die Anliegen der Studierenden sind also gehört worden, und den Intentionen dieser Petition wurde durchaus auch schon Rechnung getragen. (Beifall bei der ÖVP.) Die Studierenden haben es im letzten Jahr sicher nicht leicht gehabt, viele Unsicherheiten haben ihren Alltag geprägt. War das also ein verlorenes Semester? – Nein, sicher nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum anderen hat man auch für die Anliegen der Studierenden ein offenes Ohr gehabt. Ein guter Dialog kann viel bewegen, das sieht man an der heute beschlossenen UG-Novelle. Vieles, was man in der Krise gelernt hat, ist bereits da schon aufgegriffen worden und eingeflossen, etwa im Bereich digitaler Prüfungen. Die Anliegen der Studierenden sind also gehört worden, und den Intentionen dieser Petition wurde durchaus auch schon Rechnung getragen. (Beifall bei der ÖVP.) Die Studierenden haben es im letzten Jahr sicher nicht leicht gehabt, viele Unsicherheiten haben ihren Alltag geprägt. War das also ein verlorenes Semester? – Nein, sicher nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Darum möchte ich an die Studierenden auch ein großes Danke für ihr Engagement und ihren Einsatz richten, denn sie sind dafür verantwortlich, dass es für sie kein verlorenes Semester war. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte auch noch kurz auf die Bürgerinitiative betreffend „Die Ermöglichung der alternativen Leistungsbeurteilung ohne Noten im Rahmen der Schulautonomie“ eingehen, die Kollegin Hamann vorhin erwähnt hat. Wir haben die Möglichkeit gehabt, im Rahmen des Expertenhearings im Ausschuss auch darüber zu diskutieren. In den Koalitionsverhandlungen ist ja auch darüber gesprochen worden. Das System ist gerade umgestellt worden. Wir werden aber da sicher im Gespräch bleiben. Ich glaube auch, dass die Initiative durch die Zuweisung in den Unterrichtsausschuss dort auch in gebührender Form sachlich diskutiert werden kann. Das ist, glaube ich, sehr wichtig und richtig. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Das wurde von den Österreichischen Bundesforsten auch so umgesetzt, und somit ist den Menschen, und damit der Öffentlichkeit, wieder ein Stück öffentlicher Seezugang entzogen worden – durch die Österreichischen Bundesforste. Dass es deshalb eine Änderung des Bundesforstegesetzes braucht, liegt auf der Hand. Das zeigt nicht zuletzt die Stellungnahme, die von der Oberösterreich Tourismus GmbH eingelangt ist, aus der hervorgeht, dass sich die Bundesforste die öffentlichen Seezugänge auch bezahlen lassen, nämlich in Form von Pachtzahlungen der Gemeinden. Dass Gemeinden mit Steuergeld öffentlichen Seezugang erkaufen müssen, Kolleginnen und Kollegen, steht meines Erachtens ohnehin im Widerspruch zum Bundesforstegesetz und gehört dringend geändert. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Regierungsparteien nicht einmal bereit, eine weitere Diskussion im Ausschuss zuzulassen. Man hat diese Diskussion durch den Antrag der Grünen, die Miteinbringer sind, auf Kenntnisnahme verhindert – ich möchte dazusagen: vorerst verhindert. Es ist sicher noch nicht vorbei. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Glaub ich nicht!
Ich habe Sie im Ausschuss gefragt, welche Ausbaupläne vorhanden sind. Eine Antwort darauf habe ich von Ihnen nicht bekommen. Mir scheint es ein sehr fadenscheiniges Argument zu sein, zu behaupten, dass es Ausbaupläne gibt, da nach derzeitigem Stand unsere Frau Bundesministerin Tanner immer nur betont, dass es im „Sinne der Stärkung von Autarkie, Nachhaltigkeit und Regionalisierung“ diesbezüglich Überlegungen gibt, die überprüft werden müssen. Oder verwechseln Sie möglicherweise einen Umbau von Mannschaftsunterkünften mit notwendigen erforderlichen Maßnahmen für eine Sicherheitsinsel? (Ruf bei der ÖVP: Glaub ich nicht!)
Beifall bei der FPÖ.
Truppenübungsplatzes Allentsteig als dritte Sicherheitsinsel in Niederösterreich vorliegen, sondern man könnte so auch die ohnehin wirtschaftlich schwache Region enorm stärken. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das ist die Devise der Zukunft, deshalb ist das ein wichtiger Beitrag im Petitionsausschuss. Ich hoffe, dass wir weiterhin die Gemeinden unterstützen und alle tatkräftig mitarbeiten können. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die AUVA selbst ist ja praktisch im hundertprozentigen Besitz, wenn man so sagen will, der Sozialversicherung, deshalb auch eine kritische Bemerkung von mir – weil ja die SPÖ immer besonders sensibel ist, wenn es um Zurufe der Parteipolitik im Bereich der Selbstverwaltungskörperschaften oder der Sozialversicherung geht –: In diesem Fall sind anscheinend die Zurufe angebracht, und eines sollte gerade für die Medizin und für andere Dinge immer gelten, und zwar, dass der Inhalt vor der Form geht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Daran anschließend, liebe Kolleginnen und Kollegen, muss man halt eines schon noch sagen: Das Thema ist ja wirklich nicht vom Tisch – das stimmt! –, gerade bei uns in Oberösterreich. Wenn ich mir anschaue, was unser Klubobmann Gottfried Hirz in Oberösterreich in den letzten Jahren da erkämpft hat, nämlich die Aufnahme des freien Seezugangs in die Landesverfassung, dann erkenne ich einen klaren grünen Erfolg, und wenn ich mir auch anschaue, dass jetzt beispielsweise einige dieser Projekte eine Sonderprüfung durch den Landesrechnungshof in Oberösterreich bekommen, dann sehe ich auch das als einen klaren grünen Erfolg. Zu sagen, dass das Thema jetzt vom Tisch ist, ist genauso falsch, und ich weiß ganz genau, dass auch die Petitionsbetreiber da noch einiges vorhaben. Diesbezüglich wird es sicherlich noch weitergehen. Ich denke auch, wir werden dieses Thema noch bis auf Bundesebene in seiner Gesamtheit betrachten müssen, nicht nur Weyregg oder den Attersee als solche, sondern wir werden uns das noch einmal als Ganzes anschauen müssen. – Danke in diesem Sinne. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Was der Herrgott mit dem Wörthersee getrennt hat, hat der Mensch mit der Eisenbahn wieder zusammengeführt: Da dürfen wir nicht auf der halben Strecke stehen bleiben, da heißt es, dranzubleiben, mehr für den Lärmschutz zu tun. Das ist dann nicht nur ein Erfolg für eine Partei, sondern das ist ein Erfolg für die Bevölkerung und damit ein Erfolg für unsere Demokratie. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Niss.
Dass wir 50 Jahre später in Österreich Selbstbestimmungsrechte von Frauen verteidigen müssen, dass diese immer und immer wieder angegriffen werden, macht mich wirklich wütend. Das macht mich wütend! (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Niss.)
Beifall bei Grünen und SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Das macht mich wütend, weil diesen Angriffen ein bevormundendes Frauenbild zugrunde liegt, ein Frauenbild, das Frauen selbstbestimmte, gut informierte Entscheidungen über den eigenen Körper abspricht. In diesem Diskurs reihen sich auch Forderungen nach Statistiken zu Schwangerschaftsabbrüchen und Studien zur Motivlage von ungewollt Schwangeren ein. Was ist denn das Motiv, eine ungewollte Schwangerschaft abzubrechen? – Na, eine ungewollte Schwangerschaft abbrechen zu wollen, fertig, das ist das Motiv. (Beifall bei Grünen und SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und SPÖ.
Ich komme zum Schluss: Das Recht, über den eigenen Körper zu entscheiden, das Recht, darüber zu entscheiden, ob eine Schwangerschaft fortgesetzt oder abgebrochen wird, ist in zahlreichen internationalen Dokumenten und Empfehlungen zur reproduktiven Gesundheit zum Beispiel von der UNO oder auch von der WHO festgehalten. Dieses Recht ist für uns Grüne nicht verhandelbar! Das haben wir immer verteidigt, und das werden wir immer verteidigen. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Es gibt jetzt einen gemeinsamen Plan der niederösterreichischen Landesregierung und des Verkehrsministeriums und die Zusage für einen selektiven zweigleisigen Ausbau der Nordwestbahn bis 2032 mit zwei Paketen im Wert von 270 Millionen Euro. Das Paket eins umfasst bis 2027 alleine 78,2 Millionen Euro. Zusätzlich gilt es, zu erwähnen, dass bereits heuer im Herbst mit der Infrastrukturentwicklung für Phase zwei begonnen wird. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Danke an die niederösterreichische Landesregierung, unsere Landtagsabgeordneten aus dem Weinviertel und die vielen Weinviertler, die für die Verbesserung im öffentlichen Verkehr kämpfen! Gemeinsam bringen wir unser schönes Weinviertel auf Schiene. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Man sieht an diesem Beispiel: Bürgerinitiativen und Petitionen machen Sinn, sie tragen zur direkten Demokratie bei, und das eine oder andere Anliegen hat somit die Chance, so umgesetzt zu werden, wie es der Bevölkerung zumutbar ist. Daher möchte ich dazu ermutigen, dass wir diese Bürgerinitiativen und Petitionen weiterhin gezielt behandeln, in Ausschüsse einbringen, auch Stellungnahmen einfordern oder wie diesmal Hearings machen. Gesamt gesehen ist das, glaube ich, ein wichtiger Schritt in Richtung direkte Demokratie. – In diesem Sinne: vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Wir wissen, jedes dritte oder gar jedes zweite Kind in Österreich kommt nicht auf die Welt. Ich finde, das ist kein Ausdruck einer liberalen Haltung, für mich ist es einfach ideologische Blindheit, wenn wir dort nicht hinschauen, obwohl wir wissen, dass wir ein Thema haben. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Moriz war für uns die Basis dafür, dass wir unseren Weg so gegangen sind. Ich habe ihn um sein Einverständnis gebeten, dass ich heute diese Geschichte von uns als Familie, seine persönliche Geschichte erzählen darf. Wissen Sie, was er gesagt hat? – Mama, wenn es nur einer einzigen Frau in Österreich hilft oder wenn dadurch nur ein einziges Kind mehr auf die Welt kommt, dann ist es das 1 000-mal wert. – Moriz, ich bin stolz auf dich! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Erstens danke ich der Petition „Pro Wilhelminenberg 2030“. Die österreichische Unesco-Kommission hat festgestellt, dass es sich bei dem infrage stehenden Projekt um ein überdimensioniertes Bauprojekt handelt, und hat dazu klar Stellung genommen. Es befindet sich in der Entwicklungszone des Biosphärenparks Wienerwald, und es bedarf daher einer besseren, partizipativeren und verträglicheren Entwicklung, besser als für Bauprojekte, die außerhalb des Biosphärenparks sind. Ich danke den Initiatoren, insbesondere Stefan Trittner und seinen Mitstreitern. Wien muss konkrete Baurichtlinien für einen Biosphärenpark ausarbeiten. Wenn die rot-pinke Koalition in Wien wirklich ein Fortschritt sein will, dann soll sie die Zeit, in der das Bauprojekt jetzt noch schläft, nutzen, um eine ortsübliche und nachhaltige Alternative zu entwickeln. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Aktion Leben berät jährlich mehr als 1 000 Frauen in Konflikt- und Krisensituationen, manche Personen begleitet sie sogar zwei Jahre hindurch. Ich bin all ihren Beratern zutiefst verbunden und dankbar und glaube, dass wir alle hier ihre Arbeit sehr, sehr hoch wertschätzen und uns bei ihnen bedanken können. – Vielen, vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Das ist keine Meldung aus Österreich, das ist eine Meldung aus Deutschland, zum heutigen Tag. Dort wird genau angeführt, welche Schwangerschaftsabbrüche, in welcher Altersgruppe und warum. Was in anderen Ländern möglich ist, sollte doch auch bei uns möglich sein, meine sehr geehrten Damen und Herren. Solange wir keine Statistik haben, ist aber eines, glaube ich, wichtig, nämlich unser Ziel: alle Hilfe für schwangere Frauen und schwangere Väter; ich sage das ganz bewusst, denn es gehören immer beide dazu, und für beide brauchen wir in Konflikt- und Krisensituationen eine entsprechende Unterstützung. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Abg. Disoski: Niemand muss! Niemand!
Heute muss keine Frau eine Schwangerschaft fortführen, die das nicht möchte, aber wofür ich mich einsetze, ist, dass jede Frau eine Schwangerschaft fortführen kann, wenn sie das möchte. Das muss einfach möglich sein. Niemand soll eine Schwangerschaft abbrechen müssen, nur weil sie vielleicht Probleme mit dem Mann hat, weil sie Probleme mit der Wohnung hat, weil sie Probleme mit der Arbeit hat, weil sie kein Einkommen hat et cetera. (Abg. Disoski: Niemand muss! Niemand!)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Wichtig ist, Menschen in Konfliktsituationen zu helfen. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Damit ist es, glaube ich, wichtig, dass das Selbstbestimmungsrecht dann richtig und möglich ist, wenn man vollständige Informationen hat, sodass man frei entscheiden kann, wie man sich verhält.
Ruf bei der SPÖ: Das ist ja ein Wahnsinn!
Abschließend bitte ich nur um eines: Wenn wir über das Leben reden, sprechen wir respektvoll und wertschätzend darüber, denn das Leben ist schön. – Vielen Dank. (Ruf bei der SPÖ: Das ist ja ein Wahnsinn!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich stimme Herbert Pichler, dem Präsidenten des österreichischen Behindertenrates, in seiner Aussage, dass es nicht sein kann, dass das Leben eines behinderten ungeborenen Kindes weniger wert ist als das eines nicht behinderten, absolut zu. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bedanke mich bei den Initiatorinnen der Bürgerinitiativen „Fakten helfen!“ und „#Fairändern“, dass sie sich für dieses Thema einsetzen und sich auch für Menschen mit Behinderung starkmachen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Disoski: Frauenrechte sind Menschenrechte!
Abgeordnete Dr. Gudrun Kugler (ÖVP): Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Auch ich möchte zu den beiden Bürgerinitiativen „Fakten helfen!“ und „#Fairändern“ noch etwas sagen. Wie gehen wir mit dem menschlichen Leben an dessen Beginn um? (Abg. Disoski: Frauenrechte sind Menschenrechte!)
Zwischenruf der Abg. Disoski.
Ich zitiere aus dem Brief einer Sechsjährigen, die adoptiert wurde, an ihre leibliche Mutter: „Für“ Claudia „von“ Anna. „Ich heiße“ Anna. „Danke, dass Du mich nicht abgetrieben hast. Ich habe dich ganz lieb. Alles Gute, Deine“ Anna. (Zwischenruf der Abg. Disoski.)
Abg. Disoski: Kostenlose Verhütungsmittel zum Beispiel!
Susanne Raab hat vorigen Freitag in einer Presseaussendung gesagt, es sei die Aufgabe der Politik, „Rahmenbedingungen zu schaffen“, die ein „Ja zum Kind“ ermöglichen. (Abg. Disoski: Kostenlose Verhütungsmittel zum Beispiel!)
Zwischenruf der Abg. Disoski.
Ich möchte der SPÖ heute Danke sagen, und ich sage das ohne Ironie – denn durch die Arbeit der SPÖ haben wir in den letzten Jahren und Jahrzehnten gelernt, die Situation von Frauen, Frauen in ungewollten Schwangerschaften besser zu verstehen. Wir haben nachvollziehen können, wie tief die Verlassenheit ist, wie groß die Verzweiflung ist, unsere Carmen Jeitler hat aus ihrem eigenen Leben erzählt, viele haben das selber erlebt – aber wir sind im 21. Jahrhundert einen Schritt weiter: Wir wollen den gleichen Blick, den wir auf die Frau richten, auch auf das ungeborene Kind werfen. (Zwischenruf der Abg. Disoski.) Unser Denken ist nachhaltiger geworden, es ist ökologischer geworden: beide, Frau und Kind, sowohl als auch – nicht entweder oder! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte der SPÖ heute Danke sagen, und ich sage das ohne Ironie – denn durch die Arbeit der SPÖ haben wir in den letzten Jahren und Jahrzehnten gelernt, die Situation von Frauen, Frauen in ungewollten Schwangerschaften besser zu verstehen. Wir haben nachvollziehen können, wie tief die Verlassenheit ist, wie groß die Verzweiflung ist, unsere Carmen Jeitler hat aus ihrem eigenen Leben erzählt, viele haben das selber erlebt – aber wir sind im 21. Jahrhundert einen Schritt weiter: Wir wollen den gleichen Blick, den wir auf die Frau richten, auch auf das ungeborene Kind werfen. (Zwischenruf der Abg. Disoski.) Unser Denken ist nachhaltiger geworden, es ist ökologischer geworden: beide, Frau und Kind, sowohl als auch – nicht entweder oder! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Disoski.
Die Bürgerinitiativen fordern Maßnahmen betreffend ein Gesetz ein, das 50 Jahre alt ist und 50 Jahre lang nicht evaluiert worden ist. Viele dieser Ideen sind sinnvoll und sollten von uns auch geprüft werden. Ich möchte deswegen den Initiatorinnen dieser beiden Bürgerinitiativen danken: 120 000 Unterschriften insgesamt – bleiben Sie dran! (Zwischenruf der Abg. Disoski.)
Abg. Stögmüller: Sie können nur für die ÖVP sprechen!
Auch wir werden weiterhin dranbleiben und versuchen, Rahmenbedingungen zu schaffen, mit denen ein Ja zum Kind möglich ist. (Abg. Stögmüller: Sie können nur für die ÖVP sprechen!)
Beifall bei der ÖVP. – Rufe bei der SPÖ: Bitte!
„Ich heiße“ Anna. „Danke, dass Du mich nicht abgetrieben hast. Ich habe dich ganz lieb.“ (Beifall bei der ÖVP. – Rufe bei der SPÖ: Bitte!)
Beifall bei Grünen und SPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Abgeordnete Mag. Agnes Sirkka Prammer (Grüne): Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Als ich im Jänner 2020 im Parlament angelobt wurde, hätte ich nicht gedacht, dass ich ein gutes Jahr später hier stehe und eine Diskussion führen muss, die eigentlich schon seit langer Zeit abgeschlossen ist. (Beifall bei Grünen und SPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei Grünen und SPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Es kann doch nicht sein, dass wir heute hier darüber diskutieren, welche Entscheidungen wie zu begründen sind, unter welchen Voraussetzungen man welche Entscheidungen treffen darf und unter welchen Voraussetzungen einem Entscheidungen zugemutet werden können, zugemutet werden müssen oder nicht zugemutet werden dürfen! Es geht doch dabei nicht darum, dass man Leben gegen Leben ausspielt oder dass man Rechte unterschiedlicher Menschen auf Leben unterschiedlich bewertet – in welchem Jahrhundert leben wir denn, bitte? (Beifall bei Grünen und SPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei Grünen und SPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Es geht hier und heute wirklich einzig und allein darum, dass es möglich sein muss, eine Entscheidung zu treffen, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen, ohne sie begründen zu müssen – einfach nur, weil diese Entscheidung in diesem Moment so zu treffen ist. (Beifall bei Grünen und SPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei Grünen und SPÖ.
Es spricht auch nichts dagegen, zu sagen, man möchte sich dafür einsetzen, Situationen zu verbessern, Rahmenbedingungen zu verbessern – alles kann man verbessern! Es ist gut, dass man immer an der Verbesserung der Umstände arbeitet, immer an der Verbesserung unseres gemeinsamen Lebens und unserer gemeinsamen Lebensumstände arbeitet. Es ist sehr gut, dass man beispielsweise versucht, ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden – das wäre sehr leicht möglich, indem man zum Beispiel auch Verhütungsmittel gratis anbietet. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Beifall bei Grünen und SPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS.
gar nichts an diesen Regelungen ändern! – Danke. (Beifall bei Grünen und SPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie der Abg. Künsberg Sarre.
Abgeordnete Petra Bayr, MA MLS (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Mir ist auch jeder Schwangerschaftsabbruch, der nicht stattfinden muss, lieber – aber jeder Schwangerschaftsabbruch, der in Österreich stattfindet, ist das Recht einer Frau auf Selbstbestimmung! (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie der Abg. Künsberg Sarre.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Es geht darum, dass Frauen überall in dieser Republik in öffentlichen Spitälern im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten Zugang zu einem Schwangerschaftsabbruch haben sollten – davon sind wir leider meilenweit entfernt. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie der Abg. Künsberg Sarre.
Dafür sollten wir kämpfen, dafür sollten wir streiten, dafür zahlen sich auch BürgerInneninitiativen und Petitionen aus. Es geht um das Selbstbestimmungsrecht der Frauen, und über unseren politischen Willen hinweg, die wir da auf derselben Seite sitzen, wird da nichts geändert werden: keinen Millimeter zurück! (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie der Abg. Künsberg Sarre.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
getan, dass das umgehend erledigt wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.
Ich möchte mich bei den Unternehmern natürlich auch bedanken, weil die Unternehmer Außerordentliches leisten. Vor allem schauen sie auch darauf, dass die Arbeitsplätze in Österreich erhalten bleiben. Danke dafür. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Maximilian Lercher (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Minister! Sehr verehrte Damen und Herren! Ja, geschätzter Kollege Haubner, eines möchte ich immer und immer wieder betonen, nämlich den Kardinalfehler, den Sie am Beginn dieser Pandemie gemacht haben. NEOS, FPÖ und Sozialdemokratie haben eindringlich davor gewarnt. Mit dem Aushebeln des Epidemiegesetzes haben Sie die KMUs zu Bittstellern degradiert und ihnen die Rechtssicherheit, die sie ansonsten gehabt hätten, genommen. (Beifall bei der SPÖ.) Das war und ist ein Kardinalfehler.
Abg. Pfurtscheller: Das stimmt nicht! ...!
Der zweite Fehler, der jetzt immer stärker sichtbar wird und bei dem wir wahrscheinlich noch sehen werden, was noch alles ans Licht kommt, war der Kostendeckel von 200 Millionen Euro bei der Impfstoffbeschaffung, der zweite riesengroße Fehler auch für die Wirtschaft in diesem Land (Abg. Pfurtscheller: Das stimmt nicht! ...!), denn ein Tag Lockdown kostet 200 Millionen Euro. Der Geiz, den Sie bei der Impfstoffbeschaffung an den Tag gelegt haben, ist ein immenser Schaden für die so viel beschworenen Klein- und Mittelbetriebe. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Hanger und Zarits.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Hanger und Zarits.
Der zweite Fehler, der jetzt immer stärker sichtbar wird und bei dem wir wahrscheinlich noch sehen werden, was noch alles ans Licht kommt, war der Kostendeckel von 200 Millionen Euro bei der Impfstoffbeschaffung, der zweite riesengroße Fehler auch für die Wirtschaft in diesem Land (Abg. Pfurtscheller: Das stimmt nicht! ...!), denn ein Tag Lockdown kostet 200 Millionen Euro. Der Geiz, den Sie bei der Impfstoffbeschaffung an den Tag gelegt haben, ist ein immenser Schaden für die so viel beschworenen Klein- und Mittelbetriebe. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Hanger und Zarits.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! In den Sonntagsreden sind die KMUs gut herzunehmen, aber in der politischen Tat kommen sie nicht vor, geschätzte ÖVP. Ich sage es Ihnen ganz ehrlich: Neben den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sind die KMUs die Nettozahler in unser System, und die brauchen Planungssicherheit. Die bekommen sie aber nicht, sondern sie bekommen Ankündigungen, immer wieder neue Termine, aber sie bekommen keine Klarheit, keine Planungssicherheit. Das haben sich die Nettozahler in unser System wirklich nicht verdient. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Zarits: Ein zarter Applaus!
Abgeordneter Erwin Angerer (FPÖ): Herr Präsident! Frau Minister! Geschätzte Damen und Herren! Hohes Haus! Ja, Herr Kollege Haubner, dass du die KMUs als wichtige Säule von Österreichs Wirtschaft erwähnt hast, ist mir bewusst. Ich wundere mich nur immer noch mehr, wie schändlich Teile dieser Wirtschaft von euch im Stich gelassen werden, von der Österreichischen Volkspartei, die sich einmal als Wirtschaftspartei in diesem Land betrachtet hat. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Zarits: Ein zarter Applaus!)
Abg. Hanger: Ganz ohne Richtlinien! Es gibt ja keine Richtlinien! Die machen das nur so!
Diese Cofag bekommt von euch 15 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, von einer parlamentarischen Kontrolle völlig losgelöst. Ich habe es das letzte Mal schon erwähnt. Damit man sich veranschaulichen kann, wie groß diese Summe ist: 10 Milliarden bekommen alle Gemeinden Österreichs pro Jahr aus dem Steuertopf, 15 Milliarden bekommen da zwei Geschäftsführer zur Verteilung, ein grüner und ein türkiser Geschäftsführer. (Abg. Hanger: Ganz ohne Richtlinien! Es gibt ja keine Richtlinien! Die machen das nur so!) 15 Milliarden Euro: Die Unternehmen, die betroffen sind, bekommen davon nichts.
Beifall bei der FPÖ.
Da die SPÖ heute unseren Antrag für den 1 000-Euro-Gutschein einbringt, brauchen wir das nicht zu machen. Wir werden ihm natürlich zustimmen. Es freut uns, dass die SPÖ diesen Antrag übernommen hat. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Elisabeth Götze (Grüne): Herr Präsident! Wertes Hohes Haus! Sehr geehrte Frau Ministerin! Recht spät am Abend wird so ein wichtiges Thema behandelt. Wir sprechen anlässlich dieses Berichts, den wir bekommen haben, über KMUs, Klein- und Mittelbetriebe. Dies ist ein guter Anlass, darüber zu sprechen, wie wichtig KMUs für die Wirtschaft Österreichs und für uns alle sind. Über 99 Prozent der Betriebe in Österreich sind Klein- und Mittelbetriebe. Es sind 350 000 Unternehmen, die über zwei Millionen Arbeitsplätze in ganz Österreich bieten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zwei Punkte sind mir besonders wichtig. Es sind auch sehr viele Einpersonenunternehmen und Start-ups unter den KMUs: 2 000 Start-ups mit zunehmend mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Zahl ist auf durchschnittlich zehn Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen gestiegen. Fast 60 Prozent von ihnen sind Green Start-ups, also im ökologischen Bereich tätig. Ich glaube, das ist eine schöne Sache. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Frauen rücken in Unternehmen vor: Bei den EPUs sind es fast 50 Prozent. Unternehmensgründungen, auch von Start-ups, werden sehr häufig von Frauen vorgenommen. Leider sind aber in den Führungspositionen noch nicht so viele Frauen, wie ich mir, und ich glaube, wir alle uns wünschen würden, weil es für die Wirtschaft gut wäre. Wir wissen, dass Unternehmen, die von Frauen geführt sind, also zum Beispiel auch Frauen im Vorstand haben, resilienter und erfolgreicher sind. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Lercher
Wie bereiten wir uns darauf vor? – Wir haben ein neues Insolvenzrecht geschaffen: eine Restrukturierungs- und Insolvenz-Richtlinie, nach der die Entschuldungsdauer sowohl für Unternehmen als auch für auch Private einheitlich drei Jahre beträgt. Dies ist ein ganz wichtiges neues Instrument. Was wir etablieren wollen, ist eine Kultur der zweiten Chance. Es ist in Ordnung, zu scheitern, das ist auch Teil des unternehmerischen Wandels (Zwischenruf des Abg. Lercher), wenn man so will. In den USA ist es zum Beispiel ganz selbstverständlich, einmal zu scheitern, erst dann ist man ein gestandener Unternehmer, eine gestandene Unternehmerin. In diese Richtung muss es gehen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Lercher.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Lercher.
Wie bereiten wir uns darauf vor? – Wir haben ein neues Insolvenzrecht geschaffen: eine Restrukturierungs- und Insolvenz-Richtlinie, nach der die Entschuldungsdauer sowohl für Unternehmen als auch für auch Private einheitlich drei Jahre beträgt. Dies ist ein ganz wichtiges neues Instrument. Was wir etablieren wollen, ist eine Kultur der zweiten Chance. Es ist in Ordnung, zu scheitern, das ist auch Teil des unternehmerischen Wandels (Zwischenruf des Abg. Lercher), wenn man so will. In den USA ist es zum Beispiel ganz selbstverständlich, einmal zu scheitern, erst dann ist man ein gestandener Unternehmer, eine gestandene Unternehmerin. In diese Richtung muss es gehen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Lercher.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Lercher.
Um Unternehmen zu unterstützen, wollen wir aber verhindern, dass es so weit kommt, und daher Beratung am Beispiel Restart anbieten. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Lercher.) Wie können Unternehmen sich neu orientieren, umpositionieren, neue Geschäftsmodelle entwickeln, um in eine gute Zukunft zu gehen? Das wird kommen, diese Form von Unterstützung bieten wir Unternehmen an.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
den nächsten Jahren welche tätigen. Sie mussten ja bisher zum Teil nur den Antrag stellen und werden diese Investitionen in den nächsten eineinhalb Jahren abwickeln: ökologische und digitale Investitionen, die den Unternehmen eine Zukunft ermöglichen. Genau darum geht es. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein letzter Punkt: Ich habe von Fachkräften gesprochen, und daher möchte ich auch darauf hinweisen, dass der Lehrlingsbonus absichern soll, dass Unternehmen weiterhin Lehrlinge beschäftigen können. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei NEOS und ÖVP.
Abgeordneter Josef Schellhorn (NEOS): Herr Präsident! Frau Minister! Und Frau Minister Schramböck wahrscheinlich vor dem Fernsehschirm! Kollege Haubner hat mir das Stichwort Cofag gegeben: Ich habe Herrn Perner letzte Woche angegriffen, und ich stehe nicht an, mich für Stil und Form zu entschuldigen. Ich habe das schon schriftlich bei ihm gemacht, und möchte das auch offiziell noch einmal tun, weil es auch dazugehört, Fehler einzugestehen und dafür geradezustehen. (Beifall bei NEOS und ÖVP.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Ich möchte nur erwähnen, wie schnell es damals bei der AUA gegangen ist und wie langsam die Hilfen bei den Klein- und Mittelbetrieben laufen, und wie problematisch das Ganze ist. (Beifall bei NEOS und SPÖ.) Dazu muss man auch ein klares Verhältnis haben, und da muss man sagen: Was wir bräuchten, sind vor allem Hilfsinstrumente von höchster Qualität und kein improvisiertes Korsett.
Abg. Kassegger: Nein!
vielleicht doch irgendwann einmal eine Gewerbeordnungsreform angehen? (Abg. Kassegger: Nein!) – Vielleicht doch, jedes Jahr steht das wieder drinnen.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Was wir jetzt brauchen, ist Risikokapitalbereitstellung, was wir jetzt brauchen, ist Mezzaninkapital, was wir jetzt brauchen, sind vielleicht auch Anleihesysteme wie Tourismusanleihen et cetera. Das bräuchten wir, um die Unternehmen zu retten, dann können wir darüber nachdenken, wie wir die regulatorischen Hürden abbauen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Stefan: Schweiz? – Abg. Schellhorn: Schweiz?
In einer Situation wie dieser, in einer Pandemie, wie wir sie in den letzten 100 Jahren nicht gesehen haben, in der wir zu Beginn die wirtschaftlichen Auswirkungen nicht prognostizieren konnten, läuft nicht alles perfekt. Schauen wir aber einmal über den Tellerrand, liebe Kollegen, nach Europa, beispielsweise in unsere Nachbarländer! Reden Sie einmal mit Unternehmen, die auch dort unternehmerisch tätig sind und fragen Sie sie, welche Hilfen sie dort bekommen haben! (Abg. Stefan: Schweiz? – Abg. Schellhorn: Schweiz?) Lesen wir zum Beispiel Interviews mit dem deutschen Wirtschaftsminister Altmaier, der sehr in die Kritik gekommen ist, wie auch die deutsche Bundesregierung.
in Richtung Abg. Schellhorn
Lesen Sie einmal, was sich dort abspielt und vergleichen Sie dann unser Modell mit anderen – es wäre nett, wenn man (in Richtung Abg. Schellhorn) zuhört, aber ist in Ordnung, ich nehme es zur Kenntnis –, denn ich glaube, der Vergleich kann uns durchaus sicher machen, dass das Modell, das wir hier in Österreich implementiert haben, nämlich mit dieser Abwicklungsgesellschaft – die Cofag, die Sie immer kritisieren –, ein sehr, sehr gutes Modell ist. Wenn Sie sich anschauen, welche Hilfsgelder bei den Unternehmen in welchem Ausmaß angekommen sind, welche Zahl der betroffenen Unternehmen bereits Geld bekommen hat und das vergleichen, dann, glaube ich, würden Sie – wenn Sie es objektiv angehen – hier eine andere Rede halten, Herr Kollege.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zum Abschluss: Die Klein- und Mittelbetriebe, das ist heute schon erwähnt worden, sind aus meiner Sicht nicht „nur“ – unter Anführungszeichen – das Rückgrat des Wirtschaftsstandortes, sondern gerade in Zeiten wie diesen kristallisiert sich immer mehr heraus, dass Klein- und Mittelbetriebe auch ganz wesentlich für unsere Gesellschaft sind: einerseits, auch das wurde schon gesagt, weil sie junge Menschen ausbilden und ihnen somit eine Perspektive geben – dafür kann man ihnen nur danken –, und andererseits – dafür gebührt zumindest von unserer Seite auch Hochachtung und Respekt – deswegen, weil Klein- und Mittelbetriebe, speziell auch Familienbetriebe, auch in einer Krise wie dieser sehr sorgsam mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umgehen und schauen, dass es ihnen auch halbwegs gut geht, und weil sie ihre Betriebe auf so einem Stand halten, dass sie auch nachher wieder für Beschäftigung sorgen können. – Dafür gebührt unser großes Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Rechnung werden die KMUs bezahlen, das sind die klein- und mittelständischen Unternehmen, das sind die Familienunternehmen. Die Rechnung werden nicht Amazon, die Pharmaindustrie oder sonstige Große bezahlen – die sind die Profiteure dieser Krise. Wir haben auch schon gehört, dass von Unternehmen, die Staatshilfen kassieren, Dividenden in Höhe von Millionen ausgeschüttet werden. Das ist auch nicht in Ordnung. Die KMUs sehen ganz, ganz schweren Zeiten entgegen, und schuld ist nicht das Virus, sondern die Maßnahmen, die Sie machen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kassegger: Ja eh, dann frag...! – Abg. Angerer: Das wissen wir schon lang!
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren zu Hause vor den Fernsehschirmen! Zur vorherigen Rede: Herr Kollege Kassegger! Ich komme da nicht mit (Abg. Kassegger: Ja eh, dann frag...! – Abg. Angerer: Das wissen wir schon lang!), wenn Sie hier stehen und sagen, diese Regierung macht die Klein- und Mittelbetriebe wirtschaftlich kaputt, weil sie sie zusperrt. (Zwischenruf des Abg. Wurm.) Ich glaube, es erübrigt sich alles, denn für euch gibt es Corona nicht, die Menschenleben, die am Spiel stehen, die werden in Kauf genommen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger und Stefan.) Seid mir nicht böse, aber darüber diskutiere ich nicht einmal – wenn man Corona so verleugnet wie ihr –, denn das ist einfach nicht richtig! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Wurm.
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren zu Hause vor den Fernsehschirmen! Zur vorherigen Rede: Herr Kollege Kassegger! Ich komme da nicht mit (Abg. Kassegger: Ja eh, dann frag...! – Abg. Angerer: Das wissen wir schon lang!), wenn Sie hier stehen und sagen, diese Regierung macht die Klein- und Mittelbetriebe wirtschaftlich kaputt, weil sie sie zusperrt. (Zwischenruf des Abg. Wurm.) Ich glaube, es erübrigt sich alles, denn für euch gibt es Corona nicht, die Menschenleben, die am Spiel stehen, die werden in Kauf genommen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger und Stefan.) Seid mir nicht böse, aber darüber diskutiere ich nicht einmal – wenn man Corona so verleugnet wie ihr –, denn das ist einfach nicht richtig! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger und Stefan.
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren zu Hause vor den Fernsehschirmen! Zur vorherigen Rede: Herr Kollege Kassegger! Ich komme da nicht mit (Abg. Kassegger: Ja eh, dann frag...! – Abg. Angerer: Das wissen wir schon lang!), wenn Sie hier stehen und sagen, diese Regierung macht die Klein- und Mittelbetriebe wirtschaftlich kaputt, weil sie sie zusperrt. (Zwischenruf des Abg. Wurm.) Ich glaube, es erübrigt sich alles, denn für euch gibt es Corona nicht, die Menschenleben, die am Spiel stehen, die werden in Kauf genommen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger und Stefan.) Seid mir nicht böse, aber darüber diskutiere ich nicht einmal – wenn man Corona so verleugnet wie ihr –, denn das ist einfach nicht richtig! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren zu Hause vor den Fernsehschirmen! Zur vorherigen Rede: Herr Kollege Kassegger! Ich komme da nicht mit (Abg. Kassegger: Ja eh, dann frag...! – Abg. Angerer: Das wissen wir schon lang!), wenn Sie hier stehen und sagen, diese Regierung macht die Klein- und Mittelbetriebe wirtschaftlich kaputt, weil sie sie zusperrt. (Zwischenruf des Abg. Wurm.) Ich glaube, es erübrigt sich alles, denn für euch gibt es Corona nicht, die Menschenleben, die am Spiel stehen, die werden in Kauf genommen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger und Stefan.) Seid mir nicht böse, aber darüber diskutiere ich nicht einmal – wenn man Corona so verleugnet wie ihr –, denn das ist einfach nicht richtig! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer, Kassegger und Wurm
Ich meine, dass die Oppositionsparteien nicht herauskommen können und zu einem Bericht (Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer, Kassegger und Wurm), der die Klein- und Mittelwirtschaft betrifft, sagen: Das, was die Regierung macht, ist eigentlich gut gewesen, das ist gescheit gewesen!, das verstehe ich, aber wenn man dann hier herauskommt (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wurm) – lügen darf ich hier nicht sagen, sonst kriege ich einen Ordnungsruf, und den möchte ich nicht haben, denn ich habe in 15 Jahren noch keinen bekommen – und bewusst die Unwahrheit spricht, dann kann ich nur sagen: Kollege Lercher, es ist schon x-mal vom Kanzler, vom Gesundheitsminister, vom Finanzminister auf den Tisch gelegt worden, dass die Beschaffung der restlichen Impfstoffe nicht am Geld gescheitert ist! Sie kommen hier heraus und behaupten einfach das Gegenteil. Ich sage ganz ehrlich – es gibt ja auch Zuschauer –: Wundert euch nicht (Zwischenruf des Abg. Schellhorn), wenn zum Teil viele, viele hier herinnen nicht mehr ernst genommen werden!
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wurm
Ich meine, dass die Oppositionsparteien nicht herauskommen können und zu einem Bericht (Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer, Kassegger und Wurm), der die Klein- und Mittelwirtschaft betrifft, sagen: Das, was die Regierung macht, ist eigentlich gut gewesen, das ist gescheit gewesen!, das verstehe ich, aber wenn man dann hier herauskommt (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wurm) – lügen darf ich hier nicht sagen, sonst kriege ich einen Ordnungsruf, und den möchte ich nicht haben, denn ich habe in 15 Jahren noch keinen bekommen – und bewusst die Unwahrheit spricht, dann kann ich nur sagen: Kollege Lercher, es ist schon x-mal vom Kanzler, vom Gesundheitsminister, vom Finanzminister auf den Tisch gelegt worden, dass die Beschaffung der restlichen Impfstoffe nicht am Geld gescheitert ist! Sie kommen hier heraus und behaupten einfach das Gegenteil. Ich sage ganz ehrlich – es gibt ja auch Zuschauer –: Wundert euch nicht (Zwischenruf des Abg. Schellhorn), wenn zum Teil viele, viele hier herinnen nicht mehr ernst genommen werden!
Zwischenruf des Abg. Schellhorn
Ich meine, dass die Oppositionsparteien nicht herauskommen können und zu einem Bericht (Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer, Kassegger und Wurm), der die Klein- und Mittelwirtschaft betrifft, sagen: Das, was die Regierung macht, ist eigentlich gut gewesen, das ist gescheit gewesen!, das verstehe ich, aber wenn man dann hier herauskommt (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wurm) – lügen darf ich hier nicht sagen, sonst kriege ich einen Ordnungsruf, und den möchte ich nicht haben, denn ich habe in 15 Jahren noch keinen bekommen – und bewusst die Unwahrheit spricht, dann kann ich nur sagen: Kollege Lercher, es ist schon x-mal vom Kanzler, vom Gesundheitsminister, vom Finanzminister auf den Tisch gelegt worden, dass die Beschaffung der restlichen Impfstoffe nicht am Geld gescheitert ist! Sie kommen hier heraus und behaupten einfach das Gegenteil. Ich sage ganz ehrlich – es gibt ja auch Zuschauer –: Wundert euch nicht (Zwischenruf des Abg. Schellhorn), wenn zum Teil viele, viele hier herinnen nicht mehr ernst genommen werden!
Abg. Angerer: Ja, ja, gut!
Herr Kollege Angerer! Zu sagen, die Großen profitieren von den Hilfen in der Pandemie und die Kleinen sind die Draufzahler, das ist – Lüge darf ich nicht sagen – eine komplette Unwahrheit. (Abg. Angerer: Ja, ja, gut!) Frag bei dir daheim im Mölltal die Gastronomiebetriebe, frag sie, ob sie das Geld bekommen haben, ja oder nein! Und ich erwarte mir von dir etwas – als Kärntner sage ich du zu dir –: Sag hier die Wahrheit und sag nicht wieder die Unwahrheit, wie du es jetzt getan hast! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Angerer. – Abg. Wurm: ... nicht einmal die ... bekommen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Angerer. – Abg. Wurm: ... nicht einmal die ... bekommen!
Herr Kollege Angerer! Zu sagen, die Großen profitieren von den Hilfen in der Pandemie und die Kleinen sind die Draufzahler, das ist – Lüge darf ich nicht sagen – eine komplette Unwahrheit. (Abg. Angerer: Ja, ja, gut!) Frag bei dir daheim im Mölltal die Gastronomiebetriebe, frag sie, ob sie das Geld bekommen haben, ja oder nein! Und ich erwarte mir von dir etwas – als Kärntner sage ich du zu dir –: Sag hier die Wahrheit und sag nicht wieder die Unwahrheit, wie du es jetzt getan hast! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Angerer. – Abg. Wurm: ... nicht einmal die ... bekommen!)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wurm
Diese Hilfen, die von dieser Regierung aufgebaut worden sind – und jeder, der sich damit auseinandersetzt, weiß, wie sie aufgebaut worden sind (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wurm), sind so aufgebaut, dass die Klein- und Mittelbetriebe die höchstmöglichen Unterstützungen bekommen (Abg. Wurm: ... gar nicht ...!) und die großen Betriebe im Verhältnis wesentlich weniger, weil die Unterstützungen nach oben hin gedeckelt sind. (Abg. Wurm: Gabriel ...!) Ihr kommt hier heraus und sagt, es profitieren nur die Großen. (Abg. Wurm: Gabriel, geh bitte! – Ruf bei der FPÖ: Das ist ein Wahnsinn! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) So viel Anstand erwarte ich mir von den Oppositionsparteien: Bitte bleibt wenigstens so viel bei der Wahrheit und verleugnet nicht die Wahrheit, denn das ist nicht okay in dieser schwierigen Zeit, in der wir momentan sind! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Wurm: ... seit drei Monaten warten sie!)
Abg. Wurm: ... gar nicht ...!
Diese Hilfen, die von dieser Regierung aufgebaut worden sind – und jeder, der sich damit auseinandersetzt, weiß, wie sie aufgebaut worden sind (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wurm), sind so aufgebaut, dass die Klein- und Mittelbetriebe die höchstmöglichen Unterstützungen bekommen (Abg. Wurm: ... gar nicht ...!) und die großen Betriebe im Verhältnis wesentlich weniger, weil die Unterstützungen nach oben hin gedeckelt sind. (Abg. Wurm: Gabriel ...!) Ihr kommt hier heraus und sagt, es profitieren nur die Großen. (Abg. Wurm: Gabriel, geh bitte! – Ruf bei der FPÖ: Das ist ein Wahnsinn! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) So viel Anstand erwarte ich mir von den Oppositionsparteien: Bitte bleibt wenigstens so viel bei der Wahrheit und verleugnet nicht die Wahrheit, denn das ist nicht okay in dieser schwierigen Zeit, in der wir momentan sind! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Wurm: ... seit drei Monaten warten sie!)
Abg. Wurm: Gabriel ...!
Diese Hilfen, die von dieser Regierung aufgebaut worden sind – und jeder, der sich damit auseinandersetzt, weiß, wie sie aufgebaut worden sind (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wurm), sind so aufgebaut, dass die Klein- und Mittelbetriebe die höchstmöglichen Unterstützungen bekommen (Abg. Wurm: ... gar nicht ...!) und die großen Betriebe im Verhältnis wesentlich weniger, weil die Unterstützungen nach oben hin gedeckelt sind. (Abg. Wurm: Gabriel ...!) Ihr kommt hier heraus und sagt, es profitieren nur die Großen. (Abg. Wurm: Gabriel, geh bitte! – Ruf bei der FPÖ: Das ist ein Wahnsinn! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) So viel Anstand erwarte ich mir von den Oppositionsparteien: Bitte bleibt wenigstens so viel bei der Wahrheit und verleugnet nicht die Wahrheit, denn das ist nicht okay in dieser schwierigen Zeit, in der wir momentan sind! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Wurm: ... seit drei Monaten warten sie!)
Abg. Wurm: Gabriel, geh bitte! – Ruf bei der FPÖ: Das ist ein Wahnsinn! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Diese Hilfen, die von dieser Regierung aufgebaut worden sind – und jeder, der sich damit auseinandersetzt, weiß, wie sie aufgebaut worden sind (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wurm), sind so aufgebaut, dass die Klein- und Mittelbetriebe die höchstmöglichen Unterstützungen bekommen (Abg. Wurm: ... gar nicht ...!) und die großen Betriebe im Verhältnis wesentlich weniger, weil die Unterstützungen nach oben hin gedeckelt sind. (Abg. Wurm: Gabriel ...!) Ihr kommt hier heraus und sagt, es profitieren nur die Großen. (Abg. Wurm: Gabriel, geh bitte! – Ruf bei der FPÖ: Das ist ein Wahnsinn! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) So viel Anstand erwarte ich mir von den Oppositionsparteien: Bitte bleibt wenigstens so viel bei der Wahrheit und verleugnet nicht die Wahrheit, denn das ist nicht okay in dieser schwierigen Zeit, in der wir momentan sind! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Wurm: ... seit drei Monaten warten sie!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Wurm: ... seit drei Monaten warten sie!
Diese Hilfen, die von dieser Regierung aufgebaut worden sind – und jeder, der sich damit auseinandersetzt, weiß, wie sie aufgebaut worden sind (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wurm), sind so aufgebaut, dass die Klein- und Mittelbetriebe die höchstmöglichen Unterstützungen bekommen (Abg. Wurm: ... gar nicht ...!) und die großen Betriebe im Verhältnis wesentlich weniger, weil die Unterstützungen nach oben hin gedeckelt sind. (Abg. Wurm: Gabriel ...!) Ihr kommt hier heraus und sagt, es profitieren nur die Großen. (Abg. Wurm: Gabriel, geh bitte! – Ruf bei der FPÖ: Das ist ein Wahnsinn! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) So viel Anstand erwarte ich mir von den Oppositionsparteien: Bitte bleibt wenigstens so viel bei der Wahrheit und verleugnet nicht die Wahrheit, denn das ist nicht okay in dieser schwierigen Zeit, in der wir momentan sind! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Wurm: ... seit drei Monaten warten sie!)
Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Wurm und Obernosterer.
Abgeordneter Mag. Christian Ragger (FPÖ): Jetzt hat er schon einen ganz roten Kopf, der Gabi. (Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Wurm und Obernosterer.) – Jetzt bin ich dran! Still! (Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und Grünen.)
Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und Grünen.
Abgeordneter Mag. Christian Ragger (FPÖ): Jetzt hat er schon einen ganz roten Kopf, der Gabi. (Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Wurm und Obernosterer.) – Jetzt bin ich dran! Still! (Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und Grünen.)
in Richtung Abg. Obernosterer
Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Präsident! Vielleicht darf ich einmal einsteigen: Blödsinn darf man nicht sagen, aber man könnte sagen, eine Nichtübereinstimmung von Wirklichkeit und Vorstellung, Irrtum. Wenn du (in Richtung Abg. Obernosterer) deinen eigenen KMU-Bericht gelesen hättest, dann würdest du da drinnen drei Fakten sehen: Das erste Faktum ist, dass es im Jahr 2020 10 Prozent Umsatzeinbußen bei allen Klein- und Mittelbetrieben gab. (Zwischenrufe der Abgeordneten Obernosterer und Sieber.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Obernosterer und Sieber.
Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Präsident! Vielleicht darf ich einmal einsteigen: Blödsinn darf man nicht sagen, aber man könnte sagen, eine Nichtübereinstimmung von Wirklichkeit und Vorstellung, Irrtum. Wenn du (in Richtung Abg. Obernosterer) deinen eigenen KMU-Bericht gelesen hättest, dann würdest du da drinnen drei Fakten sehen: Das erste Faktum ist, dass es im Jahr 2020 10 Prozent Umsatzeinbußen bei allen Klein- und Mittelbetrieben gab. (Zwischenrufe der Abgeordneten Obernosterer und Sieber.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Schellhorn.
Das dritte Faktum ist, dass das Eigenkapital von 33 Prozent auf 25 Prozent gesunken ist. Also erzähl mir nichts! Was du zu uns sagst, dass wir hier dauernd lügen, das stimmt nicht – das steht in deinem Bericht. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Schellhorn.)
Abg. Obernosterer: ... die Wahrheit!
Aber ich gebe dir woanders recht, nämlich woran wir zu arbeiten haben. (Abg. Obernosterer: ... die Wahrheit!) Es ist sicherlich richtig, dass Österreich eine sehr gute Kultur in Forschung und Entwicklung hat. Ich weiß das selber, wir haben einen Betrieb bei uns in Kärnten, den wir begleiten, der liegt auf 1 500 m Seehöhe, ist mit 99 Prozent Exportweltmeister von Harvesterproduktion, liefert von Japan bis Südamerika, und ist vorbildlich – 15 Prozent von seinem Gewinn steckt er in Forschung und Entwicklung. Das wird auch vom österreichischen Staat unterstützt, das passt auch gut.
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Ich gebe dir aber auch das gegenteilige Beispiel, und da kann ich dem Kollegen von den NEOS nur beipflichten: Regulatoren haben wir en masse und das hat letztendlich eure Wirtschaftskammer produziert. Wir haben in Österreich das größte Lithiumvorkommen Europas, und man braucht für eine blöde forstrechtliche Genehmigung sechs Monate, damit wir einen Probebetrieb, eine Bohrung durchführen können. Wie will man jemals Lithium für irgendeine Batterienherstellung produzieren, wenn wir regulatorisch so behindert werden? (Zwischenruf des Abg. Hörl.) – Zweiter Punkt.
Beifall des Abg. Schellhorn
Der dritte Punkt ist: Wir müssen neue Finanzierungsmöglichkeiten finden, weil das, wie es ist, letztendlich ein Diktat der Raiffeisen ist. Wir haben alles noch immer auf Kredit finanziert (Beifall des Abg. Schellhorn), und wir denken nicht einmal darüber nach, Alternativen zu wählen, wie es andere Staaten auch machen.
Beifall bei der FPÖ.
Wenn wir diese Aufgaben erledigt haben, dann kannst du uns irgendwann einmal sagen: Das ist keine Lüge mehr, das ist die Wahrheit, das sind die Klein- und Mittelbetriebe in Österreich! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.
bei 54 000 Lehrlingen. Ich möchte vor allem die duale Lehrausbildung ansprechen – und ja, lieber Kollege Schellhorn, du hast die Wirtschaftskammer angesprochen, die Wirtschaftskammer ist verantwortlich für die erfolgreiche Lehrausbildung in Österreich – und mich im Speziellen bei den Lehrlingen für ihre Leistungen bedanken. Die Wirtschaftskraft hängt mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, mit den Lehrlingen zusammen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Da muss ich dir schon sagen: Schau dir den Wiener Bürgermeister an! Vor ein paar Tagen hat er noch gesagt: Wir werden die Schanigärten aufsperren!, und schau, was heute die Lösung ist! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Doskozil hat vor ein paar Tagen gesagt: Wir sperren die Thermen auf!, und was ist heute die Lösung? – Wir müssen den Tatsachen in die Augen schauen. Ich möchte hier niemandem etwas vorwerfen, wir sind in einer Pandemie, das ist eine besondere Herausforderung und natürlich in der Planbarkeit nicht auf Knopfdruck vorauszuplanen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich bin positiv und habe Zuversicht! Das brauchen wir, denn Wirtschaft spielt sich auch im Kopf ab und nicht nur mit Jammern und Zahlen. Ich bin positiv, dass wir die nächsten zehn Wochen noch gut überstehen müssen und dass wir dann mit den Impfungen sowie mit Testen, Testen, Testen schrittweise zur Normalität zurückkommen, damit wir auch in Zukunft mit den KMUs die Säule der österreichischen Wirtschaft und des Einkommens bilden können. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
in Richtung Bundesminister Nehammer
†Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ)|: Herr Präsident! Jetzt habe ich (in Richtung Bundesminister Nehammer) den anderen Bundesminister da, der sollte die Vertretung von Bundesministerin Schramböck sein, für die ich an dieser Stelle hoffe, dass ihre Quarantäne bald vorbei ist; ich glaube, dass sie selbst nicht betroffen ist.
in Richtung Abg. Pöttinger
Was ich lustig finde, weil Sie (in Richtung Abg. Pöttinger) den Kopf schütteln, Herr Kollege: Ihr Bundeskanzler Kurz geht auf Rudi Anschober los und sagt, dass dieser seine
Beifall bei SPÖ und FPÖ.
Beamten nicht im Griff hat, dass er die doch von dort entfernen sollte. Vielleicht sollte die ÖVP einmal anfangen, nicht am Rockzipfel der Beamten zu hängen und vernünftige Maßnahmen zum Schutz eines 150-jährigen Berufsstandes zu ermöglichen und nicht dem erstbesten Baumeister zu ermöglichen, mit Siegel und Bundeswappen in den Beruf einzudringen. Das wäre Rückgrat gewesen, Herr Kollege, und das können Sie gleich erklären, wenn Sie die Ablehnung formulieren. – Danke. (Beifall bei SPÖ und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Wurm.
Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Pöttinger. – Bitte. (Zwischenruf des Abg. Wurm.)
Abg. Matznetter: Nein, das ist falsch! ...!
Jetzt zu dem von der SPÖ vorgelegten Abänderungsantrag: Diesem können wir nicht zustimmen, Herr Kollege Matznetter, denn Sie wissen ganz genau, dass dies dem EuGH-Urteil nicht entsprechen würde. (Abg. Matznetter: Nein, das ist falsch! ...!) Wir haben das seriös geprüft. (Abg. Matznetter: Nein!) Wir haben Spezialisten drüberschauen lassen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Schauen Sie, was hätten wir davon, auf Ihren Vorschlag nicht einzugehen? (Abg. Stefan: Wo steht denn das mit den 50 Prozent?!) Nur: Wenn das EuGH-Urteil nicht erfüllt ist, kann man das nicht machen! Bei aller Wertschätzung: Sie sind lange genug hier im Parlament und müssten das eigentlich wissen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Matznetter: Nein!
Jetzt zu dem von der SPÖ vorgelegten Abänderungsantrag: Diesem können wir nicht zustimmen, Herr Kollege Matznetter, denn Sie wissen ganz genau, dass dies dem EuGH-Urteil nicht entsprechen würde. (Abg. Matznetter: Nein, das ist falsch! ...!) Wir haben das seriös geprüft. (Abg. Matznetter: Nein!) Wir haben Spezialisten drüberschauen lassen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Schauen Sie, was hätten wir davon, auf Ihren Vorschlag nicht einzugehen? (Abg. Stefan: Wo steht denn das mit den 50 Prozent?!) Nur: Wenn das EuGH-Urteil nicht erfüllt ist, kann man das nicht machen! Bei aller Wertschätzung: Sie sind lange genug hier im Parlament und müssten das eigentlich wissen. (Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Jetzt zu dem von der SPÖ vorgelegten Abänderungsantrag: Diesem können wir nicht zustimmen, Herr Kollege Matznetter, denn Sie wissen ganz genau, dass dies dem EuGH-Urteil nicht entsprechen würde. (Abg. Matznetter: Nein, das ist falsch! ...!) Wir haben das seriös geprüft. (Abg. Matznetter: Nein!) Wir haben Spezialisten drüberschauen lassen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Schauen Sie, was hätten wir davon, auf Ihren Vorschlag nicht einzugehen? (Abg. Stefan: Wo steht denn das mit den 50 Prozent?!) Nur: Wenn das EuGH-Urteil nicht erfüllt ist, kann man das nicht machen! Bei aller Wertschätzung: Sie sind lange genug hier im Parlament und müssten das eigentlich wissen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Stefan: Wo steht denn das mit den 50 Prozent?!
Jetzt zu dem von der SPÖ vorgelegten Abänderungsantrag: Diesem können wir nicht zustimmen, Herr Kollege Matznetter, denn Sie wissen ganz genau, dass dies dem EuGH-Urteil nicht entsprechen würde. (Abg. Matznetter: Nein, das ist falsch! ...!) Wir haben das seriös geprüft. (Abg. Matznetter: Nein!) Wir haben Spezialisten drüberschauen lassen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Schauen Sie, was hätten wir davon, auf Ihren Vorschlag nicht einzugehen? (Abg. Stefan: Wo steht denn das mit den 50 Prozent?!) Nur: Wenn das EuGH-Urteil nicht erfüllt ist, kann man das nicht machen! Bei aller Wertschätzung: Sie sind lange genug hier im Parlament und müssten das eigentlich wissen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Jetzt zu dem von der SPÖ vorgelegten Abänderungsantrag: Diesem können wir nicht zustimmen, Herr Kollege Matznetter, denn Sie wissen ganz genau, dass dies dem EuGH-Urteil nicht entsprechen würde. (Abg. Matznetter: Nein, das ist falsch! ...!) Wir haben das seriös geprüft. (Abg. Matznetter: Nein!) Wir haben Spezialisten drüberschauen lassen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Schauen Sie, was hätten wir davon, auf Ihren Vorschlag nicht einzugehen? (Abg. Stefan: Wo steht denn das mit den 50 Prozent?!) Nur: Wenn das EuGH-Urteil nicht erfüllt ist, kann man das nicht machen! Bei aller Wertschätzung: Sie sind lange genug hier im Parlament und müssten das eigentlich wissen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
von Artikel 25 Dienstleistungsrichtlinie entsprechen und die Urkundstätigkeit nicht entzogen werden darf. Somit ist auch das Siegel und alles, was wir in unserem Antrag drinnen haben, europarechtskonform. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Ich bitte Sie daher, Vernunft walten zu lassen und diesem Antrag zuzustimmen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Die Bundeskammer der Ziviltechniker ist mit unserem Vorschlag absolut einverstanden. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schallmeiner.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.
von Artikel 25 Dienstleistungsrichtlinie entsprechen und die Urkundstätigkeit nicht entzogen werden darf. Somit ist auch das Siegel und alles, was wir in unserem Antrag drinnen haben, europarechtskonform. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Ich bitte Sie daher, Vernunft walten zu lassen und diesem Antrag zuzustimmen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Die Bundeskammer der Ziviltechniker ist mit unserem Vorschlag absolut einverstanden. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schallmeiner.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schallmeiner.
von Artikel 25 Dienstleistungsrichtlinie entsprechen und die Urkundstätigkeit nicht entzogen werden darf. Somit ist auch das Siegel und alles, was wir in unserem Antrag drinnen haben, europarechtskonform. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Ich bitte Sie daher, Vernunft walten zu lassen und diesem Antrag zuzustimmen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Die Bundeskammer der Ziviltechniker ist mit unserem Vorschlag absolut einverstanden. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schallmeiner.)
Abg. Kassegger: Das ist skandalös!
Was ist der Ziviltechniker? – Der Ziviltechniker ist für uns der technische Notar. Der Ziviltechniker ist unabhängig. Mit seinem Bundessiegel bürgt er dafür, dass das, was er in einem Gutachten feststellt, unabhängig ist. Und das wollen Sie ihm mit diesem Gesetz nehmen – das nehmen Sie ihm mit diesem Gesetz! (Abg. Kassegger: Das ist skandalös!)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Matznetter.
Also vielleicht sollten Sie Ihr eigenes Gesetz bei dem Gesetz, dass Sie jetzt vorher beschließen wollen, anwenden, die Verhältnismäßigkeit prüfen und dann unserem Antrag und dem Antrag von Herrn Matznetter zustimmen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Matznetter.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ein letzter Punkt, und ich freue mich, dass wir uns wenigstens da geeinigt haben: Schachtelbeteiligungen sind möglich, aber trotzdem muss zu mindestens 50 Prozent – wie ich vorhin erwähnt habe – ein Ziviltechniker beteiligt sein, auch wenn sich eine interdisziplinäre Gesellschaft an einer weiteren Gesellschaft beteiligt, also auch durchgerechnet: zu mindestens 50 Prozent Ziviltechniker. Somit bin ich davon überzeugt, dass wir den Berufsstand weiterhin gut absichern können und die Qualität der genannten Produkte und Werke gewährleistet ist. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
So bleibt zum Schluss für mich nur die abschließende Frage, woher der Hass der ÖVP auf diesen unabhängigen Berufsstand kommt. – Das liegt wahrscheinlich in der unabhängigen Expertise begründet, die die Ziviltechniker abgeben, zum Beispiel im Normungswesen, wo sie das einzige unbezahlte Gegengewicht zu den Lobbyisten der Industrie sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Uns sind die Ziviltechniker sehr viel wert, der ÖVP anscheinend nicht. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Ich appelliere daher an das Hohe Haus, dass wir hier den österreichischen Ziviltechnikern doch so weit entgegenkommen, dass wir diesen Abänderungsanträgen zustimmen, weil wir uns auch damit sicherlich noch auf dem Boden des EuGH-Urteils bewegen und damit dem wichtigen Berufsstand der Ziviltechniker sehr entgegenkommen. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Du machst mich stolz!
Das Siegel, das hat ja einen Wert, genauso wie das Notariatssiegel. Dahinter steht die Kultur eines Berufsstandes, den man jetzt mutwillig zerstört. Die Freiheitliche Partei wird diesem Vorschlag auf keinen Fall zustimmen. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Du machst mich stolz!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Damit schützen wir nicht nur unsere Lehrlinge, sondern wir geben ihnen auch Sicherheit für die Beschäftigung, denn eines kann ich sagen: Wir in der Wirtschaft brauchen euch! Wir brauchen euch dringend, und der Standort Österreich braucht euch dringend! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Liebe Eltern, Ihre Kinder können mit der dualen Ausbildung eine Matura machen. Ihre Kinder können sofort ihre Praxis in die Unternehmen einbringen, und Ihre Kinder werden auch viel schneller unabhängig. Sie verdienen ihr eigenes Geld, und sie können auch einmal ihr eigener Chef werden, denn es ist jetzt schon so, dass jeder Dritte, der ursprünglich eine Lehre gemacht hat, heute selbstständig ist. Ich kann Ihnen sagen, ich habe selbst eine Lehre als Bürokauffrau gemacht, und ich bin sehr stolz und bin heute auch meine eigene Chefin. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
dieser Entdeckungsreise begleiten. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
beschädigen wir etwas, was gut funktioniert. Da verstehe ich die ÖVP nicht, die doch auch auf der Seite dieser Unternehmer sein müsste, die eine so hohe Geltung haben, die eine hohe Ausbildung haben, ein technisches Studium, drei Jahre Praxis, eine Prüfung, die nicht ohne ist, und auch all diese Standesrichtlinien, die dazu führen, dass da von besonderer Qualität zu reden ist. Diese Übererfüllung ist also ein ganz schlechtes Beispiel und leider hat sie, fürchte ich, ganz massive negative Auswirkungen auf unser ganzes wirtschaftliches System. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Das, was uns vorliegt, ist ambitionslos, nicht transparent und eigentlich nicht sinnvoll für diesen Bereich. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wenn Sie kritisieren und sagen, Sie finden das ambitionslos, dann muss ich Ihnen ganz ehrlich sagen: Ich glaube, dass es das nicht ist, sondern das Ziel besteht ja genau darin, uns zu ermöglichen, dass die Wirtschaft Services zur Verfügung gestellt bekommt, damit sie in Zukunft auch effizient arbeiten kann und damit auch Bürokratie abgebaut wird. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Sie sehen also, wir haben da konkrete Projekte, auch lebensnahe Projekte, die einerseits für die Bürger, aber andererseits auch für die Unternehmen eine Möglichkeit schaffen sollen, effizient zu wirtschaften und auch Bürokratie abzubauen. Ich glaube, genau das ist das Notwendige, dass wir einerseits wie gesagt den digitalen Wandel effizient und gut mitmachen können und uns andererseits aber auch diesem Wandel bestmöglich anpassen, denn dann werden wir die Stärksten sein. – Danke sehr. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Warum passiert es nicht? Warum brauchen wir jetzt noch einmal einen 80-Millionen-Euro-Fonds, der überhaupt nicht dem entspricht, was wir uns von einer modernen Gestaltung einer Anschubfinanzierung vorstellen? – Wir brauchen dafür Kompetenz, und dazu sind die Experten da drinnen gefragt. Wenn wir uns über die Experten unterhalten, sind wir wieder dabei – aber nicht wenn eine Castingshow von Untalentierten wieder so etwas wie ein Kaufhaus Österreich macht. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Das ist der falsche Weg, und das wisst ihr auch. Es besteht die Angst, dass man da wieder in einem Hinterstübchen ein bisschen Geld verteilt und dann schaut, was dabei herauskommt – denn bis jetzt ist eigentlich bei digitaler Kompetenz nur ein Murks herausgekommen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Neben der notwendigen Konsolidierung ist es der Regierung jedoch ebenso ein Anliegen, die digitalen Serviceleistungen des E-Government für Bürgerinnen und Bürger zu verbessern und auszubauen, damit Amtswege digitalisiert und einem modernen Staat gerecht werden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Damit Österreich weiter im Bereich der Digitalisierung gestärkt wird, bitte ich um breite Zustimmung. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.
Ich gehe davon aus, dass du als Gastronom ein Profi in Sachen Suppe bist, und du konntest es sicher gewährleisten, dass du deinen Gästen in der Vergangenheit jedes Haar aus der Suppe gefischt hast und das auch in Zukunft tun wirst. Du findest auch verlässlich in jeder Suppe ein Haar, zum Beispiel in diesem Digitalisierungsfonds. Nur übersiehst du dabei eines: die Suppe. Es gibt einen großen Topf guter Suppe, die wir anrichten, nämlich um eine Forderung zu erfüllen, die ja auch den NEOS nicht fremd sein sollte, nämlich einen schnellen und schlanken Staat zu gewährleisten, Softwaresysteme zu bauen, die den Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen und im Zeichen des Wandels das gewährleisten, was wir als Staat den BürgerInnen in der Digitalisierung anbieten können. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das erwarten wir jetzt auch vom Staat, das erwarten wir von Österreich: dass wir im Digitalisierungsbereich besser werden, schneller werden, und genau dazu dient das hier vorliegende Gesetz zum Digitalisierungsfonds, und dazu dienen auch diese 160 Millionen Euro, die wir in den nächsten beiden Jahren dafür einsetzen wollen, dass das digitale Haus Österreich ein besseres wird. In diesem Sinne bitte ich um Ihre Zustimmung. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Deswegen lade ich alle ein, ihren Beitrag zu leisten und dieses neue Eichgesetz zu beschließen, damit wir in Österreich ein bisschen einen Bürokratieabbau umsetzen können, aber auch eine größere Genauigkeit haben. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir wissen, es muss noch vieles Zusätzliches geben, und das wird auch kommen, Step by Step. Daher kann ich Sie nur bitten, dem jetzt vorliegenden Gesetzentwurf Ihre Zustimmung zu geben. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Bundesministerium für Inneres veröffentlicht Statistiken, die mittlerweile weit unter dem europäischen Standard liegen. Genau deshalb, Herr Bundesminister, haben wir vonseiten der SPÖ einen Antrag eingebracht und gefordert, Daten zur Asyl- und Fremdenrechtsstatistik detailliert und umfassend öffentlich auszuweisen. Dieser Antrag wurde abgelehnt. Die Regierungsfraktionen haben einen abgeänderten Antrag eingebracht. Es ist ganz offen gesprochen ein Anfang, wir werden dem auch zustimmen, aber es ist definitiv wirklich nur ein Anfang. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Offen gesprochen: Es ist per se unerhört, mit Zahlen zu hantieren, die schlichtweg nicht stimmen. Es ist an sich schon kaum zu glauben und wirklich sehr unseriös, Herr Minister, aber wenn es um Kinder geht, die dringend Schutz benötigen, bekommt die ganze Angelegenheit eine besonders unmenschliche Komponente. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Wie kann so etwas passieren, Herr Minister? Wie geht das?
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Ich kenne, Herr Minister, Ihre Reaktion auf meine Worte schon: Sie werden mir Emotionalität vorwerfen, aber das lasse ich mit Verlaub nicht durchgehen, denn: Emotionalität ist ein Anker, die weiteren sind die Genfer Flüchtlingskonvention, die Menschenrechtskonvention, die Kinderrechtekonvention, und zu all dem hat sich Österreich verpflichtet. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.) Ein Negieren und Wegreden geht ganz einfach nicht – weder mit den von Ihnen so oft ins Treffen geführten Werten in unserem Land noch mit denen der Europäischen Union.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Herr Minister, lassen Sie endlich helfen! Jetzt! Retten wir die Kinder und befreien wir sie aus diesen Elendslagern! – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Johanna Jachs (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Der vorliegende Antrag von Kollegen Bürstmayr und mir steht unter dem Motto: Fakten, Fakten, Fakten, und ich glaube, das ist auch gut so, weil uns die evidenzbasierte Politik schon sehr am Herzen liegt. Man hat ja gerade gesehen, dass Fälle im Asyl- und Migrationsbereich durchaus sehr emotional diskutiert werden. Ich denke, genau deswegen ist es wichtig, dass wir einen Blick auf die Fakten und Tatsachen richten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Oh-Rufe bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: ... empfehle, zuzuhören!
Fakt ist, dass im Asyl- und Fremdenwesen zuverlässige Statistiken eine wichtige Rolle für die Grundlage der Entscheidungsfindung spielen. Fakt ist auch, dass diese Entscheidungen dann unmittelbare Auswirkungen auf die Menschen haben, die in unserem Land leben. Fakt ist aber auch, liebe Frau Kollegin Kucharowits, dass das Bundesministerium für Inneres und unser Herr Innenminister schon sehr transparent und klar kommunizieren. Sie tun ja gerade so, als würde das BMI überhaupt keine Statistiken zur Verfügung stellen, und das stimmt nicht. Ich empfehle Ihnen einen Blick auf die Homepage, dann können Sie sich vom Gegenteil überzeugen. (Beifall bei der ÖVP. – Oh-Rufe bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: ... empfehle, zuzuhören!)
Zwischenruf bei der SPÖ.
In der aktuellen Asyl- und Migrationssituation ist es wichtig, dass wir ein gemeinsames Ziel verfolgen. Im Innenausschuss ist es uns ja glücklicherweise gelungen, dass wir eine Einigung über alle Parteigrenzen hinweg erzielt haben, indem wir diesem Antrag schon zugestimmt haben. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Wir wollen damit die Evaluierung des
Beifall bei der ÖVP.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, Sie kennen mich ja mittlerweile, und darum möchte ich mit einem kleinen Augenzwinkern vor allem in Richtung SPÖ auf die aktuellen, jüngsten Debatten im Asyl- und Migrationsbereich replizieren und mit einem Zitat von Mark Twain schließen: „Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann.“ – Diesem Zitat füge ich noch hinzu: Es würde guttun, wenn Sie, liebe Frau Kollegin Kucharowits, diese Tatsachen nicht so oft verdrehen würden. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Gödl: Für die FPÖ-Demos!
Die Februarzahlen sind noch nicht veröffentlicht, jedoch können wir davon ausgehen, dass dieser Aufwärtstrend weiterhin anhalten wird, wie ich von meinen Kollegen aus dem Burgenland weiß. Was dieses Jahr aber anders ist als in den vorhergehenden Jahren, ist die Verfügbarkeit von Polizeibeamten im Grenzdienst. Einige Polizeibeamte befinden sich als Risikopatienten im Homeoffice, und viele Beamte werden sozusagen im Assistenzdienst für die Gesundheitsbehörden im Rahmen der Pandemie eingesetzt. (Abg. Gödl: Für die FPÖ-Demos!) Ob sich das in Schlepperkreisen bereits herumgesprochen hat, kann ich nicht sagen, es macht allerdings tatsächlich den Anschein, als wäre dem so.
Beifall bei der FPÖ.
Abgesehen von der statistischen Erfassung liegt uns und den Bürgern aber am Herzen, dass vor der Wahl abgegebene Versprechen auch tatsächlich eingehalten werden. Dazu zählt für uns auch, dass in Zukunft dem UN-Migrationspakt nicht beigetreten wird. Unserer Meinung nach befinden sich in diesem Pakt unzulässige Verknüpfungen zwischen Zuwanderung und Asyl. Das war auch der Grund, warum wir uns in der Regierung so vehement dagegen eingesetzt haben. Der Inhalt dieses Pakts hat sich bis heute nicht geändert, daher sehen wir auch weiterhin keinen Grund, diesem Pakt beizutreten. Österreich soll weiterhin Asyl gewähren, und zwar jenen Personen, denen Verfolgung oder Folter droht, aber Wirtschaftsflüchtlingen muss weiterhin klargemacht werden, dass es unter dem Deckmantel Asyl keine Zuwanderung gibt. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rauch: Das stimmt!
Abgeordnete Dr. Gudrun Kugler (ÖVP): Herr Präsident! Kollegin Kucharowits hat behauptet, der Innenminister werfe mit Zahlen herum, die nicht stimmen. (Abg. Rauch: Das stimmt!) Ich entschuldige mich dafür, dass ich nicht den genauen Wortlaut habe, aber das war impliziert. (Zwischenrufe der Abgeordneten Einwallner und Greiner.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Einwallner und Greiner.
Abgeordnete Dr. Gudrun Kugler (ÖVP): Herr Präsident! Kollegin Kucharowits hat behauptet, der Innenminister werfe mit Zahlen herum, die nicht stimmen. (Abg. Rauch: Das stimmt!) Ich entschuldige mich dafür, dass ich nicht den genauen Wortlaut habe, aber das war impliziert. (Zwischenrufe der Abgeordneten Einwallner und Greiner.)
Ruf bei der FPÖ: Das ist jetzt nicht politisch?! – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich berichtige tatsächlich, dass das nicht stimmt, sondern dass es sich dabei um einen Versprecher handelte, der innerhalb von wenigen Stunden per APA-Aussendung korrigiert worden ist – am selben Tag. Dafür, um das festzuhalten, brauchen wir auch keine parlamentarische Anfrage, Frau Krisper. (Ruf bei der FPÖ: Das ist jetzt nicht politisch?! – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Fakt ist, dass Österreich bei Schutzgewährungen von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen europaweit an zweiter Stelle liegt. – Vielen Dank. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich berichtige tatsächlich, dass das nicht stimmt, sondern dass es sich dabei um einen Versprecher handelte, der innerhalb von wenigen Stunden per APA-Aussendung korrigiert worden ist – am selben Tag. Dafür, um das festzuhalten, brauchen wir auch keine parlamentarische Anfrage, Frau Krisper. (Ruf bei der FPÖ: Das ist jetzt nicht politisch?! – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Fakt ist, dass Österreich bei Schutzgewährungen von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen europaweit an zweiter Stelle liegt. – Vielen Dank. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Bürstmayr. – Bitte. (Lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.)
anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen
Abgeordneter Mag. Georg Bürstmayr (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Diese emotionale Debatte zu später Stunde zeigt deutlich (anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), wie wichtig aussagekräftige, präzise und regelmäßig veröffentlichte Zahlen über das sogenannte Asyl- und Fremdenwesen sind.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Umso mehr freut es mich, dass nun im Innenausschuss mit den Stimmen aller Parteien die Aufforderung an den Herrn Bundesminister für Inneres ergangen ist, im Umgang mit der Asyl- und Fremdenrechtsstatistik Datentransparenz herzustellen und ehestmöglich die bestehende Praxis in der Veröffentlichung von Daten zu evaluieren. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Man muss damit nicht warten, bis wir die Informationsfreiheit endlich hergestellt haben. Dafür sind wir Grüne ein bisschen zu ungeduldig, also werden wir, weil das auch uns eben ein Anliegen ist, sehr geehrter, geschätzter Herr Bundesminister, weiter an diesem Thema dranbleiben. – Danke fürs Zuhören. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
bewusst wieder die ÖVP besser darstellen, als sie ist, christlich-sozialer darstellen, als sie ist. In Wahrheit haben Sie – Stichwort Moria – in Sachen griechische Elendslager bis jetzt wirklich keine konkrete, nachhaltige Hilfe geleistet. Sie waren gut im Schein, schlecht in der echten Hilfe, schlecht im Retten eines einzigen Kindes. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Mag. Michaela Steinacker (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Mitbürgerinnen und Mitbürger! Zu später Stunde behandeln wir hier noch drei Gesetzesanträge, die im Geschäftsordnungsausschuss einstimmig beschlossen worden sind. Ich darf Danke sagen: Danke für das gute Miteinander bei diesen die Geschäftsordnung betreffenden sehr wichtigen Anträgen und ein ganz besonderes Danke an die Direktoren der Klubs aller Fraktionen, die das so gut für uns verhandelt und vorbereitet haben. – Vielen herzlichen Dank dafür. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Das war es in aller Kürze. Danke für die gemeinsame Festlegung. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Melchior: In Wien, oder wo?
Das Amendment, das das Unvereinbarkeits- und Transparenz-Gesetz betrifft, ist eine Greco-Geschichte, also eine der Staatengruppe gegen Korruption. Im Wesentlichen sind das Staaten des Europarates. In den letzten Jahren war Greco sehr bemüht, Abgeordnete und Richter zu durchleuchten. Ich glaube, die Arbeit von Greco ist gut gewesen und unser Parlament sollte auch eine ständige Gruppe für einen Dialog mit diesen Greco-Teams einrichten. Man sollte auch Regierungsmitglieder näher anschauen. Ich glaube, dass alleine schon das Thema Inseratenvergabe das wert wäre (Abg. Melchior: In Wien, oder wo?), dass für die Aktivitäten von Greco auch die Inseratenvergabe ein interessantes Thema wäre. (Abg. Zarits: Die Stadt Wien, ja?)
Abg. Zarits: Die Stadt Wien, ja?
Das Amendment, das das Unvereinbarkeits- und Transparenz-Gesetz betrifft, ist eine Greco-Geschichte, also eine der Staatengruppe gegen Korruption. Im Wesentlichen sind das Staaten des Europarates. In den letzten Jahren war Greco sehr bemüht, Abgeordnete und Richter zu durchleuchten. Ich glaube, die Arbeit von Greco ist gut gewesen und unser Parlament sollte auch eine ständige Gruppe für einen Dialog mit diesen Greco-Teams einrichten. Man sollte auch Regierungsmitglieder näher anschauen. Ich glaube, dass alleine schon das Thema Inseratenvergabe das wert wäre (Abg. Melchior: In Wien, oder wo?), dass für die Aktivitäten von Greco auch die Inseratenvergabe ein interessantes Thema wäre. (Abg. Zarits: Die Stadt Wien, ja?)
Beifall bei der SPÖ.
Wir werden zustimmen, und ich sage auch Danke an die anderen Parteien für den gemeinsamen Weg hin zu dieser Verbesserung. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Gerade wenn es darum geht, Menschen auszunützen, die sich in dieser Situation nicht helfen können, muss man wirklich genau hinschauen. Vielleicht sollte das auch den Anstoß geben, hier im Hohen Haus einen Corona-Untersuchungsausschuss ins Leben zu rufen. Es gibt ja die Möglichkeit, das mittels Minderheitenrecht zu tun. Ich glaube, dass die SPÖ jetzt ihre Bereitschaft dazu gegeben hat, also hoffe ich, dass wir diesen Untersuchungsausschuss bald hier bei uns im Hohen Haus haben können, um eben auch genauer hinzuschauen – nicht nur bei den Abgeordneten, wie es die Greco vorschlägt, sondern auch bei den Regierungsmitgliedern, bei Auftragsvergaben, möglicherweise auch, so wie es Kollege Troch gesagt hat, bei Inseratenvergaben. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich möchte mich noch einmal bei allen Fraktionen für die breite Unterstützung bedanken und wünsche noch einen schönen Abend! – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Zarits: ... Rechtfertigung ...!
Demgemäß muss man sagen: Ja, es ist ein Minimalkompromiss; wir wären weiter gegangen, wir tragen das jetzt natürlich mit. (Abg. Zarits: ... Rechtfertigung ...!)
Zwischenruf des Abg. Zarits
In diesem Sinn also: Das ist sicher kein Freudentag für den Parlamentarismus, sondern ein Minimalkompromiss (Zwischenruf des Abg. Zarits), der wichtig ist. Wie Kollege
Beifall bei den NEOS.
Schwarz vorhin auch gesagt hat: ein kleiner Schritt – aber immerhin ein Schritt. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Gerstl: Null!
Werte Kolleginnen und Kollegen, wissen Sie, was aber wirklich ein Skandal ist? – Dass wir bald wieder eine Novelle brauchen werden, weil sich manche Regierungsmitglieder nicht an unsere Gesetze halten! Herr Blümel, unser Finanzminister, hat am 3. März vom Verwaltungsgerichtshof eine Entscheidung übermittelt bekommen, dass er dem Untersuchungsausschuss 9 530 Mails und Dateien zu liefern hat – exklusiv private Mails. Und wie viele haben wir bis heute bekommen? – (Erheitert:) Herr Hanger weiß das schon (Abg. Gerstl: Null!): Null! – Ja! (Zwischenruf des Abg. Zarits.)
Zwischenruf des Abg. Zarits.
Werte Kolleginnen und Kollegen, wissen Sie, was aber wirklich ein Skandal ist? – Dass wir bald wieder eine Novelle brauchen werden, weil sich manche Regierungsmitglieder nicht an unsere Gesetze halten! Herr Blümel, unser Finanzminister, hat am 3. März vom Verwaltungsgerichtshof eine Entscheidung übermittelt bekommen, dass er dem Untersuchungsausschuss 9 530 Mails und Dateien zu liefern hat – exklusiv private Mails. Und wie viele haben wir bis heute bekommen? – (Erheitert:) Herr Hanger weiß das schon (Abg. Gerstl: Null!): Null! – Ja! (Zwischenruf des Abg. Zarits.)
Beifall bei der SPÖ.
Reden Sie einmal mit Ihrem Minister, dass auch er sich an die Gesetze zu halten hat, wie jeder andere Bürger, der die Gesetze einzuhalten hat! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)