Eckdaten:
Für die 17. Sitzung der 24. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 689 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Dazu kommt noch die Tatsache, dass sich Gehaltsscheren umso größer auszeichnen, je mehr Erwerbsbeteiligung in einem Land da ist. In Malta oder Italien zum Beispiel, wo die Erwerbsbeteiligung der Frauen geringer ist, ist auch die Gehaltsschere geringer. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein weiterer Schritt, diese Vereinbarkeit zu verbessern, wird es sein – ich freue mich sehr, dass diese Bundesregierung dieses Thema aufgenommen hat –, ein einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld einzuführen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! 100 Tage Bundesregierung, 100 Tage Rekordarbeitslosigkeit, Anstieg der Armut, dauerhafte Kurzarbeit und Verschleuderung von Steuergeld für Bankenspekulationen im Osten, 100 Tage hämisches Grinsen des Bundeskanzlers, 100 verlorene Tage für Österreich in einer Zeit (Zwischenrufe bei der SPÖ), in der Österreich in der größten Wirtschaftskrise der letzten 100 Jahre steckt.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Letztendlich ist es gelungen, in relativ kurzer Zeit auch ein Budget zustande zu bringen. Es wird ja im April die Budgetrede gehalten werden, wo dann das Sparbudget vorgestellt werden wird, das deswegen so gestaltet ist, weil wir in der Konjunkturkrise schauen wollen, dass jeder Cent, jeder Euro auch für Menschen, die arbeitslos geworden sind, verwendet werden kann. Dieses Budget wird sich somit in Zeiten wie diesen sicherlich vom Sparen her sehen lassen können. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Sonnberger: Gott sei Dank!
Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst Gabriele Heinisch-Hosek: Wissen Sie, Herr Kollege, Stilnoten vergebe ich jetzt keine, wer was zuerst wo gelesen hat. Ich glaube, jetzt sollten wir wirklich gemeinsam darauf schauen. Es finden ja heute Gespräche zwischen der Bildungsministerin und der Gewerkschaft statt. (Abg. Dr. Sonnberger: Gott sei Dank!) Es finden heute, jetzt gerade, Dienststellenversammlungen statt. Ich hoffe, dass die Kinder gut betreut sind, das ist mir persönlich wichtig, weil es dabei auch um Dienstpflichten der Lehrerinnen und Lehrer geht. (Abg. Dr. Sonnberger: Das ist ganz wichtig!)
Abg. Dr. Sonnberger: Das ist ganz wichtig!
Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst Gabriele Heinisch-Hosek: Wissen Sie, Herr Kollege, Stilnoten vergebe ich jetzt keine, wer was zuerst wo gelesen hat. Ich glaube, jetzt sollten wir wirklich gemeinsam darauf schauen. Es finden ja heute Gespräche zwischen der Bildungsministerin und der Gewerkschaft statt. (Abg. Dr. Sonnberger: Gott sei Dank!) Es finden heute, jetzt gerade, Dienststellenversammlungen statt. Ich hoffe, dass die Kinder gut betreut sind, das ist mir persönlich wichtig, weil es dabei auch um Dienstpflichten der Lehrerinnen und Lehrer geht. (Abg. Dr. Sonnberger: Das ist ganz wichtig!)
Abg. Mag. Stadler – in Richtung des Abg. Pendl –: Sie haben sich zu bedanken vergessen!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Frau Bundesministerin, bitte. (Abg. Mag. Stadler – in Richtung des Abg. Pendl –: Sie haben sich zu bedanken vergessen!)
demonstrativer Beifall und Bravoruf des Abg. Mag. Stadler
Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst Gabriele Heinisch-Hosek: Ich bin jetzt sehr dankbar für diese Frage, lieber Kollege (demonstrativer Beifall und Bravoruf des Abg. Mag. Stadler), weil ich wirklich mit großem Stolz sagen kann, dass der Bund einer der größten Arbeitgeber überhaupt in unserem Land ist und wir auch über 1 000 Lehrlinge beschäftigen. Diese Zahl hat sich in den letzten Jahren ... (Abg. Grosz – in Richtung des Abg. Pendl –: Einen Strauss Rosen für die Ministerin!) – Wenn Sie mir jetzt zuhören würden, würden Sie wissen, warum ich für diese Frage so dankbar bin.
Abg. Grosz – in Richtung des Abg. Pendl –: Einen Strauss Rosen für die Ministerin!
Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst Gabriele Heinisch-Hosek: Ich bin jetzt sehr dankbar für diese Frage, lieber Kollege (demonstrativer Beifall und Bravoruf des Abg. Mag. Stadler), weil ich wirklich mit großem Stolz sagen kann, dass der Bund einer der größten Arbeitgeber überhaupt in unserem Land ist und wir auch über 1 000 Lehrlinge beschäftigen. Diese Zahl hat sich in den letzten Jahren ... (Abg. Grosz – in Richtung des Abg. Pendl –: Einen Strauss Rosen für die Ministerin!) – Wenn Sie mir jetzt zuhören würden, würden Sie wissen, warum ich für diese Frage so dankbar bin.
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Abgeordneter Ing. Christian Höbart (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Da es die Regierung jahrlang verabsäumt hat, aktive Jugendpolitik zu entwickeln und umzusetzen, wird unsere heimische Jugend von der derzeitigen Wirtschaftskrise mit aller Wucht überrollt. Ich möchte Ihnen etwas zeigen (eine Zeitung in die Höhe haltend): 100 Tage Regierung. Wir haben eine sehr, sehr ernste Lage in unserem Land. Wir haben in Österreich 50 000 arbeitslose Jugendliche, wie Sie wissen; Tendenz steigend. Sehr oft enden diese furchtbaren Tatsachen in völliger Orientierungslosigkeit, im Drogenmissbrauch, in Gewaltausbrüchen, wie wir gestern aus Deutschland leidvoll erfahren mussten. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Gertrude Aubauer (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Bundesminister! Schön, dass heute am Präsidium drei Frauen sitzen: Präsidentin Dr. Prammer wird unterstützt durch zwei Beamtinnen. Das ist höchst erfreulich; das möchte ich auch bemerken. (Beifall bei der SPÖ.) Danke.
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Das Problem dabei ist allerdings (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen): Diese Frauen können trotz ihrer Qualifikation die Karriereleiter nicht hinaufkommen. Warum nicht? – In den gut dotierten Chefsesseln sitzen meist Männer.
Zwischenrufe bei ÖVP, BZÖ und SPÖ.
Abgeordnete Mag. Judith Schwentner (Grüne): Frau Ministerin, nur eine kleine Anmerkung zur Kollegin Aubauer: Frau Kollegin Aubauer, Sie hätten auch die Chance gehabt, eine Frau zur Präsidentin zu wählen. Ich finde es auch schön, dass wir eine Präsidentin haben. Und Sie hätten auch gestern Ihre Männerquote nicht erhöhen müssen durch einen weiteren Austausch einer Frau – leider. (Zwischenrufe bei ÖVP, BZÖ und SPÖ.) – Ja, das ist etwas anderes.
Beifall bei FPÖ, SPÖ und ÖVP.
Abgeordnete Dr. Susanne Winter (FPÖ): Frau Präsident! Frau Minister! Zuerst möchte ich mich unbedingt für den steirischen Nationalratsabgeordneten Gerald Grosz entschuldigen, für seine unhöfliche und polemische Art, wie er mit dieser Fragestunde und mit Frauenfragen umgeht. So sind steirische Männer nicht! (Beifall bei FPÖ, SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Stadler: Sind wir froh, dass wir andere steirische Frauen haben, die haben keine ...!
Frau Minister, Ihr Frauenbild ist geprägt – auch entsprechend Ihrer Positionierung in der Partei – von Quotenregelung, Sanktionierung und Gender-Maßnahmen. (Abg. Mag. Stadler: Sind wir froh, dass wir andere steirische Frauen haben, die haben keine ...!) Unser Parteibild, das Parteibild der FPÖ ist geprägt von Gleichstellung, Gleichberechtigung im Alltag, in der Gesellschaft, in der Familie. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit und Leistung ist gefragt.
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Ich denke, es ist erwähnenswert, dass der Anteil der Frauen hier im Hohen Haus mit der Zahl der Rechtsparteien, die sich hier befinden, leider insgesamt gesunken ist. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.)
Abg. Mag. Stadler: Frau Doktor, wie viele Kinder haben Sie?
Ja, ich bin nicht glücklich, dass wir keine 40 Prozent haben – wir haben 37 Prozent –, aber ich frage Sie: Wie viel haben Sie? Wie viel haben die anderen Parteien? (Abg. Mag. Stadler: Frau Doktor, wie viele Kinder haben Sie?) Ich glaube, dass wir alle danach trachten sollten – Quoten sind nie elegant, aber immer wirksam gewesen; ich sollte das in meiner Partei und ihr solltet das in eurer Partei versuchen –, das Potenzial der Frauen zu heben, indem wir den Anteil von Frauen hier erhöhen, weil wir darauf nicht verzichten sollten.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Bevor wir fortsetzen, darf ich die Damen und Herren Abgeordneten in eigener Sache davon in Kenntnis setzen, dass von den neun leitenden Beamten und Beamtinnen des Parlaments vier Frauen sind. Ich glaube, darauf kann das gesamte Haus stolz sein. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Genau diese beiden Grundsätze werden aber heute bei diesem Themenbereich und beim humanitären Bleiberecht vermischt. Wir müssen in dieser Situation festhalten, dass gerade in diesem Bereich der Eindruck entsteht, dass man mit dem humanitären Bleiberecht eine Art Zuwanderungsgesetz ermöglicht. Diese Bleiberechtsregelung, die Sie heute beschließen wollen, stellt in unseren Augen auch eine skandalöse Beihilfe zum Asylmissbrauch in diesem Land dar. Diese Regelung stellt geradezu eine Aufforderung dar, sie zu missbrauchen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Aber Sie auch nicht!
Da sollten Sie hier nicht mit lustigen Worten auffallen (Abg. Öllinger: Aber Sie auch nicht!), sondern das sehr, sehr ernst nehmen, denn das ist genau eine Entwicklung, die die österreichische Bevölkerung nicht haben will. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da sollten Sie hier nicht mit lustigen Worten auffallen (Abg. Öllinger: Aber Sie auch nicht!), sondern das sehr, sehr ernst nehmen, denn das ist genau eine Entwicklung, die die österreichische Bevölkerung nicht haben will. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Diese Familie gehört im Sinne der Familienzusammenführung endlich in den Kosovo gebracht. (Beifall bei der FPÖ.) Dort kann man sicher leben. Aber diese Familie soll nicht uns, den Österreichern in solchen Fragen auf der Nase herumtanzen.
Abg. Öllinger: Sie gehen uns auf die Nerven!
Frau Innenministerin, aus dem Fall Zogaj kann man lernen. Man kann lernen, dass Asylverfahren nicht endlos verschleppt werden dürfen. Man kann daraus lernen, dass konsequent abgeschoben werden muss, wenn der Asylbescheid negativ ausfällt. Und wenn das Innenministerium konsequent gewesen wäre, hätte die mediale Gutmensch-Inszenierung, die den Österreichern bereits seit zwei Jahren auf die Nerven geht, in dieser Frage nicht stattfinden können. (Abg. Öllinger: Sie gehen uns auf die Nerven!) Es hätte längst eine Familienzusammenführung stattgefunden, wenn man den Rechtsstaat umgesetzt hätte. Wir leben in einem Rechtsstaat und nicht in einem „Linksstaat“ – dies an die Grünen gerichtet. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Innenministerin, aus dem Fall Zogaj kann man lernen. Man kann lernen, dass Asylverfahren nicht endlos verschleppt werden dürfen. Man kann daraus lernen, dass konsequent abgeschoben werden muss, wenn der Asylbescheid negativ ausfällt. Und wenn das Innenministerium konsequent gewesen wäre, hätte die mediale Gutmensch-Inszenierung, die den Österreichern bereits seit zwei Jahren auf die Nerven geht, in dieser Frage nicht stattfinden können. (Abg. Öllinger: Sie gehen uns auf die Nerven!) Es hätte längst eine Familienzusammenführung stattgefunden, wenn man den Rechtsstaat umgesetzt hätte. Wir leben in einem Rechtsstaat und nicht in einem „Linksstaat“ – dies an die Grünen gerichtet. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Genauso kann es doch auch nicht sein, dass wir gesetzlich Neuerungsanträge weiterhin aufrechterhalten. Wenn jemand einen Asylantrag stellt und dieser rechtskräftig abgelehnt wurde, ist es heute Praxis, dass ein neuerlicher Antrag eingebracht wird. Wenn dieser abgelehnt wird, wird ein dritter – neuerlicher – Antrag eingebracht. Und wenn dieser abgelehnt wird, wird ein vierter – neuerlicher – Antrag eingebracht. So papierlt man doch, bitte, den Rechtsstaat Österreich – und Sie sind verantwortlich dafür, weil Sie dieses Neuerungsgebot noch immer nicht aufgehoben haben. Genau dort ist anzusetzen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Wir können Ihnen noch was ... bringen!
Und das wollen Sie als Bundesregierung am Ende belohnen? Das wollen Sie am Ende belohnen?! (Abg. Öllinger: Wir können Ihnen noch was ... bringen!) – Nein! Da sagen wir klar und deutlich nein: Statt einer Bleiberechtsbelohnung muss das Asylrecht zum einen verschärft werden und endlich auch bei Missbrauchern die konsequente Abschiebung erfolgen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und das wollen Sie als Bundesregierung am Ende belohnen? Das wollen Sie am Ende belohnen?! (Abg. Öllinger: Wir können Ihnen noch was ... bringen!) – Nein! Da sagen wir klar und deutlich nein: Statt einer Bleiberechtsbelohnung muss das Asylrecht zum einen verschärft werden und endlich auch bei Missbrauchern die konsequente Abschiebung erfolgen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Scherzkeks!
Wir wollen eine Verfahrensverkürzung. Das Verfahren darf nicht länger als maximal drei Monate dauern. Es muss auch ein striktes Neuerungsverbot geben, und unter das Schindluder in diesem Bereich muss endlich auch ein Schlussstrich gezogen werden. (Abg. Öllinger: Scherzkeks!)
Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.
Wir verlangen die Aufnahme von Fingerprints in die Aufenthaltsberechtigungskarte und harte Maßnahmen gegen straffällige Asylwerber. Außerdem: die Verfahrenseinstellung beim Versuch des Erschleichens der Asyleigenschaft durch den Asylwerber, die Verfahrenseinstellung bei Täuschungen der Behörden über die Identität des Antragstellers, die Verfahrenseinstellung bei selbstverschuldeter Nichtvorlage von Reise- oder Ausweisdokumenten und eben die sofortige Ausweisung bei allen Verfahrenseinstellungen. (Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.)
Beifall bei der FPÖ.
Mit diesem Bleiberecht machen Sie genau das Gegenteil. Sie legalisieren den Asylbetrug, Sie leisten quasi noch staatliche Hilfe in Richtung Asylbetrug. Das ist im Grunde genommen skandalös! Ich sage ganz offen, die österreichische Bevölkerung ist schon in den letzten Jahren durch Ihre Politik in diesem Bereich massiv belastet worden. Sie hat sich so etwas nicht verdient. (Beifall bei der FPÖ.)
Anhaltender Beifall bei der FPÖ.
Sie ist auch zu Recht grantig darüber, dass Sie nicht dazu bereit sind, die Sorgen und Nöte der Österreicher zu erkennen und endlich zwischen wirklich verfolgten Menschen zu unterscheiden, denen wir Schutz, selbstverständlich auf Zeit, angedeihen lassen, und jenen Asylmissbrauchern und -betrügern, die abzuschieben sind. Dafür haben Sie Sorge zu tragen, obwohl Sie seit Jahren diesbezüglich säumig sind. (Anhaltender Beifall bei der FPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.
Zu meinem Vorredner möchte ich Folgendes sagen: Ich denke, das Asylgesetz und die Veränderungen, die wir heute beschließen, haben weder mit einem Rechts-, noch mit einem Linkspopulismus etwas zu tun. Ich glaube, dass es wichtig ist, dass man beim Asyl- und Fremdenrecht einen goldenen Mittelweg findet. (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.) All jene, die Asyl brauchen, sollen Asyl bekommen, und alle anderen müssen wir hintanhalten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Zu meinem Vorredner möchte ich Folgendes sagen: Ich denke, das Asylgesetz und die Veränderungen, die wir heute beschließen, haben weder mit einem Rechts-, noch mit einem Linkspopulismus etwas zu tun. Ich glaube, dass es wichtig ist, dass man beim Asyl- und Fremdenrecht einen goldenen Mittelweg findet. (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.) All jene, die Asyl brauchen, sollen Asyl bekommen, und alle anderen müssen wir hintanhalten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Strache: Rechtsstaat gibt es keinen?!
Wir müssen danach trachten, das Geld, das wir im Asyl- und Fremdenbereich zur Verfügung haben, so einzusetzen, dass wir die Integration fördern und jede Zuwanderung sehr restriktiv sehen. (Abg. Strache: Rechtsstaat gibt es keinen?!)
Abg. Strache: Das macht ihr ja! Das ist genau eure Politik!
Geschätzte Damen und Herren, es wäre unverantwortlich, politisch unverantwortlich, wenn wir sagen, Tür und Tor auf, es kann alles hereinkommen, alle, die schon da sind (Abg. Strache: Das macht ihr ja! Das ist genau eure Politik!) – Nein, das ist ja eine totale Falschdarstellung. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Herr Kollege Strache, entweder Sie kennen das Gesetz nicht, oder Sie sagen hier wissentlich etwas Unwahres. Das muss man in aller Deutlichkeit feststellen, und ich werde auch darauf eingehen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Geschätzte Damen und Herren, es wäre unverantwortlich, politisch unverantwortlich, wenn wir sagen, Tür und Tor auf, es kann alles hereinkommen, alle, die schon da sind (Abg. Strache: Das macht ihr ja! Das ist genau eure Politik!) – Nein, das ist ja eine totale Falschdarstellung. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Herr Kollege Strache, entweder Sie kennen das Gesetz nicht, oder Sie sagen hier wissentlich etwas Unwahres. Das muss man in aller Deutlichkeit feststellen, und ich werde auch darauf eingehen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren, es wäre unverantwortlich, politisch unverantwortlich, wenn wir sagen, Tür und Tor auf, es kann alles hereinkommen, alle, die schon da sind (Abg. Strache: Das macht ihr ja! Das ist genau eure Politik!) – Nein, das ist ja eine totale Falschdarstellung. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Herr Kollege Strache, entweder Sie kennen das Gesetz nicht, oder Sie sagen hier wissentlich etwas Unwahres. Das muss man in aller Deutlichkeit feststellen, und ich werde auch darauf eingehen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Strache: Da brauchen wir 100 000 neue Gastarbeiter? – Abg. Grosz: 500 000 Arbeitslose?!
Aber eines muss schon gesagt werden: Wer gestern aufgepasst hat, der weiß ganz genau, in welche Richtung wir im wirtschaftlichen Bereich gehen. Wir werden unter Umständen zum Jahresende 500 000 Arbeitslose haben, und es wäre unverantwortlich, Menschen zu sagen, sie sollen hereinkommen. Wir würden sie nur in die Armutsfalle locken. (Abg. Strache: Da brauchen wir 100 000 neue Gastarbeiter? – Abg. Grosz: 500 000 Arbeitslose?!) Es ist sicherlich nicht angebracht, dass wir diese Menschen nach Österreich locken, ihnen sagen, sie kriegen Arbeit und auch eine Unterkunft. Das wird mit diesem Gesetz auch nicht geschehen. (Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Aber eines muss schon gesagt werden: Wer gestern aufgepasst hat, der weiß ganz genau, in welche Richtung wir im wirtschaftlichen Bereich gehen. Wir werden unter Umständen zum Jahresende 500 000 Arbeitslose haben, und es wäre unverantwortlich, Menschen zu sagen, sie sollen hereinkommen. Wir würden sie nur in die Armutsfalle locken. (Abg. Strache: Da brauchen wir 100 000 neue Gastarbeiter? – Abg. Grosz: 500 000 Arbeitslose?!) Es ist sicherlich nicht angebracht, dass wir diese Menschen nach Österreich locken, ihnen sagen, sie kriegen Arbeit und auch eine Unterkunft. Das wird mit diesem Gesetz auch nicht geschehen. (Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Abg. Mag. Stefan: Arbeitsplatz brauchst du nicht, wir sorgen für dich!
Herr Kollege Strache, hören Sie zu! Sie waren ja gerade am Rednerpult! (Abg. Mag. Stefan: Arbeitsplatz brauchst du nicht, wir sorgen für dich!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Mit dieser neuen Gesetzesvorlage wird dem auf jeden Fall Rechnung getragen. Ich möchte mich bei Ihnen, Frau Bundesminister, für diese wirklich sehr ausgereifte Gesetzeslage, die wir heute beschließen werden, bedanken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Korun
Ich bin an und für sich sehr dankbar dafür, dass wir ein Hearing abgehalten haben, wo sämtliche Experten erklärt haben, dass dieser Gesetzentwurf verfassungsrechtlich unbedenklich ist. Einzig und allein Professor Funk hat erklärt, es könnte unter Umständen bei der Vollziehung ein Problem geben. Auf mein Nachfragen (Zwischenruf der Abg. Mag. Korun) – Frau Korun, Sie kommen auch noch dran –, wo er dieses Problem sieht, hat er keine Antwort gegeben. Das war also eine sehr subjektive Aussage des Herrn Professor Funk. Darum glaube ich, dass wir mit dieser Gesetzesvorlage sehr gut liegen.
Abg. Dr. Graf: Warum machen Sie es dann nicht?
Das ist an und für sich genau das, was Kollege Strache angesprochen hat. Da bin ich bei ihm. Wir müssen schauen, dass die Verfahren sehr rasch und effizient abgeschlossen und behandelt werden. Gerade dieser Passus wird diesen Beitrag auch leisten. (Abg. Dr. Graf: Warum machen Sie es dann nicht?) Es wird schnellere Verfahren geben, und es wird eine raschere Entscheidung geben.
Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.
Etwas, das gerade auch vom Kollegen Strache nicht richtig dargestellt worden ist, sind die Altfälle. Sogenannte Altfälle, die vor dem 1. Mai 2004 einen Antrag gestellt haben, und Leute, die von Mai 2004 bis jetzt in Österreich gewesen sind, haben das Recht – und zwar, wenn sie hier überwiegend einen rechtmäßigen Aufenthalt hatten –, haben die Möglichkeit, einen Antrag zu stellen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.) Das heißt noch lange nicht, dass dieser Antrag positiv erledigt wird. (Abg. Mag. Stefan: Er war also teilweise illegal hier?!)
Abg. Mag. Stefan: Er war also teilweise illegal hier?!
Etwas, das gerade auch vom Kollegen Strache nicht richtig dargestellt worden ist, sind die Altfälle. Sogenannte Altfälle, die vor dem 1. Mai 2004 einen Antrag gestellt haben, und Leute, die von Mai 2004 bis jetzt in Österreich gewesen sind, haben das Recht – und zwar, wenn sie hier überwiegend einen rechtmäßigen Aufenthalt hatten –, haben die Möglichkeit, einen Antrag zu stellen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.) Das heißt noch lange nicht, dass dieser Antrag positiv erledigt wird. (Abg. Mag. Stefan: Er war also teilweise illegal hier?!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stefan: Er wird für illegalen Aufenthalt belohnt! Stimmt das nicht?
Die Möglichkeit des Antrags ist gegeben, aber mehr nicht. Das muss man einmal auseinanderhalten. Es ist ganz wichtig, dass man das auseinanderhält. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stefan: Er wird für illegalen Aufenthalt belohnt! Stimmt das nicht?) – Nein, schauen Sie, das muss man genau auseinanderhalten, dass es ein Antragsrecht ist, aber in keiner Weise abgeleitet werden kann, dass diesem Recht auch tatsächlich Rechnung getragen wird.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Das Nächste ... (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Vilimsky: Es ist vieles unerträglich hier!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Entschuldigung, Herr Abgeordneter, dass ich Sie unterbreche, aber so geht das nicht. Permanente Zwischenrufe sind unerträglich (Abg. Vilimsky: Es ist vieles unerträglich hier!), und es versteht niemand etwas im Saal. Ich ersuche Sie wirklich um entsprechende Disziplin allen Rednerinnen und Rednern gegenüber. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Entschuldigung, Herr Abgeordneter, dass ich Sie unterbreche, aber so geht das nicht. Permanente Zwischenrufe sind unerträglich (Abg. Vilimsky: Es ist vieles unerträglich hier!), und es versteht niemand etwas im Saal. Ich ersuche Sie wirklich um entsprechende Disziplin allen Rednerinnen und Rednern gegenüber. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.
Abgeordneter Günter Kößl (fortsetzend): Das Nächste, was hier ebenfalls in den letzten Wochen diskutiert worden ist, ist diese Patenschaft. Ich glaube an und für sich, dass es vernünftig ist, diese Möglichkeit zu schaffen. Jeder, der unbedingt glaubt, eine Patenschaft übernehmen zu müssen, soll dies tun. (Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.)
Abg. Dr. Graf: Das ist so wie ein „bisschen Zölibat“, oder?!
Jedem, der das macht, muss aber auch klar sein, dass das eine Verantwortung im finanziellen, aber auch im rechtlichen Bereich ist. (Abg. Dr. Graf: Das ist so wie ein „bisschen Zölibat“, oder?!) Und es wird sicherlich nicht so sein können, dass jemand eine Patenschaft übernimmt, und die öffentliche Hand soll dann für diese Patenschaft aufkommen. Das wird es sicherlich nicht geben. Das ist ja auch sehr deutlich von der Frau Bundesminister dargestellt worden.
Abg. Öllinger: Sehr sparsam umgehen wird!
Etwas, das ebenfalls vielleicht ein bisschen kritisch betrachtet worden ist, ist der Beirat, der im Bundesministerium eingerichtet wird. Dieser soll eine beratende Funktion haben – mehr sicherlich nicht. Die Verantwortung, die Letztverantwortung wird bei der Frau Bundesminister bleiben. Und ich bin mir sicher, dass sie mit dieser Verantwortung (Abg. Öllinger: Sehr sparsam umgehen wird!) sehr sorgfältig umgehen wird.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Wer Asyl braucht und einen Asylgrund vorlegen kann, wird Asyl bekommen. Bei allen anderen wird man sicherlich sehr genau überprüfen müssen, ob sie hier einen humanitären Aufenthalt bekommen. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Oft kommt ja die Wahrheit ungeplant an die Oberfläche. Dass heute ein Redner, der Vertreter einer Regierungsfraktion ist – nämlich Herr Kößl – hier herkommt und erstmals öffentlich zugibt, dass die Regierung mit 500 000 Arbeitslosen bis zum Jahresende rechnet, ist ein Offenbarungseid, der wirklich unglaublich ist! Jetzt wissen wir schön langsam, warum der Finanzminister das Budget vor der Öffentlichkeit versteckt. Das ist seit Ihrer Aussage, Herr Kollege Kößl, klar! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
500 000 Arbeitslose werden in Österreich erwartet. 500 000 Arbeitslose! Und was machen Sie? – Sie erteilen mehr Niederlassungsbewilligungen, und Sie schaffen über den Titel eines humanitären Bleiberechts mehr Asylmissbrauch und eine Legalisierung von Scheinasylanten in breitem Ausmaß, sodass sich jeder denken muss: Was ist eigentlich los in diesem Land? – Das schaffen Sie mittlerweile, Herr Kollege Kößl! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Frau Ministerin, wir haben das ja im Ausschuss intensiv diskutiert: Jawohl, wir sind der Meinung, dass dieses Gesetz „Scheinasylanten-Legalisierungsgesetz“ heißen sollte. Das ist unsere Ansicht. Ich frage Sie schon, wie es überhaupt möglich sein kann, dass jemand, der bis zur Hälfte seiner Aufenthaltszeit illegal im Land sein darf, dann noch um humanitäres Bleiberecht ansuchen darf! Wie gibt es denn das, Frau Ministerin? – Für uns stand bisher eigentlich immer der Rechtsstaat im Vordergrund. Das heißt, jemand, der illegal im Land ist, hat Rechtsbruch begangen, ist illegal da und hat daher hier auch nichts verloren, meine sehr geehrten Damen und Herren! Das war für uns immer der Punkt, den wir in die Diskussion eingebracht haben. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Das ist schon ein bemerkenswerter Abschied der Österreichischen Volkspartei von der strengen Asyl- und Zuwanderungspolitik. Von den Sozialdemokraten wissen wir das; das haben wir in Wien erlebt, in den Ballungsräumen. Da werden Tür und Tor aufgemacht. Aber dass sich die Volkspartei von den gemeinsam beschlossenen – erinnert euch! – strengen Asylgesetzen, durch die es geschafft wurde, dass es weniger Asylanträge gibt, heute mit diesem Gesetz verabschiedet, das ist schon interessant. Sagen Sie nie wieder, Sie sind eine Sicherheitspartei, denn mit dem heutigen Tag haben Sie sich davon verabschiedet, meine Kollegen von der ÖVP! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Mag. Lunacek: Sie wissen nicht, wovon Sie reden!
sicheren Drittstaaten umgeben. (Abg. Mag. Lunacek: Sie wissen nicht, wovon Sie reden!)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Das heißt, Österreich wäre verpflichtet – und das ist eine Politik, die verantwortungsvoll wäre –, Menschen, die hier herkommen, in jenen sicheren Drittstaat zurückzuführen, aus dem sie gekommen sind. Das wäre eine Politik, die wir von Ihnen verlangen, Frau Innenministerin. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ
Heute, zwei Jahre später, kommen wir drauf, dass es solche Fälle gar nicht mehr gibt. Es gibt solche Fälle gar nicht mehr, weil sich mittlerweile eine geradezu grüne Industrie von Rechtsanwälten und Beratern aufgetan hat, die immer wieder durch neue Antragstellungen (Beifall bei BZÖ und FPÖ) – und da hat Strache schon recht – diese Menschen hier im Land belässt. Immer wieder werden neue Anträge gestellt, immer wieder wird verzögert. Es gibt keinen Behördenverzug, sondern das machen diese Leute.
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wenn ich nicht genau wüsste, dass aufgrund der neuen Ordnungsruf-Praxis der Frau Präsidentin der Begriff „grüne Schlepperbande“ hier im Parlament einen Ordnungsruf nach sich zöge, dann würde ich das heute wieder behaupten – ich tue es aber nicht, Kollegen von den Grünen! Aber ich würde es wieder behaupten. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Öllinger
Es ist noch etwas in diesem Gesetz; das ist auch so eine Symbolik, Frau Ministerin (Zwischenruf des Abg. Öllinger): Erstmals wird in der österreichischen Gesetzesterminologie von „Einwanderungsrecht“ gesprochen. – Sehr interessant, Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP. Sie definieren heute erstmals ein Einwanderungsrecht! Da frage ich mich schon, was das überhaupt bedeuten soll. (Abg. Dr. Graf: Einwanderung für Illegale! Nur für Illegale!) – Bei den Roten wissen wir es, aber Sie von der ÖVP wollen ein Einwanderungsrecht deklarieren, das trotz hoher Arbeitslosigkeit, trotz Kurzarbeit, trotz Problemen am heimischen Arbeitsmarkt in Zukunft das Scheinasylantentum florieren lassen wird. Und das wollen wir nicht, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Dr. Graf: Einwanderung für Illegale! Nur für Illegale!
Es ist noch etwas in diesem Gesetz; das ist auch so eine Symbolik, Frau Ministerin (Zwischenruf des Abg. Öllinger): Erstmals wird in der österreichischen Gesetzesterminologie von „Einwanderungsrecht“ gesprochen. – Sehr interessant, Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP. Sie definieren heute erstmals ein Einwanderungsrecht! Da frage ich mich schon, was das überhaupt bedeuten soll. (Abg. Dr. Graf: Einwanderung für Illegale! Nur für Illegale!) – Bei den Roten wissen wir es, aber Sie von der ÖVP wollen ein Einwanderungsrecht deklarieren, das trotz hoher Arbeitslosigkeit, trotz Kurzarbeit, trotz Problemen am heimischen Arbeitsmarkt in Zukunft das Scheinasylantentum florieren lassen wird. Und das wollen wir nicht, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Es ist noch etwas in diesem Gesetz; das ist auch so eine Symbolik, Frau Ministerin (Zwischenruf des Abg. Öllinger): Erstmals wird in der österreichischen Gesetzesterminologie von „Einwanderungsrecht“ gesprochen. – Sehr interessant, Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP. Sie definieren heute erstmals ein Einwanderungsrecht! Da frage ich mich schon, was das überhaupt bedeuten soll. (Abg. Dr. Graf: Einwanderung für Illegale! Nur für Illegale!) – Bei den Roten wissen wir es, aber Sie von der ÖVP wollen ein Einwanderungsrecht deklarieren, das trotz hoher Arbeitslosigkeit, trotz Kurzarbeit, trotz Problemen am heimischen Arbeitsmarkt in Zukunft das Scheinasylantentum florieren lassen wird. Und das wollen wir nicht, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Bundesministerin Dr. Fekter: Das stimmt nicht! – Abg. Kößl: Bleiben Sie bei der Wahrheit!
Jetzt werden Sie sich fragen: Was hat das mit dem Asylgesetz zu tun? – Frau Ministerin, wenn, wie wir mittlerweile wissen, jeder zweite Asylwerber ein Krimineller ist, dann hat das auch mit der steigenden Kriminalität etwas zu tun, und dann sollten Sie hier nicht Asylanten, die Scheinasylanten sind, legalisieren, sondern mit denen „abfahren“ und sie nach Hause schicken, wenn sie hier in Österreich kriminell werden. (Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Bundesministerin Dr. Fekter: Das stimmt nicht! – Abg. Kößl: Bleiben Sie bei der Wahrheit!)
Abg. Grosz: Steuergeld!
10 000, 13 000 kriminelle Asylanten. Dann kommen noch die Kosten dazu. Die haben wir mittels einer Anfrage, die Sie uns beantwortet haben, erhoben: 81 756 000 € an Kosten allein für die Grundversorgung von Asylanten, von denen jeder zweite kriminell wird. (Abg. Grosz: Steuergeld!) Das ist eigentlich eine Unglaublichkeit! Die Gesamtkosten sind noch viel höher – allein die Grundversorgung ohne Sozialleistungen, ohne irgendwelche zusätzliche Leistungen. Da fragt sich doch jeder redliche Arbeitnehmer in Österreich, der auf jeden Cent schauen muss, was in diesem Land los ist. Frau Ministerin, das ist einfach inakzeptabel, Sie sind ja mit diesem Gesetz eigentlich auch gescheitert.
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Frau Ministerin, dieses Gesetz ist gescheitert! Wenn Sie heute ehrlich wären und wenn Sie es mit diesem Land gut meinen, dann würden Sie heute die Debatte rasch beenden, aufstehen und sagen: Ich ziehe es zurück. Das wäre eigentlich der richtige Weg, den Sie heute einschlagen sollten! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Kößl: Stimmt ja nicht! Gemeinde- und Städtebund!
Frau Ministerin, auch die Besetzung des Beirats ist eine Farce. Auch das ist beim Hearing letztlich klar geworden. Das ist doch eine Farce! Da sitzen der Integrationsfonds und noch ein paar Vertreter von Links drinnen, die Ihnen in jedem Fall sagen werden: Den nehmen wir, den lassen wir da, denn der wird von unseren Anwälten hervorragend vertreten. – Aber da sitzt zum Beispiel kein Vertreter eines Bundeslandes drinnen. (Abg. Kößl: Stimmt ja nicht! Gemeinde- und Städtebund!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Kößl: Sie sagen wissentlich die Unwahrheit!
Wir verlangen, Frau Ministerin, dass die Länder in diesem Beirat auch vertreten sein müssen, der letztlich die Entscheidung trifft, wer hier bleiben darf und wer nicht. Ich denke, das ist ganz, ganz wichtig, dass das auch passiert. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Kößl: Sie sagen wissentlich die Unwahrheit!)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Letztlich, Frau Ministerin, ist es ein Gesetz – und wenn es nicht so traurig wäre, wäre es fast lustig –, das Sie dem Parlament am Faschingsdienstag vorgelegt haben und das am 1. April in Kraft treten soll. Allein diese Daten sagen ja vieles über dieses Gesetz aus. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Mag. Korun: „Anzeigen und weg!“
Aber auch die Frage der Kriminalität, die uns in den nächsten Wochen beschäftigen wird und auch in den vergangenen Wochen beschäftigt hat, ist eine wichtige. Sie erinnern sich ja an den Beschluss der Landeshauptleutekonferenz vom 22. Jänner – das ist auch interessant –, in dem Folgendes festgestellt wurde: Man soll Maßnahmen ergreifen, um auch gegen legal in Österreich lebende Fremde, die in dringendem Verdacht stehen, eine gravierende Straftat begangen zu haben, aufenthaltsbeendigende Maßnahmen zu setzen. (Abg. Mag. Korun: „Anzeigen und weg!“) Das ist ein Beschluss, ein einstimmiger Beschluss der Landeshauptleutekonferenz!
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Uns haben Sie diesbezüglich bisher immer kritisiert – Stichwort Kärntner Beispiel – und gesagt: Das darf man nicht! Wenn jemand in Verdacht steht, dann ist das noch keine kriminelle Handlung! – Jetzt aber verlangen alle Landeshauptleute von der Innenministerin, dass auch Menschen – Asylanten, aber auch Zuwanderer –, die unter schwerem Verdacht stehen, selbstverständlich mit aufenthaltsbeendigenden Maßnahmen bedacht werden können. Und ich halte das auch für richtig. Ich halte das für richtig, was die Landeshauptleute da beschlossen haben! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Bundesministerin Dr. Fekter schüttelt verneinend den Kopf – Abg. Kößl: Das ist ein gutes Gesetz!
Frau Ministerin, gestehen Sie das Scheitern dieses Gesetzes ein (Bundesministerin Dr. Fekter schüttelt verneinend den Kopf – Abg. Kößl: Das ist ein gutes Gesetz!), sonst werden Sie in wenigen Wochen und Monaten wieder hier sitzen (Abg. Kößl: Das ist ein sehr, sehr gutes Gesetz!), wenn nämlich dieses Gesetz verfassungsrechtlich, wie Ihnen das die Verfassungsrechtler auch vorhersagen, wieder nicht halten wird! Und dann werden Sie wieder hier sitzen, und wir werden wieder diskutieren. Dieses Gesetz ist beendet, gescheitert. Zurück an den Start!, lautet die Devise. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Kößl: Das ist ein sehr, sehr gutes Gesetz!
Frau Ministerin, gestehen Sie das Scheitern dieses Gesetzes ein (Bundesministerin Dr. Fekter schüttelt verneinend den Kopf – Abg. Kößl: Das ist ein gutes Gesetz!), sonst werden Sie in wenigen Wochen und Monaten wieder hier sitzen (Abg. Kößl: Das ist ein sehr, sehr gutes Gesetz!), wenn nämlich dieses Gesetz verfassungsrechtlich, wie Ihnen das die Verfassungsrechtler auch vorhersagen, wieder nicht halten wird! Und dann werden Sie wieder hier sitzen, und wir werden wieder diskutieren. Dieses Gesetz ist beendet, gescheitert. Zurück an den Start!, lautet die Devise. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Frau Ministerin, gestehen Sie das Scheitern dieses Gesetzes ein (Bundesministerin Dr. Fekter schüttelt verneinend den Kopf – Abg. Kößl: Das ist ein gutes Gesetz!), sonst werden Sie in wenigen Wochen und Monaten wieder hier sitzen (Abg. Kößl: Das ist ein sehr, sehr gutes Gesetz!), wenn nämlich dieses Gesetz verfassungsrechtlich, wie Ihnen das die Verfassungsrechtler auch vorhersagen, wieder nicht halten wird! Und dann werden Sie wieder hier sitzen, und wir werden wieder diskutieren. Dieses Gesetz ist beendet, gescheitert. Zurück an den Start!, lautet die Devise. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Strache – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Pendl –: „Danke!“ – Abg. Öllinger: „Wir beginnen mit einem Dank!“ – Abg. Ing. Westenthaler: „An die Justizwachebeamten!“ – Und vergessen nicht den Handshake am Ende!
Präsident Fritz Neugebauer: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Pendl. (Abg. Strache – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Pendl –: „Danke!“ – Abg. Öllinger: „Wir beginnen mit einem Dank!“ – Abg. Ing. Westenthaler: „An die Justizwachebeamten!“ – Und vergessen nicht den Handshake am Ende!)
Abg. Strache: Aber doch nicht in diese falsche Richtung!
Wir haben hier, meine geschätzten Damen und Herren, ausschließlich über jenen Bereich zu befinden, hinsichtlich dessen uns der Verfassungsgerichtshof einen Auftrag gegeben hat, nämlich jenen, dass wir bis 31. März dieses Jahres den humanitären Aufenthalt neu regeln müssen, weil kein Antragsrecht vorgesehen war. (Abg. Strache: Aber doch nicht in diese falsche Richtung!) Das, meine geschätzten Damen und Herren, wissen alle, die in dieser Materie verhaftet sind. (Abg. Strache: Aber doch nicht in diese falsche Richtung! Der Verfassungsgerichtshof hat nicht vorgegeben, ein Einwanderungsgesetz daraus zu machen!)
Abg. Strache: Aber doch nicht in diese falsche Richtung! Der Verfassungsgerichtshof hat nicht vorgegeben, ein Einwanderungsgesetz daraus zu machen!
Wir haben hier, meine geschätzten Damen und Herren, ausschließlich über jenen Bereich zu befinden, hinsichtlich dessen uns der Verfassungsgerichtshof einen Auftrag gegeben hat, nämlich jenen, dass wir bis 31. März dieses Jahres den humanitären Aufenthalt neu regeln müssen, weil kein Antragsrecht vorgesehen war. (Abg. Strache: Aber doch nicht in diese falsche Richtung!) Das, meine geschätzten Damen und Herren, wissen alle, die in dieser Materie verhaftet sind. (Abg. Strache: Aber doch nicht in diese falsche Richtung! Der Verfassungsgerichtshof hat nicht vorgegeben, ein Einwanderungsgesetz daraus zu machen!)
Abg. Strache: Das ist ein Unsinn!
Ausschließlich zu prüfen ist im Hinblick auf Artikel 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention. Also vermischen Sie hier nicht alle Gesetzesmaterien mit jenen, um die es heute geht beziehungsweise in den letzten Tagen gegangen ist, als wir hier gemeinsam versucht haben, dem Auftrag des Verfassungsgerichtshofes nachkommend (Abg. Strache: Das ist ein Unsinn!), eine menschliche, eine rechtsstaatliche rechtliche Lösung im Interesse der Republik, der Österreicherinnen und Österreicher,
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
aber auch eine humane Lösung im Sinne jener, die unsere gemeinsame Hilfe brauchen, zu erarbeiten. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Strache: Sicher!
Meine Herren, es wird nicht richtiger, und es wird nicht besser – Sie können ununterbrochen vom „Bleiberecht“ reden: Wir hatten kein Bleiberecht, wir haben kein Bleiberecht, und wir bekommen kein Bleiberecht! (Abg. Strache: Sicher!) Wir reden hier von humanitärem Aufenthalt (Abg. Strache: Humanitäres Bleiberecht! Das ist es!), und Sie wissen es. Und trotzdem wollen Sie der Bevölkerung genau das vor Augen führen. Das lehnen wir ab, denn wir nehmen diese so wichtige Materie ernst, meine geschätzten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: ..., was Sie da zum Besten geben! Das glauben ja Sie selber nicht, den Unsinn!)
Abg. Strache: Humanitäres Bleiberecht! Das ist es!
Meine Herren, es wird nicht richtiger, und es wird nicht besser – Sie können ununterbrochen vom „Bleiberecht“ reden: Wir hatten kein Bleiberecht, wir haben kein Bleiberecht, und wir bekommen kein Bleiberecht! (Abg. Strache: Sicher!) Wir reden hier von humanitärem Aufenthalt (Abg. Strache: Humanitäres Bleiberecht! Das ist es!), und Sie wissen es. Und trotzdem wollen Sie der Bevölkerung genau das vor Augen führen. Das lehnen wir ab, denn wir nehmen diese so wichtige Materie ernst, meine geschätzten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: ..., was Sie da zum Besten geben! Das glauben ja Sie selber nicht, den Unsinn!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: ..., was Sie da zum Besten geben! Das glauben ja Sie selber nicht, den Unsinn!
Meine Herren, es wird nicht richtiger, und es wird nicht besser – Sie können ununterbrochen vom „Bleiberecht“ reden: Wir hatten kein Bleiberecht, wir haben kein Bleiberecht, und wir bekommen kein Bleiberecht! (Abg. Strache: Sicher!) Wir reden hier von humanitärem Aufenthalt (Abg. Strache: Humanitäres Bleiberecht! Das ist es!), und Sie wissen es. Und trotzdem wollen Sie der Bevölkerung genau das vor Augen führen. Das lehnen wir ab, denn wir nehmen diese so wichtige Materie ernst, meine geschätzten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: ..., was Sie da zum Besten geben! Das glauben ja Sie selber nicht, den Unsinn!)
Abg. Ing. Westenthaler: „Wir beginnen mit dem Dank ...!“
Lassen Sie mich aber in der Sache auf einige mir wichtig erscheinenden Punkte eingehen. (Abg. Ing. Westenthaler: „Wir beginnen mit dem Dank ...!“)
Heiterkeit der Abgeordneten Dr. Belakowitsch-Jenewein und Vilimsky.
Als die Frau Bundesministerin vor Weihnachten den Gesetzentwurf in Begutachtung geschickt hat, wurden von den unterschiedlichsten Institutionen Vorschläge gemacht, und wir hatten gemeinsam in vielen Stunden mit vielen weit außerhalb unserer Regierungsfraktion angesiedelten Einrichtungen – ich denke da an die NGOs, an kirchliche Stellen und dergleichen mehr – versucht, hier eine Lösung zu erarbeiten, durch die wir eine rechtsstaatliche, aber auch eine menschliche Lösung, wie wir es glauben, auch ganz einfach umsetzen können. (Heiterkeit der Abgeordneten Dr. Belakowitsch-Jenewein und Vilimsky.) – Und weil Sie immer lachen: Sie brauchen sich bei niemandem zu bedanken. Vielleicht werden Sie von den Menschen auch einmal dementsprechend gesehen werden. (Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt kommt der Dank! Jetzt geht’s los! – Gegenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt kommt der Dank! Jetzt geht’s los! – Gegenruf der Abg. Mag. Wurm.
Als die Frau Bundesministerin vor Weihnachten den Gesetzentwurf in Begutachtung geschickt hat, wurden von den unterschiedlichsten Institutionen Vorschläge gemacht, und wir hatten gemeinsam in vielen Stunden mit vielen weit außerhalb unserer Regierungsfraktion angesiedelten Einrichtungen – ich denke da an die NGOs, an kirchliche Stellen und dergleichen mehr – versucht, hier eine Lösung zu erarbeiten, durch die wir eine rechtsstaatliche, aber auch eine menschliche Lösung, wie wir es glauben, auch ganz einfach umsetzen können. (Heiterkeit der Abgeordneten Dr. Belakowitsch-Jenewein und Vilimsky.) – Und weil Sie immer lachen: Sie brauchen sich bei niemandem zu bedanken. Vielleicht werden Sie von den Menschen auch einmal dementsprechend gesehen werden. (Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt kommt der Dank! Jetzt geht’s los! – Gegenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Abg. Mag. Stefan: ... legal ...!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, Sie halten ja nicht einmal die Altfälle und die Neufälle auseinander. Nicht einmal das tun Sie! Sie vermischen verschiedene Gesetzesmaterien. Und jetzt sage ich ganz bewusst: Sie vermischen sogar die Altfälle und die Neufälle! Und Sie vermischen hier auch, und das ist wahrscheinlich auch Ihr Interesse an diesem Gesetz ... (Abg. Mag. Stefan: ... legal ...!) – Und wenn man schon immer etwas von „Legalität“ hier hereinschreit: ... (Abg. Ing. Westenthaler: Sind sie jetzt illegal da oder nicht?)
Abg. Ing. Westenthaler: Sind sie jetzt illegal da oder nicht?
Meine sehr geehrten Damen und Herren, Sie halten ja nicht einmal die Altfälle und die Neufälle auseinander. Nicht einmal das tun Sie! Sie vermischen verschiedene Gesetzesmaterien. Und jetzt sage ich ganz bewusst: Sie vermischen sogar die Altfälle und die Neufälle! Und Sie vermischen hier auch, und das ist wahrscheinlich auch Ihr Interesse an diesem Gesetz ... (Abg. Mag. Stefan: ... legal ...!) – Und wenn man schon immer etwas von „Legalität“ hier hereinschreit: ... (Abg. Ing. Westenthaler: Sind sie jetzt illegal da oder nicht?)
Zwischenrufe der Abgeordneten Scheibner, Ing. Westenthaler und Grosz.
Nun, dann sagt doch mit anderen Worten, ihr wollt den Verfassungsgerichtshof kritisieren, oder ihr kritisiert den Artikel 8 EMRK! Sagt es doch! (Zwischenrufe der Abgeordneten Scheibner, Ing. Westenthaler und Grosz.)
Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Scheibner, Ing. Westenthaler und Grosz.
Wir versuchen, auf dem Boden der Verfassung und ganz einfach auf dem Boden der Rechtsstaatlichkeit eine Lösung herbeizuführen. Und das wollt ihr nicht! (Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Scheibner, Ing. Westenthaler und Grosz.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Grosz: Lei-lei!
Es wird sich bei dieser Gesetzesmaterie für die Zuhörer wie folgt darstellen: BZÖ und FPÖ werden uns von dieser Seite kritisieren, und die Grünen werden uns von der anderen Seite kritisieren; denn die einen sagen: Alle heim!, und die anderen sagen: Alle bleiben da! – Wir aber versuchen, eine menschliche, rechtsstaatliche Lösung in der Mitte zu erreichen, meine geschätzten Damen und Herren. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Grosz: Lei-lei!)
Abg. Ing. Westenthaler: Wer hat das gesagt?
auftritt, sonst gar nichts!) Wir haben genauso jede Wortmeldung im Hearing mitverfolgt wie Sie. Wenn aber ein Universitätsprofessor einleitend sagt, dieser Entwurf sei verfassungsrechtlich in Ordnung (Abg. Ing. Westenthaler: Wer hat das gesagt?) –, Herr Professor Funk –, und dann sagt: Wenn die Vollziehung in Ordnung ist!, dann sage ich Ihnen: Das gilt für alle Vollziehungsbereiche, wo wir uns im Bereich der Grundrechte bewegen. Für alle!
Abg. Strache: In Zukunft wird man sich den humanitären Aufenthalt „erpendln“ und „erfektern“!
Dass man immer auf die Verfassung schauen muss, das weiß, glaube ich, in diesem Haus ein jeder! Daher verstehe ich nicht, warum hier ganz gezielt versucht wird, ununterbrochen in eine Richtung zu argumentieren. Wir werden in den nächsten Monaten noch Zeit genug haben, uns mit vielen dieser Fragen zu beschäftigen (Abg. Strache: In Zukunft wird man sich den humanitären Aufenthalt „erpendln“ und „erfektern“!), aber hier geht es um einen Auftrag des Verfassungsgerichtshofes. Hier geht es ganz einfach um den humanitären Aufenthalt und nicht um irgendwelche andere Geschichten.
Abg. Strache: Die Österreicher bekommen die Realität leider jeden Tag draußen mit! ..., was da für Schindluder passiert!
Wenn wir, wie sich das ja im Vorfeld gezeigt hat, hier nicht sachlich der Wichtigkeit und – auch wenn Sie es nicht hören wollen, ich sage es trotzdem – auch der Menschlichkeit zuliebe diese Diskussion führen wollen, sondern wenn hier versucht wird, nichts anderes zu tun als zu verunsichern, als falsche Argumente zu verwenden, dann ist das Ihr Problem. (Abg. Strache: Die Österreicher bekommen die Realität leider jeden Tag draußen mit! ..., was da für Schindluder passiert!) – Wir, die Regierungsfraktionen, werden versuchen, auf dem Boden des Rechtsstaates diese Fragen abzuarbeiten. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache sowie Abgeordnete des BZÖ: Auf zu den nächsten minus 10 Prozent!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache sowie Abgeordnete des BZÖ: Auf zu den nächsten minus 10 Prozent!
Wenn wir, wie sich das ja im Vorfeld gezeigt hat, hier nicht sachlich der Wichtigkeit und – auch wenn Sie es nicht hören wollen, ich sage es trotzdem – auch der Menschlichkeit zuliebe diese Diskussion führen wollen, sondern wenn hier versucht wird, nichts anderes zu tun als zu verunsichern, als falsche Argumente zu verwenden, dann ist das Ihr Problem. (Abg. Strache: Die Österreicher bekommen die Realität leider jeden Tag draußen mit! ..., was da für Schindluder passiert!) – Wir, die Regierungsfraktionen, werden versuchen, auf dem Boden des Rechtsstaates diese Fragen abzuarbeiten. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache sowie Abgeordnete des BZÖ: Auf zu den nächsten minus 10 Prozent!)
Abg. Strache: Da kennt sich eh kein Zuhörer aus, bei diesem nebulosen Gewäsch!
Lassen Sie mich aber auch noch Folgendes sagen: Gestern haben wir ja hier im Zusammenhang mit dem Gewaltschutzgesetz diskutiert. Ihr habt hier hereingeplärrt und gesagt, dass wir über die Hintertür das Niederlassungsgesetz ändern. Das stimmt nur alles nicht! Wenn zwei Gesetzesmaterien in zwei Ausschüssen hier an zwei Plenartagen beschlossen werden und – ich habe es gestern hier gesagt – zwei Ressorts zusammenarbeiten, zwei parlamentarische Ausschüsse zusammenarbeiten, weil wir auch die Frage der Inkrafttretenstermine im Vorfeld koordiniert haben, damit der bessere Inhalt im Gewaltschutzgesetz (Abg. Strache: Da kennt sich eh kein Zuhörer aus, bei diesem nebulosen Gewäsch!), das eben erst mit 1. Juni in Kraft tritt, auch mitgeregelt werden kann, dann könnt ihr daran herumkritisieren soviel ihr wollt: Es ist ein sachlicher Grund, und es ist auch von der parlamentarischen Arbeit her beispielhaft dafür, wie wir auch im Gesetzgebungsprozess zukunftsorientiert arbeiten können. (Abg. Strache: Was haben Sie jetzt gesagt? Was wollten Sie jetzt sagen, Herr Pendl?)
Abg. Strache: Was haben Sie jetzt gesagt? Was wollten Sie jetzt sagen, Herr Pendl?
Lassen Sie mich aber auch noch Folgendes sagen: Gestern haben wir ja hier im Zusammenhang mit dem Gewaltschutzgesetz diskutiert. Ihr habt hier hereingeplärrt und gesagt, dass wir über die Hintertür das Niederlassungsgesetz ändern. Das stimmt nur alles nicht! Wenn zwei Gesetzesmaterien in zwei Ausschüssen hier an zwei Plenartagen beschlossen werden und – ich habe es gestern hier gesagt – zwei Ressorts zusammenarbeiten, zwei parlamentarische Ausschüsse zusammenarbeiten, weil wir auch die Frage der Inkrafttretenstermine im Vorfeld koordiniert haben, damit der bessere Inhalt im Gewaltschutzgesetz (Abg. Strache: Da kennt sich eh kein Zuhörer aus, bei diesem nebulosen Gewäsch!), das eben erst mit 1. Juni in Kraft tritt, auch mitgeregelt werden kann, dann könnt ihr daran herumkritisieren soviel ihr wollt: Es ist ein sachlicher Grund, und es ist auch von der parlamentarischen Arbeit her beispielhaft dafür, wie wir auch im Gesetzgebungsprozess zukunftsorientiert arbeiten können. (Abg. Strache: Was haben Sie jetzt gesagt? Was wollten Sie jetzt sagen, Herr Pendl?)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch wenn Sie das nicht hören wollen: Danke schön an alle, die hier mitgewirkt haben! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler – auf die SPÖ-Fraktion weisend –: Cap flüchtet schon ...!
Meine geschätzten Damen und Herren, was ich überhaupt nicht verstehen kann: Ich kenne alle kritischen Stimmen hier in Bezug auf das Fremdenrechtspaket, das wir gemeinsam beschlossen haben. Wir machen kein neues Gesetz, wir ändern das Gesetz nicht! Ich kenne alle Unkenrufer von damals. Die Einführung des Asylgerichtshofs, eine bessere Personalausstattung: Das alles ist kritisiert worden (Abg. Ing. Westenthaler – auf die SPÖ-Fraktion weisend –: Cap flüchtet schon ...!), aber es hat sich alles als gut bewährt! Wir machen eine einzige Korrektur in einem Bereich im Auftrag des Verfassungsgerichtshofes (Abg. Strache: Der Verfassungsgerichtshof hat doch nicht gesagt, wir sollen Illegale belohnen! Das ist doch ein Unsinn!) – und ihr zeichnet ein Szenario, als würden wir ein neues Gesetz machen!
Abg. Strache: Der Verfassungsgerichtshof hat doch nicht gesagt, wir sollen Illegale belohnen! Das ist doch ein Unsinn!
Meine geschätzten Damen und Herren, was ich überhaupt nicht verstehen kann: Ich kenne alle kritischen Stimmen hier in Bezug auf das Fremdenrechtspaket, das wir gemeinsam beschlossen haben. Wir machen kein neues Gesetz, wir ändern das Gesetz nicht! Ich kenne alle Unkenrufer von damals. Die Einführung des Asylgerichtshofs, eine bessere Personalausstattung: Das alles ist kritisiert worden (Abg. Ing. Westenthaler – auf die SPÖ-Fraktion weisend –: Cap flüchtet schon ...!), aber es hat sich alles als gut bewährt! Wir machen eine einzige Korrektur in einem Bereich im Auftrag des Verfassungsgerichtshofes (Abg. Strache: Der Verfassungsgerichtshof hat doch nicht gesagt, wir sollen Illegale belohnen! Das ist doch ein Unsinn!) – und ihr zeichnet ein Szenario, als würden wir ein neues Gesetz machen!
Abg. Strache: Es hat doch nicht der Verfassungsgerichtshof gesagt, wir sollen Illegale belohnen! – Gegenruf des Abg. Kößl: Das ist eine subjektive Auslegung von dir!
Das ist Themenverfehlung, meine geschätzten Damen und Herren, ob Sie es wollen oder nicht! (Abg. Strache: Es hat doch nicht der Verfassungsgerichtshof gesagt, wir sollen Illegale belohnen! – Gegenruf des Abg. Kößl: Das ist eine subjektive Auslegung von dir!) Stellen Sie sich doch her und sagen Sie, es interessiert Sie der Artikel 8 EMRK nicht! Sagen Sie es! – Wir werden auf diesen Rücksicht nehmen (Ruf beim BZÖ: Herr Kollege, was steht denn drinnen ...?) und werden schauen, dass wir rechtsstaatlich diese Frage einer Realisierung zuführen.
Ruf beim BZÖ: Herr Kollege, was steht denn drinnen ...?
Das ist Themenverfehlung, meine geschätzten Damen und Herren, ob Sie es wollen oder nicht! (Abg. Strache: Es hat doch nicht der Verfassungsgerichtshof gesagt, wir sollen Illegale belohnen! – Gegenruf des Abg. Kößl: Das ist eine subjektive Auslegung von dir!) Stellen Sie sich doch her und sagen Sie, es interessiert Sie der Artikel 8 EMRK nicht! Sagen Sie es! – Wir werden auf diesen Rücksicht nehmen (Ruf beim BZÖ: Herr Kollege, was steht denn drinnen ...?) und werden schauen, dass wir rechtsstaatlich diese Frage einer Realisierung zuführen.
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich glaube, wenn acht Experten im Hearing (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) eindeutig alle den Standpunkt vertreten, der auch in der Aussage zum Ausdruck kommt – ich zitiere –: Das ist kein großer Wurf! (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung SPÖ –: Handi-Patschi!), dann sage ich dazu, was ich bereits im Ausschuss gesagt habe: Das ist auch eine Verwechslung des Themas (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen), denn es hätte jeder Experte wissen müssen, dass wir kein neues Gesetz machen! (Ruf beim BZÖ: Redezeit!) Es ist hier ganz einfach darum gegangen ... (Abg. Strache: Sie schaffen es, in 10 Minuten nichts zu sagen!)
Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung SPÖ –: Handi-Patschi!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich glaube, wenn acht Experten im Hearing (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) eindeutig alle den Standpunkt vertreten, der auch in der Aussage zum Ausdruck kommt – ich zitiere –: Das ist kein großer Wurf! (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung SPÖ –: Handi-Patschi!), dann sage ich dazu, was ich bereits im Ausschuss gesagt habe: Das ist auch eine Verwechslung des Themas (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen), denn es hätte jeder Experte wissen müssen, dass wir kein neues Gesetz machen! (Ruf beim BZÖ: Redezeit!) Es ist hier ganz einfach darum gegangen ... (Abg. Strache: Sie schaffen es, in 10 Minuten nichts zu sagen!)
Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich glaube, wenn acht Experten im Hearing (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) eindeutig alle den Standpunkt vertreten, der auch in der Aussage zum Ausdruck kommt – ich zitiere –: Das ist kein großer Wurf! (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung SPÖ –: Handi-Patschi!), dann sage ich dazu, was ich bereits im Ausschuss gesagt habe: Das ist auch eine Verwechslung des Themas (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen), denn es hätte jeder Experte wissen müssen, dass wir kein neues Gesetz machen! (Ruf beim BZÖ: Redezeit!) Es ist hier ganz einfach darum gegangen ... (Abg. Strache: Sie schaffen es, in 10 Minuten nichts zu sagen!)
Ruf beim BZÖ: Redezeit!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich glaube, wenn acht Experten im Hearing (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) eindeutig alle den Standpunkt vertreten, der auch in der Aussage zum Ausdruck kommt – ich zitiere –: Das ist kein großer Wurf! (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung SPÖ –: Handi-Patschi!), dann sage ich dazu, was ich bereits im Ausschuss gesagt habe: Das ist auch eine Verwechslung des Themas (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen), denn es hätte jeder Experte wissen müssen, dass wir kein neues Gesetz machen! (Ruf beim BZÖ: Redezeit!) Es ist hier ganz einfach darum gegangen ... (Abg. Strache: Sie schaffen es, in 10 Minuten nichts zu sagen!)
Abg. Strache: Sie schaffen es, in 10 Minuten nichts zu sagen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich glaube, wenn acht Experten im Hearing (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) eindeutig alle den Standpunkt vertreten, der auch in der Aussage zum Ausdruck kommt – ich zitiere –: Das ist kein großer Wurf! (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung SPÖ –: Handi-Patschi!), dann sage ich dazu, was ich bereits im Ausschuss gesagt habe: Das ist auch eine Verwechslung des Themas (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen), denn es hätte jeder Experte wissen müssen, dass wir kein neues Gesetz machen! (Ruf beim BZÖ: Redezeit!) Es ist hier ganz einfach darum gegangen ... (Abg. Strache: Sie schaffen es, in 10 Minuten nichts zu sagen!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt Handi-Patschi! – Ruf beim BZÖ: Bussi! – Abg. Ing. Westenthaler: Ich bin dafür, dass der Abgeordnete Pendl eine Redezeit von 1 Stunde bekommt! – Abg. Grosz: Und Klubobmann wird! – Jedes Mal um 10 000 Stimmen weniger!
Abgeordneter Otto Pendl (fortsetzend): Ich glaube, dass die Regierungsfraktionen in guter Zusammenarbeit mit der Bundesregierung im rechtsstaatlichen Sinne, aber auch im humanitären Sinne hier eine ausgezeichnete Arbeit geleistet haben. Ich lade Sie ein, im Interesse der Menschlichkeit dazu Ihre Zustimmung zu geben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt Handi-Patschi! – Ruf beim BZÖ: Bussi! – Abg. Ing. Westenthaler: Ich bin dafür, dass der Abgeordnete Pendl eine Redezeit von 1 Stunde bekommt! – Abg. Grosz: Und Klubobmann wird! – Jedes Mal um 10 000 Stimmen weniger!)
Abg. Kößl: Es gibt kein Bleiberecht!
Zur Erinnerung: Warum reden wir heute eigentlich über das Bleiberecht? (Abg. Kößl: Es gibt kein Bleiberecht!) Warum haben sich in x Gemeinden in Österreich Menschen, Bürger und Bürgerinnen auf die Straße gestellt und haben gesagt, die Bürger, die Nachbarn, die sie haben, die Freunde ihrer Kinder in der Schule, die Leute, die sich bei der freiwilligen Feuerwehr engagieren und die in vielen Fällen keine österreichischen Staatsbürger sind, die sollen bleiben? Warum haben sich in Vöcklabruck, in Gallneukirchen, in Pabneukirchen, um nur einige dieser Gemeinden zu nennen, Menschen zusammengetan, warum sind dort Bleiberechts-Plattformen entstanden? (Abg. Strache: Weil busweise Demonstranten aus ganz Österreich eingeführt wurden!)
Abg. Strache: Weil busweise Demonstranten aus ganz Österreich eingeführt wurden!
Zur Erinnerung: Warum reden wir heute eigentlich über das Bleiberecht? (Abg. Kößl: Es gibt kein Bleiberecht!) Warum haben sich in x Gemeinden in Österreich Menschen, Bürger und Bürgerinnen auf die Straße gestellt und haben gesagt, die Bürger, die Nachbarn, die sie haben, die Freunde ihrer Kinder in der Schule, die Leute, die sich bei der freiwilligen Feuerwehr engagieren und die in vielen Fällen keine österreichischen Staatsbürger sind, die sollen bleiben? Warum haben sich in Vöcklabruck, in Gallneukirchen, in Pabneukirchen, um nur einige dieser Gemeinden zu nennen, Menschen zusammengetan, warum sind dort Bleiberechts-Plattformen entstanden? (Abg. Strache: Weil busweise Demonstranten aus ganz Österreich eingeführt wurden!)
Abg. Kößl: Nein, nicht über das Bleiberecht! Über den humanitären Aufenthalt! – Gegenruf des Abg. Strache: Das glaubst du doch selbst nicht!
Das ist die Vorgeschichte zu heute. Deshalb diskutieren wir heute im Hohen Haus über das Bleiberecht (Abg. Kößl: Nein, nicht über das Bleiberecht! Über den humanitären Aufenthalt! – Gegenruf des Abg. Strache: Das glaubst du doch selbst nicht!), und weil es in unserem Land einige Tausend Menschen gibt, die hier bestens integriert sind, die seit Jahren hier leben, die ganz legal hier arbeiten und Steuern zahlen und zum Wohlstand unseres Landes beitragen, deren Kinder hier die Schule besuchen, Freunde
Beifall bei den Grünen.
gefunden haben, Wurzeln geschlagen haben. Deshalb diskutieren wir heute im Parlament über das Bleiberecht. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Der kriegt ja Asyl!
Stellen Sie sich vor, Sie wären in Georgien geboren, Sie wären georgischer Staatsbürger, Sie würden sich politisch engagieren, Sie würden es wagen, die Regierungspartei zu kritisieren (Abg. Scheibner: Der kriegt ja Asyl!), Sie würden willkürlich festgenommen, bedroht, körperlich verletzt werden, Sie würden flüchten in ein anderes Land, beispielsweise nach Österreich! (Abg. Strache: Warum nicht nach Russland? Warum nach Österreich? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist übrigens ein ganz konkreter Fall einer Familie in Salzburg, die im Jahr 2002 eingereist ist – ich betone: im Jahr 2002 (Abg. Großruck: Das ist eine falsche Aussage! – Abg. Scheibner: Da kann man gar nicht mehr zuhören!), vor sieben Jahren –, inzwischen zum dritten Mal einvernommen wurde, weil ihr Asylantrag mit fadenscheinigen Argumenten zwei Mal abgelehnt wurde, ihrer Berufung vom Unabhängigen Bundesasylsenat zwei Mal stattgegeben wurde, wobei der Bundesasylsenat gesagt hat, es war nicht richtig, dass ihr Asylantrag abgelehnt wurde, wobei ihnen Recht gegeben wurde. Und nach sieben Jahren – nach fast sieben Jahren legaler Beschäftigung und Steuerzahlens – steht diese Familie noch immer in der Warteschleife und weiß nicht, ob sie nächstes Jahr noch in Österreich sein darf. – Deshalb diskutieren wir heute im Hohen Haus über das Bleiberecht! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: ... zu Hause eine Zukunft aufbauen! ... in ihrer Heimat eine Zukunft aufbauen!)
Abg. Strache: Warum nicht nach Russland? Warum nach Österreich? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Stellen Sie sich vor, Sie wären in Georgien geboren, Sie wären georgischer Staatsbürger, Sie würden sich politisch engagieren, Sie würden es wagen, die Regierungspartei zu kritisieren (Abg. Scheibner: Der kriegt ja Asyl!), Sie würden willkürlich festgenommen, bedroht, körperlich verletzt werden, Sie würden flüchten in ein anderes Land, beispielsweise nach Österreich! (Abg. Strache: Warum nicht nach Russland? Warum nach Österreich? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist übrigens ein ganz konkreter Fall einer Familie in Salzburg, die im Jahr 2002 eingereist ist – ich betone: im Jahr 2002 (Abg. Großruck: Das ist eine falsche Aussage! – Abg. Scheibner: Da kann man gar nicht mehr zuhören!), vor sieben Jahren –, inzwischen zum dritten Mal einvernommen wurde, weil ihr Asylantrag mit fadenscheinigen Argumenten zwei Mal abgelehnt wurde, ihrer Berufung vom Unabhängigen Bundesasylsenat zwei Mal stattgegeben wurde, wobei der Bundesasylsenat gesagt hat, es war nicht richtig, dass ihr Asylantrag abgelehnt wurde, wobei ihnen Recht gegeben wurde. Und nach sieben Jahren – nach fast sieben Jahren legaler Beschäftigung und Steuerzahlens – steht diese Familie noch immer in der Warteschleife und weiß nicht, ob sie nächstes Jahr noch in Österreich sein darf. – Deshalb diskutieren wir heute im Hohen Haus über das Bleiberecht! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: ... zu Hause eine Zukunft aufbauen! ... in ihrer Heimat eine Zukunft aufbauen!)
Abg. Großruck: Das ist eine falsche Aussage! – Abg. Scheibner: Da kann man gar nicht mehr zuhören!
Stellen Sie sich vor, Sie wären in Georgien geboren, Sie wären georgischer Staatsbürger, Sie würden sich politisch engagieren, Sie würden es wagen, die Regierungspartei zu kritisieren (Abg. Scheibner: Der kriegt ja Asyl!), Sie würden willkürlich festgenommen, bedroht, körperlich verletzt werden, Sie würden flüchten in ein anderes Land, beispielsweise nach Österreich! (Abg. Strache: Warum nicht nach Russland? Warum nach Österreich? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist übrigens ein ganz konkreter Fall einer Familie in Salzburg, die im Jahr 2002 eingereist ist – ich betone: im Jahr 2002 (Abg. Großruck: Das ist eine falsche Aussage! – Abg. Scheibner: Da kann man gar nicht mehr zuhören!), vor sieben Jahren –, inzwischen zum dritten Mal einvernommen wurde, weil ihr Asylantrag mit fadenscheinigen Argumenten zwei Mal abgelehnt wurde, ihrer Berufung vom Unabhängigen Bundesasylsenat zwei Mal stattgegeben wurde, wobei der Bundesasylsenat gesagt hat, es war nicht richtig, dass ihr Asylantrag abgelehnt wurde, wobei ihnen Recht gegeben wurde. Und nach sieben Jahren – nach fast sieben Jahren legaler Beschäftigung und Steuerzahlens – steht diese Familie noch immer in der Warteschleife und weiß nicht, ob sie nächstes Jahr noch in Österreich sein darf. – Deshalb diskutieren wir heute im Hohen Haus über das Bleiberecht! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: ... zu Hause eine Zukunft aufbauen! ... in ihrer Heimat eine Zukunft aufbauen!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: ... zu Hause eine Zukunft aufbauen! ... in ihrer Heimat eine Zukunft aufbauen!
Stellen Sie sich vor, Sie wären in Georgien geboren, Sie wären georgischer Staatsbürger, Sie würden sich politisch engagieren, Sie würden es wagen, die Regierungspartei zu kritisieren (Abg. Scheibner: Der kriegt ja Asyl!), Sie würden willkürlich festgenommen, bedroht, körperlich verletzt werden, Sie würden flüchten in ein anderes Land, beispielsweise nach Österreich! (Abg. Strache: Warum nicht nach Russland? Warum nach Österreich? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist übrigens ein ganz konkreter Fall einer Familie in Salzburg, die im Jahr 2002 eingereist ist – ich betone: im Jahr 2002 (Abg. Großruck: Das ist eine falsche Aussage! – Abg. Scheibner: Da kann man gar nicht mehr zuhören!), vor sieben Jahren –, inzwischen zum dritten Mal einvernommen wurde, weil ihr Asylantrag mit fadenscheinigen Argumenten zwei Mal abgelehnt wurde, ihrer Berufung vom Unabhängigen Bundesasylsenat zwei Mal stattgegeben wurde, wobei der Bundesasylsenat gesagt hat, es war nicht richtig, dass ihr Asylantrag abgelehnt wurde, wobei ihnen Recht gegeben wurde. Und nach sieben Jahren – nach fast sieben Jahren legaler Beschäftigung und Steuerzahlens – steht diese Familie noch immer in der Warteschleife und weiß nicht, ob sie nächstes Jahr noch in Österreich sein darf. – Deshalb diskutieren wir heute im Hohen Haus über das Bleiberecht! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: ... zu Hause eine Zukunft aufbauen! ... in ihrer Heimat eine Zukunft aufbauen!)
Abg. Mag. Stefan: Mit Versorgung! Versorgte Tage! – Abg. Strache: Versorgte Tage!
Sehr geehrte Damen und Herren, sehen wir doch den Tatsachen ins Auge! Wir haben in Österreich mehrere Hundert, vielleicht ein paar Tausend Familien, die sehr gut integriert sind, die hier leben, die sich hier etabliert haben. Wir haben 6 000 Asylanträge, die länger als fünf Jahre dauern. Wissen Sie, wie lang fünf Jahre sind? Das sind mehr als 1 800 Tage! (Abg. Mag. Stefan: Mit Versorgung! Versorgte Tage! – Abg. Strache: Versorgte Tage!) Stellen Sie sich bitte vor, jeder und jede Einzelne von Ihnen, dass Sie 1 800 Tage lang im Ungewissen gehalten werden, dass Sie arbeiten, Steuern zahlen, dass Ihre Zukunft aber ungewiss ist! Stellen Sie sich das vor!
Abg. Großruck: Aber viele wollen sich gar nicht integrieren!
Wir haben über 4 000 Asylverfahren beim Verwaltungs- und Verfassungsgerichtshof, die sich über Überlastung beschweren. Das heißt, wir haben Probleme im Bereich des Bleiberechts. Und eine verantwortungsbewusste Regierung würde sagen: Jawohl, wir entwickeln Lösungsvorschläge, wir entwickeln Lösungen! Denn: Integrierte Familien lösen sich, sehr geehrte Damen und Herren, nicht einfach in Luft auf, weil die Bundesregierung unfähig ist, sich Lösungen auszudenken. (Abg. Großruck: Aber viele wollen sich gar nicht integrieren!)
Abg. Mag. Stefan: ... die Staatsbürgerschaft! – Abg. Dr. Graf: Wieso gerade drei Jahre? Was ist der Grund für drei Jahre?
Das ist die Tatsache, mit der wir hier zu tun haben. Deshalb haben wir Grüne vorgeschlagen, dass bei Asylverfahren von Menschen, die mitgewirkt haben im Asylverfahren, die also unverschuldet lang im Asylverfahren sind, die sich nichts haben zuschulden kommen lassen, nach drei Jahren ein Bleiberecht gegeben wird. (Abg. Mag. Stefan: ... die Staatsbürgerschaft! – Abg. Dr. Graf: Wieso gerade drei Jahre? Was ist der Grund für drei Jahre?) Das ist der grüne Vorschlag für ein Bleiberecht – von dem Sie ständig behaupten, alle immer nur rein, und alle, die irgendwie da sind, auch Touristen, sollen ein Bleiberecht bekommen. Das ist überhaupt nicht richtig! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist die Tatsache, mit der wir hier zu tun haben. Deshalb haben wir Grüne vorgeschlagen, dass bei Asylverfahren von Menschen, die mitgewirkt haben im Asylverfahren, die also unverschuldet lang im Asylverfahren sind, die sich nichts haben zuschulden kommen lassen, nach drei Jahren ein Bleiberecht gegeben wird. (Abg. Mag. Stefan: ... die Staatsbürgerschaft! – Abg. Dr. Graf: Wieso gerade drei Jahre? Was ist der Grund für drei Jahre?) Das ist der grüne Vorschlag für ein Bleiberecht – von dem Sie ständig behaupten, alle immer nur rein, und alle, die irgendwie da sind, auch Touristen, sollen ein Bleiberecht bekommen. Das ist überhaupt nicht richtig! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Strache: Es wäre wirklich notwendig, dem Missbrauch ein Ende zu setzen!
Es wäre notwendig, reinen Tisch zu machen. Es wäre notwendig, endlich dieser Zermürbungstaktik ein Ende zu setzen (Abg. Strache: Es wäre wirklich notwendig, dem Missbrauch ein Ende zu setzen!), diesem Schwebezustand, in dem sich Tausende Menschen befinden, die sich in Österreich nichts, aber auch gar nichts haben zuschulden kommen lassen.
Beifall bei den Grünen.
Was aber machen Sie, was macht die Bundesregierung? – Sie macht ein Gesetz, wonach man zwar einen Antrag stellen kann, aber die Ministerin entscheidet wie früher die römischen Kaiser mit: Daumen rauf, Daumen runter, Daumen rauf, Daumen runter – du darfst bleiben, du darfst nicht bleiben! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Hornek: Bei so einer Rede kann man nur den Daumen runter halten!
Und: Es gibt keine Berufungsmöglichkeit! Die Bundesministerin entscheidet, und es gibt keine Berufungsmöglichkeit. Ich wiederhole: Das ist Politik des „Daumen rauf und „Daumen runter“. (Abg. Hornek: Bei so einer Rede kann man nur den Daumen runter halten!)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kößl.
Noch etwas: Wofür nützen Sie diese Bleiberechtsnovelle? – Um eine neue Illegalisierungswelle auszulösen! Sie sagen, selbst dann, wenn jemand seit 20 Jahren ganz legal hier lebt und die Frist für die Visaverlängerung auch nur um einen Tag versäumt, muss er ins Ausland und von dort aus einen Antrag stellen. Er wird behandelt wie jemand, der noch nie in Österreich gelebt hat. Und das versuchen Sie auch noch als Verbesserung zu verkaufen! Meine Damen und Herren, so löst man keine Probleme, so schafft man höchstens neue Bleiberechtsfälle! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kößl.)
Abg. Kößl: Sie haben keine Ahnung von dieser gesetzlichen Grundlage!
Sehen Sie, wenn Sie eine verantwortungsvolle Regierung sind, den Tatsachen bitte ins Auge! (Abg. Kößl: Sie haben keine Ahnung von dieser gesetzlichen Grundlage!) Es nützt nichts, Menschen weiterhin jahrelang zu schikanieren (Abg. Strache: Asylbetrüger sind abzuschieben!); Menschen, die sich nichts haben zuschulden kommen lassen, die sich hier inzwischen integriert haben, deren Kinder hier in die Schule gehen, die Nachbarn sind von österreichischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern, Menschen, für die sich sehr viele Bürgerinnen und Bürger in den Gemeinden eingesetzt haben und sich auch weiterhin einsetzen.
Abg. Strache: Asylbetrüger sind abzuschieben!
Sehen Sie, wenn Sie eine verantwortungsvolle Regierung sind, den Tatsachen bitte ins Auge! (Abg. Kößl: Sie haben keine Ahnung von dieser gesetzlichen Grundlage!) Es nützt nichts, Menschen weiterhin jahrelang zu schikanieren (Abg. Strache: Asylbetrüger sind abzuschieben!); Menschen, die sich nichts haben zuschulden kommen lassen, die sich hier inzwischen integriert haben, deren Kinder hier in die Schule gehen, die Nachbarn sind von österreichischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern, Menschen, für die sich sehr viele Bürgerinnen und Bürger in den Gemeinden eingesetzt haben und sich auch weiterhin einsetzen.
Ruf bei der ÖVP: Die sollten Sie sich zu Herzen nehmen!
Wir alle, nehme ich an, als Nationalratsabgeordnete, haben viele Mails bekommen mit dem Titel „Für Menschlichkeit und Vernunft“, Mails von Bürgerinnen und Bürgern von Bleiberechtsinitiativen. (Ruf bei der ÖVP: Die sollten Sie sich zu Herzen nehmen!) Ich möchte beides betonen: Menschlichkeit und Vernunft, nicht nur Menschlichkeit, denn in vielen Reden wird hier versucht, das so abzutun: Ja, die Gutmenschen, die Grünen, wollen das schon wieder ändern!
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Eine Prognose: Dieses Gesetz wird nicht halten! (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Großruck: Wenn Sie Ihren Antrag zu spät einbringen, wird er auch nicht mehr angenommen! Dann ist es ein erster Antrag! – Abg. Kößl: Es geht nicht, dass man sagt: Tür und Tor auf!
Es ist darüber hinaus nicht einzusehen, dass Menschen, die jahrzehntelang in Österreich gelebt haben und nicht straffällig geworden sind, von einem Tag auf den nächsten schlicht und ergreifend illegalisiert werden, weil sie vielleicht vergessen haben, darauf zu schauen, wann ihr Visum abgelaufen ist, und den Antrag einen Tag zu spät eingebracht haben. (Abg. Großruck: Wenn Sie Ihren Antrag zu spät einbringen, wird er auch nicht mehr angenommen! Dann ist es ein erster Antrag! – Abg. Kößl: Es geht nicht, dass man sagt: Tür und Tor auf!)
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Stellen Sie sich vor, wie es Ihnen gehen würde, würde Ihre gesamte Zukunft, würde Ihre Existenz in unserem Land vernichtet werden, weil Sie eine Antragsfrist um einen Tag versäumt haben, Kollege Kößl! (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Würden Sie auch sagen: Es muss so sein, dass meine Kinder illegalisiert werden, dass wir mit Sack und Pack das Land verlassen müssen!? Das kann es nicht sein, und das wird auch nicht halten, meine Damen und Herren! – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Strache – in Richtung ÖVP –: Aber geh, ihr überholt doch die Grünen eh schon links!)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Strache – in Richtung ÖVP –: Aber geh, ihr überholt doch die Grünen eh schon links!
Stellen Sie sich vor, wie es Ihnen gehen würde, würde Ihre gesamte Zukunft, würde Ihre Existenz in unserem Land vernichtet werden, weil Sie eine Antragsfrist um einen Tag versäumt haben, Kollege Kößl! (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Würden Sie auch sagen: Es muss so sein, dass meine Kinder illegalisiert werden, dass wir mit Sack und Pack das Land verlassen müssen!? Das kann es nicht sein, und das wird auch nicht halten, meine Damen und Herren! – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Strache – in Richtung ÖVP –: Aber geh, ihr überholt doch die Grünen eh schon links!)
Anhaltende Rufe von der Galerie; Flugblätter werden von der Galerie in den Sitzungssaal geworfen.
Bundesministerin für Inneres Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Werter Herr Präsident! Hohes Haus! Werte Damen und Herren auf der Galerie! Werte Damen und Herren vor den Bildschirmen! (Anhaltende Rufe von der Galerie; Flugblätter werden von der Galerie in den Sitzungssaal geworfen.)
Anhaltender allgemeiner Beifall.
Ich möchte unsere Gäste auf der Galerie begrüßen – wenn Sie die Hausordnung achten! Ich danke den Kollegen von der Sicherheit, dass Sie die Störenfriede, die die Hausordnung nicht achten, ausgewiesen haben. (Anhaltender allgemeiner Beifall.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und BZÖ. – Abg. Strache: Die Grünen klatschen nicht!
Bundesministerin für Inneres Mag. Dr. Maria Theresia Fekter (fortsetzend): Meine sehr verehrten Damen und Herren! Proteste von der Galerie sind undemokratisch und ein Beweis dafür, dass so Demokratie und Parlamentarismus missachtet werden. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und BZÖ. – Abg. Strache: Die Grünen klatschen nicht!)
Neuerlicher Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und BZÖ.
Gesetze werden hier in diesem Haus demokratisch beschlossen und nicht auf Druck von Galerie-Aktivisten, die von der linken Seite beeinflussbar sind. (Neuerlicher Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und BZÖ.)
Abg. Öllinger: Na hallo! – weitere anhaltende Zwischenrufe bei den Grünen
Wenn die Linken meinen (Abg. Öllinger: Na hallo! – weitere anhaltende Zwischenrufe bei den Grünen), dieses Gesetz, diese Novelle wäre viel zu restriktiv, viel zu wenig weitgehend, weil darin kein Bleiberecht verankert ist (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), und wenn die rechte Seite durch ihre Redner von FPÖ und BZÖ gemeint hat, es wäre alles zu liberal und würde zu einer Legalisierung der Illegalen führen, das heißt, wenn der Protest von rechts außen und links außen kommt, dann
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Wenn die Linken meinen (Abg. Öllinger: Na hallo! – weitere anhaltende Zwischenrufe bei den Grünen), dieses Gesetz, diese Novelle wäre viel zu restriktiv, viel zu wenig weitgehend, weil darin kein Bleiberecht verankert ist (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), und wenn die rechte Seite durch ihre Redner von FPÖ und BZÖ gemeint hat, es wäre alles zu liberal und würde zu einer Legalisierung der Illegalen führen, das heißt, wenn der Protest von rechts außen und links außen kommt, dann
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Ihr seid aber weder links noch rechts, ihr seid ganz unten!
weiß ich, dass wir mit der Mehrheit auf dem richtigen Weg sind. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Ihr seid aber weder links noch rechts, ihr seid ganz unten!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte Frau Korun Folgendes sagen: Frau Korun, es gibt kein Bleiberecht in Österreich! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Es gibt in dieser Novelle eine Erteilung von Aufenthaltstiteln aus humanitären Gründen. (Abg. Mag. Stadler: Das ist das Gleiche, nur ein anderes Wort, ein Synonym!) Wir sind nicht für eine Automatik im Bleiberecht. (Neuerlicher Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Auch wie Herr Kollege Westenthaler gemeint hat, nach fünf Jahren Aufenthalt einen automatischen Rechtsanspruch auf Bleiberecht, wäre ein fatales Signal an die Schlepperorganisationen. Dieses Signal will ich nicht senden! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Aber Sie senden es doch!)
Abg. Mag. Stadler: Das ist das Gleiche, nur ein anderes Wort, ein Synonym!
Ich möchte Frau Korun Folgendes sagen: Frau Korun, es gibt kein Bleiberecht in Österreich! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Es gibt in dieser Novelle eine Erteilung von Aufenthaltstiteln aus humanitären Gründen. (Abg. Mag. Stadler: Das ist das Gleiche, nur ein anderes Wort, ein Synonym!) Wir sind nicht für eine Automatik im Bleiberecht. (Neuerlicher Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Auch wie Herr Kollege Westenthaler gemeint hat, nach fünf Jahren Aufenthalt einen automatischen Rechtsanspruch auf Bleiberecht, wäre ein fatales Signal an die Schlepperorganisationen. Dieses Signal will ich nicht senden! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Aber Sie senden es doch!)
Neuerlicher Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte Frau Korun Folgendes sagen: Frau Korun, es gibt kein Bleiberecht in Österreich! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Es gibt in dieser Novelle eine Erteilung von Aufenthaltstiteln aus humanitären Gründen. (Abg. Mag. Stadler: Das ist das Gleiche, nur ein anderes Wort, ein Synonym!) Wir sind nicht für eine Automatik im Bleiberecht. (Neuerlicher Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Auch wie Herr Kollege Westenthaler gemeint hat, nach fünf Jahren Aufenthalt einen automatischen Rechtsanspruch auf Bleiberecht, wäre ein fatales Signal an die Schlepperorganisationen. Dieses Signal will ich nicht senden! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Aber Sie senden es doch!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Aber Sie senden es doch!
Ich möchte Frau Korun Folgendes sagen: Frau Korun, es gibt kein Bleiberecht in Österreich! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Es gibt in dieser Novelle eine Erteilung von Aufenthaltstiteln aus humanitären Gründen. (Abg. Mag. Stadler: Das ist das Gleiche, nur ein anderes Wort, ein Synonym!) Wir sind nicht für eine Automatik im Bleiberecht. (Neuerlicher Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Auch wie Herr Kollege Westenthaler gemeint hat, nach fünf Jahren Aufenthalt einen automatischen Rechtsanspruch auf Bleiberecht, wäre ein fatales Signal an die Schlepperorganisationen. Dieses Signal will ich nicht senden! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Aber Sie senden es doch!)
Abg. Strache: Aber das ist die Realität, das tun Sie! Sie haben das gemacht!
Es ist auch ein fatales Signal an die Schlepperorganisationen, Herr Kollege Strache, wenn Sie permanent davon sprechen, dass wir mit diesem Gesetz die Illegalen legalisieren. Das tun wir nämlich nicht! Ich will kein solches Signal an Schlepperorganisationen senden, wie Sie das hier vom Rednerpult aus getan haben. (Abg. Strache: Aber das ist die Realität, das tun Sie! Sie haben das gemacht!) Sie haben hier fälschlicherweise behauptet, dass wir die Illegalität belohnen. – Und das weise ich zurück! Es sollen alle wissen, dass die Illegalität nicht belohnt wird durch ein vermeintliches Bleiberecht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist auch ein fatales Signal an die Schlepperorganisationen, Herr Kollege Strache, wenn Sie permanent davon sprechen, dass wir mit diesem Gesetz die Illegalen legalisieren. Das tun wir nämlich nicht! Ich will kein solches Signal an Schlepperorganisationen senden, wie Sie das hier vom Rednerpult aus getan haben. (Abg. Strache: Aber das ist die Realität, das tun Sie! Sie haben das gemacht!) Sie haben hier fälschlicherweise behauptet, dass wir die Illegalität belohnen. – Und das weise ich zurück! Es sollen alle wissen, dass die Illegalität nicht belohnt wird durch ein vermeintliches Bleiberecht. (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe bei der FPÖ: Wer? Wann? Wo?
Wir haben aufgrund des Erkenntnisses des Verfassungsgerichtshofes bis Ende März Zeit, den humanitären Aufenthalt neu zu regeln, das heißt, die humanitären Gründe, Artikel 8 Menschenrechtskonvention, im Einzelfall pragmatisch, nicht durch eine Automatik, rechtsstaatlich, nämlich menschenrechtskonform, und menschenwürdig zu lösen. Herr Kollege Strache, es gab auch freiheitliche Bürgermeister, die massiv für Familien interveniert haben, sie sollen doch da bleiben können. (Rufe bei der FPÖ: Wer? Wann? Wo?)
Abg. Strache: Und zum Teil illegal!
Sie haben kritisiert, dass wir ein Antragsrecht für jene ermöglichen, die überwiegend legal da sind. (Abg. Strache: Und zum Teil illegal!) – und zum Teil illegal, ja, Herr Strache; ich erläutere das auch. Wenn beispielsweise eine Familie einen rechtskräftigen Ausweisungsbescheid hat, ist sie ab diesem Zeitpunkt illegal da. Dann kamen die Bürgermeister, und dann kamen die Gemeinderäte (Abg. Dr. Haimbuchner: Jetzt sind die Gemeinden schuld, oder was?), und dann kamen die Pfarrkirchenräte, und dann hat es den medial übermittelten Wunsch gegeben, dass man diesen gut integrierten Familien, deren Mitglieder eine Arbeit haben, deren Kinder in die Schule gehen, doch eine Chance geben soll. (Abg. Strache: Das heißt, Sie empfinden die Familie Zogaj als integrierte Familie!)
Abg. Dr. Haimbuchner: Jetzt sind die Gemeinden schuld, oder was?
Sie haben kritisiert, dass wir ein Antragsrecht für jene ermöglichen, die überwiegend legal da sind. (Abg. Strache: Und zum Teil illegal!) – und zum Teil illegal, ja, Herr Strache; ich erläutere das auch. Wenn beispielsweise eine Familie einen rechtskräftigen Ausweisungsbescheid hat, ist sie ab diesem Zeitpunkt illegal da. Dann kamen die Bürgermeister, und dann kamen die Gemeinderäte (Abg. Dr. Haimbuchner: Jetzt sind die Gemeinden schuld, oder was?), und dann kamen die Pfarrkirchenräte, und dann hat es den medial übermittelten Wunsch gegeben, dass man diesen gut integrierten Familien, deren Mitglieder eine Arbeit haben, deren Kinder in die Schule gehen, doch eine Chance geben soll. (Abg. Strache: Das heißt, Sie empfinden die Familie Zogaj als integrierte Familie!)
Abg. Strache: Das heißt, Sie empfinden die Familie Zogaj als integrierte Familie!
Sie haben kritisiert, dass wir ein Antragsrecht für jene ermöglichen, die überwiegend legal da sind. (Abg. Strache: Und zum Teil illegal!) – und zum Teil illegal, ja, Herr Strache; ich erläutere das auch. Wenn beispielsweise eine Familie einen rechtskräftigen Ausweisungsbescheid hat, ist sie ab diesem Zeitpunkt illegal da. Dann kamen die Bürgermeister, und dann kamen die Gemeinderäte (Abg. Dr. Haimbuchner: Jetzt sind die Gemeinden schuld, oder was?), und dann kamen die Pfarrkirchenräte, und dann hat es den medial übermittelten Wunsch gegeben, dass man diesen gut integrierten Familien, deren Mitglieder eine Arbeit haben, deren Kinder in die Schule gehen, doch eine Chance geben soll. (Abg. Strache: Das heißt, Sie empfinden die Familie Zogaj als integrierte Familie!)
Abg. Strache: Warum wird nicht abgeschoben bei einem Ausweisungsbescheid? Warum schieben Sie bei einem Ausweisungsbescheid nicht ab?
Das heißt, die Regelung ist so, dass dann, wenn jemand zunächst lange Zeit legal da war, dann aber aufgrund eines Ausweisungsbescheides ab diesem Zeitpunkt illegal da war, seit 2004, also – wir haben jetzt 2009 – seit fünf Jahren schon illegal da war, die humanitären Gründe geprüft werden sollen. (Abg. Strache: Warum wird nicht abgeschoben bei einem Ausweisungsbescheid? Warum schieben Sie bei einem Ausweisungsbescheid nicht ab?) Weil, Herr Kollege Strache, es laut Menschenrechtskonvention notwendig ist, dass man die humanitären Gründe prüft. Darin unterscheiden wir uns: Ich will rechtsstaatlich vorgehen, Sie mit Rambo-Methoden! (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie der Abg. Mag. Korun.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie der Abg. Mag. Korun.
Das heißt, die Regelung ist so, dass dann, wenn jemand zunächst lange Zeit legal da war, dann aber aufgrund eines Ausweisungsbescheides ab diesem Zeitpunkt illegal da war, seit 2004, also – wir haben jetzt 2009 – seit fünf Jahren schon illegal da war, die humanitären Gründe geprüft werden sollen. (Abg. Strache: Warum wird nicht abgeschoben bei einem Ausweisungsbescheid? Warum schieben Sie bei einem Ausweisungsbescheid nicht ab?) Weil, Herr Kollege Strache, es laut Menschenrechtskonvention notwendig ist, dass man die humanitären Gründe prüft. Darin unterscheiden wir uns: Ich will rechtsstaatlich vorgehen, Sie mit Rambo-Methoden! (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie der Abg. Mag. Korun.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
tären Gründe in die Regelverfahren des Fremdenrechtes eingebaut und kein zusätzliches Verfahren, keine neuen Antragsmarathons, Prozeduren, Kettenanträge zugelassen. Wir prüfen die humanitären Gründe in dem jeweiligen Verfahren gleich mit, und das beschleunigt die Verfahren. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Strache: Rechtswidrig! Sie bestätigen es!
Es geht um Art und Dauer des bisherigen Aufenthalts, und es geht insbesondere darum, ob dieser Aufenthalt rechtswidrig war. (Abg. Strache: Rechtswidrig! Sie bestätigen es!) Herr Kollege Strache, hätten Sie das Gesetz genau gelesen, dann wüssten Sie, dass wir damit nicht die Rechtswidrigkeit legalisieren, denn für den humanitären Aufenthalt muss die Aufenthaltsdauer rechtswidrig gewesen sein, die man hier ins Treffen führt. (Abg. Strache: Rechtswidrig! Das ist die Bestätigung!) – Entschuldigung, rechtskräftig! Dieser Aufenthalt, den man geltend macht für die humanitären Gründe, muss rechtskonform gewesen sein. Wenn er überwiegend rechtswidrig war, dann gibt es keine ... – (Abg. Strache: Zum Teil rechtswidrig!) Natürlich, aber zum Teil kann er auch rechtskonform gewesen sein. Aber wenn er überwiegend rechtswidrig war, gibt es keinen humanitären Aufenthalt. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Das ist absurd!)
Abg. Strache: Rechtswidrig! Das ist die Bestätigung!
Es geht um Art und Dauer des bisherigen Aufenthalts, und es geht insbesondere darum, ob dieser Aufenthalt rechtswidrig war. (Abg. Strache: Rechtswidrig! Sie bestätigen es!) Herr Kollege Strache, hätten Sie das Gesetz genau gelesen, dann wüssten Sie, dass wir damit nicht die Rechtswidrigkeit legalisieren, denn für den humanitären Aufenthalt muss die Aufenthaltsdauer rechtswidrig gewesen sein, die man hier ins Treffen führt. (Abg. Strache: Rechtswidrig! Das ist die Bestätigung!) – Entschuldigung, rechtskräftig! Dieser Aufenthalt, den man geltend macht für die humanitären Gründe, muss rechtskonform gewesen sein. Wenn er überwiegend rechtswidrig war, dann gibt es keine ... – (Abg. Strache: Zum Teil rechtswidrig!) Natürlich, aber zum Teil kann er auch rechtskonform gewesen sein. Aber wenn er überwiegend rechtswidrig war, gibt es keinen humanitären Aufenthalt. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Das ist absurd!)
Abg. Strache: Zum Teil rechtswidrig!
Es geht um Art und Dauer des bisherigen Aufenthalts, und es geht insbesondere darum, ob dieser Aufenthalt rechtswidrig war. (Abg. Strache: Rechtswidrig! Sie bestätigen es!) Herr Kollege Strache, hätten Sie das Gesetz genau gelesen, dann wüssten Sie, dass wir damit nicht die Rechtswidrigkeit legalisieren, denn für den humanitären Aufenthalt muss die Aufenthaltsdauer rechtswidrig gewesen sein, die man hier ins Treffen führt. (Abg. Strache: Rechtswidrig! Das ist die Bestätigung!) – Entschuldigung, rechtskräftig! Dieser Aufenthalt, den man geltend macht für die humanitären Gründe, muss rechtskonform gewesen sein. Wenn er überwiegend rechtswidrig war, dann gibt es keine ... – (Abg. Strache: Zum Teil rechtswidrig!) Natürlich, aber zum Teil kann er auch rechtskonform gewesen sein. Aber wenn er überwiegend rechtswidrig war, gibt es keinen humanitären Aufenthalt. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Das ist absurd!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Das ist absurd!
Es geht um Art und Dauer des bisherigen Aufenthalts, und es geht insbesondere darum, ob dieser Aufenthalt rechtswidrig war. (Abg. Strache: Rechtswidrig! Sie bestätigen es!) Herr Kollege Strache, hätten Sie das Gesetz genau gelesen, dann wüssten Sie, dass wir damit nicht die Rechtswidrigkeit legalisieren, denn für den humanitären Aufenthalt muss die Aufenthaltsdauer rechtswidrig gewesen sein, die man hier ins Treffen führt. (Abg. Strache: Rechtswidrig! Das ist die Bestätigung!) – Entschuldigung, rechtskräftig! Dieser Aufenthalt, den man geltend macht für die humanitären Gründe, muss rechtskonform gewesen sein. Wenn er überwiegend rechtswidrig war, dann gibt es keine ... – (Abg. Strache: Zum Teil rechtswidrig!) Natürlich, aber zum Teil kann er auch rechtskonform gewesen sein. Aber wenn er überwiegend rechtswidrig war, gibt es keinen humanitären Aufenthalt. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Das ist absurd!)
Abg. Strache: Sie senden das mit dem Gesetz!
Das heißt, wer sich hier bei uns illegal durchschwindelt, wird nicht belohnt. Senden Sie nicht solche Signale an die Bevölkerung (Abg. Strache: Sie senden das mit dem Gesetz!), senden Sie nicht solche Signale an die Schlepperorganisationen, damit nicht der Eindruck entsteht, man muss nur lange genug illegal in Österreich gewesen sein, dann bekommt man einen humanitären Aufenthalt! Mit diesem Gesetz ist das nicht der Fall! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Sie senden das mit dem Gesetz!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Sie senden das mit dem Gesetz!
Das heißt, wer sich hier bei uns illegal durchschwindelt, wird nicht belohnt. Senden Sie nicht solche Signale an die Bevölkerung (Abg. Strache: Sie senden das mit dem Gesetz!), senden Sie nicht solche Signale an die Schlepperorganisationen, damit nicht der Eindruck entsteht, man muss nur lange genug illegal in Österreich gewesen sein, dann bekommt man einen humanitären Aufenthalt! Mit diesem Gesetz ist das nicht der Fall! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Sie senden das mit dem Gesetz!)
Abg. Strache: Die Familie Zogaj zum Beispiel!
Es muss die strafgerichtliche Unbescholtenheit vorliegen, und es darf keine Verstöße gegen die öffentliche Ordnung gegeben haben. Und es muss, Herr Strache, insbesondere bei der Frage des Privat- und Familienlebens des Fremden geprüft werden, zu welchem Zeitpunkt diese Aufenthaltsdauer entstand. Wenn beispielsweise Familien schon 2002 gewusst haben, dass ihr Aufenthalt in Österreich niemals wird rechtens sein können (Abg. Strache: Die Familie Zogaj zum Beispiel!), dann können sie nicht geltend machen, dass sie schon so lange da sind. Das hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte so judiziert (Abg. Strache: Okay, das ist gut!), und die Behörden werden das genau so vollziehen. (Abg. Strache: Und warum schieben Sie die Familie Zogaj nicht ab?)
Abg. Strache: Okay, das ist gut!
Es muss die strafgerichtliche Unbescholtenheit vorliegen, und es darf keine Verstöße gegen die öffentliche Ordnung gegeben haben. Und es muss, Herr Strache, insbesondere bei der Frage des Privat- und Familienlebens des Fremden geprüft werden, zu welchem Zeitpunkt diese Aufenthaltsdauer entstand. Wenn beispielsweise Familien schon 2002 gewusst haben, dass ihr Aufenthalt in Österreich niemals wird rechtens sein können (Abg. Strache: Die Familie Zogaj zum Beispiel!), dann können sie nicht geltend machen, dass sie schon so lange da sind. Das hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte so judiziert (Abg. Strache: Okay, das ist gut!), und die Behörden werden das genau so vollziehen. (Abg. Strache: Und warum schieben Sie die Familie Zogaj nicht ab?)
Abg. Strache: Und warum schieben Sie die Familie Zogaj nicht ab?
Es muss die strafgerichtliche Unbescholtenheit vorliegen, und es darf keine Verstöße gegen die öffentliche Ordnung gegeben haben. Und es muss, Herr Strache, insbesondere bei der Frage des Privat- und Familienlebens des Fremden geprüft werden, zu welchem Zeitpunkt diese Aufenthaltsdauer entstand. Wenn beispielsweise Familien schon 2002 gewusst haben, dass ihr Aufenthalt in Österreich niemals wird rechtens sein können (Abg. Strache: Die Familie Zogaj zum Beispiel!), dann können sie nicht geltend machen, dass sie schon so lange da sind. Das hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte so judiziert (Abg. Strache: Okay, das ist gut!), und die Behörden werden das genau so vollziehen. (Abg. Strache: Und warum schieben Sie die Familie Zogaj nicht ab?)
Abg. Strache: Das wie vielte? Das vierte?
Wenn Sie in den Erläuternden Bemerkungen nachlesen, dann werden Sie sehen, dass wir in diesem Bleiberecht nicht automatisch vorgehen, sondern die Aufenthaltsgründe im Einzelfall prüfen. Die Familie Zogaj hat derzeit ein Asylverfahren laufen (Abg. Strache: Das wie vielte? Das vierte?), das heißt, derzeit ist keine Abschiebung anstehend, aber in diesem Asylverfahren werden diese humanitären Gründe automatisch mitgeprüft, und zwar nach den Kriterien, wie ich sie jetzt vorgetragen habe.
Abg. Strache: Es hat einen rechtskräftigen Abschiebebescheid gegeben! Das ist alles unterlaufen!
(Abg. Strache: Es hat einen rechtskräftigen Abschiebebescheid gegeben! Das ist alles unterlaufen!)
Abg. Mag. Stefan: Nur! Woher denn sonst?
Sehr geehrter Herr Kollege Strache, liebe Kolleginnen und Kollegen von BZÖ und Freiheitlichen, es ist richtig, dass wir viele Asylwerber haben, die in Österreich um Asyl angesucht haben, obwohl sie eigentlich aus einem sicheren Drittstaat kommen (Abg. Mag. Stefan: Nur! Woher denn sonst?) und nach dem Dublin-Verfahren in diese sicheren Drittstaaten auch zurückkehren müssen und dort ihre Verfahren abwickeln müssen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Aber es passiert ja nichts! Sie machen nichts!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Aber es passiert ja nichts! Sie machen nichts!
Sehr geehrter Herr Kollege Strache, liebe Kolleginnen und Kollegen von BZÖ und Freiheitlichen, es ist richtig, dass wir viele Asylwerber haben, die in Österreich um Asyl angesucht haben, obwohl sie eigentlich aus einem sicheren Drittstaat kommen (Abg. Mag. Stefan: Nur! Woher denn sonst?) und nach dem Dublin-Verfahren in diese sicheren Drittstaaten auch zurückkehren müssen und dort ihre Verfahren abwickeln müssen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Aber es passiert ja nichts! Sie machen nichts!)
Abg. Strache: Setzen Sie endlich die Gesetze um!
Dafür, meine sehr verehrten Damen und Herren, und weil ich mehr Effizienz hineinbringen will in die Rückkehr in den sicheren Drittstaat, brauchen wir ein Kompetenzzentrum für die aufenthaltsbeendenden Maßnahmen. (Abg. Strache: Setzen Sie endlich die Gesetze um!) Stimmen Sie mit, dass wir so eine Infrastruktur schaffen! Seien Sie dafür, dass wir hier mehr Effizienz an den Tag legen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Sie setzen keine Gesetze um!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Sie setzen keine Gesetze um!
Dafür, meine sehr verehrten Damen und Herren, und weil ich mehr Effizienz hineinbringen will in die Rückkehr in den sicheren Drittstaat, brauchen wir ein Kompetenzzentrum für die aufenthaltsbeendenden Maßnahmen. (Abg. Strache: Setzen Sie endlich die Gesetze um!) Stimmen Sie mit, dass wir so eine Infrastruktur schaffen! Seien Sie dafür, dass wir hier mehr Effizienz an den Tag legen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Sie setzen keine Gesetze um!)
Abg. Strache: Sie setzen keine Gesetze um!
Ihre Vorgangsweise, nämlich gegen solch ein Kompetenzzentrum zu sein (Abg. Strache: Sie setzen keine Gesetze um!), ist ungefähr damit zu vergleichen, dass man bei Feuer zwar Feuer schreit, aber dann die Feuerwehr nicht ausrücken lässt. Das ist Ihre Vorgangsweise! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ihre Vorgangsweise, nämlich gegen solch ein Kompetenzzentrum zu sein (Abg. Strache: Sie setzen keine Gesetze um!), ist ungefähr damit zu vergleichen, dass man bei Feuer zwar Feuer schreit, aber dann die Feuerwehr nicht ausrücken lässt. Das ist Ihre Vorgangsweise! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Warum macht man es bei den Zogajs weiter? An den Taten, nicht an den Worten soll man die Innenministerin messen!
Das wollen wir abstellen, und das werden wir in den verfahrensverkürzenden Maßnahmen auch bewerkstelligen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Warum macht man es bei den Zogajs weiter? An den Taten, nicht an den Worten soll man die Innenministerin messen!)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Bundesministerin für Inneres Mag. Dr. Maria Theresia Fekter (fortsetzend): Diese Prüfung ist beim Landeshauptmann einzuleiten, der ist dafür laut Kompetenz, laut Verfassung zuständig. Die Ministerin wird dann eine Zustimmung erteilen und lässt sich durch einen Beirat beraten. Die Situation ist auch in Hinblick auf Selbsterhaltungsfähigkeit, Unterkunft, Unterhalt, Unbescholtenheit, Kenntnis der deutschen Sprache und schulische und berufliche Ausbildung zu prüfen, und erst dann, wenn das gegeben ist, können diese Familien ihren Antrag stellen und hoffen, dass sie hier bleiben können. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei BZÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ und SPÖ.
Ich ersuche Sie, Herr Präsident, mit der Frau Präsidentin dafür zu sorgen, dass die Täter namentlich erfasst werden. Die Frau Präsidentin soll ersucht werden, die Verwaltungsstrafbehörde mit einer Anzeige vom heutigen Vorfall zu informieren, unter namentlicher Bekanntgabe der Täter, die offensichtlich extremistischer Natur sind, und eventuell auch eine Strafanzeige an die gerichtlich zur Strafverfolgung zuständige Strafverfolgungsbehörde ins Auge zu fassen, jedenfalls aber eine Verwaltungsstrafanzeige an die Verwaltungsstrafbehörde zu machen. (Beifall bei BZÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Präsident Fritz Neugebauer: Herr Kollege Stadler, es werden üblicherweise alle Namen erfasst. Unsere Sicherheitsorgane, denen ich herzlich danke, sind diesbezüglich angewiesen. Ich werde der Frau Präsidentin aber selbstverständlich umfassend Bericht erstatten. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Abgeordneter Mag. Dr. Martin Graf (FPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Sehr geehrter Herr Präsident! Wir haben in der letzten Präsidiale darüber gesprochen, dass verschiedene Reporterteams des ORF in einer nachstellenden Paparazzi-Manier die Abgeordneten hier in diesem Hohen Hause filmen, und diesbezüglich auch festgehalten, dass wir mit dem ORF Kontakt aufnehmen, dass dies eben unterlassen wird, dass man stundenlang ein und dieselben Personen in den Bänken filmt, um dann eine nachstellend-tendenziöse Berichterstattung zu machen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Zwischenrufe bei Grünen und BZÖ.
Ich möchte jetzt an dieser Stelle festhalten, dass sich in der Reporterloge heute wieder ein ORF-Team befindet, das bereits seit über zwei Stunden – und ich beobachte das sehr aufmerksam – bei dieser spannenden Debatte genau zwei Leute permanent filmt, und zwar meine Person und die des Herrn Klubobmann Strache. (Zwischenrufe bei Grünen und BZÖ.) Es gab seitens dieses Reporterteams überhaupt kein Interesse, auch nur eine Sekunde die Frau Bundesminister bei ihren Ausführungen zu filmen.
Beifall bei der FPÖ.
Ich gehe einmal davon aus, dass der ORF, der sich ja letztlich aus öffentlichen Gebühren finanziert, aber trotzdem defizitär abschneidet, wieder einmal eine tendenziöse Berichterstattung vornehmen möchte. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Graf: Ich habe einen Antrag begründet!
Präsident Fritz Neugebauer: Herr Kollege, ich habe dieses Einschreiten zur Kenntnis genommen, es ist aber wirklich keine Wortmeldung zur Geschäftsbehandlung. (Abg. Dr. Graf: Ich habe einen Antrag begründet!) Ich darf darauf hinweisen, dass, wie in der
Zwischenrufe bei FPÖ und Grünen.
Inwieweit Persönlichkeiten en bloc gefilmt werden, können wir wahrscheinlich nur vermuten. Ich nehme das aber auch zur Kenntnis, und wir werden das sicherlich in der nächsten Präsidiale noch einmal zum Thema erheben. (Zwischenrufe bei FPÖ und Grünen.)
Empörter Widerspruch bei ÖVP, BZÖ und FPÖ.
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident, ich würde Sie bitten, so vorzugehen, wie immer hier in diesem Hause vorgegangen wird. Öffentliche Demonstrationen vonseiten der Galerie sind nicht zulässig. Es wird allerdings nicht das letzte Mal gewesen sein, dass in diesem Haus Bürgerinnen und Bürger (Empörter Widerspruch bei ÖVP, BZÖ und FPÖ.) Das haben wir in der Vergangenheit schon öfters erlebt. Beruhigen Sie sich bitte! (Abg. Mag. Stadler: Grüne Vorfeldorganisationen!) Es wird auch immer wieder stattfinden, dass Bürgerinnen und Bürger ihr Missfallen über bestimmte Gesetzesbeschlüsse zum Ausdruck bringen. Das haben wir immer schon gehabt, und das wird auch immer wieder so sein. Sie können sich ruhig entspannen, das wird noch öfters eintreten. (Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Mag. Stadler: Grüne Vorfeldorganisationen!
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident, ich würde Sie bitten, so vorzugehen, wie immer hier in diesem Hause vorgegangen wird. Öffentliche Demonstrationen vonseiten der Galerie sind nicht zulässig. Es wird allerdings nicht das letzte Mal gewesen sein, dass in diesem Haus Bürgerinnen und Bürger (Empörter Widerspruch bei ÖVP, BZÖ und FPÖ.) Das haben wir in der Vergangenheit schon öfters erlebt. Beruhigen Sie sich bitte! (Abg. Mag. Stadler: Grüne Vorfeldorganisationen!) Es wird auch immer wieder stattfinden, dass Bürgerinnen und Bürger ihr Missfallen über bestimmte Gesetzesbeschlüsse zum Ausdruck bringen. Das haben wir immer schon gehabt, und das wird auch immer wieder so sein. Sie können sich ruhig entspannen, das wird noch öfters eintreten. (Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident, ich würde Sie bitten, so vorzugehen, wie immer hier in diesem Hause vorgegangen wird. Öffentliche Demonstrationen vonseiten der Galerie sind nicht zulässig. Es wird allerdings nicht das letzte Mal gewesen sein, dass in diesem Haus Bürgerinnen und Bürger (Empörter Widerspruch bei ÖVP, BZÖ und FPÖ.) Das haben wir in der Vergangenheit schon öfters erlebt. Beruhigen Sie sich bitte! (Abg. Mag. Stadler: Grüne Vorfeldorganisationen!) Es wird auch immer wieder stattfinden, dass Bürgerinnen und Bürger ihr Missfallen über bestimmte Gesetzesbeschlüsse zum Ausdruck bringen. Das haben wir immer schon gehabt, und das wird auch immer wieder so sein. Sie können sich ruhig entspannen, das wird noch öfters eintreten. (Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Strache: Auftrag vom Strobl!
Ich bitte auch darum, dass diese öffentliche Plenardebatte auch weiterhin öffentlich sein kann und dass der ORF selbstverständlich – wie alle anderen Medien auch – filmen und berichten kann. Ich glaube, das sollte in Zukunft eine ganz normale Sache sein, ohne dass man sich da persönlich belästigt fühlt. (Abg. Strache: Auftrag vom Strobl!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Grüne Vorfeldorganisationen!
Zum Zweiten möchte ich Ihnen, Frau Dr. Glawischnig, schon sagen, dass Einflussnahmen vonseiten der Galerie – seien sie von rechts oder von links – durch nichts zu rechtfertigen sind. Das ist nicht zu rechtfertigen, das ist nicht in Ordnung, und ich bedanke mich, Herr Präsident, für die umsichtige Vorgangsweise! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Grüne Vorfeldorganisationen!)
Beifall bei FPÖ und BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Von ihnen kommt es ja!
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Wir waren jetzt Zeugen eines Eklats, und wir sind beruhigt, dass die Grünen bereits jetzt wissen, dass es in diesem Haus von der Galerie aus weitere Störaktionen geben wird, denn offensichtlich sind sie die Einzigen, die an so etwas Interesse haben und so etwas unterstützen. (Beifall bei FPÖ und BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Von ihnen kommt es ja!)
Beifall bei FPÖ, BZÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Van der Bellen: Was soll das?
Diese Beobachtung kann man allein schon daraus ermessen, dass bei sämtlichen mahnenden Worten, die vonseiten des Herrn Präsidenten gefallen sind, alle Parteien in diesem Haus durch den Applaus ein einhelliges, klares Zeichen gegeben haben, bis auf eine Partei, nämlich die Grünen, die so etwas offensichtlich dulden, wenn die Frau Innenministerin, bei allen sachlichen Differenzen, so dargestellt und diffamiert wird. (Beifall bei FPÖ, BZÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Van der Bellen: Was soll das?)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Es ist unerträglich, dass so etwas hier vonstatten gehen kann. Auf den Zwischenruf von Herrn Kollegen Öllinger während der Rede von Klubobmann H. C. Strache – er hat gesagt: „Sie gehen uns auf die Nerven!“ – kann ich nur antworten: Gott sei Dank! Wir Freiheitliche müssten nämlich etwas falsch machen, wenn wir Ihnen nicht auf die Nerven gingen, im Interesse der Österreicherinnen und Österreicher. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Beifall bei der FPÖ.
Nun zur Frage des humanitären Aufenthalts vulgo Bleiberecht. Es hat sich da ein sprachliches Problem aufgetan, weil man offensichtlich nicht weiß, was es bedeutet. Wenn sich jemand wo aufhalten darf, dann heißt es nämlich ganz schlicht und ergreifend auch, er darf dort „bleiben“. Das ist die Frage, wie man etwas nennt, aber diesbezüglich ist ja die Kreativität in der großen Koalition sehr hoch, denn immerhin heißt es jetzt statt Schubhaftzentrum „Kompetenzzentrum für aufenthaltsbeendende Maßnahmen“. – Klingt halt ein bisschen schöner, ist aber inhaltlich ganz genau dasselbe. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zum vorliegenden Gesetzentwurf: Rechtsstaat muss sein, aber durch dieses Gesetz ist der Rechtsschutz nicht gegeben, weil – und das haben uns die Experten bestätigt – durch unklare Gesetzesbegriffe der Willkür Tür und Tor geöffnet werden können. Ich möchte, so wie es der Verfassungsrechtler Professor Funk gesagt hat, in Österreich nicht vom Goodwill einer Behörde abhängig sein, wenn ich auf etwas ein Recht habe. Recht muss Recht bleiben, und es muss genau so eingeschränkt sein, dass man nicht von der Willkür der Behörde abhängig ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die ÖVP hat davon gesprochen, dass der goldene Mittelweg gefunden worden sei. – Das ist kein goldener Mittelweg, sondern das ist eine Gratwanderung, was Sie von der großen Koalition machen, und es ist ein schmaler Grat, wo Sie rechts oder links sehr leicht straucheln und hinunterfallen können. (Beifall bei der FPÖ.)
Ah-Rufe bei den Grünen
Zum Inhaltlichen: Wir als soziale Heimatpartei (Ah-Rufe bei den Grünen) sind in erster Linie den Interessen der Österreicherinnen und Österreicher verpflichtet (Beifall bei der FPÖ), und daher können wir nicht zulassen, dass unter dem Deckmantel der Humanität eine illegale Einwanderung legalisiert wird.
Beifall bei der FPÖ
Zum Inhaltlichen: Wir als soziale Heimatpartei (Ah-Rufe bei den Grünen) sind in erster Linie den Interessen der Österreicherinnen und Österreicher verpflichtet (Beifall bei der FPÖ), und daher können wir nicht zulassen, dass unter dem Deckmantel der Humanität eine illegale Einwanderung legalisiert wird.
Abg. Mag. Korun: Wieso gibt es dann immer weniger Asylanerkennungen?
worden (Abg. Mag. Korun: Wieso gibt es dann immer weniger Asylanerkennungen?) ‑, sondern es geht um jene, die als Wirtschaftsflüchtlinge kommen, Asylbehörden täuschen, Verfahren anstrengen, die Behörden über ihre Identität im Unklaren lassen, daher auch keine Dokumente vorzeigen, und darum, dass da, unter Umständen kombiniert mit der Unfähigkeit von Behörden, weil sie vom Staat nicht ausreichend mit Mitteln ausgerüstet werden, etwas legalisiert wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
worden (Abg. Mag. Korun: Wieso gibt es dann immer weniger Asylanerkennungen?) ‑, sondern es geht um jene, die als Wirtschaftsflüchtlinge kommen, Asylbehörden täuschen, Verfahren anstrengen, die Behörden über ihre Identität im Unklaren lassen, daher auch keine Dokumente vorzeigen, und darum, dass da, unter Umständen kombiniert mit der Unfähigkeit von Behörden, weil sie vom Staat nicht ausreichend mit Mitteln ausgerüstet werden, etwas legalisiert wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir brauchen auch später einmal keinen Innenminister Öllinger oder Pilz, der das dann in irgendeiner Form vollziehen sollte. – Möge Gott uns davor behüten! Aber wir brauchen gar nicht den allerhöchsten Überirdischen zu bemühen, es genügt, wenn wir den Allerhöchsten in dieser Republik bemühen, nämlich den Souverän, das Wahlvolk der Österreicherinnen und Österreicher. Ich bedaure, dass die Redezeit der Grünen nicht länger ist, denn sie betreiben selbst die beste Wahlwerbung für die FPÖ, indem sie ihre Vorhaben darstellen. Ich glaube daher, die Österreicherinnen und Österreicher, die diese Diskussion jetzt erleben, wissen, in welchem Haus Österreich ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit.
Ich hätte eine Bitte an dieses angesprochene Fernsehteam: Ich sitze ganz hinten, und ich habe ein anderes Problem als Herr Strache und Herr Graf. Ich bin zu wenig im Bild! (Heiterkeit.) Ich lade Sie ein, schwenken Sie zu mir nach hinten! Sie werden von mir deswegen nicht gerügt werden. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Strache: Weil ihr den ORF manipuliert! Bei der Manipulation des ORF seid ihr ja Kaiser! Der rot-schwarze Rundfunk! Da seid ihr Kaiser!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Strache: Weil ihr den ORF manipuliert! Bei der Manipulation des ORF seid ihr ja Kaiser! Der rot-schwarze Rundfunk! Da seid ihr Kaiser!
Ich hätte eine Bitte an dieses angesprochene Fernsehteam: Ich sitze ganz hinten, und ich habe ein anderes Problem als Herr Strache und Herr Graf. Ich bin zu wenig im Bild! (Heiterkeit.) Ich lade Sie ein, schwenken Sie zu mir nach hinten! Sie werden von mir deswegen nicht gerügt werden. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Strache: Weil ihr den ORF manipuliert! Bei der Manipulation des ORF seid ihr ja Kaiser! Der rot-schwarze Rundfunk! Da seid ihr Kaiser!)
Abg. Mag. Korun: Bitte!
Zum Thema: Ich habe mir vorgenommen, als ehemaliger Erstentscheider beim Bundesasylamt Linz diese 5 Minuten ausschließlich dazu zu nützen, um zur Sache zu sprechen – wie es läuft, wie es ist. Aber Sie, Frau Korun, und auch Sie, Frau Dr. Glawischnig, haben uns gezwungen, auf manche Dinge, die hier gesagt wurden, zu replizieren. (Abg. Mag. Korun: Bitte!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Korun: Sie haben mir nicht zugehört! Unbescholten!
Sie wollen wirklich, dass alle, die hier sind – egal, ob berechtigte oder unberechtigte Asylwerber, egal, ob illegal eingereist, illegal hier oder auch kriminell –, bleiben dürfen, und das kann es in dieser Sache einfach nicht sein. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Korun: Sie haben mir nicht zugehört! Unbescholten!)
Abg. Mag. Korun: Zuhören ist auch eine Kunst!
Frau Korun (Abg. Mag. Korun: Zuhören ist auch eine Kunst!), Sie haben in Ihren Ausführungen immer wieder angesprochen, dass in der ersten Instanz die Bundesasylbehörden tendenziell falsch entscheiden. (Abg. Mag. Korun: Das habe ich nicht gesagt! Haben Sie zugehört?) – Sie haben das angesprochen: dass sie tendenziell falsch entscheiden, sogar in der Tendenz ausländerfeindlich wären et cetera. (Abg. Mag. Korun: Das Wort „ausländerfeindlich“ ist kein einziges Mal vorgekommen!)
Abg. Mag. Korun: Das habe ich nicht gesagt! Haben Sie zugehört?
Frau Korun (Abg. Mag. Korun: Zuhören ist auch eine Kunst!), Sie haben in Ihren Ausführungen immer wieder angesprochen, dass in der ersten Instanz die Bundesasylbehörden tendenziell falsch entscheiden. (Abg. Mag. Korun: Das habe ich nicht gesagt! Haben Sie zugehört?) – Sie haben das angesprochen: dass sie tendenziell falsch entscheiden, sogar in der Tendenz ausländerfeindlich wären et cetera. (Abg. Mag. Korun: Das Wort „ausländerfeindlich“ ist kein einziges Mal vorgekommen!)
Abg. Mag. Korun: Das Wort „ausländerfeindlich“ ist kein einziges Mal vorgekommen!
Frau Korun (Abg. Mag. Korun: Zuhören ist auch eine Kunst!), Sie haben in Ihren Ausführungen immer wieder angesprochen, dass in der ersten Instanz die Bundesasylbehörden tendenziell falsch entscheiden. (Abg. Mag. Korun: Das habe ich nicht gesagt! Haben Sie zugehört?) – Sie haben das angesprochen: dass sie tendenziell falsch entscheiden, sogar in der Tendenz ausländerfeindlich wären et cetera. (Abg. Mag. Korun: Das Wort „ausländerfeindlich“ ist kein einziges Mal vorgekommen!)
Abg. Strache: Ein illegales Einwanderungsgesetz!
Dass Sie von den Grünen hier nicht mitgehen, das haben die Österreicher und Österreicherinnen gewusst. Was ich nicht verstehe, Herr Strache, Herr Westenthaler: dass Sie diesen Schritt, der auch Ihrer Richtung entspricht, zwar nicht so weit geht, wie Sie wollen, aber in die richtige, auch Ihre richtige Richtung geht, nicht mitmachen. – Das verstehe ich nicht. (Abg. Strache: Ein illegales Einwanderungsgesetz!)
Abg. Mag. Korun: Gar keine?
Wie angesprochen bin ich im Bundesasylamt Linz in den Jahren 1998/99 Erstentscheider gewesen und weiß aus der Praxis, was da alles an Asylanträgen hereinkommt. Bei jedem Menschen, der einen Asylantrag stellt, steht ein individuelles, persönliches und menschlich verständliches Schicksal dahinter, aber Tatsache ist, dass in der ersten Instanz berechtigterweise eine entsprechende negative Quote herauskommt, weil einfach keine Asylgründe im klassischen Sinn – verfolgt aufgrund der Religion, der ethnischen Zugehörigkeit oder der politischen Überzeugung – gegeben sind. (Abg. Mag. Korun: Gar keine?)
Abg. Strache: Denen öffnet ihr jetzt Tür und Tor!
Es sind fast alles Wirtschaftsflüchtlinge, die zu uns kommen. Das ist individuell absolut berechtigt und verständlich, aber das ist nicht die richtige Gesetzesschiene, um Wirtschaftsflüchtlinge abzuarbeiten und zu behandeln. (Abg. Strache: Denen öffnet ihr jetzt Tür und Tor!) – Wir wollen jetzt eines, Herr Strache: dem in Zukunft einen Riegel vorschieben, Lücken im Gesetz schließen, damit für die organisierte Kriminalität im Osten und für die kriminellen Schlepperbanden nicht wir das Tor zum goldenen Westen sind; denn der goldene Westen bröckelt auch, und wir als österreichische Politiker in diesem Parlament haben in erster Linie unserer Bevölkerung, unseren Österreicherinnen und Österreichern gegenüber Verantwortung wahrzunehmen und dafür zu sorgen, dass es in Österreich möglichst so bleibt, wie es ist. Und dazu ist diese Gesetzesnovelle auch notwendig. (Abg. Strache: Seit Jahren untätig bei der Familie Zogaj! Von Sicherheitspartei keine Spur! Die „Unsicherheitspartei“ ist die ÖVP in der Zwischenzeit!)
Abg. Strache: Seit Jahren untätig bei der Familie Zogaj! Von Sicherheitspartei keine Spur! Die „Unsicherheitspartei“ ist die ÖVP in der Zwischenzeit!
Es sind fast alles Wirtschaftsflüchtlinge, die zu uns kommen. Das ist individuell absolut berechtigt und verständlich, aber das ist nicht die richtige Gesetzesschiene, um Wirtschaftsflüchtlinge abzuarbeiten und zu behandeln. (Abg. Strache: Denen öffnet ihr jetzt Tür und Tor!) – Wir wollen jetzt eines, Herr Strache: dem in Zukunft einen Riegel vorschieben, Lücken im Gesetz schließen, damit für die organisierte Kriminalität im Osten und für die kriminellen Schlepperbanden nicht wir das Tor zum goldenen Westen sind; denn der goldene Westen bröckelt auch, und wir als österreichische Politiker in diesem Parlament haben in erster Linie unserer Bevölkerung, unseren Österreicherinnen und Österreichern gegenüber Verantwortung wahrzunehmen und dafür zu sorgen, dass es in Österreich möglichst so bleibt, wie es ist. Und dazu ist diese Gesetzesnovelle auch notwendig. (Abg. Strache: Seit Jahren untätig bei der Familie Zogaj! Von Sicherheitspartei keine Spur! Die „Unsicherheitspartei“ ist die ÖVP in der Zwischenzeit!)
Abg. Mag. Korun: „Balanceakt zur Rechtsstaatlichkeit“!
Ein Beispiel möchte ich noch geben: Ich war auch in erster Instanz mitverantwortlich dafür, dass es heute Altfälle gibt. Wir können die, die damals Asyl beantragt haben und in erster Instanz abgelehnt wurden, nicht schuldfrei sprechen. Sie haben gewusst, dass sie mit der Berufung in ein Rechtssystem einsteigen, das am Ende auch einen negativen Bescheid hervorbringen wird, und sie haben gewusst, dass es nicht zum Asyl reichen wird, sondern dass sie ihren Aufenthalt wenn möglich ersitzen, nämlich durch diese lange Aufenthaltszeit. Und genau das wollen wir in Zukunft verhindern. Wir müssen mehr als 20 000 Altfälle abarbeiten – human, menschlich, in einem Balanceakt zur Rechtstaatlichkeit. – Nicht mehr und nicht weniger wollen wir tun. (Abg. Mag. Korun: „Balanceakt zur Rechtsstaatlichkeit“!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wieso sind Sie so aufgeregt!
Ich richte einen Appell an die Kosovaren, die damals zu uns gekommen sind und deren Fälle auch ich entscheiden habe müssen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wieso sind Sie so aufgeregt!) – Ich bin nicht aufgeregt, Frau Dr. Glawischnig, sondern das ist die Wahrheit, die Sie hören sollten. Warum helfen wir den Kosovaren nicht,
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
und den Kosovo gemeinsam in die Europäische Union zu führen? (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Der Redner deutet auf die Abgeordneten Amon und Dr. Bartenstein, die bei Bundesministerin Dr. Fekter an der Regierungsbank stehen.
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! (Der Redner deutet auf die Abgeordneten Amon und Dr. Bartenstein, die bei Bundesministerin Dr. Fekter an der Regierungsbank stehen.) – Ich störe Ihr Gesprächskränzchen nur ungern. Frau Bundesminister, vielleicht nur ganz kurz. (Abg. Mag. Wurm: „Kränzchen“! ) – Was mischen Sie sich da ein, Frau Kollegin? Ich habe jetzt die Frau Bundesminister angesprochen. (Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Wurm: „Kränzchen“!
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! (Der Redner deutet auf die Abgeordneten Amon und Dr. Bartenstein, die bei Bundesministerin Dr. Fekter an der Regierungsbank stehen.) – Ich störe Ihr Gesprächskränzchen nur ungern. Frau Bundesminister, vielleicht nur ganz kurz. (Abg. Mag. Wurm: „Kränzchen“! ) – Was mischen Sie sich da ein, Frau Kollegin? Ich habe jetzt die Frau Bundesminister angesprochen. (Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.)
Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! (Der Redner deutet auf die Abgeordneten Amon und Dr. Bartenstein, die bei Bundesministerin Dr. Fekter an der Regierungsbank stehen.) – Ich störe Ihr Gesprächskränzchen nur ungern. Frau Bundesminister, vielleicht nur ganz kurz. (Abg. Mag. Wurm: „Kränzchen“! ) – Was mischen Sie sich da ein, Frau Kollegin? Ich habe jetzt die Frau Bundesminister angesprochen. (Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Frau Bundesminister, ich glaube, dieser terroristische Akt von der Galerie heute hat eindeutig gezeigt (Zwischenrufe bei den Grünen.) Verharmlosen Sie nicht schon wieder, meine Damen und Herren von den Grünen! Es ist wirklich unerträglich, dass es im Hohen Haus eine Fraktion gibt, die auf dem linken Auge blind ist. (Beifall bei BZÖ und FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Frau Bundesminister, ich glaube, dieser terroristische Akt von der Galerie heute hat eindeutig gezeigt (Zwischenrufe bei den Grünen.) Verharmlosen Sie nicht schon wieder, meine Damen und Herren von den Grünen! Es ist wirklich unerträglich, dass es im Hohen Haus eine Fraktion gibt, die auf dem linken Auge blind ist. (Beifall bei BZÖ und FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei den Grünen. – Abg. Strache: Das waren eh linke Skinheads!
Frau Korun, ich hätte mir wirklich gerne angeschaut, was Sie in diesem Hohen Haus aufgeführt hätten – und zwar zu Recht, und wir hätten uns Ihrer Kritik angeschlossen –, wenn da irgendwelche rechten Skinheads etwas deklamiert hätten. (Zwischenrufe bei den Grünen. – Abg. Strache: Das waren eh linke Skinheads!)
Beifall bei BZÖ und FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir hätten die Sitzung unterbrochen, es hätte eine Präsidialsitzung gegeben, und die wären alle abgeführt und verurteilt worden. Das wäre auch der richtige Weg für linke Terroristen, meine Damen und Herren. Hier ist das Haus der Demokratie – und nicht des Terrorismus. (Beifall bei BZÖ und FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Frau Bundesministerin Fekter, Sie haben wohl eindeutig gesehen, es nützt nichts, sich diesem linken Mainstream anzubiedern. Es hilft nichts, es ist alles zu wenig. Es wäre besser – und das hätten wir uns von Ihnen erwartet –, hier in Österreich für Recht und Ordnung und Gesetzeskonformität zu sorgen. Das ist Ihre Aufgabe als Innenministerin, und nicht, die Möglichkeiten zu schaffen, dass Illegale legalisiert werden. (Beifall beim BZÖ.)
Heiterkeit beim BZÖ
Der „Verfassungsexperte“ der SPÖ, Pendl (Heiterkeit beim BZÖ), hat gefordert, dass man Asyl und Integration und Zuwanderung auseinanderhalten soll. – Ja, es geht jetzt um Asyl. Asyl ist ein wichtiges Recht. Frau Bundesministerin, da hätten Sie humanitär sein können, als es etwa um die irakischen Christen ging, die im Irak wegen ihrer Religion wirklich an Leib und Leben verfolgt werden (Abg. Mag. Stadler: Abgeschlachtet!), als die Frage gewesen ist, ob man in der EU und auch in Österreich Asyl gewähren soll. Da haben Sie sofort gesagt: Nein! Da waren Sie strikt.
Abg. Mag. Stadler: Abgeschlachtet!
Der „Verfassungsexperte“ der SPÖ, Pendl (Heiterkeit beim BZÖ), hat gefordert, dass man Asyl und Integration und Zuwanderung auseinanderhalten soll. – Ja, es geht jetzt um Asyl. Asyl ist ein wichtiges Recht. Frau Bundesministerin, da hätten Sie humanitär sein können, als es etwa um die irakischen Christen ging, die im Irak wegen ihrer Religion wirklich an Leib und Leben verfolgt werden (Abg. Mag. Stadler: Abgeschlachtet!), als die Frage gewesen ist, ob man in der EU und auch in Österreich Asyl gewähren soll. Da haben Sie sofort gesagt: Nein! Da waren Sie strikt.
Hö-Rufe beim BZÖ.
Aber bei anderen sind Sie weniger strikt. Wenn ich mir nur den heutigen „Kurier“ ansehe: Ihr Bundeskriminalamt sagt, dass der Straßenhandel bei den Drogen, von Heroin und Kokain in Österreich seit langer Zeit fest in den Händen westafrikanischer Täter ist; die meisten davon sind Asylwerber. (Hö-Rufe beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Strache.
Meine Damen und Herren, da wollen wir die Konsequenz haben: dass jemand, der das Asylrecht missbraucht, der straffällig ist, der unseren Kindern durch die Drogen die Zukunft raubt, dass der abgeschoben wird, und zwar sofort, ohne irgendwelche humanitären Diskussionen! (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Strache.)
Abg. Strache: Er ist gut integriert, also könnte man es lassen!
Meine Damen und Herren, jetzt umgelegt auf einen anderen Bereich – man sagt immer, man soll nicht strafrechtlich argumentieren; nein, es ist ein Verwaltungsverfahren –: Man sagt, er hat zwar keinen Anspruch, er hat zwar kein Recht, aber weil es so lange gedauert hat und weil er nicht straffällig geworden ist – na, das ist ja schon ein wunderbarer Standard! – und weil die so nett sind, können sie trotzdem dableiben. Legen wir das einmal um aufs Baurecht: Es baut jemand ohne Baugenehmigung ein Haus – auch ein Verwaltungsverfahren. (Abg. Strache: Er ist gut integriert, also könnte man es lassen!) Es dauert lange, er kann mit vielen Anträgen das Verfahren lange verzögern. Er wohnt schon dort, er zahlt auch seine Kreditraten zurück, straffällig ist er auch nicht geworden, und nett ist er auch – also kann er den Schwarzbau im Grünland belassen.
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Das wäre die Konsequenz aus Ihrer Rechtsauffassung, meine Damen und Herren. Frau Bundesministerin! Da sagen wir ein klares Nein! Das kann es nicht geben! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Wir haben gesagt, ein einziger Fall ist für uns vorstellbar, wo es so eine Ausnahmebestimmung geben könnte: Wenn die Behörde verantwortlich ist für die Verzögerung des Verfahrens. Da sind uns aber kaum Fälle bekannt. Aber in den Fällen – und darum geht es hier – von Asylwerbern, die, unterstützt durch Linke, Grüne, Organisationen, NGOs, die gutes Geld dafür verdienen, dass sie die Verfahren verzögern, immer wieder neue Anträge einbringen, gibt es keine Ausnahme. Da ist klar: Nach Abschluss des Verfahrens hat dieser Asylwerber das Land zu verlassen! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Warum sind die noch da, Frau Ministerin?
Und weil Sie schon selber den „Fall Arigona“ erwähnt haben: Alles geht jetzt nach Arigona. Das ist ja der klassische Fall des Missbrauchs des Asylrechts! (Abg. Ing. Westenthaler: Warum sind die noch da, Frau Ministerin?) Drei Jahre nach Ende des Kosovo-Krieges illegal eingereist – statt das Geld dafür zu verwenden, um dort das Land aufzubauen, werden hier die Schlepper organisiert und die Schlepper bezahlt –, straffällig geworden, Asylverfahren abgelehnt – und trotzdem bleiben die hier! Und der Bruder kommt noch mit einem Schlagring, denn das gehört alles dazu.
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Meine Damen und Herren! Frau Innenministerin! Wenn das Ihre Ansicht von Asylrecht ist, dann haben wir uns wirklich in Ihrer Politik getäuscht. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Frau Minister, warum sind die Zogajs überhaupt noch da? Warum sind sie nicht abgeschoben worden? – Bundesministerin Dr. Fekter: Weil sie ein Verfahren laufen haben! – Abg. Strache: Das wie vielte? – Bundesministerin Dr. Fekter: Das 113.!
Präsident Fritz Neugebauer: Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Lueger. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Frau Minister, warum sind die Zogajs überhaupt noch da? Warum sind sie nicht abgeschoben worden? – Bundesministerin Dr. Fekter: Weil sie ein Verfahren laufen haben! – Abg. Strache: Das wie vielte? – Bundesministerin Dr. Fekter: Das 113.!)
Abg. Strache: Weil Sie etwas machen, das der Verfassungsgerichtshof nicht so ...!
Damals gab es keine Aufregung Ihrerseits! Aber jetzt, heute und hier regen Sie sich diesbezüglich auf, und das erscheint mir schon ein wenig seltsam. (Abg. Strache: Weil Sie etwas machen, das der Verfassungsgerichtshof nicht so ...!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin davon überzeugt, dass diese Reparatur – es ist kein neuer Entwurf für ein neues Gesetz –, der Auftrag des Verfassungsgerichteshofes, in Bezug auf die Antragstellung, im Sinne eines guten Mittelweges der Humanität und des Rechtsstaates erfolgt ist. Es konnten auch zusätzlich Verbesserungsvorschläge eingearbeitet werden, und es ist nicht so, wie Sie es versuchen hier zu vermitteln: Es war kein Auftrag, hier und jetzt ein neues Fremdenrecht zu gestalten, es war eine Reparatur. Und wenn wir ein neues Fremdenrecht gestalten wollen, dann lade ich Sie dazu ein, denn es liegt an uns, es weiterzuentwickeln. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Gewalttätigkeit gegen Ordner war da oben der Fall!
Abgeordneter Mag. Albert Steinhauser (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Werter Kollege Scheibner, hören Sie mit Ihren Übertreibungen auf! (Abg. Strache: Gewalttätigkeit gegen Ordner war da oben der Fall!)
Beifall bei den Grünen.
Sie verhöhnen die Opfer des Terrorismus, wenn Sie ein paar Zwischenrufe ernstlich mit Terrorismus gleichsetzen. Fahren Sie nach New York, reden Sie mit 9/11-Opfern! Dann werden Sie dort erfahren, was Terrorismus heißt und was es heißt, Opfer von Terrorismus zu sein! (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der FPÖ: Ungeheuerlich!
Und das geht auch an die Kollegen von der FPÖ: Hören Sie auf, das Menschenrecht Asyl im öffentlichen Ansehen zu vergiften! (Ruf bei der FPÖ: Ungeheuerlich!) Seien Sie froh, dass Sie das Privileg genießen, in einem freien Land Oppositionspolitik machen zu dürfen. Sie sind sich in Ihren warmen Polstersesseln offensichtlich gar nicht bewusst, was es heißt, nicht verfolgt zu werden! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Im Unterschied zu Ihnen tun wir für die eigenen Bürger etwas!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Im Unterschied zu Ihnen tun wir für die eigenen Bürger etwas!
Und das geht auch an die Kollegen von der FPÖ: Hören Sie auf, das Menschenrecht Asyl im öffentlichen Ansehen zu vergiften! (Ruf bei der FPÖ: Ungeheuerlich!) Seien Sie froh, dass Sie das Privileg genießen, in einem freien Land Oppositionspolitik machen zu dürfen. Sie sind sich in Ihren warmen Polstersesseln offensichtlich gar nicht bewusst, was es heißt, nicht verfolgt zu werden! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Im Unterschied zu Ihnen tun wir für die eigenen Bürger etwas!)
Bundesministerin Dr. Fekter spricht mit einem Mitarbeiter.
Das ist deswegen bedauerlich, Frau Bundesminister ... (Bundesministerin Dr. Fekter spricht mit einem Mitarbeiter.) Frau Bundesminister, darf ich um Ihre Aufmerksamkeit bitten? – Das ist deswegen bedauerlich, weil die große Anzahl an Bleiberechtsfällen hausgemacht ist. Als 1997 der Unabhängige Bundesasylsenat geschaffen wurde, wurde er für 10 000 Fälle pro Jahr konzipiert. Es waren dann viel mehr, und so ist es zu den großen Rückständen gekommen.
Beifall bei den Grünen.
Nächster Punkt: Sie legen sich für diese heikle Entscheidung einen Beirat zu. Wozu brauchen Sie einen Beirat? Seien Sie nicht feig! Entscheiden Sie, stellen Sie sich der öffentlichen Debatte, und verstecken Sie sich nicht hinter irgendeinem ominösen Beirat! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Da bin ich beim Beispiel von Scheibner mit seinen Häuselbauern. Das ist ungefähr so, als würde in erster Instanz ein Bürgermeister ein Haus genehmigen – und drei Jahre später kommt eine andere Behörde und sagt: Jetzt musst du es abreißen, es tut mir leid. Es war zwar rechtskräftig, aber jetzt wird abgerissen! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Amon: Hallo, hallo!
Ich sage Ihnen, was Professor Funk dazu gesagt hat: Das ist im Verwaltungsrecht beispiellos! – Jetzt weiß ich schon, Sie haben mit den ExpterInnenmeinungen so Ihre Probleme; Sie finden das nicht interessant. Und in diesem Zusammenhang, weil Sie sich auch über die Galerie beklagt haben, muss man schon über Ihr Benehmen im Ausschuss reden, Frau Minister, über Ihre ständigen schnippischen Antworten auf Anmerkungen von ExpertInnen. (Abg. Amon: Hallo, hallo!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Wollen Sie sich jetzt als Verteidiger der Leute auf der Galerie aufspielen? Verteidigen Sie die Galerie? Statt sich zu distanzieren, solidarisieren Sie sich!
Ich verstehe schon, wir sind im parlamentarischen Procedere nicht immer fein, und wenn Sie schnippisch auf den Abgeordneten Steinhauser reagieren, akzeptiere ich das. Aber Ihre schnippischen Antworten auf die Ausführungen der ExpertInnen, Ihre ständigen abwertenden, beleidigenden Zwischenkommentierungen im Ausschuss halte ich wirklich für ein Problem. Und ich sage es Ihnen ganz ehrlich: Ich habe mich als Oppositionspolitiker gegenüber den ExpertInnen geschämt für dieses Verhalten, das sage ich Ihnen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Wollen Sie sich jetzt als Verteidiger der Leute auf der Galerie aufspielen? Verteidigen Sie die Galerie? Statt sich zu distanzieren, solidarisieren Sie sich!)
Beifall bei den Grünen.
Frau Bundesminister, Sie haben kein Herz. – Jetzt werden Sie sagen: Eine Innenministerin braucht kein Herz. Okay, das ist eine Frage des Amtsverständnisses. Aber Sie haben auch kein Gefühl für Rechtsstaatlichkeit. Und wenn sich Herzlosigkeit und kein Gefühl für Rechtsstaatlichkeit verbinden, dann wird es gefährlich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Grillitsch: ... organisieren diese Demonstrationen! Schämen Sie sich!
Dieses Bleiberechtsgesetz wird keinen einzigen Bleiberechtsfall lösen. Dieses Bleiberechtsgesetz – das keines ist, muss man natürlich dazusagen – wird Härtefälle schaffen. Auch in Zukunft werden Menschen mit Blaulicht aus Schulen und von Arbeitsplätzen abgeholt werden! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Grillitsch: ... organisieren diese Demonstrationen! Schämen Sie sich!)
Abg. Mag. Korun: Was hat das mit dem Thema zu tun?
deutsche oder österreichische Nobelschule gegangen ist (Abg. Mag. Korun: Was hat das mit dem Thema zu tun?), die dann zu uns nach Österreich gekommen ist und dann irgendwann einmal gesagt hat, sie verstehe nicht, warum sie österreichische Staatsbürgerin sein müsse, um ins Parlament hineinzukommen. (Abg. Mag. Korun: Wie bitte?)
Abg. Mag. Korun: Wie bitte?
deutsche oder österreichische Nobelschule gegangen ist (Abg. Mag. Korun: Was hat das mit dem Thema zu tun?), die dann zu uns nach Österreich gekommen ist und dann irgendwann einmal gesagt hat, sie verstehe nicht, warum sie österreichische Staatsbürgerin sein müsse, um ins Parlament hineinzukommen. (Abg. Mag. Korun: Wie bitte?)
Beifall und Bravorufe bei der FPÖ sowie Beifall beim BZÖ.
Jetzt möchte ich in Ihre Richtung etwas sagen: Ich würde mir wünschen, dass Sie einmal Ihre Stimme erheben gegen die Menschenrechtsverletzungen in der Türkei gegenüber den Kurden! (Beifall und Bravorufe bei der FPÖ sowie Beifall beim BZÖ.) Kein einziges Mal machen Sie das! Dafür aber bürden Sie allen Österreichern und Österreicherinnen auf, Tür und Tor offen zu halten für Wirtschaftsflüchtlinge aus aller Herren Länder.
Zwischenrufe der Abg. Mag. Korun.
Und jetzt erzähle ich Ihnen einmal etwas über die Österreicherinnen und Österreicher, die eine sehr gute Tradition haben, Menschen, die Schutz benötigen, diesen auch zu gewähren. (Zwischenrufe der Abg. Mag. Korun.)
Beifall bei der FPÖ.
Das beginnt beim Ungarn-Aufstand 1956, geht über den Prager Frühling 1968, den Bosnien-Konflikt Anfang der neunziger Jahre, wo die Österreicher immer hilfsbereit waren. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Georgische Hauseinbrecher, Wohnungseinbrecher!
Schauen Sie sich das Problem mit den Tschetschenen an – die Tageszeitungen sind voll davon! (Abg. Strache: Georgische Hauseinbrecher, Wohnungseinbrecher!) 22 000 Tschetschenen, die hier sind und die im Internet Tipps geben, wie man am besten in Österreich Asyl erhält: indem man sofort psychologische Hilfe in Anspruch nimmt, weil man ja traumatisiert ist (Beifall bei der FPÖ), indem man zweitens die Dokumente vernichtet und indem man sich drittens als Rebell bezeichnet.
Beifall bei der FPÖ
Schauen Sie sich das Problem mit den Tschetschenen an – die Tageszeitungen sind voll davon! (Abg. Strache: Georgische Hauseinbrecher, Wohnungseinbrecher!) 22 000 Tschetschenen, die hier sind und die im Internet Tipps geben, wie man am besten in Österreich Asyl erhält: indem man sofort psychologische Hilfe in Anspruch nimmt, weil man ja traumatisiert ist (Beifall bei der FPÖ), indem man zweitens die Dokumente vernichtet und indem man sich drittens als Rebell bezeichnet.
Abg. Strache: Und Hauseinbrüche zu organisieren!
Das genau sind die internationalen Tipps, wie immer mehr nach Österreich hereinkommen, uns auf der Tasche liegen und unter dem Titel Asyl nichts anderes machen, als eine internationale Kriminalität hereinzubringen, einen Drogenring, einen Prostituiertenring, wie es mittlerweile in Wien der Fall ist. (Abg. Strache: Und Hauseinbrüche zu organisieren!) Und es kommen nicht nur die schwarzafrikanischen Nigerianer hierher, um mit Drogen zu handeln, sondern mittlerweile schleppt man auch die Schwarzafrikanerinnen hierher, die „Asyl!“ schreien (Abg. Strache: Und am Straßenstrich stehen dann!) und vom roten Bürgermeister Häupl, von der MA 15, den „Deckel“ bekommen, mit dem sie dann legal der Prostitution nachgehen können.
Abg. Strache: Und am Straßenstrich stehen dann!
Das genau sind die internationalen Tipps, wie immer mehr nach Österreich hereinkommen, uns auf der Tasche liegen und unter dem Titel Asyl nichts anderes machen, als eine internationale Kriminalität hereinzubringen, einen Drogenring, einen Prostituiertenring, wie es mittlerweile in Wien der Fall ist. (Abg. Strache: Und Hauseinbrüche zu organisieren!) Und es kommen nicht nur die schwarzafrikanischen Nigerianer hierher, um mit Drogen zu handeln, sondern mittlerweile schleppt man auch die Schwarzafrikanerinnen hierher, die „Asyl!“ schreien (Abg. Strache: Und am Straßenstrich stehen dann!) und vom roten Bürgermeister Häupl, von der MA 15, den „Deckel“ bekommen, mit dem sie dann legal der Prostitution nachgehen können.
Beifall bei der FPÖ.
Das ist die rot-schwarze Politik, die wir ablehnen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
und ich sage Ihnen heute schon, und wir werden das in einer Parlamentarischen Anfrage auch noch genau hinterfragen: Ich traue mich zu wetten, dass von den 145 schwarzafrikanischen Drogenhändlern, die die Polizei jetzt aufgegriffen hat, mindestens 145 Asylwerber sind. Und das ist der Irrsinn dieser Politik, vor der Sie die Augen verschließen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Harald Vilimsky (fortsetzend): Sie, sehr geehrte Damen und Herren von SPÖ und ÖVP, höhlen das wichtige Asylrecht aus, weil Sie Tür und Tor öffnen für Asylbetrug. Dadurch könnten dann diejenigen, die wirklich Schutz und Hilfe benötigen, unter die Räder kommen. Da sollten Sie einmal nachdenken, inwieweit Sie nicht am falschen Weg sind und einen falschen Kurs eingeschlagen haben. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und BZÖ.
Abgeordnete Adelheid Irina Fürntrath-Moretti (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Herr Kollege Steinhauser, ich muss wirklich mein Entsetzen darüber zum Ausdruck bringen, dass Sie unsere Bundesministerin für Inneres wirklich aggressivst angehen und beschimpfen. Das ist unerträglich! Es kann doch nicht sein, dass sich die Grünen hier herinnen über die Innenministerin ausbreiten und sich von diesen Extremisten nicht entsprechend distanzieren. Ich finde das wirklich unerträglich! (Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und BZÖ.)
Abg. Scheibner: Hallo, hallo! Das geht so nicht!
Zum Herrn Abgeordneten Hojac – oder Westenthaler, wie er jetzt heißt. (Abg. Scheibner: Hallo, hallo! Das geht so nicht!) Wenn ich so in die Reihen schaue, haben wir Namen wie Vilimsky, wir haben Namen wie Dolinschek. (Abg. Vilimsky: Das ist doch ungeheuerlich! Warum darf diese Dame da jeden Unsinn reden?! – Abg. Scheibner: Überlegen Sie sich, was Sie sagen!) Und was zeigt uns das, sehr geehrte Damen und Herren? (Lebhafte Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) – Das zeigt uns nur, dass wir Österreicher ein Schmelztiegel von Nationen sind. Wir brauchen uns nur ein paar Meter weiter zu bewegen, und wir wissen, dass in diesem ... (Weitere lebhafte Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) – Darf ich weitersprechen?!
Abg. Vilimsky: Das ist doch ungeheuerlich! Warum darf diese Dame da jeden Unsinn reden?! – Abg. Scheibner: Überlegen Sie sich, was Sie sagen!
Zum Herrn Abgeordneten Hojac – oder Westenthaler, wie er jetzt heißt. (Abg. Scheibner: Hallo, hallo! Das geht so nicht!) Wenn ich so in die Reihen schaue, haben wir Namen wie Vilimsky, wir haben Namen wie Dolinschek. (Abg. Vilimsky: Das ist doch ungeheuerlich! Warum darf diese Dame da jeden Unsinn reden?! – Abg. Scheibner: Überlegen Sie sich, was Sie sagen!) Und was zeigt uns das, sehr geehrte Damen und Herren? (Lebhafte Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) – Das zeigt uns nur, dass wir Österreicher ein Schmelztiegel von Nationen sind. Wir brauchen uns nur ein paar Meter weiter zu bewegen, und wir wissen, dass in diesem ... (Weitere lebhafte Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) – Darf ich weitersprechen?!
Lebhafte Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Zum Herrn Abgeordneten Hojac – oder Westenthaler, wie er jetzt heißt. (Abg. Scheibner: Hallo, hallo! Das geht so nicht!) Wenn ich so in die Reihen schaue, haben wir Namen wie Vilimsky, wir haben Namen wie Dolinschek. (Abg. Vilimsky: Das ist doch ungeheuerlich! Warum darf diese Dame da jeden Unsinn reden?! – Abg. Scheibner: Überlegen Sie sich, was Sie sagen!) Und was zeigt uns das, sehr geehrte Damen und Herren? (Lebhafte Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) – Das zeigt uns nur, dass wir Österreicher ein Schmelztiegel von Nationen sind. Wir brauchen uns nur ein paar Meter weiter zu bewegen, und wir wissen, dass in diesem ... (Weitere lebhafte Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) – Darf ich weitersprechen?!
Weitere lebhafte Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Zum Herrn Abgeordneten Hojac – oder Westenthaler, wie er jetzt heißt. (Abg. Scheibner: Hallo, hallo! Das geht so nicht!) Wenn ich so in die Reihen schaue, haben wir Namen wie Vilimsky, wir haben Namen wie Dolinschek. (Abg. Vilimsky: Das ist doch ungeheuerlich! Warum darf diese Dame da jeden Unsinn reden?! – Abg. Scheibner: Überlegen Sie sich, was Sie sagen!) Und was zeigt uns das, sehr geehrte Damen und Herren? (Lebhafte Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) – Das zeigt uns nur, dass wir Österreicher ein Schmelztiegel von Nationen sind. Wir brauchen uns nur ein paar Meter weiter zu bewegen, und wir wissen, dass in diesem ... (Weitere lebhafte Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) – Darf ich weitersprechen?!
Ruf beim BZÖ: Das hat aber nicht funktioniert!
Begeben Sie sich in den Reichsratssaal, meine sehr geehrten Damen und Herren, und Sie werden feststellen, dass dort neun Länder und Völkergruppen vertreten waren. (Ruf beim BZÖ: Das hat aber nicht funktioniert!) Das hat sehr wohl funktioniert!
Abg. Dr. Graf: Genau das hat er ja angesprochen!
Mein Vorredner, Herr Vilimsky, hat ja auch schon angesprochen, dass Österreich immer wieder sehr stark karitativ tätig war, sehr viele Flüchtlinge aufgenommen hat. (Abg. Dr. Graf: Genau das hat er ja angesprochen!) Es gab ja nicht nur den Bosnien-Krieg 1991 bis 1995, sondern auch die Ungarn-Krise 1956/57. Und wir haben sehr, sehr viele Ungarn aufgenommen, die uns, kann man fast sagen, „überschwemmt“ haben.
Abg. Strache: Das hat Vilimsky ja gesagt!
Zigtausende Ungarn sind nach Österreich gekommen, und viele von ihnen sind geblieben; sie alle sind sehr, sehr gute, toll integrierte Bürger geworden. (Abg. Strache: Das hat Vilimsky ja gesagt!) Man merkt es überhaupt nur mehr an den Namen, dass wir ein Schmelztiegel sind. Ich finde es wirklich unerträglich, dass Sie auf diesem Gebiet eine solche Polarisierung betreiben! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Scheibner: Wissen Sie überhaupt, wovon wir hier reden?!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Scheibner: Wissen Sie überhaupt, wovon wir hier reden?!
Zigtausende Ungarn sind nach Österreich gekommen, und viele von ihnen sind geblieben; sie alle sind sehr, sehr gute, toll integrierte Bürger geworden. (Abg. Strache: Das hat Vilimsky ja gesagt!) Man merkt es überhaupt nur mehr an den Namen, dass wir ein Schmelztiegel sind. Ich finde es wirklich unerträglich, dass Sie auf diesem Gebiet eine solche Polarisierung betreiben! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Scheibner: Wissen Sie überhaupt, wovon wir hier reden?!)
Abg. Ing. Westenthaler: Setzen Sie sich besser wieder nieder! – Abg. Scheibner: Das mit dem Namen war doch völlig unmöglich!
Österreich auch sehr, sehr viel Arbeit, haben viele Betriebe, die Fachkräfte suchen. Es gibt eine Vorschau auf das Jahr 2020: Österreich braucht bis dahin 600 000 Fachkräfte. (Abg. Ing. Westenthaler: Setzen Sie sich besser wieder nieder! – Abg. Scheibner: Das mit dem Namen war doch völlig unmöglich!)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Präsident Fritz Neugebauer (das Glockenzeichen gebend): Ich bitte um etwas mehr Aufmerksamkeit! Es sind noch genügend Redner aller Fraktionen auf der Rednerliste, man kann dann durchaus auf diese Ausführungen replizieren. Ich bitte, der Kollegin zuzuhören! – Danke. (Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Adelheid Irina Fürntrath-Moretti (fortsetzend): Herr Abgeordneter Grosz, da spricht der Richtige! Sie sind immer derjenige, der unentwegt zwischenredet und alles schlecht macht. Ich finde das wirklich schlimm. Halten Sie sich ein bisschen zurück und hören Sie zu, was ich Ihnen sage! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Korun: Gehen doch Sie mit gutem Beispiel voran!
Wir haben schon vom humanitären Bleiberecht gesprochen; es wurde auch das Thema Patenschaft angesprochen. Und an die Adresse der Grünen: Durch diese Patenschaft steht es Ihnen jetzt frei, jeder/jede von Ihnen kann eine Patenschaft übernehmen. (Abg. Mag. Korun: Gehen doch Sie mit gutem Beispiel voran!) Und dann haben Sie alle da, die Sie so gerne haben wollen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben schon vom humanitären Bleiberecht gesprochen; es wurde auch das Thema Patenschaft angesprochen. Und an die Adresse der Grünen: Durch diese Patenschaft steht es Ihnen jetzt frei, jeder/jede von Ihnen kann eine Patenschaft übernehmen. (Abg. Mag. Korun: Gehen doch Sie mit gutem Beispiel voran!) Und dann haben Sie alle da, die Sie so gerne haben wollen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Christoph Hagen (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Hohes Haus! Frau Minister Fekter hat nach dieser Aktion dieser grün-nahen Gruppe vorhin von Protest von Links und Rechtsaußen beziehungsweise von Aktionismus gesprochen. – Ich muss Ihnen sagen, Frau Minister, dass das, wie Sie richtig sagen, abzulehnen ist. Wenn wir Gesetze machen, die die Bevölkerung dermaßen aufregen, dann war dieser Aktionismus nicht in Ordnung, aber es sollte hier anders funktionieren. Die Bevölkerung soll durch Protest – durch medialen Protest – aufzeigen, dass vieles mit Asylwerbern schief läuft, dass die österreichische Bevölkerung unter die Räder kommt. So ist es richtig! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich möchte jetzt aber auf das Thema zurückkommen. Sie, Frau Minister Fekter, haben von Zogaj-Asylautomatik gesprochen, von Ketten-Anträgen und so weiter. – Das sagt doch alles darüber, wie hier in Österreich das Asylrecht missbraucht wird. Diese Asylrechtsänderung ist eine Farce, eine Einladung ins Schlaraffenland Österreich zum Missbrauch des Asylrechts! So kann es nicht gehen, Frau Minister! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Und solche Leute wollen wir hier haben? Solchen Leuten erlauben wir Ketten-Anträge? Solche Leute werden von Grünen und NGOs unterstützt! – Da frage ich mich schon, in welchem Staat wir leben. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Frau Minister Fekter, erkundigen Sie sich einmal auf den Polizeidienststellen, in deren Umgebung Asylauffanglager sind, in deren Nähe sehr viele Asylantenheime sind, wie es dort zugeht. Denen sind die Hände gebunden, die haben keine Möglichkeit, gegen Asylwerber vorzugehen. Das Recht wird – mit der Unterstützung von NGOs, die diese Asyl-Kettenverfahren finanziell unterstützen – mit Füßen getreten, sodass in Österreich Recht ständig gebrochen wird. – Das kann es doch nicht sein, Frau Minister! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Abgeordneter Christoph Hagen (fortsetzend): Ich spreche der Exekutive großen Dank dafür aus, dass sie trotz derartiger Behinderung durch schlechte Gesetze und durch aktive Behinderung seitens der NGOs nicht frustriert den Kopf in den Sand steckt, sondern trotzdem versucht, die österreichische Bevölkerung zu schützen. – Danke. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und FPÖ.
Frauenhandel, sehr geehrte Damen und Herren, ist eine Menschenrechtsverletzung, und der Schutz der Opfer muss an erster Stelle stehen! (Beifall bei SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das gilt auch dann, wenn die Betroffenen kaum sichtbar sind, keinen Zugang zu ihren Rechten haben und nicht den Regeln legaler Zuwanderung gefolgt sind. Das konnten sie nämlich nicht! Und das wird in diesem neuen Gesetz berücksichtigt. Das ist ein wichtiger Schritt zur Verwirklichung der Menschenrechte auch in diesem Bereich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Wer Frauenhändlern zum Opfer gefallen ist, braucht besonderen Schutz, braucht einen sicheren Aufenthaltsort und braucht professionelle Begleitung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Der erste Schritt dazu ist hier mit diesem humanitären Aufenthaltsrecht getan. Wir können stolz darauf sein, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Ach so, wirklich?!
Ein weiterer wichtiger Grund für die Gewährung des Aufenthaltsrechts ist Gewalt in der Familie. Die Zahlen der Interventionsstellen sprechen eine deutliche Sprache. Und wenn man sich das genauer anschaut, sieht man, dass zirka ein Drittel der Klientinnen in den Frauenhäusern Migrationshintergrund haben. Das ist ein wichtiges Zeichen auch insofern, als nämlich jetzt auch in Migrationsfamilien darüber gesprochen wird und sich die Frauen das nicht mehr gefallen lassen, wenn sie zu Hause geschlagen werden. (Ruf bei der FPÖ: Ach so, wirklich?!)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Franz und Steibl.
Wirksamer Schutz vor Gewalt beginnt mit einer rechtlichen und sozial ausreichenden Absicherung. Die Entscheidung von Migrantinnen, sich von Gewalttätern zu trennen, ist oft viel schwieriger als bei sogenannten einheimischen Frauen, weil sie sich oft in einer ökonomisch sehr schwierigen Situation befinden, weil sie nur ein geringes Einkommen haben. Es ist daher notwendig, dass wir einen eigenen Aufenthaltstitel gewähren, damit auch diese Frauen sich aus Gewaltverhältnissen lösen können. Ich bin überzeugt davon, dass mit dieser Gesetzwerdung ein wichtiger humanitärer Schritt gesetzt wird, ein weiterer Schritt zur Hebung unseres Standards bei den Menschenrechten. Ich bin stolz darauf! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Franz und Steibl.)
Abg. Scheibner: Was meinen Sie damit?
Abgeordnete Mag. Daniela Musiol (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte BesucherInnen auf den Galerien! Sehr geehrte ZuseherInnen vor den Fernsehschirmen! Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! – Bertolt Brecht. (Abg. Scheibner: Was meinen Sie damit?)
Abg. Scheibner: Meinen Sie damit etwa die DemonstrantInnen von vorhin? Sind Sie etwa dafür?
Frau Ministerin, es überrascht nicht, dass Bürgerinnen und Bürger, NGOs und Initiativen, die tagtäglich mit Betroffenen arbeiten, die tagtäglich mit den Härtefällen, die unsere Gesetze produzieren, zu tun haben, hier zu anderen Mitteln greifen müssen. (Abg. Scheibner: Meinen Sie damit etwa die DemonstrantInnen von vorhin? Sind Sie etwa dafür?)
Abg. Scheibner: Das ist ja ungeheuerlich! Das ist ein Skandal!
Wie Sie mit den ExpertInnen im Hearing umgegangen sind, wie wenig Sie die Rückmeldungen dieser ExpertInnen berücksichtigt haben, ist beschämend. Ich hoffe, dass auch diese Aktion hier Sie zu einem Umdenken bewegen wird. (Abg. Scheibner: Das ist ja ungeheuerlich! Das ist ein Skandal!)
Heftiger Widerspruch bei FPÖ und BZÖ.
menschenverachtende, rassistische, menschenrechtsverletzende Diskussionen zu. (Heftiger Widerspruch bei FPÖ und BZÖ.) Ich mute Ihnen jetzt eine differenzierte Diskussion zu. (Abg. Strache: Ihre Diffamierungssuada kennen wir schon zur Genüge!)
Abg. Strache: Ihre Diffamierungssuada kennen wir schon zur Genüge!
menschenverachtende, rassistische, menschenrechtsverletzende Diskussionen zu. (Heftiger Widerspruch bei FPÖ und BZÖ.) Ich mute Ihnen jetzt eine differenzierte Diskussion zu. (Abg. Strache: Ihre Diffamierungssuada kennen wir schon zur Genüge!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Ehemalig? – Abg. Dr. Graf: Was ist in Kurdistan?
Das lässt hoffen! Und es lässt nicht nur hoffen, weil sich hier ein Amtsträger zu Wort gemeldet hat und Ihnen so wie Kollegin Korun zuvor schon zahlreiche Beispiele aus verschiedenen Gemeinden gebracht hat, weil Menschen Zivilcourage gezeigt und gesagt haben, dass es so nicht weitergehen kann, sondern es lässt auch hoffen, weil es sich in diesem Fall um einen ehemaligen FPÖ-Bürgermeister, ein ehemaliges FPÖ-Mitglied handelt. (Abg. Dr. Rosenkranz: Ehemalig? – Abg. Dr. Graf: Was ist in Kurdistan?)
Beifall bei den Grünen.
Ehemalig, sicherlich, aber jemand, der früher Ihre menschenverachtende Politik mitgetragen hat. Ich habe keine Hoffnung, dass Sie, die Sie hier in diesem Haus sitzen, einen anderen Kurs einschlagen werden. Es zeigt sich aber, dass Menschen, die an der Basis sind, die an den Problemen dran sind, auch ihre Meinung ändern werden. Wir werden als Grüne weiterhin alle Initiativen, alle NGOs, alle Menschen dabei unterstützen, ein echtes, richtiges Bleiberecht in Österreich zu erringen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Ich wollte der Frau Kollegin Musiol mitteilen, dass ich mir einen Ausdruck ihrer Rede besorgen werde. Rassismusvorwürfe bedingen eigentlich einen Ordnungsruf. Ich weiß aber nicht, ob Sie den Vorwurf so getätigt haben. Ich werde das überprüfen. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Gerhard Kurzmann (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich begrüße ganz besonders eine Gruppe aus meinem Heimatland, eine Gruppe aus Weiz. Herzlich willkommen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Korun: Nicht Österreich! Sie und Ihre Politik sind zu kritisieren!
Österreich, und ich möchte das betonen, weil eine Vorrednerin das in Frage gestellt hat, hat auf humanitärem Gebiet Vorbildliches geleistet, und Österreich hat es nicht nötig, sich von der grünen Fraktion immer wieder als unmenschlich oder als ausländerfeindlich denunzieren zu lassen. (Abg. Mag. Korun: Nicht Österreich! Sie und Ihre Politik sind zu kritisieren!)
Abg. Mag. Korun: Ja, die ÖsterreicherInnen schon, nicht aber Ihre Politik! Nehmen Sie Österreich nicht in Geiselhaft!
Meine Damen und Herren! Die Österreicher sind nach wie vor hilfsbereit gegenüber denen, die unsere Hilfe brauchen. (Abg. Mag. Korun: Ja, die ÖsterreicherInnen schon, nicht aber Ihre Politik! Nehmen Sie Österreich nicht in Geiselhaft!) Unsere Landsleute können aber auch sehr genau unterscheiden zwischen den Hilfsbedürftigen auf der einen Seite und den Scheinasylanten oder Asylbetrügern auf der anderen Seite.
Beifall bei der FPÖ.
Arigona Zogaj, meine Damen und Herren, und ihre Familie – diese Familie ist sicher keine politische Flüchtlingsfamilie, sondern Symbol für staatlich geduldeten Asylmissbrauch. Das sieht die übergroße Mehrheit der österreichischen Bevölkerung so. Sie nimmt aber auch zur Kenntnis, dass eine österreichische Innenministerin vor selbsternannten Gutmenschen in die Knie geht und sogenannte humanitäre Gründe in Asylverfahren anerkennen lässt. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Weitere 20 Prozent Eingebürgerte! – Zwischenruf des Abg. Öllinger
Fast die Hälfte der rund 9 000 Häftlinge in den österreichischen Strafanstalten sind Ausländer (Abg. Strache: Weitere 20 Prozent Eingebürgerte! – Zwischenruf des Abg. Öllinger), nach einer Statistik des Justizministeriums 46 Prozent. Zählt man da noch die neu Eingebürgerten, die Neo-Österreicher, die Sie ja immer als Menschen mit Migrationshintergrund bezeichnen, dazu, dann sind es mehr als 50 Prozent. (Abg. Öllinger: Sollen wir Österreicher ins Gefängnis schicken? – Abg. Strache: ..., das gibt es gar nicht!)
Abg. Öllinger: Sollen wir Österreicher ins Gefängnis schicken? – Abg. Strache: ..., das gibt es gar nicht!
Fast die Hälfte der rund 9 000 Häftlinge in den österreichischen Strafanstalten sind Ausländer (Abg. Strache: Weitere 20 Prozent Eingebürgerte! – Zwischenruf des Abg. Öllinger), nach einer Statistik des Justizministeriums 46 Prozent. Zählt man da noch die neu Eingebürgerten, die Neo-Österreicher, die Sie ja immer als Menschen mit Migrationshintergrund bezeichnen, dazu, dann sind es mehr als 50 Prozent. (Abg. Öllinger: Sollen wir Österreicher ins Gefängnis schicken? – Abg. Strache: ..., das gibt es gar nicht!)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: ... Kärnten?! – Gegenruf des Abg. Krainer.
Meine Damen und Herren, nun zum geplanten Schubhaftzentrum, das gerade für uns Steirer ein wesentliches Problem ist. Wir Freiheitliche sind nicht gegen eine rigorose Abschiebung von Illegalen, von Kriminellen, aber, Frau Bundesministerin, Leoben ist der falsche Standort für ein solches Schubhaftzentrum! (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: ... Kärnten?! – Gegenruf des Abg. Krainer.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Die Bevölkerung in Leoben ist gegen dieses Projekt, weil es mitten im Wohngebiet liegt und eine Gefahr für die Bevölkerung darstellt. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Krainer: Sagen Sie doch endlich, wo der richtige Standort ist!
Die Freiheitliche Partei – und damit komme ich schon zum Schlusssatz – war von Anfang an gegen dieses Projekt und wird auch weiter dagegen sein. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Krainer: Sagen Sie doch endlich, wo der richtige Standort ist!)
Beifall bei der ÖVP.
Das Asylrecht ist bei unserer Bundesministerin Dr. Fekter in allerbesten Händen, und, meine sehr geehrten Damen und Herren, unsere Bundesministerin steht für Hausverstand und für Rechtsstaatlichkeit – deshalb stehen wir zu ihr! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn die Gesetzesform dieses heutigen Tagesordnungspunktes 1 den Blauen nicht passt und den Grünen nicht passt, Frau Bundesministerin, dann passt es! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Hörl
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Zu Ihnen, Frau Bundesministerin, und zur ÖVP: Da können Sie noch so schreien und noch so sehr Namen verächtlich machen (Zwischenruf des Abg. Hörl), um Ihre harte Seite herauszukehren oder um dieses Asylgesetz gutzubeten, Faktum ist, Sie sind gegenüber der SPÖ umgefallen, Faktum ist, das Gesetz, das Sie dem Parlament vorlegen, ist sozial-, sicherheits- und gesellschaftspolitisch ein einziges Verbrechen an Österreich. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Zu Ihnen, Frau Bundesministerin, und zur ÖVP: Da können Sie noch so schreien und noch so sehr Namen verächtlich machen (Zwischenruf des Abg. Hörl), um Ihre harte Seite herauszukehren oder um dieses Asylgesetz gutzubeten, Faktum ist, Sie sind gegenüber der SPÖ umgefallen, Faktum ist, das Gesetz, das Sie dem Parlament vorlegen, ist sozial-, sicherheits- und gesellschaftspolitisch ein einziges Verbrechen an Österreich. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich bringe Ihnen auch ein Beispiel: Es gibt in Graz einen Erlass des Bürgermeisteramtes, einen Präsidialerlass des Herrn Nagl von der ÖVP, dass Asylwerber um 4,50 € in der Stunde anzustellen sind. – Abgesehen davon, dass 4,50 € menschenverachtend sind, ist dieser gesamte Erlass und dieser Umgang mit Asylwerbern menschenverachtend, wenn wir wissen, dass wir 33 000 Menschen in Graz haben, Grazerinnen und Grazer, die unter oder an der Armutsgrenze leben müssen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Strache: 200 Millionen €! 200 Millionen!
Daher sagen wir: Wachen Sie auf, Frau Bundesministerin! Erwachen Sie aus Ihrer Arigona-Agonie und nehmen Sie auch die Daten Ihres eigenen Ministeriums, des Innenministeriums, zur Kenntnis! Abgeordneter Westenthaler hat es heute schon gesagt: Das Innenministerium ist Ihr eigenes Ministerium und es ist Ihre Anfrage. – 17 000 Asylwerber in Grundversorgung, 81 Millionen € Kosten (Abg. Strache: 200 Millionen €! 200 Millionen!), die der Steuerzahler im Jahr 2008 zu tragen hatte, und von diesen Asylwerbern wurden 11 000 Straftaten begangen!
Beifall beim BZÖ.
Jene, die Wirbel schlagen, die die österreichischen Gesetze und das Hausrecht missbrauchen, haben keine einzige Sekunde länger in unserem Land etwas verloren! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf der Abg. Steibl.
(Zwischenruf der Abg. Steibl.)
Zwischenruf des Abg. Zanger
Wir werden auch eine namentliche Abstimmung darüber verlangen (Zwischenruf des Abg. Zanger), denn in den Regionen gehen Sie mit der Mistgabel herum und bekämpfen dieses Zentrum, und hier im Hohen Haus knicken Sie durch den Klubzwang Ihrer eigenen Fraktionen Rot und Schwarz ein und verraten Ihre eigenen Bundesländer. – Ich danke Ihnen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir werden auch eine namentliche Abstimmung darüber verlangen (Zwischenruf des Abg. Zanger), denn in den Regionen gehen Sie mit der Mistgabel herum und bekämpfen dieses Zentrum, und hier im Hohen Haus knicken Sie durch den Klubzwang Ihrer eigenen Fraktionen Rot und Schwarz ein und verraten Ihre eigenen Bundesländer. – Ich danke Ihnen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Hannes Fazekas (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Im Namen der Abgeordneten, die ja heute dieses Gesetz hier im Hohen Hause beschließen werden, Herr Abgeordneter Grosz, verwehre ich mich dagegen, ein solches Gesetz als Verbrechen gegen die Republik Österreich zu bezeichnen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Krainer: Ich glaube, der Westenthaler kann das auch erklären!
Wenn Sie nicht wissen, was ein Verbrechen ist, gehen Sie bei Ihrem Abgeordnetenkollegen Stadler, der so gerne belehrt, in den Unterricht! Er wird Ihnen das erklären. (Abg. Krainer: Ich glaube, der Westenthaler kann das auch erklären!)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Nun zur Freiheitlichen Partei: Herr Dritter Präsident Graf, Sie haben gestern im Zuge Ihrer Auslieferungsdebatte selbst ein Plädoyer gehalten; heute haben Sie sich durch eine Videokamera verfolgt gefühlt. – Wenn gerade Ihre Partei bei jeder Gelegenheit fordert, dass jeder Platz und generell überall videoüberwacht werden muss, dann passt das nicht ganz zusammen. Ich denke, Sie fürchten sich schon bald vor Ihrem eigenen Schatten! (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stefan: Der Wind kann sich auch einmal drehen und dann haben Sie auch ...! – Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.
Wenn es Abgeordnete gibt, die auch Nachtsichtgeräte spenden, mit denen man bis in die Schlafzimmer schauen kann, dann passt das ganz einfach nicht! – Ich denke, hier ist irgendetwas nicht in Ordnung, und daran sollten Sie ein wenig arbeiten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stefan: Der Wind kann sich auch einmal drehen und dann haben Sie auch ...! – Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Gerade die Partei des Herrn Abgeordneten Stadler – er ist jetzt nicht da – hat gleich eine strafrechtliche Behandlung wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt gefordert, am besten gleich Untersuchungshaft und vieles andere mehr. – Stadler war vorher Volksanwalt; ich hoffe, bei seinen radikalen Ideen hat er seine Tätigkeit als Volksanwalt mit mehr Objektivität und Sachlichkeit ausgeübt, als er das heute und auch gestern mit seinen Worten hier im Hohen Haus zum Ausdruck gebracht hat. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Abg. Strache: ... am Wort ist!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich denke, dass schon allein diese Diskussion zeigt, welch großen Spannungsbogen wir hier abzudecken haben – man sieht die unterschiedlichsten Stellungnahmen! (Abg. Strache: ... am Wort ist!) Man vergleicht die Anträge der Oppositionsparteien, und dabei wird einem relativ rasch klar, dass es nicht wirklich möglich sein wird, allen Intentionen gerecht werden zu können, und das möchte man auch gar nicht. – Die Gründe dafür, warum man das nicht möchte, sind seitens der SPÖ und auch der ÖVP ganz klar zum Ausdruck gebracht worden.
Abg. Strache: Mit Asyl nicht!
Übrigens, Herr Abgeordneter Strache, weil Sie gesagt haben, man darf Zuwanderung nicht mit Migration verwechseln (Abg. Strache: Mit Asyl nicht!): Ich erinnere nur an die Jahre der Bosnien-Krise: Sehr viele, die damals zu uns gekommen sind, sind heute hier bei uns bestens integriert. Und das sind Menschen, die aus einem Schutzbedürfnis heraus zu uns ins Land gekommen sind! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Ich habe gesagt, man soll das nicht mit Zuwanderung verwechseln!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Ich habe gesagt, man soll das nicht mit Zuwanderung verwechseln!
Übrigens, Herr Abgeordneter Strache, weil Sie gesagt haben, man darf Zuwanderung nicht mit Migration verwechseln (Abg. Strache: Mit Asyl nicht!): Ich erinnere nur an die Jahre der Bosnien-Krise: Sehr viele, die damals zu uns gekommen sind, sind heute hier bei uns bestens integriert. Und das sind Menschen, die aus einem Schutzbedürfnis heraus zu uns ins Land gekommen sind! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Ich habe gesagt, man soll das nicht mit Zuwanderung verwechseln!)
Abg. Grosz: ... Produktwerbung!
Es gibt hervorragende Beispiele von Integration! Man braucht nur in die Gemeinden und Städte zu blicken, wo die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister wirklich versuchen, aktiv tätig zu sein, und nicht in der Wodka- und Red-Bull-geschwängerten Luft der Diskotheken (Abg. Grosz: ... Produktwerbung!) den jungen Leuten irgendetwas vorzumachen, was nicht den Tatsachen entspricht.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Also die Nervosität muss schon groß sein bei der SPÖ, ...!
Es wird seriöse Integrationspolitik gemacht, und hier ist ein weiterer Schritt getan worden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Also die Nervosität muss schon groß sein bei der SPÖ, ...!)
Abg. Bucher: Eine Verteidigungsrede! – Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Bundesministerin! Zunächst ein Wort zu dem, was auf der Galerie passiert ist. (Abg. Bucher: Eine Verteidigungsrede! – Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) – Hören Sie mir vielleicht zu! Ich finde es grundsätzlich inakzeptabel, wenn man einen Redner/eine Rednerin, das gilt natürlich auch für die Frau Bundesministerin, am Reden zu hindern versucht, bevor er/sie noch zu reden begonnen hat, und das gilt auch während einer Rede. (Abg. Bucher: Sie sind ein gutes Beispiel!)
Abg. Bucher: Sie sind ein gutes Beispiel!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Bundesministerin! Zunächst ein Wort zu dem, was auf der Galerie passiert ist. (Abg. Bucher: Eine Verteidigungsrede! – Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) – Hören Sie mir vielleicht zu! Ich finde es grundsätzlich inakzeptabel, wenn man einen Redner/eine Rednerin, das gilt natürlich auch für die Frau Bundesministerin, am Reden zu hindern versucht, bevor er/sie noch zu reden begonnen hat, und das gilt auch während einer Rede. (Abg. Bucher: Sie sind ein gutes Beispiel!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Grosz: Der Olympionike der Zwischenrufe! Verteidiger des linksextremen ...liste!
Ich finde, niemandem steht das Recht zu – weder einem Zuhörer noch einem anderen oder einer Meute von mehreren –, jemandem in seinem Rederecht zu behindern, um das hier in aller Deutlichkeit klarzustellen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Grosz: Der Olympionike der Zwischenrufe! Verteidiger des linksextremen ...liste!) – Das ist der erste Punkt, und ich hoffe, Sie haben es jetzt auch begriffen, Herr Kollege Grosz! (Abg. Grosz: Ich werde Ihnen bald auf die Sprünge helfen!)
Abg. Grosz: Ich werde Ihnen bald auf die Sprünge helfen!
Ich finde, niemandem steht das Recht zu – weder einem Zuhörer noch einem anderen oder einer Meute von mehreren –, jemandem in seinem Rederecht zu behindern, um das hier in aller Deutlichkeit klarzustellen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Grosz: Der Olympionike der Zwischenrufe! Verteidiger des linksextremen ...liste!) – Das ist der erste Punkt, und ich hoffe, Sie haben es jetzt auch begriffen, Herr Kollege Grosz! (Abg. Grosz: Ich werde Ihnen bald auf die Sprünge helfen!)
Abg. Vilimsky – hinter den Bankreihen stehend –: Aber ja, hier!
Zweiter Punkt: Es gab Aussagen in der Debatte, wo ich mich gefragt habe: Was wollen die Redner damit wirklich sagen? – Kollege Vilimsky, er ist jetzt nicht da (Abg. Vilimsky – hinter den Bankreihen stehend –: Aber ja, hier!), hat Kollegin Korun auf ihre Herkunft angesprochen. (Abg. Strache: ... Menschenrechtsverletzungen!)
Abg. Strache: ... Menschenrechtsverletzungen!
Zweiter Punkt: Es gab Aussagen in der Debatte, wo ich mich gefragt habe: Was wollen die Redner damit wirklich sagen? – Kollege Vilimsky, er ist jetzt nicht da (Abg. Vilimsky – hinter den Bankreihen stehend –: Aber ja, hier!), hat Kollegin Korun auf ihre Herkunft angesprochen. (Abg. Strache: ... Menschenrechtsverletzungen!)
Abg. Strache: Das hat er nicht getan! Das hat er nicht getan! Er hat die Menschenrechtsverletzungen in der Türkei angesprochen gegen die Kurden!
Diesbezüglich sage ich noch einmal Folgendes, Herr Kollege Vilimsky: Die Kollegin Korun ist österreichische Staatsbürgerin, so wie Sie. Und jemandem zu unterstellen, dass sein oder ihr Verhalten etwas mit der Herkunft zu tun habe (Abg. Strache: Das hat er nicht getan! Das hat er nicht getan! Er hat die Menschenrechtsverletzungen in der Türkei angesprochen gegen die Kurden!) und ihn oder sie daran hindere, für die Freiheitsrechte von Kurden, Türken oder anderen Nationen Stellung zu nehmen, das ist eine unbillige Unterstellung, wie sie wohl nur von einem freiheitlichen Abgeordneten kommen kann, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Zanger: ... Interpretation!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Zanger: ... Interpretation!
Diesbezüglich sage ich noch einmal Folgendes, Herr Kollege Vilimsky: Die Kollegin Korun ist österreichische Staatsbürgerin, so wie Sie. Und jemandem zu unterstellen, dass sein oder ihr Verhalten etwas mit der Herkunft zu tun habe (Abg. Strache: Das hat er nicht getan! Das hat er nicht getan! Er hat die Menschenrechtsverletzungen in der Türkei angesprochen gegen die Kurden!) und ihn oder sie daran hindere, für die Freiheitsrechte von Kurden, Türken oder anderen Nationen Stellung zu nehmen, das ist eine unbillige Unterstellung, wie sie wohl nur von einem freiheitlichen Abgeordneten kommen kann, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Zanger: ... Interpretation!)
Abg. Strache: Wo denn? Wo denn?
Wenn es eine Partei gegeben hat, die die Freiheitsrechte der Kurden – egal, ob sie aus der Türkei, aus dem Iran oder aus dem Irak gekommen sind – hier immer wieder vertreten hat, dann waren es die Grünen (Abg. Strache: Wo denn? Wo denn?), und das wissen Sie auch ganz genau! (Beifall bei den Grünen)
Beifall bei den Grünen
Wenn es eine Partei gegeben hat, die die Freiheitsrechte der Kurden – egal, ob sie aus der Türkei, aus dem Iran oder aus dem Irak gekommen sind – hier immer wieder vertreten hat, dann waren es die Grünen (Abg. Strache: Wo denn? Wo denn?), und das wissen Sie auch ganz genau! (Beifall bei den Grünen)
Abg. Rädler: Wäre gescheit, ja!
Aber kommen wir zum Thema, meine sehr geehrten Damen und Herren (Abg. Rädler: Wäre gescheit, ja!): Als im Jahr 2001 in den USA tatsächlich ein terroristischer Akt stattgefunden hat und in der Folge die USA die Freiheits-, die Bürger- und die Menschenrechte ihrer Bürgerinnen und Bürger eingeschränkt haben, ist das auf Kritik von Kolleginnen und Kollegen aller Parteien gestoßen. Die Einschränkung der Freiheits-, Menschen- und Bürgerrechte im Interesse der Abwehr des Terrorismus, das war – egal aus welcher Partei man war – allen Parteien zu viel.
Abg. Strache: Den Missbrauch zu ...!
Wenn Sie hier, jetzt und heute, weil wir im Zusammenleben zwischen verschiedenen Nationen Probleme haben – natürlich, das soll man gar nicht leugnen! –, dazu aufrufen, wie Sie es heute gemacht haben, das Asylrecht einzuschränken beziehungsweise gar nicht anzuerkennen ... (Abg. Strache: Den Missbrauch zu ...!) – Nein, Herr Kollege Strache! Sie waren es, der eingefordert hat (Abg. Strache: Den Missbrauch!), dass, wenn bei jemandem auch nur der Verdacht besteht (Abg. Strache: Den Missbrauch zu bekämpfen, darum geht es! Sie drehen ja wieder alles um! Straftäter, Kriminelle!), dass er missbräuchlich Asyl beantragen könnte, er gar keinen Asylantrag stellen darf! Das ist Verfassungsbruch, das ist Rechtsbruch! (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Strache: Den Missbrauch!
Wenn Sie hier, jetzt und heute, weil wir im Zusammenleben zwischen verschiedenen Nationen Probleme haben – natürlich, das soll man gar nicht leugnen! –, dazu aufrufen, wie Sie es heute gemacht haben, das Asylrecht einzuschränken beziehungsweise gar nicht anzuerkennen ... (Abg. Strache: Den Missbrauch zu ...!) – Nein, Herr Kollege Strache! Sie waren es, der eingefordert hat (Abg. Strache: Den Missbrauch!), dass, wenn bei jemandem auch nur der Verdacht besteht (Abg. Strache: Den Missbrauch zu bekämpfen, darum geht es! Sie drehen ja wieder alles um! Straftäter, Kriminelle!), dass er missbräuchlich Asyl beantragen könnte, er gar keinen Asylantrag stellen darf! Das ist Verfassungsbruch, das ist Rechtsbruch! (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Strache: Den Missbrauch zu bekämpfen, darum geht es! Sie drehen ja wieder alles um! Straftäter, Kriminelle!
Wenn Sie hier, jetzt und heute, weil wir im Zusammenleben zwischen verschiedenen Nationen Probleme haben – natürlich, das soll man gar nicht leugnen! –, dazu aufrufen, wie Sie es heute gemacht haben, das Asylrecht einzuschränken beziehungsweise gar nicht anzuerkennen ... (Abg. Strache: Den Missbrauch zu ...!) – Nein, Herr Kollege Strache! Sie waren es, der eingefordert hat (Abg. Strache: Den Missbrauch!), dass, wenn bei jemandem auch nur der Verdacht besteht (Abg. Strache: Den Missbrauch zu bekämpfen, darum geht es! Sie drehen ja wieder alles um! Straftäter, Kriminelle!), dass er missbräuchlich Asyl beantragen könnte, er gar keinen Asylantrag stellen darf! Das ist Verfassungsbruch, das ist Rechtsbruch! (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Wenn Sie hier, jetzt und heute, weil wir im Zusammenleben zwischen verschiedenen Nationen Probleme haben – natürlich, das soll man gar nicht leugnen! –, dazu aufrufen, wie Sie es heute gemacht haben, das Asylrecht einzuschränken beziehungsweise gar nicht anzuerkennen ... (Abg. Strache: Den Missbrauch zu ...!) – Nein, Herr Kollege Strache! Sie waren es, der eingefordert hat (Abg. Strache: Den Missbrauch!), dass, wenn bei jemandem auch nur der Verdacht besteht (Abg. Strache: Den Missbrauch zu bekämpfen, darum geht es! Sie drehen ja wieder alles um! Straftäter, Kriminelle!), dass er missbräuchlich Asyl beantragen könnte, er gar keinen Asylantrag stellen darf! Das ist Verfassungsbruch, das ist Rechtsbruch! (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen – Abg. Strache: Das ist ein Unsinn! Das ist ein absoluter Unsinn!
Sie von der Freiheitlichen Partei – gerade Sie, Herr Strache, der sich eindeutig für eine Schusswaffe für jeden Österreicher/jede Österreicherin ausgesprochen hat (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen – Abg. Strache: Das ist ein Unsinn! Das ist ein absoluter Unsinn!) – sollten vor Ihrer eigenen Tür kehren im Angesicht dessen, was in den letzten Tagen passiert ist.
Präsident Neugebauer – neuerlich das Glockenzeichen gebend – schaltet Abg. Öllinger das Mikrophon ab. – Abg. Öllinger – ohne Mikrophon –: ..., weil wir sie nicht führen wollen! – Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Karl Öllinger (fortsetzend): Sie sind verantwortlich für eine Aufhetzung, für eine Kriminalisierung, für eine Gewaltdebatte, wie sie in Österreich hoffentlich bald beendet sein wird, ... (Präsident Neugebauer – neuerlich das Glockenzeichen gebend – schaltet Abg. Öllinger das Mikrophon ab. – Abg. Öllinger – ohne Mikrophon –: ..., weil wir sie nicht führen wollen! – Beifall bei den Grünen.)
Abg. Grosz – in Richtung ÖVP –: Zuhören! Zuhören!
Ich möchte für die weitere Debatte in Erinnerung rufen und Sie darum bitten, dass eine Verballhornung von Namen und verachtende Äußerungen, die uns einen guten Diskurs eigentlich nicht mehr ermöglichen, unterlassen werden. (Abg. Grosz – in Richtung ÖVP –: Zuhören! Zuhören!) Ich wünsche den weiteren Beratungen alles Gute.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Hermann Gahr (ÖVP): Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Eingangs möchte ich mich bei Frau Bundesministerin Fekter bedanken, die diese Gesetzesvorlage ins Parlament gebracht und, wie ich glaube, breiten Raum für Diskussion, Information und dann auch für Emotion gelassen hat. – Entscheidend aber ist, dass wir heute ein Bleiberecht beschließen, das ausgewogen ist: Was für manche zu viel ist, ist für andere zu wenig. Ich bedanke mich also außerordentlich bei Frau Bundesministerin Fekter für diese Gesetzesvorlage und dass wir diese heute beschließen können. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Österreich hat bereits in der Vergangenheit mit Verantwortung, wie ich meine, Menschen eine Bleibe gewährt. Wir sollten einmal ehrlich ein Telefonbuch von Wien durchblättern: Da, glaube ich, müssten wir feststellen, dass wir alle Wurzeln haben. Österreich hat hier seinen Auftrag erfüllt, einerseits durch die Osterweiterung, andererseits durch die Zerschlagung von Jugoslawien. Wir waren da in einer schwierigen Situation, aber man hat das meistern können. Man konnte vielen Menschen Arbeit bieten, und viele Menschen haben sich integriert und fühlen sich wohl. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich habe nur eine Bitte, denn es gibt natürlich auch spezifische Probleme. Als Tiroler Abgeordneter kann ich Ihnen sagen, dass wir mit einer kleinen Minderheit von Marokkanern in Innsbruck riesige Probleme haben. Diese kriminalisieren eigentlich eine ganze Stadt. Hier brauchen wir Möglichkeiten und Wege, um das abzustellen. Wieso brauchen wir das? – Weil ich glaube, dass eine kleine Gruppe insgesamt alle Ausländer dort in ein schiefes Licht rückt, und das kann einfach nicht sein. Das, glaube ich, sollten wir jedem zugestehen, dass wir hier für die Exekutive und auch für die Justiz Möglichkeiten haben und schaffen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
In diesem Sinne, glaube ich, sollten wir alle mit Vernunft mit dieser Gesetzesmaterie umgehen. Die Praxis wird beweisen, dass Bundesministerin Fekter hier die Zeichen der Zeit erkannt hat. Und dass dieses Modell praxistauglich ist, das wird uns, glaube ich, die nächste Zeit zeigen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Grosz: Sie haben vorher gesagt, dass Sie grundsätzlich dafür sind!
Ich berichtige: Ich und die Freiheitliche Partei in der Steiermark sind grundsätzlich gegen jedes Schubhaftzentrum in der Steiermark, aber auch grundsätzlich gegen ein „Traiskirchen 2“ in der Steiermark. (Abg. Grosz: Sie haben vorher gesagt, dass Sie grundsätzlich dafür sind!)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist aber, wenn man sich den Entschließungsantrag des BZÖ, der eingebracht worden ist, offensichtlich für die BZÖ-Fraktion nicht so klar, denn da steht: von den Plänen für ein Schubhaftzentrum in der obersteirischen Bezirksstadt umgehend Abstand zu nehmen, besser geeignete Alternativen zu prüfen und diese nur im Einvernehmen mit der regional betroffenen Bevölkerung umzusetzen. – Das schließt ein Schubhaftzentrum in der Obersteiermark oder in der Steiermark nicht aus. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dieses Nachtsichtgerät wird ausschließlich für die Aktion Drogenstopp verwendet und dient ausschließlich zum Aufspüren von illegalem Drogenhandel in Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei. (Beifall bei der FPÖ.)
Bundesministerin Dr. Fekter: Nein, nein!
Abgeordneter Werner Herbert (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Ministerin! Hohes Haus! Ungeachtet der bisher von den Vorrednern meiner Fraktion aufgezeigten Problemstellungen, die ich natürlich selbst auch vollinhaltlich teile, ist es wohl nicht zuletzt wegen der beim Hearing im Innenausschuss von den Rechtsexperten kundgetanenen Rechtsmeinung nur eine Frage der Zeit, wann diese neuen Gesetzesbestimmungen, die hier in der Regierungsvorlage in Rede stehen, wieder durch den Verfassungsgerichtshof aufgehoben werden. (Bundesministerin Dr. Fekter: Nein, nein!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich darf erinnern, Frau Ministerin, an die eigentlich vernichtende Aussage des Herrn Univ.-Prof. Dr. Funk, der – nur als Beispiel hier angeführt – gemeint hat, Teile dieses Gesetzes sind eigentlich totes Recht. Also viel vernichtender kann man eine Regierungsvorlage nicht interpretieren, und das noch dazu in einem Hearing. Aber von Ihrer Seite, Frau Bundesminister – und das ist das eigentlich Traurige an dieser Sache –, wurde überhaupt nicht darauf reagiert, hier eine entsprechende Korrektur in der Regierungsvorlage vorzunehmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Bis dahin allerdings, bis es so weit ist, tragen die Konsequenzen aus dieser misslichen neuen Regierungsvorlage nicht die Bundesregierung, nicht die Abteilungsleiter und Sektionschefs, sondern eigentlich die kleinen Beamten, nämlich jene kleinen Beamten, die sich mit der Umsetzung der gesetzlichen Bestimmungen auseinandersetzen müssen. (Beifall bei der FPÖ.) Das ist zum Beispiel der Polizist auf der Straße, der einfache Beamte oder Verwaltungsbedienstete in einem Fachreferat. Dem legt man das Gesetz auf den Tisch und sagt, du, mach das, was da drinnen steht. Der muss den Kopf hinhalten für diese ungeeignete und eigentlich entbehrliche Regierungsvorlage und muss sich vielleicht auch noch gefallen lassen, dass er in einen öffentlichen Argumentationsnotstand gerät, wenn die Diskussion vielleicht überschwappt. Und das alles nur dafür, dass er seine Arbeit getan hat. Das, denke ich, ist eigentlich unverantwortlich. Das haben sich unsere österreichischen Beamten und Verwaltungsbediensteten sicherlich nicht verdient. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Bis dahin allerdings, bis es so weit ist, tragen die Konsequenzen aus dieser misslichen neuen Regierungsvorlage nicht die Bundesregierung, nicht die Abteilungsleiter und Sektionschefs, sondern eigentlich die kleinen Beamten, nämlich jene kleinen Beamten, die sich mit der Umsetzung der gesetzlichen Bestimmungen auseinandersetzen müssen. (Beifall bei der FPÖ.) Das ist zum Beispiel der Polizist auf der Straße, der einfache Beamte oder Verwaltungsbedienstete in einem Fachreferat. Dem legt man das Gesetz auf den Tisch und sagt, du, mach das, was da drinnen steht. Der muss den Kopf hinhalten für diese ungeeignete und eigentlich entbehrliche Regierungsvorlage und muss sich vielleicht auch noch gefallen lassen, dass er in einen öffentlichen Argumentationsnotstand gerät, wenn die Diskussion vielleicht überschwappt. Und das alles nur dafür, dass er seine Arbeit getan hat. Das, denke ich, ist eigentlich unverantwortlich. Das haben sich unsere österreichischen Beamten und Verwaltungsbediensteten sicherlich nicht verdient. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Eine solche mangelhafte – muss ich sagen – Regierungsvorlage ist daher absolut abzulehnen, und ich denke, es wäre wohl auch im Interesse der Republik, des Rechtsstaates Österreich, aber auch im Interesse der Beamtenschaft gewesen, gerade in einer so sensiblen Materie wie dem Fremden- und Asylrecht praktikable und geeignetere, vor allem à la longue, langfristig vollziehbare gesetzliche Bestimmungen einzuführen. So denke ich, dass dieses komplizierte und diffizile Gesetz wohl in Kürze wieder Geschichte sein wird. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Das neue Bleiberecht steht abseits von blindem Fremdenhass und auch naiver Blauäugigkeit, es ist ein solides Gesetz auf dem goldenen Mittelweg. (Beifall bei der SPÖ.)
Bundesministerin Dr. Fekter: Zur Sache!
Dagegen bin ich, Frau Minister. Da haben Sie ganz dringenden Handlungsbedarf, da wird es auch eine entsprechende Anfrage meiner Person an Sie geben. Ich habe die ganzen Schriftstücke und Dokumente mit, die das alles belegen, und ich kann Ihnen sagen, welche Personen hier dabei sind. Da gibt es wunderbare Fotos, wie zum Beispiel von Herrn Ita (der Redner hält nacheinander einige Fotos in die Höhe), der im Untersuchungsausschuss sagte, er könne sich an nichts mehr erinnern. (Bundesministerin Dr. Fekter: Zur Sache!) Ich bin dagegen, dass der Herr Ita im ÖVP-nahen Bereich bleibt. Der Herr Ita bei der Jagd in Luising, Christoph Ulmer ...
Abg. Petzner spricht ohne Mikrofon weiter.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Herr Kollege Petzner, darf ich Sie ... (Abg. Petzner spricht ohne Mikrofon weiter.) Herr Kollege Petzner, ich habe das Mikrophon jetzt ausgeschaltet. Ich möchte Ihren Redefluss nicht unterbrechen, aber darf ich Sie bitten, einen Bezug zur Sache herzustellen – und bitte auch bei der Sache, am Rande zumindest, zu bleiben.
Heiterkeit beim BZÖ
Abgeordneter Stefan Petzner (fortsetzend): Die Sache lautet, dass ich gesagt habe, dass ich dagegen bin, dass solche Personen, wie etwa auch die amtierende Beamtin Dr. Doris Ita, ein Bleiberecht im Innenministerium haben (Heiterkeit beim BZÖ), ich meine, dass sie sofort suspendiert gehört. In diesem Bezug habe ich dieses Bleiberecht angesprochen und bin daher meiner Meinung nach auch in der Causa und in diesem Bereich aktiv. (Ruf bei der ÖVP: Sie disqualifizieren sich selber!) – Sie haben sich mit Ihren Verbindungen zu Herrn Mensdorff disqualifiziert, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP! (Beifall beim BZÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Sie disqualifizieren sich selber!
Abgeordneter Stefan Petzner (fortsetzend): Die Sache lautet, dass ich gesagt habe, dass ich dagegen bin, dass solche Personen, wie etwa auch die amtierende Beamtin Dr. Doris Ita, ein Bleiberecht im Innenministerium haben (Heiterkeit beim BZÖ), ich meine, dass sie sofort suspendiert gehört. In diesem Bezug habe ich dieses Bleiberecht angesprochen und bin daher meiner Meinung nach auch in der Causa und in diesem Bereich aktiv. (Ruf bei der ÖVP: Sie disqualifizieren sich selber!) – Sie haben sich mit Ihren Verbindungen zu Herrn Mensdorff disqualifiziert, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Stefan Petzner (fortsetzend): Die Sache lautet, dass ich gesagt habe, dass ich dagegen bin, dass solche Personen, wie etwa auch die amtierende Beamtin Dr. Doris Ita, ein Bleiberecht im Innenministerium haben (Heiterkeit beim BZÖ), ich meine, dass sie sofort suspendiert gehört. In diesem Bezug habe ich dieses Bleiberecht angesprochen und bin daher meiner Meinung nach auch in der Causa und in diesem Bereich aktiv. (Ruf bei der ÖVP: Sie disqualifizieren sich selber!) – Sie haben sich mit Ihren Verbindungen zu Herrn Mensdorff disqualifiziert, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das ist der Skandal des heutigen Tages. Das haben Sie zu verantworten. Da haben Sie Handlungsbedarf. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne stimmen wir dieser Gesetzesvorlage gerne zu. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Silhavy: Das war keine tatsächliche Berichtigung! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Daher ist diese Aussage des Herrn Abgeordneten Prinz tatsächlich zu 100 Prozent berichtigt. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Silhavy: Das war keine tatsächliche Berichtigung! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir erklären uns jedenfalls solidarisch mit der Leobener Bevölkerung, das ist überhaupt keine Frage, und auch wir werden wieder Anträge zu diesem Thema einbringen. Wir werden nicht müde werden und wir werden uns nicht mürbe machen lassen, für die Bevölkerung in Leoben zu kämpfen, denn ich bin der festen Überzeugung, dass dicht besiedeltes Gebiet kein Platz ist für ein Schubhaftzentrum. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Amon: Keine Sorge!
Ich werde hiezu auch das Steirer-Eck in die Pflicht nehmen, das sich bei der ÖVP da jetzt auch wieder verflüchtigt hat, nämlich die Kollegen Amon und Grillitsch, die aus unserer Region sind und hoffentlich gegen „Judenburg“ mitkämpfen werden, wenn eure Frau Bundesministerin diese Pläne hat. Hoffentlich kämpfst du mit, lieber Kollege Amon! Ich werde dir zeigen, wie es geht, und bin schon gespannt auf deine Solidarität in dieser Hinsicht! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Amon: Keine Sorge!)
Abg. Scheibner: Wie war denn die Zeit unserer Regierung? Es war eine gute Zeit!
Im humanitären Aufenthaltsrecht sprechen wir von „Altfällen“ – das sind jene Menschen, die mindestens seit dem 1. Mai 2004 durchgängig in Österreich aufhältig sind. Meine Damen und Herren Abgeordneten von BZÖ und FPÖ, haben Sie Ihre Zeit der Regierungsbeteiligung verdrängt?! Wollen Sie tatsächlich über den Zeitraum 2000 bis 2006, über die Zeit Ihrer Regierungsverantwortung nicht mehr sprechen? (Abg. Scheibner: Wie war denn die Zeit unserer Regierung? Es war eine gute Zeit!) Gerade diese Fälle fallen doch in den Zeitraum Ihrer Regierungsbeteiligung! Damals haben Sie es nicht geschafft, eine verfassungskonforme Lösung zustande zu bringen, heute wird dieser Mangel behoben.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abschließend lade ich alle Mitglieder des Innenausschusses, insbesondere die kritischen Vertreter der Opposition zu konstruktiver Mitarbeit ein! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Sehr begrüßenswert ist für mich die Ankündigung unserer Bundesministerin, zu diesen Novellen auch verstärkt Schulungsmaßnahmen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Vollziehung durchzuführen. Damit ist für mich auch eine einheitliche Anwendung dieser Neuerung sichergestellt. – Danke sehr. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Leopold Mayerhofer (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Frau Minister! Dieses Bleiberecht, das heute zum Beschluss gelangen wird, wird ein Anschlag auf die signifikanten Unterscheidungsmerkmale dieses Landes sein, insbesondere auf die Krankenkassen, auf die österreichischen Steuermittel insgesamt und auf die Geduld der Österreicher. Die sozialen Konflikte häufen sich massiv. Dazu ein Spruch aus einem Land mit ebenfalls hoher Kultur: Bei langen Besuchen nimmt die Höflichkeit ab. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Haben Sie bedacht, dass bei den Asylwerbern ein erheblicher Teil kriminell ist? Die Hälfte der Asylwerber geraten in den Verdacht einer gerichtlich strafbaren Handlung und werden so den ohnehin sehr belasteten Polizeiapparat noch mehr beanspruchen. Das kann bei diesen Personalständen nicht weiter hingenommen werden! (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Danke!
Hat man in Anbetracht dieser Tatsache bei der Exekutive nachgefragt, ob man dieses Arbeitsaufkommen überhaupt personell bewältigen wird? Hat man bei der Exekutive und bei der Justiz nachgefragt, ob überhaupt genügend Dolmetscher zu jeder Zeit vorhanden sind? – Ich kann Ihnen etwas anderes berichten, nämlich dass das alles nicht der Fall ist und die Beamten diese Arbeit unter ganz fragwürdigen Umständen leisten müssen. Ich will mich bei ihnen an dieser Stelle auf das Allerherzlichste dafür bedanken, dass sie unter solchen Bedingungen überhaupt noch arbeiten können! (Ruf bei der FPÖ: Danke!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Großruck: Wie hat dieser Feldherr geheißen? War es Napoleon?
Sie von der Bundesregierung zeigen kein Talent und regieren am Volk vorbei! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Großruck: Wie hat dieser Feldherr geheißen? War es Napoleon?)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Franz und den Schriftführer Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Franz und den Schriftführer Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.)
Abg. Mag. Lunacek: Das glauben Sie ja selbst nicht! – Ruf bei der ÖVP: Das sagen Sie wider besseres Wissen!
Abgeordneter Mag. Harald Stefan (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Hohes Haus! Wir haben hier eine Gesetzesvorlage, wo es darum geht, eine Neuermittlung der Verteilung der nach der Wahl der Mitglieder des Europäischen Parlaments 2009 zu vergebenden Mandate zu beschließen, und zwar unter der Bedingung, dass der Lissabonner Vertrag in Kraft tritt. Und das ist natürlich der springende Punkt, denn dieser sogenannte Lissabonner Vertrag, Reformvertrag, Verfassungsvertrag – wie auch immer – ist der letzte Schritt, die Souveränität Österreichs zu beseitigen. (Abg. Mag. Lunacek: Das glauben Sie ja selbst nicht! – Ruf bei der ÖVP: Das sagen Sie wider besseres Wissen!) – Nein, das sage ich nicht wider besseres Wissen! Wenn es eine Mehrheitsentscheidung im Europäischen Rat geben kann, dann ist damit die letzte Volkssouveränität Österreichs beseitigt. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Amon.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Amon.
Abgeordneter Mag. Harald Stefan (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Hohes Haus! Wir haben hier eine Gesetzesvorlage, wo es darum geht, eine Neuermittlung der Verteilung der nach der Wahl der Mitglieder des Europäischen Parlaments 2009 zu vergebenden Mandate zu beschließen, und zwar unter der Bedingung, dass der Lissabonner Vertrag in Kraft tritt. Und das ist natürlich der springende Punkt, denn dieser sogenannte Lissabonner Vertrag, Reformvertrag, Verfassungsvertrag – wie auch immer – ist der letzte Schritt, die Souveränität Österreichs zu beseitigen. (Abg. Mag. Lunacek: Das glauben Sie ja selbst nicht! – Ruf bei der ÖVP: Das sagen Sie wider besseres Wissen!) – Nein, das sage ich nicht wider besseres Wissen! Wenn es eine Mehrheitsentscheidung im Europäischen Rat geben kann, dann ist damit die letzte Volkssouveränität Österreichs beseitigt. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Amon.)
Abg. Strache: Der Kollege Amon ist sprachlos! – Abg. Dr. Stummvoll: Haben Sie keine Rede?
Das österreichische Volk, gibt es das nicht, oder wie? Ist das nicht die Volkssouveränität? Was ist es denn? Herr Kollege Amon, was meinen Sie? Ist es nicht die Volkssouveränität? (Abg. Strache: Der Kollege Amon ist sprachlos! – Abg. Dr. Stummvoll: Haben Sie keine Rede?) Er hat ein Problem mit der Volkssouveränität. Das dachte ich mir fast bei dem Abstimmungsverhalten. (Abg. Amon: Aber ich kann Ihnen helfen!) – Ich habe gerade gemerkt, dass Sie mir nicht helfen können.
Abg. Amon: Aber ich kann Ihnen helfen!
Das österreichische Volk, gibt es das nicht, oder wie? Ist das nicht die Volkssouveränität? Was ist es denn? Herr Kollege Amon, was meinen Sie? Ist es nicht die Volkssouveränität? (Abg. Strache: Der Kollege Amon ist sprachlos! – Abg. Dr. Stummvoll: Haben Sie keine Rede?) Er hat ein Problem mit der Volkssouveränität. Das dachte ich mir fast bei dem Abstimmungsverhalten. (Abg. Amon: Aber ich kann Ihnen helfen!) – Ich habe gerade gemerkt, dass Sie mir nicht helfen können.
Beifall bei der FPÖ.
Ein zweiter Punkt ist sehr problematisch bei diesem Lissabonner Vertrag: Es können unmittelbare Rechtsakte durch die Kommission und durch den Rat gesetzt werden. Damit ist das demokratische Prinzip der Republik Österreich ebenfalls ausgehöhlt beziehungsweise beseitigt. Auch das ist ein unhaltbarer Zustand. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wie wir wissen, sagt Art. 44 B-VG, dass jede Gesamtänderung der Verfassung eine Volksabstimmung zwingend erfordert. Und genau darum geht es. Zuerst müsste das Volk über diesen Lissabonner Vertrag befragt werden, und dann können wir uns Gedanken über eine Verteilung der Mandate und über die Nachbesetzung machen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich kann also nur sagen: Lassen Sie die österreichische Bevölkerung über den Lissabonner Vertrag abstimmen, und dann ersparen wir uns auch diese Diskussion hier! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Die aber nur dann in Kraft treten kann, wenn der Lissabonner Vertrag in Kraft tritt!
Das Zweite ist: Wir stimmen bei dieser Abstimmung nicht über irgendeinen Vertrag ab, sondern letztendlich über eine Verteilung von Mandaten (Abg. Strache: Die aber nur dann in Kraft treten kann, wenn der Lissabonner Vertrag in Kraft tritt!), bei der es darum geht, dass wir eine Regelung haben, wenn dieser Vertrag in Kraft tritt, damit wir unsere Vertragstreue auch nachweisen können. Eine Besserstellung für Österreich werden wir wohl nicht verhindern, wenn die Anzahl der Mandate von 18 und dann von 17 auf 19 aufgestockt wird. Dann wird man wohl nicht dagegen sein können.
Abg. Strache: Wir haben jetzt noch die Souveränität und wir behalten die Souveränität!
Das heißt, Sie sind gegen Verbesserungen, die für Österreich dort erreichbar sind (Abg. Strache: Wir haben jetzt noch die Souveränität und wir behalten die Souveränität!), nämlich nach der Wahl von 2009 von 17 auf 19 Mandate zu kommen. Sie sind zwar für jede Verschlechterung, aber nicht für eine Verbesserung, wenn Österreich mehr Rechte dort bekommt. (Abg. Strache: Sie machen einen Ausverkauf österreichischer Interessen!) Das ist auch eine wirklich bemerkenswerte Haltung, wenn
Abg. Strache: Sie machen einen Ausverkauf österreichischer Interessen!
Das heißt, Sie sind gegen Verbesserungen, die für Österreich dort erreichbar sind (Abg. Strache: Wir haben jetzt noch die Souveränität und wir behalten die Souveränität!), nämlich nach der Wahl von 2009 von 17 auf 19 Mandate zu kommen. Sie sind zwar für jede Verschlechterung, aber nicht für eine Verbesserung, wenn Österreich mehr Rechte dort bekommt. (Abg. Strache: Sie machen einen Ausverkauf österreichischer Interessen!) Das ist auch eine wirklich bemerkenswerte Haltung, wenn
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Sie gehen permanent in die Knie!
Ich meine, dass es vernünftig wäre, diese Regelung, die wir heute als Antrag haben, auch zu beschließen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Sie gehen permanent in die Knie!)
Abg. Strache: Das sagen Sie!
Es ist aber davon auszugehen, dass – und das halte ich für sehr wichtig – der Vertrag von Lissabon doch noch in Kraft treten wird. Da bin ich nämlich ganz anderer Meinung als die FPÖ. Erstens haben wir das schon des Öfteren diskutiert, dass der Vertrag von Lissabon keine Gesamtänderung der österreichischen Verfassung bedeutet, sodass keine Volksabstimmung notwendig ist. (Abg. Strache: Das sagen Sie!) – Bitte, fragen Sie einmal die Verfassungsrechtsexperten in Österreich! (Abg. Strache: Der Verfassungsrechtler ... sieht das anders!)
Abg. Strache: Der Verfassungsrechtler ... sieht das anders!
Es ist aber davon auszugehen, dass – und das halte ich für sehr wichtig – der Vertrag von Lissabon doch noch in Kraft treten wird. Da bin ich nämlich ganz anderer Meinung als die FPÖ. Erstens haben wir das schon des Öfteren diskutiert, dass der Vertrag von Lissabon keine Gesamtänderung der österreichischen Verfassung bedeutet, sodass keine Volksabstimmung notwendig ist. (Abg. Strache: Das sagen Sie!) – Bitte, fragen Sie einmal die Verfassungsrechtsexperten in Österreich! (Abg. Strache: Der Verfassungsrechtler ... sieht das anders!)
Abg. Strache: Für eine Volksabstimmung, vor der Sie Angst haben!
Außerdem wurde von Herrn Mag. Stefan auch die Bedrohung der Demokratie angesprochen. Wissen Sie, gerade wenn Ihnen die Demokratie so wichtig ist, müssten Sie eigentlich für diesen Vertrag von Lissabon sein, weil nämlich der Vertrag von Lissabon dazu führt ... (Abg. Strache: Für eine Volksabstimmung, vor der Sie Angst haben!) – Nein, wir haben keine Angst davor, aber es ist nicht verfassungsrechtlich geboten, Herr Kollege! Ich bin Juristin. Sie sind wahrscheinlich weniger informiert darüber als ich. (Abg. Strache: Das sagt der Professor ... anders!) – Sie sollten einmal zur Kenntnis nehmen, dass durch den Vertrag von Lissabon Europa demokratischer und transparenter wird! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Wo denn?)
Abg. Strache: Das sagt der Professor ... anders!
Außerdem wurde von Herrn Mag. Stefan auch die Bedrohung der Demokratie angesprochen. Wissen Sie, gerade wenn Ihnen die Demokratie so wichtig ist, müssten Sie eigentlich für diesen Vertrag von Lissabon sein, weil nämlich der Vertrag von Lissabon dazu führt ... (Abg. Strache: Für eine Volksabstimmung, vor der Sie Angst haben!) – Nein, wir haben keine Angst davor, aber es ist nicht verfassungsrechtlich geboten, Herr Kollege! Ich bin Juristin. Sie sind wahrscheinlich weniger informiert darüber als ich. (Abg. Strache: Das sagt der Professor ... anders!) – Sie sollten einmal zur Kenntnis nehmen, dass durch den Vertrag von Lissabon Europa demokratischer und transparenter wird! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Wo denn?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Wo denn?
Außerdem wurde von Herrn Mag. Stefan auch die Bedrohung der Demokratie angesprochen. Wissen Sie, gerade wenn Ihnen die Demokratie so wichtig ist, müssten Sie eigentlich für diesen Vertrag von Lissabon sein, weil nämlich der Vertrag von Lissabon dazu führt ... (Abg. Strache: Für eine Volksabstimmung, vor der Sie Angst haben!) – Nein, wir haben keine Angst davor, aber es ist nicht verfassungsrechtlich geboten, Herr Kollege! Ich bin Juristin. Sie sind wahrscheinlich weniger informiert darüber als ich. (Abg. Strache: Das sagt der Professor ... anders!) – Sie sollten einmal zur Kenntnis nehmen, dass durch den Vertrag von Lissabon Europa demokratischer und transparenter wird! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Wo denn?)
Abg. Strache: Die nationalen Parlamente werden Verwaltungsorgane!
Schauen Sie sich das an! Ich glaube, Sie haben den Vertrag von Lissabon nie gelesen, Herr Kollege, denn dann wüssten Sie nämlich, dass das Europäische Parlament, das ja direkt gewählt wird, mehr Rechte bekommt: Das Mitentscheidungsverfahren wird ausgebaut. Außerdem wird das Subsidiaritätsprinzip ausgebaut, was bedeutet, dass wir eine stärkere Einbeziehung der nationalen Parlamente haben. (Abg. Strache: Die nationalen Parlamente werden Verwaltungsorgane!) Haben Sie Angst davor, dass die nationalen Parlamente auf europäischer Ebene stärker eingebunden werden? – Ich habe davor keine Angst. Sie wissen offenbar nicht, was Subsidiaritätsprinzip bedeutet. Sie können gerne einmal in meine Europarechtsvorlesungen kommen, ich kann Ihnen das gerne erklären, Herr Kollege. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Schauen Sie sich das an! Ich glaube, Sie haben den Vertrag von Lissabon nie gelesen, Herr Kollege, denn dann wüssten Sie nämlich, dass das Europäische Parlament, das ja direkt gewählt wird, mehr Rechte bekommt: Das Mitentscheidungsverfahren wird ausgebaut. Außerdem wird das Subsidiaritätsprinzip ausgebaut, was bedeutet, dass wir eine stärkere Einbeziehung der nationalen Parlamente haben. (Abg. Strache: Die nationalen Parlamente werden Verwaltungsorgane!) Haben Sie Angst davor, dass die nationalen Parlamente auf europäischer Ebene stärker eingebunden werden? – Ich habe davor keine Angst. Sie wissen offenbar nicht, was Subsidiaritätsprinzip bedeutet. Sie können gerne einmal in meine Europarechtsvorlesungen kommen, ich kann Ihnen das gerne erklären, Herr Kollege. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abschließend möchte ich dazu noch sagen: Wir begrüßen natürlich die vorliegende Gesetzesänderung; wir halten sie für sehr wichtig. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Strache: Damit wird sich der Verfassungsgerichtshof beschäftigen!
Ich verstehe nicht ganz die ablehnende Haltung der Freiheitlichen dem aktuellen Antrag gegenüber. Auch wenn man den Lissabonvertrag ablehnt, ist es nun einmal die Realität, dass wir dann, wenn er in Kraft tritt – und das können wir wahrscheinlich nicht mehr verhindern –, statt 17 19 Mandate zu vergeben haben. (Abg. Strache: Damit wird sich der Verfassungsgerichtshof beschäftigen!) Das wird aber ein halbes Jahr nach der EU-Wahl der Fall sein. Bei der EU-Wahl treten wir ja auch alle an und wollen in das Europaparlament nach den geltenden Bestimmungen gewählt werden. Wenn sich diese Bestimmungen änderten, stünden wir vor der Problematik, dass wir dann neu wählen müssten, was, wie ich meine, nicht wirklich sinnvoll wäre. Und deshalb stimmen wir dieser Regelung zu, dass dann ganz einfach das Ergebnis auf die neuen Gegebenheiten mit den 19 Mandaten umgelegt wird, wodurch wir uns eine weitere EU-Wahl ersparen. Das wäre wirklich nicht sinnvoll.
Beifall beim BZÖ.
Deshalb unsere Zustimmung zu dieser Vorlage, aber selbstverständlich die Skepsis gegenüber der derzeitigen Ausrichtung der Europäischen Union. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Strache: Ihnen sind zwei Mandate wichtiger als die österreichische Souveränität! Das ist die Chuzpe!
Aber ich muss hier wohl auch noch meinem Erstaunen über die Haltung der Freiheitlichen Ausdruck geben. Diejenigen, die sich immer als die großen Verteidiger Österreichs, des Vaterlandes, der Heimat aufspielen, sind jetzt dagegen, dass Österreich im Europaparlament zwei Sitze mehr hat. (Abg. Strache: Ihnen sind zwei Mandate wichtiger als die österreichische Souveränität! Das ist die Chuzpe!) Die sind dagegen, dass Österreich im Europaparlament stärker vertreten ist. Also das müssen Sie noch irgendwem erklären. (Abg. Strache: Das versteht jeder Österreicher: Ihnen geht es um Posten!)
Abg. Strache: Das versteht jeder Österreicher: Ihnen geht es um Posten!
Aber ich muss hier wohl auch noch meinem Erstaunen über die Haltung der Freiheitlichen Ausdruck geben. Diejenigen, die sich immer als die großen Verteidiger Österreichs, des Vaterlandes, der Heimat aufspielen, sind jetzt dagegen, dass Österreich im Europaparlament zwei Sitze mehr hat. (Abg. Strache: Ihnen sind zwei Mandate wichtiger als die österreichische Souveränität! Das ist die Chuzpe!) Die sind dagegen, dass Österreich im Europaparlament stärker vertreten ist. Also das müssen Sie noch irgendwem erklären. (Abg. Strache: Das versteht jeder Österreicher: Ihnen geht es um Posten!)
Abg. Strache: Wer sagt das? Hat nie jemand gesagt! Sie behaupten etwas, was nicht stimmt, Frau Kollegin! Sie können die Unwahrheit hundertmal behaupten, das stimmt nicht! Wir wollen Europa reformieren im Unterschied zu Ihnen!
Noch etwas anderes. Sie sind, wir wissen das ja, gegen diesen Lissabon-Vertrag. Sie sind aber auch diejenigen, die durchaus immer wieder durchklingen lassen, dass Sie eigentlich am liebsten aus der Europäischen Union austreten würden. (Abg. Strache: Wer sagt das? Hat nie jemand gesagt! Sie behaupten etwas, was nicht stimmt, Frau Kollegin! Sie können die Unwahrheit hundertmal behaupten, das stimmt nicht! Wir wollen Europa reformieren im Unterschied zu Ihnen!)
Abg. Strache: Absurd, wirklich absurd!
In diesem Zusammenhang kann ich meiner Vorrednerin Beatrix Karl nur zustimmen. Die FPÖ hat Angst vor mehr parlamentarischen Rechten und vor mehr Rechten für die Bevölkerung und für Parlamente in Europa. (Abg. Strache: Absurd, wirklich absurd!) Das ist wohl der falsche Weg, meine Damen und Herren von der FPÖ! Aber das haben wir ohnehin schon lange gewusst. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
In diesem Zusammenhang kann ich meiner Vorrednerin Beatrix Karl nur zustimmen. Die FPÖ hat Angst vor mehr parlamentarischen Rechten und vor mehr Rechten für die Bevölkerung und für Parlamente in Europa. (Abg. Strache: Absurd, wirklich absurd!) Das ist wohl der falsche Weg, meine Damen und Herren von der FPÖ! Aber das haben wir ohnehin schon lange gewusst. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Es geht also darum, eine saubere Lösung zustande zu bringen, denn wenn das nicht gelänge, wäre unter Umständen auch eine Neuwahl nicht auszuschließen. Und ich glaube, die Begeisterung der Bevölkerung und auch ihr Verständnis würden sich da wirklich in Grenzen halten. Ganz im Gegenteil, das demokratische Bewusstsein und das Europabewusstsein würden massiv leiden. Jenen, die gegen diesen Antrag sind, ist das, wie ich meine, unter Umständen sogar sehr recht, denn schließlich ist das der Nährboden, auf dem ihre fragwürdigen Parolen gedeihen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bin erfreut darüber, dass alle diesem Vorschlag zustimmen werden. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich sage Ihnen ganz ehrlich, wir sind dafür, aber wir müssen schauen, dass es ein Tool ist, das uns nützt, aber nicht behindert. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Patienten verunsichert werden. Wir dürfen uns hier nicht zurücklehnen und so tun, als wäre nichts gewesen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Den von Kollegin Belakowitsch-Jenewein eingebrachten Antrag werden wir ebenfalls unterstützen. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Widerspruch des Abg. Weinzinger.
Trotzdem muss man sagen, eine Medizin ohne elektronischen Datentransfer gerät schon in Gefahr, zu einer Medizin des Mittelalters zu werden. (Widerspruch des Abg. Weinzinger.) Na doch! Faxe, handgeschriebene Arztbriefe, Telefonate, bei denen die halbe Mannschaft einer Station zuhört, mit Angehörigen, die man am Telefon nicht identifizieren kann, sind wesentlich unsicherer als anonymisierte, verschlüsselte Daten mit strenger Zugriffsberechtigung.
Beifall bei den Grünen.
Ich hoffe, dass dieses Gesetz so kommt, dass alle zufrieden sind, und dass die Gesundheitsreform durch eine vernünftige Vernetzung medizinischer Daten zwischen Krankenhäusern und praktizierenden Ärzten noch weiter verbessert wird. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Wichtig ist, dass sich die Technologien vor allem an den Bedürfnissen der Menschen orientieren, also eingesetzt werden, um die Qualität der medizinischen Versorgung zu erhöhen, denn letztlich, Herr Minister, profitieren von sinnvollen eHealth-Initiativen alle: das Gesundheitssystem, die Ärzte und vor allem die Patienten. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Weinzinger – Beifall spendend –: Bravo, sehr gut!
Im Jahr 2001 wurde Österreich bereits das erste Mal vom Europäischen Gerichtshof verurteilt, diese Regelung nachzuvollziehen. Zwei Minister, Rauch-Kallat und Kdolsky, haben nichts gemacht, was dazu geführt hat, dass wir im letzten Jahr erneut verurteilt wurden. Allen Unkenrufen zum Trotz, dass diese Bundesregierung in den ersten hundert Tagen nichts gearbeitet hätte, hat unser Gesundheitsminister das geschafft, was zwei Minister nicht geschafft haben, nämlich eine Regelung in dieser Frage (Abg. Weinzinger – Beifall spendend –: Bravo, sehr gut!), und damit der Republik Österreich viel Geld erspart. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Im Jahr 2001 wurde Österreich bereits das erste Mal vom Europäischen Gerichtshof verurteilt, diese Regelung nachzuvollziehen. Zwei Minister, Rauch-Kallat und Kdolsky, haben nichts gemacht, was dazu geführt hat, dass wir im letzten Jahr erneut verurteilt wurden. Allen Unkenrufen zum Trotz, dass diese Bundesregierung in den ersten hundert Tagen nichts gearbeitet hätte, hat unser Gesundheitsminister das geschafft, was zwei Minister nicht geschafft haben, nämlich eine Regelung in dieser Frage (Abg. Weinzinger – Beifall spendend –: Bravo, sehr gut!), und damit der Republik Österreich viel Geld erspart. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Oberhauser: 2001!
Abgeordneter Oswald Klikovits (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Frau Kollegin, die Behauptung, dass die Vorgängerinnen vom Herrn Bundesminister nichts gemacht haben, möchte ich schon zurückweisen. In dieser Angelegenheit ist es zeitlich nicht mehr gelungen (Abg. Dr. Oberhauser: 2001!), die von Ihnen angesprochenen Anpassungen des Sozialversicherungsgesetzes und des Familienlastenausgleichsgesetzes an die Transparenzrichtlinie der EU vorzunehmen. Diese Anpassung, wie Sie vorhin gesagt haben, ist notwendig geworden, damit wir eben keine Strafzahlungen auferlegt bekommen.
Abg. Weinzinger: Ja, Milliarden!
Ich möchte in diesem Zusammenhang noch auf die Gesundheitsausgaben hinweisen, die wir in Österreich haben. Die privaten Gesundheitsausgaben belaufen sich auf 6,6 Millionen €, und die öffentlichen Gesundheitsausgaben liegen bei rund 16,1 Milliarden €. (Abg. Weinzinger: Ja, Milliarden!) Das heißt, wir haben sehr viele öffentliche Gesundheitsausgaben, wir haben sehr viele Ausgaben bei den Arzneimitteln, und wir haben Maßnahmen gesetzt, dass sich die Menschen die Arzneimittel auch leisten können.
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin mir sicher, dass wir, wenn wir diesen Beschluss hier gemeinsam fassen, wieder einen richtigen Schritt in die richtige Richtung für eine gute Gesundheitsversorgung in Österreich setzen werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben eine SPÖ, aber vor allem eine ÖVP, für die es ja nichts Besseres als die EU gibt, die EU steht sozusagen über allem. Dennoch warten wir immer ab, bis wir geklagt werden, um eine Anpassung eines Gesetzes zu machen. Das finde ich als Österreicherin eigentlich fast ein bisschen beschämend. Ich glaube, das hätten wir schon längst machen können. Wenn wir da schon öfter geklagt worden sind, ist das doch etwas, was längst überfällig war. Wir werden dem Gesetz natürlich zustimmen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Ruf bei der SPÖ: Wenn sie mehr zahlen, ja! – Abg. Riepl: Bei den Beiträgen auch?
Anpassung auf mindestens die Höhe einer Arbeiterpension. (Beifall beim BZÖ. – Ruf bei der SPÖ: Wenn sie mehr zahlen, ja! – Abg. Riepl: Bei den Beiträgen auch?)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Grillitsch: Sie haben keine Ahnung! Sie reden wie der Blinde von der Farbe!
Ich frage mich schon sehr, wie die ÖVP, wie der Bauernbund, wie die Landwirtschaftskammern die Bauern die letzten Jahrzehnte vertreten haben. Geschätzte Bauernvertreter, wachen Sie auf, bitte! Machen Sie mit! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Grillitsch: Sie haben keine Ahnung! Sie reden wie der Blinde von der Farbe!)
Abg. Grillitsch: Keine Ahnung! Sie reden wie der Blinde von der Farbe!
Machen wir einen Schulterschluss und beseitigen wir gemeinsam sofort diese Ungerechtigkeit! Greifen Sie unsere Lösungsvorschläge und unsere Anträge auf, handeln Sie danach – im Sinne unserer Landwirte! (Abg. Grillitsch: Keine Ahnung! Sie reden wie der Blinde von der Farbe!) – Bitte, passen Sie auf!
Ruf beim BZÖ: Im Stich gelassen!
Ich kann Ihnen da sehr viele konkrete Beispiele liefern, denn mittlerweile schreiben diese Bauern an das BZÖ. Wahrscheinlich sind sie von Ihnen so „gut“ vertreten, dass sie sich an uns wenden. (Ruf beim BZÖ: Im Stich gelassen!) – „Im Stich gelassen“, ja, das ist das richtige Wort. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Donabauer: Was erzählen Sie denn da für eine Geschichte?)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Donabauer: Was erzählen Sie denn da für eine Geschichte?
Ich kann Ihnen da sehr viele konkrete Beispiele liefern, denn mittlerweile schreiben diese Bauern an das BZÖ. Wahrscheinlich sind sie von Ihnen so „gut“ vertreten, dass sie sich an uns wenden. (Ruf beim BZÖ: Im Stich gelassen!) – „Im Stich gelassen“, ja, das ist das richtige Wort. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Donabauer: Was erzählen Sie denn da für eine Geschichte?)
Abg. Donabauer: Um was geht’s da eigentlich?
Herr Kollege, Sie propagieren eine Ausgleichszulage von 772 € und schauen zu, wie die Bauern 689 € Rente bekommen. (Abg. Donabauer: Um was geht’s da eigentlich?) Diese Vorgangsweise ist ja nicht richtig! Dieser Missstand muss sofort behoben werden! Wie wollen Sie den Bauern, die ihr Lebtag gearbeitet haben, nie den Arbeitsmarkt belastet haben, erklären, warum sie so eine niedrige Pension bekommen? (Abg. Riepl: Weil sie weniger gezahlt haben! So einfach ist das!)
Abg. Riepl: Weil sie weniger gezahlt haben! So einfach ist das!
Herr Kollege, Sie propagieren eine Ausgleichszulage von 772 € und schauen zu, wie die Bauern 689 € Rente bekommen. (Abg. Donabauer: Um was geht’s da eigentlich?) Diese Vorgangsweise ist ja nicht richtig! Dieser Missstand muss sofort behoben werden! Wie wollen Sie den Bauern, die ihr Lebtag gearbeitet haben, nie den Arbeitsmarkt belastet haben, erklären, warum sie so eine niedrige Pension bekommen? (Abg. Riepl: Weil sie weniger gezahlt haben! So einfach ist das!)
Abg. Donabauer: Sie haben mit uns sechs Jahre Politik gemacht!
Und die Bäuerinnen, die viele Kinder großgezogen haben, die ihr Leben lang am Hof, am Feld, im Haushalt gearbeitet haben, bekommen gar nichts! Es gibt sehr, sehr viele Bäuerinnen ... (Abg. Donabauer: Sie haben mit uns sechs Jahre Politik gemacht!) – Ja, sechs Jahre. Schauen Sie nach Kärnten, da gibt es seit drei Jahren die Mütterpension! Nehmen Sie sich ein Beispiel an Kärnten! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Und die Bäuerinnen, die viele Kinder großgezogen haben, die ihr Leben lang am Hof, am Feld, im Haushalt gearbeitet haben, bekommen gar nichts! Es gibt sehr, sehr viele Bäuerinnen ... (Abg. Donabauer: Sie haben mit uns sechs Jahre Politik gemacht!) – Ja, sechs Jahre. Schauen Sie nach Kärnten, da gibt es seit drei Jahren die Mütterpension! Nehmen Sie sich ein Beispiel an Kärnten! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Nehmen Sie unsere Forderungen auf! Arbeiten wir gemeinsam, damit es Lösungen gibt und nicht nur Überschriften und große Worte! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Wir sind auf jeden Fall jetzt dafür. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
gegenüber der Pharmaindustrie wegen Nichtumsetzung der Richtlinie zu vermeiden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe beim BZÖ.
Abgeordneter Johannes Schmuckenschlager (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Verehrter Herr Minister! Wertes Hohes Haus! Zunächst eine kleine Bemerkung an den „Rosstäuscher“ vom BZÖ: Geschätzter Herr Kollege, seien Sie doch so ehrlich und geben Sie zu, Erhöhung der Pensionen heißt Erhöhung der Beiträge bei den Zahlenden! – Das wird der Österreichische Bauernbund sicher nicht zulassen! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Es konnte allen Fraktionen im Ausschuss die Notwendigkeit dieser Regelung klargemacht werden. Es ist eine absolute Notwendigkeit, im Bereich der SVB diesbezüglich den anderen Kassen Folge zu leisten und gleichzeitig Rechtssicherheit für die bedürftigen Bäuerinnen und Bauern zu schaffen. Darum bitte ich Sie, durchaus im Einklang mit der harmonischen Beschlussfassung im Gesundheitsausschuss diesem Vorschlag zuzustimmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Weiters darf ich Sie, Herr Bundesminister, eindringlich ersuchen, den EU-Drogenaktionsplan rasch umzusetzen und die breite Öffentlichkeit auf die schädlichen Folgen des Drogenkonsums aufmerksam zu machen. Schauen wir nicht länger zu, wie sich unsere Jugendlichen mit solchen Mixturen zugrunde richten! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Johann Maier.
In diesem Sinne möchte ich sagen: Ich freue mich über die Unterstützung und bitte den Herrn Bundesminister, möglichst rasch die weiteren Schritte zu setzen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Johann Maier.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Minister, der gegenständliche Antrag ermöglicht es Ihnen, Ihren Handlungsspielraum voll auszuschöpfen. Ein Verbot von SPICE lediglich nach dem Arzneimittelgesetz ist nach dem neuesten Stand der Forschung nicht mehr ausreichend. Verfügen Sie bitte ehebaldigst ein Verbot nach dem Betäubungsmittelgesetz beziehungsweise nach dem Suchtmittelgesetz – zum Schutz unserer Kinder und Jugendlichen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das BZÖ hat am 12. November 2008 eine Anfrage an den Herrn Bundesminister betreffend SPICE gerichtet und darin auf diese Gefahren hingewiesen. Am 17. Dezember 2008 wurde mittels Verordnung die Weitergabe, der Verkauf und der Besitz von SPICE untersagt. Dadurch wird aber ein Zuwiderhandeln nur nach dem Arzneimittelrecht bestraft und es kann nur zu Verwaltungsstrafen kommen. Uns vom BZÖ ist diese Bestrafung zu wenig! (Beifall beim BZÖ.) Wir fordern eine Bestrafung
Neuerlicher Beifall beim BZÖ.
nach dem Suchtmittelgesetz, demzufolge dann nach dem Strafrecht zu bestrafen wäre. (Neuerlicher Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wie gesagt, wir fordern eine Verschiebung der arzneimittelrechtlichen Behandlung von SPICE in die suchtmittelrechtliche Behandlung. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Mag. Johann Maier.
Also da ist noch viel zu tun. Aber ich bitte, die Kirche im Dorf zu lassen. Ziel dieser Verfahren sind nicht die Jugendlichen – die sollen geschützt werden. Bestraft werden müssen die Drahtzieher. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Mag. Johann Maier.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Wenn man diesen Artikel liest, erfährt man erschreckende Details, wie zum Beispiel, dass 208 Millionen Menschen in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal Drogen genommen haben (Zwischenruf bei der ÖVP) – auf der ganzen Welt – und dass in Europa zwar der Drogenkonsum stagniert, aber dennoch noch immer beunruhigend hoch ist. Besonders dramatisch an den Zahlen ist die Tatsache, dass sich laut UNO mit Drogen 300 Milliarden Dollar – 300 Milliarden Dollar! – verdienen lassen. Da ist es, denke ich, nur recht und billig, dass wir hier in Österreich mit dem heutigen Beschluss auch Spice als gefährliche Droge für unsere Jugendlichen qualifizieren und daher diesen gemeinsamen Beschluss fassen, zumal wir wissen, dass gerade Jugendliche – 30 bis 40 Prozent haben ja laut einer Studie bereits mit Drogen Kontakt gehabt – gefährdet sind. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Wenn man diesen Artikel liest, erfährt man erschreckende Details, wie zum Beispiel, dass 208 Millionen Menschen in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal Drogen genommen haben (Zwischenruf bei der ÖVP) – auf der ganzen Welt – und dass in Europa zwar der Drogenkonsum stagniert, aber dennoch noch immer beunruhigend hoch ist. Besonders dramatisch an den Zahlen ist die Tatsache, dass sich laut UNO mit Drogen 300 Milliarden Dollar – 300 Milliarden Dollar! – verdienen lassen. Da ist es, denke ich, nur recht und billig, dass wir hier in Österreich mit dem heutigen Beschluss auch Spice als gefährliche Droge für unsere Jugendlichen qualifizieren und daher diesen gemeinsamen Beschluss fassen, zumal wir wissen, dass gerade Jugendliche – 30 bis 40 Prozent haben ja laut einer Studie bereits mit Drogen Kontakt gehabt – gefährdet sind. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Johann Maier.
Ich freue mich, dass dieser Beschluss heute gefasst werden kann. Er wird zu mehr Gesundheit in Österreich beitragen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Johann Maier.)
Beifall bei den Grünen.
Es braucht einen nationalen Aktionsplan gegen Drogenmissbrauch. Es braucht auch interministeriell einen nationalen Aktionsplan, weil es um sehr viele Bereiche geht – zum Schutz der Kinder und der Jugendlichen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Bisher sind diese Mittel sehr verharmlost worden. Im Rahmen der Ausführungen hier vom Rednerpult aus wurde bereits gesagt, dass diese Kräutermischung in vielen Bereichen verharmlost wurde. Ich bin dankbar dafür, dass gerade die Junge ÖVP und überhaupt die Jugend darauf aufmerksam gemacht hat, dass diese biogenen Drogen ein großes Risiko für die Gesundheit und für unser Gesellschaftsbild bedeuten. Daher ist es wichtig und richtig, den heutigen Beschluss zu fassen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Natürlich stimmen wir zu, aber ich kann nicht sagen, dass ich mit dieser Novelle zufrieden bin. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
demonstrativer Beifall des Abg. Riepl
Abgeordneter Ing. Norbert Hofer (FPÖ): Frau Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Zweifellos ist Rauchen höchst ungesund. Zweifellos müssen wir jene schützen, die nicht rauchen und durch Passivrauchen gefährdet sind (demonstrativer Beifall des Abg. Riepl), und zwar überall dort, wo man sich nicht wehren kann.
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Windholz.
Deswegen – und ich bitte, meinen Antrag da richtig zu verstehen – trete ich dafür ein, dass es im Bereich der Gastronomie eine Entscheidungsfreiheit gibt. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Windholz.)
Abg. Weinzinger: So ist es!
Der mündige Gast muss selbst entscheiden können, ob er ein Lokal besucht, in dem geraucht wird, oder ob er dieses Lokal nicht besucht. (Abg. Weinzinger: So ist es!) Der Wirt, der das unternehmerische Risiko trägt, muss selbst entscheiden, ob er das Lokal als Raucher- oder als Nichtraucherlokal führt, aber wesentlich ist, dass das Lokal gekennzeichnet ist – als Raucherlokal, als Nichtraucherlokal oder als Nichtraucherlokal mit Extrazimmer für Raucher. Das ist mein Zugang zu diesem Thema.
Beifall bei der FPÖ.
Ein zweiter Punkt wäre mir aber viel wichtiger – er wurde bis jetzt noch nicht angesprochen –: Mir passiert es oft, dass ich im Auto sitze und ein Auto vorbeifährt, in dem Erwachsene fest rauchen und hinten ein Kleinkind im Kindersitz sitzt. Ich glaube, da sollte man ansetzen: dass man jene Kinder schützt, die in einem Auto sitzen müssen, in dem Erwachsene rauchen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Ich möchte in diesem Zusammenhang, geschätztes Hohes Haus, unserem Bundesminister Alois Stöger danken, der innerhalb kürzester Zeit nach Aufnahme seiner Tätigkeit als Gesundheitsminister eine Krankenkassensanierung eingeleitet hat, damit die Gesundheitsversorgung weiterhin auf hohem Niveau für die Menschen gesichert ist. Herzlichen Dank, Herr Bundesminister! (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Abg. Riepl – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Petzner –: Heute ist er tagaktiv! – Abg. Petzner: Ich bin ein bisschen außer Atem, Herr Kollege!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Abgeordneter Petzner zu Wort. 4 Minuten gewünschte Redezeit. – Bitte. (Abg. Riepl – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Petzner –: Heute ist er tagaktiv! – Abg. Petzner: Ich bin ein bisschen außer Atem, Herr Kollege!)
Abg. Riepl: Waren Sie nicht auch einmal irgendwo Spitzenkandidat?!
Abgeordneter Stefan Petzner (BZÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Herr Minister, ich weiß schon, dass Sie für dieses Gesetz, das mit 1. Jänner 2009 in Kraft getreten ist, nichts können, Sie sind dafür nicht verantwortlich. Verantwortlich ist Ihre Vorgängerin, Frau Gesundheitsminister Kdolsky – eine traurige Ära, die Gott sei Dank Geschichte ist –, und verantwortlich ist mit ihr gemeinsam auch der damalige Minister Buchinger, der auch nicht mehr im Amt ist, sich aber für die SPÖ, wie ich höre, als Spitzenkandidat für die EU-Wahl angetragen hat, aber abgelehnt wurde. (Abg. Riepl: Waren Sie nicht auch einmal irgendwo Spitzenkandidat?!) Deren Werk ist dieses Gesetz, das mit 1. Jänner 2009 in Kraft getreten ist.
Abg. Riepl: Es kennt sich keiner aus, das ist das Problem!
Genau an diesem Beispiel sehen Sie die Problematik dieses Gesetzes: Niemand kennt sich aus, nicht einmal die Experten kennen sich aus, die Wirte sind sauer, klagen über Umsatzeinbußen, sind mit Gewinnentgang konfrontiert (Abg. Riepl: Es kennt sich keiner aus, das ist das Problem!), und die Kunden, die Konsumenten stehen in der Mitte und werden auch in diesen Streit hineingezogen.
Beifall beim BZÖ.
Das ist das Gesetz, wie es derzeit vorliegt. Daher fordert das BZÖ ganz klar die Sistierung, die Aussetzung dieses Gesetzes, um vernünftige Raucherbestimmungen, um ein Gesetz zu erarbeiten, bei dem sich jeder auskennt und auch der Nichtraucherschutz gewährleistet ist. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Ich habe hier doch auch die Hoffnung – da ich weiß und zwischen den Zeilen lese, dass Sie selbst nicht ganz glücklich sind mit diesem Gesetz, das Ihre Amtsvorgängerin zu verantworten hat –, dass Sie dieses Gesetz korrigieren, dass Ihre Abgeordneten dieser Sistierung zustimmen und wir zu einer vernünftigen Regelung im Raucherbereich kommen, der sowohl Raucher – wie meine Person – als auch Nichtraucher, also beide Gruppen entsprechend berücksichtigt, dass wir zu einer zufriedenstellenden Lösung für alle beteiligten Personen kommen. – Danke. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Zwischenruf des Abgeordneten Jury.
Das ist Ihnen vielleicht bekannt. (Der Redner hält ein Schild in die Höhe, auf dem das Wort „Cafeteria“ zu lesen ist sowie eine durchgestrichen Zigarette auf rotem Grund und eine Zigarette auf grünem Grund abgebildet sind.) Dieses Schild ist am Eingang zu unserer Cafeteria hier im Parlament zu finden. Auch wenn man drinnen nichts konsumiert, zumindest vom Vorbeigehen her könnte es dem einen oder anderen Abgeordneten bekannt sein. Und es ist ganz klar gekennzeichnet. Die durchgestrichene roten Zigarette bedeutet „nicht rauchen“, die grüne bedeutet „rauchen“. Solche Schilder gibt es im ganzen Land, in allen Lokalen und somit ist das gut zu erkennen. (Zwischenruf des Abgeordneten Jury.)
Beifall bei der ÖVP. – Rufe beim BZÖ: Pfusch!
Wir wollen damit sicherlich keine zusätzlichen Hürden für die österreichischen Wirtinnen und Wirte schaffen. Wir glauben, dass diese Verordnung absolut ausreichend ist. (Beifall bei der ÖVP. – Rufe beim BZÖ: Pfusch!)
Abg. Petzner: Die Gäste sind überhaupt nicht zufrieden!
Der Nichtraucherregelung in den Gastronomiebetrieben muss man auf den Grund gehen. Und da ist sicherlich der Wille, die Gesundheit in unserem Land zu fördern und dies mit dem Schutz der Nichtraucher voranzutreiben. Wir sollten uns hier nicht immer von den Kritikern treiben lassen, sondern auch auf die Gäste hören. Das wird ja durchaus gut angenommen. (Abg. Petzner: Die Gäste sind überhaupt nicht zufrieden!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Vor allem: Wir müssen nicht die Möglichkeit, ausländische Suchtmittel zu konsumieren, auch noch fördern, sondern schauen wir lieber darauf, dass die eine oder andere Zigarette nicht angezündet wird und dafür ein gesundes heimisches Produkt konsumiert wird! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Das Gesetz aber pauschal abzulehnen oder auszusetzen halte ich schon für einen wirklichen Fauxpas gegenüber allen Bestrebungen für einen besseren und berechtigten Nichtraucherschutz, denn dann haben wir den Status quo vor Ministerin Kdolsky. Es muss nicht alles schlecht gewesen sein, aber in diesem Fall würde ich sagen: Ein Aussetzen ist jedenfalls falsch. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Der Redner blickt in Richtung der Grünen. – Abg. Neubauer – mit den Armen deutend –: Hier!
Abgeordneter Ewald Sacher (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Vor Ihnen steht ein überzeugter, lebenslanger Nichtraucher. Daher wende ich mich an die FPÖ. (Der Redner blickt in Richtung der Grünen. – Abg. Neubauer – mit den Armen deutend –: Hier!) Wenn Sie eine bessere Kennzeichnung der Raucher- und Nichtraucherlokale fordern, dann darf ich sagen: Diese Forderung – das wurde schon zum Ausdruck gebracht – ist erfüllt. Ihr Antrag ist überflüssig und wird von uns abgelehnt.
Abg. Mag. Stadler: Jawohl! Richtig!
Ich wende mich jetzt an das BZÖ (Abg. Mag. Stadler: Jawohl! Richtig!), die richtige Seite, die rechtere Seite. Sie fordern gleich, das Tabakgesetz ganz auszusetzen. Sehr geehrte Damen und Herren vom BZÖ, das wäre ein gewaltiger Rückschritt und kommt für uns nicht in Frage.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Sinne lehnen wir von der SPÖ diesen Populismus bezüglich Raucher- oder Nichtraucherlokale auf Kosten der Jungen, die ja die gesunden Alten der Zukunft sein sollen, entschieden ab. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Wir verlangen deshalb, dass das Gesetz aufgehoben und den Wirten wirklich die Wahlmöglichkeit gegeben wird, sich selbst zu entscheiden – und das ab sofort –, ob sie ein Raucherlokal sind, ob sie ein Nichtraucherlokal sind oder ob sie die gemischte Form machen. Dann hat der Gast wirklich von sich aus die Chance zu entscheiden, in welches Lokal er geht und wo er sich wirklich wohlfühlt. Das sollte unsere Aufgabe sein. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Aber es kann nicht sein, dass man über Gesetze Hintertüren schafft. Ich hoffe, dass Sie aus diesem Grund unserem Antrag nähertreten werden. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber machen wir uns nichts vor: Wenn man nichts tut oder das Gesetz aufhebt, dann gibt es einen Zustand, wo 70 Prozent Nichtraucher und 30 Prozent Raucher sind. Von den Rauchern wollen etwa 60 Prozent auch eine rauchfreie Luft, denn sie wollen ja nicht dort rauchen, wo schlechte Luft ist. Da beißt sich doch die Katze in den Schwanz. Das ist eine Augenauswischerei. Das ist eine Bankrotterklärung für die Gesundheitspolitik. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Petzner: Herr Kollege! Lesen Sie unseren Antrag! Wir sind für die Wahlfreiheit!
Dann sagen wir ehrlich, wir schaffen alles ab! Ich als Arzt lebe ja davon. (Abg. Petzner: Herr Kollege! Lesen Sie unseren Antrag! Wir sind für die Wahlfreiheit!) Ich habe sehr viele Patienten, die zu mir sagen: Warum hat mir niemand gesagt, dass das so gefährlich ist, Herr Doktor? Jetzt habe ich ein Karzinom, jetzt habe ich einen Herzinfarkt. Warum? – Ich meine, wir sind das Hohe Haus und nicht das „niedrige Haus“. Ich glaube, man kann sich schon einmal bemühen, auch ein bisschen Mut zu haben. Schauen wir doch ins Ausland! Dort sind viel weiter gehende Regelungen geschaffen worden.
Beifall bei ÖVP und SPÖ
Ich halte das Gesetz für einen Fortschritt, räume aber ein, dass es durchaus da und dort Vollzugsprobleme geben könnte. (Beifall bei ÖVP und SPÖ)
Beifall beim BZÖ.
Sie, Herr Rasinger, haben selbst eingeräumt, dass es Schwierigkeiten beim Vollzug gibt. – Das ist sehr, sehr milde ausgedrückt. Ich sage Ihnen: Das ist ein Chaos. Wenn Sie die ganzen Medienberichte verfolgen, dann können Sie alles andere als stolz auf eine Initiative sein, die zwar eigentlich gut und richtig ist, die aber in der Umsetzung, in der Praxis völlig danebengeht. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Der Text, den wir gewählt haben, ist einer, der die Sache gänzlich umfasst. Ich weiß nicht, was da populistisch sein soll. Der Kollege Sacher hat vielleicht einen anderen Antrag gelesen oder nur jenen von der FPÖ; das weiß ich nicht. Ich kann nur den Kopf schütteln, wenn es darum geht, dass es bei der Sozialdemokratie keinen Stellenwert mehr hat, wenn mit dieser Regelung Arbeitsplätze vernichtet werden. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
geschützt werden wollen. Aber es gibt – das dürfen Sie nicht ganz vergessen – auch Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmer in dieser Branche, die ebenfalls eines Schutzes bedürfen und die auch ein Recht auf diesen Schutz haben. Ich denke, diese Hürden kann man nicht einfach ignorieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Petzner: Na geh!
Mit der Kennzeichnungsverordnung ist man einen Weg gegangen, um auch den Konsumentinnen und Konsumenten, den Gästen zu signalisieren, in welchem Bereich man sich befindet, wo man sich aufhält. Aber was ganz klar ist – und ich möchte mich jetzt nicht auf das Niveau des Villacher Faschings begeben –: Ich meine, im Hohen Haus sollten wir ein anderes Niveau pflegen, und ich appelliere an Sie, sich auch an dieses Niveau zu halten. (Abg. Petzner: Na geh!)
Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Petzner.
Herr Kollege Petzner! Ich weiß schon, in Kärnten gibt es vielleicht andere Maßstäbe, das mag schon sein. Aber hier sind wir in der Bundespolitik, und hier legen wir schon noch Wert darauf, dass wir die Ernsthaftigkeit dieses Hauses auch so wahren, wie es dieses Haus und vor allem die Menschen, die wir vertreten, verdienen. (Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Petzner.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wir sind jedenfalls weiterhin mit der Tourismusbranche und mit der Freizeitwirtschaft in Verbindung, um zu schauen, wie wir weitere Verbesserungen anstreben können. Die Vorschläge, die von Ihnen gemacht worden sind, sind jedenfalls keine positiven Lösungen für diese Fragen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Aber was bekommen wir jetzt statt Erziehung? – Gebote, Verbote, Verfolgung. Lassen Sie das doch! Lassen Sie den Bürger wirklich frei entscheiden, ob er in ein Lokal geht, in dem geraucht wird, oder ob er nicht in ein Lokal geht, wenn es entsprechend gekennzeichnet ist! (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.
Das ist notwendig, und unser Antrag entspricht dem. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.)
Abg. Petzner – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Obernosterer –: Gabriel, du bist ein Wirt! Erzähl, wie das ist! – Abg. Obernosterer: Ja, ich bin ein Wirt!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Abgeordneter Obernosterer zu Wort. 2 Minuten gewünschte Redezeit. – Bitte. (Abg. Petzner – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Obernosterer –: Gabriel, du bist ein Wirt! Erzähl, wie das ist! – Abg. Obernosterer: Ja, ich bin ein Wirt!)
Beifall des Abg. Dr. Rasinger.
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Als Wirt und Hotelier weiß ich, wovon wir jetzt wirklich sprechen. (Beifall des Abg. Dr. Rasinger.)
Ruf bei der ÖVP: Genau!
Wen wir schützen wollten, das waren die vielen kleine Pubs in den Städten (Ruf bei der ÖVP: Genau!), und das waren die Landgasthäuser. Ein Landgasthaus kann zusperren! Ich habe selbst eines in einem 350-Einwohner-Ort und weiß: Es kommt am Abend, nach den Vereinen, nach den Proben niemand mehr ins Gasthaus, wenn er im Vereinslokal rauchen kann, aber im Gastlokal nicht mehr.
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abg. Hagenhofer.
Schauen wir uns die Schwachstellen an, versuchen wir, sie in der zweiten Hälfte des Jahres auszumerzen und ein Gesetz zu schaffen, mit dem alle zufrieden sind, mit dem die kleinen Wirte leben können, die kleinen Pubs leben können, das dem Tourismus dient, ein Gesetz, mit dem wir alle leben können! Im Sinne der Allgemeinheit bitte ich euch: Helfen wir da zusammen, denn sonst – ich habe mit Ihnen, Herr Abgeordneter, schon gesprochen –, wenn es in Richtung dessen geht, was Sie wollen, bekommen wir das generelle Rauchverbot! Helfen wir zusammen, damit wir ein liberales Gesetz haben! Dafür stehen wir bereit, wir als Koalitionspartner gemeinsam mit der Opposition. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abg. Hagenhofer.)
Abg. Petzner: Das ist ein Beispiel! Ein Beispiel, Herr Kollege! Lesen Sie nicht die Zeitung?
Abgeordneter Dietmar Keck (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Meine Damen und Herren! Es war schon ein starkes Stück, im Gesundheitsausschuss einen Antrag vorgelegt zu bekommen, mit dem man den Nichtraucherschutz aufheben will, und zwar deshalb aufheben will – heute haben wir es vom Antragsteller, von Herrn Petzner, erfahren –, weil es am Villacher Fasching hinsichtlich der Frage Probleme gegeben hat, ob man dort jetzt rauchen darf oder nicht. (Abg. Petzner: Das ist ein Beispiel! Ein Beispiel, Herr Kollege! Lesen Sie nicht die Zeitung?)
Abg. Grosz: Wahrscheinlich mehr in der Cafeteria, wie wir alle wissen!
Aber, meine Damen und Herren, wissen Sie, wenn ich jetzt hier im Haus in die Cafeteria gehe – und ich bin auch schon seit sieben Jahren in diesem Haus (Abg. Grosz: Wahrscheinlich mehr in der Cafeteria, wie wir alle wissen!) und habe auch sehr stark geraucht! –, dann ist es angenehm, in den ersten Raum zu kommen, der rauchfrei ist. Ich habe 38 Jahre lang geraucht und rauche seit 15 Monaten nicht mehr. (Abg. Dolinschek: Du hast dich vom Saulus zum Paulus gewandelt!)
Abg. Dolinschek: Du hast dich vom Saulus zum Paulus gewandelt!
Aber, meine Damen und Herren, wissen Sie, wenn ich jetzt hier im Haus in die Cafeteria gehe – und ich bin auch schon seit sieben Jahren in diesem Haus (Abg. Grosz: Wahrscheinlich mehr in der Cafeteria, wie wir alle wissen!) und habe auch sehr stark geraucht! –, dann ist es angenehm, in den ersten Raum zu kommen, der rauchfrei ist. Ich habe 38 Jahre lang geraucht und rauche seit 15 Monaten nicht mehr. (Abg. Dolinschek: Du hast dich vom Saulus zum Paulus gewandelt!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich kann Ihnen nur eines sagen: Für mich zählt die Gesundheit der Österreicherinnen und der Österreicher, für mich zählt die Gesundheit unserer Kinder hier in Österreich! Und für mich zählt auch der Arbeitnehmerschutz in der Gastronomie, für mich zählt auch der Arbeitnehmerschutz für die Beschäftigten, und wir sind nicht dafür, dass dieser vonseiten des BZÖ eingebrachte Antrag angenommen wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Petzner: Das ist ein Beispiel!
Wir werden diesen Antrag nicht unterstützen, Kollege Petzner. Schauen Sie, dass Sie in Villach beim Fasching zusammenkommen (Abg. Petzner: Das ist ein Beispiel!) – aber nur für den Villacher Fasching werden wir die Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher nicht aufs Spiel setzen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir werden diesen Antrag nicht unterstützen, Kollege Petzner. Schauen Sie, dass Sie in Villach beim Fasching zusammenkommen (Abg. Petzner: Das ist ein Beispiel!) – aber nur für den Villacher Fasching werden wir die Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher nicht aufs Spiel setzen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Oberhauser: Bei der U-Bahn ist es schon!
Ich habe letzte Woche mit einem Betroffenen ein Gespräch geführt, der sagte – Lutz Weinzinger hat vorher davon gesprochen, welche Probleme er als Raucher jetzt im Zug hat –, wenn er im Zug sitzt, dann kommt die Ansage, in welchen Bahnhof er einfährt, es gehen aber immer beide Türen auf, die linke und die rechte. Der sehbehinderte Mensch muss also wissen, auf welcher Seite er aussteigen kann. (Abg. Dr. Oberhauser: Bei der U-Bahn ist es schon!) – Bei der U-Bahn wird es durchgesagt, ja. (Abg. Dr. Oberhauser: In manchen Zügen ...!) – In manchen Zügen auch? Das freut mich sehr. Wir müssen das wirklich flächendeckend machen, damit das abgesichert ist.
Abg. Dr. Oberhauser: In manchen Zügen ...!
Ich habe letzte Woche mit einem Betroffenen ein Gespräch geführt, der sagte – Lutz Weinzinger hat vorher davon gesprochen, welche Probleme er als Raucher jetzt im Zug hat –, wenn er im Zug sitzt, dann kommt die Ansage, in welchen Bahnhof er einfährt, es gehen aber immer beide Türen auf, die linke und die rechte. Der sehbehinderte Mensch muss also wissen, auf welcher Seite er aussteigen kann. (Abg. Dr. Oberhauser: Bei der U-Bahn ist es schon!) – Bei der U-Bahn wird es durchgesagt, ja. (Abg. Dr. Oberhauser: In manchen Zügen ...!) – In manchen Zügen auch? Das freut mich sehr. Wir müssen das wirklich flächendeckend machen, damit das abgesichert ist.
Beifall bei der FPÖ.
Ich bitte um Ihre Unterstützung. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Auch heute nicht!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Hofer, Sie machen es mir manches Mal nicht leicht (Abg. Grosz: Auch heute nicht!), auch heute nicht, weil es natürlich schon einer sehr weitgehenden Interpretation bedarf, den Zusammenhang herzustellen, weil man natürlich alles unter dem Gesichtspunkt der Gesundheit diskutieren kann. (Abg. Grosz: Aber Sie drücken ein Auge zu!)
Abg. Grosz: Aber Sie drücken ein Auge zu!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Hofer, Sie machen es mir manches Mal nicht leicht (Abg. Grosz: Auch heute nicht!), auch heute nicht, weil es natürlich schon einer sehr weitgehenden Interpretation bedarf, den Zusammenhang herzustellen, weil man natürlich alles unter dem Gesichtspunkt der Gesundheit diskutieren kann. (Abg. Grosz: Aber Sie drücken ein Auge zu!)
Demonstrativer Beifall bei der FPÖ.
Ich glaube also, dass wir uns bei diesem Antrag, genauso wie bei Ihrer Initiative hinsichtlich der Frage der Brailleschrift auf den e-cards, durchaus finden könnten und wieder versuchen könnten, eine Fünf-Parteien-Einigung in diesen Fragen zu erzielen, denn ich glaube, dahin sollte es im Sinne der behinderten Menschen führen. (Demonstrativer Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
So haben wir uns diesmal nicht einstimmig, aber doch entschlossen, im Ausschuss zu sagen, dass wir den Minister auffordern, zu überprüfen, wie es ausschaut mit der Frage: Rentiert es sich, ein Foto oder ein anderes Identitätsmerkmal auf der e-card aufzubringen? – Studien in Deutschland haben gezeigt, es bringt nichts. Berechnungen in Österreich besagen, es würde allein die Foto-Logistik 18 Millionen € kosten. Wenn wir uns die beschränkten Gesundheitsbudgets anschauen, sollten wir uns diese Frage, glaube ich, sehr gut überlegen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Nicht von uns! Vom Hauptverband!
Zur Ausstattung der e-card mit einem Foto: Meine Damen und Herren! Der Missbrauch der e-card ist sehr groß. Die Anzahl von 30 Fällen, die von der grünen Fraktion beim Gesundheitsausschuss kolportiert wurde (Abg. Öllinger: Nicht von uns! Vom Hauptverband!), mag stimmen, nur: Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher sein. Das zeigt das Beispiel Deutschland: Da wird gerechnet, dass ungefähr 2 Millionen vagabundierender e-cards unterwegs sind, und das macht einen Schaden von 1 Milliarde € aus.
Beifall beim BZÖ.
Da es sich dabei um keine intimen Daten handelt, dürfte es auch mit dem Datenschutz kein Problem geben. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Jedenfalls, Herr Minister, soweit ich Sie kenne, sind Sie ein Mann der Tat, und Sie werden nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag prüfen. Wir hoffen auf gute Ergebnisse. Es muss schließlich in unser aller Interesse sein, dass mit den Geldern sorgsam umgegangen wird. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir werden diesem Abänderungsantrag in keiner Weise zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Amon: Na ja!
Ich halte die Debatte für sinnlos. Es gibt ein sehr beschränktes Potenzial von Missbrauch, und es hilft auch nicht, wenn Sie einen Artikel über einen versuchten Missbrauch vorbringen. Dieser ist Gott sei Dank aufgedeckt worden; ich habe diesen Artikel auch gelesen. Natürlich wissen wir: Es gibt Missbrauchsversuche!, aber was wir ebenso wissen, und das ist klar, ist, dass ein Foto, aufgebracht auf einer Karte, überhaupt kein Mittel dafür ist, den Missbrauch zu verhindern. (Abg. Amon: Na ja!)
Abg. Amon: Die gibt es ja noch gar nicht so lange!
Ich habe Ihnen das schon im Ausschuss erklärt. Dieses Foto auf der ÖBB-Card (der Redner hält die betreffende Karte in die Höhe) ist ungefähr vor 30 Jahren gemacht worden; ich habe die ÖBB-Vorteilscard schon lange. (Abg. Amon: Die gibt es ja noch gar nicht so lange!) Die Karte wird immer wieder erneuert, aber auf diesem Foto sehe ich wahrscheinlich ungefähr so aus wie Herr Amon, für ihn könnte man mich auf diesem Foto auch halten. (Rufe beim BZÖ: Ihr schaut euch ja gar nicht ähnlich!) Das ist sinnlos. (Abg. Grosz: Ihr schaut euch ja gar nicht ähnlich!) – Können Sie sich beruhigen? Ich versuche, hier ein Argument vorzubringen, Herr Grosz!
Rufe beim BZÖ: Ihr schaut euch ja gar nicht ähnlich!
Ich habe Ihnen das schon im Ausschuss erklärt. Dieses Foto auf der ÖBB-Card (der Redner hält die betreffende Karte in die Höhe) ist ungefähr vor 30 Jahren gemacht worden; ich habe die ÖBB-Vorteilscard schon lange. (Abg. Amon: Die gibt es ja noch gar nicht so lange!) Die Karte wird immer wieder erneuert, aber auf diesem Foto sehe ich wahrscheinlich ungefähr so aus wie Herr Amon, für ihn könnte man mich auf diesem Foto auch halten. (Rufe beim BZÖ: Ihr schaut euch ja gar nicht ähnlich!) Das ist sinnlos. (Abg. Grosz: Ihr schaut euch ja gar nicht ähnlich!) – Können Sie sich beruhigen? Ich versuche, hier ein Argument vorzubringen, Herr Grosz!
Abg. Grosz: Ihr schaut euch ja gar nicht ähnlich!
Ich habe Ihnen das schon im Ausschuss erklärt. Dieses Foto auf der ÖBB-Card (der Redner hält die betreffende Karte in die Höhe) ist ungefähr vor 30 Jahren gemacht worden; ich habe die ÖBB-Vorteilscard schon lange. (Abg. Amon: Die gibt es ja noch gar nicht so lange!) Die Karte wird immer wieder erneuert, aber auf diesem Foto sehe ich wahrscheinlich ungefähr so aus wie Herr Amon, für ihn könnte man mich auf diesem Foto auch halten. (Rufe beim BZÖ: Ihr schaut euch ja gar nicht ähnlich!) Das ist sinnlos. (Abg. Grosz: Ihr schaut euch ja gar nicht ähnlich!) – Können Sie sich beruhigen? Ich versuche, hier ein Argument vorzubringen, Herr Grosz!
Zwischenrufe beim BZÖ.
Sie führen eine Debatte – und dann kommt das BZÖ witzigerweise noch mit dem Antrag, dass auch die Blutgruppe und die Notfalldaten auf der e-card registriert werden sollen. (Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Weil Sie dagegen waren! Datenschutz!
Darf ich Sie daran erinnern, dass Ihr BZÖ-Sozial- oder Gesundheitsminister kläglich daran gescheitert ist, seinen eigenen Antrag, nämlich Notfalldaten auf der e-card registrieren zu lassen, durchzusetzen. Er hat nicht einmal Notfalldaten sozusagen eindeutig identifizieren können. (Abg. Grosz: Weil Sie dagegen waren! Datenschutz!) Sie waren das, Herr Grosz, und Ihr Minister! Und jetzt stellen Sie sich hierher und sagen, Minister Stöger soll dafür sorgen, dass die Notfalldaten als solche auf der e-card abgespeichert beziehungsweise registriert werden.
Beifall bei den Grünen.
Das heißt, selbstverständlich nützen weder Notfalldaten noch die Blutgruppe, noch das Foto etwas. Das würde nur die Kosten eminent erhöhen – und Sie haben uns allen nicht die Frage beantworten können oder wollen, wer diese Kosten eigentlich übernehmen soll. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich freue mich, sehr geehrte Damen und Herren, dass es dadurch möglich sein wird, erstens eine Karte für Blinde und Sehbehinderte leichter erkennbar zu machen, und zweitens, den Zugang zu medizinischen Dienstleistungen deutlich zu verbessern. Damit ist ein wichtiger Schritt für die Menschen in diesem Land gesetzt worden. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Bucher: Wer wird nicht ernst genommen?
Grundsätzlich muss gesagt werden, wer nicht bereit ist, ein Minimum an Überwachung zur Einhaltung der selbst gestellten Regeln zu leisten, verliert die Achtung vor sich selbst. Wir dürfen uns nicht wundern, wenn wir als Land, als Gesellschaft nicht mehr wahrgenommen werden, nicht mehr ernst genommen werden – allein schon deshalb ist ein Foto Pflicht. (Abg. Bucher: Wer wird nicht ernst genommen?)
Abg. Öllinger: Wer macht es dann?
Herr Minister, weil Sie aus mir nicht verständlichen, fast schon dogmatischen Gründen kein Foto zur Identifizierung auf der e-card wollen, soll nun die Ärzteschaft als Kontrollorgan verpflichtet werden. Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte werden aber nicht die Polizei des Hauptverbandes spielen und jeden ihnen nicht bekannten Patienten einer genauen Identitätsprüfung unterziehen. (Abg. Öllinger: Wer macht es dann?)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Minister, sorgen Sie bitte durch die Verpflichtung des Anbringens eines Fotos auf der e-card dafür, dass die Republik Österreich ihre Vorschriften durchsetzen und somit dem Betrug weitgehend ein Riegel vorgeschoben werden kann! (Beifall bei der FPÖ.)
in Richtung des Abg. Dr. Karlsböck
Zur Sache mit dem Foto. – Ich bin an und für sich auch für das Foto, aber ich weiß aus der Diskussion in Deutschland, wie schwierig das ist, ein Foto von allen zu bekommen; die Passfotos werden ja leider nicht gespeichert. Daher, denke ich, ist unser Antrag sehr wohl richtig, dass wir sagen, man möge eine bessere Identifikation überlegen. Man kann nicht immer mit dem Kopf durch die Wand und sagen, nur das Foto sei das einzig Seligmachende auf der Welt, und das mit dem Missbrauch begründen. Ich kann dir sagen (in Richtung des Abg. Dr. Karlsböck), du bist Insider, ich bin Insider, ich stehe jeden Tag in der Praxis mit den sogenannten Betrügern: Ich sehe die Betrüger nicht
Beifall bei der ÖVP.
Ich denke, man sollte uns an diesen Taten messen und nicht an, wie Kollege Öllinger sagt, sinnlosen Aktionen. So sinnlos sind Aktionen in Österreich nicht, auch nicht in der Gesundheitspolitik. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Kollege Öllinger, zur e-card darf ich Ihnen noch Folgendes sagen: Laut Auskunft des Hauptverbandes selbst, vom 2. April 2008, sind insgesamt 117 763 e-cards als verloren, 45 776 als gestohlen und 127 229 als defekt gemeldet gewesen. Mir ist es schleierhaft, wie man heute von 30 anhängigen Fällen reden kann, wenn es um 300 000 Karten geht, die heute nicht mehr existieren oder defekt sind oder gestohlen wurden, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
reich mit gefälschten e-cards anbieten, meine sehr geehrten Damen und Herren, dann haben auch bei Ihnen als Regierungsparteien endlich die Alarmglocken zu läuten! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich freue mich, dass Kollegin Aubauer unseren Antrag vom Ausschuss angenommen hat. Ich gehe deshalb davon aus, dass Sie unseren Antrag auch mittragen können, der darauf abzielt, dass man für die Pensionisten, nach 15 Jahren eines gemeinsamen Antrags im Hauptverband und im Seniorenrat, die e-card so ausstattet, um damit in Österreich, in dieser Republik endlich auch für die Pensionisten einen offiziellen Pensionistenausweis zu bekommen. Dann können wir alle glücklich sein. Ich freue mich auf die Unterstützung von Kollegin Aubauer. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Ja, das war nur eine Zwischenbemerkung!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter, ich stelle nur fest, Sie haben keinen Antrag eingebracht. (Abg. Neubauer: Ja, das war nur eine Zwischenbemerkung!) – Okay. Es war mir nämlich ein Antrag angekündigt. (Ruf: Tatsächliche Berichtigung: Abgeordneter Maier!)
Ruf: Tatsächliche Berichtigung: Abgeordneter Maier!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter, ich stelle nur fest, Sie haben keinen Antrag eingebracht. (Abg. Neubauer: Ja, das war nur eine Zwischenbemerkung!) – Okay. Es war mir nämlich ein Antrag angekündigt. (Ruf: Tatsächliche Berichtigung: Abgeordneter Maier!)
Abg. Öllinger: Eine Speichelprobe machen!
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (BZÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ja, es gibt Probleme mit der e-card, ja, es gibt Betrug mit der e-card. Jede Maßnahme, die hier Verbesserungen schafft, ist auf jeden Fall zu begrüßen. Ob jetzt ein Foto oder zusätzliche persönliche Daten – all das kann eine Verbesserung bringen, aber in einem zweiten Schritt müssen wir (Abg. Öllinger: Eine Speichelprobe machen!) auch die Ärzte in die Pflicht nehmen. Wir müssen die Ärzte in die Pflicht nehmen, hinzuschauen und nicht wegzuschauen.
Beifall beim BZÖ.
Das zeigt das Problem in unserem gesamten System: Immer dann, wenn es darum geht, irgendetwas zu verändern, wird geblockt, wird gemauert. Wenn es das Gesundheitssystem betrifft, wo Veränderungen angesagt sind, heißt es sofort: Streikdrohung. Ob bei den Lehrern, ob im öffentlichen Dienst, ganz egal, es steht immer gleich das Wort „Streikdrohung“ im Raum. Deswegen fordere ich hier die Solidarität des öffentlichen, des geschützten Bereichs mit der Privatwirtschaft ein. Es hat keiner in der Privatwirtschaft Interesse beziehungsweise Verständnis dafür, dass die, die im geschützten Bereich arbeiten, mit Arbeitsverweigerung reagieren, wenn die anderen ihren Job durch Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit verlieren. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Oberhauser: Bei e-card-Missbrauch?
Deshalb fordere ich an dieser Stelle – hören Sie gut zu! – ein Streikverbot, ein zeitlich befristetes Streikverbot (Abg. Dr. Oberhauser: Bei e-card-Missbrauch?), und zwar für alle systemrelevanten Bereiche. Für alle systemrelevanten Bereiche brauchen wir ein
Beifall beim BZÖ.
Streikverbot so lange, bis die Krise vorbei ist. Dann können wir wieder über alles reden. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich stelle richtig: Es handelt sich dabei um Menschen, die nach europäischem Krankenversicherungsrecht in Österreich auch versichert sind, genauso wie Österreicher in der Slowakei versichert sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sie können jetzt unterstellen, dass ein Abgeordneter dieses Hauses unbedingt einen Antrag zur Skihelmpflicht durchbringen will, aber es ist tatsächlich so – führende Chirurgen und Mediziner bestätigen das –, dass bei 70 Prozent der Skiunfälle mit tödlichem Ausgang der tödliche Ausgang verhindert werden könnte, wenn – gerade für Jugendliche bis zum 14. Lebensjahr – eine Skihelmpflicht eingeführt würde. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
um ihn dort weiter zu schubladisieren. Ich halte sehr viel davon, dass wir das endlich einmal beschließen und dass wir auch die Bundesregierung auffordern, in Österreich anstatt eines Fleckerlteppichs eine wasserdichte Regelung einzuführen, zumal ja einige prominente Vertreterinnen und Vertreter Ihrer beiden Fraktionen mittlerweile derselben Meinung sind wie wir. – Ich danke Ihnen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Informationen gehen dahin, dass die Landtage bereits entsprechende Anträge vorbereiten. Die Verbindungsstelle wird auch einen Vorschlag an den Bund weiterreichen. Ebenso wird das Verkehrsministerium noch im Jänner eine entsprechende Unfallanalyse zugestellt bekommen, und ich denke, dass es sinnvoll ist, auch diese noch abzuwarten, um dann eine umfassende Helmpflichtdiskussion zu führen. Jedenfalls werden wir alle Lösungen unterstützen, die dahin führen, dass die Häufigkeit und die Schwere der Unfälle verringert werden kann. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Grosz: Dafür bin jetzt ja ich gekommen!
Abgeordneter Dr. Harald Walser (Grüne): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ich hätte heute nicht gedacht, dass ich dem BZÖ noch einmal zustimmen kann, nach dem verbalen Kraftakt von Ing. Lugar (Abg. Grosz: Dafür bin jetzt ja ich gekommen!) – ja, er hat sich gestärkt nach dem Kraftakt, er ist offensichtlich in der Cafeteria. Er hat hier
Beifall bei den Grünen. – Abg. Grosz: Aber nur mit Skihelmpflicht! Streik, aber nur mit Skihelmen!
allen Ernstes gefordert, das Streikrecht befristet abzuschaffen. – Das erinnert uns an Zeiten in den dreißiger Jahren, die wir nicht mehr erleben wollen! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Grosz: Aber nur mit Skihelmpflicht! Streik, aber nur mit Skihelmen!)
Beifall bei den Grünen.
Es wäre sinnvoll, wenn wir als Gesetzgeber diese Vorbildwirkung wahrnehmen würden. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Dieses Gesetz tritt am 1. November 2009 in Kraft. Da die Landeshauptleute sich abgesprochen haben, diese Materie landesgesetzlich regeln zu wollen, sehen wir es als sinnvoll an, wenn dieser vorliegende Antrag dem Sportausschuss zugewiesen wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Seit 2004 gibt es eine EU-weite Regelung bezüglich der Eierkennzeichnung. Aber nicht das Ei ist das Problem, sondern das Problem ist, was wir der Henne zu fressen geben. Das ist der Punkt. Meine Herren von der ÖVP, solange wir 600 000 Tonnen gentechnisch verändertes Soja verfüttern, soll man auch den Konsumenten sagen, dass jedes Ei, das sie kaufen und konsumieren, zu 95 Prozent verseucht ist. „Toni’s Freilandeier“ sind vielleicht ausgenommen, aber der Rest nicht. Das kann nicht verantwortet werden. Denken Sie um! Und da soll auch die SPÖ mithelfen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich habe dazu eine Petition eingebracht: Machen wir einen Feinkostladen Österreich, machen wir eine Modellregion – gentechnikfrei! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
So kann sich der Konsument – genauso wie er es beim Käfigverbotsgesetz gemacht hat – entscheiden, welche Produkte er nimmt, und sich so auch für den Tierschutz entscheiden. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf beim BZÖ: Der Eiersprecher der Grünen! – Abg. Dr. Cap: Wie war das heutige Ei?
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Kolleginnen und Kollegen! (Ruf beim BZÖ: Der Eiersprecher der Grünen! – Abg. Dr. Cap: Wie war das heutige Ei?) – Nicht das „heutige Ei“, sondern es geht um ein Kerninteresse der Konsumentinnen und Konsumenten, nämlich im Prinzip um eine transparente und klare Produktkennzeichnung.
Beifall bei den Grünen.
Das kann es nicht sein, und daher ersuche ich Sie, Herr Bundesminister, in dieser Sache zügig und rasch die entsprechenden Vorlagen ins Haus zu bringen, damit wir das umsetzen, was die österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten und auch die Bäuerinnen und Bauern eigentlich wollen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Wir wollen auf jeden Fall, dass diese verpflichtende Kennzeichnung bei den verarbeiteten Eiern auch auf EU-Ebene eingeführt wird. Und wir wollen in diesem Sinne diesen gemeinsamen Entschließungsantrag mittragen. Ich denke, dass auch die Grünen die Möglichkeit hätten, hier mitzustimmen. Es steht nämlich die Hoffnung dahinter, dass mittel- oder langfristig die Konsumentinnen und Konsumenten ausreichend über die Herkunft der verarbeiteten Eier informiert werden, so dass dann tatsächlich keine „faulen“ Eier auf die Teller der Konsumentinnen und Konsumenten rutschen können. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Großruck: Das sind ja Erdnüsse!
Da haben wir einmal das Problem der Verpackung an sich. Wenn ich etwa dieses Produkt als Beispiel hernehme (der Redner hält ein Päckchen in die Höhe): In diesem Produkt ist ein verarbeitetes Ei drinnen, und ich kann natürlich aufgrund der geringen Schriftgröße kaum lesen, was die Inhaltsstoffe sind. Und wenn dann noch die Verarbeitung angegeben sein soll und vielleicht auch noch, wie das „Hendl“ gefüttert wurde, wie das vom BZÖ heute vorgeschlagen wurde, dann wird die Schrift immer kleiner. (Abg. Großruck: Das sind ja Erdnüsse!) Das Problem ist: Die Schriftgröße auf dieser Packung kann wahrscheinlich ein Senior oder ein Weitsichtiger schon jetzt nicht mehr lesen, und es wird dann immer schwieriger, das zu erkennen, wenn noch mehr draufstehen soll.
Abg. Dr. Cap: Wo ist er?
Es ist aber hier zum Beispiel ein Österreich-Zeichen drauf, wenn auch kein Gütesiegel. Aber das wäre zum Beispiel wichtig, dass man ein derartiges Gütesiegel macht, um eben „Made in Austria“ sicherzustellen. Wir wissen, dass die EU genau das Gegenteil plant. Natürlich sollen Kontrollen sicherstellen, dass die Gesetze auch eingehalten werden. Ich darf in die Reihen der ÖVP schauen: Bürgermeister Latschenberger aus Biberbach ist Ihnen sicherlich bekannt. Er hat im Oktober noch vollmundig gesagt: Da muss ich meinen Betrieb zusperren – mit 36 Mitarbeitern –, wenn das Gesetz durchgezogen wird! Im Jänner gab er sich schon ein bisschen kleinlauter im „Kurier“, aber trotzdem droht er hier und will bis April, bis zu Ostern, die Hühner noch immer quälen. (Abg. Dr. Cap: Wo ist er?)
Beifall bei der FPÖ.
Wir sollten daher künftig darauf achten, dass wir unsere strengen Lebensmittelauflagen nicht durch die EU verwässern lassen und die Einhaltung dieser Auflagen auch streng kontrollieren und sanktionieren. Unser gemeinsames Ziel muss sein: Wo Österreich draufsteht, muss auch österreichische Qualität drinnen sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Geben wir den Geflügelhaltern in Österreich eine wirtschaftliche Chance! Wir helfen damit auch den Konsumenten. Meine geschätzten Damen und Herren, ich ersuche Sie: Stimmen Sie diesem Antrag zu! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Kommen wir vom Ei zu den Fetten! Kulinarisch heute!
Als Erster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Mag. Maier mit 3-minütiger Redezeit. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Kommen wir vom Ei zu den Fetten! Kulinarisch heute!)
Beifall des Abg. Krainer.
möglich umsetzen wird, verbunden natürlich mit den entsprechenden Kontrollmaßnahmen, dass nämlich der Grenzwert oder Schwellenwert auch tatsächlich eingehalten wird. (Beifall des Abg. Krainer.)
Beifall bei der SPÖ.
Hohes Haus! Ich empfehle Ihnen, diese Untersuchung zu lesen, denn sie zeigt die Problematik auf. Ich freue mich, dass wir das heute gemeinsam beschließen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.
Nach Dänemark ist nun auch Österreich als zweites EU-Land in der Lage, diesen Grenzwert einzuführen. Es geht aber natürlich auch darum, diese Grenzwerte zu kontrollieren. Es wird also, wie gesagt, zukünftig möglich sein, einen genussreichen Biss in so eine knackige Schnitzel- oder Burgersemmel zu wagen. Allerdings muss man wissen, dass der Gesamtfettgehalt der Speisen durch eine Verordnung, wie wir sie heute beschließen, nicht verändert wird, sondern die Speisen nach wie vor entsprechend viel Fett enthalten, und man sollte so etwas nur unter der Prämisse essen: mäßig, nicht regelmäßig. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Minister, wir werden deshalb diesem Antrag mit Freude zustimmen. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Mir ist ganz klar, dass es nach EU-Recht nicht möglich sein wird, in nächster Zeit diese Forderung durchzusetzen. Deswegen fordern wir für diese Zeit eine Kennzeichnung der Lebensmittel, die Transfette enthalten, und zwar nach dem Modell der Zigarettenpackungen. So kann zum Beispiel oben stehen: Transfette gefährden Ihre Gesundheit. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Jetzt kommt es zu einem positiven Abschluss, und das ist auf jeden Fall ein gutes Signal und ein wirklich entschiedener Schritt zu mehr Konsumentensicherheit und zu mehr Lebensmittelqualität. Das ist einmal festzuhalten. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Ganz offen und ehrlich gesagt: Im Ziel stimme ich mit Ihnen überein; der Weg muss aber sein, das sauber umzusetzen und gleichzeitig eine europäische Initiative zu starten. Daher werden wir diesem Antrag des BZÖ nicht unsere Zustimmung geben und freuen uns, dass unser Antrag mit der gemeinsamen Entschließung hier jetzt umgesetzt wird. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
überzeugt, dass es eine richtige Maßnahme im Interesse der Bevölkerung und ein wichtiges Ziel im Sinne der Gesundheitsvorsorge ist. – Danke sehr. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Großruck: In der Sachertorte sind auch Transfette drinnen!
Präsident Fritz Neugebauer: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Sacher. – Bitte. (Abg. Großruck: In der Sachertorte sind auch Transfette drinnen!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Bundesminister, ich sage: sehr effizient. Ich danke Ihnen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hagenhofer.
Herr Minister, ich ersuche Sie um Umsetzung, ich ersuche Sie in diesem Punkt um Ihre Unterstützung. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hagenhofer.)
Beifall bei der FPÖ.
Dennoch möchte ich das, was Sie jetzt gesagt haben, und diese Verordnung, die wir heute hier beschließen werden, nicht schlecht machen. Ich freue mich wirklich, habe aber Hoffnung, dass Sie auch in diese Richtung weitergehen werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Noch einmal herzlichen Dank! Es ist ein schöner Erfolg österreichischer Außenpolitik. Es ist ein konkreter Schritt der Abrüstung, und es ist auch ein klares humanitäres Signal. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich freue mich auf Ihre Zustimmung und hoffe, dass viele Staaten unserem Beispiel folgen und dieses Übereinkommen auch möglichst rasch umsetzen werden. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Deshalb bitte ich alle Beteiligten – die Bundesregierung und jeden, der sich verantwortlich fühlt –, darauf hinzuwirken, dass das ein globales Abkommen wird und dass wir, soweit das überhaupt denkbar ist, Druck auf die wirklichen Verwender und Erzeuger der Munition, die ich genannt habe, ausüben, damit auch diese beitreten. – Danke. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Scheibner –: Na ja, einmal eine gescheite Rede, das wäre gut!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Scheibner. – Bitte. (Abg. Dr. Cap – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Scheibner –: Na ja, einmal eine gescheite Rede, das wäre gut!)
Zwischenruf des Abg. Faul.
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Herr Kollege Cap, Sie sind schon so defensiv und frustriert; ich weiß nicht, warum das so ist. (Zwischenruf des Abg. Faul.) – Na schau, der da oben, der ist lieb! Mit solchen Leuten könnt Ihr euch wirklich auszeichnen. (Abg. Faul: Ja, ja, „Eurolim“!) Lieber Freund, im Gegensatz zu euch unterstütze ich euren Klubobmann wirklich! Wir haben ja immer ein gutes Einvernehmen,
Abg. Faul: Ja, ja, „Eurolim“!
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Herr Kollege Cap, Sie sind schon so defensiv und frustriert; ich weiß nicht, warum das so ist. (Zwischenruf des Abg. Faul.) – Na schau, der da oben, der ist lieb! Mit solchen Leuten könnt Ihr euch wirklich auszeichnen. (Abg. Faul: Ja, ja, „Eurolim“!) Lieber Freund, im Gegensatz zu euch unterstütze ich euren Klubobmann wirklich! Wir haben ja immer ein gutes Einvernehmen,
Abg. Faul: Eure Streumunition ist schon ...!
auch jetzt beim Thema Streumunition. (Abg. Faul: Eure Streumunition ist schon ...!) – Du solltest einmal ein Sakko anziehen, das würde auch nicht schaden, lieber Freund in der vorletzten Reihe.
Abg. Mag. Lunacek: Und deshalb soll man es gar nicht machen?!
Mein Vorredner hat ja richtigerweise schon angemerkt, dass die Länder, die solche Dinge beschließen, in der Regel nicht jene sind, die diese verbotenen Waffen – für uns verbotenen Waffen – verwenden. (Abg. Mag. Lunacek: Und deshalb soll man es gar nicht machen?!) – Natürlich soll man es machen, das habe ich ja gesagt! Ich meine nur, das ist kein Anlass zur Euphorie, sondern man muss alles versuchen, damit auch jene Länder, die diese Waffen nach wie vor produzieren und sie nach wie vor verwenden, dazu gebracht werden, nicht nur Konventionen zu unterschreiben – denn die halten sie dann nicht ein –, sondern diese Waffen auch nicht einzusetzen.
Beifall beim BZÖ.
Darüber hinaus wird es notwendig sein, dass man sich endlich auch in Österreich – und dabei sind wir ja ein bisschen nur Zaungast – darauf verständigt, dass auch wir einen kleinen Beitrag dazu leisten sollten, dass man, wo immer auf der Welt es Krisenherde gibt, im Rahmen der Europäischen Union etwas zur Bewältigung dieser Krisen beiträgt, denn wenn es keine Krisen gibt, wenn es keine militärischen Konflikte gibt, dann werden solche auch Waffen nicht eingesetzt. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Scheibner: Die Theoretikerin!
Abgeordnete Mag. Ulrike Lunacek (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich möchte mit Anmerkungen zu meinen beiden Vorrednern beginnen. (Abg. Scheibner: Die Theoretikerin!) Sie beide haben gesagt, Sie unterstützen das Abkommen und Sie werden ihm zustimmen. – Das war bereits im Ausschuss so, und das finde ich auch erfreulich, aber ich möchte schon an die Entstehungsgeschichte dieses Abkommens beziehungsweise dieser Konvention in Österreich erinnern. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Abgeordnete Mag. Ulrike Lunacek (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich möchte mit Anmerkungen zu meinen beiden Vorrednern beginnen. (Abg. Scheibner: Die Theoretikerin!) Sie beide haben gesagt, Sie unterstützen das Abkommen und Sie werden ihm zustimmen. – Das war bereits im Ausschuss so, und das finde ich auch erfreulich, aber ich möchte schon an die Entstehungsgeschichte dieses Abkommens beziehungsweise dieser Konvention in Österreich erinnern. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Beifall bei den Grünen.
Damals, und zwar im Frühling 2006 – also noch unter Schwarz/Blau beziehungsweise damals schon Schwarz/Orange –, war ein Vertreter des Verteidigungsministeriums dabei und eine Vertreterin des Außenministeriums, und beide haben gesagt: Ja, wir sind auch gegen eine Produktion solcher Waffen, aber Österreich kann solch einem Vertrag nicht zustimmen! – Der Hintergrund war, dass sehr wohl auch das österreichische Bundesheer noch Streumunition gelagert hatte und diese nicht vernichten wollte. Ich habe mir damals gedacht: Wenn man sie nicht einsetzen will, warum sollte man sie dann weiterhin lagern? – Das verstehe ich nicht! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das war bei der Landminenkonvention auch so: Da waren und sind die Großen immer noch nicht dabei, und dennoch ist es wichtig, dass das geschehen ist, dennoch rettet sie Leben und Minen verstümmeln nicht weiterhin Menschen. – Das trifft nich auf alle zu, denn es gibt immer noch zu viele dieser Waffen, aber es ist wichtig, dass es geschieht, und insofern freue ich mich sehr, dass das heute der Fall ist. Darüber hinaus hoffe ich sehr, dass auch und gerade im Zuge der österreichischen Mitgliedschaft im Sicherheitsrat weitere Abrüstungsinitiativen von österreichischer Seite initiiert werden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich freue mich sehr darüber und ich finde es großartig, dass wieder und damit schon zum zweiten Mal ein österreichischer Diplomat diese hohe Funktion einnehmen wird. Und was mich darüber hinaus besonders freut: Es ist zum zweiten Mal ein Kärntner Slowene. Zweisprachigkeit bringt’s, meine Damen und Herren! – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
In diesem Sinn bedanke ich mich auch für das Lob für Valentin Inzko, dem ich mich nur vollinhaltlich anschließen kann. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.
Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.
In diesem Sinne hoffe ich, dass wir dieses internationale Recht, diese internationale Verpflichtung, die wir aufgrund dieses Übereinkommens, dem wir mit einer Stimme beitreten, haben, auch wirklich mit Leben erfüllen und ihm so weit gehend und so gut wie möglich zum Durchbruch verhelfen. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte daher Ihnen, sehr geehrter Herr Minister, und auch Frau Präsidentin Prammer und überhaupt allen Beteiligten, schon jetzt viel Kraft und Erfolg bei ihrem weiteren internationalen Engagement gegen Streumunition wünschen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Sie, Herr Minister, haben gesagt, die Einhaltung und Weiterentwicklung des humanitären Völkerrechtes wird ein Schwerpunkt während der zweijährigen Mitgliedschaft im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen sein. Dafür wünsche ich Ihnen alles, alles Gute! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich empfehle daher uns allen die Zustimmung zu diesem Abkommen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Der Schutz des immateriellen Kulturerbes geht also weit über das Konservieren von Folklore hinaus. Das ist, glaube ich, ganz wichtig. Durch diese Weitergabe – und das erachte ich für besonders wichtig – erfolgt auch die Anbindung an zeitgenössische Ausdrucksformen und Kreativität. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Van der Bellen: Oje!
Abgeordnete Mag. Heidemarie Unterreiner (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren aller Fraktionen! Wir Freiheitlichen unterstützen grundsätzlich jede Initiative, die zur Völkerverständigung Europas dient. (Abg. Dr. Van der Bellen: Oje!) Oje? Wieso sagen Sie das? (Abg. Dr. Van der Bellen: Grundsätzlich!) Es ist so! Wir unterstützen grundsätzlich alles, was zur Völkerverständigung in Europa dient, und in diesem Fall ganz besonders, weil (Abg. Dr. Van der Bellen: Aber?) – ohne Aber – Tschechien, und damit Böhmen und Mähren, mit Österreich aufgrund mehrerer Jahrhunderte gemeinsamer Geschichte in der Habsburgermonarchie außerordentlich verbunden ist.
Abg. Dr. Van der Bellen: Grundsätzlich!
Abgeordnete Mag. Heidemarie Unterreiner (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren aller Fraktionen! Wir Freiheitlichen unterstützen grundsätzlich jede Initiative, die zur Völkerverständigung Europas dient. (Abg. Dr. Van der Bellen: Oje!) Oje? Wieso sagen Sie das? (Abg. Dr. Van der Bellen: Grundsätzlich!) Es ist so! Wir unterstützen grundsätzlich alles, was zur Völkerverständigung in Europa dient, und in diesem Fall ganz besonders, weil (Abg. Dr. Van der Bellen: Aber?) – ohne Aber – Tschechien, und damit Böhmen und Mähren, mit Österreich aufgrund mehrerer Jahrhunderte gemeinsamer Geschichte in der Habsburgermonarchie außerordentlich verbunden ist.
Abg. Dr. Van der Bellen: Aber?
Abgeordnete Mag. Heidemarie Unterreiner (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren aller Fraktionen! Wir Freiheitlichen unterstützen grundsätzlich jede Initiative, die zur Völkerverständigung Europas dient. (Abg. Dr. Van der Bellen: Oje!) Oje? Wieso sagen Sie das? (Abg. Dr. Van der Bellen: Grundsätzlich!) Es ist so! Wir unterstützen grundsätzlich alles, was zur Völkerverständigung in Europa dient, und in diesem Fall ganz besonders, weil (Abg. Dr. Van der Bellen: Aber?) – ohne Aber – Tschechien, und damit Böhmen und Mähren, mit Österreich aufgrund mehrerer Jahrhunderte gemeinsamer Geschichte in der Habsburgermonarchie außerordentlich verbunden ist.
Beifall bei der FPÖ.
Ich komme aber jetzt zu einer wichtigen Aussage. Die Geschichte des 20. Jahrhunderts hat mit ihren Irrungen und Wirrungen, mit ihren Diktaturen und mit ihren Unmenschlichkeiten tragische Differenzen zwischen europäischen Völkern verursacht, und wir sehen bei dem vorliegenden Abkommen, das wir unterstützen, die Gelegenheit, dass sich die Tschechische Republik ihrer historischen Verantwortung stellt und eine kritische Auseinandersetzung mit den Beneš-Dekreten sowie der Ermordung und Vertreibung der Deutschen zulässt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Noch ein Satz ganz kurz zum immateriellen Kulturerbe. Auch das ist natürlich sehr wichtig. Immaterielle Kulturgüter sind nicht nur für jede einzelne Kultur, sondern auch für die Kultur der Menschheit von außerordentlicher Bedeutung. Wir müssen selbstverständlich so einem Übereinkommen zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie, Herr Außenminister, sollten, so wie wir das auch eingefordert haben und wie es vereinbart war bei der Zustimmung zur Mitgliedschaft Tschechiens in der Europäischen Union, dafür sorgen, dass es den Ausgleich, zumindest den symbolischen Ausgleich mit der Geschichte gibt, dass man darauf drängt, dass die Beneš-Dekrete aufgehoben werden und dass sich auch Tschechien zu diesen dunklen Kapiteln der eigenen Geschichte bekennt, so wie wir uns auch zu den dunklen Kapiteln des 20. Jahrhunderts, wo wir einen entsprechenden Beitrag zu leisten haben, bekennen. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Grosz: Schwierig!
Da habe ich mir gedacht: Wie viele im Saale können ohne Kenntnis eines Satzkontexts mir ohneweiters übersetzen, was „icha“, „aucha“, „ocha“ und „ucha“ heißt? (Abg. Grosz: Schwierig!) Westtiroler bitte jetzt einmal still sein! In Innsbruck würden die Ausdrücke, nebenbei gesagt, völlig anders lauten.
Abg. Großruck: Die Straße ist rutschig!
Ich habe selbst überlegen müssen: Was meint der Bauer, als er mir gesagt hat: „D’Straß’ isch haal heit!“? (Abg. Großruck: Die Straße ist rutschig!) „Haal“ war eisglatt. Oder als ich neulich mit der alten Bäuerin geredet habe, mit der ich gut befreundet bin, hat sie gesagt, „Mer hat’s des nit gebe!“ Ich habe gedacht: Was hat sie mit „mer“ gemeint? (Abg. Großruck: Herr Professor, Sie überfordern die Stenographen!) Ja, das stimmt. Ich werde dann versuchen, das phonetisch irgendwie wiederzugeben. Dieses „Mer“ heißt einfach „früher“. Also: Früher hätte es das nicht gegeben. Und, und, und.
Abg. Großruck: Herr Professor, Sie überfordern die Stenographen!
Ich habe selbst überlegen müssen: Was meint der Bauer, als er mir gesagt hat: „D’Straß’ isch haal heit!“? (Abg. Großruck: Die Straße ist rutschig!) „Haal“ war eisglatt. Oder als ich neulich mit der alten Bäuerin geredet habe, mit der ich gut befreundet bin, hat sie gesagt, „Mer hat’s des nit gebe!“ Ich habe gedacht: Was hat sie mit „mer“ gemeint? (Abg. Großruck: Herr Professor, Sie überfordern die Stenographen!) Ja, das stimmt. Ich werde dann versuchen, das phonetisch irgendwie wiederzugeben. Dieses „Mer“ heißt einfach „früher“. Also: Früher hätte es das nicht gegeben. Und, und, und.
Heiterkeit.
Weiß jemand, was „vorfert“ heißt? Josef Cap? (Heiterkeit.) Da muss er passen, so wie ich gepasst habe, als ich nach Wien gekommen bin und viele Ausdrücke nicht gekannt habe.
Heiterkeit des Redners.
Zum Beispiel: Manchmal, wenn ich spät am Abend im Parlament sitze und ich mich über irgendetwas ärgere – Ihnen geht es sicherlich genauso –, fällt mir ein Kaunertaler Spruch ein, der das gut trifft: „Do wersch manchmol hirewiati!“ – wörtlich übersetzt „hirnwütig“, heißt so viel wie „narrisch“. (Heiterkeit des Redners.) Ich finde, das hat seine ganz eigene Klangfarbe, eine ganz eigene Idiomatik, entspricht sozusagen den Stammesverhältnissen dort im Kaunertal, wobei die Mundarten von Tal zu Tal unterschiedlich sind.
Allgemeiner Beifall.
Ich erzähle nur die Tiroler Geschichte, weil ich sie gut kenne. Ich weiß noch, wie ich als Halbwüchsiger vom Kaunertal ins hintere Ötztal gereist bin – das ist das übernächste Tal, östlich – und die Leute nicht verstanden habe! Auch das waren Tiroler, auch das waren Bergbewohner, aber ich habe sie schlicht nicht verstanden. Man muss ein Jahr üben, dort leben, verstehen, dann geht es, wie mit jeder anderen Fremdsprache auch. Das sind Fremdsprachen hier im Land, aber unsere eigenen! Ich finde, wir sollten etwas tun für dieses wichtige immaterielle Kulturerbe! – Danke. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Dr. Van der Bellen: Sehr gut!
Herr Professor Van der Bellen hat gerade gemeint, er glaube, dass das nur Papier sei und dass für die Sprachen, die wir sprechen, nichts getan werde. Er lebt zwar im Burgenland, weiß aber offenbar nicht, dass es dort den Hianzenverein gibt. Herr Professor, als halber Südburgenländer wissen Sie wahrscheinlich nicht, dass vom ehemaligen burgenländischen Landtagspräsidenten, DDr. Schranz der Hianzenverein gegründet wurde, und zwar zur Erhaltung des Hianzischen, sprich: des südburgenländischen Dialektes. (Abg. Dr. Van der Bellen: Sehr gut!)
Abg. Großruck: Lei lossn!
Ich darf Ihnen vielleicht das Schlagwort dieses Vereins übermitteln, das da heißt: „tuits, na tuits“ – Ich hoffe, Sie werden wissen, was das heißt. Tuats nur, tuats! Ich weiß gar nicht, wie man es ins Hochdeutsche übersetzen würde, jedenfalls heißt es soviel wie: Arbeitets weiter, tuats weiter! (Abg. Großruck: Lei lossn!) Ich glaube, es gibt in diesen Regionen sehr viele Unternehmungen, Vereinigungen, Personen, die sich mit der Sprache beschäftigen, was ich großartig und absolut wichtig finde.
Beifall bei der ÖVP.
Ich freue mich sehr, dass wir heute dieses Abkommen hier gemeinsam, hoffe ich, beschließen können. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Europa sollte im eigenen Interesse alles daransetzen, die Führung in der Raumfahrtforschung wieder zu übernehmen. Dafür ist dieses Übereinkommen zwar nicht geeignet, aber es ist ein weiterer wichtiger Schritt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir reden hier immer wieder von Kultur, Bildung, Wissenschaft, Jugend und Sport, und ich kann sagen: In all diesen Bereichen haben wir in Kärnten immer wieder Akzente gesetzt. Das gilt für den Bereich des Kindergeldes, für den Gratiskindergarten, den wir in Kärnten zuerst eingeführt haben, das gilt für das verpflichtende Kindergartenjahr, für die Lehre mit Matura – alles wichtige Projekte für den Bund, die natürlich auch grenzüberschreitend anzuwenden wären. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Weinzinger: Sechs Mal!
Wenn ich hier Kärnten erwähne, dann nicht ganz ohne Grund. Das Stichwort Kärnten ist für mich ein wesentliches, da am 1. März einige wesentliche Entscheidungen in unserem schönen Land, dem Kärntner Land (Abg. Weinzinger: Sechs Mal!), aber auch für ganz Österreich gefallen sind.
Abg. Weinzinger: Neunmal!
In diesem Zusammenhang darf ich mich hiermit – Kollegin Muttonen, ich bitte um etwas Geduld –, von meinen Kolleginnen und Kollegen hier verabschieden. Ich werde den Weg in den Kärntner Landtag antreten, werde dort meine ganze politische und sonstige Kraft zum Vorteil für meine Kärntner Heimat einsetzen! (Abg. Weinzinger: Neunmal!)
Beifall bei BZÖ, FPÖ, ÖVP, SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald. – Die Abgeordneten des BZÖ erheben sich von ihren Plätzen und reichen Abg. Mag. Darmann die Hand.
Möge die Arbeit in den nächsten Jahren für die Zukunft unseres Landes hier im Hohen Haus gelingen, möge es im Sinne der Republik Österreich eine gute Arbeit sein! – Danke schön. (Beifall bei BZÖ, FPÖ, ÖVP, SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald. – Die Abgeordneten des BZÖ erheben sich von ihren Plätzen und reichen Abg. Mag. Darmann die Hand.)
Heiterkeit bei den Grünen
In diesem Sinne – Herr Dr. Van der Bellen, wir haben ja noch Zeitzeugen wie Sie (Heiterkeit bei den Grünen) – hoffen wir, dass wir rechtzeitig dran sind, anderen zu helfen, nämlich dort, wo es diese Zeitzeugen fast nicht mehr gibt! – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
In diesem Sinne – Herr Dr. Van der Bellen, wir haben ja noch Zeitzeugen wie Sie (Heiterkeit bei den Grünen) – hoffen wir, dass wir rechtzeitig dran sind, anderen zu helfen, nämlich dort, wo es diese Zeitzeugen fast nicht mehr gibt! – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall der Abgeordneten Kitzmüller und Mag. Unterreiner.
Ich möchte Ihnen an dieser Stelle eine gemeinsame Initiative mit den Vertriebenensprechern von SPÖ, BZÖ und FPÖ ankündigen, mit der auf europäischer Ebene ein ähnliches Programm stattfinden soll, nämlich ein EU-Programm zur Kulturpflege europäischer Minderheiten, die im 20. Jahrhundert Umsiedlung, Vertreibung und Genozid erleiden mussten. (Beifall der Abgeordneten Kitzmüller und Mag. Unterreiner.)
Beifall bei ÖVP, BZÖ und FPÖ.
Ich werde beizeiten mit meinen Kolleginnen und Kollegen auf Sie zukommen und bitte Sie dann um eine ebenso breite Zustimmung wie heute. (Beifall bei ÖVP, BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte mich auch bei den Kolleginnen und Kollegen der anderen Fraktionen dafür bedanken, dass wir uns ein sehr großes Arbeitspensum vornehmen, damit wir mit unserer Arbeit auf gleich kommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, auch mit der Arbeit in der Verwaltungsreformgruppe wird auch da ein richtiger Schritt in die Richtung gemacht werden, damit wir eben darauf achten können, dass Steuermittel effizient verwendet werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Insgesamt gäbe es noch viele Dinge zu berichten. Wir haben in den Ausschüssen intensiv diskutiert. Es wurde auch medial sehr gut nach außen transportiert. Ich kann mir nur wünschen, dass zukünftig solche Dinge, wie wir da heute präsentiert haben, besser umgesetzt werden, denn die Arbeit des Rechnungshofes soll auch honoriert werden. Es geht darum, dass wir sparsam wirtschaften und nicht öffentliches Geld verprassen. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Noch ganz kurz zum Kapitel ASFINAG. Die Finanzierung ist ein bisschen inkongruent – wollen wir es so nennen. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal meiner Hoffnung Ausdruck geben, dass die Vignettenpreise für die Konsumentinnen und Konsumenten in diesem Land nicht teurer werden. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich stelle den Rechnungshof nicht in Frage. Wir sind stolz darauf, dass wir den Rechnungshof haben und dass der Rechnungshof ein effizientes Prüforgan ist. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner
Der Rechnungshof hat für die künftigen Jahre genug zu tun. Allein wenn ich an die Beraterkosten der Bundesregierung von 30,6 Millionen € im vorigen Jahr, an die Belohnungen für Ministerbüros in der Höhe von über 300 000 € im Jahr und an Inserate der Bundesregierung in der Wahlkampfzeit in der Höhe von 8,9 Millionen € denke (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner), während wir Ende dieses Jahres knapp 500 000 Arbeitslose haben werden, dann wird der Rechnungshof viel zu tun haben, und wir werden ihn auch unterstützen.
Beifall beim BZÖ.
Wir sagen auch, dass die Prüfkompetenz des Rechnungshofes ausgeweitet gehört. Sie gehört auch – und da war ich mit Abgeordnetem Kogler auch im Ausschuss einer Meinung – auf die Gemeinden ausgeweitet. Wenn wir an die kriminellen Machenschaften im roten Trieben und im schwarzen Hartberg oder an den Schuldenstand der Pleitestadt Graz mit 1,2 Milliarden € denken, dann ist es notwendig, dass der Rechnungshof da effizient prüft und auch Ratschläge gibt, damit in dieser Republik wieder einiges besser und anders läuft. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Daher werden wir das ausführlich im Rechnungshofausschuss behandeln; der Bericht liegt ja noch vor. Und ich mache Sie drauf aufmerksam, dass wir noch nicht in der nächsten Sitzung, aber in der übernächsten Sitzung diese Personen samt Verantwortlichen laden werden – nur damit es da kein Missverständnis zwischen den Fraktionen gibt! Mit dieser frohen Botschaft darf ich Sie entlassen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Grosz: Das Problem ist die Gemeindeaufsicht!
Und jetzt kommt es noch besser. Oberösterreich ist da offensichtlich eine Ausnahme, denn in allen anderen Bundesländern gibt es auch diese gutachterliche Tätigkeit für Gemeinden nicht. Und ich frage mich jetzt tatsächlich, welche Bedeutung denn neun Landesrechnungshöfe für die Gemeinden haben. Wir streiten da herum, der Bundesrechnungshof darf nur prüfen ab 20 000 Einwohnern, und so weiter und so weiter. Die Landesrechnungshöfe gibt es offensichtlich für die Gemeinden überhaupt nicht. Und die Gemeinden werden trotzdem weiter nach und nach geprüft und mit allen möglichen Schikanen belegt. (Abg. Grosz: Das Problem ist die Gemeindeaufsicht!) Ja, ein Rechnungshof, eine Prüfung; der muss aber für die Gemeinden auch verfügbar sein, um dort auch ein Instrument zur Hand zu haben, die Gemeinden ordentlich zu führen. – Das zum einen.
Beifall bei der SPÖ.
Ein ganz Letztes: Wesentlich wäre auch, diese Ungleichheit zu beseitigen, dass in den verschiedenen Bundesländern heute immer noch verschieden hohe Schadensersätze geleistet werden. Es kann nicht sein, dass in Niederösterreich, Oberösterreich oder Tirol Schäden unterschiedlich abgegolten werden. Da gehört eine gemeinsame Bewertung her. Es ist ja ein Unding, in diesem Fall ungleiches Maß anzusetzen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Lesen Sie nicht runter, sondern erklären Sie uns, wie das funktioniert!
Aus all diesen Gründen sehe ich keinen Grund, eine weitere Prüfungsinstanz zu schaffen, die letztlich wieder einen zusätzlichen bürokratischen Aufwand bedeutet. (Abg. Mag. Kogler: Lesen Sie nicht runter, sondern erklären Sie uns, wie das funktioniert!) Gefragt sind meiner Meinung nach vielmehr die Landesgesetzgeber.
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Ausdrücklich erwähne ich die hervorragende Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rechnungshofes. Herzlichen Dank dafür. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Nun aber zum Jahrestätigkeitsbericht. Ich möchte namens meiner Fraktion Ihnen, Herr Präsident des Rechnungshofes, und Ihren Mitarbeitern sehr herzlich für die wertvolle Arbeit danken, die Sie für unsere Republik leisten. Ich weiß, es ist eine mühsame Tätigkeit, für die man sehr viel Stehvermögen und Hartnäckigkeit braucht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Punkt drei ist, dass wir verlangen und wünschen, dass überall dort, wo die Banken im Zuge des Bankenhilfspaketes Staatskredite bekommen, auch die Rechnungshöfe die Möglichkeit bekommen müssen, in die Bilanzen Einsicht zu nehmen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Ernest Windholz (BZÖ): Geschätzter Herr Präsident! Herr Rechnungshofpräsident! Hohes Haus! Alle Vorredner haben eigentlich klar zum Ausdruck gebracht, dass das, was uns vom Rechnungshof vorgelegt wurde, in höchstem Maße begrüßenswert ist. Ich darf dem Rechnungshofpräsidenten und seinem Team auch herzlich für das danken, was er dem Steuerzahler alles schon erspart hat. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Und das Land selbst – das habe ich heute schon in einer Rede gesagt – hat eine eigene Abteilung für Abgaben, Steuern. Es hat sogar eine ÖVP-Bürgermeisterin aus Niederösterreich hier von diesem Rednerpult aus gesagt, drei Tage Prüfung, und was herauskommt, ist in aller Regel die Empfehlung, Abgaben, Gebühren, Steuern zu erhöhen. Also ich glaube, da sollte man wirklich nachdenken, versuchen, mehr Effizienz hineinzubringen. Dr. Moser und sein Team sind für mich Garanten dafür, dass das auch klappen wird. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Zu den Empfehlungen: Der Jahresbericht hat ja klar vor Augen geführt, was es hier an Empfehlungen gibt, 519, die Zahl wurde schon genannt; auch von der ÖVP ein bisschen bagatellisiert: Nur 25 Prozent sind in etwa offen! – Es sind 128, die offen sind! Das ist somit auch ein Auftrag an uns Parlamentarier, dafür zu sorgen, dass diese Zahl auf null herunterkommt. 128 sind um 128 zu viel! Und ich kann jeden nur ermuntern, hier fleißig an die Arbeit zu gehen, das Anfragerecht zu nutzen, das Antragsrecht zu nutzen, denn all das bedeutet unnötigen Steuerverlust. Und gerade in Zeiten der knappen Budgets sollten wir darangehen, alles auszuschöpfen, um den Steuerzahler zu schonen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Präsident, Sie haben so vielen Institutionen in Österreich empfohlen, dass sie sich österreichweit vernetzen. Und diese lassen Ihnen durch mich ausrichten, sie müssen ihnen einmal zeigen, wie es geht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Schluss darf ich mich sehr herzlich bei Ihnen, Herr Präsident, und natürlich auch bei allen MitarbeiterInnen in Ihrem Haus für diese wertvolle Tätigkeit bedanken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Der Ansatz ist ein guter. Die Hoffnung, dass das sehr „kostensparend“ – unter Anführungszeichen – gemacht wird, wird dadurch genährt, dass der Rechnungshof mit Kritik nicht spart, aber letztlich auch die Arbeit anerkennt. Und das ist eine gute Voraussetzung für zukünftiges Arbeiten in diesem Bereich. Der Rechnungshof war, man möchte fast sagen, noch nie so wertvoll wie heute. Das ist zwar nur eine Phrase, aber in Wahrheit wäre das gar nicht mehr anders vorstellbar. Man muss natürlich auch entsprechend für Kontrollen sorgen, wenn man einen sorgsamen Umgang mit Steuergeldern haben möchte. Und das wollen wir alle. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Die KMU Forschung Austria weist auch aus, dass 90 Prozent aller Unternehmen in Österreich Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern sind, und diese 90 Prozent der Unternehmen sind mit nicht einmal 15 Prozent an diesen Beschaffungsvorgängen der zentralen Beschaffungsstelle beteiligt. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Nachdem der jetzige Wirtschaftsminister vor einiger Zeit gemeint hat, dass wir intelligente Wege bei der öffentlichen Beschaffung suchen müssen, mit der Begründung, dass die KMUs nicht ausreichend in diese Prozesse eingebunden sind, möchte ich anregen, dass wir rasch eine Arbeitsgruppe bilden, in der auch interessierte Abgeordnete mit dabei sind, und diese Gruppe neue Beschaffungskriterien entwickelt, wo es nicht nur um den niedrigsten Preis geht, sondern auch um regionale Wertschöpfung, Bestbieter und eine gesamtvolkswirtschaftliche Betrachtungsweise. Ich denke, dass das notwendig ist, wenn künftighin die regionalen Unternehmen und die regionale Beschäftigung wieder eine Chance haben sollen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher hoffe ich, dass Ihre Empfehlungen raschestens umgesetzt werden, und in diesem Sinne freue ich mich auf eine sehr, sehr gute Zusammenarbeit im Sinne der Bürger und der Steuerzahler. (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Ich möchte abschließend noch einmal für die ausgezeichnete Zusammenarbeit danken, freue mich schon auf die weitere Zusammenarbeit mit Ihnen und ersuche Sie auch im Sinne der Steuerzahler, doch in die Richtung zu gehen, dass wir gemeinsam unsere Möglichkeiten nützen, dass die Empfehlungen umgesetzt werden und in Zukunft Optimierungspotenziale, Einsparungspotenziale und Effizienzsteigerungspotenziale tatsächlich genutzt werden. Danke für die Zusammenarbeit und für die Aufmerksamkeit. – Ich danke Ihnen. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ.
Frauenministerin Heinisch-Hosek möchte ich danken dafür, dass es unter ihrer Leitung erstmals zu einem nationalen Aktionsplan zur Gleichstellung kommen wird, von dem wir uns sehr viele positive Impulse erwarten. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Lunacek: Und wie lange ist Ihre Partei an der Regierung?
Mein besonderer Dank gilt Herrn Präsidenten Moser und seinem Team, die dieses Material ganz hervorragend – das haben wir auch im Ausschuss gesagt – erarbeitet und dokumentiert haben. Es ist schon so, dass dieser Bericht, den wir vorliegen haben, ein Bericht über das Einkommen der Frauen generell ist. Wir müssen uns schon fragen: Wo liegt denn hier Österreich im europäischen beziehungsweise im weltweiten Vergleich? – Zwischen Mosambik und Ecuador, natürlich nicht geographisch, aber wenn es um die Einkommen der Frauen geht. Das war für mich erschreckend, meine Damen und Herren, dass eigentlich seit dem Jahr 1996 ... (Abg. Mag. Lunacek: Und wie lange ist Ihre Partei an der Regierung?)
Abg. Mag. Lunacek: Machen Sie es einfach!
Frau Kollegin, wir haben hier alle gemeinsam eine große Aufgabe vor uns, und ich meine, dass wir die Vorschläge und Maßnahmen, die wir heute Vormittag im Rahmen der Fragestunde eingebracht und auch angeregt haben, gemeinsam umsetzen sollten. (Abg. Mag. Lunacek: Machen Sie es einfach!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Dieser Einkommensbericht sollte Grundlage sein für den Nationalen Aktionsplan, den die Frau Bundesministerin heute angesprochen hat, wo wir uns quer durch alle Ministerien, quer durch alle Materien wirklich sehr, sehr anstrengen müssen, um das, was gerecht ist, auch Wirklichkeit werden zu lassen, nämlich gleicher Lohn für gleiche Arbeit. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich weiß, das ist ein Wunsch – aber vielleicht passiert noch ein Wunder! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Aber diese Tendenz hat sich schon vor langer Zeit abgezeichnet. Da hätte man schon viel früher reagieren sollen. Meines Erachtens sind da vor allem die Damen von der Gewerkschaft gefordert. Jetzt heißt es, nicht nur groß zu reden, sondern sich endlich bei Kollektivvertragsverhandlungen ein- und vor allem durchzusetzen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir vom BZÖ werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass unsere Frauen mehr verdienen. Zum Beispiel fordern wir die Forcierung der Ausbildung für Tagesmütter, Investitionen in Kinderbetreuungsplätze auch als Konjunkturmaßnahme und einen Mindestlohn von 1 000 € netto, denn Arbeit muss entsprechend und gerecht entlohnt werden. – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Mag. Judith Schwentner (Grüne): Herr Präsident! Herr Rechnungshofpräsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Die österreichische Frauenpolitik und der österreichische Fußball haben etwas gemeinsam: In beiden Sparten spielt Österreich in der untersten Liga. Wir stehen international an 121. Stelle von 130 Ländern, was die Einkommensdifferenz von Frauen und Männern anbelangt. Wir stehen im EU-Vergleich, wie wir es heute schon öfter gehört haben, an 26. Stelle von 27 Ländern und damit an vorletzter Stelle. Die Frauenpolitik hat offensichtlich das gleiche Dilemma und braucht das Gleiche wie der österreichische Fußball: eine gute Trainerin! Und das seit Jahren, ja seit Jahrzehnten, würde ich behaupten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Trotz der wirtschaftlich guten Zeiten war es so, dass 2007 die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen stark gewachsen sind. Jetzt stehen wir vor einer massiven Wirtschaftskrise, und man fragt sich: Wie wird sich das weiterentwickeln, wenn nicht ganz schnell etwas passiert, wenn nicht konkrete Maßnahmen durchgesetzt werden und wenn nicht ein Nationaler Aktionsplan so schnell wie möglich mit verbindlichen Handlungsaufträgen auf dem Tisch liegt? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren! Wir brauchen mehr Kinderbetreuungsplätze. Wir brauchen mehr adäquate Vollzeitjobs für Frauen. Wir brauchen eine Förderung von Betrieben, die Frauen fördern. Wir brauchen eine flächendeckende Kinderbetreuung. Und wir brauchen einen gesetzlichen Mindestlohn von 1 000 € netto. Das möchte ich hier besonders betonen. Leider hat Herr Minister Hundstorfer die Umsetzung dieser Maßnahme offensichtlich wieder aufgeschoben, aus ich weiß nicht welchen Gründen – aus bürokratischen Gründen, wie es hieß –, und das ist enorm traurig. Wir brauchen auch ein Konjunkturpaket, das die Bereiche Soziales und Bildung und damit auch die Branchen, in denen Frauen aktiv und tätig sind, fördert. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Es liegt an uns, den vorliegenden Bericht nicht nur zur Kenntnis zu nehmen, sondern auch Erkenntnisse daraus zu ziehen und demgemäß zu handeln. Ich appelliere an Sie alle: Unterstützen wir unsere Frauenministerin Heinisch-Hosek bei ihren Maßnahmen, damit der Rechnungshof in ein paar Jahren positive Berichte legen kann! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir als Parlamentarier sind da hingegen gefordert. Wir sollten uns Gedanken darüber machen, ob es nicht bessere Berechnungsmethoden gibt, die auch die tatsächliche Situation wiedergeben. Ich ersuche Sie dabei um Ihre Mithilfe. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Eine kleine parteipolitische Schlussbemerkung noch: Ich verstehe überhaupt nicht, wie Sie mit dem Finger auf die grüne Fraktion zeigen können oder wollen, weil wir eine Quotenregelung haben oder vielleicht sogar jetzt einmal eine Vorsitzende in der Partei. In vielen gesellschaftlichen Bereichen – und das zeigt eine hundertjährige statistische Erfassung – ist es zwingend notwendig, dass etwas weitergeht. Also insofern erkläre ich die grüne Fraktion für das Normale – und die anderen sollen einmal schauen, wo sie sich einordnen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei ÖVP und BZÖ.
Bezug nehmend auf den Redebeitrag des Abgeordneten Kogler möchte ich darauf hinweisen, dass dieser Bericht in einem hervorragenden Zusammenwirken zwischen dem Rechnungshof und der Statistik Austria erstellt wurde. (Beifall bei ÖVP und BZÖ.)
Abg. Grosz: Berger auch!
Ich möchte es daher nicht verabsäumen, hier den Mitarbeitern der Statistik Austria besonders zu danken, und da vor allem Herrn Mag. Bauer, der wirklich mit großem Engagement diese statistischen Daten aufbereitet hat. (Abg. Grosz: Berger auch!)
Beifall bei ÖVP und BZÖ.
Ich danke für die Aufmerksamkeit und für das Lob – und noch einmal der Statistik Austria. Danke sehr! (Beifall bei ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
In diesem Sinne hoffe ich, dass das der Beginn ist, die Lücken bei der Rehabilitierung der NS-Justizopfer endgültig zu beseitigen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Wann werden Sie Klubobmann? – Heiterkeit des Redners.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! (Abg. Mag. Stadler: Wann werden Sie Klubobmann? – Heiterkeit des Redners.) Kollege Steinhauser, es ist das ein umfangreicher Antrag, aber auch ich bin der Meinung, dass man die Fälle, die wir auch aus den Medien kennen, endlich einer Behandlung und der Gerechtigkeit zuführen sollte.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Ich bin sicher, dass wir im Ausschuss darüber eine ausgiebige Diskussion führen werden, darf aber auch einladen und bitte, zu versuchen, dieses Thema mit der notwendigen Ernsthaftigkeit, unter Aufwendung der erforderlichen Zeit und einer ordentlichen Termingestaltung zu lösen – und nicht immer wieder gerade dann, wenn jemand in den Medien einen Bericht gehört hat darüber, was in der furchtbaren Zeit passiert ist, das also nicht immer anlassbezogen zu debattieren, sondern das gehört aufgearbeitet und erledigt. Ich lade Sie zu einer interessanten Diskussion im Ausschuss ein. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
jedoch Mord. Es wird dann ausdrücklich festgehalten, dass diese Gesetzesbestimmung in diesem Fall eine spezielle Verfolgungsverjährung für Mord bringen würde. – Ich sehe nicht ein, warum Deserteure, die zu Mördern geworden sind, anders behandelt werden sollten als andere Bürger. Allein aus diesem Grund werden wir dem Gesetzesantrag in dieser Form nicht zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das heißt, dieses Messen mit zweierlei Maß, das Sie ständig betreiben, ist das Problem, das Sie haben. Da müssen Sie einmal Ihre Einstellung zum Rechtsstaat, Ihre Einstellung zur Demokratie hinterfragen. (Beifall beim BZÖ.) Jedes Opfer ist ein Opfer zu viel, egal, von welcher Seite es kommt, meine Damen und Herren von den Grünen!
Abg. Mag. Lunacek: Was hat das mit dem NS-Aufhebungsgesetz zu tun?
Ich bringe Ihnen noch ein aktuelles Beispiel aus Kärnten, das man auch betrachten muss. Es ist vor Kurzem im slowenischen Laško ein Massengrab gefunden worden. Und die „Kronen Zeitung“ schreibt auf einer Doppelseite: „Die vergessenen Opfer aus Kärnten“. – Genau das meine ich, meine Damen und Herren von den Grünen: die vergessenen Opfer. Es soll nicht sein, dass Opfer, egal von welcher Seite, vergessen werden! (Abg. Mag. Lunacek: Was hat das mit dem NS-Aufhebungsgesetz zu tun?)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Im Mai 1945 sind auf österreichischer Seite insgesamt 420 Personen von den Tito-Partisanen und der Tito-Justiz verschleppt worden. 96 Frauen und Männer aus Kärnten sind getötet worden. Menschen, Kärntnerinnen und Kärntner befinden sich in diesem Massengrab in Laško. Davon reden Sie nicht, diese Opfer sind Ihnen egal, diese Opfer vergessen Sie. Die sind Ihnen wurscht – im wahrsten Sinne des Wortes. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir fordern auch für diese Opfer Gerechtigkeit, wir fordern, dass vonseiten der österreichischen Republik damit aufgehört wird, dass die Täter, die Tito-Partisanen Geld bekommen, Denkmäler haben, Ehrungen und Ehrenmedaillen der Republik Österreich erhalten. Das ist auch ein Kapitel unserer Geschichte, ein Kapitel dieses Landes, ein Kapitel der Geschichte Europas, das aufgearbeitet werden muss, das man sich genau anschauen muss, denn man darf auf kein Opfer vergessen. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Petzner: Da ist ein Zusammenhang!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Herr Kollege Petzner, ich darf Sie daran erinnern – das war auch schon während meiner Vorsitzzeit am Vormittag so –, dass Sie einen Zusammenhang zur Sache herstellen müssen. (Abg. Petzner: Da ist ein Zusammenhang!) Ich glaube, dass dieser Fall zu dieser ersten Lesung keinen sachlichen Zusammenhang hat. Ich bitte Sie daher, einen sachlichen Zusammenhang herzustellen.
Ironische Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Silhavy: Villacher Fasching!
Abgeordneter Stefan Petzner (fortsetzend): Herr Präsident! Da muss ich Ihnen, bei allem Respekt, vehement widersprechen. Ich sehe hier den Zusammenhang sehr wohl gegeben. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Silhavy: Villacher Fasching!) Wenn amtierende Richter, wie Frau Cattina Leitner, Richterin des Landes ...
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Petzner.
(Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Petzner.)
Abg. Bucher: „Internet“ ist auch nicht Deutsch!
Wir haben in den vergangenen Jahren mehrfach Fehlentwicklungen feststellen müssen. Bei vielen Jugendlichen zum Beispiel, die vor allem die neuen Medien nutzen, Stichwort „Internet“, verkümmert die sprachliche Ausdrucksfähigkeit nachweislich. (Abg. Bucher: „Internet“ ist auch nicht Deutsch!) Ein Teil der Werbewirtschaft und auch viele Halbgebildete, die wir aus den „Seitenblicken“ im ORF kennen, wollen oder können sich nicht mehr klar und deutlich in der eigenen Muttersprache ausdrücken.
Beifall bei der FPÖ.
Immer mehr Lehrveranstaltungen, nicht nur im Bereich der Informatik werden in Englisch abgehalten, aber eines muss man natürlich in diesem Zusammenhang klar festhalten: Wenn man wirklich die Auffassung vertritt, dass Wichtiges in Zukunft nur mehr auf Englisch gesagt werden muss, dann wertet man seine eigene Sprache und auch seine eigene Forschung im Bereich der Wissenschaft ab. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dem ist nichts hinzuzufügen. Ich glaube, dass dieser Gesetzentwurf überreif ist – und ich bitte um Zustimmung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Außerdem: Schauen Sie sich einmal die Lehnwörter im Deutschen an, dann werden Sie Augen machen und aus dem Staunen nicht mehr herauskommen, denn Sprache ist auch etwas Lebendiges. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Mag. Heidemarie Unterreiner (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Kollegin Muttonen, ein Sprachgesetz ist notwendig, denn das Bewahren unserer Identität ist das Gewissensthema unserer Epoche. Keine kulturelle Errungenschaft der Menschen ist in ähnlicher Weise identitätsstiftend wie die Muttersprache. Sprache ist nicht nur ein Verständigungsmittel, sondern auch ein Hort der geistigen Überlieferung; ein geistiger und ein ideeller Schatz, der von Generation zu Generation weitergegeben wird – und deswegen eben etwas Lebendiges, da gebe ich Ihnen recht. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Scheibner: O je!
Deswegen ist aber auch jede Generation verantwortlich für die Lebenskraft der Sprache. Die Sprache ist, wie mein Kollege Kurzmann schon sagte, die Trägerin des kulturellen Ausdrucks. Und die Sprache ist es, in der man denkt, in der man fühlt, in der man träumt. (Abg. Scheibner: O je!) – Nicht „o je!“ So ist das eben. Bewahren der Sprache, Schutz der Sprache ist daher für uns Freiheitliche ein ganz zentrales Anliegen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Petzner: Beherrschen Sie sie auch?)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Petzner: Beherrschen Sie sie auch?
Deswegen ist aber auch jede Generation verantwortlich für die Lebenskraft der Sprache. Die Sprache ist, wie mein Kollege Kurzmann schon sagte, die Trägerin des kulturellen Ausdrucks. Und die Sprache ist es, in der man denkt, in der man fühlt, in der man träumt. (Abg. Scheibner: O je!) – Nicht „o je!“ So ist das eben. Bewahren der Sprache, Schutz der Sprache ist daher für uns Freiheitliche ein ganz zentrales Anliegen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Petzner: Beherrschen Sie sie auch?)
Abg. Huber: Sie kontrollieren das?!
Deswegen soll der Sprache in allen Bildungseinrichtungen – angefangen vom Elternhaus, das unserer Meinung nach auch eine Bildungseinrichtung ist, über den Kindergarten bis hin zur Universität – eine herausragende Rolle zukommen. (Abg. Huber: Sie kontrollieren das?!)
Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Ich komme noch kurz auf die Themen Märchen, Mythen und Volkslieder zu sprechen, und ganz wichtig ist auch: Erzählen, Vorlesen, Singen sollte schon in frühester Kindheit von Bedeutung sein. Der Zugang auch zu unseren Dichtern, zu unseren Denkern ist wichtig. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.) – Herr Kollege Scheibner, ich bin überzeugt davon, dass auch du Volkslieder singst, vielleicht manchmal unter den Linden, am Abend. Ich nehme es halt an. (Heiterkeit bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei der FPÖ.
Ich komme noch kurz auf die Themen Märchen, Mythen und Volkslieder zu sprechen, und ganz wichtig ist auch: Erzählen, Vorlesen, Singen sollte schon in frühester Kindheit von Bedeutung sein. Der Zugang auch zu unseren Dichtern, zu unseren Denkern ist wichtig. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.) – Herr Kollege Scheibner, ich bin überzeugt davon, dass auch du Volkslieder singst, vielleicht manchmal unter den Linden, am Abend. Ich nehme es halt an. (Heiterkeit bei der FPÖ.)
Abg. Petzner: Sie beherrschen die deutsche Sprache nicht!
Ich glaube, dass auch das Erlernen von Gedichten wichtig ist. Das ist nämlich der sinnliche und der emotionale Zugang zur Sprache, etwas, das auch sehr wichtig ist. Auch die Beschäftigung mit der klassischen Literatur ist wichtig. (Abg. Petzner: Sie beherrschen die deutsche Sprache nicht!) Da bin ich überzeugt davon, dass auch Sie vielleicht einmal Schiller und Goethe lesen, Herr Petzner, und dass Sie Freude daran haben; das hoffe ich halt. (Abg. Strache: Das glaube ich!)
Abg. Strache: Das glaube ich!
Ich glaube, dass auch das Erlernen von Gedichten wichtig ist. Das ist nämlich der sinnliche und der emotionale Zugang zur Sprache, etwas, das auch sehr wichtig ist. Auch die Beschäftigung mit der klassischen Literatur ist wichtig. (Abg. Petzner: Sie beherrschen die deutsche Sprache nicht!) Da bin ich überzeugt davon, dass auch Sie vielleicht einmal Schiller und Goethe lesen, Herr Petzner, und dass Sie Freude daran haben; das hoffe ich halt. (Abg. Strache: Das glaube ich!)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Wir sind gegen eine Verluderung der deutschen Sprache und deswegen gegen Anglizismen. Ich finde es einfach lächerlich – Kollege Kurzmann hat das bereits angesprochen –, was sich diesbezüglich abspielt im ORF: „Prime Time“ heißt es da beispielsweise nur mehr und so weiter. Das ist ja nicht mehr auszuhalten. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) – Ja, aber das muss man zulassen. (Heiterkeit bei BZÖ und SPÖ.)
Heiterkeit bei BZÖ und SPÖ.
Wir sind gegen eine Verluderung der deutschen Sprache und deswegen gegen Anglizismen. Ich finde es einfach lächerlich – Kollege Kurzmann hat das bereits angesprochen –, was sich diesbezüglich abspielt im ORF: „Prime Time“ heißt es da beispielsweise nur mehr und so weiter. Das ist ja nicht mehr auszuhalten. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) – Ja, aber das muss man zulassen. (Heiterkeit bei BZÖ und SPÖ.)
Abg. Petzner: Frau Kollegin! Können Sie mir sagen, was das „Zwischennetz“ in der FPÖ ist?
Ich spreche jetzt vom ORF als Kulturträger – es ist wichtig, was dort geschieht – und fordere, dass dort der Kulturauftrag erfüllt wird und dass auch Werke aus der „Burg“ und Oper wieder Eingang in das ORF-Programm finden. Es ist doch eine Schande, dass man davon im ORF nichts mehr hört und sieht. (Abg. Petzner: Frau Kollegin! Können Sie mir sagen, was das „Zwischennetz“ in der FPÖ ist?)
Abg. Petzner: Ihre Leute sagen zum Internet „Zwischennetz“!
Die Mundart soll gepflegt und geschützt werden; das wäre sozusagen die Weiterentwicklung der Sprache. Das Beherrschen der deutschen Sprache muss natürlich, das sagen wir immer wieder, die Voraussetzung für Einbürgerungen sein. (Abg. Petzner: Ihre Leute sagen zum Internet „Zwischennetz“!) – „Zwischennetz“ habe ich nie gesagt; da haben Sie mich missverstanden.
Beifall bei der FPÖ sowie demonstrativer Beifall bei Abgeordneten des BZÖ.
Zum Schluss kommend: Die Sprache ist ein Teil unserer geistigen Heimat. Sie ist daher zu achten und zu wahren. (Beifall bei der FPÖ sowie demonstrativer Beifall bei Abgeordneten des BZÖ.)
Heiterkeit beim BZÖ
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Kollegin Muttonen, das Wort „Pommes frites“ würde der Kollege Weinzinger mit „Bratkartoffelstäbchen“ übersetzen (Heiterkeit beim BZÖ) – und das Wort „Ketchup“, das kann ich Ihnen auch gleich sagen, sicherlich mit „Tomatenmost“, nein mit „Tomatenausquetschmost“; das ist noch präziser. Haben Sie es jetzt? (Abg. Mag. Muttonen: Ja, danke!) – Sehen Sie, so geht das. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Muttonen: Ja, danke!
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Kollegin Muttonen, das Wort „Pommes frites“ würde der Kollege Weinzinger mit „Bratkartoffelstäbchen“ übersetzen (Heiterkeit beim BZÖ) – und das Wort „Ketchup“, das kann ich Ihnen auch gleich sagen, sicherlich mit „Tomatenmost“, nein mit „Tomatenausquetschmost“; das ist noch präziser. Haben Sie es jetzt? (Abg. Mag. Muttonen: Ja, danke!) – Sehen Sie, so geht das. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Kollegin Muttonen, das Wort „Pommes frites“ würde der Kollege Weinzinger mit „Bratkartoffelstäbchen“ übersetzen (Heiterkeit beim BZÖ) – und das Wort „Ketchup“, das kann ich Ihnen auch gleich sagen, sicherlich mit „Tomatenmost“, nein mit „Tomatenausquetschmost“; das ist noch präziser. Haben Sie es jetzt? (Abg. Mag. Muttonen: Ja, danke!) – Sehen Sie, so geht das. (Beifall beim BZÖ.)
Oh-Rufe beim BZÖ.
Da gab es einen Entschließungsantrag vom 17. Oktober 2007; Zahl 445/A(E). Ich habe mir diesen Antrag angeschaut und mir gedacht: Das muss doch jetzt wirklich der Hort des Deutschtums sein. Aber schauen Sie, was ich gefunden habe (der Redner hält einen Antrag in die Höhe): Insgesamt habe ich vier schwere und den Sinn entstellende Fehler entdeckt, neun Rechtschreib- und zwei Interpunktionsfehler. (Oh-Rufe beim BZÖ.) Ja, ich war auch ganz entsetzt – und ich möchte Ihnen jetzt ein paar Kostproben aus diesem Antrag darbieten:
Heiterkeit
„Ein weiterer, sehr bedrohliches Gefahrenmoment“ (Heiterkeit) „ist das zum Teil mäßige Niveau des Deutsch-Unterrichts an unseren Schulen – verursacht vor allem durch den hohen Ausländeranteilen in Schulklassen.“ – Zitatende. (Heiterkeit.)
Heiterkeit.
„Ein weiterer, sehr bedrohliches Gefahrenmoment“ (Heiterkeit) „ist das zum Teil mäßige Niveau des Deutsch-Unterrichts an unseren Schulen – verursacht vor allem durch den hohen Ausländeranteilen in Schulklassen.“ – Zitatende. (Heiterkeit.)
Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.
Ja, ja, meine Damen und Herren, da hätte ich beinahe gesagt: Daitsches Sprache schweres Sprache! (Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.)
Heiterkeit und Beifall beim BZÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich habe mir gedacht, ich schaue mir halt andere Anträge an – und da habe ich einen weiteren Antrag im „Zwischennetz“ gefunden, und zwar einen Antrag der Abgeordneten Strache, Rosenkranz, Kickl zum Thema „Erstellung eines jährlichen österreichischen Islamisierungsberichtes“. In diesem Antrag bin ich gleich auf 35 Fehler gestoßen: auf 22 Rechtschreibfehler, einen Trennungsfehler, fünf Interpunktionsfehler und sieben schwere Sinnfehler, meine Damen und Herren. (Heiterkeit und Beifall beim BZÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.
1.) Lage der deutschen Sprache.“ (Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.)
Heiterkeit.
„2.) Statistik über Verletzungen der deutschen Sprache ...“ – Jetzt weiß ich, dass die deutsche Sprache ein Sanitätsproblem hat; auch das ist für mich ganz erhellend gewesen. (Heiterkeit.)
Heiterkeit.
Und siehe da, da entdecke ich auch noch ein Plakat der FPÖ, also der „Heimatpartei FPÖ“, und zwar mit dem Konterfei des HC Strache – und darunter steht bitte: „Du bist unser Held! We love you.“ – Huch! (Heiterkeit.)
Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren, das kann doch nicht von einem Anhänger der FPÖ sein! Nein, das glaube ich nicht! (Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.)
Neuerliche Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.
Wenn Strache das Wort „Anhänger“ verwendet, dann meint er – wie der Vorsitzende der FPÖ einmal im Fernsehen gesagt hat – immer „beide Geschlechtsteile“. (Neuerliche Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.)
Heiterkeit.
Meine Damen und Herren, dieses „We love you“, das kann doch nur ein böser Anschlag auf einem FPÖ-Plakat sein, und zwar von ganz perfiden, hinterhältigen marxistisch-leninistischen Feministinnen! (Heiterkeit.) – Ich will das aber jetzt nicht übersetzen, denn das würde wirklich zu weit führen.
Abg. Strache: Der Herr Sektierer!
Ich habe mir gedacht, das passt irgendwie. Das kommt der Sache schon sehr viel näher. Mit dem Genetiv stehen Sie auf anderen Plakaten auch auf Kriegsfuß. (Abg. Strache: Der Herr Sektierer!)
Zwischenruf des Abg. Vilimsky.
Siehe da, ich habe einen Artikel des Kollegen Vilimsky – das ist der mit diesem urdeutschen, urgermanischen Namen Vilimsky – zur Lage der Deutschen in Chile entdeckt. (Zwischenruf des Abg. Vilimsky.) Der endet mit einem glorreichen Satz. Also wirklich, das ist ein Meilenstein in der Weltliteratur!
Heiterkeit.
„Erheben wir die Häupter, um die Sonne des Deutschtums in altem hellen Licht wieder erstrahlen zu lassen.“ – Harald Vilimsky. (Heiterkeit.) Das ist jener, der seinen Stammbau auf Roger von der Wotanseiche zurückführt, meine Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
„Erheben wir die Häupter, um die Sonne des Deutschtums in altem hellen Licht wieder erstrahlen zu lassen.“ – Harald Vilimsky. (Heiterkeit.) Das ist jener, der seinen Stammbau auf Roger von der Wotanseiche zurückführt, meine Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.
Niemals hätte ich mir gedacht, dass ich einmal einen Antrag ad hoc in erster Lesung dermaßen zur Behandlung anempfehlen muss, dass die Antragsteller mir den Beweis dafür geliefert haben, wie dringlich die Behandlung dieses Antrages ist. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.)
Beifall bei BZÖ und ÖVP.
Herr Präsident, vielleicht ist es möglich, da es sich um deine eigene Fraktion handelt, dass wir diesen Antrag in einer öffentlichen Ausschusssitzung behandeln können. – Ich danke. (Beifall bei BZÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Abgeordneter Mag. Dr. Wolfgang Zinggl (Grüne): Herr Präsident! Was sollen wir mit diesem Antrag jetzt tun? Ernst nehmen können wir ihn ja wirklich nicht! Ich glaube, Herr Kollege Stadler, Sie nehmen das viel zu ernst. In Wirklichkeit ist das ein ganz listiger Trick der FPÖ – und wenn Sie denen auf den Leim gehen, dann sind Sie selber schuld! Ich gehe denen nicht auf den Leim. Die hätten jetzt ganz gern, dass wir da irgendwie die Kiste auspacken: Deutschtümelei, Kulturhygiene, Gleichschritt, Uniformierung und so weiter. Das machen wir sicherlich nicht. Das ist einfach zu blöd! (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.)
Abg. Strache: Man kann alles, wie Sie und Herr Stadler, ins Absurde ziehen!
Ihre Begleitband, die John Otti-Band, müsste dann ja „Hans Otti-Musikbegleitgruppe“ oder so ähnlich heißen. Ob das beim Jungvolk wirklich so fährt, weiß ich nicht! (Abg. Strache: Man kann alles, wie Sie und Herr Stadler, ins Absurde ziehen!) Bestenfalls könnten Sie dann noch bei irgendwelchen Verbindungsbrüdern einkehren, aber die haben auch komische Wörter, zum Beispiel „Mensuren“, „Chargen“, „Kommerse“ und so weiter. All das sind Fremdwörter, das können Sie vergessen!
Beifall bei den Grünen.
Daher sage ich: Let it be! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Zu Kollegem Stadler: Ich darf dir mit Jesaja, 41 Vers 24, zurufen: „Siehe, ihr seid nichts, euer Tun ist nichts, und euch zu wählen ist ein Gräuel.“ (Beifall bei der FPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher glauben wir, dass dieser Antrag wichtig und richtig ist. Ich freue mich auf Ihre Debattenbeiträge, auf die Behandlung im Ausschuss und auf eine gelungene Integrationspolitik! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Natürlich sind gute Deutschkenntnisse von großer Bedeutung. Ich glaube aber nicht, dass sich dies mit einer Verpflichtung zum Deutschsprechen herbeizwingen lässt. Das löst die wirklichen sozialen Probleme sicher nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, das ist eine ziemlich absurde Vorstellung. Daher ist, wie ich glaube, dieser Antrag nicht weiter zu kommentieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Shortman!
Abgeordnete Mag. Heidemarie Unterreiner (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich komme noch einmal auf den Kurzmann’schen Antrag zurück. (Abg. Mag. Kogler: Shortman!) Man hat sich hier darüber sehr lustig gemacht. Komischerweise haben in Europa mehrere Länder ähnliche Anträge gestellt, weil es in dieser globalisierten Welt nun einmal notwendig ist, dass man die Sprache schützt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Mag. Heidemarie Unterreiner (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich komme noch einmal auf den Kurzmann’schen Antrag zurück. (Abg. Mag. Kogler: Shortman!) Man hat sich hier darüber sehr lustig gemacht. Komischerweise haben in Europa mehrere Länder ähnliche Anträge gestellt, weil es in dieser globalisierten Welt nun einmal notwendig ist, dass man die Sprache schützt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zu Ihrem Beitrag, Herr Kollege Stadler: Ich finde, da ist hier im Haus eine Steigerung möglich: Man kann eine Sache seriös debattieren, man kann sie unseriös debattieren oder wie Stadler. Das ist die Steigerungsstufe. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich komme jetzt auf den Rosenkranz-Antrag zurück, den ich natürlich auch für sehr wichtig erachte. Wir haben auch schon mehrmals darüber gesprochen, dass auch musische Fächer vermehrt an Schulen eingeführt werden sollen. Mein Kollege Rosenkranz hat heute darüber gesprochen, dass diese Fächer für die Integration von Kindern von Zuwanderern eine große Bedeutung haben und viel dazu beitragen können. – Die Vorstellung, dass man gemeinsam musiziert, gemeinsam singt und gemeinsam Theater spielt, ist eine sehr gute Idee, denn das Zusammengehörigkeitsgefühl und das Gefühl, hier in der neuen Heimat eingebettet zu sein, sind sehr wichtig. Deswegen meine ich, dass es eine sehr gute Idee ist, einen solchen Antrag zu stellen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Scheibner: Da brauchen Sie nicht so weit gehen!
Allerdings möchte ich das Thema sehr wohl ernsthaft behandelt wissen. Man kann natürlich darüber reden, was Schulsprache sein soll und ob es so etwas geben soll. Es gibt auch wirklich ernsthafte Versuche dazu in Deutschland, etwa in Berlin an der Herbert Hoover-Realschule, die einen MigrantInnenanteil von über 90 Prozent hat. (Abg. Scheibner: Da brauchen Sie nicht so weit gehen!) Dort wurde Deutsch als Schulsprache eingeführt, aber auf freiwilliger Basis. Das ist ein wesentlicher Punkt, und das unterscheidet sich natürlich sehr deutlich von dem, was Sie wollen. Und vor allem widerspricht es dem Geist, der bei Ihnen zu spüren ist.
Abg. Strache: Neue Freunde!
nachher noch mit ihm unterhalten. Er hat in Ihrem Text gezählte vier Fehler mehr gefunden als ich. Es würde mich interessieren, welche das im Detail gewesen sind. (Abg. Strache: Neue Freunde!)
Heiterkeit bei den Grünen.
Auf einen Aspekt möchte ich in der Genese Ihres Textes noch besonders hinweisen: Sie schreiben in Frage 61 in Ihrer Anfrage vor zwei Jahren: „Wie viele Schulklassen der verschiedenen Schultypen in Österreich haben einen Anteil an Schülern nichtdeutscher Muttersprache und ausländischen Schülern von über 100 Prozent?“ (Heiterkeit bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
„Es ist eben eine alte Erfahrung: Deutsch denken und Deutsch können ist zweierlei.“ – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Moser: Wie geht das mit über 100 Prozent?
Ich habe heute etwas zur Kenntnis genommen: ... (Abg. Dr. Moser: Wie geht das mit über 100 Prozent?) – Herr Lehrer, Sie werden es wissen: Es gibt keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten. Ich nehme an, dass der Apparat der Frau Bundesminister die Frage richtig beantwortet hat. Das war eine Intelligenzfrage! (Heiterkeit bei der FPÖ.) Hören wir uns die Antwort an, oder lesen wir sie!
Heiterkeit bei der FPÖ.
Ich habe heute etwas zur Kenntnis genommen: ... (Abg. Dr. Moser: Wie geht das mit über 100 Prozent?) – Herr Lehrer, Sie werden es wissen: Es gibt keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten. Ich nehme an, dass der Apparat der Frau Bundesminister die Frage richtig beantwortet hat. Das war eine Intelligenzfrage! (Heiterkeit bei der FPÖ.) Hören wir uns die Antwort an, oder lesen wir sie!
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Ich musste am heutigen späten Abend zur Kenntnis nehmen, dass es Wetteiferer – wobei die Betonung auf „Eiferer“ liegt – in Fragen der deutschen Sprache und der Hochhaltung dieser Kultur et cetera gibt, nämlich das BZÖ, vertreten durch Ewald Stadler, und die Grünen, vertreten durch Herrn Zinggl. Das sind die Wetteiferer in dieser Angelegenheit, wobei die Betonung auf Eiferer liegt. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.)
Beifall bei der FPÖ.
anerkannt und gleichberechtigt mit Englisch, Französisch und anderen Sprachen sein. Da sind wir noch ein Stück hintennach. Im Deutschen Bundestag ist man sich dessen schon bewusst, aber hier im Hohen Haus wird diese Frage noch von Eiferern verulkt, die um die Wette streiten. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer reicht Klubdirektor Dr. Zögernitz die Hand und übergibt ihm einen Blumenstrauß. – Auch Parlamentsdirektor Dr. Posch reicht Klubdirektor Dr. Zögernitz die Hand. – Anhaltender, stehend dargebrachter allgemeiner Beifall.
Ich wünsche Ihnen, Herr Dr. Zögernitz, alles Gute und freue mich darauf, dass Ihr Know-how auch in Zukunft – der Parlamentsdirektion weniger, aber dafür der ÖVP, und damit indirekt auch wieder uns – zur Verfügung steht. – Ich wünsche alles Gute! (Präsidentin Mag. Prammer reicht Klubdirektor Dr. Zögernitz die Hand und übergibt ihm einen Blumenstrauß. – Auch Parlamentsdirektor Dr. Posch reicht Klubdirektor Dr. Zögernitz die Hand. – Anhaltender, stehend dargebrachter allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall. – Die Abgeordneten Kopf, Bucher, Dr. Graf, Strache, Dr. Cap, Krainer und Dr. Van der Bellen begeben sich zu Dr. Zögernitz und reichen diesem die Hand.
Lieber Werner! Alles Gute! (Allgemeiner Beifall. – Die Abgeordneten Kopf, Bucher, Dr. Graf, Strache, Dr. Cap, Krainer und Dr. Van der Bellen begeben sich zu Dr. Zögernitz und reichen diesem die Hand.)