Eckdaten:
Für die 200. Sitzung der 27. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 435 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht von den Abgeordneten Julia Elisabeth Herr und Mario Lindner
Petition betreffend „Schutz der Wombats“ (Ordnungsnummer 106) (überreicht von den Abgeordneten Julia Elisabeth Herr und Mario Lindner)
überreicht von den Abgeordneten Ing. Klaus Lindinger, BSc, Ing. Manfred Hofinger und Laurenz Pöttinger
Petition betreffend „Entlastung des ÖBB-Parkdecks in Wels“ (Ordnungsnummer 107) (überreicht von den Abgeordneten Ing. Klaus Lindinger, BSc, Ing. Manfred Hofinger und Laurenz Pöttinger)
überreicht von der Abgeordneten Dr. Astrid Rössler
Petition betreffend „Lichtverschmutzung – Anregung auf Erlassung eines Bundesgesetzes“ (Ordnungsnummer 108) (überreicht von der Abgeordneten Dr. Astrid Rössler)
überreicht vom Abgeordneten Rudolf Silvan
Petition betreffend „Für ein Starkes Gesundheitssystem! ÖVP Wahlkampfschmäh Patientenmilliarde abhaken. Gesundheitssystem nachhaltig stärken.“ (Ordnungsnummer 109) (überreicht vom Abgeordneten Rudolf Silvan)
überreicht vom Abgeordneten Mario Lindner
Petition betreffend „Konversionstherapien endlich verbieten! Beschlüsse des Nationalrats endlich umsetzen!“ (Ordnungsnummer 110) (überreicht vom Abgeordneten Mario Lindner)
überreicht vom Abgeordneten Christian Hafenecker, MA
Petition betreffend „Aktive Friedens- und Neutralitätspolitik statt Kriegstreiberei“ (Ordnungsnummer 111) (überreicht vom Abgeordneten Christian Hafenecker, MA)
Allgemeiner Beifall.
Ich darf die ukrainische Parlamentsdelegation zur Parlamentarischen Versammlung der OSZE, die gerade ihre 22. Wintertagung abhält, unter der Leitung von Mykyta Poturajew herzlich bei uns begrüßen. Mein Gruß gilt auch dem türkischen Botschafter Ozan Ceyhun, der uns heute hier bei dieser Sitzung begleitet. Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeine Heiterkeit.
Ich begrüße auch den Herrn Vizekanzler. (Allgemeine Heiterkeit.) – Er war zuerst noch nicht da.
Beifall bei NEOS, ÖVP, SPÖ und Grünen.
Bundesregierung! Werte Diplomatinnen und Diplomaten! Ich möchte Sie herzlich hier im Hohen Haus begrüßen, allen voran auch den Botschafter der Ukraine Chymynez und den Vertreter der EU-Kommission in Österreich, Martin Selmayr. Herzlich willkommen bei uns im Parlament! Ebenso herzlich willkommen im österreichischen Nationalrat: Swjatlana Zichanouskaja, die Oppositionsführerin und Führerin der Demokratiebewegung aus Belarus! (Beifall bei NEOS, ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Abg. Kickl: ... die erste, die mitgedackelt wäre ...!
Die Zeitenwende ist jetzt da: So hat Olaf Scholz, der deutsche Bundeskanzler, das letztes Jahr ja bezeichnet. In Wahrheit ist diese Zeitenwende aber schon viel früher eingeläutet worden. Viele Staaten haben uns gewarnt: baltische Staaten, Polen. Wir haben vielleicht nicht gut genug zugehört, wiewohl auch hier bei uns, unter anderem von uns NEOS, immer wieder, auch nach 2014, Warnungen ausgesprochen worden sind, was es heißt, Putin den roten Teppich auszurollen oder Projekte wie Nord Stream 2 voranzutreiben. (Abg. Kickl: ... die erste, die mitgedackelt wäre ...!)
Beifall bei den NEOS.
Deutschland – und das ist eine historische Entwicklung gewesen – hat eine massive Aufstockung des Verteidigungsbudgets veranlasst. Finnland und Schweden – Finnland, das geradezu symbolisch für die Idee, die Ideale von Neutralitätspolitik gegenüber einem starken, aggressiven Nachbarstaat steht; das wurde ja auch immer Finnlandisierung genannt – haben ihre Sicherheits- und Verteidigungspolitik überdacht und nach jahrzehntelanger Paktfreiheit Anträge auf Nato-Mitgliedschaft gestellt. Die beiden Staaten haben erkannt, dass Neutralität alleine nicht schützt. Es schützt uns nur eine starke Partnerschaft, das Bündnis mit gleichgesinnten Partnerinnen und Partnern, die sich auch alle zu unserer Wertegemeinschaft bekennen. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Belakowitsch: Sondern?!
Wir sehen nichts anderes als einen Neoimperialismus, und deshalb sage ich es auch sehr oft: Es ist nicht nur – aber natürlich auch, angesichts der Ermordungen, Vergewaltigungen, Folterungen, Deportationen von Kindern, der massiven Zerstörung von Häusern, von Wohnhäusern, von Infrastruktur; was wir tagtäglich sehen, die Bilder aus der Ukraine können uns nicht unberührt lassen – eine moralische Frage, jetzt die Ukraine zu unterstützen (Abg. Belakowitsch: Sondern?!), es ist unser ureigenstes Interesse, gerade als ein kleines Land wie Österreich (Zwischenruf des Abg. Hafenecker), ein kleines Land, das darauf bauen muss, dass Verträge Gültigkeit haben und nicht das Recht des Stärkeren gilt. Putin muss in der Ukraine gestoppt werden, um nachhaltig Freiheit und Frieden zu sichern. (Beifall bei NEOS und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker
Wir sehen nichts anderes als einen Neoimperialismus, und deshalb sage ich es auch sehr oft: Es ist nicht nur – aber natürlich auch, angesichts der Ermordungen, Vergewaltigungen, Folterungen, Deportationen von Kindern, der massiven Zerstörung von Häusern, von Wohnhäusern, von Infrastruktur; was wir tagtäglich sehen, die Bilder aus der Ukraine können uns nicht unberührt lassen – eine moralische Frage, jetzt die Ukraine zu unterstützen (Abg. Belakowitsch: Sondern?!), es ist unser ureigenstes Interesse, gerade als ein kleines Land wie Österreich (Zwischenruf des Abg. Hafenecker), ein kleines Land, das darauf bauen muss, dass Verträge Gültigkeit haben und nicht das Recht des Stärkeren gilt. Putin muss in der Ukraine gestoppt werden, um nachhaltig Freiheit und Frieden zu sichern. (Beifall bei NEOS und Grünen.)
Beifall bei NEOS und Grünen.
Wir sehen nichts anderes als einen Neoimperialismus, und deshalb sage ich es auch sehr oft: Es ist nicht nur – aber natürlich auch, angesichts der Ermordungen, Vergewaltigungen, Folterungen, Deportationen von Kindern, der massiven Zerstörung von Häusern, von Wohnhäusern, von Infrastruktur; was wir tagtäglich sehen, die Bilder aus der Ukraine können uns nicht unberührt lassen – eine moralische Frage, jetzt die Ukraine zu unterstützen (Abg. Belakowitsch: Sondern?!), es ist unser ureigenstes Interesse, gerade als ein kleines Land wie Österreich (Zwischenruf des Abg. Hafenecker), ein kleines Land, das darauf bauen muss, dass Verträge Gültigkeit haben und nicht das Recht des Stärkeren gilt. Putin muss in der Ukraine gestoppt werden, um nachhaltig Freiheit und Frieden zu sichern. (Beifall bei NEOS und Grünen.)
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Kogler.
Ich kann mich erinnern, Herr Bundeskanzler, Herr Vizekanzler – die Energieministerin ist jetzt nicht da –, dass Sie sich vor Weihnachten hingestellt, sich auf die Schulter geklopft und gesagt haben: Durch unsere großartige Arbeit ist es gelungen, die Abhängigkeit von russischem Gas auf 20 Prozent zu reduzieren. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Kogler.) Ich glaube, Sie müssen ein bisschen ehrlich sein, Sie haben da die Österreicherinnen und Österreicher angeschwindelt, und zwar in einem ungeheuren Ausmaß, das unverzeihlich ist, denn die Abhängigkeit ist nach wie vor gegeben. Wir finanzieren damit den Krieg. Zuletzt haben wir in einem Monat 1 Milliarde Euro überwiesen. Schauen wir uns an, was wir, was Österreich im letzten Jahr für russisches Gas an Russland gezahlt hat: Es sind nahezu 7 Milliarden Euro gewesen. 7 Milliarden
Beifall bei den NEOS.
Euro! Im Vergleich dazu: Wir haben im letzten Jahr 600 Millionen Euro Hilfe an die Ukraine geleistet. Jetzt frage ich Sie: Kann man da von Entschlossenheit sprechen, davon, dass die Zeitenwende auch in energiepolitischen Fragen bei uns angekommen ist? – Ich meine: wirklich nicht. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Es ist aber nicht mehr die Zeit des Kalten Krieges, wir stehen nicht mehr als Block zwischen Ost und West. Wir sind Teil der westlichen Wertegemeinschaft, und das ist gut so. Wir sind Teil des vereinten Europas, der europäischen Union, und das ist gut so. Wir haben auch gesagt – selbstbewusst und entschlossen –, dass wir an der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik in Europa teilnehmen, und zwar ohne Einschränkungen, weil wir in dieser Frage nur gemeinsam stärker sind und Friedenssicherung, aber auch Friedensschaffung im ureigensten Interesse unseres Kontinents liegen muss. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Das ist doch schon lange unterwegs. Wenn wir unsere Freiheit, unsere Selbstbestimmung ernst nehmen, dann müssen wir doch erkennen, dass wir eine neue Sicherheitsarchitektur in Europa und damit auch für Österreich denken und diese Sprachlosigkeit ein für alle Mal beenden müssen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Es ist Ihre Pflicht und Aufgabe als Bundesregierung, für die Sicherheit und die Freiheit der Menschen in Österreich zu sorgen. Es ist nicht Ihre Aufgabe, nostalgische Referate darüber zu halten, wie sehr die Neutralität wie Mozartkugeln oder Lipizzaner zu unserer Identität beiträgt. (Beifall bei den NEOS.) Nostalgie schützt uns nämlich auch nicht, sehr geehrte Damen und Herren von der Bundesregierung.
Beifall bei den NEOS.
Daher müssen wir selbstverständlich auch die Frage stellen, was das für unser Verständnis und Ihr versteinertes Verständnis von Neutralität in der heutigen Zeit heißt. Das sind wir den Österreicherinnen und Österreichern schuldig: ernsthafte Debatten zu führen und nicht Showdebatten, die irgendwie den Mief von Nostalgie in sich tragen. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Hafenecker: Reden wir über den Haselsteiner!
Jetzt möchte ich am Schluss, weil ich es schon angesprochen habe, vielleicht noch ein paar Worte zur FPÖ sagen. Ich will eigentlich gar nicht mit Ihnen streiten (Abg. Hafenecker: Reden wir über den Haselsteiner!), denn die Schwächlichkeit Ihrer Argumentation in dieser Frage sehen ja eh immer mehr Menschen. Sie werden natürlich wieder hier herauskommen und vor allem Unwahrheiten behaupten. Sie werden sagen: Es sind die USA schuld, es ist die Nato schuld!, und Sie werden Opfer und Täter komplett miteinander
Zwischenrufe bei der FPÖ.
vermengen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es gibt nur einen, der derzeit Frieden schaffen kann, und das ist Putin, indem er seine Truppen aus der Ukraine abzieht. Das ist der schnellste Weg zu Frieden. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
vermengen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es gibt nur einen, der derzeit Frieden schaffen kann, und das ist Putin, indem er seine Truppen aus der Ukraine abzieht. Das ist der schnellste Weg zu Frieden. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Mit liberal haben Sie schon lang nichts mehr zu tun, das wissen wir eh!
Es ist aber nicht der schnellste Weg zu Frieden, jetzt die Ukraine in Verhandlungen zu drängen und damit zu sagen: Unterwerft euch Putin!, denn das wird nur ein sehr kurzsichtiger und kurzfristiger Frieden sein. Wir werden es nicht zulassen, dass Sie, obwohl Sie das Wort freiheitlich im Namen tragen, mit Ihrer Art der Politik unsere Freiheit in Europa so gefährden. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Mit liberal haben Sie schon lang nichts mehr zu tun, das wissen wir eh!)
Abg. Kickl: Wann ist denn Schluss? Wann ist denn Schluss? – Zwischenruf der Abg. Steger
Am Schluss wird es natürlich Verhandlungen geben müssen, keine Frage, aber erst ab dem Zeitpunkt, zu dem klar ist, dass der Frieden nachhaltig ist und dass keine weiteren imperialistischen Bestrebungen Russlands passieren können (Abg. Kickl: Wann ist denn Schluss? Wann ist denn Schluss? – Zwischenruf der Abg. Steger) – als ob es nicht Putin gewesen wäre, der diesen Krieg begonnen hat, als ob es nicht seine Panzer wären, die in die Ukraine gerollt sind, als ob es nicht seine Soldaten wären, die Frauen vergewaltigen, Kinder deportieren, Menschen ermorden und Massaker anrichten, als ob es nicht auch unsere Sicherheit und Freiheit wären, die da auf dem Spiel stehen.
Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Neutralität, wie Sie sie oft bedienen, ist ein Deckmantel für klar prorussische Interessen. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Sie sind willfährige Propagandagehilfen Putins, und ich finde das sehr schade, denn angesichts einer Politik in Österreich, bei der die beiden Parteien ÖVP und SPÖ komplett den Kopf in den Sand stecken und keine Reformen wagen, bräuchten wir eine weitere Kraft in unserem Land, die entschlossen für Freiheit, Selbstbestimmung und Sicherheit sorgt (Abg. Kickl: Sie wissen gar nicht, was Freiheit bedeutet! – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Hafenecker) und auch entschlossen Reformen einmahnt, mit unseren starken Partnern in Europa.
Abg. Kickl: Sie wissen gar nicht, was Freiheit bedeutet! – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Hafenecker
Neutralität, wie Sie sie oft bedienen, ist ein Deckmantel für klar prorussische Interessen. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Sie sind willfährige Propagandagehilfen Putins, und ich finde das sehr schade, denn angesichts einer Politik in Österreich, bei der die beiden Parteien ÖVP und SPÖ komplett den Kopf in den Sand stecken und keine Reformen wagen, bräuchten wir eine weitere Kraft in unserem Land, die entschlossen für Freiheit, Selbstbestimmung und Sicherheit sorgt (Abg. Kickl: Sie wissen gar nicht, was Freiheit bedeutet! – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Hafenecker) und auch entschlossen Reformen einmahnt, mit unseren starken Partnern in Europa.
Abg. Kickl: Sagen Sie, was Sie wollen! Einen EU-Zentralstaat, das wollen Sie!
Ich finde es schade, zur Kenntnis zu nehmen, dass Sie das nicht sind. Sie, Herr Kickl, legen sich lieber mit Kommunisten ins Bett. (Abg. Kickl: Sagen Sie, was Sie wollen! Einen EU-Zentralstaat, das wollen Sie!) Die linken Extremen und die Rechtsextremen kommen in dieser Frage zusammen. Unter dem Deckmantel Frieden und Neutralität verfolgen Sie klar die Interessen Putins, und da gibt es natürlich einen Begriff dafür: Das ist die Hufeisentheorie, wenn die Linksextremen und die Rechtsextremen zusammenkommen, aber Sie fühlen sich offensichtlich wohl in der Gesellschaft von Kommunisten.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.
Das ist die Hufeisentheorie. Sie sind ja so ein Pferdenarr, Herr Kickl: Ich habe Ihnen hier ein schönes Hufeisen mitgebracht (ein Hufeisen in die Höhe haltend), aber ich gebe es Ihnen nicht, weil es ja auch ein Glückssymbol ist, und das fände ich dann doch ein bisschen zu viel. – Danke sehr. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf den Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, Martin Selmayr, begrüßen, er ist jetzt eingetroffen. Eingetroffen ist auch der Botschafter der Ukraine, Wassyl Chymynez – herzlich willkommen und danke, dass Sie auf meine Einladung hin gekommen sind, Herr Botschafter! (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen. – Abg. Kickl: Also doch nicht aufgezwungen worden!
war hilfreich und nützlich für die Republik Österreich, ist hilfreich und bleibt hilfreich für die Republik Österreich. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen. – Abg. Kickl: Also doch nicht aufgezwungen worden!)
Abg. Hafenecker: Na, Corona habts beendet! – Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.
Nur eine Ergänzung zu dem Thema, ich hätte eine Debatte beendet: Wer bin ich, um Debatten zu beenden? (Abg. Hafenecker: Na, Corona habts beendet! – Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.) Ich habe sie für mich beendet, denn die Neutralität hilft uns in ganz vielen Bereichen, und sie ist aus meiner Sicht, gerade in Zeiten wie diesen, auch gar nicht hoch genug einzuschätzen.
Beifall der Abgeordneten Pfurtscheller und Steinacker.
Denken Sie alleine daran, dass wir, weil wir neutral sind, 52 internationale Organisationen in Österreich beheimaten, darunter sind als bedeutendste die Vereinten Nationen mit Sitz in Wien! (Beifall der Abgeordneten Pfurtscheller und Steinacker.) Das wäre ohne Neutralität nicht denkbar. (Abg. Scherak: In New York ist die UNO nicht? – Abg. Hafenecker: Die USA sind auch neutral?) Die 52 internationalen Organisationen geben uns die Möglichkeit, Gesprächskanäle offen zu halten und Wege zu finden – gerade auch, wenn es um Konflikte geht –, dass das Gespräch erhalten bleibt.
Abg. Scherak: In New York ist die UNO nicht? – Abg. Hafenecker: Die USA sind auch neutral?
Denken Sie alleine daran, dass wir, weil wir neutral sind, 52 internationale Organisationen in Österreich beheimaten, darunter sind als bedeutendste die Vereinten Nationen mit Sitz in Wien! (Beifall der Abgeordneten Pfurtscheller und Steinacker.) Das wäre ohne Neutralität nicht denkbar. (Abg. Scherak: In New York ist die UNO nicht? – Abg. Hafenecker: Die USA sind auch neutral?) Die 52 internationalen Organisationen geben uns die Möglichkeit, Gesprächskanäle offen zu halten und Wege zu finden – gerade auch, wenn es um Konflikte geht –, dass das Gespräch erhalten bleibt.
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kickl: Die aber heute nicht da sind, sondern ...!
Deswegen auch ganz klar – und ich weiß, dass das für viele Irritationen in der Ukraine und bei ukrainischen Abgeordneten gesorgt hat –: Internationale Organisationen zeichnen sich dadurch aus, dass die Konfliktparteien selbst beim schlimmsten Konflikt einen Weg finden können, miteinander zu sprechen, und deshalb war es richtig und wichtig, auch die russischen Abgeordneten zur OSZE-Konferenz zuzulassen. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kickl: Die aber heute nicht da sind, sondern ...!)
Abg. Meinl-Reisinger: Hab’ ich ja gesagt!
Die Frage der Neutralität, so wie Österreich sie lebt, ist eine, die unsere Vorväter, die die Republik aufgebaut haben, schon beantwortet haben. Wir haben sie beim Beitritt zur Europäischen Union weiterentwickelt, und das wissen Sie, Frau Klubobfrau! (Abg. Meinl-Reisinger: Hab’ ich ja gesagt!)
Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff
Österreich hat die militärische Neutralität immer in den Vordergrund seiner neutral gestalteten Politik gestellt. Wir sind noch im selben Jahr, 1955, Mitglied der Vereinten Nationen geworden – das unterscheidet uns zum Beispiel von der Schweiz. Wir haben immer eine aktive Neutralitätspolitik gelebt und haben uns nie davor gescheut, Frieden zu erhalten. Das können wir mit gerader Haltung sagen, auch den vielen Soldatinnen und Soldaten dankend, die in friedenserhaltenden Missionen (Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff) weltweit im Rahmen der UNO oder mittlerweile auch der Europäischen Union im Einsatz sind und waren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Österreich hat die militärische Neutralität immer in den Vordergrund seiner neutral gestalteten Politik gestellt. Wir sind noch im selben Jahr, 1955, Mitglied der Vereinten Nationen geworden – das unterscheidet uns zum Beispiel von der Schweiz. Wir haben immer eine aktive Neutralitätspolitik gelebt und haben uns nie davor gescheut, Frieden zu erhalten. Das können wir mit gerader Haltung sagen, auch den vielen Soldatinnen und Soldaten dankend, die in friedenserhaltenden Missionen (Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff) weltweit im Rahmen der UNO oder mittlerweile auch der Europäischen Union im Einsatz sind und waren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Meinl-Reisinger: Das ist ja kein Brückenbauen!
Erinnern Sie sich? Es war gerade nach dem Ausbruch des Krieges, ich bin in den Morgenstunden am 24.2. informiert worden, dass die Invasion beginnt, ich habe Sie als Parteiverantwortliche informiert, in der Folge die Landeshauptleute, es gab eine Sondersitzung hier im Nationalrat, es gab eine Sondersitzung in Brüssel, und ich habe noch in dieser Sondersitzung vor einem Jahr mit Präsident Selenskyj telefoniert. Ich habe Sie um Entschuldigung gebeten, dass ich die Sitzung verlasse. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist ja kein Brückenbauen!)
Abg. Meinl-Reisinger: Aber das ist die Türkei! Und die ist nicht neutral! Das ist so lächerlich!
Und da ist die Rolle der Türkei gar nicht hoch genug einzuschätzen. (Abg. Meinl-Reisinger: Aber das ist die Türkei! Und die ist nicht neutral! Das ist so lächerlich!) Das Minenräumen durch die Ukraine bei Odessa war die Forderung der Russischen Föderation, um Getreidetransporte zuzulassen, und dafür hat es die Sicherheitsgarantie der türkischen Kriegsmarine, dass die russische Kriegsmarine Odessa nicht einnimmt, für die Ukraine gebraucht. Die Türkei hat das ermöglicht, denn aus diesem Zusammenspiel aus Vereinten Nationen und Gesprächsdiplomatie ist es tatsächlich gelungen, Getreideschiffe aus Odessa rauszubringen, die für die Ernährung der Welt wichtig sind. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie der Abgeordneten Laimer und Yildirim.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie der Abgeordneten Laimer und Yildirim.
Und da ist die Rolle der Türkei gar nicht hoch genug einzuschätzen. (Abg. Meinl-Reisinger: Aber das ist die Türkei! Und die ist nicht neutral! Das ist so lächerlich!) Das Minenräumen durch die Ukraine bei Odessa war die Forderung der Russischen Föderation, um Getreidetransporte zuzulassen, und dafür hat es die Sicherheitsgarantie der türkischen Kriegsmarine, dass die russische Kriegsmarine Odessa nicht einnimmt, für die Ukraine gebraucht. Die Türkei hat das ermöglicht, denn aus diesem Zusammenspiel aus Vereinten Nationen und Gesprächsdiplomatie ist es tatsächlich gelungen, Getreideschiffe aus Odessa rauszubringen, die für die Ernährung der Welt wichtig sind. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie der Abgeordneten Laimer und Yildirim.)
Abg. Belakowitsch: Wirklich?!
Sie haben Finnland erwähnt. Die finnische Premierministerin war erst bei mir, und die Geschichte Finnlands ist tatsächlich eine ganz andere. (Abg. Belakowitsch: Wirklich?!) Und auch die Betroffenheit Finnlands, Nachbar zu sein, unmittelbarer Nachbar eines kriegsführenden Landes, hat eine völlig andere Diskussion ausgelöst (Abg. Meinl-Reisinger: Ja wollen Sie darauf warten? Das ist doch fahrlässig!) und hat auch eine völlig andere parlamentarische Diskussion ausgelöst. Nur um es auch da mit Klarheit zu sagen: In Finnland sind acht im Parlament vertretene Parteien für den Nato-Beitritt, das heißt, Sie sehen, dass die Bevölkerung an sich einen anderen Diskussionsprozess hat als in Österreich.
Abg. Meinl-Reisinger: Ja wollen Sie darauf warten? Das ist doch fahrlässig!
Sie haben Finnland erwähnt. Die finnische Premierministerin war erst bei mir, und die Geschichte Finnlands ist tatsächlich eine ganz andere. (Abg. Belakowitsch: Wirklich?!) Und auch die Betroffenheit Finnlands, Nachbar zu sein, unmittelbarer Nachbar eines kriegsführenden Landes, hat eine völlig andere Diskussion ausgelöst (Abg. Meinl-Reisinger: Ja wollen Sie darauf warten? Das ist doch fahrlässig!) und hat auch eine völlig andere parlamentarische Diskussion ausgelöst. Nur um es auch da mit Klarheit zu sagen: In Finnland sind acht im Parlament vertretene Parteien für den Nato-Beitritt, das heißt, Sie sehen, dass die Bevölkerung an sich einen anderen Diskussionsprozess hat als in Österreich.
Abg. Meinl-Reisinger: Ja!
Sie haben es erwähnt, Frau Klubobfrau, Sie nennen es „Kopf in den Sand stecken“. – Ich sage Ihnen, das Gegenteil ist der Fall. Die österreichische Geschichte, das Erreichen der Neutralität, das Erreichen der Freiheit von der Besatzung, das sind Werte, die den Menschen in Österreich unendlich viel wert sind und wichtig sind (Abg. Meinl-Reisinger: Ja!), und so wie beschrieben hat Neutralitätspolitik auch einen Sinn. (Abg. Meinl-Reisinger: Aber Sie müssen auch die Zeitenwende erkennen!)
Abg. Meinl-Reisinger: Aber Sie müssen auch die Zeitenwende erkennen!
Sie haben es erwähnt, Frau Klubobfrau, Sie nennen es „Kopf in den Sand stecken“. – Ich sage Ihnen, das Gegenteil ist der Fall. Die österreichische Geschichte, das Erreichen der Neutralität, das Erreichen der Freiheit von der Besatzung, das sind Werte, die den Menschen in Österreich unendlich viel wert sind und wichtig sind (Abg. Meinl-Reisinger: Ja!), und so wie beschrieben hat Neutralitätspolitik auch einen Sinn. (Abg. Meinl-Reisinger: Aber Sie müssen auch die Zeitenwende erkennen!)
Abg. Kickl: Also doch nicht aufgezwungen!
Und ich werde Ihnen noch eine Zukunftsperspektive nennen, warum es geradezu ein Vorteil ist, auch für die Europäische Union, wenn sie neutrale Mitgliedstaaten hat (Abg. Kickl: Also doch nicht aufgezwungen!): Wenn wir auftreten, mit Drittstaaten in Verhandlungen treten – denken wir an Indien, die größte Demokratie der Welt –, wenn Österreich als EU-Mitgliedsland mit Indien in Verbindung tritt (Abg. Hafenecker: Dann fürchten sich ...!), dann
Abg. Hafenecker: Dann fürchten sich ...!
Und ich werde Ihnen noch eine Zukunftsperspektive nennen, warum es geradezu ein Vorteil ist, auch für die Europäische Union, wenn sie neutrale Mitgliedstaaten hat (Abg. Kickl: Also doch nicht aufgezwungen!): Wenn wir auftreten, mit Drittstaaten in Verhandlungen treten – denken wir an Indien, die größte Demokratie der Welt –, wenn Österreich als EU-Mitgliedsland mit Indien in Verbindung tritt (Abg. Hafenecker: Dann fürchten sich ...!), dann
Abg. Meinl-Reisinger: Ich sag’ ja nicht Nato-Beitritt! Entschuldigung, hören Sie mir zu? Aber selbstverständlich muss ganz Europa ...!
redet Indien mit einem Mitgliedstaat der EU, nicht aber mit einem Mitgliedsland eines militärischen Bündnisses. (Abg. Meinl-Reisinger: Ich sag’ ja nicht Nato-Beitritt! Entschuldigung, hören Sie mir zu? Aber selbstverständlich muss ganz Europa ...!)
Abg. Hafenecker: Nein, die Amerikaner unterstützen niemanden! Die sind neutral ...!
Warum ist das in Indien eine besondere Thematik? – Wenn Sie die Weltpolitik betrachten, werden Sie draufkommen, dass Indien mit seiner Riesenarmee hauptsächlich russische Waffensysteme verwendet – als größte Demokratie der Welt, russische Waffensysteme! Warum macht Indien das? – Weil die Vereinigten Staaten von Amerika Pakistan unterstützen (Abg. Hafenecker: Nein, die Amerikaner unterstützen niemanden! Die sind neutral ...!) und es daher für Indien undenkbar ist, westliche Waffensysteme zu kaufen.
Abg. Meinl-Reisinger: Aber das muss Europa tun!
Gleichzeitig haben wir aber die Aufgabe, eine Brückenfunktion auszuüben, dass wir Indien an Europa heranholen und auch Indien überzeugen können – denn das ist bis jetzt nicht gelungen (Abg. Meinl-Reisinger: Aber das muss Europa tun!) –, die Haltung der Vereinigten Staaten, der Europäischen Union gegenüber der Russischen Föderation vollumfänglich zu unterstützen. (Abg. Kickl: Ganz sicher!) Das ist ein wichtiger Wert, und es ist übrigens ein Versäumnis, das wir bei Weitem noch nicht aufgeholt haben, auch bei den afrikanischen Staaten und auch bei Staaten in Südamerika: dass wir begreifen müssen, dass die Sicht des sogenannten Westens – der Vereinigten Staaten von Amerika, der Europäischen Union – nicht die Weltsicht ist.
Abg. Kickl: Ganz sicher!
Gleichzeitig haben wir aber die Aufgabe, eine Brückenfunktion auszuüben, dass wir Indien an Europa heranholen und auch Indien überzeugen können – denn das ist bis jetzt nicht gelungen (Abg. Meinl-Reisinger: Aber das muss Europa tun!) –, die Haltung der Vereinigten Staaten, der Europäischen Union gegenüber der Russischen Föderation vollumfänglich zu unterstützen. (Abg. Kickl: Ganz sicher!) Das ist ein wichtiger Wert, und es ist übrigens ein Versäumnis, das wir bei Weitem noch nicht aufgeholt haben, auch bei den afrikanischen Staaten und auch bei Staaten in Südamerika: dass wir begreifen müssen, dass die Sicht des sogenannten Westens – der Vereinigten Staaten von Amerika, der Europäischen Union – nicht die Weltsicht ist.
Abg. Meinl-Reisinger: Richtig! Und deshalb brauchen wir ein starkes Europa!
Wenn wir aber viele Verbündete dafür brauchen, dass wir tatsächlich die Russische Föderation zu einem Umdenken bringen und zu einem Beenden dieses Krieges, dann brauchen wir Verbündete in der Welt (Abg. Meinl-Reisinger: Richtig! Und deshalb brauchen wir ein starkes Europa!), und auch dafür – das zu erreichen – kann die Neutralität eine wertvolle und nützliche Hilfe sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wenn wir aber viele Verbündete dafür brauchen, dass wir tatsächlich die Russische Föderation zu einem Umdenken bringen und zu einem Beenden dieses Krieges, dann brauchen wir Verbündete in der Welt (Abg. Meinl-Reisinger: Richtig! Und deshalb brauchen wir ein starkes Europa!), und auch dafür – das zu erreichen – kann die Neutralität eine wertvolle und nützliche Hilfe sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Meinl-Reisinger: Aber das tun ja die USA auch, das tun ja auch nicht neutrale Staaten! Das tut die Türkei, das macht die USA, das macht Frankreich, macht Deutschland!
Miteinander ins Gespräch zu kommen, Gesprächskanäle offen zu halten, das kann bei keinem Konflikt ein Fehler sein (Abg. Meinl-Reisinger: Aber das tun ja die USA auch, das tun ja auch nicht neutrale Staaten! Das tut die Türkei, das macht die USA, das macht Frankreich, macht Deutschland!), denn es gibt kein Urteil darüber ab, wer im Recht oder im Unrecht ist. Das ist in dieser Frage, gegenüber der Russischen Föderation ganz klar: Es gibt einen Aggressor, es gibt einen, der die Ukraine angegriffen hat, und dennoch ist es wichtig, dass man die Form der Diplomatie wahrt, um entschlossen auf diesem Weg der Neutralität, wie sie Österreich lebt, voranzuschreiten. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Miteinander ins Gespräch zu kommen, Gesprächskanäle offen zu halten, das kann bei keinem Konflikt ein Fehler sein (Abg. Meinl-Reisinger: Aber das tun ja die USA auch, das tun ja auch nicht neutrale Staaten! Das tut die Türkei, das macht die USA, das macht Frankreich, macht Deutschland!), denn es gibt kein Urteil darüber ab, wer im Recht oder im Unrecht ist. Das ist in dieser Frage, gegenüber der Russischen Föderation ganz klar: Es gibt einen Aggressor, es gibt einen, der die Ukraine angegriffen hat, und dennoch ist es wichtig, dass man die Form der Diplomatie wahrt, um entschlossen auf diesem Weg der Neutralität, wie sie Österreich lebt, voranzuschreiten. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der NEOS – Ruf: Na bravo!
Sie haben die Sicherheitspolitik erwähnt. Sie haben recht: Die Sicherheitsdoktrin gehört tatsächlich überarbeitet (Beifall bei Abgeordneten der NEOS – Ruf: Na bravo!), aber das eine ist das Überarbeiten einer Doktrin, das andere ist das Handeln. Diese Bundesregierung hat gehandelt. Wir haben das Verteidigungsbudget nachhaltig erhöht: über 5 Milliarden Euro (Abg. Meinl-Reisinger: Das Parlament hat das erhöht! ... Die Budgethoheit liegt immer noch beim Parlament!), das höchste in der Geschichte der Zweiten Republik. Es handelt sich dabei nicht um ein Aufrüsten des österreichischen Bundesheeres, es handelt sich in Wahrheit um ein Nachrüsten, um die Versäumnisse aufzuholen.
Abg. Meinl-Reisinger: Das Parlament hat das erhöht! ... Die Budgethoheit liegt immer noch beim Parlament!
Sie haben die Sicherheitspolitik erwähnt. Sie haben recht: Die Sicherheitsdoktrin gehört tatsächlich überarbeitet (Beifall bei Abgeordneten der NEOS – Ruf: Na bravo!), aber das eine ist das Überarbeiten einer Doktrin, das andere ist das Handeln. Diese Bundesregierung hat gehandelt. Wir haben das Verteidigungsbudget nachhaltig erhöht: über 5 Milliarden Euro (Abg. Meinl-Reisinger: Das Parlament hat das erhöht! ... Die Budgethoheit liegt immer noch beim Parlament!), das höchste in der Geschichte der Zweiten Republik. Es handelt sich dabei nicht um ein Aufrüsten des österreichischen Bundesheeres, es handelt sich in Wahrheit um ein Nachrüsten, um die Versäumnisse aufzuholen.
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Meinl-Reisinger.
Weil manchmal spöttisch davon gesprochen wird, dass wir nicht so offen über die Schwächen unserer eigenen militärischen Landesverteidigung sprechen sollen, an all die, die das meinen: Machen Sie sich keine Sorgen! Der russische Geheimdienst und andere wissen das. Umso wichtiger ist es, dass sie sehen, dass es uns jetzt mit der Änderung in dieser Frage ernst ist, um die militärische Landesverteidigung tatsächlich wieder zu einer glaubwürdigen zu machen. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Meinl-Reisinger.)
Abg. Hafenecker: Das hat Frau Meinl-Reisinger gerade gemacht, vorher!
Es gibt auch viel zu tun – Frau Klubobfrau, auch da haben Sie völlig recht –, wenn wir sagen: Wo passiert gerade Desinformation? Wo wird wieder Angst geschürt und versucht, mit Angst Politik zu machen, um Menschen einzuschüchtern, Entscheidungsprozesse, auch hier im Hohen Haus, zu beeinflussen? (Abg. Hafenecker: Das hat Frau Meinl-Reisinger gerade gemacht, vorher!)
Abg. Hafenecker: Koste es, was es wolle!
Eines ist mir aber auch ganz wichtig: Wenn wir aus der Pandemiebekämpfung etwas lernen wollen, dann haben wir auch daraus zu lernen, dass wir alles dafür tun müssen, die Menschen auf den Weg mitzunehmen, ihnen unsere Politik der klaren Haltung gegen den Krieg zu erklären (Abg. Hafenecker: Koste es, was es wolle!) – auch jenen Menschen, die daran zweifeln, die Sorgen haben, wenn wir Sanktionen mittragen (Abg. Belakowitsch: Sind Sie sicher, dass Sie in drei Jahren noch ... überzeugt sind?), weil sie Angst haben, dass der Krieg damit auch nach Österreich kommt.
Abg. Belakowitsch: Sind Sie sicher, dass Sie in drei Jahren noch ... überzeugt sind?
Eines ist mir aber auch ganz wichtig: Wenn wir aus der Pandemiebekämpfung etwas lernen wollen, dann haben wir auch daraus zu lernen, dass wir alles dafür tun müssen, die Menschen auf den Weg mitzunehmen, ihnen unsere Politik der klaren Haltung gegen den Krieg zu erklären (Abg. Hafenecker: Koste es, was es wolle!) – auch jenen Menschen, die daran zweifeln, die Sorgen haben, wenn wir Sanktionen mittragen (Abg. Belakowitsch: Sind Sie sicher, dass Sie in drei Jahren noch ... überzeugt sind?), weil sie Angst haben, dass der Krieg damit auch nach Österreich kommt.
Abg. Belakowitsch: Die höchste seit 71 Jahren!
Wie man sieht, ist da auch noch viel zu tun, da ist Österreich anders als andere EU-Mitgliedstaaten, auch das müssen wir ernsthaft zur Kenntnis nehmen. Wir müssen den Menschen erklären, warum es eben ganz besonders wichtig ist – auch darauf haben Sie hingewiesen –, Ursache und Wirkung nicht zu verwechseln. Die Ursache für die Teuerung der Energie, das Treiben der Inflation (Abg. Belakowitsch: Die höchste seit 71 Jahren!) ist nicht, dass Sanktionen beschlossen worden sind, sondern dass der Krieg begonnen worden ist, weil die russische Armee in die Ukraine eingefallen ist.
Abg. Kickl: Lauter russisches Gas!
Dieses Verdrehen der Tatsachen, dieses anders Darstellen, das macht den Menschen Angst, das stimmt. Unsere Aufgabe ist es aber, Angst zu nehmen. Dieses Angstnehmen halte ich auch für eine der wesentlichsten Aufgaben des Hohen Hauses – zumindest für jene, die diese Mehrheit im Parlament vertreten, damit die Bundesregierung ihre Arbeit machen kann –, gemeinsam mit uns in der Bundesregierung: darüber zu sprechen, dass die, die uns ständig Angst gemacht haben, auch geirrt haben. Als der Krieg ausgebrochen ist – Sie haben es vorhin erwähnt, wir haben eine Energieabhängigkeit von der Russischen Föderation, bei Gas von 80 Prozent –, exakt am 24. Februar, betrug der Füllstand der Speicher zwischen 18 und 20 Prozent. Jetzt liegt er trotz Ausspeicherung und kalter Jahreszeit zwischen 60 und 70 Prozent und wird dann in den warmen Monaten bei 50 Prozent sein. So bereiten wir uns auf den nächsten Winter, für die nächste Einspeicherung vor. (Abg. Kickl: Lauter russisches Gas!)
Abg. Meinl-Reisinger: Auf 20 Prozent!
Jetzt kommt der Punkt: Sie haben behauptet – da muss ich jetzt ganz klar in der Beantwortung oder in der Gegendarstellung zu Ihrer Behauptung sein –, wir hätten geschwindelt, indem wir gesagt haben, wir haben die Abhängigkeit von russischem Gas reduziert. (Abg. Meinl-Reisinger: Auf 20 Prozent!) Meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist tatsächlich gelungen, wenn Sie die Monatsbetrachtung wählen.
Abg. Meinl-Reisinger: Haben die ... nicht geliefert!
in der Außenpolitik der Russischen Föderation gegeben. Der Paradigmenwechsel ist: Selbst in der Zeit der Sowjetunion, in der Zeit des Kalten Krieges, einer Ost-West-Konfrontation (Abg. Meinl-Reisinger: Haben die ... nicht geliefert!) – Vietnamkrieg, Afghanistan, Kubakrise – hat die Sowjetunion niemals die Gaslieferungen in den Westen als Mittel der Politik eingesetzt, um den Westen in irgendeiner Form zu erpressen. (Zwischenruf der Abg. Krisper.) Es gab keine Reduzierung der Lieferungen. Tabubruch des russischen Präsidenten: Das ist jetzt passiert.
Zwischenruf der Abg. Krisper.
in der Außenpolitik der Russischen Föderation gegeben. Der Paradigmenwechsel ist: Selbst in der Zeit der Sowjetunion, in der Zeit des Kalten Krieges, einer Ost-West-Konfrontation (Abg. Meinl-Reisinger: Haben die ... nicht geliefert!) – Vietnamkrieg, Afghanistan, Kubakrise – hat die Sowjetunion niemals die Gaslieferungen in den Westen als Mittel der Politik eingesetzt, um den Westen in irgendeiner Form zu erpressen. (Zwischenruf der Abg. Krisper.) Es gab keine Reduzierung der Lieferungen. Tabubruch des russischen Präsidenten: Das ist jetzt passiert.
Abg. Meinl-Reisinger: Wir haben gedrosselt! Das war eine Momentaufnahme!
Wissen Sie, wann ich von den 20 Prozent gesprochen habe, davon, dass es uns gelungen ist, die Abhängigkeit von russischem Gas zu reduzieren? (Abg. Meinl-Reisinger: Wir haben gedrosselt! Das war eine Momentaufnahme!) – Als die russische Seite begonnen hat, die Lieferungen von Gas bis auf 30 Prozent des Zugesagten zu reduzieren, während wir dringend Gas gebraucht haben, um einzuspeichern, um für diesen Winter vorzusorgen: 70 Prozent weniger Gas, aber trotzdem Einspeicherziele, trotzdem Angst, ob Energieversorgungssicherheit gegeben ist (Abg. Meinl-Reisinger: Und Sie haben sich auf die Schulter geklopft!), trotzdem Angst davor, dass dieser Winter dazu führt, dass Menschen frieren, dass es keinen Strom gibt. (Abg. Belakowitsch: Hat eh genug gegeben!) Unsere Aufgabe war es und ist es, dafür Sorge zu tragen, dass das nicht passiert – und das ist gelungen. Es ist gelungen! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Meinl-Reisinger: Und Sie haben sich auf die Schulter geklopft!
Wissen Sie, wann ich von den 20 Prozent gesprochen habe, davon, dass es uns gelungen ist, die Abhängigkeit von russischem Gas zu reduzieren? (Abg. Meinl-Reisinger: Wir haben gedrosselt! Das war eine Momentaufnahme!) – Als die russische Seite begonnen hat, die Lieferungen von Gas bis auf 30 Prozent des Zugesagten zu reduzieren, während wir dringend Gas gebraucht haben, um einzuspeichern, um für diesen Winter vorzusorgen: 70 Prozent weniger Gas, aber trotzdem Einspeicherziele, trotzdem Angst, ob Energieversorgungssicherheit gegeben ist (Abg. Meinl-Reisinger: Und Sie haben sich auf die Schulter geklopft!), trotzdem Angst davor, dass dieser Winter dazu führt, dass Menschen frieren, dass es keinen Strom gibt. (Abg. Belakowitsch: Hat eh genug gegeben!) Unsere Aufgabe war es und ist es, dafür Sorge zu tragen, dass das nicht passiert – und das ist gelungen. Es ist gelungen! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Hat eh genug gegeben!
Wissen Sie, wann ich von den 20 Prozent gesprochen habe, davon, dass es uns gelungen ist, die Abhängigkeit von russischem Gas zu reduzieren? (Abg. Meinl-Reisinger: Wir haben gedrosselt! Das war eine Momentaufnahme!) – Als die russische Seite begonnen hat, die Lieferungen von Gas bis auf 30 Prozent des Zugesagten zu reduzieren, während wir dringend Gas gebraucht haben, um einzuspeichern, um für diesen Winter vorzusorgen: 70 Prozent weniger Gas, aber trotzdem Einspeicherziele, trotzdem Angst, ob Energieversorgungssicherheit gegeben ist (Abg. Meinl-Reisinger: Und Sie haben sich auf die Schulter geklopft!), trotzdem Angst davor, dass dieser Winter dazu führt, dass Menschen frieren, dass es keinen Strom gibt. (Abg. Belakowitsch: Hat eh genug gegeben!) Unsere Aufgabe war es und ist es, dafür Sorge zu tragen, dass das nicht passiert – und das ist gelungen. Es ist gelungen! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wissen Sie, wann ich von den 20 Prozent gesprochen habe, davon, dass es uns gelungen ist, die Abhängigkeit von russischem Gas zu reduzieren? (Abg. Meinl-Reisinger: Wir haben gedrosselt! Das war eine Momentaufnahme!) – Als die russische Seite begonnen hat, die Lieferungen von Gas bis auf 30 Prozent des Zugesagten zu reduzieren, während wir dringend Gas gebraucht haben, um einzuspeichern, um für diesen Winter vorzusorgen: 70 Prozent weniger Gas, aber trotzdem Einspeicherziele, trotzdem Angst, ob Energieversorgungssicherheit gegeben ist (Abg. Meinl-Reisinger: Und Sie haben sich auf die Schulter geklopft!), trotzdem Angst davor, dass dieser Winter dazu führt, dass Menschen frieren, dass es keinen Strom gibt. (Abg. Belakowitsch: Hat eh genug gegeben!) Unsere Aufgabe war es und ist es, dafür Sorge zu tragen, dass das nicht passiert – und das ist gelungen. Es ist gelungen! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Kickl: ... die Leute nur noch zahlen können!
Wenn ich daran denke (Abg. Kickl: ... die Leute nur noch zahlen können!), dass uns in der Zeit ganz viele gesagt haben, wir werden das nicht schaffen, wir werden kein anderes Gas in die Speicher bekommen: Natürlich ist anderes Gas in diesen Speichern! (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Sie haben aber mit einem recht, das ist tatsächlich so: Wenn die Russische Föderation, sprich Gazprom, vollumfänglich liefert, dann wird die OMV aufgrund ihrer Verträge dieses Gas auch nehmen. Wenn Sie das verbieten wollen (Abg. Meinl-Reisinger: Leadership, Herr Kanzler! Treffen Sie Entscheidungen!), dann müssen Sie es auch ersetzen.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Wenn ich daran denke (Abg. Kickl: ... die Leute nur noch zahlen können!), dass uns in der Zeit ganz viele gesagt haben, wir werden das nicht schaffen, wir werden kein anderes Gas in die Speicher bekommen: Natürlich ist anderes Gas in diesen Speichern! (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Sie haben aber mit einem recht, das ist tatsächlich so: Wenn die Russische Föderation, sprich Gazprom, vollumfänglich liefert, dann wird die OMV aufgrund ihrer Verträge dieses Gas auch nehmen. Wenn Sie das verbieten wollen (Abg. Meinl-Reisinger: Leadership, Herr Kanzler! Treffen Sie Entscheidungen!), dann müssen Sie es auch ersetzen.
Abg. Meinl-Reisinger: Leadership, Herr Kanzler! Treffen Sie Entscheidungen!
Wenn ich daran denke (Abg. Kickl: ... die Leute nur noch zahlen können!), dass uns in der Zeit ganz viele gesagt haben, wir werden das nicht schaffen, wir werden kein anderes Gas in die Speicher bekommen: Natürlich ist anderes Gas in diesen Speichern! (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Sie haben aber mit einem recht, das ist tatsächlich so: Wenn die Russische Föderation, sprich Gazprom, vollumfänglich liefert, dann wird die OMV aufgrund ihrer Verträge dieses Gas auch nehmen. Wenn Sie das verbieten wollen (Abg. Meinl-Reisinger: Leadership, Herr Kanzler! Treffen Sie Entscheidungen!), dann müssen Sie es auch ersetzen.
Abg. Meinl-Reisinger: Entschuldige ...! Sicherheitspolitik muss eingepreist werden, selbstverständlich! Unglaublich!
Nur damit wir wissen, wovon wir sprechen: Die strategische Reserve der Republik Österreich (Abg. Meinl-Reisinger: Entschuldige ...! Sicherheitspolitik muss eingepreist werden, selbstverständlich! Unglaublich!), das sind Hunderte Millionen Kubikmeter Gas, hat die Österreicherinnen und Österreichern bisher schon 4 Milliarden Euro gekostet. (Abg. Doppelbauer: Ja dann hättet ihr die Verträge halt nicht ...! Wer hat denn die Verträge unterschrieben? Wer hat denn den Putin ...?) Die Frage ist, und das ist das Entscheidende: Wie beweist man Unabhängigkeit und Freiheit? – Ja, in der langfristigen Strategie, damit man das russische Gas nicht mehr braucht, ist es vollkommen richtig: Ausbau der erneuerbaren Energien, um tatsächlich fossile Energieträger überhaupt in den Hintergrund zu stellen. (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Doppelbauer: Ja dann hättet ihr die Verträge halt nicht ...! Wer hat denn die Verträge unterschrieben? Wer hat denn den Putin ...?
Nur damit wir wissen, wovon wir sprechen: Die strategische Reserve der Republik Österreich (Abg. Meinl-Reisinger: Entschuldige ...! Sicherheitspolitik muss eingepreist werden, selbstverständlich! Unglaublich!), das sind Hunderte Millionen Kubikmeter Gas, hat die Österreicherinnen und Österreichern bisher schon 4 Milliarden Euro gekostet. (Abg. Doppelbauer: Ja dann hättet ihr die Verträge halt nicht ...! Wer hat denn die Verträge unterschrieben? Wer hat denn den Putin ...?) Die Frage ist, und das ist das Entscheidende: Wie beweist man Unabhängigkeit und Freiheit? – Ja, in der langfristigen Strategie, damit man das russische Gas nicht mehr braucht, ist es vollkommen richtig: Ausbau der erneuerbaren Energien, um tatsächlich fossile Energieträger überhaupt in den Hintergrund zu stellen. (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Nur damit wir wissen, wovon wir sprechen: Die strategische Reserve der Republik Österreich (Abg. Meinl-Reisinger: Entschuldige ...! Sicherheitspolitik muss eingepreist werden, selbstverständlich! Unglaublich!), das sind Hunderte Millionen Kubikmeter Gas, hat die Österreicherinnen und Österreichern bisher schon 4 Milliarden Euro gekostet. (Abg. Doppelbauer: Ja dann hättet ihr die Verträge halt nicht ...! Wer hat denn die Verträge unterschrieben? Wer hat denn den Putin ...?) Die Frage ist, und das ist das Entscheidende: Wie beweist man Unabhängigkeit und Freiheit? – Ja, in der langfristigen Strategie, damit man das russische Gas nicht mehr braucht, ist es vollkommen richtig: Ausbau der erneuerbaren Energien, um tatsächlich fossile Energieträger überhaupt in den Hintergrund zu stellen. (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Ruf: Tun S’ einmal Luft holen!
Das, was dieser Republik gelungen ist – und darauf können Sie alle hier gemeinsam stolz sein –, ist: Als man versucht hat, uns mit Minderlieferungen zu erpressen, als man versucht hat, Einfluss zu nehmen, die parlamentarische Debatte zu beeinflussen, als man versucht hat, Menschen Angst zu machen und sie auf die Straße zu bringen, um gegen die Solidarität der Republik gegenüber der Ukraine zu protestieren, ist das alles nicht gelungen (Ruf: Tun S’ einmal Luft holen!), denn wir haben vorgesorgt, wir haben Sicherheit gegeben und wir haben bewiesen, dass wir frei sein können. Das ist ein großer Erfolg, und der ist auch Ihnen und Ihren Gesetzesbeschlüssen geschuldet. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Das, was dieser Republik gelungen ist – und darauf können Sie alle hier gemeinsam stolz sein –, ist: Als man versucht hat, uns mit Minderlieferungen zu erpressen, als man versucht hat, Einfluss zu nehmen, die parlamentarische Debatte zu beeinflussen, als man versucht hat, Menschen Angst zu machen und sie auf die Straße zu bringen, um gegen die Solidarität der Republik gegenüber der Ukraine zu protestieren, ist das alles nicht gelungen (Ruf: Tun S’ einmal Luft holen!), denn wir haben vorgesorgt, wir haben Sicherheit gegeben und wir haben bewiesen, dass wir frei sein können. Das ist ein großer Erfolg, und der ist auch Ihnen und Ihren Gesetzesbeschlüssen geschuldet. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
auch darauf kann und soll Österreich stolz sein, da es gezeigt hat, dass wir in der Nachbarschaftshilfe nach wie vor unschlagbar sind. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Familien!
Eines noch: Ein großes Danke von dieser Seite an die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Unternehmerinnen und Unternehmer, Bäuerinnen und Bauern, Studentinnen und Studenten, Familien (Abg. Belakowitsch: Familien!), an alle, die sich nicht durch die Angst beschränken haben lassen, an alle, die weiter an dieses Land geglaubt haben und weiter investieren! Wir haben 2022 ein Wirtschaftswachstum von 4,7 Prozent, wir haben eine Rekordbeschäftigung, die Unternehmen suchen händeringend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, und das trotz all dieser Angst, die gestreut worden ist, trotz all dieser Unsicherheit, die gesät worden ist!
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Dieses Land und diese Menschen sind viel, viel stärker, als so manche, sogar hier in diesem Haus, glauben, und dafür verdienen die Österreicherinnen und Österreicher ein großes Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich danke auch meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Hintergrund. Sie können sich vorstellen, in den wenigen Stunden ist es nicht einfach, 45 Fragen in hoher Qualität und umfänglich zu beantworten. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) – Das rechtfertigt ruhig einen Applaus an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das finde ich schon. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Meinl-Reisinger.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Meinl-Reisinger.
Ich danke auch meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Hintergrund. Sie können sich vorstellen, in den wenigen Stunden ist es nicht einfach, 45 Fragen in hoher Qualität und umfänglich zu beantworten. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) – Das rechtfertigt ruhig einen Applaus an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das finde ich schon. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Meinl-Reisinger.)
Beifall der Abg. Meinl-Reisinger. – Zwischenrufe bei den NEOS.
Ich sage Ihnen noch etwas, Frau Klubobfrau und Abgeordnete, das mir auch wichtig ist – und ich habe gerade auch mit dem Vizekanzler darüber gesprochen –: Wir werden alles tun, damit wir tatsächlich Einsicht in diese Verträge, von denen Sie gesprochen haben, erhalten. Die sind tatsächlich außergewöhnlich langfristig, und ja, es trifft ein Unternehmen, das im Miteigentum des Staates und damit der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler steht, und damit ist es unsere Verantwortung, auch zu wissen, wie sehr dieses Unternehmen gefährdet ist und was tatsächlich in diesen langen Abnahmeverpflichtungen drinnen steht. Die Möglichkeiten dazu werden wahrscheinlich nur über den parlamentarischen Weg eines Gesetzes gegeben sein, aber genau das prüfen wir jetzt gerade. (Beifall der Abg. Meinl-Reisinger. – Zwischenrufe bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
ländische Diplomaten Handlungen setzen, die nicht der Wiener Diplomatenkonvention entsprechen, ist das so eine rote Linie. Die Entscheidung, welche russischen Diplomaten ausgewiesen werden, wurde in enger Absprache zwischen Außenministerium und relevanten Inlandsbehörden getroffen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Abgeordneter Dr. Helmut Brandstätter (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Zuseherinnen und Zuseher hier und zu Hause! Liebe Botschafterinnen und Botschafter! Liebe Kolleg:innen aus dem ukrainischen Parlament! Liebe Ukrainer:innen, die Sie jetzt bei uns in Österreich leben! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Bundesregierung! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, ich habe Ihren Stellungnahmen betreffend den Krieg der Russen gegen die Ukraine öfter zugestimmt, heute aber war ich wirklich enttäuscht von Ihnen. Ich habe auf die Uhr geschaut: Es hat 10 Minuten gedauert, bis Sie überhaupt dazu gekommen sind, über den Aggressionskrieg der Russen zu reden. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Ofenauer: ... eine Seite der Medaille! ... ganze Zitat!
Ausgestaltung dieser Neutralität reden! (Abg. Ofenauer: ... eine Seite der Medaille! ... ganze Zitat!)
Abg. Schwarz: Na sagt ihr es halt!
Sie haben ihn zurückgepfiffen, weil Sie nicht darüber reden wollen, weil Sie wieder ängstlich auf irgendeine Umfrage geschaut haben. Reden wir endlich ernst mit den Österreicherinnen und Österreichern, sagen wir ihnen, wie wir ihre Sicherheit garantieren! (Abg. Schwarz: Na sagt ihr es halt!) Sie haben jetzt auch davon gesprochen, dass es mehr Geld für das Bundesheer geben soll. Das weiß ich auch aus dem Ausschuss: Eine Idee, wie wir mit mehr Geld unsere Sicherheit schützen, ist nicht da.
Beifall bei den NEOS.
Unsere Neutralität ist nach dem Schweizer Vorbild ausgestaltet. Schauen wir, was in der Schweiz los ist! Dort findet eine ernsthafte Debatte über eine kooperative Neutralität statt. Wenn wir uns nicht mehr selbst verteidigen können, wer hilft uns dann? Die Schweizer sind gescheiter als wir, vor allem aber achten sie auf die Sicherheit ihrer Bevölkerung. Das tun Sie nicht und das ist wirklich ein Skandal! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Stögmüller.
Der nächste Punkt: Wir sind draufgekommen, wie schwach seine Armee ist. Er ist ja völlig unfähig, er kann mit seiner korrupten Armee genau gar nichts, außer Menschen umzubringen, und zwar fremde, aber auch die eigenen. Er hat Hunderttausende Soldaten verloren und Hunderttausende sind ins Ausland gegangen, sie sind davongelaufen. Das hat auch jedem die Augen geöffnet. Heute weiß man: Er ist ein Lügner und ein Verbrecher, mit ihm Verträge abzuschließen ist völlig sinnlos, weil er sie nicht einhalten wird. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Stögmüller.)
in Richtung Abg. Meinl-Reisinger
Danke, Herr Präsident, dass wir als Freundschaftsgruppe schon zwei Reisen in die Ukraine machen durften; danke auch für die Genehmigung, eine dritte machen zu dürfen, die wir bald antreten werden. Im Juni war ich mit Beate Meinl-Reisinger in der Ukraine und wir haben die Kriegsverbrechen in Butscha, Irpin und anderen Städten gesehen. Der Übersetzer hat zu weinen begonnen, als er uns erzählt hat, was dort genau passiert ist – du (in Richtung Abg. Meinl-Reisinger) erinnerst dich.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.
auftreten und erzählen müssen, wie gut es ihnen geht. Mit dem haben Sie einen Vertrag geschlossen! Schrecklich! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Die Friedensnobelpreisträgerin 2022 Oleksandra Matwijtschuk hat gesagt: Wir kämpfen nicht um Gebiete, wir kämpfen für die Menschen, die in diesen Gebieten wohnen. Natalija Pipa – (in Richtung Galerie) herzlich willkommen! – aus dem ukrainischen Parlament hat gestern, als wir uns getroffen haben, gesagt: Wir müssen kämpfen, weil wir nicht Sklaven Putins werden wollen! Ich sage das deswegen so deutlich, damit man hier auch versteht, worum es geht: Es geht nicht um ein paar Quadratkilometer, es geht nicht um eine Stadt da oder dort, es geht darum, dass Menschen in Freiheit leben wollen, ihre Kinder aufziehen wollen. Ihr alle (in Richtung Galerie) erzählt uns immer, wie es den Kindern geht, dass sie nicht in die Schule gehen können, weil es keine Bombenkeller gibt, dass es kein Homeschooling gibt, weil das Internet nicht funktioniert. Das alles findet statt! Das nehmen sie aber auf sich, weil sie sagen: Wir wollen nicht in der Diktatur dieses Kriegsverbrechers leben! Deswegen müssen wir diese Menschen unterstützen, Herr Bundeskanzler – mehr und deutlicher, als wir das bis jetzt gemacht haben. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Kultur zerstört. Ich finde es falsch, ich höre weiter gerne „Boris Godunow“, aber viele Menschen in der Ukraine sagen, sie wollen nichts mehr mit russischer Kultur zu tun haben, weil das die Kultur eines Kriegsverbrechers ist. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Beifall bei den NEOS.
Wir haben schon viel geholfen, auch mit Medikamenten und Ausrüstung – Sie haben es erwähnt, Herr Bundeskanzler. Wir sollten keine Kriegswaffen liefern – einverstanden, ich bin auch dieser Meinung. Minensuchgeräte aber können wir schon liefern. Danke, Herr Botschafter (in Richtung Galerie), dass Sie nicken, jetzt haben wir eine klare Antwort: Es sollen Minensuchgeräte geliefert werden. Da geht es um zivile Persönlichkeiten, die bedroht sind, und wir wollen ihnen helfen. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Der Redner überreicht Bundeskanzler Nehammer eine kleine Schleife in den Nationalfarben der Ukraine.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, der Herr Bundeskanzler kann sich öfter zu Wort melden, ich habe ihm noch eine Ukrainefahne mitgebracht. – Ich glaube, es würde uns allen guttun, wenn Sie diesen Kriegsverbrecher Putin und seine Kriegsverbrechen hier noch sehr deutlich verurteilen würden und das auch noch einmal deutlich sagen würden. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Der Redner überreicht Bundeskanzler Nehammer eine kleine Schleife in den Nationalfarben der Ukraine.) Das schenke ich Ihnen gerne. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe der Abgeordneten Schmuckenschlager und Belakowitsch.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe der Abgeordneten Schmuckenschlager und Belakowitsch.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, der Herr Bundeskanzler kann sich öfter zu Wort melden, ich habe ihm noch eine Ukrainefahne mitgebracht. – Ich glaube, es würde uns allen guttun, wenn Sie diesen Kriegsverbrecher Putin und seine Kriegsverbrechen hier noch sehr deutlich verurteilen würden und das auch noch einmal deutlich sagen würden. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Der Redner überreicht Bundeskanzler Nehammer eine kleine Schleife in den Nationalfarben der Ukraine.) Das schenke ich Ihnen gerne. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe der Abgeordneten Schmuckenschlager und Belakowitsch.)
Abg. Hafenecker: Den Unfall vom Niki Lauda merk ich mir auch immer!
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Es gibt Tage, die den Lauf der Geschichte und somit das Leben von uns allen nachhaltig verändern: der 9. November 1989 mit dem Fall der Berliner Mauer, der 11. September 2001 mit dem Terroranschlag auf das World Trade Center (Abg. Hafenecker: Den Unfall vom Niki Lauda merk ich mir auch immer!); und jetzt ist auch der 24. Februar 2022 mit der Invasion Russlands in die Ukraine ein solcher Tag. Das sind Tage, die dann zu Recht als Tage der Zeitenwende umschrieben werden.
Rufe bei der FPÖ: Wo? Wann denn?
Es ist für mich unvorstellbar, wie sich Russland verändert hat. Es ist noch nicht einmal ein Jahr her, als Russland noch Mitglied im Europarat und somit der Europäischen Menschenrechtskonvention verpflichtet war. Jetzt setzt Putin Zehntausende Schwerverbrecher im Krieg direkt gegen die Zivilbevölkerung der Ukraine ein, und jetzt wird nicht nur in der Ukraine das Menschenrecht, das Recht auf Leben missachtet, sondern auch in Russland sind in Wirklichkeit alle Menschenrechte außer Kraft gesetzt. Was macht die Kickl-FPÖ? – Sie applaudiert Putin – schändlich. (Rufe bei der FPÖ: Wo? Wann denn?) – Sie applaudieren Putin: ständig, am Aschermittwoch, und Sie werden auch heute der Rede von Kickl wieder applaudieren. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: Das ist eine Lüge! – Rufe bei der FPÖ: Lügner! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie sind der verlängerte Arm dieses Kriegsverbrechers. (Abg. Kickl: Ein schäbiger Lügner sind Sie! – Abg. Hafenecker: Dafür müssen Sie am Sonntag in den Beichtstuhl, das war gelogen!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: Das ist eine Lüge! – Rufe bei der FPÖ: Lügner! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Es ist für mich unvorstellbar, wie sich Russland verändert hat. Es ist noch nicht einmal ein Jahr her, als Russland noch Mitglied im Europarat und somit der Europäischen Menschenrechtskonvention verpflichtet war. Jetzt setzt Putin Zehntausende Schwerverbrecher im Krieg direkt gegen die Zivilbevölkerung der Ukraine ein, und jetzt wird nicht nur in der Ukraine das Menschenrecht, das Recht auf Leben missachtet, sondern auch in Russland sind in Wirklichkeit alle Menschenrechte außer Kraft gesetzt. Was macht die Kickl-FPÖ? – Sie applaudiert Putin – schändlich. (Rufe bei der FPÖ: Wo? Wann denn?) – Sie applaudieren Putin: ständig, am Aschermittwoch, und Sie werden auch heute der Rede von Kickl wieder applaudieren. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: Das ist eine Lüge! – Rufe bei der FPÖ: Lügner! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie sind der verlängerte Arm dieses Kriegsverbrechers. (Abg. Kickl: Ein schäbiger Lügner sind Sie! – Abg. Hafenecker: Dafür müssen Sie am Sonntag in den Beichtstuhl, das war gelogen!)
Abg. Kickl: Ein schäbiger Lügner sind Sie! – Abg. Hafenecker: Dafür müssen Sie am Sonntag in den Beichtstuhl, das war gelogen!
Es ist für mich unvorstellbar, wie sich Russland verändert hat. Es ist noch nicht einmal ein Jahr her, als Russland noch Mitglied im Europarat und somit der Europäischen Menschenrechtskonvention verpflichtet war. Jetzt setzt Putin Zehntausende Schwerverbrecher im Krieg direkt gegen die Zivilbevölkerung der Ukraine ein, und jetzt wird nicht nur in der Ukraine das Menschenrecht, das Recht auf Leben missachtet, sondern auch in Russland sind in Wirklichkeit alle Menschenrechte außer Kraft gesetzt. Was macht die Kickl-FPÖ? – Sie applaudiert Putin – schändlich. (Rufe bei der FPÖ: Wo? Wann denn?) – Sie applaudieren Putin: ständig, am Aschermittwoch, und Sie werden auch heute der Rede von Kickl wieder applaudieren. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: Das ist eine Lüge! – Rufe bei der FPÖ: Lügner! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie sind der verlängerte Arm dieses Kriegsverbrechers. (Abg. Kickl: Ein schäbiger Lügner sind Sie! – Abg. Hafenecker: Dafür müssen Sie am Sonntag in den Beichtstuhl, das war gelogen!)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Aber Ihr Mentor, der Herr Schüssel, sieht das anders!
Ja, dieser Krieg verursacht auch Wohlstandsverlust, aber was hätte der Westen anderes machen sollen, als sich diesem Aggressor entgegenzustellen? Meine Damen und Herren, die Ukraine führt einen Abwehrkrieg. Das ist ausschließlich ein Abwehrkrieg, und es gibt nur einen Aggressor: Das ist Russland, Kollege Kickl, und sonst niemand. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Aber Ihr Mentor, der Herr Schüssel, sieht das anders!)
Abg. Kickl: Wo steht die Raiffeisen International? Wo steht die? – Abg. Meinl-Reisinger: Guter Punkt!
Wo stehen wir nach einem Jahr? (Abg. Kickl: Wo steht die Raiffeisen International? Wo steht die? – Abg. Meinl-Reisinger: Guter Punkt!) Ja, wo stehen wir? – Putin und Russland: Kein einziges der Kriegsziele ist erreicht worden. Auf der anderen Seite: Die Nato ist stark, weil sie geeint ist, und die Nato ist auch durch den geplanten Beitritt von Schweden und Finnland gestärkt – und natürlich deshalb, weil der Westen erkannt hat, dass mehr an Geld für die Verteidigungsbudgets notwendig ist. Auch die Europäische Union ist stärker zusammengeschweißt als vor dem Krieg. – Es ist so!
Abg. Meinl-Reisinger: Dank Biden, muss man sagen, dank Biden! Das ist nicht in Stein gemeißelt!
Was wir schon vergessen haben, was wir brauchen: die transatlantische Achse, die funktioniert. (Abg. Meinl-Reisinger: Dank Biden, muss man sagen, dank Biden! Das ist nicht in Stein gemeißelt!) Das haben wir gerade vorhin in der Hofburg bei der OSZE-PV-Wintertagung gemerkt, als US-Senatoren und Mitglieder des Repräsentantenhauses das Wort ergriffen haben. Da ist das wieder sehr, sehr klar zum Ausdruck gekommen. Wir als militärisch neutrales Land
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen
haben uns politisch absolut richtig verhalten, weil wir innerhalb der Europäischen Union ohne Wenn und Aber solidarisch waren. Das ist hier im Parlament der große Unterschied zwischen vier Fraktionen und der Freiheitlichen Partei, meine Damen und Herren (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen): Wir sind solidarisch, wir handeln europäisch und sind nicht der verlängerte Arm – wie Kollege Kickl – von Putin. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
haben uns politisch absolut richtig verhalten, weil wir innerhalb der Europäischen Union ohne Wenn und Aber solidarisch waren. Das ist hier im Parlament der große Unterschied zwischen vier Fraktionen und der Freiheitlichen Partei, meine Damen und Herren (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen): Wir sind solidarisch, wir handeln europäisch und sind nicht der verlängerte Arm – wie Kollege Kickl – von Putin. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Schön, dass Sie das gemacht haben! – Abg. Kickl: Da müssten Sie einen Jesuiten ...!
Meine Damen und Herren, gleichzeitig müssen wir uns natürlich gerade als neutraler Staat für Deeskalation einsetzen. Ich bin von der Parlamentarischen Versammlung der OSZE beauftragt worden, solche Gespräche zu führen. Ich habe im letzten Jahr mehr als 30 solcher Verhandlungen mit ukrainischen Abgeordneten – die sitzen ja heute auch hier –, aber auch mit russischen Abgeordneten und vor allem auch mit Abgeordneten der Türkei geführt. (Abg. Belakowitsch: Schön, dass Sie das gemacht haben! – Abg. Kickl: Da müssten Sie einen Jesuiten ...!)
Abg. Kickl: Ich bin neugierig, wann die Raiffeisen International ... geht!
Ich sage Ihnen Folgendes: Der Krieg ist schrecklicher geworden, aber man muss auch sehen, wenn es solche Verhandlungen nicht gegeben hätte, dann wären nicht einmal diese kleinen, minimalen Fortschritte möglich gewesen, nämlich zu einem Gefangenenaustausch zu kommen, dass die Ukraine Getreide exportieren kann, dass Atomkraftwerke, die eine Gefahr für uns alle sind, zumindest noch einen gewissen Sicherheitsstandard haben. (Abg. Kickl: Ich bin neugierig, wann die Raiffeisen International ... geht!)
Abg. Belakowitsch: Jetzt reicht es schön langsam! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
nenführers Kadyrow auf. (Abg. Belakowitsch: Jetzt reicht es schön langsam! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Genau so agieren Sie. Sie peitschen Ihre Leute ein – verantwortungslos! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
nenführers Kadyrow auf. (Abg. Belakowitsch: Jetzt reicht es schön langsam! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Genau so agieren Sie. Sie peitschen Ihre Leute ein – verantwortungslos! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Hafenecker: Hast du schlecht geschlafen? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Der Tiefpunkt war ja dieser Aschermittwoch, tiefer geht es nicht mehr. Vielleicht kommen Sie einmal zum Nachdenken. (Abg. Hafenecker: Hast du schlecht geschlafen? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Nein, ich habe nicht schlecht geschlafen (Abg. Belakowitsch: Der schläft nicht schlecht, der hat ja kein Gewissen!), aber vielleicht kommt Klubobmann Kickl einmal zum Nachdenken dahin gehend, wie weit es noch nach unten gehen soll. (Abg. Hafenecker: Ohne Gewissen schläft man besser!) Ich verweise nur auf Mumien und sonstige niveaulose Äußerungen. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Abg. Stögmüller: Sehr gut! – Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Abg. Hafenecker: Ihr könnt euch den Van der Bellen schon behalten, den nimmt euch keiner weg! – Abg. Stögmüller – in Richtung Abg. Hafenecker –: Jetzt gib eine Ruh! Schämen Sie sich!)
Abg. Belakowitsch: Der schläft nicht schlecht, der hat ja kein Gewissen!
Der Tiefpunkt war ja dieser Aschermittwoch, tiefer geht es nicht mehr. Vielleicht kommen Sie einmal zum Nachdenken. (Abg. Hafenecker: Hast du schlecht geschlafen? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Nein, ich habe nicht schlecht geschlafen (Abg. Belakowitsch: Der schläft nicht schlecht, der hat ja kein Gewissen!), aber vielleicht kommt Klubobmann Kickl einmal zum Nachdenken dahin gehend, wie weit es noch nach unten gehen soll. (Abg. Hafenecker: Ohne Gewissen schläft man besser!) Ich verweise nur auf Mumien und sonstige niveaulose Äußerungen. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Abg. Stögmüller: Sehr gut! – Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Abg. Hafenecker: Ihr könnt euch den Van der Bellen schon behalten, den nimmt euch keiner weg! – Abg. Stögmüller – in Richtung Abg. Hafenecker –: Jetzt gib eine Ruh! Schämen Sie sich!)
Abg. Hafenecker: Ohne Gewissen schläft man besser!
Der Tiefpunkt war ja dieser Aschermittwoch, tiefer geht es nicht mehr. Vielleicht kommen Sie einmal zum Nachdenken. (Abg. Hafenecker: Hast du schlecht geschlafen? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Nein, ich habe nicht schlecht geschlafen (Abg. Belakowitsch: Der schläft nicht schlecht, der hat ja kein Gewissen!), aber vielleicht kommt Klubobmann Kickl einmal zum Nachdenken dahin gehend, wie weit es noch nach unten gehen soll. (Abg. Hafenecker: Ohne Gewissen schläft man besser!) Ich verweise nur auf Mumien und sonstige niveaulose Äußerungen. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Abg. Stögmüller: Sehr gut! – Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Abg. Hafenecker: Ihr könnt euch den Van der Bellen schon behalten, den nimmt euch keiner weg! – Abg. Stögmüller – in Richtung Abg. Hafenecker –: Jetzt gib eine Ruh! Schämen Sie sich!)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Abg. Stögmüller: Sehr gut! – Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Abg. Hafenecker: Ihr könnt euch den Van der Bellen schon behalten, den nimmt euch keiner weg! – Abg. Stögmüller – in Richtung Abg. Hafenecker –: Jetzt gib eine Ruh! Schämen Sie sich!
Der Tiefpunkt war ja dieser Aschermittwoch, tiefer geht es nicht mehr. Vielleicht kommen Sie einmal zum Nachdenken. (Abg. Hafenecker: Hast du schlecht geschlafen? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Nein, ich habe nicht schlecht geschlafen (Abg. Belakowitsch: Der schläft nicht schlecht, der hat ja kein Gewissen!), aber vielleicht kommt Klubobmann Kickl einmal zum Nachdenken dahin gehend, wie weit es noch nach unten gehen soll. (Abg. Hafenecker: Ohne Gewissen schläft man besser!) Ich verweise nur auf Mumien und sonstige niveaulose Äußerungen. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Abg. Stögmüller: Sehr gut! – Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Abg. Hafenecker: Ihr könnt euch den Van der Bellen schon behalten, den nimmt euch keiner weg! – Abg. Stögmüller – in Richtung Abg. Hafenecker –: Jetzt gib eine Ruh! Schämen Sie sich!)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Kollege Kickl, es geht hier um den Umgangston, Kollege Hafenecker, es geht hier darum, wie wir miteinander umgehen (Zwischenrufe bei der FPÖ), und es geht hier um einen Minimalkonsens von Anstand und Ordnung. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und Grünen. – Abg. Hafenecker: Ihr spaltet die Gesellschaft! Spalter!) Mehr verlange ich von Ihnen nicht: Ein Minimum an Respekt gegenüber dem gewählten Staatsoberhaupt verlange ich. (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Darum geht es. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und Grünen. – Abg. Hafenecker: Ihr spaltet die Gesellschaft! Spalter!
Kollege Kickl, es geht hier um den Umgangston, Kollege Hafenecker, es geht hier darum, wie wir miteinander umgehen (Zwischenrufe bei der FPÖ), und es geht hier um einen Minimalkonsens von Anstand und Ordnung. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und Grünen. – Abg. Hafenecker: Ihr spaltet die Gesellschaft! Spalter!) Mehr verlange ich von Ihnen nicht: Ein Minimum an Respekt gegenüber dem gewählten Staatsoberhaupt verlange ich. (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Darum geht es. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Kollege Kickl, es geht hier um den Umgangston, Kollege Hafenecker, es geht hier darum, wie wir miteinander umgehen (Zwischenrufe bei der FPÖ), und es geht hier um einen Minimalkonsens von Anstand und Ordnung. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und Grünen. – Abg. Hafenecker: Ihr spaltet die Gesellschaft! Spalter!) Mehr verlange ich von Ihnen nicht: Ein Minimum an Respekt gegenüber dem gewählten Staatsoberhaupt verlange ich. (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Darum geht es. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Kollege Kickl, es geht hier um den Umgangston, Kollege Hafenecker, es geht hier darum, wie wir miteinander umgehen (Zwischenrufe bei der FPÖ), und es geht hier um einen Minimalkonsens von Anstand und Ordnung. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und Grünen. – Abg. Hafenecker: Ihr spaltet die Gesellschaft! Spalter!) Mehr verlange ich von Ihnen nicht: Ein Minimum an Respekt gegenüber dem gewählten Staatsoberhaupt verlange ich. (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Darum geht es. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Abg. Hafenecker: Es gibt eh OTS auch!
Meine Damen und Herren, ich komme zum Schluss: Die ukrainische Delegation hat mich gebeten, eine Botschaft von ihr hier zu verlesen. (Abg. Hafenecker: Es gibt eh OTS auch!) Ich bitte gerade die Freiheitliche Partei, die das Wort Freiheit in ihrem Namen führt, mir ihre Aufmerksamkeit zu schenken.
Anhaltender Beifall bei ÖVP und Grünen sowie Beifall bei SPÖ und NEOS. – Abg. Belakowitsch steht am Mikrofon in den Bankreihen und hebt die Hand.
Gerne habe ich diese Botschaft vor dem österreichischen Parlament verlesen. Arbeiten wir gemeinsam für Frieden und Freiheit in der Ukraine! (Anhaltender Beifall bei ÖVP und Grünen sowie Beifall bei SPÖ und NEOS. – Abg. Belakowitsch steht am Mikrofon in den Bankreihen und hebt die Hand.)
Heiterkeit und Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Abgeordneter Lopatka hat jetzt eine Reihe an Beleidigungen in seine Rede eingepackt - - (Heiterkeit und Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP) – ja, mag sein, dass Sie das besonders witzig finden. Es hat damit begonnen, zu sagen, die FPÖ sei „der verlängerte Arm“ eines „Kriegsverbrechers“, Herbert Kickl sei „der verlängerte Arm“ von Wladimir „Putin“. Des Weiteren hat er gesagt, Herbert Kickl „munitioniert“ seine Abgeordneten „im Stil“ eines „Kadyrow“.
neuerliche Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP – Ruf bei der ÖVP: Zimperlich!
Ich würde Sie bitten, Abgeordnetem Lopatka für all diese Unterstellungen und Beleidigungen, die tatsächlich überhaupt jeglicher Realität entbehren (neuerliche Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP – Ruf bei der ÖVP: Zimperlich!) – ich meine, ich möchte nur darauf hinweisen, hinsichtlich der Tschetschenen und was dort passiert ist –, einen Ordnungsruf zu erteilen. (Ruf bei der ÖVP: ... zimperliche FPÖ!) Wenn Sie nicht alles gehört haben, dann würde ich Sie bitten, sich das Protokoll kommen zu lassen. Das ist jedenfalls eine Ungeheuerlichkeit der Sonderklasse, ein Tiefpunkt des heutigen Vormittags, und ich würde wirklich bitten, dass Sie sich das durchlesen und einen Ordnungsruf erteilen. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich glaube, das ist kein Umgangston in diesem Haus. (Beifall bei der FPÖ. – Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: ... zimperliche FPÖ!
Ich würde Sie bitten, Abgeordnetem Lopatka für all diese Unterstellungen und Beleidigungen, die tatsächlich überhaupt jeglicher Realität entbehren (neuerliche Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP – Ruf bei der ÖVP: Zimperlich!) – ich meine, ich möchte nur darauf hinweisen, hinsichtlich der Tschetschenen und was dort passiert ist –, einen Ordnungsruf zu erteilen. (Ruf bei der ÖVP: ... zimperliche FPÖ!) Wenn Sie nicht alles gehört haben, dann würde ich Sie bitten, sich das Protokoll kommen zu lassen. Das ist jedenfalls eine Ungeheuerlichkeit der Sonderklasse, ein Tiefpunkt des heutigen Vormittags, und ich würde wirklich bitten, dass Sie sich das durchlesen und einen Ordnungsruf erteilen. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich glaube, das ist kein Umgangston in diesem Haus. (Beifall bei der FPÖ. – Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und FPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich würde Sie bitten, Abgeordnetem Lopatka für all diese Unterstellungen und Beleidigungen, die tatsächlich überhaupt jeglicher Realität entbehren (neuerliche Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP – Ruf bei der ÖVP: Zimperlich!) – ich meine, ich möchte nur darauf hinweisen, hinsichtlich der Tschetschenen und was dort passiert ist –, einen Ordnungsruf zu erteilen. (Ruf bei der ÖVP: ... zimperliche FPÖ!) Wenn Sie nicht alles gehört haben, dann würde ich Sie bitten, sich das Protokoll kommen zu lassen. Das ist jedenfalls eine Ungeheuerlichkeit der Sonderklasse, ein Tiefpunkt des heutigen Vormittags, und ich würde wirklich bitten, dass Sie sich das durchlesen und einen Ordnungsruf erteilen. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich glaube, das ist kein Umgangston in diesem Haus. (Beifall bei der FPÖ. – Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und FPÖ.
Ich würde Sie bitten, Abgeordnetem Lopatka für all diese Unterstellungen und Beleidigungen, die tatsächlich überhaupt jeglicher Realität entbehren (neuerliche Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP – Ruf bei der ÖVP: Zimperlich!) – ich meine, ich möchte nur darauf hinweisen, hinsichtlich der Tschetschenen und was dort passiert ist –, einen Ordnungsruf zu erteilen. (Ruf bei der ÖVP: ... zimperliche FPÖ!) Wenn Sie nicht alles gehört haben, dann würde ich Sie bitten, sich das Protokoll kommen zu lassen. Das ist jedenfalls eine Ungeheuerlichkeit der Sonderklasse, ein Tiefpunkt des heutigen Vormittags, und ich würde wirklich bitten, dass Sie sich das durchlesen und einen Ordnungsruf erteilen. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich glaube, das ist kein Umgangston in diesem Haus. (Beifall bei der FPÖ. – Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP – Zwischenrufe bei der FPÖ
Abgeordnete Dr. Pamela Rendi-Wagner, MSc (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Sehr geehrte Bundesregierung! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist interessant, wie sich die FPÖ jetzt aufregt, wenn sie einmal selbst von Anschuldigungen und Diffamierungen betroffen ist. Ja, so schaut es aus mit dem gläsernen Kinn (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP – Zwischenrufe bei der FPÖ), aber austeilen, das können Sie, Herr Kickl. (Abg. Kickl: Ja eh!) – Genau, aber einstecken können Sie gar nichts. Da zeigt sich die wahre Schwäche. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS. – Abg. Kickl: Sie sind allerdings Expertin beim Einstecken, aus der eigenen Partei! – Abg. Leichtfried: Geh, jetzt gib einmal eine Ruh, hast eh Redezeit! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Kickl: Ja eh!
Abgeordnete Dr. Pamela Rendi-Wagner, MSc (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Sehr geehrte Bundesregierung! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist interessant, wie sich die FPÖ jetzt aufregt, wenn sie einmal selbst von Anschuldigungen und Diffamierungen betroffen ist. Ja, so schaut es aus mit dem gläsernen Kinn (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP – Zwischenrufe bei der FPÖ), aber austeilen, das können Sie, Herr Kickl. (Abg. Kickl: Ja eh!) – Genau, aber einstecken können Sie gar nichts. Da zeigt sich die wahre Schwäche. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS. – Abg. Kickl: Sie sind allerdings Expertin beim Einstecken, aus der eigenen Partei! – Abg. Leichtfried: Geh, jetzt gib einmal eine Ruh, hast eh Redezeit! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS. – Abg. Kickl: Sie sind allerdings Expertin beim Einstecken, aus der eigenen Partei! – Abg. Leichtfried: Geh, jetzt gib einmal eine Ruh, hast eh Redezeit! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Abgeordnete Dr. Pamela Rendi-Wagner, MSc (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Sehr geehrte Bundesregierung! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist interessant, wie sich die FPÖ jetzt aufregt, wenn sie einmal selbst von Anschuldigungen und Diffamierungen betroffen ist. Ja, so schaut es aus mit dem gläsernen Kinn (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP – Zwischenrufe bei der FPÖ), aber austeilen, das können Sie, Herr Kickl. (Abg. Kickl: Ja eh!) – Genau, aber einstecken können Sie gar nichts. Da zeigt sich die wahre Schwäche. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS. – Abg. Kickl: Sie sind allerdings Expertin beim Einstecken, aus der eigenen Partei! – Abg. Leichtfried: Geh, jetzt gib einmal eine Ruh, hast eh Redezeit! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Belakowitsch: Menschenrechtsverletz...!
Ja, heute jährt sich der Beginn dieses brutalen russischen Angriffskrieges auf die Ukraine zum ersten Mal und – wie wir alle hoffen – hoffentlich zum letzten Mal, und aus diesem Anlass fand bereits gestern hier im Hohen Haus eine gemeinsame Aussprache des Außenpolitischen Ausschusses und des EU-Unterausschusses statt, an der auch der ukrainische Botschafter Chymynez und der Russlandexperte Prof. Gerhard Mangott teilgenommen haben. (Abg. Belakowitsch: Menschenrechtsverletz...!) Und heute, am Jahrestag selbst, findet auch diese Sondersitzung hier im Parlament statt. Das sind sehr wichtige Zeichen.
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Das sind wichtige Zeichen, denn damit möchten wir der ukrainischen Bevölkerung einmal mehr unsere volle und unsere aufrichtige Unterstützung und Solidarität zum Ausdruck bringen. Der Angriffskrieg durch die militärische und die politische Führung Russlands auf ein souveränes, auf ein freies europäisches Land, die Ukraine, ist und bleibt auf das Schärfste zu verurteilen. (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Rössler und Krisper.
Nein, Österreich und die EU können und dürfen nicht tatenlos zusehen, wenn ein europäisches Land angegriffen und überfallen wird, wenn Völkerrecht gebrochen wird. Auch der österreichische Nationalrat hat in einer Reihe von Beschlüssen dazu klar Stellung bezogen und diesen brutalen Angriffskrieg Russlands klar verurteilt. Genauso wichtig ist es aber, die notleidende Bevölkerung in der Ukraine mit ausreichend humanitärer Hilfe zu unterstützen. Genauso wichtig ist es, jenen Menschen, die weiterhin Schutz brauchen, die aus der Ukraine zu uns nach Österreich kommen, hierher fliehen müssen, diesen Schutz auch zu gewähren und zu geben. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Rössler und Krisper.)
Abg. Hafenecker: ... Gusenbauer und Kern anders entschieden? – Abg. Stögmüller – in Richtung Abg. Hafenecker –: Doch einen Russland-Untersuchungsausschuss?
Genauso notwendig ist es aber auch, dass alles unternommen wird, um die Abhängigkeit Österreichs von russischem Gas zu reduzieren. Das Gegenteil ist leider der Fall. Die Abhängigkeit von russischem Gas ist sogar gestiegen – auf über 70 Prozent! Im Vergleich zur Europäischen Union sieht man – dort liegt die durchschnittliche Abhängigkeit von russischem Gas bei 13 Prozent –, dass sie dort signifikant geringer ist. Und so ist es auch in Deutschland. Ja, jetzt hat man dort vielleicht andere Gründe gefunden, aber nein: Die Deutschen haben das aus politischen, moralischen Gründen so entschieden, nicht aus reinen Pipelinegründen. (Abg. Hafenecker: ... Gusenbauer und Kern anders entschieden? – Abg. Stögmüller – in Richtung Abg. Hafenecker –: Doch einen Russland-Untersuchungsausschuss?)
Abg. Kickl: Sie fliegen! – Abg. Hafenecker: ... die Grünen ... Privatjet ...!
Gusenbauer, Faymann und Kern haben das nicht moralisch entschieden, sondern anders ...!) Sie reden, vor allem die Grünen, seit Monaten vom Ausstieg aus fossiler Energie. Sie reden seit Monaten vom Ausstieg aus russischem Gas. Sie fahren seit Monaten in großen, teuren Delegationen in der Weltgeschichte herum, Stichwort Katar (Abg. Kickl: Sie fliegen! – Abg. Hafenecker: ... die Grünen ... Privatjet ...!), auf der angeblichen Suche nach alternativen Energiequellen mit dem Ergebnis, dass die österreichische Abhängigkeit nicht gesunken, sondern gestiegen ist. Das muss sich ändern, sehr geehrte Bundesregierung! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Gusenbauer, Faymann und Kern haben das nicht moralisch entschieden, sondern anders ...!) Sie reden, vor allem die Grünen, seit Monaten vom Ausstieg aus fossiler Energie. Sie reden seit Monaten vom Ausstieg aus russischem Gas. Sie fahren seit Monaten in großen, teuren Delegationen in der Weltgeschichte herum, Stichwort Katar (Abg. Kickl: Sie fliegen! – Abg. Hafenecker: ... die Grünen ... Privatjet ...!), auf der angeblichen Suche nach alternativen Energiequellen mit dem Ergebnis, dass die österreichische Abhängigkeit nicht gesunken, sondern gestiegen ist. Das muss sich ändern, sehr geehrte Bundesregierung! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber das nur am Rande, denn ohne Zweifel liegen vor uns, vor uns allen schwierige Zeiten, und gerade deshalb müssen – ja, müssen! – die Bemühungen zu einer Deeskalation jedenfalls von allen Seiten weitergeführt werden. Dazu braucht es – und das wurde heute zum Glück schon öfters gesagt – mehr denn je offene Gesprächskanäle, denn nur so kann es am Ende zu einem ernsthaften politischen Friedensprozess und in weitere Folge zu einem umfassenden, gerechten und vor allem dauerhaften Frieden kommen. Das und nichts anderes muss unser gemeinsames Ziel sein, um das unnötige Morden, das unnötige Sterben endlich zu beenden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Richtig!
Da kommt jetzt sicher von den NEOS: Nein, so einfach ist das alles nicht, wir würden uns das sehr einfach vorstellen. – Nein, einfach wird es nicht, das ist uns allen klar, und einfach war es noch nie in der Geschichte Europas und weltweit, Kriege zu beenden. Die Geschichte lehrt uns aber dabei auch, dass die meisten Kriege und Konflikte nicht auf dem Schlachtfeld beendet wurden, sehr geehrte Damen und Herren, sondern am Verhandlungstisch, und dorthin müssen wir auch in dieser Frage zurück. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Richtig!)
Abg. Hafenecker: Die sind aber nicht neutral!
Apropos Neutralität: Österreich hat konsequent von Beginn an, Seite an Seite mit der Europäischen Union, die gemeinsame Reaktion gegenüber Russland mitgetragen. (Abg. Hafenecker: Die sind aber nicht neutral!) Österreich ist diesem Aggressor klar gegenübergetreten und entgegengetreten (Abg. Hafenecker: Der Herr Kern nicht gleich! ... noch ein paar Monate kassiert!), und das war richtig so. (Beifall bei der SPÖ.) Wir handeln und wir helfen im Rahmen unserer Möglichkeiten, wir handeln und wir helfen auf Basis unserer Verfassung, aber eines wird Österreich, zumindest wenn es nach meiner Fraktion geht, niemals machen, nämlich die Neutralität als sicherheitspolitisches Instrument, das sich seit Jahrzehnten für unser Land bewährt hat, einfach über Bord werfen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hafenecker: Der Herr Kern nicht gleich! ... noch ein paar Monate kassiert!
Apropos Neutralität: Österreich hat konsequent von Beginn an, Seite an Seite mit der Europäischen Union, die gemeinsame Reaktion gegenüber Russland mitgetragen. (Abg. Hafenecker: Die sind aber nicht neutral!) Österreich ist diesem Aggressor klar gegenübergetreten und entgegengetreten (Abg. Hafenecker: Der Herr Kern nicht gleich! ... noch ein paar Monate kassiert!), und das war richtig so. (Beifall bei der SPÖ.) Wir handeln und wir helfen im Rahmen unserer Möglichkeiten, wir handeln und wir helfen auf Basis unserer Verfassung, aber eines wird Österreich, zumindest wenn es nach meiner Fraktion geht, niemals machen, nämlich die Neutralität als sicherheitspolitisches Instrument, das sich seit Jahrzehnten für unser Land bewährt hat, einfach über Bord werfen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Apropos Neutralität: Österreich hat konsequent von Beginn an, Seite an Seite mit der Europäischen Union, die gemeinsame Reaktion gegenüber Russland mitgetragen. (Abg. Hafenecker: Die sind aber nicht neutral!) Österreich ist diesem Aggressor klar gegenübergetreten und entgegengetreten (Abg. Hafenecker: Der Herr Kern nicht gleich! ... noch ein paar Monate kassiert!), und das war richtig so. (Beifall bei der SPÖ.) Wir handeln und wir helfen im Rahmen unserer Möglichkeiten, wir handeln und wir helfen auf Basis unserer Verfassung, aber eines wird Österreich, zumindest wenn es nach meiner Fraktion geht, niemals machen, nämlich die Neutralität als sicherheitspolitisches Instrument, das sich seit Jahrzehnten für unser Land bewährt hat, einfach über Bord werfen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Apropos Neutralität: Österreich hat konsequent von Beginn an, Seite an Seite mit der Europäischen Union, die gemeinsame Reaktion gegenüber Russland mitgetragen. (Abg. Hafenecker: Die sind aber nicht neutral!) Österreich ist diesem Aggressor klar gegenübergetreten und entgegengetreten (Abg. Hafenecker: Der Herr Kern nicht gleich! ... noch ein paar Monate kassiert!), und das war richtig so. (Beifall bei der SPÖ.) Wir handeln und wir helfen im Rahmen unserer Möglichkeiten, wir handeln und wir helfen auf Basis unserer Verfassung, aber eines wird Österreich, zumindest wenn es nach meiner Fraktion geht, niemals machen, nämlich die Neutralität als sicherheitspolitisches Instrument, das sich seit Jahrzehnten für unser Land bewährt hat, einfach über Bord werfen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Herr Präsident! Mein Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Ich glaube, dass das heute eine sehr, sehr interessante Sitzung, eine sehr aufschlussreiche Sitzung ist – vor allem für die Menschen außerhalb dieses Parlaments, die dem hier zusehen und zuhören. Die Redner der Einheitspartei – dieses Konglomerat da aus Schwarz und Grün und Rot und NEOS verschmilzt ja immer mehr zu einer Masse – stellen nämlich eines ganz, ganz eindrucksvoll unter Beweis: Sie stellen unter Beweis, dass man tatsächlich aus der Erfahrung heraus immer noch ein Stück dümmer werden kann. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Pfurtscheller: Ist das das neue Wording, Herr Kickl? Fällt Ihnen nichts Besseres ein? – Abg. Meinl-Reisinger: Einmal alles mit Charme, yeah!
dieser Einheitspartei mit Ihrer alternativlosen Coronastrategie (Abg. Pfurtscheller: Ist das das neue Wording, Herr Kickl? Fällt Ihnen nichts Besseres ein? – Abg. Meinl-Reisinger: Einmal alles mit Charme, yeah!) einen gigantischen Bauchfleck hingelegt haben, wie Sie quer durch alle Bereiche die Schäden für die Bevölkerung maximiert statt minimiert haben. Wir erleben alle, gerade in diesen Tagen und in diesen Stunden, wie Sie mehr und mehr immer peinlicher zurückrudern müssen, ja, wie Sie sich von Ihren eigenen Weisheiten und von Ihren eigenen Offenbarungen der letzten zwei Jahre Stück für Stück distanzieren (Abg. Leichtfried: Wir erleben eher, dass Sie keine Ahnung von irgendwas haben!), wie Sie andere dafür beschuldigen, Entscheidungen getroffen zu haben, die niemand anderer zu verantworten hat als Sie selber. Der Bundeskanzler: Ich war es nicht! Ich gestehe, ich war zu expertenhörig! – Wir haben es doch alle erlebt. (Abg. Meinl-Reisinger: Zur Sache! Zur Sache!) Meine Damen und Herren, das war doch ein Bauchfleck der Sonderklasse! Das war ein Bauchfleck der Sonderklasse, eine Blamage. (Abg. Pfurtscheller: Worum geht’s jetzt gerade?)
Abg. Leichtfried: Wir erleben eher, dass Sie keine Ahnung von irgendwas haben!
dieser Einheitspartei mit Ihrer alternativlosen Coronastrategie (Abg. Pfurtscheller: Ist das das neue Wording, Herr Kickl? Fällt Ihnen nichts Besseres ein? – Abg. Meinl-Reisinger: Einmal alles mit Charme, yeah!) einen gigantischen Bauchfleck hingelegt haben, wie Sie quer durch alle Bereiche die Schäden für die Bevölkerung maximiert statt minimiert haben. Wir erleben alle, gerade in diesen Tagen und in diesen Stunden, wie Sie mehr und mehr immer peinlicher zurückrudern müssen, ja, wie Sie sich von Ihren eigenen Weisheiten und von Ihren eigenen Offenbarungen der letzten zwei Jahre Stück für Stück distanzieren (Abg. Leichtfried: Wir erleben eher, dass Sie keine Ahnung von irgendwas haben!), wie Sie andere dafür beschuldigen, Entscheidungen getroffen zu haben, die niemand anderer zu verantworten hat als Sie selber. Der Bundeskanzler: Ich war es nicht! Ich gestehe, ich war zu expertenhörig! – Wir haben es doch alle erlebt. (Abg. Meinl-Reisinger: Zur Sache! Zur Sache!) Meine Damen und Herren, das war doch ein Bauchfleck der Sonderklasse! Das war ein Bauchfleck der Sonderklasse, eine Blamage. (Abg. Pfurtscheller: Worum geht’s jetzt gerade?)
Abg. Meinl-Reisinger: Zur Sache! Zur Sache!
dieser Einheitspartei mit Ihrer alternativlosen Coronastrategie (Abg. Pfurtscheller: Ist das das neue Wording, Herr Kickl? Fällt Ihnen nichts Besseres ein? – Abg. Meinl-Reisinger: Einmal alles mit Charme, yeah!) einen gigantischen Bauchfleck hingelegt haben, wie Sie quer durch alle Bereiche die Schäden für die Bevölkerung maximiert statt minimiert haben. Wir erleben alle, gerade in diesen Tagen und in diesen Stunden, wie Sie mehr und mehr immer peinlicher zurückrudern müssen, ja, wie Sie sich von Ihren eigenen Weisheiten und von Ihren eigenen Offenbarungen der letzten zwei Jahre Stück für Stück distanzieren (Abg. Leichtfried: Wir erleben eher, dass Sie keine Ahnung von irgendwas haben!), wie Sie andere dafür beschuldigen, Entscheidungen getroffen zu haben, die niemand anderer zu verantworten hat als Sie selber. Der Bundeskanzler: Ich war es nicht! Ich gestehe, ich war zu expertenhörig! – Wir haben es doch alle erlebt. (Abg. Meinl-Reisinger: Zur Sache! Zur Sache!) Meine Damen und Herren, das war doch ein Bauchfleck der Sonderklasse! Das war ein Bauchfleck der Sonderklasse, eine Blamage. (Abg. Pfurtscheller: Worum geht’s jetzt gerade?)
Abg. Pfurtscheller: Worum geht’s jetzt gerade?
dieser Einheitspartei mit Ihrer alternativlosen Coronastrategie (Abg. Pfurtscheller: Ist das das neue Wording, Herr Kickl? Fällt Ihnen nichts Besseres ein? – Abg. Meinl-Reisinger: Einmal alles mit Charme, yeah!) einen gigantischen Bauchfleck hingelegt haben, wie Sie quer durch alle Bereiche die Schäden für die Bevölkerung maximiert statt minimiert haben. Wir erleben alle, gerade in diesen Tagen und in diesen Stunden, wie Sie mehr und mehr immer peinlicher zurückrudern müssen, ja, wie Sie sich von Ihren eigenen Weisheiten und von Ihren eigenen Offenbarungen der letzten zwei Jahre Stück für Stück distanzieren (Abg. Leichtfried: Wir erleben eher, dass Sie keine Ahnung von irgendwas haben!), wie Sie andere dafür beschuldigen, Entscheidungen getroffen zu haben, die niemand anderer zu verantworten hat als Sie selber. Der Bundeskanzler: Ich war es nicht! Ich gestehe, ich war zu expertenhörig! – Wir haben es doch alle erlebt. (Abg. Meinl-Reisinger: Zur Sache! Zur Sache!) Meine Damen und Herren, das war doch ein Bauchfleck der Sonderklasse! Das war ein Bauchfleck der Sonderklasse, eine Blamage. (Abg. Pfurtscheller: Worum geht’s jetzt gerade?)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Zarits: Geh bitte!
Und jetzt: Was haben Sie daraus gelernt? – Gar nichts haben Sie daraus gelernt, weil Sie sich jetzt bei dieser Ukrainekrise wieder in eine völlig falsche Strategie verrannt haben, weil Sie sich bei allem, was da dazugehört – Ukrainekrieg, Neutralität, Teuerung – wieder in die Falle begeben haben, aus Ihren eigenen Fehlentscheidungen nicht mehr herauszukommen – und das alles zulasten von Millionen Bürgern in diesem Land. Das sind die Leute, die in Ihrem Demokratieverständnis nichts mitzureden haben, die niemals gefragt werden, aber die die ganzen Suppen, die Sie der Bevölkerung jedes Mal einbrocken, auszulöffeln haben. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Zarits: Geh bitte!)
Abg. Schallmeiner: Nicht von sich selbst auf andere schließen, Herr Kickl!
Und wieder ist natürlich alles alternativlos, selbstverständlich, wieder sind Sie im alleinigen Besitz der absoluten Wahrheit und wieder wird jeder heruntergemacht, der eine andere Meinung hat – das kennen wir schon alles. (Abg. Schallmeiner: Nicht von sich selbst auf andere schließen, Herr Kickl!) Das heißt, man möchte doch meinen – okay, ich gestehe: dazu Intelligenz vorausgesetzt
Abg. Steinacker: Das ist eine Beleidigung nach der anderen!
(Abg. Steinacker: Das ist eine Beleidigung nach der anderen!) –, dass man nach dem Bauchfleck, den Sie da hingelegt haben, nach diesem Crash mit Vollgas gegen die Wand, den Sie bei Corona produziert haben, jetzt beim Neutralitätsthema und beim Sanktionsthema etwas zurückhaltender wäre. Da sind Sie ja komplett danebengelegen und alles ist in die Hosen gegangen – übrigens auch Ihre Analysen bei der Völkerwanderung. (Abg. Leichtfried: Waren Sie da auch schon dabei? Man könnte es vermuten!) Überall müssen Sie Schritt für Schritt zugestehen, dass die Freiheitliche Partei inhaltlich recht gehabt hat. Überall sind Sie in der Rückwärtsbewegung. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Kogler.)
Abg. Leichtfried: Waren Sie da auch schon dabei? Man könnte es vermuten!
(Abg. Steinacker: Das ist eine Beleidigung nach der anderen!) –, dass man nach dem Bauchfleck, den Sie da hingelegt haben, nach diesem Crash mit Vollgas gegen die Wand, den Sie bei Corona produziert haben, jetzt beim Neutralitätsthema und beim Sanktionsthema etwas zurückhaltender wäre. Da sind Sie ja komplett danebengelegen und alles ist in die Hosen gegangen – übrigens auch Ihre Analysen bei der Völkerwanderung. (Abg. Leichtfried: Waren Sie da auch schon dabei? Man könnte es vermuten!) Überall müssen Sie Schritt für Schritt zugestehen, dass die Freiheitliche Partei inhaltlich recht gehabt hat. Überall sind Sie in der Rückwärtsbewegung. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Kogler.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Kogler.
(Abg. Steinacker: Das ist eine Beleidigung nach der anderen!) –, dass man nach dem Bauchfleck, den Sie da hingelegt haben, nach diesem Crash mit Vollgas gegen die Wand, den Sie bei Corona produziert haben, jetzt beim Neutralitätsthema und beim Sanktionsthema etwas zurückhaltender wäre. Da sind Sie ja komplett danebengelegen und alles ist in die Hosen gegangen – übrigens auch Ihre Analysen bei der Völkerwanderung. (Abg. Leichtfried: Waren Sie da auch schon dabei? Man könnte es vermuten!) Überall müssen Sie Schritt für Schritt zugestehen, dass die Freiheitliche Partei inhaltlich recht gehabt hat. Überall sind Sie in der Rückwärtsbewegung. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Kogler.)
Abg. Meinl-Reisinger: Luft holen, Herr Kickl! Atmen nicht vergessen!
Ja, wollen Sie jetzt mit ein paar Jahren Verzögerung und nach ein paar sinnlos verbrannten Milliarden dann wieder zurückkriechen? (Abg. Meinl-Reisinger: Luft holen, Herr Kickl! Atmen nicht vergessen!) Wollen Sie dann wieder rückwärts daherkommen und sagen: Es ist alles unglaublich, ich war es nicht! Die Experten waren es, wir waren zu hörig! – Nur waren es dieses Mal dann die Experten des amerikanischen oder des britischen Geheimdienstes, je nach Vorliebe; es schaut doch genau so aus.
Abg. Leichtfried: Was sagen denn Ihre Informanten aus Russland zu den Themen? Wissen die Russen mehr, Herr Kickl? Können Sie uns da ein bissel erhellen? Das wäre nett!
Bis es soweit ist – und das ist das Problem –, maximieren Sie in Ihrer Verblendung ein weiteres Mal den Schaden für alle Österreicher. (Abg. Leichtfried: Was sagen denn Ihre Informanten aus Russland zu den Themen? Wissen die Russen mehr, Herr Kickl? Können Sie uns da ein bissel erhellen? Das wäre nett!) Bis dahin ramponieren Sie die Neutralität und unsere Sicherheit gleich dazu. Bis dahin schädigen Sie die Wirtschaft – jeden Tag, den diese Sanktionen länger dauern, wird der Schaden größer. Bis dahin machen Sie uns energiepolitisch nicht unabhängig, sondern Sie ersetzen eine Abhängigkeit durch die andere. (Abg. Leichtfried: Was gab es denn bei der letzten Klubreise in Moskau zu erfahren? Das könnten Sie uns erzählen!) Aus Russland wird dann China und gleichzeitig treiben Sie Russland in die Arme der Chinesen – großartig; und bis dahin heizen Sie die Teuerung an.
Abg. Leichtfried: Was gab es denn bei der letzten Klubreise in Moskau zu erfahren? Das könnten Sie uns erzählen!
Bis es soweit ist – und das ist das Problem –, maximieren Sie in Ihrer Verblendung ein weiteres Mal den Schaden für alle Österreicher. (Abg. Leichtfried: Was sagen denn Ihre Informanten aus Russland zu den Themen? Wissen die Russen mehr, Herr Kickl? Können Sie uns da ein bissel erhellen? Das wäre nett!) Bis dahin ramponieren Sie die Neutralität und unsere Sicherheit gleich dazu. Bis dahin schädigen Sie die Wirtschaft – jeden Tag, den diese Sanktionen länger dauern, wird der Schaden größer. Bis dahin machen Sie uns energiepolitisch nicht unabhängig, sondern Sie ersetzen eine Abhängigkeit durch die andere. (Abg. Leichtfried: Was gab es denn bei der letzten Klubreise in Moskau zu erfahren? Das könnten Sie uns erzählen!) Aus Russland wird dann China und gleichzeitig treiben Sie Russland in die Arme der Chinesen – großartig; und bis dahin heizen Sie die Teuerung an.
Abg. Leichtfried: Ah, das ist für Sie „nebenher“? Das ist ja wohl das Hauptproblem, oder? Das würde ich nicht als „nebenher“ bezeichnen!
Offenbar haben Sie es immer noch nicht mitbekommen: Da draußen in der wirklichen Wirklichkeit, da, wo die Österreicher leben und wo sie arbeiten, da draußen, da können sich die Leute ihr Leben nicht mehr leisten – das jetzt nur einmal nebenher bemerkt, neben Ihrer amerikanisch-ukrainischen Endzeit- und Endsiegespropaganda, die Sie hier permanent von sich geben. (Abg. Leichtfried: Ah, das ist für Sie „nebenher“? Das ist ja wohl das Hauptproblem, oder? Das würde ich nicht als „nebenher“ bezeichnen!) – Ja, ja, hier herinnen: große Zusammenhänge, große Erklärungen, große Strategien (Abg. Leichtfried: Für den Herrn Kickl ist Teuerung „nebenher“!), aber alles auf Kosten der kleinen Leute – große Worte auf Kosten der kleinen Leute, das ist das Problem. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Leichtfried: Für den Herrn Kickl ist Teuerung „nebenher“!
Offenbar haben Sie es immer noch nicht mitbekommen: Da draußen in der wirklichen Wirklichkeit, da, wo die Österreicher leben und wo sie arbeiten, da draußen, da können sich die Leute ihr Leben nicht mehr leisten – das jetzt nur einmal nebenher bemerkt, neben Ihrer amerikanisch-ukrainischen Endzeit- und Endsiegespropaganda, die Sie hier permanent von sich geben. (Abg. Leichtfried: Ah, das ist für Sie „nebenher“? Das ist ja wohl das Hauptproblem, oder? Das würde ich nicht als „nebenher“ bezeichnen!) – Ja, ja, hier herinnen: große Zusammenhänge, große Erklärungen, große Strategien (Abg. Leichtfried: Für den Herrn Kickl ist Teuerung „nebenher“!), aber alles auf Kosten der kleinen Leute – große Worte auf Kosten der kleinen Leute, das ist das Problem. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Offenbar haben Sie es immer noch nicht mitbekommen: Da draußen in der wirklichen Wirklichkeit, da, wo die Österreicher leben und wo sie arbeiten, da draußen, da können sich die Leute ihr Leben nicht mehr leisten – das jetzt nur einmal nebenher bemerkt, neben Ihrer amerikanisch-ukrainischen Endzeit- und Endsiegespropaganda, die Sie hier permanent von sich geben. (Abg. Leichtfried: Ah, das ist für Sie „nebenher“? Das ist ja wohl das Hauptproblem, oder? Das würde ich nicht als „nebenher“ bezeichnen!) – Ja, ja, hier herinnen: große Zusammenhänge, große Erklärungen, große Strategien (Abg. Leichtfried: Für den Herrn Kickl ist Teuerung „nebenher“!), aber alles auf Kosten der kleinen Leute – große Worte auf Kosten der kleinen Leute, das ist das Problem. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hörl: Hallo! Hallo!
Und weil der Herr Wirtschaftsminister hier sitzt: Er hat ja vor einem Jahr gesagt: Wir werden akzeptieren müssen, dass wir alle ärmer werden! – Ja, wer genau wird jetzt ärmer, wer genau? Wer? Sie? Die Rüstungskonzerne? Die Waffenhändler? Die Energieunternehmen? (Abg. Hörl: Hallo! Hallo!) – Na, die werden nicht ärmer. Die Arbeiter am Fließband werden ärmer, die Handwerker werden ärmer, die Gewerbetreibenden werden ärmer, die Frauen in den Supermärkten, die Leute, die sich in der Pflege abrackern, die Pensionisten, die Bauern, die werden alle ärmer, weil Sie nichts begriffen haben.
Abg. Matznetter: Was kriegen Sie eigentlich für Ihre Rede?
Sie registrieren ja gar nichts mehr, weil Sie bei den Leuten draußen schon lange nicht mehr angetroffen worden sind. Sie trauen sich ja gar nicht mehr hinaus. (Abg. Matznetter: Was kriegen Sie eigentlich für Ihre Rede?) Sie haben ja Wichtigeres zu tun. (Beifall bei der FPÖ.) Sie haben ja etwas Wichtigeres und Edleres zu tun, als auf die eigene Bevölkerung zu schauen: Sie müssen die Werte des Westens retten, ausgerechnet in der Ukraine. Sie müssen einen Krieg beenden, indem Sie immer neue Waffenlieferungen politisch und finanziell unterstützen und damit das sinnlose Sterben verlängern statt verkürzen. (Abg. Stögmüller: ... wäre einfacher, das ist Ihre Methode! Unglaublich!) Sie müssen solidarisch sein und Sie müssen sich der Nato an den Hals werfen für unsere Sicherheit. Das ist die Nato, deren Mitgliedstaaten USA und
Beifall bei der FPÖ.
Sie registrieren ja gar nichts mehr, weil Sie bei den Leuten draußen schon lange nicht mehr angetroffen worden sind. Sie trauen sich ja gar nicht mehr hinaus. (Abg. Matznetter: Was kriegen Sie eigentlich für Ihre Rede?) Sie haben ja Wichtigeres zu tun. (Beifall bei der FPÖ.) Sie haben ja etwas Wichtigeres und Edleres zu tun, als auf die eigene Bevölkerung zu schauen: Sie müssen die Werte des Westens retten, ausgerechnet in der Ukraine. Sie müssen einen Krieg beenden, indem Sie immer neue Waffenlieferungen politisch und finanziell unterstützen und damit das sinnlose Sterben verlängern statt verkürzen. (Abg. Stögmüller: ... wäre einfacher, das ist Ihre Methode! Unglaublich!) Sie müssen solidarisch sein und Sie müssen sich der Nato an den Hals werfen für unsere Sicherheit. Das ist die Nato, deren Mitgliedstaaten USA und
Abg. Stögmüller: ... wäre einfacher, das ist Ihre Methode! Unglaublich!
Sie registrieren ja gar nichts mehr, weil Sie bei den Leuten draußen schon lange nicht mehr angetroffen worden sind. Sie trauen sich ja gar nicht mehr hinaus. (Abg. Matznetter: Was kriegen Sie eigentlich für Ihre Rede?) Sie haben ja Wichtigeres zu tun. (Beifall bei der FPÖ.) Sie haben ja etwas Wichtigeres und Edleres zu tun, als auf die eigene Bevölkerung zu schauen: Sie müssen die Werte des Westens retten, ausgerechnet in der Ukraine. Sie müssen einen Krieg beenden, indem Sie immer neue Waffenlieferungen politisch und finanziell unterstützen und damit das sinnlose Sterben verlängern statt verkürzen. (Abg. Stögmüller: ... wäre einfacher, das ist Ihre Methode! Unglaublich!) Sie müssen solidarisch sein und Sie müssen sich der Nato an den Hals werfen für unsere Sicherheit. Das ist die Nato, deren Mitgliedstaaten USA und
Beifall bei der FPÖ.
Norwegen nicht davor zurückschrecken, die vitalen Interessen eines anderen Nato-Mitgliedstaates, nämlich von Deutschland – wie soll man sagen – anzugreifen dadurch, dass man ihnen die Gaspipeline sprengt. Na solche Freunde braucht man, das ist ein Sicherheits- und ein Verteidigungsbündnis! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Meinl-Reisinger: Sie sind ja schon selbst radikalisiert! – Abg. Steinacker: Unglaublich, was der alles weiß! – Vizekanzler Kogler: Die Rede haben sie ihm am Villacher Fasching geschrieben!
Ich sage Ihnen also: Finger weg von unserer Neutralität! Das ist das Zukunftsmodell und nicht die Nato, von der Frau Meinl-Reisinger träumt. (Abg. Meinl-Reisinger: Sie sind ja schon selbst radikalisiert! – Abg. Steinacker: Unglaublich, was der alles weiß! – Vizekanzler Kogler: Die Rede haben sie ihm am Villacher Fasching geschrieben!)
Abg. Leichtfried: Na, die können nichts dafür! – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
Und jetzt noch etwas: Man kann natürlich der Meinung sein, dass der Krieg in der Ukraine vor genau einem Jahr über Nacht vom Himmel gefallen ist und Russland der Alleinschuldige ist und vorher nichts war und alle anderen eine unbefleckte, weiße Weste haben. (Abg. Leichtfried: Na, die können nichts dafür! – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Das ist Ihre Position, das ist das, was Joe Biden sagt, das ist das, was die EU sagt, das ist Messagecontrol des Pentagon. (Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.) Man kann aber auch der Meinung sein, dass dieser Angriffskrieg unverzeihlich ist, und dabei trotzdem nicht außer Acht lassen, dass es eine lange Vorgeschichte der Provokationen auch der USA und auch der Nato gibt und dass es ein jahrelanges gegenseitiges Aufschaukeln gegeben hat. Da wird dann aus Ursache und Wirkung das Spiel von Wechselwirkung, wenn Sie wissen, was ich meine. (Zwischenruf des Abg. Brandstätter. – He-Rufe bei der FPÖ. – Abgeordnete der FPÖ weisen Richtung Abg. Brandstätter. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen. – Rufe bei der FPÖ: Hallo! –Abg. Steger – in Richtung Abg. Brandstätter weisend –: .... eine Schande für dieses Haus! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.
Und jetzt noch etwas: Man kann natürlich der Meinung sein, dass der Krieg in der Ukraine vor genau einem Jahr über Nacht vom Himmel gefallen ist und Russland der Alleinschuldige ist und vorher nichts war und alle anderen eine unbefleckte, weiße Weste haben. (Abg. Leichtfried: Na, die können nichts dafür! – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Das ist Ihre Position, das ist das, was Joe Biden sagt, das ist das, was die EU sagt, das ist Messagecontrol des Pentagon. (Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.) Man kann aber auch der Meinung sein, dass dieser Angriffskrieg unverzeihlich ist, und dabei trotzdem nicht außer Acht lassen, dass es eine lange Vorgeschichte der Provokationen auch der USA und auch der Nato gibt und dass es ein jahrelanges gegenseitiges Aufschaukeln gegeben hat. Da wird dann aus Ursache und Wirkung das Spiel von Wechselwirkung, wenn Sie wissen, was ich meine. (Zwischenruf des Abg. Brandstätter. – He-Rufe bei der FPÖ. – Abgeordnete der FPÖ weisen Richtung Abg. Brandstätter. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen. – Rufe bei der FPÖ: Hallo! –Abg. Steger – in Richtung Abg. Brandstätter weisend –: .... eine Schande für dieses Haus! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Brandstätter. – He-Rufe bei der FPÖ. – Abgeordnete der FPÖ weisen Richtung Abg. Brandstätter. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen. – Rufe bei der FPÖ: Hallo! –Abg. Steger – in Richtung Abg. Brandstätter weisend –: .... eine Schande für dieses Haus! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Und jetzt noch etwas: Man kann natürlich der Meinung sein, dass der Krieg in der Ukraine vor genau einem Jahr über Nacht vom Himmel gefallen ist und Russland der Alleinschuldige ist und vorher nichts war und alle anderen eine unbefleckte, weiße Weste haben. (Abg. Leichtfried: Na, die können nichts dafür! – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Das ist Ihre Position, das ist das, was Joe Biden sagt, das ist das, was die EU sagt, das ist Messagecontrol des Pentagon. (Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.) Man kann aber auch der Meinung sein, dass dieser Angriffskrieg unverzeihlich ist, und dabei trotzdem nicht außer Acht lassen, dass es eine lange Vorgeschichte der Provokationen auch der USA und auch der Nato gibt und dass es ein jahrelanges gegenseitiges Aufschaukeln gegeben hat. Da wird dann aus Ursache und Wirkung das Spiel von Wechselwirkung, wenn Sie wissen, was ich meine. (Zwischenruf des Abg. Brandstätter. – He-Rufe bei der FPÖ. – Abgeordnete der FPÖ weisen Richtung Abg. Brandstätter. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen. – Rufe bei der FPÖ: Hallo! –Abg. Steger – in Richtung Abg. Brandstätter weisend –: .... eine Schande für dieses Haus! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Kollege!) – ein Opfer von beiden Seiten, genauso wie die Teuerungsopfer, Hunderte Millionen in ganz Europa, die darunter leiden, Opfer von beiden Seiten sind. Sehen Sie, das ist die Position eines neutralen Landes und das ist die Position der Freiheitlichen Partei. Das ist nicht das, was Putin sagt oder Radio Moskau, das Kollege Stocker offenbar besser kennt als alle anderen hier herinnen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Man kann natürlich auch sagen, dass dieser russische Angriffskrieg samt all dem Leid und dem Elend, die damit verbunden sind, ein einzigartiges, ein präzedenzloses Vorgehen in der Welt ist, dass es so etwas noch nie gegeben hat, dass Staaten völkerrechtswidrig andere aus eigenen Interessen heraus angreifen, dass das mit nichts vergleichbar ist und es deswegen die Sanktionen braucht. Das ist Ihre Position, das ist das, was die Amerikaner sagen. Man kann aber auch der Meinung sein, dass leider auch andere Staaten, wie die USA, solche Kriege offen oder auch verdeckt völkerrechtswidrig geführt haben und führen und dass ihnen doch dieselben Maßnahmen – Sanktionen und so weiter – entgegenschlagen müssen wie allen anderen. Zumindest dann, wenn es um die Menschlichkeit geht, wenn es um die Moral geht, wenn es um unsere Werte geht und wenn es um Freiheit geht, müssen doch für alle dieselben Maßstäbe gelten, sonst ist es doch keine Moral, sonst ist es Heuchelei! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
schneiden, denn früher oder später werden wir genau dort an diesem Verhandlungstisch landen, den Sie jetzt gegen das Schlachtfeld austauschen wollen. Das Problem ist nur: Je später, desto mehr Menschen werden sinnlos gestorben sein, desto mehr Milliarden werden sinnlos verbrannt sein und desto mehr Österreicher haben Sie zu Opfern Ihrer Politik gemacht. Dafür tragen nur Sie alleine die Verantwortung, diese Einheitspartei. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der FPÖ. – Die Abgeordneten Fischer und Stögmüller halten eine ukrainische Flagge in die Höhe.
Abgeordneter Herbert Kickl (fortsetzend): Schlusssatz: Es lebe die Freiheit, es lebe die österreichische Selbstbestimmung, es lebe die österreichische Neutralität! (Beifall und Bravorufe bei der FPÖ. – Die Abgeordneten Fischer und Stögmüller halten eine ukrainische Flagge in die Höhe.)
Abg. Wöginger: Was ist denn jetzt schon wieder? – Abg. Belakowitsch: Zur Geschäftsordnung! – Abg. Wöginger: Nein, er hat schon aufgerufen! Wir sind ja da nicht irgendwo! Fertig! Das Wort ist erteilt, du kannst dich danach melden! Was ist das für ein Saustall? Jetzt melde ich mich einmal! So tun wir nicht weiter! Wir haben eine Geschäftsordnung zum Einhalten! – Abg. Hafenecker – in Richtung Abg. Wöginger –: Ich bin mit der Vorsitzführung auch nicht zufrieden, genauso wie du! – Abg. Wöginger: Ja, weil ihr es nie vertragts - -! Ihr seids immer - -! Immer seidenweich, aber austeilen!
Moment! Zur Geschäftsordnung, Frau Abgeordnete Belakowitsch. (Abg. Wöginger: Was ist denn jetzt schon wieder? – Abg. Belakowitsch: Zur Geschäftsordnung! – Abg. Wöginger: Nein, er hat schon aufgerufen! Wir sind ja da nicht irgendwo! Fertig! Das Wort ist erteilt, du kannst dich danach melden! Was ist das für ein Saustall? Jetzt melde ich mich einmal! So tun wir nicht weiter! Wir haben eine Geschäftsordnung zum Einhalten! – Abg. Hafenecker – in Richtung Abg. Wöginger –: Ich bin mit der Vorsitzführung auch nicht zufrieden, genauso wie du! – Abg. Wöginger: Ja, weil ihr es nie vertragts - -! Ihr seids immer - -! Immer seidenweich, aber austeilen!)
Abg. Lausch: Unfassbar! – Abg. Kickl: Unglaublich!
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident, nach dem Tiefpunkt des Kollegen Lopatka hat sich während der Rede des Klubobmannes Kickl Abgeordneter Brandstätter zu einem Zwischenruf hinreißen lassen, in dem er gesagt hat: Genau so hat Hitler auch argumentiert. (Abg. Lausch: Unfassbar! – Abg. Kickl: Unglaublich!)
Beifall bei der FPÖ. – Rufe bei der FPÖ: Unglaublich! – Vizekanzler Kogler: Das ist jetzt ...!
Herr Präsident, ich würde bitten, das auf das Schärfste zurückzuweisen, nämlich von Ihrem Vorsitz aus, und dafür jedenfalls einen Ordnungsruf zu erteilen. (Beifall bei der FPÖ. – Rufe bei der FPÖ: Unglaublich! – Vizekanzler Kogler: Das ist jetzt ...!)
Rufe bei der FPÖ: Aber wir haben es alle gehört! Wir alle!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf Ihnen jetzt etwas sagen: Wenn Sie den Tumult weiter so führen - - Erstens einmal hat es nicht einmal der Stenograf gehört (Rufe bei der FPÖ: Aber wir haben es alle gehört! Wir alle!), weil Sie ja permanent so schreien, weil Sie permanent so lärmen. Wir haben uns bemüht, mit einem neuen Respekt hier hereinzukommen, der offenbar sehr gut ist. (Abg. Hafenecker: Treten Sie zurück!) Wenn wieder Ruhe eingekehrt ist, dann kann man auch etwas verstehen (Abg. Belakowitsch: Bei uns hat keiner einen Wirbel gemacht!) und auch etwas hören. (Rufe bei der FPÖ: Wir haben es alle verstanden! – Abg. Hafenecker: Alle haben es gehört! Jeder hat es gehört!)
Abg. Hafenecker: Treten Sie zurück!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf Ihnen jetzt etwas sagen: Wenn Sie den Tumult weiter so führen - - Erstens einmal hat es nicht einmal der Stenograf gehört (Rufe bei der FPÖ: Aber wir haben es alle gehört! Wir alle!), weil Sie ja permanent so schreien, weil Sie permanent so lärmen. Wir haben uns bemüht, mit einem neuen Respekt hier hereinzukommen, der offenbar sehr gut ist. (Abg. Hafenecker: Treten Sie zurück!) Wenn wieder Ruhe eingekehrt ist, dann kann man auch etwas verstehen (Abg. Belakowitsch: Bei uns hat keiner einen Wirbel gemacht!) und auch etwas hören. (Rufe bei der FPÖ: Wir haben es alle verstanden! – Abg. Hafenecker: Alle haben es gehört! Jeder hat es gehört!)
Abg. Belakowitsch: Bei uns hat keiner einen Wirbel gemacht!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf Ihnen jetzt etwas sagen: Wenn Sie den Tumult weiter so führen - - Erstens einmal hat es nicht einmal der Stenograf gehört (Rufe bei der FPÖ: Aber wir haben es alle gehört! Wir alle!), weil Sie ja permanent so schreien, weil Sie permanent so lärmen. Wir haben uns bemüht, mit einem neuen Respekt hier hereinzukommen, der offenbar sehr gut ist. (Abg. Hafenecker: Treten Sie zurück!) Wenn wieder Ruhe eingekehrt ist, dann kann man auch etwas verstehen (Abg. Belakowitsch: Bei uns hat keiner einen Wirbel gemacht!) und auch etwas hören. (Rufe bei der FPÖ: Wir haben es alle verstanden! – Abg. Hafenecker: Alle haben es gehört! Jeder hat es gehört!)
Rufe bei der FPÖ: Wir haben es alle verstanden! – Abg. Hafenecker: Alle haben es gehört! Jeder hat es gehört!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf Ihnen jetzt etwas sagen: Wenn Sie den Tumult weiter so führen - - Erstens einmal hat es nicht einmal der Stenograf gehört (Rufe bei der FPÖ: Aber wir haben es alle gehört! Wir alle!), weil Sie ja permanent so schreien, weil Sie permanent so lärmen. Wir haben uns bemüht, mit einem neuen Respekt hier hereinzukommen, der offenbar sehr gut ist. (Abg. Hafenecker: Treten Sie zurück!) Wenn wieder Ruhe eingekehrt ist, dann kann man auch etwas verstehen (Abg. Belakowitsch: Bei uns hat keiner einen Wirbel gemacht!) und auch etwas hören. (Rufe bei der FPÖ: Wir haben es alle verstanden! – Abg. Hafenecker: Alle haben es gehört! Jeder hat es gehört!)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker
Moment, es gibt ein Protokoll (Zwischenruf des Abg. Hafenecker), und aufgrund des Protokolls - - (Abg. Hafenecker: Brandstätter soll sagen, ob er es gesagt hat!)
Abg. Hafenecker: Brandstätter soll sagen, ob er es gesagt hat!
Moment, es gibt ein Protokoll (Zwischenruf des Abg. Hafenecker), und aufgrund des Protokolls - - (Abg. Hafenecker: Brandstätter soll sagen, ob er es gesagt hat!)
Abg. Belakowitsch: Na Moment! Ich habe keinen Vergleich mit Hitler gebracht! – Rufe bei den Freiheitlichen – in Richtung Abg. Belakowitsch –: Nein, das war der Brandstätter! – Nein, für Brandstätter.
Ich erteile Abgeordnetem Lopatka für „der verlängerte Arm dieses Kriegsverbrechers“ Kadyrow, Abgeordnetem Kickl für „schäbiger Lügner“, auch Frau Abgeordneter Belakowitsch, und Abgeordnetem Brandstätter für den Vergleich mit Hitler einen Ordnungsruf. (Abg. Belakowitsch: Na Moment! Ich habe keinen Vergleich mit Hitler gebracht! – Rufe bei den Freiheitlichen – in Richtung Abg. Belakowitsch –: Nein, das war der Brandstätter! – Nein, für Brandstätter.)
Abg. Hafenecker: Uns auch!
nach dieser Geschichte wieder am Pult stehen zu müssen oder zu dürfen. (Abg. Hafenecker: Uns auch!)
Abg. Kickl: Haben Sie wieder nicht zugehört!
Und dass Sie, Herr Kickl, in Ihrer Rede kein einziges Wort – kein einziges Wort! – des Bedauerns, der Trauer (Abg. Kickl: Haben Sie wieder nicht zugehört!) oder sonst irgendetwas in Bezug auf die ukrainische Bevölkerung, die dieses unglaubliche Leid seit einem Jahr ertragen muss, finden (Abg. Hauser: Das stimmt ja nicht! – Abg. Kickl: Haben Sie nicht zugehört! Und verstanden haben Sie schon gar nichts!), zeigt, dass Sie ganz klar auf der falschen Seite in dieser gesamten Debatte stehen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.)
Abg. Hauser: Das stimmt ja nicht! – Abg. Kickl: Haben Sie nicht zugehört! Und verstanden haben Sie schon gar nichts!
Und dass Sie, Herr Kickl, in Ihrer Rede kein einziges Wort – kein einziges Wort! – des Bedauerns, der Trauer (Abg. Kickl: Haben Sie wieder nicht zugehört!) oder sonst irgendetwas in Bezug auf die ukrainische Bevölkerung, die dieses unglaubliche Leid seit einem Jahr ertragen muss, finden (Abg. Hauser: Das stimmt ja nicht! – Abg. Kickl: Haben Sie nicht zugehört! Und verstanden haben Sie schon gar nichts!), zeigt, dass Sie ganz klar auf der falschen Seite in dieser gesamten Debatte stehen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.
Und dass Sie, Herr Kickl, in Ihrer Rede kein einziges Wort – kein einziges Wort! – des Bedauerns, der Trauer (Abg. Kickl: Haben Sie wieder nicht zugehört!) oder sonst irgendetwas in Bezug auf die ukrainische Bevölkerung, die dieses unglaubliche Leid seit einem Jahr ertragen muss, finden (Abg. Hauser: Das stimmt ja nicht! – Abg. Kickl: Haben Sie nicht zugehört! Und verstanden haben Sie schon gar nichts!), zeigt, dass Sie ganz klar auf der falschen Seite in dieser gesamten Debatte stehen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.
Als Nachbarland ist es unsere Pflicht, den Leidtragenden des Kriegs zu helfen. Es ist auch unsere Pflicht, den Aggressor klar zu benennen: Es ist, Herr Kickl, Wladimir Putin, und zwar ganz alleine. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.) Er hat diesen Überfall gewollt und ohne jede Not befohlen.
Abg. Kickl: Ui, ÖVP haben Sie jetzt gesagt!
Mit ihrem Widerstand verteidigt die Ukraine nicht nur ihr eigenes Land, sondern auch unsere Freiheit und Demokratie. Wir müssen die Ukraine unterstützen, indem wir Putins Regime konsequent in die Schranken weisen. Darüber gibt es einen breiten Konsens in Europa, auf der ganzen Welt, auch unter den Parteien in diesem Haus. Nur Sie, Herr Kickl, distanzieren sich bis heute nicht von Putin oder seiner Partei, mit der Ihre ÖVP 2016 einen Freundschaftsvertrag abgeschlossen hat (Abg. Kickl: Ui, ÖVP haben Sie jetzt gesagt!), die FPÖ 2016 einen Freundschaftsvertrag abgeschlossen hat.
Abg. Kickl: Null mal null ist null!
Und Ihre FPÖ behauptet, dieser Vertrag sei Geschichte oder sei einfach ausgelaufen, aber, Herr Kickl, laut dem Vertrag hat sich die Zusammenarbeit automatisch bis 2026 verlängert, wenn er nicht bis 2021 gekündigt wurde. (Abg. Kickl: Null mal null ist null!) Ich kenne keine solche Aufkündigung. Wo ist sie denn, Herr Kickl? Haben Sie diesen Vertrag aufgekündigt oder ist er weiterhin gültig? (Abg. Kickl: Schauen Sie in die APA! Lesen bildet auch in diesem Fall!) Haben Sie einen Freundschaftsvertrag mit dem Kriegstreiber Putin oder haben Sie ihn nicht? Zeigen Sie uns die Aufkündigung! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kickl: Schauen Sie in die APA! Lesen bildet!)
Abg. Kickl: Schauen Sie in die APA! Lesen bildet auch in diesem Fall!
Und Ihre FPÖ behauptet, dieser Vertrag sei Geschichte oder sei einfach ausgelaufen, aber, Herr Kickl, laut dem Vertrag hat sich die Zusammenarbeit automatisch bis 2026 verlängert, wenn er nicht bis 2021 gekündigt wurde. (Abg. Kickl: Null mal null ist null!) Ich kenne keine solche Aufkündigung. Wo ist sie denn, Herr Kickl? Haben Sie diesen Vertrag aufgekündigt oder ist er weiterhin gültig? (Abg. Kickl: Schauen Sie in die APA! Lesen bildet auch in diesem Fall!) Haben Sie einen Freundschaftsvertrag mit dem Kriegstreiber Putin oder haben Sie ihn nicht? Zeigen Sie uns die Aufkündigung! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kickl: Schauen Sie in die APA! Lesen bildet!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kickl: Schauen Sie in die APA! Lesen bildet!
Und Ihre FPÖ behauptet, dieser Vertrag sei Geschichte oder sei einfach ausgelaufen, aber, Herr Kickl, laut dem Vertrag hat sich die Zusammenarbeit automatisch bis 2026 verlängert, wenn er nicht bis 2021 gekündigt wurde. (Abg. Kickl: Null mal null ist null!) Ich kenne keine solche Aufkündigung. Wo ist sie denn, Herr Kickl? Haben Sie diesen Vertrag aufgekündigt oder ist er weiterhin gültig? (Abg. Kickl: Schauen Sie in die APA! Lesen bildet auch in diesem Fall!) Haben Sie einen Freundschaftsvertrag mit dem Kriegstreiber Putin oder haben Sie ihn nicht? Zeigen Sie uns die Aufkündigung! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kickl: Schauen Sie in die APA! Lesen bildet!)
Abg. Kickl: Nein! Nein!
Ungeachtet dessen: Sie könnten sich jederzeit klar von Putin und seinen Aggressionen distanzieren, aber Sie tun es nicht! Schlimmer noch: Sie bringen die Propaganda von Putin in dieses Haus! Sie vertreten hier im österreichischen Parlament die Interessen des Kremls! (Abg. Kickl: Nein! Nein!) – Selbstverständlich tun Sie das. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ungeachtet dessen: Sie könnten sich jederzeit klar von Putin und seinen Aggressionen distanzieren, aber Sie tun es nicht! Schlimmer noch: Sie bringen die Propaganda von Putin in dieses Haus! Sie vertreten hier im österreichischen Parlament die Interessen des Kremls! (Abg. Kickl: Nein! Nein!) – Selbstverständlich tun Sie das. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kickl: Warum ist sie dann in der Schweiz so niedrig?
Sie sagen, die Sanktionen seien ein Schuss ins eigene Knie. Sie tun so, als wären die Sanktionen der Grund für die Inflation. Das ist falsch! Der Grund für die Inflation ist dieser Krieg! (Abg. Kickl: Warum ist sie dann in der Schweiz so niedrig?) Und es ist die Verantwortung von Wladimir Putin, dass die Menschen in Österreich auch unter dieser Inflation leiden müssen. (Abg. Hafenecker: Ihr seid der Grund! – Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Hafenecker: Ihr seid der Grund! – Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Sie sagen, die Sanktionen seien ein Schuss ins eigene Knie. Sie tun so, als wären die Sanktionen der Grund für die Inflation. Das ist falsch! Der Grund für die Inflation ist dieser Krieg! (Abg. Kickl: Warum ist sie dann in der Schweiz so niedrig?) Und es ist die Verantwortung von Wladimir Putin, dass die Menschen in Österreich auch unter dieser Inflation leiden müssen. (Abg. Hafenecker: Ihr seid der Grund! – Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Belakowitsch: Stimmt ja auch!
Sie argumentieren ganz genau wie Putin, der diese Woche in seiner Propagandarede fantasierte, die Sanktionen schaden nicht Russland, sondern nur dem Westen. (Abg. Belakowitsch: Stimmt ja auch!) In Wahrheit treffen die Sanktionen die russische Wirtschaft natürlich massiv. Sie leeren Putins Kriegskassen, sie machen tödliche Waffen unschädlich, Kampfflugzeuge bleiben am Boden, weil Russland keine Ersatzteile mehr bekommt. Das ist die richtige Politik, die wir hier machen – in Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung. Die Sanktionen sind unser wirksamstes Mittel, um Putin zum Einlenken zu bringen und diesen Krieg zu beenden, und sie sind Europas gewaltfreie Antwort auf Russlands kriegerische Aggression. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie argumentieren ganz genau wie Putin, der diese Woche in seiner Propagandarede fantasierte, die Sanktionen schaden nicht Russland, sondern nur dem Westen. (Abg. Belakowitsch: Stimmt ja auch!) In Wahrheit treffen die Sanktionen die russische Wirtschaft natürlich massiv. Sie leeren Putins Kriegskassen, sie machen tödliche Waffen unschädlich, Kampfflugzeuge bleiben am Boden, weil Russland keine Ersatzteile mehr bekommt. Das ist die richtige Politik, die wir hier machen – in Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung. Die Sanktionen sind unser wirksamstes Mittel, um Putin zum Einlenken zu bringen und diesen Krieg zu beenden, und sie sind Europas gewaltfreie Antwort auf Russlands kriegerische Aggression. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Hafenecker: Wo denn?
Eines ist spätestens jetzt nicht mehr zu übersehen: Schmutzige fossile Energie finanziert Despoten wie Putin. Saubere erneuerbare Energie stärkt unsere Unabhängigkeit. Die vergangenen Regierungen haben unser Land in die Abhängigkeit von russischem Gas getrieben, und die FPÖ war ganz vorne dabei, wenn es um den Einsatz für die russische Gaslobby und die Werbung für Nord Stream 2 beispielsweise ging. (Abg. Hafenecker: Wo denn?)
Abg. Hafenecker: Da ist unglaublich viel übrig geblieben!
Ich erinnere zum Beispiel an eine OTS von Herrn Gudenus vom Juni 2018. Herr Gudenus war einmal bei Ihrer Partei, Sie erinnern sich vielleicht noch an so eine Begebenheit auf einer Insel – Ibiza, glaube ich, hat sie geheißen (Abg. Hafenecker: Da ist unglaublich viel übrig geblieben!) –, bei der ganz genau Ihre Vorgangsweise und Ihre Politik, Ihr Verrat an der österreichischen Bevölkerung sichtbar gemacht wurden. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hafenecker: Der Herr Schelling hat für Gazprom gearbeitet! Ihr Koalitionspartner! Herr Schelling und Herr Schüssel!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Hafenecker: Der Herr Schelling hat für Gazprom gearbeitet! Ihr Koalitionspartner! Herr Schelling und Herr Schüssel!
Ich erinnere zum Beispiel an eine OTS von Herrn Gudenus vom Juni 2018. Herr Gudenus war einmal bei Ihrer Partei, Sie erinnern sich vielleicht noch an so eine Begebenheit auf einer Insel – Ibiza, glaube ich, hat sie geheißen (Abg. Hafenecker: Da ist unglaublich viel übrig geblieben!) –, bei der ganz genau Ihre Vorgangsweise und Ihre Politik, Ihr Verrat an der österreichischen Bevölkerung sichtbar gemacht wurden. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hafenecker: Der Herr Schelling hat für Gazprom gearbeitet! Ihr Koalitionspartner! Herr Schelling und Herr Schüssel!)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Die groben Fehler der letzten Jahrzehnte lassen sich natürlich nicht innerhalb kürzester Zeit wieder ausgleichen. Der Bundesregierung ist es jedoch gelungen, die Abhängigkeit von russischem Gas massiv zurückzudrängen und zu reduzieren und Österreich mit vollen Speichern durch den Winter zu bringen. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Kickl: Ja sicher!
Der weitere Weg ist klar: Wir müssen raus aus Öl und Gas; jede Gastherme, die wir tauschen, macht uns unabhängiger; jedes Windrad ist ein Symbol unserer Freiheit. (Abg. Kickl: Ja sicher!) Mit den Grünen in dieser Regierung holen wir diesen Rückstand von Jahrzehnten auf und steigern das Tempo, mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien, mit der klimaneutralen Umstellung der Industrie, Erzeugung von heimischem Biogas et cetera.
Abg. Hafenecker: Da hat man Ihnen heute wieder einen schönen Blödsinn aufgeschrieben!
Es gibt keinen Weg zurück in die Zeit vor dem 24. Februar 2022. Die Energiewende ist der einzige Weg in dieser Zeitenwende. In dieser Zeitenwende steht eines außer Frage – abgesehen von der fünften Kolonne Russlands hier in diesem Parlament –: Europa muss fest zusammenstehen, wir müssen unsere Freiheit und unsere Demokratie verteidigen, wo sie angegriffen werden. Die FPÖ hingegen verteidigt den Angreifer. Ihre Partei verbreitet Putins Propaganda, Sie schüren die Verunsicherung in der Bevölkerung, schlagen politischen Profit daraus und tarnen das dann noch als Neutralität gegenüber der Ukraine. (Abg. Hafenecker: Da hat man Ihnen heute wieder einen schönen Blödsinn aufgeschrieben!)
Zwischenruf des Abg. Deimek
Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat es richtig gesagt: „Neutralität bedeutet nicht Gleichgültigkeit“. – Ich bin stolz darauf, dass in diesem Parlament vier Parteien geschlossen hinter der Ukraine, hinter den Menschen in der Ukraine stehen, sich solidarisch zeigen (Zwischenruf des Abg. Deimek) und Putin ganz eindeutig zeigen, dass seine Politik keine Zukunft haben kann. (Abg. Kickl: Van der Bellen hat interessante Aussagen zur Krim gemacht!)
Abg. Kickl: Van der Bellen hat interessante Aussagen zur Krim gemacht!
Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat es richtig gesagt: „Neutralität bedeutet nicht Gleichgültigkeit“. – Ich bin stolz darauf, dass in diesem Parlament vier Parteien geschlossen hinter der Ukraine, hinter den Menschen in der Ukraine stehen, sich solidarisch zeigen (Zwischenruf des Abg. Deimek) und Putin ganz eindeutig zeigen, dass seine Politik keine Zukunft haben kann. (Abg. Kickl: Van der Bellen hat interessante Aussagen zur Krim gemacht!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kickl: Ich glaub’, ihr brauchts einen Parteitag! Euer Programm ist nichts mehr wert! – Abg. Hafenecker: Das war wieder eine extrem schlechte Rede! – Abg. Stögmüller: Das war eine gute Rede! – Abg. Schallmeiner: Sehr gute Rede! – Abg. Belakowitsch: Nein, die war eher schwach! – Abg. Hafenecker: Nicht einmal die Grünen haben geklatscht bei dieser Rede!
Die Ukrainer:innen verteidigen in diesem brutalen Krieg Putins auch die europäischen Werte, und nur gemeinsam werden wir an unserer sicheren und unabhängigen Zukunft arbeiten können. Vier Parteien in diesem Parlament tun das, die Europäische Union tut das, die internationale Staatengemeinschaft tut das. Auch wenn Ihnen das nicht passt, Herr Kickl: Wir stehen solidarisch hinter der Ukraine. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kickl: Ich glaub’, ihr brauchts einen Parteitag! Euer Programm ist nichts mehr wert! – Abg. Hafenecker: Das war wieder eine extrem schlechte Rede! – Abg. Stögmüller: Das war eine gute Rede! – Abg. Schallmeiner: Sehr gute Rede! – Abg. Belakowitsch: Nein, die war eher schwach! – Abg. Hafenecker: Nicht einmal die Grünen haben geklatscht bei dieser Rede!)
Beifall bei den NEOS.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Karin Doppelbauer (NEOS): Frau Präsidentin! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Ja, es gibt vieles, bei dem ich meiner Vorrednerin Klubobfrau Maurer zustimmen kann, vor allem halt auch bei dem Punkt, dass jedes Windrad wirklich ein Symbol der Freiheit ist. Es bleibt aber leider ein Symbol, weil tatsächlich beim Ausbau der Erneuerbaren nichts weitergeht. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Deimek: Was ist denn das? – Ruf bei der FPÖ: Das ist ein Wahnsinn! ... immer grauslicher!
Wobei ich Ihnen aber zustimme, und da geht es mir jetzt auch um die FPÖ, weil es wirklich absurd ist, was hier herumgeschwurbelt wurde: Herr Klubobmann Kickl, Sie ziehen weiter Ihre Schleimspur nach Moskau, es ist wirklich unpackbar. (Abg. Deimek: Was ist denn das? – Ruf bei der FPÖ: Das ist ein Wahnsinn! ... immer grauslicher!)
Abg. Lukas Hammer: Das war sehr würdevoll!
Präsidentin Doris Bures: Frau Abgeordnete! Ich hatte ja nicht den Vorsitz, aber ich habe natürlich trotzdem die Debatte verfolgt und auch den Herrn Präsidenten gehört, der an Sie alle appelliert hat, diese Debatte so zu führen, dass wir nicht die Würde des Hauses verletzen. (Abg. Lukas Hammer: Das war sehr würdevoll!)
Abg. Hauser: Das sagt die Haselsteiner-Fraktion! – Abg. Hafenecker: Das sind die wohlerzogenen ... aus der Privatschule!
Ich würde Sie ersuchen, dass Sie dem auch nachkommen und sich im weiteren Verlauf Ihrer Rede in der Ausdrucksweise, auch wenn es eine noch so emotionale Debatte ist, zu mäßigen. – Sie gelangen jetzt wieder zu Wort. (Abg. Hauser: Das sagt die Haselsteiner-Fraktion! – Abg. Hafenecker: Das sind die wohlerzogenen ... aus der Privatschule!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Belakowitsch: Weil der Haselsteiner nie Geld von Russland gekriegt hat! – Abg. Hafenecker: Gott sei Dank hat der Haselsteiner seinen moralischen Kompass ... zum Beispiel!
schem Gas geführt hat. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Belakowitsch: Weil der Haselsteiner nie Geld von Russland gekriegt hat! – Abg. Hafenecker: Gott sei Dank hat der Haselsteiner seinen moralischen Kompass ... zum Beispiel!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Kickl: Lesen Sie einmal, was der Bundespräsident zu diesen Dingen gesagt hat!
Ich möchte auch daran erinnern: Das Instrument dazu war die OMV, das hat auch Bundeskanzler Nehammer heute schon gesagt. Ich möchte daran erinnern: 2015 ist nicht so lange her. 2015 war ein Jahr nach der Besetzung der Krim durch die Russen. 2015 hat man – weil damals tatsächlich probiert worden ist, anderes Gas als das aus Russland nach Österreich zu bringen, nämlich aus Norwegen – in der OMV das Management ausgetauscht und Rainer Seele, einen putinfreundlichen Manager, hingesetzt. Und was hat der gemacht? – Die Abhängigkeit Österreichs von russischem Gas auf über 80 Prozent erhöht. Das ist unverantwortlich, meine Damen und Herren. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Kickl: Lesen Sie einmal, was der Bundespräsident zu diesen Dingen gesagt hat!)
Beifall bei den NEOS.
Ich möchte es noch einmal sagen: Es ist wirklich unverantwortlich, was auch die Politik da gemacht hat, und es brauchte auch Konsequenzen. Ich erinnere daran: Der ehemalige Bundeskanzler Kern hat den roten Teppich ausgerollt und gesagt: Na ja, es gibt so großartige wirtschaftliche Zusammenhänge und Zusammenarbeit, das muss gefeiert werden! – Geschwärmt hat er; ich habe mir gestern die Interviews dazu noch angeschaut. Und natürlich auch der ehemalige ÖVP-Kanzler Kurz: Der hat diese im internationalen Vergleich unvergleichlich dummen Knebelverträge auch noch medial höchst gelobt. Das muss einfach auch ausgesprochen werden. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Hafenecker: Und der hat dann dem Haselsteiner Bauaufträge damit gegeben, das ist das Ärgste! Der Haselsteiner hat ... Flughafen gebaut!
Jetzt wäre es höchst an der Zeit – es wäre höchst an der Zeit! – und ganz, ganz dringend, etwas zu tun, um diese Missstände eben abzuschaffen. Dann wundert man sich schon, wenn man ein Interview mit dem Herrn Bundeskanzler liest, der sich am 21. Februar, also vor drei Tagen, dagegen ausspricht, den bis 2040 laufenden Vertrag mit der Gazprom zu ändern. Er spricht sich dagegen aus, denn das könnte ja eventuell Schaden für das Unternehmen und damit für den Steuerzahler und die Steuerzahlerin bedeuten. Das ist doch absurd, wenn wir gleichzeitig wissen, dass wir jedes Jahr – oder letztes Jahr zumindest – 7 Milliarden Euro nach Russland überwiesen haben: 7 Milliarden in die Kriegskasse von Putin. Das kann doch nicht Ihr Ernst sein! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Hafenecker: Und der hat dann dem Haselsteiner Bauaufträge damit gegeben, das ist das Ärgste! Der Haselsteiner hat ... Flughafen gebaut!)
Beifall bei den NEOS.
Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Hafenecker: Das ist gegenüber dem Wolfgang Schüssel nicht okay, was Sie hier sagen!
Nationalrates fast verbatim die Propaganda Russlands, des Regimes Putins hier wiederholen. Das ist schon bemerkenswert, und ich glaube, wir müssen einfach nicht nur hier im Hohen Haus, sondern auch darüber hinaus in Österreich realisieren, was da passiert, wozu ein Regime wie eben Russland imstande ist. (Abg. Hafenecker: Das ist gegenüber dem Wolfgang Schüssel nicht okay, was Sie hier sagen!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kickl: Gilt das für alle?
Zweitens ist eine wichtige Erkenntnis: Appeasement hat nicht funktioniert, damals nicht und heute nicht. Appeasement und „Nie wieder Krieg“, was in seinem historischen Kontext seine Berechtigung hatte, funktionieren nicht. Wenn es darum geht, dass wir uns unsere Freiheit, unsere westliche Wertegemeinschaft, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit erhalten wollen, müssen wir auch bereit sein, dafür zu kämpfen, müssen wir auch bereit sein, dafür Kriege, Abwehrkriege zu führen, und müssen wir bereit sein, Länder, Gesellschaften, die sich verteidigen, dabei auch zu unterstützen, und dürfen sie dabei nicht im Stich lassen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kickl: Gilt das für alle?)
Abg. Hafenecker: Da waren aber die Russen auch dabei!
Drittens gibt es eine wichtige Lehre, nämlich Dankbarkeit – weil hier eine unglaubliche Reihe von Angriffen auf die Vereinigten Staaten von Amerika letztlich unwidersprochen blieb –: Es gilt, den Alliierten für die Befreiung Österreichs vom Nationalsozialismus dankbar zu sein. (Abg. Hafenecker: Da waren aber die Russen auch dabei!) Es gilt, den Vereinigten Staaten von Amerika dankbar dafür zu sein, dass sie Österreich und Europa nach den Verheerungen des Zweiten Weltkriegs wieder auf die Beine gestellt haben, wirtschaftlich auf die Beine gestellt haben. Es gilt, dankbar zu sein für Jahrzehnte des Schutzes der Vereinigten Staaten von Amerika für Europa, für Österreich. Dass wir alle hier in Frieden, in Freiheit aufwachsen und leben konnten, das verdanken wir den Vereinigten Staaten von Amerika. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Hafenecker: Scheinbar sitzen die Transatlantiker bei Ihnen in der letzten Reihe!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Hafenecker: Scheinbar sitzen die Transatlantiker bei Ihnen in der letzten Reihe!
Drittens gibt es eine wichtige Lehre, nämlich Dankbarkeit – weil hier eine unglaubliche Reihe von Angriffen auf die Vereinigten Staaten von Amerika letztlich unwidersprochen blieb –: Es gilt, den Alliierten für die Befreiung Österreichs vom Nationalsozialismus dankbar zu sein. (Abg. Hafenecker: Da waren aber die Russen auch dabei!) Es gilt, den Vereinigten Staaten von Amerika dankbar dafür zu sein, dass sie Österreich und Europa nach den Verheerungen des Zweiten Weltkriegs wieder auf die Beine gestellt haben, wirtschaftlich auf die Beine gestellt haben. Es gilt, dankbar zu sein für Jahrzehnte des Schutzes der Vereinigten Staaten von Amerika für Europa, für Österreich. Dass wir alle hier in Frieden, in Freiheit aufwachsen und leben konnten, das verdanken wir den Vereinigten Staaten von Amerika. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Hafenecker: Scheinbar sitzen die Transatlantiker bei Ihnen in der letzten Reihe!)
Abg. Hafenecker: Dann haben Sie aber Ihre Rede falsch begonnen! – Abg. Kickl: Da wird ein Meinungsdiktat ausgerollt ...!
Was ist das Fazit? – Mein Fazit für heute ist, dass wir realisieren müssen, dass wir in diesem Nationalrat eine sehr, sehr hohe Verantwortung haben. Wir hatten gestern – ich habe es schon erwähnt – eine zweistündige exzellente Aussprache aller Parteien mit dem Botschafter der Ukraine und mit Prof. Mangott zu der Situation. Es war eine sehr, sehr sachliche, tiefgründige Diskussion, und ich muss sagen, sie hat mich einigermaßen beunruhigt zurückgelassen. Ich glaube, wir müssen realisieren, dass wir vor einer großen Herausforderung, vor einer großen Bedrohung der westlichen Welt stehen, und eigentlich gebietet dies, dass wir in dieser Situation alle zusammenstehen. Das gebietet nicht nur die Vernunft, sondern ich glaube, es ist die Verantwortung gegenüber diesem Land, dieser Gesellschaft, auch den zukünftigen Generationen, dass wir die Herausforderung dieser Zeit erkennen und angesichts dieser unglaublichen Bedrohung, die uns da gegenübersteht, kein innenpolitisches Kleingeld wechseln. (Abg. Hafenecker: Dann haben Sie aber Ihre Rede falsch begonnen! – Abg. Kickl: Da wird ein Meinungsdiktat ausgerollt ...!)
Abg. Belakowitsch: Das sind nur Schattierungen!
und auch der ÖVP durchaus unterschiedliche Auffassungen (Abg. Belakowitsch: Das sind nur Schattierungen!) – zu erkennen – das ist das Wichtige –, dass es hier eine gemeinsame Herausforderung gibt.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Um sozusagen mit einem Aufruf zu enden: Es lebe die Freiheit! Es lebe die Demokratie! Es lebe die Rechtsstaatlichkeit! Es lebe die westliche Welt mit ihren Werten! – Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Ruf bei der FPÖ: Das stimmt!
Das geplante Krisensicherheitsgesetz ist eine Farce (Ruf bei der FPÖ: Das stimmt!) und eine Krisenverschiebung in das Innenministerium, um das schwarze Machtzentrum weiter auszubauen. Vielmehr ist ein gesamtstaatliches Lagezentrum im Bundeskanzleramt zu etablieren. Das fordern wir seit dem Tag des Terroranschlages. Der Kanzler ist Krisenkoordinator und nicht Krisenmoderator!
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, jede Partei ist gefordert, sich in die Etablierung einer neuen Sicherheitsstrategie einzubringen. Die Regierung ist allerdings auch gefordert, ihre nationalen Hausaufgaben zu machen – Stichwort Gaspreis-, Strompreis-, Mietpreisbremse, Aussetzen der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel, Grundnahrungsmittel. Da ist viel zu tun. Alle unsere Vorschläge liegen auf dem Tisch, und diese sind wesentlich mehr und nachhaltiger als einmaliges Helikoptergeld, das auch für die hohe Inflation mitverantwortlich ist. Die Bevölkerung braucht jetzt unsere Hilfe! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Im Rahmen der aktiven Neutralitätspolitik sollte sich Österreich schon jetzt auf künftige Verhandlungen einstellen und vorbereiten, denn, glauben Sie mir, wir werden mit unserer Neutralitätspolitik als Instrument der Friedenslogik gebraucht, zumal auch zukünftige neue Blockbildungen zu verhindern sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Stögmüller: Keine Einladung gewesen!
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ): Selbstverständlich möchte auch ich die ukrainische Delegation hier im Haus begrüßen, wenngleich ich es schade finde, dass der Herr Parlamentspräsident mit dieser Einladung die Verhandlungen bei der OSZE insofern hintertreibt, als man verhindert (Abg. Stögmüller: Keine Einladung gewesen!), dass die beiden im Konflikt befindlichen Parteien dort vielleicht auch daran arbeiten, eine Lösung zu finden. Alle anderen Ländern der OSZE tun das zur Stunde in der Hofburg – das nur dazu.
Abg. Stögmüller: Von der FPÖ war gar keiner da! – Abg. Pfurtscheller: ... also so einen Blödsinn zu erzählen!
Vielleicht noch ein Wort zu Herrn Kollegen Brandstätter (Abg. Stögmüller: Von der FPÖ war gar keiner da! – Abg. Pfurtscheller: ... also so einen Blödsinn zu erzählen!): Kollege Brandstätter ist vorhin wiederum mit Zwischenrufen von der letzten Reihe aus aufgefallen, und der letzte war ein Hitler-Vergleich, meine sehr geehrten Damen und Herren. Wenn Kollege Brandstätter wirklich so etwas wie Anstand und Charakter hat, dann kommt er noch einmal heraus und wiederholt das hier – einfach nur um zu sehen, wie die NEOS, wie Ihre Kollegen gestrickt sind, das möchte ich auch sagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Vielleicht noch ein Wort zu Herrn Kollegen Brandstätter (Abg. Stögmüller: Von der FPÖ war gar keiner da! – Abg. Pfurtscheller: ... also so einen Blödsinn zu erzählen!): Kollege Brandstätter ist vorhin wiederum mit Zwischenrufen von der letzten Reihe aus aufgefallen, und der letzte war ein Hitler-Vergleich, meine sehr geehrten Damen und Herren. Wenn Kollege Brandstätter wirklich so etwas wie Anstand und Charakter hat, dann kommt er noch einmal heraus und wiederholt das hier – einfach nur um zu sehen, wie die NEOS, wie Ihre Kollegen gestrickt sind, das möchte ich auch sagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager
im Parlament welchen Landes Sie gerade sind (Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager), dann spricht das auch Bände. Ich glaube, genau deswegen sollten wir aufmerksam darüber wachen, was hier in diesem Land so alles passiert.
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Kogler
Meine sehr geehrten Damen und Herren, selbstverständlich beklemmen auch uns Freiheitliche die Situation in der Ukraine und die täglichen Opfer, die vollkommen unnötig sind. Ich glaube, da sind wir uns hier herinnen einig. Aber wissen Sie, was mich auch beklemmt? – Der Umstand, dass es in Europa und auch in Österreich einen Wechsel in der Rhetorik gegeben hat, denn Wörter wie Frieden werden einfach nicht mehr verwendet. Wenn man sich die Nachrichten durchschaut und wenn man sich anschaut, wie diese Einheitspartei hier spricht, dann zeigt sich, dass es nur mehr um Waffenlieferungen und Krieg geht, meine sehr geehrten Damen und Herren. Ich denke, das sollte auch einmal einen Rückschluss darauf geben (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Kogler), wie sozusagen das Mindset vieler Personen hier herinnen, aber auch in der Europäischen Union gestaltet ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, selbstverständlich beklemmen auch uns Freiheitliche die Situation in der Ukraine und die täglichen Opfer, die vollkommen unnötig sind. Ich glaube, da sind wir uns hier herinnen einig. Aber wissen Sie, was mich auch beklemmt? – Der Umstand, dass es in Europa und auch in Österreich einen Wechsel in der Rhetorik gegeben hat, denn Wörter wie Frieden werden einfach nicht mehr verwendet. Wenn man sich die Nachrichten durchschaut und wenn man sich anschaut, wie diese Einheitspartei hier spricht, dann zeigt sich, dass es nur mehr um Waffenlieferungen und Krieg geht, meine sehr geehrten Damen und Herren. Ich denke, das sollte auch einmal einen Rückschluss darauf geben (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Kogler), wie sozusagen das Mindset vieler Personen hier herinnen, aber auch in der Europäischen Union gestaltet ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Kogler
Wenn ein Herr Präsident Selenskyj hergeht und ganz unumwunden Waffen fordert, und zwar Streubomben und Phosphorbomben – meine sehr geehrten Damen und Herren, vor allem von den Grünen: das sind Waffen, die in 133 Ländern dieser Welt verboten sind (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Kogler) –, wenn er diese unumwunden fordert, dann wissen wir auch, was es geschlagen hat.
Abg. Pfurtscheller: Na geh!
tralen Landes, auf den Tisch legt und dann vielleicht auch gleich die Phosphorbomben bestellt. Da bin ich gespannt darauf, wie man damit umgeht. (Abg. Pfurtscheller: Na geh!) Eines ist klar: Wenn es zu solchen Dingen kommt, ist Präsident Sobotka dafür verantwortlich. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
tralen Landes, auf den Tisch legt und dann vielleicht auch gleich die Phosphorbomben bestellt. Da bin ich gespannt darauf, wie man damit umgeht. (Abg. Pfurtscheller: Na geh!) Eines ist klar: Wenn es zu solchen Dingen kommt, ist Präsident Sobotka dafür verantwortlich. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Kickl. – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Kogler.
Liebe Grüne, was ist mit euch passiert? (Zwischenruf des Abg. Kickl. – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Kogler.) – Vizekanzler Kogler fragt: Was ist da falsch? – Ihr haltet euer Programm nicht ein! Es geht aber noch weiter: „Die Grünen fordern ein integriertes kooperatives Sicherheitssystem für ganz Europa unter Einbeziehung Russlands.“ – Herr Kollege Kogler, was haben Sie in diesem Zusammenhang bis jetzt gemacht? Ja, also offensichtlich Ihr eigenes Parteiprogramm nicht gelesen. (Zwischenruf bei der FPÖ. – Abg. Pfurtscheller: Ihnen ist aber schon bewusst ...! – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Kogler. – Zwischenruf bei den Grünen.)
Zwischenruf bei der FPÖ. – Abg. Pfurtscheller: Ihnen ist aber schon bewusst ...! – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Kogler. – Zwischenruf bei den Grünen.
Liebe Grüne, was ist mit euch passiert? (Zwischenruf des Abg. Kickl. – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Kogler.) – Vizekanzler Kogler fragt: Was ist da falsch? – Ihr haltet euer Programm nicht ein! Es geht aber noch weiter: „Die Grünen fordern ein integriertes kooperatives Sicherheitssystem für ganz Europa unter Einbeziehung Russlands.“ – Herr Kollege Kogler, was haben Sie in diesem Zusammenhang bis jetzt gemacht? Ja, also offensichtlich Ihr eigenes Parteiprogramm nicht gelesen. (Zwischenruf bei der FPÖ. – Abg. Pfurtscheller: Ihnen ist aber schon bewusst ...! – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Kogler. – Zwischenruf bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Stögmüller
EU-Verhaltenskodex gegen Waffenlieferungen (Zwischenruf des Abg. Stögmüller) in kriegsführende Ländern einsetzen und sich auch selbst daran halten.
Abg. Leichtfried: Es findet aber eine Norderweiterung statt!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Klubobfrau Maurer hat vorhin davon gesprochen, dass sich die ganze Welt an den Sanktionen gegen Russland beteiligt, dabei mitmacht (Abg. Leichtfried: Es findet aber eine Norderweiterung statt!): Das stimmt natürlich nicht, denn es sind 46 von 193 Ländern (Abg. Leichtfried: Das ist eine Norderweiterung, nur der Ordnung halber!), die sich an diesen Sanktionen beteiligen, meine sehr geehrten Damen und Herren, und davon sind alleine 27 aus der Europäischen Union. Man sieht also, es bleiben dann noch 19 Länder über, die diese Sanktionen unterstützen.
Abg. Leichtfried: Das ist eine Norderweiterung, nur der Ordnung halber!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Klubobfrau Maurer hat vorhin davon gesprochen, dass sich die ganze Welt an den Sanktionen gegen Russland beteiligt, dabei mitmacht (Abg. Leichtfried: Es findet aber eine Norderweiterung statt!): Das stimmt natürlich nicht, denn es sind 46 von 193 Ländern (Abg. Leichtfried: Das ist eine Norderweiterung, nur der Ordnung halber!), die sich an diesen Sanktionen beteiligen, meine sehr geehrten Damen und Herren, und davon sind alleine 27 aus der Europäischen Union. Man sieht also, es bleiben dann noch 19 Länder über, die diese Sanktionen unterstützen.
Beifall bei der FPÖ.
Sie alle gemeinsam – die Einheitspartei – erklären uns hier herinnen, unsere Bevölkerung in die Armut zu stürzen, weil man an diesen Sanktionen teilnimmt, sei sozusagen alternativlos, das sei weltweit Commonsense. – Das ist es nicht. Gerade der globale Süden macht bei diesen Dingen nicht mit, einfach deswegen, weil diese Herrschaften ganz genau wissen, wie wichtig es ist, auf der einen Seite vor der eigenen Bevölkerung zu stehen und sich auf der anderen Seite nicht wieder zum Spielball der Großmächte machen zu lassen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall und Bravoruf bei der FPÖ. – Abg. Leichtfried: Also diese Rede war nicht nur geografisch ein Desaster! Das ist die Nato-Norderweiterung gewesen!
In diesem Sinne hoffe ich noch einmal, dass wir hier breite Unterstützung finden. Wir hören es tagtäglich draußen, und ich hoffe auch, dass sich diese Einheitspartei endlich wieder von den Kriegstreibern löst und konstruktive Politik für dieses Land macht. (Beifall und Bravoruf bei der FPÖ. – Abg. Leichtfried: Also diese Rede war nicht nur geografisch ein Desaster! Das ist die Nato-Norderweiterung gewesen!)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Abgeordneter Lukas Hammer (Grüne): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Besucherinnen und Besucher! Sehr geehrter Herr Botschafter, es freut mich sehr, dass Sie hier sind. Ich muss mich manchmal wundern, wenn die Kollegen von der FPÖ hier rauskommen und ständig irgendetwas von der Neutralität daherfaseln, aber gleichzeitig mit der Partei des russischen Autokraten einen Freundschaftsvertrag geschlossen haben. Wie erklären Sie mir das bitte? Wie geht das mit der österreichischen Neutralität zusammen? (Zwischenruf bei der FPÖ.) Wie geht das? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Lukas Hammer (Grüne): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Besucherinnen und Besucher! Sehr geehrter Herr Botschafter, es freut mich sehr, dass Sie hier sind. Ich muss mich manchmal wundern, wenn die Kollegen von der FPÖ hier rauskommen und ständig irgendetwas von der Neutralität daherfaseln, aber gleichzeitig mit der Partei des russischen Autokraten einen Freundschaftsvertrag geschlossen haben. Wie erklären Sie mir das bitte? Wie geht das mit der österreichischen Neutralität zusammen? (Zwischenruf bei der FPÖ.) Wie geht das? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Hafenecker: Van der Bellen hat 2014 für Putin Verständnis geäußert, vergessen Sie das nicht! Ihr Präsident!
Es ist ja nicht so, dass Sie dann nicht auch in jedem Ausschuss russische Interessen vertreten, sogar im Sportausschuss bringen Sie prorussische Anträge ein (Abg. Hafenecker: Van der Bellen hat 2014 für Putin Verständnis geäußert, vergessen Sie das nicht! Ihr Präsident!); es ist wirklich unfassbar.
Zwischenruf bei der ÖVP.
Invasion, sehen wir, wie dieses Märchenbuch in ukrainischen Städten in Flammen aufgeht, wie diese Brücke eingestürzt und abgebrannt ist. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Die Energiewende, der vollständige Ausstieg aus Öl, Gas und Kohle und der komplette Umstieg auf Erneuerbare, ist nach einem Jahr Krieg – das wissen jetzt hoffentlich alle – nicht nur eine klimapolitische und eine sicherheitspolitische Notwendigkeit, sondern auch das größte Freiheits- und Friedensprojekt, vor dem wir stehen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Doppelbauer: Echt jetzt?
Wer das immer noch nicht verstanden hat – da schaue ich hier nur in Richtung FPÖ –, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Es freut mich auch, dass die Kolleginnen und Kollegen von den NEOS nun sagen, ja, wir müssen raus aus Gas. Ich habe mir euer Wahlprogramm 2019 angeschaut, da war noch kein einziges Wort (Abg. Doppelbauer: Echt jetzt?) von raus aus Gas, geschweige denn von raus aus russischem Gas zu lesen. Das ist auch eine der Auswirkungen, dass Sie jetzt auch auf diesem Weg sind – und das ist gut so.
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Doppelbauer
Wenn wir von einer redlichen Debatte sprechen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Doppelbauer): Kollegin Doppelbauer von den NEOS, Sie sagen, die Bundesregierung habe die Bevölkerung angelogen, da wir ja gleich abhängig vom russischen Gas sind wie noch vor einem Jahr. Sie sagen, im Mai waren wir zu
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Doppelbauer. – Abg. Belakowitsch: Zeigen Sie mal die dunkelblauen ...!
70 Prozent von russischem Gas abhängig, im Dezember waren es wieder 71 Prozent, und daher ist nichts passiert. Was Sie nicht dazusagen, ist (eine Tafel mit einem Säulendiagramm – mit an der Basis dunkelblau und an der Spitze hellblau gefärbten Säulen – in die Höhe haltend), wie viel wir insgesamt importiert haben. Im Mai waren es 72 Prozent, da haben wir sehr viel importiert. Heute sind es 71 Prozent. – Skandal! Wir importieren aber nur 47 Prozent der Menge, wir importieren gerade halb so viel. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Doppelbauer. – Abg. Belakowitsch: Zeigen Sie mal die dunkelblauen ...!) Ja, das ist einfach unredlich, wenn Sie so argumentieren, es ist unredlich!
Beifall bei den Grünen.
Wir haben uns nicht erst vor einem Jahr auf den Weg gemacht, die Abhängigkeit von russischem Gas zu beenden, sondern wir haben das seit dem ersten Tag unserer Regierungsbeteiligung gemacht. Wir gehen diesen Weg. Nur noch eine Zahl: Der Anteil der Fotovoltaik in Österreich hat sich in den letzten drei Jahren, seitdem wir in der Regierung sind, verdoppelt. Das heißt, in den letzten drei Jahren ist mit grüner Regierungsbeteiligung so viel weitergegangen wie in allen anderen Jahren zusammen. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Wir werden aus russischem Gas und insgesamt aus Gas in der Raumwärme, in der Mobilität aussteigen; überall dort, wo wir nicht darauf verzichten können, und den Rest werden wir mit erneuerbarem Gas bewerkstelligen. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Ich lade Sie alle dazu ein: Gehen Sie den Weg mit uns mit gemeinsam, anstatt alles nur schlechtzureden! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir werden aus russischem Gas und insgesamt aus Gas in der Raumwärme, in der Mobilität aussteigen; überall dort, wo wir nicht darauf verzichten können, und den Rest werden wir mit erneuerbarem Gas bewerkstelligen. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Ich lade Sie alle dazu ein: Gehen Sie den Weg mit uns mit gemeinsam, anstatt alles nur schlechtzureden! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Grozev sucht aktuell nach russischen Schläferagenten und stellte fest, dass manche auch Kontakte in Österreich zu pflegen scheinen und hier lokale Helfer haben könnten. Über Wien sagte er: „Ich vermute, dass es in der Stadt mehr russische Agenten, Spitzel und Handlanger gibt als Polizisten“. – Er fühlte sich in Wien nicht sicher und verließ seine Wahlheimat mit seiner Familie. Die relevanten Handlanger Putins rauszuschmeißen, seine heldenhaften Erzfeinde zu schützen, das schaffen wir nicht. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Daher hier der Appell: Holen Sie alle Pfeile sofort aus dem Köcher und spannen Sie endlich den Bogen im Sinne eines harten Sanktionsregimes gegen den Aggressor Putin! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Der Krieg Putins - - Bitte hören Sie einfach seiner Propaganda genau zu! Ich weiß nicht, vielleicht hört die FPÖ immer nur die Hälfte, denn wenn ich da zuhöre und ihn auch vom dekadenten Westen sprechen höre, mir seinen Geschichtsrevisionismus anhöre, dann ist das schwer auszuhalten, aber es zeigt ja, dass mit dem Krieg Putins tatsächlich ein Krieg der Werte und Systeme geführt wird, den wir nicht zulassen dürfen, weil wir nach wie vor und weiterhin der Überzeugung sind, dass ein Rechtsstaat, eine freie Demokratie, ja auch Marktwirtschaft die Grundlagen von Wohlstand und Wohlergehen im Westen, in Europa sind. Das wollen und werden wir verteidigen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Wenn ich mir anschaue, was die FPÖ dazu sagt, dann drängt sich für mich der Eindruck auf, dass das nur aus zwei Gründen gemacht werden kann: entweder weil die Verbindungen zu Putin enger sind, als euch das mittlerweile selber lieb ist, ihr aber da nicht ganz rauskommt, oder weil es reines parteipolitisches Kalkül ist, die Stimmung in der Bevölkerung ein bisschen aufzunehmen. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Ich kenne Kollegen Kickl persönlich nicht so gut, aber, Christian Hafenecker, ich kenne dich schon sehr, sehr lange. Ich habe dich immer als einen sehr reflektierten Menschen wahrgenommen, und wir haben über viele Fragen wirklich prächtig diskutieren können. Über diese Themen kann man aber mit der FPÖ nicht diskutieren. Man kann ja nicht einmal Fakten außer Streit stellen, nämlich dass Russland der Aggressor ist, und das finde ich nicht nur schade, sondern tatsächlich auch gefährlich für die Diskussionskultur in diesem Land. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Hafenecker: Fertig lesen, bitte!
Die FPÖ hat eine andere Meinung, das möchten wir auch festhalten. Da geht es um weniger EU und mehr Russland. Ehrlich gesagt: Das kann ich nicht unterstützen. Ich bin Mutter von zwei Töchtern. Ich will eigentlich nicht gern sehen, dass sie in einer Welt von Imperialisten und Despoten aufwachsen. Wenn ich mir die Petition anschaue, die du zitiert hast, lieber Christian Hafenecker, dann kann Krieg stoppen ja wohl nur bedeuten, dass Putin gewinnen muss. Das will ich nicht, auch das will ich heute hier festhalten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Hafenecker: Fertig lesen, bitte!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Vielleicht zum Abschluss noch einmal: Niemand hier will diesen Krieg. Wir alle wünschen uns Frieden, und mit dem Frieden muss halt, frei nach Stefan Zweig, einer beginnen. Das können wir uns alle, glaube ich, auf die Fahnen heften, auch für die weitere Debatte hier im Hohen Haus. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir das russische Gas nicht abnehmen, müssen wir trotzdem zahlen. Das heißt, es gibt da eigentlich eine verantwortungslose einseitige Bindung an Russland, es ist ein Knebelvertrag, und niemand von der ÖVP, die ja hinter dem Vertrag steht, hat bisher heute erklärt, wie wir aus dem Knebelvertrag der Gaslieferungen herauskommen. Also wie kommen wir da heraus, bitte? (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Pfurtscheller: Wer ist in Moskau niedergekniet und hat den Boden geküsst? Wer war das noch einmal schnell?
Die Entwicklung ist aber nicht verwunderlich. Putin wurde seit vielen Jahren beispiellos hofiert. Putin und Kurz gaben der russischen Gazprom und der österreichischen OMV die politische Linie der Kooperation vor. (Abg. Pfurtscheller: Wer ist in Moskau niedergekniet und hat den Boden geküsst? Wer war das noch einmal schnell?) Putin tanzte auf der Hochzeit der FPÖ-nahen Außenministerin, Putin wurde dabei in Österreich mit einem Hofknicks der FPÖ-nahen Außenministerin begrüßt, und die FPÖ schloss schließlich
Abg. Leichtfried: Da schau her!
einen Freundschaftsvertrag, einen Kooperationsvertrag in Moskau (Abg. Leichtfried: Da schau her!) mit der Putin-Partei. Das ist nicht Neutralität. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Leichtfried: Was steht denn in diesem Vertrag?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Leichtfried: Was steht denn in diesem Vertrag?
einen Freundschaftsvertrag, einen Kooperationsvertrag in Moskau (Abg. Leichtfried: Da schau her!) mit der Putin-Partei. Das ist nicht Neutralität. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Leichtfried: Was steht denn in diesem Vertrag?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Das stimmt ja gar nicht!
Nun zur Sicherheit: Die NEOS sprechen hier davon, offen zu diskutieren. Ich bin schon sehr dafür, dass wir Sicherheitsstrategien diskutieren, aber dass die NEOS uns in die Nato pressen wollen, ist völlig inakzeptabel. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Das stimmt ja gar nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
Wien ist heute Sitz der UNO, der OSZE, der Atomenergiebehörde, der Unicef und 140 weiterer internationaler Organisationen. Frau Meinl-Reisinger, Frau Krisper, glauben Sie, das ist gottgewollt? Das ist das Ergebnis der harten Arbeit von österreichischen Patrioten und Patriotinnen, von Diplomaten, von Politikern und Politikerinnen, allen voran von Bruno Kreisky. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Seidl.
und Reinhold Lopatka gezeigt. Nur: Dass Reinhold Lopatka OSZE-Beauftragter ist, ist ja auch nicht gottgewollt. (Zwischenruf der Abg. Seidl.) Er ist Politiker eines neutralen Landes, und das ist positiv.
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt geht es darum, die Kriegslogik zu durchbrechen. Als Humanist und Menschenfreund bin ich für Frieden. Wir müssen alles tun, damit wir miteinander reden, sodass es wieder zu einem Frieden kommt. Das ist alternativlos. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen.
Herr Vizekanzler, ich mache Sie darauf aufmerksam: 10 Minuten Redezeitbeschränkung haben Sie in dieser Debatte. (Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen.) – Bitte.
Abg. Hafenecker: Bitte reden Sie wieder Ihrer Fraktion die Zeit weg! Das wäre super! Wie beim letzten Mal!
Bundesminister für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport Vizekanzler Mag. Werner Kogler: Frau Präsidentin! Geschätzte Abgeordnete! (Abg. Hafenecker: Bitte reden Sie wieder Ihrer Fraktion die Zeit weg! Das wäre super! Wie beim letzten Mal!) – Ich denke, wir haben heute eine andere Vereinbarung. (Abg. Hafenecker: Schade! Das wäre aber effizienter!)
Abg. Hafenecker: Schade! Das wäre aber effizienter!
Bundesminister für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport Vizekanzler Mag. Werner Kogler: Frau Präsidentin! Geschätzte Abgeordnete! (Abg. Hafenecker: Bitte reden Sie wieder Ihrer Fraktion die Zeit weg! Das wäre super! Wie beim letzten Mal!) – Ich denke, wir haben heute eine andere Vereinbarung. (Abg. Hafenecker: Schade! Das wäre aber effizienter!)
Zwischenruf des Abg. Einwallner.
Sehr geschätzter Herr Botschafter! Hohes Haus! Es geht mir um zwei Punkte. Der erste ist, von der Regierungsbank aus doch noch einen Beitrag zu leisten, was die Statistik der Gasimportmengen betrifft. (Zwischenruf des Abg. Einwallner.) Da geht einiges durcheinander. Wir dürfen da alle miteinander nicht Opfer der kleinen Tücken der Prozentrechnung werden. Das ist wirklich kein großes Wunder, das kann man sich genau anschauen.
Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.
Ich habe die Zahlen von der Energie-Control mit, und ich sehe es als meine Aufgabe, hier ein bissel zur Klärung beizutragen. Die monatlichen Prozentsätze, gemessen an was auch immer, sind natürlich sehr, sehr schwankend – das ist klar. Wenn hier 71 Prozent vom Dezember zitiert werden, dann wird man auch zitieren dürfen, dass es im Oktober nur 17 Prozent waren, also sieben, eins beziehungsweise eins, sieben. (Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.) – Okay, aber darum geht es nicht. Es geht darum, um wie viel es insgesamt weniger wird.
Abg. Belakowitsch: Wann früher, Herr Vizekanzler?
Ich darf Ihnen Folgendes anbieten – das haben wir noch schnell von der E-Control bekommen, das ganze Jahr 2021 verglichen mit dem Jahr 2022 –: Früher (Abg. Belakowitsch: Wann früher, Herr Vizekanzler?) haben wir 100 Terawattstunden und noch viel mehr – das sind jetzt absolute Mengen – Gas aus Russland importiert, dann nur mehr 55 bis 65. Das ist momentan nur zu schätzen, das würde natürlich eine deutliche Verringerung bedeuten. Wenn man das jetzt auf März bis Jahresende eingrenzt, wird es noch weniger sein, und siehe da, es ist leicht auszurechnen, dass das eine deutliche Verringerung ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich darf Ihnen Folgendes anbieten – das haben wir noch schnell von der E-Control bekommen, das ganze Jahr 2021 verglichen mit dem Jahr 2022 –: Früher (Abg. Belakowitsch: Wann früher, Herr Vizekanzler?) haben wir 100 Terawattstunden und noch viel mehr – das sind jetzt absolute Mengen – Gas aus Russland importiert, dann nur mehr 55 bis 65. Das ist momentan nur zu schätzen, das würde natürlich eine deutliche Verringerung bedeuten. Wenn man das jetzt auf März bis Jahresende eingrenzt, wird es noch weniger sein, und siehe da, es ist leicht auszurechnen, dass das eine deutliche Verringerung ist. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Hafenecker: Aber Van der Bellen hat Verständnis gehabt dafür!
Der Weg war von der Annexion der Krim an klar – die Ostukraine wurde de facto auf eine perverse Art und Weise okkupiert, mit kleinen grünen Männchen; Putin hat alle verhöhnt, die darauf hingewiesen haben, und gesagt, seine Soldaten sind irgendwelche Leute, die dort auf Urlaub sind und spazieren gehen. (Abg. Hafenecker: Aber Van der Bellen hat Verständnis gehabt dafür!) Das war sein Umgang mit der Welt, vor – na, rechnen Sie zurück! – über acht Jahren. (Abg. Hafenecker: Van der Bellen hat ein Buch geschrieben! – Abg. Belakowitsch: Distanzieren Sie sich von ihm? – Zwischenruf des Abg. Deimek.) – Herr Hafenecker, Sie haben sich entgegen den sonstigen Aschermittwochsbräuchen, die jetzt bei Ihnen herrschen, eh sehr bemüht. Ich möchte das anerkennen, also verscherzen Sie sich Ihren Ruf jetzt nicht durch völlig unpassende Zwischenrufe. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Hafenecker.)
Abg. Hafenecker: Van der Bellen hat ein Buch geschrieben! – Abg. Belakowitsch: Distanzieren Sie sich von ihm? – Zwischenruf des Abg. Deimek.
Der Weg war von der Annexion der Krim an klar – die Ostukraine wurde de facto auf eine perverse Art und Weise okkupiert, mit kleinen grünen Männchen; Putin hat alle verhöhnt, die darauf hingewiesen haben, und gesagt, seine Soldaten sind irgendwelche Leute, die dort auf Urlaub sind und spazieren gehen. (Abg. Hafenecker: Aber Van der Bellen hat Verständnis gehabt dafür!) Das war sein Umgang mit der Welt, vor – na, rechnen Sie zurück! – über acht Jahren. (Abg. Hafenecker: Van der Bellen hat ein Buch geschrieben! – Abg. Belakowitsch: Distanzieren Sie sich von ihm? – Zwischenruf des Abg. Deimek.) – Herr Hafenecker, Sie haben sich entgegen den sonstigen Aschermittwochsbräuchen, die jetzt bei Ihnen herrschen, eh sehr bemüht. Ich möchte das anerkennen, also verscherzen Sie sich Ihren Ruf jetzt nicht durch völlig unpassende Zwischenrufe. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Hafenecker.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Hafenecker.
Der Weg war von der Annexion der Krim an klar – die Ostukraine wurde de facto auf eine perverse Art und Weise okkupiert, mit kleinen grünen Männchen; Putin hat alle verhöhnt, die darauf hingewiesen haben, und gesagt, seine Soldaten sind irgendwelche Leute, die dort auf Urlaub sind und spazieren gehen. (Abg. Hafenecker: Aber Van der Bellen hat Verständnis gehabt dafür!) Das war sein Umgang mit der Welt, vor – na, rechnen Sie zurück! – über acht Jahren. (Abg. Hafenecker: Van der Bellen hat ein Buch geschrieben! – Abg. Belakowitsch: Distanzieren Sie sich von ihm? – Zwischenruf des Abg. Deimek.) – Herr Hafenecker, Sie haben sich entgegen den sonstigen Aschermittwochsbräuchen, die jetzt bei Ihnen herrschen, eh sehr bemüht. Ich möchte das anerkennen, also verscherzen Sie sich Ihren Ruf jetzt nicht durch völlig unpassende Zwischenrufe. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Hafenecker.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.
dem Zweiten Weltkrieg hatten. Dass die Ukraine ein Selbstverteidigungsrecht hat, sollten Sie sich einmal hinter die Ohren schreiben, meine Damen und Herren von den Blauen! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.) Damals kam die UNO-Charta heraus, damals ging es darum, dass bestimmte Dinge, die Sie jetzt verteidigen, nie wieder passieren sollten. (Ruf bei den Grünen: Jawohl! – Abg. Hafenecker: Ja, zum Beispiel, dass man gesunde Menschen nicht einsperrt!)
Ruf bei den Grünen: Jawohl! – Abg. Hafenecker: Ja, zum Beispiel, dass man gesunde Menschen nicht einsperrt!
dem Zweiten Weltkrieg hatten. Dass die Ukraine ein Selbstverteidigungsrecht hat, sollten Sie sich einmal hinter die Ohren schreiben, meine Damen und Herren von den Blauen! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.) Damals kam die UNO-Charta heraus, damals ging es darum, dass bestimmte Dinge, die Sie jetzt verteidigen, nie wieder passieren sollten. (Ruf bei den Grünen: Jawohl! – Abg. Hafenecker: Ja, zum Beispiel, dass man gesunde Menschen nicht einsperrt!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Belakowitsch: Na ja! – Zwischenruf des Abg. Deimek.
Das hat mit Neutralität im Übrigen gar nichts zu tun, da stimmen ja alle vier Parteien hier, die nicht blau sind, überein, und das lobe ich mir sehr. Es ist doch klar erkennbar, worum es da geht, möchte man meinen. Putin ist ein größenwahnsinniger Diktator mit imperialen Gelüsten – das stimmt so weit, nur eines stimmt dabei nicht, nämlich der Wahnsinn: Putin ist sehr berechnend, und er hat das über viele Jahre angekündigt. Er ist also kalkulierend und berechnend, er hat sich nur in einem verrechnet: Die Geschlossenheit des Westens ist da. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Belakowitsch: Na ja! – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Abg. Hafenecker: Ist das jetzt eine Kritik am Bundespräsidenten?
Das sind die Erkenntnisse, die wir haben, auf denen kann man aufbauen, und so, glaube ich, sollten wir dorthin zurückkehren, wo wir seit dem Zweiten Weltkrieg immer gestanden sind. Das muss zumindest in Europa und am besten am ganzen Globus gelten, auch wenn es schon oft gesagt wurde, es wird immer wahrer: Es muss doch die Stärke des Rechts gelten und nicht das Recht des Stärkeren. (Abg. Hafenecker: Ist das jetzt eine Kritik am Bundespräsidenten?) – Das ist die Geschichte.
Abg. Belakowitsch: ... im österreichischen Parlament! – Abg. Deimek: Das sind bei uns anerkannte Flüchtlinge ...!
Abschließend kommen wir noch zu dem, was sich in der Ukraine abspielt: Meine Damen und Herren von der FPÖ, es ist unerträglich, was im österreichischen Parlament im Angesicht des ukrainischen Botschafters dargeboten wird. (Abg. Belakowitsch: ... im österreichischen Parlament! – Abg. Deimek: Das sind bei uns anerkannte Flüchtlinge ...!) Wissen Sie, was Sie hier mitverteidigen? Wissen Sie das?! – Massenmord, Vergewaltigung, Kinderverschleppung! Das passiert! Es hilft nichts, wenn ausgerechnet aus Ihrem Mund die Worte:
Abg. Hafenecker: Unwürdig seid ihr! – Abg. Deimek: Unwürdig sind Sie!
Frieden, Frieden!, kommen. Das kann man schon sagen, das wollen wir alle, aber allen anderen, die nicht Ihrer Meinung sind, zu unterstellen, sie seien Kriegstreiber, wie Sie das hier, im österreichischen Parlament, hochgehalten haben, das ist ja überhaupt nur mehr unwürdig! (Abg. Hafenecker: Unwürdig seid ihr! – Abg. Deimek: Unwürdig sind Sie!)
Abg. Meinl-Reisinger: Dann ist Frieden!
Was aber ist denn die Logik hinter all dem? Denken Sie einmal nach, von wo der Angriff herkommt! Der völkerrechtswidrige Angriff kommt von Putin. Über die Vorgeschichte kann man schon auch diskutieren, das will ich nicht abstreiten, aber die Gegenwart – was jetzt passiert – ist völlig klar. Schauen Sie auch in die Zukunft, was passieren würde, wenn Putin aufhört! (Abg. Meinl-Reisinger: Dann ist Frieden!) – Dann herrscht Frieden. (Abg. Hafenecker: Wenn wir weiter Waffen liefern, dann gibt es einen Atomkrieg! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) – Frieden, ja, das ist Ihr Ding. Wenn die Ukraine aufhört, dann ist sie ausgelöscht – das ist der Unterschied! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS. – Abg. Hafenecker: Atomares Säbelrasseln passiert gerade!) Das muss doch selbst in Ihren Kopf rein!
Abg. Hafenecker: Wenn wir weiter Waffen liefern, dann gibt es einen Atomkrieg! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Was aber ist denn die Logik hinter all dem? Denken Sie einmal nach, von wo der Angriff herkommt! Der völkerrechtswidrige Angriff kommt von Putin. Über die Vorgeschichte kann man schon auch diskutieren, das will ich nicht abstreiten, aber die Gegenwart – was jetzt passiert – ist völlig klar. Schauen Sie auch in die Zukunft, was passieren würde, wenn Putin aufhört! (Abg. Meinl-Reisinger: Dann ist Frieden!) – Dann herrscht Frieden. (Abg. Hafenecker: Wenn wir weiter Waffen liefern, dann gibt es einen Atomkrieg! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) – Frieden, ja, das ist Ihr Ding. Wenn die Ukraine aufhört, dann ist sie ausgelöscht – das ist der Unterschied! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS. – Abg. Hafenecker: Atomares Säbelrasseln passiert gerade!) Das muss doch selbst in Ihren Kopf rein!
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS. – Abg. Hafenecker: Atomares Säbelrasseln passiert gerade!
Was aber ist denn die Logik hinter all dem? Denken Sie einmal nach, von wo der Angriff herkommt! Der völkerrechtswidrige Angriff kommt von Putin. Über die Vorgeschichte kann man schon auch diskutieren, das will ich nicht abstreiten, aber die Gegenwart – was jetzt passiert – ist völlig klar. Schauen Sie auch in die Zukunft, was passieren würde, wenn Putin aufhört! (Abg. Meinl-Reisinger: Dann ist Frieden!) – Dann herrscht Frieden. (Abg. Hafenecker: Wenn wir weiter Waffen liefern, dann gibt es einen Atomkrieg! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) – Frieden, ja, das ist Ihr Ding. Wenn die Ukraine aufhört, dann ist sie ausgelöscht – das ist der Unterschied! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS. – Abg. Hafenecker: Atomares Säbelrasseln passiert gerade!) Das muss doch selbst in Ihren Kopf rein!
Abg. Lausch: Der gilt auch für Sie!
Präsidentin Doris Bures: Herr Vizekanzler, dieser Appell, den der Herr Präsident am Beginn seiner heutigen Vorsitzführung an dieses Hohe Haus und an die Abgeordneten gerichtet hat (Abg. Lausch: Der gilt auch für Sie!), dass wir trotz dieser emotionalen Debatte, gerade an einem Tag wie dem heutigen, auch unterschiedliche Meinungen respektieren müssen, der gilt auch für Sie. (Ruf bei den Grünen: Hallo, Frau Präsidentin! – Ruf bei der FPÖ: Der nächste Minister mit einem Ordnungsruf! – Abg. Schmidhofer: Sie reden mit dem Vizekanzler der Republik! – Zwischenrufe der Abgeordneten Salzmann, Stögmüller und Voglauer.) Deshalb würde ich auch Sie ersuchen, sich der Würde des Hauses entsprechend zu äußern (Abg. Schmidhofer: Unglaublich! – Abg. Michael Hammer: Hat er ja
Ruf bei den Grünen: Hallo, Frau Präsidentin! – Ruf bei der FPÖ: Der nächste Minister mit einem Ordnungsruf! – Abg. Schmidhofer: Sie reden mit dem Vizekanzler der Republik! – Zwischenrufe der Abgeordneten Salzmann, Stögmüller und Voglauer.
Präsidentin Doris Bures: Herr Vizekanzler, dieser Appell, den der Herr Präsident am Beginn seiner heutigen Vorsitzführung an dieses Hohe Haus und an die Abgeordneten gerichtet hat (Abg. Lausch: Der gilt auch für Sie!), dass wir trotz dieser emotionalen Debatte, gerade an einem Tag wie dem heutigen, auch unterschiedliche Meinungen respektieren müssen, der gilt auch für Sie. (Ruf bei den Grünen: Hallo, Frau Präsidentin! – Ruf bei der FPÖ: Der nächste Minister mit einem Ordnungsruf! – Abg. Schmidhofer: Sie reden mit dem Vizekanzler der Republik! – Zwischenrufe der Abgeordneten Salzmann, Stögmüller und Voglauer.) Deshalb würde ich auch Sie ersuchen, sich der Würde des Hauses entsprechend zu äußern (Abg. Schmidhofer: Unglaublich! – Abg. Michael Hammer: Hat er ja
Die Abgeordneten Lukas Hammer, Stögmüller und Voglauer: Frau Präsidentin!
eh! – Ruf bei den Grünen: Das hat er ja gemacht!) und Ihre Meinung und Position auch so vorzutragen. (Die Abgeordneten Lukas Hammer, Stögmüller und Voglauer: Frau Präsidentin!) – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei den Grünen: Unglaublich!)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei den Grünen: Unglaublich!
eh! – Ruf bei den Grünen: Das hat er ja gemacht!) und Ihre Meinung und Position auch so vorzutragen. (Die Abgeordneten Lukas Hammer, Stögmüller und Voglauer: Frau Präsidentin!) – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei den Grünen: Unglaublich!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Hafenecker: Stehen Sie wenigstens dazu! – Abg. Ries: Setzen Sie sich nieder, denken Sie nach und kommen Sie später wieder!
Bundesminister für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport Vizekanzler Mag. Werner Kogler (fortsetzend): Frau Präsidentin, ich bleibe aber dabei. Das ist ja ein Zitat von einigen anderen hier, dass hier von den Blauen Putin-Propaganda betrieben wird. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hafenecker: Stehen Sie wenigstens dazu! – Abg. Ries: Setzen Sie sich nieder, denken Sie nach und kommen Sie später wieder!)
Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter - - (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ), Herr Vizekanzler, ich habe nicht nur die Frage, ob Sie von „perversen“ Ausdrucksweisen sprechen oder nicht, sondern auch die Ausdruckweise an sich wie: das wird doch wohl in Ihren Kopf hineingehen, gemeint. (Beifall bei der FPÖ. – Heftiger Widerspruch bei den Grünen. – Abg. Voglauer: Sie wollen Applaus von den Freiheitlichen? Frau Präsidentin, ist das das, was Sie wollen? – Ruf bei den Grünen: Das ist eine Frechheit! Das ist wirklich eine Frechheit! – Abg. Matznetter: ... von der Regierungsbank!)
Beifall bei der FPÖ. – Heftiger Widerspruch bei den Grünen. – Abg. Voglauer: Sie wollen Applaus von den Freiheitlichen? Frau Präsidentin, ist das das, was Sie wollen? – Ruf bei den Grünen: Das ist eine Frechheit! Das ist wirklich eine Frechheit! – Abg. Matznetter: ... von der Regierungsbank!
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter - - (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ), Herr Vizekanzler, ich habe nicht nur die Frage, ob Sie von „perversen“ Ausdrucksweisen sprechen oder nicht, sondern auch die Ausdruckweise an sich wie: das wird doch wohl in Ihren Kopf hineingehen, gemeint. (Beifall bei der FPÖ. – Heftiger Widerspruch bei den Grünen. – Abg. Voglauer: Sie wollen Applaus von den Freiheitlichen? Frau Präsidentin, ist das das, was Sie wollen? – Ruf bei den Grünen: Das ist eine Frechheit! Das ist wirklich eine Frechheit! – Abg. Matznetter: ... von der Regierungsbank!)
Abg. Maurer: Der Regierungsbank kann man keinen Ordnungsruf erteilen! Was ist denn heute los?!
Sondersitzung, Frau Präsidentin!) –, diese unterschiedlichen Positionierungen und möglicherweise verschiedenen Meinungen auch so vorzutragen, dass wir die Würde des Hauses nicht verletzen und auch unser Umgang miteinander einer ist, der keine verbrannte Erde hinterlässt; deshalb habe ich das erwähnt, ohne einen Ordnungsruf zu erteilen. (Abg. Maurer: Der Regierungsbank kann man keinen Ordnungsruf erteilen! Was ist denn heute los?!)
Abg. Meinl-Reisinger: Nicht nur aus unserer Sicht, das ist belegt!
Bundesminister für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport Vizekanzler Mag. Werner Kogler (fortsetzend): Danke, Frau Präsidentin! Ich weise darauf hin, dass ich mich darauf bezogen habe – und zumindest kein kleiner Teil oder jedenfalls ein sehr einflussreicher Teil der Bundesregierung teilt diese Ansicht –, dass es nämlich sehr wohl von Relevanz ist, wie die Propaganda bestimmter Kräfte, die immerhin demokratisch legitimiert sind und hier mit ihren Abgeordneten eine Fraktion bilden, aus unserer Sicht zu interpretieren ist. Diese verdrehen – dieser Einschätzung nach – die Wirklichkeit (Abg. Meinl-Reisinger: Nicht nur aus unserer Sicht, das ist belegt!), das heißt pervers, und das kommt dort raus, wo Putin steht, und deshalb ist das eine perverse Putin-Propaganda. (Abg. Stögmüller: Jawohl!) – Das ist nun einmal logisch. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Stögmüller: Jawohl!
Bundesminister für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport Vizekanzler Mag. Werner Kogler (fortsetzend): Danke, Frau Präsidentin! Ich weise darauf hin, dass ich mich darauf bezogen habe – und zumindest kein kleiner Teil oder jedenfalls ein sehr einflussreicher Teil der Bundesregierung teilt diese Ansicht –, dass es nämlich sehr wohl von Relevanz ist, wie die Propaganda bestimmter Kräfte, die immerhin demokratisch legitimiert sind und hier mit ihren Abgeordneten eine Fraktion bilden, aus unserer Sicht zu interpretieren ist. Diese verdrehen – dieser Einschätzung nach – die Wirklichkeit (Abg. Meinl-Reisinger: Nicht nur aus unserer Sicht, das ist belegt!), das heißt pervers, und das kommt dort raus, wo Putin steht, und deshalb ist das eine perverse Putin-Propaganda. (Abg. Stögmüller: Jawohl!) – Das ist nun einmal logisch. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Bundesminister für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport Vizekanzler Mag. Werner Kogler (fortsetzend): Danke, Frau Präsidentin! Ich weise darauf hin, dass ich mich darauf bezogen habe – und zumindest kein kleiner Teil oder jedenfalls ein sehr einflussreicher Teil der Bundesregierung teilt diese Ansicht –, dass es nämlich sehr wohl von Relevanz ist, wie die Propaganda bestimmter Kräfte, die immerhin demokratisch legitimiert sind und hier mit ihren Abgeordneten eine Fraktion bilden, aus unserer Sicht zu interpretieren ist. Diese verdrehen – dieser Einschätzung nach – die Wirklichkeit (Abg. Meinl-Reisinger: Nicht nur aus unserer Sicht, das ist belegt!), das heißt pervers, und das kommt dort raus, wo Putin steht, und deshalb ist das eine perverse Putin-Propaganda. (Abg. Stögmüller: Jawohl!) – Das ist nun einmal logisch. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Stögmüller: Das ist eine klare Beurteilung, Frau Präsidentin, das müssen Sie zulassen!
Eigentlich wollten wir aber auf etwas anderes hinaus. (Abg. Stögmüller: Das ist eine klare Beurteilung, Frau Präsidentin, das müssen Sie zulassen!) Wir wollten doch darauf hinaus, festzustellen – und das ist auch meine Schlussfolgerung aus dem Ganzen –, dass es darum geht (Zwischenrufe bei der FPÖ) – und ich wiederhole es gerne noch einmal, um diese fundamentale Erkenntnis wirken zu
Zwischenrufe bei der FPÖ
Eigentlich wollten wir aber auf etwas anderes hinaus. (Abg. Stögmüller: Das ist eine klare Beurteilung, Frau Präsidentin, das müssen Sie zulassen!) Wir wollten doch darauf hinaus, festzustellen – und das ist auch meine Schlussfolgerung aus dem Ganzen –, dass es darum geht (Zwischenrufe bei der FPÖ) – und ich wiederhole es gerne noch einmal, um diese fundamentale Erkenntnis wirken zu
Abg. Stögmüller: Jawohl!
lassen –: Wenn Putin aufhört, ist dieser Krieg beendet; er muss sich natürlich auch zurückziehen. Wenn die Ukraine aufhört, dann ist sie Geschichte, ist sie ausgelöscht. (Abg. Stögmüller: Jawohl!) Das ist so stark, dass ich mir hier das Wort nicht verbieten lasse. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Hafenecker: Sie sind aber Gast in diesem Haus! – Abg. Belakowitsch: Sie sind Gast in diesem Haus! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Hafenecker: Sie sind aber Gast in diesem Haus! – Abg. Belakowitsch: Sie sind Gast in diesem Haus! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
lassen –: Wenn Putin aufhört, ist dieser Krieg beendet; er muss sich natürlich auch zurückziehen. Wenn die Ukraine aufhört, dann ist sie Geschichte, ist sie ausgelöscht. (Abg. Stögmüller: Jawohl!) Das ist so stark, dass ich mir hier das Wort nicht verbieten lasse. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Hafenecker: Sie sind aber Gast in diesem Haus! – Abg. Belakowitsch: Sie sind Gast in diesem Haus! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen, ÖVP und NEOS.
Und das Nächste ist – weiter gedacht –: Wo würde denn diese Art von Frieden hinführen, der noch nicht einmal einer ist? – Er führt nach Moldawien, er führt nach Georgien, er führt bis ins Baltikum. Erst heute hat irgend so ein Putin-Epigone – durchaus hochrangig – wieder behauptet – hören Sie hin, nicht so wie 2014 die Ohren zumachen, hören Sie hin! –: Die Verteidigung Russlands in der Ukraine geht bis zur polnischen Grenze. – Das sagen die dort, also: Aufwachen! – Danke schön. (Beifall bei Grünen, ÖVP und NEOS.)
Heiterkeit bei Abgeordneten von Grünen und NEOS. – Abg. Meinl-Reisinger: „Frau Vorsitzender“? Mein Gott, man kann es auch brachial machen!
Abgeordnete Dr. Susanne Fürst (FPÖ): Frau Vorsitzender! (Heiterkeit bei Abgeordneten von Grünen und NEOS. – Abg. Meinl-Reisinger: „Frau Vorsitzender“? Mein Gott, man kann es auch brachial machen!) Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Frau Staatssekretärin! Sehr geehrte Damen und Herren! Die flammenden Kriegsunterstützungsreden der grünen Wehrdienstverweigerer finde ich immer am amüsantesten. Auch Klubobfrau Maurer hat heute schon davon gesprochen, dass die russische Armee konsequent in die Schranken gewiesen werden soll. Ja, sie steht nicht am Schlachtfeld, wo die Soldaten jetzt tagtäglich auf beiden Seiten dahinsterben. (Abg. Stögmüller: Die einen können wieder gehen, wieder zurückgehen, die Russen!) Von denen hat heute angesichts des ersten Jahrestages eigentlich überhaupt niemand gesprochen außer Kollege Laimer von der SPÖ. Ich glaube, auch an die muss man heute, an diesem
Abg. Stögmüller: Die einen können wieder gehen, wieder zurückgehen, die Russen!
Abgeordnete Dr. Susanne Fürst (FPÖ): Frau Vorsitzender! (Heiterkeit bei Abgeordneten von Grünen und NEOS. – Abg. Meinl-Reisinger: „Frau Vorsitzender“? Mein Gott, man kann es auch brachial machen!) Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Frau Staatssekretärin! Sehr geehrte Damen und Herren! Die flammenden Kriegsunterstützungsreden der grünen Wehrdienstverweigerer finde ich immer am amüsantesten. Auch Klubobfrau Maurer hat heute schon davon gesprochen, dass die russische Armee konsequent in die Schranken gewiesen werden soll. Ja, sie steht nicht am Schlachtfeld, wo die Soldaten jetzt tagtäglich auf beiden Seiten dahinsterben. (Abg. Stögmüller: Die einen können wieder gehen, wieder zurückgehen, die Russen!) Von denen hat heute angesichts des ersten Jahrestages eigentlich überhaupt niemand gesprochen außer Kollege Laimer von der SPÖ. Ich glaube, auch an die muss man heute, an diesem
Beifall bei der FPÖ.
ersten Jahrestag, von dem wir hoffentlich alle gehofft haben, dass wir ihn nie begehen müssen, denken. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Koza: Ihr! Ihr macht das!
Herr Kollege Dr. Engelberg von der ÖVP: Sie haben Ihre Sicht der Dinge von diesem Konflikt hier ausführlich dargelegt. Ich respektiere diese Sicht total, aber Sie haben dann sofort, im nächsten Satz gesagt: Jeder, der eine andere Einschätzung der Lage hat, jeder, der eine andere Meinung dazu hat, betreibt hier lupenreine russische Propaganda oder verbreitet Desinformation. (Abg. Koza: Ihr! Ihr macht das!) Ich finde es einfach unzulässig, das so zu sehen, denn auch die Meinungsfreiheit gehört zu den westlichen Werten, von denen Sie hier gesprochen haben und von deren Verteidigung Sie gesprochen haben, und man sollte hier etwas mehr Toleranz und auch in dieser Hinsicht Zurückhaltung üben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Kollege Dr. Engelberg von der ÖVP: Sie haben Ihre Sicht der Dinge von diesem Konflikt hier ausführlich dargelegt. Ich respektiere diese Sicht total, aber Sie haben dann sofort, im nächsten Satz gesagt: Jeder, der eine andere Einschätzung der Lage hat, jeder, der eine andere Meinung dazu hat, betreibt hier lupenreine russische Propaganda oder verbreitet Desinformation. (Abg. Koza: Ihr! Ihr macht das!) Ich finde es einfach unzulässig, das so zu sehen, denn auch die Meinungsfreiheit gehört zu den westlichen Werten, von denen Sie hier gesprochen haben und von deren Verteidigung Sie gesprochen haben, und man sollte hier etwas mehr Toleranz und auch in dieser Hinsicht Zurückhaltung üben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie haben recht: Man muss in die Zukunft schauen, und wir wollen eigentlich alle – auch ich würde das sofort tun – die westlichen Werte, wie wir sie in den vergangenen Jahrzehnten verstanden haben – Friedenssicherung, Wohlstand, Freiheit, wirtschaftliche Prosperität und eben Wohlstand für fast alle –, sehr kämpferisch verteidigen. Das hat sich aber geändert: Sie alle haben heute den EU-Kurs, der mittlerweile eingeschlagen wird, wohlweislich nicht erwähnt. Das hat mit diesen Werten nichts mehr zu tun, denn jetzt sind die Werte: Korruption, Pfizer-Verträge, Geldsäcke, die den Eigentümer wechseln, Transkult, Green Deal, der uns alle verarmt, und eben die Kriegstreiberei. Die EU-Kommissionspräsidentin spricht davon, die EU in eine Munitionsfabrik zu verwandeln. Sie spricht davon, dass wir es jetzt so wie in der Pandemie mit den Pfizer-Verträgen machen und Verträge mit den Rüstungskonzernen schließen. Sie spricht davon, die EU in die Kriegswirtschaft zu schicken. – Da sind Sie dabei und sagen noch mit stolzgeschwellter Brust, dass wir uns alle einig sind. Das sind nicht die Werte, die ich verteidigen will, da sind wir auf einem Irrweg, was ich sehr schade finde. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Loacker: Das ist ziemlich wahrheitsbefreit, was Sie daherreden! – Abg. Lukas Hammer: Es gibt halt nur eine Partei im Parlament, die russische Anträge hier einbringt! – Abg. Schallmeiner: Wir hören wieder eine Belangsendung, Radio Moskau! – Abg. Lukas Hammer: Radio Moskau!
eigentlich überhaupt nur, weil sie vom Strabag-Eigentümer Haselsteiner durchfinanziert wurde, der natürlich immer gute Geschäfte in Russland gemacht hat – er hat auch enge Beziehungen zum russischen Oligarchen Deripaska, wobei es jetzt einen Rechtsstreit gibt –, und da ist viel Geld geflossen. Jetzt spricht man hier von der großen Distanz zu Russland. (Abg. Loacker: Das ist ziemlich wahrheitsbefreit, was Sie daherreden! – Abg. Lukas Hammer: Es gibt halt nur eine Partei im Parlament, die russische Anträge hier einbringt! – Abg. Schallmeiner: Wir hören wieder eine Belangsendung, Radio Moskau! – Abg. Lukas Hammer: Radio Moskau!)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Herr Kollege Lopatka, ich meine, offensichtlich sagten Sie das vor lauter schlechtem Gewissen wegen der vielfältigen Beziehungen der ÖVP zu Russland (Zwischenrufe bei der ÖVP): Sie brauchen sich dafür nicht zu genieren, es war völlig richtig, gute wirtschaftliche Beziehungen zu Russland zu pflegen, weil das im Normalfall kriegsvermeidend ist! Jetzt hat es leider nicht dazu geführt. Sie brauchen aber hier nicht die Nerven wegzuschmeißen und uns zu beschimpfen, denn das macht es nicht besser. Wir sagen ja auch nicht: Ihr seid USA-Versteher oder jetzt Totaler-Krieg-Unterstützer! – Das bringt uns nicht weiter.
Zwischenrufe bei der ÖVP
Die Neutralität wird jetzt wieder allseits betont, die ÖVP hat sie wiederentdeckt – gut so! Vor einem Jahr wollte sie Bundeskanzler Nehammer gleich schreddern und sprach davon (Zwischenrufe bei der ÖVP), dass die ja in einem Druckszenario der Sowjets ausgesprochen wurde. Jetzt hat sie uns wieder die Freiheit gebracht – so viel zum Rückgrat, aber gut so.
Abg. Meinl-Reisinger: Aber mit euch nicht! – Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.
Bringen Sie die EU, wenn Sie in Brüssel etwas zu sagen haben, wieder auf einen anderen Kurs, damit wir hier wieder alle mitkönnen! Es betreibt nicht jeder hier russische Propaganda, wenn er sagt, dass die USA ein Profiteur sind, da auch viele Interessen vertreten, die auch legitim sind. – Das muss man aber aussprechen können. Die EU hätte die Chance, da ein eigenes Profil zu entwickeln. (Abg. Meinl-Reisinger: Aber mit euch nicht! – Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.)
Abg. Meinl-Reisinger: Wenn sie für beide Seiten brauchbar ist, dann gibt es keine Lösung!
Mit den vielen Waffenlieferungen bewirkt man ja, dass die Ukraine – heißt es jetzt– in die Position der Stärke kommt, um eine gute Verhandlungsposition zu haben. Der Westen, der von Ihnen beschworen wird und von dem ich auch so viel halte und den ich erhalten will, wäre aber jetzt schon in der Position der Stärke, um da vielleicht eine Lösung herbeizuführen, die für beide Seiten brauchbar wäre. (Abg. Meinl-Reisinger: Wenn sie für beide Seiten brauchbar ist, dann gibt es keine Lösung!) Es sollten alle Kräfte darauf verwendet werden, da zu einem Waffenstillstand und zu Frieden zu kommen. Das ist nicht naiv, das ist nicht unsolidarisch, denn mehr Waffen und Panzer heißt immer mehr tote und verletzte Soldaten und Zivilisten. Die, die am lautesten nach so vielen Waffen schreien, sind am weitesten vom Schlachtfeld weg, sind jene, die nicht einmal die Namen von den Waffen richtig aussprechen können (Abg. Lukas Hammer: Hä? Wahnsinnslogik!), aber sie wissen ja, dass sie nicht darunter zu leiden haben.
Abg. Lukas Hammer: Hä? Wahnsinnslogik!
Mit den vielen Waffenlieferungen bewirkt man ja, dass die Ukraine – heißt es jetzt– in die Position der Stärke kommt, um eine gute Verhandlungsposition zu haben. Der Westen, der von Ihnen beschworen wird und von dem ich auch so viel halte und den ich erhalten will, wäre aber jetzt schon in der Position der Stärke, um da vielleicht eine Lösung herbeizuführen, die für beide Seiten brauchbar wäre. (Abg. Meinl-Reisinger: Wenn sie für beide Seiten brauchbar ist, dann gibt es keine Lösung!) Es sollten alle Kräfte darauf verwendet werden, da zu einem Waffenstillstand und zu Frieden zu kommen. Das ist nicht naiv, das ist nicht unsolidarisch, denn mehr Waffen und Panzer heißt immer mehr tote und verletzte Soldaten und Zivilisten. Die, die am lautesten nach so vielen Waffen schreien, sind am weitesten vom Schlachtfeld weg, sind jene, die nicht einmal die Namen von den Waffen richtig aussprechen können (Abg. Lukas Hammer: Hä? Wahnsinnslogik!), aber sie wissen ja, dass sie nicht darunter zu leiden haben.
Abg. Michael Hammer: Ja, es waren ja nur Überschriften!
Der ganze Irrweg drückt sich in der Schlagzeile, die es heute gegeben hat, aus: „Ein Jahr Krieg: China ruft zu Waffenstillstand auf“. – China ruft dazu auf, dass man sich zurückhaltend äußert, dass die Parteien rational sind, dass alle Sicherheitsinteressen, die legitim sind, berücksichtigt sind, denn dann müsste man schon zu einer Lösung kommen. Was steht dann darunter? – Der Westen ist skeptisch (Abg. Michael Hammer: Ja, es waren ja nur Überschriften!) und die deutschen und die EU-Politiker matschkern schon darüber. Wir alle sollten das unterstützen – dass die Chinesen auch ihre Interessen haben, wissen wir eh (Abg. Loacker: Die Chinesen ...!) –, wir alle sollten uns eigentlich auf so ein Positionspapier draufschmeißen und eine gute Lösung versuchen.
Abg. Loacker: Die Chinesen ...!
Der ganze Irrweg drückt sich in der Schlagzeile, die es heute gegeben hat, aus: „Ein Jahr Krieg: China ruft zu Waffenstillstand auf“. – China ruft dazu auf, dass man sich zurückhaltend äußert, dass die Parteien rational sind, dass alle Sicherheitsinteressen, die legitim sind, berücksichtigt sind, denn dann müsste man schon zu einer Lösung kommen. Was steht dann darunter? – Der Westen ist skeptisch (Abg. Michael Hammer: Ja, es waren ja nur Überschriften!) und die deutschen und die EU-Politiker matschkern schon darüber. Wir alle sollten das unterstützen – dass die Chinesen auch ihre Interessen haben, wissen wir eh (Abg. Loacker: Die Chinesen ...!) –, wir alle sollten uns eigentlich auf so ein Positionspapier draufschmeißen und eine gute Lösung versuchen.
Abg. Meinl-Reisinger: Also bitte, das ist ungeheuerlich, Kriegspartei! ... sie sich entschlossen hat, in diesen Krieg zu ziehen! Ungeheuerlich! Schämen Sie sich! – Ruf bei den Grünen: Das gibtʼs doch nicht! – Zwischenruf der Abg. Maurer
(Abg. Meinl-Reisinger: Also bitte, das ist ungeheuerlich, Kriegspartei! ... sie sich entschlossen hat, in diesen Krieg zu ziehen! Ungeheuerlich! Schämen Sie sich! – Ruf bei den Grünen: Das gibtʼs doch nicht! – Zwischenruf der Abg. Maurer)
Abg. Schallmeiner: Radio Moskau!
(Abg. Schallmeiner: Radio Moskau!)
Abg. Lukas Hammer: Kriegen Sie für solche Anträge eigentlich extra bezahlt, oder läuft das unter der Flatrate? – Abg. Schallmeiner: Das ist im Akkord, oder wie?
(Abg. Lukas Hammer: Kriegen Sie für solche Anträge eigentlich extra bezahlt, oder läuft das unter der Flatrate? – Abg. Schallmeiner: Das ist im Akkord, oder wie?)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Koza.
(Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Koza.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Abgeordneter Mag. Georg Bürstmayr (Grüne): Frau Präsidentin! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte ein paar Worte an jene etwa 80 000 Menschen aus der Ukraine richten, die im letzten Jahr nach Österreich geflüchtet und bis auf Weiteres hiergeblieben sind: Wir wissen, weil es vor unser aller Augen geschehen ist, vor welcher Hölle Sie geflüchtet sind. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Wir können nur erahnen, was es bedeutet haben muss, buchstäblich durch diese Hölle zu gehen – mit den eigenen Kindern an der Hand –, durch eine von Menschen gemachte Hölle. Wir sind froh, dass Sie in Österreich angekommen sind. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Abgeordneter Mag. Georg Bürstmayr (Grüne): Frau Präsidentin! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte ein paar Worte an jene etwa 80 000 Menschen aus der Ukraine richten, die im letzten Jahr nach Österreich geflüchtet und bis auf Weiteres hiergeblieben sind: Wir wissen, weil es vor unser aller Augen geschehen ist, vor welcher Hölle Sie geflüchtet sind. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Wir können nur erahnen, was es bedeutet haben muss, buchstäblich durch diese Hölle zu gehen – mit den eigenen Kindern an der Hand –, durch eine von Menschen gemachte Hölle. Wir sind froh, dass Sie in Österreich angekommen sind. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Krisper.
Ich möchte Ihnen, geschätzte Mitbürgerinnen und Mitbürger aus der Ukraine, dafür danken, dass Sie uns schon jetzt tausendfach in Betrieben, in Schulklassen, in Familien und in Gemeinden bereichert haben. Ich beherrsche in Ihrer Sprache nur ganz wenige Wörter, also sage ich es auf Deutsch: Sie sind und Sie bleiben willkommen! Und: Danke! Danke für das, was Sie in unsere Gesellschaft einbringen, und dafür, dass Sie da sind. – Danke, djakuju. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Krisper.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.
Abgeordneter Dr. Christian Stocker (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Geschätzte Zuseherinnen und Gäste aus der Ukraine! 2 Minuten sind nicht mehr lange, aber eines kann ich hier an dieser Stelle schon sagen: Am Jahrestag dieses brutalen Angriffskrieges ist es mir ein Bedürfnis, die Solidarität unserer Fraktion mit der Ukraine als Staat, aber vor allem auch mit der Bevölkerung dieses Staates auszudrücken. Es ist bedauerlich, dass diese Selbstverständlichkeit nicht für alle Fraktionen in diesem Haus gilt. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.)
Abg. Deimek: ... , aber so seid ihr!
Wenn es eines Beweises bedurft hätte, dass Herbert Kickl und die FPÖ die Stimme von Radio Moskau sind, dann war es diese heutige Sitzung und seine Rede. (Abg. Deimek: ... , aber so seid ihr!)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Kollege Troch, ich sage Ihnen eines: Wenn Sie sich Sorgen darüber machen, wer mit wem auf dem Bild ist, dann denken Sie darüber nach, wer in Moskau die Erde geküsst hat, da fällt Ihnen vielleicht auch jemand ein. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Meine Damen und Herren, zur Neutralität: Die Neutralität ist nicht nur eine sicherheitspolitische, sondern grundsätzlich eine politische Entscheidung, die das österreichische Volk in einem Verfassungsgesetz getroffen hat. Wir stehen zu dieser Neutralität, weil wir auch auf dem Boden dieser Neutralität unsere Verteidigung im Inland mit der Erhöhung des Verteidigungsbudgets gewährleisten werden und weil wir mit dieser Neutralität in der Europäischen Union auch solidarisch sein können – und wir werden in der Europäischen Union auch mit der Ukraine solidarisch sein. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Vergessen Sie auch nicht: Es gibt auch eine Beistandsklausel in den EU-Verträgen, nicht nur in den Nato-Verträgen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Lukas Hammer und Maurer.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Lukas Hammer und Maurer.
Meine Damen und Herren, zur Neutralität: Die Neutralität ist nicht nur eine sicherheitspolitische, sondern grundsätzlich eine politische Entscheidung, die das österreichische Volk in einem Verfassungsgesetz getroffen hat. Wir stehen zu dieser Neutralität, weil wir auch auf dem Boden dieser Neutralität unsere Verteidigung im Inland mit der Erhöhung des Verteidigungsbudgets gewährleisten werden und weil wir mit dieser Neutralität in der Europäischen Union auch solidarisch sein können – und wir werden in der Europäischen Union auch mit der Ukraine solidarisch sein. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Vergessen Sie auch nicht: Es gibt auch eine Beistandsklausel in den EU-Verträgen, nicht nur in den Nato-Verträgen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Lukas Hammer und Maurer.)
Abg. Belakowitsch: Ja!
Putin droht jetzt auch noch mit Atomschlägen. Er will das New-Start-Abkommen kündigen, jenes Abkommen, das zur Abrüstung oder zur Verminderung der Anzahl an nuklearen Sprengsätzen dienen würde. Das führt unter anderem dazu, dass es auf der sogenannten Doomsday Clock – das ist die Atomkriegsuhr oder Weltuntergangsuhr, die anzeigt, wie nahe die Welt eigentlich einer kriegerischen nuklearen Katastrophe kommt – 90 Sekunden vor Mitternacht ist; so spät war es auf dieser Welt noch nie! (Abg. Belakowitsch: Ja!)
Abg. Belakowitsch: Ja?
Obacht, FPÖ, das ist jetzt der Einsatz für inszenierte Erregung (Abg. Belakowitsch: Ja?): Vor all diesen Tatsachen steht die FPÖ unverbrüchlich zu Putin, auf der Seite Putins und hat das gerade unter anderem mit einem Antrag wieder bestätigt und bestätigt das mit Reden. Ich frage mich: Warum tun Sie das? (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Tun Sie das, weil der Rubel rollt? Sind Sie deswegen Verfechter von Bargeld, weil es da irgendwelche Zusammenhänge geben könnte? (Zwischenruf des Abg. Ries.) Warum tun Sie das? Erklären Sie sich einfach!
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Obacht, FPÖ, das ist jetzt der Einsatz für inszenierte Erregung (Abg. Belakowitsch: Ja?): Vor all diesen Tatsachen steht die FPÖ unverbrüchlich zu Putin, auf der Seite Putins und hat das gerade unter anderem mit einem Antrag wieder bestätigt und bestätigt das mit Reden. Ich frage mich: Warum tun Sie das? (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Tun Sie das, weil der Rubel rollt? Sind Sie deswegen Verfechter von Bargeld, weil es da irgendwelche Zusammenhänge geben könnte? (Zwischenruf des Abg. Ries.) Warum tun Sie das? Erklären Sie sich einfach!
Zwischenruf des Abg. Ries.
Obacht, FPÖ, das ist jetzt der Einsatz für inszenierte Erregung (Abg. Belakowitsch: Ja?): Vor all diesen Tatsachen steht die FPÖ unverbrüchlich zu Putin, auf der Seite Putins und hat das gerade unter anderem mit einem Antrag wieder bestätigt und bestätigt das mit Reden. Ich frage mich: Warum tun Sie das? (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Tun Sie das, weil der Rubel rollt? Sind Sie deswegen Verfechter von Bargeld, weil es da irgendwelche Zusammenhänge geben könnte? (Zwischenruf des Abg. Ries.) Warum tun Sie das? Erklären Sie sich einfach!
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Schallmeiner und Krisper.
Erklären Sie uns, warum Sie diesen Ansatz haben, und erklären Sie uns auch diesen Freundschaftsvertrag mit der Partei Vereintes Russland, der dem Vernehmen nach erst 2026 ausläuft, auch wenn Sie behaupten, er sei schon gekündigt! Veröffentlichen Sie ihn! Veröffentlichen Sie die Beendigung dieses Freundschaftsvertrags! Warum tun Sie das nicht? Welche Geheimnisse haben Sie vor den Wählerinnen und Wählern? Welche Ängste haben Sie? (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Schallmeiner und Krisper.) Oder genieren Sie sich? Das wäre wenigstens eine noch relativ gute Begründung, wenn Sie sich genieren würden, denn wer in dieser geopolitischen Situation auf der Seite eines Aggressors Putin steht, der ist nicht neutral. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Schallmeiner, Schwarz und Krisper.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Schallmeiner, Schwarz und Krisper.
Erklären Sie uns, warum Sie diesen Ansatz haben, und erklären Sie uns auch diesen Freundschaftsvertrag mit der Partei Vereintes Russland, der dem Vernehmen nach erst 2026 ausläuft, auch wenn Sie behaupten, er sei schon gekündigt! Veröffentlichen Sie ihn! Veröffentlichen Sie die Beendigung dieses Freundschaftsvertrags! Warum tun Sie das nicht? Welche Geheimnisse haben Sie vor den Wählerinnen und Wählern? Welche Ängste haben Sie? (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Schallmeiner und Krisper.) Oder genieren Sie sich? Das wäre wenigstens eine noch relativ gute Begründung, wenn Sie sich genieren würden, denn wer in dieser geopolitischen Situation auf der Seite eines Aggressors Putin steht, der ist nicht neutral. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Schallmeiner, Schwarz und Krisper.)
Abg. Leichtfried: Da schau her!
nach wie vor der Gottseibeiuns von ganz, ganz vielen Freiheitlichen –, der unter anderem davon gesprochen hat, dass die Neutralität neu beurteilt werden müsse, dass die Neutralität kein Wert an sich sei und dass man eigentlich der Nato beitreten sollte. Es steht im Parteiprogramm der FPÖ von 1997, dass die Neutralität obsolet ist. (Abg. Leichtfried: Da schau her!) Ihr Ex-Verteidigungsminister Scheibner hat nicht nur während seiner aktiven Zeit als Verteidigungsminister immer wieder die Neutralität infrage gestellt, nein, er tut es auch im Februar 2023, indem er sagt: De facto ist die Neutralität abgeschafft. –Was für ein Schauspiel liefern Sie uns da eigentlich, dass Sie die Schutzmantelmadonna der Neutralität geben? (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
nach wie vor der Gottseibeiuns von ganz, ganz vielen Freiheitlichen –, der unter anderem davon gesprochen hat, dass die Neutralität neu beurteilt werden müsse, dass die Neutralität kein Wert an sich sei und dass man eigentlich der Nato beitreten sollte. Es steht im Parteiprogramm der FPÖ von 1997, dass die Neutralität obsolet ist. (Abg. Leichtfried: Da schau her!) Ihr Ex-Verteidigungsminister Scheibner hat nicht nur während seiner aktiven Zeit als Verteidigungsminister immer wieder die Neutralität infrage gestellt, nein, er tut es auch im Februar 2023, indem er sagt: De facto ist die Neutralität abgeschafft. –Was für ein Schauspiel liefern Sie uns da eigentlich, dass Sie die Schutzmantelmadonna der Neutralität geben? (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abgeordneten Hoyos-Trauttmansdorff und Krisper.
Hören Sie auf, den Leuten Sand in die Augen zu streuen! Die Leute sind nicht blöd, die Leute sehen ganz genau, welches Spiel Sie spielen. Die FPÖ entwickelt sich immer mehr zur fünften Kolonne Putins in Österreich, sie pfeift aufs Völkerrecht, sie spielt die Schutzmantelmadonna der Neutralität. Das ist absolut lächerlich und absolut unglaubwürdig, denn die Politik, die Sie verfolgen, ist nicht neutral. Die Politik, die Sie verfolgen, ist eine, die ganz klar auf der Seite derer steht, die diesen Aggressionskrieg, diesen völkerrechtlich illegalen Aggressionskrieg betreiben. Damit sind Sie genauso unglaubwürdig und machen Sie sich genauso lächerlich, wie Ihre ganze Politik ist. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abgeordneten Hoyos-Trauttmansdorff und Krisper.)
Abg. Leichtfried: Wer hat denn die Reden vom Jörg Haider gegen die Neutralität geschrieben? War das der Herr Kickl? – Abg. Maurer: Interessante Frage, Herr Kollege! – Abg. Leichtfried: Ich glaube, das war der Herr Kickl!
Auch Ihre Fraktion hat noch 2 Minuten Restredezeit. Damit stelle ich das so ein. – Bitte. (Abg. Leichtfried: Wer hat denn die Reden vom Jörg Haider gegen die Neutralität geschrieben? War das der Herr Kickl? – Abg. Maurer: Interessante Frage, Herr Kollege! – Abg. Leichtfried: Ich glaube, das war der Herr Kickl!)
Abg. Leichtfried: Können Sie uns sagen, ob der Herr Kickl die Reden vom Haider damals geschrieben hat?
Abgeordneter Ing. Mag. Volker Reifenberger (FPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Frau Kollegin Bayr, ich finde es ziemlich mutig, was Sie da machen, dass Sie sich hier herausstellen und die Freiheitlichen angreifen, denn auf der Payroll der Russen stehen keine Freiheitlichen, sondern hauptsächlich Sozialisten – ich sage nur: Gusenbauer und Schröder. (Abg. Leichtfried: Können Sie uns sagen, ob der Herr Kickl die Reden vom Haider damals geschrieben hat?)
Abg. Zarits: Euch zerreißt’s auch wieder!
Der Herr Bundeskanzler, der jetzt leider nicht mehr hier ist, macht Neutralitätspolitik in typischer ÖVP-Manier: Er meint sie nämlich nicht ernst, wenn er zwar von der Neutralität spricht, diese aber nicht praktisch vollzieht. Das kennen wir aber nur zu gut von der ÖVP, ganz egal ob Türkis oder Schwarz: sagen, was die Wähler gerne hören wollen, aber etwas ganz anderes tun. Die Wähler sind jedoch nicht blöd, Kollegen von der ÖVP, Ihre falsche und unehrliche Politik wird durchschaut. Sie sollten eigentlich demütig sein, wenn Sie sich die Umfragen anschauen. (Abg. Zarits: Euch zerreißt’s auch wieder!)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.
Kollege Hoyos von den NEOS, Sie haben vorhin einen Entschließungsantrag betreffend eine Änderung der Sicherheitsstrategie eingebracht – Sie sind damit ein bisschen spät dran, Herr Kollege, wir Freiheitlichen haben nämlich bereits vor dem Sommer einen solchen Antrag eingebracht. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.)
Abg. Michael Hammer: Ist der aus Peking, oder?
Diese Sondersitzung gibt mir aber auch die Möglichkeit, den freiheitlichen Fünfpunkteplan zum Schutz der Neutralität einzubringen. (Abg. Michael Hammer: Ist der aus Peking, oder?)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
Diese Desinformationen, alle Vorwände und Pseudolegitimationen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieser Krieg nicht zu rechtfertigen ist. Er ist völkerrechtswidrig, er widerspricht den Prinzipien der Vereinten Nationen und der UN-Charta. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren, wir dürfen der russischen Propaganda, die einen Keil zwischen die westlichen Partner treibt, aber genauso jeden Tag versucht, Keile um Keile in unsere Gesellschaft zu treiben, auch hier in Österreich, und die Gesellschaft zu spalten, keinen Glauben schenken. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir müssen unsere Geschlossenheit unter Beweis stellen – jeden Tag, solange dies notwendig ist, so lange, bis dieser Krieg zu Ende ist, bis wir Frieden haben, echten Frieden. Da reden wir nicht nur von Waffenstillstand, der morgen beendet werden kann, da reden wir von echtem Frieden mit einer territorialen Unversehrtheit der Ukraine und mit einer souveränen Ukraine. Das ist Frieden, dafür stehe ich heute da, dafür stehen vier Parteien im österreichischen Parlament da. Wir werden diese Spaltung für Österreich nicht zulassen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
heuchlerischer geht es gar nicht mehr. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: ... lächerlich!
Sie sprechen gerne von der großen bösen Einheitspartei, die sich hier in diesem Haus dezidiert gegen Putin und an die Seite der Ukraine stellt, und ich sage: So ist es auch, denn dieses Haus verurteilt mit Ausnahme Ihrer Parteikollegen – Herr Kickl ist jetzt nicht im Saal – vereint diesen Krieg aufs Schärfste. Und ich bin stolz darauf, wir Grüne sind stolz darauf, dass wir hier gemeinsam diesen Schulterschluss üben. (Ruf bei der FPÖ: ... lächerlich!) Dass Sie da in der schwindenden Minderheit sind, ist ja eigentlich schon ein Qualitätsmerkmal, wir sind da auf der richtigen Seite in dieser Welt. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Sie sprechen gerne von der großen bösen Einheitspartei, die sich hier in diesem Haus dezidiert gegen Putin und an die Seite der Ukraine stellt, und ich sage: So ist es auch, denn dieses Haus verurteilt mit Ausnahme Ihrer Parteikollegen – Herr Kickl ist jetzt nicht im Saal – vereint diesen Krieg aufs Schärfste. Und ich bin stolz darauf, wir Grüne sind stolz darauf, dass wir hier gemeinsam diesen Schulterschluss üben. (Ruf bei der FPÖ: ... lächerlich!) Dass Sie da in der schwindenden Minderheit sind, ist ja eigentlich schon ein Qualitätsmerkmal, wir sind da auf der richtigen Seite in dieser Welt. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Beifall bei den Grünen.
Heute haben wir diesen Prozess hoffentlich eingeleitet; der Herr Bundeskanzler hat das gesagt. Lange haben die Großparteien, gerade die Großparteien, Angst davor gehabt, die aus 2013 stammende alte Sicherheitsdoktrin Österreichs zu überarbeiten. Ein Fehlschlag! Jetzt kommt, und darüber bin ich sehr froh, endlich Bewegung rein. Unsere Sicherheitspolitik kann und darf – und das ist ein Punkt – nicht mehr von einigen wenigen im Hinterzimmer ausgehandelt werden, denn dort ist nach wie vor Russland ein sicherheitsstrategischer Partner Europas und Österreichs. – Na wo sind wir?! Das gehört geändert, no na. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, solange sich russische Truppen auf ukrainischem Gebiet bewegen, ist dieses Dokument wenig, wenn überhaupt irgendetwas wert. Lassen Sie uns gemeinsam hier im Haus darauf aufbauen, es umändern, neu erarbeiten und auch offen und demokratisch verhandeln! Das ist notwendig für Österreich, für die Sicherheit Österreichs und Europas. Slawa Ukrajini! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die österreichische Neutralität ist zu verteidigen. Das steht in der Verfassung, aber seitdem hat sich einiges geändert. Die Bedrohung ist nicht mehr wie in den 1950ern, 1960ern, nur mit Panzern und mit Gewehren. Die Bedrohung heutzutage ist oft eine digitale, eine mediale, eine Propagandabedrohung, und die wirkt auf die österreichische Demokratie, und da müssen wir uns verteidigen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer. – Abg. Hafenecker: Ganz ehrlich, das glaubst ja selber nicht!
Im österreichischen innenpolitischen Diskurs läuft das über langfristige, langjährige Beeinflussung diverser Themen, Maßnahmen. Es ist kein Zufall, absolut kein Zufall, sondern gesteuerte russische Kommunikation, wie Dutzende Studien nachweisen, dass das Publikum, das corona- und impfkritisch ist, das flüchtlingskritisch ist und das jetzt pro Putin agiert, dieselben Kommunikationskanäle nutzt, dasselbe Publikum ist und von derselben Partei angetrieben, aufgehetzt und genutzt wird. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer. – Abg. Hafenecker: Ganz ehrlich, das glaubst ja selber nicht!) – Jetzt müsstest mich beleidigen können, damit ich für so etwas einen Ordnungsruf fordern kann.
Abg. Hafenecker: Lesen Sie den letzten Paragrafen!
Das (ein Schriftstück in die Höhe haltend) ist der Freundschaftsvertrag der FPÖ mit Putins Partei. In diesem Freundschaftsvertrag steht, dass Sie gleichberechtigt, zuverlässig und zur gegenseitig vorteilhaften Partnerschaft miteinander agieren. (Abg. Hafenecker: Lesen Sie den letzten Paragrafen!) Ihre Vorteile sehen wir ständig in der Propaganda. Welche Vorteile verschaffen Sie Putin? – Im Ukrainekrieg wird es deutlich. (Abg. Hafenecker: Lesen Sie den letzten Absatz!)
Abg. Hafenecker: Lesen Sie den letzten Absatz!
Das (ein Schriftstück in die Höhe haltend) ist der Freundschaftsvertrag der FPÖ mit Putins Partei. In diesem Freundschaftsvertrag steht, dass Sie gleichberechtigt, zuverlässig und zur gegenseitig vorteilhaften Partnerschaft miteinander agieren. (Abg. Hafenecker: Lesen Sie den letzten Paragrafen!) Ihre Vorteile sehen wir ständig in der Propaganda. Welche Vorteile verschaffen Sie Putin? – Im Ukrainekrieg wird es deutlich. (Abg. Hafenecker: Lesen Sie den letzten Absatz!)
Abg. Hafenecker: Lesen Sie den letzten Absatz!
Das haben Sie in einem Vertrag festgehalten – und bestreiten, dass es ihn gibt. (Abg. Hafenecker: Lesen Sie den letzten Absatz!)
Abg. Hafenecker: Schämen Sie sich!
Ja, den lese ich Ihnen vor: Die vorliegende Vereinbarung tritt mit der Unterzeichnung in Kraft und hat eine Gültigkeit von fünf Jahren. Die Vereinbarung wird „für die nachfolgenden 5-jährigen Zeiträume automatisch verlängert, bis eine der Seiten die andere Seite im Voraus, mindestens 6 Monate vor dem Ablauf der entsprechenden Gültigkeitsdauer, schriftlich über ihre Absicht benachrichtigt, die Vereinbarung zu beenden“. – Nichts läuft aus. Nichts läuft aus, wie Sie immer behaupten. Sie sagen die Unwahrheit. (Abg. Hafenecker: Schämen Sie sich!)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich sage jetzt – Sie können dann eine tatsächliche Berichtigung machen –: Die FPÖ hat einen aufrechten Freundschaftsvertrag mit Putins Partei und beeinflusst die österreichische Politik im Sinne einer ausländischen Macht. – Kommen Sie heraus ans Rednerpult, machen Sie eine tatsächliche Berichtigung und zeigen Sie mir schriftlich die Kündigung dieses Vertrages, denn die ist notwendig! Trauen Sie sich das! – Das können Sie nicht. Sie sind Vertreter einer ausländischen Macht in diesem Parlament. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
zu dem das Redner:innenpult verlassenden Abg. Reimon
Präsidentin Doris Bures (zu dem das Redner:innenpult verlassenden Abg. Reimon): Herr Abgeordneter, wollten Sie nicht noch einen Antrag einbringen?
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bitte um Zustimmung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Michael Hammer: Hat jetzt noch schnell ein Kündigungsschreiben gebastelt!
Jetzt liegt mir eine Wortmeldung zu einer tatsächlichen Berichtigung vor. – Bitte, Herr Abgeordneter Hafenecker. (Abg. Michael Hammer: Hat jetzt noch schnell ein Kündigungsschreiben gebastelt!)
Ruf bei der ÖVP: Sachverhalt und Gegendarstellung!
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ): Ich habe mich zu einer tatsächlichen Berichtigung zur Rede des Kollegen Reimon zu Wort gemeldet, der natürlich, wie es die Grünen und teilweise auch die SPÖ immer wieder machen (Ruf bei der ÖVP: Sachverhalt und Gegendarstellung!), fälschlich behauptet, wir hätten einen aufrechten Vertrag mit der Putin-Partei.
Abg. Steinacker: Ich berichtige tatsächlich!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir haben das hinreichend geklärt (Abg. Steinacker: Ich berichtige tatsächlich!), dass es diesen Vertrag nicht mehr gibt. Herr Kollege Reimon, Sie haben die Unwahrheit behauptet. (Abg. Pfurtscheller: Wo ist die Kündigung?)
Abg. Pfurtscheller: Wo ist die Kündigung?
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir haben das hinreichend geklärt (Abg. Steinacker: Ich berichtige tatsächlich!), dass es diesen Vertrag nicht mehr gibt. Herr Kollege Reimon, Sie haben die Unwahrheit behauptet. (Abg. Pfurtscheller: Wo ist die Kündigung?)
Abg. Lopatka: Aha, daher stimmt das, was Sie sagen?
Der APA0219 vom 10. Dezember 2021 kann man entnehmen (Abg. Lopatka: Aha, daher stimmt das, was Sie sagen?), dass Einiges Russland gelassen auf das Ende der Kooperation mit der FPÖ reagiert. (Abg. Michael Hammer: Das ist wie beim Impfzertifikat, das kann er sich wo bestellen!)
Abg. Michael Hammer: Das ist wie beim Impfzertifikat, das kann er sich wo bestellen!
Der APA0219 vom 10. Dezember 2021 kann man entnehmen (Abg. Lopatka: Aha, daher stimmt das, was Sie sagen?), dass Einiges Russland gelassen auf das Ende der Kooperation mit der FPÖ reagiert. (Abg. Michael Hammer: Das ist wie beim Impfzertifikat, das kann er sich wo bestellen!)
Abg. Prinz: Das hat die Qualität deines Impfzertifikates, sonst schon gar nichts! – Abg. Michael Hammer: Die sind ja sehr glaubwürdig, die Russen! – Ruf: Pacta sunt servanda! – Abg. Michael Hammer: Was ist jetzt die Berichtigung? – Abg. Prinz: Das war daneben! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Russen sagen, es gibt diesen Vertrag nicht mehr, wir haben gesagt, es gibt diesen Vertrag nicht mehr, das Übereinkommen nicht mehr, somit - - (Abg. Prinz: Das hat die Qualität deines Impfzertifikates, sonst schon gar nichts! – Abg. Michael Hammer: Die sind ja sehr glaubwürdig, die Russen! – Ruf: Pacta sunt servanda! – Abg. Michael Hammer: Was ist jetzt die Berichtigung? – Abg. Prinz: Das war daneben! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Schmuckenschlager: Das stimmt nicht! – Abg. Steinacker: Geh bitte! Zuhören! Nur weil man es wiederholt, wird es nicht richtiger! – Abg. Kirchbaumer: Das stimmt nicht, das ist die Unwahrheit! Das ist eines NEOS nicht würdig!
Abgeordneter Douglas Hoyos-Trauttmansdorff (NEOS): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ja, diese Sitzung geht nun zu Ende, und am Endpunkt kann man zum Verlauf der Debatte eines wirklich sagen: Es war großteils wirklich peinlich, was hier vonseiten der FPÖ gekommen ist – aber nicht nur von der FPÖ, das möchte ich auch sagen. Ich finde es auch sehr peinlich, wenn der Herr Bundeskanzler 10 Minuten redet und nicht mit einem Wort darauf eingeht, was für ein Kriegsverbrecher Putin ist. (Abg. Schmuckenschlager: Das stimmt nicht! – Abg. Steinacker: Geh bitte! Zuhören! Nur weil man es wiederholt, wird es nicht richtiger! – Abg. Kirchbaumer: Das stimmt nicht, das ist die Unwahrheit! Das ist eines NEOS nicht würdig!) – Regt
Beifall bei den NEOS.
euch nicht so auf! Regt euch nicht so auf! – Da muss ich Herrn Lopatka danken, weil er das wenigstens vonseiten der ÖVP sehr, sehr klargemacht hat. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wir sehen, dass die Zeitenwende gekommen ist, der Herr Vizekanzler spricht sogar von einem „Zeitenbruch“. Dazu muss ich aber sagen, die Bundesregierung hat den nach wie vor nicht vollzogen. Und da helfen auch die kleinen Schritte, die wir jetzt in der sicherheitspolitischen Debatte sehen, nicht weiter, weil wir seit einem Jahr daran sind, zu diskutieren, dass wir eine neue Sicherheitsstrategie brauchen. Seit einem Jahr diskutieren wir das mehrfach im Ausschuss, auf verschiedenen Ebenen. Und was passiert vonseiten der Bundesregierung? – Ein Jahr lang nichts! (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Stögmüller: Ja! Ja!
Aber kommen wir zum Thema Österreichische Sicherheitsstrategie. Ein Jahr lang hat die Bundesregierung gebraucht, darüber zu reden, da etwas zu ändern – ein Jahr lang, in dem nichts passiert ist. Da fragt man sich: Hat irgendjemand in dieser Bundesregierung oder im österreichischen Parlament von den Regierungsparteien die Sicherheitsstrategie gelesen? (Abg. Stögmüller: Ja! Ja!) – Kollege Stögmüller schreit brav wie ein Schüler raus: Ja, ja, ja! – Ganz ehrlich, David: Warum habt ihr es im Ausschuss nie behandelt? Warum habt ihr es immer vertagt und gesagt, es ist nicht notwendig? (Abg. Stögmüller: Ich habe nie gesagt, es ist nicht notwendig!)
Abg. Stögmüller: Ich habe nie gesagt, es ist nicht notwendig!
Aber kommen wir zum Thema Österreichische Sicherheitsstrategie. Ein Jahr lang hat die Bundesregierung gebraucht, darüber zu reden, da etwas zu ändern – ein Jahr lang, in dem nichts passiert ist. Da fragt man sich: Hat irgendjemand in dieser Bundesregierung oder im österreichischen Parlament von den Regierungsparteien die Sicherheitsstrategie gelesen? (Abg. Stögmüller: Ja! Ja!) – Kollege Stögmüller schreit brav wie ein Schüler raus: Ja, ja, ja! – Ganz ehrlich, David: Warum habt ihr es im Ausschuss nie behandelt? Warum habt ihr es immer vertagt und gesagt, es ist nicht notwendig? (Abg. Stögmüller: Ich habe nie gesagt, es ist nicht notwendig!)
Beifall bei den NEOS.
Das ist das Papier, auf dem die Arbeit der Bundesregierung im letzten Jahr weiter basiert hat und wo ewige Debatten geführt wurden, dass wir eigentlich keine Diskussion darüber brauchen, weil eh alles gut ist. Und das hat der Bundeskanzler heute auch wiederholt: Wir geben ja mehr Geld aus. – Das ist ja klassisch österreichische Bundesregierung: Wir lösen Probleme, indem wir Geld, mehr Geld ausgeben und das ohne Ziel und ohne Richtung verteilen. Das ist genau das Problem, das wir auch im österreichischen Bundesheer sehen: dass hier nicht nachhaltig investiert wird, nämlich nicht auf Basis einer Sicherheitsstrategie, die die europäische Zusammenarbeit, die europäische Freiheit schützen soll, sondern einfach so, wie es einem gerade einfällt. Das ist so, wie wenn man ein Glas Wasser zum Löschen eines Brandes verwendet, zum Löschen eines ganzen Hauses, das brennt. Da kommt nicht sehr viel raus. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Michael Hammer: Ja genau!
Was haben die österreichischen Regierungen beziehungsweise die Parlamentarier gemacht? – Wir haben auf der einen Seite eine FPÖ, die mutig danach, 2016, glaube ich, war es, mit Einiges Russland – vielleicht ist das diese Einheitspartei, die ihr meint, nämlich FPÖ und Einiges Russland (Abg. Michael Hammer: Ja genau!), über die ihr ja heute schon den ganzen Tag redet –, mit einem Kriegstreiber, der er schon damals gewesen ist, weil Putin spätestens seit 2014 ein Kriegstreiber gewesen ist, einen Freundschaftsvertrag gemacht hat. Ihr habt euch mit Putin ins Bett gelegt (Abg. Hafenecker: Und der Haselsteiner ... gebaut!) – diese FPÖ, die überall in ganz Österreich groß plakatiert: Wir wollen eine Festung Österreich haben. Aber spätestens mit eurem Freundschaftsvertrag 2016 habt ihr den Schlüssel für diese Festung
Abg. Hafenecker: Und der Haselsteiner ... gebaut!
Was haben die österreichischen Regierungen beziehungsweise die Parlamentarier gemacht? – Wir haben auf der einen Seite eine FPÖ, die mutig danach, 2016, glaube ich, war es, mit Einiges Russland – vielleicht ist das diese Einheitspartei, die ihr meint, nämlich FPÖ und Einiges Russland (Abg. Michael Hammer: Ja genau!), über die ihr ja heute schon den ganzen Tag redet –, mit einem Kriegstreiber, der er schon damals gewesen ist, weil Putin spätestens seit 2014 ein Kriegstreiber gewesen ist, einen Freundschaftsvertrag gemacht hat. Ihr habt euch mit Putin ins Bett gelegt (Abg. Hafenecker: Und der Haselsteiner ... gebaut!) – diese FPÖ, die überall in ganz Österreich groß plakatiert: Wir wollen eine Festung Österreich haben. Aber spätestens mit eurem Freundschaftsvertrag 2016 habt ihr den Schlüssel für diese Festung
Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.
an Wladimir Putin verkauft und damit euch selber aufgegeben. (Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Herpferd!
Die FPÖ hat auch groß darüber gesprochen, na ja, die ÖVP ist das Trojanische Pferd der Neutralität; das war, glaube ich, gestern oder vorgestern in den Medien. Die Neutralitätsdebatte möchte ich jetzt hier einmal ausklammern, aber man muss schon eines sagen: Putins Trojanisches Pferd sitzt in Österreich im Parlament, sitzt im österreichischen Parlament! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Herpferd!) Das ist die FPÖ! Das ist eine Schande für dieses Haus, wenn man sich mit Putin, einem Kriegstreiber, zusammen ins Bett legt, und das ist nicht zu akzeptieren.
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Lausch. – Abg. Hafenecker: Irgendwie kommts ihr nicht vom Fleck! – Abg. Lausch: Na, so einen Unsinn ...!
Über die SPÖ verliere ich jetzt keine weiteren Worte. Es wurde schon angesprochen: Auch dort wird nach wie vor der Boden in Russland geküsst, und auch dort gibt es leider keine klare Differenzierung. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Lausch. – Abg. Hafenecker: Irgendwie kommts ihr nicht vom Fleck! – Abg. Lausch: Na, so einen Unsinn ...!)
Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS.
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Frau Staatssekretärin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich hätte zum Schluss eine Frage an die FPÖ. Die Frage ist ganz einfach formuliert, aber wahrscheinlich schwer zu beantworten: Was ist mit euch? (Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS.) Was bitte ist mit euch? Glaubt ihr eure alternativen Fakten selber?
Abg. Deimek: Der Neid ist was Grausliches!
Da stellt sich Herr Kickl heraus und liefert eine Darbietung an Neutralitätsverteidigung ab, die man ihm, wenn man ihn nicht kennen würde, vielleicht sogar glauben könnte. Aber Herr Kickl war ja nicht nur Bundesparteivorsitzender, Herr Kickl war ja auch einmal Redenschreiber, oder? – Herr Kickl hat ja diese berühmten Reden des Gottseibeiuns der FPÖ, Herrn Haider, geschrieben. (Abg. Deimek: Der Neid ist was Grausliches!)
Abg. Belakowitsch: 1990 ...!
Jörg Haider sagt 1990: Die Neutralität braucht eine neue Beurteilung! – Hat das Herr Kickl damals geschrieben? (Abg. Belakowitsch: 1990 ...!)
Ruf bei der ÖVP: Das hat aber der Putin ...!
Später sagt er: baldiger Beitritt zur Nato und zur europäischen Verteidigungsunion! – Hat das Herr Kickl geschrieben? (Ruf bei der ÖVP: Das hat aber der Putin ...!)
Abg. Hafenecker: Das ist doch aus einer Zeit, da warts ihr noch Sozialisten!
Im Nationalrat sagt Herr Haider: Entschließungsantrag einbringen, dass wir der Nato beitreten sollen! – Hat das auch Herr Kickl geschrieben? (Abg. Hafenecker: Das ist doch aus einer Zeit, da warts ihr noch Sozialisten!)
Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer
Ich hätte Kickl jetzt gern gefragt, wie er sich dabei fühlt, wenn er so zwei Wesen in sich hat (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer), denn eines ist klar: Ihr wart nie für die Neutralität. Ihr habt jetzt im letzten Jahr 30 prorussische Anträge gestellt. (Zwischenruf des Abg. Hauser.) Ihr seid auch nicht für die Neutralität, und ihr werdet nie für die Neutralität sein (Abg. Hafenecker: Aufpassen ...!), weil ihr mit so etwas nicht leben könnt und auf der Seite Russlands steht! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Gusenbauer ... auch vergessen!)
Zwischenruf des Abg. Hauser.
Ich hätte Kickl jetzt gern gefragt, wie er sich dabei fühlt, wenn er so zwei Wesen in sich hat (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer), denn eines ist klar: Ihr wart nie für die Neutralität. Ihr habt jetzt im letzten Jahr 30 prorussische Anträge gestellt. (Zwischenruf des Abg. Hauser.) Ihr seid auch nicht für die Neutralität, und ihr werdet nie für die Neutralität sein (Abg. Hafenecker: Aufpassen ...!), weil ihr mit so etwas nicht leben könnt und auf der Seite Russlands steht! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Gusenbauer ... auch vergessen!)
Abg. Hafenecker: Aufpassen ...!
Ich hätte Kickl jetzt gern gefragt, wie er sich dabei fühlt, wenn er so zwei Wesen in sich hat (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer), denn eines ist klar: Ihr wart nie für die Neutralität. Ihr habt jetzt im letzten Jahr 30 prorussische Anträge gestellt. (Zwischenruf des Abg. Hauser.) Ihr seid auch nicht für die Neutralität, und ihr werdet nie für die Neutralität sein (Abg. Hafenecker: Aufpassen ...!), weil ihr mit so etwas nicht leben könnt und auf der Seite Russlands steht! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Gusenbauer ... auch vergessen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Gusenbauer ... auch vergessen!
Ich hätte Kickl jetzt gern gefragt, wie er sich dabei fühlt, wenn er so zwei Wesen in sich hat (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer), denn eines ist klar: Ihr wart nie für die Neutralität. Ihr habt jetzt im letzten Jahr 30 prorussische Anträge gestellt. (Zwischenruf des Abg. Hauser.) Ihr seid auch nicht für die Neutralität, und ihr werdet nie für die Neutralität sein (Abg. Hafenecker: Aufpassen ...!), weil ihr mit so etwas nicht leben könnt und auf der Seite Russlands steht! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Gusenbauer ... auch vergessen!)
Abg. Belakowitsch: Gott sei Dank!
Präsidentin Doris Bures: Zu Wort ist dazu nun niemand mehr gemeldet. (Abg. Belakowitsch: Gott sei Dank!)
Abg. Meinl-Reisinger – auf die Abgeordneten der anderen Fraktionen weisend, die sich alle nicht von ihren Plätzen erhoben haben –: Bist du wahnsinnig!
Ich bitte jene Damen und Herren, die diesem Entschließungsantrag die Zustimmung geben, um ein Zeichen. – Das ist die Minderheit, abgelehnt. (Abg. Meinl-Reisinger – auf die Abgeordneten der anderen Fraktionen weisend, die sich alle nicht von ihren Plätzen erhoben haben –: Bist du wahnsinnig!)
Abg. Wöginger: Rot-Blau funktioniert aber schon noch! – Abg. Leichtfried: Nicht immer!
Wer sich dafür ausspricht, den bitte ich um ein Zeichen. – Das ist die Minderheit, abgelehnt. (Abg. Wöginger: Rot-Blau funktioniert aber schon noch! – Abg. Leichtfried: Nicht immer!)
Abg. Leichtfried: Na siehst, August, wie das geht!
Wer spricht sich für diesen Entschließungsantrag aus? – Dieser Entschließungsantrag ist mit Mehrheit angenommen. (303/E) (Abg. Leichtfried: Na siehst, August, wie das geht!)
Beifall bei der SPÖ.
Der Grund, warum die Sorgen in diesem Land so ungleich verteilt sind, liegt darin, dass die Politik dieser Bundesregierung das Geld auch ungleich verteilt. Ein Beispiel dazu: Wenn jemand letztes Jahr 2 000 Euro auf sein Sparbuch gelegt hat, so hat er dafür nicht einmal 1 Prozent an Zinsen bekommen. Wenn sich aber jemand letztes Jahr um 2 Millionen Euro vier Eigentumswohnungen gekauft hat, so hat er für seine Mieteinnahmen über 17 Prozent Rendite bekommen. Das ist doch unglaublich, dass so etwas möglich ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
einen Deckel für alle Mieterhöhungen geschaffen. Es ist Zeit, dass Österreich beim Thema Mietpreisbremse auch endlich nachzieht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Eine neuerliche Anhebung der gesetzlichen Mieten im April um 8,6 Prozent ist aus Sicht der SPÖ undenkbar, und daher bitte ich um Zustimmung zu unserem Antrag. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Leichtfried: Ja, eh!
dieses Antrages sind, dass die Vermieter dann entsprechend auf die Indexanpassungen verzichten müssen. (Abg. Leichtfried: Ja, eh!)
Beifall bei der ÖVP.
Zusammenfassend, sehr geehrte Damen und Herren, stelle ich klar, dass die ÖVP nach wie vor gesprächsbereit ist und bleibt. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravoruf bei der SPÖ.
Ganz klar, ganz kurz: Wir wollen eine sofortige Mietpreisbremse. (Beifall und Bravoruf bei der SPÖ.) Wir brauchen ein sofortiges Einfrieren der Mieten bis 2026 und, als zweiten Schritt, ab 2026 eine Deckelung bei 2 Prozent, wobei man sich – die Kollegin hat es gesagt – am EZB-Leitzins als Richtschnur orientieren soll. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ganz klar, ganz kurz: Wir wollen eine sofortige Mietpreisbremse. (Beifall und Bravoruf bei der SPÖ.) Wir brauchen ein sofortiges Einfrieren der Mieten bis 2026 und, als zweiten Schritt, ab 2026 eine Deckelung bei 2 Prozent, wobei man sich – die Kollegin hat es gesagt – am EZB-Leitzins als Richtschnur orientieren soll. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Eßl: Macht das in Wien!
In anderen europäischen Staaten ist diese Vorgangsweise längst Realität. (Abg. Eßl: Macht das in Wien!) Man nehme her: Spanien (Abg. Eßl: Macht das in Wien! – Abg. Steinacker: Genau! Keine Wohnungen am Markt!), Portugal - - (weiterer Ruf bei der ÖVP: Wien!) – Ja, genau, das ist das Einzige, was Sie können! Ich frage mich wirklich, warum Sie hier eigentlich noch sitzen! Diese Bundesregierung trifft keine einzige Maßnahme, die die Menschen entlastet, keine einzige Maßnahme! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Eßl: Macht das in Wien! – Abg. Steinacker: Genau! Keine Wohnungen am Markt!
In anderen europäischen Staaten ist diese Vorgangsweise längst Realität. (Abg. Eßl: Macht das in Wien!) Man nehme her: Spanien (Abg. Eßl: Macht das in Wien! – Abg. Steinacker: Genau! Keine Wohnungen am Markt!), Portugal - - (weiterer Ruf bei der ÖVP: Wien!) – Ja, genau, das ist das Einzige, was Sie können! Ich frage mich wirklich, warum Sie hier eigentlich noch sitzen! Diese Bundesregierung trifft keine einzige Maßnahme, die die Menschen entlastet, keine einzige Maßnahme! (Beifall bei der SPÖ.)
weiterer Ruf bei der ÖVP: Wien!
In anderen europäischen Staaten ist diese Vorgangsweise längst Realität. (Abg. Eßl: Macht das in Wien!) Man nehme her: Spanien (Abg. Eßl: Macht das in Wien! – Abg. Steinacker: Genau! Keine Wohnungen am Markt!), Portugal - - (weiterer Ruf bei der ÖVP: Wien!) – Ja, genau, das ist das Einzige, was Sie können! Ich frage mich wirklich, warum Sie hier eigentlich noch sitzen! Diese Bundesregierung trifft keine einzige Maßnahme, die die Menschen entlastet, keine einzige Maßnahme! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In anderen europäischen Staaten ist diese Vorgangsweise längst Realität. (Abg. Eßl: Macht das in Wien!) Man nehme her: Spanien (Abg. Eßl: Macht das in Wien! – Abg. Steinacker: Genau! Keine Wohnungen am Markt!), Portugal - - (weiterer Ruf bei der ÖVP: Wien!) – Ja, genau, das ist das Einzige, was Sie können! Ich frage mich wirklich, warum Sie hier eigentlich noch sitzen! Diese Bundesregierung trifft keine einzige Maßnahme, die die Menschen entlastet, keine einzige Maßnahme! (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf: ... Wien!
Sie schieben Ihre Verantwortung ständig auf die anderen Bundesländer ab (Ruf: ... Wien!), weil Sie selbst versagen. Das ist das Problem. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.
Sie schieben Ihre Verantwortung ständig auf die anderen Bundesländer ab (Ruf: ... Wien!), weil Sie selbst versagen. Das ist das Problem. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.)
Abg. Leichtfried – in Richtung ÖVP weisend –: Das ist ihnen einfach wurscht!
befinden uns – und ich glaube, das ist Ihnen immer noch nicht bewusst (Abg. Leichtfried – in Richtung ÖVP weisend –: Das ist ihnen einfach wurscht!) – in der größten Krise, Teuerungswelle seit Jahrzehnten. (Abg. Leichtfried: Wurscht ist es ihnen! – Abg. Haubner: Geh!)
Abg. Leichtfried: Wurscht ist es ihnen! – Abg. Haubner: Geh!
befinden uns – und ich glaube, das ist Ihnen immer noch nicht bewusst (Abg. Leichtfried – in Richtung ÖVP weisend –: Das ist ihnen einfach wurscht!) – in der größten Krise, Teuerungswelle seit Jahrzehnten. (Abg. Leichtfried: Wurscht ist es ihnen! – Abg. Haubner: Geh!)
Abg. Steinacker: Das stimmt ja auch!
Liebe Kollegen von der ÖVP, gestern stellen Sie sich im Ausschuss her – und auch heute wieder Kollege Singer – und halten quasi eine Leistungsschau, was Sie nicht schon alles getan haben (Abg. Steinacker: Das stimmt ja auch!) in dieser Krise. (Abg. Steinacker: Stimmt ja!)
Abg. Steinacker: Stimmt ja!
Liebe Kollegen von der ÖVP, gestern stellen Sie sich im Ausschuss her – und auch heute wieder Kollege Singer – und halten quasi eine Leistungsschau, was Sie nicht schon alles getan haben (Abg. Steinacker: Das stimmt ja auch!) in dieser Krise. (Abg. Steinacker: Stimmt ja!)
Abg. Leichtfried: Eine Leistungsschau ohne Leistung ist aber auch blöd!
Ich kann Ihnen sagen, was Sie getan haben, Frau Kollegin (Abg. Leichtfried: Eine Leistungsschau ohne Leistung ist aber auch blöd!): Sie haben so viel Geld wie noch nie ausgegeben. Das Problem ist nur, dass das Geld nicht bei denen ankommt, bei denen es ankommen sollte, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich kann Ihnen sagen, was Sie getan haben, Frau Kollegin (Abg. Leichtfried: Eine Leistungsschau ohne Leistung ist aber auch blöd!): Sie haben so viel Geld wie noch nie ausgegeben. Das Problem ist nur, dass das Geld nicht bei denen ankommt, bei denen es ankommen sollte, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Ah, die auch?
Aber – ich bin noch nicht fertig – wissen Sie, was, liebe ÖVP? – Wenn die Großbäuerinnen und Großbauern (Abg. Michael Hammer: Ah, die auch?) für ihre Ställe diese Mieten zahlen müssten, dann hätten wir schon längst diesen Mietpreisdeckel! Das ist sicher. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Berlakovich: Ein absurder Vergleich! – Abg. Schmuckenschlager: Dann wär’ die Milch noch teurer! – Abg. Berlakovich: Das ist ja absurd, bitte!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Berlakovich: Ein absurder Vergleich! – Abg. Schmuckenschlager: Dann wär’ die Milch noch teurer! – Abg. Berlakovich: Das ist ja absurd, bitte!
Aber – ich bin noch nicht fertig – wissen Sie, was, liebe ÖVP? – Wenn die Großbäuerinnen und Großbauern (Abg. Michael Hammer: Ah, die auch?) für ihre Ställe diese Mieten zahlen müssten, dann hätten wir schon längst diesen Mietpreisdeckel! Das ist sicher. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Berlakovich: Ein absurder Vergleich! – Abg. Schmuckenschlager: Dann wär’ die Milch noch teurer! – Abg. Berlakovich: Das ist ja absurd, bitte!)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Was wir jetzt brauchen, ist eine Regierung, die handlungsfähig ist und die Entscheidungen trifft, eine Regierung, die ohne parteipolitischen Hintergedanken die Probleme in unserem Land löst. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Jetzt ist das Gebot der Stunde, die Menschen in Österreich zu entlasten – und nicht, zu streiten.
Abg. Zarits: Bei der SPÖ! Doskozil!
Ich würde Sie bitten, steigen Sie von Ihrem hohen Ross herunter, beenden Sie Ihren Beziehungsstreit (Abg. Zarits: Bei der SPÖ! Doskozil!) und stimmen Sie unserem Antrag zu, weil das zum Wohle der Bevölkerung ist! (Beifall und Bravoruf bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Zarits. – Abg. Eßl: Die Verantwortung auf den Bund schieben!)
Beifall und Bravoruf bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Zarits. – Abg. Eßl: Die Verantwortung auf den Bund schieben!
Ich würde Sie bitten, steigen Sie von Ihrem hohen Ross herunter, beenden Sie Ihren Beziehungsstreit (Abg. Zarits: Bei der SPÖ! Doskozil!) und stimmen Sie unserem Antrag zu, weil das zum Wohle der Bevölkerung ist! (Beifall und Bravoruf bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Zarits. – Abg. Eßl: Die Verantwortung auf den Bund schieben!)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren vor den Fernsehgeräten, die Sie jetzt möglicherweise in einer Mietwohnung sitzen und schon Angst davor haben, dass Sie nach dem letzten Jahr, in dem Ihre Miete drei Mal erhöht worden ist, mit 1. April wieder zur Kasse gebeten werden, denn die Mieten sollen nämlich um 8,6 Prozent angehoben werden! Wenn Sie vielleicht Pensionist sind, dann wissen Sie, Sie haben in diesem Jahr eine Pensionserhöhung von 5,8 Prozent erhalten – die Mieten sollen aber jetzt um 8,6 Prozent steigen, meine Damen und Herren. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenruf des Abg. Singer.
aufteilen! – Das heißt, nächstes Jahr setzen Sie es dann aus? Oder kommt das dann noch hinzu? (Zwischenruf des Abg. Singer.) Das haben Sie jetzt gar nicht gesagt. Und dann haben Sie noch gesagt, der erste Erwerb eines Eigentums soll dann zumindest teilweise von der Grunderwerbsteuer befreit werden.
Ruf bei der ÖVP: Die wird nicht beschlossen, die steht im Gesetz, Frau Kollegin!
Und Sie stellen sich hierher und sagen: Ist halt so, sollen sie sich etwas erwerben, und wenn es für junge Leute das erste Eigentum ist, dann zahlen wir halt ein bisschen etwas drauf, da geht dann der Bund eh rein. – Das ist doch kein Ausgleich dafür, zu sagen, man setzt jetzt einmal die Mieterhöhung aus oder drückt sie auf ein halbwegs erträgliches Maß herunter. Das müssen Sie sich doch einmal überlegen, was Sie da tun. Die Mieterhöhung, die Sie jetzt beschließen wollen, ist weit höher als die Pensionserhöhung. (Ruf bei der ÖVP: Die wird nicht beschlossen, die steht im Gesetz, Frau Kollegin!) Allein für diese Personengruppe der Pensionisten haben wir jetzt mehr Mieterhöhung, als es Pensionserhöhung gegeben hat. Meine Damen und Herren, das ist unsozial und das ist unmenschlich!
Abg. Haubner: Geh!
Es kommt auch nicht von ungefähr, dass Österreich die höchste Inflationsrate in der Eurozone hat. Jetzt werden Sie mir wieder damit kommen – und das hat auch Kollege Singer gesagt –, was die Bundesregierung nicht alles getan hat. Damit befeuern Sie doch die Inflation! (Abg. Haubner: Geh!) Haben Sie das noch immer nicht verstanden? Wir haben es Ihnen Dutzende Male gesagt. Einmalzahlungen sind lieb, sind nett – und Sie haben ja auch teilweise viel Geld in die Hand genommen –, aber sie verpuffen. Das heißt, Sie bringen die Leute dazu, dass sie das Geld ausgeben, aber die Inflation wird so nicht gedämpft. (Abg. Schwarz: Na, was sollen sie sonst tun? Sollen sie es sparen?) Die Preise werden nicht runtergeschraubt, die bleiben so hoch.
Abg. Schwarz: Na, was sollen sie sonst tun? Sollen sie es sparen?
Es kommt auch nicht von ungefähr, dass Österreich die höchste Inflationsrate in der Eurozone hat. Jetzt werden Sie mir wieder damit kommen – und das hat auch Kollege Singer gesagt –, was die Bundesregierung nicht alles getan hat. Damit befeuern Sie doch die Inflation! (Abg. Haubner: Geh!) Haben Sie das noch immer nicht verstanden? Wir haben es Ihnen Dutzende Male gesagt. Einmalzahlungen sind lieb, sind nett – und Sie haben ja auch teilweise viel Geld in die Hand genommen –, aber sie verpuffen. Das heißt, Sie bringen die Leute dazu, dass sie das Geld ausgeben, aber die Inflation wird so nicht gedämpft. (Abg. Schwarz: Na, was sollen sie sonst tun? Sollen sie es sparen?) Die Preise werden nicht runtergeschraubt, die bleiben so hoch.
Abg. Schwarz: Sparen für zukünftige Zeiten ...!
Was Sie sonst tun sollen? (Abg. Schwarz: Sparen für zukünftige Zeiten ...!) – Herr Kollege Schwarz, jetzt werde ich Ihnen etwas sagen, und das sind
Zwischenruf des Abg. Schwarz.
Forderungen - - (Zwischenruf des Abg. Schwarz. ) Ich weiß schon, Sie von den Grünen sind ja gemeinsam mit der ÖVP Überflieger, Sie glauben, alle Leute haben Ihr Einkommen – das ist leider das Problem. (Abg. Schwarz: Na, darum gibt es das ja, sie brauchen es für den Konsum, nicht fürs Sparen!) Das Durchschnittseinkommen in Österreich liegt weit, weit unter dem Gehalt eines Abgeordneten, Herr Kollege Schwarz.
Abg. Schwarz: Na, darum gibt es das ja, sie brauchen es für den Konsum, nicht fürs Sparen!
Forderungen - - (Zwischenruf des Abg. Schwarz. ) Ich weiß schon, Sie von den Grünen sind ja gemeinsam mit der ÖVP Überflieger, Sie glauben, alle Leute haben Ihr Einkommen – das ist leider das Problem. (Abg. Schwarz: Na, darum gibt es das ja, sie brauchen es für den Konsum, nicht fürs Sparen!) Das Durchschnittseinkommen in Österreich liegt weit, weit unter dem Gehalt eines Abgeordneten, Herr Kollege Schwarz.
Abg. Haubner: Planwirtschaft à la FPÖ!
Von uns Freiheitlichen gab es Dutzende Anträge, und auch die SPÖ hat ähnliche Anträge eingebracht: Es braucht einmal Preisdeckel für Lebensmittel, für Energie, für Treibstoff. Wir haben Anträge für das Aussetzen der Mineralölsteuer eingebracht. (Abg. Haubner: Planwirtschaft à la FPÖ!) Es gäbe viele, viele Möglichkeiten, die Preise auf niedrigem Niveau zu halten und damit die Inflation zu dämpfen. (Zwischenruf des Abg. Schwarz. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Schwarz. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Von uns Freiheitlichen gab es Dutzende Anträge, und auch die SPÖ hat ähnliche Anträge eingebracht: Es braucht einmal Preisdeckel für Lebensmittel, für Energie, für Treibstoff. Wir haben Anträge für das Aussetzen der Mineralölsteuer eingebracht. (Abg. Haubner: Planwirtschaft à la FPÖ!) Es gäbe viele, viele Möglichkeiten, die Preise auf niedrigem Niveau zu halten und damit die Inflation zu dämpfen. (Zwischenruf des Abg. Schwarz. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Schwarz.
Sie von der Bundesregierung haben sich für einen anderen Weg entschieden. (Zwischenruf des Abg. Schwarz.) Sie von der Bundesregierung gehen den Weg (Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen), die Schraube noch weiter hochzudrehen und die Leute noch mehr in die Armutsfalle zu treiben, und das, Herr Kollege Schwarz, Herr Kollege Singer, ist der falsche Weg. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen
Sie von der Bundesregierung haben sich für einen anderen Weg entschieden. (Zwischenruf des Abg. Schwarz.) Sie von der Bundesregierung gehen den Weg (Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen), die Schraube noch weiter hochzudrehen und die Leute noch mehr in die Armutsfalle zu treiben, und das, Herr Kollege Schwarz, Herr Kollege Singer, ist der falsche Weg. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie von der Bundesregierung haben sich für einen anderen Weg entschieden. (Zwischenruf des Abg. Schwarz.) Sie von der Bundesregierung gehen den Weg (Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen), die Schraube noch weiter hochzudrehen und die Leute noch mehr in die Armutsfalle zu treiben, und das, Herr Kollege Schwarz, Herr Kollege Singer, ist der falsche Weg. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Für beide bringt dieses Paket Vorteile, nämlich für die Mieterinnen und Mieter den Vorteil, dass die Erhöhungen portioniert werden und so in einem erträglichen Maß umgesetzt werden können, und für die Vermieterinnen und Vermieter, dass sie steuerbegünstigt in thermische Sanierungen und Heizkesseltausch investieren können, was in einem nächsten Schritt auch den Mieterinnen und Mietern zugutekommt, die dann geringere Kosten für das Heizen und das Wohnen haben werden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Dieses Paket geht aber in seiner Wirkung auch noch darüber hinaus, denn es hilft auch jeder und jedem Einzelnen von uns allen, indem diese Maßnahmen inflationsdämpfend wirken. Das heißt, dieses Paket, das am Tisch liegt und jederzeit beschlossen werden kann, bringt wirklich für alle nur Vorteile. Deshalb setzen wir auch wirklich alles daran, dass wir das genau so schaffen können. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Steinacker: Du weißt genau, da geht es nicht um Luxusvillen!
Die Grundstückspreise stagnieren. Da haben wir Zeit, eine Regelung zu finden und gemeinsam etwas auszuarbeiten, das ausgewogen ist, das für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler die richtigen Akzente setzt – dass also nicht für Millionen Luxusvillen steuerbegünstigt angeschafft werden können (Abg. Steinacker: Du weißt genau, da geht es nicht um Luxusvillen!) und nicht die Erben und Erbinnen noch begünstigt werden. Wir schaffen das gemeinsam, da bin ich sicher, weil wir schon so vieles gemeinsam gemeistert haben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Die Grundstückspreise stagnieren. Da haben wir Zeit, eine Regelung zu finden und gemeinsam etwas auszuarbeiten, das ausgewogen ist, das für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler die richtigen Akzente setzt – dass also nicht für Millionen Luxusvillen steuerbegünstigt angeschafft werden können (Abg. Steinacker: Du weißt genau, da geht es nicht um Luxusvillen!) und nicht die Erben und Erbinnen noch begünstigt werden. Wir schaffen das gemeinsam, da bin ich sicher, weil wir schon so vieles gemeinsam gemeistert haben. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Eßl: Peter Pilz!
man sich fragen, ob in den schönen Altbauwohnungen immer die armen Leute wohnen. (Abg. Eßl: Peter Pilz!) Das darf man wohl in Zweifel ziehen.
Zwischenruf des Abg. Schwarz
Wo die SPÖ einen Punkt hat: Ja, die Inflation betrifft uns alle und die betrifft natürlich auch die Mieter. Und was wir in Österreich auch sehen, ist: Die Inflation ist in Österreich höher als in anderen europäischen Ländern, weil sie von der Regierung angeheizt worden ist. Mit der Gießkannenpolitik, bei der jeder einen Bonus kriegt – jeder einen Klimabonus, jeder eine Strompreisbremse und jeder noch eine Förderung (Zwischenruf des Abg. Schwarz) –, hat man natürlich so viel Geld hinausgeblasen, dass das die Inflation weiter befeuert hat, und die trifft jetzt alle, die Mieter und die Eigentümer gleichermaßen. Was die Regierung macht, ist: Sie macht leider alles nur noch schlimmer. (Zwischenruf des Abg. Schwarz.)
Zwischenruf des Abg. Schwarz.
Wo die SPÖ einen Punkt hat: Ja, die Inflation betrifft uns alle und die betrifft natürlich auch die Mieter. Und was wir in Österreich auch sehen, ist: Die Inflation ist in Österreich höher als in anderen europäischen Ländern, weil sie von der Regierung angeheizt worden ist. Mit der Gießkannenpolitik, bei der jeder einen Bonus kriegt – jeder einen Klimabonus, jeder eine Strompreisbremse und jeder noch eine Förderung (Zwischenruf des Abg. Schwarz) –, hat man natürlich so viel Geld hinausgeblasen, dass das die Inflation weiter befeuert hat, und die trifft jetzt alle, die Mieter und die Eigentümer gleichermaßen. Was die Regierung macht, ist: Sie macht leider alles nur noch schlimmer. (Zwischenruf des Abg. Schwarz.)
Abg. Maurer: Deshalb machen wir ja den Sanierungsbonus!
Kollegin Prammer spricht schon wieder von Steuernachlässen, die da erforderlich sind. Das ist genau der Punkt! Wenn jetzt dem Vermieter, der investiert, der saniert, der thermisch isoliert, ein Mietpreisdeckel aufgebürdet wird, dann kann er seine Investition nicht zurückholen und dann wird er danach nach einer Förderung rufen. (Abg. Maurer: Deshalb machen wir ja den Sanierungsbonus!) Daher müssen wir die Lasten zwischen den Mietern und den Vermietern gleichermaßen verteilen. Wenn wir den Wohnmarkt ökologisch weiterentwickeln wollen, dann müssen wir natürlich den Vermieter, der investiert, der saniert, der thermisch isoliert, anders behandeln als den, der ein Haus als alte Bude verfallen lässt und einen hohen Energieverbrauch in Kauf nimmt.
Beifall bei den NEOS.
Was wir hier erleben, ist, dass ÖVP und Grüne streiten, weil sie Ideologie über das Ziel der Entlastung stellen. Es geht darum, alle im Auge zu behalten, die Eigentümer und die Mieter gleichermaßen. Wir brauchen mehr Freiheit, Freiheit von dieser erdrückenden Abgabenlast – die Freiheit, die man braucht, um sich eine Miete vernünftig leisten zu können, aber auch die Freiheit, die man braucht, um sich den Erwerb von Eigentum selbst, aus eigener Kraft zu ermöglichen. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)