Eckdaten:
Für die 25. Sitzung der 23. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 529 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer: Das ist eine gar nicht so einfach zu beantwortende Frage. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.) – Bitte? (Abg. Ing. Westenthaler: Sind Sie überrascht über diese Frage? – Abg. Scheibner: Tun Sie nicht so überrascht!) – Nein, ich bin nicht überrascht über die Frage (allgemeine Heiterkeit), das ist auch nicht das Problem, um es ganz offen zu sagen, das Problem besteht eher darin, dass es schwierig ist, eine Prognose zu treffen. Ich kann mich daher darauf beziehen, wovon ich glaube, dass es derzeit absehbar ist.
Abg. Ing. Westenthaler: Sind Sie überrascht über diese Frage? – Abg. Scheibner: Tun Sie nicht so überrascht!
Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer: Das ist eine gar nicht so einfach zu beantwortende Frage. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.) – Bitte? (Abg. Ing. Westenthaler: Sind Sie überrascht über diese Frage? – Abg. Scheibner: Tun Sie nicht so überrascht!) – Nein, ich bin nicht überrascht über die Frage (allgemeine Heiterkeit), das ist auch nicht das Problem, um es ganz offen zu sagen, das Problem besteht eher darin, dass es schwierig ist, eine Prognose zu treffen. Ich kann mich daher darauf beziehen, wovon ich glaube, dass es derzeit absehbar ist.
allgemeine Heiterkeit
Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer: Das ist eine gar nicht so einfach zu beantwortende Frage. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.) – Bitte? (Abg. Ing. Westenthaler: Sind Sie überrascht über diese Frage? – Abg. Scheibner: Tun Sie nicht so überrascht!) – Nein, ich bin nicht überrascht über die Frage (allgemeine Heiterkeit), das ist auch nicht das Problem, um es ganz offen zu sagen, das Problem besteht eher darin, dass es schwierig ist, eine Prognose zu treffen. Ich kann mich daher darauf beziehen, wovon ich glaube, dass es derzeit absehbar ist.
Abg. Strache: Keine Volksabstimmung?
Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer: Sehr geehrter Herr Abgeordneter! Verfassungen werden nicht „oktroyiert“, sondern Verfassungen werden erarbeitet, beschlossen und dann ratifiziert von den dafür zuständigen Organen – das ist in der österreichischen Demokratie der Nationalrat, und zwar mit einer Zweidrittelmehrheit. Daher ist völlig klar: Sollte es nur zu irgendeiner maßgeblichen Veränderung des bereits ratifizierten Vertrages kommen, müsste natürlich erneut in Österreich, so wie in allen anderen Ländern, ein Ratifizierungsverfahren stattfinden. (Abg. Strache: Keine Volksabstimmung?)
Beifall bei der SPÖ.
Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer: Ich kann mich Ihrer Hoffnung anschließen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Verfassung!
Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer: Sehr geehrte Frau Abgeordnete! In Bezug auf Ortstafeln habe ich keine persönlichen Ziele. Ich sage Ihnen, mir ist es wichtig, dass es einen Konsens gibt, der von der dortigen Bevölkerung getragen wird. Ich glaube auch nicht, dass es gescheit ist, von außen den Kärntnern hier etwas auf das Auge drücken zu wollen, sondern das Ergebnis soll das sein, was im Wesentlichen vom Mainstream der Slowenenorganisationen und vom Mainstream der deutschsprachigen Bevölkerung in Kärnten getragen sein kann. (Abg. Öllinger: Verfassung!) Das heißt, die Zahl der Ortstafeln wird dann das Ende eines Prozesses sein und nicht der Anfang. (Abg. Öllinger: Die Verfassung ...!)
Abg. Öllinger: Die Verfassung ...!
Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer: Sehr geehrte Frau Abgeordnete! In Bezug auf Ortstafeln habe ich keine persönlichen Ziele. Ich sage Ihnen, mir ist es wichtig, dass es einen Konsens gibt, der von der dortigen Bevölkerung getragen wird. Ich glaube auch nicht, dass es gescheit ist, von außen den Kärntnern hier etwas auf das Auge drücken zu wollen, sondern das Ergebnis soll das sein, was im Wesentlichen vom Mainstream der Slowenenorganisationen und vom Mainstream der deutschsprachigen Bevölkerung in Kärnten getragen sein kann. (Abg. Öllinger: Verfassung!) Das heißt, die Zahl der Ortstafeln wird dann das Ende eines Prozesses sein und nicht der Anfang. (Abg. Öllinger: Die Verfassung ...!)
Abg. Strache: Das sind die Fakten, die man braucht! Die Grundlage!
Zur Minderheitenfeststellung: Ich glaube, das wird nicht dazu beitragen, die Frage zu entspannen, und daher wird die Minderheitenfeststellung auch nicht Teil meines Vorschlages sein. (Abg. Strache: Das sind die Fakten, die man braucht! Die Grundlage!)
Abg. Strache: Das war ja keine Minderheitenerhebung! Das war ja keine richtige Minderheitenerhebung!
Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer: Sehr geehrter Herr Abgeordneter! Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass auch die Minderheitenerhebung 1976 nicht zu eindeutigen Ergebnissen geführt hat (Abg. Strache: Das war ja keine Minderheitenerhebung! Das war ja keine richtige Minderheitenerhebung!) und dass wir davon ausgehen, dass eine solche Minderheitenfeststellung heute nicht zu einer friedlichen Lösung des Problems beitragen würde, sondern zu einer weiteren Eskalation eines Konflikts, den man in Wirklichkeit nicht braucht. Uns geht es darum, eine Lösung zu finden und nicht diese Konfrontation weiterzuführen.
Abg. Strache: Das ist eine Koalition!
Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits (Grüne): Guten Morgen, Herr Bundeskanzler! Herr Bundeskanzler, ich unterstütze Sie zur Gänze in Ihrer Meinung, dass man raus aus der nationalistischen Konfrontation muss (Abg. Strache: Das ist eine Koalition!) und dass eine Minderheitenfeststellung absolut gegen alle rechtlichen und verfassungsmäßigen Grundsätze in Österreich ... (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits (Grüne): Guten Morgen, Herr Bundeskanzler! Herr Bundeskanzler, ich unterstütze Sie zur Gänze in Ihrer Meinung, dass man raus aus der nationalistischen Konfrontation muss (Abg. Strache: Das ist eine Koalition!) und dass eine Minderheitenfeststellung absolut gegen alle rechtlichen und verfassungsmäßigen Grundsätze in Österreich ... (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Der Mainstream ist ganz woanders!
Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer: Es ist völlig klar, dass die österreichische Bundesverfassung die Grundlage ist, von der wir ausgehen. Gleichzeitig wissen wir aber, dass hier eine gewisse Bandbreite an Lösungsmöglichkeiten gegeben ist, denn sonst bräuchten wir ja nicht zu verhandeln. (Abg. Öllinger: Der Mainstream ist ganz woanders!) Daher scheint völlig klar zu sein, dass es darum geht, einen breitestmöglichen Konsens zu erreichen, bei dem aber niemand den Eindruck haben soll, dass sich irgendein Einzelner in einer Vetoposition befindet.
Abg. Öllinger: Die Kameradschaft IV und so weiter!
Es ist daher gut, glaube ich, davon auszugehen, dass das Ziel die Breite ist, dass man sich aber von Einzelnen, die glauben, das Veto zu haben, dann nicht abschrecken lässt. (Abg. Öllinger: Die Kameradschaft IV und so weiter!)
Präsidentin Mag. Prammer: Frau Abgeordnete, die Frage, bitte!
Abgeordnete Dr. Ruperta Lichtenecker (Grüne): Herr Bundeskanzler, gestern wurde hier im Plenum der Klima- und Energiefonds beschlossen. Expertinnen und Experten werten ihn als völlig unzureichend, um tatsächlich effiziente Klimaschutzpolitik in Österreich zu machen. Unter anderem hat (Präsidentin Mag. Prammer: Frau Abgeordnete, die Frage, bitte!) Wirtschaftskammerpräsident Leitl vorgeschlagen, einen zweiten Klimafonds einzurichten.
Abg. Brosz: Das hat die letzte Regierung vergurkt, nicht?
Abgeordneter Johannes Zweytick (ÖVP): Herr Bundeskanzler! Kleine Ökostromanlagen, also Biogas-, Kleinwasserkraftwerke und Photovoltaik, schaffen Wertschöpfung in der Region. Für die Errichtung von kleinen Ökostromanlagen sollten zusätzliche Anreize geschaffen werden. Welche Maßnahmen halten Sie für sinnvoll, um neue Investitionen in Ökostromanlagen zu ermöglichen, und wann werden Sie dem Parlament eine Ökostromgesetz-Novelle vorlegen? (Abg. Brosz: Das hat die letzte Regierung vergurkt, nicht?)
Abg. Brosz: Wo können wir die Sonne anpflanzen?
Das heißt, Sie sehen, dass die Kapazitäten außerordentlich begrenzt sind – schon theoretisch, nämlich auch aufgrund der Kleinheit ... (Abg. Brosz: Wo können wir die Sonne anpflanzen?) – Bitte? (Abg. Brosz: Wo können wir die Sonne anpflanzen?) Bei der Sonne ist das Problem, sehr geehrter Herr Abgeordneter: Photovoltaik ist eine gute Entwicklung. Sie müssen sich nur die Kostensituation anschauen (Abg. Dr. Bösch: War das eine Zusatzfrage? – Frau Präsidentin!), dass nämlich bei einer Situation – nein, ich akzeptiere das gerne (Abg. Ing. Westenthaler: Das war eine Zwischenfrage!) – von Preisen, die wir derzeit haben, letztendlich der Vergleichswert im Bereich der thermischen Gebäudesanierung zwischen 6 und 8 € liegt und bei der Photovoltaik zwischen 40 und 50 €. Also man muss schon auch sehen, wie die Kostenstruktur aussieht, damit sich das die Menschen auch leisten können.
Abg. Brosz: Wo können wir die Sonne anpflanzen?
Das heißt, Sie sehen, dass die Kapazitäten außerordentlich begrenzt sind – schon theoretisch, nämlich auch aufgrund der Kleinheit ... (Abg. Brosz: Wo können wir die Sonne anpflanzen?) – Bitte? (Abg. Brosz: Wo können wir die Sonne anpflanzen?) Bei der Sonne ist das Problem, sehr geehrter Herr Abgeordneter: Photovoltaik ist eine gute Entwicklung. Sie müssen sich nur die Kostensituation anschauen (Abg. Dr. Bösch: War das eine Zusatzfrage? – Frau Präsidentin!), dass nämlich bei einer Situation – nein, ich akzeptiere das gerne (Abg. Ing. Westenthaler: Das war eine Zwischenfrage!) – von Preisen, die wir derzeit haben, letztendlich der Vergleichswert im Bereich der thermischen Gebäudesanierung zwischen 6 und 8 € liegt und bei der Photovoltaik zwischen 40 und 50 €. Also man muss schon auch sehen, wie die Kostenstruktur aussieht, damit sich das die Menschen auch leisten können.
Abg. Dr. Bösch: War das eine Zusatzfrage? – Frau Präsidentin!
Das heißt, Sie sehen, dass die Kapazitäten außerordentlich begrenzt sind – schon theoretisch, nämlich auch aufgrund der Kleinheit ... (Abg. Brosz: Wo können wir die Sonne anpflanzen?) – Bitte? (Abg. Brosz: Wo können wir die Sonne anpflanzen?) Bei der Sonne ist das Problem, sehr geehrter Herr Abgeordneter: Photovoltaik ist eine gute Entwicklung. Sie müssen sich nur die Kostensituation anschauen (Abg. Dr. Bösch: War das eine Zusatzfrage? – Frau Präsidentin!), dass nämlich bei einer Situation – nein, ich akzeptiere das gerne (Abg. Ing. Westenthaler: Das war eine Zwischenfrage!) – von Preisen, die wir derzeit haben, letztendlich der Vergleichswert im Bereich der thermischen Gebäudesanierung zwischen 6 und 8 € liegt und bei der Photovoltaik zwischen 40 und 50 €. Also man muss schon auch sehen, wie die Kostenstruktur aussieht, damit sich das die Menschen auch leisten können.
Abg. Ing. Westenthaler: Das war eine Zwischenfrage!
Das heißt, Sie sehen, dass die Kapazitäten außerordentlich begrenzt sind – schon theoretisch, nämlich auch aufgrund der Kleinheit ... (Abg. Brosz: Wo können wir die Sonne anpflanzen?) – Bitte? (Abg. Brosz: Wo können wir die Sonne anpflanzen?) Bei der Sonne ist das Problem, sehr geehrter Herr Abgeordneter: Photovoltaik ist eine gute Entwicklung. Sie müssen sich nur die Kostensituation anschauen (Abg. Dr. Bösch: War das eine Zusatzfrage? – Frau Präsidentin!), dass nämlich bei einer Situation – nein, ich akzeptiere das gerne (Abg. Ing. Westenthaler: Das war eine Zwischenfrage!) – von Preisen, die wir derzeit haben, letztendlich der Vergleichswert im Bereich der thermischen Gebäudesanierung zwischen 6 und 8 € liegt und bei der Photovoltaik zwischen 40 und 50 €. Also man muss schon auch sehen, wie die Kostenstruktur aussieht, damit sich das die Menschen auch leisten können.
Rufe bei der FPÖ: Frage! Frage!
Abgeordnete Mag. Ulrike Lunacek (Grüne): Herr Bundeskanzler! Im Gegensatz zu den Freiheitlichen, die ihre Anti-Türkei-Politik vor allem auch deswegen betreiben, weil sie gegen türkische und kurdische MigrantInnen in Österreich auftreten (Rufe bei der FPÖ: Frage! Frage!) – Zusatzfragen und Einleitungen sind erlaubt, meine Damen und Herren –, unterstützen die Grünen die Reformprozesse in der Türkei, auch wenn derzeit nicht wirklich klar ist, ob sich das in den nächsten zehn Jahren ausgehen wird.
Abg. Scheibner: Das sind ja Vorträge! – Abg. Steibl: Das ist ungerecht! Die Grünen dürfen das!
Herr Bundeskanzler! Ein großes menschenrechtliches und Umweltproblem wird der von Österreich unterschriebene, von Ihrem Finanzminister akzeptierte Bau des Ilisu-Staudammes in der Türkei sein. (Abg. Scheibner: Das sind ja Vorträge! – Abg. Steibl: Das ist ungerecht! Die Grünen dürfen das!) Was werden Sie tun, Herr Bundeskanzler, um den mit österreichischer Exportgarantie geplanten Bau des Ilisu-Staudammes, wo Menschenrechte und EU-Umweltrechte verletzt werden, zu verhindern?
Abg. Strache: Mit dem Abgeordneten Klement gemeinsam!
Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer: Sehr geehrte Frau Abgeordnete, es ist richtig, dass das ein umstrittenes Projekt ist. Ich glaube, Frau Präsidentin Glawischnig hat die Region erst vor Kurzem besucht. (Abg. Strache: Mit dem Abgeordneten Klement gemeinsam!) Ach so, sehr gut, wunderbar. Er ist auch informiert, sehr gut. Ich halte es auch für sinnvoll, solche Projekte zu besuchen.
Rufe bei der SPÖ: Frage!
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Die Klein- und Mittelbetriebe und damit der Mittelstand sind die am stärksten belasteten Schichten in Österreich. Sie vertrösten diese auf eine Steuerreform im Jahr 2010. Anerkannte Wirtschaftsforscher sagen, es sei unseriös, für das Jahr 2010 ein Wirtschaftswachstum in dementsprechender Größe vorauszusagen. (Rufe bei der SPÖ: Frage!) – Ich muss ihm schon erklären, damit er weiß, worum es geht.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Neugebauer.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Ich bedanke mich beim Herrn Bundeskanzler. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Neugebauer.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Selbstverständlich hat dieses Team dann auch mit den Vorgesetzten gesprochen. Speziell in den Schulen ist es so, dass der § 48 des Schulunterrichtsgesetzes jetzt schon Direktoren und Direktorinnen dazu verpflichtet, Meldung zu erstatten. Diese Meldungen wurden auch bisher vorgenommen. Und ich meine, dass diesen Personen großer Respekt zu zollen ist, und ich möchte ihn heute unbedingt auch hier anbringen: Meine Hochachtung vor den Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern, vor den Lehrkräften und all den anderen Menschen, die dementsprechend Zivilcourage bewiesen haben und solche Fälle auch wirklich bearbeitet haben und versucht haben, für Kinder und für Jugendliche etwas zu tun. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Ich bitte Sie sehr darum, dass Sie sich noch einmal überlegen, ob Sie das Gesetz in dieser Form wirklich beschließen wollen. Ich glaube, wenn Sie wirklich recht haben, dass die Zahl steigen wird, werden wir das Problem haben, dass wir unter Umständen nicht mehr hinhören werden. Ich befürchte aber, dass die Zahl nicht steigen, sondern sinken wird. Insofern stimmt dann eindeutig, was in der Gesetzesvorlage steht: Die finanziellen Auswirkungen sind nicht relevant. Das kann mit dem derzeitigen Betrieb locker aufrechterhalten werden. – Auch das bezweifle ich, wenn es wirklich stimmt. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber es geht natürlich nicht um Begriffe, sondern insgesamt wird man auch nicht darum herumkommen, die Mittel für die Jugendwohlfahrt generell zu erhöhen. Erziehungshilfen, Familienhilfen dürfen nicht am Geld scheitern, und für Fremdunterbringung müssen wirklich die höchsten Qualitätsstandards gelten. Unsere Kinder müssen uns das einfach wert sein. Und wenn wir diesen Wert nicht erkennen, werden wir einen sehr hohen Preis dafür bezahlen müssen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Aus diesem Grund können wir diesem Gesetz nicht zustimmen – wiewohl uns das Wohl der Kinder sehr, sehr am Herzen liegt. Und gerade deswegen stimmen wir hier und jetzt nicht zu. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Sburny: Das ist doch ein völliger Unsinn!
Ich habe bei den Redebeiträgen der Grünen – Frau Kollegin Zwerschitz hat gesprochen, zuletzt Frau Kollegin Mandak – sehr genau zugehört, bin mir aber jetzt nicht sicher, was ihre tatsächlichen Befürchtungen sind. Auf der einen Seite äußert Frau Kollegin Zwerschitz Bedenken dahin gehend, dass sich in Zukunft weniger Lehrerinnen und Lehrer dazu in der Lage fühlen werden, Verdachtsmomente zu äußern. Sie haben gesagt – ich zitiere Sie –, die werden sich davor scheuen, weil sie ja nicht wissen, was sie damit anrichten, welche Konsequenzen sie auslösen. Frau Kollegin Mandak andererseits spricht davon, dass es zu viel mehr Meldungen kommen wird, und stellt dann auch noch in den Vordergrund, dass die Finanzierung beziehungsweise bürokratische Hemmnisse eigentlich wichtiger sind als das Wohl des Kindes. Und ich denke mir, das ist wirklich schlimm (Abg. Sburny: Das ist doch ein völliger Unsinn!), wenn der bürokratische Aufwand und die Finanzierbarkeit anscheinend hier wichtiger sind als das Kindeswohl. (Abg. Sburny: Wenn es so funktioniert, wie Sie glauben, brauchen Sie mehr Geld – das war die Aussage!)
Abg. Sburny: Wenn es so funktioniert, wie Sie glauben, brauchen Sie mehr Geld – das war die Aussage!
Ich habe bei den Redebeiträgen der Grünen – Frau Kollegin Zwerschitz hat gesprochen, zuletzt Frau Kollegin Mandak – sehr genau zugehört, bin mir aber jetzt nicht sicher, was ihre tatsächlichen Befürchtungen sind. Auf der einen Seite äußert Frau Kollegin Zwerschitz Bedenken dahin gehend, dass sich in Zukunft weniger Lehrerinnen und Lehrer dazu in der Lage fühlen werden, Verdachtsmomente zu äußern. Sie haben gesagt – ich zitiere Sie –, die werden sich davor scheuen, weil sie ja nicht wissen, was sie damit anrichten, welche Konsequenzen sie auslösen. Frau Kollegin Mandak andererseits spricht davon, dass es zu viel mehr Meldungen kommen wird, und stellt dann auch noch in den Vordergrund, dass die Finanzierung beziehungsweise bürokratische Hemmnisse eigentlich wichtiger sind als das Wohl des Kindes. Und ich denke mir, das ist wirklich schlimm (Abg. Sburny: Das ist doch ein völliger Unsinn!), wenn der bürokratische Aufwand und die Finanzierbarkeit anscheinend hier wichtiger sind als das Kindeswohl. (Abg. Sburny: Wenn es so funktioniert, wie Sie glauben, brauchen Sie mehr Geld – das war die Aussage!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Sburny: Aber mit welchem Personal werden Sie dann ...?
Ich sage Ihnen eines: Lieber eine Fehlmeldung zu viel – oder sollen es hundert Fehlmeldungen zu viel sein –, und dafür jene Fälle erkannt, wo wir dann tatsächlich helfen haben können! – Das ist eben unser Ansatz. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Sburny: Aber mit welchem Personal werden Sie dann ...?)
Abg. Öllinger: Oh! Eine super Polemik! Wahnsinn!
Frau Kollegin Zwerschitz, Sie haben schon recht, es ist natürlich auch jetzt nicht verboten, derartige Fälle zu melden. Sie sprechen auch davon, dass in Wirklichkeit das gesamte Gesetz unnötig wäre – und Sie es deshalb auch nicht unterstützen –, wenn es mehr Menschen mit Zivilcourage gäbe. – Das stimmt: Wenn es in Österreich keine Kriminellen und keine Schwerverbrecher gäbe, dann bräuchten wir auch andere Gesetze nicht, dann könnten wir alle nach Hause gehen, und es wäre nicht notwendig, dass in Österreich noch irgendwie etwas kontrolliert wird (Abg. Öllinger: Oh! Eine super Polemik! Wahnsinn!), und es wäre nicht so, dass es Menschen gibt, die überhaupt einer Unterstützung bedürfen, wenn alles so wunderschön und fein wäre. Nur: Diesen Frieden und diese Zivilcourage, von der Sie hier reden, haben wir nicht. Und daher würde ich Sie schon ersuchen: Hören Sie auf, zu träumen, sondern sehen Sie einfach wirklich der Realität ins Auge!
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger – in Richtung der sich zu ihrem Sitzplatz begebenden Abg. Fuhrmann –: Sie haben vergessen, den Weihrauch wieder mitzunehmen!
Ich glaube, wenn wir immer davon sprechen, dass Kinder unser wichtigstes Gut sind, die Zukunft, auf die wir aufbauen sollen, dann haben es diese allemal verdient, auch in einem glücklichen Umfeld aufwachsen zu dürfen. Und der Gesetzgeber hat die Verpflichtung, dem auch nachzukommen. Ich glaube, dass die Novellierung dieses Gesetzes ein wichtiger Schritt und auch ein erster Schritt in Richtung Modernisierung des gesamten Jugendwohlfahrtsgesetzes ist. Ich glaube, da wird es noch einige Dinge geben, an denen man arbeiten sollte – hoffentlich dann gemeinsam. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger – in Richtung der sich zu ihrem Sitzplatz begebenden Abg. Fuhrmann –: Sie haben vergessen, den Weihrauch wieder mitzunehmen!)
Beifall bei der FPÖ.
men haben, werden Sie mit diesem Gesetz auch nicht verhindern können, denn damals hatte ja die Behörde Kenntnis. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Steibl: Alle haben sich einbringen können!
Wir hätten es gerne gesehen, wenn man hier noch ein bisschen mehr zugewartet hätte, ein bisschen mehr vielleicht auch die Elternverbände und die Lehrerverbände einbezogen hätte, weil das Menschen sind, die mit Kindern einfach zu tun haben. (Abg. Steibl: Alle haben sich einbringen können!)
Beifall bei der FPÖ.
Daher würde ich meinen, es ist ein kleiner Schritt, ein kleines Steinchen, aber es kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Und wir würden uns wünschen und wir hoffen, dass Sie bei diesem Thema dranbleiben und dass wir in Bälde noch einen wirklich großen Wurf bekommen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir sagen seitens des BZÖ ja zu diesem heutigen kleinen Schritt, der in der Novelle vorgesehen ist, aber wir sagen auch ja zu einem gemeinsamen Handeln in Verantwortung für eine Generation, die stark selbstbestimmt und werteorientiert ihre Zukunft gestalten soll. – Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Selbstverständlich wird es auch Fehlermeldungen geben. Solche müssen wir aber in Kauf nehmen, um in gravierenden und wesentlichen Fällen rechtzeitig Hilfe anzubieten. Es hilft uns nicht, wenn wir hier die Frage von Vertrauen hintanstellen. Es muss hier letztendlich diese Vertrauensperson auch die Möglichkeit haben, Schritte zu setzen. Das, nur das dient dem Wohl unserer Kinder! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich würde Sie nur bitten, dass wir auch innerhalb der Ressortverantwortlichkeit bleiben, denn die Begleitregelungen bei Kindern, die in einem Scheidungsverfahren aufgerieben werden, die hervorragend geholfen haben, diesen Kindern Rückendeckung und Hilfe zu geben, sind nicht in meinem Ressort gelagert, sondern im Sozialministerium, und ich würde bitten, das dort dann auch entsprechend umsetzen zu lassen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Es gibt also durchaus noch viel zu tun. Dennoch ist diese Novelle ein erster richtiger Schritt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dolinschek: Weil ihr es verhindert habt!
Bei der Frau Bundesministerin außer Dienst, Frau Abgeordneter Haubner, bin ich ein bisschen verwundert gewesen über diese zwei Entschließungsanträge, zumal das erstens ja auch im Regierungsprogramm beinhaltet ist und ich mir zweitens denke: Frau Bundesministerin außer Dienst, da hätte man in der Zeit, in der Sie Ministerin waren, auch viele von diesen Dingen umsetzen können! (Abg. Dolinschek: Weil ihr es verhindert habt!)
Präsident Dr. Spindelegger übernimmt den Vorsitz.
Kinder- und Jugendanwälte schon immer wollten. (Präsident Dr. Spindelegger übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Ja, ich würde mir sogar ein Grundrecht auf Elternbildung wünschen, dass Elternbildung ein Grundrecht wird, wie zum Beispiel die Grundschule, die Volksschule. Ich danke da auch der Frau Bundesministerin, bei den letzten Budgetverhandlungen wurden ja mehr Mittel für Partner- und Elternbildung ausverhandelt, und ich denke, dass das ein wichtiger Schritt ist. Ich möchte auch noch hinweisen auf die neu eingerichtete Webseite www.eltern-bildung.at, wo monatlich weit über 25 000 Zugriffe zu verzeichnen sind. Das zeigt, dass man das im Gesamten sehen muss und man den Eltern Mut machen und Unterstützung geben muss, damit solche schweren Fälle wie jetzt eben dieser Anlassfall nicht passieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Mir kommt es fast so vor, als sollte dieser Fall heute mit dieser Novelle zugedeckt werden, denn mir ist nicht bekannt, dass es bei der Behörde in irgendeiner Form auch nur irgendwelche Konsequenzen in diesem Fall für die maßgeblich dafür Verantwortlichen gegeben hätte, die drei Jahre lang diesen Akt der Kinder liegen haben lassen und verschleppt haben und durch Interventionen immer wieder zurückgelegt haben, meine sehr geehrten Damen und Herren. Und das muss heute hier im Hohen Haus auch einmal klar angesprochen werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Einem: Sie sind guter Hoffnung?
In diesem Sinn bin ich guter Hoffnung, dass in einem Gesamtpaket diese Punkte auch noch berücksichtigt werden. (Abg. Dr. Einem: Sie sind guter Hoffnung?) Ich würde mich freuen, wenn der gesamte Anlassfall in korrekter Form, wie das eigentlich üblich sein sollte, hinsichtlich des Versagens der Behörden, die die Akten drei Jahre lang nicht bearbeitet haben, aufgeklärt würde. Ich bin guter Hoffnung, dass die Frau Bundesminister aus dieser Erfahrung gelernt hat und in einem Gesamtpaket diese Dinge auch berücksichtigen wird. Und deshalb werden wir heute diesem Antrag auch die Zustimmung erteilen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
In diesem Sinn bin ich guter Hoffnung, dass in einem Gesamtpaket diese Punkte auch noch berücksichtigt werden. (Abg. Dr. Einem: Sie sind guter Hoffnung?) Ich würde mich freuen, wenn der gesamte Anlassfall in korrekter Form, wie das eigentlich üblich sein sollte, hinsichtlich des Versagens der Behörden, die die Akten drei Jahre lang nicht bearbeitet haben, aufgeklärt würde. Ich bin guter Hoffnung, dass die Frau Bundesminister aus dieser Erfahrung gelernt hat und in einem Gesamtpaket diese Dinge auch berücksichtigen wird. Und deshalb werden wir heute diesem Antrag auch die Zustimmung erteilen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Wir wollten eh!
Abgeordneter Franz Riepl (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Frau Kollegin Steibl, natürlich ist der Vorwurf gerechtfertigt an die Kollegin Haubner, sie hätte schon früher etwas tun können. Aber ich darf Sie nur daran erinnern, Sie waren ja auch in der Regierung. Also irgendwie hättet ihr euch das ja ausmachen können, denke ich einmal. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Wir wollten eh!) Aber Sie haben das charmant gemacht, und damit ist das, glaube ich, okay.
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, ich danke für die Diskussion, auch im Ausschuss, zu diesem Thema, und ich denke, es ist ein Schritt, der zum Ziel führt, nämlich einer besseren Jugendwohlfahrt – mit heutigem Tag ist aber das Ziel noch nicht erreicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich denke, dass im Sinne des Wohlergehens der Kinder und Jugendlichen hier eine sehr gute Gesetzesänderung vorliegt, und ich bedanke mich bei der Frau Bundesministerin, dass damit ein Frühwarnsystem eingerichtet wird, das die Kinder und Jugendlichen vor körperlicher und seelischer Gewaltanwendung und Verwahrlosung zukünftig besser schützen wird. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Es geht um das Erkennen, Verstehen und vor allen Dingen – das ist mir sehr wichtig – um das Handeln, wenn Kinder verwahrlost sind, wenn Kinder missbraucht werden, wenn Kinder misshandelt werden und wenn sie vernachlässigt werden. Ich denke, meine Damen und Herren, es übersteigt zum Teil unsere Vorstellungskraft, in welchen Situationen sich Kinder manchmal befinden, und alles, was getan werden kann, um dieses Leid, um diese Ängste, um diese Einsamkeit und Verzweiflung von Kindern zu lindern beziehungsweise zu beheben, ist richtig und notwendig. Dem muss ein Ende gesetzt werden! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wichtig sind die nächsten Maßnahmen: Vernetzung der Einrichtungen, Handlungsabläufe transparenter zu machen und konkrete Handlungen zu setzen. Die Meldepflicht ist das eine, das Handeln, meine Damen und Herren, ist das andere. Das Handeln ist aber wichtig und notwendig zum Schutze unserer Kinder – es gilt hinzuschauen statt wegzuschauen! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Aber noch viel schlimmer ist – ein aktueller Fall in der Steiermark zeigt dieses tragische Bild –, wenn das Problem Alkohol Erwachsene und insbesondere Erziehungsberechtigte haben. Wenn, wie vor 14 Tagen geschehen, eine Mutter im Komadelirium ihr vierjähriges Kind im Schlaf erdrückt, dann redet man an diesem Tag viel darüber, am nächsten Tag vielleicht auch noch, aber mittlerweile hat man das in der Öffentlichkeit wieder vergessen. Wenn ein dreizehnjähriger Jugendlicher wegen Komasaufens ins Krankenhaus eingeliefert wird, redet man 14 Tage darüber. Ich sage, dieser tragische Fall des Kindes in der Steiermark ist viel schlimmer, und daher ist es sehr wichtig, dass man sich dieses Problem näher anschaut und die Familien hier in die Pflicht nimmt. – In diesem Sinne danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Frau Ministerin! Geschätzte Damen und Herren! Setzen wir weitere Schritte, um die Kinder in unserem Lande bestmöglich zu schützen! Darum ersuche ich Sie alle. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Gerade weil man sich auf die Aufmerksamkeit und Zivilcourage der Umgebung nicht hundertprozentig verlassen kann und sich so ein Fall wie in Linz nie mehr wiederholen darf, haben wir Salzburger Abgeordneten bereits im März dieses Jahres einen Entschließungsantrag eingebracht und dabei auf eine Lücke im Schulgesetz aufmerksam gemacht: Über den Weg der schulärztlichen Untersuchung können allfällige körperliche Auffälligkeiten bei Schulkindern entdeckt und Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Da aber Kinder, die von der Schulpflicht entbunden sind, sich dieser schulärztlichen Untersuchung nicht unterziehen müssen, war es uns wichtig, diese Gesetzeslücke aufzuzeigen und darauf aufmerksam zu machen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Besonders freut es mich daher, dass auch von anderer Seite reagiert wurde und wir nun eine entsprechende Novellierung des Jugendwohlfahrtsgesetzes vorliegen haben. Dass dies so rasch geschah, dafür möchte ich mich ausdrücklich bei Ihnen, Frau Bundesminister, bedanken. Man sieht, dass Ihnen unsere Kinder wirklich am Herzen liegen und Sie daher auch handeln. Danke vielmals! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Mit der vorliegenden Änderung des Jugendwohlfahrtsgesetzes soll ein besserer Informationsfluss zwischen den zuständigen Behörden, den Schulen und anderen Betreuungseinrichtungen sichergestellt werden. Dazu wurde ja schon ausführlich von meinen VorrednerInnen und von der Frau Bundesminister Stellung bezogen. Ich ersuche Sie um Ihre Zustimmung zur vorliegenden Gesetzesnovelle, denn Kinder sind unser wertvollstes Gut, und sie müssen von uns allen möglichst gut geschützt und unterstützt werden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Das meinen Sie nicht ernst, oder?
Und den Schwarzen Peter haben dann die Wirtschaftstreibenden. Das kann es ja nicht sein. Die Verantwortung für die Kinder, die Verantwortung für die Jugendlichen und Minderjährigen haben die Eltern! (Abg. Heinisch-Hosek: Das meinen Sie nicht ernst, oder?) Das ist einfach so! Die Verantwortung haben die Eltern – und die haben nicht nur die Wirte, und die haben nicht nur die Handelsbetriebe und nicht nur die Produzenten! Die Eltern haben die Hauptverantwortung! – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Eingeschränkte Sichtweise!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Eingeschränkte Sichtweise!
Und den Schwarzen Peter haben dann die Wirtschaftstreibenden. Das kann es ja nicht sein. Die Verantwortung für die Kinder, die Verantwortung für die Jugendlichen und Minderjährigen haben die Eltern! (Abg. Heinisch-Hosek: Das meinen Sie nicht ernst, oder?) Das ist einfach so! Die Verantwortung haben die Eltern – und die haben nicht nur die Wirte, und die haben nicht nur die Handelsbetriebe und nicht nur die Produzenten! Die Eltern haben die Hauptverantwortung! – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Eingeschränkte Sichtweise!)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Michael Praßl (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte auch die Besuchergruppe aus dem Bezirk Feldbach und Fürstenfeld sehr herzlich begrüßen. Grüß Gott! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP.
Neben dem Ausbau der Sicherheit für das Kindeswohl stellt die Gesetzesänderung auch einen ersten Schritt einer größeren Reform unseres Jugendwohlfahrtsgesetzes dar. In diesem Sinne bitte ich um Ihre Zustimmung für diese Gesetzesnovelle. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
mitarbeiten dürfen, genauso wie die NGOs. – Recht herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist verwunderlich, dass alle anderen Fraktionen in diesem Hohen Haus eine solche Studie verhindern und sich dagegen aussprechen. Das zeigt im Grunde genommen auf, dass sie hier verhindern wollen, den Österreichern reinen Wein einzuschenken. Das ist sehr, sehr enttäuschend für uns. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Aber das stimmt nicht, das ist ja das Problem!
Wenn unser Sozialsystem quasi wie ein Magnet Menschen im Ausland dazu motiviert, zu uns zu kommen, um dieses Sozialsystem in Anspruch zu nehmen – und genau das sollte uns wirklich zu denken geben –, dann kann das ja bitte nicht Sinn und Zweck sein! Deshalb sagen wir ja auch, dass der Sozialstaat in erster Linie für österreichische Staatsbürger da zu sein hat. (Abg. Öllinger: Aber das stimmt nicht, das ist ja das Problem!) Soziale Sonderleistungen wie Familiengeld, Kinderbeihilfe, soziale Woh-
Beifall bei der FPÖ.
Deshalb haben wir festgehalten, dass die gesamten Argumente einer linken Lebenslüge, die hier in diesem Haus leider Gottes mehrheitlich weiter gelebt wird, nicht stimmen können – dass nämlich behauptet wird, Zuwanderer zahlen mehr in den Sozialtopf, als sie herausnehmen –, denn wenn dem so wäre, müssten ja unsere Sozialtöpfe seit 20 Jahren zum Bersten voll sein. Die müssten überquellen, wir müssten heute gar nicht darüber nachdenken, wie wir die Pflegeproblematik lösen, denn da müsste so viel Geld vorhanden sein, dass das gar kein Problem wäre. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Sie vielleicht!
Das ist für uns interessant. 30 Prozent der Spitalkosten im Landeskrankenhaus Wiener Neustadt werden von muslimischen Bürgern verursacht! Das ist ein interessanter Wert, und ich frage: Haben wir etwas übersehen? (Abg. Öllinger: Sie vielleicht!) Liegt der Anteil der muslimischen Bevölkerung in Wiener Neustadt oder in Niederösterreich bei 30 Prozent? Hat es einen Massenübertritt zum islamischen Glauben gegeben, dass es zu solchen Werten kommt? Was ist da passiert? (Abg. Reheis: Ist es schlecht, muslimisch zu sein?)
Abg. Reheis: Ist es schlecht, muslimisch zu sein?
Das ist für uns interessant. 30 Prozent der Spitalkosten im Landeskrankenhaus Wiener Neustadt werden von muslimischen Bürgern verursacht! Das ist ein interessanter Wert, und ich frage: Haben wir etwas übersehen? (Abg. Öllinger: Sie vielleicht!) Liegt der Anteil der muslimischen Bevölkerung in Wiener Neustadt oder in Niederösterreich bei 30 Prozent? Hat es einen Massenübertritt zum islamischen Glauben gegeben, dass es zu solchen Werten kommt? Was ist da passiert? (Abg. Reheis: Ist es schlecht, muslimisch zu sein?)
Weitere Zwischenrufe.
Zeigt dieses Beispiel nicht auf, dass wir hier eine Situation haben, wo Zuwanderer unser Gesundheitssystem überproportional in Anspruch nehmen? Genau das gilt es zu bewerten, denn es handelt sich dabei ja nicht nur um Spitalleistungen, die die Notversorgung betreffen, sondern es geht weit darüber hinaus. (Weitere Zwischenrufe.)
Abg. Mandak: Ich schreie ja nicht!
Das sollten wir durchaus erfassen. Es geht um die Erfassung der Kostenwahrheit! Ich weiß nicht, warum Sie da so schreien und sich so aufregen. (Abg. Mandak: Ich schreie ja nicht!) Was ist daran so aufregend, wenn diese Zahlen erfasst und bewertet werden und für Österreich dann ein richtiges Sozialsystem sichergestellt wird? (Beifall bei der FPÖ.) Sie wollen eben weitermachen wie bisher und wundern sich dann. – Was heißt „wundern sich“? – Sie wundern sich gar nicht! Sie nehmen es in Kauf, soziale Leistungen auf dem Rücken der Österreicher permanent streichen zu müssen! Genau das ist der Vorwurf, den wir Ihnen machen müssen: Sie wollen alle diese Zahlen und Eckpunkte weder erheben, noch wollen Sie sie ernst nehmen. Sie wollen diese Evaluierung nicht vornehmen!
Beifall bei der FPÖ.
Das sollten wir durchaus erfassen. Es geht um die Erfassung der Kostenwahrheit! Ich weiß nicht, warum Sie da so schreien und sich so aufregen. (Abg. Mandak: Ich schreie ja nicht!) Was ist daran so aufregend, wenn diese Zahlen erfasst und bewertet werden und für Österreich dann ein richtiges Sozialsystem sichergestellt wird? (Beifall bei der FPÖ.) Sie wollen eben weitermachen wie bisher und wundern sich dann. – Was heißt „wundern sich“? – Sie wundern sich gar nicht! Sie nehmen es in Kauf, soziale Leistungen auf dem Rücken der Österreicher permanent streichen zu müssen! Genau das ist der Vorwurf, den wir Ihnen machen müssen: Sie wollen alle diese Zahlen und Eckpunkte weder erheben, noch wollen Sie sie ernst nehmen. Sie wollen diese Evaluierung nicht vornehmen!
Abg. Mandak: Womit haben wir Sie verdient?
Zum Thema Pflegenotstand in Österreich: Wenn ich mir das Modell ansehe, das Herr Sozialminister Buchinger hier vorgeschlagen hat, würde ein Pflegefall eine österreichische Familie – wir haben uns das durchgerechnet – pro Monat bis zu 3 000 € kosten. (Abg. Mandak: Womit haben wir Sie verdient?)
Beifall bei der FPÖ.
hauptleute von Rot und Schwarz bis hin zum BZÖ sind nicht bereit, 200 Millionen € im Bereich der Pflege zu übernehmen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Sagen Sie einmal etwas zum Thema auch?
Ich denke, dass wir gerade auch in diesem Bereich schauen müssen, endlich den Asylmissbrauch abzustellen, endlich sicherzustellen, dass Menschen, die aus sicheren Drittstaaten kommen, auch dorthin zurückgeschickt werden, und dass eben kein Asylverfahren bei uns eröffnet wird. Auch ein Asylgerichtshof, der zunächst einmal in zwei Monaten ein erstinstanzliches Urteil trifft, wäre notwendig. Dann soll es eine Einspruchsmöglichkeit geben, aber spätestens nach einem Jahr sollte dann der Asylgerichtshof auch wirklich ein endgültiges Urteil in der zweiten Instanz treffen, und das sollte nicht mehr beeinspruchbar sein. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Sagen Sie einmal etwas zum Thema auch?)
Abg. Öllinger: Das kennen wir schon!
Zum Abschluss ein Zitat des Chefs des deutschen ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn, der bei einem Gespräch mit der „Stuttgarter Zeitung“ am 22. April 2006 gesagt hat – Sie lachen? (Abg. Öllinger: Das kennen wir schon!) –, ich zitiere:
Abg. Broukal: Woran das wohl liegt?
Das ist unsere Linie, die hier in diesem Hohen Haus leider Gottes von keiner anderen Partei Zustimmung erfährt. (Abg. Broukal: Woran das wohl liegt?) Das ist traurig ge-
Beifall bei der FPÖ.
nug, aber das zeigt, dass die Österreicher, wenn sie etwas ändern wollen, eine Möglichkeit haben, auch einer anderen Partei die Unterstützung zu geben, damit sich etwas verändert in diesem Land. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: Das Staatsbürgerrecht kennen Sie nicht!? Für Sie hat der Wert der Staatsbürgerschaft ...! Staatsbürgerrecht gibt es nicht für Sie, das wissen wir!
Abgeordnete Renate Csörgits (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Das, was uns erfreulicherweise von Ihnen unterscheidet, ist, dass wir in unserer Politik immer die Menschen in den Mittelpunkt stellen, und jemanden nicht in erster Linie daran messen, ob er ein Ausländer oder ein Inländer ist. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: Das Staatsbürgerrecht kennen Sie nicht!? Für Sie hat der Wert der Staatsbürgerschaft ...! Staatsbürgerrecht gibt es nicht für Sie, das wissen wir!)
Abg. Strache: Das Staatsbürgerrecht sollte im Vordergrund stehen!
Es ist eine Frage des Menschenrechtes, wie man Menschen, die, aus welchen Gründen auch immer, zu uns gekommen sind und bei uns legal ihren Aufenthalt haben, behandelt: Hier stehe ich dazu, dass sie genau die gleichen Rechte haben. Man kann Menschen nicht in zwei Kategorien teilen! (Abg. Strache: Das Staatsbürgerrecht sollte im Vordergrund stehen!)
Abg. Strache: Sie negieren die Fakten!
Es ist nicht so, dass Menschen nur deshalb zu uns kommen, weil wir ein gutes Sozialsystem haben, es sind oft auch die Lebensumstände – die Kriege, die schwierigen Situationen –, die sie veranlassen, ihre Heimat zu verlassen. (Abg. Strache: Sie negieren die Fakten!) Merken Sie sich das einmal, und zündeln Sie nicht immer in einer Art und Weise, mit der Sie wirklich notwendige Maßnahmen für ein sinnvolles gemeinsames Leben hier zerstören! Das ist unmenschlich und das ist verachtenswert! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Graf: Welche Rolle haben Sie bei der BAWAG gespielt? Eine menschenrechtliche?)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Graf: Welche Rolle haben Sie bei der BAWAG gespielt? Eine menschenrechtliche?
Es ist nicht so, dass Menschen nur deshalb zu uns kommen, weil wir ein gutes Sozialsystem haben, es sind oft auch die Lebensumstände – die Kriege, die schwierigen Situationen –, die sie veranlassen, ihre Heimat zu verlassen. (Abg. Strache: Sie negieren die Fakten!) Merken Sie sich das einmal, und zündeln Sie nicht immer in einer Art und Weise, mit der Sie wirklich notwendige Maßnahmen für ein sinnvolles gemeinsames Leben hier zerstören! Das ist unmenschlich und das ist verachtenswert! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Graf: Welche Rolle haben Sie bei der BAWAG gespielt? Eine menschenrechtliche?)
Abg. Strache: Deshalb sind Sie von Ihren Gewerkschaften abgewählt worden! – Abg. Dr. Graf: Können Sie alle bei der BAWAG ...!
Ich darf daran erinnern, sehr geschätzte Damen und Herren, dass diese Regierungsvorlage bedeutet, dass es zu einer Umsetzung des Regierungsübereinkommens in nur fünf Monaten gekommen ist, und ich möchte mich ganz herzlich bei Ihnen, Herr Bundesminister Buchinger, bedanken, dass das gelungen ist! (Abg. Strache: Deshalb sind Sie von Ihren Gewerkschaften abgewählt worden! – Abg. Dr. Graf: Können Sie alle bei der BAWAG ...!) Wir haben es versprochen – und wir haben es gehalten, und es beinhaltet sehr viele positive Bestimmungen im Zusammenhang mit dem Pensionsrecht. – Ich darf es hier nur ganz kurz referieren:
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
zu sichern und auch sicherzustellen, dass die Pensionen nicht immer weniger wert sind. – Ein guter Schritt in die richtige Richtung, damit auch Frauen mehr Pension im Alter erhalten. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Das ist uns ein Anliegen, ich weiß aber, dass dies auch sehr vielen Kolleginnen und Kollegen in der ÖVP ein Anliegen ist, und ich bin optimistisch, dass es, wenn wir gemeinsam weiterkämpfen, im Rahmen der nächsten Novellen auch hier zu einer positiven Lösung für diesen sehr wichtigen Personenkreis kommen wird. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Bei jenen Punkten, die noch offen sind – ich denke hier, sie seien noch einmal erwähnt, an die Krankenstandstage –, bin ich davon überzeugt, dass wir weiter kämpfen werden, und ich fordere auch jene Kolleginnen und Kollegen in der ÖVP auf, die noch nicht davon überzeugt sind, diesen Schritt gemeinsam mit uns zu gehen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Wurm: Was? – Abg. Öllinger: Der war gut!
Wenn Sie, Frau Kollegin Csörgits, gesagt haben, es komme zu vielen Verbesserungen, dann sage ich: Ja, es kommt zu einigen Verbesserungen, möchte aber die Kirche im Dorf lassen und einwenden: Diese Verbesserungen sind nur deswegen möglich, weil wir in der letzten Regierung dafür die Voraussetzungen geschaffen haben (Abg. Mag. Wurm: Was? – Abg. Öllinger: Der war gut!), dass zum Beispiel Kinderziehungszeiten erstmals mit vier Jahren angerechnet werden (Beifall beim BZÖ), dass erstmals Eltern mit Zwillingen, mit Drillingen diese Mehrlingskinderzeiten vermehrt mit 60 Monaten angerechnet bekommen (Abg. Heinisch-Hosek: Wer hat diese Kürzungsreform gemacht? – Sie!) und dass wir von einer sehr hohen Bemessungsgrundlage mit 1 350 € ausgegangen sind. Dafür haben wir die Voraussetzungen geschaffen.
Beifall beim BZÖ
Wenn Sie, Frau Kollegin Csörgits, gesagt haben, es komme zu vielen Verbesserungen, dann sage ich: Ja, es kommt zu einigen Verbesserungen, möchte aber die Kirche im Dorf lassen und einwenden: Diese Verbesserungen sind nur deswegen möglich, weil wir in der letzten Regierung dafür die Voraussetzungen geschaffen haben (Abg. Mag. Wurm: Was? – Abg. Öllinger: Der war gut!), dass zum Beispiel Kinderziehungszeiten erstmals mit vier Jahren angerechnet werden (Beifall beim BZÖ), dass erstmals Eltern mit Zwillingen, mit Drillingen diese Mehrlingskinderzeiten vermehrt mit 60 Monaten angerechnet bekommen (Abg. Heinisch-Hosek: Wer hat diese Kürzungsreform gemacht? – Sie!) und dass wir von einer sehr hohen Bemessungsgrundlage mit 1 350 € ausgegangen sind. Dafür haben wir die Voraussetzungen geschaffen.
Abg. Heinisch-Hosek: Wer hat diese Kürzungsreform gemacht? – Sie!
Wenn Sie, Frau Kollegin Csörgits, gesagt haben, es komme zu vielen Verbesserungen, dann sage ich: Ja, es kommt zu einigen Verbesserungen, möchte aber die Kirche im Dorf lassen und einwenden: Diese Verbesserungen sind nur deswegen möglich, weil wir in der letzten Regierung dafür die Voraussetzungen geschaffen haben (Abg. Mag. Wurm: Was? – Abg. Öllinger: Der war gut!), dass zum Beispiel Kinderziehungszeiten erstmals mit vier Jahren angerechnet werden (Beifall beim BZÖ), dass erstmals Eltern mit Zwillingen, mit Drillingen diese Mehrlingskinderzeiten vermehrt mit 60 Monaten angerechnet bekommen (Abg. Heinisch-Hosek: Wer hat diese Kürzungsreform gemacht? – Sie!) und dass wir von einer sehr hohen Bemessungsgrundlage mit 1 350 € ausgegangen sind. Dafür haben wir die Voraussetzungen geschaffen.
Abg. Mag. Wurm: Frauendiskriminierung!
Wir haben auch in der Vergangenheit die Korridorpension eingeführt. Ich stehe zu dieser Korridorpension, zu einem flexiblen Übergang beim Pensionsalter. (Abg. Mag. Wurm: Frauendiskriminierung!) Wenn wir sie nicht geschaffen hätten, könnten Sie hier nicht Verbesserungen vornehmen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir haben auch in der Vergangenheit die Korridorpension eingeführt. Ich stehe zu dieser Korridorpension, zu einem flexiblen Übergang beim Pensionsalter. (Abg. Mag. Wurm: Frauendiskriminierung!) Wenn wir sie nicht geschaffen hätten, könnten Sie hier nicht Verbesserungen vornehmen. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf der Abg. Steibl.
Diesbezüglich hätte ich mir eine Kurskorrektur erwartet. Und ich sage es noch einmal: Es ist eine Schande, dass ein Land wie Österreich für diese Frauen keine Vorsorge getroffen hat! Gott sei Dank gibt es ein Ausnahmeland in Österreich, das Land Kärnten. (Zwischenruf der Abg. Steibl.) Dort hat man das Problem erkannt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Diesbezüglich hätte ich mir eine Kurskorrektur erwartet. Und ich sage es noch einmal: Es ist eine Schande, dass ein Land wie Österreich für diese Frauen keine Vorsorge getroffen hat! Gott sei Dank gibt es ein Ausnahmeland in Österreich, das Land Kärnten. (Zwischenruf der Abg. Steibl.) Dort hat man das Problem erkannt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich ersuche Sie, am Vorbild Kärnten auch für Mütter, für Frauen, die keine eigene Pension haben, künftig eine nachhaltige Sicherung einzuführen. Schaffen Sie Gerechtigkeit und vergessen Sie, bitte, nicht auf diese Frauen! Wir vom BZÖ werden da nicht lockerlassen. – Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall des Abg. Riepl
Ich bin nicht ganz der Meinung der Frau Kollegin Csörgits, mit der ich an sich eine sehr gute Zusammenarbeit habe (Beifall des Abg. Riepl), aber wenn sie sagt, dass es endlich wieder einmal – ja, das ist durchaus positiv – eine ASVG-Vorlage gibt, die für die
Beifall bei der ÖVP.
Menschen ist, dann möchte ich doch darauf hinweisen und der Kollegin Haubner recht geben, wenn sie sagt, dass etwa die Berücksichtigung von Kindererziehungszeiten etwas sehr Positives ist, was schon bei der letzten Pensionsreform gemacht worden ist. Dass wir das jetzt weiterentwickeln, ist eine gute Sache, ist ein guter Ansatz, der zweifelsohne zu begrüßen ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Lapp: Sagen Sie das dem Kollegen Bartenstein!
Wir haben gestern einen diesbezüglichen Antrag eingebracht und treten für eine Verlängerung der Pflegeamnestie um ein halbes Jahr ein, weil das, Herr Bundesminister – und ich möchte das sehr offen sagen –, was aus der Diskussion heraus und auch aus vielen Reaktionen in der Bevölkerung heraus vorgelegt wurde, aus unserer Sicht schlicht und einfach nicht ausreichend ist. (Abg. Mag. Lapp: Sagen Sie das dem Kollegen Bartenstein!) Nein, das Hausbetreuungsgesetz als rechtlicher Rahmen ist durchaus in Ordnung. Sie wissen, dass der Bereich des Arbeitsrechtes und Fragen, die damit in einem Zusammenhang stehen, zum Kollegen und Bundesminister Bartenstein ressortieren, während die inhaltliche Frage des Pflegebereiches eben zum Herrn Sozialminister ressortiert. Das ist der Grund, warum ich mich hier an den Herrn Sozialminister wende. (Abg. Riepl: Das ist erst der nächste Tagesordnungspunkt!)
Abg. Riepl: Das ist erst der nächste Tagesordnungspunkt!
Wir haben gestern einen diesbezüglichen Antrag eingebracht und treten für eine Verlängerung der Pflegeamnestie um ein halbes Jahr ein, weil das, Herr Bundesminister – und ich möchte das sehr offen sagen –, was aus der Diskussion heraus und auch aus vielen Reaktionen in der Bevölkerung heraus vorgelegt wurde, aus unserer Sicht schlicht und einfach nicht ausreichend ist. (Abg. Mag. Lapp: Sagen Sie das dem Kollegen Bartenstein!) Nein, das Hausbetreuungsgesetz als rechtlicher Rahmen ist durchaus in Ordnung. Sie wissen, dass der Bereich des Arbeitsrechtes und Fragen, die damit in einem Zusammenhang stehen, zum Kollegen und Bundesminister Bartenstein ressortieren, während die inhaltliche Frage des Pflegebereiches eben zum Herrn Sozialminister ressortiert. Das ist der Grund, warum ich mich hier an den Herrn Sozialminister wende. (Abg. Riepl: Das ist erst der nächste Tagesordnungspunkt!)
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Mag. Gaßner: Das ist wichtig, aber dann soll er es auch zahlen!) Herr Kollege Gaßner, ich meine, so plump darf man doch die Argumentation nicht führen. Es zahlt ja nicht der Finanzminister. Sie tun ja so, als würde das der Finanzminister bezahlen. Wahr ist, dass das alles Steuergeld ist. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wahr ist, dass jeder Ressortminister in seiner Verantwortung mit dem Finanzminister sein Budget verhandelt. Und wenn der Sozialminister schlecht verhandelt, dann ist es seine Verantwortung und nicht die Verantwortung des Finanzministers. (Beifall bei der ÖVP. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
Mag. Gaßner: Das ist wichtig, aber dann soll er es auch zahlen!) Herr Kollege Gaßner, ich meine, so plump darf man doch die Argumentation nicht führen. Es zahlt ja nicht der Finanzminister. Sie tun ja so, als würde das der Finanzminister bezahlen. Wahr ist, dass das alles Steuergeld ist. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wahr ist, dass jeder Ressortminister in seiner Verantwortung mit dem Finanzminister sein Budget verhandelt. Und wenn der Sozialminister schlecht verhandelt, dann ist es seine Verantwortung und nicht die Verantwortung des Finanzministers. (Beifall bei der ÖVP. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne hoffe ich – und ich höre ja, dass es im Ministerrat heute bereits eine intensive Bemühung in diese Richtung gegeben hat –, dass der Vorschlag des Finanzministers und Vizekanzlers Molterer aufgegriffen wird. Ich glaube, dass damit auch für die Menschen eine Sicherheit gegeben sein wird, denn es geht ja auch darum – und das haben wir im Wahlkampf gesehen, dass es für große Unsicherheit sorgt, wenn sozusagen die Frage auch der illegalen Pflege zum Thema wird –, dass wir nicht noch einmal den Fehler machen und diese Unsicherheit prolongieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Sozialminister! Hohes Haus! Budgethoheit – das sei meinem Vorredner gesagt – ist etwas, was immer noch in der Kompetenz dieses Hauses liegt. Das ist nichts, was sozusagen die Minister untereinander ausmauscheln könnten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da müsste man sich auch davor fürchten – das sage ich Ihnen auch ganz ehrlich –, denn wenn man dieses unwürdige Schauspiel betrachtet, wie das jetzt in diesen Bereichen schon wieder weitergeht, wo sich das auf dem Rücken der Pflegebedürftigen und auf dem Rücken derjenigen, die wirklich soziale Unterstützung brauchen und die große Hoffnungen vor allem in Sie gesetzt haben, abspielt, dann muss man sagen: Es ist ein Bild des Jammers, das Sie da bieten – nicht erst seit heute, nicht seit gestern, sondern in Wahrheit schon seit einigen Monaten! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Graf: Aber die Frau Kdolsky sitzt schon auf dem Bundeskanzlerplatz!
Mir tut es ja in Wahrheit leid, dass der Herr Bundeskanzler nicht mehr da ist, sondern dass er schon das Weite gesucht hat, denn ich hätte ihn schon ganz gerne etwas gefragt. (Abg. Dr. Graf: Aber die Frau Kdolsky sitzt schon auf dem Bundeskanzlerplatz!) Ja, sie sitzt schon auf dem Bundeskanzlersessel. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie weiß nicht einmal, wo ihr Platz ist!)
Abg. Ing. Westenthaler: Sie weiß nicht einmal, wo ihr Platz ist!
Mir tut es ja in Wahrheit leid, dass der Herr Bundeskanzler nicht mehr da ist, sondern dass er schon das Weite gesucht hat, denn ich hätte ihn schon ganz gerne etwas gefragt. (Abg. Dr. Graf: Aber die Frau Kdolsky sitzt schon auf dem Bundeskanzlerplatz!) Ja, sie sitzt schon auf dem Bundeskanzlersessel. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie weiß nicht einmal, wo ihr Platz ist!)
Abg. Dr. Graf: Er hat das große Los gezogen!
ministerium eingezogen ist, um einen an und für sich, wie wir auch gemeint haben, wichtigen Auftrag dort zu erfüllen, nämlich die Österreicher vor der Wahnsinnsinvestition eines viel zu teuren Eurofighters zu beschützen. (Abg. Dr. Graf: Er hat das große Los gezogen!) Das war sozusagen der große Verteidigungsauftrag des Herrn Darabos, und damit ist er ja in gewisser Weise neben dem Herrn Buchinger der zweite Geburtshelfer des „Sozialfighters“. Das ist dieses Ding, das Sie versprochen haben, der „Sozialfighter“, wenn Sie sich noch erinnern können. (Abg. Mag. Wurm: Aber da waren Sie in der Regierung!) Ich sage es Ihnen ja nur.
Abg. Mag. Wurm: Aber da waren Sie in der Regierung!
ministerium eingezogen ist, um einen an und für sich, wie wir auch gemeint haben, wichtigen Auftrag dort zu erfüllen, nämlich die Österreicher vor der Wahnsinnsinvestition eines viel zu teuren Eurofighters zu beschützen. (Abg. Dr. Graf: Er hat das große Los gezogen!) Das war sozusagen der große Verteidigungsauftrag des Herrn Darabos, und damit ist er ja in gewisser Weise neben dem Herrn Buchinger der zweite Geburtshelfer des „Sozialfighters“. Das ist dieses Ding, das Sie versprochen haben, der „Sozialfighter“, wenn Sie sich noch erinnern können. (Abg. Mag. Wurm: Aber da waren Sie in der Regierung!) Ich sage es Ihnen ja nur.
Beifall bei der FPÖ.
Dieser „Sozialfighter“, dieses berühmt-berüchtigte Ding, ist etwas, was eigentlich gar nichts mit Luftfahrt zu tun hat, oder irgendwie doch, denn der „Sozialfighter“, den Sie uns angekündigt haben, löst sich jetzt nämlich Schritt für Schritt in Luft auf. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei der FPÖ.
Insofern, meine Damen und Herren, sind die Stille und die auffällige Zurückhaltung, die wir da erleben, sehr, sehr verräterisch. Diese Zurückhaltung des Herrn Darabos, der seinen Vorstoß gegen die Eurofighter jetzt Schritt für Schritt zurücknimmt, sodass das, was er am Anfang haben wollte, immer weniger wird, entspricht im Grunde genommen genau auch Ihrer Zurechtstutzung des „Sozialfighters“: Riesengroße Ankündigungen gab es, einer Revolution der sozialpolitischen Denkungsart gleich – so möchte man das fast bezeichnen –, einen sozialpolitischen Urknall hätte es ja nach den Ankündigungen der SPÖ in dieser Republik geben sollen, und herausgekommen ist ein sozialpolitischer Knallfrosch. Anders kann man das in Wahrheit nicht bezeichnen. (Heiterkeit bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, ich meine, dass in diesem Paket des Sozialrechts-Änderungsgesetzes einiges drinnen ist, was tatsächlich eine Verbesserung bringt – ich sage noch einmal: Das wollen wir überhaupt gar nicht abstreiten! –, aber Sie müssen umgekehrt zugeben, dass Sie mit dem, was Sie hier vorweisen können, weit, weit, weit hinter den Erwartungen geblieben sind, die Sie selbst gehegt haben, und weit hinter dem geblieben sind, was Sie den Menschen in diesem Land versprochen haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Werte Regierungsmitglieder! Wenn man die Debatte bis jetzt verfolgt hat, dann hat man sich manchmal etwas Sorgen um den Zustand der Sozialpolitik machen müssen. Es war eine ziemlich schräge Debatte, in der von den Eurofightern über das übliche wieder aufgewärmte Thema „Ausländerhetze“ der Freiheitlichen (Zwischenrufe bei der FPÖ) bis hin zu den Themen „Pensionserhöhungen“ und „Pflegeamnestie“ sehr vieles diskutiert wurde, aber nur sehr wenig eigentlich zum Thema, zu dieser 67. ASVG-Novelle beziehungsweise – etwas, was man einem Außenstehenden schon gar nicht mehr erklären kann – zum Sozialrechts-Änderungsgesetz beziehungsweise Sozialversicherungs-Änderungsgesetz. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie können sich wieder beruhigen, ich nehme das Ausländerthema nicht in das Zentrum meiner Debatte auf, ich möchte nämlich zur Sache kommen.
Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Werte Regierungsmitglieder! Wenn man die Debatte bis jetzt verfolgt hat, dann hat man sich manchmal etwas Sorgen um den Zustand der Sozialpolitik machen müssen. Es war eine ziemlich schräge Debatte, in der von den Eurofightern über das übliche wieder aufgewärmte Thema „Ausländerhetze“ der Freiheitlichen (Zwischenrufe bei der FPÖ) bis hin zu den Themen „Pensionserhöhungen“ und „Pflegeamnestie“ sehr vieles diskutiert wurde, aber nur sehr wenig eigentlich zum Thema, zu dieser 67. ASVG-Novelle beziehungsweise – etwas, was man einem Außenstehenden schon gar nicht mehr erklären kann – zum Sozialrechts-Änderungsgesetz beziehungsweise Sozialversicherungs-Änderungsgesetz. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie können sich wieder beruhigen, ich nehme das Ausländerthema nicht in das Zentrum meiner Debatte auf, ich möchte nämlich zur Sache kommen.
Abg. Amon: Das ist im Interesse der Langzeitversicherten!
Ich war daher sogar froh, als der Kollege Kickl am Schluss seiner Rede noch einige Kritikpunkte angesprochen hat, die ich durchaus auch teilen würde. Ich halte es für ein Manko, dass weder im Bereich der Langzeitversicherten noch im Bereich der SchwerarbeiterInnen irgendetwas an Substanz geschaffen wird, was, etwa bei den Langzeitversicherten, über ein paar Jahre hinausgeht. Also wenn eine Langzeitversichertenregelung jetzt bis zum Jahr 2010 verlängert wird, wenn Kollege Amon erklärt – Nachtigall, ich höre dir trapsen –, man wolle das Thema Langzeitversichertenregelung aus dem Wahlkampf herausnehmen, indem man vorher schon im Jahre 2009 eine Verlängerung beschließt, die dann bis zum Jahr 2012 oder 2013 geht, dann muss ich sagen: So hätte man immerhin möglicherweise den nächsten Wahlkampf irgendwie sichergestellt! (Abg. Amon: Das ist im Interesse der Langzeitversicherten!) Im Interesse der Langzeitversicherten ist es, keine Frage! Nur: Im Interesse der Sicherheit von älteren Menschen, die noch nicht in Pension sind, ist es nicht. Die wissen nicht, was sie von diesem Pensionssystem zu erwarten haben, wie sie ihre zukünftige Lebensplanung einrichten sollen.
Abg. Dolinschek: Das verletzt den Gleichheitsgrundsatz!
Damit bin ich beim Thema „SchwerarbeiterInnenregelung“ angelangt. – Zugegeben, Herr Bundesminister, es ist nicht einfach, aufbauend auf dem, was in Bezug auf die SchwerarbeiterInnenregelung vorhanden ist, etwas sehr Gutes daraus zu machen. Ich habe die Regelung immer für einen Murks gehalten. Aber man könnte schon etwas machen. Und zwar: Man könnte weggehen von dem Prinzip, das in der SchwerarbeiterInnenregelung enthalten ist, das vorsieht, dass die letzten 20 Jahre zählen – da gibt es jetzt eine geringfügige Änderung –, hin zu dem Prinzip, dass man beispielsweise sagt: Jemand, der zeit seines Lebens 30 oder 35 Jahre Schwerarbeit geleistet hat (Abg. Dolinschek: Das verletzt den Gleichheitsgrundsatz!) – das verletzt diesen Grundsatz nicht –, der soll nach diesen 35 Jahren in Pension gehen können, und zwar abschlagsfrei. Das würde den SchwerarbeiterInnen, die nämlich über einen langen Zeitraum Schwerarbeit geleistet haben, wirklich helfen.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Eines sage ich schon an die Adresse des BZÖ: Wenn in den ersten Monaten dieses Jahres die Hürde Schwerarbeit von insgesamt fünf Menschen passiert werden konnte (Bundesminister Dr. Buchinger: Es sind schon neun!) oder neun mittlerweile, dann ist das eine Schande für die Gesetzgebung. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.) Entschuldigung! Aber für neun Menschen machen Sie ein Gesetz, über das zwei Jahre diskutiert wurde, in dem im Wesentlichen nichts weitergegangen ist und in dem die Hürden so hoch gesetzt wurden, dass von den tatsächlichen Schwerarbeiterinnen und Schwerarbeitern niemand drüberhüpfen kann?!
Beifall bei den Grünen.
Darüber sollten Sie nachdenken, denn das wäre der falsche Weg, auf dem sich dieses Land Österreich mit Sicherheit weder in der Sozialpolitik noch in der Wirtschaftspolitik weiterentwickeln kann. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Für das Protokoll: Kdolsky vom Kanzlersessel aus!
Präsident Dr. Michael Spindelegger: Von der Regierungsbank aus hat sich Frau Bundesministerin Dr. Kdolsky zu Wort gemeldet. – Bitte, Frau Bundesministerin. (Abg. Ing. Westenthaler: Für das Protokoll: Kdolsky vom Kanzlersessel aus!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Mit der gegenständlichen Sozialversicherungs-Novelle sind, denke ich, nicht nur Reparaturen, sondern ist in dem einen oder anderen Fall auch eine deutliche Verbesserung für betroffene Österreicherinnen und Österreicher verbunden. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Das hat sich einfach bewährt. Es ist jetzt umgesetzt, und ich bin froh darüber, dass das – wenn auch etwas verzögert, und zwar erst mit 1. Jänner 2008 – kommt. Es ist richtig, dass man die Mitarbeiter unmittelbar vor Arbeitsbeginn bei der Sozialversicherung anmeldet. Denn: Der Sozialversicherung geht hier jede Menge Geld verloren. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Es geht der Sozialversicherung jede Menge Geld verloren – jammere nicht, das ist das einzig Wirksame! Auch wenn sich die Unternehmen lange dagegen gesträubt haben, kommt es doch den Unternehmen zugute, vor allem jenen, die die Leute legal beschäftigen. Herr Kollege, so ist es! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das hat sich einfach bewährt. Es ist jetzt umgesetzt, und ich bin froh darüber, dass das – wenn auch etwas verzögert, und zwar erst mit 1. Jänner 2008 – kommt. Es ist richtig, dass man die Mitarbeiter unmittelbar vor Arbeitsbeginn bei der Sozialversicherung anmeldet. Denn: Der Sozialversicherung geht hier jede Menge Geld verloren. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Es geht der Sozialversicherung jede Menge Geld verloren – jammere nicht, das ist das einzig Wirksame! Auch wenn sich die Unternehmen lange dagegen gesträubt haben, kommt es doch den Unternehmen zugute, vor allem jenen, die die Leute legal beschäftigen. Herr Kollege, so ist es! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Donabauer.
Ich muss sagen, nachdem früher die so genannte Langzeitversichertenregelung, die „Hackler-Regelung“, immer wieder kritisiert worden ist, nämlich, dass das ein Murks ist, dass das nichts ist und so weiter, bin ich sehr froh, dass das heute weitergeführt wird. Unsere Intention war es, dass die Langzeitversicherten immer abschlagsfrei in Pension gehen können. Wenn Sie einen Koalitionspartner haben, der das nicht will, dann können Sie das in einer Regierung auch nicht umsetzen; diese Problematik haben die beiden Koalitionsparteien jetzt ebenfalls. Deswegen bin ich auch sehr, sehr froh darüber, dass das unbefristet weitergeht. (Zwischenruf des Abg. Donabauer.) – Ja, Herr Kollege Donabauer, du kannst dich sehr gut daran erinnern, wie das war!
Beifall beim BZÖ.
Wenn man jetzt diese Hacklerregelung praktisch bis zum Jahr 2010 verlängert, so sind das ja nur ein paar Jahre. Das müsste eigentlich unbefristet sein! (Beifall beim BZÖ.) Wenn also jemand 45 Beitragsjahre hat, oder eine Frau 40 Beitragsjahre, soll sie abschlagsfrei in Pension gehen können. Das war immer unsere Intention. Unser Regierungspartner hat das nicht mittragen wollen – okay, wir haben einen Kompromiss geschlossen. (Zwischenruf des Abg. Reheis.) Bei euch ist es ähnlich. Aber ich würde
Zwischenruf des Abg. Reheis.
Wenn man jetzt diese Hacklerregelung praktisch bis zum Jahr 2010 verlängert, so sind das ja nur ein paar Jahre. Das müsste eigentlich unbefristet sein! (Beifall beim BZÖ.) Wenn also jemand 45 Beitragsjahre hat, oder eine Frau 40 Beitragsjahre, soll sie abschlagsfrei in Pension gehen können. Das war immer unsere Intention. Unser Regierungspartner hat das nicht mittragen wollen – okay, wir haben einen Kompromiss geschlossen. (Zwischenruf des Abg. Reheis.) Bei euch ist es ähnlich. Aber ich würde
Beifall beim BZÖ.
Wir haben auch eine Pensionssicherungskommission eingesetzt. Diese Pensionssicherungskommission kommt alle drei Jahre zusammen – heuer ist sie zusammengekommen –, und sie beurteilt dann aufgrund der demographischen Entwicklung, der Lebenserwartung, der wirtschaftlichen Situation, der Wertschöpfung in Österreich und aufgrund des Beschäftigtenstandes, was eigentlich möglich ist. Es ist jetzt möglich – wir haben die Rahmenbedingungen, die Voraussetzungen dafür in der Vergangenheit geschaffen –, dass man jetzt Verbesserungen machen kann. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wieso nicht jetzt? – Die Steuereinnahmen sprudeln nur so hervor, es ist genug Geld vorhanden: Wieso sollte man das nicht umsetzen, dass jene, die lange Beitragszeiten haben, die 45 Jahre gearbeitet haben, auch abschlagsfrei in Pension gehen? (Beifall beim BZÖ.)
Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Ich bin nicht der Einzige!
Herr Kollege Öllinger, ich glaube, du hast das ganze System noch immer nicht durchschaut. (Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Ich bin nicht der Einzige!) Wir sind hergegangen und haben dafür gesorgt, dass jene Leute, die im Leben eine schwere Tätigkeit haben, ebenfalls, wenn sie nicht vorher aufgrund ihrer Tätigkeit schon in der Invaliditätspension sind und bis zum 60. Lebensjahr gearbeitet haben, abschlagsfrei in Pension gehen können. Da haben wir einen Meilenstein gesetzt. Alle reden davon, für die schwer arbeitenden Menschen etwas zu tun, aber keiner hat etwas getan. Wir haben uns durchgesetzt, wir haben gesagt: Das machen wir!
Zwischenruf des Abg. Öllinger
Wenn man jetzt hergeht und die letzten 20 Jahre anspricht, Herr Kollege Öllinger – und Sie, Frau Kollegin Csörgits, haben ja auch gesagt, dass das ein Murks-Gesetz ist (Zwischenruf des Abg. Öllinger) –, dann darf ich sagen: Es ist so, dass von früher her keine Aufzeichnungen vorhanden sind. Dafür können aber wir nichts! Es ist erwiesen, dass eine schwere Tätigkeit im älteren Abschnitt schwieriger als in jüngeren Jahren zu verrichten ist. Jetzt sind zehn Jahre notwendig, und da kommen auch jene Leute dazu, Herr Kollege Keck, die das in der Voest, weil dort 15 Jahre notwendig sind, nicht erreicht haben. Diese kommen dann, wenn sie diese zehn Jahre haben, auch in den Genuss der Schwerarbeiterregelung. (Zwischenruf des Abg. Keck.)
Zwischenruf des Abg. Keck.
Wenn man jetzt hergeht und die letzten 20 Jahre anspricht, Herr Kollege Öllinger – und Sie, Frau Kollegin Csörgits, haben ja auch gesagt, dass das ein Murks-Gesetz ist (Zwischenruf des Abg. Öllinger) –, dann darf ich sagen: Es ist so, dass von früher her keine Aufzeichnungen vorhanden sind. Dafür können aber wir nichts! Es ist erwiesen, dass eine schwere Tätigkeit im älteren Abschnitt schwieriger als in jüngeren Jahren zu verrichten ist. Jetzt sind zehn Jahre notwendig, und da kommen auch jene Leute dazu, Herr Kollege Keck, die das in der Voest, weil dort 15 Jahre notwendig sind, nicht erreicht haben. Diese kommen dann, wenn sie diese zehn Jahre haben, auch in den Genuss der Schwerarbeiterregelung. (Zwischenruf des Abg. Keck.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Hörl: Ist ja vorhanden!
dien herausholen, Herr Bundesminister – es ist egal, ob das in der Pensionsproblematik oder in der Pflegeproblematik der Fall ist –, dann können Sie sich eine Anleihe davon nehmen und dort weiterarbeiten, wo wir aufgehört haben. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Hörl: Ist ja vorhanden!)
Abg. Dolinschek: Ihr habt die Pensionen ...!
Abgeordneter Franz Riepl (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Kollege Dolinschek, irgendwie erinnert mich die BZÖ-Politik jetzt in der Debatte an den Wurstelprater: Da geht es in der Hochschaubahn auch zuerst herunter und dann hinauf. Zuerst waren Sie dabei, dass es mit den sozialen Rechten schnell heruntergeht – da haben manche sogar von „Sozialraub“ gesprochen, zu Recht, meine ich –, und jetzt geht es Ihnen zu langsam, dass es wieder hinaufgeht. (Abg. Dolinschek: Ihr habt die Pensionen ...!) Irgendwie wird das also ganz interessant. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Franz Riepl (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Kollege Dolinschek, irgendwie erinnert mich die BZÖ-Politik jetzt in der Debatte an den Wurstelprater: Da geht es in der Hochschaubahn auch zuerst herunter und dann hinauf. Zuerst waren Sie dabei, dass es mit den sozialen Rechten schnell heruntergeht – da haben manche sogar von „Sozialraub“ gesprochen, zu Recht, meine ich –, und jetzt geht es Ihnen zu langsam, dass es wieder hinaufgeht. (Abg. Dolinschek: Ihr habt die Pensionen ...!) Irgendwie wird das also ganz interessant. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Da zu sagen: Das ist nichts, da sind wir dagegen!, das kann ich beim besten Willen nicht verstehen, sehr geehrte Damen und Herren! Ich denke, das ist das, was man auch sagen muss, und das ist der Kurswechsel in der Sozialpolitik, der durch diese Vorlage von Bundesminister Buchinger deutlich sichtbar geworden ist. Dafür sollte man, glaube ich, herzlich danke sagen! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
letzten Regierungen – weggenommen wurde. Österreich wird dadurch, meine ich, dank der Sozialdemokratie, dank der SPÖ, aber auch dank dieser Regierung wieder etwas sozialer und gerechter. Ich möchte deshalb dem Herrn Sozialminister für diese Vorlage und für diesen Kurswechsel ausdrücklich danke sagen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Hofer begibt sich zunächst zur Regierungsbank und überreicht Bundesminister Dr. Buchinger ein Gebilde aus Papier.
Präsident Dr. Michael Spindelegger: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Ing. Hofer. 4 Minuten freiwillige Redezeitbeschränkung. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Ing. Hofer begibt sich zunächst zur Regierungsbank und überreicht Bundesminister Dr. Buchinger ein Gebilde aus Papier.)
Ruf: Er hat ihn schon weggeschossen!
Abgeordneter Ing. Norbert Hofer (FPÖ): Hohes Haus! Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Bundesminister! Ich habe Herrn Bundesminister Buchinger einen „Sozialfighter“ überreicht. (Ruf: Er hat ihn schon weggeschossen!) Sie werden sehen, er fliegt auch, und er ist außerdem nicht bewaffnet, so wie der Großteil der Eurofighter. (Zwischenrufe.)
Zwischenrufe.
Abgeordneter Ing. Norbert Hofer (FPÖ): Hohes Haus! Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Bundesminister! Ich habe Herrn Bundesminister Buchinger einen „Sozialfighter“ überreicht. (Ruf: Er hat ihn schon weggeschossen!) Sie werden sehen, er fliegt auch, und er ist außerdem nicht bewaffnet, so wie der Großteil der Eurofighter. (Zwischenrufe.)
Ruf bei der ÖVP: Sind Sie Flugtechniker?
Ich möchte aus meinem Herzen keine Mördergrube machen und Ihnen sagen, was ich nach der heutigen Debatte empfinde. (Ruf bei der ÖVP: Sind Sie Flugtechniker?) Ich bin Flugtechniker, ja. – Was mich ganz besonders ärgert, ist diese Sattheit der ÖVP, dieses zur Schau getragene Selbstbewusstsein. Ich frage mich: Warum eigentlich? (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich möchte aus meinem Herzen keine Mördergrube machen und Ihnen sagen, was ich nach der heutigen Debatte empfinde. (Ruf bei der ÖVP: Sind Sie Flugtechniker?) Ich bin Flugtechniker, ja. – Was mich ganz besonders ärgert, ist diese Sattheit der ÖVP, dieses zur Schau getragene Selbstbewusstsein. Ich frage mich: Warum eigentlich? (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Steibl: Das sind Unterstellungen!
Wissen Sie: Lachen, das können Sie! Sie können auch vom Zettel herunterlesen, das können Sie auch gut. (Abg. Steibl: Das sind Unterstellungen!) Es findet sich immer wieder eine Partei, die dumm genug ist – leider! –, der ÖVP zu Regierungsämtern zu verhelfen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich freue mich auf die Zeit – ich werde es noch erleben –, wenn einmal die ÖVP auf der Oppositionsbank Platz nehmen wird. Dort gehören Sie nämlich hin!
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wissen Sie: Lachen, das können Sie! Sie können auch vom Zettel herunterlesen, das können Sie auch gut. (Abg. Steibl: Das sind Unterstellungen!) Es findet sich immer wieder eine Partei, die dumm genug ist – leider! –, der ÖVP zu Regierungsämtern zu verhelfen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich freue mich auf die Zeit – ich werde es noch erleben –, wenn einmal die ÖVP auf der Oppositionsbank Platz nehmen wird. Dort gehören Sie nämlich hin!
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Bundesverfassung ist. Jeder Hindu wird zur Kenntnis nehmen, dass Kühe in Österreich nicht heilig sind. Auf diese Problematik muss man auch hinweisen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Freund: Wir haben es eh schon gehört! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wissen Sie, mir ist ein ehrlicher Roter – und ich sage es noch einmal – immer noch lieber als ein falscher Schwarzer. (Abg. Freund: Wir haben es eh schon gehört! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ
Daher wäre es eine gute Sache, wenn man jenen Menschen, die freiwillig diese Arbeit erledigen – bei der Feuerwehr ist es auch nur ein kleiner Kreis, der das immer wieder erledigt –, die Chance gibt, in den Genuss der Schwerarbeiterregelung zu kommen (Beifall bei der FPÖ), denn diese Leistungen, meine Damen und Herren, sind Leistungen, die ansonsten der Staat übernehmen müsste. Daher ist unser Vorschlag der, dass für jene Menschen, die in einem Jahr regelmäßig bei derartigen Einsätzen dabei sind – Einsätzen, die besonders intensiv sind, die wirklich Schwerstarbeit sind –, diese Zeit, also dieses Jahr, als Schwerarbeitsjahr berücksichtigt wird.
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Ridi Steibl (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Herr Kollege Hofer, Ihre Rede hat eine solche Tiefe gehabt, dass vor lauter Schrecken der „Sozialfighter“, den Sie Herrn Bundesminister Buchinger übergeben haben, abgestürzt ist. (Beifall bei der ÖVP.) Ich möchte einfach nur sagen: Man soll sich überlegen, wie weit der Weg von einem Flugzeugtechniker zur Technik der Sozialpolitik ist, und man sollte nur von dem reden, was man versteht. Ich bin sehr froh darüber, dass es zwischen der Steiermark und dem Burgenland eine Grenze gibt. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordnete Ridi Steibl (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Herr Kollege Hofer, Ihre Rede hat eine solche Tiefe gehabt, dass vor lauter Schrecken der „Sozialfighter“, den Sie Herrn Bundesminister Buchinger übergeben haben, abgestürzt ist. (Beifall bei der ÖVP.) Ich möchte einfach nur sagen: Man soll sich überlegen, wie weit der Weg von einem Flugzeugtechniker zur Technik der Sozialpolitik ist, und man sollte nur von dem reden, was man versteht. Ich bin sehr froh darüber, dass es zwischen der Steiermark und dem Burgenland eine Grenze gibt. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Da ist aber auch eine Grenze!
Ein kurzer Satz noch zum Antrag des BZÖ auf eine monatliche Unterstützung für die Kindererziehungszeiten für Frauen über 60, die kein Einkommen haben beziehungsweise unter dem Ausgleichsrichtsatz liegen: Der Antrag hat seinen Ausgangspunkt beim Kärntner BZÖ, das wurde dort als zusätzliche Familienleistung im Land eingeführt. Ich kenne mich ein bisschen aus, weil wir ja in der Steiermark auch zusätzliche Familienleistungen haben. (Abg. Ing. Westenthaler: Da ist aber auch eine Grenze!) Ich sage dazu jetzt nur sehr locker: Man möchte das dem Bund überstülpen, dass der Bund es weiterzahlt und dass man in Kärnten wieder wahlgerecht etwas Neues erfinden könnte.
Beifall bei der ÖVP.
Zusätzlich großen Aufwand, auch in der Verwaltung, und damit Kostenschwere schafft der Vorschlag durch die Gewährung nur für ein Jahr; danach muss wieder ein neuer Antrag gestellt werden. Ich glaube, gerade in der Hinsicht gehört diese betroffene Zielgruppe in den Bereich einer bedarfsorientierten Grundsicherung beziehungsweise könnte man dies auch über die Ausgleichszulagenrichtsätze steuern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
In Ihrer Umgebung wird das wahrscheinlich kein so großes Thema sein. Aber wir vertreten diejenigen, die unter diesen Zuständen leiden. Deswegen legen wir Wert darauf, dass hier auch die Wahrheit gesprochen wird. (Beifall bei der FPÖ.) Wenn Sie uns nicht widerlegen, dann wiederholen wir das, was wir beweisen können: Die Massenimmigration – so wie sie läuft, nämlich völlig ungesteuert – zerstört den Sozialstaat! Nichts weniger als das! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
In Ihrer Umgebung wird das wahrscheinlich kein so großes Thema sein. Aber wir vertreten diejenigen, die unter diesen Zuständen leiden. Deswegen legen wir Wert darauf, dass hier auch die Wahrheit gesprochen wird. (Beifall bei der FPÖ.) Wenn Sie uns nicht widerlegen, dann wiederholen wir das, was wir beweisen können: Die Massenimmigration – so wie sie läuft, nämlich völlig ungesteuert – zerstört den Sozialstaat! Nichts weniger als das! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Amon: Die sind aber dageblieben!
Wie war es in den siebziger Jahren? – Damals hat man den Eindruck gehabt, dass man Arbeitskräfte braucht, und hat sie angeworben, aber natürlich nur den, für den man einen Arbeitsplatz hatte! Es kam dann in den ... (Abg. Amon: Die sind aber dageblieben!)
Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek übernimmt den Vorsitz.
Man hat ein Asylgesetz geschaffen – lesen Sie den Antragstext, lesen Sie vor allem auch die Rede Ihres Abgeordneten Parnigoni!; ich weiß nicht, ob er sich überhaupt noch daran erinnern kann, was er damals, 1991, alles gesagt hat; richtig war es übrigens zum großen Teil –, um, wie dort steht, der Situation Herr zu werden, die aufgetreten ist, nämlich dass zunehmend Leute unter diesem Titel ins Land kommen, die nicht wie Flüchtlinge bisher nach der Genfer Konvention verfolgt sind, sondern aus wirtschaftlichen Gründen ihre Heimat verlassen. Und um das einzudämmen, hat man das Asylrecht geschaffen – das wurde auch in allen Reden ausgesprochen, und so war das. (Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Öllinger: Wir reden jetzt nicht über das Asylgesetz!
Was ist aber in Wirklichkeit dann mit diesem Gesetz passiert? – Im Gegensatz zu den Lippenbekenntnissen, die man immer wieder hört, gibt es keine Trennung zwischen Asyl und Einwanderung! (Abg. Öllinger: Wir reden jetzt nicht über das Asylgesetz!)
Beifall bei der FPÖ.
Asyl ist Schutz vor Verfolgung, und vor allem eines: Schutz auf Zeit. Wenn ich also im Asylgesetz selbst dem Asylwerber nach fünf Jahren eine bevorzugte Einbürgerung zugestehe oder überhaupt jetzt dann auch noch ein Bleiberecht fordere, was übrigens der UNHCR ablehnt, weil er zu Recht erkennt, dass das eine unzulässige und schädliche Vermischung von Einwanderung und Asyl ist, mache ich etwas ganz Schlimmes: Ich verquicke das Recht auf Asyl, das wir gewähren, mit der Einwanderung und schaffe damit sozusagen – völlig absurd! – ein Recht auf Einwanderung für jedermann. Davor kann man nur ganz laut und deutlich warnen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Nein, das ist kein Staatsbürgerrecht!
Die Teilnahme am Sozialstaat ist ein Staatsbürgerrecht. (Abg. Öllinger: Nein, das ist kein Staatsbürgerrecht!) Und der Sozialstaat ist kein Goldschatz, der irgendwo liegt, und da gibt es die „Guten“ – Sie –, die diesen Goldschatz allen zuteilen, und die „Bösen“ – das sind wir –, die das nicht wollen, sondern ein Sozialstaat ist ein Regelkreislauf, ist das Einbekenntnis (Zwischenruf des Abg. Öllinger) und die Verpflichtung einer Solidargemeinschaft, füreinander einzustehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Öllinger
Die Teilnahme am Sozialstaat ist ein Staatsbürgerrecht. (Abg. Öllinger: Nein, das ist kein Staatsbürgerrecht!) Und der Sozialstaat ist kein Goldschatz, der irgendwo liegt, und da gibt es die „Guten“ – Sie –, die diesen Goldschatz allen zuteilen, und die „Bösen“ – das sind wir –, die das nicht wollen, sondern ein Sozialstaat ist ein Regelkreislauf, ist das Einbekenntnis (Zwischenruf des Abg. Öllinger) und die Verpflichtung einer Solidargemeinschaft, füreinander einzustehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Teilnahme am Sozialstaat ist ein Staatsbürgerrecht. (Abg. Öllinger: Nein, das ist kein Staatsbürgerrecht!) Und der Sozialstaat ist kein Goldschatz, der irgendwo liegt, und da gibt es die „Guten“ – Sie –, die diesen Goldschatz allen zuteilen, und die „Bösen“ – das sind wir –, die das nicht wollen, sondern ein Sozialstaat ist ein Regelkreislauf, ist das Einbekenntnis (Zwischenruf des Abg. Öllinger) und die Verpflichtung einer Solidargemeinschaft, füreinander einzustehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie das Verhältnis jener, die einzahlen, und jener, die herausbekommen, ganz ungünstig verändern, also mittlerweile Hunderttausende hereinholen, werden Sie den Sozialstaat zerstören. Beides gleichzeitig – Massenimmigration und Sozialstaat –, das geht nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir werden daher nicht müde werden, Ihnen klarzumachen und Sie aufzufordern, erstens das Asylrecht wieder auf seinen humanen Grundgedanken zurückzuführen und zweitens sich zu entscheiden – das gilt vor allem für Sie von der Sozialdemokratie – zwischen Einwanderung und Sozialstaat. Wir haben diese Entscheidung natürlich zugunsten des Sozialstaates getroffen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: So ist es!
Dieses Begehren, dieses Anliegen ist aus meiner Sicht aus zwei Gründen falsch: Es ist inhaltlich falsch, und es ist menschlich falsch. Inhaltlich ist es falsch, und Sie selbst, meine sehr geschätzten Damen und Herren Abgeordneten, haben ja den Widerspruch in Debattenbeiträgen, die Sie hier geleistet haben, aufgezeigt. Sie haben in Wirklichkeit kein Interesse an den Studien und an objektiven Ergebnissen, denn egal, was diese Studie ergibt, den Schluss haben Sie ja hier in den Debattenbeiträgen bereits gezogen (Abg. Öllinger: So ist es!): nämlich dass Ausländer und Ausländerinnen aus dem Sozialsystem ausgeschlossen werden sollten oder zumindest nur verspätet in das Sozialsystem aufgenommen werden sollten.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wozu also die Studie, wenn Sie diesen Schluss bereits gezogen haben? (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Es gibt solche Studien, die zeigen, dass das durchaus ausgewogen ist.
Abg. Kickl: Eine eigene!
Was wäre die Alternative für diesen Kollegen muslimischen Bekenntnisses, wenn Ihr Antrag, Ihr Begehren durchkäme? – Dann hätte er keine Krankenversicherung, keinen Krankenversicherungsschutz und bekäme keine Behandlung in den Spitälern. (Abg. Kickl: Eine eigene!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Es kann doch menschlich nicht in Ihrem Interesse sein, Herr Abgeordneter Hofer, bei einer derartigen Problemlage, wenn vielleicht jahrelang hier einbezahlt worden ist, einen Krankenversicherungsschutz zu versagen! Das würde die menschliche Einschätzung, die ich von Ihnen habe, auch nicht bestätigen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Hohen Haus hier ausgeht. Da dürfen wir uns alle freuen – Regierung und Opposition! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und BZÖ.
Der geschätzte Abgeordnete Amon hat in seinem Redebeitrag den Vorschlag gemacht – so habe ich ihn verstanden –, nicht bis zum Jahr 2010 zu warten, um diese Regelung unbefristet zu machen, weil hier das Argument, das von der FPÖ und von den Grünen gebracht wurde, richtig ist, nämlich dass es hier auch um Sicherheit, um eine langfristige Stabilität und Vertrauen geht. Ich greife daher diese Anregung gerne auf und verspreche Ihnen, dass in der nächsten ASVG-Novelle, die wir noch im Herbst dem Parlament zuleiten werden, diese unbefristete Regelung von uns vorgeschlagen wird. Mit Zustimmung der ÖVP und von Ihnen allen können wir das dann noch im heurigen Jahr beschließen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und BZÖ.) – Das wäre eine weitere gute Nachricht, die heute hier vom Hohen Haus ausgeht.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch die Erweiterung der Einbeziehung pflegender Angehöriger in die Kostenfreiheit der Pensionsversicherung ist ein ganz, ganz wichtiges Signal. Es genügt nicht, nur in Sonntagsreden die Leistungskraft und Leistungsbereitschaft pflegender Angehöriger zu loben, was wir alle tun, ungeachtet unserer ideologischen Positionierung, sondern da ist es wichtig, heute hier in diesem Hohen Haus das Signal zu geben: nicht nur verbal, sondern auch materiell, finanziell sagen wir Danke und anerkennen die Leistung dieser pflegenden Angehörigen, indem ab Pflegestufe 5 die gänzliche Kostenfreiheit in der Pensionsversicherung eingeführt wird. Ein gutes Zeichen hier aus dem Hohen Haus! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzter Herr Kollege Dolinschek, darauf kann man, glaube ich, nicht stolz sein, dass man Schwerarbeiter zuerst darauf verweisen muss, dass sie krank, arbeitsunfähig, invalid und berufsunfähig werden, um für Ihre Schwerarbeit eine angemessene pensionsrechtliche Abgeltung zu bekommen. Da muss es andere, sozialere und gerechtere Wege geben, und wir werden versuchen – bitte, auch mit Ihrer Unterstützung –, in den Kommissionen, Arbeitsgruppen im Hohen Haus diese zu finden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Amon: Das ist ein bewusstes Missverstehen, Herr Minister!
gesetz möchte ich bei dem nächsten Tagesordnungspunkt intensiver eingehen –, und darf sagen: Wenn Sie, Kollege Amon, sagen, dass es eine Zumutung für 20 000 Familien – ich zitiere Sie, Kollege Amon – wäre, unternehmerisch tätig zu sein, dann ist das meiner Meinung nach eine sehr harte Kritik am Entwurf des Hausbetreuungsgesetzes von Bundesminister Martin Bartenstein, denn dort ist zugrunde gelegt, dass die Tätigkeit in der Hausbetreuung entweder selbständig oder unselbständig, angestellt beim pflegenden Angehörigen oder bei der zu pflegenden Person möglich ist. Kollege Amon, diese harte Kritik könnten Sie ihm auch unter vier Augen ausrichten! Dass Sie das hier im Hohen Haus machen, ist vielleicht doch ein bisschen zu hart, auch nach meiner Auffassung. (Abg. Amon: Das ist ein bewusstes Missverstehen, Herr Minister!)
Abg. Amon: Sie haben das bewusst missverstanden, Herr Minister!
Im Zusammenhang mit der Verlängerung der Pflegeamnestie, die Sie, Herr Abgeordneter Amon, auch hier angesprochen haben (Abg. Amon: Sie haben das bewusst missverstanden, Herr Minister!) und wozu es einen Initiativantrag gibt, muss man den Unterschied zu dem Beschluss im Hohen Haus vor einem Jahr doch deutlich machen. Damals war diese Pflegeamnestie im Pflegeübergangsgesetz zu Recht zu beschließen, weil es zu diesem Zeitpunkt und bis heute keine legale Möglichkeit für eine 24-Stunden-Betreuung zu Hause gegeben hat beziehungsweise gibt.
Zwischenruf des Abg. Amon
Der große Fortschritt, den die Regierung mit dem Ministerratsbeschluss im April, mit der Beschlussfassung hier im Hohen Haus im Sozialausschuss und, wie ich hoffe, auch heute hier in diesem Plenum leistet (Zwischenruf des Abg. Amon), ist, dass es ab 1. Juli die legale Möglichkeit der Anstellung zu Hause oder der selbständigen Tätigkeit in der 24-Stunden-Betreuung geben wird (Abg. Ing. Westenthaler: Wer zahlt das?) und zusätzlich nach dem Bundespflegegeldgesetz auch die Möglichkeit geschaffen wird (Abg. Ing. Westenthaler: Wer zahlt das?), zum Pflegegeld dazu bis zu 750 € im Monat an Förderung zu leisten. Damit gibt es eine legale Möglichkeit, auch qualitätsgesichert, auch leistbar (Abg. Kickl: Nur rein formal!), und damit braucht es diese Amnestie nicht mehr (Abg. Ing. Westenthaler: Herr Minister! Wer zahlt das? Sagen Sie uns doch, wer das zahlt!), weil wir und weil Sie, wovon ich ausgehe, diese Regelung heute schaffen.
Abg. Ing. Westenthaler: Wer zahlt das?
Der große Fortschritt, den die Regierung mit dem Ministerratsbeschluss im April, mit der Beschlussfassung hier im Hohen Haus im Sozialausschuss und, wie ich hoffe, auch heute hier in diesem Plenum leistet (Zwischenruf des Abg. Amon), ist, dass es ab 1. Juli die legale Möglichkeit der Anstellung zu Hause oder der selbständigen Tätigkeit in der 24-Stunden-Betreuung geben wird (Abg. Ing. Westenthaler: Wer zahlt das?) und zusätzlich nach dem Bundespflegegeldgesetz auch die Möglichkeit geschaffen wird (Abg. Ing. Westenthaler: Wer zahlt das?), zum Pflegegeld dazu bis zu 750 € im Monat an Förderung zu leisten. Damit gibt es eine legale Möglichkeit, auch qualitätsgesichert, auch leistbar (Abg. Kickl: Nur rein formal!), und damit braucht es diese Amnestie nicht mehr (Abg. Ing. Westenthaler: Herr Minister! Wer zahlt das? Sagen Sie uns doch, wer das zahlt!), weil wir und weil Sie, wovon ich ausgehe, diese Regelung heute schaffen.
Abg. Ing. Westenthaler: Wer zahlt das?
Der große Fortschritt, den die Regierung mit dem Ministerratsbeschluss im April, mit der Beschlussfassung hier im Hohen Haus im Sozialausschuss und, wie ich hoffe, auch heute hier in diesem Plenum leistet (Zwischenruf des Abg. Amon), ist, dass es ab 1. Juli die legale Möglichkeit der Anstellung zu Hause oder der selbständigen Tätigkeit in der 24-Stunden-Betreuung geben wird (Abg. Ing. Westenthaler: Wer zahlt das?) und zusätzlich nach dem Bundespflegegeldgesetz auch die Möglichkeit geschaffen wird (Abg. Ing. Westenthaler: Wer zahlt das?), zum Pflegegeld dazu bis zu 750 € im Monat an Förderung zu leisten. Damit gibt es eine legale Möglichkeit, auch qualitätsgesichert, auch leistbar (Abg. Kickl: Nur rein formal!), und damit braucht es diese Amnestie nicht mehr (Abg. Ing. Westenthaler: Herr Minister! Wer zahlt das? Sagen Sie uns doch, wer das zahlt!), weil wir und weil Sie, wovon ich ausgehe, diese Regelung heute schaffen.
Abg. Kickl: Nur rein formal!
Der große Fortschritt, den die Regierung mit dem Ministerratsbeschluss im April, mit der Beschlussfassung hier im Hohen Haus im Sozialausschuss und, wie ich hoffe, auch heute hier in diesem Plenum leistet (Zwischenruf des Abg. Amon), ist, dass es ab 1. Juli die legale Möglichkeit der Anstellung zu Hause oder der selbständigen Tätigkeit in der 24-Stunden-Betreuung geben wird (Abg. Ing. Westenthaler: Wer zahlt das?) und zusätzlich nach dem Bundespflegegeldgesetz auch die Möglichkeit geschaffen wird (Abg. Ing. Westenthaler: Wer zahlt das?), zum Pflegegeld dazu bis zu 750 € im Monat an Förderung zu leisten. Damit gibt es eine legale Möglichkeit, auch qualitätsgesichert, auch leistbar (Abg. Kickl: Nur rein formal!), und damit braucht es diese Amnestie nicht mehr (Abg. Ing. Westenthaler: Herr Minister! Wer zahlt das? Sagen Sie uns doch, wer das zahlt!), weil wir und weil Sie, wovon ich ausgehe, diese Regelung heute schaffen.
Abg. Ing. Westenthaler: Herr Minister! Wer zahlt das? Sagen Sie uns doch, wer das zahlt!
Der große Fortschritt, den die Regierung mit dem Ministerratsbeschluss im April, mit der Beschlussfassung hier im Hohen Haus im Sozialausschuss und, wie ich hoffe, auch heute hier in diesem Plenum leistet (Zwischenruf des Abg. Amon), ist, dass es ab 1. Juli die legale Möglichkeit der Anstellung zu Hause oder der selbständigen Tätigkeit in der 24-Stunden-Betreuung geben wird (Abg. Ing. Westenthaler: Wer zahlt das?) und zusätzlich nach dem Bundespflegegeldgesetz auch die Möglichkeit geschaffen wird (Abg. Ing. Westenthaler: Wer zahlt das?), zum Pflegegeld dazu bis zu 750 € im Monat an Förderung zu leisten. Damit gibt es eine legale Möglichkeit, auch qualitätsgesichert, auch leistbar (Abg. Kickl: Nur rein formal!), und damit braucht es diese Amnestie nicht mehr (Abg. Ing. Westenthaler: Herr Minister! Wer zahlt das? Sagen Sie uns doch, wer das zahlt!), weil wir und weil Sie, wovon ich ausgehe, diese Regelung heute schaffen.
Abg. Ing. Westenthaler: Sagen Sie einmal dazu, wie wir das finanzieren!
Zu Recht warnen Sie, Kollege Amon, davor, dass die betroffenen Personen verunsichert werden. (Abg. Ing. Westenthaler: Sagen Sie einmal dazu, wie wir das finanzieren!) Ich finde das auch sehr wichtig.
Beifall bei der SPÖ.
Wir sollten unsere Energie dafür verwenden, gute, ordentliche Verhältnisse zu schaffen, Sicherheit, soziale Sicherheit – das ist unser Auftrag und nicht das Gegenteil! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kickl: Das tun nicht wir!
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Frau Präsidentin! Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Einige Dinge sollten nicht so hier im Hohen Haus stehen bleiben, nämlich die Tatsache, dass eine Fraktion, die Freiheitlichen, immer wieder Asyl und Migration vermischen (Abg. Kickl: Das tun nicht wir!) – das hat auch Kollegin
Abg. Dr. Haimbuchner: Das machen Sie!
Rosenkranz, die jetzt leider nicht mehr im Saal ist, gemacht. (Abg. Dr. Haimbuchner: Das machen Sie!)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Ich denke, es ist wichtig, das zu unterscheiden, zu betonen und Sie daran zu erinnern: Die letzten sieben Jahre waren Sie zumindest partiell in der Regierung, und die Zuwanderungsquote der letzten 7 Jahre war die höchste in den letzten 20 Jahren. Da sollten Sie sich vielleicht etwas zurückhalten und zum Thema Migration eine etwas andere Haltung einnehmen. (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Thema Asyl sei Ihnen gesagt: Wenn Sie unterscheiden zwischen Menschen der Unterschicht – sie hat es dann relativiert – und Menschen, wie wir es sind, die wir ja mit solchen Leuten nichts zu tun hätten, dann muss ich sagen: Ich fühle mich hier nicht allein, und ich glaube, es gibt etliche hier Hohen Haus, die sich mit Asylwerberinnen und Asylwerbern beschäftigen, mit ihnen arbeiten und versuchen, ihnen zu helfen, ihre Situation zu verbessern. Ich zähle mich jedenfalls dazu! – Das heißt: Differenzieren Sie bitte genau! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich meine, wir sollten jetzt, in der Gegenwart, für die Zukunft arbeiten, damit in Zukunft wieder mehr junge Frauen den Mut zu Kindern haben, die Männer nicht außer Acht lassen, die Väter auch in die Pflicht nehmen und gute Politik für beide Geschlechter machen. Und ich lade Sie, insbesondere Sie vom BZÖ und von der Freiheitlichen Partei, dazu ein. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Und wie ist das mit Ihrem Amnestie-Antrag? Der kommt im Nachhinein!
chung nur wenige Tage Zeit haben, sich auf diese Situation einzustellen. (Abg. Öllinger: Und wie ist das mit Ihrem Amnestie-Antrag? Der kommt im Nachhinein!) Das ist eine bewusste Missinterpretation, Herr Bundesminister. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
chung nur wenige Tage Zeit haben, sich auf diese Situation einzustellen. (Abg. Öllinger: Und wie ist das mit Ihrem Amnestie-Antrag? Der kommt im Nachhinein!) Das ist eine bewusste Missinterpretation, Herr Bundesminister. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Das stimmt nicht!
Es muss Ihnen bewusst sein, dass das Hauptproblem der österreichischen Bevölkerung derzeit die Ausländerfrage ist. (Ruf bei der SPÖ: Das stimmt nicht!) Das ist so! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es muss Ihnen bewusst sein, dass das Hauptproblem der österreichischen Bevölkerung derzeit die Ausländerfrage ist. (Ruf bei der SPÖ: Das stimmt nicht!) Das ist so! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Das ist Ihr Problem!
Sie sagen: Das stimmt nicht! – Vielleicht ist es dann wirklich so, dass die Leute nur zu uns, zu mir kommen. (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist Ihr Problem!) – Es ist nicht unser Problem! (Abg. Heinisch-Hosek: O ja!) Wir sind politisch dazu da, zu versuchen, Probleme, die der Bevölkerung unter den Nägeln brennen, zu lösen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: O ja!
Sie sagen: Das stimmt nicht! – Vielleicht ist es dann wirklich so, dass die Leute nur zu uns, zu mir kommen. (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist Ihr Problem!) – Es ist nicht unser Problem! (Abg. Heinisch-Hosek: O ja!) Wir sind politisch dazu da, zu versuchen, Probleme, die der Bevölkerung unter den Nägeln brennen, zu lösen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie sagen: Das stimmt nicht! – Vielleicht ist es dann wirklich so, dass die Leute nur zu uns, zu mir kommen. (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist Ihr Problem!) – Es ist nicht unser Problem! (Abg. Heinisch-Hosek: O ja!) Wir sind politisch dazu da, zu versuchen, Probleme, die der Bevölkerung unter den Nägeln brennen, zu lösen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Was ist „Daham statt Islam“? – Beifall bei der FPÖ
Meine Damen und Herren! Da davon zu sprechen – wie dies Herr Abgeordneter Öllinger gemacht hat –, dass wir Ausländerhetze betreiben, heißt, das Problem nicht zu verstehen, sondern einen politischen Mitbewerber, nennen wir es einmal so (Abg. Öllinger: Was ist „Daham statt Islam“? – Beifall bei der FPÖ), einfach in ein Eck zu stellen, ihn dort zu verhaften und nicht mehr herauszulassen und nicht mehr politisch arbeiten zu lassen. (Abg. Öllinger: Was ist „Daham statt Islam“?)
Abg. Öllinger: Was ist „Daham statt Islam“?
Meine Damen und Herren! Da davon zu sprechen – wie dies Herr Abgeordneter Öllinger gemacht hat –, dass wir Ausländerhetze betreiben, heißt, das Problem nicht zu verstehen, sondern einen politischen Mitbewerber, nennen wir es einmal so (Abg. Öllinger: Was ist „Daham statt Islam“? – Beifall bei der FPÖ), einfach in ein Eck zu stellen, ihn dort zu verhaften und nicht mehr herauszulassen und nicht mehr politisch arbeiten zu lassen. (Abg. Öllinger: Was ist „Daham statt Islam“?)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Reheis: Das ist unglaublich, was Sie aufführen! Das ist eine Menschenverachtung par excellence!
Patienten an, die, wenn sie das Pech haben, dass ein Türke oder eine Türkin bei ihnen liegt, bis 2 Uhr in der Nacht von unendlich vielen Besuchern behelligt werden. Schauen Sie sich an, was alles geschieht! Das sind eben zwei verschiedene Kulturen, die aufeinander stoßen, das müssen wir endlich zur Kenntnis nehmen! Und darum geht es mir. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Reheis: Das ist unglaublich, was Sie aufführen! Das ist eine Menschenverachtung par excellence!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Entbehrlich ist langsam Ihre (in Richtung FPÖ) Beitragskultur zu den Zuwanderern. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Nehmen Sie einmal zur Kenntnis: Wenn das Ihr politisches Programm ist, bitte, dann machen Sie es, aber belasten Sie nicht ständig die gesamte Republik mit Ihren Themen! (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Ing. Hofer: Lösen Sie das Pflegeproblem!
Da mein Vorredner meinte, dass wir Sie ins Eck bringen, muss ich sagen: Lieber Herr Kollege, ihr begebt euch ja mit Feuereifer immer ins Eck! (Abg. Ing. Hofer: Lösen Sie das Pflegeproblem!) – Versuchen Sie einmal, andere Themen zu finden. Ich habe Ihnen nichts vorzuschreiben, aber wenn der erste Debattenredner Ihrer Gruppe heute hier steht und zur Sache nichts sagt, sich ausnahmslos zu diesen Themen äußert, dann finde ich das unpassend in der Sozialdebatte dieses Parlaments, lassen Sie mich das sagen! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Da mein Vorredner meinte, dass wir Sie ins Eck bringen, muss ich sagen: Lieber Herr Kollege, ihr begebt euch ja mit Feuereifer immer ins Eck! (Abg. Ing. Hofer: Lösen Sie das Pflegeproblem!) – Versuchen Sie einmal, andere Themen zu finden. Ich habe Ihnen nichts vorzuschreiben, aber wenn der erste Debattenredner Ihrer Gruppe heute hier steht und zur Sache nichts sagt, sich ausnahmslos zu diesen Themen äußert, dann finde ich das unpassend in der Sozialdebatte dieses Parlaments, lassen Sie mich das sagen! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Es wurde heute hier gesagt, dass man sich erwartet, dass die Ersatzzeiten bei Langzeitkrankenständen in Beitragszeiten umgewandelt werden. Das ist eine Sache, die ich nicht zu beurteilen habe. Ich habe Verständnis, bitte aber, auch die Nachkaufmöglichkeit für all jene zu berücksichtigen, die einmal in bäuerlichen Häusern, in Gewerbebetrieben gearbeitet haben und heute überwiegend im ASVG versichert sind. Das sind überwiegend Leute, die einen sehr kontinuierlichen Arbeitsverlauf hatten und sich durch die neuen Pensionsreformen und -maßnahmen im Nachteil sehen. Das ist kein Thema einer Branche, das ist ein Thema der Bürger. Schauen wir, dass wir dieses Thema auch lösen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP
Ich hoffe, dass wir auch darüber konkrete Gespräche führen können (Beifall bei der ÖVP), und bitte, dass Sie auch Verständnis haben für die Neuregelung bei den Entsendungen im Bauern-Sozialversicherungsgesetz. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich hoffe, dass wir auch darüber konkrete Gespräche führen können (Beifall bei der ÖVP), und bitte, dass Sie auch Verständnis haben für die Neuregelung bei den Entsendungen im Bauern-Sozialversicherungsgesetz. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Parnigoni: Fällt Ihnen nichts anderes ein?
Wissen Sie, was auch nicht gut ist, Herr Sozialminister? – Wir verstehen ja, dass Sie im Prinzip nichts zu sagen und auch keine Kompetenzen in Ihrem Ministerium haben – das ist übrigens der Fluch der bösen Tat Ihres Parteivorsitzenden, der bei der Ressortverteilung entsetzlich für Sie verhandelt hat (Abg. Parnigoni: Fällt Ihnen nichts anderes ein?) und in Wirklichkeit bei der Ressortverteilung w.o. gegeben hat, wie man im Sport sagt, deswegen haben Sie keine Kompetenzen in Ihrem Ressort –, deswegen gehen Sie durchs Land und wollen endlich etwas Gutes tun. Sie wollen endlich etwas
Abg. Brosz: Missethon hat das gesagt!
Wissen Sie, was er noch gesagt hat? Und das ist schon beachtlich, denn der Koalitionspartner muss es ja wissen. (Abg. Brosz: Missethon hat das gesagt!)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Jetzt gehe ich aber nicht so weit – das mache ich nicht – und sage, alle Ausländer dürfen keine Sozialleistungen bekommen. Ich halte das auch für falsch, liebe Kollegen von der FPÖ, das ist nicht begründbar. Wissen Sie, was Sie damit machen? – Damit ziehen Sie nämlich diese wichtige Ausländerdebatte mittlerweile herunter auf das Niveau einer ethnischen Diskussion, und das halte ich für falsch. Warum macht man nicht einfach eine pragmatische Diskussion daraus und sagt: Zuwanderer, die hier in Österreich sind, die kriminell werden, die sich nicht integrieren wollen, die das Land nur ausnützen wollen, die sollen keine Sozialleistungen bekommen!? – Das ist der richtige Weg, aber nicht pauschalieren und alle in einen Topf werfen! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Das halte ich für völlig falsch.
Abg. Neugebauer: Langsam, langsam!
Jetzt noch zur Frau Kollegin, meiner fast schon Lieblingsministerin, weil sie mittlerweile auch das virtuelle Ressort der Ulk-Ministerin übernommen hat (Abg. Neugebauer: Langsam, langsam!), zur Frau Kdolsky. (Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP, SPÖ und Grünen.) Die Frau Ulk-Ministerin Kdolsky, die wirklich kein Fettnäpfchen auslässt, um auch ihr Engagement in Ulk-Sachen unter Beweis zu stellen ...
Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP, SPÖ und Grünen.
Jetzt noch zur Frau Kollegin, meiner fast schon Lieblingsministerin, weil sie mittlerweile auch das virtuelle Ressort der Ulk-Ministerin übernommen hat (Abg. Neugebauer: Langsam, langsam!), zur Frau Kdolsky. (Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP, SPÖ und Grünen.) Die Frau Ulk-Ministerin Kdolsky, die wirklich kein Fettnäpfchen auslässt, um auch ihr Engagement in Ulk-Sachen unter Beweis zu stellen ...
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Grünen.
Wissen Sie, wer im Moment überhaupt keinen Spaß hat, Frau Ministerin? – Das sind die Familien in dem Land, denen Sie jetzt im Nachhinein das Kindergeld wegnehmen wollen. Die haben überhaupt keinen Spaß und finden das auch nicht besonders lustig, was Sie da machen, Frau Ministerin. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Grünen.) Deswegen können wir auch an dieser Stelle nur eindringlich an Sie appellieren: Nehmen Sie Ihre Hände weg vom Kindergeld, das bereits ausgezahlt worden ist, und das die Familien zum großen Teil bereits ausgegeben und verplant haben! (Abg. Mandak: Sie haben das beschlossen!) Wir werden bis zur letzten Minute erbitterten Widerstand gegen Ihre – auch rechtswidrige – Aktion setzen, den Familien das Kindergeld wegzunehmen. (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mandak: Sie haben das beschlossen!
Wissen Sie, wer im Moment überhaupt keinen Spaß hat, Frau Ministerin? – Das sind die Familien in dem Land, denen Sie jetzt im Nachhinein das Kindergeld wegnehmen wollen. Die haben überhaupt keinen Spaß und finden das auch nicht besonders lustig, was Sie da machen, Frau Ministerin. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Grünen.) Deswegen können wir auch an dieser Stelle nur eindringlich an Sie appellieren: Nehmen Sie Ihre Hände weg vom Kindergeld, das bereits ausgezahlt worden ist, und das die Familien zum großen Teil bereits ausgegeben und verplant haben! (Abg. Mandak: Sie haben das beschlossen!) Wir werden bis zur letzten Minute erbitterten Widerstand gegen Ihre – auch rechtswidrige – Aktion setzen, den Familien das Kindergeld wegzunehmen. (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Wissen Sie, wer im Moment überhaupt keinen Spaß hat, Frau Ministerin? – Das sind die Familien in dem Land, denen Sie jetzt im Nachhinein das Kindergeld wegnehmen wollen. Die haben überhaupt keinen Spaß und finden das auch nicht besonders lustig, was Sie da machen, Frau Ministerin. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Grünen.) Deswegen können wir auch an dieser Stelle nur eindringlich an Sie appellieren: Nehmen Sie Ihre Hände weg vom Kindergeld, das bereits ausgezahlt worden ist, und das die Familien zum großen Teil bereits ausgegeben und verplant haben! (Abg. Mandak: Sie haben das beschlossen!) Wir werden bis zur letzten Minute erbitterten Widerstand gegen Ihre – auch rechtswidrige – Aktion setzen, den Familien das Kindergeld wegzunehmen. (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mandak: Das war unter Bundesministerin Haubner! Sie haben das beschlossen!
Es ist rechtswidrig. Wir haben mittlerweile Anwälte eingeschaltet, und ich sage es noch einmal: Wir werden jede einzelne Familie, der Sie das Geld wegnehmen wollen, rechtlich nicht nur beraten, sondern auch vertreten. (Abg. Mandak: Das war unter Bundesministerin Haubner! Sie haben das beschlossen!) Wir werden das durchfechten, weil wir nicht zulassen, dass Menschen, die sich darauf verlassen haben – Familien, die sich darauf verlassen haben, und das sind nicht g’stopfte Familien, wie Sie immer in den Raum stellen, das sind Familien, die das Geld verplant und ausgegeben haben –, jetzt abkassiert und ausgesackelt werden. Da, Frau Ministerin Kdolsky, wird es unse-
Beifall beim BZÖ. – Neuerliche Zwischenrufe der Abg. Mandak.
ren erbitterten Widerstand geben, denn wir sind letztlich auch die Begründer dieses Kindergeldes. (Beifall beim BZÖ. – Neuerliche Zwischenrufe der Abg. Mandak.)
Zwischenruf des Abg. Neugebauer.
Zweitens: Kommunizieren Sie auch mit den Familien. Auch wenn Sie, wie wir aus Ihrer Anfangszeit wissen, ein anderes Familienbild haben, so haben Sie nicht das Recht, sich an den österreichischen Familien durch die Wegnahme des Kindergeldes im Nachhinein zu rächen! (Zwischenruf des Abg. Neugebauer.) Dazu haben Sie nicht das Recht. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Neugebauer: Setzen Sie sich!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Neugebauer: Setzen Sie sich!
Zweitens: Kommunizieren Sie auch mit den Familien. Auch wenn Sie, wie wir aus Ihrer Anfangszeit wissen, ein anderes Familienbild haben, so haben Sie nicht das Recht, sich an den österreichischen Familien durch die Wegnahme des Kindergeldes im Nachhinein zu rächen! (Zwischenruf des Abg. Neugebauer.) Dazu haben Sie nicht das Recht. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Neugebauer: Setzen Sie sich!)
Abg. Ing. Westenthaler: Wer zahlt es?
Mir ist es wichtig, Folgendes zu sagen, Herr Klubobmann: Ich habe vor 10 Minuten darum ersucht, die Verunsicherung der zu pflegenden Personen und ihrer Angehörigen in dieser Pflegedebatte zu beenden, und gemeint, dass jeder einen Beitrag leisten sollte. (Abg. Ing. Westenthaler: Wer zahlt es?) Sie haben diesen Beitrag bedauerlicherweise nicht geleistet. (Abg. Ing. Westenthaler: Wer zahlt es?)
Abg. Ing. Westenthaler: Wer zahlt es?
Mir ist es wichtig, Folgendes zu sagen, Herr Klubobmann: Ich habe vor 10 Minuten darum ersucht, die Verunsicherung der zu pflegenden Personen und ihrer Angehörigen in dieser Pflegedebatte zu beenden, und gemeint, dass jeder einen Beitrag leisten sollte. (Abg. Ing. Westenthaler: Wer zahlt es?) Sie haben diesen Beitrag bedauerlicherweise nicht geleistet. (Abg. Ing. Westenthaler: Wer zahlt es?)
Abg. Ing. Westenthaler: Wer zahlt es?
Sie haben gesagt, dass der Sozialminister durchs Land zieht und sagt, ab 1. Juli gibt es die entsprechenden Mittel. Sie hätten aus der Lektüre der heute zur Beschlussfassung anstehenden Gesetzesmaterien (Abg. Ing. Westenthaler: Wer zahlt es?) – die
Abg. Ing. Westenthaler: Und wer zahlt es dann?
Beschlussfassung vorausgesetzt – erkennen können, dass im ersten Halbjahr des Wirksamwerdens des § 21b Bundespflegegesetz, also vom 1. Juli 2007 – ich rechne das gerne vor – bis zum 31. Dezember 2007, der Bund allein die Kosten der Förderung übernehmen kann. Im Bundesfinanzgesetz (Abg. Ing. Westenthaler: Und wer zahlt es dann?)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ja nicht lang!
Herr Klubobmann, das haben Sie bereits beschlossen, das haben Sie vielleicht vergessen. Im Bundesfinanzgesetz steht drin, dass im heurigen Jahr dafür 18,5 Millionen € zur Verfügung stehen. Wer zahlt dann, ab 1. Jänner 2008? – Die Länder haben den Bund aufgefordert, Eckpunkte des Finanzausgleichs im Zusammenhang mit einer Artikel-15a-Vereinbarung mit ihnen zu erörtern. Der Herr Finanzminister wird das tun, er hat meine volle Unterstützung dabei. Es ist dann sechs Monate Zeit, vom 1. Juni 2007 – eigentlich von heute schon, wo man beginnen könnte – bis 31. Dezember 2007, gemeinsam – Finanzminister, Sozialminister mit Unterstützung – eine Lösung zu finden. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ja nicht lang!)
Beifall bei der SPÖ.
Daher bitte ich Sie, diese Verunsicherung der zu Pflegenden und ihrer Angehörigen zu beenden. Für das erste halbe Jahr werden Sie heute, wenn Sie das beschließen, die Voraussetzungen schaffen, dass die Finanzierung in dem Ausmaß, das ich genannt habe, zugrunde gelegt wird. – Eine weitere gute Nachricht aus diesem Haus. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Neugebauer: Hat der auch nicht angedroht!
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein (FPÖ): Frau Präsidentin! Werte Regierungsmitglieder! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Lassen Sie mich, bevor ich mit meiner Rede beginne, ein Wort zum Kollegen Donabauer sagen – er ist zwar jetzt nicht mehr da, aber richten Sie es ihm bitte aus –: Wir von der FPÖ brauchen niemanden von der Volkspartei, der uns sagt, worüber wir und was wir zu reden haben! Wir wissen das selbst ganz genau, denn wir müssen uns auch Ihre Reden anhören – und die sind auch nicht immer die besten. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Neugebauer: Hat der auch nicht angedroht!)
Abg. Heinisch-Hosek: Aber Sie vermischen das dauernd!
Seit den neunziger Jahren ist es nämlich schon so, dass Ausländer tendenziell weit mehr aus dem Sozialtopf herausnehmen, als sie reinzahlen. Das hängt damit zusammen, dass die Zuwanderung eine große Heterogenität ergeben hat. Im Gegensatz zu den Jahren davor, als hauptsächlich Arbeitskräfte hereingeholt worden sind, begann dann der Familienzuzug. Und so viel möchte ich Ihnen noch sagen, Frau Heinisch-Hosek: Wir kennen natürlich schon den Unterschied zwischen der Zuwanderung und dem Asylwesen. (Abg. Heinisch-Hosek: Aber Sie vermischen das dauernd!) Nein, wir vermischen das überhaupt nicht, denn – noch einmal – wir wissen genau: In den siebziger Jahren gab es in Österreich hauptsächlich den Zuzug von Arbeitskräften, aber mit der Familienzusammenführung hat sich dann das Bild vollkommen gewandelt, und seit damals ist es eben so, dass die Frauen, die mitversichert sind, natürlich auch Leistungen beziehen.
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt, wir haben jetzt genau die Situation: leere Sozialtöpfe, einen Sozialstaat, der wankt – und wir holen Ausländer nach Österreich. Ich habe es noch im Ohr, gestern hat eine Abgeordnete hier vom Rednerpult aus gesagt: 95 Prozent aller WCs werden von Ausländerinnen gereinigt. – Bravo, sehr menschlich! Die Ausländer sind sozusagen unsere Kloputzer. Soll so sein, aber ich frage: Was, meinen Sie, werden diese Kloputzer verdienen und was zahlen sie in den Sozialtopf? – Das ist Punkt eins: die niedrige Qualifikation, die automatisch zu niedrigen Beiträgen führt. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Das ist ja unerträglich!
Punkt zwei: Ein Großteil der Ausländer in Österreich ist illegal beschäftigt – auch das ist kein Geheimnis – und zahlt überhaupt keine Beiträge. Wie schaut es da aus mit dem Herausnehmen? – Die Krankenhäuser sind überfüllt. Unser Klubobmann hat heute schon gesagt, dass weit mehr Ausländer Krankenleistungen in Anspruch nehmen. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass viele aus Staaten kommen, in denen die Gesundheitsversorgung bei weitem nicht so gut ist wie bei uns. Wir sind uns alle einig darin, dass unser Gesundheitssystem erstklassig ist. Klar: Sind die Ausländer da, müssen sie natürlich behandelt werden, beanspruchen alles Mögliche für die Behandlung, und das kostet Geld. Von einem Beitragszahler, so er es überhaupt ist, werden Frau und Kinder behandelt, und Ausländer – und auch das ist kein Geheimnis – haben weit mehr Kinder. Das bedeutet, an einem Versicherten hängt sozusagen ein ganz langer Rattenschwanz an Verwandten und Angehörigen dran. (Ruf bei der ÖVP: Das ist ja unerträglich!)
Ruf bei der ÖVP: Das ist wirklich unerträglich!
Noch etwas – und das unterscheidet die Ausländer ganz wesentlich von den Inländern ... (Ruf bei der ÖVP: Das ist wirklich unerträglich!) – Nein, unerträglich sind Sie mit Ihrer Verleugnung. Sie verleugnen das Problem, Sie versuchen, davon abzulenken. (Beifall bei der FPÖ.) Das Problem ist aber evident, es ist vorhanden. (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Noch etwas – und das unterscheidet die Ausländer ganz wesentlich von den Inländern ... (Ruf bei der ÖVP: Das ist wirklich unerträglich!) – Nein, unerträglich sind Sie mit Ihrer Verleugnung. Sie verleugnen das Problem, Sie versuchen, davon abzulenken. (Beifall bei der FPÖ.) Das Problem ist aber evident, es ist vorhanden. (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Noch etwas – und das unterscheidet die Ausländer ganz wesentlich von den Inländern ... (Ruf bei der ÖVP: Das ist wirklich unerträglich!) – Nein, unerträglich sind Sie mit Ihrer Verleugnung. Sie verleugnen das Problem, Sie versuchen, davon abzulenken. (Beifall bei der FPÖ.) Das Problem ist aber evident, es ist vorhanden. (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Sie sagen die Unwahrheit!
Auch ausländische Pensionisten – wenn also die Eltern auch noch zuwandern; und es gibt natürlich Zuwanderung von alten Menschen, die längst aus dem Arbeitsprozess ausgeschieden sind – werden mitversichert. Das bedeutet, ein Arbeitnehmer hat nicht nur seine Frau und seine Kinder mitversichert, sondern unter Umständen auch noch seine Eltern. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie sagen die Unwahrheit!) – Da muss das Sozialsystem kippen! Es kann gar nicht anders sein, das kann es nur zum Bersten bringen. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie sagen die Unwahrheit!)
Abg. Heinisch-Hosek: Sie sagen die Unwahrheit!
Auch ausländische Pensionisten – wenn also die Eltern auch noch zuwandern; und es gibt natürlich Zuwanderung von alten Menschen, die längst aus dem Arbeitsprozess ausgeschieden sind – werden mitversichert. Das bedeutet, ein Arbeitnehmer hat nicht nur seine Frau und seine Kinder mitversichert, sondern unter Umständen auch noch seine Eltern. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie sagen die Unwahrheit!) – Da muss das Sozialsystem kippen! Es kann gar nicht anders sein, das kann es nur zum Bersten bringen. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie sagen die Unwahrheit!)
Abg. Kainz: Regen Sie sich nicht so auf! – Abg. Parnigoni: Warum schreien Sie so?
Daher: Denken Sie um! Sie von der SPÖ müssten einmal dringendst umdenken! Es ist notwendig, dass hier endlich einmal eine Konsequenz gezogen wird. (Abg. Kainz: Regen Sie sich nicht so auf! – Abg. Parnigoni: Warum schreien Sie so?) Natürlich muss ich schreien, Sie schreien ja auch. Sie versuchen, meine Rede zu zerstören, indem Sie reinbrüllen. Sie schreien! (Ruf bei der ÖVP: Das ist ja unerhört! – Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Das ist ja unerhört! – Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Daher: Denken Sie um! Sie von der SPÖ müssten einmal dringendst umdenken! Es ist notwendig, dass hier endlich einmal eine Konsequenz gezogen wird. (Abg. Kainz: Regen Sie sich nicht so auf! – Abg. Parnigoni: Warum schreien Sie so?) Natürlich muss ich schreien, Sie schreien ja auch. Sie versuchen, meine Rede zu zerstören, indem Sie reinbrüllen. Sie schreien! (Ruf bei der ÖVP: Das ist ja unerhört! – Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek – in Richtung Rednerin –: Schämen Sie sich!
Präsidentin Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (das Glockenzeichen gebend): Bitte, um ein bisschen Ruhe! (Abg. Heinisch-Hosek – in Richtung Rednerin –: Schämen Sie sich!)
Abg. Heinisch-Hosek: Zum Glück sind wir in der Verantwortung und nicht Sie!
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein (fortsetzend): Ich schäme mich nicht, Frau Kollegin Heinisch-Hosek! Ganz im Gegenteil: Sie sollten sich schämen, denn Sie werden es zu verantworten haben (Abg. Heinisch-Hosek: Zum Glück sind wir in der Verantwortung und nicht Sie!), wenn unser Sozialsystem in ein paar Jahren überhaupt nicht mehr existiert und wenn in ein paar Jahren überhaupt niemand mehr eine Sozialleistung bekommen kann, weder Inländer noch Ausländer! Dann sollten Sie sich schämen, denn Sie haben die Verantwortung dafür zu tragen. Sie sitzen jetzt in der Regierung und könnten etwas tun. (Beifall bei der FPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.) – Ich habe mich nicht zu schämen!
Beifall bei der FPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein (fortsetzend): Ich schäme mich nicht, Frau Kollegin Heinisch-Hosek! Ganz im Gegenteil: Sie sollten sich schämen, denn Sie werden es zu verantworten haben (Abg. Heinisch-Hosek: Zum Glück sind wir in der Verantwortung und nicht Sie!), wenn unser Sozialsystem in ein paar Jahren überhaupt nicht mehr existiert und wenn in ein paar Jahren überhaupt niemand mehr eine Sozialleistung bekommen kann, weder Inländer noch Ausländer! Dann sollten Sie sich schämen, denn Sie haben die Verantwortung dafür zu tragen. Sie sitzen jetzt in der Regierung und könnten etwas tun. (Beifall bei der FPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.) – Ich habe mich nicht zu schämen!
Zwischenruf des Abg. Keck.
Wenn man den Berichten des ORF-Studios Vorarlberg glauben kann, dann muss man sich wirklich auf den Kopf greifen. Spätestens da müssten bei Ihnen die Alarmglocken läuten. (Zwischenruf des Abg. Keck.) Es gab einen Beitrag darüber, dass Ausländer zwar die Organe nehmen, die gespendet werden, aber selbst als Organspender nicht zur Verfügung stehen. – Das ist ein Beitrag, den ich mir auch von muslimischen Ausländern erwarten würde. (Buh-Rufe bei SPÖ und ÖVP.) Da geht es nicht um ein Buh (Abg. Strache: Das widerspricht dem Gleichheitsgrundsatz!), denn wir haben in Österreich eine Bestimmung der Widerspruchserklärung. (Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Buh-Rufe bei SPÖ und ÖVP.
Wenn man den Berichten des ORF-Studios Vorarlberg glauben kann, dann muss man sich wirklich auf den Kopf greifen. Spätestens da müssten bei Ihnen die Alarmglocken läuten. (Zwischenruf des Abg. Keck.) Es gab einen Beitrag darüber, dass Ausländer zwar die Organe nehmen, die gespendet werden, aber selbst als Organspender nicht zur Verfügung stehen. – Das ist ein Beitrag, den ich mir auch von muslimischen Ausländern erwarten würde. (Buh-Rufe bei SPÖ und ÖVP.) Da geht es nicht um ein Buh (Abg. Strache: Das widerspricht dem Gleichheitsgrundsatz!), denn wir haben in Österreich eine Bestimmung der Widerspruchserklärung. (Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Strache: Das widerspricht dem Gleichheitsgrundsatz!
Wenn man den Berichten des ORF-Studios Vorarlberg glauben kann, dann muss man sich wirklich auf den Kopf greifen. Spätestens da müssten bei Ihnen die Alarmglocken läuten. (Zwischenruf des Abg. Keck.) Es gab einen Beitrag darüber, dass Ausländer zwar die Organe nehmen, die gespendet werden, aber selbst als Organspender nicht zur Verfügung stehen. – Das ist ein Beitrag, den ich mir auch von muslimischen Ausländern erwarten würde. (Buh-Rufe bei SPÖ und ÖVP.) Da geht es nicht um ein Buh (Abg. Strache: Das widerspricht dem Gleichheitsgrundsatz!), denn wir haben in Österreich eine Bestimmung der Widerspruchserklärung. (Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Wenn man den Berichten des ORF-Studios Vorarlberg glauben kann, dann muss man sich wirklich auf den Kopf greifen. Spätestens da müssten bei Ihnen die Alarmglocken läuten. (Zwischenruf des Abg. Keck.) Es gab einen Beitrag darüber, dass Ausländer zwar die Organe nehmen, die gespendet werden, aber selbst als Organspender nicht zur Verfügung stehen. – Das ist ein Beitrag, den ich mir auch von muslimischen Ausländern erwarten würde. (Buh-Rufe bei SPÖ und ÖVP.) Da geht es nicht um ein Buh (Abg. Strache: Das widerspricht dem Gleichheitsgrundsatz!), denn wir haben in Österreich eine Bestimmung der Widerspruchserklärung. (Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Haimbuchner: Jawohl!
Präsidentin Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (das Glockenzeichen gebend): Meine Damen und Herren! Das ist jetzt sehr emotional, und ich würde Sie nur bitten, sich zu Wort zu melden und nicht einfach nur hineinzuschreien, dass man nichts mehr verstehen kann! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Haimbuchner: Jawohl!)
Beifall bei der FPÖ. – Rufe bei der FPÖ: Jawohl! – Abg. Neugebauer: Ungeheuerlich!
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein (fortsetzend): Danke, Frau Präsidentin! – Ich werde es noch einmal versuchen: Ich appelliere an Ihre Vernunft, denn wir alle, Sie alle sind für die Zukunft dieses Landes verantwortlich, und wir wollen, dass auch in Zukunft der Sozialstaat Österreich noch bestehen kann. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Rufe bei der FPÖ: Jawohl! – Abg. Neugebauer: Ungeheuerlich!)
Anhaltender Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen sowie Bravorufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Dr. Sabine Oberhauser (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Darauf zu replizieren, ist faktisch nicht möglich. Solche Hasspredigten möchte ich hier im Haus nie wieder hören. Diese Menschenverachtung ist wirklich unerträglich! (Anhaltender Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen sowie Bravorufe bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Nein, die lassen Sie im Stich!
tungen verbunden ist, und zwar mit niedrigen Leistungen im Sozialsystem, und dass Menschen, die niedrige Beiträge ins Sozialsystem einzahlen, auch nur wenig herausbekommen sollen. – Das ist der erste Schritt dessen, was wir Ihnen immer vorwerfen: Die Ausländerdiskussion ist die erste, die Sie beginnen. Sind die Behinderten die Nächsten? (Abg. Strache: Nein, die lassen Sie im Stich!) Sind Menschen, die wenig verdienen, die Nächsten? – Solche Worte haben hier im Hohen Haus meiner Auffassung nach nichts verloren! (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen. – Abg. Strache: Behinderte und alte Menschen werden von Ihnen im Stich gelassen!)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen. – Abg. Strache: Behinderte und alte Menschen werden von Ihnen im Stich gelassen!
tungen verbunden ist, und zwar mit niedrigen Leistungen im Sozialsystem, und dass Menschen, die niedrige Beiträge ins Sozialsystem einzahlen, auch nur wenig herausbekommen sollen. – Das ist der erste Schritt dessen, was wir Ihnen immer vorwerfen: Die Ausländerdiskussion ist die erste, die Sie beginnen. Sind die Behinderten die Nächsten? (Abg. Strache: Nein, die lassen Sie im Stich!) Sind Menschen, die wenig verdienen, die Nächsten? – Solche Worte haben hier im Hohen Haus meiner Auffassung nach nichts verloren! (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen. – Abg. Strache: Behinderte und alte Menschen werden von Ihnen im Stich gelassen!)
Abg. Ing. Westenthaler: Habe ich nicht vorgeworfen!
Einerseits werfen Sie Frau Bundesministerin Kdolsky vor, dass sie am Life-Ball – einer Veranstaltung, bei der es, wie wir wissen, auch um AIDS-Bekämpfung geht – teilnimmt (Abg. Ing. Westenthaler: Habe ich nicht vorgeworfen!), und im nächsten Augenblick sagen Sie, dass sie das macht, was Sie gemacht haben, nämlich Ihre Gesetze nachvollzieht. Das Kindergeld und die Zuverdienstgrenze wurden in der vorigen Legislaturperiode beschlossen (Abg. Ing. Westenthaler: Es gibt eine rechtsgültige Weisung des Herrn Haupt!) – und der Frau Minister bleibt jetzt nichts anderes übrig, als diese Ihre Gesetze, die Sie beschlossen haben, nachzuvollziehen! Also zuerst einmal überlegen: Wollen Sie, dass sie etwas tut, oder wollen Sie, dass sie nichts tut?, denn ihr das vorzuwerfen, ist wirklich nicht in Ordnung. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Es gibt eine rechtsgültige Weisung des Herrn Haupt!
Einerseits werfen Sie Frau Bundesministerin Kdolsky vor, dass sie am Life-Ball – einer Veranstaltung, bei der es, wie wir wissen, auch um AIDS-Bekämpfung geht – teilnimmt (Abg. Ing. Westenthaler: Habe ich nicht vorgeworfen!), und im nächsten Augenblick sagen Sie, dass sie das macht, was Sie gemacht haben, nämlich Ihre Gesetze nachvollzieht. Das Kindergeld und die Zuverdienstgrenze wurden in der vorigen Legislaturperiode beschlossen (Abg. Ing. Westenthaler: Es gibt eine rechtsgültige Weisung des Herrn Haupt!) – und der Frau Minister bleibt jetzt nichts anderes übrig, als diese Ihre Gesetze, die Sie beschlossen haben, nachzuvollziehen! Also zuerst einmal überlegen: Wollen Sie, dass sie etwas tut, oder wollen Sie, dass sie nichts tut?, denn ihr das vorzuwerfen, ist wirklich nicht in Ordnung. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
Einerseits werfen Sie Frau Bundesministerin Kdolsky vor, dass sie am Life-Ball – einer Veranstaltung, bei der es, wie wir wissen, auch um AIDS-Bekämpfung geht – teilnimmt (Abg. Ing. Westenthaler: Habe ich nicht vorgeworfen!), und im nächsten Augenblick sagen Sie, dass sie das macht, was Sie gemacht haben, nämlich Ihre Gesetze nachvollzieht. Das Kindergeld und die Zuverdienstgrenze wurden in der vorigen Legislaturperiode beschlossen (Abg. Ing. Westenthaler: Es gibt eine rechtsgültige Weisung des Herrn Haupt!) – und der Frau Minister bleibt jetzt nichts anderes übrig, als diese Ihre Gesetze, die Sie beschlossen haben, nachzuvollziehen! Also zuerst einmal überlegen: Wollen Sie, dass sie etwas tut, oder wollen Sie, dass sie nichts tut?, denn ihr das vorzuwerfen, ist wirklich nicht in Ordnung. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Wenn man dem „Standard“ glauben kann, dann sagt die Firma Dräger, dass im Vertrag steht, dass die Masken, die bis zum Ende der Periode nicht verkauft worden sind, bis Mitte 2007 bezahlt werden müssen. Das heißt, Dräger war relativ entspannt und hat gesagt: Wir bekommen den Erlös der Verkaufsaktion, und wenn dieser nicht dem Auftragswert entspricht, dann bezahlt der Bund. – Wir hoffen, dass das nicht wieder eine Suppe ist, die Frau Ministerin Kdolsky auslöffeln muss! Ich glaube, wir könnten das Geld für andere Dinge viel dringender brauchen: sei es zur Finanzierung der HPV-Impfung oder zur Finanzierung der Pneumokokken-Impfung. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
im Rahmen dieser Debatte ziemlich massiv stört, sind die Beiträge der Freiheitlichen Partei. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen. – Abg. Strache: Sie lassen die eine Gruppe im Stich! Sie lassen die Pflegebedürftigen im Stich!
Ich bin enttäuscht und auch verwundert darüber, wie Sie im Rahmen einer Debatte über eine ASVG-Novelle Asylwerber mit pflegebedürftigen Menschen in unserem Sozialstaat gegeneinander ausspielen. Das ist menschenunwürdig und hat hier herinnen nichts verloren! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen. – Abg. Strache: Sie lassen die eine Gruppe im Stich! Sie lassen die Pflegebedürftigen im Stich!)
Abg. Strache: Ja, genau, das ist eine Verhöhnung der pflegebedürftigen Menschen!
Das habe ich mir auch aufgeschrieben, Herr Kollege Strache, was Sie da als Parteivorsitzender der Freiheitlichen Partei verkünden. Sie sagen, 300 Millionen € werden von den Ländern für Asylwerber aufgebracht, 200 Millionen € ist man nicht imstande, von den Ländern aufzunehmen. – Wissen Sie, was ich Ihnen jetzt sage: Das ist eine Verhöhnung der Gemeinden und der Länder (Abg. Strache: Ja, genau, das ist eine Verhöhnung der pflegebedürftigen Menschen!), die Milliardenbeträge aufwenden für unser Sozialsystem, für die SV-Beiträge, für die Krankenanstaltenbeiträge. Wir haben ein gutes System in Österreich; Österreich ist ein funktionierender Sozialstaat – nehmen Sie das einmal zur Kenntnis! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.
Das habe ich mir auch aufgeschrieben, Herr Kollege Strache, was Sie da als Parteivorsitzender der Freiheitlichen Partei verkünden. Sie sagen, 300 Millionen € werden von den Ländern für Asylwerber aufgebracht, 200 Millionen € ist man nicht imstande, von den Ländern aufzunehmen. – Wissen Sie, was ich Ihnen jetzt sage: Das ist eine Verhöhnung der Gemeinden und der Länder (Abg. Strache: Ja, genau, das ist eine Verhöhnung der pflegebedürftigen Menschen!), die Milliardenbeträge aufwenden für unser Sozialsystem, für die SV-Beiträge, für die Krankenanstaltenbeiträge. Wir haben ein gutes System in Österreich; Österreich ist ein funktionierender Sozialstaat – nehmen Sie das einmal zur Kenntnis! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Strache: Und Sie machen die Perspektive kaputt in Österreich!
Wir leben doch nicht in einer Bananenrepublik, wir leben Gott sei Dank in Österreich. Und wenn Sie nicht damit aufhören, dieses Land schlechtzureden, unser Gesundheitssystem, unser Sozialsystem in den Keller zu reden, dann werden auch Sie die Mitverantwortung dafür zu tragen haben, wie die jüngeren Menschen in unserem Land das aufnehmen. Die haben ja keine Perspektiven mehr nach Ihren „Grabreden“, die Sie hier herinnen ständig halten. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Strache: Und Sie machen die Perspektive kaputt in Österreich!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Abschließend: Herr Bundesminister, es ist heute schon gesprochen worden über die beiden Anliegen, die nicht Eingang in diese Novelle gefunden haben: zum einen die Krankenstandszeiten für Langzeitversicherte – Frau Kollegin Csörgits, Sie wissen, was gemeint ist –, auf der anderen Seite die Landwirtschaftszeiten, Zeiten für Personen, die in einem kleinen Gewerbe tätig waren, die nicht einzahlen konnten. Kollege Donabauer hat das ergänzt um das fiktive Ausgedinge. Ich halte das schon für wichtig, denn da bekommen wir wirklich auch ein zusätzliches Problem. Ich glaube, wir sollten uns zusammensetzen für eine nächste ASVG-Novelle, die Sie bereits für Herbst angekündigt haben, um ein Paket zu schnüren, das von den Zahlen und den Beträgen her als fair angesehen werden kann. Dann bin ich zuversichtlich, dass wir das auch umsetzen können. – Danke sehr. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Abschluss möchte ich noch die Gelegenheit wahrnehmen und unserem sehr engagierten und sozial eingestellten Bundesminister Erwin Buchinger für seinen vorbildlichen Einsatz für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, aber auch für unsere ältere Generation sehr herzlich danken und ihm für seine weitere Tätigkeit alles Gute und vor allem viel Kraft und viel Erfolg wünschen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir hoffen wirklich, mit diesen Maßnahmen einen weiteren Meilenstein zu setzen und für mehr Fairness im Wettbewerb zu sorgen. Ich bedanke mich sehr herzlich bei unseren Unternehmerinnen und Unternehmern, die dies ordnungsgemäß immer wieder durchführen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Graf: Und jetzt sind Sie von der SPÖ enttäuscht!
Abgeordneter Dietmar Keck (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Ich bin seit fünf Jahren hier in diesem Hohen Haus, und ich habe von Anfang an gesagt, ich bin Vertreter der Arbeiterinnen und der Arbeiter – und ich habe angenommen, dass hier im Hohen Haus die Interessen aller in Österreich lebenden Menschen vertreten werden, dass man hier im Hohen Haus sachlich diskutiert (Abg. Dr. Graf: Und jetzt sind Sie von der SPÖ enttäuscht!), auch Emotionen zeigt, die natürlich hinter Sachfragen stehen, aber ich habe nicht angenommen, Herr Kollege Graf, dass Hasspredigen und demokratiepolitisch bedenkliche Aussagen hier in diesem Haus von Ihrer Partei getroffen werden, Aussagen, die wirklich menschenverachtend sind, die hier in diesem Haus, ja in ganz Österreich nichts verloren haben, meine Damen und Herren von der FPÖ! (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Dietmar Keck (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Ich bin seit fünf Jahren hier in diesem Hohen Haus, und ich habe von Anfang an gesagt, ich bin Vertreter der Arbeiterinnen und der Arbeiter – und ich habe angenommen, dass hier im Hohen Haus die Interessen aller in Österreich lebenden Menschen vertreten werden, dass man hier im Hohen Haus sachlich diskutiert (Abg. Dr. Graf: Und jetzt sind Sie von der SPÖ enttäuscht!), auch Emotionen zeigt, die natürlich hinter Sachfragen stehen, aber ich habe nicht angenommen, Herr Kollege Graf, dass Hasspredigen und demokratiepolitisch bedenkliche Aussagen hier in diesem Haus von Ihrer Partei getroffen werden, Aussagen, die wirklich menschenverachtend sind, die hier in diesem Haus, ja in ganz Österreich nichts verloren haben, meine Damen und Herren von der FPÖ! (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Es ist wirklich eine politisch kabarettreife Farce, wenn Kollege Kickl von der FPÖ hier zum Rednerpult geht und alle sozialpolitischen Maßnahmen, die im Rahmen der 67. und 68. ASVG-Novelle gesetzt werden müssen, kritisiert – und dabei völlig „vergisst“, dass es gerade seine Partei, die FPÖ, der Freiheitliche Klub waren, die all die Verschlechterungen vom Jahre 2000 an für die arbeitenden Menschen in Österreich eingeführt haben. (Zwischenruf des Abg. Kickl.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl
Ich denke, Ihr Langzeitgedächtnis lässt Sie im Stich, denn Ihre Partei hat die Pensionsreform eingeführt (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl), Ihre Partei hat die Verschlechterungen für die arbeitenden Menschen und im Speziellen für die Arbeiterinnen und Arbeiter eingeführt, sodass jetzt Maßnahmen gesetzt werden müssen, um da wieder Verbesserungen durchzuführen. (Weiterer Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Weiterer Zwischenruf des Abg. Kickl.
Ich denke, Ihr Langzeitgedächtnis lässt Sie im Stich, denn Ihre Partei hat die Pensionsreform eingeführt (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl), Ihre Partei hat die Verschlechterungen für die arbeitenden Menschen und im Speziellen für die Arbeiterinnen und Arbeiter eingeführt, sodass jetzt Maßnahmen gesetzt werden müssen, um da wieder Verbesserungen durchzuführen. (Weiterer Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Die FPÖ hat ja dazu gesagt, aber bis heute hat sich keiner von der FPÖ gemeldet, der bereit gewesen wäre, daran mitzuarbeiten. Arbeiten ist nicht Ihre Sache, Kollege Kickl! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.) Das wollen Sie von der FPÖ nicht! Sie kritisieren nur, sind aber nicht bereit, etwas zur Änderung der Situation der Beschäftigten in Österreich beizutragen, Kollege Kickl! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.
Die FPÖ hat ja dazu gesagt, aber bis heute hat sich keiner von der FPÖ gemeldet, der bereit gewesen wäre, daran mitzuarbeiten. Arbeiten ist nicht Ihre Sache, Kollege Kickl! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.) Das wollen Sie von der FPÖ nicht! Sie kritisieren nur, sind aber nicht bereit, etwas zur Änderung der Situation der Beschäftigten in Österreich beizutragen, Kollege Kickl! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Mich wundert es gar nicht mehr, dass es Massenaustritte bei der SPÖ gibt!
Das ist der Stil der FPÖ! Dieser Stil ist verachtenswert, Kollege Kickl! Und all das, was Sie hier sagen – das sage ich auch auf die Gefahr hin, mir jetzt einen Ordnungsruf einzuhandeln –, ist eine Frechheit sondergleichen, meine Damen und Herren von der FPÖ! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Mich wundert es gar nicht mehr, dass es Massenaustritte bei der SPÖ gibt!)
Abg. Strache: Deshalb gibt es Massenaustritte bei der SPÖ?
Aber, lieber Kollege Strache, was machen Sie: Sie spalten Parteien und haben ein Demokratieverständnis, das viele Menschen in Österreich Gott sei Dank nicht haben, und das wird sich bei vielen Wählerinnen und Wählern bei der nächsten Wahl auch zeigen! (Abg. Strache: Deshalb gibt es Massenaustritte bei der SPÖ?)
Abg. Strache: Sie sind nicht bereit, Änderungen vorzunehmen! Das ist der Punkt!
Eines kann ich Ihnen garantieren: Wir werden diesen Entschließungsantrag, den Sie hier eingebracht haben, ablehnen, denn Ihre Partei ist nicht bereit, mitzuarbeiten, trotz Aufforderung im letzten Sozialausschuss. (Abg. Strache: Sie sind nicht bereit, Änderungen vorzunehmen! Das ist der Punkt!) Ihre Partei ist nicht bereit, konstruktive Vorschläge zu bringen. Ihre Partei ist nicht bereit, positive Maßnahmen für die Arbeiterinnen und Arbeiter in Österreich zu setzen. Sie verweigern die Arbeit! Sie wollen nur politisches Kleingeld mit Anträgen, die Sie einbringen, hier kassieren. Diesen Weg gehen wir nicht mit! (Abg. Strache: Sie sind doch die Verweigerer! Sie verweigern Studien!)
Abg. Strache: Sie sind doch die Verweigerer! Sie verweigern Studien!
Eines kann ich Ihnen garantieren: Wir werden diesen Entschließungsantrag, den Sie hier eingebracht haben, ablehnen, denn Ihre Partei ist nicht bereit, mitzuarbeiten, trotz Aufforderung im letzten Sozialausschuss. (Abg. Strache: Sie sind nicht bereit, Änderungen vorzunehmen! Das ist der Punkt!) Ihre Partei ist nicht bereit, konstruktive Vorschläge zu bringen. Ihre Partei ist nicht bereit, positive Maßnahmen für die Arbeiterinnen und Arbeiter in Österreich zu setzen. Sie verweigern die Arbeit! Sie wollen nur politisches Kleingeld mit Anträgen, die Sie einbringen, hier kassieren. Diesen Weg gehen wir nicht mit! (Abg. Strache: Sie sind doch die Verweigerer! Sie verweigern Studien!)
Abg. Strache: Sie verweigern Studien über Kostenwahrheit!
Zeigen Sie einmal, Kollege Strache, dass Sie bereit sind, etwas zu arbeiten! Bringen Sie konstruktive Vorschläge ein! (Abg. Strache: Sie verweigern Studien über Kostenwahrheit!) Bringen Sie Vorschläge zur 69. ASVG-Novelle ein, Kollege Strache! Bringen Sie Vorschläge ein, die den schwer arbeitenden Menschen in Österreich wirklich helfen! Denn die letzten sieben Jahre haben Sie nur Vorschläge eingebracht, die diesen Menschen geschadet haben! (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Zeigen Sie einmal, Kollege Strache, dass Sie bereit sind, etwas zu arbeiten! Bringen Sie konstruktive Vorschläge ein! (Abg. Strache: Sie verweigern Studien über Kostenwahrheit!) Bringen Sie Vorschläge zur 69. ASVG-Novelle ein, Kollege Strache! Bringen Sie Vorschläge ein, die den schwer arbeitenden Menschen in Österreich wirklich helfen! Denn die letzten sieben Jahre haben Sie nur Vorschläge eingebracht, die diesen Menschen geschadet haben! (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich sehe keinen Grund dafür, dass wir von diesen beiden Prinzipien nur aufgrund polemischer Reden abweichen sollten. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Strache: Die Meinungsfreiheit tut Ihnen weh!
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Klubobmann Strache, Ihre Fraktion hat uns heute zumindest zu einer, wahrscheinlich nicht ganz neuen Erkenntnis verholfen, nämlich, dass Hasspredigten auch dann um nichts besser werden, wenn sie in deutscher Sprache gehalten werden. (Abg. Strache: Die Meinungsfreiheit tut Ihnen weh!) – Meinungsfreiheit soll es in diesem Hause geben, aber Sie sollen sich als Abgeordnete im Rahmen dieses demokratischen Systems bewegen. Das kann man auch von Ihnen und von Ihrer Fraktion verlangen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Die Wahrheit und die Meinungsfreiheit tun Ihnen weh!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Die Wahrheit und die Meinungsfreiheit tun Ihnen weh!
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Klubobmann Strache, Ihre Fraktion hat uns heute zumindest zu einer, wahrscheinlich nicht ganz neuen Erkenntnis verholfen, nämlich, dass Hasspredigten auch dann um nichts besser werden, wenn sie in deutscher Sprache gehalten werden. (Abg. Strache: Die Meinungsfreiheit tut Ihnen weh!) – Meinungsfreiheit soll es in diesem Hause geben, aber Sie sollen sich als Abgeordnete im Rahmen dieses demokratischen Systems bewegen. Das kann man auch von Ihnen und von Ihrer Fraktion verlangen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Die Wahrheit und die Meinungsfreiheit tun Ihnen weh!)
Beifall bei der SPÖ.
Da ich letztlich ein Mensch bin, der doch immer das Positive – auch in derartigen Vorgängen – sucht, möchte ich sagen, dass ich schon sehr erleichtert bin darüber, wie dieses Haus auf derartige Hassanfälle, -ausfälle reagiert, und bin auch sehr erleichtert über die doch sehr breite Abgrenzung, die Sie hier erfahren haben, und möchte auch den Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP dezidiert sagen, dass ich ihre Haltung dazu sehr zu schätzen weiß. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das wird ein wichtiger Schritt der Armutsbekämpfung sein, besonders auch für Frauen im Alter, die kleine Pensionen haben, aber nicht nur für jene Frauen – und das möchte ich betonen –, die Kinder haben, denn uns liegen auch jene Frauen über 60 Jahre mit kleinem Einkommen am Herzen, die vielleicht Kinder hätten haben wollen, aber es sich in ihrem Leben leider nicht ergeben hat. Auch diese Frauen werden durch die Grundsicherung entsprechende Unterstützung erfahren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Glück, liebe Frau Abgeordnete Oberhauser, waren diese Maßnahmen nicht nur nicht umstritten, sondern Österreich war, und zwar sowohl in der Gesundheitsförderung als auch in der Vorsorge, was die Pandemie anlangt, in Europa führend, und wir waren stolz darauf. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Was wäre die Alternative gewesen, Frau Abgeordnete Oberhauser? – Die Bundesregierung oder das Gesundheitsministerium hätte die Masken gekauft und stillschweigend in den Hallen gelagert, wo sie jetzt auch liegen. So gesehen ist damit kein Geld verschwendet worden. Und Österreich wird sich auch in Zukunft an den Pandemie-Plan halten. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek spricht mit den neben ihr sitzenden Bediensteten der Parlamentsdirektion.
(Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek spricht mit den neben ihr sitzenden Bediensteten der Parlamentsdirektion.)
Abg. Ing. Westenthaler: Sie können das nicht so durchführen! Da müssen Sie eine Feststellung machen!
Herr Klubobmann Westenthaler, nach kurzer Beratung mit den Beamten der Parlamentsdirektion kann ich Ihnen sagen: Wir sehen das nicht so! Die Abstimmung ist durchaus gültig durchgeführt worden. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie können das nicht so durchführen! Da müssen Sie eine Feststellung machen!) Sie können das gerne noch in der Präsidiale nachbesprechen.
Beifall bei den Grünen.
machen. Das hat man manchmal gemacht, wenn es „Knatsch“ gegeben hat und etwas ganz Böses gefallen ist. Dann ist es am besten, wenn man die Fenster aufreißt und den Wind einmal durchfahren lässt. Schade, dass wir hier keine Fenster haben. Ich würde sie jetzt gerne öffnen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
„Hausbetreuungsgesetz“ – der Name des Gesetzes ist so schlecht wie das Gesetz selbst, das uns hier vorliegt, und aus diesem Grund lehnen wir dieses Gesetz auch ab. Warum? – Es ist nicht so, dass wir Grüne nicht einsehen, dass es im Bereich der Rund-um-die-Uhr-Pflege dringend eine gesetzliche Regelung braucht. Es ist uns aber klar, dass das Gesetz, das hier und jetzt vorliegt, zu einem Großteil das Ergebnis eines Machtgeränkels zwischen Minister Bartenstein und Minister Buchinger, zwischen ÖVP und SPÖ ist. Von mir aus können Sie gern ränkeln, meine Herren, aber bitte irgendwo anders, auf keinen Fall aber auf dem Rücken der Betroffenen. Doch genau das ist bei diesem Gesetz passiert. (Beifall bei den Grünen.)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir halten diesen Schritt der Verlängerung der Amnestie-Regelung um ein halbes Jahr – und wir haben bewusst geschrieben: vorerst – für unbedingt notwendig, damit die Betroffenen in dieser Situation, in der sie jetzt sind, genügend Zeit haben, eine Lösung dafür zu finden, wie sie weiter vorgehen. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Wir haben die Auskunft erhalten, dass es nach Schätzungen der Einrichtungen rund 5 Prozent der von diesen betreuten Menschen sind, die in Pflegestufe 5 und in höheren Pflegestufen sind. Das heißt gleichzeitig, dass 95 Prozent der Betroffenen nach dem derzeitigen Gesetzentwurf keine finanzielle Unterstützung bekommen werden. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.)
Beifall bei den Grünen.
Einer solchen Gesetzesvorlage können wir leider nicht zustimmen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Vorsicht!
Es gibt eine Vielzahl an Angeboten in den Bundesländern. Das reicht von den mobilen Diensten über ambulante Dienste bis hin zu stationären Diensten. Dass Sie die Heimunterbringung hier in diesem Haus immer schlechtreden, das ist ein Schlag in den Bauch von sehr vielen pflegebedürftigen Menschen (Abg. Öllinger: Vorsicht!), die in Heimen in ganz Österreich untergebracht sind und dort sehr gut betreut und gepflegt werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt eine Vielzahl an Angeboten in den Bundesländern. Das reicht von den mobilen Diensten über ambulante Dienste bis hin zu stationären Diensten. Dass Sie die Heimunterbringung hier in diesem Haus immer schlechtreden, das ist ein Schlag in den Bauch von sehr vielen pflegebedürftigen Menschen (Abg. Öllinger: Vorsicht!), die in Heimen in ganz Österreich untergebracht sind und dort sehr gut betreut und gepflegt werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Die ist noch nicht fertig!
Innerhalb von fünf Monaten hat Minister Buchinger eine Lösung gemeinsam mit Minister Bartenstein erarbeitet. Diese Lösung ist auf festem Boden gebaut. (Abg. Dr. Brinek: Die ist noch nicht fertig!) Bis vor einigen Wochen haben Minister Bartenstein und Vizekanzler Molterer hier dargetan, dass sie zu dieser Lösung, zu dieser Regelung stehen, weil sie schnell funktioniert, weil sie qualitätsorientiert ist und weil sie für die Betroffenen wichtige Maßnahmen bringt.
Abg. Dr. Brinek: Irrtum!
Es ist ein wichtiger Mosaikstein geschaffen worden, den wir hier heute beschließen werden. Doch die Sicherheit der Betroffenen müssen wir im Auge behalten. Aber, werte Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP, ich habe das Gefühl, dass Sie die Sicherheit der betroffenen Menschen nicht mehr im Auge haben. (Abg. Dr. Brinek: Irrtum!) Es ist
Hallo-Ruf bei der ÖVP
Die Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP haben sich während der gesamten fünf Monate immer im Warteraum befunden (Hallo-Ruf bei der ÖVP) und haben Minister Buchinger und Minister Bartenstein zugeschaut, wie sie zu einer Lösung kommen. Vom Warteraum sind sie am vergangenen Montag bei ihrer Klubsitzung ins Schmollwinkerl gegangen (Abg. Dr. Brinek: Geh! Irrtum!), denn jetzt auf einmal finden sie, dass die Regelung nicht richtig und nicht ordentlich ist. (Abg. Dr. Fekter: Wir haben einen anderen Ansatz!) Sie haben seit Montag eine Kehrtwendung unternommen, und, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP, damit desavouieren Sie auch sämtliche Beamtinnen und Beamten (Abg. Dr. Brinek: Aber nein! Wer sind denn die?), die in den letzten Monaten seit Februar intensive Arbeit geleistet haben. Es wurde diskutiert und dieses Modell erarbeitet – mit den Ländervertreterinnen und Ländervertretern, mit Vertreterinnen und Vertretern der Behindertenorganisationen (Abg. Dr. Brinek: Aber nein, ...!), mit den Sozialpartnerinnen und Sozialpartnern. – Frau Kollegin Brinek, wenn Sie hier sagen: Aber nein!, dann muss ich mir wirklich denken, dass Sie an einer Amnesie leiden. (Rufe bei der ÖVP: Pah! – Ordnungsruf! Ordnungsruf!)
Abg. Dr. Brinek: Geh! Irrtum!
Die Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP haben sich während der gesamten fünf Monate immer im Warteraum befunden (Hallo-Ruf bei der ÖVP) und haben Minister Buchinger und Minister Bartenstein zugeschaut, wie sie zu einer Lösung kommen. Vom Warteraum sind sie am vergangenen Montag bei ihrer Klubsitzung ins Schmollwinkerl gegangen (Abg. Dr. Brinek: Geh! Irrtum!), denn jetzt auf einmal finden sie, dass die Regelung nicht richtig und nicht ordentlich ist. (Abg. Dr. Fekter: Wir haben einen anderen Ansatz!) Sie haben seit Montag eine Kehrtwendung unternommen, und, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP, damit desavouieren Sie auch sämtliche Beamtinnen und Beamten (Abg. Dr. Brinek: Aber nein! Wer sind denn die?), die in den letzten Monaten seit Februar intensive Arbeit geleistet haben. Es wurde diskutiert und dieses Modell erarbeitet – mit den Ländervertreterinnen und Ländervertretern, mit Vertreterinnen und Vertretern der Behindertenorganisationen (Abg. Dr. Brinek: Aber nein, ...!), mit den Sozialpartnerinnen und Sozialpartnern. – Frau Kollegin Brinek, wenn Sie hier sagen: Aber nein!, dann muss ich mir wirklich denken, dass Sie an einer Amnesie leiden. (Rufe bei der ÖVP: Pah! – Ordnungsruf! Ordnungsruf!)
Abg. Dr. Fekter: Wir haben einen anderen Ansatz!
Die Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP haben sich während der gesamten fünf Monate immer im Warteraum befunden (Hallo-Ruf bei der ÖVP) und haben Minister Buchinger und Minister Bartenstein zugeschaut, wie sie zu einer Lösung kommen. Vom Warteraum sind sie am vergangenen Montag bei ihrer Klubsitzung ins Schmollwinkerl gegangen (Abg. Dr. Brinek: Geh! Irrtum!), denn jetzt auf einmal finden sie, dass die Regelung nicht richtig und nicht ordentlich ist. (Abg. Dr. Fekter: Wir haben einen anderen Ansatz!) Sie haben seit Montag eine Kehrtwendung unternommen, und, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP, damit desavouieren Sie auch sämtliche Beamtinnen und Beamten (Abg. Dr. Brinek: Aber nein! Wer sind denn die?), die in den letzten Monaten seit Februar intensive Arbeit geleistet haben. Es wurde diskutiert und dieses Modell erarbeitet – mit den Ländervertreterinnen und Ländervertretern, mit Vertreterinnen und Vertretern der Behindertenorganisationen (Abg. Dr. Brinek: Aber nein, ...!), mit den Sozialpartnerinnen und Sozialpartnern. – Frau Kollegin Brinek, wenn Sie hier sagen: Aber nein!, dann muss ich mir wirklich denken, dass Sie an einer Amnesie leiden. (Rufe bei der ÖVP: Pah! – Ordnungsruf! Ordnungsruf!)
Abg. Dr. Brinek: Aber nein! Wer sind denn die?
Die Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP haben sich während der gesamten fünf Monate immer im Warteraum befunden (Hallo-Ruf bei der ÖVP) und haben Minister Buchinger und Minister Bartenstein zugeschaut, wie sie zu einer Lösung kommen. Vom Warteraum sind sie am vergangenen Montag bei ihrer Klubsitzung ins Schmollwinkerl gegangen (Abg. Dr. Brinek: Geh! Irrtum!), denn jetzt auf einmal finden sie, dass die Regelung nicht richtig und nicht ordentlich ist. (Abg. Dr. Fekter: Wir haben einen anderen Ansatz!) Sie haben seit Montag eine Kehrtwendung unternommen, und, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP, damit desavouieren Sie auch sämtliche Beamtinnen und Beamten (Abg. Dr. Brinek: Aber nein! Wer sind denn die?), die in den letzten Monaten seit Februar intensive Arbeit geleistet haben. Es wurde diskutiert und dieses Modell erarbeitet – mit den Ländervertreterinnen und Ländervertretern, mit Vertreterinnen und Vertretern der Behindertenorganisationen (Abg. Dr. Brinek: Aber nein, ...!), mit den Sozialpartnerinnen und Sozialpartnern. – Frau Kollegin Brinek, wenn Sie hier sagen: Aber nein!, dann muss ich mir wirklich denken, dass Sie an einer Amnesie leiden. (Rufe bei der ÖVP: Pah! – Ordnungsruf! Ordnungsruf!)
Abg. Dr. Brinek: Aber nein, ...!
Die Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP haben sich während der gesamten fünf Monate immer im Warteraum befunden (Hallo-Ruf bei der ÖVP) und haben Minister Buchinger und Minister Bartenstein zugeschaut, wie sie zu einer Lösung kommen. Vom Warteraum sind sie am vergangenen Montag bei ihrer Klubsitzung ins Schmollwinkerl gegangen (Abg. Dr. Brinek: Geh! Irrtum!), denn jetzt auf einmal finden sie, dass die Regelung nicht richtig und nicht ordentlich ist. (Abg. Dr. Fekter: Wir haben einen anderen Ansatz!) Sie haben seit Montag eine Kehrtwendung unternommen, und, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP, damit desavouieren Sie auch sämtliche Beamtinnen und Beamten (Abg. Dr. Brinek: Aber nein! Wer sind denn die?), die in den letzten Monaten seit Februar intensive Arbeit geleistet haben. Es wurde diskutiert und dieses Modell erarbeitet – mit den Ländervertreterinnen und Ländervertretern, mit Vertreterinnen und Vertretern der Behindertenorganisationen (Abg. Dr. Brinek: Aber nein, ...!), mit den Sozialpartnerinnen und Sozialpartnern. – Frau Kollegin Brinek, wenn Sie hier sagen: Aber nein!, dann muss ich mir wirklich denken, dass Sie an einer Amnesie leiden. (Rufe bei der ÖVP: Pah! – Ordnungsruf! Ordnungsruf!)
Rufe bei der ÖVP: Pah! – Ordnungsruf! Ordnungsruf!
Die Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP haben sich während der gesamten fünf Monate immer im Warteraum befunden (Hallo-Ruf bei der ÖVP) und haben Minister Buchinger und Minister Bartenstein zugeschaut, wie sie zu einer Lösung kommen. Vom Warteraum sind sie am vergangenen Montag bei ihrer Klubsitzung ins Schmollwinkerl gegangen (Abg. Dr. Brinek: Geh! Irrtum!), denn jetzt auf einmal finden sie, dass die Regelung nicht richtig und nicht ordentlich ist. (Abg. Dr. Fekter: Wir haben einen anderen Ansatz!) Sie haben seit Montag eine Kehrtwendung unternommen, und, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP, damit desavouieren Sie auch sämtliche Beamtinnen und Beamten (Abg. Dr. Brinek: Aber nein! Wer sind denn die?), die in den letzten Monaten seit Februar intensive Arbeit geleistet haben. Es wurde diskutiert und dieses Modell erarbeitet – mit den Ländervertreterinnen und Ländervertretern, mit Vertreterinnen und Vertretern der Behindertenorganisationen (Abg. Dr. Brinek: Aber nein, ...!), mit den Sozialpartnerinnen und Sozialpartnern. – Frau Kollegin Brinek, wenn Sie hier sagen: Aber nein!, dann muss ich mir wirklich denken, dass Sie an einer Amnesie leiden. (Rufe bei der ÖVP: Pah! – Ordnungsruf! Ordnungsruf!)
Beifall bei der SPÖ.
Die SPÖ steht dafür, die Bedürfnisse und Anforderungen der Menschen erfolgreich umzusetzen, und wir lassen uns dabei nicht aufhalten. Die Regierung muss gemeinsam Lösungen erarbeiten, und, werter Minister Buchinger und Minister Bartenstein, es ist wichtig, dass Modelle auf dem Tisch liegen, die weitere Schritte für die Umsetzung der Bedürfnisse der Menschen beinhalten. (Beifall bei der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Welche?
Abgeordneter Ing. Norbert Hofer (FPÖ): Frau Präsidentin! Meine geschätzten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Auch wenn man aus einer Emotion heraus die ÖVP kritisiert, muss man doch zugeben, dass die ÖVP ihre Wahlversprechen im Großen und Ganzen gehalten hat. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Welche?) Also das, was die ÖVP vor der Nationalratswahl transportiert hat, das ist im Großen und Ganzen eingehalten worden, und das, was sich die ÖVP-Wähler von ihrer ÖVP erwartet haben, das dürfte auch umgesetzt werden. (Abg. Rädler: Genau!)
Abg. Rädler: Genau!
Abgeordneter Ing. Norbert Hofer (FPÖ): Frau Präsidentin! Meine geschätzten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Auch wenn man aus einer Emotion heraus die ÖVP kritisiert, muss man doch zugeben, dass die ÖVP ihre Wahlversprechen im Großen und Ganzen gehalten hat. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Welche?) Also das, was die ÖVP vor der Nationalratswahl transportiert hat, das ist im Großen und Ganzen eingehalten worden, und das, was sich die ÖVP-Wähler von ihrer ÖVP erwartet haben, das dürfte auch umgesetzt werden. (Abg. Rädler: Genau!)
Abg. Rädler: Das halten wir immer!
Ich kann mich daran erinnern, dass vor der Nationalratswahl aber die SPÖ plakatiert hat: „Weil WIR Wort halten!“ (Abg. Rädler: Das halten wir immer!) – Und ich kann Ihnen schon jetzt sagen, was bei der nächsten Nationalratswahl passieren wird: Da werden die politischen Mitbewerber, der politische Gegner diese Plakate hervorzaubern und genüsslich alles das aufzählen, was eben nicht gehalten worden ist: Eurofighter, Studiengebühren. (Abg. Strache: Die SPÖ hat das BZÖ in der Regierung abgelöst!)
Abg. Strache: Die SPÖ hat das BZÖ in der Regierung abgelöst!
Ich kann mich daran erinnern, dass vor der Nationalratswahl aber die SPÖ plakatiert hat: „Weil WIR Wort halten!“ (Abg. Rädler: Das halten wir immer!) – Und ich kann Ihnen schon jetzt sagen, was bei der nächsten Nationalratswahl passieren wird: Da werden die politischen Mitbewerber, der politische Gegner diese Plakate hervorzaubern und genüsslich alles das aufzählen, was eben nicht gehalten worden ist: Eurofighter, Studiengebühren. (Abg. Strache: Die SPÖ hat das BZÖ in der Regierung abgelöst!)
Abg. Mag. Lapp: Es wird erhöht!
Ich habe mir angeschaut, es hat vor der Nationalratswahl ein Interview des Bundeskanzlers, damals noch SPÖ-Vorsitzenden Gusenbauer gegeben, in dem er gesagt hat, das Pflegegeld muss jährlich mit der Inflationsrate erhöht werden. (Abg. Mag. Lapp: Es wird erhöht!) Es wird erhöht, aber bei Weitem nicht mit der Inflationsrate! – Auch dieses Wahlversprechen konnte nicht eingehalten werden.
Abg. Mag. Lapp: Das stimmt nicht!
Es ist weiters versprochen worden, dass bei der Behindertenpolitik die Behindertenorganisationen stärker eingebunden werden. Jetzt, vor wenigen Tagen, haben wir gehört, dass das leider nicht der Fall war. (Abg. Mag. Lapp: Das stimmt nicht!)
Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp
Meine Damen und Herren, wenn wir uns das Hausbetreuungsgesetz anschauen, dann müssen wir erkennen, dass hier keine 24-Stunden-Pflege, Rund-um-die-Uhr-Betreuung gewährleistet ist. Jeder spricht von der 24-Stunden-Pflege, aber es geht hier in Wirklichkeit um neun Stunden – Betreuung eben. Da gibt es diese große Differenz zwischen Betreuung und Pflege (Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp) – natürlich gibt es das! –, wo derjenige, der Betreuung leistet und aufgrund der Qualifikation in der Lage wäre, auch Pflege durchzuführen, das nicht darf. Und da hat mir noch niemand erklären können, warum das so ist.
Abg. Strache: Das große Rätsel!
Und Tatsache ist auch, dass es beim Pflegemodell des Sozialministers offensichtlich Probleme gibt: Es ist unzureichend, was die Finanzierung und Einbeziehung der Länder anbelangt, und es ist alles andere als gesichert. Und der Sozialminister hat bisher noch keinen konstruktiven Beitrag für eine Einigung mit den Ländern geliefert. – Das sage nicht ich, sondern das sagt die ÖVP! Jetzt frage ich Sie: Warum stimmen Sie dann zu? Warum? (Abg. Strache: Das große Rätsel!)
Beifall bei der FPÖ.
sung finden, wo Kinderlose und Menschen mit Kindern gerecht und auch gleich behandelt werden! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP – Abg. Broukal: Verzögerter Applaus bei einzelnen Abgeordneten der ÖVP!
Abgeordnete Barbara Riener (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Herren Minister! Hohes Haus! Der heutige Beschluss des Hausbetreuungsgesetzes und die Novellierung der Gewerbeordnung – und das war für uns keine Frage, dass diese beiden Vorlagen und das Bundespflegegeldgesetz heute beschlossen werden! – bieten im Bereich Pflege und Betreuung eine stabile, tragfähige Grundlage, um die arbeitsrechtlichen Problemstellungen der Bis-zu-24-Stunden-Betreuung in den Griff zu bekommen. Ich danke Herrn Bundesminister Bartenstein für sein rasches Arbeiten. Dadurch war es für alle möglich (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP – Abg. Broukal: Verzögerter Applaus bei einzelnen Abgeordneten der ÖVP!), sich intensiv mit dieser neuen Sachlage vertraut zu machen, und das bedeutet Sicherheit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Barbara Riener (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Herren Minister! Hohes Haus! Der heutige Beschluss des Hausbetreuungsgesetzes und die Novellierung der Gewerbeordnung – und das war für uns keine Frage, dass diese beiden Vorlagen und das Bundespflegegeldgesetz heute beschlossen werden! – bieten im Bereich Pflege und Betreuung eine stabile, tragfähige Grundlage, um die arbeitsrechtlichen Problemstellungen der Bis-zu-24-Stunden-Betreuung in den Griff zu bekommen. Ich danke Herrn Bundesminister Bartenstein für sein rasches Arbeiten. Dadurch war es für alle möglich (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP – Abg. Broukal: Verzögerter Applaus bei einzelnen Abgeordneten der ÖVP!), sich intensiv mit dieser neuen Sachlage vertraut zu machen, und das bedeutet Sicherheit. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Bitte!
Etwas anders war aber die Vorgangsweise bei der Novelle zum Bundespflegegeldgesetz. Ich bin heute sehr erleichtert, dass die Vernunft gesiegt hat. Vizekanzler Wilhelm Molterer ist es in der heutigen Regierungssitzung gelungen, den betroffenen Menschen wieder das Gefühl der Sicherheit, was die Arbeit der Regierung in puncto Pflege und Betreuung betrifft, zu geben. (Ruf bei der SPÖ: Bitte!) Ich werde das noch näher ausführen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Gaßner, Krainer und Pfeffer.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Gaßner, Krainer und Pfeffer.
Etwas anders war aber die Vorgangsweise bei der Novelle zum Bundespflegegeldgesetz. Ich bin heute sehr erleichtert, dass die Vernunft gesiegt hat. Vizekanzler Wilhelm Molterer ist es in der heutigen Regierungssitzung gelungen, den betroffenen Menschen wieder das Gefühl der Sicherheit, was die Arbeit der Regierung in puncto Pflege und Betreuung betrifft, zu geben. (Ruf bei der SPÖ: Bitte!) Ich werde das noch näher ausführen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Gaßner, Krainer und Pfeffer.)
Abg. Öllinger: Ist das der ÖVP-Pressedienst, den Sie da verlesen?
Wie mein Kollege Werner Amon bereits beim vorigen Tagesordnungspunkt ausgeführt hat, umfasst das Molterer-Pflegemodell die Einbeziehung der Stufen 3 und 4 (Abg. Öllinger: Ist das der ÖVP-Pressedienst, den Sie da verlesen?), die Verlängerung der Amnestieregelung und die Verhandlungen mit den Ländern für eine gute Finanzierung.
Beifall bei der ÖVP.
Herr Minister Buchinger, nicht wir von der ÖVP tragen zur Verunsicherung der Menschen in diesem Land durch die Debatte in den letzten Tagen bei, sondern die Debatte um die Verlängerung der Amnestieregelung ist deshalb dringend notwendig geworden, weil es für den 1. Juli keine Klarheiten für die Betroffenen, die auf Pflege und Betreuung zu Hause angewiesen sind, gibt! (Beifall bei der ÖVP.) Dies zeigt auch die Presseaussendung von Professor Mazal auf. Kollegin Mandak hat das ja auch schon ausgeführt.
Oh-Rufe bei der SPÖ
Ich bedanke mich aber ausdrücklich bei unserem Vizekanzler Molterer (Oh-Rufe bei der SPÖ), dass er es geschafft hat, den Blick auf das Wesentliche (Beifall bei der ÖVP) in dieser komplexen Problematik zu schärfen und verantwortungsvolles politisches Handeln in den Vordergrund zu stellen. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Diese Vorgangsweise der ÖVP unter unserem Vizekanzler Molterer zeigt wieder einmal auf, dass für uns die Menschen und ihre Anliegen im Mittelpunkt stehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP
Ich bedanke mich aber ausdrücklich bei unserem Vizekanzler Molterer (Oh-Rufe bei der SPÖ), dass er es geschafft hat, den Blick auf das Wesentliche (Beifall bei der ÖVP) in dieser komplexen Problematik zu schärfen und verantwortungsvolles politisches Handeln in den Vordergrund zu stellen. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Diese Vorgangsweise der ÖVP unter unserem Vizekanzler Molterer zeigt wieder einmal auf, dass für uns die Menschen und ihre Anliegen im Mittelpunkt stehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich bedanke mich aber ausdrücklich bei unserem Vizekanzler Molterer (Oh-Rufe bei der SPÖ), dass er es geschafft hat, den Blick auf das Wesentliche (Beifall bei der ÖVP) in dieser komplexen Problematik zu schärfen und verantwortungsvolles politisches Handeln in den Vordergrund zu stellen. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Diese Vorgangsweise der ÖVP unter unserem Vizekanzler Molterer zeigt wieder einmal auf, dass für uns die Menschen und ihre Anliegen im Mittelpunkt stehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bedanke mich aber ausdrücklich bei unserem Vizekanzler Molterer (Oh-Rufe bei der SPÖ), dass er es geschafft hat, den Blick auf das Wesentliche (Beifall bei der ÖVP) in dieser komplexen Problematik zu schärfen und verantwortungsvolles politisches Handeln in den Vordergrund zu stellen. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Diese Vorgangsweise der ÖVP unter unserem Vizekanzler Molterer zeigt wieder einmal auf, dass für uns die Menschen und ihre Anliegen im Mittelpunkt stehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Das war wieder ein Lehrbeispiel für ein „selbstbewusstes Parlament“! – „Wunderbar“!
Ich bin davon überzeugt, dass auch die SPÖ diesen nächsten Schritten folgen wird. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Das war wieder ein Lehrbeispiel für ein „selbstbewusstes Parlament“! – „Wunderbar“!)
Beifall beim BZÖ. – Ruf beim BZÖ: Richtig!
Und ich muss schon sagen, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Regierungsparteien: Beim ersten Modell, bei der 24-Stunden-Betreuung zu Hause für einen Personenkreis von 1 000 bis maximal 6 000 Personen sind Sie bereits kläglich gescheitert! (Beifall beim BZÖ. – Ruf beim BZÖ: Richtig!) – Ich erlaube mir auch hier kritische Bemerkungen und verwahre mich dagegen, dass jemand, der kritisiert, verunsichert. Wenn jemand kritisiert, dann möchte er es besser machen – und das wollen auch wir vom BZÖ.
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren, das kann es doch nicht sein! Das ist ja unerträglich! (Beifall beim BZÖ.) Das ist unerträglich für die Menschen in Österreich, das ist unerträglich für die Familien, die darauf warten, dass hier die Politik klare Vorgaben macht.
Beifall beim BZÖ.
Dann heißt es: „(... die Höhe der Zuwendung, besonders berücksichtigungswürdige Umstände, ..., Maßnahmen der Qualitätssicherung) in Form von Richtlinien ...“ – Mich würde interessieren: Wie schauen diese Richtlinien aus? – Also nichts als offene Fragen! Und daher sage ich: Man kauft heute mit einer Beschlussfassung hier die Katze im Sack! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Erlauben Sie mir als Oberösterreicherin abschließend noch, ein Zitat zu diesem Modell, wie es derzeit vorliegt, anzubringen: „Da steigen mir die Grausbirnen auf!“ – Das hat kein Geringerer gesagt als Ihr Kollege, Soziallandesrat Josef Ackerl. – Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Zu der mittels eines Richtlinienentwurfes des Sozialministeriums kundgetanen Absicht, in die Fördermöglichkeiten nur unselbständige Betreuungspersonen aufzunehmen: Ich frage mich, meine sehr verehrten Damen und Herren, warum nicht auch Selbstständige? Für eine Diskriminierung selbstständiger Pflege und Betreuung sehe ich keinen Anlass. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Es mag sein, dass der eine hier von Kostenüberlegungen ausgeht, es mag sein, dass der andere hier auch ideologische Überlegungen anstellt, aber ich sage: Von der Sache her gibt es keinen Grund, selbstständige Betreuung förderungsmäßig schlechter zu stellen als unselbstständige Betreuung. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, trotzdem müssen wir wissen, dass, selbst wenn uns Schritt zwei – und ich bin optimistisch – in den nächsten Wochen gelingt, das noch nicht das Ende der Fahnenstange sein kann. Das ist eine Hilfe, gut, das wird manche Möglichkeit eröffnen, aber wir müssen uns weiter, Herr Kollege Buchinger, dazu bekennen – und das haben wir in der Koalitionsvereinbarung festgelegt, das haben wir auch noch in einer Regierungsbeschlussfassung im Februar dieses Jahres festgelegt, das ist eigentlich selbstverständlich –, dass unser Ziel ist, meine sehr verehrten Damen und Herren – und ich bitte hier auch die Opposition, soweit es geht, an unserer Seite zu sein –, dass Pflege und Betreuung daheim im Familienverband zu denselben Bedingungen möglich sein muss wie die Pflege und die Betreuung im Heim. Und das heißt: auch zu denselben finanziellen Bedingungen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mandak: Aber es gibt auch andere, Herr Minister!
Im Übrigen, Frau Abgeordnete Mandak: Der einzige substanzielle Kritikpunkt meinerseits ist: Ich kenne viele, viele Pflegeheime, ganz egal, wer die Träger sind, ganz egal, wer die Eigentümer sind – private Hilfsorganisationen, Gemeinden, wie auch immer –, und die, die ich kenne, sind exzellent ausgestattet, da geht es menschlich zu, und ich habe auch nichts wie ein Sechs-Bett-Zimmer gesehen, sondern die zu pflegenden oder zu betreuenden Personen sind nach meiner Kenntnis dort in Ein- oder Zweibettzimmern zu Hause. (Abg. Mandak: Aber es gibt auch andere, Herr Minister!) Wenn es Ausnahmen gibt, dann sind das hoffentlich Ausnahmen. Nach meiner Erkenntnis sieht
Abg. Sburny: Das sind die mit der Zusatzversicherung!
jedenfalls die überwiegende Realität in Österreich anders aus. (Abg. Sburny: Das sind die mit der Zusatzversicherung!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Rädler: Bravo, Sozialminister Bartenstein! Bravo!
Perspektive per Juli dieses Jahres ist, dann schon einen Schritt 2 zu tun, eine Stufe 2 dann noch im Nationalrat zu haben, und langfristig, meine sehr verehrten Damen und Herren, müssen wir den Menschen noch stärker unter die Arme greifen und sollte es unter vergleichbaren Bedingungen möglich sein, Betreuung und Pflege zu Hause, im Kreise der Familie zu erbringen, und das, wie gesagt, auf vergleichbarer Basis mit einer Betreuung und Pflege im Heim. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Rädler: Bravo, Sozialminister Bartenstein! Bravo!)
Rufe bei der SPÖ: Wir auch!
über die Ausführungen von Bundesminister Bartenstein (Rufe bei der SPÖ: Wir auch!), und ich bin auch einigermaßen verwundert über die Ausführungen von Kollegin Riener im Vorfeld. Da waren die Kommentare von Kollegin Mandak und vom Kollegen Hofer ja direkt konstruktive Beiträge, weil da wenigstens Kritik deutlich wurde. Aber ich habe wirklich den Eindruck gehabt, Herr Minister Bartenstein, dass Sie bei all den Verhandlungen und Gesprächen nicht dabei gewesen sind, obwohl es ja einen einstimmigen Ministerratsbeschluss gegeben hat und obwohl es ja auch einen von Ihnen mitgetragenen Beschluss im Ausschuss gegeben hat.
Abg. Rädler: Natürlich!
Heute tun Sie so, Herr Bundesminister, als wenn das alles überhaupt ganz neu wäre und überhaupt keine Gültigkeit mehr hätte! Und Sie stellen sich her und tun so, als wäre Vizekanzler Molterer jetzt der Retter in der großen Pflegemisere! (Abg. Rädler: Natürlich!) Eigentlich muss man ja sagen, Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP, dass jetzt endlich begonnen wird, eine Misere zu bereinigen – daran wird von unserem Bundesminister Buchinger gearbeitet –, die Sie zu verantworten haben. Sie waren es ja, die viel zu lange weggeschaut und gesagt haben: Es gibt in Österreich überhaupt kein Problem im Pflegebereich!
Beifall bei der SPÖ
Und dabei wissen wir es alle: Es gibt im Pflegebereich nicht nur ein einziges Problem, nämlich das der 24-Stunden-Betreuung, sondern es gibt eine Vielzahl von Problemen (Beifall bei der SPÖ), und unser Bundesminister Dr. Erwin Buchinger hat jetzt endlich eine Lösung gefunden, und zwar eine, die für ein halbes Jahr finanzierbar ist (Abg. Dr. Schüssel: Ein halbes Jahr ist kurz!), wo eben der Bund diese Fördermöglichkeiten übernimmt. Unserem Bundesminister Buchinger ist es vor allem sehr, sehr wichtig, dass die Qualität in der 24-Stunden-Betreuung gegeben ist. Das ist wirklich sehr wichtig, und daher gibt es jetzt dieses Bundespflegegesetz, das Sie ja auch mitbeschlossen haben.
Abg. Dr. Schüssel: Ein halbes Jahr ist kurz!
Und dabei wissen wir es alle: Es gibt im Pflegebereich nicht nur ein einziges Problem, nämlich das der 24-Stunden-Betreuung, sondern es gibt eine Vielzahl von Problemen (Beifall bei der SPÖ), und unser Bundesminister Dr. Erwin Buchinger hat jetzt endlich eine Lösung gefunden, und zwar eine, die für ein halbes Jahr finanzierbar ist (Abg. Dr. Schüssel: Ein halbes Jahr ist kurz!), wo eben der Bund diese Fördermöglichkeiten übernimmt. Unserem Bundesminister Buchinger ist es vor allem sehr, sehr wichtig, dass die Qualität in der 24-Stunden-Betreuung gegeben ist. Das ist wirklich sehr wichtig, und daher gibt es jetzt dieses Bundespflegegesetz, das Sie ja auch mitbeschlossen haben.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Donnerbauer: Die Finanzierung wäre seine Aufgabe!
Ich bin wirklich sehr verwundert darüber, und ich denke mir, man muss in dieser Debatte endlich einmal wegkommen von diesem Partei-Hickhack. Ich finde es sehr schade, dass die ÖVP nur deshalb, weil unser Bundesminister wirklich ein Sozialminister ist, der diesen Titel verdient, einer, der sich der Sorgen und Nöte der Menschen annimmt, unseren Minister anpatzt. Ich finde, er wird von Ihnen grundlos angepatzt, weil wir eine gute Lösung haben, und weil vor allem unserem Bundesminister Buchinger nicht nur die kurzfristige Lösung wichtig ist, sondern auch eine langfristige Lösung wichtig ist. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Donnerbauer: Die Finanzierung wäre seine Aufgabe!)
Abg. Mag. Donnerbauer: Die Finanzierung ist seine Aufgabe!
Geschätzter Kollege Donnerbauer, man muss nämlich schon sagen, dass es zu kurz greift, nur über die 24-Stunden-Betreuung zu sprechen. Wir müssen eine sehr breite Palette von Möglichkeiten anbieten, und unserem Bundesminister ist es ganz besonders wichtig, dass es eine individuelle, selbstbestimmte Möglichkeit für die Menschen gibt, seien es Tagesbetreuungszentren, sei es bei der Kurzzeitpflege, in der privaten Pflege und auch in den Heimen. (Abg. Mag. Donnerbauer: Die Finanzierung ist seine Aufgabe!)
Weitere Zwischenrufe des Abg. Mag. Donnerbauer.
Wenn Sie da jetzt herumschreien, dass die Finanzierung nicht gelöst wäre: Das stimmt ja so nicht! Für das erste halbe Jahr ist die Finanzierung der 24-Stunden-Betreuung sehr wohl gesichert, und unser Bundesminister wird mit den Ländern verhandeln und wird auch diese Verhandlungen zu einem guten Abschluss führen. (Weitere Zwischenrufe des Abg. Mag. Donnerbauer.) Hat er ja auch schon, das wissen Sie ja.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Da bitte ich Sie wirklich, auch als Koalitionspartner dahin gehend einzuwirken, dass die Mittel zur Verfügung gestellt werden, statt auf dem Rücken von Betroffenen politisches Hickhack auszutragen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Pflege ist ein viel zu wichtiges Thema, und es ist nicht angebracht – ich sage es noch einmal –, einen so beliebten Minister anzupatzen. Wir müssen einfach gemeinsam auch mit den Oppositionsparteien für die Zukunft Lösungen finden, kurzfristige Lösungen, aber vor allem auch langfristige Lösungen, um den Menschen individuelle, selbstbestimmte Betreuungsmöglichkeiten im Alter zu gewährleisten. – Schließlich sind ja wir alle einmal die alte Generation, die vielleicht einmal betreut werden muss, und auch wir wollen qualitätsvoll betreut werden. (Beifall bei der SPÖ).
Beifall bei der SPÖ
Da bitte ich Sie wirklich, auch als Koalitionspartner dahin gehend einzuwirken, dass die Mittel zur Verfügung gestellt werden, statt auf dem Rücken von Betroffenen politisches Hickhack auszutragen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Pflege ist ein viel zu wichtiges Thema, und es ist nicht angebracht – ich sage es noch einmal –, einen so beliebten Minister anzupatzen. Wir müssen einfach gemeinsam auch mit den Oppositionsparteien für die Zukunft Lösungen finden, kurzfristige Lösungen, aber vor allem auch langfristige Lösungen, um den Menschen individuelle, selbstbestimmte Betreuungsmöglichkeiten im Alter zu gewährleisten. – Schließlich sind ja wir alle einmal die alte Generation, die vielleicht einmal betreut werden muss, und auch wir wollen qualitätsvoll betreut werden. (Beifall bei der SPÖ).
Abg. Mag. Donnerbauer: Wieder einmal ratlos?
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich muss ehrlich sagen, ich bin einigermaßen ratlos (Abg. Mag. Donnerbauer: Wieder einmal ratlos?), wie diese Debatte noch geführt werden kann. Ich halte nichts davon, sie im bisherigen Tenor weiterzuführen, mit gegenseitigen Schuldzuweisungen: Der war schuld oder der war schuld!, denn das Ergebnis ist jetzt schon absehbar. Es ist ja schon skizziert worden: Wir verabschieden mehrere Gesetze, und gleichzeitig wird von einem Teil, von der ÖVP, gesagt, es reicht nicht aus, wir brauchen auch eine Amnestielösung, und gleichzeitig wird auch von dem anderen Teil (Abg. Dr. Schüssel: Das sagt ihr ja auch!) – na selbstverständlich!; Sie können mir ruhig zuhören, Herr Dr. Schüssel, ich sage es ohnehin noch –, gleichzeitig wird von einem anderen Teil gesagt, wir brauchen die Erweiterung auf Pflegestufe 3 und 4.
Abg. Dr. Schüssel: Das sagt ihr ja auch!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich muss ehrlich sagen, ich bin einigermaßen ratlos (Abg. Mag. Donnerbauer: Wieder einmal ratlos?), wie diese Debatte noch geführt werden kann. Ich halte nichts davon, sie im bisherigen Tenor weiterzuführen, mit gegenseitigen Schuldzuweisungen: Der war schuld oder der war schuld!, denn das Ergebnis ist jetzt schon absehbar. Es ist ja schon skizziert worden: Wir verabschieden mehrere Gesetze, und gleichzeitig wird von einem Teil, von der ÖVP, gesagt, es reicht nicht aus, wir brauchen auch eine Amnestielösung, und gleichzeitig wird auch von dem anderen Teil (Abg. Dr. Schüssel: Das sagt ihr ja auch!) – na selbstverständlich!; Sie können mir ruhig zuhören, Herr Dr. Schüssel, ich sage es ohnehin noch –, gleichzeitig wird von einem anderen Teil gesagt, wir brauchen die Erweiterung auf Pflegestufe 3 und 4.
Zwischenruf des Abg. Donnerbauer.
Ich lese Ihnen jetzt einen Brief vor, in dem ich um Rat gefragt werde. Es geht um eine Lösung für eine konkrete Person. – Nicht, dass Sie mir jetzt in der konkreten Debatte die Antwort geben könnten. Ich will Ihnen das nur schildern und werde dann noch ganz kurz zum Gesetz Stellung nehmen. (Zwischenruf des Abg. Donnerbauer.) – Sehr witzig! Sehr witzig!
Bundesminister Dr. Bartenstein: ... das Fördermodell vom Kollegen Buchinger!
Das, was Sie heute als Lösung anbieten, hilft dieser Frau überhaupt nicht weiter. Ich weiß jetzt nicht die konkrete Pflegestufe, aber ich würde annehmen, das ist 3 oder 4. Selbst dann, wenn wir, was ein Antrag von uns ist, Personen mit der Pflegestufe 3 und 4 hinein nehmen – rechnen Sie: Für Pflegestufe 4 gibt es 632 € Pflegegeld –, und auch wenn die 750 € von Bundesminister Bartenstein noch dazukommen, kommen wir nicht einmal auf 1 500 €. Nicht einmal auf 1 500 €! Damit machen Sie weder die Form der selbständigen Pflege für diese Person möglich, noch, oder geschweige denn, die der unselbständigen. (Bundesminister Dr. Bartenstein: ... das Fördermodell vom Kollegen Buchinger!)
Beifall bei den Grünen.
Da sind alle integriert. Das persönliche Umfeld ist intakt: Der Bruder, die Angehörigen des Bruders, alle helfen mit – und dieses Modell reicht nicht aus. Wir brauchen daher etwas mehr, und vor allem brauchen wir eines nicht: Einen kleinlichen Streit zwischen zwei Regierungsparteien, die angetreten sind, und die nur aufgrund einer starken Mehrheit die Legitimation haben, dieses Problem zu lösen. Das brauchen wir als Allerletztes! Das sage ich Ihnen bei dieser Gelegenheit sehr entschieden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich komme zum Schluss: Wenn Sie aus dieser Debatte mit dem Gefühl weggehen, recht gehabt zu haben, dann liegen Sie – das trifft auch auf mich zu – mit Sicherheit falsch! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Sie wollte ihn einbringen!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Der erste vom Kollegen Öllinger eingebrachte Abänderungsantrag, den er verlesen hat, ist ordnungsgemäß eingebracht, ausreichend unterstützt und steht mit in Verhandlung. Den zweiten, längeren Antrag lasse ich gemäß § 53 Abs. 4 GOG zur Verteilung bringen. Er ist allerdings von Ihnen, Herr Abgeordneter Öllinger, eingebracht, und nicht von Frau Haidlmayr (Abg. Öllinger: Sie wollte ihn einbringen!); aber sie wollte ihn einbringen. Gut. Er steht mit in Verhandlung und ist auch ausreichend unterstützt.
Beifall bei der ÖVP.
Ein Anliegen, das Kollege Öllinger angesprochen hat: Die Hilfe, die Pflege und Betreuung durch Laienhelfer, durch Nachbarn, durch Freunde, durch persönliche AssistentInnen muss möglich gemacht werden. Hier braucht es eine gesetzliche Regelung, und ich glaube, dass die Angst der Gewerkschaft wirklich unbegründet ist, denn es handelt sich hier um eine 1:1-Betreuung und nicht um einen neuen Berufsstand. Im Sinne eines selbstbestimmten Lebens wäre es wichtig, hier gesetzliche Änderungen zu schaffen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Werner Neubauer (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Herren Minister! Ich bin fast geneigt zu sagen: Schämen Sie sich für dieses Schauspiel, das Sie hier vollführen und das Sie in den letzten Tagen vollführt haben, und entschuldigen Sie sich beide bei der österreichischen Bevölkerung für dieses Vorgehen in den letzten Tagen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Mitterlehner: Was? – Bundesminister Dr. Bartenstein: „Weltanschauung“?
20 000 bis 40 000 Menschen, meine sehr geehrten Damen und Herren, sind durch Ihr Vorgehen ebenso verunsichert, weil sie nicht wissen, ob sie legalisiert sind, ob sie legalisiert werden oder ob sie vielleicht wieder in die Illegalität getrieben werden. – Und warum das alles? Weil diese Regierung an einer ganz einfachen Angelegenheit scheitert. Und warum scheitert sie? – Weil die Weltanschauung nie größer war als in diesen Tagen. (Abg. Dr. Mitterlehner: Was? – Bundesminister Dr. Bartenstein: „Weltanschauung“?)
Bundesminister Dr. Bartenstein: Von heute!
Auch die Medien haben davon Notiz genommen; ich darf aus der größten Tageszeitung Österreichs von gestern zitieren. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Von heute!) Von gestern, Herr Bundesminister! Da steht Folgendes geschrieben, und das ist bemerkenswert – ich zitiere – :
Beifall bei der FPÖ. – Bundesminister Dr. Bartenstein: Ich möchte Sie nur aufmerksam machen, das ist von gestern!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist die Meinung der österreichischen Bevölkerung zu dieser Regierung – das ist die Wahrheit, und das müssen Sie so auch zur Kenntnis nehmen, denn für diese Meinung im Volk sind Sie selber verantwortlich! (Beifall bei der FPÖ. – Bundesminister Dr. Bartenstein: Ich möchte Sie nur aufmerksam machen, das ist von gestern!)
Beifall bei der FPÖ.
Zeigen Sie Mut und setzen Sie dieses Modell um! Dann werden Sie auch unsere Unterstützung dafür bekommen – sonst nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Wie finanzieren Sie es?
Ich bin ja sehr dafür, dass man die Pflegestufen 3 und 4 aufnimmt. Man sollte auf steuerliche Begünstigungen für Reiche und auf teure Steuergeschenke für die Industrie verzichten, und nicht auf die Verlängerung der Hacklerregelung oder auf die Beschäftigungsoffensiven für behinderte Menschen. Genau das müsste man aber tun, wenn man die Erweiterung aus dem Sozialbudget finanziert. Dass Sie die Finanzierung, also aus welchem Topf finanziert wird, nicht in den Mittelpunkt stellen und dass Sie nicht sagen, dass es ganz wesentlich ist, dass die Finanzierung aus den Bundesfinanzen geschieht, finde ich eigenartig. (Abg. Öllinger: Wie finanzieren Sie es?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Öllinger: Aus welchem Geld? Das haben wir auch!
Ich bin dafür, dass die Pflegestufen 3 und 4 kommen. Ich bin dafür, dass es der Finanzminister finanziert, und ich hoffe, dass Sie uns dabei unterstützen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Öllinger: Aus welchem Geld? Das haben wir auch!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Graf: Minister Buchinger ist auch neu!
Die letzten zwei Tage waren absolut chaotisch. Ich habe es auch nicht verstanden – aber ich bin neu in der Bundespolitik –, dass ein Minister und seine Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP weder in einem Ausschuss noch in einem Ministerrat auch nur irgendwann einmal etwas dazu sagen oder irgendeinen Einwand vorbringen und dann plötzlich über die Medien etwas vorbringen. Ich weiß nicht, ob Sie sich das unter guter Zusammenarbeit vorstellen. Ich finde es eigenartig, und ich glaube auch, dass es von den Menschen durchschaut wird, dass Sie genau ein Ziel haben, und zwar jenen Minister, der am beliebtesten ist, jenen Minister, der bei den Menschen ankommt, weil er authentisch ist, weil er ehrlich ist, weil er sagt, was geht und was eben nicht geht, zu sabotieren und anzugreifen. Das zusätzlich auf eine sehr eigenartige Art und Weise, nämlich auf Kosten der Menschen, die betroffen sind. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Graf: Minister Buchinger ist auch neu!)
Abg. Dr. Graf: Die SPÖ hat auch verloren!
Ich glaube, dass wir lange genug Wahlkampf geführt haben, und ich glaube auch, dass man sich einfach damit abfinden muss, wenn man eine Wahl verliert. (Abg. Dr. Graf: Die SPÖ hat auch verloren!) Wenn Sie sich mit Politikern anlegen, finde ich das in Ord-
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: Sagen Sie das dem Kalina!
nung, wenn Sie das aber auf Kosten der Menschen machen, nicht. Leider ist der Klubobmann nicht mehr da, aber ich darf mir als Abgeordnete erlauben, den Verdacht zu hegen, dass das alles seinem Kopf entsprungen ist. Prinzipiell würde ich dem Kollegen Schüssel ausrichten, dass es natürlich nicht wir waren und auch nicht Minister Buchinger, die ihn aus dem Kanzlersessel gekickt haben, sondern das waren die Wählerinnen und Wähler. Und man kann jetzt nicht die ganze Legislaturperiode auf diese wütend sein. Wir müssen nun anfangen, konstruktiv zu arbeiten. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: Sagen Sie das dem Kalina!)
Beifall beim BZÖ.
im Haushalt zu leisten, die Wäsche zu waschen, die persönliche Betreuung, das Essen zuzubereiten, einkaufen zu gehen, also die grundlegenden Dinge zu erledigen. Dafür ist auch keine Ausbildung notwendig, aber man muss die Möglichkeit bieten, dass die Leute das auch auf selbstständiger Basis machen können. Es kann eine Person zum Teil auch zwei oder drei Personen betreuen – auf selbständiger Basis und nicht unbedingt als Angestellter einer Hilfsorganisation. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ
Die Hilfsorganisationen, die zwar keine Freude damit haben, verteuern das Ganze natürlich, weil sie einen Verwaltungsapparat haben, wodurch das dann alles teurer wird und für die Leute ganz einfach nicht mehr leistbar. Leistbar ist, wenn ich jemanden von dort aus bezahle, und deswegen ist auch eine Zuwendung ab der Pflegestufe 3 notwendig (Beifall beim BZÖ), und die anderen Bereiche sind vielleicht auch mit dem Pflegegeld abzudecken, was natürlich mit einschließt, dass man das Pflegegeld endlich weiter erhöht. Das ist ja auch ein Vorschlag von uns, das Pflegegeld zu erhöhen.
Beifall beim BZÖ.
Es gibt ja auch Kritik aus den eigenen Reihen. Der Soziallandesrat aus Oberösterreich, Ackerl, sagt, man hätte wenigstens in einem Bundesland ein Pilotprojekt starten und durchführen müssen – denn im Grunde weiß man gar nichts, die Kosten sind einfach nicht absehbar. Wir haben Pilotprojekte gestartet, wir haben die Betreuung zu Hause, wir haben ein Pflegescheckmodell in Kärnten, in der Steiermark ausprobiert. Die Dinge sind ja bekannt, liegen auch im Sozialministerium auf, sind herzunehmen, und darauf ist aufzubauen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wichtig ist, dass das nicht auf Kosten der Angehörigen der zu Pflegenden geht, sondern dass endlich eine Lösung passiert! Und hier müssen Sie im Sinne der Bevölkerung in der Regierung zusammenarbeiten. – Die Opposition ist ja jetzt bald schon konstruktiver als die Koalitionsparteien. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mandak: 95 Prozent nicht erfasst!
Wenn Frau Kollegin Mandak dagegen kritisch einwendet, von diesen Regelungen, die hier und jetzt zur Beschlussfassung anstehen, im Bereich der 24-Stunden-Betreuung würden nur 95 Prozent der pflege- und betreuungsbedürftigen Menschen erfasst (Abg. Mandak: 95 Prozent nicht erfasst!) – 95 Prozent nicht erfasst, also lediglich 5 Prozent –, so ist diese ihre Feststellung richtig. Aber sie trifft inhaltlich nicht den Kern der Sache, weil es eben nur ein kleines Segment der 24-Stunden-Betreuung ist, währenddem große andere Teile des Pflege- und Betreuungsbedarfs ja gar nicht im Bereich der 24-Stunden-Betreuung zu Hause abgewickelt werden, sondern beispielsweise in der stationären Betreuung. 70 000 Österreicher und Österreicherinnen sind in stationärer Betreuung und von dieser Thematik der 24-Stunden-Betreuung aktuell nicht berührt.
Beifall bei der SPÖ.
Also vier Termine innerhalb von nicht ganz zwei Monaten. Die Einbindung dieser Organisationen war ab 5. März genau so groß wie die Einbindung der Länder, Städte und Gemeinden und auch der anderen Ressorts, des Finanzministeriums und des Wirtschafts- und Arbeitsministeriums. Die haben sich eingebracht, und es war gut, dass sie sich eingebracht haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Hörthört-Rufe bei der SPÖ
Ich muss schon darauf verweisen: Der Vertreter des Finanzministeriums hat in dieser Arbeitsgruppe – das ist mein Hinweis – aus budgetären Gründen dafür plädiert, erst ab der Pflegestufe 6 eine Förderung wirksam werden zu lassen (Hörthört-Rufe bei der SPÖ), und ich nehme an, dass der Vertreter des Finanzministeriums in Abstimmung mit dem Ressortchef handelt. Ich verstehe budgetäre Gründe, aber sie dürfen, sie sollen nicht im Vordergrund stehen. Das auch an die Kolleginnen und Kollegen von der Regierungsfraktion ÖVP. Sie sollen und dürfen nicht im Vordergrund stehen, wenn wir ein gutes, leistbares Fördermodell entwickeln.
Beifall bei der SPÖ.
Wir müssen ja alle ein Interesse daran haben, dass in diesem Pflege- und Betreuungsmarkt der Zukunft – so steht es auch in der Koalitionsvereinbarung – auch unselbstständige Tätigkeit, Beschäftigung für Österreicher und Österreicherinnen perspektivisch möglich ist. Es kann doch nicht befriedigen, wenn ausschließlich oder überwiegend über die Dienstleistungsfreiheit Selbstständige, die nicht einmal in Österreich Kammermitglieder sind, diese Tätigkeit ausüben. Daher ein Impetus über die Förderung, dass die unselbstständige Tätigkeit hier auch einen entsprechenden Raum gestalten kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Graf: Leider geht es nie um Sachfragen! – Abg. Dr. Bösch: Ein einziges Chaos, Herr Minister, was Sie da haben!
Eine Einigung, meine sehr geschätzten Damen und Herren Abgeordneten, im Ministerrat, dass auch selbstständige Tätigkeit gefördert werden kann oder soll, gibt es nicht. Daher habe ich den Kopf geschüttelt, als die Frau Riener das gesagt hat. Da waren Sie bei allem Respekt schlecht informiert. Minister Bartenstein hat es richtig gesagt: Es wurde dort beschlossen und auch vom Bundeskanzler und Vizekanzler zusammengefasst, dass diese Frage der Selbstständigkeit, auch die Frage der Amnestieregelung und der Erstreckung auf die Pflegestufen 3 und 4 mit entsprechendem Finanzierungskonzept zwischen den Regierungsparteien noch zu verhandeln sein wird. Also Verhandlungen, Gespräche wird es geben, wie Minister Bartenstein richtig gesagt hat. Die Gespräche werden wir beide führen, und ich kann allen Kollegen, auch dem Kollegen Neubauer, versichern, bei allen weltanschaulichen Differenzen, wenn es um Sachfragen geht, wenn wir uns wechselseitig mit sachlichen Argumenten überzeugen können, finden wir schon noch Spielraum, zusammenzukommen. (Abg. Dr. Graf: Leider geht es nie um Sachfragen! – Abg. Dr. Bösch: Ein einziges Chaos, Herr Minister, was Sie da haben!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Daher bedauere ich, dass man vom gemeinsamen Kurs, der von den Regierungsparteien bis vorgestern eingehalten wurde, so ohne Konsultation abgeht. Es ist gescheit, wenn die Regierungsparteien in dieser Frage mit einer Zunge sprechen – sowohl zu den Betroffenen als auch zu den Ländern. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Graf: Am gescheitesten, ihr geht einmal auf ein Bier miteinander!
Die beiden Regierungsvorlagen, die ein Paket waren, hatten durchaus Kompromisscharakter, was das Wirtschaftsministerium und das Sozialministerium betrifft. Wir waren nicht immer mit jedem Detail des Hausbetreuungsgesetzes einverstanden und umgekehrt die Kollegen nicht mit allem, was wir im Bundespflegegeldgesetz formuliert haben. Aber das Wesen von Kompromissen ist, dass man die gemeinsame Berührungsfläche findet und dann aber auch – das bitte ich zu berücksichtigen – gemeinsam dahinter steht und sich nicht zwei Tage vor der Beschlussfassung davon absentiert. Das wäre meine Bitte, mein Vorschlag. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Graf: Am gescheitesten, ihr geht einmal auf ein Bier miteinander!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir – alle Kräfte, die heute hier im Parlament diese Beschlussfassung machen, die diesen beiden Gesetzeswerken zustimmen – haben – das ist die wichtigste Aufgabe – gemeinsam die Verpflichtung, die Menschen, die davon potenziell betroffen sind, zu informieren, sie aufzuklären und zu beraten. Mein Haus, das Sozialministerium, wird das ab nächster Woche in einer breit angelegten Informationskampagne tun, weil es wichtig ist, dass diese gute Nachricht, die wir heute hier beschließen, die Menschen erreicht. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mandak: Dann müssen Sie diesen Teil vom Gesetz auch mit beschließen!
Abgeordnete Maria Grander (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Herren Minister! Ich möchte nur kurz dazu Stellung nehmen, was Kollegin Haubner gesagt hat: Ideelle Unterstützung unsererseits besteht sehr wohl, nur heute keine Zustimmung, weil wir diese Finanzierung zuerst mit den Ländern besprechen müssen, um hier zuzustimmen. Die muss gesichert sein. (Abg. Mandak: Dann müssen Sie diesen Teil vom Gesetz auch mit beschließen!)
Abg. Dr. Graf: Aber das taube Ohr!
Sehr geehrter Herr Abgeordneter Neubauer, auch wir haben unser Ohr beim Volk, auch wir hören da sehr wohl hin. (Abg. Dr. Graf: Aber das taube Ohr!) – Ich persönlich habe von dieser ständigen Diskussion, was Bedrohung und Finanzierung betrifft, im Moment irgendwie genug, sage ich einfach einmal.
Abg. Öllinger: Genau das ist das Problem!
und Pflege im Heim gegenübersteht und es dazwischen wenig gibt. (Abg. Öllinger: Genau das ist das Problem!) – Das sage ich allen hier.
Demonstrativer Beifall der Abgeordneten Öllinger und Mandak. – Abg. Öllinger: Da sind wir völlig dabei!
Weiters möchte ich das Thema Pflegeeinstufung durch Pflegepersonen ansprechen, wo nicht medizinische Diagnosen im Vordergrund stehen, sondern Pflegediagnosen, die den Pflegeaufwand berücksichtigen. Das ist ganz wichtig. (Demonstrativer Beifall der Abgeordneten Öllinger und Mandak. – Abg. Öllinger: Da sind wir völlig dabei!)
Beifall bei der ÖVP.
Wie gesagt, Pflege und Betreuung finden vor Ort statt – dort, wo wir leben –, und hier müssen wir uns auch dementsprechend orientieren. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Merkt man gar nicht!
Ich persönlich bin einfach fassungslos, wirklich fassungslos! (Ruf bei der ÖVP: Merkt man gar nicht!)
Abg. Schopf: Das ist falsch! Man zahlt keine Lohnsteuer!
Meine Damen und Herren von den Regierungsparteien! (Abg. Schopf: Das ist falsch! Man zahlt keine Lohnsteuer!) – Das ist nicht falsch! Ich habe die Mindestlohntarife da,
Beifall bei den Grünen.
600 € netto für 21 Stunden täglicher Arbeit und Arbeitsbereitschaft, das ist menschenverachtend! Es ist anmaßend, Menschen so etwas zuzumuten. Wir alle sind hier, um Gesetze zu machen, um Recht entstehen zu lassen. Doch was Sie hier tun, was Sie hier vorschlagen, das ist definitiv Unrecht. Sie legalisieren die Ausbeutung von Pflegekräften. Ich behaupte, dass solche Arbeitsverhältnisse, solche Arbeitsverträge, sittenwidrig sind. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Binder-Maier: Sagen Sie uns Ihren Vorschlag?
Wenn all diese Stimmen Ihnen nicht klarmachen können, wie schlecht Ihr Entwurf mit all seinen Konsequenzen ist, dann, meine Damen und Herren, schaffen es wahrscheinlich die Richter und Richterinnen: Dann müssen Richter und Richterinnen bei den sicher zu erwartenden Arbeitsprozessen – nämlich auch speziell in dem Fall, dass sich herausstellt, dass die selbständige Tätigkeit in diesem Rahmen nicht möglich ist – das von Ihnen geschaffene Unrecht wieder zurechtrücken; denn Sie schaffen heute mit diesem Gesetz Unrecht: Sie alle legalisieren Ausbeutung. (Abg. Binder-Maier: Sagen Sie uns Ihren Vorschlag?) – Ja! Ein 7-€-pro-Stunde-Mindestlohn-Gesetz, das wäre einmal ein Ansatz, aber das trauen Sie sich ja nicht zu.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Rädler: Alles vergessen!
Kann das jemand identifizieren? Nein? – Okay! Diese Forderungen, das sind Ihre Wurzeln: Das sind die Wurzeln der Sozialdemokratie, das gehört zur Hainfelder Prinzipien-Erklärung aus dem Jahre 1889 von Victor Adler und so weiter. Achtstündiger Maximalarbeitstag! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Rädler: Alles vergessen!)
Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.
Und heute? – Heute stimmen Sie einem Gesetz zu, das weit hinter diese Forderungen, die Sie bereits vor 120 Jahren erhoben haben, zurückfällt. 128 Arbeitsstunden! (Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.) – Ja, und das legitimiert eine wesentliche Verschlechterung? – Also bitte! 128 Stunden in 14 Tagen, das ist sicher nicht links und auch nicht sozialdemokratisch!
Beifall bei den Grünen.
Es muss einfach besser gehen, und ich bin mir sicher, im Prinzip teilen Sie meine Meinung. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Lapp: Was reden Sie da?
Aber doch noch ein Wort an Sie, Herr Minister Buchinger: Ihre Aufgabe ist es natürlich, neben dem, was Sie an wirklich Positivem eingebracht haben, auch eine Finanzierung auf die Beine zu stellen. Und da glaube ich ganz einfach, Herr Minister, dass es wichtig wäre, dass Sie Termine wie die Landesfinanzreferententagung in Salzburg wahrnehmen, dass Sie wirklich in die Höhle des Löwen gehen und sich dort den Meinungen stellen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Lapp: Was reden Sie da?) – Es wird doch wohl nicht so sein, wie ich gehört habe: dass Sie am meisten Angst vor der Löwin in dieser Höhle gehabt haben? – Das hoffe ich doch nicht!
Beifall bei der ÖVP.
Gehen Sie bitte auf die Landesfinanzreferenten zu, reden Sie mit ihnen und stellen Sie hier eine Finanzierung sicher! Dann, davon bin ich überzeugt, werden wir ein gutes Modell auf den Weg bringen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, ich bin froh darüber, dass in dieser Frage viel in Bewegung gekommen ist, und ich bin weiters froh darüber, dass seit heute auch so mancher zusätzliche gute Vorschlag auf dem Tisch liegt. – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich muss das tatsächlich berichtigen: Minister Buchinger wollte zu den Finanzlandesreferenten gehen; er wurde nicht eingeladen. Und vonseiten der ÖVP-Finanzlandesreferenten wurde gesagt, dass kein ressortfremder Minister zu diesen Sitzungen eingeladen wird. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Bösch: Chaos-Regierung!
So schaut es aus mit Ihrer Wahrheit, Kollegen! (Beifall bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Bösch: Chaos-Regierung!)
Beifall bei der ÖVP.
Es gibt sicher noch eine Lösung: Der Bericht von Minister Bartenstein aus dem Ministerrat stimmt hoffnungsfroh. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.
Abgeordneter Erwin Spindelberger (SPÖ): Wenn es nicht so traurig wäre, müsste ich lachen, dass sich gerade die Abgeordneten der ÖVP hier hinstellen und versuchen, sich das Federl der Über-Drüber-Sozialpartei an den Hut zu heften. Gerade deswegen, aufgrund Ihrer unsozialen Politik der letzten sieben Jahre, Herr Klubobmann Schüssel, als es so viele soziale Verschlechterungen gegeben hat, wurde ja jetzt auch im Regierungsprogramm vereinbart, dass wieder soziale Wärme in unser Land einkehrt. (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.)
Abg. Scheibner: Wie reden Sie über Ihren Regierungspartner?
Was mich schon wundert: Wenn man sich im Ministerrat, im Sozialausschuss einig ist darüber, die heute vorliegenden Maßnahmen zur Rund-um-die-Uhr-Betreuung gemeinsam zu beschließen, dann war das für mich klar – aber auch nur klar bis zum montägigen Schauspiel des Herrn Bundesministers Bartenstein, der sich heute selbst zum Sozialexperten ernannt hat, als er uns mitgeteilt hat, was er schon wieder alles anders machen würde. (Abg. Scheibner: Wie reden Sie über Ihren Regierungspartner?) Da frage ich mich wirklich, was das ganze Schauspiel soll! Wenn Herr Minister Bartenstein will, dass die Pflegekräfte, die jetzt auch Menschen ab der Pflegestufe 3 pflegen, einen Zuschuss bekommen, dann sage ich: Warum nicht?
Abg. Rädler: Kommen Sie spät drauf!
Herr Minister, ich glaube, wir sind da einer Meinung. Da rennen Sie bei uns offene Türen ein. (Abg. Rädler: Kommen Sie spät drauf!) Aber da muss man auch so fair sein: Dann reden Sie auch einmal mit Ihrem Finanzminister, damit hier die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister, ich glaube, wir sind da einer Meinung. Da rennen Sie bei uns offene Türen ein. (Abg. Rädler: Kommen Sie spät drauf!) Aber da muss man auch so fair sein: Dann reden Sie auch einmal mit Ihrem Finanzminister, damit hier die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.
So einfach wie Ihr Parteiobmann kann man es sich auch nicht machen: Heute als der „große Retter“ dieser Gesamtpflegelösung aufzutreten und zu sagen, wenn wir das alles beschließen, ist alles erledigt. – Da sage ich, er hat keine Ahnung und verschließt die Augen vor der Realität. Als Partner in der Regierung – und das muss ich noch einmal betonen – hätte er wissen müssen, dass Sozialminister Buchinger bereits im Februar eine Arbeitsgruppe eingesetzt hat, die sich mit allumfassender Pflege befasst. Und da gibt es vielseitige Aufträge: von Qualitätskriterien bei Betreuung und Pflege bis hin zur Erarbeitung auch langfristiger Finanzierungsmodelle. (Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Hören Sie endlich einmal auf, auf dem Rücken der Betroffenen diese Politik zu machen! Machen Sie Politik als Koalitionspartner, besinnen Sie sich Ihrer Rolle und gießen Sie nicht ständig Öl ins Feuer! (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, nach sehr emotionalen Themen, die vorher diskutiert wurden, möchte ich abschließend danke an alle Fraktionen sagen, die im Sozialausschuss die Empfehlung an den Nationalrat einstimmig beschlossen haben, und abschließen mit dem Ersuchen an den Nationalrat, auch heute der vorliegenden Novelle die Zustimmung zu erteilen. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Geben Sie sich einen Ruck, meine sehr geehrten Damen und Herren! Da geht es nicht um eine Debatte um Wahlrecht, Staatsbürgerschaft et cetera, sondern da geht es darum, dass die Leute einfach dort mitbestimmen können sollen, wo sie auch Beiträge leisten und Leistungen erhalten sollen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Jetzt bin ich neugierig!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Kickl. 4 Minuten Wunschredezeit. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Öllinger: Jetzt bin ich neugierig!)
Abg. Öllinger: Die kriegen aber kein Geld aus diesem Bereich!
Sie haben ja nur einen Teil der besonderen Situation, was den Baubereich und was Migranten betrifft, hervorgehoben, nämlich die Beschäftigung. Sie haben wohlweislich den Pfusch, der natürlich auch in diesen Bereich gehört und dort eine ganz massive Rolle spielt, unter den Tisch fallen lassen. Aber das ist ohnehin nichts Überraschendes. (Abg. Öllinger: Die kriegen aber kein Geld aus diesem Bereich!)
Beifall bei der FPÖ.
sind diejenigen, die man erwischen muss!), ich meine aber selbstverständlich auch – da gebe ich Ihnen Recht – die Unternehmer, die diese Nachfrage überhaupt erst möglich machen. Das ist ja überhaupt gar keine Frage. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Das kommt, habe ich gehört!
Ich sage noch etwas, was wir brauchen – und da wundert es mich schon, dass das etwas ist, was wir heute nicht mit beschlossen haben, etwas, wo Sie sich vielleicht nicht so sehr eingebracht oder durchgesetzt haben, wie es eigentlich von der Sozialdemokratie zu erwarten gewesen wäre –, nämlich so etwas wie eine Haftung für den Generalunternehmer. Denn es kann nicht so sein, dass man sich mit einem undurchschaubaren System von Sub-Sub-Sub-Sub-Unternehmen letzten Endes sozusagen vor den gesetzlichen Verpflichtungen drückt und insgesamt einen enormen Schaden herbeiführt. Das ist etwas, was wir nicht haben wollen. Wir wollen hier eine Letztverantwortung bei demjenigen haben, der als Generalunternehmer tätig ist. Der soll dafür auch haften, dann wird er mehr darauf achten, mit wem er in diesem Bereich zusammenarbeitet. (Abg. Öllinger: Das kommt, habe ich gehört!) Da wird man dem Missbrauch Tür und Tor schließen.
Abg. Öllinger: Das ist eine grüne Forderung!
Und ich sage Ihnen, was noch notwendig ist: dass man die schwarzen Schafe, die man schon einmal erwischt hat, auch ausschließt von der Bewerbung bei öffentlichen Aufträgen. (Abg. Öllinger: Das ist eine grüne Forderung!) Dann wird auch ein Anreiz weniger da sein, Sozialmissbrauch gezielt zu betreiben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und ich sage Ihnen, was noch notwendig ist: dass man die schwarzen Schafe, die man schon einmal erwischt hat, auch ausschließt von der Bewerbung bei öffentlichen Aufträgen. (Abg. Öllinger: Das ist eine grüne Forderung!) Dann wird auch ein Anreiz weniger da sein, Sozialmissbrauch gezielt zu betreiben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Deswegen stimmen wir diesem Gesetz auch zu, weil wir im Grunde genommen allem zustimmen, was den Sozialmissbrauch eindämmt und bekämpft. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es ist dies ein Gesetz, dem wir voll und ganz unsere Zustimmung geben können. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher denke ich, es ist eine wichtige Novellierung, und ich hoffe, dass es hier einen einstimmigen Beschluss gibt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Aber die griechischen Tragödien waren klar!
Wenn man jetzt den Text dieser Novellen liest, dann, muss ich sagen, ist das selbst für Kundige wie ein Labyrinth, undurchsichtig, höchst seltsam, ein Irrgarten, also fast wie in einer griechischen Tragödie. Es ist kaum lesbar, und das sollte schon zu denken geben. (Abg. Öllinger: Aber die griechischen Tragödien waren klar!)
Beifall bei den Grünen.
Aufsichtsräte bestellen, aber es soll nicht so kraus sein, und es sollen sich nicht vier Ministerien drei Mal spiegelverkehrt die Macht teilen, und das zulasten von Forschung und Wissenschaft. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Dr. Spindelegger übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Dkfm. Dr. Hannes Bauer (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine geschätzten Herren Bundesminister! Sehr geschätzte Damen und Herren! Zuerst einmal zu meinem Vorredner Dr. Grünewald. Es ist nach einer Regierungsumbildung selbstverständlich, dass man die entsprechenden Zuständigkeiten und Eigentümervertretungsbefugnisse neu regelt. – Das wird mit diesem Gesetz getan. (Präsident Dr. Spindelegger übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
aus dieser Konstruktion entstehen könnten, im Interesse der Wirtschaft nicht eintreten. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Parnigoni: Freundlichst! Was war da so schlimm?
Abgeordneter Alois Gradauer (FPÖ): Hohes Haus! Herr Präsident! Sehr geehrte Herren Minister! Ich stehe noch immer etwas unter dem Einfluss des Runden Tisches vom Montag. – Das gehört zwar nicht unbedingt zu diesem Thema, aber es war kaum auszuhalten, wie sich da zwei Minister, die in derselben Regierung sitzen, begegnet sind. (Abg. Parnigoni: Freundlichst! Was war da so schlimm?) – Das Schlimme daran ist, dass das hier in diesem Hohen Haus in dieser Form weitergeht. Das haben wir heute erlebt. Ich bin wirklich gespannt, wie lange dieser Spuk andauern wird.
Abg. Öllinger: Ja, damals noch! – Abg. Strache: Das ist wie beim Bundeskanzler!
die gleiche Richtung agiert hat. (Abg. Öllinger: Ja, damals noch! – Abg. Strache: Das ist wie beim Bundeskanzler!) Jetzt kann er sich wahrscheinlich nicht mehr daran erinnern. Er hat einfach folgen müssen.
Beifall bei der FPÖ.
Darum möchte ich eine Initiative der oberösterreichischen Abgeordneten aller Parteien ins Leben rufen, wo wir versuchen, über die Regierung für die Linzer Universität mehr Geld zu bekommen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Um noch einmal über die Proporzzeiten zu reden: Die Bevölkerung möchte sicher keinen Rückfall in die Proporzzeiten, denn der Proporz verhindert Weiterentwicklung und verursacht hohe Kosten. Ein Großteil der heutigen Staatsschulden in der Höhe von – ich erinnere noch einmal daran! – 190 Milliarden €, wofür wir Zinsen von 9 Milliarden € im Jahr zahlen, stammt aus dieser unsäglichen Zeit der SP/VP-Proporzwirtschaft. Wird mit diesem Proporz einmal begonnen, macht er vor nichts halt und findet seine Auswirkungen vom Bund beginnend über die Länder bis hin zu allen staatsnahen Einrichtungen und Betrieben. Auch angesichts dieser Bedrohung lehnen wir Freiheitlichen den vorliegenden Gesetzentwurf ab. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Mitterlehner –: Der Proporzvertreter! – Abg. Dr. Haimbuchner: Jetzt kommt die geballte Wirtschaftskompetenz!
Präsident Dr. Michael Spindelegger: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dr. Mitterlehner. 3 Minuten freiwillige Redezeitbeschränkung. – Bitte. (Abg. Strache – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Mitterlehner –: Der Proporzvertreter! – Abg. Dr. Haimbuchner: Jetzt kommt die geballte Wirtschaftskompetenz!)
Demonstrativer Beifall des Abg. Peter Haubner.
Wenn wir uns das anschauen, muss ich sagen, ja. Wir sind auf dem Weg in Richtung der 3-prozentigen Forschungs- und Entwicklungsquote relativ weit vorangeschritten – 2,5 Prozent –, und es ist nicht entscheidend, ob ein Vertreter des Gewerbevereins im Aufsichtsrat des AWS sitzt, sondern entscheidend ist, wie viele Klein- und Mittelbetriebe beispielsweise beim 7. Rahmenprogramm beteiligt sind. (Demonstrativer Beifall des Abg. Peter Haubner.) Da sind wir unter anderem auch mit dem AWS – das ist jetzt im Rahmen der FFG – dabei, um Mittel für Klein- und Mittelbetriebe zu lukrieren, und das ist an sich positiv.
Beifall bei der ÖVP.
Es ist daher meines Erachtens überhaupt keine Aufregung notwendig, sondern es ist, wenn ich es mir insgesamt anschaue, die Grundausrichtung, die Zielsetzung beider beziehungsweise aller genannten Einrichtungen komplett richtig. – Alles andere ist eigentlich ganz normal. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Zehn Mitglieder, aus denen der Aufsichtsrat künftig bestehen soll, sind meiner Meinung nach noch immer zu viel. Der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit entsendet einen Vorsitzenden und zwei Mitglieder, der Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie entsendet den stellvertretenden Vorsitzenden sowie zwei weitere Mitglieder, und – das ist für mich völlig unverständlich, aber wenigstens positiv – die Bundesminister haben bei der Ausübung ihrer Entsendungsrechte darauf zu achten, dass jeweils zumindest eines der entsandten Mitglieder über unternehmerische Fähigkeiten oder Erfahrung verfügen sollte. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Diese Änderungen führen nicht zu den von uns geforderten Vereinheitlichungen der österreichischen Forschungs- und Förderungslandschaft, sondern weiten im Gegenteil die Kompetenzzersplitterung aus, die unter unserer Regierungsbeteiligung großteils beseitigt wurde. Wir können dieser Novelle aus diesem Grund leider nicht zustimmen. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Scheibner: Findet das Parlament nicht! Herr Minister! Wir können einen Herbeiholungsbeschluss fassen, wenn Sie wollen!
Das, was über Jahre und Jahrzehnte in verschiedenen Ressorts zersplittert war, wird in diesen Gesellschaften zusammengeführt. Zum Teil ist der One-Stop-Shop verwirklicht. Dass jetzt die Aufsichtsräte die Zuständigkeiten der Ressorts abbilden ist absolut normal und nachvollziehbar. So gesehen meine ich auch im Namen des BMVIT, dessen Vertreter heute leider offensichtlich nicht zur Regierungsbank finden konnte, dass das eine gute Sache ist. (Abg. Scheibner: Findet das Parlament nicht! Herr Minister! Wir können einen Herbeiholungsbeschluss fassen, wenn Sie wollen!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit meinem Kollegen Faymann und seiner Staatssekretärin in den beiden Gesellschaften, für die wir gemeinsam zuständig sind, nämlich FFG und AWS. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, in Summe werden wir das in den nächsten eineinhalb Jahren sehen, und ich hoffe, dass es gut funktionieren wird. Ich bin sehr optimistisch, dass es unter den gegebenen politischen Verhältnissen eine gute Lösung ist. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Bundesminister, das wäre unser Ansatz: einmal darüber nachzudenken, wie wir für die Wirtschaft auf unkomplizierte Art und Weise noch effizienter mehr Forschungsgelder zur Verfügung stellen können und vielleicht auch die Informationspolitik für die Wirtschaft verstärken können. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Ich glaube, wenn wir es nicht gegründet hätten, müssten wir es heute neu erfinden; das ist sicherlich das, wo wir uns gemeinsam finden werden. Insofern bin ich froh darüber, dass es hier eine gesamte Förderleistung von über 1,3 Milliarden € gibt. Das sollte weiterhin so bleiben, und dazu wünsche ich auch alles Gute! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ob jetzt eine Entwicklungsbank beim AWS oder bei der Kontrollbank angesiedelt werden soll, das wird derzeit im Finanzministerium und, ich glaube (in Richtung Bundesminister Dr. Hahn), in Ihrem Ministerium geprüft. Das heißt, das ist auch ein guter Teil, daher sind wir froh darüber, dass heute diese Novelle beschlossen wird. – Danke vielmals. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich wünsche allen Forscherinnen und Forschern alles, alles Gute und viel Erfolg! Das gilt natürlich auch für alle Unternehmerinnen und Unternehmer. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zum Schluss kommend: Von der Schaffenskraft, vom Ideenreichtum und vom Forschungsgeist vieler Österreicherinnen und Österreicher, vieler Menschen in unserem Land bin ich überzeugt. Ich glaube, wir haben auch die richtigen Voraussetzungen, um für die Zukunft viel zu erreichen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Oh!
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Über die Forschungs- und Wirtschaftsförderungsrechtsnovelle 2007 wurde heute, glaube ich, genug diskutiert, und sie wurde auch kritisiert. Etwas möchte ich aber klar dazu sagen: Ein großer Erfolg war die grundlegende Neugestaltung der Forschungs-, Technologie- und Innovationsförderung seit dem Jahre 2000! (Abg. Öllinger: Oh!)
Abg. Öllinger: Wofür?
Faktum ist, dass noch nie so viel Geld für Forschung und Entwicklung ausgegeben wurde wie jetzt: insgesamt 6,83 Milliarden €. (Abg. Öllinger: Wofür?) Faktum ist auch, dass es seit dem Jahr 1998 eine Steigerung von 101 Prozent gegeben hat. Faktum ist außerdem, dass die Wirtschaft und die öffentliche Hand sehr gut zusammenarbeiten, wenn man bedenkt, dass die Wirtschaft – im In- und Ausland – zirka 62 Prozent der Mittel für Forschung und Entwicklung aufbringt und dass die öffentliche Hand 37,4 Prozent ausgibt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Faktum ist, dass noch nie so viel Geld für Forschung und Entwicklung ausgegeben wurde wie jetzt: insgesamt 6,83 Milliarden €. (Abg. Öllinger: Wofür?) Faktum ist auch, dass es seit dem Jahr 1998 eine Steigerung von 101 Prozent gegeben hat. Faktum ist außerdem, dass die Wirtschaft und die öffentliche Hand sehr gut zusammenarbeiten, wenn man bedenkt, dass die Wirtschaft – im In- und Ausland – zirka 62 Prozent der Mittel für Forschung und Entwicklung aufbringt und dass die öffentliche Hand 37,4 Prozent ausgibt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Österreich hat sich in den letzten Jahren zu einem Forschungs- und Entwicklungsland gemausert. Wir sind international an vorderster Front – und darauf können wir stolz sein. Das ist der Sinn von Forschung und Entwicklung! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Es werden mit sehr vielen Zuschüssen Investitionen, Innovationen und Modernisierungen durchgeführt. Der Förderungszugang erfolgt gewöhnlich über den Weg der finanzierenden Hausbank. Für sie ist es natürlich sehr wichtig, engen Kontakt mit den Unternehmerinnen und Unternehmern zu halten. Ich möchte mich heute bei all den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Banken bedanken, die unsere Klein- und Mittelbetriebe intensiv dabei unterstützen, diese Förderanträge auszufüllen und damit auch positiv umzusetzen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Mit dieser Politik verfolgen wir das Ziel, die Rahmenbedingungen für die österreichische Wirtschaft weiter zu verbessern, vor allem aber auch nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung in den benachteiligten Regionen und in den alten Industriegebieten zu sichern und damit für unsere Nächsten den Arbeitsplatz zu schaffen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Präsident Dr. Michael Spindelegger: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Haubner. 1 Minute freiwillige Redezeitbeschränkung. – Bitte. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, die Arbeit dieser Unternehmer im Sinne der Forschung und Entwicklung ist eine ganz wichtige für den Wirtschaftsstandort Österreich. Wir freuen uns darüber, dass das auch in Zukunft so sein wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Daher denke ich, dass die Entwicklung eine sehr, sehr gute ist und tatsächlich dazu führen wird, dass Österreich im Forschungsbereich vom Imitator zum Innovator wird. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich glaube, dass die Länder in regionalen Fragen dem Bürger immer näher sind als die Bundesbehörden. So soll es letztlich auch bleiben. Deshalb lehnen wir Freiheitliche diesen reparierten Gesetzentwurf, bei dem die Kompetenz vom Land zum Bund gehen soll, ab. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte das nur ergänzend dazu sagen, weil ich glaube, dass man da noch einmal aktiv werden sollte, nämlich zum Schutz der Bauarbeiter. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher ersuche ich um Zustimmung zu diesem verfassungsrechtlichen Gesetzesbeschluss. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Wir werden diesem Antrag zustimmen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Hier geht es also um eine von der EU übertragene Bundeskompetenz. Ich bin der Meinung – wie auch ein Teil meiner Vorredner –, dass wir hier schon danach trachten sollten, dass wir endlich zu neun gleichen Bauordnungen kommen, beispielsweise zu neun gleichen Kesselverordnungen. Hier wäre einzufordern, dass der Konvent seine Arbeit wieder aufnimmt. Denn letztlich ist eine effiziente und wettbewerbsfähige Volkswirtschaft auch ganz maßgeblich abhängig von einer effizienten und wettbewerbsfähigen Verwaltung. – Besten Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, dass das ein wesentlicher Beitrag im Rahmen der Finanzausgleichsverhandlungen sein könnte. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin Föderalist, und als Bürgermeister weiß ich natürlich, dass die Bevölkerung unseres Landes unterschiedliche Bedürfnisse hat. Ich bin froh darüber, dass man mit der Bauordnung und mit den Raumordnungsgesetzen auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Bevölkerung eingehen kann. Diese werden von diesem Gesetz heute nicht tangiert, und das ist gut so. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Rädler
Sehen Sie, diese Flurbereinigung sollten Sie in der ÖVP einmal machen! Es wird hier immer noch viel zu viel Plunder an unproduktivem Föderalismus hochgehalten. Nichts gegen regionale Entscheidungen dort (Zwischenruf des Abg. Rädler), wo es genau passt; das ist ja der Sinn des Subsidiaritätsprinzips, das Sie in Ihrem Parteiprogramm haben. Aber wenn Sie das so übertreiben, dann landen Sie dort, wo Sie zu Hause sind: in der Polit-Folklore, die ökonomisch ineffizient ist und die Verwaltungsreform, die Sie uns dauernd erklären, blockiert; es geht nichts weiter!
Beifall bei den Grünen.
wäre, dass diese eigentlich reformunfreudige Partei mandatsmäßig wieder unter die Drittelschwelle gedrängt wird, wird es die unaufgearbeitete Sachlage in der ÖVP sein, die alle Reformen verhindert. Das ist wesentlich – für das Protokoll; die ÖVP wird das nachlesen müssen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abschließend: Ich meine, wir tun überhaupt gut daran, in Zukunft bei sämtlichen Gesetzen, auch wenn sie nur formale Änderungen brauchen, gleichzeitig im Ausschuss mit zu beraten, ob und in welchem Umfang jeweils auch inhaltliche Novellierungen notwendig sind oder sinnvoll wären. Dies würde zu einer noch besseren Effizienz unserer Arbeit in den Ausschüssen beitragen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Abgeordneter Josef Broukal (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Dieser Tagesordnungspunkt wird einstimmig beschlossen werden. Wir sind alle sehr froh darüber, dass die Stipendien der Studierenden, die Studienförderung nach sieben Jahren, in denen sie nicht an die Geldentwertung angepasst wurde, nun um 12 Prozent angehoben wird. Ich beeile mich hinzuzufügen, dass die Geldentwertung in dieser Zeit aber mehr betragen hat, etwa 15 bis 16 Prozent, sodass man nicht von einer vollen Wiederherstellung des damals angedachten Kaufwertes reden kann. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.)
in Richtung der Abg. Dr. Brinek
Ja, Gertrude (in Richtung der Abg. Dr. Brinek), das ist völlig eindeutig, Verbraucherpreisindex 1996 Jänner 2000 103,6, Dezember 2006 118,7, 16 Prozent Geldentwertung, simpel und einfach, 12 Prozent Anpassung, also zwei Drittel der Geldentwertung haben wir eingeholt, aber es soll ja nächstes Jahr eine zweite Tranche geben, und ich bin froher Hoffnung, dass es dann gelingen möge, wirklich wieder jene Wertverhältnisse herzustellen, die die Studienförderung zuletzt unter Bundesminister Caspar Einem hatte. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) – Bitte? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler. – Abg. Dr. Fekter: Broukal wollte sie abschaffen! – Weitere Zwischenrufe.) Die Stipendien wollte ich abschaffen? (Abg. Dr. Fekter: Nicht die Stipendien!) Da gibt es aber ganz eigene Geschichtserzählungen in der ÖVP. Wenn Sie mir dann eine Quelle dafür nennen, bin ich sehr froh. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Ja, Gertrude (in Richtung der Abg. Dr. Brinek), das ist völlig eindeutig, Verbraucherpreisindex 1996 Jänner 2000 103,6, Dezember 2006 118,7, 16 Prozent Geldentwertung, simpel und einfach, 12 Prozent Anpassung, also zwei Drittel der Geldentwertung haben wir eingeholt, aber es soll ja nächstes Jahr eine zweite Tranche geben, und ich bin froher Hoffnung, dass es dann gelingen möge, wirklich wieder jene Wertverhältnisse herzustellen, die die Studienförderung zuletzt unter Bundesminister Caspar Einem hatte. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) – Bitte? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler. – Abg. Dr. Fekter: Broukal wollte sie abschaffen! – Weitere Zwischenrufe.) Die Stipendien wollte ich abschaffen? (Abg. Dr. Fekter: Nicht die Stipendien!) Da gibt es aber ganz eigene Geschichtserzählungen in der ÖVP. Wenn Sie mir dann eine Quelle dafür nennen, bin ich sehr froh. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler. – Abg. Dr. Fekter: Broukal wollte sie abschaffen! – Weitere Zwischenrufe.
Ja, Gertrude (in Richtung der Abg. Dr. Brinek), das ist völlig eindeutig, Verbraucherpreisindex 1996 Jänner 2000 103,6, Dezember 2006 118,7, 16 Prozent Geldentwertung, simpel und einfach, 12 Prozent Anpassung, also zwei Drittel der Geldentwertung haben wir eingeholt, aber es soll ja nächstes Jahr eine zweite Tranche geben, und ich bin froher Hoffnung, dass es dann gelingen möge, wirklich wieder jene Wertverhältnisse herzustellen, die die Studienförderung zuletzt unter Bundesminister Caspar Einem hatte. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) – Bitte? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler. – Abg. Dr. Fekter: Broukal wollte sie abschaffen! – Weitere Zwischenrufe.) Die Stipendien wollte ich abschaffen? (Abg. Dr. Fekter: Nicht die Stipendien!) Da gibt es aber ganz eigene Geschichtserzählungen in der ÖVP. Wenn Sie mir dann eine Quelle dafür nennen, bin ich sehr froh. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Abg. Dr. Fekter: Nicht die Stipendien!
Ja, Gertrude (in Richtung der Abg. Dr. Brinek), das ist völlig eindeutig, Verbraucherpreisindex 1996 Jänner 2000 103,6, Dezember 2006 118,7, 16 Prozent Geldentwertung, simpel und einfach, 12 Prozent Anpassung, also zwei Drittel der Geldentwertung haben wir eingeholt, aber es soll ja nächstes Jahr eine zweite Tranche geben, und ich bin froher Hoffnung, dass es dann gelingen möge, wirklich wieder jene Wertverhältnisse herzustellen, die die Studienförderung zuletzt unter Bundesminister Caspar Einem hatte. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) – Bitte? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler. – Abg. Dr. Fekter: Broukal wollte sie abschaffen! – Weitere Zwischenrufe.) Die Stipendien wollte ich abschaffen? (Abg. Dr. Fekter: Nicht die Stipendien!) Da gibt es aber ganz eigene Geschichtserzählungen in der ÖVP. Wenn Sie mir dann eine Quelle dafür nennen, bin ich sehr froh. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rädler.
Ja, Gertrude (in Richtung der Abg. Dr. Brinek), das ist völlig eindeutig, Verbraucherpreisindex 1996 Jänner 2000 103,6, Dezember 2006 118,7, 16 Prozent Geldentwertung, simpel und einfach, 12 Prozent Anpassung, also zwei Drittel der Geldentwertung haben wir eingeholt, aber es soll ja nächstes Jahr eine zweite Tranche geben, und ich bin froher Hoffnung, dass es dann gelingen möge, wirklich wieder jene Wertverhältnisse herzustellen, die die Studienförderung zuletzt unter Bundesminister Caspar Einem hatte. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) – Bitte? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler. – Abg. Dr. Fekter: Broukal wollte sie abschaffen! – Weitere Zwischenrufe.) Die Stipendien wollte ich abschaffen? (Abg. Dr. Fekter: Nicht die Stipendien!) Da gibt es aber ganz eigene Geschichtserzählungen in der ÖVP. Wenn Sie mir dann eine Quelle dafür nennen, bin ich sehr froh. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
lange in der Kantine gesessen, vermute ich einmal. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Bitte, manche Zwischenrufe haben tatsächlich ein Niveau, dass man nicht wirklich ernst darauf antworten kann. (Abg. Scheibner: Das ist euer Koalitionspartner!) – Das ist mein Koalitionspartner. Ehrlich gestanden, er wurde mir ausgesucht, ich habe ihn mir nicht ausgesucht. Schauen Sie, so hat jeder seine Erzählungen.
Abg. Scheibner: Das ist euer Koalitionspartner!
lange in der Kantine gesessen, vermute ich einmal. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Bitte, manche Zwischenrufe haben tatsächlich ein Niveau, dass man nicht wirklich ernst darauf antworten kann. (Abg. Scheibner: Das ist euer Koalitionspartner!) – Das ist mein Koalitionspartner. Ehrlich gestanden, er wurde mir ausgesucht, ich habe ihn mir nicht ausgesucht. Schauen Sie, so hat jeder seine Erzählungen.
Abg. Dr. Stummvoll: Klagen sind beim Herrn Bundespräsidenten zu deponieren!
Im nächsten Jahr, was uns nach wie vor ... (Abg. Dr. Stummvoll: Klagen sind beim Herrn Bundespräsidenten zu deponieren!) – Irgendwie sind Sie jetzt auf einmal so aufgeregt. – Ich habe noch zwei Minuten, und die werde ich nützen.
Beifall bei der SPÖ.
Alles in allem eine erste Etappe. Wir stimmen gerne zu und hoffen, dass wir gemeinsam im nächsten Jahr noch eines drauflegen können. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Fekter – in Richtung des Abg. Broukal –: Rechnen lernen!
Abgeordnete Dr. Gertrude Brinek (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ich darf einige Dinge klarstellen. Kollege Broukal, es ging bei der Steigerung des Verbraucherpreisindex um 15 Prozentpunkte, genau aber 12,8 Prozent. (Abg. Dr. Fekter – in Richtung des Abg. Broukal –: Rechnen lernen!) Die auszuzahlende Studienbeihilfe wird auch um 12 Prozent angehoben, insofern ist meine Rechnung und die des Ministers die richtige.
Abg. Mag. Donnerbauer: Von dieser Meinung will er auch nichts mehr wissen!
Anmerken möchte ich auch noch etwas zu dem Zwischenruf meines Kollegen. Es ging schon ums Sparen und um großzügiges Umgehen mit Geld. Zu Beginn deines Eintritts ins politische Leben kam der Vorschlag, aus dem ORF wüsstest du, 10 bis irgendwas an Prozenten könne man ruhig einsparen, da merkt man überhaupt nichts davon. Vielleicht war das die Assoziation vom Kollegen Rädler, aber das wollen wir jetzt nicht diskutieren. (Abg. Mag. Donnerbauer: Von dieser Meinung will er auch nichts mehr wissen!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, mit dieser Maßnahme, 12 Prozent Steigerung, wollen wir jungen Menschen eine weitere Chancenerweiterung geben, erstens etwa von dem unattraktiven Platz im internationalen Vergleich, dass Österreich zu den Ländern mit den längsten Studienzeiten gehört, wegzukommen, aber auch individuell jedem jungen Mann, jeder jungen Frau die Chance geben, rasch zu einem Arbeitsplatz zu kommen, rasch eine Wissenschafterkarriere einzuschlagen und damit rasch zu einem persönlich und individuell erfolgreichen Leben zu kommen. Alles Gute! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Brinek: Bravo, können Sie sagen!
Abgeordneter Dr. Kurt Grünewald (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Geschätzte Kollegin Brinek, was soll ich nach so vielen wichtigen Schritten eigentlich noch sagen? (Abg. Dr. Brinek: Bravo, können Sie sagen!) Bei so vielen „Meilensteinen“ – das schaut ja schon aus wie ein archäologisches Ausgrabungsfeld in Rom (Abg. Dr. Brinek: Da fahre ich am Sonntag hin!), so viele Meilensteine haben Sie gesetzt.
Abg. Dr. Brinek: Da fahre ich am Sonntag hin!
Abgeordneter Dr. Kurt Grünewald (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Geschätzte Kollegin Brinek, was soll ich nach so vielen wichtigen Schritten eigentlich noch sagen? (Abg. Dr. Brinek: Bravo, können Sie sagen!) Bei so vielen „Meilensteinen“ – das schaut ja schon aus wie ein archäologisches Ausgrabungsfeld in Rom (Abg. Dr. Brinek: Da fahre ich am Sonntag hin!), so viele Meilensteine haben Sie gesetzt.
Abg. Dr. Brinek: Nein!
Bleiben wir bei der Realität: Warum stimmen wir jetzt über das ab? – Weil man schlichtweg auf die Pädagogischen Hochschulen vergessen hat. (Abg. Dr. Brinek: Nein!) Das ist ein bisschen seltsam, denn die sind ja schon länger beschlossen worden und nicht gerade vorgestern. (Abg. Dr. Brinek: Kollege Auer sagt das noch!)
Abg. Dr. Brinek: Kollege Auer sagt das noch!
Bleiben wir bei der Realität: Warum stimmen wir jetzt über das ab? – Weil man schlichtweg auf die Pädagogischen Hochschulen vergessen hat. (Abg. Dr. Brinek: Nein!) Das ist ein bisschen seltsam, denn die sind ja schon länger beschlossen worden und nicht gerade vorgestern. (Abg. Dr. Brinek: Kollege Auer sagt das noch!)
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Es gibt auch noch andere Diskussionspunkte, die man für die Zukunft vormerken könnte, zum Beispiel die Vergabe von Studienabschlussförderungen oder Stipendien bei Master-Studien, die vermehrte Errichtung von Kinderbetreuungseinrichtungen für Kinder Studierender, denn die Betreuung kostet auch Geld. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.)
Abg. Dr. Brinek: Du hast keine Ahnung, was ich alles weiß!
Ich darf zuerst einmal sagen, was ich mir denke, denn was du dir denkst, weiß ich ja ohnehin. (Abg. Dr. Brinek: Du hast keine Ahnung, was ich alles weiß!) Na schon.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Frau Bundesministerin Gehrer hat ja immer gesagt: Wenn der Wind hinaus auf die raue See bläst, nur mutig sein! – Aber da war man nicht mutig. Es kommt mir so vor, als dümple man auf einer Luftmatratze in einem Froschteich, wenn es um Ausländer und deren Unterstützung geht. – Danke. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Das Weitere, Herr Kollege Broukal, ich vermisse die Forderung nach Einführung einer Wertsicherungsklausel. Ich darf Sie an eine Debatte erinnern, die im Jahr 2003 im Nationalrat, hier im Hohen Haus, stattgefunden hat, in der Sie das noch gefordert haben, in der Sie gesagt haben, das müsste man eigentlich nicht einmal begründen. Da gebe ich Ihnen Recht, aber bitte: Wieso haben Sie sich dann nicht durchsetzen können? Haben Sie sich nicht eingebracht? – Da ist schon wieder, leider Gottes – ich muss das immer wiederholen –, ein bisschen eine Umfallermethode bei der SPÖ dabei. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Seien Sie mir bitte nicht böse!
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Aber im Großen und Ganzen kann ich nur sagen, es wird vielerlei anderer Regelungen bedürfen, um wirklich etwas für die Studierenden zu tun – selbstverständlich auch der Abschaffung der Studiengebühren. Abschaffung der Studiengebühren – wir haben namentlich abgestimmt, Sie waren dagegen. Leider Gottes, Herr Kollege Broukal, aber so ist das halt einmal. Da braucht man sich dann nicht zu wundern, wenn der VSStÖ die Wahlen verliert und der Ring Freiheitlicher Studenten bei einer geringen Wahlbeteiligung um 50 Prozent mehr Stimmen erhält. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Wissen Sie, da brauchen Sie sich nicht zu wundern.
Beifall bei der FPÖ.
Natürlich, wenn der Student mehr bekommt, stimmen wir zu. Aber ein großer Wurf ist das nicht, und das sagen immerhin auch die Vertreter der Studierendenorganisationen von ÖVP und SPÖ. Insofern machen Sie sich bitte darüber Gedanken – das ist kein Wurf! Sie haben noch ein paar Jahre Zeit, um einmal beweisen zu können, was Sie in der Universitätspolitik wirklich bewirken können. Bis dato haben Sie nämlich gar nichts bewirkt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
In diesem Zusammenhang darf ich auch noch ganz kurz dem Bundesministerium sehr wohl danken, dass durch die Motivstudie an den Medizin-Unis zur Safe-guard-Regelung endlich ein Unterboden in unserer Diskussion mit der Kommission geschaffen wurde. Eine voraussichtliche Rückkehrquote von 81 Prozent der deutschen Studierenden oder deutschen Absolventen an den österreichischen Medizin-Unis spricht nämlich ein deutliches Wort. Ich glaube, wir haben jetzt ein Argument, ein wichtiges, bekommen, um die österreichischen Interessen für eine langfristige Ärztesicherung zu unterstützen und zu untermauern. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Haimbuchner: Das Gesamtbudget! Dividieren Sie es durch die Studierenden!
Bundesminister für Wissenschaft und Forschung Dr. Johannes Hahn: Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Zunächst einmal vielen Dank, dass alle Fraktionen dieser Initiative zustimmen werden – mit unterschiedlichen Tonalitäten. Das war auch nicht anders zu erwarten. Nur gestatten Sie mir an die Adresse all jener, die gemeint haben, es sei keine beachtliche, bis zu einer lächerlichen Erhöhung: Wir reden hier von einer Mehrleistung im kommenden Jahr von 16 Millionen €. Also was immer hier als lächerlich einzustufen ist, das möge man für sich selbst definieren. (Abg. Dr. Haimbuchner: Das Gesamtbudget! Dividieren Sie es durch die Studierenden!) – 16 Millionen € mehr würde ich nicht als einen lächerlichen Betrag einstufen. Wir werden mit der für nächstes Jahr in Aussicht genommenen qualitativen Ausweitung der Stipendien um noch einmal 9 Millionen insgesamt einen Betrag von zusätzlichen 25 Millionen € zu den jetzt schon bestehenden Aufwendungen im Stipendienbereich tätigen, sodass wir dann
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
im Jahr 2009, im Vollausbau, auf über 200 Millionen € für Stipendien in Österreich kommen werden. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Es können immer noch mehr sein. Ich sage ganz offen: Ich habe für 2020 das gesamteuropäische Ziel, dass jeder Studierende innerhalb der Europäischen Union zumindest ein Semester während seines Studiums im Ausland studiert haben soll. Das ist eine Vision, an der wir in ganz Europa arbeiten sollten, und dazu ist es natürlich auch notwendig, national die entsprechenden Mittel bereitzustellen. Ich denke, dass wir da in Österreich schon jetzt einen guten Beitrag dazu leisten. – Vielen herzlichen Dank nochmals für Ihre Unterstützung bei dieser Vorlage. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Ich habe hier den Jänner als Berechnungsgrundlage!
Wahr ist vielmehr: Der Verbraucherpreisindex 2000 betrug im Jänner 2000, wie sein Name sagt, 100, er stand im April 2007, also vor zwei Monaten, bei 114,2 und wird (Abg. Dr. Brinek: Ich habe hier den Jänner als Berechnungsgrundlage!) – ja, aber die Stipendienerhöhung ist nächsten Jänner, nicht vorher; Entschuldigung, bitte unterbrechen Sie mich nicht –, wenn die monatlichen Steigerungen von 0,4 Prozentpunkten so weitergehen wie bisher, am Jahresende etwa bei 115 Prozent liegen, sodass eine tatsächlich werterhaltende Anpassung der Studienförderungsgelder 15 Prozent hätte betragen müssen. Wenn Sie es mir nicht glauben, glauben Sie es der Statistik Austria. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Brinek: Ich glaube es, aber ich habe die Berechnungsgrundlage von Jänner 2007!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Brinek: Ich glaube es, aber ich habe die Berechnungsgrundlage von Jänner 2007!
Wahr ist vielmehr: Der Verbraucherpreisindex 2000 betrug im Jänner 2000, wie sein Name sagt, 100, er stand im April 2007, also vor zwei Monaten, bei 114,2 und wird (Abg. Dr. Brinek: Ich habe hier den Jänner als Berechnungsgrundlage!) – ja, aber die Stipendienerhöhung ist nächsten Jänner, nicht vorher; Entschuldigung, bitte unterbrechen Sie mich nicht –, wenn die monatlichen Steigerungen von 0,4 Prozentpunkten so weitergehen wie bisher, am Jahresende etwa bei 115 Prozent liegen, sodass eine tatsächlich werterhaltende Anpassung der Studienförderungsgelder 15 Prozent hätte betragen müssen. Wenn Sie es mir nicht glauben, glauben Sie es der Statistik Austria. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Brinek: Ich glaube es, aber ich habe die Berechnungsgrundlage von Jänner 2007!)
Abg. Rädler: Was ist die Konsequenz für die SPÖ, Herr Broukal? – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Präsident Dr. Michael Spindelegger: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Auer. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 3 Minuten. – Bitte, Herr Kollege. (Abg. Rädler: Was ist die Konsequenz für die SPÖ, Herr Broukal? – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Spindelegger gibt das Glockenzeichen.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Klaus Hubert Auer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Spindelegger gibt das Glockenzeichen.) Herr Kollege Broukal, Sie können noch so viele Statistiken strapazieren, bei den Verbraucherpreisindizes gibt es mehrere, vielleicht haben Sie gerade wieder den falschen verwendet. (Zwischenruf des Abg. Broukal.) Wir bleiben bei den 12,8 Prozent, die Stipendien wurden um 12 Prozent angehoben, daher liegen wir hier ganz richtig. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Broukal.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Klaus Hubert Auer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Spindelegger gibt das Glockenzeichen.) Herr Kollege Broukal, Sie können noch so viele Statistiken strapazieren, bei den Verbraucherpreisindizes gibt es mehrere, vielleicht haben Sie gerade wieder den falschen verwendet. (Zwischenruf des Abg. Broukal.) Wir bleiben bei den 12,8 Prozent, die Stipendien wurden um 12 Prozent angehoben, daher liegen wir hier ganz richtig. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Klaus Hubert Auer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Spindelegger gibt das Glockenzeichen.) Herr Kollege Broukal, Sie können noch so viele Statistiken strapazieren, bei den Verbraucherpreisindizes gibt es mehrere, vielleicht haben Sie gerade wieder den falschen verwendet. (Zwischenruf des Abg. Broukal.) Wir bleiben bei den 12,8 Prozent, die Stipendien wurden um 12 Prozent angehoben, daher liegen wir hier ganz richtig. (Beifall bei der ÖVP.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Broukal
Sie haben auch gemeint, der Herr Bundesminister braucht mehr Geld für sein Ressort. Das ist ganz richtig, aber er hat auch stark dafür gekämpft. Das Budget für sein Ressort ist seit 1991 noch nie so stark angehoben worden wie diesmal. Da denken wir an die Infrastruktur, da denken wir an die Lehrenden (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Broukal), da denken wir an das Lehrangebot, aber wir denken auch, Herr Broukal, an die Studierenden. Gerade deswegen ist das ein großartiger Erfolg. Das zeigen uns auch die Zahlen der Studierenden, die ständig gestiegen sind, trotz der Einführung der Studiengebühren. Auch hier darf ich an die Adresse der Opposition gerichtet sagen, dass die Studiengebühren keine besondere Belastung sind, denn über die Studienförderung bekommen ja diejenigen, die Studienbeihilfe erhalten, die Studiengebühren wieder retour. Damit sind zum Beispiel bei den Fachhochschulen an die 50 Prozent der Studenten von den Studiengebühren befreit. Das ist auch eine beeindruckende Zahl.
Beifall bei der ÖVP.
Natürlich sind wir ganz stark dahinter, dass wir diese Budgets auch ständig erhöhen. Aber die Akademikerquote ist auch im Steigen, und daher sind wir hier ganz sicher auf dem richtigen Weg. Die ÖVP mit Bundesminister Hahn hat hier sicherlich wieder einiges vorgelegt. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Brinek: Das kann man vielleicht verbessern!
Ein anderes Beispiel – wir haben einige aufgezählt –: Wenn eine Studentin/ein Student in Seekirchen wohnt, 20 Kilometer von Salzburg entfernt, dann erhält sie/er ein höheres Stipendium, weil sie/er nicht zu Hause wohnt, weil sie/er einen anderen Wohnort hat. Eine Studentin/ein Student, die/der in Henndorf wohnt, auch 20 Kilometer von Salzburg entfernt, kommt nicht in diese Begünstigung, weil das nämlich taxativ aufgelistet ist. Nicht die Entfernung von Salzburg ist maßgebend, sondern es gibt eine taxative Auflistung. Wenn ein Ort nicht auf der Liste ist – Pech für die Studentin/den Studenten. – So kann es ja wohl nicht sein. (Abg. Dr. Brinek: Das kann man vielleicht verbessern!)
Beifall bei den Grünen.
Wir haben auf einige dieser Ungerechtigkeiten hingewiesen und uns im Ausschuss darauf geeinigt, diese Schlampigkeiten zu begradigen. Ich hoffe, dass erstens diese Schlampigkeiten und zweitens auch die Schlampigkeit im Zusammenhang mit dem Preisindex bis zur nächsten Novellierung begradigt werden können. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Nein, bitte! Wollen Sie uns am Ende noch provozieren?
Das österreichische Förderungssystem ist durchdacht und vorbildlich in der Positionierung von Chancengleichheit. (Abg. Öllinger: Nein, bitte! Wollen Sie uns am Ende noch provozieren?) Das mache ich sehr gerne. Sie können auch gerne einen Blick nach England werfen, wo der Gebührensatz bei bis zu 4 400 € liegt und eine Beihilfe kaum ermöglicht wird. In Österreich hingegen kann sich jeder ein Studium leisten, der studieren möchte. (Abg. Öllinger: Bitte!)
Abg. Öllinger: Bitte!
Das österreichische Förderungssystem ist durchdacht und vorbildlich in der Positionierung von Chancengleichheit. (Abg. Öllinger: Nein, bitte! Wollen Sie uns am Ende noch provozieren?) Das mache ich sehr gerne. Sie können auch gerne einen Blick nach England werfen, wo der Gebührensatz bei bis zu 4 400 € liegt und eine Beihilfe kaum ermöglicht wird. In Österreich hingegen kann sich jeder ein Studium leisten, der studieren möchte. (Abg. Öllinger: Bitte!)
Abg. Öllinger: Nein!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Österreich ist in meinen Augen Vorreiter, wenn es darum geht, in die Ausbildung der Hochschüler zu investieren. (Abg. Öllinger: Nein!) Diese Investition ist ein Bonus, der durch das erworbene Wissen wieder an die Gesellschaft zurückfließt. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Österreich ist in meinen Augen Vorreiter, wenn es darum geht, in die Ausbildung der Hochschüler zu investieren. (Abg. Öllinger: Nein!) Diese Investition ist ein Bonus, der durch das erworbene Wissen wieder an die Gesellschaft zurückfließt. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ganz besonders erwähnen möchte ich noch, dass Sie, Herr Bundesminister, im Ausschuss angekündigt haben, dass wir uns wirklich intensiv damit auseinandersetzen werden, wenn es darum geht, den Bezieherkreis auszuweiten. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Josef Broukal (SPÖ): Es ist mein letzter Versuche, hier so etwas wie zahlenmäßige Wahrheiten einzubringen. – Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Auer hat gemeint, es könne sich ja – obwohl Frau Kollegin Brinek deutlich vom Verbraucherpreisindex 2000 gesprochen hat – auch um den Verbraucherpreisindex 1996 handeln. Ich nenne Ihnen gerne die Zahlen: Jänner 2000: 103,6 Prozent, April 2007: 120,2 Prozent, Steigerung: 16 Prozent; das wäre noch ungünstiger. Nehmen wir aber den Verbraucherpreisindex 2000, wie Kollegin Brinek gemeint hat, dann macht die Steigerung bis zum April 2007 14,2 Prozent und bis Jahresende, wenn dann die Stipendienerhöhung in Kraft tritt, sicher 15 Prozent aus. Darauf können wir wetten. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Zur Realpolitik!
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Von den Prozentsätzen wieder zurück zu den Fakten (Ruf bei der FPÖ: Zur Realpolitik!), zur Realpolitik – möglicherweise, wobei es real schon einen Unterschied macht, ob man bei den Studiengebühren eine Erhöhung in Höhe von 12,6 Prozent oder von 15 Prozent hat. Das muss man schon feststellen. Es wäre natürlich jedem Studenten eine Erhöhung um 15 Prozent wesentlich lieber, das sind sicherlich auch reale Fakten. Da muss ich mich schon auf die Seite der Studenten stellen, aber 12,6 Prozent sind natürlich wesentlich besser als nichts. Das ist vollkommen klar.
Beifall bei der FPÖ.
Wir von der Freiheitlichen Partei sehen überhaupt nicht ein, dass, wenn schon eine ÖH-Bundesvertretung eingerichtet wird, diese Bundesvertretung nicht von den Studenten direkt in geheimer Wahl zu wählen ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Dr. Cap.
Was spricht denn wirklich dagegen, bei der Hochschülerschaftswahl einen zweiten Stimmzettel beizulegen, dass man einmal die Vertretung auf der jeweiligen Universität und eben mit dem zweiten Stimmzettel – so wie das früher auch der Fall gewesen ist – das zentrale Parlament wählen kann? (Demonstrativer Beifall des Abg. Dr. Cap.) Das ist doch mehr als notwendig, zumal auch die Beteiligung an den Wahlen laufend zurückgeht und jetzt schon wieder einen historischen Tiefstand erreicht hat. Das müsste doch für uns alle, für jeden Politiker ein massives Alarmsignal sein, dass die studentische Beteiligung nicht wahrgenommen wird, möglicherweise auch deswegen nicht wahrgenommen wird, weil eben zu wenig direkte Demokratie gesprochen wird. – Deshalb können wir dieser Vorlage nicht zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was spricht denn wirklich dagegen, bei der Hochschülerschaftswahl einen zweiten Stimmzettel beizulegen, dass man einmal die Vertretung auf der jeweiligen Universität und eben mit dem zweiten Stimmzettel – so wie das früher auch der Fall gewesen ist – das zentrale Parlament wählen kann? (Demonstrativer Beifall des Abg. Dr. Cap.) Das ist doch mehr als notwendig, zumal auch die Beteiligung an den Wahlen laufend zurückgeht und jetzt schon wieder einen historischen Tiefstand erreicht hat. Das müsste doch für uns alle, für jeden Politiker ein massives Alarmsignal sein, dass die studentische Beteiligung nicht wahrgenommen wird, möglicherweise auch deswegen nicht wahrgenommen wird, weil eben zu wenig direkte Demokratie gesprochen wird. – Deshalb können wir dieser Vorlage nicht zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Unterm Strich – da das rote Licht hier beim Rednerpult schon wieder leuchtet – ist es für uns als Freiheitliche Partei schon wichtig, dass der freie Zugang zum Studium gewährleistet wird. Wir lehnen es einfach ab, dass zum Beispiel Quoten wie beim Medizinstudium eingeführt werden (Beifall bei der FPÖ), weil es aus unserer Sicht einfach ungerecht ist, dass unsere Studenten nicht die Möglichkeit haben, das Medizinstudium an ihrer Wunschuniversität wie zum Beispiel in Innsbruck zu absolvieren. Ich habe selbst vor zwei Jahren als Professor in Lienz einer Schülerin die Maturaprüfung abgenommen, die gerne Medizin studiert hätte, auch gute Noten erreicht hat, aber leider nicht in Innsbruck untergekommen ist und auf eine andere Universität ausweichen musste. Das war wirklich eine Katastrophe.
Beifall bei der FPÖ.
Wir wollen – abschließend – einfach mehr Geld für die Universitäten, mehr direkte Mitbestimmung und vor allem auch gewährleistet wissen, dass ein Studium auf einer Universität auch in einem für das Studium normalen Zeitraum abgeschlossen werden kann. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da das alles durch diese Novelle nicht gewährleistet ist, stimmen wir dieser nicht zu. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich weiß schon, Bremsklötze gibt es hier fraktionsübergreifend, weil natürlich eine bessere Ausbildung für die Kindergärtnerinnen auch höhere Ausgaben bedeutet, weil man die Leute bezahlen muss. Aber wenn man sieht, welches Potential in einer verbesserten Frühpädagogik liegt, dann, glaube ich, müsste man alle Hebel in Bewegung setzen, um das umzusetzen. Ich erwarte mir von einem Wissenschaftsminister der Zukunft, dass er damit beginnt, die Weichen für eine gemeinsame Ausbildung aller Pädagogen und Pädagoginnen zu stellen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir fordern die Einrichtung eines Studienmentors vor Ort. Details folgen. – Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP
Von meinem Vorredner Mayer wurde auch erwähnt, dass die Pädagogischen Hochschulen nur einen Austausch der Türschilder bedeuten. Als Mitglied des Hochschulrates der Pädagogischen Hochschule Steiermark habe ich es hautnah miterlebt, was in dieser Gründungsphase passiert ist, und ich kann Ihnen versichern: Es ist hier nicht um einen bloßen Austausch der Türschilder gegangen (Beifall bei der ÖVP), sondern das war wirklich eine großartige Reform.
Beifall bei der ÖVP.
An dieser Stelle möchte ich, stellvertretend für alle Gründungsorgane, dem Gründungsrektor und den Vizegründungsrektorinnen der Pädagogischen Hochschule Steiermark sehr herzlich für die großartige Arbeit, die sie geleistet haben, danken. Sie haben wirklich Großartiges geleistet, und dies soll man nicht dauernd schlechtzumachen versuchen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Dass die Studierenden, die bloß solche kurzzeitigen Fortbildungslehrgänge besuchen, nicht der ÖH angehören, fügt sich voll in die Konzeption des Hochschulgesetzes. So sieht etwa § 42 Abs. 1 des Hochschulgesetzes vor, dass für Fortbildungslehrgänge mit weniger als 30 ECTS-Credits durch die Studienkommission keine Curricula zu verordnen sind. Es ist daher gerechtfertigt, dass die Studierenden, die ausschließlich solche Fortbildungslehrgänge besuchen, nicht in der Studienkommission vertreten sind. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Es dürfte Ihnen außerdem entgangen sein, dass keine Berufungsverfahren adäquat zu Universitäten existieren. Das heißt: Wissenschaftliche Leistungen, Leistungen in Forschung spielen bei dortigen Besetzungen und bei Berufungen keine Rolle. Also, was da so großartig ist, sollten Sie mir vielleicht noch einmal ausführlich erklären! Ich finde, nichts. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich würde auch den Herrn Bundesminister bitten, an den Fachhochschulen, wo Studierende, aber auch LehrerInnen und Forscher an den Fachhochschulen überhaupt nicht im Organisationsplan aufscheinen, kein Instrumentarium haben, wo im Prinzip der Geldgeber oder der Manager über alles bestimmt, auch Sorge dafür zu tragen, dass Studierende ÖH-gemäß vertreten werden können, und zwar allbaldigst. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: Nicht so überheblich!
Abgeordneter Dr. Robert Rada (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Liebe Kollegin Karl, das, was Sie uns jetzt über die Pädagogischen Hochschulen zu erzählen versucht haben, zeigt, dass Sie da noch einige Nachhilfestunden nehmen müssten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: Nicht so überheblich!)
Abg. Dr. Stummvoll: Bitte, nicht so überheblich!
Tatsache ist einmal klar und deutlich: Das, was hier mit diesem Gesetz passiert ist, was die Vorgängerregierung gemacht hat ... (Abg. Dr. Stummvoll: Bitte, nicht so überheblich!) – Herr Abgeordneter, ich bin nicht überheblich!
Abg. Dr. Brinek: Das war ja keine Hochschule!
Das, was diese Regierung gemacht hat, ist, eine Pädagogische Akademie nicht zu einer Universität zu machen. Alle anderen Hochschulen wurden zu Universitäten erklärt. (Abg. Dr. Brinek: Das war ja keine Hochschule!) Die Pädagogische Akademie wurde zu einer Pädagogischen Hochschule erklärt, mit all den Einschränkungen; das haben wir heute schon gehört, ich will das alles nicht mehr erklären.
Abg. Dr. Brinek: Eh klar! Das hat auch keiner gesagt, weil sie keine ist!
Tatsache ist, die Pädagogische Hochschule ist keine Universität. (Abg. Dr. Brinek: Eh klar! Das hat auch keiner gesagt, weil sie keine ist!) Und damit müssen wir nun einmal leben. (Abg. Dr. Brinek: Nein!) Das müssen auch Sie, liebe Frau Abgeordnete, zur Kenntnis nehmen.
Abg. Dr. Brinek: Nein!
Tatsache ist, die Pädagogische Hochschule ist keine Universität. (Abg. Dr. Brinek: Eh klar! Das hat auch keiner gesagt, weil sie keine ist!) Und damit müssen wir nun einmal leben. (Abg. Dr. Brinek: Nein!) Das müssen auch Sie, liebe Frau Abgeordnete, zur Kenntnis nehmen.
Abg. Neugebauer: Aber geh, Herr Landesschulinspektor! – Abg. Donabauer: Das ist eine sehr unpassende Bemerkung!
Wir müssen auch damit leben, dass Pflichtschullehrer Ihrer Auffassung nach Lehrer zweiter Kategorie sind. Sie wollen nicht Pflichtschullehrer haben, die eine universitäre Ausbildung haben. Das haben Sie verhindert. Und daher haben wir eben dieses Gesetz. Das wundert mich eigentlich bei einem Gewerkschafter, der dort drüben sitzt, bei einer Pflichtschulgewerkschaft. (Abg. Neugebauer: Aber geh, Herr Landesschulinspektor! – Abg. Donabauer: Das ist eine sehr unpassende Bemerkung!) Nein! Diese Vorgängerregierung hat das verhindert.
Beifall bei der SPÖ.
Alles, was wir im Moment beschließen, ist ein Fortschritt. Aber wir haben ein riesiges Problem in der Lehrerfortbildung; das wurde heute bereits angedeutet. Auch weiterhin wird das so sein. Und meine letzte Frage: Warum keine Ausbildung auf der Universität? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Karin Hakl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Vorerst einmal möchte ich – und, lieber Kurt Grünewald, ich danke dir, ich hätte es sonst vielleicht vergessen – auch von dieser Stelle aus unser aller Gratulation und Dank all jenen Studenten entbieten, die sich in der Vergangenheit in der Uni-Politik, in der Studentenvertretung engagiert haben. Und meine ganz besondere Gratulation an die Vertreter der AG, die die letzten Hochschülerschaftswahlen so erfolgreich geschlagen beziehungsweise gewonnen haben. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek übernimmt wieder den Vorsitz.
Lieber Kurt Grünewald, lass mich das auch sagen: Die Studenten, die die Vertreter wählen, dürfen sich selber wünschen und wählen, was sie wollen. Auch wenn du es dir nicht wünschst, haben sie eine sehr politisch agierende GRAS und linke Führung der Studentenvertretung ganz offensichtlich doch abgewählt und diejenigen gewählt, die sich ganz ausdrücklich den eigentlichen und wesentlichen Interessen im täglichen Leben der Studenten widmen, nämlich die AG. Die AG kümmert sich darum, welche Studienbedingungen unsere Studierenden an ihren Universitäten vorfinden, ist dort, wo etwas immer noch nicht optimal ist, und bietet zum Teil auch Service für Skripten und vieles mehr. Lieber Kurt Grünewald, dort wählst ja nicht du, sondern die Studenten. (Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben an den Pädagogischen Akademien bereits jetzt und an den Pädagogischen Hochschulen in Zukunft mit dem eben ganz, ganz besonderen Fokus auf den pädagogischen Anteil der Ausbildung eine unglaublich kindgerechte, didaktisch und wissenschaftlich ausgesprochen hochwertige Ausbildung, mit der sehr, sehr viele universitäre Ausbildungen in anderen Ländern bei Weitem nicht mithalten können. In Tirol haben beispielsweise 70 Prozent der Maturanten vorher die Hauptschule besucht. Und diese hervorragende Qualität der Volksschul- und Hauptschullehrer in unserem Land werden wir auch in Zukunft noch weiter ausbauen und jedenfalls sichern. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Zur Diskussion über das vorhergehende Thema mit Verbraucherpreisindex und so weiter möchte ich sagen: Das wäre eine eigene Thematik. Aber Tatsache ist, dass wir bei den Schülerbeihilfen, die ungefähr in demselben Zeitraum nicht erhöht worden sind, eine Erhöhung von 15 Prozent gehabt haben, weil diese dem tatsächlichen Verbraucherpreis angepasst worden sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Jetzt haben Sie ihn aufgeweckt! Das war doch nicht notwendig!
Präsidentin Dr. Eva Glawischnig-Piesczek: Als Nächster zu Wort gemeldet hat sich Herr Bundesminister Dr. Hahn. Ihre Redezeit soll 20 Minuten nicht überschreiten. – Bitte, Herr Bundesminister! (Abg. Scheibner: Jetzt haben Sie ihn aufgeweckt! Das war doch nicht notwendig!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abschließend darf ich noch einmal all jene, die ursprünglich geplant haben, diesem Gesetzentwurf nicht zuzustimmen, bitten, doch über ihren Schatten zu springen und dieser Gesetzesvorlage ihre Zustimmung zu geben. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Selbstverständlichkeit. Nichtsdestoweniger ist es notwendig, dass wir sie hier umsetzen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Ruf bei der FPÖ: Hahaha!
Als Justizsprecherin der ÖVP habe ich dann einen Bundesminister Böhmdorfer überlebt. (Ruf bei der FPÖ: Hahaha!)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Ich habe fünf Koalitionspakete mitgestaltet und war auch bei deren Umsetzung dabei. Gerade was die Justizpolitik betrifft, haben wir in dem Zeitraum von 1990 – seit 1995 bin ich Justizsprecherin der ÖVP – bis jetzt justizpolitische Meilensteine gesetzt. Gleich ein erster war, in meiner ersten Justizausschusssitzung, ein neues Namensrecht – für die ÖVP damals eine ziemlich liberale Angelegenheit. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Das heißt, da war von der „Law-and-Order-Fekter“ noch überhaupt nichts zu spüren.
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Anschließend sind aber gleich Lauschangriff und Rasterfahndung gekommen. Wie behutsam wir mit diesem sensiblen Thema umgegangen sind, zeigt, dass wir damals einen Menschenrechtsbeauftragten installiert haben, wohingegen die Deutschen ein ähnliches Gesetz nicht zustande gebracht haben und sogar zwei Minister daran gescheitert sind. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mag. Wurm.
Ein echtes Erfolgsgesetz, meine sehr verehrten Damen, ist das neue Nachbarschaftsrecht. Bisher gab es 70 Fälle bei der Volksanwaltschaft pro Woche, jetzt, im heurigen Halbjahr, gibt es nur mehr fünf Fälle. Das Gesetz hat gewirkt und eigentlich mehr Frieden unter den Nachbarn gebracht. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mag. Wurm.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bedanke mich aber auch bei der Parlamentsdirektion, Frau Präsidentin, und zwar sind mir hier im großen Haus Dinge im Kleinen gelungen. Ich habe nämlich hier nachhaltig gewirkt, um kleine Dinge durchzusetzen, wozu ich oft jahrelang gebraucht habe. So habe ich mindestens fünf Jahre lang gebraucht, bis ich erreicht habe, dass wir Wasser in den Couloirs bekommen konnten. Das ist immer am Widerstand der Parlamentsdirektion gescheitert, wo man gemeint hat, Wasser für uns Abgeordnete zum Trinken könnte man nur durch den Bau einer Wasserleitung beschaffen. Ich habe daher der Parlamentsdirektion ein Prospekt einer oberösterreichischen Firma zukommen lassen, was uns dann im ganzen Haus Wassercontainer sozusagen beschert hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.
Weiters habe ich über zehn Jahre lang gebraucht, um zu erreichen, dass auf Anträgen, die die Abgeordnete Fekter einbringt, nicht „und Genossen“ draufsteht. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.) Das war etwas, was in der großen Koalition leider nicht änderbar war, sondern erst mit der kleinen Koalition möglich war, sodass das jetzt „Kolleginnen und Kollegen“ draufsteht.
Allgemeiner, bei der ÖVP stehend dargebrachter Beifall.
Ich erwähne diese kleinen Dinge deshalb, meine sehr verehrten Damen und Herren, weil daraus erkennbar ist, dass ich nachdrücklich und konsequent auch an den kleinen Dingen bleibe. Und das wird mich auch bei meiner neuen Aufgabe begleiten. Ich werde mich auch in Zukunft insbesondere den kleinen Anliegen widmen, denn für die jeweils Betroffenen haben kleine Anliegen oft sehr große Wirkung. – Danke. (Allgemeiner, bei der ÖVP stehend dargebrachter Beifall.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Sehr geehrte Frau Abgeordnete Dr. Fekter, ich wünsche Ihnen von dieser Stelle aus als Präsidentin des Nationalrates viel Erfolg und alles Gute! Ich kann dazu nur sagen: Hätten wir früher Parlamentspräsidentinnen und mehr Volksanwältinnen gehabt, wer weiß, was da schon alles weitergegangen wäre! Ich möchte Ihnen auch deswegen alles Gute wünschen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Allgemeiner Beifall. – Abg. Dr. Fekter erhebt sich von ihrem Platz und dankt mit einer Verbeugung.
Alles Gute – vor allen Dingen im Interesse der Bevölkerung Österreichs! (Allgemeiner Beifall. – Abg. Dr. Fekter erhebt sich von ihrem Platz und dankt mit einer Verbeugung.)
Heiterkeit. – Abg. Gahr: Bravo! Fleißig!
Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits (Grüne): Poštovane dame i gospodo! Dobar vecer! Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrter Herr Minister! Ja, am 5. November 1990 bin ich hier eingezogen, und das ist heute meine 586. Rede, die ich hier im Nationalrat halte. (Heiterkeit. – Abg. Gahr: Bravo! Fleißig!) Das hat die Literaturdokumentation für mich ausgehoben.
Zwischenrufe bei den Grünen
Ich habe jetzt nicht ausgerechnet, wenn ich eine Durchschnittsredezeit von 8 Minuten annehme (Zwischenrufe bei den Grünen), wie viel das ist. Es wäre eine ganz schön lange Zeit. Aber, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, es hat sich alles geändert – unter anderem auch dank Maria Fekter, weil sie sich sehr dafür eingesetzt hat, dass die Redezeiten beschränkt werden. Als ich seinerzeit gekommen bin, Maria, und du auch, da gab es unbeschränkte Redezeiten. Da konnte man pro Debatte 20 Minuten reden, da hat es Marathonreden gegeben; es wurde nächtelang durchdiskutiert. Dank der Beharrlichkeit der großen Fraktionen ist das jetzt nicht mehr so.
Beifall bei der ÖVP.
Jetzt hätte ich aber heute, geschätzte Damen und Herren, 20 Minuten, denn die hat mit der Grüne Klub geschenkt. 8 Minuten waren vorgesehen, und die restlichen 12 Minuten haben sich heute alle sozusagen vom „Redemund“ abgespart. Aber ich mache Ihnen allen und auch den Freundinnen und Freunden der Grünen ein Geschenk und werde die sicherlich nicht verbrauchen. (Beifall bei der ÖVP.) Aber die 8 Minuten stehen mir zu.
Heiterkeit.
Ich habe die MitarbeiterInnen aller Dienste des Nationalrates sicher sehr gefordert, und ich glaube, heute sagen zu können, am meisten gefordert habe ich das Stenographische Protokoll. Denn die Stenographen haben aus dem, was ich hier sage, Reden gemacht, die man im Stenographischen Protokoll nachlesen kann – und das klingt alles wirklich gut, wenn man es liest. (Heiterkeit.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Ich möchte mich jetzt bei allen wirklich ganz, ganz herzlich bedanken, bei allen, die ich jetzt aufgezählt habe aus den einzelnen Bereichen des Parlaments – und auch bei allen, die ich nicht aufgezählt habe. Ich habe im Laufe dieser Jahre sehr, sehr viele der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Parlamentsdirektion insgesamt kennengelernt, vom Parlamentsdirektor, wenn man so will, abwärts bis hin zum Herrn Rudi, zur Frau Silvia und zum Ali in der Cafeteria, die mich stets wirklich gut bedient haben. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Anhaltender Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.
Lipa hvala! Dovidjenja! (Anhaltender Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
Aber Spaß beiseite. Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen auch alles Gute und viel Erfolg! Ich denke, zwei Frauen als Volksanwältinnen sind ein sehr, sehr wichtiges, gutes Signal. Es ist, wie Sie beide gesagt haben, auch Frau Dr. Fekter, sehr, sehr oft so, dass gerade Frauen diejenigen sind, die die Dienste der Volksanwaltschaft am allernotwendigsten brauchen. Wir werden uns bald wieder hier in diesem Hause sehen, und ich wünsche mir im Namen von uns allen, den Abgeordneten mit Ihnen, eine gute Kooperation, ein gutes Zusammenwirken im Dienste der Menschen in Österreich! Alles Gute! (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Allgemeiner Beifall.
Abschließend nehme ich noch Bezug auf die zwei Kolleginnen, die heute das Hohe Haus in Richtung Volksanwaltschaft verlassen. Ich wünsche beiden sowohl beruflich als auch privat alles Gute, und ich wünsche ihnen sehr viel Energie für ihre neue Funktion. Was Kollegin Fekter angeht, weiß ich aus dem Eurofighter-Ausschuss, dass sehr viel Energie vorhanden ist, und ich bin sehr optimistisch, dass Frau Kollegin Fekter – Frau Kollegin Stoisits ist nicht mehr hier – natürlich auch mit diesem Einsatz die Bürger vertreten wird. Bitte nehmen Sie diese Funktion sehr ernst, denn die Bürger in Österreich haben sehr, sehr viel Vertrauen in die Institution der Volksanwaltschaft! – Danke. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch Kollegin Stoisits – sie ist leider jetzt nicht da – möchte ich meine besten Wünsche für die Zukunft aussprechen. Vielleicht kann man es ihr dann ausrichten oder sie kann es nachlesen. Ich habe in Korea ihre Liebe zum und ihre Freude am Dialog kennengelernt – und in den Ausschüssen ihre Freude am Monolog. Es war mit ihr wirklich sehr interessant. – Danke vielmals! (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Jedenfalls: alles, alles Gute! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Grünen.
Ich möchte dir gratulieren, liebe Terezija Stoisits, zu deiner Ernennung zur Volksanwältin! Du hast in deiner Abschiedsrede selbst betont, du hast uns Geduld abverlangt – das kann ich bestätigen –, aber du hast uns auch manche neue Einsicht auf viele Probleme verschafft, und ich wünsche dir natürlich auch namens meiner Fraktion alles Gute in deiner neuen Aufgabe! (Beifall bei der ÖVP und den Grünen.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
Ich gratuliere dir natürlich zu deiner Ernennung zur Volksanwältin und wünsche dir im Namen von uns allen alles Gute in dieser Funktion in den nächsten sechs Jahren. Ich glaube, ich kann für uns alle sagen, in Zukunft aber umso mehr für die Bürgerinnen und Bürger: Wie gut, dass es Maria gibt! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher stimmen wir dieser Vorlage gerne zu, und ich glaube, damit gehen wir einen weiteren Schritt, auch wenn wir noch nicht angekommen sind bei einem gemeinsamen Europa. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte diese Gelegenheit auch nutzen, den beiden scheidenden Mitgliedern Maria Theresia Fekter und Terezija Stoisits für die gute Mitarbeit im Justizausschuss zu danken. Ganz besonders bedanken möchte ich mich bei dir, Maria Fekter, für deine sehr kompetente und sehr sachliche Vorsitzführung und auch für deine herzerfrischende Art! Ich wünsche euch beiden alles Gute für die neue Tätigkeit! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Im Übrigen bitte ich Sie, diesem Gesetz zuzustimmen, weil wir es brauchen, weil es wichtig ist, und ich darf den beiden Kolleginnen Terezija Stoisits und Fekter ganz herzlich gratulieren und ihnen alles Gute für die Zukunft wünschen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
in Richtung des Abg. Mag. Donnerbauer
In diesem Sinne wünsche ich auch dem Heribert (in Richtung des Abg. Mag. Donnerbauer) ein sehr positives Wirken in der Zukunft und freue mich darauf, dass wir die Arbeit im Justizausschuss in Deinem Sinne fortsetzen werden, liebe Maria Theresia Fekter. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
In diesem Sinne wünsche ich auch dem Heribert (in Richtung des Abg. Mag. Donnerbauer) ein sehr positives Wirken in der Zukunft und freue mich darauf, dass wir die Arbeit im Justizausschuss in Deinem Sinne fortsetzen werden, liebe Maria Theresia Fekter. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Heiterkeit
Mein Redebeitrag gilt aber selbstverständlich auch der Tatsache, dass ich heute nicht nur zwei liebe Freundinnen aus der Justizpolitik verliere – ich muss mich ja selbst fragen, ob das vielleicht auch etwas mit mir zu tun hat (Heiterkeit), dass ausgerechnet ihr jetzt den Justizausschuss verlasst, aber ich denke, dass ihr beide – Maria Fekter natürlich als Vorsitzende des Ausschusses in besonderem Maße – für das doch sehr tolle Klima im Ausschuss, für die guten Fortschritte, die es in der Justizpolitik, wenn auch mit einigen Unterbrechungen, aber doch immer wieder gegeben hat, wesentlich mitverantwortlich wart.
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
Ich freue mich schon auf die gute Zusammenarbeit auch mit Herrn Mag. Donnerbauer als Nachfolger im Vorsitz des Justizausschusses und hoffe, dass trotz dieser einschneidenden personellen Änderungen die gute Zusammenarbeit und die sehr hohe Produktivität dieses Ausschusses auch weiterhin gewährleistet ist. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)