Eckdaten:
Für die 33. Sitzung der 24. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 351 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht von den Abgeordneten Dr. Gerhard Kurzmann, Mario Kunasek, Wolfgang Zanger und Dr. Susanne Winter
Petition betreffend „Erhaltung der Gesäusebahn“ (Ordnungsnummer 31) (überreicht von den Abgeordneten Dr. Gerhard Kurzmann, Mario Kunasek, Wolfgang Zanger und Dr. Susanne Winter)
überreicht vom Abgeordneten Jochen Pack
Petition betreffend „Bahnübergang Hartberg“ (Ordnungsnummer 32) (überreicht vom Abgeordneten Jochen Pack)
überreicht vom Abgeordneten Mag. Johann Maier
Petition betreffend „Kostenlose Berufsreifeprüfung“ (Ordnungsnummer 33) (überreicht vom Abgeordneten Mag. Johann Maier)
überreicht vom Abgeordneten Mag. Johann Maier
Petition betreffend „CSR-Gütezeichen für gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen“ (Ordnungsnummer 34) (überreicht vom Abgeordneten Mag. Johann Maier)
überreicht von der Abgeordneten Carmen Gartelgruber
Petition betreffend „Alle Railjet müssen in Wörgl halten“ (Ordnungsnummer 35) (überreicht von der Abgeordneten Carmen Gartelgruber)
überreicht von der Abgeordneten Tanja Windbüchler-Souschill
Petition betreffend „Erhöhung der Planstellen der ExekutivbeamtInnen in Wiener Neustadt und die Wiedereröffnung einer Polizeiinspektion“ (Ordnungsnummer 36) (überreicht von der Abgeordneten Tanja Windbüchler-Souschill)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Warum ist das der Fall? – Weil Sie behaupten, es seien keine österreichischen Staatsbürger in diesem Gesetz davon betroffen. Sie sagen hier nicht die Wahrheit! (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Und wenn man das weiterdenkt, was bedeutet das? – Das bedeutet, dass hier der Gleichheitsgrundsatz gebrochen wird, denn einerseits gibt es österreichische Staatsbürger, die davon betroffen sind, andererseits aber andere Staatsbürger, die nicht davon betroffen sein sollen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei der FPÖ.
Und was wird das in der Folge nach sich ziehen? – Dass natürlich irgendjemand den Gang zum Verfassungsgerichtshof oder den Gang zum Europäischen Gerichtshof beschreiten wird und am Ende unser Bankgeheimnis, das Bankgeheimnis in Österreich zu Grabe getragen wird. Doch Sie tun so, als wüssten Sie das nicht! Sie stellen sich heute hier her und tun so, als wäre das nicht die Konsequenz dieses Schrittes, den Sie heute setzen, und als wüssten Sie nichts davon. Und das ist scheinheilig! (Beifall bei der FPÖ.)
Weiterer Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Und jetzt komme ich auf das „großartige“ Verhandlungsergebnis zu sprechen, das dazu geführt hat, dass Grüne und Orange mitrutschen, wenn es darum geht, das österreichische Bankgeheimnis zu opfern. (Weiterer Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Erneuter Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Da frage ich mich: Was ist dabei herausgekommen? – Ein Verhandlungsergebnis, das in Wahrheit an Unverbindlichkeit nicht zu überbieten ist. (Erneuter Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Da wird die Bundesregierung brav ersucht nach dem Motto: Bitte, bitte, bitte, wir helfen euch, das Bankgeheimnis abzuschaffen!, aber da sollten wir doch den Rechnungshof Gemeinden mit weniger als 20 000 Einwohnern prüfen lassen.
Beifall bei der FPÖ.
Dazu sage ich: Da haben Sie einen Kuhhandel abgeschlossen, für den Sie nichts erhalten, aber wofür Sie bereit sind, das Bankgeheimnis zu zertrümmern. Und das passt wunderbar ins Bild des Ausverkaufs Österreichs. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aus der Rechtsnatur des Musterabkommens ergibt sich keine Verpflichtung Österreichs zur Erlassung des vorgeschlagenen Gesetzes. Aber Sie fallen hier wieder einmal schneller um, als man das Wort „EU“ überhaupt aussprechen kann. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es zeigt sich auch in der heutigen Debatte wieder einmal, dass es eine einzige Fraktion in diesem Haus gibt, die die österreichischen Interessen auch wirklich vertritt. Und ich bin davon überzeugt, dass sich das auch bei den Landtagswahlen niederschlagen wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Brosz: Weiterlesen!
Was die Ausgestaltung der Untersuchungsausschüsse als Minderheitsrecht betrifft, hat die ÖVP in der Person des Klubobmannes Kopf klar und deutlich gesagt, dass das nicht in Stein gemeißelt sei. (Abg. Brosz: Weiterlesen!) In Ihrer Abmachung heißt es nur, dass die Arbeit im Geschäftsordnungskomitee zu beschleunigen sei.
Abg. Brosz: Weiterlesen!
Ich frage mich: Was ist jetzt das konkrete Ergebnis, das Sie erzielt haben? (Abg. Brosz: Weiterlesen!) Nichts – außer dass sozusagen ein Arbeitskreis gegründet wird, den wir ohnehin schon seit drei Jahren haben und der in diesen drei Jahren nichts zustande gebracht hat, der sich wie ein Strudelteig hingezogen hat und ohne konkrete Ergebnisse geblieben ist! Darauf können Sie wirklich „stolz“ sein! Darauf können Sie wirklich „stolz“ sein, dass Sie hier umgefallen sind und in Wirklichkeit nichts für die Österreicher zustande gebracht haben!
Beifall bei der FPÖ.
Also in Wirklichkeit ein trauriger Tag für Österreich. Aber die Österreicher sehen einmal mehr, wem sie vertrauen können, auf wen sie sich verlassen können, und das werden wir Freiheitliche auch weiter so handhaben. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Ach so? Das haben wir gesehen, wie das bei der ... war! Aufforderung zur Selbstanzeige – das war alles!
Eigentlich haben Sie hier ausländische Interessen vertreten. Das ist ein ganz neuer Zungenschlag seitens Ihrer Fraktion. Worum geht es in Wahrheit? – In Zeiten knapper Kassen des Staates, der Budgets, muss man schauen, dass man das Niveau des Sozialstaates, der Gesundheitssysteme, der Pensionen weiter absichert. Gerade in Zeiten, in denen die Finanz- und Wirtschaftskrise zu einer Verschärfung bei der Finanzierung unseres Sozial- und Wohlfahrtsstaates führt, ist es ganz besonders wichtig – und das beruht ja auf Gegenseitigkeit –, österreichischer Steuerhinterzieher, die ins Ausland gehen, habhaft zu werden. Ich würde solcher Steuerhinterzieher auch ganz gerne habhaft werden, wenn die Millionäre in der Gegend herumwandern und damit hintertreiben, dass dieser Sozial- und Wohlfahrtsstaat weiter ein finanzielles Niveau hat und weiter abgesichert ist. (Abg. Kickl: Ach so? Das haben wir gesehen, wie das bei der ... war! Aufforderung zur Selbstanzeige – das war alles!)
Abg. Strache: Den Schutz der Österreicher, was ihr Bankgeheimnis betrifft!
Sie von der FPÖ aber, die Sie bis jetzt immer gesagt haben, dass Sie die Interessen der kleinen Frauen und Männer, derer mit den knappen Geldbörsen, vertreten, stellen sich hier her und vermischen plötzlich den Schutz der Millionäre, die Steuer hinterziehen (Abg. Strache: Den Schutz der Österreicher, was ihr Bankgeheimnis betrifft!) und durch die Welt wandern und Österreich mit seinem Bankgeheimnis als Steueroase betrachtet haben, mit österreichischen Interessen. (Abg. Strache: Den Schutz der Österreicher, was ihr Bankgeheimnis betrifft, darum geht es!)
Abg. Strache: Den Schutz der Österreicher, was ihr Bankgeheimnis betrifft, darum geht es!
Sie von der FPÖ aber, die Sie bis jetzt immer gesagt haben, dass Sie die Interessen der kleinen Frauen und Männer, derer mit den knappen Geldbörsen, vertreten, stellen sich hier her und vermischen plötzlich den Schutz der Millionäre, die Steuer hinterziehen (Abg. Strache: Den Schutz der Österreicher, was ihr Bankgeheimnis betrifft!) und durch die Welt wandern und Österreich mit seinem Bankgeheimnis als Steueroase betrachtet haben, mit österreichischen Interessen. (Abg. Strache: Den Schutz der Österreicher, was ihr Bankgeheimnis betrifft, darum geht es!)
Abg. Kickl: Dienstagvormittags-Kabarett!
Das ist heute ein ungeschickter Populismus Ihrerseits gewesen. Ich hoffe, dass die Zuhörerinnen und Zuhörer, Zuschauerinnen und Zuschauer sich da ein Bild machen können. So nicht! (Abg. Kickl: Dienstagvormittags-Kabarett!) Es geht hier wirklich darum, dass wir gemeinsam international alles unternehmen, um etwas dagegen zu tun, dass die Steuerhinterziehung geschützt wird. (Abg. Dr. Graf: Die letzten 20 Jahre hat Sie das nicht gestört?) Das Bankgeheimnis als Steuerhinterziehungsschutzinstrumentarium misszuinterpretieren, das ist überhaupt der Gipfel. Aber das kommt aus Ihrer Wortmeldung heraus! Sie sagen ja nichts anderes als: Schützt weiter die ausländischen Steuerhinterzieher! (Abg. Strache: Die Österreicher! Die Österreicher und ihr Bankgeheimnis gilt es zu schützen!) – Auf diesem Weg kann man einfach nicht mitgehen, das möchte ich einmal in aller Deutlichkeit sagen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Graf: Wer hat denn hinterzogen in Österreich? Kennen Sie die Steuerhinterzieher?)
Abg. Dr. Graf: Die letzten 20 Jahre hat Sie das nicht gestört?
Das ist heute ein ungeschickter Populismus Ihrerseits gewesen. Ich hoffe, dass die Zuhörerinnen und Zuhörer, Zuschauerinnen und Zuschauer sich da ein Bild machen können. So nicht! (Abg. Kickl: Dienstagvormittags-Kabarett!) Es geht hier wirklich darum, dass wir gemeinsam international alles unternehmen, um etwas dagegen zu tun, dass die Steuerhinterziehung geschützt wird. (Abg. Dr. Graf: Die letzten 20 Jahre hat Sie das nicht gestört?) Das Bankgeheimnis als Steuerhinterziehungsschutzinstrumentarium misszuinterpretieren, das ist überhaupt der Gipfel. Aber das kommt aus Ihrer Wortmeldung heraus! Sie sagen ja nichts anderes als: Schützt weiter die ausländischen Steuerhinterzieher! (Abg. Strache: Die Österreicher! Die Österreicher und ihr Bankgeheimnis gilt es zu schützen!) – Auf diesem Weg kann man einfach nicht mitgehen, das möchte ich einmal in aller Deutlichkeit sagen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Graf: Wer hat denn hinterzogen in Österreich? Kennen Sie die Steuerhinterzieher?)
Abg. Strache: Die Österreicher! Die Österreicher und ihr Bankgeheimnis gilt es zu schützen!
Das ist heute ein ungeschickter Populismus Ihrerseits gewesen. Ich hoffe, dass die Zuhörerinnen und Zuhörer, Zuschauerinnen und Zuschauer sich da ein Bild machen können. So nicht! (Abg. Kickl: Dienstagvormittags-Kabarett!) Es geht hier wirklich darum, dass wir gemeinsam international alles unternehmen, um etwas dagegen zu tun, dass die Steuerhinterziehung geschützt wird. (Abg. Dr. Graf: Die letzten 20 Jahre hat Sie das nicht gestört?) Das Bankgeheimnis als Steuerhinterziehungsschutzinstrumentarium misszuinterpretieren, das ist überhaupt der Gipfel. Aber das kommt aus Ihrer Wortmeldung heraus! Sie sagen ja nichts anderes als: Schützt weiter die ausländischen Steuerhinterzieher! (Abg. Strache: Die Österreicher! Die Österreicher und ihr Bankgeheimnis gilt es zu schützen!) – Auf diesem Weg kann man einfach nicht mitgehen, das möchte ich einmal in aller Deutlichkeit sagen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Graf: Wer hat denn hinterzogen in Österreich? Kennen Sie die Steuerhinterzieher?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Graf: Wer hat denn hinterzogen in Österreich? Kennen Sie die Steuerhinterzieher?
Das ist heute ein ungeschickter Populismus Ihrerseits gewesen. Ich hoffe, dass die Zuhörerinnen und Zuhörer, Zuschauerinnen und Zuschauer sich da ein Bild machen können. So nicht! (Abg. Kickl: Dienstagvormittags-Kabarett!) Es geht hier wirklich darum, dass wir gemeinsam international alles unternehmen, um etwas dagegen zu tun, dass die Steuerhinterziehung geschützt wird. (Abg. Dr. Graf: Die letzten 20 Jahre hat Sie das nicht gestört?) Das Bankgeheimnis als Steuerhinterziehungsschutzinstrumentarium misszuinterpretieren, das ist überhaupt der Gipfel. Aber das kommt aus Ihrer Wortmeldung heraus! Sie sagen ja nichts anderes als: Schützt weiter die ausländischen Steuerhinterzieher! (Abg. Strache: Die Österreicher! Die Österreicher und ihr Bankgeheimnis gilt es zu schützen!) – Auf diesem Weg kann man einfach nicht mitgehen, das möchte ich einmal in aller Deutlichkeit sagen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Graf: Wer hat denn hinterzogen in Österreich? Kennen Sie die Steuerhinterzieher?)
Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Graf.
Ich finde es auch schade, dass Sie da nicht mitgehen, denn ich glaube, dass es ein Zeichen von lebendigem, ja kreativem Parlamentarismus war, dass man sich zusammengetan hat, dass sich hier vier Parteien gefunden haben und hier einen Kompromiss, einen Konsens hergestellt haben. Ich verstehe es schon, wenn Sie hier so reden wie der Fuchs, wenn es um die Weintrauben geht. Sie sagen: Diese Weintrauben sind aber hoch, und sauer sind sie auch; nein, ich will da gar nicht erst hinauf! – Und Sie stehen natürlich jetzt im politischen Eck und können zuschauen, wie vier Parteien konstruktiv wichtige Dinge auf den Weg gebracht haben! (Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Graf.)
Abg. Strache: Das hat Häupl erfolgreich verhindert!
Bitte, es hat doch eine monatelange Diskussion darüber gegeben, ob jetzt die Flughafen AG Wien endlich vom Rechnungshof geprüft werden kann oder nicht. (Abg. Strache: Das hat Häupl erfolgreich verhindert!) Wir haben uns hingesetzt und haben hier wirklich ... (Abg. Strache: Das hat Bürgermeister Häupl erfolgreich verhindert mit seinem Einfluss!) – Nun, nach Ihrer Strategie hätte es gar nichts gegeben, und der Rechnungshof hätte nicht einmal die Flughafen Wien AG prüfen können, mit dieser Destruktionsstrategie! Das möchte ich schon einmal deutlich sagen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Das hat Bürgermeister Häupl verhindert!)
Abg. Strache: Das hat Bürgermeister Häupl erfolgreich verhindert mit seinem Einfluss!
Bitte, es hat doch eine monatelange Diskussion darüber gegeben, ob jetzt die Flughafen AG Wien endlich vom Rechnungshof geprüft werden kann oder nicht. (Abg. Strache: Das hat Häupl erfolgreich verhindert!) Wir haben uns hingesetzt und haben hier wirklich ... (Abg. Strache: Das hat Bürgermeister Häupl erfolgreich verhindert mit seinem Einfluss!) – Nun, nach Ihrer Strategie hätte es gar nichts gegeben, und der Rechnungshof hätte nicht einmal die Flughafen Wien AG prüfen können, mit dieser Destruktionsstrategie! Das möchte ich schon einmal deutlich sagen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Das hat Bürgermeister Häupl verhindert!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Das hat Bürgermeister Häupl verhindert!
Bitte, es hat doch eine monatelange Diskussion darüber gegeben, ob jetzt die Flughafen AG Wien endlich vom Rechnungshof geprüft werden kann oder nicht. (Abg. Strache: Das hat Häupl erfolgreich verhindert!) Wir haben uns hingesetzt und haben hier wirklich ... (Abg. Strache: Das hat Bürgermeister Häupl erfolgreich verhindert mit seinem Einfluss!) – Nun, nach Ihrer Strategie hätte es gar nichts gegeben, und der Rechnungshof hätte nicht einmal die Flughafen Wien AG prüfen können, mit dieser Destruktionsstrategie! Das möchte ich schon einmal deutlich sagen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Das hat Bürgermeister Häupl verhindert!)
Abg. Kickl: ... einmal die Auflösung der eigenen Parteistiftung ...!
Jetzt ist mit dieser Änderung, die wir beschlossen haben – und diese wird dann noch im Verfassungsausschuss und hier im Plenum zu behandeln sein (Abg. Kickl: ... einmal die Auflösung der eigenen Parteistiftung ...!) –, die Möglichkeit für den Rechnungshof gegeben – so hoffen wir –, dass er endlich auch die Flughafen AG prüfen kann. Das ist einmal ein wirklich wichtiger und wesentlicher Punkt.
Abg. Strache: Es sind schon 18, und es werden mehr! Nach Wien werden es mehr!
Beim zweiten Punkt – vielleicht hängt Ihre Haltung damit zusammen, dass Sie von der FPÖ so wenige Bürgermeister oder fast keine Bürgermeisterinnen und Bürgermeister stellen (Abg. Strache: Es sind schon 18, und es werden mehr! Nach Wien werden es mehr!) – geht es darum, dass hier einmal ein Konzept erstellt wird, dass der Rechnungshof natürlich auch alle Gemeinden prüfen kann. Aber zuerst müssen wir uns einmal anschauen: Welche Prüfebenen gibt es? Natürlich, es kann nicht sein, dass dann der Bürgermeister vor lauter Prüfungen dauernd mit Akten unter dem Arm in der Gegend herumrennt, weil ein Vertreter einer von fünf verschiedenen Prüfebenen bei ihm vor der Tür steht. Was aber jeder Bürgermeister und jede Bürgermeisterin will, ist, dass es ein Prüfkonzept gibt und dass es eine Prüfeinrichtung gibt, die wirklich effizient, wirklich nachhaltig ist. Das ist eine Unterstützung für die Arbeit der Bürgermeister und Bürgermeisterinnen!
Abg. Strache: Es gibt ja gar keine Bilanzüberprüfung durch den Rechnungshof!
wir es einmal so (Abg. Strache: Es gibt ja gar keine Bilanzüberprüfung durch den Rechnungshof!) –, weil man grundsätzlich schauen muss, dass man dort, wo viel Geld des Steuerzahlers – nicht nur: viel Geld des Steuerzahlers, sondern überhaupt: Geld des Steuerzahlers – in Bewegung gesetzt wird, auch entsprechende Kontrollen durchführt. (Abg. Strache: Wo gibt’s denn eine Bilanzüberprüfung durch den Rechnungshof? Die ist ja nicht einmal ansatzweise vorgesehen!)
Abg. Strache: Wo gibt’s denn eine Bilanzüberprüfung durch den Rechnungshof? Die ist ja nicht einmal ansatzweise vorgesehen!
wir es einmal so (Abg. Strache: Es gibt ja gar keine Bilanzüberprüfung durch den Rechnungshof!) –, weil man grundsätzlich schauen muss, dass man dort, wo viel Geld des Steuerzahlers – nicht nur: viel Geld des Steuerzahlers, sondern überhaupt: Geld des Steuerzahlers – in Bewegung gesetzt wird, auch entsprechende Kontrollen durchführt. (Abg. Strache: Wo gibt’s denn eine Bilanzüberprüfung durch den Rechnungshof? Die ist ja nicht einmal ansatzweise vorgesehen!)
Abg. Kickl: Genau das eben nicht! Sie kratzen nicht einmal an der Oberfläche!
Jetzt haben wir hier einen Punkt, wo genau das getan wird (Abg. Kickl: Genau das eben nicht! Sie kratzen nicht einmal an der Oberfläche!), auch im Hinblick auf die Kreditversorgung der Wirtschaft: dass die Inhalte der mit den Banken abgeschlossenen Verträge und deren Erfüllung geprüft werden sollen. – Was noch? (Abg. Kickl: Na, prüfen Sie die Banken zum Beispiel, die Banken selbst, Herr Kollege Cap!)
Abg. Kickl: Na, prüfen Sie die Banken zum Beispiel, die Banken selbst, Herr Kollege Cap!
Jetzt haben wir hier einen Punkt, wo genau das getan wird (Abg. Kickl: Genau das eben nicht! Sie kratzen nicht einmal an der Oberfläche!), auch im Hinblick auf die Kreditversorgung der Wirtschaft: dass die Inhalte der mit den Banken abgeschlossenen Verträge und deren Erfüllung geprüft werden sollen. – Was noch? (Abg. Kickl: Na, prüfen Sie die Banken zum Beispiel, die Banken selbst, Herr Kollege Cap!)
Abg. Dr. Graf: Da klatschen ja nicht einmal die aus der SPÖ!
Wir sind keine Handlanger für diese ausländischen Millionäre, und deswegen beschließen wir das heute! Ich hoffe, dass die EU und die OECD und alle anderen diesen Weg weiter beschreiten mögen – im Dienste funktionierender Gesellschaften, im Dienste funktionierender Sozial- und Gesundheitseinrichtungen und Pensionssysteme. Es geht uns darum, dass genug Geld da ist, damit all das, was auch den Österreicherinnen und Österreichern so lieb geworden ist – die Pensionen, keine Zweiklassenmedizin, die Spitäler –, weiter funktionieren kann. Dafür muss es das nötige Geld geben, dafür muss es das Budget geben, und daher müssen wir darauf achten, dass wir geordnete Verhältnisse haben und dass nicht Steuerhinterziehung augenzwinkernd hingenommen wird und man einfach sagt: Es wird schon irgendwie gehen. Das ist nicht unsere Politik! (Abg. Dr. Graf: Da klatschen ja nicht einmal die aus der SPÖ!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: Wir sind auf der Seite der kleinen Österreicher, die das Bankgeheimnis nicht aufgeben wollen!
Heute, Herr Klubobmann Strache, sind Sie nicht auf der Seite der kleinen Leute. Heute sind Sie definitiv wieder einmal auf der falschen Seite! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: Wir sind auf der Seite der kleinen Österreicher, die das Bankgeheimnis nicht aufgeben wollen!)
Beifall bei der ÖVP.
Europa hat und verantwortungsvolle Politiker haben nach Ende dieses Krieges die richtigen Antworten darauf gegeben, damit es so eine Katastrophe nie mehr geben kann, nämlich mit der Gründung des Vorläufers der heutigen EU. Und ich glaube, wir tun gut daran – das ist unsere Aufgabe heute –, dass wir diese Integrationsidee, dieses Integrationsprojekt Europäische Union gemeinsam, genau im Gedenken an diese schrecklichen Ereignisse, weiterentwickeln und nicht, Herr Strache, permanent, wenn auch einmal ein Kompromiss notwendig ist – und das ist bei einer Gemeinschaft immer wieder notwendig –, das ganze Projekt schlechtreden, sondern uns sehr wohl zum tieferen Sinn dieses Projektes bekennen und dafür durchaus auch bereit sein müssen, den einen oder anderen Kompromiss einzugehen, damit solche Dinge nie mehr passieren können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Aber inhaltlich war ... richtig!
Ich sage schon dazu: So manche ausländische Reaktionen – und da fällt mir insbesondere der deutsche SPD-Finanzminister Steinbrück ein – waren nicht nur überzogen, sondern waren inakzeptabel und unerträglich! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Aber inhaltlich war ... richtig!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Was ist mit Auslandsösterreichern? – Zwischenruf des Abg. Weinzinger.
Aber das ändert nichts daran, dass es internationale Spielregeln gibt und dass auch wir gehalten sind, diese internationalen Spielregeln einzuhalten. Und mit der Lockerung des Bankgeheimnisses für ausländische Steuersünder, wohlgemerkt, tun wir nichts anderes, als diese internationalen Verpflichtungen zu erfüllen oder ihnen nachzukommen; und das – es sei noch einmal betont – ohne negative Auswirkungen für die heimischen Sparerinnen und Sparer, ohne dass diese in irgendeiner Weise davon betroffen wären, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Was ist mit Auslandsösterreichern? – Zwischenruf des Abg. Weinzinger.)
Abg. Kickl: Ich frage mich, warum sie das nicht schon in der letzten Periode gemacht haben!
Ich sage dazu, wir brauchen für diese Regelung und für diese Lösung eine Zweidrittelmehrheit in diesem Land. Es haben zwei Parteien – das BZÖ und die Grünen – recht rasch signalisiert, dass sie inhaltlich bereit wären, diese Zweidrittelmehrheit zu geben (Abg. Kickl: Ich frage mich, warum sie das nicht schon in der letzten Periode gemacht haben!), aber sie haben dafür einen politischen Preis eingefordert.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Herr Kollege Strache, Sie haben das vor wenigen Tagen einen „Kuhhandel“ genannt. Ich würde es da eher mit der „Kurier“-Kommentatorin von heute, Karin Leitner, halten, die gesagt hat, das ist das Ergebnis von lebendigem Parlamentarismus. – Ja, das ist es! Gar nichts anderes! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Abg. Ing. Hofer: Rot und Schwarz!
Zu den vier Punkten ganz kurz: Ich habe im Juli-Plenum hier in diesem Haus schon gesagt, dass wir eine Prüfung des Flughafens Wien durch den Rechnungshof wollen, weil dieses Debakel bei Skylink untersucht werden muss. Es haben sich dort, aufgrund fehlender rechtlicher Grundlage, die Organe dagegen gewehrt. (Abg. Ing. Hofer: Rot und Schwarz!) Aufgrund fehlender gesetzlicher Grundlage, habe ich ja dazugesagt. Auch die Herrschaften dort können nicht an den Gesetzen vorbei. (Abg. Strache: Häupl und Pröll haben da schon einen ordentlichen ...!) Wir schaffen jetzt eine gesetzliche Grundlage, um diese Prüfung zu ermöglichen.
Abg. Strache: Häupl und Pröll haben da schon einen ordentlichen ...!
Zu den vier Punkten ganz kurz: Ich habe im Juli-Plenum hier in diesem Haus schon gesagt, dass wir eine Prüfung des Flughafens Wien durch den Rechnungshof wollen, weil dieses Debakel bei Skylink untersucht werden muss. Es haben sich dort, aufgrund fehlender rechtlicher Grundlage, die Organe dagegen gewehrt. (Abg. Ing. Hofer: Rot und Schwarz!) Aufgrund fehlender gesetzlicher Grundlage, habe ich ja dazugesagt. Auch die Herrschaften dort können nicht an den Gesetzen vorbei. (Abg. Strache: Häupl und Pröll haben da schon einen ordentlichen ...!) Wir schaffen jetzt eine gesetzliche Grundlage, um diese Prüfung zu ermöglichen.
Abg. Strache: Auf einmal! Auf einmal ist wieder das Bankgeheimnis wichtig!
Zweiter Punkt: Auch gegen eine Rechnungshofprüfung jener Verträge, die mit den Banken abgeschlossen wurden, die jetzt Staatshilfe brauchen, ist nichts einzuwenden. Aber eben: eine Prüfung der Verträge und der Erfüllung dieser Verträge – aber nicht eine Totalprüfung dieser Banken vor Ort, wobei man tief in das Bankgeheimnis eindringen würde (Abg. Strache: Auf einmal! Auf einmal ist wieder das Bankgeheimnis wichtig!) und Geschäftsfälle jeder Art überprüfen würde, die gar nichts mit dem zu Untersuchenden zu tun haben. (Abg. Mag. Stefan: Aber was ist, wenn die EU das vielleicht will? – Heiterkeit des Abg. Mag. Stefan.)
Abg. Mag. Stefan: Aber was ist, wenn die EU das vielleicht will? – Heiterkeit des Abg. Mag. Stefan.
Zweiter Punkt: Auch gegen eine Rechnungshofprüfung jener Verträge, die mit den Banken abgeschlossen wurden, die jetzt Staatshilfe brauchen, ist nichts einzuwenden. Aber eben: eine Prüfung der Verträge und der Erfüllung dieser Verträge – aber nicht eine Totalprüfung dieser Banken vor Ort, wobei man tief in das Bankgeheimnis eindringen würde (Abg. Strache: Auf einmal! Auf einmal ist wieder das Bankgeheimnis wichtig!) und Geschäftsfälle jeder Art überprüfen würde, die gar nichts mit dem zu Untersuchenden zu tun haben. (Abg. Mag. Stefan: Aber was ist, wenn die EU das vielleicht will? – Heiterkeit des Abg. Mag. Stefan.)
Zwischenruf beim BZÖ: Oder die ... von der Frau Fekter! Die ... Geheimpolizei!
Lassen Sie mich abschließend noch Folgendes sagen: Wir stehen derzeit vor enormen wirtschaftlichen Herausforderungen, wir sowie auch alle anderen Länder. Es verlangt alle Kraft von uns, dass wir diese Herausforderungen gemeinsam meistern können. Wenn wir uns weiterhin in diesem Hohen Haus permanent nur mit uns selbst beschäftigen, ob die Themen Öllinger, Westenthaler, Pilz oder Graf heißen, dann wird die Bevölkerung das nicht mehr verstehen und auch nicht verstehen wollen. (Zwischenruf beim BZÖ: Oder die ... von der Frau Fekter! Die ... Geheimpolizei!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Ich glaube, das war der zweite Applaus in 10 Minuten!
Wir müssen uns, so wie wir es heute ja tun, den wesentlichen Dingen zuwenden, ob das Beschäftigungsfragen sind, ob das die Fragen von gesellschaftlichem Gleichgewicht sind, ob das auch die Vermeidung von Steuerbetrug ist. All diesen Dingen sollten wir uns in den nächsten Wochen und Monaten verstärkt widmen und die Beschäftigung mit uns selbst zurückdrängen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Ich glaube, das war der zweite Applaus in 10 Minuten!)
Abg. Strache: Das Bankgeheimnis schützt nicht die Banken, sondern die Österreicher!
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Herr Kollege Strache, Sie haben sich in den letzten Monaten immer wieder gegen die Banken gestellt. (Abg. Strache: Das Bankgeheimnis schützt nicht die Banken, sondern die Österreicher!) Ich habe heute, ehrlich gesagt, auch schon darauf gewartet, dass Sie wieder die „Giebelkreuzritter“ an den Pranger stellen. Sie haben das Thema „Raiffeisen“ mit keinem Wort erwähnt. Ich hoffe, ich muss mir keine Sorgen um Sie machen. (Heiterkeit und Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Nein, müssen Sie nicht!)
Heiterkeit und Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Nein, müssen Sie nicht!
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Herr Kollege Strache, Sie haben sich in den letzten Monaten immer wieder gegen die Banken gestellt. (Abg. Strache: Das Bankgeheimnis schützt nicht die Banken, sondern die Österreicher!) Ich habe heute, ehrlich gesagt, auch schon darauf gewartet, dass Sie wieder die „Giebelkreuzritter“ an den Pranger stellen. Sie haben das Thema „Raiffeisen“ mit keinem Wort erwähnt. Ich hoffe, ich muss mir keine Sorgen um Sie machen. (Heiterkeit und Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Nein, müssen Sie nicht!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Das Bankgeheimnis schützt die Banken? Seit wann schützt das Bankgeheimnis die Banken? Die Österreicher schützt das Bankgeheimnis!
ben. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Das Bankgeheimnis schützt die Banken? Seit wann schützt das Bankgeheimnis die Banken? Die Österreicher schützt das Bankgeheimnis!) Dass Sie die Steuerschuldner und Steuerhinterzieher schützen, das ist die Realität, Herr Strache, dass Sie verhindern, dass internationale Terrorismusbekämpfung dort, wo Geldmittel auch über österreichische Konten fließen, möglich ist. Sie verhindern das mit Ihrer Haltung. Das sollten Sie einkalkulieren, wenn Sie sich hier zu Wort melden. (Abg. Strache: Das ist absurd!) Nein, Sie sollten eines klar zu verstehen bekommen: Das österreichische Bankgeheimnis wurde geschaffen, um die Privatsphäre zu schützen, und nicht, um die Steuerhinterzieher zu schützen, meine sehr geehrten Damen und Herren! Dazu bekennen wir vom BZÖ uns. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Diese Privatsphäre heben Sie jetzt auf!)
Abg. Strache: Das ist absurd!
ben. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Das Bankgeheimnis schützt die Banken? Seit wann schützt das Bankgeheimnis die Banken? Die Österreicher schützt das Bankgeheimnis!) Dass Sie die Steuerschuldner und Steuerhinterzieher schützen, das ist die Realität, Herr Strache, dass Sie verhindern, dass internationale Terrorismusbekämpfung dort, wo Geldmittel auch über österreichische Konten fließen, möglich ist. Sie verhindern das mit Ihrer Haltung. Das sollten Sie einkalkulieren, wenn Sie sich hier zu Wort melden. (Abg. Strache: Das ist absurd!) Nein, Sie sollten eines klar zu verstehen bekommen: Das österreichische Bankgeheimnis wurde geschaffen, um die Privatsphäre zu schützen, und nicht, um die Steuerhinterzieher zu schützen, meine sehr geehrten Damen und Herren! Dazu bekennen wir vom BZÖ uns. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Diese Privatsphäre heben Sie jetzt auf!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Diese Privatsphäre heben Sie jetzt auf!
ben. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Das Bankgeheimnis schützt die Banken? Seit wann schützt das Bankgeheimnis die Banken? Die Österreicher schützt das Bankgeheimnis!) Dass Sie die Steuerschuldner und Steuerhinterzieher schützen, das ist die Realität, Herr Strache, dass Sie verhindern, dass internationale Terrorismusbekämpfung dort, wo Geldmittel auch über österreichische Konten fließen, möglich ist. Sie verhindern das mit Ihrer Haltung. Das sollten Sie einkalkulieren, wenn Sie sich hier zu Wort melden. (Abg. Strache: Das ist absurd!) Nein, Sie sollten eines klar zu verstehen bekommen: Das österreichische Bankgeheimnis wurde geschaffen, um die Privatsphäre zu schützen, und nicht, um die Steuerhinterzieher zu schützen, meine sehr geehrten Damen und Herren! Dazu bekennen wir vom BZÖ uns. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Diese Privatsphäre heben Sie jetzt auf!)
Abg. Dr. Graf: Wie viele Milliarden erwarten Sie sich durch die Maßnahmen?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das sage ich Ihnen auch, Herr Strache: Die Wirtschaft leidet schon genug aufgrund der Unfähigkeit dieser Bundesregierung. Sie leidet schon genug deswegen, weil die einzelnen Konjunkturpakete, wie sie geschaffen worden sind, in der Wirtschaft leider nicht greifen, die Aufträge viel zu spät hinausgehen und auch das Bankenrettungspaket nicht greift, das diese Bundesregierung verabschiedet hat. (Abg. Dr. Graf: Wie viele Milliarden erwarten Sie sich durch die Maßnahmen?) Sie leidet schon genug an der Kreditklemme, die oft und gerne auch von den Regierungsparteien abgestritten wird. Es wird behauptet, dass sie nicht existiert. Sie ist Realität, meine Damen und Herren!
Beifall beim BZÖ.
Viele Betriebe, vor allem klein- und mittelständische Betriebe, bekommen keine Betriebsmittelkredite, bekommen keine Investitionskredite, weil die Banken das Geld zur Verfügung haben, um sich selbst zu finanzieren, und es nicht so, wie wir es im Bankenrettungspaket vorgesehen haben, an die Realwirtschaft weitergeben. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Strache: Die Bilanzen der Banken gehören geprüft!
Darum haben wir diesen Schritt beim Bankenrettungspaket auch gesetzt, das letztendlich auch Sie mit beschlossen haben. Sie sollten ein natürliches Interesse daran haben, dass diese Vertragsbestandteile künftig auch vom Rechnungshof geprüft werden, und das auch mit unterstützen. (Abg. Strache: Die Bilanzen der Banken gehören geprüft!) Wir haben es geschafft. Wir haben die ÖVP und die SPÖ von diesem Weg überzeugt, dass es richtig und wichtig ist, das Bankenrettungspaket vom Rechnungshof kontrollieren zu lassen. Das ist letztendlich gut für die Wirtschaft, weil wir sichergehen wollen, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass die Mittel, die der Steuerzahler zur Verfügung stellt – in Form von Eigenkapitalspritzen, in Form von Haftungen und Garantien –, in Form von Krediten an die Wirtschaft weitergegeben werden. Das war ursprünglich auch Ihr Ansinnen. Aber jetzt stellen Sie sich dagegen, dass wir letztendlich eine Prüfung durch den Rechnungshof gewährleisten. Das versteht niemand, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Weil Sie das Bankgeheimnis für die Österreicher über Bord geworfen haben!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Weil Sie das Bankgeheimnis für die Österreicher über Bord geworfen haben!
Darum haben wir diesen Schritt beim Bankenrettungspaket auch gesetzt, das letztendlich auch Sie mit beschlossen haben. Sie sollten ein natürliches Interesse daran haben, dass diese Vertragsbestandteile künftig auch vom Rechnungshof geprüft werden, und das auch mit unterstützen. (Abg. Strache: Die Bilanzen der Banken gehören geprüft!) Wir haben es geschafft. Wir haben die ÖVP und die SPÖ von diesem Weg überzeugt, dass es richtig und wichtig ist, das Bankenrettungspaket vom Rechnungshof kontrollieren zu lassen. Das ist letztendlich gut für die Wirtschaft, weil wir sichergehen wollen, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass die Mittel, die der Steuerzahler zur Verfügung stellt – in Form von Eigenkapitalspritzen, in Form von Haftungen und Garantien –, in Form von Krediten an die Wirtschaft weitergegeben werden. Das war ursprünglich auch Ihr Ansinnen. Aber jetzt stellen Sie sich dagegen, dass wir letztendlich eine Prüfung durch den Rechnungshof gewährleisten. Das versteht niemand, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Weil Sie das Bankgeheimnis für die Österreicher über Bord geworfen haben!)
Abg. Dr. Graf: Grau ist die Liste!
Wenn Sie diese Haltung vertreten, müssen Sie auch in Kauf nehmen, dass Österreich auf einer schwarzen Liste landet (Abg. Dr. Graf: Grau ist die Liste!), was zur Folge hat, dass Investitionsprojekte auf europäischer Ebene vielen Banken, aber auch Wirtschaftsunternehmen versagt bleiben. Was heißt das in letzter Konsequenz? – Wir leben doch zu 50 Prozent vom Export, wir leben doch davon, dass tüchtige Unternehmerinnen und Unternehmer, tüchtige Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen dafür sorgen, dass wir diesen sozialen Wohlstand in Österreich eben dadurch aufrechterhalten können, dass wir Exportweltmeister sind.
Abg. Dr. Graf: Was hat das mit dem Gesetz zu tun? Was hat das mit dem Bankgeheimnis zu tun?
Vor allem in Anbetracht der enormen Schuldenentwicklung unseres Landes ist es notwendig, dass wir mit dem Haushalt entsprechend sorgsam umgehen! (Abg. Dr. Graf: Was hat das mit dem Gesetz zu tun? Was hat das mit dem Bankgeheimnis zu tun?) Gut, das Bankenrettungspaket kostet uns pro Jahr 10 Milliarden €. Daher fordern wir auch entsprechende Reformen ein, was den Bundeshaushalt anlangt. Wir fordern zur Aufrechterhaltung des sozialen Wohlstandes, der in Gefahr gerät, dass endlich Reformen im Bereich der Pensionen, im Bereich des Gesundheitssystems, im Bereich der Steuern oder im Bereich der Verwaltung in Gang gesetzt werden.
Beifall beim BZÖ.
sagt und es ist auch nicht damit getan, dass wir nur Budgets fortschreiben, sondern jetzt ist der entscheidende Zeitpunkt gekommen, um endlich die Reformen in Gang zu bringen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Graf: Glaubst du das wirklich?
Meine Damen und Herren! Wir haben mit diesem Maßnahmenpaket eines erreicht, und das ist nicht zu leugnen: dass mehr Kontrolle einzieht, dass die Bürgerinnen und Bürger sichergehen können, dass in Zukunft mit den Steuermitteln sorgsam umgegangen wird. Das ist letztendlich auch eine verantwortungsvolle Aufgabe einer Oppositionspartei. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Graf: Glaubst du das wirklich?)
Beifall bei den Grünen.
Aber das Wichtigste, was hier mit großer Bravour beinahe übersehen wird, ist die internationale Entwicklung, die hinter dem Ganzen steht. Was ist denn seit Jahren und Jahrzehnten das Problem? – Das ist doch eine Wirtschaftsordnung, die sich in – das sage ich selbst als Marktwirtschaftler – überbordenden Liberalisierungsattacken auf bestimmte Institutionen und Regelwerke, die es global gegeben hat, durchzusetzen begonnen hat. Dann ist man endlich draufgekommen, selbst in den USA, dass das alles zu viel ist, dass die Politik, wovon wir doch immer reden, wofür wir eigentlich kämpfen sollten – wir sollten daran interessiert sein, dass es so etwas wie ein Bestimmungsrecht der Politik über die ökonomischen Vorgänge gibt, sonst können wir nämlich ohnehin alle abdanken, und zwar auf dem ganzen Globus –, dadurch unterlaufen wird, dass einzelne Regierungen – da reichen wenige – immer wieder Lockangebote machen und das Ganze zu einem klassischen Gefangenendilemma wird, nämlich dass es bestimmte vernünftige Standards gibt, die am besten global gelten sollten, aber da es keine globale Regierung gibt, können diese halt immer nur multilateral verhandelt werden. Deshalb ist ja die OECD in dieser Hinsicht eine äußerst vernünftige Institution und in Wirklichkeit ein großes Hilfswerk gewesen, auch als Beitrag zu Ihrer Vernunftfindung. Dass wir hier aufgrund einer bestimmten internationalen Entwicklung, die sagt, wir Regierungen lassen uns das nicht mehr gefallen, in diese Lage versetzt werden, das ist das Nützliche an diesem Vorgang. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Graf: Das war es vorher auch schon!
Wenn wir der Meinung sind, dass es so etwas wie Steuerbeiträge geben soll, dass das vernünftig ist, um allgemeine Leistungen zu finanzieren, wenn wir darüber hinaus der Meinung sind, dass das nach bestimmten Leistungsfähigkeitsprinzipien geschehen soll, wenn wir der Meinung sind, dass die, die mehr beitragen können, auch mehr beitragen sollen, dann ist, alles zusammengezählt, Steuerbetrug ein Verbrechen, und zwar nicht nur ein Wirtschafts- und Finanzverbrechen, sondern ein Verbrechen an diesem Übereinkommen der Gesellschaft. (Abg. Dr. Graf: Das war es vorher auch schon!)
Beifall bei den Grünen.
Das sind ganz vernünftige Vorgänge, und deshalb braucht es diese internationalen Standards. Österreich war bis jetzt, das muss man wirklich sagen, ein Sünderland. Das ist so. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.
Das ist jetzt Faymann und Pröll gelungen, aber nicht unbedingt aus Einsicht, sondern aufgrund von internationalem Druck und auf Druck der Grünen. Ist halt so, auch recht. Ist halt so. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Der Rechnungshof soll, wie gesagt, das Bankenpaket prüfen, aber nicht ins einzelne Geschäft hineinleuchten, sondern überprüfen, ob im Aggregat die Vereinbarungen eingehalten werden. Und am Schluss hat meinetwegen sogar noch die Regierung etwas davon, weil immerhin gesagt werden kann, dass ja von einer glaubwürdigen Institution geprüft wird. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Das war das, was bisher gefehlt hat. Am Schluss profitieren davon womöglich alle, und warum sollen wir uns dafür genieren, wenn wir uns dort treffen, wo es am Schluss für die Bevölkerung am besten ist, für die SteuerzahlerInnen, für die BankkundInnen und für die Kleinaktionäre, Stichwort: Skylink? – Auch diese wollten die Prüfung durch den Rechnungshof, und jetzt kommt sie. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Die Schlüsse, die Europa aus diesen schweren und schlimmsten Jahren des Kontinents gezogen hat, nämlich Integration zu forcieren, waren richtig. – Das ist ein kleiner Bogen, aber auch sehr wichtiger Bogen zu dem, was wir heute diskutieren, und zwar in zweierlei Hinsicht: Es kann niemals Kuhhandel sein, wenn im Parlament ordentliche Gespräche miteinander geführt werden und verhandelt wird, ein Sachthema aufbereitet wird und dann Mehrheiten gesucht werden. Im Gegenteil! Das ist die Grundlage für funktionierende Demokratie und die Absage an jedes totalitäre Regime. Das ist die Wahrheit, meine sehr geehrten Damen und Herren, das sind die Konsequenzen aus den Schlüssen, die man aufgrund der tragischen Ereignisse gezogen hat. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Deswegen danke ich nicht nur dem Koalitionspartner, sondern vor allem auch den Oppositionsparteien, nämlich den Grünen und dem BZÖ, für eine sehr konstruktive Verhandlungsführung. Diese hat länger gedauert, aber es ist wichtig, dass wir heute gerade während einer wichtigen OECD-Konferenz in Mexiko die Antwort geben und ein richtiges Signal setzen, und es ist wichtig, dass wir morgen beim außerordentlichen Rat der Finanzminister, der angesetzt wurde, um das G 20-Meeting in Pittsburgh vorzubereiten, vom österreichischen Parlament aus selbstbewusst ein offensives Zeichen setzen, das hier lautet: Schutz des Bankgeheimnisses für Österreicherinnen und Österreicher, Steuerpflichtige in diesem Land. Wir ändern das Bankwesengesetz nicht, aber wir geben ein klares Signal, dass zukünftig ein besserer Informationsaustausch entsprechend den OECD-Vorgaben vollinhaltlich ermöglicht wird, und das ist gut so, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir haben noch eine Aufgabe vor uns, aber auch über diese kann ich sehr positiv urteilen: Wenn wir das Amtshilfe-Durchführungsgesetz heute beschließen, ist es die zweite Auflage, von der grauen Liste herunterzukommen. Es werden mindestens zwölf Doppelbesteuerungsabkommen entsprechend neu zu verhandeln und zu paraphieren sein, und ich kann heute sagen: Das Finanzministerium hat in den letzten Wochen mit Hochdruck gearbeitet. Wir haben zwei Abkommen bereits unterschrieben und zehn paraphiert. Das reicht aus, um das Signal an die OECD zu geben, dass wir bereits unser Plansoll erfüllt haben. Es steht mit dem heutigen Beschluss und in Anbetracht der zwölf Doppelbesteuerungsabkommen der Tatsache, dass wir von der grauen Liste herunterkommen, nichts mehr im Wege. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Strache: Was war die erste Frage? Sie haben nicht einmal die erste Frage formuliert!
Herr Abgeordneter Strache! Ich habe schon eine Frage an Sie: Wenn Sie sich in dieser wichtigen Frage, in der man ausländische Steuerhinterziehung beiseite schieben will, auf die Seite der anderen stellen, habe ich eine zweite Frage. (Abg. Strache: Was war die erste Frage? Sie haben nicht einmal die erste Frage formuliert!)
Abg. Strache: Das Bankgeheimnis der Österreicher ist Ihnen nicht wichtig!
Das ist ein Prozedere. – Wenn Sie jede politische Diskussion und Verhandlungsführung als Kuhhandel bezeichnen, dann frage ich Sie, warum es laufend Kontakte gibt, um in Sachfragen Einigungen mit Ihnen herbeizuführen! Ich weiß nicht, wie man das in Zukunft auflösen kann! (Abg. Strache: Das Bankgeheimnis der Österreicher ist Ihnen nicht wichtig!)
Abg. Strache: Das Ergebnis ist ein Kuhhandel, nicht die Verhandlung!
Ich nehme zur Kenntnis, dass sich offensichtlich eine Oppositionspartei aus dem Rennen nimmt, weil für sie eine politische Verhandlung automatisch Kuhhandel ist! (Abg. Strache: Das Ergebnis ist ein Kuhhandel, nicht die Verhandlung!) Ich denke, das bringt uns im Parlament in wichtigen Fragen gemeinsam nicht weiter. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich nehme zur Kenntnis, dass sich offensichtlich eine Oppositionspartei aus dem Rennen nimmt, weil für sie eine politische Verhandlung automatisch Kuhhandel ist! (Abg. Strache: Das Ergebnis ist ein Kuhhandel, nicht die Verhandlung!) Ich denke, das bringt uns im Parlament in wichtigen Fragen gemeinsam nicht weiter. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
In diesem Sinn, meine sehr geehrten Damen und Herren, wird mit dem heutigen Beschluss großer Schaden vom Wirtschaftsstandort Österreich abgewendet. Wir schützen die österreichischen Steuerpflichtigen im Bankwesengesetz wie gehabt, und wir liefern mehr Daten und schneller Daten im Falle ausländischer Steuerhinterziehung oder Steuerdelikte an ausländische Behörden. Es ist dies ein politisch schlüssiges Gesamtpaket. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Bei dieser geballten Ladung an Einsicht, die wir jetzt vonseiten der Vertreter der Regierungsparteien und der Pseudoopposition gehört haben, fragt man sich wirklich, warum es denn eigentlich so lange gedauert hat, bis eine satte Mehrheit in diesem Haus sich dazu durchringt, dieses Bankgeheimnis abzuschaffen, so wie es in der jetzigen Form geschieht. Tun Sie doch nicht so, als über Nacht bei Ihnen die Einsicht eingezogen wäre, sondern sagen Sie doch das, was wirklich dahinter steckt, dass nämlicher der internationale Druck dafür sorgt, dass Sie einmal mehr nicht die österreichischen Interessen in den Vordergrund stellen, sondern, statt am Verhandlungstisch Platz zu nehmen, unterm Verhandlungstisch Platz nehmen und im Vorhinein kapitulieren, anstatt sich einmal auf die Hinterfüße zu stellen! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Interessierte eigentlich dazu dient, seine Privatsphäre zu erhalten?! (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist genau die Argumentation, die Sie benutzen, und ich glaube, dass wir von der FPÖ das genauso sehen, wie es die Bevölkerung sieht: In einem solchen Fall kann man nämlich nur sagen, dass entweder derjenige, der so argumentiert, nicht ganz ernst zu nehmen ist – das ist die Alternative eins –, oder dass er die Bevölkerung und uns alle – das ist die zweite Alternative – für dumm verkaufen will! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Das sind die zwei Alternativen. Entweder – oder: Etwas anderes geht hier nicht! (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Weiterer Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Meine Damen und Herren! Ich lade jetzt Sie von der Regierung und von Grün und Orange, die Sie ja diesmal zumindest in überwiegenden Teilen – wie ich höre – mit dabei sein werden, ein, sich auszusuchen, auf welche Seite Sie sich stellen wollen: Entweder auf die Seite der üblen politischen Absicht, und ich würde – aus Erfahrung heraus – einmal meinen, dass Rot und Schwarz diejenigen sind, die dafür prädestiniert sind, oder auf die Seite der politischen Naivität und Einfalt. Diesbezüglich hat ja Herr Kollege Pirklhuber heute schon einiges zum Besten gegeben, was uns die Zuordnung erleichtert! (Weiterer Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath.
Meine Damen und Herren! Genau so wie mit diesen Kameras, Mikrofonen und Wanzen in dem Beispiel verhält es sich im Kern dann, wenn es um das Bankgeheimnis geht: Sie beginnen jetzt mit der Installation dieses Systems, wenn auch noch nicht in allen Räumen, gar keine Frage, aber doch mit der festen Absicht, in einer Endausbaustufe genau dorthin zu gelangen, wenngleich Sie heute leugnen, dass das Ihre Absicht ist. (Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath.) In diesem Punkt sind wir viel zu reich an negativen Erfahrungen, was Ihre Versprechen aus der Vergangenheit betrifft! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Genau so wie mit diesen Kameras, Mikrofonen und Wanzen in dem Beispiel verhält es sich im Kern dann, wenn es um das Bankgeheimnis geht: Sie beginnen jetzt mit der Installation dieses Systems, wenn auch noch nicht in allen Räumen, gar keine Frage, aber doch mit der festen Absicht, in einer Endausbaustufe genau dorthin zu gelangen, wenngleich Sie heute leugnen, dass das Ihre Absicht ist. (Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath.) In diesem Punkt sind wir viel zu reich an negativen Erfahrungen, was Ihre Versprechen aus der Vergangenheit betrifft! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Sie haben die klare Absicht, die österreichischen Staatsbürger, was ihre Finanzen und ihre Konten anbelangt, bis auf die sprichwörtliche Unterhose zu durchleuchten! Es wird nur eine Frage der Zeit sein – da wette ich mit Ihnen! –, bis wir hier sitzen und Sie uns erklären werden, dass es aufgrund der Vorgaben aus Brüssel und woher auch immer notwendig sein wird, dass wir auch diesen Schritt vollziehen, um nicht international auf irgendwelche Listen zu kommen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Zwischenruf des Abg. Strache.
Meine Damen und Herren! Der Herr Bundeskanzler ist nicht da. Herr Finanzminister! (Zwischenruf des Abg. Strache.) Ich darf Sie daran erinnern, wenn Sie das selber schon vergessen haben, dass Sie noch vor kurzer Zeit im Schweizer Fernsehen gesagt haben – ich zitiere –: Eine Auflösung oder Aufweichung des Bankgeheimnisses steht nicht zur Diskussion. – Das haben Sie dort gesagt.
Abg. Strache: Auf einmal ist er gekippt!
Ich darf Kollegen Bucher daran erinnern, der auch ein schlechtes Kurzzeitgedächtnis haben dürfte, dass er noch im Juli dieses Jahres gesagt hat: Das Bankgeheimnis darf nicht angetastet werden, und es darf keine Einsicht geben, außer bei Verdacht. (Abg. Strache: Auf einmal ist er gekippt!) Genau das ist aber jetzt der Fall! Sie sollten nicht so leichtfertig mit dem umgehen, was Sie sagen, sondern hier heraußen zu Ihren Worten stehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich darf Kollegen Bucher daran erinnern, der auch ein schlechtes Kurzzeitgedächtnis haben dürfte, dass er noch im Juli dieses Jahres gesagt hat: Das Bankgeheimnis darf nicht angetastet werden, und es darf keine Einsicht geben, außer bei Verdacht. (Abg. Strache: Auf einmal ist er gekippt!) Genau das ist aber jetzt der Fall! Sie sollten nicht so leichtfertig mit dem umgehen, was Sie sagen, sondern hier heraußen zu Ihren Worten stehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Man fragt sich schon: Was ist denn das für eine Regierung, die – nur weil der deutsche Finanzminister, den der Hafer sticht, mitten in der Wirtschaftskrise aus seinen Motiven heraus eine Jagd auf Steuersünder ausruft und damit vielleicht noch vorgibt, die Ursachen der Wirtschaftskrise bekämpfen zu können – blindlings hinterher rennt, nur weil Herr Steinbrück in Berlin pfeift? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, Sie sind nicht Herrn Steinbrück und anderen verpflichtet, sondern Sie sind der österreichischen Bevölkerung verpflichtet! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist dies ein Masterplan zum Sozialabbau, und dahinter stecken ganz handfeste Interessen: Sie wissen nicht mehr, wie Sie Ihre Budgetlöcher finanzieren sollen. Sie wissen nicht mehr, wie Sie mit der Verschuldung umgehen sollen, und das Einzige, was Ihnen noch übrig bleibt, ist der Zugriff auf das Vermögen der österreichischen Bevölkerung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen: Die Freiheitliche Partei macht bei diesem Unfug nicht mit. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich appelliere an Grün und an die Reste einer Vernunft bei Orange, diesen Unsinn heute nicht mitzubeschließen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kopf: Zurück zu den Fakten, Jan!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Abgeordneter Krainer zu Wort. 6 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Kopf: Zurück zu den Fakten, Jan!)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist jetzt die Situation, und wir sagen, dass es nicht gerecht ist, dass diejenigen, die arbeiten, um Geld zu verdienen, rund 50 Prozent an Steuern und Abgaben zahlen, dass die Spekulanten hingegen nichts zahlen. – Das wollen wir jetzt ins rechte Lot bringen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Budgetdefizite, die wir im Moment haben, wurden schon angesprochen. So etwas kann man ein, zwei Jahre auf dem Höhepunkt der Krise machen. Aber es ist klar, dass wir ausgabenseitig, aber auch über Steuergerechtigkeit klären müssen, wie wir dieses Budget wieder sanieren und wie wir ein ausgewogenes Maß an Einnahmen und Ausgaben erzielen können. Im Hinblick darauf wird es auch notwendig sein, für mehr Steuergerechtigkeit in diesem Land zu sorgen, denn bekanntlich gibt es viele Bereiche, in denen heute keine Gerechtigkeit besteht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das heißt, diese Kernaufgaben des Staates müssen finanzierbar bleiben. Heute ist dies ein kleiner Schritt dafür, auch diese Finanzierbarkeit zu erhalten, und es ist gut so, dass wir mit diesem Schritt die Steuerhinterziehung international bekämpfen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Was heißt „eingeschwenkt“?
Aber auch ein zweiter Bereich, meine Damen und Herren, spielt dabei eine Rolle, der meiner Ansicht nach auch für die Zukunft dieses Hauses sehr spannend sein wird. Ich glaube, dass die Gespräche über dieses Gesetz ein Beitrag zu mehr politischer Kultur in diesem Hohen Haus waren. Natürlich war es für die Opposition verlockend, zu sagen: Jetzt haben wir euch, ihr beiden Regierungsparteien, jetzt braucht ihr uns, und jetzt können wir euch erpressen. – Die Regierung hat sich nicht erpressen lassen, und die Opposition ist letztlich auf sehr konstruktive Gespräche eingeschwenkt. (Abg. Scheibner: Was heißt „eingeschwenkt“?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich bedauere es sehr, dass die Freiheitliche Partei nicht mitgegangen ist. Sie hat sich hier isoliert; okay, das muss jede Fraktion für sich entscheiden. Ich bedauere es sehr, bin aber insgesamt sehr froh darüber, dass wir diesen Konsens gefunden haben. Es ist dies ein wichtiger Beitrag zur internationalen Strategie gegen Steueroasen, ein wichtiger Beitrag zur Neuordnung des Finanzsystems. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Stummvoll, eine kleine Unschärfe habe ich in Ihrer Rede erkannt: Sie haben gemeint, die Opposition ist auf einen konstruktiven Kurs „eingeschwenkt“. Das ist nicht ganz richtig. Ich würde sagen, die Regierung hat endlich einmal erkannt, dass sie bei vernünftigen Vorschlägen der Opposition auch etwas nachgeben muss. Diese sind nämlich von Anfang an auf dem Tisch gelegen; Sie haben sich vor dem Sommer verweigert! Wenn es so wichtig ist, dass man international als Musterknabe dasteht, dann hätte man das schon vor dem Sommer in aller Ruhe entsprechend verhandeln und auch umsetzen können. Aber da haben Sie sich noch stur gestellt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Es geht auch in erster Linie darum, dass man diese internationalen Organisationen endlich dazu bringt, dass sie den wirklichen Spekulanten einen Riegel vorschieben, nämlich denjenigen, die diese Wirtschaftskrise verursacht haben! Da geht es nicht um irgendwelche kleinen Steuersünder, sondern es geht darum, dass auf den internationalen Finanzmärkten die Börsen endlich wieder zu Warenmärkten werden und nicht Casinos sind. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.) Darauf warten wir noch immer vergeblich, dass die internationalen Organisationen den wahren Schuldigen einen Riegel vorschieben.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen aber auf der anderen Seite Folgendes, meine Damen und Herren von der FPÖ. Ihr Geschrei darüber und Ihre Warnrufe, dass das Bankgeheimnis der Österreicher in Gefahr sei, verstehe ich wirklich nicht. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Oder haben Sie jetzt zu einer neuen Ausländerfreundlichkeit gefunden? – Sie schützen die Ausländer in Österreich, das wundert mich wirklich. Ich sage Ihnen ganz ehrlich: Selbstverständlich muss es für österreichische Staatsbürger, die hier in Österreich Steuern zahlen und ihr erwirtschaftetes Geld anlegen, das Bankgeheimnis auch in Zukunft hundertprozentig gesichert geben! Dafür stehen auch wir vom BZÖ. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen aber auf der anderen Seite Folgendes, meine Damen und Herren von der FPÖ. Ihr Geschrei darüber und Ihre Warnrufe, dass das Bankgeheimnis der Österreicher in Gefahr sei, verstehe ich wirklich nicht. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Oder haben Sie jetzt zu einer neuen Ausländerfreundlichkeit gefunden? – Sie schützen die Ausländer in Österreich, das wundert mich wirklich. Ich sage Ihnen ganz ehrlich: Selbstverständlich muss es für österreichische Staatsbürger, die hier in Österreich Steuern zahlen und ihr erwirtschaftetes Geld anlegen, das Bankgeheimnis auch in Zukunft hundertprozentig gesichert geben! Dafür stehen auch wir vom BZÖ. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Sie waren doch beim Bankenpaket auch sehr skeptisch. Jetzt hören wir nichts mehr davon. Sie haben die Falschen geprügelt, denn die von Raiffeisen, die Sie da immer kritisiert haben, sind ja diejenigen, die noch am ehesten das tun, was wir erwarten, nämlich Kredite zu geben und für die Wirtschaft da zu sein. Da gibt es andere Banken – meine Damen und Herren, diese haben Sie nicht angesprochen –, die da viel massiver sind. Aber plötzlich hört man nichts mehr von Ihnen. Hat es da Gespräche oder Verhandlungen gegeben, dass Sie jetzt auf einmal nicht mehr dafür sind, dass das Bankenpaket überprüft wird? (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das wollten wir doch alle; jetzt endlich haben wir die Möglichkeit, Druck auszuüben. Danke, lieber Klubobmann Bucher vom BZÖ, danke dafür, dass wir jetzt endlich das Bankenpaket durch den Rechnungshof überprüfen lassen können! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
das haben wir bei der Ausländerpolitik gesehen. Ihr sagt immer: „Ausländer raus!“, aber wenn es dann darum geht, so wie damals auch für uns vom BZÖ, die Staatsbürgerschaftsregeln so zu verschärfen, dass wir jetzt 75 Prozent weniger an Einbürgerungen haben, da wart ihr dagegen! (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren! Nein sagen, das ist gerade in Krisenzeiten zu wenig. Die Menschen verlangen von einer Opposition, dass man kritisiert, ja, aber auch, dass man dort, wo es notwendig ist, sagt, wie man es besser macht, auch etwas umsetzt und die Regierenden dazu zwingt, dass sie auch Oppositionsanträge unterstützen müssen. Darum geht es uns, meine Damen und Herren, aber ich weiß, davon sind Sie noch weit entfernt. Der Wähler hat jedoch die Entscheidung zu treffen: Was will er, eine Neinsager-Partei oder eine Partei wie das BZÖ, der es darum geht, zu kritisieren, wo es notwendig ist, aber auch konstruktiv Vorschläge einzubringen und dafür zu sorgen, dass sie umgesetzt werden, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Ich sage Ihnen ganz ehrlich, so sicher bin ich mir auch nicht. Da werden wir Sie auch weiterhin zwingen, dass das umgesetzt wird. Entschließungsanträge gibt es viele. Ich sehe ganz tief in die Augen des Kollegen Neugebauer: Wir haben hier auch schon gemeinsam Entschließungsanträge eingebracht, dass es ein einheitliches Dienstrecht für die Beamten geben soll; das ist bis heute noch nicht umgesetzt. Wir haben im Gesundheitsbereich gesagt, da muss es entsprechende Einsparungen und einen Philosophiewechsel geben; auch das ist noch nicht umgesetzt. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall beim BZÖ.
Aber, meine Damen und Herren, wir werden Sie auch in Zukunft dazu zwingen! Wenn Sie glauben, dass wir Mehrheitsbeschaffer sind, dann werden Sie sich irren. Vernünftige Vorschläge werden wir mittragen, wir werden aber dafür sorgen, dass diese Anträge dann auch umgesetzt werden. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Fichtenbauer: Das machen doch Sie!
Die Freiheitlichen schaffen es da so nebenbei, sich als Schutzpatron ausländischer Steuerflüchtlinge, Steuersünder und Steuerbetrüger hinzustellen und so nebenbei – das ärgert mich fast noch mehr – Hunderttausende von Auslandsösterreichern de facto in den Geruch von Steuerbetrügern zu stellen. (Abg. Dr. Fichtenbauer: Das machen doch Sie!)
Beifall bei den Grünen.
Formal haben Sie ja recht. Formal ist es richtig, dass das Gesetz sich nicht auf Staatsbürger bezieht. Kein Steuergesetz bezieht sich auf Staatsbürger, sondern auf Steuerpflichtige, die im Ausland steuerpflichtig sind. Das könnte auch einmal ein Österreicher sein, natürlich! Ein bosnischer Staatsbürger, der in Österreich lebt, muss in Österreich Steuern zahlen, ein Österreicher, der in Deutschland lebt, muss in Deutschland Steuern zahlen, das ist klar. 99 Prozent davon werden so steuerehrlich sein wie ich oder Kollege Strache, wie ich zu seinen Gunsten annehme. Aber diese 1 Prozent, die es vielleicht nicht sind, sozusagen mit den 99 Prozent der anderen zu identifizieren, zu deren Anwalt Sie sich aufwerfen, das ist schon ein starkes Stück. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
bliert? – Das können Sie ja nicht im Ernst meinen, das ist doch lächerlich! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Ich würde mich freuen, wenn auch in anderen wichtigen Bereichen internationale Initiativen dieser Art gesetzt werden. Eine europäische Bankenaufsicht zum Beispiel, die wir dringend bräuchten, wird es nicht geben, wie wir alle inzwischen wissen, leider nicht geben! (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Eine internationale Finanzmarkt-Re-Regulierung, die den Namen verdient, wird es, so wie die Dinge aussehen, leider nicht geben. Aber bitte, wir bleiben Optimisten! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich würde mich freuen, wenn auch in anderen wichtigen Bereichen internationale Initiativen dieser Art gesetzt werden. Eine europäische Bankenaufsicht zum Beispiel, die wir dringend bräuchten, wird es nicht geben, wie wir alle inzwischen wissen, leider nicht geben! (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Eine internationale Finanzmarkt-Re-Regulierung, die den Namen verdient, wird es, so wie die Dinge aussehen, leider nicht geben. Aber bitte, wir bleiben Optimisten! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Mir ist es aber auch ganz wichtig, zu betonen, dass es hier nicht um einen Basar und schon gar nicht um einen Kuhhandel ging. Statt dessen ist das der Beginn oder der Höhepunkte eines lebendigen Parlamentarismus. Ich halte es für vermessen, es als Basar zu bezeichnen, wenn Parlamentarismus endlich so praktiziert wird, wie wir ihn uns wünschen, nämlich dass über Parteigrenzen hinweg an Sachlösungen für Österreich gearbeitet und natürlich auch definiert wird, wo Zustimmungsoptionen der Parteien liegen und unter welchen Prämissen diese gegeben werden. Es ist eine Einigung auf ein Gesamtpaket, und das ist letztlich Demokratie, die hier in diesem Haus auch gepflegt wird. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Strache.
Ich halte auch die Minderheiten- und Kontrollrechte für wichtig, und, ganz ehrlich gesagt, ich halte die FPÖ-Position für vollkommen unverständlich. Die inländischen Steuerzahler, die inländischen Steuerpflichtigen sind weiterhin geschützt. (Zwischenruf des Abg. Strache.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Einer größeren Informationsübergabe ausgeliefert sind jene Ausländer, die in begründetem Verdacht stehen, in ihrem Heimatland, wo sie steuerpflichtig sind, Steuerhinterziehung zu betreiben. Dass die FPÖ der Anwalt der großspurigen, winkeligen, „ungustigen“ Steuerhinterzieher ist, verstehe ich beim besten Willen überhaupt nicht. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: Auslandsösterreicher sind davon betroffen! Sagen Sie doch die Wahrheit!
Die österreichische Finanzverwaltung wird mit diesem Gesetz auch die volle Kooperation im internationalen Kontext durchführen, aber, um es noch einmal zu sagen: für die österreichischen Sparerinnen und Sparern ändert sich gar nichts am Bankgeheimnis, es bleibt weiterhin bestehen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: Auslandsösterreicher sind davon betroffen! Sagen Sie doch die Wahrheit!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben heute im Ministerrat einen Ministerratsvortrag beschlossen, nämlich über Österreichs Vorgehen zur einer koordinierten Finanztransaktionssteuer auf europäischer Ebene. Auch das ist ein Beitrag, wo wir sagen: Als Österreich, als kleiner Finanzplatz engagieren wir uns massiv in dieser Diskussion, weil wir dafür sind, dass sich in diesem Bereich europa- und weltweit einiges weiterbewegt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das sind alles drei Punkte, über die ich mich freue. Daher, meine ich, ist es heute auch ein guter Tag für Österreich. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kickl: Nicht nur das!
Sie sagen, die Freiheitliche Partei schütze ausländische Steuersünder. Sie wissen alle vier – ich meine die vier Fraktionen außer uns Freiheitlichen –, dass das glatter Unsinn ist. (Abg. Kickl: Nicht nur das!) Sie behaupten genau zu wissen, dass mit diesem Gesetz, wie es der Herr Schieder so schön gesagt hat, Inländer überhaupt nicht zum Handkuss kommen. Wer sagt Ihnen das? Sie stellen in diesem Gesetz klar, dass es auch Österreicher betrifft, die einen wirtschaftlichen Auslandsbezug haben.
Heiterkeit bei der FPÖ.
Jetzt so zu tun, als ob das nur große international tätige Konzerne trifft, ist ja absoluter Blödsinn – das nehme ich zurück –, Unsinn! (Heiterkeit bei der FPÖ.) Wissen Sie, das betrifft Tausende von Grenzgängern, die einen wirtschaftlichen Auslandsbezug haben. Es betrifft Tausende von Arbeitern und Angestellten, die bei internationalen Firmen tätig sind und ihr Geld über mehrere Monate oder Jahre im Ausland verdienen. Das wissen Sie ganz genau! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Das wird verschwinden!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Das wird verschwinden!
Jetzt so zu tun, als ob das nur große international tätige Konzerne trifft, ist ja absoluter Blödsinn – das nehme ich zurück –, Unsinn! (Heiterkeit bei der FPÖ.) Wissen Sie, das betrifft Tausende von Grenzgängern, die einen wirtschaftlichen Auslandsbezug haben. Es betrifft Tausende von Arbeitern und Angestellten, die bei internationalen Firmen tätig sind und ihr Geld über mehrere Monate oder Jahre im Ausland verdienen. Das wissen Sie ganz genau! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Das wird verschwinden!)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Nein, falsch! – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Diese OECD-Liste gibt es nicht erst seit ein paar Monaten, sondern seit ein paar Jahren und Sie wissen das! (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Nein, falsch! – Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Herr Kopf, Sie wissen genau, dafür, für die wesentlichen Dinge haben Sie über den Sommer keine Zeit gehabt, weil Sie sich jetzt blitzartig damit beschäftigen müssen, wie Sie der OECD und der Internationalen einen Gefallen tun und ihnen entgegenkommen können. (Abg. Krainer: Das ist kollektive Selbsthypnose!)
Abg. Krainer: Das ist kollektive Selbsthypnose!
Diese OECD-Liste gibt es nicht erst seit ein paar Monaten, sondern seit ein paar Jahren und Sie wissen das! (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Nein, falsch! – Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Herr Kopf, Sie wissen genau, dafür, für die wesentlichen Dinge haben Sie über den Sommer keine Zeit gehabt, weil Sie sich jetzt blitzartig damit beschäftigen müssen, wie Sie der OECD und der Internationalen einen Gefallen tun und ihnen entgegenkommen können. (Abg. Krainer: Das ist kollektive Selbsthypnose!)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist nichts anderes als der Anfang dessen, was Sie ohnehin wollten. Ich sage Ihnen nur: Hartz IV lässt grüßen. Und ich sage Ihnen eines: Sie wissen ganz genau, beim ersten Fall, der vor dem EuGH landen wird, wo entschieden wird, dass die Ungleichbehandlung der Österreicher mit den EU-Bürgern nicht gilt, wird das gekippt werden, diese Legislaturperiode wird nicht zu Ende gehen und das Bankgeheimnis wird in Österreich zur Gänze gestrichen werden! Sie wissen das genauso gut wie ich! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Scheinheilige Vorgangsweise!
Dann werden Sie, Herr Finanzminister, hier stehen und lauthals verkünden: Ja, wissen Sie, es bleibt uns ja nichts anderes übrig, der EuGH hat das so entschieden, also müssen wir das umsetzen. (Abg. Strache: Scheinheilige Vorgangsweise!)
Rufe und Gegenrufe zwischen FPÖ und SPÖ.
Sie haben vor einem Jahr, vor der letzten Wahl, wahrscheinlich als Wahlkampfslogan gesagt, das Bankgeheimnis wird überhaupt nicht aufgeschnürt. (Rufe und Gegenrufe zwischen FPÖ und SPÖ.) Das sind Ihre Aussagen, die Sie jedes Jahr neu ad absurdum führen. Sie wissen ganz genau, dass das, was Sie heute sagen, morgen nicht mehr gilt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie haben vor einem Jahr, vor der letzten Wahl, wahrscheinlich als Wahlkampfslogan gesagt, das Bankgeheimnis wird überhaupt nicht aufgeschnürt. (Rufe und Gegenrufe zwischen FPÖ und SPÖ.) Das sind Ihre Aussagen, die Sie jedes Jahr neu ad absurdum führen. Sie wissen ganz genau, dass das, was Sie heute sagen, morgen nicht mehr gilt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Wenn von Skylink die Rede ist, dann sage ich Ihnen, wir haben in der letzten Sitzung vor der Sommerpause hier im Parlament einen Antrag eingebracht, Skylink prüfen zu lassen, aber weder die SPÖ noch die ÖVP waren bereit, hier mitzugehen! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Scheibner.) Jetzt tun Sie so, als ob Sie furchtbar einlenken würden und dass alles in Zukunft wesentlich besser würde, nur damit das BZÖ und die Grünen bei dem Unfug mitmachen, den Sie hier betreiben.
Abg. Strache: Am Sankt-Nimmerleins-Tag!
Da sage ich Ihnen: Sie haben sie wieder über den Tisch gezogen! Diese Prüfungskompetenzen, die Sie ausverhandelt haben, werden heute hier nicht beschlossen. Wann sie beschlossen werden, wurde auch noch nicht gesagt. In der nächsten Sitzung? In der übernächsten? Kommt das vielleicht nach den nächsten Wahlen im Jahr 2013? Das wissen wir alles nicht! (Abg. Strache: Am Sankt-Nimmerleins-Tag!)
Abg. Kickl: Das ist der Punkt!
Ich sage Ihnen, Sie wollen von jedem Österreicher wissen, was er hat. Hat er noch ein paar Hundert Euro Sparguthaben auf der Bank, bekommt er keine Förderungen, keine Wohnungszulagen und so weiter. (Abg. Kickl: Das ist der Punkt!)
Beifall bei der FPÖ.
Eines sage ich Ihnen schon jetzt: Die Wähler werden sich in Zukunft zu wehren wissen, das garantiere ich Ihnen! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Christine Lapp (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Sie haben hiermit festgestellt: Die FPÖ ist der Schutzpatron der Steuerhinterzieher. Recht herzliche Gratulation dazu! (Beifall bei der SPÖ.)
Die Rednerin macht dazu die entsprechende Geste. – Abg. Strache – auf seine Bartstoppeln zeigend –: Der ist aber kurz!
Sehr geehrte Damen und Herren! Wir stellen hier fest, dass vonseiten der Freiheitlichen Partei nur heiße Luft kommt – und meistens hat diese heiße Luft so einen langen Bart. (Die Rednerin macht dazu die entsprechende Geste. – Abg. Strache – auf seine Bartstoppeln zeigend –: Der ist aber kurz!)
Abg. Kickl: Nicht einmal eine Stiftung können Sie auflösen!
Wie es vor einem Jahr war, als sich hier quer über Parteigrenzen hinweg Mehrheiten gefunden haben und sehr wichtige Maßnahmen beschlossen wurden, so gibt es auch heute sehr wichtige Beschlüsse. (Abg. Kickl: Nicht einmal eine Stiftung können Sie auflösen!) – Sie verlassen sogar den Boden, Sie wollen immer alles kontrollieren, sehr geehrter Herr Kollege Kickl! Und heute wollen Sie gar nichts mehr kontrollieren, weil Sie nämlich der Schutzpatron der Steuerhinterzieher und jener Falschgänger sind. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wie es vor einem Jahr war, als sich hier quer über Parteigrenzen hinweg Mehrheiten gefunden haben und sehr wichtige Maßnahmen beschlossen wurden, so gibt es auch heute sehr wichtige Beschlüsse. (Abg. Kickl: Nicht einmal eine Stiftung können Sie auflösen!) – Sie verlassen sogar den Boden, Sie wollen immer alles kontrollieren, sehr geehrter Herr Kollege Kickl! Und heute wollen Sie gar nichts mehr kontrollieren, weil Sie nämlich der Schutzpatron der Steuerhinterzieher und jener Falschgänger sind. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Ing. Hofer: Und was ist mit Oberwart?! Ein roter Bürgermeister! – Abg. Kickl: Sie schaffen nicht einmal im Wurstelprater !
Sie kennen sicher alle das Beispiel der burgenländischen Gemeinde Strem, wo sich eine Gemeinde mit dem Bau eines Betreuungsheimes, einer Einrichtung für ältere Menschen total übernommen hat. Die Zeitschrift „NEWS“ hat aufgedeckt, dass hier die Baukosten um 40 bis 55 Prozent überschritten wurden und dass auch die Finanzierung nicht gut vorgeplant war. (Abg. Ing. Hofer: Und was ist mit Oberwart?! Ein roter Bürgermeister! – Abg. Kickl: Sie schaffen nicht einmal im Wurstelprater !)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, die heutigen Beschlüsse sind eine Erarbeitung besserer Richtlinien, die einem besseren Einsatz des Steuergeldes dienen. Diese Beschlüsse sind ein wichtiger Grundstein für kommende Projekte. Die „Frischzellenkur für den Parlamentarismus“, die wir heute hier erlebt haben, ist auch wichtig bei kommenden Projekten wie der Verwaltungsreform und anderen wichtigen Projekten für die Menschen in Österreich. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Scheibner. – Abg. Grosz: Die kommen gleich!
Meine Damen und Herren, ich bedanke mich vor allem beim Kollegen Scheibner, der heute hier Raiffeisen rehabilitiert hat. Ich kann mich erinnern, dass einige Male hier durchaus auch sehr kritische Töne von eurer Fraktion gekommen sind. (Zwischenruf des Abg. Scheibner. – Abg. Grosz: Die kommen gleich!)
Abg. Strache: Sie haben es damit zu Grabe getragen!
Meine Damen und Herren, er sagte dann aber, heute sei ein trauriger Tag, weil das Bankgeheimnis zu Grabe getragen werde. (Abg. Strache: Sie haben es damit zu Grabe getragen!) Tatsache ist, dass wir uns heute einem internationalen Standard annähern, dass hier für die Wirtschaft Sicherheit geschaffen wird, und dass das für das Bankgeheimnis des kleinen Mannes in Österreich, für den Sie immer eintreten, keinerlei Folgen hat. Sie sind doch immer für Recht, Ordnung und Sauberkeit, Herr Kollege Strache! Schön langsam habe ich ein bisschen Bedauern, dass Sie hier nicht die Kurve gekratzt haben. (Zwischenruf des Abg. Strache.)
Zwischenruf des Abg. Strache.
Meine Damen und Herren, er sagte dann aber, heute sei ein trauriger Tag, weil das Bankgeheimnis zu Grabe getragen werde. (Abg. Strache: Sie haben es damit zu Grabe getragen!) Tatsache ist, dass wir uns heute einem internationalen Standard annähern, dass hier für die Wirtschaft Sicherheit geschaffen wird, und dass das für das Bankgeheimnis des kleinen Mannes in Österreich, für den Sie immer eintreten, keinerlei Folgen hat. Sie sind doch immer für Recht, Ordnung und Sauberkeit, Herr Kollege Strache! Schön langsam habe ich ein bisschen Bedauern, dass Sie hier nicht die Kurve gekratzt haben. (Zwischenruf des Abg. Strache.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ
Giebelkreuz vertreten!) – Vielleicht hat man es Ihnen zu wenig erklärt, das könnte sein (Beifall bei ÖVP und SPÖ), sonst kann ich mir nicht vorstellen, dass Sie diesen berechtigten Argumenten nicht Rechnung tragen.
Abg. Strache: Sie müssen das Raiffeisen-Logo auf der Brust tragen!
Ich verstehe das nicht, denn Sie sind ein begeisterter Fußball-Anhänger, ich habe Sie schon öfter mit einem wunderschönen blauen Schal gesehen. Ein Vergleich dazu: Sie können auch nicht nach österreichischem Modell Fußball spielen, wenn Sie internationale Wettbewerbe bestreiten wollen, da gibt es internationale Spielregeln. (Abg. Strache: Sie müssen das Raiffeisen-Logo auf der Brust tragen!)
Abg. Kickl: Eh nichts, weil Sie ja sagen, dass alles so bleibt!
Meine Damen und Herren, es ist ein internationaler Standard, der sichergestellt wird. Was ändert sich denn, Herr Kollege? (Abg. Kickl: Eh nichts, weil Sie ja sagen, dass alles so bleibt!) Neu wird im § 38 Abs. 2 Bankwesengesetz Folgendes sein:
Ruf beim BZÖ: Bist du jetzt dafür oder dagegen?
Immer wieder wird der Vorwurf erhoben, die Gemeinden würden zu wenig geprüft – weil ich hier gerade Herrn Dr. Hink vom Österreichischen Gemeindebund sehe. Meine Damen und Herren, ich bin ja immer „ganz begeistert“, wenn gemeint wird, wenn der Rechnungshof Zugriff auf und die Prüfkompetenz für alle Gemeinden in Österreich hätte, passierte nichts. (Ruf beim BZÖ: Bist du jetzt dafür oder dagegen?) – Ich frage mich, warum die Verschuldungsquote der größeren Gemeinden, die vom Rechnungshof geprüft werden, am höchsten ist. Ich frage mich, warum gerade bei diesen Gemeinden Cross-Border-Leasing und so weiter stattgefunden hat. Da gäbe es einige Fragen zu klären. (Abg. Dr. Rosenkranz: Das kann ich erklären!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Das kann ich erklären!
Immer wieder wird der Vorwurf erhoben, die Gemeinden würden zu wenig geprüft – weil ich hier gerade Herrn Dr. Hink vom Österreichischen Gemeindebund sehe. Meine Damen und Herren, ich bin ja immer „ganz begeistert“, wenn gemeint wird, wenn der Rechnungshof Zugriff auf und die Prüfkompetenz für alle Gemeinden in Österreich hätte, passierte nichts. (Ruf beim BZÖ: Bist du jetzt dafür oder dagegen?) – Ich frage mich, warum die Verschuldungsquote der größeren Gemeinden, die vom Rechnungshof geprüft werden, am höchsten ist. Ich frage mich, warum gerade bei diesen Gemeinden Cross-Border-Leasing und so weiter stattgefunden hat. Da gäbe es einige Fragen zu klären. (Abg. Dr. Rosenkranz: Das kann ich erklären!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich sage Ihnen ganz offen: Wenn in manchen Gemeinden derartige Fehler passiert sind, es Unzulänglichkeiten gegeben hat, dann hat die Gemeindeaufsichtsbehörde versagt. Zeigen Sie mir, dass in Oberösterreich eine kleine Gemeinde die Möglichkeit hat, ein Darlehen ab einer bestimmten Höhe aufzunehmen! Zeigen Sie mir, dass eine kleine Gemeinde in Oberösterreich die Möglichkeit hat, derart spekulative Geschäfte zu machen! Sie haben keine Chance, weil das bewilligungspflichtig ist – damit das klargestellt ist, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, so zu tun, als wäre allein beim Bundesrechnungshof die Weisheit, ist nicht richtig, Sie würden damit auch den Beamten des Landesrechnungshofes Oberösterreichs ein falsches Zeugnis ausstellen. Außerdem: Der Chef des Landesrechnungshofes ist ein ehemaliger Beamter des Bundesrechnungshofes. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Unglaublich!
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Eingangs zum Kollegen Cap: Kollege Cap, Sie haben heute hier in Ihrer Rede zum Bankgeheimnis vom sozialen Wohlfahrtsstaat gesprochen. Ich bitte Sie, in Zukunft den Ausdruck „sozialer Wohlfahrtsstaat“ zu vermeiden. Angesichts der Tatsache, dass Ihr Bundesgeschäftsführer Kräuter vor wenigen Tagen vorgeschlagen hat, trotz der dramatischen Zahl von 300 000 Arbeitslosen in Österreich auch Asylwerber dem Arbeitsmarkt zuzuführen (Abg. Ing. Westenthaler: Unglaublich!), sind Ihre Ausführungen zum „sozialen Wohlfahrtsstaat“ aus der Sicht der Sozialdemokratie eine Verhöhnung jedes Menschen, der in Österreich unter Arbeitslosigkeit leidet. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Eingangs zum Kollegen Cap: Kollege Cap, Sie haben heute hier in Ihrer Rede zum Bankgeheimnis vom sozialen Wohlfahrtsstaat gesprochen. Ich bitte Sie, in Zukunft den Ausdruck „sozialer Wohlfahrtsstaat“ zu vermeiden. Angesichts der Tatsache, dass Ihr Bundesgeschäftsführer Kräuter vor wenigen Tagen vorgeschlagen hat, trotz der dramatischen Zahl von 300 000 Arbeitslosen in Österreich auch Asylwerber dem Arbeitsmarkt zuzuführen (Abg. Ing. Westenthaler: Unglaublich!), sind Ihre Ausführungen zum „sozialen Wohlfahrtsstaat“ aus der Sicht der Sozialdemokratie eine Verhöhnung jedes Menschen, der in Österreich unter Arbeitslosigkeit leidet. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Sehr geehrte Damen und Herren, seit zwei Monaten, seit Juli diskutieren und verhandeln wir über die Lockerung des Bankgeheimnisses, was jetzt zu einem Kompromiss geführt hat, und ich frage mich, warum man diese zwei Monate nicht dazu genutzt hat, um das, was den Rechnungshof und die Kontrollmöglichkeiten betrifft, heute seitens Ihrer Fraktion, der ÖVP, in konkrete Gesetzesvorschläge gießen zu können. In den zwei Monaten mussten wir in Österreich lesen, dass Herr Schieder mit dem Dienstwagen in Kroatien herumkurvt und Herr Hahn sich vom Chauffeur mit dem Dienstwagen zum Segeln an die Adria führen lässt, dass diese Bundesregierung zwei Monate lang auf Urlaub ist. Und in den letzten Tagen vor der Sitzung wird dann schnell – innerhalb weniger Stunden – das Zugeständnis an die Opposition – das gute und richtige Zugeständnis – gemacht betreffend Ausweitung der Prüfkompetenz des Rechnungshofes. Aber Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP, aber auch von der Sozialdemokratie, haben vergessen, das heute hier auch gesetzlich abzusichern. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall beim BZÖ.
Ich werde diesem Kompromiss nicht zustimmen – nicht, weil er inhaltlich schlecht wäre, nein, inhaltlich ist er gut, sondern weil ich Ihnen nicht mehr glaube, aus Erfahrung nicht mehr glaube. Ich würde Ihnen nicht einmal meinen Hausigel zum Spazierengehen geben. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das Jahr 2008 dürfte Ihnen in Erinnerung sein, sehr geehrte Damen und Herren von der ÖVP. Damals hat der Nationalrat einen Entschließungsantrag zur Höchstpreisdeckelung für Treibstoffe beschlossen. Bis heute ist dieser nicht umgesetzt und bis heute ist es ÖVP-Wirtschaftsminister Mitterlehner, der nicht einmal daran denkt, den Beschlüssen des Parlaments nachzukommen und die Pendlerinnen und Pendler und die Autofahrerinnen und Autofahrer in diesem Land zu entlasten! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Donabauer.
Ein weiterer Entschließungsantrag, sehr geehrte Damen und Herren von der fleischgewordenen wortbrüchigen ÖVP, nämlich ein Entschließungsantrag zur Harmonisierung der Pensionssysteme – mehrheitlich in diesem Haus beschlossen im Jahr 2003 –, um die Landesbeamten endlich mit den ASVG-Versicherten gleichzustellen, wurde nicht umgesetzt. Wo ist denn diese Harmonisierung? (Zwischenruf des Abg. Donabauer.) Da führt sich dieses Haus aufgrund Ihrer Wortbrüchigkeit, aufgrund Ihrer fehlenden Handschlagqualität ad absurdum. Sie sind nicht nur gegenüber Ihren Verhandlungspartnern latent wortbrüchig, Sie sind es schlussendlich auch gegenüber den Österreicherinnen und Österreichern.
Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.
Viele Bürgermeister haben mir auch am Wochenende erklärt, dass sie, entgegen Ihrer Linie von der ÖVP, durchaus dafür wären, dass der Rechnungshof da Prüfkompetenz bekommt, denn diese Bürgermeister, die ehrlich und anständig arbeiten, empfinden den Rechnungshof nicht als Belastung, sondern als professionelle Beratung, die auch zur Seite steht und auf die Gemeinden schaut, auch in diesen Zeiten, in denen Sie, Herr Pröll und Herr Lopatka, die Gemeinden mit Ihrer Politik, mit einem Finanzausgleich, den Sie auf das Jahr 2013 verschoben haben, in den Ruin führen. Das werden Ihnen auch Ihre eigenen Bürgermeister sagen, wenn sie nicht gerade Geld abcashen vom Gemeindebund und in den Funktionärskadern Ihres Raiffeisenverbandes „herumkugeln“. (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Hast du einen schlechten Urlaub gehabt?! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich werde diesem Kompromiss nicht zustimmen, um Sie zu warnen und dazu zu bringen, in Hinkunft mehr Handschlagqualität als in den letzten Jahren zu beweisen. Denn all das, was Ihre Unterschrift trägt, ist nicht mehr wert als eine Rolle Klopapier. – Herzlichen Dank. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Hast du einen schlechten Urlaub gehabt?! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Grosz: Das ist die langjährige Erfahrung!
aus, dass es den Abgeordneten der ÖVP und den Abgeordneten der SPÖ ernst ist, diese Vereinbarung umzusetzen –, bereits einen Wortbruch unterstellt, bevor durch eine Beschlussfassung des Nationalrates überhaupt das Wort gegeben worden ist. (Abg. Grosz: Das ist die langjährige Erfahrung!) Das ist keine parlamentarische Kultur! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
aus, dass es den Abgeordneten der ÖVP und den Abgeordneten der SPÖ ernst ist, diese Vereinbarung umzusetzen –, bereits einen Wortbruch unterstellt, bevor durch eine Beschlussfassung des Nationalrates überhaupt das Wort gegeben worden ist. (Abg. Grosz: Das ist die langjährige Erfahrung!) Das ist keine parlamentarische Kultur! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Wir sind einander jetzt im Wort, und wir werden versuchen, das umzusetzen – und wir werden das kontrollieren. (Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Beifall bei Grünen und BZÖ.
Ich sage Ihnen konkret, worum es geht: Wir haben heute für Photovoltaik, das heißt, für Solarenergie auf dem Dach, eine Förderung pro Jahr von 4 Millionen €. Innerhalb einer Viertelstunde war der Fördertopf leer. 100 Millionen würden wir brauchen – und wir werden von Ihnen verlangen, dass es anstatt dieser 4 Millionen die 100 Millionen gibt, weil wir in Österreich die Solarwende nicht wieder als Letzter, sondern möglichst weit vorn im internationalen Wettbewerb beginnen wollen. (Beifall bei Grünen und BZÖ.)
Abg. Scheibner: Nabucco!
Die OMV investiert morgen, übermorgen Hunderte Millionen Euro in iranische Gasfelder und in irakische Ölfelder (Abg. Scheibner: Nabucco!), und die österreichischen Solarenergieunternehmen, die technologisch Weltspitze sind, kämpfen um jeden Steuereuro, weil die inländische Nachfrage von der Bundesregierung und vom Finanzminister abgewürgt wird.
Abg. Dr. Kurzmann: Ein Skandal! Das ist unglaublich! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Was die FPÖ betrifft, begnüge ich mich mit dem sachdienlichen Hinweis, dass jetzt endlich alle Menschen, die heute diese Debatte verfolgen, wissen, dass die Freiheitliche Partei die Partei der kriminellen Ausländer ist. (Abg. Dr. Kurzmann: Ein Skandal! Das ist unglaublich! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir allerdings, die Mehrheit in diesem Haus, sind die Parteien der ehrlichen Steuerzahler und Steuerzahlerinnen. Und das ist eine wichtige Einsicht.
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Ich weiß nicht, meine Damen und Herren von der FPÖ: Geht es Ihnen um kasachische Steuerhinterzieher, geht es Ihnen um russische Steuerhinterzieher, geht es Ihnen um Steuerhinterzieher aus der Europäischen Union? Ich weiß nur, dass Sie Steuerhinterzieher verteidigen. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Das ist Faktum, erklären Sie das Ihren Noch-Wählerinnen und ‑Wählern! Ich habe zum Glück nicht diese heikle Aufgabe, ich kann mir das zum Glück ersparen.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Abg. Kickl: Gibt es keinen Ordnungsruf?
Ich danke insbesondere auch den Abgeordneten der ÖVP, denn sie mussten politisch den weitesten Weg gehen, dass es zu diesem Kompromiss gekommen ist. Das ist eine Änderung der politischen Kultur in diesem Hause, und ich hoffe, dass wir uns beim Ökostromgesetz, das ich für ein mindestens genauso wichtiges Gesetz halte, früher, schneller und genauso konstruktiv einigen können. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Abg. Kickl: Gibt es keinen Ordnungsruf?)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben es sogar so sehr verteidigt, auf normalem rechtlichem Weg, dass wir ihm Verfassungsrang eingeräumt haben. Das muss doch einen Grund gehabt haben! War der Grund, dass man internationale Steuerhinterzieher schützen wollte? – Ganz sicher nicht! Der Grund war, dass wir unsere Bürger in einem privaten Recht schützen wollten und weiter schützen wollen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Moser: Sie haben ja immer nur Angst!
Meine Damen und Herren! Klubobmann Strache und auch andere Redner meiner Fraktion haben hier aufgezeigt, dass das der Beginn einer Salamitaktik ist, dass man Stück für Stück, mehr und mehr unseres Bankgeheimnisses niedermachen oder auflösen wird. Diese Angst, die nicht nur wir, sondern auch unsere Staatsbürger haben, ist daher berechtigt. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Moser: Sie haben ja immer nur Angst!)
Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
alles wegnehmen möchten, wenn er etwas fleißiger war als die anderen. Das kann es doch nicht sein! (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.)
Abg. Krainer: Doch! Doch! Doch!
Meine Damen und Herren! Auch die Sache mit dem Kuhhandel wurde ständig behandelt. Ich frage Sie: Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Ganz zu schweigen davon, dass der Beginn des Zweiten Weltkrieges mit der Auflösung des Bankgeheimnisses auch nichts zu tun hat. (Abg. Krainer: Doch! Doch! Doch!) Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Beifall bei der FPÖ.
Neu geordnet sollen die Grundlagen, wann der Rechnungshof Gemeinden prüfen kann, werden. Das ist eine gute Sache und völlig richtig, dem kann man zustimmen – ohne einen Handel in der Art einzugehen: Wenn du in der Bankgeheimnissache zustimmst, dann bekommst du das. – Das ist ein Kuhhandel! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Moser: Warum stimmen Sie nicht zu?
Der Rechnungshof soll den Flughafenterminal Skylink prüfen können – eine Selbstverständlichkeit, der selbstverständlich auch die Regierungsparteien zustimmen müssten (Abg. Dr. Moser: Warum stimmen Sie nicht zu?), aber sie stimmen nur dann zu, wenn die anderen in Sachen Bankgeheimnis zustimmen! Meine Damen und Herren, das ist tatsächlich ein Kuhhandel, und so sollte man es auch sehen. Das ist nicht hohe Diplomatie, und das ist nicht hohe parlamentarische Kultur. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Rechnungshof soll den Flughafenterminal Skylink prüfen können – eine Selbstverständlichkeit, der selbstverständlich auch die Regierungsparteien zustimmen müssten (Abg. Dr. Moser: Warum stimmen Sie nicht zu?), aber sie stimmen nur dann zu, wenn die anderen in Sachen Bankgeheimnis zustimmen! Meine Damen und Herren, das ist tatsächlich ein Kuhhandel, und so sollte man es auch sehen. Das ist nicht hohe Diplomatie, und das ist nicht hohe parlamentarische Kultur. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Weinzinger.
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Herr Präsident! Meine Herren auf der Regierungsbank! Ich habe gar nicht gewusst, dass Sie, Herr Kollege Weinzinger, der neue Landwirtschaftssprecher der FPÖ sind – weil Sie ständig vom Kuhhandel reden. (Zwischenruf des Abg. Weinzinger.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn hier im Parlament diskutiert wird und wenn es hier im Parlament zu neuen interessanten Gesprächen kommt und hoffentlich auch zu Lösungen, dann ist das kein Kuhhandel, sondern lebendiger Parlamentarismus! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: Oder die Gemeindereferenten!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Unabhängigkeit der Kontrollorgane eines Landesrechnungshofes muss gerade bei der Gemeindeprüfung gewährleistet sein. Es kann nicht so sein, dass Landesrechnungshöfe jeweils von der Farbe der Landesregierung beeinträchtigt werden. Unabhängigkeit ist da wesentlich! (Abg. Großruck: Oder die Gemeindereferenten!) Oder die Gemeindereferenten. Richtig, Herr Kollege Großruck!
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
All diese Fragen können wir jetzt in der eingesetzten Arbeitsgruppe lösen. Ich hoffe, dass das sehr bald geschieht und sehr intensiv behandelt wird. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kickl: Das haben andere vor Ihnen auch nicht getan!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Weinzinger! Wenn Sie am heutigen 70. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges diesen nicht erwähnen wollen, bleibt Ihnen das natürlich unbenommen, es ist Ihre Angelegenheit (Abg. Kickl: Das haben andere vor Ihnen auch nicht getan!), aber zu kritisieren, dass eine Reihe von Vorrednern einen Zusammenhang zwischen dem Zweiten Weltkrieg und der Europäischen Einigung (Abg. Weinzinger: Dem Bankgeheimnis!) herstellen, zeugt von einem eigenartigen Geschichtsbewusstsein. Das möchte ich Ihnen hier in aller Ruhe, aber auch in aller Deutlichkeit sagen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Weinzinger: Dem Bankgeheimnis!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Weinzinger! Wenn Sie am heutigen 70. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges diesen nicht erwähnen wollen, bleibt Ihnen das natürlich unbenommen, es ist Ihre Angelegenheit (Abg. Kickl: Das haben andere vor Ihnen auch nicht getan!), aber zu kritisieren, dass eine Reihe von Vorrednern einen Zusammenhang zwischen dem Zweiten Weltkrieg und der Europäischen Einigung (Abg. Weinzinger: Dem Bankgeheimnis!) herstellen, zeugt von einem eigenartigen Geschichtsbewusstsein. Das möchte ich Ihnen hier in aller Ruhe, aber auch in aller Deutlichkeit sagen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Weinzinger! Wenn Sie am heutigen 70. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges diesen nicht erwähnen wollen, bleibt Ihnen das natürlich unbenommen, es ist Ihre Angelegenheit (Abg. Kickl: Das haben andere vor Ihnen auch nicht getan!), aber zu kritisieren, dass eine Reihe von Vorrednern einen Zusammenhang zwischen dem Zweiten Weltkrieg und der Europäischen Einigung (Abg. Weinzinger: Dem Bankgeheimnis!) herstellen, zeugt von einem eigenartigen Geschichtsbewusstsein. Das möchte ich Ihnen hier in aller Ruhe, aber auch in aller Deutlichkeit sagen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl.
schem Gleichschritt vorzugehen. Das ist, Herr Kollege Weinzinger, auch der Grund, warum Österreich da sehr lange zurückhaltend war und sehr lange zugewartet hat, sich auch einzuklinken in diese europäische und internationale Entwicklung, weil es nämlich nur bedingt Sinn macht, solche Schlupflöcher zu schließen, wenn man genau weiß, dass andernorts diese Schlupflöcher nach wie vor offen sind. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Es sollte das gesamte Haus ein Interesse daran haben, dass wir uns auch in steuerrechtlichen Fragen auf der Seite des Rechts befinden und nicht auf der Seite der Willkür. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren, so schaut es aus! Deshalb ist die Ausweitung der Prüfung des Rechnungshofes auch auf die Gemeinden dringend notwendig. Wir vom BZÖ plakatieren nicht umsonst mit unserem Spitzenkandidaten Wolfgang Maurer den Slogan: „Weil es einen Aufpasser braucht!“ Diesen Aufpasser braucht es nicht nur in den Gemeinden, sondern auch im Bund und im Land. Meine Damen und Herren, diesen Aufpasser werden wir Ihnen bieten! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Strache: Das ist nicht richtig, was Sie da erzählen! Jedes Mal müssen Sie Unwahrheiten zum Besten geben! Das ist falsch, was Sie da erzählen!
Ich möchte Ihnen an einigen Beispielen erklären, warum. – Das Dorfkaisertum, das in Vorarlberg vorherrscht, schreit ja zum Himmel. Da muss ich schon auch die FPÖ ansprechen. Meine geliebte Gemeinde Nenzing – die blaue Gemeinde Nenzing, Herr Kollege Strache, und zwar Ihr Bürgermeister – verkauft quasi an den türkischen Staat, und zwar an einen türkischen Verein namens ATIP, ein Grundstück. (Abg. Strache: Das ist nicht richtig, was Sie da erzählen! Jedes Mal müssen Sie Unwahrheiten zum Besten geben! Das ist falsch, was Sie da erzählen!) Das ist ein Faktum!
Abg. Strache: Das ist falsch! Es kann keiner mehr die Unwahrheit hören, die Sie hier zum Besten geben! Da dürfen Sie sich nicht wundern, dass Sie bei 2 Prozent liegen!
Aber Gemeindebürger, die für einen Schrebergarten ein Grundstück erwerben wollen, werden abgewiesen, weil es kein Grundstück gibt. Das müssen Sie sich einmal vor Augen halten! (Abg. Strache: Das ist falsch! Es kann keiner mehr die Unwahrheit hören, die Sie hier zum Besten geben! Da dürfen Sie sich nicht wundern, dass Sie bei 2 Prozent liegen!) Das ist keine Unwahrheit!
Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.
Dann erklären Sie mir noch, wo die 6 Millionen Schilling, die der Herr Egger bei der Abspaltung der Vorarlberger Freiheitlichen auf die Seite geschafft hat, geblieben sind! Die sind nie mehr aufgetaucht! Das hat sogar dazu geführt, dass ein ehemaliger Landtagsvizepräsident in Vorarlberg von der FPÖ ausgetreten ist. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) Schauen Sie da einmal nach! Fragen Sie den Kollegen Themessl, der weiß das! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Dann erklären Sie mir noch, wo die 6 Millionen Schilling, die der Herr Egger bei der Abspaltung der Vorarlberger Freiheitlichen auf die Seite geschafft hat, geblieben sind! Die sind nie mehr aufgetaucht! Das hat sogar dazu geführt, dass ein ehemaliger Landtagsvizepräsident in Vorarlberg von der FPÖ ausgetreten ist. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) Schauen Sie da einmal nach! Fragen Sie den Kollegen Themessl, der weiß das! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es ist notwendig, dass da etwas geschieht. Daher ist es notwendig, dass dort das BZÖ in den Landtag einzieht, denn eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Es wundert mich auch nicht, denn die Krähen sind bekanntlich alle schwarz. (Beifall beim BZÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.
Jetzt kann ich den Vorarlberger Landesbürgern noch eines empfehlen: Wählen Sie dieses Mal, am 20. September, das BZÖ! (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) Machen Sie dort das Kreuz! Dann haben Sie Kontrolle! Dann bekommen Sie Kontrolle! Das ist in diesem Bundesland notwendig – und nicht, dass das „Giebelkreuz“ dort regiert!
Beifall beim BZÖ.
Es ist wichtig, dass dort Farbe ins Spiel kommt. Ich kann Ihnen das Angebot machen, liebe Damen und Herren an den Fernsehschirmen, und dieses mein Angebot steht: Wir sind für Sicherheit und Kontrolle! So muss es sein! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Kickl: Das will doch niemand!
Wie können Sie es erklären, dass eine Mindestrentnerin für ihre bitteren Ersparnisse – für ihre Ersparnisse, für die sie ein Leben lang gearbeitet hat! – 25 Prozent KESt zahlen muss und ausländische Millionäre und Milliardäre bei uns im kleinen Walsertal, in den Grenzbanken und auch anderswo kostenlos ihr Geld parken, ihre Milliarden steuerfrei konsumieren können? (Abg. Kickl: Das will doch niemand!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Ich bitte darum!
Meine Damen und Herren! Heute soll ein Tag der Vernunft sein (Abg. Dr. Rosenkranz: Ich bitte darum!), und es ist vernünftig, dass man die Schlupflöcher der Steuerhinterziehung schließt, dass man auf internationaler Ebene die Normen angleicht, dass Österreich aus der „grauen Liste“ ausscheidet, und es ist auch vernünftig, dass man diese Entscheidung, diesen gesetzlichen Beschluss, das Amtshilfe-Durchführungsgesetz koppelt mit zusätzlichen Kontrollrechten.
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Sie haben ganz recht, Herr Vizekanzler Pröll, wenn Sie sagen: Es ist demokratiepolitisch ein Fortschritt! (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Man hat eine Medaille mit zwei Seiten: Die eine Seite heißt Steuereinnahmen, Steuerhinterziehung soll nicht mehr lukrativ sein. Die andere Seite heißt Kontrolle, effektiver Einsatz, wirtschaftlicher Einsatz von Steuergeldern, und dafür steht der Rechnungshof.
Abg. Kickl: Aber Sie tun es nicht!
Daher müssen die Kompetenzen des Rechnungshofes erweitert werden (Abg. Kickl: Aber Sie tun es nicht!), und das gelingt uns auch heute. Das gelingt uns heute bei der faktischen, sozusagen beherrschenden Dominanz von Unternehmen durch die öffentliche Hand. Da wird der Rechnungshof prüfen.
Abg. Kickl: Sie sind hier den Regierungsparteien auf den Leim gegangen!
Der Rechnungshof kann auch die Banken indirekt prüfen. (Abg. Kickl: Sie sind hier den Regierungsparteien auf den Leim gegangen!) Und der Rechnungshof bekommt endlich die Möglichkeit, auch dort hineinzuschauen, wo auf unterer Ebene, in den Gemeinden, Geld falsch verwendet worden ist.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Denken Sie daran: 15 000 Ökojobs durch Öko-Investitionen! Und wir brauchen in Österreich 50 000. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Auch in Oberösterreich. Auf jeden Fall! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Weinzinger.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Weinzinger.
Denken Sie daran: 15 000 Ökojobs durch Öko-Investitionen! Und wir brauchen in Österreich 50 000. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Auch in Oberösterreich. Auf jeden Fall! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Weinzinger.)
Beifall bei den Grünen.
Lassen Sie auch da Vernunft walten! Sie haben es ja gezeigt: Es geht beim Amtshilfe-Durchführungsgesetz und es geht bei den Kontrollrechten. Warum soll es nicht im Öko-Industriebereich gehen? – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter DDr. Werner Königshofer (FPÖ): Herr Präsident! Meine Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Herr Kollege Pilz – jetzt hat er gerade den Plenarsaal verlassen –, ich weise Ihre Beschuldigungen, wir Freiheitlichen wären Beschützer ausländischer Steuerbetrüger, vehement zurück! Das stimmt nämlich nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Hören Sie auf! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Herr Kollege Pilz, ich fordere Sie auf, vor Ihrer eigenen Türe zu kehren. Ihre Parteifreunde in Oberösterreich haben Ausländer in E-Mails im Internet als Kanaken beschimpft. (Abg. Mag. Kogler: Hören Sie auf! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) Also kehren Sie vor Ihrer eigenen Türe und verspritzen Sie nicht Gift gegenüber den Freiheitlichen! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Hören Sie auf mit dem Unfug!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Hören Sie auf mit dem Unfug!
Herr Kollege Pilz, ich fordere Sie auf, vor Ihrer eigenen Türe zu kehren. Ihre Parteifreunde in Oberösterreich haben Ausländer in E-Mails im Internet als Kanaken beschimpft. (Abg. Mag. Kogler: Hören Sie auf! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) Also kehren Sie vor Ihrer eigenen Türe und verspritzen Sie nicht Gift gegenüber den Freiheitlichen! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Hören Sie auf mit dem Unfug!)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Blutschokolade!
Nun zur Sache. – Meine Damen und Herren, hier sehen wir wieder ein klassisches Beispiel für Salamitaktik in der EU-Politik: Was wurde uns 1994 vor der Abstimmung über den EU-Beitritt nicht alles versprochen? (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Blutschokolade!)
Beifall bei der FPÖ.
Und nun geht es um das Bankgeheimnis, das nach Ihren Aussagen nicht angetastet werden dürfte. Das Bankgeheimnis ist eine ganz heikle Sache. Es regelt nämlich die Beziehung von Bank und Kunden im Verhältnis zu außenstehenden Dritten, zum Beispiel Konkurrenten eines Kunden oder auch der Behörde. Und hier machen Sie die Tür auf, hier lassen Sie es antasten. Und das lehnen wir ab! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich warne Sie davor, so einem System hier in Österreich Vorschub zu leisten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Das ist ein ... Vergleich! Das ist ja das Letzte! – Abg. Dr. Bartenstein: Das ist ein unangemessener Vergleich!
Meine Damen und Herren! Wir haben heute einen historisch bedeutenden Tag – Sie haben es schon gesagt –: Am 1. September 1939, vor 70 Jahren, ist der Zweite Weltkrieg ausgebrochen. Meine Damen und Herren, ich ersuche Sie: Verhindern Sie, dass am 1. September 2009 der Bürokratenkrieg gegen den gläsernen Bürger ausbricht, und lehnen Sie diese Vorlage ab! (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Das ist ein ... Vergleich! Das ist ja das Letzte! – Abg. Dr. Bartenstein: Das ist ein unangemessener Vergleich!)
Abg. Scheibner: Das wäre schön!
nützt es Österreich, was nützt es den Menschen in unserem Land? (Abg. Scheibner: Das wäre schön!) – So etwas Ähnliches ist heute beim Amtshilfe-Durchführungsgesetz passiert (Abg. Kickl: „So etwas Ähnliches“!), und ich glaube, darauf können wir zu Recht stolz sein – mit einer Ausnahme, und das ist die FPÖ. (Abg. Kickl: Wir sind näher dran an den Interessen der Österreicher als Sie!)
Abg. Kickl: „So etwas Ähnliches“!
nützt es Österreich, was nützt es den Menschen in unserem Land? (Abg. Scheibner: Das wäre schön!) – So etwas Ähnliches ist heute beim Amtshilfe-Durchführungsgesetz passiert (Abg. Kickl: „So etwas Ähnliches“!), und ich glaube, darauf können wir zu Recht stolz sein – mit einer Ausnahme, und das ist die FPÖ. (Abg. Kickl: Wir sind näher dran an den Interessen der Österreicher als Sie!)
Abg. Kickl: Wir sind näher dran an den Interessen der Österreicher als Sie!
nützt es Österreich, was nützt es den Menschen in unserem Land? (Abg. Scheibner: Das wäre schön!) – So etwas Ähnliches ist heute beim Amtshilfe-Durchführungsgesetz passiert (Abg. Kickl: „So etwas Ähnliches“!), und ich glaube, darauf können wir zu Recht stolz sein – mit einer Ausnahme, und das ist die FPÖ. (Abg. Kickl: Wir sind näher dran an den Interessen der Österreicher als Sie!)
Abg. Kickl: Das werden jetzt Sie entscheiden!
Liebe Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ! Das ist wie beim Fußball: Wenn jemand ständig aufs Schienbein tritt, dann darf er irgendwann nicht mehr mitspielen. (Abg. Kickl: Das werden jetzt Sie entscheiden!) Und wenn jemand in der Politik nie versucht, an Lösungen mitzuarbeiten, sondern immer nur schimpft, schimpft, schimpft und kritisiert, aber nie sagt, was er eigentlich besser machen will, dann wird ihn irgendwann niemand mehr ernst nehmen. (Abg. Neubauer: Der Haider in Oberösterreich ist dazu prädestiniert! – Abg. Großruck zu Abg. Neubauer: Da geb’ ich dir recht!)
Abg. Neubauer: Der Haider in Oberösterreich ist dazu prädestiniert! – Abg. Großruck zu Abg. Neubauer: Da geb’ ich dir recht!
Liebe Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ! Das ist wie beim Fußball: Wenn jemand ständig aufs Schienbein tritt, dann darf er irgendwann nicht mehr mitspielen. (Abg. Kickl: Das werden jetzt Sie entscheiden!) Und wenn jemand in der Politik nie versucht, an Lösungen mitzuarbeiten, sondern immer nur schimpft, schimpft, schimpft und kritisiert, aber nie sagt, was er eigentlich besser machen will, dann wird ihn irgendwann niemand mehr ernst nehmen. (Abg. Neubauer: Der Haider in Oberösterreich ist dazu prädestiniert! – Abg. Großruck zu Abg. Neubauer: Da geb’ ich dir recht!)
Abg. Kickl: Ich würde gern einmal wissen, warum Sie Ihre Stiftungen immer noch betreiben!
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ! Aber nicht nur ich, sondern wahrscheinlich vor allem die Oberösterreicher und die Vorarlberger würden gerne wissen, warum Sie ausländische Steuerhinterzieher schützen wollen. (Abg. Kickl: Ich würde gern einmal wissen, warum Sie Ihre Stiftungen immer noch betreiben!) Sie haben es in keinem Redebeitrag erklären können: Warum wollen Sie als einzige Partei in diesem Haus ausländische Steuerhinterzieher schützen? (Abg. Kickl: Wenn Sie das wollen, was Sie sagen, brauchen Sie das nicht, was Sie beschließen!) Die Vorarlberger, die Oberösterreicher, aber auch das restliche Österreich wird sich diese Frage stellen und Vermutungen anstellen, denn das macht Sie zu Recht verdächtig. (Abg. Kickl: Die werden Sie fragen, warum Sie Asylwerber beschäftigen wollen! Darauf sollten Sie auch einmal eine Antwort geben!)
Abg. Kickl: Wenn Sie das wollen, was Sie sagen, brauchen Sie das nicht, was Sie beschließen!
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ! Aber nicht nur ich, sondern wahrscheinlich vor allem die Oberösterreicher und die Vorarlberger würden gerne wissen, warum Sie ausländische Steuerhinterzieher schützen wollen. (Abg. Kickl: Ich würde gern einmal wissen, warum Sie Ihre Stiftungen immer noch betreiben!) Sie haben es in keinem Redebeitrag erklären können: Warum wollen Sie als einzige Partei in diesem Haus ausländische Steuerhinterzieher schützen? (Abg. Kickl: Wenn Sie das wollen, was Sie sagen, brauchen Sie das nicht, was Sie beschließen!) Die Vorarlberger, die Oberösterreicher, aber auch das restliche Österreich wird sich diese Frage stellen und Vermutungen anstellen, denn das macht Sie zu Recht verdächtig. (Abg. Kickl: Die werden Sie fragen, warum Sie Asylwerber beschäftigen wollen! Darauf sollten Sie auch einmal eine Antwort geben!)
Abg. Kickl: Die werden Sie fragen, warum Sie Asylwerber beschäftigen wollen! Darauf sollten Sie auch einmal eine Antwort geben!
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ! Aber nicht nur ich, sondern wahrscheinlich vor allem die Oberösterreicher und die Vorarlberger würden gerne wissen, warum Sie ausländische Steuerhinterzieher schützen wollen. (Abg. Kickl: Ich würde gern einmal wissen, warum Sie Ihre Stiftungen immer noch betreiben!) Sie haben es in keinem Redebeitrag erklären können: Warum wollen Sie als einzige Partei in diesem Haus ausländische Steuerhinterzieher schützen? (Abg. Kickl: Wenn Sie das wollen, was Sie sagen, brauchen Sie das nicht, was Sie beschließen!) Die Vorarlberger, die Oberösterreicher, aber auch das restliche Österreich wird sich diese Frage stellen und Vermutungen anstellen, denn das macht Sie zu Recht verdächtig. (Abg. Kickl: Die werden Sie fragen, warum Sie Asylwerber beschäftigen wollen! Darauf sollten Sie auch einmal eine Antwort geben!)
Abg. Kickl: Das erklären wir Ihnen gern! Aber zuerst ... einmal verhindern, dass man einen ... nach dem anderen schließt!
Sehr geehrte Damen und Herren von der FPÖ! Kein Wort zur Verbesserung Österreichs, kein Wort darüber, wie man österreichische Arbeitsplätze schützt (Abg. Kickl: Das erklären wir Ihnen gern! Aber zuerst ... einmal verhindern, dass man einen ... nach dem anderen schließt!), kein Wort darüber, wie man dieses Gesetz verbessert! Nur kritisieren ist ein bisschen zu wenig. Politik ist dazu da, um Lösungen zu finden, Lösungen zu suchen. Sie haben keine gefunden, Sie haben auch keine artikuliert, Sie sind nur dagegen. Und Sie müssen heute am Abend als einzige Partei in diesem Haus schlafen gehen mit dem Zusatz (ironische Heiterkeit bei der FPÖ), am heutigen Tag in Österreich nichts verändert und verbessert zu haben. (Abg. Dr. Rosenkranz: Gute-Nacht-Geschichte! Ganz lieb!) Die Wählerinnen und Wähler werden in Oberösterreich und in Vorarlberg dementsprechend ihre Wahl treffen. (Beifall bei der SPÖ.)
ironische Heiterkeit bei der FPÖ
Sehr geehrte Damen und Herren von der FPÖ! Kein Wort zur Verbesserung Österreichs, kein Wort darüber, wie man österreichische Arbeitsplätze schützt (Abg. Kickl: Das erklären wir Ihnen gern! Aber zuerst ... einmal verhindern, dass man einen ... nach dem anderen schließt!), kein Wort darüber, wie man dieses Gesetz verbessert! Nur kritisieren ist ein bisschen zu wenig. Politik ist dazu da, um Lösungen zu finden, Lösungen zu suchen. Sie haben keine gefunden, Sie haben auch keine artikuliert, Sie sind nur dagegen. Und Sie müssen heute am Abend als einzige Partei in diesem Haus schlafen gehen mit dem Zusatz (ironische Heiterkeit bei der FPÖ), am heutigen Tag in Österreich nichts verändert und verbessert zu haben. (Abg. Dr. Rosenkranz: Gute-Nacht-Geschichte! Ganz lieb!) Die Wählerinnen und Wähler werden in Oberösterreich und in Vorarlberg dementsprechend ihre Wahl treffen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Gute-Nacht-Geschichte! Ganz lieb!
Sehr geehrte Damen und Herren von der FPÖ! Kein Wort zur Verbesserung Österreichs, kein Wort darüber, wie man österreichische Arbeitsplätze schützt (Abg. Kickl: Das erklären wir Ihnen gern! Aber zuerst ... einmal verhindern, dass man einen ... nach dem anderen schließt!), kein Wort darüber, wie man dieses Gesetz verbessert! Nur kritisieren ist ein bisschen zu wenig. Politik ist dazu da, um Lösungen zu finden, Lösungen zu suchen. Sie haben keine gefunden, Sie haben auch keine artikuliert, Sie sind nur dagegen. Und Sie müssen heute am Abend als einzige Partei in diesem Haus schlafen gehen mit dem Zusatz (ironische Heiterkeit bei der FPÖ), am heutigen Tag in Österreich nichts verändert und verbessert zu haben. (Abg. Dr. Rosenkranz: Gute-Nacht-Geschichte! Ganz lieb!) Die Wählerinnen und Wähler werden in Oberösterreich und in Vorarlberg dementsprechend ihre Wahl treffen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren von der FPÖ! Kein Wort zur Verbesserung Österreichs, kein Wort darüber, wie man österreichische Arbeitsplätze schützt (Abg. Kickl: Das erklären wir Ihnen gern! Aber zuerst ... einmal verhindern, dass man einen ... nach dem anderen schließt!), kein Wort darüber, wie man dieses Gesetz verbessert! Nur kritisieren ist ein bisschen zu wenig. Politik ist dazu da, um Lösungen zu finden, Lösungen zu suchen. Sie haben keine gefunden, Sie haben auch keine artikuliert, Sie sind nur dagegen. Und Sie müssen heute am Abend als einzige Partei in diesem Haus schlafen gehen mit dem Zusatz (ironische Heiterkeit bei der FPÖ), am heutigen Tag in Österreich nichts verändert und verbessert zu haben. (Abg. Dr. Rosenkranz: Gute-Nacht-Geschichte! Ganz lieb!) Die Wählerinnen und Wähler werden in Oberösterreich und in Vorarlberg dementsprechend ihre Wahl treffen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Rudas – auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz –: Ja, ja, ja, ja, ja!
Präsident Fritz Neugebauer: Frau Kollegin! Kann ich davon ausgehen, dass Sie den Begriff „Maulheld“ mit dem Ausdruck des Bedauerns zurückziehen? (Abg. Mag. Rudas – auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz –: Ja, ja, ja, ja, ja!) – Danke. (Abg. Dr. Rosenkranz: Mir kommt vor, als ob diese Rücknahme nicht sehr ernst gemeint wäre!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Mir kommt vor, als ob diese Rücknahme nicht sehr ernst gemeint wäre!
Präsident Fritz Neugebauer: Frau Kollegin! Kann ich davon ausgehen, dass Sie den Begriff „Maulheld“ mit dem Ausdruck des Bedauerns zurückziehen? (Abg. Mag. Rudas – auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz –: Ja, ja, ja, ja, ja!) – Danke. (Abg. Dr. Rosenkranz: Mir kommt vor, als ob diese Rücknahme nicht sehr ernst gemeint wäre!)
Beifall bei der ÖVP.
Tatsache ist, dass seit dem Jahr 2000 in Österreich die Quellensteuer für deutsche Anleger gilt. Insgesamt wurden daraus bereits 40 Millionen abgeliefert. – Das ist die Wahrheit, und ich bitte, sich daran zu orientieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mag. Lapp.
Was ich abschließend auch noch sagen möchte: Für österreichische Staatsbürger – und das ist ein wichtiger Punkt – bleibt natürlich die aktuelle Rechtslage aufrecht. Das ist nichts anderes, meine sehr geehrten Damen und Herren, als das, was unser Finanzminister Josef Pröll bereits im Mai dieses Jahres versprochen hat. Man sieht, dass er sein Wort auch hält. Insofern bitte ich Sie: Bekennen Sie sich auch zu einer Klarstellung, bekennen Sie sich zu den internationalen Standards, und setzen wir die OECD-Richtlinien hier in Österreich auch um! – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mag. Lapp.)
Abg. Grosz: Grundsätzlich hält die ÖVP kein Wort!
Es ist auch grundsätzlich vernünftig, was gegenverhandelt wurde. Und es ist grundsätzlich nicht unvernünftig, zunächst einmal davon auszugehen, dass die Österreichische Volkspartei auch Wort hält. Wenn Sie es nicht tun, meine Damen und Herren, werden wir Möglichkeiten haben, uns bei den nächsten Zweidrittelmaterien gut daran zu erinnern. Also da habe ich an sich keine ... (Abg. Grosz: Grundsätzlich hält die ÖVP kein Wort!) – Ja. Noch einmal: Man soll nie an der Besserungsmöglichkeit auch von politischen Parteien zweifeln. (Beifall beim BZÖ.) Sie werden ja sehen, dass wir dann auch die Möglichkeit haben, darauf zu reagieren, wenn sie bei den nächsten Zweidrittelmaterien unsere Zustimmung brauchen.
Beifall beim BZÖ.
Es ist auch grundsätzlich vernünftig, was gegenverhandelt wurde. Und es ist grundsätzlich nicht unvernünftig, zunächst einmal davon auszugehen, dass die Österreichische Volkspartei auch Wort hält. Wenn Sie es nicht tun, meine Damen und Herren, werden wir Möglichkeiten haben, uns bei den nächsten Zweidrittelmaterien gut daran zu erinnern. Also da habe ich an sich keine ... (Abg. Grosz: Grundsätzlich hält die ÖVP kein Wort!) – Ja. Noch einmal: Man soll nie an der Besserungsmöglichkeit auch von politischen Parteien zweifeln. (Beifall beim BZÖ.) Sie werden ja sehen, dass wir dann auch die Möglichkeit haben, darauf zu reagieren, wenn sie bei den nächsten Zweidrittelmaterien unsere Zustimmung brauchen.
Abg. Dr. Rosenkranz: Das ist ja ein Blödsinn!
FPÖ ist aber dann ein Jahr später dagegen, dass wir dieses Paket kontrollieren! (Abg. Dr. Rosenkranz: Das ist ja ein Blödsinn!)
Beifall beim BZÖ.
Was ist das für eine schlüssige Linie, meine Damen und Herren? Ich bin ja froh, dass diese Debatte live übertragen wurde, weil sich der Österreicher dadurch ein Bild davon machen kann, was von einer Partei zu halten ist, die ein Jahr davor sagt: Bankenrettungspaket ja!, und ein Jahr später sagt: Nein, wir kontrollieren das nicht, der Rechnungshof braucht das nicht zu kontrollieren!, meine Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Heiterkeit der Abgeordneten Rädler und Großruck.
Und, bitte, machen Sie nicht den Fehler, dass Sie dahinter tiefschürfende politische Motive suchen! (Heiterkeit der Abgeordneten Rädler und Großruck.) Diese Dinge sind viel banaler: Man kennt sich dort einfach nicht aus und agiert jeweils aus dem Moment heraus, einfach so, wie einem halt in der Magengrube ist. Was ist von einer solchen Partei zu halten, meine Damen und Herren, die Millionäre schützt?
Zwischenruf des Abg. Dr. Königshofer
Und glauben Sie mir: Die, die vom Ausland aus in Österreich Bankkonten haben – ob sie jetzt österreichische Staatsbürger oder ausländische Staatsbürger sind, spielt keine Rolle –, die hier die Steuerschonung nutzen wollen, die gehören nicht zu den kleinen Leuten. Das sind tatsächlich jene (Zwischenruf des Abg. Dr. Königshofer) – Sie können es nachprüfen –, bei denen es sich rentiert, Steuern zu hinterziehen! Und das ist nicht der kleine Mann, den der Herr Strache vorgibt zu vertreten, meine Damen und Herren.
Heiterkeit beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber schauen Sie, wenn man versucht, eine Erklärung zu finden, dann könnte es ja auch im Urlaub gewesen sein. Ibiza – dort herrscht ja bekanntlich Komatrinken. Da trinken die Leute aus irgendwelchen Sektkübeln mit langen Röhrchen möglichst viel Alkohol. Das könnte eine Erklärung sein, meine Damen und Herren, dass so was dann von so was kommt. Das ist die Gefahr, die man halt mit Urlaubsorten so eingeht. Aber es ist ja, wie ich gelesen habe, nicht die einzige Gefahr, die dort herrscht. Es gibt dort noch ganz andere Gefahren. Die sind viel augenfälliger. Die führen dann sogar zu einer entsprechenden Behaarung im Auftreten. (Heiterkeit beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren, wir wollen es dahingestellt lassen. Niemand, der so eine politische Linie hat, darf ab heute noch den Anspruch erheben, ernst genommen zu werden. (Beifall beim BZÖ.) Niemand sollte auch den Fehler begehen, so eine politische Partei noch ernst zu nehmen.
Beifall beim BZÖ.
Für mich wäre alleine schon die Prüfung bei Skylink Grund genug, diesem Paket heute zuzustimmen. Wo hunderte Millionen verwurschtet werden, wo ein Privilegienritter wie der Herr Kaufmann mit drei Pensionen, mit Pensionsprivilegien sonder Zahl sich am Steuerzahler vergreift, meine Damen und Herren, da muss der Rechnungshof kontrollieren! Das ist mir heute schon Anlass genug. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
gen, nämlich dadurch, dass wir österreichische Unternehmen unterstützen und fördern. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
In den letzten Jahren hat es da bei den verschiedenen Bundesregierungen leider sehr viele Versäumnisse gegeben. Es ist bei allen erneuerbaren Energieträgern durch fehlende Rahmenbedingungen zu einem völligen Ausbaustopp gekommen. Wir sind im Klimaschutzindex auf Platz 50 zurückgefallen, hinter China! Die Unternehmen in der Ökobranche aber haben Exportraten von bis zu 98 Prozent. Die Unternehmen stehen zum Teil ganz gut da – aber nicht weil es in Österreich gute Rahmenbedingungen gibt, sondern trotz der Rahmenbedingungen. Und es ist sehr bedauerlich, dass Österreich, dass die österreichische Bundesregierung bisher diese Unternehmen, die wichtige Arbeitsplätze für die Zukunft in Österreich schaffen können, nicht unterstützt hat. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Die Förderaktion war innerhalb von wenigen Minuten um ein Vielfaches überzeichnet, und das System ist völlig zusammengebrochen. Daher brauchen wir jetzt endlich ein ordentliches Ökostromgesetz, um diese Menschen auch entsprechend unterstützen zu können. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Kollegin Rudas hat schon einen Vergleich zum Fußball angebracht. Im Fußball messen wir uns sehr oft mit Deutschland. Da hinken wir leider weit hinterher und werden es vielleicht nicht so schnell schaffen, den Anschluss zu finden. Beim Ökostromgesetz haben wir diese Chance, und das müssen wir nützen. Ich lade daher alle – alle Parteien, Oppositionsparteien und Regierungsparteien – ein, hier auch gemeinsam weiterzumachen. Wir werden auf Sie zugehen, unsere Vorschläge einbringen, und ich hoffe, dass diesmal auch alle Parteien, die hier im Parlament vertreten sind, konstruktiv mitarbeiten werden. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber etwas ganz Wesentliches. Aus aktuellem Anlass lohnt es sich ja, über den Tellerrand hinauszublicken. Wir sprechen heute über Finanzen und Wirtschaft des Staates, und es gibt ein Gesetz, das bürgerfeindlich und wirtschaftsfeindlich ist, über das schon mehrmals debattiert wurde. Ich spreche über das Gebührengesetz. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Abschaffung des Gebührengesetzes ist ein notwendiges Erfordernis der Stunde. Wenn jemand einen Mietvertrag abschließt, kassiert der Staat. Wenn jemand von einer Bank einen Kredit eingeräumt bekommt, muss er eine Kreditgebühr bezahlen. Das ist eine in der heutigen Zeit nicht mehr akzeptable Abzocke des Bürgers, die schon längst abgeschafft gehört! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich möchte wissen, ob jemandem in diesem Haus das so klar ist – wahrscheinlich nicht. Man lässt aber die Bürger in eine Falle laufen. Die Abschaffung des Gebührengesetzes wird von uns parlamentarisch in nächster Zeit initiiert werden, und ich lade schon jetzt dazu ein, dieser erforderlichen Regelung zuzustimmen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Transaktionssteuern wären ein probates Mittel, einerseits Finanzströme in den Griff zu bekommen und andererseits die notwendigen Mittel für internationale globale Herausforderungen wie Klimawandel, wie Entwicklungsnotwendigkeiten aufzutreiben. Zum Dritten ist auch noch wesentlich mehr an Transparenz von Gewinnen multilateraler Konzerne notwendig. Ich würde mich freuen, wenn es für diese Themen ebenfalls breite Mehrheiten in diesem Parlament gäbe. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Abgeordneter Ing. Norbert Hofer (FPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Wenn man die Debatte des heutigen Tages aufmerksam verfolgt hat, dann sind auch einige Vergleiche aufgefallen, die von Vorrednern gezogen worden sind, Beispiel Finanzkrise, als könnte man mit dieser Einschränkung des Bankgeheimnisses die Finanzkrise lösen oder hätte man sie schon vor Jahren lösen können, totalitäre Regime, das Ende des Zweiten Weltkrieges. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei der FPÖ.
Allein im letzten Monat haben Anleger 5,5 Milliarden Dollar an Kapital abgezogen. Das ist sehr viel Geld. Man hat jetzt eine neue Idee geboren. Man hat einen ehemaligen Finanzminister, John Snow, angeheuert, der im Rahmen einer Roadshow für die BAWAG unterwegs ist. Das erinnert mich an jemanden, einen Mann, der zuletzt ÖVP-Finanzminister war und für den Herrn Meinl unterwegs war. Auch das hat nicht zum Erfolg geführt, und ich denke auch, dass John Snow Cerberus nicht zum Erfolg führen kann. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
besten kann: filetieren und verkaufen. Und das kann nicht in unserem Interesse sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber ganz, ganz wichtig – und das halte ich für den großen Verhandlungserfolg unseres Teams unter Führung von Josef Pröll – ist, dass es gelungen ist, diese Veränderungen in Sachen Bankgeheimnis auf Steuerausländer zu beschränken und eine Veränderung in Sachen Bankgeheimnis, auch eine Lockerung für Steuerinländer, für Österreicher zu verhindern. Das ist ein weiteres positives Signal an diesem Tag. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Also gut, dass es so weit ist, gut, dass wir von dieser Grauen Liste sind. Und an einem Tag, an dem letztlich auch anzumerken ist, dass die Zahl der Arbeitslosen um knapp 30 000 Arbeitssuchende gestiegen ist, und an einem Tag, an dem wir abgesehen von allem anderen wichtigen Gedenken und Mahnen uns auch vor Augen führen müssen, dass wir einem nicht einfachen Herbst in Sachen Arbeitsmarkt, in Sachen Wirtschaftslage entgegensehen, ist es wichtig, dass dieses echte Damoklesschwert, das jetzt monatelang auch über Österreichs Wirtschaft gehangen ist, mit der heute zu erwartenden Beschlussfassung – leider keiner Allparteienbeschlussfassung, aber immerhin vier von fünf Parteien sind klug genug, die Interessen dieses Landes, der Arbeitnehmer und des Standortes zu berücksichtigen – gewichen ist. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Alois Gradauer (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Staatssekretär! Herr Finanzminister Pröll hat heute zum Ausdruck gebracht, dass er auf Seiten der EU und der OECD steht. Es ist sein gutes Recht. Wir von der Freiheitlichen Partei stehen auf Seiten der Österreicher, der Bürger unseres Staates. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath.
Für uns ist der heutige Tag wirklich kein guter Tag, denn ein weiteres Grundrecht der Österreicher wird heute am Altar der EU und der OECD geopfert. Die Redner, die vor mir gesprochen haben, bestätigen dies auch. Ich bin fest davon überzeugt, dass das Bankgeheimnis auch für die Österreicher damit gestorben ist, das Ganze auf eine unverbindliche OECD-Empfehlung hin. Sie können sicher sein, dass der erste betroffene ausländische Anleger in Österreich auf Gleichbehandlung klagen wird, damit die Diskriminierung vor der EU nachweisen und das Bankgeheimnis für alle Österreicher, für Inländer fallen wird. (Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath.) – Herr Ikrath! Ich höre Sie im Hintergrund.
Abg. Dr. Bartenstein: Genau das machen wir ja, Herr Kollege! Genau das!
Es gibt auch Stimmen in der ÖVP, die natürlich jetzt ganz ruhig geworden sind. Zum Beispiel hat der EU-Delegationsleiter Strasser am 6. Mai 2009 der Presse gegenüber erklärt – ich zitiere –: „Steinbrück soll ,Kampfrhetorik einpacken‘.“ „Österreich sei zu einem Informationsaustausch bei konkreten Verdachtsfällen bereit, es werde aber keinen automatischen Informationsaustausch geben.“ Er ergänzte noch: „,Da kann aus Deutschland brüllen, wer immer auch will.‘“ (Abg. Dr. Bartenstein: Genau das machen wir ja, Herr Kollege! Genau das!)
Beifall bei der FPÖ.
Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Oh, Wahnsinn!
Abgeordneter Mag. Rainer Widmann (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Ich möchte einmal die FPÖ darauf aufmerksam machen: Es gibt einen Unterschied zwischen Äpfeln und Birnen in der Landwirtschaft (Ruf bei der FPÖ: Oh, Wahnsinn!), wenn ihr vom Kuhhandel redet. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Genau das hört man den ganzen Tag. Was ihr hier verzapft, ist im Prinzip nichts anderes als politischer Topfen. (Abg. Neubauer: Wenn einer wie du ..., dann muss er ganz den Mund halten!)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Rainer Widmann (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Ich möchte einmal die FPÖ darauf aufmerksam machen: Es gibt einen Unterschied zwischen Äpfeln und Birnen in der Landwirtschaft (Ruf bei der FPÖ: Oh, Wahnsinn!), wenn ihr vom Kuhhandel redet. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Genau das hört man den ganzen Tag. Was ihr hier verzapft, ist im Prinzip nichts anderes als politischer Topfen. (Abg. Neubauer: Wenn einer wie du ..., dann muss er ganz den Mund halten!)
Abg. Neubauer: Wenn einer wie du ..., dann muss er ganz den Mund halten!
Abgeordneter Mag. Rainer Widmann (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Ich möchte einmal die FPÖ darauf aufmerksam machen: Es gibt einen Unterschied zwischen Äpfeln und Birnen in der Landwirtschaft (Ruf bei der FPÖ: Oh, Wahnsinn!), wenn ihr vom Kuhhandel redet. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Genau das hört man den ganzen Tag. Was ihr hier verzapft, ist im Prinzip nichts anderes als politischer Topfen. (Abg. Neubauer: Wenn einer wie du ..., dann muss er ganz den Mund halten!)
Beifall beim BZÖ.
Es gibt das Bankgeheimnis, das im Bankwesengesetz geregelt ist – das ist ganz einfach, Kollege Neubauer –, und wir reden hier vom Amtshilfe-Durchführungsgesetz. Das sind zwei Paar Schuhe, noch einmal ganz langsam: wie Äpfel und Birnen. Das Bankwesengesetz regelt das Bankgeheimnis, und das bleibt in Österreich aufrecht. Für den heimischen Sparer in Österreich bleibt das aufrecht. Das ist der Punkt! Also tut keine G’schichteln drucken, nur damit ihr wieder irgendwelche Schüttelreime irgendwo in Wien plakatieren könnt, liebe Freunde von der FPÖ! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Neubauer: Straflager ...!
Da sagt ihr schlicht die Unwahrheit! Das ist unehrlich, weil ihr mit dieser Vorgangsweise auch den Wirtschaftsstandort gefährdet. (Abg. Neubauer: Straflager ...!) Den kleinen Hackler, den kleinen Arbeiter im Franckviertel, den in Steyr, den in Wels, dessen Arbeitsplatz gefährdet ihr! Das ist der Punkt. Draußen gebt ihr vor, dass ihr euch für diesen Mann einsetzt, in der Voest, in der AMAG, in den Steyr-Werken, und letztlich gefährdet ihr durch eure Vorgangsweise, dass Aufträge aus dem Ausland, Jobs verloren gehen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Da sagt ihr schlicht die Unwahrheit! Das ist unehrlich, weil ihr mit dieser Vorgangsweise auch den Wirtschaftsstandort gefährdet. (Abg. Neubauer: Straflager ...!) Den kleinen Hackler, den kleinen Arbeiter im Franckviertel, den in Steyr, den in Wels, dessen Arbeitsplatz gefährdet ihr! Das ist der Punkt. Draußen gebt ihr vor, dass ihr euch für diesen Mann einsetzt, in der Voest, in der AMAG, in den Steyr-Werken, und letztlich gefährdet ihr durch eure Vorgangsweise, dass Aufträge aus dem Ausland, Jobs verloren gehen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich kenne mich jetzt also nicht mehr aus, für wen ihr da seid. Seid ihr für die kriminellen Steuerhinterzieher da, für die kriminellen Geldwäscher aus dem Ausland? Oder seid ihr für die kleinen Hackler in Österreich da? (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Liebe Freunde von der FPÖ, das ist der Punkt. Nehmt das doch einfach einmal zur Kenntnis!
Beifall beim BZÖ.
Aber nichtsdestoweniger glaube ich, dass es nichts nützen wird. Ihr bleibt bei eurer Diktion. Auch wenn man zehn Mal die Unwahrheit sagt, wird es nicht richtiger, liebe Kollegen von der FPÖ! Aber macht nur so weiter! (Beifall beim BZÖ.) Der Bürger durchschaut das Spiel zwischen Äpfeln und Birnen auch in Oberösterreich zunehmend. (Abg. Neubauer: Das werden wir eh sehen!)
Abg. Neubauer: Das werden wir eh sehen!
Aber nichtsdestoweniger glaube ich, dass es nichts nützen wird. Ihr bleibt bei eurer Diktion. Auch wenn man zehn Mal die Unwahrheit sagt, wird es nicht richtiger, liebe Kollegen von der FPÖ! Aber macht nur so weiter! (Beifall beim BZÖ.) Der Bürger durchschaut das Spiel zwischen Äpfeln und Birnen auch in Oberösterreich zunehmend. (Abg. Neubauer: Das werden wir eh sehen!)
Abg. Dr. Königshofer: Wer sagt denn das?
ihr wieder weg; ihr seid da und seid wieder weg. (Abg. Dr. Königshofer: Wer sagt denn das?)
Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.
Oder: Rechnungshofprüfung bei Staatsunternehmen mit unter 50 Prozent Staatsanteil. Zum Beispiel wollte die FPÖ ganz konkret auch bei der Flughafen-Wien-Sache Skylink mitmachen. Sie hat immer gefordert, dass man das prüft. Aber wo seid ihr jetzt? (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ihr wart vor ein paar Wochen da, und jetzt seid ihr von der FPÖ wieder weg. Es ist wirklich furchtbar! Da weiß man am nächsten Tag nicht mehr, wofür die FPÖ noch am Vortag gestanden ist. (Zwischenruf des Abg. Weinzinger.)
Zwischenruf des Abg. Weinzinger.
Oder: Rechnungshofprüfung bei Staatsunternehmen mit unter 50 Prozent Staatsanteil. Zum Beispiel wollte die FPÖ ganz konkret auch bei der Flughafen-Wien-Sache Skylink mitmachen. Sie hat immer gefordert, dass man das prüft. Aber wo seid ihr jetzt? (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ihr wart vor ein paar Wochen da, und jetzt seid ihr von der FPÖ wieder weg. Es ist wirklich furchtbar! Da weiß man am nächsten Tag nicht mehr, wofür die FPÖ noch am Vortag gestanden ist. (Zwischenruf des Abg. Weinzinger.)
Abg. Weinzinger: Ja, jetzt steht das ...!
Oder die Prüfung des Bundesrechnungshofes: Euer Klubobmann von der FPÖ in Oberösterreich fordert vehement und gebetsmühlenartig die Rechnungshofprüfung der kleinen Gemeinden. (Abg. Weinzinger: Ja, jetzt steht das ...!) Jetzt hättet ihr die Chance, zuzustimmen! Warum stimmt ihr denn nicht zu? (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ihr wart da und seid wieder weg. So ist also die FPÖ: Unehrlich, ungeradlinig, für die Steuerhinterzieher aus dem Ausland, aber nicht für die kleinen Hackler in Österreich – das ist die FPÖ des Heinz-Christian Strache! (Beifall beim BZÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Oder die Prüfung des Bundesrechnungshofes: Euer Klubobmann von der FPÖ in Oberösterreich fordert vehement und gebetsmühlenartig die Rechnungshofprüfung der kleinen Gemeinden. (Abg. Weinzinger: Ja, jetzt steht das ...!) Jetzt hättet ihr die Chance, zuzustimmen! Warum stimmt ihr denn nicht zu? (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ihr wart da und seid wieder weg. So ist also die FPÖ: Unehrlich, ungeradlinig, für die Steuerhinterzieher aus dem Ausland, aber nicht für die kleinen Hackler in Österreich – das ist die FPÖ des Heinz-Christian Strache! (Beifall beim BZÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.
Oder die Prüfung des Bundesrechnungshofes: Euer Klubobmann von der FPÖ in Oberösterreich fordert vehement und gebetsmühlenartig die Rechnungshofprüfung der kleinen Gemeinden. (Abg. Weinzinger: Ja, jetzt steht das ...!) Jetzt hättet ihr die Chance, zuzustimmen! Warum stimmt ihr denn nicht zu? (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ihr wart da und seid wieder weg. So ist also die FPÖ: Unehrlich, ungeradlinig, für die Steuerhinterzieher aus dem Ausland, aber nicht für die kleinen Hackler in Österreich – das ist die FPÖ des Heinz-Christian Strache! (Beifall beim BZÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Gradauer: Wo ist denn der Antrag ...?
Liebe Freunde! Selbiges gilt für die Uralt-Forderung angeblich auch der Freiheitlichen: das Minderheitsrecht, einen Untersuchungsausschuss einrichten zu können. Auch da: Gestern da, heute wieder weg. Das ist die FPÖ! (Abg. Gradauer: Wo ist denn der Antrag ...?)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich denke, dass das Paket in Summe für den österreichischen Steuerzahler ein gutes ist, weil das Bankgeheimnis bleibt, entgegen der Schüttelreim-Thematik der FPÖ. Es brechen aber schlechte Zeiten für Steuerhinterzieher aus dem Ausland an, für die Geldwäscher, für Kriminelle, die ihr hier offenbar hervorragend schützen wollt. Ich frage mich nur immer, liebe Freunde von der FPÖ – eine letzte Frage –: Woher habt ihr so viel Geld für eure Plakate, für eure Wahlkampagnen? Habt ihr etwas zu verstecken, oder gibt es hier etwas zu prüfen? Gibt es hier etwas zu prüfen, zu kontrollieren, was die Öffentlichkeit einmal wissen sollte? – Das würde mich interessieren. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Daher in Summe: Gute Zeiten für mehr Demokratie, für mehr Kontrolle – und daher auch eine Zustimmung zu diesem Amtshilfe-Durchführungsgesetz. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Oh, der Herr Autobahn-Experte! Reichsautobahn-Experte!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Zanger. – Bitte. (Abg. Grosz: Oh, der Herr Autobahn-Experte! Reichsautobahn-Experte!)
Beifall bei der FPÖ.
lich nur den Schluss zu, dass krampfhaft intelligent wirken zu wollen manchmal nur den Eindruck des Gegenteils erweckt. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Woher habt ihr wirklich das Geld für die Plakate?
Was alle die Punkte betrifft, die Herr Widmann angesprochen hat, warum die Freiheitliche Partei jenen scheinbar tollen Verhandlungsergebnissen, die Sie erzielt haben, nicht zustimmt (Abg. Dr. Pirklhuber: Woher habt ihr wirklich das Geld für die Plakate?): Herr Kollege, Sie brauchen sich damit nicht auseinanderzusetzen, das überschreitet vielleicht gewisse Horizonte. Wir haben es jedenfalls getan und stellen fest, dass diese ausverhandelten Punkte, die Sie jetzt als Verhandlungsergebnis feiern, nicht das Papier wert sind, auf dem sie geschrieben stehen.
Abg. Grosz: Nein, Einwohner, nicht Euro!
Was die Prüfungskompetenzen des Rechnungshofes betrifft, steht nirgendwo geschrieben, dass der Rechnungshof Gemeinden unter 20 000 € prüfen darf. Das wollen Sie jetzt, aber Sie wissen nicht ... (Abg. Grosz: Nein, Einwohner, nicht Euro!) Einwohner (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ein Unterschied!) – Sie wissen aber nicht, in welcher Höhe das erfolgen wird. Wenn dann da steht: unter 19 990 Einwohner, ist das wahrscheinlich das Gleiche, aber offensichtlich ein Verhandlungserfolg für Sie. (Abg. Grosz: Du solltest bei den Autobahnen bleiben, das ist vielleicht gescheiter!)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ein Unterschied!
Was die Prüfungskompetenzen des Rechnungshofes betrifft, steht nirgendwo geschrieben, dass der Rechnungshof Gemeinden unter 20 000 € prüfen darf. Das wollen Sie jetzt, aber Sie wissen nicht ... (Abg. Grosz: Nein, Einwohner, nicht Euro!) Einwohner (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ein Unterschied!) – Sie wissen aber nicht, in welcher Höhe das erfolgen wird. Wenn dann da steht: unter 19 990 Einwohner, ist das wahrscheinlich das Gleiche, aber offensichtlich ein Verhandlungserfolg für Sie. (Abg. Grosz: Du solltest bei den Autobahnen bleiben, das ist vielleicht gescheiter!)
Abg. Grosz: Du solltest bei den Autobahnen bleiben, das ist vielleicht gescheiter!
Was die Prüfungskompetenzen des Rechnungshofes betrifft, steht nirgendwo geschrieben, dass der Rechnungshof Gemeinden unter 20 000 € prüfen darf. Das wollen Sie jetzt, aber Sie wissen nicht ... (Abg. Grosz: Nein, Einwohner, nicht Euro!) Einwohner (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ein Unterschied!) – Sie wissen aber nicht, in welcher Höhe das erfolgen wird. Wenn dann da steht: unter 19 990 Einwohner, ist das wahrscheinlich das Gleiche, aber offensichtlich ein Verhandlungserfolg für Sie. (Abg. Grosz: Du solltest bei den Autobahnen bleiben, das ist vielleicht gescheiter!)
Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit. – Zwischenrufe bei ÖVP und BZÖ. – Abg. Grosz: Das geht nicht!
Ja, Herr Kollege Grosz, wenn ich dich sehe: Manche Armleuchter möchten gern als Halogenscheinwerfer wirken, scheint es. (Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit. – Zwischenrufe bei ÖVP und BZÖ. – Abg. Grosz: Das geht nicht!)
Abg. Grosz – in Richtung FPÖ –: Ich gebe euch die Chance zur Entschuldigung!
Die Prüfungskompetenzen des Rechnungshofes, was das Bankenpaket betrifft, sind ebenfalls nur unzureichend formuliert. Sie treffen nicht den Punkt, den sie treffen sollten, nämlich die Prüfung der Banken selbst, die ja, durch den Finanzminister ermächtigt, Haftungen bekommen (Abg. Grosz – in Richtung FPÖ –: Ich gebe euch die Chance zur Entschuldigung!), und zwar durch den Staat als Bürgen oder als Bürgen und Zahler.
Beifall bei der FPÖ.
Das ist also wesentlich konkreter als die Formulierung in Ihren angeblichen Verhandlungsergebnissen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Hier kann man nur eines sagen, nachdem Vizekanzler Pröll vor einem Jahr noch gesagt hat: Wir halten Wort, das Bankgeheimnis bleibt unangetastet! Das Wort Prölls ist anscheinend so viel wert wie der berühmte „Ederer-Tausender“: Es ist nichts als heiße Luft übrig geblieben. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Zanger: Eine allgemeine Formulierung!
Präsident Fritz Neugebauer: Kollege Zanger! Auch wenn es eine humorvolle Reaktion auf Ihren Vergleich gegeben hat, halte ich das dennoch für nicht angebracht. Sehen Sie das auch so? (Abg. Zanger: Eine allgemeine Formulierung!) Sie haben das nicht auf Kollegen Grosz gemünzt? (Abg. Zanger: Nein! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Dann nehmen wir das so zur Kenntnis.
Abg. Zanger: Nein! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Präsident Fritz Neugebauer: Kollege Zanger! Auch wenn es eine humorvolle Reaktion auf Ihren Vergleich gegeben hat, halte ich das dennoch für nicht angebracht. Sehen Sie das auch so? (Abg. Zanger: Eine allgemeine Formulierung!) Sie haben das nicht auf Kollegen Grosz gemünzt? (Abg. Zanger: Nein! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Dann nehmen wir das so zur Kenntnis.
Ruf bei der FPÖ: Wie viel habt ihr verspekuliert? – Abg. Dr. Königshofer: Bei der Zypern-Geschichte ...!
Steuerhinterziehung entsteht dann, wenn Unternehmen oder einzelne Personen Erträge erzielen und diese nicht gemäß der Gesetzeslage im jeweilig zu veranlagenden Land behandeln. Das heißt, diejenigen verstoßen eigentlich gegen Regeln, gegen Gesetze oder gegen Normen. Das nicht zu behandeln und einfach mit einer Handbewegung abzutun bedeutet, gewissermaßen einen Zugang zu finden, dass Regeln oder Normen nicht mehr einzuhalten sind. Das ist ein etwas verwunderlicher Zugang der freiheitlichen Fraktion, tritt sie doch des Öfteren als Law-and-Order-Organisation auf. (Ruf bei der FPÖ: Wie viel habt ihr verspekuliert? – Abg. Dr. Königshofer: Bei der Zypern-Geschichte ...!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, wir sollten hier eines klar und eindeutig feststellen: Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt, nicht in Europa, nicht in Österreich und schon gar nicht auf globaler Ebene. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Das ist auch der Grund, warum Steuerhinterziehung global bekämpft gehört und Schlupflöcher geschlossen gehören. (Abg. Dr. Königshofer: Sagen Sie Ihrer Frau Schmied ...!)
Abg. Dr. Königshofer: Sagen Sie Ihrer Frau Schmied ...!
Ich glaube, wir sollten hier eines klar und eindeutig feststellen: Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt, nicht in Europa, nicht in Österreich und schon gar nicht auf globaler Ebene. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Das ist auch der Grund, warum Steuerhinterziehung global bekämpft gehört und Schlupflöcher geschlossen gehören. (Abg. Dr. Königshofer: Sagen Sie Ihrer Frau Schmied ...!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abschließend noch eine Bemerkung zur Frage des Kompromisses: Ich bin schon des Öfteren am Verhandlungstisch gesessen und war immer froh, bei Verhandlungen das eine oder andere auch noch mit zu erledigen. Hier von einem Kuhhandel zu sprechen, das ist beinahe fern der Realität. Es ist ein richtiges, ja ein hervorragendes Verhandlungsergebnis auf einer Basis, die, wie ich glaube, gerade am 1. September die richtigen Früchte trägt. Es ist schade, dass hier nicht ein einstimmiger Beschluss zustande kommen kann. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Die lebende Kreditklemme Ikrath!
Abgeordneter Mag. Peter Michael Ikrath (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Ing. Westenthaler: Die lebende Kreditklemme Ikrath!) Es ist sicher gut, dass wir heute mit dem Amtshilfe-Durchführungsgesetz endgültig jeden Vorwand beseitigen, Österreichs Bankgeheimnis als ein Versteck für Steuerhinterzieher denunzieren zu können, und es ist allen bewusst – auch den Kollegen von der Freiheitlichen Partei, davon gehe ich aus, ist es bewusst, es sollte ihnen jedenfalls bewusst sein –, dass es auch notwendig ist, dieses Gesetz heute zu beschließen. Denn die angedachten Sanktionen hätten für unsere Unternehmen, vor allem für die exportorientierten Unternehmen, die jetzt aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ohnehin massiv unter Druck stehen (Abg. Weinzinger: Das ist eine Drohung!), für unsere Arbeitsplätze und für den Wirtschaftsstandort schlicht und einfach verheerende Folgen. (Abg. Weinzinger: Wir werden bedroht von etwas! Das kann doch nicht sein!)
Abg. Weinzinger: Das ist eine Drohung!
Abgeordneter Mag. Peter Michael Ikrath (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Ing. Westenthaler: Die lebende Kreditklemme Ikrath!) Es ist sicher gut, dass wir heute mit dem Amtshilfe-Durchführungsgesetz endgültig jeden Vorwand beseitigen, Österreichs Bankgeheimnis als ein Versteck für Steuerhinterzieher denunzieren zu können, und es ist allen bewusst – auch den Kollegen von der Freiheitlichen Partei, davon gehe ich aus, ist es bewusst, es sollte ihnen jedenfalls bewusst sein –, dass es auch notwendig ist, dieses Gesetz heute zu beschließen. Denn die angedachten Sanktionen hätten für unsere Unternehmen, vor allem für die exportorientierten Unternehmen, die jetzt aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ohnehin massiv unter Druck stehen (Abg. Weinzinger: Das ist eine Drohung!), für unsere Arbeitsplätze und für den Wirtschaftsstandort schlicht und einfach verheerende Folgen. (Abg. Weinzinger: Wir werden bedroht von etwas! Das kann doch nicht sein!)
Abg. Weinzinger: Wir werden bedroht von etwas! Das kann doch nicht sein!
Abgeordneter Mag. Peter Michael Ikrath (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Ing. Westenthaler: Die lebende Kreditklemme Ikrath!) Es ist sicher gut, dass wir heute mit dem Amtshilfe-Durchführungsgesetz endgültig jeden Vorwand beseitigen, Österreichs Bankgeheimnis als ein Versteck für Steuerhinterzieher denunzieren zu können, und es ist allen bewusst – auch den Kollegen von der Freiheitlichen Partei, davon gehe ich aus, ist es bewusst, es sollte ihnen jedenfalls bewusst sein –, dass es auch notwendig ist, dieses Gesetz heute zu beschließen. Denn die angedachten Sanktionen hätten für unsere Unternehmen, vor allem für die exportorientierten Unternehmen, die jetzt aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ohnehin massiv unter Druck stehen (Abg. Weinzinger: Das ist eine Drohung!), für unsere Arbeitsplätze und für den Wirtschaftsstandort schlicht und einfach verheerende Folgen. (Abg. Weinzinger: Wir werden bedroht von etwas! Das kann doch nicht sein!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Königshofer.
Ich möchte als Beispiel dafür – vielleicht kann man damit noch in letzter Minute auch Verantwortung bei der FPÖ wecken – jenes Gesetz „zur Bekämpfung schädlicher Steuerpraktiken und der Steuerhinterziehung“, das im Deutschen Bundestag bereits beschlossen wurde, anführen. Wenn dieses Gesetz gegen österreichische Unternehmen – und das steht ja im Raum – umgesetzt wird, heißt das: massive Einschränkungen der steuerlichen Absetzbarkeit von Betriebsausgaben für Unternehmen aus Steueroasen, also für österreichische Unternehmen, die in Deutschland Geschäfte machen, kein Anspruch auf KESt-Entlastung für solche Unternehmen und keine Steuerfreiheit mehr für Dividenden, Bezüge und Gewinne aus Beteiligungen in Deutschland. (Zwischenruf des Abg. Dr. Königshofer.)
Abg. Dr. Königshofer: ... der Sparkassen für die Abflüsse!
Wenn man weiß, welche Bedeutung der deutsche Markt für die österreichische Wirtschaft hat, dann weiß man auch, welche Bedeutung diese Konsequenzen für uns hätten. Dass die FPÖ dennoch meint, sich mit völlig falschen und für mich völlig unverständlichen Argumenten dagegen stellen zu müssen, zeigt für mich, dass die Verantwortung für die österreichische Wirtschaft und für die Arbeitsplätze der Menschen in der FPÖ nicht sehr ausgeprägt sein kann. (Abg. Dr. Königshofer: ... der Sparkassen für die Abflüsse!)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Es ist aber ebenso gut und absolut notwendig, dass wir das Bankgeheimnis für die redlichen Anleger, die im Ausland steuerpflichtig sind, und für alle österreichischen Sparer und Kontoinhaber voll gewahrt haben. Wir haben den § 38 – das hat schon ein Vorredner zu Recht gesagt –, der das Bankgeheimnis regelt, nicht angetastet. Das heißt, jeder Österreicher und jeder ausländische Steuerbürger, der nicht Steuern hinterzieht – und das sind 99,99 Prozent derjenigen, die bei uns Konten haben –, darf weiter auf den vollen Schutz des Bankgeheimnisses vertrauen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: Offenbar doch!
Es wird daher auch weiterhin keine beamteten Voyeure geben, die in den monetären Schlafzimmern unserer Bürger beliebig ein und aus gehen können. Das hätte sich der deutsche Finanzminister Steinbrück allerdings so gewünscht. In Deutschland vertreibt er gerade mit dieser gesetzlichen Maßnahme jene Anleger, denen die volle Transparenz ihres Geldlebens das gleiche große Unbehagen bereitet wie die Tatsache, dass sie nicht einmal wissen, wann und welche Behörde Einblick in ihr Konto nimmt. Dem haben wir nicht Rechnung getragen! Dem haben wir in keiner Weise Rechnung getragen, weil es nicht Herr Steinbrück ist, der uns sagt, wie wir unser Bankgeheimnis gestalten sollen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: Offenbar doch!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Königshofer.
Was ich aber erwarte, auch vom Finanzministerium, ist, dass man international gegen die wirklichen Steueroasen vorgeht! Die wirklichen Steueroasen liegen dort, wo die großen Wirtschaften der G20 sind: in den USA und in Großbritannien; Delaware, Wyoming, Nevada. (Zwischenruf des Abg. Dr. Königshofer.) Dort kann ich völlig anonym eine Briefkastenfirma gründen, kann auf den Banken ein Konto eröffnen und in der Folge mein ganzes Geld parken und anonym bewegen. Oder die englischen Trusts auf diversen Kanalinseln; diese wurden nicht einmal auf die Listen gesetzt. Das ist eine Aufgabe für uns, aber jetzt können wir aus einer Position der Stärke agieren! Das halte ich für gut; dass wir agieren müssen, halte ich für selbstverständlich und notwendig.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Kredite sollte man auch vergeben!
Da stellt sich uns eine Aufgabe! Ich meine, dass es auch ein Anliegen der Freiheitlichen Partei sein sollte, statt ausländische Steuerhinterzieher zu schützen, mit uns dieses Gesetz zu beschließen und ab sofort die wahren Steueroasen gemeinsam aufzuzeigen und zu bekämpfen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Kredite sollte man auch vergeben!)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Dr. Martin Strutz (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Ich werde so wie einige Kollegen aus dem BZÖ gegen dieses Gesetz stimmen. Ich mache das auch in meiner Funktion als Generalsekretär des BZÖ, und ich mache das bewusst, um ein Zeichen in Richtung ÖVP zu setzen. Ich möchte das auch als Warnung verstanden wissen. Wir lassen uns als konstruktive Oppositionspartei von der ÖVP nicht missbrauchen, und wir lassen uns auch nicht hineinlegen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Politischer Alzheimer!
ginnen, die in Wirklichkeit wieder nur Misstrauen hervorrufen! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Politischer Alzheimer!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie haben einen Pakt mit unserem Klubobmann geschlossen, den ich hier ausdrücklich für das tolle Verhandlungsergebnis loben möchte, und 24 Stunden später erklärt Ihr Klubobmann – ich weiß, das wollen Sie jetzt nicht hören – im ORF-Interview: Ich bin, so wie auch der Gemeindebund-Präsident Mödlhammer, den Sie ausgeschickt haben, nicht dafür, dass der Bundesrechnungshof alle Gemeinden bis hinunter zu der kleinsten prüft. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Grosz: In die Haare!
Dieses Spiel, meine Damen und Herren von der ÖVP, haben wir durchschaut. Ich warne Sie hier ausdrücklich: Heute stimmen drei Abgeordnete des BZÖ dagegen, das nächste Mal werden es mehr sein, und dann können Sie sich Ihre Zweitdrittel-Mehrheit irgendwo hinschmieren (Abg. Grosz: In die Haare!) und werden damit politisch nichts mehr bewegen! Das sage ich in aller Deutlichkeit. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Dieses Spiel, meine Damen und Herren von der ÖVP, haben wir durchschaut. Ich warne Sie hier ausdrücklich: Heute stimmen drei Abgeordnete des BZÖ dagegen, das nächste Mal werden es mehr sein, und dann können Sie sich Ihre Zweitdrittel-Mehrheit irgendwo hinschmieren (Abg. Grosz: In die Haare!) und werden damit politisch nichts mehr bewegen! Das sage ich in aller Deutlichkeit. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Amon: Nicht drohen, bitte!
Ich sage auch: Verspielen Sie diesen Vertrauensvorschuss nicht! Sie werden im Herbst die Oppositionsparteien benötigen. Das Ökostromgesetz ist der nächste Punkt auf der Agenda. Das BZÖ ist bereit, auch hier die notwendigen Mehrheiten sicherzustellen, wenn wir inhaltlich auch unsere Argumente einer ökologischen Steuerreform umsetzen können. Ich weiß, dass wir da auch sehr viele Gemeinsamkeiten mit den Grünen haben. Und Sie werden uns bei der Verwaltungsreform brauchen! Wenn Sie eine Reform im Verwaltungsbereich des Beamten-Dienstrechtsgesetzes machen, was Sie dringend notwendig haben, wenn eine Reform im Bildungsbereich umgesetzt werden soll, dann werden Sie auch unsere Stimmen brauchen! (Abg. Amon: Nicht drohen, bitte!)
Beifall beim BZÖ.
Machen Sie sich nicht lächerlich und nehmen Sie das nicht auf die leichte Schulter! Ich sage Ihnen: Wenn nicht innerhalb der nächsten Wochen klare Schritte gesetzt werden, mit denen alle vier Punkte dieser Vereinbarung umgesetzt werden, sodass auch der Bundesrechnungshof die Gemeinden prüfen kann, dann werden Sie bis zum Ende dieser Legislaturperiode auf die Unterstützung des BZÖ verzichten müssen! Damit können Sie rechnen, und das mit Sicherheit! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir sagen Ihnen eines: Wir werden sicherlich nicht den billigen Jakob abgeben! Es gibt dringenden Reformbedarf. Wir haben in diesem Herbst die höchste Arbeitslosigkeit zu verkraften. Sie haben ein Sozialpaket für jene zu schnüren, die jetzt unverschuldet auf der Straße stehen, Sie haben die Familien zu unterstützen und die Wirtschaft anzukurbeln. Sie werden das Geld dringend brauchen. Sie werden Reformmaßnahmen setzen müssen – in den Bereichen Verwaltung, Bildung und Gesundheit. Legen Sie die Krankenkassen zusammen! Verzichten Sie auf die Doppelgleisigkeit im Bildungsbereich! Schaffen Sie die Landesschulräte ab! Das ist möglich – mit Unterstützung der Opposition. Verspielen Sie nicht den Vertrauensvorschuss! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Österreich ist – auch das wurde heute schon gesagt – ein exportorientiertes Land. Das heißt, wir müssen uns im Wettbewerb bewähren und bei steuerpolitischen Interessen anderer sagen: Da spielen wir nicht mehr mit! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, diese Zeit ist, glaube ich, vorbei, das wird dann Österreich auch nicht mehr abgenommen werden! (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein Letztes noch – ich da möchte ich den Kollegen Haberzettl unterstützen –: Tatsache ist auch, dass wir ein System brauchen, mit dem die Einhaltung der Länderzusagen und Gebiete überwacht wird; denn das Ganze macht nur Sinn, wenn auch kontrolliert werden kann. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Bucher. – Abg. Ing. Westenthaler: Mach dir über unseren Klub keine Sorgen! Mach dir lieber Sorgen um das ÖOC, 3,6 Millionen habt ihr verschustert!
Abgeordneter Konrad Steindl (ÖVP): Herr Präsident! Meine Herren Staatssekretäre! Meine Damen und Herren im Hohen Haus! Lieber Sepp Bucher, ganz einfach hast du es nicht in deiner Fraktion, konstruktive Politik zu machen. Die Störfeuer aus Kärnten sind wirklich alles andere als wünschenswert! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Bucher. – Abg. Ing. Westenthaler: Mach dir über unseren Klub keine Sorgen! Mach dir lieber Sorgen um das ÖOC, 3,6 Millionen habt ihr verschustert!) – Zu Hause sind die Themen offensichtlich wieder ganz anders besetzt, als sie hier in Wien besetzt sind.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich glaube, dass die österreichischen Bürgerinnen und Bürger ein Recht auf diese konstruktive Zusammenarbeit dieser Parteien haben, denn die Zeit ist keine ganz einfache, was etwa die Wirtschaft betrifft. Ich glaube, wir brauchen alle positiven Kräfte in diesem Haus, um Österreich auch weiterhin an vorderster Stelle halten zu können. – Besten Dank! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
wobei wir gleichzeitig auch die kleinen österreichischen Sparer durch das Bankgeheimnis wie schon in der Vergangenheit auch in Zukunft schützen. Ganz wichtig dabei: Wir erreichen damit die Streichung von der „Grauen Liste“ und haben auch nicht – wie angekündigt – Sanktionen zu befürchten. Österreich beweist damit einmal mehr seine Handlungsfähigkeit auf internationalem Parkett. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist nämlich auch das, was wir alle wollen. Daher glaube ich, dass wir rasch zu wirksamen, gemeinsamen Lösungen kommen werden. Wir haben also nichts zu verbergen, und daher haben wir auch keine Angst vor – ganz gleichgültig, welcher – Prüfung! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Johannes Schmuckenschlager (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Herren Staatssekretäre! Hohes Haus! Es wird heute viel über das Bankgeheimnis gesprochen. Eines ist festzustellen: Es gibt dem österreichischen Sparer Sicherheit für seine Geldangelegenheiten, wenn diese Dinge diskret behandelt werden. Wir müssen auch zur Kenntnis nehmen, dass dieses auch so bleibt. Der Österreicher bleibt sicher, denn Diskretion und Vertrauen sind wohl die wichtigsten Grundlagen im Bankenwesen. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Wir würden uns natürlich ständig ein Einvernehmen in unterschiedlichen Materien wünschen, doch das spielt es in der Gesellschaft nicht so, das spielt es im täglichen Leben nicht so, das spielt es auch in der Politik nicht so. Daher sind wir als gewählte Mandatare Volksvertreter, welche die verschiedensten Meinungen und Ansichten vertreten und austauschen, doch am Ende des Tages sollte eine Lösung, ein brauchbares Ergebnis für die Menschen in diesem Land auf dem Tisch liegen. Ich glaube, mit diesem Gesetz haben wir ein brauchbares Ergebnis geschaffen. Wir schützen die Sparer und bilden nicht Schutzgebiete für die Steuerhinterzieher und Verbrecher anderer Staaten. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir befähigen mit dem heutigen Beschluss das Finanzministerium, auch die Doppelbesteuerungsabkommen mit anderen Ländern weiter voranzutreiben und zum Abschluss zu bringen. Das bringt uns hohes Ansehen in den einzelnen Ländern. Lenken und steuern, nicht den Kopf in den Sand stecken und darauf warten, was kommt – geschickte Diplomatie und Handschlagqualität zeichnen erfolgreiche Politik aus. Gut, dass wir uns auf einen Finanzminister mit diesen Eigenschaften verlassen können! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Es muss unser aller Interesse sein, den schädlichen Steuerpraktiken entgegenzuwirken und nicht ausländische Steuersünder zu schützen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Hofer: Und in Österreich!
Meine Damen und Herren von der FPÖ! Hätten Sie dieses Gesetz gelesen, dann hätten Sie nämlich festgestellt, dass dieses Gesetz für Personen, die außerhalb Österreichs ansässig sind (Abg. Ing. Hofer: Und in Österreich!) – im Regelfall Ausländer –, jenen Zustand herstellt, der für die anderen acht Millionen Österreicherinnen und Österreicher seit Jahr und Tag gilt (Abg. Kickl: Also eine Verschärfung!): Dass nämlich in dem Moment, wo ein ernstzunehmender Verdacht vorliegt, die Finanzbehörden heute schon nach Eröffnung des Verfahrens problemlos zu allen Kontendaten kommen. Das heißt, Sie wollen mit Ihrer Stimme einer Gleichbehandlung ausländischer Steuerhinterzieher mit den Österreicherinnen und Österreichern nicht zustimmen.
Abg. Kickl: Also eine Verschärfung!
Meine Damen und Herren von der FPÖ! Hätten Sie dieses Gesetz gelesen, dann hätten Sie nämlich festgestellt, dass dieses Gesetz für Personen, die außerhalb Österreichs ansässig sind (Abg. Ing. Hofer: Und in Österreich!) – im Regelfall Ausländer –, jenen Zustand herstellt, der für die anderen acht Millionen Österreicherinnen und Österreicher seit Jahr und Tag gilt (Abg. Kickl: Also eine Verschärfung!): Dass nämlich in dem Moment, wo ein ernstzunehmender Verdacht vorliegt, die Finanzbehörden heute schon nach Eröffnung des Verfahrens problemlos zu allen Kontendaten kommen. Das heißt, Sie wollen mit Ihrer Stimme einer Gleichbehandlung ausländischer Steuerhinterzieher mit den Österreicherinnen und Österreichern nicht zustimmen.
Abg. Strache: Wir wollen nicht die Abschaffung des Bankgeheimnisses für alle Österreicher! – Beifall bei der FPÖ.
Es ist ja noch viel schlimmer, als die Kolleginnen und Kollegen es hier dargestellt haben. Sie wollen, dass Personen, die in anderen Ländern Steuern hinterziehen, besser behandelt werden als jene Menschen, die hier im Land wohnen. Das ist Ihre Politik, die Politik der FPÖ! (Abg. Strache: Wir wollen nicht die Abschaffung des Bankgeheimnisses für alle Österreicher! – Beifall bei der FPÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Nein, Herr Strache, da kommen Sie nicht heraus aus dieser Fragestellung. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie haben heute bewiesen, dass Sie eine Wirtschaftspolitik betreiben, die tatsächlich glaubt, einen Vorteil für österreichische Banken zu bekommen, wenn wir uns in der internationalen Zusammenarbeit als die „Schmuddelfinken“ in die Ecke stellen und sagen: Mit euch arbeiten wir nicht zusammen. – Ich sagen Ihnen, das Gegenteil wäre der Fall. Österreich ist nämlich ein Rechtsstaat, und wir haben Interesse daran, dass wir international kooperieren, dass wir offene Grenzen vorfinden, damit unsere Unternehmen investieren können. (Abg. Strache: Schlechtverhandler! Die Schweizer haben es besser gemacht!) Wir hoffen, dass wir einen Zustand in Europa herstellen, durch den wir strenge Regeln für die Finanzwirtschaft in Europa und auf der Welt bekommen. Dazu ist ein Verhalten, wie zu sagen: Uns ist das völlig egal, ob die nach ihrem Verfahren Auskünfte bekommen!, genau der falsche Weg. Da arbeiten Sie nämlich jenen in die Hände, vor denen Sie angeblich immer warnen, nämlich jene, die gewaltige Summen quer über den Globus bewegen, ganze Volkswirtschaften destabilisieren und die Krise verursachen. (Abg. Strache: Die Stiftungsbesitzer in Oberösterreich!)
Abg. Strache: Schlechtverhandler! Die Schweizer haben es besser gemacht!
Nein, Herr Strache, da kommen Sie nicht heraus aus dieser Fragestellung. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie haben heute bewiesen, dass Sie eine Wirtschaftspolitik betreiben, die tatsächlich glaubt, einen Vorteil für österreichische Banken zu bekommen, wenn wir uns in der internationalen Zusammenarbeit als die „Schmuddelfinken“ in die Ecke stellen und sagen: Mit euch arbeiten wir nicht zusammen. – Ich sagen Ihnen, das Gegenteil wäre der Fall. Österreich ist nämlich ein Rechtsstaat, und wir haben Interesse daran, dass wir international kooperieren, dass wir offene Grenzen vorfinden, damit unsere Unternehmen investieren können. (Abg. Strache: Schlechtverhandler! Die Schweizer haben es besser gemacht!) Wir hoffen, dass wir einen Zustand in Europa herstellen, durch den wir strenge Regeln für die Finanzwirtschaft in Europa und auf der Welt bekommen. Dazu ist ein Verhalten, wie zu sagen: Uns ist das völlig egal, ob die nach ihrem Verfahren Auskünfte bekommen!, genau der falsche Weg. Da arbeiten Sie nämlich jenen in die Hände, vor denen Sie angeblich immer warnen, nämlich jene, die gewaltige Summen quer über den Globus bewegen, ganze Volkswirtschaften destabilisieren und die Krise verursachen. (Abg. Strache: Die Stiftungsbesitzer in Oberösterreich!)
Abg. Strache: Die Stiftungsbesitzer in Oberösterreich!
Nein, Herr Strache, da kommen Sie nicht heraus aus dieser Fragestellung. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie haben heute bewiesen, dass Sie eine Wirtschaftspolitik betreiben, die tatsächlich glaubt, einen Vorteil für österreichische Banken zu bekommen, wenn wir uns in der internationalen Zusammenarbeit als die „Schmuddelfinken“ in die Ecke stellen und sagen: Mit euch arbeiten wir nicht zusammen. – Ich sagen Ihnen, das Gegenteil wäre der Fall. Österreich ist nämlich ein Rechtsstaat, und wir haben Interesse daran, dass wir international kooperieren, dass wir offene Grenzen vorfinden, damit unsere Unternehmen investieren können. (Abg. Strache: Schlechtverhandler! Die Schweizer haben es besser gemacht!) Wir hoffen, dass wir einen Zustand in Europa herstellen, durch den wir strenge Regeln für die Finanzwirtschaft in Europa und auf der Welt bekommen. Dazu ist ein Verhalten, wie zu sagen: Uns ist das völlig egal, ob die nach ihrem Verfahren Auskünfte bekommen!, genau der falsche Weg. Da arbeiten Sie nämlich jenen in die Hände, vor denen Sie angeblich immer warnen, nämlich jene, die gewaltige Summen quer über den Globus bewegen, ganze Volkswirtschaften destabilisieren und die Krise verursachen. (Abg. Strache: Die Stiftungsbesitzer in Oberösterreich!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.
Die FPÖ als Vertreterin des Finanzkapitals und steuerhinterziehender Ausländer – ein „super“ Ergebnis des heutigen Tages! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich möchte in dieser Frage ausdrücklich die konstruktive Zusammenarbeit mit Teilen der Opposition loben, in dem Fall mit dem BZÖ und den Grünen, und in keiner Form mit der FPÖ. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Hagenhofer und Franz werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Hagenhofer und Franz werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.)
Beifall beim BZÖ.
Das ist das eine, worum es heute geht. Das andere ist schlichtweg ein deutliches Signal an Sie, Frau Innenminister, denn wir haben vom ersten Tag an, seit diese Pläne bekannt sind, angekündigt, dass wir vom BZÖ – ob das Gerald Grosz in der Steiermark ist oder wir in Kärnten mit Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Landesparteiobmann Uwe Scheuch das sind, ob das Herr Huber in Osttirol ist oder unsere burgenländischen Freunde das sind – erbittertsten Widerstand gegen ein solches Erstaufnahmezentrum leisten werden. (Beifall beim BZÖ.) Das gilt seit dem ersten Tag, das gilt heute, und das gilt auch in Zukunft, nämlich so lange, bis Sie endlich die Pläne für ein derart sinnloses Projekt fallen lassen.
Abg. Kickl: Das bringt ihr nicht so billig zusammen!
Vorher noch kurz zu den Kosten: Druckkosten, Versandkosten, Gestaltungskosten der Broschüren und Folder betragen rund 12 000 €. (Abg. Kickl: Das bringt ihr nicht so billig zusammen!) Viel interessanter ist aber die Auftragsstudie, die Sie in Auftrag gegeben haben, diese hat nämlich 25 000 € gekostet und hat zum Ergebnis gehabt, dass solch ein Erstaufnahmezentrum wirtschaftliche Vorteile habe. Sie haben unter anderem das Beispiel der 500 Semmeln genannt, das schon fast in die Geschichte der Sager im Bereich Innenpolitik eingeht, aber das, was besonders interessant ist, ist die Tatsache – und das habe ich auch bewusst gefragt –, wer diese Studie gemacht hat. Es ist
Abg. Grosz: Wer hat sie gemacht?
immer spannend, von wem eine Studie stammt. Und wenn man den Namen des Studienautors sieht, dann weiß man schon genau, was das ist, nämlich nichts anderes als eine Auftragsstudie aus Ihrem Haus, durch die 25 000 € an einen Parteigünstling vergeben wurden. (Abg. Grosz: Wer hat sie gemacht?)
Abg. Grosz: Illegale Parteispenden!
Professor Dr. Gottfried Haber, den Sie mit dieser Studie beauftragt haben, hat überhaupt keine Ahnung von Asylpolitik, der hat noch nie in seinem Leben etwas mit Flüchtlingspolitik, Flüchtlingswesen zu tun gehabt, sondern ist einer Ihrer wichtigsten Leute in der ÖVP Kärnten, arbeitet für die ÖVP Kärnten und sitzt für die ÖVP in zahlreichen Gremien. (Abg. Grosz: Illegale Parteispenden!) Das heißt, Sie haben 25 000 € einem Parteifreund zugeschanzt, um eine Auftragsstudie für ein Erstaufnahmezentrum zu erhalten. Das ist Ihre Politik (Abg. Grosz: 25 000 €, genieren Sie sich!), die Sie machen, die wir aber in aller Form und aller Schärfe verurteilen.
Abg. Grosz: 25 000 €, genieren Sie sich!
Professor Dr. Gottfried Haber, den Sie mit dieser Studie beauftragt haben, hat überhaupt keine Ahnung von Asylpolitik, der hat noch nie in seinem Leben etwas mit Flüchtlingspolitik, Flüchtlingswesen zu tun gehabt, sondern ist einer Ihrer wichtigsten Leute in der ÖVP Kärnten, arbeitet für die ÖVP Kärnten und sitzt für die ÖVP in zahlreichen Gremien. (Abg. Grosz: Illegale Parteispenden!) Das heißt, Sie haben 25 000 € einem Parteifreund zugeschanzt, um eine Auftragsstudie für ein Erstaufnahmezentrum zu erhalten. Das ist Ihre Politik (Abg. Grosz: 25 000 €, genieren Sie sich!), die Sie machen, die wir aber in aller Form und aller Schärfe verurteilen.
Abg. Grosz: Die Gemeinden in der Steiermark zeigen Sie mir!
Gegenüber der Austria Presse Agentur haben Sie heute gesagt, dass es einige Gemeinden gäbe – in der Steiermark, in Kärnten und im Burgenland –, die sich für ein solches Erstaufnahmezentrum beworben beziehungsweise Interesse dafür gezeigt hätten. (Abg. Grosz: Die Gemeinden in der Steiermark zeigen Sie mir!)
Zwischenruf des Abg. Kickl
Ich sage Ihnen, der einfachste Weg wäre – und das ist auch unser Vorschlag, der Vorschlag des BZÖ, den wir seit Beginn dieser Diskussion bringen –, auf die Einrichtung eines solchen Erstaufnahmezentrums im Süden Österreichs völlig zu verzichten, weil es unserer Ansicht nach schlichtweg nicht notwendig ist oder dann nicht notwendig wäre (Zwischenruf des Abg. Kickl), wenn man eine restriktive, strenge Asylpolitik machte, wenn man die Vorschläge des BZÖ im Bereich des Fremdenrechtes und vor allem der Verschärfung und der Verhinderung von Missbrauch im Asylbereich umsetzte.
Abg. Grosz: Da gibt es dann die Soko Serafin! Sie sind eine der größten Soko-Erfinderinnen, die es gibt!
Wenn Sie diese unsere Initiativen, Ideen, Vorschläge umsetzten, bräuchten wir solch ein zweites Erstaufnahmezentrum gar nicht. Da Sie aber unfähig sind, diese Verschärfungen durchzuführen, da Sie unfähig sind, eine restriktive Asylpolitik zu machen, da Sie auch unfähig sind – Beispiel Harald Serafin (Abg. Grosz: Da gibt es dann die Soko Serafin! Sie sind eine der größten Soko-Erfinderinnen, die es gibt!) –, gute Sicherheitspolitik zu machen, kommen Sie auf solche Schnapsideen wie ein Erstaufnahmezentrum Süd, deshalb kommen Sie auf solche Schnapsideen wie eine Soko Ost – ein reiner PR-Gag, der überhaupt nichts bringt. Deshalb sind Sie auch in der Öffentlichkeit so umstritten, haben Sie auch in der Öffentlichkeit und in Ihrer eigenen Partei so viele Kritiker und Widersacher.
Zwischenruf des Abg. Hornek
Ich kann Ihnen von meiner Seite aus und auch seitens des BZÖ versprechen, dass wir Ihre Arbeit weiter sehr kritisch beäugen werden, genau schauen werden, was Sie machen (Zwischenruf des Abg. Hornek), dass wir vor allem alle parlamentarischen und demokratischen Möglichkeiten ausschöpfen werden, ein Erstaufnahmezentrum im Süden Österreichs zu verhindern. – Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich kann Ihnen von meiner Seite aus und auch seitens des BZÖ versprechen, dass wir Ihre Arbeit weiter sehr kritisch beäugen werden, genau schauen werden, was Sie machen (Zwischenruf des Abg. Hornek), dass wir vor allem alle parlamentarischen und demokratischen Möglichkeiten ausschöpfen werden, ein Erstaufnahmezentrum im Süden Österreichs zu verhindern. – Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
Rufe beim BZÖ: Welche?
Bundesministerin für Inneres Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Im Zusammenhang mit dem geplanten Erstaufnahmezentrum Süd sind die Gemeinden in den Bundesländern Steiermark, Burgenland und Kärnten aufgefordert worden, ihr Interesse für die neue Erstaufnahmestelle Süd beim Bundesministerium für Inneres zu bekunden. Im Zuge der Interessentensuche haben sich aus allen drei Bundesländern jeweils mehrere Gemeinden gemeldet. (Rufe beim BZÖ: Welche?) Insgesamt waren es zehn Gemeinden, die konkretes Interesse angemeldet haben. (Abg. Grosz: Drei Gemeinden pro Bundesland!)
Abg. Grosz: Drei Gemeinden pro Bundesland!
Bundesministerin für Inneres Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Im Zusammenhang mit dem geplanten Erstaufnahmezentrum Süd sind die Gemeinden in den Bundesländern Steiermark, Burgenland und Kärnten aufgefordert worden, ihr Interesse für die neue Erstaufnahmestelle Süd beim Bundesministerium für Inneres zu bekunden. Im Zuge der Interessentensuche haben sich aus allen drei Bundesländern jeweils mehrere Gemeinden gemeldet. (Rufe beim BZÖ: Welche?) Insgesamt waren es zehn Gemeinden, die konkretes Interesse angemeldet haben. (Abg. Grosz: Drei Gemeinden pro Bundesland!)
Abg. Petzner: Gibt es da Gemeinderatsbeschlüsse oder nicht?
Mit diesen Gemeinden werden derzeit intensive Gespräche geführt beziehungsweise werden im Detail die Voraussetzungen geprüft, ob dort überhaupt ein Erstaufnahmezentrum errichtet werden kann. (Abg. Petzner: Gibt es da Gemeinderatsbeschlüsse oder nicht?)
Abg. Grosz: Entspricht aber nicht dem Interpellationsrecht!
Auf Wunsch der Gemeindevertreter wurde mit allen Gemeinden Vertraulichkeit vereinbart. Es kann seitens des BMI daher keine Information über die konkreten Gemeinden bekannt gegeben werden (Abg. Grosz: Entspricht aber nicht dem Interpellationsrecht!), weil erstens die Organe der Gemeinden Sprecher ihrer Gemeindearbeit sind und nicht das BMI und weil zweitens diese Gemeinden ja derzeit ihre Gemeinderatsbeschlüsse und die weiteren Planungen vorbereiten und die Willensbildung in den Gemeinden noch nicht überall abgeschlossen ist.
Abg. Petzner: Wann werden die Bürger befragt, ob sie so etwas wollen?
All diese Schritte werden in den nächsten Wochen durchgeführt. Wann diese konkret abgeschlossen sein werden, hängt auch von den einzelnen Gemeinden ab (Abg. Petzner: Wann werden die Bürger befragt, ob sie so etwas wollen?), weil dort ja die formalen Willensbildungen noch stattzufinden haben. Daher kann ich heute keinen konkreten Zeitpunkt bekannt geben, wann die Standortentscheidung fällt. Ich bin aber zuversichtlich, dass dies noch im heurigen Jahr sein wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
All diese Schritte werden in den nächsten Wochen durchgeführt. Wann diese konkret abgeschlossen sein werden, hängt auch von den einzelnen Gemeinden ab (Abg. Petzner: Wann werden die Bürger befragt, ob sie so etwas wollen?), weil dort ja die formalen Willensbildungen noch stattzufinden haben. Daher kann ich heute keinen konkreten Zeitpunkt bekannt geben, wann die Standortentscheidung fällt. Ich bin aber zuversichtlich, dass dies noch im heurigen Jahr sein wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine geschätzten Damen und Herren! Ich glaube, dass es Aufgabe der Politik ist, Sicherheit zu vermitteln, und nicht, die Menschen – egal, wo in unserer Heimat – zu verunsichern, und daher habe ich überhaupt kein Verständnis dafür, dass man bei einer so sensiblen Materie die Menschen in dieser wunderbaren Republik so verunsichert, wie es zum Teil auch hier gemacht wird. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich möchte hier heute diese Gelegenheit auch dafür nützen, jenen Österreicherinnen und Österreichern, die im Bezirk Vöcklabruck und im Bezirk Baden seit Jahrzehnten mit diesen Fragen konfrontiert sind und die Last tragen, zu danken, aber auch dafür, darauf hinzuweisen, wie unsolidarisch in dieser Republik vorgegangen wird. Wir haben in meinem Bezirk jahrzehntelang diese Last unserer Republik getragen, und dann muss man sich vielleicht noch verhöhnen lassen, und einer nach dem anderen teilt uns mit: Bei uns nicht, bei euch soll es bleiben!, denn das heißt es unterm Strich. Hier erwarte ich mir Solidarität im wahrsten Sinn des Wortes, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, im Interesse der Menschlichkeit, im Interesse der Humanität, aber auch im Interesse der Österreicherinnen und Österreicher ist das der einzige richtige Weg. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Hornek.
Abgeordneter Günter Kößl (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Kollege Petzner, wenn du von Unfähigkeit sprichst, dann, bitte, schau dich in den Spiegel, denn gerade im Asyl- und Fremdenbereich hast du überhaupt keine Ahnung! (Demonstrativer Beifall des Abg. Hornek.) Es ist eigentlich unerhört, der Frau Bundesministerin zu sagen, sie sei unfähig, denn gerade sie hat im letzten Jahr gezeigt, in welche Richtung in diesem Bereich gearbeitet werden soll. Und ich glaube, dass wir da auf dem richtigen Weg sind.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Das BZÖ wird im Oktober die Möglichkeit haben, bei der Fremdenrechts-Novelle, die wir hier beschließen werden, mitzustimmen, um das zu erreichen, was es eigentlich haben will. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, dass wir in diesem Bereich auf dem richtigen Weg sind. Es ist wichtig, dass wir für all jene menschlich agieren, denen Asyl zusteht, und dass wir dort geeignete Maßnahmen setzen, wo wir erkennen können, dass es Asylmissbrauch gibt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
In der Broschüre, die Sie, Frau Ministerin, an die Gemeinden verschickt haben, steht, was alles gut ist, nämlich: mehr Sicherheit für die Gemeinden, nachhaltige Stärkung der regionalen Wirtschaft, Schaffung von krisensicheren Jobs, Sicherung des Schulstandortes. Aber es wäre auch wichtig, dass Sie den Gemeinden mitteilen, was der Bürgermeister von Traiskirchen sagt, der ja wirklich maßgeblich betroffen ist. Der sagt nämlich, dass es tagtäglich Rauferein und Messerstechereien gibt, dass sich die Rettungsdienste nicht einmal mehr trauen, ins Lager Traiskirchen zu fahren, weil dort so eine Unruhe herrscht. Wir verlangen, dass Sie in den Asylzentren, die es jetzt schon gibt, für Ordnung sorgen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie heute sagen, dass sich zehn Gemeinden gemeldet haben, dann wollen wir die Namen dieser Gemeinden wissen. Sie verlangen von uns eine ehrliche Mitarbeit, Sie jedoch sind nicht bereit, uns die Fakten auf den Tisch zu legen. Das verlangen wir aber als Freiheitliche! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Allein für das Jahr 2010 haben Sie 170 Millionen € für das Asyl- und Fremdenwesen budgetiert. Wie kommen die Österreicher dazu, für die Asylwerber, die nicht berechtigt in Österreich sind – und es gibt 27 000 nicht erledigte Asylanträge –, die Kosten zu übernehmen? Wir von der FPÖ fordern Sie auf, dagegen endlich etwas dagegen zu unternehmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
In der Zuschrift an die Gemeinden haben Sie noch eine weitere Statistik veröffentlicht. Da sagen Sie, Österreich liegt nur an siebter Stelle in Europa. Wenn Sie das aber auf die Einwohnerzahl umlegen, dann hat Österreich die Spitzenposition inne. Deutschland hat 80 Millionen Einwohner und nicht einmal 20 000 Asylanträge, Österreich hingegen hat 8 Millionen Einwohner und 12 000 Asylanträge. Da stimmt ja das Verhältnis überhaupt nicht! Österreich liegt also bei den Asylwerbern an der Spitze. Das gehört unserer Ansicht nach abgestellt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir Freiheitliche appellieren wirklich an Sie, Frau Bundesministerin: Denken Sie an die Bürger und an die Steuerzahler und sorgen Sie endlich für Ordnung im Asylwesen! Beschleunigen Sie die Verfahren! Stoppen Sie den Asylmissbrauch und die ungebremste Zuwanderung und schieben Sie die straffälligen Asylwerber kompromisslos ab! Dann brauchen wir nämlich kein zusätzliches Aufnahmezentrum für Asylwerber. Wir brauchen nur eine ordentliche Innenministerin, die in diesem Bereich für Ordnung sorgt. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesministerin für Inneres Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Eine kurze Stellungnahme, nachdem hier so viel Falsches vom Rednerpult aus gesagt worden ist, denn ich möchte das so nicht im Raum stehen lassen: Österreich steht nicht an der Spitze, was die Zahl der Asylwerber – pro Kopf gemessen – betrifft, sondern an fünfter Stelle hinter Zypern, Malta, Griechenland und Schweden. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Kollege von der FPÖ, Sie haben von der Fähigkeit der Frau Innenministerin gesprochen. Es steht mir nicht zu, sie zu beurteilen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Aber Faktum ist, dass sie mittlerweile Weltmeisterin in der einsamen Disziplin der Einrichtung von Sonderkommissionen geworden ist.
Zwischenruf des Abg. Hornek
Sehr geehrte Frau Bundesministerin, seien Sie doch heute ein wenig ehrlich: Sie haben heute Ihre Frist verstreichen lassen (Zwischenruf des Abg. Hornek) für Ihr „Preisausschreiben“. Nachdem Sie ein „Einbrecherquiz“ veranstaltet haben, haben Sie jetzt ein „Preisausschreiben“ zur Errichtung einer Asylerstaufnahmestelle gemacht.
Beifall beim BZÖ.
pellationsrecht ausgestattet ist, dass Sie sich nicht hier herstellen können und einfach die Wahrheit sagen können. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Aber es wäre doch einfach gescheiter und auch für Ihr ramponiertes Image besser, wenn Sie ein für allemal sagen würden: Die Geschichte mit dem Asylerstaufnahmezentrum ist gestorben! Ich belästige nicht mehr weiterhin die Bevölkerung in der Steiermark und in Kärnten! Und dann haben Sie auch mehr Frieden von unser Seite. Das wäre doch ein Angebot zur Güte. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Steiermark auch! – Kuckuck! Steiermark auch!
Nur: Ihre jetzige Vorgehensweise ist sehr skurril, und ich würde sagen, dass Ihnen das auf den Kopf fällt, was Sie auf EU-Ebene selber betreiben, nämlich das Floriani-Prinzip. Auf der EU-Ebene beziehungsweise auf der Bundesebene signalisieren Sie ja auch ständig: Wir nicht! Wir wollen möglichst keine Asylwerber und Asylwerberinnen aufnehmen! Das sollen, bitte schön, die anderen! – Und dann wundern Sie sich, wenn das Gleiche passiert durch Fraktionen wie BZÖ und FPÖ, die sagen: In Kärnten nicht! In der Steiermark nicht! – Ich habe selten gehört: Im Burgenland nicht!, aber das wundert mich auch nicht. Kärnten ist ja offensichtlich die Hauptsorge des BZÖ. (Abg. Grosz: Steiermark auch! – Kuckuck! Steiermark auch!) Ja. Ich habe gesagt, Burgenland habe ich nicht gehört. (Abg. Grosz: Wir wollen es auch nicht im Burgenland!)
Abg. Grosz: Wir wollen es auch nicht im Burgenland!
Nur: Ihre jetzige Vorgehensweise ist sehr skurril, und ich würde sagen, dass Ihnen das auf den Kopf fällt, was Sie auf EU-Ebene selber betreiben, nämlich das Floriani-Prinzip. Auf der EU-Ebene beziehungsweise auf der Bundesebene signalisieren Sie ja auch ständig: Wir nicht! Wir wollen möglichst keine Asylwerber und Asylwerberinnen aufnehmen! Das sollen, bitte schön, die anderen! – Und dann wundern Sie sich, wenn das Gleiche passiert durch Fraktionen wie BZÖ und FPÖ, die sagen: In Kärnten nicht! In der Steiermark nicht! – Ich habe selten gehört: Im Burgenland nicht!, aber das wundert mich auch nicht. Kärnten ist ja offensichtlich die Hauptsorge des BZÖ. (Abg. Grosz: Steiermark auch! – Kuckuck! Steiermark auch!) Ja. Ich habe gesagt, Burgenland habe ich nicht gehört. (Abg. Grosz: Wir wollen es auch nicht im Burgenland!)
Abg. Neubauer – eine aktuelle Ausgabe einer Tageszeitung in die Höhe haltend und aus einer Meldung zitierend –: ... „scheiß Kanaken“!?
Also wundert es uns eigentlich überhaupt nicht, wenn BZÖ und FPÖ versuchen, genau das zu tun, was Sie selbst die ganze Zeit tun, Frau Innenministerin. Sie versuchen da einen Trick, nämlich: Sie produzieren, um den Gemeinden die Einrichtung eines Erstaufnahmezentrums irgendwie schmackhaft zu machen, irgendwelche Folder, in denen Sie sagen, das würde so und so viele Jobs bringen. (Abg. Neubauer – eine aktuelle Ausgabe einer Tageszeitung in die Höhe haltend und aus einer Meldung zitierend –: ... „scheiß Kanaken“!?) Dass Ihnen das irgendwelche Gemeinden glauben – es sei dahingestellt, wie viele es an der Zahl wirklich sind, denn das können wir derzeit ja nicht überprüfen –, das würde mich eigentlich ziemlich wundern.
Abg. Kickl: Leider sehr oft! – Abg. Dr. Kurzmann: Zu oft!
Um es kurz zu machen: Das Problem könnte man wirklich lösen, wenn man eine verantwortungsvolle Innenministerin wäre, wenn man mit der pauschalen Stimmungsmache gegen Asylwerber und Asylwerberinnen endlich aufhören würde, sodass die Bevölkerung nicht ständig und immer mehr den Eindruck bekommt, sobald das Wort „Asyl“ fällt, würde es nur um Lug und Betrug und um Kriminalität und so weiter gehen (Abg. Kickl: Leider sehr oft! – Abg. Dr. Kurzmann: Zu oft!), sondern um Schutz suchende Menschen.
Beifall bei den Grünen.
Aber pauschal immer von Lug und Trug und von Kriminalität zu sprechen, sobald das Wort „Asyl“ fällt, wird das Problem nicht lösen, sondern vergrößern. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie, Frau Innenministerin – und diese Regierung leider auch –, vermitteln durch Ihre Politik der Bevölkerung diesen Eindruck. Sich dann zu wundern, dass keine Gemeinde Asylwerber aufnehmen will, das ist nur scheinheilig. Also hören Sie bitte mit dieser hetzerischen Politik auf, dann werden Sie auch keine teuren Folder brauchen, um Gemeinden zu überzeugen, denn dann werden Asylwerber und Asylwerberinnen als Menschen wie du und ich, sozusagen, oder wie Sie und ich, gesehen werden und nicht als Unberührbare! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)