Eckdaten:
Für die 177. Sitzung der 24. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 245 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Beifall bei der FPÖ.
Ich meine, das kann für uns – wenn man solche Entwicklungen ernsthaft analysiert – im wahrsten Sinne des Wortes nur bedeuten, dass man auch von unserer Seite zu reagieren hat, nämlich immer wieder ohne Vorankündigung – und das ist unser freiheitlicher Vorschlag – die Schengen-Grenzen zeitlich befristet außer Kraft zu setzen. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Wir wissen alle, dass es heute rund um Österreich sichere Staaten gibt. Das heißt, jeder Asylwerber, der auf dem Landweg zu uns kommt, kommt über einen sicheren Drittstaat und hätte selbstverständlich die Möglichkeit, in den sicheren Drittstaaten, in unseren Nachbarländern einen Asylantrag zu stellen. Sie tun das oftmals nicht. Oftmals erleben wir, dass Menschen durch viele sichere Länder – sogar durch mehr als fünf sichere Länder – reisen, aber nicht auf den Gedanken kommen, dort den Asylantrag zu stellen, sondern ganz gezielt versuchen, illegal nach Österreich einzureisen, um dann erst hier, nachdem sie durch mehrere sichere Drittstaaten gereist sind, den Asylantrag zu stellen. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Ing. Westenthaler und Scheibner
Ich sage ganz klar und deutlich: Wir haben kein Verständnis bei Straftätern (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Ing. Westenthaler und Scheibner), und wir haben da endlich tätig zu werden und nicht untätig zuzusehen, wie diese Bundesregierung es aktuell tut.
Beifall bei der FPÖ.
Überhaupt ist der Anteil der Asylwerber an der Gesamtzahl der wegen Mordes ermittelten fremden Tatverdächtigen erschreckend hoch. Jeder Mord ist einer zu viel, aber elf von 32 wegen Mordes ermittelte fremde Tatverdächtige im ersten Halbjahr 2012 waren Asylanten. Und bei solchen eklatanten Entwicklungen und bei diesen Zahlen muss man sich doch irgendwann einmal die Frage stellen: Ja, bitte, was läuft denn da schief? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Auch bei schwerem Raub sind 54 von 191 ausländischen Straftätern Asylwerber, und ähnlich ist die Situation bei den Delikten Raufhandel, gefährliche Drohung, Sachbeschädigung, Urkundenfälschung, Körperverletzung et cetera. – Das sind ja Realitäten! Und da muss man doch irgendwann einmal klar und deutlich sagen: Das wollen wir so nicht hinnehmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
schlupf zu finden, und schon gar nicht wollen wir Menschen, die hier kriminell tätig werden. Wir haben genügend Österreicher, die kriminell sind, da wollen wir nicht noch Kriminalität nach Österreich importieren. Ich sage: Da gehört rigoros vorgegangen und abgeschoben, und da muss man endlich tätig werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Machen wir uns nichts vor! Österreich hat ein massives Problem im Bereich der Kriminalität. Wir haben kriminelle Österreicher, wir haben aber auch und vor allen Dingen einen sehr hohen Prozentsatz an Ausländerkriminalität. Von den insgesamt im Jahre 2011 ermittelten 259 000 tatverdächtigen Personen waren sage und schreibe 76 764 Personen – nämlich 39,6 Prozent – keine österreichischen Staatsbürger. Das ist eine enorm hohe Anzahl, ein enorm hoher Anteil, der doch bitte auch die Gutmenschen einmal wachrütteln muss. – Wollen Sie sich heute hier wieder als Schutzbefohlene für solche Straftäter gerieren, oder nehmen Sie auch einmal zur Kenntnis, dass die Österreicher zu Recht kein Verständnis für solche Entwicklungen haben? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Österreich hat eine lange Tradition, Menschen Asyl zu gewähren, die dieses auch benötigen. Wir sind stolz auf diese Tradition, und wir erinnern natürlich an die Flüchtlingsströme nach der Niederschlagung des Prager Frühlings 1968, beim Ungarn-Aufstand 1956 oder auch im Zuge der Jugoslawien-Krise in den neunziger Jahren. – Ja, das waren Problemfelder in unseren Nachbarländern, wo wir verfolgten Menschen auch gerne geholfen haben. Die Österreicher haben zu Recht und gerne geholfen, aber was die Österreicher nicht wollen, ist, ausgenützt zu werden (Beifall bei der FPÖ) und permanent erleben zu müssen, dass solche Bedrohungsszenarien im Umfeld Österreichs zum Glück längst Geschichte sind, heute in Wirklichkeit aber völlig andere Fehlentwicklungen vorhanden sind.
Beifall bei der FPÖ.
Heute sind wir eben mit Asylmissbrauch konfrontiert, und dieser muss schnellstens abgestellt werden. Das ist leider immer wieder ein aktueller Themenbereich. Jahr für Jahr bleibt dieses Thema leider aktuell, weil man da vonseiten der Regierung im Bereich der Untätigkeit verharrt. Und genau das ist das Grundproblem, das wir auch heftig kritisieren. Wir fordern endlich Tätigkeit ein. Wir wollen nicht ausgenützt werden. Es gibt rund um Österreich sichere Länder, sichere Staaten, und Menschen, die durch diese sicheren Staaten reisen, haben auch in diese sicheren Staaten zurückgeschickt zu werden, um dort ihre Asylanträge zu stellen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn dann immer wieder behauptet wird, Zuwanderung sei letztlich auch so wichtig, wie man das bis dato immer argumentiert hat, weil das die Sicherung des Sozialstaates bedeutet, muss man natürlich auch sagen: Im Gegenteil! Offenbar bedeutet Zuwanderung in einer undifferenzierten Art und Weise, wo man nicht Leistungsträger anzieht, sondern Menschen, die in den Sozialstaat einwandern, die Gefährdung dieses Sozialstaates. Wir müssen uns daher überlegen, da etwas zu verändern. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Großruck.
Zum Abschluss: Es ist wichtig, Asylmissbrauch und Kriminalität, gleich, woher sie kommt, zu bekämpfen, und Kriminelle wollen wir nach Österreich nicht importieren, die haben rigoros abgeschoben zu werden. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Großruck.)
Abg. Strache: Aber Sie sitzen doch auf der linken Seite! – Zwischenrufe beim BZÖ.
Bundesministerin für Inneres Mag. Johanna Mikl-Leitner: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Regierungskollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren Abgeordneten! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher vor den Bildschirmen! Wenn es um das Thema Asyl geht, so ist das zweifelsohne ein sehr spannendes, aber vor allem auch ein sehr sensibles Thema. Seit Jahren wird dieses Thema sowohl von der linken Seite, aber vor allem von der rechten Seite für Panikmache verwendet. (Abg. Strache: Aber Sie sitzen doch auf der linken Seite! – Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Ing. Hofer: Das sind Ihre Zahlen!
Ich weiß schon, die einen reden von gefühlten Abschiebewellen und die anderen vermischen bewusst Asyl mit Kriminalität. (Abg. Ing. Hofer: Das sind Ihre Zahlen!) Ich
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Ihre Zahlen sind Hetze! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
sage Ihnen ganz offen und ehrlich: An dieser Hetze werde ich mich persönlich nicht beteiligen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Ihre Zahlen sind Hetze! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Aber oft habe ich das Gefühl, dass der eine oder andere nicht weiß, worum es letztendlich wirklich geht. Es geht nämlich um den Schutz von Menschen, um den Schutz von Menschen, die von zu Hause flüchten, weil sie den Tod oder Verfolgung fürchten. (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.) Ich glaube, wenn wir da in die letzten Jahrzehnte der Republik zurückschauen, dann wissen wir: Ja, wir haben eine Tradition, wenn es um den Schutz von Flüchtlingen geht, wenn es um den Schutz jener geht, die Hilfe und Unterstützung brauchen. Und gerade diese Tradition wollen wir fortschreiben.
Beifall bei der ÖVP.
Ich habe mir da zwei persönliche Ziele gesetzt: Zum Ersten ist es mir wichtig, vor allem Menschen Schutz zu geben, das heißt, Menschen, die verfolgt werden, zu schützen. Zum Zweiten ist es mir auch wichtig, permanent den Kampf gegen Asylmissbrauch anzusagen. Da ist es mir ganz wichtig, immer wieder zu betonen, dass es von Bedeutung ist, die Hintertüre für Asylmissbrauch zu schließen, und dass letztendlich auch die Vordertüre offen bleiben kann, um jenen zu helfen, die Hilfe brauchen und benötigen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Neubauer: Nein, nicht wir! Sie! – Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz
Ja, wir haben da eine ganz große Herausforderung. Das ist einerseits eine Herausforderung, die Bund und Länder gemeinsam bewältigen (Abg. Neubauer: Nein, nicht wir! Sie! – Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz), und andererseits eine Herausforderung zweifelsohne auch für unsere gesamte Gesellschaft.
Abg. Scheibner: das steht im Gesetz!
Die wesentliche Frage, meine sehr verehrten Damen und Herren, ist: Was unternehmen wir, und was tun wir? Da ist es unser ganz großes Ziel, auch weiterhin so rasch wie möglich Asylverfahren durchzuführen, und es ist uns vor allem auch wichtig, jeden Fall einzeln zu prüfen und einfach ganz klar abzuklären, ob ein Asylgrund vorliegt, ob jemand im Land bleiben darf oder ob er das Land verlassen muss. (Abg. Scheibner: das steht im Gesetz!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Uns ist es auch wichtig, der freiwilligen Rückkehr den Vorzug zu geben, ich verhehle da aber auch nicht, dass es auch in Zukunft zwangsweise Abschiebungen wird geben müssen, weil wir uns einfach in einem Rechtsstaat befinden und die Urteile auf Punkt und Beistrich umzusetzen haben. Glauben Sie mir, das ist zweifelsohne keine einfache Aufgabe für die Fremdenpolizei! Auch Fremdenpolizistinnen und -polizisten haben kein Herz aus Stein, aber sie müssen dem Urteil gerecht werden, es ist ihre Verantwortung und ihre Verpflichtung, dem Urteil im Sinne der Rechtsstaatlichkeit letztendlich auch nachzukommen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Rufe bei der FPÖ: Fallweise?!
Eines lasse ich mir nicht nachsagen, nämlich dass wir gegen Asylmissbrauch nichts unternehmen. Es stimmt, dass fallweise Asylwerber straffällig werden (Rufe bei der FPÖ: Fallweise?!), aber ich lasse es nicht zu, dass permanent das Thema Asyl mit Kriminalität in Verbindung gebracht wird, denn es stimmt schlichtweg nicht. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Lesen Sie Ihre Zahlen! – Abg. Ing. Hofer: Da sagen Sie die Unwahrheit! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das entbehrt jeder Grundlage, und die Zahlen, so wie Sie, sehr geehrter Herr Klubobmann, es dargestellt haben, sprechen eine ganz andere Sprache. (Abg. Scheibner: Na wie sind die Zahlen?)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Lesen Sie Ihre Zahlen! – Abg. Ing. Hofer: Da sagen Sie die Unwahrheit! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Eines lasse ich mir nicht nachsagen, nämlich dass wir gegen Asylmissbrauch nichts unternehmen. Es stimmt, dass fallweise Asylwerber straffällig werden (Rufe bei der FPÖ: Fallweise?!), aber ich lasse es nicht zu, dass permanent das Thema Asyl mit Kriminalität in Verbindung gebracht wird, denn es stimmt schlichtweg nicht. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Lesen Sie Ihre Zahlen! – Abg. Ing. Hofer: Da sagen Sie die Unwahrheit! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das entbehrt jeder Grundlage, und die Zahlen, so wie Sie, sehr geehrter Herr Klubobmann, es dargestellt haben, sprechen eine ganz andere Sprache. (Abg. Scheibner: Na wie sind die Zahlen?)
Abg. Scheibner: Na wie sind die Zahlen?
Eines lasse ich mir nicht nachsagen, nämlich dass wir gegen Asylmissbrauch nichts unternehmen. Es stimmt, dass fallweise Asylwerber straffällig werden (Rufe bei der FPÖ: Fallweise?!), aber ich lasse es nicht zu, dass permanent das Thema Asyl mit Kriminalität in Verbindung gebracht wird, denn es stimmt schlichtweg nicht. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Lesen Sie Ihre Zahlen! – Abg. Ing. Hofer: Da sagen Sie die Unwahrheit! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das entbehrt jeder Grundlage, und die Zahlen, so wie Sie, sehr geehrter Herr Klubobmann, es dargestellt haben, sprechen eine ganz andere Sprache. (Abg. Scheibner: Na wie sind die Zahlen?)
Abg. Strache: Deshalb werden die Straftäter von Salzburg bis heute nicht vor Gericht gestellt, seit vier Jahren, seit sie einen jungen Menschen fast totgeschlagen haben!
Sie wissen ganz genau, dass es gerade bei uns in der Republik, wenn Straffälligkeit vorliegt, null Toleranz gibt (Abg. Strache: Deshalb werden die Straftäter von Salzburg bis heute nicht vor Gericht gestellt, seit vier Jahren, seit sie einen jungen Menschen fast totgeschlagen haben!) – darauf lege ich Wert, und dafür werden wir uns auch weiterhin starkmachen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.) Liegt Straffälligkeit vor, gibt es ganz klare Konsequenzen: Dann wird sofort ein schnelles Verfahren eingeleitet, verbunden mit einer sofortigen Ausweisung. Auch für jene, die bereits Asylstatus haben, gilt, dass dieser bei Straffälligkeit aberkannt wird. Auch dafür gibt es ganz klare Richtlinien und ganz klare Regeln.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie wissen ganz genau, dass es gerade bei uns in der Republik, wenn Straffälligkeit vorliegt, null Toleranz gibt (Abg. Strache: Deshalb werden die Straftäter von Salzburg bis heute nicht vor Gericht gestellt, seit vier Jahren, seit sie einen jungen Menschen fast totgeschlagen haben!) – darauf lege ich Wert, und dafür werden wir uns auch weiterhin starkmachen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.) Liegt Straffälligkeit vor, gibt es ganz klare Konsequenzen: Dann wird sofort ein schnelles Verfahren eingeleitet, verbunden mit einer sofortigen Ausweisung. Auch für jene, die bereits Asylstatus haben, gilt, dass dieser bei Straffälligkeit aberkannt wird. Auch dafür gibt es ganz klare Richtlinien und ganz klare Regeln.
Rufe bei der FPÖ: Keine! Keine!
Allein wenn man sich anschaut, welche Konsequenzen es da gibt (Rufe bei der FPÖ: Keine! Keine!), kann man sagen, dass wir ganz klare Kriterien haben, dass wir ganz klare Zeichen gegen Asylmissbrauch setzen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Na welche gibt es denn? Zählen Sie sie auf!) Wichtig ist mir da vor allem auch, zu betonen, dass wir das Problem generell an der Wurzel packen müssen. Ich denke da im Speziellen auch an die griechisch-türkische Grenze: Dort läuft nicht alles so, wie man es sich wünscht (Zwischenruf des Abg. Mayerhofer), aber es werden in diesem Fall ganz konkrete Maßnahmen gesetzt, um vor allem die Außengrenze mehr zu schützen.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Na welche gibt es denn? Zählen Sie sie auf!
Allein wenn man sich anschaut, welche Konsequenzen es da gibt (Rufe bei der FPÖ: Keine! Keine!), kann man sagen, dass wir ganz klare Kriterien haben, dass wir ganz klare Zeichen gegen Asylmissbrauch setzen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Na welche gibt es denn? Zählen Sie sie auf!) Wichtig ist mir da vor allem auch, zu betonen, dass wir das Problem generell an der Wurzel packen müssen. Ich denke da im Speziellen auch an die griechisch-türkische Grenze: Dort läuft nicht alles so, wie man es sich wünscht (Zwischenruf des Abg. Mayerhofer), aber es werden in diesem Fall ganz konkrete Maßnahmen gesetzt, um vor allem die Außengrenze mehr zu schützen.
Zwischenruf des Abg. Mayerhofer
Allein wenn man sich anschaut, welche Konsequenzen es da gibt (Rufe bei der FPÖ: Keine! Keine!), kann man sagen, dass wir ganz klare Kriterien haben, dass wir ganz klare Zeichen gegen Asylmissbrauch setzen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Na welche gibt es denn? Zählen Sie sie auf!) Wichtig ist mir da vor allem auch, zu betonen, dass wir das Problem generell an der Wurzel packen müssen. Ich denke da im Speziellen auch an die griechisch-türkische Grenze: Dort läuft nicht alles so, wie man es sich wünscht (Zwischenruf des Abg. Mayerhofer), aber es werden in diesem Fall ganz konkrete Maßnahmen gesetzt, um vor allem die Außengrenze mehr zu schützen.
Zwischenruf des Abg. Strache.
Das heißt, gerade der Schutz der Außengrenze muss auch weiterhin ganz oben auf unserer Prioritätenliste stehen. (Zwischenruf des Abg. Strache.) Das ist ein Thema, das auch immer wieder beim EU-Innenministerrat in Brüssel im Zentrum steht.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wahnsinn! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ganz klar ist auch, dass weiterhin den Schleppern der Kampf angesagt werden muss. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wahnsinn! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Diesbezüglich gibt es ganz klare Maßnahmen, und wir sind auch mit vielen anderen EU-Mitgliedstaaten in enger Allianz, um ganz klare Maßnahmen zu setzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ganz klar ist auch, dass weiterhin den Schleppern der Kampf angesagt werden muss. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wahnsinn! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Diesbezüglich gibt es ganz klare Maßnahmen, und wir sind auch mit vielen anderen EU-Mitgliedstaaten in enger Allianz, um ganz klare Maßnahmen zu setzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Sie haben noch keine einzige angeführt!
Selbstverständlich werden wir auch weiterhin alles daransetzen, dass vor allem der EU-Maßnahmenplan gegen illegale Migration auf Punkt und Beistrich umgesetzt wird. Sie sehen also, dass wir da sehr viele Maßnahmen setzen (Abg. Scheibner: Sie haben noch keine einzige angeführt!), um unserem Ziel gerecht zu werden. Unser Ziel ist es, auf der einen Seite Menschen, die Hilfe brauchen, zu helfen, und auf der anderen Seite den Schleppern den Kampf anzusagen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Selbstverständlich werden wir auch weiterhin alles daransetzen, dass vor allem der EU-Maßnahmenplan gegen illegale Migration auf Punkt und Beistrich umgesetzt wird. Sie sehen also, dass wir da sehr viele Maßnahmen setzen (Abg. Scheibner: Sie haben noch keine einzige angeführt!), um unserem Ziel gerecht zu werden. Unser Ziel ist es, auf der einen Seite Menschen, die Hilfe brauchen, zu helfen, und auf der anderen Seite den Schleppern den Kampf anzusagen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.
Mit Stand 30. Oktober sind 13 773 Fremde in organisierten Unterkünften und 6 274 Fremde in privaten Quartieren im Rahmen der Grundversorgung untergebracht. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.)
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: wenn keiner was weiß?!
Beim Asylgipfel konnte eine nachhaltige Lösung für die Asylwerber in ganz Österreich erzielt werden. Da obliegt es nun dem Bund, gemeinsam mit den Ländern die Vereinbarungen, die getroffen wurden, umzusetzen, um vor allem in erster Linie die Belagstände in Traiskirchen zu reduzieren. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: wenn keiner was weiß?!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.
Im Jahr 2012 haben sich bislang rund 200 Personen pro Monat in beiden Instanzen dem Asylverfahren entzogen, was trotz gestiegener Asylantragszahl einem gleichbleibenden Wert entspricht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Von einem ausufernden Kriminaltourismus kann in keinster Weise die Rede sein. Das Innenministerium hat diesbezüglich bereits eine Vielzahl von Maßnahmen gesetzt. Ich denke da an den Masterplan im Bereich der Einbruchskriminalität und an die Maßnahmen im Bereich der SOKO Ost oder der SOKO Kfz. (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.) Ein Blick auf die Kriminalstatistik zeigt ganz klar, dass es bei vielen Kriminalitätsformen zu einem Rückgang gekommen ist, zu einer Reduktion von etwa 50 Prozent. Das heißt, wir werden auch weiterhin daran arbeiten, die grenzüberschreitende Kriminalität aufzuklären und zurückzudrängen.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wann?
Das derzeitige EDV-System lässt eben nur eine beschränkte Anzahl von Statistiken zu, eine neue EDV-Umgebung soll mit Einführung des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl zum Einsatz gebracht werden. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wann?)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Harald Vilimsky (FPÖ): Frau Präsident! Frau Bundesminister! Meine sehr geehrten Herren auf der Regierungsbank! Werte Kolleginnen und Kollegen! Also so, Frau Minister, kann es nicht gehen, dass Sie die mehr als berechtigte Kritik unseres Klubobmannes, der nichts anderes gemacht hat, als Ihnen hier jene Zahlen vorzuhalten, die zu einem Gutteil nichts anderes sind als Antworten auf durch meine Fraktion gestellte parlamentarische Anfragen, als rechte Hetze abqualifizieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesminister! Sie haben die tatsächliche Situation hier ja zum Teil selbst zum Ausdruck gebracht, indem Sie festgestellt haben – auch in einer Beantwortung auf eine durch uns gestellte parlamentarische Anfrage –, dass von fünf Asylwerbern nur einer berechtigt ist, tatsächlich Asyl zu erhalten, und vier nicht berechtigt sind, Asyl zu erhalten. Wie würden Sie das eher sehen: Ist das eher der Soll-Zustand, wenn 80 Prozent quasi unberechtigt um Asyl ansuchen, oder ist das eher ein Missbrauchszustand? – Aus unserer Sicht ganz klar und deutlich ein Missbrauchszustand! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Moser: Das stimmt ja gar nicht!
teilen, dass der Herr Fraktionskollege Pilz seine Sozialwohnung, wo er um 60 € im Monat logieren darf (Abg. Dr. Moser: Das stimmt ja gar nicht!), aufgeben wird und tatsächlich für einen Sozialfall zur Verfügung stellen wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
teilen, dass der Herr Fraktionskollege Pilz seine Sozialwohnung, wo er um 60 € im Monat logieren darf (Abg. Dr. Moser: Das stimmt ja gar nicht!), aufgeben wird und tatsächlich für einen Sozialfall zur Verfügung stellen wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Moser: 60 ist untertrieben!
Ja, Frau Moser, ich weiß, das tut weh, das kann man nicht gerne hören. (Abg. Dr. Moser: 60 ist untertrieben!) Das schiebt man lieber irgendwo zur Seite, darüber will man nicht debattieren. Ich halte fest: Sie hocken, in Person Ihres Mandatars Pilz, in Gemeindewohnungen – und das ist alles andere als anständig.
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Steinhauser und Mag. Korun.
Und jetzt machen wir die große Quizfrage – vielleicht will sie die Frau Minister beantworten oder Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren von der grünen Asylvertretungsfraktion –: Was war das Erste, das die beiden Delinquenten gemacht haben? – Sie haben Asyl beantragt! Und die Polizei hatte keine Handhabe. Die beiden wurden nach Traiskirchen beordert, und das Asylverfahren konnte beginnen. – Das ist alles andere als eine Einzelaktion, sondern das hat Methode! Hier habe ich konkret das Protokoll. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Steinhauser und Mag. Korun.)
Abg. Krainer: Und weiter? Was ist jetzt mit der Geschichte?
Schauen Sie, Frau Korun, gehen wir nur die Berichterstattung der letzten Tage durch, weil das ja „alles nicht stimmt“, was wir sagen, weil das ja alles „blanke Erfindung“ ist, was wir bösen Freiheitlichen hier zum Besten geben. (Abg. Krainer: Und weiter? Was ist jetzt mit der Geschichte?) – Kollege Krainer, Sie sind der Spezialexperte Ihrer Fraktion für Wirtschaft, mit Ihren zwei Taferln, aber bei Asyl können Sie noch einiges lernen. Hören Sie lieber zu! (Beifall bei der FPÖ.) – Ich zitiere also aus der Berichterstattung:
Beifall bei der FPÖ.
Schauen Sie, Frau Korun, gehen wir nur die Berichterstattung der letzten Tage durch, weil das ja „alles nicht stimmt“, was wir sagen, weil das ja alles „blanke Erfindung“ ist, was wir bösen Freiheitlichen hier zum Besten geben. (Abg. Krainer: Und weiter? Was ist jetzt mit der Geschichte?) – Kollege Krainer, Sie sind der Spezialexperte Ihrer Fraktion für Wirtschaft, mit Ihren zwei Taferln, aber bei Asyl können Sie noch einiges lernen. Hören Sie lieber zu! (Beifall bei der FPÖ.) – Ich zitiere also aus der Berichterstattung:
Abg. Mag. Steinhauser: Was ist das? Ist das das Protokoll ?
Sind Tschetschenen-Flüchtlinge auf illegalem Heimaturlaub? Innenministerium bestätigt Ungereimtheiten. – Fünffach-Mörder als Asylwerber. Im Drogenrausch Familie mit Kalaschnikow getötet. – Georgische Einbrechermafia: 24 Köpfe, 700 000 € Beute. – Zwei Asylwerber als Diebe und Autoknacker geschnappt. Die Algerier wurden auf frischer Tat ertappt. – Fieberhafte Suche nach Schlepperbus. Radl-Cop stellte zwei Räuber – es geht um Asylwerber. – Raubmord nach Liebesnacht: Prozess gegen tunesischen Asylwerber. Asylwerber in Haft. – Und so weiter und so fort. – Donauinsel-Mord: Asylwerber in Haft. Zielfahnder forschten Tschetschenen aus – ein Bereich, auf den ich auch noch zu sprechen kommen werde. – Flasche auf den Kopf geschlagen: Marokkaner-Attacke. Ist 40-jähriger (Abg. Mag. Steinhauser: Was ist das? Ist das das Protokoll ?) – Ja, ich weiß, Sie von den Grünen hören das nicht gerne, aber ich kann es Ihnen nicht ersparen. Das ist nichts anderes als die Kriminalstatistik – Kriminalfälle, wie sie sich in Österreich nun einmal ereignen. (Beifall bei der FPÖ.) – Kollege Steinhauser, hören Sie weiter zu!
Beifall bei der FPÖ.
Sind Tschetschenen-Flüchtlinge auf illegalem Heimaturlaub? Innenministerium bestätigt Ungereimtheiten. – Fünffach-Mörder als Asylwerber. Im Drogenrausch Familie mit Kalaschnikow getötet. – Georgische Einbrechermafia: 24 Köpfe, 700 000 € Beute. – Zwei Asylwerber als Diebe und Autoknacker geschnappt. Die Algerier wurden auf frischer Tat ertappt. – Fieberhafte Suche nach Schlepperbus. Radl-Cop stellte zwei Räuber – es geht um Asylwerber. – Raubmord nach Liebesnacht: Prozess gegen tunesischen Asylwerber. Asylwerber in Haft. – Und so weiter und so fort. – Donauinsel-Mord: Asylwerber in Haft. Zielfahnder forschten Tschetschenen aus – ein Bereich, auf den ich auch noch zu sprechen kommen werde. – Flasche auf den Kopf geschlagen: Marokkaner-Attacke. Ist 40-jähriger (Abg. Mag. Steinhauser: Was ist das? Ist das das Protokoll ?) – Ja, ich weiß, Sie von den Grünen hören das nicht gerne, aber ich kann es Ihnen nicht ersparen. Das ist nichts anderes als die Kriminalstatistik – Kriminalfälle, wie sie sich in Österreich nun einmal ereignen. (Beifall bei der FPÖ.) – Kollege Steinhauser, hören Sie weiter zu!
Abg. Strache: Jetzt kommt sicher: Lauter Einzelfälle!
einstimmen. – Tschetschene rastete völlig aus, weil Beamte seine Fahrzeugpapiere als gefälscht entlarvten. – Bloßfüßiger Asylwerber schlägt nach Beutezug auf Polizisten ein. Erst Pfefferspray konnte Mohamed A. stoppen. (Abg. Strache: Jetzt kommt sicher: Lauter Einzelfälle!) – Asylwerber mit falschen Urkunden, Kunstkrimi im Gemeindebau: Asylwerber erbeutet 350 Bilder. Iraner versteckte Schatz um 1,5 Millionen €.
Beifall bei der FPÖ.
Ich könnte hier noch minutenlang zitieren, alleine aus den Kriminalfällen der jüngsten Vergangenheit, die sich mit dem Thema Asyl hier in Österreich junktimiert haben. Auch wenn es Ihnen nicht gefällt und die Frau Minister das negiert: Das ist die traurige Faktenlage, wie sie sich für Österreich darstellt! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.
Heute stellt sich die Situation gänzlich anders dar: Es ist nicht mehr so, dass aus den kriegerischen Wirren des benachbarten Umfeldes unseres Staatsterritoriums Menschen bei uns Schutz suchen, sondern es kommen heute Menschen aus aller Herren Länder und aus allen Kontinenten zu uns und rufen um Asyl. (Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.)
Abg. Strache: Korun lädt ja alle Menschen dieser Welt ein, zu kommen!
Als ich Traiskirchen besucht habe, Frau Kollegin Korun, da hat sich etwas Interessantes gezeigt (Abg. Strache: Korun lädt ja alle Menschen dieser Welt ein, zu kommen!): Ich habe eine Mitarbeiterin bei mir gehabt, und da Traiskirchen ja sehr gut geschützt ist – da gibt es einen Stacheldraht, da gibt es Polizei, da gibt es private Securities, da gibt es Kameras –, hat diese Mitarbeiterin, ein bisschen gutgläubig vielleicht, einen der Betreiber dort gefragt: Ja, wie viele büxen hier eigentlich aus? Und man hat sie aufgeklärt: Nein, nein, es ist nicht so, dass vielleicht Asylwerber das Lager verlassen, sie dürfen sowieso jederzeit rausgehen, sondern der Grund, warum diese Sicherungsmaßnahmen getroffen wurden, ist der Umstand, dass sichergestellt werden soll, dass niemand reinkommt nach Traiskirchen, weil immer wieder Missbrauchsfälle auch dokumentiert werden und rund um diese Asylzentren die Kriminalität natürlich immer ansteigt und die heimische Bevölkerung davon mehr als in Mitleidenschaft gezogen wird!
Beifall bei der FPÖ.
Es gibt, glaube ich, einen guten Vorschlag zu diesem Thema, wie man die Situation etwas verbessern könnte, der in zwei Richtungen geht. Das Erste: Anreizminimierung, dass also Österreich endlich ein Signal setzt, damit wir nicht weiter im Visier internationaler Schlepper stehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
hen. Die Europäische Union hat Ihnen das verboten, hat Ihnen das mehr oder minder untersagt, hat diese Maßnahme als nicht zulässig qualifiziert. – Ich finde, da sollten wir in einen Streit mit der Europäischen Union gehen. Und ich sage auch, wir Österreicher sollten das vielleicht mit einer Volksabstimmung oder Volksbefragung in die Wege leiten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und das, was wir heute machen, ist keine Hetze, sondern: Wir vertreten die Österreicherinnen und Österreicher, den Rechtsstaat, Ordnung und mahnen die Sicherheit in diesem Land ein! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: „Danke!“
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Galerie und vor den Bildschirmen! (Abg. Grosz: „Danke!“)
Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir werden uns sicher gerne bedanken, denn es hat ja einen Grund, warum Österreich eines der sichersten Länder der Welt ist. (Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.) – Nicht lachen, sondern die Zahlen und Fakten anschauen! Das ist weltweit nachvollziehbar. Und es hat schon einen Grund, warum Wien international wieder an erster Stelle gereiht worden ist: Nicht nur, weil Wien eine herrliche Infrastruktur hat und eine schöne Stadt ist, sondern weil Wien auch sicher ist. Und mit Zahlen und Statistiken, meine sehr geehrten Damen und Herren, sollte man so umgehen, wie es ganz einfach richtig ist, und nicht Angstmacherei betreiben. Sagen Sie auch dazu, Kollege Vilimsky, dass wir, wenn Sie das umsetzen wollen, den Rechtsstaat abschaffen müssen! Sagen Sie dazu, wie Sie aus völkerrechtlichen Verbindlichkeiten herauskommen! Sagen Sie das dazu!
Abg. Neubauer: Das hat kein Mensch gesagt!
Ich meine, meine sehr geehrten Damen und Herren, en passant im Vorfeld alle Fremden zu kriminalisieren, alle Asylwerber zu kriminalisieren, ist nicht nur falsch, sondern da muss ich schon dazusagen, damit bezweckt man etwas. (Abg. Neubauer: Das hat kein Mensch gesagt!) Denn schauen Sie sich die Zahlen an, wie sie sich in den letzten fünf Jahren entwickelt haben: Es ist sowohl die Zahl der Fremden, gegen die ermittelt wird, stark rückläufig, nämlich von 31 700 auf 14 800, als auch der Prozentsatz der Asylwerber von 16,5 Prozent auf 10 Prozent zurückgegangen.
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
Das ist eindeutig die Statistik, die Sie zitieren, die Sie hier aber nur in einem anderen Kontext zum Besten geben. (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.)
Ruf bei der FPÖ: Na also!
Jede einzelne Straftat – und ich hoffe, da sind wir uns einig – ist eine zu viel (Ruf bei der FPÖ: Na also!), aber ich glaube nicht, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass wir
Abg. Grosz: „Danke!“
an den Grundsätzen der völkerrechtlichen Verpflichtungen einerseits und des Rechtsstaates zum anderen rütteln und ganz einfach versuchen sollten (Abg. Grosz: „Danke!“), humanitäre Aufgaben, zu denen wir uns vor Jahrzehnten verpflichtet haben, nicht ganz einfach außer Kraft zu setzen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Neubauer: ... ein Polizist!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Neubauer: ... ein Polizist!
an den Grundsätzen der völkerrechtlichen Verpflichtungen einerseits und des Rechtsstaates zum anderen rütteln und ganz einfach versuchen sollten (Abg. Grosz: „Danke!“), humanitäre Aufgaben, zu denen wir uns vor Jahrzehnten verpflichtet haben, nicht ganz einfach außer Kraft zu setzen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Neubauer: ... ein Polizist!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Das war ziemlich kompakt, würde ich einmal sagen!
Und wenn Sie sich immer lächerlich machen wollen, weil wir uns bei jenen bedanken, die diese Arbeit leisten, dann machen Sie sich doch lächerlich! Ich stehe nicht an, mich persönlich und namens meiner Fraktion sowohl bei den Bediensteten des Bundesasylamts, beim Asylgerichtshof und vor allem – denn Österreich ist dank ihnen wirklich sicher – bei den Kolleginnen und Kollegen der Exekutive Österreichs zu bedanken. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Das war ziemlich kompakt, würde ich einmal sagen!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Abgeordneter Günter Kößl (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Herr Staatssekretär! Geschätzte Damen und Herren! An und für sich glaube ich, dass die Frau Bundesminister nichts beschönigt hat, Herr Kollege Vilimsky, sondern uns die Realität vor Augen geführt hat, nämlich wie die Gegebenheiten draußen vor Ort tatsächlich sind. Ja, wir bemühen uns sehr, sehr erfolgreich, gegen die Kriminalität aufzutreten. Ich möchte mich wirklich bei der Frau Bundesminister und bei allen Polizeibeamten für ihr engagiertes Arbeiten in diesem Bereich bedanken. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Neubauer: Das sind doch nur Schlagworte! Reden Sie doch einmal über Tatsachen!
Erfolgreich sind wir insofern – der Kollege Pendl hat das schon erwähnt –, weil wir wirklich zu den sichersten Ländern der Welt zählen, und das müssen wir schon immer wieder der Bevölkerung draußen klarmachen. Es hat keinen Sinn, hier herinnen zu skandalisieren, verschiedene Sachen schlechtzureden, zu polemisieren. (Abg. Neubauer: Das sind doch nur Schlagworte! Reden Sie doch einmal über Tatsachen!) Also ich glaube, dass wir eine sehr, sehr gute Arbeit im Bereich der Sicherheit leisten.
Abg. Neubauer: Das sind sie!
Ja, wir haben eine leichte Steigerung im Bereich der Kriminalität zu verzeichnen. Aber warum ist das so? – Weil wir eine 150-prozentige Steigerung bei der Internetkriminalität haben! Bitte stellen Sie sich nicht hier her und sagen, die Menschen draußen sind verunsichert (Abg. Neubauer: Das sind sie!), die Zahlen bei Einbruch, Diebstahl und Kfz-Diebstahl steigen. (Abg. Strache: Mit den Staatsbürgerschaftsgeschenken wird das natürlich mehr!) – Das stimmt einfach nicht! Wir haben im Bereich der Kfz-Diebstähle um 16 Prozent rückläufige Zahlen.
Abg. Strache: Mit den Staatsbürgerschaftsgeschenken wird das natürlich mehr!
Ja, wir haben eine leichte Steigerung im Bereich der Kriminalität zu verzeichnen. Aber warum ist das so? – Weil wir eine 150-prozentige Steigerung bei der Internetkriminalität haben! Bitte stellen Sie sich nicht hier her und sagen, die Menschen draußen sind verunsichert (Abg. Neubauer: Das sind sie!), die Zahlen bei Einbruch, Diebstahl und Kfz-Diebstahl steigen. (Abg. Strache: Mit den Staatsbürgerschaftsgeschenken wird das natürlich mehr!) – Das stimmt einfach nicht! Wir haben im Bereich der Kfz-Diebstähle um 16 Prozent rückläufige Zahlen.
Abg. Mayerhofer: Zeitweilig dicht!
Es hat keinen Sinn, sich hier herzustellen und zu sagen: Wir in Österreich mauern uns ein, ziehen eine Mauer hoch, machen die Grenzen wieder zu (Abg. Mayerhofer: Zeitweilig dicht!), sondern ich glaube, dass es wichtig ist, dass wir die internationale Zusammenarbeit, die Zusammenarbeit mit den Nachbarländern noch intensivieren (Abg. Mayerhofer: ... die Außengrenzen verboten!), damit wir dieser Art von Kriminalität, egal, in welcher Form sie auftritt, auch entsprechend begegnen können. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Mayerhofer: ... die Außengrenzen verboten!
Es hat keinen Sinn, sich hier herzustellen und zu sagen: Wir in Österreich mauern uns ein, ziehen eine Mauer hoch, machen die Grenzen wieder zu (Abg. Mayerhofer: Zeitweilig dicht!), sondern ich glaube, dass es wichtig ist, dass wir die internationale Zusammenarbeit, die Zusammenarbeit mit den Nachbarländern noch intensivieren (Abg. Mayerhofer: ... die Außengrenzen verboten!), damit wir dieser Art von Kriminalität, egal, in welcher Form sie auftritt, auch entsprechend begegnen können. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Es hat keinen Sinn, sich hier herzustellen und zu sagen: Wir in Österreich mauern uns ein, ziehen eine Mauer hoch, machen die Grenzen wieder zu (Abg. Mayerhofer: Zeitweilig dicht!), sondern ich glaube, dass es wichtig ist, dass wir die internationale Zusammenarbeit, die Zusammenarbeit mit den Nachbarländern noch intensivieren (Abg. Mayerhofer: ... die Außengrenzen verboten!), damit wir dieser Art von Kriminalität, egal, in welcher Form sie auftritt, auch entsprechend begegnen können. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Strache: Sie wissen schon, wie der Rucksack abgearbeitet wurde?
Kollege Vilimsky ist momentan nicht da, aber ich möchte ihm schon eines sagen: Wir sind wirklich sehr, sehr bemüht, dass die Asylverfahren rascher vonstattengehen. Und ich hätte mir wirklich erwartet, dass die FPÖ auch mitstimmt bei der Installierung des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl, denn mit diesem Bundesamt werden die Verfahren zukünftig wesentlich schneller vonstattengehen, und es wäre sicherlich sinnvoll gewesen, wenn es hier eine einheitliche Linie gegeben hätte. (Abg. Strache: Sie wissen schon, wie der Rucksack abgearbeitet wurde?)
Abg. Strache: Die Anträge sind zurückgezogen worden und neue gestellt worden! Das war eine Finte! Fragen Sie einen Richter! Fragen Sie einen Asylrichter! Die haben gesagt, ziehen Sie den Antrag zurück und stellen Sie einen neuen!
Der Rucksack? Kollege Strache, du weißt ganz genau, dass wir durch den Bundesasylgerichtshof einen wesentlichen Abbau des Rucksackes vorgenommen haben. (Abg. Strache: Die Anträge sind zurückgezogen worden und neue gestellt worden! Das war eine Finte! Fragen Sie einen Richter! Fragen Sie einen Asylrichter! Die haben gesagt, ziehen Sie den Antrag zurück und stellen Sie einen neuen!) – Im Gegensatz zu dir bin ich ständig im Kontakt mit den Beamten im Bundesasylamt, das ist eine Tatsache. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Offenbar reden Sie mit den Asylrichtern nicht, sonst würden Sie das wissen!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Offenbar reden Sie mit den Asylrichtern nicht, sonst würden Sie das wissen!
Der Rucksack? Kollege Strache, du weißt ganz genau, dass wir durch den Bundesasylgerichtshof einen wesentlichen Abbau des Rucksackes vorgenommen haben. (Abg. Strache: Die Anträge sind zurückgezogen worden und neue gestellt worden! Das war eine Finte! Fragen Sie einen Richter! Fragen Sie einen Asylrichter! Die haben gesagt, ziehen Sie den Antrag zurück und stellen Sie einen neuen!) – Im Gegensatz zu dir bin ich ständig im Kontakt mit den Beamten im Bundesasylamt, das ist eine Tatsache. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Offenbar reden Sie mit den Asylrichtern nicht, sonst würden Sie das wissen!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube schon eines, nämlich dass wir uns – zusammenfassend gesagt – natürlich bemühen müssen, dass die Asylverfahren so schnell wie möglich vonstattengehen, damit auf der einen Seite Rechtssicherheit für die betroffenen Asylwerber gegeben ist und dass wir uns auch dementsprechend die Kosten für die Grundversorgung ersparen. An und für sich soll ja das Geld, das wir einsetzen, all jenen im Asylbereich zugutekommen, die wirklich zu Recht um Asyl ansuchen und wo es gerechtfertigt ist, dieses Geld zu investieren – und natürlich soll es auch besonders im Bereich der Integration eingesetzt werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Rosenkranz: „Dunstkreis“? – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ
Abgeordnete Mag. Alev Korun (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Gäste auf der Galerie und vor den Bildschirmen! Jetzt ist das schon klar, nicht? – Wenn so viele Personen aus dem Dunstkreis der FPÖ in Dinge verstrickt sind, die wir gerade monatelang im Untersuchungsausschuss behandelt haben (Abg. Dr. Rosenkranz: „Dunstkreis“? – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) – die Namen Grasser, Rumpold, Gorbach, Reichhold, Meischberger (Abg. Strache: Alles keine FPÖ-ler!); die anderen lasse ich aus, denn sonst müssten wir bis zum Abend hier sitzen (Ruf bei der FPÖ: Falsche Rede!) –, wenn mit Stronach der FPÖ die rabiate EU-Kritik abhandengekommen ist, wenn die Bankenrettung allein der Hypo Alpe-Adria in Kärnten (Ruf bei der FPÖ: Sie haben die falsche Rede!) die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen – nämlich uns alle, wie wir hier sitzen, und auch Sie, sehr geehrte Zuschauer und Zuschauerinnen (Abg. Neubauer: Sie haben ein Problem mit der Farbenlehre! – Ruf bei der FPÖ: Aber nicht nur!) – rund 2 Milliarden € gekostet hat – die Rettung der Hypo Alpe-Adria, deren Hauptsitz sich ja bekanntlich im FPK-geführten Kärnten befindet; 2 Milliarden € Steuergeld (Abg. Strache: Die Bayern!) –, wenn inzwischen die halbe FPK-Landesregierung fast nicht mehr im Landtagssitzungssaal Platz nehmen kann, weil von der Korruptionsstaatsanwaltschaft Ermittlungen gegen sie eingeleitet wurde (Ruf bei der FPÖ: Was reden Sie da?) – Herr Dobernig, Herr Dörfler, Herr Scheuch, um nur ein paar der Namen zu nennen (Abg. Strache: Sie meinen die fünf Minister und ...?) –, in dieser Situation muss die FPÖ natürlich gleich wieder zum Ausländerthema schreien. (Abg. Strache: Sie meinen die fünf Minister und Staatssekretäre, gegen die ermittelt wird?) Alles andere hätte mich, ehrlich gesagt, auch gewundert, denn etwas anderes bleibt Ihnen ja nicht mehr übrig. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Strache: Alles keine FPÖ-ler!
Abgeordnete Mag. Alev Korun (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Gäste auf der Galerie und vor den Bildschirmen! Jetzt ist das schon klar, nicht? – Wenn so viele Personen aus dem Dunstkreis der FPÖ in Dinge verstrickt sind, die wir gerade monatelang im Untersuchungsausschuss behandelt haben (Abg. Dr. Rosenkranz: „Dunstkreis“? – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) – die Namen Grasser, Rumpold, Gorbach, Reichhold, Meischberger (Abg. Strache: Alles keine FPÖ-ler!); die anderen lasse ich aus, denn sonst müssten wir bis zum Abend hier sitzen (Ruf bei der FPÖ: Falsche Rede!) –, wenn mit Stronach der FPÖ die rabiate EU-Kritik abhandengekommen ist, wenn die Bankenrettung allein der Hypo Alpe-Adria in Kärnten (Ruf bei der FPÖ: Sie haben die falsche Rede!) die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen – nämlich uns alle, wie wir hier sitzen, und auch Sie, sehr geehrte Zuschauer und Zuschauerinnen (Abg. Neubauer: Sie haben ein Problem mit der Farbenlehre! – Ruf bei der FPÖ: Aber nicht nur!) – rund 2 Milliarden € gekostet hat – die Rettung der Hypo Alpe-Adria, deren Hauptsitz sich ja bekanntlich im FPK-geführten Kärnten befindet; 2 Milliarden € Steuergeld (Abg. Strache: Die Bayern!) –, wenn inzwischen die halbe FPK-Landesregierung fast nicht mehr im Landtagssitzungssaal Platz nehmen kann, weil von der Korruptionsstaatsanwaltschaft Ermittlungen gegen sie eingeleitet wurde (Ruf bei der FPÖ: Was reden Sie da?) – Herr Dobernig, Herr Dörfler, Herr Scheuch, um nur ein paar der Namen zu nennen (Abg. Strache: Sie meinen die fünf Minister und ...?) –, in dieser Situation muss die FPÖ natürlich gleich wieder zum Ausländerthema schreien. (Abg. Strache: Sie meinen die fünf Minister und Staatssekretäre, gegen die ermittelt wird?) Alles andere hätte mich, ehrlich gesagt, auch gewundert, denn etwas anderes bleibt Ihnen ja nicht mehr übrig. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der FPÖ: Falsche Rede!
Abgeordnete Mag. Alev Korun (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Gäste auf der Galerie und vor den Bildschirmen! Jetzt ist das schon klar, nicht? – Wenn so viele Personen aus dem Dunstkreis der FPÖ in Dinge verstrickt sind, die wir gerade monatelang im Untersuchungsausschuss behandelt haben (Abg. Dr. Rosenkranz: „Dunstkreis“? – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) – die Namen Grasser, Rumpold, Gorbach, Reichhold, Meischberger (Abg. Strache: Alles keine FPÖ-ler!); die anderen lasse ich aus, denn sonst müssten wir bis zum Abend hier sitzen (Ruf bei der FPÖ: Falsche Rede!) –, wenn mit Stronach der FPÖ die rabiate EU-Kritik abhandengekommen ist, wenn die Bankenrettung allein der Hypo Alpe-Adria in Kärnten (Ruf bei der FPÖ: Sie haben die falsche Rede!) die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen – nämlich uns alle, wie wir hier sitzen, und auch Sie, sehr geehrte Zuschauer und Zuschauerinnen (Abg. Neubauer: Sie haben ein Problem mit der Farbenlehre! – Ruf bei der FPÖ: Aber nicht nur!) – rund 2 Milliarden € gekostet hat – die Rettung der Hypo Alpe-Adria, deren Hauptsitz sich ja bekanntlich im FPK-geführten Kärnten befindet; 2 Milliarden € Steuergeld (Abg. Strache: Die Bayern!) –, wenn inzwischen die halbe FPK-Landesregierung fast nicht mehr im Landtagssitzungssaal Platz nehmen kann, weil von der Korruptionsstaatsanwaltschaft Ermittlungen gegen sie eingeleitet wurde (Ruf bei der FPÖ: Was reden Sie da?) – Herr Dobernig, Herr Dörfler, Herr Scheuch, um nur ein paar der Namen zu nennen (Abg. Strache: Sie meinen die fünf Minister und ...?) –, in dieser Situation muss die FPÖ natürlich gleich wieder zum Ausländerthema schreien. (Abg. Strache: Sie meinen die fünf Minister und Staatssekretäre, gegen die ermittelt wird?) Alles andere hätte mich, ehrlich gesagt, auch gewundert, denn etwas anderes bleibt Ihnen ja nicht mehr übrig. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der FPÖ: Sie haben die falsche Rede!
Abgeordnete Mag. Alev Korun (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Gäste auf der Galerie und vor den Bildschirmen! Jetzt ist das schon klar, nicht? – Wenn so viele Personen aus dem Dunstkreis der FPÖ in Dinge verstrickt sind, die wir gerade monatelang im Untersuchungsausschuss behandelt haben (Abg. Dr. Rosenkranz: „Dunstkreis“? – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) – die Namen Grasser, Rumpold, Gorbach, Reichhold, Meischberger (Abg. Strache: Alles keine FPÖ-ler!); die anderen lasse ich aus, denn sonst müssten wir bis zum Abend hier sitzen (Ruf bei der FPÖ: Falsche Rede!) –, wenn mit Stronach der FPÖ die rabiate EU-Kritik abhandengekommen ist, wenn die Bankenrettung allein der Hypo Alpe-Adria in Kärnten (Ruf bei der FPÖ: Sie haben die falsche Rede!) die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen – nämlich uns alle, wie wir hier sitzen, und auch Sie, sehr geehrte Zuschauer und Zuschauerinnen (Abg. Neubauer: Sie haben ein Problem mit der Farbenlehre! – Ruf bei der FPÖ: Aber nicht nur!) – rund 2 Milliarden € gekostet hat – die Rettung der Hypo Alpe-Adria, deren Hauptsitz sich ja bekanntlich im FPK-geführten Kärnten befindet; 2 Milliarden € Steuergeld (Abg. Strache: Die Bayern!) –, wenn inzwischen die halbe FPK-Landesregierung fast nicht mehr im Landtagssitzungssaal Platz nehmen kann, weil von der Korruptionsstaatsanwaltschaft Ermittlungen gegen sie eingeleitet wurde (Ruf bei der FPÖ: Was reden Sie da?) – Herr Dobernig, Herr Dörfler, Herr Scheuch, um nur ein paar der Namen zu nennen (Abg. Strache: Sie meinen die fünf Minister und ...?) –, in dieser Situation muss die FPÖ natürlich gleich wieder zum Ausländerthema schreien. (Abg. Strache: Sie meinen die fünf Minister und Staatssekretäre, gegen die ermittelt wird?) Alles andere hätte mich, ehrlich gesagt, auch gewundert, denn etwas anderes bleibt Ihnen ja nicht mehr übrig. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Neubauer: Sie haben ein Problem mit der Farbenlehre! – Ruf bei der FPÖ: Aber nicht nur!
Abgeordnete Mag. Alev Korun (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Gäste auf der Galerie und vor den Bildschirmen! Jetzt ist das schon klar, nicht? – Wenn so viele Personen aus dem Dunstkreis der FPÖ in Dinge verstrickt sind, die wir gerade monatelang im Untersuchungsausschuss behandelt haben (Abg. Dr. Rosenkranz: „Dunstkreis“? – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) – die Namen Grasser, Rumpold, Gorbach, Reichhold, Meischberger (Abg. Strache: Alles keine FPÖ-ler!); die anderen lasse ich aus, denn sonst müssten wir bis zum Abend hier sitzen (Ruf bei der FPÖ: Falsche Rede!) –, wenn mit Stronach der FPÖ die rabiate EU-Kritik abhandengekommen ist, wenn die Bankenrettung allein der Hypo Alpe-Adria in Kärnten (Ruf bei der FPÖ: Sie haben die falsche Rede!) die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen – nämlich uns alle, wie wir hier sitzen, und auch Sie, sehr geehrte Zuschauer und Zuschauerinnen (Abg. Neubauer: Sie haben ein Problem mit der Farbenlehre! – Ruf bei der FPÖ: Aber nicht nur!) – rund 2 Milliarden € gekostet hat – die Rettung der Hypo Alpe-Adria, deren Hauptsitz sich ja bekanntlich im FPK-geführten Kärnten befindet; 2 Milliarden € Steuergeld (Abg. Strache: Die Bayern!) –, wenn inzwischen die halbe FPK-Landesregierung fast nicht mehr im Landtagssitzungssaal Platz nehmen kann, weil von der Korruptionsstaatsanwaltschaft Ermittlungen gegen sie eingeleitet wurde (Ruf bei der FPÖ: Was reden Sie da?) – Herr Dobernig, Herr Dörfler, Herr Scheuch, um nur ein paar der Namen zu nennen (Abg. Strache: Sie meinen die fünf Minister und ...?) –, in dieser Situation muss die FPÖ natürlich gleich wieder zum Ausländerthema schreien. (Abg. Strache: Sie meinen die fünf Minister und Staatssekretäre, gegen die ermittelt wird?) Alles andere hätte mich, ehrlich gesagt, auch gewundert, denn etwas anderes bleibt Ihnen ja nicht mehr übrig. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Strache: Die Bayern!
Abgeordnete Mag. Alev Korun (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Gäste auf der Galerie und vor den Bildschirmen! Jetzt ist das schon klar, nicht? – Wenn so viele Personen aus dem Dunstkreis der FPÖ in Dinge verstrickt sind, die wir gerade monatelang im Untersuchungsausschuss behandelt haben (Abg. Dr. Rosenkranz: „Dunstkreis“? – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) – die Namen Grasser, Rumpold, Gorbach, Reichhold, Meischberger (Abg. Strache: Alles keine FPÖ-ler!); die anderen lasse ich aus, denn sonst müssten wir bis zum Abend hier sitzen (Ruf bei der FPÖ: Falsche Rede!) –, wenn mit Stronach der FPÖ die rabiate EU-Kritik abhandengekommen ist, wenn die Bankenrettung allein der Hypo Alpe-Adria in Kärnten (Ruf bei der FPÖ: Sie haben die falsche Rede!) die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen – nämlich uns alle, wie wir hier sitzen, und auch Sie, sehr geehrte Zuschauer und Zuschauerinnen (Abg. Neubauer: Sie haben ein Problem mit der Farbenlehre! – Ruf bei der FPÖ: Aber nicht nur!) – rund 2 Milliarden € gekostet hat – die Rettung der Hypo Alpe-Adria, deren Hauptsitz sich ja bekanntlich im FPK-geführten Kärnten befindet; 2 Milliarden € Steuergeld (Abg. Strache: Die Bayern!) –, wenn inzwischen die halbe FPK-Landesregierung fast nicht mehr im Landtagssitzungssaal Platz nehmen kann, weil von der Korruptionsstaatsanwaltschaft Ermittlungen gegen sie eingeleitet wurde (Ruf bei der FPÖ: Was reden Sie da?) – Herr Dobernig, Herr Dörfler, Herr Scheuch, um nur ein paar der Namen zu nennen (Abg. Strache: Sie meinen die fünf Minister und ...?) –, in dieser Situation muss die FPÖ natürlich gleich wieder zum Ausländerthema schreien. (Abg. Strache: Sie meinen die fünf Minister und Staatssekretäre, gegen die ermittelt wird?) Alles andere hätte mich, ehrlich gesagt, auch gewundert, denn etwas anderes bleibt Ihnen ja nicht mehr übrig. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der FPÖ: Was reden Sie da?
Abgeordnete Mag. Alev Korun (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Gäste auf der Galerie und vor den Bildschirmen! Jetzt ist das schon klar, nicht? – Wenn so viele Personen aus dem Dunstkreis der FPÖ in Dinge verstrickt sind, die wir gerade monatelang im Untersuchungsausschuss behandelt haben (Abg. Dr. Rosenkranz: „Dunstkreis“? – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) – die Namen Grasser, Rumpold, Gorbach, Reichhold, Meischberger (Abg. Strache: Alles keine FPÖ-ler!); die anderen lasse ich aus, denn sonst müssten wir bis zum Abend hier sitzen (Ruf bei der FPÖ: Falsche Rede!) –, wenn mit Stronach der FPÖ die rabiate EU-Kritik abhandengekommen ist, wenn die Bankenrettung allein der Hypo Alpe-Adria in Kärnten (Ruf bei der FPÖ: Sie haben die falsche Rede!) die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen – nämlich uns alle, wie wir hier sitzen, und auch Sie, sehr geehrte Zuschauer und Zuschauerinnen (Abg. Neubauer: Sie haben ein Problem mit der Farbenlehre! – Ruf bei der FPÖ: Aber nicht nur!) – rund 2 Milliarden € gekostet hat – die Rettung der Hypo Alpe-Adria, deren Hauptsitz sich ja bekanntlich im FPK-geführten Kärnten befindet; 2 Milliarden € Steuergeld (Abg. Strache: Die Bayern!) –, wenn inzwischen die halbe FPK-Landesregierung fast nicht mehr im Landtagssitzungssaal Platz nehmen kann, weil von der Korruptionsstaatsanwaltschaft Ermittlungen gegen sie eingeleitet wurde (Ruf bei der FPÖ: Was reden Sie da?) – Herr Dobernig, Herr Dörfler, Herr Scheuch, um nur ein paar der Namen zu nennen (Abg. Strache: Sie meinen die fünf Minister und ...?) –, in dieser Situation muss die FPÖ natürlich gleich wieder zum Ausländerthema schreien. (Abg. Strache: Sie meinen die fünf Minister und Staatssekretäre, gegen die ermittelt wird?) Alles andere hätte mich, ehrlich gesagt, auch gewundert, denn etwas anderes bleibt Ihnen ja nicht mehr übrig. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Strache: Sie meinen die fünf Minister und ...?
Abgeordnete Mag. Alev Korun (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Gäste auf der Galerie und vor den Bildschirmen! Jetzt ist das schon klar, nicht? – Wenn so viele Personen aus dem Dunstkreis der FPÖ in Dinge verstrickt sind, die wir gerade monatelang im Untersuchungsausschuss behandelt haben (Abg. Dr. Rosenkranz: „Dunstkreis“? – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) – die Namen Grasser, Rumpold, Gorbach, Reichhold, Meischberger (Abg. Strache: Alles keine FPÖ-ler!); die anderen lasse ich aus, denn sonst müssten wir bis zum Abend hier sitzen (Ruf bei der FPÖ: Falsche Rede!) –, wenn mit Stronach der FPÖ die rabiate EU-Kritik abhandengekommen ist, wenn die Bankenrettung allein der Hypo Alpe-Adria in Kärnten (Ruf bei der FPÖ: Sie haben die falsche Rede!) die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen – nämlich uns alle, wie wir hier sitzen, und auch Sie, sehr geehrte Zuschauer und Zuschauerinnen (Abg. Neubauer: Sie haben ein Problem mit der Farbenlehre! – Ruf bei der FPÖ: Aber nicht nur!) – rund 2 Milliarden € gekostet hat – die Rettung der Hypo Alpe-Adria, deren Hauptsitz sich ja bekanntlich im FPK-geführten Kärnten befindet; 2 Milliarden € Steuergeld (Abg. Strache: Die Bayern!) –, wenn inzwischen die halbe FPK-Landesregierung fast nicht mehr im Landtagssitzungssaal Platz nehmen kann, weil von der Korruptionsstaatsanwaltschaft Ermittlungen gegen sie eingeleitet wurde (Ruf bei der FPÖ: Was reden Sie da?) – Herr Dobernig, Herr Dörfler, Herr Scheuch, um nur ein paar der Namen zu nennen (Abg. Strache: Sie meinen die fünf Minister und ...?) –, in dieser Situation muss die FPÖ natürlich gleich wieder zum Ausländerthema schreien. (Abg. Strache: Sie meinen die fünf Minister und Staatssekretäre, gegen die ermittelt wird?) Alles andere hätte mich, ehrlich gesagt, auch gewundert, denn etwas anderes bleibt Ihnen ja nicht mehr übrig. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Strache: Sie meinen die fünf Minister und Staatssekretäre, gegen die ermittelt wird?
Abgeordnete Mag. Alev Korun (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Gäste auf der Galerie und vor den Bildschirmen! Jetzt ist das schon klar, nicht? – Wenn so viele Personen aus dem Dunstkreis der FPÖ in Dinge verstrickt sind, die wir gerade monatelang im Untersuchungsausschuss behandelt haben (Abg. Dr. Rosenkranz: „Dunstkreis“? – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) – die Namen Grasser, Rumpold, Gorbach, Reichhold, Meischberger (Abg. Strache: Alles keine FPÖ-ler!); die anderen lasse ich aus, denn sonst müssten wir bis zum Abend hier sitzen (Ruf bei der FPÖ: Falsche Rede!) –, wenn mit Stronach der FPÖ die rabiate EU-Kritik abhandengekommen ist, wenn die Bankenrettung allein der Hypo Alpe-Adria in Kärnten (Ruf bei der FPÖ: Sie haben die falsche Rede!) die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen – nämlich uns alle, wie wir hier sitzen, und auch Sie, sehr geehrte Zuschauer und Zuschauerinnen (Abg. Neubauer: Sie haben ein Problem mit der Farbenlehre! – Ruf bei der FPÖ: Aber nicht nur!) – rund 2 Milliarden € gekostet hat – die Rettung der Hypo Alpe-Adria, deren Hauptsitz sich ja bekanntlich im FPK-geführten Kärnten befindet; 2 Milliarden € Steuergeld (Abg. Strache: Die Bayern!) –, wenn inzwischen die halbe FPK-Landesregierung fast nicht mehr im Landtagssitzungssaal Platz nehmen kann, weil von der Korruptionsstaatsanwaltschaft Ermittlungen gegen sie eingeleitet wurde (Ruf bei der FPÖ: Was reden Sie da?) – Herr Dobernig, Herr Dörfler, Herr Scheuch, um nur ein paar der Namen zu nennen (Abg. Strache: Sie meinen die fünf Minister und ...?) –, in dieser Situation muss die FPÖ natürlich gleich wieder zum Ausländerthema schreien. (Abg. Strache: Sie meinen die fünf Minister und Staatssekretäre, gegen die ermittelt wird?) Alles andere hätte mich, ehrlich gesagt, auch gewundert, denn etwas anderes bleibt Ihnen ja nicht mehr übrig. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Mag. Alev Korun (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Gäste auf der Galerie und vor den Bildschirmen! Jetzt ist das schon klar, nicht? – Wenn so viele Personen aus dem Dunstkreis der FPÖ in Dinge verstrickt sind, die wir gerade monatelang im Untersuchungsausschuss behandelt haben (Abg. Dr. Rosenkranz: „Dunstkreis“? – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) – die Namen Grasser, Rumpold, Gorbach, Reichhold, Meischberger (Abg. Strache: Alles keine FPÖ-ler!); die anderen lasse ich aus, denn sonst müssten wir bis zum Abend hier sitzen (Ruf bei der FPÖ: Falsche Rede!) –, wenn mit Stronach der FPÖ die rabiate EU-Kritik abhandengekommen ist, wenn die Bankenrettung allein der Hypo Alpe-Adria in Kärnten (Ruf bei der FPÖ: Sie haben die falsche Rede!) die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen – nämlich uns alle, wie wir hier sitzen, und auch Sie, sehr geehrte Zuschauer und Zuschauerinnen (Abg. Neubauer: Sie haben ein Problem mit der Farbenlehre! – Ruf bei der FPÖ: Aber nicht nur!) – rund 2 Milliarden € gekostet hat – die Rettung der Hypo Alpe-Adria, deren Hauptsitz sich ja bekanntlich im FPK-geführten Kärnten befindet; 2 Milliarden € Steuergeld (Abg. Strache: Die Bayern!) –, wenn inzwischen die halbe FPK-Landesregierung fast nicht mehr im Landtagssitzungssaal Platz nehmen kann, weil von der Korruptionsstaatsanwaltschaft Ermittlungen gegen sie eingeleitet wurde (Ruf bei der FPÖ: Was reden Sie da?) – Herr Dobernig, Herr Dörfler, Herr Scheuch, um nur ein paar der Namen zu nennen (Abg. Strache: Sie meinen die fünf Minister und ...?) –, in dieser Situation muss die FPÖ natürlich gleich wieder zum Ausländerthema schreien. (Abg. Strache: Sie meinen die fünf Minister und Staatssekretäre, gegen die ermittelt wird?) Alles andere hätte mich, ehrlich gesagt, auch gewundert, denn etwas anderes bleibt Ihnen ja nicht mehr übrig. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Ing. Höbart: Sie interpretieren das ganz anders! Mindestsicherung!
Sie greifen in die Mottenkiste der neunziger Jahre und schreien wieder: Ausländer, Asyl, Skandal! Dabei sollte man annehmen, Sie sollten in der Lage sein, die Beantwortung zumindest Ihrer eigenen parlamentarischen Anfragen zu lesen und richtig zu interpretieren. Dazu etwas später. Sie sprechen ... (Abg. Ing. Höbart: Sie interpretieren das ganz anders! Mindestsicherung!) – Genau, noch ein FPÖ-Mythos wird von dem Kollegen hier in den Raum geworfen. Auch dazu kommen wir später. (Abg. Strache: Später, später, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute!)
Abg. Strache: Später, später, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute!
Sie greifen in die Mottenkiste der neunziger Jahre und schreien wieder: Ausländer, Asyl, Skandal! Dabei sollte man annehmen, Sie sollten in der Lage sein, die Beantwortung zumindest Ihrer eigenen parlamentarischen Anfragen zu lesen und richtig zu interpretieren. Dazu etwas später. Sie sprechen ... (Abg. Ing. Höbart: Sie interpretieren das ganz anders! Mindestsicherung!) – Genau, noch ein FPÖ-Mythos wird von dem Kollegen hier in den Raum geworfen. Auch dazu kommen wir später. (Abg. Strache: Später, später, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute!)
Abg. Strache: Das ist falsch, absolut falsch! Das ist absolut falsch, was Sie hier behaupten! Wider besseres Wissen lügen Sie hier!
Das Einzige aus der Rede des Klubobmann Strache, dem ich mich anschließen kann, ist, als er gesagt hat, Österreich hat eine alte und große Asyltradition. – Das stimmt, da sind wir uns einig. Allerdings darf ich auch daran erinnern, dass gerade Anfang der neunziger Jahre, als die Aufnahme der Flüchtlinge aus Bosnien zur Debatte gestanden ist, gerade Sie beziehungsweise Ihre Fraktion der Freiheitlichen das abgelehnt hat (Abg. Strache: Das ist falsch, absolut falsch! Das ist absolut falsch, was Sie hier behaupten! Wider besseres Wissen lügen Sie hier!) und wieder einmal das Schreckgespenst Tausender Asylsuchender an die Wand gemalt hat.
Abg. Ing. Hofer: Das werden aber nicht Sie entscheiden!
Und Sie sind die Allerletzten, die sich mit der großartigen Asyltradition Österreichs schmücken können (Abg. Ing. Hofer: Das werden aber nicht Sie entscheiden!), denn wenn heute dieselben Leute wie damals beim Ungarnaufstand, wie damals im Bosnienkrieg (Ruf: Was ist mit den Kurden?), dastehen würden, wären beziehungsweise sind Sie die Ersten, die aufschreien (Abg. Strache: Wir verteidigen die Kurden gegen die unglaublichen Menschenrechtsverletzungen!), von Missbrauch sprechen und sagen, diese Leute dürfen nicht hereingelassen werden, diese Leute müssen woanders unterkommen, nur nicht bei uns. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf: Was ist mit den Kurden?
Und Sie sind die Allerletzten, die sich mit der großartigen Asyltradition Österreichs schmücken können (Abg. Ing. Hofer: Das werden aber nicht Sie entscheiden!), denn wenn heute dieselben Leute wie damals beim Ungarnaufstand, wie damals im Bosnienkrieg (Ruf: Was ist mit den Kurden?), dastehen würden, wären beziehungsweise sind Sie die Ersten, die aufschreien (Abg. Strache: Wir verteidigen die Kurden gegen die unglaublichen Menschenrechtsverletzungen!), von Missbrauch sprechen und sagen, diese Leute dürfen nicht hereingelassen werden, diese Leute müssen woanders unterkommen, nur nicht bei uns. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Strache: Wir verteidigen die Kurden gegen die unglaublichen Menschenrechtsverletzungen!
Und Sie sind die Allerletzten, die sich mit der großartigen Asyltradition Österreichs schmücken können (Abg. Ing. Hofer: Das werden aber nicht Sie entscheiden!), denn wenn heute dieselben Leute wie damals beim Ungarnaufstand, wie damals im Bosnienkrieg (Ruf: Was ist mit den Kurden?), dastehen würden, wären beziehungsweise sind Sie die Ersten, die aufschreien (Abg. Strache: Wir verteidigen die Kurden gegen die unglaublichen Menschenrechtsverletzungen!), von Missbrauch sprechen und sagen, diese Leute dürfen nicht hereingelassen werden, diese Leute müssen woanders unterkommen, nur nicht bei uns. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Und Sie sind die Allerletzten, die sich mit der großartigen Asyltradition Österreichs schmücken können (Abg. Ing. Hofer: Das werden aber nicht Sie entscheiden!), denn wenn heute dieselben Leute wie damals beim Ungarnaufstand, wie damals im Bosnienkrieg (Ruf: Was ist mit den Kurden?), dastehen würden, wären beziehungsweise sind Sie die Ersten, die aufschreien (Abg. Strache: Wir verteidigen die Kurden gegen die unglaublichen Menschenrechtsverletzungen!), von Missbrauch sprechen und sagen, diese Leute dürfen nicht hereingelassen werden, diese Leute müssen woanders unterkommen, nur nicht bei uns. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Neubauer: Ihre Realität!
Zu den Zahlen, sehr geehrte Damen und Herren – um die Realitäten zurechtzurücken (Abg. Neubauer: Ihre Realität!) –, denn mit Zahlen wird von der FPÖ ja sehr gerne jongliert: Wir hatten im Jahr 2011 zirka 14 400 Anträge von Schutzsuchenden in Österreich. Anfang der neunziger Jahre hatten wir während der Kriege im ehemaligen Jugo-
Abg. Neubauer: 1529 nicht vergessen!
slawien 115 000 Personen, die nach Österreich gekommen sind und die hier Aufnahme gefunden haben. Im Jahr 1956, bei der Ungarnkrise, waren es über 170 000 Menschen, die Österreich als Flüchtlinge, als Schutzsuchende aufgenommen und die Österreich versorgt hat. (Abg. Neubauer: 1529 nicht vergessen!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Hofer: Ein klares Wort zu den Kurden, bitte!
Wir sprechen von 14 400 Asylanträgen letztes Jahr – im Vergleich zu 170 000, 115 000 und so weiter, und Sie behaupten, die Asylzahlen steigen besorgniserregend, Sie tun so, als wären es große Massen von Leuten, die kommen würden. Österreich hat schon viel mehr Menschen aufgenommen und versorgt! – Österreich hat eine sehr gute Asyltradition; die Freiheitlichen sind leider Gottes nicht Teil dieser Asyltradition Österreichs, das muss man auch dazusagen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Hofer: Ein klares Wort zu den Kurden, bitte!)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek. – Abg. Dr. Rosenkranz: Es gibt eh so wenig Kriminalität in Österreich!
Wir haben derzeit zirka 20 000 offene Asylverfahren, das bedeutet einen Bevölkerungsanteil von 0,25 Prozent. Das, was Sie versuchen zu skandalisieren, sind 0,25 Prozent der österreichischen Wohnbevölkerung. Das sollte man auch nicht vergessen, wenn man über das Thema Asyl spricht. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek. – Abg. Dr. Rosenkranz: Es gibt eh so wenig Kriminalität in Österreich!)
Abg. Dr. Rosenkranz: ... Statistik!
Die Statistik: Wenn man sich die offizielle Statistik des Innenministeriums anschaut, wenn man sich die Kriminalitätsstatistik oder den Sicherheitsbericht 2011 anschaut, dann stellt man fest, dass die meisten Tatverdächtigen – weil die Freiheitlichen ja so gerne mit Tatverdächtigen argumentieren, statt die Zahl von wirklich rechtskräftig Verurteilten herzunehmen (Abg. Dr. Rosenkranz: ... Statistik!), aber das ist wieder ein anderes Kapitel –, dass also 2011 die meisten dieser berühmten ausländischen Tatverdächtigen von Ihnen aus Deutschland kamen. (Abg. Ing. Hofer: Sind das auch Asylwerber?) Diese machten gerade einmal 3,7 Prozent aller Tatverdächtigen in Österreich aus (Abg. Strache: Sind das alles Asylwerber gewesen?), und das ist die größte Gruppe: deutsche Staatsangehörige. (Abg. Strache: Sind das Asylwerber, Frau Kollegin?) – Ich komme schon dazu, keine Aufregung!
Abg. Ing. Hofer: Sind das auch Asylwerber?
Die Statistik: Wenn man sich die offizielle Statistik des Innenministeriums anschaut, wenn man sich die Kriminalitätsstatistik oder den Sicherheitsbericht 2011 anschaut, dann stellt man fest, dass die meisten Tatverdächtigen – weil die Freiheitlichen ja so gerne mit Tatverdächtigen argumentieren, statt die Zahl von wirklich rechtskräftig Verurteilten herzunehmen (Abg. Dr. Rosenkranz: ... Statistik!), aber das ist wieder ein anderes Kapitel –, dass also 2011 die meisten dieser berühmten ausländischen Tatverdächtigen von Ihnen aus Deutschland kamen. (Abg. Ing. Hofer: Sind das auch Asylwerber?) Diese machten gerade einmal 3,7 Prozent aller Tatverdächtigen in Österreich aus (Abg. Strache: Sind das alles Asylwerber gewesen?), und das ist die größte Gruppe: deutsche Staatsangehörige. (Abg. Strache: Sind das Asylwerber, Frau Kollegin?) – Ich komme schon dazu, keine Aufregung!
Abg. Strache: Sind das alles Asylwerber gewesen?
Die Statistik: Wenn man sich die offizielle Statistik des Innenministeriums anschaut, wenn man sich die Kriminalitätsstatistik oder den Sicherheitsbericht 2011 anschaut, dann stellt man fest, dass die meisten Tatverdächtigen – weil die Freiheitlichen ja so gerne mit Tatverdächtigen argumentieren, statt die Zahl von wirklich rechtskräftig Verurteilten herzunehmen (Abg. Dr. Rosenkranz: ... Statistik!), aber das ist wieder ein anderes Kapitel –, dass also 2011 die meisten dieser berühmten ausländischen Tatverdächtigen von Ihnen aus Deutschland kamen. (Abg. Ing. Hofer: Sind das auch Asylwerber?) Diese machten gerade einmal 3,7 Prozent aller Tatverdächtigen in Österreich aus (Abg. Strache: Sind das alles Asylwerber gewesen?), und das ist die größte Gruppe: deutsche Staatsangehörige. (Abg. Strache: Sind das Asylwerber, Frau Kollegin?) – Ich komme schon dazu, keine Aufregung!
Abg. Strache: Sind das Asylwerber, Frau Kollegin?
Die Statistik: Wenn man sich die offizielle Statistik des Innenministeriums anschaut, wenn man sich die Kriminalitätsstatistik oder den Sicherheitsbericht 2011 anschaut, dann stellt man fest, dass die meisten Tatverdächtigen – weil die Freiheitlichen ja so gerne mit Tatverdächtigen argumentieren, statt die Zahl von wirklich rechtskräftig Verurteilten herzunehmen (Abg. Dr. Rosenkranz: ... Statistik!), aber das ist wieder ein anderes Kapitel –, dass also 2011 die meisten dieser berühmten ausländischen Tatverdächtigen von Ihnen aus Deutschland kamen. (Abg. Ing. Hofer: Sind das auch Asylwerber?) Diese machten gerade einmal 3,7 Prozent aller Tatverdächtigen in Österreich aus (Abg. Strache: Sind das alles Asylwerber gewesen?), und das ist die größte Gruppe: deutsche Staatsangehörige. (Abg. Strache: Sind das Asylwerber, Frau Kollegin?) – Ich komme schon dazu, keine Aufregung!
Zwischenruf des Abg. Keck. – Abg. Strache: Die Asylwerber aus Deutschland!
Danach kommen die Abstammungsländer Serbien, Rumänien, Türkei und Bosnien-Herzegowina; nicht gerade die größten und wichtigsten Herkunftsländer von Asylsuchenden, würde ich sagen. (Zwischenruf des Abg. Keck. – Abg. Strache: Die Asylwerber aus Deutschland!) Hätten sich die Freiheitlichen die Mühe gemacht, sich die Asylstatistik anzuschauen, dann hätten sie festgestellt, dass im selben Jahr die Top-5-Länder, woher Asylwerber gekommen sind, Afghanistan, die Russische Föderation, Pakistan, Somalia und der Irak waren. – Womit wir beim Thema wären.
Abg. Strache: Sie tun das!
Sie tun die ganze Zeit so, als wären Asylsuchende pauschal kriminell (Abg. Strache: Sie tun das!), als wären die meisten von ihnen Tatverdächtige, und das gibt die Statistik beim besten Willen nicht her, Herr Kollege Strache. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Sie sagen das! Die Statistik sagt, dass ...!) – Schauen Sie sich die Statistik einmal an! Ich habe gerade aus dem Sicherheitsbericht 2011 zitiert; ich habe gerade aus dem Asylbericht für 2011 zitiert. (Abg. Dr. Rosenkranz: Ist das der Bericht, der ...?)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Sie sagen das! Die Statistik sagt, dass ...!
Sie tun die ganze Zeit so, als wären Asylsuchende pauschal kriminell (Abg. Strache: Sie tun das!), als wären die meisten von ihnen Tatverdächtige, und das gibt die Statistik beim besten Willen nicht her, Herr Kollege Strache. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Sie sagen das! Die Statistik sagt, dass ...!) – Schauen Sie sich die Statistik einmal an! Ich habe gerade aus dem Sicherheitsbericht 2011 zitiert; ich habe gerade aus dem Asylbericht für 2011 zitiert. (Abg. Dr. Rosenkranz: Ist das der Bericht, der ...?)
Abg. Dr. Rosenkranz: Ist das der Bericht, der ...?
Sie tun die ganze Zeit so, als wären Asylsuchende pauschal kriminell (Abg. Strache: Sie tun das!), als wären die meisten von ihnen Tatverdächtige, und das gibt die Statistik beim besten Willen nicht her, Herr Kollege Strache. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Sie sagen das! Die Statistik sagt, dass ...!) – Schauen Sie sich die Statistik einmal an! Ich habe gerade aus dem Sicherheitsbericht 2011 zitiert; ich habe gerade aus dem Asylbericht für 2011 zitiert. (Abg. Dr. Rosenkranz: Ist das der Bericht, der ...?)
Abg. Ing. Hofer: Was ist das für ein Vergleich?
Kommen wir aber zu den Anfragen, die die Freiheitlichen selbst an die Innenministerin gestellt haben: Da gibt es zum Beispiel eine FPÖ-Anfrage zum ersten Halbjahr 2012 bezüglich der Gesamtzahl von Anzeigen. Da hat das Innenministerium geantwortet, dass Asylwerber bei den Anzeigen – nicht bei den rechtskräftigen Verurteilungen, sondern bei den Anzeigen – unter den Ausländern und Ausländerinnen an vierter Stelle stehen mit ganzen 3 Prozent. (Abg. Ing. Hofer: Was ist das für ein Vergleich?)
Abg. Ing. Hofer: Was sollen diese Zahlen bedeuten?
Niemand will Straftaten gutheißen, das ist uns allen hier klar, aber man muss auch die Relationen herstellen: 3 Prozent Asylwerber ist der Anteil unter den Tatverdächtigen. (Abg. Ing. Hofer: Was sollen diese Zahlen bedeuten?) Das gibt nicht das her, was Sie hier so krampfhaft zu skandalisieren versuchen. (Abg. Strache: ... von 13 000 werden 3 Prozent ...! – Abg. Neubauer: Sie machen sich lächerlich!)
Abg. Strache: ... von 13 000 werden 3 Prozent ...! – Abg. Neubauer: Sie machen sich lächerlich!
Niemand will Straftaten gutheißen, das ist uns allen hier klar, aber man muss auch die Relationen herstellen: 3 Prozent Asylwerber ist der Anteil unter den Tatverdächtigen. (Abg. Ing. Hofer: Was sollen diese Zahlen bedeuten?) Das gibt nicht das her, was Sie hier so krampfhaft zu skandalisieren versuchen. (Abg. Strache: ... von 13 000 werden 3 Prozent ...! – Abg. Neubauer: Sie machen sich lächerlich!)
Abg. Ing. Hofer: Für Griechenland haben wir schon 2 Milliarden bezahlt! Für Griechenland!
Abschließend zu einem echten Problem im Asylbereich. Sehr geehrte Damen und Herren! Für die Rettung von österreichischen Problembanken haben wir bis jetzt im Land zirka 5,5 Milliarden ... (Abg. Ing. Hofer: Für Griechenland haben wir schon 2 Milliarden bezahlt! Für Griechenland!) – Für die Rettung von österreichischen Problembanken haben wir alle als Steuerzahler und Steuerzahlerinnen bis jetzt zirka 5,5 Milliarden € gezahlt (Abg. Ing. Hofer: Für Griechenland haben wir auch 2 Milliarden gezahlt!), und 500 unbegleitete Kinder und Jugendliche, die ohne Eltern in Österreich sind und Asylanträge gestellt haben, die sollen ein Problem für uns darstellen? (Abg. Ing. Hofer: Die sind kein Problem! – Abg. Strache: Missbrauch und Kriminalität stellen ein Problem dar!)
Abg. Ing. Hofer: Für Griechenland haben wir auch 2 Milliarden gezahlt!
Abschließend zu einem echten Problem im Asylbereich. Sehr geehrte Damen und Herren! Für die Rettung von österreichischen Problembanken haben wir bis jetzt im Land zirka 5,5 Milliarden ... (Abg. Ing. Hofer: Für Griechenland haben wir schon 2 Milliarden bezahlt! Für Griechenland!) – Für die Rettung von österreichischen Problembanken haben wir alle als Steuerzahler und Steuerzahlerinnen bis jetzt zirka 5,5 Milliarden € gezahlt (Abg. Ing. Hofer: Für Griechenland haben wir auch 2 Milliarden gezahlt!), und 500 unbegleitete Kinder und Jugendliche, die ohne Eltern in Österreich sind und Asylanträge gestellt haben, die sollen ein Problem für uns darstellen? (Abg. Ing. Hofer: Die sind kein Problem! – Abg. Strache: Missbrauch und Kriminalität stellen ein Problem dar!)
Abg. Ing. Hofer: Die sind kein Problem! – Abg. Strache: Missbrauch und Kriminalität stellen ein Problem dar!
Abschließend zu einem echten Problem im Asylbereich. Sehr geehrte Damen und Herren! Für die Rettung von österreichischen Problembanken haben wir bis jetzt im Land zirka 5,5 Milliarden ... (Abg. Ing. Hofer: Für Griechenland haben wir schon 2 Milliarden bezahlt! Für Griechenland!) – Für die Rettung von österreichischen Problembanken haben wir alle als Steuerzahler und Steuerzahlerinnen bis jetzt zirka 5,5 Milliarden € gezahlt (Abg. Ing. Hofer: Für Griechenland haben wir auch 2 Milliarden gezahlt!), und 500 unbegleitete Kinder und Jugendliche, die ohne Eltern in Österreich sind und Asylanträge gestellt haben, die sollen ein Problem für uns darstellen? (Abg. Ing. Hofer: Die sind kein Problem! – Abg. Strache: Missbrauch und Kriminalität stellen ein Problem dar!)
Abg. Ing. Hofer: Genau!
Die stranden für Monate in Traiskirchen, die werden nicht versorgt, die werden nicht kindgerecht untergebracht, und darum sollte man sich kümmern! (Abg. Ing. Hofer: Genau!) Und man sollte sich auch die Statistik genau anschauen, denn das, was Sie hier behaupten, ist unwahr, sehr geehrte Damen und Herren von den Freiheitlichen. (Abg. Strache: Jetzt vergleichen Sie wieder das eine ...! Das ist typisch für Sie!) – Nein, man muss sich die Zahlen anschauen und man muss die Probleme so angehen, wie sie real existieren.
Abg. Strache: Jetzt vergleichen Sie wieder das eine ...! Das ist typisch für Sie!
Die stranden für Monate in Traiskirchen, die werden nicht versorgt, die werden nicht kindgerecht untergebracht, und darum sollte man sich kümmern! (Abg. Ing. Hofer: Genau!) Und man sollte sich auch die Statistik genau anschauen, denn das, was Sie hier behaupten, ist unwahr, sehr geehrte Damen und Herren von den Freiheitlichen. (Abg. Strache: Jetzt vergleichen Sie wieder das eine ...! Das ist typisch für Sie!) – Nein, man muss sich die Zahlen anschauen und man muss die Probleme so angehen, wie sie real existieren.
Abg. Strache: 0,5 Prozent der Gesamtbevölkerung stellen 3 Prozent der ...!
Ein Anteil von 0,2 Prozent an der Bevölkerung, das können Sie aufbauschen, wie Sie wollen, das gibt keinen Skandal her. (Abg. Strache: 0,5 Prozent der Gesamtbevölkerung stellen 3 Prozent der ...!) – Danke vielmals für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ein Anteil von 0,2 Prozent an der Bevölkerung, das können Sie aufbauschen, wie Sie wollen, das gibt keinen Skandal her. (Abg. Strache: 0,5 Prozent der Gesamtbevölkerung stellen 3 Prozent der ...!) – Danke vielmals für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Kogler: Noch ein Professor!
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Es ist ja schon ein wenig beschämend und auch ein Armutszeugnis für den österreichischen Nationalrat, wenn quasi die intellektuellen Lichtgestalten unserer Nation den Zuseherinnen und Zusehern auf ORF 2 und jenen jungen Menschen und Menschen aller Altersgruppen, die heute diese Parlamentsdiskussion von den Zuschauerrängen aus mitverfolgen (Abg. Mag. Kogler: Noch ein Professor!), wenn also diese intellektuellen Lichtgestalten der breiten Öffentlichkeit beweisen, dass wir nicht in der Lage sind, beim Integrationsthema zwischen Asyl und Zuwanderung zu unterscheiden. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Es ist ja schon ein wenig beschämend und auch ein Armutszeugnis für den österreichischen Nationalrat, wenn quasi die intellektuellen Lichtgestalten unserer Nation den Zuseherinnen und Zusehern auf ORF 2 und jenen jungen Menschen und Menschen aller Altersgruppen, die heute diese Parlamentsdiskussion von den Zuschauerrängen aus mitverfolgen (Abg. Mag. Kogler: Noch ein Professor!), wenn also diese intellektuellen Lichtgestalten der breiten Öffentlichkeit beweisen, dass wir nicht in der Lage sind, beim Integrationsthema zwischen Asyl und Zuwanderung zu unterscheiden. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei Grünen und FPÖ.
Seit Jahren und Jahrzehnten gibt es in diesem Haus Kraut-und-Rüben-Diskussionen, und keiner ist in der Lage, ordentlich, sachlich und fundiert an ein durchaus brennendes und wichtiges Thema heranzugehen. (Zwischenrufe bei Grünen und FPÖ.) – Da ist ja die Erregung recht schön, aber sie hilft uns nicht weiter, sehr geehrte Damen und Herren von den Grüninnen und Grünen und von der FPÖ.
Abg. Strache: Heute bedient er wieder die 0,2-Prozent-Nische!
Der ideologische Hickhack, der Parteienhickhack, den wir jetzt erlebt haben – im Übrigen vorprogrammiert, die Debatte ist eh schon ausgelutscht und im Übrigen ausgeronnen, wenn ich Ihnen das so sagen darf; Sie sehen das an den Presselogen, da ist gähnende Leere –, also dieser ideologische Hickhack zwischen Grün und Blau und dann noch mit einer Bundesregierung, die in diesem Feld untätig ist, hilft uns doch nicht weiter, wenn wir nicht endlich beginnen, dieses Thema sachlich zu differenzieren. (Abg. Strache: Heute bedient er wieder die 0,2-Prozent-Nische!)
Abg. Strache: Das sind die 3 Prozent! Von 12 000 8 000 Straftaten, das ist eine Quote von über 60 Prozent!
Das hat 71,6 Millionen € gekostet, und von diesen 12 464 Personen in der Grundversorgung sind 8 032 Straftaten ausgegangen. Das ist ja keine Erfindung von Gerald Grosz oder von der BZÖ-Parteipropaganda, sehr geehrte Damen und Herren! (Abg. Strache: Das sind die 3 Prozent! Von 12 000 8 000 Straftaten, das ist eine Quote von über 60 Prozent!)
Beifall beim BZÖ.
Natürlich ist es besorgniserregend, wenn unser Land – mit dieser langen Tradition – aus humanitären Gründen ein Gastrecht einräumt, und dieses Gastrecht missbraucht und mit Füßen getreten wird und wir eine Bundesregierung haben, die untätig ist und bis auf wenige PR-Gags eines Integrationsstaatssekretärs nichts vorzuweisen hat. (Beifall beim BZÖ.) Der Herr Integrationsstaatssekretär hat ja heute in dieser Debatte offenbar Sprechverbot; er hätte dieses Problem seit drei Jahren lösen sollen, hat aber heute dazu überhaupt nichts zu sagen. (Zwischenruf beim BZÖ.)
Zwischenruf beim BZÖ.
Natürlich ist es besorgniserregend, wenn unser Land – mit dieser langen Tradition – aus humanitären Gründen ein Gastrecht einräumt, und dieses Gastrecht missbraucht und mit Füßen getreten wird und wir eine Bundesregierung haben, die untätig ist und bis auf wenige PR-Gags eines Integrationsstaatssekretärs nichts vorzuweisen hat. (Beifall beim BZÖ.) Der Herr Integrationsstaatssekretär hat ja heute in dieser Debatte offenbar Sprechverbot; er hätte dieses Problem seit drei Jahren lösen sollen, hat aber heute dazu überhaupt nichts zu sagen. (Zwischenruf beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Studienarbeiten von österreichischen Universitäten zeigen, dass von jenen, die wir wollen – wir wollen die Besten von den Guten, sehr geehrte Damen und Herren –, 49,8 Prozent nach Irland und 41 Prozent nach Kanada gehen. Von qualifizierten Facharbeitern, Ingenieuren, die wir zum Beispiel in Graz bei der AVL List durchaus brauchen könnten, um den Wirtschaftsstandort abzusichern, kommt niemand zu uns. Nach Österreich kommen im Bereich der geregelten wirtschaftlichen Zuwanderung Personen, mit denen man in unserem Land zumindest wirtschaftlich nichts anfangen kann, wir haben aber mit dem Asylbereich einen „Rucksack“, für den wir sehr viel zahlen, laufen aber auch Gefahr – das habe ich schon einmal gesagt –, dass dieses Asylgesetz, das Sie, sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank, vollziehen, Missbrauch Tür und Tor öffnet. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Strache: Indien liegt nicht im Nahen Osten, wie Gerald Grosz glaubt! Indien liegt nicht im Nahen Osten, Herr Grosz!
Meine sehr geehrten Damen und Herren von den Freiheitlichen, von den Grünen und von den Regierungsparteien! Wo wären denn heute Kroatien oder Slowenien, wenn nicht aufrechte damalige „Jugoslawen“, die nach Österreich gekommen sind, hier von uns Schutz und Hilfe bekommen haben, eben in den Jahren 1991 und 1992 (Abg. Strache: Indien liegt nicht im Nahen Osten, wie Gerald Grosz glaubt! Indien liegt nicht im Nahen Osten, Herr Grosz!), hier Asyl gewährt bekommen haben, nach der kriegerischen Auseinandersetzung, die am Balkan stattgefunden hat – und die nach diesem blutigen Krieg im Vorhof der Europäischen Union nach Hause gegangen wären und selbstverständlich ihr Land aufgebaut haben!
Abg. Strache: Wo liegt Indien? Im Nahen Osten?
Auch in Graz haben wir ein enormes Problem. Graz als Wirtschaftsstandort würde gut qualifizierte Zuwanderer im Facharbeiterbereich brauchen, bekommt sie aber nicht (Abg. Strache: Wo liegt Indien? Im Nahen Osten?), dafür entstehen aber andererseits soziale Spannungen im sozialen Wohnbau auf einer Mur-Uferseite, die quasi immer mehr zu einem Ghetto wird, anstatt dass vernünftige Integrationspolitik betrieben wird.
Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Indien liegt nicht im Nahen Osten! Sie sollten Geographie studieren!
Das, was Sie, sehr geehrte Damen und Herren von den Freiheitlichen, in der heutigen Dringlichen Anfrage machen, ist nicht richtig, lieber Kollege Strache – auch wenn Sie mir sonst immer applaudieren. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Indien liegt nicht im Nahen Osten! Sie sollten Geographie studieren!) Aber das hindert mich ja nicht daran, Ihnen die Wahrheit zu sagen.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wer ist „wir“?
Wir sind uns der Probleme bewusst. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wer ist „wir“?) Ich betone es noch einmal: Die Probleme sind da! Aber die Probleme sind in beiden Bereichen systemimmanent. (Abg. Strache: Wo gehören Sie hin? Bei welcher BZÖ-Mannschaft sind Sie jetzt: BZÖ-Bucher oder BZÖ-Stronach? Wer ist „wir“, die 13 oder fünf? Wohin gehören Sie?)
Abg. Strache: Wo gehören Sie hin? Bei welcher BZÖ-Mannschaft sind Sie jetzt: BZÖ-Bucher oder BZÖ-Stronach? Wer ist „wir“, die 13 oder fünf? Wohin gehören Sie?
Wir sind uns der Probleme bewusst. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wer ist „wir“?) Ich betone es noch einmal: Die Probleme sind da! Aber die Probleme sind in beiden Bereichen systemimmanent. (Abg. Strache: Wo gehören Sie hin? Bei welcher BZÖ-Mannschaft sind Sie jetzt: BZÖ-Bucher oder BZÖ-Stronach? Wer ist „wir“, die 13 oder fünf? Wohin gehören Sie?)
Beifall beim BZÖ.
Kollege Strache, auch wenn Sie meinen, mir hier mit 1 500 Dezibel etwas entgegnen zu müssen: Die Lautstärke macht doch Ihre Argumente nicht richtiger, Kollege Strache! (Beifall beim BZÖ.) Außerdem habe ich doch eine Tonanlage zur Unterstützung. Das heißt, Sie können noch so laut schreien, ich werde immer lauter sein als Sie. Also schonen Sie Ihre Stimme, Sie haben ja noch Wahlkämpfe vor sich!
Abg. Strache: Grenzen auf, das will der Herr Grosz!
Um auf das eigentliche Thema zurückzukommen: Ich glaube daher, dass wir diesen Bereich differenziert angehen müssen, dass wir im Asylbereich viel konservativer und viel strenger sein müssen als bisher, dass wir uns jedoch im Zuwanderungsbereich endlich öffnen müssen (Abg. Strache: Grenzen auf, das will der Herr Grosz!), auch geistig öffnen müssen, damit Österreich ein weltweit attraktiver Standort für geistige, wirtschaftliche, wissenschaftliche und sportliche Kapazitäten wird. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Um auf das eigentliche Thema zurückzukommen: Ich glaube daher, dass wir diesen Bereich differenziert angehen müssen, dass wir im Asylbereich viel konservativer und viel strenger sein müssen als bisher, dass wir uns jedoch im Zuwanderungsbereich endlich öffnen müssen (Abg. Strache: Grenzen auf, das will der Herr Grosz!), auch geistig öffnen müssen, damit Österreich ein weltweit attraktiver Standort für geistige, wirtschaftliche, wissenschaftliche und sportliche Kapazitäten wird. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine Herren Staatssekretäre! Nach dieser „fulminanten“ Rede des Kollegen Grosz, nachdem ja bereits alle Fernsehzuseher und andere Zuseher begrüßt worden sind, mein ganz besonderer und spezieller Gruß an Ex-Kollegen Faul in die Steiermark. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Kollege Grosz hat uns soeben gesagt, dass Indien im Nahen Osten ist und Ähnliches. Er dürfte auch gewisse andere Wahrnehmungsschwächen haben, etwa hinsichtlich des brausenden Applauses von HC Strache zu seinen Ausführungen. Und was die Lautstärke betrifft, Kollege Grosz: Haben Sie in der letzten Zeit eine Persönlichkeitswandlung durchgemacht? – Ich möchte das nicht beurteilen. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall bei der FPÖ.
Und den 125 Vorschlägen der Experten habe ich entnommen, dass die Asylwerber auch die entsprechenden Freifahrten bei öffentlichen Verkehrsmitteln bekommen sollten. – Ganz klar, damit auch alle die Schönheiten des Landes sehen können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Vielleicht werden dann manche auch noch das Goldene Dachl in Innsbruck sehen und sich denken: Das ist wirklich toll, in Österreich gibt es sogar goldene Dachziegel! – Vielleicht gibt es sogar Ideen dazu. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Bei den Ausführungen von Kolleginnen und Kollegen habe ich mir gedacht, und das war ganz klar: Es gibt bei den Problemen, die Österreich betreffen, eine gewisse Rot-Grün-Sehschwäche. In der Medizin sagt man dazu auch manchmal Farbenblindheit. Wir haben das bei Rot und Grün immer so gesehen: Immer dann, wenn es sich um rot-weiß-rote Interessen handelt, macht sich diese Farbenblindheit, nämlich diese Rot-weiß-rot-Farbenblindheit, besonders drastisch bemerkbar. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Korun hat eine schöne Statistik gebracht, denn das von den Freiheitlichen ist ja alles furchtbar. Sie hat gemeint, die Zitate vom Kollegen Vilimsky kämen vielleicht nur aus freiheitlichen Zeitungen. In der Regel sind das aber Zitate aus Tageszeitungen, in der Regel aus der „Kronen Zeitung“ – und ich glaube, diese steht nicht im Verdacht, ein Parteiorgan der Freiheitlichen zu sein. Legen Sie einmal Ihre Rot-Grün-Farbenblindheit ab und schauen Sie auf österreichische, auf rot-weiß-rote Interessen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Na bravo!
Sie, Frau Korun, haben aber selbst Statistikwerte erwähnt: 0,25 Prozent machen die Asylwerber aus, und 3 Prozent in der gesamten Kriminalitätsstatistik sind ebenfalls Asylwerber. (Abg. Strache: Na bravo!) Das heißt, dort ist das Potenzial laut Ihrer eigenen Statistik zwölf Mal so hoch! (Abg. Strache: Ganz toll!) Machen Sie die Augen auf! Machen Sie die Augen auf, sehen Sie die wirklichen Probleme! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Ganz toll!
Sie, Frau Korun, haben aber selbst Statistikwerte erwähnt: 0,25 Prozent machen die Asylwerber aus, und 3 Prozent in der gesamten Kriminalitätsstatistik sind ebenfalls Asylwerber. (Abg. Strache: Na bravo!) Das heißt, dort ist das Potenzial laut Ihrer eigenen Statistik zwölf Mal so hoch! (Abg. Strache: Ganz toll!) Machen Sie die Augen auf! Machen Sie die Augen auf, sehen Sie die wirklichen Probleme! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie, Frau Korun, haben aber selbst Statistikwerte erwähnt: 0,25 Prozent machen die Asylwerber aus, und 3 Prozent in der gesamten Kriminalitätsstatistik sind ebenfalls Asylwerber. (Abg. Strache: Na bravo!) Das heißt, dort ist das Potenzial laut Ihrer eigenen Statistik zwölf Mal so hoch! (Abg. Strache: Ganz toll!) Machen Sie die Augen auf! Machen Sie die Augen auf, sehen Sie die wirklichen Probleme! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei den Grünen
sage ich Ihnen (Zwischenrufe bei den Grünen), werden Sie glücklich, aber die Österreicherinnen und Österreicher machen Sie so weder zufrieden noch glücklich! (Beifall bei der FPÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei den Grünen.
sage ich Ihnen (Zwischenrufe bei den Grünen), werden Sie glücklich, aber die Österreicherinnen und Österreicher machen Sie so weder zufrieden noch glücklich! (Beifall bei der FPÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei den Grünen.)
Ruf bei den Grünen: Warum machen die Brucker das?
Das Problem liegt nicht darin – und das ist sehr wohl eine differenzierte Betrachtung, Kollege Grosz –, ob 70 Asylwerber pro Tag nach Österreich kommen, ob es 11 000, 12 000 oder 14 000 pro Jahr sind, denn: Immerhin kommt pro Jahr die Einwohnerzahl einer Kleinstadt im Ausmaß von Korneuburg, Bludenz, Eisenstadt, Hall in Tirol, St. Veit, Bruck an der Mur oder Vöcklabruck mit dem Schlagwort „Asyl“ nach Österreich herein. (Ruf bei den Grünen: Warum machen die Brucker das?) Das zeigt die Statistik. Jedenfalls: Seit 2002 gehen die Zahlen zurück.
Abg. Strache: Jetzt können wir sie zurückschicken! Was nie gemacht wurde!
Dann kam der Moment, wo man gesagt hat: Jetzt ist Österreich nicht mehr Schengen-Außengrenze, jetzt wird es aufhören (Abg. Strache: Jetzt können wir sie zurückschicken! Was nie gemacht wurde!), jetzt kommen keine neuen Asylanten mehr, denn jetzt sind ja die Grenzen dicht bei uns! – Aber nein, jetzt brauchen wir wieder europäische Solidarität hinsichtlich derer, die zu uns gekommen sind – und noch dazu: Griechenland als Außengrenze wird mit dem Flüchtlingsproblem nicht fertig.
Beifall bei der FPÖ.
Ich kenne noch andere Probleme, mit denen die Griechen offensichtlich nicht fertig werden – und es kann doch nicht so sein, dass unser Geld nach Griechenland geht, uns aber die Asylwerber aus Griechenland ebenfalls auf der Tasche liegen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Für uns ist jedoch ein selbstbewusstes Auftreten dann am Platz, wenn die EU-Mitgliedstaaten sagen: Wir passen auf unsere Grenzen nicht auf! – und Sie, Frau Bundesministerin, schauen dabei zu. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
der Österreicherinnen und Österreicher – vor allem im Grenzgebiet – weniger schützenswert als die bei der Fußball-Europameisterschaft, wo gesagt wurde, da kommen irgendwelche englische Fußball-Rowdies daher?! – Das kann es doch nicht sein! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was kosten denn diese Polizeieinsätze, was machen denn die Spitalskosten sowie die weiteren Kosten aus? Das gehört ja alles dazugerechnet – bis hin zum Thema Bildung. (Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
In Wirklichkeit geht es darum, dass den Österreicherinnen und Österreichern mindestens 1 Milliarde € durch das unkontrollierte Asyl-Scheinwesen in Österreich entgeht. Und das wollen wir bekämpfen – und nichts anderes. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir wollen jenen, die Schutz brauchen, die Möglichkeit bieten, dass dafür die notwendigen Mittel zur Verfügung gestellt werden, aber Österreich hat es sich nicht verdient, betrogen, ausgenommen und belogen zu werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Wissen Sie schon mehr von der Nationalratswahl? Wann ist die? Demnächst? Wissen Sie schon mehr? Das ist interessant!
Was Mythen und Legenden betrifft, muss ich aber schon sagen, dass ich heute eigentlich keine neue von Ihnen gehört habe (Abg. Strache: Wissen Sie schon mehr von der Nationalratswahl? Wann ist die? Demnächst? Wissen Sie schon mehr? Das ist interessant!), außer die des Herrn Abgeordneten Rosenkranz, der die Freifahrt ins Spiel gebracht hat, die Freifahrt für Asylwerber.
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Zu intellektuellen Lichtgestalten: Herr Abgeordneter Grosz, es ist ja wirklich positiv, dass Sie erkannt haben, dass man zwischen Einwanderung und Asyl differenzieren muss. Das ist schon einmal positiv. (Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe beim BZÖ.
Wenn Sie dann aber die Grundkrux Ihrer Aussage hier in Ihrer Rede total diffamieren, weil Sie wieder alles vermischen, dann, sage ich, sind Sie keine Lichtgestalt hier, nein, Sie sind ein kleines Kerzerl, um nicht zu sagen ein Grablicht des BZÖ. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Schengen-Außengrenze!
Ich möchte noch einmal zu den Zahlen zurückkommen. Wenn ich jetzt die Zahlen hernehme und wenn die FPÖ sagt, dass wir zu viele Asylanträge haben, dann muss ich dem entgegenhalten, im Jahr 2011 waren es 14 000, heuer haben wir bis jetzt in etwa 12 000. Wie gehen Sie dann eigentlich mit den Zahlen in den Jahren 2000 bis 2006 um? Ich glaube, damals war so irgendwie die blaue Fraktion mit in der Regierung. Damals erreichte die Zahl der Asylanträge ein Ausmaß von 30 000, 39 000, 32 000. Wie gehen Sie damit um? Wie können Sie das rechtfertigen in der ganzen Diskussion, die wir haben? (Abg. Dr. Rosenkranz: Schengen-Außengrenze!)
Abg. Strache: Schengen-Außengrenze! Haben Sie noch nicht gehört?
Und wenn Sie, Herr Rosenkranz, hier sagen, wir haben unseren Beitrag geleistet, dann muss ich fragen, was die Zahlen zeigen, die Sie damals selbst auch verursacht haben? (Abg. Strache: Schengen-Außengrenze! Haben Sie noch nicht gehört?)
Beifall bei der SPÖ.
Die Kinder müssen dem Kindeswohl entsprechend ordentlich versorgt werden. Sie brauchen eine obsorgeberechtigte Person, die sie in allen Dingen begleitet. Es ist sicherlich nicht einfach, in einem fremden Land, in dem man eine fremde Sprache spricht, irgendwo angekommen zu sein, mit Geschichten im Hinterkopf, dass dies das gelobte Land ist und dass hier alles besser ist, mit Familien im Hintergrund, die ihr gesamtes Geld dazu verwendet haben, Schlepper zu finanzieren, die Kinder hierher gebracht haben. Aber dann müssen wir dafür Sorge tragen, dass diese unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge gut versorgt sind, ausreichend versorgt sind und dem Kindeswohl entsprechend versorgt sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Den Begriff gibt es gar nicht!
Abschließend möchte ich noch sagen: Der Begriff „Asylmissbrauch“ ist nichts anderes als ein politisches Schlagwort; es ist in Wirklichkeit ein inhaltsleerer Kampfbegriff. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Den Begriff gibt es gar nicht!)
Abg. Ing. Hofer: Das ist unter deinem Niveau!
Deshalb muss ich schon Herrn Strache kritisieren. Nicht alles, was er gesagt hat, war meiner Meinung nach inkorrekt, er hat einiges Wahre gesagt, aber die Intention war eine andere. Es liegt doch auf der Hand, meine Damen und Herren, Populismus war es, um den Leuten Angst zu machen, im Trüben zu fischen und so Stimmen zu gewinnen. (Abg. Ing. Hofer: Das ist unter deinem Niveau!) Das ist der Hintergrund der heuti-
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich leugne auch nicht, dass die Menschen Angst haben, dass die Menschen Angst haben vor Einbrüchen, dass die Menschen Angst haben, dass in ihren Häusern eingebrochen wird. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Daher ersuche ich die Frau Bundesministerin, mit ihrer Mannschaft alles daranzusetzen, dass Aufklärung erfolgt und derartige Dinge verhindert werden.
Abg. Neubauer: Einbruch zum Beispiel!
Jetzt wissen wir aber, dass ein Teil dabei ist, der das unter falschen Vorwänden macht. (Abg. Neubauer: Einbruch zum Beispiel!) Deshalb gibt es ja diese Prüfverfahren, deshalb sind ja diese Einrichtungen geschaffen worden, um festzustellen, ob es richtig ist, dass jemand Asyl bekommt, oder er in seine Heimat zurück muss.
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.
Wenn ich vor mir – hören Sie mir zu! – eine Armenierin mit ihren drei Kindern sitzen sehe, die vor zehn Jahren nach Österreich gekommen ist, wo das Asylverfahren so lange gedauert hat, zwei Kinder sind bereits in Österreich zur Welt gekommen, dann ist nicht einzusehen, dass diese dann wieder dorthin zurück muss, wo sie keine Basis mehr hat. Daher ist es notwendig, für derartige Fälle Lösungen zu finden. Ich glaube, das ist zutiefst menschlich und es ist unsere Verpflichtung, auch für diese Menschen etwas zu tun. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Ruf: Genau!
Das hat mit Kriminalität nichts zu tun, das hat mit Abschieben nichts zu tun, das hat einfach damit zu tun, dass wir als reiches Land Österreich aus Gründen der Solidarität auch die Verpflichtung haben, international (Ruf: Genau!) Ja, genau, lieber Freund. Das ist Solidarität und das ist Menschlichkeit, wenn man auch für jene etwas tut, denen es nicht so gut geht, und zwar unter gewissen gesetzlichen Voraussetzungen und Bedingungen. Das sollte, wie ich meine, hier außer Diskussion stehen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die ÖVP, meine Damen und Herren, ist gegen Missbrauch, aber für Menschlichkeit. Wir sind gegen Trittbrettfahrer, aber für Chauffeure und Beifahrer. Die ÖVP ist gegen Ausgrenzung, aber für Integration. Und die ÖVP ist gegen plumpen Populismus und für das seriöse Lösen von Problemen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Neubauer: Nicht mehr als Sie!
Abgeordneter Mag. Albert Steinhauser (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Da sitzen sie, die rund 30 FPÖ-Abgeordneten, in ihren Polstersesseln im warmen Wiener Parlament, allesamt haben einen guten Verdienst. (Abg. Neubauer: Nicht mehr als Sie!) Und allesamt haben das Glück, in friedlichen und stabilen Zeiten aufwachsen zu können. Und jetzt habt ihr nichts anderes zu tun als jene Menschen, die auf der Flucht sind, die nicht das Glück und das Privileg haben, das ihr habt, zu kriminalisieren, und zwar pauschal. (Abg. Ing. Hofer: Das ist nicht wahr!)
Abg. Ing. Hofer: Das ist nicht wahr!
Abgeordneter Mag. Albert Steinhauser (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Da sitzen sie, die rund 30 FPÖ-Abgeordneten, in ihren Polstersesseln im warmen Wiener Parlament, allesamt haben einen guten Verdienst. (Abg. Neubauer: Nicht mehr als Sie!) Und allesamt haben das Glück, in friedlichen und stabilen Zeiten aufwachsen zu können. Und jetzt habt ihr nichts anderes zu tun als jene Menschen, die auf der Flucht sind, die nicht das Glück und das Privileg haben, das ihr habt, zu kriminalisieren, und zwar pauschal. (Abg. Ing. Hofer: Das ist nicht wahr!)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Aber schauen wir uns das genauer an. Schauen wir uns an, woher die Flüchtlinge in Österreich kommen. Die größte Gruppe, das hat sogar Strache richtig gesagt, sind die Flüchtlinge aus Afghanistan. Ich hätte Ihnen schon zugetraut, dass Sie einen Blick in die Zeitung machen und wissen, wie die Lage in Afghanistan ist. Ich habe einen Blick in den Amnesty-Jahresbericht 2011 gemacht: bewaffnete Auseinandersetzungen und Menschenrechtsverletzungen nehmen zu. Ich sage Ihnen etwas zu den dortigen Anschlägen: am 28.7.2011 sieben Tote, am 13.9.2011 elf Tote, am 17.9.2011 neun Tote, am 6.12.2011 71 Tote! (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Willkürliche Festnahmen, Folter, Misshandlungen. – Für die FPÖ alles Scheinasylanten. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan. – Abg. Ing. Hofer: Wieso schreien Sie so?)
Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan. – Abg. Ing. Hofer: Wieso schreien Sie so?
Aber schauen wir uns das genauer an. Schauen wir uns an, woher die Flüchtlinge in Österreich kommen. Die größte Gruppe, das hat sogar Strache richtig gesagt, sind die Flüchtlinge aus Afghanistan. Ich hätte Ihnen schon zugetraut, dass Sie einen Blick in die Zeitung machen und wissen, wie die Lage in Afghanistan ist. Ich habe einen Blick in den Amnesty-Jahresbericht 2011 gemacht: bewaffnete Auseinandersetzungen und Menschenrechtsverletzungen nehmen zu. Ich sage Ihnen etwas zu den dortigen Anschlägen: am 28.7.2011 sieben Tote, am 13.9.2011 elf Tote, am 17.9.2011 neun Tote, am 6.12.2011 71 Tote! (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Willkürliche Festnahmen, Folter, Misshandlungen. – Für die FPÖ alles Scheinasylanten. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan. – Abg. Ing. Hofer: Wieso schreien Sie so?)
Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.
Eure Affinität zu Despoten und Diktatoren ist bereits lange bekannt. Ihr wart bei Saddam Hussein, ihr wart bei Gaddafi. Am interessantesten finde ich eure Querverbindung zur Hisbollah. Hisbollah heißt wörtlich übersetzt Partei Gottes. Das ist nichts anderes als eine fundamentalistische islamistische Terrororganisation. – Die FPÖ hat beste Kontakte. Ihr habt eine Affinität zu Diktatoren und Despoten und sucht deren Nähe. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.)
Abg. Ing. Hofer: Wir sind nicht per du!
Der Hintergrund eures Manövers ist relativ klar: Ihr habt in Kärnten einen Korruptionssaustall sondergleichen, der auf euer Gemüt drückt, der äußerst unerfreulich ist. (Abg. Ing. Hofer: Wir sind nicht per du!) Ihr habt keine anderen Inhalte und ihr habt den Stronach, zu dem euch die WählerInnen davonlaufen. Und da kehrt man dann halt gerne zu den alten, bewährten Themen zurück und hofft, dass das noch einmal funktioniert, was früher funktioniert hat. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Der Hintergrund eures Manövers ist relativ klar: Ihr habt in Kärnten einen Korruptionssaustall sondergleichen, der auf euer Gemüt drückt, der äußerst unerfreulich ist. (Abg. Ing. Hofer: Wir sind nicht per du!) Ihr habt keine anderen Inhalte und ihr habt den Stronach, zu dem euch die WählerInnen davonlaufen. Und da kehrt man dann halt gerne zu den alten, bewährten Themen zurück und hofft, dass das noch einmal funktioniert, was früher funktioniert hat. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Ing. Hofer: Ach so?
Auffällig ist, in den letzten 20 Jahren ist bei keiner Partei die Zahl der strafrechtlichen Verurteilungen so hoch wie bei der Freiheitlichen Partei. Wenn man von euren Politikern die Strafregisterauszüge zusammenstellt, dann liest sich das wie das Strafgesetzbuch. (Abg. Ing. Hofer: Ach so?) Ich gebe euch ein paar Beispiele. Es sind alle Deliktsgruppen in den letzten 20 Jahren vertreten.
Abg. Ing. Hofer: Es gibt keine Ortschaft Eisenstadt-Umgebung!
Dann war da – das weiß der burgenländische Parteiobmann Hofer sicher noch genau – der Ortsparteichef von Eisenstadt-Umgebung. Verurteilt wegen Besitz und Weitergabe von kinderpornographischem Material. (Abg. Ing. Hofer: Es gibt keine Ortschaft Eisenstadt-Umgebung!)
Abg. Ing. Hofer: Cohn-Bendit, Gallionsfigur der Grünen!
Ich rede noch gar nicht von Verhetzung, nicht von Wiederbetätigung, den ganzen Wirtschaftsdelikten und so weiter und so fort. (Abg. Ing. Hofer: Cohn-Bendit, Gallionsfigur der Grünen!)
Abg. Ing. Hofer: Verdächtigt!
Oder aktuelle Fälle – der ist besonders spannend –: Herr Klaus L. – hört zu! –, Politiker in St. Veit. Er war nicht nur Gemeinderat in St. Veit, sondern er war auch Mitarbeiter der Bezirkshauptmannschaft. Dort soll er Leuten gegen Geld zu einem Führerschein verholfen haben. Aber noch besser ist, er wird auch des Frauenhandels verdächtigt (Abg. Ing. Hofer: Verdächtigt!), denn er hat im Rotlichtmilieu bei der Beschaffung von Aufenthaltsgenehmigungen geholfen. – So viel zum heutigen Thema. So viel zur blauen Kriminalitätswelle, die diese Republik überzieht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Oder aktuelle Fälle – der ist besonders spannend –: Herr Klaus L. – hört zu! –, Politiker in St. Veit. Er war nicht nur Gemeinderat in St. Veit, sondern er war auch Mitarbeiter der Bezirkshauptmannschaft. Dort soll er Leuten gegen Geld zu einem Führerschein verholfen haben. Aber noch besser ist, er wird auch des Frauenhandels verdächtigt (Abg. Ing. Hofer: Verdächtigt!), denn er hat im Rotlichtmilieu bei der Beschaffung von Aufenthaltsgenehmigungen geholfen. – So viel zum heutigen Thema. So viel zur blauen Kriminalitätswelle, die diese Republik überzieht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist die Haltung der FPÖ und das ist die Haltung dieser Sondersitzung! – Danke, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.
Nur ein Wort zu den Ausführungen von Frau Kollegin Korun, die sich hier hergestellt und gesagt hat, es sind ja eh nur 3 Prozent der gesamten (Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.) Haben Sie gesagt. Sie haben gesagt, wortwörtlich – schauen Sie im Protokoll nach! –, es sind eh nur 3 Prozent Asylwerber. Das sind immerhin 7 600 Fälle, 7 600 Kriminelle, die in Österreich straffällig geworden sind. Eh nur!
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Frau Korun! Überlegen Sie, wenn Sie das sagen, eine andere Zahl, die damit in direktem Zusammenhang steht, bei 7 600 kriminellen Asylwerbern, nämlich wie viele betroffene Familien es gibt, deren Haus oder Wohnung ausgeraubt wurde, deren Autos gestohlen wurden oder die an Leib und Leben bedroht wurden! Da kommen Sie nämlich auf eine viel höhere Zahl. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Neubauer: Die horcht eh nicht zu!
Frau Ministerin, Sie stellen sich hier her und haben heute auch so einen merkwürdigen Satz gesagt. Als ob es das alles nicht geben würde, haben Sie, Frau Ministerin, gesagt: Es gibt hier eine unzulässige – eine unzulässige! – Vermischung (Abg. Neubauer: Die horcht eh nicht zu!) – Vielleicht haben Sie die Gnade, auch zuzuhören. – Sie haben gesagt – ich zitiere Sie, Frau Ministerin –: Es gibt eine unzulässige Vermischung von Zuwanderung, Asyl und Kriminalität – und zwar von den Oppositionsparteien.
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Wo ist da eine unzulässige Vermischung, wenn Sie uns selber aufgrund parlamentarischer Anfragen, aufgrund des Interpellationsrechts der Abgeordneten, diese Zahlen ins Haus liefern?! Und die Zahlen liegen auf dem Tisch, sie wurden heute schon siebzehn Mal zitiert. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Rufe bei der FPÖ: Wahnsinn! – Abg. Strache: Das ist Hetze!
„Bezogen auf die Bevölkerung gleicher Staatsangehörigkeit über 14 Jahren“ – also Ausländer, bezogen auf die Bevölkerung, und Inländer; das schreibt der Herr Staatssekretär hinein – „wurden knapp“ – und jetzt Ohren spitzen! – „viermal so viele ausländische Staatsangehörige gerichtlich verurteilt“ wie Österreicher. (Rufe bei der FPÖ: Wahnsinn! – Abg. Strache: Das ist Hetze!)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Wir vermischen unzulässigerweise Kriminalität und Zuwanderung?! Sie, Frau Ministerin und Herr Staatssekretär, bestätigen, dass es hier eine Vermischung gibt – nicht von uns, sondern auf der realen Ebene. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Daher muss man auch darüber diskutieren und daher muss man auch die Wahrheit sagen. Und das ist die Wahrheit. Kollege Großruck von der ÖVP hat sich hier hergestellt und ein Beispiel genannt: Um Gottes willen, das Verfahren hat so lange gedauert. – Ja warum dauern Asylverfahren noch immer so lange? – Weil eine Anwaltsmaschinerie von links und ganz links immer wieder Folgeanträge stellt und Asylverfahren so lange verzögert, bis endlich jemand hier das Aufenthaltsrecht beantragen kann. Und das lehnen wir ab, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Herr Kollege Steinhauser, Sie kommen hier heraus und zählen die Flüchtlinge auf, die wirklich betroffen sind, aus Afghanistan, Pakistan, Tschetschenien. Da ist jeder Fall für sich anzuschauen, wahrscheinlich wirklich bedrohte Menschen und wahrscheinlich wirklich Menschen zum überwiegenden Teil, die ein Recht auf Asyl haben. Nur, Herr Kollege Steinhauser, beim Wort genommen: Es gibt nun einmal eine Drittstaatenregelung, eine Dublin-Regelung. Und wenn diese Fälle, die Sie aufgezählt haben, nicht alle mit dem Flugzeug direkt aus ihrem Heimatland nach Österreich gekommen sind, dann hat kein Einziger laut diesem Abkommen eine Aufenthaltsberechtigung in Österreich, sondern müsste in den Drittstaat rückgeführt werden. Das ist die Wahrheit! (Neuerlicher Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Strache: Die haben sie eh schon real abgeschafft! Diese Bundesregierung umgeht die Drittstaatenregelung!
Also wollen Sie uns damit sagen, Sie wollen die Drittstaatenregelung abschaffen? Wollen Sie das? Dann sagen Sie das! (Abg. Strache: Die haben sie eh schon real abgeschafft! Diese Bundesregierung umgeht die Drittstaatenregelung!) Aber solange es diese gibt, hat keiner, der über einen sicheren Drittstaat – und Österreich ist umgeben von sicheren Drittstaaten – nach Österreich kommt, die Berechtigung, hier um Asyl anzusuchen und auch eines zu bekommen. Das ist die Gesetzeslage, die Sie akzeptieren müssen.
Abg. Neubauer: Der horcht auch nicht zu!
Ich möchte mich aber auch noch ganz kurz mit dem Herrn Staatssekretär und der allgemeinen Frage der Zuwanderung auseinandersetzen, mit den Vorschlägen, die er zur Staatsbürgerschaft geliefert hat, einerseits zu einer vorzeitigen Staatsbürgerschaftsverleihung nach sechs Jahren, andererseits auch zu Verschärfungen bei Fragen der zehnjährigen Anwartschaft auf die Staatsbürgerschaft. (Abg. Neubauer: Der horcht auch nicht zu!)
Abg. Scheibner: Der hört nicht zu!
Ich finde das sehr interessant, ich möchte einmal etwas Positives sagen. Ich halte die Vorschläge des Staatssekretärs für diskussionswürdig, für interessant und diskussionswürdig (Abg. Scheibner: Der hört nicht zu!), nämlich aus einem Grund: weil er in Wirklichkeit nichts anderes getan hat, als unser Modell, nämlich das BZÖ-Ausländer-Check-Modell, das wir vor eineinhalb Jahren vorgelegt haben, 1 : 1 zu übernehmen.
Beifall beim BZÖ.
Das sind genau die Punkte, die Sie jetzt da hineingeschrieben haben. Deswegen ist das für uns sehr interessant. Wir sagen daher nicht von vornherein nein zu diesen Kriterien, die Sie auf den Tisch gelegt haben. Wir haben nur mäßiges Vertrauen, Herr Staatssekretär – wenn Sie sehen, was Sie für eine Diskussion losgetreten haben, welche Widerstände da kommen –, dass Sie diese Regelungen, diese Voraussetzungen auch wirklich umsetzen können, denn eines ist mit uns nicht zu machen: Die Staatsbürgerschaft zum Diskontpreis verhökern, das ist mit dem BZÖ nicht zu machen, Herr Staatssekretär! Da sind wir nicht dabei. Da müssen die Kriterien halten. (Beifall beim BZÖ.)
Ironische Heiterkeit bei der FPÖ. – Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Strache: Er hat den Otto Pendl gemeint!
Als Reaktion auf die Idee des Staatssekretärs und letztlich auch auf unsere Idee, dass Zuwanderer Deutsch auf einem gewissen Niveau – er bezeichnet es als „Maturaniveau“ – lernen müssen, bevor sie überhaupt in den Genuss einer Staatsbürgerschaft kommen sollen – das ist ja die Idee –, sagte der Herr Kräuter im Radio gestern Folgendes – Zitat –: Das ist nicht ganz fair, weil auch die österreichische Bevölkerung nicht dieses Niveau erreicht. (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ. – Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Strache: Er hat den Otto Pendl gemeint!)
Beifall beim BZÖ.
Gratuliere! Ich gratuliere Ihnen, Herr Kräuter, und der SPÖ. Sie beschimpfen, Sie diffamieren hier die gesamte österreichische Bevölkerung, dass sie Deutsch nicht auf diesem Niveau kann. Furchtbar! Genieren Sie sich dafür, Herr Kollege Kräuter! Entsetzlich! Das muss ich Ihnen wirklich sagen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Mag. Stefan.
Damals war das Grundprinzip „Deutsch vor Zuzug“, eine Integration nur dann mög- lich machen, wenn sich auch jemand integrieren lassen will. Und das ist ein Grund- satz, den wir bis heute nicht aufgegeben haben. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Mag. Stefan.)
Abg. Mag. Steinhauser: Nein! Einzelfälle !
Abgeordneter Werner Herbert (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Meine geschätzten Staatssekretäre! Kollege Steinhauser, wenn Sie hier die FPÖ pauschal kriminalisieren (Abg. Mag. Steinhauser: Nein! Einzelfälle !) und uns wortwörtlich als „blaue Kriminalitätswelle“ bezeichnen, dann ist das nicht nur schärfstens
Beifall bei der FPÖ.
zurückzuweisen, sondern auch eine – da riskiere ich jetzt einen Ordnungsruf – Sauerei sondergleichen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Großruck: Was habe ich gesagt?
Kollege Großruck, wenn Sie der FPÖ und unserem Klubobmann Angstmache gegenüber der Bevölkerung vorwerfen, dann ist das nichts anderes als das, was Sie vorher verurteilt haben, nämlich Populismus der ÖVP aus der tiefsten ÖVP-Schublade. (Abg. Großruck: Was habe ich gesagt?) Auch das möchte ich hier absolut zurückweisen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Kollege Großruck, wenn Sie der FPÖ und unserem Klubobmann Angstmache gegenüber der Bevölkerung vorwerfen, dann ist das nichts anderes als das, was Sie vorher verurteilt haben, nämlich Populismus der ÖVP aus der tiefsten ÖVP-Schublade. (Abg. Großruck: Was habe ich gesagt?) Auch das möchte ich hier absolut zurückweisen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ – Abg. Strache: Trotz dieser Bundesregierung!
Kollege Pendl! Kollege Kößl! – Kollege Kößl ist jetzt nicht da. – Ja, ich bin schon bei Ihnen. Unsere Exekutive leistet gute und hervorragende Arbeit, auch auf dem Fremdenrechtssektor (Beifall bei der FPÖ – Abg. Strache: Trotz dieser Bundesregierung!), aber ich bin schon gespannt darauf, wie unsere Exekutive auf die Ansage, die wir heute in der Beantwortung der Frau Bundesminister vernommen haben, reagieren wird, dass sie zwar zur Kenntnis nehmen muss, dass es eine Nulllohnrunde für sie geben wird, aber immerhin 105 Millionen € für das Asylwesen ausgegeben werden. Ich denke, das ist auch einmal eine Erwähnung wert. Und unsere Exekutivbeamten werden sich hier wohl schon ihren Reim darauf machen können. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Kollege Pendl! Kollege Kößl! – Kollege Kößl ist jetzt nicht da. – Ja, ich bin schon bei Ihnen. Unsere Exekutive leistet gute und hervorragende Arbeit, auch auf dem Fremdenrechtssektor (Beifall bei der FPÖ – Abg. Strache: Trotz dieser Bundesregierung!), aber ich bin schon gespannt darauf, wie unsere Exekutive auf die Ansage, die wir heute in der Beantwortung der Frau Bundesminister vernommen haben, reagieren wird, dass sie zwar zur Kenntnis nehmen muss, dass es eine Nulllohnrunde für sie geben wird, aber immerhin 105 Millionen € für das Asylwesen ausgegeben werden. Ich denke, das ist auch einmal eine Erwähnung wert. Und unsere Exekutivbeamten werden sich hier wohl schon ihren Reim darauf machen können. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben nunmehr seit fast zehn Jahren ähnlich einer Welle dieses dauerhafte Problem, dass Traiskirchen ständig mit Überbelag konfrontiert ist. Jedes Mal gibt es Gipfel. Jedes Mal wird versucht, eine Lösung, eine schlechte Lösung, muss man sagen, dahin gehend zu finden, dass man die ohnedies hier zu viel ansässigen Asylwerber auf die verschiedenen Bundesländer aufteilt, aber man packt das Problem nicht bei der Wurzel an, nämlich dass man diesen ungehinderten Asyltourismus endlich stoppt. Da sind Sie gefordert, Frau Bundesminister! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
und eine rigorose Abschiebung von straffällig gewordenen Ausländern aus. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Hofer: Tiefes Niveau! – Abg. Ing. Westenthaler: Seid ihr abgehoben! Wort und Schrift von Otto Pendl! – Abg. Scheibner: Oder Lesungen aus der letzten Reihe!
Abgeordneter Mag. Johann Maier (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine Herren Staatssekretäre! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Vielleicht eine kurze Replik zum Kollegen Westenthaler. Was Deutsch auf Maturaniveau betrifft, frage ich mich oft, wer von den Abgeordneten Deutsch auf Maturaniveau tatsächlich beherrscht, Kollege Westenthaler. Wenn ich Stenographische Protokolle von Rednern des BZÖ lese, dann bezweifle ich das Maturaniveau in Deutsch. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Hofer: Tiefes Niveau! – Abg. Ing. Westenthaler: Seid ihr abgehoben! Wort und Schrift von Otto Pendl! – Abg. Scheibner: Oder Lesungen aus der letzten Reihe!)
Abg. Ing. Hofer: Mit Asylmissbrauch!
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Zur heutigen Dringlichen Anfrage eine klare Feststellung: Werter Herr Klubobmann, der Titel „Kriminalität und Asylmissbrauch“ ist nicht nur missdeutend, sondern aus meiner Sicht unerträglich, weil – und das sage ich ganz klar – in diesem Zusammenhang Kriminalität mit Asylwerbern gleichgesetzt wird. (Abg. Ing. Hofer: Mit Asylmissbrauch!) Und das ist mit allem Nachdruck abzulehnen! (Abg. Neubauer: Fürs Protokoll: kein Applaus der SPÖ!)
Abg. Neubauer: Fürs Protokoll: kein Applaus der SPÖ!
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Zur heutigen Dringlichen Anfrage eine klare Feststellung: Werter Herr Klubobmann, der Titel „Kriminalität und Asylmissbrauch“ ist nicht nur missdeutend, sondern aus meiner Sicht unerträglich, weil – und das sage ich ganz klar – in diesem Zusammenhang Kriminalität mit Asylwerbern gleichgesetzt wird. (Abg. Ing. Hofer: Mit Asylmissbrauch!) Und das ist mit allem Nachdruck abzulehnen! (Abg. Neubauer: Fürs Protokoll: kein Applaus der SPÖ!)
Abg. Ursula Haubner: „Touristen aus Deutschland“?!
Die parlamentarischen Anfragen vom Kollegen Vilimsky haben ja doch einiges zuwege gebracht: Sie haben nämlich deutlich gezeigt, dass unter den Fremden nicht die Asylwerber den großen Teil von ermittelten Tatverdächtigen ausmachen, sondern dass es ganz andere Gruppen sind. Es sind die Touristen, die aus Deutschland, Italien und aus anderen Ländern nach Österreich kommen und hier beispielsweise Einbruchsdiebstähle durchführen. Es sind diejenigen, die sich in Serbien oder Montenegro verabreden, als Touristen einreisen und in Österreich beispielsweise Juwelierläden überfallen. (Abg. Ursula Haubner: „Touristen aus Deutschland“?!)
Abg. Strache: 50 Prozent der Straftäter !
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich möchte zwei Dinge klarstellen: Die Probleme, die wir im Kriminalitätsbereich tatsächlich haben, liegen nicht bei den Asylwerbern, sondern liegen bei den schön aufgeschlüsselten Gruppen, nämlich den Personen ohne Beschäftigung sowie den Touristen. (Abg. Strache: 50 Prozent der Straftäter !)
Abg. Strache: Temporär, habe ich gesagt! Hören Sie zu!
Herr Klubobmann Strache, der Zusammenhang zwischen Kriminalität und Schengen-Grenze kommt ja immer wieder. Sie haben gemeint, man solle die Schengen-Grenze wieder aufheben. (Abg. Strache: Temporär, habe ich gesagt! Hören Sie zu!) Es haben Herr Klubobmann Strache und die Freiheitliche Partei bereits mehrmals in diesem Hohen Haus die Aufhebung der Schengen-Grenze gefordert. (Abg. Strache: Deutsch auf Maturaniveau: temporär!)
Abg. Strache: Deutsch auf Maturaniveau: temporär!
Herr Klubobmann Strache, der Zusammenhang zwischen Kriminalität und Schengen-Grenze kommt ja immer wieder. Sie haben gemeint, man solle die Schengen-Grenze wieder aufheben. (Abg. Strache: Temporär, habe ich gesagt! Hören Sie zu!) Es haben Herr Klubobmann Strache und die Freiheitliche Partei bereits mehrmals in diesem Hohen Haus die Aufhebung der Schengen-Grenze gefordert. (Abg. Strache: Deutsch auf Maturaniveau: temporär!)
Abg. Strache: Haben wir bei der Europameisterschaft temporär gemacht!
Ich halte Ihnen in diesem Zusammenhang eine Zahl aus der Anfragebeantwortung, die der Kollege Vilimsky bekommen hat, vor. (Abg. Strache: Haben wir bei der Europameisterschaft temporär gemacht!) Sie wissen sehr wohl, Herr Klubobmann Strache, woher die meisten ermittelten Tatverdächtigen kommen, nämlich aus Deutschland. (Rufe bei der FPÖ: Geh!) Wollen Sie die Schengen-Grenze gegenüber Deutschland aufheben? Ehrlich: Wollen Sie wirklich die Schengen-Grenze gegenüber Deutschland wieder aufheben? Nach den vorliegenden Zahlen kommen die meisten ermittelten Tatverdächtigen nämlich aus Deutschland! (Abg. Strache: Ich will keine Kriminellen bei uns in Österreich haben im Gegensatz zu Ihnen! Reden Sie von den türkischstämmigen deutschen Staatsbürgern?)
Rufe bei der FPÖ: Geh!
Ich halte Ihnen in diesem Zusammenhang eine Zahl aus der Anfragebeantwortung, die der Kollege Vilimsky bekommen hat, vor. (Abg. Strache: Haben wir bei der Europameisterschaft temporär gemacht!) Sie wissen sehr wohl, Herr Klubobmann Strache, woher die meisten ermittelten Tatverdächtigen kommen, nämlich aus Deutschland. (Rufe bei der FPÖ: Geh!) Wollen Sie die Schengen-Grenze gegenüber Deutschland aufheben? Ehrlich: Wollen Sie wirklich die Schengen-Grenze gegenüber Deutschland wieder aufheben? Nach den vorliegenden Zahlen kommen die meisten ermittelten Tatverdächtigen nämlich aus Deutschland! (Abg. Strache: Ich will keine Kriminellen bei uns in Österreich haben im Gegensatz zu Ihnen! Reden Sie von den türkischstämmigen deutschen Staatsbürgern?)
Abg. Strache: Ich will keine Kriminellen bei uns in Österreich haben im Gegensatz zu Ihnen! Reden Sie von den türkischstämmigen deutschen Staatsbürgern?
Ich halte Ihnen in diesem Zusammenhang eine Zahl aus der Anfragebeantwortung, die der Kollege Vilimsky bekommen hat, vor. (Abg. Strache: Haben wir bei der Europameisterschaft temporär gemacht!) Sie wissen sehr wohl, Herr Klubobmann Strache, woher die meisten ermittelten Tatverdächtigen kommen, nämlich aus Deutschland. (Rufe bei der FPÖ: Geh!) Wollen Sie die Schengen-Grenze gegenüber Deutschland aufheben? Ehrlich: Wollen Sie wirklich die Schengen-Grenze gegenüber Deutschland wieder aufheben? Nach den vorliegenden Zahlen kommen die meisten ermittelten Tatverdächtigen nämlich aus Deutschland! (Abg. Strache: Ich will keine Kriminellen bei uns in Österreich haben im Gegensatz zu Ihnen! Reden Sie von den türkischstämmigen deutschen Staatsbürgern?)
Abg. Strache: Durch das sichere Griechenland, durch das sichere Tschechien! – Abg. Neubauer – einen „Standard“-Artikel in die Höhe haltend –: Von Sozialisten in Container gesteckt!
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Man sollte auch an dieser Stelle eines klar sagen – und das hat heute noch niemand klar gesagt –: Dass viele Asylwerber durch kriminelle Schlepper hierher geschleppt werden, Menschen, die zu uns kommen, weil sie Schutz suchen, Menschen, die nach Österreich geschleppt werden, ausgebeutet, vergewaltigt und dann weiter in Abhängigkeit gehalten werden. (Abg. Strache: Durch das sichere Griechenland, durch das sichere Tschechien! – Abg. Neubauer – einen „Standard“-Artikel in die Höhe haltend –: Von Sozialisten in Container gesteckt!) Über dieses Schlepperunwesen, Herr Klubobmann Strache, haben Sie bisher noch nichts gesagt! (Abg. Strache: Sie schützen das Schlepperunwesen!)
Abg. Strache: Sie schützen das Schlepperunwesen!
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Man sollte auch an dieser Stelle eines klar sagen – und das hat heute noch niemand klar gesagt –: Dass viele Asylwerber durch kriminelle Schlepper hierher geschleppt werden, Menschen, die zu uns kommen, weil sie Schutz suchen, Menschen, die nach Österreich geschleppt werden, ausgebeutet, vergewaltigt und dann weiter in Abhängigkeit gehalten werden. (Abg. Strache: Durch das sichere Griechenland, durch das sichere Tschechien! – Abg. Neubauer – einen „Standard“-Artikel in die Höhe haltend –: Von Sozialisten in Container gesteckt!) Über dieses Schlepperunwesen, Herr Klubobmann Strache, haben Sie bisher noch nichts gesagt! (Abg. Strache: Sie schützen das Schlepperunwesen!)
Abg. Strache: Das ist traurig! Das ist wirklich traurig!
Hohes Haus! Wir sollten uns mit der Problematik näher auseinandersetzen. Wir haben hier ein Problem mit der österreichischen Justiz; das möchte ich ganz klar sagen. Ich verfolge die Analysen über Schlepperei und gerichtliche Strafen seit dem Jahr 2004. Es gab im Jahre 2011 111 Strafanzeigen nach § 217 Strafgesetzbuch, grenzüberschreitende Prostitution. Wissen Sie, wie viele Verurteilungen es gegeben hat? – 14 Verurteilungen und acht nach der gerichtlichen Kriminalstatistik. Es hat 45 Strafanzeigen nach § 104a, Menschenhandel, gegeben. Es kam zu zwei Verurteilungen beziehungsweise einer Verurteilung nach der gerichtlichen Kriminalstatistik. (Abg. Strache: Das ist traurig! Das ist wirklich traurig!) Noch ärger sieht es aus beim § 104, Sklaverei: Es kam zu nur zwei Verurteilungen. (Abg. Strache: Das ist doch traurig!)
Abg. Strache: Das ist doch traurig!
Hohes Haus! Wir sollten uns mit der Problematik näher auseinandersetzen. Wir haben hier ein Problem mit der österreichischen Justiz; das möchte ich ganz klar sagen. Ich verfolge die Analysen über Schlepperei und gerichtliche Strafen seit dem Jahr 2004. Es gab im Jahre 2011 111 Strafanzeigen nach § 217 Strafgesetzbuch, grenzüberschreitende Prostitution. Wissen Sie, wie viele Verurteilungen es gegeben hat? – 14 Verurteilungen und acht nach der gerichtlichen Kriminalstatistik. Es hat 45 Strafanzeigen nach § 104a, Menschenhandel, gegeben. Es kam zu zwei Verurteilungen beziehungsweise einer Verurteilung nach der gerichtlichen Kriminalstatistik. (Abg. Strache: Das ist traurig! Das ist wirklich traurig!) Noch ärger sieht es aus beim § 104, Sklaverei: Es kam zu nur zwei Verurteilungen. (Abg. Strache: Das ist doch traurig!)
Abg. Neubauer: Weil es keine Verurteilung gibt! – Abg. Strache: Wenn Sozialisten , braucht man sich nicht wundern! Das ist ein Witz!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wenn man diese Zahlen weiter verfolgt, dann fragt man sich: Warum kommt es eigentlich dazu, dass Schlepper, die Asylwerber nach Österreich gebracht haben, nur mit einer teilbedingten Verurteilung zu rechnen haben? Wie kommt es dazu, dass die österreichische Justiz nur eine Geldstrafe über kriminelle Schlepper verhängt? (Abg. Neubauer: Weil es keine Verurteilung gibt! – Abg. Strache: Wenn Sozialisten , braucht man sich nicht wundern! Das ist ein Witz!)
Abg. Neubauer: Schämt euch! Ihr sperrt sie in Container, die Asylwerber!
Wir sollen in diesem Haus über kriminelle Schlepper reden und nicht den Vorwürfen der Freiheitlichen Partei glauben. (Abg. Neubauer: Schämt euch! Ihr sperrt sie in Container, die Asylwerber!) Wir stehen vor großen Herausforderungen. Wir müssen den Menschen Schutz bieten, die Schutz benötigen, und wir müssen gleichzeitig sicherstellen, dass kriminelle Schlepper von der Justiz entsprechend verfolgt und auch verurteilt werden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Tut es endlich! – Abg. Neubauer: Ihr sperrt Asylwerber in Container! Das ist zum Genieren!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Tut es endlich! – Abg. Neubauer: Ihr sperrt Asylwerber in Container! Das ist zum Genieren!
Wir sollen in diesem Haus über kriminelle Schlepper reden und nicht den Vorwürfen der Freiheitlichen Partei glauben. (Abg. Neubauer: Schämt euch! Ihr sperrt sie in Container, die Asylwerber!) Wir stehen vor großen Herausforderungen. Wir müssen den Menschen Schutz bieten, die Schutz benötigen, und wir müssen gleichzeitig sicherstellen, dass kriminelle Schlepper von der Justiz entsprechend verfolgt und auch verurteilt werden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Tut es endlich! – Abg. Neubauer: Ihr sperrt Asylwerber in Container! Das ist zum Genieren!)
Abg. Dr. Hübner: Was heißt das? – Abg. Strache: Das heißt, von fünf Antragstellern sind vier Missbraucher! Das ist eine interessante Bestätigung!
Die Verfahrensdauer für Asylanträge ist verkürzt worden; von über einem Jahr sind wir inzwischen bei unter drei Monaten. Für Asylanten von sicheren Staaten gibt es sogar verkürzte Verfahren, die in zirka 13 Tagen abgehandelt werden. Und, wie die Frau Innenministerin bereits gesagt hat, vier von fünf Anträgen werden abgelehnt und auch sofort erledigt. (Abg. Dr. Hübner: Was heißt das? – Abg. Strache: Das heißt, von fünf Antragstellern sind vier Missbraucher! Das ist eine interessante Bestätigung!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir kennen die allgemeine Kriminalitätsstatistik. Wir wissen, dass die Kriminalität bei Einbruch in Wohnungen und Häuser weniger geworden ist, wir wissen, dass die Zahl der Diebstähle von Pkws zurückgegangen ist, trotzdem sollen wir uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern alles tun, um – wie gesagt – die Kriminalität zu bekämpfen. Frau Bundesministerin, Sie mit Ihrem gesamten Team sind diesbezüglich auf einem guten Weg. Ich glaube, es ist auch im Sinne des gesamten Hohen Hauses, es ist – ob extrem diskutiert wird oder weniger extrem – in unser aller Sinn, Österreich auch weiterhin als stabiles und sicheres Land zu erhalten. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Entschuldigung, aber wo ist denn der Klub der Grünen derzeit? Ist der Pilz entschuldigt?
Präsident Fritz Neugebauer: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Windbüchler-Souschill. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Entschuldigung, aber wo ist denn der Klub der Grünen derzeit? Ist der Pilz entschuldigt?)
Beifall bei den Grünen.
Es muss ein gesamtösterreichisches Anliegen sein, die Kinderrechte tatsächlich umzusetzen und allen Kindern alle Rechte in Österreich zu gewährleisten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Als Letztes noch: Die Verfassungssprecherin der Grünen, Daniela Musiol, meine Kollegin und ich haben nun rechtliche Prüfungen eingeleitet, wie die Kinderrechte in Österreich tatsächlich umgesetzt werden können, wie der Regierung auch deren Säumigkeit vorgehalten werden kann und welche Schritte hier als Nächste gesetzt werden. Ich denke, es gibt noch einigen Gesprächsbedarf und wahrscheinlich auch einigen Verhandlungsbedarf darüber, was mit den Kinderrechten in Österreich weiter geschehen wird. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Zuwanderungspolitik vieles von dem, was uns manche Utopisten in den letzten 20 Jahren vorgetragen haben, als völlig falsch herausgestellt hat, endlich einmal zu einer sachlichen und objektiveren Diskussion zurückkehren und nicht immer jeden verunglimpfen, der in diesem Bereich eine andere Meinung hat. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Meine Damen und Herren, wenn man dann kritisiert – überraschenderweise hat das auch der Herr Großruck von der ÖVP gemacht –, dass die Asylwerber aufgrund der langen Verfahren ja so gut integriert sind und deshalb dableiben sollten, dann ist die Frage: Warum sind die so lange hiergeblieben? Genau deshalb, weil – es wurde schon gesagt – es eine Armada von Experten und NGOs gibt, die, unterstützt mit Steuergeldern, diese Leute beraten, und ich glaube, schlecht beraten, wie man, auch wenn sie wissen, dass es keine Asylgründe gibt, das Verfahren entsprechend verlängern kann. Das ist genauso schlecht und genauso abzulehnen wie irgendwer, der hier Ängste schüren möchte. Nehmen Sie das endlich auch zur Kenntnis! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Das sind auch Dinge, die man offen aussprechen muss, denn das schafft mehr Probleme, als man lösen kann. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es wäre einmal eine interessante Sache, dieses Problem auch an der Wurzel zu diskutieren. Ich weiß schon, daraus kann man keine große Ideologie machen, da kann man auch nicht große Organisationen finanzieren wie die NGOs, aber vielleicht wäre das im Interesse auch der Betroffenen das Sinnvollste. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Strache: Sie haben es lieber bei Schulen, bei Kindergärten!
Wie Sie alle wissen, hat ein Thema heuer großes Aufsehen erregt in ganz Kärnten und darüber hinaus in Österreich und über die Grenzen hinaus, nämlich die sogenannte Sonderanstalt für mutmaßlich straffällige Asylwerber auf unserer schönen Kärntner Saualm, die übrigens zum Wandern und zum Schwammerlsuchen ganz besonders hervorragend geeignet ist, aber leider durch diese Sache in Misskredit, in ordentlichen Misskredit geraten ist. (Abg. Strache: Sie haben es lieber bei Schulen, bei Kindergärten!) So kann das nicht sein, sehr geschätzter Herr Kollege Strache, und das gilt auch in erster Linie für Ihre Vertreter in Kärnten von der FPK, dass man hier Leute, denen keine Tat nachgewiesen ist, nur auf einen Mutmaßung hin von der Bevölkerung wegsperrt und in entlegene Berggebiete in ein Heim steckt, das noch dazu miserable Zustände aufweist. (Abg. Neubauer: Sperren wir sie lieber in Container!) Es gab ja dann auch Klagen bezüglich der Unterbringungsmöglichkeiten und so weiter, und im Endeffekt wurde diese Sonderanstalt dann auf Druck der Medien, auf Druck der Bevölkerung und natürlich auch aufgrund von Anzeigen geschlossen. Anzeigen haben sich in der Form dargestellt, dass eine ordentliche ärztliche Verpflegung nicht gewährleistet war und dass auch Übergriffe durch Pflege- und Security-Personal nachgewiesen wurden. Ich glaube, so kann man Asylpolitik nicht betreiben, und es war wirklich eine gute Sache, dass dieses Heim wieder geschlossen werden musste.
Abg. Neubauer: Sperren wir sie lieber in Container!
Wie Sie alle wissen, hat ein Thema heuer großes Aufsehen erregt in ganz Kärnten und darüber hinaus in Österreich und über die Grenzen hinaus, nämlich die sogenannte Sonderanstalt für mutmaßlich straffällige Asylwerber auf unserer schönen Kärntner Saualm, die übrigens zum Wandern und zum Schwammerlsuchen ganz besonders hervorragend geeignet ist, aber leider durch diese Sache in Misskredit, in ordentlichen Misskredit geraten ist. (Abg. Strache: Sie haben es lieber bei Schulen, bei Kindergärten!) So kann das nicht sein, sehr geschätzter Herr Kollege Strache, und das gilt auch in erster Linie für Ihre Vertreter in Kärnten von der FPK, dass man hier Leute, denen keine Tat nachgewiesen ist, nur auf einen Mutmaßung hin von der Bevölkerung wegsperrt und in entlegene Berggebiete in ein Heim steckt, das noch dazu miserable Zustände aufweist. (Abg. Neubauer: Sperren wir sie lieber in Container!) Es gab ja dann auch Klagen bezüglich der Unterbringungsmöglichkeiten und so weiter, und im Endeffekt wurde diese Sonderanstalt dann auf Druck der Medien, auf Druck der Bevölkerung und natürlich auch aufgrund von Anzeigen geschlossen. Anzeigen haben sich in der Form dargestellt, dass eine ordentliche ärztliche Verpflegung nicht gewährleistet war und dass auch Übergriffe durch Pflege- und Security-Personal nachgewiesen wurden. Ich glaube, so kann man Asylpolitik nicht betreiben, und es war wirklich eine gute Sache, dass dieses Heim wieder geschlossen werden musste.
Beifall bei der SPÖ.
Ich hoffe, dass das wirklich eindeutig geklärt wird und dass unser Kärntner Heimatland wieder aus den negativen Schlagzeilen herauskommt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Nur weil wir heute hier eine Sondersitzung abhalten, heißt das noch lange nicht, dass im Asylbereich akuter Handlungsbedarf besteht. Es ist nämlich so, dass diesem Thema bereits in der Vergangenheit sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt wurde und dass die Frau Innenministerin im Speziellen und das Innenministerium diese Thematik gut im Auge haben und vor allem die Bundesregierung und auch wir im Parlament in letzter Zeit hier schon ganz konsequente Maßnahmen gesetzt haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das Asylthema ist grundsätzlich ein schwieriges, man hat die Situation aber im Griff, vor allem unsere Frau Bundesministerin und die Exekutive, wofür ich mich ausdrücklich bedanken darf. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Kriminalität aus dem Blickwinkel der Statistik ist auch darstellbar, aber es gibt auch das subjektive Gefühl der Bevölkerung, und das ist diametral dem entgegengesetzt, was unsere Innenministerin und die Redner der beiden Regierungsparteien hier von sich geben. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich kenne diese Dame persönlich. Sie ist über jeden Verdacht erhaben. So eine Reaktion eines Bundeskanzlers ist, bitte, untolerierbar! (Beifall beim BZÖ.)
Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Dieser Bundesregierung passieren ständig Fehler, wenn sie Antworten auf zu hohe Kriminalität geben will! (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Beifall beim BZÖ.
Ich kann Ihnen nur zum Schluss zurufen: Sehr geehrte Innenministerin! Die Steuerzahler haben ein Recht auf Sicherheit. Bezeichnen Sie sich nicht als Sicherheitsministerin, sondern sorgen Sie für Sicherheit in dieser Republik! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall der Abgeordneten Hagen, Ing. Lugar, Markowitz und Tadler.
So, wie es ausschaut, Frau Kollegin, wollen Sie Österreich zu einem Selbstbedienungsladen machen. (Beifall der Abgeordneten Hagen, Ing. Lugar, Markowitz und Tadler.)
Heiterkeit. – Abg. Grosz: Ja, ja, macht nichts, wir kennen uns schon aus! – Beifall der Abgeordneten Hagen, Ing. Lugar, Markowitz und Tadler.
Dafür stehen wir, und dafür steht das Team Österreich – ah, das Team Stronach für Österreich. (Heiterkeit. – Abg. Grosz: Ja, ja, macht nichts, wir kennen uns schon aus! – Beifall der Abgeordneten Hagen, Ing. Lugar, Markowitz und Tadler.)
Abg. Grosz: Was ist mit den politischen Schlepperbanden?
Ich glaube, man muss der Schleppermafia nicht nur europaweit, sondern weltweit den Kampf ansagen. (Abg. Grosz: Was ist mit den politischen Schlepperbanden?) Ich habe das im Migrationsausschuss des Europarates bereits vor längerer Zeit gesagt, dass es
Abg. Grosz: Was ist mit den politischen Schlepperbanden?
notwendig ist, hier Schritte zu setzen. (Abg. Grosz: Was ist mit den politischen Schlepperbanden?) Auch wenn der Herr Grosz immer dazwischenplappert, man hört dich da nicht!
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wie ist das mit der Redezeit?
Und jetzt noch zum Schluss: Die Kollegin Kaufmann-Bruckberger hat es bereits angesprochen: Wir vom ... (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wie ist das mit der Redezeit?) – Wir haben 10 Minuten Redezeit! Ich habe auf 5 Minuten eingestellt, ich habe aber das Recht, 10 Minuten zu reden. (Beifall der Abgeordneten Kaufmann-Bruckberger, Ing. Lugar, Markowitz und Tadler. – Abg. Grosz: Tu nur weiter! Team Stronach spricht!)
Beifall der Abgeordneten Kaufmann-Bruckberger, Ing. Lugar, Markowitz und Tadler. – Abg. Grosz: Tu nur weiter! Team Stronach spricht!
Und jetzt noch zum Schluss: Die Kollegin Kaufmann-Bruckberger hat es bereits angesprochen: Wir vom ... (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wie ist das mit der Redezeit?) – Wir haben 10 Minuten Redezeit! Ich habe auf 5 Minuten eingestellt, ich habe aber das Recht, 10 Minuten zu reden. (Beifall der Abgeordneten Kaufmann-Bruckberger, Ing. Lugar, Markowitz und Tadler. – Abg. Grosz: Tu nur weiter! Team Stronach spricht!)
Beifall der Abgeordneten Kaufmann-Bruckberger, Ing. Lugar, Markowitz und Tadler.
Meine Damen und Herren, wenn das alles umgesetzt würde, dann hätten wir hier, glaube ich, keine solchen Diskussionen, dann hätten wir keine Probleme. Wir unterstützen all jene, die Schutz und Hilfe brauchen, lehnen aber den Missbrauch dieser unserer Hilfe ab, denn wir müssen gemeinsam für Österreich besser werden! (Beifall der Abgeordneten Kaufmann-Bruckberger, Ing. Lugar, Markowitz und Tadler.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Heinz-Christian Strache (FPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Zusammenfassend: In nur fünf Jahren 40 000 ermittelte straftatverdächtige Asylwerber stellen für die Herrschaften der roten, der schwarzen und der grünen Fraktion offenbar kein Problem dar. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Vier Mal höhere Kriminalitätszahlen und Straftaten bei nicht österreichischen Staatsbürgern, sprich: 73 000 ausländische Straftäter, im vergangenen Jahr. – Kein Problem und vernachlässigbar laut Kollegin Korun. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und wer das aufzeigt, wird dann noch von Ihnen, Frau Innenminister, heute als Hetzer beschimpft. Also da haben Sie sich ganz weit auf der linken Seite eingereiht, Frau Innenministerin, denn in Wahrheit ist das, was Sie betreiben, Hetze! (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Wenn man die Wahrheit anspricht – und die Wahrheit ist zumutbar –, dann haben Sie die Verantwortung, endlich diese Fehlentwicklungen abzustellen. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Anhaltender Beifall bei der FPÖ.
Ich komme daher zum Schlusssatz: Bitte, endlich die rechtliche Drittstaatenregelung umsetzen und nicht permanent außer Kraft setzen, wie Sie das leben! Menschen aus sicheren Drittstaaten haben hier nicht als Asylwerber aufgenommen zu werden! (Anhaltender Beifall bei der FPÖ.)