Eckdaten:
Für die 149. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 322 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht vom Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber
Petition betreffend „Ökostrom-Novelle 2006“ (Ordnungsnummer 88) (überreicht vom Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber)
überreicht vom Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber
Petition betreffend „Ökostrom-Novelle 2006“ (Ordnungsnummer 89) (überreicht vom Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Jetzt kommt etwas Neues!
Ich erteile nun Herrn Abgeordnetem Dr. Cap als Erstanfragesteller zur Begründung der Anfrage das Wort. 20 Minuten. – Bitte, Herr Kollege. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Jetzt kommt etwas Neues!)
Ruf: Vier!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Ich bin überrascht, dass zumindest einmal drei Regierungsmitglieder da sind. (Ruf: Vier!) – Also vier! Man hat heute gar nicht gewusst, wie viele kommen werden, wer kommen wird, gibt es eine Regierungsumbildung. Zumindest war der Hinweis des Staatssekretärs Dolinschek insofern sehr günstig, als man somit gewusst hat, er ist überhaupt noch in der Regierung.
Abg. Neudeck hält eine Ausgabe des „WirtschaftsBlatt“ in die Höhe.
Nun zu dem Thema, weswegen die heutige Sondersitzung notwendig geworden ist, und zu dem Grund, warum es schon mehrere dazu gegeben hat. Das ist ganz einfach. (Abg. Neudeck hält eine Ausgabe des „WirtschaftsBlatt“ in die Höhe.) – Ja da müssen Sie umblättern! Genau im „WirtschaftsBlatt“ findet sich nämlich ein Leitartikel, in dem vermerkt wird, dass sich die Regierung das selbst zuzuschreiben hat, dass bereits fünf Sondersitzungen zum Thema Eurofighter stattgefunden haben. (Abg. Neudeck: Meinen Sie die BAWAG?) Die Geheimniskrämerei rund um den Vertrag ist zum Beispiel einer der Gründe, warum wir uns da immer wieder treffen, wo wir den Eindruck haben, die Kontrollrechte des Parlaments werden von dieser Regierung und im Speziellen vom Verteidigungsminister unter Duldung des Bundeskanzlers missachtet. Und deswegen kommen wir hier zusammen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Neudeck: Meinen Sie die BAWAG?
Nun zu dem Thema, weswegen die heutige Sondersitzung notwendig geworden ist, und zu dem Grund, warum es schon mehrere dazu gegeben hat. Das ist ganz einfach. (Abg. Neudeck hält eine Ausgabe des „WirtschaftsBlatt“ in die Höhe.) – Ja da müssen Sie umblättern! Genau im „WirtschaftsBlatt“ findet sich nämlich ein Leitartikel, in dem vermerkt wird, dass sich die Regierung das selbst zuzuschreiben hat, dass bereits fünf Sondersitzungen zum Thema Eurofighter stattgefunden haben. (Abg. Neudeck: Meinen Sie die BAWAG?) Die Geheimniskrämerei rund um den Vertrag ist zum Beispiel einer der Gründe, warum wir uns da immer wieder treffen, wo wir den Eindruck haben, die Kontrollrechte des Parlaments werden von dieser Regierung und im Speziellen vom Verteidigungsminister unter Duldung des Bundeskanzlers missachtet. Und deswegen kommen wir hier zusammen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Nun zu dem Thema, weswegen die heutige Sondersitzung notwendig geworden ist, und zu dem Grund, warum es schon mehrere dazu gegeben hat. Das ist ganz einfach. (Abg. Neudeck hält eine Ausgabe des „WirtschaftsBlatt“ in die Höhe.) – Ja da müssen Sie umblättern! Genau im „WirtschaftsBlatt“ findet sich nämlich ein Leitartikel, in dem vermerkt wird, dass sich die Regierung das selbst zuzuschreiben hat, dass bereits fünf Sondersitzungen zum Thema Eurofighter stattgefunden haben. (Abg. Neudeck: Meinen Sie die BAWAG?) Die Geheimniskrämerei rund um den Vertrag ist zum Beispiel einer der Gründe, warum wir uns da immer wieder treffen, wo wir den Eindruck haben, die Kontrollrechte des Parlaments werden von dieser Regierung und im Speziellen vom Verteidigungsminister unter Duldung des Bundeskanzlers missachtet. Und deswegen kommen wir hier zusammen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Seit drei Jahren versuchen uns da Einzelne einzureden, dass der kommerzielle Teil des Eurofighter-Vertrages einer Amtsverschwiegenheit unterliegt. Wieso unterliegt das einer Amtsverschwiegenheit? Ich lasse mir unter Umständen noch einreden, dass man beim militärischen Teil ein bisschen aufpassen muss. Aber ich bitte Sie, der kommerzielle Teil unterliegt auch nach Meinung von Rechtsexperten nicht der Amtsverschwiegenheit, und daher haben Sie heute Auskunft zu geben, Herr Verteidigungsminister, und zwar umfassend, ausführlich und wirklich so, dass man das auch als Antwort benennen kann. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.
Wir haben vor kurzem in einer Aussendung eines Meinungsforschungsinstitutes lesen dürfen, dass 71 Prozent der Österreicher es befürworten, aus diesem Vertrag auszusteigen, auch wenn es etwas kostet. (Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.) Wenn es 71 Prozent sind, kann ich das gleich umlegen auf den Generalstab, der sich da oben (der Redner deutet Richtung Besuchergalerie) versammelt hat.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wer finanziert es denn?
Das gibt auch das Bild in der Bevölkerung wieder, die darüber empört ist, dass sie an der Nase herumgeführt wird und diese Anschaffung 2, 3, 4, 5 Milliarden € – mit den Folgekosten, mit den Umbaukosten, mit den Schulungen der Piloten und so weiter – verschlingen wird. Da ist die Empörung berechtigt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wer finanziert es denn?)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Neudeck: BAWAG, ÖGB!
im Sommer angesetzt hat. Trotzdem sind damals über 600 000 hingegangen und haben unterschrieben, weil sie diese Eurofighter nicht wollen, weil sie als Steuerzahler dagegen protestieren, weil sie sagen, es gäbe in Österreich Wichtigeres zu finanzieren, und zwar im Sozialbereich, im Gesundheitsbereich, im Beschäftigungsbereich, als diese Eurofighter. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Neudeck: BAWAG, ÖGB!)
Abg. Scheibner: 36!
Dass Sie das weiland nicht ganz ernst genommen haben, als Sie in diese Richtung der Beschaffung gegangen sind, hat ja bewiesen, dass Sie zuerst gesagt haben, nehmen wir halt 24 Flugzeuge. Dann haben Sie gesagt, 24, das schaut ein bisschen komisch aus vom Preis her, außerdem hat es eine Tageszeitung intensiv kritisch dargestellt, es genügen auch 18 Flugzeuge. Wie viel darf es denn sein? – 18, 12, 16? Herr Ex-Minister Scheibner, helfen Sie uns ein bisschen! Wie viele sind denn da notwendig? (Abg. Scheibner: 36!) – Wenn es nach Ihnen ginge, noch mehr. – Es hat diesbezüglich also nicht einmal ein Konzept gegeben.
Abg. Neudeck: Das war beim Bugatti so!
Ein Konzept hat es jedoch gegeben. Das Konzept hat gelautet: Man braucht ein sündteures Kampfflugzeug, denn in Wahrheit soll es natürlich nicht ein Luftraumüberwachungsflugzeug sein – das können die SAAB-Fotoflugzeuge in Wahrheit auch leisten, wenn man jetzt schon Ihrer Argumentation folgen soll –, nein, es musste ein sündteures Kampfflugzeug sein, wobei dieses allerdings zum Zeitpunkt der Anschaffung mit dem Problem behaftet war, dass Sie gar nicht gewusst haben, wie dieses Flugzeug wirklich ausschauen wird. Anders formuliert: Ein Österreicher oder eine Österreicherin geht zu einem Autohändler und sagt, ich habe gehört, Sie haben da ein Auto in Vorbereitung, und fragt, wie es ungefähr ausschauen wird. Der Autohändler antwortet: So genau wissen wir das nicht, wir wissen so ungefähr den Typ; es hat einen Motor, es fährt mit Benzin oder Diesel, und es hat wahrscheinlich vier Räder (Abg. Neudeck: Das war beim Bugatti so!) – bei dem Wort „wahrscheinlich“ hätte man schon misstrauisch werden müssen –, aber ich sage Ihnen gleich, wir machen Superzahlungskonditionen! Egal, ob wir es liefern oder nicht liefern, Sie zahlen auf alle Fälle. Wenn Mängel sind, sage ich Ihnen gleich, haben Sie Pech gehabt. Garantie – da setzen wir das Wort „Schmeck’s“ ein. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Ein Konzept hat es jedoch gegeben. Das Konzept hat gelautet: Man braucht ein sündteures Kampfflugzeug, denn in Wahrheit soll es natürlich nicht ein Luftraumüberwachungsflugzeug sein – das können die SAAB-Fotoflugzeuge in Wahrheit auch leisten, wenn man jetzt schon Ihrer Argumentation folgen soll –, nein, es musste ein sündteures Kampfflugzeug sein, wobei dieses allerdings zum Zeitpunkt der Anschaffung mit dem Problem behaftet war, dass Sie gar nicht gewusst haben, wie dieses Flugzeug wirklich ausschauen wird. Anders formuliert: Ein Österreicher oder eine Österreicherin geht zu einem Autohändler und sagt, ich habe gehört, Sie haben da ein Auto in Vorbereitung, und fragt, wie es ungefähr ausschauen wird. Der Autohändler antwortet: So genau wissen wir das nicht, wir wissen so ungefähr den Typ; es hat einen Motor, es fährt mit Benzin oder Diesel, und es hat wahrscheinlich vier Räder (Abg. Neudeck: Das war beim Bugatti so!) – bei dem Wort „wahrscheinlich“ hätte man schon misstrauisch werden müssen –, aber ich sage Ihnen gleich, wir machen Superzahlungskonditionen! Egal, ob wir es liefern oder nicht liefern, Sie zahlen auf alle Fälle. Wenn Mängel sind, sage ich Ihnen gleich, haben Sie Pech gehabt. Garantie – da setzen wir das Wort „Schmeck’s“ ein. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Fritz Verzetnitsch!
Wenn man einen solchen Vertrag konstruiert, möchte ich mir anschauen, welcher Österreicher, welche Österreicherin unter diesen Bedingungen ein Auto kauft, wo sich dann herausstellt, dass die erste Tranche nur drei, aber nicht vier Räder hat. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Fritz Verzetnitsch!) – Also Sie fahren gerne mit drei Rädern, weil das vierte fehlt. Sie fahren ja auch mit zwei Rädern, das ist Ihnen ohnehin Wurscht, das weiß ich ja. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Die BAWAG hat Kredite so vergeben!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Die BAWAG hat Kredite so vergeben!
Wenn man einen solchen Vertrag konstruiert, möchte ich mir anschauen, welcher Österreicher, welche Österreicherin unter diesen Bedingungen ein Auto kauft, wo sich dann herausstellt, dass die erste Tranche nur drei, aber nicht vier Räder hat. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Fritz Verzetnitsch!) – Also Sie fahren gerne mit drei Rädern, weil das vierte fehlt. Sie fahren ja auch mit zwei Rädern, das ist Ihnen ohnehin Wurscht, das weiß ich ja. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Die BAWAG hat Kredite so vergeben!)
Abg. Murauer: BAWAG!
Sie haben sich ja noch kein einziges Mal hier herausgestellt und gesagt, wir wollen in Wahrheit Milliarden Euro an Steuergeldern ausgeben, damit wir uns an internationalen Einsätzen beteiligen können, uns ist die Luftraumüberwachung letztrangig, nicht zweitrangig oder drittrangig. Nein, letztrangig ist sie! Kommen Sie doch heraus und sagen Sie, die Österreicherinnen und Österreicher sollen Milliarden an Euro für internationale Einsätze ausgeben – am besten gleich außerhalb Europas! (Abg. Murauer: BAWAG!) – Das war doch Ihr Ehrgeiz! – Schauen Sie, der stolze Blick der Luft-
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
waffenoffiziere beweist mir, dass ich Recht habe. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Festzustellen ist hingegen, dass sich die Blicke der Nicht-Luftwaffenoffiziere immer mehr verdunkeln. Je mehr ich über die Kosten für die Eurofighter spreche, desto mehr verdunkeln sich die Blicke der anderen Offiziere, nämlich jener, die einem Verarmungsprozess im Bundesheer unterliegen, eben im Vergleich zu dem, was im Bereich Luftwaffe stattfindet! – Aber das alles fällt dann bei Ihnen unter Stärkung des Bundesheeres und Stärkung der Sicherheit! Sie sind doch in Wirklichkeit eine so genannte Unsicherheitsregierungskoalition – und das kommt deutlicher denn je auch hier zum Ausdruck. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Arbeitsplätze!
Jedenfalls scheint auch da der Versuch gestartet worden zu sein, einen Vertrag zu machen, aus dem man – auch als nachfolgende Regierung – möglichst schwer aussteigen kann. Und so etwas nennt man Knebelungsvertrag! Es gibt Schätzungen, die besagen, dass, wenn Österreich nicht bis 1. November draußen ist aus diesem Vertrag, das ganz schön teurer werden kann. (Abg. Dr. Fekter: Arbeitsplätze!) Sagen Sie uns, bitte, Herr Minister Platter, wie hoch die Ausstiegskosten heute beziehungsweise nach dem 1. November 2006 sind! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Jedenfalls scheint auch da der Versuch gestartet worden zu sein, einen Vertrag zu machen, aus dem man – auch als nachfolgende Regierung – möglichst schwer aussteigen kann. Und so etwas nennt man Knebelungsvertrag! Es gibt Schätzungen, die besagen, dass, wenn Österreich nicht bis 1. November draußen ist aus diesem Vertrag, das ganz schön teurer werden kann. (Abg. Dr. Fekter: Arbeitsplätze!) Sagen Sie uns, bitte, Herr Minister Platter, wie hoch die Ausstiegskosten heute beziehungsweise nach dem 1. November 2006 sind! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Das weiß ich ohnehin, dass Sie aus diesem Vertrag nicht aussteigen wollen! Na wenn das nach Ihnen ginge! Darum ist es ja gescheiter, es gibt einen Kurswechsel und Sie werden abgewählt, sonst müsste ich Ihnen jetzt auch noch Ihre ganzen sozialen Verfehlungen hier aufzählen! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe des Abg. Murauer.
Darf ich einmal kurz an wirtschaftskompetente Mitglieder des ÖVP-Klubs die Frage richten: Wie finden denn Sie als Unternehmer so einen Vertrag, wo man beispielsweise Papierflieger liefern kann – Hauptsache, es steht „Eurofighter“ oben –, Sie aber den vollen Betrag für einen Eurofighter zu zahlen haben?! Fällt so etwas unter Wirtschaftskompetenz? Wollen Sie mir das wirklich erzählen? (Zwischenrufe des Abg. Murauer.) – Oder ist das die Art von Wirtschaftskompetenz, die eben nur Sie von der ÖVP als solche verstehen? Aber dann muss man das einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machen, was Sie von der ÖVP unter Geschäftstätigkeit verstehen. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Darf ich einmal kurz an wirtschaftskompetente Mitglieder des ÖVP-Klubs die Frage richten: Wie finden denn Sie als Unternehmer so einen Vertrag, wo man beispielsweise Papierflieger liefern kann – Hauptsache, es steht „Eurofighter“ oben –, Sie aber den vollen Betrag für einen Eurofighter zu zahlen haben?! Fällt so etwas unter Wirtschaftskompetenz? Wollen Sie mir das wirklich erzählen? (Zwischenrufe des Abg. Murauer.) – Oder ist das die Art von Wirtschaftskompetenz, die eben nur Sie von der ÖVP als solche verstehen? Aber dann muss man das einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machen, was Sie von der ÖVP unter Geschäftstätigkeit verstehen. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Allerletzten, die das bekommen sollen! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist ungeheuerlich und stellt eine grobe Missachtung der Kontrollrechte des Parlaments dar! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Allerletzten, die das bekommen sollen! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist ungeheuerlich und stellt eine grobe Missachtung der Kontrollrechte des Parlaments dar! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Daher meine Frage: Welches Selbstwertgefühl haben Sie hier eigentlich noch, wenn Sie so etwas auch noch verteidigen?! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Mag. Molterer: Der war in einer ARBÖ-Werkstatt, der Wagen!
Um wieder auf das Beispiel Auto zurückzukommen: Es wird ein Auto mit lediglich drei Rädern geliefert; mit dem Motor gibt es auch ein Problem – und daher möchte man gerne mit den Ratenzahlungen aufhören, um eben das vierte Autorad geliefert zu bekommen. Bei einem solchen Vertrag sagt aber dann der Autoverkäufer: Schmeck’s, gibt’s nicht; Einredeverzicht; Sie müssen weiter versuchen, mit drei Rädern zu fahren! (Abg. Mag. Molterer: Der war in einer ARBÖ-Werkstatt, der Wagen!)
Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ: BAWAG!
Die entscheidende Frage, die sich in diesem Zusammenhang eindeutig stellt, ist doch die, wie da mit Steuergeldern umgegangen wird. Das ist die entscheidende Frage! (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ: BAWAG!) Den Vorwurf müssen Sie sich schon gefallen lassen, dass Sie mit Steuergeldern sehr, sehr lässig umgehen! (Rufe bei der ÖVP: Das sagen gerade Sie von der SPÖ! BAWAG! ÖGB! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Rufe bei der ÖVP: Das sagen gerade Sie von der SPÖ! BAWAG! ÖGB! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die entscheidende Frage, die sich in diesem Zusammenhang eindeutig stellt, ist doch die, wie da mit Steuergeldern umgegangen wird. Das ist die entscheidende Frage! (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ: BAWAG!) Den Vorwurf müssen Sie sich schon gefallen lassen, dass Sie mit Steuergeldern sehr, sehr lässig umgehen! (Rufe bei der ÖVP: Das sagen gerade Sie von der SPÖ! BAWAG! ÖGB! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Rufe bei der ÖVP: Geh bitte, wo denn?
Lässig sind Sie ja auch mit Steuergeldern umgegangen – was wir aufgedeckt haben –, indem Sie in Ihren Ministerbüros über eine Milliarde Schilling für Verträge mit externen Beratern hinausgeschmissen haben! Für Inseratenkampagnen wurde von Ihnen das Geld nur so hinausgeschmissen! Und das alles ist Ihnen völlig gleichgültig; Steuergelder haben bei Ihnen keine besondere Wertigkeit! In einzelnen Ressorts und Ministerbüros, wo über eine Umbildung diskutiert wird, gibt es aufgeblähte Apparate. Da wird das Geld nur so hinausgeschmissen! (Rufe bei der ÖVP: Geh bitte, wo denn?)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich führe da zum Beispiel das Ressort von Bundesministerin Haubner an, ebenso das von Bundesminister Gorbach. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Sie können ja dann erzählen, wie es bei den ÖVP-Ressorts ist! – Da ist also eine enorme Aufgeblähtheit da, aber das alles ist Ihnen völlig gleichgültig! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Es tut mir Leid, Sie müssen sich das jetzt anhören, auch wenn Sie Kritik und Widerrede überhaupt nicht vertragen können; wahrscheinlich laufen bei Ihnen auch Klubsitzungen so einseitig ab. (Abg. Scheibner: So viel gestritten wie bei euch wird bei uns nicht!) Dann hören Sie sich doch Widerrede wenigstens hier im Plenum an! – Genau so läuft das aber letztendlich in der Causa Eurofighter ab.
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich führe da zum Beispiel das Ressort von Bundesministerin Haubner an, ebenso das von Bundesminister Gorbach. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Sie können ja dann erzählen, wie es bei den ÖVP-Ressorts ist! – Da ist also eine enorme Aufgeblähtheit da, aber das alles ist Ihnen völlig gleichgültig! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Es tut mir Leid, Sie müssen sich das jetzt anhören, auch wenn Sie Kritik und Widerrede überhaupt nicht vertragen können; wahrscheinlich laufen bei Ihnen auch Klubsitzungen so einseitig ab. (Abg. Scheibner: So viel gestritten wie bei euch wird bei uns nicht!) Dann hören Sie sich doch Widerrede wenigstens hier im Plenum an! – Genau so läuft das aber letztendlich in der Causa Eurofighter ab.
Abg. Scheibner: So viel gestritten wie bei euch wird bei uns nicht!
Ich führe da zum Beispiel das Ressort von Bundesministerin Haubner an, ebenso das von Bundesminister Gorbach. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Sie können ja dann erzählen, wie es bei den ÖVP-Ressorts ist! – Da ist also eine enorme Aufgeblähtheit da, aber das alles ist Ihnen völlig gleichgültig! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Es tut mir Leid, Sie müssen sich das jetzt anhören, auch wenn Sie Kritik und Widerrede überhaupt nicht vertragen können; wahrscheinlich laufen bei Ihnen auch Klubsitzungen so einseitig ab. (Abg. Scheibner: So viel gestritten wie bei euch wird bei uns nicht!) Dann hören Sie sich doch Widerrede wenigstens hier im Plenum an! – Genau so läuft das aber letztendlich in der Causa Eurofighter ab.
Zwischenrufe bei der ÖVP
werden müssen (Zwischenrufe bei der ÖVP) – Sie können gleich noch einen anderen Zwischenruf machen –, zum Beispiel:
Abg. Neudeck: ÖGB!
Wenn die Eurofighter GmbH nicht liefert beziehungsweise wenn die Eurofighter GmbH die Tranche I auf Tranche II nicht ändert oder sich Zeit lässt – wissen Sie überhaupt, dass das in diesem Vertrag steht? –, so ist es so, dass da kein Lieferzeitpunkt festgelegt wurde! Das heißt, die können im Jahr 2015, 2020 oder auch erst im Jahr 2030 liefern – so, wie sie gerade Lust haben. (Abg. Neudeck: ÖGB!)
Abg. Neudeck: Kommt auf den Partner an! – Mit Ihnen nicht!
Würden Sie so einen Vertrag abschließen, Herr Neudeck? Sie sind ja Unternehmer, daher meine Frage: Würden Sie so einen Vertrag abschließen (Abg. Neudeck: Kommt auf den Partner an! – Mit Ihnen nicht!), in dem es beispielsweise heißt: Nach dem dritten Stock wird ein vierter Stock gebaut, aber wann die Betonfirma kommt, das weiß man nicht; irgendwann halt. (Abg. Neudeck: Ich baue ja nicht mit der SPÖ!) Sie, Herr Neudeck, gehen dann hin, schauen sich den dritten Stock an und sagen: Da ist es aber zugig, wieso gibt es da keine Mauer? Ah, die Betonfirma kommt erst in 20 Jahren. Auch gut, kommt die Betonfirma halt erst in 20 Jahren! – Einen solchen Vertrag würden Sie abschließen, Herr Abgeordneter Neudeck? Wirklich wahr? (Abg. Neudeck: Wenn Sie der Bauherr sind, schon!)
Abg. Neudeck: Ich baue ja nicht mit der SPÖ!
Würden Sie so einen Vertrag abschließen, Herr Neudeck? Sie sind ja Unternehmer, daher meine Frage: Würden Sie so einen Vertrag abschließen (Abg. Neudeck: Kommt auf den Partner an! – Mit Ihnen nicht!), in dem es beispielsweise heißt: Nach dem dritten Stock wird ein vierter Stock gebaut, aber wann die Betonfirma kommt, das weiß man nicht; irgendwann halt. (Abg. Neudeck: Ich baue ja nicht mit der SPÖ!) Sie, Herr Neudeck, gehen dann hin, schauen sich den dritten Stock an und sagen: Da ist es aber zugig, wieso gibt es da keine Mauer? Ah, die Betonfirma kommt erst in 20 Jahren. Auch gut, kommt die Betonfirma halt erst in 20 Jahren! – Einen solchen Vertrag würden Sie abschließen, Herr Abgeordneter Neudeck? Wirklich wahr? (Abg. Neudeck: Wenn Sie der Bauherr sind, schon!)
Abg. Neudeck: Wenn Sie der Bauherr sind, schon!
Würden Sie so einen Vertrag abschließen, Herr Neudeck? Sie sind ja Unternehmer, daher meine Frage: Würden Sie so einen Vertrag abschließen (Abg. Neudeck: Kommt auf den Partner an! – Mit Ihnen nicht!), in dem es beispielsweise heißt: Nach dem dritten Stock wird ein vierter Stock gebaut, aber wann die Betonfirma kommt, das weiß man nicht; irgendwann halt. (Abg. Neudeck: Ich baue ja nicht mit der SPÖ!) Sie, Herr Neudeck, gehen dann hin, schauen sich den dritten Stock an und sagen: Da ist es aber zugig, wieso gibt es da keine Mauer? Ah, die Betonfirma kommt erst in 20 Jahren. Auch gut, kommt die Betonfirma halt erst in 20 Jahren! – Einen solchen Vertrag würden Sie abschließen, Herr Abgeordneter Neudeck? Wirklich wahr? (Abg. Neudeck: Wenn Sie der Bauherr sind, schon!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Bringt eine EU-Förderung!
Oder für Sie, Herr Grillitsch, das Beispiel Futtermittel. Würden Sie sagen, ja, ich brauche jetzt Düngemittel für meine Felder, und die Firma sagt: Ist ja kein Problem, aber lassen wir einmal drei Jahre aus; vielleicht ist das eh gut für die Felder!? In drei Jahren kommen wir dann mit dem Düngemittel! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Bringt eine EU-Förderung!) Herr Grillitsch sagt dann als Bauernbundchef: Aber bitte, kommen Sie halt in vier Jahren; sehen wir das Ganze nicht so eng! Es reicht doch, wenn die Futtermittel in vier Jahren kommen!
Abg. Neudeck: Da kennen Sie sich aus! Das glaube ich!
Letzter Punkt: Anhang A-8, Verhaltensregeln betreffend die Geschäftstätigkeit. – Wissen Sie, wenn man dies geistig Revue passieren lässt – und das wäre Gegenstand des Untersuchungsausschusses –, dann kann man eigentlich herauslesen, dass es eine Schmiergeld-Legalisierungsklausel ist. (Abg. Neudeck: Da kennen Sie sich aus! Das glaube ich!) Legen Sie es auf, lassen Sie es uns alle lesen! (Abg. Schöls: ... einschlägige Erfahrungen!) Obwohl das strafrechtlich völlig klar ist, steht da mehr oder minder drin, dass die Eurofighter Jagdflug GmbH feststellt, dass sie nicht schmieren wird; aber definitiv ausgenommen sind alle Subunternehmer und Gegengeschäfte – all das ist ausgenommen! (Zwischenruf des Abg. Großruck.) Das heißt, wenn man sich
Abg. Schöls: ... einschlägige Erfahrungen!
Letzter Punkt: Anhang A-8, Verhaltensregeln betreffend die Geschäftstätigkeit. – Wissen Sie, wenn man dies geistig Revue passieren lässt – und das wäre Gegenstand des Untersuchungsausschusses –, dann kann man eigentlich herauslesen, dass es eine Schmiergeld-Legalisierungsklausel ist. (Abg. Neudeck: Da kennen Sie sich aus! Das glaube ich!) Legen Sie es auf, lassen Sie es uns alle lesen! (Abg. Schöls: ... einschlägige Erfahrungen!) Obwohl das strafrechtlich völlig klar ist, steht da mehr oder minder drin, dass die Eurofighter Jagdflug GmbH feststellt, dass sie nicht schmieren wird; aber definitiv ausgenommen sind alle Subunternehmer und Gegengeschäfte – all das ist ausgenommen! (Zwischenruf des Abg. Großruck.) Das heißt, wenn man sich
Zwischenruf des Abg. Großruck.
Letzter Punkt: Anhang A-8, Verhaltensregeln betreffend die Geschäftstätigkeit. – Wissen Sie, wenn man dies geistig Revue passieren lässt – und das wäre Gegenstand des Untersuchungsausschusses –, dann kann man eigentlich herauslesen, dass es eine Schmiergeld-Legalisierungsklausel ist. (Abg. Neudeck: Da kennen Sie sich aus! Das glaube ich!) Legen Sie es auf, lassen Sie es uns alle lesen! (Abg. Schöls: ... einschlägige Erfahrungen!) Obwohl das strafrechtlich völlig klar ist, steht da mehr oder minder drin, dass die Eurofighter Jagdflug GmbH feststellt, dass sie nicht schmieren wird; aber definitiv ausgenommen sind alle Subunternehmer und Gegengeschäfte – all das ist ausgenommen! (Zwischenruf des Abg. Großruck.) Das heißt, wenn man sich
Rufe bei der ÖVP: BAWAG!
diesen Anhang durchliest, muss man eigentlich den Schluss daraus ziehen, dass geordnet wird: Wer zahlt Schmiermittel? Und wer zahlt keine Schmiermittel? (Rufe bei der ÖVP: BAWAG!)
Abg. Neudeck: Ich glaube, Sie reden von Schwedenbomben! Da kennen Sie sich aus!
Jetzt interessiert es mich langsam: Ist das so im Anhang über die Verhaltensregeln betreffend die Geschäftstätigkeit? (Abg. Neudeck: Ich glaube, Sie reden von Schwedenbomben! Da kennen Sie sich aus!) Und wenn ja: Welche Listen von Schmiergeldbeziehern gibt es dann? (Ruf bei der ÖVP: Fragen Sie den Kollegen Weninger!) – Da ist dann zum Beispiel Herr Minister Bartenstein gefragt, was vielleicht die Gegengeschäfte oder die diversen Subunternehmer betrifft. Natürlich macht das nicht die Eurofighter Jagdflug GmbH, aber sie schreibt es extra hinein! Haben Sie schon einmal einen Vertrag gesehen, in den jemand extra hineinschreibt: Ich sage euch gleich, Leute, wir zahlen keine Schmiergelder, wir nicht, bei Rechtsgeschäften tun wir das ganz sicher nicht!?
Ruf bei der ÖVP: Fragen Sie den Kollegen Weninger!
Jetzt interessiert es mich langsam: Ist das so im Anhang über die Verhaltensregeln betreffend die Geschäftstätigkeit? (Abg. Neudeck: Ich glaube, Sie reden von Schwedenbomben! Da kennen Sie sich aus!) Und wenn ja: Welche Listen von Schmiergeldbeziehern gibt es dann? (Ruf bei der ÖVP: Fragen Sie den Kollegen Weninger!) – Da ist dann zum Beispiel Herr Minister Bartenstein gefragt, was vielleicht die Gegengeschäfte oder die diversen Subunternehmer betrifft. Natürlich macht das nicht die Eurofighter Jagdflug GmbH, aber sie schreibt es extra hinein! Haben Sie schon einmal einen Vertrag gesehen, in den jemand extra hineinschreibt: Ich sage euch gleich, Leute, wir zahlen keine Schmiergelder, wir nicht, bei Rechtsgeschäften tun wir das ganz sicher nicht!?
Abg. Schöls: Reden Sie von der BAWAG?
Aber die Eurofighter GmbH ist ja nur eine Hülle, und die wahre Substanz sind die Subunternehmer. Wenn ein solcher Subunternehmer Schmiergeld zahlt (Abg. Schöls: Reden Sie von der BAWAG?), dann ist es dezidiert aus dem Vertrag herauslesbar, dass das legalisiert und möglich ist! Das ist der Kern, warum Sie anscheinend diesen Vertrag weiterhin geheim halten. Und daher ist es richtig, wenn man hier die Frage aufwirft (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), welche Schmiergeldmittel und vielleicht sogar welche Parteienfinanzierung es in diesem Zusammenhang gegeben hat. Skandalös genug! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Aber die Eurofighter GmbH ist ja nur eine Hülle, und die wahre Substanz sind die Subunternehmer. Wenn ein solcher Subunternehmer Schmiergeld zahlt (Abg. Schöls: Reden Sie von der BAWAG?), dann ist es dezidiert aus dem Vertrag herauslesbar, dass das legalisiert und möglich ist! Das ist der Kern, warum Sie anscheinend diesen Vertrag weiterhin geheim halten. Und daher ist es richtig, wenn man hier die Frage aufwirft (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), welche Schmiergeldmittel und vielleicht sogar welche Parteienfinanzierung es in diesem Zusammenhang gegeben hat. Skandalös genug! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Aber die Eurofighter GmbH ist ja nur eine Hülle, und die wahre Substanz sind die Subunternehmer. Wenn ein solcher Subunternehmer Schmiergeld zahlt (Abg. Schöls: Reden Sie von der BAWAG?), dann ist es dezidiert aus dem Vertrag herauslesbar, dass das legalisiert und möglich ist! Das ist der Kern, warum Sie anscheinend diesen Vertrag weiterhin geheim halten. Und daher ist es richtig, wenn man hier die Frage aufwirft (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), welche Schmiergeldmittel und vielleicht sogar welche Parteienfinanzierung es in diesem Zusammenhang gegeben hat. Skandalös genug! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Kräuter: Warum sind Sie es dann nicht?
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir haben in der Vergangenheit schon sehr viele Sondersitzungen über die Beschaffung der Eurofighter gehabt, und wir haben darüber hinaus in vielen Ausschusssitzungen, sei es im Nationalrat oder im Bundesrat, über diese Thematik debattiert. Eigentlich müsste ein Minister froh sein, eigentlich müsste das Herz höher schlagen, wenn man sich für eine Materie so sehr interessiert. (Abg. Dr. Kräuter: Warum sind Sie es dann nicht?)
Abg. Parnigoni: Na geh!
Aber, meine Damen und Herren von der SPÖ, Ihnen geht es nicht um die Sache! (Abg. Parnigoni: Na geh!) Herr Cap, so, wie Sie das jetzt gesagt haben, ist es ein Skandal! Ihnen geht es nicht um die Typenentscheidung, Ihnen geht es auch nicht um Details des Vertrages. Ihnen geht es darum, dass Sie politisches Kleingeld wechseln können. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Dr. Kräuter: Keine Polemik von der Regierungsbank! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Dr. Kräuter: Keine Polemik von der Regierungsbank! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Aber, meine Damen und Herren von der SPÖ, Ihnen geht es nicht um die Sache! (Abg. Parnigoni: Na geh!) Herr Cap, so, wie Sie das jetzt gesagt haben, ist es ein Skandal! Ihnen geht es nicht um die Typenentscheidung, Ihnen geht es auch nicht um Details des Vertrages. Ihnen geht es darum, dass Sie politisches Kleingeld wechseln können. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Dr. Kräuter: Keine Polemik von der Regierungsbank! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Eigentlich wäre Ihre Verhaltensweise durchaus verständlich, würde es nicht um die zentrale Frage der Republik Österreich gehen. Es geht um die Sicherheit der Republik Österreich, es geht um die Sicherheit der Bevölkerung. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.) Und Sie, meine Damen und Herren, sind bereit, die Sicherheit aufs Spiel zu setzen (Abg. Schieder: Ungehörig! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ), nur damit Sie unter Umständen zusätzliche Wählerstimmen bekommen und dass Sie Schlagzeilen bekommen. Das ist unverantwortlich, was Sie machen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Schieder: Ungehörig! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ
Geschätzte Damen und Herren! Eigentlich wäre Ihre Verhaltensweise durchaus verständlich, würde es nicht um die zentrale Frage der Republik Österreich gehen. Es geht um die Sicherheit der Republik Österreich, es geht um die Sicherheit der Bevölkerung. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.) Und Sie, meine Damen und Herren, sind bereit, die Sicherheit aufs Spiel zu setzen (Abg. Schieder: Ungehörig! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ), nur damit Sie unter Umständen zusätzliche Wählerstimmen bekommen und dass Sie Schlagzeilen bekommen. Das ist unverantwortlich, was Sie machen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Eigentlich wäre Ihre Verhaltensweise durchaus verständlich, würde es nicht um die zentrale Frage der Republik Österreich gehen. Es geht um die Sicherheit der Republik Österreich, es geht um die Sicherheit der Bevölkerung. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.) Und Sie, meine Damen und Herren, sind bereit, die Sicherheit aufs Spiel zu setzen (Abg. Schieder: Ungehörig! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ), nur damit Sie unter Umständen zusätzliche Wählerstimmen bekommen und dass Sie Schlagzeilen bekommen. Das ist unverantwortlich, was Sie machen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Silhavy: Antworten sollen Sie geben! Keine Polemik! – Abg. Schieder: Das steht einem Minister nicht zu!
Meine Damen und Herren, lassen Sie mich nun Klartext reden. (Abg. Silhavy: Antworten sollen Sie geben! Keine Polemik! – Abg. Schieder: Das steht einem Minister nicht zu!) Wenn es Ihnen, geschätzte Damen und Herren von der SPÖ, um die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher gehen würde, würden Sie auf so eine Aktion verzichten.
Abg. Öllinger: Antworten muss man geben! Antworten brauchen wir!
Ich möchte das Einmaleins der Landesverteidigung vorstellen: Reden wir über die Landesverteidigung in der Republik Österreich. Dabei muss man einige Fragen stellen, und diese Fragen muss man seriös beantworten. (Abg. Öllinger: Antworten muss man geben! Antworten brauchen wir!) Erste Frage: Bekennen wir uns zur Souveränität der Republik Österreich? (Abg. Öllinger: Geben Sie Antworten!) Bekennen wir uns zur Neutralität? (Abg. Eder: Das sind Binsenweisheiten!) Zum Zweiten: Bekennen wir uns zur umfassenden Landesverteidigung? Und zum Dritten: Wollen wir unseren Luftraum schützen? (Abg. Öllinger: Antworten wollen wir!)
Abg. Öllinger: Geben Sie Antworten!
Ich möchte das Einmaleins der Landesverteidigung vorstellen: Reden wir über die Landesverteidigung in der Republik Österreich. Dabei muss man einige Fragen stellen, und diese Fragen muss man seriös beantworten. (Abg. Öllinger: Antworten muss man geben! Antworten brauchen wir!) Erste Frage: Bekennen wir uns zur Souveränität der Republik Österreich? (Abg. Öllinger: Geben Sie Antworten!) Bekennen wir uns zur Neutralität? (Abg. Eder: Das sind Binsenweisheiten!) Zum Zweiten: Bekennen wir uns zur umfassenden Landesverteidigung? Und zum Dritten: Wollen wir unseren Luftraum schützen? (Abg. Öllinger: Antworten wollen wir!)
Abg. Eder: Das sind Binsenweisheiten!
Ich möchte das Einmaleins der Landesverteidigung vorstellen: Reden wir über die Landesverteidigung in der Republik Österreich. Dabei muss man einige Fragen stellen, und diese Fragen muss man seriös beantworten. (Abg. Öllinger: Antworten muss man geben! Antworten brauchen wir!) Erste Frage: Bekennen wir uns zur Souveränität der Republik Österreich? (Abg. Öllinger: Geben Sie Antworten!) Bekennen wir uns zur Neutralität? (Abg. Eder: Das sind Binsenweisheiten!) Zum Zweiten: Bekennen wir uns zur umfassenden Landesverteidigung? Und zum Dritten: Wollen wir unseren Luftraum schützen? (Abg. Öllinger: Antworten wollen wir!)
Abg. Öllinger: Antworten wollen wir!
Ich möchte das Einmaleins der Landesverteidigung vorstellen: Reden wir über die Landesverteidigung in der Republik Österreich. Dabei muss man einige Fragen stellen, und diese Fragen muss man seriös beantworten. (Abg. Öllinger: Antworten muss man geben! Antworten brauchen wir!) Erste Frage: Bekennen wir uns zur Souveränität der Republik Österreich? (Abg. Öllinger: Geben Sie Antworten!) Bekennen wir uns zur Neutralität? (Abg. Eder: Das sind Binsenweisheiten!) Zum Zweiten: Bekennen wir uns zur umfassenden Landesverteidigung? Und zum Dritten: Wollen wir unseren Luftraum schützen? (Abg. Öllinger: Antworten wollen wir!)
Abg. Schieder: Bei der Neutralität waren Sie mal so, mal so!
Meine Damen und Herren! Da werden vermutlich alle ein klares Ja sagen. (Abg. Schieder: Bei der Neutralität waren Sie mal so, mal so!) Aber jetzt kommt die spannende Frage, meine Damen und Herren, die Sie vermutlich nicht hören wollen, jetzt kommt die spannende Frage dabei. (Abg. Schieder: Die möchten Sie abschaffen!) Wollen Sie den Luftraum mit Luftraumüberwachungsflugzeugen schützen, meine Damen und Herren? (Abg. Schieder: Sie haben hier die Rede gehalten ...!) Oder wollen Sie das mit einem Megaphon oder durch wildes Zuwinken machen? (Abg. Öllinger: Antworten wollen wir!)
Abg. Schieder: Die möchten Sie abschaffen!
Meine Damen und Herren! Da werden vermutlich alle ein klares Ja sagen. (Abg. Schieder: Bei der Neutralität waren Sie mal so, mal so!) Aber jetzt kommt die spannende Frage, meine Damen und Herren, die Sie vermutlich nicht hören wollen, jetzt kommt die spannende Frage dabei. (Abg. Schieder: Die möchten Sie abschaffen!) Wollen Sie den Luftraum mit Luftraumüberwachungsflugzeugen schützen, meine Damen und Herren? (Abg. Schieder: Sie haben hier die Rede gehalten ...!) Oder wollen Sie das mit einem Megaphon oder durch wildes Zuwinken machen? (Abg. Öllinger: Antworten wollen wir!)
Abg. Schieder: Sie haben hier die Rede gehalten ...!
Meine Damen und Herren! Da werden vermutlich alle ein klares Ja sagen. (Abg. Schieder: Bei der Neutralität waren Sie mal so, mal so!) Aber jetzt kommt die spannende Frage, meine Damen und Herren, die Sie vermutlich nicht hören wollen, jetzt kommt die spannende Frage dabei. (Abg. Schieder: Die möchten Sie abschaffen!) Wollen Sie den Luftraum mit Luftraumüberwachungsflugzeugen schützen, meine Damen und Herren? (Abg. Schieder: Sie haben hier die Rede gehalten ...!) Oder wollen Sie das mit einem Megaphon oder durch wildes Zuwinken machen? (Abg. Öllinger: Antworten wollen wir!)
Abg. Öllinger: Antworten wollen wir!
Meine Damen und Herren! Da werden vermutlich alle ein klares Ja sagen. (Abg. Schieder: Bei der Neutralität waren Sie mal so, mal so!) Aber jetzt kommt die spannende Frage, meine Damen und Herren, die Sie vermutlich nicht hören wollen, jetzt kommt die spannende Frage dabei. (Abg. Schieder: Die möchten Sie abschaffen!) Wollen Sie den Luftraum mit Luftraumüberwachungsflugzeugen schützen, meine Damen und Herren? (Abg. Schieder: Sie haben hier die Rede gehalten ...!) Oder wollen Sie das mit einem Megaphon oder durch wildes Zuwinken machen? (Abg. Öllinger: Antworten wollen wir!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Schieder: Sie wollten die Neutralität abschaffen! – Abg. Scheibner – in Richtung des Abg. Schieder –: Und ihr habt es gemacht!
Ich kann mir vorstellen, dass Herr Abgeordneter Cap und Herr Abgeordneter Gusenbauer sagen: Wir wollen den Luftraum mit einem Megaphon oder mit wildem Zuwinken schützen und vielleicht noch eine grimmige Miene machen. – Meine Damen und Herren, das unterscheidet uns von Ihnen! Uns unterscheidet es, dass wir die Sicherheit ernst nehmen, es unterscheidet uns, dass wir, diese Regierung, den Luftraum schützen wollen und dass wir dafür auch das geeignete und beste Gerät benötigen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Schieder: Sie wollten die Neutralität abschaffen! – Abg. Scheibner – in Richtung des Abg. Schieder –: Und ihr habt es gemacht!)
Abg. Eder: Von wem unterschrieben?
Meine Damen und Herren, wenn man sich diesen Beschaffungsvorgang anschaut, sieht man, dass sich das folgendermaßen abgespielt hat: Wir haben die Beschaffung der Luftraumüberwachungsflugzeuge ausgeschrieben. Die Angebote wurden dann von einem 33-köpfigen, unabhängigen Bewertungskomitee dementsprechend angesehen, und das Ergebnis der Prüfergebnisse war, dass Eurofighter der Bestbieter war – so, wie verantwortungsvolle Politiker vorgehen! Zum Zweiten wurde der Vertrag ausgearbeitet und unterschrieben – so, wie das verantwortungsvolle Politiker tun! (Abg. Eder: Von wem unterschrieben?)
Abg. Öllinger: Das Parlament!
Geschätzte Damen und Herren! Und das ist jetzt wichtig: Das gesamte Verfahren, auch der gesamte Vertrag, wurde vom Rechnungshof genau und penibel geprüft! Dies wurde dem Rechnungshof als der obersten Instanz, dem obersten Prüforgan der Republik Österreich, vorgetragen und übergeben. (Abg. Öllinger: Das Parlament!) Was das Ergebnis betrifft, meine Damen und Herren, wissen Sie, dass Sie es nicht gerne hören: Der Rechnungshof hat festgestellt, dass die Typenentscheidung zu Recht Eurofighter war. Der Rechnungshof hat festgestellt, dass alles korrekt abgelaufen ist. (Abg. Mag. Kogler: Falsch! – Abg. Sburny: Das haben Sie nicht richtig gelesen!) Der Rechnungshof hat festgestellt, dass es keine Manipulation und keine Geschenkannahme gegeben hat. (Abg. Gradwohl: Haben Sie eine Zweitschrift ...?)
Abg. Mag. Kogler: Falsch! – Abg. Sburny: Das haben Sie nicht richtig gelesen!
Geschätzte Damen und Herren! Und das ist jetzt wichtig: Das gesamte Verfahren, auch der gesamte Vertrag, wurde vom Rechnungshof genau und penibel geprüft! Dies wurde dem Rechnungshof als der obersten Instanz, dem obersten Prüforgan der Republik Österreich, vorgetragen und übergeben. (Abg. Öllinger: Das Parlament!) Was das Ergebnis betrifft, meine Damen und Herren, wissen Sie, dass Sie es nicht gerne hören: Der Rechnungshof hat festgestellt, dass die Typenentscheidung zu Recht Eurofighter war. Der Rechnungshof hat festgestellt, dass alles korrekt abgelaufen ist. (Abg. Mag. Kogler: Falsch! – Abg. Sburny: Das haben Sie nicht richtig gelesen!) Der Rechnungshof hat festgestellt, dass es keine Manipulation und keine Geschenkannahme gegeben hat. (Abg. Gradwohl: Haben Sie eine Zweitschrift ...?)
Abg. Gradwohl: Haben Sie eine Zweitschrift ...?
Geschätzte Damen und Herren! Und das ist jetzt wichtig: Das gesamte Verfahren, auch der gesamte Vertrag, wurde vom Rechnungshof genau und penibel geprüft! Dies wurde dem Rechnungshof als der obersten Instanz, dem obersten Prüforgan der Republik Österreich, vorgetragen und übergeben. (Abg. Öllinger: Das Parlament!) Was das Ergebnis betrifft, meine Damen und Herren, wissen Sie, dass Sie es nicht gerne hören: Der Rechnungshof hat festgestellt, dass die Typenentscheidung zu Recht Eurofighter war. Der Rechnungshof hat festgestellt, dass alles korrekt abgelaufen ist. (Abg. Mag. Kogler: Falsch! – Abg. Sburny: Das haben Sie nicht richtig gelesen!) Der Rechnungshof hat festgestellt, dass es keine Manipulation und keine Geschenkannahme gegeben hat. (Abg. Gradwohl: Haben Sie eine Zweitschrift ...?)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Meine Damen und Herren von der Opposition! Wer lesen kann, ist besser dran. Lesen Sie den Bericht über den Eurofighter, lesen Sie den Bericht des Rechnungshofes! Dann werden Sie wieder auf den anderen Weg zurückkommen. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Gradwohl: Dann brauchen wir einen anderen Verteidigungsminister! Da haben Sie völlig Recht!
Geschätzte Damen und Herren, wenn einem die Souveränität der Republik Österreich und die Neutralität sehr ernst sind, so darf man das nicht nur in Sonntagsreden sagen. Wem die Landesverteidigung letztlich egal ist und wer auch die Autorität des Rechnungshofes anzweifelt, der soll so wie Sie agieren – vielleicht wird er grimmig dreinschauen. Aber eines möchte ich sagen: Wenn man die Souveränität der Republik Österreich ernst nimmt, die Neutralität ernst nimmt (Abg. Gradwohl: Dann brauchen wir einen anderen Verteidigungsminister! Da haben Sie völlig Recht!), wenn man die Instanz des Rechnungshofes dementsprechend akzeptiert, dann hat man so vorzugehen, wie wir das machen: Dann ist es sehr notwendig, dass man in einer staatspolitischen Verantwortung ein klares Ja zum Eurofighter sagt! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Geschätzte Damen und Herren, wenn einem die Souveränität der Republik Österreich und die Neutralität sehr ernst sind, so darf man das nicht nur in Sonntagsreden sagen. Wem die Landesverteidigung letztlich egal ist und wer auch die Autorität des Rechnungshofes anzweifelt, der soll so wie Sie agieren – vielleicht wird er grimmig dreinschauen. Aber eines möchte ich sagen: Wenn man die Souveränität der Republik Österreich ernst nimmt, die Neutralität ernst nimmt (Abg. Gradwohl: Dann brauchen wir einen anderen Verteidigungsminister! Da haben Sie völlig Recht!), wenn man die Instanz des Rechnungshofes dementsprechend akzeptiert, dann hat man so vorzugehen, wie wir das machen: Dann ist es sehr notwendig, dass man in einer staatspolitischen Verantwortung ein klares Ja zum Eurofighter sagt! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Bravorufe und Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Großruck: Wer den Schaden hat, der hat den Spott!
Geschätzte Damen und Herren, es gibt durchaus sehr prominente SPÖ-Politiker, die es völlig anders sagen. Ich erwähne hier den SPÖ-Bürgermeister Heinz Schaden von Salzburg; er sagt in einem „Presse“-Interview – ich zitiere –: „Wer A sagt, nämlich Neutralität, muss auch B sagen, nämlich diese Neutralität im Ernstfall auch verteidigen zu können. Da kann sich die SPÖ“ – sagt das SPÖ-Mitglied, der Bürgermeister von Salzburg! – “ebenso wenig drum herum schwindeln, wie die Grünen. Österreich muss in jedem Fall Abfangjäger kaufen, um seine Neutralität zu verteidigen“, so Heinz Schaden. (Bravorufe und Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Großruck: Wer den Schaden hat, der hat den Spott!)
Abg. Öllinger: Zur Anfrage!
Meine Damen und Herren von der SPÖ, lassen Sie mich noch einige Fragen stellen: Wohin ist Ihre staatspolitische Verantwortung verschwunden? (Abg. Öllinger: Zur Anfrage!) – Als die SPÖ in der Regierungsverantwortung war, da war es immer eindeutig und klar: ein eindeutiges und klares Ja zur Beschaffung von Luftraumüberwachungsflugzeugen. (Rufe bei der SPÖ und den Grünen: Antworten!) Und jetzt? – Sie verwechseln etwas: In der Opposition zu sein heißt nicht, gegen alles zu sein! (Abg. Öllinger: Antworten!) Das, was damals als Regierungspartei gegolten hat, muss auch heute noch gelten, wenn man in Opposition ist. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Rufe bei der SPÖ und den Grünen: Antworten!
Meine Damen und Herren von der SPÖ, lassen Sie mich noch einige Fragen stellen: Wohin ist Ihre staatspolitische Verantwortung verschwunden? (Abg. Öllinger: Zur Anfrage!) – Als die SPÖ in der Regierungsverantwortung war, da war es immer eindeutig und klar: ein eindeutiges und klares Ja zur Beschaffung von Luftraumüberwachungsflugzeugen. (Rufe bei der SPÖ und den Grünen: Antworten!) Und jetzt? – Sie verwechseln etwas: In der Opposition zu sein heißt nicht, gegen alles zu sein! (Abg. Öllinger: Antworten!) Das, was damals als Regierungspartei gegolten hat, muss auch heute noch gelten, wenn man in Opposition ist. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Öllinger: Antworten!
Meine Damen und Herren von der SPÖ, lassen Sie mich noch einige Fragen stellen: Wohin ist Ihre staatspolitische Verantwortung verschwunden? (Abg. Öllinger: Zur Anfrage!) – Als die SPÖ in der Regierungsverantwortung war, da war es immer eindeutig und klar: ein eindeutiges und klares Ja zur Beschaffung von Luftraumüberwachungsflugzeugen. (Rufe bei der SPÖ und den Grünen: Antworten!) Und jetzt? – Sie verwechseln etwas: In der Opposition zu sein heißt nicht, gegen alles zu sein! (Abg. Öllinger: Antworten!) Das, was damals als Regierungspartei gegolten hat, muss auch heute noch gelten, wenn man in Opposition ist. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Meine Damen und Herren von der SPÖ, lassen Sie mich noch einige Fragen stellen: Wohin ist Ihre staatspolitische Verantwortung verschwunden? (Abg. Öllinger: Zur Anfrage!) – Als die SPÖ in der Regierungsverantwortung war, da war es immer eindeutig und klar: ein eindeutiges und klares Ja zur Beschaffung von Luftraumüberwachungsflugzeugen. (Rufe bei der SPÖ und den Grünen: Antworten!) Und jetzt? – Sie verwechseln etwas: In der Opposition zu sein heißt nicht, gegen alles zu sein! (Abg. Öllinger: Antworten!) Das, was damals als Regierungspartei gegolten hat, muss auch heute noch gelten, wenn man in Opposition ist. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Schieder: Haben Sie noch vor, die Fragen zu beantworten? Denken Sie noch an die Fragen?
Meine Damen und Herren von der SPÖ, Sie reden darüber hinaus über „Sittenwidrigkeit“ und „Gefahr im Verzug“. – Ich möchte nicht abstreiten, dass Sie sich dabei auskennen, denn Sie haben dabei gute Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht. (Abg. Schieder: Haben Sie noch vor, die Fragen zu beantworten? Denken Sie noch an die Fragen?) Aber im Zusammenhang mit der Beschaffung von Eurofightern von Sittenwidrigkeit und Gefahr im Verzug zu reden, das ist beinahe lächerlich, geschätzte
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Ah-Rufe bei der ÖVP.
Folgendes haben die Leute, hat die Bevölkerung, hat die Öffentlichkeit registriert: Es war die BAWAG, also jene Bank, in deren Gremien sozialdemokratische Vertreter gesessen sind, die nichts Sittenwidriges daran gefunden hat, den Eurofighter zu finanzieren. (Ah-Rufe bei der ÖVP.) Das muss man einmal in aller Deutlichkeit auf den Punkt bringen!
Abg. Mag. Gaßner: Na endlich!
Jetzt möchte ich die Fragen beantworten. (Abg. Mag. Gaßner: Na endlich!)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.
Es wurde durch die Zeitschrift „NEWS“ ein im Internet abrufbares Dokument veröffentlicht, welches behaupteterweise den kaufmännischen Teil des Vertrages über die Beschaffung von Luftraumüberwachungsflugzeugen Eurofighter darstellen soll. Es handelt sich bei der veröffentlichten Unterlage um ein Dokument, zu dessen Echtheit ich nichts sagen kann, weil ich der Amtsverschwiegenheit unterliege. Solange es nur ... (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.) – Hören Sie zu!
Abg. Öllinger: Ein Witz!
Solange es nur die bloße Behauptung gibt, dass ein bestimmter Text den tatsächlichen Vertrag darstellt, kann nicht gesagt werden, dass der echte Vertrag bereits allgemein bekannt geworden ist. (Abg. Öllinger: Ein Witz!) In dieser Situation würde im Grunde erst durch eine Bestätigung der Echtheit durch eine offizielle Stelle der Inhalt des tatsächlichen Vertrages offen gelegt. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Grünen.
Solange es nur die bloße Behauptung gibt, dass ein bestimmter Text den tatsächlichen Vertrag darstellt, kann nicht gesagt werden, dass der echte Vertrag bereits allgemein bekannt geworden ist. (Abg. Öllinger: Ein Witz!) In dieser Situation würde im Grunde erst durch eine Bestätigung der Echtheit durch eine offizielle Stelle der Inhalt des tatsächlichen Vertrages offen gelegt. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Grünen.)
Abg. Öllinger: Das ist ja ein Witz!
Um diese Gefahr zu vermeiden, kann zur Echtheit der publizierten Texte keine Stellungnahme abgegeben werden. Es ist zu befürchten, dass durch eine Veröffentlichung des kaufmännischen Teiles des Beschaffungsvertrages von Luftraumüberwachungsflugzeugen Eurofighter dem Vertragspartner und der Republik Österreich ein nicht unbedeutender Schaden erwachsen kann. (Abg. Öllinger: Das ist ja ein Witz!)
Abg. Öllinger: Sensibel? Was ist daran sensibel?
Ich stehe daher ganz klar auf dem Standpunkt, dass zum Schutz der wirtschaftlichen Interessen des Vertragspartners und zur Vermeidung von Schadenersatzforderungen gegen die Republik Österreich eine vollständige Offenlegung sensibler Vertragsdetails nicht möglich ist. (Abg. Öllinger: Sensibel? Was ist daran sensibel?)
Ruf bei der SPÖ: Warum klagt dann niemand ...?
Dem parlamentarischen Interpellationsrecht im Sinne des Artikels 52 Bundes-Verfassungsgesetz sind durch die Amtsverschwiegenheit und den Datenschutz Grenzen gesetzt. (Ruf bei der SPÖ: Warum klagt dann niemand ...?) Es unterliegt daher meiner pflichtgemäßen Beurteilung, ob und welche Teile dieses Kaufvertrages unter Bedachtnahme auf die schutzwürdigen Interessen des Vertragspartners einerseits und der Republik Österreich andererseits geheim zu halten sind.
Abg. Öllinger: Sie wissen ja gar nicht, ob der echt ist oder nicht! Wie soll dann das Gericht das prüfen? – Weitere Zwischenrufe.
Derzeit ist nicht bekannt, aus welcher Quelle die Informationen an „NEWS“ stammen. Es werden dementsprechende Untersuchungen zur Aufklärung eingeleitet und eine Anzeige an die Staatsanwaltschaft Wien wegen Verdachtes der Verletzung des Amtsgeheimnisses gemäß § 310 Strafgesetzbuch gegen unbekannte Täter eingebracht. (Abg. Öllinger: Sie wissen ja gar nicht, ob der echt ist oder nicht! Wie soll dann das Gericht das prüfen? – Weitere Zwischenrufe.)
Abg. Öllinger: Das war nicht die Frage!
Die tatsächlichen Kosten eines Vertragsausstiegs sind im Detail erst bezogen auf den tatsächlichen Tag eines etwaigen Ausstiegs berechenbar. Hiezu ist nachträglich darauf hinzuweisen, dass an einen Ausstieg aus dem Vertrag nicht gedacht ist. Es handelt sich um eine moderne, zeitgemäße, zukunftsorientierte und europäische Lösung. (Abg. Öllinger: Das war nicht die Frage!) Ein Ausstieg würde den Stopp der aktiven Luftraumüberwachung für Österreich bedeuten. Der Eurofighter wurde, wie das auch der Rechnungshof bestätigt hat, zutreffend als Bestbieter ermittelt. (Abg. Öllinger: Die Frage beantworten!)
Abg. Öllinger: Die Frage beantworten!
Die tatsächlichen Kosten eines Vertragsausstiegs sind im Detail erst bezogen auf den tatsächlichen Tag eines etwaigen Ausstiegs berechenbar. Hiezu ist nachträglich darauf hinzuweisen, dass an einen Ausstieg aus dem Vertrag nicht gedacht ist. Es handelt sich um eine moderne, zeitgemäße, zukunftsorientierte und europäische Lösung. (Abg. Öllinger: Das war nicht die Frage!) Ein Ausstieg würde den Stopp der aktiven Luftraumüberwachung für Österreich bedeuten. Der Eurofighter wurde, wie das auch der Rechnungshof bestätigt hat, zutreffend als Bestbieter ermittelt. (Abg. Öllinger: Die Frage beantworten!)
Abg. Öllinger: Wahnsinn!
Der Einredeverzicht ist ein Instrument für niedrigere Zinsen. Damit ist es gelungen, von 7,48 auf 4,48 Prozent, also um 3 Prozent, zu reduzieren. Damit haben wir eine Kosteneinsparung von 127 Millionen €. (Abg. Öllinger: Wahnsinn!) Außerdem hat der Bundesminister für Finanzen heute diese Situation bei einer Pressekonferenz klargelegt. (Abg. Öllinger: Ist ja wie am Basar!) Und im Übrigen: Deutschland hat unter einer rot-grünen Regierung auch diese Finanzierungsform gewählt.
Abg. Öllinger: Ist ja wie am Basar!
Der Einredeverzicht ist ein Instrument für niedrigere Zinsen. Damit ist es gelungen, von 7,48 auf 4,48 Prozent, also um 3 Prozent, zu reduzieren. Damit haben wir eine Kosteneinsparung von 127 Millionen €. (Abg. Öllinger: Wahnsinn!) Außerdem hat der Bundesminister für Finanzen heute diese Situation bei einer Pressekonferenz klargelegt. (Abg. Öllinger: Ist ja wie am Basar!) Und im Übrigen: Deutschland hat unter einer rot-grünen Regierung auch diese Finanzierungsform gewählt.
Abg. Dr. Fekter: Alles heiße Luft!
Nein. – Ich darf darauf hinweisen, dass eine diesbezüglich eingebrachte Strafanzeige von der Staatsanwaltschaft zurückgelegt wurde. (Abg. Dr. Fekter: Alles heiße Luft!) Ich darf darauf hinweisen, dass der Rechnungshof eindeutig und klar festgestellt hat, dass es keine Manipulation und keine Geschenkannahme gegeben hat.
Anhaltender Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Ich möchte Sie ersuchen: Unterlassen Sie diese Unterstellungen, die Sie immer wieder vorbringen, wenn das Urteil des Gerichtes ein völlig anderes war! – Herzlichen Dank. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Keine Verantwortung für die BAWAG!
Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Gusenbauer. Seine Redezeit beträgt 8 Minuten. – Sie sind am Wort, Herr Abgeordneter. (Ruf bei der ÖVP: Keine Verantwortung für die BAWAG!)
Ruf bei der ÖVP: Die war hervorragend!
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (SPÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die Qualität der Beantwortung der Dringlichen Anfrage ist einfach zusammenzufassen (Ruf bei der ÖVP: Die war hervorragend!): Außer Beschimpfungen für frei gewählte Abgeordnete des Hohen Hauses hat dieser Minister nichts zu bieten gehabt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das war ein unwürdiges Verhalten für dieses Haus, und ich weise das mit aller Schärfe zurück, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (SPÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die Qualität der Beantwortung der Dringlichen Anfrage ist einfach zusammenzufassen (Ruf bei der ÖVP: Die war hervorragend!): Außer Beschimpfungen für frei gewählte Abgeordnete des Hohen Hauses hat dieser Minister nichts zu bieten gehabt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das war ein unwürdiges Verhalten für dieses Haus, und ich weise das mit aller Schärfe zurück, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (SPÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die Qualität der Beantwortung der Dringlichen Anfrage ist einfach zusammenzufassen (Ruf bei der ÖVP: Die war hervorragend!): Außer Beschimpfungen für frei gewählte Abgeordnete des Hohen Hauses hat dieser Minister nichts zu bieten gehabt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das war ein unwürdiges Verhalten für dieses Haus, und ich weise das mit aller Schärfe zurück, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Fekter: Das soll untersucht werden!
Das heißt: Entweder ist er echt und es hat einen Bruch der Amtsverschwiegenheit gegeben, oder er ist nicht echt, dann kann auch die Amtsverschwiegenheit nicht gebrochen worden sein! (Abg. Dr. Fekter: Das soll untersucht werden!) Was Sie im Auge haben, ist ausschließlich, die Aufdecker zu bestrafen – das ist Ihre Intention –, aber die Wahrheit in der Öffentlichkeit zu vertuschen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Das heißt: Entweder ist er echt und es hat einen Bruch der Amtsverschwiegenheit gegeben, oder er ist nicht echt, dann kann auch die Amtsverschwiegenheit nicht gebrochen worden sein! (Abg. Dr. Fekter: Das soll untersucht werden!) Was Sie im Auge haben, ist ausschließlich, die Aufdecker zu bestrafen – das ist Ihre Intention –, aber die Wahrheit in der Öffentlichkeit zu vertuschen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Aber was bedeutet das für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler? – Sie, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, nehmen in Kauf, dass unter Umständen minderwertiges Material geliefert wird und trotzdem die österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler die volle Länge für diese Abfangjäger zu bezahlen haben. Das ist daher ein Vertrag zuungunsten Dritter, nämlich zuungunsten der österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Und das ist unverantwortlich, meine sehr verehrten Damen und Herren von den Koalitionsparteien! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Aber was bedeutet das für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler? – Sie, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, nehmen in Kauf, dass unter Umständen minderwertiges Material geliefert wird und trotzdem die österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler die volle Länge für diese Abfangjäger zu bezahlen haben. Das ist daher ein Vertrag zuungunsten Dritter, nämlich zuungunsten der österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Und das ist unverantwortlich, meine sehr verehrten Damen und Herren von den Koalitionsparteien! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Murauer: Hallo! Hallo!
Es stellt sich bereits die breite Masse der Bevölkerung die Frage: Was stimmt da nicht? Denn: Die gesamte Geschichte der Eurofighter-Anschaffung ist doch eine unendliche Geschichte von Wählertäuschung. (Abg. Murauer: Hallo! Hallo!) Ich wiederhole: Eine unendliche Geschichte von Wählertäuschung!
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich erinnere Sie auch daran, dass im Jahre 2002 der Herr Bundeskanzler gesagt hat: Die Eurofighter kosten den Steuerzahler überhaupt nichts, denn das alles zahlt eine Wirtschaftsplattform, und dann gibt es auch noch die tollen Gegengeschäfte, die Arbeitsplätze sichern! – Da hat sich dann ein jeder die Frage gestellt: Ja um Gottes willen, wenn das so ein tolles Geschäft ist, warum kauft denn dann Österreich nur 18 Abfangjäger und nicht gleich 180? – Die Wahrheit ist eine bittere! Heute wissen die Menschen in unserem Land, dass sie für 100 Prozent der Anschaffungs- und Finanzierungskosten dieser Abfangjäger selbst aufkommen müssen und von einer Wirtschaftsplattform keine Spur ist. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Silhavy: Da schau her!
Ich zitiere: „Nicht zuletzt angesichts der angeführten wesentlichen Abänderungen im kommerziellen Bereich erachtete der RH die Vorgangsweise des BMLV als mit hohem Risiko behaftet.“ – (Abg. Silhavy: Da schau her!) So schaut die Bewertung des Rechnungshofes aus! Doch hier tut der Herr Minister so, wie wenn er umfassend freigesprochen worden wäre.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.
Meine sehr verehrten Damen und Herren von den Koalitionsparteien, sagen Sie doch den Menschen in Österreich endlich die Wahrheit, auch wenn es für Sie eine bittere ist, denn es ist höchste Zeit, dass die Wahrheit auf den Tisch kommt! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Großruck: Der Schaden ist in Salzburg! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP
Jeder weiß, dass mit jedem Tag, der vergeht, der Ausstieg aus dem Abfangjägervertrag teurer und der Schaden für die Österreicherinnen und Österreicher größer wird. Ich mache Ihnen ein faires Angebot: Es gibt zwei Möglichkeiten, aus dieser Malaise herauszukommen: Entweder Sie beschließen den Ausstieg aus dem Eurofighter-Vertrag heute und jetzt, damit der Schaden von Österreich abgewendet wird (Abg. Großruck: Der Schaden ist in Salzburg! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), oder wir machen zum frühestmöglichen Zeitpunkt im Rahmen einer Nationalratswahl eine Volksabstimmung über den Ausstieg aus dem Eurofighter-Vertrag.
Beifall bei der SPÖ.
kann die Bevölkerung im Rahmen einer Nationalratswahl abstimmen, ob sie aus dem „Milliarden-Grab“ Eurofighter aussteigen will: ja oder nein? – Das wäre eine faire Vorgangsweise, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Das ist doch kein Problem! Setzen Sie die Wahlen für den 17. September an und sagen Sie der Bevölkerung: Jetzt wird darüber abgestimmt! – Es wird abgestimmt über den Pensionsraub, über die Rekordarbeitslosigkeit (Zwischenrufe bei der ÖVP), über die ungerechte Einkommensverteilung und über die Frage: Steigt Österreich aus dem Eurofighter-Vertrag aus oder nicht? Dann haben die Menschen eine klare Alternative. (Weitere anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Weitere anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das ist doch kein Problem! Setzen Sie die Wahlen für den 17. September an und sagen Sie der Bevölkerung: Jetzt wird darüber abgestimmt! – Es wird abgestimmt über den Pensionsraub, über die Rekordarbeitslosigkeit (Zwischenrufe bei der ÖVP), über die ungerechte Einkommensverteilung und über die Frage: Steigt Österreich aus dem Eurofighter-Vertrag aus oder nicht? Dann haben die Menschen eine klare Alternative. (Weitere anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Lang anhaltender lebhafter Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Warum sind Sie da so verunsichert? Nehmen Sie dieses Angebot an! Zeigen Sie, dass Sie bereit sind, Österreich von dieser Milliardenbelastung zu befreien! Es wäre dringend notwendig. (Lang anhaltender lebhafter Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Abgeordneter Mag. Wilhelm Molterer (ÖVP): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Meine Damen und Herren auf der Galerie und vor den Fernsehschirmen! Herr Dr. Gusenbauer, dass Sie es uns so einfach machen, habe ich nicht geglaubt. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
In Ihrer Rede, Herr Dr. Gusenbauer, ist das Wort „Sicherheit“ kein einziges Mal vorgekommen. Und am Ende Ihrer Rede haben Sie sich in einer Art und Weise demaskiert, die es uns eigentlich relativ leicht macht, denn: Was haben Sie gemacht? – Sie haben vom Wahltag geredet. Also, worum es Ihnen geht, liegt jetzt mit Ihrer Rede ganz klar auf dem Tisch: ausschließlich um politische Agitation! Das Wort „Sicherheit“ kommt in Ihrem Wortschatz überhaupt nicht mehr vor, Herr Kollege Gusenbauer! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ
Darauf haben wir gelobt. Der Unterschied ist der: Wir halten uns daran, meine Damen und Herren (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ), weil für uns die Verfassung und die Sicherheit unteilbar sind.
Beifall bei der ÖVP.
Wir von der Österreichischen Volkspartei stehen zu einer Landesverteidigung in umfassendem Sinne – und damit auch zur militärischen Landesverteidigung, meine sehr geehrten Damen und Herren! Da sind wir der Verfassung und den Österreicherinnen und Österreichern einfach verpflichtet. (Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gaál: Wozu brauchen Sie ein Kampfflugzeug?
Es geht um die Sicherheit der Menschen in diesem Land, meine Damen und Herren. Für uns ist das nicht billiges Kleingeld – wie für Sie! (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gaál: Wozu brauchen Sie ein Kampfflugzeug?)
Abg. Mag. Wurm: Der Schüssel!
Dem ist überhaupt nichts hinzuzufügen. Wissen Sie, wer das gesagt hat? (Abg. Mag. Wurm: Der Schüssel!) – Der Wehrsprecher der SPÖ, Herr Abgeordneter Gaál. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) Ich kann dem nichts hinzufügen, denn das ist vollkommen richtig. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Oh-Rufe bei der ÖVP.
Dem ist überhaupt nichts hinzuzufügen. Wissen Sie, wer das gesagt hat? (Abg. Mag. Wurm: Der Schüssel!) – Der Wehrsprecher der SPÖ, Herr Abgeordneter Gaál. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) Ich kann dem nichts hinzufügen, denn das ist vollkommen richtig. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Dem ist überhaupt nichts hinzuzufügen. Wissen Sie, wer das gesagt hat? (Abg. Mag. Wurm: Der Schüssel!) – Der Wehrsprecher der SPÖ, Herr Abgeordneter Gaál. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) Ich kann dem nichts hinzufügen, denn das ist vollkommen richtig. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Die interessante Frage ist jetzt: Warum ist für eine SPÖ unter Führung von Gusenbauer und Cap plötzlich die Staatsverantwortung anders definiert, als es noch in Zeiten von Sinowatz, Vranitzky, Kreisky und Klima gegolten hat? Ich denke, ich weiß, warum. – Weil Dr. Gusenbauer und Cap nie für diese Landesverteidigung eingetreten sind! Ich kenne die Aktivitäten, die sie gestartet haben und die sie offensichtlich auch heute noch ernst meinen: Für wen die Verteidigung einen Meter über dem Boden aufhört, meine Damen und Herren, der wird am Ende die Landesverteidigung abschaffen wollen. – Mit uns nicht! Wir stehen zu unserer Verfassungsverpflichtung, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Dr. Gusenbauer: Was ist mit den Schmiergeldern?
Diese Dringliche ist ein plumper Versuch, ein sehr durchsichtiger Versuch, Herr Kollege Gusenbauer, von sich abzulenken. Wie gesagt: Sie haben es mir relativ leicht gemacht, weil Sie sich ja selbst demaskiert haben. Ihre eigentliche Absicht ist doch die, dass Sie von Ihrem Desaster rund um ÖGB und BAWAG ablenken wollen, meine Damen und Herren von der SPÖ. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Dr. Gusenbauer: Was ist mit den Schmiergeldern?)
Oh-Rufe bei der ÖVP.
Wenn sich jemand, beispielsweise eine Zeitschrift, Herrn Anwalt Dr. Lansky zum Kronzeugen nimmt, dann tut er das nicht ohne Grund. Man muss nämlich wissen, dass das einer der besten Freunde von Dr. Gusenbauer ist. Er ist als SPÖ-Anwalt tätig, und er ist auch jener, der das „Change-Team“ für Dr. Gusenbauer organisiert. – Das ist die Wahrheit, meine Damen und Herren! (Oh-Rufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Dr. Gusenbauer: Erzählen Sie etwas über die Schmiergelder!
Nun zu den Kosten der Eurofighter. – Ja, die Eurofighter kosten etwas, nämlich 2 Milliarden €. Aber da muss die Öffentlichkeit auch Folgendes wissen: Die Österreichischen Bundesbahnen bekommen pro Jahr 4 Milliarden €! Die Hälfte dieses Betrages – einmal bezahlt! – ist uns die Sicherheit Österreichs allemal wert, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Dr. Gusenbauer: Erzählen Sie etwas über die Schmiergelder!)
Oh-Rufe bei der ÖVP
Wir werden auf diese Wunde selbstverständlich auch weiterhin unseren Finger legen. Diese Doppelbödigkeit, nämlich hier im Hohen Haus gegen die Abfangjäger zu polemisieren und in der eigenen Gewerkschaftsbank durch die Vorfinanzierung 100 Millionen € zu kassieren (Oh-Rufe bei der ÖVP), werden wir selbstverständlich aufzeigen, damit die Öffentlichkeit weiß, worum es hier tatsächlich geht, meine Damen und Herren von der SPÖ. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Gusenbauer: Sie sind verantwortlich für die Rekordarbeitslosigkeit! ÖVP heißt: Rekordarbeitslosigkeit!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Gusenbauer: Sie sind verantwortlich für die Rekordarbeitslosigkeit! ÖVP heißt: Rekordarbeitslosigkeit!
Wir werden auf diese Wunde selbstverständlich auch weiterhin unseren Finger legen. Diese Doppelbödigkeit, nämlich hier im Hohen Haus gegen die Abfangjäger zu polemisieren und in der eigenen Gewerkschaftsbank durch die Vorfinanzierung 100 Millionen € zu kassieren (Oh-Rufe bei der ÖVP), werden wir selbstverständlich aufzeigen, damit die Öffentlichkeit weiß, worum es hier tatsächlich geht, meine Damen und Herren von der SPÖ. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Gusenbauer: Sie sind verantwortlich für die Rekordarbeitslosigkeit! ÖVP heißt: Rekordarbeitslosigkeit!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Sie werden abgewählt!
Meine Damen und Herren von der SPÖ, Sie gehen mit Ihrer Politik sogar so weit, dass Sie nicht nur die Sicherheit dieses Landes, sondern auch die Arbeitsplätze in Österreich gefährden. Ich komme aus Steyr in Oberösterreich und weiß, dass es dort ein Unternehmen gibt, das durch die Eurofighter-Gegengeschäfte Arbeitsplätze nicht nur sichert, sondern auch welche schafft. Reden Sie einmal mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dort und fragen Sie sie, was sie von Ihrer Politik halten! – Nämlich: Nicht nur nichts, sondern sie lehnen sie sogar ab, denn diese Ihre Agitation gegen die Sicherheit unseres Landes und gegen die Arbeitsplätze bedeutet nichts anderes, als dass Sie sogar so weit gehen, Arbeitsplätze in Frage zu stellen! (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie werden abgewählt!)
Lang anhaltender lebhafter Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Mit uns nicht! Sicherheit und Arbeitsplatz sind unteilbar für uns – und sind bei der Österreichischen Volkspartei und dieser Bundesregierung in guten Händen, meine Damen und Herren! (Lang anhaltender lebhafter Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Reden Sie über die Verträge!
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche - BZÖ): Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! (Abg. Dr. Gusenbauer: Reden Sie über die Verträge!) – Wie meinen, Herr Kollege Gusenbauer? (Abg. Dr. Gusenbauer: Über die
Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie Beifall bei der ÖVP.
Ich sehe vor meinem geistigen Auge die Runden der Spindoktoren in der SPÖ-Zentrale, wie sie überlegt haben: Wie kommen wir aus der Malaise rund um den BAWAG-SPÖ-ÖGB-Skandal heraus? Die Arbeitsmarktdaten sind dazu nicht geeignet, denn die Regierung hat es geschafft, wir haben die Trendwende, es gibt wieder mehr Arbeitsplätze und weniger Arbeitslosigkeit. (Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Sie scherzen!
Die Wirtschaftspolitik ist für Sie auch kein gutes Thema, denn das Matznetter-Papier sieht Steuererhöhungen vor, während wir die Steuern gesenkt haben, und die Industrie hat volle Auftragsbücher. Ein wirklicher Optimismus in der österreichischen Wirtschaft ist kein gutes Thema für die Opposition. (Abg. Öllinger: Sie scherzen!) Auch die Familienpolitik ist ein ganz schlechtes Thema für Sie, denn wir sehen gerade die positiven Auswirkungen des Kinderbetreuungsgeldes und der steuerpolitischen Maßnahmen, die greifen – eine wunderbare Aktion! (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) In Österreich! Gott sei Dank, Frau Kollegin! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Die Wirtschaftspolitik ist für Sie auch kein gutes Thema, denn das Matznetter-Papier sieht Steuererhöhungen vor, während wir die Steuern gesenkt haben, und die Industrie hat volle Auftragsbücher. Ein wirklicher Optimismus in der österreichischen Wirtschaft ist kein gutes Thema für die Opposition. (Abg. Öllinger: Sie scherzen!) Auch die Familienpolitik ist ein ganz schlechtes Thema für Sie, denn wir sehen gerade die positiven Auswirkungen des Kinderbetreuungsgeldes und der steuerpolitischen Maßnahmen, die greifen – eine wunderbare Aktion! (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) In Österreich! Gott sei Dank, Frau Kollegin! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Die Wirtschaftspolitik ist für Sie auch kein gutes Thema, denn das Matznetter-Papier sieht Steuererhöhungen vor, während wir die Steuern gesenkt haben, und die Industrie hat volle Auftragsbücher. Ein wirklicher Optimismus in der österreichischen Wirtschaft ist kein gutes Thema für die Opposition. (Abg. Öllinger: Sie scherzen!) Auch die Familienpolitik ist ein ganz schlechtes Thema für Sie, denn wir sehen gerade die positiven Auswirkungen des Kinderbetreuungsgeldes und der steuerpolitischen Maßnahmen, die greifen – eine wunderbare Aktion! (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) In Österreich! Gott sei Dank, Frau Kollegin! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Wir werden weiterhin daran arbeiten, und es zeigen auch diese Machenschaften, die Sie zu verantworten haben, dass das notwendig ist. Genau darüber wird der Wähler abzustimmen haben, meine Damen und Herren von der SPÖ, nämlich über die Frage: Wer soll in Zukunft Verantwortung tragen: Sie, die dieses Land in den neunziger Jahren heruntergewirtschaftet haben, oder wir, die wir es saniert haben und es wieder zu neuen Ufern gebracht haben? (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Wieso wird der Vertrag nicht vorgelegt?
Herr Kollege Gusenbauer, das ist es in Wahrheit! (Abg. Dr. Gusenbauer: Wieso wird der Vertrag nicht vorgelegt?) Und es ist heute schon gesagt worden, aber ich sage es noch einmal: 2 Milliarden haben Sie, Ihre Bank, die BAWAG, der ÖGB, die SPÖ, in der Karibik „investiert“. (Abg. Dr. Gusenbauer: Nein!) Sie haben 2 Milliarden € „investiert“. Und es hat auch „Gegengeschäfte“ gegeben: ein Penthouse für die Gewerkschafts-
Abg. Dr. Gusenbauer: Nein!
Herr Kollege Gusenbauer, das ist es in Wahrheit! (Abg. Dr. Gusenbauer: Wieso wird der Vertrag nicht vorgelegt?) Und es ist heute schon gesagt worden, aber ich sage es noch einmal: 2 Milliarden haben Sie, Ihre Bank, die BAWAG, der ÖGB, die SPÖ, in der Karibik „investiert“. (Abg. Dr. Gusenbauer: Nein!) Sie haben 2 Milliarden € „investiert“. Und es hat auch „Gegengeschäfte“ gegeben: ein Penthouse für die Gewerkschafts-
Abg. Dr. Gusenbauer: Ein Jahr!
Wir haben auch 2 Milliarden € investiert, meine Damen und Herren, und zwar in die Luftraumüberwachung! 40 Jahre Garantie (Abg. Dr. Gusenbauer: Ein Jahr!) für die Sicherheit Österreichs mit eigenen Mitteln: Das ist die Alternative zu Ihren 2 Milliarden € an Misswirtschaft, meine Damen und Herren von der SPÖ! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Wir haben auch 2 Milliarden € investiert, meine Damen und Herren, und zwar in die Luftraumüberwachung! 40 Jahre Garantie (Abg. Dr. Gusenbauer: Ein Jahr!) für die Sicherheit Österreichs mit eigenen Mitteln: Das ist die Alternative zu Ihren 2 Milliarden € an Misswirtschaft, meine Damen und Herren von der SPÖ! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Tun Sie aber nicht!
Sie sprachen auch vom Umgang mit dem österreichischen Steuergeld. – Richtig, da muss man aufpassen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Tun Sie aber nicht!) Und wir werden darauf aufpassen, dass die Haftung in der Höhe von 900 Millionen €, mit welchen die Republik Österreich für Ihren Skandal (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Für den roten Sumpf! Trockenlegung des roten Sumpfes!), für den Sumpf aus ÖGB, BAWAG und SPÖ haftet, nicht schlagend wird. Wir werden diese Bank sanieren und dafür sorgen, dass die, die verantwortlich sind, auch zur Rechenschaft gezogen werden! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Für den roten Sumpf! Trockenlegung des roten Sumpfes!
Sie sprachen auch vom Umgang mit dem österreichischen Steuergeld. – Richtig, da muss man aufpassen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Tun Sie aber nicht!) Und wir werden darauf aufpassen, dass die Haftung in der Höhe von 900 Millionen €, mit welchen die Republik Österreich für Ihren Skandal (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Für den roten Sumpf! Trockenlegung des roten Sumpfes!), für den Sumpf aus ÖGB, BAWAG und SPÖ haftet, nicht schlagend wird. Wir werden diese Bank sanieren und dafür sorgen, dass die, die verantwortlich sind, auch zur Rechenschaft gezogen werden! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Sie sprachen auch vom Umgang mit dem österreichischen Steuergeld. – Richtig, da muss man aufpassen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Tun Sie aber nicht!) Und wir werden darauf aufpassen, dass die Haftung in der Höhe von 900 Millionen €, mit welchen die Republik Österreich für Ihren Skandal (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Für den roten Sumpf! Trockenlegung des roten Sumpfes!), für den Sumpf aus ÖGB, BAWAG und SPÖ haftet, nicht schlagend wird. Wir werden diese Bank sanieren und dafür sorgen, dass die, die verantwortlich sind, auch zur Rechenschaft gezogen werden! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Wollen Sie jetzt der Retter sein oder nicht? Das war ja Ihr Vorschlag!
Das ist eben der Unterschied: Dort, wo Sie profitieren – und bei der BAWAG, Herr Kollege Gusenbauer, haben Sie profitiert (Abg. Dr. Gusenbauer: Wollen Sie jetzt der Retter sein oder nicht? Das war ja Ihr Vorschlag!), denn die rote Gewerkschaftsbank BAWAG hat alles dazu getan, dass sie den Wettbewerb über die Finanzierung des Eurofighters gewinnt; und Sie haben gewonnen: 10 Millionen € Profit für die BAWAG aus diesem Eurofighter-Geschäft –, dort also, wo Sie profitiert haben, habe ich keine Kritik gehört, weil man sich halt gedacht hat: Wunderbar!, wir brauchen ja die BAWAG für jährlich 15 Millionen € Dividende zum ÖGB, und wenn das nicht reicht, dann machen wir halt einmal 70 Millionen €, wie im Jahr 2004. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der ÖGB finanziert sich über die Eurofighter!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der ÖGB finanziert sich über die Eurofighter!
Das ist eben der Unterschied: Dort, wo Sie profitieren – und bei der BAWAG, Herr Kollege Gusenbauer, haben Sie profitiert (Abg. Dr. Gusenbauer: Wollen Sie jetzt der Retter sein oder nicht? Das war ja Ihr Vorschlag!), denn die rote Gewerkschaftsbank BAWAG hat alles dazu getan, dass sie den Wettbewerb über die Finanzierung des Eurofighters gewinnt; und Sie haben gewonnen: 10 Millionen € Profit für die BAWAG aus diesem Eurofighter-Geschäft –, dort also, wo Sie profitiert haben, habe ich keine Kritik gehört, weil man sich halt gedacht hat: Wunderbar!, wir brauchen ja die BAWAG für jährlich 15 Millionen € Dividende zum ÖGB, und wenn das nicht reicht, dann machen wir halt einmal 70 Millionen €, wie im Jahr 2004. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der ÖGB finanziert sich über die Eurofighter!)
Zwischenrufe der Abg. Bures.
Und dann ist noch die Frage: Wo kommen diese Gelder hin? Ich sage es noch einmal: Sie haben noch immer keine Antwort gegeben darauf, woher denn die 13,6 Millionen € an Parteispenden in die SPÖ-Kassen gekommen sind, die Sie selbst ausweisen unter dem Titel Berufsorganisationen auf freiwilliger Basis, auf Basis freiwilliger Mitgliedschaft, Herr Kollege Gusenbauer. Das haben Sie nicht gesagt. Aus unserer Sicht kann das nur der ÖGB sein. (Zwischenrufe der Abg. Bures.) Auch hier haben Sie also profitiert. Tun Sie nicht so, als ob wir Ihr falsches Spiel nicht durchschauen würden. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Abg. Silhavy: Der Kollege Neudeck hat sogar schön mitgeklatscht!)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Abg. Silhavy: Der Kollege Neudeck hat sogar schön mitgeklatscht!
Und dann ist noch die Frage: Wo kommen diese Gelder hin? Ich sage es noch einmal: Sie haben noch immer keine Antwort gegeben darauf, woher denn die 13,6 Millionen € an Parteispenden in die SPÖ-Kassen gekommen sind, die Sie selbst ausweisen unter dem Titel Berufsorganisationen auf freiwilliger Basis, auf Basis freiwilliger Mitgliedschaft, Herr Kollege Gusenbauer. Das haben Sie nicht gesagt. Aus unserer Sicht kann das nur der ÖGB sein. (Zwischenrufe der Abg. Bures.) Auch hier haben Sie also profitiert. Tun Sie nicht so, als ob wir Ihr falsches Spiel nicht durchschauen würden. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Abg. Silhavy: Der Kollege Neudeck hat sogar schön mitgeklatscht!)
Abg. Bures: Legen Sie den Kaufvertrag vor!
Es wäre normal gar kein Problem, wenn es um irgendein Thema geht, aber hier, Herr Kollege Gusenbauer, geht es um die Sicherheit des Landes, und Sie missbrauchen die Sicherheit des Landes für Ihre parteipolitischen Spielereien. (Abg. Bures: Legen Sie den Kaufvertrag vor!) Als Sie noch in der Regierung gewesen sind, da war das alles ganz anders. Da waren die Kompensationsgeschäfte ganz toll, da waren die Abfangjäger in Ordnung. Sie haben es noch mit der ÖVP im Jahr 2000 vereinbart, und da haben Sie auch die Verträge nicht offen gelegt. Wir haben im Rechnungshofunterausschuss die Offenlegung von Kompensationsverträgen – in einem geheimen Aus-
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Aha!
schuss! – gefordert, aber Ihre Parteimitglieder haben gesagt: Nein, da gibt es wirtschaftliche Interessen der Unternehmungen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Aha!) Nicht einmal im geheimen Ausschuss, wo Vertraulichkeit gegeben ist, haben sie uns die Firmennamen genannt – Ihre Parteivertreter! –, aber damals waren Sie noch in der Regierung, damals haben Sie noch anders gedacht als jetzt (Abg. Mag. Kogler: Sie aber auch!), wo Sie dieses Thema parteipolitisch missbrauchen. Das ist es.
Abg. Mag. Kogler: Sie aber auch!
schuss! – gefordert, aber Ihre Parteimitglieder haben gesagt: Nein, da gibt es wirtschaftliche Interessen der Unternehmungen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Aha!) Nicht einmal im geheimen Ausschuss, wo Vertraulichkeit gegeben ist, haben sie uns die Firmennamen genannt – Ihre Parteivertreter! –, aber damals waren Sie noch in der Regierung, damals haben Sie noch anders gedacht als jetzt (Abg. Mag. Kogler: Sie aber auch!), wo Sie dieses Thema parteipolitisch missbrauchen. Das ist es.
Abg. Dr. Gusenbauer: Alles kritisiert!
Wenn Sie sich den Artikel und Ihre Aussagen anschauen, dann brauchen Sie sich nur den Rechnungshofbericht herzunehmen. Dort finden Sie alles! Alles, was hier als neu und großartig dargestellt wird, finden Sie dort. (Abg. Dr. Gusenbauer: Alles kritisiert!) Es ist falsch, dass der Rechnungshof keine Einschau gehabt hat – alles wurde vom Rechnungshof überprüft. Da wird Garantie und Gewährleistung verwechselt. Da steht die Fälligkeit der Raten drinnen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Wird alles kritisiert!) Der Rücktritt vom Vertrag steht drinnen, ebenso, was der Ausstieg kosten würde. Herr Kollege: § 16.1 im Rechnungshofbericht, wenn Sie nachlesen wollen. Alles ist drinnen, Sie müssen es nur nachlesen. Aber das ist halt Ihr bewährtes Mittel: Ein bisserl was zusammenmischen und so tun, als ob das neu wäre.
Abg. Dr. Gusenbauer: Wird alles kritisiert!
Wenn Sie sich den Artikel und Ihre Aussagen anschauen, dann brauchen Sie sich nur den Rechnungshofbericht herzunehmen. Dort finden Sie alles! Alles, was hier als neu und großartig dargestellt wird, finden Sie dort. (Abg. Dr. Gusenbauer: Alles kritisiert!) Es ist falsch, dass der Rechnungshof keine Einschau gehabt hat – alles wurde vom Rechnungshof überprüft. Da wird Garantie und Gewährleistung verwechselt. Da steht die Fälligkeit der Raten drinnen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Wird alles kritisiert!) Der Rücktritt vom Vertrag steht drinnen, ebenso, was der Ausstieg kosten würde. Herr Kollege: § 16.1 im Rechnungshofbericht, wenn Sie nachlesen wollen. Alles ist drinnen, Sie müssen es nur nachlesen. Aber das ist halt Ihr bewährtes Mittel: Ein bisserl was zusammenmischen und so tun, als ob das neu wäre.
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Und wenn Kollege Cap sagt: das Enduser-Zertifikat! Wir dürfen das ja gar nicht weiterverkaufen! – Sie haben doch wohl auch österreichische Rüstungsprodukte betreffend ein Interesse, dass das nicht von irgendeinem Käufer weiterverkauft wird und dann in irgendeinem Land für kriegerische Zwecke missbraucht wird. Das ist eine Garantie auch für uns, dass mit diesem Gerät in weiterer Folge kein Missbrauch betrieben wird. Das ist eine ganz übliche Sache, das wissen Sie ganz genau. Wider besseres Wissen aber sagen Sie hier die Unwahrheit. Das ist das, was wir Ihnen vorwerfen! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen. – Abg. Silhavy: Ihre Zeit ist abgelaufen!
Meine Damen und Herren, ich sage es noch einmal: Wir bekennen uns dazu – und Sie selbst waren früher einmal viel sachlicher, etwa beim Hochwasserschutz der Neuen Donau in Wien. Da war auch die Mehrheit der Bevölkerung dagegen, aber Gott sei Dank hat man da anders entschieden – wir haben uns viel erspart. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen. – Abg. Silhavy: Ihre Zeit ist abgelaufen!)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Das ist auch hier so: Politiker sollen Verantwortung übernehmen – und nicht nach Meinungsumfragen agieren. Das wird die Entscheidung bei der Wahl sein. Die Menschen hier in Österreich brauchen Politiker, die das Notwendige machen – und nicht mit der Sicherheit Parteipolitik betreiben! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Meine sehr verehrten Damen und Herren! Machen Sie sich selbst ein Bild: Hinter mir auf dem Sessel des Bundeskanzlers sitzt Staatssekretär Mainoni – und daneben sitzt das letzte Aufgebot, von dem sich der Finanzminister gerade in dieser Minute in Sicherheit gebracht hat. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
ministerium für Landesverteidigung überein. (Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Das stimmt nicht!
Dazu noch ein kleines rechtliches Argument. Herr Verteidigungsminister, auch Sie treffen ab und zu in Zeiten wie diesen noch einen rechtskundigen Menschen. Der könnte Ihnen sagen, dass es mit der Veröffentlichung dieses Vertrages im Internet und durch uns in Pressekonferenzen keine Amtsverschwiegenheit mehr gibt. (Abg. Scheibner: Das stimmt nicht!) Die Verweigerung, dem Parlament den Vertrag vorzulegen, ist erstens laut Auskunft aller führenden Verfassungsrechtler verfassungswidrig und zweitens durch das Berufen auf einen nicht mehr existente Amtsverschwiegenheit gesetzeswidrig. (Abg. Mag. Molterer: Der Pilz redet von Verfassung – oje, oje!)
Abg. Mag. Molterer: Der Pilz redet von Verfassung – oje, oje!
Dazu noch ein kleines rechtliches Argument. Herr Verteidigungsminister, auch Sie treffen ab und zu in Zeiten wie diesen noch einen rechtskundigen Menschen. Der könnte Ihnen sagen, dass es mit der Veröffentlichung dieses Vertrages im Internet und durch uns in Pressekonferenzen keine Amtsverschwiegenheit mehr gibt. (Abg. Scheibner: Das stimmt nicht!) Die Verweigerung, dem Parlament den Vertrag vorzulegen, ist erstens laut Auskunft aller führenden Verfassungsrechtler verfassungswidrig und zweitens durch das Berufen auf einen nicht mehr existente Amtsverschwiegenheit gesetzeswidrig. (Abg. Mag. Molterer: Der Pilz redet von Verfassung – oje, oje!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Was Sie hier heute getan haben, Herr Bundesminister für Landesverteidigung, war ein Bruch der österreichischen Bundesverfassung, ein Bruch der Geschäftsordnung des Nationalrates und ein absolut ungesetzliches und respektloses Handeln gegenüber dem österreichischen Nationalrat! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ist das Ihr Tagebuch?
Was steht im militärischen Teil, etwa unter Punkt 2.5? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ist das Ihr Tagebuch?) Dort steht, dass die Eurofighter Gmbh nicht in der Lage ist, das bestellte Flugzeug zu liefern – das lesen Sie auf Seite 12 dieses Teiles –, weil die österreichische Bundesregierung – und das steht hier drinnen! – einen Jagdbomber bestellt hat (Abg. Scheibner: Was ist ein „Jagdbomber“?) und kein Luftraumüberwachungsflugzeug und die Eurofighter GmbH den Jagdbomber aber nicht liefern kann. (Abg. Scheibner: Was ist ein „Jagdbomber“?)
Abg. Scheibner: Was ist ein „Jagdbomber“?
Was steht im militärischen Teil, etwa unter Punkt 2.5? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ist das Ihr Tagebuch?) Dort steht, dass die Eurofighter Gmbh nicht in der Lage ist, das bestellte Flugzeug zu liefern – das lesen Sie auf Seite 12 dieses Teiles –, weil die österreichische Bundesregierung – und das steht hier drinnen! – einen Jagdbomber bestellt hat (Abg. Scheibner: Was ist ein „Jagdbomber“?) und kein Luftraumüberwachungsflugzeug und die Eurofighter GmbH den Jagdbomber aber nicht liefern kann. (Abg. Scheibner: Was ist ein „Jagdbomber“?)
Abg. Scheibner: Was ist ein „Jagdbomber“?
Was steht im militärischen Teil, etwa unter Punkt 2.5? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ist das Ihr Tagebuch?) Dort steht, dass die Eurofighter Gmbh nicht in der Lage ist, das bestellte Flugzeug zu liefern – das lesen Sie auf Seite 12 dieses Teiles –, weil die österreichische Bundesregierung – und das steht hier drinnen! – einen Jagdbomber bestellt hat (Abg. Scheibner: Was ist ein „Jagdbomber“?) und kein Luftraumüberwachungsflugzeug und die Eurofighter GmbH den Jagdbomber aber nicht liefern kann. (Abg. Scheibner: Was ist ein „Jagdbomber“?)
Abg. Murauer: Ihre Beweise sind schwach!
Herr Bundesminister für Landesverteidigung, Sie haben das nicht erst heute erfahren, sondern wir können mit diesem Vertragsbestandteil beweisen (Abg. Murauer: Ihre Beweise sind schwach!), dass Sie persönlich während der Vertragsverhandlungen bereits gewusst haben, dass Eurofighter die vereinbarten Flugzeuge nicht liefern kann – und deshalb haben Sie einen geänderten Vertrag gemacht! Dieser geänderte Vertrag (der Redner hält ein Schriftstück in die Höhe) ist von Ihren Bevollmächtigten unterschrieben worden, und da steht drin (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja ein E-Mail, kein Vertrag! Das seh’ ich ja von weitem!): Wir gehen davon aus, dass Eurofighter nicht lieferfähig ist, das Flugzeug, das die Ausschreibung gewonnen hat, gar nicht gebaut werden kann, und wir werden deswegen jedes Flugzeug nehmen, das uns Eurofighter liefert.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja ein E-Mail, kein Vertrag! Das seh’ ich ja von weitem!
Herr Bundesminister für Landesverteidigung, Sie haben das nicht erst heute erfahren, sondern wir können mit diesem Vertragsbestandteil beweisen (Abg. Murauer: Ihre Beweise sind schwach!), dass Sie persönlich während der Vertragsverhandlungen bereits gewusst haben, dass Eurofighter die vereinbarten Flugzeuge nicht liefern kann – und deshalb haben Sie einen geänderten Vertrag gemacht! Dieser geänderte Vertrag (der Redner hält ein Schriftstück in die Höhe) ist von Ihren Bevollmächtigten unterschrieben worden, und da steht drin (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja ein E-Mail, kein Vertrag! Das seh’ ich ja von weitem!): Wir gehen davon aus, dass Eurofighter nicht lieferfähig ist, das Flugzeug, das die Ausschreibung gewonnen hat, gar nicht gebaut werden kann, und wir werden deswegen jedes Flugzeug nehmen, das uns Eurofighter liefert.
Heiterkeit bei den Grünen und der SPÖ.
Ich bin nur froh, dass demnächst keine Hubschrauberbeschaffung ansteht, weil ich glaube, Sie sind imstande, wenn der Firmenname draufsteht, auch einen Mähdrescher zu kaufen, weil sich irgendwas dreht. (Heiterkeit bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
und einem orangen Fenster hinausgeworfen werden! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Das ist aber logisch! Das weiß ja schon der Dümmste!
Da ist eine Zusatzfrage zu stellen: Warum kaufen die deutschen Militärs die Eurofighter pro Stück um 85 Millionen € und die österreichischen Militärs um 108 Millionen € pro Stück? (Abg. Neudeck: Das ist aber logisch! Das weiß ja schon der Dümmste!) Warum ist der österreichische Eurofighter um 26,6 Prozent teurer als derselbe deutsche? – Es ist nämlich derselbe deutsche, weil auf Grund der Lieferunfähigkeit von Eurofighter aus den deutschen Eurofighter-Beständen geliefert werden muss. Der deutsche Eurofighter, der dort 85 Millionen € kostet, wird auf Österreich umgewidmet und kostet 1 Minute später 108 Millionen €! (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Da ist eine Zusatzfrage zu stellen: Warum kaufen die deutschen Militärs die Eurofighter pro Stück um 85 Millionen € und die österreichischen Militärs um 108 Millionen € pro Stück? (Abg. Neudeck: Das ist aber logisch! Das weiß ja schon der Dümmste!) Warum ist der österreichische Eurofighter um 26,6 Prozent teurer als derselbe deutsche? – Es ist nämlich derselbe deutsche, weil auf Grund der Lieferunfähigkeit von Eurofighter aus den deutschen Eurofighter-Beständen geliefert werden muss. Der deutsche Eurofighter, der dort 85 Millionen € kostet, wird auf Österreich umgewidmet und kostet 1 Minute später 108 Millionen €! (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Die fliegenden sind der Meinung, es ist richtig!
Meine Damen und Herren, das ist der Vertrag, den Sie unterschrieben haben: 26 Prozent teurer! Wozu? Ich frage mich langsam, warum auf beiden Seiten des Verhandlungstisches Vertreter der Firma Eurofighter gesessen sind: die Geschäftsführung der Firma Eurofighter, der Eurofighter-Finanzminister und der Eurofighter-Verteidigungsminister. Warum haben die alle zugunsten von Eurofighter verhandelt? – Nicht im Interesse der österreichischen Sicherheit – das können alle nicht fliegenden Militärs bestätigen (Abg. Mag. Molterer: Die fliegenden sind der Meinung, es ist richtig!) –, nicht im Interesse der Finanzen, weil der Finanzminister durchgesetzt hat, dass der teuerste Bomber gekauft wird.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Es muss also nicht-öffentliche Interessen geben, nachdem es kein nachweisbares öffentliches Interesse am Eurofighter gibt, und das sind entweder Interessen von Parteien oder Interessen von Privatpersonen. Deswegen soll ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss endlich die Möglichkeit bekommen, im „Eurofighter-Keller“ der Österreichischen Volkspartei nachzuschauen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP
Herr Klubobmann Molterer, Sie können in Ihrem „Parteienfinanzierungs-Keller“ jeden Tag das Schloss auswechseln – irgendwann wird es eine parlamentarische Mehrheit geben, die diesen Keller aufmacht! Ja, Sie haben Recht mit vieler Kritik an der BAWAG, aber der ÖGB hat seine Finanzen offen gelegt (ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP), hat begonnen, seine Finanzen offen zu legen. Die Öffentlichkeit wird dafür sorgen, dass auch noch der Rest der ÖGB-Finanzen offen gelegt wird, weil das richtig ist. Aber die ÖVP soll einmal beginnen und sich bereit erklären, ihre Finanzen offen zu legen. Das wäre ein Neubeginn.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Gegengeschäfte!
Ja, Sie haben in vielem Recht mit Ihrer Kritik an der BAWAG, und es ist unverständlich, dass Hunderte Millionen an Gewerkschaftsgeldern verspekuliert worden sind. Das ist schlimm genug, aber das ist keine Rechtfertigung, 4 Milliarden € an Steuergeldern für Eurofighter auszugeben. Das eine rechtfertigt das andere nicht! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Gegengeschäfte!)
Abg. Amon: Hallo! Unglaublich!
Sie haben Nebenverträge abgeschlossen, Herr Verteidigungsminister Platter, und Sie haben heute dem Nationalrat wieder die Unwahrheit gesagt. (Abg. Amon: Hallo! Unglaublich!) Auf die Frage, ob es Nebenvereinbarungen gibt, haben Sie nein gesagt. – Ich weise Sie darauf hin, Herr Bundesminister: Es gibt sechs geheime vertragliche Nebenvereinbarungen mit der Bundesrepublik Deutschland und der Eurofighter GmbH. (Abg. Amon: Woher haben Sie die?) Sechs geheime Nebenvereinbarungen! (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Amon: Woher haben Sie die?
Sie haben Nebenverträge abgeschlossen, Herr Verteidigungsminister Platter, und Sie haben heute dem Nationalrat wieder die Unwahrheit gesagt. (Abg. Amon: Hallo! Unglaublich!) Auf die Frage, ob es Nebenvereinbarungen gibt, haben Sie nein gesagt. – Ich weise Sie darauf hin, Herr Bundesminister: Es gibt sechs geheime vertragliche Nebenvereinbarungen mit der Bundesrepublik Deutschland und der Eurofighter GmbH. (Abg. Amon: Woher haben Sie die?) Sechs geheime Nebenvereinbarungen! (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Sie haben Nebenverträge abgeschlossen, Herr Verteidigungsminister Platter, und Sie haben heute dem Nationalrat wieder die Unwahrheit gesagt. (Abg. Amon: Hallo! Unglaublich!) Auf die Frage, ob es Nebenvereinbarungen gibt, haben Sie nein gesagt. – Ich weise Sie darauf hin, Herr Bundesminister: Es gibt sechs geheime vertragliche Nebenvereinbarungen mit der Bundesrepublik Deutschland und der Eurofighter GmbH. (Abg. Amon: Woher haben Sie die?) Sechs geheime Nebenvereinbarungen! (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Amon: Wir müssen untersuchen, warum Sie das wissen!
Und weil es das alles gibt und weil endlich Licht ins Dunkel kommen muss, brauchen wir einen Untersuchungsausschuss und müssen wir im Herbst aussteigen, zum Glück zu Kosten, die derzeit 3 Millionen € nicht überschreiten. (Abg. Amon: Wir müssen untersuchen, warum Sie das wissen!) Wenn es der Verteidigungsminister schon nicht sagt, dann sagen wir es: Ja, wir haben das Glück – auf Grund von Fehlern in den Vertragsverhandlungen und der Lieferunfähigkeit der Eurofighter GmbH –, dass direkt nach der Nationalratswahl mit Kosten in der Höhe von etwa 3 Millionen € ausgestiegen werden kann.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (fortsetzend): Ich danke Ihnen vielmals, auch Ihnen, Herr Präsident, für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Rufe bei der SPÖ: Jawohl!
Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Mag. Eduard Mainoni: Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren des Hohen Hauses! Sehr geehrte Vertreter des österreichischen Bundesheeres! Besucherinnen und Besucher! Auf Grund der bisherigen Diskussionsbeiträge von Herrn Pilz jetzt gerade, Herrn Gusenbauer und Herrn Cap entsteht der Eindruck, als wäre dieser Eurofighter ein Phantomflugzeug (Rufe bei der SPÖ: Jawohl!), das es nicht gibt, das nicht gebaut wird, das fehlerhaft ist, das nicht ausgeliefert werden kann. (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Demonstrativer Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Mag. Eduard Mainoni: Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren des Hohen Hauses! Sehr geehrte Vertreter des österreichischen Bundesheeres! Besucherinnen und Besucher! Auf Grund der bisherigen Diskussionsbeiträge von Herrn Pilz jetzt gerade, Herrn Gusenbauer und Herrn Cap entsteht der Eindruck, als wäre dieser Eurofighter ein Phantomflugzeug (Rufe bei der SPÖ: Jawohl!), das es nicht gibt, das nicht gebaut wird, das fehlerhaft ist, das nicht ausgeliefert werden kann. (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Das sagen ausgerechnet Sie! Legen Sie den Vertrag offen! Informieren Sie!
Sie applaudieren etwas zu früh, meine sehr geehrten Damen und Herren. Nicht polemisieren, empfehle ich, sondern informieren! Das täte Ihnen gut! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Das sagen ausgerechnet Sie! Legen Sie den Vertrag offen! Informieren Sie!)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren und Herr Gusenbauer! 620 Eurofighter plus 18 von uns, 638 Eurofighter also, wurden bereits bestellt. Dieses Flugzeug ist eine Erfolgsgeschichte! Und selbst die Amerikaner, die ja in Wirklichkeit im Eurofighter die größte Konkurrenz sehen, die Experten auf diesem Gebiet sind, geben zu, der Eurofighter ist Leader auf dem Weltmarkt, er ist das beste Flugzeug dieser Welt – gerade gut genug für unsere Landesverteidigung. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Mit wem?
Weiterhin ablehnend SPÖ-Chef Gusenbauer: Ein Verzicht von Abfangjägern ist nicht mit dem Neutralitätsgesetz im Widerspruch. Und wörtlich: „Die Luftraumüberwachung könnte aus Sicht Gusenbauers europäisch geregelt werden: ‚Warum sollte es nicht auch auf diesem Gebiet eine Kooperation geben.‘“ – Zitatende. (Abg. Mag. Molterer: Mit wem?)
Abg. Gradwohl: Mit wem machen wir das jetzt?
Herr Klubobmann Gusenbauer, Sie meinen damit, dass das neutrale Österreich die Überwachung des Luftraumes von der Luftwaffe eines anderen Staates mit erledigen lassen soll? Bitte stehen Sie zu dieser Aussage! Meinen Sie das heute wirklich noch? (Abg. Gradwohl: Mit wem machen wir das jetzt?) Darin spiegelt sich letztendlich auch die Diskussion und Ihre Kompetenz in dieser Diskussion. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Klubobmann Gusenbauer, Sie meinen damit, dass das neutrale Österreich die Überwachung des Luftraumes von der Luftwaffe eines anderen Staates mit erledigen lassen soll? Bitte stehen Sie zu dieser Aussage! Meinen Sie das heute wirklich noch? (Abg. Gradwohl: Mit wem machen wir das jetzt?) Darin spiegelt sich letztendlich auch die Diskussion und Ihre Kompetenz in dieser Diskussion. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Schieder: In der Fragestunde fragen Abgeordnete!
Wie stark – weil diese Thematik ja auch bereits angesprochen wurde – war denn eigentlich wirklich der Abwehrkampf, wenn es darum ging, den Ankauf des Eurofighters durch die BAWAG finanzieren zu lassen? Das frage ich jetzt auch. Die Gewerkschaftsbank BAWAG finanziert den Eurofighter. Herr Matznetter, eine Frage an Sie (Abg. Schieder: In der Fragestunde fragen Abgeordnete!): Wie schaut denn das aus mit Ihrem „Kompetenzteam Wirtschaft“? „Kompetenzteam Wirtschaft“: Ist das das Kompetenzteam der SPÖ in Wirtschaftsfragen? Es ist dort Herr Fritz Verzetnitsch drinnen – vielleicht jetzt auch nicht mehr –, es ist Herr Johann Zwettler drinnen, der letztendlich das Angebot gelegt hat für die Finanzierung des Eurofighters, es ist Herr Elsner drinnen – nein, der ist jetzt nicht mehr drinnen. (Abg. Schieder: Das ist nicht anständig!) Aber es sind auch noch einige andere drinnen. Das würde mich interessieren (Abg. Silhavy: Das ist keine Fragestunde! Eine Fragestunde ist für Abgeordnete!), ob in diesem Wirtschaftskompetenzteam vom größten Ankauf der Zweiten Republik tatsächlich gesprochen wurde. – Na sicherlich, aber hier bekennt man sich nicht dazu. Wenn es die BAWAG finanziert, meine sehr geehrten Damen und Herren, dann kann sich auch die SPÖ nicht dagegen aussprechen. (Abg. Schieder: Gehen Sie auf Ihren Platz!)
Abg. Schieder: Das ist nicht anständig!
Wie stark – weil diese Thematik ja auch bereits angesprochen wurde – war denn eigentlich wirklich der Abwehrkampf, wenn es darum ging, den Ankauf des Eurofighters durch die BAWAG finanzieren zu lassen? Das frage ich jetzt auch. Die Gewerkschaftsbank BAWAG finanziert den Eurofighter. Herr Matznetter, eine Frage an Sie (Abg. Schieder: In der Fragestunde fragen Abgeordnete!): Wie schaut denn das aus mit Ihrem „Kompetenzteam Wirtschaft“? „Kompetenzteam Wirtschaft“: Ist das das Kompetenzteam der SPÖ in Wirtschaftsfragen? Es ist dort Herr Fritz Verzetnitsch drinnen – vielleicht jetzt auch nicht mehr –, es ist Herr Johann Zwettler drinnen, der letztendlich das Angebot gelegt hat für die Finanzierung des Eurofighters, es ist Herr Elsner drinnen – nein, der ist jetzt nicht mehr drinnen. (Abg. Schieder: Das ist nicht anständig!) Aber es sind auch noch einige andere drinnen. Das würde mich interessieren (Abg. Silhavy: Das ist keine Fragestunde! Eine Fragestunde ist für Abgeordnete!), ob in diesem Wirtschaftskompetenzteam vom größten Ankauf der Zweiten Republik tatsächlich gesprochen wurde. – Na sicherlich, aber hier bekennt man sich nicht dazu. Wenn es die BAWAG finanziert, meine sehr geehrten Damen und Herren, dann kann sich auch die SPÖ nicht dagegen aussprechen. (Abg. Schieder: Gehen Sie auf Ihren Platz!)
Abg. Silhavy: Das ist keine Fragestunde! Eine Fragestunde ist für Abgeordnete!
Wie stark – weil diese Thematik ja auch bereits angesprochen wurde – war denn eigentlich wirklich der Abwehrkampf, wenn es darum ging, den Ankauf des Eurofighters durch die BAWAG finanzieren zu lassen? Das frage ich jetzt auch. Die Gewerkschaftsbank BAWAG finanziert den Eurofighter. Herr Matznetter, eine Frage an Sie (Abg. Schieder: In der Fragestunde fragen Abgeordnete!): Wie schaut denn das aus mit Ihrem „Kompetenzteam Wirtschaft“? „Kompetenzteam Wirtschaft“: Ist das das Kompetenzteam der SPÖ in Wirtschaftsfragen? Es ist dort Herr Fritz Verzetnitsch drinnen – vielleicht jetzt auch nicht mehr –, es ist Herr Johann Zwettler drinnen, der letztendlich das Angebot gelegt hat für die Finanzierung des Eurofighters, es ist Herr Elsner drinnen – nein, der ist jetzt nicht mehr drinnen. (Abg. Schieder: Das ist nicht anständig!) Aber es sind auch noch einige andere drinnen. Das würde mich interessieren (Abg. Silhavy: Das ist keine Fragestunde! Eine Fragestunde ist für Abgeordnete!), ob in diesem Wirtschaftskompetenzteam vom größten Ankauf der Zweiten Republik tatsächlich gesprochen wurde. – Na sicherlich, aber hier bekennt man sich nicht dazu. Wenn es die BAWAG finanziert, meine sehr geehrten Damen und Herren, dann kann sich auch die SPÖ nicht dagegen aussprechen. (Abg. Schieder: Gehen Sie auf Ihren Platz!)
Abg. Schieder: Gehen Sie auf Ihren Platz!
Wie stark – weil diese Thematik ja auch bereits angesprochen wurde – war denn eigentlich wirklich der Abwehrkampf, wenn es darum ging, den Ankauf des Eurofighters durch die BAWAG finanzieren zu lassen? Das frage ich jetzt auch. Die Gewerkschaftsbank BAWAG finanziert den Eurofighter. Herr Matznetter, eine Frage an Sie (Abg. Schieder: In der Fragestunde fragen Abgeordnete!): Wie schaut denn das aus mit Ihrem „Kompetenzteam Wirtschaft“? „Kompetenzteam Wirtschaft“: Ist das das Kompetenzteam der SPÖ in Wirtschaftsfragen? Es ist dort Herr Fritz Verzetnitsch drinnen – vielleicht jetzt auch nicht mehr –, es ist Herr Johann Zwettler drinnen, der letztendlich das Angebot gelegt hat für die Finanzierung des Eurofighters, es ist Herr Elsner drinnen – nein, der ist jetzt nicht mehr drinnen. (Abg. Schieder: Das ist nicht anständig!) Aber es sind auch noch einige andere drinnen. Das würde mich interessieren (Abg. Silhavy: Das ist keine Fragestunde! Eine Fragestunde ist für Abgeordnete!), ob in diesem Wirtschaftskompetenzteam vom größten Ankauf der Zweiten Republik tatsächlich gesprochen wurde. – Na sicherlich, aber hier bekennt man sich nicht dazu. Wenn es die BAWAG finanziert, meine sehr geehrten Damen und Herren, dann kann sich auch die SPÖ nicht dagegen aussprechen. (Abg. Schieder: Gehen Sie auf Ihren Platz!)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Schieder: Sie polemisieren vom falschen Platz!
Ich sage Ihnen, den Luxus-Linken war es ziemlich egal, Hauptsache Geschäft, meine sehr geehrten Damen und Herren. Das ist die Realität! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Schieder: Sie polemisieren vom falschen Platz!)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Nun lassen Sie mich aber zum wichtigsten Aspekt dieses Flugzeugkaufes kommen. Der wichtigste Aspekt, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist die Tatsache, dass das Doppelte des Kaufpreises in Aufträge an österreichische Unternehmen geht. Das ist in Wirklichkeit neben dem Aspekt der Luftraumverteidigung und des besten Gerätes der wichtigste Aspekt: 200 Prozent des Kaufpreises gehen in die österreichische Wirtschaft zurück! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen
4 Milliarden € bedeuten zusätzlich Tausende Arbeitsplätze, Wirtschaftswachstum und Wohlstand für Österreich. Und glauben Sie mir. Als Staatssekretär für Forschung kann ich am besten beurteilen (ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen), welche Impulse das tatsächlich für Österreichs Wirtschaft sind.
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
auch in Zukunft nicht nur Geschäfte mit Airbus Industries und mit der EADS möglich sind, sondern sogar Geschäfte mit Boeing, mit brasilianischen Firmen und anderen Unternehmen. Luftfahrt-Zulieferindustrie aus Österreich weltweit also! Das ist das Ergebnis dieser Clusterbildung. Das ist das Ergebnis der Impulse, die durch diese Offset-Geschäfte tatsächlich entstanden sind. Das ist moderne, nachhaltige Wirtschaftsförderung, wie wir sie betreiben. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Oder ich nenne Ihnen ein anderes Beispiel, ein aktuelles Beispiel: Post AG, Börsengang der Post AG. Meine Damen und Herren, eine echte Erfolgsgeschichte! Ich kann mich noch daran erinnern, was hier von Seiten der Sozialdemokraten behauptet wurde: ein Ausverkauf!, hat es geheißen. Die Gewerkschaft hat man vorausgeschickt, um zu demonstrieren. Es sind nicht einmal 200 Demonstranten gekommen, und die eigenen Mitglieder der Gewerkschaft der Post haben gesagt: Nein, aus, wir stehen auch zum Börsengang, wir wollen ihn haben! – Eine glatte Pleite für die SPÖ war das. Das ist erfolgreiche Wirtschaftspolitik, wie wir sie betreiben. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Insbesondere die Forschung, Herr Gusenbauer, profitiert in höchstem Maße von diesen Offset-Geschäften. Ob das die Brennstoffzelle im Flugzeug ist, ob das die Titanzerspanung ist, REDUX oder structural health monitoring – all das sind Forschungskooperationen, die wir mit Airbus Industries, die wir mit EADS eingegangen sind. Das sind Forschungskooperationen, die von Vorteil für die österreichische Forschungslandschaft und letztendlich von Vorteil für die österreichische Wirtschaft sind. (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Binder-Maier: Das ist ja ungeheuerlich!
Abschließend, Herr Gusenbauer, Herr Matznetter, Herr Cap, aber auch die Grünen: Wir brauchen in Österreich keinen BAWAG-Skandal, wir brauchen in Österreich keinen ÖGB-Skandal, wir brauchen keinen „Konsum“-Skandal, wir brauchen auch keinen ARBÖ-Skandal! (Abg. Binder-Maier: Das ist ja ungeheuerlich!)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wir vom Bündnis stehen für eine erfolgreiche Landesverteidigung, für eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik und vor allem auch für eine erfolgreiche Forschungspolitik. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Scheibner – auf einen schwarzen Button mit einem orangefarbenen Quer- und Längsbalken am Revers des Abg. Dr. Kräuter weisend –: Ist das eine Sackgasse? Die Sackgasse Ihrer Politik?
Ich frage Sie, Herr Molterer: Wissen Sie eigentlich, was Herr Aloysius Rauen – der muss es ja wissen, er ist ja der Chef der Eurofighter GmbH – gesagt hat? – Er hat gesagt, nirgends (Abg. Scheibner – auf einen schwarzen Button mit einem orangefarbenen Quer- und Längsbalken am Revers des Abg. Dr. Kräuter weisend –: Ist das eine Sackgasse? Die Sackgasse Ihrer Politik?) – Herr Scheibner! – wird so viel gelogen wie auf Beerdigungen und bei Gegengeschäften.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich muss Ihnen sagen, dieses Zitat passt hervorragend auf das, was von der Regierungsbank aus gesagt wird. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Mainoni.
Meine Damen und Herren, ich wollte natürlich den Herrn Finanzminister, der ja die Flucht ergriffen hat, auffordern, den Gegengeschäftsvertrag vorzulegen. (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Mainoni.) – Keppeln Sie nicht von hinten von der Regierungsbank herunter! – Es geht um die Schmiermittel, meine Damen und Herren. Es ist ja dem Parlament – das werden sogar Sie, Herr Grillitsch, einsehen – nicht zuzumuten, dass dieser Gegengeschäftsvertrag irgendwann in einem Wirtschaftsmagazin auftaucht. Ungeheuerlich! (Abg. Mag. Molterer: Ist das das neue Logo der SPÖ? In der Sackgasse! Das finde ich gut! – Abg. Dr. Stummvoll: Die SPÖ in der Sackgasse!)
Abg. Mag. Molterer: Ist das das neue Logo der SPÖ? In der Sackgasse! Das finde ich gut! – Abg. Dr. Stummvoll: Die SPÖ in der Sackgasse!
Meine Damen und Herren, ich wollte natürlich den Herrn Finanzminister, der ja die Flucht ergriffen hat, auffordern, den Gegengeschäftsvertrag vorzulegen. (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Mainoni.) – Keppeln Sie nicht von hinten von der Regierungsbank herunter! – Es geht um die Schmiermittel, meine Damen und Herren. Es ist ja dem Parlament – das werden sogar Sie, Herr Grillitsch, einsehen – nicht zuzumuten, dass dieser Gegengeschäftsvertrag irgendwann in einem Wirtschaftsmagazin auftaucht. Ungeheuerlich! (Abg. Mag. Molterer: Ist das das neue Logo der SPÖ? In der Sackgasse! Das finde ich gut! – Abg. Dr. Stummvoll: Die SPÖ in der Sackgasse!)
Abg. Neudeck: Im Verhältnis zu den anderen stimmt das!
Herr Minister Platter, vielleicht erinnern Sie sich daran, was Sie am 27. April 2004 im Rechnungshofausschuss gesagt haben. Sie haben gesagt, Sie sind überrascht, wie billig Eurofighter angeboten hat. (Abg. Neudeck: Im Verhältnis zu den anderen stimmt das!)
Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Neudeck: Für das machen Sie eine Sondersitzung?
Um Gottes Willen, Herr Minister, wollen Sie nicht endlich die Konsequenzen ziehen? Wollen Sie nicht die Regierungsbank verlassen und endlich zurücktreten? (Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Neudeck: Für das machen Sie eine Sondersitzung?)
Abg. Scheibner: Ihr Abzeichen ist passend!
Herr Minister Platter, Sie schreiben in Ihren Bundesheerblattln, der Eurofighter sei das wendigste und stärkste Kampfflugzeug der Gegenwart. – Die Bevölkerung fragt sich, wofür wir eigentlich in Österreich ein Kampfflugzeug brauchen. (Abg. Scheibner: Ihr Abzeichen ist passend!)
Abg. Scheibner: Stückzahl! – Abg. Neudeck: Das liegt an der Anzahl! So oft im Rechnungshofausschuss gehört und Sie verstehen es immer noch nicht!
Der Rechnungshof, den Sie so gerne ins Treffen führen, sagt, der Eurofighter sei nur eingeschränkt tauglich, nur bedingt tauglich. Herr Rechnungshofpräsident Dr. Moser sagte am 20. April 2005: Die Luftraumüberwachung wird mit dem Eurofighter nur eingeschränkt möglich sein. (Abg. Scheibner: Stückzahl! – Abg. Neudeck: Das liegt an der Anzahl! So oft im Rechnungshofausschuss gehört und Sie verstehen es immer noch nicht!)
Abg. Neudeck: Kennen Sie sich aus?
Die Wahrheit schaut aber ganz anders aus. Inzwischen gibt es natürlich ein Bundesgesetz. Das haben Sie zu verantworten, Sie von der ÖVP, Sie vom BZÖ und von der FPÖ – oder was auch immer. Der Bundesminister für Finanzen hat für die finanzielle Bedeckung zu sorgen, steht in diesem Gesetz. – Selber wird er es aller Voraussicht nach nicht zahlen, daher wird der Steuerzahler zur Kasse gebeten. (Abg. Neudeck: Kennen Sie sich aus?)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Cap: So schaut es aus! Jawohl!
(Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Cap: So schaut es aus! Jawohl!)
Rufe bei der ÖVP: SPÖ-Sackgassenpartei!
Selbst die führenden Verfassungsrechtler unseres Landes, die Herren Professoren Funk, Öhlinger und Mayer – nein, die brauchen wir nicht, die brauchen wir nicht im Rechnungshofausschuss zu einer demokratiepolitisch so sensiblen Frage wie der Veröffentlichung dieses Kaufvertrages anzuhören! (Rufe bei der ÖVP: SPÖ-Sackgassenpartei!)
Abg. Freund: Gegengeschäfte von 4 Milliarden!
So wird hier vorgegangen?! Vor der Wahl wird gesagt, das alles bezahlt eine Wirtschaftsplattform und später gibt es nicht einmal Antworten betreffend die Gegengeschäfte? – Meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, das ist wirklich eine „tolle“ Leistung. Da sollten Sie sich schämen! (Abg. Freund: Gegengeschäfte von 4 Milliarden!)
Abg. Silhavy: So schaut’s aus!
Was die Gegengeschäfte betrifft, so zitiere ich Ihnen gleich einen Salzburger Unternehmer, der sagt, dass das Ministerium Projekte so darstellt, als wären sie Gegengeschäfte. Das sei nicht korrekt und ein Betrug an der Bevölkerung. (Abg. Silhavy: So schaut’s aus!) So schaut also offensichtlich die „Wirtschaftskompetenz“ der ÖVP aus: Betrug an der Bevölkerung! Das ist Wirtschaftskompetenz?
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Apropos Wirtschaftskompetenz: Wir sollten einmal eine Exkursion machen, Herr Kollege Grillitsch. Fahren wir einmal auf den Semmering! Schauen wir uns die Wirtschaftskompetenz der ÖVP im Waltraud Klasnic-Stollen an – und fahren wir dann noch weiter auf den A 1-Ring und besichtigen dort die Baustelle! (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Ihre Wirtschaftskompetenz ist eine Baustelle, der Eurofighter-Kauf ein Wahnsinn und die Wählerin und der Wähler werden Ihnen die Rechnung präsentieren. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Cap: Liebe Opposition!
Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Fekter (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Werte Herren Staatssekretäre! (Abg. Dr. Cap: Liebe Opposition!) Kollege Kräuter, an Ihrer Stelle würde ich das Wort „Sackgasse“ nicht so häufig in den Mund nehmen. Wahrscheinlich ist das etwas, was bei Ihnen in der SPÖ derzeit Assoziationen hervorruft.
Ruf bei der ÖVP: Völlig egal!
Neuerdings ist der SPÖ auch die Arbeitsplatzsituation in Österreich ziemlich egal. (Ruf bei der ÖVP: Völlig egal!) – Völlig egal. Fatale Folgen für die Wirtschaft und die Arbeitsplätze hätte ein Eurofighter-Ausstieg. Fatale Folgen! (Abg. Mag. Kogler: Reden Sie nicht so einen Unsinn!)
Abg. Mag. Kogler: Reden Sie nicht so einen Unsinn!
Neuerdings ist der SPÖ auch die Arbeitsplatzsituation in Österreich ziemlich egal. (Ruf bei der ÖVP: Völlig egal!) – Völlig egal. Fatale Folgen für die Wirtschaft und die Arbeitsplätze hätte ein Eurofighter-Ausstieg. Fatale Folgen! (Abg. Mag. Kogler: Reden Sie nicht so einen Unsinn!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Herr Kollege Darabos, ich denke doch, dass Sie als Zentralsekretär die Medien studieren. Fatale Folgen hat die SPÖ produziert, selber verschuldet, bei der BAWAG, fatale Folgen beim ÖGB, fatale Folgen beim ARBÖ. – Wir werden verhindern, dass in dieser Causa fatale Folgen entstehen! Es wird keinen Ausstieg geben. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Was? Welche? – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Für mich als eine aus der Wirtschaft Kommende ist es erfreulich, dass es relativ rasch gelungen ist, die Gegengeschäfte nicht nur sehr transparent und vor allem ... (Abg. Mag. Kogler: Was? Welche? – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Was? „Milliarden“?
265 Milliarden € wurden bereits im Jahre 2004 (Abg. Mag. Kogler: Was? „Milliarden“?), 265 Millionen € wurden bereits abgewickelt, bereits vertraglich erledigt. Geschäfte im Gegenwert von 2 Milliarden € sind unter Dach und Fach und werden sich noch in die nächsten Jahre ziehen. Das Gegengeschäftsvolumen macht insgesamt 4 Milliarden € aus, verteilt auf 15 Jahre.
Abg. Dr. Pilz: Die kriegen Familiengeld?!
Abgewickelt werden die Gegengeschäfte mit Firmen wie der Eurofighter Jagdflugzeug GmbH, deren Partnerunternehmen, mit EUROJET und deren Partnerunternehmen, Mutter- und Tochterunternehmen und mit den Partnern der Zulieferbetriebe. (Abg. Dr. Pilz: Die kriegen Familiengeld?!)
Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Die Gegengeschäfte, Herr Kollege Pilz, sind genau definiert, nach sachlichen Kriterien. Das verschafft uns im Hightech-Bereich einen Zugang zu einer Technologie, die wir bisher nicht hatten. (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.)
Abg. Gradwohl: Warum tun Sie es dann?
Die Wirtschaft bedauert, dass hier dermaßen polemisiert und von einem Ausstieg gesprochen wird. (Abg. Gradwohl: Warum tun Sie es dann?) Beispielsweise hat der Vorstandsvorsitzende von MAN Nutzfahrzeuge Österreich, Dipl.-Ing. Bruno Krainz, gemeint, dass man zurzeit über eine Option für weitere Fahrzeuge verhandle. 5 000 LKW habe man an das britische Militär geliefert. Und dieses Zusatzvolumen könnte
Abg. Dr. Kräuter: Das ist kein Gegengeschäft!
wackeln. (Abg. Dr. Kräuter: Das ist kein Gegengeschäft!) Der Chef des einzigen LKW-Herstellers in Österreich verwies darauf, dass das Geschäft mit Großbritannien bereits weitere Aufträge mit anderen Ländern gebracht habe. Wenn die britische Armee etwas kaufe, dann tun das andere auch. Krainz verwies auf Australien, an das man eine kleine Anzahl von Fahrzeugen geliefert habe.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Das heißt, die Gegengeschäfte waren der Türöffner für die Wirtschaft in Österreich. Und diese Arbeitsplätze sind uns etwas wert – Ihnen aber sichtlich nicht! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Leben Sie in der Vergangenheit?
Folgendes sollte man sich schon vor Augen halten: Die SPÖ hat den Draken-Kauf mitgetragen. Die SPÖ hat im Jahre 2000 bei den Regierungsverhandlungen einer Abfangjägernachbeschaffung zugestimmt. Und die SPÖ hatte auch Besuch, und zwar an einem Fenstertag, am 10. Mai 2002, im Klub der SPÖ hier im Haus. (Abg. Heinisch-Hosek: Leben Sie in der Vergangenheit?) Da kam eine schwedische Delegation, angeführt vom schwedischen Verteidigungsminister, mit höchsten Generälen aus Schweden, die ein Gespräch geführt haben, bei dem man sicher nicht nur Freundlichkeiten ausgetauscht hat, sondern das wohl eher in Richtung einer Motivationsveranstaltung für den SAAB Gripen ausgeartet ist. Wahrscheinlich war man damals seitens der SPÖ im Glauben, dass diese „politische Fehlentwicklung“ in Österreich, nämlich dass die Sozialdemokraten nicht in der Regierung sind, sehr schnell ein Ende finden wird und hat versichert, dass man mit den anderen sowieso nicht mehr sprechen müsse, denn man werde das Kind schon schaukeln.
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Zusammenfassend: Ich bin davon überzeugt, dass wir das beste am Markt verfügbare Flugzeug gekauft haben, dass wir damit ein Gerät, wenn es im Jahre 2007 das erste Mal österreichischen Boden unter den Rädern hat – unter den drei Rädern, Herr Kollege Pilz, die der Eurofighter hat –, haben, das 40 Jahre lang die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger auch im Luftraum garantieren und sich bewähren wird, und zwar in allen Einsätzen, die auf dieses Flugzeug zukommen. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Die haben etwas zu arbeiten!
Apropos Regierung: Es wurde der Finanzminister herbeigeholt, der Wirtschaftsminister – und beide sind jetzt weg. (Abg. Neudeck: Die haben etwas zu arbeiten!) Ich werde aber trotzdem auf beide zurückkommen – aus schlechten Vertragsverhandlungsergebnissen ihrerseits und aus guten Gründen unsererseits. (Abg. Neudeck: Sie bringen nichts Neues!)
Abg. Neudeck: Sie bringen nichts Neues!
Apropos Regierung: Es wurde der Finanzminister herbeigeholt, der Wirtschaftsminister – und beide sind jetzt weg. (Abg. Neudeck: Die haben etwas zu arbeiten!) Ich werde aber trotzdem auf beide zurückkommen – aus schlechten Vertragsverhandlungsergebnissen ihrerseits und aus guten Gründen unsererseits. (Abg. Neudeck: Sie bringen nichts Neues!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Herr Kollege Molterer, ich muss Ihnen etwas ausrichten: Derjenige, der auf der Neutralität herumgetrampelt ist, war niemand anderer als Bundeskanzler Schüssel, ein „Mozartkugler“ ersten Ranges! – Erste Sache. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Weil es keine gegeben hat! Damals hat es keine gegeben!
Zweite Sache. Wenn Sie das in Zusammenhang bringen, müsste man meinen, je weniger jemals über Abfangjäger geredet wurde oder sie gar gekauft wurden, desto besser. (Abg. Mag. Molterer: Weil es keine gegeben hat! Damals hat es keine gegeben!) Wir waren umso glaubwürdiger, neutraler in den fünfziger, sechziger, siebziger Jahren – da hat es überhaupt keine Abfangjäger in der Form gegeben, als dass man sie als solche hätte bezeichnen können.
Abg. Mag. Molterer: Die Überwachung des Luftraumes! Das ist zentral
Was die Verfassung betrifft: Herr Klubobmann Molterer, noch einmal: Sie tun ja gerade so, als ob ein zentraler Baustein der Verfassung die Bestellung eines Kampfbombers einer einzigen, bestimmten europäischen Rüstungsfirma wäre (Abg. Mag. Molterer: Die Überwachung des Luftraumes! Das ist zentral), die offensichtlich dabei ist, den österreichischen Wirtschaftsminister zu erpressen – der sich das auch wieder gerne gefallen lässt, wenn man meiner Vorrednerin glauben darf. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Was die Verfassung betrifft: Herr Klubobmann Molterer, noch einmal: Sie tun ja gerade so, als ob ein zentraler Baustein der Verfassung die Bestellung eines Kampfbombers einer einzigen, bestimmten europäischen Rüstungsfirma wäre (Abg. Mag. Molterer: Die Überwachung des Luftraumes! Das ist zentral), die offensichtlich dabei ist, den österreichischen Wirtschaftsminister zu erpressen – der sich das auch wieder gerne gefallen lässt, wenn man meiner Vorrednerin glauben darf. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Murauer: Wer sagt das? Wer sagt das?
Also in der Sache Offenlegung stellt sich folgendes Bild dar: ganz schlecht verhandelt – okay. (Abg. Murauer: Wer sagt das? Wer sagt das?) Absicht oder Unabsicht, ist die Frage – das muss ein Untersuchungsausschuss klären. Auch aus dem Grund muss ein Untersuchungsausschuss her. (Abg. Murauer: Der Rechnungshof hat etwas anderes gesagt! Sie sind ja Rechnungshofausschuss-Vorsitzender!)
Abg. Murauer: Der Rechnungshof hat etwas anderes gesagt! Sie sind ja Rechnungshofausschuss-Vorsitzender!
Also in der Sache Offenlegung stellt sich folgendes Bild dar: ganz schlecht verhandelt – okay. (Abg. Murauer: Wer sagt das? Wer sagt das?) Absicht oder Unabsicht, ist die Frage – das muss ein Untersuchungsausschuss klären. Auch aus dem Grund muss ein Untersuchungsausschuss her. (Abg. Murauer: Der Rechnungshof hat etwas anderes gesagt! Sie sind ja Rechnungshofausschuss-Vorsitzender!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Also die frohe Botschaft an der Stelle ist: Trotz Ihrer Unfähigkeit gibt es noch eine Möglichkeit, relativ günstig auszusteigen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Es wird nirgends so viel gelogen wie bei Gegengeschäften! – Geben Sie es doch endlich zu! Es bleibt Ihnen nichts anderes übrig. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wahlkampflüge Schüssel, Wahlkampflüge Gegengeschäfte – raus aus diesem Vertrag und rein in den Untersuchungsausschuss! Vielleicht werden Sie dort noch einmal geläutert. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: So kann man sich auch durch eine Rede schwindeln!
Abgeordneter Anton Gaál (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Ich freue mich auch, dass wir so zahlreich hohe Militärs (in Richtung Galerie) begrüßen dürfen – ich darf das natürlich auch namens meiner Fraktion tun. Sie sind zwar nicht ganz freiwillig hier – wir wissen, beim Bundesheer haben Befehle ausgeführt zu werden –, wir freuen uns dennoch, Sie zu sehen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: So kann man sich auch durch eine Rede schwindeln!) Wir wissen, dass das Thema für Sie wichtig und bedeutungsvoll ist, weil es letztlich auch darum geht, diese verantwortungsvolle Arbeit zu erfüllen, und wir werden unseren Beitrag dazu leisten. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Vielleicht begrüßt du jeden extra, dann brauchst du nichts zur Sache reden!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Vielleicht begrüßt du jeden extra, dann brauchst du nichts zur Sache reden!
Abgeordneter Anton Gaál (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Ich freue mich auch, dass wir so zahlreich hohe Militärs (in Richtung Galerie) begrüßen dürfen – ich darf das natürlich auch namens meiner Fraktion tun. Sie sind zwar nicht ganz freiwillig hier – wir wissen, beim Bundesheer haben Befehle ausgeführt zu werden –, wir freuen uns dennoch, Sie zu sehen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: So kann man sich auch durch eine Rede schwindeln!) Wir wissen, dass das Thema für Sie wichtig und bedeutungsvoll ist, weil es letztlich auch darum geht, diese verantwortungsvolle Arbeit zu erfüllen, und wir werden unseren Beitrag dazu leisten. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Vielleicht begrüßt du jeden extra, dann brauchst du nichts zur Sache reden!)
Abg. Mag. Molterer: Nein, die Verfassung!
Herr Bundesminister Platter, Sie haben hier der SPÖ unterstellt, ihr Nein zum Eurofighter-Kauf gefährde die Sicherheit Österreichs, und Kollege Molterer – an sich ein von mir sehr geschätzter Parlamentarier – strapaziert sogar die Gelöbnisformel der Abgeordneten, spricht von der Neutralität. (Abg. Mag. Molterer: Nein, die Verfassung!) – Es gibt niemanden, der in diesem Haus mehr zur Neutralität steht als die Sozialdemokraten! (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.) Das haben wir in der Vergangenheit bewiesen und bestätigt! (Beifall bei der SPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Herr Bundesminister Platter, Sie haben hier der SPÖ unterstellt, ihr Nein zum Eurofighter-Kauf gefährde die Sicherheit Österreichs, und Kollege Molterer – an sich ein von mir sehr geschätzter Parlamentarier – strapaziert sogar die Gelöbnisformel der Abgeordneten, spricht von der Neutralität. (Abg. Mag. Molterer: Nein, die Verfassung!) – Es gibt niemanden, der in diesem Haus mehr zur Neutralität steht als die Sozialdemokraten! (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.) Das haben wir in der Vergangenheit bewiesen und bestätigt! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister Platter, Sie haben hier der SPÖ unterstellt, ihr Nein zum Eurofighter-Kauf gefährde die Sicherheit Österreichs, und Kollege Molterer – an sich ein von mir sehr geschätzter Parlamentarier – strapaziert sogar die Gelöbnisformel der Abgeordneten, spricht von der Neutralität. (Abg. Mag. Molterer: Nein, die Verfassung!) – Es gibt niemanden, der in diesem Haus mehr zur Neutralität steht als die Sozialdemokraten! (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.) Das haben wir in der Vergangenheit bewiesen und bestätigt! (Beifall bei der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Freiheitlichen – BZÖ.
Freundlicherweise haben Sie eine lang zurück liegende Rede von mir zitiert, eine Aussage, zu der ich mich nach wie vor bekenne. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Freiheitlichen – BZÖ.) Das gilt auch für die SPÖ: Wir bekennen uns zum österreichischen Bundesheer. Wir stehen zu einer effizienten, zukunftsorientierten, modernen Sicherheits- und Verteidigungspolitik – und dazu gehört sicherlich auch die Luftraumüberwachung. (Neuerlicher demonstrativer Beifall bei Abgeord-
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Aber eines muss ich Ihnen sagen: Die Eurofighter-Beschaffung hat nichts mit Luftraumüberwachung zu tun! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Herr Bundesminister, das ist ein Kampfflugzeug, das für den Luftkampf, für den Luftkrieg konzipiert wurde, und dazu gibt es ein entschiedenes Nein von der SPÖ! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber eines muss ich Ihnen sagen: Die Eurofighter-Beschaffung hat nichts mit Luftraumüberwachung zu tun! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Herr Bundesminister, das ist ein Kampfflugzeug, das für den Luftkampf, für den Luftkrieg konzipiert wurde, und dazu gibt es ein entschiedenes Nein von der SPÖ! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Viele, die sich mit dem Thema Landesverteidigung, Sicherheitspolitik beschäftigen, werden mir bestätigen: Der Eurofighter-Kauf bedeutet eine Katastrophe für das österreichische Bundesheer, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Die BAWAG ...!
Herr Bundesminister Platter, Sie haben da etwas bestellt, was es nicht gibt, und etwas gekauft, was Sie nie bekommen werden! Es wird der Flieger nicht kommen, der hier angeboten worden ist, weil er nicht fertig ist; wir sprechen von der Tranche 2. (Abg. Neudeck: Die BAWAG ...!) – Der Schadensfall BAWAG wird erledigt (ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ) – aber auch der Schadensfall Bundesregierung ÖVP und FPÖ, der auf der Tagesordnung steht, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ
Herr Bundesminister Platter, Sie haben da etwas bestellt, was es nicht gibt, und etwas gekauft, was Sie nie bekommen werden! Es wird der Flieger nicht kommen, der hier angeboten worden ist, weil er nicht fertig ist; wir sprechen von der Tranche 2. (Abg. Neudeck: Die BAWAG ...!) – Der Schadensfall BAWAG wird erledigt (ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ) – aber auch der Schadensfall Bundesregierung ÖVP und FPÖ, der auf der Tagesordnung steht, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister Platter, Sie haben da etwas bestellt, was es nicht gibt, und etwas gekauft, was Sie nie bekommen werden! Es wird der Flieger nicht kommen, der hier angeboten worden ist, weil er nicht fertig ist; wir sprechen von der Tranche 2. (Abg. Neudeck: Die BAWAG ...!) – Der Schadensfall BAWAG wird erledigt (ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ) – aber auch der Schadensfall Bundesregierung ÖVP und FPÖ, der auf der Tagesordnung steht, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Der Liefertermin, Herr Bundesminister, ist von 2005 auf 2007 zu Gunsten von EADS abgeändert worden (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), das Pflichtenheft wurde nachträglich geändert, zu Gunsten von EADS und zu Lasten der Republik, zum Nachteil der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler.
Abg. Gaál: Darf ich den Entschließungsantrag noch einbringen?
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter, Ihre Redezeit ist abgelaufen und bereits überschritten. (Abg. Gaál: Darf ich den Entschließungsantrag noch einbringen?) Nein!
Beifall bei der SPÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Gaál.
(Beifall bei der SPÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Gaál.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Walter Murauer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Zwei Dinge vorausgeschickt: Ich möchte Ihnen von der Sozialdemokratie dazu gratulieren, dass Sie plakatieren, dass Österreich mit Gusenbauer eine bessere Zukunft hätte. Mit diesem Plakat sind Sie bald wieder weg gewesen. Und heute haben Sie die „Sackgasse“ am Sticker! – Na noch deutlicher kann es vor einer Wahl nicht sein: Sie sind bereits in der Sackgasse, und zwar auch mit diesem Thema, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Herr Pilz: Wenn ich Ihre Geheimpapiere subsumiere, dann muss ich sagen, der „Da Vinci Code“ ist ein offenes Buch dagegen! (Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) Sie ziehen ein Papier nach dem anderen heraus, sagen, da ist noch eine geheime Geschichte, und so weiter. – Bis jetzt ist von alledem nichts aufgegangen! – So viel zum Wert Ihrer Rede.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Zur „Lüge“, Herr Kollege Kogler: Das können Sie sich ersparen, von „Lüge“ zu reden! – Sie sind Vorsitzender des Rechnungshof-Ausschusses, Sie kennen die Rechnungshofberichte und wissen, dass da nichts Derartiges drinnen steht, und stellen sich hier her und behaupten genau das Gegenteil! – Da müsste ich sagen: Na, wer lügt jetzt?!, aber das sage ich nicht. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zum Neutralitätsgesetz. Meine Damen und Herren von den Roten und Grünen, entscheiden Sie sich: Sind Sie für die Neutralität oder nicht? Bekennen Sie sich zur Verfassung oder nicht? (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Kollege Kummer, wenn du das glaubst, dann steh auf und sag: Jawohl, wir wollen neutral sein, aber wir wollen nichts dafür tun, nicht einmal einen Flieger dafür kaufen! – Stellen Sie sich hier heraus und sagen Sie es!
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Abgeordneter Walter Murauer (fortsetzend): Wir sind für ein sicheres Österreich, und deshalb treten wir entschieden für eine Überwachung des österreichischen Luftraums ein. Mit uns: keine Unsicherheit! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
noch niemanden gesehen. Aber es wird auch so sein, dass man so etwas ganz einfach nicht ehrlich einbringen kann. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren von der SPÖ, Sie stellen sich her und verlangen eine Sondersitzung, noch dazu zu einem Thema, zu dem wir schon mehrere Sondersitzungen hatten, stunden- und nächtelange Sitzungen im Rechnungshofausschuss mit den Ministern Platter und Grasser sowie hohen Beamten des Bundesheeres, wobei alle gesagt haben: Eine andere Entscheidung als die für den Eurofighter würde sie auch mit heutigem Wissen in große Probleme bringen. Wenn die Entscheidung in eine andere Richtung gefallen wäre, vielleicht auf Grund von Interessen, die bei der SPÖ liegen, gäbe es große Probleme, weil das technisch und kostenmäßig nicht verantwortbar wäre. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren von der SPÖ, mit Ihrer andauernden Verbreitung von Unwahrheiten betreffend Beschaffung des Eurofighters zur Luftraumüberwachung gefährden Sie den Staat Österreich, gefährden Sie die österreichische Sicherheit – und Sie gefährden auch Arbeitsplätze hier. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Ich frage Sie von der SPÖ: Wer soll diese Aufgabe für uns übernehmen, wenn Österreich kein Gerät für die Luftraumüberwachung hat – und wenn wir keine Gegengeschäfte haben, die tausende Arbeitsplätze in Österreich sichern? (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Kollegin Fekter hat es ja schon angeführt: MAN hat heute von Aufträgen im Ausmaß von Tausenden LKWs gesprochen.
Abg. Dr. Matznetter: Das werden wir sehen! ...
Kollege Matznetter, wenn Sie da oben sitzen, hört man es nicht! Sie müssen eine Zeitlang warten, vielleicht kommen Sie weiter herunter. Mit solchen Aktionen wie diesen Anfragen und mit Ihren Steuerbelastungspaketen werden Sie jedenfalls noch lange da oben sitzen und zwischenrufen (Abg. Dr. Matznetter: Das werden wir sehen! ...) – und nicht Österreich so wie die Partei, so wie den ÖGB und die BAWAG in den Ruin treiben! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Kollege Matznetter, wenn Sie da oben sitzen, hört man es nicht! Sie müssen eine Zeitlang warten, vielleicht kommen Sie weiter herunter. Mit solchen Aktionen wie diesen Anfragen und mit Ihren Steuerbelastungspaketen werden Sie jedenfalls noch lange da oben sitzen und zwischenrufen (Abg. Dr. Matznetter: Das werden wir sehen! ...) – und nicht Österreich so wie die Partei, so wie den ÖGB und die BAWAG in den Ruin treiben! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich rechne damit, dass der Wähler Ihnen die Rechnung präsentieren wird und Sie weiter dort sitzen, wo Sie jetzt sind. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Es gibt keine „Gendarmerie“ mehr!
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär Mainoni, von Sicherheit haben Sie gesprochen. – Wenn Sie die Bevölkerung fragen, dann erfahren Sie, sie fühlt sich nicht bedroht durch mangelnde Luftraumsicherheit, sondern die Menschen fühlen sich bedroht durch fehlende Anti-AKW-Politik, durch zugesperrte Gendarmerieposten. Das ist der Mangel an Ihrer Sicherheitspolitik – und nicht die Eurofighter-Frage. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Es gibt keine „Gendarmerie“ mehr!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Das ist Ihre Sicherheitspolitik in puncto Eurofighter: Da stellen Sie sich vor uns hier und vor die Leute an den Fernsehschirmen und sagen: Eurofighter ist gleich Sicherheit!, während im Rechnungshofbericht steht, wie ich Ihnen gerade vorgelesen habe, dass der Eurofighter keine Sicherheit darstellt. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
heitspolitik, die wirklich von der Bevölkerung gewünscht und getragen wird! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
(Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Weil das ein strafrechtliches Delikt ist, Frau Kollegin!
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich finde es schon sehr bezeichnend, dass die Aufregung über die Veröffentlichung des Vertrages sehr viel größer ist als der Inhalt. (Abg. Scheibner: Weil das ein strafrechtliches Delikt ist, Frau Kollegin!) Die Angst muss sehr groß sein, dass auch der technische Teil publik wird, denn der kaufmännische Teil beweist zumindest, dass da eine Vereinbarung getroffen wurde zu Lasten der Republik, zu Lasten der Steuerzahler und Steuerzahlerinnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich finde es schon sehr bezeichnend, dass die Aufregung über die Veröffentlichung des Vertrages sehr viel größer ist als der Inhalt. (Abg. Scheibner: Weil das ein strafrechtliches Delikt ist, Frau Kollegin!) Die Angst muss sehr groß sein, dass auch der technische Teil publik wird, denn der kaufmännische Teil beweist zumindest, dass da eine Vereinbarung getroffen wurde zu Lasten der Republik, zu Lasten der Steuerzahler und Steuerzahlerinnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Wie war das mit Ihren Steuerreformen?
Bleiben wir beim Stichwort Zahlungen und bringen wir es auf den Punkt: Die Regierung hat jetzt bestellt, und die Zahlung erfolgt erst im Jänner 2007, also nicht mehr in dieser Legislaturperiode. Das ist grob verantwortungslos, dahinter stehen niedere wahltaktische Gründe (Abg. Neudeck: Wie war das mit Ihren Steuerreformen?), und vor allem stimmt Grassers Budgetplanung für 2007 und 2008 dadurch nicht mehr, weil dann große Sparpakete geschnürt werden müssen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das machen die Roten!) Und wo gespart wird, das wissen wir seit den letzten sechs Jahren sehr genau: bei den Pensionisten, bei den Arbeitnehmern, bei den Frauen, bei den KMUs, in der Bildung – und das Volksvermögen wird verschleudert! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das machen die Roten!
Bleiben wir beim Stichwort Zahlungen und bringen wir es auf den Punkt: Die Regierung hat jetzt bestellt, und die Zahlung erfolgt erst im Jänner 2007, also nicht mehr in dieser Legislaturperiode. Das ist grob verantwortungslos, dahinter stehen niedere wahltaktische Gründe (Abg. Neudeck: Wie war das mit Ihren Steuerreformen?), und vor allem stimmt Grassers Budgetplanung für 2007 und 2008 dadurch nicht mehr, weil dann große Sparpakete geschnürt werden müssen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das machen die Roten!) Und wo gespart wird, das wissen wir seit den letzten sechs Jahren sehr genau: bei den Pensionisten, bei den Arbeitnehmern, bei den Frauen, bei den KMUs, in der Bildung – und das Volksvermögen wird verschleudert! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Bleiben wir beim Stichwort Zahlungen und bringen wir es auf den Punkt: Die Regierung hat jetzt bestellt, und die Zahlung erfolgt erst im Jänner 2007, also nicht mehr in dieser Legislaturperiode. Das ist grob verantwortungslos, dahinter stehen niedere wahltaktische Gründe (Abg. Neudeck: Wie war das mit Ihren Steuerreformen?), und vor allem stimmt Grassers Budgetplanung für 2007 und 2008 dadurch nicht mehr, weil dann große Sparpakete geschnürt werden müssen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das machen die Roten!) Und wo gespart wird, das wissen wir seit den letzten sechs Jahren sehr genau: bei den Pensionisten, bei den Arbeitnehmern, bei den Frauen, bei den KMUs, in der Bildung – und das Volksvermögen wird verschleudert! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: ... die Vorstandsmitglieder des ÖGB?
Jede Privatperson, die so handelt, also zuerst bestellt und dann, wenn die ersten Zahlungen kommen würden, noch ein bisschen wartet (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: ... die Vorstandsmitglieder des ÖGB?), damit das nicht in dieser Legislaturperiode passiert, und sich das aber nicht leisten kann (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So wie der ÖGB, oder?) – und das ist der springende Punkt! –, gerät in die Gefahr der Überschuldung (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So wie der ÖGB und die BAWAG!) und landet irgendwann
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So wie der ÖGB, oder?
Jede Privatperson, die so handelt, also zuerst bestellt und dann, wenn die ersten Zahlungen kommen würden, noch ein bisschen wartet (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: ... die Vorstandsmitglieder des ÖGB?), damit das nicht in dieser Legislaturperiode passiert, und sich das aber nicht leisten kann (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So wie der ÖGB, oder?) – und das ist der springende Punkt! –, gerät in die Gefahr der Überschuldung (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So wie der ÖGB und die BAWAG!) und landet irgendwann
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So wie der ÖGB und die BAWAG!
Jede Privatperson, die so handelt, also zuerst bestellt und dann, wenn die ersten Zahlungen kommen würden, noch ein bisschen wartet (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: ... die Vorstandsmitglieder des ÖGB?), damit das nicht in dieser Legislaturperiode passiert, und sich das aber nicht leisten kann (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So wie der ÖGB, oder?) – und das ist der springende Punkt! –, gerät in die Gefahr der Überschuldung (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So wie der ÖGB und die BAWAG!) und landet irgendwann
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
einmal in der Schuldnerberatungsstelle. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So wie der Verzetnitsch, Fritz Verzetnitsch!
Die Regierung nimmt das bewusst in Kauf (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So wie der Verzetnitsch, Fritz Verzetnitsch!), informiert noch dazu die Bevölkerung nicht oder falsch und schadet kommenden Generationen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Regierung nimmt das bewusst in Kauf (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So wie der Verzetnitsch, Fritz Verzetnitsch!), informiert noch dazu die Bevölkerung nicht oder falsch und schadet kommenden Generationen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Der Gaál hat was anderes gesagt! Der hat gesagt, wir brauchen eine Luftraumüberwachung!
Meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, glauben Sie wirklich, dass man für solche Einsätze Kampfjets braucht, dass man dazu Kriegsgerät braucht? Ist das wirklich Ihr Ernst? (Abg. Scheibner: Der Gaál hat was anderes gesagt! Der hat gesagt, wir brauchen eine Luftraumüberwachung!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Fauland: Das ist ein Schwachsinn!
Vorher hat er immer behauptet, wir brauchen die Eurofighter, weil nämlich diese Maschinen im Jahre 2010 außer Dienst gestellt werden. – Das heißt, Herr Minister Platter, Sie haben dieses Argument durch Ihre Aussage im Bundesrat selbst entkräftet. Sie haben zugegeben, wir brauchen die Eurofighter überhaupt nicht! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Fauland: Das ist ein Schwachsinn!)
Abg. Fauland: Weil sie zu langsam ist! – Abg. Scheibner: Die SAAB holt ein Verkehrsflugzeug ein! Das sollten Sie wissen! – Lesen Sie die Protokolle aus den siebziger Jahren!
Da sich heute so viele darauf berufen haben, dass es ihnen ja um die Luftraumüberwachung geht: Wir haben gesehen, bei der EU-Präsidentschaft funktioniert es! Wozu brauchen wir also die Eurofighter, wenn es jetzt auch funktioniert? Nur deswegen, weil man mit den SAAB 105 nicht EU-tauglich schießen kann? Oder was ist der Grund? (Abg. Fauland: Weil sie zu langsam ist! – Abg. Scheibner: Die SAAB holt ein Verkehrsflugzeug ein! Das sollten Sie wissen! – Lesen Sie die Protokolle aus den siebziger Jahren!)
Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Durch die Veröffentlichung des kaufmännischen Teils des Vertrages muss aber auch die Wirtschaftskompetenz der ÖVP nachhaltig in Frage gestellt werden. (Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.) Wenige – wer auch immer, aber sie befinden sich im Dunstkreis der ÖVP – werden reicher, und viele, die meisten in diesem Land, werden ärmer. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schöls.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schöls.
Sehr geehrte Damen und Herren! Durch die Veröffentlichung des kaufmännischen Teils des Vertrages muss aber auch die Wirtschaftskompetenz der ÖVP nachhaltig in Frage gestellt werden. (Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.) Wenige – wer auch immer, aber sie befinden sich im Dunstkreis der ÖVP – werden reicher, und viele, die meisten in diesem Land, werden ärmer. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schöls.)
Abg. Scheibner: „Unsinn“!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Fauland, zum einen: Sie wissen, dass es Zwischenrufe nicht gibt, wenn sie nicht vom Platz aus gemacht werden. Und zum Zweiten: Ich gehe davon aus, dass Sie das Wort „Schwachsinn“ zurücknehmen. (Abg. Scheibner: „Unsinn“!)
Beifall bei der ÖVP.
Österreich bekennt sich zu einer effektiven und lückenlosen Luftraumüberwachung als Ausdruck der österreichischen Souveränität. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Brosz: ... den tatsächlich berichtigen? Der ist ja falsch!
Der Nationalrat begrüßt deshalb die unumgängliche Nachbeschaffung von Luftraumüberwachungsflugzeugen für das österreichische Bundesheer und unterstützt die Beschlüsse der Bundesregierung als moderne, zukunftsorientierte und europäische Lösung. (Abg. Brosz: ... den tatsächlich berichtigen? Der ist ja falsch!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Die SPÖ und die grüne Fraktion sollten darüber nachdenken, wie sie mit der Sicherheit umgehen. Sie müssen zur Kenntnis nehmen, dass Kollege Pilz es ist, der in Zukunft die Aufsichtsfunktionen in diesem Hause übernehmen würde. – Ich hoffe, dass es nicht so weit kommt. Dafür werden wir bei den nächsten Wahlen sorgen! – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Abg. Eder: Richtig!
Abgeordneter Dr. Reinhard Eugen Bösch (Freiheitliche - BZÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Wir von der FPÖ bekennen uns zur umfassenden Landesverteidigung, auch zur Luftraumüberwachung. Wir bekennen uns auch zu einer vernünftigen Nachbeschaffung des notwendigen Fluggerätes. Ich mache aber überhaupt kein Hehl daraus – und ich habe das auch schon in anderen Sitzungen nicht getan –, dass die Typenauswahl damals eine Überraschung war, und zwar nicht nur für uns als Regierungsabgeordnete, sondern auch für große Teile der Öffentlichkeit. (Abg. Eder: Richtig!)
Abg. Scheibner: Aber nur, weil der Strache dagegen ist!
Aber jetzt, meine Damen und Herren, scheint mir eine neue Situation entstanden zu sein (Abg. Scheibner: Aber nur, weil der Strache dagegen ist!), nämlich durch die Veröffentlichung dieser Verträge. (Abg. Scheibner: Dass der Strache dagegen ist, ist der einzige Grund!) Die Veröffentlichung dieser Verträge macht eine neue politische Situation offen, nämlich den Vorwurf, dass zu Lasten der Republik verhandelt worden ist. (Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Scheibner und Dipl.-Ing. Scheuch.) – Da können Sie lachen, wie Sie wollen, liebe Kollegen vom BZÖ! – Ich wiederhole: dass zu Lasten der Republik verhandelt worden ist! (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja unglaublich!)
Abg. Scheibner: Dass der Strache dagegen ist, ist der einzige Grund!
Aber jetzt, meine Damen und Herren, scheint mir eine neue Situation entstanden zu sein (Abg. Scheibner: Aber nur, weil der Strache dagegen ist!), nämlich durch die Veröffentlichung dieser Verträge. (Abg. Scheibner: Dass der Strache dagegen ist, ist der einzige Grund!) Die Veröffentlichung dieser Verträge macht eine neue politische Situation offen, nämlich den Vorwurf, dass zu Lasten der Republik verhandelt worden ist. (Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Scheibner und Dipl.-Ing. Scheuch.) – Da können Sie lachen, wie Sie wollen, liebe Kollegen vom BZÖ! – Ich wiederhole: dass zu Lasten der Republik verhandelt worden ist! (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja unglaublich!)
Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Scheibner und Dipl.-Ing. Scheuch.
Aber jetzt, meine Damen und Herren, scheint mir eine neue Situation entstanden zu sein (Abg. Scheibner: Aber nur, weil der Strache dagegen ist!), nämlich durch die Veröffentlichung dieser Verträge. (Abg. Scheibner: Dass der Strache dagegen ist, ist der einzige Grund!) Die Veröffentlichung dieser Verträge macht eine neue politische Situation offen, nämlich den Vorwurf, dass zu Lasten der Republik verhandelt worden ist. (Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Scheibner und Dipl.-Ing. Scheuch.) – Da können Sie lachen, wie Sie wollen, liebe Kollegen vom BZÖ! – Ich wiederhole: dass zu Lasten der Republik verhandelt worden ist! (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja unglaublich!)
Demonstrativer Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja unglaublich!
Aber jetzt, meine Damen und Herren, scheint mir eine neue Situation entstanden zu sein (Abg. Scheibner: Aber nur, weil der Strache dagegen ist!), nämlich durch die Veröffentlichung dieser Verträge. (Abg. Scheibner: Dass der Strache dagegen ist, ist der einzige Grund!) Die Veröffentlichung dieser Verträge macht eine neue politische Situation offen, nämlich den Vorwurf, dass zu Lasten der Republik verhandelt worden ist. (Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Scheibner und Dipl.-Ing. Scheuch.) – Da können Sie lachen, wie Sie wollen, liebe Kollegen vom BZÖ! – Ich wiederhole: dass zu Lasten der Republik verhandelt worden ist! (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja unglaublich!)
Abg. Mag. Molterer: Sehr „schön“! – Abg. Dr. Stummvoll: Rot-Blau!
Deshalb werden wir von der FPÖ heute auch dem Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zustimmen (Abg. Mag. Molterer: Sehr „schön“! – Abg. Dr. Stummvoll: Rot-Blau!) – nicht weil uns Ihre Auftragsvergabe interessiert, sondern weil uns andere Themen interessieren: so zum Beispiel, Herr Bundesminister Platter, die Finanzierungsfrage! (Abg. Mag. Molterer: Rot-Blau! – Gut!) Und die Klärung der Finanzierungsfrage müsste auch in Ihrem Interesse sein: Das müsste auch im Interesse der Bundesregierung und im Interesse der beiden Regierungsfraktionen sein!
Abg. Mag. Molterer: Rot-Blau! – Gut!
Deshalb werden wir von der FPÖ heute auch dem Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zustimmen (Abg. Mag. Molterer: Sehr „schön“! – Abg. Dr. Stummvoll: Rot-Blau!) – nicht weil uns Ihre Auftragsvergabe interessiert, sondern weil uns andere Themen interessieren: so zum Beispiel, Herr Bundesminister Platter, die Finanzierungsfrage! (Abg. Mag. Molterer: Rot-Blau! – Gut!) Und die Klärung der Finanzierungsfrage müsste auch in Ihrem Interesse sein: Das müsste auch im Interesse der Bundesregierung und im Interesse der beiden Regierungsfraktionen sein!
Abg. Mag. Molterer – in Richtung SPÖ weisend –: Rot-Blau! – Abg. Dr. Stummvoll: Gusenbauer und Strache Hand in Hand!
(Abg. Mag. Molterer – in Richtung SPÖ weisend –: Rot-Blau! – Abg. Dr. Stummvoll: Gusenbauer und Strache Hand in Hand!)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Peinlich!
Meine Damen und Herren! Wir von der FPÖ sind für eine funktionierende Landesverteidigung. Wir treten für eine effiziente Luftraumüberwachung ein. Wir wollen aber auch Transparenz in Bezug auf die Beschaffung der Eurofighter – und vor allem auch ein Funktionieren der Bundesheer-Reform! – Danke sehr. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Peinlich!)
Abg. Scheibner: Stellen Sie sich vor, die BAWAG kracht – und wir zahlen nichts!
„Stellen Sie sich vor, das Bundesheer kauft sich sündteure Abfangjäger, ..., und keiner sagt, zu welchen Konditionen.“ (Abg. Scheibner: Stellen Sie sich vor, die BAWAG kracht – und wir zahlen nichts!) „Und stellen Sie sich vor, das ist kein schlechter Witz, sondern Realität. Was schließen wir daraus? – Wer immer brav zahlt, der braucht nicht alles zu wissen.“
Zwischenruf des Abg. Fauland.
Umso mehr ist es ein demokratiepolitischer Skandal, wenn wir als Parlamentarier und die österreichische Bevölkerung auf „NEWS“ angewiesen sind, um Informationen darüber zu bekommen, was die Steuerzahler dann auch finanzieren müssen. (Zwischenruf des Abg. Fauland.) Wir sind sehr froh darüber, dass es parteiunabhängige Medien gibt, die diese Informationen bringen – im Gegensatz zum ORF, von dem wir ja wissen, dass Frau Lindner als Claqueurin in der zweiten Reihe bei Ihren Jubelveranstaltungen sitzt und das nicht bringen wird.
Abg. Murauer: Was haben Sie alles gelesen – zum Beispiel?
Befasst man sich mit dem, was in „NEWS“ über den Inhalt dieses Vertrages steht, so muss man feststellen, dass das eine wirtschaftspolitische Ungeheuerlichkeit ist, die ihresgleichen sucht. (Abg. Murauer: Was haben Sie alles gelesen – zum Beispiel?) Gerade Sie, Herr Verteidigungsminister, haben im Vorjahr in einer Debatte zu einer Dringlichen Anfrage darauf hingewiesen – Sie haben dabei überhaupt nicht mit Selbstlob gespart –, welch großartige Arbeit Sie geleistet haben. Ich frage Sie, ob es Ihrer Auffassung entspricht, dass es wirklich so großartig gewesen ist, wenn Österreich seinen Zahlungsverpflichtungen unabhängig von allen Ansprüchen und Einwendungen nachkommen muss. Ich frage Sie, ob es wirklich so großartig ist, wenn diese Zahlungsverpflichtungen, auch wenn der Kaufvertrag durch ein Höchstgericht abgelehnt wird, erfüllt werden müssen. Das ist aus unserer Sicht nicht großartig! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Befasst man sich mit dem, was in „NEWS“ über den Inhalt dieses Vertrages steht, so muss man feststellen, dass das eine wirtschaftspolitische Ungeheuerlichkeit ist, die ihresgleichen sucht. (Abg. Murauer: Was haben Sie alles gelesen – zum Beispiel?) Gerade Sie, Herr Verteidigungsminister, haben im Vorjahr in einer Debatte zu einer Dringlichen Anfrage darauf hingewiesen – Sie haben dabei überhaupt nicht mit Selbstlob gespart –, welch großartige Arbeit Sie geleistet haben. Ich frage Sie, ob es Ihrer Auffassung entspricht, dass es wirklich so großartig gewesen ist, wenn Österreich seinen Zahlungsverpflichtungen unabhängig von allen Ansprüchen und Einwendungen nachkommen muss. Ich frage Sie, ob es wirklich so großartig ist, wenn diese Zahlungsverpflichtungen, auch wenn der Kaufvertrag durch ein Höchstgericht abgelehnt wird, erfüllt werden müssen. Das ist aus unserer Sicht nicht großartig! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap: „Liebe Eurofighter!“
Abgeordneter Alfred Schöls (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! (Abg. Dr. Cap: „Liebe Eurofighter!“) Die sozialistische Partei hat tatsächlich Recht, wenn sie vermutet, dass es einen Eurofighter-Knebelungsvertrag zum Nachteil der Republik gibt – allerdings bei euch im SPÖ-Klub! Es halten sich aber dankenswerterweise nicht alle daran, und ich rege an, den Maria-Theresien-Orden, den der Wiener Bürgermeister jetzt übrig hat, weil er ihn Präsidenten Verzetnitsch nicht verleihen konnte, dem Salzburger Bürgermeister zu verleihen, denn der hält noch Linie und bekennt sich noch zur Landesverteidigung (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP) – im Gegensatz zum Kollegen Gaál, über den vor nicht allzu langer Zeit einmal Folgendes zu lesen war:
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Abgeordneter Alfred Schöls (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! (Abg. Dr. Cap: „Liebe Eurofighter!“) Die sozialistische Partei hat tatsächlich Recht, wenn sie vermutet, dass es einen Eurofighter-Knebelungsvertrag zum Nachteil der Republik gibt – allerdings bei euch im SPÖ-Klub! Es halten sich aber dankenswerterweise nicht alle daran, und ich rege an, den Maria-Theresien-Orden, den der Wiener Bürgermeister jetzt übrig hat, weil er ihn Präsidenten Verzetnitsch nicht verleihen konnte, dem Salzburger Bürgermeister zu verleihen, denn der hält noch Linie und bekennt sich noch zur Landesverteidigung (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP) – im Gegensatz zum Kollegen Gaál, über den vor nicht allzu langer Zeit einmal Folgendes zu lesen war:
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Wenig hält Gaál davon, die Draken durch gebrauchte Flugzeuge zu ersetzen. Er rät daher zum Ankauf neuer Luftraumüberwachungsflugzeuge, die dann schließlich 30 Jahre einsetzbar wären, sagte Gaál. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.) – Ende des Zitats.
ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ
Aber, meine sehr geschätzten Damen und Herren, in dieser heutigen Sicherheitsdebatte haben Sie wieder unter Beweis gestellt, dass Sie in Wirklichkeit ein Sicherheitsrisiko sind (ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ): Nach den Beschäftigten des ÖGB, die durch die Machinationen sozialistischer (Zwischenruf bei der SPÖ) – ja, ja, du wirst schon noch dazu kommen! – Funktionäre jetzt um ihre Arbeitsplätze fürchten müssen, den BAWAG-Beschäftigten, die um ihre Arbeitsplätze fürchten müssen, ist heute im „WirtschaftsBlatt“ klar und deutlich über „die Ängste der Wirtschaft“ zu lesen. – Meine lieben Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, Sie denken nicht daran, dass Sie durch Ihre Debatte die Arbeitsplätze der hoch qualifizierten Piloten und des hoch qualifizierten technischen Personals, das für unsere
Zwischenruf bei der SPÖ
Aber, meine sehr geschätzten Damen und Herren, in dieser heutigen Sicherheitsdebatte haben Sie wieder unter Beweis gestellt, dass Sie in Wirklichkeit ein Sicherheitsrisiko sind (ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ): Nach den Beschäftigten des ÖGB, die durch die Machinationen sozialistischer (Zwischenruf bei der SPÖ) – ja, ja, du wirst schon noch dazu kommen! – Funktionäre jetzt um ihre Arbeitsplätze fürchten müssen, den BAWAG-Beschäftigten, die um ihre Arbeitsplätze fürchten müssen, ist heute im „WirtschaftsBlatt“ klar und deutlich über „die Ängste der Wirtschaft“ zu lesen. – Meine lieben Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, Sie denken nicht daran, dass Sie durch Ihre Debatte die Arbeitsplätze der hoch qualifizierten Piloten und des hoch qualifizierten technischen Personals, das für unsere
ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Gusenbauer
Landesverteidigung im Einsatz ist (ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Gusenbauer) – da kann man blödeln darüber –, gefährden!
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Vielleicht ist euch die Sicherheit von Arbeitsplätzen nur ein Lächeln wert. Es ist traurig, dass die Arbeiterpartei nur ein Lachen dafür übrig hat, Herr Kollege Gusenbauer. Aber, wie schon gesagt: Der Wahltag ist Zahltag! Und „startklar“ wird eine Bauchlandung in einer Sackgasse sein! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Abg. Eder: Das ist ja nicht wahr!
Die wirklich „faszinierendste“ Rede hat mein Kollege – mein Ex-Parteikollege, aber nach wie vor Klubkollege – Reinhard Bösch gehalten. – Reinhard, es gibt einen Spruch, laut welchem sich – normalerweise – Menschen „vom Saulus zum Paulus“ entwickeln. Du hast dich heute irgendwie vom Paulus zum Saulus entwickelt, denn du bist jahrelang immer wieder hier am Rednerpult gestanden und hast jahrelang diese Initiative begrüßt. (Abg. Eder: Das ist ja nicht wahr!) Jahrelang hast du gesagt: Wir brauchen das! – Es gibt Brandreden von dir für diese Typenentscheidung! Es gibt Brandreden von dir für diesen Eurofighter! Du hast dich im Klub in den internen Sitzungen als Reservesoldat permanent dafür ausgesprochen, wie wichtig es ist, dass wir dieses Land verteidigen. Ich muss ehrlich sagen (Ruf bei der SPÖ: ... ist gescheiter!): Die Unglaubwürdigkeit, die du heute ausgestrahlt hast, übersteigt sogar jene von Toni Gaál, und ich denke, die Kolleginnen und Kollegen beim Bundesheer werden wissen, wie sie über dich zu denken haben!
Ruf bei der SPÖ: ... ist gescheiter!
Die wirklich „faszinierendste“ Rede hat mein Kollege – mein Ex-Parteikollege, aber nach wie vor Klubkollege – Reinhard Bösch gehalten. – Reinhard, es gibt einen Spruch, laut welchem sich – normalerweise – Menschen „vom Saulus zum Paulus“ entwickeln. Du hast dich heute irgendwie vom Paulus zum Saulus entwickelt, denn du bist jahrelang immer wieder hier am Rednerpult gestanden und hast jahrelang diese Initiative begrüßt. (Abg. Eder: Das ist ja nicht wahr!) Jahrelang hast du gesagt: Wir brauchen das! – Es gibt Brandreden von dir für diese Typenentscheidung! Es gibt Brandreden von dir für diesen Eurofighter! Du hast dich im Klub in den internen Sitzungen als Reservesoldat permanent dafür ausgesprochen, wie wichtig es ist, dass wir dieses Land verteidigen. Ich muss ehrlich sagen (Ruf bei der SPÖ: ... ist gescheiter!): Die Unglaubwürdigkeit, die du heute ausgestrahlt hast, übersteigt sogar jene von Toni Gaál, und ich denke, die Kolleginnen und Kollegen beim Bundesheer werden wissen, wie sie über dich zu denken haben!
Ruf bei der SPÖ: Das BZÖ nicht! – Abg. Riepl: Da kommt das BZÖ ganz unten!
Abschließend: In der heutigen Ausgabe der „Presse“ – ich habe das auf der Fahrt hierher gelesen – ist ein Ranking veröffentlicht darüber, was den Menschen wichtig ist. Meine geschätzten Damen und Herren von der Opposition! Wissen Sie, was den Menschen am wichtigsten ist? (Ruf bei der SPÖ: Das BZÖ nicht! – Abg. Riepl: Da kommt das BZÖ ganz unten!): Sicherheit! – Das erste Thema bei den Menschen ist die Sicherheit. Das zweite Thema: Heimat. – Sicherheit und Heimat! – Dann kommt die Ordnung und danach die Arbeit. – Das sind die wichtigsten Themen in diesem Land.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
(Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ihr nervöses Herausschreien zeigt ja, dass Sie auf dem falschen Weg sind. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.
(Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ihr nervöses Herausschreien zeigt ja, dass Sie auf dem falschen Weg sind. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sicherheit gewährleisten wir durch Landesverteidigung. Heimat ist dafür da, dass wir sie verteidigen. Ordnung schaffen wir mit einem funktionierenden Sicherheitssystem, und Arbeitsplätze schaffen wir mit Gegengeschäften. – Ich denke, diesem Kauf steht nichts im Wege. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Neudeck. – Ruf bei der SPÖ: Unglaublich!
Nur eine kleine Zusatzinformation: Morgen hätte eine Sitzung des Landesverteidigungsausschusses stattfinden sollen, und die SPÖ und wir wollten, dass das Thema Eurofighter auf die Tagesordnung gesetzt wird. Die ÖVP hat den Landesverteidigungsausschuss, der Gesetze beschließen soll, damit wir hier darüber beschließen, bestimmen und abstimmen können, abgesagt, damit im Ausschuss nicht über Eurofighter gesprochen werden kann. (Zwischenruf des Abg. Neudeck. – Ruf bei der SPÖ: Unglaublich!)
Abg. Scheibner: Falsch!
Zweitens: Die Regierung hatte ein weiteres Problem, nämlich einen Vorsitzenden des Landesverteidigungsausschusses, der gerade die Regierungslinie verlassen hat. Sie hat ihn, ohne ihn zu informieren, aus dem Ausschuss abgezogen und durch einen regierungstreuen Mann ersetzen lassen. (Abg. Scheibner: Falsch!) Er wurde erst durch unsere Klubmitarbeiter darüber informiert, dass er nicht mehr Mitglied des Landesverteidigungsausschusses ist, weil er bereit gewesen wäre, eine Debatte über den Eurofighter zuzulassen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Wahnsinn!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Wahnsinn!
Zweitens: Die Regierung hatte ein weiteres Problem, nämlich einen Vorsitzenden des Landesverteidigungsausschusses, der gerade die Regierungslinie verlassen hat. Sie hat ihn, ohne ihn zu informieren, aus dem Ausschuss abgezogen und durch einen regierungstreuen Mann ersetzen lassen. (Abg. Scheibner: Falsch!) Er wurde erst durch unsere Klubmitarbeiter darüber informiert, dass er nicht mehr Mitglied des Landesverteidigungsausschusses ist, weil er bereit gewesen wäre, eine Debatte über den Eurofighter zuzulassen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Wahnsinn!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Meine Damen und Herren, so schaut es aus, und das muss sich ändern. – Danke. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So wie immer!
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche - BZÖ): Frau Präsidentin! Eine Richtigstellung: So wie alles heute bei den Reden des Peter Pilz war auch diese Feststellung unrichtig. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So wie immer!)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Es steht wohl jedem Parlamentsklub, auch dem Klub der Grünen, frei, die Ausschussbesetzung vorzunehmen. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) – Und Kollege Bösch hat von der Umreihung nicht durch den Kollegen Pilz erfahren, sondern durch mich als Klubobmann.
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Wir werden weiterhin – das sage ich jetzt für meine Fraktion –, so wie wir als Opposition widerstanden haben, dem Mainstream aus populistischen Gründen zu folgen, das auch in Zukunft so tun. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Die Sicherheit des Landes ist uns zu wichtig, als nur mit Meinungsumfragen zu agieren, denn dann könnten Sie Meinungsforscher ins Parlament setzen, aber keine Politiker.
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Unser Verständnis von einer verantwortungsvollen Politik – gerade in der Sicherheitspolitik – ist ein anderes. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Das ist für Sie ein Fremdwort!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Frau Präsidentin! Es hat jetzt offensichtlich übergegriffen: Sie von Seiten der Regierungsparteien stürzen sich so intensiv in das Mantra des Fünfmal-„Sicherheit“-in-einem-Satz-Sagens (Abg. Scheibner: Das ist für Sie ein Fremdwort!), dass Sie schon ganz verwirrt zurückbleiben. Was Sie jetzt darstellen wollten, was Sie als Opposition, dann mit der Regierung, nunmehr als BZÖ – und bald nicht mehr im Parlament – vertreten haben, ist nicht ganz nachvollziehbar gewesen. Die Strategie der ÖVP ist schon eher erkennbar: sich über alles drüberstellen, zur Debatte nichts beitragen, aber auch hundertmal „Sicherheit“ sagen. – So wird es aber nicht gehen.
Abg. Scheibner: Ist der jetzt bei eurer Fraktion?
Herr Abgeordneter Bösch hat offensichtlich tatsächlich nicht von Ihrer Fraktion, Kollege Scheibner, erfahren, in welchem Ausschuss er noch Mitglied ist und in welchem nicht. Sie haben Ihren Redebeitrag ja gestaltet wie eine tatsächliche Berichtigung. Deshalb lassen wir uns das nicht nehmen, das noch einmal darzustellen. (Abg. Scheibner: Ist der jetzt bei eurer Fraktion?) – Nein, er ist nicht bei unserer Fraktion. Mit dem Problem, einmal eine Identität zu finden, wer zu Ihrer Fraktion gehört und wer nicht, müssen Sie sich auseinander setzen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Herr Abgeordneter Bösch hat offensichtlich tatsächlich nicht von Ihrer Fraktion, Kollege Scheibner, erfahren, in welchem Ausschuss er noch Mitglied ist und in welchem nicht. Sie haben Ihren Redebeitrag ja gestaltet wie eine tatsächliche Berichtigung. Deshalb lassen wir uns das nicht nehmen, das noch einmal darzustellen. (Abg. Scheibner: Ist der jetzt bei eurer Fraktion?) – Nein, er ist nicht bei unserer Fraktion. Mit dem Problem, einmal eine Identität zu finden, wer zu Ihrer Fraktion gehört und wer nicht, müssen Sie sich auseinander setzen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Das war keine Berichtigung, sondern das war unter dem Strich eine Bestätigung Ihres schlechten Gewissens, das Sie hier zu Recht haben! Pflegen Sie es, damit Sie wenigstens im Untersuchungsausschuss eine bessere Figur abgeben! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)