Eckdaten:
Für die 32. Sitzung der 25. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 265 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht vom Abgeordneten Johann Hechtl
Petition betreffend „Blindenhunde als medizinischer Rehabilitationsbehelfe“ (Ordnungsnummer 20) (überreicht vom Abgeordneten Johann Hechtl)
Abg. Matznetter: auch verstaatlicht! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zum zweiten Punkt, Beteiligung des Zukunftsfonds: Auch diese ist nicht auf Schiene, weil sich die SPÖ quergelegt hat. Der Grund dafür, dass sie sich quergelegt hat, ist ja offensichtlich: aufgrund der Achse Kanzler Faymann in Wien und Landeshauptmann Kaiser in Kärnten. Ich frage mich, was passiert wäre, wenn der Kärntner Landeshauptmann von der FPÖ gewesen wäre. Wäre dann Kanzler Faymann auch zur Rettung des Landes Kärnten ausgerückt? – Ich denke, mit Sicherheit nicht. Das ist also auch wieder eine parteipolitische Entscheidung, nicht eine auf objektiven Grundlagen. (Abg. Matznetter: auch verstaatlicht! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Sie kommen gleich zu Wort, Herr Kollege Krainer.
Zwischenruf bei der ÖVP.
Herr Finanzminister, Sie haben gesagt, das habe es auch schon in anderen Ländern gegeben, in Holland und in Irland sei das der Fall gewesen. Ja, das stimmt, aber dort sind nur Nachranggläubiger zur Kasse gebeten worden. Dort – und das macht den großen Unterschied aus – waren keine staatlichen Garantien, keine Landeshaftungen im Hintergrund; diese waren nicht betroffen und konnten nicht für null und nichtig erklärt werden. Das ist ein wesentlicher Unterschied. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
in Richtung des an der Regierungsbank stehenden und mit Vizekanzler Spindelegger sprechenden Abg. Pilz
Ich würde Sie (in Richtung des an der Regierungsbank stehenden und mit Vizekanzler Spindelegger sprechenden Abg. Pilz) bitten, die Diskussion nachher fortzuführen; das wäre ein Gebot der Höflichkeit.
Zwischenruf bei der SPÖ.
Was Sie auf jeden Fall auch geschafft haben, ist eine Maximierung des Vertrauensverlusts. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Vertrauen ist aber Voraussetzung für ein Funktionieren der Finanzmärkte, Vertrauen ist Voraussetzung für den Wirtschaftsstandort Österreich. Sie schaffen hiermit einen Vertrauensverlust, den eine Insolvenz nie zur Folge gehabt hätte.
Zwischenruf bei der SPÖ.
Warum nicht? – Eine Insolvenz ist nicht unerwartbar. Mit einer Insolvenz müssen Investoren immer wieder rechnen, das kann passieren. Womit Investoren, womit die Wirtschaftstreibenden in diesem Land und der Wirtschaftsstandort nicht rechnen mussten, ist dieses Sondergesetz, mit dem per Federstrich, per Gesetz staatliche Haftungen einfach gelöscht werden. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Die Reaktion der Ratingagenturen, das Downgrading erfolgte wegen dieser unerwartbaren Handlungen, wegen dieses Zickzackkurses. Das wäre bei einer Insolvenz voraussichtlich nicht so passiert.
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Das Ergebnis ist überraschend! Nach unseren Berechnungen und nach jenen der Experten wären es nur 2,9 Milliarden €; 2,9 Milliarden € Kosten für die Gläubiger. Das ist eine Insolvenzquote von 78 Prozent. Das heißt, 78 Prozent würden die Gläubiger zurückbekommen. Zeigen Sie mir eine Insolvenz, bei der die Insolvenzquote so hoch ist, bei der die Gläubiger so viel zurückbekommen! (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Das bedeutet, dass die Landeshaftungen auch nur für die Differenz – nicht für den
Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach.
Daher sage ich Ihnen, das ist mein Appell an Sie, Herr Finanzminister, aber auch ein Appell an den Herrn Bundeskanzler, der in dieser Debatte immer abtaucht: Hören Sie auf, weiter Insolvenz ohne Insolvenzrecht zu spielen! Hören Sie auf, weiter Milliarden an Steuergeld zu verbrennen, und schicken Sie endlich dieses Drama Hypo Alpe-Adria in die Insolvenz! – Danke schön. (Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Noch eine Bemerkung zur europäischen Rechtssituation. Sie erwecken ja den Eindruck, als würde es nach der NEOS-Lesart zukünftig nur ein Szenario für Banken, die in Probleme kommen, geben, nämlich die Insolvenz. Das genaue Gegenteil ist der Fall! Die europäische Rechtsordnung sieht vor, dass mit 1. Jänner 2016 ein neues Regime eintritt. Jede Bank, die dann in Probleme kommt, wird eben eine Sperre haben, dass der Steuerzahler da keine Zuschüsse gibt, sondern dass es zwingend erforderlich ist, dass alle Gläubiger einen Beitrag leisten. Meine Damen und Herren, das ist die europäische Regelung der Zukunft, und ich halte sie auch für richtig, denn man kann nicht Gewinne machen und diese den privaten Eigentümern geben, und wenn man Verluste macht, den Steuerzahler in Anspruch nehmen. Das ist nicht gerechtfertigt. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich darf Ihnen noch mehr zitieren. Gestern hat der Europäische Kreditversicherer Coface Österreich in die höchste Stufe upgegradet. Gemeinsam mit den USA, mit Deutschland, der Schweiz und Japan hat Österreich die Note 7 und ist damit insgesamt eines von fünf Ländern der Welt, die diese Note haben. Und das kommt auch nicht von ungefähr. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das ist die Anfragebeantwortung, meine Damen und Herren. Lassen Sie mich daher noch einmal zusammenfassen: Ja, es ist eine anspruchsvolle Aufgabe, das, was am 14. März versprochen wurde, jetzt in eine Rechtsituation zu bringen. Ich gestehe zu, man kann darüber diskutieren, ob das richtig ist, ob das nicht anders besser gewesen wäre. Aber: So, wie wir es damals versprochen haben, haben wir es jetzt umgesetzt. Das ist auch notwendig, denn aus meiner Sicht muss das, was versprochen wird, auch eingehalten werden. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Rädler: Herr Haselsteiner!
Wir verhandeln heute das Sondergesetz zur Hypo Alpe-Adria, diese Abbaulösung, die jetzt zur Umsetzung kommt. Das ist natürlich ein Thema, das uns noch viele Jahre lang beschäftigen wird. Wir NEOS sind als Bürgerbewegung, als Bürgerinnenbewegung hier ins Parlament gekommen, wir werden auch eine solche bleiben. (Abg. Rädler: Herr Haselsteiner!) Und unser Ziel ist es, dass wir eine Mentalitätsreform in diesem Land machen – eine Mentalitätsreform entlang unserer tragenden Kernwerte: Wir wollen die Eigenverantwortung in diesem Land stärken. Wir wollen die Freiheit stärken. Und wir wollen die Nachhaltigkeit stärken.
Vizekanzler Spindelegger: Weil wir ausgeschlossen haben, dass wir eine machen!
Die Frage 7 und folgende wurden dahin gehend beantwortet, dass Sie die Bilanz 2013 mit Blick Richtung Insolvenz nicht genauer angeschaut haben und auch nicht, was das für Konsequenzen hätte. (Vizekanzler Spindelegger: Weil wir ausgeschlossen haben, dass wir eine machen!) – Ja, weil Sie ausgeschlossen haben, dass Sie eine machen.
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Spindelegger.
Und es ist völlig intransparent, wie es zu dieser Entscheidung kam. Sie haben das nie genau geprüft, Herr Finanzminister. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Spindelegger.) Die Gerüchte, die mir zugetragen wurden, sind, dass Sie eine Insolvenz sogar genauer prüfen wollten, dass es ein Abendessen mit dem Herrn Bundespräsidenten und dem Herrn Bundeskanzler gab und dass der Herr Bundeskanzler gesagt hat, nein, machen wir nicht.
Beifall bei NEOS und FPÖ.
All das wäre nach unseren Berechnungen – wir haben externe Bilanzexpertinnen und -experten eingebunden – nicht notwendig gewesen, hätte man die Gläubiger mit in die Ziehung genommen; natürlich die Gläubiger mit in die Ziehung. Es geht nicht an, dass wir in guten Zeiten das Geld und die Gewinne privatisieren und in schlechten Zeiten die Steuerzahler dafür „pecken“ müssen. Das geht nicht an. (Beifall bei NEOS und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Lopatka.
Das ist nicht mein Verständnis von ökosozialer Marktwirtschaft. (Zwischenruf des Abg. Lopatka.) Das ist Plünderung des Steuerzahlers. Dafür stehen wir nicht zur Verfügung. Wenn man auf die ökosoziale Marktwirtschaft steht – und wir NEOS stehen dazu, das ist ein gutes Konzept; durchaus aus Ihrem Haus, Sie haben das Copyright, aber leider nicht die qualitätsvolle Umsetzung bei sich zu Hause –, wenn man auf die ökosoziale Marktwirtschaft steht, dann muss man natürlich auch sagen: Okay, was sich nicht bewährt und wo im großen Stil Mist gebaut wurde, da muss Verantwortung übernommen werden. Und eine Insolvenz ist dafür mitunter die richtige Antwort am Markt. (Abg. Kogler: Richtig!) Das ist die richtige Antwort.
Abg. Kogler: Richtig!
Das ist nicht mein Verständnis von ökosozialer Marktwirtschaft. (Zwischenruf des Abg. Lopatka.) Das ist Plünderung des Steuerzahlers. Dafür stehen wir nicht zur Verfügung. Wenn man auf die ökosoziale Marktwirtschaft steht – und wir NEOS stehen dazu, das ist ein gutes Konzept; durchaus aus Ihrem Haus, Sie haben das Copyright, aber leider nicht die qualitätsvolle Umsetzung bei sich zu Hause –, wenn man auf die ökosoziale Marktwirtschaft steht, dann muss man natürlich auch sagen: Okay, was sich nicht bewährt und wo im großen Stil Mist gebaut wurde, da muss Verantwortung übernommen werden. Und eine Insolvenz ist dafür mitunter die richtige Antwort am Markt. (Abg. Kogler: Richtig!) Das ist die richtige Antwort.
in Richtung der Abg. Fekter
Frau Ministerin a.D., wir schieben es von uns weg. Sie (in Richtung der Abg. Fekter) waren die Anschieberin in dieser Sache, Sie haben es weggeschoben. Natürlich, der jetzige Finanzminister konnte nicht mehr schieben, er packt an. (Zwischenruf der
Abg. Fekter: erreicht!
Abg. Fekter.) Aber, Herr Finanzminister, ich halte die jetzige Lösung für handwerklichen Dilettantismus. Das ist handwerklicher Dilettantismus, so wie Sie das angehen. (Abg. Fekter: erreicht!) Natürlich sollten wir die Gläubiger in die Ziehung nehmen, aber da können wir doch nicht damit anfangen, dass wir sagen, wir nehmen die mündelsicheren Papiere zuerst her und nehmen jene Gläubiger in die Ziehung, die eine Garantie einer öffentlichen Hand haben.
Beifall bei NEOS und FPÖ.
Sie nehmen also die falschen Gläubiger in die Ziehung. Das drücke ich nicht durch, das halte ich nicht aus und das verstehe ich auch nicht. Das verstehe ich nicht! (Beifall bei NEOS und FPÖ.)
Abg. Lopatka: Falsch! Absolut falsch!
Eine geordnete Insolvenz wäre die richtige Lösung. Sie hätten es früher angehen müssen, Sie hätten es mit mehr Entschlossenheit angehen müssen. Das, was Sie jetzt machen, bedeutet, Sie kombinieren das maximale Risiko für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, nämlich deswegen (Abg. Lopatka: Falsch! Absolut falsch!), weil diese Lösung voraussichtlich – das sagen viele Expertinnen und Experten – vor dem Verfassungsgerichtshof oder vor europäischen Gerichten nicht halten wird. Das wird nicht halten. Also Sie nehmen ein großes Risiko für die SteuerzahlerInnen jetzt in Kauf und kombinieren das mit dem maximalen Vertrauensverlust für den Standort, für den Wirtschaftsstandort Österreich. (Abg. Lopatka: Maximaler Nonsens!)
Abg. Lopatka: Maximaler Nonsens!
Eine geordnete Insolvenz wäre die richtige Lösung. Sie hätten es früher angehen müssen, Sie hätten es mit mehr Entschlossenheit angehen müssen. Das, was Sie jetzt machen, bedeutet, Sie kombinieren das maximale Risiko für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, nämlich deswegen (Abg. Lopatka: Falsch! Absolut falsch!), weil diese Lösung voraussichtlich – das sagen viele Expertinnen und Experten – vor dem Verfassungsgerichtshof oder vor europäischen Gerichten nicht halten wird. Das wird nicht halten. Also Sie nehmen ein großes Risiko für die SteuerzahlerInnen jetzt in Kauf und kombinieren das mit dem maximalen Vertrauensverlust für den Standort, für den Wirtschaftsstandort Österreich. (Abg. Lopatka: Maximaler Nonsens!)
Abg. Lopatka: Aber geh!
Das ist die schlechteste aller Kombinationen, die es gibt! Wenn Sie auf einem Flipchart aufzeichnen, was könnte ich denn tun, was sind die Vor- und Nachteile?, dann nehmen Sie exakt jene Kombination, die die schlechteste ist! (Abg. Lopatka: Aber geh!) Das ist nicht Win-Win, das ist Lose-Lose. (Abg. Lopatka: Sie machen Lose-Lose!) Sie rennen darauf los und sagen: Lose-Lose, das ist meine Option. – Das verstehe ich nicht. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Spindelegger.) Das verstehe ich nicht! (Abg. Lopatka: Strolz, Lose-Lose! Loser!)
Abg. Lopatka: Sie machen Lose-Lose!
Das ist die schlechteste aller Kombinationen, die es gibt! Wenn Sie auf einem Flipchart aufzeichnen, was könnte ich denn tun, was sind die Vor- und Nachteile?, dann nehmen Sie exakt jene Kombination, die die schlechteste ist! (Abg. Lopatka: Aber geh!) Das ist nicht Win-Win, das ist Lose-Lose. (Abg. Lopatka: Sie machen Lose-Lose!) Sie rennen darauf los und sagen: Lose-Lose, das ist meine Option. – Das verstehe ich nicht. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Spindelegger.) Das verstehe ich nicht! (Abg. Lopatka: Strolz, Lose-Lose! Loser!)
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Spindelegger.
Das ist die schlechteste aller Kombinationen, die es gibt! Wenn Sie auf einem Flipchart aufzeichnen, was könnte ich denn tun, was sind die Vor- und Nachteile?, dann nehmen Sie exakt jene Kombination, die die schlechteste ist! (Abg. Lopatka: Aber geh!) Das ist nicht Win-Win, das ist Lose-Lose. (Abg. Lopatka: Sie machen Lose-Lose!) Sie rennen darauf los und sagen: Lose-Lose, das ist meine Option. – Das verstehe ich nicht. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Spindelegger.) Das verstehe ich nicht! (Abg. Lopatka: Strolz, Lose-Lose! Loser!)
Abg. Lopatka: Strolz, Lose-Lose! Loser!
Das ist die schlechteste aller Kombinationen, die es gibt! Wenn Sie auf einem Flipchart aufzeichnen, was könnte ich denn tun, was sind die Vor- und Nachteile?, dann nehmen Sie exakt jene Kombination, die die schlechteste ist! (Abg. Lopatka: Aber geh!) Das ist nicht Win-Win, das ist Lose-Lose. (Abg. Lopatka: Sie machen Lose-Lose!) Sie rennen darauf los und sagen: Lose-Lose, das ist meine Option. – Das verstehe ich nicht. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Spindelegger.) Das verstehe ich nicht! (Abg. Lopatka: Strolz, Lose-Lose! Loser!)
neuerliche Zwischenbemerkung von Vizekanzler Spindelegger
Die Insolvenz wäre eine Win-Lose-Situation gewesen, es ist nicht alles eitel Wonne und Waschtrog. Das verstehe ich, auch das ist kompliziert, mit tiefen Einschnitten, aber dass Sie sagen (neuerliche Zwischenbemerkung von Vizekanzler Spindelegger), ich kombiniere das höchste Risiko für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler (Abg. Lopatka: Quatsch!) mit dem größten Schaden für den Wirtschaftsstandort Österreich, das kann ich als Abgeordneter nicht hinnehmen.
Abg. Lopatka: Quatsch!
Die Insolvenz wäre eine Win-Lose-Situation gewesen, es ist nicht alles eitel Wonne und Waschtrog. Das verstehe ich, auch das ist kompliziert, mit tiefen Einschnitten, aber dass Sie sagen (neuerliche Zwischenbemerkung von Vizekanzler Spindelegger), ich kombiniere das höchste Risiko für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler (Abg. Lopatka: Quatsch!) mit dem größten Schaden für den Wirtschaftsstandort Österreich, das kann ich als Abgeordneter nicht hinnehmen.
Beifall bei NEOS, FPÖ und Team Stronach.
Einmal mehr: Die Mutter des Könnens ist das Wollen. – Das fehlt Ihnen völlig; beim Können bin ich mir auch nicht sicher. (Beifall bei NEOS, FPÖ und Team Stronach.)
Abg. Strolz: Ich habe gebeten, es ihm zu überbringen!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Klubobmann Strolz! Wir haben schon wieder Geschäftsordnungsprobleme oder Interpretationsprobleme, denn der § 93 Abs. 4 GOG sieht eindeutig vor, dass nur jenes Regierungsmitglied anwesend zu sein hat, an das die Anfrage gestellt worden ist. Es gibt die Zitation, die ist nicht verlangt worden. Daher ist natürlich der Finanzminister da und nicht der Bundeskanzler. (Abg. Strolz: Ich habe gebeten, es ihm zu überbringen!)
Abg. Schieder: Hört, hört! – Abg. Strolz: im Wirtschaftsausschuss!
Im Übrigen gab es während der Sitzungsunterbrechung eine Sitzung des EU-Hauptausschusses, in der der Herr Bundeskanzler mehr als zwei Stunden anwesend war, in der Sie nicht anwesend waren. (Abg. Schieder: Hört, hört! – Abg. Strolz: im Wirtschaftsausschuss!) Kollege Strolz, das ist einfach nicht fair. Ich denke, man sollte eine gewisse Fairness schon auch in diesem Haus gelten lassen.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Hier kommt sie, wenn auch spät, aber wir begrüßen ausdrücklich, dass die Hypo Alpe-Adria auf Abwicklung gestellt wird und dass diese Bad Bank eingerichtet wird. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Wir sagen klar Ja zu einer professionellen Abwicklung der Bank und auch klar Nein zu einem Konkurs der Bank,
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Podgorschek: Wer sagt das?
denn damit wäre auch untrennbar der Konkurs des Bundeslandes Kärnten verbunden. Und zu diesem Konkurs sagen wir auch klar Nein. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Podgorschek: Wer sagt das?)
Abg. Podgorschek: Machen wir einen Untersuchungsausschuss! Dann können wir es feststellen!
Zweitens begrüßen wir auch die größtmögliche Beteiligung der ehemaligen Eigentümer der Bank, deren es ja mehrere in der Geschichte gegeben hat, allerdings auch mit der Einschränkung, ohne dass wir hier gleich die Zukunftsaussichten und die Entwicklungsfähigkeit eines ganzen Bundeslandes durch eine übergroße Beteiligung desselben massiv in Mitleidenschaft ziehen würden. Wir finden es absolut richtig, dass die Bayern beteiligt werden, erstens einmal durch das, was bereits in diesem Gesetz enthalten ist, aber auch darüber hinaus mit den Schritten, die die Bank bereits selber gesetzt hat, indem man schaut, dass ein möglichst großer Teil der Kredite auch als Eigenmittel ersetzend anerkannt wird. Wir unterstützen da, wie gesagt, die größtmögliche Beteiligung der ehemaligen Eigentümer, obwohl uns schon klar ist, dass man nie müde werden darf, auch zu betonen, wer uns diese Suppe eingebrockt hat, nämlich dass die FPÖ in Kärnten federführend für diese Misswirtschaft in dieser Bank verantwortlich ist. Das darf man nicht vergessen, auch bei einer Debatte wie heute, nämlich daran zu erinnern, wer die politische Hauptverantwortung dafür trägt. (Abg. Podgorschek: Machen wir einen Untersuchungsausschuss! Dann können wir es feststellen!) Das hat einen Namen und eine Adresse: FPÖ. Das muss man auch deutlich dazu sagen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zweitens begrüßen wir auch die größtmögliche Beteiligung der ehemaligen Eigentümer der Bank, deren es ja mehrere in der Geschichte gegeben hat, allerdings auch mit der Einschränkung, ohne dass wir hier gleich die Zukunftsaussichten und die Entwicklungsfähigkeit eines ganzen Bundeslandes durch eine übergroße Beteiligung desselben massiv in Mitleidenschaft ziehen würden. Wir finden es absolut richtig, dass die Bayern beteiligt werden, erstens einmal durch das, was bereits in diesem Gesetz enthalten ist, aber auch darüber hinaus mit den Schritten, die die Bank bereits selber gesetzt hat, indem man schaut, dass ein möglichst großer Teil der Kredite auch als Eigenmittel ersetzend anerkannt wird. Wir unterstützen da, wie gesagt, die größtmögliche Beteiligung der ehemaligen Eigentümer, obwohl uns schon klar ist, dass man nie müde werden darf, auch zu betonen, wer uns diese Suppe eingebrockt hat, nämlich dass die FPÖ in Kärnten federführend für diese Misswirtschaft in dieser Bank verantwortlich ist. Das darf man nicht vergessen, auch bei einer Debatte wie heute, nämlich daran zu erinnern, wer die politische Hauptverantwortung dafür trägt. (Abg. Podgorschek: Machen wir einen Untersuchungsausschuss! Dann können wir es feststellen!) Das hat einen Namen und eine Adresse: FPÖ. Das muss man auch deutlich dazu sagen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Strache: Wer zahlt denn die Bankenabgabe?
Man muss auch daran erinnern, dass – gegen die Stimmen der FPÖ – diese Bankenabgabe verlängert und erhöht wurde, weil es notwendig ist, auch den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern klar zu sagen, ihr zahlt nicht die Rechnung alleine, sondern die Banken, die davon profitieren, sollen sie natürlich in erster Linie zahlen. (Abg. Strache: Wer zahlt denn die Bankenabgabe?) Die Banken sollen für die Rettung der Banken auch bezahlen und deswegen auch Ja zur Bankenabgabe. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Wie hoch sind denn die Zinsen auf den Sparbüchern derzeit?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Wie hoch sind denn die Zinsen auf den Sparbüchern derzeit?
Man muss auch daran erinnern, dass – gegen die Stimmen der FPÖ – diese Bankenabgabe verlängert und erhöht wurde, weil es notwendig ist, auch den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern klar zu sagen, ihr zahlt nicht die Rechnung alleine, sondern die Banken, die davon profitieren, sollen sie natürlich in erster Linie zahlen. (Abg. Strache: Wer zahlt denn die Bankenabgabe?) Die Banken sollen für die Rettung der Banken auch bezahlen und deswegen auch Ja zur Bankenabgabe. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Wie hoch sind denn die Zinsen auf den Sparbüchern derzeit?)
Abg. Podgorschek: Auch wenn du es noch so oft sagst, es wird nicht wahrer!
Wir sagen auch Ja zur Beteiligung der ehemaligen Eigentümer, Ja zur Bankenabgabe, aber Nein zur Belastung der Kärntnerinnen und Kärntner, Nein dazu, ihnen eine Last umzuhängen, die sie selber nicht tragen können. Man darf nicht vergessen, die tragen ohnehin noch schwer genug am Erbe der FPÖ und der Regierung der Blauen in Kärnten. Was wir nicht brauchen, ist, denen noch drei Mühlsteine umzuhängen, weil sie ohnehin schwer am Erbe der FPÖ tragen. (Abg. Podgorschek: Auch wenn du es noch so oft sagst, es wird nicht wahrer!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage abschließend noch einmal: Ja zur Abwicklung, Ja zur Bad Bank, Ja, dass die ehemaligen Eigentümer zahlen, und Ja zur Bankenabgabe. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Podgorschek: Und Pröll!
Wir haben dieses Desaster nicht angerichtet. Sie wissen es genau, wem wir diesen Hypo-Skandal zu verdanken haben. Das ist das Land Kärnten, meine Damen und Herren (Abg. Podgorschek: Und Pröll!), das war eine Kärntner Landesbank. Als Landeshauptmann Haider an die Regierung gekommen ist, lagen die Haftungen bei einem Budget von rund 2 Milliarden € zwar auch schon bei 4 Milliarden €, aber dann, als die Notverstaatlichung vorgenommen werden musste, war die Haftung jenseits von 20 Milliarden €. Das ist die Ursache für diesen Skandal. (Abg. Kogler: Die musste nicht vorgenommen werden! Jetzt fängt er schon wieder damit an!) Ja, das ist die Ursache für diesen Skandal! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Podgorschek: Dann stimmen Sie einem Untersuchungsausschuss zu, damit wir das klären können! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Kogler: Die musste nicht vorgenommen werden! Jetzt fängt er schon wieder damit an!
Wir haben dieses Desaster nicht angerichtet. Sie wissen es genau, wem wir diesen Hypo-Skandal zu verdanken haben. Das ist das Land Kärnten, meine Damen und Herren (Abg. Podgorschek: Und Pröll!), das war eine Kärntner Landesbank. Als Landeshauptmann Haider an die Regierung gekommen ist, lagen die Haftungen bei einem Budget von rund 2 Milliarden € zwar auch schon bei 4 Milliarden €, aber dann, als die Notverstaatlichung vorgenommen werden musste, war die Haftung jenseits von 20 Milliarden €. Das ist die Ursache für diesen Skandal. (Abg. Kogler: Die musste nicht vorgenommen werden! Jetzt fängt er schon wieder damit an!) Ja, das ist die Ursache für diesen Skandal! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Podgorschek: Dann stimmen Sie einem Untersuchungsausschuss zu, damit wir das klären können! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Podgorschek: Dann stimmen Sie einem Untersuchungsausschuss zu, damit wir das klären können! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wir haben dieses Desaster nicht angerichtet. Sie wissen es genau, wem wir diesen Hypo-Skandal zu verdanken haben. Das ist das Land Kärnten, meine Damen und Herren (Abg. Podgorschek: Und Pröll!), das war eine Kärntner Landesbank. Als Landeshauptmann Haider an die Regierung gekommen ist, lagen die Haftungen bei einem Budget von rund 2 Milliarden € zwar auch schon bei 4 Milliarden €, aber dann, als die Notverstaatlichung vorgenommen werden musste, war die Haftung jenseits von 20 Milliarden €. Das ist die Ursache für diesen Skandal. (Abg. Kogler: Die musste nicht vorgenommen werden! Jetzt fängt er schon wieder damit an!) Ja, das ist die Ursache für diesen Skandal! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Podgorschek: Dann stimmen Sie einem Untersuchungsausschuss zu, damit wir das klären können! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Darmann: Untersuchungsausschuss!
Ich weiß schon, dass Sie sich den Ärger der Menschen – und dieser Ärger der Menschen in Österreich besteht ja zu Recht – zunutze machen wollen. Nur: Da werden wir ganz sicher nicht mittun. Wir werden immer wieder aufzeigen, wer dieses Hypo-Desaster verursacht hat. (Abg. Darmann: Untersuchungsausschuss!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir sind zur Auffassung gekommen, dass diese Bad Bank-Lösung Gewähr dafür bietet, dass eben nicht der Steuerzahler allein zur Kasse gebeten wird. Wir haben auch verhindert, dass ein Bundesland in die Insolvenz geht. Aber wir erwarten uns auch von Kärnten einen entsprechenden Beitrag. Die Burgenländer hatten ihre Probleme mit der Bank Burgenland. Die mussten vom Land einen weit größeren Beitrag leisten als diese 500 Millionen €, die wir gefordert haben. Das können Sie nachprüfen. Das ist so. Also ist das auch nicht eine erstmalige Sache. Wenn ein Bundesland etwas zu verantworten hat, dann hat es auch die Verantwortung wahrzunehmen. Das darf ich sehr deutlich sagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kogler: Aber das gilt ja für alle Gläubiger! Das hätten alle wissen müssen!
Zu den Nachranggläubigern muss man schon sagen, das waren ja nicht einfache Staatsbürger, die hier eine Chance gesehen haben, wenn sie ein höheres Anlagerisiko in Kauf nehmen, dafür aber natürlich auch höhere Zinsen lukrieren. Daher geht es nicht, sich jetzt hinzustellen und zu sagen: Wie furchtbar! Wir haben nicht gewusst, wie die Situation in Kärnten war. Uns war nicht bekannt, dass ein Bundesland 20 Milliarden € an Haftungen übernommen hat. (Abg. Kogler: Aber das gilt ja für alle Gläubiger! Das hätten alle wissen müssen!)
Abg. Strolz: Er nimmt die Falschen!
Ja, was macht der Finanzminister jetzt? – Genau das macht er jetzt! Jetzt plötzlich passt es Ihnen nicht. (Abg. Strolz: Er nimmt die Falschen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Es kam uns vor wie eine Ewigkeit! – Abg. Kogler: Ist das jetzt etwas Gutes oder etwas Schlechtes?
Aber Sie nehmen ja nichts sehr genau. Schauen Sie, in Ihrem Antrag schreiben Sie, Maria Fekter war vier Jahre Finanzministerin. Wissen Sie, wie lange sie Finanzministerin war? – Zweieinhalb Jahre! Aber Sie brauchen ja nichts so genau zu nehmen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Es kam uns vor wie eine Ewigkeit! – Abg. Kogler: Ist das jetzt etwas Gutes oder etwas Schlechtes?)
Abg. Strolz: Du sollst nicht lügen!
Merken Sie eigentlich, wie sehr Ihre Glaubwürdigkeit darunter leidet: heute A zu sagen und morgen das völlige Gegenteil von A zu vertreten? Genau das ist bei Ihnen der Fall. (Abg. Strolz: Du sollst nicht lügen!)
Abg. Strache: Insolvenz!
Klubobmann Strache, Sie werden ja nach mir das Wort ergreifen, aber ich möchte Sie nur daran erinnern, was Sie im März hier im Hohen Haus gesagt haben, von diesem Rednerpult aus. Sie haben wortwörtlich gesagt: Der Finanzminister sollte endlich dafür sorgen, dass die Gläubiger, die da spekuliert haben, die natürlich über das Risiko auch Bescheid gewusst haben, zur Kasse gebeten werden (Abg. Strache: Insolvenz!), auch entsprechend belastet werden und ihre Verantwortung wahrnehmen müssen. (Abg. Strache: Mit der Insolvenz!)
Abg. Strache: Mit der Insolvenz!
Klubobmann Strache, Sie werden ja nach mir das Wort ergreifen, aber ich möchte Sie nur daran erinnern, was Sie im März hier im Hohen Haus gesagt haben, von diesem Rednerpult aus. Sie haben wortwörtlich gesagt: Der Finanzminister sollte endlich dafür sorgen, dass die Gläubiger, die da spekuliert haben, die natürlich über das Risiko auch Bescheid gewusst haben, zur Kasse gebeten werden (Abg. Strache: Insolvenz!), auch entsprechend belastet werden und ihre Verantwortung wahrnehmen müssen. (Abg. Strache: Mit der Insolvenz!)
Abg. Strache: Keine Insolvenz!
Was macht der Finanzminister? (Abg. Strache: Keine Insolvenz!) – Genau das macht er hier!
Abg. Strache: Beispiel Island! Das stimmt ja nicht! Das ist eine falsche Unterstellung!
Ich habe es Ihnen vorhin erklärt, warum eine Insolvenz nicht möglich war. – Oder hätten Sie gewollt, dass Kärnten in den Konkurs geht? Ist das Ihr Modell? Unser Modell ist das ganz sicher nicht. (Abg. Strache: Beispiel Island! Das stimmt ja nicht! Das ist eine falsche Unterstellung!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Daher sage ich Ihnen, in dieser Frage war es hundertprozentig richtig, was der Finanzminister gemacht hat. Es war mutig, das jetzt zu machen, und ich bin froh darüber, dass wir noch vor dem Sommer diese Lösung hier beschließen. Keine einfache Aufgabe für uns, aber eine richtige Entscheidung des Finanzministers! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Lopatka: Der Schieder hat gar nicht geredet, Kollege Strache! Wo waren Sie? – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Präsidentin Prammer gibt das Glockenzeichen.
Abgeordneter Heinz-Christian Strache (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Finanzminister! Sehr geehrte Regierungsmitglieder! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es war natürlich klar, dass im Laufe der heutigen Debatte wieder einmal vom Klubobmann der SPÖ, vom Herrn Kollegen Schieder, aber auch vom Klubobmann Lopatka die gleiche Leier bemüht werden wird, nämlich dass die Verantwortung für den Hypo-Skandal die FPÖ trägt. (Abg. Lopatka: Der Schieder hat gar nicht geredet, Kollege Strache! Wo waren Sie? – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Präsidentin Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Matznetter: Das war eine Beschränkung der Haftung!
Also noch einmal zur Klarstellung. Die Klarstellung und Richtigstellung ist jene, dass Sie recht haben, dass eine Haftung in Kärnten übernommen wurde – leider begonnen durch einen ÖVP-Landeshauptmann, wie wir schon öfters hier besprochen haben. Ja, ein ÖVP-Landeshauptmann hat damit begonnen. Leider wurde diese Haftung, die durch einen ÖVP-Landeshauptmann in Kärnten begonnen wurde, von ÖVP, SPÖ und den Freiheitlichen beschlossen. Ja, richtig, es war die FPÖ dabei, so wie die ÖVP und die SPÖ. Ja, richtig, es ist dann die Haftung leider weiter erhöht worden. (Abg. Matznetter: Das war eine Beschränkung der Haftung!) Ja, es war die SPÖ in Kärnten dabei, ja, es war die ÖVP in Kärnten dabei. Das heißt, wenn es um die Haftungsverantwortung geht, sind Sie mit dabei! Sie haben das beschlossen in Kärnten! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Also noch einmal zur Klarstellung. Die Klarstellung und Richtigstellung ist jene, dass Sie recht haben, dass eine Haftung in Kärnten übernommen wurde – leider begonnen durch einen ÖVP-Landeshauptmann, wie wir schon öfters hier besprochen haben. Ja, ein ÖVP-Landeshauptmann hat damit begonnen. Leider wurde diese Haftung, die durch einen ÖVP-Landeshauptmann in Kärnten begonnen wurde, von ÖVP, SPÖ und den Freiheitlichen beschlossen. Ja, richtig, es war die FPÖ dabei, so wie die ÖVP und die SPÖ. Ja, richtig, es ist dann die Haftung leider weiter erhöht worden. (Abg. Matznetter: Das war eine Beschränkung der Haftung!) Ja, es war die SPÖ in Kärnten dabei, ja, es war die ÖVP in Kärnten dabei. Das heißt, wenn es um die Haftungsverantwortung geht, sind Sie mit dabei! Sie haben das beschlossen in Kärnten! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
was da passiert ist. 2007 wurde die Bank verkauft. Sie sprechen von einer Kärntner Landesbank. Es war ab 2007 eine bayerische Landesbank! Sagen Sie doch nicht die Unwahrheit in diesem Hohen Haus! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wodurch ist denn der Hauptschaden entstanden, den Sie angerichtet haben? – 2009 mit einer Verstaatlichung ohne Not! Da haben Sie den Schaden angerichtet, indem Sie die bayerische Landesbank in das österreichische Eigentum übernommen haben. (Beifall bei der FPÖ.) Das war das finanzpolitische Verbrechen, das angerichtet wurde!
Beifall bei der FPÖ.
Die Debatte heute hier ist völlig legitim, Herr Finanzminister. Es wurde eine Entscheidung im Ministerrat getroffen – das war eine falsche Entscheidung, die dort getroffen wurde –, aber die Entscheidung ist hier im Hohen Haus zu treffen! Und da ist sie noch nicht gefallen. Deshalb ist es vollkommen richtig, dass die Debatte heute stattfindet. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Fekter: Das stimmt ja nicht!
Wenn man diese ungünstigen Bedingungen da beleuchtet, in die uns der Josef Pröll als Finanzminister hineingeführt hat, damals im Dezember 2009, und auch die Enthüllungen, die vor wenigen Wochen das Licht der Öffentlichkeit erblickt haben, wonach die Bayerische Landesbank einen Konkurs der Hypo noch am 1. Dezember 2009 explizit ausgeschlossen hat, ja, dann ist das ein klarer Beweis dafür, dass es sich um keine Notverstaatlichung gehandelt haben kann, wie Sie immer wieder fälschlicherweise und unwahr behaupten, sondern eben um eine Verstaatlichung ohne Not. (Abg. Fekter: Das stimmt ja nicht!)
Beifall bei der FPÖ.
tragen haben. Was ist da der Grund? Das gehört restlos aufgeklärt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich frage Sie: Wer war denn in Verantwortung, auch für die Untätigkeit, seit dem Jahr 2009, seitdem Sie ohne Not verstaatlicht haben? Ja, wer war denn das? War das der Haider? Nein, der war gar nicht mehr da! War das die FPÖ? Nein, die war nicht in der Regierung! Das waren Sie von ÖVP und SPÖ, die Sie seit der Verstaatlichung bis heute, 2014, nichts – nichts! – gemacht haben, wodurch die Höhe des Schadens noch weiter angestiegen ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Strolz.
Seit 2009 ist nachweislich der Schaden entstanden, durch diese Handlungen. Durch das Nichtstun bis 2014 ist der Schaden weiter angewachsen, und durch Ihre jetzige Lösung kommt der Schaden für den Steuerzahler so richtig zum Explodieren. Und genau das gehört restlos aufgeklärt und auch untersucht. Deshalb verhindern Sie ja jede Untersuchung: weil Sie wissen, dass in diesem Zeitraum Ihre Verantwortung zum Tragen kommt und keine andere. Und da können Sie hundertmal das Gegenteil behaupten. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Strolz.)
Beifall bei der FPÖ.
Wie kommen die Steuerzahler dazu, dass sie permanent Verantwortlichkeiten von Managern zu übernehmen haben, indem Sie permanent das Versagen von Managern und Bankmehrheitseigentümern auf die Steuerzahler umwälzen?! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rädler: Kärnten, Haider!
Der Haircut kommt zu spät, er ist viel zu gering! Für die Steuerzahler ist das nachweislich die schlechteste Lösung. Aber das ist kein Wunder, weil Sie sehen sowieso den Steuerzahler in allen Bereichen immer nur als Melkkuh. (Abg. Rädler: Kärnten, Haider!)
Präsidentin Prammer gibt das Glockenzeichen.
Diese Frage ist auch zu stellen, sie gehört auch in einem Untersuchungsausschuss aufgeklärt. Genauso auch die Abbaugesellschaft, wo natürlich die Leichen im Keller weiter vergraben werden. Hätten wir eine Insolvenz gemacht, dann hätten wir die Leichen ausgraben können, hätten wir aufdecken können, wo die Sauereien gelaufen sind, hätten wir weiter auch rechtsstaatliche Mechanismen in Gang setzen können, neben einer Aufklärung durch das Parlament. Wir haben ja bereits unzählige Male, bereits 18-mal einen Untersuchungsausschuss hier in diesem Hohen Haus gefordert, und Sie haben ihn bereits 18-mal abgelehnt. (Präsidentin Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Wir sprechen uns klar für eine geordnete Insolvenz aus – ich komme zum Schluss –, aber ich sage, Sie haben leider kein Interesse an einer besten Lösung für den Steuerzahler. Ich frage mich, welche Interessen Sie bedienen. – Auch das wird in Zukunft Aufklärung im Untersuchungsausschuss finden müssen. (Beifall bei FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen und NEOS.
Ja, wir bekennen uns dazu, dass wir auch mit Teilen dessen, was hier vorgeschlagen wird, vor Jahren geliebäugelt haben. Aber wir haben schon so viel Milch verschüttet, dass längst andere Lösungen sinnvoller sind. Deshalb wird es sehr wohl um die geordnete Insolvenzlösung mit Gläubigerbeteiligung versus dem, was hier vorgeschlagen wird, gehen. (Beifall bei Grünen und NEOS.)
Beifall bei Grünen, Team Stronach und NEOS.
Es ist auch richtig, dass die Anleihegläubiger, die vor zehn, vor 15 Jahren investiert haben, je nach Laufzeit, von jetzt weg betrachtet damals schon wissen mussten, dass sie in keine regionale brave Bank, sondern einfach in ein Pyramidenspiel, in die Mafia-Kiste investieren. (Beifall bei Grünen, Team Stronach und NEOS.) Und das ist das Problem: dass jetzt der Steuerzahler dazu herangezogen wird, der Balkan-Mafia Milliarden aus dem eigenen Säckel hinterherzutragen. Die sind nicht seriös und gutgläubig, die damals investiert haben, Haftungen hin oder her!
Abg. Rädler: Na hallo!
Dazu kommt noch etwas. Wer hat denn geglaubt, dass Kärnten jemals wirklich haften könnte? Selbst wenn man annimmt, dass ein Konkursverfahren über das Land Kärnten eröffnet werden würde – da gibt es nichts zu holen! Was reden Sie da eigentlich? Wenn Ihnen das ein so großes Anliegen gewesen wäre, warum haben Sie nicht im Dezember 2009 gleichzeitig mit dieser sogenannten Notverstaatlichung – die ja gar keine war – ein Insolvenzrecht für Bundesländer beschlossen? Der Antrag ist hier im Haus gelegen, wir haben ein paar Tage vor der Notverstaatlichung alles erhoben. Da wir schon gewusst haben, was Sie für einen Blödsinn machen werden (Abg. Rädler: Na hallo!) – natürlich –, haben wir diesen Antrag gestellt, und Sie haben ihn abgelehnt. (Beifall bei Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Dazu kommt noch etwas. Wer hat denn geglaubt, dass Kärnten jemals wirklich haften könnte? Selbst wenn man annimmt, dass ein Konkursverfahren über das Land Kärnten eröffnet werden würde – da gibt es nichts zu holen! Was reden Sie da eigentlich? Wenn Ihnen das ein so großes Anliegen gewesen wäre, warum haben Sie nicht im Dezember 2009 gleichzeitig mit dieser sogenannten Notverstaatlichung – die ja gar keine war – ein Insolvenzrecht für Bundesländer beschlossen? Der Antrag ist hier im Haus gelegen, wir haben ein paar Tage vor der Notverstaatlichung alles erhoben. Da wir schon gewusst haben, was Sie für einen Blödsinn machen werden (Abg. Rädler: Na hallo!) – natürlich –, haben wir diesen Antrag gestellt, und Sie haben ihn abgelehnt. (Beifall bei Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Präsidentin Prammer gibt das Glockenzeichen
Bis heute gibt es kein Insolvenzrecht für Bundesländer, also müssen wir uns mit der bestehenden Insolvenzordnung herumschlagen. Aber auch das ist kein Weltuntergang (Präsidentin Prammer gibt das Glockenzeichen), ganz im Gegenteil, wir würden zurande kommen. Sie finden eine Lösung, die so ausschaut als ob, die so tut als ob, die aber die ganz großen Fragen außen vor lässt, und bei den kleinen doktern Sie herum. (Präsidentin Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Präsidentin Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Bis heute gibt es kein Insolvenzrecht für Bundesländer, also müssen wir uns mit der bestehenden Insolvenzordnung herumschlagen. Aber auch das ist kein Weltuntergang (Präsidentin Prammer gibt das Glockenzeichen), ganz im Gegenteil, wir würden zurande kommen. Sie finden eine Lösung, die so ausschaut als ob, die so tut als ob, die aber die ganz großen Fragen außen vor lässt, und bei den kleinen doktern Sie herum. (Präsidentin Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Beifall bei Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Schauen Sie, das Hypo-Ding ist so ein Viech (der Redner breitet beide Arme aus, um eine Größe zu illustrieren), und hinten am kleinen Schwanz schnipseln Sie jetzt herum und kassieren den Zinnober in einem Ausmaß, als ob Sie die ganze Bank liquidieren würden. Das ist leider nicht der Fall, und deshalb gehört das anders gemacht, nämlich so, wie wir vorschlagen. Das gilt heute wie schon im März. (Beifall bei Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Fekter: Der Beihilfenbescheid war vor der Wahl!
Diese Nichtauskunft vor der Wahl schrammt in Wirklichkeit ganz nahe am Wählerbetrug vorbei. Das ist so ähnlich wie mit dem Budgetloch, auch dieses ist eigenartigerweise erst kurz nach der Wahl aufgetaucht. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Fekter: Der Beihilfenbescheid war vor der Wahl!)
Beifall bei Team Stronach, FPÖ, Grünen und NEOS.
All diese skandalösen Vorgänge und diese vielen Milliarden zeigen eines auf: Es wäre demokratiepolitischer Mindestanstand, jetzt einen Untersuchungsausschuss zuzulassen. (Beifall bei Team Stronach, FPÖ, Grünen und NEOS.)
Abg. Fekter: Stimmt nicht!
Die Anstaltslösung, die es jetzt gibt – so sagen die eigenen Aufsichtsräte der Hypo Alpe-Adria-Bank –, wurde von der Politik über Jahre verschleppt. Es ist dadurch ein Milliardenschaden entstanden (Abg. Fekter: Stimmt nicht!), der ausschließlich von Rot und Schwarz, die auch heute die Regierung bilden, wenn auch mit einer anderen Besetzung, zu verantworten ist. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.) Jetzt hat man dieselbe Lösung, die man schon vor Jahren hätte haben können, nur ist sie jetzt eben um Milliarden teurer.
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.
Die Anstaltslösung, die es jetzt gibt – so sagen die eigenen Aufsichtsräte der Hypo Alpe-Adria-Bank –, wurde von der Politik über Jahre verschleppt. Es ist dadurch ein Milliardenschaden entstanden (Abg. Fekter: Stimmt nicht!), der ausschließlich von Rot und Schwarz, die auch heute die Regierung bilden, wenn auch mit einer anderen Besetzung, zu verantworten ist. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.) Jetzt hat man dieselbe Lösung, die man schon vor Jahren hätte haben können, nur ist sie jetzt eben um Milliarden teurer.
Beifall beim Team Stronach.
In ähnlich gelagerten Fällen müssen sich „normale“ Bürger vor Gericht wahrscheinlich wegen Konkursverschleppung und Vergehen gegen das Insolvenzrecht und Aktiengesetz verantworten. Das ist eben der Unterschied zwischen Politikern im geschützten Bereich und ganz normalen Leuten. Diese stünden vielleicht schon vor Gericht, wohingegen es für die Politiker keine Konsequenzen gibt. – Sehr geehrte Steuerzahler, Sie müssen wissen, für Sie gelten ganz andere Regeln als für die Regierungspolitiker! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Alles in allem: Die jetzige Situation ist sehr unbefriedigend. Es gibt jetzt eine sehr unkonventionelle Lösung, verpackt in ein wirklich sonderbares Sondergesetz. Dass Gläubiger am Schaden beteiligt werden sollen, ist grundsätzlich sehr gut, sehr geehrter Herr Finanzminister! Wenn Sie die Steuerzahler in ihrem Schaden noch im Bereich des Möglichen begrenzen wollen, wenn Sie das mit diesem Sondergesetz erreichen wollen, dann begrüße ich das grundsätzlich, dann haben Sie meine Unterstützung, aber es kann niemand nachvollziehen, was Sie jetzt dazu bewegt, auch noch dem Finanzplatz Österreich Schaden zuzufügen. Möglicherweise orientieren Sie sich am Imageschaden des Wirtschaftsstandortes Österreich, der sich schon manifestiert hat, man kennt Österreich nämlich auf der ganzen Welt als Hochsteuerland, in dem sich Arbeiten kaum noch lohnt, in dem kaum ein Unterschied ist zwischen Arbeiten und Nichtarbeiten. Das einzig Attraktive am österreichischen Wirtschaftsstandort sind die tüchtigen Unternehmer und die tüchtigen Arbeiter. (Beifall beim Team Stronach.) Das sind Sie, sehr geehrte Steuerzahler, aber dass Sie so fleißig arbeiten, dafür können die Regierungspolitiker Gott sei Dank nichts.
Beifall bei Team Stronach, FPÖ, Grünen und NEOS.
Von wegen: Wir wurden gut durch die Krise geführt!, wie man das regelmäßig hört. – Sehr geehrte Wähler und Steuerzahler, Sie müssen wissen, Österreich ist das einzige Land auf der Welt, das das Problem mit den verstaatlichten Banken aus der Finanzkrise bis heute nicht aufgearbeitet hat. Die Hypo Alpe-Adria-Bank ist nicht das einzige Problem, da kommt noch mehr, und das wird uns noch viel Geld kosten. (Beifall bei Team Stronach, FPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Warum werden Eigenmittel, die eine höhere Verzinsung und dafür auch ein höheres Risiko bringen – das heißt, sie müssen am potenziellen Verlust teilnehmen –, überhaupt von der öffentlichen Hand garantiert? Das ist so, als ob der Staat am Roulettetisch Haftungen übernimmt, und wenn Rot oder Schwarz kommt, dann heißt es zahlen. Was für ein Bild: Rot oder Schwarz heißt zahlen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler: Sind Sie Politikerin?
Die Rechtsanwälte reiben sich schon die Hände in Hinblick auf diese Geschäfte, die sie da jetzt machen können. Aber auch die Hedgefonds kaufen jetzt schon, wahrscheinlich um 10 Prozent, zu wirklich guten Preisen diese Papiere mit der Landeshaftung auf, um dann fette Gewinne auf Kosten der Steuerzahler zu machen. Die Hedgefonds und die Spekulanten, die internationalen Investoren sind nämlich aus einem anderen Holz geschnitzt als die Politiker – die halten sich an die Gesetze, die die meisten österreichischen Politiker gar nicht kennen. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler: Sind Sie Politikerin?)
Abg. Rädler: Was sind Sie? Sind Sie Politikerin?
Man könnte fast meinen, dass Österreich so irrtümlich zu einem Superspekulantenmekka wird, so wie das auch schon in Salzburg, in Linz und in Wien erfolgreich vorgezeigt wurde. (Abg. Rädler: Was sind Sie? Sind Sie Politikerin?) Wenn das Geld einmal wegspekuliert ist, dann führt man schnell die sogenannte Millionärssteuer ein, die zur Massensteuer wird, um die Budgetlöcher zu stopfen.
Präsidentin Prammer gibt das Glockenzeichen.
Was die vorgeschlagene Lösung anlangt: Ich bezweifle, dass die gewählte Vorgehensweise mit ihrer selektiven Gläubigerbeteiligung halten wird. Aber lassen Sie uns wenigstens etwas aus diesem Hypo-Alpe-Adria-Desaster lernen! Und zwar: Wir brauchen ein vernünftiges Insolvenzrecht für Banken. (Präsidentin Prammer gibt das Glockenzeichen.) Wir brauchen ein vernünftiges Insolvenzrecht für Gebietskörperschaften. Wir müssen wissen: Too big to fail! – Das muss auch in Österreich gelten.
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und NEOS.
Und letztlich: Der Staat soll den Unternehmern und den arbeitenden Menschen in unserem Land den roten Teppich ausrollen – und nicht den Hedgefonds und Spekulanten! – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und NEOS.)
Abg. Kogler: Richtig!
Es geht um eine ganz generelle Bemerkung: Ich glaube, es teilen ganz viele Menschen die Einschätzung, dass der Herr Bundeskanzler – sagen wir einmal so – ein wenig auf Tauchstation geht, wenn es um das Thema Hypo geht. Da muss man schon auch einmal in Erinnerung rufen, dass er auch zur Zeit der Notverstaatlichung Bundeskanzler war (Abg. Kogler: Richtig!), und es ist eigentlich unglaublich, dass dieser Bundeskanzler, der diesen Skandal auch mit dieser Es geht nicht nur um die Causa prima; natürlich geht es auch um die Landeshaftungen und das Aufblähen (Zwischenruf der Abg. Fekter), um das – wie haben Sie gesagt? – Mafiöse (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Fekter) – und Sie haben ja völlig recht, es ist einfach eine kriminelle Machenschaft gewesen, diese Bank so aufzublähen –, aber natürlich liegt auch sehr viel von dieser heutigen Problematik in dieser Notverstaatlichung. Und immer wenn es um dieses Thema geht, taucht der Herr Bundeskanzler ab.
Zwischenruf der Abg. Fekter
Es geht um eine ganz generelle Bemerkung: Ich glaube, es teilen ganz viele Menschen die Einschätzung, dass der Herr Bundeskanzler – sagen wir einmal so – ein wenig auf Tauchstation geht, wenn es um das Thema Hypo geht. Da muss man schon auch einmal in Erinnerung rufen, dass er auch zur Zeit der Notverstaatlichung Bundeskanzler war (Abg. Kogler: Richtig!), und es ist eigentlich unglaublich, dass dieser Bundeskanzler, der diesen Skandal auch mit dieser Es geht nicht nur um die Causa prima; natürlich geht es auch um die Landeshaftungen und das Aufblähen (Zwischenruf der Abg. Fekter), um das – wie haben Sie gesagt? – Mafiöse (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Fekter) – und Sie haben ja völlig recht, es ist einfach eine kriminelle Machenschaft gewesen, diese Bank so aufzublähen –, aber natürlich liegt auch sehr viel von dieser heutigen Problematik in dieser Notverstaatlichung. Und immer wenn es um dieses Thema geht, taucht der Herr Bundeskanzler ab.
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Fekter
Es geht um eine ganz generelle Bemerkung: Ich glaube, es teilen ganz viele Menschen die Einschätzung, dass der Herr Bundeskanzler – sagen wir einmal so – ein wenig auf Tauchstation geht, wenn es um das Thema Hypo geht. Da muss man schon auch einmal in Erinnerung rufen, dass er auch zur Zeit der Notverstaatlichung Bundeskanzler war (Abg. Kogler: Richtig!), und es ist eigentlich unglaublich, dass dieser Bundeskanzler, der diesen Skandal auch mit dieser Es geht nicht nur um die Causa prima; natürlich geht es auch um die Landeshaftungen und das Aufblähen (Zwischenruf der Abg. Fekter), um das – wie haben Sie gesagt? – Mafiöse (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Fekter) – und Sie haben ja völlig recht, es ist einfach eine kriminelle Machenschaft gewesen, diese Bank so aufzublähen –, aber natürlich liegt auch sehr viel von dieser heutigen Problematik in dieser Notverstaatlichung. Und immer wenn es um dieses Thema geht, taucht der Herr Bundeskanzler ab.
Beifall bei den NEOS. – Abg. Strache: Schweigekanzler!
Ich möchte auch in Erinnerung rufen, dass am nächsten Tag, nachdem klar geworden war, dass sich die österreichischen Banken an dieser Hypo-Aufarbeitung nicht beteiligen werden, der Bundeskanzler und auch der Herr Vizekanzler überhaupt das Pressefoyer des Ministerrates verlassen haben und die Ministerinnen Karmasin und Heinisch-Hosek das dort haben ausbaden und die Fragen der Journalisten, die natürlich berechtigterweise gestellt wurden, beantworten müssen. Also ich glaube, es ist durchaus legitim, zu sagen, dass der Herr Bundeskanzler in dieser Causa nicht wortreich in Erscheinung tritt. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Strache: Schweigekanzler!)
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Spindelegger.
Ich komme jetzt zu einem Thema, das heute schon angesprochen wurde: Wir haben wieder einen Antrag auf Schaffung eines Insolvenzrechts für Gebietskörperschaften eingebracht. Es ist ganz klar, dass auch durch dieses Gesetz die Bundesländer leiden werden. Sie tun es auch jetzt schon, denn das Rating von vier Bundesländern wurde ja schon herabgestuft, aber natürlich ist hier auch ein Problem: Von Anfang an (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Spindelegger.) – Oder es ist angedroht worden; Standard & Poor’s hat es angedroht. (Vizekanzler Spindelegger: Es ist ein Unterschied, ob man sagt: herabgestuft, oder ob man sagt: angedroht!) – Na gut, dann werden wir abwarten, im Juli sind wird gescheiter. (Neuerliche Zwischenbemerkung von Vizekanzler Spindelegger.) – Ja, das ist richtig, aber wir werden sehen.
Vizekanzler Spindelegger: Es ist ein Unterschied, ob man sagt: herabgestuft, oder ob man sagt: angedroht!
Ich komme jetzt zu einem Thema, das heute schon angesprochen wurde: Wir haben wieder einen Antrag auf Schaffung eines Insolvenzrechts für Gebietskörperschaften eingebracht. Es ist ganz klar, dass auch durch dieses Gesetz die Bundesländer leiden werden. Sie tun es auch jetzt schon, denn das Rating von vier Bundesländern wurde ja schon herabgestuft, aber natürlich ist hier auch ein Problem: Von Anfang an (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Spindelegger.) – Oder es ist angedroht worden; Standard & Poor’s hat es angedroht. (Vizekanzler Spindelegger: Es ist ein Unterschied, ob man sagt: herabgestuft, oder ob man sagt: angedroht!) – Na gut, dann werden wir abwarten, im Juli sind wird gescheiter. (Neuerliche Zwischenbemerkung von Vizekanzler Spindelegger.) – Ja, das ist richtig, aber wir werden sehen.
Neuerliche Zwischenbemerkung von Vizekanzler Spindelegger.
Ich komme jetzt zu einem Thema, das heute schon angesprochen wurde: Wir haben wieder einen Antrag auf Schaffung eines Insolvenzrechts für Gebietskörperschaften eingebracht. Es ist ganz klar, dass auch durch dieses Gesetz die Bundesländer leiden werden. Sie tun es auch jetzt schon, denn das Rating von vier Bundesländern wurde ja schon herabgestuft, aber natürlich ist hier auch ein Problem: Von Anfang an (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Spindelegger.) – Oder es ist angedroht worden; Standard & Poor’s hat es angedroht. (Vizekanzler Spindelegger: Es ist ein Unterschied, ob man sagt: herabgestuft, oder ob man sagt: angedroht!) – Na gut, dann werden wir abwarten, im Juli sind wird gescheiter. (Neuerliche Zwischenbemerkung von Vizekanzler Spindelegger.) – Ja, das ist richtig, aber wir werden sehen.
Beifall bei NEOS und Grünen.
Danke sehr. (Beifall bei NEOS und Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Brosz.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Noch einmal, Frau Abgeordnete Meinl-Reisinger: Es geht nicht darum, ob Sie ein Bundesregierungsmitglied kritisieren, sondern es geht darum, was hier im Haus rechtens ist. Nur das habe ich eingefordert! (Zwischenrufe der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Brosz.)
Abg. Kogler: Ja eh! Es passiert aber nicht!
Herr Kogler, ich bedanke mich hier für Ihre Unterstützung in diesem Bereich. (Abg. Kogler: Ja eh! Es passiert aber nicht!)
Abg. Strolz hält eine Tafel mit der Aufschrift „Stimmt nicht!“ in die Höhe.
Herr Hable von den NEOS, Sie haben es gestern auch von den Experten im Ausschuss bestätigt bekommen: Ein Masseverwalter hätte nach § 1356 sofort auf die Transferleistung zurückgreifen können, ja, müssen. Mit anderen Worten: Haus, Auto, Wohnung und die Ausbildung der Kinder wären unmittelbar in Gefahr geraten. (Abg. Strolz hält eine Tafel mit der Aufschrift „Stimmt nicht!“ in die Höhe.) Das wollen Sie riskieren? Nicht mit mir und nicht mit der SPÖ! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Hable von den NEOS, Sie haben es gestern auch von den Experten im Ausschuss bestätigt bekommen: Ein Masseverwalter hätte nach § 1356 sofort auf die Transferleistung zurückgreifen können, ja, müssen. Mit anderen Worten: Haus, Auto, Wohnung und die Ausbildung der Kinder wären unmittelbar in Gefahr geraten. (Abg. Strolz hält eine Tafel mit der Aufschrift „Stimmt nicht!“ in die Höhe.) Das wollen Sie riskieren? Nicht mit mir und nicht mit der SPÖ! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Haider: Der Pröll! Das ist der Pröll!
Wir dürfen, und jetzt komme ich zum Schluss, eines nicht vergessen, nämlich wer schuld an diesem Hypo-Debakel hat. (Abg. Haider: Der Pröll! Das ist der Pröll!) Sie kennen es, Frau Kollegin Gartelgruber: FPÖ! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Neubauer: Danke für die Lesung! – Abg. Strache: Die Rede war nicht gut, aber besser als der Jarolim!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Neubauer: Danke für die Lesung! – Abg. Strache: Die Rede war nicht gut, aber besser als der Jarolim!
Wir dürfen, und jetzt komme ich zum Schluss, eines nicht vergessen, nämlich wer schuld an diesem Hypo-Debakel hat. (Abg. Haider: Der Pröll! Das ist der Pröll!) Sie kennen es, Frau Kollegin Gartelgruber: FPÖ! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Neubauer: Danke für die Lesung! – Abg. Strache: Die Rede war nicht gut, aber besser als der Jarolim!)
Zwischenruf des Abg. Podgorschek.
Abgeordneter Mag. Andreas Zakostelsky (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Regierungsmitglieder! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die Hypo steht bekanntermaßen für drei Themenbereiche: erstens große Herausforderungen – dann die Suche nach drei Buchstaben, die richtig sind –, zweitens die Suche nach der bestmöglichen Lösung und drittens die effizienteste Umsetzungsmöglichkeit. (Zwischenruf des Abg. Podgorschek.)
Ruf bei der SPÖ: Man kann es auch laut sagen!
Zum ersten Punkt: Bei der Hypo handelt es sich wohl um eine der größten Baustellen in der Zweiten Republik. Diese Baustelle steht eindeutig in Kärnten, und der guten Ordnung halber muss man es, glaube ich, auch an dieser Stelle festhalten: Es ist und war ein freiheitliches Desaster, das kann man auch durchaus leise sagen. (Ruf bei der SPÖ: Man kann es auch laut sagen!) Und an den Herrn Klubobmann Strache gewandt: Er soll bitte die Leistung und Stellung von Jörg Haider wirklich nicht schmälern, er hatte das Land Kärnten im Griff, hatte die primäre Verantwortung – also daran kommen wir nicht vorbei, nur um das noch einmal ganz sachlich klarzustellen. (Abg. Podgorschek: Herr Kollege, kein Problem! Machen wir einen Untersuchungsausschuss!) Die Bundesregierung, geführt vom Finanzminister, hat das Management des Kärntner Desasters übernommen.
Abg. Podgorschek: Herr Kollege, kein Problem! Machen wir einen Untersuchungsausschuss!
Zum ersten Punkt: Bei der Hypo handelt es sich wohl um eine der größten Baustellen in der Zweiten Republik. Diese Baustelle steht eindeutig in Kärnten, und der guten Ordnung halber muss man es, glaube ich, auch an dieser Stelle festhalten: Es ist und war ein freiheitliches Desaster, das kann man auch durchaus leise sagen. (Ruf bei der SPÖ: Man kann es auch laut sagen!) Und an den Herrn Klubobmann Strache gewandt: Er soll bitte die Leistung und Stellung von Jörg Haider wirklich nicht schmälern, er hatte das Land Kärnten im Griff, hatte die primäre Verantwortung – also daran kommen wir nicht vorbei, nur um das noch einmal ganz sachlich klarzustellen. (Abg. Podgorschek: Herr Kollege, kein Problem! Machen wir einen Untersuchungsausschuss!) Die Bundesregierung, geführt vom Finanzminister, hat das Management des Kärntner Desasters übernommen.
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Zum zweiten Punkt, der Suche nach der bestmöglichen Lösung: Wir können uns erinnern, von Jänner bis Februar, zwei knappe Monate, wurden fieberhaft alle Lösungsmöglichkeiten untersucht, mit der Taskforce, mit externen Experten und Beratern in knapp zwei Monaten die Entscheidungsgrundlagen erarbeitet und letztendlich auch wirklich die Entscheidungen getroffen. Zu Recht wird immer wieder gefragt, warum beim Thema Hypo nicht noch schneller etwas weitergeht. Hier war nun die Umsetzungsgeschwindigkeit so, wie es das Hohe Haus sich auch wünscht. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall der Abg. Oberhauser.
Im Übrigen, und das ist mein Abschlusssatz, sehen wir hier beim Thema Hypo den gleichen Ansatz wie auch bei der Steuerreform. Im Mittelpunkt der Entscheidungen steht immer das Wohl der Steuerzahler. Diese wollen wir entlasten. – Danke schön. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall der Abg. Oberhauser.)
Ruf bei der SPÖ: Der war schon bei der FPÖ!? – Abg. Tamandl: Der war schon bei der FPÖ!? Danke FPÖ!
Abgeordneter Elmar Podgorschek (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Um auf meinen Vorredner einzugehen: Herr Kollege Zakostelsky, die Mitverantwortung Jörg Haiders wurde von uns nie geleugnet, das habe ich hier von dieser Stelle aus immer artikuliert. (Ruf bei der SPÖ: Der war schon bei der FPÖ!? – Abg. Tamandl: Der war schon bei der FPÖ!? Danke FPÖ!) Es genügt ja eigentlich, dass Sie heute unserem Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zustimmen (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker – Abg. Strache: Danke ÖVP!), und dann können wir alle Verantwortlichkeiten, nämlich nicht nur vom Jahr 2000 bis 2007, sondern auch von 2007 bis 2009 unter bayerischer Eigentümerschaft und dann unter der Eigentümerschaft des Bundes ab 2009, aufklären!
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker – Abg. Strache: Danke ÖVP!
Abgeordneter Elmar Podgorschek (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Um auf meinen Vorredner einzugehen: Herr Kollege Zakostelsky, die Mitverantwortung Jörg Haiders wurde von uns nie geleugnet, das habe ich hier von dieser Stelle aus immer artikuliert. (Ruf bei der SPÖ: Der war schon bei der FPÖ!? – Abg. Tamandl: Der war schon bei der FPÖ!? Danke FPÖ!) Es genügt ja eigentlich, dass Sie heute unserem Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zustimmen (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker – Abg. Strache: Danke ÖVP!), und dann können wir alle Verantwortlichkeiten, nämlich nicht nur vom Jahr 2000 bis 2007, sondern auch von 2007 bis 2009 unter bayerischer Eigentümerschaft und dann unter der Eigentümerschaft des Bundes ab 2009, aufklären!
Beifall bei der FPÖ.
Herr Kollege Unterrainer, auch zu Ihren Ausführungen darf ich noch etwas sagen: Ich würde Ihnen einmal empfehlen, Ihre Textbausteine zu ändern, denn Sie sind im Jahre 2007 stecken geblieben, seither hat sich aber doch einiges geändert. Aber die Phobie, die Sie der FPÖ gegenüber zeigen, dürfte aus den Wahlergebnissen resultieren, die Sie in Tirol haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abg. Strache und Abgeordneten der ÖVP.
Zu diesem Gesetz, dem Hypo-Alpe-Adria-Sanierungsgesetz könnte man jetzt natürlich sagen, dass das Risiko im Grunde genommen – und das haben meine Vorredner ja teilweise schon angedeutet – gleich groß ist wie bei einer Insolvenz, daher hätte man das also durchaus auch eingehen können. Vielleicht scheut die Regierung auch deshalb eine Insolvenz, weil sie jahrelang in die Bank hineinregiert hat und dadurch unter Umständen auch in die Haftung gekommen wäre. Auch das ist ein Aspekt, der nicht von der Hand zu weisen ist. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abg. Strache und Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Wenn Sie heute wieder dagegen stimmen, dann sind Sie auf der Seite der Zudecker und derjenigen, die nicht wollen, dass alles ans Tageslicht dringt. Übernehmen Sie Ihre Verantwortung! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Matznetter: Nein! Das ist falsch!
Abgeordneter Mag. Bruno Rossmann (Grüne): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Na ja, wenn ich in der Geschichte der Hypo zurückblicke, so ist natürlich klar: Das Epizentrum liegt schon in Kärnten, und da ist die FPÖ, aber natürlich sind für die Ausweitung der Haftungen auch andere Parteien mitverantwortlich – SPÖ, ÖVP! (Abg. Matznetter: Nein! Das ist falsch!) – Na selbstverständlich sind sie das! Das können Sie tausendmal in Abrede stellen, aber so war es.
Beifall bei Grünen und NEOS.
Wenn wir zurückblenden, so war die Argumentation so, dass die Insolvenz sowohl von Ihrer Partei als auch von der SPÖ immer mit Totschlagargumenten gekillt worden ist, abgedreht worden ist. Da wurde Panikmache betrieben, einerseits mit dem Argument, dann würden ja die Haftungen des Landes Kärnten sofort schlagend werden. Das wurde auch schon bei der Notverstaatlichung ohne Not in Anwendung gebracht. Dann wurde darauf hingewiesen, dass die Refinanzierungskosten für den Bund ins Unendliche steigen würden. – Alles nicht der Fall, alles Panikmache, alles an Argumenten wurde benutzt, nur eine risikobasierte Bewertung von Optionen für verschiedene Lösungen, darunter eben die einer Insolvenz, wurde nicht gemacht. (Beifall bei Grünen und NEOS.)
Beifall bei Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Es ist in rechtsstaatlicher Hinsicht problematisch, betreffend die Enteignung. Es ist in demokratiepolitischer Hinsicht natürlich auch in diesem Zusammenhang problematisch. Es ist aber auch verfassungsrechtlich problematisch, weil ja nicht klar ist, ob dieses Gesetz vor dem Verfassungsgerichtshof beziehungsweise vor dem EuGH halten würde. Da gibt es nicht nur das Gutachten von Bernd Raschauer, im Übrigen habe ich gestern den Herrn Finanzminister gebeten, er möge uns das zur Verfügung stellen. Er hat es nicht getan, die NEOS haben heute nachgefragt, er rückt es wieder nicht heraus. – Also heraus damit, Herr Staatssekretär! (Beifall bei Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei Grünen und FPÖ.
ausschauen soll. Das hätte mit Sicherheit zu einer günstigeren Lösung für die Steuerzahler geführt als jene Lösung, die Sie mit diesem Sondergesetz vorgelegt haben. (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Abg. Strolz: So ist es!
Ich kann auch das nicht glauben, was Sie in die Erläuternden Bemerkungen zu diesem Gesetz hineingeschrieben haben, nämlich dass die Kosten für den Konkurs höher seien als jene für dieses Sondergesetz. Das kann ich so nicht hinnehmen, solange es nicht risikobasierte Bewertungen verschiedener Optionen gibt. Diese fehlen. Solange Sie diese nicht vorlegen, behaupte ich, dass Sie niemals und zu keinem Zeitpunkt den Fall der Insolvenz ernsthaft in Erwägung gezogen haben (Abg. Strolz: So ist es!) – aus welchen Gründen Sie das immer getan haben mögen. (Beifall bei Grünen und NEOS.)
Beifall bei Grünen und NEOS.
Ich kann auch das nicht glauben, was Sie in die Erläuternden Bemerkungen zu diesem Gesetz hineingeschrieben haben, nämlich dass die Kosten für den Konkurs höher seien als jene für dieses Sondergesetz. Das kann ich so nicht hinnehmen, solange es nicht risikobasierte Bewertungen verschiedener Optionen gibt. Diese fehlen. Solange Sie diese nicht vorlegen, behaupte ich, dass Sie niemals und zu keinem Zeitpunkt den Fall der Insolvenz ernsthaft in Erwägung gezogen haben (Abg. Strolz: So ist es!) – aus welchen Gründen Sie das immer getan haben mögen. (Beifall bei Grünen und NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Darabos.
Das wäre ja interessant. Das werden wir natürlich im Untersuchungsausschuss klären: Warum sind Sie das nicht angegangen? Welche Gläubiger schützen Sie denn? – Ja, das ist eine interessante Frage: Welche Gläubiger sind es denn, die Sie schützen wollen? (Zwischenruf des Abg. Darabos.) Ja, das ist aber schon die spannende Frage. Und das, Herr Kollege Darabos, werden wir im Untersuchungsausschuss Länge mal Breite klären und zu diskutieren haben.
Beifall bei Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Königsberger-Ludwig: Aber Sie sind ein Experte!
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (STRONACH): Herr Präsident! Hohes Haus! Wenn man die Hypo und die ganzen Geschehnisse der vergangenen Jahre betrachtet, dann drängt sich vielen der Verdacht auf – und das wird ja auch in vielen Zeitungen so geschrieben –, dass wir von Dilettanten regiert werden (Abg. Königsberger-Ludwig: Aber Sie sind ein Experte!), das heißt, dass unser Finanzminister nicht weiß, was er da tut, anscheinend auch schlechte Berater hat und hier einfach dilettantisch vorgeht. (Abg. Tamandl: Aber Sie wissen alles! – Abg. Königsberger-Ludwig: Genau! Alle anderen sind Dilettanten!)
Abg. Tamandl: Aber Sie wissen alles! – Abg. Königsberger-Ludwig: Genau! Alle anderen sind Dilettanten!
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (STRONACH): Herr Präsident! Hohes Haus! Wenn man die Hypo und die ganzen Geschehnisse der vergangenen Jahre betrachtet, dann drängt sich vielen der Verdacht auf – und das wird ja auch in vielen Zeitungen so geschrieben –, dass wir von Dilettanten regiert werden (Abg. Königsberger-Ludwig: Aber Sie sind ein Experte!), das heißt, dass unser Finanzminister nicht weiß, was er da tut, anscheinend auch schlechte Berater hat und hier einfach dilettantisch vorgeht. (Abg. Tamandl: Aber Sie wissen alles! – Abg. Königsberger-Ludwig: Genau! Alle anderen sind Dilettanten!)
Beifall beim Team Stronach.
Und was glauben Sie, wie die Regierung das zustande gebracht hätte, die Hypo Niederösterreich zu retten? Glauben Sie, dass das irgendjemand da draußen verstanden hätte? – So ist man den Umweg gegangen über die hundertprozentige Einbeziehung der Steuerzahler, um die Hypo Niederösterreich zu retten und die Raiffeisen zu entlasten und dem Erwin, dem Onkel Erwin – der ja die Bundesregierung berufen hat, zumindest den Finanzminister – sein Spielzeug Landesbank zu lassen. Darum ist es gegangen! (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Schultes: Robert, hast du beim BZÖ ?
Der Erwin hat gewonnen, wir wissen es alle. Und der Josef hat das für ihn gemacht. Er hat die Bank notverstaatlicht ohne Not. Er hat das dem Steuerzahler umgehängt. Und jetzt erzählt er uns immer wieder: Ja, das hat man deshalb gemacht, weil Kärnten ja so fest gehaftet hat. (Abg. Schultes: Robert, hast du beim BZÖ ?) Im Umfang von 22 Milliarden € hat Kärnten gehaftet – das war am Anfang; zum Schluss waren es nur noch 12 Milliarden €. Am Anfang waren es noch 22 Milliarden €.
Ironische Heiterkeit des Abg. Auer.
Noch etwas ist zu sagen, wenn man es sich genau anschaut: Was wäre denn passiert, wenn Kärnten insolvent geworden wäre? Was wäre passiert? – Gar nichts wäre passiert! (Ironische Heiterkeit des Abg. Auer.)
Abg. Obernosterer: Dass andere zahlen!
Es gibt ein gutes Buch von Kenneth Rogoff – schauen Sie sich das an! –, der anhand von 600 Jahren Finanzkatastrophen mit über 300 Pleiten bewiesen hat: Wenn ein Land pleitegeht, passiert nichts – außer (Abg. Obernosterer: Dass andere zahlen!), dass die Gläubiger ein Problem haben und dass zweitens dieses Land lange Zeit keine neuen Kredite mehr aufnehmen kann. Na, wäre das nicht super? Würden wir uns nicht alle freuen, wenn die Länder endlich damit aufhören würden, Kredite um Kredite aufzunehmen? (Abg. Tamandl: Wie wird dann Kärnten ?)
Abg. Tamandl: Wie wird dann Kärnten ?
Es gibt ein gutes Buch von Kenneth Rogoff – schauen Sie sich das an! –, der anhand von 600 Jahren Finanzkatastrophen mit über 300 Pleiten bewiesen hat: Wenn ein Land pleitegeht, passiert nichts – außer (Abg. Obernosterer: Dass andere zahlen!), dass die Gläubiger ein Problem haben und dass zweitens dieses Land lange Zeit keine neuen Kredite mehr aufnehmen kann. Na, wäre das nicht super? Würden wir uns nicht alle freuen, wenn die Länder endlich damit aufhören würden, Kredite um Kredite aufzunehmen? (Abg. Tamandl: Wie wird dann Kärnten ?)
Beifall beim Team Stronach.
Aber genau das musste verhindert werden. Es musste auch verhindert werden, dass die anderen Länder folgen und auch keine Kredite mehr aufnehmen können, weil das in Ihrer Welt gar nicht existiert: ein Land, das ordentlich wirtschaftet und eben keine zusätzlichen Kredite auf Kosten der nachfolgenden Generationen aufnimmt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Solange sich das nicht ändert, wird es in Österreich auch keine Reformen geben und nichts, was dem Steuerzahler nützt, denn entscheiden tun letztlich Raiffeisen und der Onkel Erwin aus Niederösterreich. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Das ist natürlich bitter für die Opposition, die uns seit Monaten einzureden versucht, die einzige Möglichkeit sei eine Insolvenz. Es ist bitter, weil dies mit wenigen knappen Worten und zwei Gesetzeszitierungen als Unsinn herausmodelliert wurde. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Auer: So ist es!
Lieber Bruno Rossmann, damit entsteht in der Sekunde die 12-Milliarden-Haftung. Und nicht kommen mit dem Fantasieprodukt: Die FMA könnte dazwischen ja vielleicht einen Verwalter bestellen! – Den Verwalter trifft die Geschäftsführungspflicht genauso wie jeden anderen Vorstand! (Abg. Auer: So ist es!) Und was muss der nach der Konkursordnung machen, wenn er zahlungsunfähig ist? (Abg. Auer: Die Insolvenz anmelden!) – Er muss sie anmelden! (Abg. Auer: So ist es!) Er wird nämlich strafbar, wenn er sie nicht anmeldet.
Abg. Auer: Die Insolvenz anmelden!
Lieber Bruno Rossmann, damit entsteht in der Sekunde die 12-Milliarden-Haftung. Und nicht kommen mit dem Fantasieprodukt: Die FMA könnte dazwischen ja vielleicht einen Verwalter bestellen! – Den Verwalter trifft die Geschäftsführungspflicht genauso wie jeden anderen Vorstand! (Abg. Auer: So ist es!) Und was muss der nach der Konkursordnung machen, wenn er zahlungsunfähig ist? (Abg. Auer: Die Insolvenz anmelden!) – Er muss sie anmelden! (Abg. Auer: So ist es!) Er wird nämlich strafbar, wenn er sie nicht anmeldet.
Abg. Auer: So ist es!
Lieber Bruno Rossmann, damit entsteht in der Sekunde die 12-Milliarden-Haftung. Und nicht kommen mit dem Fantasieprodukt: Die FMA könnte dazwischen ja vielleicht einen Verwalter bestellen! – Den Verwalter trifft die Geschäftsführungspflicht genauso wie jeden anderen Vorstand! (Abg. Auer: So ist es!) Und was muss der nach der Konkursordnung machen, wenn er zahlungsunfähig ist? (Abg. Auer: Die Insolvenz anmelden!) – Er muss sie anmelden! (Abg. Auer: So ist es!) Er wird nämlich strafbar, wenn er sie nicht anmeldet.
Abg. Podgorschek: Nein, das haben wir nicht gesagt!
Was redet ihr da von zwölf Monaten? Die Zahlungsunfähigkeit alleine reicht! Nicht nur bei uns, in Amerika genauso: Lehman hatte 13 Prozent Eigenkapitalquote am Wochenende vor dem Montag, an dem sie in Konkurs waren. – Das ist ja alles Fiktion, wovon Sie da reden! Und warum tun Sie das? Um populistisch daraus ein Geschäft zu machen und dann wieder eine Sondersitzung zu machen, sich hier herauszustellen, alle anderen zu disqualifizieren und für Dodeln zu erklären (Abg. Podgorschek: Nein, das haben wir nicht gesagt!) und zu sagen: Wir haben die Lösung, wir gehen in Konkurs!
Abg. Rossmann: Aber wie?
Einmal nüchtern nachdenken, Herr Strolz: Was würde das bedeuten? Und zwar im Jahr 2009 und heute, es ist ganz egal, beides kommt zum gleichen Ergebnis. – In dem Moment, wo die Insolvenz abzurufen ist, ist dort jedenfalls ein Masseverwalter zu bestellen. (Abg. Rossmann: Aber wie?) – Warte! Gleich! Ich bin gleich dort. (Abg. Rossmann: Aber wie? Abwicklung im Insolvenzfall !) – In dieser Sekunde hat der Bürge, das Land Kärnten, einzustehen für mittlerweile zum Glück nur noch – da hat Kollege Lugar recht – 12 Milliarden €, damals 22 Milliarden €, und muss sich gleichzeitig als Land Kärnten für unfähig erklären, diesen Betrag zu zahlen. (Abg. Strolz: Ja! Dann retten wir Kärnten!)
Abg. Rossmann: Aber wie? Abwicklung im Insolvenzfall !
Einmal nüchtern nachdenken, Herr Strolz: Was würde das bedeuten? Und zwar im Jahr 2009 und heute, es ist ganz egal, beides kommt zum gleichen Ergebnis. – In dem Moment, wo die Insolvenz abzurufen ist, ist dort jedenfalls ein Masseverwalter zu bestellen. (Abg. Rossmann: Aber wie?) – Warte! Gleich! Ich bin gleich dort. (Abg. Rossmann: Aber wie? Abwicklung im Insolvenzfall !) – In dieser Sekunde hat der Bürge, das Land Kärnten, einzustehen für mittlerweile zum Glück nur noch – da hat Kollege Lugar recht – 12 Milliarden €, damals 22 Milliarden €, und muss sich gleichzeitig als Land Kärnten für unfähig erklären, diesen Betrag zu zahlen. (Abg. Strolz: Ja! Dann retten wir Kärnten!)
Abg. Strolz: Ja! Dann retten wir Kärnten!
Einmal nüchtern nachdenken, Herr Strolz: Was würde das bedeuten? Und zwar im Jahr 2009 und heute, es ist ganz egal, beides kommt zum gleichen Ergebnis. – In dem Moment, wo die Insolvenz abzurufen ist, ist dort jedenfalls ein Masseverwalter zu bestellen. (Abg. Rossmann: Aber wie?) – Warte! Gleich! Ich bin gleich dort. (Abg. Rossmann: Aber wie? Abwicklung im Insolvenzfall !) – In dieser Sekunde hat der Bürge, das Land Kärnten, einzustehen für mittlerweile zum Glück nur noch – da hat Kollege Lugar recht – 12 Milliarden €, damals 22 Milliarden €, und muss sich gleichzeitig als Land Kärnten für unfähig erklären, diesen Betrag zu zahlen. (Abg. Strolz: Ja! Dann retten wir Kärnten!)
Abg. Strolz: Weil Sie keines machen!
Dann gibt es zwei Möglichkeiten. Möglichkeit eins: Es gibt kein Insolvenzrecht für Bundesländer (Abg. Strolz: Weil Sie keines machen!), und eigentlich besteht auch keine Möglichkeit der Abwicklung nach der Konkursordnung. Was passiert dann? – Richtig erraten: Der Bund darf zahlen, und zwar den vollen Betrag! – Variante eins.
Zwischenruf des Abg. Strolz.
Variante zwei: Wir haben die gleiche Situation wie bei den Gemeinden, nämlich dass die Bestimmungen über das Insolvenzrecht auch auf das Bundesland Kärnten anwendbar wären. Und dann passiert das, was mit jeder Insolvenzmasse passiert: Es sind alle Aktiven liquide zu machen, um festzustellen, wie viel auszahlbar ist. (Zwischenruf des Abg. Strolz.) Und nicht anfangen wie im Ausschuss: Im öffentlichen Interesse können wir das Grundstück vielleicht nicht verwerten. – Das schaue ich mir an! Der Masseverwalter wird einen Kataster machen müssen und muss genau jene Werte zu liquiden Mitteln machen, die vorhanden sind. (Abg. Strolz: Haben Sie die Bilanz angeschaut?)
Abg. Strolz: Haben Sie die Bilanz angeschaut?
Variante zwei: Wir haben die gleiche Situation wie bei den Gemeinden, nämlich dass die Bestimmungen über das Insolvenzrecht auch auf das Bundesland Kärnten anwendbar wären. Und dann passiert das, was mit jeder Insolvenzmasse passiert: Es sind alle Aktiven liquide zu machen, um festzustellen, wie viel auszahlbar ist. (Zwischenruf des Abg. Strolz.) Und nicht anfangen wie im Ausschuss: Im öffentlichen Interesse können wir das Grundstück vielleicht nicht verwerten. – Das schaue ich mir an! Der Masseverwalter wird einen Kataster machen müssen und muss genau jene Werte zu liquiden Mitteln machen, die vorhanden sind. (Abg. Strolz: Haben Sie die Bilanz angeschaut?)
Abg. Strolz: Nein! Von der Hypo!
Vom Land Kärnten, oder was, eine Bilanz?! – Bitte, Herr Abgeordneter, Sie sind jetzt schon fünf Monate da! Da könnten Sie schon ein bisschen in die österreichische Wirklichkeit Einblick haben: Es gibt keine Bilanz eines Bundeslandes! (Abg. Strolz: Nein! Von der Hypo!) – Danke. Gewonnen! (Abg. Strolz: Von der Hypo!)
Abg. Strolz: Von der Hypo!
Vom Land Kärnten, oder was, eine Bilanz?! – Bitte, Herr Abgeordneter, Sie sind jetzt schon fünf Monate da! Da könnten Sie schon ein bisschen in die österreichische Wirklichkeit Einblick haben: Es gibt keine Bilanz eines Bundeslandes! (Abg. Strolz: Nein! Von der Hypo!) – Danke. Gewonnen! (Abg. Strolz: Von der Hypo!)
Widerspruch der Abgeordneten Neubauer, Stefan und Darmann.
Zurück zur Frage Kärnten: Permanent stellt sich jemand her und behauptet, die Kärntner SPÖ hätte dem zugestimmt. – Das einzige Gesetz, dem sie zugestimmt hat, war jenes, aus dem ich zitiert habe, wo nämlich die Haftung beschränkt wurde, sodass sie nur bis zum 30. September 2017 gilt und ab 1. April 2007 keine neuen Haftungen aufgenommen worden sind. Das ist die Wahrheit! Die SPÖ hat nie zugestimmt, denn die Verantwortung war ausschließlich bei den Herren Haider und wie sie nachher geheißen haben, bis zu Herrn Dörfler. (Widerspruch der Abgeordneten Neubauer, Stefan und Darmann.)
Abg. Darmann: Herr Matznetter, Sie haben keine Ahnung!
Erinnern Sie sich an das strahlende Gesicht im Dezember 2009 – was für ein glücklicher Tag für Kärnten! –, als er die 240 Millionen Kärntner Steuergeld hineingeschossen hat und froh war, dass der Bund ihm das Problem abnimmt, das ein Jörg Haider als der im Vorstand sitzende Kommissär des Landes mit einer 23-Milliarden-Haftung allen eingebracht hat? (Abg. Darmann: Herr Matznetter, Sie haben keine Ahnung!) Wir hätten statt der Bankensteuer eine Jörg-Haider-Gedenkabgabe machen sollen (Beifall bei SPÖ und ÖVP), über Milliarden, damit die Leute wissen, was es kostet, solche Leute zu wählen, und dann noch mit Nachfolgern, die sich davonschleichen, weg sind und sagen: Nein, wir haben damit nichts zu tun!
Beifall bei SPÖ und ÖVP
Erinnern Sie sich an das strahlende Gesicht im Dezember 2009 – was für ein glücklicher Tag für Kärnten! –, als er die 240 Millionen Kärntner Steuergeld hineingeschossen hat und froh war, dass der Bund ihm das Problem abnimmt, das ein Jörg Haider als der im Vorstand sitzende Kommissär des Landes mit einer 23-Milliarden-Haftung allen eingebracht hat? (Abg. Darmann: Herr Matznetter, Sie haben keine Ahnung!) Wir hätten statt der Bankensteuer eine Jörg-Haider-Gedenkabgabe machen sollen (Beifall bei SPÖ und ÖVP), über Milliarden, damit die Leute wissen, was es kostet, solche Leute zu wählen, und dann noch mit Nachfolgern, die sich davonschleichen, weg sind und sagen: Nein, wir haben damit nichts zu tun!
Abg. Podgorschek: Machen wir einen Untersuchungsausschuss, und der klärt das!
Ihr habt die volle Verantwortung für diese Malaise! Schämt euch dafür! Entschuldigt euch einmal beim Steuerzahler, aber hört auf, hier Kindesweglegung zu betreiben! Wir haben es schwierig genug, das alles zu lösen. (Abg. Podgorschek: Machen wir einen Untersuchungsausschuss, und der klärt das!)
Abg. Darmann: Sie haben keine Ahnung!
Und die Vorschläge hier sind zwar neu, kreativ und mutig (Abg. Darmann: Sie haben keine Ahnung!), aber Insolvenz wäre nicht gegangen. Und es ist die einzige Möglichkeit, vor allem die Bayern LB mit Gesetz einzubeziehen. Und ja, bei den Nachranggläubigern versuchen wir das auch, obwohl wir natürlich wissen – ich glaube, Kollegin Nachbaur hat diese Frage gestellt (Abg. Königsberger-Ludwig: Die ist schon fortgegangen! Die ist schon im Wochenende, hat sie gesagt!) –, warum das nachrangig war. Ich weiß es: Weil diese Bank unter dem Jörg Haider unterkapitalisiert war, mit einer gefälschten Bilanz 2004 – das ist übrigens rechtskräftig, weil das Eigenkapital nicht vorhanden war –, daher hat man den Anleihegläubigern draufgeschrieben: nachrangig und gleichzeitig Landeshaftung, um das Kernkapital auszuweisen. – Das ist beschummelt!
Abg. Königsberger-Ludwig: Die ist schon fortgegangen! Die ist schon im Wochenende, hat sie gesagt!
Und die Vorschläge hier sind zwar neu, kreativ und mutig (Abg. Darmann: Sie haben keine Ahnung!), aber Insolvenz wäre nicht gegangen. Und es ist die einzige Möglichkeit, vor allem die Bayern LB mit Gesetz einzubeziehen. Und ja, bei den Nachranggläubigern versuchen wir das auch, obwohl wir natürlich wissen – ich glaube, Kollegin Nachbaur hat diese Frage gestellt (Abg. Königsberger-Ludwig: Die ist schon fortgegangen! Die ist schon im Wochenende, hat sie gesagt!) –, warum das nachrangig war. Ich weiß es: Weil diese Bank unter dem Jörg Haider unterkapitalisiert war, mit einer gefälschten Bilanz 2004 – das ist übrigens rechtskräftig, weil das Eigenkapital nicht vorhanden war –, daher hat man den Anleihegläubigern draufgeschrieben: nachrangig und gleichzeitig Landeshaftung, um das Kernkapital auszuweisen. – Das ist beschummelt!
Abg. Podgorschek: Danke, dass Sie heute einem Untersuchungsausschuss zustimmen werden! Der wird das alles klären!
Ja, Sie sind heute Opfer mit den 98 Millionen. Aber das Dankschreiben können Sie bitte bei der FPÖ Kärnten und bei der heutigen FPÖ ablegen. (Abg. Podgorschek: Danke, dass Sie heute einem Untersuchungsausschuss zustimmen werden! Der wird das alles klären!) Dort ist der Adressat auch für jene Lebensversicherungsvertragsinhaber, die jetzt einen kleinen Verlust erleben werden. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ja, Sie sind heute Opfer mit den 98 Millionen. Aber das Dankschreiben können Sie bitte bei der FPÖ Kärnten und bei der heutigen FPÖ ablegen. (Abg. Podgorschek: Danke, dass Sie heute einem Untersuchungsausschuss zustimmen werden! Der wird das alles klären!) Dort ist der Adressat auch für jene Lebensversicherungsvertragsinhaber, die jetzt einen kleinen Verlust erleben werden. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Neubauer – in Richtung des auf seinen Sitzplatz zurückkehrenden Abg. Matznetter –: Ein Segen für Österreich, dass Sie nicht mehr Staatssekretär sind! So ahnungslos!
Präsident Karlheinz Kopf: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Tamandl. – Bitte. (Abg. Neubauer – in Richtung des auf seinen Sitzplatz zurückkehrenden Abg. Matznetter –: Ein Segen für Österreich, dass Sie nicht mehr Staatssekretär sind! So ahnungslos!)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Werte Kolleginnen und Kollegen! Also, wer das jetzt gesagt hat, der kann nur nicht genau zugehört haben. Ich oute mich jetzt: Ich bin ein Fan von Herrn Kollegen Matznetter, weil er sich nämlich wirklich fundiert auskennt und es Ihnen jetzt fundiert erklärt hat! (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber ein paar Dinge muss man schon zu Herrn Abgeordnetem Lugar sagen, der sich hier immer als großer Experte in allen Anliegen und Angelegenheiten darstellt: Sie haben von Dilettantismus gesprochen. Ich glaube, aus Sicht des Teams Stronach waren Sie ein Dilettant als Klubobmann, denn sonst wären Sie heute noch Klubobmann und hätten nicht abgesetzt und abgelöst werden müssen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kogler: Ja! Eh auch!
Herr Kollege Kogler, es wurde Ihnen vorher schon vorgelesen, dass Sie selbst einmal einen Antrag eingebracht haben, wir mögen doch eine Bad Bank machen. (Abg. Kogler: Ja! Eh auch!) – Wir machen jetzt eine Abbaugesellschaft! Und es wurde heute schon ein paarmal erwähnt, auch von den Oppositionsabgeordneten, dass der Herr Finanzminister, seit er Finanzminister ist, alle Parteien eingebunden hat, er hat alle Finanzsprecher eingebunden. Er hat Ihnen im März, nach dem 18. März, an dem der Ministerratsbeschluss erfolgt ist, bereits gesagt, wen er hier alles zur Kasse bitten möchte, dass er die den Steuerzahler am meisten schonende Variante wählt. (Abg. Kogler: Das stimmt ja nicht!)
Abg. Kogler: Das stimmt ja nicht!
Herr Kollege Kogler, es wurde Ihnen vorher schon vorgelesen, dass Sie selbst einmal einen Antrag eingebracht haben, wir mögen doch eine Bad Bank machen. (Abg. Kogler: Ja! Eh auch!) – Wir machen jetzt eine Abbaugesellschaft! Und es wurde heute schon ein paarmal erwähnt, auch von den Oppositionsabgeordneten, dass der Herr Finanzminister, seit er Finanzminister ist, alle Parteien eingebunden hat, er hat alle Finanzsprecher eingebunden. Er hat Ihnen im März, nach dem 18. März, an dem der Ministerratsbeschluss erfolgt ist, bereits gesagt, wen er hier alles zur Kasse bitten möchte, dass er die den Steuerzahler am meisten schonende Variante wählt. (Abg. Kogler: Das stimmt ja nicht!)
Beifall bei der ÖVP.
Der Finanzminister hat Ihnen gesagt, dass er die Nachranggläubiger beteiligen will. Er hat Ihnen gesagt, dass er die Bayern selbstverständlich mit in die Verantwortung nehmen will und natürlich das Bundesland Kärnten. Wenn dann natürlich die Opposition keine andere Chance sieht als alles schlechtzumachen, obwohl sie vorher erstens einmal eingebunden war und zweitens immer die Bad Bank gefordert hat – Sie haben früher nie eine Insolvenz gefordert, aber jetzt, wo ein anderes Modell auf dem Tisch liegt und wo wir handeln, fordern Sie die Insolvenz –, dann finde ich das besonders bedauerlich, denn Sie müssten es eigentlich besser wissen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek, Kitzmüller und Podgorschek.
Und selbstverständlich – und da kann sich die blaue Fraktion, die FPÖ, noch so sehr distanzieren –, selbstverständlich ist es ein blauer Kriminalfall in Kärnten, Herr Kollege. Auch wenn Sie mich noch so freundlich anlachen, werden Sie meine Meinung nicht ändern. Landeshauptmann Haider hat die Bank, die Hypo Alpe-Adria, als Bankomat verwendet. (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek, Kitzmüller und Podgorschek.)
Zwischenruf des Abg. Deimek
Wenn heute hier Vergleiche angestellt werden und der Herr Kollege Lugar immer betreffend den Landeshauptmann vom Onkel Erwin spricht, habe ich schon manches Mal das Gefühl, Sie wollen bei der ÖVP in Niederösterreich andocken (Zwischenruf des Abg. Deimek), dort werden Sie aber nicht genommen, und deshalb sprechen Sie hier immer vom Onkel Erwin und von der Raiffeisen. (Abg. Podgorschek: ... hätten wir uns erspart, wenn wir einen Untersuchungsausschuss hätten! – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.) Wahrscheinlich hat man Sie einmal abgelehnt, als Sie bei der Raiffeisen einmal einen Job wollten, sonst kann ich mir diese ewige Leier nicht erklären. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Podgorschek: ... hätten wir uns erspart, wenn wir einen Untersuchungsausschuss hätten! – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.
Wenn heute hier Vergleiche angestellt werden und der Herr Kollege Lugar immer betreffend den Landeshauptmann vom Onkel Erwin spricht, habe ich schon manches Mal das Gefühl, Sie wollen bei der ÖVP in Niederösterreich andocken (Zwischenruf des Abg. Deimek), dort werden Sie aber nicht genommen, und deshalb sprechen Sie hier immer vom Onkel Erwin und von der Raiffeisen. (Abg. Podgorschek: ... hätten wir uns erspart, wenn wir einen Untersuchungsausschuss hätten! – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.) Wahrscheinlich hat man Sie einmal abgelehnt, als Sie bei der Raiffeisen einmal einen Job wollten, sonst kann ich mir diese ewige Leier nicht erklären. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn heute hier Vergleiche angestellt werden und der Herr Kollege Lugar immer betreffend den Landeshauptmann vom Onkel Erwin spricht, habe ich schon manches Mal das Gefühl, Sie wollen bei der ÖVP in Niederösterreich andocken (Zwischenruf des Abg. Deimek), dort werden Sie aber nicht genommen, und deshalb sprechen Sie hier immer vom Onkel Erwin und von der Raiffeisen. (Abg. Podgorschek: ... hätten wir uns erspart, wenn wir einen Untersuchungsausschuss hätten! – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.) Wahrscheinlich hat man Sie einmal abgelehnt, als Sie bei der Raiffeisen einmal einen Job wollten, sonst kann ich mir diese ewige Leier nicht erklären. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Deimek: Na, da sollten Sie noch einmal mit Raiffeisen und UNIQA vorher reden, bevor Sie dieses Gesetz beschließen!
Selbst wenn Sie hundertmal sagen, wir sollten Kärnten in die Insolvenz schicken, frage ich mich – wenn heute hier glorifiziert wird, die Kärntner bräuchten keine neuen Schulden mehr aufzunehmen und so weiter –, wie würde denn dann die Kärntner Landesregierung beispielsweise die Landesgehälter zahlen? Wie könnte denn der Betrieb in Kärnten insgesamt aufrechterhalten werden? – Na, indem wieder der Steuerzahler und die Steuerzahlerin der Republik Österreich einspringen, und das wollen wir nicht. Genau deswegen sprechen wir heute über das Sondergesetz, und deshalb werden wir dieses Sondergesetz im Juli auch zur Beschlussfassung bringen. (Abg. Deimek: Na, da sollten Sie noch einmal mit Raiffeisen und UNIQA vorher reden, bevor Sie dieses Gesetz beschließen!) – Herr Kollege, Sie können sich gerne zu Wort melden! Sie können das durchaus vom Rednerpult aus sagen.
Abg. Deimek: ... eine Unwahrheit!
Wenn man gestern den Experten im Finanzausschuss zugehört hat, hat man natürlich schon bemerkt, dass alle Experten unterschiedlicher Meinung waren. Aber obwohl der Notenbank-Gouverneur in seiner Stellungnahme manchmal auch durchaus kritische Worte gefunden hat, was beispielsweise den Finanzplatz Österreich oder den Wirtschaftsstandort Österreich betrifft, hat er trotzdem gemeint (Abg. Deimek: ... eine Unwahrheit!), dass eine Insolvenz mit nicht abschätzbaren Folgen für die Republik Österreich und für das Rating der Republik Österreich zusammenhängen würde.
Abg. Deimek: Der erzählt den ganzen Tag alles Mögliche an Unwahrheiten!
Das wollen wir nicht, denn – wir haben es jetzt schon gesehen, der Herr Gouverneur Nowotny hat es gestern auch gesagt (Abg. Deimek: Der erzählt den ganzen Tag alles Mögliche an Unwahrheiten!), der Herr Finanzminister hat es heute gesagt – wir sind nicht von einem schlechteren Rating betroffen. Im Gegenteil, wir haben uns sogar gegenüber dem Wert vor einem Monat um 10 Basispunkte im Spread verbessert.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Sie können das noch so schlechtreden! Wir tragen die Verantwortung, und als Abgeordnete auch der Opposition können Sie sich der Verantwortung nicht entziehen. Insbesondere die FPÖ kann sich ihr nicht entziehen, denn Sie haben uns und den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern dieses Desaster überhaupt erst eingebrockt. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Themessl –: Bernhard, sag ihnen, wie es wirklich ist!
Präsident Karlheinz Kopf: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Themessl. – Bitte. (Abg. Neubauer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Themessl –: Bernhard, sag ihnen, wie es wirklich ist!)
Abg. Neubauer: Der hat sich gefürchtet!
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Werte Kolleginnen und Kollegen! Frau Kollegin Tamandl, aber vor allen Dingen auch Herr Kollege Unterrainer – er hat jetzt das Haus verlassen (Abg. Neubauer: Der hat sich gefürchtet!) –, wissen Sie, was Ihren Reden hier heraußen fehlt, das ist eine gewisse Konsequenz. Wenn der Herr Kollege Unterrainer hier 5 Minuten über die FPÖ in Kärnten schimpft, dass die alle schuld sind, dann fehlt die nötige diesbezügliche Konsequenz (Abg. Deimek: Der ist ja nur Parteisprecher!), denn wenn er konsequent wäre und er das glaubt, was er hier sagt – ich gehe davon aus, dass er das glaubt, was er hier sagt –, dann müsste im Anschluss an jede seiner Reden der Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses kommen (Beifall bei der FPÖ), denn dann hätten Sie es ja schwarz auf weiß, dass der Jörg Haider und die Kärntner Freiheitlichen an der ganzen Misere schuld sind.
Abg. Deimek: Der ist ja nur Parteisprecher!
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Werte Kolleginnen und Kollegen! Frau Kollegin Tamandl, aber vor allen Dingen auch Herr Kollege Unterrainer – er hat jetzt das Haus verlassen (Abg. Neubauer: Der hat sich gefürchtet!) –, wissen Sie, was Ihren Reden hier heraußen fehlt, das ist eine gewisse Konsequenz. Wenn der Herr Kollege Unterrainer hier 5 Minuten über die FPÖ in Kärnten schimpft, dass die alle schuld sind, dann fehlt die nötige diesbezügliche Konsequenz (Abg. Deimek: Der ist ja nur Parteisprecher!), denn wenn er konsequent wäre und er das glaubt, was er hier sagt – ich gehe davon aus, dass er das glaubt, was er hier sagt –, dann müsste im Anschluss an jede seiner Reden der Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses kommen (Beifall bei der FPÖ), denn dann hätten Sie es ja schwarz auf weiß, dass der Jörg Haider und die Kärntner Freiheitlichen an der ganzen Misere schuld sind.
Beifall bei der FPÖ
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Werte Kolleginnen und Kollegen! Frau Kollegin Tamandl, aber vor allen Dingen auch Herr Kollege Unterrainer – er hat jetzt das Haus verlassen (Abg. Neubauer: Der hat sich gefürchtet!) –, wissen Sie, was Ihren Reden hier heraußen fehlt, das ist eine gewisse Konsequenz. Wenn der Herr Kollege Unterrainer hier 5 Minuten über die FPÖ in Kärnten schimpft, dass die alle schuld sind, dann fehlt die nötige diesbezügliche Konsequenz (Abg. Deimek: Der ist ja nur Parteisprecher!), denn wenn er konsequent wäre und er das glaubt, was er hier sagt – ich gehe davon aus, dass er das glaubt, was er hier sagt –, dann müsste im Anschluss an jede seiner Reden der Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses kommen (Beifall bei der FPÖ), denn dann hätten Sie es ja schwarz auf weiß, dass der Jörg Haider und die Kärntner Freiheitlichen an der ganzen Misere schuld sind.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Doppler: Das hat er vergessen! – Abg. Obernosterer: Oje!
Vielleicht noch zur Geschichtsauffrischung des Herrn Unterrainer: Vielleicht weiß er nicht, dass Jörg Haider von Ende März 2005 bis zu seinem Ableben BZÖ-Landeshauptmann und nicht FPÖ-Landeshauptmann war. So viel dazu. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Doppler: Das hat er vergessen! – Abg. Obernosterer: Oje!) – Nur damit Sie es wissen, weil Sie das ja anscheinend aus Ihrem Gedächtnis gestrichen haben.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Dann noch ein Wort zum Herrn Kollegen Matznetter: Wenn Herr Kollege Matznetter hier heraußen Dr. Fellner ... (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Beruhigt euch wieder (in Richtung ÖVP); das stimmt so, es war so! – Wenn also Kollege Matznetter hier heraußen Dr. Fellner von gestern aus dem Hearing zitiert und er konsequent gewesen wäre, dann hätte er weiterreden und sagen müssen, dass nämlich das, was Dr. Fellner gesagt hat, von den beiden anderen Experten beim Hearing klar widerlegt wurde. (Abg. Deimek: Das hat er nicht verstanden!) Das hat er aber nicht dazugesagt. – Es hat ja mehrere Experten gegeben, nicht nur einen. Der eine war eben wahrscheinlich von der SPÖ bestellt, aber darum geht es mir gar nicht.
Abg. Deimek: Das hat er nicht verstanden!
Dann noch ein Wort zum Herrn Kollegen Matznetter: Wenn Herr Kollege Matznetter hier heraußen Dr. Fellner ... (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Beruhigt euch wieder (in Richtung ÖVP); das stimmt so, es war so! – Wenn also Kollege Matznetter hier heraußen Dr. Fellner von gestern aus dem Hearing zitiert und er konsequent gewesen wäre, dann hätte er weiterreden und sagen müssen, dass nämlich das, was Dr. Fellner gesagt hat, von den beiden anderen Experten beim Hearing klar widerlegt wurde. (Abg. Deimek: Das hat er nicht verstanden!) Das hat er aber nicht dazugesagt. – Es hat ja mehrere Experten gegeben, nicht nur einen. Der eine war eben wahrscheinlich von der SPÖ bestellt, aber darum geht es mir gar nicht.
Abg. Obernosterer: Der Dörfler!
Also jetzt frage ich Sie: Wer hat die Bank verstaatlicht? Waren das auch die Freiheitlichen in Kärnten? (Abg. Obernosterer: Der Dörfler!) – Schon? Ehrlich? Die Freiheitlichen in Kärnten haben die Bank verstaatlicht? (Abg. Obernosterer: Na sicher waren sie dabei!) – Nein, ich war nicht dabei! Der Herr Pröll war dabei und die zwei jetzigen ... (Abg. Obernosterer: Der Dörfler war dabei, und der Dobernig war dabei!) – Ja, ja!
Abg. Obernosterer: Na sicher waren sie dabei!
Also jetzt frage ich Sie: Wer hat die Bank verstaatlicht? Waren das auch die Freiheitlichen in Kärnten? (Abg. Obernosterer: Der Dörfler!) – Schon? Ehrlich? Die Freiheitlichen in Kärnten haben die Bank verstaatlicht? (Abg. Obernosterer: Na sicher waren sie dabei!) – Nein, ich war nicht dabei! Der Herr Pröll war dabei und die zwei jetzigen ... (Abg. Obernosterer: Der Dörfler war dabei, und der Dobernig war dabei!) – Ja, ja!
Abg. Obernosterer: Der Dörfler war dabei, und der Dobernig war dabei!
Also jetzt frage ich Sie: Wer hat die Bank verstaatlicht? Waren das auch die Freiheitlichen in Kärnten? (Abg. Obernosterer: Der Dörfler!) – Schon? Ehrlich? Die Freiheitlichen in Kärnten haben die Bank verstaatlicht? (Abg. Obernosterer: Na sicher waren sie dabei!) – Nein, ich war nicht dabei! Der Herr Pröll war dabei und die zwei jetzigen ... (Abg. Obernosterer: Der Dörfler war dabei, und der Dobernig war dabei!) – Ja, ja!
Beifall bei der FPÖ.
hergeht und sagt, es kann ja jeder abschließen, wo er will, man muss sich das dann halt überlegen, und wenn die UNIQA befürchtet, das nicht mehr zu halten, dann muss man es eben irgendwo anders machen!, dann bin ich gespannt, wie der Raiffeisen-Konzern und die UNIQA darauf reagieren werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wittmann: Weil Sie keine Verantwortung tragen! – Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Dr. Georg Vetter (STRONACH): Grüß Gott, Herr Präsident! Grüß Gott, Herr Staatssekretär! Grüß Gott, meine Damen und Herren! Hohes Haus! Ich orte hier eine gewisse Präferenz für eine Konkurslösung in der Opposition. Warum gibt es diese Präferenz für eine Konkurslösung? (Abg. Wittmann: Weil Sie keine Verantwortung tragen! – Beifall bei SPÖ und ÖVP.) – Weil – lassen Sie mich die Antwort selbst geben! – damit die Gläubiger gleich behandelt werden. (Abg. Podgorschek: So ist es!) Dafür gibt es das Instrument des Konkurses.
Abg. Podgorschek: So ist es!
Abgeordneter Dr. Georg Vetter (STRONACH): Grüß Gott, Herr Präsident! Grüß Gott, Herr Staatssekretär! Grüß Gott, meine Damen und Herren! Hohes Haus! Ich orte hier eine gewisse Präferenz für eine Konkurslösung in der Opposition. Warum gibt es diese Präferenz für eine Konkurslösung? (Abg. Wittmann: Weil Sie keine Verantwortung tragen! – Beifall bei SPÖ und ÖVP.) – Weil – lassen Sie mich die Antwort selbst geben! – damit die Gläubiger gleich behandelt werden. (Abg. Podgorschek: So ist es!) Dafür gibt es das Instrument des Konkurses.
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Wenn ich diesen Zwischenruf von links hier aufnehme: Sie führen das Wort „Gerechtigkeit“ oft im Mund, aber wenn es um Gerechtigkeit geht, wenn ein Unternehmen in die Krise kommt, dann ist in einer modernen, entwickelten Marktwirtschaft der Konkurs einfach das richtige, gerechte, gleichbehandelnde Instrument. Genau deshalb beobachten auch die Finanzmärkte unter diesem Gesichtspunkt dieses Unternehmen so genau (Zwischenruf des Abg. Matznetter), und vielleicht auch noch aus einem Bauchgefühl heraus die vielen Abgeordneten der Opposition.
Beifall beim Team Stronach.
Ein Sondergesetz versucht, Sondergerechtigkeit zu schaffen, was immer problematisch ist und wobei die Leute immer ein schlechtes Gefühl haben werden. Je mehr Sondergesetze wir in diesem Haus beschließen oder zu beschließen haben, desto unguter ist das Gefühl, das man hier hat. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Beim Staat gibt es all diese Fragen offensichtlich nicht, sondern nur Ungleichbehandlung, und daher fühlen sich so viele Menschen ungerecht behandelt. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Podgorschek: Richtig!
Ich meine, beide Denkschulen haben ihre Berechtigung, was jedoch keine Berechtigung hat, ist, dass der Staat diese beiden Gruppen gegeneinander ausspielt und ihnen sagt: Ihr kriegt nichts, ihr müsst euch alle beteiligen! – und auf dem Weg dieser Sonderbeteiligung still und heimlich die Haftung des Landes Kärnten entsorgt. Die Beteiligung der Gläubiger ist nämlich nur Euphemismus dafür, dass die Haftung des Landes Kärnten unter den Tisch gefallen lassen wird. Das ist das Schlimme: dass diese Haftung jetzt überhaupt nichts mehr wert ist, eine Haftung, für die man sich etwas bezahlen ließ (Abg. Podgorschek: Richtig!), meine Damen und Herren, nämlich eine Haftungsprovision! (Abg. Podgorschek: Da waren aber die Kärntner nicht die Einzigen!)
Abg. Podgorschek: Da waren aber die Kärntner nicht die Einzigen!
Ich meine, beide Denkschulen haben ihre Berechtigung, was jedoch keine Berechtigung hat, ist, dass der Staat diese beiden Gruppen gegeneinander ausspielt und ihnen sagt: Ihr kriegt nichts, ihr müsst euch alle beteiligen! – und auf dem Weg dieser Sonderbeteiligung still und heimlich die Haftung des Landes Kärnten entsorgt. Die Beteiligung der Gläubiger ist nämlich nur Euphemismus dafür, dass die Haftung des Landes Kärnten unter den Tisch gefallen lassen wird. Das ist das Schlimme: dass diese Haftung jetzt überhaupt nichts mehr wert ist, eine Haftung, für die man sich etwas bezahlen ließ (Abg. Podgorschek: Richtig!), meine Damen und Herren, nämlich eine Haftungsprovision! (Abg. Podgorschek: Da waren aber die Kärntner nicht die Einzigen!)
Beifall beim Team Stronach.
Erinnern Sie sich an das Wort Haftungsprovisionsvorauszahlung. – Das ist ja auch so ein Kunstwort in diesem Zusammenhang. – 50 Millionen pro Jahr, kapitalisiert, vorausgezahlt für zehn Jahre, ergeben die berühmten 500 Millionen € für den sogenannten Zukunftsfonds. Eine Haftung, die gar nichts wert war, für die man 500 Millionen € kassiert hat, die müsste sofort, noch bevor irgendeine Gläubigerbeteiligung angesprochen wird, mit Zins und Zinseszinsen zurückgezahlt werden, meine Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Auf diese Art und Weise fahren Sie diesen Staat an die Wand. Sie verlieren völlig an Glaubwürdigkeit – und so kann ich nur sagen: Wenn die Sonne der Politik tief steht, dann werfen alle Beteiligten lange Schatten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Deimek: Der Hermann erzählt uns jetzt, Raiffeisen ist dafür!
Präsident Karlheinz Kopf: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Ing. Schultes. – Bitte. (Abg. Deimek: Der Hermann erzählt uns jetzt, Raiffeisen ist dafür!)
Abg. Steinbichler: Vier Jahre haben Sie sich Zeit gelassen!
Das Risiko muss man nehmen, schließlich und endlich ist diese Lösung eine, die der Verfassungsdienst des Bundeskanzleramts geprüft hat, die Professor Raschauer geprüft hat. Die Studie von Professor Raschauer werden alle Abgeordneten bekommen, damit sie sehen, wie wirklich ernsthaft das geprüft wurde. Diese Abbaugesellschaft, die jetzt eingerichtet wird, hat die Aufgabe, den Schaden durch sorgsames Abarbeiten, durch Abarbeiten ohne Hektik, ohne Hysterie, mit den Kenntnissen des Marktes gering zu halten. (Abg. Steinbichler: Vier Jahre haben Sie sich Zeit gelassen!)
Zwischenruf des Abg. Doppler.
Und wenn es gelingt, den Schaden gering zu halten, dann hat sich auch die lange Zeit, die vergangen ist, rechnerisch bewährt, denn es ist gelungen, das Problem zu analysieren, zu sehen, wie die Bayern das analysiert haben, zu sehen, wie der Untersuchungsausschuss in Kärnten das analysiert hat. Jetzt wissen wir aus dieser Erkenntnis, wie Österreich handeln kann, was wir tun müssen, um die Bayern hereinzuziehen, was wir tun müssen, um nachrangige Anleger hereinzuziehen, und was wir tun müssen, um letztendlich auch in Kärnten den Verhandlungsspielraum aufzumachen, der selbstverständlich auch die Kärntner Verantwortung einfordert. (Zwischenruf des Abg. Doppler.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Ich bedanke mich wirklich sehr bei unseren Spezialisten aus dem Finanzministerium, bei Vizekanzler Spindelegger, bei dir, lieber Jochen Danninger, aber auch bei den Experten unserer Koalitionspartei, dass das tatsächlich so weit zustande gekommen ist. Ich habe kein gutes Gefühl dabei, aber ich weiß, dass wir dem Steuerzahler diese Lösung schuldig sind. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Wir haben heute viele Details über Nachranggläubiger und ähnliche Dinge gehört, ich möchte versuchen, die ganze Komplexität herauszunehmen und einmal den Hausverstand zu befragen. Der Hausverstand sagt mir, nur wer etwas zu verheimlichen hat, verhindert, dass durch eine unabhängige Stelle untersucht wird. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Im Fall Hypo haben wir jede Menge Fakten, wir haben aber auch viele, viele offene Fragen. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Strolz.
Was wir Freiheitliche wollen? – Wir wollen nicht mehr und nicht weniger als Offenheit! Wir wollen Antworten! Wir wollen keine Verheimlichungen und keine Verhinderungen! Und wir Freiheitliche wollen und sind daran interessiert, dass, wenn man den gesamten Hypo-Prozess in vier Phasen gliedert – ich sage explizit, Phase eins ist die Zeit vor 2009, wobei hier schon erwähnt werden darf, dass das Problem 2007 eigentlich der reiche und mächtige Staat Bayern hatte; die zweite Phase ist die Verstaatlichung ohne Not im Jahr 2009; die dritte Phase ist die Zeit von 2009 bis 2014 und die vierte Phase 2014, mit der Abwicklungsbank statt der Insolvenz und dem „großartigen“ Sondergesetz, das heute vorliegt –, alle Phasen, ich betone das, lückenlos untersucht werden, schonungslos offengelegt werden. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Strolz.)
Zwischenruf des Abg. Weninger.
Ein kurzer Satz zu diesem Sondergesetz: Das ist ja eine einzige Katastrophe für das Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Österreich. Ich kann ja nicht ex post (Zwischenruf des Abg. Weninger.) – Bitte? (Abg. Weninger: Die Insolvenz !) – Das wollen wir geprüft haben. Wir haben ja auch nicht die Weisheit mit dem Löffel gefressen, aber wir wollen das objektiv durch einen Ausschuss geprüft haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ja, behauptet ja keiner.
Abg. Weninger: Die Insolvenz !
Ein kurzer Satz zu diesem Sondergesetz: Das ist ja eine einzige Katastrophe für das Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Österreich. Ich kann ja nicht ex post (Zwischenruf des Abg. Weninger.) – Bitte? (Abg. Weninger: Die Insolvenz !) – Das wollen wir geprüft haben. Wir haben ja auch nicht die Weisheit mit dem Löffel gefressen, aber wir wollen das objektiv durch einen Ausschuss geprüft haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ja, behauptet ja keiner.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ein kurzer Satz zu diesem Sondergesetz: Das ist ja eine einzige Katastrophe für das Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Österreich. Ich kann ja nicht ex post (Zwischenruf des Abg. Weninger.) – Bitte? (Abg. Weninger: Die Insolvenz !) – Das wollen wir geprüft haben. Wir haben ja auch nicht die Weisheit mit dem Löffel gefressen, aber wir wollen das objektiv durch einen Ausschuss geprüft haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ja, behauptet ja keiner.
Abg. Auer: Der kann eine Bank abwickeln! Gratuliere!
Ich fasse zusammen: Wir wollen Antworten! Wir wollen Offenheit! Die Österreicher haben ein Recht darauf. Und wir haben ja auch das passende Gremium dafür. Wir haben ja im Parlament die Möglichkeit, einen Untersuchungsausschuss einzuberufen. Die Kontrolle der Bundesregierung ist ja eine der zentralen Aufgaben des Parlaments. (Abg. Auer: Der kann eine Bank abwickeln! Gratuliere!) Wir brauchen keine externen Experten à la Griss-Kommission. Wir haben selbst hier im Hohen Haus genug Experten, das können wir uns schon zutrauen, dass wir diese Aufgabe meistern.
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Franz und Vavrik.
Wer bestellt denn im Übrigen diese Experten? – Doch derjenige oder die Institution, die untersucht werden soll. Ja was soll da bitte herauskommen? Das ist ja ein Widerspruch in sich. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Franz und Vavrik.)
Beifall bei der FPÖ.
Und ich schließe damit, womit ich begonnen habe: Nur wer etwas zu verheimlichen hat, verhindert, dass durch eine unabhängige Stelle untersucht wird. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Warum reden Sie darüber?
Es ist unglaublich, was hier abgehalten wird, seit Monaten, seit Monaten, seit Monaten. Und täglich grüßt das Murmeltier! Wir alle haben schon einen Punkt erreicht, wo wir das gar nicht mehr wirklich aushalten können. (Ruf bei der ÖVP: Warum reden Sie darüber?)
Zwischenruf der Abg. Prammer
Wenn wir einen Bundeskanzler haben, und diesen haben wir – um auf das Thema zurückzukommen, das die Frau Präsident vorhin ja abgewimmelt hat –, dann würde ich mir schon erwarten, dass sich der Bundeskanzler, der Leadership zu zeigen hat und eigentlich auch in der Leaderposition ist, bei einer solch gewaltigen Malaise (Zwischenruf der Abg. Prammer), die es endlich zu lösen gilt, hier hersetzt und auch ein Statement abgibt. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Wenn wir einen Bundeskanzler haben, und diesen haben wir – um auf das Thema zurückzukommen, das die Frau Präsident vorhin ja abgewimmelt hat –, dann würde ich mir schon erwarten, dass sich der Bundeskanzler, der Leadership zu zeigen hat und eigentlich auch in der Leaderposition ist, bei einer solch gewaltigen Malaise (Zwischenruf der Abg. Prammer), die es endlich zu lösen gilt, hier hersetzt und auch ein Statement abgibt. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Strolz: Es geht um Verantwortung!
Ich halte es für nahezu absurd, als Eigentümervertreter – als Eigentümervertreter! – nach Konkurs zu schreien! Ich halte es für absurd, als Haftender nach Konkurs zu schreien! Ich halte es für absurd, als öffentliche Hand, die die Haftung übernommen hat, nach Konkurs zu schreien! (Abg. Strolz: Es geht um Verantwortung!) Wissen Sie, was Sie da machen? – Sie machen ein Experiment auf Kosten der Steuerzahler, auf dem Rücken der Steuerzahler! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich halte es für nahezu absurd, als Eigentümervertreter – als Eigentümervertreter! – nach Konkurs zu schreien! Ich halte es für absurd, als Haftender nach Konkurs zu schreien! Ich halte es für absurd, als öffentliche Hand, die die Haftung übernommen hat, nach Konkurs zu schreien! (Abg. Strolz: Es geht um Verantwortung!) Wissen Sie, was Sie da machen? – Sie machen ein Experiment auf Kosten der Steuerzahler, auf dem Rücken der Steuerzahler! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Strolz: Ja wir haben es durchgerechnet!
Sie glauben doch nicht wirklich, dass, wenn Sie die Hypo Alpe-Adria in Konkurs schicken, die Haftungen weg sind! (Abg. Strolz: Ja wir haben es durchgerechnet!) In
Abg. Strolz: Wir haben es durchgerechnet!
welcher rechtlichen Welt leben Sie denn? (Abg. Strolz: Wir haben es durchgerechnet!) Wohin soll denn die Haftung kommen, die verschwindet, oder was glauben Sie denn? (Abg. Strolz: 2 Milliarden statt Ihrer !) Was glauben Sie denn, wohin die kommt? – Die Haftung bleibt natürlich bestehen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Anhaltende Zwischenrufe.)
Abg. Strolz: 2 Milliarden statt Ihrer !
welcher rechtlichen Welt leben Sie denn? (Abg. Strolz: Wir haben es durchgerechnet!) Wohin soll denn die Haftung kommen, die verschwindet, oder was glauben Sie denn? (Abg. Strolz: 2 Milliarden statt Ihrer !) Was glauben Sie denn, wohin die kommt? – Die Haftung bleibt natürlich bestehen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Anhaltende Zwischenrufe.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Anhaltende Zwischenrufe.
welcher rechtlichen Welt leben Sie denn? (Abg. Strolz: Wir haben es durchgerechnet!) Wohin soll denn die Haftung kommen, die verschwindet, oder was glauben Sie denn? (Abg. Strolz: 2 Milliarden statt Ihrer !) Was glauben Sie denn, wohin die kommt? – Die Haftung bleibt natürlich bestehen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Anhaltende Zwischenrufe.)
Abg. Strolz: Okay!
Das bedeutet, mit Einleitung der Insolvenz ist die gesamte Haftung fällig! Das bedeutet, dass das Land Kärnten mit Einleitung der Insolvenz für die Hypo Alpe-Adria konkursreif ist und den Konkurs anmelden muss. (Abg. Strolz: Okay!) Das bedeutet wiederum, dass dort ein Masseverwalter eingesetzt wird.
Zwischenruf des Abg. Kogler.
Wir müssen auf alle Fälle das Vermögen für die Gläubiger sichern. (Zwischenruf des Abg. Kogler.) Was heißt Vermögen? Wo liegt denn das Vermögen des Landes Kärnten? – Zum Beispiel in der verliehenen Wohnbauförderung, und die muss ich dann fällig stellen. Damit treffe ich jeden Häuslbauer, damit treffe ich die Genossenschaften. Ich muss aber auch sämtliche Eigentumswerte veräußern. (Zwischenruf des Abg. Strolz.) Das heißt, ich muss alle – alle! – Bürogebäude, alle Krankenhäuser, alle Kindergärten einmal sichern und zum Verkauf anbieten.
Zwischenruf des Abg. Strolz.
Wir müssen auf alle Fälle das Vermögen für die Gläubiger sichern. (Zwischenruf des Abg. Kogler.) Was heißt Vermögen? Wo liegt denn das Vermögen des Landes Kärnten? – Zum Beispiel in der verliehenen Wohnbauförderung, und die muss ich dann fällig stellen. Damit treffe ich jeden Häuslbauer, damit treffe ich die Genossenschaften. Ich muss aber auch sämtliche Eigentumswerte veräußern. (Zwischenruf des Abg. Strolz.) Das heißt, ich muss alle – alle! – Bürogebäude, alle Krankenhäuser, alle Kindergärten einmal sichern und zum Verkauf anbieten.
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strolz: Nein, die Hypo auch nicht!
Liebe Freunde, wo lebt ihr denn? Ein Konkurs ist doch keine Kinderjause! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strolz: Nein, die Hypo auch nicht!) Das wäre nahezu ein unverantwortliches Experiment auf Kosten der Österreicherinnen und Österreicher, insbesondere der Kärntnerinnen und Kärntner. So etwas zu verlangen, ist unverantwortlich, und das trauen Sie sich nur in der Opposition, weil Sie es dann nicht mehr zu verantworten haben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Liebe Freunde, wo lebt ihr denn? Ein Konkurs ist doch keine Kinderjause! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strolz: Nein, die Hypo auch nicht!) Das wäre nahezu ein unverantwortliches Experiment auf Kosten der Österreicherinnen und Österreicher, insbesondere der Kärntnerinnen und Kärntner. So etwas zu verlangen, ist unverantwortlich, und das trauen Sie sich nur in der Opposition, weil Sie es dann nicht mehr zu verantworten haben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Wittmann: Als Lösung! – Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Kollege Wittmann, wenn Sie Insolvenzrecht als Experiment bezeichnen, dann frage ich mich: Wie bezeichnen Sie das Sondergesetz, das wir hier am Tisch haben? (Abg. Wittmann: Als Lösung! – Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Schieder: Das ist kein rechtsferner Raum! Lesen Sie es doch einmal durch!
Insolvenzrecht ist erprobtes Recht und Bestandteil einer jeden Marktwirtschaft, das ist kein Experiment. Wenn überhaupt etwas ein Experiment ist, dann ist es das, was hier gemacht wird – dieses Sondergesetz ist ein Experiment. (Abg. Schieder: Das ist kein rechtsferner Raum! Lesen Sie es doch einmal durch!)
Abg. Schieder: Ihr entscheidet ja nichts!
sam getroffen. Die Entscheidung für die Abbaugesellschaft haben wir nicht getroffen, die haben wir von Anfang an kritisiert. (Abg. Schieder: Ihr entscheidet ja nichts!)
Abg. Kogler: Weil sie bis zur Halskrause drinnen steckt!
Dann frage ich mich, wie kann man sich in die Öffentlichkeit stellen und behaupten, die Insolvenz wäre teurer, wenn man das in Wahrheit nie berechnet hat? – Ich möchte jetzt nicht hören, dass die Taskforce das ohnehin irgendwann einmal berechnet hat. Diese Taskforce musste doch geradezu gezwungen werden, sich mit der Insolvenz zu beschäftigen, und hat sich bis zu diesem Zeitpunkt vehement dagegen gewehrt. Ja, wie seriös kann denn eine Insolvenzrechnung dieser Taskforce sein, die sich von Anfang an, ohne sich damit zu beschäftigen, dagegen ausgesprochen hat und geradezu dazu gezwungen werden musste?! (Abg. Kogler: Weil sie bis zur Halskrause drinnen steckt!)
Beifall bei NEOS, FPÖ und Grünen. – Abg. Kogler: Bravo!
Sehr geehrter Herr Finanzminister und – ja, ich füge ihn hinzu – Herr Bundeskanzler, der wie immer in dieser Frage abtaucht: Professionelle Vorgangsweise sieht anders aus! – Danke. (Beifall bei NEOS, FPÖ und Grünen. – Abg. Kogler: Bravo!)
Zwischenrufe des Abg. Rädler.
Es geht ja nicht nur um die Hypo, wenn wir bei dem Beispiel bleiben, sondern da gibt es diese großartige Idee vom Müttergeld und vom Jugendtausender und von anderen Großartigkeiten, deren Finanzierung für den jeweiligen Landesfürsten überhaupt kein Problem und keine Frage darstellt. (Zwischenrufe des Abg. Rädler.)
Abg. Strache: Dann hätten wir die Hypo finanziert!
Herr Kollege Rädler, danke für Ihre Zwischenrufe, aber ich möchte mich dem Kollegen Podgorschek anschließen: Ich hätte gerne für jeden Zwischenruf, den Sie machen, 1 €. Dann hätte ich nämlich jetzt schon diese Woche meines Lebens finanziert. (Abg. Strache: Dann hätten wir die Hypo finanziert!) – Ja, vermutlich hätten wir die Hypo saniert.
Beifall bei den NEOS.
Da frage ich jetzt Sie: Worauf wartet die Bundesregierung hier eigentlich noch? (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Aber grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass es keinen Bedarf danach gibt, und dass eine Gebietskörperschaft, wie ein Bundesland, in Österreich nicht in die Insolvenz geschickt werden soll, ist der einstimmige Beschluss der Bundesregierung. Dieser erfolgte, wie ich dargelegt habe, aus guten Gründen, und ich wüsste jetzt wirklich beim besten Willen nicht mehr, was ich noch ergänzend zu dieser Anfrage vom April dieses Jahres sagen könnte. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Strolz
Eine weitere Frage, die sich der Gesetzgeber, die Österreicherinnen und Österreicher stellen sollten: Sind die Länder, sind die Gebietskörperschaften wirklich einfach nur Marktteilnehmer (Zwischenruf des Abg. Strolz), die so zu behandeln sind wie alle anderen Marktteilnehmer, von denen heute schon die Rede war, und denen die Risken, aber auch die möglichen Erträge der Veranlagungen durchaus bewusst waren? Oder sind die Gebietskörperschaften in dieser Republik nicht vielmehr auch Anbieter vielfältigster Leistungen für die Bevölkerung (Abg. Strolz: Von Verantwortung !), die der Markt als solcher gar nicht zu den gleichen Bedingungen anbieten kann oder will? (Abg. Strolz: Verantwortungskultur ist das Thema!)
Abg. Strolz: Von Verantwortung !
Eine weitere Frage, die sich der Gesetzgeber, die Österreicherinnen und Österreicher stellen sollten: Sind die Länder, sind die Gebietskörperschaften wirklich einfach nur Marktteilnehmer (Zwischenruf des Abg. Strolz), die so zu behandeln sind wie alle anderen Marktteilnehmer, von denen heute schon die Rede war, und denen die Risken, aber auch die möglichen Erträge der Veranlagungen durchaus bewusst waren? Oder sind die Gebietskörperschaften in dieser Republik nicht vielmehr auch Anbieter vielfältigster Leistungen für die Bevölkerung (Abg. Strolz: Von Verantwortung !), die der Markt als solcher gar nicht zu den gleichen Bedingungen anbieten kann oder will? (Abg. Strolz: Verantwortungskultur ist das Thema!)
Abg. Strolz: Verantwortungskultur ist das Thema!
Eine weitere Frage, die sich der Gesetzgeber, die Österreicherinnen und Österreicher stellen sollten: Sind die Länder, sind die Gebietskörperschaften wirklich einfach nur Marktteilnehmer (Zwischenruf des Abg. Strolz), die so zu behandeln sind wie alle anderen Marktteilnehmer, von denen heute schon die Rede war, und denen die Risken, aber auch die möglichen Erträge der Veranlagungen durchaus bewusst waren? Oder sind die Gebietskörperschaften in dieser Republik nicht vielmehr auch Anbieter vielfältigster Leistungen für die Bevölkerung (Abg. Strolz: Von Verantwortung !), die der Markt als solcher gar nicht zu den gleichen Bedingungen anbieten kann oder will? (Abg. Strolz: Verantwortungskultur ist das Thema!)
Abg. Strolz: Daseinsvorsorge!
Wie sieht es denn mit dem Vertrauen der Bevölkerung dahin gehend aus, dass Gebietskörperschaften nicht einfach aufgrund einer Insolvenz diese Leistungen von einem Tag auf den anderen nicht mehr erbringen können (Abg. Strolz: Daseinsvorsorge!) oder nicht mehr erbringen werden?
Zwischenruf des Abg. Strolz.
Die Vereinigten Staaten haben uns vor ein paar Wochen oder vor ein paar Monaten ziemlich drastisch vor Augen geführt, wie die Folgen einer Zahlungsunfähigkeit für die eigenen Bediensteten, für die Bevölkerung und für die Dienstleistungen für die Bevölkerung aussehen. Und ich glaube nicht, dass die österreichische Bevölkerung diese amerikanischen Zustände begrüßen würde. (Zwischenruf des Abg. Strolz.) Das Vertrauen der Bevölkerung in den Bund und in die Länder würde sich wohl bei der Aussicht auf eine mögliche Insolvenz der Länder massiv verringern (Zwischenruf des Abg. Strolz), insbesondere, Herr Dr. Strolz, wenn es auch darum geht, den Gebietskörperschaften finanzielle Mittel zur Erfüllung der Leistungen im Veranlagungsweg zur Verfügung zu stellen.
Zwischenruf des Abg. Strolz
Die Vereinigten Staaten haben uns vor ein paar Wochen oder vor ein paar Monaten ziemlich drastisch vor Augen geführt, wie die Folgen einer Zahlungsunfähigkeit für die eigenen Bediensteten, für die Bevölkerung und für die Dienstleistungen für die Bevölkerung aussehen. Und ich glaube nicht, dass die österreichische Bevölkerung diese amerikanischen Zustände begrüßen würde. (Zwischenruf des Abg. Strolz.) Das Vertrauen der Bevölkerung in den Bund und in die Länder würde sich wohl bei der Aussicht auf eine mögliche Insolvenz der Länder massiv verringern (Zwischenruf des Abg. Strolz), insbesondere, Herr Dr. Strolz, wenn es auch darum geht, den Gebietskörperschaften finanzielle Mittel zur Erfüllung der Leistungen im Veranlagungsweg zur Verfügung zu stellen.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strolz: Sie sind ja nicht einmal bereit, die Haftungen offenzulegen! Sie haben es heute wieder abgelehnt!
Also aus unserer Sicht sind effektive gesetzliche Richtlinien und Regelungen, wie die Schaffung von einheitlichen Standards im Rechnungswesen für Bund und Länder, ein Spekulationsverbot für die Länder und den staatlichen Sektor und Regelungen betreffend die Haftungsobergrenzen für Gebietskörperschaften wohl die geeigneteren Antworten auf die aufgeworfenen Fragen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strolz: Sie sind ja nicht einmal bereit, die Haftungen offenzulegen! Sie haben es heute wieder abgelehnt!)
Abg. Kogler: Dafür brauchen Sie ja ! – Zwischenruf des Abg. Rossmann.
Es geht am Rande der Demokratie vorbei, wenn einzelne, vom Gericht bestellte Menschen über die gewählten Volksvertreter entscheiden müssen. Daher ist eine Insolvenz ein massiver Eingriff in die föderale Struktur, ein Eingriff in den Finanzausgleich, denn: Welche Mittel gehören eigentlich dem Land wirklich, welche sind nur durchgeleitet, welche könnten gepfändet werden? – Kein Mensch weiß das! (Abg. Kogler: Dafür brauchen Sie ja ! – Zwischenruf des Abg. Rossmann.)
Abg. Kogler: Was wollt ihr?
Es geht auch, wie die Geschichte zeigt, um einen Eingriff in die Territorialität. Was haben die Amerikaner gemacht? – Da wurden die Gebiete verschoben! Vielleicht kauft ein Bundesland das andere (Abg. Kogler: Was wollt ihr?), auch das könnte man regeln. (Zwischenruf des Abg. Strolz.) Eine Lösung: Wir könnten natürlich auch regeln, dass es nur Teilbereiche betrifft. Trifft es nur den Hoheitsbereich, oder trifft es den privatwirtschaftlichen Bereich? (Abg. Kogler: Es soll alles so weitergehen wie jetzt!?) Wir müssen auch auf die Abgrenzungen schauen. (Abg. Kogler: Sie rennen dann wieder mit dem Zeigefinger herum und zeigen auf Kärnten, oder was? – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Strolz.
Es geht auch, wie die Geschichte zeigt, um einen Eingriff in die Territorialität. Was haben die Amerikaner gemacht? – Da wurden die Gebiete verschoben! Vielleicht kauft ein Bundesland das andere (Abg. Kogler: Was wollt ihr?), auch das könnte man regeln. (Zwischenruf des Abg. Strolz.) Eine Lösung: Wir könnten natürlich auch regeln, dass es nur Teilbereiche betrifft. Trifft es nur den Hoheitsbereich, oder trifft es den privatwirtschaftlichen Bereich? (Abg. Kogler: Es soll alles so weitergehen wie jetzt!?) Wir müssen auch auf die Abgrenzungen schauen. (Abg. Kogler: Sie rennen dann wieder mit dem Zeigefinger herum und zeigen auf Kärnten, oder was? – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Kogler: Es soll alles so weitergehen wie jetzt!?
Es geht auch, wie die Geschichte zeigt, um einen Eingriff in die Territorialität. Was haben die Amerikaner gemacht? – Da wurden die Gebiete verschoben! Vielleicht kauft ein Bundesland das andere (Abg. Kogler: Was wollt ihr?), auch das könnte man regeln. (Zwischenruf des Abg. Strolz.) Eine Lösung: Wir könnten natürlich auch regeln, dass es nur Teilbereiche betrifft. Trifft es nur den Hoheitsbereich, oder trifft es den privatwirtschaftlichen Bereich? (Abg. Kogler: Es soll alles so weitergehen wie jetzt!?) Wir müssen auch auf die Abgrenzungen schauen. (Abg. Kogler: Sie rennen dann wieder mit dem Zeigefinger herum und zeigen auf Kärnten, oder was? – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Kogler: Sie rennen dann wieder mit dem Zeigefinger herum und zeigen auf Kärnten, oder was? – Zwischenruf bei der ÖVP.
Es geht auch, wie die Geschichte zeigt, um einen Eingriff in die Territorialität. Was haben die Amerikaner gemacht? – Da wurden die Gebiete verschoben! Vielleicht kauft ein Bundesland das andere (Abg. Kogler: Was wollt ihr?), auch das könnte man regeln. (Zwischenruf des Abg. Strolz.) Eine Lösung: Wir könnten natürlich auch regeln, dass es nur Teilbereiche betrifft. Trifft es nur den Hoheitsbereich, oder trifft es den privatwirtschaftlichen Bereich? (Abg. Kogler: Es soll alles so weitergehen wie jetzt!?) Wir müssen auch auf die Abgrenzungen schauen. (Abg. Kogler: Sie rennen dann wieder mit dem Zeigefinger herum und zeigen auf Kärnten, oder was? – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Kogler: Ausredenkarussell!
Im Wesentlichen ist die Insolvenz aber ein Durchgriff in die Politik. Der Masseverwalter (Abg. Kogler: Ausredenkarussell!) – Nein, das ist kein Ausredenkarussell. Wenn ich da ein Insolvenzverfahren nach herkömmlicher Art nur ansatzweise andenke, wären die demokratischen Grundrechte sicher massiv eingeschränkt (Abg. Kogler: Dann sollen sie selber zahlen! Entschuldigung!), und ich glaube, das wollen wir nicht. (Abg. Kogler: Fahren Sie nach Kärnten, und sammeln Sie das Geld ein!)
Abg. Kogler: Dann sollen sie selber zahlen! Entschuldigung!
Im Wesentlichen ist die Insolvenz aber ein Durchgriff in die Politik. Der Masseverwalter (Abg. Kogler: Ausredenkarussell!) – Nein, das ist kein Ausredenkarussell. Wenn ich da ein Insolvenzverfahren nach herkömmlicher Art nur ansatzweise andenke, wären die demokratischen Grundrechte sicher massiv eingeschränkt (Abg. Kogler: Dann sollen sie selber zahlen! Entschuldigung!), und ich glaube, das wollen wir nicht. (Abg. Kogler: Fahren Sie nach Kärnten, und sammeln Sie das Geld ein!)
Abg. Kogler: Fahren Sie nach Kärnten, und sammeln Sie das Geld ein!
Im Wesentlichen ist die Insolvenz aber ein Durchgriff in die Politik. Der Masseverwalter (Abg. Kogler: Ausredenkarussell!) – Nein, das ist kein Ausredenkarussell. Wenn ich da ein Insolvenzverfahren nach herkömmlicher Art nur ansatzweise andenke, wären die demokratischen Grundrechte sicher massiv eingeschränkt (Abg. Kogler: Dann sollen sie selber zahlen! Entschuldigung!), und ich glaube, das wollen wir nicht. (Abg. Kogler: Fahren Sie nach Kärnten, und sammeln Sie das Geld ein!)
Abg. Strolz: Es geht um Verantwortungskultur!
Die Einzigen, die sich wirklich freuen, wenn wir dieses Insolvenzrecht für die Gebietskörperschaften machen – abgesehen vom Herrn Kogler natürlich –, werden die Ratingagenturen sein. Die Ratingagenturen haben dann wirklich gut zu raten. (Abg. Strolz: Es geht um Verantwortungskultur!) Es wird sich die Finanzierung massiv verschlechtern (Abg. Strolz: Verantwortung!), daher glaube ich, dass der Weg, den wir einschlagen sollten, die Antwort mehr Transparenz in der Rechnungslegung, einheitliche Rechnungssysteme (Abg. Strolz: Verantwortung übernehmen!), Kontrolle sein soll. (Abg. Strolz: Das ist das Thema!)
Abg. Strolz: Verantwortung!
Die Einzigen, die sich wirklich freuen, wenn wir dieses Insolvenzrecht für die Gebietskörperschaften machen – abgesehen vom Herrn Kogler natürlich –, werden die Ratingagenturen sein. Die Ratingagenturen haben dann wirklich gut zu raten. (Abg. Strolz: Es geht um Verantwortungskultur!) Es wird sich die Finanzierung massiv verschlechtern (Abg. Strolz: Verantwortung!), daher glaube ich, dass der Weg, den wir einschlagen sollten, die Antwort mehr Transparenz in der Rechnungslegung, einheitliche Rechnungssysteme (Abg. Strolz: Verantwortung übernehmen!), Kontrolle sein soll. (Abg. Strolz: Das ist das Thema!)
Abg. Strolz: Verantwortung übernehmen!
Die Einzigen, die sich wirklich freuen, wenn wir dieses Insolvenzrecht für die Gebietskörperschaften machen – abgesehen vom Herrn Kogler natürlich –, werden die Ratingagenturen sein. Die Ratingagenturen haben dann wirklich gut zu raten. (Abg. Strolz: Es geht um Verantwortungskultur!) Es wird sich die Finanzierung massiv verschlechtern (Abg. Strolz: Verantwortung!), daher glaube ich, dass der Weg, den wir einschlagen sollten, die Antwort mehr Transparenz in der Rechnungslegung, einheitliche Rechnungssysteme (Abg. Strolz: Verantwortung übernehmen!), Kontrolle sein soll. (Abg. Strolz: Das ist das Thema!)
Abg. Strolz: Das ist das Thema!
Die Einzigen, die sich wirklich freuen, wenn wir dieses Insolvenzrecht für die Gebietskörperschaften machen – abgesehen vom Herrn Kogler natürlich –, werden die Ratingagenturen sein. Die Ratingagenturen haben dann wirklich gut zu raten. (Abg. Strolz: Es geht um Verantwortungskultur!) Es wird sich die Finanzierung massiv verschlechtern (Abg. Strolz: Verantwortung!), daher glaube ich, dass der Weg, den wir einschlagen sollten, die Antwort mehr Transparenz in der Rechnungslegung, einheitliche Rechnungssysteme (Abg. Strolz: Verantwortung übernehmen!), Kontrolle sein soll. (Abg. Strolz: Das ist das Thema!)
Abg. Strolz: Dass Sie keine Verantwortung !
Durch meine Ausführungen habe ich, wie ich glaube, gezeigt (Abg. Strolz: Dass Sie keine Verantwortung !), dass das nicht unbedingt das Thema des Justizministers ist, sondern dass das eigentlich ein sehr verfassungsjuristisches Thema ist, denn da beschränken wir oder beeinträchtigen wir die Grundfeste unserer Verfassung, und ich glaube, dementsprechend gehört es auch behandelt. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kogler: Dann brauchen wir aber auch ein Haftungs- und Schuldenverbot für Bundesländer, und zwar auf der Stelle!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kogler: Dann brauchen wir aber auch ein Haftungs- und Schuldenverbot für Bundesländer, und zwar auf der Stelle!
Durch meine Ausführungen habe ich, wie ich glaube, gezeigt (Abg. Strolz: Dass Sie keine Verantwortung !), dass das nicht unbedingt das Thema des Justizministers ist, sondern dass das eigentlich ein sehr verfassungsjuristisches Thema ist, denn da beschränken wir oder beeinträchtigen wir die Grundfeste unserer Verfassung, und ich glaube, dementsprechend gehört es auch behandelt. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kogler: Dann brauchen wir aber auch ein Haftungs- und Schuldenverbot für Bundesländer, und zwar auf der Stelle!)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Es wurden von meinen Vorrednern gerade zwei Argumente gebracht. Sie haben zum Ersten gemeint, es müsse gewährleistet sein, dass keine Haftungen oder zumindest keine hohen Haftungen mehr eingegangen werden. – Das kann ich wirklich voll unterstreichen; ich wundere mich nur, dass wir auf Bundesebene mit dem ESM genau das gemacht haben. Wir haben gerade wieder Haftungen auf dem Rücken der Steuerzahler beschlossen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Ja sicher, das haben wir getan! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Es wurden von meinen Vorrednern gerade zwei Argumente gebracht. Sie haben zum Ersten gemeint, es müsse gewährleistet sein, dass keine Haftungen oder zumindest keine hohen Haftungen mehr eingegangen werden. – Das kann ich wirklich voll unterstreichen; ich wundere mich nur, dass wir auf Bundesebene mit dem ESM genau das gemacht haben. Wir haben gerade wieder Haftungen auf dem Rücken der Steuerzahler beschlossen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Ja sicher, das haben wir getan! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Abg. Rädler: ganz was anderes!
Zum Zweiten wurde jetzt gerade gesagt: Na stellen Sie sich vor, wenn das Land in Insolvenz ist, dann kommt irgendein Verwalter oder sagt irgendjemand, wie das Land zu führen ist. – Na haben wir nicht einen Stabilitätspakt abgeschlossen? Haben Sie das nicht auch unterschrieben? Ist das nicht genau dasselbe, wenn Österreich gewisse Kriterien nicht erfüllt, dass wir dann von der Europäischen Union Vorgaben bekommen, wie wir zu verfahren haben? (Abg. Rädler: ganz was anderes!) – Ganz was anderes? – Überhaupt nichts anderes! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Lugar.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Lugar.
Zum Zweiten wurde jetzt gerade gesagt: Na stellen Sie sich vor, wenn das Land in Insolvenz ist, dann kommt irgendein Verwalter oder sagt irgendjemand, wie das Land zu führen ist. – Na haben wir nicht einen Stabilitätspakt abgeschlossen? Haben Sie das nicht auch unterschrieben? Ist das nicht genau dasselbe, wenn Österreich gewisse Kriterien nicht erfüllt, dass wir dann von der Europäischen Union Vorgaben bekommen, wie wir zu verfahren haben? (Abg. Rädler: ganz was anderes!) – Ganz was anderes? – Überhaupt nichts anderes! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Lugar.)
Abg. Rädler: ganz was anderes!
Das setzt ja viel früher ein, da brauchen wir ja gar nicht in Insolvenz zu gehen, sondern da brauchen wir nur eine gewisse Neuverschuldung des BIP, völlig willkürlich (Abg. Rädler: ganz was anderes!) Jedenfalls geht es in genau diese Richtung.
Beifall bei der FPÖ.
lichkeit, der Transparenz und des Durchgriffs. Das ist überhaupt nicht geregelt. Die derzeitige Situation ist völlig unbefriedigend, wenn wir nicht wissen, welche Schulden bei den Gemeinden, bei den Ländern vorhanden sind, was noch ausgelagert ist. Wenn es diese Möglichkeit nicht gibt, wenn letztendlich immer der Bund und damit der Steuerzahler haftet, ohne überhaupt die Möglichkeit zu haben, da Einsicht zu nehmen, dann ist da Sanierungs- oder Änderungsbedarf. Das ist vollkommen klar. (Beifall bei der FPÖ.) Daher muss diese Diskussion sehr wohl erfolgen.
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Wenn man davon spricht, dann spricht man da von einem absoluten Sonderrecht. Das heißt, wir reden von Insolvenz, meinen damit aber eben nicht die Insolvenzordnung im eigentlichen Sinn, wie sie jetzt vorliegt, sondern es geht darum, dass man über folgende Frage nachdenkt: Wie schafft man es, dass man einerseits sehr wohl Verantwortlichkeit durchsetzt, dass aber andererseits die für die Daseinsvorsorge, für die Grundversorgung der Bevölkerung notwendigen Dinge pfändungssicher sind? Das muss natürlich klar sein, denn der Teufel wurde heute schon mehrmals an die Wand gemalt: dass dann alles stillsteht und dass dann überhaupt nichts mehr funktioniert. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie der Abgeordneten Strolz und Köchl.
Auch das, was der Herr Minister gesagt hat, ist richtig, dass der Insolvenzentgeltsicherungsfonds da nicht greift. Es wird sicherlich sehr viele Dinge zu bedenken geben, auch verfassungsrechtliche Probleme. Das ist nicht so einfach zu lösen, das ist vollkommen klar. Die Frage ist nur, ob man den Willen dazu hat, ob man sagt: Die derzeitige Situation ist unbefriedigend, ich will als Gesetzgeber eine Lösung finden, die besser ist, um eben diese Probleme, die aufgeworfen wurden und auf dem Tisch liegen, anzugehen. Ich meine, Sie diskutieren die ganze Zeit über Kärnten und darüber, was dort Furchtbares passiert ist, sind aber nicht bereit, die Konsequenzen zu ziehen und zu sagen: Gut, dann reden wir doch darüber, wie wir es in Zukunft besser machen können! (Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie der Abgeordneten Strolz und Köchl.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Strolz und Köchl. – Ruf: Sehr vernünftig!
Ein Änderungsbedarf ist jedenfalls gegeben, die Diskussion ist offen, und ich kann wirklich nur hoffen, dass Sie das nicht einfach vom Tisch wischen, nach dem Motto: Das ist zu kompliziert! oder: Das geht uns nichts an! – Das ist sehr wohl wichtig, damit wir die Schulden innerhalb dieses Staates in den Griff bekommen. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Strolz und Köchl. – Ruf: Sehr vernünftig!)
Abg. Stefan: Vom Prinzip her!
Abgeordneter Mag. Bruno Rossmann (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Ein Wort noch zu den Ausführungen meines Vorredners: Die Haftungen des ESM sind im Gegensatz zu den Haftungen des Landes Kärnten beschränkt (Abg. Stefan: Vom Prinzip her!), denn wenn es zu einer Ausweitung der Haftungen des ESM kommt, braucht es einen Beschluss dieses Hauses. (Abg. Strache: Aber es sind schon 60 Mil-
Abg. Stefan: Ich habe vom Prinzip gesprochen!
liarden! 60 Milliarden!) Das möchte ich einmal klarstellen. (Abg. Stefan: Ich habe vom Prinzip gesprochen!) – Stellen wir die Dinge einmal klar, wie sie sind, und dann diskutieren wir über alles andere!
Abg. Rädler: Da sind ja Sie Experte!
Nun zur Frage des Insolvenzrechts für Länder und Gemeinden: Werfen wir zunächst einen Blick auf die Gemeinden! (Abg. Rädler: Da sind ja Sie Experte!) Es hat schon insolvente Gemeinden gegeben, und diese sind auf Basis der Exekutionsordnung abgewickelt worden. Ich meine, Herr Bundesminister, wenn Sie sagen, dass Exekutionsverfahren immer kompliziert und aufwendig sind, dann sage ich: no na! – auch in der Privatwirtschaft; aber dort gibt es selbstverständlich ein Insolvenzrecht. Und ich sehe überhaupt nicht ein, dass es nur deshalb, weil es Schwierigkeiten gibt, kein Insolvenzrecht für Länder geben soll.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.
ist – oder zumindest der Großteil davon –, wird der Steuerzahler auszubaden haben. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Schönegger, Schmuckenschlager und weiterer Abgeordneter der ÖVP
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (STRONACH): Bevor ich zur Sache spreche, möchte ich kurz auf die Ausführungen von Frau Kollegin Tamandl eingehen, die den Umstand, dass ein Klubobmann abgelöst wird, als Unfähigkeitsbeweis bezeichnet hat. Da will ich Herrn Kollegen Kopf von der ÖVP in Schutz nehmen, er hat sich diese unflätigen Beschimpfungen nicht verdient (Zwischenrufe der Abgeordneten Schönegger, Schmuckenschlager und weiterer Abgeordneter der ÖVP), ich habe ihn als sehr guten Klubobmann in Erinnerung. – Das einmal dazu. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (STRONACH): Bevor ich zur Sache spreche, möchte ich kurz auf die Ausführungen von Frau Kollegin Tamandl eingehen, die den Umstand, dass ein Klubobmann abgelöst wird, als Unfähigkeitsbeweis bezeichnet hat. Da will ich Herrn Kollegen Kopf von der ÖVP in Schutz nehmen, er hat sich diese unflätigen Beschimpfungen nicht verdient (Zwischenrufe der Abgeordneten Schönegger, Schmuckenschlager und weiterer Abgeordneter der ÖVP), ich habe ihn als sehr guten Klubobmann in Erinnerung. – Das einmal dazu. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
So war es auch bei Griechenland. Griechenland hätte ganz einfach in die Pleite gehen können, und gezahlt hätten die französischen und die deutschen Banken. Deshalb hat man Griechenland nicht gehen lassen. (Beifall beim Team Stronach.) Und deshalb hat der österreichische Steuerzahler Geld hinuntergeschickt, damit die französischen und deutschen Banken von Verlusten befreit werden, um das ist es gegangen.
Beifall beim Team Stronach.
Und ein Jahr vor der Wahl, wenn alles schon lange vergessen ist, gibt es dann ein Steuerzuckerl. Das wird dann dem Bürger gleich aus der eigenen Tasche gezogen, dafür kann er dann gleich selbst aufkommen, weil es ja auf Schulden finanziert ist. Und mit diesem Steuerzuckerl und netten Plakaten „Stürmische Zeiten. Sichere Hand“ wird dann wieder geworben. Und die Bürger wählen hundertprozentig wieder den gleichen Schwachsinn. Das ist der Punkt, und so funktioniert das System. Solange das System so funktioniert, werden immer die Steuerzahler zur Kasse gebeten. Ich hoffe, das bemerkt letztlich bald einmal jemand und es kommt endlich einmal zu einer Änderung in diesem Land. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Strache: Das versteht aber der Herr Wittmann nicht! – Gegenruf des Abg. Wittmann.
Herr Kollege Wittmann! – Wo ist er? – Ich sehe seinen Rücken; jetzt sehe ich ihn ganz. Sie haben natürlich völlig recht. Sie haben gesagt, durch die Insolvenzeröffnung verschwinden die Landeshaftungen nicht. Damit haben Sie recht. Aber was Sie nicht dazugesagt haben und was ich ergänzen möchte, ist, dass die Landeshaftungen eine Ausfallhaftung sind, das heißt, die Haftung gilt nur für den Ausfall. Daher macht es einen wesentlichen Unterschied, ob wir eine Insolvenz haben oder nicht. (Abg. Strache: Das versteht aber der Herr Wittmann nicht! – Gegenruf des Abg. Wittmann.) Dazu komme ich gleich.
Beifall bei der FPÖ
Wir haben Ihnen vorgerechnet, dass eine Insolvenz näherungsweise 2,9 Milliarden € kosten würde. Das heißt, das Land Kärnten kann letztlich auch nur für diesen Ausfall haften (Beifall bei der FPÖ), nur für diesen Ausfall und nicht für die gesamten 12 Milliarden, die Sie immer in den Raum stellen.
Abg. Wittmann: Aber Sie verlangen eine Insolvenz!
Die erste Möglichkeit, dass diese Insolvenz gar nicht eintritt, vorerst zumindest nicht eintritt, ist die Geschäftsaufsicht, denn die Geschäftsaufsicht ist einer Insolvenz vorgelagert. (Abg. Wittmann: Aber Sie verlangen eine Insolvenz!) Und genau da liegt Kollege Matznetter – es ist schade, dass der nicht da ist – falsch. Der Verwalter in der Geschäftsaufsicht, die Geschäftsaufsicht ficht nämlich nicht die Insolvenz an, sondern sie hat zwölf Monate Zeit, denn die Voraussetzung für die Geschäftsaufsicht ist nämlich genau die Zahlungsunfähigkeit oder die Überschuldung. Sonst kommen sie gar nicht in die Geschäftsaufsicht, sie haben zwölf Monate Zeit. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann.
Die erste Möglichkeit, dass diese Insolvenz gar nicht eintritt, vorerst zumindest nicht eintritt, ist die Geschäftsaufsicht, denn die Geschäftsaufsicht ist einer Insolvenz vorgelagert. (Abg. Wittmann: Aber Sie verlangen eine Insolvenz!) Und genau da liegt Kollege Matznetter – es ist schade, dass der nicht da ist – falsch. Der Verwalter in der Geschäftsaufsicht, die Geschäftsaufsicht ficht nämlich nicht die Insolvenz an, sondern sie hat zwölf Monate Zeit, denn die Voraussetzung für die Geschäftsaufsicht ist nämlich genau die Zahlungsunfähigkeit oder die Überschuldung. Sonst kommen sie gar nicht in die Geschäftsaufsicht, sie haben zwölf Monate Zeit. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann.)
Abg. Rädler: Redezeit!
Herr Minister Brandstetter, Sie haben ein paar Probleme angesprochen, die einem Insolvenzrecht entgegenstehen. (Abg. Rädler: Redezeit!) Da frage ich mich: Warum legen Sie denn keine Lösung vor? Das wäre doch genau der Anreiz dafür, dass Sie eine Lösung vorlegen. (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.
Herr Minister Brandstetter, Sie haben ein paar Probleme angesprochen, die einem Insolvenzrecht entgegenstehen. (Abg. Rädler: Redezeit!) Da frage ich mich: Warum legen Sie denn keine Lösung vor? Das wäre doch genau der Anreiz dafür, dass Sie eine Lösung vorlegen. (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Verantwortung übernommen wird. – Danke. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Musiol beziehungsweise den Schriftführer Gahr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Wahlurne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Musiol beziehungsweise den Schriftführer Gahr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Wahlurne.)