Eckdaten:
Für die 103. Sitzung der 27. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 354 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht von der Abgeordneten Mag. Faika El-Nagashi
Petition betreffend „,Aufhebung der Zucht mit Freigängerkatzen‘ bzw. ,Kastrationspflicht verschärfen‘“ (Ordnungsnummer 57) (überreicht von der Abgeordneten Mag. Faika El-Nagashi)
Allgemeiner Beifall.
Mein besonderer Gruß gilt heute dem Präsidenten des italienischen Parlaments, der Camera dei deputati, der seinen ersten Auslandsbesuch – nach Covid – nach Österreich machte, was für uns eine besondere Auszeichnung ist, da gerade die Beziehungen zwischen Italien und Österreich nicht nur im Tourismus, sondern darüber hinaus von großer Bedeutung sind. Lieber Präsident Roberto Fico, herzlich willkommen in unserem Parlament! (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Wöginger: Ja, ist ja so!
Nach in etwa einem Jahr Befragungen und Arbeit im Untersuchungsausschuss kann man noch nicht Bilanz ziehen, das werden wir im September, spätestens im Dezember machen, wenn der Endbericht vorliegt, aber man kann schon einiges sagen, was der Untersuchungsausschuss gezeigt hat. Ich bringe nur drei Beispiele, weil es hier eine Partei gibt, die der Meinung ist, da kommt ja nichts heraus. (Abg. Wöginger: Ja, ist ja so!) Die anderen vier Parteien haben sehr, sehr viel dazugelernt, die eine Partei eben nicht. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich darf drei Beispiele anführen.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Nach in etwa einem Jahr Befragungen und Arbeit im Untersuchungsausschuss kann man noch nicht Bilanz ziehen, das werden wir im September, spätestens im Dezember machen, wenn der Endbericht vorliegt, aber man kann schon einiges sagen, was der Untersuchungsausschuss gezeigt hat. Ich bringe nur drei Beispiele, weil es hier eine Partei gibt, die der Meinung ist, da kommt ja nichts heraus. (Abg. Wöginger: Ja, ist ja so!) Die anderen vier Parteien haben sehr, sehr viel dazugelernt, die eine Partei eben nicht. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich darf drei Beispiele anführen.
Abg. Wöginger: ... Prikraf gegründet!
Faktum ist, dieser Gesetzestext wurde dann hier auch beschlossen, und Faktum ist, der ÖVP-nahe Betreiber hat dadurch aus öffentlichen Mitteln pro Jahr 5 Millionen Euro Gewinn gemacht – 5 Millionen Euro pro Jahr! (Abg. Wöginger: ... Prikraf gegründet!) Das ist das, was an Fakten auf den Tisch gelegt worden ist. Die unabhängige Justiz ermittelt, es gibt Beschuldigte, teilweise schon Angeklagte, und die, die von der Justiz genau untersucht werden, sind Strache, der FPÖ-nahe Betreiber, aber auch der ehemalige
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Das ist etwas, das ist zum Beispiel neu im Untersuchungsausschuss herausgekommen, das hatten wir vorher alle nicht am Radar: Spende, Gesetz und Vorteil für den, der gespendet hat. Ob es strafrechtlich relevant ist, wird die Justiz entscheiden, aber alleine aus politischer Sicht ist die Tatsache, dass es diese Abläufe gibt, etwas, worüber wir alle reden sollten, darüber, wie wir so etwas in Zukunft verhindern können. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Der zweite Bereich: „Novomatic zahlt alle“. Wir sind in den Untersuchungsausschuss reingegangen, weil wir davon ausgegangen sind, dass es so etwas wie einen Deal zwischen der Novomatic und der FPÖ gegeben hat. Auf der einen Seite wird ein FPÖ-naher Manager, Herr Sidlo, bei den Casinos Vorstand, auf der anderen Seite setzt sich die FPÖ für Gesetze ein, für Lizenzen ein, die der Novomatic zuträglich sind. Was wir aber in den Akten und Unterlagen im Untersuchungsausschuss gesehen haben, ist, dass die Verbindungen zwischen der ÖVP und der Novomatic zu jedem Zeitpunkt wesentlich dichter und enger waren als jemals mit der FPÖ. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Novomatic und die ÖVP waren schon auf Du und Du, da war die Novomatic mit Herrn Strache noch per Sie.
Rufe bei der ÖVP: Der Herr Matznetter, oder?
Das, was wir sehen, das ist nicht nur Herr Sobotka, was die Verbindungen zur Novomatic betrifft, das ist nicht nur Herr Blümel, das ist nicht nur Herr Kurz (Rufe bei der ÖVP: Der Herr Matznetter, oder?), das sind ganz, ganz viele in der ÖVP, die da ganz enge Verbindungen haben. Ich weiß, das macht Sie nervös. Ich kann nur sagen, Novomatic-Vorstand Neumann ist bei Herrn Kurz im Bundeskanzleramt ein und aus gegangen. (Abg. Wöginger: Jaja! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Wöginger: Jaja! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das, was wir sehen, das ist nicht nur Herr Sobotka, was die Verbindungen zur Novomatic betrifft, das ist nicht nur Herr Blümel, das ist nicht nur Herr Kurz (Rufe bei der ÖVP: Der Herr Matznetter, oder?), das sind ganz, ganz viele in der ÖVP, die da ganz enge Verbindungen haben. Ich weiß, das macht Sie nervös. Ich kann nur sagen, Novomatic-Vorstand Neumann ist bei Herrn Kurz im Bundeskanzleramt ein und aus gegangen. (Abg. Wöginger: Jaja! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Wöginger: ... der Herr Hoscher!
Das, was wir sehen, ist, dass die ÖVP im Finanzministerium hinter dem Rücken der FPÖ – und das war so – ein Glücksspielgesetz vorbereitet hat, das für die Novomatic wie Weihnachten und Ostern gewesen wäre. (Abg. Wöginger: ... der Herr Hoscher!) Da haben wir alle Fakten auf dem Tisch. (Heiterkeit bei der ÖVP.)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Das, was wir sehen, ist, dass die ÖVP im Finanzministerium hinter dem Rücken der FPÖ – und das war so – ein Glücksspielgesetz vorbereitet hat, das für die Novomatic wie Weihnachten und Ostern gewesen wäre. (Abg. Wöginger: ... der Herr Hoscher!) Da haben wir alle Fakten auf dem Tisch. (Heiterkeit bei der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Und das Zweite, das wir sehen, ist, dass die Novomatic im Gegenzug die ÖVP-Vertreter Rothensteiner, Pröll und Ihre damalige Stellvertreterin, Herr Bundeskanzler, Frau Glatz-Kremsner, in den Vorstand beziehungsweise in den Aufsichtsrat gewählt hat. Das sind die Fakten, die wir haben. Die Justiz untersucht noch, ob es auch Geldflüsse gab, neben den Geldflüssen zum Sobotka-Verein, ob es auch direkte Spenden oder sonstige Sponsorings und Zuwendungen direkt an die ÖVP gegeben hat. Da habe ich Vertrauen, dass die Justiz sieht, ob das tatsächlich passiert ist oder nicht. Aber das ist neu, das hatten wir nicht am Radar. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Heiterkeit und Ja-Rufe bei der ÖVP.
Und ein dritter Bereich: die Schredderaffäre. (Heiterkeit und Ja-Rufe bei der ÖVP.) – Das freut Sie besonders, ich weiß. Drei Tage nach dem Erscheinen des Ibizavideos kommt der Auftrag, Festplatten zu schreddern (Zwischenrufe der Abgeordneten Hanger und Melchior); und das nicht, wie es normalerweise gemacht wird, sondern unter falschem Namen, ohne die Rechnung zu bezahlen und an den Beamten und Sicherheitsstandards des Bundeskanzleramtes vorbei.
Zwischenrufe der Abgeordneten Hanger und Melchior
Und ein dritter Bereich: die Schredderaffäre. (Heiterkeit und Ja-Rufe bei der ÖVP.) – Das freut Sie besonders, ich weiß. Drei Tage nach dem Erscheinen des Ibizavideos kommt der Auftrag, Festplatten zu schreddern (Zwischenrufe der Abgeordneten Hanger und Melchior); und das nicht, wie es normalerweise gemacht wird, sondern unter falschem Namen, ohne die Rechnung zu bezahlen und an den Beamten und Sicherheitsstandards des Bundeskanzleramtes vorbei.
Ah-Rufe, Beifall und Bravoruf bei der ÖVP – Abg. Wöginger: So, wie die auch eingestellt werden, nicht?
Die Ermittlungen wurden dann eingestellt (Ah-Rufe, Beifall und Bravoruf bei der ÖVP – Abg. Wöginger: So, wie die auch eingestellt werden, nicht?), weil es falsche Angaben von einem ehemaligen Kabinettsmitarbeiter von Herrn Kurz gab (Ruf bei der ÖVP: Ja, genau! – Abg. Wöginger: Jaja!), der nämlich gegenüber der Justiz gesagt hat (Ruf bei der ÖVP: Ersatzrichter!), es wurden nur Druckerfestplatten geschreddert. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Abg. Melchior: Jaja! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Ja, genau! – Abg. Wöginger: Jaja!
Die Ermittlungen wurden dann eingestellt (Ah-Rufe, Beifall und Bravoruf bei der ÖVP – Abg. Wöginger: So, wie die auch eingestellt werden, nicht?), weil es falsche Angaben von einem ehemaligen Kabinettsmitarbeiter von Herrn Kurz gab (Ruf bei der ÖVP: Ja, genau! – Abg. Wöginger: Jaja!), der nämlich gegenüber der Justiz gesagt hat (Ruf bei der ÖVP: Ersatzrichter!), es wurden nur Druckerfestplatten geschreddert. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Abg. Melchior: Jaja! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Ersatzrichter!
Die Ermittlungen wurden dann eingestellt (Ah-Rufe, Beifall und Bravoruf bei der ÖVP – Abg. Wöginger: So, wie die auch eingestellt werden, nicht?), weil es falsche Angaben von einem ehemaligen Kabinettsmitarbeiter von Herrn Kurz gab (Ruf bei der ÖVP: Ja, genau! – Abg. Wöginger: Jaja!), der nämlich gegenüber der Justiz gesagt hat (Ruf bei der ÖVP: Ersatzrichter!), es wurden nur Druckerfestplatten geschreddert. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Abg. Melchior: Jaja! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Abg. Melchior: Jaja! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die Ermittlungen wurden dann eingestellt (Ah-Rufe, Beifall und Bravoruf bei der ÖVP – Abg. Wöginger: So, wie die auch eingestellt werden, nicht?), weil es falsche Angaben von einem ehemaligen Kabinettsmitarbeiter von Herrn Kurz gab (Ruf bei der ÖVP: Ja, genau! – Abg. Wöginger: Jaja!), der nämlich gegenüber der Justiz gesagt hat (Ruf bei der ÖVP: Ersatzrichter!), es wurden nur Druckerfestplatten geschreddert. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Abg. Melchior: Jaja! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Hanger: Ja, genau! – Heiterkeit bei der ÖVP – Abg. Melchior: Tribunal! – Rufe bei der ÖVP: Oberdetektiv! Columbo!
Der Untersuchungsausschuss hat in detektivischer Arbeit (Abg. Hanger: Ja, genau! – Heiterkeit bei der ÖVP – Abg. Melchior: Tribunal! – Rufe bei der ÖVP: Oberdetektiv! Columbo!) nachgewiesen, dass nicht fünf, sondern nur drei Druckerfestplatten und zwei Laptopfestplatten geschreddert wurden. Zwei Laptopfestplatten wurden geschreddert – das hat der Untersuchungsausschuss nachgewiesen, und die Justiz hat diese Ermittlungen wieder aufgenommen, weil wir zutage gefördert haben, dass das, was die ÖVP ein Jahr lang behauptet hat, nämlich dass das nur Druckerfestplatten waren, unwahr war. (Ruf bei der ÖVP: Das Einzige, was ihr könnt, ist anzeigen!) Das war einfach nicht die Wahrheit! Die Wahrheit ist: Es waren drei Druckerfestplatten und zwei Laptopfestplatten. (Abg. Hanger: Sie nehmen ja nicht einmal zur Kenntnis, was die Staatsanwaltschaft sagt!) Die Frage, die nicht nur ich mir stelle, sondern die ganz Österreich sich stellt, ist: Was war auf den Laptopfestplatten und wo sind die zwei fehlenden Druckerfestplatten? (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Abg. Wöginger: So wirst du nicht Klubobmann!)
Ruf bei der ÖVP: Das Einzige, was ihr könnt, ist anzeigen!
Der Untersuchungsausschuss hat in detektivischer Arbeit (Abg. Hanger: Ja, genau! – Heiterkeit bei der ÖVP – Abg. Melchior: Tribunal! – Rufe bei der ÖVP: Oberdetektiv! Columbo!) nachgewiesen, dass nicht fünf, sondern nur drei Druckerfestplatten und zwei Laptopfestplatten geschreddert wurden. Zwei Laptopfestplatten wurden geschreddert – das hat der Untersuchungsausschuss nachgewiesen, und die Justiz hat diese Ermittlungen wieder aufgenommen, weil wir zutage gefördert haben, dass das, was die ÖVP ein Jahr lang behauptet hat, nämlich dass das nur Druckerfestplatten waren, unwahr war. (Ruf bei der ÖVP: Das Einzige, was ihr könnt, ist anzeigen!) Das war einfach nicht die Wahrheit! Die Wahrheit ist: Es waren drei Druckerfestplatten und zwei Laptopfestplatten. (Abg. Hanger: Sie nehmen ja nicht einmal zur Kenntnis, was die Staatsanwaltschaft sagt!) Die Frage, die nicht nur ich mir stelle, sondern die ganz Österreich sich stellt, ist: Was war auf den Laptopfestplatten und wo sind die zwei fehlenden Druckerfestplatten? (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Abg. Wöginger: So wirst du nicht Klubobmann!)
Abg. Hanger: Sie nehmen ja nicht einmal zur Kenntnis, was die Staatsanwaltschaft sagt!
Der Untersuchungsausschuss hat in detektivischer Arbeit (Abg. Hanger: Ja, genau! – Heiterkeit bei der ÖVP – Abg. Melchior: Tribunal! – Rufe bei der ÖVP: Oberdetektiv! Columbo!) nachgewiesen, dass nicht fünf, sondern nur drei Druckerfestplatten und zwei Laptopfestplatten geschreddert wurden. Zwei Laptopfestplatten wurden geschreddert – das hat der Untersuchungsausschuss nachgewiesen, und die Justiz hat diese Ermittlungen wieder aufgenommen, weil wir zutage gefördert haben, dass das, was die ÖVP ein Jahr lang behauptet hat, nämlich dass das nur Druckerfestplatten waren, unwahr war. (Ruf bei der ÖVP: Das Einzige, was ihr könnt, ist anzeigen!) Das war einfach nicht die Wahrheit! Die Wahrheit ist: Es waren drei Druckerfestplatten und zwei Laptopfestplatten. (Abg. Hanger: Sie nehmen ja nicht einmal zur Kenntnis, was die Staatsanwaltschaft sagt!) Die Frage, die nicht nur ich mir stelle, sondern die ganz Österreich sich stellt, ist: Was war auf den Laptopfestplatten und wo sind die zwei fehlenden Druckerfestplatten? (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Abg. Wöginger: So wirst du nicht Klubobmann!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Abg. Wöginger: So wirst du nicht Klubobmann!
Der Untersuchungsausschuss hat in detektivischer Arbeit (Abg. Hanger: Ja, genau! – Heiterkeit bei der ÖVP – Abg. Melchior: Tribunal! – Rufe bei der ÖVP: Oberdetektiv! Columbo!) nachgewiesen, dass nicht fünf, sondern nur drei Druckerfestplatten und zwei Laptopfestplatten geschreddert wurden. Zwei Laptopfestplatten wurden geschreddert – das hat der Untersuchungsausschuss nachgewiesen, und die Justiz hat diese Ermittlungen wieder aufgenommen, weil wir zutage gefördert haben, dass das, was die ÖVP ein Jahr lang behauptet hat, nämlich dass das nur Druckerfestplatten waren, unwahr war. (Ruf bei der ÖVP: Das Einzige, was ihr könnt, ist anzeigen!) Das war einfach nicht die Wahrheit! Die Wahrheit ist: Es waren drei Druckerfestplatten und zwei Laptopfestplatten. (Abg. Hanger: Sie nehmen ja nicht einmal zur Kenntnis, was die Staatsanwaltschaft sagt!) Die Frage, die nicht nur ich mir stelle, sondern die ganz Österreich sich stellt, ist: Was war auf den Laptopfestplatten und wo sind die zwei fehlenden Druckerfestplatten? (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Abg. Wöginger: So wirst du nicht Klubobmann!)
Abg. Melchior: Kein Mensch weiß das!
Damit komme ich zu Ihnen, Herr Bundeskanzler, denn es geht hier auch um die Frage, wie Sie mit der Wahrheit umgehen. Bei der Schredderaffäre haben Sie persönlich ein Jahr lang immer wieder behauptet, es waren nur Druckerfestplatten. In der Zwischenzeit wissen wir (Abg. Melchior: Kein Mensch weiß das!), das war nicht die Wahrheit, sondern die Wahrheit sieht anders aus, nämlich: Es waren zwei Laptopfestplatten und nur drei Druckerfestplatten. (Rufe bei der ÖVP: Es sind immer Druckerfestplatten! Das ist einfach falsch! ... Lüge!) Ich stelle mir die Frage: Wieso haben Sie einen so schlampigen Umgang mit der Wahrheit? (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Rufe bei der ÖVP: Es sind immer Druckerfestplatten! Das ist einfach falsch! ... Lüge!
Damit komme ich zu Ihnen, Herr Bundeskanzler, denn es geht hier auch um die Frage, wie Sie mit der Wahrheit umgehen. Bei der Schredderaffäre haben Sie persönlich ein Jahr lang immer wieder behauptet, es waren nur Druckerfestplatten. In der Zwischenzeit wissen wir (Abg. Melchior: Kein Mensch weiß das!), das war nicht die Wahrheit, sondern die Wahrheit sieht anders aus, nämlich: Es waren zwei Laptopfestplatten und nur drei Druckerfestplatten. (Rufe bei der ÖVP: Es sind immer Druckerfestplatten! Das ist einfach falsch! ... Lüge!) Ich stelle mir die Frage: Wieso haben Sie einen so schlampigen Umgang mit der Wahrheit? (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
Damit komme ich zu Ihnen, Herr Bundeskanzler, denn es geht hier auch um die Frage, wie Sie mit der Wahrheit umgehen. Bei der Schredderaffäre haben Sie persönlich ein Jahr lang immer wieder behauptet, es waren nur Druckerfestplatten. In der Zwischenzeit wissen wir (Abg. Melchior: Kein Mensch weiß das!), das war nicht die Wahrheit, sondern die Wahrheit sieht anders aus, nämlich: Es waren zwei Laptopfestplatten und nur drei Druckerfestplatten. (Rufe bei der ÖVP: Es sind immer Druckerfestplatten! Das ist einfach falsch! ... Lüge!) Ich stelle mir die Frage: Wieso haben Sie einen so schlampigen Umgang mit der Wahrheit? (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Abg. Melchior: Ja, weil dir nichts einfällt!
Ich kann hier jetzt gar nicht die ganze lange Liste an Beispielen für Ihren schlampigen Umgang mit der Wahrheit referieren (Abg. Melchior: Ja, weil dir nichts einfällt!), aber lassen Sie mich noch ein paar Themen herausgreifen. (Abg. Hanger: Sie und schlampiger Umgang mit Wahrheit! Wer glaubt ...?)
Abg. Hanger: Sie und schlampiger Umgang mit Wahrheit! Wer glaubt ...?
Ich kann hier jetzt gar nicht die ganze lange Liste an Beispielen für Ihren schlampigen Umgang mit der Wahrheit referieren (Abg. Melchior: Ja, weil dir nichts einfällt!), aber lassen Sie mich noch ein paar Themen herausgreifen. (Abg. Hanger: Sie und schlampiger Umgang mit Wahrheit! Wer glaubt ...?)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Abg. Melchior: Das stimmt nicht! Das stimmt ja nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das Nächste sind die Wahlkampfkosten. Wir haben ein Gesetz, das festschreibt, wie viel Geld eine Partei für den Wahlkampf ausgeben darf. Wir haben ein erstinstanzliches Urteil, in dem steht, die ÖVP hat bewusst und absichtlich doppelt so viel Geld ausgegeben, wie das Gesetz erlaubt. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Abg. Melchior: Das stimmt nicht! Das stimmt ja nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Das ist das Urteil.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Abg. Melchior: Das stimmt auch nicht! Die nächste Lüge!
Das Zweite, was da drinnen steht, ist: Die ÖVP hat absichtlich die Öffentlichkeit und uns alle darüber getäuscht und hat von Anfang an die Unwahrheit gesagt. Das ist ein erstinstanzliches Gerichtsurteil. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Abg. Melchior: Das stimmt auch nicht! Die nächste Lüge!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das dritte Beispiel ist jenes, über das ganz Österreich spricht, nämlich Ihre Aussage vor dem Untersuchungsausschuss. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie haben dort, als es um die Bestellung von Öbag-Vorstand Schmid gegangen ist, ein Bild gezeichnet (Abg. Melchior: Ihr zeichnet ein Bild!), als ob Sie aus den Medien oder am Rande informiert gewesen wären und Sie ab und zu jemand um Rat gefragt hat.
Abg. Melchior: Ihr zeichnet ein Bild!
Das dritte Beispiel ist jenes, über das ganz Österreich spricht, nämlich Ihre Aussage vor dem Untersuchungsausschuss. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie haben dort, als es um die Bestellung von Öbag-Vorstand Schmid gegangen ist, ein Bild gezeichnet (Abg. Melchior: Ihr zeichnet ein Bild!), als ob Sie aus den Medien oder am Rande informiert gewesen wären und Sie ab und zu jemand um Rat gefragt hat.
Abg. Melchior: Du weißt gar nichts, null!
Seit den Chats, die aufgetaucht sind, wissen wir: Das war Chefsache. (Abg. Melchior: Du weißt gar nichts, null!) Sie hatten die Endentscheidungen und Sie haben am Schluss die Fäden gezogen. (Abg. Melchior: Alles nur eine Lüge!) Das ist mehr als ein schlampiger Umgang mit der Wahrheit: Das ist einfach unwahr, objektiv unwahr, was Sie im Untersuchungsausschuss gesagt haben! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Melchior: Alles nur eine Lüge!
Seit den Chats, die aufgetaucht sind, wissen wir: Das war Chefsache. (Abg. Melchior: Du weißt gar nichts, null!) Sie hatten die Endentscheidungen und Sie haben am Schluss die Fäden gezogen. (Abg. Melchior: Alles nur eine Lüge!) Das ist mehr als ein schlampiger Umgang mit der Wahrheit: Das ist einfach unwahr, objektiv unwahr, was Sie im Untersuchungsausschuss gesagt haben! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Seit den Chats, die aufgetaucht sind, wissen wir: Das war Chefsache. (Abg. Melchior: Du weißt gar nichts, null!) Sie hatten die Endentscheidungen und Sie haben am Schluss die Fäden gezogen. (Abg. Melchior: Alles nur eine Lüge!) Das ist mehr als ein schlampiger Umgang mit der Wahrheit: Das ist einfach unwahr, objektiv unwahr, was Sie im Untersuchungsausschuss gesagt haben! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Wöginger: Ja, genau!
Sie machen können, nämlich dem Konsens Folge zu leisten, den es seit 1945 zwischen allen politischen Parteien gibt (Abg. Wöginger: Ja, genau!), den Sie noch vor Kurzem eingefordert haben, als es Ermittlungen gegen den damaligen SPÖ-Bundeskanzler gab. Da haben Sie als ÖVP gesagt: Bei der Anklage ist die rote Linie, da muss er zurücktreten. Diese rote Linie gilt für uns – für alle, die gilt nicht nur für SPÖ-Bundeskanzler, sondern die gilt für alle Bundeskanzler, für alle Regierungsmitglieder und auch für die Landeshauptleute. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und NEOS.
Sie machen können, nämlich dem Konsens Folge zu leisten, den es seit 1945 zwischen allen politischen Parteien gibt (Abg. Wöginger: Ja, genau!), den Sie noch vor Kurzem eingefordert haben, als es Ermittlungen gegen den damaligen SPÖ-Bundeskanzler gab. Da haben Sie als ÖVP gesagt: Bei der Anklage ist die rote Linie, da muss er zurücktreten. Diese rote Linie gilt für uns – für alle, die gilt nicht nur für SPÖ-Bundeskanzler, sondern die gilt für alle Bundeskanzler, für alle Regierungsmitglieder und auch für die Landeshauptleute. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und NEOS.)
Abg. Wöginger: Erzählt uns ihr nichts von Charakter! Erzähl uns du nichts von Charakter! – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Das sind zu viele Fachfragen!
Ich weiß nicht, ob es Abraham Lincoln gesagt hat, aber es gibt ein Zitat: „Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht!“ (Abg. Wöginger: Erzählt uns ihr nichts von Charakter! Erzähl uns du nichts von Charakter! – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Das sind zu viele Fachfragen!) Dann sehen wir uns doch an, wie Bundeskanzler Kurz mit dieser Macht umgeht. (Ruf bei der ÖVP: ... Charakter gar nicht kennenlernen!) Wie geht er mit seiner Macht um, wenn er kritisiert wird, wenn es um seinen Umgang mit Kritikern geht? Wir wissen alle, die Kirche hat die Bundesregierung für ihre Asylpolitik kritisiert. (Abg. Wöginger: Weil du schon einmal in der Kirche warst! Da fällt der Herrgott runter! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Was passiert dann? Wie geht der Herr Bundeskanzler damit um?
Ruf bei der ÖVP: ... Charakter gar nicht kennenlernen!
Ich weiß nicht, ob es Abraham Lincoln gesagt hat, aber es gibt ein Zitat: „Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht!“ (Abg. Wöginger: Erzählt uns ihr nichts von Charakter! Erzähl uns du nichts von Charakter! – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Das sind zu viele Fachfragen!) Dann sehen wir uns doch an, wie Bundeskanzler Kurz mit dieser Macht umgeht. (Ruf bei der ÖVP: ... Charakter gar nicht kennenlernen!) Wie geht er mit seiner Macht um, wenn er kritisiert wird, wenn es um seinen Umgang mit Kritikern geht? Wir wissen alle, die Kirche hat die Bundesregierung für ihre Asylpolitik kritisiert. (Abg. Wöginger: Weil du schon einmal in der Kirche warst! Da fällt der Herrgott runter! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Was passiert dann? Wie geht der Herr Bundeskanzler damit um?
Abg. Wöginger: Weil du schon einmal in der Kirche warst! Da fällt der Herrgott runter! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich weiß nicht, ob es Abraham Lincoln gesagt hat, aber es gibt ein Zitat: „Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht!“ (Abg. Wöginger: Erzählt uns ihr nichts von Charakter! Erzähl uns du nichts von Charakter! – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Das sind zu viele Fachfragen!) Dann sehen wir uns doch an, wie Bundeskanzler Kurz mit dieser Macht umgeht. (Ruf bei der ÖVP: ... Charakter gar nicht kennenlernen!) Wie geht er mit seiner Macht um, wenn er kritisiert wird, wenn es um seinen Umgang mit Kritikern geht? Wir wissen alle, die Kirche hat die Bundesregierung für ihre Asylpolitik kritisiert. (Abg. Wöginger: Weil du schon einmal in der Kirche warst! Da fällt der Herrgott runter! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Was passiert dann? Wie geht der Herr Bundeskanzler damit um?
Heiterkeit bei der ÖVP
In seinem Auftrag geht der Herr ÖVP-Generalsekretär im Finanzministerium, Herr Schmid – das ist übrigens derselbe Herr Schmid, der jetzt Vorstand der Öbag geworden ist –, zur Kirche – in seinem Auftrag! – und meldet ihm dann am Tag: Heute ist dieser Termin, und wir werden ihm die volle Packung rüberlegen, wir werden der Kirche vorrechnen, was wir alles an den Steuergesetzen und an den Förderungen verändern können, wenn sie unbotmäßig agieren! – Was ist die Antwort des Herrn Bundeskanzlers? Er sagt: „Ja, super. Bitte Vollgas“, schüchte- -, schüchte- - (Heiterkeit bei der ÖVP) – da fehlen einem die Worte, da haben Sie recht –, schüchter meine Kritiker ein! – Das ist die Art und Weise, wie Sie damit umgehen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Melchior: Leg immer was dazu! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Melchior: Leg immer was dazu! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
In seinem Auftrag geht der Herr ÖVP-Generalsekretär im Finanzministerium, Herr Schmid – das ist übrigens derselbe Herr Schmid, der jetzt Vorstand der Öbag geworden ist –, zur Kirche – in seinem Auftrag! – und meldet ihm dann am Tag: Heute ist dieser Termin, und wir werden ihm die volle Packung rüberlegen, wir werden der Kirche vorrechnen, was wir alles an den Steuergesetzen und an den Förderungen verändern können, wenn sie unbotmäßig agieren! – Was ist die Antwort des Herrn Bundeskanzlers? Er sagt: „Ja, super. Bitte Vollgas“, schüchte- -, schüchte- - (Heiterkeit bei der ÖVP) – da fehlen einem die Worte, da haben Sie recht –, schüchter meine Kritiker ein! – Das ist die Art und Weise, wie Sie damit umgehen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Melchior: Leg immer was dazu! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Melchior: ... den Rest dichte dazu!
Herr Schmid berichtet auch, was war. (Abg. Melchior: ... den Rest dichte dazu!) Er sagt ja dann auch: Den Bischof haben wir genau eingeschüchtert, und am Anfang war er rot, dann blass und dann zittrig. Am Anfang war er rot, dann blass, dann zittrig. (Ruf bei der ÖVP: Na rot war er nicht, weil das gibt’s gar nicht!) Und wie reagiert der Herr Bundeskanzler? – Er sagt: „Super danke vielmals!!!!“ (Abg. Melchior: Und jetzt wieder irgendwas von dir dazu, komm!) – Das ist Ihr Charakter, wie Sie mit der Macht umgehen, und das ist kein schönes Bild! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Ruf bei der ÖVP: Na rot war er nicht, weil das gibt’s gar nicht!
Herr Schmid berichtet auch, was war. (Abg. Melchior: ... den Rest dichte dazu!) Er sagt ja dann auch: Den Bischof haben wir genau eingeschüchtert, und am Anfang war er rot, dann blass und dann zittrig. Am Anfang war er rot, dann blass, dann zittrig. (Ruf bei der ÖVP: Na rot war er nicht, weil das gibt’s gar nicht!) Und wie reagiert der Herr Bundeskanzler? – Er sagt: „Super danke vielmals!!!!“ (Abg. Melchior: Und jetzt wieder irgendwas von dir dazu, komm!) – Das ist Ihr Charakter, wie Sie mit der Macht umgehen, und das ist kein schönes Bild! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Melchior: Und jetzt wieder irgendwas von dir dazu, komm!
Herr Schmid berichtet auch, was war. (Abg. Melchior: ... den Rest dichte dazu!) Er sagt ja dann auch: Den Bischof haben wir genau eingeschüchtert, und am Anfang war er rot, dann blass und dann zittrig. Am Anfang war er rot, dann blass, dann zittrig. (Ruf bei der ÖVP: Na rot war er nicht, weil das gibt’s gar nicht!) Und wie reagiert der Herr Bundeskanzler? – Er sagt: „Super danke vielmals!!!!“ (Abg. Melchior: Und jetzt wieder irgendwas von dir dazu, komm!) – Das ist Ihr Charakter, wie Sie mit der Macht umgehen, und das ist kein schönes Bild! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Herr Schmid berichtet auch, was war. (Abg. Melchior: ... den Rest dichte dazu!) Er sagt ja dann auch: Den Bischof haben wir genau eingeschüchtert, und am Anfang war er rot, dann blass und dann zittrig. Am Anfang war er rot, dann blass, dann zittrig. (Ruf bei der ÖVP: Na rot war er nicht, weil das gibt’s gar nicht!) Und wie reagiert der Herr Bundeskanzler? – Er sagt: „Super danke vielmals!!!!“ (Abg. Melchior: Und jetzt wieder irgendwas von dir dazu, komm!) – Das ist Ihr Charakter, wie Sie mit der Macht umgehen, und das ist kein schönes Bild! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Ruf bei der ÖVP: Ja schau!
Wir können uns ansehen, wie Sie mit dem Parlament, mit der Demokratie umgehen. Das sehen wir in diesem Untersuchungsausschuss: Kaum haben wir den Untersuchungsgegenstand vorgelegt, was hat die ÖVP, damals noch unter Mithilfe der Grünen, die in der Zwischenzeit geläutert sind – zumindest ist das mein Eindruck ihrer Arbeit im Untersuchungsausschuss (Ruf bei der ÖVP: Ja schau!) –, gemacht? – Sie hat den Untersuchungsgegenstand zensuriert und mehr oder weniger gesagt: Ihr dürft nur anschauen, was die FPÖ gemacht hat! Was die ÖVP gemacht hat, dürft ihr nicht anschauen, liebe Opposition! (Abg. Hanger: Wir haben einen Kraut-und-Rüben-Untersuchungsausschuss!) Der Verfassungsgerichtshof hat dann entschieden: Nein, es ist auch das Recht der Opposition, anzusehen, was die ÖVP gemacht hat und was unter der Verantwortung von Bundeskanzler Kurz passiert ist.
Abg. Hanger: Wir haben einen Kraut-und-Rüben-Untersuchungsausschuss!
Wir können uns ansehen, wie Sie mit dem Parlament, mit der Demokratie umgehen. Das sehen wir in diesem Untersuchungsausschuss: Kaum haben wir den Untersuchungsgegenstand vorgelegt, was hat die ÖVP, damals noch unter Mithilfe der Grünen, die in der Zwischenzeit geläutert sind – zumindest ist das mein Eindruck ihrer Arbeit im Untersuchungsausschuss (Ruf bei der ÖVP: Ja schau!) –, gemacht? – Sie hat den Untersuchungsgegenstand zensuriert und mehr oder weniger gesagt: Ihr dürft nur anschauen, was die FPÖ gemacht hat! Was die ÖVP gemacht hat, dürft ihr nicht anschauen, liebe Opposition! (Abg. Hanger: Wir haben einen Kraut-und-Rüben-Untersuchungsausschuss!) Der Verfassungsgerichtshof hat dann entschieden: Nein, es ist auch das Recht der Opposition, anzusehen, was die ÖVP gemacht hat und was unter der Verantwortung von Bundeskanzler Kurz passiert ist.
Abg. Wöginger: Ja, genau! Die waren schon auf dem Weg! Du weißt das auch!
(Abg. Wöginger: Ja, genau! Die waren schon auf dem Weg! Du weißt das auch!) Erst dann liefert er die Akten! So nützen Sie Ihre Macht aus im Umgang mit der Demokratie! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Ruf bei der SPÖ: Schäbig ist das!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Ruf bei der SPÖ: Schäbig ist das!
(Abg. Wöginger: Ja, genau! Die waren schon auf dem Weg! Du weißt das auch!) Erst dann liefert er die Akten! So nützen Sie Ihre Macht aus im Umgang mit der Demokratie! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Ruf bei der SPÖ: Schäbig ist das!)
Abg. Melchior: Um aufzuzeigen, wie die Opposition arbeitet! Das war es!
Wie ist Ihr Umgang mit dem Rechtsstaat, mit der Justiz? Bereits im Jänner vor einem Jahr haben Sie begonnen, diese Attacken zu reiten – Sie persönlich in einem Hintergrundgespräch, indem Sie davon gesprochen haben, dass die Justiz und die Staatsanwaltschaft irgendwelche Netzwerke bilden würden, die aus parteipolitischen Gründen gegen Sie agieren würden. Und noch vor wenigen Wochen haben Sie Kollegen Wöginger, Frau Ministerin Edtstadler in Eilpostpressekonferenzen ausgeschickt, um die Justiz einzuschüchtern, um die Justiz zu attackieren, weil Sie wissen, dass sie ermittelt und unabhängig ermittelt. (Abg. Melchior: Um aufzuzeigen, wie die Opposition arbeitet! Das war es!) Das ist Ihr Umgang, das ist die Art und Weise, wie Sie mit Ihrer Macht umgehen. Sie haben sogar ein Papier vorgelegt, dass Sie die Staatsanwaltschaft zerschlagen und unter Kuratel stellen wollen. (Ruf bei der ÖVP: Geh bitte!) So gehen Sie mit Ihrer Macht hier um. Das ist kein gutes Bild. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Ruf bei der ÖVP: Das ist ja unfassbar!)
Ruf bei der ÖVP: Geh bitte!
Wie ist Ihr Umgang mit dem Rechtsstaat, mit der Justiz? Bereits im Jänner vor einem Jahr haben Sie begonnen, diese Attacken zu reiten – Sie persönlich in einem Hintergrundgespräch, indem Sie davon gesprochen haben, dass die Justiz und die Staatsanwaltschaft irgendwelche Netzwerke bilden würden, die aus parteipolitischen Gründen gegen Sie agieren würden. Und noch vor wenigen Wochen haben Sie Kollegen Wöginger, Frau Ministerin Edtstadler in Eilpostpressekonferenzen ausgeschickt, um die Justiz einzuschüchtern, um die Justiz zu attackieren, weil Sie wissen, dass sie ermittelt und unabhängig ermittelt. (Abg. Melchior: Um aufzuzeigen, wie die Opposition arbeitet! Das war es!) Das ist Ihr Umgang, das ist die Art und Weise, wie Sie mit Ihrer Macht umgehen. Sie haben sogar ein Papier vorgelegt, dass Sie die Staatsanwaltschaft zerschlagen und unter Kuratel stellen wollen. (Ruf bei der ÖVP: Geh bitte!) So gehen Sie mit Ihrer Macht hier um. Das ist kein gutes Bild. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Ruf bei der ÖVP: Das ist ja unfassbar!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Ruf bei der ÖVP: Das ist ja unfassbar!
Wie ist Ihr Umgang mit dem Rechtsstaat, mit der Justiz? Bereits im Jänner vor einem Jahr haben Sie begonnen, diese Attacken zu reiten – Sie persönlich in einem Hintergrundgespräch, indem Sie davon gesprochen haben, dass die Justiz und die Staatsanwaltschaft irgendwelche Netzwerke bilden würden, die aus parteipolitischen Gründen gegen Sie agieren würden. Und noch vor wenigen Wochen haben Sie Kollegen Wöginger, Frau Ministerin Edtstadler in Eilpostpressekonferenzen ausgeschickt, um die Justiz einzuschüchtern, um die Justiz zu attackieren, weil Sie wissen, dass sie ermittelt und unabhängig ermittelt. (Abg. Melchior: Um aufzuzeigen, wie die Opposition arbeitet! Das war es!) Das ist Ihr Umgang, das ist die Art und Weise, wie Sie mit Ihrer Macht umgehen. Sie haben sogar ein Papier vorgelegt, dass Sie die Staatsanwaltschaft zerschlagen und unter Kuratel stellen wollen. (Ruf bei der ÖVP: Geh bitte!) So gehen Sie mit Ihrer Macht hier um. Das ist kein gutes Bild. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Ruf bei der ÖVP: Das ist ja unfassbar!)
Abg. Melchior: ... schlechtzumachen, die Politik hinzumachen, die Demokratie hinzumachen, das ist das, was die Opposition macht! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP
Weil Sie heute sagen, die Pandemiebekämpfung steht an erster Stelle und die Opposition hat nichts Besseres zu tun, als hier zu kontrollieren, sage ich Ihnen eines (Abg. Melchior: ... schlechtzumachen, die Politik hinzumachen, die Demokratie hinzumachen, das ist das, was die Opposition macht! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP): Kollegin Krisper und ich haben beim ersten Lockdown vorgeschlagen, den Untersuchungsausschuss für drei Monate zu unterbrechen. Da war die ÖVP noch dafür. Kollegin Krisper und ich haben beim zweiten Lockdown im Oktober dasselbe vorgeschlagen. Alle Parteien waren gesprächsbereit, nur eine Partei nicht, nämlich die ÖVP!
Ruf bei der ÖVP: ... haben ja die anderen Ausschüsse auch nicht!
Die ÖVP wollte, dass der Untersuchungsausschuss weitergeht, und nicht, dass wir ihn unterbrechen, wie wir das beim ersten Lockdown gemacht haben. (Ruf bei der ÖVP: ... haben ja die anderen Ausschüsse auch nicht!) Aber ich sage Ihnen, das ist auch kein Problem, denn ein Rechtsstaat ist nie lästig, Kontrolle ist nie lästig, und auch die Wahrheit ist in einer Demokratie nie lästig, nie. (Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die ÖVP wollte, dass der Untersuchungsausschuss weitergeht, und nicht, dass wir ihn unterbrechen, wie wir das beim ersten Lockdown gemacht haben. (Ruf bei der ÖVP: ... haben ja die anderen Ausschüsse auch nicht!) Aber ich sage Ihnen, das ist auch kein Problem, denn ein Rechtsstaat ist nie lästig, Kontrolle ist nie lästig, und auch die Wahrheit ist in einer Demokratie nie lästig, nie. (Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Wöginger: Ja genau!
Wenn wir uns ansehen, wie Sie mit Macht umgehen, Herr Bundeskanzler, sage ich Ihnen: Ich sehe bei Ihnen immer zwei Gesichter. (Abg. Wöginger: Ja genau!) Es gibt das eine Gesicht, wenn die Kameras eingeschaltet sind, es gibt das eine Gesicht, wenn die Mikrofone an sind. (Zwischenruf des Abg. Zarits.) Da sind Sie gut frisiert, mit gut ausgesuchten, vorbereiteten Wörtern, eloquent (Zwischenrufe bei der ÖVP); aber wenn die Kameras ausgeschaltet sind, wenn die Mikrofone ausgeschaltet sind (Ruf: Das habe ich noch nie erlebt!), dann sehe ich ein ganz anderes Bild. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das sehen wir aus den Chats, das sehen wir aus den Befragungen. (Abg. Steinacker: ... Bundeskanzler gehabt haben!) Und dieses Bild ist ein Bild ohne Anstand, ohne Respekt und ohne Moral. (Ruf bei der ÖVP: Du hast keinen Respekt!) Das ist Ihr Charakter, und das ist das Bild, das wir sehen, wenn die Kameras ausgeschaltet sind. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Zarits.
Wenn wir uns ansehen, wie Sie mit Macht umgehen, Herr Bundeskanzler, sage ich Ihnen: Ich sehe bei Ihnen immer zwei Gesichter. (Abg. Wöginger: Ja genau!) Es gibt das eine Gesicht, wenn die Kameras eingeschaltet sind, es gibt das eine Gesicht, wenn die Mikrofone an sind. (Zwischenruf des Abg. Zarits.) Da sind Sie gut frisiert, mit gut ausgesuchten, vorbereiteten Wörtern, eloquent (Zwischenrufe bei der ÖVP); aber wenn die Kameras ausgeschaltet sind, wenn die Mikrofone ausgeschaltet sind (Ruf: Das habe ich noch nie erlebt!), dann sehe ich ein ganz anderes Bild. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das sehen wir aus den Chats, das sehen wir aus den Befragungen. (Abg. Steinacker: ... Bundeskanzler gehabt haben!) Und dieses Bild ist ein Bild ohne Anstand, ohne Respekt und ohne Moral. (Ruf bei der ÖVP: Du hast keinen Respekt!) Das ist Ihr Charakter, und das ist das Bild, das wir sehen, wenn die Kameras ausgeschaltet sind. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Wenn wir uns ansehen, wie Sie mit Macht umgehen, Herr Bundeskanzler, sage ich Ihnen: Ich sehe bei Ihnen immer zwei Gesichter. (Abg. Wöginger: Ja genau!) Es gibt das eine Gesicht, wenn die Kameras eingeschaltet sind, es gibt das eine Gesicht, wenn die Mikrofone an sind. (Zwischenruf des Abg. Zarits.) Da sind Sie gut frisiert, mit gut ausgesuchten, vorbereiteten Wörtern, eloquent (Zwischenrufe bei der ÖVP); aber wenn die Kameras ausgeschaltet sind, wenn die Mikrofone ausgeschaltet sind (Ruf: Das habe ich noch nie erlebt!), dann sehe ich ein ganz anderes Bild. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das sehen wir aus den Chats, das sehen wir aus den Befragungen. (Abg. Steinacker: ... Bundeskanzler gehabt haben!) Und dieses Bild ist ein Bild ohne Anstand, ohne Respekt und ohne Moral. (Ruf bei der ÖVP: Du hast keinen Respekt!) Das ist Ihr Charakter, und das ist das Bild, das wir sehen, wenn die Kameras ausgeschaltet sind. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf: Das habe ich noch nie erlebt!
Wenn wir uns ansehen, wie Sie mit Macht umgehen, Herr Bundeskanzler, sage ich Ihnen: Ich sehe bei Ihnen immer zwei Gesichter. (Abg. Wöginger: Ja genau!) Es gibt das eine Gesicht, wenn die Kameras eingeschaltet sind, es gibt das eine Gesicht, wenn die Mikrofone an sind. (Zwischenruf des Abg. Zarits.) Da sind Sie gut frisiert, mit gut ausgesuchten, vorbereiteten Wörtern, eloquent (Zwischenrufe bei der ÖVP); aber wenn die Kameras ausgeschaltet sind, wenn die Mikrofone ausgeschaltet sind (Ruf: Das habe ich noch nie erlebt!), dann sehe ich ein ganz anderes Bild. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das sehen wir aus den Chats, das sehen wir aus den Befragungen. (Abg. Steinacker: ... Bundeskanzler gehabt haben!) Und dieses Bild ist ein Bild ohne Anstand, ohne Respekt und ohne Moral. (Ruf bei der ÖVP: Du hast keinen Respekt!) Das ist Ihr Charakter, und das ist das Bild, das wir sehen, wenn die Kameras ausgeschaltet sind. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn wir uns ansehen, wie Sie mit Macht umgehen, Herr Bundeskanzler, sage ich Ihnen: Ich sehe bei Ihnen immer zwei Gesichter. (Abg. Wöginger: Ja genau!) Es gibt das eine Gesicht, wenn die Kameras eingeschaltet sind, es gibt das eine Gesicht, wenn die Mikrofone an sind. (Zwischenruf des Abg. Zarits.) Da sind Sie gut frisiert, mit gut ausgesuchten, vorbereiteten Wörtern, eloquent (Zwischenrufe bei der ÖVP); aber wenn die Kameras ausgeschaltet sind, wenn die Mikrofone ausgeschaltet sind (Ruf: Das habe ich noch nie erlebt!), dann sehe ich ein ganz anderes Bild. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das sehen wir aus den Chats, das sehen wir aus den Befragungen. (Abg. Steinacker: ... Bundeskanzler gehabt haben!) Und dieses Bild ist ein Bild ohne Anstand, ohne Respekt und ohne Moral. (Ruf bei der ÖVP: Du hast keinen Respekt!) Das ist Ihr Charakter, und das ist das Bild, das wir sehen, wenn die Kameras ausgeschaltet sind. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Steinacker: ... Bundeskanzler gehabt haben!
Wenn wir uns ansehen, wie Sie mit Macht umgehen, Herr Bundeskanzler, sage ich Ihnen: Ich sehe bei Ihnen immer zwei Gesichter. (Abg. Wöginger: Ja genau!) Es gibt das eine Gesicht, wenn die Kameras eingeschaltet sind, es gibt das eine Gesicht, wenn die Mikrofone an sind. (Zwischenruf des Abg. Zarits.) Da sind Sie gut frisiert, mit gut ausgesuchten, vorbereiteten Wörtern, eloquent (Zwischenrufe bei der ÖVP); aber wenn die Kameras ausgeschaltet sind, wenn die Mikrofone ausgeschaltet sind (Ruf: Das habe ich noch nie erlebt!), dann sehe ich ein ganz anderes Bild. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das sehen wir aus den Chats, das sehen wir aus den Befragungen. (Abg. Steinacker: ... Bundeskanzler gehabt haben!) Und dieses Bild ist ein Bild ohne Anstand, ohne Respekt und ohne Moral. (Ruf bei der ÖVP: Du hast keinen Respekt!) Das ist Ihr Charakter, und das ist das Bild, das wir sehen, wenn die Kameras ausgeschaltet sind. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Du hast keinen Respekt!
Wenn wir uns ansehen, wie Sie mit Macht umgehen, Herr Bundeskanzler, sage ich Ihnen: Ich sehe bei Ihnen immer zwei Gesichter. (Abg. Wöginger: Ja genau!) Es gibt das eine Gesicht, wenn die Kameras eingeschaltet sind, es gibt das eine Gesicht, wenn die Mikrofone an sind. (Zwischenruf des Abg. Zarits.) Da sind Sie gut frisiert, mit gut ausgesuchten, vorbereiteten Wörtern, eloquent (Zwischenrufe bei der ÖVP); aber wenn die Kameras ausgeschaltet sind, wenn die Mikrofone ausgeschaltet sind (Ruf: Das habe ich noch nie erlebt!), dann sehe ich ein ganz anderes Bild. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das sehen wir aus den Chats, das sehen wir aus den Befragungen. (Abg. Steinacker: ... Bundeskanzler gehabt haben!) Und dieses Bild ist ein Bild ohne Anstand, ohne Respekt und ohne Moral. (Ruf bei der ÖVP: Du hast keinen Respekt!) Das ist Ihr Charakter, und das ist das Bild, das wir sehen, wenn die Kameras ausgeschaltet sind. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn wir uns ansehen, wie Sie mit Macht umgehen, Herr Bundeskanzler, sage ich Ihnen: Ich sehe bei Ihnen immer zwei Gesichter. (Abg. Wöginger: Ja genau!) Es gibt das eine Gesicht, wenn die Kameras eingeschaltet sind, es gibt das eine Gesicht, wenn die Mikrofone an sind. (Zwischenruf des Abg. Zarits.) Da sind Sie gut frisiert, mit gut ausgesuchten, vorbereiteten Wörtern, eloquent (Zwischenrufe bei der ÖVP); aber wenn die Kameras ausgeschaltet sind, wenn die Mikrofone ausgeschaltet sind (Ruf: Das habe ich noch nie erlebt!), dann sehe ich ein ganz anderes Bild. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das sehen wir aus den Chats, das sehen wir aus den Befragungen. (Abg. Steinacker: ... Bundeskanzler gehabt haben!) Und dieses Bild ist ein Bild ohne Anstand, ohne Respekt und ohne Moral. (Ruf bei der ÖVP: Du hast keinen Respekt!) Das ist Ihr Charakter, und das ist das Bild, das wir sehen, wenn die Kameras ausgeschaltet sind. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Eine Anmaßung!
Herr Bundeskanzler, ich sage Ihnen persönlich: Das ist sicher keine leichte Zeit (Ruf bei der ÖVP: Eine Anmaßung!), wenn man in einem Strafverfahren beschuldigt ist. Ich wünsche Ihnen persönlich alles Gute (Ruf bei der ÖVP: Unglaublich! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) – aber ich sage Ihnen auch eines: Ihre Unschuldsbeteuerungen, die Sie jetzt im Fernsehen und in den Interviews machen, die erinnern mich nur an eines, nämlich an die Unschuldsbeteuerungen von Karl-Heinz Grasser. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Ruf: Na bravo! – Abg. Hafenecker: Auch ein großer ÖVPler, dieser Karl-Heinz Grasser!)
Ruf bei der ÖVP: Unglaublich! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP
Herr Bundeskanzler, ich sage Ihnen persönlich: Das ist sicher keine leichte Zeit (Ruf bei der ÖVP: Eine Anmaßung!), wenn man in einem Strafverfahren beschuldigt ist. Ich wünsche Ihnen persönlich alles Gute (Ruf bei der ÖVP: Unglaublich! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) – aber ich sage Ihnen auch eines: Ihre Unschuldsbeteuerungen, die Sie jetzt im Fernsehen und in den Interviews machen, die erinnern mich nur an eines, nämlich an die Unschuldsbeteuerungen von Karl-Heinz Grasser. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Ruf: Na bravo! – Abg. Hafenecker: Auch ein großer ÖVPler, dieser Karl-Heinz Grasser!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Ruf: Na bravo! – Abg. Hafenecker: Auch ein großer ÖVPler, dieser Karl-Heinz Grasser!
Herr Bundeskanzler, ich sage Ihnen persönlich: Das ist sicher keine leichte Zeit (Ruf bei der ÖVP: Eine Anmaßung!), wenn man in einem Strafverfahren beschuldigt ist. Ich wünsche Ihnen persönlich alles Gute (Ruf bei der ÖVP: Unglaublich! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) – aber ich sage Ihnen auch eines: Ihre Unschuldsbeteuerungen, die Sie jetzt im Fernsehen und in den Interviews machen, die erinnern mich nur an eines, nämlich an die Unschuldsbeteuerungen von Karl-Heinz Grasser. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Ruf: Na bravo! – Abg. Hafenecker: Auch ein großer ÖVPler, dieser Karl-Heinz Grasser!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Steger.
Bundeskanzler Sebastian Kurz: Grüß Gott, sehr geehrte Damen und Herren! Herr Präsident! Geschätzter Herr Vizekanzler! Liebe Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrter Herr Parlamentspräsident Fico, ich darf Sie auch ganz herzlich in Österreich begrüßen! (Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Steger.) Ich habe vielleicht die Möglichkeit, jetzt auf das zu antworten, was Abgeordneter Krainer gerade ausgeführt hat. Geschlossen hat er mit den Worten: „ohne Anstand, ohne Respekt und ohne Moral. Das ist Ihr Charakter“, um mir dann im nächsten Satz persönlich alles Gute zu wünschen. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Bundeskanzler Sebastian Kurz: Grüß Gott, sehr geehrte Damen und Herren! Herr Präsident! Geschätzter Herr Vizekanzler! Liebe Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrter Herr Parlamentspräsident Fico, ich darf Sie auch ganz herzlich in Österreich begrüßen! (Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Steger.) Ich habe vielleicht die Möglichkeit, jetzt auf das zu antworten, was Abgeordneter Krainer gerade ausgeführt hat. Geschlossen hat er mit den Worten: „ohne Anstand, ohne Respekt und ohne Moral. Das ist Ihr Charakter“, um mir dann im nächsten Satz persönlich alles Gute zu wünschen. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Moi-Rufe bei der SPÖ.
Ich kann Ihnen nur sagen, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete, als Regierungsmitglied, insbesondere als Bundeskanzler, gerade in Zeiten einer Pandemie, in Zeiten einer Weltwirtschaftskrise, da trifft man täglich schwierige Entscheidungen. (Moi-Rufe bei der SPÖ.) Man hat täglich die Aufgabe, abzuwiegen: zwischen dem Gesundheitsschutz auf der einen Seite und dem Recht von Schülerinnen und Schülern, in die Schule zu gehen, auf der anderen Seite. Man hat die Aufgabe, zwischen dem Schutz von Risikogruppen und auf der anderen Seite dem Eingriff in Freiheitsrechte abzuwiegen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Ich kann Ihnen nur sagen, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete, als Regierungsmitglied, insbesondere als Bundeskanzler, gerade in Zeiten einer Pandemie, in Zeiten einer Weltwirtschaftskrise, da trifft man täglich schwierige Entscheidungen. (Moi-Rufe bei der SPÖ.) Man hat täglich die Aufgabe, abzuwiegen: zwischen dem Gesundheitsschutz auf der einen Seite und dem Recht von Schülerinnen und Schülern, in die Schule zu gehen, auf der anderen Seite. Man hat die Aufgabe, zwischen dem Schutz von Risikogruppen und auf der anderen Seite dem Eingriff in Freiheitsrechte abzuwiegen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Bösch: Ah! – Abg. Kickl: Das war jetzt aber ...!
Bei all diesen Entscheidungen wissen wir in der Bundesregierung stets: Egal, wie wir uns entscheiden, es wird Kritik seitens der Opposition geben. Und wissen Sie was, sehr geehrte Damen und Herren? Das ist fordernd – ich gebe das zu –: zu wissen, egal wie man sich entscheidet, man wird kritisiert. Aber es ist auf der anderen Seite auch wichtig, weil der demokratische Diskurs, auch das Fordern einer Regierung, das Kritisieren von Entscheidungen, das ist ganz wesentlich in einer liberalen Demokratie. (Abg. Bösch: Ah! – Abg. Kickl: Das war jetzt aber ...!)
Ruf bei der FPÖ: Das ist neu!
Dass man persönlich attackiert wird, dass man persönlich angegriffen wird (Ruf bei der FPÖ: Das ist neu!), das gehört anscheinend auch dazu. Und ich gebe zu, man muss einiges aushalten, aber ich habe mich in all den Jahren der Spitzenpolitik ganz gut daran gewöhnt. (Abg. Kickl: Na, das glaub ich nicht!) Aber die letzten Tage, Wochen und Monate haben aus meiner Sicht einen neuen Höhepunkt in der Art und Weise der Debatte gebracht, denn es geht überhaupt nicht mehr um den Wettbewerb der besten Ideen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Belakowitsch. – Abg. Kickl: Das ist jetzt die alte Rede ...!) Es geht nicht einmal mehr darum, die Entscheidungen anderer zu kritisieren, sondern es geht absolut und ausschließlich nur darum, andere zu diffamieren, zu beschädigen und irgendwie zu vernichten. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP. – Moi-Rufe bei SPÖ und FPÖ.)
Abg. Kickl: Na, das glaub ich nicht!
Dass man persönlich attackiert wird, dass man persönlich angegriffen wird (Ruf bei der FPÖ: Das ist neu!), das gehört anscheinend auch dazu. Und ich gebe zu, man muss einiges aushalten, aber ich habe mich in all den Jahren der Spitzenpolitik ganz gut daran gewöhnt. (Abg. Kickl: Na, das glaub ich nicht!) Aber die letzten Tage, Wochen und Monate haben aus meiner Sicht einen neuen Höhepunkt in der Art und Weise der Debatte gebracht, denn es geht überhaupt nicht mehr um den Wettbewerb der besten Ideen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Belakowitsch. – Abg. Kickl: Das ist jetzt die alte Rede ...!) Es geht nicht einmal mehr darum, die Entscheidungen anderer zu kritisieren, sondern es geht absolut und ausschließlich nur darum, andere zu diffamieren, zu beschädigen und irgendwie zu vernichten. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP. – Moi-Rufe bei SPÖ und FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Belakowitsch. – Abg. Kickl: Das ist jetzt die alte Rede ...!
Dass man persönlich attackiert wird, dass man persönlich angegriffen wird (Ruf bei der FPÖ: Das ist neu!), das gehört anscheinend auch dazu. Und ich gebe zu, man muss einiges aushalten, aber ich habe mich in all den Jahren der Spitzenpolitik ganz gut daran gewöhnt. (Abg. Kickl: Na, das glaub ich nicht!) Aber die letzten Tage, Wochen und Monate haben aus meiner Sicht einen neuen Höhepunkt in der Art und Weise der Debatte gebracht, denn es geht überhaupt nicht mehr um den Wettbewerb der besten Ideen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Belakowitsch. – Abg. Kickl: Das ist jetzt die alte Rede ...!) Es geht nicht einmal mehr darum, die Entscheidungen anderer zu kritisieren, sondern es geht absolut und ausschließlich nur darum, andere zu diffamieren, zu beschädigen und irgendwie zu vernichten. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP. – Moi-Rufe bei SPÖ und FPÖ.)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP. – Moi-Rufe bei SPÖ und FPÖ.
Dass man persönlich attackiert wird, dass man persönlich angegriffen wird (Ruf bei der FPÖ: Das ist neu!), das gehört anscheinend auch dazu. Und ich gebe zu, man muss einiges aushalten, aber ich habe mich in all den Jahren der Spitzenpolitik ganz gut daran gewöhnt. (Abg. Kickl: Na, das glaub ich nicht!) Aber die letzten Tage, Wochen und Monate haben aus meiner Sicht einen neuen Höhepunkt in der Art und Weise der Debatte gebracht, denn es geht überhaupt nicht mehr um den Wettbewerb der besten Ideen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Belakowitsch. – Abg. Kickl: Das ist jetzt die alte Rede ...!) Es geht nicht einmal mehr darum, die Entscheidungen anderer zu kritisieren, sondern es geht absolut und ausschließlich nur darum, andere zu diffamieren, zu beschädigen und irgendwie zu vernichten. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP. – Moi-Rufe bei SPÖ und FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.
Die Taktik ist ja eine eindeutige. (Zwischenrufe bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.) Sehr geehrte Damen und Herren, es ist doch offensichtlich, dass so etwas sogar schon manchen Parteiobleuten der Opposition selbst zu schmutzig ist. Es ist nicht einmal mehr die Parteiobfrau Rendi-Wagner, die selbst diese Rede hält (Zwischenruf bei der SPÖ), sondern es werden Personen wie Abgeordneter Krainer ausgewählt, die dann über andere sagen: „ohne Anstand, ohne Respekt und ohne Moral. Das ist Ihr Charakter“. (Abg. Kickl: Ich sage es Ihnen ...! – Zwischenruf des Abg. Scherak. – Abg. Belakowitsch: Was geht Sie das an, wer da redet?!) – Eine Art und Weise der Selbsterhöhung der eigenen Person, der eigenen Partei, die nichts mehr mit demokratischem Diskurs zu tun hat. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Rauch. – Abg. Kickl: Kafkaesk!)
Zwischenruf bei der SPÖ
Die Taktik ist ja eine eindeutige. (Zwischenrufe bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.) Sehr geehrte Damen und Herren, es ist doch offensichtlich, dass so etwas sogar schon manchen Parteiobleuten der Opposition selbst zu schmutzig ist. Es ist nicht einmal mehr die Parteiobfrau Rendi-Wagner, die selbst diese Rede hält (Zwischenruf bei der SPÖ), sondern es werden Personen wie Abgeordneter Krainer ausgewählt, die dann über andere sagen: „ohne Anstand, ohne Respekt und ohne Moral. Das ist Ihr Charakter“. (Abg. Kickl: Ich sage es Ihnen ...! – Zwischenruf des Abg. Scherak. – Abg. Belakowitsch: Was geht Sie das an, wer da redet?!) – Eine Art und Weise der Selbsterhöhung der eigenen Person, der eigenen Partei, die nichts mehr mit demokratischem Diskurs zu tun hat. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Rauch. – Abg. Kickl: Kafkaesk!)
Abg. Kickl: Ich sage es Ihnen ...! – Zwischenruf des Abg. Scherak. – Abg. Belakowitsch: Was geht Sie das an, wer da redet?!
Die Taktik ist ja eine eindeutige. (Zwischenrufe bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.) Sehr geehrte Damen und Herren, es ist doch offensichtlich, dass so etwas sogar schon manchen Parteiobleuten der Opposition selbst zu schmutzig ist. Es ist nicht einmal mehr die Parteiobfrau Rendi-Wagner, die selbst diese Rede hält (Zwischenruf bei der SPÖ), sondern es werden Personen wie Abgeordneter Krainer ausgewählt, die dann über andere sagen: „ohne Anstand, ohne Respekt und ohne Moral. Das ist Ihr Charakter“. (Abg. Kickl: Ich sage es Ihnen ...! – Zwischenruf des Abg. Scherak. – Abg. Belakowitsch: Was geht Sie das an, wer da redet?!) – Eine Art und Weise der Selbsterhöhung der eigenen Person, der eigenen Partei, die nichts mehr mit demokratischem Diskurs zu tun hat. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Rauch. – Abg. Kickl: Kafkaesk!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Rauch. – Abg. Kickl: Kafkaesk!
Die Taktik ist ja eine eindeutige. (Zwischenrufe bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.) Sehr geehrte Damen und Herren, es ist doch offensichtlich, dass so etwas sogar schon manchen Parteiobleuten der Opposition selbst zu schmutzig ist. Es ist nicht einmal mehr die Parteiobfrau Rendi-Wagner, die selbst diese Rede hält (Zwischenruf bei der SPÖ), sondern es werden Personen wie Abgeordneter Krainer ausgewählt, die dann über andere sagen: „ohne Anstand, ohne Respekt und ohne Moral. Das ist Ihr Charakter“. (Abg. Kickl: Ich sage es Ihnen ...! – Zwischenruf des Abg. Scherak. – Abg. Belakowitsch: Was geht Sie das an, wer da redet?!) – Eine Art und Weise der Selbsterhöhung der eigenen Person, der eigenen Partei, die nichts mehr mit demokratischem Diskurs zu tun hat. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Rauch. – Abg. Kickl: Kafkaesk!)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker
Sehr geehrte Damen und Herren, wenn Sie sich mit den Österreicherinnen und Österreichern unterhalten (Zwischenruf des Abg. Hafenecker), dann werden Sie feststellen, dass die Masse der Menschen sich gerade die Frage stellt: Wie schaffen wir es, die
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Pandemie zu überwinden? (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Wie schaffen wir es, gut das wirtschaftliche Comeback zustande zu bringen?, und vor allem: Wie schaffen wir es, Menschen, die ihren Job verloren haben, wieder in Beschäftigung zu bringen? (Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Pandemie zu überwinden? (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Wie schaffen wir es, gut das wirtschaftliche Comeback zustande zu bringen?, und vor allem: Wie schaffen wir es, Menschen, die ihren Job verloren haben, wieder in Beschäftigung zu bringen? (Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Trotzdem beschäftigen wir uns hier im Parlament mit dem sogenannten Ibiza-Untersuchungsausschuss. Obwohl ich zugeben muss, dass mich diese Thematik mittlerweile ein Stück weit emotionalisiert, versuche ich trotzdem, zunächst einmal das anzusprechen, was uns verbindet. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Es verbindet uns meiner Meinung nach parteiübergreifend ein klares Bekenntnis zum Rechtsstaat und ein klares Bekenntnis zur parlamentarischen Kontrolle. (Abg. Leichtfried: Ach so!) Und ja, U-Ausschüsse können ein wesentlicher Beitrag zur parlamentarischen Kontrolle sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Bösch: Ganz was Neues!)
Abg. Leichtfried: Ach so!
Trotzdem beschäftigen wir uns hier im Parlament mit dem sogenannten Ibiza-Untersuchungsausschuss. Obwohl ich zugeben muss, dass mich diese Thematik mittlerweile ein Stück weit emotionalisiert, versuche ich trotzdem, zunächst einmal das anzusprechen, was uns verbindet. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Es verbindet uns meiner Meinung nach parteiübergreifend ein klares Bekenntnis zum Rechtsstaat und ein klares Bekenntnis zur parlamentarischen Kontrolle. (Abg. Leichtfried: Ach so!) Und ja, U-Ausschüsse können ein wesentlicher Beitrag zur parlamentarischen Kontrolle sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Bösch: Ganz was Neues!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Bösch: Ganz was Neues!
Trotzdem beschäftigen wir uns hier im Parlament mit dem sogenannten Ibiza-Untersuchungsausschuss. Obwohl ich zugeben muss, dass mich diese Thematik mittlerweile ein Stück weit emotionalisiert, versuche ich trotzdem, zunächst einmal das anzusprechen, was uns verbindet. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Es verbindet uns meiner Meinung nach parteiübergreifend ein klares Bekenntnis zum Rechtsstaat und ein klares Bekenntnis zur parlamentarischen Kontrolle. (Abg. Leichtfried: Ach so!) Und ja, U-Ausschüsse können ein wesentlicher Beitrag zur parlamentarischen Kontrolle sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Bösch: Ganz was Neues!)
Abg. Kickl: Sie haben es unterschätzt! – Zwischenruf des Abg. Bösch.
Was uns trennt, sehr geehrte Damen und Herren, ist die Art und Weise, wie der Ausschuss angelegt wird. (Abg. Kickl: Sie haben es unterschätzt! – Zwischenruf des Abg. Bösch.) Es geht nämlich – und ich war dort selbst als Auskunftsperson geladen – nicht mehr um Wahrheitsfindung, sondern einzig und allein um Diffamierung des politischen Gegners. (Abg. Belakowitsch: Das ist eine Unterstellung, Herr Bundeskanzler!) Ich bin selbstverständlich meiner Pflicht nachgekommen, dort als Auskunftsperson zur Verfügung zu stehen. Ich habe wahrheitsgemäß geantwortet und nach bestem Wissen und Gewissen dort agiert. (Abg. Kassegger: Was ist Ihr Zugang ...?)
Abg. Belakowitsch: Das ist eine Unterstellung, Herr Bundeskanzler!
Was uns trennt, sehr geehrte Damen und Herren, ist die Art und Weise, wie der Ausschuss angelegt wird. (Abg. Kickl: Sie haben es unterschätzt! – Zwischenruf des Abg. Bösch.) Es geht nämlich – und ich war dort selbst als Auskunftsperson geladen – nicht mehr um Wahrheitsfindung, sondern einzig und allein um Diffamierung des politischen Gegners. (Abg. Belakowitsch: Das ist eine Unterstellung, Herr Bundeskanzler!) Ich bin selbstverständlich meiner Pflicht nachgekommen, dort als Auskunftsperson zur Verfügung zu stehen. Ich habe wahrheitsgemäß geantwortet und nach bestem Wissen und Gewissen dort agiert. (Abg. Kassegger: Was ist Ihr Zugang ...?)
Abg. Kassegger: Was ist Ihr Zugang ...?
Was uns trennt, sehr geehrte Damen und Herren, ist die Art und Weise, wie der Ausschuss angelegt wird. (Abg. Kickl: Sie haben es unterschätzt! – Zwischenruf des Abg. Bösch.) Es geht nämlich – und ich war dort selbst als Auskunftsperson geladen – nicht mehr um Wahrheitsfindung, sondern einzig und allein um Diffamierung des politischen Gegners. (Abg. Belakowitsch: Das ist eine Unterstellung, Herr Bundeskanzler!) Ich bin selbstverständlich meiner Pflicht nachgekommen, dort als Auskunftsperson zur Verfügung zu stehen. Ich habe wahrheitsgemäß geantwortet und nach bestem Wissen und Gewissen dort agiert. (Abg. Kassegger: Was ist Ihr Zugang ...?)
Beifall bei der ÖVP. – Moi-Rufe bei der FPÖ. – Abg. Hafenecker: Seien Sie froh, dass Sie jetzt Beschuldigter sind! – Zwischenruf der Abg. Steger. – Abg. Kickl: So ein armes ...! – Abg. Leichtfried: Das würde doch der Präsident nie zulassen!
Was ich auf der anderen Seite erlebt habe, waren Unterstellungen wie jetzt gerade, verbunden mit Suggestivfragen und am Ende des Tages mit dem Versuch, einem das Wort im Mund zu verdrehen, und die entsprechenden Anzeigen wurden selbstverständlich mitgeliefert. (Beifall bei der ÖVP. – Moi-Rufe bei der FPÖ. – Abg. Hafenecker: Seien Sie froh, dass Sie jetzt Beschuldigter sind! – Zwischenruf der Abg. Steger. – Abg. Kickl: So ein armes ...! – Abg. Leichtfried: Das würde doch der Präsident nie zulassen!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.
Herr Abgeordneter Krainer, Sie haben von Macht gesprochen. Die Macht in Österreich, die liegt bei den Wählerinnen und Wählern, und dort genügt es Gott sei Dank nicht, andere zu diffamieren und schlechtzureden, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Deimek: Was ist mit den Dossiers?!
Nachdem mein Team und ich zweimal bei Wahlen in Österreich gewählt worden sind, möchte ich heute das Versprechen abgeben, dass wir erstens diese Methoden als Volkspartei sicherlich nicht übernehmen werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Deimek: Was ist mit den Dossiers?!) Zweitens: Wir werden uns auch sicherlich nicht davon abbringen lassen, daran zu arbeiten, wofür wir gewählt sind, nämlich im Moment die Pandemie zu bekämpfen, das wirtschaftliche Comeback zustande zu bringen (Zwischenrufe bei der FPÖ) und die Menschen wieder in Beschäftigung zu bringen, die ihren Job verloren haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Nachdem mein Team und ich zweimal bei Wahlen in Österreich gewählt worden sind, möchte ich heute das Versprechen abgeben, dass wir erstens diese Methoden als Volkspartei sicherlich nicht übernehmen werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Deimek: Was ist mit den Dossiers?!) Zweitens: Wir werden uns auch sicherlich nicht davon abbringen lassen, daran zu arbeiten, wofür wir gewählt sind, nämlich im Moment die Pandemie zu bekämpfen, das wirtschaftliche Comeback zustande zu bringen (Zwischenrufe bei der FPÖ) und die Menschen wieder in Beschäftigung zu bringen, die ihren Job verloren haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Nachdem mein Team und ich zweimal bei Wahlen in Österreich gewählt worden sind, möchte ich heute das Versprechen abgeben, dass wir erstens diese Methoden als Volkspartei sicherlich nicht übernehmen werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Deimek: Was ist mit den Dossiers?!) Zweitens: Wir werden uns auch sicherlich nicht davon abbringen lassen, daran zu arbeiten, wofür wir gewählt sind, nämlich im Moment die Pandemie zu bekämpfen, das wirtschaftliche Comeback zustande zu bringen (Zwischenrufe bei der FPÖ) und die Menschen wieder in Beschäftigung zu bringen, die ihren Job verloren haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Abschließend, sehr geehrte Damen und Herren, ist mir eines wichtig: Herr Abgeordneter Krainer hat am Ende gesagt, er kann sich vorstellen, dass das nicht ganz angenehm ist, wenn man Beschuldigter ist. Er hat nicht dazugesagt, wer mich angezeigt hat. Er hat dann weiter ausgeführt, dass er mir persönlich alles Gute wünscht. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ob ich ihm das abnehmen kann, das weiß ich nicht, aber mir ist schon wichtig, eines festzuhalten (Abg. Belakowitsch: So weinerlich sind Sie heute!):
Abg. Belakowitsch: So weinerlich sind Sie heute!
Abschließend, sehr geehrte Damen und Herren, ist mir eines wichtig: Herr Abgeordneter Krainer hat am Ende gesagt, er kann sich vorstellen, dass das nicht ganz angenehm ist, wenn man Beschuldigter ist. Er hat nicht dazugesagt, wer mich angezeigt hat. Er hat dann weiter ausgeführt, dass er mir persönlich alles Gute wünscht. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ob ich ihm das abnehmen kann, das weiß ich nicht, aber mir ist schon wichtig, eines festzuhalten (Abg. Belakowitsch: So weinerlich sind Sie heute!):
Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ – Abg. Belakowitsch: Ja, sicher!
So mühsam und so schwierig die letzten Tage auch waren, so dankbar bin ich für die unzähligen Rückmeldungen, die ich erhalten habe, nicht nur von Wählerinnen und Wählern der Volkspartei, sondern auch von vielen, die eigentlich Ihre Parteien gewählt haben (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ – Abg. Belakowitsch: Ja, sicher!) und die mir gesagt haben, dass sie diesen Stil in der Politik weder gutheißen noch unterstützen wollen, sehr geehrte Damen und Herren. (Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
So mühsam und so schwierig die letzten Tage auch waren, so dankbar bin ich für die unzähligen Rückmeldungen, die ich erhalten habe, nicht nur von Wählerinnen und Wählern der Volkspartei, sondern auch von vielen, die eigentlich Ihre Parteien gewählt haben (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ – Abg. Belakowitsch: Ja, sicher!) und die mir gesagt haben, dass sie diesen Stil in der Politik weder gutheißen noch unterstützen wollen, sehr geehrte Damen und Herren. (Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Abg. Zanger: Bleiben Sie bei der Wahrheit!
Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete, ich komme jetzt zur Beantwortung der an mich gerichteten Fragen. (Abg. Zanger: Bleiben Sie bei der Wahrheit!)
Abg. Kickl: ... vorsichtig formulieren!
Dazu möchte ich festhalten (Abg. Kickl: ... vorsichtig formulieren!), dass bereits Ihre Frage unterstellend ist. Ich habe im Untersuchungsausschuss nach bestem Wissen und Gewissen die Wahrheit gesagt. (Abg. Belakowitsch: Was ist da unterstellend?)
Abg. Belakowitsch: Was ist da unterstellend?
Dazu möchte ich festhalten (Abg. Kickl: ... vorsichtig formulieren!), dass bereits Ihre Frage unterstellend ist. Ich habe im Untersuchungsausschuss nach bestem Wissen und Gewissen die Wahrheit gesagt. (Abg. Belakowitsch: Was ist da unterstellend?)
Abg. Deimek: ... Wahrnehmungen!
Ich schreibe und erhalte täglich Hunderte Nachrichten und habe mindestens ein Dutzend Termine und führe ebenso viele Telefonate pro Tag. Ich bitte daher um Verständnis, dass viele dieser Themen bereits Jahre zurückliegen und ich mich nicht im Detail an jedes einzelne Gespräch erinnern kann. (Abg. Deimek: ... Wahrnehmungen!)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Ich habe weder mit Herrn Graf noch mit Herrn Neumann noch mit sonst irgendjemandem, den ich der Novomatic zuordnen würde, in den letzten Jahren über Spenden gesprochen. Ich habe auch als Bundesparteiobmann keine Spenden von der Novomatic angenommen. (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Zwischenruf des Abg. Deimek
Nach dem Ausscheiden aus dem Bundeskanzleramt wurde entsprechend den Vorgaben des Bundesarchivgesetzes (Zwischenruf des Abg. Deimek) relevantes Schriftgut dem Staatsarchiv zur Aufbewahrung übergeben. Den Anfragen des Untersuchungsausschusses wurde im Bundeskanzleramt immer im Rahmen der geltenden Gesetze und der jeweiligen Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofes entsprochen.
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Ich habe mich nie bereichert! Das ist ein Faktum und bedarf aus meiner Sicht auch keiner weiteren Erklärung. (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Abg. Deimek: Ist Ihnen das nicht peinlich?
Auch diese Frage ist eine einzige Unterstellung und zeigt einmal mehr, dass es Ihnen nicht um Objektivität und Sachpolitik geht, sondern nur ums Anpatzen und Skandalisieren. (Abg. Deimek: Ist Ihnen das nicht peinlich?)
Lang anhaltender Beifall bei der ÖVP.
Vielen Dank. (Lang anhaltender Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Hanger.
Abgeordnete Dr. Pamela Rendi-Wagner, MSc (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich habe gehört, Herr Bundeskanzler, Sie haben mich an diesem Rednerpult schon vermisst. (Zwischenruf des Abg. Hanger.) Sie wissen, es gibt mehrere Redner und Rednerinnen im Laufe einer Debatte – und hier bin ich. (Abg. Wöginger: Der Wolf vermisst Sie auch, in der ZIB 2! – Ruf bei der ÖVP: Der Doskozil auch, glaube ich! – Heiterkeit und weitere Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Wöginger: Der Wolf vermisst Sie auch, in der ZIB 2! – Ruf bei der ÖVP: Der Doskozil auch, glaube ich! – Heiterkeit und weitere Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Pamela Rendi-Wagner, MSc (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich habe gehört, Herr Bundeskanzler, Sie haben mich an diesem Rednerpult schon vermisst. (Zwischenruf des Abg. Hanger.) Sie wissen, es gibt mehrere Redner und Rednerinnen im Laufe einer Debatte – und hier bin ich. (Abg. Wöginger: Der Wolf vermisst Sie auch, in der ZIB 2! – Ruf bei der ÖVP: Der Doskozil auch, glaube ich! – Heiterkeit und weitere Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Prinz: Es genügen 10 Minuten!
Ich könnte jetzt Stunden über Ihre mehr als mangelhafte Beantwortung der 50 Fragen dieses Hauses sprechen (Abg. Prinz: Es genügen 10 Minuten!), ich könnte stundenlang über die Entwicklungen der letzten Monate, die sehr besorgniserregend sind, sprechen (Ruf bei der ÖVP: ... Redezeit!), Entwicklungen, die ihre traurigen Höhepunkte in ständigen ÖVP-Attacken gegenüber unserer Justiz (Abg. Melchior: Die Anzeigen der SPÖ! Anzeigen der SPÖ!), in mehr als unfassbaren Drohungen und Einschüchterungen gegenüber der katholischen Kirche, in einer bisher einzigartigen Missachtung des Verfassungsgerichtshofes durch Ihren Finanzminister sowie einer permanenten Verhöhnung dieses Hauses, des österreichischen Parlaments, hatten. (Abg. Melchior: Und vielen Anzeigen der SPÖ!) Die letzten Tage, Herr Bundeskanzler, und Ihre Äußerungen in den letzten Stunden und Tagen haben aber leider gezeigt, dass all diese traurigen Beispiele noch nicht das Ende dieser systematischen Missachtung unserer demokratischen Institutionen sind.
Ruf bei der ÖVP: ... Redezeit!
Ich könnte jetzt Stunden über Ihre mehr als mangelhafte Beantwortung der 50 Fragen dieses Hauses sprechen (Abg. Prinz: Es genügen 10 Minuten!), ich könnte stundenlang über die Entwicklungen der letzten Monate, die sehr besorgniserregend sind, sprechen (Ruf bei der ÖVP: ... Redezeit!), Entwicklungen, die ihre traurigen Höhepunkte in ständigen ÖVP-Attacken gegenüber unserer Justiz (Abg. Melchior: Die Anzeigen der SPÖ! Anzeigen der SPÖ!), in mehr als unfassbaren Drohungen und Einschüchterungen gegenüber der katholischen Kirche, in einer bisher einzigartigen Missachtung des Verfassungsgerichtshofes durch Ihren Finanzminister sowie einer permanenten Verhöhnung dieses Hauses, des österreichischen Parlaments, hatten. (Abg. Melchior: Und vielen Anzeigen der SPÖ!) Die letzten Tage, Herr Bundeskanzler, und Ihre Äußerungen in den letzten Stunden und Tagen haben aber leider gezeigt, dass all diese traurigen Beispiele noch nicht das Ende dieser systematischen Missachtung unserer demokratischen Institutionen sind.
Abg. Melchior: Die Anzeigen der SPÖ! Anzeigen der SPÖ!
Ich könnte jetzt Stunden über Ihre mehr als mangelhafte Beantwortung der 50 Fragen dieses Hauses sprechen (Abg. Prinz: Es genügen 10 Minuten!), ich könnte stundenlang über die Entwicklungen der letzten Monate, die sehr besorgniserregend sind, sprechen (Ruf bei der ÖVP: ... Redezeit!), Entwicklungen, die ihre traurigen Höhepunkte in ständigen ÖVP-Attacken gegenüber unserer Justiz (Abg. Melchior: Die Anzeigen der SPÖ! Anzeigen der SPÖ!), in mehr als unfassbaren Drohungen und Einschüchterungen gegenüber der katholischen Kirche, in einer bisher einzigartigen Missachtung des Verfassungsgerichtshofes durch Ihren Finanzminister sowie einer permanenten Verhöhnung dieses Hauses, des österreichischen Parlaments, hatten. (Abg. Melchior: Und vielen Anzeigen der SPÖ!) Die letzten Tage, Herr Bundeskanzler, und Ihre Äußerungen in den letzten Stunden und Tagen haben aber leider gezeigt, dass all diese traurigen Beispiele noch nicht das Ende dieser systematischen Missachtung unserer demokratischen Institutionen sind.
Abg. Melchior: Und vielen Anzeigen der SPÖ!
Ich könnte jetzt Stunden über Ihre mehr als mangelhafte Beantwortung der 50 Fragen dieses Hauses sprechen (Abg. Prinz: Es genügen 10 Minuten!), ich könnte stundenlang über die Entwicklungen der letzten Monate, die sehr besorgniserregend sind, sprechen (Ruf bei der ÖVP: ... Redezeit!), Entwicklungen, die ihre traurigen Höhepunkte in ständigen ÖVP-Attacken gegenüber unserer Justiz (Abg. Melchior: Die Anzeigen der SPÖ! Anzeigen der SPÖ!), in mehr als unfassbaren Drohungen und Einschüchterungen gegenüber der katholischen Kirche, in einer bisher einzigartigen Missachtung des Verfassungsgerichtshofes durch Ihren Finanzminister sowie einer permanenten Verhöhnung dieses Hauses, des österreichischen Parlaments, hatten. (Abg. Melchior: Und vielen Anzeigen der SPÖ!) Die letzten Tage, Herr Bundeskanzler, und Ihre Äußerungen in den letzten Stunden und Tagen haben aber leider gezeigt, dass all diese traurigen Beispiele noch nicht das Ende dieser systematischen Missachtung unserer demokratischen Institutionen sind.
Ruf bei der ÖVP: Das schaue ich mir an!
Die letzten Tage zwingen mich daher, heute hier in diesem Hohen Haus und von diesem Pult aus, statt über die letzten Monate zu reden, mich auf wenige, aber für unseren Rechtsstaat und für unsere Demokratie fundamentale Grundsätze zu beschränken. Fünf Grundsätze, die wir in einer Demokratie hier eigentlich nicht mehr diskutieren dürften, und dafür brauche ich keine Stunde, dafür brauche ich auch nicht 8 Minuten, dafür reicht 1 Minute. (Ruf bei der ÖVP: Das schaue ich mir an!)
Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Melchior, Ottenschläger und Wöginger.
Erstens: Niemand steht über dem Recht, auch Sie nicht, Herr Bundeskanzler! (Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Melchior, Ottenschläger und Wöginger.)
Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Hörl.
Zweitens: Alle sind vor dem Recht gleich! (Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall bei SPÖ und NEOS. – Abg. Melchior: Entscheidet nicht der Untersuchungsausschuss!
Drittens: Was Recht und Unrecht ist, entscheiden in unserem Land unabhängige Richterinnen und Richter. (Beifall bei SPÖ und NEOS. – Abg. Melchior: Entscheidet nicht der Untersuchungsausschuss!)
Ruf bei der ÖVP: Unerhört!
Viertens: Ob Sie die Wahrheit oder Unwahrheit gesagt haben, Herr Bundeskanzler, und damit eine Straftat begangen haben (Ruf bei der ÖVP: Unerhört!), auch das wird ein unabhängiger Richter entscheiden.
Beifall bei SPÖ und NEOS. – Zwischenrufe der Abgeordneten Salzmann und Sieber.
Fünftens: Ob Sie angeklagt werden, entscheidet die unabhängige Staatsanwaltschaft, abhängig davon, ob sie dafür ausreichende Gründe sieht und findet – so wie bei jeder anderen Bürgerin, so wie bei jedem anderen Bürger unseres Landes auch. (Beifall bei SPÖ und NEOS. – Zwischenrufe der Abgeordneten Salzmann und Sieber.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Melchior.
All das entscheidet nicht dieses Haus, entscheidet nicht die Opposition, entscheidet nicht der Bundespräsident, entscheidet auch nicht die Bevölkerung. Wissen Sie, warum nicht? – Weil wir in einem Rechtsstaat leben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Melchior.)
Anhaltender Beifall bei der SPÖ und Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Fuchs. – Zwischenrufe der Abgeordneten Melchior und Loacker.
Darauf sind wir stolz, ob es Ihnen gefällt oder nicht. Und: Recht muss Recht bleiben. – Vielen Dank. (Anhaltender Beifall bei der SPÖ und Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Fuchs. – Zwischenrufe der Abgeordneten Melchior und Loacker.)
Ruf bei der SPÖ: Geh bitte! – Ruf bei den NEOS: ... persönliche Angriffe, das ist die ÖVP!
Abgeordneter Mag. Andreas Hanger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Frau Klubobfrau, ich möchte Ihnen etwas ausrichten: Für mich ist es gar nicht so relevant, ob Sie eine gute oder eine schlechte Rede halten. Aus meiner Sicht war das wieder eine sehr schlechte Rede. (Ruf bei der SPÖ: Geh bitte! – Ruf bei den NEOS: ... persönliche Angriffe, das ist die ÖVP!) Sie haben in Ihrer Partei ja sowieso nichts zu sagen, insofern ist das nicht sonderlich relevant. (Abg. Belakowitsch: Haben Sie was zu sagen? – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Ruf: Nur auf der persönlichen, diffamierenden Ebene!)
Abg. Belakowitsch: Haben Sie was zu sagen? – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Ruf: Nur auf der persönlichen, diffamierenden Ebene!
Abgeordneter Mag. Andreas Hanger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Frau Klubobfrau, ich möchte Ihnen etwas ausrichten: Für mich ist es gar nicht so relevant, ob Sie eine gute oder eine schlechte Rede halten. Aus meiner Sicht war das wieder eine sehr schlechte Rede. (Ruf bei der SPÖ: Geh bitte! – Ruf bei den NEOS: ... persönliche Angriffe, das ist die ÖVP!) Sie haben in Ihrer Partei ja sowieso nichts zu sagen, insofern ist das nicht sonderlich relevant. (Abg. Belakowitsch: Haben Sie was zu sagen? – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Ruf: Nur auf der persönlichen, diffamierenden Ebene!)
Abg. Kassegger: Lästig, das Parlament!
Zu Herrn Kollegen Krainer: Aus meiner Sicht war das wieder eine Märchenstunde, wie wir sie aus dem Untersuchungsausschuss kennen. Recht viel mehr ist es nicht. Ich sage ja seit Wochen, wir haben dort keinen Erkenntnisgewinn. (Abg. Kassegger: Lästig, das Parlament!) Seine Aussagen haben das wieder einmal mehr bewiesen. Wir diskutieren zum 25. Mal die Schredderaffäre. Ich möchte die Schredderaffäre kurz aufgreifen, weil ich damit wirklich sehr gut aufzeigen kann, wie dort mit Auskunftspersonen umgegangen wird. Wir wissen, die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen zur Schredderaffäre längst eingestellt. (Abg. Belakowitsch: Wieder aufgenommen!) Was passiert? – Immer die, die nach der unabhängigen Justiz rufen, nämlich Frau Krisper und Herr Krainer, können das natürlich nicht akzeptieren. Sie müssen neuerlich eine Anzeige einbringen. (Abg. Hörl: Aha!)
Abg. Belakowitsch: Wieder aufgenommen!
Zu Herrn Kollegen Krainer: Aus meiner Sicht war das wieder eine Märchenstunde, wie wir sie aus dem Untersuchungsausschuss kennen. Recht viel mehr ist es nicht. Ich sage ja seit Wochen, wir haben dort keinen Erkenntnisgewinn. (Abg. Kassegger: Lästig, das Parlament!) Seine Aussagen haben das wieder einmal mehr bewiesen. Wir diskutieren zum 25. Mal die Schredderaffäre. Ich möchte die Schredderaffäre kurz aufgreifen, weil ich damit wirklich sehr gut aufzeigen kann, wie dort mit Auskunftspersonen umgegangen wird. Wir wissen, die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen zur Schredderaffäre längst eingestellt. (Abg. Belakowitsch: Wieder aufgenommen!) Was passiert? – Immer die, die nach der unabhängigen Justiz rufen, nämlich Frau Krisper und Herr Krainer, können das natürlich nicht akzeptieren. Sie müssen neuerlich eine Anzeige einbringen. (Abg. Hörl: Aha!)
Abg. Hörl: Aha!
Zu Herrn Kollegen Krainer: Aus meiner Sicht war das wieder eine Märchenstunde, wie wir sie aus dem Untersuchungsausschuss kennen. Recht viel mehr ist es nicht. Ich sage ja seit Wochen, wir haben dort keinen Erkenntnisgewinn. (Abg. Kassegger: Lästig, das Parlament!) Seine Aussagen haben das wieder einmal mehr bewiesen. Wir diskutieren zum 25. Mal die Schredderaffäre. Ich möchte die Schredderaffäre kurz aufgreifen, weil ich damit wirklich sehr gut aufzeigen kann, wie dort mit Auskunftspersonen umgegangen wird. Wir wissen, die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen zur Schredderaffäre längst eingestellt. (Abg. Belakowitsch: Wieder aufgenommen!) Was passiert? – Immer die, die nach der unabhängigen Justiz rufen, nämlich Frau Krisper und Herr Krainer, können das natürlich nicht akzeptieren. Sie müssen neuerlich eine Anzeige einbringen. (Abg. Hörl: Aha!)
Zwischenruf der Abg. Krisper.
Dann wird die Auskunftsperson, die angezeigt worden ist, in den Ausschuss geladen und befragt. Die Auskunftsperson entschlägt sich natürlich – das ist ein Grundrecht –, und dann kommen wieder heftige Proteste, dass sich die Auskunftsperson der Aussage entschlägt. (Zwischenruf der Abg. Krisper.)
Abg. Deimek: Da waren Sie ja gar nicht dabei!
Wissen Sie, was der Gipfel war? – Das möchte ich an Abgeordneten Krainer richten: Die erste Fragerunde, die erste Befragung hat 2 Stunden gedauert – 2 Stunden! –, da hat nur Herr Kollege Krainer gefragt. Ich erinnere mich noch an sein süffisantes Lächeln nach der Befragung: Ha, ich habe jetzt jemanden 2 Stunden befragen können! (Abg. Deimek: Da waren Sie ja gar nicht dabei!)
Ruf bei der SPÖ: Eine sehr schlechte Rede!
Wir haben dabei keinen Erkenntnisgewinn. Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass es nur um Unterstellungen geht, dass es nur darum geht, jemanden fertigzumachen. (Ruf bei der SPÖ: Eine sehr schlechte Rede!) Ich habe danach mit dieser Auskunftsperson gesprochen. Da ist man drei Tage danach noch in einem Ausnahmezustand, weil es
Abg. Belakowitsch: Dann heben wir sie auf!
ganz einfach ungerecht ist, dass die Auskunftsperson unter strenger Wahrheitspflicht steht. (Abg. Belakowitsch: Dann heben wir sie auf!) Sie muss dort wahnsinnig aufpassen, dass sie sich nicht in Widersprüche verheddert. Das ist nämlich das einzige Ziel dieser Befragung. Das muss man in aller Deutlichkeit sagen. (Zwischenruf der Abg. Krisper.) Und der Herr Abgeordnete Krainer darf dort alles: Er darf dort die Unwahrheit sagen, er darf unterstellen, er darf beleidigen. Ich würde mir also schon eine Geschäftsordnungsdebatte wünschen, wo wir zumindest ein bisschen einen Gleichstand herstellen können. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Melchior.)
Zwischenruf der Abg. Krisper.
ganz einfach ungerecht ist, dass die Auskunftsperson unter strenger Wahrheitspflicht steht. (Abg. Belakowitsch: Dann heben wir sie auf!) Sie muss dort wahnsinnig aufpassen, dass sie sich nicht in Widersprüche verheddert. Das ist nämlich das einzige Ziel dieser Befragung. Das muss man in aller Deutlichkeit sagen. (Zwischenruf der Abg. Krisper.) Und der Herr Abgeordnete Krainer darf dort alles: Er darf dort die Unwahrheit sagen, er darf unterstellen, er darf beleidigen. Ich würde mir also schon eine Geschäftsordnungsdebatte wünschen, wo wir zumindest ein bisschen einen Gleichstand herstellen können. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Melchior.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Melchior.
ganz einfach ungerecht ist, dass die Auskunftsperson unter strenger Wahrheitspflicht steht. (Abg. Belakowitsch: Dann heben wir sie auf!) Sie muss dort wahnsinnig aufpassen, dass sie sich nicht in Widersprüche verheddert. Das ist nämlich das einzige Ziel dieser Befragung. Das muss man in aller Deutlichkeit sagen. (Zwischenruf der Abg. Krisper.) Und der Herr Abgeordnete Krainer darf dort alles: Er darf dort die Unwahrheit sagen, er darf unterstellen, er darf beleidigen. Ich würde mir also schon eine Geschäftsordnungsdebatte wünschen, wo wir zumindest ein bisschen einen Gleichstand herstellen können. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Melchior.)
Ruf bei der ÖVP: 15!
Zur heutigen Sondersitzung: Das finde ich schon bemerkenswert. Die Opposition hat zu einer Sondersitzung geladen – das ist ihr gutes Recht –, aber 14 Abgeordnete der Opposition kommen nicht einmal! (Ruf bei der ÖVP: 15!) – 15, höre ich gerade. Sie reden davon, dass man das Parlament ernst nehmen soll, da würde ich einladen, dass die Abgeordneten auch ins Parlament kommen, wenn Sitzungen sind. Das wird ja wohl das Mindeste sein, das man verlangen darf. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zur heutigen Sondersitzung: Das finde ich schon bemerkenswert. Die Opposition hat zu einer Sondersitzung geladen – das ist ihr gutes Recht –, aber 14 Abgeordnete der Opposition kommen nicht einmal! (Ruf bei der ÖVP: 15!) – 15, höre ich gerade. Sie reden davon, dass man das Parlament ernst nehmen soll, da würde ich einladen, dass die Abgeordneten auch ins Parlament kommen, wenn Sitzungen sind. Das wird ja wohl das Mindeste sein, das man verlangen darf. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Loacker. – Abg. Belakowitsch: ... Konvolut geschrieben!
Ich hätte noch so viele Themen, über die ich gerne berichten würde, wie Frau Krisper und ihr unmögliches Verhalten im Untersuchungsausschuss. (Zwischenruf des Abg. Loacker. – Abg. Belakowitsch: ... Konvolut geschrieben!) Danke noch einmal, dass Sie das Dossier aufgegriffen haben. Das ist ja der beste Beweis dafür, mit welchen Unterstellungen, Untergriffen und rhetorischen Fallen hier gearbeitet wird.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Das ist aber heute nicht das Thema!
Ich möchte mich einem Thema zuwenden, das, glaube ich, die Österreicherinnen und Österreicher wirklich interessiert, nämlich, dass wir Gott sei Dank sehr gut aus der Coronapandemie kommen. Ich möchte ausdrücklich festhalten, dass wir beim Testen Weltmeister sind. Die Strategie, die federführend vom Herrn Bundeskanzler angetrieben worden ist – testen, testen, testen –, ist ein Erfolgsgarant. Das muss und kann man nicht oft genug sagen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Das ist aber heute nicht das Thema!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Deimek: Aber trotzdem darf man nicht lügen! – Zwischenruf des Abg. Scherak.
Zum Zweiten, und das ist auch der Initiative des Bundeskanzlers zu verdanken, sind wir beim Impfen ganz vorne dabei. Wir sind unter den top drei beim Impffortschritt in Europa, das ist ein großer Erfolg. Das ermöglicht uns auch, dass wir bald, so wie es eben angekündigt wurde, ins normale Leben zurückkehren können. Das ist ein großer Erfolg. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Deimek: Aber trotzdem darf man nicht lügen! – Zwischenruf des Abg. Scherak.)
Abg. Amesbauer: Danke, Basti!
Zum Abschluss ein Appell: Halten wir doch zusammen in dieser Republik! Wir haben so viele Aufgaben vor uns. Wir müssen den Arbeitsmarkt ankurbeln, wir müssen schauen, dass das Vereinsleben wieder in die Höhe kommt. Und ich möchte bei dieser Gelegenheit auch wirklich allen danken, die dazu beitragen (Abg. Amesbauer: Danke, Basti!): der Bundesregierung, den Ländern, den Gemeinden, vielen Institutionen. Nur die Opposition macht das halt leider nicht, aber das müssen wir zur Kenntnis nehmen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Zum Abschluss ein Appell: Halten wir doch zusammen in dieser Republik! Wir haben so viele Aufgaben vor uns. Wir müssen den Arbeitsmarkt ankurbeln, wir müssen schauen, dass das Vereinsleben wieder in die Höhe kommt. Und ich möchte bei dieser Gelegenheit auch wirklich allen danken, die dazu beitragen (Abg. Amesbauer: Danke, Basti!): der Bundesregierung, den Ländern, den Gemeinden, vielen Institutionen. Nur die Opposition macht das halt leider nicht, aber das müssen wir zur Kenntnis nehmen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Melchior und Wöginger
innehaben (Zwischenrufe der Abgeordneten Melchior und Wöginger), so wie Sie, die nicht jeden Monat ein Spitzengehalt samt Kanzlerprivilegien bekommen, so wie Sie, und die nicht in nationalen und internationalen Netzwerken drinnen hängen, von denen sie protegiert und beschützt werden. (Zwischenrufe der Abgeordneten Ottenschläger und Pfurtscheller. – Ruf bei der ÖVP: Unterstellungen, Unterstellungen!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Ottenschläger und Pfurtscheller. – Ruf bei der ÖVP: Unterstellungen, Unterstellungen!
innehaben (Zwischenrufe der Abgeordneten Melchior und Wöginger), so wie Sie, die nicht jeden Monat ein Spitzengehalt samt Kanzlerprivilegien bekommen, so wie Sie, und die nicht in nationalen und internationalen Netzwerken drinnen hängen, von denen sie protegiert und beschützt werden. (Zwischenrufe der Abgeordneten Ottenschläger und Pfurtscheller. – Ruf bei der ÖVP: Unterstellungen, Unterstellungen!)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Melchior
Diese Menschen da draußen haben etwas ganz anderes (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Melchior), sie haben ein sehr, sehr gutes Empfinden, ein sehr, sehr gutes Gespür für das, was falsch ist, und für das, was richtig ist. Man könnte auch sagen, sie haben ein sehr, sehr gutes Gespür für das, was gut ist, und für das, was böse ist, für das, was man tut, und für das, was man nicht tut, oder, um es auf gut Deutsch zu sagen: Diese Leute haben ein intaktes Gewissen. Ich glaube, dass man das von weiten Teilen der Volkspartei nicht mehr behaupten kann. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Hallo! – Zwischenrufe der Abgeordneten Melchior und Ottenschläger.)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Hallo! – Zwischenrufe der Abgeordneten Melchior und Ottenschläger.
Diese Menschen da draußen haben etwas ganz anderes (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Melchior), sie haben ein sehr, sehr gutes Empfinden, ein sehr, sehr gutes Gespür für das, was falsch ist, und für das, was richtig ist. Man könnte auch sagen, sie haben ein sehr, sehr gutes Gespür für das, was gut ist, und für das, was böse ist, für das, was man tut, und für das, was man nicht tut, oder, um es auf gut Deutsch zu sagen: Diese Leute haben ein intaktes Gewissen. Ich glaube, dass man das von weiten Teilen der Volkspartei nicht mehr behaupten kann. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Hallo! – Zwischenrufe der Abgeordneten Melchior und Ottenschläger.)
Abg. Melchior: Wer fragt Sie? Wer? Wer? – Zwischenrufe der Abgeordneten Gabriela Schwarz und Wöginger
So, Herr Bundeskanzler?! So?! Und jetzt? Was ist jetzt? Was ist jetzt, wo sich die Ermittlungen der Justiz gegen Sie und gegen Ihren Finanzminister – und ich abstrahiere jetzt vom restlichen Who is Who der ehrenwerten ÖVP-Familie –, gegen Sie selbst und gegen Ihre engsten Verbündeten richten? Was ist jetzt? Gilt das alles nicht mehr? Jetzt erklären Sie der Bevölkerung, dass alles ganz anders ist, als es damals gewesen ist, und dass das, was Sie damals gesagt haben, heute keine Gültigkeit mehr hat. Mich fragen viele Leute, und diese Frage gebe ich stellvertretend an Sie weiter (Abg. Melchior: Wer fragt Sie? Wer? Wer? – Zwischenrufe der Abgeordneten Gabriela Schwarz und Wöginger): Schämen Sie sich eigentlich nicht angesichts dieser Wendehalsigkeit und dieser Verdrehungen, die Sie hier an den Tag legen? (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Da redet der Richtige!)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Da redet der Richtige!
So, Herr Bundeskanzler?! So?! Und jetzt? Was ist jetzt? Was ist jetzt, wo sich die Ermittlungen der Justiz gegen Sie und gegen Ihren Finanzminister – und ich abstrahiere jetzt vom restlichen Who is Who der ehrenwerten ÖVP-Familie –, gegen Sie selbst und gegen Ihre engsten Verbündeten richten? Was ist jetzt? Gilt das alles nicht mehr? Jetzt erklären Sie der Bevölkerung, dass alles ganz anders ist, als es damals gewesen ist, und dass das, was Sie damals gesagt haben, heute keine Gültigkeit mehr hat. Mich fragen viele Leute, und diese Frage gebe ich stellvertretend an Sie weiter (Abg. Melchior: Wer fragt Sie? Wer? Wer? – Zwischenrufe der Abgeordneten Gabriela Schwarz und Wöginger): Schämen Sie sich eigentlich nicht angesichts dieser Wendehalsigkeit und dieser Verdrehungen, die Sie hier an den Tag legen? (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Da redet der Richtige!)
Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.
Ich frage gleich weiter: Haben Sie eigentlich überhaupt keine Skrupel? (Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.) Haben Sie überhaupt keine Skrupel, die Unwahrheiten, die Sie im U-Ausschuss stundenlang zelebriert haben – das war ja eine Strategie –, jetzt auch außerhalb des Ausschusses weiter fortzuführen, jetzt, wo Sie aufgeflogen sind, wo Sie aufgeklatscht worden sind, wo Sie überführt worden sind, dass Sie falsch ausgesagt haben? – Nicht in einzelnen Worten: Ihre ganze Strategie war darauf angelegt.
Zwischenruf des Abg. Melchior.
Wissen Sie, Herr Bundeskanzler, niemand hat Ihnen eine Falle gestellt – kein Lockvogel, keine versteckten Mikrofone, keine versteckten Kameras. (Zwischenruf des Abg. Melchior.) Es ist Ihr Familienmitglied, Ihr Spezi Thomas Schmid, gewesen, der Sie mit seinen Chats jetzt ins Straucheln bringt. (Abg. Melchior: Wo sind deine Chats eigentlich? Wann kriegen wir die mal im Untersuchungsausschuss?) Sie haben beim Schreddern der Festplatten auf das Handy von Herrn Schmid vergessen. Das hätten Sie auch
Abg. Melchior: Wo sind deine Chats eigentlich? Wann kriegen wir die mal im Untersuchungsausschuss?
Wissen Sie, Herr Bundeskanzler, niemand hat Ihnen eine Falle gestellt – kein Lockvogel, keine versteckten Mikrofone, keine versteckten Kameras. (Zwischenruf des Abg. Melchior.) Es ist Ihr Familienmitglied, Ihr Spezi Thomas Schmid, gewesen, der Sie mit seinen Chats jetzt ins Straucheln bringt. (Abg. Melchior: Wo sind deine Chats eigentlich? Wann kriegen wir die mal im Untersuchungsausschuss?) Sie haben beim Schreddern der Festplatten auf das Handy von Herrn Schmid vergessen. Das hätten Sie auch
Beifall bei der FPÖ.
dreimal durch die Walzen laufen lassen sollen, so wie die geschredderten Festplatten. (Beifall bei der FPÖ.) Diese Chats spiegeln in einer unglaublichen Offenheit – da haben Sie das Herz auf der Zunge getragen – Ihre Machtbesessenheit wider, Ihre Eitelkeit, Ihre unglaubliche Überheblichkeit. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Da haben Sie sich sicher gefühlt, da haben Sie sich wie die großen Checker aufgeführt, als die Sie sich empfinden, die sich die Republik unter den Nagel reißen und auch vor Postenschacher der übelsten Sorte nicht zurückschrecken. (Ruf bei der ÖVP: Unerhört! – Abg. Wöginger: Das musst genau du sagen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
dreimal durch die Walzen laufen lassen sollen, so wie die geschredderten Festplatten. (Beifall bei der FPÖ.) Diese Chats spiegeln in einer unglaublichen Offenheit – da haben Sie das Herz auf der Zunge getragen – Ihre Machtbesessenheit wider, Ihre Eitelkeit, Ihre unglaubliche Überheblichkeit. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Da haben Sie sich sicher gefühlt, da haben Sie sich wie die großen Checker aufgeführt, als die Sie sich empfinden, die sich die Republik unter den Nagel reißen und auch vor Postenschacher der übelsten Sorte nicht zurückschrecken. (Ruf bei der ÖVP: Unerhört! – Abg. Wöginger: Das musst genau du sagen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Unerhört! – Abg. Wöginger: Das musst genau du sagen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
dreimal durch die Walzen laufen lassen sollen, so wie die geschredderten Festplatten. (Beifall bei der FPÖ.) Diese Chats spiegeln in einer unglaublichen Offenheit – da haben Sie das Herz auf der Zunge getragen – Ihre Machtbesessenheit wider, Ihre Eitelkeit, Ihre unglaubliche Überheblichkeit. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Da haben Sie sich sicher gefühlt, da haben Sie sich wie die großen Checker aufgeführt, als die Sie sich empfinden, die sich die Republik unter den Nagel reißen und auch vor Postenschacher der übelsten Sorte nicht zurückschrecken. (Ruf bei der ÖVP: Unerhört! – Abg. Wöginger: Das musst genau du sagen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Da darf man sich dann doch nicht wundern, dass es Leuten auffällt, dass der Inhalt dieser Chats mit Ihrer Rolle im Untersuchungsausschuss nicht zusammenpasst, wo Sie sich hingestellt haben, als ob der große Checker dann plötzlich der siebente Zwerg hinter dem siebenten Berg gewesen wäre. Da darf man sich doch nicht wundern, dass das den Leuten auffällt und zu einer Anzeige führt. Nein, Herr Bundeskanzler, diese Suppe haben Sie sich selber eingebrockt – und sonst niemand. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Melchior: Du solltest dich schämen!
Es ist unglaublich, dass Sie es nicht beschämend finden (Abg. Melchior: Du solltest dich schämen!), wo Sie doch eigentlich wissen, dass Sie politisch längst in der Versenkung verschwunden wären, wenn nicht teilweise gekaufte, angefütterte oder wirtschaftlich unter Druck gesetzte Medien (Abg. Steinacker: Unfassbare Unterstellungen!) Ihren – und da meine ich den gesamten türkisen – Feldzug gegen Demokratie, gegen Rechtsstaatlichkeit, gegen das Parlament und gegen die Justiz (weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) ja schon bis ins Groteske hinein schönreden und in Ceauşescu-Manier die Alternativlosigkeit predigen würden, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Rufe bei der ÖVP: Unfassbar! Wahnsinn! Du hast ja überhaupt kein Gespür mehr! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Steinacker: Unfassbare Unterstellungen!
Es ist unglaublich, dass Sie es nicht beschämend finden (Abg. Melchior: Du solltest dich schämen!), wo Sie doch eigentlich wissen, dass Sie politisch längst in der Versenkung verschwunden wären, wenn nicht teilweise gekaufte, angefütterte oder wirtschaftlich unter Druck gesetzte Medien (Abg. Steinacker: Unfassbare Unterstellungen!) Ihren – und da meine ich den gesamten türkisen – Feldzug gegen Demokratie, gegen Rechtsstaatlichkeit, gegen das Parlament und gegen die Justiz (weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) ja schon bis ins Groteske hinein schönreden und in Ceauşescu-Manier die Alternativlosigkeit predigen würden, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Rufe bei der ÖVP: Unfassbar! Wahnsinn! Du hast ja überhaupt kein Gespür mehr! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
weitere Zwischenrufe bei der ÖVP
Es ist unglaublich, dass Sie es nicht beschämend finden (Abg. Melchior: Du solltest dich schämen!), wo Sie doch eigentlich wissen, dass Sie politisch längst in der Versenkung verschwunden wären, wenn nicht teilweise gekaufte, angefütterte oder wirtschaftlich unter Druck gesetzte Medien (Abg. Steinacker: Unfassbare Unterstellungen!) Ihren – und da meine ich den gesamten türkisen – Feldzug gegen Demokratie, gegen Rechtsstaatlichkeit, gegen das Parlament und gegen die Justiz (weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) ja schon bis ins Groteske hinein schönreden und in Ceauşescu-Manier die Alternativlosigkeit predigen würden, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Rufe bei der ÖVP: Unfassbar! Wahnsinn! Du hast ja überhaupt kein Gespür mehr! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Rufe bei der ÖVP: Unfassbar! Wahnsinn! Du hast ja überhaupt kein Gespür mehr! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es ist unglaublich, dass Sie es nicht beschämend finden (Abg. Melchior: Du solltest dich schämen!), wo Sie doch eigentlich wissen, dass Sie politisch längst in der Versenkung verschwunden wären, wenn nicht teilweise gekaufte, angefütterte oder wirtschaftlich unter Druck gesetzte Medien (Abg. Steinacker: Unfassbare Unterstellungen!) Ihren – und da meine ich den gesamten türkisen – Feldzug gegen Demokratie, gegen Rechtsstaatlichkeit, gegen das Parlament und gegen die Justiz (weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) ja schon bis ins Groteske hinein schönreden und in Ceauşescu-Manier die Alternativlosigkeit predigen würden, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Rufe bei der ÖVP: Unfassbar! Wahnsinn! Du hast ja überhaupt kein Gespür mehr! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Melchior: Das ist ja ein Wahnsinn! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Herr Abgeordneter, für den Ausdruck „Ceauşescu-Manier“ erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Abg. Melchior: Das ist ja ein Wahnsinn! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Herbert Kickl (fortsetzend): Ihre Stärke kommt nicht aus inneren Idealen, das ist ja überhaupt nicht der Fall. Nein, Ihre Stärke verdankt sich einem unterwürfigen Bestelljournalismus, den Sie sich in Österreich hergerichtet haben. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der FPÖ sowie des Abg. Melchior.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Auch für den „unterwürfigen Bestelljournalismus“ kriegen Sie einen Ordnungsruf. (Zwischenrufe bei der FPÖ sowie des Abg. Melchior.) Halten Sie sich an den Rand! (Ruf bei der FPÖ: Herr Präsident, ...! – Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Herr Präsident, ...! – Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Auch für den „unterwürfigen Bestelljournalismus“ kriegen Sie einen Ordnungsruf. (Zwischenrufe bei der FPÖ sowie des Abg. Melchior.) Halten Sie sich an den Rand! (Ruf bei der FPÖ: Herr Präsident, ...! – Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Wöginger: ... die Beleidigtheit ist es! – Zwischenruf des Abg. Melchior.
läutet es den ganzen Tag! – Zwischenruf des Abg. Melchior.) Denn fehlende Sensibilität und mangelndes Problembewusstsein waren das, was Sie, Herr Blümel und Herr Nehammer mir im Mai des Jahres 2019, unmittelbar nach dem Auftauchen des Ibizavideos, vorgeworfen haben. (Abg. Wöginger: ... die Beleidigtheit ist es! – Zwischenruf des Abg. Melchior.) Dann haben Sie noch dazugesagt, dass ich als Innenminister nicht gegen mich selbst ermitteln kann, obwohl ich in keinem Moment als Verdächtiger oder als Beschuldigter geführt worden bin – ganz im Unterschied zu Ihnen, Herr Bundeskanzler! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hanger: Aber das wird noch passieren!°– Abg. Melchior: Schauen wir uns mal die SMS von dir an! Da werden wir die SMS noch sehen, dann schauen wir uns das an!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hanger: Aber das wird noch passieren!°– Abg. Melchior: Schauen wir uns mal die SMS von dir an! Da werden wir die SMS noch sehen, dann schauen wir uns das an!
läutet es den ganzen Tag! – Zwischenruf des Abg. Melchior.) Denn fehlende Sensibilität und mangelndes Problembewusstsein waren das, was Sie, Herr Blümel und Herr Nehammer mir im Mai des Jahres 2019, unmittelbar nach dem Auftauchen des Ibizavideos, vorgeworfen haben. (Abg. Wöginger: ... die Beleidigtheit ist es! – Zwischenruf des Abg. Melchior.) Dann haben Sie noch dazugesagt, dass ich als Innenminister nicht gegen mich selbst ermitteln kann, obwohl ich in keinem Moment als Verdächtiger oder als Beschuldigter geführt worden bin – ganz im Unterschied zu Ihnen, Herr Bundeskanzler! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hanger: Aber das wird noch passieren!°– Abg. Melchior: Schauen wir uns mal die SMS von dir an! Da werden wir die SMS noch sehen, dann schauen wir uns das an!)
Abg. Steinacker: ... Beleidigungen ...!
Ja, damals müssen Sie einen unglaublichen moralischen Leidensdruck gehabt haben, unglaublich – der war so groß, dass Sie in Windeseile zum Bundespräsidenten geeilt sind und gesagt haben: Also mit so einem kann ich nicht mehr regieren, den müssen wir hinausschmeißen! (Abg. Steinacker: ... Beleidigungen ...!) Gut, ich habe Verständnis, es ist ja nicht um Sie und nicht um Herrn Blümel gegangen, sondern um einen Freiheitlichen, aber möglicherweise waren auch diese ganze Begründung und dieses moralische Gerede, das Sie damals an den Tag gelegt haben, nur eine Unwahrheit mehr in Ihrer inzwischen elendslangen Liste von Unwahrheiten. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Krisper.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Krisper.
Ja, damals müssen Sie einen unglaublichen moralischen Leidensdruck gehabt haben, unglaublich – der war so groß, dass Sie in Windeseile zum Bundespräsidenten geeilt sind und gesagt haben: Also mit so einem kann ich nicht mehr regieren, den müssen wir hinausschmeißen! (Abg. Steinacker: ... Beleidigungen ...!) Gut, ich habe Verständnis, es ist ja nicht um Sie und nicht um Herrn Blümel gegangen, sondern um einen Freiheitlichen, aber möglicherweise waren auch diese ganze Begründung und dieses moralische Gerede, das Sie damals an den Tag gelegt haben, nur eine Unwahrheit mehr in Ihrer inzwischen elendslangen Liste von Unwahrheiten. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Krisper.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen ganz ehrlich eines: Ich bin stolz auf dieses Entlassungsschreiben des Bundespräsidenten, weil es mir amtlich bescheinigt, dass ich niemals Teil Ihrer Familie gewesen bin – diese Bescheinigung habe ich amtlich. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jedenfalls ist das auch ein Beispiel dafür, dass die ÖVP permanent mit zweierlei Maß misst: Es gibt gute Hausdurchsuchungen, es gibt gute Enthüllungsleaks, es gibt gute Ermittlungen, Anklagen und Verurteilungen – das sind immer die, die aus Ihrer Sicht gegen die anderen gehen. Und dann gibt es natürlich schlechte Hausdurchsuchungen, schmutzige Anpatzungsleaks, ungerechtfertigte Racheaktionen in Form von Anzeigen, Ermittlungen und Verurteilungen – das ist immer dann, wenn Sie betroffen sind. Dieses Messen mit zweierlei Maß stößt der Bevölkerung zu Recht mehr und mehr auf. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ sowie Heiterkeit der Abg. Gabriela Schwarz.
Sie suchen Ihr Heil in einer Flucht in die Realitätsverweigerung – das haben wir heute erlebt –, in einer Flucht nach vorne, gepaart mit irgendeiner Form von Selbstmitleid. Wissen Sie was? Sie wandeln schön langsam auf den Spuren von H.-C. Strache, das kann ich Ihnen nur sagen – da ist nicht mehr viel Unterschied. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ sowie Heiterkeit der Abg. Gabriela Schwarz.)
Ruf bei der ÖVP: Selbstmitleid, da redet der Richtige! – Abg. Wöginger: Kindesweglegung! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Für Sie besteht jedenfalls kein Grund für Selbstmitleid und Wehleidigkeit, denn diese Suppe haben Sie sich selber eingebrockt. (Ruf bei der ÖVP: Selbstmitleid, da redet der Richtige! – Abg. Wöginger: Kindesweglegung! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die missliche Lage, in der Sie sich befinden – Sie und Herr Blümel und alle anderen Prominenten in Ihrer Partei –, ist nicht die Schuld eines bösen Untersuchungsausschusses von irgendwelchen geifernden Abgeordneten, über die Sie jetzt Dossiers erstellen lassen. Bitte nicht böse sein: Wenn Sie 4 Stunden Befragung im U-Ausschuss mit einer Vertrauensperson an Ihrer Seite nicht aushalten, dann sollten Sie sich fragen, ob Sie überhaupt die Belastungskapazitäten, die man als Bundeskanzler braucht, haben. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Jaja!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Jaja!
Für Sie besteht jedenfalls kein Grund für Selbstmitleid und Wehleidigkeit, denn diese Suppe haben Sie sich selber eingebrockt. (Ruf bei der ÖVP: Selbstmitleid, da redet der Richtige! – Abg. Wöginger: Kindesweglegung! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die missliche Lage, in der Sie sich befinden – Sie und Herr Blümel und alle anderen Prominenten in Ihrer Partei –, ist nicht die Schuld eines bösen Untersuchungsausschusses von irgendwelchen geifernden Abgeordneten, über die Sie jetzt Dossiers erstellen lassen. Bitte nicht böse sein: Wenn Sie 4 Stunden Befragung im U-Ausschuss mit einer Vertrauensperson an Ihrer Seite nicht aushalten, dann sollten Sie sich fragen, ob Sie überhaupt die Belastungskapazitäten, die man als Bundeskanzler braucht, haben. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Jaja!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Vom Marathonrennen wirst narrisch!
nicht unter die Leute geht, dann wird man so wie du! – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.) Es ist das logische Resultat von Selbstherrlichkeit, Machtmissbrauch und Skrupellosigkeit, über das Sie jetzt stolpern, denn das ist das Betriebssystem Ihres tiefen Staates, den Sie in den letzten Jahren und Jahrzehnten errichtet haben. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Vom Marathonrennen wirst narrisch!)
Abg. Wöginger: Ja, du saufst aber nichts!
Ich sage Ihnen einen allerletzten Satz, Herr Bundeskanzler: Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht (Abg. Wöginger: Ja, du saufst aber nichts!) – insbesondere dann, wenn er sich selbst für unzerbrechlich hält. (Anhaltender Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Jaja, genau!)
Anhaltender Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Jaja, genau!
Ich sage Ihnen einen allerletzten Satz, Herr Bundeskanzler: Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht (Abg. Wöginger: Ja, du saufst aber nichts!) – insbesondere dann, wenn er sich selbst für unzerbrechlich hält. (Anhaltender Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Jaja, genau!)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Diese parlamentarischen Rechte sind keine Selbstverständlichkeit. Sie wurden erkämpft, und in vielen, vielen anderen Ländern der Welt ist eine saubere Gewaltenteilung zwischen Exekutive, Legislative und Judikative noch weit unterentwickelt. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Dementsprechend verantwortungsvoll sollten wir diese Instrumente auch nutzen – unsere Demokratie ist nämlich von enormem Wert.
Beifall bei Grünen und SPÖ sowie der Abg. Meinl-Reisinger.
Manchmal aber gewinnt man den Eindruck, dass wir mit unseren demokratischen Errungenschaften schleißig, ja geradezu fahrlässig umgehen, wenn diese Gewaltenteilung nicht respektiert wird, wenn das Parlament und auch der Verfassungsgerichtshof an der Nase herumgeführt werden – so geschehen letztens bei den Aktenlieferungen an den Untersuchungsausschuss. (Beifall bei Grünen und SPÖ sowie der Abg. Meinl-Reisinger.)
Beifall bei Grünen, SPÖ und NEOS.
Keine Frage, der breite Untersuchungsgegenstand, die Vorgaben zum Datenschutz und zur Verfahrensordnung bergen schon mitunter knifflige Fragen, das kann aber niemals rechtfertigen, dass ein Minister seiner Informationspflicht gegenüber der verfassungsmäßigen Kontrolle durch das Parlament nicht nachkommt. (Beifall bei Grünen, SPÖ und NEOS.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Meinl-Reisinger.
Selbstverständlich ist es legitim, den Verfassungsgerichtshof anzurufen, um Klarheit über etwaige Unschärfen zu gewinnen. Es ist aber nicht legitim, durch allerlei Schikanen, wie die pauschale Einstufung von Akten auf Stufe 3, das Parlament zu papierln. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Meinl-Reisinger.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.
Ich bin sehr froh, dass der Finanzminister die Kurve gekratzt hat – gerade noch –, jetzt selbstständig eine Neueinstufung vorgenommen hat und eine digitale Lieferung vornimmt. Meinen Informationen nach sollen die ersten Akten gerade jetzt hier im Parlament eintreffen. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Hafenecker.
Ja, das Parlament und seine Abgeordneten können nervig und lästig sein und sicher manches Mal auch ungerecht. Nicht jede Anfrage ist gerechtfertigt oder sinnvoll. Ich erinnere mich da beispielsweise an Anfragen zu den gelagerten Klopapierrollen in den Regierungsressorts seitens der Freiheitlichen oder auch an Anfragen, die in einer Tonalität und mit inhaltlichen Fehlern gespickt gestellt werden, die sicher nicht der Würde des Hauses entsprechen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Hafenecker.)
Beifall bei Grünen, SPÖ und NEOS. – Abg. Martin Graf: Aber objektiv gesehen war die Rede wirklich schlecht! – Zwischenruf des Abg. Hörl.
Wenn wir von der Würde des Hauses sprechen, dann muss ich an dieser Stelle auch sagen: Kollege Hanger, ich glaube, es entspricht auch nicht der Würde des Hauses, pauschal Reden anderer Abgeordneten, beispielsweise jene Rede der Klubobfrau Rendi-Wagner, hier pauschal als schlechte Reden abzukanzeln. Auch das entspricht nicht unseren Vorstellungen einer guten demokratischen Auseinandersetzung hier im Parlament. (Beifall bei Grünen, SPÖ und NEOS. – Abg. Martin Graf: Aber objektiv gesehen war die Rede wirklich schlecht! – Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
All das, dass das Parlament lästig sein kann, ist keine Entschuldigung dafür, ihm mit Respektlosigkeit zu begegnen. Selbstverständlich müssen alle Anfragen beantwortet werden, seien sie noch so deppert (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), denn nicht die Regierenden bestimmen darüber, was gefragt werden darf und was nicht – das machen wir!
Beifall bei Grünen und SPÖ.
Ich möchte an dieser Stelle sagen, dass dieses Hohe Haus unser Haus ist. Das ist das Haus der Nationalratsabgeordneten und der Mitglieder des Bundesrates, der gewählten Mandatarinnen und Mandatare, die von der Bevölkerung gewählt wurden. Die Regierenden sind hier zu Gast. Sie sind hier zu Gast, um Auskunft zu erteilen und zu informieren, um Rede und Antwort zu stehen. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Abg. Hörl: Anständig beantworten sollen sie sie aber schon! – Zwischenruf des Abg. Deimek
Um auch für die ZuseherInnen vor den Bildschirmen die informellen Regeln im Parlament ein bisschen zu erläutern: Dieses Verhältnis zwischen Exekutive und Legislative spiegelt sich auch hier in Usancen wider. Das bedeutet nämlich beispielsweise, dass die Regierenden in diesem Raum ausschließlich auf der Regierungsbank Platz zu nehmen haben. Es bedeutet auch, dass die Regierenden selber nicht klatschen, wenn sie hier zuhören. Es bedeutet auch, dass die Regierenden keine Zwischenrufe zu machen haben, denn sie sind hier, um Rede und Antwort zu stehen, und nicht, um selbst zu kommentieren, was einzelne Abgeordnete formulieren (Abg. Hörl: Anständig beantworten sollen sie sie aber schon! – Zwischenruf des Abg. Deimek), und auch nicht, um Beifalls- oder Unmutsbekundungen zu äußern. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Um auch für die ZuseherInnen vor den Bildschirmen die informellen Regeln im Parlament ein bisschen zu erläutern: Dieses Verhältnis zwischen Exekutive und Legislative spiegelt sich auch hier in Usancen wider. Das bedeutet nämlich beispielsweise, dass die Regierenden in diesem Raum ausschließlich auf der Regierungsbank Platz zu nehmen haben. Es bedeutet auch, dass die Regierenden selber nicht klatschen, wenn sie hier zuhören. Es bedeutet auch, dass die Regierenden keine Zwischenrufe zu machen haben, denn sie sind hier, um Rede und Antwort zu stehen, und nicht, um selbst zu kommentieren, was einzelne Abgeordnete formulieren (Abg. Hörl: Anständig beantworten sollen sie sie aber schon! – Zwischenruf des Abg. Deimek), und auch nicht, um Beifalls- oder Unmutsbekundungen zu äußern. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger und Kickl.
Wir Grüne versprechen hier im Parlament, ebenso wie auf Regierungsebene, die Verfassung in all ihren Teilen nicht nur zu respektieren, sondern zu bestärken. Es ist kein Zufall, dass im Regierungsprogramm an vielen Stellen extra betont wird, was eigentlich selbstverständlich sein sollte, nämlich dass Gesetze verfassungs- und menschenrechtskonform zu formulieren sind. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger und Kickl.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Herr.
Unter einer grünen Justizministerin ist das Geschichte. Alma Zadić wird auch in einem allfälligen Verfahren gegen den Bundeskanzler dafür sorgen, dass die Justiz in Ruhe ihre Arbeit machen kann – völlig ohne politischen Einfluss, egal von welcher Seite. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Herr.)
Beifall bei den Grünen.
Als Politikerinnen und Politiker haben wir die Verantwortung, unsere demokratischen Institutionen zu schützen und zu stärken, jeder und jede Einzelne von uns in diesem Saal, Abgeordnete wie Regierende. Ich erwarte mir, dass wir uns dieser Verantwortung vollumfänglich verpflichten, wie wir es auch bei unseren Angelobungen geschworen haben. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei NEOS und Grünen sowie des Abg. Rainer Wimmer.
Ich habe damals gesagt – und ich bekräftige das heute –: Menschen in Österreich müssen darauf vertrauen können, dass die Regierenden, die natürlich Macht haben, diese Macht und ihren Einfluss ausschließlich im Interesse der Menschen in Österreich einsetzen und nicht im Interesse der Familie, der Freunde oder von Spenderinnen und Spendern. (Beifall bei NEOS und Grünen sowie des Abg. Rainer Wimmer.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Ich weiß, dass Sie das gerne – ich habe in den letzten Tagen zugehört – relativieren: Das Ganze passiert ja nur, weil die böse, böse Opposition Anzeige erstattet hat. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Ich weiß schon, dass es bei Ihnen offensichtlich nicht sehr viel zählt, ein Mindestmaß an juristischem Wissen zu haben, aber es handelt sich bei der falschen Beweisaussage, auf die übrigens drei Jahre Strafhaft steht (Abg. Wöginger: Bis zu!) – ja, bis zu drei Jahren –, immer noch um ein Offizialdelikt. Was heißt das? – Dass von Amtswegen zu ermitteln ist.
Abg. Wöginger: Bis zu!
Ich weiß, dass Sie das gerne – ich habe in den letzten Tagen zugehört – relativieren: Das Ganze passiert ja nur, weil die böse, böse Opposition Anzeige erstattet hat. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Ich weiß schon, dass es bei Ihnen offensichtlich nicht sehr viel zählt, ein Mindestmaß an juristischem Wissen zu haben, aber es handelt sich bei der falschen Beweisaussage, auf die übrigens drei Jahre Strafhaft steht (Abg. Wöginger: Bis zu!) – ja, bis zu drei Jahren –, immer noch um ein Offizialdelikt. Was heißt das? – Dass von Amtswegen zu ermitteln ist.
Abg. Deimek: Das kann er nicht!
Das heißt übrigens auch, Herr Vorsitzender Sobotka, dass Sie, wenn Sie als Vorsitzender des Untersuchungsausschusses mitbekommen, dass in einer Respektlosigkeit und im Bruch der Gesetze eine Falschaussage getätigt wird, eigentlich verpflichtet wären, das der Staatsanwaltschaft zu melden (Abg. Deimek: Das kann er nicht!), und die Staatsanwaltschaft ist verpflichtet, das weiterzuführen und zu ermitteln. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Das heißt übrigens auch, Herr Vorsitzender Sobotka, dass Sie, wenn Sie als Vorsitzender des Untersuchungsausschusses mitbekommen, dass in einer Respektlosigkeit und im Bruch der Gesetze eine Falschaussage getätigt wird, eigentlich verpflichtet wären, das der Staatsanwaltschaft zu melden (Abg. Deimek: Das kann er nicht!), und die Staatsanwaltschaft ist verpflichtet, das weiterzuführen und zu ermitteln. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Außerdem sind wir schon einen Schritt weiter, es geht ja nicht mehr darum, dass Sie verdächtigt sind, sondern Sie sind beschuldigt. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Das heißt, dass die Staatsanwaltschaft immerhin so viel Substrat sieht, dass sie diesbezüglich ein Ermittlungsverfahren eingeleitet hat. (Abg. Gabriela Schwarz: Im „Morgenjournal“ die Beschuldigung ... kriminell sei ...!)
Abg. Gabriela Schwarz: Im „Morgenjournal“ die Beschuldigung ... kriminell sei ...!
Außerdem sind wir schon einen Schritt weiter, es geht ja nicht mehr darum, dass Sie verdächtigt sind, sondern Sie sind beschuldigt. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Das heißt, dass die Staatsanwaltschaft immerhin so viel Substrat sieht, dass sie diesbezüglich ein Ermittlungsverfahren eingeleitet hat. (Abg. Gabriela Schwarz: Im „Morgenjournal“ die Beschuldigung ... kriminell sei ...!)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Klar ist für uns – und ich denke, das wird für Sie auch der Fall sein –: Die rote Linie ist dann überschritten, wenn Sie, Herr Bundeskanzler, angeklagt sind. Für die Person gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung, aber für das Amt gelten andere Regeln, aus Respekt dem Amt gegenüber. Es geht nämlich um die Handlungsfähigkeit, und es war ein guter und ein wichtiger Konsens in der Zweiten Republik, dass Anklagebank und Regierungsbank nicht zusammenpassen! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich habe das heute auch klar gesagt: Wirklich irritierend habe ich gefunden, dass Sie sogar einen Rücktritt im Fall einer Verurteilung nicht sofort als Selbstverständlichkeit betrachtet haben, das heißt, dass sogar im Raum steht, dass Sie im Falle einer Verurteilung keinen Grund sehen, aus dem Amt zu weichen. Das ist wirklich hochgradig irritierend, denn wenn man das weiterdenkt und es wirklich zu einer Verurteilung kommt, dann muss man sich die Frage stellen, ob den Menschen in Österreich ein krimineller Bundeskanzler zumutbar ist. Ich denke: Nein! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Mit Unterstellungen!
Das Ganze ist eine schwierige Situation, weil sie so aufgeheizt ist. Da wird sehr viel mit Polarisierung gearbeitet (Ruf bei der ÖVP: Mit Unterstellungen!), man geriert sich als Opfer, macht eine Täter-Opfer-Umkehr. (Abg. Wöginger: Das habt ja ihr angefangen!) Das ist ja geradezu so – wenn von der politischen Kultur gesprochen wird –, wie wenn sich die Brandstifter hinstellen und sagen (Abg. Wöginger: Wer? Wer?): Mah, es ist so arg, es gibt so viele Brände! (Abg. Wöginger: Na ihr zündet ja alles an!) So kommt mir das ein bisschen vor, wenn sich die ÖVP über die politische Kultur beklagt.
Abg. Wöginger: Das habt ja ihr angefangen!
Das Ganze ist eine schwierige Situation, weil sie so aufgeheizt ist. Da wird sehr viel mit Polarisierung gearbeitet (Ruf bei der ÖVP: Mit Unterstellungen!), man geriert sich als Opfer, macht eine Täter-Opfer-Umkehr. (Abg. Wöginger: Das habt ja ihr angefangen!) Das ist ja geradezu so – wenn von der politischen Kultur gesprochen wird –, wie wenn sich die Brandstifter hinstellen und sagen (Abg. Wöginger: Wer? Wer?): Mah, es ist so arg, es gibt so viele Brände! (Abg. Wöginger: Na ihr zündet ja alles an!) So kommt mir das ein bisschen vor, wenn sich die ÖVP über die politische Kultur beklagt.
Abg. Wöginger: Wer? Wer?
Das Ganze ist eine schwierige Situation, weil sie so aufgeheizt ist. Da wird sehr viel mit Polarisierung gearbeitet (Ruf bei der ÖVP: Mit Unterstellungen!), man geriert sich als Opfer, macht eine Täter-Opfer-Umkehr. (Abg. Wöginger: Das habt ja ihr angefangen!) Das ist ja geradezu so – wenn von der politischen Kultur gesprochen wird –, wie wenn sich die Brandstifter hinstellen und sagen (Abg. Wöginger: Wer? Wer?): Mah, es ist so arg, es gibt so viele Brände! (Abg. Wöginger: Na ihr zündet ja alles an!) So kommt mir das ein bisschen vor, wenn sich die ÖVP über die politische Kultur beklagt.
Abg. Wöginger: Na ihr zündet ja alles an!
Das Ganze ist eine schwierige Situation, weil sie so aufgeheizt ist. Da wird sehr viel mit Polarisierung gearbeitet (Ruf bei der ÖVP: Mit Unterstellungen!), man geriert sich als Opfer, macht eine Täter-Opfer-Umkehr. (Abg. Wöginger: Das habt ja ihr angefangen!) Das ist ja geradezu so – wenn von der politischen Kultur gesprochen wird –, wie wenn sich die Brandstifter hinstellen und sagen (Abg. Wöginger: Wer? Wer?): Mah, es ist so arg, es gibt so viele Brände! (Abg. Wöginger: Na ihr zündet ja alles an!) So kommt mir das ein bisschen vor, wenn sich die ÖVP über die politische Kultur beklagt.
Nein-Rufe bei der ÖVP – Abg. Melchior: Wer sonst?
Es sind nicht die Mitglieder der Opposition (Nein-Rufe bei der ÖVP – Abg. Melchior: Wer sonst?), die als Beschuldigte geführt werden, sondern es sind Vertreter Ihrer Partei, die von der unabhängigen Justiz als Beschuldigte geführt werden. (Abg. Wöginger: Das sind ja Heilige!) Es sind Sie, die permanent - - (Abg. Hanger: Heute in der Früh war schon wieder eine Entgleisung von Ihnen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Wöginger: Das sind ja Heilige!
Es sind nicht die Mitglieder der Opposition (Nein-Rufe bei der ÖVP – Abg. Melchior: Wer sonst?), die als Beschuldigte geführt werden, sondern es sind Vertreter Ihrer Partei, die von der unabhängigen Justiz als Beschuldigte geführt werden. (Abg. Wöginger: Das sind ja Heilige!) Es sind Sie, die permanent - - (Abg. Hanger: Heute in der Früh war schon wieder eine Entgleisung von Ihnen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Hanger: Heute in der Früh war schon wieder eine Entgleisung von Ihnen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es sind nicht die Mitglieder der Opposition (Nein-Rufe bei der ÖVP – Abg. Melchior: Wer sonst?), die als Beschuldigte geführt werden, sondern es sind Vertreter Ihrer Partei, die von der unabhängigen Justiz als Beschuldigte geführt werden. (Abg. Wöginger: Das sind ja Heilige!) Es sind Sie, die permanent - - (Abg. Hanger: Heute in der Früh war schon wieder eine Entgleisung von Ihnen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Wöginger: Weil du so einen Blödsinn redest! – Abg. Hanger: Wir sind nicht nervös! Die Entgleisung heute in der Früh spricht für sich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Da sehen Sie es ja schon wieder: Wer brüllt die ganze Zeit herein? Wo ist die Nervosität? (Abg. Wöginger: Weil du so einen Blödsinn redest! – Abg. Hanger: Wir sind nicht nervös! Die Entgleisung heute in der Früh spricht für sich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wo sind denn die Diffamierungen und Sudeldossiers daheim? – Schauen Sie, meine Damen und Herren, in diesen Sektor der ÖVP: Da sehen Sie nur Aggressivität, Aufgeregtheit und sehr viel Nervosität. Und diese Nervosität kann ich auch verstehen! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Da sehen Sie es ja schon wieder: Wer brüllt die ganze Zeit herein? Wo ist die Nervosität? (Abg. Wöginger: Weil du so einen Blödsinn redest! – Abg. Hanger: Wir sind nicht nervös! Die Entgleisung heute in der Früh spricht für sich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wo sind denn die Diffamierungen und Sudeldossiers daheim? – Schauen Sie, meine Damen und Herren, in diesen Sektor der ÖVP: Da sehen Sie nur Aggressivität, Aufgeregtheit und sehr viel Nervosität. Und diese Nervosität kann ich auch verstehen! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Hanger: Haben Sie mit der Frau Krisper schon einmal gesprochen, dass ...?!
Ich kann es verstehen, denn das, was jetzt passiert, ist außerhalb dessen, was Ihr Einflussbereich ist, Gott sei Dank! Es geht hier nämlich um die unabhängige Justiz, die Sie versucht haben zu diffamieren, schlechtzureden, zu diskreditieren – von roten Netzwerken haben Sie gesprochen –, genauso, wie Sie versucht haben, den Untersuchungsausschuss und immer wieder das Parlament schlechtzumachen, zu diskreditieren und auch in der Arbeit zu behindern. Jetzt ist die unabhängige Justiz am Zug, und deren Handeln ist nicht kontrollierbar. (Abg. Hanger: Haben Sie mit der Frau Krisper schon einmal gesprochen, dass ...?!) Da geht es nicht darum, sozusagen die Deutungshoheit über ein Geschehen zu erringen, sondern darum, dass jetzt eine unabhängige Ermittlung bei einem unabhängigen Gericht stattfindet. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hanger.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hanger.
Ich kann es verstehen, denn das, was jetzt passiert, ist außerhalb dessen, was Ihr Einflussbereich ist, Gott sei Dank! Es geht hier nämlich um die unabhängige Justiz, die Sie versucht haben zu diffamieren, schlechtzureden, zu diskreditieren – von roten Netzwerken haben Sie gesprochen –, genauso, wie Sie versucht haben, den Untersuchungsausschuss und immer wieder das Parlament schlechtzumachen, zu diskreditieren und auch in der Arbeit zu behindern. Jetzt ist die unabhängige Justiz am Zug, und deren Handeln ist nicht kontrollierbar. (Abg. Hanger: Haben Sie mit der Frau Krisper schon einmal gesprochen, dass ...?!) Da geht es nicht darum, sozusagen die Deutungshoheit über ein Geschehen zu erringen, sondern darum, dass jetzt eine unabhängige Ermittlung bei einem unabhängigen Gericht stattfindet. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hanger.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und FPÖ.
Herr Hanger, lassen Sie mich bitte einmal ausreden! Sie sind so respektlos dem Parlament gegenüber, so respektlos dem Untersuchungsausschuss gegenüber! Es ist wirklich, wirklich bemerkenswert! (Beifall bei NEOS, SPÖ und FPÖ.)
Abg. Melchior: Ihr seid Erfüllungsgehilfen vom Kickl!
Diese Krise, dieses Chaos, diese Situation, in die Sie uns, die ÖVP, gebracht haben, das ist eine Dramatik, weil es vieles anderes zu tun gäbe. (Abg. Melchior: Ihr seid Erfüllungsgehilfen vom Kickl!) Die Gesundheitskrise ist noch nicht vorbei, die Wirtschaftskrise ist massiv – und nein, Österreich ist nicht besser als andere Länder durch die Krise gekommen! (Abg. Hanger: Sind Sie noch eine wirtschaftsliberale Partei? Nein! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) In der Frage des wirtschaftlichen Aufschwungs liegen genau nur drei Länder hinter uns! (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) – Danke vielmals, Herr Präsident! – Alle anderen Länder sind vor uns, was den wirtschaftlichen Aufschwung angeht. Wir stehen schlecht da (Abg. Wöginger: So ein Blödsinn!), und wir bräuchten alles andere als solche Diskussionen am heutigen Tag, um wirklich gut aus der Krise rauszukommen.
Abg. Hanger: Sind Sie noch eine wirtschaftsliberale Partei? Nein! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Diese Krise, dieses Chaos, diese Situation, in die Sie uns, die ÖVP, gebracht haben, das ist eine Dramatik, weil es vieles anderes zu tun gäbe. (Abg. Melchior: Ihr seid Erfüllungsgehilfen vom Kickl!) Die Gesundheitskrise ist noch nicht vorbei, die Wirtschaftskrise ist massiv – und nein, Österreich ist nicht besser als andere Länder durch die Krise gekommen! (Abg. Hanger: Sind Sie noch eine wirtschaftsliberale Partei? Nein! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) In der Frage des wirtschaftlichen Aufschwungs liegen genau nur drei Länder hinter uns! (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) – Danke vielmals, Herr Präsident! – Alle anderen Länder sind vor uns, was den wirtschaftlichen Aufschwung angeht. Wir stehen schlecht da (Abg. Wöginger: So ein Blödsinn!), und wir bräuchten alles andere als solche Diskussionen am heutigen Tag, um wirklich gut aus der Krise rauszukommen.
Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Diese Krise, dieses Chaos, diese Situation, in die Sie uns, die ÖVP, gebracht haben, das ist eine Dramatik, weil es vieles anderes zu tun gäbe. (Abg. Melchior: Ihr seid Erfüllungsgehilfen vom Kickl!) Die Gesundheitskrise ist noch nicht vorbei, die Wirtschaftskrise ist massiv – und nein, Österreich ist nicht besser als andere Länder durch die Krise gekommen! (Abg. Hanger: Sind Sie noch eine wirtschaftsliberale Partei? Nein! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) In der Frage des wirtschaftlichen Aufschwungs liegen genau nur drei Länder hinter uns! (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) – Danke vielmals, Herr Präsident! – Alle anderen Länder sind vor uns, was den wirtschaftlichen Aufschwung angeht. Wir stehen schlecht da (Abg. Wöginger: So ein Blödsinn!), und wir bräuchten alles andere als solche Diskussionen am heutigen Tag, um wirklich gut aus der Krise rauszukommen.
Abg. Wöginger: So ein Blödsinn!
Diese Krise, dieses Chaos, diese Situation, in die Sie uns, die ÖVP, gebracht haben, das ist eine Dramatik, weil es vieles anderes zu tun gäbe. (Abg. Melchior: Ihr seid Erfüllungsgehilfen vom Kickl!) Die Gesundheitskrise ist noch nicht vorbei, die Wirtschaftskrise ist massiv – und nein, Österreich ist nicht besser als andere Länder durch die Krise gekommen! (Abg. Hanger: Sind Sie noch eine wirtschaftsliberale Partei? Nein! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) In der Frage des wirtschaftlichen Aufschwungs liegen genau nur drei Länder hinter uns! (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) – Danke vielmals, Herr Präsident! – Alle anderen Länder sind vor uns, was den wirtschaftlichen Aufschwung angeht. Wir stehen schlecht da (Abg. Wöginger: So ein Blödsinn!), und wir bräuchten alles andere als solche Diskussionen am heutigen Tag, um wirklich gut aus der Krise rauszukommen.
Abg. Steinacker: Das stimmt ja nicht!
Ich würde mich freuen, Herr Hanger, wenn Sie mit so einer Leidenschaft, mit so einer wirklichen Verve auch in sachpolitische Diskussionen einsteigen würden, wenn Sie auf unsere Vorschläge zur Joboffensive replizieren würden, wenn Sie darauf reagieren würden, wenn wir Vorschläge machen, wie wir die Eigenkapitalbasis von Unternehmen stärken können, wenn Sie Bezug darauf nehmen würden, wie dringend notwendig es ist, das Insolvenzrecht zu reformieren. – Das alles tun Sie aber nicht. Wir begeben uns permanent auf die Ebene dieser Art von Debatte, weil wir es müssen, weil die ÖVP uns in diese Krise, in diese Unordnung gebracht hat. (Abg. Steinacker: Das stimmt ja nicht!)
Abg. Hanger: Die Frau Krisper hat offensichtlich die Unwahrheit gesagt!
Eines sage ich Ihnen: Immer mehr Menschen erkennen dieses Spielchen, das Sie spielen: auf der einen Seite zu sagen, wir patzen niemanden an, und gleichzeitig die ärgsten Schmuddeldossiers im Parlamentsklub anzulegen und einzelne Abgeordnete gezielt zu diskreditieren. Immer mehr Menschen merken, dass es eine Showpolitik ist, die Sie betreiben, und eigentlich nichts von wirklich substanziellem Krisenmanagement zu erkennen ist, wo man die Ärmel hochkrempelt und wirklich für Österreich arbeitet. (Abg. Hanger: Die Frau Krisper hat offensichtlich die Unwahrheit gesagt!)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Immer mehr Menschen wünschen sich, dass endlich wieder Ruhe, Ordnung, Sicherheit und vor allem auch Anstand in die Politik einkehren, und die Menschen haben das verdient. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Gabriela Schwarz: Er hat bis heute das Telefonprotokoll nicht offengelegt!
Ja, ja, es stimmt schon! Der ORF berichtete am 8., dass die Opposition den Regierungschef mit einer Sachverhaltsdarstellung angezeigt hat. Es war aber der 8. April und es war die ÖVP Burgenland. Bei der behaupteten Falschaussage ging es darum, ob der Herr Landeshauptmann, als er von der Sekretärin verbunden wurde, wusste, ob er angerufen hat oder ob er angerufen wurde. (Abg. Gabriela Schwarz: Er hat bis heute das Telefonprotokoll nicht offengelegt!) – Das war kein Problem für die ÖVP! Das war kein Anpatzen, das war ein ganz normaler Vorgang! (Zwischenruf der Abg. Steinacker.) Und hier, im österreichischen Parlament, wo sich ein Untersuchungsausschuss Vorgängen widmet, die ganz besonders am Gefüge dieser Republik rütteln, da ist es Anpatzen, da ist es ein ungerechtfertigtes Beschuldigen – und der Herr Kurz erklärt uns hier, die Falschaussage, das sei alles kein Problem.
Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Ja, ja, es stimmt schon! Der ORF berichtete am 8., dass die Opposition den Regierungschef mit einer Sachverhaltsdarstellung angezeigt hat. Es war aber der 8. April und es war die ÖVP Burgenland. Bei der behaupteten Falschaussage ging es darum, ob der Herr Landeshauptmann, als er von der Sekretärin verbunden wurde, wusste, ob er angerufen hat oder ob er angerufen wurde. (Abg. Gabriela Schwarz: Er hat bis heute das Telefonprotokoll nicht offengelegt!) – Das war kein Problem für die ÖVP! Das war kein Anpatzen, das war ein ganz normaler Vorgang! (Zwischenruf der Abg. Steinacker.) Und hier, im österreichischen Parlament, wo sich ein Untersuchungsausschuss Vorgängen widmet, die ganz besonders am Gefüge dieser Republik rütteln, da ist es Anpatzen, da ist es ein ungerechtfertigtes Beschuldigen – und der Herr Kurz erklärt uns hier, die Falschaussage, das sei alles kein Problem.
Abg. Wöginger: Wie kommst du auf das?
Gehen wir die Dinge einmal durch: Die Geschichte, nämlich die Frage, ob es eine Falschaussage war, haben wir schon abgehandelt; das bestreiten ja nicht einmal mehr die ÖVP oder Sie! (Abg. Wöginger: Wie kommst du auf das?)
Abg. Wöginger: Wie kommst du auf das?
Schauen wir uns die anderen zwei Dinge an: Aussagenotstand. (Abg. Wöginger: Wie kommst du auf das?) Der Herr Kurz hat im Fernsehen erklärt, er hat überhaupt kein Problem gehabt, im Ausschuss die Wahrheit zu berichten. Also Aussagenotstand gab es offenbar nicht.
Abg. Wöginger: Was reimst du dir da zusammen?
Bleiben wir bei der Frage des Vorsatzes – und da wird es ernst, meine Damen und Herren! (Abg. Wöginger: Was reimst du dir da zusammen?) – Da hilft auch kein Schreien, Herr Wöginger, Sie müssen sich in diesem Fall die Wahrheit anhören, tut mir leid für Sie! – Dieser Ausschuss wird seit Beginn behindert! Die Absicht war, es soll nicht hervorkommen, wie die Verhältnisse waren. Das ging von Anfang an so: von der Verhinderungstaktik, indem man die Zulässigkeit des Untersuchungsgegenstandes bestreitet, über das Nicht-Kommen, das Nicht-Beantworten-Können - - (Abg. Gabriela Schwarz: Aber die Strache-Chatprotokolle forderten ...!) – Frau Kollegin, ein Mensch unter 40 Jahren, der sich 86 Mal nicht erinnern kann, dient nicht der Aufklärung, will nicht, dass etwas hervorkommt! Es soll ja nicht ermittelt werden, Frau Kollegin!
Abg. Gabriela Schwarz: Aber die Strache-Chatprotokolle forderten ...!
Bleiben wir bei der Frage des Vorsatzes – und da wird es ernst, meine Damen und Herren! (Abg. Wöginger: Was reimst du dir da zusammen?) – Da hilft auch kein Schreien, Herr Wöginger, Sie müssen sich in diesem Fall die Wahrheit anhören, tut mir leid für Sie! – Dieser Ausschuss wird seit Beginn behindert! Die Absicht war, es soll nicht hervorkommen, wie die Verhältnisse waren. Das ging von Anfang an so: von der Verhinderungstaktik, indem man die Zulässigkeit des Untersuchungsgegenstandes bestreitet, über das Nicht-Kommen, das Nicht-Beantworten-Können - - (Abg. Gabriela Schwarz: Aber die Strache-Chatprotokolle forderten ...!) – Frau Kollegin, ein Mensch unter 40 Jahren, der sich 86 Mal nicht erinnern kann, dient nicht der Aufklärung, will nicht, dass etwas hervorkommt! Es soll ja nicht ermittelt werden, Frau Kollegin!
Abg. Hanger – sein Smartphone in Richtung Redner haltend: „SPÖ-Matznetter verurteilt“! – Abg. Lausch: Kruzifix!
Herr Finanzminister Blümel bedarf einer Exekutionsanweisung des Verfassungsgerichtshofes beim Herrn Bundespräsidenten. Ja warum? Und dann liefert er in Schachteln Papier! Warum? – Doch nur, um sich bis zum Ende des Untersuchungsausschusses zu retten, damit nicht aufgeklärt werden kann. (Abg. Hanger – sein Smartphone in Richtung Redner haltend: „SPÖ-Matznetter verurteilt“! – Abg. Lausch: Kruzifix!)
Abg. Gabriela Schwarz: Für dich immer noch der Herr Bundeskanzler!
Und jetzt bin ich bei der Frage des Vorsatzes, Herr Kurz! (Abg. Gabriela Schwarz: Für dich immer noch der Herr Bundeskanzler!) All das zusammen sind Indizien, dass bewusst und planmäßig die Arbeit unterminiert werden sollte. (Abg. Kickl – auf Präsident
Abg. Gabriela Schwarz: Mach dir um die ÖVP keine Sorgen!
Ehrlich gesagt, in der Situation, Herr Kurz, würde ich das ernst nehmen. Und Frau Dr. Rendi-Wagner hat recht: Die rote Linie muss eingehalten werden! Sie werden nicht gleichzeitig, so wie es Kollegin Meinl-Reisinger gesagt hat, Anklagebank und Regierungsbank teilen können! Das hat sich das Land nicht verdient, das hat sich die Bevölkerung nicht verdient, das hat sich die Republik nicht verdient – es ist nicht Ihre Republik! –, aber das hat sich vor allem auch die ÖVP nicht verdient! (Abg. Gabriela Schwarz: Mach dir um die ÖVP keine Sorgen!)
in Richtung Abg. Gabriela Schwarz
Vielleicht findet sie dazu zurück, eine christliche Partei zu sein, bei der nicht der Herr Sprecher der Bischofskonferenz zum Zittern, Rotwerden oder zu sonst etwas gebracht wird – und ich habe bewusst die Bibelzitate ausgelassen (in Richtung Abg. Gabriela Schwarz), Frau Kollegin. Da gäbe es nämlich zum Beispiel das Thema: Wer am Ende - - Lesen Sie nach bei Lukas 18,9, ob es der Zöllner oder der Angehörige einer Gruppe ist, deren Namen ich nicht sagen kann, weil ich einen Ordnungsruf dafür bekäme! Lassen Sie sich das nicht in die Bibel, sondern ins Stammbaum, ins Stammbuch schreiben, Frau Kollegin! (Abg. Gabriela Schwarz: Stammbaum, ja!)
Abg. Gabriela Schwarz: Stammbaum, ja!
Vielleicht findet sie dazu zurück, eine christliche Partei zu sein, bei der nicht der Herr Sprecher der Bischofskonferenz zum Zittern, Rotwerden oder zu sonst etwas gebracht wird – und ich habe bewusst die Bibelzitate ausgelassen (in Richtung Abg. Gabriela Schwarz), Frau Kollegin. Da gäbe es nämlich zum Beispiel das Thema: Wer am Ende - - Lesen Sie nach bei Lukas 18,9, ob es der Zöllner oder der Angehörige einer Gruppe ist, deren Namen ich nicht sagen kann, weil ich einen Ordnungsruf dafür bekäme! Lassen Sie sich das nicht in die Bibel, sondern ins Stammbaum, ins Stammbuch schreiben, Frau Kollegin! (Abg. Gabriela Schwarz: Stammbaum, ja!)
Abg. Hörl: Sagt wer?
Zuletzt: Wir wollen, dass diese Republik eine ist, für die wir uns nicht schämen müssen. (Abg. Hörl: Sagt wer?) Es mag böse Satiriker wie Böhmermann geben, aber wenn die Satire, die wir dort gesehen haben (Zwischenruf des Abg. Zarits), zur Dokumentation wird, dann wird es für das Land schlimm. Ich will in so einem Land nicht leben, ich möchte nicht, dass meine Kinder darin leben müssen, und ich will daher, dass die Konsequenzen, wenn es zur Anklage kommt, auch gezogen werden. Treten Sie dann einfach zurück, Herr Kurz! – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Zarits
Zuletzt: Wir wollen, dass diese Republik eine ist, für die wir uns nicht schämen müssen. (Abg. Hörl: Sagt wer?) Es mag böse Satiriker wie Böhmermann geben, aber wenn die Satire, die wir dort gesehen haben (Zwischenruf des Abg. Zarits), zur Dokumentation wird, dann wird es für das Land schlimm. Ich will in so einem Land nicht leben, ich möchte nicht, dass meine Kinder darin leben müssen, und ich will daher, dass die Konsequenzen, wenn es zur Anklage kommt, auch gezogen werden. Treten Sie dann einfach zurück, Herr Kurz! – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Zuletzt: Wir wollen, dass diese Republik eine ist, für die wir uns nicht schämen müssen. (Abg. Hörl: Sagt wer?) Es mag böse Satiriker wie Böhmermann geben, aber wenn die Satire, die wir dort gesehen haben (Zwischenruf des Abg. Zarits), zur Dokumentation wird, dann wird es für das Land schlimm. Ich will in so einem Land nicht leben, ich möchte nicht, dass meine Kinder darin leben müssen, und ich will daher, dass die Konsequenzen, wenn es zur Anklage kommt, auch gezogen werden. Treten Sie dann einfach zurück, Herr Kurz! – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Kassegger: Was ist denn das für ein Unternehmen?
Abgeordneter Mag. Klaus Fürlinger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Damen und Herren Ministerinnen und Minister! Lassen Sie mich vielleicht ein Beispiel nennen: Sie arbeiten in einer Firma mit mehreren Tausend Personen. Sie kommen am Montagmorgen in Ihr Büro, machen Kaffee, fahren den Computer hoch, und zu Beginn der Woche gibt es einen kleinen Chat mit einem Freund in einer anderen Abteilung, der vielleicht weit weg sitzt: Wie war das Wochenende? Wie geht es? Wie geht es den Kindern? Was habt ihr gemacht? Was habt ihr für Urlaubspläne? (Abg. Kassegger: Was ist denn das für ein Unternehmen?) – Man plaudert und chattet 10, 15 Minuten, und dann geht es an die Arbeit. Das passiert mehrere Wochen: Montags immer der Montagsauftaktplausch bis hin zu: Seid ihr alle gesund? (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ist jemand krank? Geht jemand auf Kur? Ihr führt einen persönlichen Kalender – alles Daten, die ihr zulässigerweise auf diesem Computer führt.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Abgeordneter Mag. Klaus Fürlinger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Damen und Herren Ministerinnen und Minister! Lassen Sie mich vielleicht ein Beispiel nennen: Sie arbeiten in einer Firma mit mehreren Tausend Personen. Sie kommen am Montagmorgen in Ihr Büro, machen Kaffee, fahren den Computer hoch, und zu Beginn der Woche gibt es einen kleinen Chat mit einem Freund in einer anderen Abteilung, der vielleicht weit weg sitzt: Wie war das Wochenende? Wie geht es? Wie geht es den Kindern? Was habt ihr gemacht? Was habt ihr für Urlaubspläne? (Abg. Kassegger: Was ist denn das für ein Unternehmen?) – Man plaudert und chattet 10, 15 Minuten, und dann geht es an die Arbeit. Das passiert mehrere Wochen: Montags immer der Montagsauftaktplausch bis hin zu: Seid ihr alle gesund? (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ist jemand krank? Geht jemand auf Kur? Ihr führt einen persönlichen Kalender – alles Daten, die ihr zulässigerweise auf diesem Computer führt.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
Das und nichts anderes haben Dr. Wolfgang Peschorn und der Finanzminister dieser Republik gemeinsam getan: Sie haben die Daten ihrer Mitarbeiter geschützt. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) In der Privatwirtschaft würden sie dafür gelobt werden, in der Politik möchte man sie dafür anklagen. Das ist schon ein merkwürdiges Maß.
Beifall bei der ÖVP.
Weshalb und wovor haben sie sie geschützt? – Davor, dass sie in ein Gremium hineinkommen, in dem sie keine 3 Minuten wären, bevor sie in allen erdenklichen Medien, in sozialen Medien veröffentlicht worden sind, bevor man sich öffentlich über ihre Privatissime lustig macht, sie vorführt und durch die Arena zieht. (Beifall bei der ÖVP.) Davor haben sie sie geschützt, meine Damen und Herren, und das ist die ureigentlichste Aufgabe eines Dienstgebers, niemals aber eine Rechtsverletzung.
Abg. Kickl: ... Schiedsrichter!
Man kennt das ja auch: Wenn man als Tabellenführer der Bundesliga durch die Lande reist, dann kommt man zu anderen Mannschaften, die vielleicht nicht so einen guten Lauf haben, bei denen nicht alles zusammenpasst, die in der Tabelle weiter hinten stehen. Die liefern dann gelegentlich einen fairen, aufrechten Kampf, aber meistens gibt es dann doch ein, zwei Spieler, die halt sagen: Okay, wenn ich den mit normalen Mitteln nicht schlagen kann, dann gibt es die sogenannte Blutgrätsche: von hinten hinein, von der Seite hinein, dass man die Knochen und die Bänder krachen hört. (Abg. Kickl: ... Schiedsrichter!) So kriege ich das schon irgendwie hin, dass ich den Kapitän oder den Führungsspieler, den besonders guten, auf die Tragbahre bringe. Vielleicht gewinne ich das Spiel über diese Bande. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl.
Man kennt das ja auch: Wenn man als Tabellenführer der Bundesliga durch die Lande reist, dann kommt man zu anderen Mannschaften, die vielleicht nicht so einen guten Lauf haben, bei denen nicht alles zusammenpasst, die in der Tabelle weiter hinten stehen. Die liefern dann gelegentlich einen fairen, aufrechten Kampf, aber meistens gibt es dann doch ein, zwei Spieler, die halt sagen: Okay, wenn ich den mit normalen Mitteln nicht schlagen kann, dann gibt es die sogenannte Blutgrätsche: von hinten hinein, von der Seite hinein, dass man die Knochen und die Bänder krachen hört. (Abg. Kickl: ... Schiedsrichter!) So kriege ich das schon irgendwie hin, dass ich den Kapitän oder den Führungsspieler, den besonders guten, auf die Tragbahre bringe. Vielleicht gewinne ich das Spiel über diese Bande. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Rufe bei der FPÖ: Nein!
Sie wissen, meine Damen und Herren, worauf ich hinauswill. (Rufe bei der FPÖ: Nein!) Was wollen wir denn? Oder zunächst: Was will der Fußballfan? Möchte er Unterbrechung oder Spielfluss? Möchte er Foul oder Fairness, ein schlechtes oder ein gutes Spiel? – Ich für meinen Teil möchte ein gutes Spiel mit einem gesunden Spielführer und kann mich durchaus mit (in Richtung Bundeskanzler Kurz) dem Spielführer, der da neben mir sitzt, anfreunden. (Beifall bei der ÖVP.)
in Richtung Bundeskanzler Kurz
Sie wissen, meine Damen und Herren, worauf ich hinauswill. (Rufe bei der FPÖ: Nein!) Was wollen wir denn? Oder zunächst: Was will der Fußballfan? Möchte er Unterbrechung oder Spielfluss? Möchte er Foul oder Fairness, ein schlechtes oder ein gutes Spiel? – Ich für meinen Teil möchte ein gutes Spiel mit einem gesunden Spielführer und kann mich durchaus mit (in Richtung Bundeskanzler Kurz) dem Spielführer, der da neben mir sitzt, anfreunden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie wissen, meine Damen und Herren, worauf ich hinauswill. (Rufe bei der FPÖ: Nein!) Was wollen wir denn? Oder zunächst: Was will der Fußballfan? Möchte er Unterbrechung oder Spielfluss? Möchte er Foul oder Fairness, ein schlechtes oder ein gutes Spiel? – Ich für meinen Teil möchte ein gutes Spiel mit einem gesunden Spielführer und kann mich durchaus mit (in Richtung Bundeskanzler Kurz) dem Spielführer, der da neben mir sitzt, anfreunden. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Kassegger.
Was, meine Damen und Herren, wollen denn die Menschen am Ende des Tages von uns? Wollen sie Streit, wollen sie Verdächtigung, wollen sie Verleumdung oder wollen sie gemeinsame Politik für dieses Land? Wollen sie Streit oder wollen sie ein Comeback nach dieser Gesundheitskrise? – Ich für meinen Teil habe meine Entscheidung getroffen. (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Ich möchte, dass wir es gemeinsam in diesem Haus schaffen, statt all dieser Auseinandersetzungen Einzelner im Großen und Ganzen das Comeback dieses Landes einzubegleiten, und ich bin der tiefen inneren Überzeugung, dass es keiner besser kann als dieser Bundeskanzler der Republik Österreich. (Lang anhaltender Beifall bei der ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Amesbauer.)
Lang anhaltender Beifall bei der ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Amesbauer.
Was, meine Damen und Herren, wollen denn die Menschen am Ende des Tages von uns? Wollen sie Streit, wollen sie Verdächtigung, wollen sie Verleumdung oder wollen sie gemeinsame Politik für dieses Land? Wollen sie Streit oder wollen sie ein Comeback nach dieser Gesundheitskrise? – Ich für meinen Teil habe meine Entscheidung getroffen. (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Ich möchte, dass wir es gemeinsam in diesem Haus schaffen, statt all dieser Auseinandersetzungen Einzelner im Großen und Ganzen das Comeback dieses Landes einzubegleiten, und ich bin der tiefen inneren Überzeugung, dass es keiner besser kann als dieser Bundeskanzler der Republik Österreich. (Lang anhaltender Beifall bei der ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Amesbauer.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ): Herr Präsident! Werte Regierungsmitglieder! – Ich bitte, meine Redezeit zu stoppen. – Ja, werte Regierungsmitglieder, ich weiß gar nicht, warum die ÖVP so frenetisch applaudiert (Zwischenrufe bei der ÖVP), denn als ich Herrn Kollegen Fürlinger zugehört habe, habe ich Folgendes gemerkt: Erstens hat er gesagt, er traut dem Herrn Bundeskanzler durchaus zu, dass er das macht. Das ist aus meiner Sicht also nicht mehr hundertprozentig überzeugend. (Zwischenruf des Abg. Zarits.)
Zwischenruf des Abg. Zarits.
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ): Herr Präsident! Werte Regierungsmitglieder! – Ich bitte, meine Redezeit zu stoppen. – Ja, werte Regierungsmitglieder, ich weiß gar nicht, warum die ÖVP so frenetisch applaudiert (Zwischenrufe bei der ÖVP), denn als ich Herrn Kollegen Fürlinger zugehört habe, habe ich Folgendes gemerkt: Erstens hat er gesagt, er traut dem Herrn Bundeskanzler durchaus zu, dass er das macht. Das ist aus meiner Sicht also nicht mehr hundertprozentig überzeugend. (Zwischenruf des Abg. Zarits.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Fürlinger.
Das andere war nach dem Motto: Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich!, denn wenn Kollege Fürlinger jetzt gerade hier am Rednerpult davon gesprochen hat, dass man es den Mitarbeitern nicht zumuten kann, dass ihre Urlaubsmails in den Untersuchungsausschuss gelangen, dann muss man schon grundsätzlich feststellen: Dienstlaptops sind auch nicht dazu da, um Urlaubsreisen zu buchen, Herr Kollege Fürlinger. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Fürlinger.) Ich glaube, mit diesem Vergleich haben Sie den Finanzminister und sein Ministerium mehr hineingeritten, als Ihnen das vielleicht lieb ist.
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundeskanzler, ich sage Ihnen eines: Sie stellen sich ständig selbst als jemand dar, der die Krise zu meistern hat. Sie haben ja sogar selbst Corona besiegt, haben Sie gestern in Ihren sozialen Medien geschrieben. Also die Überheblichkeit kennt bei Ihnen keine Grenzen. Sie sagen, Sie sind der Macher, der alles regelt und alles checkt. – Herr Bundeskanzler, jemand, der hier solch weinerliche Erklärungen abgibt und der sich so als Opfer inszeniert, kann die Probleme im Staat nicht lösen! So dünnhäutig kann kein Bundeskanzler sein! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wöginger: Was heißt denn „zum Abschuss“? Was heißt das: „zum Abschuss“? – Abg. Melchior: Was ist denn das jetzt? – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Was heißt denn „zum Abschuss“? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich meine, lieber Herr Bundeskanzler: Wieso können Sie so etwas zulassen? Warum lassen Sie es zu, dass ein Mitglied Ihrer Regierung Katz und Maus mit dem Parlament spielt und uns nach allen Regeln der Kunst an der Nase herumführt? Herr Bundeskanzler, Sie allein hätten schon längst Gernot Blümel zum Abschuss freigeben müssen, Sie hätten ihn aus der Regierung entlassen müssen. Diesen Minister kann man so nicht mehr halten. (Abg. Wöginger: Was heißt denn „zum Abschuss“? Was heißt das: „zum Abschuss“? – Abg. Melchior: Was ist denn das jetzt? – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Was heißt denn „zum Abschuss“? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Sie wissen ganz genau, was ich meine. (Abg. Wöginger: Was heißt das: „zum Abschuss“? Das ist ja kein
Beifall bei der FPÖ.
Tier! Hallo?!) Dieser Finanzminister ist absolut rücktrittsreif, und der Herr Bundeskanzler hätte ihn auch entlassen müssen. Geben Sie sich jetzt nicht auch so dünnhäutig, wie sich der Bundeskanzler vorhin hier gegeben hat! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wöginger: Nein, nein! Das haben wir noch nicht ...! – Ruf bei der FPÖ: ... nicht so wehleidig!
Sie wissen, was der politische Abschuss ist, Kollege Wöginger. Das haben Sie schon mehrfach von allen möglichen Personen gefordert (Abg. Wöginger: Nein, nein! Das haben wir noch nicht ...! – Ruf bei der FPÖ: ... nicht so wehleidig!), auch von mir, Herr Kollege Wöginger. Also seien Sie jetzt bitte nicht so kleinlich! Jeder, der möchte, versteht das auch. (Abg. Wöginger: So reden wir nicht!)
Abg. Wöginger: So reden wir nicht!
Sie wissen, was der politische Abschuss ist, Kollege Wöginger. Das haben Sie schon mehrfach von allen möglichen Personen gefordert (Abg. Wöginger: Nein, nein! Das haben wir noch nicht ...! – Ruf bei der FPÖ: ... nicht so wehleidig!), auch von mir, Herr Kollege Wöginger. Also seien Sie jetzt bitte nicht so kleinlich! Jeder, der möchte, versteht das auch. (Abg. Wöginger: So reden wir nicht!)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundeskanzler, wir sehen also: Sie sägen ganz, ganz massiv an den Fundamenten des Staates, und das geht so eben nicht. Diesen Vorwurf müssen Sie sich hier auch gefallen lassen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich fordere daher hier vom Rednerpult aus einen Cordon sanitaire, damit wir all das, was Sie in dieser Republik beschädigt haben, ohne Sie in Ruhe wieder aufräumen können. Wir müssen nicht unbedingt neu wählen, wir müssen nur dafür Sorge tragen, dass die ÖVP nicht mehr in dieser Bundesregierung sitzt, und deswegen stellen wir als selbstbewusste Oppositionsparteien auch einen entsprechenden Antrag. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Genug ist genug! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Strasser.
Abgeordnete Mag. Agnes Sirkka Prammer (Grüne): Herr Präsident! Wow, was für eine Rede: Jetzt spricht doch tatsächlich die FPÖ hier von diesem Pult aus von Anstand und Sauberkeit in der Politik – Respekt! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Strasser.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Leichtfried und Rendi-Wagner.
das zu tun, was gerade noch erlaubt ist, aus meiner Sicht muss ein gehöriger Sicherheitsabstand zum Rand des Erlaubten eingehalten werden! (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Leichtfried und Rendi-Wagner.)
Beifall bei den Grünen.
Politische Verantwortlichkeit und politische Verantwortungsübernahme sind das eine, das andere ist die rechtliche, die strafrechtliche Verantwortlichkeit. Bei dieser obliegt es nicht dem eigenen Stil und dem eigenen Amtsverständnis, diese festzulegen, sondern darüber entscheiden Gerichte in einem fairen, rechtsstaatlichen Verfahren. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen
Genau da zeigt es sich, wie wichtig es ist, dass gerade jetzt eine grüne Ministerin im Justizministerium sitzt (Beifall bei den Grünen); eine Ministerin, die sich von Anfang an vor die Justiz gestellt hat, wenn es darum ging, ungerechtfertigte Angriffe abzuwehren, und die sich hinter die Justiz gestellt hat, um die Forderungen nach mehr Budget und nach mehr Personal durchzusetzen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Genau da zeigt es sich, wie wichtig es ist, dass gerade jetzt eine grüne Ministerin im Justizministerium sitzt (Beifall bei den Grünen); eine Ministerin, die sich von Anfang an vor die Justiz gestellt hat, wenn es darum ging, ungerechtfertigte Angriffe abzuwehren, und die sich hinter die Justiz gestellt hat, um die Forderungen nach mehr Budget und nach mehr Personal durchzusetzen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Genau diese Dinge sind es, die Justizministerin Alma Zadić mit aller Kraft von der Justiz fernzuhalten versucht. Durch viele, viele zielsichere Schritte hat sie von Anfang an die Grundlagen geschaffen, die jetzt gewährleisten, dass die Justiz tatsächlich in Ruhe und unabhängig arbeiten kann, und sie ist auch weiterhin die Garantin dafür, dass die Justiz so arbeiten kann. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Nicht zuletzt wird sich das auch darin äußern, dass sie laufende Verfahren nicht kommentieren, bewerten oder einschätzen wird. Wenn die Justiz unabhängig ermitteln soll, hat die Justizministerin dafür zu sorgen, dass sie dafür mit ausreichend Mitteln und Personal ausgestattet ist und ohne Zurufe aus der Politik ihre Arbeit machen kann. Darin sehen wir die Umsetzung unseres Auftrags: saubere Umwelt, saubere Politik. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Die Situation ist jetzt aber so, wie sie ist, und deshalb tun wir das, was unsere Aufgabe ist: Wir konzentrieren uns umso mehr auf die Arbeit an der Sache. Wir arbeiten an der Bewältigung der Gesundheitskrise, der sozialen Krise, der Wirtschaftskrise, der Klimakrise. Wir kümmern uns darum, dass man sich darauf verlassen kann, dass die Justiz in Ruhe und ausreichend ausgestattet arbeiten kann, und wir bewerten die Situation bei jeder Veränderung neu. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und FPÖ.
Es ist besonders spannend, wenn der Nationalratspräsident, der eigentlich dazu da sein sollte, sich schützend vor das Hohe Haus zu stellen und die Kontrollmechanismen des Hohen Hauses zu unterstützen, sich dann dazu hinreißen lässt, zu sagen: Na ja, also das mit der Wahrheitspflicht im Untersuchungsausschuss ist jetzt irgendwie unangenehm, wir sollten darüber diskutieren, ob wir die vielleicht doch abschaffen. – Herr Präsident, das ist nicht Ihre Aufgabe als Nationalratspräsident, das ist genau das Gegenteil! (Beifall bei NEOS, SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Vielleicht ist das Problem aber auch das Bild, das Sie in der ÖVP grundsätzlich haben. Ihre Landwirtschaftsministerin hat vor Kurzem erklärt, sie findet, der Untersuchungsausschuss wäre so etwas Ähnliches wie die Löwinger-Bühne. – Das ist die Missachtung, die die ÖVP dem Untersuchungsausschuss und dem Parlament entgegenbringt! (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Matznetter. – Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Im Ergebnis ist die Sache natürlich spannend, denn dass eine Exekution angedroht wird – ich meine, so weit hat es nicht einmal Jörg Haider kommen lassen, und Jörg Haider war bekanntlich wirklich kein Freund des Verfassungsgerichtshofes. Sie als ÖVP haben es geschafft, den Verfassungsgerichtshof noch mehr zu missachten, als es Jörg Haider getan hat, und schon allein das sollte Ihnen meiner Meinung nach zu denken geben! (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Matznetter. – Zwischenruf der Abg. Steinacker.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und FPÖ.
Herr Bundeskanzler, zum Schluss vielleicht noch eines: Sie sagen immer, es wäre eine Auseinandersetzung Opposition gegen Bundeskanzler, die da stattfindet. Das ist so nicht der Fall, die Auseinandersetzung lautet: ÖVP gegen die Institutionen dieses Landes. Es ist die ÖVP, die Woche für Woche die demokratischen Institutionen in Österreich lächerlich macht; es ist die ÖVP, die Woche für Woche Institutionen wie den Verfassungsgerichtshof und das Parlament diskreditiert; und es ist die ÖVP, die diese Auseinandersetzung sucht, und nicht die Opposition. (Beifall bei NEOS, SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.
Ich kann ihm da nur zustimmen, wenn es um die ÖVP geht: Angriffe auf und Schlechtmachen der Justiz, Aushöhlen und Geringschätzen des Parlamentarismus, Sudeldossiers über Oppositionspolitikerinnen und Oppositionspolitiker, ein Rückfall im Ranking von „Reporter ohne Grenzen“ – all das klingt eigentlich nach einem schlechten Politkrimi, passiert aber in Österreich im Jahr 2021. – Herr Bundeskanzler, Sie und Ihre Truppe sägen wirklich konsequent an den Grundpfeilern unserer Demokratie, und das ist absolut erschreckend! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.)
Zwischenruf des Abg. Zarits.
„Es fehlt an Respekt gegenüber demokratischen und rechtlichen Institutionen“. – Blümel lässt den Laptop spazieren führen, bevor er ihn Ermittlerinnen und Ermittlern übergibt, er wartet mit der Lieferung von Unterlagen so lange, bis der Verfassungsgerichtshof für eine Exekution zum Bundespräsidenten geht. Kurz droht eine mögliche Anklage durch die Justiz, Schmid wurde durch Postenschacherei zum Öbag-Chef, und alle drei sehen sich mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert. Das sind nur Auszüge aus dem Repertoire an Fehltritten und Skandalen, mit denen die ÖVP-Riege tagtäglich die Schlagzeilen beherrscht. (Zwischenruf des Abg. Zarits.)
Beifall bei der SPÖ.
Als Politikerinnen und Politiker tragen wir Verantwortung. Wir geloben zu Beginn jeder Gesetzgebungsperiode, die Gesetze einzuhalten und unsere Pflichten gewissenhaft zu erfüllen. Das ist kein Schönwettergelöbnis, das ist kein Spaß – wir alle sind angehalten, das auch wirklich einzuhalten und zu befolgen! Was aktuell passiert, ist aber sehr dramatisch. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: ... legitim!
Wir wollen wissen, welche Absprachen es gab, was in Hinterzimmern beschlossen wurde. Die Causa Privatkliniken – es ist zu Beginn der Sitzung schon angesprochen worden – zeigt das sehr deutlich, aber insbesondere da wird die Sabotage deutlich: Werden Auskunftspersonen von OppositionspolitikerInnen befragt, wird es bei der ÖVP so laut wie hier am Beginn der Sitzung. Unterbrechungen durch Geschäftsordnungsdebatten, Äußerungen wie: Was ist denn das für eine blöde Frage?, kommen von der ÖVP. (Ruf bei der ÖVP: ... legitim!) Das entspricht nicht der Würde des Hohen Hauses! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Stögmüller.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Stögmüller.
Wir wollen wissen, welche Absprachen es gab, was in Hinterzimmern beschlossen wurde. Die Causa Privatkliniken – es ist zu Beginn der Sitzung schon angesprochen worden – zeigt das sehr deutlich, aber insbesondere da wird die Sabotage deutlich: Werden Auskunftspersonen von OppositionspolitikerInnen befragt, wird es bei der ÖVP so laut wie hier am Beginn der Sitzung. Unterbrechungen durch Geschäftsordnungsdebatten, Äußerungen wie: Was ist denn das für eine blöde Frage?, kommen von der ÖVP. (Ruf bei der ÖVP: ... legitim!) Das entspricht nicht der Würde des Hohen Hauses! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Stögmüller.)
Beifall bei der SPÖ.
Getoppt wird das alles leider noch durch eine sehr tendenziöse Vorsitzführung eines Präsidenten, der nach meinem Empfinden nicht das Parlament verteidigt, sondern ebenfalls an unserem Image kratzt, wenn er die Wahrheitspflicht abschaffen will, und das auch noch aktiv vorschlägt. Das fällt nicht nur uns als Oppositionspolitikerinnen und Oppositionspolitikern auf, sondern auch den Journalistinnen und Journalisten, die den Untersuchungsausschuss tagtäglich mitverfolgen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
(Zwischenruf bei der ÖVP.) Nicht einmal dem eigenen Ethikrat fühlt man sich verpflichtet, dem Gesetz anscheinend schon gar nicht.
Beifall bei der SPÖ.
Die ÖVP-Spitze macht das wirklich alles bewusst und zieht uns damit alle in den Schmutz. Wir werden uns das aber nicht gefallen lassen und werden mit aller Vehemenz dagegen antreten, wenn Demokratie und Parlamentarismus mit Füßen getreten werden und so an den Säulen unserer Demokratie gesägt wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Für mich geht sich eines schon lange nicht mehr in einem Satz aus: Moral und Sebastian Kurz. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Was beobachte ich? (Zwischenruf des Abg. Kickl.) – Ich war zweimal vertretungsweise im Untersuchungsausschuss zu Gast. Ich war fassungslos über das Ausmaß an Aggression, an Niedertracht, an blankem Hass, müsste man sagen, der dort geherrscht hat. (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.) Ich kann nur sagen, es ist in dem Untersuchungsausschuss ein Ausmaß an negativer Energie, dass ich wirklich froh war, dass ich, nachdem ich dort sozusagen meine Zeit abgesessen hatte, wieder weggehen konnte. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Angerer: ... doch Redekonzept schreiben sollen!)
Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Was beobachte ich? (Zwischenruf des Abg. Kickl.) – Ich war zweimal vertretungsweise im Untersuchungsausschuss zu Gast. Ich war fassungslos über das Ausmaß an Aggression, an Niedertracht, an blankem Hass, müsste man sagen, der dort geherrscht hat. (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.) Ich kann nur sagen, es ist in dem Untersuchungsausschuss ein Ausmaß an negativer Energie, dass ich wirklich froh war, dass ich, nachdem ich dort sozusagen meine Zeit abgesessen hatte, wieder weggehen konnte. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Angerer: ... doch Redekonzept schreiben sollen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Angerer: ... doch Redekonzept schreiben sollen!
Was beobachte ich? (Zwischenruf des Abg. Kickl.) – Ich war zweimal vertretungsweise im Untersuchungsausschuss zu Gast. Ich war fassungslos über das Ausmaß an Aggression, an Niedertracht, an blankem Hass, müsste man sagen, der dort geherrscht hat. (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.) Ich kann nur sagen, es ist in dem Untersuchungsausschuss ein Ausmaß an negativer Energie, dass ich wirklich froh war, dass ich, nachdem ich dort sozusagen meine Zeit abgesessen hatte, wieder weggehen konnte. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Angerer: ... doch Redekonzept schreiben sollen!)
Abg. Belakowitsch: Welches Studium meinen Sie? – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ
Ich beobachte des Weiteren, dass Sebastian Kurz seit dem Tag, an dem er Bundeskanzler geworden ist, persönlich angegriffen und diffamiert wurde. Vom ersten Tag an war es nie ein Angriff in der Sache, es war immer ein Angriff auf seine Person. Vom ersten Tag an ging es darum, ihm sein jugendliches Alter, sein Studium, seinen Anzug bis hin zu seiner Physiognomie vorzuwerfen (Abg. Belakowitsch: Welches Studium meinen Sie? – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), und bis zum heutigen Tage gipfelt es in dem Slogan, den die Opposition jetzt verwendet: „Kurz muss weg!“ – als ob das ein Programm wäre, als ob das ein inhaltliches Statement wäre. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich beobachte des Weiteren, dass Sebastian Kurz seit dem Tag, an dem er Bundeskanzler geworden ist, persönlich angegriffen und diffamiert wurde. Vom ersten Tag an war es nie ein Angriff in der Sache, es war immer ein Angriff auf seine Person. Vom ersten Tag an ging es darum, ihm sein jugendliches Alter, sein Studium, seinen Anzug bis hin zu seiner Physiognomie vorzuwerfen (Abg. Belakowitsch: Welches Studium meinen Sie? – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), und bis zum heutigen Tage gipfelt es in dem Slogan, den die Opposition jetzt verwendet: „Kurz muss weg!“ – als ob das ein Programm wäre, als ob das ein inhaltliches Statement wäre. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP
Als Parlamentarier sage ich hier und jetzt gegenüber der Regierung: Hier sitzen ehrenwerte Leute auf der Regierungsbank (Beifall bei der ÖVP), die sich in den Dienst der Republik gestellt haben. (Zwischenruf des Abg. Kickl. – Abg. Belakowitsch: Verbrennen Sie sich nicht!) Es sind Persönlichkeiten, die für Demokratie, für Rechtsstaatlichkeit stehen und sich in unserem Land dafür einsetzen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl.) Sie verdienen dafür von uns allen ein Mindestmaß an Respekt, auch wenn wir politisch anders denken. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Kickl. – Abg. Belakowitsch: Verbrennen Sie sich nicht!
Als Parlamentarier sage ich hier und jetzt gegenüber der Regierung: Hier sitzen ehrenwerte Leute auf der Regierungsbank (Beifall bei der ÖVP), die sich in den Dienst der Republik gestellt haben. (Zwischenruf des Abg. Kickl. – Abg. Belakowitsch: Verbrennen Sie sich nicht!) Es sind Persönlichkeiten, die für Demokratie, für Rechtsstaatlichkeit stehen und sich in unserem Land dafür einsetzen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl.) Sie verdienen dafür von uns allen ein Mindestmaß an Respekt, auch wenn wir politisch anders denken. (Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl.
Als Parlamentarier sage ich hier und jetzt gegenüber der Regierung: Hier sitzen ehrenwerte Leute auf der Regierungsbank (Beifall bei der ÖVP), die sich in den Dienst der Republik gestellt haben. (Zwischenruf des Abg. Kickl. – Abg. Belakowitsch: Verbrennen Sie sich nicht!) Es sind Persönlichkeiten, die für Demokratie, für Rechtsstaatlichkeit stehen und sich in unserem Land dafür einsetzen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl.) Sie verdienen dafür von uns allen ein Mindestmaß an Respekt, auch wenn wir politisch anders denken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Als Parlamentarier sage ich hier und jetzt gegenüber der Regierung: Hier sitzen ehrenwerte Leute auf der Regierungsbank (Beifall bei der ÖVP), die sich in den Dienst der Republik gestellt haben. (Zwischenruf des Abg. Kickl. – Abg. Belakowitsch: Verbrennen Sie sich nicht!) Es sind Persönlichkeiten, die für Demokratie, für Rechtsstaatlichkeit stehen und sich in unserem Land dafür einsetzen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl.) Sie verdienen dafür von uns allen ein Mindestmaß an Respekt, auch wenn wir politisch anders denken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Heiterkeit bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen Folgendes: Ich würde mir von jedem von denen, die hier an dieses Pult treten und sich zum Scharfrichter, zum Ankläger machen, wünschen: Liefern Sie jetzt und hier Ihren Laptop ab, liefern Sie Ihr Handy ab, geben wir es dem Untersuchungsausschuss, lassen Sie uns ein paar Wochen darin stöbern und stellen Sie sich dann in zwei, drei Wochen einem Tribunal. (Beifall bei der ÖVP. – Heiterkeit bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Brandstätter
Lassen Sie sich befragen, mit wem Sie sich wann getroffen haben, was Sie dort besprochen haben, wie das mit den Dokumenten übereinstimmt, die wir auf Ihrem Laptop finden, mit wem Sie verkehren, wie, in welcher Tonalität, welche Messages Sie austauschen (Zwischenruf des Abg. Brandstätter), bis hin zu den privatesten Details – auf welche Webseiten Sie zugegriffen haben, was vielleicht sogar Ihre intimen Vorlieben sind –, und dann diskutieren wir das in aller Öffentlichkeit! (Abg. Kickl: Das haben Sie alles auf Ihrem Laptop?)
Abg. Kickl: Das haben Sie alles auf Ihrem Laptop?
Lassen Sie sich befragen, mit wem Sie sich wann getroffen haben, was Sie dort besprochen haben, wie das mit den Dokumenten übereinstimmt, die wir auf Ihrem Laptop finden, mit wem Sie verkehren, wie, in welcher Tonalität, welche Messages Sie austauschen (Zwischenruf des Abg. Brandstätter), bis hin zu den privatesten Details – auf welche Webseiten Sie zugegriffen haben, was vielleicht sogar Ihre intimen Vorlieben sind –, und dann diskutieren wir das in aller Öffentlichkeit! (Abg. Kickl: Das haben Sie alles auf Ihrem Laptop?)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich kann Ihnen nur eines sagen: Wie sollen wir ein Mindestmaß an Respekt und Anstand für uns bewahren, wenn wir solche Wege gehen? (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Rauch: Das war die Maurer! Das war Ihr Koalitionspartner!
Erstens wurde von meinen Vorrednern immer wieder betont: Wir sind die Kontrolleure der Regierung. Sie haben hier zu sitzen und Rede und Antwort zu stehen, Sie haben hier zu schweigen, nicht zu klatschen, Sie sind hier Gäste. (Abg. Rauch: Das war die Maurer! Das war Ihr Koalitionspartner!) Ich würde meinen, man begegnet Gästen mit einer anderen Art von Respekt (Zwischenruf bei der FPÖ), wenn man mit ihnen zusammenarbeiten möchte. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der FPÖ
Erstens wurde von meinen Vorrednern immer wieder betont: Wir sind die Kontrolleure der Regierung. Sie haben hier zu sitzen und Rede und Antwort zu stehen, Sie haben hier zu schweigen, nicht zu klatschen, Sie sind hier Gäste. (Abg. Rauch: Das war die Maurer! Das war Ihr Koalitionspartner!) Ich würde meinen, man begegnet Gästen mit einer anderen Art von Respekt (Zwischenruf bei der FPÖ), wenn man mit ihnen zusammenarbeiten möchte. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Erstens wurde von meinen Vorrednern immer wieder betont: Wir sind die Kontrolleure der Regierung. Sie haben hier zu sitzen und Rede und Antwort zu stehen, Sie haben hier zu schweigen, nicht zu klatschen, Sie sind hier Gäste. (Abg. Rauch: Das war die Maurer! Das war Ihr Koalitionspartner!) Ich würde meinen, man begegnet Gästen mit einer anderen Art von Respekt (Zwischenruf bei der FPÖ), wenn man mit ihnen zusammenarbeiten möchte. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Haben Sie vergessen, was das Thema des heutigen Tages ist?
Zweitens bin ich etwas überrascht: Kein einziger meiner Vorredner hat eigentlich darüber gesprochen, wer wir als Parlament sind, außer: Kontrollorgan! Kontrollorgan! – Das ist richtig, es ist eine unserer Funktionen, dass wir einen Untersuchungsausschuss bilden können, aber haben wir vergessen, was unsere eigentliche Funktion ist? Wir sind die Legislative! (Abg. Belakowitsch: Haben Sie vergessen, was das Thema des heutigen Tages ist?)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Hier hat der politische Diskurs stattzufinden. Machen wir doch einen Wettstreit politischer Inhalte auf einem hohen Niveau! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Geben wir doch ein Beispiel für unser Land, dass wir uns hier um die Anliegen der Menschen kümmern, dass wir uns dafür einsetzen, in einem Wettstreit, in einem Wettstreit der Ideen, aber auf einem hohen Niveau! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Heute geht es um was anderes!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Heute geht es um was anderes!
Hier hat der politische Diskurs stattzufinden. Machen wir doch einen Wettstreit politischer Inhalte auf einem hohen Niveau! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Geben wir doch ein Beispiel für unser Land, dass wir uns hier um die Anliegen der Menschen kümmern, dass wir uns dafür einsetzen, in einem Wettstreit, in einem Wettstreit der Ideen, aber auf einem hohen Niveau! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Heute geht es um was anderes!)
Zwischenruf des Abg. Rauch.
Wir haben auch immer wieder davon gehört: Wir brauchen eine moralische Instanz, Bundespräsident, Gerichte, was auch immer. (Zwischenruf des Abg. Rauch.) Nein, wir haben die moralische Instanz zu sein. (Abg. Rauch: Sie haben das Land international beschädigt!) Wir sind eine der Säulen der Republik. Wir sind die Säule der Legislative. Wir setzen die moralischen Standards. Wir sind die, zu denen die Leute, die Jugend in diesem Land aufschauen muss: Wie führt man einen geordneten Diskurs? Auf welchem Niveau diskutieren wir miteinander? Wie behandeln wir einander?
Abg. Rauch: Sie haben das Land international beschädigt!
Wir haben auch immer wieder davon gehört: Wir brauchen eine moralische Instanz, Bundespräsident, Gerichte, was auch immer. (Zwischenruf des Abg. Rauch.) Nein, wir haben die moralische Instanz zu sein. (Abg. Rauch: Sie haben das Land international beschädigt!) Wir sind eine der Säulen der Republik. Wir sind die Säule der Legislative. Wir setzen die moralischen Standards. Wir sind die, zu denen die Leute, die Jugend in diesem Land aufschauen muss: Wie führt man einen geordneten Diskurs? Auf welchem Niveau diskutieren wir miteinander? Wie behandeln wir einander?
Abg. Rauch: Beginnen Sie bei sich selbst!
Ich kann nur eines sagen: Nehmen wir uns das als Messlatte, seien wir ein Vorbild für dieses Land. (Abg. Rauch: Beginnen Sie bei sich selbst!) – Danke. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP.)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP.
Ich kann nur eines sagen: Nehmen wir uns das als Messlatte, seien wir ein Vorbild für dieses Land. (Abg. Rauch: Beginnen Sie bei sich selbst!) – Danke. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Steinacker: Vernehmung! Vernehmung! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich habe im U-Ausschuss die Vernehmung des Herrn Bundeskanzlers live mitverfolgt, ich bin 4 Stunden drinnen gesessen. (Abg. Steinacker: Vernehmung! Vernehmung! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Der strahlende Prinz kam herein, freundlich, bereit aufzuklären, Auskunft zu geben. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Sie müssen die Maske abnehmen, ich kann nichts verstehen, Gott sei Dank! (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich habe im U-Ausschuss die Vernehmung des Herrn Bundeskanzlers live mitverfolgt, ich bin 4 Stunden drinnen gesessen. (Abg. Steinacker: Vernehmung! Vernehmung! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Der strahlende Prinz kam herein, freundlich, bereit aufzuklären, Auskunft zu geben. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Sie müssen die Maske abnehmen, ich kann nichts verstehen, Gott sei Dank! (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Ich habe im U-Ausschuss die Vernehmung des Herrn Bundeskanzlers live mitverfolgt, ich bin 4 Stunden drinnen gesessen. (Abg. Steinacker: Vernehmung! Vernehmung! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Der strahlende Prinz kam herein, freundlich, bereit aufzuklären, Auskunft zu geben. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Sie müssen die Maske abnehmen, ich kann nichts verstehen, Gott sei Dank! (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
mit den Zeigefingern nach rechts und links in Richtung Bundeskanzler Kurz und Bundesminister Blümel weisend
Der vielbeschäftigte Bundeskanzler nahm sich Zeit, er wollte sich erinnern, er konnte sich erinnern; in der Befragung dazwischen gespielte Empörung – gut gemacht –, allerdings dann ein Stolperer: Es kam der Punkt Bestellung von Thomas Schmid zum Öbag-Vorstand. Jeder weiß, wie es war: Ihr zwei (mit den Zeigefingern nach rechts und links in Richtung Bundeskanzler Kurz und Bundesminister Blümel weisend) habt es euch ausgemacht.
Heiterkeit bei der FPÖ.
Es geht um die drei mächtigsten Positionen im Land – Bundeskanzler, Finanzminister, Öbag-Chef, der die staatlichen Beteiligungen, sozusagen den Goldschatz ganz Österreichs, innehat –, alle in ÖVP-Hand: Klar, Wahlsieger, bei den Koalitionsverhandlungen gut verhandelt. (Heiterkeit bei der FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.
Sie spielen die emotionale Seite: Ich arbeite fast rund um die Uhr als Hauptverantwortlicher für die Bewältigung der Krise! – Ich habe schon geglaubt, als Hauptverantwortlicher für die Krise, das würde es eher treffen. Und weiter: Während mein Team und ich die Pandemie besiegen! – Eine bescheidene Aussage. Ich würde sagen, es ist eher der Mai, der da jetzt alles neu macht, der hat es nämlich so an sich, dass da die Infektionskrankheiten verschwinden. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.)
Bundeskanzler Kurz nickt mehrmals. – Heiterkeit bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Das ist nicht meine Angelegenheit, vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand. Gottes Hand ist oft schon sehr launisch, aber wenn jetzt der grüne Koalitionspartner, von Vizekanzler Kogler abwärts, Ihnen versichert, dass die Grünen die Unabhängigkeit der Justiz garantieren und dass der Staatsanwalt gegen den Kanzler ja überhaupt nur ermitteln kann, weil die Grünen die Justizministerin stellen, dann würde ich fürchten, dass Sie sich nicht nur in Gottes Hand befinden, sondern dass das ein Himmelfahrtskommando ist. (Bundeskanzler Kurz nickt mehrmals. – Heiterkeit bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der SPÖ.) Übrigens, Chorherr lässt grüßen, wann tut sich da etwas bei diesem Riesenkorruptionsfall in Wien?
Heiterkeit der Rednerin
Ich gratuliere Ihnen auch noch nachträglich zur Partnerwahl bei der Entscheidung Ende 2019 (Heiterkeit der Rednerin), dass Sie sich da die Grünen ins Boot geholt haben. (Heiterkeit auf der Regierungsbank.) Wissen Sie, Manches kommt wie ein Bumerang zurück. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit auf der Regierungsbank.
Ich gratuliere Ihnen auch noch nachträglich zur Partnerwahl bei der Entscheidung Ende 2019 (Heiterkeit der Rednerin), dass Sie sich da die Grünen ins Boot geholt haben. (Heiterkeit auf der Regierungsbank.) Wissen Sie, Manches kommt wie ein Bumerang zurück. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich gratuliere Ihnen auch noch nachträglich zur Partnerwahl bei der Entscheidung Ende 2019 (Heiterkeit der Rednerin), dass Sie sich da die Grünen ins Boot geholt haben. (Heiterkeit auf der Regierungsbank.) Wissen Sie, Manches kommt wie ein Bumerang zurück. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Misstrauensantrag ist wohlbegründet und nachvollziehbar, meine persönliche rote Linie ist aber eine ganz andere. Sie hat mit der Öbag, mit dem Finanzminister nichts zu tun: Alles würde ich Ihnen verzeihen, nur nicht die Coronapolitik. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Vertrauen hier im Haus, sondern auch das Vertrauen vieler Bürgerinnen und Bürger da draußen. (Zwischenruf der Abg. Steinacker.)
Beifall bei Grünen und SPÖ.
Sie versuchen durch dieses Verhalten unsere Arbeit im Untersuchungsausschuss zu erschweren. Ich möchte hier abermals klarstellen, dass dieser Untersuchungsausschuss großartige Arbeit leistet. (Beifall bei Grünen und SPÖ.) Das kann man nicht oft genug erwähnen, denn die Taktik ist schon: Liefert ein Untersuchungsausschuss nicht die Ergebnisse, die man gerne haben möchte, dann wird er schlechtgemacht; genauso wie die Justiz einfach schlechtgemacht wird.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kickl: Sie machen der ÖVP die Mauer!
Dieser Untersuchungsausschuss hat, sowohl was den türkisen als auch den blauen Teil der ehemaligen Bundesregierung angeht, sehr gute und klare Erkenntnisse geliefert. Ich erinnere Sie – mit einem typischen Beispiel – an das Verfahren des ehemaligen blauen Vizekanzlers H.-C. Strache zum mutmaßlichen Gesetzeskauf rund um den Prikraf. Auch die FPÖ ist Teil dieses Korruptionsnetzes, die will ich jetzt gar nicht außen vor lassen. – Auch wenn Sie sich (in Richtung FPÖ) jetzt als Sauberpartei hinstellen, Sie sind trotzdem ein Teil dieses Netzes. Sie haben halt nicht genug Zeit gehabt, um das auf Touren zu bringen und auch entsprechend Ihre Posten zu besetzen und die Vereine zu installieren, aber Sie sind trotzdem Teil dieses Netzes. Auch dazu ist jetzt die Justiz am Zug. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kickl: Sie machen der ÖVP die Mauer!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Zarits: Na ja!
Eines ist aber klar: Ein Untersuchungsausschuss ist keine Wohlfühloase, sondern das parlamentarische Gremium, in dem politische Kontrolle passiert und von dem aus eben auch politische Verantwortung eingefordert wird. Klarerweise gibt es dort auch Reibungspunkte. Eines muss ich noch erwähnen, weil es ja immer wieder kommt und mich extrem stört: die Stimmung im Untersuchungsausschuss. Gerade Herr Kollege Hanger brüskiert sich immer wieder. – Ich möchte aber schon feststellen, dass Sie und Ihre Fraktion (in Richtung ÖVP) diese Stimmung zum Großteil selbst zu verantworten und mitzuverantworten haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Zarits: Na ja!)
Beifall bei der Grünen.
Und es gibt noch mehr Gründe, denn ja, der Untersuchungsausschuss ist in Höchstform. Dadurch kommt noch viel mehr ans Tageslicht, das wissen Sie auch. Zum anderen werden wir uns Grüne schützend vor diesen Rechtsstaat stellen, der jetzt von allen Seiten angegriffen wird. Die Justiz unter Ministerin Zadić muss unabhängig und weisungsungebunden arbeiten können. Das muss garantiert werden und garantiert sein, und das garantieren wir als Grüne auch. (Beifall bei der Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Da wird nichts derschlagen, da wird nichts vertuscht, da wird ermittelt und gearbeitet. Es braucht jetzt eine selbstbewusste Justiz, und dafür werden wir uns ebenso wie für saubere Politik auch einsetzen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Kucher.
Die türkise ÖVP begann vom Kanzler – dem nun abwesenden Kanzler – abwärts vor mehr als einem Jahr die WKStA zu diffamieren, gerade als diese begonnen hat, in ihren Korruptionsermittlungen die ÖVP immer mehr in den Fokus zu nehmen. (Zwischenruf des Abg. Kucher.) Die Beschuldigtenliste ist für meine Redezeit zu lang, dabei sind in jedem Fall mittlerweile aber die engsten Mitglieder der türkisen Familie, noch immer Finanzminister Gernot Blümel, Kanzler Kurz, Thomas Schmid, der noch immer Alleinvorstand der Öbag ist. Ich hoffe, dadurch ist mittlerweile für fast alle rückblickend völlig durchschaubar, dass es das Ziel der türkisen Familie war, die Korruptionsermittler einzuschüchtern und zu zermürben, falls sie ihr zu nahe kommen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die türkise ÖVP begann vom Kanzler – dem nun abwesenden Kanzler – abwärts vor mehr als einem Jahr die WKStA zu diffamieren, gerade als diese begonnen hat, in ihren Korruptionsermittlungen die ÖVP immer mehr in den Fokus zu nehmen. (Zwischenruf des Abg. Kucher.) Die Beschuldigtenliste ist für meine Redezeit zu lang, dabei sind in jedem Fall mittlerweile aber die engsten Mitglieder der türkisen Familie, noch immer Finanzminister Gernot Blümel, Kanzler Kurz, Thomas Schmid, der noch immer Alleinvorstand der Öbag ist. Ich hoffe, dadurch ist mittlerweile für fast alle rückblickend völlig durchschaubar, dass es das Ziel der türkisen Familie war, die Korruptionsermittler einzuschüchtern und zu zermürben, falls sie ihr zu nahe kommen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Und was macht die türkise Familie gegenüber dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss? Kanzler Kurz – noch immer abwesend – hat zur Sicherheit einmal keine relevanten Mails und Kalender mehr, alles rechtswidrig gelöscht. Es gibt nämlich eine klare Archivierungspflicht im Bundesarchivgesetz: Alles, was dienstlich ist, ist zu archivieren. Der Untersuchungsausschuss hat aber kein einziges Kanzlermail, keinen Kalender bekommen. Rechtswidriges Löschen zur Verwischung von Spuren: Ist das der neue Stil? Hat sich der Kanzler, haben Sie sich bemüht, die gelöschten Mails wiederherzustellen? Das fragt sich auch der Verfassungsgerichtshof und meint, wir sollten das nun wieder einmal durch eine Exekution durch den Bundespräsidenten klären. Wir werden das tun, wir kämpfen weiter! (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Frage gestellt gewesen war. Beide leisten sich auf jeden Fall immer dann viele Blutgrätschen, wenn es inhaltlich interessant und für die ÖVP unangenehm wird. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Ruf bei der ÖVP: Wie war das mit der Verfahrensrichterin?
Wer stört die Aufklärungsarbeit? Die Auskunftspersonen vonseiten der ÖVP. Sie sind hämisch und herablassend. (Ruf bei der ÖVP: Wie war das mit der Verfahrensrichterin?) Der Finanzminister erinnert sich bei anscheinend unangenehmen Fragen vermeintlich unfassbar oft nicht, die engsten Mitarbeiter des Kanzlers belächeln uns von Minute eins bis zum Ende der Befragung und der Kanzler selbst hat uns mit vielen nichtssagenden Ausschweifungen wertvolle Befragungszeit gestohlen, tatkräftig unterstützt vom Vorsitzenden, der zur Sache rufen könnte, genauso wie hier, im Plenum des Nationalrates. Ihnen, Herr Kanzler, war anscheinend wichtiger, den Schein aufrechtzuerhalten als die Wahrheit, den Schein, dass unter dem neuen Stil der türkisen ÖVP kein Postenschacher betrieben wird, obwohl in Wahrheit der ganz alte Stil gelebt wird. Es ist noch immer wichtig, wer zur türkisen Familie gehört und wer nicht, und nicht, was Sie vermeintlich vorgeben: Leistung soll sich wieder lohnen.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Daher stellen wir heute zu diesem Antrag, der im Geschäftsordnungsausschuss liegt, einen Fristsetzungsantrag, damit Sie, ÖVP, heute Farbe für eine starke parlamentarische Kontrolle bekennen können – oder eben nicht. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Eines möchte ich Ihnen noch sagen, Herr Kanzler: Wir sind in der größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg, und ich habe wirklich Bauchweh und kein großes Vertrauen, dass alles gut ausgeht, wenn unser Land im Moment in der Hand einer Person ist, die die Nerven wegschmeißt und nicht mehr weiß, was sie spricht, wenn jemand eine Wurstsemmel isst. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Erstens: Wir haben eine Sondersitzung, einberufen von der Opposition. Es fehlen 15 Mandatare von den Oppositionsparteien. Nehmen Sie sich selber und vor allem auch den Parlamentarismus ernst, wenn Sie schon zu Sondersitzungen laden, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Sie sind ja nicht christlich-sozial!
Zweitens: Ich bin zusammengezuckt, als Matznetter aus der Bibel zitiert hat. Herr Kollege, das ist für einen echten christlich-sozialen Politiker echt ein starkes Stück, wenn man sich so etwas anhören muss. (Abg. Belakowitsch: Sie sind ja nicht christlich-sozial!)
Beifall bei der ÖVP.
Und zum Dritten: Frau Kollegin Fürst, Sie haben von der glanzvollen Performance des Bundeskanzlers gesprochen. Dem stimmen wir und der Großteil der Wählerinnen und Wähler vollinhaltlich zu. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Untersuchungsausschuss: Genau vor zwei Jahren ist das Ibizavideo ans Tageslicht gekommen – Strache und Gudenus mit der vermeintlichen Oligarchin in der Luxusvilla auf Ibiza. Eine Frage habe ich schon zu stellen: Wo sind die restlichen Chats von Strache und Gudenus, den beiden, die eigentlich diesen Ausschuss hauptsächlich zu verantworten haben? Was haben wir? – Die Chats bekommen wir nicht! Wir reden darüber, was Herr Schmid seiner Assistentin schreibt und wie kalt es in Moskau ist, aber wir bekommen die Chats von Strache und Gudenus nicht. Meine Damen und Herren, das ist einfach unglaublich und unfassbar! Wir fordern auch die Justizministerin höflich, aber bestimmt auf, diese Chats rasch auswerten zu lassen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das Zweite: Wo bleibt eigentlich der ehemalige SPÖ-Nationalrat Dietmar Hoscher, der Mann, der bei den Casinos tätig ist und auch Einkommenskaiser in diesem Bereich ist? Er ist sozusagen der Sozialist mit den genagelten Schuhen. Wo bleibt dieser Dietmar Hoscher? Der könnte uns Auskunft und Einblick in die Verbindungen der SPÖ in die Glücksspielszene geben! Herr Krainer, Frau Rendi-Wagner, wann kommt Ihr ehemaliger Kollege Hoscher in den Untersuchungsausschuss? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Genau!
Was soll man sich aber von dieser Sozialdemokratie erwarten? Ich halte es mit Doskozil, der zu Mittag gesagt hat: Mir fehlt jedes Wort. – Mir zu dieser Partei mittlerweile auch! (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Genau!)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Zum Dritten: Was ist wirklich ein schlechter Charakter, meine Damen und Herren? – Das sind wir ja von den Sozialisten immer wieder gewohnt. Dass sich aber Kollege Krainer hierherstellt und dem Bundeskanzler alles Gute wünscht und versteht, dass das jetzt eine schwere Zeit ist: Ich darf das nicht sagen, Herr Präsident, ich weiß es, aber bei uns im Innviertel sagt man: Geh, weißt was, geh hoam! (Heiterkeit bei der ÖVP.) Geh hoam und lass es bleiben! Weißt warum? – Er selber hat ihn gemeinsam mit Krisper angezeigt, und jetzt stellt er sich her und sagt: Na, furchtbar, du armer Bundeskanzler, wie es dir jetzt wohl geht!? – Das kann doch nicht wahr sein, meine Damen und Herren! Das ist doch keine Theaterbühne hier! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Dritten: Was ist wirklich ein schlechter Charakter, meine Damen und Herren? – Das sind wir ja von den Sozialisten immer wieder gewohnt. Dass sich aber Kollege Krainer hierherstellt und dem Bundeskanzler alles Gute wünscht und versteht, dass das jetzt eine schwere Zeit ist: Ich darf das nicht sagen, Herr Präsident, ich weiß es, aber bei uns im Innviertel sagt man: Geh, weißt was, geh hoam! (Heiterkeit bei der ÖVP.) Geh hoam und lass es bleiben! Weißt warum? – Er selber hat ihn gemeinsam mit Krisper angezeigt, und jetzt stellt er sich her und sagt: Na, furchtbar, du armer Bundeskanzler, wie es dir jetzt wohl geht!? – Das kann doch nicht wahr sein, meine Damen und Herren! Das ist doch keine Theaterbühne hier! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Belakowitsch.
Haus – auf einen Spitzenpolitiker, irgendein Patzerl wird immer hängen bleiben. (Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Belakowitsch.) Und wenn das immer und immer wieder geschieht, bringt das dann natürlich mit sich, dass man hier auch als Person, als redlicher Politiker in Mitleidenschaft gezogen wird.
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Dieser Hass gegen einen erfolgreichen Bundeskanzler eint die Opposition, angetrieben vom ehemaligen Innenminister Herbert Kickl. Das ist ja heute ganz schön zum Ausdruck gekommen, als er gesagt hat: Mein Gott, vor zwei Jahren ist mir unrecht getan worden, vielleicht wäre ich ja doch noch Innenminister. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Und Hafenecker hat ja dann wortwörtlich gesagt, worum es geht. Es geht darum, dass Kurz weg muss. Das ist doch die Doktrin der Oppositionsparteien! (Abg. Amesbauer: Ja, er muss weg!) Es geht doch nicht um Wahrheitsfindung, es geht darum, dass man ihn anschüttet und dass man einen redlichen Bundeskanzler samt der gesamten Bundesregierung diffamiert und verunglimpft, meine Damen und Herren! Das ist das, was Sie hier tun! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Abg. Amesbauer: Ja, er muss weg!
Dieser Hass gegen einen erfolgreichen Bundeskanzler eint die Opposition, angetrieben vom ehemaligen Innenminister Herbert Kickl. Das ist ja heute ganz schön zum Ausdruck gekommen, als er gesagt hat: Mein Gott, vor zwei Jahren ist mir unrecht getan worden, vielleicht wäre ich ja doch noch Innenminister. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Und Hafenecker hat ja dann wortwörtlich gesagt, worum es geht. Es geht darum, dass Kurz weg muss. Das ist doch die Doktrin der Oppositionsparteien! (Abg. Amesbauer: Ja, er muss weg!) Es geht doch nicht um Wahrheitsfindung, es geht darum, dass man ihn anschüttet und dass man einen redlichen Bundeskanzler samt der gesamten Bundesregierung diffamiert und verunglimpft, meine Damen und Herren! Das ist das, was Sie hier tun! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kickl.
Dieser Hass gegen einen erfolgreichen Bundeskanzler eint die Opposition, angetrieben vom ehemaligen Innenminister Herbert Kickl. Das ist ja heute ganz schön zum Ausdruck gekommen, als er gesagt hat: Mein Gott, vor zwei Jahren ist mir unrecht getan worden, vielleicht wäre ich ja doch noch Innenminister. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Und Hafenecker hat ja dann wortwörtlich gesagt, worum es geht. Es geht darum, dass Kurz weg muss. Das ist doch die Doktrin der Oppositionsparteien! (Abg. Amesbauer: Ja, er muss weg!) Es geht doch nicht um Wahrheitsfindung, es geht darum, dass man ihn anschüttet und dass man einen redlichen Bundeskanzler samt der gesamten Bundesregierung diffamiert und verunglimpft, meine Damen und Herren! Das ist das, was Sie hier tun! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Abg. Belakowitsch: Seit wann?
Ich sage Ihnen aber auch Folgendes: Wenn man am Wochenende unterwegs ist – Kickl rennt Marathon und will Triathlet werden oder ist es eh schon –, trifft man wenige Menschen, die da mithalten können. Der Großteil der Bevölkerung ist woanders unterwegs. Wir reden aber mit den Leuten. (Abg. Belakowitsch: Seit wann?) Und wenn wir mit ihnen reden, dann sagen sie: Was ist das für eine Allianz gegen einen Bundeskanzler, der sich tagtäglich bemüht, das Beste zu geben, damit wir gut aus dieser Pandemie und aus dieser Wirtschaftskrise herauskommen? Das ist es, ja! Das ist es, worauf es ankommt, und auf nichts anderes! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen aber auch Folgendes: Wenn man am Wochenende unterwegs ist – Kickl rennt Marathon und will Triathlet werden oder ist es eh schon –, trifft man wenige Menschen, die da mithalten können. Der Großteil der Bevölkerung ist woanders unterwegs. Wir reden aber mit den Leuten. (Abg. Belakowitsch: Seit wann?) Und wenn wir mit ihnen reden, dann sagen sie: Was ist das für eine Allianz gegen einen Bundeskanzler, der sich tagtäglich bemüht, das Beste zu geben, damit wir gut aus dieser Pandemie und aus dieser Wirtschaftskrise herauskommen? Das ist es, ja! Das ist es, worauf es ankommt, und auf nichts anderes! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Das Manöver, das sich hier abspielt, wird durchschaubar. Mit Wahlen bringt man diesen erfolgreichen Bundeskanzler nicht aus dem Amt. Man bringt ihn nicht weg, er wurde zwei Mal von der Bevölkerung, von den Wählerinnen und Wählern, bestätigt, und das sind eigentlich diejenigen, denen wir verpflichtet sind. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Jetzt versucht man es mit Anzeigen, denn irgendetwas muss doch falsch gelaufen sein. In den Köpfen der SPÖ-Logik ist das so: Das kann doch nicht sein, dass es einen ÖVP-Kanzler gibt. Es hat doch mehr oder weniger immer einen roten Kanzler gegeben. (Zwischenruf des Abg. Amesbauer.) Die paar Jahre, in denen es einmal anders war, blendet man aus. Nein, es kann nicht sein in dieser Republik. Es muss wieder ein roter Kanzler her, denn früher gibt man in diesem Land keine Ruhe. Das ist die Realität und das ist das, was sich in diesem Ausschuss abspielt. Es wird so lang angepatzt und diffamiert, bis man nach Ihrer Logik wieder zu einem Kanzler von der SPÖ kommt. Das ist doch die Wahrheit, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Kickl.)
Zwischenruf des Abg. Amesbauer.
Das Manöver, das sich hier abspielt, wird durchschaubar. Mit Wahlen bringt man diesen erfolgreichen Bundeskanzler nicht aus dem Amt. Man bringt ihn nicht weg, er wurde zwei Mal von der Bevölkerung, von den Wählerinnen und Wählern, bestätigt, und das sind eigentlich diejenigen, denen wir verpflichtet sind. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Jetzt versucht man es mit Anzeigen, denn irgendetwas muss doch falsch gelaufen sein. In den Köpfen der SPÖ-Logik ist das so: Das kann doch nicht sein, dass es einen ÖVP-Kanzler gibt. Es hat doch mehr oder weniger immer einen roten Kanzler gegeben. (Zwischenruf des Abg. Amesbauer.) Die paar Jahre, in denen es einmal anders war, blendet man aus. Nein, es kann nicht sein in dieser Republik. Es muss wieder ein roter Kanzler her, denn früher gibt man in diesem Land keine Ruhe. Das ist die Realität und das ist das, was sich in diesem Ausschuss abspielt. Es wird so lang angepatzt und diffamiert, bis man nach Ihrer Logik wieder zu einem Kanzler von der SPÖ kommt. Das ist doch die Wahrheit, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Kickl.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Kickl.
Das Manöver, das sich hier abspielt, wird durchschaubar. Mit Wahlen bringt man diesen erfolgreichen Bundeskanzler nicht aus dem Amt. Man bringt ihn nicht weg, er wurde zwei Mal von der Bevölkerung, von den Wählerinnen und Wählern, bestätigt, und das sind eigentlich diejenigen, denen wir verpflichtet sind. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Jetzt versucht man es mit Anzeigen, denn irgendetwas muss doch falsch gelaufen sein. In den Köpfen der SPÖ-Logik ist das so: Das kann doch nicht sein, dass es einen ÖVP-Kanzler gibt. Es hat doch mehr oder weniger immer einen roten Kanzler gegeben. (Zwischenruf des Abg. Amesbauer.) Die paar Jahre, in denen es einmal anders war, blendet man aus. Nein, es kann nicht sein in dieser Republik. Es muss wieder ein roter Kanzler her, denn früher gibt man in diesem Land keine Ruhe. Das ist die Realität und das ist das, was sich in diesem Ausschuss abspielt. Es wird so lang angepatzt und diffamiert, bis man nach Ihrer Logik wieder zu einem Kanzler von der SPÖ kommt. Das ist doch die Wahrheit, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Kickl.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Kollegin Meinl-Reisinger, Sie stellen heute im „Morgenjournal“ die Frage: Ist ein krimineller Bundeskanzler in Österreich zumutbar? Dann muss der Moderator sogar sagen: Es gilt auch für eine Politikerin oder einen Politiker die Unschuldsvermutung. – Das zeugt auch von einer besonderen Art und Weise, wie die NEOS mit der Wahrheitsfindung umgehen. Frau Kollegin Krisper ist die beste Nachfolgerin von Peter Pilz, und diese Partei driftet nach linkslinks ab. Bürgerlich und liberal ist nichts mehr bei den NEOS, das kann man auf alle Fälle auch feststellen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner
Rendi-Wagner (Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner), wie Sie, sich an das Mikrofon klammernd, mit den finsteren Gestalten im Hintergrund vor Ihrem Pavillon am Heldenplatz gestanden sind. Wie ist die Wahl ausgegangen? – 21 Prozent zu 37,5 Prozent! Der Wähler und die Wählerin haben eindeutig entschieden. Überlegt euch also gut, was ihr tut!
Abg. Meinl-Reisinger: Das ist ja lächerlich!
Zweitens: Die Menschen haben überhaupt kein Verständnis dafür, wie es im Untersuchungsausschuss zugeht: Wurstsemmel essen, Chips essen, schreien, stundenlange Geschäftsordnungsdebatten. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist ja lächerlich!) Das ist doch kein Umgang! Das ist nicht lächerlich, das ist die Realität! Setzen Sie sich halt einmal hinein, Frau Kollegin Meinl-Reisinger, dann würden Sie es auch sehen.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Viele Bürgerinnen und Bürger verstehen auch überhaupt nicht, warum der Bundeskanzler angezeigt wird. Sie wollen, dass gearbeitet wird. Die Menschen wollen, dass wir gemeinsam gut durch diese Krise kommen, und die Menschen haben das Recht, dass wir das auch tun. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Und Österreich kommt gut durch diese Krise, wenn wir zusammenstehen, wenn wir zusammenhalten und wenn wir uns nicht gegenseitig anzeigen und diffamieren. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Viele Bürgerinnen und Bürger verstehen auch überhaupt nicht, warum der Bundeskanzler angezeigt wird. Sie wollen, dass gearbeitet wird. Die Menschen wollen, dass wir gemeinsam gut durch diese Krise kommen, und die Menschen haben das Recht, dass wir das auch tun. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Und Österreich kommt gut durch diese Krise, wenn wir zusammenstehen, wenn wir zusammenhalten und wenn wir uns nicht gegenseitig anzeigen und diffamieren. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Lang anhaltender Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen ganz zum Schluss noch Folgendes: Was Sie hier tun, stärkt unsere Volkspartei. Ich sage Ihnen das! Das stärkt uns in unserer Gruppe! Wir halten zusammen, wir stehen das auch durch, aber kehren Sie zur täglichen Arbeit zurück und hören Sie mit dem Anpatzen auf! (Lang anhaltender Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Abgeordneter Krainer zu Wort gemeldet. (Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
Ich weiß, dass Herr Kurz das die ganze Zeit behauptet, aber Sie sollen nicht alles glauben, was der Bundeskanzler sagt. Es ist nämlich nicht immer wahr, was er sagt, so auch da nicht. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Geschätzte Damen und Herren der Bundesregierung! Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Klubobmann Wöginger, Sie haben jetzt gesagt, es ist „ein starkes Stück“, wenn man die Bibel zitiert. – Ich sage Ihnen, was ein starkes Stück ist: Das ist, wenn ein Bundeskanzler die katholische Kirche drangsaliert, weil sie anderer Meinung als er ist. Das ist ein starkes Stück, Herr Wöginger! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
würde mir das auch wünschen. Warum vertagt ihr dann jeden Antrag, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, im nicht öffentlichen Ausschuss? (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.) Dann nehmt euch zusammen! Habt den Mut, dass alles hier diskutiert wird! Wir täten das gern, und euch würde es auch gut anstehen.
Beifall bei der SPÖ.
Das sind ja nur die kleinen Spitzen, die man jetzt so miterlebt, aber eine insgesamt so billige und peinliche Performance, wie die ÖVP sie jetzt abliefert, geschätzte Damen und Herren, haben wir wirklich noch nicht erlebt, und an der Spitze steht der Bundeskanzler. Herr Kurz stellt sich hierher und sagt: Ich achte das Parlament, ich achte die parlamentarische Demokratie!, und ist sich gleichzeitig nicht zu billig, von 50 Fragen einer parlamentarischen Anfrage vielleicht eine zu beantworten. Ist das die Achtung vor dem Parlament, Herr Kurz, von der Sie sprechen? Ist das die Achtung vor dem Rechtsstaat? (Beifall bei der SPÖ.) – Nein, das ist es nicht, sondern das ist Ihr Umgehen damit und vor allem das Umgehen Ihres Systems, Ihrer Clique, Ihrer „Familie“, wenn man es so nennen mag. Sie nennen sich ja selber so. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) – Nein, das ist eine andere Familie, Gust, eine ganz andere Familie, als du meinst. (Abg. Wöginger: ... eine Doskozil-Familie ...!)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Das sind ja nur die kleinen Spitzen, die man jetzt so miterlebt, aber eine insgesamt so billige und peinliche Performance, wie die ÖVP sie jetzt abliefert, geschätzte Damen und Herren, haben wir wirklich noch nicht erlebt, und an der Spitze steht der Bundeskanzler. Herr Kurz stellt sich hierher und sagt: Ich achte das Parlament, ich achte die parlamentarische Demokratie!, und ist sich gleichzeitig nicht zu billig, von 50 Fragen einer parlamentarischen Anfrage vielleicht eine zu beantworten. Ist das die Achtung vor dem Parlament, Herr Kurz, von der Sie sprechen? Ist das die Achtung vor dem Rechtsstaat? (Beifall bei der SPÖ.) – Nein, das ist es nicht, sondern das ist Ihr Umgehen damit und vor allem das Umgehen Ihres Systems, Ihrer Clique, Ihrer „Familie“, wenn man es so nennen mag. Sie nennen sich ja selber so. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) – Nein, das ist eine andere Familie, Gust, eine ganz andere Familie, als du meinst. (Abg. Wöginger: ... eine Doskozil-Familie ...!)
Abg. Wöginger: ... eine Doskozil-Familie ...!
Das sind ja nur die kleinen Spitzen, die man jetzt so miterlebt, aber eine insgesamt so billige und peinliche Performance, wie die ÖVP sie jetzt abliefert, geschätzte Damen und Herren, haben wir wirklich noch nicht erlebt, und an der Spitze steht der Bundeskanzler. Herr Kurz stellt sich hierher und sagt: Ich achte das Parlament, ich achte die parlamentarische Demokratie!, und ist sich gleichzeitig nicht zu billig, von 50 Fragen einer parlamentarischen Anfrage vielleicht eine zu beantworten. Ist das die Achtung vor dem Parlament, Herr Kurz, von der Sie sprechen? Ist das die Achtung vor dem Rechtsstaat? (Beifall bei der SPÖ.) – Nein, das ist es nicht, sondern das ist Ihr Umgehen damit und vor allem das Umgehen Ihres Systems, Ihrer Clique, Ihrer „Familie“, wenn man es so nennen mag. Sie nennen sich ja selber so. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) – Nein, das ist eine andere Familie, Gust, eine ganz andere Familie, als du meinst. (Abg. Wöginger: ... eine Doskozil-Familie ...!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Das ist eine Opfer-Täter-Umkehr. Sie versuchen, sich als Opfer dieser Umstände hinzustellen, Herr Kurz, dabei sind Sie der Täter: der Täter, der sich gegen den Rechtsstaat richtet, der sich gegen die parlamentarische Demokratie richtet, der sich gegen Moral und Anstand richtet. Das sind Sie, und das ist das Problem, das dieses Land hat, Herr Kurz. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Das macht die ÖVP!
Jetzt kann die ÖVP behaupten, ich behaupte das hier einfach so pauschal, aber man muss sich einmal die Fakten anschauen, und die Fakten sind, was in Österreich in dieser Krise passiert: Statt dass man sich um die Arbeitslosigkeit kümmert, um die Betriebe kümmert, um die Pandemiebekämpfung kümmert, um die Zukunft kümmert, um die Finanzierung der Zukunft kümmert (Ruf bei der ÖVP: Das macht die ÖVP!), wird seitens der Staatsanwaltschaft gegen den Bundeskanzler und den Finanzminister ermittelt.
Zwischenruf des Abg. Hörl
Der Finanzminister bricht vorsätzlich die Verfassung, bis er vom Bundespräsidenten beinahe exekutiert wird. Die ÖVP attackiert die Justiz, statt zu arbeiten, attackiert die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft, versucht, die katholische Kirche einzuschüchtern und ihr zu drohen (Zwischenruf des Abg. Hörl), missachtet den Untersuchungsausschuss. Die Frau Landwirtschaftsministerin bezeichnet den Untersuchungsausschuss als „Löwinger-Bühne“. Der Nationalratspräsident, auch unterstützt von der Landwirtschaftsministerin, meint, dass es nicht mehr notwendig ist, die Wahrheit zu sagen, und versucht damit eigentlich, Untersuchungsausschüsse obsolet zu machen. Das ist das, was die Fakten bei uns im Land sind, und das haben Sie zu verantworten, das haben Sie von der Österreichischen Volkspartei zu verantworten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Der Finanzminister bricht vorsätzlich die Verfassung, bis er vom Bundespräsidenten beinahe exekutiert wird. Die ÖVP attackiert die Justiz, statt zu arbeiten, attackiert die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft, versucht, die katholische Kirche einzuschüchtern und ihr zu drohen (Zwischenruf des Abg. Hörl), missachtet den Untersuchungsausschuss. Die Frau Landwirtschaftsministerin bezeichnet den Untersuchungsausschuss als „Löwinger-Bühne“. Der Nationalratspräsident, auch unterstützt von der Landwirtschaftsministerin, meint, dass es nicht mehr notwendig ist, die Wahrheit zu sagen, und versucht damit eigentlich, Untersuchungsausschüsse obsolet zu machen. Das ist das, was die Fakten bei uns im Land sind, und das haben Sie zu verantworten, das haben Sie von der Österreichischen Volkspartei zu verantworten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was da jetzt passiert und was Ihnen so unangenehm ist – und das ist gut so –, ist, dass der Rechtsstaat, die parlamentarische Demokratie sich wehren, weil sie meinen, die Interessen einer sehr machtbetrunkenen Clique sind weniger wichtig als die Einhaltung von Gesetzen, die Einhaltung von Rechten. Der Rechtsstaat, gegen den Sie angehen, schlägt jetzt zurück, Herr Kurz. Das spüren Sie, und es ist gut, dass Sie das spüren, weil das funktionierende parlamentarische Demokratien auszeichnet. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Was spürt man? – Es wird ermittelt – und das sind wieder Fakten –: Es wird gegen einen Herrn Bonelli ermittelt, Ihren Kabinettschef – Falschaussage –, es wird gegen Thomas Schmid, den Chef der Öbag, ermittelt – Falschaussage –, gegen Melanie Laure – unwahre Aussage im Zeugenstand –, gegen Bettina Glatz-Kremsner – Falschaussage ‑, gegen Christian Pilnacek – Amtsgeheimnisverletzung (Zwischenruf bei der ÖVP) –, gegen Johann Fuchs – Falschaussage –, gegen Hartwig Löger – mögliche rechtswidrige
Beifall bei der SPÖ.
Was da geschehen ist, was Sie zu verantworten haben, Herr Kurz, ist einmalig in der österreichischen Geschichte. Ich sage Ihnen eines: Die österreichische Sozialdemokratie wird nicht zulassen, dass die Verfassung weiter gebrochen wird, wird nicht zulassen, dass weiter Rechte verletzt werden, der Rechtsstaat desavouiert wird und die parlamentarische Demokratie gefährdet wird. Da haben Sie in uns einen entschiedenen Gegner, Herr Kurz. (Beifall bei der SPÖ.)