Eckdaten:
Für die 196. Sitzung der 24. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 268 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht vom Abgeordneten Wolfgang Katzian
Petition betreffend „Bundesrahmengesetz Kindergarten“ (Ordnungsnummer 201) (überreicht vom Abgeordneten Wolfgang Katzian)
überreicht vom Abgeordneten Hannes Fazekas
Petition betreffend „Tempo 80-Zone auf der A4 zwischen Stadtgrenze Wien und Flughafen“ (Ordnungsnummer 202) (überreicht vom Abgeordneten Hannes Fazekas)
Abg. List: Wieder! – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wer hat es erstellt?
Aber heute ist etwas passiert, Frau Präsidentin und Frau Bundesministerin, was wir vorher besprechen müssen: Über die APA haben wir vor wenigen Stunden erfahren, dass eine Antwort der Innenministerin auf den verheerenden Rechnungshofbericht vorliegt. Ein Gutachten! (Abg. List: Wieder! – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wer hat es erstellt?) Ein Gutachten: Vergaberechtliche Würdigung des Prüfungsergebnisses des Rechnungshofes zur Vergabepraxis im Innenministerium, Univ. Prof. Dr. Aicher – den ich respektiere und fachlich schätze, das möchte ich ausdrücklich an dieser Stelle sagen –, vorgenommen im Auftrag des BMI.
Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.
Das ist die politische Kultur in diesem Haus, zumindest was die Österreichische Volkspartei betrifft: Da rechnet der Rechnungshof in einer Art und Weise, wie es selten der Fall ist, mit den Beraterverträgen im Innenministerium ab, und was tut die Innenministerin? – Sie greift noch einmal ins Budget und beauftragt einen weiteren Berater, zu erklären, dass es nicht so schlimm war – und das, meine Damen und Herren hier im Hohen Haus, ist vollkommen inakzeptabel! (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.
Was hat dieses Gutachten (der Redner hält ein Schriftstück in die Höhe) gekostet? Was hat dieses Gutachten an Steuergeldern gekostet? Wie tief haben Sie wieder in die Steuergelder gegriffen, um unentschuldbares Verhalten im Innenministerium zu entschuldigen? (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Das sind Wunder der Unternehmensgründung, wie sie nur in der Österreichischen Volkspartei möglich sind. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.
Es muss eine Erklärung geben, warum das Innenministerium dermaßen Geld verschwendet. Es muss eine Erklärung dafür geben, warum in Zeiten, in denen bei der Polizei gespart wird, in denen es zu wenig Personal, zu wenig Ausrüstung gibt, plötzlich Geld da ist, möglicherweise für verdeckte Parteienfinanzierung der Österreichischen Volkspartei. Nicht nur wir haben ein Recht, das zu erfahren, sondern alle, denen öffentliche Sicherheit in dieser Republik auch nur irgendetwas wert ist. (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Rufe bei der ÖVP: Hallo?!
Sie müssen sich vorstellen: Der Imageberater des niederösterreichischen Landeshauptmanns tritt an, um konzeptionell die Finanzverwaltung zu beraten. – Was hat er denn an Beratungsleistungen vorzuweisen gehabt: Die Methoden, wie das niederösterreichische Budget verspekuliert worden ist (Rufe bei der ÖVP: Hallo?!), die Art und Weise, wie in niederösterreichische Wohnbautöpfe gegriffen worden ist (neuerliche Rufe bei der ÖVP: Na hallo!), und die Art und Weise, wie der niederösterreichische Landeshauptmann es dann noch geschafft hat, dem Bund Steuern vorzuenthalten? Waren das die kreativen Beratungsleistungen der Kienpointner GmbH? Oder was war es sonst? (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
neuerliche Rufe bei der ÖVP: Na hallo!
Sie müssen sich vorstellen: Der Imageberater des niederösterreichischen Landeshauptmanns tritt an, um konzeptionell die Finanzverwaltung zu beraten. – Was hat er denn an Beratungsleistungen vorzuweisen gehabt: Die Methoden, wie das niederösterreichische Budget verspekuliert worden ist (Rufe bei der ÖVP: Hallo?!), die Art und Weise, wie in niederösterreichische Wohnbautöpfe gegriffen worden ist (neuerliche Rufe bei der ÖVP: Na hallo!), und die Art und Weise, wie der niederösterreichische Landeshauptmann es dann noch geschafft hat, dem Bund Steuern vorzuenthalten? Waren das die kreativen Beratungsleistungen der Kienpointner GmbH? Oder was war es sonst? (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Beifall bei Grünen und FPÖ.
Sie müssen sich vorstellen: Der Imageberater des niederösterreichischen Landeshauptmanns tritt an, um konzeptionell die Finanzverwaltung zu beraten. – Was hat er denn an Beratungsleistungen vorzuweisen gehabt: Die Methoden, wie das niederösterreichische Budget verspekuliert worden ist (Rufe bei der ÖVP: Hallo?!), die Art und Weise, wie in niederösterreichische Wohnbautöpfe gegriffen worden ist (neuerliche Rufe bei der ÖVP: Na hallo!), und die Art und Weise, wie der niederösterreichische Landeshauptmann es dann noch geschafft hat, dem Bund Steuern vorzuenthalten? Waren das die kreativen Beratungsleistungen der Kienpointner GmbH? Oder was war es sonst? (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Beifall bei Grünen und BZÖ.
Mit diesem Ergebnis, das durch Fakten gut dokumentiert ist, möchte ich einem falschen Bild der Österreichischen Volkspartei endlich entgegentreten, die ÖVP sei keine Partei, die irgendwo an der Spitze eine Schmiergeldzentrale hat. Das stimmt einfach nicht! In der ÖVP hat jede Partie eine Zentrale, und deswegen ist es so wichtig, dass jede ÖVP-Partie möglichst ein Regierungsmitglied hat, denn sonst kommt ja nur die andere Partie an Steuergelder und könnte irgendeine ÖVP-Partie unbedacht bleiben. Es muss der Bauernbund seinen Minister haben, es muss der ÖAAB seinen Minister haben, es muss der Wirtschaftsbund seinen Minister haben, es muss Niederösterreich einen eigenen Minister haben, weil Niederösterreich der wichtigste Bund in der ÖVP ist, und, und, und. (Beifall bei Grünen und BZÖ.)
Abg. Klikovits: Ein Schwachsinn ist das!
Alle stellen sich an und sagen, sie brauchen auch einen Minister, sie brauchen auch Beraterverträge, sie haben auch eine Scheinfirma, sie möchten auch, dass Steuergelder umgeleitet werden (Abg. Klikovits: Ein Schwachsinn ist das!) in ihren Bund, in ihre vorgeschobene Organisation, in ihre Scheinfirma. Das ist die ÖVP heute (Zwischenrufe bei der ÖVP): eine Partei, die in vielen, vielen Einzelteilen überall dasselbe betreibt! (Abg. Kopf verlässt den Sitzungssaal.) – Auf Wiederschauen, Herr
Zwischenrufe bei der ÖVP
Alle stellen sich an und sagen, sie brauchen auch einen Minister, sie brauchen auch Beraterverträge, sie haben auch eine Scheinfirma, sie möchten auch, dass Steuergelder umgeleitet werden (Abg. Klikovits: Ein Schwachsinn ist das!) in ihren Bund, in ihre vorgeschobene Organisation, in ihre Scheinfirma. Das ist die ÖVP heute (Zwischenrufe bei der ÖVP): eine Partei, die in vielen, vielen Einzelteilen überall dasselbe betreibt! (Abg. Kopf verlässt den Sitzungssaal.) – Auf Wiederschauen, Herr
Abg. Kopf verlässt den Sitzungssaal.
Alle stellen sich an und sagen, sie brauchen auch einen Minister, sie brauchen auch Beraterverträge, sie haben auch eine Scheinfirma, sie möchten auch, dass Steuergelder umgeleitet werden (Abg. Klikovits: Ein Schwachsinn ist das!) in ihren Bund, in ihre vorgeschobene Organisation, in ihre Scheinfirma. Das ist die ÖVP heute (Zwischenrufe bei der ÖVP): eine Partei, die in vielen, vielen Einzelteilen überall dasselbe betreibt! (Abg. Kopf verlässt den Sitzungssaal.) – Auf Wiederschauen, Herr
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Kopf! Ich weiß, wenn es um Korruptionsbekämpfung geht, verlässt der Klubobmann der Österreichischen Volkspartei den Saal. Das ist ein gewohntes Bild, das ist nichts Neues in dieser Republik. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Mich wundert es, dass überhaupt noch ein paar Abgeordnete von der ÖVP hier sitzen bleiben und in der Lage sind, sich das anzuhören, ohne zu sagen: Eigentlich müssten wir etwas dagegen tun!
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Sie können es ja anders taufen, Sie können sagen: Wir machen einen Neuanfang ohne Schuldzuweisungen! (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), aber ich will von Ihnen im Interesse der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler auf diese Fragen heute eine klare Antwort. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Beifall bei Grünen und FPÖ.
Sie können es ja anders taufen, Sie können sagen: Wir machen einen Neuanfang ohne Schuldzuweisungen! (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), aber ich will von Ihnen im Interesse der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler auf diese Fragen heute eine klare Antwort. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Abg. Dr. Pilz: Was hat es gekostet?
Nun zur Kritik des Rechnungshofes betreffend die Beschaffungen aus der Vergangenheit. Aufgrund der teilweise unterschiedlichen Rechtsansichten des Rechnungshofes und des Bundesministeriums für Inneres haben wir uns dazu entschieden, ein Rechtsgutachten in Auftrag zu geben – nicht mehr und nicht weniger. Es gab unterschiedliche Auffassungen, das ist der Grund dafür, dass wir an Herrn Professor Aicher herangetreten sind, den Sie, Herr Abgeordneter Pilz, aufgrund seiner Expertisen auch sehr schätzen. Dieses Rechtsgutachten zeigt eine differenzierte Sichtweise zu den Feststellungen des Rechnungshofes. Ich habe Ihnen im Vorfeld dieses Rechtsgutachten von Professor Aicher über die Parlamentsdirektion zukommen lassen, das heißt, jeder Parlamentsklub verfügt bereits über dieses Rechtsgutachten. (Abg. Dr. Pilz: Was hat es gekostet?)
Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Strache: Die Pröll’sche Diktion!
Zum einen stellt das Gutachten fest, dass der Rechnungshof – ich zitiere – „eine überspitzte Auslegung des Vergabegesetzes verwendet“. (Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Strache: Die Pröll’sche Diktion!) Herr Professor Aicher hält darüber hinaus fest, dass der Rechnungshof die Komplexität der Beschaffungsvorgänge des Innenministeriums nicht ausreichend berücksichtigt. Darüber hinaus weist die Universität Wien die Forderung des Rechnungshofes zurück, wonach die Preisangemessenheit nur durch die Einholung von verbindlichen Vergleichsangeboten erfolgen könne. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Unglaublich!) Schließlich stellt das Rechtsgutachten auch fest – das ist mir besonders wichtig –, dass die Transparenz der Beschaffungsvorgänge im Bundesministerium für Inneres nun gesichert ist.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Unglaublich!
Zum einen stellt das Gutachten fest, dass der Rechnungshof – ich zitiere – „eine überspitzte Auslegung des Vergabegesetzes verwendet“. (Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Strache: Die Pröll’sche Diktion!) Herr Professor Aicher hält darüber hinaus fest, dass der Rechnungshof die Komplexität der Beschaffungsvorgänge des Innenministeriums nicht ausreichend berücksichtigt. Darüber hinaus weist die Universität Wien die Forderung des Rechnungshofes zurück, wonach die Preisangemessenheit nur durch die Einholung von verbindlichen Vergleichsangeboten erfolgen könne. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Unglaublich!) Schließlich stellt das Rechtsgutachten auch fest – das ist mir besonders wichtig –, dass die Transparenz der Beschaffungsvorgänge im Bundesministerium für Inneres nun gesichert ist.
Abg. Mag. Kogler: Die sind nicht gleichlautend!
Zu den Fragen 1 bis 9, 11 bis 20, 23 bis 27, 29 bis 33, 35 bis 39, 41 bis 45, 47 bis 51, 53 bis 57, 60, 62 und 63 darf ich nochmals betonen (Abg. Mag. Kogler: Die sind nicht gleichlautend!):
Abg. Mag. Kogler: Das ist ja unglaublich!
Grundsätzlich waren und sind für die Vergabepraxis drei Kriterien ausschlaggebend. Punkt eins: Was ist vergaberechtlich zulässig? (Abg. Mag. Kogler: Das ist ja unglaublich!) Punkt zwei: Welche vergaberechtlich zulässige Vorgangsweise entspricht am besten dem verfassungsrechtlichen Gebot der Wirtschaftlichkeit, Zweckmäßigkeit und Sparsamkeit? Punkt drei: Welche vergaberechtlich zulässige Vorgangsweise ist im Interesse der inneren Sicherheit geboten?
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pilz: Haben Sie das überprüft?
Ausdrücklich weise ich den Vorhalt einer Parteifinanzierung in Verbindung mit vergaberechtlichen Vorgängen des Innenministeriums mit Entschiedenheit zurück. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pilz: Haben Sie das überprüft?)
Abg. Mag. Kogler: Ah?!
Alle Beschaffungsvorgänge sind innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingung sowie unter Einhaltung der internen Richtlinien erfolgt. In jedem Fall wurden vergaberechtskonform und erlasskonform die rechtliche und wirtschaftliche Möglichkeit und Zweckmäßigkeit eines Wettbewerbes geprüft und selbstverständlich dokumentiert. Daher war die Vergabe an die in der Dringlichen Anfrage konkret genannten Unternehmen rechtlich zulässig und wirtschaftlich zweckmäßig. (Abg. Mag. Kogler: Ah?!)
Abg. Mag. Kogler: Das Prinzip hat der Strasser schon eingeführt! Das haben alle vom Strasser gelernt!
Gestatten Sie mir, abschließend Folgendes festzuhalten: Meine Expertinnen und Experten halten sich stets an die gesetzlichen Bestimmungen und halten sich stets an alle Vergabevorschriften, hier lasse ich keine Pauschalverurteilung zu! (Abg. Mag. Kogler: Das Prinzip hat der Strasser schon eingeführt! Das haben alle vom Strasser gelernt!) Selbstverständlich werden wir auch weiterhin den Empfehlungen des Rechnungshofes Rechnung tragen und werden alle Empfehlungen, soweit dies möglich ist, selbstverständlich umsetzen.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: An wen im Speziellen?
Auch ich darf heute die Chance und Gelegenheit nützen, im Rahmen dieser Sondersitzung ein Danke zu sagen, ein Danke an meine Expertinnen und Experten des Hauses, dass es in den letzten Monaten möglich gewesen ist (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: An wen im Speziellen?), den Beschaffungsworkflow einzuführen, aber nicht nur in der Zentrale, sondern flächendeckend über ganz Österreich, das heißt auch in unseren Landespolizeidirektionen. Damit garantieren wir hundertprozentige Transparenz auf Knopfdruck, und wir machen uns damit zum Vorreiter für alle Ministerien, zum Vorreiter für Transparenz hier in dieser Republik. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Auch ich darf heute die Chance und Gelegenheit nützen, im Rahmen dieser Sondersitzung ein Danke zu sagen, ein Danke an meine Expertinnen und Experten des Hauses, dass es in den letzten Monaten möglich gewesen ist (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: An wen im Speziellen?), den Beschaffungsworkflow einzuführen, aber nicht nur in der Zentrale, sondern flächendeckend über ganz Österreich, das heißt auch in unseren Landespolizeidirektionen. Damit garantieren wir hundertprozentige Transparenz auf Knopfdruck, und wir machen uns damit zum Vorreiter für alle Ministerien, zum Vorreiter für Transparenz hier in dieser Republik. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf: Das haben wir noch nie gehabt!
Es ist, glaube ich, einzigartig in der Geschichte – ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern (Ruf: Das haben wir noch nie gehabt!) –, dass 30 Fragen unter einem beantwortet werden. (Abg. Amon: Da haben Sie ein schlechtes Gedächtnis!) Und es ist, glaube ich, auch nachvollziehbar, dass solch einfache Dinge wie die notwendige Gewerbeberechtigung bei jedem einzelnen Projekt einfach mit Ja oder Nein zu beantworten sind. (Beifall bei Grünen, FPÖ, BZÖ und Team Stronach.)
Abg. Amon: Da haben Sie ein schlechtes Gedächtnis!
Es ist, glaube ich, einzigartig in der Geschichte – ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern (Ruf: Das haben wir noch nie gehabt!) –, dass 30 Fragen unter einem beantwortet werden. (Abg. Amon: Da haben Sie ein schlechtes Gedächtnis!) Und es ist, glaube ich, auch nachvollziehbar, dass solch einfache Dinge wie die notwendige Gewerbeberechtigung bei jedem einzelnen Projekt einfach mit Ja oder Nein zu beantworten sind. (Beifall bei Grünen, FPÖ, BZÖ und Team Stronach.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, BZÖ und Team Stronach.
Es ist, glaube ich, einzigartig in der Geschichte – ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern (Ruf: Das haben wir noch nie gehabt!) –, dass 30 Fragen unter einem beantwortet werden. (Abg. Amon: Da haben Sie ein schlechtes Gedächtnis!) Und es ist, glaube ich, auch nachvollziehbar, dass solch einfache Dinge wie die notwendige Gewerbeberechtigung bei jedem einzelnen Projekt einfach mit Ja oder Nein zu beantworten sind. (Beifall bei Grünen, FPÖ, BZÖ und Team Stronach.)
Zwischenrufe beim BZÖ
Ich ersuche daher um eine Sitzungsunterbrechung, damit die Innenministerin die Anfragen noch einmal durchlesen kann, um sie dann wirklich ausführlich zu beantworten (Zwischenrufe beim BZÖ), wie das nach der Geschäftsordnung dieses Hauses ihre Verpflichtung ist.
Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ. – Abg. Mag. Kogler: Bravo!
Frau Ministerin, Sie haben für sich in Anspruch genommen, die Gesetze einzuhalten, so bitte ich Sie, auch die Geschäftsordnung in diesem Haus wirklich einzuhalten. (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ. – Abg. Mag. Kogler: Bravo!)
Abg. Mag. Kogler: Die ist ja gar nicht beantwortet!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Ich werde jetzt die Sitzung nicht unterbrechen. Frau Abgeordnete, Sie wissen, dass es nicht möglich ist, gerade auch vonseiten des Vorsitzes zu prüfen, ob eine Frage korrekt und umfassend beantwortet ist, und eine solche Beantwortung zu verlangen. (Abg. Mag. Kogler: Die ist ja gar nicht beantwortet!) Das ist ein Thema, das wir regelmäßig behandeln, das wir auch schon des Öfteren in der Präsidiale behandelt haben (Abg. Amon: Die Frau Dr. Glawischnig erinnert sich nicht daran!), und es ist das, so unzulänglich es auch sein mag, tatsächlich rechtens. Das wollte ich festhalten.
Abg. Amon: Die Frau Dr. Glawischnig erinnert sich nicht daran!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Ich werde jetzt die Sitzung nicht unterbrechen. Frau Abgeordnete, Sie wissen, dass es nicht möglich ist, gerade auch vonseiten des Vorsitzes zu prüfen, ob eine Frage korrekt und umfassend beantwortet ist, und eine solche Beantwortung zu verlangen. (Abg. Mag. Kogler: Die ist ja gar nicht beantwortet!) Das ist ein Thema, das wir regelmäßig behandeln, das wir auch schon des Öfteren in der Präsidiale behandelt haben (Abg. Amon: Die Frau Dr. Glawischnig erinnert sich nicht daran!), und es ist das, so unzulänglich es auch sein mag, tatsächlich rechtens. Das wollte ich festhalten.
Abg. Mag. Kogler: Vertuschungsministerium!
Zur Geschäftsbehandlung hat sich auch Herr Klubobmann Kopf zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Mag. Kogler: Vertuschungsministerium!)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Innenministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Frau Präsidentin, zunächst herzlichen Dank für die sehr richtige Belehrung der Kollegin Glawischnig, was die Geschäftsordnung anlangt. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei FPÖ und Grünen.
Und ich danke der Frau Innenministerin für die sehr ausführliche Beantwortung der vielen Fragen. (Zwischenrufe bei FPÖ und Grünen.)
Ruf bei den Grünen: Nicht beantwortet!
Nur um 63 Fragen zusammenzubekommen, war es offensichtlich notwendig, ein und denselben Sachverhalt in mehrere Fragen zu verpacken. Und wenn dann die Ministerin diese Fragen in der Beantwortung zusammenfasst (Ruf bei den Grünen: Nicht beantwortet!), dann entspricht das eigentlich nur dem Inhalt der gestellten Fragen, die halt vielfach Wiederholungen von bereits zuvor gestellten Fragen waren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Nur um 63 Fragen zusammenzubekommen, war es offensichtlich notwendig, ein und denselben Sachverhalt in mehrere Fragen zu verpacken. Und wenn dann die Ministerin diese Fragen in der Beantwortung zusammenfasst (Ruf bei den Grünen: Nicht beantwortet!), dann entspricht das eigentlich nur dem Inhalt der gestellten Fragen, die halt vielfach Wiederholungen von bereits zuvor gestellten Fragen waren. (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe bei den Grünen: Was?
Die heutige Dringliche Anfrage ist, wie sie Herr Abgeordneter Pilz vorgetragen hat, schon an der Grenze zur Farce, weil hier Vorwürfe erhoben wurden, die nicht einmal der Rechnungshof erhoben hat, Vorwürfe in Richtung der Volkspartei erhoben wurden mit einer Wortwahl, Frau Präsidentin, die einen Ordnungsruf verdient hätte (Rufe bei den Grünen: Was?), nämlich Korruptionsvorwürfe ohne jeden Beweis – alles im Schutze der Immunität. Das ist entschieden zurückzuweisen, das haben wir hier sicher nicht notwendig! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Die heutige Dringliche Anfrage ist, wie sie Herr Abgeordneter Pilz vorgetragen hat, schon an der Grenze zur Farce, weil hier Vorwürfe erhoben wurden, die nicht einmal der Rechnungshof erhoben hat, Vorwürfe in Richtung der Volkspartei erhoben wurden mit einer Wortwahl, Frau Präsidentin, die einen Ordnungsruf verdient hätte (Rufe bei den Grünen: Was?), nämlich Korruptionsvorwürfe ohne jeden Beweis – alles im Schutze der Immunität. Das ist entschieden zurückzuweisen, das haben wir hier sicher nicht notwendig! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Beifall bei der ÖVP.
Gerichtlich strafbare Handlungen anderen vorzuwerfen in diesem Hohen Haus unter dem Schutz der Immunität ist schlechtester parlamentarischer Stil, den man sich nur vorstellen kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, die Frau Innenministerin hat die Fragen ausreichend, ausführlich beantwortet. Die Geschäftsordnung stellt es selbstverständlich jedem Regierungsmitglied frei, wie, in welcher Form die Fragen beantwortet werden. Sie sind zu beantworten, und ich stelle ausdrücklich fest: Sie sind ausführlichst und vollumfänglich von der Frau Ministerin beantwortet worden! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Amon: Der Pilz darf sagen, was er will!
Natürlich hat jedes Regierungsmitglied ausführlich und umfassend zu beantworten (Abg. Amon: Der Pilz darf sagen, was er will!), mündlich wie schriftlich. (Abg. Mag. Kogler: … gar nicht geantwortet!) Das Dilemma, das wir haben und in dem wir uns immer wieder befinden, sind die Prüfung und Bewertung, ob dem Gesetzestext entsprechend gehandelt wurde oder nicht. Und das war auch schon immer wieder ein Thema in der Präsidiale und müsste, sollte es in Zukunft anders oder besser geklärt werden, einer Geschäftsordnungsreform unterzogen werden. (Abg. Kopf: Wie wollen Sie das machen?) Das wollte ich in diesem Zusammenhang sagen.
Abg. Mag. Kogler: … gar nicht geantwortet!
Natürlich hat jedes Regierungsmitglied ausführlich und umfassend zu beantworten (Abg. Amon: Der Pilz darf sagen, was er will!), mündlich wie schriftlich. (Abg. Mag. Kogler: … gar nicht geantwortet!) Das Dilemma, das wir haben und in dem wir uns immer wieder befinden, sind die Prüfung und Bewertung, ob dem Gesetzestext entsprechend gehandelt wurde oder nicht. Und das war auch schon immer wieder ein Thema in der Präsidiale und müsste, sollte es in Zukunft anders oder besser geklärt werden, einer Geschäftsordnungsreform unterzogen werden. (Abg. Kopf: Wie wollen Sie das machen?) Das wollte ich in diesem Zusammenhang sagen.
Abg. Kopf: Wie wollen Sie das machen?
Natürlich hat jedes Regierungsmitglied ausführlich und umfassend zu beantworten (Abg. Amon: Der Pilz darf sagen, was er will!), mündlich wie schriftlich. (Abg. Mag. Kogler: … gar nicht geantwortet!) Das Dilemma, das wir haben und in dem wir uns immer wieder befinden, sind die Prüfung und Bewertung, ob dem Gesetzestext entsprechend gehandelt wurde oder nicht. Und das war auch schon immer wieder ein Thema in der Präsidiale und müsste, sollte es in Zukunft anders oder besser geklärt werden, einer Geschäftsordnungsreform unterzogen werden. (Abg. Kopf: Wie wollen Sie das machen?) Das wollte ich in diesem Zusammenhang sagen.
Beifall bei FPÖ, Grünen und BZÖ. – Ruf bei der ÖVP: „Heiligen“? – Abg. Großruck: Das klingt ja fast germanisch: das „heilige Interpellationsrecht“!
was uns geschäftsordnungsmäßig verbrieft ist, entsprechend sicherzustellen. Und wenn hier von 63 formulierten Fragen 30 in der Beantwortung zusammengefasst werden, wo nicht einmal bei größter Kreativität Zusammenhänge erkennbar sind, dann ist das eine Verletzung des heiligen Interpellationsrechtes, das hier für uns als Mandatare gilt. (Beifall bei FPÖ, Grünen und BZÖ. – Ruf bei der ÖVP: „Heiligen“? – Abg. Großruck: Das klingt ja fast germanisch: das „heilige Interpellationsrecht“!)
Beifall bei FPÖ, Grünen und BZÖ
Ich möchte gar nicht Bezug nehmen auf das, was Herr Klubobmann Kopf gesagt hat – das war eine politische Stellungnahme –, sondern mich nur an Sie wenden mit dem Ersuchen, die Interessen des Hohen Hauses entsprechend zu berücksichtigen, hier die Rechte der Mandatare zu verteidigen und dann, wenn gröblichste Verstöße gegen die Usancen und die Geschäftsordnung stattfinden, hier nicht in koalitionärer Einheit zu argumentieren, sondern sich hinter die Mandatare zu stellen (Beifall bei FPÖ, Grünen und BZÖ) und darauf zu drängen, dass diese 63 Fragen, die alle in ihrer Gesamtheit höchst unterschiedlich sind, entsprechend beantwortet werden, damit die Mandatare ihr Recht erhalten.
Beifall bei FPÖ, Grünen und BZÖ.
Ich unterstütze das Anliegen der Frau Klubobfrau Glawischnig nach einer Sitzungsunterbrechung und Abhaltung einer Präsidiale, um genau diesen Fall hier jetzt zu erörtern. – Danke. (Beifall bei FPÖ, Grünen und BZÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Wir sind ja nicht im Niederösterreichischen Landtag!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zur Geschäftsbehandlung hat sich Herr Abgeordneter Grosz zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Mag. Kogler: Wir sind ja nicht im Niederösterreichischen Landtag!)
Beifall bei BZÖ, FPÖ, Grünen und Team Stronach. – Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt wollen schon drei Parteien eine Unterbrechung, jetzt müssen Sie unterbrechen!
Wir unterstützen das Anliegen der Sitzungsunterbrechung, appellieren aber auch an Sie, in Zukunft dafür Sorge zu tragen, dass die Abgeordneten dieses Hauses ihrer Aufgabe nachkommen können. Die Aufgabe von uns gewählten Parlamentariern ist es, die Regierung zu kontrollieren, vor allem dann, wenn der Korruptions- und Malversationsverdacht so erhärtet wurde, wie das heute einmal mehr der Fall ist, auch durch den Rechnungshof unterlegt – im Innenministerium unter dieser ÖVP-Führung. (Beifall bei BZÖ, FPÖ, Grünen und Team Stronach. – Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt wollen schon drei Parteien eine Unterbrechung, jetzt müssen Sie unterbrechen!)
Beifall bei Team Stronach, FPÖ, Grünen und BZÖ.
Es tut Ihnen nicht gut, es tut dem Innenressort nicht gut und es tut dem Parlament nicht gut, wenn wir hier mit unserem Ansinnen, Licht in die Sache zu bringen, nicht durchkommen. Also letztlich schaden Sie mit Ihrem Vorgehen dem Hohen Haus, der Demokratie im Allgemeinen und dem Ansehen der Politik im Speziellen. Das alles kann nicht gut sein, und deshalb unterstütze ich hier das Ansinnen, die Sitzung zu unterbrechen und da endlich Klarheit reinzubringen. – Vielen Dank. (Beifall bei Team Stronach, FPÖ, Grünen und BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Na wenn das drei Parteien verlangen! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Vier!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Noch einmal: Ich werde die Sitzung nicht unterbrechen (Abg. Ing. Westenthaler: Na wenn das drei Parteien verlangen! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Vier!), kündige aber bereits an, in der kommenden Präsidiale, die ja ohnedies schon bald stattfinden wird, sehr ausführlich über dieses Thema ein weiteres Mal zu beraten. (Ruf bei der ÖVP: Cap war noch nicht!) Sie wissen ganz genau, dass es keine Geschäftsordnungsregelungen gibt, wodurch ich in die politische Bewertung eingreifen könnte, ob die Fragen beantwortet wurden oder nicht.
Ruf bei der ÖVP: Cap war noch nicht!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Noch einmal: Ich werde die Sitzung nicht unterbrechen (Abg. Ing. Westenthaler: Na wenn das drei Parteien verlangen! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Vier!), kündige aber bereits an, in der kommenden Präsidiale, die ja ohnedies schon bald stattfinden wird, sehr ausführlich über dieses Thema ein weiteres Mal zu beraten. (Ruf bei der ÖVP: Cap war noch nicht!) Sie wissen ganz genau, dass es keine Geschäftsordnungsregelungen gibt, wodurch ich in die politische Bewertung eingreifen könnte, ob die Fragen beantwortet wurden oder nicht.
Zwischenrufe bei der ÖVP
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Bundesministerin, schade, schade, sehr schade! Sie haben eine große Chance verspielt, sich von den Altlasten Ihrer Vorgänger/Vorgängerinnen zu befreien und aus dem Schatten dieser Minister, die den Großteil der Verantwortung für die von uns vorgetragenen Punkte tragen, herauszutreten (Zwischenrufe bei der ÖVP), sich von dieser Altlast zu befreien und zu argumentieren, indem Sie klare Antworten geben.
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Frau Bundesministerin Mikl-Leitner, ich kann nur sagen, das ist nicht nur schade, sondern auch inakzeptabel. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Es ist inakzeptabel! Und Sie haben Ihre Amtszeit als Innenministerin leider schon mit dieser Altlast begonnen.
Abg. Mag. Kogler: Aber ein Transparenzgesetz …!
„Von der Nennung genauer Beträge musste aufgrund der allgemeinen Zugänglichkeit von Beantwortungen parlamentarischer Anfragen auf der Homepage des Parlaments im Interesse der Betroffenen“ – „der Betroffenen“, das sind die Firmen, nicht die Bürger, nicht die Steuerzahler, nicht die, die das Geld hergeben müssen – „Abstand genommen werden.“ (Abg. Mag. Kogler: Aber ein Transparenzgesetz …!)
Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.
Was sagt das Innenministerium? – Ihr kriegt keine Antwort, denn es sind die Interessen von Firmen gefährdet, wenn wir konkrete Zahlen und Namen nennen. Das ist ja unglaublich! (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Aber von Transparenz faseln den ganzen Tag!
Ich gebe zu, Frau Bundesministerin (Abg. Mag. Kogler: Aber von Transparenz faseln den ganzen Tag!), es ist nicht primär Ihre Verantwortung, aber Sie haben diese Anfragebeantwortung unterzeichnet. Das war noch das Werk Ihrer Vorgängerin, die hat Ihnen dann diesen Schrieb gegeben, und Sie haben ihn abgezeichnet.
Heiterkeit bei Grünen und FPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Sehr praktisch!
Ich gebe zu, Frau Bundesministerin, Sie haben im Laufe Ihrer Amtsführung in Details, zumindest für mich, auch Zeichen gesetzt, dass Sie anders umgehen wollen. Es ist ja wirklich unglaublich und unvorstellbar, dass die Sektion I für die Beschaffung zuständig ist, das haben Sie uns nämlich nicht gesagt, für die Korruptionsbekämpfung zuständig ist und auch für die Kontrolle der Beschaffung zuständig ist. (Heiterkeit bei Grünen und FPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Sehr praktisch!)
Abg. Mayerhofer: Beides!
Kommen wir zum Kern des Ganzen! Was Sie jetzt ganz massiv zu dementieren versucht haben – ich komme noch einmal darauf zurück –, das ist der Vorwurf der Parteienfinanzierung. Sie können es sich aussuchen, Frau Bundesministerin: entweder Parteienfinanzierung oder Selbstbedienungsladen (Abg. Mayerhofer: Beides!), eine dritte Möglichkeit gibt es nicht.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Kogler: So ist es! Aber „transparent“ sein!
Also wir haben schon einige Ministerien – vom Innenministerium über das Landwirtschaftsministerium, das Verteidigungsministerium, das Wirtschaftsministerium, und jetzt, glaube ich, habe ich noch ein Ministerium vergessen –, wo Headquarter sukzessive wie ein Krake sozusagen seine Tentakel ausgestreckt und sich breitgemacht hat, um dort Aufträge zu erhalten und öffentliche Gelder abzuzapfen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Kogler: So ist es! Aber „transparent“ sein!)
Abg. Mag. Kogler: Schwarzes Loch!
Eines ist klar, Frau Bundesministerin (Abg. Mag. Kogler: Schwarzes Loch!): Wenn man das macht und zur gleichen Zeit – zur gleichen Zeit! –, als diese Beratungsverträge für die Ressortchefs gemacht wurden, einen Wahlkampf für die ÖVP in Niederösterreich, in der Steiermark, in Tirol, in Wien (Zwischenruf des Abg. Rädler), für die Europawahlen bundesweit für den Herrn Strasser führt, dann hört sich der Spaß auf, nämlich wenn man zur gleichen Zeit strategisch-politisch die Ressortchefs und damit den Vizekanzler Pröll, die Innenministerin, die Finanzministerin und, und, und noch gleichzeitig berät. (Abg. Rädler: Das ist eine Unterstellung!) Da hört sich der Spaß auf! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rädler
Eines ist klar, Frau Bundesministerin (Abg. Mag. Kogler: Schwarzes Loch!): Wenn man das macht und zur gleichen Zeit – zur gleichen Zeit! –, als diese Beratungsverträge für die Ressortchefs gemacht wurden, einen Wahlkampf für die ÖVP in Niederösterreich, in der Steiermark, in Tirol, in Wien (Zwischenruf des Abg. Rädler), für die Europawahlen bundesweit für den Herrn Strasser führt, dann hört sich der Spaß auf, nämlich wenn man zur gleichen Zeit strategisch-politisch die Ressortchefs und damit den Vizekanzler Pröll, die Innenministerin, die Finanzministerin und, und, und noch gleichzeitig berät. (Abg. Rädler: Das ist eine Unterstellung!) Da hört sich der Spaß auf! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Rädler: Das ist eine Unterstellung!
Eines ist klar, Frau Bundesministerin (Abg. Mag. Kogler: Schwarzes Loch!): Wenn man das macht und zur gleichen Zeit – zur gleichen Zeit! –, als diese Beratungsverträge für die Ressortchefs gemacht wurden, einen Wahlkampf für die ÖVP in Niederösterreich, in der Steiermark, in Tirol, in Wien (Zwischenruf des Abg. Rädler), für die Europawahlen bundesweit für den Herrn Strasser führt, dann hört sich der Spaß auf, nämlich wenn man zur gleichen Zeit strategisch-politisch die Ressortchefs und damit den Vizekanzler Pröll, die Innenministerin, die Finanzministerin und, und, und noch gleichzeitig berät. (Abg. Rädler: Das ist eine Unterstellung!) Da hört sich der Spaß auf! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.
Eines ist klar, Frau Bundesministerin (Abg. Mag. Kogler: Schwarzes Loch!): Wenn man das macht und zur gleichen Zeit – zur gleichen Zeit! –, als diese Beratungsverträge für die Ressortchefs gemacht wurden, einen Wahlkampf für die ÖVP in Niederösterreich, in der Steiermark, in Tirol, in Wien (Zwischenruf des Abg. Rädler), für die Europawahlen bundesweit für den Herrn Strasser führt, dann hört sich der Spaß auf, nämlich wenn man zur gleichen Zeit strategisch-politisch die Ressortchefs und damit den Vizekanzler Pröll, die Innenministerin, die Finanzministerin und, und, und noch gleichzeitig berät. (Abg. Rädler: Das ist eine Unterstellung!) Da hört sich der Spaß auf! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Rädler: Ein Blödsinn ist das!
Was ist das? Ist das jetzt Parteienfinanzierung? (Abg. Rädler: Ein Blödsinn ist das!) – „Ein Blödsinn ist das!“ Ja, ein Blödsinn war es von Ihrer Seite, nicht von Seiten derer, die das kritisieren. (Beifall bei den Grünen.) Sie sind ja, Herr Kollege, offensichtlich noch immer unverschämt genug, zu glauben, dass das richtig ist, dass man in diese Kassen hineingreifen kann. (Abg. Mag. Kogler: Zurückzahlen!)
Beifall bei den Grünen.
Was ist das? Ist das jetzt Parteienfinanzierung? (Abg. Rädler: Ein Blödsinn ist das!) – „Ein Blödsinn ist das!“ Ja, ein Blödsinn war es von Ihrer Seite, nicht von Seiten derer, die das kritisieren. (Beifall bei den Grünen.) Sie sind ja, Herr Kollege, offensichtlich noch immer unverschämt genug, zu glauben, dass das richtig ist, dass man in diese Kassen hineingreifen kann. (Abg. Mag. Kogler: Zurückzahlen!)
Abg. Mag. Kogler: Zurückzahlen!
Was ist das? Ist das jetzt Parteienfinanzierung? (Abg. Rädler: Ein Blödsinn ist das!) – „Ein Blödsinn ist das!“ Ja, ein Blödsinn war es von Ihrer Seite, nicht von Seiten derer, die das kritisieren. (Beifall bei den Grünen.) Sie sind ja, Herr Kollege, offensichtlich noch immer unverschämt genug, zu glauben, dass das richtig ist, dass man in diese Kassen hineingreifen kann. (Abg. Mag. Kogler: Zurückzahlen!)
Abg. Amon: Wissen Sie, warum? Sie müssen sich schon damit beschäftigen!
Dann sagt der Herr Amon: Ja, was kann man denn da machen? Ist eben um 1 Cent niedriger. Kann man nichts machen!°– Aber wenn Sie den Rechnungshofbericht lesen, dann wüssten Sie auch, Herr Kollege Amon, dass der Auftrag selbstverständlich fortgesetzt wurde und dass es von Anfang an die Intention war, den Auftrag nicht bis 99 999,99 € zu führen, sondern selbstverständlich anzustückeln. (Abg. Amon: Wissen Sie, warum? Sie müssen sich schon damit beschäftigen!)
Abg. Amon: Sie müssen sich das anschauen!
Angefallen sind die Beratungsleistungen in einem Jahr, in Summe insgesamt 169 262,40 € für dieses eine Jahr an Beratungsleistungen. – Warum wird das auf drei Jahre verbucht? Ja, natürlich wegen des Schwellenwerts, Herr Kollege Amon! Kann man halt nichts machen, Herr Kollege Amon. Nein, nein, nein! (Abg. Amon: Sie müssen sich das anschauen!) – Ja, ich weiß schon. Sie haben auch dafür eine Erklärung, aber die reicht den Österreicherinnen und Österreichern, den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern nicht, und auch dem Parlament reicht sie nicht, Herr Kollege Amon. Es ist zu wenig, was Sie sich einfallen lassen. (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Beifall bei Grünen und FPÖ.
Angefallen sind die Beratungsleistungen in einem Jahr, in Summe insgesamt 169 262,40 € für dieses eine Jahr an Beratungsleistungen. – Warum wird das auf drei Jahre verbucht? Ja, natürlich wegen des Schwellenwerts, Herr Kollege Amon! Kann man halt nichts machen, Herr Kollege Amon. Nein, nein, nein! (Abg. Amon: Sie müssen sich das anschauen!) – Ja, ich weiß schon. Sie haben auch dafür eine Erklärung, aber die reicht den Österreicherinnen und Österreichern, den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern nicht, und auch dem Parlament reicht sie nicht, Herr Kollege Amon. Es ist zu wenig, was Sie sich einfallen lassen. (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Ich würde ja gerne glauben, dass die Frau Bundesministerin ernsthafte Anstrengungen unternimmt, diese unglaubliche und einmalige Praxis abzustellen. Auch bei allem, was ich in den letzten Jahren von euren Ministerien (in Richtung ÖVP) so gesehen habe, ist diese Vergabepraxis im Innenministerium einzigartig. Das Freunderlwerk, die gegenseitige Vorteilnahme von privaten Auftragnehmern, das gibt es in dieser Form nur im Innenministerium. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei Grünen und FPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Anti-Transparenztruppe!
Der Verdacht der Parteienfinanzierung beziehungsweise der Selbstbedienung ist mehr als gerechtfertigt, Herr Kollege Amon, und der trifft nur die ÖVP. Dafür hat sich leider auch die Frau Innenministerin zu verantworten, und sie hat es nicht ausreichend getan. (Beifall bei Grünen und FPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Anti-Transparenztruppe!)
Abg. Mag. Kogler: Ein Gegengutachten!
Mir fehlt ein bisschen das Verständnis, wenn bei vielen Diskussionen, wenn der Rechnungshofpräsident hier auf der Bank sitzt, ihm das ganze Haus Dank und Anerkennung ausspricht und dem Rechnungshof applaudiert, wir aber, wenn wir einen Rechnungshofbericht als Grundlage für die heutige Sondersitzung haben (Abg. Mag. Kogler: Ein Gegengutachten!), eigentlich teilweise auf einem Niveau diskutieren, dass ich meine, wir sind gemeinsam aufgerufen, solche im Rechnungshofbericht aufscheinenden Abläufe hintanzuhalten.
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir brauchen auch Konsequenzen. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und BZÖ.) Mir ist schon oft vorgehalten worden, dass wir schauen müssen, dass wir die Verflechtung der Beamten oder, wenn Sie so wollen, der Sondervertragsbediensteten in den Ressorts klar abtrennen. Wenn man sich das seit 2001 ansieht, dann darf es nicht mehr passieren, dass eine Person, die Kabinettschef bei Strasser wird, Herr Ulmer, einen Auftrag vergibt, dann lässt er sich karenzieren, und als karenzierter Beamter administriert er das dann. Das geht nicht! Es ist zwar eine alte Geschichte, aber so etwas hat nicht mehr stattzufinden! (Beifall bei SPÖ, FPÖ, Grünen und BZÖ.)
Beifall bei SPÖ, FPÖ, Grünen und BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir brauchen auch Konsequenzen. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und BZÖ.) Mir ist schon oft vorgehalten worden, dass wir schauen müssen, dass wir die Verflechtung der Beamten oder, wenn Sie so wollen, der Sondervertragsbediensteten in den Ressorts klar abtrennen. Wenn man sich das seit 2001 ansieht, dann darf es nicht mehr passieren, dass eine Person, die Kabinettschef bei Strasser wird, Herr Ulmer, einen Auftrag vergibt, dann lässt er sich karenzieren, und als karenzierter Beamter administriert er das dann. Das geht nicht! Es ist zwar eine alte Geschichte, aber so etwas hat nicht mehr stattzufinden! (Beifall bei SPÖ, FPÖ, Grünen und BZÖ.)
Abg. Mayerhofer: Richtig!
Wir müssen es gemeinsam schaffen, dass so etwas nicht noch einmal passiert. Die Person Ulmer zieht sich ja wie ein roter Faden durch diesen Rechnungshofbericht, meine sehr geehrten Damen und Herren! Es bringt uns nichts, wenn man hier die Diskussion in eine gewisse Richtung bringt. Ich verstehe das alles, warum so argumentiert und diskutiert wird, mir geht es aber darum, dass solche Abläufe in der Zukunft nicht mehr vorkommen, und mir geht es darum – ich möchte wieder beim sogenannten Blaulichtfunk-Thema landen –, die Einsatzorganisationen zu stärken, wenn Sie so wollen. Die Bürgerinnen und Bürger haben schon lange ein Anrecht darauf, dass dieser Funk funktioniert (Abg. Mayerhofer: Richtig!), denn wer, Leopold, beschäftigt sich im Einsatz damit, ob diese Organisationen miteinander funken können oder nicht? (Demonstrativer Beifall des Abg. Mayerhofer.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Mayerhofer.
Wir müssen es gemeinsam schaffen, dass so etwas nicht noch einmal passiert. Die Person Ulmer zieht sich ja wie ein roter Faden durch diesen Rechnungshofbericht, meine sehr geehrten Damen und Herren! Es bringt uns nichts, wenn man hier die Diskussion in eine gewisse Richtung bringt. Ich verstehe das alles, warum so argumentiert und diskutiert wird, mir geht es aber darum, dass solche Abläufe in der Zukunft nicht mehr vorkommen, und mir geht es darum – ich möchte wieder beim sogenannten Blaulichtfunk-Thema landen –, die Einsatzorganisationen zu stärken, wenn Sie so wollen. Die Bürgerinnen und Bürger haben schon lange ein Anrecht darauf, dass dieser Funk funktioniert (Abg. Mayerhofer: Richtig!), denn wer, Leopold, beschäftigt sich im Einsatz damit, ob diese Organisationen miteinander funken können oder nicht? (Demonstrativer Beifall des Abg. Mayerhofer.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.
Wir haben derzeit, nach zwölf Jahren, drei Bundesländer und zwei Landeshauptstädte, wo das funktioniert. Ich weiß schon, dass die Frau Ministerin jetzt alles probieren und unternehmen wird, dass das schnell funktioniert – keine Frage! –, aber nach diesen Erfahrungswerten, die wir da in den letzten zwölf Jahren gesammelt haben, muss man klar feststellen, solche Abläufe haben in einer modernen Verwaltung oder in einer modernen Demokratie nichts verloren! So einfach ist das. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.)
Abg. Grosz: Wahnsinn!
Ich bin sicher, die Öffentlichkeit registriert das, ich bin sicher, dass die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, wenn Sie so wollen, die Menschen in unserer Heimat darauf warten, dass auch Konsequenzen aus diesen Geschichten gezogen werden. Alleine bei dieser Blaulichtfunk-Geschichte haben wir einmal 29,9 Millionen gezahlt, damit wir als Republik oder als Innenministerium nicht geklagt werden. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen! Es gab in Wirklichkeit in der Zwischenzeit Mehrkosten von 340 Millionen, Gesamtkosten von 1,1 oder 1,2 Milliarden sind zu erwarten. (Abg. Grosz: Wahnsinn!) Und die Österreicherinnen und Österreicher warten noch immer vergebens darauf, dass das funktioniert.
Beifall bei SPÖ, Grünen und BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich lade Sie ein: Versuchen wir, konstruktiv die notwendigen Maßnahmen umzusetzen! Dann haben wir einen wichtigen Beitrag auch zu diesem Thema geleistet. (Beifall bei SPÖ, Grünen und BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Vilimsky: Von anderen Projekten! – Abg. Brosz: Können Sie nicht sinnerfassend lesen? Das gibt es ja nicht!
Die Frage 13 lautet: „Wurde im Zuge der Beauftragung auch die notwendige Gewerbeberechtigung zur Ausübung der angebotenen Leistungen geprüft?“ (Abg. Vilimsky: Von anderen Projekten! – Abg. Brosz: Können Sie nicht sinnerfassend lesen? Das gibt es ja nicht!)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Die Frage 25 – Sie erraten es schon, meine Damen und Herren – lautet: „Wurde im Zuge der Beauftragung auch die notwendige Gewerbeberechtigung zur Ausübung der angebotenen Leistungen geprüft?“ (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Antwort! Antwort!
Die Frage 31, die Frage 37, die Frage 43, die Frage 49 und die Frage 55 haben denselben Wortlaut. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Antwort! Antwort!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sie hat sie nicht beantwortet! – Abg. Mag. Stefan: Ja oder Nein hat sie nicht gesagt!
Und da wundern Sie sich, dass die Frau Ministerin die Beantwortung dieser Fragen zusammenfasst und die Antwort unter einem gibt! Da wundern Sie sich und echauffieren sich darüber – künstliche Aufregung, meine Damen und Herren, und unberechtigt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sie hat sie nicht beantwortet! – Abg. Mag. Stefan: Ja oder Nein hat sie nicht gesagt!)
Abg. Mag. Kogler: Ja und?!
und er hat sich, wie Augenzeugen berichten, in dieser Pressekonferenz zu zwei Dritteln der gesamten Zeit mit einem Thema beschäftigt, nämlich mit dem sogenannten Darabos-Vergleich des Eurofighter-Beschaffungsvertrages und nur in einem geringeren Teil der Pressekonferenz mit Beschaffungsusancen des Innenministeriums. (Abg. Mag. Kogler: Ja und?!)
Beifall bei der ÖVP.
Ein Schelm, meine Damen und Herren, der einen Zusammenhang mit der heutigen Dringlichen Anfrage und den Landtagswahlen in Tirol am 28. April herstellt. Ein Schelm, meine Damen und Herren, der das tut! Und Pilz ist doch beileibe kein Schelm. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Das ist ja unglaublich!
Meine Damen und Herren! Sie können sich noch erinnern: Darabos hat in diesem Vergleich die Anzahl der ursprünglich 18 angekauften Eurofighter auf 15 reduziert. Er hat Einsatzausrüstung abbestellt, er hat den Kaufpreis um 250 Millionen reduziert. Der Rechnungshof stellt allerdings fest, dass diese Entscheidung, von 18 auf 15 Stück zu gehen (Abg. Mag. Kogler: Das ist ja unglaublich!), keinerlei Planungsvariante des Bundesheeres beinhaltet, sondern eine alleinige Entscheidung des SPÖ-Verteidigungsministers Norbert Darabos war.
Beifall bei der ÖVP.
Der Rechnungshof stellt überdies fest, dass die Vorgangsweise bei diesem Vergleich – auch Pilz hat das alles festgestellt – äußerst dilettantisch war und dass wir am Ende des Tages für 15 statt 18 Eurofighter um 370 Millionen mehr bezahlen als für 18. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen! Steuergeld der Österreicherinnen und Österreicher! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Wurm: Zur Sache!
Der Rechnungshof geht sogar noch weiter. Er befürchtet weitere Verteuerungen durch in diesem Vergleich enthaltene unbestimmte Begriffe, wie „fast neuwertig“ oder „angemessene Versorgbarkeit“ oder Ähnliches. Er fürchtet, dass wir durch diesen Vergleich noch weiteren Schaden erleiden werden. (Abg. Mag. Wurm: Zur Sache!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Es stellt sich hier die Frage: Wer außer der Lieferfirma EADS hat von diesem vermeintlich dilettantischen – vermeintlich dilettantischen! – Deal auch noch profitiert? – Die Republik Österreich war es jedenfalls nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Pilz: Aber warum …?
Nun aber zur Anfrage: Kommunikation ist Vertrauenssache, und es ist daher durchaus nachvollziehbar, dass Regierungsmitglieder nicht ohne Weiteres hergehen und in sensiblen Bereichen der Strategieberatung, der Kommunikationsberatung allenfalls Berater aus dem Umfeld des politischen Mitbewerbers engagieren. No na! (Abg. Dr. Pilz: Aber warum …?)
Oh-Rufe bei der ÖVP
Es ist ja wohl auch kein Zufall, meine Damen und Herren von den Grünen und Herr Pilz, dass Ihr Kollege Van der Bellen, Universitätsbeauftragter der Stadt Wien, in Wien ausgerechnet den ehemaligen Grün-Kandidaten Niko Alm mit seiner Agentur beauftragt hat (Oh-Rufe bei der ÖVP), seine Homepage zu gestalten – aus Steuergeldern zu gestalten! Kein Zufall! Ich werfe es ihm nicht vor, aber es war sicher kein Zufall, dass er nicht einen Schwarzen oder einen Roten genommen hat.
Ruf bei der ÖVP: Genau!
Es ist wohl auch kein Zufall, meine Damen und Herren, dass das Unterrichtsministerium und die Frauenministerin zum Beispiel die ehemalige VSStÖ-Kandidatin und parlamentarische Mitarbeiterin der Abgeordneten Kuntzl, Dagmar Hemmer, mit ihrer Kommunikation beauftragen – immerhin 160 000 € – oder den ehemaligen SPÖ-Kommunikationschef Dietmar Ecker um 230 000 € beschäftigen. (Ruf bei der ÖVP: Genau!)
Beifall bei der ÖVP.
Dann werfe ich das weder dem BMUKK noch dem BKA noch dem Kollegen Van der Bellen vor, wenn das in all diesen Fällen berücksichtigt wurde, weil, wie ich sage, Kommunikation Vertrauenssache ist und es daher durchaus nachvollziehbar ist, dass man nicht jeden damit beauftragen will. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Neubauer: … wenn es einem nicht in den Kram passt!
Noch ein Letztes, meine Damen und Herren: Das Innenministerium wickelt im Jahr 15 000 Beschaffungsvorgänge ab. Der Rechnungshof hat davon 59 Stichproben gezogen und hat dabei das eine oder andere kritisiert. Aber der Rechnungshof hat da, wie ich meine – und die Frau Innenministerin hat es auch schon gesagt –, eine Rechtsauslegungen an den Tag gelegt, und der Rechnungshof ist nicht sakrosankt in seiner Rechtsmeinung. Wir schätzen ihn alle, aber so kann es auch nicht sein: dass es außer der Rechtsmeinung des Rechnungshofes keine andere in diesem Haus oder wo auch immer geben kann! (Abg. Neubauer: … wenn es einem nicht in den Kram passt!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pilz – sich von seinem Platz erhebend und den Rechnungshofbericht in die Höhe haltend –: Das ist der Beweis für die Korruption!
Jetzt zu Ihnen, Herr Pilz: Es ist ungeheuerlich, ohne irgendeinen Beweis zu haben, der ÖVP pauschal Korruption oder korruptionsähnliches Verhalten vorzuwerfen. Das tun Sie nur deshalb, weil Sie hier Immunität genießen. Strafrechtlich relevante Vorwürfe zu erheben, ohne irgendeinen Beweis vorlegen zu können, ist der schlechteste parlamentarische Stil, den man sich vorstellen kann. Schämen Sie sich! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pilz – sich von seinem Platz erhebend und den Rechnungshofbericht in die Höhe haltend –: Das ist der Beweis für die Korruption!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pilz: Zum Schutz der ÖVP! – Abg. Mag. Kogler – in Richtung ÖVP –: Abkassierer!
Herrn Pilz in Wahlkampfzeiten missbraucht werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pilz: Zum Schutz der ÖVP! – Abg. Mag. Kogler – in Richtung ÖVP –: Abkassierer!)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Heinz-Christian Strache (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Minister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zu Beginn festhaltend: Frau Minister Mikl-Leitner, Sie haben hier doch ein bisschen den Eindruck hinterlassen, uns einen merkwürdigen Floh ins Ohr setzen zu wollen. Anders kann man das gar nicht bezeichnen. Was Sie hier mit Ihrer Anfragebeantwortung getan haben, kann man nur als Affront bezeichnen. Das war wirklich ein Affront, eine Ungeheuerlichkeit, wie Sie hier mit dem Anfragerecht der Abgeordneten umgegangen sind. Und dafür sind Sie auch persönlich verantwortlich zu machen. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich frage mich, wo bei diesen Beratungsaufträgen der Mehrwert für die Bevölkerung erkennbar ist, wenn es um konkrete Schritte für die Exekutive geht, nämlich um schusssichere und stichfeste Westen, auf die sie vergeblich wartet, die bis heute nicht angeschafft worden sind. Bis heute hat die Exekutive, die tagtäglich mit steigender Kriminalität und Gewalt konfrontiert ist, nicht ausreichend Schutzwesten und damit keinen Schutz. Daran sieht man, dass die Gelder im Sicherheitsbereich leider Gottes nicht zweckdienlich ausgegeben worden sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ja bitte, was ist daran überspitzt formuliert? Das hätte man viel spitzer formulieren können, ja vielleicht sogar müssen, damit das augenscheinlicher gemacht wird, was da von Ihrer verantwortlichen Seite gemacht wurde. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und BZÖ.
Und dann gehen Sie noch her und sagen, es sei ja wirklich taktisch, dass jetzt der Platter im Rechnungshofbericht steht, der Rechnungshofbericht habe aus taktischen Gründen vor der Tiroler Landtagswahl den Platter in den Bericht aufgenommen. – Ich frage Sie: Wollen Sie das wirklich den Bürgern verkaufen? Also bitte, unsinniger geht es wirklich nicht mehr! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn man sich insgesamt die Situation der Exekutive anschaut, dann kommt einem wirklich das Zweifeln, und man fragt sich: Wohin werden da die Gelder wie verschoben? Vielleicht direkt oder indirekt zum Nutzen einer Partei, die versucht, sich mit öffentlichen Geldern einen Vorteil zu verschaffen?! Das muss man aufzeigen, denn dort, wo das Geld sein sollte, ist es nicht angekommen, die 72 Millionen, und zwar dort, wo man es erwarten müsste, nämlich bei der Ausrüstung und Optimierung für die Exekutivbeamten, damit sie in ihrem tagtäglichen Einsatz gegen die Kriminalität bestehen können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Im vergangenen Jahr 2012 gab es in Österreich 548 027 Straftaten. Das sind um 1 501 Straftaten mehr, vier Straftaten mehr pro Tag. Wir hatten letztes Jahr 62,5 Straftaten pro Stunde, praktisch eine Straftat pro Minute. Das sind ernst zu nehmende Statistiken, die zwar sehr trocken klingen, aber die Menschen draußen sind tagtäglich von dieser steigenden Kriminalität direkt betroffen. Und sie müssen leider wahrnehmen, dass beim Personal gespart wird, dass natürliche Pensionsabgänge nicht nachbesetzt werden, es zu wenig ausgebildete Exekutivbeamte gibt und diese auch noch im Stich gelassen werden. Letztlich sind es die Bürger, die am Ende auf der Strecke bleiben, denn es gibt immer mehr Einbrüche und Gewaltdelikte. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Sie haben nicht die Verantwortung für Ihre Vorgänger, aber Sie haben die Verantwortung für Ihr Handeln, und Sie hätten heute zumindest diese Anfrage so korrekt beantworten müssen, wie man es als Abgeordneter nicht nur erwarten kann, sondern ein Recht darauf hat. Wenn Sie glauben, so fungieren oder agieren zu können, dann erweisen Sie der Demokratie und dem Parlamentarismus einen äußerst schlechten Dienst. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Dann werden Sie den Korruptionsverdacht, der zu Recht besteht, nicht entkräften können, und dann werden Sie die Bilder über Malversationsverdachtsmomente, über Verdachtsmomente schmutziger Geschäftspraktiken, wo Freunderlwirtschaft in der Republik aufgebaut wurde, wo man sich gegenseitig bedient hat und seine Freunderl über Firmenkonstrukte irgendwie mit Steuergeldern und Aufträgen versorgt hat, nicht beseitigen können – im Gegenteil! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Klubobmann Kopf, Sie haben heute Ihrer Partei einen ganz, ganz schlechten Dienst erwiesen mit dem, was Sie hier geboten haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich bedanke mich auch beim Kollegen Pendl, dass er einmal ein offenes Wort über die Vergabepraxis in der Bundesregierung und auch über die Fehlstellungen, die es zu korrigieren gilt, gesprochen hat. Das Beschämende für uns Parlamentarier ist eigentlich, dass wir in eine Situation versetzt werden, in der wir fast darauf angewiesen sind, dass die beiden Regierungspartner miteinander zu streiten beginnen, damit wir an die eine oder andere Scheußlichkeit überhaupt herankommen. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Ja, schwarze Zudeckertruppe!
Wir bemängeln jetzt schon seit geraumer Zeit, dass die Bundesregierung überhaupt kein Interesse daran hat, uns noch vor den Nationalratswahlen im Herbst Informationen über einzelne Ausgaben, die sie getätigt hat, zu geben. Das ist eine blanke Verhöhnung des Parlaments, meine sehr geehrten Damen und Herren, eine blanke Verhöhnung jener Herrschaften im Hohen Haus, die eigentlich hier sind, um die Bundesregierung zu kontrollieren. Das ist ein Armutszeugnis für das Parlament. Das sollte uns allen zu denken geben! (Abg. Mag. Kogler: Ja, schwarze Zudeckertruppe!)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Und Sie sprechen von überspitzter Auslegung des Rechnungshofs?! Sie meinen, das sei eine überspitzte Auslegung?! Also, ich sage Ihnen eines: So wie Sie sich heute auf der Regierungsbank gebärdet haben oder wie es der Kollege Kopf vorhin am Rednerpult gemacht hat, ist das nicht eine überspitzte Form der Argumentation, sondern eine überhebliche Art der Machtgier und der Machtbesessenheit der ÖVP. Das ist es in Wirklichkeit! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie der Abgeordneten Strache und Mag. Kogler.
Die 26 oder 27 Jahre, die Sie von der ÖVP jetzt mittlerweile auf der Regierungsbank verbracht haben, haben die ÖVP schon so verdorben, dass sie nicht mehr zwischen Recht und Unrecht unterscheiden kann. Das ist nämlich Ihr Problem, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP. (Beifall beim BZÖ sowie der Abgeordneten Strache und Mag. Kogler.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich kann mich noch gut erinnern, wie wir hier im Hohen Haus über die einzelnen Vorwürfe gegenüber dem Herrn Bundesminister Strasser diskutiert haben. Daran können wir uns noch gut erinnern. Da haben wir ihn kritisiert im Zusammenhang mit den einen oder anderen Gerüchten, die da verbreitet worden sind. Aber die Abgeordneten der ÖVP sind hier herausgegangen und haben den Herrn Strasser verteidigt, wortreich verteidigt, oftmals hier verteidigt. Wenn ich heute in die Reihen der ÖVP hineinblicke und frage: Kennen Sie den Herrn Strasser?, dann lautet die Antwort: Nein, den kennen wir nicht, den Namen Strasser haben wir nie gehört, der war nie bei der ÖVP! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: So schaut es aus!
Ulmer als Kabinettschef des Herrn Strasser dann letztendlich perfektioniert hat. (Abg. Mag. Kogler: So schaut es aus!) Und Sie arbeiten heute noch mit diesem System, Frau Bundesministerin. Und das ist der Skandal! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ulmer als Kabinettschef des Herrn Strasser dann letztendlich perfektioniert hat. (Abg. Mag. Kogler: So schaut es aus!) Und Sie arbeiten heute noch mit diesem System, Frau Bundesministerin. Und das ist der Skandal! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Sie sollten sich endlich einmal darauf besinnen, dass dieses Land Österreich nicht der ÖVP gehört. Es mag sein, dass Sie diese Einstellung aus Niederösterreich mitgenommen haben. Aber Österreich gehört den Österreicherinnen und Österreichern – und nicht der Österreichischen Volkspartei! Das sei endlich einmal klargestellt. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie können in diesem Land nicht tun und lassen, was Sie wollen, und Sie können in unserem Land nicht auf Steuerzahlerkosten fuhrwerken und Umgehungen von Vergaberecht machen und die Vergabe missbrauchen, so wie es Ihnen beliebt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Kogler: In die eigene Tasche gewirtschaftet!
Ein Eingeständnis hätte ich gerne von Ihnen heute gehört, und zwar hätte ich mir erwartet, dass Sie sagen, es ist nicht alles ordnungsgemäß gelaufen. Aber Sie ließen sich hinreißen zu der Aussage, es gebe eine überspitzte Formulierung oder Auslegung des Rechnungshofes, und das zeigt, welche Arroganz bei Ihnen innerhalb der ÖVP wohnt, wie gewissenlos Sie mittlerweile mit diesem Land und mit dem Geld der Steuerzahler umgehen. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Kogler: In die eigene Tasche gewirtschaftet!)
Abg. Mag. Kogler: Richtig!
Ich spreche da gar nicht von Ihrer Kollegin Fekter, die das im Vorfeld ja auch gemacht hat, sich hier herinnen aber immer als die Anwältin der Steuerzahler aufspielt. (Abg. Mag. Kogler: Richtig!) Das ist der Albtraum für jeden Steuerzahler, diese Bundesregierung hinter mir! Wie Sie sich in unserem Land verhalten und das Geld verschleudern, ist sagenhaft. Und natürlich steckt hinter all diesen Malversationen die Vermutung, dass es eine illegale Parteienfinanzierung gegeben hat.
Abg. Mag. Kogler: Schweigegeld!
Ja welche Sicherheitsgründe – sagen Sie uns das hier herinnen! – gibt es, dass der Herr Ulmer fünf bis sechs Jahre nach dem Ausscheiden aus dem Ministerium immer noch bezahlt wird? (Abg. Mag. Kogler: Schweigegeld!) Welche Sicherheitsgründe sind das, Frau Innenministerin? – Das ist eine simple Frage. Das möchte ich von Ihnen gerne in Erfahrung bringen.
Beifall beim BZÖ.
Das versteht niemand. Da werden Familien zerrissen, da wird Steuergeld verwendet, um ausländische Firmen zu fördern und ausländische Arbeiter bei uns zu beschäftigen. Denken wir doch einmal darüber nach, ob wir im Vergaberecht nicht etwas abändern müssen, damit in erster Linie österreichische Arbeitskräfte zum Einsatz und zu ihrem Broterwerb kommen und nicht ausländische Firmen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich hoffe, Frau Bundesministerin, dass Sie erkannt haben, dass es jetzt Handlungsbedarf gibt und dass wir eine Reform brauchen. Ich erwarte mir kein Zugeständnis irgendwelcher Fehlverhalten, aber ich erwarte mir von Ihnen eine Bereitschaft, dass diese Umgehungen, die Sie hier vorgenommen und geduldet haben, in Zukunft nicht mehr stattfinden dürfen und dass wir Verstöße gegen das Vergaberecht auch entsprechend streng unter Strafe stellen. (Beifall beim BZÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Wo gehört die jetzt dazu? – Ruf bei der ÖVP: BZÖ, oder? – Abg. Schenk – auf dem Weg zum Rednerpult –: Zeitung lesen, Herr Kollege! – Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Es gelangt nun Frau Abgeordnete Schenk zu Wort. – Bitte. (Ruf bei der SPÖ: Wo gehört die jetzt dazu? – Ruf bei der ÖVP: BZÖ, oder? – Abg. Schenk – auf dem Weg zum Rednerpult –: Zeitung lesen, Herr Kollege! – Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.)
Heiterkeit und Zwischenrufe.
Abgeordnete Martina Schenk (STRONACH): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! (Heiterkeit und Zwischenrufe.) – Na, haben wir uns beruhigt? – Wunderbar!
Beifall beim Team Stronach.
Diese Zahlen, meine sehr geehrten Damen und Herren, muss man sich vor Augen führen und muss man sich wirklich näher anschauen. Da wird Geld verschleudert, wird Geld hinausgeworfen – und bei der Exekutive, bei den Polizistinnen und Polizisten auf der Straße, bei deren Ausrüstung fehlt dieses Geld und wäre dieses Geld sicher sinnvoller und besser investiert. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir müssen diese Aufklärung durchführen, und ich appelliere wirklich, wie auch bereits einige meiner Vorredner, an alle hier im Hohen Haus, denn wir sind es den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern schuldig, dies zu machen. Und dem Rechnungshof gebührt Anerkennung für seine gute Arbeit, für die Kontrollarbeit, die er für dieses Haus leistet. Er ist der Hüter der Steuerzahlerinnen und der Steuerzahler. Er schaut auf das Geld und darauf, dass es auch ordnungsgemäß ausgegeben wird. Dem Rechnungshof möchte ich an dieser Stelle für seine Arbeit und auch für diesen Bericht herzlich danken. Und ich möchte auch an Sie noch einmal appellieren, Frau Ministerin, dass Sie diesen Bericht auch wirklich ernst nehmen und sich im Sinne der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler an der Aufklärung beteiligen – und ihn nicht einfach vom Tisch wischen. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Kopf: Wer ist da jetzt belehrend? – Warum sind Sie jetzt so schulmeisterlich?
Denn: Wenn Sie sich ansehen, was im Bundesministerium für Inneres bei der Vergabe los ist, was mit Berlakovich, dem „Inserator“, los ist, wenn Sie sich vor Augen halten, dass Ex-Minister Strasser – zwar noch nicht rechtskräftig, aber in erster Instanz – zu vier Jahren Freiheitsstrafe verurteilt wurde, dass Mensdorff-Pouilly wegen Beweismittelfälschung zu einer Freiheitsstrafe von einem Monat verurteilt wurde (Abg. Kopf: Wer ist da jetzt belehrend? – Warum sind Sie jetzt so schulmeisterlich?), dass gegen Ihre ehemalige Ministerin Rauch-Kallat die Korruptionsstaatsanwaltschaft im Zusammenhang mit dem Ankauf der Grippemasken ermittelt, dass Ihnen in Innsbruck die Bürger-
Abg. Amon: Frau Kollegin, Sie kennen den Spruch mit dem Glashaus?
meisterin Oppitz-Plörer abhandengekommen ist, nicht mehr für die ÖVP kandidiert, dass Ihnen in Salzburg der Goldegger Bürgermeister Hans Mayr abhandengekommen ist (Abg. Amon: Frau Kollegin, Sie kennen den Spruch mit dem Glashaus?) und jetzt Spitzenkandidat für das Team Stronach ist, dann können Sie Ihrem Herrn Vorsitzenden gerne sagen, dass er vor seiner eigenen Türe kehren und dort für Ordnung und Sauberkeit sorgen soll. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
meisterin Oppitz-Plörer abhandengekommen ist, nicht mehr für die ÖVP kandidiert, dass Ihnen in Salzburg der Goldegger Bürgermeister Hans Mayr abhandengekommen ist (Abg. Amon: Frau Kollegin, Sie kennen den Spruch mit dem Glashaus?) und jetzt Spitzenkandidat für das Team Stronach ist, dann können Sie Ihrem Herrn Vorsitzenden gerne sagen, dass er vor seiner eigenen Türe kehren und dort für Ordnung und Sauberkeit sorgen soll. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Was die Grünen betrifft – der Kollege Kogler ist jetzt zwar nicht da –, so war die Abgeordnete Christiane Brunner, die ich außerordentlich schätze und die ich für eine Bereicherung hier im Hohen Haus halte, auch nicht immer bei den Grünen, sondern sie war vorher Gemeinderätin der ÖVP. Oder: Wo war der Herr Van der Bellen, bevor er für die Grünen kandidiert hat? War er vielleicht Parteimitglied der SPÖ? Der Herr Pilz detto. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich darf Ihnen zum Abschluss noch eines mitgeben: Man sollte sich denjenigen am genauesten anschauen, der am lautesten „Haltet den Dieb!“ ruft. (Beifall beim Team Stronach.)
Rufe bei der ÖVP – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Brunner –: Na, wie war es bei der ÖVP? – So schlecht war es nicht, oder?
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Mag. Brunner. – Bitte. (Rufe bei der ÖVP – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Brunner –: Na, wie war es bei der ÖVP? – So schlecht war es nicht, oder?)
Abg. Amon: Das wurde beantwortet! – Abg. Dr. Bartenstein: Das wurde gesagt! – Abg. Amon: Ihr müsst zuhören! – Bundesministerin Mag. Mikl-Leitner: Das wurde ja beantwortet! – Zuhören!
Abgeordnete Mag. Christiane Brunner (Grüne): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, Zuseherinnen und Zuseher! Kollege Kopf – er ist gerade nicht da – hat uns vorgeworfen, wir hätten mehrmals die gleichen Fragen gestellt, und deswegen könne man das alles zusammenfassen. Ja, natürlich sind in unserer Anfrage gleichlautende Fragen enthalten, aber ich glaube, wenn man die Anfrage durchliest, kann man sehr wohl erkennen, dass es sich jeweils um unterschiedliche Aufträge handelt. Und das Bezeichnende ist ja gerade, dass bei all diesen Aufträgen die gleichen Fragen zu stellen sind, nämlich zum Beispiel: Sind die erforderlichen Gewerbeberechtigungen vorgelegen oder nicht? Frau Ministerin, Sie könnten uns zum Beispiel sagen, ob es auch nur in einem einzigen Fall diese Gewerbeberechtigung gegeben hat. (Abg. Amon: Das wurde beantwortet! – Abg. Dr. Bartenstein: Das wurde gesagt! – Abg. Amon: Ihr müsst zuhören! – Bundesministerin Mag. Mikl-Leitner: Das wurde ja beantwortet! – Zuhören!)
Beifall bei den Grünen.
Sie haben 30 Fragen unter einem beantwortet, und Sie können mir nicht erzählen, dass man da im Detail auf jede Frage eine Antwort erhält – auf die wir als Parlamentarierinnen und Parlamentarier aber ein Recht haben. Und auch die Öffentlichkeit hat ein Recht, zu erfahren, was es mit dieser Vergabepraxis auf sich hat. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Strache.
Eine weitere Frage, die offen ist und wo wir und die Öffentlichkeit ein Recht haben, die Antwort darauf zu erfahren, ist, was dieses Gutachten gekostet hat – ein Gutachten, das Sie finanziert haben und mit dem Sie sich mehr oder minder selbst von der Kritik des Rechnungshofes freigekauft haben. Ich halte das für eine unglaubliche Vorgangsweise. Der Rechnungshof ist ein sehr, sehr wertvolles Instrument dieses Hohen Hauses. Wir haben als Abgeordnete die Möglichkeit, Anfragen zu stellen, um die Regierung zu kontrollieren, was unsere Pflicht ist, und wir haben den Rechnungshof als Hilfsinstrument. Der Rechnungshof hat massive Kritik geübt. Und wer soll das verstehen, dass Sie sich selbst ein Gutachten finanzieren und dieses Gutachten dann als Beweis dafür verwenden, dass das, was der Rechnungshof sagt, unzureichend ist und Sie so weitermachen können wie bisher. Ich denke, die Öffentlichkeit hat zumindest ein Recht, zu erfahren, wie viel Sie für dieses Gutachten bezahlt haben. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Strache.)
Abg. Mag. Kogler: „Mir san mir!“
Wir haben aber heute schon unterschiedliche Beispiele gehört, was Vergabepraxen betrifft, und ich glaube, es geht hier nicht um einzelne Fälle, es geht nicht um einzelne Ministerien, es geht auch nicht um einzelne Ebenen – denn als Gemeinderätin in einer Gemeinde mit absoluter ÖVP-Mehrheit sind mir auch durchaus dubiose Vergabepraxen bekannt –, sondern es geht hier vielmehr um ein System, auf das man in der ÖVP in massivem Umfang trifft. Ich denke mir, wenn man ein öffentliches Amt bekleidet, dann hat man eine gewisse Verantwortung, man verwaltet öffentliche Gelder, und man muss mit diesen öffentlichen Geldern seriös und effizient umgehen. Der Zugang der ÖVP ist, dort hinzugehen und zu sagen: Das gehört uns, und das verteilen wir jetzt! (Abg. Mag. Kogler: „Mir san mir!“) – Und das geschieht eben auf unterschiedlichen Ebenen.
Beifall bei den Grünen.
An die ÖVP gerichtet: Es ist sehr wohl ein massiver Schaden, der der Republik dadurch entsteht. Es ist unsere ureigenste Pflicht als Abgeordnete, das zu kontrollieren, das aufzuzeigen und an die Öffentlichkeit zu bringen, weil es sich um öffentliche Gelder handelt. Und ich denke, wenn Sie all diese Vorwürfe für nicht richtig halten, dann müssten Sie ja dankbar sein für diese Fragen, denn das böte Ihnen die Gelegenheit, aufzustehen und das alles zurechtzurücken. – Das haben Sie nicht gemacht, deswegen erhärtet sich für uns der Verdacht, dass unsere Vorwürfe berechtigt sind. Wir sehen es daher weiterhin als unsere Pflicht, Sie diesbezüglich massiv zu kontrollieren und die Öffentlichkeit zu informieren. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich glaube, dass wir gerade im Umweltministerium mehr öffentliche Gelder brauchen, wenn es um die Bekämpfung des Klimawandels oder um die Energiewende geht. Wenn Gelder für unnötige Vergaben eingesetzt werden, dann entsteht dadurch ein massiver, ein großer Schaden. Deswegen denke ich, Österreich braucht ganz dringend ein eigenständiges, starkes und engagiertes Umweltministerium. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Der FPÖ!
In 29 Prozent der Fälle gab es keine Bedarfsprüfung – darauf komme ich dann später noch zu sprechen –, und 15 Prozent sind sehr unzureichend bis gar nicht dokumentiert. – Frau Ministerin, Sie mussten sich bereits am 14. März dieses Jahres einer Dringlichen Anfrage der Grünen im Bundesrat stellen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Der FPÖ!) Dort haben Sie ja die Beantwortung bereits vorgenommen, und zum Teil haben sich die Antworten mit der heutigen Beantwortung überschnitten.
Abg. Mayerhofer: ... kann man überprüfen!
Sie sagen, bei Ihnen gilt auch das Sechs-Augen-Prinzip: Eine Abteilung meldet einen Bedarf an, die Finanz prüft, ob dieser Bedarf so gegeben ist und auch finanziert werden kann, es geht weiter an die Vergabeabteilung, und bei Beschaffungen über 40 000 € kommt dann auch noch die interne Revision dazu. – Frau Ministerin, wie kann es dann aber sein, dass innerhalb von sechs Jahren keine einzige Beschaffung hausintern geprüft wurde? (Abg. Mayerhofer: ... kann man überprüfen!) Gab es keine Beschaffungen im Wert von 40 000 €?
Beifall bei der SPÖ.
Ich darf Ihnen eines sagen, Frau Ministerin – ich hätte zwar noch sehr, sehr viele Punkte, aber leider geht meine Redezeit schön langsam zu Ende –: Wenn Sie nicht aktiv mithelfen, diese Punkte des Rechnungshofes aufzudecken und aufzuklären, dann ist das keine Situation, die wir den Bürgerinnen und Bürgern, den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern sehr einfach erklären können. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Abgeordneter Günter Kößl (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Ge-schätzte Damen und Herren! Frau Kollegin, von den 27 kritischen Punkten, die vom Rechnungshof hier erwähnt worden sind, sind 20 bereits umgesetzt. Also es sind mehr als zwei Drittel umgesetzt, und es wird ganz massiv mitgearbeitet. Wir haben heute eigentlich nur Vermutungen, Beschuldigungen, Unterstellungen, Verdächtigungen gehört, aber steht irgendetwas, ein einziges Wort irgendwo im Rechnungshofbericht, dass ein Schaden eingetreten ist (Zwischenrufe bei der FPÖ) beziehungsweise dass es irgendetwas Korruptes in dieser ganzen Angelegenheit gibt? (Zwischenrufe der Abgeordneten Strache und Dr. Belakowitsch-Jenewein.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Strache und Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Abgeordneter Günter Kößl (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Ge-schätzte Damen und Herren! Frau Kollegin, von den 27 kritischen Punkten, die vom Rechnungshof hier erwähnt worden sind, sind 20 bereits umgesetzt. Also es sind mehr als zwei Drittel umgesetzt, und es wird ganz massiv mitgearbeitet. Wir haben heute eigentlich nur Vermutungen, Beschuldigungen, Unterstellungen, Verdächtigungen gehört, aber steht irgendetwas, ein einziges Wort irgendwo im Rechnungshofbericht, dass ein Schaden eingetreten ist (Zwischenrufe bei der FPÖ) beziehungsweise dass es irgendetwas Korruptes in dieser ganzen Angelegenheit gibt? (Zwischenrufe der Abgeordneten Strache und Dr. Belakowitsch-Jenewein.)
Zwischenruf des Abg. Strache – Abg. Mayerhofer: Die stehen nicht zur Debatte, Herr Chefinspektor!
Folgendes möchte ich schon klarstellen: Das Bundesministerium und die 33 000 Beamten sind für die Sicherheit zuständig. Sie machen das tagaus, tagein (Zwischenruf des Abg. Strache – Abg. Mayerhofer: Die stehen nicht zur Debatte, Herr Chefinspektor!), und man braucht die Sicherheit in Österreich in keiner Weise in Frage zu
Zwischenrufe der Abgeordneten Öllinger und Mag. Kogler
2,5 Milliarden € stehen uns in diesem Jahr für die Aufgaben im Sicherheitsbereich zur Verfügung, und wir reden heute von einem ganz kleinen Bereich, nämlich von einem Beschaffungsbereich in der Größenordnung von zwischen 60 und 80 Millionen € im Jahr. Es sind 15 000 Beschaffungsvorgänge, die im Innenministerium getätigt werden (Zwischenrufe der Abgeordneten Öllinger und Mag. Kogler), und der Rechnungshof hat 59 beziehungsweise 79 Beschaffungsvorgänge herausgenommen – nach Gesichtspunkten, die man nicht nachvollziehen kann, aber das ist eine Sache des Rechnungshofes (Zwischenruf des Abg. Mayerhofer – Abg. Öllinger: Na hallo! – Abg. Mag. Kogler: Das ist ja unglaublich!) – und zwölf davon näher, detaillierter begutachtet. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Die kann man hochrechnen!)
Zwischenruf des Abg. Mayerhofer – Abg. Öllinger: Na hallo! – Abg. Mag. Kogler: Das ist ja unglaublich!
2,5 Milliarden € stehen uns in diesem Jahr für die Aufgaben im Sicherheitsbereich zur Verfügung, und wir reden heute von einem ganz kleinen Bereich, nämlich von einem Beschaffungsbereich in der Größenordnung von zwischen 60 und 80 Millionen € im Jahr. Es sind 15 000 Beschaffungsvorgänge, die im Innenministerium getätigt werden (Zwischenrufe der Abgeordneten Öllinger und Mag. Kogler), und der Rechnungshof hat 59 beziehungsweise 79 Beschaffungsvorgänge herausgenommen – nach Gesichtspunkten, die man nicht nachvollziehen kann, aber das ist eine Sache des Rechnungshofes (Zwischenruf des Abg. Mayerhofer – Abg. Öllinger: Na hallo! – Abg. Mag. Kogler: Das ist ja unglaublich!) – und zwölf davon näher, detaillierter begutachtet. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Die kann man hochrechnen!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Die kann man hochrechnen!
2,5 Milliarden € stehen uns in diesem Jahr für die Aufgaben im Sicherheitsbereich zur Verfügung, und wir reden heute von einem ganz kleinen Bereich, nämlich von einem Beschaffungsbereich in der Größenordnung von zwischen 60 und 80 Millionen € im Jahr. Es sind 15 000 Beschaffungsvorgänge, die im Innenministerium getätigt werden (Zwischenrufe der Abgeordneten Öllinger und Mag. Kogler), und der Rechnungshof hat 59 beziehungsweise 79 Beschaffungsvorgänge herausgenommen – nach Gesichtspunkten, die man nicht nachvollziehen kann, aber das ist eine Sache des Rechnungshofes (Zwischenruf des Abg. Mayerhofer – Abg. Öllinger: Na hallo! – Abg. Mag. Kogler: Das ist ja unglaublich!) – und zwölf davon näher, detaillierter begutachtet. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Die kann man hochrechnen!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Na wahrscheinlich gibt es keine!
Also diese Kritik, die vom Rechnungshof gebracht worden ist, ist pauschal und sie ist an und für sich nicht für jeden Beschaffungsvorgang genau nachvollziehbar. Und in diesem Rechnungshofbericht ist auch nicht drinnen, wie viele positive Vorgänge es eigentlich gegeben hat. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Na wahrscheinlich gibt es keine!) – Die gibt es mit Sicherheit, geschätzte Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Also diese Kritik, die vom Rechnungshof gebracht worden ist, ist pauschal und sie ist an und für sich nicht für jeden Beschaffungsvorgang genau nachvollziehbar. Und in diesem Rechnungshofbericht ist auch nicht drinnen, wie viele positive Vorgänge es eigentlich gegeben hat. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Na wahrscheinlich gibt es keine!) – Die gibt es mit Sicherheit, geschätzte Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Abg. Mag. Kogler: Rechnungshof ... Standort St. Pölten!
Faktum ist auf jeden Fall eines: nämlich dass diese Überprüfung von der Frau Bundesminister selbst verlangt worden ist. (Abg. Mag. Kogler: Rechnungshof ... Standort St. Pölten!) Sie hat auch schon gesagt, dass es das Sechs-Augen-Prinzip im Innenministerium gibt. Und sagen Sie mir, wo es ein Sechs-Augen-Prinzip gibt, wo wirklich jeder Vorgang genau nachvollziehbar ist! (Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Faktum ist auf jeden Fall eines: nämlich dass diese Überprüfung von der Frau Bundesminister selbst verlangt worden ist. (Abg. Mag. Kogler: Rechnungshof ... Standort St. Pölten!) Sie hat auch schon gesagt, dass es das Sechs-Augen-Prinzip im Innenministerium gibt. Und sagen Sie mir, wo es ein Sechs-Augen-Prinzip gibt, wo wirklich jeder Vorgang genau nachvollziehbar ist! (Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Abg. Öllinger: Ha, ha!
Und ich kann auch nicht sehen, dass Gesetzwidrigkeit, Verschwendung und Intransparenz hier gegeben sind (Abg. Öllinger: Ha, ha!), sondern ich glaube vielmehr, dass es in verschiedenen Situationen natürlich auch einen Zeitdruck gibt. (Abg. Öllinger: Aha, Zeitdruck! Klar!) Gerade bei der ..., in der Sache des ... (der Redner zögert – Abg. Strache: Jetzt bleibt er im Text hängen! – Abg. Mag. Kogler: Bei so einem Text würde ich auch hängen bleiben!), ... in der Sache der Amtssignatur hat es sicherlich einen massiven Zeitdruck gegeben, und der Schaden wäre wesentlich größer gewesen, wenn dieser Auftrag nicht zustande gekommen wäre – wir haben heute schon gehört, dass unter Umständen mehr als 32 Millionen € in den Sand hätten gesetzt werden müssen. (Abg. Öllinger: Das ist ja nur mehr peinlich!)
Abg. Öllinger: Aha, Zeitdruck! Klar!
Und ich kann auch nicht sehen, dass Gesetzwidrigkeit, Verschwendung und Intransparenz hier gegeben sind (Abg. Öllinger: Ha, ha!), sondern ich glaube vielmehr, dass es in verschiedenen Situationen natürlich auch einen Zeitdruck gibt. (Abg. Öllinger: Aha, Zeitdruck! Klar!) Gerade bei der ..., in der Sache des ... (der Redner zögert – Abg. Strache: Jetzt bleibt er im Text hängen! – Abg. Mag. Kogler: Bei so einem Text würde ich auch hängen bleiben!), ... in der Sache der Amtssignatur hat es sicherlich einen massiven Zeitdruck gegeben, und der Schaden wäre wesentlich größer gewesen, wenn dieser Auftrag nicht zustande gekommen wäre – wir haben heute schon gehört, dass unter Umständen mehr als 32 Millionen € in den Sand hätten gesetzt werden müssen. (Abg. Öllinger: Das ist ja nur mehr peinlich!)
der Redner zögert – Abg. Strache: Jetzt bleibt er im Text hängen! – Abg. Mag. Kogler: Bei so einem Text würde ich auch hängen bleiben!
Und ich kann auch nicht sehen, dass Gesetzwidrigkeit, Verschwendung und Intransparenz hier gegeben sind (Abg. Öllinger: Ha, ha!), sondern ich glaube vielmehr, dass es in verschiedenen Situationen natürlich auch einen Zeitdruck gibt. (Abg. Öllinger: Aha, Zeitdruck! Klar!) Gerade bei der ..., in der Sache des ... (der Redner zögert – Abg. Strache: Jetzt bleibt er im Text hängen! – Abg. Mag. Kogler: Bei so einem Text würde ich auch hängen bleiben!), ... in der Sache der Amtssignatur hat es sicherlich einen massiven Zeitdruck gegeben, und der Schaden wäre wesentlich größer gewesen, wenn dieser Auftrag nicht zustande gekommen wäre – wir haben heute schon gehört, dass unter Umständen mehr als 32 Millionen € in den Sand hätten gesetzt werden müssen. (Abg. Öllinger: Das ist ja nur mehr peinlich!)
Abg. Öllinger: Das ist ja nur mehr peinlich!
Und ich kann auch nicht sehen, dass Gesetzwidrigkeit, Verschwendung und Intransparenz hier gegeben sind (Abg. Öllinger: Ha, ha!), sondern ich glaube vielmehr, dass es in verschiedenen Situationen natürlich auch einen Zeitdruck gibt. (Abg. Öllinger: Aha, Zeitdruck! Klar!) Gerade bei der ..., in der Sache des ... (der Redner zögert – Abg. Strache: Jetzt bleibt er im Text hängen! – Abg. Mag. Kogler: Bei so einem Text würde ich auch hängen bleiben!), ... in der Sache der Amtssignatur hat es sicherlich einen massiven Zeitdruck gegeben, und der Schaden wäre wesentlich größer gewesen, wenn dieser Auftrag nicht zustande gekommen wäre – wir haben heute schon gehört, dass unter Umständen mehr als 32 Millionen € in den Sand hätten gesetzt werden müssen. (Abg. Öllinger: Das ist ja nur mehr peinlich!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Bedient?! – Abg. Strache: „Bedient“ ist der richtige Begriff!
Faktum ist selbstverständlich auch – und das ist ebenfalls schon von Klubobmann Kopf angesprochen worden –, dass Beratung natürlich eine sehr persönliche Angelegenheit ist. Und ich glaube schon, dass es richtig und wichtig ist, dass man sich da Menschen seines Vertrauens bedient (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Bedient?! – Abg. Strache: „Bedient“ ist der richtige Begriff!), um diese Beratungstätigkeit in Anspruch nehmen zu können.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Es ist eigentlich alles bestens!
Also nehmen Sie zur Kenntnis, dass der Beschaffungsvorgang im Innenministerium an und für sich nachvollziehbar ist, dass es hier an und für sich in keiner Weise Beweise gibt, dass dort irgendetwas falsch gelaufen ist! (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Es ist eigentlich alles bestens!) Und betreffend diese Verdächtigungen und Beschuldigungen und Unterstellungen, wäre es sicherlich eine gute Sache, dass Sie das hintanhalten und vielleicht vor der eigenen Türe kehren. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Also nehmen Sie zur Kenntnis, dass der Beschaffungsvorgang im Innenministerium an und für sich nachvollziehbar ist, dass es hier an und für sich in keiner Weise Beweise gibt, dass dort irgendetwas falsch gelaufen ist! (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Es ist eigentlich alles bestens!) Und betreffend diese Verdächtigungen und Beschuldigungen und Unterstellungen, wäre es sicherlich eine gute Sache, dass Sie das hintanhalten und vielleicht vor der eigenen Türe kehren. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Öllinger, ist unverschämt, wo doch der Kollege Pilz nach wie vor in einer Gemeindewohnung sitzt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Na, „bedient“ hat er gesagt! „Bedient“!
Abgeordneter Harald Vilimsky (FPÖ): Herr Präsident! Ich muss gleich da anknüpfen: Also so, Herr Kollege Kößl, geht es wirklich nicht, nämlich zu sagen, es sind ja ohnehin nur 60 bis 80 Millionen an Beschaffungsvolumen und da brauchen wir nicht weiter darüber zu reden. Und wenn ein paar hunderttausend Euro an einen ÖVP-Parteispezi gehen, ist ja das auch in Ordnung. – Sie haben ja das bekräftigt, was Klubobmann Kopf schon gesagt hat, nämlich dass man in einer politischen Funktion natürlich jemanden seines Vertrauens engagiert. (Abg. Strache: Na, „bedient“ hat er gesagt! „Bedient“!)
Zwischenruf des Abg. Kößl.
Da gebe ich Ihnen recht, nur verwechseln Sie Kraut mit Rüben. Das können Sie tun, wenn Sie Obmann einer Partei sind, wenn Sie eine Parteifunktion haben: dann können Sie sich jemanden aussuchen, der in Ihrem Parteiumfeld ist. Das Ganze funktioniert mit Sicherheit nicht mehr, wenn Sie Minister sind, eine öffentliche Stelle vertreten. (Zwischenruf des Abg. Kößl.) Dann können Sie nicht sagen: So, ich greife jetzt zum Telefonhörer, habe einen Auftrag von ein paar hunderttausend Euro, da rufe ich einen Parteispezi an, und der macht mir das Ganze schon (Beifall bei der FPÖ) – und das auch noch freihändig und abseits der Vergaberichtlinien.
Beifall bei der FPÖ
Da gebe ich Ihnen recht, nur verwechseln Sie Kraut mit Rüben. Das können Sie tun, wenn Sie Obmann einer Partei sind, wenn Sie eine Parteifunktion haben: dann können Sie sich jemanden aussuchen, der in Ihrem Parteiumfeld ist. Das Ganze funktioniert mit Sicherheit nicht mehr, wenn Sie Minister sind, eine öffentliche Stelle vertreten. (Zwischenruf des Abg. Kößl.) Dann können Sie nicht sagen: So, ich greife jetzt zum Telefonhörer, habe einen Auftrag von ein paar hunderttausend Euro, da rufe ich einen Parteispezi an, und der macht mir das Ganze schon (Beifall bei der FPÖ) – und das auch noch freihändig und abseits der Vergaberichtlinien.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kößl.
Das ist etwas ganz Sensibles, und Sie sind da eigentlich in die Falle getappt im Zuge der ganzen Debatte, indem Sie nämlich eingestanden haben, dass es für einen Minister sehr wohl in Ordnung ist, einen Mann seines Parteivertrauens zu kontaktieren und in diese Richtung Aufträge umzuleiten. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kößl.)
Beifall bei FPÖ und Grünen
Wer immer hier auf dem Stuhl des Präsidenten sitzt, hat die Mehrheit dieses Hauses und hat nicht nur dann, wenn die Zeit verstrichen ist, mit der Glocke zu läuten, sondern er hat die Rechte der Mandatare zu wahren. Und das erwarte ich mir in Zukunft: dass das hier anders gehandhabt wird (Beifall bei FPÖ und Grünen) und dass man, wenn drei oder vier Fraktionen begehren, eine Stehpräsidiale zu machen, diesem Begehren auch entsprechend nachkommt.
Zwischenrufe bei der ÖVP
ich herum, möglicherweise wieder im Parteiumfeld, und frage: Wer ist bereit, mir gegenteilige Wahrnehmungen in einer Expertise zu schicken?, zahle vielleicht auch noch dafür (Zwischenrufe bei der ÖVP), und dann gehe ich vor dieses Hohe Haus und sage: Ja, meine Damen und Herren, es passt eh alles; der Rechnungshof hat vielleicht ein bisschen überspitzt formuliert. Das stimmt alles gar nicht, was in diesem Rechnungshofbericht drinnen steht. Ich habe hier ein Gutachten, und da steht drinnen, es ist eh alles in Ordnung. – So, bitte, kann es in Zukunft nicht mehr gehen!
Beifall bei der FPÖ.
Es gibt das Einverständnis dieses Hohen Hauses, dass der Rechnungshof als demokratisch legitimierte Kontrollinstanz dieses Hauses hier, bitte, ernst zu nehmen ist! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Großruck: Aber kritisieren darf man ihn schon, den Rechnungshof!?
Und was mich noch gestört hat bei der ... (Abg. Großruck: Aber kritisieren darf man ihn schon, den Rechnungshof!?) – Ja, ja! Sie kritisieren ihn dann, wenn es Ihnen nicht passt! Dann, wenn die ÖVP einmal kritisiert wird, dann, wenn einmal über viele Seiten nachweislich Beschaffungsvorgänge im ÖVP-Umfeld, Aufträge an einen ÖVP-Spezi kritisiert werden, in die öffentliche Diskussion kommen, dann passt es nicht. (Abg. Rädler: Der Herr Meischberger! Meischberger! – Zwischenruf des Abg. Großruck.) Wenn andere involviert und betroffen sind, dann passt es. (Abg. Rädler: Meischberger!) Das ist kein Selbstbedienungsladen, wo Sie sagen: Der Rechnungshofbericht passt mir und der andere passt nicht. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Strache.) Da gibt es so viele Dinge, die nicht in Ordnung sind.
Abg. Rädler: Der Herr Meischberger! Meischberger! – Zwischenruf des Abg. Großruck.
Und was mich noch gestört hat bei der ... (Abg. Großruck: Aber kritisieren darf man ihn schon, den Rechnungshof!?) – Ja, ja! Sie kritisieren ihn dann, wenn es Ihnen nicht passt! Dann, wenn die ÖVP einmal kritisiert wird, dann, wenn einmal über viele Seiten nachweislich Beschaffungsvorgänge im ÖVP-Umfeld, Aufträge an einen ÖVP-Spezi kritisiert werden, in die öffentliche Diskussion kommen, dann passt es nicht. (Abg. Rädler: Der Herr Meischberger! Meischberger! – Zwischenruf des Abg. Großruck.) Wenn andere involviert und betroffen sind, dann passt es. (Abg. Rädler: Meischberger!) Das ist kein Selbstbedienungsladen, wo Sie sagen: Der Rechnungshofbericht passt mir und der andere passt nicht. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Strache.) Da gibt es so viele Dinge, die nicht in Ordnung sind.
Abg. Rädler: Meischberger!
Und was mich noch gestört hat bei der ... (Abg. Großruck: Aber kritisieren darf man ihn schon, den Rechnungshof!?) – Ja, ja! Sie kritisieren ihn dann, wenn es Ihnen nicht passt! Dann, wenn die ÖVP einmal kritisiert wird, dann, wenn einmal über viele Seiten nachweislich Beschaffungsvorgänge im ÖVP-Umfeld, Aufträge an einen ÖVP-Spezi kritisiert werden, in die öffentliche Diskussion kommen, dann passt es nicht. (Abg. Rädler: Der Herr Meischberger! Meischberger! – Zwischenruf des Abg. Großruck.) Wenn andere involviert und betroffen sind, dann passt es. (Abg. Rädler: Meischberger!) Das ist kein Selbstbedienungsladen, wo Sie sagen: Der Rechnungshofbericht passt mir und der andere passt nicht. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Strache.) Da gibt es so viele Dinge, die nicht in Ordnung sind.
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Strache.
Und was mich noch gestört hat bei der ... (Abg. Großruck: Aber kritisieren darf man ihn schon, den Rechnungshof!?) – Ja, ja! Sie kritisieren ihn dann, wenn es Ihnen nicht passt! Dann, wenn die ÖVP einmal kritisiert wird, dann, wenn einmal über viele Seiten nachweislich Beschaffungsvorgänge im ÖVP-Umfeld, Aufträge an einen ÖVP-Spezi kritisiert werden, in die öffentliche Diskussion kommen, dann passt es nicht. (Abg. Rädler: Der Herr Meischberger! Meischberger! – Zwischenruf des Abg. Großruck.) Wenn andere involviert und betroffen sind, dann passt es. (Abg. Rädler: Meischberger!) Das ist kein Selbstbedienungsladen, wo Sie sagen: Der Rechnungshofbericht passt mir und der andere passt nicht. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Strache.) Da gibt es so viele Dinge, die nicht in Ordnung sind.
Beifall bei der FPÖ – Abg. Strache: Einen gescheiten Bezug! Den Grundlohn anheben!
Ich sage Ihnen eines: Bevor ich 2 Millionen € an einen Parteispezi für eine Kampagne vergebe – wäre ich Innenminister –, verteile ich dieses Geld lieber unter den Polizisten (Beifall bei der FPÖ – Abg. Strache: Einen gescheiten Bezug! Den Grundlohn anheben!), sorge ich lieber dafür, dass die in den Ballungsräumen eine Zulage bekommen, sorge ich dafür, dass die Inspektionen ordentlich renoviert werden, und sorge ich dafür, dass die Polizisten in Österreich ordentliche und anständige Bedingungen haben – anstatt einen Parteispezi in Permanenz zu bedienen. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen eines: Bevor ich 2 Millionen € an einen Parteispezi für eine Kampagne vergebe – wäre ich Innenminister –, verteile ich dieses Geld lieber unter den Polizisten (Beifall bei der FPÖ – Abg. Strache: Einen gescheiten Bezug! Den Grundlohn anheben!), sorge ich lieber dafür, dass die in den Ballungsräumen eine Zulage bekommen, sorge ich dafür, dass die Inspektionen ordentlich renoviert werden, und sorge ich dafür, dass die Polizisten in Österreich ordentliche und anständige Bedingungen haben – anstatt einen Parteispezi in Permanenz zu bedienen. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mayerhofer.
Frau Minister Mikl-Leitner, Sie hätten ja heute durchaus zugeben können: Ja, das war die Ära Fekter, die hier in ganz massiver Kritik gestanden ist. Das war jene Ministerin, die von der – ich zitiere sie selbst – „Kieberei“ in den Bereich „Finance“ übergegangen ist. Sie hat im Bereich „Kieberei“ eben auch öffentliche Gelder in den Sand gesetzt, genauso wie im Bereich „Finance“, wo jetzt das Geld der Sparer wegkommt und in diverse Bankenpakete fließt. (Zwischenruf des Abg. Mayerhofer.)
Beifall bei der FPÖ.
Das heute war unzureichend. Schade! Sie haben gute Chancen verpasst. Stimmen Sie wenigstens dem Antrag zu, dass das Geld künftig anstatt in Richtung Berater der ÖVP tatsächlich in Richtung jener fließt, die es brauchen, nämlich zu den österreichischen Polizisten. – Danke sehr. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Ernest Windholz (BZÖ): Geschätzter Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Eine interessante und vor allem sehr, sehr wichtige Debatte – die Frage ist, ob die Regierungsbank so besetzt ist, wie sie es bei dieser Debatte sein sollte. Ich sage Nein, denn es fehlt mir einfach die Finanzministerin. (Beifall beim BZÖ.) – Wir debattieren hier Verfehlungen, für die es eine Zuständigkeit der Ministerin Fekter gibt – damals Innenministerin, jetzt Finanzministerin.
Abg. Öllinger: Wie viel hat es gekostet?
Was macht man? – Kleinreden, wegreden, und jetzt bringt man uns sogar ein Gut-achten: vergaberechtliche Würdigung. (Abg. Öllinger: Wie viel hat es gekostet?)
Beifall beim BZÖ.
Frau Ministerin! Sie verschweigen beharrlich die Zahl, die hier alle interessiert: Was hat dieses Gutachten gekostet, um Ihre ÖVP-Strategie durchzusetzen? (Beifall beim BZÖ.) Das stimmt ja so gar nicht, was der Rechnungshof alles behauptet hat!
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Tadler.
Ich kann Ihnen nur dringend raten: Kehren Sie um! Verlassen Sie diesen Weg, und investieren Sie das Geld, wo es am besten aufgehoben ist, nämlich in mehr Personal für die Sicherheit! Hören Sie auf mit diesem Unsinn, mit diesen Beraterverträgen! Im Rechnungshofbericht ist eindeutig ablesbar: Das ist eine Zumutung für den Steuerzahler. Schlagen Sie einen anderen Kurs ein! (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Tadler.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Christoph Hagen (STRONACH): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Diese Vorgänge um den Rechnungshofbericht betreffend das Bundesministerium für Inneres sind wirklich zu hinterfragen, und deshalb ist diese heutige Sondersitzung auch mehr als gerechtfertigt. Es geht ja hier nicht um irgendwelches Privatgeld der Frau Bundesminister Mikl-Leitner oder von deren Vorgängerin, der heutigen Frau Finanzministerin Fekter, die meiner Ansicht nach eigentlich auch hier sein sollte, weil es hauptsächlich sie betrifft. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Mag. Kogler: Aus Steuergeldern werden Parteigelder!
Es geht also nicht um deren Privatgeld. Es geht auch nicht um das Parteigeld der ÖVP oder einer anderen Partei, sondern es geht um Steuergeld, meine Damen und Herren, um Steuergeld von Ihnen hier im Hohen Haus, um Steuergeld von den Damen und Herren vor den Fernsehschirmen, um Steuergeld von über 8 Millionen Österreicherinnen und Österreichern. Dessen muss man sich einmal bewusst sein! (Abg. Mag. Kogler: Aus Steuergeldern werden Parteigelder!)
Abg. Amon: Aber jetzt wollen Sie den Prüfern hoffentlich nichts unterstellen!
auch einmal ganz deutlich sagen. Interessant ist ja auch, dass hier immer diese Firma Headquarter – wir haben es oft schon gehört – des Herrn Ulmer, ehemaliger Kabinettsmitarbeiter des Herrn Strasser, zum Zug gekommen ist. Wenn man sich vor Augen führt, was hier der Tagsatz des Herrn Ulmer oder dieser Firma Headquarter war – 2 400 € war der Tagsatz –, dann ist das schon verwerflich. Wenn man bedenkt, dass das das Einkommen eines Rechnungshofprüfers ist, und zwar das Monatseinkommen, dann weiß man schon, mit was für Zahlen hier herumgeworfen wird. (Abg. Amon: Aber jetzt wollen Sie den Prüfern hoffentlich nichts unterstellen!)
Beifall beim Team Stronach.
Und dann muss man noch weiter schauen: Dieser Herr Ulmer hat 2004 seinen Kabinettsjob an den Nagel gehängt und ist natürlich direkt in die Beratertätigkeit gegangen, und das als dienstfrei gestellter Beamter. Das, meine Damen und Herren, gibt schon ein sehr, sehr schiefes Licht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Jetzt möchte ich noch etwas weitergeben: Wir haben in Vorarlberg einen findigen Landespolizeikommandanten gehabt, den Siegbert Denz. Der hat eine Kopfprämie in Vorarlberg vorgeschlagen, sodass jeder Polizeibeamte, der einen anderen Polizeibeamten wirbt, ein paar Euro als Kopfprämie bekommt, wenn der dann bei der Polizei bleibt. Das wäre ein wesentlich günstigeres System gewesen. Ich glaube, da hätten Sie mit 4 400 €, die hier jeder dieser 500 Polizeischüler gekostet hätte, eine ganze Kompanie aufstellen können. Das wäre der richtige Weg gewesen. Da muss ich sagen, hier wird Geld verschleudert, und das gehört aufgezeigt. Das ist Steuergeld, das gehört den Österreicherinnen und Österreichern und nicht der ÖVP, meine Damen und Herren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
ordentliche Polizeiarbeit leisten zu können. Dort gehört angepackt! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren, da gehört angepackt! Da wäre das Geld richtig investiert. Bitte packen Sie es dort an, Frau Minister! Ändern Sie Ihren Kurs! Unsere Unterstützung haben Sie. Nehmen wir das gemeinsam in Angriff! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Öllinger: Praktisch!
Diese interne Revision – Kollege Öllinger hat es vorher schon angedeutet – war in der Sektion, in der die Beschaffungen vorgenommen worden sind, angesiedelt und nahm in sechs Jahren nur eine einzige Überprüfung vor. (Abg. Öllinger: Praktisch!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben eine Verpflichtung gegenüber den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern, denn diese haben genauso ein wichtiges Sicherheitsinteresse, dass der Staat erfolgreich organisiert wird. Es ist wichtig, dass die SteuerzahlerInnen nicht das Vertrauen verlieren, dass ihr Geld korrekt und effizient verwendet wird und dass es nicht ohne Dokumentation und Vergleichsangebote bei den Beschaffungsvorgängen eingesetzt wird. – Dazu sind wir verpflichtet. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das hat er sicher nicht gesagt! Das glaube ich nicht!
Der Herr Pilz meinte heute in seiner Rede, er als Abgeordneter oder als Funktionär der ÖVP fordere ... (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das hat er sicher nicht gesagt! Das glaube ich nicht!) Das klingt alles sehr märchenhaft, damit kann man jedoch keine ernsthaften sicherheitspolitischen Probleme lösen.
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Ich darf mich nun den Zahlen und Fakten zuwenden und anhand eines Beispiels, nämlich des Blaulichtfunks, den Ablauf eines komplexen Beschaffungsvorganges darstellen. (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Bereits zu Zeiten von Bundesminister Karl Schlögl wurde erkannt, dass die analoge Funktechnologie technologisch und technisch an ihre Grenzen stößt. Zum Beispiel war die Abhörsicherheit nicht optimal gegeben oder die Kommunikation mit anderen Blaulichtorganisationen nicht möglich. Eine optimale Versorgung in der Fläche war ebenso nicht gegeben.
Abg. Öllinger: Leider, leider! – Abg. Mag. Kogler: So ein Pech!
Sehr geehrte Damen und Herren, der erste Umsetzungsversuch mit Mastertalk war leider nicht erfolgreich. (Abg. Öllinger: Leider, leider! – Abg. Mag. Kogler: So ein Pech!)
Abg. Mag. Kogler: Eine Beratungsrede!
Kurz gefasst, Mastertalk bedeutet wenig „Master“ und viel „Talk“. Die Chance, eine europäische Lösung beispielhaft umzusetzen, wurde von Mastertalk und Siemens bedauerlicherweise vergeben. (Abg. Mag. Kogler: Eine Beratungsrede!) Warum die ursprüngliche Forderung von 180 Millionen € von Mastertalk auf 29 reduziert wurde, ist eine interessante Frage und wäre von Siemens zu klären. (Abg. Mayerhofer: Ja, genau!)
Abg. Mayerhofer: Ja, genau!
Kurz gefasst, Mastertalk bedeutet wenig „Master“ und viel „Talk“. Die Chance, eine europäische Lösung beispielhaft umzusetzen, wurde von Mastertalk und Siemens bedauerlicherweise vergeben. (Abg. Mag. Kogler: Eine Beratungsrede!) Warum die ursprüngliche Forderung von 180 Millionen € von Mastertalk auf 29 reduziert wurde, ist eine interessante Frage und wäre von Siemens zu klären. (Abg. Mayerhofer: Ja, genau!)
Abg. Öllinger: Ja, stimmt!
Sehr geehrte Damen und Herren, die österreichische Bevölkerung hat ein Recht, in Krisensituationen, wie bei Brandkatastrophen, Hochwassersituationen oder Lawinenkatastrophen, von allen Sicherheits- und Hilfsorganisationen optimal unterstützt zu werden. Dazu bedarf es einer optimalen Kommunikation (Abg. Öllinger: Ja, stimmt!), sprich eines digitalen Blaulichtfunks.
Abg. Öllinger: Schwarzlichtfunk!
Nach mehrjähriger harter Arbeit hat sich der Blaulichtfunk großteils zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. (Abg. Öllinger: Schwarzlichtfunk!) Die Situation, dass die Polizei über Funk nicht mit den Hilfsorganisationen kommunizieren kann, gehört der Vergangenheit an.
Abg. Mag. Kogler: Lauter Geschädigte!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, Blaulichtfunk wird umgesetzt und wurde in den Bundesländern Wien, Niederösterreich, Burgenland, Tirol, Steiermark und in den Städten Salzburg und Klagenfurt umgesetzt. Es bedienen sich dieser Technologie und dieser Methode erfreulicherweise die Polizei, die Rettungsorganisationen, die Feuerwehren, das Bundesheer, die ASFINAG, die Österreichischen Bundesbahnen, das Justizministerium, das BMVIT, und viele andere werden noch folgen. (Abg. Mag. Kogler: Lauter Geschädigte!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wir reden über den österreichischen Rechnungshofbericht, nicht über den bayrischen! Sie haben den falschen Bericht erwischt!
Der Oberste Bayerische Rechnungshof hat in München seinen Jahresbericht vorgestellt. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wir reden über den österreichischen Rechnungshofbericht, nicht über den bayrischen! Sie haben den falschen Bericht erwischt!) In diesem wird die Kostenexplosion beim Ausbau des Digitalfunks für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste kritisiert. Statt eines ursprünglich angenommenen Betrages von 650 Millionen € betragen die Kosten 1 Milliarde €. (Abg. Öllinger: Das darf ja nicht wahr sein!)
Abg. Öllinger: Das darf ja nicht wahr sein!
Der Oberste Bayerische Rechnungshof hat in München seinen Jahresbericht vorgestellt. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wir reden über den österreichischen Rechnungshofbericht, nicht über den bayrischen! Sie haben den falschen Bericht erwischt!) In diesem wird die Kostenexplosion beim Ausbau des Digitalfunks für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste kritisiert. Statt eines ursprünglich angenommenen Betrages von 650 Millionen € betragen die Kosten 1 Milliarde €. (Abg. Öllinger: Das darf ja nicht wahr sein!)
Abg. Öllinger: Na bitte, das ist ja peinlich!
Dennoch habe Bayern für den Netzausbau bereits 1,1 Milliarden ausgegeben, kritisiert der Rechnungshof. (Abg. Öllinger: Na bitte, das ist ja peinlich!) Und jetzt kommt es: Es ist auch immer noch nicht abschließend geklärt, ob und zu welchen Bedingungen die nicht-staatlichen Sicherheitseinrichtungen, zum Beispiel Feuerwehr und Rettungsdienste, beim Digitalfunk mitmachen, bemängelt der Rechnungshof. (Abg. Öllinger: Der bayrische Rechnungshof! Das ist ja absurd! Absurd!)
Abg. Öllinger: Der bayrische Rechnungshof! Das ist ja absurd! Absurd!
Dennoch habe Bayern für den Netzausbau bereits 1,1 Milliarden ausgegeben, kritisiert der Rechnungshof. (Abg. Öllinger: Na bitte, das ist ja peinlich!) Und jetzt kommt es: Es ist auch immer noch nicht abschließend geklärt, ob und zu welchen Bedingungen die nicht-staatlichen Sicherheitseinrichtungen, zum Beispiel Feuerwehr und Rettungsdienste, beim Digitalfunk mitmachen, bemängelt der Rechnungshof. (Abg. Öllinger: Der bayrische Rechnungshof! Das ist ja absurd! Absurd!)
Rufe der Abgeordneten Mag. Gaßner, Neubauer und Öllinger: Wir haben es ja noch nicht! Wir haben es ja nicht!
Das bedeutet, dass in diesem vorliegenden Bericht nicht bewertet wurde, was es den österreichischen Steuerzahler gekostet hätte, wenn man diese Technologie nicht eingeführt hätte. (Rufe der Abgeordneten Mag. Gaßner, Neubauer und Öllinger: Wir haben es ja noch nicht! Wir haben es ja nicht!) Ohne diese Technologie hätte der Altbestand 400 Millionen ausgemacht.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Viele andere Länder in Europa beneiden uns um diese Situation, weil wir einfach in diesem Zusammenhang Vorreiter sind. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Unglaublich!
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Also, ganz kurz zu meinem Vorredner: Herr Kollege, irgendwie weiß ich jetzt nicht, ist Ihre Rede zum Lachen oder zum Weinen? (Abg. Neubauer: Unglaublich!)
Abg. Neubauer: Unfassbar!
Rufen wir uns einmal in Erinnerung, wie das alles gelaufen ist: Im Juli 2002 hat ADONIS seinerzeit den Zuschlag bekommen. Ein Jahr später wurde dann neu ausgeschrieben. Allein diese Neuausschreibung hat 30 Millionen € gekostet. (Abg. Neubauer: Unfassbar!) Das ist einmal ein Verlust, 30 Millionen für nichts, abgeschrieben. (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Das bezeichnen Sie als Erfolg und zitieren dazu aus dem Bericht des bayrischen Rechnungshofes. Ich weiß nicht, Herr Kollege, hätten Sie den österreichischen Bericht gelesen, dann hätten Sie jetzt hier nicht so eine Themenverfehlung an den Tag gelegt. Aber das war jedenfalls falsch. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Ironische Heiterkeit des Abg. Mag. Kogler.)
Zwischenruf des Abg. Hornek.
Rufen wir uns einmal in Erinnerung, wie das alles gelaufen ist: Im Juli 2002 hat ADONIS seinerzeit den Zuschlag bekommen. Ein Jahr später wurde dann neu ausgeschrieben. Allein diese Neuausschreibung hat 30 Millionen € gekostet. (Abg. Neubauer: Unfassbar!) Das ist einmal ein Verlust, 30 Millionen für nichts, abgeschrieben. (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Das bezeichnen Sie als Erfolg und zitieren dazu aus dem Bericht des bayrischen Rechnungshofes. Ich weiß nicht, Herr Kollege, hätten Sie den österreichischen Bericht gelesen, dann hätten Sie jetzt hier nicht so eine Themenverfehlung an den Tag gelegt. Aber das war jedenfalls falsch. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Ironische Heiterkeit des Abg. Mag. Kogler.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Ironische Heiterkeit des Abg. Mag. Kogler.
Rufen wir uns einmal in Erinnerung, wie das alles gelaufen ist: Im Juli 2002 hat ADONIS seinerzeit den Zuschlag bekommen. Ein Jahr später wurde dann neu ausgeschrieben. Allein diese Neuausschreibung hat 30 Millionen € gekostet. (Abg. Neubauer: Unfassbar!) Das ist einmal ein Verlust, 30 Millionen für nichts, abgeschrieben. (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Das bezeichnen Sie als Erfolg und zitieren dazu aus dem Bericht des bayrischen Rechnungshofes. Ich weiß nicht, Herr Kollege, hätten Sie den österreichischen Bericht gelesen, dann hätten Sie jetzt hier nicht so eine Themenverfehlung an den Tag gelegt. Aber das war jedenfalls falsch. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Ironische Heiterkeit des Abg. Mag. Kogler.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Eine Gaunerei!
Also reden Sie nicht so, dass das eine Erfolgsgeschichte war! Ganz genau das Gegenteil ist der Fall. Das war der erste Korruptionsfall. Damals sind die Mauern im Innenministerium aufgezogen worden. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Eine Gaunerei!)
Abg. Amon: … Verurteilungen!
Ich könnte das jetzt noch fortsetzen: Wolfgang Gattringer mit seiner REPUCO, all diese Geschichten. Die Zeit erlaubt es mir nicht. (Abg. Amon: … Verurteilungen!)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesminister! Sie haben heute weder diesem Haus noch der Republik einen guten Dienst erwiesen, indem Sie dieses System Strasser verteidigt haben, indem Sie es nicht gestattet haben, hier auch nur einen Blick hinter diese Mauern zu werfen. Und ich werfe Ihnen vor, dass Sie nicht bereit sind, mit dem System zu brechen, sondern es ganz im Gegenteil auch noch fortsetzen, zulasten der Steuerzahler. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kopf: Hast du was bei den Ohren?! – Zwischenruf des Abg. Amon.
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Hohes Haus! Im Gegensatz zu Ihnen, Frau Bundesministerin Mikl-Leiter, hat ja der Herr Klubobmann Kopf in seiner Rede etwas gesagt. Zu dieser herzerfrischenden Offenheit, die ja förmlich entlarvend war, möchte ich ihm schon gratulieren. Das heißt, wenn man der ÖVP vorwirft, dass sie Postenschacherei, Nepotismus betreibt, parteinahen Mitarbeitern öffentliche Aufträge zuschanzt, dann reagiert die Österreichische Volkspartei nach dem Motto: Die SPÖ tut es auch! (Abg. Kopf: Hast du was bei den Ohren?! – Zwischenruf des Abg. Amon.)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Was wir in Österreich haben, und das auch dokumentiert, ist ja das System, dass sich alle Ressorts um Zigmillionen Euro Berater halten, Berater für die einfachsten Tätigkeiten, die jedes Ministerium selbst erfüllen könnte. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Kollege Kickl sagt richtigerweise, umzingelt von den Beratern, sehr geehrte Damen und Herren. Es ist ja beschämend und peinlich, dass offenbar eine Innenministerin in diesem Hohen Haus zum sinnerfassenden Lesen einer parlamentarischen Anfrage selbst einen Berater braucht, um diesem Parlament ordnungsgemäß auch die Auskunft zu geben. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Was wir in Österreich haben, und das auch dokumentiert, ist ja das System, dass sich alle Ressorts um Zigmillionen Euro Berater halten, Berater für die einfachsten Tätigkeiten, die jedes Ministerium selbst erfüllen könnte. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Kollege Kickl sagt richtigerweise, umzingelt von den Beratern, sehr geehrte Damen und Herren. Es ist ja beschämend und peinlich, dass offenbar eine Innenministerin in diesem Hohen Haus zum sinnerfassenden Lesen einer parlamentarischen Anfrage selbst einen Berater braucht, um diesem Parlament ordnungsgemäß auch die Auskunft zu geben. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
He-Rufe bei SPÖ und ÖVP
Aber ich habe heute eine Auswahl an parlamentarischen Anfragebeantwortungen mitgebracht, aus denen hervorgeht, für welche Zwecke denn die Beratungen eingeholt wurden: die Gestaltung und Präsentation von Fahnen für alle Landespolizeikommanden: 5 760 €. Also dafür, dass man in jedes Landespolizeikommando, neun an der Zahl, eine rot-weiß-rote Fahne hineinstellt, bekommt die Agentur Headquarter, nämlich diese ÖVP-nahe Agentur Headquarter, 5 760 €. Das hätten Ihre Wastln (He-Rufe bei SPÖ und ÖVP) in Ihrem Ministerium auch zustande gebracht, sehr geehrte Frau Innenministerin. Dazu brauchen wir keine ÖVP-nahe Einheit. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Aber ich habe heute eine Auswahl an parlamentarischen Anfragebeantwortungen mitgebracht, aus denen hervorgeht, für welche Zwecke denn die Beratungen eingeholt wurden: die Gestaltung und Präsentation von Fahnen für alle Landespolizeikommanden: 5 760 €. Also dafür, dass man in jedes Landespolizeikommando, neun an der Zahl, eine rot-weiß-rote Fahne hineinstellt, bekommt die Agentur Headquarter, nämlich diese ÖVP-nahe Agentur Headquarter, 5 760 €. Das hätten Ihre Wastln (He-Rufe bei SPÖ und ÖVP) in Ihrem Ministerium auch zustande gebracht, sehr geehrte Frau Innenministerin. Dazu brauchen wir keine ÖVP-nahe Einheit. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Für die Gestaltung von Autogrammkarten des Herrn Bundesministers Günther Platter: 216 €, für das Antlitz des Herrn Bundesministers, der ja in der Zeit der Hoffnungslosigkeit seiner eigenen politischen Ideen ohnedies nie in die Verlegenheit gekommen ist, dass ihn jemand um ein Autogramm bittet, sehr geehrte Damen und Herren. Aber dafür wurde der österreichische Steuerzahler zur Kasse gebeten. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ – Zwischenruf des Abg. Kickl
Oder der Herr Thomas Hofer kassiert für die Leitung und Vorbereitung eines Kamingesprächs 500 €, oder der Herr Peter Filzmaier – alle diese üblichen Verdächtigen, die dann vor den Wahlen die Umfragen fälschen und parteipolitische Kommentare über den Zustand von Parteien abgeben (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ – Zwischenruf des Abg. Kickl), finden sich auf der Judas-Lohn- und Gehaltsliste der österreichischen Sozialdemokratie, aber auch der Österreichischen Volkspartei.
Abg. Rädler: Meischberger!
Also diejenige, die jahrelang im Dienste der Österreichischen Volkspartei und unter dem System Schüssel im Dienste des Bundeskanzlers gestanden ist, wird dann in ihrer privatwirtschaftlichen Tätigkeit selbstverständlich stilecht versorgt von der Österreichischen Volkspartei, vom Bundesministerium für Justiz. Nur zu dem Thema, wie Sie im Innenministerium, aber auch im Justizministerium, in diesen Sicherheitsapparaten Ihre eigenen Parteigänger mit Steuergeld versorgen. (Abg. Rädler: Meischberger!)
Heiterkeit bei der FPÖ – Zwischenruf des Abg. Kickl – Ruf bei der ÖVP: Na hallo!
Im Bundesministerium für Unterricht und Kultur der Frau Bundesminister Schmied bekommt ein gewisser Herr Mag. Peter Menasse für die allgemeine kulturpolitische Beratungsleistung für das Ressort 41 778 €. Jetzt erklären Sie mir, was der Herr Menasse dazu beigetragen hat, außer dass er ein linker Tugendterrorist ist (Heiterkeit bei der FPÖ – Zwischenruf des Abg. Kickl – Ruf bei der ÖVP: Na hallo!), der seine gesamten Ergüsse über die bürgerlich-rechte Reichshälfte in diesem Land ständig erlässt. Dafür bekommt er Steuergeld, dass er Parteipolitik im Ressort der Frau Unterrichtsminister Schmied macht, damit er ihr ihre Reden schreibt.
Zwischenruf des Abg. Haberzettl.
Oder: Im Ressort des Herrn Stöger finden wir prominente Namen, wie die sogenannte franz renner media – ehemaliger ORF-Redakteur. Viel spannender ist aber, dass er zuerst beim Österreichischen Gewerkschaftsbund in der Öffentlichkeitsarbeit gearbeitet hat und dann Redakteur der glücklosen sozialdemokratischen Parteizeitung „Neue Zeit“ war. (Zwischenruf des Abg. Haberzettl.)
Beifall beim BZÖ – Zwischenruf bei der ÖVP
Der findet sich wieder in der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage an Herrn Stöger, wo die Sozialdemokratie fleißig mit Steuergeld ihre Parteigänger versorgt hätte. Ich könnte jetzt die gesamte Redezeit meiner Fraktion – das will ich aber nicht, zugunsten meines Nachredners, des Kollegen Widmann – dafür verbrauchen, um über alle parlamentarischen Anfragen über diese kriminelle Unsitte (Beifall beim BZÖ – Zwischenruf bei der ÖVP) Ihrer Ressorts zu referieren, wie Sie Steuergeld in die Hand nehmen, Ihre Parteigänger versorgen und die Ressorts unserer Republik als Waschmaschinen Ihrer billigen Parteispenden missbrauchen! (Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rädler.
Der findet sich wieder in der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage an Herrn Stöger, wo die Sozialdemokratie fleißig mit Steuergeld ihre Parteigänger versorgt hätte. Ich könnte jetzt die gesamte Redezeit meiner Fraktion – das will ich aber nicht, zugunsten meines Nachredners, des Kollegen Widmann – dafür verbrauchen, um über alle parlamentarischen Anfragen über diese kriminelle Unsitte (Beifall beim BZÖ – Zwischenruf bei der ÖVP) Ihrer Ressorts zu referieren, wie Sie Steuergeld in die Hand nehmen, Ihre Parteigänger versorgen und die Ressorts unserer Republik als Waschmaschinen Ihrer billigen Parteispenden missbrauchen! (Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Widmann.
Abgeordneter Rudolf Plessl (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Wir haben uns heute hier zu dieser Sondersitzung versammelt, um die Vergabepraxis im Bundesministerium für Inneres, im Speziellen den Digitalfunk, zu diskutieren. Es ist, glaube ich, sehr wichtig, dass wir heute zusammenkommen, um einige Punkte anzudiskutieren. Herr Kollege Grosz, ich glaube, Sie haben selber genug in Ihrer Partei zu tun, bevor Sie jetzt anderen gegenüber etwas vorbringen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Widmann.)
Beifall des Abg. Mayerhofer
Und das, obwohl es damals noch gar nicht möglich war, so zu vergeben. Das verstehe ich nicht! Es gibt gewisse Vorschriften, und als Bürgermeister weiß man auch, dass man diese Vorschriften beachten muss (Beifall des Abg. Mayerhofer); und gerade jene Beamten, die diese Ausschreibung getätigt haben, sollten daher auch zur Verantwortung gezogen werden.
Zwischenrufe der Abgeordneten Amon, Mag. Gaßner und Rädler.
Beim nächsten Punkt geht es vor allem um den Blaulichtfunk. Ich bin ja selber Beamter im Innenministerium, derzeit freigestellt für meine politische Tätigkeit. Nur was in den Jahren 2000 bis, sagen wir mal, 2006 gemacht worden ist, ist schon einzigartig. (Zwischenrufe der Abgeordneten Amon, Mag. Gaßner und Rädler.)
Abg. Rädler: 29!
Das heißt, hier wurden 30 Millionen € in den Sand gesetzt, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Abg. Rädler: 29!) – Wenn man das Geld für die Beratertätigkeit dazu addiert, sind es 32 Millionen €. Wenn man die Summe konkretisieren möchte, ist sie sogar noch höher.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die Gesamtsumme, die zu bezahlen ist, lautet ja 1,15 Milliarden €. Ich denke mit Furcht daran, dass bis 2018 noch sehr viel Geld zusätzlich vom Innenministerium notwendig sein wird, damit man dieses kostspielige Projekt endlich umsetzen kann. Und das ist verwerflich! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ergänzend muss ich noch etwas als Polizist sagen. Es ist sehr bedauerlich, wenn in einem Bereich so viele Dinge eingespart werden, nämlich im Polizeibereich – die Kriminalpolizei in Wien wird verkleinert und die Ausrüstung wird immer defekter, Computer in den Polizeiwachzimmern müssten erneuert werden –, und auf der anderen Seite dieses Geld notwendig ist, um unbedingt ein digitales Funknetz umzusetzen, obwohl die Kostenschätzung um 340 Millionen € niedriger gelegen wäre! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Rädler: Das glaub ich auch!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine Herren Staatssekretäre! Herr Kollege Plessl! An sich war das schon ein gemeinsames Projekt, und es ist unstrittig, dass die österreichische Exekutive den Digitalfunk braucht, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Rädler: Das glaub ich auch!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Öllinger und Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Dass bei der Umsetzung eines derartigen Megaprojektes am Beginn auch Fehler passiert sind, hat ja niemand bestritten, Herr Kollege Plessl. (Zwischenrufe der Abgeordneten Öllinger und Dr. Belakowitsch-Jenewein.) Was aber der Rechnungshof in seinen Berechnungen völlig außer Acht lässt, ist jede Form von Opportunitätskosten. Der Rechnungshof hat ja keinen Vergleich, wie es denn gewesen wäre, hätte man nicht auf den Digitalfunk umgestellt. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Genau!) Und da ist der Rechnungshof natürlich zu kritisieren.
Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Genau!
Dass bei der Umsetzung eines derartigen Megaprojektes am Beginn auch Fehler passiert sind, hat ja niemand bestritten, Herr Kollege Plessl. (Zwischenrufe der Abgeordneten Öllinger und Dr. Belakowitsch-Jenewein.) Was aber der Rechnungshof in seinen Berechnungen völlig außer Acht lässt, ist jede Form von Opportunitätskosten. Der Rechnungshof hat ja keinen Vergleich, wie es denn gewesen wäre, hätte man nicht auf den Digitalfunk umgestellt. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Genau!) Und da ist der Rechnungshof natürlich zu kritisieren.
Zwischenrufe bei der FPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.
Meine Damen und Herren, im Übrigen merken Sie alle, es ist Wahlkampf. Es scheint hier offenbar jeder gegen jeden anzutreten, und dabei bleibt eigentlich die Sachlichkeit und die Politik auf der Strecke. (Zwischenrufe bei der FPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.) Denn wenn man sich die heutige parlamentarische Anfrage ansieht, meine Damen und Herren, dann wird hier ein unglaublich falscher Eindruck erweckt.
Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein. – Abg. Mag. Kogler: Schon der Vierte, der nicht lesen kann!
Da wird eine Liste von jeder Menge Vergabefällen beigelegt (der Redner hält ein Schriftstück in die Höhe), und dann wird so getan, als hätte der Rechnungshof ebendiese Liste kritisiert. Da sind natürlich Agenturen dabei, in denen sich Persönlichkeiten finden, denen man durchaus ein Naheverhältnis zur ÖVP unterstellen kann, das stimmt. (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein. – Abg. Mag. Kogler: Schon der Vierte, der nicht lesen kann!)
Abg. Mag. Widmann: Seite 19!
Nur was der Fall ist, meine Damen und Herren: Wenn Sie den Rechnungshofbericht sehr genau durchlesen, dann werden Sie feststellen, dass der Rechnungshof nicht diese Vergaben kritisiert. Der Rechnungshof, meine Damen und Herren, schreibt nämlich – ich zitiere die Seite 10 von 66 –: „Die Inhalte der ausgewählten Beschaffungen waren nicht Gegenstand der Überprüfung.“ (Abg. Mag. Widmann: Seite 19!)
Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Es sind 59 Fälle von 95 000, meine Damen und Herren! (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.)
Beifall bei der ÖVP.
Und dann schreibt der RH, in 39 Prozent der Fälle gab es keine Einholung von Vergleichsangeboten. Wenn wir das hochrechnen, dann, muss ich sagen, bewegen wir uns bei der Kritik im Promille-Bereich, meine Damen und Herren. So seriös ist die Auseinandersetzung! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Und dann zum Gutachten – es ist wirklich bemerkenswert, dass gerade die Grünen das kritisieren. Bitte, bei jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit kommen Sie mit einem Rechtsgutachten von Dr. Heinz Mayer daher. Bei jeder Gelegenheit kommen Sie damit daher und glauben, damit argumentieren zu können. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Wenn aber eine Ressortministerin diese Möglichkeit ergreift und einen anerkannten Universitätslehrer bittet, ein Gutachten zu verfassen, dann betreiben Sie, meine Damen und Herren, Zensur, weil er anderer Meinung ist als Sie. So agieren die Grünen politisch. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Und dann zum Gutachten – es ist wirklich bemerkenswert, dass gerade die Grünen das kritisieren. Bitte, bei jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit kommen Sie mit einem Rechtsgutachten von Dr. Heinz Mayer daher. Bei jeder Gelegenheit kommen Sie damit daher und glauben, damit argumentieren zu können. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Wenn aber eine Ressortministerin diese Möglichkeit ergreift und einen anerkannten Universitätslehrer bittet, ein Gutachten zu verfassen, dann betreiben Sie, meine Damen und Herren, Zensur, weil er anderer Meinung ist als Sie. So agieren die Grünen politisch. (Beifall bei der ÖVP.)
Oh-Rufe bei der ÖVP.
„Allerdings gibt es bei den Grünen ähnliche Verquickungen: Die Agentur Super-Fi“ – das hat mit dem Bauernbund nichts zu tun – „war unter anderem für die grünen Kampagnen von den Nationalratswahlen 2006 und 2008 verantwortlich. Und jetzt steht Super-Fi auf der Payroll der Stadt Wien.“ (Oh-Rufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Eine logische Schlussfolgerung wäre jetzt, meine Damen und Herren, dass wir den Grünen womöglich illegale Parteienfinanzierung unterstellen, was ich nicht tue, weil ich seriös bleiben will. Aber Sie machen das, meine Damen und Herren, und das ist unanständig. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Ja, bitte!
Meine Damen und Herren! Wir würden ganz gerne über wichtigere Themen reden (Abg. Öllinger: Ja, bitte!), über Arbeitsplätze, über Wirtschaftswachstum, über Innovation, über das Wohnen etwa. Da hätten Sie von den Grünen in Ihren Reihen Ordnung zu machen. Oder ist es falsch, dass Herr Kollege Pilz in einer Sozialwohnung lebt? (Oh-Rufe bei der ÖVP.) Ist das wahr? Ist das Ihr Anspruch an die soziale Gerechtigkeit? Da würde ich übrigens auch die Sozialdemokraten einladen, auf diesem
Oh-Rufe bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wir würden ganz gerne über wichtigere Themen reden (Abg. Öllinger: Ja, bitte!), über Arbeitsplätze, über Wirtschaftswachstum, über Innovation, über das Wohnen etwa. Da hätten Sie von den Grünen in Ihren Reihen Ordnung zu machen. Oder ist es falsch, dass Herr Kollege Pilz in einer Sozialwohnung lebt? (Oh-Rufe bei der ÖVP.) Ist das wahr? Ist das Ihr Anspruch an die soziale Gerechtigkeit? Da würde ich übrigens auch die Sozialdemokraten einladen, auf diesem
Beifall bei der ÖVP.
Weg mitzugehen, endlich einmal zu sagen: Sozial wohnen sollen jene, die es auch sozial notwendig haben, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben nichts gegen eine Durchmischung, aber diejenigen, die ein höheres Einkommen beziehen, sollen auch mehr bezahlen. Das wäre soziale Gerechtigkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Werner Herbert (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Meine Herren Staatssekretäre! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Amon, die Exekutive braucht den Blaulichtfunk, da stimme ich schon mit Ihnen überein. Was sie allerdings nicht braucht – und das ist ja Gegenstand der heutigen Sondersitzung –, ist diese auffällige und höchst bedenkliche Verquickung zwischen Geldflüssen und ÖVP-nahen Vereinen auf der einen Seite und ehemaligen Kabinettsmitgliedern auf der anderen Seite, die dann in genau diesen ÖVP-nahen Institutionen das große Geld abkassieren. Das brauchen wir nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Viel besser hätte man dieses Geld tatsächlich an der Basis verwenden können – und da schließe ich mich dem Kollegen Vilimsky an –, wo die Exekutivbeamten, die für die Sicherheit der Österreicher und Österreicherinnen sorgen, ihren Alltagsjob durchführen und oft einen unbedankten, harten Job machen müssen, wo es an Ausrüstungsgegenständen fehlt und wo es von maroden Dienststellen nur so wimmelt. Ich denke, auch ein Ansatz, der heute schon vom Kollegen Vilimsky aufgegriffen wurde, wäre, Anreize zu schaffen und somit den Bediensteten der Exekutive auch Wertschätzung entgegenzubringen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich darf Sie ersuchen, diesen Antrag mitzutragen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP
Bundesministerin für Inneres Mag. Johanna Mikl-Leitner: Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren des Hohen Hauses! Ich habe gerne die Fragen im Rahmen dieser Sondersitzung beantwortet. Ich sage aber auch, dass ich mir das Recht genommen habe, gleichlautende Fragen und inhaltlich gleiche Fragen zusammenzufassen, und das aus logischen Gründen, denn wenn man 63 Fragen innerhalb von 20 Minuten zu beantworten hat, dann ist es logisch, dass man inhaltlich gleiche Fragen zusammenfasst (Beifall bei der ÖVP), Fragen wie etwa, ob eine Überprüfung der Qualifikation beziehungsweise eine Überprüfung der Gewerbeberechtigung der Anbieter beziehungsweise der Auftragnehmer stattgefunden hat.
Abg. Öllinger: Und zwar?
Ich sage voller Respekt Ihnen gegenüber und in voller Wertschätzung, ich habe diese Frage beantwortet. Ich bitte Sie aber auch, sich das Protokoll ausheben zu lassen und nachzulesen, was meine Antwort war. (Abg. Öllinger: Und zwar?) Meine Antwort war, dass nur Unternehmen mit der Leistungserbringung beauftragt wurden, die dazu auch befugt waren, und dass das alles selbstverständlich überprüft worden ist. Ich bitte Sie
Beifall bei der ÖVP.
höflichst, dieses Protokoll ausheben zu lassen. Auf alle Fälle wurden alle Antworten von mir gegeben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Nehmen Sie mich beim Wort! Mir geht es um Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Und da sage ich auch meiner Beamtenschaft ein herzliches Danke, denn es ist nicht ohne, wenn man jährlich 95 000 Beschaffungsaufträge zu bearbeiten hat. Und da lasse ich nicht unterstellen, dass die Expertinnen und Experten meines Hauses fahrlässig gehandelt hätten. (Beifall bei der ÖVP.) Ich danke meinen Expertinnen und Experten für die wirklich hervorragende Arbeit und für die wirklich große Kompetenz, und ich kann hier auch versprechen, dass wir selbstverständlich auch die Empfehlungen des Rechnungshofes, die wir noch nicht erfüllt haben, weiter prüfen und schauen werden, dass wir auch diese weiter umsetzen können. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Nehmen Sie mich beim Wort! Mir geht es um Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Und da sage ich auch meiner Beamtenschaft ein herzliches Danke, denn es ist nicht ohne, wenn man jährlich 95 000 Beschaffungsaufträge zu bearbeiten hat. Und da lasse ich nicht unterstellen, dass die Expertinnen und Experten meines Hauses fahrlässig gehandelt hätten. (Beifall bei der ÖVP.) Ich danke meinen Expertinnen und Experten für die wirklich hervorragende Arbeit und für die wirklich große Kompetenz, und ich kann hier auch versprechen, dass wir selbstverständlich auch die Empfehlungen des Rechnungshofes, die wir noch nicht erfüllt haben, weiter prüfen und schauen werden, dass wir auch diese weiter umsetzen können. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ
Abgeordneter Mag. Rainer Widmann (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Minister, wenn Ihre Beamten so qualifiziert sind und so gute Arbeit leisten, dann frage ich mich, warum Sie oder auch Ihre Vorgängerin Aufträge in Millionenhöhe oder in Höhe von Hunderttausenden Euros freihändig an ÖVP-nahe Beraterfirmen vergeben. Das frage ich mich, denn das ist in meinen Augen ein klares Misstrauen gegenüber diesen Beamten (Beifall beim BZÖ), weil Sie ganz genau wissen, dass wir genügend gute Juristen, genügend Vergaberechtsexperten und auch genügend Marketing- und PR-Experten in der Beamtenschaft sitzen haben. Also entweder haben wir zu viele Beamte oder zu viele ÖVP-nahe Berater, die man mit entsprechend fetten Aufträgen bedienen muss. Frau Minister, das ist das Thema.
Beifall beim BZÖ.
Österreicher aufzupassen, oder ob es nicht besser wäre, würde sie als Finanzministerin zurücktreten. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Bürger haben es satt, wenn die SPÖ hier über die ÖVP schimpft und die ÖVP über die SPÖ schimpft, und fragen: Na was ist denn hier los? Man könnte sagen, das, was hier stattfindet, ist in Wahrheit ein Saustall demokratiepolitisch gesehen, aber ich will es gar nicht sagen, weil es ein Unwort ist. Das könnte man sagen, aber ich sage es nicht, sonst bekomme ich einen Ordnungsruf. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Frau Minister! Ihre Vorgängerin Fekter hat ein Coaching um 113 000 € bekommen, um in der Öffentlichkeit den Fall Arigona abzuhandeln, wo Landeshauptleute weinerlich vor der Kamera gestanden sind, wo sie ein Theater aufgeführt haben. Ich sage Ihnen ganz ehrlich eines: Wenn jemand das Asylrecht in Österreich missbraucht, dann gibt es einen Abflug, fertig! – So macht man das. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
getrennten Räume gibt. Das ist der Zustand bei der Exekutive, aber nicht nur in Wels, auch in Linz, auch in Haid. Und da müssen Sie einmal aufräumen, Frau Innenministerin, dann haben Sie auch unser Vertrauen wieder. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Amon: Er wollte einmal mit euch zusammenarbeiten!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Frau Bundesministerin, das Erste möchte ich vor allem an die Kollegen in den Reihen der Abgeordneten richten und weniger an Sie, denn Sie haben zumindest einen zweiten Anlauf versucht und es entweder wirklich geschafft oder zumindest vorgetäuscht, dass Sie den Sinn der Fragen doch noch erfasst haben. Aber die ÖVP-Redner hier an diesem Rednerpult haben eines mit Sicherheit nicht, nämlich die ganze Sache verstanden. Entweder konnten sie nicht oder wollten sie nicht. Aber ich verstehe jetzt den Grazer Bürgermeister möglicherweise doch noch, der gerade vor Kurzem – dieser hat auch immer so seltsame Ideen, aber möglicherweise sind diese doch verständlich – einen Eignungstest für Politikerinnen und Politiker gefordert hat. (Abg. Amon: Er wollte einmal mit euch zusammenarbeiten!)
Beifall bei den Grünen.
Angesichts dessen, was Sie hier vollführen, kann ich mir schön langsam vorstellen, dass das noch seine Berechtigung bekommt, denn bei Ihnen weiß man ja nicht, ob Sie nicht lesen oder nicht rechnen können. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen
Das können Sie mit sich selbst noch ausmachen, aber das geht mit Sicherheit so nicht, wie Sie hier schon, und zwar als Abgeordnete, selbst das Parlament missbrauchen und hier Regierungsvorgängen die Mauer machen, wo wir als Parlament zur Kontrolle aufgerufen sind (Beifall bei den Grünen), und nicht nur wir, sondern auch der Rechnungshof, der in unserem Auftrag arbeitet, wobei die Ministerin selbst sagt, sie hat den Rechnungshof beauftragt, er möge noch nachschauen, um ihn dann letztendlich doch mit einem Gegengutachten einzuholen, weil das Ergebnis nicht passt. Das ist aber eine andere Sache, darauf werden wir noch gesondert eingehen, und das werde ich als Vorsitzender des Rechnungshofausschusses wohl auch müssen.
Beifall bei Grünen und FPÖ.
Und da wollen Sie von Transparenz reden? – Das geht sich überhaupt nicht mehr aus! Sie sind ja nicht einmal willens oder in der Lage, die Volksvertreterinnen und Volksvertreter hier sozusagen mit transparenten Antworten zu versorgen, geschweige denn die Bevölkerung. Also graben Sie Ihre ganzen Transparenzinitiativen wieder ein, auch dieses Beratergeld ist falsch investiert. (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Neubauer.
Ich habe mir das angeschaut. Sie haben uns das ja zur Verfügung gestellt. Am 12. März zeichnet er das, einen Tag danach. Ja, wie hat er denn das alles gemacht? Sie haben das schon in der Schublade gehabt, haben gewartet, bis dieses endgültige Ergebnis vorliegt, um dann damit herauszurücken. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Neubauer.)
Beifall bei den Grünen.
Ich sage Ihnen, genau solche Vorgänge sollten dazu führen, dass im Speziellen die ÖVP – Sie sind nun einmal adressierbar, wenn man an die Tradition des Innenministeriums denkt – das zurückzahlen sollte. Zahlen Sie das zurück! Zahlen Sie das zurück! Das ist Missbrauch von Steuergeld in vielfacher Manier. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Noch ein Letztes: Der Headquarter-Fall war ja nicht der einzige. Es gibt da ein ganzes Konstrukt, das von Ihren Vorgängern aufgebaut wurde. Herr Strasser hat das ganze System offensichtlich gegründet – das ist ja gesagt worden –, aber es ist ja immer weiter gegangen! Es hat ja auch Beraterverträge an die Staatsdruckerei gegeben. Na, wunderbar! Wer sitzt denn in der Geschäftsführung der Staatsdruckerei? – Der Herr Zach aus dem Kabinett des Ministeriums. Wer ist denn im Aufsichtsrat gesessen? – Der Herr Ulmer aus dem Kabinett des Ministeriums. Und wer saß dort im Beirat? – Ihr Vorgänger Strasser. Die kriegen Zigtausende Euro hinübergeschoben, um bei irgendetwas, was ohnehin stattgefunden hätte, zu beraten. Erklären Sie das einmal! Melden Sie sich ein drittes Mal oder zahlen Sie alles zurück oder treten Sie zurück! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten des BZÖ.
Ich betone auch heute noch, dass wir dazu stehen und dass es bei Strasser nicht nur um Strasser selbst, sondern um ein System geht, das es immer zu bekämpfen galt und das es nie wieder geben soll. – Das zum einen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten des BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wenn man aber Fragen gestellt bekommt, hat man sie zu beantworten, das ist ganz logisch. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.) Ob das jetzt 10, 20 oder 30 Fragen sind, ist eine Sache für sich. Wir sollten uns aber überlegen, ob wir da nicht eine Regelung finden, dann brauchen wir nicht jedes Mal darüber zu diskutieren. Denn diese Debatte über die Qualifizierung von Fragen und Antworten haben wir da herinnen jedes Mal – jedes Mal! –, und das ist oft auch sehr subjektiv gefärbt, muss ich sagen. (Zwischenruf des Abg. Amon.)
Zwischenruf des Abg. Amon.
Wenn man aber Fragen gestellt bekommt, hat man sie zu beantworten, das ist ganz logisch. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.) Ob das jetzt 10, 20 oder 30 Fragen sind, ist eine Sache für sich. Wir sollten uns aber überlegen, ob wir da nicht eine Regelung finden, dann brauchen wir nicht jedes Mal darüber zu diskutieren. Denn diese Debatte über die Qualifizierung von Fragen und Antworten haben wir da herinnen jedes Mal – jedes Mal! –, und das ist oft auch sehr subjektiv gefärbt, muss ich sagen. (Zwischenruf des Abg. Amon.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinn, glaube ich, sollte das heute auch ein Schub in diese Richtung sein, damit wir diese Änderungen auch wirklich umsetzen. (Beifall bei der SPÖ.)