Eckdaten:
Für die 48. Sitzung der 25. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 326 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht vom Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber
Petition betreffend „Petition der Marktgemeinde Lanzenkirchen zum Freihandelsabkommen TTIP“ (Ordnungsnummer 29) (überreicht vom Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber)
überreicht vom Abgeordneten Mag. Dr. Matthias Strolz
Petition betreffend „Gläserne Parteien statt gläserner Bürger“ (Ordnungsnummer 30) (überreicht vom Abgeordneten Mag. Dr. Matthias Strolz)
Beifall bei der FPÖ
Dazu kommt, dass auch die importierte Kriminalität leider Gottes unaufhaltsam steigt. Die Bürger erleben jeden Tag, wie Ostbanden ungeniert über die Grenze nach Österreich reisen können, weil es keine Grenzkontrollen gibt, obwohl wir vonseiten der Freiheitlichen Partei seit Jahren einfordern, endlich wieder Grenzkontrollen sicherzustellen (Beifall bei der FPÖ), Schengen immer wieder zeitlich außer Kraft zu setzen. Einige Landeshauptleute haben in der Zwischenzeit unsere freiheitliche Position übernommen und eingefordert, aber leider Gottes findet keine Umsetzung statt. Somit gehen natürlich organisierte kriminelle Banden aus Osteuropa ihrem kriminellen Nacht- und Tagwerk nach – relativ ungehindert – und können dann mit ihrem Diebesgut Österreich auch wieder ungehindert verlassen.
Beifall bei der FPÖ.
Im Jahr 2013 war von 90 701 ermittelten fremden tatverdächtigen Personen fast die Hälfte der Täter aus östlichen Nachbarstaaten. Wer das nachlesen möchte, kann das auch in der Begründung unserer Dringlichen Anfrage tun, in der wir uns ausschließlich auf Fakten beziehen. Das ist Wirklichkeit. Es wird vonseiten der linken Reichshälfte immer wieder argumentiert, wir würden hetzen. – Das Gegenteil ist der Fall! Wir zeigen Realität und Fakten auf und fordern, rechtzeitig und richtig darauf zu reagieren. (Beifall bei der FPÖ.) Ich sage, die Leugner und Realitätsverweigerer sind eigentlich die wahren Hetzer beziehungsweise auch diejenigen, die verantwortlich für diese negative Fehlentwicklung sind.
Beifall bei der FPÖ
Das sind nur einige Passagen, stellvertretend für viele andere Übersetzungen, sinngemäße Übersetzungen aus dem Koran, die in Lehrinhalten vorkommen. Wenn Kleinkinder in Österreich damit konfrontiert werden, also vom Kleinkindalter an radikalisiert werden, dann dürfen wir uns nicht wundern, dass das in Österreich abseits einer freiheitlichen, westlich-demokratischen Verfassung und unserer österreichischen Lehrinhalte stattfinden kann (Beifall bei der FPÖ), dass Junge und Jugendliche radikalisiert werden und dass diese Jungen und Jugendlichen, die von klein auf mit solchen Lehrinhalten und natürlich mit radikalen Predigern konfrontiert sind, sich dann auch für terroristische Aktionen wie aktuell im Nahen Osten, im Irak, in Syrien für den Islamischen Staat rekrutieren lassen.
Beifall bei der FPÖ.
wir eine ganz offensive Gegenbewegung starten, um solchen Missbrauch, um solche Lehrinhalte und solche Entwicklungen in Österreich zu verhindern. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist wirklich ein Skandal, wenn solche verfassungsfeindlichen radikalen Islamisten auf offener Straße ihre Thesen ungehindert verbreiten können. Ich sage, solche Aktivitäten von radikalen verfassungsfeindlichen Islamisten gehören auch bei uns in Österreich verboten. Man muss den Mut haben, dazu deutlich Stellung zu nehmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Mittlerweile haben wir es so weit gebracht, dass unsere Terrorfahnder sogar an den Schulen vor dem Dschihad warnen müssen, wie heute in der „Kronen Zeitung“ berichtet wird. Sie treten in den Schulen auf, das ist gut – aber leider Gottes schon etwas zu spät! Früh anzusetzen ist notwendig. Wenn man die Lehrinhalte nicht abstellt, dann darf man sich nicht wundern, wenn das diese Entwicklung nimmt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
So etwas darf in Österreich nicht länger geduldet werden, dass man solche Entwicklungen auch noch unterstützt und es keine Konsequenzen gibt (Beifall bei der FPÖ), dass Hassprediger, die zu Mord und Tötung von Andersgläubigen, die zum „Heiligen Krieg“, zum Dschihad aufrufen, quasi mit einer falsch verstandenen Toleranz in Österreich konfrontiert sind und bei ihren Tätigkeiten teilweise offenbar auch noch unterstützt werden. Das ist ein falscher Weg! Die Radikalisierung im Internet, in Gebetshäusern und auch in den Hinterhöfen wird dadurch natürlich auch vorangetrieben, weil man sieht, dass es keine Konsequenz in Österreich gibt, dass man da solche Dinge quasi augenzwinkernd gewähren lässt und legitimiert, anstatt eine Aktion scharf gegen solche Entwicklungen zu machen.
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Hagen.
Das zeigt, dass es natürlich leider Gottes Fehlentwicklungen gibt, dass es Missbrauch gibt. Wenn man sich die Entscheidungen der unabhängigen Gerichte Österreichs ansieht, dass eben von den Asylanträgen – im letzten Jahr 17 500, wir haben in Spitzenzeiten über 25 000 Asylanträge pro Jahr gehabt – 80 Prozent rechtskräftig abgewiesen werden, weil es sich um Menschen handelt, die nicht das Recht auf Asyl haben, die teilweise Falsch- und Fehlangaben machen – angefangen beim Namen, beim Herkunftsland –, falsche Verfolgungsgeschichten wiedergeben, so zeigt das, dass oftmals ganz andere Gründe dahinterstehen. Wenn wir diesen Missbrauch endlich abstellten, dann hätten wir mehr Platz für die wirklich Bedürftigen und Verfolgten anstatt der teilweise überfüllten Flüchtlingslager wie in Traiskirchen. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Hagen.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Hagen.
Wir Freiheitlichen bekennen uns voll und ganz zur Religionsfreiheit und auch selbstverständlich zum Recht auf Asyl für alle wirklich Schutzbedürftigen – das hat eine immens hohe Bedeutung für unsere Demokratie und unsere Gesellschaft –, aber den Missbrauch muss man abstellen. Und genau da ist man säumig, genau da versucht man immer wieder, entgegen den Fakten andere Bilder zu erzeugen. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Hagen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ein weiterer Bereich im Asylwesen, der wichtig ist: Wie ich angesprochen habe, ist das Aufnahmelager Traiskirchen mit 1 500 Asylbewerbern ja heillos überfüllt – Polizeischüler müssen vor Ort teilweise schon bei der Betreuung aushelfen –, und wir erleben dann, dass Asylwerber willkürlich durch die Bundesministerin in Unterkünfte in diversen Gemeinden verschoben werden, ohne dass man Rücksprache mit den Bürgern vor Ort und mit den Gemeinden vor Ort hält. Das ist auch ein unhaltbarer Zustand! So kann man nicht verfahren, da muss man anders vorgehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Ich sage, natürlich haben wir eine besondere Verantwortung für Menschen, die in Syrien, im Irak gerade tagtäglich mit Mord und Totschlag konfrontiert sind, aber wir haben als europäischer Kontinent natürlich in erster Linie auch eine besondere Verantwortung für Menschen, die sonst keinen Zufluchtsort in der Region finden können. Das sind Christen. Christen haben es in der islamischen Welt, auch in den Nachbarstaaten, nicht leicht. Sie gelten als größte verfolgte Religionsgruppe in dieser Welt, mit den meisten ermordeten Menschen. Wir haben daher da eine besondere Verantwortung (Beifall bei der FPÖ), während natürlich die islamischen Länder eine besondere Verantwortung für muslimische Verfolgte haben, die von der IS mit Mord und Totschlag bedroht werden. Das betrifft natürlich alle, ob Aleviten, Kurden, Christen, genauso auch liberale Sunniten und natürlich auch Schiiten. Das heißt, das muss man auch differenziert sehen. Aber um diese Verantwortung geht es, und, wie gesagt, wir haben einen enormen Handlungsbedarf.
Beifall bei der FPÖ.
Ich komme zum Schlusssatz: Die Österreicher haben ein Recht, dass wir uns um ihre Sicherheit kümmern, diese Probleme ernst nehmen und endlich auch konkrete Handlungen setzen, damit diese Radikalisierung und diese Gefährdung nicht voranschreiten. (Beifall bei der FPÖ.)
Rufe bei der FPÖ: Wo sind die?
Wir alle wissen, täglich erreichen uns Bilder des Terrors, Bilder des Mordens und Bilder der Verfolgung. Die Bedrohungen, die von den Terroristen ausgehen, machen auch vor unseren Grenzen nicht Halt. Und es wurde schon angesprochen: Ja, auch viele Foreign Fighters kommen aus Europa, kommen aus Österreich. Der Antiterrorbeauftragte der Europäischen Union de Kerchove schätzt, dass es in etwa 3 000 Foreign Fighters aus Europa gibt. Und wir wissen auch, wie viele aus Österreich kommen. Es sind 154 Menschen, die aus Österreich in den Kampf, in den Dschihad gezogen sind. 26 sind bereits zu Tode gekommen und 64 sind bereits aus dem Kampf zurückgekehrt. (Rufe bei der FPÖ: Wo sind die?) Diese 64 Personen stehen zu Recht im Fokus des Staatsschutzes, im Fokus des Verfassungsschutzes, weil sie für uns alle eine tickende Zeitbombe sein können.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Aufgrund all dieser Erkenntnisse und aufgrund all dieser Fälle ist es für uns ganz klar, dass wir im Kampf gegen den Dschihadismus auch einen Schwerpunkt im Bereich der Neuen Medien setzen müssen. Entscheidend für uns ist, dass wir mit Onlinemedien zusammenarbeiten müssen, um vor allem junge Menschen davon abzuhalten, in den Krieg zu gehen, sie davon abzuhalten, sich dem Krieg, den Dschihadisten anzuschließen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Prävention ist wichtig – nicht nur Repression, sondern vor allem auch Prävention –, und Prävention muss in unseren Kindergärten, an unseren Schulen beginnen. In diesem Zusammenhang möchte ich auch betonen, dass es wichtig ist, bei den jungen Menschen Verständnis dafür zu schaffen, dass es einfach Realität ist, dass es verschiedenste Religionen gibt, verschiedene Nationen, und dass gegenseitiger Respekt und gegenseitige Wertschätzung wichtig und notwendig sind, um ein gemeinsames Miteinander möglich zu machen, damit kein Nährboden für Radikalisierung entsteht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn es um den Kampf gegen den IS-Terror geht, sind nicht nur wir als Sicherheitsbehörde, ist nicht nur die Polizei gefordert, sondern es sind verschiedene Ministerien gefordert, vom Innenministerium über das Integrationsministerium, das Unterrichtsministerium, das Sozialministerium bis hin zu den Ländern und Gemeinden, ja bis hin zur Zivilgesellschaft, wo letztendlich jeder Einzelne gefordert ist. Gerade in den letzten Monaten, in den letzten Wochen haben wir sehr viel auf den Weg gebracht, nicht nur im operativen Bereich, sondern auch im legistischen Bereich, wo einige Gesetzesmaterien in Begutachtung sind und hier in den nächsten Wochen auch zur Beschlussfassung anstehen: vom Terror-Symbole-Gesetz über die Änderung des Staatsbürgerschaftsgesetzes bis hin zum Grenzkontrollgesetz, bei denen es zum einen darum geht, Jugendliche und Kinder zu schützen, damit sie nicht Österreich verlassen und sich dem Dschihad anschließen, zum anderen sollen diese Gesetzesmaterien aber auch signalisieren, dass es null Toleranz gegenüber jenen gibt, die sich dem Dschihadismus anschließen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
von den Muslimen getragen werden muss und bei der sich Muslime und Nicht-Muslime dafür starkmachen müssen, unsere demokratischen Werte zu schützen. Hier geht es um unsere demokratischen Werte wie Gleichheit von Mann und Frau, aber etwa auch darum, dass es legitim ist, auch aus einer Religion auszutreten, dass es nicht sein kann, dass man zum Tragen eines Kopftuches gezwungen werden kann, weder von einem Staat noch von einer Gemeinschaft oder einer Familie, dass das nur auf Freiwilligkeit beruhen kann, bis hin zur vollen Akzeptanz aller unserer Menschenrechte. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie der Abg. Nachbaur.
Ja, das ist zweifelsohne eine ganz große Herausforderung: eine Herausforderung für die Bundesländer, für die Bundesregierung, für die Gemeinden, ja, das ist eine große Herausforderung auch für die Zivilbevölkerung. Diesbezüglich sage ich aber auch ganz klar, dass wir all jenen, die hier Schutz und Hilfe brauchen, auch Schutz und Hilfe geben wollen, dass es aber nicht sein kann, dass zehn von 28 EU-Mitgliedstaaten mehr als 90 Prozent aller Asylverfahren abwickeln und mehr als 90 Prozent aller Asylwerber versorgen. Gleichzeitig kann es nicht sein, dass es eine Schieflage in Europa gibt, weshalb es darum geht, in Zukunft eine Quote auf europäischer Ebene einzuführen, damit auch tatsächlich jedes Mitgliedsland seiner Verantwortung und seiner Verpflichtung nachkommt. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie der Abg. Nachbaur.)
Ruf bei der FPÖ: Weil viele schon ...!
Diesbezüglich können wir sagen, dass wir uns gerade im Bereich der Kriminalität nach unten entwickeln, dass also die Zahl der Delikte zurückgegangen ist. Lag die Anzahl der Delikte vor zehn Jahren noch bei mehr als 640 000, liegt die Anzahl der Delikte jetzt in etwa bei 540 000. Das heißt, heute gibt es 100 000 Delikte weniger als vor zehn Jahren, und das trotz neuer Kriminalitätsformen wie Cyberkriminalität. (Ruf bei der FPÖ: Weil viele schon ...!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie der Abgeordneten Nachbaur, Meinl-Reisinger und Walter Rosenkranz.
In diesem Zusammenhang darf ich mich auch herzlichst bei all unseren Polizistinnen und Polizisten für die erfolgreiche Umsetzung vieler Maßnahmen bedanken. Ich danke allen Polizistinnen und Polizisten für diese professionelle Arbeit! (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie der Abgeordneten Nachbaur, Meinl-Reisinger und Walter Rosenkranz.)
Abg. Kickl: ... überzieht die Redezeit wie die ÖVP ihr Wahlkampfbudget!
Wie bereits erwähnt, wurden bis dato insgesamt rund 100 Ermittlungsverfahren eingeleitet beziehungsweise Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft eingebracht. Ich ersuche Sie hier um Verständnis, dass ich aus polizeitaktischen Gründen keine näheren Angaben machen kann, bin aber gerne bereit, in den vorgesehenen Gremien, wie im Unterausschuss des Innenausschusses, entsprechend Auskunft zu geben. (Abg. Kickl: ... überzieht die Redezeit wie die ÖVP ihr Wahlkampfbudget!)
Ruf bei der FPÖ: Wo sind die jetzt?
50 Österreicherinnen und Österreicher befinden sich nach meinen Informationen derzeit im Kampfgebiet, 64 sind nach meinen Informationen bereits zurückgekehrt (Ruf bei der FPÖ: Wo sind die jetzt?), das habe ich auch bereits erwähnt, und 26 sind bis jetzt laut unseren Informationen verstorben.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, und dann?
Alle uns bekannten Personen, die aus dem Kampfgebiet zurückkehren, werden, wie bereits erwähnt, ausnahmslos bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, und dann?) Zudem waren bereits, wie zuvor erwähnt, Änderungsvorschläge im Staatsbürgerschaftsgesetz und im Grenzkontrollgesetz in Begutachtung, und diese werden in den nächsten Wochen hier beschlossen.
Ruf bei der FPÖ: ... Zufall! – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Schade!
Mit 1. Jänner 2014 erfolgte die Umstellung von zwei bestehenden Systemen – vom Asylinformationssystem und dem Fremdeninformationssystem – sowie weiteren fremdenpolizeilichen Applikationen auf das IFA-System, eines der größten EDV-Projekte, IT-Projekte in der Geschichte des Innenressorts, und daher sind derzeit noch nicht alle der angefragten elektronischen Auswertungen möglich. Das heißt, derartige Statistiken, wie sie gewünscht sind, liegen zum jetzigen Zeitpunkt leider noch nicht vor. (Ruf bei der FPÖ: ... Zufall! – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Schade!)
Beifall bei der ÖVP
Wie Sie wissen, stehe ich bei jedem Thema immer zu einer sachlichen Diskussion zur Verfügung, und ich werde mich selbstverständlich auch mit der Studie der Sozialpartner beschäftigen, aber als Innenministerin halte ich eine weitere Öffnung des Arbeitsmarktes für Asylwerber auf jeden Fall für kritisch (Beifall bei der ÖVP) und diskutiere das auch gerne offen und umfassend.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wie Sie wissen hat, wer in Österreich einen Schutzstatus erhält – sprich: einen positiven Asylbescheid –, hier vollen Arbeitsmarktzugang, und wie Sie wissen, gibt es auch jetzt bereits während des Asylverfahrens Möglichkeiten einer Beschäftigung. Das heißt, es gibt ausreichend Möglichkeiten, wo Asylwerber beschäftigt werden können, angefangen von der Saisonarbeit, Erntehelfer bis eben gewerbsmäßig und natürlich gewerberechtlich sowie selbstverständlich auch im Sinne der Gemeinnützigkeit bei jeder Gemeinde. Das heißt, es gibt viele Möglichkeiten, die nicht ausgenutzt werden. Ich sehe das äußerst kritisch. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Fekter: Steht Ihnen nicht zu! Die Frau Ministerin kann antworten, wie sie will!
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Lassen Sie mich vorab eine Anmerkung zur Vorgangsweise der Frau Bundesministerin machen. Wir freuen uns sehr, wenn Fragen ausführlich beantwortet werden. Es wäre allerdings ein vernünftiger Beitrag, wenn man dann bei der Einleitung entsprechend kürzen würde. (Abg. Fekter: Steht Ihnen nicht zu! Die Frau Ministerin kann antworten, wie sie will!) Ansonsten müssen auch Sie sich dem Vorwurf aussetzen lassen, dass Sie mit den Zeitbudgets ähnlich exzessiv überziehend umgehen, wie die ÖVP in der Bundespartei und auch in ihrer Landesgruppe das mit Wahlkampfbudgets tut, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Lassen Sie mich vorab eine Anmerkung zur Vorgangsweise der Frau Bundesministerin machen. Wir freuen uns sehr, wenn Fragen ausführlich beantwortet werden. Es wäre allerdings ein vernünftiger Beitrag, wenn man dann bei der Einleitung entsprechend kürzen würde. (Abg. Fekter: Steht Ihnen nicht zu! Die Frau Ministerin kann antworten, wie sie will!) Ansonsten müssen auch Sie sich dem Vorwurf aussetzen lassen, dass Sie mit den Zeitbudgets ähnlich exzessiv überziehend umgehen, wie die ÖVP in der Bundespartei und auch in ihrer Landesgruppe das mit Wahlkampfbudgets tut, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ein paar grundsätzliche Dinge möchte ich anmerken, denn es ist ja typisch auch für die Österreichische Volkspartei, das eine zu sagen und das andere zu tun, so wie bei den Asylwerbern. Der Arbeitsmarktzugang kommt nicht in Frage, während der Herr Mitterlehner den Arbeitsmarktzugang für Asylwerber verhandelt. Das ist typisch ÖVP: hier das eine zu verzapfen und dann draußen das andere zu tun! – Das ist unglaubwürdig, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP – Gegenrufe bei der FPÖ
Ich sage Ihnen ein paar grundsätzliche Dinge zum Thema Islamismus. Ich glaube, wenn man dem Islamismus ernsthaft den Kampf ansagen will, so wie es die österreichische Bevölkerung erwartet, so wie es die Jugend in diesem Land erwartet und so wie es auch die Muslime erwarten, die darauf Wert legen, dass es eine Trennung von Staat und Religion gibt, wenn man das will (Zwischenrufe bei der ÖVP – Gegenrufe bei der FPÖ), dann gibt es, meine Damen und Herren von der ÖVP, aber auch aufseiten der SPÖ und der Grünen, einige Voraussetzungen, einige Bedingungen, ohne die das nicht geht, und da fängt das Problem schon an. Da fängt das Problem nämlich für die Linken und für diejenigen, die sich bei den Linken schon längst angedockt haben – und da schaue auch Sie an, Herr Kollege Lopatka –, an. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.
Ich sage Ihnen ein paar grundsätzliche Dinge zum Thema Islamismus. Ich glaube, wenn man dem Islamismus ernsthaft den Kampf ansagen will, so wie es die österreichische Bevölkerung erwartet, so wie es die Jugend in diesem Land erwartet und so wie es auch die Muslime erwarten, die darauf Wert legen, dass es eine Trennung von Staat und Religion gibt, wenn man das will (Zwischenrufe bei der ÖVP – Gegenrufe bei der FPÖ), dann gibt es, meine Damen und Herren von der ÖVP, aber auch aufseiten der SPÖ und der Grünen, einige Voraussetzungen, einige Bedingungen, ohne die das nicht geht, und da fängt das Problem schon an. Da fängt das Problem nämlich für die Linken und für diejenigen, die sich bei den Linken schon längst angedockt haben – und da schaue auch Sie an, Herr Kollege Lopatka –, an. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe des Abg. Wöginger.
Denn wenn Sie das wollen, dann müssen Sie unmissverständlich die eigenen Werte und die eigenen Traditionen hochhalten. Das ist einmal die allererste Voraussetzung! Dann müssen Sie dazu stehen. Dann müssen Sie im Konfliktfall wissen, wo Sie hingehören, und dann müssen Sie wissen, welches das höhere Gut im Konfliktfall ist und welches es zu verteidigen gilt. Diese Klarheit vermisse ich bei Ihrem Ansatz im Zusammenhang mit der Bekämpfung des Islamismus! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe des Abg. Wöginger.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie dürfen nicht nur davon reden, sondern Sie müssen auch eine gewisse Vehemenz an den Tag legen, wenn es darum geht, diese Dinge zu leben. Und auch hier fehlt es. Denn wie schaut es denn in Wirklichkeit aus? Wie schaut das denn aus? – Meine Damen und Herren! Da sind sie doch in einem einzigen Rückzugsgefecht, die Linken in diesem Land, in einem einzigen Rückzugsgefecht. Das beginnt mit der Kruzifix-Debatte in den Schulen. Das beginnt mit Speisenvorschriften. Überall geht es in die Richtung, dass sich die Österreicher anzupassen haben im Sinne einer naiv interpretierten Anti-Diskriminierungsauslegung. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Herr Kollege Lopatka, heute lese ich in der Zeitung – und Sie werden uns das dann erklären können –, dass sich, wie man so schön sagt, die islamische Community schon über den Entwurf des Islamgesetzes aufgeregt hat, der aus unserer Sicht noch viel zu wenig weit geht. Aber selbst das ist schon zu viel. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Ah-Rufe bei der FPÖ.
Ja, da muss sich Österreich von der UNO ausrichten lassen: Liebe Österreicherinnen und Österreicher, wenn Ihr im Gesetz festschreibt, dass die Scharia verboten ist, dann widerspricht das den Menschenrechten! (Ah-Rufe bei der FPÖ.) Das lässt uns die UNO ausrichten. Meine sehr geehrten Damen und Herren! Da läuft doch etwas völlig verkehrt und in die falsche Richtung. Ich vermisse den Aufschrei von Ihrer Seite. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ja, da muss sich Österreich von der UNO ausrichten lassen: Liebe Österreicherinnen und Österreicher, wenn Ihr im Gesetz festschreibt, dass die Scharia verboten ist, dann widerspricht das den Menschenrechten! (Ah-Rufe bei der FPÖ.) Das lässt uns die UNO ausrichten. Meine sehr geehrten Damen und Herren! Da läuft doch etwas völlig verkehrt und in die falsche Richtung. Ich vermisse den Aufschrei von Ihrer Seite. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie es ernst meinen mit dem Kampf gegen den Islamismus, dann müssen Sie klare Grenzen setzen, und zwar dahin gehend, dass politische Agitation nicht unter dem Deckmantel der Verkündigung von religiösen Lehren gemacht werden darf. Das ist der Punkt! Aber da braucht es dann Konsequenzen: den Entzug der Staatsbürgerschaft, Abschiebungen von mir aus, das Verbot von Organisationen wie dieser Milli Görüş oder wie das heißt, die in Deutschland verboten sind, weil sie verfassungsfeindlich sind, aber Österreich längst als geeignetes Territorium für ihre Aktivitäten entdeckt haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall und Zwischenrufe bei der FPÖ.
Warum gibt es die immer noch? Und warum gibt es kein Verbotsgesetz für den islamistischen Staat? Warum gibt es das nicht, wenn Sie es – vor allem Sie aufseiten der Linken! – mit der Bekämpfung von Faschismus so ernst meinen? Auch das ist eine Form von Faschismus, die es zu bekämpfen gilt! Da kann man sich nicht damit zufrieden geben, dass man ein paar Symbole verbietet, sondern dann verbieten Sie das ganze Treiben dieser Leute! – Das wäre ein konsequenter Ansatz! Ihr Islamgesetz geht da nicht weit genug. (Beifall und Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und dann dürfen Sie auch nicht hergehen und sich hinter einer falschen Toleranz verstecken. Das ist ja das Allerbeste, die falsche Toleranz, die Sie predigen. Was steckt denn hinter dieser Toleranz, die vor allem vonseiten der Linken immer wieder gepredigt wird? Was ist es? – Bequemlichkeit, Gleichgültigkeit könnte es sein, möglicherweise ein Freiheitsbegriff, den man eher von der Willkür her interpretiert als von der Verantwortung. Das ist möglich. Es könnte aber auch mit einer gewissen Form von Feigheit etwas zu tun haben, und ich spreche das ganz offen aus. Ich glaube, dass manches, was aus Toleranz daherkommt, in Wahrheit nichts anderes als Feigheit in der Auseinandersetzung mit bedrohlichen Phänomenen ist, die unseren Rechtsstaat, unser Menschen- und unser Gesellschaftsbild in diesem Land bedrohen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich verstehe schon, dass es angenehmer ist, ein Denkmal nach dem anderen zu enthüllen und sich moralisch in der Vergangenheit zu betätigen. Das ist eine relativ einfache Übung und auch viel ungefährlicher als denjenigen, die diese Gesellschaft aktuell bedrohen, die Stirn zu bieten und den Kampf anzusagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie werden nichts damit gewinnen, meine Damen und Herren, wenn Sie es sich so einfach machen und die Freiheitliche Partei mit Vokabeln wie Hassprediger, Fremdenfeinde oder Hetzer titulieren. Warum höre ich diese Vokabeln von Ihnen nicht im Zusammenhang mit den Muslimbrüdern, im Zusammenhang mit den Salafisten, im Zusammenhang mit „Millî Görüş“. Warum höre ich dort nichts? Ist das Toleranz oder ist das Feigheit, meine sehr geehrten Damen und Herren, insbesondere jene von der Linken? (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Herbert Kickl (fortsetzend): Auch in diesem Zusammenhang unterscheidet uns einiges, Frau Präsidentin. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es gibt einige Fragen, die ich Ihnen noch zu stellen habe, und das ist mir ganz wichtig. Fällt Ihnen denn nicht auf – und jetzt halte ich Ihnen einmal den Spiegel vor –, dass Sie diejenigen sind, insbesondere jene vonseiten der Linken, die die Traditionen und Werte in diesem Land bei jeder Gelegenheit permanent torpedieren? Wie wollen Sie denn da von denjenigen, die zu uns kommen, einen Respekt für diese Werte überhaupt einfordern können? Das geht doch nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wie wollen Sie denn die Gleichbehandlung von Mann und Frau etwa einem Menschen, der aus Tschetschenien zu uns kommt, erklären, wenn Sie selber den ganzen Tag nichts anderes zu tun haben als die Geschlechterfrage von der Biologie wegzubringen und zu einer Art soziologischen Glaubensbekenntnisses zu machen!? Da lachen doch die Hühner, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Ich glaube, ein sicherheitspolitischer Beitrag liegt darin, in diesem Land geistig und ideell aufzurüsten. Das ist ein entscheidender Punkt! Ich habe Ihnen ein paar Hinweise gegeben, wie das funktioniert. Das würde mehr bringen als ein paar Videos aus dem Netz zu nehmen oder andere hineinzustellen und eine Präventionshotline einzurichten. Das ist zwar wichtig, aber ohne dieses Fundament, von dem ich gesprochen habe, ist es wertlos und wird es nicht greifen. (Beifall bei der FPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Mag. Andreas Schieder (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Bevor ich mich mit den Ergüssen des Kollegen Kickl auseinandersetze, möchte ich zuerst einmal vor allem die Delegation und die Pensionistinnen- und Pensionistengruppe aus Neunkirchen hier im Parlament herzlich willkommen heißen. Es freut mich, dass Sie unserer Debatte beiwohnen. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
Das ist natürlich auch die Auswirkung der Kämpfe, die diese „ISIS“, dieser selbsternannte „Islamische Staat“, gegen die Menschlichkeit und gegen die Menschen dort führt. Daher ist es für mich auch ganz klar: Nein zum radikalen Islam, ein Nein zu all diesen Auswirkungen, die da passieren, aber auch ein klares Nein zu jeder Form von Radikalismus und zu allem, wo Menschlichkeit, Demokratie, menschliches Miteinander so grausam geschändet werden. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Das zu betonen ist mir wichtig, weil ich sehr oft den Eindruck habe, dass in der politischen Debatte – vor allem von Ihnen (der Redner deutet in Richtung der FPÖ-Bankreihen) – Flüchtlinge pauschal verdächtigt werden, sie wären Islamisten und würden versuchen, durch Terror die demokratische Grundordnung auf den Kopf zu stellen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ganz im Gegenteil: Diese Leute laufen vor dem Terror davon, und wir sind – verdammt noch einmal! – dazu verpflichtet, auch diesen Leuten zu helfen, wenn wir es mit unserem Kampf gegen den radikalen Islamismus ernst meinen. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Das zu betonen ist mir wichtig, weil ich sehr oft den Eindruck habe, dass in der politischen Debatte – vor allem von Ihnen (der Redner deutet in Richtung der FPÖ-Bankreihen) – Flüchtlinge pauschal verdächtigt werden, sie wären Islamisten und würden versuchen, durch Terror die demokratische Grundordnung auf den Kopf zu stellen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ganz im Gegenteil: Diese Leute laufen vor dem Terror davon, und wir sind – verdammt noch einmal! – dazu verpflichtet, auch diesen Leuten zu helfen, wenn wir es mit unserem Kampf gegen den radikalen Islamismus ernst meinen. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Zwischenrufe des Abg. Walter Rosenkranz.
Jetzt hören wir uns das schon zum zweiten Mal an, und ich fürchte, dass dasselbe Thema zum dritten und vierten Mal auch von Ihnen hier eingebracht werden wird, aber ich habe mir einmal (Zwischenrufe des Abg. Walter Rosenkranz.) – Ich löse ein anderes Problem.
Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.
geschmissen worden!) – Ja, der Herr "N.N." ist dann rausgeschmissen worden aus Ihrer Partei. Das ist dann immer so ein „Argument“: rausgeschmissen worden. 60 € pro Matratze, bitte! (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.) Als das alles aufgeflogen und in der Zeitung gestanden ist, hat man den Herrn "N.N." hinausgeschmissen.
Beifall bei SPÖ und Grünen. – Widerspruch bei der FPÖ.
Das ist die FPÖ, die Geschäfte macht mit solchen Leuten! (Beifall bei SPÖ und Grünen. – Widerspruch bei der FPÖ.) Das ist es, was in Wahrheit da dahintersteckt! (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ. – Ruf: Das ist eine Schande!)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ. – Ruf: Das ist eine Schande!
Das ist die FPÖ, die Geschäfte macht mit solchen Leuten! (Beifall bei SPÖ und Grünen. – Widerspruch bei der FPÖ.) Das ist es, was in Wahrheit da dahintersteckt! (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ. – Ruf: Das ist eine Schande!)
Zwischenruf des Abg. Strache.
Da Sie von der FPÖ sich so aufregen: Genau diese Doppelbödigkeit ist das, was ich so abstoßend finde, dass Sie auf der einen Seite sagen: Das sind alles Verbrecher, die hier herkommen!, während Sie gleichzeitig Kollegen in Ihren Reihen haben, die diese Leute ausbeuten, ihnen Quartier zu horrenden Preisen geben, wobei es auch vorkommt, dass dort auch Terroristen und andere Unterschlupf finden. (Zwischenruf des Abg. Strache.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Strache: Amerikanische Senatoren und Kongressabgeordnete!
Man braucht sich ja auch nur Ihre Verbindungen ins Ausland anzuschauen, so zum Beispiel, mit wem Sie auf Ihren sogenannten internationalen Konferenzen verkehren. Da kommt man auch drauf: Sie schmieden internationale Allianzen mit genau den Leuten, die daran schuld sind, dass Menschen aus diesen Ländern flüchten müssen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Strache: Amerikanische Senatoren und Kongressabgeordnete!)
Beifall bei SPÖ und Grünen. – Abg. Kickl: Was macht eine SPÖ-Delegation in Nordkorea?
Nein, ich meine zum Beispiel den Herrn Alexander Dugin, einen der radikalsten antisemitischen und neofaschistischen Führer in der panasiatischen, in der sogenannten Eurasischen Bewegung. Das sind Leute, die ihre Länder in Schutt und Asche legen und die Bevölkerung dieser Länder mit Terror und Verfolgung bedrohen. Und mit denen machen Sie von der FPÖ in Wien Geheimkonferenzen! (Beifall bei SPÖ und Grünen. – Abg. Kickl: Was macht eine SPÖ-Delegation in Nordkorea?)
Beifall bei SPÖ und Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Solange Sie aber mit solchen Leuten unter einer Decke stecken, brauchen Sie von der FPÖ über Sicherheit kein Wort mehr hier im Saal zu verlieren! (Beifall bei SPÖ und Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Fakten und Realitäten schüren Angst!
Was machen Sie immer? – Sie versuchen, Angst in unserem Land zu schüren. (Abg. Strache: Fakten und Realitäten schüren Angst!) – Ja, das machen Sie schon. Sie re-
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wenn es aber darauf angekommen ist, waren Sie bisher nie bereit, Verantwortung zu übernehmen. Und das ist das genaue Gegenteil von dem, was die Bundesregierung macht. Lange bevor Sie hier eine Aktuelle Stunde dazu gefordert und heute diese Sitzung beantragt haben, hat diese Bundesregierung gehandelt, und zwar klar gehandelt. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir hatten diesen Gipfel, wo dieser Schulterschluss der Minister stattgefunden hat.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kickl: Wissen Sie, was Sie produzieren? – Sie produzieren den Hass!
Daher: Welche Klarheit wollen Sie? Mehr an Klarheit gibt es nicht, sage ich Ihnen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kickl: Wissen Sie, was Sie produzieren? – Sie produzieren den Hass!) – Nein, nein!
Abg. Strache: Hoffentlich!
Ich sage Ihnen von der FPÖ: Das Thema, das Sie hier ansprechen, ist ein sehr ernst zu nehmendes – wir sind uns der Gefahren durchaus bewusst (Abg. Strache: Hoffentlich!) –, aber die Lösung ist bei Gott keine einfache. Innenministerin Mikl-Leitner ist Tag und Nacht damit beschäftigt, diese Flüchtlingsströme, die es natürlich gibt, hier in Österreich gemeinsam mit den Landeshauptleuten, gemeinsam mit den Gemeindeverantwortlichen so zu lösen, dass es verträglich ist. (Abg. Kickl: Vielleicht auch gemeinsam mit der Bevölkerung!)
Abg. Kickl: Vielleicht auch gemeinsam mit der Bevölkerung!
Ich sage Ihnen von der FPÖ: Das Thema, das Sie hier ansprechen, ist ein sehr ernst zu nehmendes – wir sind uns der Gefahren durchaus bewusst (Abg. Strache: Hoffentlich!) –, aber die Lösung ist bei Gott keine einfache. Innenministerin Mikl-Leitner ist Tag und Nacht damit beschäftigt, diese Flüchtlingsströme, die es natürlich gibt, hier in Österreich gemeinsam mit den Landeshauptleuten, gemeinsam mit den Gemeindeverantwortlichen so zu lösen, dass es verträglich ist. (Abg. Kickl: Vielleicht auch gemeinsam mit der Bevölkerung!)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen. – Abg. Kickl: Vom hohen Ross herunter!
Was sollen wir tun mit Kriegsflüchtlingen, die zu uns kommen, jetzt, da der Winter vor der Tür steht?! Es ist unsere Pflicht, diese Kriegsflüchtlinge aufzunehmen, sage ich Ihnen! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen. – Abg. Kickl: Vom hohen Ross herunter!)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen. – Abg. Strache: So wie die Bundesrepublik Deutschland!
Kollege Schieder hat schon Ihre Doppelbödigkeit angesprochen, nämlich hier im Land Geschäfte mit diesen armen Menschen zu machen, aber nicht nur hier im Land. Von wo kommt ein Gutteil der Dschihadisten? Von wo kommen viele der Flüchtlinge? – Aus Tschetschenien. Und Sie von der FPÖ kennen die Situation in Tschetschenien besser als wir, denn Sie schicken ja Delegationen zum dortigen Diktator Kadyrow. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen. – Abg. Strache: So wie die Bundesrepublik Deutschland!)
Abg. Strache: Die Bundesrepublik Deutschland macht das seit zehn Jahren nicht mehr!
Unter solchen Umständen ist Österreich gezwungen, Menschen hier Asyl zu geben. Aber was ist Ihre Antwort darauf? (Abg. Strache: Die Bundesrepublik Deutschland macht das seit zehn Jahren nicht mehr!) – Sehen Sie, Sie kritisieren das schon wieder. (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.
Unter solchen Umständen ist Österreich gezwungen, Menschen hier Asyl zu geben. Aber was ist Ihre Antwort darauf? (Abg. Strache: Die Bundesrepublik Deutschland macht das seit zehn Jahren nicht mehr!) – Sehen Sie, Sie kritisieren das schon wieder. (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Sie unterstützen da nicht die Bundesregierung, sondern machen das Gegenteil: Sie schicken eine hochrangige Delegation. Es war immerhin Ihr Stellvertreter, Ihr „Statthalter“ in Wien, und der außenpolitische Sprecher der FPÖ, der heute auch hier sitzt, der Kadyrow besucht hat. (Beifall bei den Grünen.)
Oh-Rufe bei den Grünen.
Auf mehrfaches Nachfragen von Journalisten konnte sich Ihr Stellvertreter nicht durchringen, Kadyrow als das zu bezeichnen, was er ist, nämlich ein Diktator. Und Ihr außenpolitischer Sprecher hat laut der Homepage von Kadyrow sogar angeregt, mit Kadyrow eine Kooperation einzugehen, worüber sich dieser freuen würde. (Oh-Rufe bei den Grünen.)
Abg. Strache: 5 000 österreichische Asylwerber, die dort Urlaub machen!
Sie von der FPÖ würden Österreich so isolieren, hätten Sie politische Verantwortung! (Abg. Strache: 5 000 österreichische Asylwerber, die dort Urlaub machen!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Merken Sie nicht, dass Sie sich mit diesem Agieren immer mehr davon entfernen, dass man Ihnen Regierungsverantwortung zutrauen könnte? (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.) Sie machen das Gegenteil davon, dass wir Sie ernst nehmen können! Das genaue Gegenteil machen Sie hier! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich sage Ihnen eines: Ja, die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen ist eine große Herausforderung. Nur: Wir stellen uns dieser Herausforderung! Und es ist bei Gott nicht einfach, diesem Islamismus tatsächlich so beizukommen, dass wir sagen können, diese Sümpfe sind trockengelegt, es kommt nichts mehr nach. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Das ist wahnsinnig schwer.
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Merken Sie nicht, dass Sie sich mit diesem Agieren immer mehr davon entfernen, dass man Ihnen Regierungsverantwortung zutrauen könnte? (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.) Sie machen das Gegenteil davon, dass wir Sie ernst nehmen können! Das genaue Gegenteil machen Sie hier! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich sage Ihnen eines: Ja, die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen ist eine große Herausforderung. Nur: Wir stellen uns dieser Herausforderung! Und es ist bei Gott nicht einfach, diesem Islamismus tatsächlich so beizukommen, dass wir sagen können, diese Sümpfe sind trockengelegt, es kommt nichts mehr nach. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Das ist wahnsinnig schwer.
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Merken Sie nicht, dass Sie sich mit diesem Agieren immer mehr davon entfernen, dass man Ihnen Regierungsverantwortung zutrauen könnte? (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.) Sie machen das Gegenteil davon, dass wir Sie ernst nehmen können! Das genaue Gegenteil machen Sie hier! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich sage Ihnen eines: Ja, die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen ist eine große Herausforderung. Nur: Wir stellen uns dieser Herausforderung! Und es ist bei Gott nicht einfach, diesem Islamismus tatsächlich so beizukommen, dass wir sagen können, diese Sümpfe sind trockengelegt, es kommt nichts mehr nach. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Das ist wahnsinnig schwer.
Abg. Kickl: Die haben sich auch schon beschwert über das Islamgesetz! Interessant!
Wir brauchen ja auch die Unterstützung – und die fordere ich auch ein – der islamischen Community, die massive Unterstützung auch von dieser Seite. (Abg. Kickl: Die haben sich auch schon beschwert über das Islamgesetz! Interessant!) – Ja, weil Sie das vorher angesprochen haben: Mit diesen Gesetzen, die wir hier machen, schaffen wir klare Regelungen. (Abg. Kickl: Überhaupt nicht! Aber überhaupt nicht!) – Ja, aber selbstverständlich schaffen wir hier klare Regelungen. (Abg. Kickl: Sie tun so als ob!) – Ja, es ärgert Sie, dass diese Bundesregierung so entschlossen handelt und damit Ihre Schüsse wirklich ins Leere gehen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Das glauben Sie ja selber nicht!)
Abg. Kickl: Überhaupt nicht! Aber überhaupt nicht!
Wir brauchen ja auch die Unterstützung – und die fordere ich auch ein – der islamischen Community, die massive Unterstützung auch von dieser Seite. (Abg. Kickl: Die haben sich auch schon beschwert über das Islamgesetz! Interessant!) – Ja, weil Sie das vorher angesprochen haben: Mit diesen Gesetzen, die wir hier machen, schaffen wir klare Regelungen. (Abg. Kickl: Überhaupt nicht! Aber überhaupt nicht!) – Ja, aber selbstverständlich schaffen wir hier klare Regelungen. (Abg. Kickl: Sie tun so als ob!) – Ja, es ärgert Sie, dass diese Bundesregierung so entschlossen handelt und damit Ihre Schüsse wirklich ins Leere gehen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Das glauben Sie ja selber nicht!)
Abg. Kickl: Sie tun so als ob!
Wir brauchen ja auch die Unterstützung – und die fordere ich auch ein – der islamischen Community, die massive Unterstützung auch von dieser Seite. (Abg. Kickl: Die haben sich auch schon beschwert über das Islamgesetz! Interessant!) – Ja, weil Sie das vorher angesprochen haben: Mit diesen Gesetzen, die wir hier machen, schaffen wir klare Regelungen. (Abg. Kickl: Überhaupt nicht! Aber überhaupt nicht!) – Ja, aber selbstverständlich schaffen wir hier klare Regelungen. (Abg. Kickl: Sie tun so als ob!) – Ja, es ärgert Sie, dass diese Bundesregierung so entschlossen handelt und damit Ihre Schüsse wirklich ins Leere gehen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Das glauben Sie ja selber nicht!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Das glauben Sie ja selber nicht!
Wir brauchen ja auch die Unterstützung – und die fordere ich auch ein – der islamischen Community, die massive Unterstützung auch von dieser Seite. (Abg. Kickl: Die haben sich auch schon beschwert über das Islamgesetz! Interessant!) – Ja, weil Sie das vorher angesprochen haben: Mit diesen Gesetzen, die wir hier machen, schaffen wir klare Regelungen. (Abg. Kickl: Überhaupt nicht! Aber überhaupt nicht!) – Ja, aber selbstverständlich schaffen wir hier klare Regelungen. (Abg. Kickl: Sie tun so als ob!) – Ja, es ärgert Sie, dass diese Bundesregierung so entschlossen handelt und damit Ihre Schüsse wirklich ins Leere gehen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Das glauben Sie ja selber nicht!)
Beifall bei der ÖVP. – Nein-Rufe bei der FPÖ. – Abg. Strache: Da sind Sie kläglich gescheitert!
Das Islamgesetz, sage ich Ihnen, ist eine entsprechende Antwort. Aber was Sie machen ist Angstmache, Verunsicherung. Welches Problem lösen Sie damit? – Kein einziges. Wir tun alles, was in einem Rechtsstaat möglich ist, um diesen Kampf aufzunehmen! (Beifall bei der ÖVP. – Nein-Rufe bei der FPÖ. – Abg. Strache: Da sind Sie kläglich gescheitert!) Aber wir haben rechtsstaatliche Grenzen. Sie verlangen ja oft etwas, was in einem Rechtsstaat, in einem zivilisierten Rechtsstaat nicht möglich ist. Solche Maßnahmen können Sie vielleicht bei Kadyrow umsetzen, aber nicht hier in Österreich! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Das Islamgesetz, sage ich Ihnen, ist eine entsprechende Antwort. Aber was Sie machen ist Angstmache, Verunsicherung. Welches Problem lösen Sie damit? – Kein einziges. Wir tun alles, was in einem Rechtsstaat möglich ist, um diesen Kampf aufzunehmen! (Beifall bei der ÖVP. – Nein-Rufe bei der FPÖ. – Abg. Strache: Da sind Sie kläglich gescheitert!) Aber wir haben rechtsstaatliche Grenzen. Sie verlangen ja oft etwas, was in einem Rechtsstaat, in einem zivilisierten Rechtsstaat nicht möglich ist. Solche Maßnahmen können Sie vielleicht bei Kadyrow umsetzen, aber nicht hier in Österreich! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Abg. Darmann: Welche Bemühungen?
Was wir uns von Ihnen erwarten würden, ist, dass Sie ernsthaft die Bemühungen der Bundesregierung unterstützen. (Abg. Darmann: Welche Bemühungen?) – Das sage ich Ihnen: gesetzliche Bemühungen, Bemühungen, hier europaweit etwas zu erreichen, denn wir werden diese Probleme nur international lösen können. Den Kampf gegen den Islamismus kann man nur international lösen. Ich weiß, die EU existiert für Sie nicht. Alles, was international ist, ist bei Ihnen schlecht, außer es kommt von Moskau! Das kenne ich von Ihnen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Was wir uns von Ihnen erwarten würden, ist, dass Sie ernsthaft die Bemühungen der Bundesregierung unterstützen. (Abg. Darmann: Welche Bemühungen?) – Das sage ich Ihnen: gesetzliche Bemühungen, Bemühungen, hier europaweit etwas zu erreichen, denn wir werden diese Probleme nur international lösen können. Den Kampf gegen den Islamismus kann man nur international lösen. Ich weiß, die EU existiert für Sie nicht. Alles, was international ist, ist bei Ihnen schlecht, außer es kommt von Moskau! Das kenne ich von Ihnen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Darmann: andere Staaten auch!
Ich sage Ihnen: Die freie westliche Gesellschaft muss diesen Kampf aufnehmen, denn es sind riesige Bedrohungspotenziale vorhanden. Da gebe ich Ihnen recht. Aber mit den Antworten, die Sie haben, mit Ihren falschen Freunden – von Kadyrow beginnend – werden wir hier nichts lösen! (Abg. Darmann: andere Staaten auch!) Wir, die Europäische Union, müssen gemeinsam mit den USA alles tun. Unser Außenminister hat auf internationaler Ebene und hier im Land haben die Innenministerin und der Justizminister diesen Kampf aufgenommen. Wir werden die Gesetze einbringen,
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen. – Abg. Kickl: Und am besten noch einmal den Herrn Erdogan nach Wien holen!
und dann werden wir sehen, ob Sie zustimmen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen. – Abg. Kickl: Und am besten noch einmal den Herrn Erdogan nach Wien holen!)
Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Kickl. – Ruf bei der ÖVP: Zuhören!
Präsidentin Doris Bures: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Mag. Korun. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 7 Minuten. – Bitte. (Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Kickl. – Ruf bei der ÖVP: Zuhören!)
Abg. Kickl: Das haben Sie nicht verstanden! Den zweiten Teil haben Sie nicht verstanden!
Abgeordnete Mag. Alev Korun (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Besucher, Besucherinnen auf der Galerie und Zuschauerinnen und Zuschauer vor den Bildschirmen! Kollege Strache hat unter anderem gesagt, dass er massiv gegen den Missbrauch der Religion für politische Zwecke eintritt. – Dann sind wir einer Meinung. (Abg. Kickl: Das haben Sie nicht verstanden! Den zweiten Teil haben Sie nicht verstanden!) Dann finde ich es aber auch ziemlich verhaltensoriginell, dass Sie beispielsweise am Viktor-Adler-Markt im Nationalratswahlkampf mit dem Kreuz in der Hand auftreten, mit dem Kreuz herumfuchteln, versuchen, Ihre ausgrenzende Politik als sogenanntes wehrhaftes Christentum zu verkaufen. (Abg. Rosenkranz: Das ist der Gegensatz !) Und dann finde ich es auch ziemlich verhaltensoriginell, dass Sie im Wahlkampf Dinge plakatieren wie „Daham statt Islam“. Wer missbraucht die Religion für politische Zwecke, Kollege Strache? (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Um Gottes willen!)
Abg. Rosenkranz: Das ist der Gegensatz !
Abgeordnete Mag. Alev Korun (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Besucher, Besucherinnen auf der Galerie und Zuschauerinnen und Zuschauer vor den Bildschirmen! Kollege Strache hat unter anderem gesagt, dass er massiv gegen den Missbrauch der Religion für politische Zwecke eintritt. – Dann sind wir einer Meinung. (Abg. Kickl: Das haben Sie nicht verstanden! Den zweiten Teil haben Sie nicht verstanden!) Dann finde ich es aber auch ziemlich verhaltensoriginell, dass Sie beispielsweise am Viktor-Adler-Markt im Nationalratswahlkampf mit dem Kreuz in der Hand auftreten, mit dem Kreuz herumfuchteln, versuchen, Ihre ausgrenzende Politik als sogenanntes wehrhaftes Christentum zu verkaufen. (Abg. Rosenkranz: Das ist der Gegensatz !) Und dann finde ich es auch ziemlich verhaltensoriginell, dass Sie im Wahlkampf Dinge plakatieren wie „Daham statt Islam“. Wer missbraucht die Religion für politische Zwecke, Kollege Strache? (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Um Gottes willen!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Um Gottes willen!
Abgeordnete Mag. Alev Korun (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Besucher, Besucherinnen auf der Galerie und Zuschauerinnen und Zuschauer vor den Bildschirmen! Kollege Strache hat unter anderem gesagt, dass er massiv gegen den Missbrauch der Religion für politische Zwecke eintritt. – Dann sind wir einer Meinung. (Abg. Kickl: Das haben Sie nicht verstanden! Den zweiten Teil haben Sie nicht verstanden!) Dann finde ich es aber auch ziemlich verhaltensoriginell, dass Sie beispielsweise am Viktor-Adler-Markt im Nationalratswahlkampf mit dem Kreuz in der Hand auftreten, mit dem Kreuz herumfuchteln, versuchen, Ihre ausgrenzende Politik als sogenanntes wehrhaftes Christentum zu verkaufen. (Abg. Rosenkranz: Das ist der Gegensatz !) Und dann finde ich es auch ziemlich verhaltensoriginell, dass Sie im Wahlkampf Dinge plakatieren wie „Daham statt Islam“. Wer missbraucht die Religion für politische Zwecke, Kollege Strache? (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Um Gottes willen!)
Abg. Strache: Wir sind ja kein Nachbarland! – Abg. Kickl: Wie viele Flüchtlinge hat der Irak im Balkankrieg aufgenommen?
Wissen Sie, wie viele syrische Flüchtlinge die gesamte EU in dieser Zeit, in diesen dreieinhalb Jahren, seit dieser Krieg in Syrien wütet, aufgenommen hat? – 165 000 syrische Flüchtlinge, die gesamte EU, 28 EU-Länder. (Abg. Strache: Wir sind ja kein Nachbarland! – Abg. Kickl: Wie viele Flüchtlinge hat der Irak im Balkankrieg aufgenommen?) Im Vergleich dazu: allein der Irak 215 000 Flüchtlinge. (Abg. Kickl: Das ist ein Nachbarland!)
Abg. Kickl: Das ist ein Nachbarland!
Wissen Sie, wie viele syrische Flüchtlinge die gesamte EU in dieser Zeit, in diesen dreieinhalb Jahren, seit dieser Krieg in Syrien wütet, aufgenommen hat? – 165 000 syrische Flüchtlinge, die gesamte EU, 28 EU-Länder. (Abg. Strache: Wir sind ja kein Nachbarland! – Abg. Kickl: Wie viele Flüchtlinge hat der Irak im Balkankrieg aufgenommen?) Im Vergleich dazu: allein der Irak 215 000 Flüchtlinge. (Abg. Kickl: Das ist ein Nachbarland!)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Sehr geehrte Damen und Herren, alleine diese Zahlen genügen, um die Relationen zurechtzurücken. Es kommen sehr wenige Schutzsuchende in die EU. Die allermeisten sind in den Krisenregionen untergebracht – Millionen inzwischen! Es geht allein um Syrer und Syrerinnen, ich rede nicht über andere Länder. (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Abg. Strache: „Islamismus“ war der Begriff!
Und weil hier von der FPÖ, von der Freiheitlichen Partei Österreichs sehr oft der Islam mit dem Terror der IS-Terroristen in Verbindung gebracht wurde (Abg. Strache: „Islamismus“ war der Begriff!): Radikalisierungen, Gewalt und Terror werden hoffentlich von uns allen abgelehnt. Aber: Wir müssen auch hinschauen, wie Radikalisierung gefördert
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Schieder.
wird, wie es zu Radikalisierung kommt, damit wir dafür sorgen können, dass diese Radikalisierung erst gar nicht entsteht! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Schieder.)
Abg. Strache: Aber auch Tausende, die jährlich nach Tschetschenien auf Urlaub fahren! Die angeblich dort verfolgt werden!
Ein Lieblingsthema der FPÖ sind ja die Tschetschenen, die jetzt stark unter Druck gekommen sind. Ja, es gibt tschetschenische Asylwerber, die mutmaßlich, höchstwahrscheinlich – und der Verfassungsschutz beschäftigt sich gerade damit – in den Krieg nach Syrien gefahren sind. (Abg. Strache: Aber auch Tausende, die jährlich nach Tschetschenien auf Urlaub fahren! Die angeblich dort verfolgt werden!) Diese müssen die volle Härte des Rechtsstaates spüren – ich betone: des Rechtsstaates! Und da kann es hoffentlich keine Differenzen geben zwischen uns, dass wir sagen: Wer Terror finanziert, wer für den Terror wirbt, wer am Terror teilnimmt, dem gebührt die volle Härte des Rechtsstaates! (Ruf bei der FPÖ: Nicht des linken Staates!) Ich hoffe, dass wir da einer Meinung sind.
Ruf bei der FPÖ: Nicht des linken Staates!
Ein Lieblingsthema der FPÖ sind ja die Tschetschenen, die jetzt stark unter Druck gekommen sind. Ja, es gibt tschetschenische Asylwerber, die mutmaßlich, höchstwahrscheinlich – und der Verfassungsschutz beschäftigt sich gerade damit – in den Krieg nach Syrien gefahren sind. (Abg. Strache: Aber auch Tausende, die jährlich nach Tschetschenien auf Urlaub fahren! Die angeblich dort verfolgt werden!) Diese müssen die volle Härte des Rechtsstaates spüren – ich betone: des Rechtsstaates! Und da kann es hoffentlich keine Differenzen geben zwischen uns, dass wir sagen: Wer Terror finanziert, wer für den Terror wirbt, wer am Terror teilnimmt, dem gebührt die volle Härte des Rechtsstaates! (Ruf bei der FPÖ: Nicht des linken Staates!) Ich hoffe, dass wir da einer Meinung sind.
Abg. Strache: Das tut aber auch keiner!
Und es löst kein einziges Problem, eine gesamte Religionsgruppe in Bausch und Bogen oder eine gesamte „ethnische“ – unter Anführungszeichen – Gruppe wie die Tschetschenen und Tschetscheninnen unter Generalverdacht zu stellen. (Abg. Strache: Das tut aber auch keiner!)
Abg. Strache: Warum fahren dann 5 000 Asylwerber jedes Jahr noch auf Urlaub dorthin?!
Wenn Sie über Tschetschenen reden wollen, dann reden wir auch über die Zustände in Tschetschenien; dann reden wir über den Diktator Kadyrow, den Sie ja besucht haben! (Abg. Strache: Warum fahren dann 5 000 Asylwerber jedes Jahr noch auf Urlaub dorthin?!) Nach diesem Besuch hat die Freiheitliche Partei erstaunlicherweise verkündet, es gebe (Abg. Strache: Ich frage Sie was: Warum fahren 5 000 auf Urlaub dorthin?!) – Herr Kollege Strache, ich glaube, Sie waren am Wort und haben eine Rede gehalten. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Leider keine Antwort!)
Abg. Strache: Ich frage Sie was: Warum fahren 5 000 auf Urlaub dorthin?!
Wenn Sie über Tschetschenen reden wollen, dann reden wir auch über die Zustände in Tschetschenien; dann reden wir über den Diktator Kadyrow, den Sie ja besucht haben! (Abg. Strache: Warum fahren dann 5 000 Asylwerber jedes Jahr noch auf Urlaub dorthin?!) Nach diesem Besuch hat die Freiheitliche Partei erstaunlicherweise verkündet, es gebe (Abg. Strache: Ich frage Sie was: Warum fahren 5 000 auf Urlaub dorthin?!) – Herr Kollege Strache, ich glaube, Sie waren am Wort und haben eine Rede gehalten. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Leider keine Antwort!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Leider keine Antwort!
Wenn Sie über Tschetschenen reden wollen, dann reden wir auch über die Zustände in Tschetschenien; dann reden wir über den Diktator Kadyrow, den Sie ja besucht haben! (Abg. Strache: Warum fahren dann 5 000 Asylwerber jedes Jahr noch auf Urlaub dorthin?!) Nach diesem Besuch hat die Freiheitliche Partei erstaunlicherweise verkündet, es gebe (Abg. Strache: Ich frage Sie was: Warum fahren 5 000 auf Urlaub dorthin?!) – Herr Kollege Strache, ich glaube, Sie waren am Wort und haben eine Rede gehalten. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Leider keine Antwort!)
Abg. Walter Rosenkranz: Seit der ersten Nationalrats !
Vielleicht können Sie so demokratisch und so frei gesinnt sein, dass Sie auch den Kolleginnen und Kollegen zuhören, wenn sie hier am Rednerpult stehen! Sie fragen mich ständig etwas, haben Ihre Redezeit aber gehabt. Es wäre sehr gnädig, wenn Sie auch den anderen zuhören könnten! Die FPÖ ist ja berühmt-berüchtigt für Zwischenrufe, für permanente Zwischenrufe, für aggressive Zwischenrufe und auch für aggressive Wahlkampfmittel. (Abg. Walter Rosenkranz: Seit der ersten Nationalrats !) Also so viel zu Ihrer sogenannten Trennung von Politik und Religion. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Haider: Das verwechseln Sie mit dem Herrn Steinhauser! – Abg. Kickl: Sie müssen auch bei den Freiheitlichen vorsichtig sein beim Pauschalieren!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Haider: Das verwechseln Sie mit dem Herrn Steinhauser! – Abg. Kickl: Sie müssen auch bei den Freiheitlichen vorsichtig sein beim Pauschalieren!
Vielleicht können Sie so demokratisch und so frei gesinnt sein, dass Sie auch den Kolleginnen und Kollegen zuhören, wenn sie hier am Rednerpult stehen! Sie fragen mich ständig etwas, haben Ihre Redezeit aber gehabt. Es wäre sehr gnädig, wenn Sie auch den anderen zuhören könnten! Die FPÖ ist ja berühmt-berüchtigt für Zwischenrufe, für permanente Zwischenrufe, für aggressive Zwischenrufe und auch für aggressive Wahlkampfmittel. (Abg. Walter Rosenkranz: Seit der ersten Nationalrats !) Also so viel zu Ihrer sogenannten Trennung von Politik und Religion. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Haider: Das verwechseln Sie mit dem Herrn Steinhauser! – Abg. Kickl: Sie müssen auch bei den Freiheitlichen vorsichtig sein beim Pauschalieren!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Ich bin überzeugt davon, dass wir, wenn wir gemeinsam im Sinne der Demokratie, im Sinne des Rechtsstaats vorgehen, Radikalisierung umso besser bekämpfen und verhindern können. Mit einer Hetzpolitik, einer Hasspolitik, mit „Daham statt Islam“-Plakaten, mit einem Fuchteln mit dem Kreuz in der Hand kommen wir nicht weiter, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen von den Freiheitlichen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Aber es ist unerlässlich, dass jeder, der zu uns kommt, selbstverständlich unsere Verfassung, unsere Gesetze akzeptiert, unsere Werte respektiert, unsere Sprache erlernt und sich hier integriert, egal, ob er einwandert oder hier auf Zeit Asylrecht genießt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Gartelgruber und Pock.
Es gibt in Österreich weit mehr als 100 private islamische Kindergärten und Schulen, und davon sind angeblich viele in der Hand von Salafisten. Auch ich möchte heute den Islamtheologen Ednan Aslan zitieren, der kürzlich in einem Interview sagte, dass er sich Sorgen macht, was in diesen Kindergärten gelehrt wird. Er sagt, dass dort Volksschulmädchen von fundamentalistischen Koranlehrern eingetrichtert wird, dass sie später den Niqap tragen müssen, denn sonst landen sie in den Fängen des Teufels. Er sagt auch, dass einige der offiziell anerkannten Islamlehrer für ihre politischen Führer in Ägypten werben, welche zur Scharia aufrufen und alle Verfassungen, außer natürlich den Koran, ablehnen und auch aufrufen, jüdische Produkte zu boykottieren. Das hat in unserer Gesellschaft nichts verloren! (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Gartelgruber und Pock.)
Beifall beim Team Stronach.
Solche gefährlichen und totalitären Tendenzen müssen wir mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln des Rechtsstaats bekämpfen! Wenn es um unsere Freiheit und unsere Demokratie geht, dann gibt es kein Wenn und Aber und keine Kompromisse! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir dürfen nicht zulassen, dass so etwas in unserem Land unterrichtet wird und junge Menschen verführt werden. Frau Innenminister, Sie haben schon gesagt, dass bereits 150 junge Österreicher nach Syrien aufgebrochen sind, um dem Islamischen Staat dort zu dienen und möglicherweise ihr Leben zu opfern. Österreich liegt da im traurigen europäischen Spitzenfeld. Das ist aber nur die Spitze des Eisberges, denn Dschihadismus entwickelt sich immer mehr auch zu einem jugendkulturellen Phänomen. Aktuelle Zahlen aus Großbritannien sind äußerst alarmierend, denn dort ist bereits jeder siebente Jugendliche ein Sympathisant des Islamischen Staates. Diese besorgniserregenden Entwicklungen bedrohen unsere Freiheit, bedrohen unsere demokratische Grundordnung. In Österreich darf es keine Hassprediger geben, radikale und extremistische Entwicklungen dürfen nicht verharmlost und toleriert werden! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Österreich soll ein aufgeklärtes und friedliches Land bleiben, das Menschen aus dem Ausland mit guten Absichten selbstverständlich willkommen heißt, sofern das unser heimischer Arbeitsmarkt auch zulässt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
keine Homosexuellen steinigen, die nicht antisemitisch sind. Für Menschen, die unsere Gesetze und unsere Werte ablehnen, hat Österreich keinen Platz. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Unser kleines Land nimmt am drittmeisten Leute auf, in der ganzen EU. Natürlich wollen wir aus dem Gebot der Menschlichkeit heraus alle Menschen der Welt retten, aber da muss man schon realistisch sein. Daher fordern wir eine fixe Verteilung innerhalb der EU nach Bevölkerungsgröße und Wirtschaftsstärke, damit man die Betroffenen unterstützen kann, aber das eigene Land nicht aus der Balance bringt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Deimek.
Auch das Dublin-Abkommen muss zur Anwendung kommen, viele der Flüchtlinge sollten in Österreich nämlich erst gar nicht einreisen. Und wenn wir dann Flüchtlinge aufnehmen und unterbringen, dann muss selbstverständlich im Vorhinein Einvernehmen mit den Bürgermeistern hergestellt werden. Es geht nicht, wenn ich an den Semmering denke, dass man dann aus Wien ganz einfach über den Bürgermeister und über die dort ansässige Bevölkerung drüberfährt. Das ist selbstverständlich etwas, was Widerstand hervorruft. Das kann nicht gut gehen. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Beifall beim Team Stronach.
Auch ist interessant, dass jegliche ausländische Intervention, die bis jetzt in den betroffenen Ländern angeblich zur vermeintlichen Demokratisierung und Befreiung der Völker gedient haben soll, bisher vor allem Anarchie, Chaos, Vertreibung und fürchterliche Flüchtlingsströme gebracht hat. Es sollte Österreichs Rolle sein, als Friedensvermittler aufzutreten. Wir sollen auf Hilfe zur Selbsthilfe fokussiert sein, auf Friedensvermittlung setzen und nicht kriegerische Auseinandersetzungen nach Österreich importieren! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Der Islamismus bedroht unsere Freiheit und den Frieden in unserem Land. Und Freiheit und Frieden sind das höchste Gut, für das wir jahrhundertelang gekämpft haben. Das dürfen wir durch falsch verstandene Toleranz nicht aufs Spiel setzen! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Darmann.
Herr Kollege Kickl – obwohl Herr Klubobmann Strache heute fast schon sachlich war bei dem Thema –, kamen dann heraus und haben mit Ihrer Rede alles zerstört, wo wir gedacht haben, vielleicht diskutieren wir ein wenig sachlicher. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Darmann.)
Abg. Gartelgruber: Welche Ängste der Bevölkerung ?!
Das Einzige, das Sie wieder machen, ist, dass Sie Ängste schüren gegen Leute, die von zu Hause geflüchtet sind (Abg. Gartelgruber: Welche Ängste der Bevölkerung ?!), bei denen zu Hause Krieg ist, die alles aufgegeben haben, alles hinter sich gelassen haben, alles, was sie sich aufgebaut haben, die ihr gesamtes Geld verwendet haben, dass sie hierher flüchten können und hier Schutz suchen, die ein unglaublich unsicheres Unterfangen eingegangen sind, dass sie überhaupt hierherkommen. (Abg. Kickl: Ich glaube, Sie haben die Rede geschrieben, bevor Sie mir zugehört haben!)
Abg. Kickl: Ich glaube, Sie haben die Rede geschrieben, bevor Sie mir zugehört haben!
Das Einzige, das Sie wieder machen, ist, dass Sie Ängste schüren gegen Leute, die von zu Hause geflüchtet sind (Abg. Gartelgruber: Welche Ängste der Bevölkerung ?!), bei denen zu Hause Krieg ist, die alles aufgegeben haben, alles hinter sich gelassen haben, alles, was sie sich aufgebaut haben, die ihr gesamtes Geld verwendet haben, dass sie hierher flüchten können und hier Schutz suchen, die ein unglaublich unsicheres Unterfangen eingegangen sind, dass sie überhaupt hierherkommen. (Abg. Kickl: Ich glaube, Sie haben die Rede geschrieben, bevor Sie mir zugehört haben!)
Abg. Kickl: Soll es in der österreichischen Geschichte schon gegeben haben!
Wissen Sie, das sind menschliche Tragödien, um die es hier geht, und das ist das, was Sie nicht anerkennen wollen. Versetzen Sie sich einmal in die Lage von Menschen, bei denen zu Hause Krieg ist, die flüchten müssen und die alles stehen und liegen lassen, um hierherzukommen! (Abg. Kickl: Soll es in der österreichischen Geschichte schon gegeben haben!) Versetzen Sie sich einmal in die Lage, wie das ist! (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Wissen Sie, das sind menschliche Tragödien, um die es hier geht, und das ist das, was Sie nicht anerkennen wollen. Versetzen Sie sich einmal in die Lage von Menschen, bei denen zu Hause Krieg ist, die flüchten müssen und die alles stehen und liegen lassen, um hierherzukommen! (Abg. Kickl: Soll es in der österreichischen Geschichte schon gegeben haben!) Versetzen Sie sich einmal in die Lage, wie das ist! (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Abg. Kickl: Ich glaube, Sie haben überhaupt nicht zugehört! – Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.
Worüber wir uns eigentlich eher unterhalten sollen, ist, wie wir diesen Menschen einen sicheren und menschenwürdigen Empfang bereiten können, wie wir ihnen in einer Situation Sicherheit geben können, in der sie diese dringend brauchen, denn das Wesentliche, was sie in dieser Situation brauchen, ist Sicherheit. Und Sie diskutieren hier wieder und versuchen, Ängste zu schüren. Ich glaube, Sie können sich gar nicht vorstellen, aus welchen Situationen diese Menschen kommen, weil wir hier immer noch in einem der sichersten Länder der Welt leben, obwohl Sie heute wieder erzählt haben, dass in Österreich alles so unsicher ist. (Abg. Kickl: Ich glaube, Sie haben überhaupt nicht zugehört! – Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kickl: Reflektieren Sie auf das, was Sie zitiert haben!
Selbst wenn all das, was Sie hier immer wieder ein bisschen mitschwingen lassen, stimmen und der Wahrheit entsprechen würde, dann bringen die Schuldzuweisungen weiterhin nichts, es bringt die Panikmache Ihrerseits nichts, denn hinter all Ihren Floskeln und all Ihren Parolen, stehen keine Lösungen und keine Konzepte, wie man damit in irgendeiner Art und Weise umgehen sollte. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kickl: Reflektieren Sie auf das, was Sie zitiert haben!)
Abg. Kickl: Wenden Sie das Prinzip auf Ihre eigene Rede an!
Das Einzige, was Sie immer sagen, ist: Na ja, wir müssen die Grenzen dichtmachen, wir brauchen sofort Grenzkontrollen und ein Aussetzen des Schengener Abkommens. (Abg. Kickl: Wenden Sie das Prinzip auf Ihre eigene Rede an!) – Herr Kollege Kickl, im Artikel 23 des Schengener Grenzkodex steht, dass „die vorübergehende Wiedereinführung von Grenzkontrollen an den Binnengrenzen im Falle einer schwerwiegenden Bedrohung der öffentlichen Ordnung oder der inneren Sicherheit für höchstens 30 Tage, in Ausnahmefällen auch länger“, erlaubt ist.
Abg. Walter Rosenkranz: Meine Güte! Ich hätte Sie für redlicher gehalten! – Zwischenruf des Abg. Deimek.
Jetzt frage ich mich: Wie wollen Sie, wenn Sie zwischenzeitlich Grenzkontrollen einführen, die Ostbanden davon abhalten, wieder herzukommen, wenn Sie die Grenzkontrollen wieder beenden? Glauben Sie, dass Sie damit das Problem lösen? (Abg. Walter Rosenkranz: Meine Güte! Ich hätte Sie für redlicher gehalten! – Zwischenruf des Abg. Deimek.) Glauben Sie, dass Sie es damit lösen, wenn Sie zwischenzeitlich Grenzkontrollen einführen?
Ruf bei der FPÖ: Das spricht aber gegen die Landeshauptleute ...!
bestreitet ja niemand –, bekämpfen wollen. (Ruf bei der FPÖ: Das spricht aber gegen die Landeshauptleute ...!) – Wie wollen Sie das Problem lösen? Das Problem ist, Sie sind ja gar nicht an einer ernsthaften Lösung interessiert (Abg. Kickl: Jetzt der Vorschlag der NEOS! Das wäre interessant!) – kommt gleich, kommt gleich –, weil es viel einfacher ist, mit Angst und Panikmache Politik zu machen; weil Sie einfache Antworten geben wollen und nichts anderes. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Abg. Kickl: Jetzt der Vorschlag der NEOS! Das wäre interessant!
bestreitet ja niemand –, bekämpfen wollen. (Ruf bei der FPÖ: Das spricht aber gegen die Landeshauptleute ...!) – Wie wollen Sie das Problem lösen? Das Problem ist, Sie sind ja gar nicht an einer ernsthaften Lösung interessiert (Abg. Kickl: Jetzt der Vorschlag der NEOS! Das wäre interessant!) – kommt gleich, kommt gleich –, weil es viel einfacher ist, mit Angst und Panikmache Politik zu machen; weil Sie einfache Antworten geben wollen und nichts anderes. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
bestreitet ja niemand –, bekämpfen wollen. (Ruf bei der FPÖ: Das spricht aber gegen die Landeshauptleute ...!) – Wie wollen Sie das Problem lösen? Das Problem ist, Sie sind ja gar nicht an einer ernsthaften Lösung interessiert (Abg. Kickl: Jetzt der Vorschlag der NEOS! Das wäre interessant!) – kommt gleich, kommt gleich –, weil es viel einfacher ist, mit Angst und Panikmache Politik zu machen; weil Sie einfache Antworten geben wollen und nichts anderes. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Sie müssten einmal darüber nachdenken, ob wir das Problem irgendwie an der Wurzel packen können, wie wir den Menschen in den Ländern, wo Krisen sind, wo Flüchtlinge herkommen – und da haben Sie ja auch recht, dass viele Wirtschaftsmigranten zu uns kommen –, helfen können. Und da geht es darum, dass wir uns auf Entwicklungshilfe, auf Krisenhilfe fokussieren und dass wir darauf schauen, dass die Menschen nicht gezwungen sind, aus ihren Heimatländern zu flüchten. Denn – ob Sie es glauben oder nicht – das ist nicht lustig, und die Leute machen das nicht aus Jux und Tollerei, weil sie es lustig finden, von zu Hause zu fliehen. Das ist das, was Sie nicht verstehen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Darmann: Vorschlag! Wo ist der Vorschlag?
Sie sind ja nicht die Einzigen, die diese Diskussion so führen, das machen ja viele andere auch. Worum es in der ganzen Debatte geht, ist das Hin-und-Herschieben von Verantwortlichkeiten. Ich halte es für viel wichtiger, und ich bin wirklich zutiefst davon überzeugt, dass wir endlich alle gemeinsam Verantwortung übernehmen sollten. Wir sollten uns diesem Problem – und es gibt Probleme in diesem Bereich, das bestreite ich ja gar nicht – gemeinsam stellen und gemeinsam an einem Strang ziehen (Abg. Darmann: Vorschlag! Wo ist der Vorschlag?), um all diese Probleme in diesem Zusammenhang in irgendeiner Art und Weise in den Griff zu bekommen und ein menschenrechtkonformes und ein gemeinsames, koordiniertes Asylsystem zu bekommen. (Abg. Strache: Deshalb sind wir heute hier!)
Abg. Strache: Deshalb sind wir heute hier!
Sie sind ja nicht die Einzigen, die diese Diskussion so führen, das machen ja viele andere auch. Worum es in der ganzen Debatte geht, ist das Hin-und-Herschieben von Verantwortlichkeiten. Ich halte es für viel wichtiger, und ich bin wirklich zutiefst davon überzeugt, dass wir endlich alle gemeinsam Verantwortung übernehmen sollten. Wir sollten uns diesem Problem – und es gibt Probleme in diesem Bereich, das bestreite ich ja gar nicht – gemeinsam stellen und gemeinsam an einem Strang ziehen (Abg. Darmann: Vorschlag! Wo ist der Vorschlag?), um all diese Probleme in diesem Zusammenhang in irgendeiner Art und Weise in den Griff zu bekommen und ein menschenrechtkonformes und ein gemeinsames, koordiniertes Asylsystem zu bekommen. (Abg. Strache: Deshalb sind wir heute hier!)
Abg. Walter Rosenkranz: Haben wir das nicht? Wir haben kein menschenrechtskonformes Asylrecht in Österreich?
Wir brauchen Regeln für ganz Österreich. Wir brauchen Regeln – das hat die Innenministerin schon angesprochen –, wir brauchen Quoten für die Länder, und diese Quoten müssen auch eingehalten werden, denn sonst bringt das ganze System nichts. (Abg. Walter Rosenkranz: Haben wir das nicht? Wir haben kein menschenrechtskonformes Asylrecht in Österreich?) – Es kommt noch, Herr Kollege Rosenkranz, Sie werden es dann schon noch hören.
Abg. Kickl: Es hat schon ein paar gegeben, die gewarnt haben, aber das waren dann Hetzer! – Abg. Strache: Wenn man das Problem aufzeigt, wird man Hetzer genannt! – Abg. Kickl: Es gibt schon ein paar, die gewarnt haben!
Dass wir uns nicht entsprechend vorbereitet haben, dass entsprechende Quartiere nicht da waren, sind natürlich Versäumnisse, die jahrelang im Asylbereich passiert sind, denn wir hätten ja ohne Weiteres im Vorhinein wissen können, dass all diese Krisen ausbrechen. Das ist ja nichts, was von heute auf morgen passiert ist. Das hat man nicht gemacht (Abg. Kickl: Es hat schon ein paar gegeben, die gewarnt haben, aber das waren dann Hetzer! – Abg. Strache: Wenn man das Problem aufzeigt, wird man Hetzer genannt! – Abg. Kickl: Es gibt schon ein paar, die gewarnt haben!), deswegen ist es schwierig, deswegen gibt es auch jedes Mal die Diskussion, wie man das mit den Bürgermeistern vor Ort macht – die Sorgen verstehe ich –, aber diesen Problemen müssen wir uns stellen. Ich glaube, wir müssen hier gemeinsam versuchen, Verantwortung zu übernehmen und diesen Menschen Unterkünfte zu geben.
Abg. Darmann: Es gibt ja schon das Dublin-II-Abkommen!
Genau da sollten wir ansetzen. Ich gebe Ihnen in einer Sache vollkommen recht: Sie haben recht, dass in Österreich, im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, überdurchschnittlich viele Asylwerber sind. Sie haben auch vollkommen recht, wenn Sie sagen, das ist nicht nachvollziehbar, weil Österreich ja gar nicht an einer EU-Außengrenze liegt. Das ist alles vollkommen richtig. Aber wie kriegen wir das Problem in den Griff? – Wir kriegen das Problem nur dann in den Griff, wenn wir auf europäischer Ebene einmal ernsthaft über Quoten für Asylwerber diskutierten, Dublin II umsetzen ... (Abg. Darmann: Es gibt ja schon das Dublin-II-Abkommen!) – Sie wissen genau, dass Dublin II dazu führt, dass wir Menschen aus Österreich in ein anderes europäisches Land abschieben (Abg. Kickl: Sie brauchen nichts zu erfinden, was es schon gibt! Nur vollziehen muss man es! – Abg. Strache: Die Gesetze gehören vollzogen!), dass andere europäische Länder die Menschen zu uns abschieben, und dass das nichts bringt, weil es am Schluss ein absolutes Nullsummenspiel ist. Das wissen Sie genau. Das sagt jede Statistik des Innenministeriums, dass das schlichtweg nichts bringt.
Abg. Kickl: Sie brauchen nichts zu erfinden, was es schon gibt! Nur vollziehen muss man es! – Abg. Strache: Die Gesetze gehören vollzogen!
Genau da sollten wir ansetzen. Ich gebe Ihnen in einer Sache vollkommen recht: Sie haben recht, dass in Österreich, im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, überdurchschnittlich viele Asylwerber sind. Sie haben auch vollkommen recht, wenn Sie sagen, das ist nicht nachvollziehbar, weil Österreich ja gar nicht an einer EU-Außengrenze liegt. Das ist alles vollkommen richtig. Aber wie kriegen wir das Problem in den Griff? – Wir kriegen das Problem nur dann in den Griff, wenn wir auf europäischer Ebene einmal ernsthaft über Quoten für Asylwerber diskutierten, Dublin II umsetzen ... (Abg. Darmann: Es gibt ja schon das Dublin-II-Abkommen!) – Sie wissen genau, dass Dublin II dazu führt, dass wir Menschen aus Österreich in ein anderes europäisches Land abschieben (Abg. Kickl: Sie brauchen nichts zu erfinden, was es schon gibt! Nur vollziehen muss man es! – Abg. Strache: Die Gesetze gehören vollzogen!), dass andere europäische Länder die Menschen zu uns abschieben, und dass das nichts bringt, weil es am Schluss ein absolutes Nullsummenspiel ist. Das wissen Sie genau. Das sagt jede Statistik des Innenministeriums, dass das schlichtweg nichts bringt.
Abg. Walter Rosenkranz: Das haben wir alles gelesen! Oja!
Im neuesten Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte heißt es, dass Zurückschiebungen (Abg. Walter Rosenkranz: Das haben wir alles gelesen! Oja!) – genau! – von der Schweiz nach Italien – das ist wieder ein Land, das an der EU-Außengrenze liegt (Abg. Walter Rosenkranz: Italien – vom Menschenrechtsstandard so was von unten durch!) – nicht mehr möglich sind, weil dies dem Artikel 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention widerspricht. Das sind die Probleme, die Sie nicht akzeptieren. (Abg. Darmann: Das ist unglaublich!) Wir brauchen endlich ein gemeinsames europäisches Asylsystem und Quoten für alle europäischen Länder, weil wir sonst die Probleme nicht in den Griff kriegen, wenn wir immer die Länder an den europäischen Außengrenzen im Stich lassen. Dort ist die Situation untragbar. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Walter Rosenkranz: Italien – vom Menschenrechtsstandard so was von unten durch!
Im neuesten Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte heißt es, dass Zurückschiebungen (Abg. Walter Rosenkranz: Das haben wir alles gelesen! Oja!) – genau! – von der Schweiz nach Italien – das ist wieder ein Land, das an der EU-Außengrenze liegt (Abg. Walter Rosenkranz: Italien – vom Menschenrechtsstandard so was von unten durch!) – nicht mehr möglich sind, weil dies dem Artikel 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention widerspricht. Das sind die Probleme, die Sie nicht akzeptieren. (Abg. Darmann: Das ist unglaublich!) Wir brauchen endlich ein gemeinsames europäisches Asylsystem und Quoten für alle europäischen Länder, weil wir sonst die Probleme nicht in den Griff kriegen, wenn wir immer die Länder an den europäischen Außengrenzen im Stich lassen. Dort ist die Situation untragbar. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Darmann: Das ist unglaublich!
Im neuesten Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte heißt es, dass Zurückschiebungen (Abg. Walter Rosenkranz: Das haben wir alles gelesen! Oja!) – genau! – von der Schweiz nach Italien – das ist wieder ein Land, das an der EU-Außengrenze liegt (Abg. Walter Rosenkranz: Italien – vom Menschenrechtsstandard so was von unten durch!) – nicht mehr möglich sind, weil dies dem Artikel 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention widerspricht. Das sind die Probleme, die Sie nicht akzeptieren. (Abg. Darmann: Das ist unglaublich!) Wir brauchen endlich ein gemeinsames europäisches Asylsystem und Quoten für alle europäischen Länder, weil wir sonst die Probleme nicht in den Griff kriegen, wenn wir immer die Länder an den europäischen Außengrenzen im Stich lassen. Dort ist die Situation untragbar. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Im neuesten Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte heißt es, dass Zurückschiebungen (Abg. Walter Rosenkranz: Das haben wir alles gelesen! Oja!) – genau! – von der Schweiz nach Italien – das ist wieder ein Land, das an der EU-Außengrenze liegt (Abg. Walter Rosenkranz: Italien – vom Menschenrechtsstandard so was von unten durch!) – nicht mehr möglich sind, weil dies dem Artikel 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention widerspricht. Das sind die Probleme, die Sie nicht akzeptieren. (Abg. Darmann: Das ist unglaublich!) Wir brauchen endlich ein gemeinsames europäisches Asylsystem und Quoten für alle europäischen Länder, weil wir sonst die Probleme nicht in den Griff kriegen, wenn wir immer die Länder an den europäischen Außengrenzen im Stich lassen. Dort ist die Situation untragbar. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Das sind alles EU-Länder! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Sie sehen das nicht. Schauen Sie sich einmal an, wie die Situation in Griechenland, in Italien und so weiter ist! Und Sie wollen die Leute weiterhin dorthin zurückschicken?! – Das kann nicht funktionieren. Diese Länder sind überfordert mit all den ... (Abg. Strache: Das sind alles EU-Länder! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Sie wissen ganz genau, dass das nicht funktioniert. Lesen Sie sich das Urteil durch! Nach Artikel 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention ist es nicht möglich, jemanden nach Italien zurückzuschieben (Abg. Walter Rosenkranz: Das ist mitten in der EU!), weil das eine erniedrigende oder unmenschliche Behandlung wäre, weil eben dort die Quartiere nicht den Standard haben, den sie haben sollten. Deswegen müssen wir gemeinsam darüber diskutieren, Herr Klubobmann Strache, dass wir ein europäisches Asylsystem haben, dass wir hier innerhalb von Europa nach Quoten aufteilen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Walter Rosenkranz: Genau! Das neue Asylsystem! – Zwischenruf des Abg. Strache.)
Abg. Walter Rosenkranz: Das ist mitten in der EU!
Sie sehen das nicht. Schauen Sie sich einmal an, wie die Situation in Griechenland, in Italien und so weiter ist! Und Sie wollen die Leute weiterhin dorthin zurückschicken?! – Das kann nicht funktionieren. Diese Länder sind überfordert mit all den ... (Abg. Strache: Das sind alles EU-Länder! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Sie wissen ganz genau, dass das nicht funktioniert. Lesen Sie sich das Urteil durch! Nach Artikel 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention ist es nicht möglich, jemanden nach Italien zurückzuschieben (Abg. Walter Rosenkranz: Das ist mitten in der EU!), weil das eine erniedrigende oder unmenschliche Behandlung wäre, weil eben dort die Quartiere nicht den Standard haben, den sie haben sollten. Deswegen müssen wir gemeinsam darüber diskutieren, Herr Klubobmann Strache, dass wir ein europäisches Asylsystem haben, dass wir hier innerhalb von Europa nach Quoten aufteilen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Walter Rosenkranz: Genau! Das neue Asylsystem! – Zwischenruf des Abg. Strache.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Walter Rosenkranz: Genau! Das neue Asylsystem! – Zwischenruf des Abg. Strache.
Sie sehen das nicht. Schauen Sie sich einmal an, wie die Situation in Griechenland, in Italien und so weiter ist! Und Sie wollen die Leute weiterhin dorthin zurückschicken?! – Das kann nicht funktionieren. Diese Länder sind überfordert mit all den ... (Abg. Strache: Das sind alles EU-Länder! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Sie wissen ganz genau, dass das nicht funktioniert. Lesen Sie sich das Urteil durch! Nach Artikel 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention ist es nicht möglich, jemanden nach Italien zurückzuschieben (Abg. Walter Rosenkranz: Das ist mitten in der EU!), weil das eine erniedrigende oder unmenschliche Behandlung wäre, weil eben dort die Quartiere nicht den Standard haben, den sie haben sollten. Deswegen müssen wir gemeinsam darüber diskutieren, Herr Klubobmann Strache, dass wir ein europäisches Asylsystem haben, dass wir hier innerhalb von Europa nach Quoten aufteilen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Walter Rosenkranz: Genau! Das neue Asylsystem! – Zwischenruf des Abg. Strache.)
Abg. Strache: Genau darum geht es bei Dublin II!
Herr Klubobmann Strache! Für europäische Angelegenheiten, und das ist eine europäische Angelegenheit, braucht es gemeinsame europäische Lösungen, und da führt Ihr nationalstaatliches Denken zu keiner Lösung. Das ist das Problem, das Sie nicht sehen. (Abg. Strache: Genau darum geht es bei Dublin II!)
Abg. Kickl: Dann sperren wir zu! Das wäre Ihnen am liebsten!
Deswegen bringe ich abschließend noch folgenden Entschließungsantrag ein (Abg. Kickl: Dann sperren wir zu! Das wäre Ihnen am liebsten!) – Herr Kollege Kickl, ich muss diesen vorlesen –:
Beifall bei den NEOS.
Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Gernot Darmann (FPÖ): Frau Präsidentin! Werte Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Wenn man in den letzten Jahren, aber insbesondere in den letzten Monaten, dem ziellosen Treiben dieser Bundesregierung im Asylwesen zugesehen hat und das verbindet mit den verharmlosenden, mit den verniedlichenden Ausführungen hinsichtlich der Problemstellungen in der Republik Österreich – insbesondere vonseiten des Herrn Klubobmannes Schieder, der im Moment nicht anwesend ist, aber auch des Herrn Klubobmannes Lopatka, aber auch seitens der Grünen –, dann ist man wirklich fassungslos. Ich glaube, auch viele Personen, die hier und heute diese Sitzung zu Hause folgen, werden den Kopf schütteln, welche Realitätsverweigerung hier von Ihrer Seite aus gelebt wird, werte Damen und Herren, welches fehlende Problembewusstsein Sie hier und heute für alle – im besten Sinne des Wortes – „aufmalen“! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Amon: Aber geh!
Es kann doch nicht sein und nicht angehen, dass Sie alle hier herauskommen und tatsächlich die Problemstellungen im Bereich des radikalen Islamismus, im Bereich der inneren Sicherheit an sich, aber insbesondere auch des Asylwesens wegschieben – und stets mit dem Finger auf die Freiheitlichen zeigen. (Abg. Amon: Aber geh!) Die Freiheitlichen sind das Problem, weil wir die Einzigen sind, die sich hier trauen, die Probleme in Österreich tatsächlich anzusprechen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es kann doch nicht sein und nicht angehen, dass Sie alle hier herauskommen und tatsächlich die Problemstellungen im Bereich des radikalen Islamismus, im Bereich der inneren Sicherheit an sich, aber insbesondere auch des Asylwesens wegschieben – und stets mit dem Finger auf die Freiheitlichen zeigen. (Abg. Amon: Aber geh!) Die Freiheitlichen sind das Problem, weil wir die Einzigen sind, die sich hier trauen, die Probleme in Österreich tatsächlich anzusprechen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Amon: Haben Sie es gelesen?
Das Dublin-Abkommen ist seit der gestrigen Entscheidung für den Müll (Abg. Amon: Haben Sie es gelesen?), weil die Republik Österreich ebenso wie die Schweiz in Hinkunft nicht mehr jene Personen, deren Asylverfahren tatsächlich in Italien abgewickelt werden müssten, nach Italien zurückschieben können. Das wurde für die Schweiz entschieden. (Abg. Amon: Haben Sie es gelesen?)
Abg. Amon: Haben Sie es gelesen?
Das Dublin-Abkommen ist seit der gestrigen Entscheidung für den Müll (Abg. Amon: Haben Sie es gelesen?), weil die Republik Österreich ebenso wie die Schweiz in Hinkunft nicht mehr jene Personen, deren Asylverfahren tatsächlich in Italien abgewickelt werden müssten, nach Italien zurückschieben können. Das wurde für die Schweiz entschieden. (Abg. Amon: Haben Sie es gelesen?)
Abg. Kickl: Unglaublich! – Abg. Strache: Wahnsinn! Das ist absurd!
Werte Damen und Herren, das lässt für die Zukunft nur einen Schluss zu: Wenn wir nicht mehr Herr in unserem eigenen Haus sind, weil ein Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte nichts Besseres zu tun hat, als internationale, europäische, also EU-weite vertragliche Vereinbarungen auszuhebeln (Abg. Kickl: Unglaublich! – Abg. Strache: Wahnsinn! Das ist absurd!), ja dann müssen wir vorweg die Grenzen entsprechend dichtmachen und schon an der Grenze aussuchen, wer nach Österreich kommt und wer nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Werte Damen und Herren, das lässt für die Zukunft nur einen Schluss zu: Wenn wir nicht mehr Herr in unserem eigenen Haus sind, weil ein Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte nichts Besseres zu tun hat, als internationale, europäische, also EU-weite vertragliche Vereinbarungen auszuhebeln (Abg. Kickl: Unglaublich! – Abg. Strache: Wahnsinn! Das ist absurd!), ja dann müssen wir vorweg die Grenzen entsprechend dichtmachen und schon an der Grenze aussuchen, wer nach Österreich kommt und wer nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die an sich gegebene Personenverkehrsfreiheit ist mittlerweile insbesondere im Zentralraum Europa, in den doch recht vermögenden Ländern und auch hier in Österreich, eine „Gaunerverkehrsfreiheit“ geworden: eine „Gaunerverkehrsfreiheit“ und auch eine „Diebesgutverkehrsfreiheit“, die es zu bekämpfen gilt. Dafür haben wir auch entsprechende Maßnahmen vorgesehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Jarolim: Das war ziemlich schwach! Aber wir sind ja nichts anderes gewohnt!
Werte Damen und Herren, legen Sie Ihre parteipolitischen Scheuklappen ab! Stimmen Sie solchen Maßnahmen zu: im Sinne der Sicherheit unserer Bevölkerung, im Sinne eines geregelten Asylwesens, das tatsächlich jenen Schutz und Hilfe auf Zeit gewährleistet, die dies nach der Genfer Flüchtlingskonvention auch brauchen und nicht allen, die aus wirtschaftlichen Interessen nach Österreich drängen! – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Jarolim: Das war ziemlich schwach! Aber wir sind ja nichts anderes gewohnt!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wir leben 2014!
Herr Strache, wenn Sie dann wieder sagen, wir haben Einsparungen bei der Polizei, dann denken Sie bitte zurück: Was war zwischen 2000 und 2006? (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wir leben 2014!) – Sie haben damals 3 000 Polizisten eingespart. Sie haben sie damals eingespart. (Abg. Strache: Sie sind seit 2006 in der Verantwortung! Sie haben nichts verbessert!)
Abg. Strache: Sie sind seit 2006 in der Verantwortung! Sie haben nichts verbessert!
Herr Strache, wenn Sie dann wieder sagen, wir haben Einsparungen bei der Polizei, dann denken Sie bitte zurück: Was war zwischen 2000 und 2006? (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wir leben 2014!) – Sie haben damals 3 000 Polizisten eingespart. Sie haben sie damals eingespart. (Abg. Strache: Sie sind seit 2006 in der Verantwortung! Sie haben nichts verbessert!)
Abg. Strache: Das ist ja seit drei Jahren der Missbrauch!
Wenn wir heute von Asylanträgen sprechen, nämlich auch über die Behandlung von Asylanträgen, da würde ich Ihnen empfehlen: Reden Sie mit Ihrem Kollegen Bösch! Er war gestern im Verfassungsausschuss. Dort hat uns der Präsident des Verfassungsgerichtshofes erklärt, dass die Dauer bei Asylverfahren 82 Tage beträgt. – Perfekt. Auch Sie haben in Ihrer letzten Rede sehr stark betont, dass sich da etwas getan hat. Die Zahl der Ablehnungen hat sich in den letzten drei Jahren in keiner Weise geändert; das hat er auch dazu gesagt. – Also von dem, was Sie immer behaupten, kann keine Rede sein. (Abg. Strache: Das ist ja seit drei Jahren der Missbrauch!)
Abg. Strache: Dort, wo noch die Munition gelagert wird im dritten Bezirk in Erdberg!
Dann gibt es noch Anträge von Ihnen. Der erste Antrag, der mir vorliegt, ist: Sie wollen keine Asylwerber mehr in Polizeieinrichtungen, keine Unterbringung von Asylwerbern mehr in Exekutiveinrichtungen. (Abg. Strache: Dort, wo noch die Munition gelagert wird im dritten Bezirk in Erdberg!)
Abg. Strache: Das ist die Einwohnerzahl Eisenstadts jedes Jahr! – Abg. Deimek: eigenartige Philosophie!
Ja, es ist keine einfache Zeit, aber nicht böse sein: Sie sagen, es waren zu Jahresbeginn 22 000 Personen, die in der Grundversorgung sind, jetzt sind es 27 000 Personen. Sie sprechen von einem Zuwachs von 5 000 Personen. – Das ist genant, wenn man sich die Zahlen anhört, weltweit und angesichts des Krieges, der sich jetzt im Nahen Osten abspielt. (Abg. Strache: Das ist die Einwohnerzahl Eisenstadts jedes Jahr! – Abg. Deimek: eigenartige Philosophie!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Amon.
Na, das möchte ich gerne bei Ihnen erleben. Ich bin dafür, dass sie privat untergebracht werden, in kleinen Einheiten. Das ist besser und auch verträglicher für die Bevölkerung. Und ich bin auch dafür, dass es einheitliche Mindeststandards gibt, und diese einheitlichen Mindeststandards gehören kontrolliert. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Amon.)
Abg. Darmann: Sonst fällt Ihnen auch nichts ein!
Mein Kollege hat bereits erwähnt, mit welchen Leuten Sie sich umgeben und mit welchen Leuten Sie da verhandeln. (Abg. Darmann: Sonst fällt Ihnen auch nichts ein!) Ich möchte das noch ergänzen. Sie haben nächste Woche eine Podiumsdiskussion mit einem gewissen Akif Pirinçci. Akif Pirinçci ist ein deutsch-türkischer Schriftsteller, der eigentlich – ich möchte das hier zitieren – über den Blog „Die Achse des Bösen“ berühmt geworden ist. (Abg. Kickl: Ich glaube, es war die SPÖ, die sich !) Es wäre das Beste gewesen, wenn er bei seinen Romanen geblieben wäre, denn er war der, der es am lautesten, am derbsten und am widerlichsten zu den neuen Vertretern der Neuen Rechten geschafft hat.
Abg. Kickl: Ich glaube, es war die SPÖ, die sich !
Mein Kollege hat bereits erwähnt, mit welchen Leuten Sie sich umgeben und mit welchen Leuten Sie da verhandeln. (Abg. Darmann: Sonst fällt Ihnen auch nichts ein!) Ich möchte das noch ergänzen. Sie haben nächste Woche eine Podiumsdiskussion mit einem gewissen Akif Pirinçci. Akif Pirinçci ist ein deutsch-türkischer Schriftsteller, der eigentlich – ich möchte das hier zitieren – über den Blog „Die Achse des Bösen“ berühmt geworden ist. (Abg. Kickl: Ich glaube, es war die SPÖ, die sich !) Es wäre das Beste gewesen, wenn er bei seinen Romanen geblieben wäre, denn er war der, der es am lautesten, am derbsten und am widerlichsten zu den neuen Vertretern der Neuen Rechten geschafft hat.
Abg. Kickl: Mit wem? – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Was hat das mit Asylmissbrauch zu tun?
Er ist einer, der öffentlich „Hooligans gegen Salafisten“ unterstützt, eine Hexenjagd gegen MuslimInnen und WissenschafterInnen initiiert und im Internet gegen Feministinnen hetzt. Und mit dem machen Sie nächste Woche eine öffentliche Veranstaltung? – Gratuliere! (Abg. Kickl: Mit wem? – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Was hat das mit Asylmissbrauch zu tun?)
Abg. Kickl: Spricht man das „u“ und „e“ gemeinsam aus bei Ihrem Namen?!
Was machen Sie weiter? – Ihr eigener Parteikollege aus dem Bezirk Schwechat, Odo Döschl, schreibt Leserbriefe in der „Kronen Zeitung“. (Abg. Kickl: Spricht man das „u“ und „e“ gemeinsam aus bei Ihrem Namen?!) Kann jeder machen, aber da möchte ich nur auszugsweise einiges erwähnen.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Von wem sprechen Sie? – Abg. Darmann: Wie heißt der?
Mit solchen Leuten umgeben Sie sich? Diese Leute machen ganz einfach für Sie Werbung. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Von wem sprechen Sie? – Abg. Darmann: Wie heißt der?)
Abg. Kickl: Haben Sie die falschen Zettel mitgenommen? Von was reden Sie eigentlich?
Ich würde mich ja nicht wundern, wenn diese Geschichte am Naschmarkt mit dieser Verwarnung an einem Auto nicht auch aus einer Feder von Ihnen käme. Da gibt es eine irre Verwarnung. Den Zettel hat er an der Windschutzscheibe seines Autos am Naschmarkt gefunden. Da steht ganz groß auf einem Zettel: Durch Ihr rücksichtsloses Parken beanspruchen Sie einen Stellplatz, der normalerweise für 20 Kamele und einen Treiber ausreicht. Ich wünsche Ihnen einen Motorschaden auf der Autobahn um 23 Uhr, bei minus 26 Grad und Windstärke 12, eine Panne. Ein Grantler. – Zitatende. (Abg. Kickl: Haben Sie die falschen Zettel mitgenommen? Von was reden Sie eigentlich?)
Zwischenrufe bei der FPÖ. – Ironische Heiterkeit des Abg. Walter Rosenkranz.
Ich kann mir schon vorstellen, dass das auch aus einer Feder eines Ihrer Kollegen oder einer Ihrer Kolleginnen kommt. (Zwischenrufe bei der FPÖ. – Ironische Heiterkeit des Abg. Walter Rosenkranz.) Wir von der SPÖ versuchen, dieses Thema aufzugreifen. (Abg. Kickl: Sie sind die Frau Abgeordnete „Lüger“!) Wir versuchen nicht, schmutzige Geschäfte mit den Asylanten zu machen, so wie Sie es machen, und wir versuchen auch, diesen grausamen Terror, wo die IS da „arbeitet“, zu bekämpfen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kickl: Sie sind die Frau Abgeordnete „Lüger“!
Ich kann mir schon vorstellen, dass das auch aus einer Feder eines Ihrer Kollegen oder einer Ihrer Kolleginnen kommt. (Zwischenrufe bei der FPÖ. – Ironische Heiterkeit des Abg. Walter Rosenkranz.) Wir von der SPÖ versuchen, dieses Thema aufzugreifen. (Abg. Kickl: Sie sind die Frau Abgeordnete „Lüger“!) Wir versuchen nicht, schmutzige Geschäfte mit den Asylanten zu machen, so wie Sie es machen, und wir versuchen auch, diesen grausamen Terror, wo die IS da „arbeitet“, zu bekämpfen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich kann mir schon vorstellen, dass das auch aus einer Feder eines Ihrer Kollegen oder einer Ihrer Kolleginnen kommt. (Zwischenrufe bei der FPÖ. – Ironische Heiterkeit des Abg. Walter Rosenkranz.) Wir von der SPÖ versuchen, dieses Thema aufzugreifen. (Abg. Kickl: Sie sind die Frau Abgeordnete „Lüger“!) Wir versuchen nicht, schmutzige Geschäfte mit den Asylanten zu machen, so wie Sie es machen, und wir versuchen auch, diesen grausamen Terror, wo die IS da „arbeitet“, zu bekämpfen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Aber Sie!
Sie hetzen. Das Einzige, was Sie machen, ist, Sie hetzen. Und da bleibe ich bei meiner Aussage: Hetze. Und Sie machen den Menschen Angst. Sie tragen nichts dazu bei, dass es in irgendeiner Art und Weise zu irgendeiner Lösung kommt. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Aber Sie!)
Beifall bei der SPÖ.
dikalen und die Antisemiten von Ihren Listen sitzen!) Wir sind dafür, dass wir unsere Kinder und Jugendlichen schützen, damit sie nicht zu diesem IS-Krieg gehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Gartelgruber: Wie bitte?! – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Aber Sie nehmen es ernst?!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Wenn man sich zum einen die Einberufung dieser Sondersitzung und die Dringliche Anfrage der Freiheitlichen und zum anderen die Debatte und die Art und Weise, wie sie vonseiten der FPÖ geführt wird, ansieht, gewinnt man den Eindruck, dass die FPÖ dieses Thema nicht ernst nimmt. (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Gartelgruber: Wie bitte?! – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Aber Sie nehmen es ernst?!) Ansonsten könnten Sie nicht ein solches politisches Theater aufführen, meine Damen und Herren! (Abg. Kickl: Ich glaube, Sie sind schon zu lange dabei!)
Abg. Kickl: Ich glaube, Sie sind schon zu lange dabei!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Wenn man sich zum einen die Einberufung dieser Sondersitzung und die Dringliche Anfrage der Freiheitlichen und zum anderen die Debatte und die Art und Weise, wie sie vonseiten der FPÖ geführt wird, ansieht, gewinnt man den Eindruck, dass die FPÖ dieses Thema nicht ernst nimmt. (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Gartelgruber: Wie bitte?! – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Aber Sie nehmen es ernst?!) Ansonsten könnten Sie nicht ein solches politisches Theater aufführen, meine Damen und Herren! (Abg. Kickl: Ich glaube, Sie sind schon zu lange dabei!)
Abg. Darmann: Ja natürlich, sonst sehen Sie ja die Probleme nicht!
Wenn Herr Kollege Darmann meint, alle anderen sollten die parteipolitische Brille und die parteipolitischen Scheuklappen ablegen (Abg. Darmann: Ja natürlich, sonst sehen Sie ja die Probleme nicht!), dann würde ich Ihnen, Herr Kollege Darmann, und dem ganzen FPÖ-Klub einmal empfehlen, sich selber die Frage zu stellen, warum Sie mit Ihrer Position hier im Haus so alleine dastehen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Gartelgruber: Haben Sie in letzter Zeit mit der Bevölkerung gesprochen? – Abg. Kickl: Herr Kollege Amon, Sie wollen aber nicht sagen, dass Sie „nicht ganz allein“ sind?! – Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ich trete gerne in einen Diskurs mit Ihnen ein, das kann ich aber nicht mit allen gleichzeitig tun. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Gartelgruber: Haben Sie in letzter Zeit mit der Bevölkerung gesprochen? – Abg. Kickl: Herr Kollege Amon, Sie wollen aber nicht sagen, dass Sie „nicht ganz allein“ sind?! – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wenn Herr Kollege Darmann meint, alle anderen sollten die parteipolitische Brille und die parteipolitischen Scheuklappen ablegen (Abg. Darmann: Ja natürlich, sonst sehen Sie ja die Probleme nicht!), dann würde ich Ihnen, Herr Kollege Darmann, und dem ganzen FPÖ-Klub einmal empfehlen, sich selber die Frage zu stellen, warum Sie mit Ihrer Position hier im Haus so alleine dastehen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Gartelgruber: Haben Sie in letzter Zeit mit der Bevölkerung gesprochen? – Abg. Kickl: Herr Kollege Amon, Sie wollen aber nicht sagen, dass Sie „nicht ganz allein“ sind?! – Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ich trete gerne in einen Diskurs mit Ihnen ein, das kann ich aber nicht mit allen gleichzeitig tun. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wenn Herr Kollege Darmann meint, alle anderen sollten die parteipolitische Brille und die parteipolitischen Scheuklappen ablegen (Abg. Darmann: Ja natürlich, sonst sehen Sie ja die Probleme nicht!), dann würde ich Ihnen, Herr Kollege Darmann, und dem ganzen FPÖ-Klub einmal empfehlen, sich selber die Frage zu stellen, warum Sie mit Ihrer Position hier im Haus so alleine dastehen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Gartelgruber: Haben Sie in letzter Zeit mit der Bevölkerung gesprochen? – Abg. Kickl: Herr Kollege Amon, Sie wollen aber nicht sagen, dass Sie „nicht ganz allein“ sind?! – Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ich trete gerne in einen Diskurs mit Ihnen ein, das kann ich aber nicht mit allen gleichzeitig tun. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl, Kitzmüller und Gartelgruber.
Es ist schon bezeichnend, wie Sie versuchen, sich als diejenigen darzustellen, die Probleme lösen. Ein bisschen hat man ja den Eindruck, dass es Ihnen gelingt, heiße Eisen mit fremden Händen anzufassen und Brände zu löschen, die Sie selber gelegt haben. Das ist ein bisschen die Politik, die die FPÖ hier betreibt! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl, Kitzmüller und Gartelgruber.)
Abg. Kickl: Er gibt gerade ein Interview! Er hat sich gedacht, das ist am besten, wenn Sie reden! – Ruf bei der FPÖ: Und wo ist der Schieder?
Herr Klubobmann Strache stellt sich hier ans Rednerpult – seine eigene Dringliche hat offensichtlich keine so große Bedeutung für ihn, denn er hat die Debatte bereits verlassen (Abg. Kickl: Er gibt gerade ein Interview! Er hat sich gedacht, das ist am besten, wenn Sie reden! – Ruf bei der FPÖ: Und wo ist der Schieder?) – und führt des Langen und Breiten die Vorgänge um den radikalen Islamisten Mohamed M. aus, der rund um die EURO 2008 im Internet relativ detaillierte Pläne präsentiert hat, wie denn Anschläge zu verüben wären. – Das hat Herr Kollege Strache hier dargestellt und dargebracht. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Herr Klubobmann Strache stellt sich hier ans Rednerpult – seine eigene Dringliche hat offensichtlich keine so große Bedeutung für ihn, denn er hat die Debatte bereits verlassen (Abg. Kickl: Er gibt gerade ein Interview! Er hat sich gedacht, das ist am besten, wenn Sie reden! – Ruf bei der FPÖ: Und wo ist der Schieder?) – und führt des Langen und Breiten die Vorgänge um den radikalen Islamisten Mohamed M. aus, der rund um die EURO 2008 im Internet relativ detaillierte Pläne präsentiert hat, wie denn Anschläge zu verüben wären. – Das hat Herr Kollege Strache hier dargestellt und dargebracht. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Rufe bei der FPÖ: Ja, eh!
Nur, es war nicht die FPÖ, die sichergestellt hat, dass die EURO ohne Zwischenfälle über die Bühne gegangen ist, sondern es waren unsere Polizeibehörden, die den Fall aufgedeckt und die entsprechenden Schutzmaßnahmen gesetzt haben. (Rufe bei der FPÖ: Ja, eh!) Denen und dem Bundesamt für Verfassungsschutz gebührt der Dank, meine Damen und Herren, und nicht der FPÖ, die hier versucht, das für sich zu vereinnahmen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Nur, es war nicht die FPÖ, die sichergestellt hat, dass die EURO ohne Zwischenfälle über die Bühne gegangen ist, sondern es waren unsere Polizeibehörden, die den Fall aufgedeckt und die entsprechenden Schutzmaßnahmen gesetzt haben. (Rufe bei der FPÖ: Ja, eh!) Denen und dem Bundesamt für Verfassungsschutz gebührt der Dank, meine Damen und Herren, und nicht der FPÖ, die hier versucht, das für sich zu vereinnahmen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Darmann: Das wissen wir auch! – Weitere Rufe bei der FPÖ: Ja, eh!
Mohamed M. ist verurteilt worden, er ist aus der Haft in der Türkei entlassen worden, und jetzt befindet er sich in einer jener Städte, die von dieser Terrororganisation „Islamischer Staat“ eingenommen worden sind. (Abg. Darmann: Das wissen wir auch! – Weitere Rufe bei der FPÖ: Ja, eh!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
nicht! Darum halte ich ja im Grunde genommen diese Sondersitzung, so wie Sie sie angelegt haben, für falsch, denn es ist kein politisches Theater gefragt, sondern es sind in dieser Angelegenheit die wehrhaften Demokraten gefragt, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Kickl: Sie hätte die Einleitung etwas kürzer halten können! Für das Kasperltheater sind schon Sie zuständig! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Frau Kollegin Kitzmüller, weil Sie da wieder zwischenrufen: Das zeigt ja, welche Chuzpe Sie haben! Sie verlangen eine Sondersitzung, Sie stellen in Ihrer Dringlichen Anfrage 51 Fragen, die die Frau Bundesministerin im Detail beantwortet, und dann gehen Sie, Herr Kickl, hier heraus und kritisieren die Länge der Beantwortung der Fragen. Also das, was Sie da aufführen, ist wirklich ein Kasperltheater, Herr Kollege Kickl! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Kickl: Sie hätte die Einleitung etwas kürzer halten können! Für das Kasperltheater sind schon Sie zuständig! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kitzmüller und Kassegger.
Und dann – Frage 9 – stellen Sie folgende Frage an die Frau Bundesministerin: „Wie viele sind schon zurückgekehrt?“ – Sie meinen die Foreign Fighters, die in jenen Ländern gekämpft haben. Die Frau Bundesministerin beantwortet Ihnen diese Frage und nennt Ihnen eine Zahl: 67. Und was passiert dann da hinten im freiheitlichen Sektor in der Umgebung der Kollegin Kitzmüller? – Sie rufen alle herein: Wo sind die 67? Wo sind sie? – Ja glauben Sie, dass die Frau Bundesministerin hier im Saal eine Liste verteilen wird, wo sich diese 67 Zurückgekehrten aufhalten? (Zwischenrufe der Abgeordneten Kitzmüller und Kassegger.) Das, was Sie hier verlangen, bringt ja keine Sicherheit, sondern das würde Chaos verursachen, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Und dann – Frage 9 – stellen Sie folgende Frage an die Frau Bundesministerin: „Wie viele sind schon zurückgekehrt?“ – Sie meinen die Foreign Fighters, die in jenen Ländern gekämpft haben. Die Frau Bundesministerin beantwortet Ihnen diese Frage und nennt Ihnen eine Zahl: 67. Und was passiert dann da hinten im freiheitlichen Sektor in der Umgebung der Kollegin Kitzmüller? – Sie rufen alle herein: Wo sind die 67? Wo sind sie? – Ja glauben Sie, dass die Frau Bundesministerin hier im Saal eine Liste verteilen wird, wo sich diese 67 Zurückgekehrten aufhalten? (Zwischenrufe der Abgeordneten Kitzmüller und Kassegger.) Das, was Sie hier verlangen, bringt ja keine Sicherheit, sondern das würde Chaos verursachen, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Darmann: ... falsch! – Abg. Kassegger: ... laufen frei herum! Wo sind sie?
Wenn Sie ein ernstes sicherheitspolitisches Interesse hätten, müssten Sie eigentlich froh darüber sein, dass unseren Verfassungsschützern die Anzahl ganz genau bekannt ist, wie viele zurückgekommen sind. (Abg. Darmann: ... falsch! – Abg. Kassegger: ... laufen frei herum! Wo sind sie?) Sehen Sie nicht anhand der Beantwortung der Fragen, wie gut eigentlich unsere Behörden aufgestellt sind? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Der Unterschied zu Ihnen ist jedoch, dass wir uns mit all unseren Maßnahmen auf dem Boden der österreichischen Rechtsordnung, auf dem Boden der europäischen Rechtsordnung befinden, während Sie die europäische Rechtsordnung und auch die österreichische Rechtsordnung außer Kraft setzen wollen, und das geht nicht, meine Damen und Herren von der FPÖ! (Abg. Deimek: Die europäische Rechtsordnung ist, dass wir alles zahlen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kassegger.
Wenn Sie ein ernstes sicherheitspolitisches Interesse hätten, müssten Sie eigentlich froh darüber sein, dass unseren Verfassungsschützern die Anzahl ganz genau bekannt ist, wie viele zurückgekommen sind. (Abg. Darmann: ... falsch! – Abg. Kassegger: ... laufen frei herum! Wo sind sie?) Sehen Sie nicht anhand der Beantwortung der Fragen, wie gut eigentlich unsere Behörden aufgestellt sind? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Der Unterschied zu Ihnen ist jedoch, dass wir uns mit all unseren Maßnahmen auf dem Boden der österreichischen Rechtsordnung, auf dem Boden der europäischen Rechtsordnung befinden, während Sie die europäische Rechtsordnung und auch die österreichische Rechtsordnung außer Kraft setzen wollen, und das geht nicht, meine Damen und Herren von der FPÖ! (Abg. Deimek: Die europäische Rechtsordnung ist, dass wir alles zahlen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Deimek: Die europäische Rechtsordnung ist, dass wir alles zahlen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wenn Sie ein ernstes sicherheitspolitisches Interesse hätten, müssten Sie eigentlich froh darüber sein, dass unseren Verfassungsschützern die Anzahl ganz genau bekannt ist, wie viele zurückgekommen sind. (Abg. Darmann: ... falsch! – Abg. Kassegger: ... laufen frei herum! Wo sind sie?) Sehen Sie nicht anhand der Beantwortung der Fragen, wie gut eigentlich unsere Behörden aufgestellt sind? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Der Unterschied zu Ihnen ist jedoch, dass wir uns mit all unseren Maßnahmen auf dem Boden der österreichischen Rechtsordnung, auf dem Boden der europäischen Rechtsordnung befinden, während Sie die europäische Rechtsordnung und auch die österreichische Rechtsordnung außer Kraft setzen wollen, und das geht nicht, meine Damen und Herren von der FPÖ! (Abg. Deimek: Die europäische Rechtsordnung ist, dass wir alles zahlen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Kickl: Jetzt sind Sie endgültig falsch abgebogen! – Abg. Darmann: Sind wir der Gesetzgeber oder nicht?! – Abg. Kickl: Laden Sie noch ein paar Mal den Herrn Erdoğan ein!
Es geht darum, dass wir uns der Angelegenheit mit aller Sachlichkeit, aber auch in aller Entschiedenheit annehmen und dass jene Maßnahmen, die die Bundesregierung vorgeschlagen hat und die wir hier im Haus beschließen werden – ob Sie dann dabei sind oder nicht –, der richtige Weg sind, um diesem Problem zu begegnen, und nicht Ihre Angstmache! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Kickl: Jetzt sind Sie endgültig falsch abgebogen! – Abg. Darmann: Sind wir der Gesetzgeber oder nicht?! – Abg. Kickl: Laden Sie noch ein paar Mal den Herrn Erdoğan ein!)
Rufe bei der FPÖ: Der Herr Steinwerfer!
Präsident Karlheinz Kopf: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Mag. Steinhauser. – Bitte. (Rufe bei der FPÖ: Der Herr Steinwerfer!)
Ruf bei der FPÖ: Aber einen schwachen!
Abgeordneter Mag. Albert Steinhauser (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Danke an die FPÖ für die aufmunternden Worte! Das motiviert, wenn man zum Rednerpult schreitet. Sie haben erkannt, in mir haben Sie einen Widersacher! (Ruf bei der FPÖ: Aber einen schwachen!)
Ah-Ruf des Abg. Kickl.
Ihr politisches Geschäft machen. (Ah-Ruf des Abg. Kickl.) – Kollege Kickl schüttelt den Kopf, daher vermute ich Variante zwei: Sie haben es nicht verstanden. Daher würde ich es für Sie in einfachen Sätzen zusammenfassen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kickl: Herr Kollege Steinhauser, vor zehn Jahren ...! Jetzt haben Sie den Scherm auf!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kickl: Herr Kollege Steinhauser, vor zehn Jahren ...! Jetzt haben Sie den Scherm auf!
Ihr politisches Geschäft machen. (Ah-Ruf des Abg. Kickl.) – Kollege Kickl schüttelt den Kopf, daher vermute ich Variante zwei: Sie haben es nicht verstanden. Daher würde ich es für Sie in einfachen Sätzen zusammenfassen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kickl: Herr Kollege Steinhauser, vor zehn Jahren ...! Jetzt haben Sie den Scherm auf!)
Abg. Kassegger: Sachlich falsch!
Erstens: Es ist nicht überraschend, in Syrien herrscht Krieg, daher steigen die Flüchtlingszahlen, da Personen von Vergewaltigung, Mord und Verschleppung bedroht sind. (Abg. Kassegger: Sachlich falsch!) – Sachlich falsch? In Syrien herrscht kein Krieg? – Na bitte, da haben wir schon den Beweis: Sie haben es nicht verstanden! (Abg. Kassegger: Sachlich falsch! 80 Prozent ...!
Abg. Darmann: Der Asylmissbrauch ist begrenzt worden, das ist ein riesiger Unterschied!
Zweitens: Die Flüchtlingszahlen sind im Moment definitiv niedriger als zu Zeiten von Schwarz-Blau, obwohl sie im Ansteigen sind. Damals, als Sie die Verantwortung getragen haben, hat es 40 000 Flüchtlinge gegeben. Ich werfe Ihnen das nicht vor. Vermutlich war es auch damals aufgrund der Afghanistan-Krise so, dass Personen Schutz gesucht haben. Im Moment sind es 17 000. (Abg. Darmann: Der Asylmissbrauch ist begrenzt worden, das ist ein riesiger Unterschied!)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Drittens: 95 Prozent der Flüchtlinge finden in den Nachbarstaaten Asyl und Unterkunft. Ihr Hinweis, die Nachbarstaaten sollen etwas tun, geht ins Leere, wenn 95 Prozent dort Aufnahme finden. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kickl: Oder Linksextremismus! Können Sie das Wort aussprechen?
Und fünftens, und das ist eine Selbstverständlichkeit: Totalitäre Einstellungen und Intoleranz – egal, welcher Ideologie oder Anschauung: ob islamistischer Fundamentalismus oder Rechtsextremismus – haben keinen Platz und werden unseren Widerspruch finden! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kickl: Oder Linksextremismus! Können Sie das Wort aussprechen?)
Abg. Walter Rosenkranz: ...Hetze!
Sehr geehrte Damen und Herren von der FPÖ, die Polarisierung, die Sie betreiben, wird nicht weiterhelfen. Ich sage Ihnen etwas: Ich will nicht, dass Wien Köln wird. Dazu muss man ein paar Worte sagen. Köln ist zum einen die Hochburg der Salafisten. Wir wollen auch nicht, dass Wien die Hochburg der Salafisten wird. (Abg. Walter Rosenkranz: ...Hetze!) Köln war aber auch vor Kurzem Schauplatz einer großen Hooligan-Demonstration, im Zuge derer es zu massiven und schweren Ausschreitungen gekommen ist. Es haben sich die Hooligans aus ganz Europa dort versammelt – vermeintlich, um gegen Salafismus zu demonstrieren, tatsächlich, um dort Angst und Schrecken zu verbreiten und zu randalieren. (Abg. Deimek: Da müssen Sie bei Schieder senior nachfragen!) Ein Polizeigewerkschafter hat gesagt – und ich glaube, die deutsche Polizei ist einiges gewohnt –, das ist eine neue Qualität an Gewalt gewesen.
Abg. Deimek: Da müssen Sie bei Schieder senior nachfragen!
Sehr geehrte Damen und Herren von der FPÖ, die Polarisierung, die Sie betreiben, wird nicht weiterhelfen. Ich sage Ihnen etwas: Ich will nicht, dass Wien Köln wird. Dazu muss man ein paar Worte sagen. Köln ist zum einen die Hochburg der Salafisten. Wir wollen auch nicht, dass Wien die Hochburg der Salafisten wird. (Abg. Walter Rosenkranz: ...Hetze!) Köln war aber auch vor Kurzem Schauplatz einer großen Hooligan-Demonstration, im Zuge derer es zu massiven und schweren Ausschreitungen gekommen ist. Es haben sich die Hooligans aus ganz Europa dort versammelt – vermeintlich, um gegen Salafismus zu demonstrieren, tatsächlich, um dort Angst und Schrecken zu verbreiten und zu randalieren. (Abg. Deimek: Da müssen Sie bei Schieder senior nachfragen!) Ein Polizeigewerkschafter hat gesagt – und ich glaube, die deutsche Polizei ist einiges gewohnt –, das ist eine neue Qualität an Gewalt gewesen.
Ah-Ruf des Abg. Kickl
Diese Kundgebung richtet sich gegen die Eröffnung eines muslimischen Kulturzentrums (Ah-Ruf des Abg. Kickl), und keine Frage, in diesem muslimischen Kulturzentrum ist auch eine Imam-Schule untergebracht (Ah-Ruf des Abg. Kickl), und zwar von einem Dachverband, der von der nationalreligiösen Organisation „Millî Görüş“ unterstützt wird. (Neuerlicher Ah-Ruf des Abg. Kickl.) Keine Frage: „Millî Görüş“ findet unsere Ablehnung. (Abg. Kickl: Aber geh!) Und es gibt nur eine Antwort darauf: Die Forderung, dass Imame öffentlich und transparent universitär ausgebildet werden – und nicht in irgendwelchen Organisationen der „Millî Görüş“.
Ah-Ruf des Abg. Kickl
Diese Kundgebung richtet sich gegen die Eröffnung eines muslimischen Kulturzentrums (Ah-Ruf des Abg. Kickl), und keine Frage, in diesem muslimischen Kulturzentrum ist auch eine Imam-Schule untergebracht (Ah-Ruf des Abg. Kickl), und zwar von einem Dachverband, der von der nationalreligiösen Organisation „Millî Görüş“ unterstützt wird. (Neuerlicher Ah-Ruf des Abg. Kickl.) Keine Frage: „Millî Görüş“ findet unsere Ablehnung. (Abg. Kickl: Aber geh!) Und es gibt nur eine Antwort darauf: Die Forderung, dass Imame öffentlich und transparent universitär ausgebildet werden – und nicht in irgendwelchen Organisationen der „Millî Görüş“.
Neuerlicher Ah-Ruf des Abg. Kickl.
Diese Kundgebung richtet sich gegen die Eröffnung eines muslimischen Kulturzentrums (Ah-Ruf des Abg. Kickl), und keine Frage, in diesem muslimischen Kulturzentrum ist auch eine Imam-Schule untergebracht (Ah-Ruf des Abg. Kickl), und zwar von einem Dachverband, der von der nationalreligiösen Organisation „Millî Görüş“ unterstützt wird. (Neuerlicher Ah-Ruf des Abg. Kickl.) Keine Frage: „Millî Görüş“ findet unsere Ablehnung. (Abg. Kickl: Aber geh!) Und es gibt nur eine Antwort darauf: Die Forderung, dass Imame öffentlich und transparent universitär ausgebildet werden – und nicht in irgendwelchen Organisationen der „Millî Görüş“.
Abg. Kickl: Aber geh!
Diese Kundgebung richtet sich gegen die Eröffnung eines muslimischen Kulturzentrums (Ah-Ruf des Abg. Kickl), und keine Frage, in diesem muslimischen Kulturzentrum ist auch eine Imam-Schule untergebracht (Ah-Ruf des Abg. Kickl), und zwar von einem Dachverband, der von der nationalreligiösen Organisation „Millî Görüş“ unterstützt wird. (Neuerlicher Ah-Ruf des Abg. Kickl.) Keine Frage: „Millî Görüş“ findet unsere Ablehnung. (Abg. Kickl: Aber geh!) Und es gibt nur eine Antwort darauf: Die Forderung, dass Imame öffentlich und transparent universitär ausgebildet werden – und nicht in irgendwelchen Organisationen der „Millî Görüş“.
Abg. Darmann: Seid ihr gegen Demonstrationen? Die Grünen sind gegen die Demonstrationsfreiheit!
man das macht!): „Gemeinsam gegen radikalen Islamismus! Wir verstehen eure Wut!“ (Abg. Darmann: Seid ihr gegen Demonstrationen? Die Grünen sind gegen die Demonstrationsfreiheit!)
Abg. Kickl: So ein Schmarrn! Sie wissen genau, dass wir damit nichts zu tun haben!
Wen Sie mit „gemeinsam“ meinen und wessen „Wut“ Sie verstehen, ist nicht ganz klar. Ich sage Ihnen aber, wer sich angesprochen fühlt: Angesprochen fühlt sich eine sogenannte HoGeSa Reisegemeinschaft, das ist die Abkürzung für „Hooligans gegen Salafisten Reisegemeinschaft“ (Abg. Kickl: So ein Schmarrn! Sie wissen genau, dass wir damit nichts zu tun haben!), und das ist jene Truppe an Hooligans, die aus Österreich nach Köln gepilgert ist, um dort zu randalieren. Die mobilisiert jetzt wiederum in Deutschland, zu Ihrer Kundgebung zu kommen. (Abg. Kickl: Das ist unglaublich! Wollen Sie das Demonstrationsrecht einschränken? Das glaube ich, dass Sie das wollen! Nur die Grünen dürfen demonstrieren!) – Ich erkläre es Ihnen; hören Sie gut zu! Sie werden morgen Ihr Wunder erleben, wenn Sie sehen, wer neben Ihnen stehen wird – oder vielleicht sind Sie gar nicht verwundert, weil Sie sogar damit rechnen. (Abg. Kickl: Das ist ja unerhört! Das ist ja unglaublich! Mit denen wollen wir nichts zu tun haben! Aber Sie werden es nicht so weit bringen, dass nur die Grünen demonstrieren dürfen!)
Abg. Kickl: Das ist unglaublich! Wollen Sie das Demonstrationsrecht einschränken? Das glaube ich, dass Sie das wollen! Nur die Grünen dürfen demonstrieren!
Wen Sie mit „gemeinsam“ meinen und wessen „Wut“ Sie verstehen, ist nicht ganz klar. Ich sage Ihnen aber, wer sich angesprochen fühlt: Angesprochen fühlt sich eine sogenannte HoGeSa Reisegemeinschaft, das ist die Abkürzung für „Hooligans gegen Salafisten Reisegemeinschaft“ (Abg. Kickl: So ein Schmarrn! Sie wissen genau, dass wir damit nichts zu tun haben!), und das ist jene Truppe an Hooligans, die aus Österreich nach Köln gepilgert ist, um dort zu randalieren. Die mobilisiert jetzt wiederum in Deutschland, zu Ihrer Kundgebung zu kommen. (Abg. Kickl: Das ist unglaublich! Wollen Sie das Demonstrationsrecht einschränken? Das glaube ich, dass Sie das wollen! Nur die Grünen dürfen demonstrieren!) – Ich erkläre es Ihnen; hören Sie gut zu! Sie werden morgen Ihr Wunder erleben, wenn Sie sehen, wer neben Ihnen stehen wird – oder vielleicht sind Sie gar nicht verwundert, weil Sie sogar damit rechnen. (Abg. Kickl: Das ist ja unerhört! Das ist ja unglaublich! Mit denen wollen wir nichts zu tun haben! Aber Sie werden es nicht so weit bringen, dass nur die Grünen demonstrieren dürfen!)
Abg. Kickl: Das ist ja unerhört! Das ist ja unglaublich! Mit denen wollen wir nichts zu tun haben! Aber Sie werden es nicht so weit bringen, dass nur die Grünen demonstrieren dürfen!
Wen Sie mit „gemeinsam“ meinen und wessen „Wut“ Sie verstehen, ist nicht ganz klar. Ich sage Ihnen aber, wer sich angesprochen fühlt: Angesprochen fühlt sich eine sogenannte HoGeSa Reisegemeinschaft, das ist die Abkürzung für „Hooligans gegen Salafisten Reisegemeinschaft“ (Abg. Kickl: So ein Schmarrn! Sie wissen genau, dass wir damit nichts zu tun haben!), und das ist jene Truppe an Hooligans, die aus Österreich nach Köln gepilgert ist, um dort zu randalieren. Die mobilisiert jetzt wiederum in Deutschland, zu Ihrer Kundgebung zu kommen. (Abg. Kickl: Das ist unglaublich! Wollen Sie das Demonstrationsrecht einschränken? Das glaube ich, dass Sie das wollen! Nur die Grünen dürfen demonstrieren!) – Ich erkläre es Ihnen; hören Sie gut zu! Sie werden morgen Ihr Wunder erleben, wenn Sie sehen, wer neben Ihnen stehen wird – oder vielleicht sind Sie gar nicht verwundert, weil Sie sogar damit rechnen. (Abg. Kickl: Das ist ja unerhört! Das ist ja unglaublich! Mit denen wollen wir nichts zu tun haben! Aber Sie werden es nicht so weit bringen, dass nur die Grünen demonstrieren dürfen!)
Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.
Das sind genau jene Hooligans, die sich über Ihre Demonstration freuen, die in Köln randaliert haben! (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das wollen wir in Wien nicht! Das ist genau jener Punkt, wo die Schnittstelle der FPÖ zum Rechtsextremismus sichtbar wird. (Abg. Kickl: Typische grüne Täter-Opfer-Umkehr!)
Abg. Kickl: Typische grüne Täter-Opfer-Umkehr!
Das sind genau jene Hooligans, die sich über Ihre Demonstration freuen, die in Köln randaliert haben! (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das wollen wir in Wien nicht! Das ist genau jener Punkt, wo die Schnittstelle der FPÖ zum Rechtsextremismus sichtbar wird. (Abg. Kickl: Typische grüne Täter-Opfer-Umkehr!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Abg. Kickl: Das würde euch so passen, dass nur mehr Grüne demonstrieren dürfen! – Abg. Walter Rosenkranz: Das ist ja das Problem der Linken! Die Demokratie ist immer dann ..., wenn die linke Mehrheit gefährdet ist! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, klar ist: Rechtsextremismus ist keine Antwort auf islamistischen Fundamentalismus! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Abg. Kickl: Das würde euch so passen, dass nur mehr Grüne demonstrieren dürfen! – Abg. Walter Rosenkranz: Das ist ja das Problem der Linken! Die Demokratie ist immer dann ..., wenn die linke Mehrheit gefährdet ist! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Darmann: Gutes Geschäft!
Aber auf der anderen Seite, meine sehr verehrten Damen und Herren, schieben einander Bund und Länder diese heiße Asyl-Kartoffel immer gegenseitig zu. In erster Linie geht es um die Erfüllung der Quoten. Der Bund nimmt die Länder in die Pflicht; die Länder nehmen den Bund in die Pflicht. Dieses Ping-Pong-Spiel funktioniert immer so lange, bis einer die Nerven verliert: Wie heuer im September – unsere Klubobfrau Dr. Nachbaur hat es schon angesprochen –, als das Innenministerium in der steirischen 600-Seelen-Ortschaft Steinhaus, die zur Gemeinde Spital am Semmering gehört, kurzerhand ein Hotel gepachtet und quasi über Nacht das „Haus Semmering“ in ein Erstaufnahmezentrum mit 200 Betten umwandelte – und das, obwohl Steinhaus am Semmering zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Quartiere mit insgesamt 70 Asylwerbern beheimatet hat. (Abg. Darmann: Gutes Geschäft!)
Beifall beim Team Stronach.
Wer so über die Menschen drüberfährt, darf sich nicht wundern, wenn er dann die Rechnung präsentiert bekommt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Verantwortung punkto Flüchtlingsaufteilung in Europa muss endlich gerecht verteilt werden! Solidarität ist keine Einbahnstraße! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Nochmals: Verträge sind einzuhalten, und jedes EU-Land muss entsprechend den EU-Regeln Asylwerber aufnehmen; das wäre fair, und so steht es auch geschrieben. Aber solange dieser Schulterschluss in der europäischen Asyl- und Flüchtlingspolitik nicht gelingt und andere EU-Staaten nicht endlich ihren Asylverpflichtungen nachkommen, spreche ich mich hier ganz klar und deutlich dafür aus, dass in Österreich wieder temporäre Grenzkontrollen eingeführt werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb habe ich auch an die Frau Bundesministerin für Inneres eine nach Bezirken aufgeschlüsselte Anfrage betreffend Grenzraumüberwachung im Burgenland gestellt. Ich freue mich auf Ihre Antwort, Frau Bundesministerin, denn genau anhand dieser Erkenntnisse wird man temporäre Grenzkontrollen nicht nur wieder einführen müssen, meine sehr verehrten Damen und Herren, sondern wird diese in weiterer Folge klar rechtfertigen können. – Danke sehr. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Kickl: Wie heißt der ganze Titel? – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Er kann nicht lesen! – Abg. Kickl: So viel zum Thema Redlichkeit!
Abgeordneter Mag. Nikolaus Alm (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! Die FPÖ hat jetzt schon das zweite Mal zu einer Veranstaltung eingeladen, die „Islamisierung“ im Titel trägt. Ich habe schon letztes Mal gesagt, dass die FPÖ die Wortwahl mit Bedacht trifft, denn „Islamisierung“ bedeutet bei ihr nichts anderes als eine Verbindung der Themen Asylwerbung, Zuwanderung und hier lebende Muslime unter einem Begriff. (Abg. Kickl: Wie heißt der ganze Titel? – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Er kann nicht lesen! – Abg. Kickl: So viel zum Thema Redlichkeit!)
Abg. Kickl: Das haben Sie nicht verstanden, aber das wundert mich nicht!
Es ist ungeheuerlich und eigentlich auch erstaunlich, wie Klubobmann Strache in einem Satz von Islamismus zu Traiskirchen zur Ostmafia eine Brücke schlägt und so versucht, die ganze Kriminalität mit diesem einen Begriff zu vereinen. (Abg. Kickl: Das haben Sie nicht verstanden, aber das wundert mich nicht!)
Abg. Walter Rosenkranz: Um Gottes willen!
Dem gegenüber stellen Sie das „wehrhafte Christentum“, und Klubobmann Strache hat selbst von einer offensiven Gegenbewegung gesprochen, die er hier initiieren will. Das heißt, Sie von der FPÖ instrumentalisieren Religion dazu, zwei Bevölkerungsgruppen scheinbar zu homogenisieren und dann gegeneinander zu mobilisieren. Das ist das altbekannte Muster der FPÖ, das Sie immer wieder spielen – und dieses Muster wird leider auch zum Teil von den Regierungsparteien übernommen. (Abg. Walter Rosenkranz: Um Gottes willen!)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
ne direkte Finanzierung der Religionsgemeinschaft wie bei anderen, aber auch die Finanzierung aus dem Ausland soll verboten werden. Und das ist beispiellos und müsste eigentlich auch auf andere Religionsgesellschaften übertragen werden. Aber fragen Sie einmal bei der Russisch-Orthodoxen Kirche oder bei der Israelitischen Kultusgemeinde, fragen Sie bei den Evangelischen Kirchen, was die von solch einem Finanzierungsverbot aus dem Ausland halten würden! (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Abg. Kickl: „Islamophobie“, ach so!
„Der Islamgesetzesentwurf ist damit zu einer Manifestation einer juristisch institutionalisierten Islamophobie geworden.“ (Abg. Kickl: „Islamophobie“, ach so!)
Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.
Das ist nichts anderes als der Aufruf zu Mord. Und das ist kein totes Recht. Das ist nichts, das irgendwo in einem Buch steht und einem Übersetzungsfehler unterliegt, sondern das sind Dinge, die exekutiert werden. (Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.)
Abg. Kickl: Da wollt ihr ein Gesetz dafür haben?
(Abg. Kickl: Da wollt ihr ein Gesetz dafür haben?)
Abg. Kickl: Es kommt nicht auf die Zahl an!
Abschließend: Der „Islamische Staat“ ist tatsächlich ein Problem. Die Islamisierung, die gibt es nicht, das habe ich das letzte Mal schon empirisch belegt. Es gibt nur einen ganz kleinen Teil von gläubigen Muslimen überhaupt, die in Österreich leben. Und hier von einer Islamisierung zu sprechen und damit die ganzen kriminellen Akte zu verbinden, wie das Ihr Kollege Klubobmann Strache getan hat, ist nicht richtig; das ist meilenweit von der Realität entfernt. (Abg. Kickl: Es kommt nicht auf die Zahl an!)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Das heißt, wir brauchen eine ehrliche Auseinandersetzung über dieses Problemfeld. Das, was wir nicht brauchen, ist eine politische Instrumentalisierung von Religion, wie sie die FPÖ betreibt. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Und wir brauchen auch kein Islamgesetz, das die Mitglieder einer Religion unter Generalverdacht stellt. Das Erste ist Bösartigkeit, und das Zweite ist eher Hilflosigkeit im Umgang mit der Thematik. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Das heißt, wir brauchen eine ehrliche Auseinandersetzung über dieses Problemfeld. Das, was wir nicht brauchen, ist eine politische Instrumentalisierung von Religion, wie sie die FPÖ betreibt. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Und wir brauchen auch kein Islamgesetz, das die Mitglieder einer Religion unter Generalverdacht stellt. Das Erste ist Bösartigkeit, und das Zweite ist eher Hilflosigkeit im Umgang mit der Thematik. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Walser: Bravo!
Zu den bisherigen Ausführungen der Grünen: Das glaube ich schon, dass Sie sich besser fühlen, wenn Sie mit dem schwarzen Block aufmarschieren und Ihre Demonstrationen machen. Ich möchte mich dazu nicht weiter verbreitern (Abg. Walser: Bravo!); es ist bereits hinlänglich darauf eingegangen worden, aber da sind ohnehin Hopfen und Malz verloren. Man muss Sie nur vor einer Angst wirklich befreien: Ich kann Sie beruhigen, die Demokratie ist mit Sicherheit nicht in Gefahr, wenn es nicht linke Mehrheiten gibt. Diese Urangst sollten Sie einmal ablegen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zu den bisherigen Ausführungen der Grünen: Das glaube ich schon, dass Sie sich besser fühlen, wenn Sie mit dem schwarzen Block aufmarschieren und Ihre Demonstrationen machen. Ich möchte mich dazu nicht weiter verbreitern (Abg. Walser: Bravo!); es ist bereits hinlänglich darauf eingegangen worden, aber da sind ohnehin Hopfen und Malz verloren. Man muss Sie nur vor einer Angst wirklich befreien: Ich kann Sie beruhigen, die Demokratie ist mit Sicherheit nicht in Gefahr, wenn es nicht linke Mehrheiten gibt. Diese Urangst sollten Sie einmal ablegen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Wir Freiheitlichen wollen eigentlich nichts anderes, als dass die Rechtsordnung eingehalten wird (Beifall bei der FPÖ): das Asylgesetz, Dublin II, Schengen-Verträge. Nichts anderes wollen wir als die Einhaltung der Gesetze und dort, wo es Beobachtungen gibt und wo es notwendig ist, ein wenig Nachschärfungen.
Beifall bei der FPÖ.
Ich glaube, wenn man sich manche Ideen der NEOS, die sie hier auch geäußert haben, und Ansichten genauer überlegt, dann muss man sagen, dass es vonseiten der NEOS vom politischen Zusammenhang her durchaus logisch und konsequent gedacht ist, die Drogen freizugeben. Denn wenn man all das umsetzen würde, was die NEOS verlangen – ich muss mich outen, ich habe im Gegensatz zu Herrn Strolz noch nichts mit verbotenen Substanzen zu tun gehabt –, all das umsetzen würde, was die NEOS hier von sich geben, dann könnte man wahrscheinlich ohne Drogennebel nicht überleben. So gesehen ist diese Aufhebung also durchaus logisch und konsequent gedacht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Mit keinem Wort sagt da das Bundeskanzleramt: Das ist eine Sauerei, egal, ob Männer oder Frauen gesteinigt werden!, sondern man zerbricht sich den Kopf darüber, wie die Steinigung dort jetzt gegendert oder frauengerechter erfolgen kann. Es ist unerhört, welche Dinge mit unserem Steuergeld gemacht werden! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Nach den Ausführungen des Kollegen Kickl, der als Erster nach der Frau Bundesminister gesprochen und das Zeitmanagement kritisiert hat, muss ich sagen: Anstatt den Ausführungen der anderen Redner hier im Haus hätte ich lieber der Frau Bundesministerin noch länger zugehört, denn diese dürfte wirklich eine Ahnung haben, die sie allerdings offensichtlich dem Klub der ÖVP beziehungsweise den Regierungsfraktionen nicht mitteilt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was die Grenzsicherung betrifft, möchte ich am Schluss noch eine Frage an die Frau Bundesministerin richten: Was macht man mit einem Asylwerber, der es trotz europäischer Solidarität an den Schengen-Außengrenzen, die sich nämlich einen feuchten Kehricht drum kümmert, einfach zu uns geschafft hat, illegal, ohne Ausweis, dessen Identität man nicht feststellen kann? – Den werden Sie selbst mit dem besten Polizeiapparat nicht loswerden, da jede Botschaft sagen wird: Den haben wir nicht, den kennen wir nicht, den wollen wir auch nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Meine Damen und Herren auf der Galerie und vor den Bildschirmen! Es ist eigentlich unnötig, eine staatspolitische Frage immer wieder auf solch einem Niveau zu diskutieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kickl: Nicht immer das Gleiche!
Wenn man Ihnen zuhört, stellt man sich schon die Frage, über welches Land hier eigentlich debattiert wird. (Abg. Kickl: Nicht immer das Gleiche!) – Doch, weil es die Wahrheit ist, Herr Kollege Kickl.
Abg. Kickl: Herr Pendl! Wie viele Mitglieder hat die Baader-Meinhof-Bande gebraucht, um Deutschland zu terrorisieren? Wie viele waren das?
Nehmen Sie zur Kenntnis: Österreich ist eines der sichersten Länder, und Wien ist eine der sichersten Großstädte! (Abg. Kickl: Herr Pendl! Wie viele Mitglieder hat die Baader-Meinhof-Bande gebraucht, um Deutschland zu terrorisieren? Wie viele waren das?) Aber ich sage – Herr Kollege, ganz unaufgeregt –: Jede einzelne Straftat ist eine zu viel!
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich freue mich – ich weiß nicht, ob Sie gestern im Hause anwesend waren und zugehört haben –: In den zuständigen Ausschüssen beider Kammern hier im Hause wurde sowohl vom Verwaltungs- als auch vom Verfassungsgerichtshof die erstklassige Qualität unserer Fremdenbehörden und ihrer Bescheide zum Ausdruck gebracht. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schieder.
Aus rechtsstaatlicher Sicht können wir sagen: Ein Danke allen, die diese Qualität im rechtsstaatlichen Sinne leisten, und wir können sie nur vor den Vorhang bitten. (Zwischenruf des Abg. Schieder.) Es ist nicht richtig, diesen Bereich zu kritisieren (Abg. Strache: Was Sie da verzapfen, ist unglaublich!), denn diese Kolleginnen und Kollegen leisten in demokratiepolitischer, in rechtsstaatlicher Hinsicht hervorragende Arbeit.
Abg. Strache: Was Sie da verzapfen, ist unglaublich!
Aus rechtsstaatlicher Sicht können wir sagen: Ein Danke allen, die diese Qualität im rechtsstaatlichen Sinne leisten, und wir können sie nur vor den Vorhang bitten. (Zwischenruf des Abg. Schieder.) Es ist nicht richtig, diesen Bereich zu kritisieren (Abg. Strache: Was Sie da verzapfen, ist unglaublich!), denn diese Kolleginnen und Kollegen leisten in demokratiepolitischer, in rechtsstaatlicher Hinsicht hervorragende Arbeit.
Abg. Darmann: Faktisch ja!
Herr Kollege Darmann, seien Sie mir bitte nicht böse, es ist nicht Dublin II gehoben worden. Man muss sich ein Erkenntnis halt auch anschauen. (Abg. Darmann: Faktisch ja!) – Nein.
Abg. Walter Rosenkranz: Eben, richtig!
Italien erfüllt überhaupt keine Kriterien, das ist das Problem. Und darum müssen wir schauen, dass wir innerhalb der Europäischen Union zu gleichen Standards kommen, denn dann gibt es diese Diskussion nicht und diese Entscheidungen erst recht nicht. (Abg. Walter Rosenkranz: Eben, richtig!) Aber pauschal zu sagen, da sei Dublin gehoben worden, ist schlicht und ergreifend unrichtig. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Italien erfüllt überhaupt keine Kriterien, das ist das Problem. Und darum müssen wir schauen, dass wir innerhalb der Europäischen Union zu gleichen Standards kommen, denn dann gibt es diese Diskussion nicht und diese Entscheidungen erst recht nicht. (Abg. Walter Rosenkranz: Eben, richtig!) Aber pauschal zu sagen, da sei Dublin gehoben worden, ist schlicht und ergreifend unrichtig. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Strache: Wer ist seit 2006 in der Verantwortung? Seit 2006? Wer ist seit 2006 in der Regierung? Das sind Sie, Herr Kollege, 2006 bis 2014!
Herr Klubobmann Strache, ich erspare es Ihnen nicht, denn Sie stellen sich jedes Mal hier ans Rednerpult und sagen, wie diese Regierung die Sicherheit gefährdet. Es war – ich erinnere mich gut daran und habe es Ihnen erst vorige Woche hier gesagt – ein blauer Finanzminister, es war eine blaue Vizekanzlerin, zuständig für den öffentlichen Dienst (Abg. Strache: Wer ist seit 2006 in der Verantwortung? Seit 2006? Wer ist seit 2006 in der Regierung? Das sind Sie, Herr Kollege, 2006 bis 2014!) Da waren Sie es noch! Ja, ja.
Ruf: Versachlichen!
Versachen wir ganz einfach diese Diskussion (Ruf: Versachlichen!) aus humanitären Gründen (Abg. Strache: „Versachen“ ist ein neuer Kunstbegriff!), aus menschlichen Gründen. Dazu lade ich Sie sehr herzlich ein. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: „Versachen“ ist ein neuer Kunstbegriff!
Versachen wir ganz einfach diese Diskussion (Ruf: Versachlichen!) aus humanitären Gründen (Abg. Strache: „Versachen“ ist ein neuer Kunstbegriff!), aus menschlichen Gründen. Dazu lade ich Sie sehr herzlich ein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Versachen wir ganz einfach diese Diskussion (Ruf: Versachlichen!) aus humanitären Gründen (Abg. Strache: „Versachen“ ist ein neuer Kunstbegriff!), aus menschlichen Gründen. Dazu lade ich Sie sehr herzlich ein. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Walter Rosenkranz: Wo war 2004 die Schengen-Außengrenze? Rein sachlich! Ich lade ein, das zu klären! Rein sachlich!
Präsident Karlheinz Kopf: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Dr. Winzig. (Abg. Walter Rosenkranz: Wo war 2004 die Schengen-Außengrenze? Rein sachlich! Ich lade ein, das zu klären! Rein sachlich!) – Bitte, Frau Abgeordnete Winzig, Sie sind am Wort. Herr Dr. Rosenkranz wird Sie sicher nicht daran hindern wollen. (Abg. Walter Rosenkranz: Absolut nicht! Nie im Leben!)
Abg. Walter Rosenkranz: Absolut nicht! Nie im Leben!
Präsident Karlheinz Kopf: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Dr. Winzig. (Abg. Walter Rosenkranz: Wo war 2004 die Schengen-Außengrenze? Rein sachlich! Ich lade ein, das zu klären! Rein sachlich!) – Bitte, Frau Abgeordnete Winzig, Sie sind am Wort. Herr Dr. Rosenkranz wird Sie sicher nicht daran hindern wollen. (Abg. Walter Rosenkranz: Absolut nicht! Nie im Leben!)
Abg. Strache: Sie lernen wirklich nichts dazu!
Es wird Ihnen auch heute nicht gelingen, egal, wie aggressiv oder wie laut Sie Ihre Redebeiträge anlegen, denn Fakt ist: Österreich gehört zu den sichersten Ländern! Das wissen unsere Bürgerinnen und Bürger (Abg. Strache: Sie lernen wirklich nichts dazu!), unsere Unternehmerinnen und Unternehmer (Abg. Strache: ... Parolen, aber Sie lernen nichts dazu!), aber genauso unsere ausländischen Investoren und die internationalen Organisationen zu schätzen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Strache: ... Parolen, aber Sie lernen nichts dazu!
Es wird Ihnen auch heute nicht gelingen, egal, wie aggressiv oder wie laut Sie Ihre Redebeiträge anlegen, denn Fakt ist: Österreich gehört zu den sichersten Ländern! Das wissen unsere Bürgerinnen und Bürger (Abg. Strache: Sie lernen wirklich nichts dazu!), unsere Unternehmerinnen und Unternehmer (Abg. Strache: ... Parolen, aber Sie lernen nichts dazu!), aber genauso unsere ausländischen Investoren und die internationalen Organisationen zu schätzen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Es wird Ihnen auch heute nicht gelingen, egal, wie aggressiv oder wie laut Sie Ihre Redebeiträge anlegen, denn Fakt ist: Österreich gehört zu den sichersten Ländern! Das wissen unsere Bürgerinnen und Bürger (Abg. Strache: Sie lernen wirklich nichts dazu!), unsere Unternehmerinnen und Unternehmer (Abg. Strache: ... Parolen, aber Sie lernen nichts dazu!), aber genauso unsere ausländischen Investoren und die internationalen Organisationen zu schätzen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Wie viel?
Fakt ist auch, dass sich Österreich seit 140 Jahren zur Anerkennung von Religionsgemeinschaften bekennt. Bei einem Islam-Anteil von 6,8 Prozent in der Bevölkerung (Abg. Kickl: Wie viel?) kann ja wohl nicht von Islamisierung, die wir im Übrigen auch nicht unterstützen, die Rede sein. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Wie war es vor zehn Jahren?) Daher muss eine klare Unterscheidung von Islam auf der einen Seite und Terrormiliz auf der anderen Seite getroffen werden. Wie kommen unsere gut integrierten moslemischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Firmen dazu, dass sie mit irgendwelchen Fanatikern in einen Topf geworfen werden? – Diese Rückmeldung bekomme ich mittlerweile von ihnen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Wie war es vor zehn Jahren?
Fakt ist auch, dass sich Österreich seit 140 Jahren zur Anerkennung von Religionsgemeinschaften bekennt. Bei einem Islam-Anteil von 6,8 Prozent in der Bevölkerung (Abg. Kickl: Wie viel?) kann ja wohl nicht von Islamisierung, die wir im Übrigen auch nicht unterstützen, die Rede sein. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Wie war es vor zehn Jahren?) Daher muss eine klare Unterscheidung von Islam auf der einen Seite und Terrormiliz auf der anderen Seite getroffen werden. Wie kommen unsere gut integrierten moslemischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Firmen dazu, dass sie mit irgendwelchen Fanatikern in einen Topf geworfen werden? – Diese Rückmeldung bekomme ich mittlerweile von ihnen.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Daher eine klare Trennung: In Österreich ist kein Platz für Dschihadisten, Terroristen und Extremisten. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Die Frau Innenministerin, aber auch der Herr Justizminister, der Herr Außenminister, die Regierungsparteien setzen sich ganz klar gegen Hass, gegen Hetze ein. Ich hoffe, dass die diesbezüglichen Gesetze dann auch mit großer Mehrheit beschlossen werden. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Daher eine klare Trennung: In Österreich ist kein Platz für Dschihadisten, Terroristen und Extremisten. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Die Frau Innenministerin, aber auch der Herr Justizminister, der Herr Außenminister, die Regierungsparteien setzen sich ganz klar gegen Hass, gegen Hetze ein. Ich hoffe, dass die diesbezüglichen Gesetze dann auch mit großer Mehrheit beschlossen werden. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Deimek: ... eigentlich Regierungsaufgabe! Da bleiben Sie darauf sitzen!
Natürlich brauchen wir neben den legistischen Maßnahmen auch präventive Maßnahmen, um dem Terror den Kampf anzusagen. (Abg. Deimek: ... eigentlich Regierungsaufgabe! Da bleiben Sie darauf sitzen!) Jugendliche, vor allem muslimische Jugendliche, fühlen sich in unserer Gesellschaft oft ausgeschlossen. Sie können keine Perspektive erkennen und sind damit für alle Arten von Rattenfängern sehr empfänglich. Auch solche Plakate, wie sie Frau Kollegin Korun schon angeschnitten hat, „Daham statt Islam“, tragen nicht zu einer weiteren Integration bei.
Abg. Deimek: ... wird nicht ernst genommen!
Wir haben in unserem Bezirk, dem Bezirk Vöcklabruck, eine langjährige Erfahrung mit Asylanten, nicht nur durch die Erstaufnahmestelle West. Wir sagen also „Erstaufnahmestelle“ und nicht „Lager“ dazu, Herr Strache, wir erfüllen auch mit 800 Asylanten ständig unsere Aufgabe vorbildlich! Mir ist auch nicht bekannt, dass unser Bezirk, der noch dazu sechs Autobahnabfahrten hat, unsicherer wäre oder dass die Kriminalitätsrate höher als in vergleichbaren Bezirken ist. (Abg. Deimek: ... wird nicht ernst genommen!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
(Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei Grünen, SPÖ, ÖVP und NEOS
Ja, es läuten schon längst die Alarmglocken: Wir brauchen dringend eine rasche, zügige Friedens- und Flüchtlingslösung (Beifall bei Grünen, SPÖ, ÖVP und NEOS) und keine Sondersitzung, die nur Ängste schürt! (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.
Ja, es läuten schon längst die Alarmglocken: Wir brauchen dringend eine rasche, zügige Friedens- und Flüchtlingslösung (Beifall bei Grünen, SPÖ, ÖVP und NEOS) und keine Sondersitzung, die nur Ängste schürt! (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.)
Abg. Rädler: Genau!
Die Weltbevölkerung hat auch bei Halabdscha weggeschaut, wo Kurdinnen und Kurden von Saddam mit biochemischen Waffen vergast worden sind, wo Tausende Kinderleichen auf den Straßen lagen, weil dieser süße Apfelgeruch draußen so angenehm war. Das war genau dieser Diktator Saddam, der mit Jörg Haider befreundet war. (Abg. Rädler: Genau!)
Abg. Walter Rosenkranz: Ich glaube, da ist eher der Kollege Heinzl ...!
Es haben auch genau diejenigen weggeschaut, als Tausende von Menschen ermordet und geköpft wurden, als Frauen vergewaltigt und versklavt wurden. Und es waren genau diejenigen, die weggeschaut haben (Abg. Walter Rosenkranz: Ich glaube, da ist eher der Kollege Heinzl ...!), die sich heute über die ganzen Flüchtlinge aufregen.
Abg. Kickl – in Richtung SPÖ –: ... fahrt ihr wieder einmal nach Nordkorea!
Aus diesem Grund muss es unser Ziel sein, mehr Flüchtlinge in der EU aufzunehmen und auch von Gewalt betroffenen, suizidgefährdeten Frauen und Mädchen Schutz zu bieten. (Abg. Kickl – in Richtung SPÖ –: ... fahrt ihr wieder einmal nach Nordkorea!) Wer angesichts der schwierigen und eskalierenden Lage in der Region wirklich Verantwortung übernehmen und nicht nur Nichtstun kaschieren will, muss sich einfach umfassend, klug durchdacht und langfristig engagieren.
Beifall bei den Grünen. – Ironische Heiterkeit des Abg. Walter Rosenkranz.
Kurz noch zum Redebeitrag von Herrn Kollegen Rosenkranz: Die Demokratie ist gerade deswegen gefährdet, weil es viel zu viele rechte Mehrheiten gibt! – Danke sehr. (Beifall bei den Grünen. – Ironische Heiterkeit des Abg. Walter Rosenkranz.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.
Wenn sie aber als Vorwand für die Verbreitung einer totalitären Ideologie verwendet werden, wird auch dieser demokratische Grundkonsens negiert. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
In diesem Sinne ist es berechtigt, das Bekenntnis eines jeden Asylwerbers zu unserem Rechtsstaat verstärkt zu hinterfragen: wird die Demokratie wirklich bejaht, oder werden demokratische Spielregeln am Ende ausgenutzt? Humanitäre Hilfe steht außer Frage. Diese steht jedem Flüchtling zu. Da hat Österreich seit jeher einen großzügigen Beitrag geleistet. Aber angesichts der Radikalisierung ist große Vorsicht geboten, und es ist genau zu dokumentieren, wen wir aufnehmen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Eines frage ich mich schon: Warum nehmen die sagenhaft reichen Ölscheichtümer und Königreiche kaum Flüchtlinge auf? – Anstatt Glaubensbrüdern aus der Nachbarschaft zu helfen, werden offensichtlich lieber radikale Moscheevereine finanziert oder dieses skurrile Dialogzentrum hier in Wien. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Die Opfer des Terrors werden durch die protektionistische Asylpolitik mancher Nachbarstaaten gezwungen, Tausende Kilometer weiter nach Europa zu flüchten. Wir müssen uns dessen bewusst sein, dass ein vielleicht nicht unbeträchtlicher Teil jener, die wir hier aufnehmen, ebenso für eine islamische Gesellschaftsordnung eintritt. Die Hoffnung, dass sich radikale Muslime in Europa deradikalisieren lassen, geht nicht auf, wie das Beispiel von Tausenden aus Europa kommenden Dschihad-Kämpfern zeigt. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Daher: Wir wollen hier in Österreich und in Europa – und das betone ich besonders, meine Damen und Herren – gemeinsam mit unseren muslimischen Mitbürgern in Frieden leben. Aber wir setzen auch voraus, dass diese muslimischen Mitbürger die Werte der westlichen Demokratien und des säkularen Staates anerkennen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Aber: Sicherheit ist das oberste Gebot! Deshalb müssen wir alle Anstrengungen unternehmen, die innere und äußere Sicherheit unseres Staates zu gewährleisten. Ich möchte nicht von meinen Kindern einmal den Vorwurf hören, wir hätten zu spät auf eine klare Bedrohung reagiert! – Danke schön. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Wenn man nämlich schaut, unter welchen Umständen wir die Menschen hier auf ihre Asylentscheidung warten lassen (Zwischenrufe bei der FPÖ), dann muss man sagen: Wir drängen sie in eine eben nicht selbst gewählte (Abg. Peter Wurm: 48 Tage!) – ich rechne es Ihnen gern vor, Kollege Wurm –, in eine nicht selbst gewählte Abhängigkeit vom Staat. Man gibt den Menschen, die man so lange nicht einer Erwerbstätigkeit nachgehen lässt, obwohl sie es sehr wahrscheinlich wollten, einfach auch ein Gefühl
Abg. Peter Wurm: 48 Tage!
Wenn man nämlich schaut, unter welchen Umständen wir die Menschen hier auf ihre Asylentscheidung warten lassen (Zwischenrufe bei der FPÖ), dann muss man sagen: Wir drängen sie in eine eben nicht selbst gewählte (Abg. Peter Wurm: 48 Tage!) – ich rechne es Ihnen gern vor, Kollege Wurm –, in eine nicht selbst gewählte Abhängigkeit vom Staat. Man gibt den Menschen, die man so lange nicht einer Erwerbstätigkeit nachgehen lässt, obwohl sie es sehr wahrscheinlich wollten, einfach auch ein Gefühl
Zwischenrufe bei der FPÖ.
der Nutzlosigkeit. Es weiß jeder, dass längere Zeiten der Untätigkeit dem Selbstwertgefühl schaden. Wir sollten diesen Menschen die Möglichkeit geben, auch etwas mehr Selbstachtung zu gewinnen, während sie hier sind. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das würde nicht nur den Menschen selber helfen, sondern auch den Österreichern integrativ und im Verständnis helfen.
Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.
In den Fällen, wo Fachkräfte hierher gekommen sind, kann die Wirtschaft dieses Potenzial nutzen. Der Staatshaushalt wird entlastet, wenn sich diese Menschen selbst versorgen können. (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.)
Beifall bei den NEOS.
Sie argumentieren damit, dass dadurch dem Lohndumping Tür und Tor geöffnet würde, aber das ist vielmehr dann der Fall, wenn Sie die Menschen in die Illegalität drängen beziehungsweise auf den Schwarzmarkt, wo sie für irgendwelche läppischen Euros arbeiten müssen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der FPÖ
Abgeordneter Mario Kunasek (FPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Ich bin froh, dass es diese Sondersitzung heute gibt, weil dadurch wieder einmal klar wird, welche Partei, welche Fraktion sich für die Bevölkerung in Österreich einsetzt und welche Fraktionen nichts anderes zu tun haben, als hier FPÖ-Bashing zu betreiben (Beifall bei der FPÖ), eine Partei zu kriminalisieren; wobei sie genauso wenig zur Lösung des Problems beitragen, wie sie uns immer vorwerfen, meine sehr geehrten Damen und Herren.
Beifall bei der FPÖ.
Herr Abgeordneter Loacker! Ich frage mich, wie dieser Antrag, den Sie jetzt vorgebracht haben, ankommt bei den Hunderttausenden von Arbeitslosen in Österreich, die von dieser Idee wahrscheinlich eher wenig halten werden. Auch da bin ich froh, dass wir eine klare Positionierung haben und für unsere Österreicher einstehen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da hat es eher so ausgesehen, als ob Sie alleine gewesen wären. Da war die FPÖ nämlich bereits Erste. Ich kann es Ihnen bereits heute prophezeien: Wenn Sie so weitertun, dann werden wir nächstes Jahr bei der Landtagswahl in der Steiermark Ähnliches erleben. (Beifall bei der FPÖ.) Ich glaube eher, dass Sie mit Ihrer Meinung und mit Ihrer Positionierung hier falsch liegen.
Beifall bei der FPÖ.
Frau Innenministerin! Das ich kann Ihnen nicht ersparen: Heute bei der Beantwortung der Dringlichen Anfrage, ist einiges zutage getreten, zu dem wir Freiheitliche sagen, so kann es nicht sein. Wenn Sie nicht in der Lage sind, uns Fragen zu beantworten wie zum Beispiel die Frage, wie viele offene Asylverfahren es in Österreich noch gibt, weil es eine EDV-Umstellung und deshalb Probleme gibt, dann sage ich ganz offen, hier in diesem Haus: Das ist eine Verhöhnung des Parlamentarismus und der Abgeordneten in diesem Saal! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Ich würde Ihnen dringend empfehlen, nämlich vor allem den Abgeordneten von SPÖ und ÖVP, einmal Ihre geschützten Wohnbereiche, Ihre Luxuswohngegenden auch einmal zu verlassen, in Graz am Rosenhain oder in Wien in Hietzing oder in anderen Bereichen, und auch mit den Menschen zu sprechen. Da lade ich Sie sehr herzlich zu mir in die Steiermark nach Graz ein. Ich lade Sie ein, dort einmal nach Einbruch der Dunkelheit den Volksgarten zu durchschreiten. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und des Abg. Hagen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, da ist es doch klar, dass die Exekutivbeamten, die dort Dienst versehen, sich auf den Kopf greifen und sagen: Es kann doch nicht sein, dass in diesem sensiblen Bereich, in den Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, beim Portier keinen Einlass finden werden, Asylwerber ein- und ausgehen. (Beifall bei der FPÖ und des Abg. Hagen.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Abgeordneter Pendl, machen Sie sich keine Sorgen! Solange es solche Missstände gibt, wird es auch die FPÖ geben, die diese Missstände aufzeigt. Und ich sage ganz klar: Ja, es braucht schnellere Asylverfahren! Ich sage: Ja, es braucht eine schärfere Asylgesetzgebung! Und ich sage auch ganz klar: Ja, straffällige Asylwerber haben ihr Gastrecht in Österreich verwirkt! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordnete Martina Diesner-Wais (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren im Parlament! Herr Kollege Kunasek, Angst zu schüren war noch nie ein guter Ratgeber! (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich muss sagen, ich lebe in Österreich und ich bin froh, hier zu leben, denn Österreich ist eines der sichersten Länder (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Abgeordnete Martina Diesner-Wais (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren im Parlament! Herr Kollege Kunasek, Angst zu schüren war noch nie ein guter Ratgeber! (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich muss sagen, ich lebe in Österreich und ich bin froh, hier zu leben, denn Österreich ist eines der sichersten Länder (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wir von der ÖVP und von der Bundesregierung stehen für eine vernünftige Sicherheitspolitik, für Solidarität und für das friedliche Miteinander der Religionen, mit Rechten und natürlich auch Pflichten, aber wir sind gegen Hass, gegen Hetze und gegen Radikalismus. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Yilmaz.
In diesem Sinne bin ich auch zuversichtlich, dass wir diese heiklen Aufgaben erfüllen können, und zwar in solidarischer Form. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Yilmaz.)
Abg. Strache: Für Sie wahrscheinlich!
Abgeordneter Dr. Harald Walser (Grüne): Herr Präsident! Geschätzte Ministerin! Herr Minister! Hohes Haus! Herr Kollege Strache, das nennt man einen Schuss ins eigene Knie, diese Dringliche heute. (Abg. Strache: Für Sie wahrscheinlich!) Die Spannung ist da einigermaßen heraußen, Kraut-und-Rüben-Diskussion – und das, wovon Sie sprechen oder was Ihr Anliegen ist, ist eigentlich schwer herauszufiltern.
Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wenn Ihnen also Kollege Kickl das nächste Mal einen Vorschlag macht, bitte nachdenken und vielleicht hinterfragen – und nicht nach zwei Wochen wieder dieselbe Anfrage stellen. Das ist eigentlich eine Missachtung des Hohen Hauses und indiskutabel. (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe des Abg. Strache.
Mir kommt vor, das ist inzwischen ein Grundproblem der Freiheitlichen Partei in ganz Österreich: Niemand will sie mehr! (Zwischenrufe des Abg. Strache.) Und warum will Sie niemand mehr? – Wegen genau dieser Art von Politik, die Sie hier heute wieder präsentiert haben. (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP. – Abg. Kickl: Ihnen wünsche ich schon deshalb ein Mandat, damit Sie in der Schule kein Unheil anrichten!)
Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP. – Abg. Kickl: Ihnen wünsche ich schon deshalb ein Mandat, damit Sie in der Schule kein Unheil anrichten!
Mir kommt vor, das ist inzwischen ein Grundproblem der Freiheitlichen Partei in ganz Österreich: Niemand will sie mehr! (Zwischenrufe des Abg. Strache.) Und warum will Sie niemand mehr? – Wegen genau dieser Art von Politik, die Sie hier heute wieder präsentiert haben. (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP. – Abg. Kickl: Ihnen wünsche ich schon deshalb ein Mandat, damit Sie in der Schule kein Unheil anrichten!)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
heute ja schon mehrfach dokumentiert worden. Wir brauchen Integration von Mitbürgerinnen und Mitbürgern, und wir brauchen, sagen wir, eine Situation, wo wir auch mit Asylwerberinnen und Asylwerbern menschlich umgehen. Malen Sie da, bitte, nicht immer den Teufel an die Wand und sprechen Sie bitte nicht immer von Flüchtlingswellen! (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Sie haben die Zahlen gehört. 27 000, sofern ich mich richtig erinnere, ist die aktuelle Zahl. Erinnern Sie sich daran, was Österreich im Jahr 1956 in der Lage war, an Flüchtlingen aufzunehmen: In kürzester Zeit 180 000! Niemand hat gejammert, weil das eine Selbstverständlichkeit ist, dass man Menschen in Not hier in diesem Land aufnimmt. – Das sei Ihnen ins Stammbuch geschrieben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Das, glaube ich, unterscheidet alle Parteien hier von Ihrer Partei in diesem Hohen Haus. Wir haben sehr unterschiedliche Auffassungen darüber, was zu tun ist. Aber worüber wir uns alle einig sind, ist, dass wir bei dieser Vorgangsweise sorgsam sein müssen und dass wir nicht weiter Öl ins Feuer gießen dürfen, so wie Sie das machen, und auch da hat es genug Beispiele gegeben. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich habe es mir hier extra herausnotiert. In Wirklichkeit war das ein Gemisch von wirren Formulierungen mit eindeutig rechtsextremem Hintergrund – das ist von etlichen Fachleuten, beispielsweise vom Politologen Reinhold Gärtner von der Universität Innsbruck, gerade heute wieder dokumentiert worden. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Und Sie gehen hin und rechtfertigen so etwas. Sie polemisieren gegen das Deserteursdenkmal, tun so, als ob die verantwortlichen Parteien für alle Deserteure wären. Sie verschweigen, dass es hier ganz spezifisch um jene Deserteure aus der Deutschen Wehrmacht geht, die nicht mehr an einem verbrecherischen Krieg teilnehmen wollten und sich diesem Dienst entzogen haben; was die heutige Gesellschaft in Form eines Denkmals anerkannt hat, und das ist gut so! (Beifall bei Grünen und SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Strache.
Meine Redezeit ist offensichtlich um. Ich hätte jetzt gerne noch weitere Beispiele gebracht, etwa Ihren Vorarlberger Klubobmann Egger, der einen Leserbrief gepostet hat, den auch Sie auf ihrer Facebook-Seite gepostet haben, in dem steht, dass alle Türken Österreich verachten; worauf Ihr Herr Klubobmann Egger „Wie wahr!“ gepostet hat. Das hat er unterstützt. (Zwischenruf des Abg. Strache.)
Beifall bei Grünen und SPÖ. – Abg. Strache: Bei solchen Lehrern muss man Angst um die Schüler haben! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Das ist Ihr Bild, das ist Ihre Form von Politik, und deshalb sind Sie so isoliert, wie Sie derzeit in Österreich dastehen! – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und SPÖ. – Abg. Strache: Bei solchen Lehrern muss man Angst um die Schüler haben! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Aufgrund des Schengener Abkommens darf die Polizei aber an den Grenzen direkt nicht mehr kontrollieren, sondern nur noch im Hinterland. Und dort sind die Verkehrswege natürlich wesentlich weiter auseinander. Ich kann das also nicht mehr so zentral kontrollieren; was natürlich den Straftätern, die unser Land verlassen wollen, entgegenkommt, weil die Polizei nicht überall sein kann. Das heißt, ich kann es komprimieren mit temporären Grenzkontrollen. Deswegen ist der Antrag der Freiheitlichen völlig richtig und zu unterstützen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine Damen und Herren, das sollte uns zu denken geben, und wir sollten uns Gedanken darüber machen, ob es nicht sinnvoll wäre, im Asylbereich europaweit gleiche Standards zu schaffen, sodass die Last etwas gerechter aufgeteilt wird. Ich bin schon für einen guten Rechtsschutz in Österreich, aber es kann nicht sein, dass wir die Hauptbelastung tragen und die anderen Länder sich die Hände reiben. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bedanke mich an dieser Stelle bei unserer Ministerin, Frau Johanna Mikl-Leitner, dass sie sich auf europäischer Ebene immer wieder für eine entsprechende Regelung einsetzt und auch immer wieder bereit ist, den Finger auf diese Wunde zu legen. Danke, Frau Ministerin! (Beifall bei der ÖVP.)
Die Abgeordneten der FPÖ nehmen wieder ihre Plätze ein. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es ist namentliche Abstimmung verlangt worden. (Die Abgeordneten der FPÖ nehmen wieder ihre Plätze ein. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Bitte um Ruhe!
Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Lueger beziehungsweise den Schriftführer Gahr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Wahlurne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Lueger beziehungsweise den Schriftführer Gahr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Wahlurne.)
Beifall bei den Grünen.
Ich nehme an, die Staatsanwaltschaft hat vollkommen korrekt gehandelt, auch das Ressort hat das betreut, es ist alles rechtens. Das nehme ich an zugunsten der Justiz, zu Ihren Gunsten und vielleicht auch im Sinne der rechtsstaatlichen Funktionalität in Österreich, aber: Warum wird nicht erklärt, aufgrund welcher Tatsachen eingestellt wird? Warum erfahren wir Abgeordneten, nur weil ich frage, was los ist, dass das Verfahren eingestellt worden ist? Warum gibt es keine offensive Informationspolitik vonseiten der Staatsanwaltschaft im Sinne des Rufes der Justiz, im Sinne dessen, dass wir gleiches Recht für alle haben, im Sinne der Abwicklung von korrekten Vorgängen? – Diese offensive Informationspolitik fehlt mir, und mir fehlt vor allem auch Ihrerseits eine ganz korrekte Beantwortung der Anfrage, warum das jetzt eingestellt worden ist. (Beifall bei den Grünen.)
Bundesminister Brandstetter schüttelt den Kopf.
Dann geht es ins Kabinett. Im Kabinett landet es zunächst beim Referenten, dann geht es zum Kabinettschef und dann – in clamorosen Fällen – zum Herrn Minister. (Bundesminister Brandstetter schüttelt den Kopf.) – Oder auch nicht. Sie schütteln den Kopf, aber normalerweise könnte das bei Ihnen landen, sage ich jetzt einmal vorsichtshalber.
Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.
Herr Minister, Sie waren so freundlich und haben angekündigt, auch öffentlich angekündigt, dass Sie diese Berichtspflicht einer Reform unterziehen wollen, deshalb frage ich Sie jetzt nicht nur: Wann fällt endlich die Entscheidung im Ministerium, im Ressort, darüber, ob Anklageerhebung oder nicht?, sondern ich frage zusätzlich, und das ist mir sehr wichtig pro futuro: Wann gedenken Sie diese Form der Berichtspflicht, die ich jetzt in zwölf Stationen kurz aufgezählt habe, zu beenden und durch eine sinnvollere zu ersetzen? (Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister, ich erwarte mir – das ist der endgültige Schlusssatz, getrennt durch einen Beistrich vom vorangegangenen –, dass Ihre Leistung beim Beantworten von Anfragen in Zukunft umfangreicher, korrekter und sozusagen fachkompetenter wird. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Bundesminister für Justiz Dr. Wolfgang Brandstetter: Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren Abgeordnete! Ich will natürlich spezifisch auch auf das eingehen, was Frau Abgeordnete Moser gesagt hat, deshalb werde ich von meinem Redemanuskript etwas abweichen, ich möchte aber die Gelegenheit – und es ist für mich die erste Gelegenheit, das zu tun – nicht versäumen, jenen Oppositionsparteien herzlich für die konstruktive Mitwirkung zu danken, die am 23. Oktober hier im Plenum bei der Abschaffung des Überschneidungsverbots aus dem Jahr 1920 mitgestimmt und damit in sehr konstruktiver Weise die Verfassungsmehrheit für den Wegfall dieser völlig unsinnigen Regelungen gesichert haben, die uns im Bereich der Gerichtsstandortreform sehr behindert haben. Dafür bin ich dankbar. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Moser: Ja, jetzt!
Und dazu möchte ich schon eines sagen: Diese vielen Instanzen, Frau Abgeordnete, die Sie jetzt aufgezählt haben, gibt es in der Form nicht. Warum? – Es handelt sich hier um Fälle, die von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft bearbeitet worden sind (Abg. Moser: Ja, jetzt!) – nein, nein –, und die hat überhaupt keine Berichtspflicht zwischendurch. Vorsicht! Es kann gar nicht passieren, dass durch irgendwelche Schritte dazwischen Berichte gemacht werden müssen. Wir haben hier Gott sei Dank eine extrem eingeschränkte Berichtspflicht. Sie muss nach der derzeitigen Rechtslage nur ganz am Ende bei der Enderledigung berichten. Das ist ein wichtiger Punkt, und das ist auch genau meine Antwort auf Ihre Frage, was wir denn in Bezug auf die Berichtspflichten tun wollen. Was auf jeden Fall aus meiner Sicht – ich sage das ganz offen – kommen sollte, ist eine Reduzierung der Berichtspflicht nach dem Muster der WKStA.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sicht der Justiz nicht nur teilweise, sondern zur Gänze vertrauen kann. – Ich danke einmal vorläufig. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Moser: Eine gute Anfragebeantwortung ist ganz wichtig!
Ich war auch im Untersuchungsausschuss, wie viele andere hier auch, und insofern versteht man dann in dem einen oder anderen Fall das eine oder andere Vorgehen auch der Staatsanwaltschaft nicht ganz. Aber es liegt nicht an uns, hier Kritik zu üben. Es gibt für alles immer Gründe. Wichtig ist, glaube ich, nur die Transparenz (Abg. Moser: Eine gute Anfragebeantwortung ist ganz wichtig!), dass wir immer wissen: Wie wird vorgegangen? Und: Ist das allen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern gegenüber die gleiche Vorgangsweise?
Beifall bei der SPÖ.
Der Justiz-Tower, muss man sagen, ist natürlich ein kompletter Wahnsinn und reißt der Justiz nach wie vor ununterbrochen enorme Beträge aus dem Säckel. Die Riemergasse steht leer. Das Gleiche ist beim Jugendgerichtshof der Fall. Also was in dieser Zeit – das war um 2002, 2003; Böhmdorfer war damals am Ruder – passiert ist, ist nach wie vor ein echter Schaden für die Justiz. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne glaube ich, dass es auch notwendig ist, solche Anfragebeantwortungen im Rahmen einer Kurzdebatte zu besprechen, um nicht allenfalls den Vorwurf im Raum stehen zu lassen, dass der Herr Minister vielleicht keine korrekte Anfragebeantwortung getätigt hätte. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Moser: Das hab ich schon oft angeregt!
Interesse sind! Und wird es jetzt kommen, dass die Frage des parlamentarischen Interpellationsrechts – und da liegt meiner Ansicht nach eigentlich die Crux – in den verschiedensten Bereichen – ich spreche da jetzt zum Beispiel den Kulturbereich an, jetzt haben wir da eine Anfrage aus dem Justizbereich –, sogar je nach Ressort, unterschiedlich gehandhabt wird, mit unterschiedlicher Intensität? Da sollte eigentlich das Parlament insgesamt, vielleicht im Rahmen einer Präsidiale oder wie auch immer, einmal sagen, wie wir das eigentlich haben wollen. (Abg. Moser: Das hab ich schon oft angeregt!) Es schwirren auch die unterschiedlichsten Gutachten durch die Gegend, was die Frage betrifft, wo der Datenschutz beginnt, wo er aufhört und Ähnliches.
Abg. Rädler: Scharfmacher!
Und jetzt zu diesen jungen Staatsanwälten: Das sind eigentlich Menschen, die eine sehr gute Ausbildung hinter sich haben. Und weil Sie von den jungen Staatsanwälten reden: Ich kann damit aus meiner Sicht nämlich nichts Abwertendes verbinden, im Gegenteil, das sind nämlich die, die hungrig sind, die wirklich voll dahinter sind, die im wahrsten Sinne des Wortes „Blut lecken“ – unter Anführungszeichen –, die Karriere machen wollen, die fleißig sind und so weiter. Also ich bin sehr froh, wenn das unter Umständen junge Staatsanwälte bekommen (Abg. Rädler: Scharfmacher!) und nicht vielleicht ein Staatsanwalt, der ganz kurz vor der Pensionierung steht und gesagt hat: Na ja, die zwei Monate bis zur Pension werde ich jetzt nicht mehr viel machen! (Abg. Wöginger: Das ist aber auch eine Unterstellung!) Da bin ich eher froh darüber, dass es derartig junge und engagierte Staatsanwälte in den Behörden gibt, die das angreifen. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Wöginger: Das ist aber auch eine Unterstellung!
Und jetzt zu diesen jungen Staatsanwälten: Das sind eigentlich Menschen, die eine sehr gute Ausbildung hinter sich haben. Und weil Sie von den jungen Staatsanwälten reden: Ich kann damit aus meiner Sicht nämlich nichts Abwertendes verbinden, im Gegenteil, das sind nämlich die, die hungrig sind, die wirklich voll dahinter sind, die im wahrsten Sinne des Wortes „Blut lecken“ – unter Anführungszeichen –, die Karriere machen wollen, die fleißig sind und so weiter. Also ich bin sehr froh, wenn das unter Umständen junge Staatsanwälte bekommen (Abg. Rädler: Scharfmacher!) und nicht vielleicht ein Staatsanwalt, der ganz kurz vor der Pensionierung steht und gesagt hat: Na ja, die zwei Monate bis zur Pension werde ich jetzt nicht mehr viel machen! (Abg. Wöginger: Das ist aber auch eine Unterstellung!) Da bin ich eher froh darüber, dass es derartig junge und engagierte Staatsanwälte in den Behörden gibt, die das angreifen. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Und jetzt zu diesen jungen Staatsanwälten: Das sind eigentlich Menschen, die eine sehr gute Ausbildung hinter sich haben. Und weil Sie von den jungen Staatsanwälten reden: Ich kann damit aus meiner Sicht nämlich nichts Abwertendes verbinden, im Gegenteil, das sind nämlich die, die hungrig sind, die wirklich voll dahinter sind, die im wahrsten Sinne des Wortes „Blut lecken“ – unter Anführungszeichen –, die Karriere machen wollen, die fleißig sind und so weiter. Also ich bin sehr froh, wenn das unter Umständen junge Staatsanwälte bekommen (Abg. Rädler: Scharfmacher!) und nicht vielleicht ein Staatsanwalt, der ganz kurz vor der Pensionierung steht und gesagt hat: Na ja, die zwei Monate bis zur Pension werde ich jetzt nicht mehr viel machen! (Abg. Wöginger: Das ist aber auch eine Unterstellung!) Da bin ich eher froh darüber, dass es derartig junge und engagierte Staatsanwälte in den Behörden gibt, die das angreifen. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
wenn sie mahlen, dann sehr klein. Und auch Al Capone wurde nicht mit dem rauchenden Revolver erwischt, sondern nur über ein Finanzvergehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wöginger: Da haben wir es schon!
tiviert! (Abg. Wöginger: Da haben wir es schon!) Hätte sie die Weisung damals nicht gegeben, dann hätte vermutlich die Opposition gesagt: Na, da hätte sie ja eine Weisung geben müssen! Da ist ja nicht alles ermittelt! – Der Fall Faymann zeigt also genau diese Problematik, wie schwierig das Problem zu lösen ist. Und es gibt nur eine Lösung: dass man solche Entscheidungen raus aus dem politischen Tagesgeschäft nimmt und die Spitze als Weisungsorgan zum Justizministerium nimmt. Dann ist das aus dem tagespolitischen Geschäft draußen, und dann hat eine Vorgangsweise eine andere Akzeptanz.
Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen
Auch diese Problematik muss man sehen. Ich begrüße es grundsätzlich, wenn man die Berichtspflicht dahin gehend einschränkt, wie Sie es gesagt haben – bei einem neuen Modell muss man das ohnedies durchdenken, aber die Problematik bleibt ja auch mit einer anderen Weisungsspitze bestehen –, dass nur mehr über Einstellungen oder Anklagen berichtet wird. Ich halte das auch für richtig, weil die Berichtspflicht natürlich jede Menge an Zeitverlust bedeutet, aber auch die Gefahr undichter Stellen schafft. Ohne dass ich Einzelnen etwas unterstellen will, aber: Wenn das über zehn Stationen läuft, dauert es ewig, und natürlich ist die Gefahr groß (Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen) – letzter Satz –, dass irgendwo hinaussickert, dass eine Hausdurchsuchung geplant ist.
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister! Wir messen Sie an Ihren Reformen und an der Umsetzung Ihrer Ankündigungen, und das wäre eine neue Weisungsspitze im Bundesministerium. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Gibt es bei euch eine Fraktionslogik?
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Nach der Fraktionslogik wäre ich ja noch gar nicht dran. Das hat mich jetzt überrascht. (Ruf bei der ÖVP: Gibt es bei euch eine Fraktionslogik?)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Da scheint es ein System der Begünstigung, ein System der persönlichen Freunde gegeben zu haben, das im Dunstkreis der früheren ÖVP-Spitze angesiedelt ist. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Und da fragt sich der Bürger: Jeder Kleinunternehmer, der seine SVA-Beiträge ein bisschen zu spät zahlt, dem wird zu Leibe gerückt. So schnell können sie gar nicht schauen, haben sie einen Konkursantrag am Hals, aber bei solchen Leuten, die die Euro systematisch am Steuerzahler vorbeigeschleust zu haben scheinen, da passiert nichts. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.
Da scheint es ein System der Begünstigung, ein System der persönlichen Freunde gegeben zu haben, das im Dunstkreis der früheren ÖVP-Spitze angesiedelt ist. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Und da fragt sich der Bürger: Jeder Kleinunternehmer, der seine SVA-Beiträge ein bisschen zu spät zahlt, dem wird zu Leibe gerückt. So schnell können sie gar nicht schauen, haben sie einen Konkursantrag am Hals, aber bei solchen Leuten, die die Euro systematisch am Steuerzahler vorbeigeschleust zu haben scheinen, da passiert nichts. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Zwischenruf des Abg. Rädler
Und dann kommt, das wurde vom Kollegen Dr. Jarolim zum Ausdruck gebracht (Zwischenruf des Abg. Rädler): Ja, da haben die zuständigen Beamten Kisten von Akten aufgetürmt, und da sehe ich ein, dass man dann mehr Arbeitskraft braucht in den zuständigen Staatsanwaltschaften. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.) Aber warum sorgt dann die Bundesregierung nicht dafür, dass dort genügend Mittel zur Verfügung stehen?
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.
Und dann kommt, das wurde vom Kollegen Dr. Jarolim zum Ausdruck gebracht (Zwischenruf des Abg. Rädler): Ja, da haben die zuständigen Beamten Kisten von Akten aufgetürmt, und da sehe ich ein, dass man dann mehr Arbeitskraft braucht in den zuständigen Staatsanwaltschaften. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.) Aber warum sorgt dann die Bundesregierung nicht dafür, dass dort genügend Mittel zur Verfügung stehen?
Abg. Rädler: Wendehals!
Da sind wir wieder beim Anschein: Man bekommt das Gefühl, dass es der Bundesregierung kein Anliegen ist, dass diese Behörden genug Ausstattung haben (Abg. Rädler: Wendehals!), dass es der Bundesregierung kein Anliegen ist, dass dort genügend Manpower vorhanden ist, um alle diese Sauereien schnell, zügig und vollständig aufzudecken und aufzuräumen. (Zwischenruf des Abg. Lettenbichler.)
Zwischenruf des Abg. Lettenbichler.
Da sind wir wieder beim Anschein: Man bekommt das Gefühl, dass es der Bundesregierung kein Anliegen ist, dass diese Behörden genug Ausstattung haben (Abg. Rädler: Wendehals!), dass es der Bundesregierung kein Anliegen ist, dass dort genügend Manpower vorhanden ist, um alle diese Sauereien schnell, zügig und vollständig aufzudecken und aufzuräumen. (Zwischenruf des Abg. Lettenbichler.)
Abg. Rädler: Wendehälse!
Damit fehlt dieser Hygienefaktor, der Vertrauen in die Justiz schafft, das alle wollen und das wir alle brauchen, damit das System sinnvoll und gut funktioniert und die Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger hat. (Abg. Rädler: Wendehälse!) Und dazu braucht es einiges an Transparenz und dazu braucht es natürlich auch ausführlichere Antworten, um die man sich nicht schleicht, weil die Frage nicht so gefinkelt gestellt war, wie sie Herr Dr. Rosenkranz gestellt hätte.
Beifall bei den NEOS. – Abg. Rädler: Wendehals! – Abg. Loacker – sich zu seinem Sitzplatz begebend –: Wir sprechen uns noch!
Betreffend diese Transparenz ist es hoffentlich nur eine Frage der Zeit, bis diese Regierung sie auch umsetzt. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Rädler: Wendehals! – Abg. Loacker – sich zu seinem Sitzplatz begebend –: Wir sprechen uns noch!)