Eckdaten:
Für die 54. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 242 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
der internationalen Sicherheitspolitik, damit wir uns den wahren Gefährdungen unserer Zeit stellen können und nicht die Augen verschließen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Scheibner: Die haben schon Sie beschlossen!
Ich kann mich noch genau daran erinnern, als der Beschluss über den Ankauf der Kampfpanzer gefasst wurde. (Abg. Scheibner: Die haben schon Sie beschlossen!) Schon damals haben wir darauf hingewiesen, dass diese Art von Bewaffnung in Wirklichkeit eine Bewaffnung der Vergangenheit ist und keine Bewaffnung, um die zukünftigen und gegenwärtigen Herausforderungen zu bewältigen.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Bevor man eine so weit reichende Entscheidung trifft, die so viele Finanzmittel in Zukunft binden wird, wäre es klug, noch einmal darüber nachzudenken und diesen Ankauf der Abfangjäger zu stoppen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Großruck.
Fehlinvestition in der Geschichte unseres Landes ist und hier ein Milliardengrab von ungeahntem Ausmaß geschaufelt wird. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Großruck.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Über 600 000 Menschen haben ein Volksbegehren unterschrieben. Nach wie vor ist die große Mehrheit der Bevölkerung gegen den Ankauf der Abfangjäger, und Sie werden einer umfassenden Aufklärung dieser Abfangjägerangelegenheit nicht entkommen, sei es heute oder erst in zwei Jahren. Die Wahrheit betreffend diese Frage wird auch auf den Tisch kommen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Murauer: 200 Prozent, Herr Gusenbauer!
Manche Wahrheiten sind ja relativ rasch auf den Tisch gekommen. Ich darf Sie daran erinnern, dass in der Wahlauseinandersetzung des Jahres 2002 der Herr Bundeskanzler gemeint hat, die Abfangjäger werden die Österreicher de facto nichts kosten, denn die werden von einer Wirtschaftsplattform angeschafft. Und über die enormen Gegengeschäfte, die es dabei geben wird, wird dieser Abfangjägerankauf sogar noch ein Geschäft für Österreich sein. Diese Wirtschaftsplattform zur Finanzierung der Abfangjäger hat sich als eines der größten Täuschungsmanöver der letzten Jahre herausgestellt. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Murauer: 200 Prozent, Herr Gusenbauer!)
Zwischenruf des Abg. Murauer
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Man kann auf einige groteske Elemente in diesem Zusammenhang eingehen. Dass nun als Übergangslösung ein Uraltabfangjäger, der schon vor 20 Jahren als nicht geeignet für die österreichische Luftraumüberwachung angesehen wurde, für 75 Millionen € angemietet wird, ist eine Sache; dass sich aber in diesem Zusammenhang alle Versprechen, die Sie abgegeben haben, in Luft aufgelöst haben (Zwischenruf des Abg. Murauer) – Sie haben nämlich gemeint, die Betreiberstaaten werden uns das zur Verfügung stellen und selbstverständlich Interesse daran haben, dass wir die Eurofighter früher bekommen –, sei nur am Rande bemerkt.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Sehr schwach!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Diese Erklärung sind Sie der österreichischen Bevölkerung bis zum heutigen Tag schuldig geblieben, weil es keine gute Erklärung dafür gibt. Die österreichische Bevölkerung wird wissen, wie sie darauf zu reagieren hat. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Sehr schwach!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundesminister für Landesverteidigung Günther Platter: Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Kollegen auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Für mich als Bundesminister für Landesverteidigung ist die heutige Sondersitzung keine Premiere. Zum zweiten Mal fordert die Opposition eine Sondersitzung des Nationalrates zum Thema „Eurofighter“, und bereits fünf Mal hatte ich diesbezüglich im Bundesrat Rede und Antwort zu stehen. Ich tue das sehr gerne und mit Überzeugung, weil ich als politisch Verantwortlicher für die Sicherheit Österreichs stehe. Mir ist die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher wichtig, für sie trete ich ein und mit mir das österreichische Bundesheer auf dem Boden, zu Wasser und in der Luft. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Lassen Sie mich nun zum Rechnungshofbericht Stellung nehmen: Erstens: Der Anbieter von Eurofighter ist, wie bereits erwähnt, Bestbieter. Zweitens: Es gibt keine Anzeichen für irgendwelche Manipulationen und Geschenkannahme während des Verfahrens. Drittens: Der Zuschlag für den Eurofighter ist rechtlich absolut korrekt. Viertens: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter meines Ressorts haben eine hervorragende Arbeit geleistet. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die F-5 kosten insgesamt 75 Millionen € inklusive Betriebskosten. Mit dem Wartungsvertrag und den Betriebskosten hätten wir sonst 110 Millionen € aufwenden müssen. Der Steuerzahler muss also 35 Millionen € weniger für diese Lösung zahlen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Herr Dr. Gusenbauer, Sie haben es versucht, und Sie sind einmal mehr kläglich daran gescheitert, dass Sie nicht erklären können, dass es keine Alternative zur Luftraumüberwachung gibt. Ich bin gespannt darauf, was Klubobmann Cap sagen wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Das stimmt doch überhaupt nicht!
Sie und die Damen und Herren der SPÖ gefährden mit Ihrer Polemik und Argumentation die Sicherheit unserer österreichischen Bevölkerung. (Abg. Dr. Matznetter: Das stimmt doch überhaupt nicht!) Sie und die SPÖ setzen die Sicherheit des österreichischen Luftraums aufs Spiel. Sie und die SPÖ rechnen in verantwortungsloser Weise die Notwendigkeit einer militärischen Verteidigung gegen die soziale Sicherheit auf. Dazu sage ich ein entschiedenes und ein unmissverständliches Nein. Mit mir nicht, sehr geehrter Herr Abgeordneter Dr. Gusenbauer! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Mit der ÖVP, mit der FPÖ in der Bundesregierung, im Nationalrat nicht, sehr geehrter Herr Dr. Gusenbauer.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie und die Damen und Herren der SPÖ gefährden mit Ihrer Polemik und Argumentation die Sicherheit unserer österreichischen Bevölkerung. (Abg. Dr. Matznetter: Das stimmt doch überhaupt nicht!) Sie und die SPÖ setzen die Sicherheit des österreichischen Luftraums aufs Spiel. Sie und die SPÖ rechnen in verantwortungsloser Weise die Notwendigkeit einer militärischen Verteidigung gegen die soziale Sicherheit auf. Dazu sage ich ein entschiedenes und ein unmissverständliches Nein. Mit mir nicht, sehr geehrter Herr Abgeordneter Dr. Gusenbauer! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Mit der ÖVP, mit der FPÖ in der Bundesregierung, im Nationalrat nicht, sehr geehrter Herr Dr. Gusenbauer.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich bin gemeinsam mit dem Bundeskanzler, mit dem Innenminister, mit dem Vizekanzler rund um die Uhr dabei, Risken für Österreich dank umfassender Maßnahmen zu minimieren. Ich sage in diesem Zusammenhang aber auch, wie alle Militärexperten, dass die größte Bedrohung von der Luft ausgeht. Es gibt also keine Alternative zu einer aktiven Luftraumüberwachung. Wer für Österreich ist, ist für bestmögliche Sicherheit auch in der Luft. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Außerdem frage ich mich – und es würde mich interessieren –, ob die SPÖ über die Organisation künftiger Großveranstaltungen in Österreich reflektiert hat. In Europa, ja weltweit gibt es seit dem 11. September 2001 keine Großveranstaltung ohne lückenlose Luftraumüberwachung. Die ÖVP und die FPÖ garantieren mit einem Ja zur aktiven Luftraumüberwachung die österreichische EU-Präsidentschaft im Jahre 2006. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die ÖVP und die FPÖ garantieren mit einem Ja zur Luftraumüberwachung die Fußball-Europameisterschaft im Jahre 2008 in der Schweiz und in Österreich. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Richtig! Ja!
Meine Damen und Herren von der SPÖ! Herr Gusenbauer! Herr Cap! Wollen Sie auf all das verzichten? – Sie fordern einen Stopp des Ankaufs der Eurofighter, Sie fordern einen Stopp der Übergangslösung mit dem F-5. (Abg. Dr. Matznetter: Richtig! Ja!) Meine Damen und Herren! Ich möchte Ihnen ins politische Stammbuch schreiben: Nicht mit mir! Ich bin als Bundesminister für Landesverteidigung für mehr und nicht für weniger Sicherheit. Ich bin als Bundesminister für Landesverteidigung für Sicherheit auf dem Boden und in der Luft. (Abg. Schieder: Anfragebeantwortung!)
Abg. Schieder: Anfragebeantwortung!
Meine Damen und Herren von der SPÖ! Herr Gusenbauer! Herr Cap! Wollen Sie auf all das verzichten? – Sie fordern einen Stopp des Ankaufs der Eurofighter, Sie fordern einen Stopp der Übergangslösung mit dem F-5. (Abg. Dr. Matznetter: Richtig! Ja!) Meine Damen und Herren! Ich möchte Ihnen ins politische Stammbuch schreiben: Nicht mit mir! Ich bin als Bundesminister für Landesverteidigung für mehr und nicht für weniger Sicherheit. Ich bin als Bundesminister für Landesverteidigung für Sicherheit auf dem Boden und in der Luft. (Abg. Schieder: Anfragebeantwortung!)
Abg. Schieder: Zeit ist es!
Meine Damen und Herren! Ich komme sofort zur Anfragebeantwortung. (Abg. Schieder: Zeit ist es!) Zur Erinnerung an Ihr offensichtlich schlechtes parteipolitisches Gedächtnis halte ich Ihnen Folgendes vor (Abg. Schieder: Beantworten Sie lieber die Fragen richtig!): Die SPÖ war im Jahre 1985, 1996 und 2000 für Abfangjäger. Ich lade Sie herzlich ein, auch heute noch zu Ihrem Bekenntnis von damals zu stehen. Ohne Luftraumüberwachung, ohne Abfangjäger ist das alles militärpolitischer Unsinn.
Abg. Schieder: Beantworten Sie lieber die Fragen richtig!
Meine Damen und Herren! Ich komme sofort zur Anfragebeantwortung. (Abg. Schieder: Zeit ist es!) Zur Erinnerung an Ihr offensichtlich schlechtes parteipolitisches Gedächtnis halte ich Ihnen Folgendes vor (Abg. Schieder: Beantworten Sie lieber die Fragen richtig!): Die SPÖ war im Jahre 1985, 1996 und 2000 für Abfangjäger. Ich lade Sie herzlich ein, auch heute noch zu Ihrem Bekenntnis von damals zu stehen. Ohne Luftraumüberwachung, ohne Abfangjäger ist das alles militärpolitischer Unsinn.
Rufe bei der SPÖ: „ihren“!
Ich fasse zusammen: Sicherheit hat seinen Preis. (Rufe bei der SPÖ: „ihren“!) Für diese Sicherheit tritt die Bundesregierung unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel ein. Der Eurofighter trägt zu unserer Sicherheit in der Luft bei und ist laut Rechnungshof Bestbieter. Für die Phase des Übergangs vom Draken zum Eurofighter wird mit dem F-5 die bestmögliche Variante im Einsatz stehen, denn die Sicherheit der Bevölkerung, meine Damen und Herren, ist mir unendlich wichtig. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich fasse zusammen: Sicherheit hat seinen Preis. (Rufe bei der SPÖ: „ihren“!) Für diese Sicherheit tritt die Bundesregierung unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel ein. Der Eurofighter trägt zu unserer Sicherheit in der Luft bei und ist laut Rechnungshof Bestbieter. Für die Phase des Übergangs vom Draken zum Eurofighter wird mit dem F-5 die bestmögliche Variante im Einsatz stehen, denn die Sicherheit der Bevölkerung, meine Damen und Herren, ist mir unendlich wichtig. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Schwach!
Ob bei den Herstellernationen bereits Entscheidungen gefallen sind, Eurofighter-Flugzeuge der zweiten Tranche anzuschaffen beziehungsweise mit welcher Ausstattung und zu welchem Kaufpreis diese Flugzeuge produziert werden, ist eine Frage, die Beschaffungsvorgänge fremder Staaten betrifft. Dies stellt keinen Gegenstand der Vollziehung des Bundesministeriums für Landesverteidigung dar und unterliegt damit nicht dem parlamentarischen Interpellationsrecht. (Abg. Öllinger: Schwach!)
Abg. Öllinger: Oje!
Fragen nach Medienberichten beziehungsweise danach, ob Betreibernationen an drastischen Preisreduktionen beim Eurofighter-Programm interessiert sind, stellen ebenfalls keinen Gegenstand der Vollziehung des Bundesministeriums für Landesverteidigung dar. (Abg. Öllinger: Oje!) Unabhängig davon kann ich aber berichten, dass die Herstellernationen hohe Beiträge für Forschung und Entwicklung dieses Produkts ausgegeben haben und daher ein Vergleich der Verkaufspreise nicht möglich ist. (Abg. Öllinger: Aha!)
Abg. Öllinger: Aha!
Fragen nach Medienberichten beziehungsweise danach, ob Betreibernationen an drastischen Preisreduktionen beim Eurofighter-Programm interessiert sind, stellen ebenfalls keinen Gegenstand der Vollziehung des Bundesministeriums für Landesverteidigung dar. (Abg. Öllinger: Oje!) Unabhängig davon kann ich aber berichten, dass die Herstellernationen hohe Beiträge für Forschung und Entwicklung dieses Produkts ausgegeben haben und daher ein Vergleich der Verkaufspreise nicht möglich ist. (Abg. Öllinger: Aha!)
Ironische Heiterkeit bei den Grünen.
Die Republik Österreich hat mit der Eurofighter GmbH einen rechtsgültigen Vertrag nach österreichischem Recht, der beide Seiten gleichermaßen bindet. Darin ist ein außerordentlich günstiger Fixpreis vereinbart worden. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.) Selbstverständlich sind neben den allgemeinen Rücktrittsrechten nach österreichischem Recht im Vertrag auch Parameter festgelegt worden, deren Nichterfüllung Vertragsstrafen bis hin zum einseitigen Rücktritt mit anschließendem Deckungskauf nach sich ziehen kann. (Abg. Dr. Glawischnig: Das war ironisch, oder?)
Abg. Dr. Glawischnig: Das war ironisch, oder?
Die Republik Österreich hat mit der Eurofighter GmbH einen rechtsgültigen Vertrag nach österreichischem Recht, der beide Seiten gleichermaßen bindet. Darin ist ein außerordentlich günstiger Fixpreis vereinbart worden. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.) Selbstverständlich sind neben den allgemeinen Rücktrittsrechten nach österreichischem Recht im Vertrag auch Parameter festgelegt worden, deren Nichterfüllung Vertragsstrafen bis hin zum einseitigen Rücktritt mit anschließendem Deckungskauf nach sich ziehen kann. (Abg. Dr. Glawischnig: Das war ironisch, oder?)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Der Bericht des deutschen Bundesrechnungshofes betrifft nicht den österreichischen Beschaffungsvorgang und stellt auch keinen Gegenstand der Vollziehung des Bundesministeriums für Landesverteidigung dar. – Danke schön. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist nicht schön, was Sie sagen!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Herr Minister, es stellt sich jetzt nur noch die Frage: Wollten Sie einige unserer Fragen nicht beantworten – oder konnten Sie einige dieser Fragen nicht beantworten? So eine schludrige Beantwortung einer Dringlichen Anfrage haben wir hier im Nationalrat schon lange nicht mehr erlebt! Und das sagt wohl einiges. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist nicht schön, was Sie sagen!)
Abg. Scheibner: „Salzburger Nachrichten“ lesen!
Wenn Sie, Herr Minister Platter, hier von einer Abnahme der Flugzeuge durch die Herstellerländer philosophieren, so darf ich Sie auf den „Spiegel“ vom 15. März hinweisen (Abg. Scheibner: „Salzburger Nachrichten“ lesen!), in dem steht, dass es eine Beschwerde des deutschen Landesverteidigungsministeriums gibt, welches über Verzögerungen klagt und sagt, dass das Training von Piloten nach Einschätzung der Luftwaffenführung frühestens Ende des Jahres beginnen könne. (Rufe bei der ÖVP: Deutschland!) Und wörtlich: „Der Grund sind technische Probleme. Noch immer fehlten die ‚Leistungsnachweise‘, die für einen Flugbetrieb notwendig seien ...“
Rufe bei der ÖVP: Deutschland!
Wenn Sie, Herr Minister Platter, hier von einer Abnahme der Flugzeuge durch die Herstellerländer philosophieren, so darf ich Sie auf den „Spiegel“ vom 15. März hinweisen (Abg. Scheibner: „Salzburger Nachrichten“ lesen!), in dem steht, dass es eine Beschwerde des deutschen Landesverteidigungsministeriums gibt, welches über Verzögerungen klagt und sagt, dass das Training von Piloten nach Einschätzung der Luftwaffenführung frühestens Ende des Jahres beginnen könne. (Rufe bei der ÖVP: Deutschland!) Und wörtlich: „Der Grund sind technische Probleme. Noch immer fehlten die ‚Leistungsnachweise‘, die für einen Flugbetrieb notwendig seien ...“
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Das heißt, Herr Minister, die Deutschen nehmen die Flugzeuge nicht ab, Herr Minister! Erzählen Sie uns keine Märchen von der Abnahme von Flugzeugen, die bislang nur Phantomflugzeuge sind und in der Realität überhaupt noch nicht existieren! Das ist in Wirklichkeit die Situation, in der wir uns befinden. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Das ist peinlich!
Herr Minister, die Bedrohung sieht anders aus! (Ruf bei der ÖVP: Das ist peinlich!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Widerspruch bei der ÖVP.
Daher sollten Sie das Geld lieber für die innere Sicherheit verwenden und nicht beim Fenster hinausschmeißen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Widerspruch bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.
Sie haben in der „Pressestunde“ einen sehr interessanten Satz gesagt. Sie haben in der „Pressestunde“ gemeint, dass im März 2002 in Wirklichkeit das Finanzministerium die Vorgabe für die Entscheidung gegeben habe, welches Flugzeug gekauft werde, nämlich in der Form, wie das Finanzministerium behauptet hat – und ich wage zu sagen manipulativ –, für welche der technisch vielleicht ähnlichen – wenn man jetzt an die Grundausstattung denkt – Flugzeugtypen man sich dann entschieden hat. Da haben Sie sich für eine Finanzierungsform entschieden, die letztlich zum damaligen Zeitpunkt in der Tat zu diesen Schlussfolgerungen des Rechnungshofes geführt haben. (Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Sie verantwortlich sind und über die wir Sie in Zukunft noch öfter zu einer Dringlichen Anfrage verpflichten werden. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Murauer: Das stimmt nicht!
Das ist Ihr Zynismus: Es gibt 30 Millionen € an Einmalzahlung für die Pensionisten und Pensionistinnen aus schlechtem Gewissen und weil Landtagswahlen waren. Es gibt aber 75 Millionen € für diese Schrottflugzeuge aus der Schweiz, die 1954 entwickelt wurden – Erstflug 1959 – und in Konkurrenz zum Draken damals ausgeschieden wurden, weil sie für Österreich einfach nicht tauglich waren. Und jetzt fangen Sie an, diese zu mieten! (Abg. Murauer: Das stimmt nicht!)
Abg. Scheibner: ... 20 Fragen beantworten!
Wissen Sie was? – Wenn die berühmten Großereignisse stattfinden, von denen Sie sprechen, dann mieten Sie künftig wieder für sieben Tage ein Flugzeug, mieten Sie einen Satellitenkanal, so wie es die „Salzburger Nachrichten“ beschrieben haben – Alexander Purger, der ohnehin da oben sitzt, wird das sicher noch genau wissen –, und dann haben Sie all das erfüllt, was Sie für Ihre Großveranstaltungen brauchen! (Abg. Scheibner: ... 20 Fragen beantworten!) Aber erzählen Sie uns bitte nicht den Schmäh, Österreich brauche milliardenteure Bomber und Großkampfflugzeuge, denn die sind nichts für die Luftraumüberwachung! Damit wollen Sie anscheinend das nächste Mal in Bagdad oder bei sonstigen Out-of-area-Einsätzen dabei sein.
Lebhafter Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Dort können Sie aber alleine hinfliegen – ohne uns. Das sage ich Ihnen gleich dazu. Die österreichische Bevölkerung wird dieser Politik genauso eine Absage erteilen, wie man in vergleichbaren anderen europäischen Ländern den Kriegsplänen jener Regierungen eine Absage erteilt hat – siehe Spanien. (Lebhafter Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Nur in der SPÖ!
Abgeordneter Dr. Werner Fasslabend (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Herren Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Die Diskussion, die heute begonnen wurde, eingeleitet von Parteivorsitzendem Gusenbauer und jetzt fortgesetzt vom geschäftsführenden SP-Klubobmann Cap, ist eine Diskussion, die so oder ähnlich wahrscheinlich auch bereits vor 20 oder 25 Jahren hätte stattfinden können (Ruf bei der ÖVP: Nur in der SPÖ!) – nicht nur hätte stattfinden können, sondern sogar stattgefunden hat, und ich kann Ihnen auch sagen, mit welchem Ergebnis.
Abg. Mag. Molterer: Wie hat er geheißen?
Der damalige Bundeskanzler (Abg. Mag. Molterer: Wie hat er geheißen?) hat laut „sozialistischer korrespondenz“ Folgendes gesagt:
Abg. Mag. Mainoni: Wer hat das gesagt? Wer war das?
„Zur Diskussion über die Abfangjäger stelle ich fest, dass es unehrenhaft und unanständig ist, plötzlich dann, wenn es etwas kostet, nicht zur bewaffneten Neutralität zu stehen. Die Landesverteidigung kann nicht einen Meter über dem Boden enden.“ – Zitatende. (Abg. Mag. Mainoni: Wer hat das gesagt? Wer war das?) Das war Sinowatz. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
„Zur Diskussion über die Abfangjäger stelle ich fest, dass es unehrenhaft und unanständig ist, plötzlich dann, wenn es etwas kostet, nicht zur bewaffneten Neutralität zu stehen. Die Landesverteidigung kann nicht einen Meter über dem Boden enden.“ – Zitatende. (Abg. Mag. Mainoni: Wer hat das gesagt? Wer war das?) Das war Sinowatz. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das, was wir heute hier erlebt haben, nämlich, dass ein Parteivorsitzender hier einerseits angesichts des Terroranschlags in Spanien an der Gedenkminute mittut und andererseits ein Plädoyer zur Reduzierung der Sicherheit in Österreich hält, ist ... (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das ist genau das, was Sinowatz damals als unehrenhaft und unanständig bezeichnet hat. Genau dazu bekenne auch ich mich: Das ist unehrenhaft, und das ist unanständig! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Gaál: Sie verbreiten Angst!
Was Sie damit wollen, ist klar! – Sie wollen die Menschen verunsichern (Abg. Gaál: Sie verbreiten Angst!), Sie wollen skandalisieren, und Sie wollen kriminalisieren. Das wird Ihnen nicht gelingen!
Abg. Mag. Mainoni: Der Herr Cap!
Die Frage: Brauchen wir eine Landesverteidigung, brauchen wir eine Luftraumüberwachung?, kann man sehr leicht beantworten. Ich hatte die Gelegenheit, fast alle namhaften Experten Europas auch persönlich kennen zu lernen, und ich kann Ihnen nur eines sagen: Es gibt in ganz Österreich, in ganz Europa keinen Experten, der sagen würde, dass man auf die Luftraumüberwachung verzichten kann. Den gibt es nicht! (Abg. Mag. Mainoni: Der Herr Cap!)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Die anderen haben durchaus dazugelernt, haben auf Grund ihrer Funktion auch etwas zur Sicherheit beigetragen. Bei Ihnen jedoch muss ich das vermissen. Meine Frage ist daher: Ist es wirklich nur blanker Opportunismus, oder gibt es auch noch Reste dieser altmarxistischen Einstellung? (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) – Sie lachen! Ich weiß es, die Menschen haben sich damals darüber gewundert, dass einer, der zu Hause gegen die Landesverteidigung ist, in die waffenstarrende Sowjetunion fährt und dort den Boden küsst. Ich weiß es! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die anderen haben durchaus dazugelernt, haben auf Grund ihrer Funktion auch etwas zur Sicherheit beigetragen. Bei Ihnen jedoch muss ich das vermissen. Meine Frage ist daher: Ist es wirklich nur blanker Opportunismus, oder gibt es auch noch Reste dieser altmarxistischen Einstellung? (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) – Sie lachen! Ich weiß es, die Menschen haben sich damals darüber gewundert, dass einer, der zu Hause gegen die Landesverteidigung ist, in die waffenstarrende Sowjetunion fährt und dort den Boden küsst. Ich weiß es! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist eine unwürdige Rede!
Ich werfe Ihnen das nicht vor, das ist viele Jahre her, aber wenn ich Ihre Stellungnahmen heute höre beziehungsweise heute höre, wie Sie argumentieren, dann muss ich mich schon fragen, was dahinter steht. (Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist eine unwürdige Rede!)
Abg. Dr. Gusenbauer: So tief wie Sie ist keiner!
Herr Gusenbauer, die Sicherheit unseres Landes sollte nicht durch ein derartiges unwürdiges Spektakel, wie Sie es hier geboten haben, in Frage gestellt werden. (Abg. Dr. Gusenbauer: So tief wie Sie ist keiner!) Wissen Sie, Herr Gusenbauer, ich kann dazu nur eines sagen: Diese Partei hat etwas anderes verdient. Denken Sie an Ihre Vorgänger, auch an Vranitzky! Selbst Fischer hat gesagt, er bekenne sich zu den Abfangjägern. Damals zumindest hat er es gesagt, auch wenn er dazugesagt hat, er sei gegen „harte“ Raketen. Was der Unterschied zwischen „harten“ und „weichen“ Raketen ist, darüber kann man streiten. Aber immerhin: Er hat das damals gesagt. Sie jedoch haben sich nicht dazu bekannt.
Abg. Dr. Gusenbauer: Das merkt man!
Wir sind nicht nur dazu bereit, auch dann, wenn es vielleicht nicht absolut populär ist, dafür einzustehen, weil wir glauben, dass es für die Sicherheit notwendig ist (Abg. Dr. Gusenbauer: Das merkt man!), sondern wir tun auch alles Mögliche, um daraus auch den größtmöglichen Nutzen zu ziehen. (Abg. Dr. Gusenbauer: In erster Linie den persönlichen Nutzen! – Abg. Mag. Wurm: Cui bono?) Der Herr Bundesminister hat es schon gesagt: Eine Präsidentschaft Österreichs in Europa ist ja gar nicht möglich, eine Weltmeisterschaft oder eine Europameisterschaft oder Olympische Winterspiele, das ist ja gar nicht möglich ohne eine entsprechende Abdeckung.
Abg. Dr. Gusenbauer: In erster Linie den persönlichen Nutzen! – Abg. Mag. Wurm: Cui bono?
Wir sind nicht nur dazu bereit, auch dann, wenn es vielleicht nicht absolut populär ist, dafür einzustehen, weil wir glauben, dass es für die Sicherheit notwendig ist (Abg. Dr. Gusenbauer: Das merkt man!), sondern wir tun auch alles Mögliche, um daraus auch den größtmöglichen Nutzen zu ziehen. (Abg. Dr. Gusenbauer: In erster Linie den persönlichen Nutzen! – Abg. Mag. Wurm: Cui bono?) Der Herr Bundesminister hat es schon gesagt: Eine Präsidentschaft Österreichs in Europa ist ja gar nicht möglich, eine Weltmeisterschaft oder eine Europameisterschaft oder Olympische Winterspiele, das ist ja gar nicht möglich ohne eine entsprechende Abdeckung.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Auf der anderen Seite haben wir auch sichergestellt, dass durch die Kompensationsgeschäfte in einem Gegenwert von über 50 Milliarden Schilling auch für die Wirtschaft Vorteile kommen. Sie machen Österreich schlecht, wir jedoch versuchen, für die Sicherheit zu argumentieren, für die Sicherheit zu sorgen und gleichzeitig auch Innovationen auf wirtschaftlichem Gebiet nach Österreich zu bringen. Das ist der Unterschied! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Worum es geht, kann ich Ihnen sagen: um die Wirtschaftskraft unseres Landes. Es geht um die Wirtschaftskraft eines Landes, das darauf angewiesen ist, von Fremdenverkehr zu leben, von den internationalen Organisationen, in denen zehntausende Leute beschäftigt sind (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), zu leben, aber auch davon zu leben, was es an Standortqualität im Bereich der Sicherheit in Österreich gibt. (Präsident Dr. Khol gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Präsident Dr. Khol gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Worum es geht, kann ich Ihnen sagen: um die Wirtschaftskraft unseres Landes. Es geht um die Wirtschaftskraft eines Landes, das darauf angewiesen ist, von Fremdenverkehr zu leben, von den internationalen Organisationen, in denen zehntausende Leute beschäftigt sind (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), zu leben, aber auch davon zu leben, was es an Standortqualität im Bereich der Sicherheit in Österreich gibt. (Präsident Dr. Khol gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen für den das Rednerpult verlassenden Abg. Dr. Fasslabend.
(Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen für den das Rednerpult verlassenden Abg. Dr. Fasslabend.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Kollege Cap hat ja gesagt, dies sei alles uninteressant, nämlich die Berichte, die jetzt vorliegen und die positiv sind. Es sind anscheinend nur immer jene Berichte interessant, die noch nicht vorliegen, denn in denen steht dann irgendetwas, was Sie wollen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
das ganz eindeutig und klar festgestellt. Das sollten Sie endlich einmal zur Kenntnis nehmen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir bekennen uns dazu, dass wir für das Bildungssystem die notwendigen Gelder aufwenden, aber auch für das Sozialsystem und auch für die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher. Das unterscheidet uns von Ihnen, und auf diese Unterscheidung sind wir stolz! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Glauben Sie, dass die Österreicherinnen und Österreicher das wollen? Oder ist noch immer Ihr Konzept das Ihres Vorgängers, des Herrn Kostelka, der gesagt hat, dass wir keine Flugzeuge brauchen, dass Radar und Lenkwaffen reichen. Das heißt: Zuerst einmal schauen, und dann sofort abschießen! – Ist das das Konzept der österreichischen Sozialdemokratie? (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap schüttelt den Kopf.
Das waren Ihre Konzepte, die Worte Ihrer Spitzenpolitiker! (Abg. Dr. Cap schüttelt den Kopf.) – Sie schütteln zu Recht den Kopf!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! All das ist nicht ernst zu nehmen, und das ist das Problem, das Sie auch mit Ihrer Glaubwürdigkeit in der Sicherheitspolitik haben! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sie sind gegen alles, was Militär und Sicherheit ausmacht. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Er hat es gesagt: Die Kampfpanzer waren eine Fehlinvestition! Die Flugzeuge sind eine Fehlinvestition! – Es wird immer irgendetwas anderes gebraucht, meine Damen und Herren.
Abg. Dr. Cap: Haider!
Ich sage Ihnen aus vollster Überzeugung: Mir gehen Politiker wirklich auf die Nerven, die hier weismachen wollen, sie wüssten, was alles in der Sicherheitspolitik notwendig ist (Abg. Dr. Cap: Haider!), und gleichzeitig sagen, man könne nichts mehr vorhersehen.
Abg. Dr. Cap: Ich sage: Haider!
Alles ist möglich! Überall, auch in Österreich, sind jederzeit Anschläge, sicherheitspolitische Bedrohungen möglich, und niemand kann es vorhersehen. (Abg. Dr. Cap: Ich sage: Haider!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Cap.
Ich sage Ihnen: Mir gehen auch die gekünstelt betroffenen Gesichter der Politiker auf die Nerven, die dann, wenn etwas passiert, zu erklären versuchen, dass sie keine Verantwortung dafür haben, weil keine Vorsorge getroffen worden ist. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Cap.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Jetzt frage ich Sie: Wer war verantwortlich dafür, dass Dutzende Menschen gestorben sind, weil wir dieses Gerät nicht gehabt haben? Wer ist dann verantwortlich, wenn wir eine Luftraumverletzung haben und etwas in Österreich passiert? Wo sind dann die verantwortlichen Politiker, meine Damen und Herren? Dann sind sie alle weg, die Schlagzeilen sind andere. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Gegen die ÖVP!
Herr Kollege Cap, da kann man auch nicht mit Meinungsumfragen agieren. Das ist eben der Unterschied: Politiker haben die Verantwortung, das Notwendige zu entscheiden, auch wenn es vielleicht einmal kurzfristig unpopulär ist. Das haben Sie ja – zumindest in anderen Bereichen – richtig gemacht. Wir haben es in der Frage der Hochwasserkatastrophe durchaus gelobt, damals, als Sie vor 30 Jahren die Errichtung der Donauinsel beschlossen haben, und zwar gegen den Willen der Bevölkerung. (Abg. Dr. Gusenbauer: Gegen die ÖVP!) Gegen den Willen auch mancher politischer Kräfte haben Sie das durchgesetzt, weil Sie der Meinung waren, dass es notwendig ist – auch mit den Stimmen der Freiheitlichen.
Abg. Mag. Mainoni: So schaut es aus!
Herr Kollege Cap, Sie haben auch einmal gesagt: Wozu brauchen wir immer diese Fotografien, das sei viel zu teuer. Ich zeige Ihnen hier eine Fotografie (der Redner hält eine solche in die Höhe) eines illegalen Überfluges über österreichischen Hoheitsraum: eine angemeldete Maschine und zwei nicht angemeldete Kampfflugzeuge, die im Radarschatten dieser Maschine über Österreich geflogen sind, und zwar zu einer Zeit, zu der wir den Luftraum für Vorbereitungshandlungen im Irak-Krieg gesperrt haben. (Abg. Mag. Mainoni: So schaut es aus!) Unisono haben das alle verlangt.
Abg. Dr. Glawischnig: Nein, nein!
Ich kann Ihnen nur sagen, meine Damen und Herren: Alle Verfassungsrechtler – das hat auch Kollege Van der Bellen zur Kenntnis nehmen müssen, nur hat er dann seine Meinung geändert (Abg. Dr. Glawischnig: Nein, nein!); er hat gesagt, wenn Heinz Mayer sagt, dass es notwendig ist, dann wird er das überdenken –, haben gesagt – und zwar auch Heinz Mayer –, dass man als souveränes Land eine Luftraumüberwachung auch mit Flugzeugen braucht. Verfassungsrechtler Theo Öhlinger ist ebenfalls dieser Meinung.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich sage Ihnen: Das zahlt sich nicht aus, denn am Ende setzt sich immer noch derjenige durch, der verantwortungsbewusst handelt, und das sind nicht Sie, sondern das sind die Koalitionsparteien ÖVP und FPÖ! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Bucher: Geh hör auf!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Das Thema ist schon geeignet, Herr Kollege Scheibner – der Sie auch einmal Verteidigungsminister waren; auf Ihre Rolle wird noch einzugehen sein (Abg. Bucher: Geh hör auf!) –, die Kirche durchaus im Dorf zu lassen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich kann mich Ihrem Appell anschließen, nur eines wollen wir hier nicht durchgehen lassen: dass man die Opfer der Terroranschläge nachgerade hier instrumentalisiert und für alles und jedes hernimmt, was jetzt angeblich beste Sicherheitspolitik ist! Das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun, weil keine Armee von Abfangjägern der Welt bestimmte Terroranschläge verhindern kann. Nehmen Sie das doch einfach einmal zur Kenntnis! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Bösch: Das sagt ja niemand! Wer hat das gesagt?
Das mag nichts Beruhigendes sein, ich gebe das zu, aber reden Sie doch den Leuten nicht ein, dass hundertprozentige Sicherheit möglich ist. (Abg. Dr. Bösch: Das sagt ja niemand! Wer hat das gesagt?) – Sie tun aber so!
Abg. Scheibner: Sie haben überhaupt nichts verstanden – wie immer!
Bleiben wir im Sicherheitsbereich! Unsere Meinung ist, dass sich die Bedrohungsbilder längst verändert haben. Unsere Meinung ist, dass Kampfflugzeuge, die von Entwicklungsszenarien des Kalten Krieges ausgehen und in Wahrheit Kampfbomber sind, mit österreichischer Luftraumüberwachung und im Übrigen mit Lawinenschutz (Abg. Scheibner: Sie haben überhaupt nichts verstanden – wie immer!), wie Sie es uns weismachen wollen, aber schon überhaupt nichts zu tun haben. Nehmen Sie sich doch selbst bei der Nase! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Bleiben wir im Sicherheitsbereich! Unsere Meinung ist, dass sich die Bedrohungsbilder längst verändert haben. Unsere Meinung ist, dass Kampfflugzeuge, die von Entwicklungsszenarien des Kalten Krieges ausgehen und in Wahrheit Kampfbomber sind, mit österreichischer Luftraumüberwachung und im Übrigen mit Lawinenschutz (Abg. Scheibner: Sie haben überhaupt nichts verstanden – wie immer!), wie Sie es uns weismachen wollen, aber schon überhaupt nichts zu tun haben. Nehmen Sie sich doch selbst bei der Nase! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Das wird Ihnen sehr schwer fallen!
Insofern ist schon zu fragen, und zwar auch in Ihrer Logik (Abg. Scheibner: Das wird Ihnen sehr schwer fallen!) – die Zeit erlaubt es nicht, auf Grundsatzfragen weiter einzugehen, andere werden das tun, bleiben wir bei Ihrer Logik –: Herr Ex-Bundesminister, was ist denn hier der Vorgang? – Das Ganze war und ist eine politische Entscheidung. Stehen Sie dazu!
Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll
Und dahinter gibt es bestimmte Motive. Eurofighter (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll) – langsam! – wird gegen die Notwendigkeiten der sicherheitspolitischen Bedürfnisse der Republik angeschafft und jedenfalls gegen die Interessen der Steuerzahler. Dies sollte selbst für jene ein Argument sein, die glauben, es braucht eine bestimmte Anzahl an Abfangjägern. Ich habe noch keinen Verfassungsrechtler gehört, der gesagt hat, dass genau 24 und im Fall von Hochwässern 18 Abfangjäger die richtige Verteidigungspolitik sind. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Freund: Wollen Sie noch mehr?) – Hören Sie doch auf mit diesem Blödsinn! Das ist doch selbst unter Ihrem Niveau!
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Freund: Wollen Sie noch mehr?
Und dahinter gibt es bestimmte Motive. Eurofighter (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll) – langsam! – wird gegen die Notwendigkeiten der sicherheitspolitischen Bedürfnisse der Republik angeschafft und jedenfalls gegen die Interessen der Steuerzahler. Dies sollte selbst für jene ein Argument sein, die glauben, es braucht eine bestimmte Anzahl an Abfangjägern. Ich habe noch keinen Verfassungsrechtler gehört, der gesagt hat, dass genau 24 und im Fall von Hochwässern 18 Abfangjäger die richtige Verteidigungspolitik sind. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Freund: Wollen Sie noch mehr?) – Hören Sie doch auf mit diesem Blödsinn! Das ist doch selbst unter Ihrem Niveau!
Abg. Scheibner: Sie haben den Bericht völlig falsch gelesen!
Und jetzt sollte Ihnen der Unterschied klar werden. Ich erkläre Ihnen das mit Hilfe eines einfacheren Beispiels, falls Sie mir da folgen wollen: Eurofighter bekommt einen Elfmeter aufgelegt, Eurofighter läuft an, Eurofighter bewegt den Ball, der kollert vor sich hin – allerdings in Richtung Cornerfahne. Und siehe da: Das Verteidigungsministerium, das die Kriterien festsetzt, schafft es, in der notwendigen Geschwindigkeit das Tor so lange bis zur Cornerfahne hinüberzurücken, bis der Ball hineinkollert! – Und jetzt sagt der Rechnungshof – nicht ganz zu Unrecht im Übrigen –: Unter diesen von Ihnen fest ... (Abg. Scheibner: Sie haben den Bericht völlig falsch gelesen!) – Ja, Sie waren damals verantwortlich, und jetzt sind Sie schon nervös. – Unter diesen von Ihnen festgesetzten Kriterien kann man von zutreffend reden.
Abg. Scheibner: Wirklich?
Jetzt sage ich Ihnen – ich greife nur eines heraus – das entscheidendste Kriterium, nämlich das der Finanzierungsvariante. Am 25. Juni 2002 wird ein Bericht der Bewertungskommission vorgelegt. Davon war am Morgen dieses Tages keine Rede (Abg. Scheibner: Wirklich?) – Sie wissen es, Sie waren dabei –, dass das die Bestbietervariante war. Nein – ich darf Ihnen das noch einmal zeigen zur Nachvollziehbarkeit (der Redner verweist auf den Bericht des Rechnungshofes), in den meisten Varianten war Eurofighter nicht Bestbieter, nämlich entlang dieser langen Linie hier. Erst am Schluss (Abg. Scheibner: Kann eh keiner lesen!) – ja, nur damit man diese Linien erkennt – ist Eurofighter als Bestbieter deswegen herausgekommen, weil es der Herr Finanzminister mit seinen Interventionen – und zwar am letzten Tag! – durchgesetzt hat, dass eine bestimmte Finanzierungsvariante – von der nicht einmal alle Bieter gleich informiert waren, ist zu befürchten – herangezogen wurde. Und unter dieser Finanzierungsvariante wurde dann – obwohl sonst gleichwertig – diese Variante gewählt.
Abg. Scheibner: Kann eh keiner lesen!
Jetzt sage ich Ihnen – ich greife nur eines heraus – das entscheidendste Kriterium, nämlich das der Finanzierungsvariante. Am 25. Juni 2002 wird ein Bericht der Bewertungskommission vorgelegt. Davon war am Morgen dieses Tages keine Rede (Abg. Scheibner: Wirklich?) – Sie wissen es, Sie waren dabei –, dass das die Bestbietervariante war. Nein – ich darf Ihnen das noch einmal zeigen zur Nachvollziehbarkeit (der Redner verweist auf den Bericht des Rechnungshofes), in den meisten Varianten war Eurofighter nicht Bestbieter, nämlich entlang dieser langen Linie hier. Erst am Schluss (Abg. Scheibner: Kann eh keiner lesen!) – ja, nur damit man diese Linien erkennt – ist Eurofighter als Bestbieter deswegen herausgekommen, weil es der Herr Finanzminister mit seinen Interventionen – und zwar am letzten Tag! – durchgesetzt hat, dass eine bestimmte Finanzierungsvariante – von der nicht einmal alle Bieter gleich informiert waren, ist zu befürchten – herangezogen wurde. Und unter dieser Finanzierungsvariante wurde dann – obwohl sonst gleichwertig – diese Variante gewählt.
Abg. Scheibner: Das falsche!
Wenn Sie da jetzt nicht auf einen Gedanken kommen, der die Behauptung zulässt, dass am letzten Tag die Dinge noch so weit verschoben wurden, dass das herauskommt, was er wollte und nicht Sie wollten – Sie wollten ja sowieso den Gripen; Sie wollten den Gripen, ich habe hier das Dokument (der Redner hält ein Schriftstück in die Höhe), nur ist das dem Rechnungshof nicht vorgelegt worden, trotz Urgenz ... (Abg. Scheibner: Das falsche!) – Sie sagen dauernd, das ist falsch. – Dem Rechnungshof
Abg. Scheibner: Fragen Sie einmal, wie so eine Unterschrift zustande kommt! Sie agieren da mit Fälschungen!
Aber deshalb ist ja ein Untersuchungsausschuss notwendig, genau deshalb! Sie selbst haben eine Woche vorher – das ist Ihre Unterschrift – hier für den Gripen plädiert, weil es nämlich zulässig war, den Gripen als Bestbieter zu ermitteln. (Abg. Scheibner: Fragen Sie einmal, wie so eine Unterschrift zustande kommt! Sie agieren da mit Fälschungen!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Was übrig bleibt: Die Opposition hat Ihnen mehrmals vorgerechnet, es war eine Fehlentscheidung, es hat sich ein Verdacht auf Schiebung ergeben. Und ich darf Ihnen sagen: Der Verdacht auf Schiebung hat sich erhärtet. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! So wie Verteidigungsminister Platter habe natürlich auch ich den Rechnungshofbericht gelesen – nicht nur zum Thema Gegengeschäfte, sondern insgesamt zur Beschaffung. Sie haben gesagt, sehr geehrter Herr Abgeordneter Kogler, die Regierung solle nicht in Euphorie ausbrechen. – Das tun wir nicht, aber ein Stück Genugtuung ist schon dabei, wenn der Rechnungshof mit seinem Bericht uns bestätigt – und das ignorieren Sie heute schon die ganze Zeit –, dass Eurofighter vom Rechnungshof als Bestbieter bezeichnet worden ist, dass wir also die beste Lösung für Österreich getroffen haben – nicht die teuerste. Um diese Befindlichkeit kommen Sie nicht herum. Das ist die Analyse, das ist die Bewertung des Rechnungshofes, und das schafft uns ein wenig Genugtuung, weil es uns auch ein wenig Recht gibt, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Klubobmann Cap hat die Frage gestellt: Wo sind die Wirtschaftsinteressen? – Sie sind bei mir, sie sind gut aufgehoben und sie werden in Sachen Eurofighter-Beschaffung bestens vertreten – darauf können Sie sich verlassen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wer hätte es für möglich gehalten, dass wir wahrscheinlich schon im ersten Jahr das vereinbarte Ziel von einer Milliarde € erreichen werden, nämlich ein Startpaket, das mit Eurofighter und EADS zu vereinbaren ist? – Der Stand von heute: Bei der Milliarde sind wir noch nicht, da sollen wir am 22. August dieses Jahres sein. Aber wir schreiben heute den 16. März und können 802 Millionen € verbuchen, sehr geehrter Herr Abgeordneter Cap, und das ist nicht schlecht. Das sind Geschäfte und Aufträge für unsere Wirtschaft, das sind Arbeitsplätze, und das ist genau das, was ich als Wirtschaftsminister in Sachen Gegengeschäfte erreichen will. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Fekter: Na da!
Ein Unternehmen ist es, das in Sachen Gegengeschäft deutlich die Nase vorne hat. Ein Eigentümer dieses Unternehmens ist Ihnen nicht ganz unbekannt. Jedenfalls hat der Hälfte-Eigentümer der Firma FACC, eines ausgezeichneten Unternehmens, Herr Dr. Androsch, früher einmal bei Ihnen eine nicht unwesentliche Rolle gespielt (Abg. Dr. Fekter: Na da!) und spricht sich im Übrigen klar für die Eurofighter-Entscheidung und für die Eurofighter-Beschaffung aus.
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen mit der Bemerkung: „Das betrifft den allgemeinen Lautstärkepegel!“
Wir achten besonders darauf, nachhaltig Gegengeschäfte zu strukturieren, sofern wir darauf Einfluss haben. Es soll die Wissenschaft, es soll die Forschung zum Zuge kommen, und es soll auch eine vernünftige regionale Verteilung geben. (Unruhe im Saal.) Bis jetzt funktioniert das nicht so schlecht, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen mit der Bemerkung: „Das betrifft den allgemeinen Lautstärkepegel!“) – Ich dachte, Herr Präsident, ich hätte meine Zeit schon aufgebraucht, und war voll schlechten Gewissens.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Der Vergleich, meine sehr verehrten Damen und Herren, macht uns da ganz, ganz sicher. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Molterer: Schilling!
Herr Fasslabend, Sie haben gleich von 50 Milliarden € gesprochen. (Abg. Mag. Molterer: Schilling!) Aber es sind 5 Milliarden €. In der Tat, auf Ihrer Homepage sind gerade mal 603,4 Millionen € ausgewiesen. Selbst die Firmenliste, die sich auf der Homepage Ihres Ministeriums findet, wird von breiten Kreisen in Frage gestellt.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich glaube, dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Das ist der beste Beweis dafür, dass es Ihrerseits keine Gegengeschäfte zur Finanzierung dieser sündteuren Abfangjäger gibt. Es gibt keine Gegengeschäfte, es gibt vielmehr Luftgeschäfte in diesem Zusammenhang. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister und meine sehr geehrten Damen und Herren der Bundesregierung, das ist der Vorwurf, den man Ihnen machen muss. Und deshalb geht es heute nicht darum, dass Sie, Herr Bundesminister, sagen: Ich nehme den Bericht mit Genugtuung zur Kenntnis!, denn es ist heute beim Bericht des Rechnungshofes nicht Genugtuung angesagt, sondern eigentlich mehr Respekt vor der Kritik des Rechnungshofes. Am meisten würde ich mir seitens von ÖVP und FPÖ mehr Respekt vor den Menschen und den Anliegen der Bevölkerung in diesem Land wünschen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Die Menschen wollen sichere Pensionen, die Jugend will Bildungschancen, und wir wollen ein modernes und faires Gesundheitssystem und keine Abfangjäger, die eigentlich in diesem Land alle ablehnen, sicher aber die Mehrheit der Bevölkerung. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Da das die falschen Prioritäten sind, da den Menschen die Sicherung im Alter wesentlich wichtiger ist als der Ankauf von Abfangjägern, und da sie gegen Ihre Pensionskürzungspolitik sind, lade ich alle ein, ab Montag, den 22. März, bis 29. März das Volksbegehren zu unterstützen, gegen diese Pensionsungerechtigkeit zu unterschreiben und sich gegen die Politik dieser blau-schwarzen Regierung zu wenden. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich komme zum Schlusssatz: Wegen genau dieser falschen Politik haben Sie auch das Vertrauen der Bevölkerung nicht mehr verdient. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Herr Kogler, Sie kommen heraus und zitieren in einer abenteuerlichen Weise den Rechnungshofbericht falsch, und zwar mit Absicht. Ich muss das annehmen, da Sie ja ein durchaus gescheiter Mensch sind, zumindest ich schätze Sie so ein (Zwischenrufe bei der ÖVP) – also relativ gescheiter Mensch sind.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! In militärischer Ausdrucksweise, Herr Cap, Herr Kogler, ein Rohrkrepierer! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Posch.
Aber dann hat Sie der Linkspopulismus übermannt und Sie sagten: Nein! Sie sagen nein, obwohl die Risken unkalkulierbarer sind. (Zwischenruf des Abg. Mag. Posch.) Auch wenn Sie jetzt lachen: Die Bevölkerung wird sehen, dass Sie zum Thema Sicherheit, dass Sie zum Thema „Bemühen, dass wir alle Risken und Gefahren abzuschätzen haben“, was die Bundesregierung auch tut, lachen und nur sagen: Bei uns passiert sowieso nichts!
Abg. Dr. Matznetter: Was redet der?
Herr Gusenbauer hat auch den Vergleich angestellt, dass wir mit den Flugzeugen ein Unglück wie in Spanien, diesen terroristischen Anschlag auf die Züge, sowieso nicht verhindern könnten. Da haben Sie Recht, Herr Gusenbauer. Was ist aber, wenn eine Katastrophe aus der Luft erfolgt? Was tun wir dann? Was sagen Sie dann? Dann stellen Sie sich nämlich an dieses Rednerpult und sagen: Ja, haben Sie von der Regierung nichts gewusst, haben Sie keine Vorkehrungen getroffen? (Abg. Dr. Matznetter: Was redet der?) Sie sind doch in der Regierung!, würden Sie uns vorwerfen. Jetzt sitzen Sie hier und sagen: Gegen die Züge können mir mit Flugzeugen ohnehin nichts machen, also brauchen wir keine Flugzeuge in Österreich! (Abg. Dr. Gusenbauer: Was war am 11. September? – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Was war am 11. September? – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Herr Gusenbauer hat auch den Vergleich angestellt, dass wir mit den Flugzeugen ein Unglück wie in Spanien, diesen terroristischen Anschlag auf die Züge, sowieso nicht verhindern könnten. Da haben Sie Recht, Herr Gusenbauer. Was ist aber, wenn eine Katastrophe aus der Luft erfolgt? Was tun wir dann? Was sagen Sie dann? Dann stellen Sie sich nämlich an dieses Rednerpult und sagen: Ja, haben Sie von der Regierung nichts gewusst, haben Sie keine Vorkehrungen getroffen? (Abg. Dr. Matznetter: Was redet der?) Sie sind doch in der Regierung!, würden Sie uns vorwerfen. Jetzt sitzen Sie hier und sagen: Gegen die Züge können mir mit Flugzeugen ohnehin nichts machen, also brauchen wir keine Flugzeuge in Österreich! (Abg. Dr. Gusenbauer: Was war am 11. September? – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Abg. Mag. Wurm: Sie werden es erklären müssen!
Und dann gibt es auch noch Spitzenpolitiker Ihrer Partei, Herr Gusenbauer, die behaupten, die Neutralität sei aufrechtzuerhalten, ohne dass wir den Luftraum überwachen. Darüber werden wir noch reden müssen, Sie werden der Bevölkerung erklären müssen (Abg. Mag. Wurm: Sie werden es erklären müssen!), dass Sie behaupten, die Neutralität schütze sich selber und wir bräuchten auf keinen Fall eine Luftraumkontrolle.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich danke Ihnen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zum einen kam dies von Seiten der SPÖ, die einerseits eine Partei sein will, die die Neutralität hochhält, andererseits aber darauf verzichten möchte, die Souveränität zu schützen. – Meine Damen und Herren von der SPÖ! Sie müssen der Bevölkerung einmal erklären, wie Sie das machen wollen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Ihr Geschrei wäre im Wesentlichen unerheblich für uns, erheblicher wären die Vorwürfe der österreichischen Bevölkerung an die Bundesregierung, dass sie nicht ihr Möglichstes getan hat, um Österreich zu schützen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Schieder: „Kampfflugzeuge“!
Meine Damen und Herren von der SPÖ! In Ihrer Dringlichen Anfrage passieren Ihnen auch einige Denkfehler. Sie schreiben, dass die militärische Notwendigkeit von Kampfflugzeugen umstritten sei. Ich kann Sie aufklären: Die Notwendigkeit von Luftraumüberwachungsflugzeugen zur Sicherung des Luftraumes ist nicht umstritten, das ist vielmehr notwendig! (Abg. Schieder: „Kampfflugzeuge“!)
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Der zweite Denkfehler, meine Damen und Herren, ist folgender: Sie reden hier von der teuersten Beschaffung, die Österreich in der Zweiten Republik tätigt. Ich muss Sie wiederum korrigieren: Die teuerste Veranstaltung für diese Republik, meine Damen und Herren, war Ihre 30-jährige Regierungsbeteiligung! (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich darf Sie daran erinnern, dass diese Regierung deshalb in einer nicht sehr komfortablen budgetären Situation war, weil die SPÖ während der Zeit ihrer Regierungsbeteiligung 167 Milliarden € an Schulden angehäuft hat; weil die SPÖ 30 Jahre lang Tag für Tag 10,4 Millionen € Schulden gemacht hat. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Meine Damen und Herren von der SPÖ! Das war alles Ihr Werk!
Abg. Gradwohl: Das wäre ja noch schöner!
Und der Rechnungshof, meine Damen und Herren, hat auch festgestellt, „dass bei der Angebotseinholung und der Bewertung keine Einflussnahme auf Bedienstete des BMLV zwecks Präferierung eines bestimmten Kampfflugzeugs nachgewiesen werden konnte“. (Abg. Gradwohl: Das wäre ja noch schöner!)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Meine Damen und Herren von der Opposition! Sie haben auch einen Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses gestellt. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) – Wir Freiheitlichen sind auch für Aufklärung und Transparenz, wir sind aber nicht für ein Politspektakel, deshalb werden wir diesen Antrag selbstverständlich ablehnen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren von der Opposition! Sie haben auch einen Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses gestellt. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) – Wir Freiheitlichen sind auch für Aufklärung und Transparenz, wir sind aber nicht für ein Politspektakel, deshalb werden wir diesen Antrag selbstverständlich ablehnen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Wattaul: Das wird wieder ein Krimi!
Präsident Dr. Andreas Khol: Zu Wort gelangt nunmehr Herr Abgeordneter Dr. Pilz. Er hat 6 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Wattaul: Das wird wieder ein Krimi!)
Abg. Scheibner: Was heißt „noch“?
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Bösch hat zu Recht festgestellt, dass auf Grund der Vorgänge rund um den Eurofighter noch niemand festgenommen wurde. – Das stimmt: Es gibt noch keine Gerichtsverfahren (Abg. Scheibner: Was heißt „noch“?), es gibt noch keine Beschuldigten (Abg. Mag. Molterer: Es gibt keine mehr!); die wesentlichen Untersuchungen sind noch gar nicht begonnen worden, aber nicht deshalb, weil die Fakten für Verfahren nicht ausreichen würden, sondern deshalb, weil überall dort, wo untersucht werden könnte – von der Justiz bis hier zum Nationalrat –, Untersuchungen verhindert worden sind. (Abg. Amon: Das ist unglaublich!)
Abg. Mag. Molterer: Es gibt keine mehr!
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Bösch hat zu Recht festgestellt, dass auf Grund der Vorgänge rund um den Eurofighter noch niemand festgenommen wurde. – Das stimmt: Es gibt noch keine Gerichtsverfahren (Abg. Scheibner: Was heißt „noch“?), es gibt noch keine Beschuldigten (Abg. Mag. Molterer: Es gibt keine mehr!); die wesentlichen Untersuchungen sind noch gar nicht begonnen worden, aber nicht deshalb, weil die Fakten für Verfahren nicht ausreichen würden, sondern deshalb, weil überall dort, wo untersucht werden könnte – von der Justiz bis hier zum Nationalrat –, Untersuchungen verhindert worden sind. (Abg. Amon: Das ist unglaublich!)
Abg. Amon: Das ist unglaublich!
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Bösch hat zu Recht festgestellt, dass auf Grund der Vorgänge rund um den Eurofighter noch niemand festgenommen wurde. – Das stimmt: Es gibt noch keine Gerichtsverfahren (Abg. Scheibner: Was heißt „noch“?), es gibt noch keine Beschuldigten (Abg. Mag. Molterer: Es gibt keine mehr!); die wesentlichen Untersuchungen sind noch gar nicht begonnen worden, aber nicht deshalb, weil die Fakten für Verfahren nicht ausreichen würden, sondern deshalb, weil überall dort, wo untersucht werden könnte – von der Justiz bis hier zum Nationalrat –, Untersuchungen verhindert worden sind. (Abg. Amon: Das ist unglaublich!)
Ruf bei der ÖVP: So ist es!
Herr Abgeordneter Bösch, wenn Sie der Meinung sind, diese Bundesregierung, die Abgeordneten Ihrer Koalition hätten nichts zu verbergen (Ruf bei der ÖVP: So ist es!), dann machen Sie doch einmal die Nagelprobe hier im Nationalrat (Abg. Amon: Es gibt ja auch nichts zu untersuchen!) und stimmen Sie doch einmal einem Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses in dieser Sache zu! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Im Gegensatz zu Ihnen vertraue ich der Justiz!)
Abg. Amon: Es gibt ja auch nichts zu untersuchen!
Herr Abgeordneter Bösch, wenn Sie der Meinung sind, diese Bundesregierung, die Abgeordneten Ihrer Koalition hätten nichts zu verbergen (Ruf bei der ÖVP: So ist es!), dann machen Sie doch einmal die Nagelprobe hier im Nationalrat (Abg. Amon: Es gibt ja auch nichts zu untersuchen!) und stimmen Sie doch einmal einem Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses in dieser Sache zu! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Im Gegensatz zu Ihnen vertraue ich der Justiz!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Im Gegensatz zu Ihnen vertraue ich der Justiz!
Herr Abgeordneter Bösch, wenn Sie der Meinung sind, diese Bundesregierung, die Abgeordneten Ihrer Koalition hätten nichts zu verbergen (Ruf bei der ÖVP: So ist es!), dann machen Sie doch einmal die Nagelprobe hier im Nationalrat (Abg. Amon: Es gibt ja auch nichts zu untersuchen!) und stimmen Sie doch einmal einem Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses in dieser Sache zu! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Im Gegensatz zu Ihnen vertraue ich der Justiz!)
Abg. Großruck: Das können Sie gleich machen!
Wenn diese Untersuchung nichts bringt, dann werde ich mich persönlich für diesen Antrag entschuldigen (Abg. Großruck: Das können Sie gleich machen!), aber ich garantiere Ihnen, das wird nicht der Fall sein, weil das nicht notwendig sein wird. (Abg. Großruck: Entschuldigen Sie sich gleich, und dann brauchen wir ...!)
Abg. Großruck: Entschuldigen Sie sich gleich, und dann brauchen wir ...!
Wenn diese Untersuchung nichts bringt, dann werde ich mich persönlich für diesen Antrag entschuldigen (Abg. Großruck: Das können Sie gleich machen!), aber ich garantiere Ihnen, das wird nicht der Fall sein, weil das nicht notwendig sein wird. (Abg. Großruck: Entschuldigen Sie sich gleich, und dann brauchen wir ...!)
Abg. Murauer: Sie werden es einfach nicht begreifen, Herr Pilz!
Oder, Herr Verteidigungsminister, würden Sie sagen, dass zwar die Luftraumüberwachung der kommenden drei Jahre mit Billigstflugzeugen geleistet werden kann, aber dann aus irgendeinem Grund – ein Grund, der weder Ihnen noch uns bekannt ist – die gleiche Leistung mit den weltteuersten Kampfbombern erbracht werden muss?! (Abg. Murauer: Sie werden es einfach nicht begreifen, Herr Pilz!)
Ruf bei der SPÖ: Richtig!
Auf Grund des Rechnungshofberichtes und anderer Unterlagen kennen wir jetzt die verdeckten Kosten des Eurofighter-Kaufs. Es geht nicht um 2 Milliarden €, die aus dem Budget des Finanzministeriums gedeckt werden, sondern es geht um insgesamt 4,7 Milliarden €, die durch die Unterlagen des Rechnungshofes – jetzt unwiderruflich! – festgestellt worden sind. (Ruf bei der SPÖ: Richtig!)
Ruf bei der SPÖ: Tun sie ja auch!
Womit und wie werden diese 2,7 Milliarden € finanziert? Wollen Sie die Maastricht-Kriterien ignorieren? Wollen Sie sagen: Aus mit dem Nulldefizit!, wir halten uns nicht mehr an die europäischen Richtlinien – und nehmen Schulden auf, und zwar noch und noch, um die Eurofighter finanzieren zu können!? (Ruf bei der SPÖ: Tun sie ja auch!) – Das wird nicht gehen! Also werden Sie das Geld aus anderen Bereichen des Budgets nehmen müssen. Sagen Sie, Herr Finanzminister, woher dieses Geld kommen wird: von den Pensionen, aus dem Gesundheitsbudget, aus dem Bildungsbudget, aus dem Forschungsbudget? Woher wollen Sie dieses Geld nehmen? Das Geld muss es geben, es geht da immerhin um 2,7 Milliarden €.
Abg. Scheibner: Das waren aber nicht wir, die das gemacht haben! – Abg. Ellmauer: Das hat der Cap gesagt!
Allerletzte Bemerkung: Ich ersuche alle Damen und Herren der Regierungsparteien – selbstverständlich auch den Herrn Verteidigungsminister –, die Opfer der terroristischen Anschläge in Spanien nicht für die Beschaffung von Luftraumüberwachungsflugzeugen in Österreich zu missbrauchen! (Abg. Scheibner: Das waren aber nicht wir, die das gemacht haben! – Abg. Ellmauer: Das hat der Cap gesagt!) Niemand von denen, denen wir hier im Nationalrat heute zu Recht unser Mitgefühl und unsere Sympathie ausgesprochen haben (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), hat es sich verdient, dass seine Situation, seine Opfer, dass seine/ihre persönliche Situation für ein dubioses österreichisches Rüstungsgeschäft missbraucht werden! (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Redezeit!)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Allerletzte Bemerkung: Ich ersuche alle Damen und Herren der Regierungsparteien – selbstverständlich auch den Herrn Verteidigungsminister –, die Opfer der terroristischen Anschläge in Spanien nicht für die Beschaffung von Luftraumüberwachungsflugzeugen in Österreich zu missbrauchen! (Abg. Scheibner: Das waren aber nicht wir, die das gemacht haben! – Abg. Ellmauer: Das hat der Cap gesagt!) Niemand von denen, denen wir hier im Nationalrat heute zu Recht unser Mitgefühl und unsere Sympathie ausgesprochen haben (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), hat es sich verdient, dass seine Situation, seine Opfer, dass seine/ihre persönliche Situation für ein dubioses österreichisches Rüstungsgeschäft missbraucht werden! (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Redezeit!)
Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Redezeit!
Allerletzte Bemerkung: Ich ersuche alle Damen und Herren der Regierungsparteien – selbstverständlich auch den Herrn Verteidigungsminister –, die Opfer der terroristischen Anschläge in Spanien nicht für die Beschaffung von Luftraumüberwachungsflugzeugen in Österreich zu missbrauchen! (Abg. Scheibner: Das waren aber nicht wir, die das gemacht haben! – Abg. Ellmauer: Das hat der Cap gesagt!) Niemand von denen, denen wir hier im Nationalrat heute zu Recht unser Mitgefühl und unsere Sympathie ausgesprochen haben (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), hat es sich verdient, dass seine Situation, seine Opfer, dass seine/ihre persönliche Situation für ein dubioses österreichisches Rüstungsgeschäft missbraucht werden! (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Redezeit!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Dr. Pilz.
(Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Dr. Pilz.)
Ruf bei der ÖVP – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Gaál –: Toni, jetzt bei der Wahrheit bleiben!
Herr Abgeordneter Gaál ist der nächste Redner. Redezeit: 6 Minuten. – Bitte. (Ruf bei der ÖVP – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Gaál –: Toni, jetzt bei der Wahrheit bleiben!)
Abg. Mag. Mainoni: Das stimmt ja auch!
Abgeordneter Anton Gaál (SPÖ): Herr Präsident! Meine Herren Bundesminister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Kollege Bösch, wieder einmal ins Stammbuch geschrieben, weil du die „Schuldenpolitik Kreiskys“ angesprochen hast (Abg. Mag. Mainoni: Das stimmt ja auch!):
Abg. Mag. Mainoni: „Konsum“!
Bruno Kreisky ist 1970 angetreten, um Österreich europareif zu machen! Und in diesen 30 Jahren unter SPÖ-Verantwortung ist Österreich in vielen Bereichen reicher geworden. Wir haben unser Geld nicht im Casino verspielt, sondern es wurden Werte geschaffen. (Abg. Mag. Mainoni: „Konsum“!) Krankenhäuser wurden in dieser Zeit errichtet, Straßen gebaut, Firmen, Betriebe wurden angesiedelt! Wir von der SPÖ haben Arbeitsplätze geschaffen, und in dieser Zeit gab es in Österreich die höchste Beschäftigungsrate in Europa überhaupt! (Abg. Ellmauer: „Konsum“!) Damals gab es bei uns sozialen Frieden, um den uns die Welt beneidet hat! Ihnen von ÖVP und FPÖ ist es jedoch „gelungen“, dass es unter Ihrer Regierungszeit die höchste Arbeitslosenrate in Österreich seit 1945 gibt! (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Ellmauer: „Konsum“!
Bruno Kreisky ist 1970 angetreten, um Österreich europareif zu machen! Und in diesen 30 Jahren unter SPÖ-Verantwortung ist Österreich in vielen Bereichen reicher geworden. Wir haben unser Geld nicht im Casino verspielt, sondern es wurden Werte geschaffen. (Abg. Mag. Mainoni: „Konsum“!) Krankenhäuser wurden in dieser Zeit errichtet, Straßen gebaut, Firmen, Betriebe wurden angesiedelt! Wir von der SPÖ haben Arbeitsplätze geschaffen, und in dieser Zeit gab es in Österreich die höchste Beschäftigungsrate in Europa überhaupt! (Abg. Ellmauer: „Konsum“!) Damals gab es bei uns sozialen Frieden, um den uns die Welt beneidet hat! Ihnen von ÖVP und FPÖ ist es jedoch „gelungen“, dass es unter Ihrer Regierungszeit die höchste Arbeitslosenrate in Österreich seit 1945 gibt! (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bruno Kreisky ist 1970 angetreten, um Österreich europareif zu machen! Und in diesen 30 Jahren unter SPÖ-Verantwortung ist Österreich in vielen Bereichen reicher geworden. Wir haben unser Geld nicht im Casino verspielt, sondern es wurden Werte geschaffen. (Abg. Mag. Mainoni: „Konsum“!) Krankenhäuser wurden in dieser Zeit errichtet, Straßen gebaut, Firmen, Betriebe wurden angesiedelt! Wir von der SPÖ haben Arbeitsplätze geschaffen, und in dieser Zeit gab es in Österreich die höchste Beschäftigungsrate in Europa überhaupt! (Abg. Ellmauer: „Konsum“!) Damals gab es bei uns sozialen Frieden, um den uns die Welt beneidet hat! Ihnen von ÖVP und FPÖ ist es jedoch „gelungen“, dass es unter Ihrer Regierungszeit die höchste Arbeitslosenrate in Österreich seit 1945 gibt! (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Mainoni: Du lebst ja noch in den siebziger und achtziger Jahren!
Wir brauchen uns unserer Politik nicht zu schämen! Sie von ÖVP und FPÖ hingegen haben abgewirtschaftet! Sie gefährden den sozialen Frieden in unserem Lande, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Mainoni: Du lebst ja noch in den siebziger und achtziger Jahren!)
Rufe bei der ÖVP: Ja – nein – ja!
Daher unser Nein zu diesem Beschaffungsvorgang! Dieses unser Nein zu diesem Eurofighter-Kauf bedeutet jedoch kein Nein zum österreichischen Bundesheer, meine Damen und Herren (Rufe bei der ÖVP: Ja – nein – ja!), denn diese Beschaffung bringt das österreichische Bundesheer in große Schwierigkeiten. Es wird kein Geld mehr für andere notwendige Beschaffungen zur Verfügung stehen; darauf werde ich aber noch zu sprechen kommen. (Abg. Rädler: Ja – nein – ja! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Rädler: Ja – nein – ja! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Daher unser Nein zu diesem Beschaffungsvorgang! Dieses unser Nein zu diesem Eurofighter-Kauf bedeutet jedoch kein Nein zum österreichischen Bundesheer, meine Damen und Herren (Rufe bei der ÖVP: Ja – nein – ja!), denn diese Beschaffung bringt das österreichische Bundesheer in große Schwierigkeiten. Es wird kein Geld mehr für andere notwendige Beschaffungen zur Verfügung stehen; darauf werde ich aber noch zu sprechen kommen. (Abg. Rädler: Ja – nein – ja! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich antworte Ihnen hier, indem ich Herrn Finanzminister Grasser zitiere, der gesagt hat, dieses Kriegsgerät ist nicht leistbar und nicht finanzierbar. – Ausnahmsweise hat Grasser Recht mit dem, was er gesagt hat. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Scheibner: Alles beschlossen!
Es gibt bis heute kein schlüssiges Finanzierungskonzept hiefür, weil man ganz einfach nicht weiß, woher man das Geld nehmen soll – und für die Zukunft bleiben keine finanziellen Mittel mehr für notwendige und dringende Beschaffungen, insbesondere, was den Schutz und die Sicherheit der Soldaten anlangt. Kollege Scheibner, da musstest ja bereits auch du Abstriche machen! (Abg. Scheibner: Alles beschlossen!) Es war nicht möglich, insbesondere für unsere Soldaten, die im Dienste des Friedens unterwegs sind, die notwendige Ausrüstung anzuschaffen! – Und es wird noch schlechter.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Nicht krankjammern!
Daher unser Nein zu dieser Ihrer Beschaffung! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Nicht krankjammern!)
Abg. Murauer: Ja, wie beim Eurofighter! – Herr Gusenbauer, sagen Sie’s ihm! Sie wissen es!
Er ist auch nicht allwettertauglich, Herr Bundesminister. Und das ist nicht populistisch, es ist tatsächlich so: Ein etwas stärkerer Regen – und der F-5 muss am Boden bleiben! Das ist lückenlose Luftraumüberwachung? – Sicher nicht! (Abg. Murauer: Ja, wie beim Eurofighter! – Herr Gusenbauer, sagen Sie’s ihm! Sie wissen es!)
Abg. Mag. Molterer: Sie waren nicht dabei!
Sie sprechen immer wieder davon, dass man Ihnen oder der Delegation in Deutschland den Eurofighter vorgeführt habe. – Entschuldigen Sie, aber das war die Tranche 1, das war ein Prototyp, das war ein Flugzeug aus der Vorserie, das nichts mit dem Flieger zu tun hat, den Sie bestellt haben. (Abg. Mag. Molterer: Sie waren nicht dabei!) Den gibt es noch gar nicht, Herr Bundesminister! Die Herstellerfirmen entscheiden erst in den nächsten Wochen und Monaten, ob diese Tranche 2 in Produktion gehen soll. Mit Ende des Jahres wird feststehen, ob der Flieger erzeugt wird, den Sie bereits unterschrieben und bestellt haben, meine Damen und Herren. (Ruf bei der ÖVP: Sie haben ihn gar nicht gesehen!)
Ruf bei der ÖVP: Sie haben ihn gar nicht gesehen!
Sie sprechen immer wieder davon, dass man Ihnen oder der Delegation in Deutschland den Eurofighter vorgeführt habe. – Entschuldigen Sie, aber das war die Tranche 1, das war ein Prototyp, das war ein Flugzeug aus der Vorserie, das nichts mit dem Flieger zu tun hat, den Sie bestellt haben. (Abg. Mag. Molterer: Sie waren nicht dabei!) Den gibt es noch gar nicht, Herr Bundesminister! Die Herstellerfirmen entscheiden erst in den nächsten Wochen und Monaten, ob diese Tranche 2 in Produktion gehen soll. Mit Ende des Jahres wird feststehen, ob der Flieger erzeugt wird, den Sie bereits unterschrieben und bestellt haben, meine Damen und Herren. (Ruf bei der ÖVP: Sie haben ihn gar nicht gesehen!)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Sie setzen die falschen Prioritäten, wir haben ganz andere Schwerpunktsetzungen. Wir gehen von einem umfassenden Sicherheitsbegriff aus, der weit über den militärischen Bereich hinaus geht: Er umfasst den sicheren Arbeitsplatz (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen); den sicheren Studienplatz, die sicheren Pensionen, die sichere Gesundheitsvorsorge – und nicht das, was Sie hier tun, nämlich das Ausgeben von enormen Milliardenbeträgen. Das sind Schulden in die Zukunft, daher ein Nein zu dieser Ihrer Politik! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie setzen die falschen Prioritäten, wir haben ganz andere Schwerpunktsetzungen. Wir gehen von einem umfassenden Sicherheitsbegriff aus, der weit über den militärischen Bereich hinaus geht: Er umfasst den sicheren Arbeitsplatz (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen); den sicheren Studienplatz, die sicheren Pensionen, die sichere Gesundheitsvorsorge – und nicht das, was Sie hier tun, nämlich das Ausgeben von enormen Milliardenbeträgen. Das sind Schulden in die Zukunft, daher ein Nein zu dieser Ihrer Politik! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Jetzt fällt das Niveau wieder stark ab!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Amon. Redezeit: 6 Minuten, aber bitte präzise einhalten! (Abg. Dr. Gusenbauer: Jetzt fällt das Niveau wieder stark ab!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Gaál, diese Rede muss Ihnen ja selbst richtig weh getan haben, die muss Ihnen ja förmlich Schmerzen verursacht haben, denn ich weiß, dass Sie in Wahrheit ganz anders über die Umfassende Landesverteidigung denken, als Sie das heute hier zum Besten gegeben haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gradwohl: ... Demonstrationsfreiheit!
Sie, Herr Abgeordneter Gaál, haben im Übrigen Ihrer Partei als Wehrsprecher keine Ehre gemacht. Wenn Sie nämlich den sozialen Frieden beschwören, muss ich sagen: Ich erinnere mich sehr gut an die Regierungsbildung von FPÖ und ÖVP. Da waren es Sozialdemokraten, auch solche, die heute hier in der ersten Reihe sitzen, die Demonstrationen angeführt haben gegen diese Bundesregierung. Ich bin gespannt, ob Sie angesichts der Entwicklungen in Kärnten, wo jetzt die Sozialdemokratie mit der FPÖ eine Koalition eingegangen ist, auch jeden Donnerstag zu Demonstrationen in den Süden aufbrechen werden. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gradwohl: ... Demonstrationsfreiheit!)
Beifall bei der ÖVP.
Oder – ich weiß nicht, Herr Dr. Gusenbauer – sind vielleicht irgendwo Sanktionen bestellt, angesichts derer dann wieder unsere Frau Außenministerin ausrücken und kämpfen muss „wie eine Löwin“, um Sanktionen gegen Österreich wegzubringen? (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Wir lehnen diese Art der Politik in aller Entschiedenheit und in aller Deutlichkeit ab! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Murauer: So gescheit ist der Kogler!
Es ist schon ganz interessant, dass Kollege Kogler, der ja Vorsitzender des Rechnungshofausschusses ist, bereits im Dezember des Jahres 2001 in parlamentarischen Anfragen unterstellt hat, dass auf Grund eines Gutachtens des Industriewissenschaftlichen Institutes die Ausschreibungskriterien für den Ankauf von neuen Luftraumüberwachungsflugzeugen – das waren übrigens parlamentarische Anfragen an den Herrn Wirtschaftsminister, an den Herrn Finanzminister, an den Herrn Verteidigungsminister – dergestalt waren, dass eigentlich nur der SAAB Gripen als Ergebnis herauskommen kann. (Abg. Murauer: So gescheit ist der Kogler!)
Beifall bei der ÖVP.
Und was sagt der Rechnungshof etwa zu diesen Vorwürfen? – Der Rechnungshof stellt fest, dass bei der Angebotseinholung und der Bewertung keine Einflussnahmen auf Bedienstete des Bundesministeriums für Landesverteidigung zwecks Präferierung eines bestimmten Kampfflugzeuges nachgewiesen werden konnten, meine Damen und Herren. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Da hier immer wieder unterstellt wird, dass es sozusagen der finanztechnische Teil der Ausschreibung gewesen ist, der letztlich die Entscheidung für den Eurofighter gebracht hat: Der Rechnungshof hat sich das sehr genau angeschaut. Das Bundesministerium für Landesverteidigung hat drei Simulationsrechnungen angestellt, um zu beweisen, dass der Eurofighter die günstigste Variante ist. Der Rechnungshof hat über 40 Simulationen gerechnet, und bei jeder dieser Simulationen ist der Eurofighter und EADS als Bestbieter herausgekommen. – Das, meine Damen und Herren, ist die Wahrheit! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Dann noch dieses ständige Aufrechnen von für uns wichtigen sozialpolitischen Maßnahmen gegen die Landesverteidigung! Ich halte das wirklich für unseriös, denn Sie wissen genau so gut wie ich, das Budget ist ein verbundenes Gefäß: Was ich auf der einen Seite herausnehme, könnte ich auf der anderen Seite hineingeben. Man kann es sich relativ einfach machen und könnte sagen, dass das Gesamtvolumen der Anschaffung der neuen Luftraumüberwachungsflugzeuge mit einem Jahr Ersparnis bei der Bundesbahn schon finanziert wäre. So einfach ist die Welt – und doch ist sie so einfach nicht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ein Letztes, weil Sie sagen, dass die 15 Millionen, die wir jetzt jährlich für die Übergangslösung, für die F-5-Flugzeuge benötigen, bei den Pensionen besser aufgehoben wären: Wir setzen hier eine klare Präferenz. Wir geben in Österreich 0,9 Prozent des Bruttoinlandsproduktes für Landesverteidigung aus. Damit sind wir bezüglich der militärischen Ausgaben an letzter Stelle innerhalb der Europäischen Union. Wir überlegen uns also sehr genau, wo Geld zu investieren ist und wo nicht. Während wir jährlich 15 Millionen für die Übergangslösung ausgeben, geben wir ein Plus von 490 Millionen € aus, um die Pensionen in diesem Land zu erhöhen, meine Damen und Herren. Das ist die Wahrheit – und nicht Ihre billige Polemik! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Heiterkeit.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch (Freiheitliche): Herr Präsident! Meine geschätzten Herren Minister! Werte Kollegen von Links und Rechts! – Ich muss aufpassen: Jetzt haben wir ja links und rechts Kollegen – auf der einen Seite auf Bundesebene, auf der anderen Seite auf Landesebene. (Heiterkeit.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das Thema Abfangjäger ist ein Thema, das den Nationalrat schon sehr lange beschäftigt. Die Diskussion darüber ist sehr emotional geführt worden, es ist äußerst kontroversiell diskutiert worden. Und es stimmt: Es ist dies eine große Beschaffung, es geht dabei um sehr viel Geld. 2 Milliarden € sind viel Geld, Geld, mit dem man auch viel anderes machen kann. Da stimme ich der Opposition zu. Aber, und das ist, glaube ich, wichtig, wir haben uns sehr gut überlegt, was wir mit diesem Geld machen: Wir tragen mit diesem Geld zur Sicherheit unserer Familien bei, wir tragen mit diesem Geld zur Sicherheit unserer Güter bei, und wir tragen mit diesem Geld auch zur Sicherheit Österreichs bei! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Scheibner: 30 Mal im Jahr!
Folgendes sollte man hier außer Streit stellen – bei aller Kritik –: Klar ist, dass es sich, wenn sich auch nur einer dieser Flieger einmal vom Boden erhebt (Abg. Scheibner: 30 Mal im Jahr!) und damit ein Menschenleben, ein Objekt in unserem Lande geschützt wird, bereits ausgezahlt hat, diese Investition zu tätigen!
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
noch einmal unterhalten sollte. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es ist kein Geheimnis, dass gerade die Kärntner Freiheitlichen diesem Abfangjäger-Kauf sehr kritisch gegenübergestanden sind. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Klar, dass solche Entscheidungen nicht leicht zu treffen sind; gar keine Frage. Sie können mir glauben, geschätzte Damen und Herren: Gerade ich als jüngerer Abgeordneter habe mich in den vergangenen eineinhalb Jahren, die ich hier im Nationalrat bin, sehr oft schwer getan bei Entscheidungen. Es ist auch nicht immer leicht, Verantwortung zu übernehmen und zu tragen, aber im Endeffekt ist es ein Zeichen politischer Qualität.
Abg. Mag. Mainoni: Ein Wahnsinn!
Anknüpfend an das, was mein Kollege Bösch bereits gesagt hat: Wir von FPÖ und ÖVP haben einen großen Rucksack zu tragen, und zwar einen Rucksack von über 150 Milliarden €! – Ich habe jetzt abgerundet, damit die Rechnung leichter wird. – Diesen Schuldenberg musste diese Regierung übernehmen, und damit man sich das einmal ein bisschen besser vor Augen führt, was diese Summe bedeutet: Mit diesem Geld könnten wir tausende Abfangjäger kaufen! (Abg. Mag. Mainoni: Ein Wahnsinn!) Mit diesem Geld, und zwar alleine mit den Zinsen, die wir hiefür zahlen, könnten wir jährlich 70 Abfangjäger kaufen – und das ohne Kompensationsgeschäfte! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Anknüpfend an das, was mein Kollege Bösch bereits gesagt hat: Wir von FPÖ und ÖVP haben einen großen Rucksack zu tragen, und zwar einen Rucksack von über 150 Milliarden €! – Ich habe jetzt abgerundet, damit die Rechnung leichter wird. – Diesen Schuldenberg musste diese Regierung übernehmen, und damit man sich das einmal ein bisschen besser vor Augen führt, was diese Summe bedeutet: Mit diesem Geld könnten wir tausende Abfangjäger kaufen! (Abg. Mag. Mainoni: Ein Wahnsinn!) Mit diesem Geld, und zwar alleine mit den Zinsen, die wir hiefür zahlen, könnten wir jährlich 70 Abfangjäger kaufen – und das ohne Kompensationsgeschäfte! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Mit diesem Geld könnten wir 50 Jahre lang die ÖBB gratis fahren lassen; und solche Beispiele könnte man sozusagen bis zum bis Sankt-Nimmerleins-Tag fortsetzen. Viele, viele Überlegungen könnte man anstellen, was man alles mit diesem Geld machen könnte, wären diese Schulen eben nicht da; daran sollte die SPÖ schon denken. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
ironische Heiterkeit bei der SPÖ
Das ist natürlich etwas, was gerade für Jung-Abgeordnete nicht einfach ist, müssen ja auch wir Jungen diese Bürde tragen. In den nächsten Jahren und Jahrzehnten, in denen wir regieren werden (ironische Heiterkeit bei der SPÖ), werden wir uns sehr wohl überlegen müssen, wie wir diesen Schuldenberg weiter abbauen können, wie wir unser Land weiterhin sanieren können und damit weiterhin auf dem richtigen Weg bleiben. (Zwischenruf des Abg. Mag. Posch. – Abg. Scheibner – in Richtung des Redners –: Der Posch, das ist dein Partner!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Posch. – Abg. Scheibner – in Richtung des Redners –: Der Posch, das ist dein Partner!
Das ist natürlich etwas, was gerade für Jung-Abgeordnete nicht einfach ist, müssen ja auch wir Jungen diese Bürde tragen. In den nächsten Jahren und Jahrzehnten, in denen wir regieren werden (ironische Heiterkeit bei der SPÖ), werden wir uns sehr wohl überlegen müssen, wie wir diesen Schuldenberg weiter abbauen können, wie wir unser Land weiterhin sanieren können und damit weiterhin auf dem richtigen Weg bleiben. (Zwischenruf des Abg. Mag. Posch. – Abg. Scheibner – in Richtung des Redners –: Der Posch, das ist dein Partner!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Sie brauchen hier nicht so zu schreien, Herr Kollege Posch! Sie sollten der Wahrheit ins Auge sehen! Jahrzehnte nur hier herinnen zu sitzen, sich nie zu Wort zu melden – und dann irgendwann dazwischen zu schreien, das ist, wie ich meine, zu wenig! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Widerspruch bei der SPÖ
Gerade in Richtung der Damen und Herren von der SPÖ möchte ich sagen: Vielleicht sollten Sie sich doch ein Beispiel an Kärnten nehmen, wo Landeshauptmann Dr. Jörg Haider – gemeinsam mit der SPÖ – eine konstruktive Politik macht (Widerspruch bei der SPÖ), wo wir Freiheitlichen es erstmals geschafft haben, ein Arbeitsprogramm auf breitester Basis zu verabschieden, wo die ÖVP ebenfalls mit dabei ist, und wo man ohne viel Polemik und ohne viel Theater das Beste für das Land herausholt. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Gerade in Richtung der Damen und Herren von der SPÖ möchte ich sagen: Vielleicht sollten Sie sich doch ein Beispiel an Kärnten nehmen, wo Landeshauptmann Dr. Jörg Haider – gemeinsam mit der SPÖ – eine konstruktive Politik macht (Widerspruch bei der SPÖ), wo wir Freiheitlichen es erstmals geschafft haben, ein Arbeitsprogramm auf breitester Basis zu verabschieden, wo die ÖVP ebenfalls mit dabei ist, und wo man ohne viel Polemik und ohne viel Theater das Beste für das Land herausholt. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Eure Vorwürfe waren aber auch nicht neu!
Abgeordnete Dr. Evelin Lichtenberger (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Bei den Ausführungen von Vertretern der beiden Regierungsparteien habe ich bis jetzt immer wieder auf neue Argumente gewartet – und gehofft, dass denn doch irgendwann einmal eine anständige Begründung für diese mehr als seltsame Beschaffungspolitik kommt. (Abg. Scheibner: Eure Vorwürfe waren aber auch nicht neu!)
Beifall bei den Grünen.
Allerdings muss ich sagen: Ich habe umsonst gewartet! Was ich bis jetzt gehört habe, waren einige Argumente – und diese Argumente wurden im Laufe der Monate, im gesamten Verlauf dieser Kontroverse dünner und dünner und dünner. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Um auf ein paar Ihrer Argumente einzugehen, meine Damen und Herren, wie beispielsweise darauf, die Abfangjäger seien unverzichtbar im Kampf gegen den Terror. – Wer sich das heute noch zu behaupten traut, nach diesen schrecklichen Erfahrungen, die die USA und Spanien machen mussten, missachtet sträflich die Trauer der Opfer und geht überhaupt nicht darauf ein, was Terror und neue Bedrohungsbilder auch an neuen Bekämpfungsmaßnahmen auslösen müssten! (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn es Ihnen ernst ist mit dem Kampf gegen den Terrorismus: Überlegen Sie doch einmal, was man mit diesen über 4 Milliarden € an sinnvollen und zielführenden Maßnahmen zur Bekämpfung des Terrors wirklich unternehmen könnte, Dinge, die wir dringend bräuchten, um die Bevölkerung wirklich schützen zu können, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen.)
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Was ist mit der Neutralität, Frau Lichtenberger?! – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Neutralität, Frau Kollegin?) Was war denn die „große Schande“, als wir bei der Lawinenkatastrophe von Galtür um Hilfe ansuchen mussten?! (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Was ist mit der Neutralität, Frau Lichtenberger?! – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Kollege, warum schreien Sie denn so?! Das ist ja furchtbar! Regen Sie sich nicht so auf, Sie sind ja schon ganz rot im Gesicht! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Bitte zu beachten: Wir reden jetzt nicht von 100 000 €, sondern von 4 Milliarden €, wobei das offensichtlich nur oberflächlich geprüft wurde. Meine Damen und Herren von den Regierungsparteien! Wenn da die Opposition nicht aufschreit, wenn da die Opposition sich nicht bemerkbar machen würde, dass da etwas schief gelaufen ist, dann würden wir uns doch wohl in Russland wähnen müssen! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Wo haben Sie denn die 4,7 her?
Ein weiterer Punkt, aber ich bleibe jetzt noch ein bisschen bei diesen 4,7 Milliarden €. (Abg. Scheibner: Wo haben Sie denn die 4,7 her?) Auch da ist dieser Rechnungshofbericht äußerst aufschlussreich, denn endlich haben wir einmal die Summen auf dem Tisch, und zwar offiziell. Bei diesen 4,7 Milliarden € zeigt sich ja auch, wie unprofessionell Sie bei dieser ganzen Beschaffung vorgegangen sind!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Und Sie sich für solche Reden!
Überhaupt nichts wurde bedacht, was als Betriebskosten bei einer Anschaffung dann später anfällt. Meine Damen und Herren, und Sie nennen sich Wirtschaftspartei?! Dafür sollten Sie sich wirklich schämen und in sich gehen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Und Sie sich für solche Reden!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.
Noch einmal zum Beschaffungsvorgang; ich möchte Sie nur auf eines aufmerksam machen. Herr Präsident Khol zitiert ja immer gerne die Wahrheit als „Tochter der Zeit“. Und bei diesem Beschaffungsvorgang und der darauf folgenden Zwischenlösung wird das wieder einmal hervorragend illustriert. Mit der Notwendigkeit der Zwischenlösung bestätigen Sie alle Argumente der Opposition nach Strich und Faden – seien Sie sich dessen bewusst! – und widerlegen all das, was Sie uns ein, zwei Jahre lang täglich oder bei jeder Parlamentssitzung, wo das Thema war, erklärt haben. Seien Sie sich dessen bewusst: Hier haben Sie sich selber widerlegt, und zwar mehr als deutlich! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Zum Abschluss muss ich noch auf den Kollegen Amon eingehen, der ganz klar offen gelegt hat, was diese Regierung macht: Lieber die Bundesbahn kaputtsparen und dafür Abfangjäger kaufen! – Das ist der Stil der ÖVP, ganz klar und deutlich! Er hat es ja selber gesagt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Deswegen: Stimmen Sie dem Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zu! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Werner Kummerer (SPÖ): Herr Präsident! Meine Herren Minister! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Ein paar Worte, so ungern ich das tue, zu der angeblichen Nicht-Polemik des Kollegen Scheuch. Wenn man das so fortführt, dann hätten wir keine Krankenhäuser, dann hätten wir keine Universitäten, dann hätten wir keine Mittelschulen, dann hätten wir keine Straßen, dann hätten wir einen Lebensstandard vergleichbar mit der Ukraine. Wenn das eure Politik ist – bis 1969 war sie es! Das ist vorbei, und ich hoffe, dass in Österreich das nie wieder kommt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Nein, ihr selber!
„Blindflug“ hat Kollege Scheibner die Diskussion genannt. (Abg. Scheibner: Nein, ihr selber!) Ich bringe dir Beispiele für den „Blindflug“. Fasslabend: Für die Sicherheit sind 36 Abfangflugzeuge notwendig. Zweite Variante: 30 – unbedingt notwendig! Scheibner: 24 – unter 24 geht es nicht! Dann kam die Hochwasserkatastrophe – es wurde auf 18 reduziert. Hoffentlich bekommen die Hochwasseropfer auch bald das Geld, das wir uns durch den Verzicht auf diese sechs Abfangjäger eingespart haben, überwiesen. 18 sind also unbedingt notwendig. Jetzt sind wir bei zwölf angelangt: Mit zwölf ist das alles kein Problem!
Beifall bei der SPÖ.
Wisst ihr, was man daran sieht? Eine wunderschöne arithmetische Reihe: immer minus sechs. Der nächste Schritt sind dann sechs, und der übernächste Schritt sind dann null. Ich empfehle euch, liebe Regierungsparteien: Lassen wir den nächsten Schritt aus, und setzen wir den übernächsten! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Danke für Ihre Aufmerksamkeit! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Alfred Schöls (ÖVP): Herr Bundesminister! Herr Präsident! Hohes Haus! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Dr. Gusenbauer ist im Moment nicht im Saal, aber ich sage wirklich danke, Dr. Gusenbauer und Genossen, für diesen argumentativen Blindflug, den Sie in der heutigen Debatte über die Sicherheit unseres Landes geliefert haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Murauer: Leider!
Kollege Gaál ist im Moment nicht im Saal. Ich kann mich nur wundern und bin zugleich erschüttert darüber, wie weit Parteidisziplin gehen kann. Wir mussten heute einen Wehrsprecher der Sozialdemokratischen Partei hier erleben, der abgetreten ist, der sich abgemeldet hat von der verteidigungspolitischen Verantwortung (Abg. Murauer: Leider!), bedauerlicherweise, der einmal gesagt hat: Wenn wir für eine effiziente Landesverteidigung eintreten und einer aktiven Neutralitätspolitik das Wort reden, dann müssen den Worten auch Taten folgen. Dazu gehört auch eine Luftraumüberwachung. (Abg. Murauer: Leider lange her!)
Abg. Murauer: Leider lange her!
Kollege Gaál ist im Moment nicht im Saal. Ich kann mich nur wundern und bin zugleich erschüttert darüber, wie weit Parteidisziplin gehen kann. Wir mussten heute einen Wehrsprecher der Sozialdemokratischen Partei hier erleben, der abgetreten ist, der sich abgemeldet hat von der verteidigungspolitischen Verantwortung (Abg. Murauer: Leider!), bedauerlicherweise, der einmal gesagt hat: Wenn wir für eine effiziente Landesverteidigung eintreten und einer aktiven Neutralitätspolitik das Wort reden, dann müssen den Worten auch Taten folgen. Dazu gehört auch eine Luftraumüberwachung. (Abg. Murauer: Leider lange her!)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.
Das war die Position vom Standort Regierungspolitiker – heute als Oppositionspolitiker ist die Position: Wozu brauchen wir das alles? (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.)
Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: ... Das ist ein absoluter Unsinn!
Wenn ihr, Kollege Kummerer, die Einladung nach Manching hättet annehmen dürfen, dann hättet ihr zur Kenntnis nehmen müssen, dass all das, was heute und in den vergangenen Monaten von euch an falschen Meldungen verzapft wird, schlicht und einfach nicht der Wahrheit entspricht. (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: ... Das ist ein absoluter Unsinn!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.
Ich habe schon den Eindruck gehabt – nach dem, was Toni Gaál hier uns erzählt hat –, es hat nur diesen einen Eurofighter gegeben, der uns in Manching vorgestellt wurde. So hat er das nämlich dargestellt. Dabei ist hier eine Rotte von Eurofightern bereits im Einsatz gewesen, die bewiesen hat, dass sie flugtauglich ist. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.) – Weil ich mit dabei war, Kollege Kummerer! Ich habe dürfen, im Gegensatz zu dir! Du hast nämlich nicht mitfahren dürfen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich habe schon den Eindruck gehabt – nach dem, was Toni Gaál hier uns erzählt hat –, es hat nur diesen einen Eurofighter gegeben, der uns in Manching vorgestellt wurde. So hat er das nämlich dargestellt. Dabei ist hier eine Rotte von Eurofightern bereits im Einsatz gewesen, die bewiesen hat, dass sie flugtauglich ist. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.) – Weil ich mit dabei war, Kollege Kummerer! Ich habe dürfen, im Gegensatz zu dir! Du hast nämlich nicht mitfahren dürfen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Du hast zugestimmt! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Auf der einen Seite: Standort bestimmt Standpunkt. Wenn die Mehrheit in der ... (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Du hast zugestimmt! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) – Ich weiß, es ist verkehrt, Kollege Kummerer, den Spiegel vorgehalten zu bekommen und die ...
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen für den das Rednerpult verlassenden Abg. Schöls.
(Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen für den das Rednerpult verlassenden Abg. Schöls.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Herr Kollege Cap, es ist schon eigenartig, wenn Sie sagen, Sicherheit ist Unsinn. – Das, was Sie da heraußen gesagt haben, ist Unsinn! Sicherheit kann nie Unsinn sein! 30 Jahre sozialistische Politik haben es bewiesen, gerade in der Sicherheitspolitik! Über die Schulden wollen wir nicht reden. Ich hoffe, Herr Kollege Scheuch wird dem Jörg Haider sagen, dass er euch ja nicht den Finanzreferenten gibt, denn sonst würdet ihr die Politik weiter betreiben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ihr Kollege Gusenbauer geht hier heraus und spricht in Richtung unseres Klubobmannes von „Blindgänger“. Gusenbauer ist inzwischen nicht mehr da, denn so wichtig ist das für ihn nicht. Wir sind alle von ganz Österreich nach Wien gekommen, um an dieser Sitzung teilzunehmen. Nächste Woche haben wir eine reguläre – da hätten Sie eine Dringliche oder irgendetwas anderes zu diesem Thema einbringen können, was Sie ja sonst auch immer tun. – Aber da ist Ihnen das Geld Wurscht! Da ist Ihnen das Geld Wurscht, da müssen wir alle herkommen und uns den Unsinn, diese Unwahrheiten anhorchen, die Sie da verzapfen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das kostet den Steuerzahler – und das möchte ich Ihnen auf der Galerie schon sagen – sehr viel Geld! Darüber werden wir sicher einmal diskutieren müssen.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wenn Sie, auch Kollege Pilz, sagen: Wenn Ihnen Unrecht getan wird, dann entschuldige ich mich, aber das wird nicht stattfinden, denn es hat sicherlich ein Fehlverhalten in irgendeiner Form gegeben!, dann finde ich das auch falsch. Das ist schäbige Politik, ist Unterstellungspolitik! Und ich fordere Sie wirklich in aller Öffentlichkeit auf: Entschuldigen Sie sich bei unseren Ministern, entschuldigen Sie sich bei dieser Regierung! – Diese macht gute Arbeit! Nehmen Sie das zur Kenntnis! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Detlev Neudeck (Freiheitliche): Herr Präsident! Meine Herren Bundesminister! Meine Damen und Herren! Eine Minute ist mir geblieben. Dem Kollegen Kummerer kann man sagen: Nicht Schulen und Spitäler hätten gefehlt – Sie hätten sich nur den AKH-Skandal, „Euroteam“ und so weiter ersparen müssen, anstatt am anderen Ende zu sparen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Rufe bei der SPÖ: Aus! Aus!
War die Sozialistische Internationale Ihr Ratgeber, dass man jetzt nachfragt? – Das ist nämlich ein Government-to-Government-Geschäft, und dabei sind Sie wahrscheinlich leer ausgestiegen. Hier steht nämlich drinnen, dass Sie beim Gripen nicht so einen Lärm gemacht hätten, weil die schwedischen Sozialdemokraten bei der SPÖ in Wien Werbung für die Gripen gemacht haben. Und außerdem waren Sie 1999 sehr wohl bereit, Abfangjäger zu kaufen. Und es gäbe keinen UNO-Sitz, keine Staatsbesuche, ... (Rufe bei der SPÖ: Aus! Aus!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Heinzl: ... So ein Unsinn!
Abgeordneter Detlev Neudeck (fortsetzend): ... und keine Fußball-Europameisterschaften in Österreich, wenn wir keine Abfangjäger hätten! – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Heinzl: ... So ein Unsinn!)
Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Interessanterweise saß auch auf der Regierungsbank keine der wenigen – aber immerhin – Ministerinnen, die diese Regierung hat, und das bei einem Thema, wo es um Sicherheit geht. Sie, Herr Minister, haben das Wort „Sicherheit“ ich weiß nicht wie oft im Mund geführt, und alle anderen auch. (Zwischenruf des Abg. Neudeck.)
Abg. Mag. Molterer: So viele haben wir, und noch mehr!
Wie soll ich das interpretieren, dass keine der Frauen der Regierungsfraktionen – weder Frau Brinek noch Frau Steibl, noch Frau Baumgartner-Gabitzer, noch Frau Höllerer, noch andere, die hier sitzen (Abg. Mag. Molterer: So viele haben wir, und noch mehr!) – heruntergekommen ist und für diese Flieger, für diese Kampfflugzeuge argumentiert hat? Soll ich das so interpretieren, dass sie nämlich nein gesagt hätten, dass sie sich aber leider in ihren Fraktionen nicht durchgesetzt haben, weil sie auch in ihren Fraktionen keine Mehrheit haben und weil auch die Frauen auf der Regierungsbank – auch in dieser ÖVP/FPÖ-Regierung – keine Mehrheit haben?
demonstrativer Beifall des Abg. Neudeck
Nun glaube ich nicht, dass Frauen unbedingt die friedlicheren Menschen sind (demonstrativer Beifall des Abg. Neudeck), aber auf Grund der Sozialisation von Frauen, auf Grund unseres sozialen Umfeldes gehe ich davon aus, dass Frauen Sicherheit viel breiter sehen und dass sie einer Geldverschwendung wie für diese Flieger, wie für diese Kampfflugzeuge, die F5 und die Eurofighter, niemals zugestimmt hätten, wenn sie die Mehrheit gehabt hätten! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Nun glaube ich nicht, dass Frauen unbedingt die friedlicheren Menschen sind (demonstrativer Beifall des Abg. Neudeck), aber auf Grund der Sozialisation von Frauen, auf Grund unseres sozialen Umfeldes gehe ich davon aus, dass Frauen Sicherheit viel breiter sehen und dass sie einer Geldverschwendung wie für diese Flieger, wie für diese Kampfflugzeuge, die F5 und die Eurofighter, niemals zugestimmt hätten, wenn sie die Mehrheit gehabt hätten! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
diese Kampfflugzeuge – und nicht für tatsächliche Sicherheitsmaßnahmen. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie wissen ganz genau, dass es in Ländern, wo es stabile demokratische Institutionen gibt und wo die große Mehrheit der Menschen eine Existenzmöglichkeit hat, genau diese Bedingungen sind, die dem Terrorismus den Nährboden entziehen – und nicht die Eurofighter und nicht die F5-Kampfflugzeuge. Akzeptieren Sie das doch endlich einmal, und streuen Sie der Bevölkerung nicht ständig Sand in die Augen! (Beifall bei Abgeordneten der Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Na bravo!
An die Frauen in der ÖVP und der FPÖ kann ich nur folgenden Appell richten: Machen Sie sich doch endlich einmal innerhalb Ihrer eigenen Fraktionen stark, und verhindern Sie Geldverschwendung wie jene, über die wir heute hier sprechen! Setzen Sie sich dafür ein, dass tatsächliche Sicherheitspolitik in ihrer wahren Dimension gemacht wird – und nicht diese Spiegelfechtereien von Kampffliegern und Ähnlichem, wo uns Sicherheit vorgegaukelt wird, Sicherheit gegen Terroranschläge, wie sie in entsetzlicher Weise vor wenigen Tagen in Madrid passiert sind! Das ist Spiegelfechterei, meine Damen und Herren! – Das war mein Schlusssatz. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Na bravo!)
Abg. Scheibner: Das sagt gerade ihr!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Hohes Haus! Es gilt nur noch eine Anmerkung zu machen, vor allem zur Wortmeldung der beiden letzten freiheitlichen Redner, die ein wenig das Parlament mit dem „Heumarkt“ verwechselt haben. (Abg. Scheibner: Das sagt gerade ihr!) Wie Sie argumentieren, ist natürlich Ihre Sache, aber das parlamentarische Recht der Opposition, Sondersitzungen einzuberufen, zu verleumden – wohl wissend, dass unter Jörg Haider die Sondersitzungen hier im Dutzend stattgefunden haben (Abg. Scheibner: Was habt ihr damals gesagt?) – und zu sagen, das sei bloße Geldverschwendung – also: Demokratie ist Geldverschwendung! –, gegen diese Ihre Äußerungen, die Sie hier vorhin von sich gegeben haben, möchte ich hier meinen Protest einlegen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Scheibner: Was habt ihr damals gesagt?
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Hohes Haus! Es gilt nur noch eine Anmerkung zu machen, vor allem zur Wortmeldung der beiden letzten freiheitlichen Redner, die ein wenig das Parlament mit dem „Heumarkt“ verwechselt haben. (Abg. Scheibner: Das sagt gerade ihr!) Wie Sie argumentieren, ist natürlich Ihre Sache, aber das parlamentarische Recht der Opposition, Sondersitzungen einzuberufen, zu verleumden – wohl wissend, dass unter Jörg Haider die Sondersitzungen hier im Dutzend stattgefunden haben (Abg. Scheibner: Was habt ihr damals gesagt?) – und zu sagen, das sei bloße Geldverschwendung – also: Demokratie ist Geldverschwendung! –, gegen diese Ihre Äußerungen, die Sie hier vorhin von sich gegeben haben, möchte ich hier meinen Protest einlegen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Hohes Haus! Es gilt nur noch eine Anmerkung zu machen, vor allem zur Wortmeldung der beiden letzten freiheitlichen Redner, die ein wenig das Parlament mit dem „Heumarkt“ verwechselt haben. (Abg. Scheibner: Das sagt gerade ihr!) Wie Sie argumentieren, ist natürlich Ihre Sache, aber das parlamentarische Recht der Opposition, Sondersitzungen einzuberufen, zu verleumden – wohl wissend, dass unter Jörg Haider die Sondersitzungen hier im Dutzend stattgefunden haben (Abg. Scheibner: Was habt ihr damals gesagt?) – und zu sagen, das sei bloße Geldverschwendung – also: Demokratie ist Geldverschwendung! –, gegen diese Ihre Äußerungen, die Sie hier vorhin von sich gegeben haben, möchte ich hier meinen Protest einlegen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Wenn Sie hier bejammern, dass Sie 70 Anträge auf Einsetzung von Untersuchungsausschüssen erfolglos gestellt haben, dann können wir uns gerne zusammensetzen und darüber nachdenken, wie man das zu einem Minderheitsrecht macht, damit die Opposition unter bestimmten Regeln erzwingen kann, dass es hier Untersuchungsausschüsse gibt, wie dies beispielsweise für die Eurofighter und für andere Bereiche notwendig wäre. Da sind Sie herzlich eingeladen mitzumachen, anstatt hier Krokodilstränen fließen zu lassen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Natürlich war es so, dass im Bundesheer zuerst die Kräfte jahrelang auf die Schweden ausgerichtet waren und vieles dazu getan wurde, dass dieser Bieter wieder den Zuschlag bekommt, und dass erst in den Monaten vor der Entscheidung sich das Blatt gewendet hat, und zwar aus einer Einflusssphäre heraus, die rund um den Finanzminister zu suchen ist. Das alleine wäre es wert, einen Untersuchungsausschuss einzurichten, wenn einzelne Anbieter es durchsetzen können, Ausschreibungen zu diktieren! – Das hiezu. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Das ist ja wirklich das Ärgste! Das ist ja ungeheuerlich! – Herr Präsident! Das ist ungeheuerlich!
Letztlich stimmt es schon, dass man den Bericht dort einordnen muss, wo er herkommt: Er war ein Auftragswerk des Verteidigungsministers. (Abg. Scheibner: Das ist ja wirklich das Ärgste! Das ist ja ungeheuerlich! – Herr Präsident! Das ist ungeheuerlich!) Er hat eine zeitliche Beschränkung gehabt. Und natürlich findet sich in einem Rechnungshofbericht kein Hinweis auf unmittelbare Geschenkannahme, weil ja niemand so ungeschickt ist (Abg. Scheibner: Das ist ja ungeheuerlich! Nehmen Sie das zurück, ...!) – das glauben Sie ja selber nicht! (Abg. Scheibner: ..., dass Sie sagen, der Rechnungshof ist beeinflussbar, der Rechnungshofbericht ist ein Auftragswerk!) –, Dokumente über Geschenkannahme so zu verwahren, dass man sie dann rechtzeitig dem Rechnungshof zustellen kann. Das ist doch völlig absurd!
Abg. Scheibner: Das ist ja ungeheuerlich! Nehmen Sie das zurück, ...!
Letztlich stimmt es schon, dass man den Bericht dort einordnen muss, wo er herkommt: Er war ein Auftragswerk des Verteidigungsministers. (Abg. Scheibner: Das ist ja wirklich das Ärgste! Das ist ja ungeheuerlich! – Herr Präsident! Das ist ungeheuerlich!) Er hat eine zeitliche Beschränkung gehabt. Und natürlich findet sich in einem Rechnungshofbericht kein Hinweis auf unmittelbare Geschenkannahme, weil ja niemand so ungeschickt ist (Abg. Scheibner: Das ist ja ungeheuerlich! Nehmen Sie das zurück, ...!) – das glauben Sie ja selber nicht! (Abg. Scheibner: ..., dass Sie sagen, der Rechnungshof ist beeinflussbar, der Rechnungshofbericht ist ein Auftragswerk!) –, Dokumente über Geschenkannahme so zu verwahren, dass man sie dann rechtzeitig dem Rechnungshof zustellen kann. Das ist doch völlig absurd!
Abg. Scheibner: ..., dass Sie sagen, der Rechnungshof ist beeinflussbar, der Rechnungshofbericht ist ein Auftragswerk!
Letztlich stimmt es schon, dass man den Bericht dort einordnen muss, wo er herkommt: Er war ein Auftragswerk des Verteidigungsministers. (Abg. Scheibner: Das ist ja wirklich das Ärgste! Das ist ja ungeheuerlich! – Herr Präsident! Das ist ungeheuerlich!) Er hat eine zeitliche Beschränkung gehabt. Und natürlich findet sich in einem Rechnungshofbericht kein Hinweis auf unmittelbare Geschenkannahme, weil ja niemand so ungeschickt ist (Abg. Scheibner: Das ist ja ungeheuerlich! Nehmen Sie das zurück, ...!) – das glauben Sie ja selber nicht! (Abg. Scheibner: ..., dass Sie sagen, der Rechnungshof ist beeinflussbar, der Rechnungshofbericht ist ein Auftragswerk!) –, Dokumente über Geschenkannahme so zu verwahren, dass man sie dann rechtzeitig dem Rechnungshof zustellen kann. Das ist doch völlig absurd!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Mag. Kogler.
(Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Mag. Kogler.)
Abg. Öllinger: Chaos zum Quadrat!
Man kann sich also vorstellen, was in den nächsten Tagen passieren wird, wenn die Forschungsstiftung gegründet wird und diese Geschäftsführer in dem derart maroden AWS als der Vorstand der Forschungsstiftung eingesetzt werden, die die Forschungsförderung für ganz Österreich wieder neu ordnen soll und anlässlich deren sich die Regierung in Lobhudeleien darüber überschlägt, was jetzt alles in der Forschungslandschaft und Forschungsförderung besser wird. (Abg. Öllinger: Chaos zum Quadrat!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Zweitens haben wir von Anfang an gesagt: Bitte verflechten Sie diese beiden Förderungsriesen nicht beziehungsweise entflechten Sie die Wirtschaftsförderung wieder von der Forschungsförderung, sonst haben Sie nämlich erstens in der Forschungsförderung dieselbe katastrophale Bilanz wie bei dem AWS und zweitens ziehen Sie die gesamte Forschungsförderung in einen Sog der Wirtschaft hinein. Da gibt es tatsächlich noch andere Themen, die im Bereich der Grundlagenforschung zu behandeln wären! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Könnte! Sollte!
Da haben Sie aus meiner Sicht deutlich über das Ziel geschossen, denn Sie sprechen von Chaos und von Inkompetenz. Tatsache ist jedenfalls – und damit möchte ich einleiten –, dass die AWS zu jeder Zeit voll handlungsfähig war und dass nicht nur ich, sondern auch Experten und Förderungsnehmer der Wirtschaft sagen, dass die AWS im Prinzip einen Fortschritt darstellt und im Prinzip gut funktioniert. (Abg. Öllinger: Könnte! Sollte!)
Abg. Sburny: Es wird keine Forschung mehr geben!
Außerdem wird es – nicht heute, nicht morgen, aber langfristig – in Österreich keine Wirtschaftsförderung mehr geben, die nicht einen hohen Forschungs- und Technologieinhalt hat. (Abg. Sburny: Es wird keine Forschung mehr geben!) Um hier schon frühzeitig Weichen stellen zu können, haben wir diese Personalidentität von Stiftungsvorstand und AWS-Geschäftsführung vorgesehen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Zuerst einen anständigen Wirbel, und dann ist alles wieder super! – Abg. Großruck: Der Kogler führt Selbstgespräche!
Sehr geehrte Frau Abgeordnete, ich bitte gerade auch Sie nochmals, die Kirche im Dorf zu lassen. Die Situation ist nicht erfreulich. Es ist nicht gut, wenn innerhalb relativ kurzer Zeit eine Geschäftsführung zweimal nachzubesetzen ist. – Das weiß ich, aber die AWS-Struktur als solche ist eine gute, gesunde. Die Handlungsvollmacht und die Handlungsmöglichkeit für die AWS waren zu jeder Zeit gegeben und werden auch in Zukunft gegeben sein. Die finanzielle Ausstattung ist ausreichend. So gesehen funktioniert die Förderstruktur für Österreichs Wirtschaft, und wenn jetzt in die Geschäftsführung wieder Ruhe einkehrt, dann ist das gut für die AWS, aber auch gut für unsere Wirtschaft. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Zuerst einen anständigen Wirbel, und dann ist alles wieder super! – Abg. Großruck: Der Kogler führt Selbstgespräche!)
Abg. Öllinger: Na, na, na!
Frau Sburny, die behauptete Unvereinbarkeit, die Sie angesprochen haben, hat der eine Aufsichtsrat zum Anlass genommen, sein Mandat zurückzulegen, aber nicht als Eingeständnis der Unvereinbarkeit, sondern weil er gar keine Diskussion entstehen lassen wollte. (Abg. Öllinger: Na, na, na!)
Abg. Öllinger: Wodurch?
Dort gibt es insgesamt 18 Aufsichtsräte, und ich würde sagen, das war eine Auseinandersetzung zwischen wenigen. Wir hoffen, dass die Probleme auf der personellen Ebene angesprochen und mittlerweile auch bereinigt sind (Abg. Öllinger: Wodurch?), und gehen davon aus, dass mit der interimistischen Bestellung von Herrn Dr. Bednar bis zum Jahresende auch eine gute Voraussetzung im personellen Bereich gegeben ist. (Abg. Öllinger: Interimistisch!)
Abg. Öllinger: Interimistisch!
Dort gibt es insgesamt 18 Aufsichtsräte, und ich würde sagen, das war eine Auseinandersetzung zwischen wenigen. Wir hoffen, dass die Probleme auf der personellen Ebene angesprochen und mittlerweile auch bereinigt sind (Abg. Öllinger: Wodurch?), und gehen davon aus, dass mit der interimistischen Bestellung von Herrn Dr. Bednar bis zum Jahresende auch eine gute Voraussetzung im personellen Bereich gegeben ist. (Abg. Öllinger: Interimistisch!)
Abg. Öllinger: Das war schon zweimal so!
Wir gehen aber auch davon aus, dass die Position der Geschäftsführung entsprechend ausgeschrieben wird und dass der Beste, der dort auftritt, auch ausgewählt wird. (Abg. Öllinger: Das war schon zweimal so!) Es gibt auch in Firmen solche Probleme, etwa dass Auswahlentscheidungen problematisch werden können, wenn es an die praktische Umsetzung geht. (Abg. Öllinger: Herr Kollege Mitterlehner! Sie wissen es besser!)
Abg. Öllinger: Herr Kollege Mitterlehner! Sie wissen es besser!
Wir gehen aber auch davon aus, dass die Position der Geschäftsführung entsprechend ausgeschrieben wird und dass der Beste, der dort auftritt, auch ausgewählt wird. (Abg. Öllinger: Das war schon zweimal so!) Es gibt auch in Firmen solche Probleme, etwa dass Auswahlentscheidungen problematisch werden können, wenn es an die praktische Umsetzung geht. (Abg. Öllinger: Herr Kollege Mitterlehner! Sie wissen es besser!)
Abg. Sburny: Aber sicher! Die MitarbeiterInnen sind komplett ...!
Herr Kollege, damit bin ich beim zweiten Punkt angelangt, der aus der Sicht des Kunden entscheidend ist: Ist durch die Problematik im personellen Bereich die Servicequalität gesunken? – Die Servicequalität ist nicht gesunken. (Abg. Sburny: Aber sicher! Die MitarbeiterInnen sind komplett ...!) Es entspricht nicht den Tatsachen, dass es da eine finanzielle Austrocknung gegeben hat. In den Medien waren 300 Millionen im Gespräch. – Das stimmt nicht. (Abg. Sburny: Das werden wir noch sehen!) Der Herr Minister hat es schon angesprochen: Es gibt entsprechende Umschichtungen, der Rahmen ist nicht ausgeschöpft. Das heißt also: finanziell ist, was die Garantiemöglichkeit und die Fördermöglichkeit betrifft, alles vorhanden. Auch die Geschwindigkeit der Erledigung ist jetzt angestiegen.
Abg. Sburny: Das werden wir noch sehen!
Herr Kollege, damit bin ich beim zweiten Punkt angelangt, der aus der Sicht des Kunden entscheidend ist: Ist durch die Problematik im personellen Bereich die Servicequalität gesunken? – Die Servicequalität ist nicht gesunken. (Abg. Sburny: Aber sicher! Die MitarbeiterInnen sind komplett ...!) Es entspricht nicht den Tatsachen, dass es da eine finanzielle Austrocknung gegeben hat. In den Medien waren 300 Millionen im Gespräch. – Das stimmt nicht. (Abg. Sburny: Das werden wir noch sehen!) Der Herr Minister hat es schon angesprochen: Es gibt entsprechende Umschichtungen, der Rahmen ist nicht ausgeschöpft. Das heißt also: finanziell ist, was die Garantiemöglichkeit und die Fördermöglichkeit betrifft, alles vorhanden. Auch die Geschwindigkeit der Erledigung ist jetzt angestiegen.
Abg. Sburny: Mietkosten!
Zu dem, was Sie noch hinsichtlich der Verwaltungskosten angesprochen haben, würde ich sagen, das sind Mutmaßungen. (Abg. Sburny: Mietkosten!) Das sind Informationen, wie sie in den Zeitungen gestanden sind. (Abg. Sburny: Dann sagen Sie, wie hoch die Miete ist!) Deshalb würde ich jetzt einmal abwarten, bis ein Prüfbericht vorliegt, dann gibt es eine entsprechende Ebene der Auseinandersetzung. (Abg. Öllinger: Wer prüft?) Ich glaube aber, dass es nicht richtig ist, in dieser Phase aus der Angelegenheit vielleicht politisches Kleingeld schlagen zu wollen. Das wäre der Sache nicht förderlich.
Abg. Sburny: Dann sagen Sie, wie hoch die Miete ist!
Zu dem, was Sie noch hinsichtlich der Verwaltungskosten angesprochen haben, würde ich sagen, das sind Mutmaßungen. (Abg. Sburny: Mietkosten!) Das sind Informationen, wie sie in den Zeitungen gestanden sind. (Abg. Sburny: Dann sagen Sie, wie hoch die Miete ist!) Deshalb würde ich jetzt einmal abwarten, bis ein Prüfbericht vorliegt, dann gibt es eine entsprechende Ebene der Auseinandersetzung. (Abg. Öllinger: Wer prüft?) Ich glaube aber, dass es nicht richtig ist, in dieser Phase aus der Angelegenheit vielleicht politisches Kleingeld schlagen zu wollen. Das wäre der Sache nicht förderlich.
Abg. Öllinger: Wer prüft?
Zu dem, was Sie noch hinsichtlich der Verwaltungskosten angesprochen haben, würde ich sagen, das sind Mutmaßungen. (Abg. Sburny: Mietkosten!) Das sind Informationen, wie sie in den Zeitungen gestanden sind. (Abg. Sburny: Dann sagen Sie, wie hoch die Miete ist!) Deshalb würde ich jetzt einmal abwarten, bis ein Prüfbericht vorliegt, dann gibt es eine entsprechende Ebene der Auseinandersetzung. (Abg. Öllinger: Wer prüft?) Ich glaube aber, dass es nicht richtig ist, in dieser Phase aus der Angelegenheit vielleicht politisches Kleingeld schlagen zu wollen. Das wäre der Sache nicht förderlich.
Abg. Öllinger: Parteipolitische Probleme!
Fazit aus unserer Sicht – aus Sicht der ÖVP –: Im Endeffekt lassen sich alle Schwierigkeiten in der derzeitigen Phase auf personelle Probleme fokussieren (Abg. Öllinger: Parteipolitische Probleme!), und die lassen keinen Rückschluss auf organisatorische Schwierigkeiten oder überhaupt auf eine Fehlkonstruktion der AWS zu. – Das ist eine ganz wichtige Feststellung.
Abg. Sburny: O ja! Gibt es schon! Kogler sagt: Wir wurden nicht informiert!
Zweitens: Die organschaftliche Verantwortung von Aufsichtsrat und Eigentümer wird voll wahrgenommen. Es gibt absolut keinen Hinweis darauf, dass hier irgendwelche Nichtreaktionen oder sonstige Fehler passiert sind. (Abg. Sburny: O ja! Gibt es schon! Kogler sagt: Wir wurden nicht informiert!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Viertens – und damit bin ich schon am Schluss – ist mit dieser interimistischen Bestellung die beste Voraussetzung dafür geschaffen, dass man Synergiepotenziale und Effizienzsteigerungsmöglichkeiten ausnützt, verbessert und optimiert und damit eine gute Zukunft der AWS garantiert. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Mag. Hans Moser (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Minister! Ich glaube, bei der AWS geht es nicht darum, glücklich zu sein, sondern Sie tragen für dieses Desaster in der AWS die politische Verantwortung, und die haben Sie zu übernehmen: Sie und Bundesminister Grasser! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Mietkosten wurden schon angedeutet, ebenso die Liquiditätskrise. Das sind alles Fragen, die wichtig sind, um die österreichische Förderlandschaft wieder zu stabilisieren, aber das ist Ihnen nicht gelungen. – Sie können das nicht. Die AWS steckt ganz tief im Sumpf, und dafür, Herr Minister, sind Sie und Ihr Kollege Grasser verantwortlich! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Diese Regierung hat wirtschaftspolitisch längst den Löffel abgegeben! – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Auch wenn jetzt Einzelne sagen, sie sind nicht glücklich – eher wäre zu sagen, sie sind unglücklich – über die Entwicklungen, dann erwarten wir Freiheitliche uns doch volle Aufklärung und Transparenz über das, was vorgefallen ist, über diese Vorgänge, denn es sollte schon dazu führen, dass auch ein Minister wieder glücklich wird. Wir erwarten uns eine sehr korrekte Ausschreibung und eine effiziente und rasche Aufklärung über die Vorgänge in diesem Unternehmen, damit die Ziele der Reform wirklich zu Ende geführt und umgesetzt werden können. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Khol: Nicht mehr! Für!
Auch auf Bällen und Festen lässt sich locker etwas behaupten. So hat Präsident Khol gestern davon gesprochen, dass 300 Millionen € mehr für die Grundlagenforschung (Abg. Dr. Khol: Nicht mehr! Für!) oder zusätzlich zur Verfügung stehen. Was sagt aber der Präsident des Forschungsfonds? – Das „One Stop Shop“-Prinzip wird hier furchtbar konterkariert. Gedeckelt ist sein Budget mit 100 Millionen €, das heißt: Stopp für die Forschung, aber kein Shop!
in Richtung des auf der Regierungsbank sitzenden Bundesministers Dr. Bartenstein
Wen wundert es dann noch: Wer bestimmt den Vorsitz über den Stiftungsrat? – Natürlich wiederum Grasser und Gorbach! Da frage ich mich schon, wie das sein kann. Oder sogar Grasser und Sie (in Richtung des auf der Regierungsbank sitzenden Bundesministers Dr. Bartenstein)! – Er liest gerade die Zeitung, aber das macht nichts.
Beifall bei den Grünen.
Ich kann nur sagen: Bitte sorgen Sie dafür, dass die Forschung frei bleibt! Das muss nicht Anarchie bedeuten, es muss heißen: frei von politischer Einflussnahme. (Beifall bei den Grünen.) Sie können natürlich über Ihren Einfluss bestimmen – was man auch gesehen hat, und das gehört dem Publikum gesagt –, Sie können politischen Einfluss ausüben, und für die Zeit, in der Sie nicht mehr am Ruder sitzen, können Sie dort Posten schaffen. Aber das ist nicht der Sinn der Forschungsförderung und auch nicht der Sinn des AWS. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich kann nur sagen: Bitte sorgen Sie dafür, dass die Forschung frei bleibt! Das muss nicht Anarchie bedeuten, es muss heißen: frei von politischer Einflussnahme. (Beifall bei den Grünen.) Sie können natürlich über Ihren Einfluss bestimmen – was man auch gesehen hat, und das gehört dem Publikum gesagt –, Sie können politischen Einfluss ausüben, und für die Zeit, in der Sie nicht mehr am Ruder sitzen, können Sie dort Posten schaffen. Aber das ist nicht der Sinn der Forschungsförderung und auch nicht der Sinn des AWS. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)